si Im
lyiM
:: ,5.^'
-,. • V'-y? ■
y,Vi,
>, ■• ' ■ ■’,
. s
V '- ' •
V-J
/
.'.l
*iV ^
. V
►•1
’ Ä f
'Iv
•'l.-
//■
-I
r
f
>
> •
DIE
GROSS-SCHMETTERLINGE
DER ERDE
EINE SYSTEMATISCHE BEARBEITUNG DER BIS
JETZT BEKANNTEN GROSS-SCHMETTERLINGE
IN VERBINDUNG MIT NAMHAFTEN FACHMÄNNERN
HERAUSGEGEBEN VON
Prof. Dr. ADALBERT SEITZ
I. ABTEILUNG -
II, ABTEILUNG -
V
- PALAEARKTISCHE FAUNA — BAND 1—4.
- EXOTISCHE FAUNA — BAND 5 — 16
5. BAND
>
ALFRED KERNEN VERLAG S'I UTTGART
1924
DIE
AMERIKANISCHEN
TAG EA ET ER
MIT 203 TAFELN
TEXT- BAND
V
ALFRED KERNEN VERLAG STUTTGART
1924
Alle Rechte, besonders die der Uebersetzung.
Vorbehalten.
Printed in Grermany.
Cop3/right 1924 by Alfred Kernen, Verlag, Stuttgart.
Druck von H. Laupp jr, Tübingen.
V orwort
Die erste Etappe der „Groß-Schmetterlinge der Erde“, die Bearbeitung der palaearktischen Fauna,
konnte noch im Jahre 1914 beendet werden. Erst heute steht die zweite große Abteilung, enthaltend die
exotischen Tagfalter, im Abschluß. Auf 458 Tafeln konnten die gesamten Tagfalter der indo¬
australischen, amerikanischen und ätliiopischen Tagschmetterlinge zur Abbildung gebracht werden, insoweit
diese nicht entbehrlich oder unerreichbar war.
Der vorliegende fünfte Band, den ich hiermit der Oeffentlichkeit übergebe, faßt die Rhopalocera
und G r y p o c e r a von g a n z A m e r i k a zusammen, in einer Abgrenzung, für die auf S. 3 (der Einlei¬
tung) eine Begründung versucht ist. Für diejenigen, denen diese aus faunistischen Motiven nicht ausreichend
erscheinen sollte, — ■ und Bedenken hierin sind nicht unberechtigt — sei dazu bemerkt, daß zur finanziellen
Sicherung so kostspieliger Unternehmen, wie die Herstellung der ,, Groß-Schmetterlinge“, praktischen Erwägungen
mitunter der Vorrang vor theoretischen gelassen werden muß. Die Beschränkung des Interesses oder wenigstens
der Sammlungen vieler Reflektanten auf speziell amerikanische Formen schien dem Herausgeber so verbreitet
zu sein, daß er geglaubt hat, den Völkern des Weltteils, der das Hauptkontingent der Abnehmer der ent¬
sprechenden Bände stellen dürfte, besondere Rücksicht schuldig zu sein.
Diese Pflicht schien dem Herausgeber um so ernster, als gerade in der letzten Zeit die Unterstützung,
die dem Werk aus Ameril^a zuteil wurde, eine besonders dankenswerte war. Neben vielen Zuschriften aus
Brasilien, Argentinien, Columbien und Paraguay an den Herausgeber und die Bearbeiter der einschlägigen
Faltergruppen, die mehrfach schon im Text Erwähmmg fanden, muß noch mit besonderem Dank der regen Hilfe
der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika und von Mexilco gedacht werden. Besonders der selbstlosen Mit¬
arbeit der Herren Roberto Mtjeller und Prof. Carlos Hoffmann in Mexilio (City), der Herren W. Schafs
und H. G. Dyar in Washington ist es zu danken, wenn eine große Anzahl seitheriger Lücken ausgefüllt und
frühere Irrtümer beseitigt werden konnten. Durch die Güte einer weiteren Anzahl hervorragender Kenner
der nordamerikanischen Fauna wie Barnes, BenjajVUN, Boll, Snyder usw. — ■ z. T. ist ilirer Namen schon
im ersten Teil des Werkes dankbar gedacht — konnten Abbildungen von Exemplaren gebracht werden, die
ohne die gütige Kontrolle der Besitzer solcher Seltenheiten oder gar Unika nie möglich gewesen wären.
Aller namentlich zu gedenken, die den Herausgeber bei seiner gigantischen Arbeit mit Rat und Tat unter¬
stützten, liegt wohl weder in deren Absicht, noch im Interesse des Gesamtwerks; aber ihnen an dieser Stelle
aufrichtigen Dank für ihre Bemühungen zu sagen, ist für uns eine Pflicht, deren Erfüllung wir als Bedürfnis
empfinden.
Das ungeheiire Material, zu dem wir zur Hersteilung ehier einigermaßen befriedigenden Bearbeitung
der Lepidopteren Amerikas Zugang suchen mußten, war nur zu einem Teil auf dem Kontinent von Europa
einzusehen. Am meisten war noch die Fauna von C a n a d a u n d den Vereinigten Staaten in
europäischen, besonders deutschen, Museen vertreten. Hier setzte gaiiz besonders die eben erwähnte Hilfe
der Entomologen der Union ein; auch ist die Literatur über die Fauna Nord-Ameriljas schon so reichhaltig,
daß mit üirer Zuhilfenahme ein ungefähres Bild, besonders über die amerikanischen Tagfalter, gewonnen
werden konnte. Unter ausgiebiger Benutzung der Werke von Abbot und Smith, Scudder, den beiden Edwards,
Holland, Wright u. a. mit z. T. sehr guten Abbildungen und mit der oben erwähnten freundlichen Unter¬
stützung nordamerilcanischer Sammler, glauben wir soviel zusammengetragen zu haben, als für den kiu’zen
Abriß, auf den sich ein so umfassendes Werk beschränken muß, erforderlich war.
Hinsichtlich Mexikos versetzte die schon erwähnte freundliche Hilfe der Herren R. Mueller und
C. Hoffmann uns in die angenehme Lage, Neuheiten und Seltenheiten zu studieren, über welche an anderer
Stelle sonst kaum Aufschluß zu erhalten gewesen wäre. Herr Prof. Dr. M. Draudt in Darmstadt, dessen Kol¬
lektion mexikanischer Lepidopteren wohl nirgends in Europa an Reichhaltigkeit erreicht wird, hat unter Zu¬
grundelegung dieses Materials die Bearbeitung der Lycaenidae und der Grypocera selbst durchgefülirt und
dadurch für die Erforschung dieser ziemlich lückenhaften Gebiete einen ganz besonderen Dienst geleistet ;
konnte er doch über 100 neubeschriebene amerikanische Tagfalter fast sämtlich im Bilde bringen.
Z e n t r a 1 - A m e r i k a , durch die rühmlichst bekannte ,,Biologia“ von Salvin und Godman und
nachmals durch W. Schaus’ Schriften besser bekannt wie die meisten südamerikanischen Tropenländer, konnte
VI
VORWORT.
vielfach nach dem Material von A. H. Fassl und der reichen RiBBESchen Ausbeute vom Chiriqui, die uns die
Firma Dr. Staudinger und Bang-Haas in dankenswerter Weise zugänglich machte, bearbeitet werden. Aber
schon zu dieser Fauna — ■ vielleicht abgesehen von Costa-Rica ■ — • kann bemerkt werden, daß noch zahlreiche
Distrikte erst mangelhaft erforscht sind und vielleicht schon in nächster Zeit eine umfangreiche Erweiterung
unserer Kenntnis in Aussicht steht.
lieber Columbien und den Amazonas, bzw. dessen Nebenflüsse, geben uns die Sammlungen
A. H. Fasses guten Aufschluß. Manche Tafeln, wie z. B. die Agrias auf Taf. 113 B, sind fast gänzlich nach
Neuheiten aus der FASSLschen Sammlung hergestellt, die er in den ungesunden Wäldern des tropischen Süd-
Amerikas erbeutete und die er mit dem Leben bezahlte, als er kürzlich dem mörderischen Klima erlag. Daß er
in den Nachträgen gerade zu diesem Band der Welt ein bleibendes Andenken hinterließ, ist uns eine ganz
besondere Genugtuung.
Aus Brasilien und dem Westen S ü d - A m e r i k a s lagen gleichfalls reiche Sammlungen
vor. Die GARLEPPschen Ausbeuten aus Peru lieferten besonders reiches Material. In Bolivien hat gleichfalls
Fasse zwar nicht sehr lange, aber sehr gründlich gesammelt und uns sein reiches Material zur Verfügung ge¬
stellt. Für die anstoßenden Teile Argentiniens rvurde der Ausbeute Jose Steinbachs manches gute
Objekt entnommen, während im Süden dieses Landes und in Uruguay der Herausgeber selbst manche Beob¬
achtung machen konnte. Das gleiche gilt von Brasilien, wo besonders in Bahia der Unterzeichnete Heraus¬
geber ein ansehnliches Material zusammenbrachte, und von wo die meisten biologischen Notizen stammen,
die dem Texte eingestreut werden konnten. Von großem Werte waren für diese südamerikanischen Gebiete die
Zusendungen der Herrn Zikan und Arp in Brasilien.
Außerdem haben sich sowohl die Bearbeiter, wie auch der Herausgeber bemüht, die Spezial-
s a m m 1 u n g e n sowie die großen Museen für ihre Studien heranzuziehen. Auch den Leitern oder Besitzern
dieser sei hier nochmals Dank abgestattet, insoweit dies nicht schon im Geleitwort zu den Bänden des ersten
Teils geschehen ist. Durch ihre Güte konnte die CouRVOisiERsche Lycaeniden- Sammlung eingesehen werden
und Herr Abee in Leipzig hatte die Güte, manche seiner Hesperiden zur Vergleichung einzusenden. Wenn
ich hier erwähne, daß z. B. Lord Rothschied mir die Durcharbeitung von 25 000 Eryciniden des Tring-
Museums erlaubte, so kann man ermessen, von wie großer Wichtigkeit solche Unterstützung bei Abfassung
der einzelnen Kapitel gewesen ist.
Daß im Abschluß des Bandes, den ich heute der Oeffentlichkeit übergebe, eine Verzögerung von einem
vollen Jahrzehnt entstanden is'^, wird niemand wundern, der sich daran erinnert, wie gerade das Geburtsland
des Werkes im Mittelpunlit der furchtbaren Erschütterungen stand, denen die Welt in diesem Dezennium
ausgesetzt war. Vielmehr ist zu verwundern, und in erster Linie der Langmut der Abnehmer zu daidien, wenn
ein wissenschaftliches Werk von der Art des vorliegenden diese Schicksalsschläge ohne anderweite Schädigungen
überdauern konnte.
Ich kann diesen Band nicht herauslassen, ohne neben den Bearbeitern der einzelnen Tagfalter-
Familien auch dem Verleger nachdrücklich st zu danken für die ungeheuren Opfer, die gerade in so schwieriger
Zeit die programmäßige Fortführung eines solchen Werkes erheischte. Sein aufrichtiges Bestreben ist es ge¬
wesen, in enger Arbeitsgemeinschaft mit dem Herausgeber die durch die unglückseligen Ereignisse des letzten
Jahrzehntes über die Maßen beanspruchte Geduld der Freunde des Werkes zu belohnen und den Zeitpunkt
zu erreichen, wo der amerikanische Tagfalterband fertig in die Welt geht und die Tagfalter der indischen und
afrilvanischen Fauna am Abschluß stehen.
In dem, was über die Form der Abfassung zu sagen wäre, darf wohl auf die Geleitsworte zu den Bänden
des Palaearktenteils verwiesen werden. Bezüglich der Stellung des Herausgebers gegenüber den sogenannten
,, internationalen Nomenklaturregeln“ hat sich nichts geändert. Als ein in allen Einzelheiten maßgebender
Gesetzeskodex müssen sie zwar in der Zoologischen Welt als abgelehnt gelten und die Entomologie ist nicht
berechtigt, hierin eine Sonderstellung einzunehmen. Das schließt nicht aus, daß der größte Teil dieser
Regeln, insbesondere insoweit sie nur eine präzise Fassung längst üblicher und nirgends beanstandeter Ge¬
bräuche darstellen, nützlich und darum auch in den ,,Groß-Schmetterlingen“ durchgehends angewandt sind.
Ihre Zurückweisung als maßgebendes Gesetzbuch ist allgemein wohl nur insofern erfolgt, als sie ihre Hauptauf¬
gabe, Schaffung der Stabilität in der Nomenklatur, nicht nur nicht erfüllten, sondern
sogar mehrfach gestört haben, indem immer wieder Ausgrabungen und Umdeutungen alter Namen neue
Widersprüche in die gesamte vorhandene Literatur bringen mußten. Diesem meist auf der zu straff ge¬
nommenen Auslegung des Prioritätsprinzips beruhenden Mißstand haben wir das Werk als ein Gebrauchsbuch
tunlichst zu entziehen getrachtet, im übrigen aber den einzelnen Bearbeitern in der Anwendung der gebräuch¬
lichen Nomenklaturgesetze keinen Zwang auferlegt.
Es scheint, daß viele Entomologen in den ,, Großschmetterlingen“ die gegebene Gelegenheit erblickt
haben, die Behandlung der Lepidopterologie auf eine wissenschaftlichere Basis zu stellen. Dieser Ansicht
konnte sich der Herausgeber sowohl aus ideellen wie aus praktischen Gründen nicht anschließen. Jeder
bearbeitende Fachmann pflegt als die wissenschaftlich wertvollsten diejenigen Methoden und Maximen anzu¬
sehen, mittelst deren er zu seinen wichtigsten Resultaten gelangt ist. Auf diesem Wege die vom Heraus¬
geber angestrebte Einheitlichkeit des Gesamt werks zu erreichen, scheint unmöglich. Fast in jedem Kapitel
VORWORT.
\'IL
würde dann hinsichtlich der Behandlungsweise ein andres Moment im Vordergrund gestanden haben. Zuflom
bedarf jede vorgenommene Umwälzimg einer Begründung, deren Einreihung das W'erk in seinein umfassenden
Programm ungleichmäßig, unhandlich und inhaltlich undauerhaft, jedenfalls aber für die ^Mehrheit der
Benützer, die zu fünfundneunzig Prozent keine Fachgelehrten sind, unsympathischer gemacht haben würde.
Der Herausgeber hat sich darum bei den Bearbeitern darum bemüht, daß sie auf Spezialist ische Exkurse,
mögen diese in Monographien noch so wertvoll sein, tunlichst verzichteten.
Aiich im 5. Band zeigt, wie bei den Bänden der vorigen Abteilung, eine flüchtige Durchsicht schon,
daß die textliche Bearbeitung wesentlich als Ergänzung der Tafeln gedacht ist. Außer biologischen Anmer¬
kungen enthält sie zumeist Hinweise auf feinere Unterscheidungsmerkmale von den nächsten Verw'andtcn.
Wo bei besonders bunten und kenntlich gezeichneten Arten {Perisama, Catagraynma, Anaea usw.) ein Erkennen
nach dem Bilde ohne Gefahr von Irrtümern unschwer möglich ist, konnte der Text auf ganz wenige Worte
über Synonymie und Vaterland beschränkt werden; umgekehrt war bei gewissen, kompliziert gezeichneten
Lycaeniden oder Hesperiden öfters eine etwas umständliche Kennzeichnung erwünscht. Immerhin ist diese
möglich gewesen, ohne daß die für die Handlichkeit eines Bandes maximale Zahl von etwa 1000 Seiten und
200 Tafeln nennenswert überschritten wurde.
Im Text sind im ganzen 15 000 Namen erklärend behandelt und durch ca. 9000 Figuren auf den Tafeln
illustriert. Daß alle Figuren fehlerlos oder gar Kunstwerke sein sollten, wird kein billig Denkender verlangen
oder auch nur erwarten. Wenn sich aber in den späteren Tafeln des Bandes mehr Verfehlungen, als in den
früheren Tafeln bemerkbar machen sollten, so bitten wir die ungeheuren Schwierigkeiten in Betracht ziehen zu
wollen, die Krieg und Revolution gerade für technische Betriebe zu schaffen pflegen.
Aber auch für denjenigen Teil des Bandes, der noch vor dem Krieg erschien, bitten wir um Milde in
der Beurteilung, wie sie auch die Kritik für den ersten Teil hat walten lassen. In erster Linie soll das Werk
zur Orientierung dienen, zur raschen Erkennung und Einschätzung von Material, von Reiseausbeuten, Samm¬
lungen, Zenturien, Einzelfängen usw. Zur Erreichung dieses Zwecks sollen die Figuren kenntlich und natur¬
getreu, aber sie brauchen nicht künstlerisch hochstehend zu sein. Deshalb ist auch in denjenigen Fällen, wo
Kopien aus alten, technisch unvollkommenen Werken als einzige Vorlage dienten, die Verantwortung unserer
Abbildung für Richtigkeit des Bildes nicht ausdrücklich abgelehnt worden. Die Kenner der alten Werke — und
für monographische Arbeiten einzelner Gruppen werden ja nur solche in Betracht kommen — dürften auf den
ersten Blick herausfinden, welche Bilder nach Hewitson, nach Gramer oder Hübner gefertigt sind, so daß
es überflüssig schien, lange Listen über die jeweilige Herkunft der Originale oder Vorlagen beizugeben.
Nur im allgemeinen sei angegeben, daß die Bilder der Papilio und der Erycinidae fast sämtlich nach
Exemplaren des Tring-Museums, die Pieridae und viele N ymphalidae nach solchen aus der Sammlung des
Herrn J. Röber in Dresden, die Morphidae, Brassolidae, Prepona, Ageronia sämtlich aus der Sammlung
Fruhstoreer, die Lycaeniden nach den Sammlungen Fasse, Staudinger-Bang-Haas und des Heraus¬
gebers gefertigt sind. Die mexikanischen Formen entstammen zumeist Vorlagen des Herrn Dr. Draudt, viele
Satyi’iden den jetzt in Berlin befindlichen Sammlungen Staudinger und Weymer.
Von besonderer Wichtigkeit scheint mir noch die Angabe, daß sehr viele Hesperiden-Bilder dem Werke
von Carl Plötz entnommen sind. Dieses Werk, von dem sich ein großer Teil zur Zeit (bis zu seiner Veräuße¬
rung) im Besitze des Herausgebers befindet, ist zwar in seinen Tafelbänden (von denen etwa 20 vorliegen)
niemals erschienen, aber ohne Einsicht dieser Tafeln sind die zahlreichen, von Plötz herausgegebenen
Veröffentlichungen unmöglich richtig zu deuten. Wir haben darum von den uns strittig erscheinenden Ai’ten
— größtenteils Hesperiden — einige Hundert im fünften, neunten und dreizehnten Band kopieren lassen und
es ist durch die Vergleichung dieser Originalbilder möglich gewesen, manchen Irrtum und Zweifel aus der Wissen¬
schaft zu entfernen. Wiewohl das PLÖTZsche Werk niemals im Buchhandel käuflich war, hat es doch wenigstens
teilweise fast allen arbeitenden Lepidopterologen Vorgelegen; Hewitson, Godman, Mabille usw. haben
danach gearbeitet und darauf verwiesen. Viele Abbildungen, besonders solche der über 1500 Tafeln mit Hesperi-
denbildern (die 6 Bände des Teils XX) sind durch Swinhoe, Mabille u. a. in Kopien herausgegeben worden.
So haben auch wir das PLÖTZ-Werk als ein unersetzliches Quellenwerk zitiert und diejenigen Arten, die sich
nach den unübertrefflichen Abbildungen ohne weiteres erkennen lassen, nicht neu benannt, sondern als ge¬
nügend gekennzeichnet und als hinreichend durch Kopien verbreitet übernommen.
Was den T e x t b a n d betrifft, so mrd3 hier gesagt werden, daß der Herausgeber nur für die deutsche
Ausgabe verantwortlich ist. Auf die beiden andern Ausgaben stand ihm ein Einfluß nicht zu. Die französische
Ausgabe ist mir überhaupt, insoweit sie nach 1914 erschienen ist, gänzlich unbekannt; ich habe niemals ein
Exemplar davon gesehen. - — Wirkliche Vollständigkeit konnte natürlich nur bis zu dem Zeitpunkt angestrebt
werden, wo die verheerende Wirkung des Weltkriegs noch nicht den wissenschaftlichen Connex der Völker
untereinander unterbrochen hatte. Weitere Vervollständigung muß den Supplementheften und einem Zeit¬
punkt aufgespart bleiben, wo die zerrissenen Fäden des wissenschaftlichen Verkehrs der Völker untereinander
wieder geknüpft sind.
Leider ließen sich auch in diesem Bande störende Differenzen zwischen den Benennungen im Text
und auf den Tafeln nicht vermeiden. Da die Technik eine ganz gleichzeitige Inangriffnahme von Beschrei-
ö o o ö
bung und Illustration, die sich oft auf das gleiche Exemplar stützen, nicht gestattet, so fand sich mitunter
VIII
VORWORT.
erst nach Fertigstellung der Tafeln, daß die abgebildeten Exemplare besser einen andern, meist neuen Namen
verdienten, der ihnen im Text noch gegeben werden konnte, während die Tafeln schon ausgegeben waren.
Diesen Uebelstand bitten wir daher als eine Folge des xinaufhaltsamen Fortschritts unsrer Kenntnisse hin¬
zunehmen.
So geht denn der fünfte Band, wie sein Vorgänger, hinaus mit der einzigen Aufgabe, als Gebrauchs¬
werk allen Vertretern und Freunden der Lepidopterologie Dienste zu leisten. So wenig, wie bei den Bänden
des ersten Teils hat der Herausgeber danach gestrebt, ein Prachtwerk mit möglichst vielen Ueberraschungen,
mit verbesserten Systemen und unerwarteten Neuheiten ins Leben zu rufen. Eine systematisch gegliederte,
in gleichbleibendem Schema durchgeführte Bearbeitung der amerikanischen Tagfalterwelt, von Spezialisten zu
einem Ganzen organisch verbunden, mit kurzer Skizzierung von Lebensweise und Entwickelungszuständen,
aber mit tunlichster Berücksichtigung von Variationsrichtung, von Faunistik und Synonymie, das ist die Auf¬
gabe, die das Werk sich gestellt hat, und wenn aus seinem Inhalt die Hingabe erkannt wird, mit der Bearbeiter,
wie auch Herausgeber und Verlag sich diesem Vorhaben gewidmet haben, so wird diese Anerkennung ihr
schönster Lohn sein.
Darmstadt im Mai 1924.
Dr. Adalbert Seitz.
Bekanntmachung.
- <o -
Nachdem nunmehr der palaearktische Teil des Seitz’schen
Werkes bis auf wenige Lieferungen erschienen ist, haben
wir uns entschlossen, für die noch ausstehenden Lieferungen,
das System ,,von durchschnittlich je 1 Bogen Text und 2 Tafeln“
im Interesse schnelleren Erscheinens fallen zu lassen,
und werden die Lieferungen dieses Teils den Umständen nach,
in frei-zusammengestellten Heften erscheinen , die manch¬
mal nur Bogen, manchmal nur Tafeln enthalten.
Stuttgart, 7. April 1914.
Der Herausgeber. — Der Verlag.
«
Die
Groß=Schmetterlinge
der Erde
Eine systematische Bearbeitung ~ :
der bis jetzt bekannten Großschmetterlinge
In Verbindung mit namhaftesten Fachmännern herausgegeben
von
- Dr, Adalbert Seitz =
Direktor des zoologischen Gartens zu Frankfurt a. M.; correspondierendes,
arbeitendes und ordentliches Mitglied vieler wissenschaftlicher Gesellschaften
STUTTGART
FRITZ LEHMANN VERLAG
1907
Alle Rechte Vorbehalten.
. II. ABTEILUNG: .
Die
Exotischen Qroßschmetterlinge
?
i‘
- V. BAND: -
Die Großschmetterlinge
- des — -
Amerikanischen Faunengebietes
V
1
Alle Rechte Vorbehalten.
Einleitung.
Der Riesenkontinent von Amerika, der sich vom ewigen Eise der arktischen Polarregion an weiter
als irgend ein anderer Kontinent nach Süden erstreckt, ist mehr als jeder andere Länderkomplex der Erde
geeignet, eine unerschöpfliche Menge der abwechslungsreichsten Tiergestalten zu zeitigen. Das nach dem
Atlantischen Ozean hin fast überall otfene Land lässt die meerfeuchten ().stwinde bis weit in das Innere des
Kontinents befruchtende Regen tragen und so entwickelt sich denn ein vielseitig und fein verzweigtes Netz
von Wasseradern, die in Gemeinschaft mit den verschiedenen den jeweiligen Zonen entsprechenden Klimaten
und Wärmeverhältnissen eine an Mannigfaltigkeit geradezu einzig dastehende Vegetation ins Dasein rufen.
Aus der zirkumpolar verbreiteten arktischen Fauna sich heraus entwickelnd, nimmt vom südlichen
Canada bis Texas die gesamte Fauna einen der europäischen und zentral-asiatischen Tierwelt genäherten Charakter
an. Nicht allein dass die im gemässigten Nord -Amerika dominierenden Tiere grösstenteils Grupjien an¬
gehören, die auch in der gemässigten Zone der alten Welt eine Hauptrolle spielen, auch die geographische
Verteilung zeigt hier noch die auffallendsten Analogien. Unter den Lepidoi)teren sind hüben wie drüben
Arrjijniiis, Mel/faea, IVo/c.s'.sn, Apatimi , Arctiiden und Catocalen führende Gestalten, und als einziger durch¬
schlagender Unterschied drängt sich schon bei obertlächlicher Betrachtung das Ühei'wiegen der H esperiden
in Amerika gegen das Vorherrschen der Satyi-iden in der alten Welt auf. Aber die Gesamtsumme der
zu beobachtenden Foi'inen ist auf beiden Halbkugeln im gemässigten Norden fast die gleiche und die Hälfte
der östlichen gemässigten Ländermasse, die an Grösse etwa der gesamten westlichen entspricht, enthält
ungefähr die gleiche Zahl von Lepido2)teren wie diese, nämlich ca. ()'/2 Tausend Formen.
Das ändeii sich, sobald wir, dem amerikanischen Süden zustrebend, die warme Zone erreichen. Fast
mit einem Schlage ist jede Älmtichkeit mit der alten Welt verschwunden. Die sonderl)aren und hoch-
charakteristischen Formen der ilorpho, ItJioiitia, Meliiiaea nnd die ('nAnia und Glatwojiis, die Pericopis
und ('ijllipmln, die wunderlichen Formen der neotropischen Eryciniden, die geschwänzten H esperiden etc.
haben in der alten Welt nicht ihresgleichen, kaum entfernte Ähnlichkeiten. Sie geben der süd-amerikanischen
Fauna ein so eigenes, auch dem kühleren Nord -Amerika (nördlich \'on Mexico) fremdes Gei)räge, dass wir
die Falterfauna von Süd -Amerika wohl als die eigenartigste der Erde bezeichnen können. Welches ihre
hauptsächlichsten Eigenheiten sind, ist schon in der Einleitung dieses Werkes angedeutet uml soll unten
noch näher ausgeführt werden.
Wenn wir trotzdem eine eigentliche Trennung zwischen der nord- und süd - amerikanischen Fauna
nicht in der Art vornehmen, wie sie die seitherige Zoogeographie in der Scheidung der neoti'o])ischen von
dei’ nearktischen Fauna gekannt hat, so begründen wir dies <lamit, dass die Basis für eine scharfe
Grenze in eben der Weise fehlt, wie zwischen dem indischen und dem australischen Faunengebiet. M’ie
dort die von Wallack gezogene Grenze für die Schmetterlinge keine Gültigkeit hat, so lassen uns auch in
Amerika die sonst anwendl)aren Abteilungsinlnzipien der Faunengebiete im Stich. Vergleichen wir beispiels¬
weise die Verhältnisse Amerikas mit dem viel konniakteren Afrika: Südlich der Sahara gibt es keine
hiichloe, keine Aporni, keine Procris, keine echte 'Aipiaena, keine IVon'.ss«, keine Pdvanjf, keine Oi'iKxpjna,
kurzum es tehlen gerade alle die Arten, die in Nord -Afrika die häutigst vorkommenden, man möchte sagen
autdringlichsten Vertreter tler Schmetterlingswelt sind. Dafür gibt es im Norden keine Etiphacdra , keine
('ipiiotlioc oder Puripphene, es fehlen sämtliche im übrigen Afrika verbreiteten Papilio- und Pierideii-Ciruppen ;
die für das ganze tropische Afrika so charakteristischen AniaiivE suchen wir vergebens etc.
Eine solch unüberwindliche Barriere, wie sie die in ihrem trostlosen Innern vegetationslose Sahara
bildet, fehlt in Amerika. So sehen wir die sonst durchaus süd -amerikanischen Neotrojhden in Californien.
die Helicomiis in F’lorida nach Norden vordilngen und die Arpi/iiiiis, (Alids, i'atocida etc. auf den Anden¬
höhen nach Süden streiten; die beiden Faunen greifen mit einem Wort so ineinander über, dass wir gar
keine Grenze einer gekünstelten vorziehen; und wir tun dies um so lieber, als diesen theoretischen
Erwägungen sich eine Reihe praktischer Gründe anschliesst.
4
Einleitung. Von Dr. A. Seitz.
Unter den Eigenschaften der amerikanischen Schmetterlingsfauna, die im Süden des Gebietes am
lebhaftesten hervorstechen, nennen wir den Artenreichtum. Früher sagte man, dass der amerikanische
Doppelkontinent allein etwa ebensoviel verschiedene Schmetterlingsarten enthalte als die gesamte übrige
Erde. Dieser Vergleich hatte so lange Giltigkeit, so lange man nicht alle die zahlreichen Lokalformen
gewisser malayischer und indo - chinesischer Falter unterscheiden gelernt hatte, die eine einzige Species auf
allen jenen grösseren und kleineren Eilanden des malayischen Archipels in ähnlichem, aber doch nach der
Lokalität konstant verschiedenem Gewände erscheinen lassen. Seitdem aber die altweltlichen Arten in eine
so grosse Zahl von Rassen oder Lokalvarietäten , von Subspecies, Regen- und Trockenzeitformen, Hoch¬
gebirgsbewohner und Formen der Ebene zerspalten worden sind, hat das kompakte und vielfach ohne aus¬
gesprochene Regenzeit gleichmässig temperierte Süd -Amerika von seinem Übergewicht stark eingehüsst.
Wenn man nun bedenkt, dass jeder Schmetterling, v/elcher Art er auch angehören möge, in Amerika
von Ganada bis nach dem Kap Hoorn tliegen könnte, ohne ein direktes, unühersteigliches Hindernis anzutreffen,
weder eine so scharf abschliessende Wüste, wie sie Nord- von Mittel- und Süd-Afrika, noch ein Meer, wie
es Australien von Indien trennt, so ist es nicht leicht verständlich, wie wir Gastnien, Neotropiden, Hesperiden
oder Gatagrammen in fast jedem amerikanischen Distrikt in eigenen, meist durch keinerlei Ühergangsformen
miteinander verbundenen Foi-men antreffen. Hierin otfeidmrt sich doch eine schöpferische Produktionskraft
von einer ungewöhnlichen, keinem andern Lande in gleicher Weise zukommenden Ergiebigkeit.
Verschwenderische Ausstattung ihrer S chmetterli n gs arten mit grellen und leuch¬
tenden Farben ist die zweite Haupteigentümlichkeit der amerikanischen Fauna. Es gibt auch in
Indien und dem tropischen Afrika l)unte Arten genug, das soll nicht ausser acht gelassen sein; aber
während die alte Welt allerorts neben den bunten und reich verzierten Formen auch Heere von fahlen,
w'eissen und neutral -braun gefärbten Formen hervorbringt, glitzert und flimmert es auf manchen Flug¬
plätzen der Süd - amerikanischen Wälder bald von kleinen, gold- und silbergezierten Syntomiden, bald von
weithin azurblau leuchtenden Riesenfaltern. Ein Anjopterou anreipciDfis mit unten reingoldenen Flügeln,
eine so reiche. Silherverzierung wie Dioiic moiicta , eine so leuchtend blaue Grundfarbe wde Morjtho cypris
hat kein Falter der alten Welt aufzuweisen. Dabei sind auch diejenigen Farben, die nicht schon an sich
durch metallischen oder seideartigen Glanz hervortreten , in einer überaus vornehmen und gefälligen Weise
angebracht. Vielfach sind es auf tiefschwarzem Grunde stehende hochrote, orangefarbene oder hlaugrüne
Längsflecke oder Bänder, die in ruhigen Mustern mehr gediegene und satte Farhenfülle als protzige Überladung
zu verraten scheinen. So unruhig bunt lietupfte Formen wie die Papilio ur/ui»m//oii-Gruppe, wie die XeiirosifpiKt
und die CatphisKs sind in Amerika selten. Eine tiefgefärbte, aber fast stets nur einfarbige Prachtbinde
genügt, um die Kpicalia, die Phlorippc und Prepona, die Pal/icorc und Adclpha zu den schönsten Erscheinungen
zu machen, die ein unverdorbener Geschmack ersinnen kann.
ln einer ganz besonders und eigenartig modifizierten Weise tritt in Amerika die Erscheinung der
Mimicry auf, die in der Einleitung zum ersten Teil unsei'es Werkes eingehend besprochen wmrden ist. Es
gibt in Süd-Amerika manche oft räumlich enghegienzte Lokalitäten, an denen fast sämtliche dem Besucher
in Anzahl vorfliegenden Schmetterlingsarten ein und dasselbe Kleid tragen, gleichgültig, ob es Tag- oder
Nachtfalter, ob es plumpe Segler, unheholfene Weisslinge oder scheue Nymphaliden sind. In Golumbien
kann man eine Anzahl ganz gleich gefärbter und gezeichneter Schmetterlinge um einen blühenden Busch
fliegen sehen, die vier ganz verschiedenen Gru})pen angehören. Sie sind alle schwarz mit scharlachroter
Schrägbinde auf den Vtlgln. Dabei ist der eine ein Weissling (Pvrcnte leticodi'osyntc), der zweite ein Heli-
conier ( ffeliconiiift mrlpoincin'}, der dritte ein Segelfälter (Papilio ciiferpiniis) und der vierte eine Art Eisfalter
(A(lelj)ho iftifi). In bestimmten Distrikten Süd-Brasiliens sind eine gell)e Vflglhinde und zackige Längsstreifen
auf hraungelhem Grunde das allgemeine Moliv, welches Weisslinge (Pcvhyhriü, l)isnioy}>1ua), Danaiden ('/w/corccL,
Heliconier ( llc/icoiiiits narcaca), ja seihst Nachtfalter (('licfoi/e) tragen. Ich habe an anderer Stelle von einer
Neigung gewisser Gegenden gesprochen, ihre Bewohner zu uniformieren und wenn es auch in Indien
und besonders in Afrika nicht an verwandten Erscheinungen fehlt, so fällen sie dort hei weitem nicht so in
die Augen wie in Amerika.
Wie die heutige Säugetierfäuna von Süd-Ameilka sämtlicher gigantischer Formen entbehrt, so halten
sich auch die dortigen Falter in der Mehrzahl hinsichtlich ihrer Grösse in mittleren Grenzen. Nur hei den
Galigo, den Morpho, einigen Sphingiden und der Riesen-Noctuide Thysaiiia cKp-ippina gehen die Formen ins
Gewaltige; für die ungeheuren Attacus, die besonders im weiblichen Geschlecht ungeschlachten Oynifhoptcra
fehlt eine richtige Parallele. Und wie in der Grösse, so zeigt sicli auch in der Form nicht die Neigung
zum Grotesken, Unverständlichen, wie dies hei den altweltlichen Faunen bezüglich vieler Formen,
wie liepiodycioi, Seyiciiixs, iJyuyjpi antimac/ms etc. auffällt. Über die Bildung von Hflglschwänzen hei sonst in
der Regel ungeschwänzten Familien (XympliaHdae , Eyyrii/idac , Ucspcyidac) kommt es in Amerika bezüglich
der Erzeugung barocker Gestalten selten hinaus.
Zu diesen schwer erklärlichen Eigenheiten dei- amerikanischen Fauna treten noch einige andere,
deren Ursachen klarer liegen. Für eine grosse Anzahl von Distrikten, besonders des südlichen Amerika,
besteht keine eigentliche Trocken- und Regenzeit, ln der Gegend von Rio de daneiro sind fä.st an jedem
Tag des Jahres Niederschläge möglich und die regenlosen Perioden sind sowohl in ihrer Dauer wie auch
Einleitung. Von Dr. A. Skitz.
in hezng auf die Zeit ihres Auftretens variabel. tSo honimt es d(jrt , wie wir schon kniz erwähnten, nicld
in der ausgesprochenen Weise zur Bildung von Saisondimorphismen wie an vielen Slidlen dei- alten
Welt, wo die Witterungsverhältnisse genau geregelt und Kegen wie Sonnenhitze an gewisse .Monate g(--
hunden sind.
Der Polymorphismus erscheint auch in anderer Hinsicht, nämlich in seinen lokalen Heziehuniren
nicht im gleichen Grade ausgehildet zu sein wie in der alten Welt. Obwohl wii' heim Vap'ilUi /i/sifhoKs ■/.. \’>.
das auch bei vielen Indiern konstatierte Verhalten wahi-nehmen, dass er in den verschiedenen Gehrenden
den jeweils dort vorkommenden Aristolochienfalter nachahmt, z. B. in Süd-ßinsilien als J\ jwiujxjiiitts den dort
tliegenden P. j>errliehi(s, in Rio de Janeiro in der Form hjPilboua den dort vorkommenden P. (((janiK kojiierl,
so fehlen doch in Amerika zweifellos die Fälle, in denen, wie hei P. tncmuon in Indien, etwa JO verschiedene
Weibchen zu einer nahezu konstanten Männchenform gehören.
Durch die Eigenart der Vegetationsverhältnisse erklärt sich leicht die Erscheinung, dass in Amerika
der Reichtum an Lepidojjteren scharf lokalisiert erscheint. Wie die altweltlichen Steppen, so
sind auch die Prärien von Nord- und die Pampas von Süd -Amerika nicht imstande, einen grossen Formen¬
reichtum oder auch nur eine mässige Anzahl imposanter oder eleganter Arten hervorzubringen. Darum
sehen wir die Morplio, die grösseren Nymphaliden, die ('nstnia etc. ziemlich unvermittelt aus der Gegend
verschwinden, sobald wir die grosse süd- und zentral -amerikanische Waldregion verlassen. Darum aucti
bleiben die waldarmen oder entwaldeten west -indischen Inseln hinsichtlich ihrer Falterfauna so weit hinter
dem benachbarten Festlande zurück, während umgekehrt die ost - indischen Archi])ele ganz besonders reich
an Schmetterlingsarten sind.
Sehr überrascht denjenigen, der den amerikanischen Kontinent an verschiedenen Stellen besucht,
die grosse Ähnlichkeit der nördlichen und südlichen Distrikte, die doch durch eine beiden vollständig
unähnliche, gewaltige Ländermasse voneinander geschieden sind. Die argentinischen Pampas beherbergen
ganz analoge, ja mehrfach die gleichen Falter wie die Union, die dem ganzen dazwischenliegenden neo-
tropischen Urwaldgebiete fehlen. Fast mit dem Breitegrad, auf dem uns die letzte Morpho verlässt, beginnen
im Norden wie im Süden die Coliax, die Pi/irwieis carijc, die Dciopeia uns zu umflattern. Die Euptoieta ihnurui
kommt in kaum verschiedenen Formen in den Vereinigten Staaten wie in Uruguay vor, während sie im
dazwischenliegenden tropischen Süd-Amerika vollständig fehlt bezwv durch die stark verschiedene Pujit.
hef/esia vertreten wird. Eine analoge Erscheinung fehlt im Osten: die in Süd -Afrika zahlreichen Acraca
verschwinden im Tropengürtel und tauchen diesseits der Sahara nicht wieder auf; die Anjijiiiih, die in
Amerika nach Überspringen der Tropen in Chile und Argentinien wieder erscheinen, verschwinden im Osten
an der südlichen Tropengrenze auf Nimmerwiedersehen; weder Süd -Afrika noch das südliche Australien
beherbergt Arten dieser im Norden so reich vertretenen Nymphalidengruppe. Umgekehrt erscheinen die in
Süd -Afrika so reich vertretenen Predig, die Aiuaxris etc. im afrikanischen oder europäischen Norden nicht
wieder und von andern dem vSüden der alten Welt eigenen Gattungen wde Teracnhix und ('haraxcs hat sich
kaum eine Art von Hunderten von der einen gemässigten Zone über die Tropen hinaus in die andere
verbreiten können.
Die Rolle, welche die einzelnen Schmetterlingsfamilien in der amerikanischen Fauna spielen, ergibt
sich leicht aus dem speziellen Teil ; es sei daher hier nur auf einige Punkte aufmerksam gemacht , die sich
aus einer Parallele der neuweltlichen mit der altweltlichen Fauna ergeben.
Die Papilio sind im gemässigten Norden Amerikas denen der gieichtemperierten alten Welt über¬
legen. San Francisco, St. Louis oder Washington haben 2 — 3 mal soviel Papilio -Arten wie Sjianien, Algerien
oder Klein -Asien, wogegen die Parnassius, so formenreich sie in der alten Welt sind, in der neuen nur
Avenige, gewissermassen versprengte Nebenformen haben.
Die Pieriden mögen sich beiderseits des Atlantikus ziemlich gleichaidig verhalten, besonders seit
dem in den letzten Jahrzehnten Verschleppungen stattgefunden haben.
Die Danaiden zeigen ein überaus gleichartiges Verhalten. In einer einzigen Art den 40" nördlicher
Breite überschreitend, wächst ihre Zahl in den Tro])en zu einer dominierenden Menge an und die Anzahl
der vielfach einander sehr nahestehenden Formen dürfte auf der östlichen und westlichen Hemisphäre fast
genau gleich sein, wenn wir die gleich zu erwähnenden Neotropiden hier mit einrechnen.
Die Satyriden aber treten in der gemässigten Zone der neuen Welt gegen die der alten bedeutend
zurück, ln den Tropen, wo die Batyriden ohnedies an Wichtigkeit verlieren und mehr hinter andern Gruppen
verschwinden, verliert sich dieser Gegensatz mehr.
\ orzüglich entwickelt sind in Amerika die den Danais verwandten Ithomiidae, die man geradezu
als Neotropiden, von ihrem charakteristischem Vorkommen in dem neotropischen Gebiete, bezeichnet hat.
Schon die ersten Forscher, welche mit ausreichenden ("berblick in Süd -Amerika beobachteten, wie B.vte^
und Wallace, erstaunten über die ungeheure Individuenzahl sowohl wie über die iMenge von Arten, die
einander selbst in kleinen und beschränkten Lokalitäten ablösten; Bates wundert sich sogar, wie es den
einander vielfach täuschend ähnlichen Arten gelinge, sich bei dem Suchen des andern Geschlechts zur Be¬
gattung zurechtzutinden. Haase stellt dieser artenreichen Gruppe die ebenso formen arme Gattung
6
Einleitung. Von Dr. A. Seitz.
Ilaiiiadri/a^ der alten Welt gegenüber aus morphologischen Gründen, während der biologische Standpunkt
einen Vergleich mit Euploea näher legt.
Die Nymphaliden, als eine der universellsten Gruppen, behaupten auf beiden Hemisphären eine
hervorragende Stellung. Es lässt sich schwer sagen, auf welchem Kontinent ihr Übergewicht über gewisse
andere Rhopalocerenfamilien ein augenfälligeres ist. Die Nymphaliden sind es, welche die meisten beiden
Hemisphären gemeinsamen Formen enthalten. Vancssit ((utio-pa , Pi/ramcis cardui und atalanta , Polij(jonia
c-albnm, Arfiijimia iridaris, frei ja, frujga, dnifklca etc. verbinden die amerikanischen mit der östlichen Fauna
und bilden gewissermassen eine Brücke.
Die Eryciniden der alten Welt fallen ungeheuer ab gegen die Formenfülle und Mannigfaltigkeit,
die diese Familie in Amerika erreicht. Auf wenig über 100 Arten der östlichen kommen über 1000 der
westlichen Halbkugel und dabei steht der ziemlich einförmigen Gestaltung der Arten der alten Welt
eine sehr vielseitige Gestaltungsweise auf der neuen gegenüber. Nicht nur eine IMenge von originellen
Formen iDiingt Amerika in dieser Familie hervor, sondern es ist auch reich an Nachahmungen, in denen
Eryciniden x4ngehörige der Nymphaliden, Ithomien, ja selbst geschützte Heteroceren kopieren. So ahmt
Thcmonc pak eine Medtaiiifis, Themonc j)occi/a eine Phtjciodes, die rthomeia und Compsofheria ahmen Neotropiden
nach, Lgropferijx olivia gleicht im Fluge einer ganz gleichgefärbten Calodesvia und die kleinen, beim Fliegen
lebhaft schwirrenden dgnuafia gleichen, wenn sie rasch dahergesaust kommen, eher Fliegen als Schmetter¬
lingen überhau])!.
Die Lycaeniden zeigen im nearktischen Norden noch viele der Gattung Lgcaena angehörige oder
nahestehende Formen; je weiter man nach Süden kommt, desto mehr treten, analog der alten Welt,
7V/cc/«- artige Formen auf. An Grösse und Glanz ü))ertreffen diese neotropischen Formen vielfach noch die
indischen Arhopcda.
Die interessantesten amei’ikanischen Gruppen bilden unstreitig die Hesperiden, die an manchen
Plätzen Süd-x4merikas in solchem Formen- und Individuenreichtum auftreten, dass sie tlort das gesamte
übrige Schmetterlingsheer an Mannigfaltigkeit und Häufigkeit übertreffen. Die langrüsseligen Arten scheinen
für manche Pflanzen die einzigen Befruchter zu sein, und das Bild weissblühender, dicht mit schwarzen
h'antis überdeckter Büsche steht jedem, der in Süd-x4merika gesammelt, in bleibender Erinnerung.
Unter den Heteroceren treten die Zygaeniden entschieden zurück hinter den äusserst reich ent¬
wickelten und oft verschwenderisch mit Metallfarben ausgestatteten Syntomiden. Hier öffnet sich der
Mimicry ein weites Feld. In den wunderbarsten Verkleidungen treffen wir solche, gemeinhin noch als
'Glaucopiden« bezeichnet en Nachtfalterchen, von denen manche Raubwanzen, andere Käfer, die meisten
aber Hymenopteren kopieren. Die stärksten Hautflügler der Erde, die Pepsin -Arten, die Vogelspinnen
durch ihren Stich verwunden und als Nahrung für ihre Brut eintragen, werden A'on überaus zahlreichen
Syntomiden -Allen kopiert. Unter dem Namen »Älarimbondo« ist diese Wegwespe wegen ihres fürchterlichen
Stachels in Amerika von Mensch und Tier gefürchtet und so könnte man tatsächlich kein geeigneteres
.Modell für Schutzverkleidungen erfinden. Ganze Syntomiden-Gattungen, wie die Macrucneme , kopieren fast
ausschliesslich solche Riesenwespen.
Gewissermassen eine 4^erbindungsbrücke zwischen Nachtfaltern und Hesperiden stellen die Castnien
dar. Die echten Castnien, wie die Gattungen Casfida, (lazera etc., sind absolut auf Amerika beschränkt und
zwar auf dessen tropischen und subtropischen Teil, ln ihnen sehen wir Nachtfalter mit durchaus tagfalter-
artigeni Benehmen, die nicht nur, wie viele Tagtlieger, die in der Sonne stehenden Blumen besangen,
sondern auch von einer auf einer Buschspitze etablierten Warte aus die Umgebung beobachten, Feinde ver¬
treiben, mit ihresgleichen sjüelen und ihren vorübereilenden 4Veibchen auflauern.
Die Arctiiden hal)en im Norden der neuen Welt viele den altweltlichen ähnliche Gestalten, ja
zahlreiche Gattungen und manche Arten, wie Airtia caja, Parasoida phudayitus, Phrugiiiatohia fidiginosa, sind,
ohne zu den holarktischen Polarbewohnern zu gehören , Imiden Hemisjthären gemeinsam. Erst weiter nach
Süden treten dann die spezifisch amerikanischen Formen in grösserer Zaiü auf, die nach völlig anderem
Typ gebaut und gefärbt erscheinen; so die Ecpaidheria und lla/csidofd, die l)esonders in Zentral -Amerika
zur Entfaltung gelangen, und die sonderbaren Pidnstra, deren Raupe eine aquate Lebensweise führt. Wenn
abei’ auch die apartesten Bärenformen in den Tropen leben , die buntesten und am schönsten gezeichneten
treffen wir im gemässigten Nord -Amerika, so die Apaiitesis, Phdi/prcpla, Ihqjloa etc.
Die Lithosiiden, die in Amerika ebenso wie in der Alten Welt meist durch kleinere Formen
vertreten sind, finden sich, besonders im tropischen Süd-Amei’ika, vielfach in sehr bunten und tagmunteren
x4rten. In Nord-Amerika selbst in kaum 50 Foi'inen vorkommend, scheinen sie ihre Hauptentfaltung in
den wärmergelegenen Andentälern zu erfahren, ebenso wie sich im Osten die Hänge des Himalaya als be¬
sonders günstig für die Entwicklung dieser Familie erwiesen haben. Beiden Hemisphären gemeinsame
Lithosiiden -Arten sind nicht bekannt; ja kaum Gattungen, wenn wii' nach Hamcson (entgegen Kiimy und
DyxVR) die Utetheisa aus der Familie der Lithosiiden entfernen wollten.
Die Lipariden Amerikas treten ganz bedeutend hinter denen der Ost weit zurück, insofern man dieser
Familie die seitherige Zusammensetzung belassen will. Oeneria dispar, die »gypsy-moth«, hat als eingeschleppt
zu gelten, wogegen die im altweltlichen Westen verbreitete Orygja anidpia, die weit nach Norden geht, als
Kinleil 1111^'. Von Dr. y\. Si'j i’/.
heiiniscli aiizuselien ist. Wir nehmen dies an, ohwold die lel/dere Art auf den eiiropäisclien Sta|)el|)liit/.cii
(besonders Haml)urg) liäulig ist und die Idaupe sich mit Vorliel)e an Wai’enhallen vei'S])innl , an die das im-
mohile Weil)chen auch die Eier ahlegt, so dass alljährlich zahllose Verschlef)pungen nach allen Wind-
richlungen wahrscheinlich sind. In der Gattung Gijnarphora stellen die la'pariden l’ür Amerika die Alten
d. (/}-o(‘iil((ii(/ic(i und rossii, die am weitesten von allen Heteroceren — vielleicht \'on allen Schmetterlingen —
nach Norden reichen.
Die Limacodiden , mit sonst ganz universeller Verhreitung, erreichen in Süd- und Zentral-
Amerika eine sehr reiche Entfaltung und entwickeln, wenn auch meist kleine, doch elegant gezeichnete
Formen, viele davon mit Seide- oder Metallglanz auf den Flügeln. Vom gemässigten Noid -Amerika kennen
wir gegen 50 Formen, das ist etwa '/jo aller Iiekannten Arten. Aus ganz Amerika sind etwa dreimal soviel
Limacodiden bekannt, also über '/a aller l)ekannten Formen. Auffallend ist, dass der nördliche "IVdl von
Amerika eine weit grössere Anzahl von Formen beherbergt als dei' jialäai’ktische Norden, dei' in \ielen
Distrikten sehr arm an Limacodiden ist; kommen doch im gesamten Euro])a nui' zwei Siiecies, d. h. weniger
als */2 bekannten Aiden, vor.
Die Psychiden, wie diese Familie noch heute zusammengesetzt ist, bilden keine homogene Familie.
Die Sackbildung der Raujien und die regressive Methamorphose der Weibclien sind Ivonvergenzerscheinungen,
die mehrfach für den Ausdruck einer Verwandtschaft genommen wurden, ln Amerika s])ielen die Psychiden
nur eine geringe Rolle; nur 15 V" der l)ekannten 200 Formen bewohnen den westlichen Kontineid und auf
das gemässigte Nord -Amerika entfallen davon nur etwa ein Dutzend Arten.
Man möchte es sonderbar linden, dass eine Familie, deren Angehörige im weiblichen Gescldecht
samt und sonders immoliil sind, eine so ungeheure Veiiireitung haben kann wie die Psychiden, die selbst
auf den entlegensten Inseln, wie Neu -Seeland, Teneriffa etc., noch vertreten sind, mehrfach sogar durch
charakteristische Arten. Man darf aber nicht vergessen, dass ihre Raupen äusserst mobil und widerstands¬
fähig und viele, wenn nicht alle Arten parthenogenetisch , d. h. ohne vorausgegangene Begattung fort-
ptlanzungsfähig sind. Nichts wäre verkehrter, als vom Vorkommen der Psychiden an beiden Küsten des
Atlantikus auf einen versunkenen Weltteil schliessen zu wollen. Fine Flierschleppung von Amerika nach
der Alten Welt und umgekehrt kann sehr wohl durch Treibholz erfolgt sein. Ich habe aus dem Silberstrom
schwimmende Aste aufgetischt, an denen sich zahlreiche Säcke von Oikeficiis phifeiinis, teils gesunde Raupen,
teils lebende Puppen enthaltend, angesponnen hatten. Fs scheint, dass die Raupen den Sack wasserdicht
zu schliessen vermögen. Ich fand grosse Ps^'chidensäeke an der Küste von Nmih- Shore im Hafen von
Sydne}^ in Australien an Felsen angesponnen, über die bei der Flut jede Welle hinwegieckte : sie enthielten
unbeschädigte Raupen. So ist die Verschlep])ung durch Treibholz durchaus nicht unwahrscheinlich, ja es
drohen den Tieren für diese beschweijiche und lange Flossreise nicht einmal sonderlich viele Gefahren.
Hungern können die Psychidenrauj)en sehr lange und geht dies gar nicht mehr, so ist ihnen jedes Futter
recht. Die Raupen von Ainicia fi-hreffa, die ich in Nord-Afrika in Anzahl von einem dürren Wüstenkraute
almahm, fütterte ich in Europa mit Birnenschalen bis zur Verpupjmng; und da zur Weiterverbreilung der
Psychidenspecies die Verschlep])ung eines einzigen weiblichen Individuums genügt, so sollte man sich viel¬
mehr wundern, dass keine Psychiden -Arten kosmopolitisch sind, ja, dass sich keine S])ecies innerhalb dieser
Familie findet, die Amerika mit der paläarktischen Fauna gemeinsam hat.
Die Lasiocampiden sind im ganzen noch zu ungenügend bekannt , um schon ein abschliessendes
Lh’teil über ihre Verteilung zu gewinnen. Sicher ist Amerika mit über einem Drittel der 800 — 1000 e.xi-
.stierenden Formen beteiligt. Bei der gewaltigen Zahl van Arten, die jetzt schon aus Süd -Amerika bekaind
i.st, muss man annehmen, dass die genaue Durchforschung Inner -Brasiliens noch viel zu Tage fördert, ln
ihrer heutigen Zusammensetzung ist die Gruppe auch nicht homogen, so dass eine Durcharbeitung besonders
der neotropischen Formen manche Änderung erwarten lässt. Wie die Familie sich heute zusammensetzt,
besitzt Amerika zahlreiche ganz besonders interessante Formen. Die durch höckerartig gestellte Haare merk¬
würdig gestalteten Raupen der Gattung Meyalopyye sind wegen der äusserst entzündlichen Wirkung dieser
Haare in Amerika gefürchtet. Bei einer Dame, die in meine Behandlung kam, war infolge Verbrennung
durch die Haare einer MeyaIopyye-B.?M\)e Schwellung des Arms und der Brustseite mit mehrtägigem fdeber
entstanden, also eine Wirkung, die selbst die der 2Vnan//n/o^ajcn-Haare an Intensität übertriftt. Mitunter findet
sich ein ungewöhnlich ausgesprochener Sexualdimor])hismus in dieser Familie, so bei Ilcliconisd jxiyeiistcrhf'ri.
deren Weibchen lange als Dirphia coiftora bekannt war. Wie in der Alten Welt, so sind auch iii der Neuen
Welt manche Lasiocampiden ökonomisch wichtig.
Die Saturniden, im ganzen etwas über 400 Arten, entfallen zu fast genau gleichen Teilen auf
die Neue wie aut die Alte Welt. Gerade bei dieser prächtigen Gruppe dokumentiert sich der relative Reichtum
Amerikas, das bezüglich seiner Saturnidenzahl die ungeheiu'en Ländermassen von Asien und Afrika zusannnen-
genommen erreicht. Wie sich die beiden Hemis])hären zu dieser Familie verhalten, können wir der Tat¬
sache entnehmen, dass sechs Bewohnern des gesamten Furojm etwa 40 Formen aus dem gemässigten
Nord -Amerika gegenüberstehen. Auch den den Saturniden nahestehenden Gei'atocamjiiden, die mit
ca. 50 Formen ganz allein auf Amerika entfallen, stehen im Osten nur die Brahmaeideii mit kaum mehr
S Einleitung. Von Dr. A. SniTZ.
als einem Dutzend Formen gegenüber: dagegen stellt Amerika in Bezug auf die echten Bombyciden etwas
hinter der alten Welt zurück.
Die amerikanischen Sphingiden verhalten sich ihrer Zahl nach zu denen der alten Welt wie 3 : 5,
es kommen nämlich von den etwa 1000 bekannten Formen 370 in der Neuen Welt vor. Die gründlichen
Fntersuchungen von v. RoTHscirini) und .Iohdan orientieren uns gerade über die Verbreitung dieser Familie
sehr genau. Besonders reich ist Amerika an gigantischen Schwärmern, wie Pachi/Iia, Coci/tius^ P}wJu>i, Pseudo-
sp/nn.f etc. Bei der grossen Flugfähigkeit der meisten Sidiingiden sollte man erwarten , dass eine ganze
Anzahl Angehöriger dieser Gruppe beiden Hemisjihären gemeinsam wäre, was indessen nicht der Fall ist;
nur ganz wenige Arten, wie Ce/erio UnmUt und gulhi , treten auf beiden Halbkugeln ohne grössere Ab¬
weichungen voneinander auf.
ln den Notodontiden haben wir in ihrer jetzigen Zusammensetzung noch immer eine Sammel-
gru]ipe zu erlilicken und eine morphologische, bis in die feineren anatomischen Details durchgeführte Durch¬
arbeitung*) wird sicher Änderungen, mindestens die Auflösung in mehrere natürliche Gruppen bringen. Fs
hat daher wenig Wert, festzustellen, wie viele der über GOO jetzt zu den Notodontiden gestellten Arten der
wesllichen Halbkugel zukommen. Es sind bei weitem die meisten; die Gattungen Posema mit grasgrünen
Vordertlügeln, Xf/sfalfir mit eulenartigem Habitus, die nord-amerikanischen Dafnna, die Ueterocampa u. a. sind
artenreiche Genera, die auch durch Individuenreichtum auf dem West-Kontinent eine hervorragende Rolle spielen.
Bei den Noctuiden zeigt sich drüben das gleiche Verhalten wie in der alten Welt, besonders
wie es bei den jialäarktischen Noctuiden (Bd. TH, p. 11) charakterisiert ist: im Süden mein’ Tageulen, im
Norden düster gefärbte Tagschläfer (ManirPra, Acronicfd , Ägrofh, Hadena etc.), ausserdem aber im Norden
Ausbreitung der Catocalen , leise schlafender Nachtflieger, die zwar für den Ruhezustand vorzüglich an¬
gepasst sind , unter den grauen Vordertlügeln sowie auf der Unterseite aber ihre Buntheit bewahrt haben.
In den Tropen Amerikas treten zwar die Eulen der Zahl nach zurück, da nur wenige Gru])]ien, wie Hgldaea,
Lajdiggnid , Prodniia u. a. , eine zeitweise Massenentwicklung zeigen; dabei entwickeln die west -tropischen
Noctuiden aber mehrfach gigantische Formen, wie die Prebiis und vor allem 'Phgsania agnpjiijta , die von
allen bekannten Schmetterlingen die grösste S])annweite erreicht.
Die Geometriden zeigen eine sehr gleichmässige Verbreitung durch die ganze Welt. Ihr relativ
schwacher Flug macht sie auf Inseln unsicher und auf kleineren, sturmgepeitschten Eilanden in ihrer Fort-
])tlanzung behindert und gefährdet. Diese allgemeine Regel gilt auch für Amerika, ebenso die, dass die
zumeist düsteren und fahlen fArben der gemässigten Himmelsstriche in den wärmeren durch bunte und oft
schön gezeichnete Färbungen abgelöst werden. Da viele Arten weit nach Norden gehen, Avar die Möglichkeit
einer Kommunikation der beiden Halbkugeln bezüglich ihrer S])annerfauna gegeben und Avenn AA-ir auch
Aveit Aveniger gemeinsame Geometriden als Noctuidenformen haben, so bilden sich doch mehrere Arten, wie
EiigoNin tiii/g)iarl<( (tdidaria), Ugdria UHddUdn, Änugoga pidoerartu etc., hüben Avie drüben ohne Avesentliche
AbAveichungen.
Unter den grösseren Geometriden sind vornehmlich die Gattungen Azd'ma, Clgda, Oxgdia, Prochoprodes
und Sa/iiifodes in Amerika ausgebildet. Sie lehnen sich hinsichtlich ihres Habitus AÜelfach an dort lebende
Formen anderer Gruppen an, ohne dass sich eine Tendenz zur Mimicry zeigte. Metallfarben kommen, ebenso
AAÜe auf der östlicben Flemisidiäre, bei den amerikanischen Geometriden nur ganz ausnahmsAveise zur Ent-
Avickluug ( Oplithrdiiiojdiora)] dagegen treten uns in den mit bunten Bändern auf scliAA'arzem Grunde gezierten
Srordg/iff, Np/o, Sainpda etc. echt amerikanische Färbungs- und Zeicbnungsmotive entgegen.
Dies Aväre in grossen Zügen ein Amrgleichendes Bild der amerikanischen Fauna und der der x41ten
Welt. Wir Avollen nicht unerwähnt lassen, dass manche Grupjien, Avie die Cgiid>idar, in Amerika gar nicht
vertreten sind: andere, Avie die Ny ctemeriden, sind es nur mit Avenigeu Formen, die wohl besser einer
andern Gruppe angefügt Averden. Dann aber muss es Avundernehmen , dass die Gattung Prauid , aus 'dem
tropischen Amerika, ihre nächsten Vei’Avandten in Südost -Afrika hat; solche XArhältnisse gehören zu den
noch überreich vorhandenen zoogeographischen Rätseln.
*) Wie sie von Packarh für üie norüamerikanischen Arten angestellt wurde.
TAGFALTER
V
o
i
1
• ^ s
Diurna, Tagfalter.
Mit Ausnahme der neotropischen Brassoliden sind sämtliche Tagfalter Amerikas tagmuntere Insekten.
Selbst die düster gefärbten Satyridengattungen und die farblosen Haefera und ffhowia tliegen , wenn auch
im dämmernden Waldesschatten, doch bei Tage. Für die Färbung der oft pi’ächtigen Tagfalterflügel gilt
ganz besonders, was in der Einleitung über das Kolorit und die Zeichnungsmotive der neuweltlichen I'alter
gesagt ist. Trotz des sehr beträchtlichen Reichtums an echten Rhopalocera tritt in Amerika deren Ül)er-
gewicht über die zweite Gru])pe der Diurna, die Grypocera, nicht in dem iMasse in die Erscheinung wie
in der alten Welt.
A. Rhopalocera, eigentliche Tagfalter.
Die Unterschiede von den Gnjpocera sind in Bd. I, p. 7, angegeben. Die Verbreitung der Rhopa-
loceren in Amerika reicht von Grönland bis zum Cap Hoorn. Die südlich von diesem gelegenen Inseln
scheinen Tagfalter nicht mehr zu beherbergen. Diese selbst erreichen in der amerikanischen, den Satyriden
nahestehenden Gattung Morpho eine hohe Entwickelungsstufe; auch unter den Xymphaliden finden wir in
den Agrias sichtlich moderne Eormen, nnd unter den Dhomiiden die ausgesprochensten Beispiele von Xach-
ahmung.
1. Abteilung: Papilioililia, seglerartige Falter.
Die Papilionina erreichen in Amerika nicht die hervorragende Ausbildung wie in der alten Welt,
beispielsweise in den indo-anstralischen Ornithoptera. Die grösste amerikanische Papilionide ist Pap. houieyui<,
ein Inselbewohner. Die auf der nördlichen Osthemisphäre ziemlich stark ausgebildete Gattung Pan/assian
tritt in Amerika zurück. Die Pieriden sind in ihrem Verhalten denen der alten Welt ähnlich und dringen,
wie dort, weit in das Xord-Polargel)iet vor. (Seitz.)
1. Familie: Papilionidae, Segelfalter.
Taster klein, dicht am Kopfe liegend, selten lang und vorstehend {Teinopalpus , Xord-Indien). Fhlr
der Struktur der Segmente nach in 3 Typen auftretend: die feinen Sinneshärchen unten und seitlich fast
gleichmässig über den ju'oximalen Teil jedes Segmentes verteilt, oder es l)efindet sich an jeder Seite eine
Grube, die mit Sinneshärchen besetzt ist (an Xym])haliden erinnernd), oder es ist nur eine Reihe solcher
Gruben vorhanden (an Pieriden erinnernd); die Oberseite beschuppt oder nackt. Mesothorax sehr kräftig,
das Sternum mit dem Episternum vollständig verwachsen, die Xaht (wie bei Pieriden) äusserlich ganz fehlend.
Vorderbeine vollkommen entwickelt; Vtibie mit Sporn an der Unterseite; Klaue einfach, sehr selten wie
bei Pieriden gespalten*); Afterklaue und Pulvillns fehlen. Zelle beidei' Flügel geschlossen; im Vtlgl die
2. Zellschlussader (zwischen der 1. und 2. Radiale) die längste, die 2. Radiale von der unteren Zellecke
abzweigend, die 3. Schlussader in oder fast in der Verlängerung der iMediane, daher 4 Adern von
der Hinterseite der Zelle entspringend, obere Innenrandsader oft als eine kurze, nahe der Wurzel von der
Mediane abzweigende Querader vorhanden, 3. Innenrandsader frei in den Hrd mündend, kurz: Htlgl mit Prä-
costalader und einer Innenrandsader. — Ei rund oder abgetlacht , ohne stark hervortretende Skulptur. —
Rp vor der ersten Häutung mit Reihen borstentragender Warzen, die in den späteren Stadien verschwinden
) In einer Leptocircus- Art.
12
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
columbus.
ascanius.
oder durch fleischig-e Zapfen oder harte Dornen ersetzt werden; im Nacken eine hervorstülpbare, fleischige,
gell) oder rot gefärbte Gabel, die einen Duft absondert und zur Verteidigung ausgestreckt wird (das Osma-
teriuni); freilebend, doch biegen einige Arten den Blattrand um, so dass eine Art Tunnel entsteht, in dem
die Raupe sich verbirgt; manche Raupen sind gesellig. — Puppe am Hlbsende und durch einen den Thorax
und die Flügelscheiden umspannenden Faden befestigt, oder in einem losen Gespinste an der Erde oder
unter der Erdobertläche liegend ; drei frei bewegliche Hlbsgelenke.
Die Familie ist kosmopolitisch, aber nur wenige Formen überschreiten den Polarkreis. Ausser Afrika,
wo die Aristolochienfalter fehlen (nur Madagaskar hat eine Art) , sind die Tropen durch die reiche Ent¬
wickelung dieser Gruppe und der Segelfalter charakterisiert, während die gemässigte Zone beider Hemisphären
in PartHK-isiiis einen Typus besitzt, der nicht in den eigentlichen Tropen vertreten ist; die in Guerrero, West-
Mexiko, einheimische ßa ron/a hveviconik ist die südlichste an Paruassiu^ erinnernde Form.
Während es in der alten Welt eine ganze Anzahl Gattungen neben der grossen Sammelgattung
l'api/io gibt, gehören alle amerikanischen Formen der Papilioniden zu nur 4 Gattungen: Papilio, Enryades,
Pdriiansiiis und Baro)iiu.
1. Gattung: Papilio, Schwalhenscliwänze.
Vtlgl stets mit Mediansporn (1. Submediane), wenigstens eine der Zellschlussadern längs gestellt;
Htlgl mit Präcostalzelle. Alle Arten haben eine Gürtelpuppe. Die sogenannte Gattung Papilio zerfällt in
3 Abteilungen, die in den Rpn, Ppn und Faltern scharf voneinander getrennt sind. Diese natürliche Klassi-
bkation wurde schon 185(1 von Horsrield begründet, aljer von späteren Autoren (Erich Haase ausgenommen)
nicht erkannt. Die zählebigen Formen der ersten Gruppe, die Aristolochienfalter, haben einen scharfen
Duft und werden vielfach von Arten der andern beiden Abteilungen nachgeahmt, und die Modelle und Nach¬
ahmer infolge diese)' Ähnlichkeit von manchen Autoren fälschlich als miteinander nahe verwandt angesehen.
A. Aristolochienfalter.
Fhh' unlieschuppt, unten beiderseits mit einer Grube auf jedem Segment. Die äussere ventrale
Dornenreihe der Tarsen nicht von den dorsalen Dornen durch eine dornlose Längsvertiefung getrennt. —
Rp auf Aiistolochia, selten auf verwandten Ptlanzen; dicht mit ganz kurzen Härchen bedeckt, sammetartig,
nur der Kopf, die Pi'othoi’acalplatte und die Füsse glänzend; jedes Segment )nit einem Kranz von fleischigen
Warzen, die Härchen, aber keine klüftige Dornen tragen; die vordersten Warzen oft verlängert. — Rücken
der Pp eingebogen, Flügelscheiden weit abstehend; auf dem Hlb dorsal jederseits eine Reihe Höcker oder
Lappen, welche oft eine fast ununtei'brochene Leiste bilden. — Tropische Tiere, in Nord-Amerika durch
2 Arten ( P. philoior und P. pulydaviaii) vertreten.
Die amerikanischen Aristolochienfalter zerfallen in 2 scharf charakterisieite Unterallteilungen.
Sektion A.
Körper mit roten Flecken. Gruben der Fhlr sehr deutlich; Präcostalzelle distal eiweitert, Hflglzelle mehr
oder weniger zugespitzt. — Hierher gehören die meisten Formen. Die Arten sind fast alle Waldtiere; manche
finden sich nur im Schatten des AValdes. Man trifft die Falter auf Waldlilössen , an Waldrändern und Flussufern,
wo sie Blumen besuchen oder auf feuchtem Sande saugen. Die cf cf sind zum Teil gute Flieger, während die
meist langsam und schwerfällig sind. Manche der Arten sind Sumiifbewohner, andere finden sich nur an trockenen,
sandigen Stellen der Wälder.
Ascanius-Gruppe.
Die Arten der «.scr/ Gruppe , mit der wir beginnen, haben einen Spatelschwanz, cf imd ? sind einander
ähnlich. Das cf trägt auf dem Htlgl eine mit weisser Wolle bekleidete Hrdsfalte.
P. columbus H.-Scit. (= gundlachiamis Fhlr.; grotei Blake) (la). Der bunteste amerikanische Papilio,
der an den glänzend lilauen Binden des Vtlgls zu ei'kennen ist. — Die dunkel aschgraue Raupe ist längs¬
gestreift: der Kopf und die Thoracalfüsse sind schwai’z; die schwarzen Längsstreifen sind zum Teil weiss
gerandet; die vorderen und hinteren Segmente ti'agen lange, spitze Zajifen, die zum Teil weiss sind. —
Fliegt auf Cuba und findet sich nicht selten in dem gebii’gigen östlichen Teile der Insel, besonders in der
Nähe der Küste, wo man den Falter an Blumen und zuweilen auch an Wasserpfützen saugend antrifft.
P. ascanius tV. ( 1 a). Ein breites weisses Band durchzieht beide Flügel; auf dem Htlgl ist es
mehr oder ininder rot. — Die Rp ist blass-braun und trägt s])itze Zapfen auf allen Ringen. — Der Falter,
welche)' bis jetzt nur i)i der Provinz Rio de Janeiro l)eobachtet ist, fliegt in der Nähe Rios über Sü))ipfe)),
wohi)) )na)) il))n nur schwe)' u))d oft im Wassei' watend folgen kau)) ; nur a)) solchen Plätze)) wächst die
der Rp zur Nahrung dienende Aristolochien-A)t. Nach einer Milteilung des Herr)) L. Arp in Rio de Ja)iei)'0
ist der Falter i)) diesen Süjnpfen keineswegs selten, entfernt sich aber n))r a)]s))ahn)sweise davo)), und h)
dieser Unzugänglichkeit seines Aufenthaltsortes liegt der G)’)n)d, waru)n gute Exe)nplare i)) de)i Sa))))))lungen
nicht häubg sind. Rp Oktober l)is April.
r^APFLrO. Von Dr. K. -J(jrdan.
‘ >
•>
P. agavus Dmri/. (Ib). Der rote Analfleck des Htlsls sein- gross, Z-förniig. Das abgekiii-zlc \\-ei,-,sc af^avu-..
Band des llligls ist etwas veränderlich. Trotzdem der Falter recid liäulig ist, selbsi in den Därb-n in dm-
Nähe Kios, besonders an t'encliten, schattigen Plätzen, sind wir iibei- die (■i'slen Stände noch nichl nnb-i--
richtet. Das Tier Ijesucht Blumen und ist leicht zu fangen. — Minus (teraes südwärls bis Bio Biamh- do
Sul, westlich bis Paraguay und den anstossenden GePieten Argentiniens ; nicht bis au den Fuss der Anden geh(-nd.
P. proneus Uhn. (= phryneus l.uc.) ( I b). Beide Flügel mit schmalem, weissem Bande, die i’olen proni-us.
Submarginaltlecke des Htlgls gerade oder schwach gebogen; Analtleck nicht V-förmig. — Minus Geraes bi.^
Parana; bei Rio nur im Orgelgebirge.
P. chamissonia. Beide Flügel mit weissem Bande, das auf dem Htlgl abgeküi-zt i.st: Zelltleck
des Htlgls nicht Aveiter wurzelwärts als bis zur 2. Mediane reichend; roter Analtleck V-förmig. - Die Bp
ist bräunlich schwarz und trägt ein weisses Schrägband, das seitlich vom b. Ringe bis zürn Zapfen des 7.
reicht. Die Puppenruhe dauert drei Wochen. Dei- Falter ist sehr häufig und gehört zu den am frühesten
im Frühling erscheinenden Schmetterlingen (August). Es tliegen vom August bis April wenigstens di-ei
Generationen. - diodorus Hopff. (= campeiro Foett.) (11)) hat vollständig weisse Fransen. Die Weite des diodoms.
Aveissen Bandes ist veränderlich. Minus Geraes; im Innern von Säo Paulo; Goyaz: Bahia. — Die von
Eschscholtz beschriebene Forni chamissonia (= ascalus (dodt.; echedorus enrydorus Luc) bildet sich chamissonia.
bei Petropolis, in Säo Paulo, Parana und S. Catharina. Bei Rio sellist fehlt das Tier. In dieser Form sind
die Fransen Avenigstens an den Aderspitzen scliAvarz. Als all. bunichus Hin. kann man die Exemplare bunichus.
mit breitem Aveissem Htlglbande bezeichnen: solche kommen liesonders häutig in Säo Paulo und im Urgel-
gebirge vor.
P. perrhebus. Flügel ganz ohne Band. — Die Rp lelit auf Aristolochia ciliata und trägt auf
allen Segmenten zum Teil Aveisse, zum Teil gelbe Zapfen; ein Schrägband auf dem 6. und 7. Ringe ist
gelb. Wir kennen zAvei geographische Formen dieser Art. — In Brasilien, von Säo Paulo bis Bio Grande
do Sul, in Paraguay und in den Nachbargebieten von Argentinien biegt eine dunkle Form, bei Avelcher der
Kopf, die Taster und die Submarginaltlecke der Oberseite des Htlgls deutlich rot sind; dies ist perrhebus perrhebus.
Boisd. (la). — Die Form von Buenos Aires, der Provinz Entre Rios, und Uruguay ist damocrates Gueu. Sie damocrates.
ist viel blasser; der Kopf und die Taster sind scliAvarz und die Submarginaltlecke der Oberseite des Htlgls
sind nicht lebhaft rot. Der Falter ist besonders häubg in der Nähe der Flüsse.
P. phalaecus Hew. (Ib). Der einzige Aristolochientälter mit SpatelscliAvanz, der bis jetzt in tropisch phalaecus.
Amerika zwischen Costa Rica und Paraguay gefunden ist. Der Körper ist sehr Avollig. l)as Aveisse Band,
das beide Flügel durchzieht, ist von scliAvarzen Adern durchschnitten. — Östliches Ecuador.
P. photinus Douhl. (Id). Oberseite blau glänzend, besonders l)eim cd. Flügel ohne Band; photimis.
mit ZAvei Reihen roter Flecke. — Mexiko bis Costa Rica; ein häufiger Falter.
P. alopius Godni. u. Scdv. Flecke des Htlgls kleiner als bei P. photinus, Avenigstens teihveise Aveiss, alopins.
die der innern Reihe sehr klein, zum Teil fehlend. — West-Mexiko; Nicaragua.
P. dares Ilnv. (Id). Nur ein ? bekannt, das sich im Brit. Museum (coli. Heavitsox) befindet, dares.
Schwanz kurz. Vbgl mit kleinem, Aveissem Fleck auf der Scheibe; Htlgl mit zAvei Reihen roter Flecke, die
grösser als bei pIiotiitHs sind. — Nicaragua.
P. montezuma IVesfiv. (la). Vbgl ohne Binde. Htlgl mit einer Reihe roter Submarginaltlecke. — monteziuna.
Mexiko bis Nicaragua; eine der häufigsten Arten.
Aeneas-Gruppe.
Die folgenden Formen, Avelche Aveisse Randbecke tragen, fassen Avir zu dev i/ry/cvos- Gruppe zusammen. Die
Arten sind zum Teil scliAver zu unterscheiden, zumal cd und ? häutig sehr A'erschieden sind. Über die früheren Stände
ist sehr AA’enig l)ekannt. Viele der Arten sind BeAA'ohner sumpfiger Wälder, avo die Rj) an Aristolocliien leben. In¬
folge der Unzugänglichkeit dieser Wälder sind eine ganze Anzahl Fornien noch sehr selten in den Sammlungen, und
geAAÜss gibt es noch Arten, die dem Netz bis jetzt entgangen sind. Dnftorgan des cd meist mit Aveisser Wolle,
seltener scliAvarz beschuppt.
P. hahneli Btgr. (1 c). Einer der inerkAvürdigsten amerikanischen Pupdios und Avohl die beste Ent- hahueli.
deckung des erfolgreichen Sammlers, nach dem die Art benannt ist. GescliAvänzt. Vbgl mit drei gelb¬
grauen Binden oder Feldern; Htlgl mit eltenso gefärbtem Felde, das den grösseren Teil des Flügels ein¬
nimmt. — Massauary, bei Maues, Amazonenstrom. Das Sammeln im Amazonenstromgebiet, von Para bis an den
Fuss der Anden, scheint heutzutage scliAvieriger zu sein als früher. Zavui- bringt dei- Dam})fei' den Sammler
von Ort zu Oi’t, aber in der Nähe der grösseren Ansiedlungen gibt es nicht mehr A'iel für ihn zu suchen,
auch ist der Unterhalt ausserordentlich kostspielig geworden. Und einen zum Wohnen geeigneten Platz in
Waldesnähe zu finden und gegen arge Diebereien gesichert zu sein, ist schAvierig, und der Sammlei’ ist in
14
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
triopas.
mithras.
chabrias.
coeliis.
qiiadratüs.
spoliatiis.
pizarro.
steinbachi.
klagest.
aeneas.
specularis.
dido.
marchis.
Uhus.
damis.
pyromelas.
eiicharia.
locris.
dieser Beziehung sehr vom Zufall abhängig. — P. kahneli ist nicht wiederentdeckt worden ; aber so manche
Amazonasfalter sind nur durch wenige Stücke in den Sammlungen vertreten, dass anzunehmen ist, dass
die eigentlichen Flugplätze dieser Tiere noch nicht bekannt sind.
P. triopas. Vtlgl mit zwei Binden. Htlgl klein, an die altweltlichen Troides {= Ornithoptera)
erinnernd. Die Form vom untern Amazonenstrom und holländisch und französisch Guiana ist die häufigere
in den Sammlungen; dies ist triopas Godf. (1 c). — Die Form von Britisch Guiana, welche mithras Grose-
Siiiitli heisst, hat kleinere und blässere Flecke. — Wie die verwandten Arten ein Waldtier. Das ? fliegt
langsam in der Nähe des Bodens, während das cf einen schnelleren Flug hat und sich meist in beträcht¬
licher Hohe aufhält.
P. chabrias Heir. (Ic). Der Vtlgl trägt hei cf und ? eine Reihe Submarginaltlecke, die aber beim ?
oft fehlen. Das Jlittelfeld des Flllgls steht etwas weiter nach aussen als hei P. friupas, der Zellfleck ist
daher kleiner. — Oberer Amazonenstrom, von Ega bis Ecuador und Peru. Bis jetzt ist in dem grossen
Gebiete zwischen Oliidos und Ega weder diese noch die vorige Art gefunden.
P. coelus Boisd. (cf = vercingetorix Oberih.) (Id). Vllgl mit an den Rändern verwaschenem,
weissem Fleck, der die Zellspitze ausfiillt und sich auch auf die Scheibe ausdehnt. Htlgl mit rotem Bande
auf der Scheibe, beim cf aus vier, heim ? aus sechs Flecken bestehend. — Französisch Guiana, das cf in
Obekthür’s Sammlung, ein ? im Pariser Museum.
P. quadratus. Vtlgl lang; Htlgl hei cf und ? mit gelbweissem Fleckenbande auf der Scheibe dicht
an der Zelle und auf der Unterseite ausserdem mit rotem Fleck am Hinterwinkel. — ln der namen-
typischen Form, quadratus Sfgr. (2b), von der nur ein cf bekannt ist, trägt der Vtlgl einen weissgelben
Fleck vor der 2. Mediane. Das Exemplar wurde bei Manicore am Rio Madeira erbeutet. — spoliatus Stgy.
hat weder beim cf noch lieim ? einen Fleck auf dem Vtlgl. Ohei'er Amazonenstrom; ziemlich selten, bei
Iquitos, Pel)as, S. Paulo de Olivenca und andern Plätzen.
P. pizarro Stgy. (Ic). Hlb beim cf ganz schwarz, beim ? mit rotem Fleck vor der Spitze auf der
Unterseite. Vtlgl ohne Flecke, auch nicht in den Fransen. Htlgl mit weissgelbem Felde, das beim cf aus
drei oder vier, beim ? aus drei bis sechs Flecken besteht. — Oberer Amazonenstrom.
P. steinbachi Pofhsrh. (2a). Diese hübsche Art wurde neuerdings von J. Steinhach im östlichen
Teile Boliviens entdeckt. Vtlgl heim cf und ? mit grossem weissem Fleck vor dem Hinterrd ; Htlgl mit
rotem Bande. — Santa Cruz de la Sierra, zwischen Ende Februar und -luni; auch von Ma])iri erhalten.
P. klagesi Ehrni. (2a). Das cf dieses eigentümlichen kleinen Pap'dio ist nicht bekannt; nur vier $?
sind gefunden worden. Die Hinterecke der Zelle des Vtlgls ist ganz abgerundet; weder der V- noch der
Htlgl hat deutliche Fransentlecke. Vtlgl mit weisser Binde Aor dem Hinterrd; Htlgl mit rotem Flecken¬
bande. Hlb ganz schwarz, auch an der Spitze. - Suapure, am Caura, Orinoco, im Februar und März 1899
von S. (M. IvLACiES und dessen Bruder gefunden. Vielleicht gehört der Falter in die A/.srty/rAr-Gruppe.
P. aeneas. Taster schwarz, Avie l)ei den vorhergehenden Arten. Hlb beim ? mit kleinem rotem
Fleck unten vor der Spitze. Geschlechter sehr Amrschieden. cf mit grünem Vtlgltleck; Htlgl mit rotem,
nicht opalisierendem Mittelfelde, das Avurzehvärts nicht Aveiter als bis zur Zellmitte geht. Beim ? ist der
Vtlgl entAveder ganz schAvarz oder er trägt einen oder mehrere weisse, an den Rändern verwaschene Flecke. —
Guiana; oberer (Jrinoco; x4mazonenstrom von Para autwärts; Ostabliänge der Anden von Peru und Bolivia.
(Mehrere geogra[dhsche Formen. Ein Waldtier, ül)er dessen frühere Stände keine Beobachtungen A'orliegen. —
aeneas L. (= gargasus ///uo ; aeneides Esp.; bochus Lac.) (2 b) beAvohnt die drei Guianas. Der grüne Fleck
des cf steht von der Zelle entfernt und ist geAvöhnlich breiter vor als hinter der Innenrandsader. Das ?
tritt in zAvei Formen auf: ?-f. specularis //. a. J. trägt auf dem Vtlgl einen grossen Aveissen Fleck vor der
1. Mediane und geAvölmlieh mehrere kleine, von denen einer in der Zelle steht. Bei der zAveiten Form, ?-f.
dido 11. a. .7. , ist der Vtlgl ohne Aveisse Flecke. — marcius IPai. (2b) ist die Subspecies vom unteren
Amazonenstroni. Das cf gleicht dem aeneas -cL, der vorletzte rote Fleck auf der Unterseite des Flllgls ist
aber grösser. Wir kennen nur eine Form des ?; liei dieser reicht der Aveisse Fleck des Vtlgls geAvöhnlich
l)is zur 2. Mediane und es stehen die mittleren roten Flecke des Htlgls dicht zusammen. — linus P. n. J.
vom mittleren Amazonenstrom (Santarem, Obidos, Massauary) Avar Bates unbekannt. Die roten F'lecke der
Lhiterseite des Htlgls des cf sind blasser als bei den vorigen Subspecies und stehen dichter zusammen und
näher an der Zelle. Beim ? sind die roten Flecke zu einem nicht unterbrochenen Bande vereinigt. —
damis P. a. J. beAAmhnt das östliche Peru. Der grüne Fleck des cf ist grösser als bei den A'orhergehenden
Formen und die Flecke der Unterseite des Htlgls sind rötlich Aveiss. Das ? tritt in zwei Formen auf: ?-f.
pyromelas P. a. J. (2b) hat ganz scliAvarze Vtlgl; die roten Flecke des Htlgls sind zu einem Baude zu-
sannnengetlossen. Bei ?-f. eucharia P. u. J. trägt der Vtlgl ein grosses Aveisses Feld mit verwaschenen
Rändern. — locris P. /o J. ist im cf der vorigen Sul)species ähnlich, aber die roten Flecke des Htlgls sind
grösser. Das ? hat immer ein Aveisses Feld auf dem Vtlgl; die roten Flecke des Htlgls sind voneinander
PAPIIjIO. Von Dl'. K. .loKDAN.
getrennt, der Fleck vor der I. Mediane der grösste, tlolivien. - bolivar Heiv. (2ii) hewolnit d(oi (jl)(-icn holivur.
Amazonenstrom und den Orinoco. Das rote Feld des Hflgls des cf isl klein and ist auf der Fideiseite
weissgelb. Vtlgl des ? schwarz, mit weissen Fransenllecken ; Illlgl mil weissgelhem l^’elde.
P. dardanus Fahr. (— tros Fahr.] o])leus Godt) (2 c). (lescliwänzl. Vllgl heim cf mil grünem durdu/ai..
Fleck vor dem llrd; das rote Feld des Hllgls nicht opalisiei'end. ? aut dem Vllgl mit weissem Felde, df'ssen
Känder verwaschen sind. — Eine rein hrasilianische Art, die his jetzt nur aus der Pi'ovinz Wio de daneiro
hekannt ist.
P. orellana Hew. (2 c). Die schönste Art der «eneßs-Gruppe. Vtlgl heim cf und ? schwarz, hläulich ondlana.
in Seitenansicht, mit weissen Fransenllecken. Fltlgl heim cf mit sehr grossem rotem Felde, das nicht opalisiert,
heim ? mit hreitem rotem Bande. — Oherer Amazonenstrom, von Kga his [(juitos.
P. sesostris. Vtlgl heim cf mit sehr grossem grünem Felde, das die Zelle berührt; lltlgl. entweder
schwarz oder mit einem roten Fleck vor dem Flrd. Vtlgl des ? mit wenigstens zwei weissen Flecken;
das rote Band des Hllgls gewöhnlich breit. Duftorgan des cf mit weisser Wolle, ausser an der Wurzel, die
schwarz ist. Mexiko his zum Amazonenstrom, in drei Suhs])ecies. — Die nördliche Form ist zestos Graij zestos.
(2 d). Sie trägt heim cf immer einen roten Fleck auf dem Htlgl. Beim ? ist das Band der Hllglohei'seite
lebhaft rot. Süd-Mexiko bis Costa Rica. — tarquinius Boisd. findet sich von Panama his Ecuador und tarquitiius.
Nord -Venezuela. Auf der Oberseite ti'ägt der Htlgl des cf meist einen roten Fleck wie hei zefitos, aber das
Band der Unterseite steht mehr schräg. Beim ? ist der zweite weisse Fleck des Vtlgls etwas grössei' als
hei zestos und das Band der Htlglunterseite steht der Zelle nähei'. — sesostris Cr. (? = tullus Cr.) (2 d) sesostris.
hat sehr selten einen roten Fleck auf der Oberseite des Hllgls des cf und die Flecke der Unterseite stehen
etwas mehr auswärts. Beim ? sind die beiden weissen Flecke des Vtlgls weit von der Zelle getrenrd. —
Orinoco ; Guiana ; Para his Peru ; Bolivien ; Goyaz.
Dieser Falter ist ein guter Flieger, der nie den Wald zu verlassen scheint.
P. childrenae. Das grüne Feld des cf ist grösser als hei P. sesostris und bedeckt auch einen Teil
der Zelle. Beim ? findet sich vor der Spitze des Vtlgls eine (juerreihe von Flecken, sowie hinten auf der
Scheibe 2 Flecke. In 2 Sul)species von Guatemala his Ecuador verbreitet. -- childrenae Gray (3 a), ist die diildrenae.
zentral-amerikanische Form, die sich von Guatemala his Panama findet. Vllgl des cf mit weissem Fleck vor
der Spitze. Band des Hllgls des ? lebhaft rot. — oedippus Luc. hat beim cf keinen weissen Fleck vor der oedippus.
Spitze des Vtlgls oder nur ein sehr kleines Fleckchen. Beim ? ist das Band des Htlgls an der Innenseite
etwas gelblich rot. Columbien und Ecuador.
P. erlaces. Taster stets schwarz. Fransen beider Flügel weiss getleckt. Vllgl des cf mit grau¬
grünem Fleck vor dem Hrd ; Htlgl mit drei roten, stark o])alisierenden Flecken. Beim ? der Hand des 8. Hinter-
leibsringes ringsum rot; Vllgl mit grossem Zelltleck und 2 oder 3 Discaltlecken. Ecuador bis Bolivien. —
lacydes llcw. (? ^ equestris Oherth.) (3b) hat beim cf selten einen weissen Fleck auf dem Vtlgl; die Flecke lacydes.
auf der Unterseite des Htlgls klein, fast ganz weiss. Beim ? der Zelltleck des Vtlgls gross; Binde des Htlgls
weiss. Im östlichen Ecuador. — xanthias li. u. (3 b). Vtlgl des cf fast immer mit einem oder zwei weissen xanthias.
Flecken; Flecke der Unterseite des Htlgls von weiss bis rot variierend. Zelltleck des ? dreieckig, zweiter
Discaltleck grösser als der erste; Band des Hllgls blass-gelb. Nordost-Peru, südwärts bis Huänuco. — erlaces erlaces.
Gray (3 a) ist die südlichste Form. Sie bewohnt Südost-Peru, Bolivien und Nord-Argentinien. Vtlgl l)eim cf
selten ohne grosse weisse Flecke; fltlgl unten mit 5—7 roten Flecken. Vtlgl des ? ausser dem Zelltleck
gewöhnlich mit 3 weissen Flecken; Band des Htlgls rot.
P. burchellanus Wesfw. (= socama Schaus). Geschlechter einander ähnlich. Taster schwarz. \Tlgl burchellamis.
schwarz, nur mit Fransenllecken. Htlgl mit einer Reihe getrennter roter Discaltlecke. Ähnelt dem P. pan-
t/ionus Cr. (3b), der aber rote Randtlecke hat. — Im Innern Brasiliens: Farinhapodre, Goyaz; selten in
den Sammlungen. Auf Taf. 3 ist aus Versehen ein Exemplar des pauthonus als harchellaaus abgebildet.
P. drucei Btlr. (? = opalinus Btlr.) (3 b). Taster gewöhnlich schwarz, zuweilen rot. Vtlgl beim cf drucei.
mit grünem Fleck, der getrennt von der Zelle steht; beim ? einfarbig, aber die Fransen getleckt. Htlgl
beim cf mit 3, selten 4 opalisierenden Flecken; beim ? mit einem aus 5 — 7 Flecken zusammengesetzten
Bande, das zuweilen ziemlich stark opalisiert. Achter Hlbsring des ? ringsum rot gerandet. — Oberer
und mittlerer Amazonenstrom und die östlichen Abhänge der Anden von Ecuador bis Bolivien.
P. cutorina Styr. ($ = maze]jpa Grose-Sadth) (3c). Taster rot. Vtlgl des cf mit grünem Fleck; cutorina.
beim ? ohne Fleck, die Fransen weiss getleckt. Htlgl beim cf mit zwei dicht zusammenstehenden roten Flecken
auf der Oberseite, die Flecke der Unterseite gelblich-weiss ; beim ? trägt der Flügel auf beiden Seiten ein
gelblich- weisses Band; 2. und 3. Radiale dicht zusammen, die (hierader zwischen ihnen nicht schräg. —
Oberer Amazonenstrom und Andenabhänge von Ecuador und Peru.
P. phosphorus. Taster i’ot. Vtlgl aussen etwas durchscheinend, cf mit schmutzig-grünem Fleck:
Htlgl ziemlich stark gezähnt, die roten Flecke von der Zelle entfernt stehend; Schienen bedornt, nicht verdickt.
16
PAPILIO. Von Dr. K. Joedan.
? mit grau-gTünem Felde auf dem Vtlgl vor dem Hrd, was sonst bei keinem andern $ von Aristolochien-
faltern vorkommt, (iolumbien; Guiana ; unterer Amazonenstroni ; Ost-Peru; vielleicht weiter verbreitet. Eine
phosplionis. seltene Art; wahrscheinlich ein Sumpfbewohner, welcher der Beobachtung entgeht. Zwei Subspecies: — phos-
phorus Bafcs (3 c) findet sich in Britisch Guiana und am unteren Amazonenstrom. Der grüne Fleck des
\hlgis des cf ist schmal und steht von der Zelle getrennt. Beim ? trägt der Vflgl eine Reihe von 4 weissen
g/vn/Vu/us. Flecken in dem grau-grünen Felde (immer O- — gratianus Hew. (3 c) bewohnt Columbien und Ost-Peru.
Der grüne Fleck des Ytlgls l:)eim cf viel l)reiter als bei der vorigen Form; Htlgl mit nur 3, selten 4 roten
Flecken, die Reihe nicht gelmgen. Vtlgl des ? mit 2 weissen Flecken; die hinteren Flecke des Hflgls gross.
P. vertumnus. Taster rot. Vflgl beim cf mit grünem Fleck; beim ? einfarbig oder weiss gefleckt,
llflgl des o mit dreieckigem rotem Felde, das aus 3 oder 4 Flecken besteht, von denen der hintere gewöhn¬
lich der längste ist; beim $ mit breitem rotem Bande, aus 5 — 7 Flecken bestehend, von denen die liinteren
vier mehr oder minder vollständig Zusammenhängen. Eine der häufigsten Arten, die in Wäldern oft an
feuchten Stellen am Rande von Bächen sitzend angetroffen wird. Von Columbien bis Bolivien, Guiana und
viiracares. Para verlu'eitet; al)er noch nicht in Venezuela und dem eigentlichen Brasilien gefunden.*) — yuracares
Jl. H. J. ist die bolivianische Sul)species. Nur das cf ist bekannt. Der grüne Fleck berührt die Zelle und
schliesst wenigstens einen weissen Fleck ein. Hflgl mit 4 roten Flecken, von denen die vorderen zwei ge¬
trennt stehen; 5 kleine Flecke auf der Unterseite. Von J. Stein hach in der Zeit von Januar bis April
aiitummis. gefunden. — autumnus Sfi/r. (3d.) cf: Der grüne Fleck grösser als vorhin: Htlgl mit 3 roten Flecken;
4 kleine rote Flecke auf der Unterseite. ?: Vtlgl mit sehr grossem gelblichem Felde, Zelltleck besonders
bogot<7!ms. gross. Ost-Peru: Chancliamayo ; jedenfalls weiter südwärts verbreitet. — bogotanus F/dr. Uns nur das
cf bekannt. Vflgl ohne weissen Fleck; Htlgl. mit ziemlich grossem rotem Felde, die Flecke der Unterseite
(liceros. klein. Rio Palcazu nordwärts bis »Bogota«. — diceros Grai/ (— - cixius Oratj ; o” = cutora Gray), cf: Vtlgl
gewöhnlich ohne weisse Flecke im grünen Felde; wenn vorhanden, so sind sie quer und etwas schief ge¬
richtet; rotes Feld des Htlgls kleiner als bei den vorigen Formen, die Flecke der Unterseite dagegen meist
gi'össer. ?: Vtlgl. mit kreideweissem Felde, das aus 2 — 4 Flecken besteht, selten nur ein Doppeltleck vor-
vertiimtms. handen. Para bis Iquitos. — vertumnus Cr. (3 c) unterscheidet sich beim cf von allen anderen Formen
dieser Art durch ilie kurzhaarigen Mittel- und Hinterschienen. Das ? wie bei der Amazonenstromform, oder
der Vtlgl nur mit einem weissen Fleck, der zuweilen nur angedeutef ist. Guiana.
P. lycimenes. cf: Etwas kleiner als vertHmnas, das rote Feld des Htlgls weniger dreieckig, der
letzte Fleck desselben kleiner. ?: Vtlgl an der Sjiitze schwach durchsichtig; die Flecke etwas gelblich, nicht
rein weiss, der Zelltleck gewöhnlich gross und ipier über die Zelle ausgedehnt; Band des Htlgls weniger
lebhaft rot als bei 1\ veriaumm. Schienen des cf nicht verdickt. Guatemala bis Ecuador, in mehreren Sub-
lycimenes. s])ecies. — lycimcues Boisd. ist die zentral-amerikanische Form. Vtlgl mit grossem grünem Fleck, der fast
stets wenigstens einen weissen Fleck einschliesst; oft ein Fleck in der Zelle; Htlgl mit 4 — 6 roten Flecken.
Beim ? der gelblich-weisse Fleck voi‘ der 1. Mediane viel grösser als der vorhergehende Fleck; Band des
Htlgls breit, fast immer einfarbig lebhaft rot. Guatemala bis Panama; auch auf den kleinen Inseln an der
erythrus. Westküste der Re])ublik Panama. — erythrus B. n. J. (3d). cf: Der grüne Fleck breitei- als bei voriger
Form, Ins zum Hinterrande des Flügels reichend. ?: Der Fleck vor der 1. Mediane des Vtlgl grösser als
bei der vorigen Form; das Band des Htlgls blasser. Zentral- und Ost-Columbien und Nord -Venezuela. —
paralhis. paralius B. u. J. (4 a). Klein, cf: Vtlgl mit rundem gelb-weissem Fleck vor der 2. Mediane; Band des Htlgls
kurz und schmal. $: Fleck des Vtlgls reiner weiss als bei den ?? der vorigen Subspecies, der Zelltleck
reduziert; der Fleck vor der 2. Mediane der grösste; Band des Htlgls fast gerade. West-Ecuador.
P. erithalion. cf: Schienen nicht verdickt. Htlgl. ohne deutlichen roten Fleck hinter der 2. Mediane
auf der Oberseite. ?: Der Fleck vor der 1. Mediane des Vtlgls kleiner als der vorhergehende Fleck; Htlgl-
zeiixis. band breit und an der Innenseite blass. Costa Rica bis Nord -Venezuela. — zeuxis Iaic. {= i-hameses Doabl.;
rhesus Ko//.] rhamases F/dr.] abilius F/dr.] rhamses Boisd.) (4a). cf: Das grüne Feld vorne stark ver¬
schmälert, vor der 2. Mediane einen grossen weissen Fleck einschliessend; Htlgl mit 2 oder 3 kleinen roten
Flecken. ?: Der hintere Fleck des Vtlgls grösser als der vorhergehende. Nord -Venezuela und Ostseite der
erithalion. Cordillere von Bogota. — erithalion Bois</. (4a) von Zentral-Colombien (Rio Magdalena) hat beim cf selten
einen weissen Fleck auf dem Vtlgl, der vor der 1. Mediane oder zwischen den Radialen steht. ?: Der Fleck
vor der 1. Mediane kleiner als der vorhergehende; meist einige kleine Flecke ausserhalb des Zellschlusses.
cauca. - - cauca (J/jert/t. cf: Das grüne Fehl des Vtlgls fehlend oder nur angedeutet. ?: Binde des Htlgls schmal,
gelingen, von der Zelle entfernt stehend. Caucatal. — sadyattes Drace (4a). cf: Das grüne Feld sehr
veränderlich, gewöhnlich reduziert, oft fehlend; alle Exem]ilare mit wenigstens einem weissen Fleck, der
vor oder hinter der 3. Radiale steht, oft ein grüner Fleck in der Zelle. ?: Binde des Htlgls fast einfarbig-
lebhaft rot. Costa Rica bis Panama.
*) Faunistiscli ver.stelien wir unter Brasilien rteii östlichen Teil des Kontinents von der Provinz Goyaz und Pernani-
buco bis Rio Grande do Sul. ln diesem Gebiete treffen wir eine Fauna , die von der des übrigen Süd-Amerika in mancher
Beziehung- recht verschieden ist.
PAPTTjID. Von Dr. K. JoTtoAN.
17
P. polyzelus. cf?: Vflgl olme grünes Feld, selten mit einem weissen Fleckchen beim cf; Band
des Hflgls schmal, näher am Rande als an der Zelle stehend. Mexiko bis Honduras; häufig. — Bei polyzelus polyzelus.
Fldr. (= candezei Borre) (4a) von Ost- und Süd-Mexiko, Guatemala und Honduras, sind <lie Schienen des cf
nicht verdickt und gleichen denen des ?. — Bei trichopus B. u. ./. von West-Mexiko sind die Schienen des trichopus.
cf verdickt und fein behaart, ebenso das l. Tarsenglied; die Binde des flllgls ist im ganzen breitei’ als vorhin.
P. iphidamas. cf: Schienen und I. Tarsenglied verdickt und fein behaart. ?: Vllgl aussen weniger
tiefschwarz als bei P. erithalion. Mexiko bis Ecuador und Nord-Venezuela. Eine häulige Art, die nicht leicht
von P. eritliaHon und P. lycimenes zu unterscheiden ist und daher vielfach mi( ihnen verwechselt wird,
iphidamas F. (= panares Gray\ achelous Plopf.] incandescens BÜr.) ist die zentral-amerikanische Porm. iphidamas.
cf: Vflgl aussen nicht durchsichtig; das grüne Feld gewöhnlich reduziert, immer einen oder zwei weisse
Flecke einschliessend; oft ein weisser Fleck in der Zelle; Band des Hflgls allmählich nach hinten erweitert,
ein schmaler Fleck hinter der 2. Mediane. ?: Zellfleck des Vflgls gross, gewölndich einige Fleckchen aussen
vom Zellschlusse; der Fleck vor der 1. Mediane kleiner als der vorhergehende, oder wurzelwärts schief ab¬
geschnitten; Binde des Hflgls fast einfarbig lel)haft rot, ihr Innenrand einfach gebogen. Süd-Mexiko bis
Panama. — phalias P.v.J. (4 b). cf: Das grüne Feld hinten am weitesten, bis zum Hrde reichend; phalias.
mit drei von der Zelle getrennt stehenden roten Flecken. ?: Vflgl aussen schwach durchsichtig; Zellfleck
sehr gross; der Fleck vor der 1. Mediane viel grosser als der vorhergehende; Binde des Hflgls sehr breit,
an der Innenseite blass. Columbien: Magdalenatal und Gordillere von Bogota. — elatos P.u.J. cf: elatos.
grüne Feld kleiner als bei voriger Subspecies; Hflgl mit 3 kleinen roten Flecken. Caucatal. — ■ calogyna calogyna.
P.u.J. (4b). cf: Vflgl aussen etwas dichter beschuppt als bei phalias und dalos, gewöhnlich ein weissei'
Fleck vor der 2. Mediane; Hflgl. mit 3 kleinen, dicht zusammenstehenden Flecken. ?: Der Fleck vor der
1. Mediane des Vflgls grösser als der vorhergehende Fleck; Binde des Hflgls lehhaft rot, ilir frd gewöhnlich
weiss. West-Ecuador und W^estküste von Columbien. — teneates P. u.J. cf: Das grüne Fehl schmal, von teneates.
der Zelle getrennt, gewöhnlich einen oder zwei weisse Flecke einschliessend. ? nicht mit Sicherheit bekannt.
Nord -Venezuela und Nord-Columbien.
P. anchises. Spitze des Vflgls deuflich, wenn auch schwach, durchsichfig. cf: Schienen und
1. Tarsensegment verdickt und fein behaart; Hflgl stark blau schillernd. ?: Der Fleck vor der 1. Mediane
des Vflgls grösser als der vorhergehende Fleck. Columbien bis Süd-Brasilien und Paraguay. Die schwarz¬
braune Rp trägt auf dem ersten und dem vorletzten Ringe zwei Rückenflecke und auf den Thoraxringen
und den zwei vorletzfen Hlbsringen je einen Seitenfleck; auf dem 6. und 7. Segmenfe findet sich ein schräges
Seitenband, das zuweilen in Flecke aufgelöst ist. Die Rückenhöcker der P]) sind ziemlich klein, dreikantig. —
alyattes Fldr. (4b, c). cf: Das grüne Feld von der Zelle getrennt, wenigstens einen weissen Fleck ein- alyattes.
schliessend , der vor der 2. Mediane steht, viele Exemplare mit einem zweiten Fleck vor dei’ 1. Mediane;
letzter Fleck auf der Unterseite des Hflgls grösser als bei P. iphidamas phalias. ?: Zelllleck schmal; Binde
des Hflgls das Zellende einnehmend, schwarzer Aussenrd breiter als bei iphidamas. Columbien, im
Magdalenatal und wahrscheinlich an beiden Seiten der Cordillera von Bogota. — serapis Boisd. d': Das serapis.
grüne F'eld sehr schmal und lang, hinten nur wenig breiter als vorne; Binde des Htlgls aus wenigstens fünf
Flecken bestehend. ?: Zellfleck gross, fast dreieckig, der Fleck vor der 1. Mediane sehr gross und das
Band des Hflgls sehr breit. Nord - Columbien. Die Verbreitung von serapis und alyattes ist nur sehr un¬
vollständig hekannt. — osyris Fldr. (— xenares Fldr.; toxaris Fldr.; severus Fldr.) (4d). cf: Das grüne osyris.
Feld des Vflgls und die Binde des Hflgls breiter als bei serapis. ?: Der Zellfleck gewöhnlich (juer über die
Zelle hinüberreichend; die Binde des Hflgls innen sehr wenig blasser als aussen. Venezuela. — cymochles cymochles.
Doubl. {— anacharsis Fldr.). cf: Vflgl mit einem bis drei weissen Flecken; Hflgl mit drei, selten vier roten
Flecken. ?: Flecke des Vflgls reiner weiss als bei den vorhergehenden Subspecies; Zelltleck klein: Band des
Hflgls fast einfarbig rot, in der Mitte am weitesten. Trinidad, Paria-Halbinsel, und Orinoco. — anchises L. anchises.
{— telmosis Bates ; toxaris Fldr.) (4 c). cf: Grünes Feld schmal, zuweilen fehlend; Hflgl stärker gezähnt
als bei den andern Formen, die roten Flecke gewöhnlich weit getrennt. ?: Vflgl ohne Zellfleck oder nur mit
Zellstrich, oft ohne alle Flecke; Hflgl mit einer Reihe von sechs oder sieben roten, voneinander getrennten Flecken.
Holländisch und Französisch Guiana. — thelios Gray {= hierocles Gray ; aglaope Gray [])artim]) (5 a). cf: Das thelios.
grüne Feld dreieckig, einen oder zwei ziemlich grosse weisse Flecke einschliessend: Hflgl mit drei oder vier
roten Flecken, von denen der vor der 2. Mediane stehende der grösste ist. ?: Vflgl mit wenigstens zwei
weissen Flecken , der vor der 2. Mediane stehende der grösste ; Hflgl mit sieben oder acht getrennten
Flecken. Unterer Amazonenstrom , von Pani bis Santarem ; findet sieh an trockenen , sandigen Stellen des
Waldes, nicht im Sumpfe. — etias P. u. J. cf: Taster zuweilen fast ohne rote Schuppen: Hflgl ohne roten etias.
Fleck vor der 1. Radiale oder dieser Fleck sehr klein. ?: Flecke des Vflgls rein weiss, Zelltleck sehr klein,
zwei grosse Flecke vor und hinter der 1. Mediäne. Ost - Bolivien , von J. Steinbacie im Dezember, Januar
und April -Mai gefunden. — orbignyanus Imc. (4 c). Das rote Band des Hflgls ist beim cf gleichmässig orbignyamis.
gebogen und wird nach vorne allmählich schmäler; der Vflgl trägt wenigstens einen grossen weissen Fleck.
Beim ? ein Fleck in der Zelle des Vflgls und wenigstens zwei auf der Scheibe: Hflgl mit Band von der
Subcostale zum Hinterrd. Paraguay ; nördlicher Teil von Entre Rios ; Matto Grosso ; Goyaz. — foetterlei foetterlei.
V 3
18
PAPILTO. Von Dr. K. Joet.an.
R. u. J. (4 c). Weisse Flecke de.s Vtlgis bei cP und ? sehr gross und das Band des Hllgls sehr breit. Tm
Innern der Provinz Säo Paulo.
hedae. P. hedae Foett. (5a). Nur ein ? bekannt; Taster rot, ein sehr breites, an den Rändern vei’wischtes,
gelblich weisses Band auf dem Vtlgl; Htlgl grösstenteils blassrot, nach der Wurzel zu weisslich, die Rand-
tlecke schwach gelblich. Icarahy, bei Rio de Janeiro.
nephalion. P. nephalion GocU. (cP = osymanduas Hhn., proteus Boisd., stilbon KoU., haemon Fldr.) (4d, 2 d).
Randzahn an der 3. Radiale des Htlgls mehr vorspringend als bei B. anchises L. Vtlgl bei cP und ? mit zwei
oder drei grossen weissen Flecken. Htlgl beim cP oben mit drei roten Flecken und gewöhnlich einem
vierten, der getrennt von ihnen steht; beim ? mit einem Bande von fünf Flecken und häufig einem sechsten
oder seilest siebenten (sehr kleinen) Fleck. — Die Rp ist braunschwarz mit gelbem Längsstreif an den
Seiten. Der Falter ist nicht selten und findet sich im eigentlichen Brasilien südwärts bis Rio Grande do
Sul, ebenso wie in Matto Grosso, Paraguay und den angrenzenden Distrikten Argentiniens. Ein Waldtier.
Lysander- Gruppe.
Die folgenden Arten, welche die li/sander-Gruppe bilden, haben rote statt weisse Saumflecke. Die Hinter¬
schienen der cP5^ sind stets geschwollen und feinhaarig. Die Taster sind schwarz. Die Arten kommen mit denen
der ««-«ccs-Gruppe zusammen vor und sind zum Teil sehr liäufig. Die roten Flecke des Hflgls haben keinen Opalglanz.
P. panthonus. Vtlgl bei cP und ¥ schwarz, mit rötlichen Saumtleckchen ; Htlgl mit regelmässig
gebogener Reihe getrennter roter Flecke. Duftwolle weiss. Guiana und Brasilien , in zwei Sul)species. —
mima. numa Boisd. (— jaguarae Foett.) von Brasilien (Säo Paulo und iMinas Geraes) hat kleine, weit getrennte
panthonus. Flecke. — In panthonus 6V. (31), 5 a) von den drei Guianas sind die Flecke des Htlgls etwas grösser. Diese
Form findet sich gewiss auch an der Noi'dseite des unteren Amazonas.
aglaope. p. aglaopc Grai/. cP: Vtlgl mit blaugrünem Bande, das wenigstens einen grossen weissen
Fleck trägt, der vor der 2. Mediane steht; Htlgl mit vier, von der Zelle getrennten Flecken. Das ¥ tritt in
lysimachiis. zwei Formen auf: ¥-f. lysimachus Honr. hat auf dem Vtlgl eine grade Reihe von drei Flecken; ¥-f. callicles
callicles. ßdfpg besitzt auf dem Vtlgl einen grossen Fleck hinter der 1. Mediane, einen kleineren davor und einen
Strich in der Zelle. — Diese Art ist ziemlich selten; sie ist his Jetzt am unteren Amazonenstrom, im Südosten
eiiristeiis. Perus, und im östlichen Bolivien angetroffen worden. — Ckamee hat als euristeus ein Tier aus Surinam ab¬
gebildet, das vielleicht auch hierher gehört; das Bild ist aber zu schlecht, um mit Sicherheit auf irgend
eine Art bezogen werden zu können. Ob cP von klae/esi Flmn.''
lysander. p. lysander Cr. (= phrynichus Mdr.). cP mit weisser Duftwolle in der Falte des Hflgls. Aussenrd
des Vtlgis beim ¥ gerundet ; die letzten beiden roten Flecke des Htlgls getrennt, schief zueinander stehend ;
parsodes. ¥-f. parsodes Gray (= sonoria Gray) hat ein grosses weisses Feld auf dem Vtlgl, das aus mehreren Flecken
arbates. besteht; l)ei der ¥-f. arbates StoIJ (= anaximenes Fldr.) ti'ägt der Vtlgl nur einen weissen Fleck, während
brissonhis. bei der ¥-f. brissonius Gray (5 b) der Vtlgl ohne weisse Flecke ist. Als ab. bari Oberth. ist ein cP mit gelben
bnri. statt roten Htlgltlecken beschrieben. — Diese Art ist vom ganzen Amazonenstrom, Ost-Peru und Ost-Ecuador,
sowie von Guiana und Bogota bekannt ; sie ist bis jetzt noch nicht in Bolivien und dem eigentlichen
Brasilien gefunden worden.
P. echemon ähnelt der vorigen Art; der Vtlgl ist aber schmäler, sein Aussensaum beim cP ein¬
gebogen, l)eim ¥ grade, die Vtlglzelle ist an der Spitze schmäler, die 3. Radiale des Hflgls steht gewöhnlich
viel näher an der 2. Radiale als an der 1. Mediane und die Htlgltälte des cP trägt keine weisse Wolle. Am
unteren und mittleren Amazonenstrom und in Guiana. Zwei Subs])ecies. — Hübner’s Bilder passen auf die
echemon. Form vom Amazonenstrom: Beim cP echemon Hbn. {= eclielus Hbn.) ist das blaugrüne Band des Vtlgis
ergeteles. schmal und steht, wie das weisse Band des ¥, von der Zelle getrennt. Von Para bis Santareni. — ergeteles
Gray (= eche])hron Bates ; echion Bates ; polyphron Fldr.) hat Ijeim cP ein breiteres blaugrünes Band und
beim ¥ berührt der weisse Fleck, welcher voi' der 2. Mediane steht, die Zelle, oder der Vtlgl ist ohne Fleck:
pisander. ¥-f. ergetelcs Gray ist die Form des ¥ mit weissem Felde; bei ¥-f. pisander Fldr. sind die weissen Flecke
nur durch ein paar weisse Schu])pen angedeutet. Von Obidos t)is zum Rio Negro, Nordseite des Amazonas;
Guiana. — Während P. lysander ein Sinnpfbewohner ist und schwerfällig an den feuchtesten Stellen im Waldes¬
schatten fliegt, zieht P. echemon trockenere Lokalitäten im Walde vor und man findet den Falter oft an
den Blüten, welche auf den schmalen Waldptäden von Bäumen lierabhängen.
P. neophilus. Beim cP ist die Htlglzelle auf der Oberseite bis nahe zur Wurzel rot. Bei beiden Ge-
schlechtein zweigt die 2. Mediane des Htlgls auf gleicher Höhe mit der Subcostale ab. Columbien bis Para¬
guay und Süd-Brasilien, aber nicht von Rio de Janeiro bi.s Pernambuco, wo sich P. zacyntkns findet. —
eiuybates. eurybates Gray (= euphales Gray) (5 c). cP mit grossen weissen Flecken auf dem Vtlgl ; die roten Flecke
des Htlgls wurzelwärts nicht schwärzlich, mit Ausnahme des ersten und letzten, die mittleren auf der Untei’-
seite die Zelle berührend. ¥ mit 2 weissen Flecken zwischen der 3. Radiale und 2. Mediane, selten die Flecke
nur angedeutet; das rote Band des Htlgls breit. Säo Paulo und Matto Grosso: Paraguay (Übergang zur
PAPILIC). Von l)r. I\. .InitDAN. Pt
nächsten Form). - consus li.n.J. cf: Das grüne Feld zwisclien (l(!r 2. Mediane länger als hreit, (h-r ucisse consns.
Fleck vor der 2. Mediane gerundet, gewölndich kleiner als der vorhergehende Fleck; aut dem llllgl sind
der Zelltleck und die der Zelle zunächst liegenden Teile der Discaltlecke schwärzlich rot; die Fle.cke aut
der Unterseite kleiner als bei eurnhate.H. Beim ? sind die weissen Flecke gross; das Band des llflgls ist
gewöhnlich von der Zelle getrennt. Ost-Bolivien. — olivenclus I>((tea (5 c.). Weisse k’lecke des Vllgls bei olivencitts.
(S' und ? klein oder undeutlich; die roten Flecke des Htlgls beim cf oben lang, unten klein. Bei der 2-ab.
anaximenes Fldr. sind die Htlgltlecke sehr lang. Ost-Peru bis zur Oordillere von Bogota, und am Airiazonen- anaximenc^.
ström abwärts bis zum Rio Negro. — ecbolius R. n. ./. cf: Der grüne Fleck hinter der 2. Mediane des ecbolius.
Vtlgls etwa so lang als breit, der weisse Fleck vor dieser Ader deutlich und (juer wie der vorhergehende
Fleck; die roten Flecke des Htlgls kürzer als bei olivenchis. Beim ¥ trägt der Vtlgl einen grossen wei.ssen
Fleck vor der 2. Mediane und einen zweiten vor der 1. Mediane, der Aussenrd dieser Mecke fast parallel
mit dem Aussensaum des Flügels. Unterer Amazonenstrom, aufwärts bis Obidos. — neophilus Hhn. {— gar- neophihis.
gasus Hbn. [partim], aeneides /Ap. [partim]), die zuerst beschriebene Form, bewohnt Guiana. cf; Das grüne
Feld ist breiter und die roten Flecke der Htlglnnterseite kleiner als beim cf von ecbolin.s. Beim ¥ fehlen die
weissen Flecke auf dem Vtlgl oder sie sind klein, selten sind sie gross; der dritte Fleck des Htlgls länger
als die andern, die Flecke auf der Oberseite weiter vom Saume entfernt als bei oU.venciiis. — parianus R. k. J. parianus.
von Trinidad, Guniana und dem Orinoco. Das grüne Feld des cf hinter der 2. Mediane länger als breit, drei
weisse Flecke einschliessend ; die Flecke der Htlglnnterseite blasser als bei der bolivianischen F orm, welcher
parianus nahe kommt, der vor der 1. Mediane liegende Fleck dicht an der Zelle stehend. Beim ¥ ist das
Band des Htlgls etwas mehr als bei den anderen Subspecies gebogen; die schmalen mittleren Flecke stehen
oben und unten dicht an der Zelle.
P. zacynthus. Band des Vtlgls beim cf grün-blau. Die Flecke der Unterseite des Htlgls des ¥
blasser als bei P. neophiJus. Brasilien, von Rio de Janeiro nordwärts, in zwei geogra])hischen Formen. In
feuchten, mit Gebüsch bewachsenen Lokalitäten, nicht selten. Die Rp ist graubraun und trägt einen gelben
Seitenstreif. — Die Form aus der Provinz Rio de Janeiro, zacynthus F. (5b), findet sich in der Umgebung zacynthus.
der Stadt Rio, aber viel seltener als F. nephalion. Der Vtlgl ist an der Spitze nicht durchscheinend ; beim ¥
hat die Vüglzelle einen Fleck. — Die nördliche Form, von Pernambuco, Bahia und dem Rio Tapajos, ist
polymetus Godt. (5 c). Der Vtlgl ist an der Spitze durchscheinend und in der Zelle findet sich beim ¥ polymetus.
kein oder nur ein sehr kleiner Fleck.
P. arcas. Beim cf ist die Zelle des Htlgls oben von etwa der Mitte ab rot; beim ¥ trägt der Vtlgl
einen grossen weissen Fleck quer über die Zelle. Mexiko bis Guiana und Columbien, nicht weiter südlich
gefunden. — mylotes Bates (= docimus Graij ; caleli Reak.; tonila Rcak.; alcamedes Fldr.; aristomenes wj'/oto.
Pldr.) (5 d). cf: Der grüne Fleck vor der 1. Mediane lang und gewöhnlich einen weissen Fleck einschliessend;
die Zelle meist auch mit weissem oder grünem Fleck, kein grüner Strich am Hrd. Das Band des Htlgls
beim ¥ von der Zelle getrennt und auf beiden Seiten lebhaft rot. Mexiko bis Costa Rica; sehr häufig im
Flachlande. — mycale Godm. u. Sa/v. von Panama und den kleinen Inseln an der pazifischen Küste dieser mycale.
Republik bildet einen Übergang von der vorigen zur nächsten Form. Beim cf ist das grüne Feld vor der
2. Mediane immer gross ; der Zelltleck des Htlgls und die angrenzenden Teile der Discaltlecke sind gebräunt.
Das Band des Htlgls des ¥ ist lebhaft rot und steht gewöhnlich dicht an der Zelle. — arriphus Boisd. arriphus.
Der Vtlgl des cf trägt fast immer einen grünen Fleck auch vor der 1. Mediane; Htlgl mit Zelltleck auf der
Oberseite, das Band zuweilen blass und schmal: cf al). agathokles KoJI. Beim ¥ ist das Band des Htlgls agathokles.
blassrot und nimmt auch die Zellspitze ein. Columbien, vom Rio Magdalena und Rio Meta; häufig in »Bo¬
gota« Sammlungen. — antheas R. u. J. Das grüne Band des cf verkleinert, kein Fleck vor der I. Mediane; antheas.
das Band des Htlgls gewöhnlich sehr blass, beim ¥ gleichfalls blasser als bei arriphus und meist kürzer.
Caucatal. — arcas Cr. (cf = eurimedes Cr.) von Venezuela und Guiana. Das rote Band des Htlgs ist arcas.
bei cf und ¥ breiter als bei den anderen Subspecies; beim cf ist die Zellspitze des Htlgls auch unten rot
und beim ¥ ist der Zelltleck viel grösser als bei arriphus.
P. timias. cf und ¥ mit zwei grossen weissen Flecken auf dem Vtlgl, beim cf in dem grünen Felde
stehend; roter Zelltleck des Htlgls beim cf gross; ¥ mit ziemlich kleinem Zelltleck oder ohne Zelltleck. West-
Ecuador, von Guayaquil aufwärts. In diesem Distrikte finden sich viele nöi'dliche Arten, die in Ost-Ecuador
und Peru fehlen. — Ghay’s timias (5 d), dessen ¥ von Hewitson bimaculatus genannt wurde, findet sich in der timias.
Umgebung von Guayaquil und den Nachbardistrikten. Die Zelle des Vtlgls trägt beim cf keinen deutlichen
grünen Fleck; der erste Fleck auf der Unterseite des Htlgls ist wenigstens so gross wie der letzte. Beim ¥
ist gleichfalls kein deutlicher Zelltleck auf dem Vtlgl vorhanden und die Discaltlecke sind klein. — potone potone.
It. H. J. hat bei cf und ¥ einen deutlichen Zelltleck auf dem Vtlgl. Paramba und Ambato, in höheren Lagen
als die vorige Form, von Rosenberg in 3500 Fuss Höhe gefangen.
Sektion B.
Die nun folgenden Aristoloclüenfalter sind von den vorhergehenden Gruppen sehr A^erschieden. Der Körper
ist nie lebhaft rot gefleckt, auch tragen die Flügel nie lebhaft rote Flecke oder Binden. Die Fhlr haben keine
tiefe Sinnesgruben, und ihr Endseginent ist sehr kurz. Die Hflglzelle ist an der Spitze gerundet und ihr Hinter-
20
PAPILIO. Von Dr. K. Jokdan.
Winkel ist wenigstens so gross als der Vorderwinkel. Das Duftorgan des Hflgls des cf ist nie wollig und die Schienen
sind nie verdickt. — Die Rp trägt am ersten Brustringe stark verlängerte fleischige Anhängsel und die Rücken¬
höcker der Pp sind schmal, seitlich zusammengedrückt und ziemlich hoch.
Polydamas-Gruppe.
In ihrer Lebensweise weicht diese poh/damas-Gx\\\}\ie. gleichfalls wesentlich von den Rotfleckfaltern ab. Es
sind Tiere des offenen Geländes, die selten im Waldesschatten angetroffen werden. Die cf cf, welche schnelle Flieger
sind, sitzen gern auf nassem Sande oder Schlamm und saugen die Feuchtigkeit auf, während die mancher Arten
häufiger Blumen besuchen.
P. philenor ist ein allbekannter nord-amerikanischer Falter, der sich durch einen lebhaft grün oder
blau glänzenden Aussenteil der Hllglunterseite auszeichnet. Seine ursprüngliche Heimat waren zweifellos
die südlichen Atlantischen Staaten, von wo aus sich das Tier nach Mexiko und im Westen wieder nordwärts
bis ins nördliche Gahfornien ausgebreitet hat. Im zentralen Teile der Vereinigten Staaten, von Colorado
nordwärts, fehlt der Falter; er geht dagegen im Osten bis nach dem südlichen Ganada, wo er von Zeit zu
Zeit als Zuwanderer angetroffen wird. Seine Verbreitung nordwärts, in die Gegenden, wo die ursprüngliche
Nährptlanze (Aristolochia serpentai'ia) fehlt, ist durch den Anbau als Zierpflanze von Aristolochia sipho er-
orsna. möglicht. — orsua Godm. u. Salv. ist eine kleine, schwanzlose Form von den Tres Marias -Inseln mit stark
philenor. glänzendem Htlgl. — philenor L. {= astijious Dmry) (6 a) bewohnt die Vereinigten Staaten und Mexiko.
Der Falter variiert geograj)hisch nur wenig, doch sind manche der mexikanischen Exemplare schwanzlos, was
acauda. m Nord -Amerika nicht vorzukommen scheint. Diese ab. mex. acauda Oherfh. {= nezahualcoyotl Idtreck.-,
wasrmithi. corbis Godrn. n. HaJv.) kommt mit gewöhnlichen Exemplaren zusammen vor. Als ab. wasmuthi Weekn ist
eine Farlienvarietät beschrieben, die an die berühmte ab. cadmvleyi von P. pohjxenes Fahr, erinnert. Die Rand-
tlecke sind in dieser Aberration zu einem breiten Bande vergrössert. Individuen ohne Submarginaltlecke
obsoleta. auf dei- Oberseite sind ab. obsoleta FJirm. Der Ealter hat in den Südstaaten mehrere Generationen. Die
Frühjahrsstücke sind im allgenieinen mehr rauhhaarig als die Sommerstücke, Der Schmetterling ist sehr
häufig und schAvärmt in grossen iMengen um blühende Bäume, oder saugt an den Blüten niedriger Pflanzen
oder an Wegpfützen. Beim Saugen und Gehen sind tlie Flügel in zitternder Bewegung wie bei den ver¬
wandten Arten.
devilliers. P. devilliers Godf. (6a). Bisher mit Sicherheit nui' von Guba bekannt; ‘die älteren Autoren gaben
auch Florida als Vaterland an, was vielleicht auf einem Irrtum beruht. Geschwänzt. Vtlgl mit einer Sub¬
marginalreihe kleiner Flecke ; Htlgl oben mit Submai'ginalbinde und unten mit einem oder mehreren Silbei'flecken.
zetes. P. zetes Weatir. (6o) trägt auf der Oberseite beider Flügel ein gelbliches Band und auf der Unter¬
seite des Hflgls ein Silbeihand. Haiti; nur wenige Stücke in den Sammlungen.
Die nun . folgenden Arten sind alle ungeschwänzt. Sie erinnern zum Teil in der Flügelform etwas
an die orientalischen sogenannten OrnitJioptera.
streckerianiis. P. streckerianus Honr. (— mathani Oherfh.) (6 a) isl ein Tier der offenen trockenen Gegenden Nord-
Perus. l)ie Körperflecke sind grünlichgelb. Vflgl ohne Band; die Binde des Hflgls sehr verändeilich , beim
? opalisierend.
ardiidamas. P. archidamas Boisd. bias Kirhy, ex Ifof/er) (6 b). Die Körperflecke rötlich. Oberseite beider
Flügel mit Fleckenbinde; Htlgl unten grösstenteils schmutzig weiss. Ghile; in den offenen Küstendistrikten,
das ganze .lahr hindurch. Die früheren Stände sind denen von /'. pohid,amas ganz ähnlich.
P. polydamas. Die Körperflecke rötlich; Oberseite beider Flügel mit Fleckenbinde; Unterseite des
Hflgls schwarzbraun, mit roten oder gelbroten Submarginaltlecken. Von Virginien bis Argentinien ver¬
breitet; auf dem Kontinente geograpbisch nur wenig variierend, dagegen auf den grossen und kleinen
Antillen auf fast jeder Insel verschieden ausgebildet. Einer der häufigsten PapU.ior auf dem Koniinente; ein
Tier des kultivierten Bodens, das den Ansiedler überall begleitet; es findet sich besonders häufig, wo der
für Kultui’ gereinigte Boden wieder vernachlässigt worden ist. — Die Rp variiert von braungelb bis dunkel
schwarzbiaun ; die Warzen sind lang, in dunklen Exemplaren lot. Die Pp ist stark gebogen und trägt
vincentins. drei hohe, zusammengedrückte Höcker auf dem Hlb; das Thoraxhorn ist lang. — vincentius P.u.d. Ober¬
seite ähnlich der kontinentalen Form; Unterseite des Hflgls mit weisslichem Gostalwisch; Submarginaltlecke
hicianns. gross. St. Vincent. — lucianus P. n. ./. Das Band der Oberseite breit; Htlgl unten mit Gostalwisch an
.xenodamas. der Wui’zel; Sulanarginaltlecke gross. Sfa. Lucia. — xenodamas lihv. {= celniones Dahn.; eurydamas
Kirhy, ex Roger). Band der Oberseite des Hflgls breit, dicht an der Zelle stehend; Fltlgl Unterseite an der
Wurzel mit grossem, bläulich grauem Fleck und Gostalwisch. Martinique; früher irrtümlich als Bewohner
dominiciis. Brasiliens angegeben. — dominicus P. u. J. Die hinteren Flecke der Vtlgloberseite kleiner als bei xeno¬
damas ; Band des Hflgls gebogen. Hllglunterseite mit Gostalwisch, aber ohne grossen Pdeck dahinter.
neodamas. Dominica. — neodamas Luc. Die oberen Flecke der Vflglbinde fehlend oder klein, die hinteren Flecke
antiqmis. weiter vom Rande entfernt als bei den vorigen Formen. Hflglband fast grade. Guadeloupe. — antiquus
U. u. Der nächsten Form ähnlich; die vier vordem Flecke der Vflglbinde klein; Htlglbinde schmäler
PAIMLIO. Von I^r. K. ,loni)AN.
21
als bei der nächsten Subsi)ecies; Snbrnarginal decke der Hflglunterseite gross, gelblich i'ot. Antigua. —
thyamus h\ u. J. Ähnlich pohfdamm ; Subinarginaltlecke der lidglunterseil(^ viel mehr gelblich und gröss(-r ihynmiis.
als bei der kontinentalen Subspecies. St. Thomas. — lucayus IL u. J. Untei'seite blasser als in l\ polpdatnux ; hicayu^.
der weisse Quersti'ich am Analwinkel des Htlgls wenigstens bis iibei' die 2. Atediane liinausreichend; di(i
roten Subinarginaltlecke wie in der kontinentalen Form, aber grösser. Bahama- Inseln. — polydamas L. p()/ydamr/^.
(6b) ist die kontinentale Form, welche sich von Georgien bis Argentinien tindet. Aiudi Cidia wird von ihr
bewohnt, aber gewöhnlich zeichnen sich die Guba- Stücke tlurcli tiefer schwarzes Bandfeld dei' 1 Idglunlei'-
seite aus. Das Band der Oberseite variiert sehr in Breite. Die Subinarginaltlecke der llllglunterseite sind
immer dünn und rot. — polycrates Hopf). {= hypodamas Gum.) unterscheidet sich von der vorigen Form pulycratcs.
in der Zeichnung oben hauptsächlich durch die mehr distale Stellung des vor der 2. Mediane des llllgls
liegenden Flecks und unten durch die grossen Silberüecke, welche an einigen der roten Flecke stehen. Die
Flarpe des cf hat nur eine Zinke statt der zwei aller vorhei'gehenden Formen. Haiti und wahrscheinlich
Porto Rico. — jamaicensis R. u. J. ist polycrates ganz ähnlich, aber die Subinarginaltlecke dei- Htlglunter- jamaicensis.
Seite grösser und die mit ihnen verbundenen Silberüecke kleiner. Jamaica.
P. philetas Hew. (6b). Hlb beim cf oben gelbweiss. Htlgl unten grünlich gelb, mit roten Siib- phHetas.
marginaltlecken. Süd-Ecuador und Nord-Peru.
P. madyes. Der vorigen Art ähnlich; Submargiiialflecke der llllglunterseite gelb. Die Duft¬
schuppen bei den geographischen Formen verschieden, was auch bei einigen der anderen Arten Aqv polydaiuas-
Gruppe der Fall ist. Peru und Bolivien. — plinius Weym. von Nord -Peru. Vtlgl oben mit vier kleinen pHnhis.
Flecken. Htlgl unten ockergelb (verfärlit?) ; Submarginaltlecke klein. Nur ein Stück bekannt; von Stübel
zwischen Moyabamba und Chachapoyas gefunden. — chlorodamas Gueu. (= rnarsyas Styr.) die häutigste düorodanws.
Form in den Sammlungen. Fleckenbinden der Oberseite breit, auf dem Vtlgl weiss (cf cf, ??) oder gell) (cf cf).
In Huänuco und Junm, Ost-Peru. - crispus R. u.J. Flecke der Oberseite viel kleiner als bei chlorodamas. crispas.
Südost-Peru. — madyes Doubl. Htlghmterseite auf den Adern schwarz gestreift. Bolivien. — tucumanus madyes.
R. u. J. (6a), wie madyes, aber die Spitze des Vtlgls unten nicht gelb überwaschen; Hügl unten rauch- tucumanus.
braun. Tucuman.
P. polystictus (= protodamas and.). Vtlgl oben mit drei bis sieben Submarginaltlecken ; Htlgl mit
zwei Fleckenreihen. Hlb beim cf oben gelblich weiss. Brasilien, Argentinien und Paraguay. — Kp ähnlich
der von P. polydamas ; Warzen kürzer, nie rot. Thoraxhorn der Pp lang, etwas nach vorn gelehnt, Rücken
der Pp hinter dem Horn mehr oder minder ausgedehnt gelb. Die Rp lebt in der Jugend gesellig. Der
häufige EMlter fliegt an lichten Stellen im Walde und an Waldrändern und saugt besonders gern an den
Blüten von Lantanen. Die Nährpflanze der Rp wächsf im Waldesschatten und an Flussufern. — Bei janira janira.
E. u. J. sind die Flecke der Oberseite gross. Rio de Janeiro; Minas Geraes. — In polystictus Btlr. (6b) polystictus.
sind die Flecke kleiner und verschwinden zuweilen teilweise. Säo Paulo bis Rio Grande do Sul; Paraguay;
Argentinien.
P. eracon Godm. u. Scdr. (6 c). Vtlgl mit submarginaler Fleckenreihe. Hügl mit gleichniässig ge- eracon.
krümmter Fleckenbinde, weiche etwa in der Alitte zwischen Zelle und Aussenrd steht. Unterseite des Htlgls
mit roten sulunarginalen Flecken, an deren Aussenseite je ein gelblich weisser Tüpfel steht. West-Mexiko,
bis jetzt nur von Golima und aus der Provinz Guerrero bekannt.
P. belus. Vtlgl oben beim cf ohne weisse Flecke; Hügl mit einem bis sieben weissen Flecken auf
der Scheibe, von denen der erste immer gross ist; beim ? ist der Vtlgl fast wie beim cf oder er trägt ein
grosses blassgelbes Fehl. Hügl unten bei cf und ? mit weissen Tüpfeln aussen von den roten Submarginal-
üeckeii. Das cf wird von Bates ein schneller und kühner Flieger genannt; das ? mit gelbem Felde auf
dem Vtlgl fand er am Wahlesrande an Blumen. Die ?? werden, wie auch bei den folgenden Arten, viel
seltener als die cf cf gefangen. — chalceus R. u. J. aus der Provinz Guerrero, West-Mexiko, hat auf dem chalceus.
Htlgl ein fast grades Band und auf der Unterseite findet sich vor dem Subcostalast ein roter Bubmargiiial-
tleck, der bei den andern 8ubs])ecies fehlt. — varus Koll. cf: Htlgl mit einem nach hinten an Breite ab- vanis.
nehmenden Fleckenbande. Das ? tritt in zwei Formen auf. Die häuüge Form ist ?-f. latinus Fldr., sie ist latinus.
dem cf ähnlich, aber der Vtlgl trägt einige Subinarginaltlecke und der erste Fleck des Hüglbandes ist etwa
so gross wie der zweite. Die sehr seltene Form mit grossem gelblichem Felde auf dem Vtlgl, die Zellspitze
und die angrenzenden Teile der Scheibe einnehmend, ist ?-f. varus Koll. Von Guatemala bis Nordost-
Ecuador und Nord-Venezuela verbreitet; das cf häuüg in Bogota-Sammlungen. — belus CV. (6c) ist die Form, belus.
welche Guiana, Amazonien, Ost -Peru und Goyaz bewohnt. Beim cf trägt der Hügl gewöhnlich nur ein
weisses Feld, doch finden sich Exemplare, die eine Reihe kleiner Flecke auf der Scheibe haben. Vom $
sind zwei Formen bekannt: ?-f. belus Cr. {= caburi Kaye) ist dem cf ähnlich und hat auf dem Htlgl
entweder nur einen Fleck oder eine volle Reihe; in ab. amulius Esp. sind die Flecke der Finterseite des amulius.
Flügls gelb (nur von Esper’s und Martyn’s Bildern bekannt). Die zweite Varietät des ? ist ?-f. amazonis amazonis.
R. u. J. (6 c); sie trägt ein gelbes Fehl auf dem Vtlgl wie die ?-f. varus der Subspecies varus Koll. — belemus helemus.
Bates von der Südseite des untern Amazonas hat ein grades Band auf dem Hügl; nur die dem cf ähnliche
22
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
cochabamha. Form des ? ist bekannt. — cochabamba Weeks. cd: Hflgl gewöhnlich mit einer breiten graden Flecken¬
binde; zuweilen die hintern fünf Flecke klein, sehr selten fehlend. Duftscliuppen wie bei der mexikanischen
Subspecies kurz. Das ? ist nicht bekannt. Südost-Peru; Bolivien.
P. laodamas. Der vorigen Art ähnlich. Htlgl oben mit breiter Fleckenbinde ; die roten Submarginal-
tlecke der Unterseite dünn, nicht von weissen Tüpfeln begleitet. Das ? ist dem cd ähnlich, aber auf dem
procas. Htlgl sind die mittleren Flecke gross, während der erste Fleck klein ist. Mexiko bis Columbien. — procas
Go(im. i(.. Salv. cd: Das Htlglbaiid steht gewöhnlich an der Zelle oder kreuzt die Spitze derselben, selten
iopas. ist es von der Zelle getrennt (al*. iopas Godm. u. 8alv.). ?: Htlglbinde gewöhnlich die Zellspitze mit ein-
copanae. nehmend. West -Mexiko, aus den Provinzen Michoacan, Jalisco und Guerrero bekannt. — copanae Heak.
(- chrysodamas Bafes). Htlglbinde bei cd und ? von der Zelle getrennt; die roten Submarginaltlecke der
Htlglunterseite dünner als bei procas. Duftschuppen länger als bei voriger Form. Ost-Mexiko bis Honduras. —
rhipidiiis. rhipidius B. H. J. Htlgl bei cd und ? mit sehr grossem grünlich weissem Mittelfelde, das die Zelle beim cd
laodamas. fast bis zur Wurzel, beim ¥ bis zum ersten Viertel ausfüht. Costa Rica. — laodamas Fldr. (6d) ist die
best bekannte Form, die sehr häuhg in Bogota- Sammlungen ist; man kennt sie von der Westküste, dem
.Magdalenatal und der Cordillere von Bogota. Der erste Fleck des Htlglbandes ist sehr gross und reicht
fast bis zur Wurzel; er berührt die Zelle wie die nächsten zwei oder drei Flecke. Das ¥ ist nicht bekannt.
lycidas. p. lycidas Cr. (= erymanthus Cr.) (6d) ist leicht an dem weissen Streifen zu erkennen, der auf
dei' Oberseite des Htlgls vor dem Hinterrd steht; dieser Streif ist beim ¥ küi’zer als beim cd. — Guatemala
bis Bolivien und Parä. Scheint geographisch nicht zu variieren. Es ist nur eine Form des ¥ bekannt.
Das cd hndet sich häuhg am Rande von Wasserläufen. Wie die verwandten Arten umfliegen die Falter
erst ein paarmal die Stelle, wo sie sich zum Trinken niederlassen wollen, als ol:) sie sich von der Ab¬
wesenheit von Feinden überzeugen wollten ; sie sitzen aber ziemlich fest, wenn sie begonnen haben, zu saugen.
crassas. p. crassus Cr. (6d). Eine sehr langtlügelige Art, welche von Costa Rica bis Rio de Janeiro ver¬
breitet ist. Vtlgl mit weissen Wischen in und hinter der Zelle; Htlgl )nit grossem weissem Costalfelde, das
lepidas. beim cd bis zur Wurzel reicht. In der cd-f. lepidus Fldr. fehlen die weissen Wische auf der Oberseite des
Vtlgls. Die schwarzbraune (jedenfalls in der Grundfarbe veränderliche) Rp ist ungetleckt. Der Thoracal-
höcker der Pp ist sehr hoch und an der Spitze geteilt.
B. Rinnenfalter.
Hiei'her gehört der grösste Teil der Schwalbenschwanzarten. ObMmhl die Formen sehr verschieden¬
artigen Entwicklungsrichtungen gefolgt sind und vielfach im äusseren Aussehen nicht die geringste Ähnlich¬
keit miteinander bewahrt haben, steht dies auf den ersten Blick recht bunte Gemisch von Arten doch den
beiden andern Abteilungen der Schwalbenschwänze, nämlich den Aristolochienfältern und den Segelfaltern,
scharf charakterisiert gegenüber. Die Segmente der unbeschuppten Fldr sind an der Wurzel etwas verengt
und tragen die feinen Sinneshärchen entweder über die Ventraltläche fast gleichmässig verteilt oder in zwei
grossen, seitlichen, nicht eingedrückten F'eldern. Die Tarsen sind gleichfalls nicht beschuppt; die Stacheln
der Rückentläche der Glieder sind von den Ventralstacheln durch einen stachellosen, eingedrückten, seitlichen
Längsstreif getrennt. Der Abdominalrand des Httlgs ist bei beiden Geschlechtern nach unten gebogen, eine
Rinne bildend; ein Duftorgan fehlt auf dem Httlg. Die Schienen sind beim cd nie verdickt, noch feinhaarig.
— Die Raupe ist entweder glatt, ohne Höcker, oder die Tuberkel sind hart und dornartig, nicht fleischig.
Der dritte und vierte Thoraxring sind vergrössert, so dass die Rp nach vorn und hinten verjüngt erscheint. Viele
der Raupen tragen auf dem Thorax an beiden Seiten eine Art Augentleck und auf der Mitte des Körpers
einen Satteltleck. Als Nahrung dieneir Pflanzen sehr vieler Familien, zum Teil Kräuter (Umbelliferen, Gonr-
positen u. s. w.), aber noch öfter die Blätter von Bäumen. — Die Puppe ist lederartig gerunzelt und ähnelt
oft einem Stück Holz. Der Kopf ist in zwei Höcker ausgezogen oder abgestutzt, und der Thorax trägt
ein gewöhnlich ziemlich kurzes Horn. Die Flügelscheiden sind viel weniger muschelförmig erweitert als
bei den Aristolochienfältern und die Höcker auf dem Hinterleibe, wenn überhaupt vorhanden, sind ganz niedrig.
Die Rinnenfalter finden sich in allen tropischen und gemässigten Gegenden (Neu-Seeland ausge¬
nommen) und gehen nordwärts mit einer Art bis in die arktische Zone. Sie sind daher die am weitesten
verbreitete Abteilung der Schwalbenschwänze. In ihren Gewohnheiten weichen sie ebenso sehr voneinander
ab wie in ihrem Kleide. Die meisten Arten sind gute Flieger, die, wenn erschreckt, in rasendem Fluge
davoneilen. Sie sind fast alle Blütenbesucher, besonders die cfcf, und .sitzen gerne auf feuchtem Sande
oder Schlamme. Hier zeigt sich ihr von dem der Aristolochienfalter verschiedenes Wesen, indem sie sich
nicht in dichten Klumpen zusammendrängen, sondern einzeln aussen von dem aus Pieriden und Segelfaltern
gebildeten Haufen herumsitzen, immer zu schneller Flucht l)ereit. Sehr viele der Rinnentalter tragen das
Kleid anderer Schmetterlinge, ln Amerika dienen Dauaiden, Heliconiden, Pieriden und besonders Aristolochien¬
falter als Vorbild, ln manchen Fällen ist nur das ¥, oder eine der ¥-Formen mimetisch. Unter den ameri¬
kanischen Rinnenfaltern finden wir eine Anzald kräftig gebauter Arten, deren Gostalrand des Vdtlgs gesägt
ist. Wir finden etwas Ähnliches bei den cfcf der indo-australischen Pieridengattung Frio)ieris, und lief den
PAI’TrjfO. Von T)r. K. .Iohdan.
2:5
Nyni]ihali(lengat1 linken Clidraxes, Eu/xpis, h'iurwfhr und PaUn, welche alle altwelllicli sind. Die Ziilirielutijr
der (lostalränder dieser Schmetterlinge ist wohl eine Begleiterscheiiiung dei' Versläi'knng des l’andes. weh-h
letztere im Znsammeidiang mit der Erwerbung eines schnellen Ehiges sieht.
Geschlechtlicher Dimorphismus ist uider den llinnentaltern sein' häufig; in der Hegel ähnelt eine
?-Eorm dem cf, während die andere mimetisch ist. Scharf ausges])i'ochener zeitlicher Dimoiphisrnus ist hei
den amerikanischen Rinnenfaltern nicht beobachtet, doch sind bei den y)aar noT'd-amerikanischen Eormen,
die hieber gehören, die aus überwinterten Ppn kommenden Falter im allgemeinen kleiner und haben slärkere
Behaarung als die Sommerstiicke, auch zeigen sie geringe Abweichungen in der Zeichnung. Der 'frimoi-
phismus bei beiden Geschlechtern von F. ])(»liixenes und F. bairdi ist sehr beitierkenswert.
Machaon- Gruppe,
Die Arten der machaov-(j:x\\])\)e haben Ringelraupen, die auf Umbelliferen , zum Teil auch auf Aide-
misia, leben.
P. polyxenes. Fllb schwarz, gelb getüpfelt, Taster gelb. Die hinteren gelben Flecke der Discal-
binde des Vtlgls weit von der Zelle entfernt, zuweilen die Discalbinde fehlend. Geographisch und individuell
sehr veränderlich. Die früheren Stände denen von P. machaon ganz ähnlich. Die Formen von Nord- und
Zentral -Amerika fliegen wie P. machaon in angebauten Gegenden, auf Wiesen und mit blühenden Futter¬
kräutern, besonders Klee, bestellten Feldern, in geringer Hohe über dem Boden hin. Die süd-amerikanischen
Formen kommen nur in beträchtlicher Höhenlage vor. Wir haben hier dieselbe Erscheinung, welche wir
in Asien an P. machaon beobachten, der südlich vom Himalaya, in Nordwest- Indien, Sikkim und Birma
gleicldalls ein Hochgebirgstier ist. — americus KoU. (= sadalus Luc.) tritt in zwei Varietäten auf. Bei der americns.
Form melasina P. u. J. (8 a) ist das gellie Band der Flügel stark verschmälert, zuweilen zu kleinen Fleck- melasina.
eben reduciert , während bei dem eigentlichen americus KoU. das Band breit ist, besonders auf dem Htlgl;
nicht selten ist das blassgelbe Feld der Unterseite des Htlgls bis zur Wurzel ausgebreitet. Die schwarze
Form lebt besonders im Gaucatal in Columbien, findet sich aber auch sonstwo mit der gewöhnlichen Form
zusammen. Venezuela, Columbien, Ecuador und Nord-Peru, nur in beträchtlicher Höhe vorkommend, bis zu
etwa 3000 m gefunden. — stabilis P. u. J. der gewöhnlichen americus Form ganz ähnlich, immer mit breitem stahilis.
gelbem Bande, der letzte Fleck des Bandes auf dem Vtlgl kürzer als bei americus, das Band auf der Unter¬
seite des Htlgls wurzelwärts scharf begrenzt. Costa Rica bis Panama, häufig in einer Höhe von etwa 1000
bis 1300 m. — asterius Cr. (= asterias F.) ist ein in manchen Gegenden sehr veränderlicher, in andern
Distrikten ziemlich konstanter Falter. Es ist das cf viel variabeler als das ?. Wir unterscheiden drei
Hauptformen des cf, die durch Zwischenstufen verbunden sind und in vielen Gebieten alle drei Vorkommen,
cf-f. asterius Cr. trägt eine Fleckenbinde, welche die Spitze der Hflglzelle kreuzt. Exemplare mit fast asterius.
reinweissen Flecken auf der Oberseite sind ab. semialba Ehrm. Die cf-f. asterius findet sich von Keu- semialba.
England bis Süd-Mexiko. Die zweite Varietät ist cf-f. curvifascia Skinn. von Mexiko und Guatemala; bei curvifasda.
dieser steht das Band des Htlgls ausserhalb der Zelle und ist fast gleicbmässig gebogen. Die auffälligste
FMrm ist die cf-f. ampliata Mm. (= asterioides Peak.), in welcher die Binde in kleine Flecke aufgelöst ampliata.
ist, welche auf dem Vtlgl oft zum Teil fehlen. Diese schwarze Form ist häufig in West-Mexiko, tliegt aber
einzeln auch in Ost-Mexiko, auch ist ein Exemplar in Colorado gezogen. Das ? von asterius ist viel
weniger veränderlich. V on beiden Geschlechtern sind ein paar auffällige Aberrationen benannt worden ;
bei ab. calverleyi Grote die Submarginaltlecke sehr stark vergrößert und zu einer breiten Binde zu- calverleyi.
sammengeflossen ; bei ab. alunata Skinn. u. Aar. sind die Submarginaltlecke des Htlgls dagegen ganz klein o/unata.
und bläulich. — polyxenes F. (8 a). Das ? ähnelt dem cf, die Binde des Htlgls im ganzen etwas breiter polyxenes.
als bei cf-f. asterius. Cuba. — brevicauda Saund. {= niediocauda Eimer). Geschlechter einander ähnlich, brevicauda.
Flügel breit und kurz, Aussensaum des Vtlgls etwas gerundet. Bewohnt Neufundland, Anticosti und die an
den Unterlauf und die Mündung des St. Lorenz-Stroms angrenzenden Gebiete; Juni bis August; die Raupe
auf Petersilie und andern Umbelliferen in der Nähe der Küste und des Stromes.
P. bairdi Edic. Entweder P. machaon ähnlich, aber das Analauge mit schwarzer Pupille, oder
F. polyxenes ähnlich, oder in der Zeichnung zwischen beiden stehend. Diese 3 Formen, welche in Colorado
zusammen Vorkommen, sind: f. oregonia Ediv. (= brucei PV/;r.) (8a), »^flc/nmn-ähnlicb, von Colorado, Oregon, oregonia.
Washington-Territory , West-Canada und Britisch Columbien bekannt. Die zweite Form, welche man aus
Utah, Colorado und Arizona kennt, ist f. hollandi Edir.] der Hlb ist wr/r/mo/^-ähnlich, während die Flügel hoHandi.
denen der folgenden Form gleichen. Bei f. bairdi Edu\ {= utahensis Streck.) (8 a), welche in Arizona, Colorado bairdi.
und Utah gefunden wird, ist der schwarze Hlb getüpfelt. Die Zusammengehörigkeit der drei Formen ist
durch Zucht nachgewiesen. Solcher nicht zeitlicher Trimorphismus in beiden Geschlechtern ist selten. Der
Falter tliegt in Colorado mit P. polyxenes asterius zusammen und in Oregon und weiter nördlich mit P.
zelicaon. die Tiere sind aber unabhängig voneinander. Während die Rpn der verwandten Arten Umbelliferen
fressen, leben die von P. bairdi auf einer Gomposite (Artemisia): die Raupen aller dieser Falter sind ein¬
ander sehr ähnlich.
24
PAPITjIO. Von Dr. K. Joedan.
?iitra. P. nitra Edw. (8 b). Flügel kürzer als bei P. bairdi ; der f. ha'irdi sehr ähnlich ; vielleicht nur eine
nördliche Subspecies. — Von Montana und West-Canada bekannt; im Gebirge im Juni und Juli.
zelicaon. P. zelicaOH Luc. (= zolicaon Boisd.) (8 b). Das gelbe Discalfeld hinter der 2. Mediane des Vflgls
dicht an die Zelle gehend; Unterseite des Hlbs schwarz, mit oder ohne Andeutung von gelben Linien. —
Ein an der Westküste häutiges Tiei’, das bis in das Flachland hinabsteigt. Von Arizona nordwärts bis
coloro. Alaska und ostwärts bis Colorado. Bis zu 3000 m Höhe gefunden. Die Rp auf Umbelliferen. Die ab. coloro
Wriglif ist auf ein altes, dunkelgelb gefärbtes Stück basiert.
P. indra. Thorax oben vorne mit gelblicher Seitenlinie. Flecke der Flügel weissgelb, viel blasser
als bei den verwandten Arten ; die Grösse der Flecke ziemlich verändei’lich. — Ein westliches Gebirgstier,
das schwer zu fangen ist; es findet sich bis zu 3500 m Höhe und bewohnt vorzugsweise felsiges Gelände,
wo sich der Falter an den Felsblöcken sonnt. Er besucht keine Blumen und ist ein scheuer, schneller
Fliegei’. Über die früheren Stände sind keine genügenden Beobachtungen gemacht. Die Rp lebt nach
Edwaeds auf Artemisia. Es giebt zwei Sulispecies. — Die nördliche Form mit kurzem Schwanz ist die
indra. eigentliche indra Beah. (8 b); sie findet sich in Colorado, Nevada, Utah und dem nördlichen Californien. —
per^amiis. Die in den Küstengebirgen Süd-Califormens bei 600 bis 1000m Höhe fliegende Form ist pergamus Edw.]
sie zeichnet sich durch lange Schwänze aus.
aliosko. P. machaon. Diese paläarktische Art ist in Amerika durch die Subspezies aliaska Scudd. (— joannisi
Vrrifi/) (8 b) vertreten. Das schwarze Htlglband ist breiter als bei der geographisch zunächst wohnenden
Subspecies kamtscJ/adadiw. ln Alaska, an der Mündung des Yukon-Flusses und an anderen Flüssen, sowie in
der Nähe von Seen, wahrscheinlich überall im Flachlande, wo Umbelliferen wachsen, ist aliaska im Juli und
August recht häufig. Das Tier ist aber noch selten in eurojiäischen Sammlungen. Ostwärts findet sich
aliaska bis zur Hudson-Bai.
Thoas-Gruppe.
Die hier folgenden Arten der /Aocs- Gruppe haben alle einen Spatelscliwanz. Die Rini tragen einen Sattel-
tleck vor der Mitte und einen grossen Seiten wisch auf den letzten Segmenten.
P. thoas. Der Spatelschwanz trägt einen gelben Fleck in der Mitte. IJie Art findet sich von Texas und
den west-indischen Inseln südwärts bis Buenos-Aires, fehlt aber den kleinen Antillen. Sie ist überall häufig
und tliegt im offenen Gelände, in Gärten und Anpflanzungen. Der fhoas ist ein sehr kühner Flieger, der oft
mcloniüs. hoch in die Lüfte steigt. Die Rp lebt auf Piperaceen und Citrus. — melonius B. u. ist die Subspecies von
Jamaika ; sie hat keinen Zelllleck auf der Oberseite des Vtlgls. Die rotgelben Flecke auf der Unterseite des
oviedo. lltlgls sind sehr gross. — oviedo Gundl. (— epithoas Oherth.) findet sich auf Cuba. Die Oberseite des Vtlgl
und besonders al)er die Unterseite sind mebr ausgedehnt gelb und haben auch einen tieferen Ton als bei
aiitocles. den andern Subspecies. — autocles B. u. von Texas bis Nicaragua vorkommend, ist ohne Zellfleck; die
nraices. gelben Felder sind blass. — nealces B. u. ist von Nicaragua bis Nord-West-Ecuador und ostwärts bis
Trinidad und dem unteren Orinoco verbreitet. Der Vtlgl hat immer einen Zelltleck; der gelbe Ton ist etwas
tiefer als bei autocles., aber weniger tief als bei der nächsten Subspecies; sehr häutig in Bogotä-Sammlungen.
— thoas L. kommt von den Guianas und dem unteren Amazonas. Tief gelb; Vtlgl mit Zelltleck, der erste vor
cinyras. der Flügelspitze stehende Fleck gewöhnlich klein. — cinyras Men. ist eine Riesenform, welche den mittleren
und oberen Amazonenstrom und die östlicben Abhänge von Ecuador, Peru und Bolivien bewohnt; die Submar-
brasiliensis. ginaltlecke des Vtlgls fehlen fast immer. — brasiliensis B. u. J., (7 a), von Brasilien, Paraguay und Nord-
Argentinien, ist oft noch grösser als chujras] der Zelltleck des Vtlgls fehlt oder ist klein, der erste Fleck
thoantiades. vor der Flügelspitze ist meistens gross und in eine S|)itze ausgezogen. — thoantiades Burm. findet sich in
.Argentinien, besondes in der Provinz Buenos Aires. Es ist eine kleine Form, mit gewöhnlich schmalem,
blassgelbem Bande.
homothoas. P. homothoas B. 1(. .7. (7 c). Schwanz kürzer und an der Spitze mehr gerundet als bei den flioas-
Formen aus dem nördlichen Süd-Amerika; kein Zelltleck im Vtlgl. Genitalien ganz verschieden von den
Ui’ganen von P. thoas ] statt des langen Analhakens von thoas ist eine kurze Galml vorhanden, deren Ziid^en
nach links und rechts gebogen sind; Harpe breit, gerundet. Orinoco, Columbien, Insel Marguerita an der
venezuelanischen Küste.
crcsphontes. P. cresphontcs Cr. (7 a). Gewöhnlich für eine schwach verschiedene Varietät von P. thoas gehalten.
Kein Zelltleck auf dem Vdtlgl; der fünfte Discalfleck weiter vorspringend als der sechste. Haftklappeii des
cf oben getrennt, der Analhaken ganz kurz, der untere Teil des Analsegments gleichfalls ganz verschieden
von dem des P.thoas] Harpe breit, gerundet. Ein iin östlichen Nord- Amerika gemeiner Ealter, der bis nach
Costa Rica im Süden und dem südlichen Canada im Norden vorkommt ; das Tier ist aber ein Wanderer,
der in den nördlichen Gebieten nur hin und wieder vorkommt. Westwärts geht er in den Vereinigten
Staaten nicht über die Mississi])pi-Ebene hinaus, ausser in den Süd-Staaten. Seine eigenlliche Heimat sind
die an den Golf von Mexiko grenzenden Gebiete. Er findet sich auch auf Cuba.
I’APILK). Von Dr. K. Johdan.
25
P. paeon. cP und S wie hei den voiiiergeheiiden Arten einandei' iilndich. Sciiwanz (jhne g(-lheii
Fleck an der Spilze, der hinter dein Scliwanze stehende Kandtleck gross. Die Itp aut l’astiimca sativa und
jedenfalls andern Unihelliferen, ähnlich Vogeldung; Thoi'ax stark geschwollen; hei hiasseren tlxemplaren die
Zeichnungen, welche denen der fhoas- und rres]}/iOH.ief;-\i[m gleichen, kaum sichthar. Die l^p, welche etwa
drei Wochen ruht, ist von derselheu Form, wie hei den vorigen Arten. — Bei thrason PVdr., von (Jolumhicui thrason.
und Nord- Venezuela, ist der hinter dem Schwänze stehende Randtleck sehr lang, his etwa zum driltcn Viertel
des Schwanzes reichend. — paeon Bohd. (7c) ist die südliche Form, hei der jenei' Bandtlec.k nur his zm- paeun.
Mitte des Schwanzes reicht; die schwarze Randlinie der lltlglunterseite hi-eit, zwischen den Adern stark
gehogen. Ecuador, Peru und Bolivien; wurde früher (wohl irrtümlich) als indhile vorkommend angegehen.
P. caiguanabus Poei/ (= numicus Hopjf.) (8c). Ein Tier, das durch die Verkümmerung der gelhen cai^natuibus
Discalhäiider und die Vergrosserung der Suhmai'giiialtlecke ein eigenartiges Aussehen hekommen hal. — Nur
auf Cuha, ziemlich selten, im östlichen Teile der Insel häuhger als im Westen.
P. aristor Godl. (8d). Von Haiti; das einzige hekannte Stück (die Namentype Gouart’s, welche im aristor.
Pariser Museum war, scheint zerstört zu sein) wurde hei Port-au-Prince gefangen; es hetindet sich in der
grossen Sammlung von Mons. Ghakles Ouertbür. Vtlgl mit zwei gelhen Fleckenreihen; die Discalreihe
gebogen, nicht his zum Hrd reichend, die Aussenreihe vollständig; Htlgl mit einer Reihe gellier Flecke.
Vtlgl unten mit geli)em Fleck in der Zelle.
P. aristodemus. Flügel ähnlich wie hei P. fhoas gezeichnet; Zelle des Vtlgls unten ganz gelh:
Schwanz oben schwarz, unten mit gelbem Mittelwisch. Cuba, Flaiti und Porto Rico ; zwei Subspecies. —
temenes Godt. (7c) ist die Form von Cuba; das gelbe Diskalband ist breit und der Vtlgl trägt 5 bis 7 Sub- temenes.
raarginaltleke. — Bei aristodemus Esp. (= daphnis Gray, cresphontinus Kirhij), von Haiti und Porto Rico, aristodemus.
ist das Diskalband des Vtlgls schmal und die Reihe von 4 Submarginaltlecken ist stark gebogen.
P. andraemon. Ein fast gerades gelbes Band von der Spitze des Vtlgls zur Mitte des Hrds des
Htlgls, ein Querfeld in der Vtlglzelle und ein kurzes Costalband ausserhalb dei' Zelle. Htlgl stark gezähnt;
Schwanz mit Mitteltleck. Die Rp lebt auf Citrus und Ruta; der zweite und dritte Ring haben ein blasses
Querhand und die olivenhraunen Segmente 5 his 7 sind an den Seiten weiss gefleckt, das 10. und 11. Seg¬
ment tragen auch weisse Flecke. — Auf Guha findet sich andraemon Hhn. (8 h), der auf der ftherseite des andraemon.
Vtlgls keine deutlichen Suhmarginaltlecke trägt. — bonhotei Sharpe ist die Form von den Bahamas, mit bonhotei.
blassen Zeichnungen und deutlichen Submarginaltlecken auf der Oberseite des Vtlgls. — tailori //. u. ./., tailori.
von Gross-Ka3'man, hat keinen deutlichen gelben Zelltleck auf dem Vtlgl.
P. machaonides Esp. (=lycoraeus Godi) (9 a) nimmt auf Haiti die Stelle der vorigen Art ein, die madiaonides
auf Haiti fehlt. Das Discalband des Vtlgls ist unterbrochen, der hintere Teil hängt mit dem Zelltleck
zusammen, eine Schrägbinde bildend. Über die Lebensweise dieses schönen Tieres ist nichts bekannt. Die
Negerrepubliken S. Domingo und Haiti sind dem weissen Sammler so gut wie verschlossen.
P. thersites E'. (9 a ?) ähnelt dem bekannten P. hjcophron Efm. Beim cP ist die gelbe Binde des thersites.
Vtlgls sehr !)reit und der Zelltleck sehr gross. Beim ? trägt der Vtlgl ein gelbes gebogenes Band. — Jamaica.
Die R]) der von P. h/cophron gleichend.
P. ornythion Boisd. (7b). Vtlgl ohne Zelltleck; Discalband schmal; Vtlgl unten mit einer Reihe ornythion.
schmaler Flecke zwischen der Discalbinde und den Submarginaltlecken. — Yucatan, West- Mexiko und
Guatemala.
P. lycophron. Submarginaltlecke des Htlgls oben und unten gross, Htlgl unten zwischen Zelle und
Aussenrd mit einer Reihe stark gebogener rötlich gelber Monde. Das ? tfitl in vielen Gegenden in zwei
Formen auf; es ist dem cT stets unähnlich. Die Rp, welche auf Citrus lebt, ist braun marmoriert; die gelben
Seitentlecke sind gross. Mexiko bis Argentinien und Süd-Brasilien ; mehrere Subspecies ; soll auch auf Santa
Lucia Vorkommen. — Bei pallas Gray hat das cP ein in Flecke aufgelöstes Diskalband; die Submarginal- pallas.
Hecke des Vtlgls sind deutlich. Beim ? fehlt der erste oder die beiden ersten Submarginaltlecke; Schwanz hippomedon.
kurz; Htlgl mit drei Fleckenreihen. Mexiko bis Costa Rica. — hippomedon iVrfr. (= theophron A/t/r.). Eine
kleine Form mit gerundetem Htlgl; Submarginaltlecke des Htlgls klein; Schwanz kurz. ? nicht bekannt.
Columbien und Nord-Venezuela. phanias B. n.. J. Älndich dei' folgenden Subspecies; beim ? das Band phanias.
des Vtlgls von breiten schwarzen Adern unterbrochen ; Submarginaltlecke des Htlgls oben und des Vtlgls
unten kleiner. ? mit stark gezähntem Htlgl, Schwanz schmal, nicht löffelförmig ; Submarginaltlecke des
Htlgls näher am Rande als bei der folgenden Form. Ost-Ecuador bis Bolivien und Goyaz. — lycophron lycophron.
Plhn. (= astyalus Godt.-, mentor Dahn.) (8d) ist die Form von Brasilien, Paraguay und Argentinien, die häutigste
von allen. Beim cP sind die das Band des Vtlgls durchschneidenden Adern dünn schwarz und die Submar¬
ginaltlecke der LInterseite gewöhnlich sehr gross. Das ? in ZAvei Formen: ?-f. oebalus Boisd. ist hinten oebalns.
auf dem Vtlgl und von der Wurzel bis zur Scheibe des Htlgls graugelb; ?-f. pirithous Boisd. (8d) hat schwarz- pirithous.
braune Oberseite, die eine Reihe gelber Submarginaltlecke trägt.
V
4
26
PAPILTO. Von Dr. K. Jordan.
P. androgeus. Wie bei voriger Art sind die Geschlechter verschieden und das ? tritt in manchen
Gegenden in zwei Formen anf. Schwanz schmal, spitz. Htlgl olmn mit dünnen bläulichen Suhmarginal-
monden, unten mit einer regelmässigen Reihe rötlichgelher Monde zwischen Zelle und Aussenrd. — Rp auf
Citrus; sie ist der von P. lycophron ähnlich; die Pp trägt wie bei jener Art auf der Oberseite des Hlb zwei
Keihen kleiner Höcker. Der Falter ist häutig im offenen Gelände, in Gärten und an Waldrändern. West-
epidaiirus. Indien und Mexiko südwärts bis Paraguay und Süd-Brasilien. — epidaurus Godm. h. Scdv. kommt auf Cuba,
Haiti und Santa Lucia vor und bewohnt ausserdem Zentral -Amerika von Mexiko bis Panama, cf: das
gelbe Feld sehr breit; ?: Vtlgl mit Andentungen einer gelben Binde aussen von der Zelle; graublaue Be-
androgeus. schuppung des Htlgls dicht. — androgeus Cr. (— policaon Cr.) (10a). cf; das gelbe Feld weniger blass
als bei der folgenden Subspecies. ? in zwei Formen; ?-f. androgeus Cr. (lOa) trägt auf dem Vtlgl zwei grosse
piranthus. gelbe Felder, zuweilen ausserdem einen kleinen Fleck; bei ?-f. piranthus Cr. fehlen diese Flecke oder sind
nur angedeutet, die metallische Beschuppung des Htlgls ist nicht dicht und erstreckt sich bis in die Zelle.
laodociis. Von Columbien bis Bolivien, Matto Grosso und Parä. — laodocus F. (10 a) bewohnt das eigentliche Bra¬
silien, südwärts bis Parana. Das gelbe Fehl des cf ist blass, die vor dem Zellende stehenden Fleckchen
sind klein und fehlen oft ganz. Nur eine ? -Form bekannt; diese ähnelt der ?-f. aiidrofiens der vorigen
Subspecies, aber der obere gelbe Fleck ist kleiner als der zweite.
Glaucus-Gruppe.
Die nun folgenden Arten dei- r/;a(?c/rs-Grup])e , mit Ausnahme des P. pihimnns , halben eine stark unsym¬
metrische breite Hilglzelle. Der Hlb ist längsstreifig, nicht getüpfelt. Auf dem Vflgl ist das Randband mit dem
5. Querbande durcli einen costalen .,Hakentleck“ verbunden, während auf dem geschwänzten Htlgl ein am Hrde
entlang laufendes Band mit dem Mittelbande ein grosses V tiildet. Die Rp trägt auf dem 3. Thoraxringe jederseits
einen Ocellus und auf dem 4. Ringe eine dorsale schwarze Querlinie, welche jedoch dem p/lnvinus fehlt. Die Eier
werden einzeln auf Blätter abgelegt. Die Rp spinnt auf der Oberseite eines Blattes ein Seidenkissen, auf dem sie
ruht. Die Ränder des Blattes werden durch die Seidenfäden mehr oder weniger zusammengebogen. — Die Arten
bewohnen Nord-Amerika und Mexiko: sie sind Tiere des offenen Landes.
P. glaucus. Der subapikale Hakeutleck des Vtlgls ist in der Mitte gelb, an den Rändern schwarz ;
Htlgl unten proximal von der schwarzen Postdiscallinie mehr oder weniger orange. Das ? tritt in zwei
Formen auf, mit Ausnahme der nördlichen Gegenden. Rp polyphag, besonders oft auf Rosaceen, Linde,
Birke, Esche u.s.w., im Norden eine Generation, in den Mittelstaaten zwei und im Süden drei Generationen.
Der Falter ist sehr häufig; er besucht Blumen und saugt auch gerne an faulenden oder stark riechenden
Substanzen. Der auf und abschwebende Flug ist ziemlich schnell und wenn das Tier erschreckt die Flucht
ergreift, rast es mit kräftigen Flügelschlägen in unregelmässigem Zickzackfluge davon. Zwei geographische
canadensis. Rassen. — canadensis P. u. J. ist eine kleine Form mit breitem schwarzem Hrdsbande auf dem Htlgl; die
gelben Submarginalflecke der Unterseite des Vtlgls bilden eine zusammenhängende Linie. Von Neu-Fundland
bis Alaska und südwärts bis Neu-England. — glaucus L. (cf = turnus L., antilochus L., australis Mayn.). Der
schwarze Abdominalrd des Htlgls schmäler als der gelbe Zwischenraum zwischen demselben und der Zelle:
das 3. schwarze Band des Vtlgls im ganzen kürzer als bei der nördlichen Form. Das ? ist dimorph. Zwischen-
tiiniüs. stufen sind selten. Das dem cf ähnliche ? ist ?-f. turnus (91)); bei der zweiten Form ist die Grundfarbe
glaucus. braunschwarz und die Bänder treten daher nur sehr schwach hervor; ?-f. glaucus (9a). Vom südlichen
Neu-England bis Florida und der Mississippi-Ebene, cfcf mit ausgedehnten unregelmässigen schwarzen
fletcheri. Zeichnungen sind ab. fletcheri Kemp.
rutiilus. P. rutulus Luc. (9b). Vtlgl spitzer als bei glaucus, der Hakentleck viel weniger gelb beschuppt;
Htlgl ohne Orangetlecke proximal von der schwarzen Postdiscallinie. Harpe des cf mit einfachem Dorsal-
ammoni. haken und der Apex der Harpe dorsal vom Apicalstachel nicht gerundet, ab. ammoni Behrens ist aut
arizoneusis. dunkelgelbe (gelb gewordene?) Stücke aus Nevada gegründet und ab. arizonensis Edw. bezieht sich auf
Exemplare mit breiten schwarzen Bändern. — Die Rp lebt auf Weiden, sie ist der von glaucus ganz ähnlich,
der Thoraxtleck ist aber mehr länglich. Der Falter ist ein Tier der Westseite des Kontinents, wo er sich
von Britisch-Golumbien bis Arizona und Colorado findet. Er ist dort ebenso häufig wie glaucus im Osten
und hauptsächlich ein Tier niederer Lagen, obwohl er auch im Gebirge vorkommt.
daunus. P. dauuus Boisd. (= multicaudata Kirby) (9 c). Phn in der Ansdehnung der schwarzen Bänder,
sowie in Grösse individuell recht verändeilicher Falter. Htlgl stärker gezähnt als bei den vorhergehenden
Arten. Der hinter dem Schwänze stehende Zahn fast immer zu einem zweiten kurzen, spitzen Schwänze
verlängert. Der Hakentleck des Vtlgls ist die Mitte entlang immer gelb beschuppt, die Bänder sind schmäler
als bei rxdidus , das 4. schwarze Band des Vtlgls ist schmäler als das apicale gelbe Zellfeld. Südliche
Exemplare sind im ganzen grösser als nördliche. — Rp auf Rosaceen, der von glaucus sehr ähnlich. Der
Psalter kommt von Britisch-Golumbien und Alberta südwärts bis Guatemala vor: er ist ein Tier der gebii’gigen
und steppenartigen Gegenden, das in unermüdlichem schnellem Fluge dahineilt, ohne sich an Blumen auf¬
zuhalten.
I’APJIjIC). Von Di'. K. Jordan.
■11
P. eurymedon Luc. (— lewisi Kirhi/, ai'izorieusis WrUjId) (‘Je). Grundfarbe lilasser als hei den ver- ('itrymrUon.
wandten Formen, die schwarzen IFnden l)reit; der Jlakentleck des Vllgls weder oben noch unten <relblicliwoi.v-.
ausgefüllt. Dorsalhaken der Harpe des cf kürzer als bei den verwandten Arten. Exemplare, bei denen
das Randband des Vtlgls in der Mitte etwa so breit wie das gelblichweisse 1 liscalfeld ist, finden sich zuweilen
im Hochgebirge, sie sind f.-mont. albanus Fldr. — Rp auf Rhamnus californica: der 3. und 4. Ring oben nlbanus.
mit Ringfleckchen, das schwarz und gelbe dorsale Querband hinten auf dem 4. Hinge ziemlich bi-eit.
Ein häutiges Gebirgstier, welches von 13ritisch-Golund)ien bis Colorado verbreitet ist. Der Falter besucht
Blumen, besonders Disteln und Minze und saugt oft in Gesellschaften an Pfützen. Sein Flug ist schnell
und gewandt.
P. alexiares. Ein breitbandiger amerikanischer Falter. Der Distalrand des Vtlgls ist grade oder sehr
schwach konkav; der Hakentleck auf der Unterseite gelblich ausgefüllt und diese gelbliche Beschu];)i)ung mit
der grauen oder gelblichen Linie verbunden, welche in dem schwarzen postdiscalen Bande liegt. Auf der
Scheibe des Htlgls unten mehr oder weniger grosse orangefarbene Wische. Frühere Stände nicht bekannt,
östliches Mexiko; zwei Subspecies. — garcia Ä. u. J. f9b). Gelbliches apicales Zellfeld etwa so breit wie garda.
das an seiner Distalseite stehende schwarze Band. Das schwarze Randband in der Mitte nicht breiter als
das gelbe Diskalband; die gelben Submarginaltlecke der Vtlglunterseite schmal, mehr oder weniger deutlich
voneinander getrennt. Monterey, Prov. ÄRievo Leon. — alexiares Hopff. Die gelben Felder mehr oder alexiares.
weniger schwärzlich bestäubt, die schwarzen Binden breiter als bei garcia, die hinteren gelben Submarginal¬
tlecke fehlen auf der Oberseite des Vtlgls, während die Submarginaltlecke auf der Unterseite ein ziemlich
breites zusammenhängendes Band bilden. Cuesta de Misantla in Vera Cruz.
P. pilumnus Boisd. (9 c). Eine weniger spezialisierte Form als die vorhergehenden. Zelle des pilummis.
Htlgl. fast symmetrisch, Tibien und Tarsen blassgrünlich. Htlgl oben mit 2 scharf begrenzten Orangetlecken :
der proximale Schenkel des grossen V des Htlgls auf der Unterseite durch graue Ausfüllung längsgeteilt.
— Die Rp erinnert an die von troilus. Der Falter findet sich auf den offenen, hochliegenden Savannen
von Arizona und Neu-i\Iexiko, südwärts bis Guatemala.
Die beiden folgenden Arten, troilus und pulameAes, sind wie die vorhergehenden Formen nearktisch
und bilden den Übergang zu der mimetrischen anchisiades-GrvippQ, mit welcher sie in den früheren Ständen
und in der Struktur ziemlich nahe Übereinkommen.
P. troilus. Schwarz ; Brust und Hlb mit gelblichen Fleckchen ; beide Figl mit einer Reihe Submar-
ginalüecken, die des Vtlgls beim ? kleiner als beim cf; Htlgl mit bläulich graugrünem Discalfelde. Lunten
trägt der Htlgl eine discale und eine submarginale Reihe orangefarbener Flecke und distal von der Discal-
reihe grosse metallisch blaue Flecke. Die Rp hat einen grossen Ocellus jederzeit auf dem 3. Thoraxsegmente
und grosse blinde Flecke auf dem 4. Sie lebt auf der Oberseite eines Blattes in einer Röhre, die dadurch
entsteht, dass der Blattrand so stark der Mittelrippe zugebogen wird, dass er dicht auf die Blattobertläche
zu liegen kommt. Sie findet sich mei.st auf Sassafras und Benzoin, Lauraceen, lebt aber auch an andern
Ptlanzen, wie Magnolia, Prunus, Pirus etc. Überwintert als Puppe. Zwei Generationen. Der Falter schwebt
gewöhnlich nur einige Fuss hoch über dem Boden, in gewandtem Fluge nach Blumen suchend, an denen
er saugt. — Ganada bis Florida und Texas. — Bei troilus L. (= ilioneus Abb. u. Smith) (8c) sind die Sub- troilus.
marginaltlecke der Oberseite des Htlgls bläulich graugrün. Ganada bis Georgien und Texas, westwärts bis
an den Fuss des Felsengebirges. Bei ab. radiatus Streck, sind die Submarginaltlecke des Htlgls auf der radiatus.
Oberseite zu Längsstreifen vergrössert. Es kommen auch Exemplare vor, bei denen die Submarginaltlecke
beider Figl bis an den Aussenrd reichen. — texanus FJirm. hat auf beiden Flgln grössere Submarginaltlecke texanus.
als die vorige Subspecies; viele Exemplare tragen auf der Unterseite ein blasses Subbasalband. Elorida; Texas (U.
P. palamedes. Ehlr braun ; Tibien und Tarsen grün ; Hlb gelb gestreift. Zeichnungen der Oberseite
der Flügel blassgelb ; ausser den Randtlecken 2 Fleckenreihen auf dem Vtlgl, die discale Reihe costalwärts ver¬
doppelt; auf dem Htlgl ein Discalband und eine Reihe Submarginaltlecke, ausserdem sind, besonders beim ?,
blaue Flecke aussen vom Discalband vorhanden. Unten trägt der Htlgl ein schmales Subbasalband und die
Discalbinde ist gezähnt und mehr oder weniger ausgedehnt orange wie die Submarginaltlecke. Die Rp ist der
von troibus sehr ähnlich und hat dieselben Lebensgewohnheiten. Auf Magnolia. Der Falter ist in Florida
im Frühjahr häufig. Von Virginia südAvärts bis ins nordöstliche Mexiko verbreitet. Das $ ist mehr bräun¬
lich schwarz als das cf. — palamedes Drury (= chalcas F., chalcus F., tlavomaculatus Goeze). Die Discal- palamedes.
flecke des Vtlgls sind gross, die Zelle trägt fast immer einen Fleck. Virginia bis Süd-Florida und Texas,
doch auch schon in Nebraska gefunden. — leontis B. u. J. (8 c). Eine kleine Form mit A'erkleinerten Dis- leontis.
caltlecken; Vtlgl. ohne Zelltleck auf der Oberseite oder nur mit einem ganz schmalen Strich. iMonterey,
Provinz Nuevo Leon, Mexiko. (Auf Taf. 8 der Name irrtümlich leontia gedruckt.)
Anchisiades-Gruppe.
Bei den Arten der unchisiades-G-rwppei ist das Pronotum und die Brust wenigstens teilweise rot oder gelb¬
rot gefleckt. Der Hlb ist schwarz und trägt ausser einem basalen Seitenfleck oder -strich keine helle Zeichnungen.
Die Vflglzelle ist unten nicht gelb gestreift und der Htlgl trägt keine blaue Flecke. Die Rpn, soweit bekannt, sind
•28
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
hell marmoriert; die helle Farbe bildet vor der Mitte, besonders seitlich, einen grossen unregelmässigen Fleck;
jederseits eine subdorsale Reihe Höcker. Die Rpn sind glänzend und erinnern oberflächlich an die Larven von
Jllattwespen ; sie ruhen in grösserer Zahl zusammen auf Blättern oder am Stamm und -werden meistens an Citrus
gefunden. Pj) einem kurzen, al)gebrochenen Aste ähnlich ; der Thoraxhöcker nicht hoch.
P. hyppason Cr. (= hippason (101), c). Ungescliwänzt. Pj-onotum rötlich gefleckt. Htlgl unten
mit rotem ßasaltleck hinter der Zelle. Snbcostale de-s Htlgis viel mehr proximal als die 2. Mediane,
/n'ppu.w«. Geschlechter voneinander verschieden, jedes in sich veränderlich, cd - f. - hyppason Cr. (= hippasonides
pfiiion. (lror.e-Sinit]i) hat ein breites, meist abgekürztes Hand auf dem Vtlgl. Bei cd-f. ptilion /L J. ist das Vtlglband
amosis. .schmal und .steht weiter von der Zelle entfernt. Das ? tritt gleichfalls in 2 Hauptformen auf; ?-f. amosis Cr.
paraensis. hat schwarze Vtlgl, auf denen sich kaum eine Spur von weissen Discaltlecken zeigt. Bei ?-f. paraensis
dagegen trägt der Vllgl einen oder mehrere weisse oder gelblich weisse Flecke. Diese Formen kommen
zusammen vor, wenn auch nicht überall. — Guiana bis Para, den Amazonenstrom aufwärts bis Peru und süd¬
wärts bis Süd-Ost-Bolivien; nicht vom eigentlichen Brasilien, Ecuador, Venezuela und Columbien bekannt.
Der Falter findet sich an den Rändern feuchter Wälder und hat einen schnellen Flug.
P. pelaus. Mit Spatelschwanz, cd und ? einander ähnlich, aber die Zeichnungen beim ? etwas ver-
grössert und auf dem Htlgl zahlreicher als beim cd. Schwarz, Vtlgl mit weissem (juerband von der Costa
zum Analwinkel; Htlgl mit vollständiger ($) oder unvollständiger (cd) Reihe von blassroten Submarginal-
tlecken; unten sind gewöhnlich auch kleine Discaltlecke vorhanden, die zuweilen beim? auch obenauftreten.
pelaus. West-Indien. — pelaus Fl (= ornotägus ICek/em.-, peleus Cn/r/.) (7 b) hat ein verhältnismässig breites weisses
Vtlglband, das oben wenigstens beim ? auch die Spitze der Zelle eimiimmt. Jamaica und Cuba; vielleicht
imerius. gehören auch die Exemplare von Porto-Rico hieher. — Bei imerius Gocif. (= augias Mm.) ist das Vtlglband
vorne schmäler, dagegen der letzte Fleck desselben im Ganzen breiter als bei der vorigen Form, auch sind
die Htlgltlecke kleiner. Haiti.
o.xynius. P. oxyuius Ilühn. (= augustus Rof.sr/.) (10b). Dem pelaus ähnlich, aber das Vtlglband nur angedeutet;
die Rdtlecke beider Flg gross. — Nur von Cuba bekannt. Rp auf Xanthoxylum, ruht bei Tage in Gesell¬
schaften am Stamme und an Zweigen.
epenetiis. P. epeuetus Heiv. (10b). Ungeschwänzt; das ? blasser als das cF; Yflgl ungetleckt, ausser am Saume;
Htlgl mit grossen gelblichweissen Saumtlecken und beim ? gewöhnlich auch einigen roten Discaltleckchen.
— Vom westlichen Ecuador, nicht von der Ostseite der Anden bekannt. Haensch fand die Rpn im Juni
zahlreich auf Citrus.
chiansiades. P. chiausiades Wesfir. {= chinsiades Kirhi/) (lOd). Auf der Oberseite des Vtlgls vor dem Hrd ein
grosser gelblichrweisser Fleck; auf dem Htlgl hinten einige rote Diskal- und Submarginaltlecke, die Flecke
der beiden Reihen voneinander getrennt; der Zahn der 3. Radiale zu einem kurzen spitzen Schwänze ver¬
längert. Das ? und die früheren Stände nicht bekannt, — Ostabhänge der Anden von Ecuador und Peru,
gleichfalls am oberen Amazonenstrom.
pharnaces. P. phamaces Douhl. {= phanostratus Godin. u. Galv., polycharmus iicl.) (10 c). Mehr oder weniger
deutlich geschwänzt, Htlgl mit 2 getrennten Reihen roter Flecke, die proximalen Flecke beim cf oft sehr
klein. Mexiko, vom Atlantischen bis zum Pacißschen Ozean verbreitet.
erostratus. P. erostratus Wesfw. (= herostratus F7r/r.; ?= rhetus Graij) (10c). Wie die vorige Art, aber beim
cf die Flecke der Htlgloberseite gelbhchweiss. Beim ? die Flecke auch oben rot, grösser als beim ? von
pharnaces, die Rdtlecke beider Figl auch etwas grösser als bei der vorhergehenden Art. Schwanz lang und
schmal. — Guerrero in West-Mexiko (wo auch pharnaces vorkommt), Guatemala und Britisch-Honduras. Am
häuhgsten im Hügellande bei ca. 5000 Fuss Höhe.
rogeri. P. rogeri Boise! . Vtlgl von der Zells])itze ab aufgehellt, das dunkle Wurzelfeld aussen gerundet;
Htlgl mit Andeutung eines Schwänzchens; einige rote Flecke auf der Scheibe, in zwei getrennten Reihen
stehend, beim cf die proximalen Flecke ganz klein, gewöhnlich nur eben angedeutet ; beim ? alle Flecke
grösser als beim cf. Rp nicht bekannt. — Yucatan und Britisch Honduras.
P. anchisiades. Eine weitverbreitete variabele Art. Htlgl hinten etwas verlängert, daher mehr oder
weniger dreieckig; der Schwanz fehlt oder ist nur etwas länger als die übrigen Rdzälme, doch beim ? zuweilen
so lang und spitz wie bei den folgenden Arten. Die roten Flecke der beiden Reihen des Htlgis auf der
Oberseite teilweise zusammenhängend, oder wenigstens zwei Paare ganz nahe zusannnenstehend. Rp aul
Citrus, oft zu hunderten zusammen an den Stämmen sitzend. Ein sehr häufiger Falter, der gerne an feuchten
idaeiis. Stellen der Flussufer saugt ; kein Waldtier. — idaeus F’. (= pandion Flelr.-, pandonius S7^r.). Vtlgl gewölnd ich
mit einem deutlichen weissen Fleck am Zellende oben und unten oder nur unten. Zentral-Amerika, von
anchisiades. Mexiko bis Panama. — anchisiades Esp. (= anchises L. partim; theramenes Flelr.', pompeius Kirhij) (lOd).
Sehr variabel. Vtlgl mit zwei weissen Flecken vom l. Medianaste rückwärts, entweder auf beiden Seiten oder nur
r^APIIJO. Von Dl’. K. .loROAX.
unten, auf der Unterseite oft auch ein selten o])en auftretender Fleck vor der I.. Mediane und zuweilen eim-i-
vor der d. Itadiale. Bei anderen Exemplaren fehlen oben die weissen Fleadve; der Vtlj^l ist von dei- W'nrzf-I
bis zum Apex der Zelle dunkel und dann aufgehellt, und trägt unten eine i{('ihe weissei’ l-’lecke. Von
Columbien liis Para und Bolivien. — capys ///m. (= evandei’ AVr//.) (lOc). Vtlgl ohne weisse Flecke aiii’ der "V"
Oberseite; die Scheibe aufgehellt, das dunkle proximale Fehl abgerundet; auf der IJnterseile eine Beihe weiss(-r
Flecke, von denen einer in der Zelle steht. Ost-Bolivien, Nord-Argentinien, Paraguay und Brasilien.
P. isidorus. Vtlgl auf der Unterseite entweder ohne weissen Zelltleck, oder der Fleck klein, nicht
([uer durch die Zelle reichend, lltlgl hinten kürzer als hei a/u-Z/is/at/rs, der Schwanz kurz, schmal; der letzte
Submarginaltleck mehr distal als die vor ihm stehende grosse Makel. Die Harpe des cd nicht gezähnelt.
Hp nicht bekannt. Panama bis Bolivien; ein Andenfalter. — chironis A'. n. ./. Vtlgl oben mit 2 weissen chimnis.
Flecken zwischen der 2. Radiale und 2. .Mediane und einem kleinen Zelllleck; die Flecke unten viel grösser, der
Fleck zwischen der 3. Radiale und 1. IMediane der grösste. Chiriipii. — brises A. u. •/. Vtlgl oben ohne briscs.
Flecke, unten mit 2 oder 3 Flecken, aber ohne Zelltleck. ln Bogota-Sammlungen, wahrscheinlich aus dem
Magdalena- und Gaucatale. — flavescens Oherfh. Die weissen Flecke der Vtlglunterseite vei’kleinert. Der fiavescens.
zwischen der 2. und 3. Radiale des Htlgls stehende Fleck gewöhnlich oben oder unten oder auf beiden
Seiten weiss. Ostseite der Anden von Columbien, Ecuador und Nord-Peru. — isidorus Douhl. tlOd). isidorus.
weisse Makelfeld der Vtlglunterseite dringt gewöhnlich bis in die Zelle vor und ist auch oben oft angedeutet;
die roten Flecke des Fltlgls im ganzen grösser als bei rottleckigen Exemplaren von flavescens, die beiden
zwischen der 2. Radiale und 2. Mediane stehenden Flecke auch auf der Oberseite getrennt. Ostabhänge der
Anden von Bolivien und Peru, nordwärts bis Huänuco.
P. rhodostictus. Unterscheidet sich von isidorus hauptsächlich dadurch, dass der weisse Zelltleck
des Vtlgls wenigstens unten (juer über die Zelle reicht, dass die Flecke der Htlgloberseite paarweise zu 3, seltener
2 grossen jMakeln zusammengetlossen sind und dass die Harpe des cd fast symmetrisch ist. Costa Rica bis
Ecuador. Rp nicht bekannt. — rhodostictus Biifl. u. Bruce (IPd), von Costa Rica und Chiri(|ui, hat einen rhodostictus.
schmalen Zelllleck und von den Discaltlecken ist der vor der 3. Radiale stehende Fleck der grösste oder der
am deutlichsten ausgebildete. — pacificus B. u. J. Der Discaltleck zwischen der 3. Radiale und 1 . Mediane pacificus.
ist grösser als der vorhergehende; der Zelltleck gross. West - Columbien und West-Ecuador. — nymphius
B. 71. J. Vtlgl auf der Oberseite ohne Zelltleck, der Fleck zwischen der 3. Radiale und t. Mediane auf der
Unterseite grösser als der vorhergehende. Zentral- und Ost-Columbien, nicht selten in Bogota-Sammlungen.
Die Flecke des Htlgls sind zuweilen weisslich.
Torquatus-Gruppe.
Bei den Arten der i'cir^iif/^Rs-Gruppe ist der Taster gelb; die Brust ist gleichfalls gelb oder wenigstens gelb
gefleckt und der Hll) hat zuni mindesten eine gelbe Seitenlinie. Beide Geschlechter sind geschwänzt, doch ist der
Schrvanz beim ? zuweilen kurz und spitz. In Farbe sind die cf cf und ?? stets verschieden; im ganzen sind die ??
mehr schwarz, die cf cf mehr gelb. Die Rpn sind in Färbung Vogeldung ähnlich und tragen 4 Reihen ziemlich
hoher Höckerchen. Der Thoraxhöcker der Pji ist gross.
P. himeros. Beide Flügel mit gelbem Bande, das beim cf breiter als beim ? ist; Schwanz mit
gelbem Apikaltleck ; Subrnarginaltlecke des Htlgls beim cf gelb, beim ? bis auf die vorderen 2 rot. Brasilien;
eine ziemlich seltene Art. — baia B. n. J. Die gelben Zeichnungen verkleinert bezw. verschmälert. Bahia,
— himeros Hopff. {= mentor Boisd. von Dcdrn., herodotus Oberfh.). Das gelbe Band berührt auf dem Vtlg
die Spitze der Zelle und ist breiter als das schwarze Saumfeld. Älinas Geraes; Rio de Janeiro.
P. lamarchei 8fgr. (11 a). Nur das cf bekannt. Das gelbe Band schmäler als bei himeros, Vtlgl lamardxei.
ohne gelben Fleck distal von der Vorderecke der Zelle; Htlgl sehr stark gezähnt, Schwanz ohne gelben
Fleck an der Spitze. Harpe kurz und gerundet, während sie bei himeros lang und zugespitzt ist. — lui
nördlichen Argentinien und Bolivien, nicht selten.
P. hectorides Esp. (= torquatinus Esp., pandrosus Godf., chirodamas Hübn) (tla). Beim cf ist das
Band noch schmäler als bei lamarchei. Htlgl mit roten Flecken auf der Scheibe. Beim ? fehlt das Band
oder ist weiss; es biegt vorne auf dem Vtlgl der Costa zu und reicht auf dem Htlgl nicht bis zum xVb-
dominalrande ; die Subrnarginaltlecke des Htlgls sind rot und schmal. Das ? tritt in drei Hauptfornien auf:
?-f. hectorides Esp. (= mecentius ; argentus Gray) (11a) trägt ein weisses Band auf beiden Flügeln : hectorides.
bei ?-f. catamelas B. u. J. ist das Band auf dem Htlgl ausgebildet, aber auf dem Vtlgl nur angedeutet; catamelas.
bei ?-f. melania Oherfh. ist es auf beiden Flügeln schwach angedeutet oder fehlt ganz. Diese Formen melania.
kommen zusammen vor. — Rp auf Citrus und Piperaceen, sie ruhen in Gesellschaften auf der Oberseite
von Blättern. Der Falter ist häufig. Er ist ein gewandter Flieger, der sich besonders an Waldrändern und
in der Nähe von Gebüsch findet. Brasilien und Paraguay.
80
PAPILIO. Von Dr. K. Joroan.
P. garleppl. cf dem tonpudun ähnlich, aber das gelbe Band breiter und der Randzahn der 1. Mediane
des Hllgls länger ; vor dem roten Analtleck des Htlgls stehen 2 oder 3 aus gelblichen und bläulichen Schuppen
zusammengesetzte Fleckchen ; auf der Unterseite ist der hintere an der 2. Mediane stehende Fleck der Discal-
reihe sehr klein nnd bläulich. Das Analtergit ist lang und schlank ; Harpe in eine lange Spitze ausgezogen
und am Ventralrande mit einem langen spitzen Fortsatz versehen. Das ? ist nicht bekannt. Ost-Bolivien
garlcppi und -Peru und der obere Amazonenstrom sind die Heimat des Falters. Zwei Subspecies. — garleppi Strjr.
interniptns. Band des Vtlgls nicht unterbrochen. Bolivien. — interruptus Utgr. (11b). Band des Vtlgls unterbrochen.
Oberer Amazonas und Ost-Peru.
torqiiatns. P. torquatus. cf: das Band des Vtlgs ist zwischen der 2. und 3. Radiale unterbrochen, selten
linde! sich ein gelber, die Lücke fast ausfiillender Fleck; auf der Unterseite des Htlgls eine Reihe roter
Discaltlecke, von denen der letzte proximal vom letzten Submarginaltleck steht. Das ? sehr verschieden
vom ö^, gewissen mit ihm zusammen vorkommenden Aristolochienfaltern ähnelnd; Flügel braunschwarz, mit
oder ohne weisse Makeln auf dem Vtlgl; Htlgl oben mit 2 Reihen roter Flecke, die proximale Reihe un¬
vollständig, einige der Flecke paarweise zu 2 oder 3 grossen Makeln zusammengetlossen. Das Analtergit
des cf spatelförmig; die Harpe breit, gezähnelt. Rp glänzend, wie lackiert (was auch bei allen ver¬
wandten Arten der Fall ist), hell marmoriert, mit unregelmässigem hellem Felde vor der Mitte: Vogel¬
dung-Farbe. Der Falter findet sich im Walde und in der Nähe desselben; das ? ist ein echtes Waldtier,
wie die Aristolochientalter, deren Kleid es trägt, während die cfcf sich mehr auf offenen, sonnigen Stellen
tummeln. Mexiko bis Brasilien, nicht aus dem gemässigten Teile Süd -Amerikas (Süd- Brasilien , Argen-
tolus. tinien) bekannt. — tolus Godm. u. Salr. cf: Band des Vtlgls schmal, der oberste Fleck lang, der 2. kurz.
?: Vtlgl ohne weisse Discaltlecke; Htlgl mit 2 getrennten Reihen roter Flecke. Schwanz bei cf und? lang
tolmides. und spatelförmig. Mexiko, augenscheinlich selten. — tolmides Godm. u. Salv. cf : Band breiter als bei tolus,
Schwanz schmäler, keine oder nur ganz kleine Flecke vor der Vorderecke der Vtlglzelle. ? nicht bekannt.
oniiamiis. Chiriciui und Insel Sevilla; gleichfalls selten in den Sammlungen. — orchamus Boisd. cf: die Fleckchen vor
der Vorderecke der Vtlglzelle klein, der erste lange Fleck des gelben Bandes so lang wie, oder etwas
länger als der 2., die Submarginaltlecke des Htlgls gewöhnlich sehr deutlich. ? mit einem weissen Fleck
([uer über die Zelle des Vtlgls und einem anderen Fleck vor der ersten Mediane, sowie gewöhnlich auch einem
Fleck vor der 3. Radiale und einem undeutlichen Fleck hinter der 1. Mediane; 4 — (1 grosse rote Flecke auf
lepfalea. dem Htlg, Zelle mit Fleck, Schwanz kurz, nicht spatelförmig. Columbien; Nord-Venezuela. — leptalea if. «. /.
cf: gelbes Band des Vtlgls schmäler als das schwarze Randfeld, schmäler als bei allen anderen Formen
dieser Species; die Fleckchen vor der Zellspitze klein; die Submarginaltlecke des Htlgls deutlich, der Apex
der Zelle auf der Unterseite bis zum Ursprung des 1. Medianastes sch-warz ; Schwanz spatelförmig. ? ähnlich
dem von orchamus, der weisse Fleck zwischen dem 2. und 3. Radialaste des Vtlgls und der Zelltleck kleiner.
torquatus. West-Ecuador. — torquatus Or. (= pelaus F.) (11b). cf: die Fleckchen vor der Zellspitze des Vtlgs meist
grösser als bei den anderen Formen, die l)eiden Subapicaltlecke des Bandes breit, der 1. kürzer als der 2.,
das Band wenigstens um die Hälfte breiter als das schwarze Saumfeld; die Submarginaltlecke des Htlgls
gewöhnlich durch schwai’ze Beschuppung stark verdunkelt. Das ? sehr variabel ; der Schwanz immer
theras. schlank, häufig kurz; 5 Hauptformen: ?-f. theras //. u.J., Vtlgl mit Zelltleck, der aber nicht quer über die
caiidius. Zelle reicld, und einem oder mehreren Flecken auf der Scheibe; ?-f. caudius Hbn. hat keinen Zelltleck,
aber mehrere Discaltlecke, von denen der zwischen dem 1. und 2. Medianaste gelegene Fleck der grösste
patros. ist; ?-f. patros Grag (11b) hat keine weisse Flecke auf dem Vtlgl, die Makeln des Htlgls sind rot; ?-f. flavida
flavida. Oherth. {= tlava Ilaase) gleicht patros, aber die Makeln des Htlgls sind gelbweiss; ?-f. cleolas B. u. J. hat
cleolas. keine Flecke auf dem Vtlgl, aber auf der Unterseite desselben ein gelblichweisses submarginales Flecken¬
band. Diese verschiedenen Formen des ? kommen nur zum Teil zusammen vor, vom oberen Amazonas
sind die 4 ersteren bekannt, die 5. Form, welche wir aus Bolivien hal)en, mag sich aber dort auch finden.
Ost- und 8üd -Venezuela, Guiana, Amazonien und die Ostabhänge der Anden von Ecuador, Peru und Boli-
polybiiis. vien. — polybius »S'M’om.s. (? = tros Uhu., trqjanus Boisd.) (11b) bewohnt Brasilien, Matto Grosso und Para¬
guay. Beim cf sind die Fleckchen vor der Zellspitze des Vtlgls kleiji und die Submarginaltlecke der Unter¬
seite ziemlich gross; auf dem Htlgl ist die Zelle unten ganz oder fa.st ganz gelb; der Schwanz breit. Das
? tritt nur in einer Form auf; Vtlgl mit Fleck in der Zelle und einer grossen Makel zwischen der 1. und
2. Mediane; Schwanz spatelförmig, mit abgerundeter Spitze.
tasso. P. tasso S?(7r. (11a). cf: Band des Vtlgls abgekürzt, der Subapicalteil fehlend. ? mit breitem weissem
Bande, das auf dem Vtlgl am 3. Radialast beginnt und bis zum Hrde des Htlgls reicht; die Zelle des Vtlgls
unten mit einigen gelben Strichen; der Schwanz nicht spatelförmig. — Nur ein paar alte Stücke bekannt,
die wahrscheinlich aus Brasilien stammen.
peleides. P. peleides Esp. Vielleicht ein Artefakt; nur aus Jablonsky’s Bilde bekannt; ob vielleicht ein nicht
wiedergefundener westindischer Vertreter von torquatus? cf: Vtlgl mit einem fast gleichhreiten gelben Flecken¬
bande das vorne zur Costa umbiegt; Htlgl mit gelben Submarginal Hecken, der letzte der Reihe, sowie ein
proximal davon am Hrde stehender Fleck rot; Schwanz spatelförnug.
PAPILIO. Von Dl’. K. Jordan.
:J1
Zagreus-Gruppe.
Die inin noch übrigen Rinnenfalter sind kräftig geliante Tiere mit .starkem Vilglgeäder. Die Stirn i.it ent¬
weder ganz schwarz oder trägt einen gelben Mittelstrich , nie einen gellien Seitenstricli am Auge entlang-. In der
mimetischen ^agmts-Grnppe sind die Fhlr lang, gelb, schwach kolbig; die Stirn hat einen gidben M ittelst i ich , dii-
Brust ist schräg gelb gestreift, der Hll) ist grösstenteils gelb, der Costalrand des Vflgls ist nicht gezähnt, die Zeih-
des Vtigls ist breit und der Htlgl ist gerundet, ungescliwänzt. Die Arten ähneln 7V///emt-Sj)ecies , sind abm- vic)
kräftiger gebaut. Die früheren Stände sind nnbekannt. Die ?? sind in den Sammlnngen sidir selten; sie sind den
cTcf ähnlich.
P. zagreus Doubl. (Hc). Die Flecke des Vflgls orange, die äusseren gelb; Uflgl orange, ein einen zaureus.
gelben Submarginalfleck einscliliessendes Saumband, ein basales Subcostalfeld, eine IMakel in der Zellspitze,
sowie mehrere Flecke auf der Scheibe schwarz. — Venezuela und Columbien, südwärts bis Ijolivien, am
Amazonas bis nach Ega hinuntergehend; individuell, aber nicht deutlich geographisch, variierend.
P. ascolius. Htlgl ohne schwarze Flecke in der Zelle und auf der Scheibe. Ghiriqui bis West-
Ecuador, in Columbien mit der vorigen Art zusammen vorkommend. Geogra])hisch und individuell variabel.
— zalates Godm. u. Salr. ist die nördlichste Eonn. Das Zellfeld des Vtigls ist schwarz bestäubt, der subapicale zuiates.
Zellfleck ist schmal, die Discaltlecke sind kurz, das Saumfeld des Htlgls schmäler als bei den andern Formen
und der Htlgl unten tiefer orange. Re])ubhk Panama, aii verschiedenen Lokalitäten gefunden. — daguanus liaguunus.
11. u. .). Die Zelltlecke des Vtigls wie bei zahde», dagegen die Discaltlecke wie bei ascolius, der Discalfleck
zwischen 1. und 2. Radialast viel kürzer als der dahinter stehende; Htlgl Idass, viel weniger orange als bei
ascolius, der schwarze Basalwisch breit, in die Zelle eintretend, hinter diesem Wisch auf der Scheibe ein
grosser schwarzer Fleck. West-Columbien, am Rio Dagna. — ascolius Fldr. (llc). Das basale Feld der
Zelle des Vtigls stets rein blassgelb, zwischen dem 3. Radial- und 1. Medianast zwei Flecke dicht an der Zelle:
Zelle des Htlgls und die an die Zelle grenzenden Teile der Scheibe orange. Magdalenatal und Gordillere
von Bogota. — rosenbergi Druce. Der subapicale Zelltleck des Vtigls gross, der Discaltleck zwischen 1. und rosenber^i.
2. Radialast gewöhnlich klein, zuweilen fehlend, selten gross, die folgenden Discaltlecke im Ganzen länger
als bei den vorhergehenden Formen, während die hintern Submarginaltlecke kleiner sind; der Htlgl meistens
sehr blass, doch zuweilen mehr orange als die blässesten Stücke von ascolius. West-Ecuador, von Rosenbero
in Höhen von 1000 bis 3500 Fuss gefunden.
P. bachus. Das orange Feld des Htlgls der vorigen Arten ist hier nur durch ein schmales ver¬
änderliches Band vertreten, unten sind jedoch auch die Adern oft mehr oder weniger gelblich. Das ? ist nicht
bekannt. Colund)ien bis Bolivien. Zwei Subspecies. — bachus Fldr. (llc). Die gelben Flecke des Vtigls
oben und unten ganz blass, der proximale Zelltleck und die hintern Discaltlecke allein etwas orange. Colum¬
bien; von Dr. Büegee bei Beginn der Regenzeit in der Gordillere von Bogatä gefunden; selten in den
Sammlungen. — chrysomelus 11. u. J. Der Vtlgl oben und unten von der Wurzel bis auf die Scheibe orange, chrysomelns.
am Costalrande mehr oder weniger blassgelb. Peru und Bolivien, nicht selten. Aus Ecuador ist uns noch
kein Exemplar von bachus bekannt geworden.
Scamander-Gruppe.
Zu der .sr«»Hu»fA/’-Gruppe gehören hGlanichus, scamander, hirchalli und xauthopleura. Die Stirn ist schwarz
und der sonst schwarze Taster trägt einen weissen Punktfleck. Der Costalrand des Vflgls ist schwach gezähnt,
besonders nahe der Wurzel, die Zähnelung wird aber erst deutlich, wenn man den Rand entschupjF. Die Rp ist
nur von scamander bekannt; erwachsen ist sie unten schwarzbraun, sonst grün, und trägt auf dem 3. Thoraxsegmente
vorne und hinten ein Querband, sowie auf dem Abdomen zw-ei Schrägliänder , die geAvöhnlich auf dem Rücken zu
einer X-Zeichnung zusammenfliessen. Die junge Rp dagegen ist braun nnd hat auf dem mittleren und den letzten
Segmenten je ein grosses granes Feld. Die Pp ist grün oder braungrau; sie ist unten am Stamme, gewöhnlich dicht
über der Erde, befestigt. Auf Magnolia, Canella und Citrus.
P. hellanichus i/e?c. (1 1 (1). Die gelben Flecke der Oberseite des Figls sind gross. Das Tier erinnert hellatüdnis.
oberflächlich an machaon, mit dem es aber nicht näher vei-wandt ist. Die Zeichnung der Unterseite sowie
die Struktur beweisen, dass hellanichus der südliche Vertreter des scamander ist. Die Zelle trägt auch auf
der Oberseite einen gelben Fleck, der auf dem Vtlgl zuweilen sehr klein, auf dem Htlgl immer gross ist.
Die Flecke der Diskalbinde haben fast alle rötliche Spitzen. ? dem cd ganz älndich. — Urugua}' und die
angrenzenden Gebiete Argentiniens und Brasiliens, besonders in der Nähe der Flüsse sowde auf den Inseln
in der Mündung des La Plata.
P. scamander. Zelle des Vtigls ohne Fleck, Htlglzelle zuw'eilen mit kleinem Fleck; ein blassgelbes.
gel)ogenes, in Flecke aufgelöstes Discalband auf beiden Flgln. cd und ? einander sehr ähnlich. Rp und Pp
vergl. oben. Brasilien, häufig im Hügellande, wenn auch nicht überall. Drei geographische Formen, die
vollständig ineinander übergehen. — grayi Boisd. Das submarginale Fleckenband des Vtigls gleichmässig grayi.
gebogen, das Discalband hinten am breitesten, die roten discalen Flecke der Htlglunterseite vom Discalbande
getrennt. Bahia bis Parana. — eurymander Hopff'. Die ersten 2 oder 3 Submarginaltlecke des Vtigls eiuymander.
32
PAPTLTO. Von Dr. K. Jordan.
mehr proximal als die andern Flecke dieser Reihe, die Submarginalflecke des Hügls teilweise blassgelb;
das Wurzelfehl der Htlglunterseite blass, oft teilweise gelblich, die roten discalen Flecke klein oder fehlend.
scamander. Santa Clatarina und die angrenzenden Gebiete von Rio Grande do Sul. — scamander Rom/, (lld). Discal-
band der Oberseite gelber; Unterseite des FRlgls blassgelb, mit scbwarzen Adern und ohne rote discale Flecke.
111b an den Seiten blassgelb. Rio Grand do Sul.
P. birchalli. cf Körper schwarz, Haftklappe gewöhnlich mit blassgelbem Fleck. Vflgl oben mit
2 Reiben Flecken vor dem Saume; die vorderen Flecke der proximalen Reihe mehr oder weniger undeutlich ;
Htlgl mit lu’eitem Discalbande und einer Reihe Submarginaltlecke ; die Zeichnungen grösstenteils grünlich;
Zahn des 3. Radialastes nur wenig mehr vors[)ringend als die andern Rdzähne. Unten trägt der Vtlgl einen
Zelltleck, eine schiefe Reihe Discaltlecke und eine vorne abgekürzte Reilie Submarginaltlecke; auf dem Htlgl
findet sich eine discale und eine submarginale Reihe roter Flecke, die mittleren discalen Flecke klein, der letzte
gross und gelblich weiss. Beim ? sind die Zeichnungen der Oberseite mehr bläulich und das Discalband des
Htlgls ist sehr breit. Panama und Columbien ; soll nach Druce auch in Nord-Argentinien Vorkommen, was uns
godniani. zweifelhaft erscheint. — godmani //. ii. ./. Die letzten Flecke des Discalbandes der Htlgloberseite undeut¬
lich und das Band in der Mitte breiter als das schwarze Saumfeld. Panama: Ghiriqui und Bugaba. —
birchalli. birchalH Hew. (lld). Das Discalband der Htlgloberseite scbmäler als bei godmani, und die letzten beiden
Flecken desselben deutlich. Columbien : Magdalena- und Caucatal.
xant/w- P. xanthopleura (iodm. u. Salr. (12c). Seiten des Hlbs gelb; Htlglunterseite ohne Discalband, die
pieiira. voten Submarginaltlecke gross. Das ? in zwei Formen: ?-f. xanthopleura ist dem cf ähnlich, während ?-f.
diaphora. diaphora Sb/r. ein gi'osses blassgelbes Fehl auf der 01)erseite des Vtlgls trägt. — Oberer Amazonas.
Homerus-Gruppe.
Alle folgenden Rinnenfalter zeichnen sich durch einen beim cf kräftig, beim ? schwäclier gezähnten Costal-
rand des Vtlgls aus. Der schwarze Hit) ist nie gefleckt, doch ist die Unterseite desselben l)ei einigen Formen gelb¬
lich olivenbraun. Die Phh' sind kurz und die Stirn breit. Die Falter sind wie die vorhergehenden Arten Waldtiere,
die im Gebirge, besonders in mittleren Höhen, Vorkommen.
P. victorinus. Eine zentral-amerikanische, von Mexiko bis Costa Rica vorkommende Art. cf : zwei
Reihen blassgelber Flecke auf der Oberseite, zwischen diesen Reihen bläulich graue Flecke, die besonders
auf dem Htlgl deutlich sind. Htlgl unten mit einer fast geraden Reihe roter, schwarz gesäumter Discaltlecke
und einer Reihe halbmondförmiger Sul)marginalflecke; Zahn des 3. Radialastes nur ganz wenig verlängert.
Rp oben grün, unten grau, vorne mit zwei grauen, getüpfelten, dorsalen (Juerbändern ; Abdomen seitlich grau,
morelins, dorsal mit 2 Winkeltlecken. Zwei Generationen. — morelius R. u. ./. Discaltlecke des Vtlgls klein odei- fehlend,
victorinus. kein Zelltleck auf der Unterseite. West-Mexiko. — victorinus Donhf. (lld). cf: Discalreihe des Vtlgls aus
wenigstens 3 Flecken bestehend; gewöhnlich eine Reihe postdiscaler bläulich grauer Nebelflecke vorhanden.
Discaltlecke der Htlgloberseite grösser als die Submarginaltlecke. Das ? in zwei Formen: ?-f. victorinus
Iionbl (= helleri FIdr.) ist dem cd ähnlicb, die Flecke der Oberseite, besonders des Htlgls, sind aber meist
amphissns. grösser; bei ?-f. amphissus trägt der Htlgl ein nach hinten sehr verbreitertes bläuliches oder grünliches
vnineratns. Discalband. Ost-Mexiko bis Nio.^i^gua. — vulneratus Btlr. Die Discaltlecke der Oberseite beider Figl
grösser als bei den beiden vorigen Subspecies ; Htlgl ohne bläuliche Flecke distal von der Discalreihe. Costa
Rica, nur ein cf bekannt (in coli. F. Ducane Godman).
cephalns. P. cephalus Gochn. n. SaJv. cf: geschwänzt, zwei Reihen Flecke auf der Oberseite des V'tlgls, die
Submarginalreihe gleichmässig gebogen. Htlglunterseite mit bläulichen Halbmonden an der Aussenseite der
Discaltlecke. — Chiriqni, ein cf in coli. Staitdinoek ; vielleicbt nur ein geschwänztes Exemplar von P. deotas
ari'lujtas (die Genitalien sollten verglichen werden!).
P. cleotas. Vflgl oben mit einer submarginalen, vorne zum Costalrande biegenden Fleckenreihe, und
einer Diskalreihe grösserer Makeln von der Hinterecke der Zelle schräg nach hinten, häufig ein Fleck in
der Zelle; Htlgl mit Discalband und sSubmarginaltleken. Htlgiunterseite mit einer Reihe roter Discaltlecke,
die nach innen mehr oder weniger blassgelb sind, der letzte Fleck immer blassgelb. Das ? in zwei Formen,
die eine dem cf ähnlich, die andei'e mit breitem, innen verwischtem, Ifläulichem oder grünlichem Bande. \’ou
Costa Rica bis Süd-Brasilien verbreitet, aber nicht bekannt von Bolivien bis Ecuador, noch von Guiana,
dem Oiinoco oder dem Amazonas; wird in diesen Gebieten durch P. aristens vertreten. — archytas Hojjfj'.
(cf = laetitia Btlr.). 6^: der Zelltleck und die mittleren Discaltlecke des Vtlgls kleiner als bei der nächsten
archytas. Form. Beim dimorphen ? ist ?-f. archytas Hop^f. dem cf ähnlich, während ?-f. panthias P. n. J. auf der
panthias. Oberseite bläuliche oder grünliche Zeichnungen hat. Costa Rica; Panama; Insel Brava an der Westküste
phaeton. von Panama. — phaetOU Rcca.s- (= phaeton Doubl.) (13a) bewohnt Golnmbien. cf: die Zeichnung der Über¬
seite ist sehr veränderlich. Der Zelltleck des Vtlgls gewöhnlich schräger als bei archytas, zuweilen fehlend
clearchns. (ab. clearchus FIdr.), und die vorderen Submarginaltlecke grösser als die hinteren; Schwanz deutlich; Harpe
am Dorsalrand gezälmelt, mit einem stark einwärts gebogenen A])icalhaken, die dorsale Ziidce der Gabel kurz.
PAI^JIjK). Von J)r. K. .Iokdan.
^53
Die ?-f. phaeton Luc. ist dem cd ähnlich. Die zweite Foi'm, ?-f‘. syndemis nov.., hat ein l)i'eite.s bläuliches syndemis.
Band auf dem Htlgl ; die Discaltlecke der Oberseite des Vllgls sind bläulich, die mittleren nur angedeutet,
die der Unterseite sind nur durch ein paar unbestimmte Fleckchen vertreten; Hllgl oben mit aussen con¬
vexen bläulichen Halbmonden aussen von der Discalbinde; Discalband der Unterseite reduziert, aus kleinen,
schwarz gerandeten roten Flecken bestehend; Schwanz lang; ein Exemplar von »Bogota« im Museum 1'rixo.
coroebus FJdr. cd: der Zelltleck der Vtlgloberseite fehlt, oder er ist mehr oder' wenigei“ deutlich, aber verwischt coroebus.
(ab. philocleon Fk/r.): der Discaltleck zwischen dem 3. Radial- und 1. Medianast gewöhnlich mehr nach innen phiiocleon.
stehend als bei phaefon, die Submarginaltlecke kleiner; auf dem Htlgl das Discalband in Flecke aufgelöst ; der 3. und
4. Fleck verkleinert ; die Bezahnung der Harpe regelmässiger und der dorsale Fortsatz länger als bei jdiaeloit.
Die dem cd ähnliche Form des ? ist ?-f. dione U. u. ; bei der zweiten Form, der ?-f. coroebus Fldr., sind dione.
die Zeichnungen der Oberseite bläulich und das Discalband der Htlgloberseite ist nach hinten stark erweitert,
auch sind die Discaltlecke der Htlglunterseite verkleinert. Ostseite der Oordillera von Bogota; nördliches Vene¬
zuela. — cleotas Gmij (= lycortas Fldr.). cd; Discalband der Vtlgloberseite schräger als bei den anderen cleotas.
Subspecies; zwischen der Zelle und den Submarginaltlecken eine Reihe bläulich grauer Nebeldecke; Harpe
in eine zweizinkige Gabel endigend, deren Zinken gerade und ungefähr gleichlang sind. Beim ? ist der
mediane Vaginallappen kurz, der seitliche schmal und spitz; die beiden Farbenvarietäten sind: ?-f. cleotas
Gray, dem cd ähnlich, und ?-f. adaea R. n. bei der beide Figl oben eine discale und eine postdiscale adaea.
Reihe bläulicher Makeln tragen. Brasilien, von der Provinz Rio de Janeiro (Petropolis) bis Rio Grande do
Sul; nach Boisduval auch in Uruguay, die Angabe erscheint aber uns zweifelhaft.
P. aristeus. Zellfleck des Vllgs sehr gross, die Discaltlecke zwischen dem 3. Radial- und 2. Medianast
sehr lang, mit dem Zellflecke ein grosses blassgelbes Feld bildend. Das ? ähnelt dem cd, oder die Zeich¬
nungen der Oberseite bläulich und das Discalband des Htlgls breit; beide Formen auf der Unterseite mit
grossem, mehr oder weniger deutlich blassgelbem Zellfelde. Süd-Amerika und Panama. — aristeus Cr. (cd aristeus.
bari Oherth.). cd ; der Zelltleck des Vtlgls rhombisch, der vor dem 3. Radialaste stehende Discaltleck lang, der
nächste reicht fast bis zur Submarginalreihe, der dritte schmal, undeutlich; Discalband der Htlgloberseite
nur hinten deutlich. Nur eine Form des ? bekannt (Grajier’s Figur); Vtlgl mit langen, undeutlichen, grau¬
blauen Längswischen und Htlgl mit sehr breitem bläulichem Bande. Französisch- und Holländisch-Guiana;
1 cd in coli. Charles Oberthür. — ctesiades R. u. J. Zellfeld des Vtlgls länglich, fast die Wurzel er- ctesiades.
reichend, zwei grosse lange Discaltlecke, sowie ein lang-dreieckiger Fleck hinter der 2. IMediane und der
Zelle; Discaltlecke der Htlglunterseite klein, rot. Oberer Amazonenstroni. — desmias /f. m. J. Zelltleck kürzer
und schmäler als in ctesiades, in der Zellspitze ein kleiner Fleck, ein zweiter distal von derselben. Zwei
grosse Discaltlecke und hinter der Wurzel der 2. Mediane ein Fleck, der kleiner als bei ctesiades ist; Htlgl
wie bei bitias. Provinz Sao Paulo, Brasilien; 1 cd in coli. F. Dücaxe Goujian. — bitias Godt. (— eurotas bitias.
Fldr., ctesias Fldr., lacordairei Borre) (13a). cd; Zelltleck des Vtlgls mehr quer als bei den vorigen Sub¬
species; Discalband des Htlgls nie vollständig, nur angedeutet, oder in der Mitte unterbrochen. ? dichro-
raatisch: $-f. bitias Godt. gleicht dem cd; ?-f. therapes R. u. J. ist der ?-f. aristeus ähnlich, die bläulichen therapes.
Streifen des Vtlgls sind aber kürzer und das Band des Htlgs ist schmäler, auch ist der Zelltleck der Vtlglunter-
seite teilweise blassgelb. An der Ostseite der Anden von Ecuador und Peru häufig; Oberlauf des RioNegro;
Bogota und Chiriqui ; die letzten beiden Fundorte erscheinen uns zweifelhaft. — vilcanotus R.u.J. cd; Zell- vilcanotus.
fleck des Vtlgls und Gostalfleck des Htlgls bräunlichgelb. Ahlcanota, Süd-Peru. — coelebs R. u. J. Zelltleck coelebs.
des Vflgs schmal, qoer, der Discaltleck zwischen dem 1. und 2. Medianast schmal, dreieckig, die Zelle nicht er¬
reichend, die Submarginaltlecke gross, zwischen ihnen und der Zelle graublaue Nebelflecke; Htlgl mit breitem
blassgelbem Discalbande, Submarginaltlecke gross, blassgelb. Unten der Zelltleck des Vtlgls kleiner als bei
bitias und lenaeus. Nordwest-Peru und das nördliche Zentral-Peru (Tambillo, Chachapoyas), sowie Südwest-
Ecuador. — lenaeus Doubl. Zelltleck des Vtlgls quer, nicht so schräg wie bei bitias, ein Discaltleck vor der lenaeus.
3. Radiale, der Discaltleck binter der 1. Mediane proximal verschmälert und verkürzt; Discalband des Htlgls
vollständig, oder schmal unterbrochen. Ziemlich häufig in Südost-Peru und Ost-Bolivien, das ? nicht bekannt
oder wenigstens nicht beschrieben.
P. judicael (13 b). cf: Zelltleck des Vtlgls schmal, ([uer und wie die 4 Discaltlecke braungelb ;
Htlgl stark gezähnt, geschwänzt. Zelltleck der Vflglunterseite gross, braungelb, die Submarginaltlecke klein:
Discalband des Htlgls schmutzig weiss, nach aussen orange-rot. — Nur 1 cf in coli. Oberthür, von Huambas,
Amazonas, Nord-Peru.
P. garamas. cf ; beide Flügel auf der Oberseite mit einem blassgelben Discalbande und einer Reihe
submarginaler Flecke ; Saum des Htlgls stark gezähnt, mit Spatelschwanz ; Discalband der Htlglunterseite
distal bräunlich orange. Das ? dem cf ähnlich, oder es fehlt das gelbe Discalband und der Htlgl trägt sehr
stark gebogene, mehr oder weniger rötliche, discale Halbmonde. Zentral-Amerika. — abderus Fopff'. (12 b). abdenis.
cf: Vtlgl mit 4 Submarginaltlecken, oft mit Andeutung eines 5.; das Discalband des Htlgls tritt in die Zelle
ein, die Submarginaltlecke feblen; die orange-roten Zähne des Discalltandes der Htlglunterseite auf beiden
Seiten der Adern gleichlang, kürzer als bei der folgenden Subspecies. Die eine Form des ? dem cf ähnlich,
aber die Submarginaltlecke der Htlgloberseite oft angedeutet und die Zähne des Discalbandes auch oben
V
34
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
amerias. rötlichgelb: ¥-f. abderus Hopff.^ bei der zweiten Form, ?-f. amerias R. u. J. (12b), trägt der Vtlgl ausser
den Submarginalflecken eine Reihe discaler braungrauer Nebeltlecke, die roten Halbmonde des Hflgls sehr
garamas. gross. Vera Cruz in Ost-Mexiko. — garamas Hbn. (cd = asclepius Hbn., cincinnatus Boisd., concinnatus
Grmj). cd; Submarginalflecke der Htlgloberseite deutlich : die gelbroten Zähne des Discalbandes der Hflglunter-
seite weniger lang als bei abderus, der vor der Ader hegende Teil jedes Zahns kürzer als der hinter der
amisa. Ader liegende. Unterseite des Vtigls ohne braungraue discale Nebelflecke. Die ?-f. amisa R. n. J. ist dem
cd ähnlich, unterscheidet sich also von?-f. abderus in der Färbung hauptsächlich durch die deutlichen Submarginal-
tlecke der Htlgloberseite ; ?-f. garamas Hbu. ist der ?-f. ammas ähnlich, die discalen Nebelflecke der Vflglober-
seite sind aber mondförmig, die Discalmonde des Htlgls sind kürzer, die blauen Flecke grösser und die Sub-
marginaltlecke dünner als bei ?-f. amerias. Beide Geschlechter grösser als die ost- mexikanische Subspeciee.
baroni. West-Mexiko : Guadalajara, Guernavaca, Oaxaca. — baroni R. u, Vflgl mit 5 Submarginalflecken, der 5. Fleck
dem Saume viel näher als der 4.; Submarginaltlecke des Htlgls angedeutet, das Discalband tritt in die Zelle
ein; auf der Unterseite des Vflgls die Submarginallinie an der 2. Radiale unterbrochen, da der hinter dieser
Ader hegende Teil der Linie dem Saume näher steht als der breitere vordere Teil der Linie. Die dorsale
electryon. Zinke der Gabel der Harpe viel kürzer als die ventrale. Guerrero, 1 cf im Tring Museum. — electryon
Rates, cf; der Zelltleck des Discalbandes des Vtlgs costalwärts verschmälert; keine Submarginaltlecke auf
der Oberseite des Htlgls. Unten ist das Band des Vflgls auf der Scheibe stark gezähnt und es sind keine
Nebeltlecke distal von diesem Bande vorhanden; obere Zinke der Harpe nach unten gebogen. Das ? nicht
syedra. bekannt. Guatemala und (?) Honduras. — syedra Godm. u. Sah. Zelltleck des Vtigls vorne und hinten
gleichbreit; 5 bis 7 Submarginaltlecke auf dem Vtlgl, der 3. der grösste; Discalband des Hflgls stärker ge¬
zähnt als bei electryon, distal von demselben grosse blaue Flecke; keine Submarginaltlecke. Unten das Api-
calfeld des Vtigls und das Wurzelfeld des Htlgls blassbraun (wie bei baroni) , der gelbrote Rand des
Discalbandes des Htlgls tiefer gefärbt als bei electri/on und zwischen den Adern breiter. Das ? dem cf
ähnlich; das Discalband der Htlgloberseite distal teilweise gelbrot. Die obere Zinke der Harpe des cf zu
einem Zahn reduziert, die ventrale Zinke lang. Costa Rica und Chiriqui. Eine grosse Form.
homeriis. P. homcrus F. (12a). Der vorigen Art ähnlich; das Discalband des Vtigls um die Zellspitze herum
bis zum Costalrande fortgesetzt, der Zelltleck zuweilen isoliert; Discalband der Htlglunterseite nicht gezähnt,
braun, sein proximaler Rand gelblichweiss, proximal von den roten Submarginaltlecken grosse schwarze
Flecke. — Rj) auf Thespesea, oben grün, unten braun, ähnlich wie die von scamander gezeichnet. Thorax-
Horn der Pp kurz. Der Falter ist im Innern Jamaicas augenscheinlich an gewissen Plätzen nicht selten,
aber schwer zu fangen, da er hoch über dem Boden fliegt. Soll nach Aaron auch auf S. Domingo Vor¬
kommen.
P. warscewiczi. Hlb unten wollig, bräunlichgelblich wie die Brust. Vflgl ohne Zellfleck, 2 fast
parallele Reihen Flecke zwischen Zelle und Saum; Htlgl mit Discalband und Submarginaltlecken, geschwänzt.
Lhiten ist das Apicalfeld des Vtigls und der Htlgl blassbraun (alles was sichtbar ist, wenn der Schmetterling
die Flügel zusammengeschlagen hält) ; Zelle des Vtigls mit weissem oder gell)em Fleck : Htlgl mit gezähntem
ielskii. Discalbande. Das ? uns nicht bekannt. Ecuador bis Bolivien; ein Gebirgstier. — jelskii Oherth. Discal-
tlecke des Vtigls nicht scharf umschrieben, ebenso das Discalband des Htlgls. Discalflecke der Vflglunter-
seite gross und braun, das Saumfeld vor der Mitte stark erweitert ; der braune postdiscale Fleck zwischen der
3. Radiale und 1. Mediane grösser als bei den anderen Formen, der Submarginalfleck zwischen der 1. und
2. Mediane in der Mitte orange. Die beiden Zinken der Harpe (cfj grade, die obere viel länger als die
mercedes. untere. Süd-Ecuador, Nord- und Nordwest-Peru. — mercedes R, n. J. Discaltlecke des Vtigls im Ganzen
grösser als bei jelskii, die blauen Flecke des Htlgls breiter, das braune Saumfeld der Htlglunterseite vor der
i\litte schmäler, Submarginaltleck zwischen der 1. und 2. Mediane des Htlgls unten nicht orange. Die beiden
Zinken der Harpe (cf) grade , gewöhnlich gleichlang oder der untere etwas kürzer als der obere. Ost-
warscewiczi. Peru: Huanuco und Junin. — warscewiczi Hopfj. (= soratensis (fodw. ». SVhr.) (12 b). Discaltlecke des Vtigls
viel kleiner als die Submarginaltlecke; Discalband des Htlgls in Flecke aufgelöst, oft nur angedeutet, auf
der Unterseite oft in die Zelle eintretend und wie die Submarginaltlecke oft braun. Die obere Zinke der
Harpe (cf) stark gebogen. Südost-Peru und Bolivien.
P. cacicus. Vtlgl mit unterbrochenem Discalbande, einem variabelen Zelltleck, der selten fehlt,
einer Reihe bläulichgrauer Postdiscal- und einer Reihe gelblichweisser Submarginaltlecke, die letzten oder der
letzte der Submarginaltlecke mehr oder weniger orange; auf dem Htlgl ein centrales gelblichweisses Band,
eine postdiscale Reihe blauer und eine submarginale Reihe gelblichweisser Flecke. Das ? tritt in 3 Formen
cacicus. auf. Venezuela, Columbien, Ecuador und Ost-Peru. — cacicus Luc. (12 c). cf; der Zelltleck des Vtigls, w'enn
vorhanden, mehr oder weniger quer. Die 3 Formen des ? sind: ?-f. cacicus Luc., dem cf ähnlich; ?-f.
zaddachi. zaddachi Dewitz, Discalband des Vtigls nicht unterbrochen und wie der grosse Zelltleck bräunlich orange,
nais. Htlgl ohne Discalband auf der Oberseite; ?-f. nais R. u. J. wie ?-f. zaddachi, aber die Zeichnungen des
inca. Vtigls weiss. Merida in Venezuela, Columbien und Ecuador. — inca R. u. J. Der Zelltleck des Vflgls viel
schräger als bei der vorigen Subspecies, mit der Mediane einen spitzen Winkel bildend ; Discalband des Htlgls
aussen convex, hinten stark verschmälert, der Schwanz schmal, nicht spatelförmig. Chanchamayo.
I’AIMIjIO. Von l)r. I\. .Iokoan.
:ir,
P. euterpinus Godm. u. Halv. (l‘2c). Schwanzlos; Zeichnungen der ()i)erseife gelhrol. iJas V dein r ciürrpinw
ähnlich, etwas blasser und grösser. — Von West-Coluinbien bis Nord-Peru. Der Falter ist ein (vergrösserte.sj
Abbild der Pieriden-Gattung Pereiite. Gewöhnlich wird das d'ier für nahe nnt zuffrcui^ verwandt angeseheui,
gehört aber der Struktur und Zeichnung nach in die Ao//i,cr«s-Gru])[)e neben aicicns. Der Falter ist in den
Sammlungen noch immer selten.
C. Segelfalter.
Fhlr stärker kolbig als bei den Aristolochien- und Rinnenfaltern, auf der Oberseite beschuppt, aber
die Schuppen fallen wie die der Tilden und Tarsen leicht ab, die feinen Sinneshärchen sind ähnlich wie bei den
Rinnenfaltern verteilt. Die dorsalen Stacheln der Tarsen sind von den ventralen durch einen stachellosen,
etwas eingedrückten Zwischenraum getrennt. Die Figl sind bei den meisten Arten dünn beschuppt, die
Schuppen vielfach zu feinen Haaren umgewandelt; die blauen oder grünen Rinden vieler Arten der östlichen
Halbkugel auf der Oberseite nur fein behaart, das Pigment in der Figlhaut hegend, auch bei den ameri¬
kanischen Segelfaltern ist die Figlhaut wenigstens an der Wurzel grün, mit Ausnahme der dunklen mime¬
tischen Arten. Bei einem grossen Teile der Falter verschmelzen der I. oder 1. und 2. Subcostalast des Ytlgls
nach aussen hin mit der Gostale; die Htlglzelle ist meist schmal und ihrVrd zwischen der Subcostale und der
1. Radiale eingebogen. Der Abdominalrd des Htlgls ist beim cf erweitert und gewöhnlich umgeschlageh ;
in dieser Falte hegt ein Duftorgan, das selten verkümmert ist; die Duttschuppen sind zuweilen bei nahe-
verwandten Arten recht verschieden; das Organ variiert aber auch geograjihisch. Der Apicalrd des 8. ab¬
dominalen Dorsalsegments des cf, der nach Wegnahme der Genitalien sichtbar wird, ist glatt beschupjit,
die kleinen Schuppen stehen nach oben gerichtet; ausser bei den Segelfaltern findet sich dieser Charakter
bei keinem amerikanischen Papilio; das 10. Dorsalsegment der cf cf der amerikanischen Segelfalter ist gleich¬
falls charakteristisch; dieser anale Fortsatz ist durch zwei schmale Einschnitte a])ical in drei Teile geteilt,
nur bei P. celadon ist der Fortsatz infolge der Verkümmerung der beiden Seitenteile einfach. — Die Rp ist
leider nur von sehr wenigen Arten bekannt. Das 3. Thoracalsegment derselben ist wie bei den Rpn der
Rinnenfalter geschwollen ; die Thoracalsegmente und der Analring tragen dorsal oft kurze Dornen, auch finden
sich gewöhnlich Spuren von Höckern auf den andern Ringen ; die Zeichnung besteht aus Punkttlecken,
Querlinien oder kurzen Längsstreifen, Augentlecke und Schrägbänder fehlen. — Die Pp ist mehr glatt als
bei den andern Papilios, der Kopf und Thorax sind nicht oder nur schwach nach oben gebogeir, der Thorax¬
höcker ist hoch und vierkantig, der Seitenkiel desselben bildet die Verlängenrng des erhabenen Randes der
Htlglscheide ; der Hlb hat zwei dorsale Kiele, die sich vorne und hinten einander nähern; das Analsegraent
ist länger als breit. — Die Falter sind zum grossen Teile langüügehge Tiere mit dreieckigem Htlgl. Die
langschwänzigen Formen ei'innern mit ausgebreiteten Flgln an einen Pajiierdrachen. Die Segelfalter sind
gewandte Flieger. Wenn auch die mimetischen Formen gewöhnlich den langsamen Flug ihrer Vorbilder
(Aristolochienfalter, Pieriden, Danaiden etc.) nachahmen, so zeigen sie doch grosse Gewandtheit und Schnellig¬
keit, wenn sie erschreckt die Flucht ergreifen. Die cf cf versammeln sich oft in grossen Mengen an feuchten
Stellen, am Rande von Flüssen, Seen, Pfützen etc., wo sie unter zitternder Bewegung der halbotfenen Figl
saugen, auch besuchen sie Blumen. Die Segelfalter sind Tiere der offenen sonnigen Teile der waldigen
Gegenden, der Waldlichtungen und Waldränder. Allerdings trifft dies mehr für die cf cf als die?? zu;
letztere werden, wenigstens von vielen Arten, nur selten vom Sammler erbeutet, weil sie andere Lebens¬
gewohnheiten haben, sich im Busch und Walde aufhalten und sich nicht unter die Scharen der Wasser
aufsaugenden cf cf begeben ; von manchen recht häufigen Formen sind die ?? überhaupt noch nicht bekannt.
Die Segelfalter gehen weniger weit nach Norden als die Rinnenfalter.
Lysithous-Gruppe.
Die Arten der ///s/VioMS-Gruppe sind durch rote Wurzelflecke auf der Unterseite der Flügel gekennzeichnet.
Diese den Aristolochienfaltern im Aussehen ähnlichen Formen hat Haasi; richtig als zu den Segelfaltern gehörig
erkannt; alle anderen Autoren haben sie fälschlich unter die Aristolochien- und Rinnenfaltei’ versetzt. Die bunten
Rpn sind längsstreifig und tragen einen V-förmigen Sattelfleck vor der Mitte; der Thorax ist gefleckt. Die Pp i^t
kurz ; das Abdomen in der Mitte geschwollen. Die Arten finden sich von Mexiko bis Argentinien.
P. pausanias. Ein Abbild des He/icoiniis chjtia L. Nach Bates hat der Falter zwar den segelnden
und kreisenden Fing der Heliconier, ist aber nicht wie die Heliconier ein Tier des Waldesschattens, sondern
findet sich an den schlammigen Rändern der Flüsse und Seen oder nmtliegt die Wipfel hoher Bäume. Figl
oben grünblau, mit grossem blassgelbem Felde auf dem Vtlgl, Htlgl kurz, oft abgestutzt. Das Duftorgan
fehlt dem cf. Das ? gleicht dem cf. Von Costa Rica bis ins nördliche Brasilien (Goyaz). — prasinus prosimis.
P. u. J. Figl oben stark metallisch ; Discalllecke des Vllgls länger als bei der folgenden Form, die weissen
Submarginaltlecke des Hügls sehr klein, die vorderen nur angedeutet, die roten Basaltlecke der Unterseite
36
PAPILIO. Von Dr. K. Joedan.
cleombrotus. kleiner als bei den übrigen Subspecies. Costa Rica. — cleombrotus Streck, von West-Columbien und wahr¬
scheinlich Panama; wie hQ\ prasinu!< der Vtlgl ohne blasses Apicalfeld; Costalfeld der Vtlgloberseite fast schwarz,
bei prasinus fast so metallisch grün wie die Scheibe; Unterseite des Htlgls ohne blasse (gelbgrüne oder röt-
pausanias. liehe) Streifen zwischen den Adern. — pausanias Hew. (= hermolaus Guen.) (12 a). Spitze des Vtlgls mit
grossem grauem Felde; Unterseite des Htlgls zwischen den Adern mit blassen Streifen, die bis an die Sub-
marginaltlecke gehen. Zentral-Columbien bis Bolivien, Orinoco, Amazonas und Goyaz.
microdamas. P. microdamas Burm. (12 a). Ein gelbliches Band vom Costalrande des Vtlgls zum Analwinkel des
Htlgls; Unterseite ohne rote Basalflecke auf den Vtlgl, mit 4 Fleken auf dem Htlgl. ? dem cf ähnlich. —
Paraguay, nördliches Argentinien, Caraga in Brasilien; ein Falter des Flachlandes.
P. protodamas Godf. (= hyperion jFfd//.) Vtlgl. mit gelblichem Felde, das aus drei grossen Makeln
besteht, oder mit 1 oder 2 Reihen Flecken; Hflgl mit gelblich graublauem Bande; Vtlgl unten ohne, Htlgl
mit 3 Wurzeltlecken. Das Duftorgan des cf fehlt. Rp schwmrz, mit grauen und weissen , teihveise gelben
Streifen, der Thorax weiss und gelb getüpfelt. Thoraxhorn der Pp ziemlich dünn. Zw’ei individuelle Formen
protodamas. des Falters sind bekannt : l)ei f. protodamas Godf. trägt der Vtlgl zwei Reihen Flecke, von denen die oberen
dwridamas. mehr oder weniger zusammentliessen ; bei f. choridamas Boisd. (13b) hat der Vtlgl einen sehr grossen Zellfleck
und zwei gleichfalls grosse Discalmakeln. — Der Falter ist rein brasilianisch; er findet sich von Minas Geraes
bis Rio Grande do Sul, die f. choridamas scheint aber nicht so weit südlich zu gehen, uns ist sie nur aus
den Provinzen Rio de Janeiro und Minas Geraes bekannt.
P. phaon /iotsrf. Der vorigen Art ähnlich; die Flecke auf Brust und Hlb rot, die letzten Hlbssegmente
mit roten Seitentlecken. Sehr veränderlich. Flecke der Vtlgloberseite bläulich gelbgrau oder reiner w'eiss-
gelb ; Discalband des Htlgls graublau, selten rot. Unterseite ohne deutliche Zellstreifen, Vtlgl ohne, Htlgl
mit 3 Basaltlecken. Beim cf Duftschuppen vorhanden. Mexiko bis West-Ecuador und Venezuela. Folgende
.xenardius. Formen sind als Arten beschrieben wmrden: ab. loc. xenarchus Hew.., Htlgl mit breitem rotem Bande; ab.
eridamas. loc. eridamas Beak., das rote Band des Htlgls schmal, die dasselbe zusammensetzenden Flecke getrennt,
phaon. diese beiden Formen nur aus Ost- und Süd-Mexiko bekannt; ab. phaon Boisd. (13b), Vtlgl mit Submarginal-
ulopos. Hecken, abei- ohne Discaltlecke, das Band des Htlgls tritt eben in die Zellspitze ein; ab. ulopos Gray
(= immarginatus Oherth.), Vtlgl ohne Flecke oder nur mit Spuren derselbe^i, das Band des Htlgls breit, mehr
therodamas. weniger weit in die Zelle eintretend; ab. therodamas B'ldr., mit Discal- und Submarginaltlecken
metaphaon. auf dem Vtlgl und schmalem, von der Zelle getrennt verlaufendem Bande auf dem Htlgl; ab. metaphaon
BaÜ. hat auf dem Htlgl ein sehr grosses, einen guten Teil der Zelle einnehmendes, blaugraues Discalfeld ;
pharax. bei ab. pharax Godm. n. Solr. trägt der Htlgl einen roten Analtleck und das Discalband steht von der Zelle
getrennt. Alle diese Formen sind durch Übergänge miteinander verbunden.
P. euryleon. Die Flecke der Brust und des Hlbs rot, die letzten Hlbsringe mit roten Seitentlecken. Vtlgl
oben mit gelblich grauem Felde vor dem Hrd, Htlgl mit rotem Discalfelde oder -bande. Unten der Vtlgl ohne,
der Htlgl mit 3 roten Wurzeltlecken, der in der Zelle stehende Fleck aber häufig nur angedeutet oder ganz fehlend,
das Discalband kleiner als oben, blassrot. ? dem cf ähnlich oder von demselben verschieden; im letzteren
Falle Vtlgl mit Zellfleck und zwei Discaltlecken, alle weiss, an pausanias und protodamas f. choridamas erinnernd.
cliisocidis. Duftorgan des cf gewöhnlich vorhanden. Costa Rica bis Ecuador. — clusoculis Butl. (13c). Discalfeld des
Vtlgls weissgrau; das rote Band des Htlgls breit, immer in die Zelle eintretend. ? dem cf ähnlich, das rote
pithonhis. Band des Htlgls etwms breiter. Costa Rica; Chiriqui. — pithonius B. v. J. cf; Vtlgl mit kleinem oder
grossem grauem Fleck; Htlgl mit 3 bis 5 roten Discaltlecken, die roten Submarginaltlecke der Htlglunterseite
sehr klein oder nur angedeutet. ? mit grossem Zelltleck auf dem Vtlgl und 2 grossen Discaltlecken. West-
euryleon. Columbien und Caucatal. — euryleon Bern. (13c). cf; Htlgl oben gewöhnlich mit 4 dicht an der Zelle stehenden
Flecken und zw^ei kleinen, weniger deutlichen vor dem Abdominalrande; die Discaltlecke auf der Unterseite
blassrot. ?: der Zelltleck des Vtlgls vorne verschmälert, das Band des Htlgls in die Zelle eintretend.
haensdü. Magdalenatal, Cordillere von Bogota. — haenschi B. n. ./. cf : Vtlglfeld heller grau als bei euryleon. aus
zw'ei Flecken bestehend, der vordere Fleck nach aussen vorgezogen ; Htlgl mit kleinem, selten fehlendem
Zelltleck und 3 bis 5 dicht an der Zelle stehenden Flecken; unten trägt der Vtlgl einen grossen weissen
Fleck zwischen dem 1. und 2. Medianast, dahinter einen grauen Fleck; Htlgl mit 3 blassroten Flecken, der 1. und 2.
an der Zelle stehend, ein 4. tdeck oft angedeutet. ?: die Zelhnakel des Vtlgls reicht nicht quer über die Zelle;
Band des Htlgls von der 1. Radiale zum Abdominalrand laufend, in die Zelle eintretend, hinter der Zelle proximal
weisslich, wie beim ? des Aristolochienfalters P. iphidamas caloyyna. cf mit Duftorgan. Im westlichen Ecuador.
anatmns. — auatmus B. u. J. cf: das graue Feld des Vtlgls vom Hrd costalwärts bis an den 2. Medianast oder darüi)er
hinaus reichend, oft ein grauer Strich in der Zelle; Htlgl mit 3 roten Flecken, die von der Zelle getrennt
stehen, oft der 3. Fleck allein deutlich; unten der Vtlgl ohne wmissen Fleck und die Discaltlecke des Htlgls
gewöhnlich grau. ? nicht bekannt. Dem cf fehlt das Duftorgan. Ost-Ecuador.
hipparchiis. P. hipparchus Styr. (13 d). cf: Vtlgl mit einer Reihe grauer Submarginaltlecke; Htlgl mit blass¬
rötlichem, vom 1. Radialast bis zum Abdominalrande laufendem Discalbande. ? nicht bekannt. Caucatal,
Columbien.
PAIMLIO. Von I)r. K. .Ioiidan.
'M
P. harmodius. & und ? verschieden. Die Flecke nuf Ko])f, Drust. und Hüften f^elhlichweiss. :
Vügl apical etwas durchsichtig, vor dem llrde ein weisses Feld von variaheler Ausdelinung, al)er nie Ins zur
3. Radiale reichend; Htlgl mit einem Bande roter Discalflecke. Unten die Zelle beider Flügel schwarz gestreift,
Vtlgl mit rotem costalem Wurzeltleck, Htlgl mit 3 Wurzelllecken. Beim ? der Htlgl dem des ähnlich,
oder das Fleckenband weiss oder gelb; der Vtlgl entweder ohne Flecke, oder mit weisser Zellmakel und
zwei grossen Discalmakeln. Columbien bis Bolivien; ein Andenfalter, der in den östlichen Tälern von
Ecuador, Peru und Bolivien recht häutig ist. Rp nicht bekannt. — isus Ohnih. (= aristogilon Sff/r.). cf; das /,svm.
weisse Feld des Vtlgls gross, vom Hrde bis zur 2. Mediane oder darüber hinaus reichend; Discalband aus ö odei-
7 weissgekernten Flecken bestehend. ? unbekannt. Caucatal, Columbien. — halex /f. u. ./. Vtlgl wie bei halex.
der vorigen Subspecies; Htlgl mit 5 roten Discaltlecken. ? auf dem Vtlgl mit weissem Felde von der tk Itadiale
bis zur 2. Mediane und einem kleinen Zelltleck; Htlgl mit 5 blassroten Discaltlecken. Columbien; in Bogota-
Sammlungen. — xeniades Jlew. cf; der weisse Fleck des Vtlgls sehr variabel, immer den Hitl des Figls ei - xeniade.s.
reichend, gewöhnlich an der Costalseite ausgerandet, auf der Unterseite immer klein; Htlgl mit 3—5 Discal¬
tlecken, die oben rot, selten in der Mitte weisslich, und unten immer rötlichweiss mit lotem Distab'ande sind.
? dichromatisch : ?-f. androna h*. u. J. (13d) mit ganz geringer grauer Bescluippung in und hintei' der Zelle androna.
des Vtlgls und 5 roten Discaltlecken auf dem Htlgl; die zweite Form, ?-f. Virginia Kirhij, ist dem ? von Virginia.
P. erlaces lacydes sehr ähnlich, Vtlgl mit grossem weissem Zelltleck und zwei grossen Discalmakeln, Band
des Htlgls weiss, mit schwach roten Rändern. Es findet sich xeniades in Ecuador und West-Columbien. —
imaus R. u. J. (14a). Vom cf der folgenden Subspecies nicht konstant verschieden, Vtlgl oben meist mit imans.
weissem Strich am Hrd, unten ist der weisse Fleck gewöhnlich kleiner als bei harmodius Poubi. ? wie die ?-f.
Virginia, aber der Zelltleck vorne verschmälert, der vordere Discaltleck verkleinert und das Band des Htlgls
oben gelb, unten fast weiss. Ostabhänge der Anden von Nord- und Zentral-Peru. — harmodius ( I3cj. harmodius.
cf; Vtlgl oben und unten immer mit grossem weissem Fleck, der den Hrd nicht ganz erreicht. ?: der weisse
Zelltleck reicht nicht quer durch die Zelle; drei Discalflecke , der 1. klein, der 2. so lang wie der 3.; Htlgl
mit roten Discaltlecken, die grösser als beim cf sind. Siid-Ost-Peru (vom Chanchamayo südwärts) und Bolivien.
Die cf cf häutig, vom ? nur 1 Stück bekannt (in coli. Chakles Oberthür).
P. trapeza R. u. J. (13c). Vtlgl in der Mitte schmäler als bei harmodius, der Hrd küi'zer, am Hrd trapeza.
ein weisser Fleck, der nicht bis zur 2. Mediane reicht; Htlgl dreieckig, scharf gezähnt, mit 2 - 4 roten Flecken
vom Hrd vorwärts, der hinterste Fleck am grössten. Unten ist der weisse Hrdstleck des Vtlgls länger als
bei allen Formen von harmodius. ? unbekannt. — Ost-Ecuador und Nordost-Peru.
P. xynias Hew. (13c). Vtlgl mit grossem blassgrünem Felde am Hrd; Htlgl scharf gezähnt, mit .\ynias.
kurzem schmalem Schwanz und hinten einigen roten Discaltlecken. Unten hat der Vtlgl einen weissen,
sehr schwach grünen Hrdtleck, der kleiner als der Fleck der Oberseite ist. Keine Duftschuppen. ? nicht
bekannt. — Ostabhänge der Anden von Bolivien und Peru.
P. ariarathes. Wieder eine weitverbreitete und sehr variabele Art, die stärker bedornte Schienen
und eine schmälere Htlglzelle hat als die verwandten Species. Flecke auf Kopf und Brust gelblichgrau.
Vtlgl unten mit 2 roten Basaltlecken, der Htlgl mit 3. Beim cf der Vtlgl gewöhnlich mit grauweissem oder
gelblichem Bande oder Felde vom Hrd costalwärts; Htlgl mit roten Discaltlecken, von denen oft nur der am
Abdominalrande stehende deutlich ist. ? fast immer mit weissen Discaltlecken auf dem Vtlgl. Duftschuppen
des cf vorhanden. Rp unbekannt. Columbien bis Bolivien, ostwärts bis Para und Goyaz verbreitet. Der
Falter ist individuell und geographisch veränderlich; die ¥¥ ähneln den ?? von Aristolochienfaltern und
nehmen in den verschiedenen Gegenden deren gleichfalls variabeles Kleid an. Die Formen gehen alle in¬
einander über. Wir unterscheiden 6 geographische Formen, ob mit Recht müssen weitere Untersuchungen
an einem grösseren Materiale als das, was wir gesehen haben, lehren. Der Falter tliegt nach Batls mit
grosser Schnelligkeit an sonnigen Plätzen in der Nähe von Ptlanzungen ; er ist keine Seltenheit, wird aber
nicht in grosser Menge gefangen. — ariarathes A’sp. {= acestes Boisd.) (14a). cf: Vtlgl vom Hrd bis zur ariarathes.
2. Mediane mit ziemlich grossem weissem Fleck, der unten fast so gross wie oben ist; auf dem Htlgl 4 bis
6 getrennte Discaltlecke, die voneinander und von der Zelle getrennt stehen. ? mit 5 oder 6 roten Discal¬
tlecken auf dem Htlgl, drei derselben lang, bis an oder fast an die Zelle reichend; bei ?-f. ariarathes Esp.
trägt der Vtlgl 1 bis 3 weisse Discaltlecke und oft einen schmalen Zelltleck ; bei ?-f. eumelea R. u. J. sind diese eumelea.
weissen Flecke nur angedeutet. Französisch und Holländisch Guiana. — menes /f. cf; Vtlgl mit Aveissem
Bande, das vom Hrd bis an den 1. oder 2. Medianast reicht, der hinterste Fleck oft klein oder fehlend, der
vor der 2. Mediane stehende Fleck 4—6 mm lang, auch unten immer vorhanden; Htlgl mit 3 oder 4 roten
Flecken in der Mitte zwischen Zelle und Saum. ? mit grossem Discaltleck von der 3. Radiale bis zur 1. Mediane
und einem kleineren hinter der letzteren, zuweilen auch mit Andeutungen von Flecken vor der 3. Radiale
und in der Zelle; 5 oder 6 Discaltlecke auf dem Htlgl, von der Zelle entfernt stehend. Britisch Guiana. —
evagoras Grag (13d). cf; Vtlgl mit schmalem Bande, das an der 3. Radiale etwa in der Mitte zwischen evagoras.
Zelle und Aussenrd oder näher an der Zelle steht ; unten ist das Band durch 2 oder 3 deutliche Flecke
vertreten; Discaltleck des Htlgls teilweise nahe an der Zelle, das Band mehr als bei den anderen Formen
gebogen. ? mit 3 weissen oder gelblichen Discaltlecken und einem ziemlich grossen Zelltleck auf dem
38
PAPILIO. Von Dr. K. Joedan.
Vtlgl; die Apicalhälfte oder zwei F’iinftel der Hflglzelle sowie 6 grosse Discalflecke rot, Abdominalrand wenigstens
mctagenes. teilweise rot. Venezuela. — metagenes li. u. J. cf; Vtlgl gewöhnlich mit einem Band, das vom Hrd bis
über die 3. Radiale hinaus reicht und auf der Unterseite nur eben angedeutet ist; Hflgl mit 4 oder 5 von
der Zelle getrennt stehenden Flecken. ?; Vtlgl mit dem langen weissen Discalbande, das auch den ??
der Parä-Aristolochienfalter P. anchises thelios und P. aglaope eigen ist; dies Band besteht aus 2 grossen
Flecken, vor und hinter denen je ein kleinerer steht; Hflgl mit 6 roten Flecken, von denen 3 die Zelle
gayi. berühren. Para. — gayi Lucas. cf? sehr variabel; 3 Hauptformen: f. anargus P. «. J. (13d), Vtlgl ohne
anargns. Band oder Flecke; f. cyamon Grag (= charoba liirhg) (13d), cf auf dem Vtlgl mit schmalem Bande, das
cyamon. ganzen etwas mehr nach aussen gerückt ist als beim cf von evagoras, ? mit schmalem, undeutlichem Vflgl-
bande, mit Zellfleck auf dem Hflgl, zuweilen die Htlgltlecke gelblichweiss ; bei f. gayi Luc. (= aristagoras Fldr.,
arianus Sfaud.) hat das cf auf dem Vtlgl einen mehr oder weniger viereckigen Hrdtleck, während das ? 1 oder
2 grosse Discaltlecke, gewöhnlich auch einen kleinen dritten Fleck und oft noch einen Zellfleck besitzt.
Diese verschiedenen Formen sind nicht geographisch voneinander getrennt. Von Columbien bis Bolivien und
leiictra. den Amazonenstrom abwärts bis Manäos verl)reitet. — leuctra P. n. J. cf: Vtlgl mit rein weissem, fast
gleichbreitem Felde, das vmm Hrd bis zur 1. Mediane reicht, ol)en etwa 6 mm breit, und auf der Unterseite
nur wenig schmäler ist; Hflgl mit 6 langen roten Discaltlecken, die mittleren 3 die Zelle berührend. Goyaz,
Brasilien.
Uns. P. ilus F. (= hostilius Fldr., guaco Stgr.) (14a). cf?: Unterseite ohne rote Wurzeltlecke auf dem
Vtlgl, mit 4 roten Basalflecken auf dem Htlgl. Vtlgl mit oder ohne Wisch in der Zellspitze, auf der Scheibe
mit 2 oder 3 weissen Flecken, der hintere, hinter der 2. Medine liegend, der grösste. Nord-Venezuela,
nördliches Columbien, Panama; selten in den Sammlungen.
P. branchus DoydV. Kopf und Brust mit roten Tüpfeln, ein Fleck auf der Vorderhüfte weiss. Flügel
undurchsichtig; Vtlgl mit oder ohne weisse Flecke; Hflgl mit breitem rotem Discalbande. Unterseite ohne
rote Basaltlecke auf dem Vtlgl, mit 4 solchen Flecken auf dem Hflgl. cf und ? einander ähnlich. Bei der
branchiis. f. bratichus Doubl. (14b) trägt der Vtlgl ein variabeles weisses zentrales Feld, das bei f. belephantes Godm.
belephantes. Safr. fehlt. — Mexiko bis Costa Rica.
belesis. P. belesis Bntes (14b). Der vorigen Art ähnlich, Htlgl mit einem dem Saume parallelen Bande
von 6 bis 7 roten Flecken, die dem Saume näher als der Zelle stehen. Vtlgl bei f. belesis Butes ohne
hephaestion. weissen Fleck, bei f. hephaestion Fldr. mit einem Fleck zwischen der 2. und 3. Radiale und zuweilen der
Andeutung eines zweiten Flecks hinter der 3. Radiale. — Mexiko bis Nicaragua.
P. thymbraeus. Die Fleckchen auf Kopf und Brust graugelb, oft schwach rötlich. Oberseite der
Flügel schwach aber doch deutlich metallisch blau oder grün; Vtlgl ohne Zeichnungen, aber mit weissen
Fransen; Htlgl mit dünnem Schwanz und 1 oder, 2 Reihen Flecke zwischen Zelle und Saum. Unterseite mit
rotem costalem Wurzelfleck auf dem Vtlgl und 4 Basaltlecken auf dem Hflgl. Rp auf Chirimoya ; der Thorax
blau und gelb getüpfelt; vom 4. Ringe ab weiss und schwarz gestreift, die weissen Streifen mit gelben und
blauen Fleckchen, Seiten vom 5. Segmente ab blau, gelb getüpfelt. Pp grün, wie bei den verwandten Arten
an der Basis des Abdomens eingeschnürt erscheinend. Der Falter fliegt im offenen Lande das ganze Jahr
thymbraeus. hindurch und ist in Höhen von 50(i) bis 1560 m ziemlich häutig. — thymbraeus Boisd. (14b) ist von Ost-
aconophos. Mexiko bis Honduras verbreitet. Der Htlgl trägt beim cf und ? 2 Reihen roter Flecke. — Bei aconophos
Grag hat der Htlgl nur eine Reihe roter Flecke, die Discalreihe ist verschwunden. Zentral- und West-Mexiko.
P. lysithous. Eine polychromatische Art. Die verschiedenen individuellen Formen sind mit einer
Ausnahme ursprünglich als Arten beschrieben und bis in die Neuzeit als solche angesehen worden. Die
Formen sind durch Zwischenstufen miteinander verbunden, auch ist die Zusammengehörigkeit von 3 der
Varietäten (pomponius, rurik, Igsithous) durch Zucht erwiesen. Unterseite des Vtlgls mit 2 roten Basaltlecken,
Hflgl mit 3; alle Formen mit Schwanz. Rp auf Anona, bei Tage auf der Oberseite eines Blattes an der
Mittelrippe ruhend, an niederen Zweigen oder Wurzeltrieben, bei Petropolis das ganze Jahr hindurch ausser
im Juni und Juli (Mitte der Trockenzeit) ; schwarz mit gelben Längsstreifen und weissgelbem Sattelfleck.
Die Pp wie bei den verwandten Arten grün mit gell)em Seitenstrich. Brasilien und östliches Paraguay. Die
platydesma. Hauptformen, welche nicht alle überall zusammen Vorkommen, sind folgende: f. platydesma At «o ,/. (= harri-
sianus auct) (14b), das weisse Band des Vtlgls sehr breit, über die Zelle bis zum Gostalrande fortgesetzt;
harrisianus. f. harrisianus Sicains. (= Claudius Boisd., athous Fldr.), das weisse Band des Vtlgls hinten breit, vorne stark
verschmälert, nicht in die Zelle eintretend, der Teil von der Hinterecke der Zelle bis zum Gostalrande schmal
oedipus. oder fehlend, wie bei voriger Form die hinteren Submarginalflecke des Hflgls gross; f. oedipus U/cir. (= seba-
lysithous. stianus Oherth.) (14a), Vtlgl mit Doppeltleck von der 1. Mediane rückwärts, Htlgl ohne weisses Band, die
brevi- 4 hinteren Submarginalflecke gross: f. lysithous Hübn. (14a), Vtlglband schmal, oft abgekürzt (ab. brevifas-
extendatus Wegm), Htlgl mit kleinen Submarginalflecken, das Discalband gewöhnlich nur bis zur 1. Mediane reichend,
nirik zuweilen länger und mehr distal (ab. extendatus Wegni.)-, f. rurik Fschsch. (= rurikia ö/. in tab., laius Boisd.),
pomponiiis. Vtlglband verkürzt, Hflgl ohne weisses Band, die 4 hinteren Submarginaltlecke ziemlich gross; f. pomponius
eupatorion. Hopff'., Vtlglband angedeutet oder wie das Htlglband ganz tehlend; f. eupatorion Luc., beide Htlgl ohne
I^AIMLK). Von Dl'. Iv. Johdan.
Discalband, Vflgl mit gelblichem Saumbamle und die Samrdlecke de.s llllgis vergi'ös.sei'l fwalirsclieinlich
Aberration, nur die l\ype bekannt, in coli. CnARnns (JumiaiiüR).
P. asius F. (= astyagas Drimj, manlius Fcrtij) (I4d). Ein ziemlich liäuhger Kaller Ilrasiliens. von a:;iu:..
Bahia bis Rio Grande do Sul und westwärts bis ins östliche Paraguay verbreitet. Ein breites, auf dem Vflgl
costalwärts verschmälertes Band, am Gostalrande des Vtlgls nach aussen von der Zelle beginnend und vor dem
Abdominalrande des Htlgls aufhörend; Hflgl dreieckig, lang geschwänzt. Auf der Enterseite trägt der lltlgl
4 rote Basaltlecke, von denen 2 am Gostalrande stehen, ausserdem stehen vor dem Abdonhnalrande ein rotei'
Streif und in der Nähe des Analwinkels 3 rote Flecke. Das ? dem cf ähnlich, sehr selten in Sammlungen.
Die Rp uns nicht bekannt.
Marcellus-Gruppe.
In der inn>'ri'4//AS-Griip2)e findet sich anf der Unterseite des Htlgls eine vom Gostalrande in der Richtung
des Analwinkels verlaufende rote Linie, die wenigstens am Gostalrande auf beiden Seiten schwai'z gesäumt ist.
Die Arten haben gebänderte Flügel, und der dreieckige Hfigl ist geschwänzt. Die 1. Sulx'ostale des Vtlgls ist frei,
bei einer Art {hfllerophon) fehlt sie ganz.
P. marcellus Cr. (— ajax auct.) (14c). Der gemeine Asimina - Segelfalter Nord- Amerikas. Fhh'
braungelb; Tibien und Tarsen grün; Vtlgl mit 8 griinhchweissen Binden, die grüne Farbe in der Flügel¬
membran; die rote Linie der Htlglunterseite innen weiss gerandet. Duftschu])pen des cf lang. Die Rj)
mit 6 feinen schwarzen (luerlinien auf jedem Ringe, die Linien gewöhidich teilweise zusammengetlossen.
Die Stirnhöcker der Pp divergierend, Thoraxhorn senkrecht, der Seitenkiel bis zum Gremaster fortgesetzt,
micht unterbrochen. Futterptlanzen : Asimina, besonders A. triloba, auch Ericaceen und Lauraceen. Dieser Falter
ist eins der klassischen Beispiele von zeitlich variierenden Schmetterlingen. Bei den Exemplaren, die als Pp
ein- oder zweimal überwintern, sind die Haare der Stirn lang, während sie bei den aus nicht-überwinterten
Ppn schlüpfenden Faltern kurz sind. Die Hauptformen sind: forma hib. marcellus Cr. (= walshi Kdw.), (\\q marcellus.
Frühjahrsform mit breiten weissen Bändern, zuweilen treten rote Discaltlecke auf der Oberseite des Htlgls
auf (ab. abboti Edw.)\ forma hib. loc. floridensis Holl, ist die Frühjahrsform aus Florida, die breitere schwarze abboti.
Binden als marcellus besitzt: forma hib. telamonides Fldr. (14c) ist die spätere Frühjahrsform, die den Übergang floridensis.
in die Sommerform bildet, Vtlgl etwas länger als bei f. hib. marcellus, die schwarzen Binden breiter, die i^lomomdes.
Fransen des Schwanzes ausgedehnter weiss; forma aest. lecontei 11. n. J. {= marcellus auct. non Cramer), gross, lecontei.
die schwarzen Binden breit. — P. marcellus kommt vom südlichen Ganada bis Florida und Texas und west¬
lich bis in die Prairiedistrikte der Mississippiebene vor. Sehr häutig wo Pawpawbäume Vorkommen. Der
Flug der Sommerstücke ist eleganter als der der Frühjahrsexemplare. Der Falter Avandeif oft in ziemlicher
Menge, in schnellem Fluge nahe dem Boden nordwärts ziehend. Er ist in den nördlichen Gebieten seines
Vorkommens eben nur ein Zuzügler, kein ständiger Bewohner.
P. marcellinus Doubl. (= sinon F. non Poda) (14c). Vtlgl mit Idassgrünen Binden und einer Reihe marcellinus.
Submarginaltlecke ; Hflgl mit schwarzem Submedianbande, das bis zum schwarzen Saume reicht: die rote
Linie der Htlglunterseite breit, bis zum braunen Saume reichend. Duftschuppen des cf lang. — Jamaica.
P. celadon Lucas {= sinon God. non Poda) (14c). Der vorigen Aid ähnlich, aber auf dem Vtlgl celadon.
hängt das blassgrüne Discalband mit dem 3. und 4. blassgrünen Zellbande zusammen, nicht mit dem 4. und 5. ;
die rote Linie der Htlglunterseite dünn, kürzer als bei marcellinus. Das Analtergit des cf ist nicht geteilt,
da die Seitenzinken fehlen. — Guba: vielleicht auch in Florida.
P. zonaria Btlr. (= sinon F. non Poda (14c). Die blassen Binden schmal; die 4. und 5. blassgrüne zonaria.
Zellbinde des Vtlgls mit dem Discalbande zusammenhängend, schmal, voneinander getrennt. — Haiti.
P. philolaus Boisd. (14d). Fhlr schwarz: das 7. blassgrüne Band des Vtlgls nur durch einen Fleck philolaus.
vertreten; Hflgl hinten mit 2 roten Flecken ; auf der Unterseite die rote Linie des Htlgls auf beiden Seiten
schwarz gerandet, vorne wellig. Duftschuppen des cf kurz, breit, unregelmässig, in eine Anzahl Fäden aus¬
gezogen. Das ? in 2 Formen: ?-f. philolaus RoL'(/. dem cf ähnlich, die Unterseite blasser; ?-f. niger Eimer niger.
(= nigrescens Eimer, felicis Frühst.) (14d), die blassgrauen Binden der Flügelhaut schwarz beschuppt, die
Hügel daher schwarz mit schwachen Spuren der Binden. — Rp nicht bekannt. Der Falter häufig von Mexiko
bis Nicaragua, in niedrigen Lagen, oft in Mengen am Rande von Flüssen auf dem Sande sitzend.
P. xanticles Bates (= plaesiolaus Stgr.) (1Gb). Die blassen Binden gelb, das 7. Band des Vtlgls
mit dem breiten Discalbande zusammenbängend, nicht wie bei philolaus durch einen einzigen Fleck ersetzt.
Zwei Formen, die dem cf ähnliche, welche zweifellos existiert, ist aber unseres Wissens noch nicht auf¬
gefunden; die zweite Form, ?-f. philenora Haase (= sheba P. n. J.), ist schwarz, mit Ausnahme der gelben phllenora.
Submarginal- und der roten Analtlecke. Duftschup]Ten des cf wie bei philolaus. — Panama und am Fuss
der Santa Marta in Nord-Golumbien.
P. oberthueri li. u.J. (14d). Dem philolaus ähnlich, die blassen Binden breiter, das weisse Discalfeld oberthueri.
an der 2. Mediane ungetähr l‘/2mal so breit wie das schwarze Saumfeld: Hflgl schmäler als bei philolaus, das
40
l’APILIO. Von Dr. K. Jokdan.
schwarze Mittelhand reicht mir bis an die Zelle; letztere weniger als bei philolaus zugespitzt. Die Duft¬
schuppen des cf länger. Das ? nicht bekannt. — San Pedro Sula, Honduras (in coli. Charles OiiERTHtTR).
Unsere Abbildung ist zu klein.
arcesilaiis. P. arcesllaus Lucas (= anaxilaus I^ldr.) (14d). Fhlr schwarz; Vtlgl mit 6 grünlichen Binden und
einer Reihe Suhmarginaltlecke, das 6. Band kurz, von dem grünlichen Discalfehle getrennt. Duftschuppen
des cf lang. — Nord-Venezuela und Columbien.
P. epidaus. Fldr schwarz ; Flügel weiss, halhdurchsichtig, aussen fast glasig. Das 2. schwarze Band
des Vtlgls erreicht den Hrd aussen von der Mitte und das Discocellularband ist bis zur 2. Mediane oder bis
epidaus. zum Hinterwinkel des Flügels fortgesetzt. Rp nicht bekannt. Mexiko bis Honduras. — epidaus Doubl .
(15 c). Das 2. schwarze Band des Vtlgls nicht über halb so breit als der helle Zwischenraum zwischen dem
2. und 3. Bande, gewöhnlich schmäler: das 5. Band nicht weit über die 2. Mediane hinausreichend, nicht bis
an das Saumband reichend: der hintere Teil des Mittelhandes des Htlgls, auf der Oberseite, dünn oder nur
angedeutet. Von Ost-Mexiko bis Nicaragua, von wo neuerdings Exemplare dieser Form gekommen sind. —
tepicus. tepicus B. u. J. 1. und 2. Band des Vtlgls breiter als bei der vorhergehenden Form, 5. Band hinten mit der Rand¬
binde vereinigt; Htlgl länger und der Costalrand kürzer als beiden anderen Formen. West-Mexiko: Provinz
fetiochionis. Jalisco. — feuochionis (iodm. u. Salv. 5. Band des Vtlgls bis zum Hinterwinkel verlängert, Htlgl viel mehr
ausgedehnt schwarz als bei den vorigen Subspecies. Südwestliches Mexiko : Oaxaca, Guerrero.
bellerophon. P. bellerophou Dcdm. (= coresilaus Godt., swainsonius Swains.) (15 a). Der einzige Papilio , dem
die 1. Subcostale des Vtlgls fehlt. Vtlgl halbdurchsichtig, mit 4 schwarzen Binden. ? dem cf ähnlich, mit
etwas l)reiteren Htlgln. Duftorgan des cf wollig. - Brasilien: Minas Geraes, Parana, Santa Gatharina,
ziemlich selten.
Protesilaus-Gruppe.
Die Arten der nun folgenden j;/'w/e.9//c»s-Gruppe sind mit Ausnalnne von npesdnus sclnver voneinander
ohne Zuhilfenahme der Genitalien der Falter zu unterscheiden. Die i'ote Linie der Htiglunterseite ist nur an einer
Seite schwarz gerandet. Diese weissen , schwarz gebänderten Falter gehören zum Teil zu den häutigsten Papilios
Südamerikas, aber nur die o^cf, die dagegen sind sehr selten in den Sammlungen. Die cfcf sitzen oft in dichten
blassen auf feuchtem Sande oder Schlamme. Die Rp ist mit Sicherheit nur von einer der Arten bekannt ( P. sfe/io-
drs)UHs)\ sie ist grün, dorsal schwarz gefleckt und quer gebändert, zuweilen fehlen die schwarzen Zeichnungen bis
auf eine Querlinie des Prothoi'ax. Das Rückenhorn der Pp ist sehr lang. Die Falter sind tro])isch.
P. agesilaus. Leicht daran zu erkennen , dass die rote Linie des Htlgls nach aussen schwarz
gerandet ist. Von Mexiko bis Bolivien und Goyaz in Brasilien verbreitet, noch nicht aus Nicaragua und
fortis. Costa Rica bekannt, wo das Tier aber gewiss vorkommt. - fortis B. u. J. von Südwest-Mexiko : Guerrero,
Atoyac, Oaxaca. Die schwarzen Binden l)reit, Lund 2. Band des Vtlgls etwa "/s so breit wie der Zwischen¬
raum, beide bis zum Hrd fortgesetzt, oder das 2. Band wenigstens über die 2. Irdsader hinausreichend; das
weisse Submarginalband nicht breiter als das schwarze postdiscale Band, letzteres nicht von einer blassen Linie
neosilaus. längsgeteilt; Abdominalrand des Htlgls schwarz, die beiden roten Analtlecke schwarz umzogen. — neosilaus
Ilopff'. Die schwarzen Binden schmäler als bei foriis, das 1. und 2. Band des Vtlgls höchstens halb so breit
als der weisse Zwischenraum, das durchsichtige Submarginalband breiter als die schwarze Postdiscalbinde :
Abdominalrand des Htlgls teilweise weiss, die roten Analtlecke vorne breit weiss gerandet, viel weniger breit
eimeri. schwarz umzogen als bei /o/YA. Ost-Mexiko, Guatemala, Britisch-Honduras, Honduras. — eimeri B. u. J.
Das durchsichtige Submarginall)and des Vtlgls zwischen der 4. und 5. Subcostale höchstens so breit als die
schwarze postdiscale Binde, welche an seiner inneren Seite steht. West-Columbien, oberes Cauca-Tal und
agesilaus. Panama. — • agesilaus Guer. (= conon llew., se[)tenilineatus Eimer) (15c). Postdiscalband der Vtlgloberseite
ohne helle Mittellinie, schmäler als die costale Hälfte des durchsichtigen Submarginalbandes; subbasales Band
des Htlgls auf der Oberseite nur durch einen dünnen auf der 2. Mediane stehenden Strich vertreten, ln Grösse
autosilaus. sehr veränderlich. Zentral- und Ost-Columbien, Nord-Wnezuela. — autosilaus Bates. Postdiscalband des
Vtlgls durch einen blassen Streif längsgeteilt; subbasales Band des Htlgls auf der Oberseite voihanden.
Orinoco, Guiana, Amazonenstrom, Goyaz, die Ostabhänge der Anden von Ecuador bis Bolivien, sowie Paraguay,
noch nicht vom südöstlichen Brasilien bekannt ; wie die vorige Subspecies sehr häufig.
P. glaucolaus. Um diese und die folgenden Arten sicher zu unterscheiden, ist es nötig, Exemplare
aus derselben Gegend miteinander zu vergleichen und eventuell die Sexualorgane mit in Betracht zu ziehen.
Bei f/hntcolam ist das schwarze Postdiscalband des Vtlgls weit von der Hinterecke der Zelle getrennt, oder
es sind die Zähne des Htlgls sehr stumpf und die hinteren Suljinarginaltlecke bräunlich überzogen. Duft-
schup})en des cf so lang wie bei protesdaus; die Harpe tiügt am Dorsalrande einen sehr hohen Zahn und der
Zentral- sowie der Ventralfortsatz sind kurz, letzterer den Unterrand der Haftklappe nicht erreichend. Von
Panama bis Guiana, oberer Amazonas, südwärts bis Matto Grosso, uns noch nicht aus Südost-Peru, Bolivien,
Paraguay, dem eigentlichen Brasilien und unterem Amazonas bekannt. Nur cfcf in den Sammlungen. Eine
glaucolaus. häufige Art. Rp nicht bekannt. — glaucolaus ßcdes (15a). Grüidich ; Band 1 und 2 des Vtlgls nicht über
Ausgeyeben 16. IX. 07.
PAPIIjK). Von Dr. K. Jordan.
41
die 2. Innenrandsadei' hinaus reicliend, Band 6 2 bis 3 nun von dei- llinterecke der Zelle eidJej-nt, vor dei'
2. Radiale nicht verschmälert, das durchsichtige Suhmarginalhand am 5. Suhcostalast wenigstens doppelt
breit als das schwarze Saumband. Panama, Columbien, mit Ausnahme der Provinz Cauca, \'ielleicht rucJi
in Nord-Venezuela. — melaenus H.u.J. Die schwarzen Binden breiter als hei der vorigen l-'orm. der diire}). meUienus.
sichtige submarginale Zwischenraum des Vtlgls am o. Suhcostalast gewöhnlich nur wenig oder gar nielji
breiter als das Randhand, in einzelnen Stücken jedoch viel breiter, in welchem Palle aber der Zwischenraum
zwischen Binde 5 und 6 entsprechend verschmälert ist. West-Columhien, oberes Caucatal. — leucas A'. ’c •/. /eaca:,.
Flügel nur wurzelwärts deutlich grün; Postdiscalband des Vtlgls nahe der Hinterecke der Zelle und ge¬
wöhnlich vor der 2. Radiale verschmälert. Htlgl stumpfer gezähnt als hei pratesilaus, die Suhmarginaltleckc
gebräunt, Band 2 des Vflgs von der Zelle ab oben schmäler als unten , die Seiten der Stirn weiss. Die
Harpe des leucan stumpfer als bei glaucolaus, der Dorsalzahn schmäler und der Zenti'alfoifsatz längei’.
Orinoco, Guiana, Amazonas, Ost-Ecuador, Ost-Peru, Matto Grosso; häutig.
P. molops. Das 1. und 2. schwarze Band des Vtlgls breit und beide oder wenigstens eins derselben bis zum
Hrd reichend, das 4. Band gewöhnlich ganz durch die Zelle gehend. Der gezähnte, abwärts gebogene Dorsal¬
rand der Harpe gerundet-erweitert. ? unbekannt. Tropisches Süd-Amerika, weit vei'breitet, aber nur einzeln
unter den weissen Faltern dieser Grupjm. — molops R. u. ,J. Fhlr braungelb; der schwarze Seitenstreif wo/o/«,
des Hlbs so breit wie der an seiner Dorsalseite liegende gelbweisse Streif; 1. und 2. Band des Vtlgs breit,
das 1. den Hrd nicht erreichend, die anderen Binden gleichfalls lu’eit, besonders ist die 6. breiter als bei allen
anderen Formen der pro/csf/öRs-Gruppe, da sie w'enigstens so breit wie der Zwischenraum zwischen Band ö
und 6 ist; dies 6. Band dicht an der Hinterecke der Zelle. Dorsalrand der Har])e plötzlich erweitert. Nordwest-
Ecuador und West-Columbien. — hetaerius R. u..J. (15b). Von der vorigen Form leicht durch die dünneren hetaerius.
schwarzen Binden zu unterscheiden; er sieht den mit hetaerius zusammen vorkommenden protesilaus-Y ormew
zum Verwechseln ähnlich, ist jedoch viel kleiner als der columbische protesüaus und hat einen viel w^eniger
scharf gezähnten Htlgl. Seiten der Stirn stets weiss; 1. und 2. Band des Vtlgls bis zum Hrd reichend, oder
das 2. Band ganz wenig abgekürzt; der weisse Submarginalmond zwuschen der 1. und 2. Radiale des Htlgls
schmäler als der entsprechende Marginalmond; der Zwischenraum des subbasalen und medianen Bandes der
Htlglunterseite länger als bei profesilaus. Harpe etwas von der Harpe des molops verschieden, Dorsal- und
Ventralrand mehr gezähnelt, der Ventralfortsatz länger und dem Ventralrande der Haftklappe zugekrümmt.
Guiana, Amazonas, Columbien und Ecuador (Westseite ausgenommen), Peru und Bolivien. — megalurus R. u. .7. megahmis.
Fhlr schwarz wie beim brasilianischen Stirn seitlich w'eiss; die weisse subdorsale Linie des Hlbs
dünn; 1. und 2. Vflglband erreichen den Hrd, 6. Band von der Zellecke getrennt; die schwarzen Zeichnungen
des Htlgls etwas mehr ausgedehnt als bei hetaerius., der rote Analtleck länger; Schwmnz lang und breit.
Dorsalrand der Harpe weniger als bei den andern wm^ojrs-Formen erweitert. Brasilien: Leopoldina, aber
wahrscheinlich weiter verbreitet.
P. protesüaus. Submarginalflecke des Htlgls weiss, selten schwach gelblich, Htlgl stäiker als bei
glaucolaus gezähnt, die Binden 1 und 2 des Vtlgls im ganzen kürzer als bei molops. Stirn zuweilen ganz
braunschwarz. Die Duftschuppen sehr lang und dünn. Der Dorsalrand der Harpe umgebogen, flach auf
der Harpe liegend, stark gezähnt. Rp nicht bekannt. Mexiko bis Süd-Brasilien. — penthesilaus Ftdr. penthesilaus.
Gross; Dorsalstreif des Hlbs sehr schmal; Band 1 des Vtlgls bis an den 2. Submedianast, Band 2 ein wenig
darüber hinausgehend; Band 4 kurz, dreieckig, selten bis zur 2. Zellfalte reichend; Band 6 von der Zell¬
ecke getrennt, vor der 2. Radiale etwas verschmälert, hinten fast immer vom Saumbande getrennt; roter
Analtleck des Htlgls gross, Randzähne zum Teil stark vorspringend, Fransen weiss, ausser an den Ader-
spitzen. Apex der Harpe zugespitzt, Dorsalrand gerundet. Mexiko, die einzige Form dieser Grupi)e, die
so weit nördlich vorkommt; sie findet sich in Vera Gruz, Yucatan, Atoyac, Oaxaca etc. im Waldgebiete
und geht im Süden vollständig in die nächste Form über. — macrosüaus Gray von Guatemala, Britisch macrosilaus.
Honduras, Honduras und Nicaragua. Band 1 und 2 des Vtlgls schmal, 4 fehlt oder ist nur durch einen
Gostaltleck vertreten, '6 an der 2. Radiale etwas gewinkelt und costalwärts verschmälert, hinten mit dem
Saumbande verbunden; letzteres weniger scharf begrenzt und etwas blasser als bei penthesilaus, durch¬
sichtiges Submarginalband mit Haarschuppen; roter Analtleck des Htlgls schmäler als bei penthesilaus. Spitze
der Harpe abgestutzt, Zentralfortsatz kürzer als bei der mexikanischen Form, spatelförmig, an der Spitze
stark gezähnt, Ventralfortsatz den Unterrand der Haftklappe nicht erreichend, nach hinten gebogen. —
leucones R. u. ,T. Schwarze Dorsallinie des Hlbs fehlend oder dünn; Band 1 des Vtlgls dünn, 2 bis zum lencones.
Hrd oder nahe an denselben gehend , die Zwischenräume zwischen 1 bis 3 an der Mediane von gleicher
Breite; die weissen Marginal- und Submarginaltlecke des Htlgls gross, der Saum nur an den äussersten Spitzen
der Adern schwarz, aber die Fransen von der Costa bis zur 2. Radiale teilweise schcvarz; roter Analtleck
gross. Harpe ähnlich der des macrosilaus, einige der Zähne des Ventralrandes vergrössert, Ventralfortsatz
ungezähnt, den L^nterrand der Haftklappe nicht erreichend, die Zähne des spatelförmigen Zentralfortsatzes
mehr oder weniger dorsal gerichtet. Manaure, am Fusse der Santa Marta in Nord-Columbien ; wahrscheinlich
bewohnt diese Form die Nordküste Columbiens. — dariensis R. u. ,1. Dorsallinie des Hlbs breit, der Saum dariensis.
des Htlgls zwischen Costa und 1. Radiale ganz oder fast ganz schwarz. Der erweiterte Teil des Dorsal-
V
6
42
PAPILIO. Von Dr. K. Jobdak.
randes der Harpe distal mit dreieckigem Zahn, Ventralfortsatz von der Wurzel bis zur Spitze gezähnelt.
Dem archesilmis sehr ähnlich, Vtlgl an der Wurzel breiter grün, die schwarzen Bänder etwas dünner, Band 1
nicht über den 2. Submedianast hinausgehend, 4 selten bis zur 2. Zellfaite reichend; Htlg weniger stark als
bei archesilaus gezähnt, das Subbasalband der Vllglunterseite schmäler. Flügel des ? schwach gelblich,
besonders die Analgegend des Htlgls. Costa Rica, Panama und die Inseln an der Westküste Panamas. • —
archesilaus. archesilaus Fldr. (= rubrocinctus Eimer partim) (15a). Im ganzen bedeutend grösser als protesilaus , Hflgl
stärker gezähnt, der Apex der Zelle des Htlgls unten mehr oder weniger rot gerandet. Columbien, West-
protesilaiis. Ecuador, und Nord- Venezuela. — protesilaus L. (15 c). Band 1 und 2 des Vtlgls reichen gewöhnhch über
den 2. Submedianast hinaus, 4 geht meist bis über die Mitte der Zelle hinaus und erreicht zuweilen den
Hrd der Zelle, das durchsichtige Submarginalband trägt wenigstens im Costaldrittel bräunliche Schuppen;
Hflgl stärker gezähnt als bei glaucolaus leucas. Stirn bei Exemplaren aus den Anden oft ganz braunschwarz.
Dorsalrand der Harpe in einen Zahn erweitert, der bei Exemplaren aus den Anden zuweilen fehlt. Orinoco,
nigricornis. Guiana, Amazonas von Parti aufwärts, Ost-Abhänge der Anden von Ecuador, Peru und Bolivien. — nigri-
cornis Stgr. (= leilus Swains. partim). Fhlr gewöhnlich schwarz; Stirn braunschwarz, an den Seiten nicht
weiss. Dorsalband der Harj^e mit grossem Zahn. Ost-Paraguay und Brasilien.
he/ios. P. helios E. u. J. (i5b). Fhlr und Stirn wie bei nigricornis braunschwarz. Flügel gelblich; Vtlgl
durchsichtig; Htlgl schärfer gezähnt als ])ei nigricornis, das schwarze Postdiscalband gerade, hinten nicht wie
bei den proics/ZuM-s-Formen unterbrochen, die Älarginal- und submarginalen Flecke gelblich. Unterseite gelber
als Oberseite; die rote Linie des Htlgls an der Aussenseite weiss gerandet. Dorsalrand der Harpe nicht in
einen grossen Zahn erweitert, der 4pex der Harpe zugespitzt, Ventralfortsatz ungezähnt. — Brasilien, uns
nur aus Parana bekannt.
orthosilaus. P. orthosilaus Wcym. (16 c). Fhlr gelbbraun, nicht schwarz. Stirn an den Seiten gelblich weiss.
Vtlgl durchsichtig; Htlgl stark gezähnt, auch oben mit einem Zentralbande, das Postdiscalband und der
schwarze Saum zu einem breiten Randbande zusammengetlossen, die gelblichen Marginal- und Submarginal¬
monde klein. — Paraguay und Goyaz in Brasilien; selten, unseres Wissens bis jetzt nur 3 cfcf bekannt.
earis P. earis R.u.J. (16a). Fhlr dunkel gelbbraun. Stirn an den Seiten gelblich. Flügel schwach gelb¬
lich, unten schwach rötlich; Binden schmal, 4. Band des Vtlgls zu einem Fleckchen reduziert, 6. Band dicht
an der Hinterecke der Zelle; die gelblichen Marginal- und Submarginaltlecke des Htlgls schmal, olien und
unten kleiner als beim namentypischen ‘protesilaus \ Htlgl unten mit pfeilförmiger langer schwarzer Makel
vor dem Abdominalrande, diese Makel bei protesilaus reduziert. Dorsalrand der Harpe schwach erweitert,
Ventralfoi'tsatz ungezähnt, den Unterrand der Haftklappe nicht erreichend, Zentralfortsatz kurz, breit, spatel¬
förmig, stark gezähnt. ? nicht bekannt. — Östliches Ecuador, wahrscheinlich weiter verbreitet.
stenodesnius. P. stetiodesmus E. u. J. (15b). Fhlr schwarz. Stirn seitlich weiss. Vtlgl distal durchsichtig, die
Binden dünn, Zwischenraum von Band 1 und 2 halbnochmal so breit als der von Band 2 und 3 ; Htlgl länger
als bei protesilaus und pentliesüaus, gewöhnlich schwach gelblich, stark gezähnt, Zentralband der Unterseite
etwas gebogen, der Zellspitze näher stehend als bei protesilaus und telesilaus. Dorsalrand der Harpe nicht
erweitert. Rp und Pp vergl. Seite 40. — Paraguay; Brasilien, von Petropolis bis Blumenau; eine häutige
Art, gewöhnlich mit protesilaus und telesilaus verwechselt.
P. telesilaus. Körper und Flügel gelblich; Fhlr l)raungelb, Stirn an den Seiten weiss; Sub- und
iMarginaltlecke des Htlgls gelb. Dorsalrand der Harpe schwach oder gar nicht erweitert; Zentralfortsatz
entweder einfach oder ventral an der Basis gezähnt. Duftschuppen kürzer und breiter als bei den anderen
Arten dieser Gruppe, mit Ausnahme des agesilaus. Rp nicht mit Sicherheit bekannt. Panama bis Süd-
Brasilien; die cfcf sehr häufig, oft mit protesilaus, agesilaus, glaucolaus, etc., zusammen auf feuchtem Sande
dolius. oder Schlamme sitzend. — dolius E. u. J. Band 1 des Vtlgls nicht bis zum Hrd verlängert; Saum des
Htlgls vorne ausgedehnter weiss als bei der nächsten Subspecies; Subbasalband der Hllglunterseite nicht in
die Basalzelle eintretend. Dorsalrand der Harpe nur sehr spärlich gezähnt, kaum erweitert, Zentralfortsatz
telesilaus. v^entral an der Wurzel nicht gezähnt. Panama und Westküste von Columbien. — telesilaus Ildr. (16a).
Band 1 des Vtlgls an der 3. Submediane entlang fortgesetzt ; Subbasalband der Hllglunterseite tritt in die Basal¬
zelle ein. Dorsalrand der Harpe erweitert, gezähnt, Zentralfortsatz mit gezähnten! Kamm ventral der Wurzel.
Zentral- Columbien bis Guiana und Para, südwärts bis Bolivien, Paraguay und Rio Grande do Sul verbreitet.
Thyastes-Gruppe.
Bei den Arten der dichtschipjpigen ///j^cs/rÄ-Grupjie hat der Hflgl auf der Unterseite ein rotes oder braun¬
gelbes Band, das ungefähr ])arallel mit dem Aussenrande verläuft und am Costalrande hinter der Mitte beginnt.
Bei allen Arten läuft die 1. Subcostale in die Costale, was bei den vorhergehenden Grup])en nicht vorkommLv
P. marchandi. Htlgl unten mit braungelbem Discalbande. Zeichnungen der Oberseite gelb, beide
Flügel mit gelbem Discalfelde und Submarginaltlecken, das Feld des Vtlgls costalwärts durch mehrere Flecke
mardiandi. fortgesetzt. Rp nicht bekannt. Mexiko bis West-Ecuador. — marchandi Boisd. (16b). Das braungelbe
PAPILIO. Von Dr. K. JcniDAN.
48
Discalband der Hflglunterseite vorne gewöhnlich gebogen. Discalfeld der Ober.seile beider Flügel tief diinkf-lgelb.
Mexiko bis Honduras, im Hügellanile, in Guatemala bis zu 25(K) Fuss häutig. panamensis Ohrrll,. Hie pamwu-nds.
gelbe Farbe im ganzen blasser als bei der nördlichen Form, zuweilen blassgelb, die Submarginalflecke zwi.'Cht n
2. Radiale und 2. Mediane des Htlgls grösser, das Discalfeld des Vtlgls an den Adern tiefer eingekerbf. ( iosta
Rica bis West-Ecuador.
P. thyastes. Vtlgl mit vollständigem oder unterbrochenem gelbem Discalbande und Htlgl mit grossem
gelbem Discalfelde; Unterseite des Htlgls mit roter Discallinie. Ecuador bis Bolivien; Brasilien. - thyastinus
Oberth. Die Submarginaltlecke zwischen 2. und 3. Radiale des Vtlgls vom entsprechenden Discalilek getrennt,
Discalband gewöhnlich an der 3. Radiale unterbrochen, der 1. Submarginaltleck fehlt oder ist klein. (Jst-
abhänge der Anden von Nord-Ecuador bis Zentral-Peru, oberer Amazonenstrom. — zoros H. //. ■!. Wie zoros.
vorher: der 1. Submarginaltleck des Vtlgls scharf umschrieben; der Discaltleck zwischen 3. Radiale und
1. Mediane distal gewöhnlich abgestutzt, die obere Ecke nicht abgerundet. Südost-Peru und Bolivien. --
thyastes Drunj (= diaphorus Hbn.) (161)). Blasser gelb als die Anden-Formen ; Discalband des Vtlgls nicht thyastes.
oder nur sehr schwach unterbrochen, der Submarginaltleck zwischen 2. und 3. Radiale ganz dicht am Discal¬
tleck oder mit ihm teilweise verschmolzen; das schwarze Discalfeld des Htlgls tritt nicht in die Zelle ein.
Südliches Brasilien, nur von Saö Paulo bis Rio Grande do Sul bekannt.
P. dioxippus Heu'. (t6c). Flügel auf der Oberseite mit gemeinsamem grüngelbem, dreieckigem Fehle; dioxippus.
Vtlgl mit Resten von Gostalbinden ; Htlgl mit 2 roten Flecken am Analwinkel. — Sehr häufig in Bogotä-
Sarnmlungen; Täler der Flüsse Gauca, Magdalena und Meta, in mittleren Höhen. ? nicht bekannt.
P. iacandones. Das Discalfeld des Vtlgls reicht costalwärts bis an die untere Zellecke oder darüber
hinaus. Guatemala bis Bolivien. ? nicht bekannt. — Iacandones Bates von Guatemala und Panama. Vtlgl Iacandones.
mit 4 dünnen Submarginaltleken, Discalfeld nach vorne über die 2. Radiale hinausreichend. — diores It. u. J. diores.
(16b). Vtlgl breiter, mit 5 Submarginaltlecken, die grösser als bei der vorigen Subs])ecies sind, Discalband
nicht über die 2. Radiale hinausreichend, der hintere Subapicaltleck der Zelle viel kleiner als bei Iacandones.
Ostabhänge der Anden von Ecuador, Peru und Bolivien.
P. calliste. Binden und Flecke der Flügel blassgelb oder grünlich gelb, ähnlich wie l)ei dioxippus
angeordnet; Submarginalreihe des Vtlgls gebogen; Htlgl mit 2, selten 3 roten Flecken, und mit 2 sehr grossen
grünlich gelben Marginalflecken von der 2. Radiale bis zur 1. Mediane; Unterseite des Htlgls mit blassem
Saumbande. ? uns nicht bekannt. Mexiko bis Gosta Rica. — calliste Bates {— lorzae Boisd.) (16 bj. Die calliste.
beiden äusseren Zellbinden des Vtlgls deutlich ausgebildet, auch die drittletzte mehr oder weniger angedeutet,
das Discalfeld an der Zelle vor der 2. Mediane ausgerandet. Westliches Mexiko, Guatemala und Britisch-
Honduras. — olbius R. ii. J. Gi'össer als die vorige Form; auch die äusseren Zellbänder des Vtlgls in der olbius.
Mitte schwarz überzogen; Discalfeld breiter, daher das schwarze Saumfehl auf beiden Flügeln schmäler als
bei calliste-, Submarginallinie der Vflglunt ersehe von der 1. Mediane ab nur angedeutet. Gosta Rica.
P. leucaspis. Stirn ganz braunschwarz; Hlb unten gelblich; die Flügel mit gemeinsamem, drei¬
eckigem, grüngelbem Felde; das braune Saumfeld mit schwärzlichen Linien parallel zum Saume. ? nicht
bekannt. Golumbien bis Bolivien; ein recht häutiger Andenfalter. — lamis R. u. ./. Die hinteren Zelltleke lamis.
des Vtlgls gross, auch unten sehr deutlich. Golumbien. — leucaspis Godi. (16c). Die Zelltlecke des Vtlgls leucaspis.
kleiner, unten gewöhnlich eben angedeutet, die beiden äusseren hinteren Zelltlecke weiter voneinander
entfernt. Ostabhänge der Anden von Ecuador bis Bolivien.
Dolicaon-Gruppe.
Die hier folgenden 7 Papilios bilden die dolicaoii-Gmm^e. Bei diesen Arten ist auf der Unterseite des
Htlgls keine rote oder gelbe Binde vorhanden. Es ist bei einigen Arten nur die 1. Subcostale des Vtlgls distal mit
der Costale vereinigt, während bei anderen auch die 2. Subcostale mit der Costale in Verbindung tritt.
P. serville. Vtlgl mit breitem schwarzem Zellbande, das schräg vom Gostalrande zum Saumfelde läuft
und sich mit demselben vereinigt. Im Vtlgl die 1. und 2. Subcostale nach aussen mit der Gostale vereinigt,
die 2. Subcostale selten frei. ? nicht bekannt. Nord-Venezuela, Golumbien bis Bolivien. Häubg. — acritus acritus.
R. ii. J. Die Flecke auf Kopf und Brust klein, ebenso der gelbliche Seitenstreif des Hlbs reduziert, die
Zeichnungen zuweilen fehlend; Zelle des Htlgls gewöhnlich ohne schwärzliche Streifen. Nord-Venezuela,
Ost- und Zentral-Golumbien. — ■ serville Godt. (= servillei Boisd., boliviana Weeks) (16cj. Die Flecke auf serville.
Brust und Kopf stets vorhanden, Hlb an jeder Seite mit 2 gelblichen Streifen, von denen der obere breit
ist; Zellstreifen des Vtlgls deutlich, das Subapicalfeld der Zelle immer braun schattiert; die blassen )Makeln
vor dem Saume des Htlgls, auf der Unterseite, deutlicher als bei acritus. West-Golumbien und Ecuador bis
Bolivien.
P. columbus Koll. (= hippodamus Fldr., burtoni Reak.) (16c). Mit sercille sehr nahe verwandt; columbus.
das schmale grüne Gostalband des Vtlgls schräger als bei serville, Saumfeld der Vtigluntei’seite mehr purpur-
weiss, die schwärzlichen Linien in demselben und der gelbliche Streif auf der Unterseite der Abdominalfalte
44
PAPILIO; EURYADES. Von Dr. K. Joedan.
des Hflgls weniger deutlich als bei servüle-, das schwarze Aussenfeid des Hflgls berührt zuweilen die Zelle,
fulva. dringt aber nicht in dieselbe ein. Individuen mit gelblichem statt tiefrotem Analfleck sind ab. fulva Oberth.
$ dem cd ähnlich. Gordillere von Bogota bis zur West-Küste Columbiens, Nordwest-Ecuador; häufig, ein
? in coli. H. J. Adams.
P. orabilis. Kolbe des Fhlrs schwarz ; das schwarze Mittelband des Vtlgls geht nicht bis zum Saum¬
felde, Htlgl mit langem rotem Analtleck, der bis an die 2. Mediane reicht. ? nicht bekannt. Guatemala bis
orabilis. West-Columbien. — orabilis ButJ. Das schräge Discalband des Hflgls oben nicht angedeutet. Costa Rica,
isocharis. Panama und (fraglich) Guatemala. — isocharis B. u. J. (17a). Zentralband des Vtlgls stets bis an die
2. Mediane reichend; das schwarze Saumfeld des Hflgls breiter als bei orabilis, mit einem schräg nach vorne
gerichteten Sporn, der dem hinteren Teile der Discalbinde der Unterseite entspricht. West-Columbien.
saivini. P. salvini Bates (17b). Die schwarzen Binden sehr reduziert, ein schmales Band in der Mitte der
Zelle, nicht über die Mediane hinausgehend; Unterseite glänzend weiss; Htlgl mit schwarzbraunem Discal-
bande, das fast gerade vom Costalrande zum roten Analtleck läuft. 1. und 2. Subcostale des Vtlgls nach
aussen mit der Costale vereinigt. ? und Rp nicht bekannt. — Guatemala, Britisch-Honduras und (fraglich)
Yucatan; die meisten in den Sammlungen enthaltenen Exemplare stammen aus den Wäldern im nörd¬
lichen Vera Paz, Guatemala.
caliias. P. callias B. u. J. (= columbus Heiv. non Kollar) (17a). Das kurze Zellband des Vflgls viel breiter
als bei salvini, das Discocellularband auch kurz und breit, sich an der Hinterecke der Zelle mit dem Saumfelde
vereinigend; Htlgl kürzer als bei den vorhergehenden Arten; der vor dem dünnen Schwänze stehende Rand¬
zahn verlängei’t, dünn. Htlgl unten mit schwarzem Discalbande, das sich an der Zellspitze in zwei Aste
teilt; dies Band beim ? mehr nach aussen, ganz nahe am Saumfelde stehend, mit dem es fast verschmolzen
ist. — Ost-Ecuador, Peru, Amazonas.
P. dolicaon. Kopf und Brust schwarz, weiss punktiert. Schwarzes Zellband des Vtlgls schräg wie
bei callias, aber noch breiter als bei dieser Art, zwischen Zelle und A2)ex des Flügels ein Fleckenband.
Htlgl gerundet, mit dünnem Schwänze, unten mit gegal)eltem Discalbande, der proximale Ast der Gabel
zum Abdominalrande laufend. Die 1. Subcostale mit der Gostalader vereinigt, 2. Subcostale frei wie bei ca/Kus-
liebriis. Rp nicht bekannt. Columbien bis Paraguay und Südost-Brasilien. — hebrus B. u. J. Das weisse Subapical-
feld der Vtlglzelle costalwärts verschmälert; Htlgl stärker als bei den andern Subspecips gerundet. Unter¬
seite beider Flügel purpurn; das Discalfeld des Vtlgls durch breite schwarze Aderstreifen in Flecke zerlegt;
deileon. Htlgl gelblich. Columbien: Magdalenatal und Cordillere von Bogota. — deileon Fldr. (17a). Saumband
der Htlglunterseite von der 1. Radiale ab schmal, an der 2. Radiale nur 1 — 2 mm breit, der innere Ast des
Discalbandes durchquert die Zelle grade am Ursprung der 2. Mediane, der grünweisse Apicalfleck der Zelle
viel grösser als der costalwärts vor ihm stehende Fleck. Ost-Ecuador bis Bolivien und Matto Grosso und den
Amazonas abwärts l)is Para; nach Feldee auch von »Bogota«, doch mögen seine Exemplare von der Ostseite
tromes. der Gordillere von Bogota oder von Nordost -Ecuador sein. — tromes B. u. J. Grünweisses Sifijapicalfeld
der Vtlglzelle oben sehr schwach schwärzlich schattiert; Saumband des Hflgls breit, die am Apex der Zelle
stehenden grünweissen Flecke zwischen 1. und 3. Radiale klein. Saumband der Vtlglunterseite von der
1. Radiale ab nur etwa 1 mm breit; der innere Ast des Discalbandes des Hflgls etwas distal von der Ur¬
sprungszelle der 2. Mediane stehend, grünweisser Apicalfleck der Zelle höchstens so lang wie der davor
dolicaon. zwischen dem 2. Subcostal- und t. Radialast stehende Fleck. Nord- Venezuela. — dolicaon Cr. Saumband
der Vtlglunterseite an der 2. Radiale beim & 3 — 5 mm breit, beim ? etwas schmäler; innerer Rand des Saum¬
feldes der Htlgioberseite von der Zelle entfernt verlaufend; innerer Arm des Discalbandes der Htlglunterseite
wie bei tromes nach aussen von der Ursprungszelle des 2. Medianastes; der braungelbe Postdiscaltleck zwischen
dem 2. Subcostal- und 1. Radialaste quer zu den Adern stehend. Orinoco; Guiana. — deicoon Fldr. Die
weissen Subapicaltlecke des Vtlgls gross; das schwarze Saumfeld des Hflgls schmäler als bei den anderen
Formen. Paraguay; Brasilien, von Rio Grande do Sul bis Goyaz.
iphitas. P. iphitas Hbn. {— dolicaon Godt. non Gramer) (17a). Dem dolicaon ähnlich; gelb, das schwarze
Saumfeld des Vtlgls hinten schmäler; das schräge Discalband des Hflgls auf der Oberseite vom schwarzen
Saumfelde ab bis Avenigstens zum 2. Subcostalaste vorhanden. ? uns nicht bekannt. — Brasilien, im Hügel¬
lande: Espiritu Santo, Orgel-Gebirge in der Provinz Rio de Janeiro, Pernambuco.
2. Gattung: Burm.
Stirn kurz behaart. Schenkel nackt, nicht wollig, mit- einigen Borsten Amrsehen; Tarsen kurz. Fhlr
mit starker Kolbe und an jeder Seite einer Reihe Sinnesgruben. Stiel der Subcostalgabel des Vtlgls so lang
Avie der hintere Gabelast (= 5. Subcostalast) , 1. Radiale vor der Mitte des Zellschlusses; Basalzelle des
Hflgls gross, 2. Subcostalast Aveit aussen , ungetähr auf gleicher Höhe mit der 2. Mediane von der Zelle ab-
zAveigend, Apex der Zelle gerundet, die Hinterecke stumpf. Die zAveiteiligen Haftklappen des cf nicht ganz
zusammenschliessend ; das ? nach der Copulation mit sog. Legetasche. Rp auf Aristolochia, und ebenso Avie
BARONIA. Von Dr. K. Jordan. — PARNA>SSIUS. Von H. Stiched.
A-r>
die Pp ganz wie bei den Aristolochienf altern aus der Verwandtschaft des Papilio pcrrheJncH geformt und ge¬
färbt. Bei diesen Aristolochienfaltern finden wir ancb sclion eine rudimentäre begetasche; l)ei Knriia(lt;.< ist
dieselbe gross, zweiflügelig. — Diese Gattung ist auf das Gebiet des Rio Parana (mit seinen Nebenflüssen;
beschränkt: Argentinien und Paraguay; 2 Arten, die beide sexuell dimorph sind.
E. duponcheli Lnc. (17b). Geschwänzt; cf sammetschwarz, mit gelbem Bande grosser .Makeln in daponfhelL
der Mitte und auf dem Pltlgl ausserdem 2 Reihen roter Flecke, von denen die submai'ginaien oben nui’
mehr oder weniger angedeutet sind. ? gelbbraun, distal und in der Zelle des Vtlgls schwarz, das Flecken-
band oben nur durch 2 Subcostalmakeln, die auf dem Vtlgl stehen, angedeutet; die roten Flecke des llilgls
oben grellrot; Untei’seite grösstenteils graugelb. — Von Buenos Aires nordwärts, am häufigsten im Xord-
westen Argentiniens.
E. corethrus Boisd. (17b, c). Ungeschwänzt, cf viel blasser als bei duponcheli^ halbdurchsichtig; corethrus.
Hllgl auch oben ausserhalb der roten Discaltlecke mit einem Bande gelber Flecke. ? gleichfalls blasser als
bei der vorigen Art, der Saum schmäler schwarz, die ganz blassroten Submarginaltlecke des Hllgls gross,
dagegen die Discalreihe durch schwarze Flecke ersetzt, nur der letzte immer, oft auch der erste und zu¬
weilen noch die nächsten zwei rötlichgrau gekernt. — Nicht ganz so häufig wie vorige Aid und nicht so
weit verbreitet; mehr in der Nähe des Rio Parana und Rio Paraguay.
3. Gattung: Baroiiia Salv.
Fhlr kurz, mit breiter Kolbe. Beine gleichfalls sehr kurz, Schenkel langhaarig, vor der Spitze mit
einigen Stachelborsten, Tibien rauhborstig; 1. Tarsensegment etwa so lang wie die Schiene; der Sporn
der Vorderschiene bis zu ^ji der Tibie reichend. Vtlgl ziemlich schmal, 1. und 2. Subcostale dicht zusammen,
die 1. mit der Gostale und teilweise auch mit der 2. Subcostale verschmelzend, die 3. fehlt, 4. und b. ziem¬
lich lang gestielt; 1. Radiale von der Zelle ausgehend, Flrd der Zelle fast gerade, kein Mediansporn; Htlgl
gerundet, mit grosser Basalzelle, die 1. Subcostale, welche dieselbe aussen schliesst, sehr schwach; Prä-
costale gegabelt, 2. Subcostale weit mehr nach aussen von der Zelle abzweigend als die 2. Mediane. Schuppen
der Flügel abgerundet. — Die einzige bekannte Art gehört in die Nähe von Farnassius. Guerrero, West-Mexiko.
B. brevicornis Sah. (17 c). Herr 0. T. Baron entdeckte dies eigenartige Tier in der Nähe &qv brevicornis.
neuerdings durch Erdbeben zerstörten Stadt Ghilpancingo , wo die Falter im Juni und Juli in 4500 Fuss
Höhe flogen. Er erbeutete nur 5 Exemplare, die sich in den Sammlungen von Godman, Rothschild und
der Galifornia Academy befinden. Schwärzlichbraun, mit blassgellien Zeichnungen; unten sind alle Flecke
des Hllgls sowie die apicalen und submarginalen Flecke des Vtlgls silberweiss. ? etwas grösser als das cf,
die hellen Zeichnungen ausgedehnter.
4. Gattung: Parnat^Hiiis Latr.
Wegen der allgemeinen Gharaktere wird auf die Ausführungen in Pars I, Bd. 1, Seite 19 verwiesen.
Ein besonderes Gattungsmerkmal ist das Eehlen der Hrdsader im Htlgl und der bei der Gattung Fapilio s. sfr.
vorhandenen Querader zwischen Mediana und Submediana nahe der Wurzel des Vtlgls. Ein auffälliger
Gharakter ist im übrigen die bei Euryades erwähnte Legetasche (Abdominaltasche, poche cornee, pouch) der
begatteten Weibchen, die sich sonst nur noch bei Avenigen verwandten Gattungen in ähnlicher Weise vorfindet,
nämlich bei Eurycus Boisd., Liiehdorfia Criiy., auch vereinzelt innerhalb der Gattung Fapilio (bei F. proneus
llhn.) (Jordan) und bei der ganzen Familie der Acraeiden vorkommt. Dem Wesen dieses Anhängsels sind
eingehende Beobachtungen und Untersuchungen gewidmet. Es ist nicht ein Organ des Körpers, sondern
ein Produkt des Tieres selbst und entsteht bei der Gopulation der Geschlechter in der Weise, dass das cf
ein äusserst schnell erstarrendes Sekret aus einer im Leibesende liegenden Drüse absondert, Avelches im
Augenblick des Austritts mit Hilfe eines besonderen membranösen Organes (Peraplast) in eine bestimmte
Form gebracht und an das Abdomen des ¥ angeheftet wird (Siebold, Thomson, Scuddee). Dieses Produkt
ist also ein von den Gopulationsorganen unabhängiges Gebilde, dessen Form aber von der eigentümlichen
Gestaltung jener abzuhängen scheint, und daher als ein ausgezeichnetes Hilfsmittel zur Unterscheidung der
Arten und zur Bildung von Verwandtschaftskreisen aufzufassen ist. Über den Zweck des eigentümlichen
Gebildes ist nichts Sicheres bekannt. Man sollte annehmen, dass dasselbe irgend eine Rolle bei der Eiablage
spiele, dementgegen steht aber die Beobachtung Thomson’s bei einer Zucht von Farnassius apollo L. im In-
sektarium des zoologischen Gartens zu London; derselbe ist der Ansicht, dass die Tasche nach der Gopu¬
lation ohne jede Nutzanwendung sei. Der Umstand, dass ¥¥ von Parnassews- Arten gefangen worden sind,
in deren Tasche man ein loses Ei fand, lässt die Vermutung zu, dass das Tier dieses so lange mit sich
führe, bis es einen geeigneten Platz zur Ablage gefunden hat.
Die Pamassräs-Formen sind Bewohner des Gebirges in der nördlichen gemässigten Zone, sie fehlen
in den Tropen, Subtropen und in der südlichen gemässigten Zone Amerikas gänzlich, selbst in denjenigen
46
PARNASSIÜS. Von H. Stichel.
Höhenlagen der Gordillere, welche ihren sonstigen Lebensbedingungen genügen würden. Ihr Verbreitungs¬
gebiet ist auf einen westlichen Streifen Nord- Amerikas beschränkt, als Südgrenze ist etwa der 35.*^ nörd¬
licher Breite anzunehinen, im Osten bildet der Hauptzug des Felsengebirges die Grenzlinie, während sie
nördlich in Alaska bis zum Polarkreis Vordringen; im Gebirge steigen sie bis gegen 4000 m (14 000' engl.) auf.
Amerika beherbergt Vertreter von nur zwei nach der Abdominaltasche sachlich zu trennenden Gruppen,
von denen F. thor, clodiiis und ihre Nebenformen zur paläarktischen C/mvA-s-Gruppe mit weisslicher, lang¬
gestreckter, blasenartiger Tasche zu rechnen sind, während die smintheus-Fonnen zur «poZZo-Gruppe mit
kleiner, dunkelbrauner, blattartig zugespitzter und unten gekielter Tasche gehören.
P. eversmanni Mm. (Bd. 1, 10 g) wird in Alaska durch eine Form mit verschmälerten Binden vertreten,
thor. auf welche der nach dem ? aufgestellte Name thor II. Edw. anzuwenden ist. Grundfarbe des cf gelb wie bei der
asiatischen Form, Zeichnung des Vflgls mit derjenigen des ? von P. cJodius ziemlich übereinstimmend, aber die
Binden und Flecke schmaler und die ausserhalb der Zelle liegende Discalbinde etwas weiter von jener ab¬
gerückt, weniger unregelmässig und schärfer begrenzt ; der Hflgl ohne submarginale Halbmonde , nur nahe
dem Discus 2 unbestimmte Wischllecke, das Wurzel- und Hrdfeld schwärzlich, 2 rot gefüllte Augenflecke
an den gewöhnlichen Stellen, der hintere mit einem schwarzen Anallleck durch eine schmale bindenartige
Schattierung vereinigt. ? weisslich mit verbreiterten Binden, im Hflgl der Analfleck doppelt rot gekernt,
die Verbindung desselben mit der hinteren Ocelle breiter, nahe dem Aussenrde eine Reihe scharfer schwarzer
Mondflecke. Nur in 3 Exemplaren (1 cf, 2 ??) bekannt: Am Oberlauf des Yukon-Flusses, Juni.
clodiiis. P. clodius Men. (17 d) ist mit eversmanni sehr nahe verwandt. Grundfarbe weiss, nur beim ? die
ausserhalb der Zelle liegende kurze Gostalbinde mit dem Hrdtleck durch eine unregelmässige Staubbinde
vereinigt, die glasige Submarginalbinde des Vtlgls scharf aber schmal, das cf mit kleinen, das ? mit grösseren,
halbmondförmigen Submarginaltl ecken auf dem Hflgl; bei letzterem der Analtleck meistens rot gekernt.
Küstengebiet von Oregon und Galifornien, südlich bis etwa San Francisco. Die Biologie ist noch unbekannt.
Als Futterpflanze wird Viola vermutet, vielleicht auch Sedum und möglicherweise Vaccinium oder Rubus
(dewberry) (Wright). Wird häufig (noch in neueren Werken) mit dem spezifisch verschiedenen F. darius
Eversm. aus Asien verwechselt oder dieser Name findet auf die Gebirgsform der Art (s. weiter unten) An¬
wendung. — Eine unter der Stammform vorkommende Aberration mit gelblichen anstatt roten Analtlecken
a/taunis. ist ab. altaurus Di/ar. Im nördlich anschliessenden Gebiet fliegt eine durchschnittlich grössere Rasse mit
stark verbreiterter Marginalzeichnung des Vtlgls. Saum- und Submarginalbinde sind zu einem breiten Streifen
claudiarms. vereinigt, durch dessen Mitte nur eine Reihe kleiner weisser Halbmonde zieht. Diese Form ist als clau-
dianus Stich. (17c) eingeführt worden. Bei dem? ist die schwarze Bindenzeichnung weniger intensiv aber
breiter, die Verbindung von Gostaltleck und Hrdtleck nur als schmaler Streif schattiert, im Hflgl sehr grosse
Marginalmondtlecke, der Analtleck ohne roten Kern. Washington (Territ.); Insel Vancouver, Typen No. 27 918
bis 27 921 im Kgl. Zool. Museum Berlin. Es gibt Übergänge zur typischen Form. Vom Gebiet der Haupt-
halditr. form nach Osten im Gebirge aufsteigend findet sich baldur FL W.FMw. (17 e). Dieser ist ausgezeichnet durch
reduzierte und weniger scharfe Zeichnung. Beim cf fehlt im Vtlgi meistens der Hrdtleck und im Hflgl der
Analfleck ; die hintere Ocelle ist in der Regel verkleinert ; das ? entbehrt der submarginalen Mondflecke auf
dem Hflgl, der Analfleck ist selten rot gekernt, in lieiden Geschlechtern die weisse Bestäubung sehr dünn,
etwas durchscheinend. Sierra Nevada, etwa vom Emigrant- bis Truckee-Pass , auch aus dem Wahsatch-
Gebirge (Utah) gemeldet. Variiert ziemlich stark und bildet einerseits Ül)ergänge zur Küstenform, anderer¬
seits tritt eine weitere Reduzierung der Zeichnung ein. Nicht selten sind Exemplare mit punktartig ver-
liisca. kleinertem hinterem Augentleck: ab. lusca Stich. (17 e) oder solche, bei denen beide Ocellen nur rudimentär
menetriesii. erhalten sind: ab menetriesü IL Edw. (17 e). Vereinzelt hingegen tritt ab. lorquini Oberth. auf, welcher die
lorqiiim. Augenflecke gänzlich fehlen. Beim Typus dieser Form sind im übrigen auch alle schwarzen Zeichnungen
ausgelöscht bis auf zwei schmale längliche Flecke in der Mitte und am Ende der Zelle des Vtlgls und etwas
gallatiniis. schwärzliche Bestäubung am Hrd des Hflgls. — Eine weitere Rasse aus Montana, gallatinus Stich., zeichnet
sich dadurch aus, dass beim cf die Bindenzeichnung im allgemeinen schwach ausge])rägt ist, dagegen tritt
eine vollkommene Discalbinde ausserhalb der Zelle, ähnlich wie lief dem ? der typischen Form, auf; Hflgl
ohne Analfleck und mit kleinen Ocellen; das ? ist stärker gezeichnet, teilweise schwärzlich überstäubt, der
Vtlgi mit breiter Submarginalbinde, im Hflgl die submarginalen Mondtlecke und der Analtleck kräftig ent¬
wickelt. Gallatin county (Elrood).
smintheus. P. smintheus Doubl, ist ein amerikanischer Vertreter des asiatischen Jh phoebusF. Grundfarbe kreide-
weiss, Vtlgi mit den der apio/Zo-Gruppe eigentümlichen schwarzen Flecken, bei der typischen Form im Vtlgi
eine unvollkommene Submarginalbinde, die Gostaltlecke schwach rot gekernt, der glasige Saum am Aussenrd
schmal, häufig nur bis zur Hälfte des Flügels reichend, von weissen Saumfleckchen unterbrochen, die weissen
Fransen an den Aderenden schwarz gescheckt; Hflgl mit 2 kleinen rot gefüllten Ocellen, Hrdtleck in der
Regel schwach angedeutet. ? in der Regel etwas grösser, Vtlgi mit grösseren, rot gefüllten Gostaltlecken,
starkem Hrdtleck und breiterem Saum, Hflgl mit grösseren Augenflecken, 1 — 2 rot gefüllten Analflecken und
einer Reihe von submarginalen Halbmondtlecken. Ausserordentlich variabel in Grösse und Zeichnung, beim
FAKNASSIUS. Von W. .Stich kl.
47
(f die Submarginalbinde des Vtlgls manchmal stärker entwickelt, der glasige .Saum in sehr verschiedenei
Weise angelegt, die weissen Stellen darin bald schwächer, bald stärker ausgeprägt, im Mrdfelde mitunter'
ein stärkeres schwarzes Fleckchen, die Gostaltlecke auch ganz schwarz, i'eichlicher rot oder weisslich gekei'nt:
auf dem Hllgl der Analtleck in einzelnen Fällen deullichei' und nahe dem Hände zuweilen einige scliwäi'z-
tiche Fleckchen. Bei den ??, namentlich solchen aus höher gelegenen Gegenden, ist reichere schwarzo
Zeichnung und teilweise Verdunkelung der weissen Grundfarbe eine nicht seltene Erscheinung, auch kommen
öfters in beiden Geschlechtern Individuen mit gelblichen anstatt roten Augenflecken vor, die gewöhnlich
mit hehrii (s. weiter unten) bezeichnet werden. Dieser Name muss aber für die westliche Rasse der Ai-t
voi-behalten Irleiben. Stücke ohne Rot auf der Oberseite, bei denen also auch die (Reellen des Htlgls zu
schwarzen Flecken reduziert sind, werden gewöhnlich als sedakovii Mm. bezeichnet. Dies ist jedoch eine
asiatische Form von P. phoebus F. und ist der Name durch ab. mendica Htich. ersetzt worden. mendka.
Das Ei ist halbkugelig, auf der Höhe etwas eingedrückt, die Oberfläche dicht gekörnt, die Farbe
elfenbeinweiss mit einem schwachen grünlichen Ton. Entwicklung verschieden, einige Eier ergeben die
Rpn in demselben Jahre, andere überwintern. Die junge Rp ist nahezu zylindrisch, von schwarzer Farbe,
der Kör])er mit kleinen behaarten Warzen bedeckt. Erwachsen erreicht sie eine Länge von 23 — 28 mm
(0,9 — 1,1 inch.), die Grundfarbe ist dann schwarzbraun, an der Unterseite und den Beinen braun, der
Körper ist mit kurzen straffen Haaren bedeckt und mit 4 Reihen gelber, zuweilen weisser Flecke gezeichnet,
das Tier besitzt eine gabelförmige, ausstülpbare gelbliche Drüse im Nacken; der Kopf ist breit, mit ein¬
gedrückter Naht, von schwarzer Farlie. Pp zylindrisch, gedrungen, etwa 15 mm (0,6 inch.) lang, die Ober¬
seite fein granuliert, von gelbbrauner Farbe mit grünlichem Schein. Wenn die Rp zur Verpupjiung schreitet,
zieht sie ein Blatt oder mehrere Blätter durch einige Spinnfäden zu einer Art Kokon zusammen, es wurden
aber auch Ppn am Boden unter Holzstückchen ohne Spur eines Gespinstes gefunden. Dauer der Pupjien-
ruhe unbekannt. Die Flugzeit der Falter währt vom Mai bis September, scheint aber von der Witterung
und sonstigen klimatischen Eintlüssen abzuhängen und ist die hauptsächliche Erscheinungszeit der Monat
Juli (CouRTis). Die Eiablage scheint regellos und unbekümmert der Umgebung zu geschehen und bleibt
es der ausschlüpfenden Rp überlassen, ihre Nahrungsptlanze zu finden; es wurde beobachtet, dass die Eier
einzeln an Gras- oder andere Ptlanzenstengel (Gompositen, Artemisia etc.), ja selbst an Steine oder sogar
auf dem Erdboden, aber immer nahe diesem, abgelegt werden. Über die Futterpflanze sind verschiedene
Ansichten kundgegeben, so wurde u. a. Gastelleia integra als solche vermutet (Bruce) und auch Saxifraga
in Frage gezogen, dann aber Sedum stenopetalum als die wahre Nährpflanze bezeichnet (id.); W. H. Edwards
erzog die Rpn mit Sedum ternatum, sie nahmen aber auch andere Sedum -Arten an. Bei Nacht leben sie
verborgen in Schlupfwinkeln an der Erde und kommen erst mit dem Sonnenschein hervor, sie sind häufig
mit Schmarotzern (Tachinen) behaftet. Die Falter sind an ihren Flugplätzen häufig, aber nicht allein wegen
natürlicher Hindernisse der Bodenformation, sondern auch wegen ihres heftigen und hohen Flugs schwer zu
fangen. Frischen männlichen Tieren haftet namentlich zur Zeit der Paarung ein eigentümlicher, strenger
und unangenehmer Geruch an, der an Mäuse erinnert (W. H. Edwards, Weight, Reakirt, Fruiistoreer u. a.).
Heimat der typischen Rasse: Felsengebirge in Wyoming und Colorado.
Die Art ist sehr unbeständig, nach der Erfahrung bei der europäischen und asiatischen .Species ist
Rassenbildung in gewissen begrenzten Lokalitäten aber mit höchster Wahrscheinlichkeit anzunehmen. Diese
Rassen greifen indessen ineinander über und in dem Fluggebiet der einen finden sich Invididuen mit Merkmalen
der anderen Formen und umgekehrt, so dass die bei den folgenden Formen angeführten Charaktere nur für die
Allgemeinheit anzuwenden sind. In zweifelhaften Fällen muss die Heimat des Tieres den Ausschlag für die
Zugehörigkeit geben. Als hermodur IT. Edw. wird gewöhnlich nur eine stark verdunkelte Form des ? bezeichnet, hennodar.
Das Original ist aus südlicherer Gegend des Fluggebietes angegeben, cücf' (17 e) dortiger Gegend sind vor¬
wiegend dadurch abweichend, dass der glasige Saum des Vtlgls nicht durch weisse Flecke am Rande unter¬
brochen ist, die Submarginalbinde ist nur ganz schwach' vorhanden , auch sind die Gostaltlecke mitunter
stark reduziert; ?? kommen in mehr oder weniger verdunkelter Form vor. Der Name kann auf die Gesamt¬
heit der südlichen Rasse Anwendung finden. Süd-Colorado, nördl. Neu-Mexiko. — Bei sayii TU IL Edw. sayii.
(17 d) sind die cf cf gewöhnlich grösser, mit grösseren tiefroten Ocellen und nähern sich sonst dem asiatischen
intermedius Men., bei den ?? ist in der Regel eine reichere Bestreuung mit schwarzen .Schuppen bemerkbar,
so dass dieselben hierin mit den ?? der vorigen Form harmonieren ; die Gostaltlecke des Vtlgls sind gross
und ganz rot ausgefüllt, der glasige Saum breit, nur durch eine Reihe von Kappenflecken von der Sub¬
marginalbinde getrennt, die submarginalen Halbmonde des Hflgls besonders kräftig und zu einer breiten
Binde zusammengetlossen. Montana, Judith Mountains. — Aus dem nach Norden anschliessenden Bereich
des Felsengebirges ist eine kleinere Form als nanus Neumoeg. beschrieben. Diese ähnelt im Typus der ab. namis.
mendica, beim cf fehlt auf der Oberseite jegliches Rot in beiden Flügeln, der grössere Teil des Aussenrds
ist glasartig grau, im Hflgl ist nur das Hinterrdfeld schwärzlich und im Discus steht statt der Ocelle ein
schwarzer Fleck. Das ? ist dem von hermodur ähnlich, dunkel bestäubt mit 2 rot gefüllten Gostaltlecken,
Hflgl mit glasgrauem Saum, die roten Ocellen mit weisser Pu2)i]le, alle schwarzen Zeichnungen lebhaft.
Britisch Columbia und Montana. — Im Westen vertritt behrii W. H. Ediv. {il d) die Art, eine ziemlich behrii.
grosse Form, bei welcher das cf im allgemeinen etwas gestrecktere Vtlgl hat, die Submarginalbinde ist vorn
48
UrJjeschreibungs-Nachweis der amerikanischen Papilioniden.
durch scharfe schwarze Kappentlecke markiert, die sich nach hinten verlieren, \on den Gostaltlecken der
vordere gewöhnlich rötlich gekernt, der glasige Saum ist auf die vordere Hälfte beschränkt, verschmälert
und durch die weissen Randtlecke so weit eingeschränkt, dass er nur als eine Reihe schwärzlicher Keilflecke
erhalten ist; Augentlecke des Htlgls klein. Als besonderes Charakteristikum ist die rotgelbe Verfärbung der
Ocellen und Auftreten kleiner Submarginaltlecke im Htlgi angegeben, diese Merkmale sind aber nicht
konstant. Die ?? tragen im Vtlgl in der Regel stark rot gefüllte Gostalflecke, eine kräftige Submarginal¬
binde, sind im Discus mehr oder weniger schwärzlich bestäubt, auf dem Htlgi sind die submarginalen Mond-
tlecke bindenartig vertlossen und am Rande selbst stehen graue Saumtlecke. Der Eindruck im grossen und
ganzen wie saijU ? oder ein helleres hermoclxr $. Galifornien (Sierra-Nevada), Utah. Eine der ab. mendica
niger. entsprechende Zustandsform dieser Lokalvarietät ist ab. niger Wrighf ; dieselbe trägt auf dem Vtlgl nur
zwei schwarze Zelltlecke, einen kümmerlichen Gostalfleck, Spuren einer Submarginalbinde, der Aussenrd
entbehrt eines glasigen Saumes, beide Ocellen des Htlgls sind zu schwarzen Punkten reduziert. Summit,
magnus. Süd-Galifornieii , 2600 m. — Eine andere grosse Form der Art ist magnus Wright, sie unterscheidet sich
von hetrü nur unbedeutend dadurch, dass die Submarginalbinde des Vflgls fast vollständig, aber weniger
scharf aufgetragen ist, auch ist der Glassaum breiter, bis zum Hinterwinkel ausgedehnt und weniger durch
weisse Saumtlecke eingeschränkt; Htlgi bei dem Original ohne Anal- und Saumtlecke, der vordere Augen-
tleck sehr klein, der hintere auch nur massig gross, dieser mit weisser Pupille, jener ganz rot; ? mit reich
rot gefüllten Gostaltlecken und rot gekerntem Hinterrdtleck -des Vtlgls, im Discus schwärzliche Schattierung,
Saum breit glasig grau; Ocellen des Htlgls gross, die hintere mit weisser Pupille, Submarginalbinde nicht
allzu kräftig, aber am Rande selbst glasige ßesäumung. Enderby, Brit. Golumbia. — Der nördlichste Ver-
apricatus \yq\q\' der Art ist apricatus Stich. (17 d); ausgezeichnet durch rundlichen Flügelschnitt und sehr starke
schwarze Fleckbildung; im Vtlgl die Gostalllecke zu einer kurzen Binde umgestaltet, in welcher vorn ein
fast quadratischer roter Fleck liegt; Submarginall)inde scharf markiert, im Hinterrdfelde ein grosser schwarzer
Fleck; auf dem Hflgl das Hinterrdfeld breit schwarz, ein kleiner Analtleck, die Ocellen gross und tiefrot
gefüllt , in der hinteren einige weisse Stäubchen. ? in der Zeichnung dem cd ähnlich , etwas schwärzlich
überstäubt, Submarginalbinde des Vtlgls und der glasige Saum breiter und vollständig, Htlgi mit breiter
Submarginalbinde und schwärzlich glasigem Saum. Im allgemeinen den ?? der asiatischen jo/mcZ)»s- Formen
sehr ähnlich. — Insel Kadiak (Alaska).
Von älteren Autoren (Moimis, Boisduval) wird P. nomion Finch, d. IV. aus dem Felsengebirge und
Galifornien verzeichnet, nach neueren Angaben (Dvae, Wkight) soll die Art in Alaska Vorkommen. Eine
sichere Bestätigung dieser Angaben fehlt indessen, und es scheint, namentlich bezüglich der Angaben älteren
Datums, eine Verwechslung mit einer Form von sminthem vorzuliegen.
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibung der unter den amerikanischen Papilioniden aufgeführten Formen.
* bedeutet, dass die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
abboti Pap. Mimdf. Canad. Entomol. XV, p. 87.
abderus Pap. Hopff. Nene Scbmett. II, p. 1. *
acauda Pap. Oberth. Et d’Ent. iV, p. 98.
aconophos Pap. Gray. Cat. Lep. Ins. Br. Mns. I, p. fiS. *
acritus Pap. R. & J. Novit. Zool. XIII, p. 73.5.
adaea Pap. R. & J. Novit. Zool. XIII, p. 640.
aeneas Pap. L. Mns. Ulr., p. 197.
agathokles Pap. Roll. Denksclir. Akad. Wien. fMatli.) I, p. 352.
agavus Pap. Dniry. 111. Ex. Ins. III, p. 11. *
agesilaus Pap. Giier. & Perdi. Gen. Ins. Lep. T. I. *
aglaope Pap. Gray. Cat. Lep. Ins. Br. Mus. I, p. 55. *
albanus Pap. Fldr. Verb. Zool.-bot. G. Wien XIV, p. 314.
alexiares Pap. Hopff. Stett. Zt. XXVII, p. 31.
aliasca Pap. Sciidd. Proc. Bost. Nat. H. Soc. XII, p. 407.
alopius Pap. Gray. Cat. Lep. Ins. Br. Mns. I, p 58.
altaurus Parn. Dyar. Bullet. U. S. Nat. Mus., Vol. 52, p. I.'
alunata Pap. Skinn. & Aar. Canad. Entom. XXI, p. 126.
alyattes Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 73.
amazonius Pap. R. &. J. Novit. Zool. XIII, p. 531.
amerias Pap. R. & J. Novit. Zool. XIII, p. 646.
americus Pap. Koll. Denksclir. Akad. Wien (Math.) I, in 354.
atnisa Pap. R. & J. Novit. Zool. XIll, p. 647.
ammoni Pap. Behrens. Canad. Entom. XIX, p. 199.
amosis Pap. Cr. Pap. Exot. III, p. 139. *
amphissus Pap. Hopff. Stett. Zt. XXVII, p. 27.
ampliata Pap. Men. Ennm. Corp. aniin. Mns. Petr. Lep. II, p. 99.
amulius Pap. Esp. Ausl. Scbmett., p. 81. *
anargus Pap. R. & J. Novit. Zool. XIII, p. 674.
anatmus Pap. R. & J. Novit. Zool. XIII, p. 666. *
anaximenes Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. VI, p. 64.
anchises Pap. L. Mns. Ulr., p. 191.
anchisiades Pap. Esp. Ausl. Scbmett., p. 53. *
andraemon Pap. Hbn. Samml. Exot. Scbmett. II, Tat. 98. *
androgeus Pap. Cr. Pap. Exot. I, p. 24 *
androna Pap. R. & J. Novit. Zool. XIII, p. 668. *
antheas Pap. R. & J. Novit. Zool. XIII, p. .506.
antiquus Pap. R. & J. Novit. Zool. XIII, p. 523.
apricatus Parn. Stich. Berlin. Ent. Zeitscbr., Vol. 51, p. 87. *
arbates Pap. Cr. Pap. Exot. IV, p. 198. *
arcas Pap. Cr. Pap. Exot. IV, p. 174. *
arcesilaus Pap. Luc. Kev. Zool., p. 131. *
archesilaus Pap. Fldr. Verb. Zool.-bot. G. Wien XIV, ]). 301.
archidamas Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. 1, P- 321.
archytas Pap. Hopff. Stett. Zt. XXVII, p. 28.
ariarathes Pap. Esp. Ausl. Scbmett., p. 57. *
aristeus Pap. Cr. Pap. Exot. IV, p. 139. *
aristodemus Pap. Esp. Mag. Neu. Ausl. Ins., p. 8. *
aristor Pap. Godt. Enc. Metb. IX, p. 60.
arizonensis Pap. Edw. Papilio III, p. 4.
arriphus Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 393.
ascanius Pap. Cr. Pap. Exot. I, p. 20. *
ascolius Pap. Fldr. Verb. Zool.-bot. G. Wüen XIV, p. 312.
asius Pap. F. Spec. Ins. II, p. 5.
astomis Pap. Esp. Ausl. Scbmett., p. 248. *
autocles Pap. R. & J. Novit. Zool. XIII, p. 557.
autosilaus Pap. Bates. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) V, p. 348.
autumnus Pap. Stgr. Iris .XI, p. 142.
Ausgegeben 25. V. Of<.
Urbeschreibungs-Nacliweis der amerikanisclien Papilionideri.
49
bachus Pap. ridr. Verli. Zool.-l)ot. G. Wien XiV, ]>. S\‘2.
baia Pap. R. ii. J. Novit. Zool. XIII, p. (il4.
bairdi Pap. Bdw. Pioc. Ent. Soc. Phil. VI, p. 200.
baldur Parn. Bdw. Trans. Ainer. Ent. Soc. VI, p. 12.
bari Pa|). Oberth. Et. (I’Ent. IV, p. 72. *
baroni Pap. R. ii. J. Novit. Zool. XIII, p. 047.
behrii Parn. Bdw. Trans. Am. Ent. Soc. III, p. 10.
belemus Pap. Bates. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) V, p. 228.
belephantes Pap. Godni. ii. Salv. Biol. Centr. Am. II, p. 208. *
belesis Pap. Bates. Ent. Mon. Mag. I, p. 1.
bellerophon Pap. Dahn. Ann. Entorn. 1823, p. 37.
belus Pap. Cr. Pap. Exot. II, p. 23 *
birschalli Pap. Blew. Trans. Entom. Soc. Loinl. (3) I, p. 517.
bitias Pap. Godt. Enc. Metli. IX, p. 39.
bogotanus Pap. Bldr. Verh. Zool. -bot. G. Wien XIV, [>. 292.
bolivar Pap. Blew. Trans. Entom. Soc. Lond. (2) I, p. 97. *
bonhotei Pap. Sharpe. Prnc. Zool. Soc. Lond. 1900, p. 201. *
branchus Pap. Doubl. Ann. Mag. Nat. Hist. XVIII, p. 373.
brasiliensis Pap. R. u. J. Novit. Zool. XIII, p. 500.
brevicauda Pap. Saund., Pack. ’s gnide Ins., p. 278.
brevicornis Rar. Trans. Eni. Soc. Lond. 1893, p. 331.
brevifasciatus Pap. Weym. Stett. Zg. LV, p. 312.
brises Pap. R. u. J. Novit. Zool. XIII, p. 010.
brissonius Pap. BIbn. Verz. bek. Sclimett, p. 87.
bunichus Pap. Btbn. Sammlg. Exot. Schrnett. II, Tal. 103.
burchellanus Pap. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. 1872, p. 101. *
cacicus Pap. Luc. Guer. Rev. Zool. (2) IV, p. 132.
caiguanabus Pap. Poey, Mem. Hist. Nat. Cub. I, p. 442. *
callias Pap. /?. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 739.
calicles Pap. Bates, Ti’ans. Ent. Soc. Lond. (2) V, p. 301.
calliste Pap. Bates, Ent. month. Mag. I, p. 3.
calogyna Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII. p. 481. *
calverleyi Pap. Grote, Proc. Ent. Soc. Phil. II, p. 441. *
canadensis Pap. BB. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 580.
capys Pap. Btbn. Sammlg. Exot. Schrnett. I.
catamelas Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 010.
cauca Pap. Oberth., Et. d’Ent. IV, p. 84.
caudius Pap. Btbn. Samml. Ex. Schm. I. *
celadon Pap. Luc., Rev. Zool. (2) IV, p. 130.
cephalus Pap. Godtn. u Salv. Biolog. Rhop. II, ]i. 235. *
chabrias Paj). Btew. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) II, p. 23.
chalceus Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 529.
chamissonia Pap. Bschsch. Kotzeb. Reise III, p. 203. *
chiansiades Pap. Westw., Trans. Ent. Soc. Lond. XXX, p. 101. *
childrenae Pap. Gray, Griff. An. Kingd. XV, p. 073. *
chironis Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, [i. 010.
chlorodomas Pap. Guen. Mem. Soc. Phys. Geneve 22, p. 309. *
choridamas Pap. Boisd. Spec. Gen. Lej). I, p. 318.
chrysomelus Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 028.
cinyras Pap. Mai. En. corp. Mns. Petr. Lep. 1. Sni)pl., p. 08. *
claudianus Parn. Stich. Wytsm. Gen. Insect. fase. 58, p. 15.
clearchus Pap. Bldr. Verh. Zool.-bot. G. Wien XIV, p. 312.
cleolas Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 021.
cleombrotos Pap. Streck. Proc. Ac. Nat. Sc. Phil. 37, p. 175.
cleotas Pap. Gray. Griff. An. Kingd. XV, p. 073. *
clodius Parn. Men. Cat. Lep. Pet. I, p. 73.
clusoculis Pap. Btlr. Gist. Ent. I, p. 85.
cochabamba Pap. Weeks, Canad. Ent. 33, p. 265.
coelebs Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 043. *
coelus Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p 289.
coloro Pap. Wright, Butt. West. Coast, p. 86. *
columbus Pap. H.-Schäff. Cor. Zool. min. Ver. Regensb. 16, ji. 141.
columbus Pap. Roll. Denkschr. Ak. Wiss. Wien, Math. CI. I,
p. 351. *
consus Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 499.
copanae Pap. Reak. Proc. Ent. Soc. Phil. II, p. 141.
corethrus Enry. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 314.
coroebus Pap. Bldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 75.
crassus Pap. Cr. Pap. Exot. II, p. 23. *
cresphontes Pap. Cr. Pap. Exot. II, p. 106. *
crispus Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 525. *
ctesiades Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 642.
curvifascia Pap. Skinn. Ent. News XIII, p. 183.
cutorina Pap. Stgr. Iris XI, p. 139.
cyamon Pap. Gray. Cat. Lep. Brit. Mns. I, p. 00. *
cymochles Pap. Dbl. Ann. Mag. Nat. Hist. 14, p. 410.
daguanus Pap. R. u. J. Nov. Zool XIII, p. 025.
damis Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 456.
damokrates Pap. Guen. Mem. Soc. Phys. Geneve 22, p. 371. *
dardanus Pap. B. Ent. Syst. III 1., p. 10.
dares Pap. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3; V, p. 501.
dariensis Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 710.
V
daunus Pap. Boisd. Spec. Gen. Lej). 1, ]j. :{42.
deileon Pa|). l-'ldr. Verh. Zool.-bot. G. Wien 74, p. 30ij.
devilliers Pap. Godt. Mem. Soc. Linn. Paiis II, Lep. '
diaphora Pap. Stgr. Iris 4, j). 03.
diceros Pap. Gray, Cat. Lej). Brit. Mns. I, p. 48.
diodorus Pap. Hopff. Stell. Zg. 27, p. 23.
dione Pap. A*. ii. ./. Nov. Zool. XIII, j). 039.
diores Pa[). BB. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 731.
dioxippus Pap. Hew. Ex. Butt. I. *
dolicaon Pap. Cr. Pap. Ex. 1, 'l’af. 17. *
dolius Pap. R. u. J. Nov. .Zool. XIII, p. 721.
dominicus Pap. R. u. ,/. Nov. Zool. XIII, ji. 519. ’
drucei Pap. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 131.
duponcheli Enry. Luc. Ann. Soc. Ent. Fr. 1839, p. 91.
dysmias Paj). R. u Nov. Zool. XIII, p. 042.
earis Pap. R. u. ./. Nov. Zool. XIII, p. 723. ^
ecbolius Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 500.
echemon Pap. Hbn. Samml. Ex. Schm. 1. *
eimeri Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 705.
elatos Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 481.
electryon Pap. Bates, Ent. month. Mag. I, p. 3.
epenetus Pap. Hew. Exot. Butt. II. *
epidaurus Pap. Godm. u. Salv. Biolog. Lep. II, p. 224. *
epidaus Pap. Dbl. u. Hew. Gen. Üiurn. I, p. 15. "
eracon Pap. Godtn. u. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1897, p. 248.
ergeteles Pap. Gray, Cat. Lep. Brit. Mns. I, p. 52. *
eridamas Pap. Reak. Proc. Ac. Nat. Phil. 18, p. 248.
eritlialion Pap. Boisd. Si>ec. Gen. Lej). I, ji. 295.
erlaces Pap. Gray, Gat. Lep. Brit. Mns. I, jj. 49. *
erostratus Pap. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. V, [j. 30. *
erythrus Pap. BL. u. ,/. Nov. Zool. XIII, p. 474. *
etias Pap. R. u. Nov. Zool. XIII, p. 486. *
eucharia Pap. BL. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 450. *
eumelea Pap. BL. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 672.
eupatrion Pap. Luc. Cast. Voy. Am. Sud. Zool. III. *
eurysteus Pap. Moscht. Verh. Zool.-bot. G. Wien 32, p. 304.
eurybates Pap. Gray, Cat. Lep. Brit. Mus. I, p. 51. *
euryleon Pap. Hew. Exot. Butt. I. *
eurymander Pa}). Hopff. Stett. Zg. 27, p. 29.
eurymedon Pap. Luc. Rev. Zool. (2) 4, p. 140.
euterpinus Pap. Godtn. u. Salv. Ann. Blag. Nat. Hist. (4) II, p. 150.
evagoras Pap. Gray, Cat. Lep. Brit. Mus. I, p. 01. *
extendatus Pap. Weym. Stett. Zg. 55, p. 312.
fenochionis Pap. Godtn. u. Salv. Ann. Blag. Nat. H. (4i 11, !>. 150.
flavescens Pap. Oberth. Et. d’Ent. IV, p. 79.
flavida Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 115.
fletcheri Pap. Kemp. Entom. News 11, p. 481.
floridensis Paii. Holl. Butt. Book, ]n 307. *
foetterlei Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 487.
fortis Pap. BL. u. J. Nov. Zool. XIII, ji. 704.
fulva Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 74.
gallatinus Parn. Stich. Wytsm. Gen. Insect. fase. 58. p. 15.
garamas Pap. Hbn. Samml. Ex. Schrnett. III. *
garcia Paji. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 592.
garleppi Pap. Stgr. Iris V, p. 427.
gayi Pap. Luc. Rev. Zool., p. 193.
glaucolaus Paii. Bates. Ent. month. Blag. I, ji. 4.
glaucus Pap. L. Syst. Nat. (Ed. X), p. 460.
godmani Pap. BL. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 032.
gratianus Pap. Hew. Exot. Butt. II. *
grayi Pap. Boisd. Sjiec. Gen. Lep. I, p. 303.
haenschi Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 065.
hahneli Pap. Stgr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 39o. *
halex Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 067.
harmodius Pap. Dbl. Ann. Blag. Nat. H. 18, p. 374.
harrisianus Pap. Swains. Zool.-Ill. III, Ent. II. *
hebrus Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 741.
hectorides Pap. Bsp. Blag. ausl. Ins. I, p. 5.
hedae Pap. Boett. Rev. BIus. Paul. V, p. 020. *
Helios Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 720.
hellanichus Pap. Hew. Exot. Butt. 4. *
hephaestion Pap. Bldr. Verh. Zool.-bot. G. Wien 14, p. 298.
hermodur Parn. Bdw., Papilio I, p. 4.
hetaerius Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 711. *
himeros Pap. Hopff. Stett. Zg. 27, p. 26.
hipparchus Pap. Stgr. Exot. Tagf. I, p. 20. *
hippason Pap. Hbn. Verz. bek. Schrnett., p. 87.
hippomedon Pap. Bldr. Wien. Ent. Blon. IIl, p. 393.
hollandi Pap. Bdw. Butt. N.-Amer. 24, p. 50.
50
UrlDesclireibungs-Nachweis der amerikanischen Papilioniden.
homerus Pap. F. Ent. Syst. III. 1, p. 29.
homothoas Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 561.
hyppason Pap. Cr. Pap. Exot. I, p. 46. *
idaeus Pap. F. Ent. Syst. III. 1, p. 16.
ilus Pap. F. Ent. Syst. III. 1, p. 17.
imaus Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 668. *
imerius Pap. Godt. Enc. Meth. 9, p. 69.
inca Pap. R. ii J. Nov. Zool. XIII, p. 653.
indra Pap. Reak. Proc. Ent. Soc. Phil. 6, p. 123.
interruptus Pap. Stgr. Iris V, p. 427.
iopas Pap. Godni ii. Salv Trans. Ent Soc. Lond. 1897, p. 248.
iphidainas Pap. F. Ent. Syst. Ilt. 1, p. 17.
iphitas Pap. Mlvi. Saniml. Exot. Sclimett. II. *
isidorus Pap. Dbl. Ann. Mag. Nat. H. 18, p. 375.
isocharis Pap. R. it.J. Nov. Zool. XllI, p. 738.
isus Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 81.
jamaicensis Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 522.
janira Pap. R. it. J. Nov. Zool. XIII, p. 527.
jelskii Pap. Oberth. Et., d’Eid. 6, p. 113. *
judicael Pap. Oberth. Et. d'Ent. 12, p. 3. *
klagesi Pap. Ehrm. Entom. News XV, p. 215.
lacandones Pap. Bates. Ent. montli. Mag. 1, p. 4.
lacydes Pap. Hew. E(pi. Lep. 1, p. 1.
lamarchei Pap. Stgr. Iris V, p. 428.
lamis Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 733.
laodamas Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. III, p. 393. *
latinus Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 72.
lecontei Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 690.
lenaeus Pap. Dbl. ii. Hew. Gen. Diurn. 1, p. 16. ^
leontis Pap. R. u- J. Nov. Zool. XllI, p. 599.
lepidus Pap. Fldr. Wien. ent. Mon. V, p. 72.
leptalea Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 620. *
leucas Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XllI, p. 709. *
leucaspis Pap. Godt. Enc. Metli. 9, p. 55.
leucones Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 715.
leuctra Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 674. *
linus Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 456. *
locris Pap. R. ii J. Nov., Zool. XIII, p. 457. *
lorquini Parn. Oberth. Et. d’Ent. 14, p. 7. *
lucayus Pap. R. n. J. Nov. Zool. Xlll, p. 521.
lucianus Pap. /Z ii. J Nov. Zool. XIII, p. 518. *
lycidas Pap. Cr. Pap. Exot. II, p. 25. *
lycimenes Pap. Boisd. Gons. Lep. Qnatem., p. 7.
lycophron Pap. Hbn. Saninil. Exot. Schniett. II. *
lysander Pap. Cr. Pap. Exot. I, p. 46. *
Ij simachus Pap. Honr. Berl. Ent. Zeitschr. 32, p. 251. *
lysithous Pap. Hbn. Saniml. Exot. Sclimett. II. *
machaonides Pap. Fsp. Ausländ. Sclimett., p. 191. *
macrosilaus Pap. Gray. Cat. Lep. Brit. Mns. I, p. 34.
madyes Pap. Dbl. Ann. Mag. Nat. II. 18, p. 375.
niagnus Parn. Wright. Butt. West Coast U. S., p. 80. *
marcellinus Pap. Dbl. List Lep. Brit Mus. I, p. 8.
marcellus Pap. Cr. Pap. Exot. II, p. 4. *
marchandi Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 350.
marcius Pap. Hbn. Samml. Exot. Sclimett. 1. *
megalurus Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 712. *
melaenus Pap. R. n. J. Nov. Zool. Xlll, p. 709. *
melania Pap. Oberth. Et d’Ent. 4, p. 78. *
melasina Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 542.
melonius Pap. R. n. J. Nov. Zool. XIII, p. 556. *
mendica Parn. Stich., Gen. Insect. l'asc. 58, p. 2().
menes Pap. /Z n. J. Nov. Zool. Xlll, p. 672. *
menetriesi Parn. Edw. Proc. Cal. Ac. Sei 7. p. 164.
mercedes Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 651.
metagenes Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 673.
nietaphaon Pap. Btlr. Trams. Ent. Soc. Lond. 1874, ji. 434.
microdamas Pap. Burm. Descr. Pep. Arg. V. Lep., p. 63. *
mithras Paii. Grose-Smith. Hhop. Ex. 111. *
molops Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 710. *
montezuma Pap. Westw. Are. Ent. 1, p. 67. *
morelius Pap. R. n. J. Nov. Zool. XIII, p. 635.
mycale Paii. Godm. u. Salv. Biolog. Hho]). 11, p. 199. *
mylotes Pap. Bates. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) V, ji. 346.
nais Pap. R. a. J. Nov. Zool. XIII, ]i. 653.
nanus Parn. Neiimoeg. Entom. Amer. 6, |i. 61.
nealces Pap. R. n. J. Nov. Zool. XIII, p. 558.
neodamas Pap. Luc. Rev. Zool. (2) 4, p. 193. *
neophilus Pap. Hbn. Verz. bek. Sclimett., p. 87.
neosilaus Pap. Hopff. Stett. Zg. 27, p. 26.
nephalion Pap. Godt. Enc. Meth. 9, p. 37.
niger Pap. Eimer, Artbilcl. Schmett., p. 214.
niger Parn. Wright, Butt. West Coast U. S., }). 79. *
nigricornis Pap. Stgr. Exot. Tagf. I, p. 17.
nitra Pap. Edw., Paiiilio, III, p. 158.
numa Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 289.
nymphius Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 612. *
oberthueri Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 696. *
obsoleta Pap. Ehrni. Canad. Entom. 32, p. 348.
oebalus Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 360.
oedippus Pap. Luc. Castein. Voy. Amer. Sud. Ent., p. 197.
oedipus Pap. Fldr. Verh. Zool.-bot. G. Wien. 14, p. 299.
olbius Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 732.
olivencius Pap. Bates. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) V, p. 345.
orabilis Pap. Btlr. Cist. Ent. I, p. 84.
orbignyanus Pap. Lyc. Rev. Zool. (2) 4, p. 192. *
orchamus Pap. Boisd. Spec. Grä. Lep. I, p. 300.
oregonia Pap. Edw. Butt. N. Amer. II. *
orellana Pap. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) II, p. 23. *
ornythion Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 354.
orsua Pap. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. H. (6) III, p. 358
orthosilaus Pap. Weym. Entom. Nachr. 25, p. 195.
osyris Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 74.
oviedo Pap. Gundl. Poey Rep. Nat. Cub. I, p. 279.
oxynius Pap. Hbn. Saml. Exot. Schmett. III. *
pacificus Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 612. *
paeon Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 356.
palamedes Pap. Drury. III. Ex. Ent. I, p. 36. *
pallas Pap. Gray, Cat. Lep. Brit. Mus. I, p. 39. *
panamensis Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 75.
panthias Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 638. *
panthonus Pap. Cr. Pap. Exot. III, p. 1,54. *
paraensis Pap. Bates. Journ. Ent. I, p. 225.
paralius Pap. R. u. J. Nov. Zool, XIII, p. 474. *
parianus Pap. R. u. J. Nov. Zool., XIII, p. 502.
parsodes Pap. Bates. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) V, p. 344.
patros Pap. Gray, Cat. Lep. Brit. Mus. I, p. 43. *
pausanias Pap. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (2), p. 22. *
pelaus Pap. F. Syst. Ent. Lep., p. 444.
peleides Pap. Esp. Ausl. Schmett., p. 150. *
penthesilaus Pap. Fldr. Verh. Zool.-bot. G. Wien. 14, p. 301
pergamus Pap. Edw. Proc. Col. Ac. Sei. V, p. 423.
perrhebus Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 305.
phaeton Pap. Luc. Gastein. Voy. Amer. Sud. Lep., p. 197. *
phalaecus Pap. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 32.
phalias l’ap. R. u. J. Nov. Zool. Xlll, p. 480.
phanias Pap. /Z u. J. Nov. Zool. Xlll, p. .575.
phaon Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 319.
pharax Pap. Godm. u. Salv. Biolog. Rhop. II, p. 211. *
pharnaces Pap. Dbl. Ann. Mag. Nat. II. 18, p. 374.
philenor Pap. L. Mant., p. 535.
philetas Pap. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 31.
philocleon Pap. Fldr. Verh. Zool.-bot. G. Wien. 14, p. 313.
pbilolaus Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 256.
pliosphorus Paj). Bates. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) V, p. 342
photinus Pap. Dbl. Ann. Mag. Nat. II. 14, p. 415.
pilumnus Pap. Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 340.
piranthus Pap. Cr. Pap. Exot. III, p. 18. *
pirithous Pa]). Boisd. S]iec. Gen. Lej). 1, p. 358.
pisander Pap. Fldr. Verh. Zool.-bot. G. Wien. 14, p. 295.
pithonius Pap. R. u J. Nov. Zool. XIII, p. 665. *
pizarro Pap. Stgr. Exot. Tagt'., p. 18. *
platydesma Pap. /Z u. J. Nov. Zool. XIII, p. 679.
plinius Pap. Weym, Stilb. Reisen Lep., ]). 73. *
polybius Pa]). Swains. Zool. 111. Ent. II. *
polycrates Pap. Hopff. .Stett. Ilg. 27, j). 24.
polydamas Pap. L. .Syst. Nat. (Ed. X), p. 460.
polymetus Pa]). Godt. Enc. Meth. 9, ]). 35.
polystictus Pap. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, ]i. 435.
polyxenes Pap. F. Syst. Ent., p. 444.
polyzelus Pap. Fldr. Verh. Zool.-bot. G. AVien. 14. ]). 293.
pompeius Pa]). Hbn. Naturf. Schmett. II, p. 48. *
pomponius Pap. Hopff. Stell. Zg. 27, ]). 25,
potone Pap, R. u. J. Nov, Zool. Xlll, ]i, 508,
prasinus Pap. /?. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 6.58.
procas Pap. Godm. u. Salv. Biolog. Rhop. II, ]). 203. *
proneus Pa]). Hbn. Sand. Exot. Schmett., Zulz., p. 25. *
protesilaus Pap. L. Syst. Nat. (Ed. X), p. 463.
protodamas Pap. Godt. Enc. Meth. 9, p. 40.
Urheschreihun^s-Nacli weis der ainerikani.sclieii l’af)ilionideri.
r.l
ptilion Pap. R. u. .1. Nov. Zool. XIII, )). (i02.
pyromelas Pa]). R. n. Nov. Zool. XIII, p. 45(1.
quadratus Paj). Stgr. Iris 111, ]). 5;37. *
radiatus Pap. Streck. Lep. Plio]). Ulst. .Sui)])!. III, p. 17.
rliipidius Pa]). R. ii. ,/. Nov. Zool. XIIII, ]). .53.4. *
rhodostictus Pa]). Bttr. ii. Driice. Proc. Zool. Soc. Lond. 1874,
]). .364.
rogeri Pap. Boisd. S])ec. Gen. Lej). I, p. 1178.
rosenbergi Pap. Dnice. Ann. Jlag. Nat. II. (7) 12, ]). 221.
rurik Pa]). Eschsch. Kotzel). Heise III, ]). 202.
rutulus Pap. Luc. Ger. Hev. Zool. (2) 4. j). 158.
sadyattes Pap. Dnice. Ent. inontli. Mag. 11, p. .36.
salvini Pap. Bates. Ent. inontli. Mag. 1, ]). 4.
sayii Parn. Edw. Proc. Ent. Soc. Phil. II, ]). 78.
scamander Pap. Boisd. Spec. Gen. Lt^p. 1, ]). 363.
serapis Pap. Boisd. Spec. Gen. Le]). I, ]). 2!»8.
serville Pap. Godt. Enc. Bleth. 9. Su])])l., p. 809.
sesostris Pap. Cr. Pap. Exot. III, ]). 34. *
smintheus Parn. Dbl. u. Hew. Gen. Dinrn. 4. *
specularis Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, ]). 457.
spoliatus Pap. Stgr. Iris 11, p. 138.
stabilis Pap. Fi. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 542.
steinbachi Pap. Rotfisch., Entoinol. 1905, p. 125.
stenodesmus Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p, 722. *
streckerianus Pap. Honr. Herl. Ent. Zeitschr. 28, p. 395. *
syedra Pap. Godm. ii. Salv. Proc. Zool. Soc. I. 1878, ]). 271.
syndemis Pap. Jord. Seitz Gross-Schniett. 5, ]). 33.
tailori Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. .571.
tarquinius Paj). Boisd. Spec. Gen. Lep. I, p. 296.
tasso Pap. Stgr. Exot. Tagt. I, ]). 19. *
telamonides Pap. Etdr. Verh. Zool. -bot. G. Wien. 14. ]). 303.
telesilaus Pap. Eldr. Verb. Zool.-bot. G. Wien. 14, p. 301.
temenes Pap. Godt. Enc. M(?tli. 9, p. 63.
teneates Pap. R. u. J. Nov. Zool. XIII, p. 482.
tepicus Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 700.
texanus Pap. Ehrm. Canad. Entoin. 32, ]). 348.
thelios Pap. Gray. Cat. Lep. Hrit. BIus. I, p. 52. *
therapes Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 643.
theras Paj). R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 621.
therodamas Pap. Etdr. Verh. Zool.-bot. G. Wien. 14, p. 299.
thersites Pap. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) 1, p. 97.
thoantiades Pap. Biirm. Descr. Rep. Arg. V. Lep., p. 59. *
thoas Pap. L. Mant., p. 536.
thor Parn. Edw. Pa])ilio 1, p. 4.
thrason Pap. Etdr. Verb. Zool.-bot. G. Wien. 14. p. 309.
thyamus Pap. R. it. ,/. Nov. Zof)l. .Xlll, ]). 523,
thyasles Pap. Driiry. III., Ex. Ins. III, ]>. 17.
Ihyastiniis Pa]). Ohertti. IG. d’Eiit. 4, ]). 75.
thymbraeus P;»]). Boisd. S])ec. Gen Lt]). I, ]). 302.
timias Pa]). Gray. Cat. Le]). Hrit. Mus. I, ]) 5().
tolmldcs l’a]). Godtn. tt. Saiv. Hiolog. Hho]). II, ]). 229.
toliis Pa]). Godm. n. Salv. Hiolog. Hho)). li, ji. 22S.
torquatus Pa]). Cr. Pa]). Exot. II, j). 123.. *
trapeza Pa]). R. ti. ./. Nov. Zool. .XIII, p. ()()9. "
trichopus J'a]). Fi. it. J. Nov. Zool. .Xlll, ]>. 179.
triopas Pa]). Godt. Enc. Meth. 9, ]). .3.3.
troiius Pa]). /.. Sy.st. Nat. (Ed. X), ]>. 459.
troines Pa]). R. ii. J. Nov. Zool. .Xlll, p- 742.
tucumanus Pa]). Fi. tt. J. Nov. Zool. Xlll, j). 52(>.
turnus Pa]). L. Syst. Nat. (Ed. .XTI). ]>. 751.
ulopos Pa]). Cray. Cat. Lej). Hrit. Mus. 1, ]). 69.
varus Pa]). Kolt. Denkschr. Ak. Wiss. Wien, Math. 1, 354.
vertumnus Pa]). Cr. Paj). Exot. 111, ]). 32. *
victoriniis Pa]). FJbl. Ann. Mag. Nat. II. 14, ]). 418.
vilcanotus Pap. Fi. ii. J. Nov. Zool. XIII, ]). 643.
vincentius Pa]). R. ii. J. Nov. Zool. Xlll, p. 517. *
Virginia Paj). Krb. Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, j). 352.
vulneratus Paj). Bttr. Cist. Ent. I, j). 85.
warscewiczi Paj). Hopff. Stett. Zg. 27, p. 29.
wasmuthi Paj). Weeks. .lourn. N.-York Ent. Soc. G., j). 82. *
xanthias Paj). R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 464. *
xanthopleura Pap. Godm. ii. Salv. Ann. Mag. Nat. 11. (4) II, j). 150.
xanticles Pap. Bates. Proc. Zool. Soc. Lond. 18(33, p. 241. *
xenarchus Pap. Hew. Exot. Hutt. II. *
xeniades Pap. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 5, p. 561.
xenodamas Pap. Hbii. Sainl. Exot. Sclnn. II. *
xynias Pap. Hew. Ent. inonth. Mag. 12, p. 153.
yuracares Paj). R. tt. J. Nov. Zool. XIII, p. 469.
zacynthus Paj). E. Ent. Syst. III. 1, p. 15.
zaddacbi Pap. Dewitz, Mitt. Äliinchen. Ent. Ver. I, p. 85. *
zagreus Paj). Dbl. Ann. Mag. Nat. H. 19, p. 174.
zalates Pap. Godm. ii. Salv. Hiolog. Rho]). II, p. ti33. *
zelicaon Pap. Luc. Guer. Rev. Zool. f2) 4, p. 136.
zestos Pap. Gray. Cat. Lej). Hrit. Mus. 1, j). 47. *
zetes Pap. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. V, j). .36. *
zeuxis Paj). Luc. Guer. Rev. Zool. (2) 4, p. 190.
zonaria Paj). Btlr. Cat. Dinrn. Lej). Descr. Fahr., j). 240.
zoros Pap. R. ii. J. Nov. Zool. XIII, p. 729.
/
r'
•sV
.A
PIKRIDAE. Vot) J. RöJiEii.
o*>
2. Familie: Pieridae, Weisslinge.
Im Vergleich mit den iit)rigen Faunengeljieten zeigt Amerika einen grossen Iteiclilnm an (laltimgen.
Von (len in diesem Gebiete vertretenen etwa 4-0 Rieriden-Gattnngen li:d)en 28 in anderen Gebieten keine Ver¬
treter, während von den 23 paläarktisehen Gattungen nur 12, von den 14 indoaustralisclien Gailungen nur 4
und von den 13 afrikanischen Gattungen ebenfalls nur 4 in anderen Faunengehieten nicht vertreten sind.
Die amerikanische Fieridenfauna hat sonach einen ausgeju'ägten besonderen Ghai'akter, um so mehr, als einige
der endemischen Gattungen sehr artenreich sind und die Arten zum grossen Teile Individuenreichfum zeigen.
Von diesen 28 amerikanischen Gattungen ist nur eine (Neop/idsito auf Nordamerika (als dessen Südgrenze
den Wendekreis angenommen) beschränkt, ti'ägt aber gleichfalls das Kleid palä- und nearktischer Familien¬
genossen, während die übrigen 27 Gattungen in Südamerika heimisch sind, von diesen wieder 3 Gallungen
ausschliesslich das Hochgebirge bewohnen, 1 Gattung (Täfoclü/a) hauptsächlich auf den südlichsten Teil des
Kontinents angewiesen ist und 2 Gattungen (t^phaeidxioiid und Kvaitlid) Inselbewohner sind. Nordamerika ist
relativ arm an Pieriden-Arten , weil es nur etwa 50, das paläarktische Gebiet dagegen etwa dreimal so viel
Arten beherbergt. Sämtliche Gattungen, die in Nordamerika vertreten, aber doch diesem Gebiete nicht eigen¬
tümlich sind, finden sich bis auf eine (Naflidlis) auch im paläarktisehen Gebiete.
Wenn auch die grosse Mehrzahl der amerikanischen Arten den nur mittelgrossen Sclmietterlingen
angehört, so zeigen doch auch die Gattungen (■atopsilkt, Aiiii/ntlna und Go^irptt'nj.r Arten, die in der Grösse
den grössten Familiengenossen aus anderen Gebieten nicht nachstehen. Erreichen die amerikanischen Pieriden
auch nicht in grosser Artenzahl namentlich die indoaustralischen Familenverwandten an Schönheit der Flügel¬
färbung, so mangelt es doch auch nicht dem amerikanischen Gebiete an hervorragend schönen Formen.
Während die übrigen Faunengehiete Pieriden-Arten, die als sogen. Nachahmer gelten, nur in geringer
Anzahl aufzuweisen haben (die Pu/'c/vn/e-Arten) , besitzt davon das tropische und subtropische Amerika
eine grosse Menge, die melireren Gattungen angehören, so z. B. zahlreiche Arten aus den Gattungen l)is-
morphia, Pereiife und Arclioidaa, die in beiden Geschlechtern sogen. Mimicry zeigen, während hei der Gattung
Perrlipbris lediglich die ?? einiger Arten die bezeichnete Kongruenz aufweisen, die cTcf aber nur einiger Arten
auf der Unterseite Anklänge an geschützte Arten aus anderen Familien haben. Aber nicht nur diese, sondern
auch Arten aus den Gattungen PierP, TdtoehUu, JJPiiKnphia, Perente, Uespevoeharir, Apjtids, Terias, CatopsiUa,
Etiehloe, Anthochdris etc. zeigen auffälligen Geschlechtsdimorphismus. Zeitformen treten in Nordamerika in
ähnlicher Weise wie im paläarktisehen Gebiete auf, dagegen sind solche im tropischen Teile Amerikas wegen
des Mangels des Jahreszeitenwechsels so gut wie ausgeschlossen. Scharf begrenzte Lokalformen konnten
sich bei der geographischen Beschaffenheit des Gebiets nur in geringer Anzahl entAvickeln, dagegen zeigen
die Hochgebirge Südamerikas eine eigene Fauna, während das grosse vSteppengebiet im südlichsten Teile
ausser einigen endemischen auch Formen mit dem südlichen Nordamerika gemeinsam hat.
Die meisten amerikanischen Pieriden sind keine seltenen, vielfach sogar sehr häufige Erscheinungen,
wenn sie auch gegenüber dem Arten- und Individuenreichtum anderer Schmetterlingsfamilien nicht so sehr
in die Augen fallen, wie im paläarktisehen Gebiete. Vielfach sind grosse Schwärme verschiedener Arten be¬
obachtet worden, sell)st solcher, die nicht überall häufig auftreten. So wurde u. a. Anfang Oktober 1874
auf den Bermuda- Inseln ein ausserordentlich grosser Schwarm von Terias lisa beobachtet, von welchem
Tausende von Individuen den Vögeln zum Oj)fer fielen; die kleinen Schmetterlinge zogen westlich weiter
und hatten bis zum nächsten Ruhepunkte (Kap Hatteras) etwa 600 englische Meilen zurückzulegen. Einige
Weisslingsarten werden durch massenhaftes Auftreten als Rp sowohl in Nord- als auch im tropischen Amerika
den Feld- und Garten-Kulturpflanzen schädlicli, auch hat der Norden der Vereinigten Staaten in XcopJiasid
iHenapia einen gefährlichen Schädling der Nadelwäldei', und Pieris rapoe, die um 1860 in Nordamerika ein¬
geschleppt worden ist, hat sich dermassen verbreitet, dass sie in Nordamerika noch grösseren Schaden als in
ihrer ursprünglichen Heimat, dem paläarktisehen Gebiete, anrichtet.
Im allgemeinen sind die Pieriden mittelgrosse, in einzelnen Arten aber grosse Schmetterlinge.
Dei' Grundcharakter der Zeichnung besteht in weisser Färbung mit dunklen, schwärzlichen Streifen und
Flecken; doch gibt es namentlich unter den Exoten auch eine grosse Anzahl Arten, die an Flügelgrösse und
Farbenpracht mit den schönsten Formen aus anderen Schmetterlingsfamilien wetteifern. Bei diesen bunten
Arten ist der Kontrast zwischen Ober- und Unterseite sehr auffallend. Während ein grosser Teil der Arten
dem Familien-Zeichnungscharakter (weiss-schwarz) im allgemeinen entspricht, finden sich unter den tropischen
Arten viele mit gelber, blauer, roter oder schwarzer Grundfärbung der Oberseite, andererseits solche mit
weisser Ober-, aber bunter Unterseite. So verleugnen die südamerikanischen Perente-AYten mit schwarzer
Grundfärbung und roter Vtlgllunde ober- und unterseits ihre Zugehörigkeit zu den Weisslingen vollständig,
und Archoiüas eritias und Verwandte ähneln den Arten der ue/ice.s - Gruppe der südamerikanischen Papilio.
Der Geschlechtsdimorphismus ist bei vielen Arten aus allen Faunengebieten gut entwickelt, der Saison¬
dimorphismus naturgemäss nur bei denjenigen Arten, die in Gebieten mit scharfem Jahreszeitenwechsel leben.
54
PIERTDAE. Von J. Röbek.
Phlr von verschiedener Länge, z. B. bei Lejitirlia ziemliclt kurz, bei der südamerikanischen Gattung
Lepfopliohia dagegen sehr lang, die Kolbe deutlich abgesetzt oder albnäbbcb verdickt. Vorderbeine normal
ausgebildet, daher gebraucbsfähig , mit zweispaltigen Klauen. Sauger gut ausgebildet. Die Schmetterlinge
saugen an Blumen und feuchten Stellen des Erdbodens. Taster gut entwickelt, doch von verschiedener Aus¬
bildung. Sekundäre männliche Gescblechtscbaraktere (Duftorgane) kommen bei den Arten mehrerer Gattungen
vor, so z. B. bei Colias als Scbuppennäpfe auf den Htlgln, bei CatopaUia als breite Flächen dicken Schuppen¬
belags, bei Äppias (T(tchi/ris) als Pinsel an der L^nterseite des Hlbes, bei Dismorpbia als grosse kreidige
Scbuppentlecke auf der Unterseite der Vtlgl, die durch Reiben mit dem stark erweiterten Vorderteile der Hflgl
zur Duftabgabe erregt werden. Andere Arten (z. B. Pievit hrassiate und Verwandte) besitzen »Federbusch¬
schuppen« (Aurivillius), die über den grössten Teil der Flügel verbreitet sind und anscheinend die Ursache
des Zurückdrängens der dunklen Zeiebnungsteile bei den edef bilden und noch andere Arten (z. B. Pieris
hiin/ae aus Südamerika) breite Streifen dicker kreidiger Schuppen entlang den Rippen.
Die Pieriden sind — wie die meisten JPiopalocera — sonneliebende Tiere, dringen aber gleichwohl
in Gemeinschaft weniger anderer Tagschmetterlinge (meist Satyiiden) in die arktischen, antarktischen und
alpinen Regionen vor, ohne an Feurigkeit der Färbung gegenüber Gattungsgenossen aus wärmeren Gebieten
einzubüssen. Die hohen Gebirge Südamerikas und die südöstliche Grenze des paläarktiseben Gebiets besitzen
sogar je zwei ihnen völlig eigentümbebe Gattungen, nämlich erstere Plmlia mit etwa sechs Arten und
Ämlhia mit einer ( 'o//V/.s - ähnlichen Art und letztere Mesapia und Baltia, von denen die letztgenannte mit
l'hul'ut sehr nabe verwandt ist.
Die Weisslinge sind in der Regel mittelmässigc Flieger, können aber auch ungewöhnlich schnell
{Appias) oder so langsam tliegen, dass sie mit der Hand im Fluge ergriffen werden können (Leucldia}. Sie
treten in einer oder mehreren Generationen auf.
Die geistigen Eigenschaften sind bei den Weisslingen offenbar sehr verschieden, denn während z. B.
Pievi^i brassicae und die Uo/ios- Arten befähigt sind. Gefahren (die ihnen durch den Sammler drohen) sehr
rasch zu erkennen, ist dies bei anderen Arten (Pieris napi und rdpae) viel weniger zu beobachten.
Die schon erwähnten Schwärme und Wanderungen von Schmetterlingen sind als Hochzeitszüge
gedeutet worden; namentlich Gatopsilien und Pieris brassicae wurden als Veranstalter solcher Züge festgestellt.
Die Eier sind länglich, werden in stehender Lage einzeln oder truppweise, mitunter in grosser
Anzahl, an der Unterseite der Nahrungsblätter abgesetzt und zeigen verschiedene Färbung.
Die Raupen sind voji walzenförmiger Gestalt, meist grüner oder grünlicher Grundfärbung mit lichten
Längsstreifen und kurzen Härchen ; solche mit dorneniörmigen oder ähnlichen Hautanhängen sind noch nicht
beobachtet worden. Die den Papilioniden - Raupen eigentümliche Nackengabel, welche diesen Tieren durch
Verbreitung eines widrigen Dufts Schutz vor feindlichen Nachstellungen gewähren soll, besitzen die Weisslings-
Raupen nicht, auch ist nicht festgestellt worden, dass sie durch die Nahrungsaufnahme giftige oder doch
widrige Eigenschaften — wie viele Pa])ilioniden- Raupen — erwerben, gleichwohl sind sie für Vögel nicht
nur ungeniessbar , sondern es ist auch beobachtet worden, dass Hühner, die mit solchen Raupen gefüttert
worden waren , verendeten , offenbar infolge eines im Raupenkörper enthaltenen Giftes. Sie leben auf ver¬
schiedenen Strauch- und krautartigen, sowie niederen Ptlanzen, wie Papilionaceen, Mimoseen, Gruciferen und
Gapparideen.
Die Pp ist an Ptlanzen usw. in aufrechter oder hängender Stellung mit dem Hlb angesponnen und
wird in dieser Stellung durch einen Gürtel gehalten. Einige, wie die stiefelförmigen Ppn der Anfhocharis-
Arten, besitzen eine auffällige Gestalt; im allgemeinen zeigen die Pieriden-Puppen wenig Verschiedenheiten.
Die Pp der paläarktiseben Zer/ris eupbevie — und vermutlich nicht nur der anderen paläarktischen Art
{7j. faiisfi), sondern auch der nordamerikanischen Z. olijripia — ruht in einem ziemlich dichten Gespinste,
besitzt aber noch einen Rest des Gürtelfadens. Dieser an die »Bomhyciden« erinnernde Gharakter ist viel aus¬
geprägter hei der mexikanischen Eucheira socialis. Die Rpn dieser Art leben gesellig und ziehen nachts
in Prozession auf Nahrung aus. Das gemeinsame Puppengespinst hängt heutelförmig von einem Aste herunter ;
in ihm sind die Puppen mit dem Kopfe nach unten befestigt (J. Aleman).
Die Weisslinge überwintern zum Teile als Pp , zum Teile als Rp oder auch — wie z. B. die palä*
arktischen GouejAerijx-Arien — als Schmetterling.
Im paläarktischen und nordamerikanischen Gebiete dominieren die Weisslinge durch grosse
Individuenzahl, in den Tropen werden sie mehr zurückgedrängt. Einige Weisslinge bewohnen ein sehr aus¬
gedehntes Gebiet, so kommen z. B. Pieris nipae und napi im ganzen paläai'ktischen und im nordamerikanischen
Gebiete, Beleuuis ineseniinu im südlichen paläarktischen, indischen und afrikanischen Gebiete vor.
Obwohl — wie bereits erwähnt — eine Giftühertragung durch die Nahrungsptlanzen der Rpn nicht
vorzuliegen scheint, werden die Schmetterlinge von den Vögeln ganz wenig verfolgt, scheinen demnach un¬
geniessbar oder doch den Vögeln wenig begehrenswert zu sein.
Es sind mehrere fossile Pieriden gefunden worden, die in der Grösse von den jetzt lebenden Arten
nicht abweichen.
NEOPHASIA; EUCHEIliA; TATOCIfll.A. Von ,).
oo
]. Gattung: IVeopliasisi Hehr., ]]auinwciss]ing(‘.
Diese Gattung ist mit der paläarktisclien Aporia Uhu. nahe verwandt. Sie uiderscheidet sicli liaupt-
sächlich durcli die Richtung der Präcostale, die nicht gerade, sondern leicht nach innen gel)ogen ist, die
längeren und scldankeren Palpen und die mit einer deutlicher abgesetzten Kolhe versehenen Fhlr. Die Goslale
der Vtlgl reicht nur wenig über die Mitte des Vrds, die Subcostale ist vierästig mit zwei vXsten vor dem
Schlüsse der Mittelzelle, der dritte und vierte Ast bilden eine kurze Gabel und der dritte Ast mündet in die
Flügelspitze. Die obere Radiale ist fast zur Hälfte mit der Subcostale verwachsen, daher fehlt die obere
Fdiscocellulare. Die mittlere und untere Discocellulare sind etwa gleichlang, erstere ist nach innen gebogen,
letztere gerade und schliesst im Rüge des dritten Medianasts die Mittelzelle spitzwinkelig. Die Mittelzelle
der V- wie der Fltlgl ist ziemlich schmal. Die obere und mittlere Discocellulare der Htlgl sind etwa gleicb-
lang, bilden zusammen eine fast gerade Linie, die untere Discocellulare ist länger, schwächer und trifft
den dritten Medianast im Buge, ln diese Gattung gehören zwei lediglich nordamerikanische Arten.
N. menapia Ftdr. {= tau Scuchler, ninonia B.) (18 a) ist ober- und unterseits weiss, dünn he- menapia.
schuppt, daher etwas durchsichtig, die Vtlgl haben schwarze Zeichnung auf dem A])ex und der vorderen
Hälfte des Aussenrds mit weissen Subapicalflecken , der Vrd ist bis zum Schlüsse der Mittelzelle breit¬
schwarz, ebenso der Mittelzellschluss, der übrige Teil des Vrds schmal schwarz. Htlgl fast zeichnungslos.
Auf der gleichgezeichneten Unterseite der Vtlgl sind die schwarzen Zeichnungen fahler, die Rippen der un¬
rein weissen Htlgl schwarz, auch ist eine gleichfarbige schmale Submarginalbinde vorhanden. Das ? hat
oberseits fahler schwarze Zeichnung, etwas Submarginalzeichnung und mitunter unterseits am Aussenrd der
Htlgl rote Fleckchen. — Ei flaschenförmig, an den Seiten ausgekehlt. R|) erwachsen etwa 25 mm (1 inch)
lang, Kopf zylindrisch, Hlb in zwei kurze Schwänze endigend, dunkelgrün mit einem l)reiten weissen
Bande an jeder Seite und einem schmalen weissen Bande auf dem Rücken, Bauchfüsse schwarz, Vorderlieine
grünlichgelb. Pp dunkelgrün, weiss gestreift, ähnlich den Go//rt.s’-Ppn, aber etwas schlanker. Rp auf ver¬
schiedenen Nadelbäumen, mitunter durch ihre Menge grossen Schaden anrichtend. Im Nordwesten der Ver¬
einigten Staaten.
N. terlooii Behr {— epyaxa Bo/intj, Archonias lyceas Skinner) (18 a) ist in der Zeichnung ([er terlooü.
menapia sehr ähnlich, jedoch die schwarze Zeichnung ausgebreiteter; das cf liat weisse, das ? rotbraune
Grundfärbung. Die Rp lebt in gemeinschaftlichem Gespinste auf Arbutus. Kalifornien. — N. princetonia princetonia.
Baliuf/ aus Illinois ist wahrscheinlich nur eine Form der terlooii. Beim cf sind die Htlgl beiderseits am
Rande blassrot übergossen, das ? ist auf der Unterseite tiefer rot als oberseits und die Rippen sind breiter
schwarz gerandet als bei menapia-’^. — Ob diese Art in diese Gattung gehört, konnte mangels Materials
von mir nicht mit Sicherheit festgestellt werden, die mit menapia fast übereinstimmende Zeichnung spricht
aber für ihre Zugehörigkeit zu Xeuphasia.
2. Gattniig: Siielieira Westu\
Obwohl diese Gattung von der vorhergehenden im Rippenbaue wesentlich verschieden ist, wird sie
doch durch die Biologie der Larve in diese Verrvandtschaft verwiesen. Die Rpn leben auch gemeinschaftlich
in einem Gespinste, ziehen nachts in Prozession auf Nahrung aus und verpuppen sich im Rpn-Gespinste
mit dem Kopfe nach unten. Die Subcostalis der Vtlgl ist völlig frei, daher wird die Mittelzelle durch drei
Discocellularen geschlossen. Die Mittelzelle ist sehr schmal und lang. Nur eine Art.
E. socialis IBesfir. (t8a) aus Mexiko ist ein rauchgrauer Schmetterling mit weisser Fleckenmittel- socialis.
binde; <tas cf hat ausserdem deutlichere submarginale weisse Flecke auf der Ober- und Unterseite aller Flügel.
3. Gattung: Tatoeliilii Btlr.
Diese fast auf den südlichen Teil Süd -Amerikas beschränkte Gattung ist mit dei’ folgenden Gattung
Bieris nahe verwandt; sie unterscheidet sich von dieser durch die kürzere mittlere Discocellularis und die
fast gerade untere Discocellularis der Vtlgl, hau])tsächlich aber durch das eiuheitliche Gepräge der Zeich¬
nung. Die Arten dieser Gattung scheinen nur in einer Generation aufzntreten. Die Schmetterlinge tliegen
vom November bis zum April.
T. volxemi Capr. (= achamantis Berp) (18 a). 01)er- und Unterseite des cf weiss mit grossem vol.xemi.
schwarzen Fleck am Schlüsse der ATlghnittelzelle und geringen schwärzlichen Zeichnungen an der Vtlgl-
spitze ober- und unterseits. ? ähnlich dem ? von theodiee Bl., jedoch die Randzeiclnmngen etwas schmäler,
dagegen die Submarginalzeichnungen etwas breiter, auch in der Mittelzelle der Htlgl ein schwarzer Streifen.
Argentinien.
56
TATOGHILA. Von J. R()ber.
autodice.
metcedis.
theodice.
gynuiodice.
nrgyrodice.
microdice.
macrodice.
sterodice.
arctodice.
pyrrhomma.
xanthodice.
demodice.
T. autodice IJbn. (— demodice Stgr.) (I8b) aus dem südlichsten Teile Brasiliens (Rio Grande do
Sul), Argentinien, Uruguay, Chile und Bolivia (3—4000 m) unterscheidet sich von der folgenden Art haupt¬
sächlich durch die gelhrote Einfassung der Augen ; Zeichnung und Färbung sind unterseits kräftiger. —
Die von Prof. Dr. Seitz in Buenos Aires gefundene Pp ist etwas kleiner als die Pp von Pieris hrassicae,
gelblich, mit vielen dunklen Punkttleckchen, die Luftlöcher erscheinen als grössere dunkle Flecke, wie der¬
gleichen auch am Rücken stehen, die Flügelscheiden sind weiss, am Mittelzellschlusse der Yflgl mit einem
grossen dunklen Flecke, ebensolchen grösseren Flecken am Aussenrd und zahlreichen dunklen Punkt¬
tleckchen auf dem übrigen Flügelteile, die Scheiden der Beine, Palpen und Augen, sowie der Thorax sind
gleichfalls dunkel (schwarzbraun). Der Schmetterling kam am 22. Februar aus. Die Rp scheint noch nicht
Ijekannt zu sein.
T. mercedis Psrhsch. {— polydice Bl., autodice KU'hg, autodice Ehr.) (18b) aus Chile unterscheidet
sich von axfodice ausser durch die vorstehend angegebenen Charaktere durch reiner weisse Obei’seite, die
schwach gezeichnete FTnterseite und den steten Mangel der Fllipsenzeichnung anl Vrd der Htlglunterseite.
Die ?? haben einen mehr oder minder entwickelten streifenförmigen schwarzen Fleck am Ird der Vtlgl-
oberseite.
T. theodice B. {— blanchardii Bilr.) (18c) aus Patagonien, Peru und Chile ist oberseits im männ¬
lichen Geschlechte rahmweiss, im weiblichen Geschlechte, namentlich auf den Hflgln, lichtgelb; sie ist di(‘
am meisten gezeichnete Art der Gattung. — gymnodice ^Igr. aus Punta Arenas (Feuerland) ist vermutlich
Lokalform. Grundfärbung des rf reimveiss, die schwarzen Zeichnungen etwas schmäler, Unterseite der Htlgl
ohne safraiigelbe Streifen, nur der Basalteil des Vrds schwefelgelb und ein gleichgefärbter Streifen am Vrd-
wiidvcl. Das ? hat gleichfalls schmälere, aber schärfei’e schwarze Zeichnungen, die Pfeiltlecke sind auf allen
Flügeln schärfer und zusammenhängend. — Rp : Kopf grau und bedeckt mit sehr feinen und kurzen Haaren,
Leib grau mit breiten gelben Subdorsallinien, einer seitlichen Reihe orangeroter Fleckchen und mit erhöhten
schwaizen Pünktchen, die spärlich über den ganzen Leib zerstreut sind, deren jedes ein sehr kurzes und
feines Haar trägt, Bauchfüsse und Unterseite des Leibes düster grünlichgelb mit kleinen schwarzen Flecken,
Vorderbeine schwarz. Futter] )tlanze : Tropeolum. Rp Ende November erwachsen (A. G. Butler). Fliegt
Amm Dezember bis April.
T. argyrodice Stgr. (I8c) ist nur im weiblichen Geschlechte bekannt. Die Art ist gut charakteri¬
siert durch die graue Grundfärbung und die scharf begrenzten tränenförmigen gelben Flecke der Unterseite.
Südküste des Feuerlands (Uschuaia).
T. microdice Bl. (— xanthodice Mab.) aus Chile und Patagonien ist kleiner und weniger gezeichnet,
auch unterseits tählei’ gefärbt als macrodice S'h/r. (18 c, d) aus Bolivien. Von letzterer unterscheidet sich
Sterodice Stgr. von der Üstküste Feuerlands durch völligen Mangel gelber Zeichnung auf der Unterseite,
auch ist die weisse, in der Basalhälfte stark glänzende Oberseite des cf fast zeichnungslos. Das ? hat auf
der Oberseite keine Spur gelber Färbung, während die Zeichnung ähnlich Avie bei dem microdice-^ ist. —
In Columbia und Ecuador kommt arctodice Stgr. Amr. Diese Form ist sehr stark scliAvarz gezeichnet,
namentlich im Aveiblichen Geschlechte; die Oberseite der ?? ist vorherrschend braunscliAvarz (mit gelben
Flecken).
T. pyrrhomma spec. nor. (18 d) von Peru (Huancabamba, 3000 m) darf Avegen mehrerer belang¬
reicher Unterschiede als eigene Art gelten. Die Augen sind breit (breiter als bei mdodice) feurig rotgell)
gerandet, der scliAvarze Streifen am Vrd der Vtlgloberseite reicht bis zur FlügelAvurzel, der scliAvarze Fleck
am Schlüsse der Mittelzelle ist bedeutend kleiner, die scliAvarzen Marginal- und Submarginalzeichnungen
sind geringer entAvickelt, letztere fast quadratisch, die Oberseite der Htlgl völlig ungezeichnet und stark
gelblich infolge Durchscheinens der gelben Färbung der Unterseite. Auf letzterer sind die Rippen breiter
weiss, ihre Umsäumung breiter grauschAvarz als bei microdice, die untere Discocellularis der Htlgl ohne
Aveissen Fleck, der grauschAvarze Streifen in der Mittelzelle sehr schmal und nach aussen gegabelt, ausser
dem sehr scharf begrenzten und breiteren safrangelben Streifen am Vrd ist auch ein solcher zAvischen der
Submediane und dem ersten Medianaste vorhanden. Die Unterseite der Vtlgl ist Aveiss , die Rippen sind
sehr fein scliAvarz, die in der Flügels])itze scharf weiss und sehr schmal schwarz gerandet, der scluvarze
Fleck am Schlüsse dei' Mittelzelle ist klein, die scliAvefelgelbe Färbung der Flügelspitze reicht bis zum
zAveiten Medianaste und Submarginalzeichnungen fehlen auf den V- und Hllgln völlig. ? unbekannt.
T. xanthodice Lac. (18d) von Venezuela, Columbia, Ecuador, Peru, BoliAuen und Argentinien unter¬
scheidet sich von microdice und arggrodice namentlich auf der Unterseite durch die safrangelben Streifen
zAvischen den Rip])en der Htlgl, von microdice auch durch den Mangel des Aveissen Flecks am Schlüsse der
iMittelzelle auf der Unterseite der Htlgl. Unterseits hat die Vflglspitze safrangelbe Streifen und die vorderen
Ri])pen sind bis zum Schlüsse der Mittelzelle scharf sclnvarz gerandet.
T. demodice P>1. aus Chile, Süd-Patagonien und Feuerland ist von der folgend beschriebenen Form
durch den Mangel der Pfeiltlecke auf der Unterseite aller Flügel verschieden. Bemerkt muss Averden, dass
Ausgeyehcn 26. IX. 08.
PIEI{IS. Von J. Roükil
57
nach der ungenügenden Beschreibung BnANCiiAKD’s dei' Name (l(.niio(Hre nicht, mit Siclierlieit f'iii’ diese Art
angevvendet werden kann. Stücke, die mit dieser Beschreibung üljei'einstimmen , sind mir niclit zu Gesiclit
gekommen. Blancuahd’s Beschreibung lautet in Ül)ersetzung; «Flügel des cf oben weiss, des ? gelb-
schwärzlich, in beiden Geschlechtern Marginaltlecke , eine Reihe Pfeiltlecke und eine schwarze Discoidal-
halbbinde; unten Vtlgl am Apex gelblich, Htlgl total gelb, Adeni schwarz gei'andet, goldgelbe IJnien —
20 — 21 Linien». — Von dieser vermeintlichen demodice unterscheidet sich sagittata fovm. nov., spec. 'novJ'f sapitiata.
(18 e) aus Peru (Huancabainba, 3000 m) durch die aus der Abbildung ersichtliche Zeichnung der Htlgl,
ferner durch den Besitz von vier submarginalen schwarzen Pfeiltlecken der Vtlglunterseite, sowie durch
Zeichnung und Färbung der Htlglunterseite. Letztere hat hellgelbe Grundfärbung, die Ri[)pen selbst sind
sehr schmal licht, aber etwa ebenso breit wie bei orthodice schwärzlich gerandet, ein gleicher Streifei; steht
in der Mittelzelle, die am Schlüsse kein weisses Fleckchen zeigt, zwischen sämtlichen Rippen sind safran¬
gelbe Streifen und am Aussenrd vier sehr spitze schwärzliche Pfeiltlecke; am Aussenrd steht eine fast un¬
unterbrochene feine schwarze Saumlinie, wie sie bei keiner anderen Art dieser Gattung vorkommt. Unter¬
seite der Vtlgl weiss, Rippen nach dem Rande zu breiter werdend schwarz, die Schlussrippen der Mittel¬
zelle nicht breit schwarz gesäumt, vier submarginale Pfeilflecke, Flügelspitze leichtgelb. ? unbekannt.
T. Stigmadice Stgr. aus Bolivia (Gocapata, 3500 m) unterscheidet sich von der abgebildeten immacuhda stigmadice.
durch viel breiteren schwarzen Fleck am Schlüsse der Mittelzelle und den Besitz von 4—5 schwarzen drei¬
eckigen Submarginaltlecken auf den Vflgln und 2 — 5 dergleichen auf den Htlgln, sowie schwefelgelbe
Färbung der Htlgl. Bei immaculata form. nov. (18 e) aus der Provinz Tucuman in Argentinien fehlen ober- immaculata.
und untersei ts die Submarginalzeichnungen vollständig; die Unterseite der Vtlgl ist weiss mit gelben
Streifchen in der Spitze, die Rippen sind fein schwarz, die schwarze Färbung der Schlussrippe der Mittel¬
zelle ist nicht verbreitert; die Htlgl sind weissgelblich mit hochgelben, scharf begtenzten schmalen Streifen
zwischen sämtlichen Rippen und am Vrd, die Rippen selbst sind sehr fein licht und schmal grauschwarz
gerandet, ein gleicher, am äusseren Ende undeutlich gegabelter Streifen steht in der Mittelzelle, die Schluss¬
rippe der Mittelzelle ist licht wie die Grundfärbung. ? gelblich, Adern ziemlich breit dunkel, mit submarginalen
Pfeiltlecken auf den Vtlgln und deutlicheren dergleichen auf den Htlgln.
T. orthodice Wegm. (I8e) aus dem Hochgebirge von Bolivia hat weisse Oberseite mit den aus der orthodice.
Abbildung ersichtlichen Zeichnuugen. Unterseite der Vtlgl weiss mit gelblichem Apex, in dem die weissen
Rippen dunkel gesäumt sind. Unterseite der Htlgl schwefelgelb, die Rippen breit weiss, dunkel gesäumt,
safrangelbe Streifen am V- und Ird, sowie in der Mittelzelle, die gleichfalls einen schwärzlichen Streifen
besitzt. ? unbekannt.
4. Gattung: Pieris Hchrlc.
Diese über die ganze Erde verbreitete Gattung gilt als der typische Vertreter der F’amilie. Die
Subcostale der Vtlgl ist vierästig mit 2 Ästen vor dem Schlüsse der Mittelzelle, der dritte Ast ist sehr kurz
und mündet kurz vor der Flügelspitze in den Vrd, die Mittelzelle ist gross, nicht allzubreit und wird durch
2 Discocellularen geschlossen; die obere Discocellulare fällt aus, weil die obere Radiale eine ziemliche Strecke
mit der Subcostale verwachsen ist. Die Präcostale der Htlgl trennt sich fast rechtwinkelig von der Gostale
und ist an ihrem spitzen Ende nach aussen gebogen. Der Vrd der Vtlgl ist glatt, die Fhlr haben im all¬
gemeinen eine deutliche Kolbe, sind meist mittel-, bei einigen Arten sehr lang, die Palpen ragen meist
über den Kopf und sind an der Vorderseite dicht mit steifen Haaren besetzt, das Endglied ist so lang oder
länger als das Mittelglied, schlank und zugespitzt, das Mittelglied ist wenig kürzer als das schwach gebogene
Basalglied. Die Rpn sind walzenförmig, sehr kurz behaart und haben lichte Längsstreifen. Pp mässig
schlank, mit stumpfer Kopfspitze und mehreren Höckerchmi auf dem Rücken, mitunter die Flügelscheiden
etwas länger vorgezogen. Die hierzu gehörigen Arten haben wohl sämmtlich mindestens zwei Generationen,
von denen in den gemässigten Zonen eine als Pp überwintert.
P. monuste L. (= hippomonuste Hbn., feronia Stph., phileta F., albusta Sepp.) kommt in mehreren monuste.
Formen vom südlichen Nord-Amerika (den Golfstaaten) bis Argentinien, auch in den Gebirgen des Westens,
vor. Als Typus der Art dürfte die Form aus Surinam zu betrachten sein. — orseis Godt. (18e, f) aus den orseis.
südlichen Staaten Brasiliens hat breiteren schwarzen Rand mit weissen Apicaltlecken , das ? meist gelbliche
Grundfärbung, namentlich auf den Htlgln, auf letzteren auch ziemlich grosse zugespitzte schwarze Rand-
tlecke. — cleomes Bsd. aus dem südlichen Nord-Amerika ist etwas kleiner und weniger schwarz gezeichnet, cleomes.
— Virginia Godt. (= ? eubotea Godt.?) ist die Antillenform. — Von evonina Bsd. von Cuba sind 3 Formen Virginia.
beschrieben: evonina mit grünlichweisser Färbung des cf, Saumzeichnung schmal, rötlichbraun; Unterseite evonina.
am Vflglapex bleich und unrein ockergelb, Htlgl ebenso, ohne Fleckenzeichnung. — valei Bsd. Oberseite valei.
weiss, Randzeichnnng schmal, schwarz und gezähnt; Unterseite der Vtlgl bräunlich, der Htlgl weisslich,
bleich ockergelb. — joppe Bsd.., kleiner als monuste, oben trübweiss, Saumzeichnung dunkelbraun, am Zellende joppe.
ein schwarzer Fleck. — automate Burm. aus Argentinien hat nur geringe schwärzliche Zeichnung an der automate.
Spitze und dem Aussenrd der Vtlgl. — suasa Bsd. aus Chile , Peru und Bolivia hat etwas mehr schwarze suasa.
V 8
58
PI ERLS. Von J. Röber.
Zeichnung als aufoniafe. Rp violett mit zitrongelben Längsbänclern , Kopf, Füsse und Unterseite grünlich¬
gelb. Pp blassgelblich mit schwärzlichen Pünktchen , auf der Mitte des Rückens ein Höckerchen. Lebt
auf Gleome pentaphylla sowie anderen verwandten Ptlanzen und fügt den Feld- und Gartenkulturgewächsen
denselben Schaden zu wie im paläarktischen Gebiet hrasdcae und rapac.
sevata. P. sevata Flür. (18f) aus Golombia, Venezuela und Zentral-Amerika ist der monusie ähnlich, unter¬
scheidet sich jedoch durch breiten Duftschuppenbelag entlang fast sämtlicher Längsrippen der Vflgl und
auch zweier Rippen der Hflgl. Die Unterseite des c/' ist gelblichweiss , die Vtlglspitze etwas dunkler gelb,
tibnrtia. der Vrd der Utlgl schmal ockergelb gesäumt. — Bei tiburtia Frühst, aus Guatemala ist der schwarze
Apicaltleck fast völlig geschwunden und der schwarze Mittelfleck verkleinert , Apex der Vflglunt ersehe
gelblichweiss, Flflglunterseite mit lebhafterem, rosa statt gelblichem Glanze, Rippen nicht schwarz angelaufen,
timotina. — timotina Frühst, aus Peru ist grösser, )nit breiterem und ausgedehnterem, tief gezähntem schwarzen
Saume, grösserem schwarzen Mitteldecke, Unterseite dunkler, Mitteldeck schärfer und die Rippen deutlicher
amptüssa. braun bezogen. — amphissa Frühst, aus Bolivien ist kleiner als tihurtia , Oberseite gelblichweiss, völlig
zeichnungslos, nur der Vrd der Vflgl leicht ])raun angetlogen, ohne Mitteldeck, Unterseite der Vflgl weiss
mit gelblicher Spitze und braunem Mitteldecke, Htlgl eintönig bleich gelblichweiss mit orangefarbenem
Basaltlecke.
sincera. P. siiicera Wejini. (18f) aus Ecuador (Guayaquil) ist oberseits grünlichweiss mit schwarzer Apical-
und Aussenrdszeichnung der Vdgl, sowie sehr geringen schwarzen Saumzeichnungen der Hflgl. Die Unter¬
seite ist lichter und bis auf einen gelben Streifen am Vrd der Htlgl zeichnungslos.
biiniae. P. butiiae Uhn. (= endeis Godt.) fl9a) ist der Riese der amerikanischen Pieris-krien. Von dieser
aasia. in den Zentralprovinzen Brasiliens voiLommenden Form unterscheidet sich ausia Bsd. aus den südlicheren
Provinzen Brasiliens durch etwas reichlichere Entwicklung der schwarzen Zeichnung, die mitunter bei beiden
nisella. Geschlechtern auch in der Mitte und am Aussenrd der Htlglunterseite auftritt ; zu ab. rusella Frühst, ge-
digentia. hören $$, denen die schwarze Vdglbinde fehlt (Bahia, Espiritu Santo). — ab. $ digentia Frühst, aus Bahia
sabella. zeichnet sich durch besonders breite schwarze Vtlglbinde aus. — sabella Frühst. {= ausia Stgr.) vom oberen
pharetia. Amazonas hat völlig zeichnungslose Htlglunterseite. — pharetia Frühst, aus Peru ist grösser, der Apicaltleck
der Vflglunterseite ist verblichen, die Htlglunterseite nur mit Spuren einer braunen Querbinde oder selbst
imperator. ohne diese. — imperator Kirhy vom oberen Amazonas ist die am meisten dunkel gezeichnete Form; bei
ihr hat das ? auch auf der Oberseite der Htlgl reichliche schwarze Zeichnung und auf der Oberseite der
Vflgl eine den halben Vrd und den Schluss der Mittelzelle einnehmende gebogene schwarze Binde. —
phaloe. phaloe Godt. vom ol)eren Amazonas ist kleiner und weniger gezeichnet als hnperator. — diana Fldr. aus
diana. Golombia hat verwaschene schwarze Spitzen- und Aussenrdszeichnung. — sublineata Scham. (19 a) aus
subhneata. unterscheidet sich hauptsächlich durch die stark gelb gefärbte Unterseite der Hflgl. — Alle hunlac-
Formen haben einen noch breiteren Duftschuppenbelag an den Rippen als sevata.
amaryliis. P. amaryllis F. (19 a) von Jamaica unterscheidet sich yon josephu durch »Milchkaffee«-Färbung. — •
joscpha. josepha Godm. a.Sah. (19 a) aus Mexiko und Zentral-Amerika, von Herrn L. Hartmann in Würzburg jedoch
auch in Texas entdeckt, ist der vorigen Art zwar nahe verwandt, aber doch wohl als besondere Art zu
betrachten Avegeii der besonderen Gestalt des cT und des Zeichnungsstils des ?. Auf der Unterseite sind
ausser dem schwarzen (Mitteltleck der Vflgl nur noch ganz geringe dunkle Zeichnungen in der Älitte der
gervasia. Flügel vorhanden. — ab. gervasia Frühst, ist eine weibliche Form mit weisslicher, graugelb beschuppter
Josepfiina. Unterseite. — josephina Godt. ist die Form von San Domingo. — protasia Frühst, aus Honduras und Nica-
protasia^ ragua liat viel kleineren schwarzen Mittelfleck. — krugii Deu\ aus Portorico ist kleiner, der Aussem’d der
b'ugii. Ypg^ mehr geschweift, die schwarzen Flecke sind fast völlig geschwunden.
menacte. P. menacte Bsd. (19 b) aus dem südlichen Brasilien und Paraguay ist oberseits weiss mit geringer,
mitunter fehlender dunkler Beschuppung an der Vtlgls])itze. Das ? hat viel mehr dunkle Zeichnung. Die
Unterseite ist gelblichweiss mit mehr oder weniger, mitunter fehlender schwärzlicher Beschuppung entlang
der Rippen der Htlgl.
nicijerariim. P. cruciferarum Bsd. (=: casta A5/., marginalis Scitdd.) (18f) aus Galifornien ist oberseits einfach
gelblichweiss, unterseits stärker gelb mit ockergelbem Streifen am Vrd und schmaler dunkler Besäumimg
der Ri])pen der Hflgl.
rapae. P. rapae L. (19 b) ist ungefähr 1860 in Ganada eingeschleppt worden und hat sich seitdem bis zur
Hudson-Bai und bis Süd-Texas ausgebreitet. Die Rpn verursachen alljährlich grossen Schaden. — ab.
novangliae. novangliac Scudd. ist eine schwefelgelbe Form. — Rp mattgrün, sammetartig, auf dem Rücken mit einer
feinen gelben Längslinie, an der Seite bleicher mit einem schmalen gelben Streifen, in dem die schwarzen
Luftlöcher stehen , Bauch gelbgrün , Kopf bräunlichgrün , 20 — 30 mm lang. Lebt an Kohlarten , Reseda,
Kresse etc. Eier bimförmig init Längsleisten und (Juerfalten, werden einzeln aljgelegt. Pp gelb, grünlich¬
grau oder bräunlich mit 3 gelben Streifen.
IMKHIS. Von .1. KoiiKi!.
r,U
P. napi /v. ist zwar aucli über ganz Nord-Amerika veibreitet, daselbsl al)ei’ viel scdlener als ini ndpL
jialäarktischen Gebiete. Die SoinmerCorm iKipi unlerscbeidet sieb von der briihlingst'orm oleracea Uorris oleraccu.
dureb reichlichere dunkle Zeichnung-, namenthcli aueb aui' der Unter-seite, während im ftegfmsatze
hierzu im paläarktischen Ge])iete die Frühlingsform die mehr gezeiebneie Form ist; ab. virginiensis ll'lir . virginienAs.
(I9b) ist von olcraccd dadurch verschieden, dass sie auf der Oberseite dei- Vllgl einen verwasebenen dunklen
Spitzentleck besitzt und auf der Unterseite der Mllgl eidlang der ilijipen zart, aber breil dunkel tieseliiqipf
ist, es kommen aber auch Stücke vor, die liis auf die feinen weissen Kijipen vollständig verdunkeile lltlgl-
unterseite ha])en; solche Stücke, haben auch breiten grauen Rijipensaum auf der Untei'seile der Vtlglspitze;
ab. pallida t^endd. ist olier- und unterseits reiner weiss, nur das ? bat einen kleinen schwarzen Fleck au\' pol Uda.
der Oberseite der Vtlgl. — Die alpine und nordische Form bryoniae Ochs., die ausser in einigen "feilen bryoniac.
des paläarktischen Gebiets auch in Alaska vorkommt, hat beim ? gelbliche Grundfärbung der Oberseite und
ziemlich breiten dunklen Saum der Ri|)pen. Diese Form ist bedeutend lichter als die iialäarktische Form
gleichen Namens. — acadia Kdiv. ist eine grosse Form, die in Färbung und Zeichnung zwischen jxdJido acadia.
und hrijo)dae steht. — frigida Heudd. aus Labrador ist eine weissere Form und hulda Ixhr. (Ibbj aus Alaska frigida.
ist der frigida ähnlich, aber viel kleiner. — castoria lieak. {— resedae l'.Hd.) aus Californien ist eine wenig
gezeichnete Form. Rp bräunlichgrün, an den Seiten heller, mit weissen Wärzchen, schwarzen Pünktchen
und einem gelben Seitenstreifen, über dem die schwarzen, rotgelb gesäumten Luftlöcher stehen, Kopf grau¬
grün; 29 — 30 mm lang, auf denselben Pflanzen wie rapae. Pp grünlichgelb mit schwarzen Flecken, Punkten
und gelblichem Saum der Flügelscheiden. Eier bimförmig, werden ebenfalls einzeln abgelegt.
P. protodice Bsd. (19c), von Kanada bis nach Guatemala verbreitet, bat weisse Grimdfärbung, profodice.
grossen, weiss geteilten Mitteltleck und im cf geringere, im ? stärkere marginale und submarginale Flecken¬
zeichnung der Vtlgl. Die Oberseite der lltlgl ist beim cf fast zeichnungslos, beim ? ausser schwarzen
Randtlecken mit submarginalen Zackenzeichnungen. Die Unterseite ist in beiden Geschlechtern viel blasser
gezeichnet. — Bei der Winterform vernalis luhv. ist der cf kleiner und weniger gezeichnet als })rofodic(‘-(f , vernalis.
das ? dagegen von protodice-^ kaum verschieden. — Rp im ersten Stadium einförmig orangegelb, Kopf
schwarz, im letzten Stadium Kopf hell sti'ohfarbig, hintere Hälfte hell ])urpurfarbig, auf jeder Seite ein gold¬
gelber Fleck, der ganze Kopf schwarzbraun gesprenkelt, Augen purpurn, breit schwarz eingefasst. Leib
abwechselnd glänzend goldgelb und dunkel grünlichpurpurn, manchmal mit gleichmässigem , in anderen
Fällen mit ungleich breitem schwarzen Bande. Die gell)e Färbung der Rückenseiten und des stigmatalen
Bandes geht auf dem infrastigmatalen Band in Purpur über. Unten trüb hellgrün mit rötlichem Schein.
Auf dem ganzen Leibe grössere und kleinere schwarze Flecke, die jeder ein kurzes schwarzes Haar tragen,
auch zahlreiche kleine behaarte Warzen (nach Glyzerinpräpai-at). Pp licht bläulichgrau, an den Hlbsringen
schwach gelblich übergossen, ein matter breiter gelblicher Seitenstreifen am Hlbe, suprastigmatale Leisten
gelb gerandet. Kopf mit zerstreuten kleinen schwärzlichen Flecken, Flügelscheiden mit schwachen dunkel¬
braunen Zeichen, Rippen mit einzelnen deutlichen schwarzen Fleckchen gezeichnet, ein schwarzer Fleck auf
dem Basalhöckerchen , Fhlrglieder meist in derselben Weise gezeichnet. Die Imftlöcher haben dieselbe
Färbung wie der Leib. Rp auf Brassica oleracea, Leihdium virginicum und anderen Gruciferen.
P. occidentalis lleak. (19 c) aus dem Berglande des Westens der Vereinigten Staaten hat wxoBx occidentalis.
und zusammenhängendere dunkle Zeichnung als profodice und die Unterseite, namentlich der Htlgl, ist stark
grün gezeichnet. — occidcnlalis wird von Scuddek als die (nur im W"esten vorkommende?) dritte Generation
der protodice betrachtet. Demnach scheinen ihre ersten Stände von denen der ’jirofodice nicht abzinveichen.
P. sisymbrii Bsd. (19 c) aus den Vereinigten Staaten ist kleiner als orcidcidalis, die schwarzen Rand- sisymbrii.
Zeichnungen sind schärfer begrenzt und von den lichten, im übrigen Flügelteile aber scharf dunklen Rippen
geteilt. Die Unterseite der Htlgl hat schwarzgrüne, eigenartig zerrissene Zeichnungen. Das ? ist dem cf
ganz ähnlich. — Ei lang, schmal, kegelförmig, Grundtläche und Spitze abgeplattet und eingedrückt, mit
Längsfurchen, Zwischenräume ausgehöhlt und durch zahlreiche Streifen gekreuzt, Färl)ung erst lichtgelb,
kurz vor dem Schlüpfen rot. Erwachsene Rj) etwa 22 mm lang, Z3dindrisch, ^’on der IMitte nach vorn und
hinten raässig verjüngt, licht gelb, kreuzweise mit schwarzen Streifen, jeder Abschnitt zeiUveise gefaltet
und in diesem Falle auf dem Rücken kleine gelbe Höcker von unregelmässiger Grösse, jeder in ein feines
Härchen ausgehend; auf allen Abschnitten hinter dem 2. und einschliesslich des 12. sind 2 Streifen. Die
Rp ändert stark ab. Entwicklungszeit vom Ei bis zur Pp im April-Mai 33 Tage, im Mai-Juni 30 Tage.
Pp zylindrisch, am Kopfe schmal, an den Seiten ausgehöhlt, ein kurzer dicker Vorsprung zwischen den
Augen, Mittelrücken vorstehend, gerundet, ein Avenig gekielt, gefolgt von einer Aushöhlung so tief als der
Älittelrücken hoch ist, die aber nicht gleichmässig gerundet, sondern eher eckig ist, auf jeder Seite des
Kückens und der vorderen Hlbsringe sind schwache und eckige, unbedeutende Erhöhungen, die vordersten
am deutlichsten; Färbung dunkelbraun, die ganze. Oberseite, ausgenommen die Flügelhüllen, unregelmässig
mit Körnchen bedeckt (Pp ist bei Edwabds, Buttertlies of North America, frei hängend abgebihlet).
P. beckeri Ediv. (19 c) aus den Vereinigten Staaten ist den Buchlor -Arten ähnlich. Ober- und
Unterseite weiss, auf der Oberseite der Vtlgl ein grosser, weiss geteilter scliAvarzer (MittelÜeck und kleinere
60
PIERIS. Von J. Röber.
venosa.
itaticayae.
aripa.
balidia.
elodia.
elodina.
eleiisis.
helena.
pylotis.
Olympia.
tovaria.
snb-
jlavescens.
mariiga.
gina.
philoma.
eiithemia.
penfhica.
und undeutliche Marginal- und Sulimarginaltlecke. Unterseite mit grossem schwarzen Mitteltleck und zwei
submarginalen schwarzen Flecken, sowie grünlichen Zeichnungen an der Vtlglspitze und am Aussenrde, in
der Mitte und an der Wurzel der Htlgl, Rippen zum grossen Teile gelb. Rp erwachsen etwa 31 mm, Fär¬
bung grünlichweiss, stark grau marmoriert oder gesprenkelt und mit einem sehr deutlichen orangefarbenen
Gürtel zwischen den Segmenten, jedes Segment mit 16 — 18 pechschwarzen Tuberkeln, die in schwarze
Borsten endigen, Kopf gelb. Pp im allgemeinen wie die von protodice, aber weniger geeckt; die Stirn
endigt in eine stumpfe Spitze, das Kopfteil ist gerundet, mit unebener Obertläche, die Rückenseite des
Thorax ist dunkel graubraun, die Erhöhung oberhalb der Flügelscheiden, die protodice besitzt, fehlt bei
heckeri, der Rest ist grau, auf den Flügelscheiden und dem Rücken der ersten zwei Hlbssegmente fast weiss:
ein heller stigmataler Streifen zieht sich vom Flügelrande nach der Hlbsspitze, zwischen Thorax und Hlb
sind in dorsaler Stellung 4 schwarze Fleckchen. Dauer des Puppenstadiums 15 Tage. Lebt auf Gruciferen.
Die erste Generation tliegt im April, die zweite von Ende Juni ab 3 — 4 Wochen lang. Zwischen den
Schmetterlingen beider Generationen haben keine Unterschiede festgestellt werden können.
P. venosa Hcudd. (19 c) aus Kalifornien ist oberseits weiss mit schwarz beschuppten Ripjien im
vorderen Teile der A'tlgl und schwarzen Punkten an den Rippenenden auf den Htlgln, sowie einem schwarzen
Fleck auf den Vflgln zwischen dem 2. und 3. Medianaste, auf der gelblichweissen Unterseite sind alle
Rippen ziemlich breit und sehr dunkel gesäumt, die Rippen selbst aber licht.
P. itaticayae Foetf. {19d) aus Brasilien ist oberseits weiss mit gelben Zwischenrippenstreifen und
schwarzer Apicalzeichnung der Vtlgl und geringer schwarzer Saumzeichnung der Htlgl. Die Unterseite der
Vtlgl ist weiss, am Vorder- und Aussenrd gelb, die Htlgl sind dunkler gelb und die Rippen dunkel gesäumt.
P. aripa Bsd. (19 d) aus Venezuela hat gelblichweisse Oberseite mit schwarzer Apical- und Aussenrds-
zeichnung, die Unterseite ist etwas lichter mit schwarzem Mitteltleck der Htlgl, auf der Vtlglspitze scheint
die schwarze Zeichnung der Oberseite durch. — balidia Bsd. aus Brasilien ist überhaupt und namentlich auf
der Unterseite der Htlgl gelber. — elodia Bsd. aus Mexiko ist nicht wesentlich verschieden. Am richtigsten
würde es sein, alle drei Formen zusammenzuziehen. P. aripa kommt von Mexiko bis Süd-Brasilien vor, ist
nirgends selten und variiert etwas. Die ?? haben gelblichere Grundfärbung; vermutlich ist balidia, die ich
nur aus der Abbildung kenne, ein aripa-'i. — elodina Stgr. i. 1. aus Bolivia ist grösser und unterseits fast
rein weiss.
P. eleusis Tmc. (19 d) von Columbia und Venezuela unterscheidet sich von elodia durch spitzere
Vtlgl, lu’eitere Apical- und Aussenrdszeichnung, sowie durch schwarze Zeichnung in der Mittelzelle der Vtlgl-
oberseite. Das ? hat gelbliche Htlgloberseite und breitere schwarze Zeichnung in der Mittelzelle der Htlgl. —
Helena Luc. aus Ecuador hat schmäleren schwarzen Saum, weniger schwarze Bestäubung am Vrd und
lichtere, fast weisse, Unterseite.
P. pylotis Godt. (t9d) aus Brasilien ist oberseits weiss mit breiter schwarzer Apical- und Aussenrds¬
zeichnung, sowie schwarzem Mitteltlecke der Vtlgl, die Htlgl haben am Saume schwarze Flecke, sind jedoch
nicht selten völlig weiss. Die Unterseite ist ähnlich der Oberseite, aber der Aussenrd der Vtlgl ist hellgrau,
die Htlgl haben am Schlüsse der Mittelzelle einen schwarzen und an der Flügelwurzel einen ockergelben
Fleck. Das ? unterscheidet sich nur durch gelblichen Ton der Htlglunterseite.
P. Olympia Fldr. (19 e) aus Venezuela, Golombia und Peru hat weisse Grundfärbung mit schwarzer
Aussenrdszeichnung und kleinem schwarzen Mitteltleck der Vtlgl, die Unterseite ist silberweiss mit schwarzen
Suhmarginalzeichnungen der Vtlgl und feinen schwarzen Rippen der Htlgl.
P. tovaria Fldr. (19 e) aus Golumbia und Venezuela unterscheidet sich von ohjmpia durch wenig
veränderte Aussenrdszeichnung und den Mangel des schwarzen Älitteltlecks der Vtlgl. Das ? hat breitere,
aber blässere Randzeichnungen und gelbliche Htlgloberseite. — subflavescens Kirhg aus Ecuador hat unter¬
seits gelbliche Htlgl und schwefelgelbe Vtlglspitze. — maruga Frühst, aus Ecuador ist grösser als tovaria,
viel breiter schwarz umrandet, die Unterseite der Vtlgl in der Mittelzelle dunkler und die Zwischennerven-
streifen sind schärfer. — gina Frühst, aus Peru ist grösser als maruga, Vtlgl spitzer, der schwarze Aussenrd
wesentlich breiter, innen tiefer eingekerbt, Flügelwurzel weniger schwarz besclnn)pt, unterseits die schwarze
Vtlglbinde breiter.
P. philoma Flem. (I9e) aus dem Hochgebirge Ecuadors und Perus ist oberseits weiss mit sehr
breiten schwarzen Rändern und weissem Subapicaltlecke der Vtlgl. Die Unterseite der Htlgl und die Spitze
der Vtlgl sind silberweiss mit scharfen, feinen schwarzen Rippen und Zwischenrippenstreifen, die Vtlgl haben
ausserdem die der Oberseite entsprechende Submarginalzeichnung.
P. euthemia Fldr. (19e) aus Golumbia und Venezuela unterscheidet sich von philoma durch viel
schmälere schwarze Zeichnungen; die Htlgl sind bis auf einen schmalen schwarzen Rand weiss.
P. penthica Roll. (19e) aus Golumbia ist auch Aar philouia ähnlich, etwas grösser, weniger schwarz
gezeichnet, die Htlgl sind in der hinteren Hälfte blau, die Unterseite der Htlgl hat ausser den nur sehr
IMEHIS. Voi) .).
01
feinen, viel weniger auffälligen schwarzen Kippen mir Spuren der scliwarzen Zwisclieiirippenslreifeii am
Aussenrd, dagegen einen ziemlich grossen schwarzen Eieck am Schlüsse der Millelzelle. — Stamnata Lm-. sidinnain
aus Venezuela ist etwas kleiner, aber sonst wenig von prulhiai verschieden. - messala I'nihsl. aus l'eru messalti.
hat spitzere Vtlgi, unterseits ist die Vtlghnittelzelle breiter schwarz bezogen und die suhapicale schwarze
Querbinde ist etwas schmäler. — basiliola t'ruhst. aus Kolivia ist kleiner und heller, der weisse Suhapical- basiliola.
deck der Vtlgi breiter, der schwarze Saum der iltlgl wesentlich schmäler und das Analfehl der lldgloher-
seite fast ohne blaugraue Beschuppung.
P. subargentea Btlr. (19 e) aus Peru hat fast schwarze Oberseite inil weissgelhlicher Zeichnung.
Die Unterseite der Vtlgi ist der Oberseite ähnlich, nur ist die Eliigelspitze bläulich statt schwarz. Die
Unterseite der Htlgl ist bläulich mit silberigem Glanze, die Flügelmitte weisslich, am Vrd ein gelber
Streifen und die Rippen und Zwischenrippenstreifen sind schmal schwarz. — lia I'rtthsL aus Boli\ia ist Hn.
grösser und hat weniger schwarze Zeichnung.
P. caesia Ltu-, aus Ecuador unterscheidet sich von tenuicornis BUr. h. Dnwe (19f) aus Zentral- rccsm
Amerika durch schmälere schwarze Aussenränder und den fast völligen Mangel der schwefelgelben Fm-
Schuppung an der Spitze der Vtlglimterseite. Das ? ist bis auf die weissen Median- und Apicalzeichnungen
der Vtlgi und die gelbliche Mitte der Hflgl schwarzbraun, hat auch auf der Unterseite der Iltlgl eine breite
graubraune Submarginalbinde. — seniicaesia Fldr. aus Columbia ist eine kleine Form mit schmäleren, fahl scmkaesia.
schwarzbraunen Rändern und unreinem Blau der Oberseite. — phanokia Brnhsf. (= seniicaesia Fldr.?) aus phanokia.
Columbia, von der nur ?? bekannt sind, ist grösser als caesia und hat auf allen Flügeln viel breiteren
schwarzen Rand ober- und unterseits.
P. cinerea lieiv. (19 f) aus Ecuador hat weisse Oberseite der Vtlgi mit schwarzer Apicalhälfte, in cinerea.
der ein weisser Subapicaltleck steht, die Htlgl sind beim cf blau und beim ? schwarz mit geihweissem Vrd.
Die Unterseite ist ganz ähnlich, nur stehen schwefelgelbe Fleckchen an der Spitze der Y- und Htlgl, ein
gleicher Streifen am Vrd und ockergelbe Fleckchen an der Wurzel der Htlgl. Das $ ist fahler gefärbt,
die Fleckchen an den Flügelspitzen und der Streiten am Vrd der Htlgl auf der Unterseite der Htlgl sind
weiss statt gelb. — litana Frühst, aus Bolivia ist kleiner, der schwarze Saum schmäler, die Unterseite der lifana.
Vflgl reiner weiss, die der Htlgl bleicher gelb. — menthe Ho-pff. ist die wenig verschiedene Form aus Fern, menthe.
P. mandela Fidr. (20a) ist der älteste Name für eine, namentlich im weihlichen Geschlechte formen- mandela.
reiche Art. P. inandcJa ist die Form aus Venezuela mit mässig breiter schwarzer Apicalzeichnung, in der
ein grösserer und mehrere sehr kleine weisse Subapicaltleckchen stehen, und sehr schmalem schwarzen
Aussenrd der Htlgl. Die Unterseite der Htlgl ist lichter als bei der besser liekannten locasta aus Columbia.
? dem cf ähnlicher als die ?? der übrigen Formen, durch breiteren schwarzen Rand und gelblichen Ton
des übrigen Teils der Htlgl vom cf verschieden. — apicalis Btlr. vom oberen Amazonas, aus Fern, Columbia apica/is.
und Ecuador ist in beiden Geschlechtern grösser, beim cf der schwarze Apicalsaum innen schärfer geeckt,
der Aussenrd hinten deutlich schmäler, der obere weisse Subapicaltleck grösser, der Aussenrd der Htlgl in
der hinteren Hälfte breiter, die Unterseite lichter; das ? ist ähnlich dem iiaindelaY, der innere Teil der Htlgl
bis zum Ende der Mittelzelle graubraun, die Unterseite der Vtlgi nicht schwefelgelb an der Flügelwurzel,
die Htlgl haben mehr rote Färbung, die braunen Teile sind mehr kaffeebraun und die Submarginalflecke grösser.
— noctipennis Bttr. — Drace (20a) aus Costarica und Ghiihjui hat im männlichen Geschlecht einen noctipennis.
etwas breiteren schwarzen Aussenrd aller Flügel als inandcla. Die Unterseite der Htlgl ist etwas dunkler
und die gelben Saumtlecke sind schärfer und tiefer gelb. Das ? hat gelblichere Vtlgloberseite mit schwarzem
Spitzendi’ittel, in dem ein gelblicher Subapicaltleck steht, die Flügelwurzel ist gelblich graubraun, die Htlgl
sind schwarzbraun mit zwei subapicalen gelben Fleckcheu. — locusta Fidr. (20a) aus Columbia ist im locusta.
männlichen Geschlechte von nocf/pcnnis kaum verschieden, das ? dagegen hat tief purpurbraune Färbung
des äusseren Drittels der Vorder- und der ganzen Htlgl; ein Aveisses Subapicaltleckchen der Vtlgi ist mitunter
vorhanden. Die weisse Färbung des mittleren Teils der Vtlgi ist rötlich abgetönt. Die Unterseite der Htlgl
ist dunkler und die gelben Submarginalflecke sind undeutlicher. — rubecula Frühst. (20 b) aus Fern hat nibccula.
beim cf drei deutliche subapicale Aveisse Flecke, die schAvarze Apical- und Aussenrdszeichnung reicht nur
bis zum ersten Medianaste, die Hflgl sind breiter scliAvarz gesäumt und die Unterseite der Htlgl ist sehr
hell, mit viel gelber Zeichnung und zinnoherroten Strahlen an der FlügelAvurzel. Das ? hat eine scliAvarze
Mittellängsbinde von der Mittelzelle bis zum Aussenrd der Vtlgi. — xanthomelas suhsp. nor. aus Ecuador xanthomelas.
(Coca) ist im Aveiblichen Geschlechte der rnhecala ähnlich, die Htlgl haben stark gelbliche Grundfärbung,
die auch auf dem basalen Teile der Vtlgi vorhanden ist, auch sind die Htlgl viel mehr verdunkelt, die
scliAvarze Mittellängsbinde der Vtlgi ist kürzer und schmäler, die Unterseite der Htlgl ist viel dunkler und
die zinnoberroten und gelben Strahlen sind länger und kräftiger. — pallida sabsp. nor. aus Bolivia (Yungas paiiida.
de la Pas, 1000 m) hat geringeren, ziemlich geradlinig begrenzten sclnvarzen Apicalteil der Vtlgloberseite
und breiten , verAvaschenen scliAvarzen Aussenrd der Htlgl. Die Unterseite , namentlich der Htlgl , ist sehr
licht und nur verscliAvommen gezeichnet. — tithoreides Bllr. (20 b) aus Ecuador (Balzabamba) hat heim cf tithoreides.
breiten scliAvarzen Saum der V- und Htlgl, letztere haben eine Reihe Aveisser Submarginaltleckchen, Unter-
62
LEPTOPHOBIA. Von J. Röbek.
Seite dunkel, gell)e Zeichnungen verdunkelt, die roten Wurzelzeichnungen und gelben Fleckchen reduziert.
? mit gelber Längsmittelbinde der V- und Hllgl, einer weissen Quermittelbinde und submarginalen weissen
cocana. Flecken auf V- und Hflgln. — cocana Frühst, aus Fcuador ist oberseits von rnhecnla nur durch schmäleren
schwarzen Aussenrd der Hflgl verschieden. Die Unterseite der Hflgl hat weisse statt rötliche Grundfärbung,
permagna. scharfe dunkle Zeichnung und die gelbe und rote Zeichnung sehr reduziert. ? unbekannt. — permagna
Frühst, aus Peru (Chanchamayo) ist ähnlich der cocana, die roten Wurzelflecke auf der Unterseite der Hflgl
molione. sind vergrössert, auch die Submai'ginalflecke grösser und weisslichgelb. — molione Frühst, aus Paraguay
ist die südlichste und am wenigsten gezeichnete Unterart; sie ist kleiner als ruheciila und hat viel schmäleren,
lichter gi-auschwarzen Saum der Hllgl, der sich nach innen in feine blaugraue Schuppen auf löst; die hell¬
graue Unterseite der Htlgl. erinnert durch die feinen gelben Zwischennervenstreifen an viardi.
viardi. P. viardi F)sd. {— habra Doubl.) (20b) aus Honduras ist beim cf oberseits weiss mit schwarzer, weiss
getleckter Spitzen- und Aussenrdszeichnung und grossem schwarzen Mitteltleck der Vflgl, der jedoch mit¬
unter fehlt, und vollständig weissen Htlgln. Untei’seite der Hflgl ähnlich der mandela, aber viel lichter und
die lichtgelben Submarginaltlecke von der Mitte des Aussenrds nach dem Ird zu mit dem Flügelrand diver¬
gierend, Zeichnung der Unterseite der Vtlgl wie oberseits, nur viel bleicher. ? oberseits und auf der Unter¬
seite der Vtlgl schwarzbraun mit lebhaft gelben Binden und Flecken, Unterseite der Hflgl wie beim cf, nur
laogore. dunkler. — laogore Godni. aus Mexiko und Guatemala ist auf der Unterseite der Hflgl lichter gezeichnet
und hat daselbst keine schwefelgelben Zeichnungen.
5. Gattung: l^eptopliobia Btlr.
Diese Gattung kann nicht in den vom Autor gezogenen weiten Grenzen aufrecht gehalten werden,
wohl aber nach den Charakteren , die der Gattungstypus eleone D.-H. besitzt , wonach nur wmnige statt der
von BurLEE, angenommenen 15 Arten kongenerisch sind. Die Hauptcharaktere dieser Gattung bestehen in
der Bildung der Präcostale, die nach innen gebogen ist, und, in der geringen Länge der mittlern Disco-
cellulare der Htlgl, die kaum ’/i so lang als die schwach gebogene und weniger schief stehende untere
Discocellulare ist. Die Subcostale ist vierästig mit zwei Ästen vor dem Schlüsse der Mittelzelle, die obere
Radiale ist fast zur Hälfte mit der Subcostale verwachsen. Die langen Fhlr (bis zu ‘‘‘js des Vflglrandes
reichend) sind für die Leptophohia-KYiQw nicht charakteristisch, sondern kommen auch bei einigen Pieris-
Arten vor.
eteone. L. eleone (— suadella FIdr.) (20 c) von Columbia und Venezuela hat zugespitzte Vflgl und
im Hinterwinkel vorgezogene Htlgl. Das cf ist oberseits zitrongelb mit breitem schwarzen Aussenrd und
schmal schwarz gerandetem Ird der Vtlgl und gleicher Färbung des vorderen grösseren Teils der Mittelzelle.
Das ? ist auf den Htlgln licht gelb, auf den Vflgln fast weiss, aber wie das cf gezeichnet, es kommen
ochracea. jedoch auch ?? mit licld ockergelben Vorder- und zitrongelben Hflgln vor: ab. ochracea form. nov. Die
Unterseite der Htlgl und die Spitze der Vflgl sind gelblichweiss , perlmutterglänzend, die Vtlgl sonst licht
gelb, die Hflgl haben zwei schwarze Fleckchen am Schlüsse der Mittelzelle und kleine schwarze Rand-
doiiblcdoyi. flecke. — Bei doubledayi Ftgr. i. I. aus Bolivia ist der Zahn im schwarzen Aussenrd kürzer und die Unter-
hica. Seite der Vtlgl tiefer gelb. — luca Frühst, aus Bolivia und Ecuador hat schmäleren schwarzen Aussenrd
conica. und keinen schwarzen Saum am Ird. — conica Frühst, aus Columbia ist eine Aberrativform der eleone, bei
eiiremoides. der der Zahn im schwarzen Aussenrd verlängert ist. — euremoides ist von Feithstorfer diejenige Form
benannt worden, die nur apicalwärts schwarz gesäumt und bei der die Mittelzelle nur am Vrd leicht
schwarz beschuppt ist. — Die Schmetterlinge fliegen auf Feldern und im Gebüsch und lassen sich gern
vom Winde treiben.
snüthi. L. smithi Kirh// (20 c) aus Bolivia und Peru (3000 m) hat dieselbe Flügelgestalt wde eleone, ist im cf
oberseits zitrongelb, im ? licht orangegelb, die Aussenrdszeichnungen sind viel schmäler und die Mittelzelle
ist nicht schwarz gefärbt. Die Unterseite ist grünlicher als bei eleone und die schwarzen Saumtleckchen fehlen.
eiicosma. L. eucosma Frsch. (20c) aus Peru ist grösser als smithi, hat gleichfalls gelbe Oberseite mit
schwarzer Vtlgl -Apicalzeichnung, die Unterseite ist viel lichter und hat schwarze Pünktchen an den Rippen
am Aussenrd der Hflgl. — Diese Art ist mir nur aus der Abbildung bekannt , weshall) ich nicht mit Be¬
stimmtheit anzugeben vermag, ob sie in diese Gattung gehört.
pinara. L. pinara Fldr. (20c) aus Columbia (und Peru?) (3000 m) hat die aus der Abbildung ersichtliche
eigentümliche Gestalt. Oberseite weiss mit schwarzer Apical- und Aussenrdszeichnung, schwarzem Mittel-
tlecke der Vtlgl und geringen Spuren schwarzer Färbung am Innenwinkel der Hflgl. Unterseite weiss, am
Schlüsse der Mittelzelle jedes Flügels ein schwarzer Fleck, sowie schwarze Randfleckchen auf den Htlgln,
oiantheia. letztei'C und Spitze der Vflgl glänzend. — oiantheia Frühst, aus Peru ist kleiner und hat schmäleren
schwarzen Saum aller Flügel, kleineren Mittelfleck der Vflgl und rein weisse Spitze der Vtlglunterseite.
ITAHAI.I.IA. Von ,1. IJöüK)!.
L. nephthis JIopU'. (20c) aus dem Gehirg'e Perus (OOOO m) und Pnüviens vveicid, \'on d(n' (jeslnll ncphlhis.
der Fieris-kviQW nicht erheblich ab. Die Oberseite ist weiss, die Vilgl liahen ziemlich hreile scliwarze
Spitzen- und Ausseni’dszeichnung, sowie schwarze Färbung in der vordei’en Hälfte dei' .Mittelzelle und die
Fltlgl schmalen schwarzen Rand. Die Unterseite ist weiss, auf den flllgln etwas glänzend, die Vtlgl haben
die Zeichnung wie oberseits, aber etwas reduziert, die Spitze ist licht, die IKlgl haben einen kleinen
schwarzen Mitteldeck, sowie am hinteren Teile des Aussenrds einige sehr kleine schwarze Saumtlecke. —
aymara Frühst, ist eine Aberrativform mit ganz schmalem schwarzen Ausseni'd der llllgl und u)d.eibrochener aymara.
Subapicalbinde des Vtlgl.
L. erinna Fopff'. (20 d) aus Peru ist mir gleichfalls nur aus der Abbildung bekannt, weshalb crinna
mir ihre generische Stellung nicht sicher ist. Die Oberseite ist schwach gelblichwei.ss mit ziemlich breiter
schwarzer Apical- und Aussenrdszeichnung und grossem schwarzen Mitteldecke dei- Vtlgl, Htlgl mit nui'
sehr geringen schwarzen Saumzeichnungen. Unterseite ähnlich, nur mit l)läulicher statt schwarzer A))ical-
und Aussenrdszeichnung der Vtlgl; Htlgl am Aussenrd mit schwarzen Pünktchen. Das ? ist ober- und
unterseits gelber und hat fahlere und etwas reichlichere schwarze Zeichnung, namentlich auch Submarginal¬
zeichnung am Aussenrd der Vtlgl.
L. cinnia Frithsf. (20 d) aus Ecuador hat weisse Oberseite mit ziemlich breiter schwarzer Apical- cinnia.
und Aussenrdszeichnung, schwarzem Mitteldeck und schwarzem Vrd der Vtlgl sowie unterbrochener schwarzer
Saumlinie der Htlgl. Die Unterseite ist weiss mit schwarzem Mitteldecke der Vtlgl und stark silberigem
Glanze auf dem ganzen Htlgl und an der Spitze der Vtlgl. ? unbekannt. — falledra Fridisl. aus Golumbia falledra.
hat breiteren schwarzen Gostalsaum der Vtlgl, namentlich im äusseren Teile der Mittelzelle und breiteren
schwarzen Aussenrd.
6. Gattung: Itaballia Kmje.
Der Charakter dieser Gattung liegt in der Bildung der Präcostale, die nicht wie bei Pieris recht -
winkelig zur Gostale steht, sondern stark gebogen ist und in ihrem distalen Teile fast ]jarallel zur Gostale
verläuft; sonst hat sie keine Strukturunterschiede gegen Pieris. Von Perrhijhris, mit der sie bis vor kurzer
Zeit vereinigt war, unterscheidet sie sich durch die vierästige Subcostale.
I. demophile L. (= molphea Cr) (20 e), von Golumbia bis Paraguay vorkommend, ist im cf ober- demophile.
seits weiss mit schwarzem Apex und halber schwarzer Subapicalbinde, Htlgl sehr schmal schwarz gesäumt,
Unterseite der Vtlgl weiss, wie oberseits gezeichnet, aber die Subapicalbinde bis zum Vrd reichend, Htlgl
gelblich mit sehr breitem schwarzbraunen Rande. ? ober- und unterseits gelblich, die Subapicalbinde auch
oberseits bis zum Vrd reichend und breiter. Vorder- und Aussenrd der Htlgl breit grauschwarz. —
calydonia Bsd. aus Zentral -Amerika und Venezuela ist etwas kleiner, weniger schwarz gezeichnet und die calydonia.
Unterseite der Htlgl ohne jede dunkle Zeichnung. — amathonte Cr. ist eine sehr dunkle (vielleicht Regen- amathonte.
zeit-) Form des ?. — charopus Frühst, vom Rio Waupes unterscheidet sich durch schmalen schwarzen diaropus.
Gostalrand der Vtlgl und geringere Entwicklung der Subapicaltlecke, Aussenrd der Htlgl massig breit
schwarz beschuppt, Rippen schwarz angelaufen, unterseits die Subapicalbinde der Vflgl und der Aussenrd
der Htlgl schmäler. — niphates Frühst, hat stark verschmälerte schwarze Flecke, Htlgl mit ganz schmaler niphntes
Antemarginallinie, Unterseite der Vtlgl gleichfalls weniger schwnrz gezeichnet, Htlgl verwaschen braun-
schwarz gesäumt. Para. — nimietes FruJist. aus Bahia ist von demophile durch schmälere und schärfer nimietes.
umschriebene gelbliche Querbinden der Vtlgl verschieden, Unterseite mit längerer Subapicalbinde. —
hübneri Frühst, aus Rio de Janeiro ist der amathonte ähnlich. — niseias Frahst. aus Paraguay ist ähnlich habneri.
der calydonia: klein, Aussenrd der Oberseite breiter, Zeichnung sonst wde bei charopus, Unterseite ähnlich niseias.
niphates, schwarzer Saum aber bis zum Innenwinkel laufend, Htlgl mit einer gieichmässig ziemlich breiten
vollständigen Binde, die nach innen scharf abgesetzt ist. — minthe Frühst, aus Ecuador ist wesentlich minthe.
kleiner als charopus, die Flügel sind rundlicher, Oberseite der V^flgl mit ausgedehntem schw'arzen Apical-
tleck, Htlgl jedoch schmäler schwarz umrandet und im Analwinkel mit schmalem, dicht beschupptem Felde,
Htlglunterseite rein weiss, der schwarze Aussenrd schmäler; ? oberseits mit sehr breiten weissen Feldern,
die Basis der Mittelzelle gelblich und grau beschuppt, Htlgl vorherrschend weiss, der sclnvarze Aussenrd
tief eingekerbt. — lucania Frühst, aus Peru ist annähernd so gross wie niseias, Apicaltlecke der Vtlgl hicania.
schmäler als bei minthe, Htlgl weniger ausgedehnt schwarz beschuppt; ? mit licht ockergelber Grundfärbung,
schwarzer Aussenrd der Htlgl wenig eingekerbt, analwärts sehr breit, unterseits Saum aller Flügel braun,
die Grundfärbung verwaschen ockergelb. — mustica Fndist. aus Bolivien ist der hübneri sehr ähnlich, aber mnstica.
unterseits das weisse Mittelfeld der Htlgl ausgedehnter; ? verschieden von lucaui<( durch die bleich und
verwaschen gelbliche Grundfärbung, Unterseite der Vtlgl w^eisslich, nach dem Rande zu gelblich, iMittelzelle
gelblich angelaufen, Aussenrd der Htlgl verloschen und im Mittelteile stark verschmälert.
I. pandosia Hew. (20 d) aus Venezuela ist ober- und unterseits weiss mit sclnvarzen Rändern und pamiosia.
oberseits schwarzer Flügelbasis, auf der Unterseite der Htlgl mit rotgelben Fleckchen im dunklen Aussenrd. —
G4
PERKHYIIRLS. Von J. Rüber.
leptalina. leptalina Bak'ü (= pisonis »S7//r.) ist die Form vom olDeren Amazonas. — sabata Fruhat. ans Columbia ist
sabata. kleiner als p<(nf/üsi(t, hat ein verwaschenes Ouerband am Zellschluss und tiefer eingeschnittenen schwarzen
Saum, die Unterseite ist gelblich, die weissen Flecke der Vtlgl sind kleiner und die schwarzen Binden
Ophelia, schärfer. — Ophelia Fruhst. aus Peru (Oktober) zeigt stärkere Entwicklung der schwarzen Zeichnung,
grössere weisse Flecke auf der Unterseite der Vtlgl und intensiver rote Binde auf der Unterseite der Hflgl. —
liidovlca. ludovica Fr/ihsf. ist die Trockenzeitform der Ophelia; sie ist Avesentlich kleiner und hat schmälere Subanal¬
binden der Hflgl (Februar).
marana. I. marana Doubl. (20 d) aus Ecuador ist der Pos/a ähnlich, hat aber oberseits breitere schwarze
Ränder und auf der Unterseite der Vtlgl eine schwarze Subapicalbinde sowie auf der Unterseite der Hflgl
eine gleiche Mittelbinde, die im basalen Teile durch eine rotgelbe Binde geteilt wird, das oberseits gelblich-
weisse, unterseits stärker gelbe ? hat auf der Oberseite der Vtlgl eine schw^arze Subapicalbinde und über¬
haupt breitere schwarze Ränder.
pisonis. 1. pisonis Heir. (20 d) aus Columbia und Peru unterscheidet sich von ki^aha Fealc. aus Honduras
kifaha. Padm-ch, dass ober- und unterseits die scbwairze Suliapicalbinde vollständig ist. Beide Formen haben unter¬
seits am Rande der Vtlgl weisse Fleckchen und am Aussenrd der Hflgl eine rotgelbe Fleckenlnnde.
7. CTattnng’; I^errliybris lihn.
Diese Gattung unterscheidet sich von Pieris durch die nur dreiästige Subcostale, weitere scharfe
Strukturunterschiede sind nicht vorhanden , doch wird sie gut charakterisiert durch den bei den cf cf nur
unterseits, bei den ?? aber beiderseits stark ausgebildeten Heliconiden-artigen Zeichnungsstil, der vermuten
lässt, dass sie einem anderen Entwicklungsstamme angehört als die P/em-Arten. Dem Beispiele Kaye’s
folgend, trennten wir die Arten mit vierästiger Subcostale, die sich auch äusserlich, namentlich durch nur
gei’iugen Geschlechtsdimorphismus, von Perrhybris gut unterscheiden, mit der vorigen Gattung Itaballia ab.
lypera. P. lypera Koll. (20 e) aus Columbia (und Zentral -Amerika?) hat im männlichen Geschlechte weisse
Oljerseite mit schwarzem Spitzenteile der Vtlgl und breitem schwarzen Aussenrd der Hflgl, Unterseite der
Vtlgl wie die Oberseite, Hflgl gelb mit breitem schwarzen Rande, gleicher Längsbinde im vorderen Teile,
in der eine vom Trd ausgehende kurze rote Binde steht, und sclnvarzem Vrdsstreifen. ? ober- und unter¬
seits schwarz, auf beiden Seiten gleichgezeichnet, auf der Unterseite der Hflgl wie beim cf eine rote Halb-
paravicin i. binde. — paravicinü Frühst, aus Ecuador (Balzabamba) hat längere und schmälere Flügel, schwurzer Saum
wesentlich schmäler, auf der Unterseite der Vtlgl ist die Zelle heller, der Apicalfleck etwms verkleinert, auf
der Unterseite der Hflgl der Rand in der hinteren Hälfte schmäler, Subbasalbinde wmiss und von spitzer
Gestalt, Medianfeld wurzelwärts hellgelb, nach aussen w-eiss statt dunkelgelb.
pyrrha. P. pyrrha F. (= iphigenia Schuh) ist von Zentral -Amerika bis Süd-Brasilien (Säo Paulo) und
vom Osten bis zum oberen Amazonas verbreitet. Die Obei'seite der cfcf bietet das Bild eines typischen
Weisslings, Avährend die ?? heliconiden-ähnlich sind. Die sogen. Stammform pyrrha kommt in Surinam vor,
dipitata. von der sich digitata l'ruhst. aus Espiritu Santo im männlichen Geschlechte durch weniger breiten sclnvarzen
Saum der fltlgl und im weiblichen Geschlechte durch ununterbrochene gelbe Binde der Vtlgl unterscheidet.
pnndora. Die cfcf der pandora form. nor. (20 e, f) aus Rio de .Janeiro und Säo Paulo haben bis auf eine schwmrze
Saumlinie vollständig weisse Hflgl und reduzierte schwarze Zeichnung der Vtlgl, die ?? eine stark zei’-
eieidias. rissene lichtgelbe, häufig lichtschwefelgellje Binde der Vtlgl. — eieidias Hbu. ist vermutlich eine Zeitform
aus Surinam mit vollständig weissen Htlgln im männlichen Geschlecht und sehr schmaler sclnvarzer Mittel-
liicasi. Ijinde der Hflgl beim ?. — lucasi Frühst, aus Cayenne ist eine ?-Form mit sehr breiter gelber Vtlglbinde
painela. und fast ungezähnter roter Mittelbinde der Hflgl. — pamela Cr. ist eine ?-Form mit sehr entwickelten
omazonica. sclnvarzen Zeichnungen der Hflgl. — amazonica Fruhst. (= pyrrha Styr.) vom oberen Amazonas hat im
männlichen Geschlechte schmalen schwarzen Rand der Hflgl und das ? mässig gezackte, oberseits rote,
incisn. unterseits gelbe Binde der Hflgl. — incisa Fruhst. aus Bahia ist beim cf auf den Htlgln breiter als ama-
zouica gerandet, beim ? die stark zerteilte gelbe Binde der Vtlgl in der Nähe der Flügehvurzel breit
malenka. schwarz gerandet und die rote Binde der Fltlgl in feine Spitzen auslaufend. — malenka Fhctr. aus Venezuela
und Columbia hat beim cf völlig wmisse Hflgloberseite und wenig und blass gezeichnete LTnterseite, das ?
hat schmälere Flügel, zwmi bis fast an den Flügelrand reichende rotbraune Binden und nur kleine sub-
osfrolenkn. apicale Flecke, während ostrolenka Styr. aus Chiriqui und Panama beim cf unterseits fast zeichnungslos
bogotaua. ist und die ?? unterseits viel dunkler als malenka-^ sind. — bogotana Btlr. {= Mylothris bogotana Btlr.)
aus Santa Fe de Bogota ist im weiblichen Geschlechte ähnlich der malenha ; die gelbbraunen Mittelflecke
der Vtlgl und die etwas kürzeren submedianen Längsstreifen sind an den Rändern schwefelgelb; über und
gut getrennt von ihnen sind zwei gelbe, schräg gestellte Flecke und über der IMittelzelle drei längliche
Flecke von derselben Färbung in der schrägen Subapicalreihe anstatt der vierteiligen Binde bei malenka. —
glessaria. glessaria Fruhst. aus Ecuador (Napa und (Joca) ist beim cf oberseits kräftig sclnvarz, aber mässig breit,
Aui^gegehen 2ß. XI. 08.
auf der LJnferseite der Htlgl sehr hi-eit und kräl'lig schwarz gezeicliiicl , das ? ist auf der Oberseite d(U'
Vtlgl ini inneren Zweidrittel schön rotbraun, wenig, aber kräftig sctiwarz gezeictinet , die aucti den ganzen
distalen Teil des Feldes zwischen den t)eiden ersten Meitianästen austutiende geii)e thnde setir Ijreit und
lebliaft gefäiht, die Fltlgl sind düster rotbraun mit breiten und kräftigen schwarzen Zeictinungen. Die L’iilei-
seite der Vtlgl ist ebenso wie die Oberseite gezeictinet, nur etwas fahler gefäiht, itie Unterseite der itftgl
ist fast schwarzbraun und hat mir drei schmale ziegelrote läingsliinden und am vorderen 'feil des Aussen-
rands drei grosse (nicht tlammenförmige) lichtere Flecke. - flammula .suhs]). nov. aus l'eru tObancharnayoj fiammnla.
ist eine grosse Form, beim cö am Aussenrd der Htlgl fast zeichnungslos, aucli uidei'seits viel weniger ge¬
zeichnet als glessaria, hat aber ziemlich viel scliwefelgelbe Zeichnung am Aussen- und Ird der Htlgl, auch
etwas solche am Aussenrd der Vtlgl. Das ? hat auf der Oberseite wenig und stark gelb gemischte rot-
liraune Färbung, die vier am Aussenrd der Htlgl stehenden tlammenförmigen Zacken sind lichter (gelber)
als der innere Teil gefärbt und die schwarzen Zeichnungen sind stark reduziert, an der Hasis (vor der Sub-
costale) steht ein auffälliger gelber Fleck, die gelbe Binde auf den Vtlgln ist schmal und stark gezackt
und die schwarzen Zeichnungen sind niässig entwickelt. Die Unterseite der Htlgl ist eigentümlich grau¬
gelb, die schwarzen Zeichnungen am Aussenrd sind im Gegensatz zu den übrigen schwarzen Zeichnungen
sehr fahl. — fruhstorferi form. nov. aus Panama ist eine ?-Form mit fast schwarzen Vtlgln. -- - carmenta fnihstorferi.
Fruhd. aus Peru ist vermutlich die Trockenzeitform der flammula ; sie ist bedeutend kleiner und weniger carmenta.
gezeichnet. — austriana Frühst, aus Bolivien ist auf den Vtlgln wie glessaria gezeichnet, die Htlgl haben austriana.
sehr schmalen schwai’zen Saum. ¥ oberseits mit lichter und lebhafter gelben Binden und Flecken als
carmenta, Saum der Htlgl etwas breiter, Unterseite der Vtlgl mit mehr gellien Flecken, die Unterseite der
Htlgl gelber und die rote Mittelbinde deutlicher. — Die cfcf dieser Art lieben, wie die meisten Pieriden,
feuchte Bodenstellen, die ¥¥ den Wald.
P. flava Oberth. (20f) aus den Provinzen Leopoldina, Espiritu Santo und Bahia wird als besondere flava.
Art zu gelten haben. Das cT ist ober- und unterseits gelb mit schwarzem Apex der Vtlgl, dem der zahn¬
förmige Vorsprung zwischen dem 2. und 3. Medianaste, den alle lygrrha-Fovmm besitzen, fehlt, das ¥ hat
eine beiderseits scharf begrenzte Vtlglbinde und eine gleichfalls gelbe, aber gesättigtere Mittelbinde der Htlgl.
P. lorena Hew. (20 f) von Ecuador und Columbia ist im männlichen Geschlecht ober- und unter- lorena.
seits weiss mit schwarzen Binden , die Unterseite der Htlgl hat ausser den aus der Abbildung ersicht¬
lichen schwarzen Zeichnungen der Oberseite auch eine von der Flügelwurzel bis zur Flügelmitte reichende
schwarze Mittelbinde, die durch einen roten Streifen der Länge nach geteilt ist und einen schwarzen Streifen
am Vrde. Das sehr verschieden gefärbte und gezeichnete ¥ ist unterseits ähnlich wie oberseits gezeichnet.
— jumena Frühst, von Ecuador unterscheidet sich durch viel schmälere weisse Subapicalbinde , deren jnmena.
schwarze Begrenzung viel ausgedehnter ist; auf der Unterseite ist die rote Binde verkleinert und ihre
schwarze Umrandung verbreitert. — luteifera Frühst, von Peru (Ghanchamayo) zeigt beim cf die weisse luteifera.
Subapicalbinde nach unten zu spitz auslaufend, so dass ein keilförmiger statt rechteckiger Fleck entstanden
ist, Olierseite gelblich .statt weiss, Unterseite der Htlgl in der Saum- und Wurzelregion ausgedehnt gelblich
gefärlit. — peruncta Frühst, aus Bolivia (Yungas de la Paz) hat breitere schwarze Binden und der weisse penmcta.
subapicale Quertleck ist gleichmässiger und schmäler, die Unterseite der Htlgl ist ausgedehnter schwarz
umrandet als bei luteifera und die Subapicalbinde viel lichter rot.
8. Gattung: Pereiite H.-Schäff.
Die Arten dieser Gattung weichen in der äusseren Erscheinung von dem allgemeinen Pieriden-
Typus weit ab ; entfernte Ähnlichkeit haben sie im Zeichnungsstile mit gewissen Heliconiern , doch haben
sie ganz andere Flügelgestalt; unter den Iheriden stehen sie mit Archonias völlig isoliert, ln der Rippen¬
bildung stimmen sie mit Leoclonta überein: di(', Subcostale ist dreiästig mit einem Aste vor dem Schlüsse
der Mittelzelle, der 2. und 3. Ast bilden eine mässig lange Gabel, die Präcostale ist schwach nach innen
gebogen. Die Gattung hat ihre Heimat etwa zwischen dem 20" n. Br. und 30" südl. Br.
P. autodyca ßsd. (21a) aus der brasilianischen Provinz Rio de Janeiro ist im cf oben schwarz, an antodyca.
der Spitze und auf dem hinteren Teile der Vtlgl sowie auf den Htlgln mit Ausnahme des Aussenrds grau
beschuppt, in der Mitte der Vtlgl scheint die rote Binde der Unterseite verschwommen durch. Das ¥ ist
nur auf dem Wurzelteile der Vorder- und Htlgl grau bescbupiit und trägt auf der Mitte der Vtlgl eine
breite ziegelrote Querbinde, die durch die schwarzen Rippen geteilt wird. Die dunkle Unterseite zeigt am
Vrd der Htlgl einen grossen tropfenförmigen dunkel schwefelgelben Fleck und zwei rote Flecke an der
Wurzel; beim cf ist die rote Binde der Vtlgt im vorderen Teile verschmälert, ausserdem hat das cf auf
dem mittlern hinteren Teile der Vtlgl eine weissrote Längsbinde. — bardela Frühst, aus Rio Grande do bardela.
Sul, die nach der Beschreibung kleiner, oberseits dunkler und deshalb weniger grau und rosa beschuppt,
auch auf der Unterseite der Vtlgl auf der roten (Juerbinde costalwärts weisslich statt rosa etc. sein soll,
lässt sich nach meinem Materiale von autodgca kaum trennen, dagegen verdient eine ¥-Aberrativform aus
V !»
PEREUTE. Von J. Röbek.
Ofi
rosa. Rio Grande clo Sul mit sehr blassroter Binde als ab. rosa form. nov. besondere Benennung. — paula
panla. snbsp. nov. aus der Provinz Säo Paulo ist in beiden Geschlechtern oberseits viel reichlicher grau beschuppt,
auch am Saume der Hflgl stehen bei beiden Geschlechtern grosse Flecke grauer Schuppen , die Grund¬
färbung der ?? ist nicht rein schwarz, sondern schwarzlrraun und die Unterseite viel lichter sowohl in der
Grundfärbung als auch in der Färbung der roten Binde.
swainsoni. p. swainsoni Gray (21a) aus Parana, Santa Catharina und Säo Paulo unterscheidet sich von
autodyca durch grössere Gestalt, ol)erseits deutlichere Querbinde der Vflgl und durch Verschiedenheit der
grauen Bestäubung, die auf den Ird der Vflgl und die basale Hälfte der Hflgl beschränkt ist, und ferner
durch einen gelben Fleck am Vrd der Hflgl. Auf der Unterseite fehlt den d'd' die bei den aiäorhjca-d'd'
vorhandene rote Mittelbinde auf dem hinteren Teile der Vflgl. Beide Arten fliegen in Rio Grande do Sul
und Säo Paulo nebeneinander. — Nach Stücken aus Rio Grande do Sul und Santa Catharina hat Feuhstoefek
phalera. die subsp. phalera (21b) aufgestellt, ich vermag jedoch mit Ausnahme der dunkleren Färbung der Unter¬
seite die von ihm angegebenen Charaktere nicht zu bestätigen.
Cheops. P. Cheops 8t(jr. (21b) aus Chiriqui hat bläulichschwarze Oberseite mit geringem Glanze, das cf hat
eine Mittelbinde aus gelben Schuppen, eine gleiche im vorderen Teile der Mittelzelle und spärliche gelbe
Schuppen am Ird der Vtlgl und auf dem Wurzelteile der Hflgl. Auf der lichteren (schwarzbraunen) Unter¬
seite ist die gelbe VÜglbinde viel breiter und deutlicher, am Vrd der Hflgl steht eine gelbe Binde und an
der Flügelwurzel befinden sich zwei rote Flecke. Das ? hat eine breite rote Binde und gelben Vrd auf der
Oberseite der Vflgl. Beide Geschlechter haben gelbe Fhlr.
charops. P. charops Bsd. (21b), von Mexiko bis Panama (Chiriqui) vorkommend, unterscheidet sich von den
übrigen Formen dieser Art durch reichliche grauweisse (cf) bezw. rötliche (?) Bestäubung am Aussenrd der
Vtlgl. Die Mittelbinde der Vflgl ist unterseits leuchtend gelb (cf) bezw. rot (?). Beide Geschlechter haben
auf der Unterseite der Fltlgl am Vrd einen langen gelben Streifen und ein kleines gelbes Streifchen an der
subvarians. Flügelwurzel. — subvarians Stgr. i. /. aus Columbia hat im cf weniger graue Beschuppung auf der Ober¬
seite, die Mittelbinde der Unterseite ist aber statt gelb zum 'grössten Teile trübrot. Dem ? fehlt die sub-
colambica. marginale rote Bestäubung auf der Oberseite <ler Vflgl. — columbica Frühst, aus Columbia unterscheidet
sich durch allgemeine Reduktion der grauen Bestäubung, die jedoch deutlicher in der Mittelzelle auftritt;
am Zellenschlusse stehen gelbe Flecke; Mittelbinde der Vflglunterseite gelb. Diese Form scheint nur eine
caiica. cf-Aberration der cauca subsp. nov. aus dem Cauca-Tale im nördlichen Columbia zu sein. Bei dieser ist
beim cf die graue Bestäubung allenthalben gleichmässig reduziert, die im grösseren äusseren Teile rote statt
gelbe Mittelbinde scheint auf der Oberseite durch. Die ?? haben eine sehr breite lichtrote Binde auf beiden
peniviamis. Seiten der Vflgl. • — peruvianus Stgr. i. I. aus Peru hat eine breite lichtgelbe Mittelbinde auf der 01)erseite
der Vtlgl und deutliche graue Beschuppung auf dem Apicalteile und Ird der Vflgl; die Hflgl sind wenig-
grau beschuppt. Die Unterseite der Vtlgl hat eine scharfe, schwefelgelbe Mittelbinde. ? unbekannt. • —
meridana. meridana Frühst, aus dem nördlichen Venezuela hat stark verdunkelte Oberseite ohne graue Schuppen in
und hinter der Mittelzelle und auf dem äusseren Teile der Htigl, äusserer Teil der Mittelbinde auf der
praemeri- Unterseite der Vtlgl rot. Unter dieser Form tritt auf ab. praemeridana Frühst., die eine völlig gelbe
dana. Binde der Vflglunterseite besitzt. — Diese Art hat weisse Fhlr.
leiicodrosime. P. leucodrosime Kott. (21c). Mit dieser Art aus Columbia beginnt die Reihe derjenigen Arten, die
auch im männlichen Geschlechte eine rote Binde auf der Oberseite der Vtlgl haben. Grundfärbung schwarz,
innere Hälfte der Hflgl und der basale Teil des Irds der Vtlgl blauweiss beschuppt, sowie Rücken und
Körper weiss behaart. Die rote Binde der Vtlgloberseite endet an der Subcostale und ist nicht wurzelwärts
verlängert. Die Unterseite ist schwarzbraun, die Rippen und Zwischenrippenstreifen sind schwarz, an der
reducfa. Wurzel der Hflgl stehen zwei rote Fleckchen. Fhlr weiss. — ab. reducta form. nov. sind Stücke mit stark
bellatrix. reduzierter roter Binde. — Bei bellatrix Frühst, aus Peru ist die rote Vtlglbinde saumwärts nicht ver¬
schmälert und lichter, dagegen die t)lau weisse Beschuppung auf dem inneren Teile der Flügel reduziert,
beryiiina. Unterseite etwas dunkler. — beryllina Fndist. aus Ecuador hat schmälere und tiefrote Vtlglbinde. —
latona. latona Btlr. aus Venezuela hat auf der 01)erseite der Vtlgl statt der roten Binde nur einen roten Fleck am
Ende der Mittelzelle. Unter dieser Form kommen auch Stücke mit völlig schwarzen Vtlgln vor: ab.
imicolor. unicolor form. nov.
callinira. P. calHnira Stgr. (21 c) aus Peru hat schwarze Fhlr. Die Oberseite ist wie bei leucodrosime blau¬
weiss beschuppt, die Vtlglbinde gleichmässig l)reit und in der Mittelzelle ein Stück wurzelwärts fortgesetzt,
die basale Hälfte des Vrds ist fein, aber scharf gelb, auf der Unterseite der Hflgl fehlen die roten Wurzel-
miisia. decke. — ab. musia Frühst, aus Nord- und Mittel- Peru ist grösser, die rote Binde nach beiden Seiten stark
Sabrina, verschmälert und abgerundet. — Sabrina Frühst, aus Columbia hat wesentlich schmälere rote Vtlglbinde
und reichlichere blaue Beschuppung an der Flügelwurzel, am Vrd der Vtlgl ist die rote Binde gelblich ge-
numatia. färbt. — HUmatia Frühst, aus Bolivia ist kleiner und bleicher, die rote Binde breiter, oberseits in der Mitte
reichlicher schwarz beschuppt.
AKCliONlAS. Von .1. ROher.
07
P. callinice Fldr. (2lc) aus Venezuela, Goluinhia und Süd-Peru hat .S(di\vai'zc Phli’. J)i(i cuHinice.
Oberseite ist schwarzbraun, die bläuliche Beschuppung nimmt die volle Wurzelhälfte der llllgl ein, fclill
aber auf den Vflgln vollständig. Die lichtrote Mittelbinde der Vflgl ist hinter dem Schlüsse der Mittelzeih-
nur durch ein kleines Fleckchen vertreten, aussen abgerundet und ei'reictd nicht den Aussenrd. Die l'nter-
seite ist wie bei cAÜlinira, jedoch viel lichter. Der Schmetterling (liegt auf Waldwegen und saugt gern an
feuchten Bodenstellen.
P. telthusa Hew. (21c) aus Peru und Ecuador weicht von den vorhergehenden Arten stark ab. telthusu.
Fhlr weiss. Oberseite schwarz mit subapicaler gelblicher Fleckenbinde, submarginalen lichten Fleckchen,
bläulichweissem Irdsteile der Vflgl und blau beschupptem Wurzelteile der Htlgl, die auch bläuliche Saum¬
fleckchen zeigen. Die Unterseite ist schwarz, die Vflgl haben die Zeichnung der Oberseite und die llflgl
am Vrd ein gelbes Streifchen sowie drei rote Wurzelflecke. — magna nov. vom unteren Amazonas magna.
(Obidos) ist grösser, das lichte Feld am Ird der Vtlgl ist kleiner und völlig blau beschuppt, die blauen
Flecke am Aussenrd der Htlgl sind grösser, die Unterseite ist dunkler und der gelbe Streifen am Vrd der
Htlgl sehr klein. — boliviana suhap. nov. aus Bolivia hat breitere und stärker gelbe Subapicalbinde der boliviana.
Vtlgl ober- und unterseits. Das lichte Feld am Ird der Vflgl ist ober- und unterseits grösser und nur an
den Rändern blau beschuppt, die blauen Flecke am Aussenrd der Htlgl sind kleiner, die Unterseite ist
etwas lichter (mehr braun) und der gelbe Streifen am Vrd der Htlgl länger und breiter.
9. Gattung: Areliouias Ubn.
Die Charaktere dieser Gattung sind ziemlich unsicher, das beste Kriterium für die Gattungs¬
zugehörigkeit bildet die äussere Erscheinung der Schmetterlinge. Die Subcostale ist vierästig, der 2. Ast
entspringt erst nach dem Schlüsse der Mittelzelle und der 3. und 4. Ast bilden eine kurze Gabel in der
Flügelspitze; doch ist dieser Charakter auch bei ein und derselben Art nicht konstant. Es wird sich
empfehlen, lediglich die sog. Papilio- nachahmenden fereus-aidigen Formen in dieser Gattung zu vereinigen.
A. tereas Godt. {— iulus Hbn., $ = marcius Ilbn). Als die sog. typische Form sind die aus tereas.
Rio de Janeiro und Espiritu Santo stammenden Stücke zu betrachten. Sie lässt sich kaum trennen von
uniplaga Frühst. (21 d) aus Rio Grande do Sul und Säo Paulo. Diese Form soll nur einen weissen Mittel- uniplaga.
fleck der Vflgl haben, was indes nach dem mir vorliegenden Materiale nur auf ein Stück aus Santa Gatha-
rina zutrifft; die übrigen acht Stücke aus Santa Gatharina und Säo Paulo haben drei Mitteltlecke, von
denen einer in der Mittelzelle steht. Das ? hat immer etwas mehr weisse Zeichnung auf den Vtlgln und
kräftigeres und mehr Rot auf den Hflgln. — critias Fldr. (21 d) aus Venezuela und Columbia ist bezüglich critias.
der weissen Zeichnung auf den Vflgln sehr veränderlich, die rote Zeichnung der Htlgl ist ausgebreiteter
und von tieferem Tone als bei tereas. Zu ab. hades Fndist. gehören Stücke mit völlig schwarzer Vtlgl- bades.
Oberseite und zu ab. nigripennis Btlr. völlig schwarze Stücke. — approximata Ptlr. ist die Form aus ^^^ppf-Q^lmata
Zentral -Amerika. — papilionides Frühst, aus Honduras hat etwas veränderte weisse Flecke auf den Vflgln papiUonidss.
und drei intensiv karminrote Flecke auf den Hflgln; unterseits sind die Vtlglflecke gelblich. — regillus regillus.
Frühst, aus Ecuador ist kleiner als tereas, die Vflgl haben zwei untereinander stehende weisse Flecke,
die Htlgl drei kleine mattrote, an den Rändern aufgehellte Flecke. — archidona Frühst, aus Ecuador archidona.
(Balzabamba) hat völlig schwarze Vtlgl oder doch nur wenig weisse Zeichnung und auf den Hflgln ober¬
und unterseits gelbliche oder weisse statt roter Flecke. — rosacea Btlr. aus Ecuador (Quito) und Columbia rosacea.
hat hellrote Flecke auf der Oberseite der Htlgl. — »In Santa Gatharina beginnt tereas Anfang September zu
fliegen als einer der ersten Frühlingsboten und belebt in wasserreichen Tälern fast alle süssduftenden
Blütensträucher mit ihrer ruhig-schönen Erscheinung und ihrem zarten Farbenkleide« (Fruhstorfee).
A. bellona Cr. (— ? erycinia Cr., brassolis F., braselis Godt.) aus Guyana gilt zwar für eigene Art, bellona.
ist aber doch wohl auch eine tereas-Y ovm , die im gebirgigen Westen ausserordentlich abändert. G. bellona
ist nur wenig verschieden von negrina Fldr. vom Rionegro. Das efl ist oberseits schwarz mit grossen hell- negrina.
gelben Vflglflecken und roten Strahlen auf der Unterseite der Htlgl, während beim ? auch die Oberseite der
Htlgl zum grös.sten Teile rot ist. — cutila Frühst. (21 d) aus Ecuador hat grosse gelbe Vtlglflecke und drei cntila.
rote Strahlen auf der Oberseite der Htlgl. — phaloreia Fndist. aus Peru hat schwarze Oberseite mit kleinen phaloreia.
gelben Vflglflecken. — hyrnetho Fndist. (2 t d) aus Bolivien hat rundlichere Flügel als die vorgenannten /p'r/;c/‘/zo.
Formen, die Vtlglflecke sind etwas lichter gelb und wenig grösser, die Oberseite der Htlgl ist schwarz, aber
die Unterseite mit schmalen roten Strahlen, gelbem Vrdsstreifen und gelben Saumflecken. Beim ? sind die
Htlgl oberseits zum grössten Teile rot. — Sabrina Fndist. aus Argentinien (.^) hat sehr intensiv gelbe Vtlgl- sabrina.
flecke, von denen der in der Mittelzelle gebogene sehr gross ist; die Unterseite der Htlgl ist ähnlich wie
bei hyrnetho, die gelben Saumflecke sind sehr klein. Baron G. vox Blessen beobachtete diese Art in grosser
Anzahl und beiden Geschlechtern in einem Gebüsch, so dass anzunehmen ist, die Schmetterlinge seien in
diesem Gebüsch geschlüpft; hieraus würde ferner zu schliessen sein, dass die Rp gesellig lebt. Die
Schmetterlinge setzen sich gern auf Blätter.
08
( IHAK(_)NIAS ; APPIAH. Von J. Röbee.
pharuakia. A. phamakia Frühst. (= archoniaoides Stgr. i. l.) ("21 ej aus Peru ist von sämtlichen vorbezeichneteu
.lr(7?ouu/s-Foruieu sehr verschieden, und wahrscheinlich eigene Art. Die Oberseite ist schwarzbraun mit gelben
\'tlgltlecken wie nnterseits, die Hflgl sind völlig ungezeichnet. ? im mittleren Teile der A'tlgl ober- und unter-
seits ziegelrot.
10. Gattung: Cliarouias Höb.
Aus dem bei Arckonias angegebenen Grunde ist es erforderlich, die nachgenannten Arten zu einer
l)esonderen Gattung zu vereinigen, ln der Rippenbildung ist ein geringer Unterschied gegen Archonias
vorhanden, weil die beiden Discocellularen der Vtlgl gleichlang sind und die obere Discocellularis der Hflgl
l)edeutend kürzer ist als die beiden andei-en Discocellularen sind. Die Palpen sind etwas länger und
kräftiger als bei Archonias. Hauptsächlich ist die äussere Erscheinung für die Gattungszugehörigkeit
massgebend.
eiirytele. Ch. curytcle Heiv. (21 e) aus Ecuador und Columbia hat braune Färl)ung des inneren und schwarze
Färbung des äusseren Flügelteils, in letzterem stehen gelbe Flecke; Stücke mit weissen Flecken können als
ribimaciilota. ab. albimaculata form. noi\ bezeichnet werden. Die Unterseite ist der Oberseite ganz ähnlich, doch stehen
lyceas. am Aussenrd der Hflgl ziemlich grosse weisse Snbmarginalflecke. — Bei lyceas Godm. u. Scdv. aus Panama
(Bugaba) ist von der braunen Fäihung der Vtlgloberseite nur ein streifenförmiger Fleck am Ird vorhanden,
dismorphitis. die Unterseite der Vtlgl ist völlig schwarz. — dismorphitis Btlr. aus Chiriqui hat völlig schwarze Vtlgl
dismorphina. mit lichtgelben Flecken und lichter braunen Hügln. — dismorphina Stgr. i. 1. aus Columbia hat gleichfalls
nigrescens. völlig und sehr dinüvle A^tlgl mit grösseren , tiefgelben Flecken und düsterbraunen Hflgln. — nigrescens
Godm. U: Scdv. aus Guatemala ist eine noch weiter verdunkelte Form. — Die ?? sind nur etwas grösser,
sonst nicht verschieden.
theano. Ch. theano B. (21 e) aus Brasilien (z. B. Säo Paulo) ist schwarz mit weisslichen streifenförmigen
Flecken. Das ? hat statt weisser Zeichnung dnnkelgelbe dergleichen im inneren und schwefelgelbe im
äusseren Flügelteile. Die Unterseite ist ähnlich, doch reichlicher gezeichnet, die Htlgl sind gelb mit
schwarzen Rip])en und schwarzem Aussenrd, in dem weisse Flecke stehen.
11. Gattung: AppiaH Ubn.
Im Geäder stimmt diese Gattung völlig mit Pieris überein , die cf cf haben aber einen besonderen
Charakter, nämlich zwei steife Haarbüschel (sekundäres Geschlechtsorgan) an den Afterklap[)en an der
Unterseite des Hlbs ; die ?? sind durch die eigentümliche Färbung der Unterseite, die bei matter Zeichnung
einen geringen Perlmntterglanz besitzt, von den Pier/s-?? leicht zu unterscheiden. Die Gattung ist in Indien
durch zahlreiche znm Teil schön gefärbte, auch in Afrika durch einige Arten vertreten, tritt in Amerika
jedoch nur in einer sichere]i Art auf, die Ins vor kurzer Zeit zur GBfiung BajAonoura gerechnet wurde. Wie
schon der von Wallace gegebene synonyme Gattungsname Tachyris andeutet, sind die Angehörigen dieser
Gattung ausserordentlich tlinke Tiere. Nach den Beobachtungen von Dr. A. Seitz werden die Appias
(speziell drusdla) an Fluggewandtheit unter den Tagschmetterlingen nur von den Angehörigen der Hesperiden-
gattung SpcdJdlepia erreicht; in wenigen Sekunden legen sie grosse Strecken zurück. Sie tliegen nicht nur
reissend schnell, sondern besorgen auch das Geschäft der Nahrungsaufnahme aus Blumen in grösster Eile.
Nur zur Aufnahme von Wasser aus feuchtem Boden, wobei diese Tiere mitunter und zwar hauptsächlich
Männchen, in grossen Schwärmen dicht aneinander sitzen, gönnen sie sich Zeit und betreiben diese Tätigkeit
augenscheinlich als Liebhaberei.
drnsilla. A. drusilla Cr. (= ilaire Godt., margarita Hhn., albunea Dahn.) (21 f) ist vom südlichen Florida bis
Süd-Brasilien verbreitet und häutig. Das cf ist oberseits weiss mit geringer schwärzlicher Apicalzeichnung
der Vtlgl, mitunter völlig zeichnungslos, nnterseits gelblichweiss ohne Zeichnung, nur mit einem gelben
Streifchen am Ah’d der Htlgl. Das ? ist oberseits auf den Vflgln weiss, auf den Hflgln gelblich und hat
breite schwarze Ränder, nnterseits weiss mit rötlichem Schein und sehr schwach entwickelten, der Oberseite
ähnlichen Zeichnungen sowie gelber Bestänbung an <ler Wurzel sämtlicher Flügel, namentlich der Vtlgl
Das von W. ,1. HoLJiAND in seinem Buttertly Book auf Tafel XXXV als ? abgelhldete Stück ist der Flügel¬
gestalt nach ein cf mit stark gell)licher Überseite und stärker entwickelter schwarzer Zeichnnng am Apex
holiandi. und Wurzelteile der Vtlgl; diese Form verdieiü besondere Benennung als ah. nur. hollandi. — janeira
janeira. Bönnhcgh., bisher mir im botanischen Garten zu Rio de Janeiro beobachtet, hat auch im männlichen Ge-
schlechte gelbe Färbung an der Wurzel auf der Unterseite der Flügel; v. Bönxinghausen hält sie für eigne
poeyi. Art. — poeyi Bfir. von den Antillen ist beim cf oberseits zeichnungslos, nnterseits etwas gelblicher; das ?
hat stärker gelbe Grundfärbung und geringere Randzeichmmg der Htlgloberseite, die Lhilerseite ist gleich¬
falls gelber als bei drusda ?.
CATIIAEMIA; I.EüDONTA: CATASTUri’A. Von .). I.’r.iono
12. (Tattiuig-: Catliaciiiia lUm.
Die hierzu gehörigen Kornieii waren bis voi' kurzei' Zeil niil Hesfxruchatis vereinigt, l-iAini,. (iuo-n;
liat aber für sie die Gattung ('nnizza errichtet. Diesen' Name muss Jedoch dem älteren I lüii.NKidschen .Namen
weichen. Zwar besteht in der Ri})penbildung nur der Unterschied, dass die obere Discocellulare allei- Flügel
bei Hesperocliarh gewinkelt ist und eine kurze rücklaufende Kippe hat, hei ('allmemia dagegen diese
Kippen nur sehr wenig gel)ügen sind und rücklaufende Kippen fehlen, doch begründet die grosse \'er-
schiedenheit des Zeichnnngsstils und aucli dei' Flügelgestait die generische Selbständigkeit.
C. hirlanda Sfoll, vermutlich aus Surinam, unterscheidet sich von der besser bekannten ninguida ///>/««</(/.
Frühst. {= hirlanda Stgr.) (21 f) aus Pei'u durch breiteren schwarzen Saum aller Flügel. - -- Obnubila I-'ruhsi. ninguidu.
aus Süd-Pern hat fast schwarze Htlgl, so dass nui' die Mittelzelte und eirnge postmediane Plecke weiss
bleiben. — fulvinota Bflr. aus Rio de Janeiro ist oben vollständig weiss bis auf den gelblichen Wurzelteil fnivinutu.
der Flügel und den schwarzen Vrd der Vtlgl, die Unterseite ist ganz ähnlich wie bei hirlanda, nur hat sie
statt einer roten eine rotgelbe Kandbinde der Hflgl. - - praeclara Frühst, aus Fspiritu Santo ist im cf auf praeclam.
der Oberseite der Vtlgl schon hellgelb, auf den Htlgln zitrongell) mit leicht durchscheinender roter Binde
der Unterseite, Vtlgl mit breitem schwarzen Saume, der sich am 1. Medianaste mit einer vom Vrd aus¬
gehenden schwarzen Binde vereinigt, Htlgl mit schmalem schwarzen Rande, Unterseite ähnlich &ev hirl((nd((,
der schwarze Apicaltleck nicht mit der sul)a])icalen Binde zusammeidiängend, sondern durch eine gelbe
Binde getrennt. Beim ? ist der schwarze Rand aller Flügel breiter. — apicalis Frühst, aus Ecuador hält apicalis.
die Mitte zwischen ninguida und obnubila. — helvia ladr. (21fj, angeblich aus Mexiko (?), mir nur in helvia.
Stücken aus Columbia vorliegend, allgemein als besondere Art geltend, ist ni. E. auch eine hirlanda-Yovm,
weil mir Stücke vorliegen, die unverkennbar eine Mittelform bilden. Dieser Form fehlt die rote Randbinde
der Htlglunterseite, doch haben die meisten Stücke S]niren von ihr. Die Aberrativform, die auf der Ober¬
seite der Vtlgl lichtgelb angetlogen und auf der Unterseite der Vtlgl auf der ganzen Fläche gelb gefärbt
ist, hat Frithstorfer ab. serda benannt ; es kommen jedoch auch Übergangsformen vor. serda.
13. Gattung: l^eodouta Btlr.
Die Arten dieser Gattung waien früher mit Pereute vereinigt. Obwohl beide Gattungen in der
Rippenbildung und ihren Organen keinen wesentlichen Untei schied besitzen, werden sie doch durch die
äussere Erscheinung scharf getrennt. Ein zweifellos beachtenswerter Charakter liegt aber auch in der
Bildung der Analklappen der efef, die bei Leodonta viel kleiner als bei Pereute sind. Es sind bisher sieben
Formen beschrieben worden, die sämtlich als besondere Arten betrachtet wurden, ich vermag in ihnen
jedoch nur zwei Arten, deren eine Lokalformen bildet, zu erkennen. — Die Schmetterlinge tliegen auf
Waldwegen und saugen gern an feuchten Bodenstellen.
L. dysoni Doubl. (21 e) aus Venezuela ist diejenige Form, die auf der Oberseite am meisten weiss dysoni.
gezeichnet ist, die Htlgl sind weiss mit verwaschenen gelben Flecken an der Wurzel und breitem schwarzen
Aussenrd, der etwa '/-t 3er Flügelfläche einninnnt, am Saume stehen grössere weisse Flecke, die Alittelbinde
auf der Unterseite der Htlgl ist weiss mit je einem gelben Strich in jeder Zelle, auch im übrigen Teile ist
die Htlglunterseite lichter als bei den übrigen Formen. — zenobina Dopff' (21 e) aus Peru und Bolivien hat zetwbina.
breiteren schwarzen Aussenrd der Htlgloberseite und dunkleren Aussen- und WTirzelteil der Htlglunterseite. —
intermedia subsp. nov. aus dem nördlichen Columbie]) (Canca-Tal) ist kleiner, der schwarze Aussenrd der intemiedia.
Hflgl ist etwas schmäler als bei zenobina und der Wurzelteil verdunkelt, die Mittell)inde auf der Unterseite
der Hflgl ist breiter, gelb und nur die Rippen sind sehr schmal weisslich, auf der Oberseite der Vflgl steht
in der Mittelzelle am Ursprünge des 2. Medianastes ein weissei' Fleck , der auch unterseits viel grösser als
bei den vorgenannten Formen ist. — Bei chiriquensis Stgr. aus Chiriqui reicht die schwarze Aussenrds- düriquensis.
hinde der Hflgl bis an den Schluss der Mittelzelle und am Saume stehen grössere weisse Flecke, die weisse
Mittelbinde der Vflgl ist schmäler. — zenobia Fldr. aus Columbia ist eine kleinere Form mit gelblicher zenobia.
Mittelbinde der Oberseite, der WTirzelteil der Htlgl ist schwarz, die lichte Mittelbinde auf der Unterseite der
Htlgl schmäler und in der Mitte unterbrochen. — Bei tagaste Fldr. (21 f) aus Peru und Ecuador ist die /cgas/c.
Oberseite grösstenteils weiss, die Htlgl haben nnr einen schwarzen Rand. — marginata Schaus aus Venezuela marginata.
(Merida) hat die Vtlgl zur Hälfte weiss, 2 Reihen weisser Subapicaltleckchen, die Htlgl aber ähnlich wie dgsoni.
L. tellane Hew. (22a) aus Columbia ist oberseits gelb mit breiten schwarzen Rändern, in denen tellane.
gelbe Flecke stehen, der innere Teil der Htlglunterseite ist gelb, der Wurzelteil graubraun.
14. Gattung: Clafastiefa Btlr.
Der einzige, scheinbar sichere Geäder-Unterschied dieser Gattung gegenüber Archonias besteht darin,
dass der zweite Suhcostalast entweder unmittelbar am, oder kurz vor oder nach dem Schlüsse der Alittel-
zelle sich abzweigt. Die äussere Erscheinung der Angehörigen dieser Gattung gegenülier Archonias ist der-
70
CATASTIGTA. Von J. Röbek.
not/ia.
corcyra.
staiidingeri.
pieris.
innuba.
eiirigania.
straminea.
theresa.
tümbice.
bryson.
sinapina.
pinava.
vapina.
colla.
artig verschieden, dass ihre generische Abtrennung völlig l)erechtigt erscheint. Obwohl die Cafrcsfr/c/«- Arten
ein ziemlich einheitliches Gepräge aufweisen, bilden sie doch verschiedene Gruppen, die jedoch meist durch
Übergänge verbunden sind. Die Gattung verbreitet sich von Mexiko bis Süd-Brasilien, hat jedoch ihre
eigentliche Heimat in den Gebirgen des Westens. Die Arten ändern zweifellos lokal erheblich ab, ob sie
auch Zeitformen bilden, ist noch nicht festgestellt. — Die cfcf der CV/h^sOcb^-Arten haben nach Paul Hahxel
die Gewmhnheit, sich am Flussufer auf vom Wasser bespülte und von der Sonne beschienene Steine zu
setzen und mit solcher Gier zu trinken, dass ihnen das Wasser in kurzen Zwischenräumen tropfenweise
durch den After wdeder entfällt. Nicht selten werden sie vom Wasser wmggespült, was ihnen indessen nicht
das mindeste schadet, denn unmittelbar darauf erheben sie sich gleich einem Wasservogel aus den Wellen,
um sich von neuem an den das belebende Nass spendenden Stein anzusetzen.
C. notha Luc. (22 a) aus Venezuela ist oberseits weiss mit schwarzer Apical- und Aussenrands-
zeichnung, der folgenden Art sehr ähnlich, imterseits mit weissen Vflgln, deren Spitze rötlichgrau, mit
gelben Streifchen, Htlgl verwaschen rötlich weiss mit gelben Streifen in den Feldern, deutlichen dreieckigen
gelben Saumtlecken und rotem Wurzeltlecke.
C. corcyra Fldr. (22a) aus Venezuela und ßolivia ist oberseits der vorigen sehr ähnlich, nur
schlagen auf den Htlgln die dunklen Zeichnungen der Unterseite durch. Unterseite der Vflgl weiss mit
schwarzer Spitze , in der gelbe Streifen stehen , Htlgl gelb mit schwarzbraunen , weiss gerundeten Rippen,
schwarzbrauner gezackter Mittelbinde und marginalen Anfängen einer Kappenfleckenbinde. Letztere ist bei
staudingeri Btlr. aus Ost-Peru vollständig ausgebildet. Bei dieser Form ist die Unterseite der Htlgl viel
lichter gelb und die schwarze Spitzenzeichnung der Vtlgl reicht nur bis zum zweiten Medianaste. Das ?
hat verbreiterte schwarzbraune Spitzenzeichnung der Vtlgl und schwarzbraune Flecke am Aussenrande der
Htlgloberseite.
C. pieris Uopff. (22 a) aus Peru ist oberseits wmiss mit schwarzer Apical- und Subapicalzeichnung
der Vtlgl sowie schwarzer Saumlinie der Htlgl. Die Unterseite ist w'eiss mit bräunlichen und gelben Zeich¬
nungen auf der Vtlglspitze. Die Hflglunterseite ist wmiss, hat Kappenlinienzeichnung am Saum und in der
Mitte sowie gleichgefärbte Zeichnungen an der Flügelwurzel, daselbst auch einen dunkelroten Fleck; jedes
Flügelfeld hat einen gelben Längsstreifen. — innuba Sigr. i. I. aus Bolivien hat ober- und imterseits gelbe
Grundfärbung.
C. eurigania Heir. aus Ecuador ist jedentalls nur eine Lokalform der straminea Btlr. (22 a) aus
Peru; letztere unterscheidet sich durch tiefer gelbe Grundfärbung, den Besitz dreier subapicaler gelber
IHecke auf den Vtlgln und etwas veränderte Zeichnung am Htlglsaume. Die Unterseite hat die typische
Gatasticten-Zeichnung.
C. theresa Btlr. (22 a) aus Ghiriqui hat ausgebogten Aussenrd der Vtlgl. Die Grundfärbung ist
dunkelbraun und die gelben Zeichnungen sind schmäler als l)ei eurhjanid. Die Unterseite ist ähnlich, doch
tritt die gelbe Färbung zugunsten mattglänzender, rötlichbläulicher Färbung zurück.
C. nimbice Bsd. (22b) aus Mexiko hat beim cf strohgelbe, beim ? ockergelbe Zeichnungen der
Oberseite. — bryson Stgr. i. l. (22 b) aus Ghiritjui und Guatemala hat verbreiterte gellie Zeichnungen der
Oberseite, die Unterseite ist etwas lichter, namentlich an der Flügelwurzel.
C. sinapina Btlr. aus Peru ähnelt auf der Oberseite der nimbice, doch ist die gelbe Mittelbinde
durch die Rippen deutlicher geteilt und die sie bildenden Flecke sind kleiner, die submarginalen Flecke der
Vtlgl und die Randtlecke der Htlgl sind grösser, Htlgl am Analwinkel verlängert; Unterseite völlig ein¬
förmig, Grundfärbung senfgelb und die Rippen und Zeichnungen purpurbraun. Mir nur aus der Be¬
schreibung bekannt.
C. pinava JJbl. (22 b) aus Bolivia und Peru ist oberseits der vorigen Art ähnlich, hat aber schmälere
gelbe Zeichnungen und rundere Flügelgestalt. Die Zeichnung der Htlglunterseite ist mit mehr glänzendem
Weiss durchsetzt, daher klarer. Das ? hat oberseits viel licliter gelbe, fast weisse Zeichnungen.
C. vapina Btlr. aus Ecuador steht zunächst der j)i na m, der sie auf der Oberseite sehr ähnlich ist.
Alle hellen Zeichnungen sind lichter, mehr sandgell), ausser denen am Assenrd, die iveisser sind. Auf der
Unterseite sind Färbung und Zeichnung sehr ähnlich der philothea, aber alle lichten Felder sind grösser und
schärfer, die Grundfärbung der Vtlgl ist hellchamois, der Htlgl })erlweiss, verwaschen sclnvefelgelb auf der
inneren Hälfte, die weissen Randzeichnungen sind wie bei manco, Spitze und Aussenrd der Vtlgl ähnlich
gefärbt. Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
C. colla Dhl. (22b) aus Bolivia und Peru hat oberseits schwarzbraune Grundfärbung mit tiefgelber
Flecken-Mittelbinde und einer submarginalen Reihe gelber Pünktchen der Vtlgl, breiterer gelber Mittelbinde
und einiger gelber Saumtlecke der Htlgl. Die Unterseite ist sehr bunt durch ihre silberweissen , scliwefel-
Cy\'rASTIC:'ry\. Von .1. Kr.iiKK.
und orangegelben sowie bräunlichen und scliwurzen Flecke, deren vXiiordnung aus dei' Abbildung ersiclil lieb
ist. — jacinta Btlr. (221)) aus Bolivia (Zeitform?) hat viel mehr gelbe Zeichnung auf der Obei'seite. l)ie jacinta.
Unterseite ist durch den fast völligen Mangel der silherweissen Zeichnungen weniger bunt. — plesseni plesseni.
subsp. 710V., von Baron G. v. Pjokssen in Ecuador (Bahos) entdeckt, ist etwas kleiner als coUa, hat oberseiks
lichter gelbe Mittelbinden und deutlichere Suhmarginaltlecke ; unterseils ist alle gelbe Zeichnung gleichfalls
lichter und die Grundfärbung der Htlgl reiner weiss, ohne rötlichen Schein.
C. chelidonis JBopff'. (22 c) aus Bolivia hat breitere und deutlichere gelbe Zeichnungen f/ielidonis.
philomene Step', i. l. aus Bolivia (Zeitform?). Die Flnterseite ist bei beiden Formen ganz ähnlich, nui' huiplülomenr.
chelido7iis auf den Vflgln mehr gelbe Zeichnung, namentlich in der Mitte. — Die kleine Form aus Ecuador
mit schärferen gelben Zeichnungen kann als aequatorialis form. nov. abgetrennt werden. torialis.
C. hopfferi Stgr. i. I. {= pinava Btlr., nec Uhl.) (22c) aus Bolivia ist viel kleiner als die vorige hopfferi.
Art, gleichwohl sind die submarginalen gelben Flecke viel grösser, auch haben Vorder- und Htlgl gelbe
Saumtleckchen. Auf der Unterseite der Htlgl sind die Mittelbinden -Zeichnungen von den Saumflecken
durch eine scharfbegrenzte Binde silberweisser herzförmiger Flecke getrennt, die gelben Zeichnungen sind
nicht orange, sondern schwefelgelb. — Als forma obscurior Stgr. i. l. sind Stücke mit verdüsterter Dber- obscurior.
seife im Verkehre.
C. teutanis Hem. (22 c) aus Peru und Ecuador raachf mit ihrer Oberseite den Eindruck einer kleinen teutanis.
Parero7na. Oberseite weiss , auf dem basalen Teile der Vorder- und den ganzen Hflgln infolge Durch-
scheinens der dunklen Färbung der Unterseite bläulichweiss, die Spitzenhälfte der Vtlgl schwarz mit sub-
apicalen und submarginalen bläulichweissen Streifchen, die Htlgl mit ziemlich breitem, tiefeingekerbtem
schwarzen Aussenrd. Unterseite mit Ausnahme des mittlern Teils der Vtlgl braunschwarz mit geringen
gelben Marginal- und Submarginal-Zeichnungen und zwei dunkelroten Wurzeltlecken der Htlgl.
C. ctemene Hnv. (22 c) aus Ecuador hat verlängerte Vflglspitze. Oberseite weiss mit schwarz- ctemene.
braunem Spitzen- und Wurzelteile und schwarzbraunen Saumtlecken der Vtlgl ; in der dunklen Vflglspitze
stehen geringe weisse Subapicaltleckchen. Die Unterseite der Vtlgl ist weiss, die der Htlgl bläulichbraun
mit verschwommenen Gatasticten-Zeichnungen.
C. prioneris Hop>ff. (22 c) aus Peru ist oberseits weiss mit schwarzbraunen Zeichnungen am Rande prioneris.
und an der Wurzel. Unterseite weiss mit bläulichbrauner und schwefelgelber Gatasticten - Zeichnung und
zwei roten Hflglwurzeltlecken. ? hat viel breitere Randzeichnungen, namentlich auf den Hflgln. —
caucana subsp. nov. vom Gauca in Golumbien unterscheidet sich durch den Mangel der submarginalen caucana.
weissen Flecke der Vtlgl und geringe schwarze Zeichnung am Saume der Htlgl. Die Unterseite ist bleicher.
Die ?? haben oberseits am Schlüsse der Vtlgl mittelzelle grössere weisse Flecke als prmierisP-^.
C. sisamnus F. aus Peru hat schwarze Oberseite, eine breite weisse Mittelbinde und weisse sisamnus.
Marginal- und Submarginalpunkte und -Flecke. Die Unterseite ist der Oberseite entsprechend gezeichnet,
Mittelbinde gelblichweiss mit gelben Streifchen, Saum- und Wurzelfeld schwarzbraun mit marginalen und
submarginalen gelben Fleckchen und zwei roten Wurzeltlecken auf den Hflgln. — telasco Luc. aus Ghiriqui telasco.
hat auf den Hflgln schmäleren schwarzen Saum und die weissen Submarginalflecke der Vtlgl sind grösser,
die Mittelbinde der Vtlgl ist schmäler und die Unterseite etwas lichter. — pitana Fldr. (22 c) aus Golumbien pitana.
hat noch breitere, scharfbegrenzte Mittelbinde, die beim cf weiss, beim ? weiss oder gelblich ist; ?? mit
zitrongelber Mittelbinde und ebensolchen Flecken werden als foryn. nov. ? flava bezeichnet. flava.
C. bithys Hbn. (22 d) kommt von Mexiko bis Süd -Brasilien vor. Oberseite schwarzbraun mit /'/V/ivs-
schmaler weisslicher Fleckenmittelbinde, marginalen und submarginalen weissen Fleckchen; mitunter fehlt
die eine oder andere Reihe. Unterseite mit gelben Streifchen in der weissen Mittelbinde der Htlgl, Saum¬
teil rötlich schwarzbraun mit ]narginalen und submarginalen gelben , schwarz eingefassten F'leckchen.
? nicht verschieden.
C. troezene Fldr. (22 d) aus Golumbien hat schwarzbraune Oberseite mit weisser, dunkel bestäubter troezene.
Fleckenmittelbinde, deutlichen Submarginal- und — auf den Vflgln mitunter fehlenden — undeutlichen, auf
den Hflgln zwar kleinen, aber deutlichen Saumtleckchen. Unterseite mit viel schwefelgelber Zeichnung.
C. troezenides Stgr. i. 1. (22 d) aus Golumbien ist unterseits der troezene zwar sehr ähnlich, hat troezenides.
aber weniger gelbe Zeichnung und breitere schwarzbraune Randzeichnung. Clberseite durch die zum
grössten Teile weissen Htlgl ziemlich verschieden. Ini Gegensätze zu den Hflgln zeigen die Vtlgl weniger
weisse Zeichnung als troezene.
C. hebra Luc. (22 d) aus Golumbien ist oberseits der troezenides ähnlich, der schwarze Rand der hebra.
Htlgl ist aber breiter und zackig ausgebuchtet, die Unterseite jedoch ziemlich verschiedeir durch den Mangel
scharfer Gatasticten - Zeichnung. Die Htlglunterseite ist rötlichbraun mit lichter Submarginal- und Mittel¬
binde, deutlichen dreieckigen schwefelgelben Saunr-, länglichen schwefelgellren Submarginaltlecken und
schwefelgelben Streifchen im inneren Flügelteile.
7^2
CATASTICITA. Von J. Robek.
stngosa. C. strigosa Bflr. aus Peru ist in Gestalt, Grösse und allgemeiner Ansicht wie hebra, tief oliven¬
braun, das letzte Drittel der Alittelzelle der Vtlgl zeigt spärliche schwefelgelbe Schuppen, die Mittelzelle ist
eingefasst von einer Reihe länglicher, zugespitzter schw'efelgelbhrauner Strahlen, der äussere Teil der ersten
sechs dieser Strahlen ist durch die Grundfärhung geteilt, Htlgl schwefelgelbbraun, aber die Rippen und der
Aussenrd olivenbraun, drei verlängerte hellgelbe Flecke begrenzen den 2. — 4. Zwischennervenstreifen. Unter¬
seite ähnlich der cteniene, aber der gelbe Fleck auf den Vtlgln durch die breit braun gerundeten Rippen in
schmale Streifen zerlegt. Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
crowleyi. C. crowleyi Btlr. aus Venezuela (Monte Sierra und Gulata) ist der strigosa ähnlich. Oberseite
dunkel purpurbraun mit weisslich aschgrauen Feldern und Flecken, der Aussenrd der Htlgl und die Rippen
sind scharf hervorgehoben; ein orangegelber Fleck an jeder Seite des Halses; Unterseite fast wie bei
(ictinotis, aber die Hflgl von heller rötlichbrauner Färbung, ohne scharfen Mittelgürtel, die gelben Flecke
nur von dunkelbraunen Zeichen gesäumt. Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
semiramis. C. semiramis Luc. (22 d) aus Columbien ist oben unscheinbar grauschwarz mit verschwommenen
gelblichweissen Submarginal- und Mitteltlecken , unten aber prächtig gezeichnet. Die Hflgl zeichnen sich
durch reichliche schwefelgelbe Zeichnung, die auf den Vtlgln verblas.st ist, scharfe schwarze und schnee-
weisse Zeichnung aus.
uiobe. C. niobe Stgr. i. l. (22 d) aus Bolivia ist oberseits schwarzln’aun mit undeutlichen gelblichen Sub¬
marginal- und Mitteltlecken der Vtlgl und lichter Subl^asalbinde der Htlgl. Die Grundfärbung der Hflgl-
unterseite ist ein lichtes Schwefelgelb, auf dem sich die schwarzen und die dunkel schwefelgelben, schwarz-
gerandeten Zeichnungen gut abheben. Die Vtlgl haben schwarzbraune Grundfärbung mit lichten Saum-,
Submarginal- und Mitteltlecken, die im vorderen Teile schwefelgelb, im hinteren Teile weiss sind.
siiasa. C. suasa Stgr. i. /. (22 e) aus Bolivia hat sehr dunkle, schwarzbraune Oberseite mit verwischten
weisslichen Submarginal- und Mittelflecken. Die FTnterseite der Hflgl ist durch silberweisse , schwefelgelbe,
rötlichbraune und schwarzbraune Zeichnung sehr bunt. Die Vtlglunterseite hat schwarzbraune Grundfärbung
und weisse Submarginal- und Mitteltlecke, sowie kleine, weisse, vorn gelbe längliche Saumfleckchen. —
siiasella. suasella subsp. no'V. aus Peru ist oberseits viel lichter (gelblichgrau) und hat unterseits viel weniger scharfe
Zeichnung; die lichten Zeichnungen der Vtlglunterseite sii^d gelblich und in der Mitte viel ausgebreiteter.
modesta. C. modcsta Luc. (22 e) aus Peru hat graubraune Oberseite mit geringen verschwommenen lichten
Submarginal- und Mittelzeichnungen. Die Unterseite der Vtlgl ist gelblich mit braunen und dunkelgelben
Randzeichnungen, die Unterseite der Htlgl ist rötlichbraun mit verschwommener silberweisser Submarginal-
actinotis. und Mittellnnde und dunkelgelben Zeichnungen. — actinotis Btlr. (22 e ?) aus Costa Rica und Chiricpn hat
oberseits ausgebreitetere gelbliche Zeichnung und dunkler gefärbte Unterseite. Das ? ist oberseits schwarz¬
braun mit gelbem Discus der Vtlgl, dei’ von den dunklen Rippen durchschnitten 'wird; dieselbe Zeichnung
ist auf der Unterseite.
manco. C. manco Dhl. (-— incerta Bogn.) (22 ej aus Bolivia hat schwarzbraune Oberseite mit aschgrauen
Submarginal- und Mittelzeichnungen der Vtlgl und gleichen Marginal- und Submarginalzeichnungen sowie
gleichgefärbter Wurzel der Htlgl. Die Cnterseite der Htlgl ist silberweiss mit schmalen schwarzen und
breiten schwefelgelben Zeichnungen. Die Grundfärhung der Vtlglunterseite ist unrein weiss mit einer Saum¬
kappenlinie , die im vorderen Teile scharf und schwarz ; im hinteren Teile unscharf und schwarzbraun ist,
schwarzbrauner Submarginalbinde und gleichem, licht gestreiftem Basalteile; in der Flügelspitze stehen
phiiothea. schwefelgelbe Flecke. — philothea Fldr. aus Columbia ist oberseits etwas gelblicher, auf der Unterseite der
philoscia. Hflgl weniger gelb, aber stärker schwarz gezeichnet. — philoscia Lldr. aus Venezuela ist auf der ganzen
Oberseite und auf der Unterseite der Vflgl noch mehr gelblich; kann von phdothra kaum getrennt werden.
anaitis. C. anaitis Hcw. (22 e) aus Ecuador hat aschgraugelbliche Oberseite mit schwarzbraunen Rändern
und submarginalen lichten Fleckchen. Die Unterseite ist silberweiss mit schwefelgellien , schwarzen und
bräunlichen Zeichnungen.
rediicta. C. reducta Bttr. aus Ecuador ist ol)erseits wie anaitis, aber viel kleiner und alle Flecke tler Ober¬
seite sind ockergelb, unregelmässig mit Purpurbraun, die Rippen sind viel breiter schwärzlich, die Htlgl
haben eine Reihe kleiner weisser Randflecke, das Fleckenband auf der Oberseite der Vflgl ist heller ocker-
holiviana. gelb und die Vflgl sind mehr falkenartig. — boliviana Btlr. unterscheidet sich durch hell ockerfarbene
Flecke auf der Oberseite, die kaum dunkle Beimischung zeigt. - - Mir nur aus der Beschreil)ung bekannt.
sordida. C. SOrdida Bflr. aus Bolivia hat die allgemeine Färbung der anaitis, ist aber weniger gelb, der
Fleck am Zellende und die Flecke der Mittelreihe der Vflgl nächst dem Vrde sind kleiner. Hflglaussenrd
schwärzlich, fast die Hälfte der Flügel einnehmend und von Flecken der Grundfärlning durchquert. Lhiter-
seits sind alle hellen Zeichen reduziert und die braunen Felder viel breiter, die hellen Bänder sind rahm¬
farbig, nicht reinweiss, und die gelben Streifen und Flecke von tieferer Färbung.
Ausgegehen 16. II. 09.
CATASTIGTA. Von ,). Röbrr
7B
C. flisa ll.-Hchäff. (22 e) aus Columbia bat scliwarbraune Oberseite mit weisser Fleckenmittelbinde, ///.vö.
submarginalen und sehr kleinen marginalen weissen Flecken; beim ? ist das Analt'eld der Ullgl gelb. Oie
Unterseite ist schwarzbraun mit einer weissen Fleckenmittelbinde, in der auf den llllgln gelbe Flecke sieben,
sowie den Randllecken wie oberseits, doch sind diese weissgelb.
C. chrysolopha KoU. (= xe(|ue Menge!) (22 f) aus Ecuador hat schwarze Oberseite, auf den Vllgln chrysolopha.
eine weisse Fleckenmittelbinde und verschwommene submarginale weisse Fleckchen, die Illlgl haben eine
in der Mitte hellockergelbe , vorn weisse Mittelbinde und gleichfalls verschwommene weisse Subrnarginal-
tleckchen. Die Unterseite der Htlgl ist gelblichweiss mit schwefelgelben und schwarzen Zeichnungen. Das
$ hat rundere Flügel, ist ober- und unterseits bleicher und hat auf den Htlgln auch lichte Fleckchen.
C. apaturina Bür. (22 f) aus Ecuador ist der vorigen Art sehr ähnlich, hat aber kleinere weisse apaturina.
Flecke und auf den Htlgln eine schmälere und hellgelbe Mittelbinde. Die Unterseite der Htlgl hat fast
schneeweisse Grundfärbung sowie aschgraue Submarginalzeichnung und mehr schwarze Mittelzeichnung.
C. toca Dbl. (22f) aus ßolivia und Golumlna hat schwarze Oberseite mit weisser Fleckenmittelbinde toca.
und verschwommenen weissen Submarginalflecken. Unterseite der Htlgl weiss mit schwarzer Saurakappen-
und Medianpfeilfleckenbinde sowie schwarzen Wurzelzeichnungen; in jedem Felde steht ein schwefelgelber
Strich. Unterseite der Vtlgl schwarz mit Aveisser Submarginal- und Mittelbinde sowie gelben Saumtlecken.
— detrita form. nov. vom oberen Amazonas ist ober- und unterseits viel bleicher. detrita.
C. scaeva Stgr. i. l. (22f) von Peru. Oberseite dunkelbraun mit gelber oder gelblicher Flecken- scaeva.
mittelbinde und gleichen Submarginaltlecken, Unterseite fahler gelb als bei toca mit bräunlicher und nament¬
lich auf den Htlgln etwas veränderter Zeichnung; die Kappenlinie am Rande setzt sich aus spitzen Drei¬
ecken zusammen.
C. tomyris Fldr. (22 f) aus Columbien und Venezuela ist oberseits der toca ähnlich, aber grösser, tomyris.
Oberseite schwarz mit weisser Fleckenmittelbinde und weissen Submarginalfleckchen der Vtlgl, Htlgl mit
gelblicher Mittelbinde. Unterseite der Vtlgl schwarz mit sidDinarginaler und medianer Fleckenbinde und
gelben Saumtlecken. Htlgl lichtgelb nut schwarzen Kappenlinienzeichnungen am Saume, schwarzen Mittel¬
und Wurzelflecken und schwefelgelbem Streifen in jedem Flügelfelde. ? nicht verschieden. — tamina tarnina.
Stgr. i. J. aus Bolivia hat oberseits breitere Mittelbinde der Vorder- und Htlgl und auf der Unterseite der
Htlgl rötlichbläuliche Färbung am Saume und am Wurzelfelde sowie reinweisse Grundfärbung.
C. cora Luc. (= zancle Fldr.) (22 f, g) aus Venezuela und Peru ist oberseits dunkelgrau mit margi- cora.
naler und submarginaler schwarzer Binde. Die Unterseite der Vtlgl hat submarginale und mediane weisse
Fleckenbinde mit gelben Fleckchen und gelbweisse Saumtlecke. Die Unterseite der Htlgl ist verworren
weiss, gelb, schwarz, braun und bläulich gezeichnet.
C. uricoecheae Fldr. (22 f) aus Columbien, eine der schönsten Arten der Gattung, ist aut uricoedieae.
Oberseite der Vtlgl der cora sehr ähnlich, hat aber dunkelrote Htlgl mit schwarzem Saum und ebensolcher
Fleckenmittelbinde. Auch die Unterseite ist derjenigen der cora sehr ähnlich, doch viel lichter.
C. cinerea Btlr., Fundort unbekannt. Vtlgl oben aschgrau, Vrd und Rippen breitschwarz, äusseres cinerea.
Viertel der Flügel eingenommen durch einen breiten schwarzen Rand , in dem sich eine Reihe Aveisslich-
grüner Flecke und eine Reihe kleiner weisser Saumtleckchen befinden, Basalhälfte der Htlgl aschgrau, un¬
regelmässig schwarz beschuppt, äussere Hälfte schwarz mit einer Reihe weisslichgrauer Flecke und einer
Reihe kleiner schwefelgelber Saumtlecke. Körper schwärzlich, Palpen mit zwei weissen Seitenlinien, Hals
mit einem kleinen gelben Fleck an jeder Seite. Unterseite sehr ähnlich der der uricoecheae, aber die grauen
Felder mehr schieferfarbig, die gelben Zeichen tiefer in Färbung, alle hellen Zeichnungen schärfer und
diejenigen auf den Vflgln breiter. Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
C. vulnerata Btlr. aus Ecuador ist ähnlich der uricoecheae , aber auch das Wurzelfeld der Vtlgl ist vnlnerata.
rot, die Mittelbinde schmäler, das Rot der Htlgl beschränkter und grauer, die IMitteltlecke sind kleiner,
heller rot und verwaschen, der Ird ist weisslich. Auf der Unterseite sind die Zeichnungen schärfer, die
gelben Zeichen glänzender, der graue Mittelgürtel der Htlgl hat eine ziemlich gerade innere Begrenzung
und ist deswegen breiter, der ihn Ijegrenzende weisse und gelbe Gürtel sind schmäler, die Randtlecke
breiter, etwas weniger gewinkelt. Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
C. tricolor Btlr. aus Ecuador ist auch ähnlich der uricoecheae , aber alle Flecke der Vtlgloberseite trkolor.
sind glänzend zitrongelb, die Scharlachzeichnung der Htlgl ist weniger l)rillant in Färbung, der Fleck nach
der Flügelwurzel zu mehr reduziert , eine Reihe gelber Randtlecke vorhanden. Auf der Unterseite sind die
weissen und gelben Zeichnungen so sehr reduziert, dass die Grundfärbung grau erscheint.
C. paradoxa Stgr. i. l. (22 g) aus Peru ist gleichfalls eine sehr schöne Art. Oberseite glänzend parado.xa,
schwarz mit lichtgelben Submarginal- und Mittelflecken der Vtlgl und hochgelber IMittelbinde soAvie gleichen
Submarginaltlecken der Htlgl. Unterseite der Vtlgl scliAvarz mit submarginaler und medianer Aveisser Flecken-
U 10
74
(:An\4STI(;TA. Von J. Hobek.
binde und gelben Sauintleckehen. Unterseite der Htlgl w eiss mit schwarzer 8aum- und Kap[)enlinie, schwarzen
Mittelpfeilflecken und gleicher Zeichnung auf dem Wui-zelfelde, alle schwarzen Zeichnungen hell ockergelb
eingefasst und solche Streifchen in allen Flügelfeldern.
teutila. C. teutila IM. (= sebennica Luc.) 122 g). Geschlechter ziemlich verschieden. Oberseite glänzend
blauschwarz, cf mit schmaler weisser, dunkel bestreuter Mittelbinde und gleichen Submarginal- und Saum-
t) eck eben, beim ? die Mittelbinde mindestens doppelt so breit und dunkelgelb. Unterseite grauschwarz,
Vflgl mit der Zeichnung wie oben und gelben Saumtleckchen, Htlgl mit gelben, weissen und schwarzen Flecken.
marcapita. C. marcapita Thiemr i. 1. (22 g) aus Bolivia hat schwarze Oberseite der ^ tlg] mit keilförmigem
gelben Mittelfleck und gelben Submarginaltlecken , Hflgloberseite gelb mit schwarzer Saumkappenlinie,
schwärzlichen, verschwommenen Mitteltlecken und schmalschwarzen Rippen. Unterseite gelb mit schwarzer
Saumkappenlinie auf Vorder- und Hflgln, schwarzer Submarginalbinde und schwärzlichem AVurzelteile der
Adtgl, schwarzen Pfeiltlecken und schwarzen Zeichnungen auf dem Wurzelteile der' Htlgl.
dam. C. Clara q)cc. uoc. (22g) aus Ecuador hat lichtgelbe Oberseite der Vtlgl mit breitem, glänzend
schwarzem Rande, in dem eine Reihe submarginaler hellgelber Flecke und zwei gleiche Flecke am Vrd am
Schlüsse der Mittelzelle stehen. Hflgloberseite licht schwefelgelb, stark gezackt, die Zacken schwarz ge-
randet und die Rippen schmal schwarz, Wurzelteil aller Flügel gleichfalls schwarz. Unterseite der Vflgl
weiss mit marginalen und submarginalen schwarzen Zackenzeichnungen, in der Spitze gelbe Fleckchen, der
Schluss der Mittelzelle und Wurzelteil schwarz. Htlgl gelb mit schmalen schwarzen Saum-, Mitte- und
Wurzelfeldzeichnungen, alle Rippen schmal schwarz.
eximia. C. eximia spcc. ii.of. (22 g) aus Bolivia ist der vorigen Art ähnlich, aber kleiner, Htlgl ebenfalls, wenn
auch nicht so stark, gezackt. Oberseite auf allen Flügeln mit grösserem schwarzen Wurzelfelde, A’flgl
lichtgelb mit marginaler und submarginaler schwarzer Binde sowie schwarzem Mitteltlecke, Htlgl tiefer gelb
mit schwarzer Saumzackenbinde und submarginalen schwarzen Flecken. Unterseite der Vtlgl gelber, der
Htlgl lichter, letztere mit weniger tief gezackten schwarzen Zeichnungen, gleichfalls alle Rippen schmal schwarz.
radiata C. radiata KoU. aus Columbia ist ähnlich der nimbirc, aber gelber, die Unterseite der Htlgt hat viel
rote Zeichnung und in der Mitte der Htlgl zwei weisse Flecke.
emeris. C. emeris BM. Grösse und Gestalt wie lihnbice. Vtlgl weissgelb mit schwärzlichem, innen ge¬
zähntem Rande, die Spitze gleichmässig schwärzlich, ein gleichfarbiger, kleiner Strich am Schlüsse der
Mittelzelle, vereinigt mit einem grösseren Flecke an der Flügelspitze. Htlgl ockergelb, Aussenrd mit einer
Reihe kleiner keilförmiger schwarzer Flecke entlang der Rippen. Unterseite der Vtlgl wie die Oberseite,
doch am Rande eine Reihe gelber Flecke. Unterseite der Htlgl schwärzlich mit einer Reihe gelber Rand-
Hecke und zehn bis elf weissen, gelb bezeichneten Flecken, deren grösster die ganze Mittelzelle ausfüllt, ein
grosser blutroter Fleck an der Flügelwurzel. Chile oder Brasilien. Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
Die beiden vorgenannten Arten dürften hinter nimbice einzureihen sein.
susinna. C. susiana Llopff'. unterscheidet sich von chdif/onis durch länge}-e, schmälere Vtlgl, die vollkommen
die Ge.stalt von nimbirc haben, ferner durch die weisse Färbung aller bei chclidonis ockergelben Flecke und
Binden, sowie durch die Form der Discalbinde. Letztere ist bei sudana bedeutend verschmälert, besonders
im Vflgl, wo sie nur halb so breit als bei chclidonis und mehr in Flecke zerlegt ist, Aveil ilie Adern ver¬
breitert sind. Ihre weisse Farbe, die im Vtlgl durch schwarze Atome verdüstert ist, hat im Htlgl einen
leichten Stich ins Gell)liche. Die bei chclidonis nur angedeuteten Randpunkte am Ende der Zellenfalten
sind hier in deutliche kleine weisse Dreieckchen verwandelt, dagegen ist das weisse Fleckchen in der Mittel¬
zelle äusserst unbedeutend und undeutlich. - Mir nur aus der Beschreibung bekannt: würde hinter cheli-
donis zu stellen sein.
alma. C. alma Hopff'. aus Bolivia ist auf der Oberseite den übrigen Arten ziemlich unähnlich. Sie zeichnet
sich durch ihre gelblichweisse Grundfärbung, durch die tiefschwarz gefärbten Adern aller Flügel, durch den
breit schwarz angelegten Gostalrand der oberen Flügel, der den grössten Teil der Mittelzelle und der Flügel¬
basis ausfüllt, und durch den an der Flügelspitze breiten, nach unten abnehmenden, innen durch eine scharfe
und gerade herablaufende Linie begrenzten Aussensaum der Vflgl aus, der in seiner ganzen Länge mit
feinen, pfeilförmigen, gell)lich weissen Fleckchen geziert ist, während der ziemlich breite schwarze Aussenrd der
Htlgl zwischen den Adern meist gelblichweisse Punkte zeigt, die Unterseite der Htlgl gleicht der von felasco und
pituna FIdr., ist aber viel mehr verwaschen und undeutlich. - Mir nur aus der Beschreibung bekannt. Dürfte
ihren Platz hinter sisnmnus haben.
snadela. C. suadela Idopff'. aus Bolivia hat breitere Vtlgl als .snasa, die Grundfärbung der Oberseite ist
dunkler, die Fleckenmittelbinde zu verschwindenden Fleckchen reduziert, die Submarginalflecke sind sein-
klein, punktförmig, aber scharf, auf den Htlgln ist die Mittelbinde völlig erloschen, die Submarginalflecke
sind sehr klein und undeutlich. Die Lhiterseite hat ^•erkleinerte weisse Flecke und weniger gelbe Zeichnung.
Ist hinter suasa einzureihen.
I )APT()N(,)UUA. \ on J. Köbek.
15. Gattung: l>2iptoiioiii:’a litlr.
Uie Angehörigen dieser Gattung ähneln den ÄppuiH, einen so gj'ossen Geschlechtsdirrioi jtliismus, wie
diese, zeigen indessen die IhiptonoKra-kviQn nicht. Der den Appia^-d'd' eigene sekundäre Geschlechfs-
charakter (Haarbüschel an der Unterseite des Hlhs) mangelt den Daplononra-d'd' . In der Hippenbildung
stimmt diese Gattung mit U/cr/.s überein bis auf die Bildung der Hräcostale, die nach innen gebogen ist.
Diese Gattung ist auf das tropische Amerika beschränkt. In neuerer Zeit ist der Name AhAde Sirainn. fiii'
diese Gattung gebraucht worden, es dürfte aber angebi-acht sein, den eingebürgerten Namen />up/oj/o/ov/
weiter zu führen. IleIiochroina Btlr. scheint hierher zu gehören. Die Daptonoiira- Arten neigen ausser¬
ordentlich zur Bildung von Lokal- und Aberrativ-, auch Zeitformen, doch ist es sehr schwierig, sowohl die
einzelnen Formen als auch die Arten richtig zu begrenzen. Die stellenweise häufigen Schmetterlinge lieben
den Schatten des Waldes, sammeln sich gern am Wasser und haben einen langsamen, sanften Flug. Sie
tliegen hauptsächlich im Dezember bis .lanuar, einzeln den ganzen Sommer hindurch.
D. lycimnia Cr. (= tlippantha F.) (23 a) stammt vermutlich aus Surinam, die Form aus Venezuela, lycimnia.
von der ein Stück abgebildet worden ist , wird nicht wesentlich verschieden sein. Oberseite weiss mit
schwarzem Apical- und Aussenrd der Vtlgl und ebensolchem schmalen der Hflgl: mitunter ein schwarzer
Fleck in der Mitte des Vrds der Vtlgl. Unterseite gelb mit breiteren schwarzljraunen Aussenrdn und einem
schwarzbraunen Fleck am Vrd der Vtlgl am Schlüsse der Mittelzelle; Grundfärbung gelb, auf dem hinteren
Teile der Vtlgl lichter. — hart! Btlr. aus Trinidad ist kleiner als enrnwnia Fldr., hat mehr konkaven harti.
Aussenrd der Vtlgl, den Aussenrd der Vtlgl etwas schmäler, hauptsächlich hinter dem 2. Medianaste; die
Htlgl schw^efelgelb, der dunkelbraune Aussenrd ist sehr schmal; Grundfärbung der Unterseite glänzend
kanariengelb, der Basalteil tieforange. Das ? ist wenig verschieden. — phazania Frühst, aus Bahia steht phazania.
zwischen hjcimnia und pantoporia Hbn. — pantoporia IJbn. aus Süd-Brasilien ist eine sehr variable Form; pantoporia.
sie hat gelb bestreuten Aussenrd der Htlgl oder auch nur eine schmale schwarze Saumlinie. Unter ihr
tinden sich: forma ¥ fiora B'ruhst. (23d) mit beiderseits dunkelgelber Grundfärbung, breiteren Flügelrändern /tor«.
und grösseren gelben Flecken im Saume der Htlgloberseite ; forma - cf' pertho Frühst, mit reinweissen perttw.
Vorder- und dunkel zitrongelben, hochrot gesäumten Hflgln. — limnoria Godt. bildet den Übergang zu timnoria.
pantoporia Hbn. (aus Espiritu Santo und Rio de Janeiro), die wiederum nur wenig verschieden ist von
petronia Frühst, aus Santa Gatharina, Theresopolis und vom Rio Gapivary. Oberseite der Vtlgl schwach petronia.
gelblichweiss mit schmaler schwarzer Spitzen- und Aussenrdszeichnung, die Htlgl licht schwefelgelb mit
sehr schmalem schwarzen Rande. Unterseite tiefer gelb mit breiterem dunkelbraunen Aussenrd und gleich¬
farbigem Vrdsmitteltlecke der Vtlgl; wie immer ist der hintere Teil der Vtlgl viel lichter, fast weiss. Unter
ihr kommt vor forma ¥ daulia Frnhst. mit weisser anstatt hellgelber Vtlgloberseite. — paulista Frühst, aus dautia.
Säo Paulo hat breitere schwmrze Apical- und Aussenrdszeichnung der Vtlgü reinw^eisse Oberseite sowie
strohgelbe Färbung der Unterseite. Es kommen jedoch auch cf cf mit schön zitrongelber Htlgloberseite und
fast ebenso, aber tiefer gelber Unterseite vor: paula form. nov. (23a). Die ¥¥ ändern gleichfalls ab; sollen
die fast weissen ¥¥ zu jniidista gezogen werden , so müssen die stark gelbgefärbten ¥¥ mit breiteren
schwarzen Zeichnungen als pxinJm-’F^ gelten. — gargaphia Frühst, aus Rio Grande do Sul ist kleiner dXs petronia, gargaphia.
hat beim cf kaum sichtbaren, beim ¥ nur eUva 1 mm breiten schwarzbraunen Saum der Htlgl und schmälere
Zeichnung an der Spitze und am Aussenrd der Vtlgl. Unterseite beim cf weisslichgelb, beim ¥ bleich strohfarbig:
ist selten. Unter ihr tritt auf : forma amarella Frühst., in beiden Geschlechtern völlig gelb, auch das cf mit amarelta.
schwarzem Zelltlecke der Vtlgl. — calymnia Fldr. {= leucadia Fldr.) A om Rio Negro ist gelb und hat ober- caiymnia.
und unterseits breiten Saum aller Elügel und im schwarzen Eaum der Htlgl 4 gelbe Flecke ; forma theodora theodora.
Frühst., die Regenzeitform, ist schöner gelb, hat noch breitere dunkle Ränder, ist auf der Wurzelhälfte der
Htlgloberseite hellgelb angelaufen und die Unterseite, mit Ausnahme der hinteren Hälfte der Vtlgl, ist fast
kanariengelb gefärbt. — marica Frühst. (= leucadia Fhjr.) vom oberen Amazonas hat sehr breiten Apicalsaum marica.
und mehr oder minder gelbliche Grundfärbung sowie sehr schmalen Saum der Htlgl. Von ihr unterscheidet sich
forma moesia Frühst, durch stark verbreiterten Saum aller Flügel. — eurymnia Fldr. aus Golumbia i.st oberseits moesia.
meist mit wurzehvärts fast geradlinigem Apicaltleck und sehr schmalem schwmrzen Saume der Htlgl. Die Lhiter-
sehe ist schwefelgelb. Die Trockenzeitform asta Frühst, hat schmäleren und tief eingekerbten Apicaltleck asta.
der Vtlgl, gelbliche anstatt w’eisse Oberseite und fahl ockergelbe L'nterseite. — aelia Fldr. aus Ecuador und aetia.
Golumbia hat weisse Oberseite mit ziemlich breitem, innen ungleich begrenztem Apicaltleck und sehr schmalem
schwarzen Rande der Htlgl. Die Unterseite ist grünlichgelblich mit auffälligem ockergelben Basaltleck dei- Htlgl.
— hübneri Btlr. (23 d) aus Brasilien (Leopoldina) ist kleiner als limnoria, der sclnvarze Apicalrand schmäler, innen hübneri.
i’egelmässig gezähnt, die Htlgl sind glänzend schwefelgelb mit breitem orangefarbigen, schw’arz eingefasstem
Aussenrde. Das ¥ ist gleichfalls kleiner als limnoria, der Mitteltleck hängt mitunter durch einen Streifen mit
dem Aussenrde zusammen, die Htlgl wie beim cf, nur der orangegelbe Aussenrd breiter. napona Frnhst. napona.
aus Ecuador (Rio Napo) ist grösser als a(dia, Aussenrd aller Flügel breiter, jener der Htlgl wie bei moesia,
von der Unterseite durchscheinend, beim cf der Apicalteil der Vtlglunterseite hellgelb wie die Htlgl. beim ¥
76
UAPTONOüRA. Von J. Röbee.
die Vtlgl vei'wascheu hellgelblich, die Hflgl schwefelgelb, der schwarze Saum mit fünf kanariengelben ver-
pistoria. waschenen Flecken, Unterseite der Vtlgl schwefelgelb, der Hflgl kanariengelb. — forma cf pistoria Frühst.
vom Rio Napo (Ecuador) hat noch breiteren Saum aller Flügel und reimveisse Unterseite. — Bei forma cT
latilimhata. latiUmbata Bfir. aus Ecuador ist der Saum aller Flügel breit und braun. — hypoxantha sHb$2J. nor. von
iiypoxantha. ist kleiner, hat schmälere schwarze Ränder und gelbe Flügelunterseite. palaestra Hopff'. aus Peru
palaestra. (-pQ^uzo) hat tiefschwarzen, innen regelmässig begrenzten Aj)icalteil, schmalen, mitunter äusserst schmalen
schwarzen Rand, reinweisse Oberseite und sehr lichtgelbe Unterseite mit breiterem Saume der Htlgl. Unter
pedrosina. ihr kommt forma pedrosina Btlr. mit völlig weisser Unterseite voi'. — maeotis Frühst, aus Peru hat
maeotis. schmäleren Flügelschnitt. Oberseite bei beiden Geschlechtern völlig weiss, cf mit schräggestelltem schwarzen
Apicalflecke, der bis zum 1. Medianaste reicht, ? mit rechteckigem schwarzen Mittelflecke der Vflgl, Unter-
iphigenia. seite hellockergelb. Unter ihnen kommen folgende Aberrativ-Formen vor: iphigenia Frühst, mit breiterem,
tief schwarzem Apicalfleck , Flügel beiderseits rein weiss, cf mit fadendünnem schwarzen Saume, der sich
an den Mittelrippen zu Fleckchen erweitert, ? mit breitem schwarzen Zellschlusse der Vtlgl und breiterem,
mit fünf weissen Punkten l)esetztem Saume der Hflgl, Unterseite mit grauschwarzem Saum aller Flügel
velia. velia Fruhst. aus Tara])oto hat die Gestalt wie maeotis, cf oberseits reiner weiss mit ebenso breitem tief-;
schwarzen Aussenrde der Ober- und Unterseite aller Flügel wie iphigenia, Unterseite der Vtlgl rein weiss
radiata. niit Ausnahme des Subapicalfelds, Hflglolierseite schön lichtgelb; radiata Fr/ihsf. aus Tarapoto hat leicht ab¬
gerundete Vflglspitze, Oberseite beim cf gelblichweiss , Saum massig breit, Hflgloberseite gelblich, Saum
niyrtis. braun, nach innen in feine Strahlen längs der Rippen verlaufend. — myrtis Fruhst. {= lycimnia Stgr.) aus
Süd-Peru (Guzco) hat weisse Oberseite, schmalen schwarzen Apicalteil und auch schmalen schwarzen Rand
donata. der Hflgl, Unferseite der Hflgl zitrongelb, Rand graubraun. — donata Fruhst. aus Bolivien (Coroico) erinnert
an jieruvia na Luc. Oberseite weiss, Htlgl besonders am Innenwinkel leicht hellgelb angetlogen; Unterseite
ähnlich maeotis, Unterseite der Htlgl und (wie gewöhnlich) der Vrd der Vflgl kanariengelb, Apicalfleck
schmal, schwarzbraun, nach innen stark gewellt, schwarzer Zellfleck nach hinfen spitz, Hflgl mit sehr
schmaler schwarzer Saumlinie, die nur an den Rippen die Gestalt spitzer Zähnchen annimmt; vermutlich
bianca. Trockenzeitform. — forma bianca Fruhst. aus Bolivia (Yungas de la Paz) ist oberseits völlig weiss ohne
jeden gelblichen Anflug, mit ausgedehntem tiefschwarzen Apicalfleck und kaum 1 mm breitem Hflglsaum,
Unterseite rein weiss mit bleich gelblicher Subapicalregion und leicht gelbem Anflug der vorderen Hflgl-
pseiido- hälfte; Saum grau, jener der Hflgl etwa 2 mm breit, Zellfleck deutlich. — pseudoniyrtis Fruhst. aus Yungas
myrtis.
Paz erinnert an maeotis und in der Flügelgestalt an aetia und myrtis, differiert indes von myrtis durch
etwas ausgedehnteren schwarzen Saum aller Flügel und den auf der Unterseite der Vflgl braunen anstatt
monica. schwarzen Apicalflfleck. — monica Fruhst. aus Bolivia erinnert durch den sehr verbreiterten Apicalsaum der
Vflgl und die im mittleren Teile bauchig hervortretenden Hflgl an iphigenia; die matt kreideweissen Hflgl
haben einen etwa 2 mm breiten hellgelben Saum, der mit einigen schwarzen Flecken besetzt ist. Unterseite
leucadia. mit braunem Saum und dreieckigem Fleck am Zellapex der Vflgl, im übrigen verwaschen strohgelb. — leu-
cadia FieJr. (23 a) vom Rio N.egro und aus Bolivia ist oberseits weiss mit mässig breitem schwarzen Spitzen¬
flecke der Vflgl und sehr schmalem Saume der Hflgl; der schwarze Mifteltleck der Vflgl scheint oberseits
etwas durch; Unterseite der Vflgl licht schwefelgelb, am Vrde dunkler, Hflgl licht ockergelb, der schmale
Saum der Hflgl, der Spifzen- und längliche Mittelfleck sowie der Vrd der Vflgl sind grauschwarz.
peruviana. D. peruviana Luc. (23a) aus Peru (Pozuzo), bis 10000 Fuss hoch vorkommend, hat weisse Ober¬
seite, schmalen, scharf gezackteii Apicalfleck der Vflgl und sehr schmalen scharfen Saum der Hflgl; Unterseite
weissgelb mit schwachem Glanze, scharf schwarzen Rippen der Hflgl, verwaschenem Spitzenfleck und eben-
yolanda. solchem (Miftelzellschluss der Vflgl. — Forma yolanda Fruhst. aus Peru (Chanchamayo) ist klein, hat grösseren
galatia. schwarzen Spitzenfleck und strohgelbe Hflghmterseite. — galatia Fruhst. aus Bolivia hat gelbliche Oberseite,
verkleinerten schwarzen xUpicaltleck und bis auf die schwarzen Rippen der Htlgl fast zeichnungslose Unter-
regnidas. seite, nur die Vflglspitze ist grau angehaucht. — regnidas Fruhst. {23 c) aus Ecuador zeigt ausgedehnteren
schwarzen Apicalsaum der Vflgl, der jedoch schwächer gezähnt ist. ? orangegelb.
laria. D. laria Fidr. ist die nur wenig verschiedene columbische Form der louisella Frühst. (23 a) aus
lomsella. Beide, wie auch die folgende bolivianische, sind vermutlich nur Formen der peruviana. Bei louisella
ist die Oberseite rein weiss, der nicht sehr breite Apicaltleck der Vflgl und der scharfe und sehr schmale
Saum der Hflgl sind tiefschwarz; die Unterseite der Vflgl ist gelblichweiss mit grauschwax’zem Apicalfleck,
die Hflgl sind etwas dunkler gelblich mit ockergelbem Wurzeltlecke, grauschwarzer Saumlinie und schwarzer
boliviana. Färbung des äusseren Teils der Rippen. — boliviana Beruhst, aus Bolivia hat noch rundere Flügel als louisella,
wenig schmäleren und stärker gezähnten Apicaltleck, Htlgl mit kaum erkennbarem schwai’zen Saume, Grund¬
färbung rein weiss, Unterseite mit heller graubraunem Ajricalllecke. Hflgl mit schmaler schwarzer Saumlinie
und leicht schwarz bereiftem äusseren Teile der Rij)})en.
polyhymnia. D. polyhymnia Hr/r. (= phaenna Frühst.) (23 b) aus Columbia hat zitrongelbe Oberseite mit breiten
schwarzen Ränderm, der Schluss der Vflglmittelzelle ist leicht schwarz angetlogen, Unterseite tiefer gelb mit
breiteren grauschwarzen Rändern, in denen verwaschene gelbe Flecke stehen, grauschwarzem, ziemlich
breitem Zellschluss und gleichem Vrd der Vflgl sowie ockergelbem Wurzeltlecke der Hflgl.
MATH AN lA. Von ,). 1-iönEK.
/ /
D. isandra Bsd. (251)) aus Mexiko ist oberseits unrein weiss niil gerin^^en grauschwarzen Saum- /iwrtr/ra
zeiclinungen der Vtlgl. Unterseite der Htlgl licht ockergelb mit tiefer ockergelbem Hasaltlecke, Vflgl etwas
lichter, im hinteren Teile fast weiss mit grauer Beschuppung des Mittelzellschlusses; ? hell orangegelb.
Die Honduras-Form hat Fkiuistorfee^ kleta benannt. Ihre ?? sind oberseits bleich gelblichweiss, unterseits kleta.
entweder hell kanarien- oder ockei'gelb.
D. florinda Bilr. (— chiricana SV///-.) (23 b) aus Veragua und (lhiri(jui hat etwas dunkler gelbe florirula.
Grundfärbung als ])oli/li//i)inia, sehr schmale schwarze Apical- und Aussenrdszeichnung der Vtlgl und schwarze
Saumlinie der Htlgl. Die Unterseite ist tiefer gelb mit breiterem schwarzen Saume dei- Vllgl, in dem gelbe
Flecke stehen, gleicher schwarzer Saumbinde der Htlgl und ebensolchem Zellschlusse der Vtlgl. Das Weib¬
chen hat breitere Randzeichnungen und beiderseits ockergelbe Htlgl. — monstrosa BUr. (= j/anarnensis SV///-.) monstrosa.
aus Veragua und Panama hat beim cf weisse Oberseite der Vtlgl, beim ? etwas ockergelbe Htlgl. Rp nach
H. Ribbe der von Gonrpterijx rhontrti äludich, lebt auf dem Kalabassenbaume. anceps SV///-, aus Ghiricjui hat aiiceps.
beim cf nur am Innenwinkel gelblichen Antlug, sonst weisse Htlgl; das ? hat mattgelbe Htlgl. — chagris SV///-, chagris.
von San Juan am Rio Chagres hat weisse Unterseite der Vtlgl mit gelbem Vrd, das ? hat grössere gelbe
Flecke im schwarzen Aussenrde der Htlgl.
D. limbata K;/. aus Ecuador ist im weiblichen Geschleckte weiss, an der Flglwurzel und am Vrde Umbata.
der Vtlgl aschgrau, der braune Aussenrd reicht bis zuin Hinterwinkel, Vtlgl mit schmalem, aschgrauem Rande:
Unterseite weiss, ungetleckt, Htlgl etwas gelblich. Fhlrkolbe gelb gefleckt, cf unbekannt.
D. leucanthe Fhlr. aus Ecuador und Columbia unterscheidet sich von inaequalis Btlr. aus Bolivia leucanthe.
und Peru durch bedeutendere Grösse. Der Aussenrd dei- Vtlgl ist bei humpnüh gerader, der schwarze A))ical- inaequalis.
rand schmäler und innen gezähnt, nur die Fransen (nicht auch der Rand) der Htlgl sind schwärzlich, cf oben
weiss, ? glänzend orange, am Vrd und in der Zelle der Vtlgl kanariengelb, unterseits sind das Apicalfeld
der Vtlgl und die ganzen Htlgl ockergelb, das ? ist unterseits crocusgelb.
D. salacia Goch. (= vecticlusa Btlr.) (23 c, d) aus Mexiko ist oberseits weiss mit schmalem schwarzen salacia.
Apicalrde der Vtlgl und gleicher Saundinie der Htlgl, am Vrde der Vtlgl steht ein subaj/icaler schwarzer
Fleck, die Zeichnungen der Fnterseite scheinen etwas durch. Die Unterseite der Htlgl ist gelb mit braunem
Aussenrd und einer gleichfarbigen Mittelbinde, die vom Vrd aus sich verjüngend l/is über den 1. Mediana.st
hinaus sich erstreckt, die Vflgl sind weiss, haben ockergelbes Wurzelfeld, einen grossen subapicalen gelben
Fleck , der von der braunen Apicalzeichnung und innen von einem wischförmigen Flecke begi-enzt wird,
und braunen Mittelzellschluss. Das ? hat gedrungenere Gestalt, bleichere Grundfärbung ober- und unterseits
und entwickeltere braune Zeichnungen (mir nur aus Abbildungen bekannt). — cubana Frühst, aus Guba ist cubana.
oberseits reiner weiss, auf der Unterseite der Htlgl reiner gell), hat auf den Vtlgln geringere, dagegen am
Aussenrde der Htlgl, namentlich oberseits, etwas breitere schwarzbraune Zeichnung beim ?.
D. idiotica Btlr. (23c) (Fundort unbekannt), für die Butler die Gattung Ileliochroina errichtet hat idiotica.
und die mir nur aus der Abbildung bekannt ist, gehört vei-mutlich in diese Gattung (nicht zu Hesperocharis).
Oberseite der Vllgl zitrongelb, der Htlgl orangegelb, Unterseite bis auf den gelben hinteren Teil der Vtlgl
gleichfalls orangegelb ; ausser zwei bräunlichen Fleckchen am Vrd auf der Unterseite der- Htlgl ist keine
Zeichnung vorhanden; Körper schwärzlich.
16. Gattung: Ifatliania oherth.
Diese Gattung unterscheidet sich nicht irrrr durch ihre eigentürrrliche Flügelgestalt, sorrderrr auch inr
Geäder genügeird von Pieris und Daptonouru. Der 2. Subcostalast entsjn-ingt nicht wie bei Dajdonoura am
Zellschlrrsse, sorrderrr weit nach ihm, nicht urrweit der Flügelspitze; von Pieris uirterscheidet sich }[athania ausser
drrrch die nur vierästige Subcostalis durcli die Richtung der nach inrreir gebogeneir Präcostalis, die Palpen sind
auffällig buschig behaart. Die Schmetterlinge Iraberr irreist ehre blattähnliche Untei'seite. .Sie scheiiren
lediglich Bewohirer entweder des Hochgebirgs oder doch voir Erdstrichen nrit gemässigtem Klima des west¬
lichen Südamerikas zu sein.
M. leucothea Molina gayi Blaiich.) (23b l aus tllrile ist den />rt///o//o///-u-Arten nur-h anr ähnlichsten, leucothea.
Die Oberseite ist reirr weiss, die Uirterseite gelblich weiss irrit stärker gelblicher Vtlglspitze und mehr oder
weiriger rrnarrffälliger drrnkler wolkiger Zeichnung der- Htlgl. 1 )iese Art stinrmt zwar- mit den übi-igen Arten
in der Rippenbildung urrd Flügelgestalt iriclrt völlig ülrerein, dürfte aber- doch, wenn nicht die Err-ichturrg
einer besonderen Gattung erfolgen soll, am besten in diese Gattuirg zu stellen sein. Es ist möglich, dass
unter dem Nameir leucothea zwei Arten verborgen siird ; mein Material ist jedoch zur- Klärung dieser- Frage
ungenügend.
M. agasicies Hew. (23b) arrs Bolivia irird Peru ist ober-seits zitrorrgelb nrit grauer Vtlglspitze, die agasicles.
Unterseite der Htlgl und der Spitze der Vflgl sind graugrün gesper-bert, drrrch die iMitte der Htlgl geht —
ähnlich wie bei den indischerr Heboiiioia- Arten — ein deutlicher Streifen, der Vrd der- Htlgl ist etwas dunkler,
der grössere Teil der Vtlglunterseite ist uirreirr gell) urrd die Ri[)pen sind deutlich sichtbar.
7S
HESPERÜCHARLS. Ydii .1. Rubek.
gaiijoni. M. gaujoni Füiij. {— agasicles HcicF) aus dem westlichen Ecuador (Lojaj ist ebenso gross wie
esfher , in (lestalt der Dccpf. idiotka ähnlich, die Gestalt der Vflgl aber mehr tälkenartig, Hflgl am Aussen-
winkel etwas verlängert. Oberseite hell zitrongelb, Vflglspitze hell braungrün. Unterseite der Ytlgl wie
ol)en, aber l)lässer, Spitze weissgelb marmoriert. Unterseite der Htlgl olivenfarbig, nach vorn sehr ver¬
dunkelt und marmoriert wie die Vflglspitze; sie haben eine transversale, gelblich olivenfarbige Uängslinie.
Zwischen den 3 Mittelri])pen sind stark verdunkelte schräge Uinien, die dem Htlgl das Aussehen eines Blattes
geben. Hir nur aus der Beschreibung bekannt.
aiireo- M. aureomaculata Dogn. (23 d) aus dem westlichen Ecuador (Uoja) ist der gaujoni ähnlich, aber die Htlgl
mnculata. sind im Analwinkel abgerundet. Oberseite hell zitrongelb, die Vflglspitze olivenbraun, sehr ähnlich wie bei
gaujoni. Unterseite der Vtlgl gleichmässig zitrongelb, die Spitze wie oberseits, aber fast die ganze Mittel¬
zelle ist von einem orangegelben Fleck eingenommen, der sich entlang des Costalrands hinzieht und Strahlen
zwischen die anliegenden Rippen sendet. Unterseite der Htlgl gelb, fein mit olivenfarbigen x4tomen
bepudert, stärker am Vrd, und vier gellhichen Submarginalpunkten. — Ein mir vorliegendes cT aus Nordost-
Peru (Huancabamba) entspricht dieser Beschreibung, ein anderes cf aus Hillapani ist oberseits sehr licht¬
gelb, fast Aveiss, auch unterseits viel weisslicher, der orangegelbe Fleck in der Mittelzelle der Vtlgl eüvas
kleiner und die gelben Zwischennervenstreifen sind im vorderen Teile des Flügels schmäler, im hinteren
paiiida. Teile fehlen sie ganz: pallida nov. (23 d).
esther. M. esther O&e/Y/o {— aureomaculata Dogn.Y) (23b) aus Bolivia ist, namentlich auf dem inneren Teile
der Vtlgl, tiefer gelb als agasicles, die Spitze der Vtlgl hat noch Aveniger graue Zeichnung. Die Unterseite
der Htlgl ist graugrünlich, am Vrde dunkler, durch die Mitte der Htlgl von der Wurzel bis übei' die Mittel¬
zelle zieht ein undeutlicher gelblicher Streifen; ZAvischen den Medianästen stehen vier gelbliche Submarginal-
punkle. Der vordere innere Teil der Vtlgl Unterseite ist orangegelb, der Rest lichtgelb.
17. Gattung: lIe$!»peroeliari$$ H.-Sc/iäfj.
Diese Gattung verbreitet sich von Mexiko bis Süd-Brasilien. Es sind einläch Aveisse oder gelbliche
Tiere mit meist geringer Zeichnung der Oberseite und charakteristischer modifizierter Kappenlinienzeichnung
auf der Unterseite. Von den vier Subcostalästen zweigt sich nur der erste A'or dem Schlüsse der Mittel¬
zelle ah, der zAveite näher der Flügelsjjitze, der dritte und vierte Ast bilden in der Flügelspitze eine kurze
Gabel. Beide Radialen verlaufen frei , die obere Discocellulare ist aber sehr klein. Der Vrd der Htlgl ist
etAvas geschAveift, die Präcostale nach innen gebogen. Die llesperocharis sind lebhafte Tierchen, die im
brennendsten Sonnenschein (ZAvischen 10 und I Uhr) tliegen, datier iliren Gattungsnamen schwerlich verdienen.
antipator. H. antipator Ih'uee. ( )L'erseite aller Flügel rein Aveiss, Htlgl sehr laug. Unterseite der Vtlgl Aveiss.
Wurzel, Adern und Spitze mit gelblichen Schuppen gefleckt; Htlgl gelblichweiss mit dunklen Rippen. Nahe
verAvandt der leucania BsiL, aber verschieden \’on ihr durch die verlängerten Htlgl, Aveissere Färbung und
völligen Mangel von Zeichnung auf der Unterseite. Vera Paz. — Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
leucania. H. leucania Bsd. Gestalt Avie ilaire (drusiHa-d' ), Flügel runder. Oberseite ohne Flecke, grünlich-
Aveiss Avie (Bdopsili« florella und pijranllie. Unterseite der Vtlgl von gleicher Färbung, dei' Saum breit gelb¬
lich. Unterseite der Htlgl vorn grünlichgelb, in der Mitte mehr grau, Avenig hervortretende schräge, ge¬
bogene, geschAAungene Zeichnungen am Aussenrde, unterbrochen durch die Rippen. Brasilien. — Mir nur
aus der Beschreiljung bekannt.
catasticta. H. catasticta spec. nor. (23e) aus Säo Paulo ist durch ilii' Äusseres mit den Cutasiirta-kxiQM nahe
vei’AAandt. Oberseite der \dlgl bleich seliAvefelgelb, der Htlgl licht ockergelb. Die Vflgl haben einen ziemlich
breiten schwarzen Aussenrd , in dem gelbliche Subapicaltleckchen stehen, soAvie einen sehr unregelmässigen
schAvarzen Fleck am Schlüsse dei' ifiittelzelle und einen ebensolchen Vrdstreifen, die Htlgl halben scliAvarze
dreieckige Saumtlecke. Unterseite der Vtlgl gelblichAveiss mit scliAvarzen und gelben Saumtlecken, Grund¬
färbung der Htlgl Aveiss mit scliAvarzen dreieckigen Saumtlecken. einer gleichgefärbten submarginalen
Kappenlinienbinde, grossem undeutlichen scliAAarzen Fleck in der Nähe deslrds; in allen Flügelfeldern .stehen
gelbe Flecke, an der Flügelwurzel ein roter Fleck.
nera. H. nera lleu\ (23 e) aus Ecuador und Bolivia i.st oberseits Aveiss, an iler Wurzel der Htlgl gelblich
und an der S])itze der Vtlgl grauscliAvarz. Unterseite der Vtlgl Aveiss, Spitze blasser grau als oberseits und
gelblich, Grundfärbung der Htlgl Aveiss mit verschAvommenen grauschAvärzlichen Marginal-, Submarginal-
und Mitteltlecken soAvie gelben Strichen in den Htlglfeldern und orangegelbem Wurzeltleck. — Die etAvas
boliviana. kleinere und unterseits sehr’^schAvach gezeichnete boliviana fonn. nor. aus BoliA ien scheint eine Zeitform zu
nereis. sein. — nereis Fhlr. (23f) aus Columbia hat in Streifen aufgelöste A])icalzeichnung der Vtlgloberseite
amazonica. und etAvas lichtere Htlghmterseite. - amazonica Frühst, vom oberen Amazonas hat breitere scliAvarze
Apicalzeichnung der Vtlgl und ziemlich breiten scliAvarzeu Saum der Htlgl. Die Unterseite ist Aveiss mit
LEl'( IIDIA. \A)n .1. r>öni':ii.
71)
grauschwarzen Zeichnungen und schaideni orangegelhen VVurzelHecke ; von ihr unlersc-heidel sicli flavescens flovusrms.
lorni. nov. (23 e) (Aberrativ- oder Zeitform V) iinterseits durch grosse licldgelbe Flecke in allen Zellen der Mflgl
und gelbliche Streifen am inneren Teile der dunklen Vtlglspitze. — nilios l^'nihsf. vom Rio Waujtcs hat ni/ios.
breiteren gezackten Saum der Htlgl sowie dunklere und breitere Zeichnung der Hllglunterseite, wodurch sie
sich von der weniger gezeichneten nymphaea Mö^ch/. aus Surinam untei’scheidet. flaveola h-nhsl. aus nymphaea.
Ecuador ist ober- und unterseits schön dunkelgelb, Vtlgls])i1ze iinterseits mit vei'wasclienen gelblichen
Eiecken. aphaia Friihst. vom Rio Waupes ist eine Form der ni/ios mit hellgelber tltlgloberseite. — aida aphaia.
Fruhsi. aus Peru ist kleiner als die vorgenannten Formen und hat gelbe Htlgloberseiie. Fntei- ihr kommt
minla Fruhsi. aus dem südlichen Peru als vermutliche Trockenzeitform \'or. Oberseite weiss, Htlgl ohne wnn'a-
schwarzen Saum. - nirvana Frühst, aus Rolivia hat reinweisse Oberseite mit nur massig lireitern schwarzen nirvana.
Spitzentleck, Unterseite fast reinweiss mit völlig verwischten Schwarzzeichnungen, nur die Vtlglspitze aus¬
gedehnt hellgrau bezogen und einige Reste schwmrzer Flecke am Vrd und Aussenrd der Htlgl, wo sieb auch
noch einige Spuren der Zwischenaderstreifen erhalten haben. Zu ihr gehört als Regenzeitform vitha vit/ja.
Fruhsi., ähnlich der nmazonica, nur die Htlgl mit schmälerem schwarzen Saume, sonst völlig weiss mit
geringem ockerfarbenen Wurzelantlug. Untei'seite an der Vtlglspitze breit grauschwarz mit grossen weiss-
lichen Spitzen, Unterseite der Htlgl mit dichter grauschwarzer Netzzeichmmg und breit grau nmrandetei'
Spitze der Mittelzelle; ohne orangefarbene Zwischenaderstreifen.
H. costaricensis Boies (23f) aus Costa Flica und Ghiriqui ist oberseits weiss mit sehr geringer costan'censis.
dunkler Zeichnung der Vtlglspitze. Unterseite der Htlgl- und der Vtlglspitze unschön lichtgelb mil undeut¬
lichen dunklen Zeichnungen, Ripjien zart dunkel, hinterer Teil der Vtlgl weiss.
H. nerei'na i7op^'. (23 f) aus Peru und Bolivia ist oberseits gelblichweiss mit schwärzlicher Zeichnung «cm/m.
in der Vtlglspitze und lichtgelben Zwischenaderstreifen. Die Unterseite der Vtlgl hat gelbe Spitze mit
dunklen Zeichnungen und viel deutlicheren gelben Streifen ; letztere sind auf den Htlgln noch ausgejirägter,
ausserdem haben die Htlgl schwärzliche Saumtlecke, eine submarginale Kappenlinie und schwarze Adern,
elea Fruhsi. aus Bolivia und F’eru hat ober- und unterseits dunkler gelbe Grundfärbung. phainia Fruhsi. elea.
aus Peru ist eine Nebenform der nere'inn mit weisser Oberseite und zarten orangefarbenen Zwischenader-
streifen unterseits. Bei chloris l'orw. nor. aus Bolivia (Coroico) ist die Oberseite zart gi'iinlich gelbweiss cMoris.
und die schwarze Vflglspitzenzeichnung ist in einzelne Fleckchen autgelöst. Die ITiterseite ist reiner weiss
und die dunkle und gelbe Zeichnung weniger scharf.
H. anguitia Godi. (23f) aus Süd-Brasilien rRio de .laneiro, Säo Raulo, Santa Cathariiia, Rio grande anguitin.
do Sul) ist oberseits weiss, mitunter (namentlich im weiblichen Geschlechte) gelblichweiss, und ivenig oder
fast gar nicht an der Spitze und am Aussenrd der Vtll schwarz gezeichnet. Die Unterseite der Htlgl und
Spitze der Vtlgl ist gelblich, der übrige Teil der Vtlgl weiss. auf den Htlgln und auf der Vtlglsjiitze ist
schwärzliche Hakenzeichnung. Die Färbung sowohl als auch die Zeichnung der Unterseite sind etwas vei-
änderlich. Die ?? haben rundere Flügel und meist noch geringere Zeichnung. Es scheinen Zeitformen
vorzukommen, die sich jedoch nur wenig unterscheiden.
H. catogramma Koil. aus Columbia ist mil oip/uitio verwandt, grösser; Htlgl stumpf gezähnt. Ober- catogramma.
Seite weiss mit einem Stich ins Gelbliche, .Vussenrd und .Apex schwarz geile c kt ; Htlgl ungetleckt. Unter¬
seite mit blass safrangelber Schuppenzeichnung der Vtlgl wie oben, nur sind hier die Flecke in feine Striche
verwandelt, Htlglrippen schwarz, dem Aussenrde parallel eine Zickzacklinie. — Mir nur aus der Beschreibung
bekannt.
H. erota Luc. (23 e) kommt an denselben Orten wie (oniuitia vor. Sie ist etwas grösser, mehr ge- eroia.
zeichnet und hat als Merkmal auf der Unterseite der Htlgl an der unteren Discocellulare einen wurzelwärts
gerichteten kurzen breiten schwarzen Strich.
H. marchalii unterscheidet sich von den vorhergehenden Arten durch etwas verlängerte und ge¬
zackte Hflgl; auch der Aussrd der Vtlgl ist nicht glatt wie bei den anderen Arten. — marchalii Guer. mardialü.
(23f) aus Columbia und V^enezuela ist oberseits sclnvach gelblicliAveiss mit marginalen und submarginalen
spitzen schwarzen Fleckchen der Vtlgl und einer an den Rippenenden etwas verdickten schwarzen Saum¬
linie der Hflgl. Die Unterseite ist ganz ähnlich der vorigen Art gezeichnet, doch fehlt der schwarze Strich
an der unteren Discocellulare. — coloe Frühst, aus Peru und Bolivia hat bleich schwefelgelbe Oberseite und coloe.
tiefer gezähnte Htlgl. - sulphurescens fonn. nor. aus West-Columbia (Gauca-Tal) hat licht schwefelgelbe sulphii-
Oberseite und etwas dunkler gelbe Unterseite. — masonia Frühst, aus Ecuador hat dunkel schwefelgelbe ''^scens.
Oberseite und »spitzere« (mehr nach hinten verlängerte?) Htlgl. Fliegt im April und wieder im Oktober.
18. Gattung: Ijeueidia Bhl.
Diese Gattung enthält die kleinsten Weisslingsformen und ist auf das tropische Amerika beschränkt,
denn die Angabe, dass auch eine Art {impura Th//.) auf der Insel Timor im Indischen Ozean vorkomme,
ist jedenfalls unzutreffend. Die Ueucidien haben ein äusserst geringes Flugvermögen, denn sie fliegen
so
TER I AS. Von J. Röber
brepfios.
pygmaea.
exigiia.
e/viiia.
SO langsam , dass sie mit der Hand aus der Luft gegriffen werden können. Die Ursache dieser geringen
Fluggeschwindigkeit liegt vermutlich — abgesehen von der Schwächlichkeit des Körpers — in der Flügel¬
gestalt; die Vtlgl sind so sehr abgerundet, dass von einer Flügelspitze nicht gesprochen werden kann. In
der Struktur ist diese Gattung mehr mit der auch im Äusseren ähnlichen Ponfia aus Indien und Afrika ver¬
wandt. Die Fühler sind der ganzen Länge nach beschuppt und allmählich zu einer kleinen Kolbe verdickt.
Die Subcostalis ist vierästig, der erste Ast weit vor dem Zellende, der zweite bald nach demselben ab-
gezweigt, der dritte und vierte Ast bilden eine kurze Gabel. Die obere Radiale ist zur Hälfte mit der Sub-
costale verwachsen, daher fehlt die obere Discocellulare. Die Hflgl haben einen fast geraden, nur ganz
schwach ausgebuchteten Vrd, die einfache Präcostale ist nach innen gebogen und Subcostale und obere
Radiale haben einen gemeinsamen Stiel. Es ist fraglich, ob die als eigene Arten aufgefassten Formen
wirklich selbstständige Arten oder nur Formen einer oder zweier Arten sind.
L. brephos Ubn. (= leucoma Hufes?}, (24f) von Venezuela bis Süd-Brasilien (Säo Paulo) vor-
konunend, ist weiss mit ganz schwacher gelblicher Tönung, mitunter ist am vorderen Teile der Vtlgl eine
feine schwärzliche Saumlinie. Die Unterseite ist Aveiss.
L. pygmaea J’ritfir. (‘24f) ans Binsilien (Rio de Janeiro, Säo Paulo usw.) ist ober- und unterseits
gelblichweiss mit schmalem scwärzlichen Saume der \Tlgloberseite.
L. exigua Pfiff ir. (d4f) aus Venezuela und der brasilianischen ProAinz Rio de Janeiro (Gorcovado
und Leopoldina) ist grösser, gelt) und hat bedeutend breiteren, sich bis zum InneuAvinkel hinziehenden
schwarzen Saum der Vtlgl.
L. elvina (rodf. (— impura Ih//.) (24 fj aus Brasilien (z. B. Säo Ihmlo) hat scliAvach gelblichweisse
( Ibei'seite und stärker gelbe Untei'seite soAvie ziendich breiten schA\ arzen Saum der Vflgloberseite. IMeine
Stücke dieser Art stimmen mit dei' Besclii-eibung und Abliilduug der angeblich auf Timor heimischen impiiru
A'öllig überein.
I!). Gattung: Terias Simins.
Diese Gattung, die auf der östlichen Halbkugel nur Avenig über die Länder ZAAÜschen den Wende-
ki-eisen hinausgeht, kommt in Amerika auch Aveiter nördlich vor, da einige Arten bis zur Südgrenze von
Ganada Aordringen. Die Terias sind ZAvar meist nur kleine Arten, tragen aber durch ihren Arten- und
IndiAdduenreichtum zum Gharakter der Fauna bei. Ihre FluggCAvandtheit ist sehr A’erschieden; Avährend die
Arten mit spitzem Vorderteil der Vtlgl (z. B. (jwidfucliia) gute Flieger sind, übertretfen die rundflügeligen
Arten (z. B. ulhuJu) kaum die ijciicidiu-k\iQ\\. Mit dieser Gattung beginnt die Reihe derjenigen Pieriden, die
F. Schatz unter dem Gru])pennamen Dryaden« zusammenfasst, das sind Weisslinge mit kurzen, kräftigen,
meist kolbenlosen Fhlni, die nur ganz allmählicli gegen das Ende verdickt sind und nur selten eine deutlich
abgesetzte Kolbe haben. Die VVrm.s-Arten sind meist kleine, nur in Ausnahmefällen mittelgrosse, Aveisse,
gelbe oder orangefarbene Schmetterlinge. Der Ko])f ist eingezogen und die aa enig vorstehenden Augen sind
nackt, die Palpen mässig lang und seitlich zusammengedrückt mit grossem gebogenen Wurzelgliede, kurzem ei¬
förmigen Mittelglied und kleinem zugespitzten Fndgliede. Die Fhlr sind zart, mit allmählich \-erdickter,
mehr oder Aveniger deutlicher Kolbe. Die Subcostale ist vierästig, mit zwei Ästen vor dem Zellende, die
obere Radiale ist teilweise mit der Subcostale verwachsen, daher die obere Discocellulare fehlend. Die Htlgl
sind abgerundet oder scliAvanzähnlich verlängert. Auf die Stellung der oberen Radiale der Hflgl hat
Bütler die Gattungen Sphamo(/oiiu (mit edrica Pbl. als Typus) und Hijfisifia (mit pfoferpia F. als Typus)
gegründet. Der Ursprung dieser Rippe ist jedoch ziemlich Avechselnd; entAveder entspringt sie aus der
Mittelzelle oder am Ursprünge der Subcostalis oder auch hat sie mit letzterer einen gemeinsamen Stiel. Da
aber zAvischen diesen Stellungen allerhand Übergänge Vorkommen, so ist die Stellung der oberen Radiale
nicht als Gattungscharakter brauchbar. — Die Rpn sind schlank, kurz und weich behaart und meist grün
gefärbt. Die Ppn sind etwas gebogen, seitlich schwach zusammengedrückt, auf dem Rücken gekielt, ohne
Seitendornen und nach dem Kopfende zugespitzt. — Die 7Vr/(/.s-Arten bevorzugen lichte Plätze mit niedrigem
Gebüsch und feuchte Stellen, an denen sie sich oft in grosser Anzahl eintinden, mitunter bilden sie grosse
ScliAvärme, die oft grosse Strecken, selbst über das Meer, wandernd zurücklegen. Sie treten Avohl aus¬
nahmslos in mindestens zAvei Generationen auf, die im Äusseren mitunter sehr Amrschieden sind, doch ist
erst bei Avenigen exotischen Arten die Zusammengehörigkeit der Zeitformen festgestellt. ZAveifellos bilden
sie auch Lokalformen, doch ist auch hierüber nur Avenig Zuverlässiges bekannt geworden. — Es sind eine
grosse Anzahl 7V)vV/.s!- Arten aufgestellt Avorden, die sich aber sehr Avahrscheinlich mit den nachstehend be¬
sprochenen Arten vereinigen lassen. Vielfach sind abAveichende Individuen, auch kaum aufrecht zu haltende
Lokalformen als besondere Arten beschrieben Avorden. Auf die Feststellung aller dieser belanglosen Formen
kann hier nicht eingegangen Averden, es Avürde dies vielmehr Aufgabe einer monographischen Bearbeitung
der Gattung sein müssen. Füj' das grosse afrikanische Gebiet nimmt Ghr. Aurivillls nur acht (darunter
zwei fragliche) Arten an; Avenn im folgenden 43 Arten in SB Formen behandelt Averden, so ist jedenfalls
keine Hauptform unberücksichtigt gelassen Avorden.
Aiisgegehen l!K 11. Ol).
TERTAS. Von ,1. Röi3Er.
81
T. gundlachia Pooj (24a) von Cuba, Mexiko, Texas und Arizona hat, ziemlicli scharf zugespitzte
Vtlg] und schwanzartig verlängerte Htlgl. Oberseite orangegelb mit scharfern breiten Vrd und schmälerem
und weniger scharfem Aussenrde der Vtlgl. Unterseite fahler orangegelb, auf den llflgln mit bräunlichen
Flecken und rötlichgelbei' Bestäidrung.
T. longicauda Bates (24a) von Kalifornien hat spitzer ausgezogene fltlgl. Die Oberseite ist lichter lonf'icauda.
‘^'^^^orangegelb und der schwarze Rand der Vtlgl wesentlich anders als bei gviulldchia gestaltet. Die Crund-
färbung der Unterseite ist etwas lichter, die Zeichnung aber nicht anders als bei (inndldchlo.
T. proterpia B'. (24a) von den Antillen und dem nördlichen Süd-Amerika (Mexiko bis Venezuelaj proteripa.
hat schwach geeckte Htlgl und weniger s])itze Vtlgl als die vorige Art. Oberseite etwas dunkler orangegelb
als gundlachia, beim ? gelblicher, bei diesem auch die schwarze Spitzenzeichnung etwas breiter. Unterseite
der Vtlgl licht orangegelb, der Htlgl gelb mit geringer und undeutlicher Fleckenzeichnung.
T. nicippe Cr. (24a) kommt von Neu-England bis in den nördlichen Teil Brasiliens und auf den nicippe.
Antillen vor. Grundfärbung der Oberseite ganz ähnlich der -proferpia , doch ist nicippe durch die breiten
dunklen Ränder ausgezeichnet. Das ? hat fahlere Grundfärbung, mitunter kommen gelbe Stücke vor:
ab. flava JIoll.; die Unterseite ist gelb, gering bräunlich bestreut, auf den Htlgln auch mit grösseren rot- flava.
braunen Flecken. — Über die ersten Stände ist erst wenig bekamrt geworden ; die Rp lebt auf Ca.'^sia und
anderen Leguminosen.
T. mexicana BdL (= boisduvaliana Fldr.) (24a) aus Mexiko, Arizona und Texas ist oberseits weiss, mexicana.
auf der vorderen Hälfte der Htlgl schwefelgelb und hat sehr breite, tief ausgebuchtete schwarze Ränder.
Die Unterseite der Vtlgl ist weiss mit gelbem Rande, die der Htlgl schwefelgelb mit bräunlichen Zeichnungen
in der Mitte und am Vrde. — Bei bogotana BBh. aus Columbia fehlt die gelbe Färbung auf dem vorderen bogotana.
Teile der Htlgl.
T. gratiosa Db/.-Ilen-. (24b) aus Venezuela (mir aus Honduras bekannt) hat schwefelgelbe
Oberseite der Vtlgl, weisse Htlgl und am Vorderwinkel einen grossen licht orangegelben Fleck und bi’eite
schwarzbraune Ränder. Die Unterseite ist gleichmässig gelb mit einem kleinen schwarzen Fleck am Schlüsse
der Mittelzelle und geringen, undeutlichen bräunlichen Zeichnungen am Aussenrde. — ingrata FId)-. (= gratiosa ingrata.
Reak.) aus Mexiko und Zentral-Amerika hat gelbe Hilgloberseite und noch breitere dunkle Ränder.
T. arbela Hhn. (24 b) aus Süd -Brasilien ist oberseits dunkelschwefelgelb mit ziemlich breitem arbela.
schwarzen Rand auf den Vflgln und schmälerem Rande der Htlgl; letzterer ändert ziemlich ab und fehlt
ganz dem ?, das auch bleichere Grundfärbung hat. Unterseite gelb mit mehr oder weniger entwickelten
rotbraunen Rand- und Mittezeichnungen. — gaugamela F'ldr. aus Columbia und iMexiko hat tiefer gelbe gaugamela.
Grundfärbung, breiteren und dunkleren Saum der Vtlgl und unterseits mehr, aber kleinere rotbraune Flecke. —
boliviensis Slgi-. i. 1. aus Bolivia hat einen grossen licht orangegelben Fleck am Vorderwinkel der Htlgl und boliviensis.
breiteren gezackten Aussenrd der letzteren; das ? ist bleicher und mehr gezeichnet. — fabiola Fldr. fobiola.
Venezuela hat schmale schwarze Ränder und licht orangegelbe Htlgloberseite, sowie weniger spitz aus¬
gezogene Hflgl. — chloe FVf/r. aus Columbia hat breiteren schwarzen Rand der Vtlgl, weniger orangegelb chloe.
angetlogene aber scharf spitz ausgezogene Htlgl. — damaris Fldr. (— mexicana Bsd., damarina Btgr) damaris.
aus Mexiko und Arizona hat tief gelbe Färbung der Vtlgl und licht orangegelbe Htlgl sowie scharf be¬
grenzten schwarzen Aussenrd der Htlgl. Unterseite der Htlgl strohgelb mit grösseren und kleinen bräun¬
lichen Fleckchen. — pomponia aus Peru ist gross, leuchtend gelb, hat stark gezackten schwarzen /’o/«/7o/n'a.
Saum der Vtlgl und sehr schmalen Saum der Htlgl. — salome Fldr. aus Ecuador ist der pomponia sehr ähn- salome.
lieh, aber kleiner und hat stärker orangegelb angetlogene Htlgl. — limoneus Ildr. aus Venezuela unter- limoneus.
scheidet sich durch längere Flügel, spitzer geeckte Htlgl, 'lichtere Färbung der Oberseite, breiteren, tiefer
ausgeschnittenen Saum der Vtlgl und schmälere, kürzere Berandung der Htlgl. — theodes F'ldr. aus Vene- theodes.
zuela ist vermutlich nichts andei’es, als das ? der constuntia. — Auch theona Idd)’., nach einem ? beschrieben, theona.
scheint nur ein etwas abweichendes weibliches Stück zu sein.
T. ectriva Bür. Oben sehr ähnlich der salome, aber die Flügel länger; Vtlgl mit breiterem dunkel- ectriva.
braunen Aussenrde, seine Unregelmässigkeiten weniger ausgesprochen, Htlglecke weniger hervortretend;
Unterseite ähnlich der von conslanfia. Ecuador f'Archidona). — Ist der Typus von Butceu’s Gattung Sphaenogona.
Mir nur aus der Beschrei])ung bekannt.
T. sybaris JJopff. aus Peru (Chanchamayo) ist sehr gross, im weililichen Geschlechte schwefelgelb, sybaris.
mit breitem schwarzen Aussenrd der Vtlgl, der innen viermal ausgebuchtet ist. Htlgl geeckt, am Vrde
weisslich, im Vorderwinkel schwarz gefleckt. Vtlgl unten mit schwarzem Vrdstreifen, Flügelspitze rötlich.
Htlgl rotbraun marmoriert, am Vorderwinkel ein grosser rotbrauner .Schuppenfleck und von der Mittelzelle
ausgehend ein rötlicher Streifen.
T. xanthochlora Koll. (24 b) aus Columbia und Ghiriqui hat nur schwach geeckte Hflgl. Oberseite xanthodilora
schwetelgelb mit schwarzbraunem Aussenrde der Vtlgl, auf den Htlgln in manchen Fällen eine schwarze
V
11
TERTAS. Von J. Ruber.
Constantia.
gradiiata.
westwoodi.
citrina.
reticulata.
niarmorata
doris.
deva.
cinlensis.
hahneli.
leuce.
dina.
athalia.
calceolaria.
hecabeoides.
aesiope.
jaegeri.
thymetiis.
S‘J
Saumlinie. ? viel ])leiclier gelb. Unterseite gleiclnnässig gelb mit geringen bräunlichen Zeichnungen auf
den Hflgln. — Constantia Fldr. aus Venezuela ist in beiden Geschlechtern bleicher gelb und hat etwas
reduzierten schwarzen Saum der Vflgl. Die Unterseite der Hflgl hat grössere und mehr rötliche Flecke und
dunkelrosenroten Saum der Vtlglspitze.
T. graduata Btlr. Vtlgl oben safrangell), Wurzel schwärzlich, Aussenrd ziemlich hreit und unregel¬
mässig schwarz, mehr als bei constanlia, aber die Unregelmässigkeiten weniger hervortretend ; Hflgl auf der
Abdominalhälfte Aveiss, S})itzenhälfte safrangelb, am Apex goldgell); Aussenrd mit deutlichem schwarzen
Saume. Peru. — Mir nur aus der Reschreibung bekannt.
T. westwoodi Bsd. (24b) aus Mexiko, Costa Rica, Texas und Arizona ist oberseits zitrongelb mit
orangegelbem Antluge am Aussenrde der Htlgl, oder auch völlig orangegelb. Der dunkelbraune gezähnte
Rand der Vtlgl ist mässig l)reit, der Htlglsaum sehr schmal oder nur angedeutet. Die Unterseite ist gelb
mit geringem orangegelben Antluge an den Aussenrändern und zwei schAvarzen Punkten am Schlüsse der
Htlglmittelzelle ; mitunter zeigen die Htlgl geringe und undeutliche orangegelbe Zeichnung. — citrina Foep
von Cuba ist eine kleine Form mit stark orangegelber Färbung am Aussenrde der Htlgl.
T. reticulata Btlr. (24 b) aus Peru ist eine ansehnliche Erscheinung, eine der grössten Arten der
Gattung. Die Oberseite ist kanariengelb mit scliAvarzbrauner Vtlglspitze und scliAvarzen Pünktcheii am Saume
der Htlgl an den Rippenende)i. Die Unterseite der Vflgl ist etwas fahler als die Oberseite, am Vrd und
Aussenrd etAvas dunkler und hat am Schlüsse der Mittelzelle einen sclnvai’zen Fleck. Die Htlgl haben dunkel¬
gelbe Grundtärbung und dichte i'otl)raime Netzzeichnung, aucli einige grössere Flecke gleicher Färbung. -
marmorata Fonj. aus Ecuador bat unterseits Avenigei' deutliche Netzzeichnung.
T. doris t^tgr. i. l. (24 b) aus Bolivia ist vielleicht nur eine gigantische Form der folgenden Art.
Sie hat lebhaft gelbe Oberseite mit breiter schAvarzbrauner A])icalzeichnung. Die Unterseite ist el)enso leb-
liaft gelb, hat roten Apicalsaum der Vtlgl und einige grössere rotbraune Flecke auf den Htlgln.
T. deva Do/dd. (24c) aus Siid-lfrasihen, Uruguay und Argentinien ist oberseits bleicher gelb als vorige
Art und hat schmälere Apicalzeichnnng. Die Aveniger lebhaft gelbe Unterseite hat auf den Htlgln viel mehr rot¬
braune Fleckenzeichnung. chilensis Bln.nch. aus Chile ist kleiner als deou und hat innen gerade begrenzten
Apicaltleck. Sie fliegt in zAvei Generationen: im November und Avieder Februar bis April. Die Rp lebt auf
Gassia. — hahneli Ftf/r. vom oberen Amazonas ist etAvas grösser als deva und die scliAvarze Saumzeichnung
der Vtlgl reicht fast bis zum InnenAvinkel.
T. leuce Bsd. (24c) aus Süd-Brasilien und Uruguay ist von drra verschieden durch die schmälere,
aber längere Apical- und Anssenrdszeichnung der Vligl und gesättigter gelbe Grundfärbung. Die Unterseite
hat keine rotbraune, sondern nur mitunter geringe schAvärzliche Zeichnung der Hflgl.
T. dina Bsd. Oberseife schön chromgell), orange am Rande der Hflgl. Die Vtlgl haben einen
geraden sclnvarzen Aussenrd, der sich in den luneuAvinkel und an den Vrd hinziehf. Die Hflgl haben mehr
als gewöhnlich einen schmalen scliAvarzen Saum vor den Fransen. Unterseite dei' Vflgl schön gelb - mit
einem kleinen schAvarzen Mittelfleck, Unferseife der Hflgl gleichmässig scliön gelb mit einem schAvärzlichen
Punkte nahe der Flngehvurzel, zAvei kleinen scliAvärzlichen Mitteltlecken, dann einer schrägen Reihe unregel¬
mässiger bräunlicher Schu])penllecke. ? etAvas grösser, mit breiterem Rande. Cuba, geAvöhnlich. — athalia
F'ldr. aus Columbien ist grösser, Costalrand dei' Hflgl mehr konvex.
T. calceolaria Btlr. = Jtrncr. cf oben gesätfigter gelb als dina, scliAvarzer Saum fast gescliAvunden,
beim ? das schAvarze Apicalfeld fast Avie bei dem. dreieckig, Hflgl mit einem goldgelben Apicaltleck. Honduras.
T. hecabeoides Men. (24 c) von Haiti ist der ausserordentlich variablen indischen heenhe L. so ähnlich,
dass sich nach der Abbildung Meneteie's kaum Trennungsmerkmale finden lassen. Oberseite gelb mit
breitem, tief ausgebuchtetem Aussenrd der Vflgl und schmalem sclmarzen Rand der Hflgl. Unterseite gelb
mit schAvärzlichen Zeichnungen.
T. aesiope Men. (24 c) hat ganz ähnlich gezeichnete Vflgl wie die vorige Art, aber die Hflgl haben
anstatt des sclnvarzen Saumes nur schwarze Punkte an den Rip])enenden. Die gelbe Unterseite zeigt un¬
regelmässig rotbraune Flecke. — Haiti.
T. jaegeri ISfen. (24c) aus Haiti ist ganz ähnlich der indischen und japanischen laetu Bsd. Ober¬
seite gelb mit breitem, am ersten Medianaste scharf abgeschnittenem scliAvarzen Spitzen- nnd Aussenrdsaum,
Unterseite grau mit dunkleren Zeichnungen, innerer Teil der Vflgl gell).
T. thymetus F. {= perimede Pritf/r.) (24c, d) aus Süd- Brasilien (angeblich auch von Haiti) ist ober¬
seits der lence sehr ähnlich, nur etAvas lichter gelb, und hat am Saum der Hflgl bräunliche Flecke, unfer-
scheidet sich jedoch scharf durch den Zeichnungssfil dei’ Unterseife. Diese ist gelb mit geringen schAvärz¬
lichen Zeichnungen in der Mitte der Hflgl und je einem grossen bräunlichen Fleck an der S])ifze der Vflgl
und am Aussenrd der Hflgl.
n.^EKiAS. Von J. Köeek.
SH
T. Stygma /isr/. (24d) Glrösse und Gestalt wie /uvV////'«. Oberseite zitrongelh, die Vllgl mit einem breiten siyi^ma.
dreieckigen schwarzen Fleck, der sicli etwas am Vrd fortsetzt und bis zum Innenwinkel reichl. l'nterseife
der Vtlgl gelb, mit dem Bande wie oberseits, das aber hier hell rostbraun und ein wenig rötlich ist. Fnler-
seite der Htlgl ockergelb, mit zwei braunen Punkten am Vrd der Mittel zelle, gefolgt von einer Keihe brauner,
unterbrochener Zickzackzeichnnngen , ein grosser rostbrauner Fleck am Aussenwitdcel wie bei lixx , aber
grösser. Peru. -- stygmula Bsd. von Cuba ist ganz ähnlich, hat nur auf der Unterseite kleinere Flocke. — ■ styi>muia.
nisella A7f/r. aus Süd-Brasilien (Rio) ist auf ein einziges weibliches Stück gegründet, dessen 1 lauptunteischied nisclla.
die schwefelgelbe Färbung der Oberseite zu sein scheint. Mir nur aus den Beschreibungen bekannt.
T. neda Godt. (24d) aus Guiaua, Venezuela und Nicaragua ist lebhaft zitrongelb mit schwarz- neda.
braunem Spitzenteile der Vtlgl; am Saume der Fltlgl stehen schwarze Punkte. Uiderseite gelb mit sehi' ge¬
ringen schwärzlichen Zeichnungen der Htlgl. tenella Bsd. aus Brasilien (Bahia, Santa Gatharina, Sao
Paulo) ist oberseits lichter gelb und hat zusammenliängendeu schmalen schwarzen Saum der Htlgl. Auch
die Unterseite ist lichter gelb. — circumcincta B/des vom Amazonas, venustula Sh/r. aus Ghiri(jui und circumcincta.
nelphe Fldr. von Mexiko sowie mehrere andere sind so wenig abweichende Foi’inen, dass sichere Charaktere venustula.
für sie nicht angegeben werden können. nelphe.
T. nise Cr. (24 d) aus Surinam und Dominica ist der neda auch sehr äluilich, hat aber schmäleren nise.
schwarzen Saum aller Flügel uud auffällig licht gefärbte Htlgl. Die Unterseite ist lichtei‘ gelb, die Zeichnung
nicht v^erschieden.
T. venusta Bsd. Ähnlich der nise, aber kleiner, der Rand der Vtlgl innen weniger gezähnt, Rand venusta.
der Htlgl reduziert auf einige schwarze Saumpunkte. Unterseite hellgelblich auf allen Fdügeln . auch bei
beiden Geschlechtern, in der Mitte der Htlgl ein oder zwei kleine schwärzliche Punkte wie bei nise und
tenella, und eine Reihe deutlicher schräger bräunlicher Flecke. Jamaika, Columbien.
T. musa F. (= gentilis Bsd.). Grösse der vennsfa, Oberseite weiss, Vtlgl mit einem breiten, innen musa.
leicht ausgebuchteten schwarzen Rande, Flügelwurzel grau bestäubt. Htlgl mit schön zitrongelbem, von den
Fransen getrenntem Rande, Fransen weiss mit kleinen schwarzen Flecken. Unterseite weisslich, aussen leicht
gelb, Wurzel der Vtlgl zitrougell), in der Mitte der Htlgl zwei sehr kleine schwarze Punkte. Süd-Amerika.
T. limbia Fldr. (24 d) aus Venezuela hat lebhaft kanariengelbe Vtlgl und fast Aveisse, am Saum limbia.
etwas stärker schwefelgelbe Htlgl. Der schwarzbraune Saum der Vtlgl ist ziemlich breit, innen gezähnt, der
schwarze Saum der Htlgl schmal. Die Unterseite der Vtlgl ist gelb, zeichmmgslos, die Unterseite der Htlgl
sein' lichtgelb, an den Rändern etwas tiefer gelb, mit zAvei schwai'zen Punkten am Schlüsse der iMittelzelle.
Das ? hat bleich schwefelgelbe Oberseite, keinen dunklen Saum der Htlgl, die Unterseite ist gelber und die
Htlgl hal)en schwärzliche Fleckenzeichnung.
T. lisa Bsd .-Lee. (= smilax Godt.) (24 d) kommt von Neu-Fngland bis Honduras \ oi', ist auch auf lisa.
den Antillen und den Bermuda-Inseln gefunden worden. Die Oberseite ist lebhaft gelb mit ziemlich breiten
schwarzbraunen Rändern und einem schwarzen Punkt am Schlüsse der Vtlglmittelzelle. Die Unterseite ist
etwas lichter gelb mit rötlichem Saum, einem gleichen grösseren Fleck am A'orderwinkel der Htlgl, zwei
schwarzen Pünktchen am Schlüsse der Htlglmittelzelle, einem gleichen am Schlüsse der Vtlglmittelzelle und
undeutlichen schwärzlichen Flecken auf den Hflglii. Das ? ist bleicher gelb und hat breitere dunkle
Ränder, die sich auf dem hinteren Teile der Fltlgi in Flecke auflösen, die Unterseite ist dunkler gelb und
etwas mehr gezeichnet als beim cT. Oljwohl diese Art .stellenweise sehr häufig ist (vgl. die Mitteilung über
Massenwanderung in der Einleitung), sind die ersten Stände noch sehr ungenügend bekannt. Rp grün mit
je zwei weisslichen Seitenstreifen, Kopf gelblich. Pp dunkelgrün, schlank, Brustteil hervortretend. Die Rp
lebt auf Cassia und Klee. — euterpe JAT. aus Nicaragua hat breiteren schwarzen Saum aller Flügel. euterpe.
T. delia Cr. (— demoditas //O/., daira Godt.) (24 d) aus den Golf-Staaten Nord-Amerikas ist ober- delia.
seits gelb mit breiter schwarzer S]utzenzeichnung und einem ])reiten schwarzen Irdstreifen der Vtlgl, sowie
einem grossen schwarzen Fleck im Vorderwinkel der Htlgl. Die Unterseite ist sandbraun mit Ausnahme
des gelben inneren Teils der Vtlgl, die Htlgl haben geringe dunkle Fleckenzeichnung. — lydia Fldr. aus lydia.
Venezuela hat kürzere breitere Flügel, stum])fere Vflglspitze uud minder bogigen Aussenrd der Vtlgl, breiteren,
innen tiefer gewölbten Endsaum und bedeutend schmälere Inneid)inde der Vtlgl und fast doppelt breiteren
Saum der Htlgl.
T. jucunda Bsd.-Lec. {— ebriola Foey, albina Foey) (24 e) aus den Golfstaaten Nord-Amerikas unter- jucunda.
scheidet sich von delia durch längere Saumbinde der Htlgl und die lichtere, graue bis Aveisse. fast un¬
gezeichnete Unterseite, — lemnia Fldr. aus Bahia unterscheidet sich nicht nur durch deu breiteren Endsaum lemnia.
der Vflgl, den grösseren, mit den übrigen Randtlecken verbundenen Spitzentleck der Htlgl und die ganz
verschiedene, glänzend Aveisse, sparsam rotbraun bestäul)te Ihderseite, sondern auch durch die grössere Läimt*
aller Flügel.
84
TERIAS. Von J. Röber.
pei sistens.
hyona.
pyro.
eleathea.
plataea.
vitellina.
eugenia.
ciibaria.
palrnyra.
phoenicia.
elathides.
sidotiia.
ella.
tegea.
mediitina.
priddyi.
mycale.
smilacinn.
albiiln.
marginella.
sinoe.
dejlorata.
T. persistens Btlr.-Druce. Verwandt der delia und eugenia, Oberseite gelb, Vrd und Wurzel breit
ascdigrau, Spitze und Aussenrd breit schwarzbraun, eine schwarzbraune, aussen goldgelb eingefasste Irds-
binde; Hflgl mit schwarzbraunein Apicalfleck, Unterseite wie bei delia. Honduras?
T. hyona d/0/. (24 0) aus San Domingo ist im männlichen Geschlecht oberseits schön orangegelb mit
auf den Vflgln massig breitem, auf den Hflgln schmalem und innen scharf begrenztem schwarzen Rande.
Das ? hat viel fahlere Oberseite. Unterseits sind beide Geschlechter fast gleich; Vflgl in der Vitte orange¬
gelb, am Saum und auf dem Wurzelteile gelb, mit einer subapicalen Reihe schwarzer Fleckchen, Fransen
rötlich; Htlgl gelb mit einigen schwärzlichen Punkten nahe der Wurzel, einigen rotbraunen Fleckchen im
Vorderwinkel, an den sich eine nach dem Irde ziehende schmale Binde rotbrauner Flecke zieht und sehr
undeutlichen rotbraunen Submarginaltleckchen.
T. ^yro Gudt. Gestalt und Grösse wie htjuna. Oberseite der Vtlgl leldiaft orangegelb, an der Wurzel
leicht schwärzlich. Die Vtlgl mit einem schwarzen , innen gekerbten Rande. Die Htlgl am Saume leicht
schwärzlich bestäubt. Unterseite der Vtlgl lichter als oben, mit einem schwarzen Punkt in der Mitte und
einem dunklen Apicaltleck. Unterseite der Htlgl hellgelb, mit einem orangegelben Mitteltleck, einigen bräun¬
lichen Schuppen und einem sehr grossen runden rostbraunen Fleck im Vorder winkel sowie einer Reihe kleiner
schwai’zer Saumpunkte. Antillen oder Süd-Amerika.
T. eleathea ('r. aus Surinam ist nur unwesentlich verschieden von plataea Fldr. (24 e) aus Süd-
Brasilien (Sao Paulo, Santa Catharina, Rio grande do Sul). Letztere hat gelbe Vtlgl und weisse Hflgl, breiten
Rand der Vtlgl und schmäleren Rand der Htlgl, auch einen schwarzen Streifen am Irde der Vtlgl, der hinten
orangegelb eingefasst ist. Die Unterseite ist ziemlich variabel, weisslich bis grau, vorderer Teil der Vflgl
gelb, meist nur mit schwarzen Punkten am Schlüsse der Mittelzelle aller Flügel, nicht selten mit etwas
dunkler Zeichnung. Das ? hat gelbe oder doch gelbliche Grundfärbung der Htlgloberseite ; ihm fehlt der
schwarze und orangegelbe Streifen am Irde der Vtlgl. Die Unterseite ist meist dunkler und mehr gezeichnet.
Auch diese Art bildet eine Anzahl Lokalformen, die fast sämtlich als eigene Arten beschrieben worden sind,
so vitellina Fldr. von Venezuela und Honduras mit weiss beschupptem Irdsstreifen und völlig zeichnungs¬
loser LTnterseite; -- eugenia TU«//. (= rhodia Fldr.) aus Venezuela, Columbia und St. Josef mit sehr dunkel¬
gelben Vtlgln und scharfem und breiterem orangegelben Irdsstreifen; — cubana IL- Schliff', aus Cuba mit
breitem schwarzen Saume der Htlgl; palmyra Foeg (= lydia Fldr.) aus Cuba und den Golfstaaten, bei der
der schwarze Saum der Htlgl auf einen Fleck im Vorderwinkel reduziert ist. — phoenicia Fldr. aus
Columbia und Ecuador hat bis zur Flügelwurzel reichenden orangegelben Irdsstreifen und ziemlich breiten
Saum der Htlgl. — elathides Sfgr. aus Venezuela ist grösser und hat keinen orangegelben Irdstreifen ; das
? ist unterseits dunkler. -- Alle diese Formen können kaum auseinander gehalten werden. Erheblich ver¬
schieden sind dagegen: sidonia Fldr. aus Mexiko, bei der der schwarze Irdstreifen mit dem schwarzen
Aussenrde zusammengetlossen ist und die Htlgl sehr breiten schwarzen Saum haben; — ella form. nor. aus
Ecuador hat keinen orangegelben Irdstreifen, auch ist der schwarze Irdstreifen mit dem schwarzen Aussenrde
zusammengetlossen und die Htlgl haben einen breiten , innen scharf begrenzten schwarzen Saum. — tegea
Fldr. aus Columbia ist grösser als rifellina , breittlügeliger und durch die grössere Breite der Irdsbinde der
Vtlgl und des Saumes der Htlgl zu erkennen. — medutina Fldr. aus Venezuela hat schmälere Flügel, die
Vflgl sind mehr gestreckt und die Hflgl kürzer.
T. priddyi Lnthg von Haiti unterscheidet sich von elathea durch gelbe Htlgl-Oberseite, kürzere
dunkle Aussenrdsbinde der Vflgl und den Mangel des gelben Streifens am Ird der Vtlgl sowie des dunklen
Saumes der Htlgl, der nur durch Saumtlecke vertreten ist.
T. mycale Fldr. (24 e) aus Brasilien (Bahia, Sao Paulo) ist der elathea sehr ähnlich. Der dunkle
Saum ist breiter und im Innenwinkel der Vtlgl zusammengetlossen, auch der Saum der Htlgl ist Hel breiter.
Die Unterseite der Vflgl ist weniger gelb, sonst nicht verschieden.
T. smilacina Fhh-. aus Columbj^ ist nach einem ? beschrieben worden. Uberseite hell schwefelgelb
mit schwarzbraunem Aussenrde, Hflgl mit schwarzen Saumpunkten. Unterseite glänzend weiss, am Zell-
schlusse ein halbmondförmiger Fleck, eine subapicale rotbraune Fleckenbinde, schwarzer Punkt am Vrd in
der Nähe der Vflglspitze; Htlgl mit Flecken am Zellschlusse, einer submarginalen Fleckenbinde und schwarzen
Saumpunkten.
T. albula Cr. aus Surinam wird kaum wesentlich verschieden sein von marginella Fldr. (24 e) aus
Venezuela. Diese ist oberseits weiss und hat mässig breiten schwarzen Rand aller Flügel. Die Unterseite
ist weiss, völlig zeichnungslos. — sinoe Godt. (= cassiae Sepp, nise Hhn.) aus Süd-Brasilien hat mehr oder
minder breiten Aussenrd der Vtlgl und völlig weisse Flügel. Die Unterseite ist Aveiss oder auch gelblich.
Das ? hat schmäleren und kürzeren Saum der Vflgl und auf der LTnterseite der Htlgl etwas dunkle Zeichnung.
T. deflorata Koll. aus Columbia ist ähnlich der albula. Oberseite weiss, Vtlgl mit gelblichem An¬
fluge, Apex schwarz, innen unregelmässig begrenzt, am Aussenrde der Hflgl drei bis vier sclnvärzliche Striche.
Unterseite der Vflgl an der Wurzel zitrongelb, am Apex schwach rostbräunlich bestäubt. Die Hflgl haben
GATOFSILIA. Von .). Köjser.
Hö
kaum merklichen geU)en Antlug und vor dem Aussenrde einen aus bräunlichen Atomen bestehendfm Sli’icli,
der jedoch sehr schwach hervortritt. — Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
T. agave tV. (= jodutta phiale (iodi., mana Ihd.) (24fj aus Surinam lial sehr al)gerundete agavc
und schmale Vflgl. Oberseite weiss mit schwarzer Zeiclinung der Vllg]s})itze und schwärzlicher Bestäuliun^
der Vtlglwurzel. Unterseite auf dem inneren Teile aller Flügel weiss, im übrigen gelb, mit einem scliwarzen
Punkt am Schlüsse der Htllnhttelzelle und geringen schwärzlichen Zeichnungen auf den llllgin.
T. messalina F. Gestalt und Grösse wie rubel. Oberseite weiss, Aussenrd der Vilgl und ein Band- messalina.
heck der Htlgl schwarz. Unterseite gelb, mit einem braunen Flecke an der Vtlglspitze , einem Bandtlecke
und schwarzen Schuppen auf den Htlgln. — Jamaika.
T. gnathene BkI. Gestalt und Grösse der dlbnla. Oberseite weiss mit sehr leichtem gi'ünlichen An- gnathcnc.
tluge, schwarzem Aussenrd, der an der Spitze ziemlich stark verbreitert ist und im Analwinkel der lltlgl
endigt. Unterseite der Vtlgl weiss, an der Basis und an der Spitze zitrongelb, eine Längsreihe rötlicher
Flecke am Irde, ein schwärzlicher Fleck an der Spitze, ein suba])icaler violetter Fleck. Unterseite der Htlgl
gelblich, mit einem kleinen hell rostbraunen mondtörmigen Fleck am Bande der Mittelzelle, ein tief rost¬
brauner und ein tief rotbrauner, weniger scharf begrenzter Fleck am hinteren Rande der Mittelzelle. —
Yukatan und Cuba.
T. phiale Cr. (24f) aus dem östlichen Teile des tropischen Süd- Amerika ist weiss mit schwarzem phiale.
Bande der Vtlgl und schmalem schwarzen Saume der Hllgl, vor dem eine lichtgelbe Binde steht. Die Unter¬
seite ist licht gelb und bis auf zwei schwarze Punkte am Schlüsse der Htlglmittelzelle fast zeichnungslos.
— Columbia Fldr. ( — ])hiahna SV//r. /. /.) aus Columbia und Bolivia hat etwas schmäleren, innen fast gerad- columbia.
linigen Saum der Vtlgl und geringer entwickelten schwarzen Saum dei- Htlgl. — Ob paula /'o;vn. nor. aus paiila.
Sao Paulo eigene Art oder Form (vielleicht Zeitform) der phude ist, vermag ich nach den beiden mir vor¬
liegenden männlichen Stücken nicht zu sagen. Der schwarze Vtlglsaum reicld nur bis zum ersten Median¬
aste, der schwarze Saum der Htlgl ist in Pünktchen aufgelöst und die Unterseite der Htlgl ist dunkelgelb.
Hat zwei kräftige schwarze Punkte am Schlüsse der IMittelzelle und reichliche graubraune Fleckenzeichnung.
Die Spitze der Vtlgl ist gleichfalls dunkelgelb.
20. Gattung: Catopisilia Ubu.
Diese Gattung hat etwa dasselbe Verbreitungsgebiet wie Terias. Im Gebirge scheint keine Art über
2000 m hoch zu gehen. Die hierher gehörigen Arten sind Schmetterlinge meist ansehnlicher Grösse und
schöner, mitunter her^'orragender Färbung. Der kräftige Körperbau und die rasche Flugl)ewegungen för¬
dernde Gestalt der Flügel machen die Tiere zu besonders guten Fliegern. \'on dieser Fähigkeit machen
sie auch Gebrauch zu weiten Wanderungen, an der sich mitunter ausserordentlich grosse Schwärme beteiligen,
deren Vorbeillug oft stundenlang dauert. Auch sonst treten die gewölndichen Arten in grossen Schwärmen
auf, beleben die feuchten Flussufer und tragen zum Charakter der Fauna ihrer Heimat wesentlich bei. Die
Ccdojmlia-d'd' sind nicht nur eifrige W'assertrinker . sondern werden auch vom Scliweiss mul den tlüssigen
Entleerungen der Menschen angelockt, Avie Dr. Fn. Ohaus während seiner Beisen in Süd-Amei-ika feststellte.
Dieser Forscher beobachtete auch Cntoy^s/hn-Schwärme an den gestrandeten Kadavern von Fischen. Die ??
halten sich hauptsächlich im Walde auf und hesuchen Blumen, auf denen selbstverständlich auch cfcf zu
treffen sind, wenn sie die Gemeinschaft der ?? suchen. — Der ziemlich grosse Kopf liat vorstehende nackte
Augen, die Palpen ragen nur wenig über den Kopf, die Fhlr sind kurz und verhältnismässig zart, ohne
deutliche Kolbe, mit abgestumpfter oder eingekerbter Spitze. Subcostale vierästig, der erste Ast nach der
Hälfte der Entfernung zwischen Wurzel und Schluss iler Mittelzelle, der zweite Ast kurz vor dem Zellschluss
abgezweigt, der vierte Ast in den xVussenrd mündend, die obere Radiale mit der Subcostale verwachsen,
die mittlere Discocellulare kleiner als die nach innen gebogene untere Discocellulare. Htlgl gerundet, bei
einigen Arten an der Submediana schwanzartig verlängert. Die Präcostale ist knopfförmig. Die Bpn haben
die gewöhnliche Form der Pieridenrpn, gekörnelte Haut, sind grau oder grün und haben einen lichten Seiten¬
längsstreifen; sie leben auf Cassia. Die Ppn sind ziemlich verschieden gestaltet; sie werden, soweit sie be¬
kannt sind, bei den betreffenden Arten beschrieben werden. - Entgegen der tieptlogenheit rechne ich (mit
A. G. Butler) menippe zur folgenden Gattung, die sich im Geäder nur durch eine unwesentliche Abweichung
unterscheidet, Avährend in den übrigen Charakteren menijtjte mit (Cmepter>/x übereinstimmt. -- Diese Gattung
enthält einige Arten , die bezüglich der Schönheit als der Gipfel der Entwicklung unter den Pieriden be¬
trachtet werden müssen.
C. eubule L. marcellina CV.) (25a) kommt von Xeu-England bis Argentinien, auch -duf enbule.
den Antillen vor. Oberseite beim cf zitrongelb, lichter an den Anssenrändern , und mit schwarzer Saum¬
linie. Unterseite etwas fahler gelb mit je einer silberigen, rotbraun begrenzten »Acht« auf jedem Flügel
am Schlüsse der jMittelzelle , scliAvarzer Saumlinie und unregelmässigen dunklen Zeichnungen auf allen
Flügeln. Das ? ist etwas fahler gelb, hat auf allen Flügeln eine Reihe Saumtlecke, einen grossen scliwarzen
Mittelfleck der Vflgl und mitunter mehr oder weniger dunkelbraune Zeichnung. Die Unterseite ist tiefer
86
GATOPSILIA. Von J. Rüber.
sennae. gelb und mehr gezeichnet als beim cf. — sennae L. { — yamana Beak.) ist eine unterseits tiefer gelb ge-
drya. färbte und mehr gezeichnete Form, bei der das? fahl orangegelbe Oberseite besitzt. — drya F. (amphitrite Blanch.)
aus Peru, Chile, Cuba und Haiti ist eine kleine, schwach gezeichnete Form. — mbide fliegt im Juni und
wieder September bis Oktober, drya im November bis Dezember und März bis April. Das cf hat als Duft¬
organ auf der Oberseite der Htlgl in der Nähe des Vrds einen Schuppenuapf, über dem der erweiterte
weiche Ird der Vflgl ziu' Erregung des Dufts hinwegstreicht und ihn durch einen (in eine Hautfalte zurück¬
ziehbaren) Pinsel zerstreut.
cipris. C. cipris F. (= bracteolata £//r.) (25 c) aus Brasilien und Peru hat in beiden Geschlechtern schwanz¬
artig verlängerte Htlgl. Das cf ist sehr licht orangegelb, der breite, mit kreidigen Duftschuppen dicht be¬
deckte Aussenrd der Vtlgi und bedeutend schmälere Aussenrd der Htlgl lichter; ausser kleinen Saumflecken
der Vtlgi hat die Oberseite keine Zeichnung. Die Unterseite ist dunkler gelb mit einer silberigen Acht auf
allen Flügeln und mehr oder weniger dunkler Zeichnung. Die Unterseite ist sehr veränderlich. Das ? ist
zitrongelb und hat einen grossen schwarzen Mitteltleck der Vtlgi, die Unterseite ist grünlicher als beim cf. —
neocypris. neocypris Hbn. aus denselben Orten ist in l)eiden Geschlechtern oberseits orangegelb an den Rändern an-
urigata. geflogen, ist auch unterseits dunkler gefärbl. Wahrscheinlich Zeitform. — irrigata Btlr. aus Brasilien ist
virgo. eine ober- wie unterseits stärker gezeichnete weibliche Aberrativform. — virgo BÜr. aus Gentral-Amerika
ist stärkei' gezeichnet, hat in beiden Geschlechtern schwarze Saumllecke, auch das cf einen grossen
schwarzen Mitteltleck der Vtlgi, und das ? hat weisse Oberseite mit schmalem roten Saume.
nirina. C. rurina B'ldr. (25b) aus Venezuela, Columbien, Ecuador und Peru kommt anscheinend nur in
Höhe von 1000 — 2000 m vor. Die Vtlgi sind l)eim cf bis auf den fast die Hälfte des Flügels einnehmenden
zitrongelben Duftschu])peusaum orangegelb, die Htlgl zitrongelb mit breitem, licht orangegelbem Saume, am
Saume aller Flügel stehen kleine schwarzbraune Flecke. Die Unterseite ist gelb mit einem silberigen
Doppeltleck am Schlüsse der Mittelzelle jedes Flügels und mein- oder weniger schwarzbrauner Zeichnung.
Das ? ist sehr veränderlich, von hochgelber bis fast weisser Grundfärbung, stärkerer Saumzeichnung und
einem grossen schwarzbraunen Mitteldecke dei- Vtlgi sowie grossen roten Saumtlecken oder breitem roten
Saume der Htlgl. Die Unterseite hat fahlere Grundfärbung und mehr, oft zu grossen Flecken vereinigte
intennedia. rotbraune Zeichnung. - intermedia Bür. ist die zentralamerikanische Form; ihr fehlt die orangegelbe
Färbung des cf auf den Vtlgln fast völlig und das ? hat weissliche Grundfärbung.
phUea. C. philea L. (=: argante /kb/r, corday Jlb//., aricye Cr., melanippe Cr., lollia et aricia Gudt.) (25c),
von Texas bis Süd-Bi-asilien verbreitet, stellenweise sehr häutig, auch in Illinois als Zugvogel beobachtet,
ist eine der schönsten Arten dieser Gattung. Die Oberseite ist beim cf schön kanariengelb mit einem
grossen orangegelben Mitteldecke der Vtlgi und breitem orangegelben Saume der Htlgl. Die Unterseite ist
fahl gelb mit silberigem Mittedoppeltleck und bräunlichen Zeichnungen. Die sekundären Männchen¬
auszeichnungen bestehen in einem Duftschuppennapfe auf der Oberseite der Htlgl, der mit einem an der
Unterseite des Irds der Vtlgi betiudlichen Pinsel korrespondiert, und einem mässig breiten, durch die Färbung
nur wenig abstechenden Duftschu])pensaum auf der Oberseite aller Flügel. Das ? ist weniger brillant gelb,
ihm fehlt der grosse orangegelbe Mitteldeck der Vtlgi, es hat aber einen grossen schwarzbraunen JMitteltleck
und marginale, submarginale und costale Fleckenzeichnung der Vdgl, sowie auch dunkle Saundlecke der
thalestris. Htlgl. Die Grundfärbung der Unterseite ist röter als beim cf. — thalestris Id. (= hübneri Frühst.) von den
Antillen, angeblich auch von Chile (?), hat beim cf einen grösseren orangegelben Mitteltleck, auch einen
grossen schwarzbraunen Fleck am Mittelzellschlusse der Vtlgi. Die Unterseite ist viel mehr gezeichnet und
zeigt am Aussenrde der Htlgl grosse rotbraune Flecke. Das ? ist ober- und unterseits ^ iel mehr rot gefärbt
und viel stärker gezeichnet, namentlich auch auf der Unterseite, die auf den Hdgln breiten rotbraunen Saum
und einen grossen gleichgetärbten Mitteltleck zeigen. — Pp gleichmässig kahnförmig, Rücken stark einwärts
gebogen, Kopfteil in eine lange Spitze auslaufend.
avellaneda. C. avellaneda li.-Sch. (25 d) von Cuba ist zweifellos die schönste Art der Gattung. Beim cf ist
die Grundfärbung der Oberseite der Vtlgi kanariengelb, ein breiter Rand ockergelb, der Saum schmal rot,
der mittlere und hintere Teil des Flügels ist prachtvoll karminrot, am Schlüsse der Mittelzelle steht ein roter
Fleck mit schwarzem Kern. Die Htlgl sind weniger feurig karminrot, in der Mittelzelle gelblichrot, der an
der Subcostale liegende lange Duftschuppentleck ist weiss, der Saum ziemlich breit ockergelb. Die Unter¬
seite ist rotgelb mit weissem Doppeltleck in der Mitte jedes Flügels und zusammenhängenden submarginalen
schwarzbraunen Flecken. Das ? hat kanariengelbe Oberseite der Vtlgi mit rotem Saum und marginalen und
submarginalen rotbraunen Flecken sowie einen gleichgefärbten grossen Fleck am Schlüsse der Mittelzelle,
der Wurzelteil der Vtlgi ist rot gesprenkelt. Die Htlgl sind gelblichrot, am Vrde hellrosa, mit marginalen
und submarginalen rotbraunen Flecken. Die Unterseite hat dunkelgelbe Grundfärbung, der breite Aussenrd
ist blaurot mit roten Schu])pen, der schmale Saum gelb ; der breite blaurote Saum ist innen von schwarzen
halbmondtörmigen Flecken eingefasst und an diesen sowie an der Flügelwurzel steht dunkelrote Färbung,
am Schlüsse der Mittelzelle jedes Flügels stehen (auf den Vtlgln fünf, auf den Htlgln zwei) weisse, schwarz
soistdia. eingefasste Flecke. — solstitia Bflr. (25 d). angeblich aus Chile, wahrscheinlich aber eine Aberrativform
(lATOPSII.lA. Von ,1. l.’öüKK.
H7
der arellaneda und daher auch auf Cul)a heiniiscli, iintcrsclieidel sicli von letzterer durch schniiileren und
innen geradliniger begrenzten ockergelben Saum dei' Obei'seile und wurzelwäi'ts i'ediizierle karmini’ote
Flecke der Vtlgl. — Unter der Voraussetzung, dass die Fundoiisangabe »dbile« richtig sei, hält IkjTiant
wegen einiger kleiner Verschiedenheiten in der Flaarbekleidung des l\öry)ers solsHfiu für’ eigene Art.
C. editha BfJr. (26a) aus Haiti liat beim cf zitrongelbe, zeichnungslose Oberseite, die Fntei'seite isl editha.
dunkelgelb mit zwei weissen, schwarzbraun umzogenen Flecken am Scblusse dei' I lllglmittelzelle und sonstigei¬
geringer schwarzlirauner Fleckenzeichnung. Das ? hat rötlichgelbe Oberseite, nanienilicb dei lltlgl, mit
grossem schwarzen Mitteltlecke der Vtlgl und marginalen und submarginalen scliwarzbiaunen Flecken der
Vtlgl, sowie kleinen schwarzbraunen Saumtlecken der Htlgl , die Unterseite ist von der des cf kaum ver¬
schieden. — fornax Bür. aus Chile (?) halte ich für eine ?-Form der ('(iilha. Die Oberseite hat viel mthr fornax.
Rot, namentlich eine breite dunkelrote Saumbinde der Htlgl, und die Unterseite, deren innere Hälfte gelb
ist, hat viel mehr rote Zeichnungen.
C. argante f. (— larra U. , cnidia Godt.) (25 a) ist von den nordamerikanischen Colfstaaten bis ar^ante.
Paraguay verbreitet und sehr häufig. Das cf ist oberseits fahl orangegeli) und bis auf die schwarzen Saum-
tlecke zeichnungslos. Der ziemlich schmale Duftscbuppensaum tritt wenig hervor, wie mehrere andere Arten
hat auch diese Art ein weiteres Duftorgan, bestehend aus einem Schupjiennapfe auf der Oberseite der
Htlgl, der mit einem an der Unterseite des Irds der Vtlgl stehenden Streupinsel in Verbindung steht. Die
Unterseite ist gelb mit zahlreichen bräunlichen Zeichnungen und mitunter weissen Flecken am Mittelzell-
schlusse. Das ? hat ähnliche Grundtarbung der Oberseite, aber mehr schwarze Saumzeichnung, auch einen
solchen Mitteltleck der Vtlgl. Die Unterseite ist stärker dunkel gezeichnet. — 1 )ie Pp hat auffällig auf¬
getriebenen Brustteil, der Kopf läuft in eine Spitze aus, am Thorax ist eine scharfkantige Erhöhung und
an den Seiten läuft eine leistenähnliche Erhöhung. — hersilia Cr. ist eine stärker gezeichnete Foi'in. Das cf hersilia.
hat anstatt der Saumflecke der Vflgl eine schmale, schwarze Saumbinde und das ? mehr und grössere
schwarze Flecke. Auch die Unterseite ist mehr gezeichnet. rorata BÜr. aus Haiti ist eine grosse Form, rorata.
Das cf hat auffällig gelbe Saumbinde und das ? bei fast weisser Grundfärbung viel schwarze Flecken¬
zeichnung sowie rote Sperberzeichnung auf der Oberseite. Auch die Unterseite zeigt beim ? zu Binden ver¬
einigte rotbraune Flecke. — minuscula Bilr., angeblich aus Havanna, mir aus Rio grande do Sul xor- minuscula.
liegend, ist eine Zwergform der arganie, kaum halb so gross wie diese. — agarithe Bnd. aus Texas a^ahY/ic.
{argante'^), Panama, Venezuela, Haiti und Brasilien müsste nach der von Butler gegebenen Abliildung
der Pp als eine besondere Art betrachtet werden. Butler’s Angabe ist aber irrig; er hat, Avofür mir der
unanfechtbare Beweis vorliegt, die Pp von pltüea abgebildet. Der Schmetterling ist im männlichen Ge-
schlechte der argante ähnlich, hat aber stark abgesetzten, ungleich breiten hellen Saum und gelbe Färbung
des vorderen Teils der Htlgl. Die Unterseite zeigt ausser anderer Zeichnnng auf den Vtlgln eine von der
Flügelspitze nach dem Irde laufende rotbraune Fleckenbinde. Das ? ist oberseits rötlichgelb, hat am Schlüsse
der Vllglmittelzelle einen grossen oraugegelben Fleck, in dem der sclnvarze Mitteltleck stellt. Die Unterseite
ist der des cf ähnlich, aber stärker gezeichnet. floridensis Neiiniögra i.l. aus Florida ist im männlichen floridensis.
Geschlecht oberseits völlig zeichnnngslos , der Rand wenig lichter als der innere Flügelteil, dagegen unter-
seits ziemlich kräftig gezeichnet, namentlich ist die von der Vtlglspitze nach dem Irde laufende Binde rot¬
brauner Flecke auffällig. Das ? ist obei'seits fast ebenso gleichmässig, nur etwas lichter orangegelb gefärbt
Avie das cf und hat ausser geringer bräunlicher Zeichnung an und in der Nähe der A'tlglspitze und des sehr
undeutlichen kleinen dunklen Mitteltlecks der Vtlgl keinerlei Zeichnung.
C. trite /.. (25b) aus dem tropischen Amerika hat gelbe Oberseite mit schwarzem Saume der Vtlgl, trite.
der lieim ? etAvas breiter ist. Der Duftschuppensaum ist sehr schmal und unauffällig, der Duftapparat auf
dem inneren Teile der Flügel ist Avie bei den vorbeschrielienen x4rten. Die Unterseite ist grünlichgelb, am
Rande lichter, und hat ausser geringer submarginaler Zeichnung der Htlgl auf allen Flügeln eine nur dieser
Art eigentümliche schwärzliche Schräglunde. Das ? hat unterseits lichtere Grundfärbung.
C. statira Vr. (26 c) kommt in ganz Süd-xAmerika sehr häubg vor. Die äussere mit Duftschupyien statira.
belegte Flügelhälfte ist auffällig lichter als der zitrongelbe innere Flügelteil. Ausser einem schmalen scliAA’arzen
Saume hat die Oberseite keine Zeichnung. Das ? hat breiteren scliAvarzen Saum, auch scliAvarzen Mitteltleck
der Vtlgl. Die Unterseite hat geringe dunkle Zeichnung. — wallacei Iddr. vom Rio negro und von Peru wallacei.
hat gleichmässig gelbe Oberseite und sehr lichte Aussenhälfte der Lhiterseite.
C. boisduvalii VJdr. (26c) von Golumbien und Gentral-xAmerika ist sahnefarbig, auf dem Wurzel- boisduvalii.
teile .stärker gelb, mit schmalem scliAvarzen Apicalsaume. Die Unterseite ist lichtgelb, völlig zeichnungslos.
C. jada Bür. (261)) aus Guatemala hat beim cf die innere Flügelhälfte ockergelb, die äussere zitron- ./ärfu.
gelb, keine Zeichnung, die Unterseite ist rötlichgelb, auf der äusseren Hälfte lichter. Das $ ist oberseits
gelb mit scliAvarzem gezackten Saume und rundem scliAvarzen Mitteltleck soAvie emer subapicalen Reihe von
vier ockergelben Fleckchen. Die Unterseite ist bläulicliAveiss mit rötlichen Marginal- und Alittelzeichnungen. —
jaresia Bür. aus Peru ist nur im Aveiblichen Geschlechte bekannt. .Ähnlich dem argante-'^ ist es oraiigegelb Jaresia.
SS
(^t)NEPTERYX. Von ,). Röbek.
mit sclnvarzem .Mitteltlecke , hat a])er auf allen Flügeln zusammenhängende schwarze Saumzeichnung. Die
rnterseite ist etwas rötlichgelber als hei jada, in der Zeichnung dieser fast gleich.
gadartiana. C. godartiana Sirains. (= orbis Bsd.) (26 b) aus Haiti und Porto Rico hat die Oberseite der Vflgl
zur Hälfte weiss und zur anderen Hälfte gelb; die äussere weisse Hälfte hat schmalen gelben Saum. Der
innere Teil der Hflgl ist rütlichgelb, an der Aussengrenze grünlich, ein breiter Rand ist weiss. Die Unter¬
seite der Vtlgl ist im vorderen Teile gelblich mit dunklen Submarginalzeichnungen, im hinteren Teile weiss-
lich. Der innere Teil der Htlglunterseite ist rötlichweiss, die Ränder, namentlich breit der Aussenrd, sind
grünlich ; ausser zwei weissen Flecken am Mittelzellschluss und wenigen schwärzlichen Submarginal¬
zeichnungen sind keine Zeichnungen vorhanden. Das ¥ hat unschön rötlichgelbe Oberseite mit zusammen¬
hängenden schwarzen Randzeichnungen, grossem schwarzen Mittelfleck und einem kleinen hakenförmigen
Submarginaltleck der Vtlgl. Die Hflgl haben grössere unzusammenhängende schwarze Saumtlecke. Die Unter¬
seite ist im inneren Teile rötlichgell), im äusseren Teile fast weiss mit rötlichen Saumzeichnungen, schwärz¬
lichen Submarginalzeichnungen, grossem rötlichen Mitteltlecke der Vflgl und zwei weissen, bräunlich um-
ne/eis. zogenen Mitteltlecken der Hflgl. — neleis Bsd. von Cuba, Mexiko und Guatemala hat weniger auffällig
lichten Aussenteil der Oberseite und die auf der inneren Hälfte gelbliche, auf der äusseren Hälfte weiss-
liche Unterseite ist zeichnungslos. Das ¥ ist oberseits viel lichter, mehr gelblich und hat weniger schwarze
butleri. Zeichnung, die Unterseite lichtere Grundtärbung. — butleri Hcudd. aus Mexiko (Tehuantepec) ist offen¬
bar nur eine weibliche Aberrativform von hell chamoisfarbener Oberseite und etwas schwarzbrauner Zeich-
hartonia. nung. - hartonia Bdr. von Jamaica ist beim cf oberseits der godartiana sehr ähnlich, nur fehlt die grünliche
Tingierung; die Unterseite ist ganz ähnlich der nelris., doch hat sie etwas dunkle Zeichnung. Das ¥ ist dem
neleis-^ ähnlich, hat aber keine zusammenhängende Randzeichnung der Vtlgloberseite. Auf der Unterseite
sind die Vflgl gelber, die Hflgl röflicher, auch rveniger gezeichnef.
orbis. C. orbis Borg (26 a) von Haiti und Cuba i.st auf der Oberseite beim cf sehr eigentümlich ge¬
zeichnet. Die beim ¥ auf die ganze ( )berseite verbreitete orangegelbe Färbung zeigt sich beim cf nur in
einem grossen kreisrunden Fleck in der Nähe der Flügelwurzel. Die Aussenhälfte der Vflgl ist weiss, der
übrige Teil gelb. Die Mflgl sind gelb mit breitem weissen Aussenrde. Die Unterseite ist rötlichgelb mit
einem weissen, rötlich umzogenen Mitteltleck auf jedem Flügel, rötlicher Saumlinie und rotbraunen Sub-
marginalzeichnungen. Das oberseits völlig oiangegelbe ¥ hat schwarze Marginal- und Submarginaltlecke
sowie einen viereckigen schwarzen Mitteltleck. Die Unterseite ist stärker rotbraun gezeichnet als beim cf.
Die Pp ist verhältnismässig schlank, ohne auffällige Bildungen, der Kopfteil in eine kurze Spitze verlängert. —
Rp {\ix{ B(dnria)ia pidriirrrinia, grün mit gelbem Rauche, alle Einschnitte hell grüngelb. Pp grün, kahnförmig,
Extremitäten rosenrot und Ri])pen gelb (Boisduval).
21. Gattung: GoMepteryx Leach.
Die wenigen Arten dieser Gattung würden besser unter dem (Jattungsnamen Amgxdhia Sa-ains. ver¬
einigt, da sie nicht nur durch ihre riesige Grösse von den altweltlichen Gonejdergx-Avten differieren, sondern
auch Strukturmerkmale besitzen, die sie von Gonejdergx gut trennen. Der' vierte Subcostalast mündet nicht
in den Vrd, wie bei den echten Gonepfergx-Avten, sondern in die viel mehr vorgezogene Flügelspitze. Nach
E. Reuteu stimmen die amerikanischen Arten in der Struktur des Wurzelglieds der Palpen überein, dif¬
ferieren hierin jedoch mit den echten (Tonepfergx-Arten. Die hierher gehörigen Arten können wegen ihrer
Flügelgestalt nicht verkannt werden, ein weiteres gemeinsames IMerkmal besitzen sie darin, dass auf der Unter¬
seite der Htlgl die Subcostale besonders entwickelt, auch durch eigene Färl)ung hervorgehoben erscheint.
Die sekundären Männchencharaktere stimmen mit Cafopsilia überein, sind aber noch mehr entwickelt, da der
grössere Teil der Flügel auf der Oberseite mit kreidigen Duftschuppen bedeckt ist. auch das Duftorgan am
\’rd der Htlgl sich in Gestalt einer langen und breiten Drüse zeigt. Eine Art i.st von Mexiko bis Paraguay
\erl)reitet, die beiden anderen Arten haben beschränkteres Verbreitungsgebiet. — Übei- die ersten Stände
scheint noch nichts bekannt geworden zu sein.
menippe. Q. mcnippe Uhn. {= teachiana Godt.) (26 g) scheint im ganzen tropischen Amerika vorzukommen,
auch höhere Berge nicht zu scheuen. Sie übertriftt die hervorragendste indische Pieride llehomoia glaacq^pe
sowohl an Grösse, als auch an Schönheit. Die Oberseite ist lichtgelb, mitunter etwas dunkler, das Spitzen¬
drittel der ATlgl ist prächtig orangegelb, am Schlüsse der Mittelzelle steht ein grosser viereckiger braunroter
Fleck, vor ihm mitunter auch ein kleinerer, sonst gleicher Fleck. Der schwarzbraune Saum ist in sehr ver¬
schiedenem Grade entwickelt; die meisten Stücke zeigen ihn so, wie unsere Al)l)ildung zeigt, nicht selten
ist er reduziert auf Randtlecke. die nur durch eine Saumlinie niiteinander verbunden sind, selten fehlt er
calypso. völlig: ah. calypSO form. noc. Die Htlgl haben nur selten schAvärzliche Saumtlecke. Die Grundfärbung der
Unterseite ist gleichfalls ziemlich variabel, von grünlichweiss bis gelb, mit mehr oder minder scharfen lichten,
etwas opalisierenden Zeichnungen ; immer vorhanden ist auf allen Flügeln ein länglicher mehrfach geteilter
rötlicher Mitteltleck und eine mehr oder minder vollständige Reihe schwarzer Submarginalpunkte: die Sub-
Ansgegehen 20. III. Ol).
KKICOGONIA; TERIOCOLIAS. Von ,1. RiMinii.
89
costale der Hflgl hebt sich durch besondere Färbung hervor. Das ? unterscheidet sich durch etwas fahleren
Ton des orangegelben Flecks, auch hat es mehr schwärzliche Flecke am Saume der llllgl. Selten kommen
Stücke vor, denen der orangegelbe Fleck völlig fehlt; ah. thetis lärm. nov. — Nach 2 Stücken von Columbia thetis.
hat Fkuiistorfeh die Untei’art metioche aufgestellt; sie soll sich durch dunklere, sattere und gleichmässiger metioche.
gelbe Grundfärhung , höhere und schmälere Flügel, bedeutendere Grösse, grössere, lichtere und mehr ge¬
teilte Mitteldecke der Unterseite charakterisieren.
G. clorinde Godt. {— swainsonia Swains., godarti Partij, maerula Hhn.) (24- g) ist von Mexiko bis clorinde.
Paraguay vei’breitet, in der Grösse äusserst variabel, hat weisse Oberseite mit schwach grünlichem Scheine,
der grosse Mitteldeck ist entweder orange- oder schwefelgelb, auf jedem Flügel befindet sich ein kleiner
schwarzer, rotgelb eingefasster Mitteldeck. Die Unterseite ist grünlich mit weisser Sperberzeichnung und
einem wenig hervortretenden rötlichen Mitteldeck auf jedem Flügel. Das ? unterscheidet sich durch viel ge¬
ringere Entwicklung des gelben Mitteldecks und grössere, auch viel breiter rotgelb umzogene Mitteldecke. —
nivifera Frühst, aus Zentral- Amerika soll sich durch schneeweisse Oberseite, dunklere, mehr orangegelbe nivifera.
Mitteldecke und gelblich marmorierte Unterseite auszeichnen.
G. maerula F. (24g) ist von Mexiko bis Süd-Peru verbreitet, scheint aber dem Osten des Gebiets maenda.
zu fehlen. Die Oberseite ist zitrongelb und hat ausser dem schwarzhraunen Mitteldeck und etwa einigen
schwarzen Saumpunkten keine Zeichnung. Das Duftorgan auf den Hdgln ist lichter. Die Unterseite ist
grünlich mit lichter Sperberzeichnung und einem weissen , rötlich umzogenen Mitteldeck auf jedem Flügel :
die Subcostale der Htlgl tritt deutlich hervor. Die ?? sind meist weisslich und haben einen grösseren orange¬
gelben Mitteldeck auf den Hdgln. Seltener ist eine kanariengelbe ?-Form; ab. flava form. nov. — Zu lacor- flava.
dairei Bsd. (= ecclipsis Cr.) sind solche Stücke zu rechnen, die eine einfach gelbe ungesperberte Unter- lacordairei.
Seite haben.. — gueneeana Rsc?. ist noch weniger verschieden; Stücke mit deutlichen schwarzen Saumdecken gneneeana.
wären hierher zu rechnen.
22. Gattung; Kricog^onia lieak.
Diese Gattung hat ihre Heimat vom südlichen Nord-Amerika bis Venezuela, auch auf den Antillen
ist sie zu Hause. Abgesehen von der viel geringeren Grösse und der Flügelgestalt hat sie gegen Gonepteryx
nur den Unterschied, dass ihre langen Palpen weit über den Kopf reichen. In der Rippenbildung ist kein
Unterschied. Die ersten Stände sind noch unbekannt.
K. lyside Godt. kommt von Texas und Kalifornien bis Venezuela vor. Die Oberseite ist weiss, der lyside.
innere Teil der Hdgl gelblich angedogen, der Wurzelteil aller Flügel gelb, die Unterseite bis auf den fast
weissen hinteren Teil der Vdgl schwach gelb, zeichnungslos, nur mitunter auf den Hflgln ein schwarzer
Mitteldeck. Das ? hat weniger gelbe Färbung an der Flügelwurzel und verdunkelte Vtlglspitze. — terissa Luc. terissa.
(= lyside Hbn) (26 d) ist eine Aberrativform, die sich durch ein schwarzes Streifchen am Vrd der Htlgl aus¬
zeichnet. — xanthophila form. nov. (26 d) aus Guatemala ist eine (nur im weiblichen Geschlechte?) völlig gelbe .xanthophila.
Form. Die Unterseite der Htlgl ist von der der Vdgl abstechend licht — castalia F". ist die Form von castalia.
Jamaica. Sie hat an der Flügelwurzel nur Spuren gelber Färbung, auch die Unterseite, namentlich der Vdgl,
ist noch weniger gelb.
K. fantasia Btlr. (26 d) aus Nicaragua hat im weiblichen Geschlechte grünlichweisse Oberseite, am fantasia.
Vrd der Vdgl einen dunkel schwefelgelben Basalstreifen und hellbraune Apical- und Aussenrdszeichnung,
die Hflgl sind hell schwefelgelb. Die Unterseite der Vdgl hat glänzend schwefelgelbe Färbung der Wurzel¬
hälfte, der übrige Teil des Flügels ist hell schwefelgelb, Htlgl wie oben, auf der Wurzelhälfte dunkler
schwefelgelb. Ist wahrscheinlich auch nur eine Aberrativform der lyside; mir liegt ein ganz ähnliches Stück
aus Cuha vor.
23. Gattung: Teriocolias Böb.
Es ist nicht angängig , atinas Hetv. in der Gattung Terias zu belassen , weil sie viel weniger mit
dieser als mit Colias verwandt ist. Von dieser unterscheidet sie sich dadurch, dass der vierte Subcostalast
nicht in den Aussenrd, sondern direkt in die Flügelspitze mündet und durch das Fehlen der unteren Disco¬
cellulare der Vflgl; die untere Radiale entspringt direkt aus der Subcostale. Eine weitere Eigentümlichkeit
dieser Gattung ist die Bekleidung der Wurzelhälfte der Fühler mit langen, haarähnlichen, ziemlich anliegenden
Schuppen, so dass der Fühler schon bei nur geringer Vergrösserung den Eindruck eines Heterocerenfühlers
macht. Unter den Eryciniden kommen ähnliche Bildungen vor, auch bei den amerikanischen Gonepteryx und
Catopsilien, nicht aber, soviel ich feststellen konnte, bei Terias. Auch biologische Gründe sprechen gegen
die nähere Verwandtschaft mit Terias: atinas fliegt nämlich im Hochgebirge, wo Terias- Äxten nicht mehr
Vorkommen.
T. atinas Hew. (26 d) aus Bolivia ist oberseits gesättigt schwefelgelb mit kleinem schwarzen Fleck atinas.
am Schlüsse der Vflglmittelzelle, der Wurzelteil aller Flügel ist schwarz, am Aussenrd und Vrd der VÜgl in
V 12
90
GÜLIAS. Von J. Röbee.
der Nähe der Spitze stehen dunkle Fleckchen bezw. Punkte. Die Unterseite der Vflgl ist schwefelgelb mit
rötlichem Saum und dunklen Saumtleckchen sowie zM^ei schwarzen Punkten am Schlüsse der Mittelzelle, die
Htlglunterseite ist gelb, dicht bräunlich bestäubt und mit rotbraunen Flecken am Vrd und in der Mitte sowie
pacis. zwei schwärzlichen Punkten am Schlüsse der Mittelzelle. Das ? hat lichtere Grundfärbung. — pacis Stgr. i. I
(26 d) aus Peru (3300 m) ist oberseits noch etwas gesättigter gelb, unterseits ist der rötliche Saum der Vtlgl
plesseni. breiter und die Hflgl sind dunkler braunrot bestäubt. — plesseni mbsp. nov. aus dem Ghanchamayo (Peru)
wurde von Baron G. von Plessen am 26. März 1906 auf dem Wege von Aroya nach La Merced auf dem Ost-
abhange der Anden erbeutet, wo die Art in Gemeinschaft mit Colias euxanthe auf Lupinenfeldern flog. Sie
ist ober- und imterseits schwefelgelb, hat unterseits keinen besonders gefärbten Saum der Vflgl und ausser
der schwefelgelben Grundtärbung und den schwärzlichbraunen Flecken der Hflgl zeigt sich nur geringe
schwärzliche Bestäubung.
24, Gattung: Colias F.
Dem amerikanischen Gebiete müssen etwa drei Viertel so viel Arten zugesprochen werden als dem
paläarktischen Gebiete, wenn der Artbegriff nicht allzu kritisch angewendet wird. Bei schärferer Sichtung
werden jedoch kaum mehr als zwanzig amerikanische Arten sich feststellen lassen, also etwa die Hälfte der
Artenzahl, die das paläarktische Gebiet beherbergt. In Anbetracht des ungeheuren Gebiets ist dies scheinbar
eine Artenarmut Amerikas, die j'edoch erklärt wird, wenn man berücksichtigt, dass die Uo/ü/s-Arten zum
grossen Teile Gebirgsbewohner sind, und das amerikanische Gebiet eigentlich nur einen, wenn auch un¬
geheuren Gebirgsstock aufweist. Die Zerklüftung Zentral -Asiens in eine Anzahl selbständiger Gebirgs-
stöcke hat offenbar die Entstehung von C’o/i«s-Arten sehr begünstigt. Dieser Vorteil fehlt dem amerikanischen
Gebiete. Weiter ist dagegen der Umstand zu beachten, dass Amerika im südlichsten Teile einige, zum
Teile hervorragende Arten besitzt, für die die östliche Halbkugel mangels äquivalenter Länder keinen Ersatz
zu bieten vermag.
Die Gattung Colias charakterisiert sich unverkennbar durch die äussere Erscheinung; mag die Art
aus dem höchsten Norden oder aus dem fernsten Süden sein , so ist sie doch sofort als eine Colias zu er¬
kennen. In der Rippenbildung hat sie als Merkmal den völligen Mangel der Präcostalis, womit die Gattung
nur mit der äusserlich sehr verschiedenen Terias übereinstimmt. Die Schmetterlinge haben meist Mittel¬
grösse, einige Arten sind zu den grösseren Faltern zu zählen. Fhlr ziemlich kurz mit allmählich verdickter,
aber deutlicher Kolbe. Spitze der Vtlgl abgerundet, Vflgl mit vier Subcostalästen , von denen der erste
weit vor dem Schlüsse der iMittelzelle entspringt; die obere Radiale entspringt aus der Subcostale, daher
fehlt die obere Discocellulare.
Die Gattung hat ihr Haiq)tverbreitungsgehiet in Zentral -Asien , wo die meisten Arten ihre Heimat
haben. Sie ist fast ausschliesslich auf Gebiete mit gemässigtem Klima beschränkt. In Nord-Amerika, in
den Gebirgen des tropischen Süd -Amerika und in den Ebenen des südlichen Teils von Süd -Amerika kommen,
wie schon gesagt, eine grössere Anzahl, in Afrika nur zwei Arten (Lokalformen paläarktischer Arten), in
Indo -Australien aber kommt, abgesehen vom Himalaya und den mit diesem zusammenhängenden Nilgiri-
bergen, keine Art vor. Einige Arten dringen weit nach Norden (so C. bootJiii bis zum 75. Breitengrade)
und im Feuerlande kommt eine der schönsten und grössten Arten (imperinlis) vor. Einige Arten treten in
zwei Generationen , aber wohl die meisten in nur einer Generation auf. Der Geschlechtsdimorphismus ist
bei den meisten Arten gut entwickelt, auch der Dimor])hismus der ??, die vielfach in einer blassen und
einer hochgelben oder orangefaiRenen Form auftreten. Die Schmetterlinge sind rasche und ausdauernde
Flieger. Die d'd' vieler Arten besitzen als sekundär-sexuelle ikuszeichnung am Vrd der Htlgloberseite eine
mehr oder weniger scharf begrenzte kleine Scheibe kreidig-dicker Schuppen («Älehltleck»). — Ei zylindrisch,
schwach gerippt. Rp lang, fast durchgehends gleich dick, sehr kurz behaart; sie überwintern, leben
meist an Klee und verwandten Pflanzen, die im Norden heimischen Arten meist an Vaccinium. Pp mit
einer Kopfspitze und erhahener, schneidig scharfer Rückenseite der Brust; wie die meisten Pieriden-Ppn
stehen sie aufrecht, sind am Gremaster in ein seidiges Polster eingehakt und werden durch einen weiten
schlaffen Gürtelfaden aufrecht gehalten.
palaeno. C. palaeno L. (= philomene Hbn., la])j)onica SU/r., werdandi ll.-Schäff'.) (27 a). Aus der Samm¬
lung des Herrn Leopoeu Haktmann in Würzburg (dem ich für leihweise Überlassung seines Materials an
nordamerikanischen Pieriden zu Danke verpflichtet bin) liegt mir ein cT aus Kanada vor. Es ist oberseits
von deutschen Stücken (earopome Esp.) nicht zu unterscheiden, auf der Unterseite aber viel gelber; die
Färbung der Hflgl kommt derjenigen der ?? der earopome nahe. — An der Hudson -Bai und in Alaska
pelidneides. kommt pelidnei’des Stgr. vor, die sich nach Stauuinoer von palaeno dadurch unterscheidet, dass der Mittel¬
fleck der Htlglunterseite nicht weiss, sondern wie bei pelidne rötlich gefärbt ist; pelidne ändert hierin aber
häufig ab, doch ist bei dieser Art dieser Mittelfleck immer viel kleiner als bei palaeno. - Rp meergrün,
samtartig, mit feinen schwarzen Punkten, an den Seiten ein hochgelber, unten schwarz gesäumter Längs¬
streifen, unter dem die weissen, schwarz gerandeten Luftlöcher stehen, Bauch und Bauchfüsse mattgrün,
Brustfüsse gelblich, Kopf grün; auf Sumpfheidelbeere (Vaccinium uliginosum). Pp grünlich gelb mit stark
COr.IAS. Von .1. Röbkr.
gewölbtem Rücken. Im paläaiktischen Gebiete fliegt der Sclmietlerling von Rnde .luni bi.s Mitte Augu.st
auf Moorl)octen.
C. pelidne Bsd. {= antliyale 5/r/r.) (;27 aj aus Labrador und dem l)orealen Noj’d-Amerika ist tileicliei- palidne.
gelb als palaeno, hat auch schmäleren und weniger duid<len Aussenrd, die Unterseite ist gleichfalls viel
bleicher, auf den Hllgln grünlich, die Mitteltlecke der Unterseite sind kleiner, desgleichen die der Obei'seile,
letztere oft fehlend. Das ¥ ist oberseits gelblich weiss mit nur schmalem, innen verwaschenem dunklen
Rande der Vflgl. — labradorensis Scuddcr lässt sich kaum trennen. Das cf hat schmäleren Aussenrd, der labra-
durch Streifchen der Grundfärbung fast in Flecke aufgelöst ist, und das ¥ hat keinen dunklen Aussern-d. — dorensis.
ab. moeschleri Gr.-Gvsh. ist dunkler gelb, fast orangegelb gefärbt. — In Di’. SrAunrNOKK’s Sammlung be- moesdilnri.
finden sich Stücke, die als Bastarde von jielidne und nasfes gelten können; Oberseite grünlich gelb, Rippen
schwarzbraun, der dunkle Rand scharf. Diese Form könnte standfussi benannt werden. — iiGidne ist keine standfussi.
konstante Form, ändert anderseits aber auch nicht sehr ab, so dass für skinneri Banies keine zutreffenden skinneri.
Merkmale angegeben werden ‘können. — chippewa Kdir. vom Mackenzie River (Britisch Nord-Amerikaj chippewa.
scheint eine Zwischenform von pelidne und palaeno zu sein; Stbeokek hält sie für eine ])alueno~Fo\'\\\.\ sie ist
eine schwer deutbare Aberrativform. Das ¥ ist mehr einem palaeno-^, als einem pelidn.c-^ ähnlich.
C. philodice Godf. (= dorippe Godt., palaeno Cr., europome Sfeph.) (27a), the Common Sulphur, p/n'/oü/rc.
auch Pfützenschmetterling genannt, verbreitet sich von Neu -England bis Florida und westlich bis in die
Rocky Mountains. Diese Ai't ist sehr häufig, tritt öfter in Schwärmen auf und beleiht Wegränder und Klee¬
felder. Sie ändert nur etwas in der Breite des schwarzen Randes ab. Weisse ¥¥ werden als ab. alba Stf/r. i. l. alba.
bezeichnet. — ab. anthyale Hbn. ist eine Form mit schmalen dunklen Rändern. — ln Guatemala kommt anthyale.
guatemalena Sf(jr. i. l. vor, eine tiefer gelb gefärbte Form mit etwas breiterem dunklen Rande der Ober- guatemalena.
Seite. Die Unterseite ist etwas stärker dunkel gezeichnet. — Ei hellgelb bis rot, schillernd. R]) schlank,
grün, mit lichtgrünen Längsstreifen ; lebt an Klee. Pp hellgrün.
C. chrysomelas Hennj Edw. (27 a, b) aus dem Küstengebiet Nord-Kaliforniens ist grösser und im dirysomelas.
männlichen Geschlechte glänzender gefärbt, auch breiter dunkel gerandet als philodice. Die Unterseite ist
düster orange, hellgelb in der Mitte der Vtlgl. Das ¥ ist viel lichter gelb und hat in dem breiten Aussenrde
der Vtlgl grössere, aber verschwommene gelbe Flecke. Die Unterseite ist hellgelb.
C. hageni Edtc. (27b) aus Ganada hat, namentlich im männlichen Geschlechte, schmale und zw- hngeni.
gespitzte Vtlgl. Die Oberseite ist beim cf schön gelb, der schwarze Aussenrd der Vtlgl im Gegensätze zu
anderen ähnlichen Arten im Innenwinkel am breitesten. Die Grundfärbung der Unterseite ist nur wenig
von der Oberseite verschieden. Das ¥ ist graugelb, liat breiteren grauschwarzen Aussenrd, in dem grössere
gelbe Flecke stehen, die Unterseite ist graugelb.
C. alexandra Eehv. (27 b) (the Alexandra Sulphur) aus Colorado ist im männlichen Geschlechte alexandra.
oberseits der philodice ähnlich, hat aber glänzendere gelbe Grundfärbung mit orangegelbem Antluge, nament¬
lich der Hflgl. Die Unterseite ist jedoch, und zwar in beiden Geschlechtern, sehr verschieden, nämlich
silbergrau auf den Htlgln mit silberigem Mitteltleck. Das ¥ ist licht gelb , hat geringen oder gar keinen
dunklen Saum der Vtlgl, aber schwarzen Mittelfleck und mitunter orangegelben Anflug.
C. edwardsii Edic. (27 b) aus Virginien hat zitrongelbe, orange gemischte Färbung der Oberseite edwardsü.
und schmale dunkle Ränder. Die Unterseite ist elienso eintönig wie bei (dexandra, aber gelb, auf den Htlgln
schwarz bestreut, der Saum ist rötlich. Vermutlich eine Form der (dexandra.
C. harfordi II. Edir. aus Kalifornien hat lichteres Gelb der Oberseite, schmäleren, von den gelben harfordi.
Rippen durchschnittenen dunklen Saum der Oberseite, ist unterseits noch weniger gezeichnet, im weiblichen
Geschlechte schmäleren , innen gezackten Saum und den -Anfang einer Submarginalfleckenbinde der Vtlgl
zeigend als die auch in Kalifornien vorkommende barbara II. Edtr. ('27 b, c). Der zitrongelbe cf hat schmale barbara.
dunkle Aussenränder , das fast schwefelgelbe ¥ nur verschwommenen Aussenrd der Vorderfigl. Die Unter¬
seite ist der von philodice ähnlich.
C. boothii Carl. (27 c) aus dem borealen Amerika (Boothia felix), bis zum 75. Breitengrade xor- boothii.
kommend, scheint sehr selten zu sein. Die Zeichnung ist zwischen den Geschlechtern nicht so sehr verschie¬
den, wie dies bei den ähnlichen Arten der Fall ist. Das cf besitzt ausser dem dunklen Aussenrde auf den
Vtlgln eine fast vollständige Submai'ginalbinde und auf den Htlgln die Anfänge einer solchen. Die Unter¬
seite ist, namentlich beim cf, stark grünlich. — Bei ab. chione Carl, fehlt (ähnlich wie bei der paläark- ddone.
tischen nastes ab. insignafa , Bd. I, Taf. 25 c) der dunkle Aussenrd der Vtlgl. — Fliegt von (Mitte Juli bis
(Mitte August und sitzt gern an Blüten von Oxytropis arctica und campestris (Curtis).
C. interior Sendd. (= occidentalis Bcndd., emilia Edtc., astraea Edir.) (27c) aus 8üd-Canada und müT/o/-.
den Rocky Mountains (the Pink-edged Sulphur) ist der philodice sehr ähnlich, aber die dunklen Aussenränder
sind viel schmäler und die gelbe Grundfärbung verläuft strahlenförmig in sie, die Fransen sind rosenrot.
Auf der Unterseite sind die Vtlglspitze und der vordere Teil der Hflgl rostig orangegelb. Das ¥ hat fast
weisse Oberseite und breiteren, al)er verschwommenen Aussenrd der Vordertlügel.
92
GOLIAS. Von J. Röbek.
sciidderi.
nastes.
rossii.
heia.
rnorna.
streckeri.
behri.
imperialis.
vautieri.
nitilans.
canninghami.
mimiscnla.
meadi.
elis.
C. scudderi Reak. (27 c) (= Scuoder’s Sulphurj aus Colorado, Utah, Montana und Britisch Columbia
hat breiteren, aber grau bestreuten, dunklen Aussenrd. Das ? ist gewöhnlich weiss, sehr selten gelbhch und
hat nur Spuren dunkler Berandung. Die Unterseite des cf ist gelb, auf der Spitze und dem Aussenrde der
Vflgl sowie auf den Htlgln, namentlich dem Vdrrande graugrün bestäubt. Der silberige Mitteltleck der Hflgl
ist rötlich umzogen. Rp auf Heidelbeere und Weide. Edwaed’s Züchtungsversuch war ergebnislos, weil die
Räupchen während des Winters eingingen. — Der Schmetterling fliegt im Juli in Höhe von 9000 Fuss.
C. nastes Bsd. (27 d) (the Arctic Sulphuri aus Labrador, Grönland, Alaska und den Rocky Moun¬
tains in Britisch Columbia ist düster graugrün mit grauschwarzen Rändern und roten Fransen. Das ? ist
gelblicher und hat deutlichere gelbliche submarginale Flecke der V- und Hflgl. Die Unterseite der Vflgl ist
unrein weisslich, grünlichgelb beschuppt, die rosenroten Fransen sind auffällig, die Hflgl sind gelblichgrtin,
am Rande lichter, der weisse Mitteilleck ist rot eingefasst und an ihm steht nach aussen ein roter wisch¬
förmiger Fleck, die rosenroten Fransen sind breiter als auf den Vflgln. Das ? hat eine etwas lichtere Unter¬
seite und auf den Vflgln einige submarginale schwarze Fleckchen. — rossii Gn. aus Boothia felix hat beim
cf goldgelbe Mitte der Vtlgloberseite, das ? ist weiss. — Strecker, moma Strecker und streckeri Gr.-Grsh.
von der Hudson-Bay sind Aberrativformen, die sich nicht genau fixieren lassen, weil die Art in Amerika
ebenso stark wie in Lappland {icerdundi) abändert.
C. behri Edw. (27 d) aus den Gebirgen im Westen Nordamerikas, hauptsächlich Kaliforniens, ist eine
ganz abweichende Art. Das cf ist oberseits gelblichgrün, dicht und regelmässig schwärzlich bepudert, mit
auffälligem gelblichen Mittelfleck der Hflgl. Der dunkle Aussenrd ist auf den Vflgln undeutlich, auf den
Htlgln aber scharf begrenzt. Die Fransen sind beim cf gelblich, beim ? rosenrot. Die Unterseite ist beim
cf grüngrau, der Mitteltleck ist auf den Vflgln undeutlich, auf den Htlgln aber, wie oberseits, auffällig, der
Vrd der Hflgl ist rot. Das ? hat dunklere LTnterseite und rote Fransen.
C. imperialis Btlr. (27 d) aus dem Feuerlande (Port Famine) ist in beiden Geschlechtern so eigen¬
artig gezeichnet, dass eine Verwechselung mit anderen bekannten Arten ausgeschlossen ist. Oberseite beim
cf tief orangerot mit breitem, das reichliche Drittel des Vtlgls einnehmendem und schmälerem Aussenrde der
Hflgl, V- und Hflgl mit grossem schwarzen Mittelfleck, Innenrd der Hflgl gelb, Unterseite grünlichgelb, Mitte
der Vflgl orange mit schwarzem, licht gekerntem Mitteltleck und schwarzen submarginalen Zeichnungen und
gleichen am Tnnenrde, Hflgl mit orangerotem Mittteltleck und undeutlichen orangegelben Flecken um den
Schluss der Mittelzelle. ? weniger lebhaft orange mit breiteren Saumzeichnungen, in denen orangerote Flecke
stehen, Grimdfärbung der LTnterseite viel grünlicher als beim cf, aber mit denselben Zeichnungen. Der
Fundort dieser Art ist noch nicht mit Sicherheit festgestellt, aber wahrscheinlich richtig angegeben.
C. vautieri Guer. (27 e) aus Chile ist beim cf oberseits orangerot mit breitem schwarzbraunen Rand
und gleichem. Mitt eltleck der Vflgl, der gleichgefärbte Rand der Hflgl ist viel schmäler und verjüngt sich
rasch nach dem Innenwinkel zu ; die Hflgl haben einen kleineren , undeutlichen dunklen Mittellleck. Die
Unterseite der Vflgl ist orangerot, an den Rändern und namentlich der Spitze gelblich, und hat einen
schwarzen Mitteltleck und eine submarginale Reihe schwarzer, nach hinten grösser werdender Flecke. Die
Unterseite der Hflgl ist gelb, in der Mitte schwach orange, der rötliche Mittelfleck ist licht gekernt, ein
rötlicher wischförmiger Fleck steht an der Flglwurzel und ausserdem haben die Htlgl eine Reihe submargi¬
naler rötlicher Fleckchen; der Innenrand ist grünlich. Das ? hat oberseits gelblichweisse Grundfärbung,
breitere dunkle Ränder auf allen Flügeln und submarginale lichte Flecke. Die Grundfärbung der Unterseite
der Vflgl ist unrein weiss, der Htlgl gelblich. — ab. rutilans Bsd. sind cf cf mit breiterem dunklen Rande.
C. cunninghami Btlr. (27 e) aus Ecuador ist nur im männlichen Geschlechte bekannt. Ähnlich der
vautieri, aber grösser. Apikal- und Aussenrdssaum schmäler, Fransen orangegelb. Unterseite von derjenigen
von vautieri wenig verschieden, die rötlichen Flecke der Htlgl grösser, die schwarzen Flecke der Vflgl da¬
gegen kleiner, Fransen rosenrot.
C. minuscula Btlr. (27 d) aus Ecuador ist augenscheinlich nichts anderes als eine »Miniatur- Ausgabe«
Aqv ciDnmujhauii. Das ? hat weisse Grundfärbung, ist dem vautieri-^ ähnlich, hat auf der Oberseite der Htlgl
weniger Saumzeichnung, ist dagegen auf der Unterseite, namentlich der FItIgl, stärker gezeichnet.
C. meadi Edw. (27 d) aus dem Gebirge Colorados hat orangerote Grundfärbung und fast gleich-
mässig breiten, licht bestreuten dunklen Aussenrand. Beim cf ist der Mitteltleck der Vflgl nur angedeutet,
beim ? deutlich, licht gekernt. Letzteres hat kleine gelbliche Flecke im dunklen Saume. Die Unterseite ist
stark gelb , in der Mitte der Vflgl orangerot mit auffälligem weissen , rot umzogenen Mitteltleck der Htlgl,
weniger auffälligem dunklen Mitteltleck der Vflgl und rosenroten Fransen. Bei dieser Art scheinen keine
weissen ?? vorzukommen. — Rp auf Klee, von der c//s-Rp nicht verschieden. Pp gestaltet wie die von
philodice, Färbung grüngelb, Bauchseite lebhafter als Rückenseite, Kopfvorsprung gelb, eine dunkle Rücken¬
mittellinie, weissliche Fleckchen am ganzen Körper, Flügelhüllen gekörnelt. — Fliegt im Juli.
C. elis Strecker (Stkeckee’s Sulphur) (27 f ) aus den westlichen Gebirgen Nord- Amerikas (Rock}^
Mountains) hat leuchtend orangerote Grundfärbung und viel schmäleren dunklen Saum als lueadi. Das ? hat
(lOLlAS. Von .1. Röbkh.
9P>
bleichere Grundfär])ung und viel mehr gelbe Submargirialzeichnung. Die Unterseile ist duicli dunkle De-
schuppung düsterer. Nach H. Steeckeb kommen auch weisse ?? vor. — Die Käupchen kommen Knde duli
aus den Eiern, in der Gefangenschaft verpuppen sich die Rpn Mitte April. Die erwachsene Hf) ist dunkel¬
gelbgrün, auf dem Rücken etwas lichter als an den Seiten, dicht bedeckt mit kurzen schwarzen Haaren, die
auf Wärzchen stehen, deren jedes weisslich umringt ist, auf jedem Ringe ein mitunter fehlende)’ schwarzer
Fleck, über den Füssen ein weisser Streifen, Kopf lichtgrün. Pp wie die meadi-V]).
C. eurytheme Bsd. (= amphidusa Bsd.) (27fj ist von Ganada bis nach Mexiko und von Osten bis eurytheme.
Westen verbreitet; hoch in die Berge scheint die Art nicht zu gehen. Sie ist ausserordentlich veränderlich. —
hecate Weels ist scheinbar etwas spitztlügeliger, die Rippen in der Vtlglspitze sind weniger auffallend gelb, hecate.
die Grundfärbung ist etwas tiefer orangerot. Die ab. ? alba Weeks ist von der gleichartigen ei(rjftheiiie-Y ovm alba.
ab. albina (= cdha Stgr. i. /.) durch schärfer begrenzte und mehr abgerundete weisse Flecke im dunklen albina.
Aussenrande verschieden. keewaydin Kdw. ist die Winterform mit bleicherer Grundfäi’bung in beiden keewaydin.
Geschlechtei’n ; das cd hat öfters einen schmäleren dunklen Saum. — Die Sommerform eriphyle Bdir. {-21^) eriphyle.
hat gelbe Grundfärbung und ist oberseits lediglich durch die gelben Rii)pen in der Vtlglspitze von philodke
zu unterscheiden. — Den Eindruck einer besonderen Art macht ariadne FaIw. ('27 f) durch die lokalisierte ariadne.
Verteilung der gelben und der orangeroten Färbung und den schmalen Aussenrd. — californiana Mkn. aus californiana.
Neu-Kalifornien wird vom Autor mit der europäischen edusa verglichen; in dei’ Beschreibung ist kein be¬
stimmtes Unterscheidungsmerkmal angegeben ; die Unterseite ist angeblich wie bei inijrinidone. — dLUiummWs autnmnalis.
Cock. ist der eriphyle ähnlich, aber kleiner, mit schmäleren Rändern, die Hügl sind mehr graugrün. Fliegt
im Flerbste und Frühjahr. — Erwachsene Rp mit dunkel samtgrünem Rücken, auf jeder Seite eine schmale
weisse Linie, auf der unregelmässige glänzend zinnoberrote Flecke stehen, von denen einige orangegelb
beschattet sind. Unterseite grün. Pp grün mit einer stigmatalen gelben Linie, über der auf jedem Ringe
ein brauner Punkt steht, ein subdorsaler brauner Fleck, der am Rande der Flügelscheiden beginnt und zwei
oder drei Ringe einnimmt. Ei grünlichweiss, durchsichtig, spitz an dem einen und stumpf am anderen Ende,
längsgerippt, mit schrägen Streifen dazwischen.
C. christina Edir. (27 f, g) vom Slave River ist bei licht orangeroter Grundfärbung auffällig durch diristina.
den gelben Basalteil aller Flügel. Die Unterseite ist bis auf die Mittelflecke zeichnungslos. Das ? ist fast
weiss, hat nur geringe dunkle Bestäubung am Saume der Vflgl und schwarzen, weiss gekernten Mittelfleck
der Vflgl.
C. lesbia F. verbreitet sich von Süd -Brasilien (Rio Grande do Sul) südlich und westlich bis in die ksbia.
hohen Berge. Stücke aus Süd - Brasilien , Uruguay und Argentinien sind so wenig verschieden, dass sie
nicht getrennt werden können. Diese Form ist im männlichen Geschlechte dunkel orangegelb, Stücke mit
violettem Schiller sind nicht selten ; der schwarzbraune Aussenrd ist innen unscharf beg)’enzt. Die Unter¬
seite ist mit Ausnahme der rötlichen Mitte der Vflgl lebhaft gelb mit der gewöhnlichen Co/ins- Zeichnung.
Die Grundfärbung der Oberseite der ?? ist sehr veränderlich; orangegelb, gelb, gelblich oder weiss mit
grauer Bestäubung; auch grünlich graue Stücke kommen vor. Die weisse ?-For)n hat den Namen ab.
heliceoides Capr. Wahrscheinlich kommt der Form aus Süd-Brasilien, Uruguay und Argentinien der Name helkeoides.
pyrrhothea Hl,n. (27 g) zu , während die blässeren Stücke aus Patagonien als die echte lesbia zu gelten pyrrhothea.
haben. — andina Styr. aus Bolivia (3000 — 4000 m) ist schwärzlich bestreut und hat einen grösseren röt- (indina.
liehen Wurzeltleck auf der Unterseite der Flllgi. — arena Styr. aus Feuerland (Punta Arenas) hat schmälere
Vflgl und spitzere Vtlglspitze, licht orangegelbe Oberseite und breitere dunkle Ränder. — antarctlca Styr. antarctica.
aus Feuerland ist eine weisse ?-Form mit ungetlecktem Aussenrd. — puna Frühst, aus Peru (Puno, 12 500
Fuss hoch) hat rundere, dichter und dunkler beschuppte Flügel und schmäleren dunklen Saum der Htlgl. —
Fliegt von November bis Januar. Gh. Darwin beobachtete' in Patagonien einen grossen Schwarm dieser
Schmetterlinge.
C. heda Lef. (= boothii Bsd., groenlandica Bühl, glacialis Mc Lachl., heia Strecker) (27 g) kommt in heda.
Grönland vor und verbreitet sich daselbst bis zum 82. Breitengrade. Von der paläarktischen Form siditelma
Anriv. unterscheidet sie sich durch düstere, unscheinbarere Grundfärbung; die Unterseite hat denselben
Gharakter. — pallida Skinner u. Menyel ist eine lichtere Form. pallida.
C. dinora Ky. (27g) aus Ecuador (12000 — 16000 Fuss) ist orangegelb mit verwaschenem, mässig dinora.
breitem dunklen Aussenrd der Vflgl; die Fltlgl haben eine submarginale Reihe dunkler, unscheinbarer
Fleckchen. Die Unterseite ist auf den Vflgln etwas lichter, auf den Htlgln etwas dunkler als die Oberseite,
der Mitteltleck ist weiss, klein und rötlich umzogen. Das ? hat zitrongelbe Grundfärbung und gelbe Flecke
im dunklen Saume der Vflgl. — alticola (rodm. u. Salv. aus Peru (3000 m) ist grösser, hat etwas blauen alticola.
Schiller, dunkleren und breiteren Saum der Vflgl, auch schmalen Saum der Htlgl, deutlichere Mitteltlecke,
schärfer gelbe Färbung des Basalteils aller Flügel und etwas lichtere, aber stärker gezeichnete Unterseite.
C. flaveola Bl. (27 h) aus Ghile und Bolivia (Gebirge) ist bleich orangegelb beim ?, in dem ziemlich flaveola.
breiten dunklen Aussenrd der Vllgl stehen vier grosse subapicale gelblichweisse Flecke, die Unterseite hat
94
MEGAxXÜSTOMA. Von J. Rübee.
saturata.
eiixanthe.
alba.
diniera.
curvdice.
cesonia.
cesonides.
cerbera.
rosea.
central-
americana.
bernardino.
philippa.
cynops.
helena.
therapis.
matt scliwefelgelbe Grundfärbimg. Gesättigter orangegelb gefärbte weibliche Stücke sind häufig und ver¬
dienen die Bezeichnung ab. saturata. — euxanthe Fldr. (= Scalidoneura hermina Btlr.) (27 h) aus Peru
ist wenig verschieden. Die Oberseite ist gesättigter gefärbt und die Unterseite kräftiger gezeichnet.
Weisse ?? gelten als ab. alba Stgr. i. I.
C. dimera DbL-Hew. ervthrogramma Koll.) (27 li) ist gleichfalls ein in Columbia, Peru, Ekuador etc.
heimisches Gebirgstier und anscheinend wenig veränderlich. Die Oberseite der Vflgl ist orangegelb, die der
Htlgl zitrongelb. Der dunkle Rand der Vflgl ist mässig breit, der dunkle Rand der Htlgl etwas veränderlich,
mitunter fehlt er völlig wie auch der schwarze Mitteltleck der ARlgl. Die Unterseite ist schwefelgelb und
hat eine Reibe rötlicher Submarginaltlecke, einen wischförmigen Fleck an der Flügelwurzel und einen
weissen, rot umzogenen Mitteltleck der Htlgl. Das ? ist ober- und unterseits gelblichweiss.
25. Gattung: Megauostonia Beak
Die Arten dieser Gattung waren früher mit CoUas vereinigt. Aber abgesehen von Verschiedenheiten
im Geäder sind die Jfega nosfo)iia- Arien schon im Äusseren durch die scharf zugespitzten Vflgl charakterisiert.
Die ?$ haben ein wegen seiner raschen Vergänglichkeit nur an frischen Stücken wahrnehmbares Organ,
nämlich an den Tarsen der Mittel- und Hinterfüsse zarte, membranöse dreigliedrige Gebilde, die von ihrem
Entdecker Reakiet Eupronichien genannt worden sind. Ihr Zweck ist nicht bekannt. Ausserdem unter¬
scheidet sich MegoiiostoiiiK durch die anhanglosen Klauen gut von den übrigen Pieriden. Die Rpn leben auf
Leguminosen.
M. eurydice R.sr/. (= ? lorquini Bsd., wosnesenskii Men.) (26fj (das kalifornische Hundegesicht) aus
Kalifornien hat im männlichen Geschlecht einen bei Piei-iden nur selten auftretenden prächtigen Schiller der
Oberseite. Mitunter haben auch die Htlgl einen schmalen schwarzen Saum. Das ? ist einfarbig gelb mit
grossem schwarzen Mittelflecke der Vtlgl und rötlichen Saumflecken. Die Zeichnung der Unterseite ist bei
])eiden Geschlechtern völlig Co/Zus-artig. Die R}) lebt auf Amorpha californica. Ei spindelförmig, in der
IMitte dick, in eine abgerundete Spitze auslaufend, mit Längsrippen. Erwachsene Raupe zylindrisch, vom 3.
bis 11. Ringe gleichmässig dick, dicht mit kleinen schwarzen Warzen l)edeckt, auf denen je ein sehr feines
schwarzes Haar steht, vom 3. bis 11. Ring ein schmales weisses Band über den Füssen, über diesem Band
auf dem 3. und 4. Ringe, in der Mitte jedes Rings, ist ein glasiger, halbkugliger Anhang, schwarz mit pur¬
purnem Reflex; an den übrigen Ringen wird dieses Gebilde nur mitunter gefunden. Färbung düster grün,
Unterseite blaugrün, desgleichen die Füsse; Kopf rund, am Scheitel nur wenig niedergedrückt, stark bedeckt
mit feinen schwarzen Punkten, von denen jeder ein kurzes schwarzes Haar trägt. Sechs Tage nach Been¬
digung der Nahrungsaufnahme tritt die Verpuppung ein. Pp seitlich zusammengedrückt, der Thorax auf
der Bauchseite hervorstehend und eine schmale Erhöhung bildend, Hlb zugespitzt, kegelförmig, Mittelrücken
weniger hervorstehend als bei eurytheine und phdodice, niedrig, gerundet, mit einem niederen Kiel, auf den
eine unbedeutende ikusbuchtung folgt. Kopfteil apfelgrün, ein weisser Streifen an den Seiten des Hlbs.
Dauer der Puppenruhe neun bis zehn Tage.
M. cesonia Sfcdl (= sesonia Mnrt., caroliniana Fel.) (26f) (das südliche Hundegesicht) ist von den
Vereinigten Staaten Nord-Amerikas bis Argentinien verbreitet. Das ? hat reduzierte Randzeiclmung, stets
fehlt ihm schwarze Zeichnung am Aussenrde der Htlgl. — cesonides Ftgr. aus Bolivia (3500 m) ist kleiner,
hat schmäleren schwarzen Saum , auch fehlt ihr die schwarze Bestäubung an der Flügelwurzel fast gänz¬
lich. — cerbera Fldr. aus Venezuela hat auf der Unterseite der Htlgl rote Längsstreifen (ist jedenfalls nur
Aberrativform). — rosea Stgr. i. /. aus Golorado hat statt des schwarzen Rands der Htlgl schwarze Streifchen.
— centralamericana Stgr. i I. hat sehr breiten schwarzen Rand auch der Htlgl und auf letzteren vor dem
schwarzen Saum orangegelbe Flecke. — bernardino Edir. ist nur eine kleine Form.
M. philippa F. (26 e) aus Bolivia hat beim cf abgerundete Vtlglspitze, beim ? dagegen ist sie ziemlich
spitz. Tn der Zeichnung ist kein stichhaltiger Unterschied.
M. cynops Bt/r. (26 e) aus Haiti hat bei beiden Geschlechtern abgerundete Vtlglspitze. Das cf hat
breiten schwarzen Rand, beim ? ist dieser in Flecke aufgelöst.
M. helena Be<(L-. (26 e) aus Bolivia hat, namentlich im weiblichen Geschlechte, sehr spitz ausgezogene
Vtlgl. Das cf hat auf den leicht orangegelben Hflgln keinen schwarzen Rand, beim ? sind die Htlgl gleich¬
falls zeichnungslos bis auf den gelben Mittelfleck und auf den Vflgln ist der schwarze Rand in Flecke auf¬
gelöst. Die Unterseite hat bei beiden Geschlechtern ziemlich viel rote Zeichnung.
M. therapis F/dr. (26f) aus Venezuela und Kalifornien hat scharf zugespitzte Vtlgl. Das cf ist
zitrongelb, das ? licht schwefelgelb. Beide haben stark reduzierte Aussenrdszeichnung und auf der Unter¬
seite viel rote Zeichnung.
Sehr wahrscheinlich hat die Gattung Mcganosiuma nur zwei Arten, etirgdice und eesorda ; alle übrigen
vorbezeichneten Formen vermag ich nur für Aberrativ- bezw. geringe Lokalformen der cesonia zu halten.
NATHALIS; EUGHLOK; ANTHOGHAHIS. Von .1. Höhki!.
95
Gattung'; l^athaÜH AW.
Diese Gattung umfasst nur zwei kleine Arten, deren äussere Erscheinung sclion eine Verwechslung
mit anderen Gattungen nicht aufkommen lässt. Die Fhlr haben auffällig knopftörrnige Kolben. Die Palpen
sind mehr behaart als beschuppt und die Subcostale hat di'ei Äste, von denen zwei vor dem Miltelzell-
schluss abgezweigt sind.
N. jole Ihd.) (= felicia l’oeij) (27h) aus den Südstaaten Nord-Amerikas, Mexiko, Golurnhien und yo/c.
Cuba ist zitrongelb mit schwarzer Vtlglspitze und schwarzem Irdsstreiten der Vtlgl , auch am Vi'd dei' Htlgl
steht ein langer schwarzer Fleck. Das ? hat fahl orangerote Oberseite der Htlgl. — ah. Irene FUch (27 h) irene.
ist eine ?-Form mit stärker orangegelben und stärker schwarz gezeichneten Ptflgln. — luteolus Heak. aus Inteolns.
Honduras ist eine stark dunkelgezeichnete und mehr orangegelb gefärbte Form.
N. plauta Dhl.-Hetc. (27 h) aus Venezuela und Columbien hat gelbe Oberseite, sehr breiten schwarzen plaiita.
Aussenrd der Vtlgl und einen grossen orangegelben Fleck am Vorderteile der Htlgl. Unterseite der Vtlgl
in der Mitte orangegelb, am Rande grünlichgelb, der Htlgl grünlich, am Rande gelb. Das ? hat fast schwarze
Oberseite der Vtlgl.
27. Gattung: £ucllloe Hbn.
Von dieser im paläarktischen Gebiete durch neun Aiteji vertretenen Gattung linden sich im ameri¬
kanischen Gebiete drei Arten. Flür und Palpen sind wie bei der folgenden Gattung Anthocltaris gebildet.
Von den fünf Subcostalästen entspringt nur einer vor dem Schlüsse der Mittelzelle. Die obere Radiale ist
fast Vs mit der Subcostale verwachsen. — Ei spindeltörmig, seitlich mit Höckerchen. Rp schlank mit kleinem
Kopfe. Pp nach beiden Enden zugespitzt, nur wenig an der Brust erhöht.
E. ausonides Luc. (28a) ist von Colorado bis Kalifornien verbreitet, auch auf der Insel Vancouver ausonides.
vorkommend. Oberseite weiss mit schwarzem Mitteltleck und grauschwarzen Apical- und Subapicalzeich-
nungen der Vtlgl. Unterseite weiss mit schwarzem Mitteldeck der Vtlgl und gelbgrüner »Petersilien«-Zeich-
nung auf den Htlgln und der Spitze der Vügl. — Rp auf Cruciferen, zylindrisch schlank, Kopf klein, rund,
grün, schwarzgefleckt, Körper vollständig bedeckt mit schwarzen Körnchen, deren jedes ein kurzes Haar
trägt, der Länge nach mit drei bleifarbigen Streifen bezeichnet und zwar ein dorsaler und je ein seitlicher,
die Zwischenräume gelb, die Seitenstreifen unten mit weiss bis gelb eingefasst; Bauchfüsse grünlichgelb,
Kopffüsse schwarz. Pp schlank, zylindrisch, am dicksten in der Mitte, gleichmässig zugespitzt, graubraun
gefärbt und mit feinen dunklen Längsstreifen bedeckt.
E. creusa DhJ.^Hu-. (28 a) aus den Rocky Mountains ist der vorigen Art ähnlich, doch ist der schwarze creusa.
Mittelfleck der Vtlgl gross und viereckig. Die Zeichnung der Unterseite ist grasgrün und die lichten Flecke
der Htlgl sind silberweiss. Von den ersten Ständen ist fast nichts bekannt.
E. hyantis Edu:. (28 a) aus Kalifornien ist oberseits der creusa sehr ähnlich, aber auf der Unterseite hyantis.
der Htlgl mehr gelbgrün und hat nur weisse, aber nicht glänzende Flecke daselbst.
28. Gattung: Authocharl^ Brd
Diese Gattung ist in Amerika durch vier Arten vertreten. Von der vorhergehenden Gattung unter¬
scheidet sie sich dadurch, dass zwei Subcostaläste vor dem Schlüsse der Mittelzelle abgezweigt sind. Die
obere Radiale ist nur wenig mit der Subcostale \’erwachsen. Rpn schlank, nach beiden Enden verjüngt,
weich behaart. Ppn kahnförmig mit stark vorgezogener Brust (»Stiefelchen«-Foi’m), an beiden Enden in eine
Spitze vorgezogen, am Rücken schwach gekielt.
A. Sara L;<c. (=: ilora. Wrighf) (28 a) ist über die ganzen Vereinigten Staaten von Nord-Amerika scra.
verbreitet. Oberseite weiss mit grossem orangeroten Apikalfleck, der aussen und innen schwarz eingefasst
ist. Htlgl weiss. — ab. reakirtii Edu-, (28 a) untei‘scheidet sich von sara durch den Besitz schwarzer Punkte reakirtii.
am Saume der Htlgl. sara-^ hat schwach gelbliche Oberseite und kleineren und blässeren Orangetleck. —
ab. Stella Edu\ hat im männlichen Geschlechte weniger schwarzen Rand um den Orangetleck, auch isi stella.
dieser selbst kleiner und blässer; das ? hat gelbe Oberseite. — ab. Julia Edir. (28a) unterscheidet sich von sara Julia.
dadurch , dass die innere schwarze Begrenzung des Orangellecks unterl)rochen ist und die Htlgl grössere
schwarze Saumtlecke haben. — Erste Stände un))ekannt.
A. thoosa Scudd. (28 a) aus Kalifornien (die mir nur aus der Abbildung bekannt ist) zeigt in der fhoosa.
Zeichnung keinen Geschlechtsunterschied, nur ist die Grundfärbung des cf ober- und unterseits weiss, die
des ? gelblich. Ist wohl kaum eigene Art, sondern eine grosse, kräftig gezeichnete Form der sara.
A. cethura Eldr. {= angelina Bsd., cooperi Beltr) (28 b) aus Kalifornien hat im männlichen Ge- cethura.
schlechte etwas ausgeschweiften Aussenrd der Vtlgl. Oberseite weiss mit geringem Orangetleck, sehr ge¬
ringen dunklen Apicalzeichnungen und schwarzem Mittelfleck. ? mit stärkeren schwarzen Zeichnungen. —
96
MIDEA; ZEGRI8; EROESSA. Von J. Röbee.
morrisoni. ab. morrisoni E(hi\ hat grösseren und dunkleren Orangefleck, auch mehr schwarze Apikalzeichnung. — Für
diese Art hat Gkote die Gattung TefracJwris errichtet.
pitiia. A. pima Er/ir. (28a) aus Arizona fliegt Mitte März. Oberseite in beiden Geschlechtern gelb, der
orangegelbe Subapicaltleck ist mitunter von der schwarzen Apicalzeichnung zum Teile verdrängt. Unter¬
seite der Htlgl gelbgrün und weiss gezeichnet.
29. Gattung; Midea H.-Schäff'.
Der Hauptcharakter dieser Gattung liegt in der Flügelgestalt, die Vflgl sind etwas sichelförmig ge¬
schweift. Das Geäder ist von Anthocharis kaum verschieden. Es ist daher lediglich Ansichtssache, ob die
folgend besprochenen Arten Anthocharis zugezählt oder in eigener Gattung vereinigt werden sollen.
genutia. M. genutia E. (= midea Hhn.^ riierminieri (lodt.) (the Falcate Orange-tip) (28 b) kommt in den ganzen
A'ereinigten Staaten Nord-Amerikas vor und tritt im Norden in einer Generation, im Süden in zwei Gene¬
rationen auf. Oberseite in beiden Geschlechtern weiss mit schwarzem Mitteltleck und schwarzen Apical-
zeichnungen, das cf mit orangegelbem Fleck in der Vtlglspitze. Unterseite weiss mit graugrünen Zeich¬
nungen auf den Htlgln und der Vtlglspitze. — Ei lang, schmal, am dicksten in der Mitte, mässig gebogen
nach der (Jrundtläche zu, letztere breit und abgeflacht, nach der Spitze zu rasch an Dicke abnehmend, so-
dass die obere Hälfte kegelförmig ist, die Spitze gedrückt, die Micropyle umrundet von kleinen, unregel¬
mässigen sechseckigen Zellen, vertikal gerippt, die Zahl der Rippen etwa t6, von denen die Hälfte die ein¬
gedrückte Spitze erreicht, die anderen nicht weit von der Spitze endigen, die Zwischenräume durch zahl¬
reiche feine Furchen ausgefüllt. Färbung gelbgrün. Dauer des Eistadiums vier Tage. Erwachsene Rp
zylindrisch, schlank, Kopf hreit , Färhung dunkelgelbgrün, glänzend, Unterseite, Bauch- und Vorderfüsse
lichter, ein gelbes Band in der Mitte des Rückens vom 2. bis 13. Ringe, ein breites weisses Band über den
Füssen, Oberseite geschmückt mit sechs Längsreihen glänzend schwarzer Warzen, jede mit einem kurzen
schwarzen Haare, das am Ende dicker ist. Pp schlank, Hlb lang, rund und zugespitzt, Kopf mit einem
zugespitzten Anhang, auf der Bauchseite des Thorax ein fast dreieckiger, seitlich zusammengedrückter Buckel,
der durch die Flügelscheide verdeckt wird; Färbung gewöhnlich hell gelbbraun mit einem rötlichen Schein
und dunkler am Mittelrücken, die Kopfverlängerung braun, die Flügelscheiden mehr oder weniger schwarz
gefleckt und gestreift, am Hlbsrücken eine Reihe schwarzer Fleckchen, zwei bis vier auf jedem Ring, und
eine subdorsale Reihe von Fleckchen oder Punkten.
limonea. M. limonea Btlr. (28b) aus Mexiko ist viel grösser als genutia, hat gelbe 01)erseite der Htlgl, auch
die Vtlgl sind nicht rein weiss wie bei genutia. Die Zeichnung der Vtlglspitze ist von der der genutia ziem¬
lich verschieden.
lanceolata. M. lanceolata [jUc. (Boisduvau’s Älarble) (28b) ist von Nord-Kalifornien bis Alaska verbreitet, aber
selten. Die Oberseite ist weiss mit schwarzem Mitteltleck und geringen schwärzlichen Apicalzeichnungen,
die beim ? vermehrt sind. Die Unterseite ist braun gesprenkelt, namentlich die Rippen sind deutlich braun
beschuppt. Rp grün, an den Seiten hellblau und weiss gestreift, auch mit kleinen schwarzen Punkten, jeder
mit einer kurzen schwarzen Borste; sie lebt auf Turritis.
30. Gattung: ZegT’is Ehr.
Die paläarktischen Arten dieser Gattung zeichnen sich durch ihre Entwicklungsgeschichte aus. Die
Rjm verpuppen sich nicht wie die meisten anderen Pieriden frei, sondern in einem Gespinste, in dem der
Rest des Gürtelfadens noch vorhanden ist. Da die Rp der einzigen amerikanischen Art noch nicht bekannt
ist, so lässt sich auch nicht mit Sicherheit ihre generische Zugehörigkeit feststellen. Der Rippenbildung und
Zeichnung der Unterseite nach gehört aber otgrnpia zur Gattung Zegris.
Olympia. Z. Olympia Echr. (28 b) aus Texas ist oberseits weiss, hat grossen schwarzen Mittelfleck und geringe,
schattenhafte Apikalzeichnungen. Die Unterseite hat die aus der Abbildung ersichtlichen Zeichnungen, die
rosa, bei ab. rosa Edw. etwas verringert sind.
31. Gattung: Dhl.
Diese Gattung ist der paläarktischen und nordamerikanischen Euchloc und Anthocharis nahe ver¬
wandt, bei ihr verlaufen jedoch beide Radialen der Vtlgl frei und daher ist die Mittelzelle durch drei Disco¬
cellularen geschlossen. Die Vtlgl haben leicht gewellten Aussenrd und fünfästige Subcostalis , die beiden
ersten Subcostaläste sind vor dem Zellende abgezweigt, der dritte entspringt weit nach ihm. Die Präcostale
ist nach innen gerichtet. Die Pal})en sind sehr schlank , vorderseits lang behaart. Die einzige Art dieser
Gattung hat ihre Heimat in den Hochgebirgen Chiles.
diilensis. E. chllensis Guer. (28 c) hat weisse Grundfärl)ung der Oberseite, schwarze Apikalhälfte der Vflgl,
in der ein grosser orangeroter Fleck steht. Die Htlgl haben eine Reihe schwarzer Saum- und Submarginal-
Ausgegehen 26. IV. 06.
ANDINA; PHULIA. Von Höiuok.
97
flecke; letztere sind beim ? grösser und hakenförmig, auch ist beim ? der orangerote Submarginaltleck
schmäler und in der Vtlglspitze stehen zwei weisse Flecke. Unterseits ist die Grundfärbung der Htlgl beim
cf weiss, beim ? lichtgelb; die in der Mitte der Htlgl .stehenden schwarzen Flecke sind beim cf deutlicher
rostgelb gerandet. Scheint selten und lokal vorzukommen.
32. Gattung: Aiiclilia Stgr.
Diese laur eine Art enthaltende Gattung hat ihre Heimat im Gebirge Boliviens an der Grenze der
tierischen Daseinsmöglichkeit. In Höhe von etwa 5800 m wurde der Schmetterling von G. Garlevp ent¬
deckt. Die Oberseite der Art gewäbrt das Bild einer bleichgefärbten CoUas , auch die Unterseite ist Colias-
ähnlich, die Bildung der Rippen und Fhlr zeigt jedoch, dass sie mit dieser nicht sehr nahe verwandt ist.
Die Fhlr haben deutlich knopfförmige Keulen , die untere Radiale der Vflgl entspringt direkt aus der Sub-
costale, weshalb obere und mittle Discocellulare fehlen; die obere Radiale entspringt erst weit nach Schluss
der Mittelzelle. Die Htlgl haben eine wohlgebildete, nach innen gerichtete Präcostale.
A. huanaco Stgr. (28c) ist beim cf oberseits weiss, das kleinere ? gelblich, die Wurzel schwärz- huanaco.
lieh angetlogen, die Vflgl haben eine Marginal- und eine kürzere Submarginalbinde sowie grossen schwarzen
Mittelfleck, Htlgl zeichnungslos. Unterseite der Vflgl weiss bezw. gelblich, Vrd und Flügelspitze grau be¬
stäubt, mit kleineren Subapikaltlecken und kleinerem Mitteltleck. Unterseite der Htlgl dunkelgrau, mehr oder
minder gelbbräunlich bestäubt, mit einem lichten Mittelflecke und einer Reihe nicht sehr deutlicher schwärz¬
licher Submarginalflecke. — Gaelepp sagt: »sie fliegt nur auf den höchsten Spitzen der Kordilleren, in den
wüstesten Geröllfeldern und Felsenwüsten ; ich verstehe noch viel weniger, wie sie dazu kommt, sich in der¬
gleichen Einöden und Wüsten zu verirren, und wie sie dort nur existieren kann, wo sie zuweilen täglich
von Schnee und Eis bedeckt sein muss, wo faktisch keine Vegetation mehr existiert, und wo nur der Kondor
seine Kreise zieht.« In diesen Höhen herrscht unaufhörlich ein sturmaiiiger Wind, so dass das Tier nur
in den kurzen Windpausen Gelegenheit zum Fliegen hat. Wurde im Februar gefangen.
33. Gattung-: Pliulia H.-Schäff.
Die biologischen Verhältnisse dieser Gattung sind fast die nämlichen wie die der Andina, nur dringen
die Phulia-Kvi&Li nicht bis auf die Bergspitzen vor, sondern halten sich in Höhe von 4000 bis 5000 m. Sie
fliegen zu derselben Zeit wie Andina. — ■ Während bei Andina der zweite Subcostalast am Schlüsse der
Mittelzelle sich abzweigt, entspringt er bei Phidia meist vor dem Zellende, mitunter am Zellschlusse {nysias),
dagegen ist die untere Radiale immer, wenn auch mitunter nur ein kurzes Stück {nynipha), mit der Sub-
costale verwachsen; die Mittelzelle wird daher lediglich von der unteren Discocellulare geschlossen. Die
Arten sind einander sehr ähnlich. Der nächste Verwandte dieser und der vorigen Gattung ist Baltia aus
den höchsten Bergen des paläarktischen Gebiets.
P. nymphula BL, Stgr. (28c) ist nach Stücken aus Chile beschrieben worden, Staudinger identifi- nymphula.
ziert jedoch eine Art aus Bolivia (die als nymphula abgebildete) mit ihr. Blanchaed’s Abbildung scheint
nicht genau zu sein; solange nicht chilenische Stücke verglichen werden können, bleibt es ungewiss, ob die
abgebildete Form die echte nymphula ist. Sie gehört zu den grösseren Arten der Gattung.
P. nympha Stgr. (28c, d) aus Bolivia ist die grösste Art der Gattung und hat auch sowohl ober- wie nympha.
unterseits die meiste Zeichnung. Auffällig ist, namentlich beim cf, der wurzelwärts verlängerte schwarze
Mittelfleck der Oberseite der Vflgl.
P. nymphaea Stgr. (nymphula Weym., nymphula Stgr.) (28 d) aus Bolivia (Illimani und Cocapota) nymphaea.
hat ober- und unterseits ziemlich reduzierte schwarze Zeichnung. Das ? hat ausser vermehrter schwarzer
Zeichnung der Vflgl auch ziemlich grosse, keilförmige schwarze Flecke auf der Oberseite der Htlgl.
P. illimani Weym. (28 d) aus Bolivia (Illimani und Cocapota) hat etwas stärker schwarze Apical-, illimani.
dagegen keine Subapicalzeichnung, auch fehlt ihr der schwarze Mitteltleck. Die Unterseite der Vflgl hat an
der Spitze nur graugelbe Bestäubung, aber keine schwarze Zeichnung.
P. nymphagoga Stgr. i. l. (28 d) aus Bolivia (Cocapota) ist eine der kleinsten Arten, hat auf den nymphagoga.
Vtlgln ziemlich viel schwarze Zeichnung, auch schwarzen Mittelfleck, aber beim cf völlig zeichnungslose
Htlgl. Das ? hat auf den Vtlgln mehr schwarze Zeichnung (die Marginaltleckenreihe reicht bis an den Innen¬
winkel) und die Htlgl haben ziemlich grosse schwarze Saumtlecke, auch kleine Submarginaltlecke , und sind
auch sonst etwas dunkel beschuppt. Die Unterseite ist namentlich in der Vtlglspitze mehr schwarz ge¬
zeichnet als die anderen kleinen Arten.
P. nysias Weym. (28 e) aus Bolivia (Illimani und Cocapota) unterscheidet sich sofort durch die Unter- nysias.
Seite der Htlgl, die (ähnlich wie Andina huanaco) grau mit schwarzen Flecken ist. Die ?? sind lebhaft
V 13
98
PSEUDOPIERIS; DISMORPHIA. Von J. Röber.
schwefelgelb und haben mehr schwarze Zeichnung, auch auf den Hflgln schwarze Saumfleckchen und die
Rippen der Vflgl sind schwarz bestäubt.
nysiella. P. nysiella St(jr. i.l. (28 d) aus Bolivia (Gillutincara, 3000 m), von Gaelepp im Januar 1896 gefangen,
ist die kleinste Art, hat breitere Vflgl. Oberseite weiss, Hflgl ungezeichnet, A’tlgl mit scharf getrennten
schwarzen Saumfleckchen, drei grösseren schwarzen Subapikaltlecken und sehr kleinem schwarzen Mittel¬
flecke. Unterseite ähnlich der von nysias, aber Hflgl lichter grau, mit viel gelblichen Schuppen, Vflgl mit
sehr undeutlichen subapicalen Fleckchen, Mitteltleck der Vflgl fehlend. ? noch unbekannt.
34. Gattung; Pseudopieris G. cf S.
Mit dieser Gattung beginnt eine kleine Gruppe von Gattungen, die nur mit Unsicherheit zu den
Pieriden gezählt und doch noch weniger einer anderen Familie zugesellt werden können. Besonders die
Stellung der letzten Gattung Styx ist sehr zweifelhaft. Fsei(do2)teris war früher mit Dismorphia vereinigt, ist
aber mit Recht abgetrennt worden. Ist auch im Geäder kein durchgreifender Unterschied Amrhanden, so
bieten doch die viel mehr pieridenartige äussere Gestalt, ferner die Form der nur kurzen Fhlr, die durchaus
nicht die Heliconius oder den Ithomiiden eigene Länge besitzen, wie auch der Mangel von auffälligem Ge¬
schlechtsdimorphismus genügend Gattungscharaktere. — Nach den Beobachtungen des Herrn Rich. Haensoh
unterscheiden sich die PseHdopierifs-Formen in ihrem Wesen von den P/er/s-artigen Dismorphien nicht.
P. nehemia ist von Mexiko bis Süd-Brasilien verbreitet, kommt auch im gebirgigen Westen vor.
nehemia. Oberseite in beiden Geschlechtern weiss mit schwarzem Rande der Vtlgl. Dieser ist bei nehemia Bsd.
{— cydno Dbl.-Hew.) (28 e) sehr schmal, nur ausnahmsweise etwas breiter. Nicht viel breiter ist er bei
viridula. viridula Fldr. aus Columbia, die aber schwach grünliche Oberseite besitzt. In der Vflglspitze viel breiter
aequatorialis. ist dieser Saum bei aequatorlalis Fldr. von Ecuador. Die Unterseite ist bei allen diesen Formen weiss
auf den Vtlgln, gelblich auf den Hflgln und auf der Vflglspitze. Ein schwärzlicher Fleck am Schlüsse der
Htlgl-Mittelzelle fehlt mitunter bei nehemia, bei den übrigen Formen scheinbar stets.
penia. Ob P. penia Hopff. (28 e) aus Peru eigene Art ist, muss ich dahingestellt sein lassen. Bei dieser
Form ist der schwarze Apicalsaum noch breiter als bei aequatorialis, ausserdem aber der Saum in der Mitte
des Aussenrds stark erweitert. Da auf der Unterseite der Hflgl am Schlüsse der Mittelzelle sich kein schwärz¬
licher Fleck befindet, so hielt Hopeeer penia für eigene Art. Das Vorhandensein oder Fehlen dieses Flecks
kann aber nach dem bei nehemia Gesagten nicht als spezifisches Kriterium gelten.
35. Gattung: ]>iSBiiorpliia Hbn.
Diese Gattung ist von den Südstaaten Nord-Amerikas bis Süd-Brasilien und von Osten bis Westen
verbreitet, besonders in den westlichen Gebirgen entwickelt, die meisten Arten haben aber kein grosses Ver¬
breitungsgebiet. Alle Arten weichen im Äusseren sowohl wie im Rippenhaue so erheblich von den Familien¬
genossen ab, dass sie nicht ohne weiteres als »Weisslinge« zu erkennen sind. Sie vertreten zweifellos einen
andern Zweig des Pieridenstamms. Ihre nächsten Verwandten sind — abgesehen von Pseudopieris — die
paläarktische Leptidia und vielleicht Pseudopontia aus West- Afrika. Ein grosser Teil der Arten ist den durch
schlechten Geruch und Geschmack geschützten Ithomiiden, Acraen {Actinote) und Heliconiiden ähnlich, doch
sind Fälle täuschender Ähnlichkeit nicht häufig. Mitunter ist nur das weibliche Geschlecht sogen. Nach¬
ahmer. Der Geschlechtsdimorphismus ist bei vielen Ärten so gross, dass die Zusammengehörigkeit nur
schwer festgestellt werden kann. — Von Butler wurde nicht nur die HüBXER’sche Gattung Enantia (mit
melite als Typus) beibehalten, sondern auch eine weitere Gattung, Moschoneura (mit methymna als Typus) auf¬
gestellt. Da weder eine Notwendigkeit zu solcher Teilung vorhanden ist, noch die für diese Gattungen auf¬
gestellten Charaktere stichhaltig sind, wird an dieser Stellung die Gattung (die auch unter dem Namen
Leptalis Dahn, bekannt ist) in dem hergebrachten Umfange beibehalten. — Herrn Rich. Haexsch, der
während seiner Reisen in Süd-Ämerika, besonders in Ecuador, Beobachtungen gemacht hat, verdanke ich
die folgenden biologischen Mitteilungen; Rpn und Ppn sind ihm nicht bekannt geworden. Die Ithomiiden-
ähnlichen Ärten, wie orise, theonoe etc. lieben, wie die Ithomiiden, den Schatten des Hochwaldes, während
die lebhafter gefärbten, praxinoe , astyocha , auch lichtere Stellen des Waldes aufsuchen. Die cTcf letzterer
halten beim Fluge die Flügel so, dass der grosse lichte Duftschuppentleck auf der Oberseite der Hflgl ver¬
deckt ist, so dass sie, wie ihre ??, von den ähnlich gezeichneten Mechanifis nicht zu unterscheiden sind.
Formen wie nemesis, critomedia , leonora etc. lieben kleine Lichtungen im Wald und setzen sich gern mit
ausgebreiteten Flügeln auf die Spitzen sonnenbeschienener Sträucher. Die zeitweisse häufigen gelben und
weissen Formen, wie niedora, limnorina, Pseudopneris nehemia. etc., finden sich zu Anfang resp. Ende der Regen¬
zeit oft zahlreich auf duftenden Doldenblüten an Weg- und Waldrändern ein; sie unterscheiden sich nicht
merklich von den echten Pieriden. Die mimetischen Formen sind in der Lebensweise kaum von den ähnlichen
Ithomiiden zu unterscheiden; sie finden sich an denselben Örtlichkeiten wie jene ein, doch fliegen sie nicht
DfSMOUPIIIA. Von J. Üöbf.i!.
U‘)
in Gemeinschaft mit diesen. Dagegen korrespondiert ihre Färbung regelmässig mit den liokalforrnen der
Ithorniiden, was sich besonders bei den /heoiioi'-Fovmen sehr schön zeigt.
D. cretacea S. ei K. (28 e) ans Süd-Brasilien (Es])irito Santo) hat weisse ()l)erseite, breiten schwarzen cretacea.
Apex, der, namentlich beim ?, im hinteren Teile stark ausgebuchtet ist. Die Hilgl habeji geringen schwarzen
Saum. Die Unterseite ist gelblichweiss , die Vtlgl sind l)eini cT ungezeichnet, beim ? mit einer schwarzen
Subapicalbinde und einem schwarzen Fleck in der Nähe des Innenwinkels, die Hilgl haben 2 schwarzgraue
Querbinden, von denen eine in der Mitte, die andere in der Nähe des Vrds steht.
D. isodrita Bsd. (28 e), angeblich aus Brasilien, mir nach einem ? aus Columbien bekannt, ist von isodrita.
cretacea kaum spezifisch verschieden. Der schwarze Apicalsaum ist nur wenig anders als bei cretacea, hat
aber ein kleines weisses Subapicaltleckchen, die Htlgl sind vollständig ungezeichnet. Die Unterseite ist gelber
und die schwarze Snbapicalbinde der Vtlgl zu einem unscharf begrenzten Flecke reduziert.
D. flavia Fldr. {II.-HcJiäf}'. i. l.) aus Venezuela ist der isodrita ähnlich, soll aber kürzere Flügel \ini\ flavia.
schmälere Mittelzelle haben. Mir unbekannt.
D. psamathe F. (28 f), angeblich aus Guiana und Para, mir nur aus Süd-Brasilien (Säo Paulo und psamathe.
Santa Gatharina) bekannt, hat im schwarzen Apex der Vtlgl einen grossen weissen Fleck. Die ?? haben
meist stark gelbe Htlgl. Die Unterseite der Htlgl und die Vtlglspitze sind licht ockergelb, die Htlgl haben
2 grauschwarze Querbinden, bei den cTcT fehlt mitunter der schwarze Subapicaltleck der Vtlgl.
D. acutipennis Btlr. aus Trinidad, mir in einem cf aus Columbien vorliegend, unterscheidet sich acutipennis.
von psamathe nur durch lichter gelbe Unterseite. — Verschiedener ist disjuncta form. nov. (28f) aus Rio disjuncta.
grande do Sul dadurch, dass bei ihr der innere Teil des schwarzen Apicaltlecks aufgelö.st und die Unter¬
seite ebenso gelb wie bei p>samedhe ist (Zeitform der psamathe?).
D. mercenaria Ftdr. (28f) stammt aus Venezuela, mir liegen Stücke aus Peru vor; ob diese von mercenaria.
Venezuela-Stücken verschieden sind, vermag ich nicht anzugeben. Sie hat im männlichen Geschlecht etwas
schmälere Vtlgl und einen anders begrenzten Saum des schwarzen Apicaltlecks, ist aber sonst, namentlich
im weiblichen Geschlecht, von cretacea nicht verschieden.
D. licinia Cr. (= galanthis Bates, phronima F.) (28f) vom oberen Amazonas (Peru) unterscheidet licinia.
sich von mercenaria durch andere Gestalt der inneren Begrenzung des schwarzen Apicaltlecks. Die Unter¬
seite ist etwas lichter gelb.
D. aphrodite Fldr. aus Brasilien ist oben kreideweiss, Aussenrd schwarzbraun mit weissem Flecke, aphrodite.
Htlgl einfarbig. Unterseite der Vflgl beim cf in der Mitte schwefelgelb, Vrd und Flügelwurzel krokusgelb,
schwärzliche Fleckchen am Vrde, ? einfarbig, Vrd und Hrd ockergelb, schwarzbraune Apicalbinde, Htlgl
beim cf ockergelb, beim ? viel heller, beide unten mit bräunlichen Streifen. Mir unbekannt.
D. marlon G.n.S. (28 g) aus Zentral-Amerika und Süd-Brasilien (Santa Gatharina) ist der psamcdhe marion.
ähnlich, hat aber, abgesehen von den Zeichniingsverschiedenheiten , andere Gestalt sowohl der V- wie der
Htlgl. Die Unterseite der Vtlgl ist weniger kräftig gezeichnet.
D. thermesia Godt. (28g) aus Brasilien (Sfio Paulo) hat im männlichen Geschlechte sehr schmale thermesia.
Vflgl. Dem ? fehlt der längliche schwarze Mitteltleck der Vflgl. Die Unterseite ist perlweiss mit dunklen
Schuppentlecken , das ¥ hat auch schwarze Subapicalzeichnung der Vtlgl, die dem cf fehlt. — thermesina thermesina.
Hop>ff. aus Peru hat mehr schwarze Zeichnung.
D. limnorina Fldr. (28 g) aus Brasilien (Minas Geraes) hat eigentümliche Flügelgestalt. Die Flügel limnorina.
sind beim ¥ völlig, beim cf in der hinteren Hälfte lichtgelb. Die Unterseite hat bei beiden Geschlechtern,
aber beim cf weniger, schwarze Submarginalzeichnung der- Vtlgl.
D. dilis Bsd. aus Brasilien ist der licina ähnlich, hat aber auf den Vtlglu schmälere und kürzere dilis.
schwarze Zeichnung. Unterseite wie bei licinia. Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
D. theugenis l)hJ. {= colon Weijm.) (28 h) aus Bolivien und Peru hat gesättigt schwefelgelbe Ober- thengenis.
Seite mit breiter schwarzer Apicalzeichnung und schwarzem MittelÜeck der Vflgl sowie schwarzem Rande
der Htlgl. Die Unterseite ist bis auf den weissen hinteren Teil der Vtlgl schwefelgelb, die Vflgl haben einen
schwarzen Saumtleck in der Mitte des Aussenrds und die Htlgl 3 schwärzliche Querbinden. ¥ mir unbekannt.
D. mellte L. (28 h) aus Süd-Brasilien (Santa Gatharina und Rio grande do Sul) hat kanariengelbe melite.
Oberseite mit schwarzer Saum- und Mittezeichnung. Die Unterseite ist wie bei den verwandten Arten gelb
mit 2 schwärzlichen Querbinden der Htlgl. Die ¥¥ haben ])reitere Vflgl und viel lichter gelbe Grundfärbung,
nicht selten sind fast weisse Stücke: ab. alba form. nov. — jethys B.sd. (= melite Koll) (»the Mime« der alba.
Nord- Amerikaner) kommt in Mexiko, wahrscheinlich aber auch südlicher vor. Diese Form hat vermehrte
dunkle Zeichnung, so einen Streifen von der Wurzel bis zum Innenwinkel der Vtlgl.
D. Cornelia Fldr. (28h) aus Mexiko hat ockergelbe Oberseite mit schwarzbraunen Zeichnungen der Cornelia
Vflgl und gleichgefärbtem, unregelmässigem Saume der Htlgl. Die Unterseite ist mit Ausnahme des weiss-
100
DISMORPHIA. Von J. Röber.
amalia.
mirandola.
caiica.
carthesis.
idonia.
zaela.
arcadia.
crisia.
medora.
medorina.
medorilla.
proserpina.
demeter.
othoe.
zathoe.
lelex.
pimpla.
pallidula.
lysis.
liehen hinteren Teils der Vflgl ockergelb mit bräunlichen Flecken und Fleckchen auf den Hflgln. — amalia
Htgr. (28h) aus Ghiriqui und Columbien hat viel weniger dunkle Zeichnung der Vflgl, namentlich fehlt der
breite Mittelstreifen völlig und die Htlgl haben gleichmässig breiten dunklen Saum. Die Grundfärbung ist
ober- und unterseits lichter.
D. mirandola Heic. (29 a) aus Ecuador und Columbien hat schwarze Oberseite der Vflgl mit gelben
Zeichnungen. Die Htlgl sind auf dem vorderen Teile (Duftfleck) lehmgelb, auf dem hinteren Teile schwefel¬
gelb und haben schwarze Zeichnung. Das ? hat auf den Vflgln mehr und lichter gelbe Zeichnung, die Hflgl
sind licht schwefelgelb mit schwarzem Saume. Die Unterseite ist bei beiden Geschlechtern lichtgelb mit
silberweissen Flecken und dunkler Bestäubung. — cauca form. nov. aus West-Columbien (Cauca-Tal) hat
beim cT zusammenhängende gelbe Mittelbinde der Vflgl, mehr reduziertes lehmgelbes Dufffeld der Hflgl, auch
fehlt ihm die gelbe Zeichnung in der Nähe der Vtlglwurzel.
D. carthesis Hew. (29a) aus Ecuador ist der miranduhi ähnlich, hat aber grössere Subapicalflecke
der Vflgl, keine gelbe Zeichnung in der Nähe der Hflglwurzel, aber einen grösseren gelben Fleck ain Irde.
Die Hflgl haben eine schmälere gelbe Mittelbinde und viel breiteren schwarzen Saum. Die Unterseite hat
auf den Hflgln eine breite gelbe Mittelbinde und breiten schwarzen Saum, in dem rötlichweisse Submarginal¬
flecke stehen.
D, idonia Hew. aus Ecuador hat ähnlich der carthesis gezeichnete Vflgl, doch fehlt der gelbe Fleck
am Irde. Die gelbe Mittelbinde der Hflgl hat schrägere Lage. Die Unterseite ist völlig verschieden: die
grauschwärzlichen Hflgl liaben zwei gelbe Mittelquerbinden und einige gelbe Saumfleckchen.
D. zaela Heiv. (29 a, b) aus Columbien und Ecuador hat auf den schwarzhraunen Vflgln beim cT
chromgelbe Mittel- und Subapicalflecke. Ein grosser Teil der Hflgl wird vom grauen, seidig glänzenden
Duftfelde eingenommen, der hintere Teil dieser Flügel ist innen gelb, aussen Chromgelb, der Saum schwarz¬
braun. Das ? hat licht gelbe Zeichnung der Vflgl und licht schwefelgelbe Hflgl mit breitem schwarzen
Rande. Die Unterseite ist bei beiden Geschlechtern weiss und graubraun marmoriert.
D. arcadia Fldr. (29 b) aus Columbien ist der vorigen Art ähnlich, hat aber in beiden Geschlechtern
licht kanariengelbe Zeichnung. Auf den Hflgln hat das cf eine und das ? zwei gelbe Binden. Die Unter¬
seite ist ähnlich der von zaela, doch viel gelber.
D. crisia Dru. aus »Brasilien« hat ungefähr dieselbe Gestalt wie arcadia, auch ähnliche Zeichnung.
Der Ird der Vflgl ist weisslich, beim $ sind die Mittelflecke kleiner. — Mir nur aus der Beschreibung
Boisuuval’s bekannt.
D. medora Dbl. (? = casta Koll.) (29 b) aus Columbien und Venezuela hat auch einen gelben Fleck
am Irde der Vflgl; auf dem grauen, seidig glänzenden Duftfelde der Hflgl ist ein scharf begrenzter,
eiförmiger grauer Duftschuppenfleck. Das ? hat viel breitere gelbe Zeichnungen. — medoriiia Hew. aus
Bolivia hat drei grössere gelbe Subapicalflecke der Vflgl und der hintere gelbe Fleck der Mittelbinde ist
von den übrigen Flecken getrennt. Die gelbe Binde der Hflgl ist im vorderen Teile orangegelb. —
medorilla Heic. aus Ekuador und Peru hat kleinere gelbe Flecke der Vflgl und schmälere gelbe Binde
der Hflgl.
D. proserpina 5. u. K. aus Roraima hat ober- und unterseits viel lichtere, fast weisse Zeichnung
als demeter form. uov. (29b) aus Columbien und Venezuela, auch hat letztere auf dem Duftschuppenfelde
der Hflgl keinen besonderen, scharf begrenzten Duftschuppenfleck wie iwoserpina (besondere Art?); pro¬
serpina kenne ich nur aus den Abbildungen und Beschreibungen. Die Unterseite ist bei demeter viel gelber,
aber nicht anders als bei piroserpiina gezeichnet.
D. othoe Hew. (29 c) aus Ekuador und Columbien hat oherseits schwarzbraune Färbung mit gelb¬
lichen Zeichnungen. Beim ? sind die Zeichnungen Aveisslicher und vergrössert. Die Unterseite ist fahl gelb
mit schwärzlichen Schuppenzeichnungen.
D. zathoe Hew. aus Columbien ist der othoe ähnlich, die Mittelflecke sind aber kleiner und gelber
und der Subapicalfleck ist grösser und weiss, auch die Hflglbinde ist schärfer gelb.
D. lelex Hew. aus Ekuador ist etAvas grösser als zathoe, hat fahler gelbe Zeichnungen, die Mittel¬
flecke der Vflgl sind grösser, dagegen statt des einen grossen Aveissen Subapicalflecks zAvei kleine gelbliche
Flecke vorhanden. Die Hflgl sind gelb und haben nur im vorderen Teile innen ausgezackten scliAvarzen Saum.
D. pimpla Hopf. (29 c) aus Bolivia hat anders gestellte gelbe Subapicalflecke, auch gelbe Be¬
stäubung an der Vflglwurzel. Die Hflgl haben den hinteren Teil schmäler, aber gleichmässig gesäumt.
D. pallidula Btlr. (29 c) aus Costa Rica und Ghiriqui hat weisse Zeichnungen und einen grossen,
grauen, oblongen Duftschuppenfleck auf den Hflgln.
D. lysis Hew. (29 c) aus Ekuador hat vergrösserte weisse Zeichnungen , keine Subapicalflecke und
das ? hat auf den Vflgln eine vom Vorder- bis zum Irde reichende breite weisse Mittelbinde. Die Unter-
DLSMORIMIIA. Von .1. Hobkh.
101
Seite hat perlweisse Flecke und viel graugell)e Schupi)enzeicliiiung. — periiana /Vnv//. nor. aus Peru isf peruana.
etwas kleiner, fahler schwarz und unterseits grau statt gell) l)eschuj)pt.
D. foedora Luc. (20 d) aus Venezuela und Peru hat weisse Oberseite mit i)i’eitern, schwarzem Apex foedora.
und zwei Subbasalstreifen, deren hinterer mit dem Saume des Aussenrds zusammenfliesst; die litlgl haben
massig breiten schwarzen Saum. Das ? hat auf den Vtlgln weniger schwarze Zeicl)nung, dagegen ist fast
die ganze hintere Hälfte der Htlg] durch den schwarzen Saum eingenommen. Heide Geschlechter haben
weisse Subajjicaltleckchen. Die Unterseite ist weiss mit unregelmässigen dunklen Zeichnungen. Das ? liat
mehr und dunklere Zeichnung.
D. virgO Bates (29 d) aus Guatemala und Ghiriqui liat schwarze Oberseite mit weis.ser Zeichnung; virgo.
beim cf ist der die ganze vordere Hälfte der Htlgl einnehmende Dufttleck glänzend grauweiss; das ? hat
auf den Hflgln eine breite weisse Mittelbinde. - lubina BfJr. aus Costa Rica zeichnet sich dadurch aus, luhina.
dass der weisse Mitteltleck durch schwarze Adern geteilt ist. — lunina Btlr. aus Costa Rica ist im weih- innina.
liehen Geschlechte von virgo dadurch verschieden, dass die Htlgloberseite am Irde grünlich ist.
D. lua Beu'. (29 d, e) aus Columbien, Ekuador und Peru hat sehr schmale Vorder- und breite Htlgl. hm.
Oberseite schwarzbraun mit gelben Flecken , vordere Hälfte der Htlgl beim cf weissgelb. ? mit gelben
Binden und Flecken auf den Vtlgln und gelben, breit schwarzbraun gerandeten Htlgln. Unterseite gelb mit
schwärzlichen Binden auf den Htlgln, das ? auf den Vtlgln auch mit subapicaler und medianer schwmrzer Binde.
D. lycosura llew. aus Peru hat fast schwarze Vtlgl mit einem grossen lichtgelben Fleck in der lycosura.
Mitte und zwei kleinen subapicalen gelben Flecken, Htlgl grauschwarz mit fast weissem Duftfelde auf dem
vorderen Teile. Unterseite grauschwarz mit grossen gelben Flecken in der Mitte der Htlgl, auch einigen
roten Flecken an der Wurzel der letzteren, am Vrde der Vtlgl drei kleine gelbe Flecke. Mir nur aus der
Abbildung bekannt.
D. leonora Beu-. (29 e) aus Ekuador hat einen kleineren gelben Fleck in der Mitte des Hrds der /eonora.
Vtlgl als hjeosura, aber noch mehrere kleine gelbe Flecke. Die Htlgl sind schwarzgrau, auf dem grau-
weissen, seidig glänzenden Duft- (Reibe-) Felde der Htlgl steht ein ziemlich scharf begrenzter gelber Duft¬
schuppenfleck, der Ird der Htlgl ist breit graublau. Sehr verschieden ist das ?: weiss mit breiten schwarzen
Rändern, einer schwarzen Binde in der Mittelzelle der Vtlgl und drei weissen Subapicaltleckchen. Unter¬
seite perlweiss mit gelben Zwischenrippenstreifen beim cf, während das ? mehr der Oberseite entsprechende
schwärzliche Zeichnung besitzt.
D. niepelti lUc//?«. , die zur nächsten Form hiniiberleitet, unterscheidet sich von leu-gi dadurch, niepelti,
der Keilfleck hinter der Gostamitte des cf zu einein Strich reduziert , der weissliche Irdstleck des Vtlgls so
vergrössert, ist, dass, er noch über die Mediane bis in die Zelle hineinreicht; aus Equador.
D. lewyi Luc. (= nasua Fldr., ? kadenii FIdr.) (29 e) aus Venezuela, Columbien und Ekuador hat lewyi.
schwarze Oberseite mit subapicalen und postmedianen gelben Flecken sowie weisslichem Streifen am Irde
der Vtlgl. Die Htlgl sind schwarzbraun, das Duftschuppenfeld ist gelblich, der breite gelbe Ird wird von
den schwarzen Rippen in Felder geteilt. Das ? ist gelblichweiss mit breiten schwarzen Rändern. Unterseite
perlweiss mit gelben Zeichnungen auf dem hinteren Teile und bräunlichen Zeichnungen auf dem vorderen
Teile der Htlgl. Beim ? sind diese Zeichnungen schwarzbraun, auch haben die Vtlgl snbapicale schwarz-
braune Zeichnung und solche in der Mittelzelle. — boliviensis Stgr. i. 1. aus Bolivia und Peru hat grössere boliviensis.
snbapicale und postmediane gelbe Flecke der Vtlgl, doch fehlt ihr der lichte Streifen am Irde der Vtlgl;
die gelbe Zeichnung auf dem hinteren Teile der Htlgl ist etwas lichter.
D. schausii Dogn. aus Ekuador (Loja) ist im weiblichen Geschlecht ähnlich dem leu-yi-^. Oberseite schausii.
schwarzgrau mit drei weissen Subapicaltlecken und einem , weissen Fleckchen am Vrde am Schlüsse der
Mittelzelle, Wurzelteil der Vtlgl weiss, Oberseite der Htlgl schwarzgrau, vorderer Teil bläulichweiss, Unter¬
seite der Vtlgl ähnlich der Oberseite, aber die Subapicaltlecke lichtgelb, Htlgl schwarz mit gelbem Vrde,
einem gelben Streifchen in der Mittelzelle und drei roten Wurzeltlecken.
D. critomedia Bbu. (= crisia Fldr.) (29 e, f) aus Venezuela, Columbien und Brasilien (?) hat auf critomedia.
den schwarzen Vtlgln eine stark gebogene breite weisse Mittelbinde, die beim ? durch einen breiten schwarzen
Streifen geteilt ist. Die Htlgl sind weiss mit schwarzen Rändern. Unterseite weiss mit dunklen Zeichnungen.
D. euryope Luc. (29f) aus Mexiko ist oberseits schwarz mit gelblich weisser Mittelbinde der Vtlgl. euryope.
Der grosse Reibefleck der Htlgl ist licht bläulich, der Duftschuppenileck auf ihm weiss, vom Irde bis in die
Mitte der Htlgl verläuft eine gelbe, durch die schwarzen Rippen in Felder geteilte Binde. Mir nur aus der
Abbildung bekannt.
D. ines spec. nov. (29 f) aus Ekuador ist der euryope ziemlich ähnlich. Die Mittelbinde ist viel ines.
schmäler und schneeweiss, am Irde der Vflgl steht ein gelbes Schuppenstreifchen. Das $ hat schwefelgelbe,
breit schwarzbraun gerandete Htlgl. Die Unterseite hat matten Glanz, ist grauschwarz und hat weisse Flecke.
D. lygdamis Bew. (29 f) aus Ekuador hat schwarze Oberseite mit bläulichen Zeichnungen. Die lygdamis.
Unterseite ähnelt viel mehr der einer Ccdasticta als einer Bismorphia. Mir nur aus der Abbildung bekannt.
102
DISMOKPHIA. Von J. Röbek.
hyposticta. D. hyposticta Fldr. aus Venezuela und Columbien hat im weiblichen Geschleclite gelbe Oberseite
mit breitem, schwarzbraunem Saume, unterbrochener Mittelbinde und 3 — 4 weissen Subapicalfleckchen der
Vtlgl, die gelbe Grundfärbung der Hflgl zieht sich zwischen dem 3. Medianaste und der unteren Radiale
zahnförmig in den dunklen Aussenrd. Unterseite der Vtlgl ähnlich der Oberseite, bleicher, mit gelben
Randtlecken, Htlgl schwarzbraun mit vielen grossen gelben Flecken. Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
hippotas. D. hippotas Hew. (29 g) aus Ekuador hat schwarzbraune Oberseite mit weissen Flecken. Das ? ist
dem cf ganz ähnlich. Unterseite unrein weiss mit gelblichen Schuppentlecken. Das ? hat auch schwarze
Zeichnungen auf den Vflgln.
teresa. D. teresa Hciv. {= praxidice lletv.) (29 g) aus Ekuador hat schwarzblaue, etwas glänzende Oberseite
mit weissen Flecken. Das cf hat ausser dem lehmgelben Dufttlecke am Vrde der Hflgl einen grossen
«Brandfleck» auf der Oberseite in der Mitte der Vtlgl. Das ? ist dem cf ganz ähnlich. Unterseite der von
hippotas ähnlich.
praxidice.
D. praxidice Ueir. aus Ekuador hat gerundetere Vtlgl als teresa, etwas dunklere Unterseite, sonst
nemesis.
viridifascia.
cmerascens.
nielia.
acraeoides.
mimetica.
laninda.
spio.
ciibana.
lysianax.
tricolor.
keine stichhaltigen Unterschiede.
D. nemesis Latr. (— atthis Dbl.) (29 g) aus Mexiko, Venezuela, Columbien, Ekuador, Peru usw. hat
dunkelbraune Oberseite der Vtlgl mit gelben Fleckchen, die vordere Hälfte der Hflgl (Duftfeld) ist glänzend
grau, der hintere Flügelteil gelb. Das ? ist sehr verschieden: weiss oder gelblich mit schwarzen Zeichnungen,
die Hflgl haben nur schmalen dunklen Saum. Die Unterseite ist grau mit lichteren und gelben Flecken. —
viridifascia Btlr. aus Costa Rica hat kleinere, linienförmige gelbe Flecke und auf den Htlgln eine licht
grünliche Binde. ? mit hellbraunem Rande.
D. cinerascens Sahi (29g, 30a) aus Costa Rica und Chiihph ist oberseits schwarz, hat auf den
Vtlgln weisse Flecke und die Htlgl haben vor dem schwarzen Saume eine graublaue, keilförmige Binde.
Das ? hat schwarze Htlgl mit einer breiten weissen Mittelbinde. Die Unterseite ist ähnlich der der nemesis.
G. melia Godt. (30 a) aus Brasilien (Santa Catharina und Säo Paulo) hat schwarze Oberseite der
Vtlgl mit gelber Zeichnung und gelbe Pltlgl mit schwarzen Zeichnungen. Das ? ist ein sog. Acraen- Nach¬
ahmer, der Äcraea (Actinote) thalia und bezw. anteas ziemlich ähnlich; diese (brasilianische) Form ist die
acraeoides Hew. (30 a), die andere Form mimetica Stgr. aus Cayenne hat gelbere Grundfärbung, ist in der
Zeichnung aber nicht verschieden.
D. larunda Ueic. (30 a) aus Ekuador ist zu den F/ehrondw-Nachahmern zu zählen. Oberseite schwarz
mit gelber Mittelbinde und gelben Submarginaltlecken sowie grossem, rotem Wurzelflecke der Vflgl und
ähnlich gezeichneten Htlgln. Der innere Teil der Htlgl ist unterseits rot, der breite schwarze Saum hat
weisse Fleckchen und am Aussenrde steht eine gelbe Submarginalbinde.
D. spio Godt. (30 a) von den Antillen hat in beiden Geschlechtern scharf sichelförmig ausgezogene
Vtlgl.
Beim ? sind die beim cf gelbroten Zeichnungen schwefelgelb.
amphione.
arsinoe.
astynomides.
arsinoides.
praxinoe.
discrepans.
meridionalis.
amphithea.
D. cubana H.-Sch. (30 b) von Kuba hat nur mässig spitz ausgezogene Vtlgl und ist ähnlich Avie spio
gezeichnet und gefärbt.
D. lysianax Heiv. (30 b) vom oberen Amazonas hat völlig gerundete Vtlgl. Nur das ? ist bekannt,
das sich vom cubana-d' durch das Fehlen der subapicalen gelben Vtlgltlecke und ferner dadurch unter¬
scheidet, dass die gelbe Mittelbinde sich in einem schmalen Streifen am Vrde bis zur Flügelwurzel erstreckt.
D. tricolor 5. n. K. (30 b) ist dem Heliconius vicinns Men. ähnlich. Nur das ? ist bekannt. Ober¬
seite scliAvarz, Vtlgl mit einer breiten gelben Mittelbinde und rotem Irdsstreifen, Hflgl mit roter Mittelbinde
und einem submarginalen gelbroten Fleck am Aussenrde. Unterseite ähnlich, doch die rote Färbung auf
den Htlgln auf Streifchen reduziert, und Aveisse Submarginaltlecke. Heimat noch unbekannt.
D. amphione Cr. (30 b, c) aus Guiana hat oberflächliche Ähnlichkeit mit gCAvissen Formen des
Heliconius erato. — arsinoe Fldr. aus Columbien unterscheidet sich durch grösseres und schneeweisses
Duftschuppenfeld der Hflgl; der Ird der Vtlgl ist rotbraun und zAvischen Submediana und Medianstamm
steht im Rotbraun ein schAvarzes Streifchen. — Bei astynomides SUjr. i. l. aus Venezuela fehlt dieses
schAvarze Streifchen und der Ird sell)st ist sehr schmal braunrot und die von arsinoe sonst nicht ver¬
schiedenen Htlgl haben einen rotbraunen Ird. — arsinoides St<jr. ans Chiriqui hat die Htlgl Avie astynomides,
aber die gelben Flecke der Mittelreihe sind kleiner, voneinander AAmit getrennt und der Ird der Vtlgl ist
breit schwarz. — praxinoe Dbl. aus Mexiko ist von arsinoides dadurch verschieden, dass das Aveisse Duft¬
schuppenfeld der Hflgl zackig in den scliAvarzen Saum verläuft und die Färbung der rotbraunen Zeichnung
lichter ist. — discrepans Btlr. (30 c) aus Columbien und Ekuador hat statt der gelben Mittelbinde der
Vflgl nur kleine gelbe Fleckchen. — meridionalis form. nor. aus Bolivia hat nur zAvei gelbe Subapicalllecke
der Vtlgl und eine in der Mitte unterbrochene, aber breite, mit der reduzierten rotbraunen Zeichnung nicht
zusammenstossende gelbe Mittelbinde. — amphithea Fldr. aus Mexiko ist grösser als amphione, hat grössere
und breitere, mehr sichelförmige Vtlgl. Mir unbekannt, vermutlich von praxvioe nicht verschieden. —
DISMOHIMIIA. Von .1. lir.iuoii.
IO;}
egaena Bates aus Ega ist im weibliclieu Gesclileclite sehr dunkel rotbraun, hat viel gelbe Mittel- und Sub- ef^aena.
apicalzeichnung und ist der Meclumilis fohjmnlu egannais Bates sehr ähnlich. — rhomboidea lUlr. aus Xanta rhomhoidea.
(vermutlich Ost -Peru) (oder Nauta, oberer Amazonas f) ist die grösste Form. Ihr fehlen die gelben Sub-
apicaltlecke völlig, die rotbraune Zeichnung ist sehr entwickelt und reicht im hinteren Peile dei' Vllgl bis
zum Flügelsaume, die gelbe Mittelbinde ist nur durch einige Fleckchen am Vrde vertreten. Das ? hat rot¬
braune Fltlgl mit schwarzen keilförmigen Saumtlecken , die gelbe Mittelbinde ist sehr breit und i'eicht fast
bis zum Innenwinkel. Ist vielleicht eigne Art. Mir niu- aus dei' Abbildung bekannt.
D. laia Godt. Gestalt und Grösse wie auephioiie. Vtlgl schwarz mit 3 rotbraunen Flecken : einen laia.
langen in der Mittelzelle, den zweiten am Trde und der dritte, kleine kreisförmige ist gegen die Flügelmitte
gestellt und manchmal mit dem ersten vereinigt; die Aussenhälfte ist überdies durch einen gelben, band¬
förmigen, durch die Rippen geteilten Fleck bezeichnet. Oberseite der Htlgl breit glänzend weiss entlang
des Vrds, dann rotbraun mit schwarzem gezackten, ziemlich breiten Rande. Unterseite der Vtlgl glänzend
weiss, an der Spitze gelb gerändert, die übrige Zeichnung wie oben, aber grösser, Unterseite der Htlgl
bräunlich mit mehreren helleren Stellen, die Spitze rötlich gerandet, eine Reihe gelber, ziemlich grosser
Randflecke, und 2 kleine Flecke von derselben Färbung gegen den Aussenrd (beim Aussenwinkel). Surinam,
Cayenne. Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
D. astynome Dahn. (~ polymela lihn) (30 c) aus Brasilien (Santa Gatharina) ist der anqjluone sehr astynome.
ähnlich, aber doch wohl eigene Art. Statt einer Reihe gelber Subapicaltlecke hat ashjnome nur einen solchen
Fleck, selten noch einen Punkt davor, und dieser steht näher der Flügelspitze als bei amphione die Flecken¬
reihe. Der Ird der Vtlgl ist stets breit schwarz. Die Unterseite ist wesentlich verschieden. — astyocha Hbn. astyocha.
aus Rio grande do Sul und Säo Paulo unterscheidet sich dadurch, dass der gelbe Vtlglspitzentleck unmittelbar
am Flügelrande steht und durch lichtere, geringer gezeichnete Unterseite.
D. dejone Hew. (30 c) aus Zentral-Amerika hat schwarze Oberseite der Vtlgl mit weissen Flecken, dejone.
vordere Hälfte der Htlgl (Duftfleck) licht grau, glänzend, hinterer Teil der Htlgl rotbraun mit schwarzem
Rande. Unterseite der Htlgl graubraun mit einer Querreihe gelber Flecke in der F^lügelmitte und einigen
anderen gelben Flecken und Fleckchen. ? mir unbekannt.
D. sororna Btlr. (30 d) aus Costa Rica und Chiriqui ist eine grosse Art. Das cT hat schwarze sororna.
Vtlgl mit gelblichen Apical-, Subapical- und Mittelflecken, der grössere vordere Teil der Htlgl (Duftfleck)
ist lichtgrau, seidig glänzend , der hintere Teil ist rotbraun , schwarz gerandet. Das ? ähnelt den Lycorea-
Arten; es hat schwarze Vtlgl mit denselben Fleckenreihen wie das cf, ausserdem eine rotliraiine Querbinde
auf der inneren Hälfte der Vtlgl, die Htlgl sind rotbraun, haben schwmrzen Saum und einige gelbe Saum¬
fleckchen. Die Unterseite ähnelt der Oberseite. — hagaresa Btlr. aus Costa Rica ist vermutlich nichts anderes, hagaresa.
als eine weniger gezeichnete Form der sororna (Zeitform?).
D. cordillera Fldr. (30 d) aus Columbien und Chiriqui wird von Butler von der sororna zwar cordillera.
spezifisch getrennt, scheint aber doch nur als Zeitform zur sororna zu gehören. Die gelben Flecke der
Vtlgl sind grösser, beim cf ist der hintere Teil der Htlgl gelb und auch das ? hat lichtere Zeichnung, so
sind die Htlgl fast gelb. Die Unterseite ist entsprechend der Oberseite gezeichnet und gefärbt.
D. orise Bsd. (30 e) aus Guiana und Bolivia, vermutlich aber auch anderwärts vorkommend, ist,, omc.
namentlich im weiblichen Geschlechte, der Thyridia psidii L. und confusa Btlr. sehr ähnlich. Die vollkommen
durchsichtigen Flügel haben schwarzen Rand und schwarze Mittelbinde, die aber beim cf wegen des Duft¬
flecks auf dem vorderen Teile der Hflgl nur bis zur Mitte reicht.
D. rhetes Hew. aus Columbien unterscheidet sich von hewitsoni Kirhy (30 e, f) aus Ecuador nur rhetes.
dadurch, dass die lichten Flecke auf dem äusseren Teile der Vtlgl und auf den Htlgln nicht bläulich, sondern hewitsoni.
weiss (glasig) sind. Diese Art hat allgemeine Ähnlichkeit mit verschiedenen grösseren Ithomiiden.
D. theonoe Hew. (30 e) aus Ecuador ist der Ithonüa ftora Cr. sehr ähnlich. Sie ist durchsichtig und theonoe.
hat schwarze Ränder und Zeichnungen. — melanoe Bates vom oberen Amazonas hat breitere schwarze melanoe.
Ränder und Binden; sie wird von Bates als Nachahmer der Ithornia oneya Hinr. betrachtet.
D. siloe llew. (30 e) aus Columbien hat die hintere Hälfte der Hflgl rotbraun gefärbt. Sie hat im siloe.
allgemeinen das Kleid einer Ithomüde, ist aber keiner Art besonders ähnlich.
D. theucharila DU. (30f) aus Venezuela zeigt auch allgemeine Ithomiiden-Ähnlichkeit. Das ? hat theudiarila.
völlig braune Hflgl mit schwarzen Zeichnungen und breiter gelber Wurzelbinde der Vflgl. — nella Btlr. aus nella.
Columbien ist nur dadurch verschieden, dass die Flecke der Mittelreihe nicht gelb, sondern durchsichtig
weiss sind.
D. lysinoe Hew. (30 d) vom oberen Amazonas ist der siloe ähnlich, hat aber im männlichen Geschlechte lysinoe.
nur eine breite gelbe Randbinde, die vorn durch eine schwarze Binde eingefasst wird.
D. lysinoides Stgr. (30 f) aus West-Columbien (Cauca-Tal) ist nur im weiblichen Geschlecht bekannt, lysinoides.
Sie ist der lysiooe sehr ähnlich, hat aber auf der Unterseite der Hflgl eine vollständige Reihe weisser
Saumflecke.
104
STYX. Von J. Röbek.
erythroe. D. erythroc Butes (30f) vom Amazonas (St. Paulo) ist der Hypoleria aureliana, aureola u. a. ziemlich
ähnlich. Sie ändert ziemlich ab, weil der rotgelbe Apicalfleck mitunter in mehrere Flecke geteilt oder auch
ein rotgelber Fleck in der Nähe des Innenwinkels vorhanden ist.
batesi. D. batesi spec. nor. (= lysinoe var. Heiv.) (30 vom Amazonas hat nicht nur auf den Vflgln sehr
viel rotgelbe Zeichnung, sondern auch eine sehr breite rotgelbe Binde auf den Hflgln. Die durchsichtigen
Flügelteile haben bläuliche Färbung.
leuconoe. D. leuconoe Bates vom Amazonenstrom (St. Paulo) hat einen grösseren rotgelben Subapicalfleck und
melanoides. gelbliche Submarginalbinde der Hflgl. Letztere fehlt der melanoides form. nov. (30f, g) aus Ecuador (Coca)
völlig, auch hat sie kleinere durchsichtige Flecke der Vflgl und etwas breiteren schwarzen »Saum der Hflgl.
Diese Art ist der Bhomia ida und ilerdhvt sehr ähnlich.
fortiinata. D. fortunata Luc. (30g), von Mexiko bis Ghiriqui verbreitet, hat allgemeinen Ithomiiden-Habitus,
jedoch ohne besondere Ähnlichkeit mit einer bestimmten Art. Die durchsichtigen Flügel haben schwarze
Ränder und Binden. Das ? hat eine weissliche durchsichtige Subapicalbinde, das cf dafür einige völlig
ithomiella. glasige Flecke. — Ob ithomiella form. nov. (30 g) aus Ecuador (Balzabamba) Form der fortunata oder eigene
Art ist, vermag ich mangels genügenden Materials nicht zu beurteilen. Das cf unterscheidet sich von for-
iunata-<S'd' dadurch, dass der glasige Mitteltleck der Vtlgl breiter aber kürzer ist und hinter ihm noch ein
kleiner glasiger Fleck steht. »Sehr verschieden ist das ? gegenüber den fortunata-'^., wie aus der Abbildung
ersichtlich. Unterseits hat das cf grössere weisse Saumflecke, auch das ? hat vollständige Reihen grösserer
und runderer weisser Saumflecke, während fortu)iata-2 nur auf der Spitze der Vtlgl 3 weisse Punkte hat.
antherize. D. antherize LTew. (29 h) aus Mexiko ist im männlichen Geschlechte dem fortunata-^ ähnlich, es hat
ausser einer breiten weissen Subapicalbinde keine lichte Zeichnung auf dem äusseren Teile der Vflgl. Auf
argodüoe. der Unterseite der Hflgl befindet sich ein grosser weisser Apicalfleck. — Bei argochloe Bcdes von Ega
sind die Ränder der weissen Vflglbinde zerrissen, die Hflgl verdunkelt und mit einer submarginalen schmalen
lichten Binde.
avonia. D. avonia ILew. (29 h) aus Ecuador (Quito und Balzabamba) hat halbdurchsichtige gelbe Zeichnungen,
pallida. während pallida jorm. nov. (Zeitform?) aus Ecuador (Paramba und Ghimbo) viel lichtere, im äusseren Flügel¬
teile völlig weisse, glasige Zeichnungen hat. Die Lbiterseite ist der Oberseite ähnlich, doch führen alle
Flügel am Aussenrde eine Reihe weisser Flecke.
pinthaeas. D. pinthaeus L. (= eumelia Cr., vocula Cr.) (29h) aus Guinea, vom Amazonas usw. hat gelbe
Oberseite mit schwarzen Zeichnungen; beim ? steht auch am Vrde der Hflgl ein schwarzer Streifen. Die
Unterseite ist ähnlich der Oberseite, hat aber weisse Saumtleckchen und auf den Hflgln eine rotbraune Sub-
amelina. marginalbinde. Die Art ähnelt etwas der Ithomiiden-Gattung Aeria Ilbn. — amelina Hopff. (29 h) aus Peru
hat schmälere schwarze Binden und daher grössere gelbe Flügelfelder, auch ist die rotbraune Saumbinde
ela. auf der Unterseite der Hflgl schmäler. — ela Heic. aus Ecuador hat noch gelbliche Submarginalfleckehen
am Ird der Hflgl und die Submarginalbinde der Hllglunterseite ist gelb statt rotbraun.
ithomia. D. ithomia Heu\ (29 h) aus Ecuador ist dem pinthaeus ähnlich, aber durch Teilung der postmedianen
gelben Binde sind auf den Vtlgln 4 gelbe Felder entstanden, auch hat der Aussenrd aller Flügel eine voll¬
ständige Reihe weisser Flecke.
methyrnna. D. methymna Godt. (30 g) aus Brasilien (Minas Geraes) ist oberseits das getreue Ebenbild der mit
ihr zusammen fliegenden Heterosais fiazoria Godt. (36 d). Unterseits sind beide Arten dadurch verschieden,
dass methymna weisse Saumtlecke auf allen Flügeln und auf den Hflgln eine verloschene rotbraune Sub¬
marginalbinde besitzt.
36. Gattung: Styx Styr.
Wie schon gesagt, ist die systematische »Stellung dieser sonderbaren Gattung durchaus unsicher.
Die von anderer Seite ausgesprochene Vermutung, Styx inferiudis sei das ? einer Erycinide, ist jedoch un¬
zutreffend, weil von inferiudis auch das cf bekannt ist. Die äussere Erscheinung dieses Tiers ist Pieriden-
artig, ähnlich der in Bd. I, Taf. 19 b abgebildeten Jhividina alticola. Das Geäder der Vtlgl zeigt keine auf¬
fälligen Abweichungen, dagegen ist die Rippenbildung am Vrd der Hflgl gewissen Rhomiiden nicht unähnlich.
Tn der Bildung der Palpen und Beine zeigt die Gattung grosse Ähnlichkeit mit den Eryciniden.
infenialis. S. infemalis Siyr. (30 g) aus dem südöstlichen Peru (Ghanchamayo) ist in beiden Geschlechtern durch¬
scheinend grauschwarz mit lichterem Mittelteile der Flügel. Von dieser Art sind erst wenige Stücke bekannt
geworden, weshalb sie sehr selten zu sein oder doch nur an wenigen engbegrenzten Orten vorzukommen scheint.
Ausgegehen 21. V. 09.
Nachträge und Berichtigungen. Von J. Röber.
105
Nachträge und Berichtigungen.
Zu Seite 57 : lies evonima statt evonimi..
Pieris elodia forma deserta Frühst, aus Ecuador hat auf der Unterseite bleich strohgelbe Vtlglspitze deserta.
und ebensolche Färbung der Htlglobertläclie.
Zu Seite 60: eleusis gehört zur Gattung Leptophobia. Als ich die Gattungen Pieris und Leptophobia
bearbeitete, war mir eleusis nur aus der Beschreibung bekannt.
Zu Seite 62: Leptophobia gonzaga Frühst, aus Ecuador (Papalacta), Mitte Januar von K. Haenscii gonzaga.
erbeutet, ist etwas grösser als eleone, Hflgl elliptischer, Grundfärbung weiss, Vtlgl ähnlich jenen von phiura,
die Gostale ausgedehnter braungrün, der Analrand bis fast zur Flügelmitte schwärzlich überpudert. Dei-
schwarze Distalsaum der Vtlgl am Hrd proximal gleichfalls bis zur Flügelmitte vordringend, sonst nament¬
lich in der proximalen, medianen Ausbuchtung fast von ebensolchen Konturen wie hei piuura. Am Zell¬
apex der Vtlgl fehlt die schwarze Abschlussbinde. Htlgl mit schwarz angelaufener Basalpartie; Distalsaum
gelblich mit einigen schwarzen Punkten an der Ausmündung der Adern. Unterseite: Vtlgl weisslich; Distal¬
saum, soweit der schwarze Rand der Oberseite durchschimmert, matt gelblich bezogen. Hflgl gelblichweiss,
leicht glänzend mit schwarzem kleinen Dreieckstleck am Zellende und gelblich gefärbtem Basalteile. ? Ober¬
seite: Vtlgl ringsum breit braunschwarz umrandet, so dass die weisse Grundfarbe zu einem pilzartig ge¬
formten Discaltleck reduziert wird. Hflgl gelblicb , Gostal- und Analregion von einer dünnen schwarzen
Linie begrenzt; die Medianpartie mit je 2 schwarzen Punkten besetzt. Unterseite wie beim cf. Fransen
bei beiden Geschlechtern gelblich. — Mir nur aus der Beschreibung bekannt.
Lept. eleusis moilitica Frühst, aus Peru (Huancabamba) hat spitzere Vtlgl und rundlichere Htlgl als mollitica.
helena. Oberseite reiner weiss, bei der Regenform wesentlich breiter schwarz umrandet als bei helena. Gostal-
partie der Vtlgl dunkler, mehr gelb statt weiss. Die Trockenform erscheint schmäler, j'edoch tiefer schwarz
besäumt als die dry-season-Form der helena.
Zu Seite 64: Perrh. pijrrha alethina Btlr. aus Gosta Rica ist im weiblichen Geschlechte ähnlich dem alethina.
malenka-2', die Subapicaltlecke fehlen, die Flecke der Mittelbinde sind scharf gelb, die schwarzen Flecke
der vorderen Binde grösser und deutlich, die schwarze Mittelbinde der Htlgl fehlt. — Aberrativform ?
Zu Seite 65 : lies antodyca statt autodyca.
Zu Seite 67: Archon, nigripennis hat schwarze Vtlgl und einen kleinen roten Fleck auf den Htlgln;
hades Frühst, scheint damit synonym zu sein. — Bei rosacea sind die drei weissen Vtlgltlecke klein und gut
getrennt, die Htlgl haben zwei ovale tief rosenrote Flecke. — approxiniata hat den rosenroten Fleck der
Htlgl näher am Aussenrde, er ist breiter, einförmiger in Färbung und durch drei Rippen geteilt. Der gelbe
Fleck auf der Unterseite ist viel kleiner. Gefunden im Polochic-Tale.
Zu Seite 68: Appias peregrina form. nov. (26 c) aus Kuba halte ich für eine Form der janeira Bönningh. peregrina.
Letztere betrachtete ich bisher für eine Aberrativform der drusilla, weil der Autor über die sehr abweichende
Gestalt nichts bemerkt. An dieser Stelle die Gestalt näher zu beschreiben, erübrigt sieb angesichts der Abbildung.
Von peregrina liegen mir zwei cf cf vor; bei diesen ist die Oberseite nicht glänzend weiss, sondern nament¬
lich auf den Htlgln stark gelblich, der innere Teil des Vrds der Vtlgl ist stärker geschwärzt als bei dru¬
silla und der schwarze Saum der Vtlgl ist nicht bis zum Innenwinkel, sondern kaum bis zum 1. Medianaste
ausgedehnt. Auf der Unterseite ist die Wurzelhälfte der Mittelzelle der Vtlgl gelb, auch die Hflgl haben
einen subanalen gelblichen Streifen von der Flügelwurzel bis zum Saume. — Es ist somit die Existenz
zweier amerikanischer -Arten festgestellt.
Zu Seite 7 1 : lies teutamis {= epimene Ffeiv.) statt teutanis. Das $ ist oberseits schwarz und hat auf
den Vflgln eine breite rote Mittelbinde, wodurch es Ähnlichkeit mit den rotbindigen Feliconius -Axiexi er¬
hält. — Statt troezene Fldr. lies: affinis Pöb. spec. nor. (22 d). — Catasticta troezene Fldr. aus Golumbien affinis.
ist oberseits gelb, ähnlich der eximia (22g), aber die Flügel sind glattrandig, die gelben Mittelzeichnungen troezene.
breiter und nach vorn mehr verjüngt, in der Mittelzelle ist ein kommaförmiger gelber Fleck, Htlgl mit viel
breiteren und nicht spitz verlaufenden schwarzen Randzeichnungen. Unterseite der tomyris ähnlich, aber
die weissen Mittelzeichnungen der Vtlgl sind doppelt so breit und die dunklen Mittelzeichnungen der Htlgl
viel breiter und an den Rippen nach aussen spitz verlaufend.
Zu Seite 72: Catasticta incerta iJogn. aus Ekuador (Loja) ist mit manco doch nicht identisch; sie incerta.
ist, wenn nicht eigene Art, so doch gute Lokalform der manco. Die Oberseite ist gelber, hat viel weniger
schwarze Zeichnung und grosse weisse Saumtlecke. Die Grundfärbung der Unterseite der Vtlgl ist viel
gelber, statt der grauen dreieckigen Saumtleckchen bei manco hat incerta runde bezw. viereckige gelbe
Flecke, die Htlgl haben mehr schwarze Zeichnung und tiefer gelbe Flecke.
Zu Seite 74: Catasticta poujadei IJogn. aus Ekuador (Loja) ist der clara (22 g) ähnlich, aber kleiner, poujadei.
die Oberseite der Hflgl ist fast gleich, aber die Vtlgl haben grössere, zum Teile halbmondförmige gelbe
V 14
jaliscana-
graphites.
para/iensis.
crocea.
sinoides-
portoricensis.
nigrocincta.
ribbei.
106 Urbeschreibungs-Nachweis der amerikanischen Pieriden.
Flecke und die weissen, strichförmigen Apicaltlecke fehlen, der schwarze Saum ist schmäler. In der Flügel¬
form stimmt sie mehr mit eximia (22 g) überein.
Zu Seite 78: Von Hesperocharis jaliscana Schaus aus Mexiko (Guadalajara) ist das cf weiss, das ?
zitronfarben, beide mit schwarzer Spitzen- und Aussenrdszeichnung bis zum dritten Medianaste. Htlgl unten
schön gelb mit einem roten Fleck an der Flügelwurzel, einem schwarzen Fleck hinter der Mittelzelle und
einer Reihe rauchgrauer winkeliger Flecke am Vrde und Vorderwinkel. Ähnlich der Heqj. crocea.
Hesperocharis graphites Bates aus Guatemala ist gross, gelb mit schwarzen Marginal- und weniger
scharfen schwarzen Submarginalzeichnungen, schwarzem Mittelfleck der Vtlgl, Unterseite mit viel zerrissener
schwarzer Zeichnung und ockergelber Mittelzelle der Vtlgl.
Hesperocharis paranensis Schaus aus Parana (Gastro) ist weiss mit zartem grünlichen Scheine,
äussere Hälfte des Vrds schmal schwarz, kleine dreieckige schwarze Flecke in der Flügelspitze und am
Aussenrde der Vflgl. Unterseite der Vtlgl weisslich, Spitze und Vrd gelblich, einige kleine schwarze Saum-
tlecke. Htlgl unten gelblich, ein schwarzer Punkt an der Wurzel, eine antimediane, mediane und post¬
mediane unregelmässige und gewinkelte schwarze Linie, die von den Rippen unterbrochen wird, kleine
schwarze Flecke am Saume zwischen den Rippen. Eine kleine Art.
Hesperoch. (?) crocea Bates aus Costa Rica und Mexiko ist oberseits schwefelgelb beim cf, tief-
kanariengelb beim $, bei beiden Geschlechtern mit geringer dunkler Zeichnung an der Vtlglspitze. Die
Unterseite ist mit Ausnahme des lichteren hinteren Teils der Vtlgl ockergelb und hat am Vrde der Htlgl
zwei schwärzliche Flecke und einen gleichen Fleck am Ursprünge des 1. Medianastes der Htlgl. — Abgesehen
von dem sehr abweiclienden Äusseren, das gut mit idiotica Btlr. harmoniert, unterscheidet sich crocea von
Hesperocharis auch etwas in der Rippenbildung insofern, als beim cf die obere Discocellulare der Vflgl fehlt
und beim ? sehr klein ist und die andern beiden Discocellularen der Vtlgl sehr ungleich lang (untere Disco-
cellulare länger) sind. Es scheint mir nunmehr, nachdem ich Stücke untersuchen konnte, die mit idiotica
sehr wahrscheinlich kongenerisch sind, die Gattung lleliochroDia Btlr. berechtigt zu sein. In der Gestalt ähneln
die Arten dieser Gattung sehr den Daptonoura-kvien , doch sind die Htlgl am Innenwinkel mehr verlängert,
während sie in der Rippenbildung den Hesperocharis- kxiew viel näher stehen.
Zu Seite 81 : Terias sinoides Capr. aus Rio de Janeiro (Itaipu) ist vermutlich eine kleine Form der
phkde. Oberseite weiss , schwach gelblich , schwarzer Saum der Vflgl kürzer und schmäler als bei phiale.
Htlgl ungezeichnet. Unterseite mit Ausnahme des hinteren Teils der Vflgl stärker gelb als oberseits, in der
Mitte der Htlgl einige schwärzliche Fleckchen.
Terias citrina portoricensis Dew. von Portorico ist kleiner und lichter als die Cuba-Form, die
violetten Flecke der Unterseite sind mehr fleischfarbig.
Terias nigrocincta Dogn. aus Ekuador (Loja) ist ähnlich der plataea, hat aber lichtere Vflgl und
gleichgefärbte Htlgl. Der schwarze Saum des Irds der Vtlgl stösst mit dem Saume des Aussenrds zu¬
sammen, der orangegelbe Streifen am Irde fehlt. Die Htlgl haben grosse, nach innen spitz verlaufende,
gut getrennte schwarze Saumflecke. Die gelbliche Unterseite hat auf den Hflgln bräunliche Flecke und
dunkle Schuppen.
Dismorphia ribbei Godrn. u. Salv. aus Panama ist ähnlich ([er fortunata, aber die Subapicalbinde der
Vtlgl ist geteilt, auch ist ein kleiner weisser Apicaltleck vorhanden. — Ob eigene Art?
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den amerikanischen Pieriden aufgeführten Formen.
* bedeutet, dass die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
acadica Pier. Edw. Pap. I, p. 87.
acraeoides Dism. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (II) Vol. I, p. 99. *
actinotis Gatast. Btlr. Gist. Ent. I, p. 80.
acutipennis Dism. Btlr. Entomolog. 1896, p. 26.
aelia Dapt. Fldr. Wien. Ent. Mon. V., p. 82.
aequatorialis Pseudop. Fldr. Wien. Ent. Mon. V., p. 7.6.
aequatorialis Gatast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 71.
aesiope Ter. Men. Gat. Mus. Petr. Lep. I, p. 8.5. *
affinis Gatast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 105. *
agaslcles Math. Hew. Boliv. Butt., p. 3.
agave Ter. Cr. Pap. Exot. I. *
agarithe Gatops. Bsd. Spec. Gen. I, ji. 623.
aida Hesp. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 148.
alba Gol. Weeks. lllustr. of hitherto imlig. Lepid, p. 6. *
alba Gol. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 94.
alba Gol. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 91.
alba Dism. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 99.
albimaculata Ghar. Röb. Seitz Gross-Sclimett. 5, p. 68.
albina Gol. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 93.
albula Ter. Cr. Pap. Exot. I. *
alethina Perrh. Btlr. Gist. Ent. I, p. 81.
alexandra Gol. Fdw. Proc. Ent. Soc. Philad. II, p. 15. *
alma Gatast. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. 330.
alticola Gol. Godm. u. Salv. Equator, p. 107.
amalia Dism. Stgr. Exot. Schmett., p. 25. *
amarella Dapt. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 271.
amaryllis Pier. F. Ent. Syst. III. 1, p. 189.
amathonte Itab. Cr. Pap. Ex. II. *
Urbeschreihungs-Naclnveis dei’ aineiikaiiischen Pierideri.
107
amazonica Ilesp. Fnthst. Slett. Zg. 1907, p. 202.
amazonica Perrh. Fnilist. Slett. Zg. 1907, p. 278.
amelina Disin. Jfopff. Stett. Zg. 1874, j). 382.
amphione Dism. Cr. Pap. Exot. III. *
amphissa Pier. Frühst. Soc. Ent. 20, p. 139.
amphithea Dism. Fldr. Novara Lep. I, p. 113.
anaitis Catast. New. Equat. Lep., p. 3.
anceps Dapt. Stgr. Verli. zool.-bot. Ges. Wien 25, p. 9.
andina Col. Stgr. Iris VII, p. 04.
anguitia Ilesp. Godt. Enc. Meth. IX, p. 140.
antarctica Col. Stgr. Hamb. Magalh. Sammelreise Lei)id., p. 23.
antherize Dism. Hew. Exot. Butt. II. *
anthyale Col. Flbn. Zutr. *
antipator Hesp. Druce. Cist. Ent. 1, [>. 285.
antodyca Per. Bsd. S})ec. Gen. I, p. 407.
apaturina Catast. Btlr. Entomol. 34, p. 302.
aphaia Ilesp. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 148.
aphrodite Dism. Fldr. Novara Lep. II, p. 139.
apicalis Cath. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 132.
apicalis Pier. Btlr. Ann. Mag. Nat. Ilist. 1898, p. 20.
approximata Arch. Btlr. Cist. Ent. 1, p. 174.
arbela Ter. Ftbn. Zutr. *
arcadia Dism. Fldr. Wien. Ent. Mon. VI, p. 410.
archidona Arcb. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 110.
arctodice Tat. Stgr. Hamb. Magalh. Samrnelr. Hamb. 1899, p. 19.
arena Col. Stgr. Hamb. Magalh. Samrnelr. Lepid., p. 23.
argante Catops. F. Sj'st. Ent., p. 470.
argyrodice Tat. Stgr. Hamb. Magalh. Samrnelr., p. 14.
ariadne Col. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 1870, j). 11.
aripa Pier. Bsd. Spec. Gen. I, p. 528.
arsinoe Dism. Fldr. Novara Lep. II, p. 143. *
arsinoides Dism. Stgr. Exot. Schmett , p. 25. *
asta Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 178.
astynome Dism. Daltn. Anal. Ent., p. 39.
astynomides Dism. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 102.
astyocha Dism. Flbn. Zutr. *
athalia Ter. Fldr. Novara II, p. 208.
atinas Terioc. Hew. Boliv. Butt., p. 4.
aureomaculata Math. Dogn. Le Natural. 1887, p. 68.
ausia Pier. Bsd. Spec. Gen. I, p. 531.
ausonides Euchl. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 340.
austriana Perrh. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 131.
autodice Tat. Hbn. Samml. exot. Schmett. (1816 — 1836).
automate Pier. Burm. Descr. Argentin. 5, p. 35.
autumnalis Col. CocF. West-Amer. Scientist 4, p. 42.
avellaneda Catops. H.-Schäff. Corresp.-Blatt Regensb. XVIII,
p. 169.
avonia Dism. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (III) Vol. V, p. 563.
aymara Lept. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 22, p. 59.
beckeri Pier. Edw. Butt. N.-Amer. I. *
balidia Pier. Bsd. Spec. Gen. I, p. 529.
barbara Col. H. Edw. Proc. Calif. Acad. VI.
bardela Per. Eruhst. Soc. ent. 22, p. 115.
basiliola Pier. Eruhst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 22, [i. 59.
batesi Dism. Röb. Seitz Gross-Sclimett. 5, p. 103. *
bebrii Col. Edw. Proc Ent. Soc. Philad. VI, p. 201.
bellatrix Per. Eruhst. Stett. Zg. 1907, p. 284.
bellona Arch. Cr. Pap. Exot. I. *
bernardino Megan. Edw. Butt. N.-Amer. 3, p. 71.
beryllina Per. Eruhst. Stett. Zg. 1907, p. 284.
bianca Dapt. Eruhst. Soc. Ent. 22, p. 179.
bithys Catast. Hbn. Zutr. *
bogotana Perrh. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1898, p. 294.
bogotana Ter. Eldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 84.
boisduvalii Catops. Eldr. Wien. Ent. Mon. V,^^ p. 6».. ,
boliviana Catast. Btlr. Ann. Nat. Hist. (6) 17, p. 54.
boliviana Dapt. Eruhst. Soc. Ent. 22, p. 186.
boliviana Hesp. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 78.
boliviana Per. Röb. Gross-Schmett. 5, p. 67.
boliviensis Dism. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 101.
boliviensis Ter. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 81.
boothii Col. Curt. Ross, 2 "4 Voyage, App. Nat. Hist., p. 65.
brevos Leuc. Hbn. Samml. Exot. Schmett. *
bryoniae P. 0. Schmett. Eur. I, 2, p. 151.
bryson Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 70. * |
buniae P. Hbn. Samml. Exot. Schmett. * .a
butleri Catops. Scudd. Proc. Bost. Soc. XVI|^p. 20^
caesia Pier. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 299.
calceolaria Ter. Btlr.-Drus. Cist. Ent. I, p. 110.
californiana Col. Men. Cat. JIus. Petr. Lej). I, p. 80.
callinice Per. Eldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 79.
callinira Per. Stgr. Exot. Schmett., p. 24.
calydonia Hab. lisd. Spec. Gen. I. p. 438.
calymnia Da|il. Lldr. Wien. Ent. Mon. VI, [i. 67.
calypso Gon. Röb. Seitz Gros.s-Schrnetl. 5, ji. 88.
carmenta Perrh. /-'ruhst. Soc. Ent. 22, p. 131.
carthesis Dism. Hew. 'Frans. Ent. Soc. Lond. 1809, fi. 71.
castalia Eric. F. Ent. Syst. JH 1, )). 188.
catasticta Hes)). Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 78. *
catogramma Hesp. Roll. Denkschr. Akad. Wiss. Wien, .Math.
Nat. CI. I, [). .301.
cauca Dism. L^öb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 99.
cauca Per. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 00.
caucana Catast. LLöb. Seitz Gross-Schmett. 5, ji. 71.
centralamericana Megan. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 94.
cerbera Megan. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 83.
cesonia Megan. Stolt. Suppl. Crarn. *
cesonides Megan. Stgr. Iris VII 1, p. 03.
cetliura Anth. Fldr. Reis. Nov. Lep. II, p. 182. *
chagris Dapt. Stgr. Verh. zool.-))ot. Ges Wien 25, p. 95.
charops Per. Bsd. Spec. Gen. I, p. 407. *
charopus Itab. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 274.
chelidonis Catast. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. 330.
Cheops Per. Stgr. Exot. Schmett., p. 23.
chilensis Ero. Guer. Voyage Co([., t. 15 f. 1. *
chilensis Ter. Bl. Gay Faun. Chil. VII, p. 17. *
chione Col. Curt. Ross 2n4 Voyage, Ap|i. Nat. Hist., yi. 00. *
chippewa Col. Edw. Proc. Ent. Soc. Philad. II, j). 80.
chiriquensis Leod. Stgr. Exot. Schmett., p. 23. *
chloe Ter. Eldr. Novara Lep. II, p. 199.
chloris Hesp. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, ji. 79.
christina Col. Edw. Proc. Ent. Soc. Philad. II, p. 79.
chrysomelas Col. Henry Edw. Proc. Calif. Acad. VI.
chrysolopha Catast. Roll. Denkschr. Akad. Wisss. Wien,
Math. Nat. CI. I, p. 359. *
cinerascens Dism. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. VII, p. 415.
cinerea Catast. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) Vol. 20, p. 367.
cinerea Pier. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (III) Vol. 5, j). .563.
cinnia Lept. Eruhst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 22, p. 59.
cipris Catops. E. Ent. Syst. HI 1, p. 212.
circumcincta Ter. Bates. .lourn. Ent. I, p. 241.
citrina Ter. Poly. Mem. Cuba. *
Clara Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 74. *
cleomes Pier. Bsd.-Lec. Lep. Amer. Sept., p. 43. *
clorinde Gon. Godt. Enc. Meth. IX. Suppl., p. 813.
cocana P. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 132.
colla Catast. Dbt. Ann. Nat. Hist. XIX, p. 388.
coloe Hesp. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 147.
columbica Per. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 283.
Columbia Ter. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 80.
conica Lept. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, [>. 232.
Constantia Ter. Fldr. Novara Lep. II, p. 200.
cora Catast. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 197.
corcyra Catast. Fldr. Wien. Ent. Mon. III, p. 327.
cordillera Dism. Fldr. Wien. Ent. Mon. VI, p. 409.
Cornelia Dism. Fldr. Novara Lep. II, p. 140.
costaricensis Hesp. Bates. Ent. Month. Mag. III, p. 49.
cretacea Dism. Stn.-Ry. Rhopal. exot. II, p. 14. *
creusa Euchl. Dbl.-Hew. Gen. Diurn. Lep. *
crisia Dism. Dru. Illustr. Exot. Ent. III. *
critias Arch. Fldr. Wien. Ent. Mon. III, p. 327.
critomedia Dism. Hbn. Zutr. Exot. Scmett. *
crocea Flesp. Bates. Ent. Month. Mag. III, p. 49.
crowleyi Gatast. Btlr. Entomolog. 34, p. 302.
cruciferarum Pier. Bsd. Spec. Gen. I, p. 519.
ctemene Catast. Hew. Equat. Lep., p. 3.
cubana Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 171.
cubana Dism. H.-Schäff. Corrbl.-Reg. 10, p. 120.
cubana 'Fer. H.-Schäff. Corrbl. Regensb. 10, p. 106.
cunninghami Col. Btlr. 'Frans. Ent. Soc. Lond. 1881. p. 358. *
cutila Arch. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 110.
cynops ]\Iegan. Btlr. Cist. Ent. I, p. 171.
damaris 'Fer. Fldr. Novara Lep. II, p. 200.
daulia Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 172.
deflorata Ter. Roll. Denkschr. Akad. Wiss. Wien. Math.
Nat. CI. 1. p. 363.
deione Dism. Hew. Ent. Month. Mag. VI, p. 68.
delia Ter. Cr. Pap. Exot. III. *
demeter Dism. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 100. *
demodice 'Fat. BL Gay, Faun. Chil. VH, p. 13.
demophile Itab. L. Syst. Nat. 1. 2, p. 761.
deserta Pier. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, p. 305.
detrita Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 73.
108
Urbeschreibungs-Nachweis der amerikanischen Pieriden.
deva Ter. Dbl. Gen. Diurn-Lep., p. 78. ]
diana P. Fldr. Wien. Ent. Man. V, p. 81. '
digentia P. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 15.5.
digitata Perrh. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 278.
dilis Dism. Bsd. Spec. Grä. I, p. 427.
dimera Col. Dbl.-Hew. Gen. Diurn. Lep. *
dina Per. Bsd. Spec. Gen. I, p. 666.
dinora Col. Kg. Trans. Ent. -Soc. Lond. 1881, p. .358.
discrepans Dism. Btlr. Entomolog. 1896, p. 26.
disjuncta Dism. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 99. *
dismorphina Char. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 68.
dismorphites Char. Btlr. Cist. Ent. I, p. 80.
donata Dapt. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 266.
doris Ter. Röb. Seitz. Gross-Schmett. 5, p. 82. *
doubl edayi Lept. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 62.
drusilla App. Cr. Pap. Exot. II. *
drya Catops. F. Spec. Gen. I, p. 616.
dysoni Leod. Dbt. Ann. Nat. Hist. XIX, p. 385.
ectriva Ter. Btlr. Cist. Ent. I, p. 175.
editha Catops. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 10.
edwardsii Col. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 1870, p. 11.
egaena Dism. Bates. .Jomn. Ent. I, p. 230.
eieidias Perrh. Hbn. Samml. Exot. Schmett. *
ela Dism. Hew. Equat. Lep., p. 82.
elathea Ter. Cr. Pap. Exot. II. *
elathides Ter. Stgr. Exot. Schmett., p. 28. *
elea Ilesp. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 148.
eleone Lept. Dbl.-Hew. Gen. Diurn. Lep. *
eleusis Lept. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 331.
elis Col. Sreck. Proc. Acad. Nat. Sc. Philad. 1885, p. 24.
ella Ter. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 84.
elodia Pier. Bsd. Spec Gen. I, p. 529.
elodina Pier. Röb. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 60.
elvina Leuc. Godt. Enc. Meth. IX, p. 138.
emeris Catast. Bsd. Spec. Gen. I, p. 408.
erinna Lept. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. 335.
eriphyle Col. Fdw. Trans. Amer. Ent. Soc. V, p. 202.
erota Hesp. Lac. Rev. Zool. 1852, p. 329.
erythroe Dism. Bates. Journ. Ent. I, p. 232.
esther Math. Oberth. Bull. Ann. .Soc. ent. France 1890, p. XX.
eubule Catops. L. Syst. Nat. 1. 2, p. 764.
eucosma Lept. Ersch. Trud. Russk. VIII. t. 3 f. 1. *
eugenia Ter. Wallengr. Wien. Ent. Mon. IV, p. 33.
euremoides Lept. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, p. 232.
eurigania Catast. Hew. Equat. Lep., p. 78.
eurydice Meg. Bsd. Bull. Soc. Ent. France 1855, p. .52.
eurymnia Dapt. Fldr. Novara Lep. II, p. 170.
euryope Dism. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 297.
eurytele Char. Hew. Exot. Butt. I Eut. u. Leptalis. *
eurytheme Col. Bsd. Ann. Soc. Ent. France 1852, p. 286.
euterpe Ter. Men. Bull. Moscou 1832, p. 299.
euthemia Pier. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 80.
euxanthe Col. Fldr. Novara Lep. II, p. 196.
evonima Pier. Bsd. Spec. Gen. I, p. 493.
exigua Leuc. Prittw. Stett. Zg. 1865, p. 133.
eximia Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 74. *
fabiola Ter. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 85.
falledra Lept. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 22, p. 59.
fantasia Kric. Bslr, Trans. Ent. Soc. 1871, p. 170. *
fiora Dapt. Frühst. Stett. Ent. Zeitg. 1907, p. 268.
flammula Perrh. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 65.
flava Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 71.
flava Gon. Röb. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 89.
flava Perrh. Oberth. Et. d’Ent. 20, p. 4. *
flava Ter. Holl. Butt. Book, p. 296. *
flaveola Col. H.-Gay. Faun. Chil. VII, p. 19. *
flaveola Hesp. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 148.
flavescens Hesp. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 79. * '
flavia Dism. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 76. ,
flisa Catast. H.-Schäff. Lep. exot. f. 93, 94. i
floridensis Catops. Röb. Seitz Gros.s-Schmett. 5, p. 87. ;
florinda Dapt. Btlr. Ann. Nat. Hist. XV, p. 224. '
foedora Dism. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 298.
fornax Catops. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1871, p. 170. '
fortunata Dism. Luc. Ann. Soc. Ent. France 1854, p. 55. *
frigida P. Scudd. Proc. Bost. Nat. Hist. Soc. VIII, p. 181. t
fruhstorferi Perrh. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 65.
fulvinota Cath. Btlr. Ann. Nat. Hist. VIII, p. 284.
galatia Dapt. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 272. |
gargaphia Dapt. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 270. i
gaugamela Ter. Fldr. Novara Lep., p. 199. *
gaujoni Math. Dogn. Le Natural. 1887, p. 189.
genutia Mid. F. Ent. Syst. III. 1, p. 193.
gervasia P. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 13.
gina P. Frühst. Soc. ent. 20. III, p. 58.
glessaria Perrh. Frühst. Soc. Ent. 22. p. 124.
gnathene Per. Bsd. Spec. Gen. I, p. 680.
godartiana Catops. Swains. Zool. Illustr. I. *
gonzaga Lept. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, p. 305.
graduata Ter. Btlr. Cist. Ent. I, p. 174.
graphites Hesj). Bat., Ent. Mo. Mag. 1, p. 32.
gratiosa Ter. Dbl.-Hew. Gen. Diurn. Lep. *
guatemalena Col Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 91.
gueneeana Gon. Bsd. Spec. Gen. I, p. 601.
gundlachia Ter. Poly. Mem. Cuba, p. 246. *
gymnodice Tat. Stgr. Hamb. Magalh. Sammelr. Lep., p. 13.
Hades Arch. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 282.
hagaresa Dism. Btlr. Cist. Ent. I, p. 82.
hageni Col. Edw. Canad. Entomol. Vol. 19, p. 218.
habneli Ter. Stgr. Exot. Schmett., p. 28. *
hartfordii Col. H.Edw. Proc. Calif. Acad. VI.
harti Dapt. Btlr. Ann. Nat. Hist. 1896, p. 348.
bartonia Catops. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 10.
hebra Catast. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 196.
hecabeoides Ter. Men. Cat. Blus. Petrop. Lep. I, p. 85. *
hecate Col. Weeks. Illustr. of hitherto unfig. Lepid.
heda Col. Lef. Ann. Soc. Ent. France 1836, p. 383. *
heia Col. Streck. Bull. Brookl. Ent. Soc. III, p. .33.
helena Blegan. Reak. Proc. Ent. Soc. Philad. II, p. 358.
helena Lept. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 332.
heliceoides Col. Capr. Ann. Ent. Belgique XVII, p. 12.
helvia Cath. Latr. Humh. Bonpl. Obs. Zool. II, p. 12. *
hersilia Catops. Cr. Pap. Exot. 11. *
hewitsoni Dism. Ky. Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 3.55.
hippotas Dism. Hew. Ent. Month. Mag. XII, p. 10.
hirlanda Cath. Stoll. Suppl. Cram. *
hollandi App. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 68.
hopfferi Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 71. *
huanaco And. Stgr. Iris VII, p. 56. *
hübneri Dapt. Btlr. Ann. Nat. Hist. XVII, p. .347.
hübneri Itab. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 275.
hulda P. Edw. Trans. Amer. Soc. II, p. 370.
hyantis Euchl. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. III, p. 205.
hyona Ter. Men. Bull. Moscou 1832, p. 301.
hyposticta Dism. Eldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 77.
hypoxantha Dapt. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 76.
hyrnetho Arch. Eruhst. Soc. Ent. 22, p. 116.
idiotica Dapt. Btlr. Cist. Ent. I, p. 15.
idonia Dism. Hew. Equat. Lep., p. 5.
illimani Phul. Weym. Weymer & Maassen, Lep. ges. v. Stübel.
p. 125. *
Immaculata Tat. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 57.
Imperator P. Ky. Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 357.
imperialis Col. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871, p. 250. *
inaequalis Dapt. Btlr. Ann. Nat. Hist. 27, p. 347.
incerta Catast. Dogn. Le Natural. 1887, p. 189.
incisa Perrh. Eruhst. Stett. Zg. 1907, p. 278.
Ines Dism. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 101. *
infernalis Styx. Stgr. Verh. zool. -bot. Ges. Wien 25, p. 93.
ingrata Ter. Eldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1869, p. 465.
innuba Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 70.
interior Col. Scudd. Proc. Bost. Nat. Hist. Soc. IX, p. 108.
intermedia Catop. Btlr. Cist. Ent. I, p. 81.
intermedia Leod. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 69.
iole Nath. Bsd. Spec. Gen. I, p. 589.
iphigenia Dapt. Eruhst. Stett. Zg. 1907, p. 266.
Irene Nath. Eitch. Trans. N.-York State Agric. Soc. 1856, p. 485.
Irrlgata Catops. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 9.
Itaticayae P. Eoett. Revista Mus. Paulista V, p. 624.
Isandra Dapt. Bsd. Spec. Gen. I, p. 490.
Isodrita Dism. Bsd. Spec. Gen. I, p. 426.
Ithomla Dism. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (III) 5, p. 562.
ithomlella Dism. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 104. *
jacinta Catast. Btlr. Entomol. 34, p. 302.
jada Catops. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 11.
jaegerl Ter. Men. Cat. Mus. Petrop. Lep. I, p. 84. *
jallscana Hesp. Schaus. Ent. News IX (1898), p. 21.5.
janelra App. Bönningh. Verh. Ver. naturw. Unterh. Hamburg
1896, p. 30.
jaresla Catops. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1871, p. 171.
Urbesclireibungs-Nachweis der amerikanischen Pieriden.
109
jethis Dism. Bsd. Spec. Gen. I, p. 423.
joppe P. Bsd. Spec. Gen. I, p. 49.5.
josepha P. Godm. ii.Salv. Ann. Nat. Hist. (IV) 2, (i. 150.
josephina P. Godt. Enc. Meth. IX, p. 158.
jucunda Ter. Bsd.-Lec. Lep. Ainer. Sept., p. 52. *
Julia Anth. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. IV, p. 51.
jumena Perrh. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 279.
keewaydin Col. Edw. Butt. N.-Amer. Col., t. 4.
kicaha Itab. Reak. Proc. Ent. Soc. Pliilad. II, p. 349.
kleta Dapt. Frühst. Stett. Zg. 1807, j). 273.
krugii Pier. Dem. Stett. Zg. 1877, p. 2.35. *
labradorensis Col. Scitdd. Proc. Bost. Nat. Hist. Soc. IX, p. 107.
lacordairei Gon. Bsd. Spec. Gen. 1, p. 500.
laia Dism. Cr. Pap. Exot. III, t. 232 C D.
lanceolata Mid. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 338.
laogore Pier. Godm. ii. Salv. Biol. C. Amer. 2, p. 184.
laria Dapt. Fldr. Novara Lep. II, p. 171.
larunda Dism. Hew. Ecpiat. Lep., p. 4.
latilimbata Dapt. Btlr. Ann. Nat. Hist. (4) 18, p. 247.
latona Per. Btlr. Cist. Ent. I, p. 13.
lelex Dism. Hew. Equat. Lep., p. 5.
lemnia Ter. Bsd.-Lec. Reise Nov. Lep. II, p. 205.
leptalina Itab. Bates. Journ. Ent. I, p. 237.
lesbia Col. F. Syst. Ent., p. 477.
leonora Dism. Hew. Equat. Lep., p. 7.
lewyi Dism. Luc. Rev. Zool. 1852, p 295.
leucadia Dapt. Fldr. Wien. Ent. Mon. VI, p. 67.
leucania Hesp. Bsd. Spec. Gen. I, p. 493.
leucanthe Dapt. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 82.
leuce Ter. Bsd. Spec. Gen. j, p. 659.
leucodrosime Per. Koll. Denkschr. Akad. Wiss. Wien. Math.
Nat. CI. I, p. 358. *
leuconoe Dism. Bates. Journ. Ent. I, p. 232.
leucothea Math. Molina. Hist. Chili I, p. 115.
lia Pier. Frühst. Soc. Ent. 23, p. 58.
licinia Dism. Cr. Pap. Exot. II. *
limbata Dapt. Ky. Ann. Nat. Hist. 1887, p. 351.
limbia Ter. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 85.
limnoria Dapt. Godt. Enc. Meth. IX, p. 144.
limnorina Dism. Fldr. Novara Lep. II, p. 139.
limonea Mid. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1871, p. 172.
limoneus Ter. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 84.
lisa Ter. Bsd.-Lec. Lep. Amer. Sept., p. 53. *
litana Pier. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, p. 231.
locusta Pier. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 81.
longicauda Ter. Bates. Ent. Month. Mag. I, p. 32.
lorena Perrh. Hew. Exot. Butt. I Pier. *
lua Dism. Hew. Equat. Lep., p. 5.
lubina Dism. Btlr. Cist. Ent. I, p. 83.
luca Le2)t. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, p. 232.
lucania Itab. Frühst. Soc. Ent. 22, ]). 123.
lucasi Perrh. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 278.
ludovica Itab. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, p. 287.
luisella Dapt. Frühst. Stett. Zg. 1907, ji. 272.
lupina Dism. Btlr. Cist. Ent. I, p. 111.
luteifera Perrh. Frühst. Stett. Zg. 1907. p. 279.
luteolus Nath. Reak. Proc. Ent. Soc. Philad. 11, ]). 350.
lyceas Char. Godm. u. Salv. Biol. C. Amer. 2, i). 123.
lycosura Dism. Hew. Exot. Butt. II Lept. *
lycimnia Dapt. Cr, Pap. Exot. II. *
lydia Ter. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 87.
lygdamis Dism. Hew. Equat. Lep., p. 7.
lypera Perrh. Koll. Denkschr. Akad. Wiss. Wien, Math. Nat.
CI. I, p. 361. *
lysianax Dism. Hew. Exot. Butt. II, Lept. *
lyside Kric. Godt. Enc. Meth. IX, p. 98.
lysinoe Dism. Hew. Exot. Butt. I Eut. u. Lept. *
lysinoides Dism. Stgr. Exot. Schmett., p. 25. *
lysis Dism. Hew. Equat. Lep., p. 6.
macrodice Tat. Stgr. Hamb. Magalh. Sammelr. Lepid., p. 21.
maeotis Dapt. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 265.
maerula Gon. F. Syst. Ent., p. 479.
magna Per. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 67.
malenka Perrh. Hew. Exot. Butt. I Pier. *
manco Catast. Dbl. Ann. Nat. Hist. (II) Vol. 1, p. 121.
mandela Pier. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 80.
marana Itab. Dbl. Ann. Nat. Hist. XIV, p. 421.
marcapita Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 74. *
marchalii Hesp. Guer. Icon. Regne Anim. Ins., p. 468.
marginata Leod. Sdiaus. Proc. U. St. Mus. 24, p. 423.
marginella Ter. Fldr. Wien. Eni. Mon. V, p. 97.
marica Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, j). 172.
marion Dism. Godm. ii. Salv. Biol. centr. arner. II, [i. 184.
marmorata Ter. Dogn. Le Natural. IX, p. 189.
maruga Pier. Frühst. Int. Ent. Zeitschi'. 1907, )). 231.
masonia Hesp. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 147.
meadi Col. Fdw. Trans. Amer. Ent. Soc. III, ji. 257.
medora Dism. LJbl. Ann. Nat. Hist. XIV, p. 420.
medorilla Dism. Hew. Equat. Leji., p. 81.
medorina Dism. LIew. Ent. Mo. Mag. 12, p. 9.
medutina Ter. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 97.
melanoe Dism. Bates. Journ. Ent. I, p. 232.
melanoides Dism. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 103. *
melia Dism. Godt. Enc. Meth. IX Suppl., p. 814.
melite Dism. L. Syst. Nat. 1, 2, p. 755.
menacte Pier. Bsd. Spec. Gen. I, p. 517.
menapia Neoph. Fldr. Waen. Ent. Mon. III, fi. 271.
menippe Gon. Hbn. Samml. Exot. Schmett. *
menthe Pier. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. 335.
mercenaria Dism. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 76.
inercedis Tat. Eschsch. Kotzeh. Reise III, p. 215. *
meridana Per. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 283.
meridionalis Dism. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 102.
messala Pier. Frühst. Soc. Ent. 23, p. 58.
messalina Ter. F. Mant. Ins. II, p. 22.
methymna Dism. Godt. Enc. Meth. IX, p. 156.
metioche Gon. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 293.
mexicana Ter. Bsd. Spec. Gen. I, p. 655.
microdice Tat. Bl. Gay Faun. Chil. VII, p. 14.
mimetica Dism. Stgr. Exot. Schmett., p. 25. *
minia Hesp. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 148.
minthe Itab. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 123.
minnuscula Catops. Btlr. Ci.st. Ent. I, p. 16.
minuscula Col. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 358. *
mirandola Dism. Hew. Ent. Month. Mag. XIV, p. 180.
modesta Catast. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 292.
moeschleri Col. Gr.-Grsh. Hör. 27, p. .379.
moesia Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 172.
molione Pier. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 22, p. 59.
mollitica Lept. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, p. 305.
moma Col. Streck. Bull Brookl. Ent. Soc. III.
monica Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, ji. 179.
monstrosa Dapt. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) XV, p. 225.
monuste Pier. L. Mus. Ulr., p. 237.
morrisoni Anth. Edw. Pap. I, p. 143.
musa Ter. F. Ent. Syst. III 1, p. 195.
musia Per. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 115.
mustica Itab. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 123.
mycale Ter. Fldr, Novara Lep. II, p. 204
myrtis Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 179.
napi Pier. L. Faun. Suec., p. 271.
napona Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 178.
nastes Col. Bsd. Icones, t. 87. *
neda Ter. Godt. Enc. Meth. IX, p. 135.
negrina Arch. Fldr. Wien. Ent. Älon. VI, p. 57.
nehemia Pseudop. Bsd. Spec. Gen. I, p. 528.
neleis Catops. Bsd. Spec. Gen. I, p. 629.
nella Dism. Btlr. Entomologist 29, p. 26.
nelphe Ter. Fldr. Verh. zool. -bot. Ges. Wien 1869, p. 456.
nemesis Dism. Latr. Humb. Bonpl. Obs. Zool. II. p. 78. *
neocypris Catops. Hbn. Samml. Exot. Schmett. *
nephthis Lept. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. 334.
nera Hesp. Hew. Exot. Butt. I Pier. *
nerei'na Hesp. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. 336.
nereis Hesp. Fldr. Novara Lep. II, p. 146.
nicippe Ter. Cr. Pap. Exot. III. *
niepelti Dism. Weym. Iris 1909, p. 25.
nigrescens Char. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (IV)
Vol. II, p. 149.
nigripennis Arch. Btlr. Cist. Ent. I, p. 174.
nigrocincta Ter. Dogn, Le Natural. 1889, p. 134.
nilios Hesp. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 261.
nimbice Catast. Bsd. Spec. Gen. I, p. 409.
nimietes Itab. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 275.
ninguida Cath. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 260.
niobe Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 72. *
niphates Itab. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 275.
nirvana Hesp. Frühst. Soc. Ent. 72, p. 1.54.
nise Ter. Cr. Pap. Exot. I. *
niseias Itab. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 275.
nisella Ter. Fldr. Verh. zool. bot. Ges. Wien. 12, p. 474.
nivifera Gon. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 294.
noctipennis Pier. Btlr.-Druce. Cist. Ent. I, p. 111.
110
Urbeschreibungs-Nachweis der amerikanischen Pieriden.
notha Catast. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 195.
novangliae Pier. Scudd. Bull. Soc. Ent. France. III, p. 57.
numatia Per. Frühst. Soc. Ent. 22, p. Ilö.
nympha Phul. Stgr. Iris VII, p. 46. *
nymphaea Hesp. Nöschl. Verh. zool. bot. Ges. Wien. 26, p. 296.*
nymphaea Phul. Stgr. Iris. VII, p. 49. *
nymphagoga Phul. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 97. *
nymphula Phul. Bl.-Gay. Faun. Chil. VII, p. 14. *
nysias Phul. Weym. Weymer & Maassen, Lepid. ges. von
Stühel, p. 125. *
nysiella Phul. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 98. *
obnubila Cath. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 260.
obscurior Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 71.
occidentalis Pier. Reak. Proc. Ent. Soc. Philacl. II, p. 349.
ocbracea Lept. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 62.
oiantheia Lept. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, ]>. 232.
oleracea Pier. Flatris. New Engl. Farmer VIII, p. 402.
Olympia Pier. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 80.
Olympia Zegr. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. III, p. 266.
Ophelia Itab. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, p. 287.
orbis Catops. Pvey. Cent. Lep.
orise Dism. Bsd. Spec. Gen. I, p. 415.
orseis Pier. Godt. Ent. Meth. IX, p. 141.
orthodice Tat. Weym. Weymer & Maassen, Lepid. ges. von
Stübel, p. 124. *
ostrolenka Perrh. Stgr. Exot. Schmett., p. 36.
othoe Dism. Flew. Trans. Ent. Soc. Lond. (III) 5, p. 562.
pacis Terioc. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 90. *
palaeno Col. L. Faun. Suec., p. 272.
palaestra Dapt. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. 334.
pallida Col. Skinner & Menget. Proc. Acad. Nat. Sc. Philad.
1892, p. 156.
pallida Dism. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 104.
pallida Math. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 78. *
pallida Pier. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 61.
pallida Pier. Scudd. Proc. Bost. Nat. Hist. Soc. VIII, p. 183.
pallidula Dism. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1874, p. 363.
palmyra Ter. Posy. Mein. Cuba. *
pamela Perrh. Cr. Papil. Exot. IV. *
pandora Perrh. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 64. *
pandosia Itab. Hew. Exot. Butt. I. Pier. *
pantoporia Dapt. Ftbu. Samml. Exot. Schmett. *
papilionides Arch. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 282.
paradoxa Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 73. *
paranensis Hesp. Sdiaus. Ent. News IX (1898), p. 215.
paravicinii Perrh. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 131.
paula Dapt. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 75. *
paula Per. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 66.
paula Ter. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 85.
paulista Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 172.
pedrosina Dapt. Btlr. Proc. Ent. Soc. Lond. 1877, p. 144.
pelidne Col. Bsd. Icon. *
pelidnei'des Col. Stgr. Stgr. & Rebel, Gatal. Lep. pal., p. 15.
penia Pseudop. Flopff. Stett. Zg. 1874, p. 334.
penthica Pier. Roll. Denkschr. Akad. Wiss. Wien, Math.
Nat. CI. I, p. 360. *
peregrina Ajip. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 105. *
permagna Pier. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 133.
persistens Ter. Btlr.-Druce. Cist. Ent. I, p. 110.
pertbo Dapt. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 269.
peruana Dism. Röb. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 100.
peruncta Perrh. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 22, p. 59.
peruviana Dapt. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 327.
peruvianus Per. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 66.
petronia Dapt. Frühst, Stett. Zg. 1907, p. 270.
pbainia Hesp. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 147.
pbalera Per. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 115.
phaloe Pier. Godt. Enc. Meth. IX, p. 156.
phaloreia Arch. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 116.
phanokia Pier. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, p. 231.
pharetia Pier. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 155.
pharnakia Arch. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 116.
phazania Dapt. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 267.
phiale Ter. Cr. Papil. Exot. I. *
philea Catops. L. Syst. Nat. 1. 2, p. 764.
philippa Megan. F. Syst. Ent. III 1, p. 211.
philodice Col. Godt. Enc. Meth. IX, p. 100.
pbiloma Pier. Hew. Equat. Lep., p. 79.
philomene Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 71.
philoscia Catast. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 78.
philothea Catast. Fldr. Novara Lep. II, p. 151.
phoenicia Ter. Fldr. Novara Lep. II, p. 205.
pieris Catast. Hopff. Stett. Zg. 1874, p 332.
pima Anth. Edw. Can. Entom. 20, p. 158.
pimpla Dism. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. .333.
pinara Lept. Fldr. Novara Lep. II, p. 179.
pinava Catast. Dbl. Ann. Nat. Hist. XIX, p. 389.
pinthaeus Dism. L. Mus. Ulr., p. 258.
pisonis Itab. Hew. Exot. Butt. I. Pier. *
pistoria Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 178.
pitana Catast. Fldr. Novara Lep. II, p. 157. *
plataea Ter. Fldr. Verh. zool. bot. Ges. Wien XII, p. 478.
plauta Nath. Dbl.-Hew. Gen. Diurn. Lep. *
plesseni Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 71.
plesseni Terioc. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 90.
poeyi App. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 49.
polyhymnia Dapt. Fldr. Novara Lep. II, p. 170.
pomponia Ter. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. 3.36.
Dortoricensis Ter. Dew. Stett. Zg. 1877, p. 237.
poujadei Catast. Dogn. Le Natural. 1887, p. 188.
praeclara Cath. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 260.
praemeridana Per. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 283.
praxidice Dism. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 153.
praxinoe Dism. Dbl. Ann. Mag. Nat. Hist. XIV, p. 419.
priddyi Ter. Lathy, Ent. Mo. Mag. (2) 9, p. 223.
princetoria Neoph. Poling. Canad. Entomol. 32, p. 358.
prioneris Catast. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. 331.
proserpina Dism. Sni. & Ky. Rhopal. exot. II. *
proterpia Ter. F. Syst. Ent., p. 478.
protodice Pier. Bsd.-Lec. Lep. Amer. Sept., p. 45. *
protasia Pier. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 179.
psamatbe Dism. F. Syst. Ent. III. 1, p. 207.
pseudomyrtis Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 179.
puna Col. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 284.
pygmaea Leuc. Prittw. Stett. Zg. 1865, p. 133.
pylotis Pier. Godt. Ent. Meth. IX, p. 158.
pyro Ter. Godt. Enc. Meth. IX, p. 137.
pyrrha Perrh. F. Syst. Ent., p. 464.
pyrrhomma Tat. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 56. *
pyrrhothea Col. Hbn. Samml. Exot. Schmett. *
radiata Catast. Roll. Denkschr. Akad. Wiss. Wien Math. Nat.
CI. I, p. 359. *
radiata Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 179.
rapae Pier. L. Faun. Suec., p. 270.
reakirtii Anth. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 1869, p. 368.
reducta Catast. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 17, p. 54.
reducta Per. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 66.
regillus Arch. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 282.
regnidas Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 186.
reticulata Ter. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871, p. 539.
rhetes Dism. Hew. Exot. Butt. II Lep. *
rhomboidea Dism. Btlr. Entomolog. 1896, p. 26.
ribbei Dism. Godm. u. Salv. Biol. C. Amer. 2, p. 178.
rorata Catops. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (IV) 4, p. 202.
rosa Per. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 66.
rosa Zegr. Edw. Pap. II, p. 45.
rosacea Arch. Btlr. Cist. Ent. I, p. 174.
rosea Megan. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 94.
rossii Col. Gu. Ann. Soc. Ent. France 1864. p. 99.
rubecula Pier. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 280.
rurina Catops. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 82.
rusella Pier. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 155.
rutilans Col. Bsd. Spec. Gen. I, p. 642. *
sabata Itab. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. 1907, p. 287.
sabella Pier. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 155.
sabrina Arch. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 116.
sabrina Per. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 115.
sagittata Tat. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 57. *
salacia Dapt. Godt. Enc. Meth. IX, p. 144.
salome Ter. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 84.
Sara Anth. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 339.
saturata Col. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 94.
scaeva Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 73. *
schausii Dism. Dogn. Le Natural. 1891, p. 85.
scudderi Col. Reak. Proc. Ent. Soc. Philad. IV, p. 217.
semicaesia Pier. Fldr. Novara Lep. II, p. 176.
semiramis Catast. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 291.
sennae Catops. L. Syst. Nat. I 2, p. 764.
serda Cath. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 132.
sevata Pier. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 81.
sidonia Ter. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1869, p. 465.
siloe Dism. Hew. Exot. Butt. II Lept. *
Urbeschreil)un<^s-Nacliweis der aiiierikanisclieu Pierideti.
sinapina Catast. Btlr. Ann. Mag. Nat. Ilist. ((5) 17, p. .54.
sincera Pier. Weym. Weymer & Maassen Lep. ges. a. StüJiel
R., p. 123. *
sinoe Ter. Godt. Enc. Meth. IX, p. 138.
sinoides Ter. Capr. Ann. Soc. Ent. Belg. XVII (1874), p. 13. *
sisamnus Catast. F. Syst. Ent. III 1, p. 44.
sisymbrii Pier. Bsd. Ann. Soc. Ent. France 1852, p. 284.
skinneri Col. Barnes. Canad. Entoniol. 29, p. 41.
smilacina Ter Fldr. Novara Lep. II, p. 208.
smithi Lept Ky, Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 357.
socialis Encli. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. 1, p- 44.
solstitia Catops. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (IV) 4, (n 203.
sordida Catast. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (0) 20, j). 368.
sororna Dism. Btlr. Cist. Ent. I, p. 82.
spio Dism. Godt. Enc. Meth. IX, p. 167.
stamnata Pier. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 330.
standfussi Col. Röb. Seitz Gross-Schinett. 5, p. 91.
statira Catops. Cr. Papil. Exot. II. *
staudingeri Catast. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 20, p. 369.
stella Anth. Edw. Canad. Ent. 11, p. 87.
sterodice Tat. Stgr. Hamb. Magalh. Sammelr. Lep., p. 18.
stigmadice Tat. Stgr. Iris 7, p. 62.
straminea Catast. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 17, p. 54.
streckeri Col. Gr.-Grsh. Hör. 29, p. 290.
strigosa Catast. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 17, p. 54.
stygma Ter. Bsd. Spec. Gen. 1, p. 661.
stygmula Ter. Bsd. Spec. Gen. I, p. 661.
suadela Catast. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. 329.
suasa Pier. Bsd. Spec. Gen. I, p. 549.
suasa Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 72. *
suasella Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 72.
subargentea Pier. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 2, p. 15.
subflavescens Pier. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 19, p, 362.
sublineata Pier. Sdiaiis. Proc. U. S. Nat. Mus., Vol. 24 (1902),
11. 423.
subvarians Per. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 66.
sulphurescens Hesp. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 79.
susiana Catast. Flopff. Stett. Zg. 1874, p. 331.
swainsoni Per. Gray. Griff. An. Kingd. XV, p. 674. *
sybaris Ter. Flopff. Stett. Zg. 1874, p. 337.
tagaste Leod. Fldr. Wien. Ent. Mon. III, p. 396. *
tamina Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 73.
tegea Ter. Fldr. Novara Lep. II, p. 203.
telasco Catast. Luc. Rev. Zool. 1^52, p. 290.
tellane Leod. Hew. Exot. Butt. II Eut. *
telthusa Per. Hew. Exot. Butt. II Eut. *
tenella Ter. Bsd. Spec. Gen. I, p. 657.
tenuicornis Pier. Btlr.-Druce. Cist. Ent. I, p. 110.
tereas Arch. Godt. Enc. Meth. IX, p. 38.
teresa Dism. Hew. Equat. Lep., p. 8.
terissa Kric. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 429.
terlooii Neoph. Behr. Trans. Amer. Ent Soc. 1869, p. 304.
teutamis Catast. Hew. Exot. Butt. II Eut. *
teutila Catast. Dbl. Ann. Nat. Hist. 19, p. 386.
thalestris Catops. III. Mag. I, p. 205.
theano Char. Bsd. Spec. Gen. I, p. 411.
theodes Ter. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 85.
theodice Tat. Bsd. Voyage Astrol. Lep., p. 51.
theodora Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 172.
theona Ter. Fldr. Novara Lep. II, p. 202.
theonoe Dism. Hew. Exot. Butt. 1 Eut. u. Lept. *
therapis Megan. Fldr. Wien. Ent. Mon V, p. 83.
tlieresa Catast. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1874, p. 358.
thermesia Dism. Godt. Enc. M6th. IX, p. 164.
thermesina Dism. Hopff. Stett. Zg. 1874, p. .333.
thetis Gon. Röb. Seitz Gro.ss-Schmett. 5, p. 89.
tbeucharila Dism. Dbl. Ann. Mag. Nat. Ilist. Hl) ), p. 123.
llieugenis Dism. Dbl. Ann. Nat. Hist. (11) I, p. 124.
tboosa Anth. Scudd. Bull. U. S. Geol. Surv. IV, p. 257.
thymetus Ter. F. Mant. Ins. II, p. 30.
tiburtia Pier. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 1.39.
timotina Pier. F/uhst. Soc. Ent. 22, p. 139.
tithoreides Pier. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 2, p. 18.
toca Gatast. Dbl. Ann. Nat. Hist. 19, p. 387.
tomyris Gatast. Fldr. Novara Lep. II, p. 148. *
tovaria Pier. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 80.
tricolor Catast. Btlr. Ann. Nat. Hist. (H) 20, p. 368.
tricolor Dism. Sru. u. Ky. Rhopal. exot. II. *
trite Catops. L. Mus. Ulr., p. 248.
troezene Catast. Fldr. Novara Lep. 11, p. 154. *
troezenides Catast. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 71. *
unicolor Per. Röb. Seitz Gros.s-Schmett. 5, p. 66.
uniplaga Arch. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 281.
uricoecheae Catast. Fldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 78.
valei Pier. Bsd. Spec. Gen. I, p. 494.
vapina Catast. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 20, p. 367.
vautieri Col. Guer. Voyage Coqu. *
velia Dapt. Frühst. Soc. Ent. 22, p. 179.
venosa Pier. Scudd. Proc. Bost. Nat. Hist. Soc. VHI, p. 182.
venusta Ter. Bsd. Spec. Gen. I, p. 6.58.
venustula Ter. Stgr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 25, p. 93.
vernalis Pier. Edw. Proc. Ent. Soc. Philad. II, p. 501.
viardi Pier. Bsd. Spec. Gen. I, p. 439.
Virginia Pier. Godt. Enc. Meth. IX, p. 141.
virginiensis Pier. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 1870, p. 13.
virgo Catops. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 9.
virgo Dism. Bates. Ent. Month. Mag. I, p. 5.
viridifascia Dism. Btlr. Cist. Ent. I, p. 83.
viridula Pseudop. Eldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 75.
vitellina Ter. Eldr. Wien. Ent. Mon. V, p. 86.
vitha Hesp. Eruhst. Soc. Ent. 22, p. 154.
volxemi Tat. Capr. Ann Soc. Ent. Big. XVII (1874), p. 11. *
vulnerata Catast. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 20, p. 368.
wallacei Catops. Eldr. Wien. Ent. Mon. VT, p. 68.
westwoodi Ter. Bsd. Spec. Gen. I, p. 666.
xanthochlora Ter. Koll. Denkschr. Akad. Wiss. Wien, Math.
Nat. CI. I, p. 363.
xanthodice Tat. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 337.
xanthomelas P. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 61.
xanthophila Kric. Röb. Seitz Gross-Schmett. 5, p. 89.
yolanda Dapt. Eruhst. Stett. Zg. 1907, p. 272.
zaela Dism. Hew. Exot. Butt. II Lept. *
zathoe Dism. Hew. Exot. Butt. II Lept. *
zenobia Leod. Eldr. Novara Lep. II, p. 146. *
zenobina Leod. Hopff. Stett. Zg. 1869, p. 429.
%
I
Ausgegehen 13. K. Oi).
DANAIS. Von R. MAKNscif.
• )
• )
3. Familie: Danaidae.
über die Merkmale dieser Familie ist im paläarktischen Teil des Werkes (Bd. 1 , j). 75) näheres
mitgeteilt. Von den Pieriden unterschieden besonders durch die verkümmerten Vorderbeine; von den lleli-
coniern, Nymphaliden und Satyriden durch die an der Basis zweispaltige Submediane der Vtlgl. Die h’hlr
sind dünn ohne deutliche Keule. Htlglzelle lang und geschlossen. In Amerika sind die eigentlichen Danaiden
nur durch einige Arten der Gattung Danais vertreten, welche der Untergruppe Anosia angehören und meist
in grosser Individuenzahl auf unbewaldetem Terrain (besonders in Nord-Amerika) anzutretfen sind. Dagegen
hat sich in Südamerika eine äusserlich recht verschiedene Unterfamilie, die Jthomiinae, mit zahlreichen
Gattungen und hunderten von Arten entwickelt, die an den Quelltlüssen des Amazonas, in den Tälern der
Anden, am häufigsten sind, vereinzelt aber bis Argentinien und Nord-Amerika verkommen. Eine dritte kleine
Gruppe, die Lycoreinae , bildet den Übergang zwischen den beiden vorgenannten Subfamilien und vereinigt
Merkmale von beiden in sich. Ihre Vertreter bewohnen am zahlreichsten den mittleren Teil Amerikas.
1. Unterfamilie: Danainae.
Flügel breit; Hll) kurz. Der Duftapparat der cf cf besteht aus schuppenartigen Bildungen oder Taschen
auf den Hflgln. Die Vorderfüsse der ?? sind kurz, am Ende keulenförmig.
1. Gattung: Haiiai^ Latr.
Kräftige, meist gelbbraune Falter mit dunklen Flügelrändern und weisslichen Punkten. Es sind
ausdauernde Flieger, welche freies Terrain lieben und mit der Kultur immer weiter in die Urwälder Vor¬
dringen, sobald erst einige Lichtungen entstanden sind, wo die Futterpflanzen der Rpn, Asclepias-Arten, sich
einnisten können. Die Rpn sind lebhaft gefärbt, quergestreift und mit häutigen Anhängseln versehen. Ppn
glockenförmig mit Goldleisten oder -Punkten.
A. Archippus-Gruppe.
Rpn mit 2 Paar fleischiger Anhänge. Zelle der Hflgl lang, cf mit verhältnismässig kleinem Duftfleck.
D. archippus Fahr. {= plexippus L.) (Bd. 1, Taf. 28 c). Leib schwarzbraun, zottig, mit weisslichen archippus.
Punkten und Strichen. Flügel oben braungelb mit dunklen Adern und Rändern; am Aussenrd mit einer
Doppelreihe weisslicher Fleckchen. Über dem Zellende der Vflgl ein schwarzbrauner Wfisch mit mehreren
gebräunten weisslichen Flecken. Auf der Unterseite sind die Hflgl gelblich, die Adern breiter gerändert
und die weissen Randflecken grösser. — Von Nicaragua südlich kommt eine Lokalform vor, die ich nigrippus nigrippus.
form. nov. nenne. Bei derselben ist der ganze Apex der Vflgl bis in das Zellende hinein schwarzbraun
und die Flecken sind rein weiss. Diese Form findet sich besonders auch im nördlichen Südamerika. —
Als fumosus bezeichnet Hulst eine Form von archippus mit dunkelschwarzbrauner Grundfarbe. — fumosus.
Rp gelblich mit schwarzen Querstreifen und hat auf dem 3. und 11. Segment je 1 Paar fleischiger
Anhängsel. Sie lebt auf Asclepias curassavica und braucht ca. 3 Wochen zur Entwicklung. Durch ihren
strengen, ekelhaften Geruch ist sie gegen Vertilgung geschützt. Pp hellgrün, durchscheinend, mit goldigen
Punkten. In Nord-Amerika hat archippus bis zu 4 Generationen. Die Schmetterlinge der ersten erscheinen
Ende Mai. Zuweilen treten sie in grossen Schwärmen auf. In Amerika ist die Art von Ganada bis Paraguay
zu finden. Die typische nordamerikanische Form reicht jedoch südlich nur bis Mittelamerika.
D. erippus Cr. (31a) steht archippus sehr nahe, unterscheidet sich jedoch stets durch das Fehlen erippus.
des schwarzbraunen Irdes der Vflgl. Ferner sind die Adern der Hflgl auf der Unterseite breit weiss ein¬
gefasst. Rp gelblich mit schwarzem Kopf und Querstreifen. Auf dem 2. und 11. Segment je 2 Anhängsel;
die vorderen werden als Fhlr benutzt. Pp beerenförmig, bei Segment 6 am stärksten, durchscheinend weiss¬
grün mit goldglänzenden Punkten. Die Heimat von erippus ist Brasilien, von dort hat er sich nach Süden
bis Patagonien (Berg) und nach Norden bis Zentral-Amerika und den westindischen Inseln ausgebreitet.
D. cleophile Godt. Die kleinste Art Amerikas; sie unterscheidet sich von allen anderen Formen cleophile.
durch die gelblichen, statt weissen, Rand- und Apicalfleckn. Der Apex der Vflgl ist breit schwarz. Diese
schöne und seltene Art findet sich nur auf den Avestindischen Inseln, besonders Haiti, Kuba und Jamaica.
B. Gilippus Gruppe.
Rpn mit 3 Paar fleischiger Anhänge. Zelle der Hflgl kurz, cf mit verhältnismässig grossem Duftfleck.
D. gilippus Cr. (= vincetoxici manuja Ersch.) (31a). Ähnlich erippus, aber kleiner und o\mQ gilippus.
die schwarze Querbinde im Apex der Vflgl. Zwischen den Medianästen der Vflgl innerhalb des scliAvarzen
Randes noch 4 grössere, AA'eisse Flecken. Ferner steht eine Anzahl weisser Flecken am Zellende der Hflgl.
V ln
114
DANAIS. Von R. Haensch.
Adern im Discus der Hflglunterseite nur schmal weiss gesäumt. Hlb bräunlich. — Südamerika, besonders
uivosus. an der Küste bei Rio de Janeiro, aber auch in Bolivien. — nivosus Godm. n. Sah\ (= hermippus Druce),
eine Form von gilipjms, hat viel blässere Flügelfärbung und sehr grosse, weisse Flecken: besonders am
Ende der Hflglzelle; die Heimat ist das nördliche Peru.
plexanre. D. plexaure Godt. Diese kleine Art ist dem gilippus sehr ähnlich; jedoch ist die innere Reihe
weisser Flecke, zwischen den Medianästen der Vflgl, besonders auf der Unterseite, stets grösser. Alsdann
hat plexaure auf den Hflgln noch eine Reihe weisser Flecke zwischen dem schwarzen Aussenrd und dem
Zellende. Ferner ist die Htlglunterseite bei plexaure stets graubraun, von derjenigeii der Vflgl verschieden,
bei gilippus dagegen rotbraun, p)lexaure findet sich im südlichen Brasilien und in Argentinien. Rp an
Asclepias curassavica; der von erippus sehr ähnlich, aber mit einem weiteren Paar Scheindornen auf Segment 5.
Auch die Zeichnung der von erippus ähnlich; die helle Grundfarbe ist durch Zunahme des Schwarz bis auf
2 lebhaft gelbe Querbinden fast völlig verdrängt. Scheindornen schwarz, an der Basis lebhaft rot. Pp eben¬
falls der erippus-V\) ähnlich.
berenice. D. bcrenice Cr. (= erippus gilippus Smith) (31a) hat die Grösse von gilippus. Dunkelbraun,
die Adern wenig hervortretend. Die weissen Flecken der Vflgl sind klein ; auf der Hflgloberseite fehlen sie
fast ganz. Adern der Hflglunterseite im Discus breiter weiss gesäumt. Die Doppelreihe weisser Rand-
fleckchen ist meistens unvollständig. Vom Süden der Union und West-Indien bis Süd-Brasilien. — Als
strigosa. strigosa beschreibt Bates eine Form aus Guatemala von etwas hellerer Färbung, bei der die Adern,
besonders der Htlgl auf der Oberseite grau bestäubt sind. Diese Form tindet sich auch in Mexiko und
thersippus. Texas. — ab. thersippus Bat. von Panama ist nach Gooman und Salvin eine aussergewöhnliche Form von
hermippus. herenice. Sie hat dunkelrötlichbraune, matte Grundfarbe und dunkelbraune Aussenränder der Flügel. — her¬
mippus Fldr. (31a). Diese Form steht nahe herenice, ist jedoch durch die auffallend helle, graubraune
Färbung und stark grauweisse Bestäubung im Discus leicht zu kennen. Auch hat sie besonders grosse,
weisse Flecken im Vflgl. Die Heimat ist Columbien. Rp von herenice auf Asclepias curassavica und am-
plexicaulis. Sie ist weisslich-violett mit rotbraunen (Juerstrichen und gelben Einschnitten, sowie einer gelben
Seitenlinie. Auf dem 2., 5. und 11. Segment steht je 1 Paar Anhängsel. Pp grünlich mit schwarzgelber
(tuerlinie am Bauch und goldigen Punkten. Sie ist mehr länglich, ohne die scharfe Bauchkante, wie bei
archippus. Verwandlung im Juni. Die Schmetterlinge fliegen zahlreich an sonnigen Stellen bis zu einer
Höhe von 6000 Fuss.
jamaicensis. D. jamaiccnsis Bat. Zeichnung wie herenice. Färbung blass gelbbraun mit braunen Rändern. Die
Adern der Htlgl grau gerandet, wie bei strigosa. Kleiner als here)iice. Sie ist einmal in grosser Anzahl von
Jamaica gebracht worden. Rp schwarz und weiss quer gestreift, auf dem Rücken mit kurzem, gelben
Band an jedem Segment und gelben Flecken an den Enden der weissen Streifen über den Füssen. Auf
dem 2., 5. und 11. Segment steht je 1 Paar roter Anhängsel, das erste am längsten. Die Pp ist hellgrün
mit kleinen, schwarzen Pünktchen und goldigen Flecken.
eresimns. D. eresimus Cr. (31 b;. Unterscheidet sich von allen vorhergehenden durch die verhältnismässig
kleine Zelle der Htlgl, sowie durch das Fehlen der schwarzen und weissen Umrandung auf der Htlglunterseite.
Dagegen hat sie hier neben dem dunkelbraunen Aussenrd noch eine hellere breite Binde und zwischen
dieser und dem Zellende noch eine zweite, gewellte, mit der ersteren an den Enden zusammenhängend.
Die Färbung der Oberseite ist bräunlich, an der Basis aller Flügel dunkler und am Aussenrd schwarzbraun.
Der schwarzbraune Vrd der Vflgl erweitert sich hinter dem Zellende zu einem Dreieck, dessen Spitze den
gegenüberliegenden Aussenrd berührt, ähnlich wie bei erippus-, desgl. sind auch die weissen Rand- und
Apicalflecken vorhanden. Der Hinterleib hat die Farbe der Flügel. Cramee beschrieb die Art aus Surinam ;
sie kommt aber auch in anderen Teilen des nördlichen Süd-Amerika vor; so in Columbien, Peru und am
xanthippus. Amazonas, jedoch nirgends sehr häufig. Besucht gerne die Ufer der Flüsse. — xanthippus Fldr. von
Brasilien soll der vorigen am nächsten stehen und sich durch hellere Färbung unterscheiden, während der
schwärzliche Saum der Htlgl breiter ist und die lichten Flecken auf der Unterseite derselben fehlen. —
ergimis. erginus Godm. u. Salv. Diese Form soll gleichfalls eresimus nahe stehen und sich durch dunklere Färbung
der Flügel und deutlichere weisse Flecken auszeichnen. Der Apex der Vflgl ist fast schwarz und der Discus
der Htlgl merklich heller. Die Heimat ist das nördliche Peru.
cleothera. D. cleothera Godt. (31b). Steht eresimus sehr nahe, unterscheidet sich jedoch besonders durch die
Unterseite der Htlgl, deren schwärzliche Adern, wie bei den meisten anderen Arten, weiss gerändert sind.
Dagegen hat cleothera auch die beiden helleren Binden daselbst wie eresimus, und zwar ist die innere noch
dunkler und daher deutlicher. Die Erweiterung des schwarzen Vrds der Vflgl reicht nur bis zum Zell¬
schluss. Die Htlgl haben auf der Oberseite meistens eine Doppelreihe weisser Randflecken. Godart gibt
(irrigerweise) als Heimat von cleothera die Insel Timor an; sie kommt in Mexiko, Zentral- Amerika und auf
den Antillen vor; nach Doublebat auch in Venezuela.
L\ C(.)1^EA. Von H. IIamnscii.
1 lö
2. Unterfamilie: Lycorei'nae,
Flügel länglich. Hlb über den Analvvinkel der Hflgl liinausragend; nach hinten kolbig verdickt. Fhlr bi.s
zum Zellende reichenfl. Klauen mit Anhängseln. cT mit 2 Ilaarbüscheln am Illl)sende, welche eingezogen werden
können. Die Arten der beiden hierher gehörigen Gattungen leben ausschliesslich im neotropischen Faunengebiet.
Sie finden sich an lichten Stellen des Urwaldes. Ihr Flug ist unregelmässig. Die Rpn sind denen der Jjunain(t<-
ähnlich; sie sollen auf Solaneen leben.
2. Gattung; liycorea Ohl. u. Hew.
Grosse, stattliche, bunte Schmetterlinge von meist gelbbrauner Grundfarbe mit schwärzlichen
Rändern und Strichen, sowie gelblichen Binden und Flecken, nebst weissen Kandpunkten. Die Arten haben
alle dieselbe Zeichnungs-Anlage, die sich auch bei vielen Gattungen der Ithominae wiederholt und die ich
daher hier gleich im allgemeinen beschreiben und später kurz als »Ly cor een- Habitus« bezeichnen will.
Als Muster diene die Tafel 31c abgebildete Lycorea Jutlia Hbn. Die Grundfarbe ist meist ein eigenartiges
rötliches Gelbbraun. Die Apicalhälfte der Vtlgl ist schwarzbraun mit einer aus gelben Flecken gebildeten
Schrägbinde, die über das Zellende geht, und mit einem oder mehreren gelben Subapicahlecken. Von dem
schwarzbraunen Apicalteil ziehen noch 3 strichformige Ausläufer nach der Wurzel; einer über die Mediane,
die andern über den Vorder- und Hrd. Über den Discus der Hflgl zieht eine längliche bindenartige, nach
der WTirzel hin offene, schwärzliche Schleife am Vrd nach dem Apex und dann zurück zum Ird. Der
von dieser eingeschlossene längliche Fleck ist bei einer Anzahl aus gewissen Gegenden stammender Alten
oft gelb. Der Aussenrd der Hflgl ist schwarzbraun und hat meist oben und unten eine Reihe weisser Sub¬
marginalpunkte. Dies Farbenmuster lässt sich bei den meisten Lycoreen und vielen Ithomiinen wieder¬
erkennen, wenn auch die Zeichnung öfter etwas verzerrt ist, das Gelb durch Braun ersetzt wird oder
wenn das Schwarz bisweilen fast den ganzen Hflgl ausfüllt.
Die Lycoreen sind nur matte Flieger, Avelche die W^egränder und lichten Stellen bevorzugen und
gerne blühende Gesträucher aufsuchen, wo man sie, wenn sie an den Blüten hängen, von den ähnlichen
Melinaea und Mechanifis oft kaum unterscheiden kann.
Über die Rpn ist leider noch wenig bekannt. Boisduval erwähnt, dass sie fleischige, biegsame
Anhängsel haben, welche paarig auf einigen Ringen angeordnet sind, sowie dass sie denen der wirklichen
Danaiden ähnlich sind und gleichfalls auf Asclepiadeen leben. Nach Guppy sind sie wenigstens zum Teil
denen von Tithorea ähnlich, mit nur 1 Paar Anhängsel auf dem 2. Segment und leben auch auf Cacao und
einer dem Kaulschuck ähnlichen Pflanze.
L. eva F. Zeichnung wie bei der abgebildeten Form concolor (Taf. 3fc), jedoch haben die Vflgl eva.
über den Zellschluss die typische, gelbe Schrägbinde, welche am Vrd einen schwärzlichen Fleck einschliesst.
Bei eca und ihren Nebenformen ist die Zelle der Hflgl nur kurz , indem die Schenkel der unteren und
mittleren Discocellulare nur einen sehr stumpfen Winkel bilden. Diese Form findet sich im nordöstlichen
Südamerika, besonders Guiana. — Die abgebildete Lokalform concolor Stgr. (31c) unterscheidet sich von der concolor.
typischen Form durch das Fehlen der gelben Schrägbinde im Vflgl, wie dies auch bei vielen Ithomiinen
verkommt, z. B. IJirsutis melanina, Melinaea chincha, Ceratinia hkolora, Mechanifis (Jeceptus etc. Alle diese Formen
finden sich, wie concolor, an den östlichen Ausläufern der Anden, in Peru und Ecuador. — pasinuntia Cr. pasimmtia.
Die zuerst beschriebene Form dieser Art unterscbeidet sich von era dadurch, dass der dunkle Aussenrd mit
der hinteren Hälfte der Bindenschleife zu einem grossen Flecken verschmolzen ist, wie bei der abgebildeten
Ceres. Findet sich an denselben Lokalitäten wie eva, und es kommen auch Übergänge vor.
L. Ceres Cr. (31 c) ist von der ähnlichen pasinuntia schon durch die längere Zelle der Htlgl unterschieden, ceres.
Ferner ist die gelbe Schrägbinde der Vflgl am Vrd nur halb so breit und schliesst dort keinen schwarzen
Fleck ein; auch besteht keine Verbindung zwischen der Binde und dem 4. Subapicaltleck. Diese Form
kommt besonders aus Guiana. — Als fasciata form. nov. bezeichne ich die Abänderung mit typischem fasciata.
Aycorecn-Habitus. Bei ihr sind, entsprechend eva, auf den Hflgln die Schleife und der Aussenrd durch die
gelbbraune Grundfarbe gefrennf. Scheint besonders im nordwestlichen Süd-Amerika vorzukommen. —
demeter Fklr. ist eine dunkelbraune Lokalform von Kuba und Haiti. Sie hat eine gelbe Flecken-Schräg- demeter.
binde wie halia und 3-4 gelbe Subapicalflecken. Eine ähnliche dunkle Form von fasciata findet sich am
unteren Amazonas bei Manaos. — Die Rp von ceres ist nach Guppy weisslich mit schwarzem Kopf und
schwarzen Segmenten nebst schrägen, anschliessenden hakenföimigen Flecken. Auf dem 2. Segment steht ein
Paar beweglicher, langer Anhängsel. Bei der ausgewachsenen Rp ist die Färbung vom 4. Segment ab
gelb. — Das Ei ist konisch, abgeflacht, gelblich, mit zahlreichen zellenartigen Eindrücken. Das Räupchen
schlüpft etwa in 5 Tagen aus.
L. cleobaea God. (31b). Bei dieser Art ist die gelbe Schrägbinde der Vtlgl in 3 Flecken aufgelöst, cleobaea.
zuweilen ist auch der Discus der Hflgl gelblich. Sie wurde von den Antillen beschrieben, findet sich aber
auch zahlreich im nordwestlichen Süd-Amerika bis Bolivien. In Zentral-Amerika , besonders Honduras,
erscheint sie meistens in der Form atergatis Dhl. u. Heu ., bei welcher die gelben Subapicahlecken der Vtlgl atergatis.
116
ITUNA. Von R. HaExNSCh.
pales.
cinnamomea.
halia.
referrens.
discreta.
lamirus.
fenestrata.
decolorata.
albescens.
phenarete.
lanassa.
ilione.
sein- gross sind und der 4. derselben mit dem mittleren Fleck der Schrägbinde zusammentliesst. — pales Fldr.
vom oberen Amazonas hat sehr kleine, gelbe Flecken und Makeln im schwärzlichen Apicalteil der Vflgl, und
der sonst gelbe Fleck am Zellende hat die gelbbraune Grundfarbe angenommen. — cinnamomea Weyin. ist
eine interessante, seltene Form vom oberen Amazonas mit mahagonibrauner Grundfarbe. Die Zeichnung ist
ähnlich wie bei atergatis, aber die gelben Subapicalflecken der Vflgl sind sehr gross und reichen vom Apex
bis zu dem schwarzen Fleck am Zellende, der etwas grösser ist als bei eva. Es scheinen sowohl von era als
auch von aterguiis einander ganz ähnliche, dunkelrotbraune Formen vorzukommen. Erstere sind an der
kurz gescblossenen Htlgl-Zelle und den sehr grossen, gelben Subapicalflecken der Vflgl kennflich; bei letzteren
ist die Zelle länger, die Subapicalflecken sind kleiner und die Färbung ist minder rötlich.
L. halia Ilbn. (31c). Diese südbrasilianische Art unterscheidet sich von allen bisherigen durch nur
3 Subapicalflecken im Vflgl und durch den gelben Längsfleck im Discus der Hflgl. Dieser bindenartige
Fleck ist für viele südbrasilianische Arten der Ithomiinen und Heliconier charakteristisch , welche der
L. halia sehr ähnlich sehen, wie IJirs. pseudethra Btl., Mel. ethra God., Mech. nessaea Hbn., Cerat. eitrganassa^
lleliconins narcaea God. etc., die fast alle die Flugplätze mit der halia gemeinsam haben. — Als ab. referrens
ab. nor. bezeichne ich eine Form, bei welcher dieser Bindenfleck die gewöhnliche gelbbraune Grundfarbe
zeigf. — Eine weitere Form, bei der die gelbe Schrägbinde der Vflgl in 3 Flecken aufgelöst ist, wie bei
cleobaea, nenne ich discreta form. nov. Hier nimmt der gelbe Fleck der Hflgl auch meistens eine bräunliche
Färbung an.
3, Gattung; Ituna Dbl. u. Ileu'.
Meist grössere, ansehnliche Falter mit durchsichtigen, dunkel geränderten Flügeln. Die Formen
stehen sich alle ziemlich nahe. Zelle der Hflgl fast gerade geschlossen, cf mit 2 ausstülpbaren Haar¬
pinseln am After, wie bei Lgcorea. Äusserlich sehen die Arten entsprechenden Formen von Ohjras, Thyridia etc.
sehr ähnlich. Es sind vorzugsweise Gebirgstiere. Sie finden sich von Zentral-Amerika bis Süd-Brasilien.
Die Rpn sind nach Boisduval denen von Lycorea in Gestalt und Lebensweise ähnlich.
I. lamirus Latr. (= completa Stgr.) (31 c). Bei typischen Stücken ist das Basaldrittel der Vflgl
schwarzbraun. Es kommen jedoch häufiger Exemplare vor, die an der Basis ein grosses, halbdurchsichfiges
Dreieck haben, welches off noch über die Mediane hinaus mit dem Fleck zwischen den Medianästen in Ver¬
bindung steht. Diese Form bezeichne ich als ab. fenestrata ab. nov. Beide Formen variieren in der Ausdehnung
der gelbbraunen Färbung am Aussenrd der Hflgl, welche zuweilen den ganzen Discus überzieht. Sie finden
sich an den östlichen Abhängen der Anden von Columbien und Ecuador. — An den westlichen Abhängen
der Anden von Ecuador findet sich eine Lokalform, die sich durch das Fehlen der gelbbraunen Färbung
merklich unterscheidet und die ich decolorata form. nov. benenne. Die dunkle Bindenzeichnung ist sonst
ähnlich wie bei fenestrata, aber schwächer, besonders fehlt die dunkle Subapicalbinde der Vflgl. Dagegen
ist der Analwinkel der Hflgl viel breiter schwärzlich. — In Zentral-Amerika kommt die der fenestrata
ähnliche Form albescens Bist. vor. Bei ihr sind die Glasflecken der Vflgl schmal und länglich, sowie,
besonders in der Basalhälffe , gelbbräunlich gefärbt , ebenso die Hflgl bis auf die dunkeln Ränder und die
Radialadern. — Die Pp von lamirus isf länglich , mit stumpfer Spitze , bräunlich mit Längsreihen dunkler
Doppelflecken. Die Schmetterlinge schweben gerne an lichten Stellen einige Meter über dem Erdboden im
Sonnenschein umher und die cfcf saugen in der Mittagshitze an feuchten Stellen der Wege und Flussufer.
I. phenarete Dbl. u. Hew. (31 d) von Peru und Bolivien ist durchsichtig gelblich und sieht der
decolorata sehr ähnlich. Die Ränder und Binden sind jedoch viel schärfer begrenzt, die Hflgl am Aussenrd
schärfer gezackf, und nur die Fhlrkeule ist gelblich. — lanassa Godm. u. Salr. ist eine Form von phenarete
mit gelbbraunem Ird der Vflgl und ebensolchem Analwinkel der Hflgl.
1. ilione Cr. (31 d) von Süd-Brasilien ist die kleinste Art von Ttuna und der phenarete recht ähnlich.
Bei ihr ist die gelbe Fhlrkeule noch viel kürzer. Die Flügelfärbung ist lebhafter gelb, die Binde über dem
Zellschluss der Vflgl ist breiter, und auf der Unterseite sind die Ränder und Binden zum Teil weiss gesäumt.
3. Unterfamilie: Ithomiinae.
Diese auch unter den Namen Neotropiden, Mechanitides l)ekannte Gruppe ist bei weitem die formenreichste
der Danai'den in Amerika. Sie enthält über 'Aio aller Formen und ist ebenso wie die Lycurelnue auf Amerika
beschränkt. Äusserlich erinnern viele Arten einerseits an die Lycoreinen, andererseits tin die Heliconier, unter¬
scheiden sich jedoch durch das Geäder, die langen, dünnen Fhlr und beim cT sehr leicht durch die Haarpinsel am
Vrd der Hflgl, welche sich bei den Lycoreinen am After befinden und den Heliconiern überhaupt fehlen.
Uber die Entwicklungsstadien ist leider noch sehr wenig bekannt. Die Rpn sind meist walzenförmig mit
kurzen Warzen, bei einigen Gattungen mit langen Anhängseln auf dem 2. Segment. Sie sollen meist auf Solaneen
leben. Die Ppn sind, im Gegensatz zu den langen, dünnen Leibern der Schmetterlinge, meist kurz und bauchig.
Sie haben oft prachtvoll spiegelnde, metallisch glänzende Flächen, deren Glanz jedoch nach dem Tode der Pp erlischt.
Die Falter hal)en meistens einen langgestreckten Leib, glasige Flügel und lange Fhlr. In der Färbung der
Flügel herrscht neben der glasig-farblosen, hauptsächlich eine rötlich gelbbraune Tönung vor, vereint mit schwärz¬
lichen, gelben und weissen Zeichnungen, der sogenannte „Lycoreen-Habitus“. Blaue, rote oder grüne Färbung
OLYliAS; EirriiKSIS. Von I». llAKNsrii.
kommt fast gar nicht vor. Ents])reclien(l dei' leljliafteren oder farblosen Zeicl)nnng l)(!vorzngen die einzelnen (li njjpen
mehr lichtere Stellen oder den dichten, dunklen Urwald. Ihr klug ist meist unregelniä.ssig und träge, ln wald¬
losem, offenem Terrain halten sich nur wenige Formen vorübergehend auf.
Das Verbreitungsgebiet der Ithomiinen umfasst das ganze tropische und subtropische Amerika. Einzelne
Arten finden sich noch in Kalifornien und in Argentinien. Ebenso werden die Gebirge bis zu Höhen von bOOO m
von ihnen bewohnt. Die meisten Arten finden sich jedoch unter dem Äquator in den Tälern der Anden, ln iVlengen
treten besonders Arten der Gattungen Mecfianif/s , Cerafiiiia und der kleinen durchsichtigen Ithomiinae auf. Imter
ihnen finden sich vereinzelt Exemplare ähnlicher, seltener Arten der Gattung J^apeof/cnas.
Manche Arten haben ein weites Verbreitungsgebiet und finden sich, wenn auch mit kleinen Abänderungen,
fast überall; andere wieder bevorzugen ausschliesslich bestimmte Gebirgstäler. Auch kann man von einzelnen,
seltenen Arten bisweilen täglich an bestimmten Lokalitäten einige Exemplare fangen, trotzdem sich die Art in
weiterem Umkreis sonst nicht lindet.
4. Gattung ; Olyras u. Hcw.
Die wenigen Arten dieser Gattung enthalten grössere, hall) durchsichtige, meist seltene Schmetter¬
linge. Von den ähnlichen Formen anderer Gattungen sind sie an dem, besonders beim cf stark ausgebuchteten
Ird der Vflgl und den am Vrd entsprechend gebogenen, breiten Htlgln unterscheidbar. Die cTcf haben am
Vrd der Htlgl 2 Haarpinsel. — Es sind Gebirgstiere, die gerne an lichten Stellen meist in beträchtlicher
Höhe über dem Boden umherschweben.
O. montagui Bür. (31 d). Vtlgl dunkelbraun, in der Aussenhälfte mit unregelmässigen, glasigen
Flecken. Htlgl rötlichbraun mit dunklem Aussenrd und glasigem Fleck am Apex, welcher sich auf der
Unterseite bindenartig nach dem Ird hinzieht (bei manchen Exemplaren auch schon auf der Oberseite). Die
ziemlich seltene Art fliegt an den östlichen Abhängen der Anden von Columbien und Ecuador; sie ähnelt
ausser der Buna lamirus auch Dirceiina ohjras und Napeoiienes excelsa, die an denselben Lokalitäten Vor¬
kommen, aber letztere sind merklich kleiner. — sticheli Usch, aus dem östlichen Peru ist der vorigen sehr sticheli.
ähnlich, aber durch ein grosses rotl)raunes Dreieck an der Basis der Vtlgl ausgezeichnet. Auch ist der
dunkle Aussenrd der Htlgl breiter und die weissen Punkte der Unterseite sind grösser. — staudingeri staudingeri.
Godm. u. Sah. (= centralamericana Stgr. i. 1.) von Zentral -Amerika ist der vorigen ähnlich, hat aber nur
einen gelbbraunen Strich an der Mediane der Vtlgl und kleinere gelbliche Glasflecke. Die Färbung der Htlgl
ist gelbbraun. Im Apex derselben steht auf der Oberseite nur ein kleiner, durchsichtiger Fleck.
O. crathis DU. u. Heir. von Venezuela ist der vorigen ähnlich, aber auch der folgenden. Der crathis.
längliche Fleck an der Basis der Vtlgl ist breiter, aber hell gelbbraun. Die Glasflecken sind kleiner und
bräunlich. Die Hflgl sind hell gelbbraun mit breitem, dunklem Rand und 2 undeutlichen Glasflecken. —
theon Bates (31 d). Von Zentral -Amerika ; hier sind die Glastlecken grösser, desgleichen der gelbbraune
Fleck an der Basis der Vflgl. Hflgl einfarbig gelbbraun mit schmälerem, dunklen Aussenrd und hellerem
Discaltleck auf der Unterseite.
O. praestans Godm. u. Salv. (31 e) erinnert an die etwas grössere Buna phenarete. Die Vflgl sind glasig praestans.
mit dunklen Rändern und Schrägbinden. Die Htlgl durchsichtig gelblich mit dunklem Vorder- und Aussenrd.
Auf der Unterseite stehen an den Aussenrdn weisse Doppelpunkte und am Vrd der Hflgl 3 weisse Punkte.
Die Heimat ist das nordöstliche Columbien. — insignis Sah. von Zentral -Amerika hat am Analwinkel der äisignis.
Htlgl noch rotbraune Färbung und auf der Unterseite am Vrd nur 1 weissen Punkt.
O. translucens Ileiv. aus dem westlichen Ecuador ist die kleinste und seltenste Art. Sie ist fast transhicens.
glashell, nur an der Basis schwach gelblich, mit dunklen Rändern und einer Querbinde über den Zellschluss
der Vflgl bis zum Aussenrd. Auf der Unterseite stehen an den Aussenrdn kleine weisse Punkte.
5. Gattung: DU. u. lleiv.
Auch hierher gehören nur wenige Formen, von ähnlicher Grösse und Färbung wie die Ohjras, aber
ohne die stark gebuchteten Ränder. Sie leben ebenfalls in den Gebirgen, von Peru bis Zentral -xAmerika.
E. hypereia Dhl. u. Hew., die zuerst beschriebene Form und Type der Gattung, sieht der abgebildeten hypereia.
Üieope (31 e) ähnlich. Sie ist etwas grösser, hat breitere, dunkle Ränder und Binden, sowie die Basis der
Vtlgl und den ganzen Discus der Htlgl rötlich gelbbraun. Sie fliegt in den Gebirgen von Venezuela. —
hyspa Godm. u. Salv. (= antioquensis Stfp\) ist eine Lokalform von hijpereia aus Ecuador und Columbien, hyspa.
die sich durch viel schwächere rotbraune Färbung, besonders im Discus der Vtlgl, auszeichnet. — imitatrix imitatri.x.
Stgr. (31 e) sieht den Thgridia- und durchsichtigen Äprotopos-kvlQw ähnlich. Sie steht aber der vorigen
sehr nahe und unterscheidet sich hauptsächlich durch das Fehlen der rotbraunen Färbung auf allen Flügeln,
sowie durch die schwärzliche Querbinde über die Mitte der Hflgl. Sie findet sich an den östlichen Abhängen
der Anden von Peru und Ecuador. — theope Godm. u. Sah. (— dilucida Stgr.) (31 e). Es ist die zentral- theope.
amerikanische Form von hgpereia aus Costa Rica. Sie unterscheidet sich besonders durch die blässeren Ränder
und den schmäleren Aussenrd der Htlgl, welcher innen gelbbraun gesäumt ist.
118
ATHESIS; THYRIDIA; TITHOREA. Von R. Haensch.
clcarista.
acrisione.
detryllidas.
demyliis.
hewitsoni.
oligyrtis.
co/ifiisa.
psamathc.
ciirvifascia.
themisto.
megisto.
singularis.
6. Gattung: AtliesiH IM. k. Hew.
Die Arten dieser Gattung sind denen der vorigen ähnlich, aber meist bedeutend kleiner. Sie unter¬
scheiden sich durch die gewinkelte untere Discocellulare und die lange Zelle der Hflgl. Alles sind Gebirgs-
tiere aus dem nordwestlichen Süd -Amerika.
A. clearista T)bJ. u. Heic. (Sie) aus Venezuela hat glasige Flügel mit dunklen Rändern und zwei
Schrägbinden über den Zellschluss und über die Zellmitte der Vtlgl. Ein Strich neben der Mediane der Vflgl
und die Adern im Discus der Hflgl sind gelbbraun. Die langen Fhlr sind schwarz.
A. acrisione lleiv., eine schöne, aber seltene Art von Ecuador, ist bedeutend grösser; der Apex der
Vtlgl gelbbraun gerändert. Über das Zellende der Htlgl zieht eine schwarze Binde zum Innenwinkel, welche
zum Teil mit dem Aussenrd zusammentliesst. In letzterem stehen auch oben grosse, weisse Submarginal-Punkte.
A. dercyllidas Heic. (32a). Die Flügel erscheinen wie von grünlichem Glase; besonders auf der
Unterseite sind die Glasüecken stärker grün gerändert. Die dunklen Ränder und Binden sind aut der Ober¬
seite zum Teil gelbbraun eingefasst. Auf der Unterseite sind sie gelbbraun mit dunklen Säumen. Durch
die Zeichnung und grünliche Färbung erinnert die Art an Colaenis diclo ; sie fliegt in Columbien und Ecuador. —
Als demylus bezeichnen Godwan und Salvin eine Form aus dem südlichen Ecuador mit ganz schmalen
Rändern und Binden.
A. hewitsoni Srka. Diese Art wurde von Hewitson als cf zu dercißlidcis abgebildet, aber von
Shnka als eigene Art erkannt. Sie unterscheidet sich durch die bräunliche Tönung der Glastlecken und
die schmäleren Ränder und Binden aller Flügel. In der Schrägbinde über dem Zellende der Vflgl steht
nach dem Aussenrd zu noch ein länglicher Glasfleck.
A. oligyrtis Hen\ ist eine weitere, der dercijIUdas ähnliche Form von Ecuador. Sie soll eine un¬
deutliche Binde zwischen den Discoidal -Adern vor dem Aussenrd der Vflgl, sowie .3 weisse Punkte am Vrd
haben; ferner eine schwarze Binde vom Apex der Hflgl nach dem 1. Medianast.
7. Gattung: Tliyridisi Hbn.
In diese von Doubleday und Hewitson als Methona bezeichnete Gattung gehören nur w'enige
grössere Arten mit durchsichtigen, schwarz gezeichneten Flügeln und dünnen, schwarzen, mit stärkerer,
gelber Keule versehenen Fhlrn. Die Zelle der Hflgl ist klein und fast rechtwinklig zur Mediane geschlossen.
Die Arten gehören meistens der Ebene an und finden sich Amn Guiana bis Argentinien und westlich bis
zum oberen Amazonas.
Th. confusa Bdr. (— psidii Cr.) (32 a). Diese Art wurde seit Gramer lange Zeit für die ähnliche
psidii Linne’s gehalten, die aber einer ganz anderen Gattung angehört. Letztere (Taf. 34c) ist, ausser im
Geäder, leicht an den kleinen rötlichen Punkten an_ der Basis der Vflgl zu erkennen, confusa hat durch¬
sichtig gelbliche Flügel mit schwarzen Rändern und über dem Zellschluss aller Flügel je eine Querbinde,
sowie einen (Querstrich durch die Vflglzelle. Sie findet sich am unteren und oberen Amazonas, sowie in
Guiana , an schattigen Stellen der Flussufer. — psamathe Godm. u. Sale, aus dem östlichen Ecuador und
Peru ist eine Lokalform mit schmalen Binden und Rändern. Nach Godman* und Salvin entspricht dieser
Form auch eine Form von I>ismoypliia cjrise, deren ? der Th. confusa sehr ähnlich sieht und die an den
Lokalitäten, wo psaniafhe vorkommt, ebenfalls schmälere Binden und Ränder haben soll. — curvifascia
Weyni. von Ecuador und dem oberen Amazonas ist eine Form, bei welcher sich das Schwarz an der Wurzel
der Hflgl bis über die Abzweigung des 1. Medianasfes hinaus ausdehnf.
Th. themisto Hbn. (32 a). Von der ähnlichen confusa durch das Fehlen der breiten (Querbinde über
den Zellschluss der Hflgl zu unterscheiden. Die Rp lebt nach W. Müller auf Brunfelsia-Arten. Sie ist
tief sammetschwarz mit orangefarbenen Ringen. Die Pp ist gestreckt, unbeweglich, weissgelb mit schmalen
orangefarbenen Querbinden und schwarzen Streifen und Flecken. Die Art lebt im mittleren und südlichen
Brasilien bis Argentinien. — Als megisto beschreibt Felder eine Form der .vorigen aus Bahia, welche
grösser sein und die Flügeladern weniger schwarz gesäumt halien soll. Dagegen ist die Mittelbinde der
Vflgl viel breiter und der Saum der Hflgl unregelmässig.
Th. singularis Styr., ebenfalls aus Bahia, ist kleiner als themisto und hat den Innensaum der Hflgl
am 2. Medianast nicht gezähnt, dagegen auf der Unterseite weiss eingefasst. Der Vrd der Hflglunterseite
ist an der Basis breit gelb und über der Präcostalrippe nicht schwarz unterbrochen.
8. Gattung: Titliorea IM. u. Heic.
Unter dieser Gattung wurden bisher 2 ganz verschiedene Gruppen zusammengefasst und ich sehe
mich genötigt, die zweite Gruppe unter dem Namen Hirsutis nachstehend abzutrennen. Die Hauptunter¬
schiede sind folgende: Bei Tithorca sind die Augen behaart, die Tibia der Mittel- und Hinterbeine ist viel
MIKSLII'FS. Von H. Harnscii.
I 10
länger als der Femur. Die cf cf haben nur 1 Haarbüschel am Vrd der Htlgl. Bei IlirsHlls sind die Augen
kahl: Tibia der Mittel- und Hinterbeine ist nicht viel länger als der Femur und die cf cf haben 2 Haarbüschel.
Die Arten der Gattung Tifhorea haben kurze breite Flügel von schwarzer Grundfarbe. Sie sehen den
übrigen Ithomiinen gar nicht ähnlich und erinnern durch die Flügelform an die Dtaials-Arien. Sie bewohnen
das nordwestliche Süd-Amerika bis Panama.
T. humboldti La/r. 1= tlavomaculata SV^r.) (32 a). Ein stattlicher, sarnmetschwarzei' Schmetterling mit Immboldti.
gelber Fleckenbinde über V- und Htlgl und gelben Subapicaltlecken der Vtlgl. Auf der Unterseite haben
die Vtlgl an der Basis noch gelbliche Striche und dahinter einen Doppeltleck. Die Hllgl haben unten an
der Basis einen gelblichen Strich und eine weitere Schrägbinde, sowie ausserhalb der Zelle einen braunen
Fleck. Ferner führen beide Flügelpaare eine Reihe weisser Submarginal-Flecken. Aus dem Gaucatal in
Columbien, nach Latreille auch vom Amazonas (?) — Als albomaculata Ihch. bezeichnete ich eine Form, albo-
bei welcher die Flecken auf dem Vtlgl weiss sind. Sie scheint häufiger zu sein als die typische luiniholdfi 'naculata.
und findet sich an den östlichen Abhängen von Ecuador und Columbien in Höhen von ca. 1500 m.
T. cassandina Syka. aus Ecuador ist eine kleinere Art, ähnlich der (dhoitincuUda. Die gelben Flecken cassandina.
der Htlgl sind sehr klein, dagegen ist der braune Fleck auf der Unterseite am Zellende sehr gross. Die
Submarginaltlecken der Unterseite sind bläulich-weiss. Die Art erinnert an den HrHronins casmndva FIdr.
T. bomplandi Guer. (32 b) ist die häufigste Art der Gattung. Auf der Oberseite haben die Vtlgl bomplandi.
ausser den Flecken von cdbomaadata noch den weissen Strich und Doppeltleck der Unterseite. Die Htlgl
sind wie bei der (von der Oberseite abgebildeten) pavonii gezeichnet, nur entsprechend grösser. Kommt fiieist
aus Columbien, aber auch von Bolivien. — descandollesi SU/r. aus dem Caucatal in Columbien ist eine descandollesL
Form, bei der alle sonst weissen Flecken der Oberseite gelb sind. — latreillei Stgr ebenfalls aus dem Caucatal latreiiiei.
hat die gelben Fecken wie descandollesi , aber die Binde der Htlgl ist viel breiter und dahinter folgt noch
eine weitere gelbe Fleckenbinde fast wie bei Irmnholdtn. Auf der Unterseite ist der braune Fleck am Zell¬
schluss viel kleiner, setzt sich aber noch durch 2 kleinere Flecken fort.
T. regalls Stich. (= dagua Stgr. i. 1.) ist auf der Oberseite der bomplandi sehr ähnlich, nur sind die regalis.
weissen Flecken am Zellschluss der Vtlgl merklich grösser. Auf der Unterseite dagegen ist die Grundfarbe
vorherrschend bräunlich, bis auf den Discus der Vtlgl und die Einfassung der weissen Elecken und Punkte.
Die Art stammt vom Rio Dagua in Columbien.
T. pavonii Btlr. (32 b) ist die kleinste Art der Gattung und auf der Oljerseite ähnlich bomplandi. pavonn.
Strich und Doppeltleck an der Basis der Vtlgl sind gelblich. Auf der Unterseite sind auch die Flecken am
Zellende der Vtlgl zum Teil gelblich und auf den Htlgln befinden sich 2 vollständige, braune Fleckenreihen
zwischen den weissen Punktreihen und der Schrägbinde. Butler beschreibt die Art aus Panama und ver¬
gleicht sie dem ähnlichen Heliconius peruvianus. Sie findet sich aber auch im westlichen Ecuador und Peru,
sowie in Bolivien. In Ecuador fliegt sie mit dem täuschend ähnlichen IJeliconins cdthis an den gleichen
Lokalitäten.
T. tamasea Heir. aus Columbien hat einige Ähnlichkeit mit descandollesi, aber es fehlen auf den tamasea.
Vtlgln die gelben Flecke an der Wurzel und am Zellende; ferner ist die gelbe Binde der Htlgl schmäler und
abgekürzt. Auf der Unterseite haben alle Flügel weissliche Randpunkte. Die Vtlgl haben ein l)räunliches
Band über der Mediane und 2 ebensolche Flecken nahe dem Apex. Die Htlgl haben noch 2 bräunliche
Bänder an der Basis und im Discus vor den gelben Flecken. — Bei einer Aberration von dersell)en Loka¬
lität ist die Binde der Htlgl zu 2 Flecken reduziert, von denen der äussere zum Teil bräunlich ist. Auf
der Unterseite ist fast der ganze Discus der V- und Htlgl bräunlich. — Eine weitere Form, die ich lugubris lugubris.
form. nov. nenne, hat auf der Oberseite einfarbig schwarzl)raune Flügel, nur die winzigen, weissen Doppel¬
pünktchen im Aussensaum aller Flügel sind noch geblieben. Auf der Unterseite sind noch eine braune
Subapicalbinde der Vtlgl und Submarginalbinde der Htlgl vorhanden. Die Form stammt gleichfalls ans
Columbien.
9. Gattung: gen. noc.
Die Unterschiede dieser Gattung sind bereits bei Tithorca angegeben. Man kann bei derselben noch
2 grössere Gruppen unterscheiden, nämlich : a) Flügel kurz und breit, Schulterdecken schwarzbraun, b) Flügel
länglich, Schulterdecken rotbraun. Die Arten der ersten Gruppe erinnern durch ihre Flügelform an die Dana'is-
und -Arten ; die der 2. Gruppe haben ausgesprochenen „L//(’orcc/P‘ -Habitus. Die Arten verbreiten
sich über das ganze neotropische Gebiet bis nach Mexiko und Süd-Brasilien. Sie finden sich meist einzeln
an Waldrändern oder mit den im Aussehen mit ihnen korrespondierenden j\IrHn<(ea-, Mechanitis- und Ceraiinia-
Arten an blühenden Sträuchern.
a) Schulter decken schwarz braun.
H. pinthias Godm. n. Sedv. (32 b). Ein stattlicher Falter mit breiten Flügeln. Vtlgl schwarzbraun mit pintfdos.
12 unregelmässigen, gelben Flecken. Htlgl rotbraun mit dunklem Vorder- und Aussenrd. Auf der LTiter-
120
HIRvSüTIS. Von R. Haensch.
Seite der Htlgl führt noch eine dunkle Schräghinde vom Apex zum Ird, am Anfang derselben steht ein
grosserer, gelber Fleck. Alle Flügel haben unten weisse Aussenrd-Punkte. Diese Form findet sich be¬
sonders in Panama und Costa Rica.
tanicina. H. tarricina Hew. von Columbien steht der vorigen nahe, hat jedoch am Apex der Htlgl 3 grössere,
hecalesina. gelbe Flecke. — hecalesina F'/f/r. (32 c) ebenfalls aus Columbien, hat dem dunklen Aussenrd der Htlgl nach
innen eine vollständige, aus grossen, gelben Flecken bestehende Binde. Ferner ist der ganze Vrd bis zur
parola. Mediane dunkelbraun. — Als parola bezeichnen Godman und Salvin eine Form vom Caucatal, bei welcher
der Vrd der Htlgl nur schmal dunkel ist, so dass der dunkle Fleck am A2)ex deutlich hervortritt. — Als
obsciirata. ab. obscurata ah. nov. benenne ich dagegen eine Aberration von Columbien, bei welcher fast die ganzen
Htlgl, bis auf einen Fleck am Innenwinkel schwarzbraun werden.
honita. H. botiita lisch, vertritt die Gruppe im östlichen Ecuador. Bei derselben steht auf den
Htlgln zwischen Apex und Zellschluss ein abgerundeter schwärzlicher Fleck und auf der Unterseite ausser¬
dem noch im Discus 2 weitere Flecken, welche mit dem Subapicaltleck eine Schräghinde darstellen.
duenna. H. duenna Bat. aus Guatemala und Honduras unterscheidet sich von den vorhergehenden auffällig
durch eine schwärzliche Schräghinde vom Apex der Htlgl Ins nahe zur Mitte des Irdes, sowie durch einen
rötlichen, länglichen Fleck an der Basis der Vtlgl. Ferner ist der Halskragen rotbraun. Bates fand die
monosticta. Art nur auf dem Tafel-Hochland von Duenas in Guatemala. — monosticta Godm. u. Scdv. von Panama und
Costa Rica soll sich von duenna durch das Fehlen der dunklen Binde auf der Oberseite der Htlgl unterscheiden,
dagegen auf der Unterseite eine Fleckenlnnde haben.
irene. H. Irene Drarij von Jamaica ist eine der tcni'kina ähnliche Form mit nur 2 gelben Flecken am Apex
der Htlgl und 2 dunklen Flecken ausserhalb der Zelle, sowie rotbraunem Fleck an der Basis der Vtlgl. —
iimbratilis. umbratilis Bat. von Panama unterscheidet sich von der vorigen durch das Fehlen des rotbraunen Fleckens
an der Basis der Vtlgl, sowie der gelben Flecken am Apex der Htlgl. Die Fhlr sind bräunlich, an der
WTirzel schwärzlich.
helicaon. H. helicaon Godm. u. Sah. hat grössere, gelbe Flecken auf den Vtlgl und 2 rotbraune Längsflecken
an der Basis. Die Htlgl sind schmäler gesäumt und haben keinen dunklen Fleck am Discus. Die Heimat
ist Costa Rica.
tagarma. H. tagarma IIen\ aus Bolivien ist eine seltene Art mit etwas schmäleren Flügeln, grösseren gelben
Flecken und grossem, rotbraunen Fleck an der Basis der Vtlgl. Die Hflgl sind hell rötlich gelbbraun mit
schmälerem, dunklem Rand und gelber Fleckenschrägbinde hinter dem Zellschluß. — Bei der Lokalform
anachoreta. anachoreta Thienie von Peru ist die gelbe Schrägbinde kürzer und breiter, und hinter dem Zellschluss der
Hflgl steht ein länglicher schwarzer Fleck. Die Fühler sind schwarz. Halskragen rotbraun.
bj S chu Iter de<cken rotbraun.
hippothoiis. H. hippothous Godm. u. Sah. (32 c). Diese Art bildet den Übergang zwischen den beiden Gruppen.
Die Schulterdecken sind noch dunkler braun; die Htlgl breit, aber schon mit Flecken-Längsbinde und die
Fühler ausser der Basis gelbbraun. Von irene Drumj unterscheidet sich die Art durch die beiden rotbraunen
Längsflecken an der Basis der Vflgl und die bindenartigen Flecken im Discus der Hflgl.
hermias. H. hermias Godm. n. Sah. Zeichnung wie die abgebildete neitha llpfr. Färbung auf der Basalhälfte
der Vtlgl und den Htlgln lebhaft rotbraun. Die Binde und Flecken im Apex gelb. Die schwarze Zeichnung
neitha. der Hflgl ist schmäler. Es ist dies die Form aus dem östlichen Ecuador, während neitha Ilpfr. (32c) aus
dem östlichen Peru sich durch die gelbliche Grundfarbe aller Flügel, besonders auf der Unterseite, aus-
egaensis. zeichnet. — egaensis Btlr. vom oberen Amazonas unterscheidet sich von der vorigen durch die rostige Grund-
melanina. färbung aller Flügel und durch die sehr kleinen weißen Randpunkte der Unterseite. — melanina lisch, ist
eine Form von egainsis, ebenfalls vom oberen Amazonas. Sie zeichnet sich durch das Fehlen der gelben
Färbung aus und wurde bereits bei Lycorea aoncolor erwähnt. — Während hermias und die verwandten
Formen alle eine sjiiessförmige Zeichnung hinter dem Zellende der Vtlgl nach dem Aussenrd zu haben, ist bei
hermina: H. hermina Usch. (32 c) die gelbe Schrägbinde der Vflgl in etwa 10 kleinere Flecken aufgelöst. Es
ist eine Form von hermias von den östlichen Ausläufern der Anden am Napo-Fluss in Ecuador. — Eine
napona. weitere Form von denselben Lokalitäten, napona Hsch., zeichnet sich durch schmalen Aussenrd der Htlgl
und das Fehlen der schwärzlichen Fleckenbinde auf denselben aus.
bnumea. H. brunnea lisch, aus dem östlichen Peru sieht durch das Fehlen der gelben Färbung der melanina
oberflächlich ähnlich. Durch die Zeichnung steht sie jedoch napona nahe. Sie hat ebenfalls schmale Aussen-
ränder im Hflgl und die dunkle Fleckenbinde ist nur schwach angedeutet.
pseudonyma. H. pseudonyma Stgr. hat ähnliche Zeichnung wie hermias. Sie ist an den meist nur 3 isolierten,
schwärzlichen Flecken im Discus der Hflgl zu erkennen. Die gelbe Schräghinde der Vflgl schliesst am
Ausgegehen 26. V. 09.
A^mYiri’iS. Von H. IfAicNscir.
121
Zellende nur einen kleineren, dunklen Fleck ein und endet am Aussenrd in eine mehr speerförmige Spilze.
Diese Art findet sich in Bolivien, Paraguay und Argentinien. — Aus dem südlichen Brasilien kommt die
ähnliche pseudelhra BtJr. (32 d), welche sich durch die charakteristische, geihe kängsbinde dei’ Htlgl 'axxv,- pscndcUira.
zeichnet und bereits bei Ljicorca li«lla erwähnt wurde. — Als assimilis l/^rh. beschrieb ich die Form von assimilis.
psemlonijma ohne gelbe Färbung, woduixdi sie der melanina und hrannoa ähnlich sieht. assiiHi/iii ist jedoch
an den 3 isolierten Flecken im Discus der tlllgl leicht zu erkennen. Sie findet sich, wie die ähnlichen
Formen, am oberen Amazonas. — • Mit lateflava foriii. nov. bezeichne ich noch eine Form von j)sm<l()uijina lateflava.
mit sehr breiter, gelber Schrägbihde der Vtlgl; dieselbe verjüngt sich erst dicht am Aussenrd plötzlich zu
kleiner, abgerundeter Spitze. In derselben stehen außer dem Fleck am Zellende noch 2 kleine, dunkle
Punkte vor dem Aussenrd. Diese Form stammt aus Sta. Cruz in Süd-Bolivien.
H. Harmonia Cr. (32 d). Bei den typischen Stücken dieser Art aus Guiana ist die dunkle Längs- harmonia.
binde der Hflgl mit dem dunklen Aussenrd zu einem grossen Fleck verschmolzen, wie bei Ijijcorcu ct'res und
vielen Ifhomiinen. Die Vtlgl sind, besonders beim cf, zugespitzt. Die gelbe Schrägbinde ist dreispifzig. —
Die Form mit gewöhnlicliem Lycoreen-Habitus und getrennten Binden ist mopsa F. Bei ihr ist die Flecken- mopsa.
binde der FIflgl nach dem Ird zu verjüngt ; die Grundfarbe rotbraun. Sie findet sich in Guiana und
am unteren Amazonas. — Eine Lokalform mit hell gelbbrauner Grundfärbung von den Antillen und Trinidad
wurde von Godart als megara {— flavescens Krb.) bezeichnet. — Die Raupe dieser Form ist nach Guppy megara.
schwarz mit weissen Tupfen und 2 beweglichen, langen, fühlerartigen Anhängseln auf dem 2. Segment. Sie
frisst am Tage an Echites sp. Die Eier sind ähnlich wie von Lycorea ceres, gelblich mit zahlreichen Ein¬
drücken und werden einzeln an die Unterseite der Blätter gelegt.
H. cuparina Bat. ist mir unl)ekannt. Sie muß nach der Beschreibung der folgenden Art ifariu) cnparina.
nahestehen, da die gelbe Schrägbinde der Vtlgl stumpf endigen soll. Bates vergleicht sie mit der gewöhn¬
lichen Form vom Amazonas und bemerkt, daß sie nur an dem südlichen Zufluß Tapajos des mittleren
Amazonas zu finden sei.
Bei den nun folgenden Formen tritt die Zus23itzung der Längsbinde der Htlgl nach innen noch deutlicher hervor.
H. salvadoris Styr. Diese grosse Art sieht hippothous ähnlich. Sie findet sich auch in Zentral- salvadons.
Amerika (San Salvador, Honduras), hat al)er hellere, gelbbraune Grundfärbung und grössere gelbe Flecken.
Durch die keilförmige Binde der Htlgl steht sie den folgenden Formen nahe.
H. furia Styr. (32 d) ist von den ähnlichen Arten an der am Aussenrd stum})f endigenden, gelben furia.
Schrägbinde der Vllgl und der nach innen zuges2)itzten Läiigsbinde der Htlgl zu erkennen. Sie fliegt in
Venezuela und Columbien. — Bei furina Godm. u. Sah. sind die Schrägbinden der Vtlgl in kleine, gelb- /nrüm.
liehe Flecken aufgelöst. Sie ist häufiger und weiter verbreitet als die typische /«r/«, denn sie kommt ausser
in Columbien und Venezuela auch im westlichen Ecuador und in Süd-Bolivien vor. — ■ flacilla Godm. u. Sah\ fiadlla.
aus dem Caucatal in Columbien unterscheidet sich von der vorigen durch 3 gelbe Flecken am Apex der
Htlgl, welche schwarz umrandet sind; auch ist die Basis der Vtlgl breiter schwärzlich und die bräunlichen
Strichtlecke daselbst sind entsprechend kleiner.
10. Gattung: Atliyrtis Fldr.
In Grösse und Zeichnung sind die Arten dieser Gattung denen von Melinaea sehr ähnlich, unter¬
scheiden sich aber sogleich durch die kürzeren Fhlr und durch die gewinkelte untere Discocellulare der
Htlgl. (Bei der Abbild, von Ath. mechanitis, T. 33 a, ist das Geäder undeutlich).
Die wenigen Formen dieser Gattung sind alle sehr selten und finden sich nur an den östlichen Ab¬
hängen der Anden von Columbien bis Peru.
A. mechanitis Fldr. (33 a) hat die Zeichnung fast wie Mechanitis doryssus, ist aber bedeutend grösser medianitis.
und an der gewinkelten unteren Discocellulare der Htlgl zu erkennen. Die Basis der Vllgl und die Htlgl
sind rotbraun ; erstere mit schwärzlicher Apicalhälfte und 3 gelben Fleckenbinden , letztere mit gelber und
schwarzer Fleckenbinde, sowie dunklem Aussenrd. Alle Flügel mit kleinen, weissen Aussenrdpunkten. — Bei
der Lokalform oberthüri Srka. aus Ecuador fehlt die gelbe Längsbinde der Htlgl, und die Binden der Vtlgl oberthüri.
sind kleiner. — Bei salvini Srk-a. aus dem östlichen Peru ist die rotbraune Färbung matter und reicht salvini.
auf den Vtlgln bis über den Zellschluss hinaus. Apex und Aussenrd sind schwarzbraun mit gelblicher Sub-
apicalbinde. Am Zellende und in der Zellmitte steht je ein schwarzer Fleck. Die Htlgl haben eine Mittel¬
reihe von 5 — 6 schwarzen Flecken und schmalen, dunklen Aussenrd. — Bei einer Lokalform vom oberen
Amazonas, die ich als amanga form. nov. bezeichne, ist die ganze Apicalhälfte der Vtlgl schwarzbraun. In amanga.
derselben steht ausser der gelblichen, sehr schmalen Subapicalbinde noch eine bräunliche neben dem Zell¬
ende. Von den beiden schwarzen Flecken bei salvini ist der äussere in der dunklen Ajjicalhälfte verschwunden.
A. distincta lisch. Ähnlich der mechanitis. Die Subai^ikalbinde der Vtlgl ist klein, die niittlere ist distincta.
nach innen gebogen und schliesst einen grossen schwarzen Fleck am Zellende ein ; die innere besteht nur
V . 16
122
MELINAEA. Von R. Haensch.
in einem Fleck in der Zelle. Die Hflgl haben auf der Unterseite am Zellende einen grossen, gelben Fleck,
welcher nacli oben schwach durchscheint. Columbien.
11. Gattung; Melinaea Bbn.
Diese Gattung enthält zahlreiche, stattliche Arten von ziemlich gleicher Grösse und meist rotbrauner
Gi'undfarbe. Sie sind an den langen, gelblichen Fhlrn und der langen Zelle der Htlgl, mit scheinbar
4ästiger Mediane zu kennen. Von den oft sehr ähnlichen Mechamüs-kview sind die MeJinaeen durch die
normalen Vorderfiisse zu unterscheiden, welche bei Mechcmitk-d'd^ zu einem Knopf verkümmert sind und die
bei den ?? 4gliedrige Tarsen haben. Fernei' hat Mechanitis viel kürzere Fhlr. Die den Melinaea gleichfalls oft
äusserst ähnlichen IleUcunius-kxiQw erkennt man an der kleinen Htlgl-Zelle und dem Fehlen der Haarpinsel
bei den ckd'. Die ilAVhmcn -Arten sind über das ganze neotropische Gebiet von Mexiko bis Argentinien ver¬
breitet, treten aber meist nicht sehr zahlreich auf, sondern finden sich vereinzelt in Gesellschaft der korre¬
spondierenden Mechanitis- und (Vrm'/mV/- Arten. Die cfcf haben 2 Paar Haarbüschel, von denen das erste (an
der Basis) pinselförmig, das 2. (am Zellende) breit kammartig ist.
zaneka. M. zaneka Bth-, (= dora Streck.) (32 e). Diese schöne, grosse Art ist durch das Fehlen der dunklen
Längsbinde im Discus der Htlgl von den meisten anderen Formen verschieden. Die Vflgl zeigen den
Lycoreen-Habitus , aber ohne die gelben Subapicalllecken. Der dunkle Aussenrd der Htlgl ist schmal und
nur an der Apicalhälfte vorhanden. Die Art findet sich nur im östlichen Ecuador, meistens im Halbdunkel
maciitosa des Urwaldes auf Gebüsch. — Bei der ab. maculosa Usch, ist die Grundfarbe dunkler rotbraun. Die
Htlgl führen noch eine oder zwei unvollständige, dunkle Längsbinden, ähnlich wie bei inenophilns. — Bei
discinrens. einer weiteren, interessanten Aberration, die ich ab. discurrens ab. nov. benenne, ist die Grundfai’be eben¬
falls dunkler. Am Aussenrd der Htlgl stehen grosse, dindeelbraune Zacken und zwischen Zellende und Apex
verläuft eine dunkle Zickzacklinie vom Vorder- bis zum Aussenrd.
tncnophiliis. M. meuophilus llew. (= ishka Btl.) (32 e). Eine verbreitete Art; sie ist kleiner als zaneka, hat
eine breitere, gezackte Schrägbinde der Vtlgl und auf den Htlgln 2 schwärzliche Flecken-Längslhnden. Sie
cocana. findet sich in den östlichen Anden von Columbien bis Peru. — Bei der Lokal form cocana lisch, vom
oberen Napo in Ecuador sind die beiden Binden der Htlgl zu einem grossen Fleck verschmolzen, in welchem
maeniiis. die Adern noch fein bräunlich bleiben. — Bei der Lokalform maenius Heiv. ist die Grundfarbe dunkel rot¬
braun und die schwarzen Binden und Makeln sind sehr gross, teilweise zusammentliessend. Vom oberen
tarapotensis. Amazonas fTeffe). — Als tarapotensis form. nov. {Bane/.-Jf. i. /.) benenne ich eine andere Form mit matter
Grundfarbe von Tarapoto am oberen Amazonas, liier ist die Schrägbinde der Vtlgl schmäler; die dunklen
Binden der Htlgl sind grösser und zertliessend. Auf der Unterseite fehlt den Htlgln die dunkle Zeichnung am
cbincha. Vrd und im Discus. — chincha Druce ist eine Form von menopltUus , welcher die gelbe Schrägbinde der
Vtlgl fehlt; sie ist bereits bei Lycorea concolor mit den ähnlichen Formen genannt worden. Sie stammt
wie jene aus dem östlichen Peru und hat die schwarzen Makeln genau wie mcnophilns.
mcssenina. M. messenina FUtr. hat das Aussehen von Mechanitis messenoides Fhlr. (33 f), die Vtlgl ähnlich menophihis,
die Htlgl sind jedoch schwarzbraun bis auf einen rotlu'aunen Subapicaltleck. Jm östlichen Columbien und
mottione. Ecuador. — mothone Hew. (= cydippe Sa/r.) (32 e). Hier fehlt die gelbe Schrägbinde. Die Färbung erscbeint
dadurch einfach schwarzbraun init breiter rotbrauner Schrägbinde und schwarzen Flecken darin. Eine ganz
gleiche Zeichnung haben aus anderen Gattungen noch: Mechanitis cleceptns, Gerat inia bicolora und semifulva,
llyposcada ftdlax, sowie Heliconins aristiona und deren Abarten, mothone findet sich an den östlichen Ab¬
hängen der Anden von Columbien bis Peru und Bolivien in etwas abweichenden Formen.
Die bisher bes])rochenen Arten von Melinaea hatten sämtlich einen breiten schwarzen Ajjex der Vflgl. Die
nun folgenden Formen haben alle eine gell)e oder bräunliche Subapical-Fleckenbinde.
marsaeiis. M. marsaeus lleiv. vom Amazonas ist ähnlich nienophilns, hat aber eine schmälere, gebogene gelbe
Schrägbinde, welche nach innen hinter der Mitte noch einen Sporn hat. l.)ie schwarzen Flecken am Zell¬
ende und im Basalteil sind zusammengefügt. Im schwarzen Apicalteil stehen 3 längliche, rottiraune Flecken.
divisa. M. divisa Stf/r. ist der vorigen in der Zeichnung ähnlich. Die gelbe Schrägl)inde ist jedoch durch
rotbraune Grundfarbe verdrängt. Ferner steht im Apex eine gelbe Fleckenbinde. — Bei der zuerst be-
tucifer. scliriebeiien lucifer Bcd. (33 a) sind die beiden Längsbinden der Htlgl verschmolzen. Beide Formen finden
sich am oberen Amazonas.
flavosignata. M. flavosignata Stgr. (=: egesta Godm. n. Sah.) hat eine bi-eitere gelbe Schrägbinde als menophihis
lücetas. und eine gelbe Fleckenbinde im A]jex. Die Heimat ist Colundiien und Ost- Peru. — Bei hicetas Godm.
n. Sah. (32 e) ist die gelbe Schrägbinde durch die rotbraune Grundfarbe verdrängt. Es kommen jedoch
Exemplare wie das abgebildete vor, bei denen noch etwas gelbe Färbung am Vrd zu sehen ist. — Bei
magnifica. magnifica Usch, sind auch die Sulmpicaltlecken vollständig rotbraun geworden. — Orestes Sah. soll dem
Orestes, lucifer ähnlich sein, ohne die gelben Flecken am Vrd ui\d im Apex der Vtlgl. Die Htlgl sind wie bei
MEIjINAEA. Von R. IlAKNSCir.
123
hicetns. — phasiana Bl/r. (33a) unterscheidet sich von »Kignilicit durch den roihraiinen , schwarz ^esäutnleii p/iasicina.
Apex. Sie sieht der MechmütiH mazaetis sehr iihnlicli. Alle diese Fornien stannnen vorn ohei-eit Aniazonas,
aus dem östlichen Peru. — macaria Godm. u. Halv. hat die Vllgt wie lurr sitrd die beiden läng- macaria.
liehen Flecken an der Basis bedeutend grösser. Die lltlgl haben einen grossen schwai-zen Fleck wie liirif'i-
und messeninu. Aus dem nordösilichen Columbien.
M. mneme L. (= crameri Godin. u. Solo.) (33 a) hat ebeufalls einen schwai'zbraunen Fleck aut den mneme.
Hflgln, derselbe reicht jedoch bis zum Vrd, die Basis und ein SubapicaKleck bleiben rotbraun. Die Schräg¬
binde der Vtlgl ist schmäler und in der Mitte gezackt; die Flecken an der Basis sind abgerundet. Fliegt
nur in Guiana und am untej’en Amazonas.
M. mediatrix Weijm. (33 b), eine äusserlich ganz ähnliche, aber scharf zu trennende Art, lebt dagegen mediatrix.
sowohl am oberen und unteren Amazonas, wie in Guiana. Die Vtlgl haben an der Basis einen zu¬
gespitzten Doppeltleck, die Htlgl am Vrd eine rotbraune Binde. Ferner ist der Hrd der Vtlgl breit schwarz,
bei mneme nicht. — Bei der Form mauensis Weijm. ist der schwarze Fleck der lltlgl in 2 Binden auf- mauensis.
gelöst. — Bei einer weiteren Form, die ich ab. anina ah. nov. nenne, ist die gelbe Schrägbinde der Vtlgl anina.
in 2 kleine Flecken aufgelöst: einer am Zellende, der andere, längliche, in der schwarzen Apicalhälfte am
Aussenrd. Aus Britisch Guiana.
M. satevis Dhl. u. Hew. (33 b) hat die Zeichnung auf den Vtlgln wie mneme, die Grundfarbe ist satevis.
jedoch eigentümlich weinrot, wie sie sonst nur noch bei wenigen Formen, Avie McHnaea madeira und Vera-
thiia viola vorkommt. Die Htlgl sind weinrot mit dunklem Aussenrd und dem Ansatz zu einer Längsbinde
im Apex, die auf der Unterseite deutlicher auftritt. Auf der Unterseite haben die Aussenränder wie bei
mneme kleine, weisse Randpunkte. Bolivien.
M. maelus Ilew. {— pardalis Bat.) hat Zeichnung und Färbung wie eydon Godm. n. S<dv. (33b), unter- maehis.
scheidet sich aber durch eine gelbe Schrägbinde über dem Zellende der Vtlgl bis nahe zum Aussenrd, Avelche
bei eydon fehlt. Eine ganz ähnliche Zeichnung wiederholt sich bei Cerafinia ca.daneu und anasia^ia. Alle
diese Arten tliegen am oberen Amazonas. — Hewitson beschreibt bei maelus noch eine Form, welche er für
eine Varietät hält, die aber einer ganz anderen Art angehört. Ich benenne dieselbe als
M. manga spec. nov. Sie hat eine hellere, rotbraune Grundfarbe, einen dunklen Apex der Vtlgl mit manga.
rotbraunen und 2 ganz kleinen, gelben Flecken. Die Basalhälfte und die Htlgl sind wie bei marsaeus, nur
ist die Mittelbinde kräftiger und keilförmig. Vom Amazonas.
M. madeira {Stejr. i. 1.) (33 b) hat eine gelbe Schrägbinde wie maelus, dieselbe verbreitert sich aber madeira. -
bis in die Zelle und bis zum 1. Medianast. Die Grundfarbe ist weinrot, der Apex dunkel. Die Mittelbinde
der Htlgl besteht aus 3 grösseren und 1 kleinen, länglichen Flecken. Diese Form vom oberen Amazonas
(Manicore) scheint häufiger zu sein als maelus und eydon.
M. maeonis Hew. vom oberen Napo in Ecuador hat eine Zeichnung ähnlich wie maelus, aber die maconis.
ganze Apicalhälfte der Vtlgl ist schwarzbraun, ausser der schmalen Schrägbinde und den 3 grossen Subapical-
tlecken. Die Htlgl haben dunklen Aussenrd und eine gebogene Fleckenbinde, die am Apex mit dem dunklen
Vrd verbunden ist. — Am Ucayali in Peru kommt eine nahe Form vor, die ich als zamora fo^un. nov. {Bang-H. i. 1.) zamora.
bezeichne. Hier ist die Grundfarbe viel heller, l)esonders vor der Flügelmitte und die Htlgl sind durch
eine hell gelbbraune Längsbinde zwisclien dem Vrd und der dunklen Mittelbinde ausgezeichnet. Der
Aussenrd ist nur ganz schmal dunkel gesäumt.
M. mnemopsis Berg (= boliviana Bfgr. i. 1.) (33 d). -Diese Art hat nur den Anfang der gelldichen mnemopsis.
und dunklen Binden von zamora am Apex der Htlgl. Der Aussenrd ist breit schwärzlich gesäumt, uiiten
mit deutlichen, weissen Punkten. Auf den Vtlgln ist die gelbe Mittelbinde in 2 Flecken getrennt. Diese
grosse Form kommt aus Peru und Bolivien.
M. scylax BaU. (= ribbei Weym) (33 c) aus Costa Rica hat einfarbig gelbbraune Htlgl mit schmalem, scylax.
dunklen Aussenrd. Die Vtlgl haben die gewöhnliche Binden- und Flecken-Zeichnung mit grossen, schwarzen
Flecken im Discus.
M. Ulis Bhl. u. Hew. von Venezuela und imitata Bat. (= tachypetis Fldr.) (33 c) von Zentral- Ulis.
Amerika und Mexiko stehen sich beide sehr nahe. Bei lUis ist die Mittelj3inde der Vtlgl zusammenhängend imitata.
und bräunlich: bei imitata ist sie gelb und geteilt. Ferner ist bei Ulis der mittlere Subapicaltleck viel
grösser. — In der Gattung Ceratinia gibt es gleichfalls 2 sehr ähnliche Formen aus Zentral-Amerika und
Venezuela: dionaea und fraferna, ebenso sind der Heliconius telchinia und verwandte Formen den beiden
MeUnaeen täuschend ähnlich.
M. ethra Godt. {= phasis Fldr.) (33 d). Diese für Süd-Brasilien typische Art ist sogleich an der ethra.
gelben Längsbinde der Htlgl und dem isolierten gelben Subapicaltleck der Vtlgl zu erkennen. Sie wurde
bereits bei Lycorea lialia mit den ähnlichen Formen genannt. Besonders ähnlich sieht ihr noch der Heli¬
conius narcaea {= eucrate) der mit ihr zusammen fiiegt.
124
xMEGHANlTIS. Von R. Haensch.
thcra. Eine ähnliche Zeichnung hat auch die kleine M. thera FIdr., welche aber der mnasias New. (3yd)
mnasias. jiäher steht, tltcra hat Grösse und Zeichnung wie mnasias, jedoch einen grossen, weissen >Suba])icalfleck im
Vflgl und kleine, weisse Randpunkte. Ferner eine gelbe Längsbinde im Htlgl wie cihra. Die typischen
Stücke von mnasias vom Amazonas haben weisse Randpunkte und im Zellende und vor der Schrägbinde
noch 2 grössere, gellte Flecken. Bei dem allgebildeten Exemjüar aus Britisch Guiana fehlen diese Flecke
tecta. und die Randtlecken sind gelb. Ich benenne daher diese Lokalform als tecta form. nov.
equicola. M. equicola Cr. sieht der 33 e abgebildeten Mcchanitis eqnicohndes sehr ähnlich. Die schwarzen
Flecken am Zellende der Vtlgl und am Aussenrd bilden eine Binde und vor derselben steht noch eine gelbe
Schrägbinde. Der schwarze Fleck zwischen den Medianästen im Discus fehlt. Auf den flflgln sind die
Älittelbinde und der sehr breite Aussenrd am Innenwinkel verschmolzen.
idae. M. idae FIdr. (33 c) ist eine ganz isoliert stehende Art aus Columbien und Ecuador. Die gelben
Apicaltlecken sind wie bei mneme , dagegen ist die gelbe Schrägbinde verkürzt und nach der Basis zu ver¬
breitert. Die Htlgl fallen durch das Fehlen der Längsbinde und den sehr breiten, dunklen Aussenrd auf.
Auf der Unterseite haben alle Flügel kleine, weisse Aussenrdpunkte. Das abgebildete Exemplar ist aus
Columbien; die Ecuador-Stücke unterscheiden sich durch geringere Grösse und sclmräleren, nach innen
scharf begrenzten Aussenrd der Htlgl. Eine ähnliche Zeichnung wie idae haben Geratinia philetaera und
Jfeliconins clara.
paraiya. M. paraiya lieak. (33 c). Zwischen der gelben Subapical- und Mittelbinde stehen noch 2 Flecken in
der schwarzen Apicalhälfte der VtLd und in der Zelle zwei schwarze Flecken. Die Htlgl haben dunklen
Aussenrd und eine Fleckenbinde. Diese häufige Art findet sich sowohl in Guiana und am iVmazonas, als
auch in Mittel- und Süd-Brasilien; sehr ähnlich ist ihr Mcchanitis macrinns, und auch der JJeJiconius meta-
egina. phorus. — Bei der verwandten egina Cr. sind die mittleren Flecken der Htlgl-Binde mit dem Aussenrd
zu einem grossen Fleck verschmolzen. Im Vtlgl steht zwischen den mittleren, gelben Flecken noch ein
dritter. Diese Form tliegt besonders in Guiana und am mittleren Amazonas.
messntis. M. messatis (33 d) bildet mit den beiden folgenden Formen eine kleine Gruppe für sich, welche
dem Heliconius ismenius sehr ähnlich sieht. Auffällig sind besonders die zahlreichen, weissen Flecken der
Vtlgl. Die Mittelbinde der Htlgl ist nur in der A])icalhälfte entwickelt, messafis findet sich in Columbien,
paraltelis. während die nahe parallelis Btlr. in Panama tliegt. Letztere hat eine vollsländige Längsbinde im Htlgl. —
dodona. dodona H-]>fr. von Bolivien hat im Vtlgl ausser den Randpunkten gelbe, statt weisser Flecken. Der Hrd der
Vtlgl ist schwarz, die Binde der Htlgl vollständig.
12. Gattung: Meclaaiiitis Fcdor.
Die Unterschiede dieser Gattung von den oft sehr ähnlichen Melinaea sind bereits dort angeführt.
Die Arten sind durchweg kleiner, haben lange, schmale Flügel und kürzere Fühler. In der Färbung und
Zeichnung ist der Lycoreen-Habitus vorherrscheiid.
Die Verbreitung dieser Gattung ist eine sehr große; es finden sich Arten von Kalifornien bis Argen¬
tinien fast überall; besonders in den Urwäldern der Ebene erreichen manche Formen zeitweise eine un¬
geheure Individuenanzahl, welche sonst nur noch gewisse, farblose Ithomien aufweisen können. Es sind
dann an bestimmten Stellen die Büsche förmlich damit übersät. In der Farbenänderung leistet Mcchanitis
gleichfalls alles IMügliche. Die meisten Formen vaiiieren so stark, daß man fast eine ununterbrochene Reihe
von Übergängen zwischen allen Arten aufstellen kann. Bei manchen Exemplaren ist es oft schwer, sie unter
bestimmte Arten einzureihen, und es scheint bisweilen Fortpüanzung zwischen nahen Formen stattzufinden.
polymnia. M. polymiiia L. (33 e). Typisclie Exemplare dieser sehr variablen Art, mit kleinem Subapicaltleck
und grosser, gelber Mittelbinde der Vflgl, finden sich besonders in Guiana und am unteren Amazonas. Die
beiden schwarzen Flecken am Zellende fließen meist zusammen. Die Miftelbinde der Htlgl ist breit und
diimbo- gezackt. — chimborazona Bat. ist eine Lokalform vom Westabhang der Anden in Ecuador, mit am Vrd
razona. Vflgl sehr breiter, gelber Mittelbinde, welche sich hinter der Zelle plötzlich strichförmig verengt. Die cfcV
haben im Htlgl eine sehr breite, schwarze Mittelbinde; bei den ?? ist dieselbe jedoch nur am Apex vor-
casabranca. handen. — casabranca lisch, ist die Lokalform vom mittleren und südlichen Brasilien, die an der charak¬
teristischen, gelben Längsbinde im Htlgl leicht zu erkennen ist. Ferner fehlt l)ei ihr der gelbe Subapicaltleck
im Vflgl und der Doppeltleck am Zellende ist am Vrd verbreitert. Die Mittell)inde der Hllgl ist schmal.
cancaensis. — Als caucaensls form. nor. bezeichne ich die Form aus dem Caucatal in Columbien. Dieselbe zeichnet
sich durch dunkel braunrote Grundfarbe, grossen, gelben Bindentleck und kleine, schwarze Flecken am Zell¬
ende der Vtlgl aus. Der schwarze Fleck in der Zelle ist in eine Spitze ausgezogen. Die breite Mittel¬
binde der Htlgl ist beim cf fast ungezackt.
cquicoloides. M. equicoloides Godm. u. Salr. (33 e). Diese und die folgende Form unlerscheiden sich von allen
übrigen durch bedeutendere Grösse und kräftigere Gestalt. Die Zeichnung ist aber der von donjssus ähnlich.
RIECH AN rris. Von R. Harnscii.
Auffällig sind 2 schwarze, isolierte Flecken am Vrd der Hllgl. Wiilirend die Form ojHiroloidt'.H vom oberen
Amazonas im Hilgl die gewöhnliche Zeichnung mit schwarzer, gezackter Längshimle und el)(msoIchem
Aussenrd hat, sind hei der verwandten sylvanoides (iofhu. k,. H(Uv. aus Guiana beide Rinden am Ird ver- sylvunoiiLs.
schmolzen. Letztere Form soll dem ileliconiiis sijloaiia ähneln.
M. pannifera Bür. plagifera Ulgr.) (33e). Hier sind die Rfitlelhimle und der Aussenrd der lltlgl. pannijcni.
zu einem sclnvarzen Fleck verschmolzen, wie hei McliiKtea rocana. Der Vi’d und Apex hieihen rothrauii.
Die gell)e Schräghinde der Vflgl ist schmäler als hei pohjnui.ia, am Apex dersell)en steht meistens ein gelb¬
licher Fleck. Diese Form fliegt sowohl am Amazonas, als auch in Cuiana und Venezuela.
Bei M, messenoides" Ftdr. (33 f) nimmt der schwarze Fleck der Hilgl auch noch den ganzen Vrd messeno/dcs.
ein, ferner ist auch noch die Basis der Vtlgl schwarz, dagegen fehlt der gelbe Suhajticaltleck. Diese Art
entspricht genau der Melinaca tnesseiiina. Am Ostahhang der Anden, von Columbien bis Peru. — Fbenso wie
von der Melinaea gibt es auch von der Mechanitis eine Form ohne die gelbe Schrägbinde der Vtlgl, nämlich
deceptus Bür. (— mothone Sah.}. Diesell)e ist der MeJinaca moüwne täuschend ähnlich. Sie lebt am oberen Amazonas deccptns.
in Ecuador, Peru und Bolivien. Es finden sich aber auch Übergänge zu der vorigen Form, bei denen gt ll)-
liche Färbung am Zellschluss der Vtlgl vorhanden ist. — Bei meterus Ifeiv., auch vom oberen Amazonas, metcrus.
einer Form, die sonst eine Zeichnung wie deceplas hat, stehen am Aussenrd der Vtlgl nocli 2 runde geilie
Flecken. — Bei nigroapicalis Usch, sind die Basis der Vtlgl und der Vrd der Hligl rotbraun. Bei manchen nigroapicalis.
Exemplaren sind die Mittelbinde der Htlgl und der Aussenrd vollständig getrennt. -- mazacus Ucw. (34a) mazaeiis.
hat ausserdem noch einen rotbraunen Wisch im Apex der Vtlgl. — Bei phasianita Usch, wird dieser Sub- phasianita.
apicalfleck sehr gross, und die schwarze Zeichnung im Apex ti'itt bedeutend zurück, so dass diese Form das
Aussehen von Meluiaea phasiana bekommt. Sie tindet sich wie mazacus am oberen Amazonas und seinen
Nebenflüssen in Peru und Ecuador. — lucifera lisch, bildet wieder einen Übergang zu den Formen mit lucifcra.
gelber Schrägbinde und Subapicaltleck. Die Zeichnung ist wie bei phasiaaifa, , aber der Suba])icalileck und
die Schrägbinde sind gelb, mit bräunlichem Saum. Diese, an dem auffallend grossen, gelben Subapicaltleck
kenntliche Form findet sich ebenfalls am oberen Amazonas in Peru.
tVJ. visenda Bür. hat eine schmälere, gelbe Schrägbinde im Vflgl, welche nicht bis in das Zellende visenda.
hinein reicht; dagegen breitere, schwarze Binden am Tnnenrand der Vflgl und im Discus der Hflgl, sowie
schmalen Aussenrand der Hflgl. Sie fliegt am unteren Amazonas und Tapajos.
M. fallax Idlr. aus Columbien hat ebenfalls eine schmälere, gelbe Schrägbinde und kleine, schwarze /«//«x-
Flecken am Zellschluss der Vflgl, wie messenoides F/dr. Der Vrd und Apex der Hflgl sind rotlDraun. Die
schwarze Mittelbinde fliesst mit dem Aussenrd zusammen.
M. egaensis Bür. (34 a) von Ega am oberen Amazonas hat dunkel rotbraune Grundfarbe. Die egacnsis.
Schrägbinde ist schmal und stark gezackt ; der gelbe Subapicaltleck ist gross und zur Hälfte bräunlich.
Der schwarze Fleck an der Basis ist gross und keilförmig. Die Hflgl haben breite Rlittelbinden und stark
gezackten Aussenrd. — obscura Btlr. ist eine sehr dunkle Form von egacnsis mit breiteren, schwarzen ofoa/ra.
Binden und findet sich an derselben Lokalität. — Bei plagigera BÜr. sind die schwarzen Binden und plagigcra.
Makeln viel schmäler als bei egacnsis-. der Subapicalfleck ist kleiner und gelb, wie die gestrecktere Schräg¬
binde der Vflgl. Von Prainha am Amazonas.
M. truncata Bür. gehört zu einer kleinen Gruppe mit kürzeren Flügeln, bei denen der Apex der tnmcata.
Hflgl wie abgeschnitfen ist. Sie hat eine Zeichnung wie egaünsis. Die Flügel sind roll)raun, der schwarze
Strich am Innenrd der Vflgl ist lang. Im Apex der Vflgl steht ein grosser, gelber Fleck mit braunen
Rändern. Die Form variiert sehr und fliegt mit egacnsis und ohscvra zusammen bei Ega. — juntana lisch, juntana.
(34a) hat eine sehr schmale, stark gezackte, gelbe Binde im Vtlgl, eine ebensolche schwarze Rlittelbinde
und sehr schmalen Rand der Hilgl. Die Grundfarbe ist hell gelbbraun. Die Form fliegt im östlichen Ecuador
und Peru, am Fuss der Anden. Sie ist zeitweise an blühenden Gesträuchen sehr häufig. — Eine nahe Form
ist huallaga Sfgr. (34 a) aus dem östlichen Peru. Durch das Fehlen von gelb und die geringere Ausdehnung huallaga.
der schwarzen Zeichnung im Vflgl hat dieselbe jedoch mehr Ähnlichkeit mit phasianita und olivencia. Sie ist
an dem schmalen Saum der Hflgl leicht zu kennen. — Die ähnliche olivencia Bcd. hat breitere, schwarze olivencia.
Binden und Makeln, sowie am Zellschluss der Vflgl einen gelben Fleck. Sie fliegt ebenfalls am oberen
Amazonas. — jurimaguensis Sigr. hat hellere, rotbraune Grundfarbe als olivencia und es fehlt ihr der gelbe juri-
Fleck am Zellschluss der Vflgl. Die Rlittelbinde der Htlgl ist breit gezackt und zuweilen mit dem breiten »laguensis.
Aussenrd zusammentliessend.
M. proceris Wegm. Diese kleine Art hat das Aussehen von juida)ta. Sie ist jedoch an dem proceris.
breiteren, schwarzen Aussenrd der Hflgl und an dem stumpf endigenden, schwarzen Strich am Ird der Vflgl
zu erkennen. Von Tonantins am oberen Amazonas.
Mit M. doryssus Bat. (33 f) gelangen wir nun zu einer Gruppe von Formen, die sich durch lange, doryssus.
schmale Flügel auszeichnen und meist in Zentral-Amerika oder dem angrenzenden nürdwestlichen Süd-
126
MEGHANITLS. Von R. Haensch.
Amerika zu Hause sind. Die Zeichnung ist meist eine gleiche, wie bei den bisherigen Formen; nämlich auf
den Vtlgln hat (/oyi/nsHs in der schwarzen Apicalhälfte der Vllgl eine gewellte, gelbe Schrägbinde und einen
Subapicalfleck. Die Basalhälfte der Vllgl und die Hllgl sind rotbraun; erstere mit 2 schwarzen Flecken
und schwarzen Rändern, letztere mit schmaler Mittelbinde und Aussenrd. ln Zentral-Amerika , von Costa
iitenaia. Rica bis Hondui’as. — Als utenaia bezeichnete Reakirt eine Form von Honduras, bei welcher die schwarze
vcritabiiis. Schrägbinde der Vllgl in 2 Flecken aufgelöst ist. — veritabiüs Btlr. ist die Form aus Columbien und
Venezuela, mit schmalen Flügeln. Hier ist nur die Fhlrkeule gelbbraun, bei dorijssus nur die Basis dunkel.
satiirata. Die Grundfarbe der Flügel ist dunkler. Diese Form fliegt auch auf Trinidad. — saturata Godm. u. Salv.
ist eine ähnliche, grössere Form von Mexico mit sehr schmalen, gelben Binden im Vllgl, breiterem, schwarzem
labotas. Apex und grossen Basalllecken. — labotas Bist, ist eine sehr helle Form aus Costa Rica vom Vulkan Ghiriqui
mit gelber Färbung am Zellende der Vllgl und zum Teil auch an der Basis der Hllgl. Auffällig ist be¬
sonders das ? dieser Lokalform, bei dem die schwarze Mittelbinde der Hllgl nur am Apex angedeutet ist,
zuweilen auch ganz fehlt.
lycidice. M. lycidice Bat. (34 a). Kleiner als donjsms. Die Vllgl schwarz mit 3 gelben Schrägbinden, sowie
roll)rauner Basis und 2 solchen Flecken am Innenwinkel. Die Hllgl haben breitere, schwarze Mittelbinde
und davor eine undeutliche, gelbe Längsbinde. Beim ? ist die schwarze Binde nach innen unvollständig.
eiirydice. ln Zentral-Amerika, von Costa Rica bis Honduras. — eurydice Hsch. ist eine ähnliche Form aus Peru.
Die schwarze Zeichnung im Discus der Vllgl tritt zurück. Der gelbe Subapicallleck ist bindenartig verlängert.
Das Mittelband ist schmäler und stärker gezackt. Die Hllgl haben eine breite, gelbe Längsbinde und beim ? ist auch
die schwarze Fleckenbinde vollständig. Fhlr gelbbraun mit dunkler Basis, bei hjcidkc dunkel mit gelblicher
doryssides. Keule. — doryssides Sfgr. ist der vorigen sehr ähnlich, sie hat aber keine gelbe Längsbinde im Hllgl
ovata. und die Flecken im Discus der Vllgl sind bräunlichgelb. — ovata l>kt. von Costa Rica hat breitere und
rundlichere Flügel als lycidice. Die Fleckenbinden der Vllgl sind schmäler. Die schwarze Längsbinde der
isthmia. Hllgl ist nur im Apex vorhanden und die gelbe Zeichnung davor fehlt ganz. — Bei isthmia Bat. (34 b)
von Panama und Costa Rica nimmt die schwarze Färbung fast den ganzen Vflgl ein. Die gelbe Mittel¬
binde ist in 2 Flecken aufgelöst. Die schwarze Mitteibinde der Hllgl ist sehr breit; Gelb fehlt. Beim ?
ist die Mittelbinde nur durch einen Flecli vor dem Apex angedeutet. — Bei einer Form von Honduras,
arcana. die ich als arcana form. nor. bezeichne, haben die Hllgl eine breite, gelbe Längsbinde und auch beim ? eine
californica. vollständige, schwarze Binde dahinter. — californica Beah'. Bei dieser Form aus Kalifornien soll der gelbe
Fleck im Zellschluss der Vllgl viel schmäler sein als bei isthmia-, hinter dem Zellende führt eine gelbe
Binde vom Vorder- zum Hrd.
mantineus. M. mantiiieus Bfew. (34c) ist eine von den bisherigen Formen sehr abweichende Art, welche sich
durch fast gänzliches Fehlen von rotbraun auszeichnet, auch aut den Hllgln, und durch das Fehlen des
gelben Subapicallleckes im Vllgl. Die Vllgl haben nur einen rotbraunen Fleck am Innenwinkel und die
Hllgl eine feine, rotbraune Strichlinie vor dem Aussenrd. Ausser der gelben Mittellinie haben die Vllgl
noch 2 gelbe Flecken und einen Strich über der Mediane. Die Hllgl haben eine gelbe Längsbinde. Diese
interessante Art, die an den lleliconms nattereri erinnert, findet sich nur am Westabhang der Anden in
Ecuador, ist dort aber nicht selten.
franis. M. franis Beak. (33 f) und die beiden folgenden Formen sind nahe Verwandte der polymnia caucaensis.
Die Grundfarbe von franis ist rötlich gelbbraun. Der große, gelbe Miltellleck bei caucai'nsis ist hier durch
eine schwarze Fleckenbinde in 2 Teile getrennt, von denen der innere teilweise gelbbraune Färbung an-
peniana nimmt. — Bei der Form peruana Wi-ym. ist die Mittelbinde der Vllgl mit dem Aussenrd verschmolzen;
es bleibt daher nur noch eine nach dem Apex zugespitzte Längsbinde von der gelbbraunen Grundfarbe in
menapis. dem sonst schwarzbraunen Flügel übrig. — Bei der Form menapis Hew. (33 f) nimmt die schwarze Färbung
noch weiter überliand, so dass oft nur 2 kleine, rotbraune Flecken an der Basis der Vllgl und Hllgl übrig
bleiben. Zwischen den 3 Formen kommen fast alle Übergänge vor. Dieselben finden sich in Columbien,
besonders im Caucatal.
elisa. M. elisa Guer. hat ähnliche Vllgl wie isthmia-, die beiden gelben Flecken am Zellende der Vllgl
(die Überreste der Schrägbinde) sind hier noch weiter reduziert und stehen nahe dem V- resp. Aussenrd.
Dagegen sind die beiden Flecke im Discus vergrössert. Die Zickzackbinde der Hllgl und die Aussenrdbinde
menecies. sind schmal. Am oberen Amazonas und seinen Nebenllüssen in Ecuador, Peru und Bolivien. — menecles
llcw. ist eine Form vom Amazonas mit kleinen, gelben Flecken im Vllgl und einem kleinen i’otbraunen
Fleck unter dem gelben, nahe dem Innenwinkel. Die Hllgl haben nur den Ansatz zur Mittelbinde im Apical-
ocona. teil. — Bei ocona Bruce. (= vilcanota Bäh.) (34 b) ist die Grundfarbe beim cf heller gelbbraun. Die
gelben Flecken und der Vrd der Hllgl sind halb durchsichtig. Zwischen tlen beiden länglichen, gelben Flecken
am Zellende und Aussenrd steht noch ein länglicher, gelber Doppeltleck, so dass hier die übliche Schräg¬
binde wiederhei'gestellt wird. Die typischen Stücke kommen vom oberen Amazonas aus Peru. Am oberen
Napo in Ecuador hat die Form das Aussehen von elisa, nur dass im Vllgl noch der gelbe Doppellleck von
ocuna steht.
APIJOTOPOS; GAI.LITHOÄHA. Von IP IIaensgii.
127
Bei den nun folgenden Formen haben sich die beiden inneren, gell)en Flecken der Vflgl zu einer breiten
Schrägbinde vereint; die mittlere Binde ist nur noch durch einige Punlcte angedeutet oder fehlt schliesslich ganz.
M. macriniis Ihw. {— ? mimerianus Fldr.) (34b) hat als Reste der Zellende-.ScJn'äghinde rneislens macrinus.
noch 3 längliche, gelbe Flecken im schwarzen A])icalteil der Vtlgl. Zwisclien der Mediane und deren er.slem
Ast steht gewöhnlich noch ein dreieckiger, schwarzer Fleck, besonders beim &. Dieses hat ferner im Discus
der Hllgloberseite eine schwarze Längsbinde, welche auf der Unterseite und beim ? nur am Apex an¬
gedeutet ist, oder die schwai'ze Binde fehlt unten auch gänzlich. Diese Art sieht dem IlelironiKs inrtu-
idionis' täuschend ähnlich,’ mit dem sie auch zusammen vorkommt. Die Exemplare aus Uolumbien
zeichnen sich durch grosse schwarze Flecken im Basalteil der Vilgl und breite, schwarze Längsbinde der
Htlgl aus; diejenigen aus Panama und Costa Rica haben schmälere Flügel, Flecken und Binden. Die Ecuador-
stUcke hingegen haben eine lebhaft gelbe Scbrägbinde und kleine, gelbe Flecken im Vtlgl; meist fehlt ihnen
der schwarze Fleck an der Mediane.
M. nessaea Hhn. (34b) unterscheidet sich von macrinus durch die gelbe Längsbinde im Ilflgl und nessaea.
die beiden gelben Punkte am Zellende und Aussenrd der Vtlgl. Die Art tindet sich besonders im mitt¬
leren Brasilien sehr häufig. — sulphurescens Usch, von Bahia in Brasilien bildet den Übergang zu der sul-
folgenden Art. Sie unterscheidet sich von nessaea durch das Fehlen der beiden gelben Mittelpuid<te; von p/aircscens.
hjsimnia durch den gelben, statt weissen Subapicaltleck. — lysimnia F. (34 b) wird von nessaea durch lysimnia.
den weissen Subapicaltleck und das Fehlen der gelben Mittelpunkte im Vtlgl unterschieden. — Bei der ab.
albescens Hsch. tritt am Aussenrd der Vtlgl noch ein weisser, dreieckiger Fleck auf und an der Unterseite albcsccns.
umgibt den Subapicaltleck noch eine weisse Fleckenbinde, welche nach oben durchscheint. — Die Rpn von
lysimnia sind blaugrau mit weissen Warzen und schwarzen Stigmen. Pp glänzend goldgelb, an der Bauch¬
seite silberglänzend, mit schwarzen Punkten und Linien. — lysimnia gehört mit zu den häufigsten Mecluaiitis-
Arten und tliegt besonders in Mittel- und Süd-Brasilien.
13. Gattung: Ax>rotopos Krh.
Von den sehr ähnlichen Thyridia-kriQw unterscheidet sich Ajjrofopos el)ensü wie Mcchanifis von Meli-
naea durch die verkümmerten Vorderfüsse, von Mechanifis durch die kürzere Zelle. Äusserlich sind die Arten
dieser Gattung an 1 — 2 rotbraunen Punkten an der Basis der Vflgl zu erkennen.
Die wenigen Arten haben meistens eine grosse Verbreitung, sind aber fast überall nur vereinzelt
anzut reffen.
A. melantho Bat. (34 c). Diese zenfralamerikanische Art unterscheidet sich von allen anderen durch melantho.
die intensive Färbung der Flügel. Die üblichen Glastlecken der Vtlgl werden fast ganz durch schwarz ver¬
deckt. Die Htlgl sind dunkel rotbraun mit schwarzem Aussenrd und Fleck am Zellende. — Bei einer
Form vom Vulkan Ghiriqui, die ich als randolis form. nor. bezeichne, ist der ganze Apex der Htlgl l)is zum randolis.
Zellende schwarzbraun, ausser einem kleinen rot])raunen Strich.
A. aedesia Fhl. n. Hew. (34 c) hat dieselbe Zeichnungsanlage wie melantho, aber die Glastlecken der aedesia.
Vflgl sind viel grösser und besonders an der Basis gelbbraun gefärbt. Der Discus der Htlgl ist ebenfalls
hell gelbbraun , nicht so rotbraun wie in der Abbildung. Der schwarze Fleck am Zellende der Htlgl ist
mit dem Vrd verbunden. Besonders in Golumbien und Venezuela.
A. ceto Fldr. {= colombiana Godm. u. S(di\). Diese seltene Art hat die Zeichnung wie psidii, da- ceto.
gegen eine bräunliche Färbung ähnlich aedesia. Golumbien.
A. psidii L. (34 c). Die Ähnlichkeit dieser Art mit Thyridia confitsa wurde bereits dort erwähnt, psidii.
Sie findet sich sowohl in Guiana und am unteren Amazonas, als auch am oberen, bis in die Anden von
Peru und Ecuador. Exemplare aus den erstgenannten Gegenden haben breitere, schwarze Ränder und
Binden; die von Ecuador und Peru wurden von Felder als ino bezeichnet. ino.
A. hippodamia F. {= pytho Fldr) aus dem mittleren und südlichen Brasilien ist eine sehr ähn- hippodamia.
liehe, kleinere Art mit breiteren Bändern auf den Vtlgln und schmäleren auf den Htlgln. — pallida Gudm. pallida.
u. Sah. ist eine Form mit bräunlich gefärbten Glastlecken, ähnlich ceto; im mittleren Brasilien.
14. Gattung: Callitliomisa. Bates.
Bei den Arten dieser Gattung ist die untere Discocellulare nicht gewinkelt, dagegen die mittlere.
Die Zelle ist lang und reicht fast bis zum Flügelrand. Es sind meist mittelgrosse Arten, die besomlers im
nordwestlichen Süd-Amerika, sowie in Zentral -Amerika Vorkommen.
C. hezia Hew. (36 b) hat sehr breite Flügel und erinnert in der Zeichnung sehr an Hirsutis jnidhias. hezia.
Es kommen hier, wie dort, auch die entsprechenden Abarten vor, indem auf den Htlgln eine gelbe Flecken¬
binde auftritt. hezia ist die bäufigste Form, aus Zentral-Amerika, mit schwarzbraunen, gelbgefleckten Vtlgln
128
GERATIN lA. Von R. Haenscii.
hedila.
tridactyla.
phagesia.
megaleas.
sdiiilzi.
alexirrlioe.
zeiixippe.
thornax.
bütes.
philomela.
infiiscata.
hydra.
heronilla.
panamensis.
procne.
villula.
polymnides.
menans.
und rotbraunen, am Apex dunkeln Hflgln. — hedila Godm. u. Srdv. ist eine Form aus Guatemala mit
gi'össeren, zum Teil zusammenfliessenden, gelben Flecken im Vflgl. Auf den Hflgln ist die schwarze Zeich¬
nung breiter und nimmt fast die Hälfte der Flügel ein. — Bei tridactyla J>eu\ (36 b) aus Columbien er¬
scheint hinter dem Zellschluss der Htlgl eine gelbe Fleckenbinde, ganz ähnlich wie bei Hirsutis heccdesma,
und die Hflglbasis ist schwarzbraun.
C. phagesia Hew. (36a) aus Ecuador hat ähnliche Zeichnung; an der Basis der Vflgl befindet sich
ein rotbrauner Streifen, und die Flecken sind grösser und schmutzig weiss. Im Htlgl ist die Partie vor dem
Apex durchscheinend weisslich.
C. megaleas Godm. u. Sah. von Panama soll im Vflgl eine rotbraune Basis, 6 gelbe Submarginal-
tlecken und eine gelbe Schrägbinde haben. Die Htlgl sind rotbraun mit schmalem, schwarzen Aussenrd.
C. schulzi Ihch. (36 b) vom unteren Amazonas hat grosse, gelbe Flecke im Vflgl und ein rotbraunes
Basaldrittel. Die Htlgl haben eine mittlere Flecken-Längsbinde und schwarze Randzacken mit gelben Punkten.
Beim cf ist die vordere Flälfte der Htlgl durchsichtig gelblich, beim ? rotbraun. — Bei alexirrhoe Bafes
vom oberen Amazonas, bei St. Paulo, ist die Grundfarbe dunkler rotbraun. Die Htlgl sind nicht gelblich
durchscheinend und die Randpunkte sind weiss. — zeuxippe Bates von dem Amazonas-Nebenfluss Gupari
hat an der Basis der Vtlgl breite, schwarze Ränder. Der Apex ist dunkelbraun mit 3 gelblichen Flecken
und rotbraunen Rändern. — thornax Bates vom oberen Amazonas, bei Tabatinga, hat schwärzlichen
Apex mit 4 gelblichen Flecken und 6 bräunlichen Randtlecken. Htlgl ohne schwarze Zacken am Aussenrd. —
butes Godm. u. Salv. vom unteren Napo in Ecuador soll der vorigen ähnlich sein, aber im Apex der
Vtlgl gelbliche Flecke haben, sowie einen breiten, gezackten, schwarzen Aussenrd der Htlgl. — philomela
Godm. u. Salo. aus Golumbien soll wieder der zeuxippe nahestehen, aber schmälere Vtlgl haben, während
die Htlgl halbdurchsichtig sind mit schwarzem Apex. Die schwarze Fleckenbinde steht dem unteren
Zellende näher. — Die 5 letzten Formen gehen alle mehr oder weniger ineinander über, da die Lokal¬
formen noch in der Entwicklung zu sein scheinen , so dass es sehr schwer ist , die Übergangsstücke bei
den einzelnen Formen unterzubringen. — Am Ucayali in Peru kommt noch eine eigenartige Form vor, die
ich als infuscata form. nov. bezeichne. Hier, sind die Vtlgl gelbbraun mit dunklen Rändern und darin
stehen ausser dem schwarzen Mitteltleck in der Zelle noch ein rundlicher Fleck im Zellende und 3 — 4 läng¬
liche Flecken im Apicaldrittel. Die Htlgl haben 2 Fleckenbinden, im Discus und am Analwinkel. Diese Form
erinnert an Hjiposcada, rezia.
C. hydra Fldr. (= valera Stf/r.) von Venezuela, hat schwärzliche Vtlgl mit 3 gelben Fleckenbinden
und bräunlicher Basis. Die Hllgl sind rotbraun mit dunklem Aussenrd. — Bei der etwas grösseren beronilla
lleir. (36 c) von Golumbien und Ecuador fehlt die mittlere Fleckenbinde und die innere ist nicht durch
einen dreieckigen, schwarzen Fleck geteilt, wie bei hydra. — Die nahe panamensis Godm. v. Salv. aus
Panama hat ein breites, gelbes Schrägband, in welchem mehrere rundliche, schwarze Flecken stehen. Die
Htlgl sind am Apex und Aussenrd breit schwarz.
C. procne Godm. u. Salv. aus Golumbien soll einen schwarzen Apex der Vtlgl bis zum Zellende
haben und eine breite, gelbe Schrägbinde, welche durch einen rotbraunen Streifen über dem 2. Medianast
getrennt wird.
C. villula Tdeiv. (36 c). Diese interessante Art hat genau die Zeichnung und Färbung wie gewisse
Geratinien, z. B. praxilla und ocna ; sie ist aber an der gewinkelten, mittleren Discocellulare, resp. un-
gewinkelten unteren, zu erkennen. Auf der Unterseite haben die Htlgl einen weissen Doppeltleck, am Vrd
nahe der Mitte und 6 weisse Aussenrdpunkte. Golumbien.
15. Gattung-: (leratiiiisi Uhu.
Diese Gattung enthält zahlreiche, meist mittelgrosse Arten von recht verschiedenem Aussehen. Sie
ist an der besonders l)eim cf sehr langen Zelle der Vtlgl mit gewiidcelter unterer Discocellulare kenntlich,
doch finden sich selbst bei Exemplaren derselben Art Abweichungen im Geäder. Die Arten dieser Gattung
finden sich von Mexiko bis Brasilien und Argentinien. Manche Formen der Ebene sind zeitweise sehr
häufig, während andere aus den Tälern der Anden ganz lokal und selten sind. Die Flügel -Zeichnung und
-Färbung ist bei CeraHnia sehr mannigfaltig. Wenn auch der Lycoreen-Habitus vorherrscht, so gibt es doch
auch manche Formen mit glasigen, oder anders gezeichneten, Flügeln, so dass sich fast zu allen Zeichnungen,
die bei andern Ithomiinen-Gattungen Vorkommen, Ähnlichkeiten finden lassen.
C. polymnides Jlsch. Die Zeichnung ist ähnlich wie bei Mechavitis polymuia, mit breiter, gelber
iMittelbinde, ohne Subapicaltleck der Vflgl und 2 schwarzbraunen Zickzackbinden im Discus und am Anal¬
winkel der Htlgl. Ober- und Unterseite sind ohne Auss8nrd[)unkte. Im mittleren Golumbien. — Bei
menans Usch, von denselben Lokalitäten haben die Vtlgl noch 6 gelbe Aussenrdpunkte, welche im Apex
am grössten sind. Beim cf ist der Vrd der Htlgl heller, durchscheinend.
Ausgegeheu. Hl . V. 09,
CKRATINIA. Von K. IIaknsoii. \-2U
C. amica Weijm. aus (k)luinl)ien und Ecuadoi' ist eine ähnliche Art, wie /)o///>/onV/c.s-, hat jedoch irn umica.
Discus der Htlgl nur 3 schwai'ze Punkte und schmalen Aussenrd. Die gelbe Schräghinde der \'llgl ist nur
halb so Ijreit. — Die ähnliche baana Drure aus Peru soll sich unter anderem durch weisse Itandpunkte auf' huana.
der Unterseite unterscheiden, welche bei amica fehlen.
C. mansuetus IfeuK vom oberen Amazonas hat eine ähnliche Zeichnung wie die folgende tHochia^i. rnunsuetus.
Die Flügel sind kürzer und rundlicher. Die Vtlgl haben am Aussenrd nocli 3 gelbe Puid<te und die Htlgl
im Discus 4 schwarze Flecken, während der schmale Aussensaum am Innenwinkel stark gezackt ist. Pei
Exemi)laren aus Peru fehlen die gelben Punkte im Vtlgl. — moebiusi Usch. (34 dj hat eine breite, gelbe moebiusi.
Schräghinde im Vtlgl. Am Innenwiidvel der Htlgl steht ein grosser, schwarzer Bindenileck und am Zell¬
ende noch 2 isolierte Flecken.
C. honesta U^e/ini. (34 d) ist eine ähnliche Art mit anders geformte!' Schräghinde und nhgei'undetem, honesta.
schwarzem Fleck im Htlgl. Von den beiden schwarzen Flecken am Zellende der Vtlgl ist hier der am
Vrd der grössere, bei nioehiusi ist es umgekehrt. Diese Art tliegt an den östlichen Abhängen der Anden
von Ecuador, während die Lokalform bicolora lisch., welcher die gelbe Schräghinde fehlt, noch weiter öst- bicolora.
lieh am oberen Rio Napo vorkommt. Letztere ähnelt, ausser den grösseren McJinaca mothonc und Mechanifis
deceptus, noch besonders der thjposcada fallux und der Ceratinia scmifulra. fcdla.r erkennt man gleich an den
langen, schwarzen Fühlern und der kurzen Htlgl-Zelle; semifalca, ausser geringerer Grösse, an der dunklen
Basis der Vtlgl und nur 2 schwarzen Flecken am Zellende.
C. mamercus Hew. ist ähnlich mnnsaetm , aber kleiner, mit breiterer, kurzer, nach aussen ge- mamercus.
wölhter, gelber Schräghinde. Die schwarze Mittelbinde der Htlgl, und der am Innenwinkel breite Ausseni'd
sind am Ird vereint Bei einigen Exemplaren sind Mittelbinde und Aussenrd zu einem grossen Fleck ver¬
schmolzen. Fliegt an den östlichen Ausläufern der Anden von Ecuador. — Von dort kommt auch die ähnliche
aemilia llea'. mit schmälerer Schräghinde und gelben Randllecken im Apex der Vtlgl. Am Innenwinkel der aemilia.
Htlgl steht ein, nach aussen geteilter, schwarzer Fleck.
C. manaos Bcd. ist ähnlich mamercus und ro/cena. Gelbe Binde der Vtlgl in die Zelle hineinreichend, manaos.
Htlgl mit 2 schwarzen Fleckenbinden. Vom unteren Rio Negro. - rowena Hem. ist eine kleinere Form rowena.
aus Columbien mit schmaler, gelber Schrägbinde, Doppeltleck am Zellende, langem Keiltleck und breitem
Strich an der Basis der Vtlgl., sowie grossem Doppeltleck am Innenwinkel der Htlgl. — Bei der gleichgrossen
achaea Heic. aus dem östlichen Ecuador ist die Schrägbinde in 2 Flecken am Zellende und Innenwinkel achaea.
der Vtlgl geteilt. Die Htlgl sind grösstenteils, samt dem Vrd., schwarzbraun, nur der Apex ist rotbraun. —
semifulva Hedv. (34 d) wurde bereits bei bicolora erwähnt. Es ist die Lokalform von achaea oder einer nahen semifuiva.
Art ohne die gelbe Schrägbinde im Vtlgl. Sie findet sich, wie alle ähnlichen Formen, im östlichen Peru
und Ecuador, zusammen mit occulta lisch., welche noch 3 gelbe Flecke im Apex der Vtlgl hat und auf der occaita.
Unterseite weisse Aussenrandpunkte.
C. apollinis Stgr. (34 d) steht der aemilia nahe, hat grössere, gelbe Subapicaltlecken im Vtlgl und apollinis.
einen grossen, schwarzen Fleck am Innenwinkel dei’ Htlgl. Sie tliegt am oberen Amazonas bei hpiitos.
C. Viola lisch. (34 e) hat eine nach aussen gela])pte, gelbe Schrägbinde ini Vtlgl, dunklen Aussenrd viola.
und Fleck am Zellende der Htlgl. Die Grundfarbe ist dunkel braunrot. Sie tliegt am oberen Amazonas,
zusammen mit den ähnlich gefärbten Melinaea satevis und ■mfideira. — Bei der Lokalform boliviensis Hsch. boliviensis.
ist die Grundfarbe heller rotbraun ; die Htlgl haben eine dunkle Mittelbinde und breiteren Aussenrd. —
herbita II 'epm. von Surinam hat eine ähnliche gelbe Schrägbinde, und im Htlgl dunkle Mittelbinde und Aussenrd. herbita.
Bei C. catilla Hem. (34 e) ist der Apex breit schwarz bis zum Zellende, erst dann folgt nach innen catilla.
die gelbe Schrägbinde. Der breite, schwarze Aussenrd der Htlgl ist am Ai)ex mit der Mittelbinde vereint.
Die Grundfarbe ist dunkel rotbraun. Bolivien.
C. cantobrica llem. (34 e) hat gelbe Flecken im Apex und Aussenrd der Vtlgl, sowie eine gebogene, cantobrica.
gelbe Fleckenbinde. Der Aussenrd der Htlgl ist schmäler. Die Grundfarbe ist rotbraun. Die Heimat ist
Bolivien. — Bei der kleineren paniina Hseh. ist der gelbe Fleck schmäler und auch innen schwarz ein- pamina.
gefasst. Die gelben Randinmkte fehlen. Diese Form kommt aus dem Grenzgebiet von Peru und Bolivien.
C. pyrippe lljifr. aus Peru ist eine Form mit breiter, gelber Schrägbinde im Vtlgl und schmaler strich- pyrippe.
artiger Längsbinde im Htlgl. - Bei tenna lisch. (34e) ist die Schrägbinde dagegen schmal, der dunkle tenna.
Aussenrd der Htlgl breiter. Östliches Ecuador. — Bei der gleichgrossen napona Tisch, ist die Schräghinde napona.
der Vtlgl. in 2 Flecken aufgelöst; die beiden schwarzen Basaltlecken sind grösser; die Aussenränder haben
gelbe Randpunkte. — Der ab. calva Usch., die ebenfalls am oberen Napo tliegt, fehlt die schwarze Längs- caiva.
binde im Discus der Htlgl. Beim cf ist das vordere Drittel der Htlgl halb durchsichtig.
C. nina lisch, ist grösser als napona und hat eine vollständige, gewellte Schräglhnde im Vtlgl; ferner nina.
neben dem Ende der Mediane 2 gelbe Flecken. Bolivien. — Bei callanga Hsch. (34 e) haben die gelbe callanya.
V 17
GERATINIA. Von R. Haenscii.
30
ninonia.
bari.
Sclu’ägJ)inde und die Flecken am Zellende die rotbraune Grundfarbe angenommen. Bisweilen erscheint,
besonders auf der Unterseite, im Apex der Vtlgl noch eine weitere, rotbraune Schrägbinde. Diese Form findet
sich an der Grenze von Peru und Bolivien bei Yungas.
fencstella. C. fenestella Uew. (34 e) ist eine ähnliche Form wie nina, mit gelber Schrägbinde und breiterer
intennedia. Längsbinde im Htlgl; aus Venezuela. — intermedia Jitlr. vom östlichen Columbien und Ecuador hat die
Schrägbinde wie fenei^tcUa ■, oben gelbe, unten weisse Randpunkte. Htlgl mit verkürzter Längsbinde. —
peruviana. Bei peruviana aus Peru sind die Htlgl am Vrd beim cf durchscheinend gelblich, beim $ sind die Rand-
hemimelas. Hecken unten gelb. — Bei der Form hemimelas Stgr. vom Chanchamayo sind der Aussenrd und die Längs¬
binde der Htlgl zu einem Fleck verschmolzen. — Die zentralamerikanische Form von fenestella aus Gosta-
valora. Hica, welche ich valora form. nov. nenne, ist grösser und hat sehr grosse, längliche, gelbe Flecken im Apex
der Vtlgl. Auf der Oberseite der Htlgl fehlen die weissen Randtlecken.
C. ninonia Hbn. (34 f) ist eine kleinere Art und kommt in typischen Exemplaren besonders aus
Guiana und vom unteren Amazonas. Der Discus aller Flügel ist beim cf durchscheinend, aber auf den
Htlgln mehr bräunlich als in der Abbildung. Die gelbe Schrägbinde der Vtlgl ist sehr breit. Die gelben
Randpunkte sind bei dieser und den folgenden Formen ziemlich gross. Als bari beschreibt Bates eine
Form vom Tocantins und Tapajos, welche schmälere Htlgl haben soll und blässere, gelbe Flecken. — Bei
completa. Jer grösseren completa Ihch. (34 f) vom oberen Amazonas ist die gelbe Schrägbinde nur halb so breit und
maciiiafa. reicht nicht in die Zelle hinein. — Bei der Form maculata }Isch. vom unteren Amazonas ist die Binde in 2 gelbe
iatefasciafa. Flecken geteilt. Diese grosse Lokalform hat sehr breite Flügel und grosse gelbe Randpunkte. — Bei latefasciata
IfsrJi. sind die schwarzen Flecken am Zellende der Vtlgl klein, die gelbe Schrägbinde daher sehr breit. Sie
phiHdas. tliegt am oberen Amazonas, während die ähnliche philidas Goclm. v. Salr. in Golumbien zu Hause ist.
Letztere hat eine viel breitere, schwarze Mittelbinde im Htlgl und auf der Oberseite der Htlgl keine gelben
Randpunkte. ,
Die sehr ähnliche C. mutilla Hew. (34 f) von Britisch Guiana hat eine blassgelbliche Schrägbinde
und nach dem Apex zu noch einen rotbraunen Fleck. Die Längsbinde der Htlgl ist meist sehr l)reit. —
Bei ab. pellucida Hsch. bilden die schwarzen Flecken am Zellende und Aussenrd der Vtlgl eine breite
Binde; die Längsbinde im Htlgl ist dagegen schmäler. Diese Form tliegt mit der vorigen zusammen.
Eine ähnliche Art aus Venezuela, die ich C. vallina spec. nor. nenne, ist grösser und hat sehr breite
Flügel. Die Längsbinde der Htlgl ist schmal und sehr Aveit nach aussen gerückt, so dass die halb durch¬
sichtige Discaltläche sehr gross wird.
C. granadensis lisch, steht ziemlich isoliert, erinnert nur etwas an philidas. Die gelbe Schrägbinde
ist sehr l)reit, darin stehen am Zellende die beiden, hier sehr kleinen, schwarzen Flecken, während der
dritte im Zellende sehr lang und keilförmig ist. Am Apex und Aussenrd stehen je 2 weisse Punkte. Die
Htlgl sind wie bei philidas, mit schmälerer, schwarzer Längsbinde. Im mittleren Golumbien.
C. maenas {Bang-H. i. l.) (34f) hat eine Zeichnung etwa wie latefasciata , al)er die gelbe Schräg¬
binde im Vtlgl und die gelben Randpunkte fehlen. Sie lliegt mit den ähnlich gefärbten Formen aus
anderen Gattungen am oberen Amazonas.
C. antonia Heiv. (34g) hat eine gelbbraune Grundfarbe und abAveichende, gelbe Fleckenbinde. Die
gelben Randpunkte sind sehr gross, aber im Apex der Vtlgl am kleinsten. — Bei der ähnlichen antonina Stgr.
vom oberen Amazonas ist es umgekehrt, dort sind die Randpunkte im Apex am grössten, auch ist hier die
Fleckenbinde viel kleiner, nach innen scliAvarz begrenzt, antonia aus dem Avestlichen Ecuador unterscheidet
sich auch noch durch die Längsbinde im Htlgl, deren Flecken am Apex am grössten sind.
C. fimbria Hew. aus Golumbien hat eine breite, gelbe Schrägbinde im Vtlgl, Avelche durch eine
mutilla.
pellucida.
vallina.
granadensis.
maenas.
antonia.
antonina.
fimbria.
nemea.
philetaera.
schAvarze Fleckenbinde geteilt Avird, so dass am Innenwinkel ein grosser, gelber Fleck steht. Die Rand¬
punkte aller Flügel sind Aveiss. — Bei der ähnlichen nemea Weijm. (34g), auch Amn Golumbien, ist die
gelbe Binde schmäler und anders gestaltet. Die Htlgl sind nicht durchsichtig, Avie bei fimbria.
C. philetaera Hew. (34 f) ist an dem grossen, gelben Mitteldeck der Vtlgl und breitem, scliAvarzem
Aussenrd der Htlgl kenntlich. Im Aussenrd der Vtlgl und meist auch der Htlgl stehen gelbe Punkte, darunter
2 grössere im Apex der Vtlgl. Die Heimat dieser leicht kenntlichen Art, Avelche Melinäea idae ähnlich sieht,
ist Golumbien.
leprienri. C. Icprieuri Feisth. von Gayenne hat ähnliche, auch am Vrd sclnvarze Htlgl und Aveisse Randpunkte.
Der gelbe Mitteldeck ist nach aussen abgerundet; die scliAvarzen Zellend-Flecken sind mit dem Fleck an
der Mediane rechtwinkelig verbunden.
ignorata. Ähnliche Zeichnung hat C. ignorata Hsch. (34 f), aber im Vtlgl gelbe Randpunkte, und die Htlgl
sind rotbraun mit schwarzem , gelbpunktiertem Aussenrd und scliAvarzer Längsbinde. Diese Art tliegt am
michaelisi. oberen Amazonas. — Bei der Lokalform michaelisi Hsch. vom unteren Amazonas Avird der gelbe Fleck
noch durch eine sclnvarze Schrägbinde vom Zellschluss zum Innenwinkel geteilt.
CEHA^riNlA. Von K. IIaonscii.
I I
C. Cornelia (jiicr. aus l’)Olivieii hat eine schmale, ji^elhe Schräjj^liinde im und in dem hiedeii, conwliu.
schwarzen Anssenrd der Htlgl 4 gelbe Flecken, sowie am Apex einen schwai’zen Kleck. • Ihn der ähn¬
lichen sellana Jhch. ist die Schrägbinde in 2 Flecken geteilt; die initiieren Handflecken fehlen im Vdlgl. .sc//«««.
Der Anssenrd der Htlgl ist nach innen zackig verbreitert.
C. fulminans Btlr. (34g) hat eine schmale, nach aussen stark gewinkelte, gelbe Schräghinde. I )er /,////,/>, «/«v.
schwarze Fleck am Zellende ist nach innen gegabelt. Die Htlgl haben schmalen Aussensaum und eine
Längsbinde von 3 schwarzen Flecken im Discus. Die Grundfarbe ist hell gelbbraun. Diese Form aus
Columbien wird im östlichen Ecuador durch die dunkel rotliraune satura Ihrh. vertreten. Hei derselben natura.
fehlt die gelbe Färbung im Zellende der Vtlgl und am Apex der Htlgl.
C. angelina Hsch. (34g) vom Ucayali (Nebentluss des oberen Amazonas) hat eine Zeichnungsanlage angelina.
wie fulminans. Es fehlen aber die gelbe Schrägbinde und die Aussenrdspunkte. Der A])ex ist schmäler
schwarz, dagegen ist die Fleckenbinde im Discus der Htlgl viel breiter, zum Teil mit dem gezackten
Anssenrd zusammentliessend.
Bei einer kleineren Art C. soror Srka., die der Melinaea lacifer täuschend ähnlich sieht, fehlt eben- soror.
falls die Schrägbinde. Der Apex der Vtlgl ist aber breiter schwarz und die gelben Flecken darin sind zu
einem grossen verschmolzen. Im Htlgl bilden Längsbinde und Anssenrd einen grossen, sclnvarzen Fleck, wie
bei Melinaea liidfer. Diese interessante Art stammt aus Pebas am oberen Amazonas.
Von C. acceptabilis Weels aus Bolivien war die Beschreibung leider nicht zu erhalten. acceptabilis.
Die grosse, breitflügelige C. anastasia Bat. hat eine Zeichnung wie die abgebildete anastasina anastasia.
Stijr. (35a), aber hinter dem Zellende der Vtlgl noch eine gelbe Zickzackbinde, ähnlich wie fulminans, und anastasina.
7 gelbe Randpunkte, anastasia tliegt in den feuchten Urwäldern bei Ega am oberen Amazonas, während
anastasina weiter herauf am Fuss der Anden in Peru vorkommt. — castanea Btlr. vom Rio Juruä ist eine castanea.
dunklere Form von anastasia, bei welcher die gelbe Schrägbinde bis zum Hinterwinkel der Vtlgl reicht. —
Diese 3 Formen sehen den Melinaea niailus (pardalis Bat.) resp. ojdon sehr ähnlich.
C. porsenna Srka. (= amabilis Btgr.) ist in Grösse und Zeichnung der anastasina ähnlich. Die porsenna.
gelben Apicaltlecke im Vtlgl sind viel grösser und nach innen schwarz begrenzt. Auf den Htlgln sind die
Mittelbinde und der Anssenrd zu einem grossen Fleck vereint. — Diese Form fliegt wie die ähnliche soror
am oberen Amazonas bei Pebas.
Bei C. fluonia Hew. und den verwandten Formen ist die vordere Hälfte der gelben Schrägl)inde fiuonia.
der Vtlgl nach aussen gebogen, wie in der Abbildung von berna (34g) ersichtlich, fluonia hat eine vier¬
ästige, gelbe Fleckenbinde, welche bis in die Zelle und nahe zum Ird reicht. Der schwarze Doppelfleck
am Zellende hat entsprechend auch einen gebogenen Zapfen nach dem Apex zu, ähnlich wie (34g).
Die Htlgl sind wie bei berna. fmnia fliegt am oberen Amazonas, während die Lokalform berna Hsch. (34g) benia.
vom oberen Napo in Ecuador stammt. Letztere hat statt der grossen Fleckenbinde im Vtlgl nur 2 läng¬
liche, gelbe Flecken in dem schwarzen Apicalteil.
C. pardalina Hpfr. hat eine gelbe Schrägbinde im Vtlgl. Die abgebildete Aberration (34g) wurde panialina. -
von Druce als tigrina beschrieben. Bei letzterer ist von der Binde nur noch ein gelber Fleck am Zell- tigrina.
Schluss übrig. Sonst ist die Zeichnung und Färbung bei beiden Formen gleich. Im Apex der Vtlgl sind
von der schwarzen Färbung bei fluonia nur noch Randtlecken übrig geblieben, während im Htlgl die
schwarze Mittelbinde und der Aussenrd verbreitert sind. Die Art hat Ähnlichkeit mit anastasia und Melinaea
mallus resp. deren Lokalformen. — Beide Formen fliegen am oberen Amazonas in Peru; tigrina dürfte
jedoch weiter hinauf Vorkommen. — pantherina Stgr., ebenfalls vom oberen Amazonas, ist eine Mittelform panthcrina.
zwischen fluonia und piardalina, bei welcher im Apex der Vtlgl bereits rotbraune Flecken erscheinen. Die
schwarze Mittelbinde der Htlgl ist wie bei fluonia.
C. thea Ile/r. erinnert an catilla (34 e), der gelbe Mitteltleck ist jedoch rundlicher und reicht nicht theu.
so weit zum Hinterwinkel. Bei einer kleineren Form, die Staudinger als theatina (i. 1.) (35 a) bezeichnete, theatina.
ist der gelbe Fleck ebenfalls rundlicher als in der Abbildung. Diese Form ist jedoch bedeutend kleiner,
hat hellere Grundfarbe und am Zellende der Vtlgl stehen nur 2 kleine, schwarze Flecken, während bei
thea ein grosser, schwarzer Fleck in den gelben hineinreicht und mit dem schwarzen V- und Aussenrd in
Verbindung steht. Die Htlgl haben bei beiden Formen schwarzen Aussenrd und Mittelbinde, die am Apex
bisweilen einander berühren. Sie fliegen am oberen Amazonas und seinen Nebenflüssen.
C. xanthostola Bat. (35a) steht ganz isoliert. Die Htlgl sind viel kürzer als die Vtlgl, Avas in Mv xanthostola.
Abbildung nicht recht hervortritt. Die Art erinnert dadurch an manche Napeogenes-kview. xAuffallend ist
ferner das Fehlen der Mittelbinde auf der Hflgloberseite, Avie es auch bei Mechanitis macrinus der Fall ist. —
Bei einer Aberration, die ich als desmora lisch, beschrieb, fehlt der schAvarze Fleck an der Basis der Ytlglober- desmora.
132
CERATINIA. Von R. Haensch.
Seite und die sclnvarze Begrenzung an der Innenseite des gelben Fleckes ist viel schmäler. Beide Formen
tliegen am mittleren Amazonas.
dionaea. C. dionaea Ih'iv. kenne ich in typischen Stücken nur aus Zentral -Amerika (Honduras, Guatemala),
fratcnia. dagegen kommt in Venezuela eine Lokalform vor, die ich als fraterna form. nov. (35a) bezeichne. Bei
dionaea befindet sich neben der gelben Schrägbinde nach innen noch ein grösserer, gelber Fleck, welcher
mit dem rotbraunen Basalteil in Verbindung steht. Bei fraterna findet sich dort nur ein kleiner Fleck,
welcher meist mit der Schrägfiinde zusammenhängt, dagegen nach innen schwarz begrenzt ist. Ferner ist
bei fraterna die gelbe Zeichnung bräunlich und die Aussenrdspunkte sind kleiner. Bei den Mechanitis gibt
/impida. es 2 korrespondierende Formen: dort/smis von Zentral -Amerika und veritahilis aus Venezuela. — limpida
Hseh. ist eine eigenartige Form von fraterna, bei der die gelben Binden und Flecken sehr breit und durch¬
sichtig sind; ebenso gefärbt ist auch ein Streifen am Vrd der Hflgl. Diese interessante Lokalform erinnert
an Mechanitis franis und tliegt wie jene im Gaucatal in Golumhien.
mergelena. Bei C. mergelena Hew. (35 a) aus Columbien ist die Mittelbinde der Htlgl zu einem schwarzen
Fleck am Apex reduziert, welcher mit dem breiten schwarzen Aussenrd verbunden ist. An der Basis der
Vügl entsteht noch eine innere, gelbe Schrägbinde, die durch einen grossen, dreieckigen, schwarzen Fleck
megalopolis. geteilt wird. — Bei megalopolis Fldr., ebenfalls aus Columbien, fehlt dieser schwarze Fleck, so dass eine
breite, gelbe Schrägbinde entsteht wie bei Mechanitis macrinns. Die gell)en Flecken am Zellende sind da¬
gegen klein, ebenso die weissen Randpunkte im Htlgl.
callispila. C. calHspila Bat. (35 a) von Costa Rica hat schwarzljraune Vtlgl mit zahlreichen gelben Flecken
und rotbrauner Basis. Die Hflgl sind rotbraun mit dunklem Saum, schwärzlichem Apex und Fleck am Zell-
cleis. ende. — Bei cleis Bat. von Panama sind die gelben Flecken im Discus der Vtlgl viel kleiner. Der
Aussenrd der Hflgl und der Fleck am Zellende sind zu einem grossen Fleck im Apicaldrittel verschmolzen. —
mylassa. Als mylassa beschreibt Deuce noch eine Form von Veragua mit breitem, schwarzem Apex und Aussenrd
leucania. der Htlgl, die aber nicht mit dem Fleck am Zellschluss zusammenfliessen. -- leucania Bat. von Panama ist
eine ähnliche Art wie catlispila, hat aber weisse Flecken im Vtlgl, die am Zellende eine Schrägbinde bilden.
Die Htlgl haben dunklen Aussenrd und eine schmale Längsbinde.
deciimana. C. decumana Godni. u. Salv. (= centralis Stgr.) (35 b). Diese schone, grosse Art und besonders die
excelsa. Lokalform excelsa Fldr. erinnern an die ähnlichen Buna lamirus und Oltjras montaeiui. Die Zeichnung ist
ähnlich wie bei callispila; die gell)en Flecken sind grösser und durchsichtig. Auf den Hflgln fehlt der Fleck
am Zellende. Bei decumana ist die Basis der Vtlgl schwarzhraun , während exceUa über der Mediane einen
rotbraunen Streifen hat. Ferner sind die Hflgl auf der Oberseite von decumana im Discus gleichmässig rot¬
braun, bei excelsa zieht vom Apex zum Ird eine durchsichtige Schrägbinde, decumana fliegt in Panama und
Costa Rica, während excelsa aus Columbien kommt. — Sticheu stellte für diese l)eiden Formen die Gattung
Oreogenes aiif, aber die Merkmale im Geäder sind nicht konstant.
vallonia. Mit C. vallonia llew. (35b) kommen wir nunmehr zu einer Gruppe, die sich durch je eine breite,
durchsichtige Binde im V- und Htlgl auszeichnet. Die Formen sind alle im östlichen Süd-Amerika, be¬
sonders Brasilien, zu Hause. Bei vallonia ist die gelbe Schrägbinde der Vtlgl hall)bogenförmig. In der Zelle
steht ein dreieckiger, schwarzer Fleck. Die Binde der Htlgl ist durchsichtig rotbraun. Die Fhlr sind gelblich,
mit dunkler Wurzel. Die Art findet sich am unteren Amaz(mas und in Guiana. - Bei der etwas grösseren
daeta. daeta Bsd. und den folgenden fVrmen ist die Binde der Htlgl gelb, Fhlr dunkel mit gelber Keule. Der
Apex der Vtlgl ist bei daeta breit schwarz mit 3 giösseren, weissen Punkten. Am Hinterwinkel steht ein
eitryanassa. rotbrauner Fleck, während bei der sehr ähnlichen, grösseren euryanassa B'ldr. (35b) diese Ecke schwarz
ist. Letztere Form hat sehr zarte, durchsichtige Färbung, auch im Apex der Vtlgl. Die schwarze Schräg¬
binde vor dem Zellende der Vtlgl ist nach hinten breit und zackig, bei dai'ta nach hinten verjüngt.
Schliesslich ist bei duL'ta und den folgenden Formen die Basis der Htlglunterseite gelb, bei eurganassa aber
rotbraun. Beide Arten kommen zusammen im mittleren und südlichen Brasilien in dichtem Urwald zahlreich
vor. — Rp und Pp von eurganassa sind nach Seitz gedrungen. Die Pp ist abgerundet, gelbbraun, an den
daetina. Flügeln dunkler, ül)erall mit kleinen, schwarzen Wellen geziert. — daetina Wegm. ist eine sehr seltene Form
von daeta mit dunkel mahagoni-brauner Grundfarbe und breiten, schwarzen Binden und Rändern. Ausser
evanescens. den beiden gelben Binden steht noch im Zellschluss der Vtlgl ein gell)er Fleck. — Als evanescens (= melphis
Uhu) bezeichne ich eine ganz helle, durchsichtige Form von daeta. Ausser der sehr breiten, hellgelben Binde
der Htlgl ist auch der ganze Discus der Vtlgl durchsichtig gelblich. Die rotbraune Färbung beschränkt sich
auf die Basis und einen Fleck am Hinterwinkel der Vtlgl, sowie einen schmalen Streifen ani Aussenrd der
laptiria. Hflgl. — laphria Dhl. (35b) ist eine weitere, sehr ähnliche Art aus dem mittleren Brasilien. Grösse und
Zeichnung wie daeta, aber nicht durchsichtig. Die weissen Flecken im Apex der Vtlgl kleiner. Über dem
Ende der Mediane noch ein schwarzer Strich. Die Eier von laphria werden in Haufen an die Blätter einer
Solanee gelegt. Die Räupchen sind gelbbraun mit dunklem Kopf; s])äter haben sie 3 dunkle Rückenstreifen,
welche durch (juerlinien verbunden sind. Die P[) ist kurz und gedrungen mit metallglänzenden Flächen an
den Seiten. Die Puppenruhe dauert ca. 1 1 Tage.
CKKA'riNIA. Von IV IIaknkch.
Die mir in Natur unbekannte C. melphis DoV. von den Antillen soll schwarze Vllj^l haben niil melphis.
blass g'elbroten Bändern und S weissen Puidcten im Apex. Die llllgl sind gelbrot mit scliwaizem V- und
Aussenrd, sowie einer Mittelbinde, welche nicht bis zum Aussenrd reicht.
Als Co mysotis apec. nov. benenne ich eine der eraiiesrens ähnliche Art aus Venezuela mit kürzeren myaotis.
Flügeln, welcher die rotbraune Färbung bis auf den Fleck am llinterwiid<el fehlt. Der lird der Vtlgl ist
bis zur Mediane breit schwärzlich. Alle Flügel haben weisse Kandpuidde.
C. fiammetta lleiv. ist eine eigenai’tige, seltene Art aus Süd-Brasilien von der (Irösse und Zeichnung fidmnirtta.
der laphria. Auf den Vtlglii reicht die rotbraune Färbung nur von der Basis bis '/s der Flügellünge, da¬
hinter folgen apical vor der gelblichen Binde noch 2 durchsichtige Flecken. Auf den lltlgln fehlt das Bot-
braun sogar gänzlich; dieselben sind durchsichtig gelblich, mit breitem, schwarzem Aussenrd und kleinen,
weissen Randpunkten.
Von C. metella Hpfr. (35 b, c) (= alexia Urure) aus dem östlichen Peru hat das cf durchsichtig metella.
gelbliche Flügel mit schwarzen Rändern und Halbbinde am Zellende der Vtlgl. Die Basis der Vtlgl und
die innere Hälfte der Htlgl sind rötlich gelbbraun gefärbt. Alle Flügel haben kleine, wei.sse Aussenrds-
punkte. Beim ? sind die Flügel fast undurchsichtig, viel lebhafter gefärbt, mit breiteren, schwarzen Rän¬
dern. Der Discus der Htlgl ist rotbraun. — Bei der ähnlichen oulita Hew. ist die Basis der Vtlgl schwärz- onlita.
lieh, und die schwarzen Ränder sind breiter. Sie findet sieb weiter südlich an der Grenze von Peru und
Bolivien. — trimaculata Weijw. ist eine Form aus Columbien mit sehr breitem, schwarzem V- und Aussenrd trimaciüata.
der Htlgl, so dass beim ? nur ein kleinerer, gelbroter Fleck am Innenwinkel steht.
Das cf von C. norella Reu\ hat eine tief schwarze Basalhälfte der Vtlgl, in welcher am Zellende noch ein norclla.
gelber Fleck steht. Beim? ist der ganze Vtlgl schwarz bis auf die gelben Flecken im Discus und weissen Randpunkte.
Die Form findet sich nur in den Tälern der Anden von Ecuador, südöstlich von Guenca. — Bei der verwandten
norellana Usch., aus dem oberen Tal des Napo in Ecuador, ist die Basis der Htlgl nicht gelblich und die norellana.
rötliche Färbung reicht nur bis zum Zellende. Der Teil zwischen diesem und dem breiten Aussenrd ist
durchsichtig schwärzlich. Diese seltene Form findet sich an lichten .Stellen des Urwaldes, wo sie gerne
mehrere Meter über dem Boden um einzelne Bäume schwebt oder auf vorspringenden Zweigen sitzt. —
nora Rsch. ist eine andere, nahe Form aus Peru. Hier sind die Vtlgl wie bei norcUnna, die Basis durch- nora.
scheinend. Der schwarze Fleck am Zellende steht isoliert. Die Htlgl sind nur am Innenwinkel rötlich,
wie bei liirida (35 c), die äussere Hälfte ist durchsichtig gelblich.
C. lurida Bfir. (35c) ist wie nora gezeichnet, hat aber statt der gelben Färbung im Discus der /un'da.
Vflgl und am Zellende der Htlgl weisse Bestäubung; auch die Unterseite des Illbs ist weisslich, bei den
bisherigen Formen gelb. — Die kleinere tricolor Salr. hat ähnliche Zeichnung wie oidifa Ra-., a])er auch ^r/ro/o/'.
weisse, statt gelber Färbung. Beim ? steht am Zellende der Htlgl ein länglicher, weisser Wisch. — Während
bei tricolor der schwarze Fleck am Zellende der Vtlgl mit dem Vrd breit verbunden ist, steht bei einer
sonst sehr ähnlichen Form, die ich Hörens form. nov. nenne, über dem Zellende nur ein schmaler, isolierter florens.
Strich. — Die letzten drei Formen finden sich in dem Grenzgebiet von Peru und Bolivien.
Bei den nun folgenden Arten sind die Flügel fast ganz glasig.
Einige, wie die abgebildete C. ocna IL-Schäff. (35 c), haben noch einen kleinen gelbroten Fleck am or««.
Analwinkel der Htlgl. Die Basis derselben ist gelblich. Diese Art fliegt vereinzelt im östlichen Columbien
und Ecuador. — adelinda Re/r. aus Ecuador ist eine ganz ähnliche Form, mit l)reiteren, schwarzen Aussenrdn, adclinda.
ohne weisse Randpunkte auf der Oberseite.
Auch C. praxilla Reir. ist eine nahe, etwas grössere Art aus dem östlichen Ecuador, ohne gelbe praxilla.
Färbung am Analwinkel der Htlgl. Im Gegensatz zu ocna und den meisten verwandten Formen haben
prarilla, coeno etc. schwarze Fhlr und einen weissen Fleck an der Basis der Htlglunterseite, jene einen
gelben Strich und gelbe Fhlrkeule.
C. guttata Weym. ist eine Form von coeno Ren-. (35 d). Sie hat noch einen rotgelben Fleck am guttata.
Analwinkel der Htlgl. coeno selbst, aus Columbien und Venezuela, hat die Basalhälfte der Htlgl gelb be- >^0010.
stäubt. Beim cf sind die schwarzen Aussenränder schmäler. — ab. latilimbata Wcijm. ist eine Form von latilimbata.
coeno mit l)reiten, schwarzen Rändern und grossen, weissen Randpunkten, aus Columbien.
Bei C. frater Salv. aus Peru sind die Flügel weissheb bestäubt, und am Analwinkel steht ein fratcr.
kleinerer gelber Wisch.
Bei C. cana Rsch. aus Golundiien sind die Flügel auch weisslich bestäubt, der gelbe Wisch fehlt, cana.
Dagegen zieht eine schwärzliche Binde über die Zellmitte der Vtlgl.
C. Statilla Heu\ (35 c) unterscheidet sich von der sehr ähnlichen frater durch gelbe Fhlrkeule und statilla.
gelbe Unterseite des Hlbs, welche bei frater grau ist. Das Zellende der Vtlgl ist ungezeichnet, während
bei atagalpa Rsch. über dem Zellende der Vtlgl ein schwärzlicher Bindenstrich steht. Beide Formen atagalpa.
stammen aus dem östlichen Peru.
134
HETEKOSCADA; NAPEOGENES. Von R. Haen«ch.
antea.
ciipompe.
gazoria.
fenella.
peridia.
hemimelaena.
iquitensis.
amara.
tolosa.
olyrina.
larina.
aethra.
diiessa.
C. antea Ilen'. (35(1) aus Ecuador, die grösste Art der Gattung, hat farblose Flügel mit breiten,
schwarzen Rändern und kleinen, weissen Aussenrdjunikten. Die Fhlrkeule, Basis der Hflgl- und Hlbsunter-
seite sind gelb. Am hohen üfer des oberen Pastaza fand sich diese interessante Art unter mächtigen Laub¬
bäumen ziemlich häufig, zusammen mit den sehr ähnlichen N((peorjenes (jJycera und lycora , Ithomia linda,
Hypola'ia coenhia, Threnodes coeno'ides etc.
Die letzte Art dieser formenreichen Gattung C. eupompe Geyer (= phlysto FIdr.) (35 d), aus Süd-
Brasilien, steht ganz isoliert, erinnert vielmehr an gewisse Arten der Gattungen Napeogenes, Ithomia und
Gtenmymia. Die Flügel sind kurz, durchsichtig gelblich, mit schwarzen Rändern und Halbbinde über dem
Zellende der Vllgl; auf der Unterseite mit rotbraunen Fleckecnreihen und weisslichen Doppelflecken. Fhlr
schwarz, llalskiagen rotbraun. — Rp nach W. Müluer ziemlich durchscheinend, oben graugrün, Kopf gelb,
später schwarz. Pp durchscheinend grün, mit goldglänzenden Linien und schwarzen Flecken.
16. Gattung: Heteroseacla Schatz.
Diese Gattung enthält nur 2 kleine, gelbliche Formen, ^velche in Brasilien Vorkommen. Die mittlere
Discocellulare der Htlgl ist schwach nach innen gebogen, die obere ist beim cf lang.
H. gazoria Go(t. (= yanina Ileiv.) (36 d). Diese zierliche, kleine Art hat viel Ähnlichkeit mit Ptcronymia
hemijoodhe Der Halskragen ist rotbraun, der Hlb unten gelb. Die Flügel sind bis über das Zellende
hinaus gelb bestäubt und dunkel gesäumt.
Die etwas grössere H. fenella Tlcir. hat breitere Ränder , eine breite Halbbinde über das Zellende
der Vtlgl und einen rotgelben Fleck an der Basis derselben. Sie sieht Napcogcacs xanthonc sehr ähnlich. —
Beide Arten leben in Mittel-Brasilien.
17. Gattung: ISTapeogeiies Bat.
In dieser formenreichen Gattung befinden sich viele Arten, deren Zeichnnng und Färbung bei ge¬
wissen Ithomien wiederkehrt, so dass man dieselben nur an dem Geäder erkennen kann. Alle Napeogenes
sind an den ungewinkelten Discocellularen, der langen Zelle und der scheinbar 5 ästigen Mediane im Htlgl
von den ähnlichen Arten anderer Gattungen zu unterscheiden. — Die Arten finden sich über das ganze
neotropische Gebiet verstreut, meistens mit den korrespondierenden Arten anderer Gattungen vermischt, sind
dann aber gewöhnlich selten, während die lebensfähigeren Ithomien sehr zahlreich angetroffen werden.
N. peridia Hca\ (35 d) aus Columbien hat eine Zeichnung wie Cidlithomia tridactyla und llirsatis
hecalesiiur, die Htlgl sind jedoch noch dui'ch grosse, gelbe Aussenrdspunkte ausgezeichnet. — Bei hemimelaena
Godm. u. G(dv. von Panama sind die gelben Flecken am Zellende der Vtlgl zu einem grossen vereint,
ähnlich wie bei iqaitejisis (35 d). Die gelben Fleckpn am Apex und Aussenrd der Htlgl sind dagegen sehr
klein und die Apicalhälfte daher viel stärker schwarz gefärbt.
N. iquitensis Stgr. (35 d) vom oberen Amazonas hat in der schwarzen Apicalhälfte der Vtlgl eine
breite, gebogene, gelbe Binde; in der rotbraunen Basalhälfte 2 schwarze Flecken und auf den rotbraunen
Htlgln eine schwarze Fleckenbinde und gezackten Aussenrd.
N. amara Godm. (35 d) aus Zentral -Amerika ist kleiner als peridia und hat im Apicalteil der Vtlgl
weniger, aber gi’össere, gelbe Flecken, sowie an der Basis einen rotbraunen Flecken. Die Rand])unkte sind
kleiner und weiss. Am Apex der Htlgl stehen 2 undeutliche, gelbliche Flecken. — Bei der etwas grösseren
tolosa IIea\ (35e) ist die Grundfarbe der Htlgl und die Basis der Vtlgl heller gelbbraun. Die gelben Flecken
der Vllgl sind grösser, der Aussenrd der Htlgl schmäler, tolosa bewohnt Mexiko und das nördliche Zentral-
Amerika.
Die interessante und seltene N. olyrina Usch. (35 e) aus Bolivien erinnert an Ceratinia excelsa und
Olyras moidagai. Die schwarzen Vtlgl haben grosse, weissliche Glastlecken, die rotbraunen Htlgl sind ausser
der breiten, dunklen Randbinde noch mit einer glasigen Schrägbinde in der Apicalhälfte versehen, wie
bei excelsa.
N. larina llea'. (35 e) aus dem östlichen Goluml)ien hat weisse Vtlgltlecken; von den Randtlecken
sind die im Apex grösser; die Basis der Vtlgl ist rotbrann. Im Discus der Htlgl stehen 3 isolierte, schw-arze
Flecken. Selir ähnlich ist Ithomia caadesceiis.
N. aethra Tfeir. (35 e) vom oberen Napo in Ecuador hat grössere, Inndenartige, gelbe Flecken im
Discus der Vtlgl und undeutliche gelbe Randpunkte. Die Htlgl sind dunkel gesäumt, mit 4 schwarzen
Flecken im Discus.
N. duessa 1lea\ (35 e) ist an der kastanienbraunen Grundfarbe und den beiden schwarzen Halblnnden
am A[)ex der Htlgl kenntlich. Die Vtlgl haben einen gelben Mitteltleck mit schwarzem Puidvt und duidvel-
braune Basis. Diese eigentümliche Art tliegt am oberen Amazonas in Peru und Ecuador.
NAIM^](XiKNHjS. Von I«. 1 1 AKNscii.
IXi N. quadrilis Ihch. vom nl)eren Napo ist die ( jlruii(lfarl)e gelbbraun und der gelbe ,Miltellle(d< qnadrilis.
der Vtigl ist zur Schrägbiude verlängert. In den dunkel gesäumten Illlgbi sttdd am Imienwinkel ein gi'osser,
schwarzbrauner Fleck. ^
Die folgenden 5 Formen stehen einander alle sehr nahe; sie haben die gewölndiche (Irundfarlie mit
schwarzer Apicalhälfte und schwarzem Zelltleck der Vtigl, sowie dunkler Zackeiu'andbinde dei- llllgl und H — .ö
schwarzen Flecken im Discus. — N. terastis //«■//. (35 e) hat eine gelbe Mittel- und Subapicalbinde der Vtigl. — tcrastis.
Es ist die Form des unteren Amazonas, während bei zurippa Unr. aus Bolivien die Mittelbinde in — 3 Flecken zurippa.
zerteilt ist. — otaxes welche, wie die beiden folgenden, in Peru vorkommt, bat eine blasse, gelbliche otaxes.
Mittelbinde und im A])ex 2 eljensolche Punkte. — pyrrho Driicr hat noch die gelbe Suba])icalbitide, dagegen pyrrho.
fehlt die Mittelbinde. — P>ei deucalion lisch, feldt auch die Subapicalbinde Ins auf 2 gelbe Punkte. üencaiion.
Die mir in Natur unbekannte N. hygla (Sothn. aus Surinam soll das Aussehen von Mcrhnnith hygiu.
'polt/miiiu haben.
N. Stella Ilea'. (35 f). Bei dieser kleinen Art und ihren Lokalformen aus dem östlichen Columbien und stella.
Ecuador wird die schwärzliche Färlmng in der Aussenhälfte aller Flügel durch die gelblichen Glastlecken
fast ganz verdrängt. Eine ganz gleiche Zeichnung hat < '((l/o/eria johtiit, welche nur an dem Geäder zu unter¬
scheiden ist. — Bei der etwas grosseren glabra (lodiii. von Columbien sind die Flügel noch mehr durchsichtig glabra.
und die Randpunkte gelb. Der Ird der Vtigl ist schwarz. - aster (ro(h)i. aus Ecuador hat dunklere Flügel astcr.
und kleinere Randpunkte. Bei der ähnlichen decora (loihii. sind die Ränder aller Flügel viel breiter. Die decora.
Vtigl haben einen dunklen Strich durch die Zelle.
N. larilla IFeir. (35 f) aus Ecuador hat glasige Flügel mit gezackten, dunklen Aussenrändern und je lari/la.
einem Fleck am Zellende aller Flügel. Beim ? sind die Flügel breiter, der Rand der Vtigl rotl)raun und
die weissen Randtlecken im Htlgl viel grösser. Diese seltene Art erinnert an \'el<nin/sl(i panhdis und I)ismenitis
theiidelindci , mit denen sie in Bergwäldern bis zu Flöhen von 2500 m vorkommt.
N. cranto Fldr. (35 f) aus Columbien hat dunkelbraune Ränder und Flalbbinde über dem Zellende cranto.
der Vtigl. Die Basis der Vtigl und die Htlgl sind gelb bestäubt. — Die ähnliche paedaretus Godm. u. Sale, paedaretus.
aus Costa Rica ist lebhafter gefärbt und hat gelbbraune Flügeladern, sowie am Apex und dem dunklen Vrd
der Vtigl noch 2 längliche, gelbe Flecken. Beim ? ist die Basis der Vtigl dunkel und die Htlgl sind gelbbraun.
Bei der kleineren N. harbona Heiv. (35f) aus Ffeuador sind die Flügel farblos mit schwarzen, unten harbona.
rotbraunen Rändern und undeutlichen, weissen Randjnmkten.
N. apulia Hew. (35 f) aus Columbien hat eine Zeichnung wie Cerathiia oaia , mit rotbraunem Fleck apuiia.
am Innenwinkel der Htlgl. — Bei der etwas grösseren nausica Weym. aus Ecuador ist der Aussenrd der Vtigl nausica.
breiter, der Ird schmäler. Der rotgelbe Fleck am Innenwinkel reicht nicht bis zur Basis.
N. lycora lletr. (35 gj ist eine ähnliche Art wie apulia, aus dem östlichen Ecuador, es fehlt jedoch lycora.
die rotgelbe Färbung am Innenwinkel der Htlgl; die Basis der letzteren ist schwach gelblich. Ferner ist
die Fhlrkeule gelb.
N. glycera Godm. (35g) sieht der Ceraiinia anfea täuschend ähnlich, ist aber etwas kleiner und der
Hlb ist unten grauweiss, bei anfea lebhaft gelb. Sie tliegt mit den ähnlichen Formen zusammen am oberen
Pastaza in Fdcuador.
N. eunomia Godm. aus Peru entspricht der ähnlichen Ceratinia frafer von dort. Die schwarzen eunomia.
Ränder sind schmäler, die Basis der Htlgl ist gelblich.
N. flossina Btlr. (35 g) aus dem östlichen Columbien und Ecuador hat durchsichtige Flügel mit flossina.
schmalen, dunklen Rändern und an der Basis aller Flügel gelbliche Färbung. — Eine ganz ähnliche Form
ist hypsaea Siyr. vom Caucatal in Columbien. Bei ihr sind die Adern am Zellende der Vtigl nicht hypsaea.
dunkel gesäumt, und die Färbung an der Basis ist schwächer. Die beiden letzten Formen erinnern an
Episcada paradoxa und andere ähnliche Ithomien.
Die nun folgenden , meist kleineren Arten haben eine dunkle Schrägbinde über das Zellende der
Vtigl. N. ithra Heir. vom unteren Amazonas und potaronus Kaye (35 f) aus Britisch Guiana haben eine ithra.
nach hinten gegabelte, dunkle Schrägbinde und weisslichen Wisch. Bei dhra sind die F^lügel schwach rötlich, potaronus.
die Ränder schmal, dunkelbraun, an der Basis der Vtigl und im Aussenrd der Htlgl gelbrot. pofarontts hat
farblose Flügel mit breiteren, dunklen Rändern und rotbraunen Flecken im Aussenrd. der Htlgl.
N. cyrianassa Vhl. u. Hew. (35 g) vom Amazonas und Columbien ist kenntlich an dem Zacken cyrianassa.
der schwarzen Schrägbinde nach dem Apex zu. Entsprechend ist daher auch die gelbe Schrägbinde aus¬
gebuchtet. Die Htlgl haben eine breite, dunkel begrenzte, gelbrote Submarginal-Randbinde. — Bei ercilla era'lla.
Hew. vom oberen Amazonas ist die Subapicalbinde der Vtigl weiss und in Flecken geteilt. — Die mir in
Natur unbekannte glycon Godin. soll ähnlich cyrianassa jiEm , aber mit einem dreieckigen, schwarzen Fleck
NAPEOGENES. Von R. Haenscii.
adiilta.
dilutata.
inachia.
inoles.
tiinantina.
adelphe.
pheranthes.
pyrois.
corena.
laniia.
galinthias.
rhezia.
xanthone.
richardi.
leptalina.
crispina.
benigna.
sulplitirina.
osinia.
azeka.
gracilis.
ptero-
nymiensis.
elva.
pharo.
1 3()
in der Zelle der Vflgl. — adulta lisch, und dilutata Hsch. sind Lokalf'ormen von cyrianassa aus Britisch
Guiana. udnhi« ist grösser und lebhafter getärbt. Die Basis der Vtlgl ist bis nahe zum Zellende rotbraun.
Im Apex steht eine Reihe rotbrauner Punkte. Die rotbraune Binde der Htlgl ist breit schwarzbraun gerändert.
(Uhdata hat schmälere Flügel und gelbbraune Grundfarbe, welche sich l)is über das Zellende der Vtlgl
ausdehnt und auch den Aussenrd säumt.
N. inachia Hew. (35g) ist der cyrianassa sehr ähnlich, es fehlt aber der Zacken am Zellende der
Vtlgl, welche an der Basis durchsichtiger gelblich sind. Die Fhlr sind dunkel. — Bei der Lokalform moles
Usch, aus Britisch Guiana sind alle dunklen Ränder und Säume breiter. Der Discus der Htlgl ist gelblich.
Die Flügel sind kurz und breit. — tunantina Bat. vom oberen Amazonas soll der cyrianassa ähnlich sein,
aber mit ovalem Subapicaltleck der Vtlgl, so dass die schwarze Schrägbinde am Zellende in gleicher Breite
bis zum Aussenrd reicht. — adelphe Bat. vom unteren Amazonas soll gleichfalls cyrianassa sehr ähnlich
sein, mit undurchsichtigeren Flügeln. Apicaltleck der Vtlgl fast gleichbreit. Die schwarze Sclirägbinde all¬
mählich verjüngt.
N. pheranthes Bat. vom oberen Amazonas soll ähnlich inachia sein, aber mit schwarzem Halskragen
und Schulterdecken, welche bei den anderen Formen rotbraun sind.
N. pyrois Bat. vom unteren Amazonas ist ebenfalls der inachia ähnlich, hat aber im Vtlgl kein Gelb¬
braun. Ferner ist die vordere Hälfte der Htlgl gelblich.
N. corena Hea\ (36b) vom- oberen Amazonas, sowie dem östlichen Peru und Ecuador, ist an der
breiten, gelbbraunen Subapicalbinde der Vtlgl kenntlich, welche ganz ähnlich auch l)ei Arten anderer
Gattungen verkommt, z. B. : Disniurphia erythroty Leucothyris ilerdina , tahderda, Jlypoleria sarepta und
anderen.
N. lamia ifc/c. hat das Aussehen von Scuda ethica (36 d), ist aber merklich grösser und hat grössere,
Aveisse Randpunkte, besonders im Htlgl, sowie eine ungegabelte Binde über dem Zellende der letzteren.
Eine ähnliche Form ist N. galinthias llpfr. aus Bolivien, bei welcher die dunkle Zeichnung über
dem Zellende der Htlgl fehlt.
N. rhezia llhn. erinnert an Cerafinia Japhria, es fehlen aber der sclnvarze Fleck in der Zelle der
Vtlgl und die weissen Randpunkte auf der Oljerseite. Die Art findet sich in Brasilien.
Bei N. xanthone Bat. (= yanetta Hcar.) (36b) aus dem südlichen Brasilien, fehlt die rotbraune Fär¬
bung auf allen Flügeln bis auf 2 Striche an der Basis der Vtlgl. — Die ab. richardi Frühst, aus Mittel-
Brasilien hat dagegen stärkere rotl)raune Zeichnung an der Basis dei- Vtlgl und im Aussenrd der Htlgl.
N. leptalina FIdr. aus Mittel-Brasilien hat ähnliche Zeichnung wie xanthone aber ohne rotbraun an
der Basis der Htlgl. Sie erinnert an Disinorphia methynina.
N. crispina lfea\ aus Columbien hat eine rötliche Basis der Vtlgl und am Vrd in halber Zelllänge
einen dunklen Fleck. Der schwarze Aussenid ist nach innen über den Adern gezackt.
Bei N. benigna Ideyrn. von Columbien steht über der Mediane der Vtlgl ein rötlicher Strich und
die Hall)binde über den Zellschluss ist an der Mediane breit.
N. sulphurina Bat. {= chinia H.-Schäff'., pozziana Oherth.) (36 a) ist eine gelbliche, dnnkel geränderte
Art vom Amazonas und Brasilien, kenntlich an dem schwarzen Strich über die Mediane an der Basis der
Vtlgl und 2 weissen Punkten im Apex derselben, sowie an den schwarzen Fühlern.
N. osuna Hew. aus Bolivien hat breite, schwarze Ränder und ausser der Schrägbinde über das Zell¬
ende der Vflgl auch eine unterbrochene Binde über das der Htlgl, sowie eine Binde durch die Zelle der Vtlgl.
— Bei azeka Hew. (35g) ist die Zeichnung ähnlich, aber zarter. Die Binden durch die Zelle der Vtlgl-
und über das Ende der Htlglzelle sind hier nur durch das Fehlen der gelben Bestäubung angedeutet (was
in der Abbildung wenig hervortritt); auch ist die Sebrägbinde am Zellende der Vtlgl von der Mitte an ganz
schmal. Columbien und Ecuador. -- gracilis Usch, aus Bolivien ist der vorigen ähnlich, mit schmäleren
Rändern und breiterer Halbbinde über das Zellende der Vtlgl, soAvie ohne die Binden durch die Zellmitte und
über das Ende der Htlglzelle.
N. pteronymiensls Usch, aus Columbien hat farblose Vtlgl und gelb bestäubte Htlgl mit dunklen,
unten gelbbraun gefleckten Rändern und ebensolcher Halbbinde über das Zellende der Vtlgl. Fhlr dunkel
mit gelbbrauner Keule. Apex der Vtlgl und Aussenrd der Htlgl auf der Unterseite mit Aveissen Randjmnkten.
Die mir in Natur unbekannte N. elva Godm. aus Columbien soll durchsichtige Flügel haben mit
scliAvürzlichen, unten rötlichen Rändern.
N. pharo Ftdr. (36 b) vom oberen Amazonas ist eine häutigere Aif mit gelblichen Glasfehlern und
breiten, sclnvarzen Rändern, Aveicbe unten gelblu’aune Streifen haben. Die Schrägbinde der Vtlgl ist allmäh-
Ausgcgehen 31. V. 00.
SAIS; SdADA. Von 1». IImonscii.
lieh zuj2^espitzi. Die Fhir sind schwarz. Bei der ähnlichen avila Ilsi-It. aus dem ösilichen l^lcuador ist die avila.
Fühlerkeule gelbhi'aun, die Flügel sind schmäler und die Vllgl haben unten 7 weisse Ivandllecken, bei pharo
nur 3 — 4 Apicaltlecken. — crocodes Bai. vom oberen Amazonas unterscheidet sich von den vorigen durch crorades.
schwarzen Halskragen und Schulterdecken, welche dort i'otbraun sind.
N. thira Heir. aus Peru hat Grösse und Zeichnung wie sylphis Bun-, (30 a) aus Bolivien, jedoch im ihira.
Aussenrd der Htlgl einen rotgelben Streifen. Auf der Unterseite haben beide Formen gelbbraune, dunkel sy/p/iLs.
gesäumte Bänder und 2 weisse Punkte im Apex.
Die ähnliche N. verticilla Uew. (36a) hat über den Zellschluss der Vllgl nur eine dunkle Halbbinde verticilla.
und nach dem Apex zu einen kleineren, weissen Wisch. - Ebenso ist auch sodalis Ihch. gezeichnet, welche sodalis.
mit der vorigen im Grenzgebiet von Peru und Bolivien vorkonnnt. Letztere hat jedoch eine gelbe Basis
am Vrd der Htlgl-LInterseite, während dieselbe bei verlicilla, wie die übrigen Bänder, gelbbraun gefärbt ist.
18. Gattung: Hbn.
Diese kleine Gattung enthält nur wenige, kaum nhttelgrosse Formen, die sieb alle sehr nahe stehen
und im nördlichen Süd-Amerika Vorkommen, aber meistens nicht häuhg sind. Kenntlich sind die Arten an
der langen Zelle der Htlgl mit scliwach gewinkelter mittlerer Discocellulare und an den stark verkümmerten
Vorderfussen der cf cf.
S. paraensls Usch. (36c) vom unteren Amazonas hat gelbbraune Grundfarbe; Apex und 2 Flecken paraensis.
am Zellende der Vllgl, sowie Aussenrd und Mittelbinde der Htlgl schwarzbraun. Vllgl mit breiter, gelber
Schrägbinde. — badia Usch. (= mosellina 87//r. i. 1.) vom oberen Amazonas ist eine grössere Lokalform mit badia.
kastanienbrauner Grundfarbe und kleinerer gelber Schrägbinde. — camariensis lisch, aus Britisch Guiana camariensis.
hat hell gelbbraune Grundfarbe, einen grossen rotbraunen Fleck im A])ex der Vtlgl und eine gelbe Längsbinde an
der Mediane der Htlgl. — rosalia Cr., die älteste Form, von Surinam, hat keinen schwarzbraunen xVpex, rosalia.
derselbe ist gleich der gelbbraunen Grundfarl)e. Sonst steht dieselbe der parai'nsis nahe. — Bei der grösseren
virchovi Deiv. ist der Apex der Vflgl schwarzbraun und die gelbe Schrägbinde sehr schmal und gezackt. — • virchovi.
Gleichfalls aus Venezuela stammt mosella Hew. (36 c), welche einen rotln-aunen Fleck am Apex der Vtlgl bat, mosella.
während die Mittelbinde der Htlgl fast ganz fehlt. "
S. promissa Wepm. und zitella Heic. (36 c) balien breitere Flügel und einen gelbbraunen Apex der /a-owma.
Vtlgl mit schwarzbraunen Bandzacken , ähnlich wie Cerafinia pardalina. Die Flecken der Mittelbinde und zUr/Za.
die Aussenrdzacken der Htlgl tliessen paarig zu schwarzen Streifen zusammen , so dass dazwischen noch
Striche der gelbbraunen Grundfarbe stehenbleiben. Beide Formen tliegen am oberen Amazonas , und hat
promissa eine grosse, breite, gelbe Schrägbinde, wie paraensis, während diese bei zitella schmal und kurz ist.
19. Gattung: ^eada Krb.
Die Gattung umfasst nur einige zarte, gelb und schwarze Formen, die sich fast alle sehr ähnlich
sehen und meist in der Nähe des Äquators Vorkommen. Die stark verkümmerten Vorderfüsse der efef hat
sie mit der vorigen Gattung und den ihr auch äusserlich ähnlichen Äeria gemein. Kenntlich ist sie besonders
an der langen oberen Discocellulare, welche gewissermassen einen Ast der Subcostale bildet. — An Grösse
bleiben einige Formen selbst noch hinter den eigentlichen Ithomiinen zurück und sind somit die kleinsten der
ganzen Familie.
Die 8'c«r/«-Arten halten sich gerne im dichten Gestrüpp des LTrwalds, an feuchten Stellen nahe dem
Boden auf und kommen nur bei trübem Wetter auf Lichtunge)i, wo man sie an kleinen, weissen Stern¬
blüten saugend findet.
Die seltene S. zemira Uew. (36 d) aus Ecuador ist die einzige Art, welche ausser sehr breitei-, zemira.
schwarzer Zeichnung noch einen rotbraunen Doppelfleck am Hinterwinkel der Vtlgl hat.
S. kusa IJeiv. hat etwas schmälere Bänder, sie weicht von der gewöhnlichen Zeichnung dadurch kaso.
ab, dass durch Zusammentli essen der Schrägbinde und des Irds der Vflgl ein gelber Fleck am Hinterwinkel
al)getrennt wird. Sie tliegt, wie die kleinere ethica Uew. (36 d) in Ecuador. Bei letzterer wird durch eine ethica.
schwärzliche (luerbinde über das Zellende der Htlgl am Apex derselben ein gelber Fleck al)getrennt, wie
es ganz ähnlich auch bei Napeopenes lamia und Ifhomia derasa von denselben Lokalitäten der Fall ist. —
excellens Srka. ist eine Lokalform aus Ecuador, bei welcher die schwarzen Aussenränder fast ganz ver- excellens.
schwinden, indem die Randpuidcte sehr gross und gelb werden. — quotidiana Usch, vom mittleren Xapo in quotidiana.
Ecuador steht der ethica nahe; es fehlt ihr aber die charakteristische Querbinde im Htlgl.
S. zibia Uetv. ist eine ähnliche Art aus Columbien und Ecuador mit spitzerem Apex der Vtlgl und 2 il> tu.
rotbraunem Halskragen. — xanthina Bat. (36 d) ist eine ähnliche Form mit l)reiteren, tiefer schwarz gefärbten xanthitui.
Rändern und leldiaftem Gelb. Es ist die einzige zentralamerikanische Form; aus Panama und Costa Rica.
V 18
138
DIRGENNA. Von H. Haensch.
amplificata.
philemon.
theaphia.
batesi.
majiisciila.
reckia.
ortygia.
kliigi.
düriqiiensis.
relata.
olyras.
lonera.
jemina.
bairdi.
eiichytma.
visina.
Sana.
man ca.
steinlieili.
— amplificata lisch, aus dem östlichen Columbien ist grösser mit breiten, schwärzlichen Rändern und
grösseren, weissen Randpunkten, besonders am Apex der Vtlgl.
S. philemon Fidr. aus Venezuela soll der reckia IJhn. ähnlich sein, aber rotbraunen tialskragen
und >Schulterdecken haben.
S. theaphia Bat. (3Gd) vom unteren Amazonas ist die kleinste Art der Gattung und auch der ganzen
Familie. Es kommen Exemplare von weniger als 30 mm Flügelspannung vor. Sie hat sehr zarte, gelbliche
Flügel und eine gerade, schwai’ze Schrägbinde am Ende der Vtlglzelle. — batesi Usch., eine Lokalform vom
oberen Amazonas bis Ecuador, ist grösser, lel)hafter gefärbt, mit breiteren schwarzen Rändern. — majusculaÄsr/n
ist eine grössere Form aus Britisch Guiana. Sie hat breite, tiefschwarze Ränder, dagegen sehr kleine, weisse
Randpunkte. Auf der Unterseite steht im Aussenrd nahe dem Innenwinkel ein rotbrauner Strich.
S. reckia Tlhn. aus dem nördlichen Brasilien ist eine kleinere Art und an dem Fehlen der weissen
Randpunkte auf der Oberseite kenntlich. Die gell)e Grundfarbe ist nur wenig durchsichtig.
Bei S. ortygia Drace (=; garleppi Sh/r. i. 1.) aus Peru fehlen die weissen Randpunkte ebenfalls;
.sie ist al)er bedeutend grösser mit sehr langen zugespitzten Flügeln. Die dunklen Ränder sind besonders
beim cd sehr durchscheinend; der Ird der Vtlgl sehr breit.
20. Gattung: DU. u. Hew.
Hiermit beginnt die Gruppe der eigentlichen Ithomien, bei Avelchen die untere Discocellulare der
lltlgl mit der 'Mediane einen scharfen Winkel bildet, so dass die Zelle dort nur kurz ist.
Bei Dircciuia sind die Palpen stark behaart, die Zelle der Htlgl ist kurz. Die Vorderfüsse der ??
sind viergliederig. Es gehören hierher meist ansehnliche Arten mit durchsichtigen Flügeln und halblangen
Fühlern. Von Mexiko bis Argentinien finden sich fast überall Formen dieser Gattung; sie sind meistens
nicht selten und einige, Avie klu(/i aus Zentral-Amerika und dero aus Brasilien gehören zu den häufigsten
Schmetterlingen der Iietretfenden Gegenden.
D. klugi Uhu. (36 e d', ?). Das d hat längere Htlgl und zartere Färbung, Avas in der Abbildung
nicht genügend hervortritt: die Htlgl sind beim d gelblich, nur am Innemvinkel gelbbraun, nicht rotbraun,
beim? gleichmässig gelbbraun. Von den typischen Stücken aus Mexiko, Honduras etc. unterscheiden sich
Exemplare vom Vulkan Chiriqui in Costa Rica, die ich daher als chiriquensis fonn. nov. bezeichne, durch
lebhaftere Färbung, soAvie durch viel breiteren Fleck in der Zelle der Vtlgl. Beim d ist der Aussenrd der
Htlgl neben dem dunklen Saum breit rotbraun gefärbt und nach innen deutlich von dem durchsichtigen
Basalteil begrenzt.
D. relata Btlr. a. Dracc aus Costa Rica hat eine schAvärzliche Basis der Vtlgl, schAvärzlichen Apex
der Htlgl und eine breite, glasige Schrägbinde im Htlgl, besonders beim ?. — olyras Fldr. (36 e) ist eine
ganz ähnliche, grössere und viel lebhafter gefärbte Form aus Columbien, Avelche durch die, in der Abbildung
nicht sichtbare, glasige Schrägbinde der Htlgl, besonders auf der Unterseite, und sonstige Zeichnung an
Oli/ras monfagai und Ceratinia excelsa erinnert. Beim ? sind die Glastlecken der Vtlgl und die Schrägbinde
der Htlgl gelb gefärbt. - - lonera Btlr. n. Dracc ist eine Aveitere, ähnliche Form aus Costa Rica mit scliAvärz-
lichem Fleck an der Mediane der Vtlgl und schAvärzlichen Adern. Der Discus der Htlgl ist farblos. Der
Hlb ist unten scliAvarzbraun, nicht gelb Avie bei oti/ras.
D. jemina Ubn. (36 e d, ?) hat einen dunklen Fleck in der Mitte der Vtlglzelle und rotbraunen Trd
und Mediane. Die Htlgl sind beim d am Ird schAvärzlich , beim ? mit Flecken über den dunklen Median¬
ästen. Die Art ändert ziemlich ab, indem die Grundfarbe von scliAvachem Rotbraun bis Gelb Avechselt; sie
findet sich in Columbien und Venezuela, soll aber auch in Nicaragua (=jambe DU. u. Ilew.) Vorkommen. —
bairdi Beak. soll der jemina ähnlich sein, mit schwarzem Ird der Vtlgl. Die Basalhälfte der Htlgl ist
ockerfarben, die äussere Hälfte schwärzlich mit sch Avarzen Adern. — euchytma I'Idr. (36 f d, ?) hat kürzere
Flügel und rotbraunen Ird der Vtlgl. Über die Zelle zieht eine gegabelte, scliAvarze Schrägbinde und durch
die Zelle eine Halbbinde. Die Htlgl haben breiten Aussenrd. Die Grundfarbe derselben ist gelblich mit
rotbraunen Adern, ln Columbien und Venezuela; häufig.
D. visina Usch. (36 f) aus dem östlichen Ecuador hat fast farblose Flügel mit ganz scliAvachen, Aveiss-
lichen Tupfen, ähnlich Avie bei oli/ras. Die Mediane der Vtlgl ist breit rotbraun gefärl)t.
D. suna Usch, aus dem Avestlichen Ecuador ist eine ganz ähnliche, kleinere Art, bei der nur die
Fühlerkeule gelbbraun ist. Der Fleck in der Vtlglzelle ist strichartig, Avie bei marica. Beim ? ist auch die
Subcostale der Vtlgl rotbraun, soAvie die Adern im Discus der Htlgl.
D. marica Ftdr. (36 f cf, ?) von Venezuela und steinheili Stgr. aus Columbien sind zAvei einander
nahestehende Formen mit scluvarzen Firn. Bei marica sind die Tupfen am Zellende und Apex gelblich,
bei stei)di(dti Aveisslich.
KI’JTI H >J\I I A. Von 1». IIaknsgii.
D. mantura lleir. (SOg) ist an der hreiten l^jinde über das Zellende dei' Vllgl zum yXussenrd kennt- mantnra.
licli. Sie erinnert dadurch an einige Tlnjridid und Ih)livien.
D. loreta Usch. (d6g) aus Ecuador ist eine ähidiche, gritssere Art, ohne die Ihnde im lltlgl. torcia.
D. xanthophane Upfr. aus Peru hat schmälere, dunkle Pänder und lehhatt scdiwefelgelh gelachte xantliopluine.
Adern im Discus der Htlgl, sowie eine gelhe Basis auf der Unterseite derselhen.
D. dero Uhn. celtina Ihirm.) (3()g cd, ?) ist etwas kleiner, mit kurzer, gelhliclier Eühlerkeule. dero.
Die Binde üher die Zellmitte der Vtlgl ist etwas gebogen. Beim ? sind die Bänder und Binden breiter. Im
südlichen Brasilien bis Paraguay und Argentiiden ; sehr häutig. — rhoeo /'Vdr. ist eine verwandte Form aus rhoeo.
dem nördlichen Brasilien, mit ockergelber Färbung, auch der Adern, besonders im lltlgl.
D. hugia Hchaiis von Bolivien soll gell)graue Flügel mit braunen Adern und Bändern haben, i\\b hugia.
am Ende der Adern am breitesten sind; mit gelben Flecken am Zellende und Aussenrd.
D. honrathi Srka. (30 g) ist eine seltene Art vom Cbancharnayo in Peru, mit zarten, schwärzlichen honraihi.
Rändern, ohne Fleck durch die Zelle der Vtlgl; mit grösseren, weisslichen Punkten am Apex dei' lltlgl.
D. vandona Hsch. (37a) erinnert mit dem rotbraunen Wisch am Innenwinkel der lltlgl an die ähn- vandona.
liehen Arten von CeratUtia , Napcofienf's etc. Die Flügel sind sonst färlilos bis auf die gelbliche Basis der
Htlgl; die dunklen Bänder scharf begrenzt. Sie tliegt mit der ab. Immaculata Usch, zusammen, welcher dei' immacidata.
rotbraune Wisch am Innemvinkel fehlt, in den östlichen Anden von Ecuador am oberen Pastazatluss.
D. lorica Wepni. aus Guiana ist eine kleinere, farblose Art mit schmalen, braunen Rändern, ohne /or/r«.
Binde über das Zellende der Vtlgl.
Die schöne D. varina IJe/r. (37 a) aus den östlichen Anden in Ecuador ist eine lebhaft gefärbte, uflV/iß.
isoliert stehende, seltene Art. Die Basis der Vtlgl und die Htlgl sind zart rotbraun; der Apex der Vtlgl
schwarz; über dem Zellende eine breite gelbe Fleckenbinde mit 3 dnnklen Flecken: alles halb durchsichtig.
— Bei der ab. partita Usch, ist die gelbe Schrägbinde durch eine schwarze Binde über das Zellende in partita.
einzelne Flecken aufgelöst.
D. pulcheria Heu-, aus Ecuador hat die Htlgl und Basis der Vtlgl orange gefärbt. Der grössere pulcheria.
Teil der Vtlgl ist schwärzlich mit gelben Flecken in und hinter der Zelle.
D. euteles Ersch. aus Cayenne ist mir nicht bekannt. euteles.
D. lenea Cr. (? = melanida UV.) (37 a cf, ?) aus dem nordöstlichen Süd-Amerika hat im Htlgl eine leuea.
eigenartige, schwärzliche Längsbinde, die am Apex unterbrochen ist. Zwischen derselben und dem dunklen
Aussenrd ist die Färbung rotbraun, nach innen beim cU gelblich, beim $ rötlich. Die Vtlgl haben eine gelbe
Schrägbinde; die Basis ist rotbraun, Apex und Zellende sind schwarz. — elvira Wcijm. ist eine ganz c/ik/v?.
ähnliche Form, bei welcher die schwarze und die rotbraune Binde vollständig den A])ex umziehen.
D. methonella Weym. (37 a) hat gelbliche Flügel mit schwarzen Rändern und Halbbinde über dem rncthonclla.
Zellende der Vtlgl. Hinter dem Zellende der Vtlgl und im Discus der Htlgl sind die Adern zum Teil
gelbbraun gefärbt. Beim ? sind die Ränder viel breiter und in der Zelle der Vtlgl steht an der IMediane
ein dreieckiger Fleck. Sie tliegt im südlichen Brasilien und Paraguay. — xantho Fhlr. aus dem mittleren .xantho.
Brasilien ist eine ähnliche Form mit gelbbraunem Fleck in der Zelle der Vtlgl, gelbbraunen Adern im Htlgl
und stärkerer gelber Bestäubung. — Rp nach W. MlnmEU an Solanum; der Körper ist zylindrisch, ohne
Anhänge, grünlich, der Ko])f sehr gross. Die Pp ist kurz, an der Banchseite weit vorgewölbt, durch¬
scheinend grün, der grössere Teil goldig glänzend. — Ähnlich der jcaiifho soll auch D. hulda Fldr. aus ha/da.
Venezuela sein, jedoch grösser, mit schmälerem Subapicaltleck der Vtlgl und ohne gelbbraun in der Zelle.
Bei D, obfuscata Btlr. vom oberen Amazonas ist die Basis der Vtlgl schwarz. Die Flecken am obfnscata.
Aussenrd gelblich. Htlgl nahe der Basis des Irds mit grossem, durchsichtig bräunlichem Fleck und 2 kleineren
am Apex.
D. zelie CriK'r. aus Bolivien soll der dero verwandt sein , mit schwarzen Rändern und Binde über zelie.
das Zellende. Adern an der Basis der Htlgl gelb gefärbt.
D. epidero Bat. vom Amazonas hat auf den Htlgln vom Vrd zum Aussenrd eine schwarze (luer- epidero.
binde, wie Thyridia confusa ; in der Zelle der Vtlgl steht an der Mediane ein dreieckiger, schwarzer Fleck.
— Bei der ab. signata {Sfyr. i.l.) ah. nor. (37b) treten im sclnvarzen Aussenrd der fltlgl, zuweilen auch an signata.
der Basis der Vtlgl, rotbraune Flecken auf.
21. Gattung: Spithoiiiia Codru.u.Salr.
Dieselbe umfasst nur wenige Formen, die früher bei Dircotna standen. Die Arten sind besonders
an den kürzer behaarten Palpen, den ögliederigen Tarsen der ??, sowie an dem Vorhandensein der oberen
Discocellulare im Htlgl kenntlich. Äusserlich ähneln sie einigen Arten von (hdldhomia, Idhomia und Calloleria.
Ihr Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf das norcKvestliche Süd-Amerika und Panama.
140
TTHOMIA. Von R. Haensch.
agrippina. E. agrippina Hen-. {= callipero Bat. , ? balboa Bat.) bat die Grösse der abgebildeten aIj)ho. Basis
der Vtigl lind die Htlgl rotbraun, letztere mit breitem, dunklem Rand. Vtlgl mit 2 gelben Schrägbinden über
das Zellende und am Apex, sowie einem Fleck zwischen denselben am Aussenrd. Der Rest der Apicalhälfte
ist scliwärzlich, nebst einem Fleck in der Zelle. Die Art fliegt in Columbien und Panama. — Bei einer
fiimantis. Form aus Golumliien, die ich fumantis form. nov. benenne, ist der dunkle Rand der Htlgl nach innen tlecken-
artig, unregelmässig, bis fast zur Zelle verbreitert. Die Grundfarbe ist dunkler. Die weissen Randtlecken
der Unterseite sind sehr gross.
aipho. E. alpho Fhlr. (37b) hat halbdurchsichtige Flügel mit verschwommener, gelbbrauner Färbung und
ähnlicher Zeichnung wie agripplno. — Bei einer Form, die wie alpho gleichfalls aus Venezuela stammt,
steht im Htlgl eine Mittelbinde, die sich aus 3 eckigen, dunklen Flecken zusammensetzt. Ich nenne diese
tiikita. Form nikita form. nov.
22. Gattung: Ithoiiiia h/bn.
Unter diesem Namen wurden früher die meisten kleinen, durchsichtigen Formen der Familie ziisarnmen-
gefasst. Jetzt verstehen wir darunter eine kleinere, aber immerhin noch zahlreiche Gruppe, deren bestes
Kennzeichen der grosse, ovale Dufttleck der cf cf und die lange Zelle der Htlgl mit gewinkelter unterer
Discocellulare sind. Auffällig sind bei manchen cf cf, z. B. hf/ala (37 c), die grossen breiten Vtlgl und kleinen
Htlgl; bei letzteren ist der Vrd durch den Duttrfeck stark nacJi vorn gewölbt. Beim ? ist die Hflglzelle
ziemlich gerade abgeschnitten, mit rücklaufender Ader. Der Farben- und Formenreichtum in dieser Gattung
ist recht gross, es kommen sowohl buntgefärlite Arten vor, welche gewissen Ccrafinia und Napeogmcs sehr
ähnlich sehen, als auch unscheinliare, farblose, die in den folgenden Gattungen Nachahmer finden. Das
Verbreitungsgebiet der Gattung ist entsprechend auch ein sehr grosses und umfasst das ganze neotropische
Gebiet. Die meisten Vertreter stellt jedoch, wie auch bei anderen Gattungen, das nordwestliche Süd-Amerika.
heraldica. I. heraldica Bai. (37 b) von Costa Rica hat schwarzbraune Vtlgl mit rotlirauner Basis, 3 gelblichen
Fleckenschrägbinden und weisslichen Subapicalpunkten. Die Htlgl sind rotbraun mit dunklem iVussenrd. —
plaginota. plaginota Btlr. a. Druce (37b) i.st eine ähnliche, grösser und lebhafter gefärbte Art aus derselben Gegend-
Bei ihr sind die gelben Subapical- und Randpunkte stärker entwdckelt; von den Schrägbinden ist aber nur
die äussere und die Hälfte der mittleren in der Zelle gelb. Die Basis der Vtlgl ist breiter rotbraun.
celemia. Bei I. celemia Heiv. (37 c) aus Columbien sind die Schrägbinden in kleinere Flecken aufgelöst. Der
lurida. Aussenrd der Htlgl ist breiter und in demselben stehen gelbe Punkte. — lurida Ihch. ist eine Uokalform
der vorigen aus dem Gaucatal in Columbien mit sehr grossen , bindenartigen Flecken im Discus der Vtlgl
candescens. und grossen Punkten im Apex der Vtlgl und Aussenrd dei' Htlgl. — candescens Bhrh. ist eine Form von
splendens. celemia aus Columbien und Venezuela mit weissen , -statt gelben Flecken und Punkten. — splendens Usch.
ist wie candescens gefärbt, aber mit sehr grossen, weissen Flecken und Punkten, entsprechend lurida.
iphianassa. I. iphianassa Dhl. u. Ileir. psi eine etwas kleinere, sehr variable Art, von der anaphissa (37 cj,
panamensis (37 c) und andere nur Lokalformen darstellen, iphianassa aus Venezuela repräsentiert am besten
den »Lycoreen-Habitus« und von ihr lassen sich die andern Formen ableiten. Die Zeichnungsanlage ist Avie
bei anaphissa, jedoch Basis der Vtlgl und die Htlgl gelbliraun. Letztere mit gewelltem Aussenrd und schwarz¬
brauner, am Apex umgebogener Längsbinde. Das Basalfeld ist, besonders beim cf, heller gelblich, halb-
durchsichtig, am Zellende mit dunklem Punkt. Die Vtlgl haben eine undeutliche, gelbbraune IMittelbinde
und eine gelbe Subapicalbinde: zwischen beiden steht am Aussenrd ein rundlicher, gelblicher Fleck. Der
Rest des Apex und 2 Flecken im Basalteil sind sclnvarzbraun ; A]iex mit 2 oder mehr weisslichen Rand-
anaphissa. punkten. — Bei aiiaphissa H.-Schäff. {= pejiita Oberih) (37 c) aus Columbien sind der Aussenrd der Htlgl
und die Mittelbinde zu einem breiten, schwarzen Aussenrd vereint; auch die Apicalhälfte der Vtlgl ist breiter
panamensis. sclnvarz mit grösseren, weissen Randpunkten. — panamensis Bai. (37c) von Panama hat einen noch A’iel
breiteren, dunklen Aussenrd der Htlgl; derselbe reicht bis zum Zellende. Die gelbe Subapicalbinde der
Vtlgl ist bis auf 4 kleine Fleckchen ganz verschAvunden. Diese Form erinnert sehr an Mechanitis macrinus. —
lycaste. lycastc F. ist eine sehr ähnliche Form von Kansas in Nord-Amerika mit noch stärkerer schwarzer Zeichnung.
negrita. — Auch ncgrita Beak. aus Kalifornien ist eine nahe Form, bei Avelcher der sclnvarze Mitteltleck der Vtlgl
boucardi. vergrössert ist und zur Hälfte auf V- und Htlgl steht. — Bei boucardi Druce von Panama fehlt die gelbe
Mittelbinde der Vtlgl. Die ganze Basalhälfte ist gelbbraun mit grossem, scliAvarzem Mitteltleck. Der breite
piimensis. Aussenrd der Htlgl und ein Fleck am Zellende sind scliAvarz. — Als pumensis bezeichnet Reakirt eine
Form A'on iphianassa , aus Venezuela, mit grösseren scliAvarzen Flecken und rotbraunem Basalteil, ohne die
gelbe Mittelbinde. Der gelbliche Fleck am Aussenrd ist sehr klein. Die Vtlgl haben 3 Aveisse Punkte am
Aussenrd.
phanessa. I. phanessa H.-Schäff. und alienassa Usch. (37 d) aus Columbien haben durchsichtig gelbliche Flügel.
alienassa. jdiauessa hat breiten, gelbbraunen Submarginal-Aussenrd Mer Htlgl und in der Zelle der Vtlgl einen isolierten,
l'rH()MIA. IJ. I 1 AlvNSCH.
dreieckigen Fleck. Fei (il/rita^sd ist der Aussenid dei' lltlgl scliwar/hraiin nid ndhrannein Meidvenslricli,
lind ül)er der Zellinitte der Vtlgl stellt eine dunkle llalliinnde.
I. cleora Ueir. {— chiinborazana h’cak., s[)ruceana Jla/.) (d7 c cd, au.s dem wesiliclien Fcuadoi’ r/ro/v/.
wui'de mit den beiden vorigen oft verwechselt. Sie ist jedoch an dem langen, zugespitzten , schwarzen
Fleck in der Zelle der Vtlgl sogleich kenntlich. Itagegen variiert die i'olhi’aune h’äi'hung liei ihr sehr stark.
Es gibt cf cd, denen dieselbe fast ganz fehlt, und ??, hei denen die Fasalhidfte der \'llgl und der llil,i,d last
ganz rotbraun sind.
I, epona /feie. (37 d) hat dui'chsichtig raiiclihraune Flügel mit dunkleren Itämlern; llalhhinde über c/;o/;a.
dem Vflglzellende, nebst Mitteltleck in der Zelle. Feim ? ist der Aussenid dei' llllgl lireiter, mit weiss-
liclien Punkten. Die Art lelit in den Fergen des östlichen Ecuador in lliihen von I.ÖOO — 3()(K) iMeler zu¬
sammen mit der ähnlichen hcirifsoiii.
I. xenos l/dt. (37 d) ist eine ähnliche Art mit schmäleren Flügeln aus (losta lüca. Die Vtlgl haben xeiios.
schwach gelliliche Wische und eine dunkle Haihhinde durch die Zellmitte. Der Aussensaum der lltlgl heim
cf ist sehr schmal. Fei dem seltenen ? sind die Ränder und Makeln breiter, an der Mediane der Vtlgl und
den Htlgln innen rotliraun.
I. ulla Hcir. {= radata fJ^ei/iti.) (37 e) ist auch eine ähnliche Art aus Columbien, alier mit eigenartigem
Geäder. Foisdüval bildete für dieselbe die Gattung Tagi/ris. Die Vtlgl sind sehr breit; die Discocellularen
schliessen die Zelle bogenförmig und ti'etfen mit dem sehr kleinen, dritten Medianalischnitt in spitzem Winkel
zusammen. Der Duftlleck dei' lltlgl endet mit einem Hals am Zellende, ähnlich wie bei /////lu/rr/h-Arten.
nihi hat hinter der Zellendbinde der Vtlgl einen gelblichen Wisch und eine gelbliraime Siibcostale. Feim
? sind die Ränder breiter und es steht auch eine Halbbinde über dem Zellende der lltlgl. -- Dasselbe Ge¬
äder hat dimidiata Sfgr. aus dem Caiicatal und dem östlichen Ecuador. Diese Art hat schwach rauchbraune dimidiaia.
Flügel mit braunen Rändern, aber ohne Halbbinde über das Zellende und ohne gelben Wisch.
Eine ähnliche Art ist auch I. mira Sigr. vom Amazonas, alier mit anderem Geäder, rotlirauner niü-a.
Siibcostale und kleinem Fleck am Zellende der Vtlgl.
1. peruana Sah\ (— aliendrothi Ifpfr.) (37 d) hat durchsichtige, gelbliche Flügel mit breiten, schwarzen pernana.
Rändern und Hallibinden über dem Zellende und durch die Zelle der Vtlgl. Sie tliegt am Chanchamayo im
östlichen Peru.
I. linda llcw. (37 d) aus Ecuador hat genau das Aussehen von Ccndiiüu mifcit und Napeogencs ghjccya, linda.
mit Avelchen sie auch zusammen tliegt. Sie ist etwas kleiner und das cf durch den breiten Vrd der Htlgl auffällig.
— theuda Heu., ebenfalls aus Ecuador, ist eine ganz ähnliche Art mit etwas gelblichen Flügeln und schwarzen themia.
Fhlrn, während bei der typischen litida die Fhlrkeiile gelblich ist.
1. nigrimargo BUr. aus Ecuador steht der vorigen nahe, hat aber am Anahvinkel der Htlgl einen nign'margo.
rotbraunen Fleck und bat daher grosse Ähnlichkeit mit Cerafiiila (idcliin/ii und anderen Formen.
1. lagusa //cc. aus Columbien und 1. hymettia S'h/r. (37 d) vom Caiicatal erinnern sehr an gewisse A7/- /agusa.
peogeiies-Avten. Das Geäder der cf cf entspricht durch die lange lltlglzelle mit nur schwach nach innen ge-
bogener unterer Discocellulare fast genau dem jener Gattung. Die Formen sind jedoch an dem Dufttleck
der efef und der rücklaufenden Ader beim ? sicher zu erkennen. Fei lugitüii cT ist das Itasaldrittel der Vtlgl
schwarzbraun mit länglichem, gelbbraunem Fleck und bi'eiter Halbliinde am Zellende. Feim ? sind die
dunklen Ränder an der Fasis schmäler, dagegen am Apex und am Aussenrd der Htlgl breiter, hgmettia
hat farblose Flügel, lireiten Ird der Vtlgl und gellibraunen Strich an der Mediane; ferner eine Halbbinde
am Zellende und beim H schmale, beim ? breite, dunkle Ränder aller Flügel.
Die schöne I. ellara llcir. (37 e) aus Folivien hat farblose Flügel mit breit schwarzen Rändern und tV/u/vi.
Makeln am Zellende und in der Zelle der Vtlgl, sowie grosse, durchsichtige Randtlecken. Auf der Unter¬
seite ist die Zeichnung grösstenteils bi-aiinrot. Die Fhlr haben gelbbraune Keule. — Die sehr ähnliche
eleonora Jlsch. aus dem Grenzgebiet von Peru und Folivien hat schmälere Aiissenränder, ohne die durch- elconora.
sichtigen Randtlecken, dagegen am Vrd der Vtlgl den Ansatz einer Subajiicalbinde, sowie schwarze Fhlr.
— Fei einer Aberration, die ich ab. beata ah- iwr. nenne, steht am Innenwinkel der Htlgloberseite im
Aussenrd ein grosser, gelblirauner Fleck. — avella Heir. (? = cesleria Ilctr.) (37 e) von Golumlhen ist eine ähn- avcl/a.
liehe, kleinere Art mit rotbrauner Subcostale der Vtlgl und ohne die dunkle Färlnmg in der Zelle der Htlgl.
Das cf hat bedeutend schmälere Ränder und Makeln als das abgebildete ?.
Von I. hyala Iletv. (37e) ist das cf durch die breiten Vtlgl und kleinen Htlgl auffällig. Die Flügel hyala.
sind schwach rauchbraun mit dunklen Rändern und 2 Halbbinden dui'ch die Zelle und am Zellende. Die
Fasis der Htlgl ist unten gelb. Feim ? haben die Flügel die gewöhnliche Form, etwa wie bei diasia.
I. diasia Heiv. (37 f) ist eine ähnlich gezeichnete Art, ohne die auffälligen Vtlgl der efef, mit bläu- diasia.
lieh schimmernden und schwarz geränderten Flügeln. Auf der Unterseite sind die Ränder bei dieser Art
ausnahmsAveise auch schwarz bis auf den Vrd der Htlgl, Avelcher braun und an der Fasis gelb ist.
ossiina.
hippocrenis.
morcna.
aelia.
jiiciinda.
ga/ata.
patilla.
leila.
terra.
tcrrana.
vitlcana.
de rasa.
travella.
salapia.
drymo.
napho.
pellücida.
agnosia.
pseiido-
agalla.
oenanthe.
salcata.
142 ITHOMIA. Von K. Haensch.
Als I. ossuna spec. uov. l)ezeichne ich eine interessante Art aus Columbien, welche in der Zeichnung
und Färbung der vorigen Art ähnlich ist, bis auf den Aussenrd der Vtlgl. Derselbe ist vor dem Innen¬
winkel stark verbreitert und rotbraun.
L hippocrenis Bat. aus dem südlichen Zentral-Amerika ist der diasia ähnlich, hat aber einen viel
breiteren Fleck am Zellende der Vtlgl, nebst einem weissen Wisch, sorvie auf der Unterseite rotbraune Ränder.
— morena HscJt. ist eine weitere ähnliche Form aus dem westlichen Ecuador. Die Flügel sind farblos; die
Zeichnung wie bei diasia, mir ist die Halbbinde in der Zelle, reduziert, und die Ränder sind unten rotbraun
mit dunklen Säumen.
1. aelia Betv. (= centromaculata Wetpu.) (37 g) hat weisslich bestäubte Vtlgl mit dunklen Rändern
und Adern, sowie lireitem Band über das Ende der Vllglzelle. Die Hflgl sind hell rotbraun mit dunklem
V- und Aussenrd. Diese seltene Art tliegt im östlichen Columbien.
1. jucunda Godm. u. Salo. von Panama hat ähnliche Vtlgl, aber farblose Htlgl mit breitem, schwarz-
braunem Aussenrd und rotbraunem Fleck darin, in der Nähe des Innenwinkels. Die Art erinnert dadurch
an ossuna und unterscheidet sich durch das Fehlen der Halbbinde in der Zelle der Vtlgl. — - Auch galata
Ifeir. von Columbien ist ähnlich, mit schmälerer Binde am Zellende der Vtlgl und schmälerem, gelbbraunem,
dunkel gesäumtem Aussenrd der Htlgl.
I. patilla Ifcir. (= psyche Bat.) (37 f) aus Zentral-Amerika hat eine schwarzbraune Apicalhälfte der
Vtlgl mit grossem, weisslichem Subapicalfleck; die Basis und die Htlgl sind farblos mit dunklen, rotbraunen
Rändern. — leila Hciv. aus Mexiko ist grösser, mit lireiteren Binden und Makeln, sowde ’weissen Punkten
im Apex der Vtlgl und am Aussenrd der Htlgl.
I. terra lleiv. (37 f), sowie terrana Bsch. und eine dritte Form, die ich vulcana form. noc. nenne,
sind an den breit dunkel gesäumten Adern am Zellende der Htlgl zu erkennen, terra ist eine der ver¬
breitetsten und häutigsten Ithomien; sie findet sich im nordwestlichen Süd-Amerika, von Columbien und
Venezuela bis Bolivien. Die Flügel sind durchsichtig, bläulich schimmernd, mit dreieckigem, schwarzem
Fleck am Zellende der Vtlgl und weissem Fleckchen daneben am Vi'd. Die oben schwarzen Ränder
sind unten rotbraun, dunkel gesäumt. Während terra im östlichen Teil der Anden in Ecuador vorkommt,
findet sich im Westen die kleinere terrana. Die Flügel sind bei dieser Form farblos, mit breiteren Rändern
und grossem, weissem Wisch am Apex der Vtlgl. Auf der Unterseite ist die Färbung der Ränder gelbbraun.
vulcana aus Costa Rica hat die Färbung wie terrana, mit schmäleren, schwarzgrauen Rändern und kleinerem,
weissem Wisch. In der Grösse hält sie die Mitte zwischen terra und terrana. Auf der Unterseite sind die
Ränder gelbbraun mit feinem, dunklem Saum. Der Dufttleck des cf ist bei vulcana gelbbraun, bei den beiden
anderen Formen schwarzbraun.
I. derasa Betv. (= mellilla Wcijm., soligena IFcy/»,) (37 f) hat dunkel beschattete Adern am Zell¬
ende der Htlgl, wie die ganz ähnlichen Napeofiencs lamia und Scada ethica , Avelche Arten gleichfalls
gelb bestäubte Flügel haben, derasa wairde von Hewitson aus Nicaragua beschrieben. Ich finde aber keinen
Unterschied zwischen ihr und der als soligena von Weymee aus dem östlichen Eenador beschriebenen Form.
— Von dort kommt auch travella lisch., welche der vorigen ähnlich ist; doch fehlt ihr die dunkle Zeich¬
nung am Zellende der Htlgl und die Binde am Zellende der Vtlgl ist l)reiter. — salapia Beu\ (37 f) hat
schwächer gelb bestäubte Flügel mit breiteren, schwarzen Rändern, ohne weisse Punkte im Analrd und mit
rotbrauner Mittellinie in den Rändern der Unterseite.
1. drymo Bhn. (= diaphana Cr., phono Geger) (37g cd, ?) ist eine kleine, unscheinbare, in
Brasilien häufige Art, mit farblosen, dunkel geränderten Flügeln und 'breiter Halbbinde über dem Zellende
der Vtlgl. Am Vrd folgt ein kleiner, weisser Fleck. Beim ? sind die Ränder etwas breiter und über dem
Zellende der Htlgl steht ein dreieckiger, dunkler Fleck. — napho H.-Schdff. (= phono lleiv. p,, naxo Oberth.)
von Columbien ist eine sehr ähnliche Foim mit schwach rauchbraunen Flügeln und ohne den Fleck am
Zellschluss der Htlgl in beiden Geschlechtern. — Anch pellücida JVegm. ist eine sehr ähnliche Art mit
längerer Schrägbinde am Zellende der Vtlgl. Sie soll sowohl auf Trinidad, wie in Brasilien Vorkommen.
I. agnosia Betv. (37 f) von Columbien und Venezuela bis Peru ist eine häufige Art mit ähnlicher
Zeichnung wie die vorigen, aber an dem grossen, weissen Wisch am Zellende der Vtlgl kenntlich.
I. pseudo-agalla Beb. (37g) aus dem westlichen Ecuador hat rauchl)raune Flügel mit dunklen Rändern;
gelben Fleck am Zellende und gelbbraune Mediane der Vtlgl.
I. oenanthe Wegm. (37 g) hat spitzere Vtlgl mit bräunlichen, auf der Unterseite lebhaft gelbbraunen
Rändern. Die Halbbinde am Zellende der Vtlgl ist zugespitzt. Sie tliegt im Caucatal Columbiens und
steht der terra nahe.
I. salcata Schaus aus Columbien soll durchsichtige, weissliche Flügel haben, mit schwarzbraunen
Adern und Rändern. Vtlgl am Zellende und Vrd spärlich weiss lieschuppt. Auf der Unterseite sind die
(IAIjL( )1jKI{1A. Von I!, 1 1 Ai'iNscii.
1 Ui
Ränder hell rotliclibraun , dunkel gesäumt; Vllgl mit 3 weissen Apicaltlecken. llllg! am Vrd gelldicli, am
Aussenrd mit kleinen, weissen Punkten.
Während die dunkle Scliräglnnde der Vilgl bei den bisher behandelten Können mehr oder weniger deutlicli
gegabelt war, ist sie bei den folgenden, sonst ähidichen Aiden einfach, nach hinten verjüngt.
L amarilla /fsrh. (37g) hat sehr ähnliche Zeichnung und Färbung wie Iravella, aber die Sclirägbiiide (tmarilla.
der Vtlgl ist nach hinten allmählich zugespitzt. Sie fliegt nul jener am oberen Napo.
I. aquinia llpfr. aus Peru ist sehr ähnlich sulapia, aber mit einfacher Sclirägbiiide. Der 3. Median- aqninia.
ast ist nicht dunkel gefärbt.
I. ardea Jhnr. (38 a) ist der ((cinnsia sehr ähnlich, mit bis zum Aussenrd verlängerter Schrägbinde im aniea.
Yllßj. Sie variiert sehr in der Grösse und fliegt in Bolivien.
L drogheda und hamlini 11 Vr/rs von Venezuela sind mir nicht bekannt.
23. Gattung-: Callol Cl*icl (iodm, u. S(i/r.
Hierher gehören eine Anzahl kleinerer BMrmen, die sich fast alle ziemlich nahestehen und meist
eine rotbraune Grundfarbe haben, mit gelber Schrägbinde im Vtlgl. Das Geäder der d’cf zeigt im Htlgl
zwischen Gostale und Snbcostale auf der Unterseite eine erhabene Leiste, sowie eine nndentlich gewinkelte
untere Discocellnlare mit sehr langem unterem und sehr kurzem oberem Schenkel, so dass dieselbe fast
imgewinkelt erscheint; ferner mit rncklanfender Ader als Fortsetzung der unteren Radiale. Beim ? ist das
Geäder ganz ähnlich, bis auf die erhabene Leiste.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf das nördliche Süd-Amerika und die Landenge von Panama
bis Costa Rica.
C. dorilla Bat. (38 a) von Panama und Costa Rica hat zwischen der rotbraunen Basis und dem doriila.
schwarzbraunen Apex eine unregelmässige, gelbe Schrägldude, welche mit einem am Ird stehenden, gelben
Fleck zusammenhängt. Der dreieckige, dunkle Fleck in der Zellmitte ist meist nur undeutlich; dagegen sind
die beiden am Zellende sehr gross und zusammenhängend. Im Apex stehen ein grosser und ein kleinerer,
gelber Fleck, sowie am Aussenrd mehrere gelbe Punkte. Die Htlgl sind rotbraun mit dunklem Aussenrd
und Fleck am Zellende. — Die sehr ähnliche azara H<ai\ (38 a) aus dem östlichen Ecuador und Columbien azara.
hat lichtere, schmälere Flügel. Die beiden Flecken am Zellende sind kleiner als bei donUa, so dass die
gelbe Schrägbinde am Vrd breiter ist. Von den gelben Punkten am Aussenrd ist hier nur einer vorhanden.
Der Aussenrd der Htlgl ist breiter. — tutia Ifeio. (.38 a) hat noch durchsichtigere Flügel mit schmälerer, tutia.
gelber Schrägbinde und kleineren Apicaltlecken; zwischen beiden erscheint noch ein grosser, durchsichtiger,
gelblicher Subapicaltleck. Die Htlgl haben schmalen Aussenrd und eine deutliche Längsbinde. Diese Form
fliegt in Venezuela und Costa Rica. — tosca Schaus aus Columbien ist eine Lokalform mit gelbem Apex tosca.
der Vtlgl und gelber Färbung zwischen der Mittelbinde der Htlgl und dem Aussenrd. — chanchamaya lisch, chanchamaya.
hat ähnliche Zeichnung wie tutia, ohne die gelben Flecken im Apex der Vtlgl., mit kräftigerer, schwarzer
Fleckenbinde im Discus der Htlgl und gelblicher Färbung zwdschen derselben und dem Vrd. Sie fliegt am
Chanchamayo in Peru.
Bei der typischen C. hopfferi Weym. fehlt die gelbe Schrägbinde im Vtlgl, das abgebildete Stück hopfferi.
stellt eine Lokalform dar, die ich als onoma fanu. nov. (38a) bezeichne. Beide Formen fliegen am oberen onoma.
Amazonas; sie sind an der rotbraunen Färbung des grossen Subapicalfleckes der Vtlgl kenntlich und ähneln
den Ceratinia pardcdis resp. tigrina. Die Zeichnung ist sonst ähnlich wie bei chanchaniaga. Der Aussenrd der
Htlgl löst sich, besonders bei hopfferi, in einzelne Flecken auf.
C. poecila Bat. (38a) ist eine häufigere, verbreitete Art von Columbien, Ecuador und dem oberen />om7a.
Amazonas. Sie hat eine breite, nach aussen gezackte, gelbe Schrägbinde und am Zellende 2 isolierte,
rundliche, schwarze Flecken. — callichroma nannte Staudinger eine Form von poccda aus Ecuador mit ccilUchromo.
schmaler, gelber Binde. — Bei poecilana lisch, aus dem östlichen Ecuador ist die Mittelbinde der Htlgl poecitana.
mit dem Aussenrd zu einem grossen, schwärzlichen Fleck verschmolzen. — Bei azarlna Wegm., auch aus azarina.
Ecuador, steht ein grosser, schwarzer Fleck im Discus der Fltlgl, der Ins zur Basis reicht. — nigronascens nigronascens.
lisch, vom oberen Amazonas hat schw-arze Htlgl bis auf den Apex, der rotbraun geldieben ist.
C. selenides Wegm. (.38 a), vom oberen Amazonas, hat eine in der (Mitte, nach dem x4pex zu, verbreiterte selenides.
gelbe Schrägbinde, welche auch innen von Sclnvarz begrenzt ist. Die breite Mittelbinde der Htlgl ist
zusammenhängend.
C. porrecta lisch, aus Bolivien hat längere, schmälere Flügel; schmale, gelbe Schrägbinde, ähnlich porrecta.
tutia, und grosse, schwärzliche Flecken am Zellende. Die Htlgl haben 3-4 pfeilspitzenförmige Flecke im
Discus. Rn schwärzlichen Apex der Vtlgl steht ein hellerer, bisweilen gelbbrauner Wisch.
C. robusta lisch, aus Bolivien hat die Grösse von dorilla. Die schmale, gelbe Schrägbinde ist in robusta.
2 Flecken aufgelöst. Die Htlgl sind schmal, dunkel gesäumt. — Bei fuscens Usch, ist die Schrägbinde auch fuscens.
144
HYPUSCADA. Von K. Haexscii.
in 2 Flecken aufgelöst, aber die Färbung clerselljen ist wie die Grundfarbe: durchsichtig, schwach rotbraun.
Die Htlgl haben 3 pfeilspitzenförmige Flecken im Discus und schmalen, innen gezackten Aussensaum.
singii/dris. C. singularis L’el>. ist eine Form aus dem westlichen Ecuador mit schmalen, zarten Flügeln. Die
gelbe Schrägbinde ist schmal, nach dem Apex zu ungezackt, nach der Basis zu mit einem Ansatz versehen.
Die Mittelbinde der Vflgl ist breit, schattenhaft. Die Fhlr sind dunkel mit bräunlicher Keule.
melanoptcra. C. melanoptera Ifeir. aus Ecuador ist eine eigentümliche Eorm mit schwärzlichen Elügeln, deren
Zellen gelblichbi'ann durchscheinen, ebenso 3 grössere Flecken am Aussenrd der Vflgl. Auf der Unterseite
stehen am Aussenrd der Fttlgl viereckige, rötliche Flecken. Es scheint eine melanistische Aberration zu sein.
nisc. C. nise Gr. (? = selene Cr.) (38 b cö, ?) hat eine bis zum Innenwinkel reichende, gelbliche, breite Schräg¬
binde im Vflgl, die am Innenwinkel stark ausgezackt ist. Die Grnndfarl)e ist beim cf schwach rotbraun,
beim ? dunkel braunrot. Die Htlgl haben eine schmale Mittelbinde, die mit dem AY'd eine Schleife bildet
und beim cf eine durchsichtige, helle Längsbinde abschliesst. nise fliegt am unteren Amazonas, sowie in
peniensis. Guyana nnd Venezuela. — peruensis lisch. (38b) ist eine ähnliche Form vom oberen Amazonas, aus Peru.
Die Grundfarbe ist hell rotbraun, in beiden Geschlechtern, mit durchsichtiger Längsbinde an der Basis der
Htlgl. Die gelbe Schrägbinde der Vflgl ist noch breiter, undurchsichtig, mit kleinen, dunklen Flecken am
csprieiia. Zellende. Der dunkle Fleck in der Zelle ist sehr schwach. — espriella ITctc. aus Ecuador ist eine stärker gefärbte
larapotis. F'orni mit dunklem Apex der Vflgl, ohne die durchsichtige Längsbinde im Hflgl. — Als tarapotis form. nov.
bezeichne ich eine Form vom unteren Amazonas, welcher die gelbe Schrägbinde bis auf einen undeutlichen
Fleck am Vrd fast ganz fehlt. Die Färbung ist wie bei esjn'iella lebhaft rotbraun bis zum Apex.
radiosa. Bei C. radiosa Usch, aus dem östlichen Ecuador ist die Apicalhälfte der Vflgl schwärzlich, mit
strahlenförmiger, gelber Fleckenbinde. Der dunkle Fleck an der Basis ist länglich zugespitzt. Die Hflgl
haben eine Fleckenmittelbinde nnd gezackten, dunklen Aussenrd.
cayaiia. C. cayana Salr. (38b) ans Gniana hat im schwärzlichen A[)ex ein eigenartig geformtes, gelbes
Schrägband mit anschliessendem IHeck am Innenwinkel Der Fleck in der Zelle fehlt. Die Htlgl haben eine
breite Älittelbinde und alle Flügel weissliche Randpunkte.
io/aia. C. jolaia Ucir. (381)) ans Columbien hat das Aussehen von Napeocienes stella. Im Discus der Vflgl
steht eine Anzahl gelber Flecke, und im Aussenrd aller Flügel grosse, gelbe Randpunkte; in der Vtlglzelle
ein schwarzer, abgerundeter Fleck und am Apex der Htlgl der Anfang einer Mittelbinde. — Bei der ab.
convcnieiis. conveniCHS Usch, sind die Flecken im Vflgl zu einer gewinkelten Binde am Zellende vereint.
dato. C. doto Uhu. (38b) vom unteren Amazonas ist eine recht abweichende Art mit glashellen Flügeln;
die Ränder und der Zellschluss der Vtlgl sind dunkel gesäumt. Die Mediane der Vflgl nnd eine breite
Submarginalbinde der Htlgl sind gelbbraun.
24. Gattung: Hyposcatla Godm. u. Sah-.
Die Abgrenzung dieser Gattung von der folgenden Lcncofhijris ist nicht recht durchführbar, da die
Charaktere allmählich ineinander übergehen. Auch wei'den dadurch eine Anzahl Formen, die einander
nahestehen, wie Uerdina und ina, in zwei verschiedenen Gattungen imtergebracht. Ich lasse daher in dieser
Gattung nur die Formen, welche der typischen Art nahestehen und führe die anderen bei den ähnlichen
Formen von Leiicothi/ris auf.
Uyposcada ist an den langen, dünnen Fhlrn nnd der kurzen Zelte der Htlgl kenntlich. Gostale und
Subcostale verlaufen entfernt voneinander. Obere und mittlere Discocellulare der Htlgl sind kurz und fast
gleich lang. Es sind mittelgrosse Falter von meist rotbranner Grundfarbe, xlie an manche Arten von Cerutinia
erinnern. Sie finden sich besonders im nordwestlichen Süd -Amerika, einige auch in Zentral -Amerika und
sind meistens nicht häutig.
adelphina. H. adelpliina Bat. (38 c) aus Columbien und Panama hat eine breite, rotbraune Basis der Vtlgl und
rotbraune Htlgl mit breitem, schwarzem Aussenrd. Der Rest der Vtlgl ist schwarz mit einer grösseren An¬
zahl weisser Flecken. Auch am A])ex der Htlgl stehen 2 — 3 weisse Punkte. Auf der Unterseite ist die
virginiana. Zeichnung entsprechend der Oberseite. — virginiana lleir. von Mexiko nnd dem nördlichen Zentral-Amerika
hat schmälere Flügel. Die rotbraune Färbung der Vtlgl reicht bis nahe zum Zellende und die beiden
weissen Flecken daselbst sind klein nnd rundlich. Besonders bemerkenswert ist die Unterseite, die auch im
evanides. ganzen Apex der Vtlgl braun gefärbt ist. - Bei einer dritten Form von Costa Rica, die ich evanides
lor)it. nov. nenne, ist die Grundfarbe der Vflgl bis auf zwei rotbraune Striche an der Basis schwarzbraun, ebenso
unterseits. Die Flügel sind schmal wie bei vircjiniana, die weissen Flecken wie bei adelphina.
consobrina. H. COHSObrina Godni. n. Sidv. (38 c) ist der vorigen ähnlich, mit grösseren, gelblichen Flecken, ohne
die beiden im Zellende der Vtlgl. Sie tliegt im westlichen Ecuador, am Fass der Anden.
andiiaia H. anchiala Uen\ vom oberen Amazonas bis Peru und Ecuador hat kleinei-e weisse Flecken in der
schwarzen A])icalhälfte und einen schwarzen Strich an der Mediane der Vtlgl, sowie schwarze Hllglränder
und eine breite, tleckenartige Mittelbinde im Discus.
Ausgegehen 30. VII. 09.
LEUCOTHYRIS. Von JE IIaknsch.
145
H. abida Tlew. aus Columbien ist ähnlich, etwas kleiner, ohne schwarzen Strich über die Mediane ahiäa.
der Vtlgl, mit schmälerer Mittelhinde im Htlgl. Alle Flügel haben kleine, weisse Randpunkte.
H. kezia Hew. vom oberen Amazonas hat eine Zeichnung wie anclnala. Es stehen aber im Aj)ex kezia.
der Vtlgl nur noch drei weisse Flecken, die übrigen sind durch eine unregelmässige, gelbbraune Ihnde am
Zellende ersetzt worden. — Bei rezia HscJt. (38c) ist auch der ganze Apex der Vtlgl gelbbraun bis auf die rezia.
drei undeutlichen, weisslichen Flecken, an welche je ein schwarzer, länglicher Fleck anschliesst. Diese Form
tliegt am Ucayali.
H. fallax Stgr. (38 c) ist eine interessante Art vom Chanchamayo in Peru , w'elche durch die fallax.
schwarzen, breit rotbraun gebänderten Flügel den Cercdinia bkolora und semifulva , sowie den grosseren
Mechanitis deceiytus und Melinaea mofhone sehr ähnlich sieht. Ausser am Geäder ist sie jedoch schon an den
langen, dünnen, schwarzen Fhlrn und den anders gestellten, schwarzen Flecken am Zellende und in der
Vflglzelle kenntlich.
H. aesion Godm. ii. Sah. von Panama ist der ahlda ähnlich, kleiner, ohne die weissen Randpunkte aesion.
und ohne die Mittelbinde im Hflgl.
H. illinissa Hew. vom oberen Amazonas ist ähnlich der vorigen, mit grösseren, weissen Flecken illinissa.
und noch einem weiteren in der Vtlglzelle. Die rotbraunen Htlgl haben ausser dem dunklen Saum noch
eine, entsprechend dem Aussenrd gebogene, schwarze Submarginalbinde.
Bei H. similia H.-Schäff. (38 d) ist auch die ganze Basis der Vorder- wie der Htlgl schwarzbraun: similia.
auf letzteren bleibt nur noch eine gelbbraune Submarginalbinde am Aussenrd.
25. Gattung: I^eiicotliyris Bsd.
Diese Gattung ist vorläufig noch ziemlich umfangreich und dürfte besser in einige Untergattungen
zerlegt werden. Ausserhch unterscheidet man schon zwei Hau2)tgruppen: die erste hat kürzere, abgerundete
Flügel mit breiten, weisslichen Binden, öfter auch mit rotbrauner Färbung, besonders am Apex der Vtlgl.
Die zweite liat spitzeren Apex und eigentümliche, weissliche Fleckenzeichnung, besonders am Apex und
am Aussenrd der Vtlgl, ohne bräunliche Färbung. Im Geäder schwanken jedoch beide Gruppen von der
typischen, kurzen - Htlglzelle und langen, dünnen Fhlrn bis zur langen Zelle und kürzeren, mit
deutlicher Keule versehenen Fhlrn. Bei typischen Leucotlujris sollen Costale und Subcostale der Htlgl nahe
zusammen verlaufen. Die Zelle der Htlgl ist beim cd vorne länger wie hinten ; mittlei'e Discocellulare länger
als die obere.
Bei der grossen Anzahl der hierher gehörenden Formen ist es wohl erklärlich, dass sich im ganzen
neotropischen Gebiet Vertreter der Gattung finden; den grössten Formenreichtum bieten jedoch, wie von
den meisten Ithomiinen, die östlichen Abhänge der Anden von Columbien bis Bolivien. Das Verbreitungs¬
gebiet der einzelnen Formen ist meist ein sehr kleines. Fast jedes grössere Flusstal hat seine bestimmten
Lokalfornien, die dort bisweilen in grossen Mengen auftreten, aber einige hundert Meter bergauf- oder abwärts,
sowie etwa 10 Meilen seitwärts nicht mehr angetrotfen werden.
Dadurch bleiben manche Formen dieser und anderer Gattungen jahrzehntelang grosse Seltenheiten,
bis die engbegrenzten Fundorte wieder einmal von einem Sammler aufgesucht werden, der die lange Ver¬
missten dann in Menge mitbringt.
I L. ida Hsch. (38 d) vom oberen Napo in Ecuador hat schw'arze Flügel mit milchigen Glasflecken /rfa.
I und einer rotbraunen Submarginalbinde auf allen Flügeln. Letztere ist im Apex der Vtlgl sehr breit, wie
es bei einer grösseren Anzahl ähnlicher Formen vorkommt. Kenntlich ist ida besonders an den beiden
j weissen Punkten im Apex der Vtlgl, ausserdem haben die Vtlgl noch vier weisse Flecken und ein Dreieck
I an der Basis. Die Htlgl haben eine grosse, weissliche Discal- Längsbinde. Beim cf sind die Flecken und
' die Binde kleiner. — idina lisch, ist eine kleinere Lokalfonn vom oberen Amazonas mit undeutlichen idina.
Punkten im Apex der Vtlgl und breiterer, hell rotbrauner Apicalbinde. Auch auf den Htlgln ist die rot¬
braune Submarginall)inde heller und breiter. — kena Ilew. aus dem östlichen Ecuador ist bedeutend kleiner kena.
als ida. Die beiden Glastlecken am Apex der Vtlgl tliessen zusammen und werden vollständig von der rot¬
braunen Subapicalbinde eingeschlossen. Am Zellende bilden drei Glastlecken eine Schrägbinde und auch die
drei übrigen Flecken sind grösser. — Bei L. ilerdinoides Stgr. (38 d) fehlen die beiden Glastlecken am Apex, ilerdinoides.
dagegen stehen zwei am Zellende. Die rotbraune Subapicalbinde der Vtlgl ist breiter. — Eine weitere
ähnliche Form, die ich lerda form. nov. nenne, unterscheidet sich von der vorigen durch nur einen Fleck lerda.
am Ende der Vflglzelle, dagegen tritt an der inneren Zellecke im Discus ein anderer auf. Diese Formen
I fliegen am oberen Amazonas, dürften aber jede in einer bestimmten Gegend Vorkommen.
Während die bisherigen Formen noch eine kürzere Zelle haben, wie Hijposcada, ist bei den folgenden,
j sonst sehr ähnlichen Formen bereits die mittlere Discocellulare der Vtlgl, und damit auch die Zelle, vorne
j merklich länger.
V
19
146
LEUGOTHYRIS. Von R. Haknsch.
ilerdina.
lerida.
lerdina.
liibilerda.
Herda.
sexmacnlata.
confliiens.
Iota.
escura.
praemona.
agarista.
janarilla.
priscilla.
gunilla.
tigilla.
assirnilis.
zelica.
pagasa.
aegle.
za rep ha.
dolabella.
brisotis.
L. ilerdina Heir. (38 d), die als Typus der Gattung Leucofhi/ris gilt, unterscheidet sich äusserlich
von ilerdindides durch das Fehlen der beiden Glastlecken am Ende der Vflglzelle.
L. lerida Krh. ist eine Art ähnlich lena, al)er ohne die beiden Apical- Glasflecken, ^ie fliegt am
unteren Napo.
L. lerdina Stgr. (38 d) von Pebas am oberen Amazonas ist kleiner als ilerdina. Bei ihr sind die
beiden Glasflecken im Zellende und am Hinferwinkel der Vflgl zu einer breifen Schrägbinde vereinf.
L. lubilerda Hsch. voni ösllichen Columbien ist eine ähnlich gezeichnete Art, aber sogleich an den
durchsichtigen Glasflecken zu erkennen, welche bei den anderen Formen milchig besfäubt sind.
L. ilerda Hew., auch vom ösflichen Columbien, isf eine Form wie ilerdina., ohne den Glasfleck in
der rotbraunen Binde.
Bei den nun folgenden Formen ist die rotbraune Su))apicalbinde der Vflgl viel schmäler.
L. sexmaculata Ihch. (38 d), vom oberen Xapo in Ecuador, hat 6 Glastlecken im Vflgl, und zwar
ausser den beiden in der Zelle: einen am Zellende, einen am Hinterwinkel und 2 kleinere am Aussenrd. — Bei
confluens Hsch. vom Napo sind es nur 5 Flecken, und bei Iota Heu\ (38 e) nur noch 4. Letztere Form kommt
am Fuss der ösflichen Anden in Ecuador vor. Sie hat eine nach hinten gegalmlte, dunkle Schrägbinde
am Zellende, welche bei confluens noch mit dem Ird verbunden ist, so dass bei dieser ein weiterer Glasfleck
abgetrennt wird. — escura Hsch. ist eine verdunkelte Form von Iota, ohne die rotbraune Zeichnung auf der
Oberseite, ferner auf der Lbrterseite mit braunroter, statt gelbroter Färbung. Die weissliche Bestäubung der
Glastlecken ist schwächer. — Eine der escura nahestehende Form vom oberen Amazonas, die ich praemona
form. nor. nenne, unterscheidet sich durch viel breitere, schwarze Ränder und Binden. Besonders der Vrd
und Aussenrd der Hflgl sind stark verbreitert und lassen im Discus nur noch eine am Ird breitere, glasige
Längsbinde übrig, wie bei epichanne (38 e).
L. agarista F/fb’. (38 e). Die rotlnmune Färbung ist meist viel heller als in der Abbildung. Kenntlich
ist diese Form an den beiden grossen, zusammenhängenden Glasflecken im Apex der Vflgl. Sie fliegt am
oberen Rio Negro und oberen Rio Napo. — janarilla Uew. ist eine ganz ähnliche Form aus dem östlichen
Ecuador und Peru , ohne die rotbraune Färbung auf der Oberseite , imd ohne die weissliche Bestäubung im
Discus der Htlgl.
L. priscilla Hetr. (38 f) und gunilla Be/r. beide vom oberen Amazonas (Rio Juruä, Fonte Boa) sind
2 seltenere, lebhafter gefärbte Formen, mit rotbraunen Htlgl. jrrisci da hui ausser dem dunklen Aussenrd im
Hflgln noch eine Submarginal-Aussenrd-Binde. Bei (junida ist nur der Ansatz zu dieser Binde im x4pex vor¬
handen. priscilla hat in den dunkelbraunen Vtlgln 4 Glasflecken und ein Basaldreieck; bei gunilla fehlt der
Glasfleck am Hinterwinkel, die Basis ist breiter und rotbraun gefärbt.
L. tigilla Wegin. (38 e) ist eine grössere Art aus dem östlichen Ecuador von ähnlichem Aussehen wie
Iota, aber ohne die Gabelung der Schrägl)inde und mit Ijreiteren Flügeln.
L. assirnilis Hsch. ist eine sehr ähnliche Art aus derselben Gegend, etwas kleiner, ohne den weissen •
Fleck am Vrd und Zellende der Vflgl. Auch sonst ist die Zeichnung beider Formen etwas verschieden.
Besonders sind dieselben al)er am Geäder zu erkennen. Die mittlere Discocellulare der Hflgl ist bei assirnilis
bedeutend grösser und dadurch die Zelle viel länger.
L. zelica Heu:. (38 f) aus den westlichen Anden von Ecuador ist* an der gelblichen Färbung aller
Flügel kenntlich. Die Zeichnung der sonst sclnvärzlichen Apicalhälfte der Vflgl besteht in zwei Subapical-
punkten und zwei grösseren weisslichen Flecken am Zellende und Hinterwinkel. Die Hflgl sind sehr breit
schwarz gerändert. — Eine ähnliche Form i,st pagasa Druce aus Panama und Costa Rica. Die Hflgl sind
wde bei zelica, al)er die Vflgl haben eine In’eite Binde durch die Zelle. Die Subapicalflecken sind grösser.
L. aegle F. (=^ hippodamia Heu.) (38f). Die Flügel sind fast glashell mit dunklen Rändern. Im
Vflgl entstehen durch Schrägbinden eine Anzahl Glastlecken, und zwar ausser den beiden in der Zelle: je
einer am Zellende und Hinterwinkel, sowde 2 kleinere und 1 — 2 Punkte am Aussenrd. Den Aussenrd der
Hflgl durchziehf ein rotbrauner Streifen. Die Art fliegt mit der ähnlichen, folgenden Form in Guiana. —
zarepha Heu-. (38f) hat am Zellende der Vflgl eine bindenartige Fleckenreihe Ins zum Flinterwinkel und
2 Glasflecken im Apex. Auf der Unterseife fehlen die weissen Randpunkte. Guiana.
L. dolabella Hew. (38 e) von Bolivien hat eine breite, rveisse Schrägbinde am Zellende der Vflgl
und einen Doppelfleck am Apex; durch die Zelle zieht eine unvollständige, dunkle Sclirägbinde. Die Glas¬
tlecken und der Discus der Htlgl sind weiss liestänbt. — Als brisotis form. nov. bezeichne ich eine andere
Form, ebenfalls aus Bolivien, mit schmaler, weisser Schrägbinde im Vflgl, besonders am Zellende. Der
dunkle Aussenrd der Hflgl ist nach innen stark verbreitert.
IjKUCH )T1 I\'K1S. Von 1!. IIakn'sch.
147
L. flexibilis spec. nov. nenne ich eine der dolahrlhi älinliclie Aii ans dein nöi'dlichen Peru. Sie ist jlexibihs.
kleiner und hat eine schmälere, in der Mitte eingeschnürte, weissliche Schräghinde. Am 1 linterwinkel der
Vtlgi steht ein länglicher Glasfleck, wie \)^\ crh})inilU(^ von welche)' sich //ex//</7/.s schon diu'ch den Doppeltleck
im Apex unterscheidet. — Ans Bolivien kommt noch eine sehr älndiche Form, die ich virina jonH. mtr. virina.
nenne. Sie hat eine weisse Schräghinde wie dohihella, aber die ühi'igen Glastlecken sind farblos, nicht weiss
bestäubt. Am Hinterwiidcel der Vtlgi steht ein Glastleck wie hei Jlexihdis, ahei- die schwai'ze Scln'äghinde
über dem Zellende ist von der Mediane an ganz schmal, strichförmig.
L. perspicua ßtl. (38 e) ist <\e,v janardla recht ähnlich, bedeutend grösser; mit Suhajiicalhinde , statt perspicua.
des Doppelflecks, sowie birniörmigem Fleck am Hinterwinkel dei- Vtlgi. Sie fliegt mit den verwandten
onega und epicharme am oberen Amazonas. — onega Fldr. hat eine breitere, weisse Sclirägbinde i)n Vtlgi onega.
und die Hflgl sind schwarz mit einer sclnnalen, gebogenen Glashinde hinter der IMitte, die am Ird dunkel
beschattet ist. — Bei epicharme Fldr. (38 e) ist die Glasbinde der Htlgl breiter, keilfönnig, am Ird epicharme.
am breitesten.
L. amazona Hsch. vom oberen Amazonas ist den vorigen ähnlich, mit gleichmässig lireiter Schräg- amazona.
binde im Vtlgi, ohne den Glastleck am Hinterwinkel. — Eine weitere ähnliche Form, die ich ramona form, ramona.
nov. nenne, hat, bis auf die weisse Schrägbinde, farblose Glastlecken, und zwar ist der am Hinterwinkel
länglich viereckig. Die Mittelbinde der Htlgl ist in der Mitte am schmälsten, indem der l)reite Vrd am
2. Medianast eine Ecke liildet. Sie fliegt bei Sara-yacu am Ucayali.
L. crispinilla Hpfr. (38e) aus dem östlichen Peru unterscheidet sich von der voiigen durch weiss- crispiniiia.
liehe Bestäubung und schmalen schwarzen Vrd der Htlgl, welcher die Zelle frei lässt.
Eine der vorigen sehr ähnliche Art, die ich als L. enania spec. nov. bezeichne, fliegt auch in Peru, enania.
Sie ist merklich kleiner und hat anderes Geäder, sowie schmälere Ränder und Binden. Auffällig ist besonders
der schwarze Strich über die Zelle der Vtlgi, welcher hier in der Verlängerung des 1. Medianastes steht, während
er bei crispinilla näher der Basis liegt.
L. didymaea Hew. von Bolivien hat eine Zeichnung wie virina, ohne den Doppelfleck im Apex der didymaea.
Vtlgi. Sie ist an der schwarzen Schräghinde über das Zellende der Vtlgi kenntlich, welche von der Mediane
bis zum Aussenrd einen Strich bildet, sowie an dem schmalen, gleichmässig breiten Aussenrd der Htlgl.
Bei den nun folgenden Formen fehlt der bindenartige Strich durch die Zelle der Vtlgi.
L. borilis spec. nov. So bezeichne ich eine der didymaea ähnliche Art von Pozuzo in Süd-Peru mit borilis.
weiss bestäubten Flügeln, ohne den Strich in der Zelle. Der Aussenrd der Htlgl ist viel breiter.
L. synnova Hew. (38 f). Diese schöne und seltene Art unterscheidet sich durch die orange Färbung sy/zwu«.
(bei der Abbildung ist dieselbe zu dunkel) recht auffällig von den sonst ähnlich gezeichneten Arten , wie
ramona etc. Nach Bates fliegt sie nur ain Nordufer des oberen Amazonas bei Tunantins.
L. quintina Fldr (38 f) soll aus Venezuela stammen, ich kenne sie nur aus Bolivien und Peru. Sie qmntina.
hat weiss bestäubte Flügel mit schwarzen Rändern und einer Schrägbinde am Ende der Vllglzelle, welche
nach hinten allmählich verjüngt ist. — Die sehr ähnliche alexina Hew. von Peru und Bolivien hat farblose alexina.
Flügel, nur die Subapicalbinde der Vtlgi ist weiss bestäubt. Die Zeichnung erinnert sehr an Ithomia ardea,
die sich aber durch das Geäder unterscheidet.
Hier folgt zunächst noch eine kleine Gruppe mit breiten, abgerundeten Flügeln und schwarzem
Strich durch die Vllglzelle, von denen L. astraea Cr. (391)) oft verkannt wird. Die typische Form kommt -
aus Guiana. Sie hat eine breite, schwarze Schrägbinde im Vtlgi, die sich erst kurz vor dem Aussenrd gabelt;
ferner ganz schwach rotbraune Färbung im Aussenrd der Htlgl. — thimei Oherth. {— tlora Hew. Exot. Btfl. thimei.
f. 68) vom Rio Magdalena in Columbien ist ganz ähnlich gezeichnet, hat aber kein Rotbraun auf der
Oberseite und unten nur an der Wurzel. Ferner ist der Aussenrd der Htlgl schmäler und gleichmässig breit.
— tlora Cr. von Cayenne und Surinam ist eine grössere Form mit breiten Rändern und Binden, sowie rot- flora.
brauner Zeichnung im Aussenrd der Htlgl. Am Aussenrd der Vtlgi werden durch die Aste des Schrägbandes
2 deutliche, weisse Flecken abgetrennt. — Am unteren Amazonas fliegt eine kleinere Form von astraea
mit rundlichem Apex der Vtlgi, die ich als antaxis form. nov. bezeichne. Sie hat einen hell rotbraunen, antaxis.
dunkel gesäumten Aussenrd der Htlgl und einen solchen Fleck am Hinterwinkel der Vtlgi.
Eine äusserst ähnliche Art vom mittleren Amazonas, die ich L. stradopsis spec. nov. nenne, hat stradopsis.
anderes Geäder und spitzeren Apex der Vtlgi. Der obere Schenkel der unteren, sowie die mittlere Discocel¬
lulare sind länger. Die Schrägbinde der A^tlgl ist ziemlich allmählich über dem 2. (Medianast verjüngt, der
3. ist nicht verdickt.
Bei L. egra Hew. (39 b) ist die schwarze Schräghinde der Vtlgi sehr breit, verläuft auf dem 3. Die- egra. — '
dianast und ist andererseits mit dem schwarzen Ird verbunden. Die Art fliegt am Amazonas.
148
J.EUGOTHYRTS. Von R. Haensch.
aqiiata.
serdolis.
siisiana.
siisanna.
cyrene.
radina.
attalia.
attalita.
taliata.
solida.
completa.
orestilla.
valida.
fasciata.
deronda.
derondina.
cytharista.
L. aquata Weijw. (391)) aus Brasilien ist der astniea ähnlich, mit schmäleren Rändern und Binden.
Die Schrägbinde am Zellende reicht nur wenig über die innere Ecke hinaus. Der schwarze Strich über die
Zellmitte soll bei typischen Stücken gleich breit sein. Es finden sich jedoch viele Exemplare, bei denen er
keilförmig ist. — Bei einer anderen Art, die ich
L. serdolis spec. nov. nenne, verläuft eine keilförmige Schrägbinde vom Zellende über den 3. Medianast,
und die Glastlecken sind weiss bestäubt. Sonst ist die Zeichnung wie bei astraea. Diese Form fliegt am
oberen Amazonas.
Hier beginnt die 2. HauptgTiippe von Leycothyris mit länglichen, farljlosen Flügeln, welche zarte, weissliche
Flecken tragen. Von diesen ist besonders einer zwischen dem ‘J. und 3. Medianast der Vflgl am Aussenrd für die
Gruppe charakteristisch, da er so nahe dem Aussensaum steht, dass der dunkle Aussenrd hier stets verschmälert ist.
2 ähnliche w'eissliche Flecken stehen noch am A])ex der Vflgl. Das Geäder der Hflgl ist auch bei dieser Gruppe
sehr verschieden. Es finden sieh sowohl Arten mit typischem Hyposcada-Ge'AA&r, als auch sehr viele, bei denen die
Zelle noch bedeutend länger als bei typischen Leycothyris-KrtQn ist.
L. susiana Fldv (38 g). Diese schöne, seltene Art aus den östlichen Anden von Columbien und
Ecuador hat schwarze Flügel mit_ mehreren Reihen weisser Glasflecken. Auf der Unterseite ist die Färbung
vorwiegend rotbraun. Die Vflgl haben an der Basis einen länglichen Fleck, darauf folgen 2 Reihen weisser
Flecken vor und hinter dem Zellende, sowie 3 Subapicalflecken und einige weisse Randpunkte. Die Hflgl
zeigen im Discus eine zusammenhängende, weisse Flecken-Schrägbinde und grosse, weisse Doppel-Randpunkte.
— susanna idtgr ist eine ganz ähnliche Form aus Columbien mit kleineren, weissen Flecken und Punkten,
aber einer breiteren, gelblichen Schrägbinde der Hflgl.
L. cyrene Latr. ist eine ähnliche Art Avie siisicwa, vom oberen Amazonas und Peru. Die Stellung
der Glastlecken ist etwas anders. Es fehlt der mittlere Fleck der ersten Reihe und die Binde der Hflgl ist
am Ird erweitert. — Eine nahe Form aus Columbien, die ich radina form. noo. nenne, hat im Zellende der
Vflgl einen Doppelfleck und dahinter 3 Glasflecken. Die Schrägbinde der Hflgl erweitert sich am frd bis
zur Basis. — Napeogenes domidnca Heiv. von Bolivien sieht den hier besprochenen Lcucotlujris-Yovvaew sehr
ähnlich, gehört jedoch, wde ich erst nachträglich an typischen Exemplaren feststellen konnte, zur Gattung
Xapeogenes. Sie hat ein grosses Basal-Glasfeld im Vflgl und vom Zellende bis zum Hinterwinkel eine am Vrd
geteilte, breite Fleckenbinde. Die Htlgl tragen eine breite, glasige Längsbinde. Vgl. Nachträge, p. 165.
L. attalia Heir. (38 g) hat einen schwarzen Fleck in der Zelle der Vflgl und zaldreiche Glastlecken
in der Apicalhälfte. Die Art fliegt in Bolivien und Peru. — attalita Hsch. ist eine viel kleinere Form aus
Bolivien. Die Glastlecken haben stark milchige Färbung und auf der Unterseite ist die gelbbraune Färbung
Amn (fttalia hier graubraun.
L. taliata Heu'. vmii Peru hat grössere, zusammenhängende Glastlecken im Discus der Vflgl und eine
sehr breite Glasbinde im Hflgl, soAvie grössere Randpunkte auf allen Flügeln.
L. solida JVegm. (38g). Hier ist in der Discal-Fleckenbinde der Vtlgl der Glastleck zAAÜschen dem
2. und 3. Medianast der längste (bei taliata ist es derjenige zwischen dem 1. und 2. Ast). Die grossen Rand¬
punkte fehlen fast ganz. Auf den Hflgln ist die Glasbinde in der .Mitte schmäler. — Bei der ab. completa lisch.,
Avelche mit der Stammform im östlichen Ecuador fliegt, ist der Vrd der Htlgl bis über die Zelle hinaus
schAAmrz, so dass die Glasbinde viel schmäler Avird.
L. orestilla Ileiv. (38 g) ist die grösste Art der eigentlichen Ithominen. Die Zeichnung ist ähnlich Avie
bei solida, mit viel grösseren Glastlecken. Der dritte Apicaltleck am V]’d fehlt. Sie fliegt in den östlichen
Anden von Goluml)ien und Ecuador in dichten BergAväldern nahe der Baumgrenze in Höhen bis zu 3000 m.
L. valida Hsch. aus dem Grenzgebiet von Peru und Bolivien hat die Grösse A'on susiana und sieht
completa ähnlich, ohne die Aveissen Randflecken auf der Oberseite. Der kleine, Aveisse Punkt zAvischen Zell¬
ende und A])ex steht in Richtung der beiden anderen Subapicalflecken und die Glastlecken am Hinter-
Avinkel sind grösser.
L. fasciata Hsch. vom oljeren Pastaza in Ecuador ist kleiner, mit schmalem, schwarzem Vrd der
Hflgl und Fleck über dem Zellende. Sie hat in dem Glasfehl der Hflgl eine milchige Schrägbinde, Avährend
bei solida, der sie sonst ähnlich sield, der ganze Discus milchig gefärbt ist.
L. deronda Hcn\ (39 a) von Peru und Bolivien ist durch die gelblich getönten Vtlgl von den ähnlichen
Formen zu unterscheiden, ln der Zeichnung ist sie den bisherigen Formen ähnlich, aber der Apex ist viel
schmäler scliAvarz, so dass die beiden Apical-Glasflecken nach innen nicht begrenzt Averden. — Als derondina
(Stgr. i. l.) geht eine viel kleinere, sonst äusserst ähnliche Form aus Bolivien mit elAvas anderem Geäder.
Bei ihr fehlt der zweite gelbe Fleck am Vrd der Vflgl-Überseite. Der Fleck in der Zelle ist schmäler und
beim ? fehlt der scliAvarze Fleck in dem Winkel, Avelchen die Mediane mit ihrem 1. Ast bildet.
L. cytharista Ileir. aus Peru dürfte auch hierher gehören. Sie hat die Grösse von deronda, gelbliche
Vflgl mit gezacktem Aussenrd und gebogener Halbbinde über das Zellende. Die Hflgl haben bläulich-Aveissen
Schein und breiten, nach innen stark gezackten Aussenrd mit grossen, Aveissen Punkten.
LEU(:0T11YKIS. Von H. Haknscji.
14!)
Unter dein Namen L. athalina (38g) liracdde Staudingeu nielirere ähnliche Formen zusammen, athalina.
Ich betrachte als typische Exemplare nach der Ahhildung STAUinxciKß’s solche aus Bolivien, deren $ eine
dunkle Zeichnung über der Zelle der Htlgl führt. Die Vtlgl sind denen von calid« ähnlich, aber es fehlt
der zweite weisse Punkt am Vrd nahe dem A})ex. — Die ähnliche Form aus (lolumhien nenne ich tremona tremona.
form. nov. Dem ? fehlt die dunkle Zeichnung auf der Mediane der Htlgl, und das Veihindung.sdi'eieck
zwischen dem Zellende und Ird. Die Halbhinde am Zellende ist am 3. IMedianast in eine Spitze ausgezogen.
— banjana lisch, ist die Form aus dem östlichen Ecuador, die dort in Höhen von 2 — öOOO m voikommt. banjana.
Bei ihr sind die beiden Apical-Glastlecken innen nicht schwarz eingefasst. Die Halbhinde am Zellende ist
wie bei cdhalitia, aber heim ? fehlt die dunkle Zeichnung auf der iMediane der Htlgl. Auf der Unterseite ist
die Färbung braunrot, bei tremoiw ist sie am hellsten: gelbbraun. — santineza lisch, ist eine kleinere Form sanüneza.
aus Ecuador; sie tliegt in Höhen von 1000 — 1500 m. Der Fleck in der Vtlgl-Zelle ist heim cf keiltörmig,
heim ? breiter, mit abgestumpfter Spitze.
L. tabera (30 a), aus den östlichen Anden von Ecuador, hat schmale Halhhinden über dem tabera.
Zellende der Vtlgl und in der Zellmitte. Der Aussenrd der Htlgl ist sehr breit schwarz gerändet. Auf der
Unterseite haben die Ränder dunkel braunrote Zeichnung. — Bei der ab. maerenda lisch, ist der Apex der maerenda.
Vtlgl breit schwarz mit zwei Glastlecken darin. Die Htlgl haben die Aussenhälfte und den Apex schwarz.
Die nun folgenden Formen haben einen schmäleren Aussenrd im Hflgi.
L. makrena Hew. (39 a) aus Venezuela und Columbien unterscheidet sich von den ähnlichen Formen, makrena.
wie santineza etc., durch den viel schmäleren Aussenrd der Htlgl. Die Halblnnde am Zellende der Vtlgl ist
breit, der Strich in der Zellmitte schmal. — makrenita Hscli. (39 a) ist bedeutend kleiner, sie tliegt im öst- makrenita.
liehen Ecuador. Die Zeichnung ist, ähnlich Avie bei makrena, hinter dem Zellende der Vtlgl steht eine weisse
Fleckenbinde.
L. baizana lisch., gleichfalls aus den östlichen Anden von Ecuador, ist an der rauchbraunen Färbung baizana.
und den langen, schmalen Flügeln sogleieli kenntlich. Die Zeichnung ist ähnlich Avie bei makrena. Der
dunkelbraune Aussenrd der Htlgl ist nach innen an den Adern gezackt.
L, quadrata lisch. (39 a) aus dem Avestlichen Ecuador ist kleiner als die vorigen und an den breiten quadrata.
Flügeln soAvie 2 Glastlecken im Apex der Vtlgl kenntlich. Die Flügel schimmern bläulicliAveiss.
L, amalda Hew. (39 b) aus Columbien hat eine ganz ähnliche Zeichnung, ist aber durch die rotbraune amalda.
Färbung in der äusseren Hälfte der Htlgl auffällig verschieden. Sie tliegt mit der sehr ähnliche)! Pseudoscada
lavinia zusammen, ist aber an dem dunklen Strich in der Zelle der Vtlgl leicht zu erkennen. - amaldina amaldina.
{Stgr. i. 1.) ist eine kleinere, scliAvächer gezeichnete Form, ebenfalls aus Columbien. Bei ihr sind die Htlgl
glashell bis auf einen gelbbraunen Aussenrd.
L. modesta Hsch. aus dem Avestlichen Ecuador und Columbien hat ähnliche Zeichnung Avie (jnadreda. modesta.
Der Apex der Vtlgl ist abgerundet; die Hall)binde am Zellende ist kurz, dreieckig; der dunkle Aussenrd
der Htlgl schmal.
L, bioculata Hsch. aus Bolivien ist ebenfalls eine ähnliche Form Avie makrenita ; mit 2 Glastlecken bioculata.
nn Apex der Vtlgl und undeutlichem Strich i)i der Zelle. Unten sind die Ränder gelbbraun, mit nur je
2 Aveissen Punkten im Apex aller Flügel.
L. epimakrena lisch, aus Bolivien hat Grösse und Zeichnung älndich AA’ie makrena. Sie ist an dem epimakrena.
nach innen an den Adern gezackten Aussenrd der Htlgl und einem dunklen Fleck am Zellende kenntlich.
Die Flügel sind länglich; der Fleck in der Zellmitte der Vfll keilförmig.
L, zea Hew. (39b) ist eine der Avenigen, aber eigenartigen Ithomiinen, die in IMexiko voi’konnnen. zea.
Sie tällt durch die braunroten Ränder auf, soAA-ie durch nur einen Glastleck im Apex der Vtlgl. — vicina Salv. vicina.
ist eine ähnliche Form, auch 'mit braunroten Rändern, aus Costa Rica. Sie ist kleiner: die Ränder im Apex
der Vtlgl sind schmäler. Der Fleck am Zellende ist dreieckig; der Strich in der Zellmitte schmäler.
L. caucana Stgr. (39 b) aus dem Caucatal in Columbien hat schmälere Ränder und .Alakeln als cancana.
makrena. Der scliAvarze Strich in der Zellmitte dei’ Vtlgl fehlt oft ganz.
L. phemonoe Dbld. u. Hew. {= morphenoe H.-Schäff.) (39 b) aus Venezuela und Columbien hat ab- phemonoe.
gerundete Flügel mit schmalen Rändern und schmalem Strich in der Zelle der Vtlgl. Die Subcostale der¬
selben ist i’otbraun; die Aveisslichen Wische am Apex und Aussenrd sind undeutlich. — burchelli Sand, vom burdudli.
Rio Tocantins soll der vorigen Art nahe stehen , sich aber durch breitere Ränder und Makeln auszeichnen.
Besonders ist auch die dunkle Schrägbinde über das Zellende der Vtlgl hinaus verlängert und setzt sich
dann noch als deutlicher Streifen auf dem 2. Medianast bis zum Aussenrd fort.
L. rubescens Btlr. u. Druce (39c) aus Costa Rica hat zum Teil rotbraune Ränder, ähnlich vicina. rnbescens.
aber einen breiten, scliAvarzbraimen Apex der Vtlgl, soAvie eine Ijreite, Aveisse Sehräs-binde.
150
EPLSCADA. Von R. Haexsch.
itielegans.
fiiinata.
manora.
sarilis.
graciella.
victorina.
padilla.
paiila.
estella.
siibosa.
ferra.
thyridiana.
salvinia.
riifocincta.
claiisina.
striposis.
Die nun folgenden Donnen haben keinen dunklen Strich in der Zelle der Yflgl.
L. inelegans JJeir. aus Ecuador hat die Grösse von susiana, glasige Flügel mit dunklen, nach innen,
besonders im Htlgi, stark gezackten Aussenrändern. Über dem Zellende der Vflgl steht eine Hall^hinde,
mit Ansatz über dem 3. Medianast. Auf der Unterseite sind die Ränder rotbraun mit weissen Aussenrd-
Doppeltlecken.
L. fumata lisch, aus dem Gaucatal hat die Grösse von uiakreiüfa , schmale Ränder um die schwach
rauchbraunen Flügel, sowie schmale Halbbinde am Zellende der Ytlgl. Unten sind die Ränder hell gelbbraun.
L. manora Schaas. aus Mittel-Brasilien soll durchsichtige, bläulich weisse Flügel haben mit schwärz¬
lichen Rändern und Adern. Im Apex der Ytlgl ein Glastleck, am Zellende ein weisslicher Wisch.
Als L. sarilis spec. nov. bezeichne ich eine Form vom oberen Amazonas, ähnlich (jmciella, mit 2 Glas-
tlecken im schwarzen Apex der Ytlgl. Die Halbbinde am Zellende hat eine Spitze über dem 3. Medianast;
der ganze 2. Ast ist breit schwarz.
L. graciella Oherth. (= victorina (39 c) vom oberen Amazonas und victorina Gucy. aus Yenezuela
und Columbien sehen sich beide sehr ähnlich. Sie haben l)reiten, schwarzen Apex der Yflgl und breite,
weisse Schrägbinde am Zellende. Bei graciella werden die Adern in der weissen Schrägbinde völlig ver¬
deckt, während bei victorina die äusserste Ader und die Hälfte der zweiten schwarz erscheinen. — padilla Heic.
aus dem w'estlichen Ecuador ist auch ganz ähnlich, mit breiterer, w^eisser Schrägbinde, welche bis zum
Hinterwinkel reicht, so dass auch der 2. Medianast -weiss bestäubt ist. — paula Wegen, von Zentral-Amerika
ist ebenfalls ähnlich, mit schmaler, weisser Schrägbinde, breitem, fast viereckigem, schwarzem Eieck am
Zellende und rotbraunem Vrd, sowde ebensolchem Fleck am Hinterwinkel der Ytlgl und Aussenrd der Htlgi.
Lo estella llca\ (39c) aus dem östlichen Ecuador ist eine kleine Art mit breitem, schwarzem Apex
der Ytlgl und Aussenrd der Htlgi, letzterer mit rotbraunem Streifen, sowie mit breiter, weisser Schrägbinde
im Ytlgl. Auf der Unterseite haben die dunklen Ränder gelbbraune Mittelstreifen. — In Bolivien kommt
eine ähnliche Form vor, die ich subosa form. nor. nenne. Sie hat eine schmälere, weisse Schrägbinde und
schmäleren Aussenrd der Htlgi. Ferner ist der ganze Discus der letzteren Aveisslich, samt den Adern; bei
estella nur am Apex, der Rest ist farblos mit scliAvarzen Adern.
Zum Schluss führe ich hier noch 2 neue Formen an, die von den bisherigen recht abweichend sind, aber
dem Geäder nach am besten zu Lencotligris passen.
L. ferra spec. nor. (39 d) erinnert durch die Zeichnung sehr an Tligridia-, Aprotopos- und Di rcemia- Arten.
Die Flügel sind fast farblos mit dunkelbraunen Rändern und je einer (luerbinde über dem Zellende aller
Flügel. In der Mitte des Aussenrdes der Htlgi stehen 3 weisse Punkte. Die Fhlr haben gelbliche Keule.
Auf der Unterseite haben alle Aussenränder bis zum Aj)ex weisse Randpunkte. Aus dem südlichen Peru. —
thyridiana form. nor. ist eine ähnliche, grössere Form aus Bolivien mit schwarzen Rändern und Binden und
einem dreieckigen Fleck in der Zelle der Ytlgl. Sonst ist die Zeichnung wie bei der vorigen. Auf der
Unterseite steht hinter der Basis der Htlgi ein gelblicher Strich.
26. Gattung': I^piseacla Godm. a. Salr.
Auch dies ist nur eine Hilfsgattung, deren Charaktere nicht scharf begrenzt sind. Es soll hier
eigentlich die obere Discocelhdare der Htlgi beim cd ganz fehlen , aber meistens ist sie noch scliAvach A'or-
handen. Immerhin ist der Habitus der zu Episcada gerechneten x4rten von dem der Gattung Lencotligris
sehr verschieden und nähert sich vielmehr dem der folgenden Gattung Pterongmia. Die untere Discocellulare
erscheint bei Episcada immer sehr deutlich geAvinkelt, während bei Leucothgris der vordere Schenkel in dem
dunklen Vrdstreifen verschwindet. Die Zelle der Htlgi ist bei typischen Arten vorne und hinten fast gleich lang.
Die Arten von Episcada sind meistens nicht leicht als solche zu erkennen , da sie gewissen Arten
von Pterongmia äusserlich sehr ähnlich sehen. Xur die eded sind an der oberen Discocellulare und Radiale der
Htlgi sicherer zu unterscheiden. Die wenigen A]ten von Episcada ßnden sich über das ganze neotropische
Gebiet verstreut und gehören meistens nicht zu den hänfigsten.
E. salvinia Bat. (39 d) aus Guatemala hat zarte, fast farblose Flügel mit schmalen, braunen Rändern
und Halbbinde am Zellende der Vtlgl, nebst weissem Fleck am Yrd. Auf der Unterseite sind die Ränder
heller gelbbraun. — rufocincta Salv. aus Mexiko ist eine ähnliche Form mit gelbbraunen Rändern, schwärz¬
lichem Strich am Ird der Ytlgl und ohne weissen Wisch am Zellende.
E. clausina llew. (39 d) von Bolivien hat dunkelbraune Ränder und Halbbinde mit gelbem Fleck am
Zellende. Der Yrd der Htlgi ist unten gelb. Die Subcostale der Ytlgl ist rotbraun; beim ? auch der Ird. —
In (Mittel-Brasilien kommt eine sehr ähnliche Form vor, die ich striposis form. nor. nenne. Sie hat im Zell¬
ende der Ytlgl und im Htlgi noch gelbe Bestäubung. Auf der Unterseite sind die Ränder dunkler rotbraun
mit schwärzlichen Säumen.
EI’ISCADA. Von l>. Hakxscii.
E. carcinia HcJiaxs aus Süd -Brasilien soll farblose Flügel mit sclnnalen Bändern haben und einen carcinia.
weisseil Fleck hinter der Zelle am Vrd der Vtlgl. — Bei pasena Schans aus Mittel-Brasilien soll dei- Leib pasena.
unten grau sein; die durchsichtigen Flügel mit sehr schmalen, braunen Bändern. Vtlgl mit schmalem Striidi
am Zellende und einem durchsichtigen Strich am Vrd. Htlgl am Apex der Unterseite mit 1 — 2 weissen Punkten.
E. mira Hetv, (= segesta lUe/y/n.) (39 d) aus dem östlichen Ecuador hat eine sehr hreite, gelbe Halb- mira.
binde am Zellende der Vtlgl und ist sonst ähnlich der dausina.
E. hymenaea Friffw. (39 e) aus Mittel-Brasilien hat bräunliche Bänder und Halhbinde am 'AeWende hymenaen.
der Vtlgl nebst einem weisslichen Wisch. Glashelle Flecken stehen am Ausseiird der Vtlgl und Htlgl. Auf
der Unterseite sind die Ränder heller. — hymen IfscJi. (39 e) aus dem südlichen Bolivien ist kleiner mit hymen.
breiteren Rändern und Halbbinde am Zellende, sowie gelber Schrägbinde. Subcostale an der Basis rotbraun.
Gell) bestäubt sind die Mediane, das Endstück der Zelle, der Hinterwinkel der Vtlgl, sowie die untere Radiale
der Htlgl und ein Streifen am Vrd der Unterseite.
E. sulphurea lisch, aus dem Grenzgebiet von Peru und Bolivien hat längere Flügel, breitere, gelbe sulphurea.
Schrägbinde und breitere, dunkelbraune Ränder. Die gelbe Bestäubung dehnt sich üher die Vtlglzelle und
den grössten Teil der Htlgl aus; fehlt dagegen auf der Unterseite am Vrd der Htlgl.
E. sao llbn. (39 d) aus Brasilien hat breitere, dunkle Ränder und gelben Wisch am Zellende der
Vtlgl. Basis der Htlglunterseite gell)braun , xAussenrd mit 4 weissen Halbmonden. — obscurata F. ist nach obscnrata.
Butler eine dunkle Form der vorigen.
E. sylpha Fisch. (39 e) aus Venezuela hat Ähnlichkeit mit Miraleria sijli'ella, ist aber kleiner und hat sylpha.
anderes Geäder. Die Flügel sind glashell mit hräunlichen Rändern; am V- und Ird der Vtlgl mit gelbbraun,
desgleichen am Innenwinkel der Htlgl. Am Zellende der Vtlgl mit gelbem Wisch.
E. polita IVei/iii. (39 e) hat viel Ähnlichkeit mit Fferon. miaijaletta. Die Flügel sind dunkel beschattet polita.
mit dunkelbraunen Rändern. Der Ird und die Subcostale der Vtlgl, sowie die Adern im Discus der Htlgl
sind gelbbraun. Ausser dem gelben Fleck am Zellende haben alle Flügel noch gelhliche Wische am Aussenrd
und im Zellende, polita tliegt mit Fteronymia aletta zusammen in Goluml)ien.
E. cabenis Hsch. ist etwas grösser, mit farblosen Flügeln, dunkelbraunen Rändern und weisser Halb- cabenis.
binde hintei' der braunen am Zellende. Auf der Unterseite sind die Ränder gelbbraun, dunkel gesäumt,
mit 1 — 2 weissen Punkten im Apex aller Flügel. Sie tliegt wie die ähnliche helena Hsch. im östlichen helena.
Columbien. Letztere ist noch grösser, mit schmäleren Rändern, dreieckigem Fleck am Zellende der Vtlgl
und breiterer, weisser Halbbinde.
E. sidonia lisch, aus dem südlichen Peru hat spitzere Flügel; Htlglzelle mit langem rücklaufendem sidonia.
Ast. Der weisse Wisch am Zellende der Vtlgl ist nur am Vrd und ül)er den Radialen deutlich. Auf der
Unterseite sind die Ränder tief ockerfarben, ohne weisse Punkte im Apex.
E, cora (Baurj-ll. i. I.) aus Bolivia ist grösser als die ähnliche ticidella lleir. (39 e) aus dem östlichen cora.
Ecuador. Die Flügel sind bei cora schwach bräunlich; hinter dem Zellende der Vtlgl, am Aussenrd und
am Innenwinkel der Htlgl gelblich. Über dem Zellende der Vtlgl steht ein hixdter, brauner Keiltleck; bei
ticidella (39 e) ist hier nur eine ganz schmale, dunkle Zeichnung und dahinter ein weisslicher WTsch. Auf der
Unterseite sind die Ränder bei cora hell gelbbraun, bei ticidella bi'äimlich mit weissen Punkten im Apex der
Vtlgl und am Aussenrd der Htlgl.
E. canilla liew. (= canaletta Sty)'.) (39 c) hat längliche Flügel mit gelber Bestäubung, ausser im Apex, canilla.
Die Ränder sind dunkelbraun; beim ?, besonders im Htlgl, viel breiter. Auf der Unterseite sind die Ränder
braunrot, dunkel gesäumt; an der Basis der Htlgl gelb; im Apex der Vtlgl und am Aussenrd der Htlgl mit
weissen Doppelflecken.
E. perasippa Iletr. (39 e) ist eine sehr grosse, wenig gezeichnete Art aus Ecuador und Columbien.
Die Flügel sind gelblich, glasig mit schmalen, braunen Räirdern und Strich über dem Zellende der ^Tlgl.
Die Subcostale der Vtlgl und die Unterseite der Ränder sind gelbl>raun.
E. dirama F/^r/n (39 f) aus Bolivien ist kleiner, mit breiterem Strich am Zellende und gelbem Fleck dirama.
dahinter. Der Vrd der Htlgl ist auf der Unterseite gelb. — alidella Heir. aus Columbien ist eine sehr aiidella.
ähnliche Form, welche -auch der Fteronymia alida sehr ähnlich sieht. Hewitsox bemerkte schon, dass ein
Unterschied zwischen den l)eiden letzteren im Geäder besteht, welcher auch für andere Arten von Episcada
\md Fteronymia konstant zu sein scheint; bei alida ist der untere Schenkel der unteren Discocellulare der
\'tlgl länger, bei alidella ist es der obere, alidella hat breite Flügel mit dunklen Rändern und breiter,
gelber Halbhinde am Zellende der Vtlgl. Beim ? stehen noch mehrere gelbe Wische am Aussenrd.
E. scantüla Heic. aus dem östlichen Ecuador und Columbien hat ähnliche Flügelform wie dirama, scamilla.
weissen Fleck am Zellende der Vfla;! und weisse Wische an den Aussenrändern.
O
152
PTERONYMIA. Von R. Haeksch.
paradoxa.
praestigiosa.
lohüsa.
philoclea.
miuida.
latilla.
albicans.
nigricans.
barilla.
picta.
notilla.
olyrilla.
donella.
donata.
fulvirnat go.
E. paradoxa Stgr. aus dem Caucatal, ist eine grosse Art mit farl)losen Flügeln und schmalen Säumen,
nur der Y- und Ird der AYlgi haben breite Ränder, das Zellende ist ohne Zeichnung. Ähnliche Arten sind
Kapcogenes fosshia (35 g) und Hipnenitis qninta.
E. praestigiosa Hsch. sieht der Dismenifls cleonica (41 e) sehr ähnlich, ist aber schon an der spitz
gewinkelten unteren Discocellulare der Htlgl zu kennen. Die ARlgl sind leicht beschattet, die Htlgl gelblich
getönt; mit weissen Wischen am Zellende der Vtlgl und den Aussenrändern. Das Zellende der Vtlgl ist
beim cf sehr schmal, beim ? breit braun gefärbt. Die Aussenränder sind an den Adern nach innen in Spitzen
ausgezogen. — Eine ähnliche, kleinere Art aus Columbien, die ich lobusa spec. nov. nenne, hat am Zellende
einen gelblichen Wisch, schwächer gezackte Aussenränder, schmälere Zeichnung am Zellende und am Aussenrd
der Htlgl; auf der Unterseite grosse, weisse Doppelflecken, die bei praestigiosa ganz fehlen.
Die hier noch folgende E. philoclea Heic. (39 d) aus dem südlichen Brasilien hat schon ganz das
Aussehen von Pf erongmia- Arten, aber noch eine deutliche obere Discocellulare und Radiale im Htlgl der cf cf.
Sie hat gell)liche Flügel mit schwarzen Rändern, Halbbinde über dem Zellende und gelblichen Wisch da¬
neben. Im Discus der Htlgl sind die Adern auch gelblich. Auf der Unterseite sind die Ränder dunkel
braunrot, mit weissen Doppeltlecken am Aussenrd der Htlgl und Apex der Vtlgl. Der Vrd der Htlgl ist
gelblich mit rötlichem Fleck an der Wurzel. Die Art erinnert an Cerafinia eupompe (35 d), mit der sie zusammen
vorkommt. — munda Wegm. ist eine Form mit breiteren Rändern und Verbindungsstrich zwischen der
Halbl)inde und dem Trd der Vtlgl.
27. Gattung: Pteroiiyillia Btl. H. Bruce.
Zu dieser Gattung sollen nur Arten gehören, welchen die obere Discocellulare im Htlgl fehlt und
bei deren cfcf die obere Radiale wenigstens zum grössten Teil mit der Subcostale verwachsen ist. Hat man
aber nur wei])liche Exemplare, so ist es oft schwer zu entscheiden, ob die ])etretfende Art zu Pterongmia
oder Episcada gehört, denn auch äusserlich sehen sich Formen beider Gattungen oft recht ähnlich. Charak¬
teristische, äusserliche Merkmale, wie l)ei Leucoihgris, gibt es für die ganze Gattung nicht. Am häufigsten
kommt noch eine Zeichnung vor, wie. sie zerliiia (39 g) darstellt; doch gibt es auch buntgefärbte Arten, wie
hdilla , welche an Episcada erinnern. Die zu Pterongmia gehörenden Formen sind ziemlich zahlreich. Sie
treten oft in Anzahl auf, sind ]neistens weiter verbreitet und daher nicht selten. Einige kommen sogar in
grossen (Mengen vor, wie zcrlina, simplex, artena, euritea. Die grösste Anzahl von Arten l^eherbergen die Anden
von Bolivien ])is Columbien.
P. latilla JPeu'. (39 f) aus Venezuela und Columbien hat durchsichtig gelbliche Flügel mit gelbbrauner
Bestäu])ung, besonders an der Basis der Vtlgl und am Innenwinkel der Htlgl. Die Apicalhälfte der Vtlgl ist
schwärzlich mit 2 gelben Fleckenbinden. Schwärzlich sind noch die Ränder aller Flügel und ein Fleck in
der Zelle der Vtlgl. — Bei der ah. albicans lisch, werden die gelben Fleckenbinden weisslich und das Zell¬
ende der Vtlgl und iApicaldrittel der Htlgl sind gelb bestäubt. — Bei der ab. nigricans Hsch. sind der Fleck
in der Zelle, der V- und Innenrd, sowie das Zellende der Vtlgl und ein Band über der Mediane breit
schwarzbraun; sie tliegt in Columbien.
P. barilla Hsch. ist eine ähnliche Form wie latilla; aus dem westlichen Ecuador. Sie hat zartere
Färbung, kleinere gelbliche Tupfen, eine rotbraune Basis des Innenrds der Vtlgl, schwach rötliche Färbung
im Htlgl und viel kleinere, weisse Randpunkte im Aussenrd der Htlglunterselte.
P. picta Salr. aus Columbien hat schwärzliche Vtlgl, die Basis der Zelle ist braun, die Mitte gelb,
über dem Ende steht ein schwarzer Fleck. In der Aussenhälfte stehen 2 gelbe Fleckenbinden aus 4 und 5
Flecken. Die Htlgl sind gelb mit breitem, schwarzem Aussenrd und In’aunem Strich am Innenwinkel.
P. notilla Btlr. u. Bruce (39 f cf, ?). Das cf hat eine ähnliche, aber viel blässere Zeichnung als
hdilla, auch fehlt der dunkle Fleck in der Zelle. Beim ? ist die Färbung viel lelihafter; die Zelle dunkel
beschattet und die Htlgl einfarbig rotbraun. Es ist dies die zentralamerikanische Form der Gruppe aus
Costa Rica. Sie hat schwarze Fhlr, welche bei den Ijisherigen Formen eine gelbliche Keule hatten. —
olyrilla Btlr. u. Bruce gleichfalls aus Costa Rica, erinnert durch die glasige Längsbinde im Htlgl an die
ähnliche Bircenua olgras und unterscheidet sich hauptsächlich hierdurcli von der vorigen Form.
P. donella Fldr. aus Columhien hat ein rotbraunes Basaldrittel im Vtlgl und eine anders geformte
Halbbinde am Zellende. Die Htlgl sind wie bei notilla ? gleichmässig rotbraun mit breiterem , dunklem
Aussenrd.
P. donata (Bang-H. i. l.) ist eine kleinere Form von Panama und Costa Rica mit lichterer Färbung
und sehr breiter, gewinkelter, gell)er Vtlglbinde, welche vom Vorderrd ül)er das Zellende zum Innenrd reicht.
Sonst ist die Zeichnung ähnlich wie l)ei donella.
P. fulvimargo Btlr. u. Bruce aus Costa Rica soll ähnlich Episcada obscurata und Bircenna olgras (36 e)
sein. Die Vtlgl sind durchsichtig mit schwachen, gelblichen Fleckenbinden am Zellende und Aussenrd, sowie mit
Aiisgi'ffehcn 30. VII. 00.
PTERONYMIA. Von R. Haensch.
1 53
schwärzlicher Halbbinde am Zellende. Die Hflgl haben dunkle Ränder, sowie eine rotbraune Subrnarginal-
binde und rotbraune Adern, cf und ? sind fast gleich gefärbt.
P. fulvescens Godm. u. Salo. aus Costa Rica soll latiUa und fulcimarijo äbnlich sein. Die obere Radiale fulvescens.
der Hflgl fehlt ganz. Die Fhlrkeule ist gelb.
P. splendida Hsch. aus dem östlichen Columbien, von welcher mir nur das ? bekannt ist, hat ähnliche splendida.
Vtlgl wie notilla ?, mit breiteren, schwarzen Rändern und dunklem Fleck in der Zellmitte. Die Htlgl sind
schwach gelbbraun, am Apex mit gelbem Fleck und sehr breitem, schwarzem Aussenrd. Die Fhlrkeule ist
gelbbraun.
P. dispar lisch. (39 f) hat durchsichtig gelbliche Flügel mit schwarzen Rändern und Halbbinde am dispar.
Zellende, welche unten bräunlich durchsetzt sind. Fhlrkeule gelbbraun. Beim ? sind Subcostale und Mediane
der Vtlgl, sowie die Adern im Discus der Htlgl gelbbraun. Die Art tliegt in Columbien und Venezuela.
P. alinda Fldr. aus Ahnezuela soll in der Zeichnung sehr an donella erinnern. Vtlgl in der Zelle alinda.
gelbbraun, Subcostale und (Mediane rotbraun, die übrigen Ränder schwarzbraun. In dem schwärzlichen
Apicalteil 2 gelbliche Fleckenbinden. Htlgl gelbbraun bestäubt, mit rotbraunen Adern und breitem, bräun¬
lichem Aussenrd.
P. veia (39 g) aus Venezuela und Columbien hat eine breite , gelbe Schrägbinde am Zellende veia.
der Vtlgl und gelbbraune Ränder auf der Unterseite mit grossen, weissen Halbmonden. Beim ? sind die
Ränder breiter und am Ende der Vtlgl-Mediane steht ein dunkler Fleck. — Bei der ab. brunnea (Stgr. i. /.) bmnnea.
sind Subcostale und Mediane der Vtlgl, sowie die Adern im Discus der Htlgl gelbbraun. Die gelbe Schräg¬
binde ist noch breiter und lebhafter gefärbt.
P. zerlina Hem. (39g) (— arinia U-Schäff.) hat Ijlaugrau schimmernde, glasige Flügel mit breiten, zerlina.
dunkelbraunen Rändern; nur der Vorderrd der Vtlgl ist rotbraun. An der dunklen Zellend-Binde und am
Aussenrd der Vtlgl stehen Aveissliche Wische. In den rotbraunen Rändern der Unterseite stehen am Apex
der Vtlgl einfache, und am Aussenrd der Htlgl doppelte, weisse Punkte. Beim ? besteht eine Verbindung
ZAvischen dem Innenrd und der Halbbinde im Vtlgl durch ein dunkles Dreieck. — Bei einer Lokalform aus
dem südlichen Peru, die ich tamina fonn. noo. nenne, ist die Fhlrkeule gelbbraun. Die Basalhälfte der Zelle tamina.
ist dunkel beschattet; die Apicalhälfte der Vtlgl ist gelblich und der Discus der Htlgl schimmert bläulich-
weiss. Auf der Unterseite sind die weissen Punkte viel kleiner. — hara Ucn\ ist eine Lokalform von zerlina aus hara.
Ecuador mit Aveisslichen Wischen hinter dem Zellende und am Aussenrd der Vtlgl. Die Subcostale ist rotbraun.
P. lincera H-Scluiff'. (39g) hat durchsichtig gelbbraune Flügel, mit gelblichen Wischen am Zellende lincera.
und Aussenrd der Vtlgl. Subcostale und (Mediane sind hell rotbraun. Sonst ist die Zeichnung ähnlich Avie
bei zerlina. Östliches Ecuador und Columlhen. — alina {Stgr. i. l.) ist eine ähnliche Form Avie zerlina., aus alina.
Bolivien, mit rotbraunen, dunkel gesäumten Rändern auf der Oberseite, hell gelbbraun auf der Unterseite;
mit gelblichen Wischen im Zellende, hinter der Zelle, am Aussenrd der Vtlgl und am Apex der Htlgl. Beim
? sind die Ränder entsprechend breiter.
P. pronuba Hew. aus dem Avestlichen Ecuador hat farblose Flügel mit scliAvarzen Rändern und schwarz- pronuba.
Aveisser Halbbinde am Zellschluss. Subcostale und Mediane sind an der Basis rotbraun. Beim ? sind sowohl
die Ränder, als die Aveisse Halbbinde viel breiter.
Bei P. tu CU na Reh. (39 g) vom oberen Amazonas sind die dunkel geränderten Flügel mit zahlreichen, tucnna.
gelblichen Tupfen versehen und zAvar im und hinter dem Zellende, am Aussenrd und HinterAvinkel der Vtlgl,
sowie im Discus der Htlgl. Die schwarzen Fhlr haben gelbbraune Keule. — tanampaya (Stgr. i. /.) aus tanampaya.
Bolivien hat schmälere Flügel. Bei ihr sind die ganze Zelle der Vtlgl und der Discus der Htlgl gelb bestäubt.
Die Ränder sind unten dunkel rotbraun, bei lucuna gelbbraun. — bueya (Bang-II. i. l.) ist der vorigen sehr bueya.
ähnlich, aber mit rotbrauner Subcostale und rotbraunen Rändern auf der Unterseite. Sie fliegt ebenfalls in Bolivien.
P. zabina Hew. (40b) aus Columbien und Ecuador hat breitere Flügel mit kleineren, gelblichen
Tupfen am Zellende und Aussenrd der V- und Htlgl. Fhlr scliAvarz; Subcostale und ein schmaler Irdstreifen
sind rotbraun. — Bei der ab. brunneata lisch, sind auch die Mediane und die Adern im Discus aller brunneata.
Flügel rotbraun. Am Ende der Vtlglzelle steht eine gelbe Halbbinde.
P. huamba spec. noc. nenne ich eine der lincera ähnliche, kleine Form, auch aus den östlichen Anden huamba.
von Ecuador, mit schAvach gelldichen Flügeln und schAvach gelbbraunen Wischen am Zellende und Aussenrd
der Vtlgl. Die Ränder sind scliAvarzgrau , nur die Subcostale der Vtlgl schAvach gelbbraun. Die Aveissen
Doppelflecken am Aussenrd der Htlgl sind sehr gross. — oneida Hew. (39 g) aus Columbien und Ecuador oneida.
ist etwas grösser, mit lebhafter gefärbten Flügeln. Der Aussenrd der Htlgl ist, besonders beim ?, nach innen
gezackt. Im Discus der Vtlgl am Zellende steht ein dunkler, isolierter Fleck. Die Subcostale ist breit gelbbraun.
P. inania Hsch. ist eine ähnliche, grössere Art mit breiteren Flügeln und tief scliAvarzbraunen Rändern, inania.
Hinter dem Zellende folgt am Vrd ein länglicher, gelbbrauner Fleck. Auf der Unterseite stehen im Aussenrd
- V 20
154
PTEKOXYMIA. Von K. Hakxsch.
serrata.
teresita.
evonia.
sidmona.
suesa.
thabena.
stantis.
aegineta.
cleobulina.
denticulata.
dispaena.
alida.
calgiria.
tigranes.
tirnagenes.
alcmena.
adina.
eulyra.
apuleia.
der Htlgl zahlreiche, rundliche, weisse Flecken. Diese Art stammt, wie die vorige, aus dem Grenzgebiet des
östlichen Ecuador und Columliien.
P. serrata Ihch. hat noch grossere und breitere, schwach gelbliche Flügel mit stark gezackten Aussen-
rändern. Die Halbbinde am Ende der Vllgizelle ist nach innen erweitert. Auf der Unterseite stehen
zwischen den weissen Doppelflecken viereckige, gelhbraune , , dunkel gesäumte Flecken am Aussensaum der
Htlgl. Die Art fliegt mit Dismenitis thendelinda (41 d) und anderen, ähnlichen Formen in den Bergwäldern
des östlichen Kordilleren-Kammes von Ecuador in Höhen von 2 — 3000 ra.
P. teresita Heu:. (40 a, b) aus dem westlichen Ecuador hat hreite, beim cf fast farblose Flügel mit
schmalen, dunklen Rändern. Beim ? sind die Flügel gelblich bestäubt, besonders die Htlgl. Letztere haben
viel breiteren Aussenrd als beim cf. Auf der Unterseite sind die Ränder dunkel rotbraun, mit weissen
Punkten im Apex der Vtlgl und am Aussenrd der Htlgl.
Bei P. evonia Hsch. aus Columljien, mit kürzeren Flgln, hat das? gelbbraune Färbung, besonders
in der Zelle und am Ende der (Mediane der Vtlgl., sowie am Innensaum des V- und Aussenrandes und auf
den Adern im Discus der Htlgl. Die Fhlr sind schwarz. Der Aussenrd der Htlgl sehr breit schwarz.
P. suimona Heu'. aus Ecuador soll ähnlich teresita sein, mit schmäleren Rändern und schwarzen
Fhlrn. Basis der Vtlgl und die Htlgl sind rothraun bestäubt. Auf der Unterseite steht im Apex jedes
Flügels ein weisser Fleck und die Basis der Htlgl ist gelb.
P. suesa Tleiv. aus Ecuador hat durchsichtige, gelblich schimmernde Flügel mit schmalen, braunen
Rändern und Halbbinde über dem Zellende der Vtlgl. Die Fhlrkeule ist gell)braun. Auf der Unterseite
sind die Ränder gelbbraun, im x4pex der Vtlgl mit 2 weissen Punkten und am Aussenrd der Htlgl mit einer
Reihe von Doppelpunkten.
P. thabena Heir. (40 a) vom östlichen Kamm der Anden in Ecuador hat bi’eite, durchsichtige Flügel,
die vorderen gelblich, die hinteren Idäulich schimmernd. Leider sind von dieser und den folgenden, ähn¬
lichen Formen nur ?? Iiekannt , so dass sich die Gattung nicht genau feststellen lässt. Die Zeichnung er¬
innert an Formen wie zertiiia. Von den Rändern ist besonders der äussere der Htlgl sehr lireit, und auf
der L^nterseite, wo er rotbi’aun gefärbt ist, mit grossen weisslichen Doppelpunkten versehen. Die Fhlr
haben gelbbraune Keulen. — Eine Lokalform ans Bolivien, die ich stantis — form. nov. nenne, ist durch
eine schmale, schwarze Hall)binde am Zellende der Htlgl auffällig. — Aus Ecuador kommt noch eine ähn¬
liche Form, aegineta Heir. Sie hat einen stark nach innen gezackten Aussenrd der Htlgl und eine nach
innen erweiterte Halbbinde am Zellende der Vtlgl. — Auch cleobnlina Jfeir. aus Bolivien dürfte hierher
gehören. Sie hat Htlgl Avie thabena, aber in der Zelle der Vtlgl noch eine schAvarze Strichbinde, soAvie
am scliAvarzen Aussenrd einen Ansatz in der Richtung auf die etAvas verlängerte Halbbinde am Zellende.
P. denticulata lisch. (40 b) aus Bolivien hat scliAvarze Ränder und Halbhinde am Zellende der
Vtlgl; die Aussenränder sind nach innen gezackt. Die Fhlrkeule ist gellÜAraun. — Bei dispaena Hem. (40a),
aus derselben Gegend, sind die Ränder braun ; Subcostale der Vtlgl rötlich ; Fhlr scliAvarz. Beim ? sind die
Ränder breiter und teilweise rotbraun.
P. alida Hem. (40a) aus Venezuela hat schmälere Ränder und hinter der gleichmässig breiten Halb¬
binde am Zellende eine breite, gelbe Hall)binde. Sie sieht der Episcacla aJidetJa sehr ähnlich.
P. calgiria Schaus (? = dircennoides Step-, i. l.) aus Bolivien soll durchsichtig gelbliche Flügel haben,
mit schmalen, dunkelbraunen Rändern und Adern, soAAÜe gekrümmter Halbbinde am Zellende der Vtlgl;
dahinter stehen am Vrd, soAvie am Aussenrd gelbliche Flecken; desgl. an der Basis und im Zellende der
Vtlgl. Der Aussenrd der Htlgl ist am 2. jMedianast und im Apex am breitesten. Fhlrkeule gelbbraun.
P. tigranes Godm. u. Satv. (40 b) aus Central-Amerika hat farblose Flügel mit schmalen, beim ? etAvas
breiteren, dunklen Rändern; im Vtlgl rotbraune Subcostale, soAvie eine breite dunkle und Aveisse Halbbinde
am Zellende. — tirnagenes Godm. a. Sale, aus Mexico, in Höhen bis etAva 2000 m, unterscheidet sich A'on
der vorigen durch rotbraune Ränder, nur der Innenrand der Vtlgl ist scliAvärzlich. Die Halbbinde am Zellende ist
viel kleiner. — alcmena Godm. a. Salv. aus Guatemala ist etAvas kleiner, mit breiteren, rötlichen Rändern.
Die dunkle und die Aveisse Halbbinde am Zellende sind grösser und schräger gestellt.
P. adina Hem. aus Venezuela ist eine ähnliche Art Avie tipranes, ohne rotbraune Subcostale und mit
länglichem, Aveissem Fleck am Vrd der Vtlgl. Der Vrd der Htlgl ist stark gebogen, die mittlere Discocellulare
sehr lang und gekrümmt.
P. eulyra F/dr. aus Venezuela soll der Episcada edidella ähnlich sein, aber viel kleiner, mit AA^eissen
submarginalen Flecken auf der Unterseite.
P. apuleia Heiv. (40 a) (?? = santanella Hsch.) aus dem östlichen Ecuador, hat Auel Ähnlichkeit mit
Miraleria sylvella (40 e), ist aber schon an der stark geAvinkelten unteren Discocellulare der Htlgl zu kennen. Die
1'TP]H()NY.M1A. Von H. Haknsch.
1 55
Kändev sind, bis auf den gell)l)raunen Vrd der Vtlgl, sclnnal dunkelbraun; die Ilalbbinde am Zellende dei'
Vflgl ist etwas gekrümmt und zugespitzt.
P. granica Ileir. ist eine ähnliche Art, auch aus Ecuador; aber ihr fehlt die Ilalbbinde am Zellende, granica.
Auf der Unterseite ist die Basis des Vrds der Htlgl gelb, und im Apex hat jeder Flügel 2 wei.ssliche Funkte.
P. ticida lleu\ (40 e) aus dem östlichen Ecuador hat schmale Flügel mit schwarzen Händern; an der ticida.
Basis aller Flügel gelbliche Bestäul.)ung. Sie sieht der Episcada ficidcdla (39 e) sehr ähnlich. Auf der Unterseite
sind die Ränder aber schwmrz, nur die Basis der Htlgl ist gelb. Im Apex der Vtlgl stehen 3, am Aussenrd
der Htlgl 5 längliche, weisse Punkte. — yungava Hscli ist eine ähnliche Form aus Bolivien. Die yungava.
sind bräunlich; Subcostale der Vtlgl rotbraun, auf der Unterseite gelbbraun mit nur einem weissen Punkt
im Apex der Htlgl.
P. Starkei Stgr. aus Venezuela hat breitere Flügel und ausser den gewöhnlichen, dunklen Rändern stärket.
und der Halbbinde am Zellende noch eine undeutliche Strichlnnde in der Zelle der Vtlgl. Diese Form
dürfte sonst der adina nahe stehen. — Eine der zahhui und stärket ähnliche Form aus dem westlichen
Ecuador, die ich semonis foruK nov. nenne, hat breite, glasige Flügel mit schmalen, dunklen Rändern und semonis.
rotbrauner Sulmostale, sowie dunkle Hall)binde und weisslichen Fleck am Vrd der Vtlgl. Auf der Unterseite
stehen in dem dunklen Aussensaum der gelbbraunen Ränder ganz winzige, w'eissliche Pünktchen.
P. ladra Stgr. aus Ecuador hat ähnliche Flügelform wie ticida. Die Ränder sind oben braun, unten ladra.
gelbbraun bis auf den gelblichen Vrd der Htlgl. Das Zellende der Vtlgl ist ungezeichnet.
P. minna Behaus aus Bolivien soll durchsichtige Flügel von 55 mm Spannweite haben; mit schmalen, minna.
dunklen Rändern und einem gelben Strich am Vrd der Vflgl, welcher eich in einem Wisch am Zellende
fortsetzt. Auch am Aussenrd stehen gelbliche Wische. Die Subcostale der Vtlgl ist rotbraun. Auf den
Hflgln sind die Zelle und der Ird gelblich bestäubt. Auf der Unterseite sind die Ränder rotbraun , im
Aussenrd der Htlgl mit 3 weissen, dunkel geränderten Fleckeir.
P. ilsia Behaus, auch aus Bolivien, soll kleiner sein, mit breiter, brauner und weisser Halbbinde am ilsia.
Zellende der Vflgl; Apex breit braun.
P. medellina Hsch. (40 e) aus Venezuela und Columbien ist eine kleinere Art mit ziemlich gleich- medellina.
massig breiten, dunklen Rändern und dreieckiger Halbbinde nel)st weissem Fleck am Zellende der Vtlgl.
Im Basalteil zeigen alle Flügel gelbliche Bestäubung. — ozia Eeu'. ist eine sehr ähnliche Art aus Ecuador ozia.
mit gelblicher Fhlrkeule.
P. antisao Bat. (40 d) vom oberen xVmazonas bat eine schwefelgelbe Schrägbinde am Zellende der antisao. —
Vflgl bis zum Aussenrd. Beim cf sind die (Mediane und Subcostale der Vtlgl nur schwach gelbbraun, bei
? sehr breit; hier sind auch die Adern im Discus der Htlgl, sowie ein mehr oder weniger breiter Streifen
» im dunklen Aussenrd gelbbraun.
P. Simplex Balv. (40b) von Costa Rica und Panama hat zarte Flügel mit schmalen, braunen Rändern; simplex.
gelbbraune Subcostale und weissen Fleck an der schmalen Halbbinde der Vtlgl. Auf der Unterseite sind
die Ränder gelbbraun mit undeutlichen Punkten am Apex. Beim ? sind die Ränder breiter, Halbbinde und
weisser Fleck grösser. Vor den Aussenrändern stehen weissliche Tupfen.
P. nepiscada Usch, aus dem südlichen Peru ist eine ähnliche, kleinere Art, die an Formen von uepiscada.
Episcada erinnert. Subcostale und (Mediane der Vtlgl sind breit gelbbraun. Der Fleck am Zellende ist
gelblich. Auf der Unterseite ist am Vrd der Htlgl ein länglicher, gelbbrauner Fleck durch schwefelgelbe
Umrandung abgetrennt und im Apex aller Flügel stehen gelbe Punkte.
P. sylvo Hhn. aus Guiana, Venezuela und Brasilien ist eine unscheinbare Art, ähnlich edissa, mit sy/vo.
keilförmigem dunklem Fleck am Zellende der Vtlgl und weissem Fleck am Vrd, sowie Strich über dem
Ende der oberen Discocellnlare und weisslichem Wisch in der Ecke des Hinterwinkels. — carlia Behaus carlia.
aus (\Iittel-Brasilien dürfte, wenn nicht dieselbe, so doch eine sehr ähnliche Form sein.
P. hemixanthe Eldr. (40 d), aus (Mittel-Brasilien, hat die innere Hälfte aller Flügel stark gelb bestäubt, hemixanthe
Sie sieht dadurch der kleineren euritea God. (= eudema) (40 d) aus derselben Gegend ähnlich. Letztere Art euriteo.
hat jedoch dunkle Bänder über das Zellende und den Ird der Vtlgl, welche bei heudxanthe fehlen; diese hat
dagegen auf der Unterseite an der Basis der Fltlgl einen grossen, rötlichen Punkt.
P. COtyttO Guer. (40c) aus Zentral-Amerika und (Mexiko hat einen breiten, schwarzbraunen Apex cotytto.
der Vflgl, sowie eine breite Halbbinde am Zellende, nel)st einer weissen Schrägbinde, die sich bis zum
Aussenrd hinzieht. Die Subcostale ist rotbraun. — parva Balv. aus Gosta Rica ist kleiner als cotytto. mit
schmälerem, schwarzem Apex der Vflgl.
P. fizella Bsd. aus Guatemala soll sehr ähnlich der Bhoruia agnosia ( 37 ft sein, mit nach dem Apex zu fizella.
erweitertem Rand der Vflgl und quadratischem Fleck am Zellende. Das weisse Schrägband reicht bis
zum Aussenrd.
156
PTEROXYMIA. Von R. Haensch.
artena.
oliinba.
derama.
afrania.
apia.
asopo.
asellia.
aselliata.
alissa.
alissana.
vestilla.
ucaya.
sparsa.
laura.
aletta.
agalla.
alope.
Ulla.
pritnula.
P, artena Heu-. (40c) soll aus Mexiko stammen, es findet sich aber auch eine gleiche Form häufig
in den östlichen Anden von Columbien bis Peru, artena hat Grösse und Aussehen etwa wie tigranes und
adina. Die schwarze Halbbinde am Zellende der Vflgl ist nach innen gegabelt, die weisse schliesst am
dritten Medianast ab. Im Apex der unten rotbraunen Ränder stehen im Vflgl 2, im Hflgl 1 weisser Punkt.
— olimba lisch, aus dem südlichen Peru unterscheidet sich durch eine gelbe Basis der Htlgl-Unterseite und
gelben Bauch des Hlbs, welcher bei artena grau ist.
P. derama lisch., auch aus dem Grenzgebiet von Peru und Bolivien, erinnert an Pseudoscada scdonina
(41 b). Die Flügel sind glashell mit schmalen Rändern. Über dem Zellende der Vflgl liegt ein keilförmiger
schwarzer Fleck und nach dem Apex zu eine zarte, gelbweisse Halbbinde, mit dem 3. Medianast abschneidend.
Auf der Unterseite sind die Ränder braunrot mit 3 weisslichen Punkten im Apex der Vflgl.
P. afrania Hpfr. aus Bolivien sieht der Mircdnia sglveUa (40 e) und Episcada sahnnia (39 d) ähnlich,
ohne die rotbraune Färbung dei’ Subcostale und Mediane der Vflgl. Die schmalen,' schwarzen Ränder sind
im Apex und am Ird der Vtlgl am breitesten. Neben der schmalen, gleichmässigen, schwarzen Zellendbinde
steht eine ebenso schmale weisse.
P. apia Fldr. aus Columbien ist ähnlich tigranes, mit schmalen Rändern und zugespitzter, dunkler
Halbbinde am Zellende der Vflgl, sowie breiter, weisser daneben. Subcostale rotbraun. Auf der Unterseite
ist der Vrd der Htlgl an der Basis gelblich.
P. asopo FJdr. aus Venezuela und Columbien ist kleiner als artena. Die Halbbinde am Zellende
der Vflgl ist dreieckig; der weisse Wisch daneben verhältnismässig breiter. Auf der Unterseite stehen im
Apex der Vtlgl 3 weissliche Flecken, der Htlgl 2, sowie 3 undeutliche am Aussenrd. — asellia Hpfr.
(= andreas Weels) (40 c) von Peru und Bolivien ist eine ähnliche Form mit am Vrd breiterem, dreieckigem
Zellendtleck, welcher unten nicht schwärzlich, 'sondern rostbraun gefärbt ist. Ferner fehlen die weissen
Randtlecken und der 2. Medianast der Vtlgl ist dunkel gesäumt. — Bei aselliata Hsch. aus Ecuador ist die
w-eisse Schrägbinde der Vtlgl breiter und reicht zum 2. Medianast; auch der weisse Wisch am Hinterwinkel
ist grösser und beim ? mit der Schrägbinde vereint.
P. alissa Ilew. (40 c) aus dem westlichen Ecuador hat eine etwas gekrümmte Halbbinde am Ende
der Vflglzelle und einen kleinen, weissen, schwarz gesäumten Fleck am Vrd. Der Apex der Vtlgl ist stärker
gerundet. — Bei alissana lisch, haben die Vtlgl auch eine breite weisse Schrägbinde, welche aber halb¬
durchsichtig ist und nicht am 2. iMedianast scharf begrenzt wird, wie bei der ähnlichen aselliata. Sie fliegt
gleichfalls im westlichen Ecuador.
P. vestilla llen'. vom oberen Amazonas hat breitere, dunkle Ränder; die dunkle Schrägbinde am
Zellende setzt sich über den 2. Medianast bis zum Aussenrd fort. Dahinter folgt, nach dem Apex zu,
eine gelbe Schrägbinde. Gelbe Bestäubung zeigt sich ferner noch im Zellende und am Hinterwinkel der
Vtlgl, sowe in der vorderen Hälfte der Htlgl. — Bei ucaya Hsch. vom Ucayali-Fluss ist die gelbe Schräg¬
binde weisslich. — sparsa Hsch. ist eine andere Form von vestilla, vom oberen Napo in Ecuador. Bei ihr
ist die gelbe Bestäubung der Flügel viel stärker, besonders im ganzen Htlgl, wo auch die Adern stark gelb
hervortreten.
P. laura Istgr. (40 d) aus Columbien ist eine der wenigen, lebhafter gefärbten, kleinen Arten. Sie hat
ähnliche Färbung wie Hgpoleria vanilia (AOg) und Pseudoscada lavinia (41b). Die Halbbinde am Zellende ist
nach dem Apex zu etwas ausgebuchtet und schliesst einen weissen Wisch ein. In dem dunkel beschatteten
Apicalteil der Vflgl stehen am Aussenrd und im Discus noch eine Anzahl weisslicher Tupfen. Die Htlgl sind,
besonders am Aussenrd, rotbraun gefärbt (beim ? stärker) und an der Apicalhälfte dunkel gerändert.
P. aletta Hetr. und agalla (J-odni. u. Sah. (40 d) sind 2 recht ähnliche Formen, erstere aus Columbien,
und Venezuela, letztere von Panama und Costa Rica, agalla hat eine scharf begrenzte, gelbe Schrägbinde
am Zellende der Vtlgl und rundliclie Flecken vor dem Aussenrd. Bei cdetta besteht die Schrägbinde aus
undeutlichen Flecken , zwischen denen die untere Radiale dunkel bleibt. Auf den gelbbraunen Htlgln sind
bei agalla die Adern lebhaft rotbraun, l)ei aletta in der äusseren Hälfte schwärzlich. Beide Formen haben
einen breiten, rotbraunen Ird der Vtlgl, während bei einer dritten Form alope Godni. n. Sah. von Panama
und Venezuela, die sonst ähnlich cdetta sein soll, der Ird schAvärzlich bleibt. Eine diesen drei Formen ähn-
»
liehe Art ist auch Episcada polita (39 e).
P. lilla Hetv. (40 c) hat ausser einer gelben Schrägbinde noch gelbe Bestäubung in der Zelle der
Vflgl und der Costalhälfte der Hflgl, sowie gelbe Tupfen am Aussenrd der Vflgl. Auf der Unterseite sind
die Ränder braun mit gelbbrauner Zeichnung, nur die Basis der Hflgl ist rötlich-gelbbraun. Im Apex der
Vflgl stehen unten 4 weisse Punkte, im Aussenrd der Hflgl 5 längliche Doppelpunkte. Im westlichen Ecuador
am Fuss der Anden.
P. primula Bat. vom oberen Amazonas ist eine ähnliche Ai't wie vestilla; die dunkle Schrägbinde
am Zellende gabelt sich über dem 2. und 3. Medianast. Die glasigen Stellen der V- und Htlgl sind grössten-
MIHALEHIA; AEKIA. Von H. Haenscii.
1 57
teils gelb bestäubt. Die Aussenränder sind breit scliwärzlicli-braun, im Apex der Vtlgl und in der .Mitte des
Aussenrds der Htlgl am breitesten; auf der Unterseite sind sie hellbraun durchzogen, an dei’ llasis und am
Innenwinkel der Htlgl gelbbraun. — tenuis Hsch. (40c) von Golumljien ist eine ähnliche Form mit zai'ten tenuis.
Flügeln. Zwischen dem 2. und 3. Medianast der Vtlgl steht noch ein dreieckiger gelber Fleck. Die gelb¬
liche Schrägbinde ist bogenförmig. Auf der Unterseite sind die Ränder l)lasser und im Aussenrd dei' Htlgl
stehen keine weissen Punkte wie bei primula.
P. auricula Hsch. (40c), auch aus dem östlichen Columbien, ist grösser, mit In’eiteren schwai’zen auricu/a.
Rändern. Der Innensaum des Aussenrds der Htlgl ist fast gerade, nicht parallel dem Aussensaum. Auf
der Unterseite sind die Ränder dunkel, ausser am Ende der Vtlglzelle und am V- und Aussenrd der Htlgl,
wo sie gelbbraun gefärbt sind.
P. glauca Hsch. aus dem westlichen Ecuador erinnert an Leucothyris cjundrcda, es fehlen aber die giauca.
Glastlecken im Apex der Vflgl. Die Flügel haben einen stark blau-weissen Schimmer. Die Schrägbinde
am Zellende ist über den Medianästen gegabelt. Am Vrd steht nur ein kleiner, weisslicher Fleck. Auf
der Unterseite sind die Ränder rotbraun, dunkel gesäumt; im Apex der Vtlgl mit 4 weissen Punkten, im
Apex und Aussenrd der Htlgl mit 5.
28. Gattung: Miraleria Hsch.
Hierher gehören nur wenige Formen, welche an der gerade abgeschlossenen Hflgl-Zelle kenntlich
sind. Die untere und mittlere Discocellulare sind gleichlang, schwach gekrümmt und schliessen die Zelle
allein , während die obere Discocellulare samt der oberen Radiale beim cV fehlen. Das cf hat einen
länglichen Duftfleck, welcher, wie bei Hypoleria, nicht nach aussen geschlossen ist. — Die bekannten, un¬
scheinbaren, mittelgrossen Formen finden sich nur im nordwestlichen Süd-Amerika ; sie sind dort nicht selten.
M. cymothoe Hew. (40 e) von Venezuela und Columbien hat farblose Flügel mit braunen Rändern, cymothoe.
von denen die äusseren nach innen gezackt sind. Die Subcostale der Vtlgl ist rotbraun; der Vrd der Hflgl
und alle Ränder der Unterseite sind gelbbraun. Neben der braunen Halbbinde der Afilgl steht ein weissliches
Band und im Apex aller Flügel auf der Unterseite je 2 weissliche Punkte. — Bei der ab. flavomaculata Hsch. flavo-
aus Venezuela ist das Band am Zellende gelb, desgl. die Punkte der Unterseite. maculata.
M. sylvella Hew. (40 e) aus dem westlichen Ecuador sieht der kleineren Episcada sylpha (39 e) sehr ähn- sylvella.
lieh. Das cf hat ausser der rotbraunen Subcostale, noch einen breiten Strich an der Mediane der Vflgl und
zum Teil auch einen rötlich-ln-aunen Aussenrd der Htlgl. Die Zellend-Halbbinde ist nach innen schmäler
und daneben steht nur ein kleiner, weisser Fleck am Vrd. Bei den ? ? fehlt die rotbraune Färbung der
Oberseite, nur die Subcostale der Vtlgl ist schwach rotbraun. — Bei der ab. ornata Hsch. haben die Vtlgl ornata.
eine breite, weisse Halbbinde, welche sich beim ? bisweilen bis zum Aussenrd schwächer fortsetzt.
29. Gattung;
Aeria Hbn.
Hiermit beginnt die Gruppe von Gattungen, bei denen die untere Discocellulare beim cf ungewinkelt
ist und einen spitzen Winkel mit der Mediane der Hflgl bildet. Bei Aeria cf ist die untere Discocellulare
leicht gewellt; die mittlere etwas kürzer als die lange obere; beim ? ist die untere gewinkelt, die obere
fehlt, indem die obere Radiale von der Subcostale abzweigt. Die cf cf einiger Formen haben am Zellende
der Vtlgl auf der Oberseite einen grösseren Fleck von dicht gehäuften, glänzend braunen Schuppen. Die
wenigen, bekannten Formen stehen sich alle recht nahe und erinnern durch ihre gelb-schwarze Färbung
an Arten von Scada. Sie finden sich meistens im nördlichen Süd- sowie in Zentral -Amerika, und sind an
lichteren Waldstellen nicht selten.
A. eurimedia Cr. {— aegle Hbn.j indola DU. ii.. Hew.) (40f). Typische Stücke dieser Art finden eurimedia.
sich nur in Guiana und am unteren Amazonas. Sie haben einen grossen, halbovalen, gelben Subapicalfleck
im Vtlgl, sowie breite, schwarze Schrägbinde und Ränder, welche nur einen länglichen, gelben Fleck an der Basis
übrig lassen. — Bei der Form negricola Fldr. vom oberen Amazonas ist der Subapicalfleck länger und das gelbe negricola.
Basalstück ist breiter und dreieckig. Auf der Unterseite sind die Ränder bei beiden Formen mit Rotbraun
durchsetzt. — pacifica Godm. n. Salv. ist die Form aus dem nördlichen Zentral -Amerika. Bei ihr ist die pacifica.
schwarze Zeichnung sehr breit, sodass an der Basis der A^tlgl und im Discus der Hflgl nur schmale, gelbe
Streifen übrig bleiben. Die Subapicalbinde der Vflgl ist sehr gross und wie die übrige gelbe Zeichnung
dunkler gefärbt, als bei eurimedia. Die Unterseite ist, wie dort, mit Rotbraun durchsetzt, — agna Godm. agna.
u. Sah. (40 f) ist die Form aus dem südlichen Zentral -Amerika, sowie Columbien und Venezuela. Sie ist
besonders an dem Mangel der rotbraunen Färbung auf der Unterseite kenntlich. Die Zeichnung und Färbung
ist sonst der vorigen ähnlich, mit etwas breiteren, gelben Binden an der Basis der ATlgl und im Htlgl. —
palmara Hsch. ist eine Form aus dem westlichen Ecuador. Sie unterscheidet sich von agna durch schmälere, palmara.
gelbe Subapicalbinde und breiteres Basaldreieck im Vtlgl. — ab. sisenna Weym. ist eine Form der vorigen, sisenna.
158
VELAMYSTA. Von K. Haensch.
l)ei welcher die gelbe Sul)apicalbinde der Vflgl in 2 — 3 gelbe, kleine Flecken aufgelöst ist. Sie findet sich
neben der Hau])tform in Ecuador.
elara. A. elara Hem. ist eine kleinere, zarte Art vom oberen Amazonas, mit nach innen gebuchteter, gelber
Subapicall)inde und schmälerem Aussenrd der Htlgl. Auf der Unterseite zeigt sich die rotbraune Färbung
elarina. besonders am Hinterwinkel der Vtlgl und Innenwinkel der Htlgl. — elarina Oherth. vom unteren Amazonas
ist etwas grösser, mit schmalen Flügeln und lebhafterer Färbung. Als besonderes i\lerkmal hat diese Form
am Zellende der Htlgl ein, vom Vrd ausgehendes, schwarzes Dreieck.
e/odifia. A. elodina aus Venezuela hat blassgelbe Färbung und eine schmale, schwarze Schrägbinde
über dem Zellende der Vtlgl, ebenso sind auch der Vrd und Ird der Vtlgl, sowie der Vrd der Htlgl schmal
Kenntlich ist elodina besonders an dem schmalen, gelblichen Vrd der Htlgl-Unterseite.
olena. A. olena Weym. (40g), die einzige Art aus dem mittleren Brasilien, unterscheidet sich von den bis¬
herigen durch das Fehlen der rveissen Randpunkte auf der Unterseite. Sie ist nur klein, hat zarte, schwärzliche
Färbung mit schmaler, gelber Subapicalbinde im Vtlgl und Längsbinde im Htlgl. Das gelbe Basaldreieck
im vtlgl ist dagegen breit.
30. Gattung: Velauiysta Hsch
Unter diesem Namen fasse ich eine kleine Gruppe von Arten zusammen, die sich von Hypoleria
durch das Fehlen des länglichen Dnfttleckes in der Mitte des Vrds beim cd unterscheidet. Gostale und
Subcostale gehen bei dieser Gattung allmählich auseinander und rücken erst hinter einem, in Höhe des Zell¬
endes stehenden, undeutlichen Dufttleck wieder nahe zusammen, um dann, nochmals sich trennend, bogen¬
förmig den Rand des Flügels zn eri’eichen. Der Dufttleck wird meist durch einen weisslichen, eckigen
Fleck auf der Unterseite markiert und auf der Oberseite von einem am Zellende entspringenden Haarpinsel
bedeckt. Beim ? sind Gostale und Snbcostale zur Hälfte verwachsen, die obere Discocellulare fehlt und die
untere ist meist gewinkelt, beim cY dagegen nicht. Es gehören hierher nur einige seltenere, mittelgrosse
Formen, die in der Zeichnung an Arten von LeiieofJiyris und Dismenitis erinnern. Sie tinden sich anscheinend
nur in hochgelegenen Bergwäldern der östlichen Anden von Ecuador bis Bolivien.
cnicifera. V. crucifera //r/r. (40 f) aus Ecuador ist den Dismenitis fheudelinda (4t d) und V. pardalis ähnlich, doch
etwas kleiner. Die Vtlgl sind hellbraun beschattet, mit weisslichen Tupfen, dunklen Säumen und einem
braunen, unregelmässigen Fleck am Vtlgl-Zellende versehen. Die Htlgl haben bläulichen Schein und eigen¬
artige, breite, schwarzbraune Färbung am Aussenrd, worin grosse, weissliche Aussenrdtlecken stehen. Der
Vrd der Htlgl ist bis zum A])ex schwärzlich mit keilförmigem Fleck am Zellende. Beim cf ist die Färbung
im ganzen etwas schwächer, als l»ei dem abgebildeten $.
torqiiatilla. V, torquatilla Heir. (40f, als peninna) und peninna Hea\, beide aus Bolivien, sehen sich sehr ähn-
pemnna. p^gg j^p gjg zunächst für eine Alt hielt. Erst nachdem mir ein Exemplar der richtigen peninna zu
Gesicht bekommen, halie ich meinen Irrtum bemerkt und es scheint mir nun, als -wenn beide sogar zu ver¬
schiedenen Gattungen gehören. Das abgebildete Exemplar ist ein ? von tonpadilla (nicht peninna) \ beim
cf ist die dunkle Zeichnung schwächer, besonders im Discus der Vtlgl; und auf den Htlgln ist die Mittelbinde
nur am Apex angedeulet. Auf der Unterseite sind alle Ränder rostbraun. — Bei pennina ist die sonst ähnliche
Zeichnung im ganzen schwächer und lieller bräunlich. Beim ? steht die Schrägbinde der Htlgl näher dem Aussenrd.
pardalis. V. pardalis Halv. (40 e) dürfte auch am besten bei dieser Gattung stehen. Das Geäder scheint ziem¬
lich zu variieren, da ich ein cf mit gewinkelter mittlerer Discocellulare der Htlgl besitze, wde es etwa
Callifhomia hat, während diese Ader bei anderen Exemjdaren ungewickelt ist. Äusserlicli erinnert diese
ziemlich seltene Art an Dismenitis tltendelind(( (4t d), mit welcher sie in den höchsten Bergwäldern der Anden in
Ecuador vorkommt. Zu kennen ist sie an der dunklen Schrägbinde am Zellende der Htlgl und den Flecken
zwischen Zellende und Apex der Vtlgl. Beim ? haben die Htlgl dieselbe bräunliche Färbung Avie die Vtlgl.
pnpilia. V. pupilla llea\ (40 f) aus Bolivien, ist kleiner, mit ähnlicher Zeichnung und helleren Rändern, be¬
sonders am Vrd der Vtlgl, welcher rötlich ist. Die Hall)binde am Zellende und der Fleck in der Zelle der
Vtlgl sind schmäler. Die dunkle Zeichnung im Apex der Htlgl ist beim cf nur sehr schwach. Das ? dürfte
dispersa. ähnlich wie dispersa anssehen, wenn dies nicht etwa das ? von pnpilia ist. — dispersa W'eym. von Bolivien
hat ganz ähnliche Zeichnung, wie das ? von tor(piatitla. Die dunkeln Makeln am Apex und zwischen Zelle
circilla. und Aussenrd der Vtlgl sind schwächer. — Eine ähnliche, etwas grössere Form ist auch cyrcilla lleu'. aus
Bolivien. Die Flügel haben gelblichen Schein und ähnliche Zeichnung der Vtlgl wie crucifera^ aber mit
gelbrotem Vrd und gelbem Fleck am Zellende. Die Htlgl haben beim ? einen nach innen gezackten,
dunklen Aussenrd, mit 2 Aveissen Punkten am Apex und einer Halbbinde am Zellende.
anomala. V. anomala Sfyr. aus dem Gaucatal hat fast ungezeichnete Flügel nnd erinnert an Episcada canilla
(39 c) und paradoxa. Die cf cf haben jedoch den charakteristischen, Aveissen Fleck am Vrd der Htlglunterseite.
Die Flügel haben einen scliAvach gelbgrünen Schein, ohne Aveitere Zeichnung. Der Vrd und Ird der Vtlgl
sind l)raun, die Aussenränder nur ganz fein dunkel gesäumt.
IIVLMJLEIv'lA. Von l{. Hakxsch.
ir/.i
31. Gattung: ll^poleria dodm. n. Hah-.
Die && sind an dem länglichen, ovalen Dufitleck am Vrd der Hllgl kenntlich und an der ungewinkelfen
unteren Discocellulare, welche mit der Mediane einen s])itzen Winkel bildet, nach innen gekriimnd und an
der unteren Radiale meist verkümmert ist. Beim ? sind Gostale und Suhcostale zur Hälfte verwachsen, sonst
ist das Geäder wie beim cd.
Die hierher gehörenden Formen haben meist einen gerundeten Apex der Vtlgl und i-undliche Mllgl.
Ausser solchen mit farblosen Flügeln gehören auch bunt gefäiiite Arten hierher, s])eziell eine Gruppe mit
rotbrauner Binde im Apex der Vtlgl, wie sie bei Leucotltyris Vorkommen und auch bei PseKc/osctida zu tinden
sind. Mit letzterer Gattung haben auch sonst manche Formen Ähnlichkeit, so dass es oft nicht leicht ist,
?? der beiden Gattungen zu unterscheiden.
Auch bei dieser, nicht sehr zahlreichen Gattung stellt das östliche Andengebiet die grösste Artenzahl,
doch finden sich auch einige Formen bis Süd-Brasilien und in Zentral-Amerika.
H. vanilia ll.-ScJiäff'. (40 g) aus Clolumbien ist der kleineren Pscudoscada larinid (41b) sehr ähnlich. Die vanilia.
Vtlgl sind dunkel beschattet , mit schwarzen Rändern und 2 Schrägbinden am Zellende und vor dem Apex.
Von den dunkel gezeichneten Adern wird der Zwischenraum in eine Anzahl weisslicher Flecken getrennt.
Die Htlgl sind rostl)raun, mit breitem Saum am A])ex; beim ? mit gellibraunem, innen dunkelbraunem Vrd,
beim cf am Vrd durchsichtig. — libera Godm. v. Pah. ist eine Lokalform der vorigen aus Zentral-Amerika libera.
(Panama, Costa Rica). Sie hat stärker markierte, dmdde iMakeln und lebhaftere, rotbraune Färbung im Htlgl. —
fumosa Godm. u. Sah-, von Panama ist eine Form der vorigen mit verdunkelten Apicaltlecken und dreieckigem fnmosa.
Fleck in der Zelle der Vtlgl.
H. hyalinus F. aus Brasilien ist eine zweifelhafte Form und mir in Natur unbekannt. Nach Butlee hyalimis.
soll es eine Form ähnlich raidlia sein, mit durchsichtigen Vtlghi und schwarzen Rändern, sowie einer Flecken¬
binde im Apex. Htlgl i’otbraim mit schmalem, schwarzem Saum.
H, fausta Styr., vom oberen Amazonas, ist eine kleinere Art mit bräunlichen Htlgln und Basis (]ev fausta.
Vtlgl. Über dem Zellende der Vtlgl steht eine breite, dunkle Halbbinde, die sich auf den Medianästen teilt.
Im Zellende und am Aussenrd stehen weissliche Wische.
H. alema Heir. von Columbien hat nach der Abbildung bei Hewitsox durchsichtig-gelbliche Flügel alenna.
mit dunklen Rändern und schmalem Band über dem Zellende der Vtlgl; vor dem Aussenrd der letzteren
mit weisslichen Tupfen. Auf der Unterseite sind die Bänder rötlich, ausser dem schwärzlichen Vrd der Htlgl.
H. ina Heiv. aus Ecuador ist eine ähnliche xArt mit einer Reihe submarginaler weisslicher Tupfen ina.
am Aussenrd der Vtlgl und ohne Zeichnung über dem Zellende. Der Ird der Htlgl ist breit rötlich-gelbln'aun.
Die Art erinnert hierdurch an Napeoyenes apuJia (35 f).
H. ocalea TJhl. n. Jieir. (41 g) aus Venezuela, Trinidad und Columbien, hat hell gelbbraune Flügel ocalea.
mit dunklen Rändern und einer Schrägbinde über dem Zellende der Vtlgl, welche sich noch über dem
3. Medianast fortsetzt. Die Mediane der Vtlgl und die Adern der Htlgl sind gelbbraun. Die Fleckenbinde
der Vtlgl ist gelblich. — Die weissen, längs gerippten Eier werden nach Guppy einzeln ca. 2 Fuss über
dem Boden angeheftet. Die Rpn kiiechen nach 5 Tagen airs. Sie sind durchsichtig, grün, mit weisslichem
Kopf und brauchen 9 Tage bis zur Verpuppung.
H. gephira Hew. (41 g) aus Columbien und dem angrenzenden Zentral-Amerika ist eine ähnliche gephira.
Art mit breiteren Rändern; im Apex der Vtlgl und am Aussenrd der Htlgl mit weisslichen Flecken. Ferner
sind die Adern in der äusseren Hälfte aller Flügel schwarz.
Die folgenden Formen haben eine breite, gellu’ote Snbapicalt)inde im Vtlgl und ähneln dadurch den ebenso
gezeichneten Formen von Leiieothyris- und Napeogenes, sowie auch gewissen Eryciniden.
H. chrysodonia Bat. vom oberen Amazonas hat fast die Grösse von aureliana Bat. (= trombona chrysodonia.
Srka) (41 a) aus derselben Gegend. Bei ersterer ist die gelbrote Färbung nach innen halb durchsichtig. Der '»'«’/ü?/?«.
2. und 3. Mediana.st der Vtlgl sind nur schmal dunkel gesäumt. Bei aarcliana ist die gelbrote Binde breiter
und das Ende der (Mediane, sowie ihre Äste sind breit dunkelbraun gesäumt, so dass zwischen den Ästen
nur 2 kleinere Glasllecken übrig bleiben. Ferner sind bei ihr auch die Basis der V- und Htlgl dunkel
beschattet. Die Fhlr sind bei beiden Arten schwarz, während sie liei karschi HscJi., welche Form sonst der karsdu.
chrysodonia sehr ähnlich sieht, und am ol)eren Napo in Ecuador tliegt, eine gelbbraune Keule haben. Bei
karschi reicht die gelbrote Subapicalbinde nur bis zum 3. Medianast. — Eine ähnliche Form ist auch cidonia cidonia.
Hew. aus Columbien. Bei ihr sind die Fhlr schwarz und zwischen den (Medianästen stehen 2 grössere farb¬
lose Glasfehler. Die Htlgl haben eine gelbrote Submarginal-Aussenrdbinde.
H. orolina Hew. (40 g), am oberen Amazonas bis zum Fuss der Anden in Peru und Ecuador vor- orolina.
kommend, ist eine kleinere, zarte Art mit fast farblosen Flügeln und gelbroter Subapicalbinde. — Bei der
160
PSEUDUSCADA. Von K. Haensch.
oculata.
sediisa.
oncidia.
tenera.
qiiadrona.
cymo.
indecora.
garleppi.
fand na.
oriana.
Virginia.
xenophis.
coenina.
adornata.
veronica.
oreas.
proxirna.
mir za.
riffarthi.
cassotis.
rhene.
cajona.
gleich grossen oculata Hsch. vom oberen Napo steht zwischen dem Zellende und der hier schmäleren Binde
noch ein rundlicher Glasfleck. — Eine der ondcda ähnlich gezeichnete, aber grössere Form vom Ucayali,
die ich sedusa form. iiov. nenne, hat am Zellende der Vtlgl einen weissen Wisch und vor dem Aussenrd
3 weissliche Tupfen. Die glasigen Teile aller Flügel sind schwach bräunlich beschattet.
H. oncidia Baf. vom oberen Amazonas hat ähnliche Zeichnung wie oroUnct ] sie ist etwas kleiner und
hat weissliche Bestäubung im Zellende und vor dem Aussenrd der Vflgl, sowie im Discus der Hflgl. — Eine
ganz nahe Form ist tenera Sr/ik(( von Pebas, welche zwischen den Medianästen der Vflgl 3 weisse Tupfen
hat, währeiid davon bei oncidia nur 2 vorhanden sein sollen. — Bei einer weiteren Form von Yurimaguas,
am oberen Amazonas, Avelche ich quadrona form. nov. nenne, ist die gelbrote Binde nur sehr schmal, und
zwischen derselben und dem breiten Zellendband der Vtlgl steht noch ein weiterer weisslicher Wisch.
H. cymo Hhn. (= galita Heirk) (41a) hat über dem Zellende der Vflgl eine dunkle Halbbinde und
anschliessend einen weissen Wisch. Der Aussenrd der Hflgl isf rotbraun, mit dunklen Säumen. Auf der
Unterseite sind die Aussenrdr nebst dem Vrd der Hflgl hell rotbraun mit dunklen Säumen. — Bei der Form
indecora Hsch. (= sylphis Kaije) aus Britisch Guiana fehlt die rotbraune Färbung im Aussenrd der Hflgl.
Am Aussenrd der Vflgl stehen weisse Tupfen, und die Ränder der Unterseite sind gelbbraun.
H. garleppi Bhch. ist der vorigen ähnlich, mit schmälerem, weissem Wisch am Zellende und ohne
die weisslichen Tupfen am Apex der Vflgl.
H. famina Hsch. (41a) aus Peru hat stärker weiss bestäubte Flügel und einen eckigen, rauchbraunen
Flecken in der Zelle der Vflgl. Auf der Unterseite sind die dunklen Ränder mit gelbbraun durchsetzt. —
Bei oriana Heic. vom oberen Amazonas sind der Vrd und Aussenrd der Hflgl viel breiter und lassen im
Discus nur eine glasige Längsbinde übrig, ganz ähnlich wie bei Leucofhi/ris 0)iega.
H. Virginia Hew. (40g) hat rauchbraune Flügel mit lu’eiten, dunklen Rändern und breitem Apex
der Vflgl. Über der Zelle der letzteren steht eine keilförmige Schrägbinde und nach dem Apex zu eine
breite, segmentförmige, weisse Binde.
Als H. xenophis spec. nov. bezeichne ich eine isoliert stehende Art vom Rio Ucayali, mit länglichen,
gelb bestäubten Flügeln, welche an Idpiscada canilla (39 c) erinnert. Die Vflgl haben vor und hinter dem Zell¬
ende schwache, gelbliche Fleckenbinden, über dem Zellende eine dunkle, zugespifzte Halbbinde, sowie dunkle
Ränder. Der grösste Teil der Hflgl ist gelb bestäubt. Sie haben gleichfalls dunkle Ränder. Auf der
Unterseite sind alle Ränder rotbraun, dunkel gesäumt, ohne weisse Randpunkte.
H, coenina lleiv. (40g) ist durch den zugespitzten Apex der Vflgl und das ungezeichnete Zellende
recht abweichend von den meisten übrigen Formen. Die Flügel sind grau bestäubt mit ziemlich gleichmässigen,
schwarzen Rändern. Letztere sind auch auf der Unterseite schwarz. — Bei der ab. adornata Hsch. haben die
Ränder auf der Unterseite, besonders an der Basis und dem Analwinkel der Hflgl lebhaft rotbraune Färbung.
H. veronica Weym. von Columbien ist grösser als coenina; die Aussenrdr sind nach innen gezackt.
Über dem Zellende der Vflgl steht ein schwarzes Dreieck und am Analwinkel der Hflgl ein rostfarbener,
länglicher Fleck. Die Art hat das Aussehen von Pferonyinia thabena und fncima.
H. oreas Weym. (41a) aus dem südlichen Brasilien hat breite, bläulichweiss schimmernde Flügel mit
dunklen Rändern und auf den Vflgln am Aussenrd weissliche Tupfen. Die Halbbinde am Zellende ist
besonders beim ? breit. — Eine nahe Form ist proxima Weym., ebenfalls von Süd-Brasilien. Hier sind die
Flügel farblos, die Ränder oben graubraun und unten gelbbraun. Bei oreas sind die Ränder unten rotbraun.
H. mirza Hem. (41a) (= lavinia Blem. p., ryphaeno Oberth.) aus dem westlichen Ecuador hat eine
schmälere Halbbinde im Vflgl und weissliche Tupfen am Zellende und Aussenrd, von denen diejenigen vor
dem Apex nach innen durch eine schwache Schrägbinde begrenzt werden. — Eine ähnliche, kräftigere
Zeichnung hat auch riffarthi Hsch. aus Ecuador. Hier sind die Vflgl aber noch durch eine breite, weisse
Halbbinde zwischen Zellschluss und Apex ausgezeichnet.
H. cassotis Bat. aus Guatemala und rhene Godm. u. Scdv. (41a) von Panama sind sich sehr ähnlich.
Bei cassotis ist die Halbbinde über das Zellende der Vflgl innen gegabelt, bei rhene zugespitzt. Ferner soll be
rhene die Zelle der Hflgl viel länger sein, dagegen die untere Radiale sehr kurz. — cajona Hsch. aus dem
südöstlichen Peru ist auch eine ähnliche Form mit breiterem, schwarzem Apex der Vflgl und ohne rötliche Subcostale.
32. Gattung: Pseiicloiseada Godm. u. Scdv.
Diese Gattung unterscheidet sich von Hypoleria durch das Fehlen des länglichen Duftfleckes beim cf. Bei
ihr sind Gostale und Subcostale fast vollständig verwachsen. Die Trennung der beiden Gattungen ist jedoch
nicht genau durchzuführen, da bei manchen Arten noch eine längliche Erhöhung, sowie eine undeutliche
Gostale den Übergang andeuten. Andererseits zeigt sich auch eine Verwandtschaft von Pseudoscada zu
Hymenitis, so dass die Zugehörigkeit mancher Arten zweifelhaft ist.
Ansger/ehcn 2. II. lOK).
I)1S]\[KNITIS. Vom li. 1 1 A KNSOii.
Es rechnen zu Psendoscada eine Aiizalil kleiner Ai'len , von denen einijj;e auch äusserlich h'orinen
von Hypoleria sehr ähnlich sehen. Die meisten Arten beherbergt das (juellge])iet des Amazonas, sowie
Brasilien, während von Zentral -Amerika nur aus dem südlichen Teil wenige Arten bekannt sind.
P. lavinia Pleiv. {— saturata Slyr.) (41 h) aus dem östlichen Gohimhien hat viel Ähnlichkeit mit laviniu.
Hypoleria ranilia, ist a!)er kleiner und die Flügeltbrm ist eine andere, wie auch das Geäder. — Eine nahe
Form ist troetschi Styr. aiis Costa Rica. Bei ihr ist die Basis der Vtlgl farblos und die Htlgl haben nur troetschi.
am dunklen Aussenrd einen breiten, rotgelhen Streifen. Der Rest dei- Iltlgl ist farldos.
P. florula Hew. von Cayenne hat eine Zeichnung wie die ahgehildete Lokalform exornata Hsch. (41 bj flonda.
aus Britisch Guiana. Es fehlt ihr jedoch die rotbraune Färbung im Aussenrd der Hflgl, welche exornata exornata.
auszeichnet. Auf der Unterseite sind die Ränder bei beiden Formen gell)hraun. exornata ähnelt dem gleich¬
falls in Britisch Guiana fliegenden Napeoyenes potaromis (35 f), sowie Hypoleria cymo (41a).
P. egla Hew. vom oberen Napo und die beiden folgenden Formen haben grosse Älndichkeit mit egla.
Hypoleria onculia und ihren Verwandten, s,o\\'\q mii Napeogenes cor ena hat eine bi’eite, gelbrote Suh-
apicalbinde im Vtlgl und am Hinterrvinkel 2 abgetrennte, rundliche Glastlecken zwischen den IMedianästen. —
Bei aureola Bat. (41b) ist die gelhrote Binde noch breiter, so dass am Hinterwinkel nur ein grösserer Glas- aureola.
fleck übrig bleibt. Diese Form fliegt am oberen Amazonas. — Bei sarepta Hew. vom Rio Negro wird die sarepta.
gelbrote Binde innen von einem breiten, braunen Streifen l)egrenzt, welcher vom Zellende über den
2. Medianast zum Hinterwinkel reicht, wie bei Napeogenes corena.
P. utilla Hew. (= pusio Gochn. u. Salv.) (41 b) aus dem westlichen Columbien und Ecuador erinnert utilla.
an Hypoleria mirza (41a), ist aber bedeutend kleiner, auch sind die weisslichen Tupfen im Apex der Vtlgl
nicht nach innen dunkel eingefasst.
P. seba Hew. aus dem östlichen Ecuador hat l)reitere Aussenränder und keine weissen Tupfen am seba.
Aussenrd der Vtlgl, dagegen eine schwache, weisse Flecken-Schrägbinde am Zellende. — Eine ähnliche
Form ist timna Hew. (41c) aus Venezuela und den östlichen Anden von Ecuador bis Bolivien. Hier ist die timna.
weisse Schrägbinde kräftiger, und auch die kreuzenden Adern sind darin weiss bestäubt. — Eine weitere,
ähnliche Form ist arzalia Hew. (41b) aus Bolivien mit breiterem, schwarzem Apex, breiterer Halbbinde am arzalia.
Zellende der Vtlgl und breiterer, bogenförmiger, weisser Schrägbinde.
P. adasa Hew. (41c) aus dem südlichen Brasilien ist grösser als die vorigen, hat nur einen weiss- adasa.
liehen Fleck am Zellende und weissliche Tupfen am Aussenrd der Vtlgl. — Eine ähnliche Form ist
acilla BIeu\, aber kleiner, mit zugespitzter Halbbinde am Zellende und schmalen Aussenrändern. — acilla.
jessica Hew. hat die Grösse von adasa, aber eine zugespitzte Halblhnde rvie acilla. Von letzterer unter- Jessica.
scheidet sie sich noch im Geäder der Hflgl, indem die untere Discocellulare einen sehr spitzen Winkel mit
der Mediane bildet und nach innen von der mittleren Discocellulare ausmündet, bei acdla dagegen ausser¬
halb derselben. — Eine vierte, ähnliche Form ist erruca Hew. mit stärker gezackten Aussenrändern über ernica.
den Adern und weisser Halbl)inde neben dem Zellende der Vtlgl. Sie soll sich vor adas(( noch durch
elegantere Form auszeichnen und das Zellende der Vtlgl soll fast quer zur Flügellänge stehen. — Alle
vier Formen stammen aus dem südlichen Brasilien und sind nicht leicht zu unterscheiden. Sie dürften auch
zu verschiedenen Gattungen gehören, was sich nur nach den/Fypen sicher entscheiden lässt.
Es folgt nunmehr noch eine Grui)pe von Formen, deren sich durch spitzeren A^iex der Vflgl auszeichnen
Bei P. fallens Hsch. (41 c) aus Mittel-Brasilien ist die Basalhälfte aller Flügel gelb bestäubt, besonders fallens.
beim ?, welches durch die breiteren Aussenränder der Fteronymia. ewritea (40 d) sehr ähnlich sieht. Die Halbbinde
über das Zellende der Vtlgl ist stark zugespitzt. Die Basis der Htlgl-Unterseite ist rotbraun, bei euritea gelb.
P. salonina Hew. (41 b) aus Bolivien hat farblose Flügel mit dunkelbraunen Rändern und Halbbinde sakmina.
über dem Vflgl-Zellende sowie eine gelbliche Schrägbinde nach dem Apex zu. — Eine ganz ähnliche Form,
mit etwas breiteren Rändern fliegt auch in Paraguay. — Als trepotis jonn. nor. bezeichne ich eine Form trepotis.
Avie salonina mit weisser, statt gelber Schrägbinde im Vtlgl. Sie fliegt ebenfalls in Bolivien. — subtilis Hsch. snbtilis.
aus dem östlichen Ecuador unterscheidet sich von salonina durch gelbliche Bestäubung der Flügel und
schwächere Halbbinde über das Zellende der Vtlgl.
P. emyra Hsch. aus Mittel-Brasilien ist eine ähnliche Form wie arzalia. Dei’ schwarze xVpex der emyra.
Vflgl und das Dreieck übei' dem Zellende sind breiter. Der 3. Medianast bleibt scliAvarz in der Aveissen
Schrägbinde. Der Aussenrd der Htlgl ist schmäler.
33. Gattung; Disiiienitis Hsch.
Die Arten dieser Gattung waren früher mit denen A’on Hynienitis vereint. Bei den cf’cf’ ist die
untere Radiale der Hflgl vollständig ausgebildet, die Zelle daher geschlossen. Beim $ ist die obere Radiale
zum Teil mit der Subcostale vei’Avachsen, die untere Radiale ist deutlich vorhanden; die untere Discocellu¬
lare ist geAvinkelt, mit kurzem oberem Schenkel und rücklaufendem Ast.
V
21
DIS.AIENITIS. Von K. Haensch.
zavaleta.
amaretta.
matronalis.
telesilla.
goiuissa.
petersi.
zygio.
sosmiga.
dircenna.
pittheis.
barretti.
diiilia.
nepos.
theiidelinda.
hennana.
zalmimna .
cleomella.
IG‘2
Es gehören hierher meist .stattliche, zinn Teil bunt gefärbte Arten, deren Heimat liesonders das
Hochgebirge der östlichen Anden in der Nähe des Äcjuators ist. Einige Arten fliegen auch in den Gebirgen
von Central-Amerika.
D. zavaleta IIen\ (4t c) aus Golumliien und Peru hat gelb bestäubte Flügel, eine Querbinde in der
Zelle der Vtlgl und breiten, schwarzen Aussenrd der Htlghmit weissen Punkten. Die äussere Hälfte der
Fhlr ist gelblich. - Bei der Form amaretta Hsch. aus dem östlichen Ecuador fehlt die Querbinde durch
die Zelle der Vtlgl, dagegen ist das Basaldrittel der Zelle dunkel beschattet. Der Aussenrd der Hflgl ist
schmäler, und die weissen t^unkte sind kleinei-. Beim ? ist die Basis der Hilgl breit schwarz gefärbt. —
matronalis WeijnL von Ecuador und dem oberen Amazonas ist eine Form von zavaleia, bei welcher die
weissen Randjmnkte , oben wie unten , gänzlich fehlen. — telesilla Ilev'. aus dem westlichen Ecuador hat
ein ähnliches cf’ wie aniarfdia , mit schwächerer gelber Bestäubung und ohne die dunkle Halbbinde über
dem Zellende der Vtlgl. Der Aussenrd der Hflgl ist breitei- mit sehr kleinen, weissen Punkten. Beim ?
ist der Aussenrd der Htlgl von dopjielter Breite , besonders ist dasselbe durch einen grossen , rotgelben
belecken am Jrd der Htlgl kenntlich.
D. gonussa Jleiv. (41c, d, cf, $) aus Golundrien ist etwas grösser als die vorige Art. Das cf ist ähn¬
lich wie das ? von zavaleta gezeichnet. Die Halbbinde am Zellende der Vtlgl ist breiter und diese haben
auch auf der Oberseife weisse Rand])unkte. Beim ? ist die schwarze Zeichnung viel breiter und' die beim cf
gelbe Bestäubung ist hier rotbraun. Die weissen Randpunkte der Hflgl sind viel grösser. — petersi Iden-.,
auch aus Golumbien, ist eii^e Form der vorigen, bei welcher die rotbraune Färbung im Vtlgl und am Apex
der Htlgl lebhaft gelb wird.
D. zygia Godm. u. Satv. (41 d) aus Gosta Rica ist eine der c/oiui.asa ähnliche Art. Beim cf ist neben
der Querbinde in der Zelle auch die ganze Basis der Vtlgl dunkel beschattet. Die gelblichen Flecken um
das Ende der Zelle sind grösser und bindenartig zusammenhängend. Der Discus der Hflgl ist nebst den
Adern bräunlichgelb , besonders am Ird. Beim ? ist der Ird der Vtlgl bis zur Mediane in der Mitte rot¬
braun, ferner der ganze Discus der Htlgl. Dei’ schwarze Aussenrd ist schmäler, als bei gotuissa und nicht
an den Adern nach innen gezackt. — sosunga Beak. ist eine Form aus Honduras mit breiterer, gelber
Schrägbmde der Vtlgl und breit schwärzlichem Ajiex der Htlgl. Beim cf ist daher nur die Basalhälfte der
Htlgl rotbraun.
D. dircenna Ftdr. (41c) erinnert sehr an gewisse Arten der Gattung Dircenna, wie epidero etc., ist
jedoch an dem Geäder der Htlgl kenntlich. Die Vtlgl haben 2 schmale Halbl)inden über das Zellende und
durch die Mitte der Zelle. Die Htlgl haben am Flinterwinkel eine zackenartige Erweiterung des schwarzen
Aussenrandes und beim ? über dem Zellende einen rundlichen schwarzen Fleck. Diese interessante Art fliegt
in den östlichen Anden von Golumbien bis Bolivien. — pittheis Weym. aus Golumbien ist eine ähnliche
Form, ohne die Bindenzeichnung im Hflgl und mit glashellen Vtlgln. Auf der Unterseite sind die Ränder
gelbbraun, am Apex und Aussenrd der Htlgl mit je 1 weissen Punkt. — barretti Dan. ist auch eine ähnliche
Form aus Peru, ohne die Binden in der Zelle der Vtlgl und am Zellende und Aussenrd der Htlgl. Im
scliAvarzen Aussenrd der Htlgl stehen oben 4 weisse Punkte.
D. duilia Dlew. (41 d) ist eine der grössten und schönsten Arten der ganzen Familie. Auf den bläu-
lich-weiss bestäubten Flügeln Averden durch auffallendes Sonnenlicht die herrlichsten F’arbentöne hervor¬
gerufen. Auf den Vtlgln sind die Adern und Ränder dunkelbraun gesäumt, nur binter dem Zellende am
Vrd steht ein gelbroter Streifen. Die Htlgl haben einen breiten dunkelbraunen Vrd und einen breiten rot¬
braunen Innensaum bis zum l. Medianast. daiUa fliegt in den östlichen Anden von Golumbien bis Bolivien
und ist an gCAvissen Stellen nicht selten. Eine täuschend ähnliche Art ist die kleinere Hi/nienifis atphesiboea (41 f).
— Ähnlich ist auch nepOS Weijm. lora Stgr.) aus Golumbien. Bei ihr ist der Strich am Vrd der Vtlgl
nur halb so lang und gelbbraun. Der Vrd der Htlgl ist viel schmäler dunkel eingefasst. Der Ird ist eben¬
falls schmäler und dunkelbraun, nur an der Wurzel rötlich. Ausserdem ist das Geäder auch etAvas anders.
D. theudelinda Heu-. (41 d) aus den östlichen Anden von Golumbien bis Peru hat grosse Ähnlichkeit
mit Velaingsta pardidis (40 e). Es fehlt ihr aber die l)indenartige Zeichnung am Apex der V- und Hflgl, dagegen
steht über dem Zellende der Htlgl ein dunkler Fleck. Die Zeichnung ist in beiden Geschlechtern ziemlich
gleich. — hermana Hsch. aus Ecuador ist eine sehr ähnliche Form. Beim cf sind die Gostale und Sub-
costale der Htlgl bis zum Zellende verAvachsen; es ist nur ein Haarpinsel vorhanden, die obere Radiale
fehlt. Die dunklen Flecken am Zellende der V- und Htlgl sind kleiner. Die weissen Randpunkte der Htlgl
sind dreieckig. — zaimunna Hea'. aus Ecuador und Peru ist ebenfalls eine ähnliche Art mit schmäleren
Rändern, schmaler Zeichnung über dem Zellende der Vtlgl und ohne Fleck über dem der Fltlgl beim cf.
D. cleomella Hen\ aus Bolivien ist gleichfalls ähnlich theudetinda , aber auffällig durch die
gelbliche Fühlerkeule. Der Vrd der Vtlgl ist nicht gelbbraun. Alle Flügel haben gelben Schein. Die
Zeichnung ist etAvas anders als bei fheudelinda. Der Aussenrd der ATlgl ist zAvischen den Zacken breiter
scliAvarz gesäumt. Die Aveissen Randpunkte der Htlgl sind kleiner. Die Flecken über dem Zellende aller
Flügel schmäler, bindenartig.
HYMENIT1S. Von H. Haknsch.
103
D. crinippa Heiv. (41 d) aus Bolivien hat braune, gezackte Aussenränder und ausser dei’ llail)binde rrinippa.
der Vtlgl einen Fleck in der Zelle, sowie gell)liche Tupfen am Zellende und vor den Ausseiiriindern.
Eine ähnliche, etwas kleinere Art, die ich als D. lauta apec. nov. bezeichne, unterscheide! sich be- Umta.
sonders durch das Fehlen des Bindentlecks in der Zelle der Vtlgl. Sie liat viel Ähnlichkeit mit H/pnenilis
timbrosa, von der sie sich, ausser in der Grösse, schon durch das verschiedene Geäder unterscheiden lässt.
Beim ? fehlen auf der Unterseite der Htlg] im Apex die 2 weissen Punkte von umhrosa.
Bei D. cleonica Hew. (41 e) aus dem östlichen Columbien und Ecuador ist die Zeichnung ähnlicli, cleonica.
ohne den Fleck in der Zelle der Vtlgl und mit gelblicher Färbung der Basalhälfte der Htlgl, sowie einem
weissen Fleck am Zellende der Vtlgl. - panthyale Fhlr. aus Columbien ist ähnlich der vorigen , ohne die panthyalc.
gelhliche Färbung der Htlgl und mit rotbrauner Subcostale und Mediane der Vtlgl.
D. hewitsoni Hsck. (41 e) aus dem östlichen Ecuador hat gelbbraun schimmernde, durchsichtige /zctoAo///.
Flügel mit feinen, dunkleren Säumen, ohne weitere Zeichnung. Subcostale und Ird der Vtlgl sind hellbraun.
34. Gattmig: HyiiieiiiiiH Ebn.
In dieser Gattung ist die untere Discocellulare des cT ungewinkelt und nach dem Vrd zn verküm¬
mert, die Zelle daher offen. Der Hauptunterschied von Dismenitis zeigt sich l)ei den ??. Dort ist die obere
Radiale der Htlgl mit der Subcostale zur Hälfte verwachsen , bei Hijmoiifis ist sie mit der unteren Radiale
halb verwachsen. Es fehlt daher hier die mittlere Discocellulare.
Zu Hymenitis gehören meistens niittelgrosse, unscheinbare Formen, die mit gewissen Arten von Leuco-
thyris und Pteronymia Ähnlichkeit haben, aber an der ungewinkelten, leicht gebogenen unteren Discocellulare
der Htlgl kenntlich sind, welche die Zelle fast allein schliesst. Einige grössere Arten erinnern durch
Zeichnung und Färbung an Formen von Velamysta und Dismenitis. Auch von dieser ziemlich artenreichen
Gattung beherbergt das nordwestliche Süd-Amerika die meisten Arten, doch haben auch Zentral -Amerika
und Mexiko einige charakteristische Formen.
H. albinotata Bür. (41 g) von Columbien erinnert durch die dunkle Zeichnung der Eltlgl an Vela- albinotata.
niysta crucifera (40f) und torquatilla (40f); die Vtlgl sind denen von Dismenitis yonussu (4ic, d) ähnlich. Die
Färbung ist gelblich, an der Basis aller Flügel rotbraun. Auffällig sind die beiden weissen Punkte im Apex
der Vtlgl. — kedema Hew. aus Venezuela ist eine ähnliche, kleinere Form mit schwächerer, blasser Färbung kedema.
und undeutlicher Bindenzeichnung am Aussenrd der Htlgl. — furina Godni. u. Salv. ist eine Form von albi- furina.
notata aus Panama mit dunkler Basis der Vtlglzelle, hellerer Basis der Htlgl und schwächerer schwarzer
Zeichnung am Aussenrd der Htlgl.
H. andromica /4e?r.'(41f) aus Venezuela, Columbien und dem westlichen Ecuador gehört mit ihren amiromica.
Unterarten zu den häutigsten und verbreitesten Lokalformen. Bei der typischen andromica haben die farblosen
Flügel einen schwachen, rauchbraunen Antlug und schwarzbraune Rändei’ und Makeln. Neben der zugespitzten
Halbbinde der Vtlgl zieht eine breite, gewellte, weisse Schrägbinde vom Vrd zum Aussenrd. Im x4pex stehen
2 weissliche Glastlecken, welche beim ? von dem breiter schwarzen Apex vollständig eingeschlossen sind. —
Als dromica bezeichnete Staudingee (i. I.) eine kleinere Form aus Columbien mit schmalen Rändern, dronüca.
schwacher Halbbinde und schmaler, weisser Schrägbinde am Z'ellende der Vtlgl. — andania Ilpfr. (= Ivrina andania.
titgr.i.l.) ist eine Form aus dem östlichen Ecuador, Peru und Bolivien mit glasigen, schwarz geränderten
Flügeln und unterbrochener, weisser Schrägbinde der Vtlgl. Der Apex der Vtlgl ist schmäler schwarz und
heim ? sind die Glastlecken nicht innen schwarz begrenzt. — lyra Salr. ist die Form aus Zentral-xkmerika lyra.
(Guatemala, Costa Rica). Sie unterscheidet sich von andania durch eine gleichbreite, nicht zugespitzte Halb¬
binde und eine schmälere, weisse Fleckenschräglhnde der Vtlgl. Der schwarze Zacken am Vrd als Begren¬
zung der sul)apicalen Glastlecken fehlt.
H. nero Eea\ (41 e) aus Zentral-Amerika, von Costa Rica bis Mexiko ist der vorigen ähnlich, grösser, nero.
mit breiteren Rändern und Makeln. Die Subcostale der Vtlgl und die Aussenränder sind teilweise rotbraun.
Auf der Unterseite der Vtlgl fehlen die 2 weissen Punkte von lyra im Apex.
H. oto Hew. (41 e) aus Honduras und Guatemala hat breiten, schwarzen Apex der Vtlgl und eine oro.
hreite Halbbinde am Zellende nebst weisser Schrägbinde. Die Snlicostale der Vtlgl und der Aussenrd der
Hflgl sind teilweise rotbraun.
H. morgane Hbn.-G. (41 e) aus Mexiko und Honduras ist durch die rostbraunen Ränder auffällig, morgane.
Hinter der unregelmässigen Halbljinde am Zellende der Vtlgl zieht eine undeutliche schmale, weisse Flecken-
hinde vom Vrd zum Aussenrd. — Bei moschion Godm. aus Mexiko sollen der rostbraune Apex und die nwsdüon.
Halbbinde über das Zellende der Vtlgl schmäler sein; die weissen Flecken bilden kein deutliches Band; die
Genitalien der d’d' sind anders als bei moryane gestaltet.
H, annetta Guer. aus Mexiko und Zentral-Amerika ist kleiner als moryane, mit schmäleren, dunkel- annctta.
braunen Rändern und Halbbinde der Vtlgl. Vom Zellende zum Aussenrd der Vtlgl führt eine Reihe weisser
164
HYMENITIS. Von R. Haensch.
nerina.
polissena.
iinibrana.
diaphaniis.
cubana.
alphesiboea.
ortygia.
cnigma.
lunbrosa.
es lila.
depauperata.
sappho.
ganineri.
libethris.
dercetis.
ochretis.
lydia.
qiiinta.
Flecken, deren Richtung mit der dunklen HallDbinde nicht parallel ist, ähnlich wie bei Pteronymia simplex
(40 b). Ausserdem stehen noch 2 Aveisse Tupfen im Apex und einer am Hinterwinkel.
H, nerina Hsch. aus Columbien hat die Grösse von andromicu und ähnliche Zeichnung Avie nero (41 e).
Die Aveisse Schrägl)inde der Vtlgl ist in Flecke aufgelöst. Die Ränder sind hraungrau oben und hellbraun
unten, mit 2 Aveissen Punkten im Apex der Vtlgl und einem in dem der Htlgl.
H. polissena Pleic. aus dem Avestlichen Ecuador sieht einer Form aus Costa Rica sehr ähnlich, die
ich umbrana forni. nov. (41 f) nenne. Beide hal)en glashelle Flügel mit schmalen, schAvarzen Rändern und
zugespitzter Halbbinde am Zellende der Vtlgl, soAAÜe Aveisse Tupfen am Zellende und Aussenrd der Vtlgl. umbrana
hat noch Aveisse Tupfen am Apex der V- und Htlgl, poUsseiia dagegen nur 2 Aveisse Punkte im rotbraunen
Apex der Vtlglunterseite. Bei umbrana ist der Hlb unten Aveisslich, bei polissena gelblich. Bei den ?? sind
die Ränder und Halbbinden, soAvie die Aveissen Flecken breiter.
H. diaphanus Bruce {■= unzerina Hbst) von den Antillen (Jamaica), die auch in Texas Vorkommen
soll, ist eine ähnliche Art mit schmalem Aussenrd der Vtlgl und feinem Saum der Htlgl. Die Halbbinde am
Zellende der Vtlgl ist gleichmässig breit.
H. cubana H.-Sckäff. von Cuba hat ähnliche Zeichnung Avie oio, aber sehr schmale Flügel und schmälere
Ränder. Die Halbbinde der Vtlgl ist in der Mitte eingeschnürt und an der Mediane gegabelt. Die Aveisse
Schrägbinde ist schmäler als bei oto.
H. alphesiboea Heu\ (41 f), aus dem östlichen Ecuador, ist das verkleinerte Ebenbild von iJismenifis
duilia (41 d) und ausser in der Grösse nur an dem verschiedenen Geäder sicher zu erkennen. Beim ? ist die
obere Radiale der Htlgl mit der unteren zur Hälfte vei'Avachsen, bei duilia mit der Subcostale.
H. ortygia Weym. (41 f), ebenfalls vom Ostabhang der Anden in Ecuador, steht in gleichem Ver¬
hältnis zu Dismcnitis cleonica (41 e). ln der Abbildung des cf treten die Aveissen Tupfen am Zellende und
Aussenrd der Vtlgl zu Avenig hervor, Avelche beim ? viel stärker sind.
H. enigma Hsch. (41 f), aus Bolivien, hat gelbbraunen Vrd der Vtlgl und dunkelbraune, gezackte
Aussenrdr, sowie gelbliche Wische am Zellende der Vtlgl und \or den Aussenrdrn. Auf der Unterseite
sind alle Ränder ockerfarben. — Eine ähnliche Form ist umbrosa Hsch. aus dem Hochgebirge der östlichen
Andenkette in Ecuador. Bei ihr sind die Ränder schmäler, die gelben Wische undeutlicher und im Vtlgl
ist nur die Subcostale gelbbraun. Beim cö ist das Zellende der Vtlgl ungezeichnet. — esula He^v. von
Golumbien ist der vorigen ähnlich; die Ränder sind noch schmäler, die gelben Wische fehlen, dagegen sind
die Htlgl am Innemvinkel gelblich gefärbt. Ferner ist auch beim ? das Zellende der Vtlgl ungezeichnet.
— Eine ähnliche Form Avie enUjma dürfte die mir in Natur unbekannte depauperata Psd. aus Guatemala
sein. Sie soll auch Ähnlichkeit mit zalmunna haben und sich durch schmäleren Aussenrd der Htlgl und
Fehlen der Aveissen Flecken von ihr unterscheiden.
Eine Art von der Grösse der vorigen aus Bolivien, die ich als H. sappho (Bany-H. i. /.) erhielt, hat
farldose Flügel mit schAvarzbraunen Rändern, von denen die äusseren über den Adern gezackt sind. Neben
der unregelmässigen Hallibinde am Zellende der Vtlgl steht am Vrd ein Aveisser Fleck, und am Aussenrd
aller Flügel befinden sich kleine Aveissliche Wische. Unten sind die Ränder gesättigt rotbraun, an der Basis
der Htlgl gelbbraun.
H. gardneri ll'ecks, aus BoliAuen, ist eine ähnliche Form AAue piftheis, ohne die Binde in der Zelle
der Vtlgl. Der Vrd der Vtlgl ist rotbraun bis zum Zellende. Am Zellende der Vtlgl und vor den Aussenrändern
stehen Aveisse Wische.
H. libethris F/dr. (41 f) von Goluml)ien bis Peru und eine Anzahl ähnlicher Formen zeichnen sich
durch eine lebhafte, gelbe Schrägbinde im Vtlgl aus. Von der sehr ähnlichen dercetis Dbl. u. Heiv. aus Vene¬
zuela, Golumbien und Ecuador unterscheidet sich libethris durch die gestreckteren Vtlgl und den kürzeren
Innensaum der Htlgl. Fernei- ist bei ihr die Basis der Htlglunterseite gelb. ochretis Hsch. aus Colum-
liien bis Bolivien hat Grösse und Flügelform wie dercetis. Die Schrägbinde der Vtlgl ist in 2 gelbbraune
Flecken autgelöst. Im Apex der Vtlgl und Htlgl stehen noch 2 — d gelbliche Wische. Die Basis der Htlgl¬
unterseite ist gelb, dagegen fehlen die Aveissen Punkte im Apex der Vtlgl.
H. lydia Weym. aus Ecuador hat einen hreiten, gelbliraunen Vrd der Vtlgl und erinnert dadurch an
Pteronymia apuleia (40 a), soAvie an Hymenitis eniyma (41 f). Die Zeichnung ist Avie bei ochretis, mit kleineren,
undeutlichen, gelhlichen Wischen.
H. quinta Btyr. aus dem Gaucatal in Golumlnen gehört zu den Ithomiinen mit ganz ungezeichneten
klügeln und erinnert an die sehr ähnliche Kpiscada paradoxa , mit Avelcher sie auch die Grösse gemeinsam
hat, soAvie an \'elamysta anomala, Napeoyenes hypsaea, Tthomia dimidiafn und andere Formen mit ungezeichneten,
farblosen oder gelblichen Flügeln, (pduta ist von den ähnlichen Arten anderer Gattungen an der grossen,
ungeAvinkelten unteren Discocellulare der Htlgl kenntlich, Avelche die Zelle fast allein schliesst.
HETEKOSAIS. Von R. Haexsch.
Nachträge.
Urbeschreibungs-Nachweis der arnerik. f)anaiden. 165
35. rTattung: Heterosais Godm. v. Salr.
Bei dieser letzten Gattung der Tthomiinen ist die Htlglzelle der (fcf offen, indem die mittlere Gisco-
cellulare und obere Radiale fehlen. Die Subcostale ist stark entwickelt und in der Mitte gebogen. Die untere
Discocellulare ist nach innen gerichtet und bildet mit der unteren Radiale einen .spitzen Winkel, über dessen
Spitze hinaus ein Ast in die offene Zelle verläuft. Beim ? ist die Zelle geschlossen, indem die untere Disco¬
cellulare gewinkelt erscheint und bis an die obere Discocellulare reicht. Mittlere Discocellulare und obere
Radiale fehlen auch hier.
Die Arten dieser Gattung sind wenig zahlreich. Sie finden sich meistens im nordwestlichen Süd-
Amerika und den angrenzenden Gebieten Zentral-Amerikas. Es sind meist unscheinbare Formen von rnässiger
Grösse, die mit den ähnlichen Arten anderer Gattungen im Geljüsch des Urwaldes zn finden sind.
H. nephele Bat. vom oberen Amazonas, und gedera Hew. (41g) aus dem östlichen Ecuador und fiej/tie/L-,
Columbien sind zAvei sehr ähnliche Formen. Beide haben glasige, bläulich schimmernde Flügel mit scliwarz-
braunen Rändern und Halbbinde der Vtlgl nebst weissem Fleck am Zellende, sowie 2 weisslichen Wischen
am Hinterwinkel der Vtlgl. gedera hat ausserdem 2 weissliche Wische im A])ex der Vtlgl und auf der gedera.
Unterseite derselben im Aussenrd noch 2 weisse Punkte, sowie im Aussenrd der Htlgl eine Reihe dunkel
geränderter, weisser Punkte. — edessa Heu\ (41g) ist eine ähnliche Form aus dem südlichen Brasilien mit edessa.
kleinerem, weissem Fleck am Zellende derVtlgl, gelbbraunen Rändern auf der Unterseite, nebst heller Basis derHtlgl.
H. pallidula Hsch. aus dem westlichen Ecuador hat gelblich scheinende Flügel mit gelbbrauner palUdala.
Subcostale und breitem Streifen über der Mediane der Vtlgl. Die übrigen Ränder sind dunkelbraun, nur
der Aussenrd der Htlgl ist teilweise mit Gelbbraun durchsetzt. Am Zellende der Vtlgl und den Anssenrdn
stehen gelbliche Tupfen. Beim ? ist nur die Subcostale der Vtlgl gelbbraun, die übrigen Ränder sind braun.
H. giulia Heiv. (41g) von Columbien und Venezuela hat ein ähnliches d' wie pallidula., mit breiter, g/idia.
gelbbrauner Subcostale und stärkeren, gelblichen Tupfen. Das ? ist ganz ähnlich, aber lebhafter gezeichnet,
mit breiteren Rändern, gelber Schrägbinde der Vtlgl und grossen, gelblichen Tupfen am Aussenrd.
H. cadra Godni. u. Salv. von Panama soll nephele und giulia ähnlich sein. Die Flügel sind farblos, cadra.
Die dunkle Halbbinde der Vtlgl ist nach innen breiter, die Nebenbinde ist weiss, der Ird gelbbraun.
Nachträge.
Napeogenes domiduca Heir. steht einigen Leucothgris sehr nahe, so der Leuc. cgrene ; genaueres [aX donüduca.
unter dieser, p. 148, angegeben; aus Bolivien.
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urljeschreibungen der unter den amerikanischen Danaiden aufgeführten Formen.
* bedeutet, dass die Form an der z.itierten Stelle auch ahgebildet ist.
abida Hyposc. Hew. Exot. Butt. 4. *
acceptabilis Cer. Weeks, Proc. New Eiigld. Zool. Club 3, j). 1.
achaea Cer. Hew. Eijuat. Lep., p. 14.
acilla Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 4. *
acrisione Ath. Hew. E(fuat. Lep., p. 12.
adosa Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 1. *
adelinda Cer. Hew. Exot. Butt. 4. *
adelpbe Nap. Bat. Trans. Tdnn. Soc- Lond. 22, p. .534.
adelphina Hyposc. Bat. Ent. IMonth. Mag. 3. ji. .52.
adina Pter. Gew. Exot. Butt. 1. *
adornata Hypol. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 203.
adulta Nap. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. .50, p. 157.
aedesia Apr. Dbl. u. Hew. Gen. iJiurn. Lep. *
aegineta Pter. Hew. E([uat. Lep., p. 17.
aegle Leuc. F. Gen. Ins. p. 255.
aelia Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
aemilia Cer. Hew. E([uat. Lep., ]i. 15.
aesion Flyposc. Godm. u. Salv. Ann. IMag. Nat. Hist, {ö) 2, p. 258.
aethna Nap. Hew. E([uat. Lep., p. 15.
afrania Pter. Hpffr. .Stett. Zg. 1874, p. 341.
agalla Pter. Godm. u. Salv. Biol Cenir.-Am. Bhop., p. 47.
agarista Leuc. Fldr. Wien. Ent. ]\Ion. 3, p. 77.
agna Aer. Godm. u. Salv. Biol. Centr.-.4mer. Hhop.. ]i. 15.
agnosia Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
agrippina Epith. Hew. Exot. Butt. 3. *
albescens It. Bist. Proc. Ent. Soc. Lond. 1873, ]>. XI.
albescens IMech. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 14s.
albicans Pter. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, ji. 173.
albinotata Hvm. Btlr. Cist. Entomol. 1, p. 153.
albomaculata Tith. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 48. p. 130.
alcmena Pter. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877. p. 31.
alema Hypol. Hew. Exot. Butt 2. *
aletta Pter. Hew. Exot. Butt. 1. *
alexina Leuc. Hew. Exot. Butt. 2. *
alexirrhoe Call. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 522.
alida Pter. Hew. Exot. Butt 1. *
alidella Episc. Hew. Exot. Butt. 4. *
alienassa Ith. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 133.
alina Pter. Hsdi. .Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 153.
alinda Pter. Fldr. Novara Lep. 3, p. 332.
alissa Pter. Hew. Etjuat. Lep., ]>. 22.
alissana Pter. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 48. p. 201.
alope Pter. Godm. ii. Salv. Biol. C.entr.-Amer. Pdiop., p. 43.
alphesiboea Hym. Hew. ILpuit. Lep., p. 17.
alpho Epith. Fldr. Novara Lep. .3. ji. 359.
amalda Leuc. Hew. Exot. Butt. 2. *
amaldina Leuc. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5. p. 149.
amanga Athvrt. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 121.
16fi Ui’beschreil)ungs-Nacliweis der amerikanischen Danaiden.
amara Xn]). üodtn. Ann. ilug. Xat. Hist. 1898, B, p. 158.
amaretta Distii. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. ‘101.
amarilla Ith. Hsch. Beil. Ent. Zschr. 48, p. 184. *
amazona Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. .50, p. 168. *
amica Cer. Weym. Stett. Zg. 45, p. 10. *
amplificata Scacla Hsch. Berl. Ent. Zschr. .50, p. 162. *
anachoreta Hirs. Thieme, Berl. Ent. Zschr. 1902, p. 282.
anaphissa Ith. H.-Schäff. Prodrom. Syst. Lep 1, p. 49.
anastasia Ger. Bat. Trans Lion. Soc. Bond. 23, p. 526.
anastasina Ger. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 60.
anchiola Ilyposc. Hew. Exot. Butt. 4. *
andania Ilym. Hpffr. Stett. Zg. 1874, jj. 341.
andromica Hym. Hew. Exot. Butt. 1. *
angelina Ger. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 154. *
anina Mel. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 123.
annetta Ilym. GuH. Reg. Anim. Ins., p. 470.
anomala Vel. Stgr. Exot. Tagt'. 1, p. 69. *
antaxis Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5. ji. 147.
antea Cer. Hew. Equat. Lep., p. 20.
antisao Pter. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 544.
antonia Cer. Hew. Equat. Lep., p. 14.
antonina Cer. Stgr. Exot. Tagt'. 1, p. 59. *
apia Pter. Flitr. Novara Lep. 3, ji. 364.
appolinis Cer. Stgr. Exot. Tagt'. 1. ii. 60. *
apuleia Pter. Hew, Exot. Butt. 4. *
apulia Na]i. Hew. Exot. Butt. 2. *
aquinia Ith. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 339.
arcana Mech. Hsch. Seitz. Gross-Schmett. 5, p. 126.
archippus Dan. F. Ent. Syst. III. 1, ji. 49.
ardea Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
artena Pter. Hew. Exot. Butt. 1. *
arzalia Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 5. *
asopo Pter. Ftdr. Novara Le)). 3, )>. 363.
asellia Pter. Hpffr. Stett. Zg. 1874, )>. 340.
aselliata Pter. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, )) 201.
assimilis Hirs. Hsch. Berl. Ent. Zschr. .50, p. 143.
assimilis Leuc. Hsch. Berl, Ent. Zschr. 48, p. 191.
aster Na]). Godnt. Ann. Alag. Nat. Hist. 1899. 3, p. 155.
astraea Leuc. Cr. Pap. Exot. 1, )). 33. *
atagaipa Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, )). 156.
atergatis Lyc. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. *
athalina Leuc. Stgr. Exot. Tagt'. 1, p. 66. *
attalia Leuc. Hew. Exot. Butt. 2. *
attalita Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50. ]). 168.
aureliana Hy])ol. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, ]). 547.
aureola Pseudosc. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, )). 546.
auricula Pter. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 174. *
avella Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
avila Nap. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 176.
azara Callol. Hew. Exot. Butt. 1. *
azarina Callol. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, ]). 303. *
azeka Nap. Hew. Exot. Butt. 4. *
baana Cer. Hew. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 207.
badia Sais Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 161.
bairdii Dirc. Reak. Proc. Acad. Nat. Sei. Phil. 1868, ]). 89.
baizana Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 192.
banjana Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 193.
barii Ger. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 524.
barilla Pter. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 197. *
barretti Dism. Dannat, Entomolog. 33, p. 299.
batesi Scada Hsch. Berl. Ent Ztsclir. 48, ]). 177.
beata Ith. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 141.
benigna Nap. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 295. *
berenice Dan. Cr. Pap. Exot. III, p. 22. *
berna Ger. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 172.
bicolora Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, }). 168.
bioculata Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 169. *
boliviensis Cer. Fisch. Berl. Ent. Zschr. 50. ]). 150.
bomplandi Tith. Giier. Regne Anim. Ins., )). 472.
bonita Hirs. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, ]). 161.
borilis Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, ]3. 147.
boucardi Ith. Driice, Ent. Month. Alag. 12, p. 126.
brunnea Hirs. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 144.
brunnea Pter. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, )). 153.
brunneata Pter. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 153.
brisotis Leuc. Hsch. Seitz. Gross-Schmett. 5, )). 146.
bueya Pter. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, jn 153.
burchelli Leuc. Sand. Ann. Mag. Nat. Hist. 1904, 13, )). 315. *
butes Call. Godm. ii. Sa/v. Ti ans. Ent. Soc. Lond. 1898, )). 110,
cabenis Episc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 5o, p. 171. *
cadra Het. Godm. ii. Sa/v. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, j). 259.
cajona Hyi)ol. Hsch, Berl. Ent. Zschr. 50, p. 178.
calgiria Pter. Schaus, Proc. ün. St. Mus. 24, p. .385.
Californica Mech. Reak. Proc. Ent. Soc. Phil. 5, p. 223.
callanga Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 150.
callichroma Callol. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 58.
callispila Cer. Bat. Ent. Month. Mag. 3, p. 85.
calva Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 169.
camariensis Sais Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 161. *
cana Cer. Hsch, Berl. Ent. Zschr. 50, p. 157. *
candescens Ith. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, )). 16.3.
canilla Cer. Hew, Exot. Butt. 5. *
cantobrica Cer. Hew. Exot. Butt. 5. *
carcinia Episc. Schaus, Proc. Un. St. Mus. 24, p. .384.
carlia Pter. Schaus, Proc. Un. St. Mus. 24, p. 385.
casabranca Mech. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, jd. 145.
cassandina Tith. Srk., Berl. Ent. Zschr. 29, p. 129.
cassotis Hypol. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 35.
castanea Cer. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1877, p. 169. *
catilla E)jisc. Hew. Exot. Butt. 5.
caucaensis Mech. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 124.
caucana Leuc. Stgr. Berl. Ent. Zschr. 50, ]3. 169.
cayana Callol. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 4, ]). 167.
celemia Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
ceres Lyc. Cr. Pap. Exot. 1. p. 141. *
ceto Apr. Fldr. Novara Lep. III, p. 353.
chanchamaya Callol. Hsch, Berl. Ent. Zschr. 50, )). 165. *
chimborazana Mech. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 33.
chincha Mel. Druce, Proc. Zool. Soc. Lond 1876, p. 211. *
chiriquensis Dirc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 138.
chrysodonia Hypol. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 2.3, p. .546. *
cidonia Hypol. Hew. Exot. Butt. 2. *
cinnamomea Lyc. Weym. Stett. Zg. 45, p. 7. *
Clara Cler. Hew. Exot. Butt. 1.
clausina E))isc. Hew. Exot. Butt. 5. *
clearista Ath. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Le)). *
cleis Cer. Bat. Ent. Month. Mag. I, p. 33.
cleobaea Lyc. Godt. Enc. Meth. IX, p. 222.
cleobulina Pter. Hew. Exot. Butt. 5. *
cleomeHa Dism. Hew. Exot. Butt. 5. *
cleonica Dism. Hew. Exot. Butt. 4. *
cleophile Dan. Godt. Enc. Aleth. IX, )). 185.
cleora Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
cleothera Dan. Godt, Enc. IMeth. IX, )r 185.
cocana Mel. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 161.
coenina Hypol. Hew. E()uat. Lep., p. 20.
coeno Cer. Hew. Gen. Diurn. Le)). *
completa Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, )). 192.
concolor Lyc. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 55. *
confluens Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 43, p. 190.
confusa Thyr. Btlr. Cist. Entomol. I, p. 151.
consobrina Hyposc. Godm. u. Salv. Biol. Gentral-Am. Butt.,
p. 23.
conveniens Callol. Fisch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 167.
cora Ejrisc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, )). 151.
corena Na)). Hew. Exot. Butt. 2. *
Cornelia Cer. Giier. Regne Anim. Ins., p. 472.
cotytto Pter. Guer. Regne Anim. Ins., )). 471.
cranto Nap. Fldr. Novara Lep. 3, )). .365. *
crathes Ol. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. *
crinippa Dism. Hew. Exot. Butt. 5. *
crispina Nap. Hew. Exot. Butt. 5. *
crispinilla Leuc. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 340
crocotes Nap. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, )). 536.
crucifera Vel. Hew. E()uat. Le)). )). 84.
cubana Hym. H.-Schäff. Corresp. -Blatt. Zool. Älin. V. Regenshg.
16, p. 118. '
cuparina Hirs. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 552.
curvifascia Tliyr. Weym. Stett. Zg. 45. p. 8. *
eydon Mel. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1879. p. 151.
cymo Hy))ol. Hbn. Smlg. Exot. Schinett. *
cymothoe Alir. Hew. Exot. Butt. 1. *
cyrene Leuc. Latr. Ilumh. Boinpl. OI)s. Zool. 1, )). 249. *
cyrianassa Na]). Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. *
cyrcilla Vel. Hew. Exot. Butt. 5. *
cytharista Leuc. Hew. Exot. Butt. 5. *
daeta Cer. Bsd. Spec. Gen. Ins. 1. *
daetina Cer. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 289. *
deceptus Mech. Btlr. Cist. Entomol. 1, )). 154.
decolorata It. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 116.
decora Na]). Godm. Ann. Mag. Nat. Ilist. 1899, .'t, p. 156.
decuniana Cer. Godm. u. Salv. Biol. Central-Am. Butt., p. 23.
demeter Lyc. I'ldr. Novara Lep. II, p. 352.
L'rbeschreibuiig's-Nacliwei.s der ainenkanisclieii I )aiiai(len.
• ',7
demylus Ath. Godm. ii. Salv. Proc. Znol. Soc. Lond. J87!), p. 150.
denticulata Pter. Hsdi. Berl. Ent. Z.sclir. 50, ji. 175.
depauperata Hym. Bsd. Lep. Quatein., )). M.
derama Pter. ffsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, [i. 175. *
derasa Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
dercetis Hym. Dbl. a. Hew. Gen. Diurn. Lep. *
dercyllidas Ath. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2, p. 248. *
dero Dirc. Hhn. Zutr. Exot. Sclimett. *
deronda Leuc. Hew. Exot. Butt. 5. *
derondina Leuc. Hsdi. Seitz, Gross-Schniett. 5, p. 148.
descondollesi Tith. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 72.
desmora Cer. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 155.
deucalion Nap. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 160.
diaphanus Hym. Driice, 111. Exot. Ent. II. *
diasia Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
didymaea Leuc. Hew. Exot. Butt. 5. *
dilutata Nap. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. .50, p. 157.
dimidiata Ith. Stgr. Exot. Tagt'. 1, p. 70.
dionaea Ger. Hew. Exot. Butt. 1. *
dirama Episc. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 172. *
dircenna Dism. Fldr. Novara Lep. .3, p. 360. *
discreta Lyc. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 116.
discurrens Mel. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 122.
dispaena Pter. Hew. Exot. Butt. 5. *
dispar Pter. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 173. *
dispersa Vel. Weyni. Stüb. Keise, p. 106.
distincta Athyrt. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 144.
divisa Mel. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 71.
dodona Mel. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 344.
dolabella Leuc. Hew. Exot. Butt. 5. *
domiduca Leuc. Hew. Exot. Butt. 5. *
donata Pter. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 152.
dorella Pter. Fldr. Novara Lep. 3, p. 361. *
dorilla Callol. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 35.
doryssides Mech. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 62. *
doryssus Mech. Bat. Ent. Month. Mag. I, p. 33.
doto Callol. Hbn. Sammlg. Exot. Schmett. *
dromica Hym. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 163.
drymo Ith. Hbn. Verz. bek. Schmett., p. 9.
duenna Hirs. Bat. Ent. Month. Mag. III, p. 86.
duessa Nap. Hew. Exot. Butt. 2. *
duilia Dism. Hew. Trans Ent. Soc. Lond. (2) 2, p. 247. *
edessa Het. Hew. Exot. Butt. 1. *
egaensis Hirs. Btlr. Cist. Entomol. 1, p. 155.
egaensis Mech. Btlr. Cist. Entomol. 2, p. 150.
egina Mel. Cr. Pap. Exot. 2, p. 144. *
egla Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 5. *
egra Leuc. Hew. Exot. Butt. 1. *
elarina Aer. Obertli. Bull. Soc. Ent. Fr. 8, p. 153.
eleonora Ith. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. .50, p. 164.
elisa Mech. Guer. flegne Anim. Ins., p. 472.
ellara Ith. Hew. Exot. Butt. 5. *
elodina Aer. Slgr. Exot. Tagf. 1, p. 70.
elva Nap. Godm. Ann. Mag. Nat. Hist. 1899 (3), p. 156.
elvira Dirc. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 296. *
emyra Pseudosc. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 177.
enania Leuc. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 147.
enigma Hym. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 179. *
epicharme Leuc. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 77.
epidero Dirc. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 521.
epimakrena Leuc. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 169. *
epona Ith. Hew. Ecpiat. Lep., p. 19.
equicola Mel. Cr. Pap. Exot. IV, p. 17. *
equicoloides Mech. Godm. ii. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond.
1898, p. 109.
ercilla Nap. Hew. Exot. Butt. 2. *
eresimus Dan. Cr. Pap. Exot. II, p. 121. *
erginus Dan. Godm.ii. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1897 (2), p.241.
erippus Dan. Cr. Pap. Exot. I., p. 4. *
erruca Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 1. *
escura Leuc. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 190.
espriella Callol. Hew. Exot. Butt. 4. *
estrella Leuc. Hew. Exot. Butt. 4. *
esula Hym. Hew. Exot. Butt. 1. *
ethica Scada Hew. Exot. Butt. 2. *
ethna Mel. Godt. Enc. Meth. IX, p. 221.
euchytma Dirc. Fldr. Novara Lep. 2, p. .357.
eulyra Pter. Fldr. Novara Lep. 3, p. 363.
eunomia Nap. Godm. Ann. Mag. Nat. Hist. 1899 (3), p. 158.
eupompe Cer. Hbn.-Gr. Zutr. Exot. Schmett. *
eurimedia Cer. Cr. Pap. Exot. 2, p. 43. *
euritea Pter. Cr. Pap. Exot. 3, p. 157. *
euryanassa Cer. I'ldr. Wien. Ent. Mon. 4, |i. lol.
eurydice Mech. Hsdi. Beil. Ent. Zschr. 50, p. 117.
euteles Dirc. Frsdi. 'rrud. Kussk. 8. *
eva Lyc. F. Ent. Syst. 111., 1, p. 162.
evanescens Ger. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, ji. 132.
evanides Hyposc. Flsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 144.
evonia Pter. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 176. *
excellens Scada Srk. Berl. Ent. Zschr. 29, p. 128. *
excelsa Cer. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 415.
exornata Pseudosc. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, ]i. 177.
fallax Hyposc. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 68. *
fallax Mech. Btlr. Cist. Entomol. 1, p. 1.54.
fallens Pseudosc. Hsdi. Berl. Ent. Zsclir. 50, jn 176. *
famina Hypol. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 178.
fasciata Leuc. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 58, p. 194.
fasciata Lyc. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 115.
fausta Hypol. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 87. *
fenella Ileterosc. Hew. Exot. Butt. 1. *
fenestella Cer. Hew. Exot. Butt. 1. *
fenestrata It. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 116.
ferra Leuc. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 150.
fiametta Cer. Hew. Exot. Butt. 1. *
fimbria Cer. Hew. Exot. Butt. 1. *
fizella Pter. Bsd. Lep. Quat. p. 34.
flacilla Hirs. Godm. ii. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898, p. 105.
flavomaculata Mir. Hsdi. Berl. Ent. Ztschr. 48, p. 211.
flavosignata Mel. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 71.
flexibilis Leuc. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 146.
flora Leuc. Cr. Pap. Exot. 3, p. 112. *
florens Cer. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 133.
florula Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 1. *
flossina Nap. Btlr. Lepid. Exot., p. 141. *
fluonia Cer. Hew. Exot. Butt. I. *
franis Mech. Reak. Proc. Acad. Nat. Soc. Phil. 1868, p. 9U.
frater Cer. Salv. Ann. Nat. Hist. (4) 4, p. 163.
fraterna Ger. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 132. *
fulminans Cer. Btlr. Cist. Entomolog. 1, p. 152.
fulvescens Pter. Godm. ii. Salv. Biol. Centr.-Am. Pdiop . p. 46.
fulvimargo Pter. Btlr. u. Druce. Cist. Entomol. 1, p. 97.
fumantis Epith. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 140.
fumata Leuc. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 170.
fumosa Hypol. Godm. n. Salv. Biol. Centr. Am. Rhop., ]>. 53.
fumosus Dan. Halst. Ent. Am. II (1886), p. 182.
furia Hirs. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 73.
furina Hirs. Godm. u. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898, p. 105.
furina Hym. Godm. ii. Salv. Biol. Centr. Am. Rhop., p. 59. *
fuscens Callol. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 166.
galata Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
galinthias Nap. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 344.
gardneri Hym. Weeks, Proc. New. Engl. Zool. Cluli. 3, p. 9.
garleppi Hypol. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 178.
gazoria Heterosc. Godt. Enc. Meth. 9, p. 214.
gedera- Het. Hew. Exot. Butt. 4. *
gephyra Hypol. Hew. Exot. Butt. 1. *
gilippus Dan. Cr. Pap. Exot. I, p. 4L *
giulia Het. Hew. Exot. Butt. 1. *
glabra Nap. Godm. Ann. iilag Nat. Hist. 1899. 3, p. 156.
glauca Pter. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 201. *
glycera Nap. Godm. Ann. Mag. Nat. Hist. 1899 (3), p. 156.
glycon Nap. Godm. Ann. Nat. Hist. 1899, 3, ]i. 158.
gonussa Dism. Hew. Exot. Butt. 2. *
graciella Leuc. Obertli. Bull. Soc. Ent. Fr. p5) 8, p. 156.
gracilis Nap. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. .50, p. 160. *
granadensis Cer. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 154.
granica Pter. Hew. Ecpiat. Lep., p. 87.
gunilla Leuc. Hew. Exot. Butt. 2. *
guttata Cer. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 293.
halia Lyc. Hbn. Sammlg. Exot. Schmett. *
hara Pter. Hew. Ecpiat. Lep., p. 88.
harbona Nap. Hew. Ecpiat. Lep., p. 18.
harmonia Hirs. Cr. Pap, Exot. 2, p. 142. *
hecalesina Hirs. Fldr. Novara Lep. III, p. 352.
hedila Call. Godm. ii. Salv. Biol. Centr.-Amer. Rhop., p. 32.
helena Episc. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. .50, p. 171.
helicaon Hirs. Godm. u. Salv. Biol Centr.-Amer. Rhop., p. 10.
hemimelaena Nap. Godm. ii. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond.
1877, p. 60.
hemimelas Ger. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 59. *
hemixanthe Pter. Fldr. Novara Lep. 3. p. 363. *
heraldica Ith. Bat. Ent. Month. Mag. 3. p. 52.
168
L’i'l)esclii'ei!)uii,^.s-Nacli\veis der ainerikanisclien 1 Jaiiaiden.
lierbita Cer. Weyni. F3erl. Knt. Zschr. 44, p. 291. *
hermana Disiii. Hsch. Beil. Knt. Zsclir. 48, p. 209.
hermias Hins. Godm. u. Saiv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898.p. lOii.
hermina Hirs. Hsch. Beil. Ent. Zschr. 48, p. 162,
hermippus Dan. Fldr. Novara Le]). II, p. 348.
hewitsoni Disin. Hsch. Berl. Ent. Zsclir. 48, ]). 208.
hewitsoni Ath. Srk. Flerl. Ent. Zschr. 29, p. 121.
hezia Call. Hew. Exot. Butt. I. *
hicetas l\Iel. Godm. ii. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, ji, 1.50.
hippocrenis Ilh. Bat. Ent. illontli. Mag. 3, p. 51.
hippodamia Apr. F. Syst. Ent., p. 461.
hippothous Hirs. Godm. ii. Salv. Biol. Ceiitr.-Ainer. Bhop.. p. 11.
honesta Cer. Weym. Stell. Zg. 45, ]). 9.
honrathi Dirc. Srk. Berl. Ent. Zschr. 29, p. 125. *
hopfferi Callol. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. .404.
huallaga Mech. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 62. *
huainba Pter. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 153.
hugia Dirc. Schans, Proc. Un. St. Mus. 24, ]). 383.
hulda Dirc. Fldr. Novara 3, ji. 356.
humboldti Tith. Latr. Hiirnb. Bompl. Ohs. Zool. 1, ji. 194. *
hyala Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
hyalinus Hvpol. F. Ent. Syst. 3 (1), ]i. 185.
hydra Call. Fldr. Novara Leji. III, p. 356.
hygia Nap. Godm. Ann. Mag. Nat. Hist. 1899, 3, p. 1.57.
hymen Episc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, ji. 170.
hymenaea Episc. Prittw. Stett. Zg. 1865. p. 136.
hymettia Ith. Stgr. Exot. Tagt'. 1, ]). 63.
hypereia Eutr. Dbl. ii. Hew. Gen. Diuru. Lep. *
hyppa Eutr. Godm. ii.Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 150.
hypsaea Nap. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 63.
ida Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 188. *
idae Mel. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 414.
idina Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 167.
ignorata Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 151. *
ilerda Leuc. Hew. Exot. Butt. 1. *
ilerdina Leuc. Hew. Exot. Butt. 2. *
ilerdinoides Leuc. Stgr. Exot. Tag!'., p. 65. *
ilione It. Cr. Pa]). Exot. 1, p. 42. *
illinissa Hyposc. Hew. Exot. Butt. 2. *
ilsia Pter. Schans, Proc. Un. St. Mus. 24, p. 385.
Immaculata Dirc. Hsch., Berl. Ent. Zschr. 48, j). 179.
imitata l\Iel. Bat. Ent. Month. Mag. I, p. 55.
imitatrix Eutr. Stgr. Verh. zool. -bot. Ges. Wien 15, j). 96.
Ina Hy])ol. Hew. Exot. Butt. 2. *
inachia Naj). Hew. Exot. Butt. 1. *.
inania Pter. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 197.
indecora Hypol. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 177.
inelegans Leuc. Hew. Equat. Lep., p. 84.
infuscata Call. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 128.
Ino Apr. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 75.
insignis Ol. Salv. Ann. Nat. Hist. (4) IV, j). 163.
intermedia Cer. Btlr. Cist. Entomolog. 1, p. 152.
iphianassa Itli. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. *
iquitensis Nap. Stgr. Exot. Tagt'. 1, p. 63. *
Irene Hirs. Drnry, 111. Exot. Ent. III. *
Isthmla iMecli. Bat. Proc. Zool. Soc. Lond. 1863, ji. 247.
Ithra Na]). Hew. Exot. Butt. 1. *
jamalcensls Dan. Bat. Ent. Month. 3Iag. I, ]). ,32.
janarllla Leuc. Hew. Exot. Butt. 3. *
jemlna Dirc. Hbn. Zutr. Plxot. Schmett. *
jesslca Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 4. *
jolala Callol. Hew. Exot. Butt. I. *
jucunda Ith. Godm. ii. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 258,
juntana Mech. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, ]). 167.
jurlmaguensls Mech. Stgr. Exot. Tagf. 1, p 62.
karschl Hypol. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, ]). 2(>4. *
kedema Hym. Hew. Exot. Butt. 1. *
kena Leuc. Hew. Exot. Butt. 5. *
kezla Hyposc. Hew. Exot. Butt. 4. *
klug! Dirc. FIbn. Zutr. Exot. Schmett. *
kusa Scada Hew. Exot. Butt. 5. *
labotas Mech. Dist. Proc. Ent. Soc. Loml. 1876, ]). XI.
ladra Pter. Stgr. Plxot. Tagf. 1, p. 69. *
lagusa Ith. Hew. Exot. Butl. 1. *
lamla Nap. Hew. Equat. Lep., p 21.
lamlrus It. Latr. Iluml). Bompl. Obs. Zool. II, p. 126. *
lanassa It. Godm. u. Salv. Trans. Ent. Soc Lond. 1897, p. 242.
laphrla Cer. Dbl.-Hew. Gen. Diurn. Lej)., p. 127.
larllla Na]). Hew. E([uat. Lep., p. 85.
larlna Naj). Hew. Exot. Butt. 1. *
latefasclata Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 153.
lateflava Hirs. Hsch. Seitz, Gi’oss-Schmett. 5, p. 121.
latlllmbata Cer. Weym. Stüb. Reise, p. 105. *
latllla Pter. Hew. Exot Butt. 1. *
latrelllel Tith. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 72.
laura Pter. Stgr. Exot. Tagf. 1. p. 67.
lauta Dism. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 163.
lavlnla Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 1. *
lella Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
lenea Dirc. Cr., Baj). Exot. 3. *
leprleurl Cer. Feistli. Ann. Ent. Soc. Ph’. 4, p. 631. *
leptallna Nap. Fldr. Novara Lep. 3, p. 367. *
lerda Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 145.
lerdlna Leuc. Stgr. Exot. Tagf. 1, p 65.
lerlda Leuc. Ky. Ent. Month. Mag. 15, ]). 153.
leucania Cer. Bat. Proc. Zool. Soc. Lond. 1863, p. 246. *
ilbera Hypol. Godm. ii. Salv. Biol. Centr. Am. Rhop., p. 53. *
llbethrls Hym. Fldr. Novara Lep. 3, p. 365. *
lllls l\Iel. Dbl. ii. Hew. Gen. Diurn. Lep. *
lilla Pter. Hew. Exot. Butt. 1. *
llmplda Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 155.
llncera Pter. H.-Schäff. Prodr. Syst. Lep. 1, j). 48.
llnda Ith. Hew. Exot. Butt. 5. *
lobusa Episc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, j). 152.
lonera Dirc. Btlr. u. Dnice, Cist. Entomol. 1, p. 95.
loreta Dirc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 179.
lorlca Dirc. Weym. Stett. Zg. 1875. p. 370. *
Iota L euc. Hew. Exot. Butt. 5. *
lubllerda Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, ]). 168.
luclfer Mel. Bat. Trans, Ent. Linn. Soc. Lond. 23, p. 551.
luclfera Mech. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 146. *
lugubrls Tith. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 119.
lurida Cer. Btlr. Cist. Entomol. 1, ]). 151.
lurlda Ith. tisch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 163.
lycaste Ith. F. Ent. Syst. III (Ip j). 161.
lycldlce Mech. Bat. Ent. Month. Mag. 1, ji. 33.
lycona Nap. Hew. Equat. Lep., p. 79.
lydla Hym. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 309. *
lyra Hym. Salv. Ann. Nat. Hist. (4) 4. p. 169.
lyslmnla Mech. F, Ent. Syst. III, 1, p. 161.
macarla Mel. Godm. n. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898, ]). 107.
macrlnus Mech. Hew. Exot. Butt. II. *
maculata Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 153.
maculosa Mel. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 163.
madelra Mel. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, ]). 123. *
maelus Mel. Hew. Exot. Butt. II. *
maenas Cer. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 130.
maenlus Mel. Hew. I'lxot. Butt. 1. *
maeonls Mel. Hew. Equat. Lep., p. 11.
maerenda Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 192.
magnlflca Mel. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 145.
majuscula Scada Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 162.
makrena Leuc. Hew. Exot. Butt. I. *
makrenita Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, ]). 192. *
mamercus Cer. Hew. Ent. Month. Mag. 6, p. 97.
manaos Cer. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 526.
manora Leuc. Schans, Proc. Un. St. Mus. 24, ]). 383.
mansuetus Cer. Hew. Exot. Butt. 2. *
mantlneus Mech. Hew. Exot. Butt. 5. *
mantura Dirc. Hew. Exot. Butt. 5. *
marlca Dirc. Fldr. Novara Lep. 3, p. 358.
marsaeus Mel. Hew. Exot. Butt. 1. *
matronalls Dism. Weym. Stett. Zg. 45, j). 18. *
mauensls Mel. Weym. Stett. Zg. 51, p. 282.
mauga Mel. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, ]). 123.
mazaeus Mech. Hew. Exot. Butt 11. *
mechanltls .Vthyrt. Fldr. Wien. Ent. Mon. VI, ]). 413.
medelllna Pter. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 176. *
medlatrlx Mel. Weym. Stett. Zg. 51, p. 282.
megaleas Call. Godm. n. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898, p. 111.
megalopolls Cer. Fldr. Novara Lep. III, p. 360. *
megara Hirs. Godt. Enc. Meth. IX, p. 223.
meglsto d’hyr. Fldr. Wien. Ent. j\Ion. IV, ]). 103.
melanlna Hirs. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 143.
meianoptera Callol. Hew. Equat. Lej)., ]i. 83.
melantho Aj)!-. Bat. Ent. Month. Mag. 3, ]). 50.
melphls Cer. Godt. Enc. Meth. 9, p. 218.
menans Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, [v 149.
menapls Mech. Hew. Exot. Butt. 1. *
menecles Mech. Hew. Exot. Butt. 11. *
menophllus Mel. Hew. Exot. Butt. 1. *
Ausgegebeii 25. IV. 1910.
Uvljeschreil)unLgs-Nach\veis der anieirkaiiischeii üanaiden.
mergelena Cer. Hew. Exot Butt. 1, *
messatis Mel. Hew. Exot. Butt. I. *
messenina Mel. Fldr. Novara Lep. 3, p. 3,56. *
messenoides Mecb. Fldr. Novara 3, p. 356.
metella Cer. Hpffr. Stett. Zg. 1874, ji. 346.
meterus Mech. Hew. Exot. Butt. 11. *
methonella Dirc. Weym. Stett. Zg. 1875, j). 373. *
michaelisi Cer. Hsdi. Beil. Ent. Zsclir. 50, p. 152.
minna Pter. Sdiaus, Proc. Un. St. Mus. 24, p. 384.
mira Ith. Sfgr. Exot. Tagt'. 1, p. 70.
mira Episc. Hew. Ecpiat. Lep., p. 88.
mirza Hypol. Hew. Equat. Lep., p. 22.
mnasias Mel. Hew. Exot. Butt. 1. *
mneme Mel. L. Syst. Nat. 1 (2), p. 756.
mnemopsis Mel. Berg, An. Mus. Buen. Air. 5, p. 234.
modesta Leuc. Hsdi. Beil. Ent. Zsclir. 48, p. 195.
moebiusi Cer. Hsdi. Beil. Ent. Zsclii-. 48, p. 169. *
moles Nap. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 157. *
monostictaPIirs. Godm.ii. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1897, p.243.
montagui Ol. Bür. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 490.
mopsa Hirs. F. S})ec. Ins. 2, p. 27.
morena Ith. Flsdi. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 182.
morgane llym. Hbn.-G. Zutr. Exot. Schinett. *
moschion Hym. Godrn. Biol. Centr. Am. Rhop. 2, p. 649.
mosella Sais Hew. Exot. Butt. 4. *
mothone Mel. Hew. Exot. Butt. 2. *
munda Pter. Weym. Stett. Zg. 1875, p. 372. *
mutilla Cer. Hew. Exot. Butt. 4. *
mylassa Cer. Driice, Ent. Moiith. Mag. 12, p. 126.
mysotis Cer. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 133.
napho Ith. H. -Schaff. Prodrom. Syst. Lep. 1, p. 48.
napona Cer. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 171.
napona Hirs. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 162.
nausica Nap. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 293. *
negricola Cer. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 76.
negrita Ith. Reak. Proc. Ent. Soc. Phil. 5, p. 218.
neitha Hirs. Hpfr. Stett. Zg. 1874, p. 377.
nemea Cer. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 290. *
nephele Het. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 548.
nepiscada Pter. Hsch: Berl. Ent. Zschr. 50, p. 175. *
nepos Disin. Weym. Stett. Zg. 1875, p. 177. *
nerina Hym. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 179. *
nero Hym. Hew. Exot. Butt. 1. *
nesaea Mech. Hbri. Sammlg. Exot. Schmett. *
nigricans Pter. Hsch. Berl. Zschr. 50, p. 173.
nigrimargo Ith. Btlr. Cist. Entoinol. 1, p. 153.
nigrippus Dan. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 113.
nigroapicalis Mech. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 146.
nigronascens Callol. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 165.
nikita Epith. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 140.
nina Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 150.
ninonia Cer. Hbti. Sammlg. Exot. Schmett. *
nise Callol. Cr. Pap. Exot. 3, p. 66. *
nivosusDan. Godm.u.Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1897 (2), p.241.
nora Cer. Hsch. Berl. Zschr. 56, p. 155.
norella Cer. Hew. Exot. Butt. 11. *
norellana Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 173.
notilla Pter. Btlr. ii. Druce. Cist. Entomol. I, p. 96.
oberthuri Athyrt. Srk. Berl. Ent. Zschr. 29, p. 129. *
obfuscata Dirc. Btlr. Cist. Entomol. 1, p. 151.
obscura Mech. Btlr. Cist. Entomol. 2, p. 150.
obscurata Hirs. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 120.
obscuratus Episc. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 185.
ocalea Hypol. Dbl. ii. Hew. Gen. Diiun. Lep. *
occulta Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 170.
ochretis Hym. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 211.
ocna Cer. H. -Schaff. Prodom Syst. Lep. I, p. 49.
ocona Mech. Druce, Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 208.
oculata Hypol. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 204. *
oenanthe Ith. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 301. *
olena Cer. Weym. Stett. Zg. 1875, p. 376. *
oligyrtis Ath. Hew. Equat. Lep., p. 83.
olimba Pter. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 174. *
olivencia Mech. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 531. *
olyras Dirc. Fldr. Novara Lep. 3, p. 358. *
olyrilla Pter. Btlr. u. Druce. Cist. Entomol. 1, p. 96.
olyrina Nap. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 158.
oncidia Hypol. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 546.
onega Leuc. Hew. Exot. Butt. 1. *
oneida Pter. Hew. Exot. Butt. 1. *
onoma Callol. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 143.
V
oreas Hypol. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 312. *
Orestes Mel. Salv. Ann. Nat. Hist. (4), 7, p. 412.
orestilla Leuc. Hew. Exot. Butt. 4. *
oriana Hy]iol. Hew. Exot. Butt. 2. *
ornata Mir. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 212.
orotina Hypol. Hew. Exot. Butt. 2. *
ortygia Scada Druce, Proc. Zool. Soc. Lornl. 1876, |). 208.
ortygia Hyrn. Weym Stüh. Reise, |i. 107. *
osuna Nap. Hew. Exot. Butt. 5. *
ossuna Ith. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 142.
otaxes Nap. Godrn. Ann. Mag. Nat. Hist. 1899, 3, p. 157.
oto Hym. Hew. Exot. Butt. 1. *
oulite Cer. Hew. Exot. Butt. II. *
ovata Mech. Dist. Proc Ent. Soc. Lond. 1876, j). XII.
ozia Pter. Hew. Exot. Butt. 5. *.
pacifica Aer. Godrn. u. Salv. Biol. Centr.-Amer. Rhop., ji. 16.
padilla Leuc. Hew. Exot. Butt. 3. *
paedaretus Nap. Godrn. u.Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (5), 2, p. 257.
pagasa Leuc. Druce, Ent. Month. Mag. 12, p. 126.
pales Lyc. Fldr. Wien. Ent. Mon. VI, p. 75.
pallida Apr. Godrn. u. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898, p. 109.
pallidula Het. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 212.
palmara Aer. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 202.
pamina Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 150.
panamensis Call. Godrn. u.Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (5), 2, p. 2.57.
panamensis Ith. Bat. Proc. Zool. Soc. Lond. 1863, p. 244. *
pannifera Mech. Btlr. Cist. Entom. 2, p. 150.
pantherina Cer. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 60. *
panthyale Dism. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 414.
paradoxa Episc. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 69. *
paraensis Sais Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 161.
parallelis Mel. Btlr. Cist. Entomol. 1, p. 155.
parasippa Episc. Hew. E(juat. Lep., p. 85.
paraiya Mel. Reak. Proc. Acad. Phil. 1866, p. 242.
pardalina Cer. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 343,
pardalis Vel. Salv. Ann. Nat. Hist. (4), 4, p. 164.
parola Hirs. Godrn. u. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898, p. 106.
partita Dirc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 180.
parva Pter. Salv. Ann. Nat. Hist. (4), 4, p. 168.
pasena Episc. Schaus, Proc. ün. St. Mus. 24, p. 384.
pasinuntia Lyc. Cr. Pap. Exot. IV, p. 55. *
patilla Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
paula Leuc. Weym. Stett. Zg. 45, p. 14. *
pavonii Tith. Btlr. Cist. Entomol. 1, p. 156.
pellucida Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. .50, p. 154.
pellucida Ith. Weym. Stett. Zg. 1875, p. 374. *
pennina Vel. Hew. Exot. Butt. 1. *
peridia Nap. Hew. Exot. Butt. 1. *
perspicua Leuc. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1877, p. 107.
peruana Ith. Salv. Ann. Nat. Hist. (4), 4, p. 166.
peruana Mech. Weym. Stett. Zg. 1879, p. 419.
peruensis Callol. Hsch. Berl Ent. Zschr. 50, p. 167.
peruviana Cer. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 59.
petersi Dism. Dew. Mitth. Münch. Ent. Ver. 1, p. 86. *
phagesia Call. Hew. Equat. Lep., p. 16.
phanessa Ith. H. -Schaff. Prodrom. Syst. Lep. I, p. 49.
pharo Nap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 7, p. 76.
phasiana Mel. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 489.
phasianita Mech. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 146. *
philetaera Cer. Hew. Exot. Butt. 5. *
phemonoe Leuc. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. *
phenarete Ith. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. *
pberantes Nap. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 536.
phüemon Scada Fldr. Novara Lep. 3, p. 367.
philidas Cer. Godrn. ii. Salv. Trans. Ent. Soc. 1880, p. 127. *
philoclea Episc. Hew. Exot. Butt. 4. *
philomelaCall. Godrn. u. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898, p. 111.
picta Pter. Salv. Ann. Nat. Hist. (4) 4, p. 166.
pinthias Hirs. Godrn. ii. Salv. .4nn. Mag. Nat. Hist. (5i 2, ji. 259.
pittheis Dism. Weym. Stüb. Reise, p. 106. *
plagigera Mech. Btlr. Cist. Entomol. 2, p. 150.
plaginota Ith. Btlr. u. Druce. Cist. Entomol. 1, p. 95.
plexaure Dan. Godt. Enc. Meth. LX, p. 184.
poecila Callol. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 540.
poecilana Callol. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 186.
poHssena Hym. Hew. Exot. Butt 3. *
polita Episc. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 306. *
polymnia Mech. L. Mus. Ulric., p. 224.
polymnides Cer. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 148.
porrecta Callol. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 166.
porsenna Cer. Srk. Berl. Ent. Zschr. 29, p. 122. *
potaronus Nap. Kaye. Entom. Rec. 17, p. 120.
22
170
Urbeschreibungs-Nachweis der amerikanischen Danaiden.
praemona Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Sclimett. 5, p. 146.
praestans 01. Godm. n. Salv, Trans. Ent. Soc. Lond. 1897, p. 240.
praesligiosa Episc. Hnsdi, Berl. Ent. Zsclir. 48, p. 196.
praxilla Cer. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, ]). 55.
primula Pter. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 545.
priscilla Lene. Hew. Exot. Butt. 2. *
proceris Mecli. Weym. Stelt. Zg. 45, p. 12. *
proene Call. Godm. u. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898, p. 110.
promissa Sais Weym. Stelt. Zg. 45, p. 11. *
pronuba Pter. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 156.
proxima Hypol. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 314.
psamathe Tliyr. Godm. n. Salv. Ti'ans. Ent. Soc. Lond. 1898, p.l08.
pseudethra Hirs. Btlr. Cist. Entoniol. 1, p. 155.
pseudoagalla Ith. Reb. Beil. Ent. Zschr. 46, p. 291. *
pseudonyma Hirs. Stgr. Iris 1894, p. 65. *
psidii Apr. L. Mus. Lllric., p. 228.
pteronymiensis Nap. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, ]i. IßO. *
pulcheria Dirc. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 154.
pumensis Ith. Reak. Proc. Ent. Soc. Phil. 5, p. 218.
pupilla Vel. Hew. Exot. Butt. 5. *
pyrippe Cer. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 342.
pyrois Nap. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 534.
pyrrho Nap. Dnice, Proc. Zool. Soc. 1876, p. 209. *
quadrata Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 195.
quadrilis Nap. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 174. *
quadrona Hypol. Hsch. Seitz, Gross-Sclnnett. 5, p. 160.
quinta Hym. Stgr. Exot. Tagt'. 1, p. 70.
quintina Leuc. Fldr. Novara Lep. 3, p. 361. *
quotidiana Scada Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, ji. 177.
radina Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 148.
radiosa Callol. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, in 187. *
ramona Leuc. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, [i. 147.
randplis Apr. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 127.
reckia Scada Hbn. Smlg. Exot. Schmett. *
referrens Lyc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 116.
regalis Tith. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 180.
relata Dirc. Btlr. u. Driice, Cist. Entoniol. 1, p. 95.
rezia Hyposc. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 167. *
rhene Hypol. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 259.
rhezia Nap. Hbn. Smlg. Exot. Schmett. *
rhoeo Dirc. Fldr. Wien. Ent. BIou. 4, p. 102.
riffarthi Hypol. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, in 179. *
robusta Callol. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 166. *
rosalia Sais Cr. Pap. Exot. 3, p. 89.
rowena Cer. Hew. Exot. Butt. II. *
rubescens Leuc. Btlr. ii. Drnce, Cist. Entoniol. 1, p. ‘97.
rufocincta Episc. Salv. Ann. Nat. Hist. (4) 4, ji. 167.
salapia Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
salcata Ith. Schaiis, Proc. Um St. Mus. 24, p. 386.
salonina Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 1.
salvini Athyrt. Srk. . Berl. Ent. Zschr. 29, p. 129. *
salvinia Episc. Bat. Ent. Mon. Mag. 1, p. 34.
santineza Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 192. *
sao Episc. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. *
sappho Hym. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 164.
sarepta Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 1. *
sarilis Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 150.
satevis Mel. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. *
satura Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 172.
saturata Mech. Godm. u. Salv. Biol. Centr. Am. Bhop. 2, ]n 642.
scantilla Episc. Hew. Eipiat. Lep., p. 86.
schuizi Call. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 150. *
scylax Mel. Salv. Ann. Nat. Hist. (4) 7, p. 412. . .
seba Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 5. *
sedusa Hypol. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 160.
selenides Callol. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p 302. *
sellana Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 152.
semifulva Cer. Salv. Ann. Nat. Hist. (4) 4, p. 163.
semonis Pter. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 155.
serdolis Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 148.
serrata Pter. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 198.
sexmaculata Leuc. Hsch. Berl. Ent, Zschr. 84, p. 190. *
sidonia Episc. Hsch. Berl. Ent. Zsclir. 50, p. 172.
signata Dirc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 139.
simiiia Ityposc. Ff.-Schäff. Prodrom. Syst. Lejn 1, p. 49.
Simplex Pter. Salv. Ann. Nat. Hist. (A") 4, pi. 168.
singularis Callol. Reb. Berl. Ent. Zschr. 46, p. 292. *
singularis Tliyr. Stgr. Exot. Tagt'., p. 56. *
sisenna Cer. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 298. *
sodalis Nap. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 160.
solida Leuc. Weym. Stett. Zg. 45, p. 15. *
soror Cer. Srk. Berl. Ent. Zschr. 29, p. 124.
sosunga Dism. Reak. Proc. Ent. Soc. Phil. 5, p. 217.
sparsa Pter. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 200.
splendens Ith. Hsch. Berl. Ent. Zsch. 50, p. 163.
splendida Pter. Hsch. Berl. Ent, Zschr. 50, p. 173. *
stantis Pter. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 154.
starke! Pter. Stgr. Exot. Tagt'. 1, p. 68. *
statilla Cer. Hew. Exot. Butt. 5. *
staudingeri 01. Godm. ii. Salv. Trans Ent. Soc. Lond. 1897, p. 242.
steinheili Dirc, Stgr. Exot. Tagt’. 1, p 58. *
steila Nap. Hew. Exot. Bult. I. *
sticheli 01. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 142.
stradopsis Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 147.
strigosa Dan. Bat. Ent. IMonth. Mag. I, p. 32.
striposis Episc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 150.
subosa Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 15().
subüHs Pseudosc. Hsdi. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 203. *
suesa Pter. Hew. Eejuat. Lep., p. 87.
sulmona Pter. Hew. Equat. Lep., p. 86.
sulphurea Episc. Hsch. Beil. Ent. Zschr. 50, p. 171.
sulphurescens Mech. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 148.
sulphurina Nap. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 534.
suna Dirc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 179.
susanna Leuc. Stgr. Exot. Tagt'. 1, p. 72.
susiana Leuc. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 416.
sylpha Episc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 171. *
sylphis Nap. Guer. Begne Anim. Ins., p. 471.
sylvanoides Mech. Godm. ii. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond;
1898, p. 110.
sylvella Mir. Hew. Exot. Butt. 4. *
sylvo Pter. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. *
•synnova Leuc. Hew. Exot. Butt. 2. *
tabera Leuc. Hew. Equat. Lep., p. 19.
taliata Leuc. Hew. Exot. Butt. 5. *
tamnia Pter. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 153.
tamasta Tith. Hew. Exot. Butt. 5. *
tanampaya Pter. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 153.
larapotensis Mel. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 122.
tarapotis Callol. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 144.
tarricina Hirs. Hew. Exot. Butt. II. *
tecta Mel. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 124.
telesilla Dism. Hew. Exot. Butt. 3. *
tenera Hypol. Srka. Berl. Ent. Zschr. 29, p. 128. *
tenna Cer. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48. in 171.
tenuis Pter. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 174.
terastes Nap. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 158.
teresita Pter. Hew. Exot. Butt. 3. *
terra Itli. Hew. Exot. Butt. 1. *
terrana Ith. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 183.
thabena Pter. Hew. Equat. Lep., p. 18.
thea Cer. Hew. Exot. Butt. I. *
theaphia Scada Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 529.
theatina Cer. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, j). 131. *
themisto Thyr. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. *
theon 01. Bat. Ent. Jlonth. Mag. 3, }). 50.
theope Eutr. Godm. ii. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 60.
thera Mel. Fldr. Novara Lep. 111, p. 354.
thersippus Dan. Bat. Proc. Zool. Soc. Lond. 1863, p. 243.
theuda Ith. Hew. Exot. Butt. 5. *
theiidelinda Dism. Hew. Exot. Butt. 2. *
thimei Leuc. Oberth. Bull. Soc. Ent. Fr. 1878, p. VHI.
thornaca Call. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 523.
thyra Nap. Hew. Exot. Butt. 5. *
thyridiana Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 150.
ticida Pter. Hew. E([uat. Lep., p. 21.
ticidella Episc. Hew. Eciunt. Lep., ]). 21.
tigilla Leuc. Weym. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 305. *
tigranes Pter. Godm. ii. Salv. Biol. Centr.-.4mer. Rhoj)., p. 42.
tigrina Cer. Drnce. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 2o7. *
timagenes Pter. Godm. n. Salv. Ann. Nat. Hist. (6) 3, p. 352.
timna Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 1. *
togarma Hirs. Hew. Boliv. Butt , p. 4.
tolosa Nap. Hew. Exot. Butt. 1. *
torquatilla 'Vel. Hew. Exot. Butt. 5. *
tosea Callol. Schaus. Proc. Un. St. BIus. 24, p. 386.
translucens 01. Hew. Ent. Month. Mag. 9, p. 83.
travella Ith. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 148.
tremona Leuc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 149.
trepotis Pseudosc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 161.
tricolor Cer. Salv. Anu. Nat. Hist. (4) 4, p. 164.
rrbesehi'eihunss-Niicliwei.s det' aiiiei'ik.uiischeii 1 )aiiai(ien.
171
tridactyla Call. Uew. Mitt. Müiich. Ciit. Ver. 1, p. H(i. *
trimaculata Ger. Weym. Stäb. Reise, p. 105. *
troetschi Pseudosc. Stgr. Exot. Tagf. 1, ]>. 67. *
truncata Mecli. Btlr. Gist. Enloniol. 2, p. 150.
tucuna Pter. Bat. Trans. Linn. Soc. liOnd. 2.3, p. 514.
tunantina Nap. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 534.
tutia Gallol. Hew. Exot. Butt. 1. *
ucaya Pter. Hsch. Beil. Ent. Zsclir. 50, p. 174.
ulla Ith. Hew. Exot. Butt. 1. *
umbrana Hyrn. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 164.
umbratilis fürs. Bat. Ent. Month. Mag. 3, p. 86.
umbrosa Hym. Hsch. Beil. Ent. Zsclir. 48, p. 21a.*
utenaia Mech. Reak. Proc. Acad. Nat. Sei. Phil. 1866, p. 241.
utilla Pseudosc. Hew. Exot. Butt. 1. *
valida Leuc. Hsch. Berl. Ent. Zsclir. 50, p. 168.
vallina Ger. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 130.
vallonia Ger. Hew. Exot. Butt. I. *
valora Ger. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 130.
vandona Dirc. Hsch. Berl. Ent. Zsclir. 48, p. 179. *
vanilia Hypol. H. -Schaff. Prodrom. Syst. Lep. 1, p. 47.
varina Dirc. Hew. Ent. Month. Mag. 6, p. 97.
veia Pter. Hew. Exot. Butt. 1. *
veritabilis Mech. Btlr. Gist. Entomol. 1, p. 155.
veronica Hypol. Weym. Berl. Ent. Zsclir. 44, p. 311. *
verticilla Naji. Hew. Exot. Butt. 5. *
vestilla Pter. Hew. Exot. Butt. 1. *
vicini Leuc. Salv. Anii. Nat Hist. (4) 4, p. 165.
victorina Leuc. GuH. Regn. Anim. Ins. p. 470.
villula Gail. Hew. Exot. Butt. 11. *
Viola Ger. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 149.
Virginia Hypol. Hew. Exot. Butt. 1. *
virginiana llyiiosc. Hew. Exot. Butt. 1. *
virina I.euc. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 147.
, virschovi Sais Dew. Mitth. Münch. Ent. Ver. 1, p. 87. *
; visenda Mech. Btlr. Gist. Entomol. 2, p. 150.
visina Dirc. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 178. *
vulcana Ith. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 142.
xantliina Scada Bat. Ent. Month. Mag. 3, p. 52.
xanthippus Dan. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, [i. 100.
xantho Dirc. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, ji. 101.
xanthopliane Dirc. Hpffr. Stell. Zg. 1874, p. 338.
xanthostola Ger. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 525.
xanthone Nap. Bat. 'I'rans. Linn. Soc. Lond. 23, )>. 537.
xenopliis Hypol. Hsdi. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 160.
, xenos Ith. Bat. Ent. Month. Mag. 3, p. 50.
yungava Pter. Hsch. Berl. Ent. Zschr. 50, p. 175.
zabina Pier. Hew. Exot. Butt. 2. *
zalmunna Dism. Hew. Exot. Butt. 4. *
zamona Mel. Hsch. Seitz, Gross-Schmett. 5, p. 123.
zaneka Mel. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 490.
zarepha Leuc. Hew. Exot. Butt. 4. *
I zavaletta Dism. Hew. Exot. Butt. 1. *
1 zea Leuc. Hew. Exot. Butt. 1. *
zelica Leuc. Hew. Exot. Butt. 1. *
zelie Dirc. Guer. Regne Anim Ins., p. 470.
zemira Scada Hew. Exot. Butt. 1. *
zerlina Pter. Hew. Exot. Butt. 1. *
zeuxippe Gail. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 523.
zibia Scada Hew. Exot. Butt. 1. *
i zitella Sais Hew. Exot. Butt. 4. *
zurippa Nap. Hew. Exot. Butt. 5. *
I zygia Dism. Godrn. a. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877 p.61.
SATYRJDAE. Von G. Weymek.
4. Familie: Satyridae.
Diese sowohl an Gattungen wie an Arten reiche Familie ist nicht allein im vollkommenen Insekt,
sondern auch als Raupe und Puppe durch verschiedene Merkmale gut charakterisieit, so dass solche in allen
Stadien leicht als Satyriden erkannt werden können.
Ein Hauptkennzeichen der Sclimetterlinge sind die an der Wurzel angeschwollenen Rip[)en der Vtlgl.
In den meisten Fällen ist es die Gostahippe allein, welclie diese Ijlasentormige Verdickung zeigt, in \'ielen
Fällen tritt die Mediana hinzu, bei einzelnen Gattungen aber auch noch die Sul)mediana, z. B. bei Orra:iinoinii,
Coenonijmpha und in geringerem Masse bei Fierelia. Die ersten drei Gattungen Callitaera, llaetera und Fu-rclla
haben die Submediana der Vtlgl, abgesehen von der obenerwähnten blasenförmigen Verdickung, noch ausser¬
dem wurzelwärts gegabelt und vermitteln auf diese Weise den Übergang zu den Ithomiiden, welcher auch
durch die teilweise dünne, haarförmige ßeschuppung und die Durchsichtigkeit der Flügel angedeutet ist.
Von den Subcostalästen entspringen meistens 2 vor und die übrigen hinter dem Zellende der Vtlgl, ihehrere
Gattungen weichen aber hiervon ab, indem der 2. Subcostalast erst am Ende der Zelle oder dahinter ent¬
springt. Die Mittelzellen beider Flügel sind bei allen Satyriden geschlossen, auch mündet die Unterdisco¬
cellularrippe der Htlgl bei fast allen Gattungen in den Bogen des oberen Medianastes, nur bei zwei der
ersten Gattungen, bei llaetera und Pierelia, ist dies nicht der Fall. Bei llaetera treffen sich die Unterdisco-
cellularis und die Mediana am Ursprung des mittleren Medianastes, bei der Gattung Pierella dagegen zwischen
dem Ursprung des mittleren und demjenigen des untern Medianastes.
Die Gestalt der Flügel ist ziemlich verschieden. Bald sind beide Flügel gerundet, bald sind es nur
die Vtlgl allein, während der Saum der Htlgl gewellt oder gezähnt erscheint. Vielfach zeigen auch die
Vtlgl Ecken auf einer der Radialen, «.zuweilen ist die Spitze dieser Flügel sichelförmig gebogen oder der
Vrd selbst ist in eine scharfe Spitze vorgezogen. Ferner treten schärfere Ecken und Spitzen an den drei
Medianästen und an der Submediana der Htlgl auf oder es ist der untere Medianast in einen ziemlich langen
Schwanz verlängert {Gorades und Bia).
Der Ird der Vtlgl ist bei dem grössten Teil der Arten gerade oder weicht nur wenig von der ge¬
raden Linie ab, nur bei den cdcT der Gattung Antirrhaea und bei einer Caerois-Kxi ist er weit nach hinten
gebogen, so dass der vordere Teil der Htlgl davon bedeckt wird. In dieser Erweiterung liegt auf der Unter¬
seite zwischen Mediana und Submediana das sogenannte Duftorgan, aus einer gebogenen Reihe dicht an¬
einander anschliessender, steifer Haare bestehend, die öfter einen Halbkreis oder eine keilförmig zugespitzte
Ellipse bilden und ihre gekräuselten Spitzen gegeneinander neigen. Ausser der Gattung Antirrhaea findet
sich das Duftorgan nur noch bei den cdcf der Gurrms-Arten. Bei einer Art dieser letztgenannten Gattung
liegt dassell)e jedoch dicht am Innenwinkel der Unterseite der Vtlgl, so dass es nicht von den Hflgln bedeckt
wird. Haarschöpfe finden sich noch bei der Gattung Bia auf der Oberseite der Htlgl, kleinere Haarpinsel
bei einzelnen Euptychien. Vielleicht sind auch diese als Duftorgane anzusehen, da sie nur bei den cfcT
Vorkommen.
Der grösste Teil der Satyriden-Arten ist oberseits eintönig dunkelbraun gefärbt, so dass die Zeich¬
nung nur auf die Unterseite beschränkt ist. Dahin gehören die meisten Arten der Gattungen Taygetir,
Euptycliia , Lymanopoda, Pedaliodes und Pronoplüla. Alle diese Gattungen weisen aber daneben eine Anzahl
solcher Arten auf, die auch auf der Oberseite lebhaft gefärbt sind und schöne in die Augen fallende Zeich¬
nungen haben. Auf der Unterseite ist die Augenzeichnung in mannigfacher Weise vertreten, so dass hier
reiche Abwechslung herrscht. Verschiedene Arten haben auch unterseits grössere oder kleinere Silbertlecken
oder solche Streifen und Punkte. Einige chilenische Arten besitzen oberseits ganz silberfarbige Flügel.
Die Fhlr der Satyriden sind meist zart und dünn, dabei ziemlich kurz, denn sie erreichen nicht die
halbe Länge der Vtlgl. Der Schaft geht ganz allmählich in die wenig verdickte Kolbe über, nur wenige
Gattungen haben eine kurze, breite Kolbe. Die Palpen sind gewöhnlich dicht und stark behaart, zuweilen
sind auch die Augen behaart, die Vorderbeine bei beiden Geschlechtern verkümmert.
Die Eier der amerikanischen Satyriden haben, soweit sie bekannt sind, eine ziemlich kugelförmige
Gestalt oder stellen ein Kugelsegment vor, dessen Seiten gerippt oder durch erhabene Querleisten in regel¬
mässige Felder geteilt sind.
Die Rpn sind spindelförmig, in der Mitte dicker, nach beiden Enden verjüngt, doch ist der Kopt
bei mehreren Arten dicker als die vordem Glieder, auch zuweilen oben mit 2 kurzen, stumpfen Hörnern,
bei andern auch an den Seiten mit konischen Erhebungen, auf welchen kurze Borstenhaare stehen, besetzt.
Der glatte oder feinkörnige, dornenlose Körper läuft am hinteren Ende in 2 Spitzen aus, die meist geradeaus
stehen, zuweilen aber auch etwas in die Höhe gebogen sind. Die Farbe ist meistens grün, es sind aber
auch Längsstreifen in verschiedenen Farben vorhanden. Sie leben an Gräsern, Schilf, Band)usarten, Zuckerrohr
und Palmen, halten sich am Tage verborgen und kommen mit Eintritt der Dunkelheit hervor, um ihrer
Nahrung nachzugehen.
174
GALLITAERA. Von G. Weymer.
menander.
pireta.
aiirora.
Die Ppn sind verhältnismässig’ kurz und dick, ohne auffallend vorspringende Kanten. Sie sind ent¬
weder am Schwanzende aiifgehängt oder liegen frei an der Erde oder unter Steinen verboi’gen.
Viele der tropischen Satyriden sind Dämmerungsfalter, d. h. sie sitzen tagsüber still und tliegen früh
morgens und abends in der Dämmerung mit unstetem, zum Teil hüpfenden Flug im Walde oder im Ge¬
büsch nahe am Boden umher. Dahin gehören die dunkelgefäiTten Taijyetis- und Euptijchia-KriQw. Tagsüber
trifft man dann einzelne Taygcdis im dichten Hochwald mit geschlossenen Flügeln am Boden sitzend an,
wo sie dann von dem trockenen Laube fast gar nicht unterschieden werden können und erst nach dem Auf-
tliegen bemerkt werden. Herr Haenscu, der die Güte hatte, mir diese Bemerkungen über die Lebensweise
der Satyriden initzuteilen und dem ich dafür zu grossem Dank verptlichtet bin, hat beobachtet, dass sich
Exemplare bei der Verfolgung tlacli auf den mit troeknem Laube liedeckten Boden legten und dann nur
durch Aufscheuchen entdeckt werden konnten. Die durchsichtigen CaUitaera- und Haetera-kvi^n, sowie die
ihnen verwandten Pierella finden sich stets im dunklen Hochwald meist einzeln in der Nähe des Bodens,
mit Vorlielm al)er auch auf schmalen Fusssteigen. Beim Herannahen erlieben sie sich in der Entfernung von
einigen Schritten, tliegen dicht am Boden den Steig entlang, um sich bald wieder niederzulassen und dann
dem Verfolger von neuem vorauszulliegen. So kann man die zarten Tierchen oft eine ganze Strecke ver¬
folgen, bis sie, den Steig verlassend, sich seitwärts im Walde verlieren. Am wenigsten lichtscheu sind die
Gattungen Oxeoschistun, Tjusioijliila, Pedaliodes und Corudes, also im allgemeinen die lebhafter gefärbten Formen.
Vielfach sind dies Gebirgsl)ewohner, die in Höhen über 2000 m Vorkommen. Man trifft sie dort gesellig am
Wege umhergaukelnd oder am Boden an Vieh-Exkrementen und andern Eäulnisstoffen saugend, jedoch stets
in der Nähe von Gebüsch, wohin sie bei Gefahr tlüchten. Die C'or«r/e'.s-Arten sind dann, da sie mit ge¬
schlossenen Flügeln nach Art der Kallima an den Zw-eigen sitzen, nicht leicht zu erkennen.
Die Satyriden sind in Amerika vom äussersten Süden (Feuerland) bis in die arktischen Regionen
des hohen Nordens verbreitet. Feuerland l)ehei'bergt noch eine Krehia und eine Co^Diosatyrus, während in
den nördlichen Regionen ebenfalls noch Vertreter der Gattung Krehia, dann aber auch aus den Gattungen
Coenoniimpha, Scdyrodes und Oeneis Vorkommen, Im Hochgebirge Süd-Amerikas steigen die Satyriden bis an
die Schneegrenze hinauf und finden wir daher in Golumbien, Ecuador, Peru und Bolivien in Höhen von
über 4000 m noch einzelne Vertreter aus den Gattungen Pedaliodes, Pjiiianopoda, Pseudomaniola und Co.smo-
sati/rns. Unter diesen Gebirgsbewohnern gibt es manche Arten, die sehr lokal sind und nur einen kleinen
Verbreitungsbezirk besitzen. Bei genauerer Durchforschung solcher abgelegenen, l)isher wenig untersuchten
Gegenden linden sich daher noch immer neue Formen.
1. Gattung: CaUitaera Bdr.
Zarte Falter mit dünnem Lei)), durchsichtigen, wenig beschup])ten, gerundeten Flügeln, kleinen,
spärlich behaarten Palpen, dünnen, nach vorne nur wenig verdickten Fhlrn. Die Gostalrippe der Vtlgl ist
an der Wurzel stark aufgeblasen, die Mediana dagegen nur wenig, die Submediana ist wurzelwärts gegabelt.
Zwei Subcostaläste zweigen vor dem Zellende ab, die obere Discocellularrippe fehlt. In den Htlgln entspringen
bei dieser und den 2 folgenden Gattungen die Gostalrippe und die Subcostalrippe nahe nebeneinander aus
der Wurzel. Die Unterdiscocellularis mündet in den Ursprung des obern Medianastes. — Die Arten sind
über das tropische Süd- und Zentral-Amerika verljreitet. Sie tliegen langsam und niedrig in den ersten
Morgenstunden im dunklen Hochwalde. (Mehrere der Arten sind einander sehr ähnlich und alle haben fast
gleiche Grösse.
C. menander Driirij. {-- andromeda F. [/T.]) (42a). Vtlgl mit schmal bräunlich bestäubten Rändern
und 2 feinen braunen (luerlinien, die eine durch die Mitte der Mittelzelle, die andere über die Schlussrippen
ziehend, lieide aber vom Vorder- zum Irde reichend. Auf den Htlgln nahe am Saum und Vorderwinkel ein
rundes, schwarzes ikuge mit einem gellien und einem braunen Ring umgeben und mit weisser Pupille, die
aber nicht in der Mitte, sondern am äusseren Rande des schwarzen Kerns liegt. Die innere Ouerlinie der
Vtlgl setzt sich undeutlich auf den Htlgln fort, die äussere ist etwas breiter bindenartig, bildet auf dem
vorderen i\Iedianast einen nach aussen gerichteten spitzen Winkel und geht dann zum Irde. Der hintere
Teil des Aussenrdes ist schmal bräunlich eingefasst und der Raum zwischen ihm und der eben erwähnten
Binde ist lebhaft rosenrot gefärbt, besonders beim cT. — Zentral-Amerika. Golumbien.
C. pireta Cr. (42 a) ist der vorigen Art sehr älndich und unterscheidet sich von derselben haupt¬
sächlich dadurch, dass sich in der hintern Flügelhälfte der Htlgl neben dem braunen Aussenrdstreifen noch
ein brauner Bubmarginalstreifen zeigt, der bei menanda nicht vorhanden ist. Alle drei Streifen, der (Marginal-
streifen, der Submarginalstreifen und der äussere (Mittelstreifen sind von der lebhaft rosenroten Färbung über¬
deckt. Vom obern Amazonenstrom, Fcuador.
C. aurora Pldr. ist eine der vorigen Art ähnliche Form, welche nach der Originalbeschreibung im
hintern Teil der Hflgl nicht pur])urfarbig, sondern blass lilafar))ig gezeichnet und ockergelb bestäubt ist,
auch verlängei'te Augen auf den Flügeln hat. Hiermit stimmt die Abbildung der aurora im Staudingek-
IIAETERA. Von G. W’v.ymku.
175
sehen Exotenwevk Tafel 77 nicht iiherein. Diese Eigur hetraclile ich vielmehr als zur iolgenden (mrorina
gehörig; anrora Fl(h\ kommt in Colomhia und Nord-Brasilien vor. — aurorina foru). vov. (= aurora SIf/r. aurorina.
nee Fklr.) (42a). Mit diesem Namen helege ich die dei' ('r. ähnliche f’orm, hei der si(di die lehliaft
rosen- oder purpiu'rote Farbe der llllgl vom Aussenrd bis in die Mittelzelle ausdehnt und beinahe die Elügel-
wurzel erreicht. Aus Columbien und vom Über-Amazonas.
C. pellucida Bflr. (42b) ist eine der menaiider J)ntrij ähnliche Arl , bei dei' die rosai'ote Itestäubung
ganz fehlt. Die braune Marginalbinde und die gleichfarbige Submai'ginalbiiide der Ittlgl sind dui’cb kurze
braune Streifen, die längs der Rip])en liegen, miteinander verbunden. Neben dem Auge liegen vor dem
Rande 2 weisse Punkte. Cayenne.
C. philis Cr. {('issa Hhi.) (42 b). Der vorigen Art ganz ähidicli, hat aber die braunen Maiginal- und philis.
Submarginalstreifen der Htlgl etwas schmäler und den vor diesen Sti-eifen liegenden Mittelraum mit violett-
blauem Staube übergossen, der indessen so dünn aufgeti'agen ist, dass der Flügel durchsichtig bleibt, jedoch
in gewisser Richtung einen sehr deuttichen blauen Wiederschein erzeugt. Surinam. — harpalyce Fif/r. ist harpalyce.
wohl nur eine Lokalform der vorigen, Avelche den blauen Schiller längs den iMedianästen besonders deullicb
hat, und welche ausser dem Auge am vordem Teil des Aussenrdes noch ein kleines Auge mit gelbem Ring
zwischen dem mittleren und hinteren Medianast l)esitzt. Vom obern Araazonenstrom.
C. esmeralda Dhl. (Der ältere Name andronieda F. kann für diese Aid nicht angewandt werden, esmeralda.
weil Fabeicius unter diesem Namen mehrere Arten miteinander vermengt hat.) Den vorigen Arten ähnlich,
doch fehlt der blaue Schein im Mittelfelde der Htlgl. Statt dessen ist der hintere Teil des Ansseni'des bläu¬
lich violett gefärbt und zu jeder Seite des hintern Medianastes liegt in diesem Rande ein rotgelber Ring
mit weissem Kern. Das Auge im vordem Teil des Aussenrdes ist wie bei den anderen Arten. Zwischen
diesem und den beiden hintern ikugen stehen 2 weisse runde Flecken. Para. — Als bandusia S^gr. ist bandusia.
eine esmeredda-Fovm beschrieben, bei welcher statt der beiden Analaugen der Htlgl zwei rötlichweisse Flecke
in einem grossen cyanblauen Fleck stehen. Von Rio Manes, einem Nebenarm des untern Amazonenstroms.
C. pyropina Salv. n. Godni. (42 b). Vtlgl zeichnungslos. Htlgl am Analwinkel mit breitem, bräunlich pveopum.
violettem Aussenrd, der sich bis in die untere Radiale erstreckt. Darin liegen 3 msenrote Flecke und dicht
am Saume ein gleichfarlhger schmaler Streifen. Das Auge im vordem Teil des Aussenrdes ist wie bei den
verwandten Arten, hinter demselben ein weisser Punkt. Aus Bolivien und Ost-Peru.
C. polita Heil'. (42b). Die einzige Art der Gattung, welche auf den lltlgln keine rote oder blaue polita.
Färbung zeigt. Die Flügel sind kürzer und breiter als bei den andern Arten. Vorder- und Aussenrd der
Vtlgl sind schmal l)raun, 2 halbe und 2 ganze braune schmale Querstreifen ziehen durch die Vtlgl, während
die Hflgl nur eine Marginalbinde und eine Subraarginalbinde haben, von welchen die letztere stark gewinkelt
ist. Das Auge im vorderen Teil des Aussenrdes wie l)ei den andern Arten. Von Nicaragua, Ghiri([ui in
Panama, Costa Rica, Columbien, selten.
2 Gattung: Maetera F.
Die Falter sind durchschnittlich etwas grösser als die der Gattung (dUifaera , doch sind die Flügel
ebenso zart und durchsichtig wie dort, auch ist die Submediana der Vtlgl am Grunde gegabelt. Die Costal-
rippe der Vtlgl ist aber weniger stark aufgeblasen. Der Plauptunterschied liegt indessen in der Btelhmg der
Unterdiscocellularis der Htlgl. Diese mündet in den üi-sprung des mittleren Medianastes. Die 3 Disco-
cellularen stehen steil übereinander und In'lden fast eine gerade Linie, und das Ende der Mittelzelle ist
spitzwinkelig.
H. piera L. (? = anacardii F. nec L.) (42c). Vtlgl glashell, ohne Zeichnung, nur mit schmalem, piera.
hräunlichen Vorder- und Aussenrd. Htlgl in und hinter der Mitte fein ockergelb bestäulü, mit einem feinen,
bräunlichen, in der Mitte stark gewinkelten Querstreifen, dessen hinterer Teil beim ? deutlicher und duidvler
ist und mit bräunlichem Aussenrde, der in der Mitte etwas stumpfwinkelig vortritt. Vor dem Saume vorne
ein grösseres, hinten ein kleineres schwarzes Auge, ersteres mit schiefliegender, letzteres mit in der (Mitte
liegender weisser Pupille. Beide Augen haben ockergelbe Iris und braunen Ring; zwischen den Augen
2 weisse Punkte. In Guyana und' am ganzen Amazonastrom häufig. In Brasilien bis nach dem Süden ver¬
breitet. In den Gordillerenwäldern Columbiens in 1200 — 2500 m Höhe häutig. Flug sehr langsam. Das Ei
ist kugelrund, an der Basis etwas abgetlacht, glatt, glänzend weiss. — diaphana Luc. (hymenaea Fhhd ist diaphana.
eine Form von piera, bei der der ockergelbe Staub auf den lltlgln fehlt und die braunen Zeichnungen deut¬
licher hervortreten. Bahia. — negra Fldr. ist eine andere grössere Form von piera, bei der der l)raune negra.
Submarginalstreifen beim cf verloschen und der Marginalstreifen vom Rande entfernter liegt. Beim ? sind
beide Streifen schmäler und der innere mehr gebogen als bei der Stammform. Rio Negro. — unocellata unocellata.
form. nov. (42c), eine bisher unbeschriebene Lokalform der p/e/'u, besitzt auf den lltlgln nur das kleinere
Auge vor dem Analwinkel. Das andere grössere Auge am Voirlerwinkel fehlt oder ist nur durch einen
schwarzen Punkt angedeutet. Die bräunliche Submarginalbinde ist nur in der hintern Flügelhälfte deutlich
176
PIERELLA. Von G. Weymee.
und der Raum zwischen ilir und dem bräunlichen Saume ist am Analwinkel ockergelb bestäubt. Auf der
Unterseite ist die Iris des Auges nicht rotgelb, sondern schwefelgelb und doppelt so breit, der schwarze
Kern dagegen viel kleiner als oben. Aus Bolivien.
maclean- H. maclcannania Bat. (= diaphana Rh/-, n. Bruce nec Luc.) (42 c), eine etwas grössere ähnliche Art
nama. jy,p- 72 — SO mm Flügelspannung, die sich dadurch auszeichnet, dass die hintere Hälfte der Hflgl zwischen
Saum und Submarginalst.reif beim ? rosarot gefärbt ist. Beim cö ist diese rosarote Färbung nur in dem
stumpf vorspringenden Winkel in der Mitte des Aussenrdes vorhanden. Der braune Submarginalstreif ist
meist breiter und deutlicher als bei inera, die Augentlecke wechseln in der Grösse, sie können beim ? bis
zu 5 mm Durchmesser haben. Der ockergelbe Staub im glashellen Teil der Hflgl fehlt. Panama und Costa Rica.
hypaesia. H. hypaesia Heil'. (42c) ist eine leicht kenntliche Art, bei der sich die breite dunkelbraune Sub¬
marginalbinde der Htlgl mit dem gleichfarbigen Aussenrd vereinigt, so dass eine 4 — 7 mm breite Randbinde
entsteht, in der in jeder Zelle ein durchsichtiger Glastleck liegt. Auf den Vtlgln zieht ein schmaler dunkel-
branner Staubstreifen von der Schlussri[)pe zum Irde. Oberseits sind die Augen der Htlgl nicht zu erkennen,
dagegen unterseits deutlich und zwar eins zwischen den 2 Radialen, das andere dicht neben dem mittleren
Medianast. Beide sind schwarz mit bräunlichgelbem Ring und weisser Pupille. Bei vielen Exemplaren ist
die Submarginalbinde von einer Reihe bräunlichgelber Halbmonde durchzogen. Häutig in Columbien, Ecuador,
Peru und Boli\'ien in Höhen von 1000 — 2200 mm.
3. Gattung: I*ierella Westw.
Die Gestalt der Vtlgl ist derjenigen der vorigen Gattungen ähnlich, die der Hflgl aber verschieden.
Der Aussenrd dieser Flügel ist l/ei den meisten Arten wellenförmig gebogen, bei einigen tritt er auf dem
vordem xMedianast stumpfwinkelig vor, bei dracouiis ist pr in eine Spitze ausgezogen. Wenn die Flügel
auch dichter besclnp/pt sind, als bei Callitnera und Hactera, so ist die Beschuppnng doch lange nicht so
dicht, wie bei den folgenden Gattungen. Die Flügel sind daher bei allen R/c/-c/G-Arten noch in gewissem
Grade durchscheinend, w'enn auch nicht durchsichtig. Das Hauptkennzeichen der Gattung bildet auch hier
die Stellung der Unterdiscocellularis der Htlgl. Diesell/e erreicht die Mediana zwischen dem Ursprung des
mittleren und dem des hintern Medianastes, also zwischen IM' und Mh Die Gostalrippe und die Subcostal-
rippe der Htlgl entspringen an der Wurzel getrennt. Die Submediana der Vtlgl ist an der Wurzel zwei¬
spaltig. Die cfcA haben auf der Oberseite der Htlgl in der Mitte des Irdes einen kleinen 2 — 2'/2 mm messenden,
länglichrunden , kahlen oder mit tiefer liegenden Schuppen bekleideten Fleck. Bei den meisten Arten ist
dieser Fleck hetlgefärbt, bei einigen mit dunklem Mittelpunkt, bei astyoche ist er aber dunkelbraun, so dass
er hier leicht übersehen wird. Nur bei hortono ist er gross, 10 mm lang, 3 mm breit und hell ockergelb
gefärbt. Die Grösse der Arten wechselt zwischen 55 und 75 mm Flügelspannung. Der Verbreitungsbezirk
der Pierella-ABen erstreckt sich ül/er das ganze tropische Amerika, einzelne Arten gehen südlich bis Süd-
Brasilien und nördlich bis Mexico.
a) Mit heller, dunkel eingefasster Querbinde auf der Unterseite beider Flügel.
nereis. P= iiereis Itrury (42 d). cf 62 mm, ? bis 72 mm Flügelspannung. Über die graubraunen, durch¬
scheinenden Flügel zieht eine gerade, trübweisse, braun eingefasste Binde, die sich in der Mitte der Hflgl
zu einem grossen, reinweissen Fleck erweitert. Die äussere Hälfte der Htlgl ist rotgelb mit 2 schwarzen, weiss¬
gekernten x4ugen und 3 weissen Flecken. Aussenrd dunkler braun. Das ? hat 1 bis 3 weisse Punkte vor
der Spitze der ATlgl. Auf der Unterseite ist die Grundfarbe heller, das Rotgelb ist durch Grau getrübt,
die weisse Binde setzt sich in gerader Richtung bis an den Ird der Htlgl fort, der braune Aussenrd fehlt,
die Augen sind nur ganz klein und im Wurzelfelde jedes Flügels zeigt sich eine braune, kürzere oder
längere Linie. Süd-Brasilien, Rio de Janeiro. Häufig.
helvina. P. hclvina Ileiv. (42 d) steht in der Zeichnungsanlage der vorigen Art nahe, wenn auch nicht in
der Färbung. Grundfarbe dunkelbraun, helle Binde der Vtlgl bräunlich bestäubt, die braune Einfassung
breiter, ln der Mittelzelle stehen 2 braune (Juerlinien, deren innere sich bis zum Irde fortsetzt, eine dritte
kurze liegt auf der Schlussrippe, vor der Spitze ein runder schwarzer Fleck in hellem Umkreise mit 2 weissen
Punkten darunter und einem darüber. Das Wurzelfeld der Htlgl ist bis über ein Drittel der Flügellänge
braun, nach aussen ziemlich gradlinig begrenzt. Dann folgt ein grosses, dreieckiges, carminrotes Feld,
das vom Vrde bis beinahe an den Ird und auch nahe an den Aussemd reicht. Letzterer ist schwarzbraun,
am Vorderwinkel mit einem schwarzen Auge mit weisser Pupille, einem weissen Punkte darüber am Vrd
und einem gleichen Punkt darunter im roten Felde. Auf der Unterseite sind die Vtlgl wie oben, nur
heller. Auf den ebenfalls helleren Htlgln laufen im Wurzelfelde drei braune, gerade, j/arallele Linien vom
Vorder- zum Irde. Unmittelbar hinter der dritten Linie folgt eine ebenfalls den ganzen Flügel durchquerende
rötlichgraue Binde, die in der Mitte beinahe doppelt so breit ist, als am Vorder- und Irde und an der äussern
Seite von einer 4. braunen Linie eingefasst ist. Aussenrd braun, das Auge kleiner als oben und mit ocker¬
gelbem Ringe, ein weisser Punkt vor, zwei desgleichen hinter dem Auge. Muzo (Goluml/ien).
Ausgegeben 21. VI. 1910.
PIERELLA. Von G. Weymeh.
177
P. incanescens Godm. u. Sah. (42(1) imtersc-lieidet sich von hehiud nur dadurch, dass die innere incanescens.
Grenze des roten Feldes der Hllgl 2 bis 3 mm hinter dem Ende der Mittelzelle herläuft, während sie hei
iielvina gerade über das Ende dieser Zelle geht. Die rote Färbung ist mehr nach aussen und hinten gei'ückt
und umschliesst zwei weisse Punkte; der braune Aussenrd ist schmäler, ln Zentral-Amerika verbreitet:
Ghontales in Nicaragua; Irazu und Santa Clara Valley in Gosta-Kica; Ghiibiui, Ghepo und Bugaba in
Panama. Am letztem Orte häutig gefunden. — ocreata Sah. u. Godm. ist eine andere Form von kehina, ocreata.
bei der das rote Feld der Htlgl sehr reduziert ist. Der vordere Teil desselben ist bis an die Mediana
durch einen grossen, weissen, länglich-viereckigen Fleck ersetzt und der weisse Punkt unterlialb des
schwarzen Auges ist etwas grösser. Der braune Aussenrd ist so breit wie bei Judvina. Diese Form hat
ein kleines begrenztes Fluggebiet in Panama und wurde dort bei Galobre und Lion Hill gefunden. Sie ist
in den Sammlungen noch sehr selten. — Bei hymettia Stgr. (42 d), einer weitern Form von helvina, ist hymettia.
das rote Feld der Htlgl durch Zuriicktreten vom Irde und durch Spaltung noch melir reduziert. Es besteht
beim abgebildeten (f aus 3 Teilen, einem in der Flügelmitte liegenden Fleck von 12 mm Länge und 6 mm
Breite, einem in Zelle 4 liegenden kleinen runden Fleck und einem darunter in Zelle 3 liegenden roten
Punkt. Beim ? sind alle 3 Teile miteinander zu einem grossem Fleck verbunden. Auf der Mitte des Vrdes
liegt ein weisser Fleck, der jedoch nur halb so gross ist, als bei ocreata, da er nur bis an Rippe 6 reicht.
Die Grundfarbe dieser Form ist ober- und unterseits dunkelbraun, fast schwarzbraun. Vom Rio Dagua und
Rio San Juan in West-Golumbien. Flugzeit im August.
P. astyoche Erichs. (= larymna DU.) (42 e). Grundfarbe braun, 2 parallele, gerade, dunkelbraune astyodie.
Querlinien laufen hinter der Mitte durch beide Flügel vom Vrde zum Irde. Sie schliessen oberseits keine
hellere Binde ein. Dieselbe ist nur auf der Unterseite vorhanden, indem hier der Raum zwischen den Linien
weisslichgrau ausgefüllt ist. Vflgl noch mit 2 weitern dunkelbraunen Linien in der Mittelzelle, einer dritten
auf der Schlussrippe, die Htlgl mit einer solchen Linie in der Mittelzelle. Zwei schwarze Augen mit weisser
Pupille und gelber Iris in Zelle 5 und 6 nahe am Saume der Htlgl. Etwas weiter vom Saume entfernt in
Zelle 2, 3 und 4 drei runde weisse Fleckchen mit verloschener dunkler Einfassung. Dieselben Zeichnungen
sind auf der Unterseite, nur ist die Grundfarbe etwas heller. Von Guyana und dem Amazonenstrom. —
lucia Wegm. (Stett. Ztg. 1885, p. 285) (— astyoche var. albomaculata SUjr.: Exot. Tagf p. 219, Taf. 77, 1887) luda.
(42 e) ist eine Form von asfi/oche, bei der sich statt der 2 untern weissen Fleckchen der Htlgl ein grosser,
weisser, dem Saum aufsitzender Flecken zeigt, im übrigen aber der astyoche ganz ähnlich ist. Von Pebas
am obern Amazonenstrom.
P. lena L. (42 e). Die Vtlgl gleichen beiderseits der astyoche, die Htlgl zeigen aber in der äussern lena.
Flügelhälfte 4 Reihen blauer, meist weiss gekernter Flecke, von denen die dem Saum zunächst liegende
Reihe etwas verloschen ist. Zwischen der 2. und 3. Reihe nahe dem Vrde 2 schwarze Augen mit weissen
Pupillen. Beim ? ist die Wurzelhäifte der Htlgl mit blauem Schiller bedeckt. Auch die Unterseite der Htlgl
ist der von astyoche ähnlich, nur sind die Augentlecke grösser, mehr nach innen gerückt und der innere Teil
des Aussenrds ist dunkelbraun. — Surinam, Guyana, Amazonenstrom, Rio de Janeiro im nordöstlichen Teil
des Staates. — brasiliensis Fldr. ist eine unbedeutende Lokalform von lena, bei der die Grundfarbe der Htlgl brasiliensis.
mehr bleigrau ist und die bläulichvveissen Flecke durch schmutzigweisse ersetzt sind. Vom Rio Negro und
Amazonenstrom. — glaucolena Stgr. i. 1. (42 e) ist eine Lokalform, bei der die blauen Flecke der Htlgl giaucolena.
etwas grösser sind und keine weissen Mittelpunkte haben. Nur die dem Vrd zunächst liegenden Flecke
zeigen an den Seiten etwas Weiss. Vom Mapiri. — amalia Weym. (Stett. Zg. 1885, p. 285) (= leucospila Stgr.: amaiia.
Exot. p. 220, 1887) (42 e) ist eine Form, die Hewitson schon im 2. Bande seiner Exot. Buttertlies als Varietät
dieser Art abbildet. Bei ihr sind die bläulichweissen Flecke der ersten und zweiten Reihe im hintern Teil
der Htlgl zu einem grossen weissen Fleck zusammengeflossen, im vordem Flügelteil fehlen die Flecke dieser
2 Reihen. Die 4. Reihe dicht am Saume besteht aus runden, reinweissen Flecken, statt der langgestreckten,
bläulichweissen der typischen lena. Auch auf der Oberseite der Vtlgl zeigt sich im weiblichen Geschlecht
eine deutliche weisse Binde. Von Pebas am obern Amazonenstrom.
P. dracontis IGhn. (? = hyalinus Gmel.) (43 a) ist in der Zeichnungsanlage der lena sehr ähnlich, dracontis.
doch haben die Htlgl eine andere Gestalt. Der Aussenrd ist auf dem vordem Medianast in eine weit vor¬
stehende Ecke ausgezogen. Dadurch bildet diese Art einen Übergang zur Gattung Antirrhaea. Die 3 Reihen
blauer Flecke auf den Htlgln sind lebhafter gefärbt als bei lena, die 4. Reihe am Saum fehlt. Von Surinam
und dem Amazonenstrom. — extincta Stgr. i. l. Eine Form, bei der die helle Binde auf der Unterseite e.xtincta.
der Vflgl zum grössten Teil fehlt, nur der Teil dieser Binde vom Irde bis an den hintern Medianast ist vor¬
handen. Auf den Htlgln ist die halbe Binde der dracontis in 2 Teile geteilt und das hintere Auge äusserst
klein. Vom Manicori.
b) Ohne helle Binde, dagegen mit drei geraden, fast parallel laufenden, dunklen Linien auf der Unter¬
seite beider Flügel.
P. luna E. {— pallida Sah. u. Godm.) (43 a). Beide Flügel graubraun, die Htlgl in der hintern Hälfte luna.
etwas dunkler, alle mit 3 feinen, braunen, fast geraden Querlinien, wmvon die der Wurzel zunächstliegende
V 23
178
PIERELLA. Von G. Weymer.
auf den Htigln ziemlich verloschen ist. Am Vorderwinkel der HÜgl zwei schwarze, runde Flecke, von denen
der vordere einen seitwärts gerückten weissen Ivern hat, der andere aber blind und kleiner ist. Auf der helleren,
fein braun gestrichelten Unterseite sind die Querlinien deutlicher als oben, zwischen der 2. und 3. zeigt sich
auf den Vtlgln noch eine vierte, die nur bis an den vordern Medianast reicht. Das Auge der Hflgl ist
kleiner, der schwarze Fleck fehlt. Im Saumfelde stehen auf jedem Flügel 4 weisse Punkte. Bei den cf cf
entsteht auf der Oberseite unter gewissem Einfall des Lichtes ein lebhaft grüner Schiller, beim ? ist das
heracles. Saumfeld dunkler. Nicaragua, Costa Rica, Panama, Columbien, Guyana. — heracles Bsd. (= rubecula
Balv. u. Godm). Fine nördliche Form mit demselben grünen Schiller auf den Vtlgln beim cf, aber durch die
rotlichbraune Färbung des Mittelfeldes der Htlgloberseite verschieden. Diese Färbung geht an ihren Rändern
allmählich in die dunkelbraune Grundfarbe über. Der Aussenrd ist 5 bis 6 mm breit dunkelbraun. Die
2 schwarzen Augen am VorderAvinkel stehen an der Grenze beider Farben und haben oft weisse Pupillen.
lesbia. Von Mexiko und Guatemala. — lesbia SYy>'. (43 a) halte ich für eine südliche Form von lima, die der heracles
naliesteht. Das Mittelfehl der Htlgl ist aber mehr rotgelb gefärbt und weiter nach aussen gerückt als das
rotlichbraune Feld der heracles. Der dunkelbraune Aussenrd ist nur 1 — mm breit und ziemlich scharf
begrenzt. Von den 2 schwarzen, runden Flecken am Vorderwinkel ist nur der oljere mit weisser Pupille
versehen. Unterseite wie bei luna und heracles. Von Bucay in Ecuador und vom Rio San Juan in
West-Columbien.
rhea. P. rhea F. (43a) steht der luna nahe, hat dieselbe Zeichnung und den grünen Schiller der
Vflgl, die Grundfarbe ist aber mehr gelblichl)raun, die Htlgl etwas dunkler als die Vügl. Ei’stere mit einer
Reihe von 5 schwarzen Augen mit weissen Pupillen, von denen die 3 hintern etwas kleiner sind und das
letzte oft sehr undeutlich ist. Auf der Unterseite sind die braunen Linien wie bei luna, doch fehlt das Auge
am Vorderwinkel der Htlgl, dagegen ist die Punktreihe (2 oder 3 auf den Vtlgln, 5 auf den Htigln) sehr
deutlich. Vom Amazonenstrom, Rio de Janeiro.
larnia. P. lainia Srdz. (= dyndimene Cr.) (43 a) ist der rhea ähnlich, der grüne Schiller ist bei den o^cf auf
den Vtlgln ebenfalls vorhanden, die Htlgl haben aber einen stahlblauen Glanz, der bei rhea fehlt; die
5 schwarzen Augentlecke sind alle gleich gross und deutlich, der weisse Punkt darin etwas stärker. Von
Cayenne, Surinam, Columbien.
chalybaea. P. chalybaea Godm. wurde beschrieben als der lamia ähnlich, aber dadurch verschieden, dass mehr
als die Wurzelhälfte der Htlgl in beiden Geschlechtern stahlblau übergossen ist, dass die schwarzen Ringe
um die weissen Punkte fast oder ganz fehlen, dass der Aussenrd dieser Flügel sehr breit verdunkelt ist,
und dass die 2 Mittellinien undeutlich sind. Von Ghapada in Brasilien.
hyceia. P. hyceta Hcw. (43b). Eine schöne Art. Die Vtlgl sind in Färbung und Zeichnung den vorigen
Arten ähnlich, zeigen auch bei den cfcf in gewisser Richtung den grünen Schiller, die Htlgl haben dagegen
rötlich ockergelbe Grundfarbe, nur Wurzel und Vrd stimmen mit den Vtlgln überein. Von den 3 braunen
Linien beider Flügel bildet die mittlere auf den Htigln ungefähr die undeutliche Grenze beider Farben. Vier,
selten 5, runde schwarze Hecke bilden eine submarginale Reihe; von ihnen hat nur der vorderste eine
weisse Pupille, der 2. ist der grösste. Zwischen dem 2. und 3. schiebt sich zuweilen (wie bei dem ab¬
gebildeten ?-Exemi)lar) ein fünfter Fleck ein. Auf dem Saume der Htlgl stehen braune Dreiecke. Auf der
Unterseite ist die Grundfarbe auf beiden Flügeln gelblichgrau, fein braun gemasert, die braunen geraden
Linien treten deutlich hervor, die schwarzen Flecke sind viel kleiner als oben, und haben hier bei den ??
weisse Pupillen, zuweilen auch bei den cfcf. Vom obern Amazonenstrom, Guzco in Peru (3000 m), Bolivien. —
latona. latona Fldr. ist eine Form von hyceta, bei der das Mittelfeld dei- Htlgl gesättigt rotgelb und der Aussenrd
schwärzlich ist, auch sind die zwei untern schwarzen Flecke grösser und haben feine weisse Pupillen. Beim
? sind alle Flecken grösser und mit weissen Pupillen versehen. Die Unterseite ist wie bei hyceta, die vordern
ceryce. Flecke der Htlgl sind aber kleiner und Aveiss gekernt. Von Bogota (Columbien). — ceryce Heiv. (43 b),
ebenfalls eine Form von hyceta, bei der aber das Mittelfeld der Htlgl rotbraun gefärbt ist, und der schwarz¬
braune Aussenrd eine Breite von 8 bis 10 mm hat. In dem letztem stehen bei den cfcf 4, bei den ?? 5
schwarze Augen mit weissen Pupillen. Auch die Grundfarbe der Vtlgl ist dunkler als bei hyceta, die
dunkelbraunen Linien treten daher weniger hervor, wie dies auch auf den Htigln der Fall ist. Das cf
hat denselben grünen Schiller in der Mitte der Vtlgl Avie hyceta, AAmhrend das ? vor der Spitze dieser
Flügel 3 Aveisse Punkte besitzt. Die Unterseite ist graubraun, im Saumfelde dunkler, mit 3 ziemlich ge¬
raden, braunen Linien auf beiden Flügeln, mit 4 oder 5 Aveissen Punkten statt der Augen auf den Htigln
und einigen gleichen Punkten an der Spitze der Vflgl. An der Wurzel der Vtlgl ein schAvarzer Punkt, an
derjenigen der Htlgl 2 oder 3 desgleichen. Von Pintuc in Ecuador (800 — 1000 m), Ghanchamayo in Peru
und Bolivien.
c) Mit drei fast geraden, parallelen dunklen Linien nur auf der Unterseite der Hflgl. Auf der Ober¬
seite mit blauem Fleck auf jedem Flügel.
hortona. P. hortona Ueic. (43 b). Grundfarbe dunkel schwarzblau. Der blaue Fleck der Vtlgl ist länglich
gestaltet, von wechselnder Grösse, 3 — 4 mm breit und 6 — 12 mm lang und liegt auf der Schlussrippe der
ANTlilRHAEA. Von G. Wliymmr.
179
Mittelzelle. Derjenige der Htlgl ist viel grösser, beinahe rund, hat IO — Id nun ini Dui'olnnesser und delnd,
sich bis in die Nähe des Vrdes aus. Am Ird der lltlgl belindet sich l)ei den c/cf ein 10 12 mm langei'
Fleck von hellockergelben, ])lattgedriickten Schuppen. Unterseite gelblichgrau, auf den Vllgln mit 2 vorne
und hinten divergierenden, in der Mitte zusammenstossenden braunen Linien und in der Mittelzelle mit einer
kurzen, schrägen Linie, sowie 3 schwarzen Puiditen neben derselben. Auf den llflgln stehen wmi'zelwärts
von den 3 fast geraden parallelen Querlinien 3 schwarze Punkte und vor dem Aussenrde 5 solcher Punkte
in einer Reihe. Amazonenstrom und Ecuador. — hortensia Fhlr. ist eine Lokalfoi in, die sich durch schmälere Hortensia.
Flügel, kleinere blaue Flecken auf den Vllgln und weniger gerundete, vom Aussenrde mehr entfernte
Flecken auf den Htlgln unterscheidet. Vom Rio Negro.
4. Gattung: Aiitirrliaeji Uhu.
Mittelgrosse und grosse Schmetterlinge von 65 — 105 mm Flügelspannung, meistens sind dieselben
dunkel gefärbt, nur einige haben blaue, weisse oder rotgelbe Zeichnungen. Die Palpen sind dicht mit
steifen Haaren besetzt, die Fhlr dünn, gegen das Ende verdickt, ohne deutliche Kolbe. Bei den meisten
Arten sind die Rippen der Vflgl nicht aufgeblasen, nur bei archaea ist die Gostalrippe etwas verdickt und
bei heia deutlich angeschwollen. In den Htlgln entspringt die Gostalrippe nicht wie bei den vorhergehenden
Gattungen direkt aus der Wurzel, sondern mit der Subcostalis auf gemeinschaftlichem kurzem Stiele. Bei
dem Trennungspunkte entspringt auch die Präcostalis. Dies ist bei allen folgenden Satyriden-Gattungen
ebenfalls der Fall. Das Hauptkennzeichen der Gattung Antinhaea besteht in dem Duftorgan, einem Kranz
von Haaren, den die cf cf auf der Unterseite der Vflgl zwischen Mediana und Submediana besitzen. Derselbe
ist bei den einzelnen Arten an Grösse, Gestalt und in der Lage verschieden, meist wurzelwärts zuges])itzt,
nach vorne und aussen gerundet. Die 3 — 4 mm langen glänzenden Haare neigen sich mit ihren Spitzen
gegeneinander. Bei den meisten Arten tritt das Duftorgan vor dem Vrde der Htlgl hervor, bei einzelnen,
z. B. geryon^ bleibt es selbst bei hoher Flügelspannung von den Htlgln verdeckt. Infolge dieses Haarkranzes
ist die Zelle Ib zwischen Mediana und Submediana sehr breit, bis zu 12 mm breit, und die Submediana,
sowie der Ird halbkreisförmig nach hinten gebogen. Beim weiblichen Geschlecht fehlt das Duftorgan und
sind die Submediana und Ird der Vflgl gerade. Die Schmetterlinge sind von Guatemala bis nach Südbrasilien
durch Zentral- und Süd-Amerika verbreitet.
a) Bei den fcf entspringen Subcostalis und Oberradiale der Htlgl nahe beisammen, doch getrennt aus
dem Vrd der Mittelzelle, beide laufen etwas konvergierend eine kurze Strecke nel)eneinander und divergieren
dann stark. Die Oberdiscocellularis ist daher kurz und erreicht nur Ve bis Vr der Länge der Mittehlisco-
cellularis. Der Ird der cfcfl-Vflgl weicht 2 — 4 mm von der geraden Linie ab. Bei den divergieren Sub¬
costalis und Oberradiale gleich vom LTrsprunge an. Spitze der Vflgl gerundet. Hflgl mit stumpfer Ecke auf
der mittleren oder vordem Mediana {Anchiphlebia Btlr.).
A. archaea Hbn. {= girondius Gofff.) (43 d). Auf diese Art wurde die Q-AAmg, Antirrhaea gegründet, ardiaea.
Das ? ist dem abgebildeten cf ganz älinlich, nur hat es den Ird der Vflgl gerade. Auf der gelbbraun und
weiss gestrichelten Unterseite sind statt der Augen nur kleine weisse Punkte vorhanden. Der Duftapparat
der cf cf bildet einen dicht über der Submediana liegenden Halbkreis von gelbbraunen, dicht nebeneinander
liegenden, 3—4 mm langen Haaren, die nach vorne gerichtet sind und mit der Spitze gegeneinander neigen.
Die Länge dieses Haarkranzes beträgt 10 — 11 mm. Dem Duftorgan gegenüber liegt auf der Oberseite der
Vflgl ein eiförmiger Fleck von platt niedergedrückten Schuppen, der dem Grunde gleich gefärbt ist, daher
leicht übersehen werden kann. Nach Wilh. Müllek, der die junge Rp aus dem Ei erhalten hat, aber nicht
erziehen konnte, weil sie die vorgelegten Gräser etc. nicht anrühi'te, ist das Ei halbkugelig , die Oberfläche
durch erhabene Leisten in regelmässige sechsseitige Felder geteilt. Der Körper der Rp ist iiach dem Aus¬
schlüpfen 3,8 mm lang, die Schwanzgabel mit Endborste 2,7 mm, also verhältnismässig sehr lang. Kopf
gross, schwarz, runzlich, mit Borsten besetzt, oben mit einem zweiteiligen Fortsatz. Körj)er dünner als der
Kopf, weiss mit rotbraunem Vorderrücken, und bräunlichen oder rötlichen Rücken- und Seitenlinien. Die
Schwanzgabel ist schwarz. In Brasilien weit vei’breitet: Bahia, Espezito Santo, Santa Gatharina, Rio Janeiro.
A. taygetina BtJr. Der vorigen Art ähnlich, nur etwas kleiner, mit nur 2 kleinern Augen auf den taygetina.
Vflgln, deren Pupillen nach aussen gerückt sind und die in ockergelber Binde stehen. Zuweilen steht
am Vrde noch ein drittes ganz kleines Auge. Gi’imdfarhe braungrau ; Htlgl in der äussern Hältte dunkel¬
braun mit 2 bis 4 kleinen hellblauen oder hellvioletten Flecken. Unten hell ockergelb, zuweilen rosarötlich
mit 2 bi’aunen, an der Gosta der Vflgl divergierenden Mittellinien, deren äussere distal weiss gerandet ist,
mit einer undeutlichen, welligen, braunen Submarginallinie und 5 weissen Punkten auf beiden Flügeln in
winkeliger Reihe. Von Massauary, Teffe, Goary und Pebas am Amazonenstrom. Selten.
A. heia Fldr. (43 b). Oberseite dunkelbraun. Die Vflgl haben vor der Spitze 2 weisse Flecke mit heia.
blauem Ringe und in der hintern Flügelhälfte 3 blaue Flecke, von denen die 2 ersten weisse Pupillen haben.
Alle 5 Flecke stehen in einer Reihe. In der Umgebung dieser Flecke ist die dunkelbraune Grundtarbe blau-
180
ANTIRRHAEA. Von G. Weymee.
ornata.
geryon.
geryonides.
schillernd. IRlgl ohne Zeichnung. Die Unterseite ist grauhraiin, fein dunkelbraun gemasert und hat einen
schwachen, violetten Widerschein. Das Dnftorgan dieser Art hat die Gestalt einer Ellipse, die an einer
Seite zugespitzt ist. Diese Spitze liegt wurzelwärts in dem Winkel der Sidunediana. Das Duftorgan ist
13 mm lang und 6 mm breit. Die ziemlich steifen Haare stehen dicht nebeneinander am Rande und sind
radienförmig nach innen gerichtet, so dass sich ihre Spitzen über der iMitte der Ellipse berühren. Nur die
Wurzelhälfte des Vorderrandes dieser Ellipse ist frei von diesen Haaren. Die Haare selbst sind 4 mm lang,
hell gelhlichhraun , an der Spitze dunkler braun. Dem Duftorgan gegenüber liegt auf der Oberseite der
Vtlgl ein keilförmiger Fleck plattgedrückter Schuppen. Vom oberen Amazonenstrom, Ecuador und Peru. Selten.
A. ornata Bt/r. Spannweite 75 mm, also etwas grösser als heia. Veilfarbig braun. Vtlgl mit einer
Reihe von 4 grossen, zusammenhängenden, runden, scliwarzen Augen mit ziemlich grossen weissen Pupillen
und ockerfarhiger Umgebung. Htlgl mit einer gebogenen zusammenhängenden Reihe von 5 grossen eiförmigen
blauen Augen, die feine weisse Pupillen haben und in dicken, schwarzen Ringen stehen. Die Umgebung
dieser Reihe ist ebenfalls ockergelb gefärbt. Die Unterseite ist ockergelb, fein braun gestrichelt. Die stumpf
vorspringende Ecke der Htlgl liegt auf dem vordem Medianstast. Es ist nur das ? bekannt. Cayenne. Selten.
b) Subcostalis und Oberradiale der Htlgl entspringen bei beiden Geschleclitern w'eit getrennt und
gehen divergierend auseinander. 01)erdiscoc.ellularis hat die halbe Länge der Mitteldiscocellularis. Ird der
Vtlgl l)ei den cf cf nur 2 — 3 mm von der geraden Linie abweichend, bei den ganz gerade. Spitze der Vtlgl
rechtwinkelig. Htlgl auf der vorderen IMediana in eine Si)itze auslaufend, auf der mittleren und hintern Mediana
stumpf eckig.
A. geryon F/dr. (43c). Spannweite 85 mm. Der Aussenrd der Vtlgl ist fast gerade, die grösste
Ausbiegung des Irds des cf liegt etwas vor der Älitte und beträgt nur 2 mm, beim ? ist der Ird der Vtlgl
gerade. Grundfarbe braun. Drei grosse, 5—6 mm messende schwarze Augen mit 1 mm grossen weissen
Pupillen und bräunlich ockergelbem Umkreis stehen auf jedem Elügel, die der Htlgl in gebogener Reihe.
Beim ? messen die Augen 8 — 9 mm. Die Unterseite ist bräunlich ockergelb , überall fein braun gestrichelt,
mit brauner Mittelbinde auf beiden Flügeln, zwei braunen Halbbinden in der Mittelzelle der Vtlgl, einer
solchen Halbbinde vor der Mittelbinde der Htlgl und braunem Aussenrd. An Stelle der Augen stehen auf
den Vtlgln drei weisse Punkte und auf den Htlgln zwei weisse und ein schwarzer Punkt. Ferner ist noch
ein schAvarzer Punkt an der Wurzel der Htlgl vorhanden. — Das Duftorgan ist nur 10 mm lang, liegt 4 mm
von der Whirzel entfernt und besteht aus einer der Suhmediana aufsitzenden Reihe von gelbbraunen, 3 mm
langen , an ihrer Spitze dunkelbraunen Haaren. Es erreicht nicht ganz die Mitte des Irds und ist daher
selbst bei sehr hoher Flügelspannung durch die Htlgl verdeckt. — Dem Duftorgan gegenüber liegt auf der
Oberseite der Vtlgl auch hier ein bimförmiger Fleck von niedergedrückten Schuppen , der 7 mm lang und
5 mm breit ist, jedoch leicht ühersehen werden kann. Ferner ist eine kleine, kahle, Amn Schuppen ent-
blösste Stelle am Vrd der Htlgloberseite als das sogenannte Reibefeld zu eiwähnen. — Die früheren Stände
dieser Art sind von Fasse in Columhien beol)achtet Avorden : Das Ei ist halbkugelig, AAmiss, nicht glänzend;
die Basis etAvas eingebuchtet. Grösse Avie Harj>tjia vinula. Die Rp sieht fast Avie eine Bomb. nensfria-R]) aus,
ist ähnlich hunt und detailliert gezeichnet, jedoch mit divergierenden Rückenlinien. Der sehr grosse Kopf
ist gelblichgrün, der Körper nach hinten verjüngt und in eine lange SchAvanzgabel endigend. Die Pp ist
etwas gedrungener, sonst ähnlich einer grossen Fyrani. aialanfa-R]). Es kommen solche Amn grüner und
hrauner Farbe vor, ohne dass dadurch das künftige Geschlecht bedingt Avird. Futter{)tlanze der Rp eine
Palmenart. Golumbianische West-Kordillere und zwar: Carmen 1800 m, Rio Agnatal 1800 m vom November
bis Januar, St. Antonio 2000 m im April in dichtem, dunklem UrAvald auf der Kammhöhe. Hnamboya in
Ecuador (1200 — 2200 m).
A. geryonides Weijm. (43 c). Der vorigen Art ähnlich, die Grundfarbe ist aber dunkel olivbraun,
die äussere Hälfte der Vtlgl und die Htlgl besonders dunkel. Die Augen sind grösser, beim cf messen sie
auf dem Vtlgl 8 — 9 mm im Durchmesser, auf dem Htlgl 5—6 mm. Die Pupillen derselben sind ebenfalls
grösser (2—272 nnn) und bläuliclnveiss gefärbt. Die rotgelbe Einfassung der Augen von geryon fehlt hier
ganz. Die Unterseite ist ebenfalls dunkler als bei geryon. Die Aveissen Punkte auf den Vtlgln sind etAvas
grösser und statt des scliAvarzen Punktes zwischen dem mittleren und hinteren Medianast der Htlgl ist ein
kleiner schwarzer Ring mit Aveisser Pupille vorhanden. Ein Hau})tunterschied liegt in dem Duftorgan. Das¬
selbe ist viel grösser als bei geryon, es bedeckt eine keilförmige, proximal zugespitzte, distal abgerundete
Fläche von 18 mm Länge, deren grösste Breite 6 mm beträgt. Selbst bei nicht hoher Flügelspannung liegt
daher der äussere Teil des Duftorgans frei und nur die innern ^/4 sind Amm Htlgl bedeckt. Die in zwmi
Längsreihen geordneten Haare stossen in der distalen Ahrundung zusammen, biegen sich gegeneinander und
berühren sich mit ihren Spitzen. Der dem Duftorgan gegenüber auf der Oberseite der Vtlgl liegende Fleck
niedergedrückter Schuppen hat ähnliche Gestalt AAÜe bei goryon und ist deutlich sichtbar. Das ? erreicht
eine Flügelspannung his zu 90 mm. Die Augen auf den Flügeln sind noch grösser als heim cf, sie messen
auf den Vflgln 10 — 12 mm, auf den Htlgln 7 — 10 mm. Die bläulichweissen Pupillen derselben erreichen
eine Grösse von 2 — 3 mm. Auf den Htlgln zeigt sich noch ein 4. kleineres Auge, das bei den zwei mir
vorliegenden ?? eine verschiedene Stellung einnimmt. Bei dem Ecuador -Exemplar liegt es zwischen der
ANTIKHIIAEA. Von G. Wkymkh.
]S1
Uiiterradiale und dein obern Äledianast, liei dem eolumbianischen Exemplar aller iialie am Vrd. Auch ist
die Gi'undfarlie liei letzterem dunkler als bei jenem, doch sind beide an den p;rossen bläulidiweissen Eupillen
leicht von genjon zu unterscheiden. Ecuador (Sarayaku und Makas); Columbien (Mio d'oche am (^tuindiu
2200 m im September und Canon del Tolima 1700 m im Dezember).
c) Spitze der Vügi wie abgesclmitten , der Aussenrd tritt auf der oljern Radiale stumjifwinkelig vor.
Der Ird der Vflgl bei den cf cf 4 — 6 mm von der geraden Linie aliweicliend. Das übrige wie bei li.
A. phasiane BUr. (43 c). Grösse etwa den vorigen Arten gleich, auch in der Zeichnung ähnlich,
die Spitze der Vtlgl ist aber wie abgeschnitten, so dass der Aussenrd unterhalb der Sjiilze eine stumjife
Ecke bildet. Der Ird der Vtlgl weicht beim cf 4 mm von der geraden Linie ab; Grundfarbe rötlichbraun.
Vtlgl mit 3 grossen Aveissgekernteu Augen, von denen das vordere 2 Puiiillen hat (die eine nahe am Rande).
Htlgl mit 4 runden schwarzen Flecken an Stelle der Augen. Auf beiden Flügeln sind die Augen und
Flecke bräunlich rotgelb eingefasst. Die Unterseite ist der von genjon fast gleich, doch ist die Grundfarbe
rötlichbraun, der Aussenrd ist nicht dunkler eingefasst und vor demselben treten auf jedem Flügel 4 weisse
Flecke, die der Lage der Pupillen und Flecke der Oberseite entsprechen, deutlich hervor. In der Färbung
und Zeichnung sind die Geschlechter nicht verschieden. Venezuela (Maracaibo); Peru (Chanchamayo).
A. pterocopha Salv. u. Godm. Die Gestalt der Flügel und die Zeichnungsanlage der Unterseite ist pterocopha.
der von phasiane ganz ähnlich. Die Oberseite ist aber weit verschieden und viel lebhafter und schöner
gefärbt. Auch zeigen beide Geschlechter oberseits wenig Übereinstimmung in der Zeichnung, cf 95 mm
Flügelspannung. Der Ird der Vtlgl ist stärker nach aussen gebogen als bei phasiana, er weicht 6 mm von
der geraden Linie ab. Vtlgl oben dunkelbrann mit 3 grauen Punkten in Zelle 3, 5 und 6 und mit einem
eiförmigen Fleck niedergedrückter Schuppen dicht über der weit nach hinten gebogenen Submediana. Htlgl
mit einem grossen, orangegelben, hufeisenförmigen Fleck am Vorderwinkel, einem grossen, 20 mm langen,
blauen Fleck am Analwinkel , der die äussere Hälfte des Irds bis an den hintern Medianast fast ganz ein¬
nimmt, und mit 2 kleinern blauen Flecken in Zelle 2 und 3, wovon der letztere nur punktförmig ist. Die
Unterseite ist der von geryon und phasiane ähnlich, gelblichbraun, fein dunkelbraun gestrichelt, mit brauner,
etwas gebogener Mittelbinde auf beiden klügeln, 2 desgleichen Halbbinden auf den Vtlgln in der iMittelzelle
und einer braunen Wurzelbinde auf den Vtlgln, die sich nach hinten in mehrere Teile teilt. Alle diese
Binden sind an der äussern Seite von lilafarbigen Streifen begleitet, die sich in die Grundfarbe verlieren.
Im Saumfeld auf jedem Flügel 3 weisse Punkte. ? 100 mm Flügelspannung. Der Ird der Vtlgl ist nicht
gerade wie bei den andern Äntirrhaea-kYiQn, sondern etwas nach aussen gebogen, doch beträgt die x4us-
biegung nur 3 mm, also nur die Hälfte des cf. Grundfarbe dunkelbraun; Vtlgl hinter der Mitte mit einer
lilafarbigen Querbinde, die, sich allmählich verjüngend, vom Vrd zum Ird zieht, in Zelle 4 unterbrochen ist
und auf welcher in Zelle 2, 3, 5 und 6 weisse Punkte stehen. Die Htlgl haben die vordere Hälfte des
Aussenrds 11—12 mm breit rotgelb gefärbt mit einem braunen Submarginalstreifen. Vom vordem Medianast
ab ist der Aussenrd bis zum Analwinkel nur 4 mm breit rotgelb. In Zelle 3 liegt ein grösserer, in Zelle 5
ein kleinerer lilafarbiger Fleck, ersterer auf l)raunem, letzterer auf rotgelbem Grunde, beide mit weissein
Kern. Costa Rica, Panama (Santa Fe, Galobre). Sehr selten.
cl) Spitze der Vflgl gerundet, Ird der Vflgl bei den cf cf so stark nach hinten gebogen, dass er 7 bis
10 mm von der geraden Linie alnveicht. Htlgl auf dem vordem Medianast in eine Spitze ausgezogen, auf dem
hintern stumpfeckig.
A. philoctetes L. (morna F.) (43 c). Vtlgl einfarbig braun mit einem weissen Punkt vor der philoctetes.
Spitze. Der von der Grundfarbe nicht verschiedene Fleck plattgedrückter Schuppen ist gross, eiförmig,
12 mm lang, 7 mm breit und tritt ziemlich deutlich hervor. Htlgl braun, am Vrd heller, nach aussen und
hinten dunkler, ein blauer Fleck am Analwinkel, daneben folgen 2 grosse desgleichen, eiförmige, die einen
dicken schwarzen Kern haben, dann ein blauer Punkt in Zelle 4 und zwei Yveisse Punkte in Zelle 5 und 6.
Auf der Unterseite sind die Vtlgl graubraun mit 2 geraden braunen Querlinien in der i\littelzelle, mit einem
geraden weissen Streifen hinter der Mitte, der nur auf Rippe 2 umbiegt und vor dem Duftorgan endigt.
Zu beiden Seiten dieses Streifens ist die Grundfarbe etwas dunkler. Das Duftorgan ist kreisrund, die am
Rande des Kreises stehenden Haare sind nach der Mitte desselben gerichtet und berühren sich mit den
Spitzen. Selbst bei wenig hoher Spannung liegt der vordere Teil desselben frei. Durch die Mitte der
Htlgl zieht eine 15 mm breite dunkelbraune Binde vom Vrd zum Ird, im Saumfelde in Zelle 2 und 3 zwei
schwarze, hellbraun eingefasste Flecke und in Zelle 4, 5 und 6 je ein weisser Punkt. Eine braune Wellen¬
linie vor dem Saum. Guyana, unterer Amazonenstrom, Tapajos. — scoparia Btlr. ist von philoctetes nur scoparia.
dadurch verschieden , dass die Vflgl oberseits eine heller braune Grundfarbe haben , welche die Zeichnung
der Unterseite deutlich durchscheinen lässt und dass auf den Hllgln wurzelwärts von der blauen Flecken¬
binde der philoctetes noch eine zweite aus 4 Flecken bestehende Binde vorhanden ist. Auf der Unterseite
der Htlgl vereinigen sich die 2 dunklen Flecke im Saumfelde beinahe mit der braunen Mittelbinde. Be¬
schrieben nach einem Exemplar in der frühem KADEN’schen Sammlung, jetzt in Kolk Druce, dessen Fund¬
ort nicht bekannt ist.
182
ANTIKRHAEA. Von G. Weymek.
phiiaretes. A. philarctcs Fhlr. (43 d). Die Vflgl sind auf beiden Seiten denen von philoctetes ganz ähnlich,
auch der Dnftapparat ist geradeso gestaltet, die Htlgl sind jedoch weit verschieden. Sie haben beim cf
2 blaue runde Flecke von 4 mm Durchmesser in Zelle 2 und 3 und einen gleichfarbigen Punkt in Zelle 5,
in welchem ein feiner weisser Kern steht. Zuweilen liegt noch ein 4. Fleck zwischen ihnen. Beim ? ist
dies -wohl immer der Fall. Auf der Unterseite setzt sich die weisse Binde der Vtlgl in ziemlich gerader
Richtung üher die Hügl fort bis dicht an den Ird in der Nähe des Analwinkels. Auf ihr liegt in Zelle 2
ein kleiner runder schwarzer Fleck und neben ihr an der äussern Seite in Zelle 3 ein ähnlicher, grösserer
Fleck in weisser Umgebung. An der Wurzel der Htlgl 3 braune Fleckchen. Von Bogota in Columbien
philopoemen. und von Pebas am obern Amazonenstrom. — philopoemeti Fldr. Grösser als phiiaretes, das ? erreicht
bis zn 100 mm Flügelspannung. Grundfarbe braun, Vflgl hinter der Mitte eine gerade weisse Binde, vor
der Flügelspitze 2 weisse Punkte, eine braune Submargiuallinie , hinter welcher der Rand rötlich ist. Die
Htlgl in der äussern Hälfte schwärzlich mit violettem Schein und 6 eiförmigen, glänzend blauen Flecken
zwischen der hintern Mediana und dem Vrd, mit rötlichen, zuweilen weissgetleckten Halbmonden auf dem
Saume. Die Unterseite ist der von phiiaretes ähnlich, die Wurzelhälfte der Vtlgl ist aber bedeutend heller,
die weisse Binde ist auf beiden Flügeln breiter, anf den Htlgln erreicht dieselbe aber nur die Submediana,
avemiis. nicht den Ird. Von Villeta in der bogotanischen Kordillere. 1500 m. Selten. — avernus Fpff’. (43 d). Der
philapoewen ähnlich, doch etwas kleiner: cf 78 — 85 mm, ? 90 mm Flügelspannung. Der Ird der Vtlgl ist
beim cf stärker nach aussen gebogen. Die Abweichung von der geraden Linie beträgt 10 mm. Vtlgl
beim cf einfarbig braun mit nur einem weisseu Punkt vor der Flügelspitze, beim ? ausserdem mit einem
schmalen, auf den Rippen unterbrochenen trübweissen Querstreifen hinter der Mitte. Die Htlgl haben in
beiden Geschlechtern 3 grosse, lebhaft blaue oder violettblaue Flecken zwischen der Submediana und den
3 Medianästen, welche die Breite der Zellen fast ganz ausfüllen und 8 — 11 mm lang sind. Der grösste
liegt dem Irde zunächst. Beim ? folgen in der vordem Flügelhälfte noch 2 oder 3 kleine blaue Flecken,
beim cf nur einer zwischen den Radialen, der einen weissen Mittelpunkt hat. Die Unterseite ist der von
phiiaretes ganz gleich, das Duftorgan ebenfalls. Durch den 'grossen blauen Fleck zwischen der Submediana
und dem hintern Medianast auf der Überseite der Htlgl ist diese Form sofort von den verwandten zu unter¬
scheiden. Peru (Ghanchamayo), Fcuador (Macas und Saiayaku).
miltiades. A. miltiades F. (= casta Bates, lindigii Fldr.) (43 d). 80 — 90 mm Flügelspannung. Vllgl beim cf
braun mit I oder 2 weissen Punkten vor der Spitze. Diese sind beim ? etwas grösser und besitzt dies
ausserdem eine schmale weisse Binde, welche vom Vrde zum Irde geht. Htlgl braun, beim cf mit
einem nnregelmässigen weissen Fleck zwischen den Medianästen, der sich nach hinten in eine Spitze ver¬
längert. Beim ? hat dieser Fleck eine sichelförmige Gestalt und liegen vor und hinter ihm noch mehrere
kleine Flecke, auch stehen auf dem Saume zwischen den Rippen wmisse Halbmonde. Die Unterseite ist der
der vorigen Arten ganz ähnlich , nur ist die weisse Binde auf den Htlgln zwischen den Medianästen etwas
erweitert, so dass hier ein weisser Fleck entsteht, der demjenigen der Oberseite ähnlich ist. In demselben
liegen 2 runde schwarze Flecke, von denen der eine zuweilen nur punktförmig ist. An der Wurzel drei
braune Punkte. Das Duftorgan ist Avie bei den vorigen Arten. Von Guatemala, Nicaragua, Costa -Rica,
rnnrcna. Panama, Columbien (Muzo). — murena SVyr. ist eine Lokalform von miltiades, die sich durch geringere
Grösse (70 mm Flügelspannung) und dadurch unterscheidet, dass der weisse Fleck der Htlgl durch den
mittleren Medianast in zwei Teile geteilt ist, so dass nur die weisse Einfassung der daneben liegenden
schwarzen Flecke übrig geblieben ist. Auch scheinen die weissen Binden der Unterseite nach oben etwas
durch, die Wurzel der Htlgl ist oberseits hellbraun und am Vorderwinkel derselben Flügel stehen 2 graue
Punkte. Auf der Unterseite ist der äussere Teil des Wurzelfeldes heller braun gefärbt, die weisse Binde
ist auf den Vtlgln um ein Gei'inges l)reiter, doch fehlt die Erweiterung dieser Binde auf den Htlgln zwischen
den Medianästen fast ganz , während der an dieser Stelle liegende schwai'ze Fdeck stark vergrössert ist.
tomasia. Von Massauary am Rio Manes (unterer Amazonenstrom). — tomasia Btlr. (43 d). Flügelspannung 80 bis
95 mm, ist eine den beiden vorigen ähnliche Form, bei der der weisse Fleck der Htlgl oberseits zwischen
den Medianästen ganz verschwunden , dafür aber zuweilen ein kleiner weisser Punkt in Zelle 5 vorhanden
ist. Der Vrd der Htlgl ist hellgrau, wie bei allen verwandten Formen, und vor der Spitze der Vtlgl stehen
2 Aveisse Punkte. Auf der Unterseite ist der weisse Streif auf den Vtlgln viel schmäler als bei miltiades,
auf den Htlgln fehlt er bis an den vordem Medianast ganz. Dann folgt in Zelle 3 ein 3 mm messender
Aveisser Fleck, der von einem scliAvarzen lunden Fleck fast ganz ausgefüllt Avii-d. ZAvischen dem mittlern
Medianast und dem Irde ist der weisse Streifen vorhanden, aber ganz schmal und mehrmals unterbrochen. Das
.Alittelfeld der Htlgl ist unten dunkler wie Saum- und Wurzelfeld. Von Panama (Chiriqui, Bugaba, Veragua).
Anmerkung. Ob die von Kirby in seinem Katalog aufgefiihrie Antirrhaea hifascintus Gmelin wirklich zur Gattung
Antirrhaea oder überhauif zur amerikanischen Fauna gehört, erscheint fraglich, da sich ersteres aus der Beschreibung nicht er¬
kennen lässt und ein genaueres Vaterland dem Autor nicht bekannt war. Die Art ist nur als aussereuropäisch bezeichnet, kann
also ebensogut zur indischen oder afrikanischen Fauna gehören. Das Original der Beschreibung befand sich im Äluseum Leskeanum,
ein weiteres Exemplar ist nicht bekannt geworden. Nach dieser Beschreibung sollen die geeckten Flügel oben braun sein und
die Unterseite grau mit 2 gemeinschaftlichen braunen Streifen und einer breiten grauen gemeinschaftlichen, hinten gezähnten
Binde, in welcher auf den Vtlgln auf braunem Grunde 5, auf den Htlgln (3 Augen mit weisser Puiiille und gelber Iris stehen.
Von den Augen der Vtlgl sind die mittleren grösser. Vorkommen ausserhalb Europa. (Gmelin Syst. Nat.)
SrNARLSTA: CAEKOTS. Von G. Wkymkr.
ISB
5. Gattung; ^inarinta Weyvu
Die Kennzeichen dieser Gattung sind der im männlichen Geschlecht fehlende llaarkranz zwischen
Mediana und Suhmediana auf der Unterseite der Vtlgl und die nur an der Wurzel knieförmig gebogene,
sonst fast geradlinig verlaufende Suhmediana dersell)en Flügel, die erst in dem abgerundeten Innenwinkel
den Saum erreicht, während sie l)ei Antirrhaed einen mehr oder minder grossen Dogen beschreibt und weit
vor dem Innenwinkel in den Ird mündet. Der Ird dieser Flügel ist ebenfalls wenig nach hinten gebogen,
der Aussenrd bildet eine gerade Linie umt die Flügelspitze einen rechten Winkel. Der Saum der tltlgl
tritt auf dem vordem Medianast in eine nach aussen gerichtete Spitze vor, auf den übrigen Hippen ist er
nur wellenförmig. Die einzige Art dieser Gattung hat ein sehr düsteres Aussehen und ist eine Flnldeckung
der neuesten Zeit.
S. adoptiva Weijin. (44 a). Flügelspannung 82 mm. Die Gestalt der Flügel ist die von A. <j<n'ij(M adoptiva.
Fhlr. (f, die Grundfarbe aber noch dunkler braun als bei A. geri/onides Weipn., fast schwarzbraun und überall
gleichmässig dunkel. Auf den Vtlgln liegen in Zelle 2, 3 und 5 drei schwarze Augen mit weissen Puj)illen,
das obere misst 5 mm, die beiden untern nur 3 mm im Durchmesser; auf den Htlgln in denselben Zellen
drei schwarze, pupillenlose Flecke, der vordere und hintere rund, 5 mm im Durchmesser, der mittlere
eiförmig und etwas grösser (6 zu 8 mm). Diese Flecke treten aus der dunklen Grundfarbe wenig hervor,
zuweilen haben die zwei hintern feine, kaum sichtbare, weissgraue Pupillen. Der Saum beider Flügel ist
fein rotbraun eingefasst, die Fransenspitzen weiss. Die Unterseite ist dunkelbraun mit vielen feinen, bläulich-
weissen Punkten bedeckt, welche meist aus einzelnen Schuppen bestehen und sich am Vrde der Vtlgl zu
einigen weissen Flecken verdichten. Nach aussen verliert sich diese Bestäubung, so dass der Rand einfarbig
braun erscheint. An Stelle der Augen der Oberseite stehen auf den Vtlgln drei ockergelbe Punkte, der
vordere etwas grösser, und auf den Htlgln an Stelle des mittlern Flecks ein bläulichweisses Fleckchen. Von
Fassl in der columbianischen West-Kordillere entdeckt. Das ? dieser Art ist noch nicht bekannt.
6. Gattung: Caerois Hbn.
Auch diese Gattung ist dadurch ausgezeichnet, dass sie beim männlichen Geschlecht ein Duftorgan
am Irde der Vtlgl auf der Unterseite besitzt, ausserdem ist auf der Oberseite der Htlgl in der Mitte der
Submediana ein Haarbusch vorhanden, der aus einer Reihe von braunen Haaren besteht. Die männlichen
Vorderfüsse sind sehr verkümmert, die Palpen ziemlich lang, mit dünnem, gebogenem Mittelgliede, nach
vorn dicht beschuppt. Die Rippen sind nicht aufgeblasen. Beim cf zweigt sich auf den Vtlgln nur ein
Subcostalast vor dem Zellende ab. Die Fltlgl laufen auf dem vordem IMedianast in einen Schwanz aus, auf
der Submediana zeigen sie eine stumpfe Ecke. Die übrigen Rippen treten auf dem Saume nicht vor.
Grosse Schmetterlinge von 80 — 90 mm Flügelspannung, deren Heimat Zentral- und das nördliche Süd-
Amerika ist.
C. chorinaeus F. (= arcesilaus Sulz.) (44 a). Der Vrd der Vtlgl ist au der Spitze stark nach diorinaeus.
hinten zurückgebogen, die Spitze selbst breit gerundet, der Aussenrd unter der Spitze tief ausgeschnitten,
der Innenwinkel abgerundet, der Ird etwas vortretend. Grundfarbe braun mit breiter rotgelber Schrägbinde,
ohne Augen, nur mit einem weissen Punkt vor der Spitze. 'Der Aussenrd der Htlgl ist 2—4 mm breit rot¬
gelb eingefasst , die braune auf dem vordem Medianast stehende Spitze tritt horizontal nach aussen vor.
Die bräunlich ockergelbe Unterseite ist fein dunkelbraun gestrichelt , mit drei braunen , fast geraden und
parallelen Querlinien auf den Vtlgln, wovon die mittlere nur bis an die Mediana reicht, die Htlgl mit zwei
in der gleichen Richtung laufenden Linien, die vom Vrde bis hinter die Füügelniitte ziehen, und einer dritten
geraden, die den Vorderwinkel mit dem Analwinkel verbindet. Das Duftorgan der cf cf liegt dicht am Innen¬
winkel auf der Unterseite der Vtlgl, so dass es vom Htlgl nicht bedeckt wird, ist 12 mm lang, von welchen
8 mm auf den Innen- und 4 mm auf den Ausseni’d fallen. Die nach vom gerichteten Haare dieses Duft¬
organs sind 3 mm lang, dunkelbraun. Ein kleiner brauner Haarbusch ist ausserdem auf der Oberseite der
Htlgl nahe am Irde. — Die Rp und Pp dieser Art hat Stoul im Supplementband zum CRAWER’schen
Exotenwerk, Taf. VI, Fig. 1 und ta, abgebildet. Die Rp hat am hintern Ende des Körpers zwei Spitzen
von aussergewöhnlicher Länge. Der Körper der Rp ist 60 mm lang, die Spitzen messen 30 min, erreichen
also die halbe Länge des Körpers, stehen geradeaus nach hinten und sind mit feinen Härchen besetzt,
während die Rp selbst nackt ist. Der Kopf ist verhältnismässig gross, rotbraun mit gelben Rändern und
Streifen, die Fresswerkzeuge schwarz. Der Körper trägt keine Erhöhungen, ist vorn und hinten 5 mm, in
der Mitte 7 — 8 mm dick und sehr bunt gezeichnet. Grundfarbe rötlichviolett, Bauch und Beine gelb; auf
dem Rücken ein gelber Längsstreifen, der in der Mitte jeden Ringes breit, in den Einschnitten aber schmal
ist, so dass langgezogene Vierecke entstehen, auf denen dunkler gelbe und schwärzliche Zeichnungen liegen
und die an jeder Seite des Rückens von mehreren rotbraunen und gellien Wellenlinien eingefasst sind.
Die Pp ist eine Hänge -Pp, etwa 22 mm lang, 9 mm dick, ihr Hlb ist sehr gekrümmt. Sie zeigt keine
184
TISTPHONE; ENODIA. Von G. Weymee.
gerdnidtus.
hercyna.
maculata.
scharfkantigen Erhöhungen, sondern nur auf der Mitte des Rückens eine flache rundliche Erhebung. Flügel¬
scheiden und Bauchseite sind einfarbig hell bräunlichgrau, der Rücken hat dagegen eine gelblichbraune
Farbe und ist mit vielen kleinen schwarzen Querstrichen und Flecken dicht besetzt. Die Nahrungsptlanze
der Rp ist das Zuckerrohr. Der Schmetterling erscheint in 1 1 Tagen aus der Pp. Er kommt in Guyana
und dem ganzen Amazonengebiet vor.
C. gerdrudtus F. (= gertrudtus Godm. u. 8uh., vespertilio Thieme) (44 a). Der Vrd der Vtlgl ist
nicht so weit nach hinten zurückgebogen wie bei der vorigen Art und läuft in eine ziemlich scharf vor¬
tretende Spitze aus, doch ist der Aussenrd nur wenig einwärts gekrümmt. Grundfarbe braun mit dunkel¬
violettem Schiller von der Wurzel bis über die Flügelmitte. Vor der Spitze der Vtlgl ein grosses schwarzes
Auge mit weisser Pupille, nach innen von einem rotgelben Halbmond eingefasst, darunter ein rotgelber
Fleck. Beim abgebildeten ? liegt, dem Irde etwas näher, noch ein zweites kleineres, gleichgefärbtes Auge
mit vollständigem, rotgelbem Ringe. Dieses zweite Auge fehlt beim’ cf. Auf den Hflgln erstreckt sich der
dunkelviolette Schiller bis nahe an den Aussenrd. Die Zeichnung der Unterseite ist der von chorinacus sehr
ähnlich. Die braunen (Juerstreifen gehen an der innern Seite verloschen in die Grundfarbe über, an der
äussern Seite sind sie heller eingefasst. Das Duftorgan liegt nicht am Innenwinkel wie bei der vorigen
Art, sondern viel weiter wurzelwärts am Irde. Es beginnt 8 mm von der Flügelwurzel entfernt, hat eine
Länge von 18 — 19 mm und endigt 5 mm vor dem Innenwinkel. Es besteht nur aus einer Reihe von steifen
aneinander schliessenden Haaren, die sich nach vorne richten, 6 — 7 mm lang, an ihrer Spitze etwas ge¬
kräuselt und gelblichbraun von Farlje sind. Die Submediana wird durch diese Haare bedeckt und mündet
am Ende des Duftorgans in den weit nach hinten gebogenen Ird. Auch bei dieser Art liegt auf der Mitte
der Submediana nahe am Irde der Oberseite der Htlgl eine kleine kurze Haarquaste. Von Panama (Lion
Hill), Gosta-Rica (Santa Clara Valley), Ecuador (Balzabamba), Columbien. — Da Butler das Bild dieser
Art, welches sich unter den nicht publizierten Abbildungen von Jones befindet und von Fabricius s. Z. bei
Beschreibung der Art benutzt wurde, mit dem Exemplar in Salvin’s Sammlung verglichen und in Überein¬
stimmung gefunden hat (vergl. Butler, Gatal. of Diurnal Lepid. described by Fabricius, p. 9), so nehme
ich keinen Anstand, den Namen gerdradtua Fahr, beizubehalten.
7. Gattung: TiHi{>]ioiie Hbn.
Vtlgl mit gerundeter Spitze, der Aussenrd schwach wellig, an den Htlgin stärker wellig. Die Unter-
discocellularis ist an beiden Flügeln mindestens doppelt solang als die Mittel- und Oberdiscocellularis. Die
Palpen sind dicht Iieschuppt, die Fhlr mit undeutlicher und schwach verdickter Kolbe. Die Klauen der
Mittel- und Hinterfüsse sind zweispaltig. Mittelgrosse und ziemlich grosse braune Schmetterlinge mit weisser
Fleckenlnnde auf den Vflgln und einer Augenreihe auf der Untei'seite der Htlgl. Ilir Verbreitungsbezirk
erstreckt sich von Mexiko bis Süd-Brasilien.
T. hercyna Hin. {— anosia Godt.) (44b). Braun, in der äussern Flügelhälfte dunkler, mit einer
Reihe grosser weisser Flecke durch die Mitte und einem kleinen Fleck vor der Spitze der Vtlgl , sowie
einigen gleichen Flecken am Rande der Htlgl. Costale, Mediana und Submediana der Vtlgl sind an der Wurzel
etwas verdickt. Auf der Unterseite ist die Grundfarbe etwas heller, bräunlichgrau, die weissen Flecke wie
oben, die Htlgl mit mehreren dunkelbraunen, sehr zackigen Linien, hinter der IMitte mit einer gebogenen
Reihe von 6 grossen, runden, weissgekernten Augen, von denen die 2 vordem schwarze, das 3., 4. und 5.
graubraune Iris haben, das letzte aber doppelt schwarzgekernt ist. Alle Augen sind von einem gelblich¬
grauen und aussen von einem dunkelbraunen Ring eingefasst. Die Sjntze der Vtlgl ist unten ebenfalls
bräunlichgrau mit einem Auge, welches wie das vordere der Htlgl gefärbt ist. Vaterland: Süd-Brasilien
(Provinz Santa Catharina, Provinz Parana, Rio de Janeiro in einzelnen Jahren in grosser Anzahl), Mexiko.
T. maculata dfyff. (44b). Der vorigen Art ähnlich, doch bedeutend kleiner, die Grundfarbe etwas
heller, die weissen Flecke auf den Vflgln haben ober- und unterseits viel geringere Grösse, stehen isoliert
und bilden eine mehr nach aussen geschwungene Reihe. Auf den Htlgin fehlen sie ganz. Die Unterseite
der Htlgl ist viel heller als bei Jiercgna, sonst in der Zeichnung gleich. Vaterland: Mexiko, Guatenmla,
Nicaragua, Gosta-Rica, Panama, Columbien, Venezuela, Bolivien, Süd-Brasilien (Rio Grande do Sul).
Anmerkung. Die von Burmeister beschriebene Tisiphone lyssa ist = Pedaliodes (Pronophdu) porina Uew.
8. Gattung: Knodia Hbn.
Schmetterlinge etwas unter Mittelgrösse. Die Gostalrippe dei’ Vtlgl ist an der Wurzel nicht stark,
aber doch etwas angeschwollen, die Oberdiscocellularis ist sehr kurz, die Mitteldiscocellularis bleibt noch
unter der halben Länge der Unterdiscocellularis. In den Hflgln erreicht die Gostalrippe nicht den Vorder¬
winkel. Der Aussenrd ist auf den Vflgln schwach wellig, unter der Mitte etwas einwärts gebogen, auf den
Htlgin stärker Avellig mit einem stum})f vorspringenden Zahn auf dem vordem Medianast. • Fhlr sind hell
Atisgegehcn SO. XI. lOlO.
TAYGKTIS. Von G. Wi vmkih.
185
und dunkel geringelt, mit nicht aJ)gesetzter, aber doch deullich verdickter dunkler Koll)e und heller Spitze.
Palpen lang nnd dünn, an der Vorderseite dicht behaart. Augen behaart. Vorderbeine bei cf und ? sehr
verkümmert. Die Gattung besteht aus zwei nordamerikanischen Arten , wovon die eine längere Zeit als
Varietät der andern betrachtet wurde, bis Skinner sie als besondei'e Art beschrieb. Die andere, die bekannte
portlandia wurde von Westwoob zur Gattung Dehk (= Lethe ///>.), von Kirby mit ? zur Gattung l<Mptyrhi)i
gestellt. Dyar führt in seinem Katalog den HüBNER’schen Namen Lnoc/ia dafür ein. Der Kippen veilauf dei-
Falter stimmt mit der indischen Gattung JjefJie überein, die Gastalt der Rp ist abei' schon dadurcli ver¬
schieden, dass der Kopf bei Lethe ein Horn, bei Enodia zwei Horner trägt.
E. portlandia E. (= androniacha Htm.) (44b). Flügelspannung 48—51 mm. Die auf der Oberseite portlandia.
pupillenlosen schwarzen, bräunlichgelb eingefassten Flecke haben auf der Unterseite meistens weisse Pupillen
und einen dunkelbraunen zweiten Ring als Einfassung; auch ist ihre Zahl um eins vermehrt, indem am After¬
winkel der Htlgl ein kleines Doppelauge hinzugetreten ist. Im Wurzelfehle auf beiden Flügeln eine etwas
gebogene braune Linie, eine zweite stark zackige desgleichen durch die Flügelmitte, eine schmale braune
Submarginalbinde und zwei feine braune Saumlinien, zwischen welchen der Raum ockergelb ausgefüllt ist. —
Die Rp ist schlank, von der Mitte aus nach hinten spitz zulaufend, grün, mit einer roten Rücken- und
dunkelgrünen Seitenlinie. Der Kopf ist zweiteilig, jede Hälfte trägt ein kurzes konisches Horn; der letzte
Leibesring mit zwei nach hinten gerichteten Spitzen. Auf Gräsern. Die Pp auf dem Rücken konvex , auf
der Bauchseite konkav, mit einer stumpfen Erhöhung auf dem Thorax, hellgrün. Der Ealter ist in den
Vereinigten Staaten von der Ostküste bis an das Felsengebirge und von Maine im Norden bis an den Golf
von Mexiko im Süden verbreitet.
E. creola Skinner. Der vorigen ähnlich, doch grösser, cf und ? 57 mm Flügelspannung. Vflgl beim creola.
cT mehr in die Länge gezogen, am Vrde mehr konvex, am Anssenrde mehr konkav gekrümmt. Grundfarbe
dunkler graubraun, die schwarzen Flecke auf den Vflgln nicht braungelb eingefasst, zu beiden Seiten der
Rippen stehen auf den Vflgln lange pelzartige dunkelbraune Flecke, die proximal miteinander veibunden,
distal zugespitzt sind. Auf den Hflgln sind die schwarzen Flecke unter sich gleich gross. Beim ? ist die
braungelbe Einfassung der schwarzen Flecke breiter als bei porilandia. Kommt längs des Golfes von Florida
bis Mexiko vor. Selten. Da mir creola nicht in natura vorliegt, so lasse ich die Frage, ob es gute Art
oder nur Lokalform von portlandia ist, unentschieden.
9. Gattung; Taygetis Hhn.
Diese Gattung enthält grosse und mittelgrosse Schmetterlinge, auch einige unter Mittelgrösse. Die
grössten Arten messen 95 — 100 mm, die kleinsten 48 — 50 mm. Die Augen sind nackt; die Palpen stark
und borstig behaart. Fhlr dünn mit schwach verdickter Endkolbe. Die Gostal- und die Medianrippe der
Vflgl sind an der Wurzel aufgeblasen. Zwei Subcostaläste der Vflgl entspringen vor dem Ende der Mittel¬
zelle und zwei dahinter. Die Oberdiscocellularis ist ziemlich kurz, viel kürzer als die Mitteldiscocellularis,
diese und die Unterdiscocellularis sind gleich lang. In den Hflgln ist die Oberdiscocellularis fast ebensolang
als die Mitteldiscocellularis, dagegen die Unterdiscocellularis meist etwas länger. Die Vflgl sind entweder
glattrandig, wobei die Spitze sowohl gerundet als auch vorgezogen sein kann, oder ihre Spitze ist wie ab¬
geschnitten, indem dann auf der obern Radiale eine stumpfe Ecke entsteht. Die Htlgl sind mehr oder
weniger stark gezähnt, bei vielen Arten erstreckt sich die Zähnung auf den ganzen Aussenrd, bei andern
nur auf den hintern Teil desselben. Meist liegt dann der am stärksten vorspringende Zahn auf Mediane 2,
bei einzelnen Arten aber auch auf Mediane 3. Mit wenigen Ausnahmen ist die Oberseite einfarbig braun¬
gefärbt. Die^ wenigen bekannten Rpn leben an Bambusarten. Der Verbreitungsbezirk erstreckt sich über
das ganze tropische Amerika, nördlich bis Mexiko und südlich bis Süd-Brasilien.
T. mermeria Cr. (44 c). Die grösste Art der Gattung und sehr veränderlich in der Gestalt der menneria.
Flügel und der Zeichnung der Unterseite. Die Stammform hat eine rechtvviiikelige Spitze der Vflgl, die
zuweilen etwas gerundet ist. Der Aussenrd der Vflgl ist glattrandig, der der Htlgl wellig gebogen mit
stumpfen Ecken. Oberseite einfarbig olivenbraun. Fransen bald ebenso, bald bräunlichweiss gefärbt. Die
Unterseite ist sehr veränderlich, meistens ist sie graubraun mit einer weisslichgrauen schmalen, geraden
Mittelbinde durch beide Flügel. Hinter derselben eine Reihe von 5 — 6 dunklen Augen auf jedem Flügel,
wovon aber oft nur die weissen Pupillen zu sehen sind. Manchmal fehlt auch die hellere Binde, besonders
auf den Vflgln, oder sie ist nur durch einen helleren Schatten angedeutet, vor dem sich dann eine breite
dunkelbraune Mittelbinde durch beide Flügel zieht. Die Art hat eine weite Verbreitung und ist stellen¬
weise nicht selten. Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa- Rica, Peru, Ecuador, Amazonenstrom,
Bolivien, Britisch Guyana, Surinam, Brasilien. Der Schmetterling fliegt in der Tiefebene im Schatten der
Wälder nahe am Boden und ist von dem trockenen abgefallenen Laube, auf das er sich mit Vorliebe
setzt, schwer zu unterscheiden. — crameri (Stgr. i. l.) form. nor. (44 c) ist eine Form von mermeria, bei der crameri.
die Unterseite beider Flügel grösstenteils rötlich ockergelb gefärbt ist und die Augen der Vflgl zum Teil
viel grösser und ebenfalls ockergelb gefärbt sind, manchmal sind es auch die der Htlgl. Von iMexiko,
V 24
186
TAYGETIS. Von G. Weymer.
tenebrosiis. Süd-Brasilien. — tenebrosus Blanch. (44 c) ebenfalls eine Form der mernieria, bei welcher die Vllgl am
Vrde in eine mehrere Millimeter lange feine Spitze ausgezogen und die Augenflecke der Unterseite der Vflgl
meist nur klein sind. Die Hflgl haben unten vor der Mitte eine 10 mm breite hell bräunlichgelbe oder hell
bräunlichgraue mit feinen, dunkelbraunen Punkten bestreute Binde. Diese Form kommt in Mexiko, in
Hondura und andern Ländern Zentral -Amerikas , am Amazonenstrom (Ega), in Ecuador, Surinam und Süd-
excavata. Brasilien (Blumen au) vor. — excavata Btlr. (44 c), eine weitere Form von mermeria, zeichnet sich dadurch
aus, dass der hintere Teil der Hflgl zwischen den Kippen 1 b und 3 am Aussenrde ziemlich tief ausgeschnitten
ist. Die Vflgl sind am Vrde ebenfalls in eine lange Spitze ausgezogen. Von Honduras und von Columbien.
Anmerkung. Ob die Rp, welclie Stoll im Supplementband zu Gramer, Uitl. Kapellen, Taf. 7, Fig. 1, abbildet,
wirklich zu memieria Cr. gehört, erscheint mir etwas fraglich, da ihre Gestalt nicht derjenigen der bekannten Satyriden - Rpn
entspricht und auch die Nahrungspflanze dieser Rp (der Orangebaum) eine Verwechslung vermuten lässt. Sonst sind nur
Gräser, Bambus und Zuckerrohr als Nahrung für die Satyriden-Rpn bekannt. Die abgebildete Rp ist 42 mm lang, 7 mm dick;
auf dem Rücken rotbraun mit weissem, zackigem Längsstreif und mit sieben langen, rot und weiss gefärbten, behaarten Dornen;
an den Seiten stehen weisse Haare, welche die Füsse bedecken. Am Schwanzende zwei Quasten, die ebenfalls rot und weiss
behaart sind. Der Kopf ist dreieckig, schwarz und weiss behaart. An seiner Vorderseite stehen zwei weisse Streifen, die seit¬
wärts von den weissen Mundteilen bis zur Stirn hinaufziehen und sich über derselben in einer Spitze vereinigen. Nahrung:
Orangebaum. Die Chrysahde ist perpendikulär aufgehängt, 30 mm lang, 12 mm dick, mit zwei kurzen Spitzen am Kopfe, grün
von Farbe und ergibt den Falter in 14 Tagen. Weitere Forschungen müssen entscheiden, ob das SxoLi.’sche Bild wirklich die
mermeria-l\\i vorstellt.
armillata. T. armillata Bf/r. steht zwischen mermeria^ und ypthima. Etwas kleiner als erstere. Die Flügel¬
spannung beträgt 90 — 95 mm. Der Vflgl läuft in eine Spitze aus, welche nicht so lang vorgezogen ist wie
bei tenebrosus und exceimta. Die Hflgl sind auf den Rippen 1 b bis 4 in spitze Zähne ausgezogen. Oberseite
olivbraun, der Rand etwas dunkler, die Fransen heller. Der Hauptunterschied gegen mermeria liegt in der
Stellung der Mittelbinde auf der Unterseite der Hflgl. Diese Binde ist iiicbt gerade wie bei mermeria , son¬
dern gekrümmt und verläuft mit dem Aussenrd parallel. Die Augen auf Iteiden Flügeln sind viel kleiner
jimna. und diejenigen der Vflgl stehen in fast gerader Reihe. Von Columbien, Ecuador, Bolivien. — jimna BtJr.
(44 d) ist eine Form von armlUatu, die sieb nur durch hellere Färbung der Unterseite, durch weniger winkelig
gebogene, deutlicher hervortretende Querbinde unterscheidet. Von Panama, Thauropolis.
larua. T. larua Fldr. (46 a). Etwas kleiner als armillata (80— 85 mm Flügelspannung). Oberseite einfarbig
dunkel olivbraun , die Spitze der Vflgl etwas vorgezogen. Die Zähne der Hflgl treten etwas wenigei’ vor
als bei armillata. Die Unterseite stahlartig schwarzgrau bestäubt, besonders die Hflgl, welche einen schwachen
Glanz zeigen. Die Querlhnden sind sehr schmal, verlaufen aber ebenso gekrümmt wie bei armillata. Von
Columbien (Bogota) und von Paraguay. Die Abbildung erfolgte nach der FELDER’schen Tjq^e im Museum Tring.
ypthima. T. ypthima Hbn. (= chelys Burm.) (44 d). Vflgl mit scharfer Spitze, unterhalb derselben am Aussenrde
etwas eingebogen. Hflgl mit spitzen Zähnen auf den Rippen 1 b bis 4. Oberseite olivenbraun, mit ca. 3 mm
breitem dunkelbraunem Saume. Fransen gelblichgrau. Die Unterseite ist sehr veränderlich, bei der Stamm¬
form bräunlicbgelb , fein braun marmoriert, auf den Vflgln mit 2 lilafarbigen Querbinden, zwischen und
hinter denen die Grundfarbe oft dunkelbraun wird. Auf den Hflgln zwei dunklere, etwas gebogene zackige
(Juerbinden und eine Reihe weisslicher Punkte, die von braunen Ringen umgeben sind. Von diesen tritt
derjenige, welcher in Zelle 2 liegt, oft als deutlicher weisser Fleck hervor. Es treten Abänderungen in den
verschiedensten Formen auf. Die Querlinien werden breiter, vereinigen sich zu braunen Flecken, und diese
wieder zu braunen Längsstreifen. In Süd - Brasilien verbreitet, Prov. Rio de Janeiro (Petropolis) , Prov.
Ophelia. St. Catharina (Joinville , Blumenau) , Prov. Rio Grande do Sul (Porto Alegre) , Paraguay. — Ophelia Btlr.
(44 d) ist eine ypthima-F orm mit fast einfarbiger, bräunlich ockergelber Unterseite der Hflgl mit etwas
hellerer, doch undeutlicher Mittelbinde und kleinen schwarzen Punkten in gelben Ringen. Von Joinville. —
xantippe. xantippe Btlr. (44 d) bat fast ganz braune Unterseite der Hflgl mit einem grossen rötlichgelben Felde am
semibrunnea. Vorderwinkel und einem gleichfarbigen Flerk in der Mitte. Von Blumenau. — semibrunnea form. mr. (44 d)
ist eine weitere Form von ypthima mit gelblichgrauen , braun bestäubten Hflgln , welche eine abgekürzte
braune Wurzelbinde und eine vom Vorder- zum Irde reichende braune Mittelbinde haben. Ausserdem ist
der ganze Aussenrd bis nahe an diese Binde breit dunkelbraun gefärbt, so dass nur zwischen beiden ein
schmaler, teilweise unterbrochener Streifen der Gi'undfarbe übrig bleibt. Von Blumenau. — Das Ei und die
ersten 4 Stadien der Rp der Stammform ypdhima wurden von Müller beschrieben. Das Ei, welches vom
Falter an die Unterseite der Bambusblätter gelegt wird, ist kugelig, durch flache Kanten in sechsseitige
Fehler geteilt. Die Rp ist im ersten Stadium 5 — 8 mm lang. Kopf hellbraun, runzlicb, mit 2 an der Spitze
geteilten Hörnern und 3 konischen Erhebungen an jeder Seite, welche alle mit je einem steifen, kolbigen
Borstenhaare versehen sind. Die Hörner sind an der Basis weisslich, an der Spitze schwarzbraun. Der
Körper ist viel schmaler als der Kopf, weisslichgrün, die mittleren Ringe etwas verdickt, mit einzelnen
kurzen, fein geknöpften Borstenhaaren besetzt. Die Schwanzgabel am Ende ist kurz. Im 2. Stadium ist
der ganze Kopf mit kleinen borstentragenden Wärzchen besetzt, vorne stehen 2 braune parallele Bogen,
von denen der innere bei spätem Häutungen verschwindet, ferner zeigen sich am Körper ein weisser Rücken-
und ein, später zwei weisse Seitenstreifen. Im 3. und 4. Stadium werden die seitlichen Spitzen des Kopfes
immer kürzer, während die obern Spitzen der Hörner bestehen bleiben. Im 4. Stadium ist der Kopf blass-
^I’AYGETIS. Von G. Weymkr.
187
grau, braun gerandet. Zwischen den Hörnern liegt ein schwarzhrauner Fleck, der sich nacli hinten ver¬
schmälert und in den dunkelgrauen Rückeiistreif ül)ergeht. Dieser ist abwechselnd schmal und l)reit uml
bildet mit den vorne gelbgrünen, hinten orangegelben Subdorsalstreifen und den grünen und weissen Seiten¬
streiten eine sehr komplizierte Zeichnung. Weiter konnte Müller die mit Bambusblättern ernährten l>])n
nicht beobachten, da er inzwischen abreisen musste. Über die erwachsene ypthima-Mi) teilt mir indessen
Herr Schmalz in Joinville mit , dass sie grün gefärbt sei und einen breiten graugelben Längsstreifen auf
dem Rücken habe, welcher gelbbraun begrenzt ist. Der Kopf ist braungelb, mit zwei seitlichen hornartigen
Fortsätzen, welche fein gedornt sind. Das Hinterende ist lang gegabelt, die Gabelenden grauwollig behaaii
und aufgerollt. Die Rp nährt sich von Grissimma, einer Bambusart. Eine Beschi-eibung der I’p erhielt ich
noch nicht; dagegen bemerkt Herr Schmalz über den Falter, dass er fast nur im Waldesdunkel nahe dem
Boden angetrotfen wird, auch kommt er zuweilen nachts in die Häuser. Im Dezember 1887 flogen die
Falter in der Dämmerung zu Hunderten von Süden nach Norden aus einer Waldgegend zur andern, niedrig
über den Boden dahin. Seitdem wurden sie nur einzeln gesehen.
T. rectifascia Weym. (45a). Die Spitze der Vtlgl ist nicht oder nur sehr wenig vorgezogen, auch rectifascia.
die Zähne der Hflgl sind viel stumpfer als bei ypthima. Oberseite einfarbig braun. Die Unterseite ist
ebenso variable wie bei ypthima, doch ist sie von dieser sofort durch die gerade weisslichgelbe oder bräun¬
lich bestäubte Mittelbinde der Hflgl zu unterscheiden. Diese Binde ist an der proximalen Seite von einer
geraden, dunkelbraunen Linie oder einem solchen schmalen Streifen begrenzt. Im Saumfelde jedes Flügels
5 kleine braune, weissgekernte Augen, von denen das hintere der Hflgl etwas grösser als die übrigen ist.
Der braune Fleck am Vorderwinkel fehlt bei andern Stücken. Süd-Brasilien (Blumenau). — Stigma Weym. stigma.
ist eine Form von rectifascia, bei der die gerade helle Binde der Unterseite der Hflgl grau bestäubt ist, an
Stelle des Auges in Zelle 5 hegt ein 2 bis 3 mm grosser weisser Fleck und statt des Auges in Zelle 6 ein
weisser Punkt. Ebenfalls von Blumenau. — Bei latifascia Weym. (45 a) nimmt die ockergelb gefärbte Binde der tatifasda.
Hflglunterseite nach vorne allmählich an Breite zu, nur dicht am Vrde wird sie wieder etwas schmäler, der vordere
Augenfleck liegt in dieser Binde, der 2. auf der Grenze zwischen Binde und Saumfeld. Aus der Prov. St. Gatha-
rina (Brasilien). — Eine bisher unbeschriebene einfach gezeichnete Form von rectifascia nenne ich servius servius.
(46 c). Sie ist bedeutend kleiner (Flügelspannung 53 mm), die Zähne am Rande der Hflgl treten viel weniger
hervor, so dass sie in der Gestalt den kleinern Taygetis-kxiQn kerea und penelea ähnlich ist, doch hat die
gerade, bräunlichweisse, DA mm breite Mittelbinde auf der Unterseite der Hflgl dieselbe Lage wie bei recti¬
fascia, und ist wie dort innen scharf, nach aussen verwaschen begrenzt. Statt der kleinen Augen stehen
auf beiden Flügeln weisse Punkte, nur der letzte Punkt der Hflgl ist von einem schwarzen Ring umgeben.
Im übrigen ist die Grundfarbe der Unterseite einfarbig graubraun mit sehr undeutlicher dunkelbrauner Mar¬
morierung an den Flügelrändern und doppelter dunkelbrauner Sauralinie. Die Oberseite ist einfarbig dunkel¬
braun, wie die Stammform. Aus der Provinz Minas Geraes (Brasilien).
T. nympha Btlr. Gestalt von ypthima. Die Hflgl etwas weniger stark gezähnt. Oberseite oliven- nympha.
braun , am Rande etwas rötlich gefärbt , mit schwärzlicher Submarginallinie. Die Unterseite gleicht in der
Zeichnung der virgilia, indem die zweite Querlinie auf beiden Flügeln fast ganz gerade verläuft und nur
auf den Hflgln bei Rippe 2 einen kleinen Winkel macht. Die Submarginallinie ist aber viel stärker gezähnt,
weil in jeder Zelle 2 Zähne stehen. Die Grundfarbe ist rosenrot gemischt, beim ? blasser, der Saum ist
bis an die Submarginallinie dunkler. Vor derselben liegen auf hellerem Grunde auf den Vtlgln 4, auf den
Hflgln 5 Augen. Sie bestehen aus feinen braunen, 2 — 4 mm messenden Ringen mit dunklen Punkten in
der Mitte, die teilweise weissen Kern haben. Das dritte und vierte Auge der Hflgl sind grösser als die
übrigen. Honduras, Nicaragua, Guatemala.
T. virgilia Gr. (rebecca F.) (45 a). Vtlgl an der Spitze nicht vortretend, Hflgl in der vorderen Hälfte virgilia.
glatt , in der hinteren Hälfte wellig gerandet , nur auf Rippe 4 mit stumpfer Spitze. Oberseite einfarbig
braun. Unterseite bräunlichgrau mit 2 geraden, parallelen braunen Querlinien, auf der Schlussrippe jeden
Flügels ein kurzer brauner Strich, eine feine zackige Submarginallinie, vor welcher auf den Vtlgln 5, auf
den Hflgln 6 weisse Punkte stehen. Am Saum geht die Grundfarbe allmählich in Braun über. Eine weit¬
verbreitete und häufige Art. Mexiko, Guatemala; Nicaragua, Gosta Rica; Panama, Golumbien, Guyana bis
nach Süd-Brasilien (Rio de Janeiro und Joinville). — rufomarginata Stgr. (46a) ist eine Form, welche so- rufo-
wohl im Norden wie im Süden zwischen der Stammform virgilia in beiden Geschlechtern vorkommt. Sie marginata.
ist kenntlich an dem 3 — 4 mm breiten rötlichbraunen Aussenrd der hintern Hälfte der Oberseite der Hflgl.
Auch ist die Unterseite mehr hellrötlich braun gefärbt. Die Rp dieser Form wurde von Schmalz in Join¬
ville erzogen. Sie ist grün mit gelben Längsstreifen, mit einem aufgerollten Gabelschwänzchen. Die ganze
Rp ist fein behaart. Sie lebt an Bambus. Die Pp ist grün, eiförmig, freihängend. Die Ppnruhe dauerte
18 Tage. Der F" alter fliegt Anfang Dezember. — erubescens Btlr, (46 b), eine weitere Forai von virgilia, embescens.
ist oberseits einfarbig braun, unterseits rosarötlich gefärbt, am Ird der Vtlgl olivenbraun, die Wurzel der
Hflgl rostfarbig, mit einer dunkelrostbraunen Mittelbinde durch beide Flügel, mit einem grossen ovalen rost¬
farbigen Fleck am Zellenende der Vtlgl und einem gleichen in der Mittelzelle der Hflgl. Von Golumbien
(Rio Dagua, Bogota).
188
TAYGETIS. Von G. Wevmee.
chrysogone.
acuta.
celia.
keneza.
haenschi.
iincinata.
angulosa.
andromeda.
T. chrysogone Ubd.-Hetv. (45 a) ist eine grosse Art von 80—90 mm Flügelspannung. Die Gestalt der
Flügel ist der von virgilia ähnlich, die Hflgl haben aber auf den Rippen 1 b bis 4 scharfe Ecken, besonders
der Zahn auf Rippe 4 tritt stärker vor als die übrigen. Der ganze Rand der Hflgl ist von einer breiten,
bräunlich ockergelben Binde eingefasst, die nach innen stark gezackt ist und vom Vorderwinkel bis zum
Innenwinkel reicht. Unterseite hell rötlichbraun mit 2 geraden parallelen braunen Querlinien durch beide
Flügel wie bei virgilia. An der Aussenseite der 2. Querlinie ein weisslicher Schattenstreif. Im Saumfelde
eine Reihe weisser Punkte in undeutlichen Ringen und eine braune Zackenlinie. Von Columbien (Bogota,
Carmen), Venezuela und Peru. Das Ei ist nach Fassl fast doppelt so gross als ein Pap. machron-PA., weiss,
kugelrund und ganz mit feinen Poren besetzt wie ein Corades-YA.
T. acuta spec. nov. (45b) steht der virgilia in der Zeichnung nahe, die Gestalt ist aber eine andere.
Die Vflgl sind am Vrde, die Hflgl am Irde viel länger als bei virgilia, während der Ird der Vtlgl und der
Vrd der Hflgl die gleiche Länge wie virgilia haben. Der Aussenrd der Vflgl steht infolgedessen viel
schräger. Rippe 1 b (die Submediane) der Hflgl läuft in eine scharf vortretende Spitze aus. Noch schärfer
ist die Spitze auf Rippe 4. Dagegen tritt der Saum auf den übrigen Rippen nicht vor, sondern ist nur
schwach wellig gebogen. Oberseite einfarbig braun. Unterseite gelblich graubraun mit 2 geraden braunen
Linien wie bei virgilia, doch läuft die äussere Linie mehr mit dem Aussenrd parallel. Sie ist am Vrd der
Vtlgl 11, am Ird 9 mm vom Rande entfernt, während die Entfernung bei virgilia 14 und 7 mm beträgt.
Auch auf den Htlgln läuft diese Linie grösstenteils mit dem Saume parallel. Von Espirito Santo (Brasilien).
T. celia Cr. (45 a). Der Aussenrd der Vflgl bildet auf Rippe 5 eine stumpfe Ecke. Die Hflgl sind
nicht allein in der hinteren Hälfte, sondern auch in der vorderen Hälfte gezähnt, der Zahn auf Rippe 4 ist
stärker als die übrigen. Oberseite einfarbig braun. Unterseite gelblich graubraun, auf den Htlgln mit einem
etwas violetten Ton, mit 3 stark gebogenen braunen Streifen und teilweise braunem Saum. Auf dem dritten
Streifen stehen auf jedem Flügel 5 dunkelbraune -Augen mit weissen Pupillen und braungelben Ringen. Von
Surinam, Brasilien, Panama (Veragua). — keneza Btlr. (45b) ist eine Form von celia, die sich nur durch
weniger hervortretende Augenflecke und einen ockergelben Flecken auf der Mitte der Hflglunterseite unter¬
scheidet. Von Nicaragua, Panama; Columbien, Ecuador, Guyana; Brasilien (St. Gatharina). — haenschi
form. nov. (45b) ist eine neue bedeutend grössere Foi’m von celia. Flügelspannung cf 71 mm, ? 85 mm.
Die Flügel mit stärker hervortretenden Spitzen. Oben braun , die Fransen zwischen den Rippen weisslich.
Auf der Unterseite ist die Mittelbinde der Hflgl fast gerade und nach aussen durch eine dunkelbraune Linie
scharf begrenzt. Der Saum beider Flügel ist beim cf breit dunkelbraun eingefasst, beim ? ist dagegen die
ganze Unterseite heller graubraun gefärbt und nur die Grenzlinie der Binden dunkelbraun. Die dunkel¬
braunen Ringe der Augenflecke treten daher beim ? deutlicher hervor als beim cf. Die Pupille des Auges
in Zelle 2 der Hflgl ist viel grösser als die übrigen. In Bolivien von Haensch gesammelt und ihm zu
Ehren 1 enannt. Columbien (Rio Vitaco).
T. uncinata Weym. (45 b) hat Gestalt und Grösse von celia Cr. Oben braun mit etwa 3 mm breitem,
dunkelbraunen Aussenrde, der äusserste Saum 1 mm breit weissgrau, Fransen ebenfalls weissgrau. Die
Unterseite ist dadurch charakteristisch gezeichnet, dass aus der 8 mm breiten dunkelbraunen Mittelbinde der
Vflgl, welche die bläulichgraue Wurzelhälfte vom gelblichgrauen Saumfelde trennt, auf Rippe 4 ein spitzer Zahn
nach aussen vortritt, der den hellem Teil des Saumfeldes in 2 Teile teilt. Auf den Htlgln ist die braune
Mittelbinde mehr nach aussen gerückt , so dass sie bis nahe an die Augenflecke herantritt. Von Mexiko.
Die Art scheint selten zu sein.
T. angulosa Weym. (45 b). Diese Art steht in bezug auf Gestalt und Zeichnung isoliert. Der Aussenrd
der Vflgl tritt in der Mitte bauchig vor, der der Hflgl bildet auf Rippe 4 einen rechtwinkeligen Zahn,
sonstige scharfe Ecken sind nicht vorhanden. Flügelsjmnnung 68 mm. Oberseite graubraun, bei der
Flügellänge zeigt sich am Vrde der Vflgl ein nach aussen und hinten gebogener gelbgrauer Streifen, der
nur bis in Zelle 3 reicht. Hflgl mit einer dunkelbx’aunen Submarginallinie. Unterseite gelblichgrau, bräun¬
lich punktiert, die Rippen dunkler. Die Querlinien fein, dunkelbraun. Die vordere Querlinie zieht auf
beiden Flügeln durch die Mittelzelle bis an die Mediana. Auf den Htlgln setzt sich dieselbe bis an den Ird
fort. Die 2. Querlinie bildet auf den Vtlgln eine grosses W, dessen Spitzen auf den Rippen 3 und 4 stehen,
auf den Htlgln bildet sie auf Rippe 4 einen rechten Winkel. Im Saumfelde 3 weisse Punkte auf den Vflgln
und 5 dergleichen auf den Htlgln. Dann folgt eine feine gezackte Submarginallinie. Brasilien (Amazonen¬
strom, Petropolis). Selten.
T. andromeda Cr. (laches P\, fatua Hbn.). Flügelspaixnung 68-83 mm. Der Saum der Vtlgl bei
den cf cf auf Rippe 5 und 6 etwas stumpfeckig vortretend, bei den ?? ist diese Ecke nicht voi’handen, da
der Saum hier gleichmässig gerundet ist. Hflgl auf allen Rippen bei cf und ? gleichmässig geeckt. Oben
einfarbig braun, die hellere Binde der Unterseite erscheint bei den ?? nach oben schwach durch. Unterseite
bläulichgrau mit einer ziemlich breiten Wurzel- und einer sehr breiten, dunkelbraunen Mittelbinde. Letztere
ist nach aussen scharf und geradlinig begrenzt, und ihr folgt eine weisslichgraue, gerade, vom Vrde der
Vflgl zum Ird der Hflgl reichende Binde. Neben dieser liegen im Saumfelde auf den Vflgln 5, auf den
"I’AYGKTIS. Von G. Weymkk.
189
Hügln 6 gelbbraune Augen mit ockergelbem und l)raunem Ringe und weissen Pu])illen, nur das 5. Auge
auf jedem Flügel ist braun oder schwarz gefärbt. Von Mexiko, Guatemala, Nicaragua, Costa-Hica, Panama,
Columbien, Venezuela, Peiu, Guyana, Amazonenstrom bis nach Süd-Brasilien (Rio de .laneiro, Sao Pauloj
und Paraguay. — thamyra Cr, (45 c) ist eine Form von andromeda , bei der das Auge in Zelle 2 der Vtlgl thamyra.
und Hflgl nicht schwarz, sondern mit den übrigen Augen gleich gefärbt ist. Von Surinam. - marginata marginalu.
Htf/r. unterscheidet sich von der Stammform androiiieda nur dadurch, dass der äusserste Saum aller Flügel
neben den grauen Fransen noch 1 mm breit grau gefärbt ist. Sie kommt in Süd- Brasilien (Provinz Sao
Paulo) und in Paraguay vor. — leuctra Bt/r. (45 c) wird von Godmen und Salvin auch zu a)idroin(‘.ila ge- leuctra.
zogen. Das Mittelfeld beider Flügel ist auf der Unterseite breit dunkelbraun gefärbt, nach innen heller
abschattiert, nach aussen durch eine weisse Binde scharf und geradlinig begrenzt. Dahinter liegen auf
weisslichem Gi’unde im Saumfelde auf den Vflgln 5 kleine, auf den Htlgln 4 etwas grössere Augen, von
denen das 2. und 5. der Vtlgl, sowie das 1. und 4. der Htlgl schwarz, die übrigen bräunlich gefärbt sind,
alle aber gelbe Ringe und weisse Pupillen haben. Zuweilen tritt (wie bei dem abgebildeten Exemplar) ein
kleines 5. Auge auf den Htlgln hinzu. Selten. Buteer kannte kein Vaterland, das abgebildete Exemplar
ist von Terapato in Peru. — uzza Btlr., eine weitere Form von andvomeda , bei welcher auf der dunkel- uzza.
braunen Oberseite der Vtlgl 2 ockergelbe Binden liegen, die eine hinter der Mitte, die andere vor dem
Rande, letztere ist nach innen braun gerandet. Auf der Untei’seite ist das Wurzelfeld bis zur Mitte beider
Flügel hell bläulichgrau, hier allmählich in die schmale dunkelbraune Mittelbinde übergehend. Letztere ist
nach aussen nicht ganz gerade, doch scharflinig begrenzt. Daran stösst zunächst die weissgelbe Binde des
Saumfeldes, und dann folgt das fast ockergelbe, niu' in der Irdshälfte der Htlgl bläulichgrau gefärbte Saumfeld
mit 6 Augen auf jedem Flügel, von welchen nur die beiden letzten der Htlgl schwarz mit rotgelben Ringen,
alle ü!)rigen ockergelb gefärbt sind. Beschrieben von Butler nach einem ?-Exempiar von St. Geronimo in
Guatemala, Coli. Salvin. — elegia 8tgr. i. 1. (45 c) ist eine neue, bisher unbeschriebene Form von andromeda, elegia.
welche der uzza Btlr. am nächsten steht. Statt der beiden ockergelben Binden der uzza hat elegia nur eine
solche, welche vom Vide der Vtlgl bis über Rippe 2 dieser Flügel hinauszieht und bei gleichmässiger Abnahme
vorne 11 mm, hinten 4 mm breit ist. Die Hflgl haben scharfe Ecken auf allen Rippen, sind einfarbig
dunkelbraun mit einer feinen dunkleren Submarginallinie. Die Unterseite ist der von andromeda ähnlich,
Wurzel- und Mittelfeld beider Flügel dunkel, der innere Teil des Saumfeldes der Vtlgl ist entsprechend der
Oberseite trüb ockergelb gefärbt, das 2. Auge ist wie bei andromeda etwas nach aussen gerückt. Die Htlgl
haben hinter der Mitte eine hell lilafarbige gerade Binde, von den dann folgenden 6 Angen ist das fünfte
nicht dunkler als die übrigen, sondern mit ihnen gleichgefärbt, cf vom Rio Songo (1200 m), Yungas,
Bolivien. Golk Bang-Haas. — - Mit dem Namen asterie bezeichne ich eine neue Form der andromeda, bei der asterie.
das Saumfeld auf der Unterseite der Vtlgl am Vrde nur um ein Geringes breiter ist als am Irde, nämlich
14 gegen 12 mm. Die helle Binde im proximalen Teil des Saumfeldes, welche ockergelb gefärbt und 4 mm
breit ist, steht daher viel steiler und setzt sich in derselben Richtung auf den Htlgln fort. Das übrige
Saumfeld ist bräunlich ockergelb, auf den Vtlgln mit fünf, auf den Htlgln mit sechs Augen, wovon das
erste der Vflgl und das erste und letzte der Htlgl nur klein sind , die übrigen mit Ausnahme des Auges in
Zelle 2 alle 3 mm im Durchmesser messen, jenes in Zelle 2 aber einen Durchmesser von 0 mm hat, daher
durch seine Grösse sofort in die Augen fällt, dabei ist es tiefschwarz gefärlü, hat einen ockergelben und
einen braunen Ring und dicken weissen Kern. Die übrigen Augen sind alle gelljbraun mit ockergelben und
braunen Ringen. Die helle Binde der Unterseite scheint auf der sonst einfarbig braunen Oberseite etwas
durch. Von Columbien. ($; Coli. Weymer.) — Cleopatra Fldr. (45 c) ist wohl auch noch als eine andromeda- Cleopatra.
Form zu betrachten, wenn auch die helle Unterseite und die oft sehr undeutlichen Augentlecke ihr das
Aussehen einer selbständigen Art verleihen. Die Oberseite ist braun, die Grundfarbe der Unterseite überall
hell lilafarbig. Die hellsten Exemplare haben die (juerbinden zwischen Wurzel- und Mittelfeld und zwischen
Mittel- und Saumfeld nur schmal, die letztere Querbinde ist aber gewöhnlich breiter, so dass sie die äussere
Hälfte des Mittelfeldes braun ausfüllt, auf den Vflgln ist aber vielfach das ganze (Mittelfeld, Avenigstens in
seiner vordem Hälfte braun. Die äussere Hälfte des Saumfeldes ist ebenfalls braun und geht nach innen
auf beiden Flügeln in die lilafarbige Grundfarbe über. Hier liegen auf den ATlglii fünf, auf den Htlgln
sechs weisse Punkte in mehr oder weniger deutlichen Ringen, welche letztere aber auch oft fehlen. Von
Brasilien (Rio Negro, Bahia, Esperito Santo). Bei den Exemplaren von Esperito Santo ist das Saumfeld der
Vflgl viel schmäler, es misst vorn nur 10, hinten nur 8 mm.
T. xenana Btlr. (46b). Aussenrd der Vflgl gerade, jedoch ziemlich schräge, die Spitze gerundet, .vc/ra/^u.
die Htlgl schwach gezähnt. Oberseite einfarbig dunkelbraun , die Spitze der Vflgl etAvas heller. Auf der
Unterseite sind Wurzel und Mitte beider Flügel dunkelbraun , nach aussen von einer geraden , hellila ge¬
färbten Linie eingefasst. Saumfeld heller braun mit einer Reihe von fünf weissen Punkten auf den Vtlgln
und sechs dergleichen auf den Hflgln, welche undeutlich ockergelb eingefasst sind. Von Cayenne und von
Pebas in Peru. — sosis Upff’r. (45 d) ist der vorigen ganz ähnlich in der Zeichnung, hat aber kürzere und sosis. -
breitere Vtlgl, deren Aussenrd steiler steht. Auch sind die Htlgl stärker gezähnt. Auf der Unterseite ist
das Saumfeld am Vrde der Vflgl viel schmäler, seine innere Begrenzung, d. h. die hell lilafarbige, nach
190
TAYGETIS. Von G. Weymer.
god nani.
zippora.
irlio.
veliitina.
hanghaasi.
purilana.
saloini.
tripunctata.
aussen verwaschene Linie läuft daher mit dem Aussenrde fast parallel, während sie bei xenana mit dem
Aussenrde stark konvergiert. Auf der schwarzbraunen Wurzelhälfte der Htlglunterseite findet sich eine stark
gekrümmte schwarze (Juerlinie. Die weissen Punkte im Saumfelde sind sehr deutlich. Peru, Surinam,
Brasilien (Esperito Santo und Bahia). — godmani Stgr. i. l. (46b) ist der xenana ähnlich, doch sind die
Vtlgl schmäler, mehr in die Länge gezogen und der Aussenrd in seiner Mitte einwärts gebogen. Oberseite
braun. Unterseite bis über die Mitte hinaus dunkelbraun, nach aussen geradlinig begrenzt; an der Wurzel
nur wenig heller, das Wurzelfeld der Htlgl von einem geraden dunklen Querstreif eingefasst, im Saumfelde
eine von vorn nach hinten durchziehende lilafarbige Querbinde, die auf den Vtlgln vorn breit und hinten
schmal, auf den Htlgln aber umgekehrt vorn schmal und hinten breit ist und in der auf jedem Flügel fünf
weisse Punkte stehen. Von diesen Punkten ist derjenige in Zelle 2 der Htlgl von einem breiten, schwarzen
und einem feinen ockergelben Ring umgeben, welcher 27-2 mm im Durchmesser hat. Von Chiriqui und
vom Amazonenstrom.
T. zippora Btlr. Gestalt und Grösse der (/oclniani. Oben braun, vor der Spitze der Vtlgl mit einem
grossen dreieckigen, gelbgrauen Fleck, in der Mitte der Htlgl ein sehr grosser, runder, schwarzer Fleck, der
bis nahe an den Vrd, aber nicht bis an den Aussen- und Ird reicht. Auf der Unterseite ist die Wurzel
beider Flügel schwarzbraun, am Irde und nach aussen heller, mit zwei schwarzen Querlinien, deren äussere
lilafarbig eingefasst ist, Flügelspitze lilafarbig bestäubt, eine wellige Submarginallinie und der Saum selbst
schwarz. Vtlgl mit fünf, die Htlgl mit sieben kleinen, braunen, weissgekernten und gelbgeringten Augen,
von denen das 5. auf den Htlgln grösser ist als die übrigen. An dem grossen schwarzen Fleck der Ober¬
seite der Htlgl kenntlich. Gaj^enne. Selten.
T. echo Cr. (= betro God.). Oben braun mit grossem, samtartigem, schwarzbraunem Fleck in der
Mitte und einer rotbraunen verwaschenen Binde vor der S])itze der Vtlgl. Unten ist die grössere Wurzel¬
hälfte dunkelbraun, die kleinere Aussenhälfte heller braun, die Grenze beider Farben bildet auf den Htlgln
eine gerade, auf den Vtlgln eine etwas gekrümmte Linie. Im Saumfelde stehen auf den Vtlgln fünf, auf
den Htlgln sechs weisse Punkte. Surinam, Cayenne, Amazonenstrom (Ega). — velutina Gtgr. (46 a) ist eine
nur wenig abweichende Form von echo, bei der der samtartige Fleck der Vtlgl tiefer schwarz gefärbt, die
rotbraune Binde aber mehr verloschen ist. Von Puerto Gabello (Venezuela) und Surinam.
T. hanghaasi sjjec. nov. (45 d). Flügelspannung 55 mm, Vtlgl an der Spitze rechtwinkelig, am
Aussenrde gerundet, etwas bauchig vortretend. Htlgl zwischen den Rippen nur seicht ausgeschnitten. Ober¬
seite einfarbig braun. Unterseite in dei' Wurzelhälfte beider Flügel graubraun mit einer fast geraden dunkel¬
braunen (tuerlinie. Vor der Schlussrippe in der Mittelzelle beider Flügel ein verwaschener ockergelber
Flecken. Äussere Hälfte der Flügel dunkelbraun. Eine 2 — 3 mm hieite, an den Rändern verwaschene hla-
farl)ige Binde zieht auf beiden Flügeln von der Spitze des Vrds zum Innenwinkel und zwar auf den Vtlgln
in einem nach innen gerichteten Bogen , auf den Htlgln in gerader Richtung. An der Innern Seite dieser
Binde auf jedem Flügel fünf weisse Punkte, auf den Vtlgln undeutlich, auf den Htlgln deutlich, besonders
der Punkt in Zelle 2. Zu Ehren des Herrn Bano-Haas in Dresden benannt. Vom Rio Songo (1200 m)
(Yungas), Bolivien.
T. puritana iVeeks. Da der Autor nichts über die Verwandtschaft mit andern Arten, auch nichts
über die Gestalt der Flügel sagt, so ist die ihr hier gegebene Stelle vielleicht nicht die richtige: Flügel¬
spannung 3 Inches = 76 mm. Oberseite dunkelbraun mit Aveissei’ Saumlinie. Unterseite viel heller braun
mit einer breiten dunklen Binde durch die Mitte beider Flügel. Eine dunkelbraune Linie durchkreuzt die
Mitte der Mittelzelle der Vtlgl und geht bis zum Ird. Am Ende derselben Zelle ein feiner brauner Strich.
Dann folgt die dunkelbraune, nach innen hell ahschattierte Binde, die von der Gosta bis zur Submediane
i’eicht und nach aussen durch eine dunkelbraune Linie scharf begrenzt ist. Im hellbraunen Saumfelde eine
dunkelbraune, zackige Submarginallinie und eine Reihe von sechs weissen Punkten, die braun umgehen
sind, am Saume eine weisse Linie. Auf den Htlgln tritt die dunkle Binde stärker hervor. Ihr innerer Rand
ist von einer dunklen Linie begrenzt, die 8 mm von der Wurzel entfernt an der Gosta beginnt und zur
Mitte des Irds zieht. Die Linie, welche den äussern Rand der Binde bildet, geht von der Mitte des Vrds
über das Ende der Mittelzelle nach dem Ird, welchen sie 8 mm vor dem Analwinkel erreicht. Das Saum¬
feld ist wie an den Vtlgln, doch sind nur fünf weisse Punkte vorhanden, die aber deutlicher hervortreten.
Bolivien (Goroico).
T. saloini Gtgr. (45 d). Oben einfarbig braun, die Htlgl hei dieser und den folgenden zwei Arten
auf Rq)pe Ib bis 4 kurz, aber gleichniässig geeckt. Unterseite rötlich graubraun, die erste Querlinie beider
Flügel wenig nach aussen gebogen, dunkelbraun, das (Mittelfeld in seiner äussern Hälfte breit dunkelbraun
ausgefüllt und geradlinig begrenzt, das Saumfeld vorn breiter als hinten, der innere Teil desselben lila¬
farbig. Jeder Flügel mit fünf Augen, das letzte im Htlgl schwarz ausgefüllt, die übrigen gelbbraun, alle
mit weissem Kern. Golumbien, Panama (Ghiriqui).
T. tripunctata Wegm. (45 d). Oben braun mit drei Aveissen Flecken in gerader Reihe untereinander
auf den Vtlgln, die helle Binde der Unterseite scheint auf den Htlgln oben etwas durch. Unterseite heller
TAYGKT[S. Von G. Wj<]vmri(.
r.»i
l)raun mit schmaler, kaum I mm l)reiter, fast gerader, weissei’, nach aussen verwascliener Binde über beide
Flügel und fünf weissen, liräunlich eingefassten Punkten auf jedem Flügel, sowie einer feinzackigen Sub¬
marginallinie. Das Saumfeld der Vflgl ist vorn und hinten gleich l)reit. Von Puerto Bertoni und Nuova
Germania (Pai’aguay).
T. Sylvia Bates i= nymphosa Btlr.) (45 d) wird zwar von Godman und Sauvtn in der Biologin zu sylvia.
(indromeda gezogen, zugleich aber dabei bemerkt, dass es die am meisten abweichende Form sei, die nicht
allein in der Zeichnung, sondern auch in der Gestalt differiere. Wegen der weissen Binde auf der Unter¬
seite, die auf den Vflgln mit dem Saum parallel läuft, infolgedessen das Saumfeld also vom und hinten
gleich breit ist (bei andromeda ist dies nicht der Fall), betrachte ich nißvia als gute Art und stelle sie
zwischen tnpuncfafa und blanda. Die Oberseite ist einfarbig braun. Auf der Unterseite sind Wurzel- und
Mittelfeld gleichmässig hellbraun, nur der äussere Teil des Mittelfeldes etwas dunkler. Die erste QueT’liine
ist dunkelbraun, nicht ganz gerade. Die dann folgende gerade weisse Binde ist auf den Vflgln schmal, auf
den Htlgln erreicht sie allmählich die Breite von 8 mm. Im hellbraunen Saumfelde liegen auf den Vflgln
fünf, auf den Htlgln sechs kleine Augen, von denen das 2. und 5. der Htlgl schwarze, die übrigen
bräunliche Ringe, alle aber weisse Pupillen haben. Von Panama, Ober-Amazonenstrom und Bolivien. —
blanda Möschl. (45 d) der vorigen ähnlich , doch der Innenwinkel der Htlgl mehr gerundet. Oberseite ein- hlandn.
farbig braun. Auf der Unterseite ist die weisse Binde breiter und auf den Hflgln etwas gebogen. Die
Augen etwas grösser, das hintere der Vtlgl undeutlich, auf den Htlgln fehlt es ganz. Das 2. und 5. der
letztem Flügel mit dickem, schwarzem, dann ockergelbem und braunem Ring umgeben, die übrigen grau
und bräunlich gering!. Von Surinam und Peru (Guzco).
T. albinotata Btlr. (4()b). Eine schöne Art. Vflgl ganzrandig, Htlgl mit gerundeten Vorsprüngen albinotatn.
auf den Rippen. Oberseite braun, die Vflgl entweder einfarbig oder vor dem Rande mit sechs kleinen,
hlassbraimen , undeutlichen Fleckchen. Htlgl am Rande etwas dunkler, vor demselben vier runde weisse
Flecken in gerader Reihe und ein 5. Punkt am Innenwinkel. Die Fransen zwischen den Zähnen weiss.
Unterseite heller braun mit drei weisslichgelben (Juerstreifen auf jedem Flügel, zwischen dem 2. und 8.
dieser Streifen auf den Vflgln vor der Spitze t — 8 kleine Augen, auf den Htlgln sechs grosse Augen, die
mittleren rötlichgrau, die andern schwarz, alle gelb geringt und mit weissen Pupillen versehen. Vf)n
Bolivien, Süd-Peru und Ecuador. Selten.
T. penelea Cr. (45 e). Oben braun mit einer etwas helleren breiten Submarginalbinde auf dem Vtlgl, penrlea. —
in dem 3 — 4 dunkelbraune Flecke stehen. Auf der Unterseite zieht über die Mitte der Htlgl von der Wurzel
bis zum Aussenrd eine hellgelbe Längsbinde. In der breiten , hell rötlichgrauen Submarginalbinde stehen
auf dem Vflgl 2—5, auf dem Htlgl 4 — 5 teils grosse, teils kleine dunkle Augen, die gelb geringt und weiss
gekernt sind. Verbreitet und häufig. Panama, Venezuela, Columbien, Suriiiam, Cayenne, Amazonengebiet
bis nach Süd-Brasilien (Prov. St. Catharina). — penelina S’G/r. ist eine Form von penelea, bei der die hell- penelina.
gelbe Binde der Unterseite fehlt und von der grauen Grundfarbe überdeckt ist. Ferner stehen am Vrd der
Htlgl 2 grosse schwarzbraune Flecke , die die vorderen Augen der Stammform ganz oder zum Teil ülter-
decken. Bei den noch vorhandenen Augen sind die Pupillen dann meistens verschwunden. Von St. Catharina.
T. Valentina Cr. (= Debis marpessa Heiv.) (45 e). Oben dunkelbraun; unten heller braun mit vnlentiun.
sehr zackigen, feinen dunkellu’aunen Querlinien, der Raum zwischen der zweiten und dritten proximal hell
violettgrau , distal weissgrau ausgefüllt und auf jedem Flügel mit 5 Augen versehen , von denen die zwei
vorderen und das letzte der Htlgl dunkler als die übrigen sind. Neben der ersten und zweiten Querlinie
liegen in der Mittelzelle der Htlgl ockergelbe Fleckchen. Guatemala, Nicaragua, Guyana, Amazonengebiet. —
euptychidia Btlr. (45 e) ist eine Form von valentina , bei der die Grundfarbe der Unterseite viel heller ist, euptychidia.
die zackigen braunen Querlinien sehr verloschen sind und von den Augen nur 1 oder 2 auf den Vflgln und
2 oder 3 auf den Hflgln deutlich, die übrigen aber undeutlich oder durch weisse, etwas dunkler umgebene
Punkte ersetzt sind. Von Brasilien (Para, Esperito Santo). — zimri Btlr., von Godjian und Salvix zu valen- zimri.
tina gezogen, ist eine etwas grössere Form, die sich dadurch von valentina unterscheidet, dass die Vtlgl vom
Aussenrd unterhalb der Spitze eine stumpf vortretende Ecke haben, dass die Augen der Flügel nicht teil¬
weise dunkel und teilweise hell, sondern alle gleichmässig gelbbraun gefärbt sind, daher aus der violett¬
bräunlichen Grundfarbe wenig hervortreten, und dass die Zahl der Augen auf jedem Flügel 6 beträgt. Im
übrigen sind die Querlinien gerade so gezackt wie bei vcdentinu. Von Chuacus in Guatemala. — vrazi Kheil vrnzi.
eine weitere Form von valentina, bei der der Aussenrd der Vflgl sehr schwach, der der Htlgl stärker gezähnt
ist, die Augen der Hflgl sind grösser und schärfer gezeichnet, der ockergelbe Fleck an der ersten (juerlinie
fehlt, doch wechselt dies auch bei valentina. Rio Atabapo (Venezuela) und Rio Negro (Brasilien).
T. kerea Btlr. (45 e). Eine der kleinsten Arten (48 — 50 mm Flügelspannung). Der Saum der Vtlgl kerea.
gerundet, die Hflgl schwach gezähnt. Oben braun mit 2 dunklen Linien am Saume und einer weisslichen
Linie zwischen denselben ; letztere tritt in den Ecken der Hflgl am deutlichsten hervor. Ausserdem eine
feine braune Submarginallinie. Unten gelblichbraun mit 3 feinen dunkelbraunen ( hierlinien ; die erste auf
den Vflgln undeutlich, auf den Hflgln gezackt, die zweite auf im Vtlgl fast gerade, auf den Hflgln in einem
192
AMPHIDECTA. Von G. Weymer.
inoniata.
pignerator.
simplicia.
reinoldsi.
cnlliotnma.
grossen Bogen mit dem Anssenrd parallel laufend, die dritte als Submarginallinie kurze kleine Bogen bildend.
Ausserdem 2 feine braune Saumlinien mit einer helleren Linie dazwischen. Hinter der zweiten Querlinie
5 weisse, dunkel eingefasste Punkte auf den Htlgln, und 3 — 5 mehr oder weniger undeutliche kleinere Punkte
auf den Vflgln. Guatemala, Brasilien (Esperito Santo), Paraguay.
T. inornata Fhlr. (46 c). Oben braun mit 2 dunkleren Linien am Saume. Unterseite heller mit
2 braunen Linien durch die Mitte beider Flügel, die auf den Vtlgln gegen den Vrd divergieren, die innere
bildet einen Bogen in der Zelle, die äussere ist fast gerade; auf den Hflgln ist die innere fast gerade, während
die äussei’e am Vrde auswärts gebogen ist und in der Mitte 2 flache Bogen bildet. Am Saume 3 braune
Linien, wovon auf den Vflgln die innere wellig, die beiden äusseren gerade, auf den Hflgln aber alle drei
wellenförmig sind. Drei weisse Punkte auf den Vflgln vor der Spitze, die beiden unteren sehr klein, fünf
weisse Punkte auf den Hflgln in Zelle 2 — G. Columbien (Bogofa).
10. Gattung: Ampliidecta BtU-,
«
Vflgl am Anssenrd unfer der Spitze mit einer stumpfen Ecke, Gostalis und Mediana an der Wurzel
stark aufgeblasen, Hflgl am Vrd zie)nlich gerade, der Ird viel länger als der Vrd, dabei deutlich ausgeschnitten,
der Anssenrd gezähnt, die Präcostalrippe deutlich gegabelt, im übrigen der Rippenverlauf wie bei Tai/getis;
Fhlr dünn, mit kaum merklich verdickter Kolbe. Augen nackt; die Palpen über Kopfeslänge vorstehend,
an den Seiten abgeplattet, die Haare nach unten eine scharfe Kante bildend. Der Typus der Gattung ist
pigneroior. Die beiden hier hinzugefugten Arten weichen in der Gestalt der Vflgl etwas ab, indem die stumpfe Ecke
am Aussenrde nicht vorhanden ist, doch weisen die am Ird langgestreckten Hflgl und die Zeichnungsanlage
der Vflgl auf eine Verwandfschaft m\i pignerator hin. Es sind Schmetferlinge unfer Miftelgrösse, die an einzelnen
Stellen Zentral- und Süd-Amerikas erbeutet wurden, in den Sammlungen aber noch wenig verbreitet sind.
A. pignerator Rf/r. (46 c). Flügelspannung 62 mm. Oben graubraun, auf den Vflgln mif 3 weissen runden
Flecken, die in ein Dreieck gestellf sind, und zwar steht einer zwischen den Medianästen 1 und 2, und zwei
zwischen der Mediane 3 und der untern Radiale. Die Hflgl ohne Zeichnung; die Saumlinie an beiden Flügeln
dunkelbraun, die Fransen zwischen den Rippen weisslich. Vflgl unten hellgrau, der äussere Teil von der
Spitze bis beinahe zur Mitte des Vrds und bis zum Innenwinkel, sowie der Vrd selbst bis an die Subcostalis
sind fein dunkelbraun besprenkelt, innerhalb welcher Färbung ausser den 3 weissen Flecken der Oberseite
noch ein vierter schmaler weisser und neben demselben ein dunkelbrauner Fleck liegen. Hflgl unten lila¬
farbig, überall violett besprenkelt, mit 3 aus braunen Sprenkeln bestehenden zackigen Querbinden, eine vor,
die zweite binter der Mitte, die dritte vor dem Anssenrd. Vor letzterer eine Reibe schwarzer Punkte in
hellen Ringen. Die Art scheint indessen, wie neuere Einsendungen des Herrn Fasse beweisen, in Bezug
auf Färbung und Zeichnung der Unterseite der Hflgl sehr veränderligh zu sein. Ein bei Villavicencio er-
l)eufetes Exemplar hat die Unterseite der Hflgl hell bräunlichgrau mit einem 3 — 4 mm breiten braunen,
nichf scharf begrenzten Anssenrd. Die ganze Fläche ist sparsam mit feinen biaunen Strichelchen besetzt,
jedoeb so, dass keine d nklen Querbinden entstehen, sondern die Strichelung überall gleicbmässig verteilt
ist. Die (juerreibe feiner schwarzer Punkte dicht vor dem braunen Aussenrd ist indessen deutlich vorhanden.
Die Art ist noch wenig in den Sammlungen vertreten. Bai’es fand sie vor vielen Jahren bei Ega am
Amazonenstrom im tiefen Urwalde, Fasse in der neuesten Zeit bei Villavicencio in Ost-Columbien (450 m)
im Monat April. — Mit dem Namen simplicia form. nov. (46 c) bezeiebne ich eine Form von pignerator, die
auf der Oberseite dunkel erdbraun gefärbt ist, und im schwarzen, ganz matt blau schillernden Apicalteil
der Vflgl 4 weisse Flecken hat. Von Minas Geraes (Brasilien).
A. reinoldsi spec. nov. (46 c). Flügelspannung 48 - 50 mm. Oben olivbraun, äussere Hälfte der Vflgl
dunkelbraun mit 8 weissen Flecken, die in zwei in der Mitte nach innen gebogenen Reihen stehen. Am
Saume der Hflgl eine doppelte dunkelbraune Wellenlinie. Unterseite graubraun, die 8 weissen Flecke wie
oben, dieselben stehen auf einem braunem Felde, welches am Vrd und am Aussenrd von der Grundfarbe
umschlossen ist. Die Hflgl haben etwas vor der Mitte eine gerade, trübweisse Binde, dann eine gebogene
Reihe runder ockergelber Flecke, jeder derselben mit einem schwarzen Punkt oder kurzem Strich in seiner
Mitte. Vor dem Rande eine dunkelbraune Zackenlinie, welche in der Mitte jeder Zelle einen schwarzen
Punkt trägt, und zwei Wellenlinien dicht am Saum. Das ? hat eine etwas hellere, mehr gelbliche Grund¬
farbe. Auf der Unterseite der Htlgl sind die gelben Flecke so verbreitert, dass eine zusammenhängende
Binde entsteht, in welcher neben den schwarzen Punkten und Strichen einige silberglänzende Schuppen ein¬
gestreut sind. Minas Geraes, St. Catharina (Brasilien). Selten.
A. calliomma Fldr. (46 b). 62 mm. Oberseite olivbraun, das äussere Drittel der Vflgl dunkler, mit
zwei nach aussen gebogenen Reihen von je 5 bräunlichweissen Flecken, von denen die vorderen etwas undeutlich
sind. Hflgl mif einer submarginalen Reibe von braunen Flecken. Auf der LTnterseite sind die Vflgl wie
oben , nur etwas beller. Die Htlgl sind auf graubraunem Grunde dunkelbraun marmoriert mit 2 silbernen
Flecken, der eine in der Nähe der Flügelwurzel, der andere in der Mitte. Hinter dem letzteren 3 dunkel¬
braune Augentlecke in ockergelben Ringen mit silberglänzend weissen Pupillen, wovon der untere am deut¬
lichsten ist. Von Columbien (Bogotanische Cordillere, Villavicencio 750 m, Mai), Amazonenstrom (Manaos). Selten.
EUPTYCHIA. Von G. Weymer.
i!):{
11. Gattung'. ]llu|»t,yehia Hhn.
Diese arten- und fornienreiche Gattung der Satyriden ist keineswegs in iliren Grenzen genau })ostimmt,
da einzelne Arten einen vollkoininenenUebergang zur Gattung Taygetis bilden. Irn allgemeinen sind es kleine
bis mittelgroße Falter, nur wenige Arten erreichen eine Flügelspannung bis nahezu 6 cm, die meisten bleiben
unter 4 cm. Die Hauptkennzeichen der Gattung sind die behaarten Augen, die an der Wurzel stark aufge¬
blasene Costalis und Mediana, sowie die etwas aufgeblasene Submediana dtn Vflgl. Die kurze, nach außen
gebogene Präcostale der Hflgl ist meist vor der Subcostalis abgezweigt. Die obere Discocellularrippe der Hflgl
ist bald länger, bald kürzer. Die männlichen Vorderfüße sind zart und lang behaart. Die Gestalt der Flügel
ist meistens gerundet, die Vflgl haben eine wenig vortretende, gerundete Spitze, ihr Außenrand ist fast gerade,
der Saum der Hflgl ist meist wellig gebogen, vielfach vollkommen rund, bei anderen Arten stärker gezähnt, der
Ird dieser Flügel ist zuweilen etwas ausgeschnitten. Allgemeine charakteristische Merkmale bilden aber die
Streifenzeichnung und die Augenreihe der Unterseite beider Flügel. Nur wenige Arten haben statt der Augen
Punkte. Bei dem größten Teil der Euptychien ist die Färbung braun oder graubraun. Es gibt aber auch viele,
die sich durch eine prachtvolle, hellblaue Färbung ausztichnen und die im Fluge für Lycaeniden angesehen
werden können. Andere haben einen blauen lebhaften Schiller auf beiden Flügeln oder einem Teil derselben,
wieder andere besitzen weiße Grundfarbe. Von der Augenzeichnung ist das Auge zwischen Mediana 1 und 2
der Hflgl am meisten vorhanden, und auch gewöhnlich größer als die übrigen Augen. Nach ihm ist das Auge
zwischen den beiden Radialen der Hflgl am meisten entwickelt. Ist ein Auge oder sind mehrere Augen auf
dem Vflgl vorhanden, so liegt eins davon ebenfalls zwischen beiden Radialen.
1 Die Hauptmasse der Arten kommt im tropischen Südamerika vor. Einzelne Arten gehen hinab
bis nach Südbrasilien und Argentinien ; aus Chile ist indessen noch keine Art bekannt. Nach Norden
reicht ihr Verbreitungsbezirk bis in die Vereinigten Staaten. Die dortigen Autoren stellen die dort
vorkommenden 7 Arten zu den Gattungen Neonymjtha Hbn. und Cissvi Dhl. Da diese Ai'ten
aber "ganz ähnliche Verwandte in Mexiko und dem tropischen Zentral- und Südamerika haben, so
folge [ich dem Vorgänge Butlers und Godman und Salvins, die diese Arten alle zu Enytychia ge¬
zogen haben. Was die vertikale Verbreitung der Euptychien betrifft, so gibt Prof. Bürger in seinen ,, Reisen
eines Naturforschers im tropischen Südamerika“ an, daß sie nur in der ,,Tierra caliente“ und ,,Tierra templada“,
in der heißen und gemäßigten Region, also bis zu 2000 m Vorkommen. Die große Mehrzahl der Arten wird
auf diese Regionen beschränkt sein, einige wenige Arten gehen aber etwas höher und erreichen die Mitte der
„Tierra fria“, der kalten Region, da Fasse die Arten necys God. und harmonia Btlr. am Quindiu-Paß in Co¬
lumbien in 2500 m Höhe beobachtet hat.
Die Lebensweise der Euptychien ist (nach briefl. Mitteilungen von Dr. Seitz) nicht ganz überein¬
stimmend. Die Angehörigen der Äesfowe- Gruppe sind unermüdliche, wenn auch keineswegs schnelle
Flieger; man kann ihre fa-st zu allen Tageszeiten, mehr einer Pieris als einer Satyride gleichend, in
geradem Fluge längs der Waldränder und Bambuswände fliegen sehen. Auch wo sie häufig sind, wie z. B. in
Bahia, woselbst sie bis in die Stadt herein kommen, trifft man sie meist einzehi; und Dr. Seitz, der sie
dort täglich beobachtete, traf sie nie in größeren Gesellschaften wie die Arten der Aerme^s- Gruppe. Die letzteren,
meist dunkel gefärbte Arten, sind entschieden schattenliebend nnd kommen besonders in den ersten Vor¬
mittagsstunden, bevor die Sonne in die tiefeingeschnittenen Gebirgstäler hineinsengt, in niedrigem, an den von
Coenonympha hero erinnerndem Fluge aus den Dickichten hervorgehüpft, um sich in kopfreichen Gruppen an
den Taupfützen der Wege zu sammeln. Zwischen 8 und 10 Uhr kann man im botanischen Garten von Rio
de Janeiro ganze Schwärme kleiner Euptychia treffen, die dort auf schattigen Wegen um die Wasserstellen
sitzen und sich kaum verscheuchen lassen, indem sie bei Beunruhigung nur einige Kreisflüge dicht über
dem Erdboden ausführen, um schon nach wenigen Sekunden wieder an die frühere Stelle zurückzukehren.
Die größeren Formen der cehafs- Gruppe leben mehr solitär, meiden ängstlich offene Wege und Lichtungen
die sie nur selten und mit sichthcher Unruhe kreuzen; sie gleichen den /iermes-artigen Formen aber darin, daß
sie wie jene die Flügel in der Ruhe krampfhaft geschlossen halten, etwa wie die europäischen Aphantopus ,
von denen sie sich bei gleichem Vaterland sicher nur schwer im Fluge unterscheiden ließen. Die größeren Ai'¬
ten, von denen sich einige auch in ihrem Verhalten sichtlich an die Ta i/öreifs anschließen, zeigen sich häufiger
auf offenen Stellen und lassen den Lila-Schimmer ihrer Flügeloberseite in der Sonne, der die dunkeln Arten
ängstlich aus dem Wege gehen, spielen. Die himmelblauen Arten endlich der cep/iws- Gruppe fliegen gerade bei
hellem Wetter ganz besonders lebhaft und gehören zu jenen zahlreichen Insekten, die den größeren Gehölz¬
lichtungen des tropischen Amerika jenen Reichtum an strahlend blauen Bewohnern verleihen, indem sie mit
Thecla, Morpho, Pythonides, blauschimmernden Libellen, Fliegen, Hymenopteren, Wanzen und Käfern in Leb¬
haftigkeit der Blaufärbung und metallischem Glanze wetteifern.
Ueber die früheren Stände der Euptychien ist wenig bekannt. Von einigen nordamerikanischen
Arten hat Edwards die Beschreibungen und Abbildungen der Eier, Raupen und Puppen geliefert, dagegen
konnte Müller, der von einigen brasilianischen Arten Eier und kleine Raupen erhielt, keine bis zur ersten
Häutung bringen. Sie leben an Gräsern.
V
25
104
EUPTYCHIA. Von G. Weymer.
Es liegt nicht in dem Rahmen dieses Werkes, eine monographische Bearbeitung der Gattung zu bringen;
'vir bringen nur eine Zusammenstellung des bisher Bekannten, und richten uns hierin hauptsächlich nach den
Arbeiten Butlers mit einigen kleinen Abänderungen. Die Typen der Felde Rschen Arten, welche Butler nicht
ontziffern konnte, bringen wir in Abbildungen nach Ober- und Unterseite, müssen dagegen einige von anderen
Autoren beschriebene und nicht abgebildete Arten an den Schluß verweisen, da bei diesen ähnliche oder ver-
Avandte Arten nicht angegeben sind.
Hesione-Gruppe.
hcKmvr. E. hesione Sidz. {= ocirrhoe F., cissia Cr.) (46d). Oben weiß mit breiter schwarzer Spitze der Vflgl,
die sich mehr oder weniger am Außenrd hinabzieht. Beim $ ist auch der Rand der Hflgl schwarz und die Vflgl
haben eine dunkle Mittelbinde. Auf der Unterseite wechseln braune und weiße Querstreifen miteinander ab,
vor dem Außenrd auf den Vflgl 3, auf den Hflgl 5 Augen. Je nach den verschiedenen Lokalitäten wechselt die
Ausdehnung der scluA^arzen Farbe der Oberseite sehr. Weit verbreitet und häufig. Mexiko, Zentral-Amerika, Su¬
rinam, Columbien, Peru, Bolivien, Brasilien bis nach St. Gatharina. Die Exemplare aus Bolivien haben etwas
suhohftcura. spitzere Vflgl, sonst sehe ich keinen Unterschied. — subobscura form. nov. (46 d) ist eine abAveichende Form,
bei Avelcher die Aveißen Binden der Unterseite bis auf die äußere durch bräunlichgraue Farbe überdeckt sind.
hidia. Ich erhielt diese Form von Paraguay, sie kommt aber auch an einzelnen Stellen in Brasilien vor. — lydia Cr.
ist eine etwas größere Form (60 mm) mit breiten, gerundeten Flügeln. Vflgl fast ganz braun, nur die Wurzel¬
hälfte des Ird ist weiß bestäubt, doch undeutlich begrenzt. Die Hflgl sind weiß mit 3 feinen, braunen Saum¬
linien und 2 runden schwarzen Flecken in Zelle 2 und 5. Aiif der Unterseite sind die braunen Binden im Wur¬
zelfelde viel schmäler, die Aveißen Binden dagegen doppelt so breit. Vflgl mit 2, Hflgl mit 5 Augen, denen
riilpHDiia. der Stammform ähnlich. Surinam. — calpurnia FJdr. (46 d) ist eine der lydia ähnliche Form, etAvas kleiner als
diese (50 mm), bat etwas sclnnälere und gestrecktere Vflgl, die am Außenrd sehr seicht ausgeschnitten sind.
Die braune Grundfarbe ist etwas holler als bei lydia, das Weiß reicht auf den Vflgl vom Ird bis an die Mediana,
die braunen Streifen der Unterseite scheinen auf beiden Flügeln nach oben durch, ebenso die Augen, von de¬
nen aber auf den Vflgl nur eins, auf dem Hflgl nur 3 vorhanden sind. Vom Maroni in Cayenne, Surinam. —
h'nioriilfi. binocula Bflr. (46 d), eine Av^eitere Form von hesione, hat die Oberseite beider Flügel holl graidAraun gefärbt
mit 2 dunkelbraunen Binden durch die Mitte und breitem, braunen Außenrd, der über ein Drittel der Flügel
einnimmt, nur die Mitte der Hflgl ist trübweiß und in Zelle 2 liegt im dunklen Außenrand ein schAvarzer
runder, weiß eingefaßter Fleck. Die Unterseite ist Avie bei hesione. Von Cayenne.
meinlevca. E. metaleuca Bsd. (= butleri Bist.) (46 d) steht zwar der hesione Sulz, nahe, ich betrachte sie aber nach
Godman u. Salvin’s Vorgang als gute, selbständige Art. Während die hellen Binden bei hesione und ihren ver¬
wandten Formen auf der Unterseite alle fast gleich breit sind, ist bei dieser Art die äußere dieser Binden mehr
als doppelt so breit als die übrigen, auch sind diese schmälern Wurzelbinden meistens stark graubraun bestäubt.
Ferner sind die Vflgl des cj nicht so rund, sondern mehr dreieckig gestaltet und am Außenrd etAvas ausge-
scliAveift. Die Oberseite der Vflgl ist schwarzbraun , mit einem weißen Dreieck auf der Mitte des Ird. Von Mexiko,
iinif/i(i(hi. Brit. Honduras, Guatemala, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Cohxmbien, Ecuador. — languida (46 e) ist
eine Form von metaleuca, bei Avelcher die Aveiße Farbe auf den Vflgl reduziert, auf den Hflgl aber etAA^as ei’AA’eitert
ist, und in der Mitte des Außenrd nahe an den »Saum heran tritt. In Zelle 2 und 5 liegt je ein schwarzer, au¬
genförmiger, dem dunklen »Sauin aufsitzender Fleck. Die Unterseite ist graubraun mit breiter, AA'eißer Mittelbinde,
mit einein Auge auf dem Vflgl in Zelle 5, mit 3 Augen auf dem Hflgl in Zelle 2, 5 und 6, alle scliAvarz mit gel-
l)em Ring und weißer Pupille. Zwischen den Augen der Hflgl und unter dem Auge der Vflgl liegen einige kleine
runde »Silberfleckchen. Celurnbien, Bolivien.
hrmUriica. E. heiiiileuca Stgr., nur im Aveiblichen Geschlecht bekannt, hat eine Spannbreite von 38 mm und zeigt
oberseits einige Aehnlichkeit mit languida Btlr.; doch ist die AA^eiße Farbe bis nahe an den Vrd der Vflgl
ausgedehnt und bedeckt die Hflgl ganz, so daß nur ein schmaler scliAAmrzer Saum übrig bleibt und die beiden
scliAvarzen runden Flecke isoliert stehen. Die Unterseite ist ganz braungrau mit 2 schmalen dunkelbraunen
Qnerstreifen durch die Mitte, mit hellgrauem »Saum, 3 feinen braunen »Saumlinien, 1 Auge auf den Vflgl und
3 Augen auf den Hflgl. Das vordere Auge der letzteren hat 4 mm im Durchmesser, scliAvarzen Kern und Aveiße
doppelte Pupille. Die andern sind kleiner, doch ebenso gefärbt. Vom Rio »San-Juanin West-Columbien. Selten.
»
(iiirir/cni. E. aufigera Stgr. i. l. (46 e). Ist keiner sonstigen Eujdychia ähnlich; Grundfarbe Aveiß; Vflg-
Vrd, »Spitze Aind Außenrd breit scliAvarzbraun, vor der Spitze am breitesten, Hflgl mit schmalem, gezähntem
braunen »Saum. Die Zeichnung der Unterseite scheint nach oben durch. Dieselbe ist braun mit AA^eißer Binde
durch die Mitte beider Flügel, die von der unteren Radiale der Vflgl bis zum Ird der Hflgl zieht, und an bei¬
den Enden spitz zuläuft. Auf den Hflgl stehen auf rötlich ockergelbem Grunde 5 Augen in gezackter Reihe
und zwischen den 3 braunen »Saumlinien auf den Rippen kleine Aveiße DojipelpuidAte. Von Cuzco in Peru, Kolk
Baxg-H.a.vs. Selten.
l<]UrTYCHIA. Von G. Weymkii.
I ur>
Mollina-Gruppo.
E. niollina Hbn. (40 e). Oben Vflgl weißlichgrau, am Vrcl- und Außenrd dunkler mit ß l)i-äun- inol/nin.
licheJi Querstreifen, vor der Spitze ein dunkler Fleck. Hflgl weiß mit 2 dunklen i-unden Flecken in bi-aumm
Ringen. Auf der Unterseite ist die Grundfarbe reiner weiß, die Querstreifen daher deutlicher. Vflgl ein schwar¬
zes Auge vor der Spitze, mit braunem Ring umgeben, 3 verloschene Augen darunter in Zelle 2 — 4. Hflgl unten
mit 6 Augen, die in Zelle 2 und 5 groß, in Zelle 1 b und 6 klein, alle schwarz mit weißen Pupillen und brau¬
nen Ringen, die in Zelle 3 inid 4 verloschen. Aus dem Amazonengebiet (Para, Ega), Nicaragua, Mexiko. —
mollis Stgr. ist nur eine Form dieser, bei der die Vflgl nur ein oder zwei Augen auf der Unterseite haben, und twill'is.
auch die Augen der Hflgl in der Zahl reduziert und zum Teil viel kleiner sind. Von Cbiriqui. — hilara Fidr. hiinni.
(46 e). Eine der größeren Formen von mollina, oben hell bräunlichgrau mit einem Querstreifen auf den
Vflgl und 2 auf den Hflgl, die etwas dunkler sind, mit einem Auge auf den Vflgl und 2 auf den Hflgl. Auf
der Unterseite ist die Grundfarbe noch heller, etwas weißlich, die Querstreifen wie oben, im Mittelfeld der Vflgl
ein rötlichgelber verwaschener Fleck und vor der Spitze ein Auge. Auf den Hflgl 4 kleine und 1 grofles Auge.
Columbien (Bogota). — - westwoodii Btlr. (46 e), eine weitere Form von mollina, die meistens kleiner (26 — 33 mm) >ccsiir„oii
und bei der die Grundfarbe reiner weiß ist. Nur Vrcl- und Außenrd der Vflgl sind bräunlichgrau. Die bräun¬
lichen Binden sind schmal und die Augenflecke undeutlich. Auf der Unterseite haben die Vflgl nur 3, die Hflgl
alle 6 Augen. Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Venezuela, Colinnbien, Bo¬
livien. — jesia Btlr. (46 e) unterscheidet sich von westiooodii nur dadurch, daß die braunen Querstreifen auf j'.’.'itn.
der Oberseite ganz fehlen oder nur schwach von unten durchscheinen und daß die Spitze der Vflgl nur 4 mm
breit, und Vrd- sowie Außenrd nur ganz schmal braun gefärbt sind. Die Unterseite ist wie bei tvestwoodii . Bo¬
livien, Ecuador.
E. meta S'pec. nov. (46 e). Oben grardjraun, auf jedem Flügel ein großes weißes Feld, das nuia.
auf den Vflgl mehr dem Ird, auf den Hflgl mehr dem Vrde genähert ist. Die zwei ersten Querstreifen
convergieren auf den Vflgl nach vorne, auf den Hflgl nach hinten. Auf den Vflgl ein dunkler Fleck vor der
Spitze, auf den Hflgl drei solcher Flecke an Stelle der Augen, hinter denselben die dunkle Submarginalbinde.
Auf der Unterseite tritt eine 4. Binde nahe an der Flügelwurzel hinzu und liegen hier 2 Augen auf den Vflgl
nahe an der Spitze und 3 auf den Hflgl in Zelle 2, 3 und 5, alle schwarz mit weißen Pupillen und von 4 Rin¬
gen eingefaßt, nämlich ockergell), braun, weiß und außen wieder braun. Das 2. Auge der Vflgl und das mitt¬
lere der Hflgl sind kleiner, die andern sind größer, haben 3 mm im Durchmesser und erstrecken sich über zwei
Zellen, so daß die äußern Ringe sich berühren. Beim $ ist noch ein kleines Auge auf jedem Flügel mehr vor¬
handen, das zwischen den übrigen steht. Von Marcapata (Peru).
E. fetna Btlr. Oben blaßbraun, Vflgl mit 2 gebogenen rostfarbenen Streifen vor und in der Mitte, ictna.
einem verloschenen rostfarbenen Fleck zwischen den Medianen 1 und 2, vor der Spitze ein runder schwarzer
Fleck in ockergelbem Ring. Hflgl mit einem rostfarbenen Mittel- und einem gleichen Submarginalstreifen
und einem schwarzen Auge mit weißer Pupille und gelbem Ring. Unten hellei, besonders im äußern Teil der
Vflgl mit einem aus kleinen braunen Ringen bestehenden Kettenstreif vor dem Außenrd beider Flügel. Vflgl mit
einem nach innen gebogenen Mittel- und einem geraden rostfarbenen Wurzelstreifen, die sich beide in ziemlich
gerader Richtung auf den Hflgl fortsetzen. Letztere haben 5 Augen, von denen das 2. und 5. schwarz sind,
mit gelber Iris und braunem Ring, die übrigen sind verloschen rotbraun gefärbt, alle haben weiß glänzende Pu¬
pillen. Auf den Vflgl nur ein Auge wie oben, mit einigen bräunlichen Flecken darunter. 36 mm. Von
San Geronimo und Cubilquitz in Guatemala, Amula und Cliilpancingo in Mexiko. Selten.
E. enyo Btlr. Oben blaßbraun mit 2 braunen Mittel- und einem Submarginalstreifen, einer Rand- cmjo.
linie, einem Fleck vor der Spitze der Vflgl und einem solchen am Afterwinkel der Hflgl. Der Vorder¬
winkel der Hflgl ist rötlich gefärbt. Unten ockergelb mit rotbraunen Binden wie mollina. Vflgl mit 4, die Hflgl
mit 6 Augen. Das erste der Vflgl, sowie das 2. und 5. der Hflgl sind größer als die übrigen. Das 6. Auge der
Hflgl liegt dicht am Außeirrd und Saum der Zelle 1 c nebei’ einem für diese Art charakteristischen rotbraunen
Längsstreifen, der sich längs der ersten Mediana nach innen zieht. 35 mm. Von Cuenza (Ecuador). Selten.
E. anacleta Btlr. Blaßbraun, 2 dunkle Binden durch die Mitte, ein blindes Auge vor der Spitze der anadda.
Vflgl, 5 dergleichen auf den Hflgl, wovon das 5. größer ist als die übrigen. Die Submarginallinie auf den
Hflgl doppelt. Unten sehr hellgrau, fast weiß mit 2 rotbraunen Binden in der Wurzelhälfte, dann folgt eine
dritte, breitere Binde, die nur auf den Hflgl rotbraun, auf den Vflgl aber ockergelb ist, dann 2 Avellige scliAvärz-
liche Submarginallinien, die am Analwinkel der Hflgl in 2 orangefarbige Striche münden. Vflgl mit einem
großen Auge vor der Spitze mit blauer Pupille und rotgelbem Ring, darunter 2 undeuthche Augen und ein gro¬
ßer verwaschener ockergelber Fleck. Hflgl mit 5 Augen, das 1., 2. und 5. schwarz mit blauen Pupillen, das
3. und 4. braun mit silbernen Pupillen, alle mit gelber Iris. Diese Augen, von denen die 4 vorderen klein sind,
das 5. aber groß ist, stehen in einer geraden Reihe. 33 mm. Nicaragua (Chontales), Panama (Cbiriqui), Co¬
lumbien (Bogota). Selten.
uiisolala .
])icc(i.
rujochiciu .
(runüisfü.
saiunius.
vesia.
jlda.
1!)G EUPTYCHIA. Von G. Wbymer.
E. insolata Bür. (= macrophthalma Stgr.). Raiichbraun, schwach durclisichtig, im Discus heller, zu¬
weilen weiß, 2 fast parallele braune Mittelbinden und 2 undeutliche Submarginallinien über beide Flügel.
Vflg] ein undeutliches Auge vor der Spitze, Hflgl mit 2 schwarzen, w'eißge kernten Augen, eins am Vorder¬
winkel, das andere größere am Innenwinkel. Unten weißlich mit den Binden wie oben, und zwar die zwei in
der Mitte und eine an der Wurzel rotbraun, mit schwarzer Submarginallinie. Vflgl mit 2 Augen, eins vor der
Spitze, schwarz, weiß gekernt mit rotem Ring, das andere undeutlich zwischen den Medianadern. Hflgl mit
3 Angen, davon 2 rot eingefaßte vorne, das dritte sehr große, braun eingefaßte am Analwinkel. Von Nicaragua,
Gosta-Rica und Panama.
E. picea Btlr. (46 e). Der vorigen Art ähnlich, doch sind die Flügel nicht durchsichtig, oben
braun mit 4 dunkelbraunen Binden, eine kurze an der Wurzel, die 2. nähert sich der 3. am Vrde
der Vflgl, die 3. nähert sich der 4. am Ird derselben Flügel. Ein schwarzer Fleck an der Spitze, die Hflgl mit
2 solcher Flecke in Zelle 2 und 5. Beim $ sind die Flügel runder gestaltet und statt der Flecke sind ziemlich
große Augen mit ockergelben Ringen und weißen Pupillen vorhanden. Unterseite hell violettgrau, Querbin¬
den deutlicher als oben. Auf dem Vflgl stehen 2 oder 3 Augen, von denen das vordere das größte ist, und das
mittlere meist fehlt. Auf den Hflgl stehen gewöhnlich 3 Augen, zuweilen 4 oder 5. Von diesen ist das in Zelle
2 liegende das größte und hat 3 mm im Durchmesser, zuweilen hat es aber auch einen Durchmesser von 4 bis
414 mm und reicht dann natürlich weit in die amstoßenden Zellen hinein. Zwei Augen liegen am VorderAvinkel
in Zelle 5 und 6, von denen das in Zelle 5 in der Größe dem vorderen Auge der Vflgl gleicht, das andere klei¬
ner ist. Treten noch weitere Augen auf, so liegen diese in den Zellen 3 und 4, sind aber noch kleiner. Vom
Ainazonenstrom (Ega, Tapajos), ferner von Peru und Surinam. — rufocincta form. nov. (46 f) ist eine Form
von picea, etwas größer, die Zeichnung ganz ähnlich, doch sind die beiden runden sehwarzbraunen Flecke auf
der Oberseite der Hflgl zuerst von einem ockergelben, schmalen und dann von einem rotbraunen breiten Ring
umgeben, so daß Augen von 4 mm Durchmesser entstehen. Auf der Unterseite stehen auf den Vflgl 3 Augen
(das vordere groß), auf den Hflgl 5 Augen (das 2. und 3. größer), die teilweise unter sich Zusammenhängen.
Von Surinam.
Saturnus-Gruppe.
E. francisca Btlr. Oben violettbraun, ein undeutlicher brauner Fleck am Analwinkel iind 2 braune
Randliiiien. Unten ockergelb, zwei braune, etwas na.ch innen gebogene Mittellinien, eine Submarginal- und
2 Randlinien. Auf dem Vflgl ein kleines Auge mit weißer Pupille, die Hflgl mit 5 Augeii, das 2. und 5. schwarz,
weißgekernt, 3 mm im Durchmesser, die übrigen klein, und zwar das erste ebenfalls schwarz, das 3. und 4.
braun, alle mit ockergelber Iris und braunem Ring. Ecuador.
E. saturnus Btlr. (= laccine Fldr.) (46 f). Oben olivbraun, mit einer hellem Schattenbinde durch
die Mitte beider Flügel und einem schwarzen, weißgekernten und bräunlichgelb umringten Auge am Anal¬
winkel der Hflgl. Unten hellgrau mit 2 geraden, braunen Querlinien und einer nach hinten an Breite zuneh¬
menden weißen Binde durch die Mitte beider Flügel. Vflgl mit einem schwmrzen Auge, die Hflgl niit 5
Augen, wmvon das 3. und 4. braun, die übrigen schv/arz sind, alle haben gelbe Iris und braunen Ring, die 4
ersten der Hflgl mit doppelter weißer Pupille, die übrigen mit einfacher. Am Rande 3 braune Linien. Vene¬
zuela, Columbien (Rio Agnatal 1800 m im November), Bolivien (Corvico), Brasilien.
E. vesta Btlr. (= griphe Fldr.) (46 f). Oben olivbraun, am Saum 3 dunklere Linien, die auf den
Vflgl zu sammenge flössen sind. Auf diesen Flügeln steht beim d* hi der Mitte der Zellen 1 b, 2 und 3 zAvischen
der Submediana und den 3 Medianästen ein schmaler Streifen dunkelbrauner, erhabener Schuppen, der auf
den Rippen spitze Winkel nach außen bildet. Am Analwinkel der Hflgl in Zelle 2 ein schwarzes x4uge
mit weißer Doppel-Pupille imd rotgelbem Ring. Zinveilen noch ein kleines Auge daneben in Zelle 1 c. Beim $
fehlen die erhabenen Schuppen der Vflgl, dagegen sind auf den Hflgl in den Zellen 3 — 5 noch zwei oder drei
weitere, ähnliche Augen vorhanden, die aber kleiner, manchmal verloschen oder pupillenlos sind. Die Unter¬
seite ist bräunlich gelb mit schmaler, hellgelber Binde über die Vflgl und breiter, Aveißer Binde über die Hflgl,
die beiderseits unregelmäßig begrenzt, in der Mitte aber durch einen wurzehvärts gerichteten breiten Vorsprung
stark erAveitert ist. Im Saumfelde sind auf den Vflgl ein, auf den Hflgl beim ^ 5, beim $ 6 Augen, Amn de¬
nen das 3. und 4. der Hflgl bräunlichgrau, die übrigen scliAvarz, alle aber ockergelb und braun gelingt und do])-
pelt weißgekernt sind. Venezuela, Columbien (Caucatal, Rio Agnatal 1800 m (November), Rio Tocha am Quin-
diu-Paß 2100 m (September).
E. fida spec. nov. (46 f). Der vesta^ Bull, ähnlich, aber sofort durch das Fehlen des erhabenen Schup¬
penstreifens der Vflgl im männliclien Geschlecht zu unterscheiden. Auch fehlt das Auge auf der Oberseite
def Hflgl und die helle Binde der Unterseite ist anders gestaltet. Sie ist am Vrd der Hflgl mir halb
so breit als bei vesta, tritt in der Mittelzelle nicht Avurzehvärts vor, bildet dagegen kleine proximale
ErAveiterungen in den Zellen 2 und 5. Das d' hat unten 6 Augen, die 2 mittleren braungrau, die übrigen scliAvarz,
meist mit einfachen Aveißen Pupillen. Auf den Vflgl stehen unter dem Auge vor der Spitze zAA^ei undeutliche
kleinere. Vom Songo und von Corvico in Bolivien.
EUL’TYCIIIA. Von (J. Wioaiük.
I!)7
E. transversa siiec. nov. (47 a). Den vest<i, und jvhi, ähnlich. Die criiahcnen Sclmi)|K'n der (‘i’slei'cn Inin.^vcr.sn.
fehlen liier ebenfalls, ancli steht kein Auge auf der Ob'nseite der Hflgl. Von den 3 dtinkclliraunen Sauni-
linien ist die innere undeutlich und mehr nach innen gerückt. Auf der Unterseite stellen an der iSpitzc der Vflgl
2 schwarze Augen mit Aveißen Pupillen und ockergelben Ringen. Das Sanmfeld der Vflgl ist hei dieser Art
nicht heller gefärbt. Den Hauptnnterschied zeigt aber die Unterseite der Hintcrfliigel. Die beiden dunkelbrau¬
nen zackigen schmalen Querstreifen sind weiter nach außen gerückt; der erste zieht hinter der Mitte der Mittcl-
zolle über den Ursprung des ersten Medianastes zur Mitte des Irdes und bikkit in seinem hintern Teil die innere
Grenze der weißen Binde. Der 2. braune Querstreif zieht über die Schlußrijijie der Mittelzelle, indem er' rlie
weiße Binde durchschneidet, dann die äußere Grenze derselben liildet und sich am Innenwinkel mit der dunkel¬
braunen 8rdnnarginallinie vereinigt. Der vordere Teil der weißen Binde liegt also bei dieser Art in dem stark
erweiterten »Saumfeld. In demselben 5 Angon, denen der Vflgl gleich gefärbt, flie in Zelle 2 und 5 sind größer
als die übrigen. Von Marcapata. (Peru). Selten am Rio Autaca (24Ü0 ni) in Columbien.
Nossis-Grnppe.
E. nossis Hew. {= jaresia ßtlr). Oben braun, am Anahvinkel der Hflgl mit (inmn sclnvarzen nos-'iis.
Auge mit rotgelbem Ring und weißer Dop])elpupille. Unten heller braun, Vflgl mit 2 geraden Mittellinien,
tinem doppelt woißgekernten Auge vor der Spitze und 3 braunen Flecken darunter, sowie 3 braunen Rand¬
linien. Hflgl mit 2 braunen Querlinien in der Mitte, die erste gerade, die 2. in ihrem mittleren Teile Avurzel-
wärts gebogen. Gleich dahinter folgt eine weiße durchgehende Binde, in ihrer Mitte 3mal so breit als A'orn
und hinten, dann eine Reihe von 4- Augen, wovon 2 in Zelle 2 und 5 größer, die andern in Zolle 3 und 6 klei¬
ner sind, alle schwarz mit gelber Iris und braAinem Ring, nur die größern haben do])pelte weiße Pupillen.
Ecuador (Quito). Diese Art hat einige Aehnlichkeit mit der oben beschriebenen fida, unterscheidet sich aber
leicht von ihr durch die Gestalt der Aveißen Binde der Unterseite clor Hflgl, die an ihrer innern Seite Avie ein
Kreisausschnitt gleichmäßig gerundet ist, während solche bei fida stark zackig bin und hergebogen ist. Butler
stellt (Journ. Linn. Soc. Zool. 13 p. 117) seine jaresia zu Eu'pt. furina Hew. EinVergleich der Abbildungen
zeigt aber sofort, daß beide Arten nicht gleich sind, daß vielmehr jaresia zu nossis Hew. gehört.
E. clio ßtgr. i. l. (47 a). Vflgl mit schwach Avelligem Außenrd, Hflgl stumpf gezähnt. Oben braun, d'w.
Hflgl mit doppelter dunkelbrauner Saum- und undeutlicher breiter Submarginallinie, Fransen hellgrau. Un¬
terseite ebenfaJls braun. Vflgl bei der Länge ein schmaler, gerader, hoUgrauer Streifen, längs des Saums
ein breiter gleichfarbiger Streifen, von 2 dunkelbraunen Saumlinien durchzogen. Auf den Hflgl zuerst ein Avei-
ßer Streifen von ^/g des Vrdes zur Mitte des Irdes. Itu Saumfolde stehen 2 große In’äunlichgolbe
Halbkreise, deren Bogen gegen die Binde gerichtet sind. Innerhalb jedes Halbkreises eine silberglänzende Bogen¬
linie, welche Avieder einen großen scliAvarzen Fleck mit bräunlich.gelber Einfassung umschließt. Auf dem
dunkelgrauen Saum 3 schwarze Wellenlinien. Von Marcapata. Peru. Eine schöne und seltene Art. Kolk
Bang-Haas.
E. albofasciata Hew. Größe der vorigen. Oben rötlichbraun mit breiter, AA^eißer Mittelbinde von der olhojanc'mla .
Mediana 3 im Vflgl bis nahe an den Ird der Hflgl. Letztere haben ein großes schwarzes Auge am Anahvinkel
mit orangegelbem Ring und Aveißer Pupille, soAvie 2 Aveiße Linien am Vorder Avinkel. Unterseite etAvas heller als
oben, die Aveiße Binde reicht bis an den Vrd der Vflgl. Die Wurzel ist grau, mit brauner Binde, der Außenrd ist
trübAveiß mit 3 pa.rallelen braunen Linien. Vflgl mit einein Auge an der Spitze, Hflgl mit 6 Augen, AvoAmn die
beiden mittleren eiförmig, braun, mit einem Silberstrich in der Mitte, die andern schAvarz mit teihveise doiipel-
ten Pupillen, alle aber mit rötlichgelben Ringen versehen sind. Von Ecuador. Selten.
Pronophila-Gruppe.
E. pronophila Bür. Oben olivbraun. Unten ebenso, Vflgl mit einer breiten, etAvas helleren Dis- jn-onophila.
calbinde, Avorin 5 kleine undeutliche Angen stehen. Hflgl mit dreieckiger, Avoißer Discalbinde, die amVorder-
Avinkel mit feiner Spitze beginnt, am Ird. dicht am Innen Avinkel in der Breite von 5 mm endigt. Hinter der¬
selben eine hellbräunliche Binde mit 5 kleinen Augen, von denen das 1., 3. und 4. Aveiß und Amn braunen und
breiten hell ockergelben Ringen eingefaßt, die übrigen 2 scliAvarz, fein Aveiß gekernt und dunkler gelb eingefaßt
sind. Das Wurzelfeld ist fein braun gestiichelt mit 2 braunen Querlinien. Von Rio de Janeiro. Kolk Heavitsox
im Brit. Museum. Selten.
E. ordinata spec. nov. (47 a). Oben olivbraun, am Saum etAvas dunkler mit helleren Fransen, onlinakt.
Unten heller braun. Vflgl mit undeutlicher Linie hinter der Mitte, 2 braunen Linien Amr dem Rande und schAA'arz-
brauner Saumlinie. Hflgl mit breiter Aveißer Binde, AA'elche von der Mitte des Ird über die Schlußrippe bis an
Rippe 6 in der Nähe des VordeiWAunkels zieht und an beiden Seiten nicht scharf begTenzt ist. Hinter ihr liegt
eine orangegelbe Binde, die nur Amn Rippe 1 b bis in Zelle 4 reicht. Auf derselben liegen 3 kleine, lamde scliAvarze
Flecke, die an ihrer innern Seite mit einem kleinen, silberglänzenden Halbmond bezeichnet sind. Ein sebAvarzer
Punkt liegt noch in Zelle 4 am Ende der orangegelben Binde. Von Bolivien (Kolk Seitz). Der vorigen Ai’t
198
EÜPTYC?I1A. Von G. Wbymer.
(IslUKI.
Iiii/tcri
(iiiihra.
Uhiritlti .
hiltdii.
Vesper.
(irtiiilla.
irii/illaid .
urius.
ähnlicl), aber leicht von ihr zu untei\scheiden durch die orangegelbe Binde, welche bei pronopJiila fehlt, sowie
durch die Lage der weißen Binde, welche bei pronophila mehr nach außen gerückt ist.
E. ashna Hew. (47 a). Oben braun mit kleinem verloschenem dunkleren Fleck am Analwinkel. Un¬
ten etAvas heller. Vflgl mit 2 braunen Quer- und 3 Randlinien. Hflgl eine braune Querlinie an der Wurzel,
eine weiße gerade Binde von ^4 Vrdes zu des Irdes und 3 schwarze, weißgekernte Augen in Zelle 2,
5 und 6, das erste davon mit doppelter Pupille und alle rotgelb eingefaßt. Zwischen diesen Augen stehen in
Zelle 3 und 4 rotggilbe Ringe mit kleinem undeutlichem silbernen Kern. Das 2 ist dem gleich gezeichnet,
. nur etwas größer. Von Columbien, Ecuador und Peru. — butleri Weym. (= ashna Btlr.) ist eine Form von
ashmi, bei der die Grundfarbe der Flügel oben gelblich bra\m und unten gelblich grau ist und die rotgelben
Ringe der Zelle 3 und 4 der Unterseite der Hflgl ebenso dunkele und ebenso große Augen einschließen, als in den
ülu’igen Zellen stehen, so daß eine Reihe ziemlich gleich gefärbter Augen entsteht. Ecuador. Der Karne butleri
Bist, ist ein Synonym von '»letaleuca Bsd. deshalb kann der Name butleri Weym. für diese ashua-Yorm be¬
stehen bleiben. — ambra form. nov. (47 a), steht der asJma Hew. nahe. Hflgl etwas stärker gezähnt. Oben braun
mit 3 dunkleren Saumlinien. Unten etwas heller, besonders im Saumfelde und am Irde der Vflgl. Hflgl mit weißer
Binde, fast wie bei ashna. Das Saumfeld hinter dieser Binde ist fast ganz rotgelb gefärbt, und An)n der
Binde durch eine braune Linie getrennt. Darin liegt in Zelle 2 ein runder schwarzer Fleck mit Doppelpupille,
ein gleicher in Zelle 5, jedoch mit rotgelbem und braunem Ring umgeben und ein ganz kleines ähnliches Auge
in Zelle 6. Am Auf.kmrande außer den 3 parallelen Saumlinien noch eine 4. braune Submarginallinie als äußere
Grenze des rotgelben Saumfelds. Zwischen den beiden innern dieser Linien eine Reihe weißlicher (9) oder
hellgrauer Flecke (beim ^). Bolivien, Peru (Cuzco) 2 — 3000 m.
Liturata-Gruppe.
E. liturata Btlr. Oben blalf olivbraun, am Rande dunkler, Fransen rötlichgrau. Unten dunkler,
mit vi('len kurzen dunkelbraunen Strichelchen bedeckt, an der Costa weißlich gemischt. Vflgl mit einem klei¬
nen schAvarzen, ockergelb und braun umringten, weiß gekernten Auge vor der Spitze, und 2 ähnlichen, äußerst
kleinen darunter. Hflgl auf der etAvas heller braunen Discalbinde 5 ebenso kleine Augen, von denen nur das
2. und 5. etwas deutlicher sind. Saumlinie schwarz. Vaterland unbekannt. Kolk Heavitson im Brit. Museum.
E. luttela Weeks. Oben bronzebraun mit etAvas Glanz, unten ebenso, ohne Glanz. Vflgl ZAAÜschen
der dunkelbraunen Randlinie und dem Saum an der Spitze graubestäubt, eine undeutliche braune Submar¬
ginallinie, Ird grau. Auf den Hflgl ist der Raum zAviscb.en den 2 dunkelbraunen Randlinien rötlichgelb gefärbt.
Ein kleiner rötlichgelber F'leck mit schwarzem Mittelpunkt am AnalAvinkel. 29 mm. Alezuni in BoliAÜen.
Flugzeit August. Gleicht der liturata Btlr., doch das Auge an der Spitze der Vflgl fehlt.
E. Vesper Btlr. Der litimita verwandt. Oben olivbraun. Die Augen der Unterseite sind oben
schwach zu erkennen. Unterseite kupferfarbig, braun marmoriert. Saumlinie scliAvarz. Vflgl mit dunkelbrau¬
nen Discal- und Submarginallinien, ein einzelnes schwarzes Auge unter der Spitze mit gelbem Ring und Avei-
ßer Pupille. Hflgl mit 5 ähnlichen Augen. Das 2. und 5. größer. Eine braune uni’egelmäßige Discallinie und
die Avinkelige Submarginallinie vereinigen sich vor dem InneiiAvinkel. Die Kolbe der braunen Fühler ist rost¬
farbig. Vaterland unbekannt. 35 mm. Koll. Heavitson im Brit. Museum.
E. armilla Btlr. (47 a). Oben olivbraun, nach Butler mit einem sehr undeutlichen Auge auf
den Hflgl am Anahvinkel, das dem abgebildeten Exemplar fehlt. Saumlinie scliAA^arz. Unterseite braun mit
dunkelbraunen Discal-, Submarginal- und doppelten Saumlinien auf beiden Flügeln. Die Grundfarbe ist außer¬
halb der Submarginallinie vor der Spitze der Vflgl und am Rande der Hflgl etwas heller. Ein scliAvarzes, Aveiß-
gekerntes Auge mit ockergelbem Ring vor der Spitze der Vflgl und 6 ebensolche Augen auf den Hflgl, Avelche
in der Größe wenig voneinander ab weichen. Aus den brasilianischen Provinzen Minas Geraes und Matto Grosso
(Cuyaba). Nach Mitteilungen von Herrn Bang-Haas gehören armilla. und die folgende strigUlata als Saison¬
formen einer Art zusammen. Weitere Beobachtungen in dieser Hinsicht wären hier am Platze, da diese For¬
men doch sehr verschieden sind. — strigillata form. nov. (47 a). Oben clivbraun, das Mittelfeld der
Vflgl von der Subcostalis bis zur Mediana mit dichteren sammetartig erhabenen Schuppen bedeckt, daher dunkler
her vor tretend. Fransen grau. Unterseite: Vflgl olivbraun, überall fein braun gestrichelt, die Flügelspitze
bräunlichgrau gefärbt, ebenso der Anßenrand, aber schmäler, auch braun gestrichelt. 2 Saumlinien und eine
Submarginallinie dunkelbraun. EtAvas zurück eine 4. braune Linie, die den Innenrand nicht erreicht. ZAvischen
den letztgenannten Tjinien 2 Aveiße Punkte und darüber ein ockergelbes Auge mit Aveißer Pupille und brau¬
nem Ring. Hflgl grau, mit braun marmoriert, Avurzelwärts dunkler, am Außenrand heller mit 5 kleinen rot¬
gelben Augen, die weiß gekernt und braun eingefaßt sind. Von Cuyaba in der Provinz Matto Grosso in Brasilien.
E. arius spec. nov. (47 a). Der armilla ähnlich. Oben braun mit 2 dunkleren Saumlinien und
einer stark gezackten Submarginallinie auf beiden Flügeln. Hflgl mit einem kleinen runden sclnvarzen Fleck
in einem etwas heileren Ringe am Analwinkel. Unterseite braun, am Außenrand auf beiden Flügeln grau be¬
stäubt. 2 fast gerade Querlinien vor und hinter der Mitte auf beiden Flügeln, eine gezackte Submarginallinie
KÜPTY(!H[A. Von CI. Wkymer.
100
und 2, auf den Vtlgl gerade, auf den Hflgl wellige Saumlinien. Auf den Htlgl 5 schwarze Augen mit weißen Pu¬
pillen und ockergelben Ringen, das 2. und 3. Auge kleiner. Zuweilen noch ein sehr kleines Auge in Zelle I h
dicht am Innenrand zwischen den Mittellinien. Vom Mapiri.
E. viridicans spec. nov. (47 b). Oben olivbraun. Unten weit heller infolge der grünlichgrauen riririifans.
Punktierung aller Flügel. Die dunkelbraunen Mittellinien, die gezackte Submarginal- und flie 2 Saunib’nien
sind wie bei der vorigen Art. Auf denVflgln ein kleines Auge in Zelle 5, schwarz mit weißer Pupille und gel¬
bem Ring, ein undeutliches noch kleineres Ange in Zelle 3. Auf den Hflgl 5 deutliche Angern, das 3. und 4. klein
und braun, die übrigen schwarz mit gelben Ringen und weißen Pupillen, das 3. bis 5. mit Doppelpujülk'n. 37 mm.
Von Peru.
E. nionahani Weeks. Oben dunkelbraun, Rand etwas heller. Vflgl unten schwarzbraun mit grauer inonahani.
Saumlinie, brauner Submarginallinie, grauer Spitze. Zwischen den Medianadern (Weeks sagt: abow the
lowest submedian nervxile!) ein schwarzes Auge mit weißer Pupille und hellbraunem. Ring. Darüber 2 kleine
weiße Punkte imd vor der Spitze ein kleiner gell)er Fleck. Hflgl im proximalen Teil schwarzl>raun, im distalen
Teil helll)raun mit Grau gemischt, der Außenrand etwas dunkler, Saumlinie grau, eine Rand- und eine Sul)-
marginallinie braun. Am Analwinkel in Zelle 1 c ein kleiner, gelber Fleck, in Zelle 2 ein gelbes Ange mit
weißer Pnpille. Vom Innenrand zieht noch eine dunkelbraune Linie bis zur Mittelzelle. Zuweilen sind die
Augen undeutlich und der Außenrand weniger grau. 35 mm. Von Alezuni in Bolivien. August.
E. therkelsoni Weeks. Oben dunkelbraun, nach außen etAvas heller. Unten ebenso, Vflgl mit hell- /hrririsoni.
brauner Saumlinie, einer dunkelbraunen, zackigen Randlinie und einer 2. gleichen Querlinie hinter der
Mitte. Diese Linien sind auf den Vflgl undeutlich, auf den Hflgl wiederholen sich dieselben aber deutlicher
und vereinigen sich am Anab.vinkel ; auch zeigt sich hier noch eine undeutliche Linie in der Mitte der Mittelzelle.
Augen und Punkte werden in der Originalbeschreibung dieser Art nicht erwähnt. 38 mm. Aus der Umgegend
von Cochabamba in Bolivien. August.
Ocypete- Gruppe.
E. ocypete F. (47b). Oben braun mit 2 etwas dunkleren Mittelbinden, einer doppelten Saum- or-!/2)f>/c.
und einer gezackten Submarginallinie, ferner im Analwinkel der Hflgl ein schwarzes Auge mit doppelter weißer
Pupille und gelbem Ring. Das Auge fehlt zuweilen. Unten hell bräunlichgrau mit 3 breiten braunen Streifen
über beide Flügel, wozu auf den Hflgl ein kurzer 4. Streifen an der Wurzel tritt. Auf dem äußern Streifen auf
den Vflgl 1 oder 2, auf den Hflgl 5 Augen, schwarz mit gelbem Ring und weißglänzenden Doppelpupillen, nur das
2. und 4. sind braun. Surinam, Para. — helle Cr. (47 b). eine Form von ocypete, hat auf der Oberseite hdlc.
dunkelblaugraue Grundfarbe mit bläulichem Glanze, schwarzen Rippen und 3 schwarzen Saumlinien, zwischen
welchen die Grundfarbe etwas heller ist. Am Analwinkel der Hflgl das schwarze Auge mit feiner weißer Doppel¬
pupille. Die Unterseite ist der von ocypete ähnlich. Grundfarbe bläulich weißgrau mit breiten braunen Binden.
Auf den Vflgl 3 Augen, ein deutliches und 2 verloschene, Hflgl mit 5 Augen, alle mit doppelten silbernen Pu¬
pillen und gelber Iris, das 2. und 5. schwarz, die übrigen braun. Surinam, Amazonenstrom (Iquitos). — lethra irthra.
Möschl., ebenfalls eine ocypete-Form, ist oben braun; auf der Unterseite der Hflgl sind die Augen in Zelle 3 und
4 mehr nach innen gerückt, so daß die Ränder der ganzen Augenreihe wurzehvärts eine gerade Linie bilden.
Das Auge in Zelle 6 ist bedeutend größer. Ferner laufen bei lethra die beiden Querstreifen der Hflgl gerade
in den Ird, während bei ocypete der äußere dieser Streifen am Irde wurzehvärts, der innere etAvas saum-
wärts gebogen ist. Aus dem Innern von Surinam.
E. myncea Cr. Oben mit einem kleinen Auge vor der Spitze der Vflgl und einem gleichen am unjucca.
Analwinkel der Hflgl. Unten bräunlichgTau, im Wurzelfelde beider Flügel 2 gerade braune Streifen, die sich am
Ird der Hflgl beide wurzelwärts umbiegen. Auf der 3 — 4 mm breiten dunkelbraunen Diskalbinde stehen auf
den Vflgl 3, auf den Hflgl 5 Augen, alle fast gleich groß, 2 — 2V2 nim im Durchmesser messend und in gerader
Reihe stehend, alle scliAvarz m.it rotgelbem Ring und blauer silberglänzender Doppelpupille. Am Rande ein
brauner Submarginalstreifen und 2 feine Saunilinien. 43 mm. Von Surinam.
E. thobici Capr., wird vom Autor als besondere Art neben myncea gestellt und folgende Unter- ihohic'i.
scbiede angegeben. Die beiden braunen Querstreifen in der Wurzelhälfte der Unterseite sind ge¬
krümmt und schließen eine Binde ein, die etAvas dunkler gefärbt ist, als die übrige Grundfarbe. Von den
3 großen Augen der Vflgl der myncea ist das erste kaum zu erkennen, und die 2 andern fast ganz ansge
löscht. Von den 5 Augen der Hflgl sind das erste, zAveite und fünfte sehr deutlich, das letztgenannte etAvas
größer, die beiden übiigen undeutlich. Alles übrige Avie bei myncea. 38 mm. Aus der Provinz Rio de Janeiro.
E. nerita Capr. Vom Autor ebenfalls zur myncea-Cxappe gestellt, Avelcher Art die Flügel oben ucrita.
gleichen, nur ist das Braun dunkler. Im Mittelfelde scheinen die Querlinien der Lhiterseite durch und
auf den Hflgl ist das Auge am Analwinkel vorhanden. Die Unterseite ist viel heller gefärbt, die beiden Quer¬
binden endigen am Ird plötzlich, und sind gelbbraun mit dunkelbraun eingefaßt. Die aus Halbmonden besteh¬
ende Submarginallinie ist ebenfalls gelbbraun und mit dunkelbraun eingefaßt. 3 beinahe unsichtbare
200
EUPTYCHIA. Von G. Wbymer.
Allgen auf den Vflgl vor der Spitze, dagegen auf den Hflgl 6 deutliche Augen, die beiden ersten und das fünfte
groß, die übrigen klein, das sechste ohne Pupille. 37 mm. Provinz Rio de Janeiro. Diese Art scheint zu einer
ganz andern Gripipe zu gehören.
Iahe. E. labe Bür. Oben braun, die Vflgl mit rundem schwarzem Fleck vor der Spitze, Hflgl mit
schwarzem, rotgelb geringten Auge mit doppelter silberner Pupille, zwei braunen Saumlinien und einer etwas
erbreiterten, welligen Submarginallinie. Unten bräunlich weiß, 2 gerade rotbraune Streifen durch beide Flügel,
im Discus der Vflgl ein großer, rötlichgelber Fleck, vor der Spitze ein schwarzes Auge, rotgelb eingefaßt mit
doppeltem, silbernem Kern, auf den Hflgl 5 Augen, davon 2 größer und dem Auge der Vflgl gleich, die andern
kleiner und statt schwarz braun gefärbt. Die Submarginallinie ist doppelt und läuft dicht am Analmnkel der
Hflgl in einen viereckigen hellrostroten Fleck aus. Durch diesen Fleck unterscheidet sich Iahe von der folgenden
Form. 43 mm. Fliegt in niedrig gelegenen Gegenden von Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica,
roaiasa. Panama lind Columbien. — confusa (47b} ist eine Form voiGa&e, die in der Größe sehr wechselt (34 — 46 mm),
sich von Iahe aber nur dadurch unterscheidet, daß der hellrostrote Fleck am Innenwinkel auf der Unter¬
seite der Hflgl nicht vorhanden ist, und auf der Oberseite derselben Flügel sich in Zelle 3 bis 5 undeutliche ver¬
loschene dunkelbraune Flecke zeigen. Ihr Verbreitungsbezirk ist ungefähr derselbe ^vie bei Iahe, doch geht
confusa in Südamerika weiter südlich hinab bis nach Ecuador. Auch ist sie häufiger als labe.
paiJarJin. E. palladla Bür. (47 b). Oben braun, 2 dunkelbraune Streifen in der Wurzelhälfte, 2. Saum- und
eine wellige Submarginallinie, ein Auge an der Spitze der Vflgl und eins am Afterwinkel der Hflgl mit Dop¬
pelpupille. Unten weiß, 2 Mittelbinden, 2 Rand- und eine wellige Submarginallinie braun, die inneren
Linien am Analwinkel der Hflgl breiter und gelb. Vflgl mit 3 gelb und braun umringten Augen vor der Spitze,
einigen Silberpunkten, darunter ein ziemlich großer rotgelber Fleck. Hflgl mit 5 Augen, das erste klein und
schwarz, das zweite und fünfte groß und schwarz, die andern braun, alle mit silbernen Doppelpupillen, dann
noch ein kleines undeutliches Auge dicht am Innenwinkel. Vom Tapajos, Amazonenstrom, Anariver.
terresfris. E. tcrrcstris BÜr. (47b). Oben braun mit 2 dunkelbraunen Mittelbinden, einer Submarginal- und 2
Saumlinien, am Analwinkel der Hflgl ein Auge mit weißer Pupille und gelbbraunem Ring. Unten bräun¬
lich grau mit 2 rotbraunen Mittelbinden. Vflgl mit dem gewöhnlichen Apicalauge und 2 Silberflecken darunter.
Hflgl mit 5 augenförmigen Flecken, der erste, zweite und fünfte schwarz mit gelbem Ring und doppelter Silber¬
pupille, der Silberkern des andern ist in die Länge gezogen und orangegelbeingefaßt. Surinam, Amazonenstrom,
Matto Grosso (Cuyaba).
wntiefa. E. moneta spec. nov. (47 b). Oben olivbraun, mit 3 parallelen Saumlinien auf beiden Flügeln.
Ein kleines schwarzes Auge mit weißer Pupille und rotgelbem Ring voi der Spitze der Vflgl, ein etwas größeres,
mit silberner Doppelpupille am Analwinkel der Hflgl und ein verloschenes Auge ohne Pupille mit braunem Ring in
Zelle 5 derselben Flügel. Eine schwache Andeutung einer dunklen Binde geht über beide Flügel. Unten wei߬
grau, mit 2 geraden, parallelen braunen Binden durch die Mitte, die innere schmäler, die äußere breiter, letztere
an der inneren Seite etwas verwaschen. Vor der Spitze der Vflgl ein schwarzes x4uge mit 2 schief nach außen
stehenden silbernen Pupillen, dicht darüber 2 dicke Silberflecke übereinander, dicht darunter 4 gleiche
Silberflecke in gerader Reihe. Dann folgt ein großer rotgelber Fleck. Auf den Hflgl liegen zwei große schwarze
Augen mit doppelten (beim vorderen Auge schiefliegenden) silbernen Pupillen und rotgelben und dunkelbraunen
Ringen. Zwischen diesen Augen 2 große herzförmige Silberflecke und dicht am Vorderrd noch 2 weitere Silber¬
flecke; die denen der Vflgl ähnlich sind. Die Submarginallinie dieser Art hat eine Eigentümlichkeit, die bei den
bisher erwähnten Arten nicht vorkommt. Sie besteht aus kleinen Bogen, deren in jeder Zelle 2 stehen, die
Rundung nach außen, die Spitzen nach innen gerichtet. Hierin ähnelt die Art der folgenden penelope. Von
Cayenne.
penelope. E. penelope F. {= clarissa Cr.) (47 b). Oben gelbbraun mit 2 dunkelbraunen Mittelbinden, 2 Saum¬
linien, feingezähnter Submarginallinie, ein Auge auf dem Vflgl vor der Spitze, beim C ohne, beim $ mit
silberner Pupille. Hflgl bei ^ und $ mit einem ähnlichen Auge mit doppelter silberner Pupille am Anal¬
winkel und einem verloschenen Auge am Vorderwinkel. Auf der bräunlichgrauen Unterseite ist die Art dadurch
ausgezeichnet, daß die Submarginallinie ebensofein gezähnt ist wie bei der vorigen Art [moneta) und daß an der
inneren Seite dieser Linie sich ein 2 — 3 mm breiter Streifen befindet, auf dem eine Anzahl einzelner dunkelbrau¬
ner Schuppen zerstreut liegen. Auf den Vflgl 1 Auge, auf den Hflgl 2 Augen mit doppelten silbernen Pupillen
pylheas. und mehreren Silberflecken daneben. Brasilien, Araazonenstrom, Surinam. — pytheus ist eine der pene¬
lope ähnliche Form mit nur einem hellgelb umzogenen Auge am Analwinkel der Hflgl. auf der Unterseite der Vflgl
geht die braune Discalbinde bis nahe an den Ird, die Submarginallinie hat flachere Bogen und die braune Punk¬
tierung fehlt. Von Paramaribo (Surinam).
shnUi<i. E. similis Bür. Als Type dieser Art wird diejenige Form betrachtet, welche Godman und Salvin in der
Biol. Centr. Am. abbilden, da Butler in seiner Origin albeschreibuug 2 Formen miteinander vermengt hat. 40
m m. Auf der Unterseite ist die Grundfarbe bis an die zweite Querlinic hinter der Mitte hellliraun, Saumfeld wei߬
lich grau mit durchgehender hellbrauner Discalliinde, auf welcher in Zelle 2 der Hflgl ein schwarzes Auge mit gel-
Ausgegeben 20. IV. 1911.
EUPTYCHIA. Von G. Weymicr.
20)
bem Ring und ein schwarzer Fleck darüber stehen. Sonstige Angen sind niclit zu erkennen. Zwei feine braune
Saum- und eine wellige Submarginallinie. Von Mexiko und Guatemala ( ? Nicaragua). — themis BUr. ist eine
ganz ähnliche Form, bei der die Discalbinde dei Hflgl auf der Unterseite ganz verloscben ist, so daß die Augen,
und zwar 4 auf denVflgl, 5 auf den Hflgl deutlich liervortretoi. Dieselben hal)en alle gelbe Iris und dopjjelte
blaue Pupillen, das zweite und fünfte der Hflgl sind schwarz und größer als die übrigen, außerdem liegt ein sehr
kleines sechstes Auge dicht am Ird der Hflgl neben der ersten Mittelbinde. Von den drei nebeneinan¬
der liegenden Saumlinien ist die mittlere in der Nähe des Irds etwas verdickt. Mexiko, Guatemala,
Honduras, Nicaiagua, Panama, Columbien, Venezuela, Trinidad. — undina Btlr. (47 b), ist eine Form von nndlnn.
similis, bei welcher die innere der beiden Saumlinien auf der Oberseite der Hflgl doj)pelt so breit ist, als
die äußere. Zwischen beiden liegt eine hellere Linie. Die Sid>marginallinie ist etwas abgetrennt. Fin schwar¬
zes Auge mit weißer Do])pelpu])ille und gelbem Ring in Zelle 2. Auf der Unterseite der Hflgl ist die dunkle
Bestäubung der innern Saumlinie besonders in der Nähe des Innenwinkels markiert. Die braune Discalbinde ist
deutlich und zeigt auf den Vflgl 1, auf den Hflgl 5 Augen. 40 — 42 mm. Von Mexiko.
E. cleophes Godm. u. Snlv. 01)en graubraun mit 2 breiten, braunen Mittelbinden, einer welligen deojjhcs.
Submarginal- und 2 Saumlinien, einem schwarzen Auge mit gelbem Ring und weißer Do])})el])u]jille vor der
Spitze der Vflgl, einem gleichen am Analwinkel der Hflgl und einem runden rotgelben Fleck zwischen Mediana )
und 2 im Discus der Vflgl. Unten ist das Wurzeifeld hellgrau mit 2 rötlicligrauen Querlinien; Sanmfeld fast
weiß mit denselben Augen und dem rotgelben Fleck wie oben, doch liegt noch ein gleiches Auge auf den Hflgl
in Zelle 5. Zwischen und neben den Augen noch Silberpunkte. 38nnn. Mexiko (Acaguizotla, Tierra Colo-
rada und Dos Caminos in Guerrero).
E. castrensis Sdums (47c). Steht der undina nahe. $ oben braun mit 2 Saumlinien, einer Sub- rastrensis.
marginallinie und 2 Mittellinien, von denen die innere auch fehlen kajin. Hflgl mit einem schwarzen Punkt am
Vorderwinkel, 2 Augen am Analwinkel, schwarz mit weißer Pupille und gelbem Ring, das größere vor Rippe
2, das kleinere hinter Rippe 2. Unten bräunlich rehfarl)ig, die Linien dunkler als oben, Vflgl mit einem
Auge und mehreren braunen Ringen, welche einzelne gelbe Schuppen enthalten. Hflgl im Discus weißlich mit
2 größeren Augen in Zelle 2 und 5, drei kleineren in Zelle 1 c, 3 und 6, sowie zwei dicht und schräge neben¬
einander liegenden in Zelle 4. Das G ist dunkler, der schwarze Punkt am Vorderrd der Hflgl-Oberseite fehlt.
Auf der Unterseite haben die Vllgl nur einen schwarzen Punkt in Zelle 5 und auf den Hflgl stehen statt der Augen
in Zelle 3 und 4 lilafarbige Flecke in brauner Einfassung. Von Brasilien, St. Leopoldina und Castro (Parana).
E. usitata Btlr. (47 e). Oben braun mit einer dunklen, geraden Linie hinter der Mitte und 3 Rand- usUafn.
linien. Vflgl beim ohne, beim 2 mit einem kleinen Auge vor der Spitze, Hflgl mit 2 Augen, schwarz
mit gelbem Ring und doppelter weißer Pupille, das größere in Zelle 2, das kleinere in Zelle 3. Unterseite heller
als oben, mit 2 Querlinien durch die Mitte, die Vflgl mit Silberpunkten unter dem Auge, Hflgl mit 5 Augen,
die 2 ersten und das letzte schwarz mit doppelter, weißer Pupille (nur die des zweiten ist einfach), die andern
bräunlichgrau mit silbernem Keim, alle aber in ockergelben und aidlen braunen Ringen stehend. Venezuela.
— pieria Bür. ist eine Form von usitata, welche auf der Oberseite nur ein Auge am Analwinkel der Hflgl hat, ineria.
und bei der die Mittellinien auf beiden Flügelseiten vor dem Irde der Hflgl stark wurzelwärts umgebogen
sind. Von Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama. — pompilia FMr. (47 c), eine w’eitere ponipilin.
Form von usitata, die Godman und Salvin in der Biol. Centr. Amer. für synonym von pieria erklären,
weicht jedoch nach unserer von dem Typus in der RoTHSCiiiLD’schen Sammlung gefertigten Abbildung
dadurch von pieria ab, daß die Mittellinie der Hflgl auf beiden Seiten gerade in den Ird verläuft, auch zeigt
diese Abbildung am .Vrd der Hflgl auf der Oberseite 2 Augen, welche Butler in seiner Besebreibung d-E*!’ pieria
nicht erwähnt. Von Columbien und Mexiko. — thelete Snell. ist ebenfalls eine Form von usitata, die auf fhelefe.
der Unterseite ganz der Stammforni gleicht, nur fehlen die Silberpunkte unter dem Auge der Vflgl. Oberseits
sieht thelete unserer Abbildung der 'pompilia Fldr. zum Verwechseln ähnlich, indem sie außer dem Analauge
dieselben 2 Augen am Vordeinvinkel der Hflgl besitzt, wie diese, niir etwas größer. Von der Insel Curagao.
E. austera Btlr. Oben Vflgl olivbraun, mit einem schwarzen Auge mit silberner Doppelpu])ille ausicra.
und gelbem Ring vor der Spitze. Hflgl mit 2 gleichen Augen am Analwinkel, das äußere größer; in der Mitte
eine braune gebogene Binde, auf dem Rande eine bräunlichgelbe Saumlinie. Unten grau, vor der Mitte eine
schmale, hinter der Mitte eine breite gelbbraune Binde durch beide Flügel. Dann folgt im Discus eine ocker¬
gelbe Binde, worin auf den Vflgl ein Auge wie oben, auf den Hflgl 5 Augen stehen, das zw^eite und fünfte
schwarz mit weißen Pupillen und gelbem und außen dunkelbraunem Ring, die übrigen bestehen aus Silbertrop¬
fen, die ockergelb eingefaßt sind. Der Rand braun mit einer ockergelben Saumlinie. 42 mm. Von Bogota.
E. divergens Btlr. (47 c). Oben olivbraun mit drei dunklen Randlinien. Die übrigen Binden und divergens.
die Augen dei’ Unterseite scheinen nach oben schwach durch. Unterseite heller mit 2 rostfarbigen, braun ein¬
gefaßten Mittelbinden, von denen die äußere auf den Vflgl am Ird stark nach außen gebogen ist. Auf den
Vflgl 1, auf den Hflgl 5 Augen, die zum Teil schwarz nüt silberner Doppelpupille, zum Teil silberfarbig und
braun eingefaßt, alle aber von ockergelben Ringen umgeben sind. Beim $ steht noch ein kleines Auge in Zelle 2
der Vflgl. Von Surinam und vom Rio Negro. (Amazonas).
V
26
202
EUPTYCHIA. Von G. Weymer.
eurytus.
perij)l>as.
ocelloidcs.
biocellata.
rubricata.
pellonia.
leihe.
arganle.
maepius.
E. eurytus F. (= eurytris F., eurytliris Godt., cymela Cr.) (47 c). Diese in Nordamerika ziemlich ge¬
meine Art ist leicht kenntlich an den 2 Augen, die sich auf der Oberseite beider Flügel befinden, wovon nur das
vordere der Hflgl bei den CG weniger entwickelt ist, und auch fehlen kann. Beim $ tritt zuweilen auf den Hflg
ein 3. kleineres Auge zwischen Mediana und Submediana auf. Auf der hellgrauen Unterseite stehen auf den
Vflgl 2, auf den Hflgl 4 Augen mit doppelten, silbernen Pupillen und zwischen ihnen noch Silbei’p unkte. —
Das Ei ist im Verhältnis zu seiner Breite höher als das yow E .Cornelius, welchem es sonst ziemlich gleicht. Die
erwachsene Raupe ist nach Boisduval u. Leconte grün mit 5 weißen Längsstreifen ( 1 Rückenstreif und 2 Streifen
an jeder Seite); nach Holland ist sie in ihren Jugendstadien gelbbraun mit einem helleren Seidenstreif und
braunen Luftlöchern. Sie lebt an Gräsern. Die Puppe ist hellbraun mit 2 Reihen dunkler Punkte über den Rük-
ken, einer weißen Linie an jeder Seite und weißer Einfassung der Flügelscheiden. Sie ist in hängender Stellung
an Grasstängehi befestigt. Der Schmetterling ist in Nordamerika verbreitet von Canada durch die Vereinigten
Staaten bis nach Nebraska, Kansas und Texas.
E. periphas Godt. (47 c). Von eurytus verschieden dadurch, daß auf der Oberseite beider Flügel und auf
der Unterseite der Vflgl je nur ein Auge steht, und zwar auf den Vflgl vor der Spitze, auf den Hflgl vor dem
Analwinkel. Es kommen aber auch Exemplare vor, bei denen auf den Hflgl oben am Analvdnkel noch ein 2.
sehr kleines Auge vorhanden ist. Unten stehen auf den Hflgl 3 Augen und zwischen denselben einige feine Sil¬
berpunkte. Die Pupillen aller Augen sind viel kleiner als bei eurytus. Von Brasilien imd Uruguay.
E. ocelloides Scliaus (47 c). Der vorigen Art ähnlich, doch bedeutend kleiner. Flügel mehr gerundet
und oben heller gefärbt. Grundfarbe bräunlichgrau, die tiefschwarzen Augenflecke treten daher deutlicher her¬
vor. Oben 1 Auge auf den Vflgl vor der Spitze und eines auf den Hflgl vor dem Analwinkel, hier zuweilen beim $
zwei. Auf der Unterseite ist die Art von 'periylms sofort durch den Verlauf der braunen Querlinie hinter der
Mitte beider Flügel zu unterscheiden. Während diese Linie bei 'periphas ziemlich gerade und dem Außenrande
parallel verläuft, ist sie bei ocelloides mehrmals gebogen und zieht auf den Vflgl schräg zum Innenwinkel. Ypi-
sanga. St. Paulo, Castro in Parana (Brasilien).
E. biocellata Godm. (47d). Oben braun mit schwarzem, weißgekernten Doppelauge in rotgelbem Ringe,
die Hflgl ohne Augen. Unten Vflgl etwas heller, das Auge wie oben, jedoch noch von 2 braunen Linien umgeben,
wovon sich die äußere in einem großen Bogen bis in die Nähe des Innenwinkels ausdelmt. Die äußere Hälfte
der Hflgl ist weißgrau, und von einer dunkleren Binde durchzogen, welche auf den Rippen weiß durchschnitten
ist. Von Bolivien (Tanampaya) in ca. 2000 m Höhe.
E. rubricata Edw. Oben brann, Vflgl mit einem großen rostroten Fleck zwischen den Medianasten,
und einem schwarzen Auge mit rotgelbem Ringe und weißer Pupille vor der Spitze, Hflgl mit einem gleichen
Auge am Analwinkel. Beide Flügel mit 3 dunkelbraunen Saumlinien. Auf der Unterseite sind die Vflgl grau¬
braun und das Wurzelfeld lebhaft rostrot, Auge und Saumlinien wie oben, ein roter Streif zieht von der Costa
zum Innenwinkel, zwei blausilberne Doppelmakeln stehen unter dem Auge. Hflgl mit einem braunen, nach
innen hellgrau gerandeten Streifen, der von der Costa zum Innenrande zieht und einer Reihe von 5 Augen vor
dem Rande, wovon das erste groß, die andern undentlich, doch durch Silberflecke angedeutet sind. 35 mm.
Von Texas, Mexiko (Nord-Sonora). Guatemala.
E. pellonia Godm. Der rubricata ähnlich. Oben braun Vflgl in der Mitte rötlich, vor der Spitze ein schwar¬
zes Auge mit weißer Pupille, rotgelbem und außen dunkelbraunem Ring, an dessen Peripherie noch ein weißer
Punkt. Außerdem ein hellbräunlicher Halbmond wurzelwärts vom Auge und daneben eine dunkelbraune
zackige Querlinie, die schräg nach außen zum Innenwinkel zieht und sich auch in großem Bogen durch die
ganzen Hflgl fortsetzt. Eine zackige Submarginal- und 2 fortlaufende Saumlinien auf beiden Flügeln. Unten
wie oben, doch fehlt die braune Schräglinie und der Halbmond auf den Vflgl, dagegen ist auf den Hflgl eine dritte
zackige Querlinie im Wurzelfeld vorhanden. Bei dieser Art stehen auf den Hflgl oben und itnten keine Augen.
42 mm. Von Mexiko (Milpas und Ciudad in Durango; Bolanos in Jalisco, Chapala).
E. lethe Btlr. Oben dunkelbraun mit zwei Saumlinien, Hflgl mit welliger Discallinie und einem schwar¬
zen Analauge. Unten viel heller, nüt 2 dunklen Mittellinien, die innere winkelig, die äußere wellig; Saundinien
wie oben. Vflgl mit 2 Augen in Zelle 2 und 5, die schwarz, weißgekernt und gelb umringt sind. Hflgl mit
2 gleichen Augen in denselben Zellen und noch 2 kleineren dicht am Analwinkel, außerdem noch 2 braune
augenförmige Punkte zwischen den Augen. 36 mm. Von Venezuela.
E. argante Cr. (= argulus Godt.). Oben braun mit 3 dunkelbraun parallelen Saumlinien und einer
weißen Linie zwischen den beiden äußern dunklen Linien. Auf der helleren Unterseite ist diese weiße Linie
silberglänzend, die übrigen Saumlinien wie oben, außerdem 2 braune Linien durch die Mitte beider Flügel,
auf den Hflgl fast gerade, auf den Vflgl nach vorne divergierend. Auf den Vflgl 4 Augen in gerader, auf den Hflgl
5 Augen in winkeliger Reihe mit teilweise doppelten Pupillen. 40 mm. Von Surinam.
E. maepius Godt. (47 d). Oben braun mit 2 Saum- und einer etwas abgetrennten zackigen Submar¬
ginallinie. Auf den Hflgl mit einer weißlichen Linie zwischen den Saumlinien. Vflgl nüt 2 dunkelbraunen Piinkten
EUPTYCHIA. Von G. Weymer
20
in Zelle 2 und 5, Hflgl mit 3 Augen, einem großen in Zelle 2 und zwei kleinen in Zelle 3 und 5, alle schwarz
mit gelbem Ring, die 2 hinteren mit weißen Pupillen. Unterseite heller mit 2 dunkleren Linien durch die Mitte.
Vflgl mit 4 kleinen Augen, Hflgl mit 5 Augen, wovon die 4 hintern größer sind, teils schwarz, teils hraun,
alle mit doppelten silbernen Pupillen und gelben Ringen. , Von Guyana und Brasilien.
E. erigone Btlr. (47 d). Oben olivbraun mit dunkler Linie hinter der Mitte und 3 Randlinien. Vflgl crlrjunc.
ohne Augen, Hflgl dagegen mit 5 schwarzen, gelbgeringten Augen, wovon das 4. gi-oß und blaugekernt, das
5. klein mit silberner Pupille, das 2. undeutlich ist. Unterseite heller mit 2 braunen, am Ird der Hflgl winke¬
lig gebogenen Mittellinien und 3 Randlinien (die innere wellig), Spitze der Vflgl bräiinlichgelb mit einer braunen
Binde und 3 Augen in gelben Ringen (das untere größer und mit 2 blauen Pupillen versehen), Hflgl im Saum¬
feld grau mit brauner Binde und 5 Augen mit doppelten silbernen Pupillen. Von Saö Paulo in Brasilien, Peru. —
probata form. nov. (47 d). Her erigone ähnlich, doch oberseits statt der Augen nur mit einem schwarzen Punkte am prohala.
Analwinkel der Hflgl. Unterseite stimmt miterigone ganz überein. VoniMapiri. — proba form. nov. (47 d). Eben- proba.
falls der erigone ähnlich. Auf der Oberseite ist am Analwinkel der Hfllgl nur ein schwarzes Auge mit rotgelbem
Ringe und doppelter silberweißer Pupille vorhanden. Auf der Unterseite haben aber die Vflgl nur ein Auge
und statt der 2 untern Augen der erigone sind 3 kleine Silberpunkte vorhanden . Die Silberpupillen in den Augen
der Zelle 3 und 4 der Hflgl sind zu Silberstrichen verlängert. Der äußere der beiden dunkelbraunen Mittel¬
streifen ist etwas breiter als bei erigone. Peru.
E. argyrospila Bür. Oben braun mit 3 Randlinien, wovon die innere wellig ist. Vflgl mit kleinem an/yrospUa.
schwarzen Punkt am Innenwinkel, Hflgl mit 3 schwarzen Augen in ockergelben Ringen, das mittlere groß
und mit violett gefärbter Pupille. Unten gelblichbraun mit 2 dunkleren Mittellinien, von denen die äußere
in der Mitte der Hflgl einen Zahn bildet, mit 3 Randlinien. Vflgl mit 4, Hflgl mit 5 gelbgeringten Augen, teil¬
weise schwarz mit silbernen Doppelpupillen, teilweise braun mit violett gefärbten einfachen Pitpillen. 38 mm.
Von Ega (Amazonenstrom). — nausiaca Möschl. Der argyrospila ähnlich, doch Vflgl oben mit 2, Hflgl mit 5 — 6 nausiaca.
Augen, alle rotgelb gelingt, jedoch meist blind, nur die in Zelle 2 und 3 sind silbern gekernt. Unten in der
Zahl der Augen der argyrospila. gleich, doch sind beide Mittellinien vor dem Ird der Hflgl vairzehvärts
umgebogen, und der Zahn der äußern Mittellinie in der Mitte der Hflgl fehlt. Von Paramaribo und dem Innern
von Surinam.
E. crantor F. ist eine für Amerika zweifelhafte Art. Nach Fabricius ist die Oberseite braun, die Vflgl a-antor.
ungefleckt, Hflgl mit einem schwarzen Auge nüt doppelter Pupille. Unten heller, mit dunkleren Binden, Vflgl
mit 2 Augen, Hflgl mit 5, von denen das 1. und 4. schwarz mit doppelter Pupille versehen, das 3. und 5.
blind sind. Die Größe bezeichnet Fab Ricnxs als gleich mit der indischen il/yca/e^sw niineusL., welche 44 — 46 mm
mißt. Als Vaterland gibt er Indien an. Donovae bildet in seinen Insects of India unter dem Namen crantor
eine Art ab, welche in bezug auf Zahl der Augen mit Fabrictus stimmt, jedoch nicht in bezug auf Zah.1 der Pu¬
pillen. Godart kopiert die Beschreibung von Fabricius und sagt dabei: ,,Aus Brasilien“. Westwood gibt
in Genera Diurnal Lepid. als Vaterland Brasilien, Pernambuco und Honduras an und bezeichnet die Ai’t als
im Brit. Mus. vorhanden, was nach Butler (Proc. Zool. Soc. 1866 pag. 467) niclit zutrifft. Godmae und Salvie
betrachten aber die von Westwood erwähnten Honduras-Exemplare als zu E. labe Btlr. gehörig. Das Bild bei
Doeovae hat in der Zeichnungsanlage Aehnlichkeit mit der folgenden ocnus, doch ist die Grandfarbe der Unter¬
seite bei crantor mehr rostrot.
E. ocnus Btlr. (47 d). Oben braun mit 3 dunklen Randlinien, von denen auf den Vflgl nur die mittlere, ocnus.
auf den Hflgl alle wellig gebogen sind. Am Analwinkel der Hflgl eine schwarze, rotgelb eingefaßte ^lakel. Lhiten
heller, etwas ins Violette ziehend, mit 2 rötlichbraunen Mittelbinden, von denen die innere an der Costa der
Vflgl nach außen gerichtet ist, 3 welligen Randlinien; Vflgl mit 1 bis 3 kleinen Augen vor der Spitze auf lirauner
Binde, Hflgl mit 5 Augen, das 2. und 5. groß mit silberner Dopjielpupille, das erste ebenso, aber klein, die andern
rotgelb mit dicken Silbertropfen bezeichnet, alle braun eingefaßt. Von Tapajos (Amazonenstrom). — opima ophna.
form. nov. (47d) ist eine Form Yon ocnus, die auf der Unterseite der Hflgl dadurch verschieden ist, daß das 3. und
4. Auge statt des Silbertropfens einen braunen Kern in der Mitte haben und daß auf der Oberseite der Hflgl die
dunkle Makel nicht rotgelb eingefaßt ist. Von Jurua. — pallema Schaus ist eine weitere Form von ocnus, pallcma.
bei der auf der Oberseite überhaupt keine Augen und dunkle Makeln vorhanden sind, die aber untersei ts der
Stammform ganz gleicht. Von Peru.
E. eriphule Btlr. Oben braun ;mit 3 dunkelbraunen Wellenlinien am Rande und einem undeutlichen criphule.
Punkt am Analwinkel des Hflgl. Unten heller mit einer dünnen braunen Linie vor der jMitte, einer breiteren
hinter der Mitte, welche nach außen breit hellviolett eingefaßt und am Ird der Hflgl gewinkelt ist; 3 scliAvarze
Randlinien. Vflgl ohne, Hflgl mit 5 rotgelbgeringten Augen, wovon die 2 ersten und das letzte schv'arz und mit
silbernen Pupillen versehen sind, die anderen dicke ovale, silberne Kerne haben. 37 mm. Von Pernambuco
(Brasilien).
E. electra Btlr. Dunkelbraun mit 3 schwarzen Randlinien und schwarzem Analauge mit braunem clcctra.
Ring und blauer Pupille. Unten etwas heller mit denselben Randlinien. Vflgl mit einer schrägen Querlinie
hinter der Mitte ohne Augen, Hflgl mit 2 Mittellinien und 5 gelbgeringten Augen, die 2 ersten und das letzte
204
EUPTYCHIA. Von G. Weymer.
variabiUs.
urbcaia.
affinis.
vcsiigia/a.
ochracca.
rcnata.
disaffccla.
rcmissu.
scliwarz, die andern braun, die 2 ersten mit einfachen, die 3 letzten mit doppelten blauglänzenden Pupillen.
Das $ besitzt unten vor der Spitze der Vflgl einen gelben Punkt und darunter ein größeres und 2 kleinere, ver¬
loschene Angen. 42 mm. Bahia.
E. variabilis Btlr. Oben olivbraun mit helleren Fransen, 2 dunklen Randlinien und einer etwas ab¬
getrennten, welligen Submarginallinie. Vflgl mit verloschener Binde hinter der Mitte. Hflgl mit 2 schwarzen,
braun umringten Augen vor dem Anahvinkel, das obere größere hat 2, das untere nur eine Pupille. Auf der
helleren Unterseite sind die Vflgl gegen die Spitze braun besprenkelt mit 2 breit getrennten Mittellinien. Die
3 Randlinien wie oben, ohne Augen. Hflgl etwas ins Violette ziehend, an der Wurzel braun bestreut, mit 2 Mit¬
tellinien, von denen die äußere in der Mitte einen Winkel bildet, mit 6 ockergelb geringten Augen, von denen
das 3. nndeutlich, die übrigen teils schwarz, teils braun gefärbt und größtenteils mit doppelten Pupillen versehen
sind. Es kommen Abänderungen mit kleineren Augen vor. 45 mm. Von Brasilien (Pernambuco, Rio de Janeiro).
E. urbana Btlr. (47 e). Oben olivbraun, eine wellige Submarginal- und 2 Randlinien dunkler, zwischen
den letztem am Analwinkel der Hflgl eine ziegelfarbige Linie, danel)en 2 ovale schwarze Augen, das äußere
in Zelle 2 doppelt so groß, als das innere, beide mit ziegelfarbigem Ring und silberner Pupille. Die Unterseite
ist dunkelbraun besprenkelt, die 2 rostfarbenen Mittellinien divergieren gegen die Costa der Vflgl, laufen aber
auf den Hflgl parallel, die innere macht auf den Vflgl, die äußere auf den Hflgl einen kurzen Winkel. Vflgl
mit einem oder 2 l)linden Augen, Hflgl mit 6 Augen, von denen das 2. und die 2 letzten dunkler und größer
als die übrigen, alle aber mit silbernen Pupillen versehen sind. Von Columbien und Paraguay.
E. affinis Btlr. Oben blaßbraun mit 3 dunklen Randlinien, zwischen welchen auf den Hflgl eine ocker¬
gelbe Linie liegt. Ein schwarzes blaugekerntes nnd gelbgeringtes Auge am Anahvinkel der Hflgl. Unterseite
ockerfarbig mit 2 braunen Mittellinien, wovon die 'innere gerade, die äußere auf den Vflgl am Vrd nach außen
gebogen ist, am Ird der Hflgl sich aber mit der teils winkeligen, teils welligen Submarginallinie vereinigt.
Im Saiimfelde eine braune Binde, auf welcher in den Vflgl 3, in den Hflgl 5 Augen stehen, von denen auf
den Vflgl das erste, auf den Hflgl das 1., 2. und 5. schwarz, die übrigen braun, alle aber doppelt silbergekernt
nnd ockergelb gering! sind. 42 mm. Von Rio de Janeiro, Pernambuco.
E. vestigiata Btlr. Oben olivl)raun, 2 Mittel- und 3 Randlinien dunkelbraun, 2 sehr kleine silberge¬
kernte Augen am Analwinkel der Hflgl. Unten viel heller mit vielen braunen Atomen liestreut, 2 schmalen,
gelben, beiderseits schwarz eingefaßten, ziemlich geraden Mittelstreifen, die nur am Ird der Hflgl einen
Winkel bilden. Die stark gezackte Sidjinarginallinie ist auf den Hflgl ähnlich gefärbt, auf den Vflgl schwarz.
Vflgl mit 3 Augen, das erste gelb gering! und silbergekernt vor der Spitze, die andern undeutlich. Hflgl mit
6 Augen, das 2. und 5. schwarz und doppelt silbergekernt, die Ijeiden mittleren braun und silberbestreut, die
beiden äußern nur klein, alle aber gelb und braun umringt. 40 mm. Von Minas Geraes.
E. ochracea Btlr. (47 e). Oben einfarbig olivbrann, Saum etwas dunkler. Unten gelblich braun, fein
braun bestäubt mit 2 braunen, vorne divergierenden geraden Mittellinien, einer hellockergelben breiten und
einer bräunlichen verwaschenen Binde. Auf letzterer stehen auf den Vflgl 2, auf den Hflgl 6 kleine schwarze
angenförmige Flecke in etwas helleren Ringen, von denen der 2. und 5. fein weißgekernt sind. Von Ypisanga
(Brasilien) Koll. Lüderwald.
Renata "Gruppe.
E. renata Cr. Oben In-aun mit einem kleinen, augenförmigen Fleck am Hinterwinkel der Vflgl in Zelle 2.
Unten ebenfalls braun, überall fein dunkelbraun gestrichelt, mit 2 geraden dnnkelbraunen Mittellinien, einer
welligen Sulnnarginal- und 2 geraden Saumlinien, einem kleinen Auge vor der Spitze der Vflgl und 4 Angen
auf dem Hflgl, davon 2 am Vorderwinkel in Zelle 5 und 6 nnd zwei am Innenwinkel in Zelle 1 b und 2. Das Auge
in Zelle 2 mißt mm, das in Zelle 5 mißt 21/2 lum im Durchmesser, die andern sind kleiner, alle sind schwarz,
haben weiße Pupillen (das in Zelle 5 doppelte Pupille) und lebhafte breite rotgelbe Ringe. Von Surinam. Diese
Art scheint bisher verkannt zu sein, denn die rewafu-Bilder in der Biol. Centr. Amer. und in Staitdinger Exot.
Tagf. stimmen nicht mit der CRAMER’schen Abbildung und dessen Text überein. Diesen Bildern fehlt das Auge
auf der Oberseite der Vflgl, dessen Lage Cramer im Text ganz genau angibt und die Augen der weit helleren Unter¬
seite sind viel kleiner als bei Cramer und blaßgell) gering!. Ich behalte für diese von renata abzutrennende
Form den Namen disaffecta (47 d) bei. Sie hat auf der Oberseite der Vflgl kein Auge, auf den Hflgl dagegen
ein deutliches Auge mit rotgelbem Ring \md weißer Pupille. Die LTnterseite ist viel heller als oben, besonders
im Saumfeld. Die Zahl der viel kleineren und blaßgelb geringten Augen Avechselt von 3 bis 6. Das erste und die
beiden mittleren sind oft sehr undeutlich oder fehlen ganz. Guatemala, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Cohim-
bien, Venezuela, Amazonas. — remissa form. nov. (47e) ist eine Form der vorigen, bei der das Auge auf der Ober¬
seite am Analwinkel der Hflgl ein doppelte weiße Pupille hat. Auf der Unterseite divergieren die beiden etwas
breiteren Mittelstreifen gegen den Vrd der Vflgl, auf den Hflgl laufen sie parallel, biegen aber am Ird
nach innen nm und bilden hier 2 Zacken. Vflgl mit einem A])icalauge, scliAvarz mit rotgelbem Ring und Aveißem
Kern. Hflgl mit 6 Augen, die 2 ersten und 2 letzten sind ebenso, nur ist das erste braun statt scliAAmrz, die 2
P]UPTYCHIA. Von CI. Wjcymjor.
205
mittleren gelblich braun. Von CÜiiriqui. — peloria Fldr. (47 e) ist eine weitere Korni von ren/ila, bei (l.(‘r dej' ei'ste pitorw.
Querstreifen der Vflgl auf der Unterseite stark gebogen und der andere nach innen gell)li(4). braun beschäl tcd
ist. Nach der FELDER’schen Diagnose haben die Hflgl unten 6 Augen, wovon das erste und dic^ beiden initiieren
sehr undevitlich sind. Die Abbildung ist nach einem der FELDER’schen Tyjien angefertigt und zeigt nur 3 Augen.
Venezuela.
E. niythra Stgr. i. l. (47 e). Oben olivbraun mit einer etwas abgetrennten welligen Submarginal- und inylhm.
2 braunen Saumlinien, zwischen den letzteren auf den Hflgl eine weibliche Linie und am Analwinkel ein kleines
schwarzes Auge mit weißer Pupille und rotgelbem Ring. Unten l)räunlichgrau, fein braun gesjirenkelt, mit
2 geraden parallelen Mittellinien und im helleren Saumfelde eine firaune Binde, auf welcher auf den Vflgl
etwas verloschene, auf den Hflgl 5 kleine Augen stehen. Die 2 ersten und das letzte der Hflgl sind schwarz,
die übrigen braun, alle mit doppelter trübweißer Pupille und mit ockergelben und aid.len braunen Ringen um¬
geben. Von Bolivien.
E. abretia Capr. (46f). Oben hell olivbraun. Die helle gerade Binde der Unterseite scheint nach oben aijrdia.
etwas durch, ebenso sind die 3 Saunilinien sichtbar. Unten steht vor der Mitte eine l^raune, winkelige Linie
und im Saumfeld der Hflgl eine Reihe von 6 feinen schwarzen Punkten, von denen der vorderste eine äußerst
feine weiße Pupille hat. Brasilien (Valen^-a, Petropolis). Flugzeit September.
E. angularis Bür. (47 e). Weicht durch die Gestalt der Flügel etwas ab. Die Spitze der Vflgl ist ge- anyularvi.
stumpft. Die Hflgl sind auf der Submecliana und Mediana 1 und 2 geeckt, der Ird etwas ausgeschnitten.
Oben olivbraun, Randlinien und Anaffleck sehr undeutlich. Unterseite gelldichgrau, fein dunkelbraun ge¬
sprenkelt, mit 2 geraden rötlichbraunen Mittellinien, einer großzackigen Sid)marginallinie und 2 Randlinien
auf beiden Flügeln. Vflgl mit 5 kaum sichtbaren, weißen, braun eingefaßten Punkten (zuweilen in gelben Ringenj.
Auf den Hflgl ödergleichen kleine äugen förmige Flecke oder Punkte, wovon der 1., 3. und 4. kaum sichtbar,
die andern deutlich schwarz und gelb geringt sind, der 5. ist etwas größer und hat 2 Pupillen. Minas Geraes
{Bür.) Estayao Raiz da Serra (Estado Saö Paulo); Dezember (Lüderwald).
E. punctata spec. nov. (47 e). In der Gestalt der Flügel der vorigen Art ganz gleich, die Unterseite punctata.
ist jedoch, ganz anders gezeichnet. 01)eu olivbraun, Vflgl ohne Randlinien, nur die Fransen etwas heller. Hflgl
mit 2 Randlinien, die äußere undeutlich, die innere dunkler und deutlich, mit einer verloschenen, aus großen
Bogen bestehenden Subinarginallinie. Unterseite gelblichgrau, schwach dunkler besprenkelt. Eine feine braune
Zackenlinie läuft durch die Mittelzelle beider Flügel mit einzelnen dunkleren Punkten auf den Rippen, in der
äußeren Flügelhälfte 2 breite helle parallele Streifen, der innere gelblich, der äußere weißlichgelb. Auf der innern
Seite des ersten Streifens stellt auf den Rippen eine Reihe feiner schwarzer Punkte, die durch nach innen ge¬
richtete braune Bogen miteinander verbunden sind. Eine gleiche Punktreihe liegt an der äußern Seite des
äußern Streifens, auf welcher die nach außen gerichteten Bogen der Submarginallinie stehen. Diese Bogen
tragen in der Mitte der Zellen ebenfalls schwarze Punkte. Zwei weitere Punktreiheii, (die 4. und 5.) liegen auf
den fast geraden, nur ini hintern Teil der Hflgl welligen Saiimlinien. Ein einzelner schwarzer Punkt mit Aveißer
Pupille liegt noch in Zelle 2 zwischen den 2 helleren Streifen. Von Minas Geraes (Brasilien) Kolk Weyaier.
E. straminea Bür. Vflgl etwas länger, der Vorclerwinkel daher sjützer als bei den verwandten Arten, straminea.
Der Außenrd der Hflgl bildet auf Rippe 3 einen stumpfen Winkel. Olien olivbraun, in geAAÜsser Richtung kupfer¬
farbig mit 2 braunen Saumlinien, einer welligen Submarginallinie und einem undeutlichen Analauge. PTuten
ockerfarbig, fein braun bestäubt, im Discus blaß rosenrot, 2 weit getrennte braune Mittellinien, die äußere
proximal gelblichbraun gerandet, Saumlinien wie oben, zAvischen denselben eine gelbe Linie. Im DiscAis eine
braune Binde, worauf auf den Vflgl 1, auf den Hflgl 4 Augen (2 am Vorder- und 2 am HinterAvinkel)
stehen, alle mit gelbem Ring und weißglänzender, teihveise doppelter Pupille. 50 mm. Von Minas Geraes
(Brasilien).
E. celmis Godt. (47 f). Oben braun mit 2 dunkelbraunen und einer äußern schwarzen Linie am Saum, cchnis.
zwischen welchen der Grund etAvas heller ist, mit einem, kleinen gelbgeringten Auge am Anahvinkel, beim q
ohne, beim $ mit Pupille. Unten bräunlichgrau fein braun gesprenkelt, mit 2 Avinkeligen dunkleren Linien durch
die Mitte und den 3 Saumlinien wie oben, mit lAuge auf den Vflgl, und 5 oder 6 auf den Hflgl, alle klein, das 2.
und 3. der Hflgl, meist verloschen, die übrigen scbAvarz mit gelbem Ring und feinen AA'eißen, meist doppelten Pu¬
pillen. Von Brasilien, Argentinien, Paraguay. Häufig. Die Art variiert in bezug auf Zahl der Augen und deren
Deutlichkeit, auch die Größe wechselt von 34 — 44 mm. — melchiades BÜr. ist eine Form der celmis, bei der auf mdclüaäcs.
den Hflgl oben 2 Augen am AnahA'inkel vorhanden sind, von denen das vordere 3mal größer ist als das hintere.
Auf der Unterseite sind 5 kleine Augen auf den Vflgl, davon das 2. etwas größer, und ö auf denHflgln, unter denen
das 2. und 5. die größten sind und das 3. aus 2 schräg nebeneinandergestellten AiAgen besteht. Von Cordoba. —
bonariensis Burm (47 f) ist eine weitere Form von celmis, die auf der Oberseite Aveder Augen noch Punkte honaricnsis.
und auf der Unterseite statt der Augen nur braune Ringe hat. Von Buenos x4ires.
E. grimon Godt. (47 f). Oben olivbraun mit Avelliger Submarginal- und 2 dunkelbraunen Saumlinien, grimon.
ZAAÜschen den letzteren auf den Hflgl eine Aveißlichgraue Linie. Unten hellbräunlich grau, fein braimpAinktiert
206
EUPTYCHIA. Von G. Weymer.
plironius.
aoiicnis.
pacon.
marmorata.
crncsfina.
amhigua.
modcsfa.
h uehneri.
hencdicta.
mit 2 zackigen dunkleren Linien durch die Mitte und. den 3 Randlinien wie oben. Vflgl mit 3 Augen, mrr das
vordere deutlich, die andern verloschen, Hflgl mit 5 Augen, die 2 ersten und das letzte schwarz mit doppelter
weißer Pupille, die andern bestehen nur aus braunen Ringen mit ockergelbem Kern. Von Brasilien.
E. phronius Oodt. (47 f). Oben graubraun, mit undeutlichen dunkleren Saumlinien und solcher Sub-
inarginallinie, auch einem undeutlichen dunklen Punkt aan Analwinkel der Hflgl. Unten gelblichgrau, überall
fein braun punktiert mit 2 gezackten dunkleren Querlinien durch die Mitte, auf welchen auf jeder Rippe ein
dunkelbrauner Punkt steht. Im etwas helleren Saumfelde stehen auf den Vflgl 1 — 4, auf den Hflgl 4 — 5 weiße
Punkte. Zuweilen sind einige dieser Punkte doppelt oder zeigen unvollkommene Ansätze zu dunklen Ringen.
St. Catharina (Brasilien).
E. acmenis Hhn. (51 b). Oben schwarzgrau. Unten mehr bräunlichgrau, mit dunkelbraunen Punkten
bestreut. Die dunkelbraunen Mittellinien sind, auf den Vflgl ziemlich gerade, auf den Hflgl stark wellig und dem
Außenrande parallel laufend. Das von ihnen eingeschlossene Mittelfeld ist auf den Hflgl dunkelbraun. Das
Saumfeld wird gegen den Außenrd allmählich dunkler, zeigt aber keine Augen oder Punkte. Die Fransen hell-
bräunlich. Das Vaterland dieser Art ist unbekannt, denn der von Hübner angegebene Ort des Vorkommens
(Baltimore) ist unrichtig. Sie gleicht der vorhergehenden Art 'phronius, doch ist die Mittelbinde bei acmenis
viel stärker gekrümmt und die weißen Punkte im Saumfelde, sowie die dunkelbraunen Punkte auf den Mittel¬
linien fehlen.
Paeon- Gruppe.
E. paeon GocU. (51 b). Rand der Hflgl -stumpf gezähnt, beim ^ stärker, beim $ schwächer. Oben
graubraun, mit einer welligen Submarginal- und 2 Saunilinien, dunkelbraixn. Von den letzteren ist die innere
nach innen erweitert und bildet auf den Hflgl halbmondförmige Flecke zwdschen den Rippen. Eine wellig ge¬
bogene weißliche Linie zwischen diesen Saumlinien. Am Analwinkel der Hflgl ein kleiner runder dunkelbrauner
Fleck, der beim $ größer, beim G kleiner ist oder fehlt. Unten sind auf den Vflgl außer den Linien der Oberseite
noch 2 gerade Mittellinien und ein kleines Auge vor der Spitze. Die Hflgl sind in der Wurzelhälfte und am
Vrd bräunlichgrau oder bräunlichgelb, nach hinten allmählich dunkler werdend, überall dunkelbraun
marmoriert. Zwei dunkelbraune stark zackige Querstreifen laufen vom Vorder- bis zum Ird. Im Saum¬
felde 4 kleine schwarze Augen mit doppelter weißer Pupille, davon 2 am Vorder- und 2 am Innenwinkel.
Rio de Janeiro und St. Catharina. — marmorata Btlr. (47f) ist eine Form von paeon, bei der die Unterseite viel
heller ist und die dunkelbraune hintere Hälfte der Hflgl der Stammform auf einen dunklen Fleck am Außenrd
beschränkt ist. Alles andere ist wie dort, die Querlinien treten daher deutlicher hervor. Rio de Janeiro,
St. Catharina, Rio Grande do Sul.
E. ernestina spec. nov. (47 f). Der paeon ähnlich, doch ist die Gestalt runder, der Saum nur wenig wellig,
nicht gezähnt und oberseits außer dem Analfleck der Hflgl ein schwarzer runder Fleck vor der Spitze der Vflgl
vorhanden, den paeon nicht hat. Auf der Unterseite der Vflgl ist der 2. Querstreif nicht gerade, sondern nach
außen gebogen und stehen hier 3 Augen, ein schwarzes mit gelber Iris und weißer Pupille vor der Spitze, und
2 kleinere darunter, bestehend aus braunen Ringen mit doppelten, eiförmigen, silbernen Kernen. Auf den Hflgl
sind die Querstreifen breiter, der zweite ist nach vorn gegabelt und hinter ihm stehen 5 Augen, wovon die in
Zelle 2, 5 und 6 schwarz sind mit weißer Pupille, gelber Iris und braunem Ring, während die in Zelle 3 und 4
bloß aixs braunen Ringen mit doppeltem eiförmigen silbernen Kern bestehen. Von Esperito Santo (Brasilien).
Hermes -Gruppe.
E. ambigua Btlr. (48 a). Oben braun mit 3 undeutlichen Saumlinien, wovon die innere gezähnt ist.
Hflgl mit ockei’gelber Randlinie. Unten heller, die erste Querlinie unregelmäßig, die zweite am Ird der
Hflgl umgebogen, die Randlinien wie oben. Beide Flügel mit 5 Augen, welche braune Ringe und meistens
doppelte silberne Pupillen haben und auf den Hflgl in winkeliger Reihe stehen. Von Rio de Janeiro. — modesta
Btlr. Der vorigen ähnlich, etwas größer, oben braun, von den 3 Saumlinien ist die innere wellig. Unten bräun¬
lichgrau mit 2 schrägen, doch ziemlich geraden, rotbraunen Mittellinien. Die Saximlinien wie oben. Vflgl
mit 3 ockergelbgeringten Augen, wovon das erste sill)erne Doppelpupille hat. Hflgl mit 5 Augen, die rotgelbe
Ringe und teils einfache, teils doppelte silberne Pupille haben. Von Para und Cametä (Amazonenstrom). —
huebneri Btlr. ist oben der ambigna, ganz gleich, unten ist die Grundfarbe an der Wurzel mehr bräunlich, an
der Spitze mehr grau, am Hrd ockerfarbig. Die Mittelquerlinien sind rotbraun und die erste ist fast
gerade. Auf den Hflgl steht ein 6. kleines Auge am Auahvinkel. Para. — benedicta Btlr. ist der huebneri ähnlich,
unterscheidet sich aber durch größere Augen auf der Unterseite, deren Zahl Butler für die Hflgl mit 6 angibt,
die teils schwarz, teils braun sind, die 4 mittleren doppelte weiße Pupille, alle aber gelbe Iris und äußeren braunen
Ring haben, und das 2. und 5. die andern an Größe übertreffen (in der BuTLERschen Abbildung fehlt das
6. Auge am Ird). Auf den Vflgl ein gleiches Auge vor der Spitze und 2 verloschene darunter. Die Mittel¬
binden sind kastanienbraun und divergieren nach vorne etwas. Von Sarayacu (Ecuador).
EUPTYCHIA. Von G. Weymkr.
207
E. galesus Oodt. Oben brann, nngefleckt. Unten ebenfalls braun, mit 3 dunkelbraunen (^uei’linien, (jaUnuH.
2 durch die Mitte, 1 vor dem Rande. Die äußere Mittellinie an der distalen Seite violettgrau angelegt. Die
Randlinie ist wellig gebogen und vor derselben steht aid' den Hflgl eine Reihe von 5 schwarzen Punkten.
Von Brasilien. Ob der von Butler (im Journ. Linn. Soc. Zool. Vol. 13 Taf. 12 Pig. 12) abgebildete Falter wirk¬
lich zu dieser Art gehört, erscheint fraglich, da die Hflgl eine Reihe von 5 hellgekernten Augen statt der Punkt¬
reihe führen.
E. melobosis Capr. (46f). Oben braun mit einer dunkelbraunen Mittellinie auf den Vflgl und 3 Rand- riKflohosin
linien auf beiden Flügeln. Auf der etwas helleren Unterseite ziehen 2 Querlinien durch beide Flügel, die erste
stark gebogen, die zweite auf den Vflgl wellig, zwischen beiden ist die Grundfarbe dunkler. Im Saumfeldc
auf den Vflgl 4, auf den Hflgl 6 kleine Augen, schwarz mit glänzend weißer Pupille und gelblichbrauner Iris.
Von Chapeo d’Uvas (Minas Geraes). Flugzeit November.
E. umbrosa Btlr. Oben nach der Diagnose des Autors giüinlichgrau (seine Abbildung ist aber mehr umhrosa.
blau als grün) mit 2 grauen Saumlinien auf den Hflgl. Fransen und Körper braun. Unten heller, weiß bestäubt,
mit 2 durchlaufenden Mittelstreifen, 3 braunen Randlinien, Vflgl mit einem kleinen schwarzen Auge vor der
Spitze; Hflgl mit 5 gelbgeringten Augen, das 2. und 5. schwarz mit weißen Pupillen, die übrigen braun. Von
Ecuador.
E. undulata Bth'. (48 a). Oben braun. Unten heller, grau bestäubt, die 2 Mittellinien auf den Vflgl nndulata.
weitergetrennt, hinten stark gezähnt, die Submarginallinien gezackt, die andern Randlinien fast gerade. Vflgl
mit 4 sehr undeutlichen, Hflgl mit 6 deutlichen kleinen Augen, das 2., 4. und 5. führen schwarzen Mittelpunkt.
Von Para.
E. mitchelli French. Größe der vorigen Art. Oben braun. Unten mit undeutlichen Mittel- und Saum- mitchelli
linien, Vflgl mit 4, Hflgl mit 6 Augen in gerader Reihe, die etwas weiter vom Saum entfernt stehen als bei den
verwandten Arten. Diese Augen sind schwarz, mit gelben Ringen und blauen Pupillen. Im Staate New-Jersey
beim Lake Hopatcong und im Staate Michigan gefunden.
E. maimoune Btlr. Dunkelolivbraun. Hflgl in der hintern Hälfte mit schwarzer Submarginallinie, mahnoune.
Auf der Unterseite sind die Vflgl mit ockergelben Schuppen bestreut, die Mittelstreifen ziemlich breit, diver¬
gieren gegen die Costa der Vflgl, außerdem liegt auf der Schlußrippe dieser Flügel ein brauner Strich. Die Vflgl
haben 5 Augen mit hellgelben Ringen, meist ohne Pupillen, die Hflgl 6 ziemlich große Augen (das 2. mißt 4 mm
im Durchmesser) mit rotgelben und äußeren braunen Ringen, die zum Teil die Srdjmarginallinie berühren,
und größtenteils mit silbernen Pupillen. Von Pebas am obern Amazonenstrom (Peru); Costa Rica.
E. camerta Cr. Oben braun. Vflgl vor der Spitze ein kleines Auge mit gelbem Ring und silberner Pu- camerfa.
pille. Unten Vflgl mit 4, Hflgl mit 6 ähnlichen Augen von gleicher Größe, alle mit Silberpupillen, beide Flügel
mit 2 braunen, parallelen, auf den Hflgl gekrümmten Mittel- und mit 3 Saumlinien. Von Surinam. Godman rmd
Salvin vereinigen zwar diese Art mit hermes, sosyhms und fallax, erwähnen aber in ihrer Diagnose das silberge¬
kernte Auge der Oberseite nicht, das Stoll im 4. Bande des CRAMERschen Werkes deutlich beschreibt. Ich
betrachte deshalb camerta als besondere Art.
E. hermes F. (= sosybius F., canthe Föw., nana TföscM.) (48 a). Oben einfarbig braun, ungefleckt. Vflgl 7(eraes.
unten mit 3 — 5 Augen, wovon manchmal nur das 2. deutlich ist und die andern mehr oder weniger verloschen sind.
Hflgl mit 6 Augen, die 2 mittleren undeutlich, die übrigen schwarz mit bräunlichgelben Ringen, manchmal alle
deutlich. Die Art variiert sehr und hat einen weiten Verbreitungsbezirk von New-Jersey in den Vereinigten
Staaten durch Mexiko, Zentral- Amerika, Columbien, Surinam bis nach Süd-Brasilien, kommt aber überall in
verschiedenen Formen vor. FABRicrus hat in der Beschreibung von herm,es verschiedene Arten miteinander
verwechselt, da aber Butler in den Proc. Zool. Soc. 1866 angibt, er habe den Typus von hermes verglichen,
und ihn mit cantlie Hbn. übereinstimmend gefunden, da er ferner im Ent. Monthly Mag. 1870 pag. 251 sosy-
bius F. für synonym mit hermes erklärt, so ist der letztere Name für die Stammform anzunehmen. — Die Jugend¬
stände sind von Edwards ausführlich beschrieben worden. Das Ei ist halboval, an der Basis abgeplattet,
an den Seiten mit leichten Vertiefungen ; grünlichweiß. Die junge Raupe schlüpft 4 Tage nach der Eiablage aus,
ist weiß, fein behaart, nach der ersten Häutung hellgrün, über den Rücken mit einem dunklen grünen breiten
Längsstreif und schmälern Seitenstreifen; zwischen diesen Streifen stehen Reihen weißer Knöpfchen. Kopf ziem¬
lich groß, Schwanzspitze gegabelt. Die Rp häutet sich viermal. Nach der letzten Häutung ist sie smaragdgrün
mit mehreren gelben Seitenstreifen. Kopf mit erhabenen feinen gelben Punkten besetzt. An Gras. Die
Pp ist eine Hänge-Puppe, kurz und dick, am Kopfende stumpf, grim, am Hinterteile gelbgrün mit einigen schwar¬
zen Punkten und einem braunen Streif. Der Falter erscheint in 14 Tagen. In Mexiko hat er nach Edwards
2 Generationen. — fallax FMr. (= atalanta Btlr) (48a) ist eine Form von hermes, bei der die Mittellinien auf der iallax.
Unterseite der Vflgl gegen den Ird konvergieren und auf den Hflgl stark winkelig gebogen sind. Die Zahl der
Augen (3 — 5 auf den Vflgl, 6 auf den Hflgl) stimmt mit hermes überein. Vom Rio Negro, Venezuela, Para. — •
pimpla Fldr. ist eine ebenfalls hierher gehörige Form, die sich von fallax nur dadiarch unterscheidet, daß die pimpla.
braunen Mittellinien auf der Unterseite der Vflgl gegen den Ird nicht konvergieren, sondern divergieren.
208
EUPTYCHIA. Von G. Weyaier.
narapa. die Zahl der Augen ist gleich. Von Rio Negro. (Amazonas). — narapa /Sc/irms ist eine weitere Form von hermes,
bei der die äußere Mittellinie der Unterseite der Vflgl distal weiß beschattet ist, und welche 4 Augen auf den
Vflgl und 5 auf den Hflgl hat. Von Castro in Parana (Brasilien).
poUi/s. E. poltys Prittiv. (48 a). Oben graubraun mit 2 dunklen Mittellinien und einem kurzen Querstrich
auf den Schlußrippen der Mittelzelle, einer welligen Submarginal- und 2 Saumlinien, von welchen sich die letz¬
teren 3 und die innere der Mittellinien auch auf den Hflgl fortsetzen. Zwischen den Saumlinien ist die Grund¬
farbe heller. Ein oder zwei schwarze gelb geringte Flecke am Analwinkel. Auf der grauen Uirterseite sind die
Mittellinien doppelt und die äußere an der äußern Seite von einem bräunlichen Streifen begleitet, der sich von
der Costa der Vflgl bis zur Mitte der Hflgl erstreckt. Dahinter 6 sehr kleine Augen. Von Rio de Janeiro (Corco-
himilinea. vado) niid voii Rio Grande do Sul. — binalinea Btlr. (48 a) ist eine Form von poltys, die sich nur durch das Fehlen
des dunklen Mittelschattens an der äußern Seite der 2. Mittellinie unterscheidet. Von Venezuela und Brasilien
(Pernambuco).
eous. E. eous Bür. (48 a). Oben olivbraun mit einem gelbgeringten Punkt am Analwinkel der Hflgl und 3
dunklen Saumlinien. Unten hellgrau, die Querlinien sehr fein, winkelig, am Vrd der Vflgl wurzelwärts gebogen,
die äußere in der Mitte der Hflgl nach außen gebogen. Vor der Spitze der Vflgl 3 oder 4 weiße Punkte, teilweise
dunkel umgeben, Hflgl mit 5 schwarzen, kleinen Augen, wovon nur das 2. und 5. etwa 1 — 1(4 mm messen, das
3. und 4. undeutlich sind; alle aber weiße Pupille haben. Von Brasilien (Para, Esperito Santo), Paraguay. —
zcrcäatha. zcrcdatha Bür. (48 a) ist eine Form von eous, bei der alle Augen auf der Unterseite sehr klein und punktförmig
sind. Von Rio de Janeiro.
soter. E. soter Bür. Aidlenrd der Vflgl fast gerade, der der Hflgl wellig gebogen, der Ird der Hflgl vor dem
Analwinkel ausgeschnitten. Oben olivbraun, ein schwarzer Fleck auf der Querader der Vflgl, eine gerade Quer¬
linie hinter der Mitte, eine gezackte Submarginallinie und 2 Saunilinien braun, zwischen den letztem eine
ziegelfarbige Linie. Hflgl mit 2 kleinen Augen am Analwinkel. Unterseite rötlichbraun, dunkelbraim besprenkelt,
mit einer breiten dunkleren Binde, welche von der Mitte des Vrds der Vflgl zur Mitte des Irds der Hflgl zieht
und an jeder Seite von einer braunen Linie eingefaßt ist. Vflgl mit einem kleinen silbergekernten Auge vor der
Spitze, Hflgl mit 6 kleinen Augen in unregelmäßiger Reihe, das 2. und 5. mit silbernen Doppelpupillen, das
4. undeutlich. Neu Freiburg (Brasilien).
Phares - Guppe.
phares. E. phares Godt. (48 b). Oben gelblichbraun mit einer braunen Linie hinter der Älitte und 3 braunen
Randlinien, auf den Vflgl beim d' iwit einem Auge vor der Spitze, beim $ mit 2 oder mehr Augen, Hflgl mit
5 oder 6 Augen bei beiden Geschlechtern, wovon das 2. und 5. groß, schwarz mit doppelter weißer Pupille und
rotgelbem Ringe versehen, die übrigen meist verloschen und undeutlich sind. Auf der Unterseite sind die Vflgl
rötlichgelb mit gelblichgrauem Saumfeld, die Hflgl gelblichgrau mit 2 braunen mehr oder weniger gekrümmten
Mittellinien, die Augen deutlicher wie oben und alle mit weißen, zuweilen silberglänzenden Pupillen. Argentinien
(Entrerios, Cordoba), Süd-Brasilien, Venezuela. Niclit selten. Variiert in der Zahl der Augenflecke auf der
Oberseite, es kommen Exemplare vor, die oberseits auf den Vflgl gar keine Angen haben und andere, welche
simriacus. auf den Hflgl nur 2 zeigen. Eine ähnliche Form hat Burmeister unter dem Namen spartaeus beschrieben
und abgebildet. Sie hat ein Auge auf der Oberseite der Vflgl und 2 auf den Hflgl. Letztere haben auf der Unter¬
seite 6, die Vflgl 3 verhältnismäßig sehr kleine Augen, da die zwei größten davon wenig über 1 mm messen.
Sie sind alle schwarz mit gelbem Ring und weißen, zum Teil doppelten Pupillen. Burmeister hat nur das $
phnrethi. beschriehen, welches 40 mm FlügeLspannung hat. Von Entrerios. — pharella Bür. (48 a) eine kleinere Form von
phares, die nur 28 mm Flügelspannung hat. Oben einfarbig olivbraun ohne Augen. Unten Vflgl ockergelb,
Außenrd grau mit 3 ockergelb geringten Augen mit violettgefärbten Pupillen. Hflgl grau, die Mittellinien
fast gerade, hinter der äußern ein weißlicher Streifen, mit 4 gelb geringten Augen in Zelle 2 — 5, die 2 äußern
pharnacfs. schwarz mit weißen Pupillen, die andern braun mit violettgefärbten Pupillen. Von Rio de Janeiro. — phar-
naces form. nov. (48 b) ist eine weitere Form von phares, bei der die braunen Streifen in der Wurzelhälfte der
Hflgl -Unterseite stark gezackt und dunkler gefärbt sind, auch ist die Mittellinie auf der Unterseite der Vflgl
nicht gerade, sondern bildet einen großen Bogen nach außen. Von Süd-Brasilien.
innoceniia. E. innoceiitia Fldr. (48 b). Eine der kleinsten Arten. Oben einfarbig braun. Unten ebenfalls braun
mit 2 etwas gebogenen Querlinien vor und hinter der Mitte, hinter der 2. auf den Hflgl ein heller Streifen, im
Saumfelde auf den Vflgl 3 oder 4, auf den Hflgl 5 oder 6 Augen, mit weißen Pupillen und gelben und braunen
Ringen. Von Venezuela.
mmnJm. E. numilia Fldr. (48 b). Oben hellbraun, Vflgl mit gerader dunkler Querlinie hinter der Mitte, Hflgl
mit 2 solcher Linien und 2 deutlichen Augen am Analwinkel und 3 undeutlichen darüber. Unten gelblichgrau¬
braun mit 2 ziemlich geraden Mittellinien, 5 verloschenen Augen auf den Vflgl und 6 deutlichen auf den Hflgl
mit gelben und braunen Ringen und weißen Pupillen, das 5. etwas gi'ößer mit doppelter Pupille. Von Muzo
nordwestlich von Bogota (Columbien).
A'usgegchen 20. VIT. 1011.
EUPTYCHIA. Von G. Weymee
200
Harmonia- Gruppe.
E. gulnare Btlr. (48 b). Oben einfarbig braun. Unten ebenfalls braun, nur am Ird der Vflgl etwas hellei- gulnan'.
mit 2 dunkelbraunen Mittellinien, auf den Vflgl fast gerade, auf den Hflgl etwas gebogen. Die »Submarginal linic
zeichnet sich dadurch aus, daß sie in jeder Zelle auf beiden Flügeln 2 kleine Dogen bildet, während hG den
meisten Arten in jeder Zelle nur 1 Bogen liegt. Tn der Zahl der Augen und Punkte differieren die beiden bisher
erschienenen Abbildungen dieser Art, trotzdem sie nach demselben Exemplar gefertigt sind. Butleii bildet auf
den Vflgl 5 Augen und 2 Punkte darüber, auf den Hflgl 6 Augen ab, während Godman und »Salvin nur ein Auge
auf den Vflgl und 5 Augen auf den Hflgl abbilden. Allen Augen fehlen die gelben Dinge. Das uns vorliegende
hier abgebildete Exemplar hat auf den Vflgl 3 weiße Punkte, von denen der mittlere fein schwarz eingefaßt
ist, auf den Hflgl 5 augenförmige runde schwarze Flecken, wovon nur der 1., 2. und 5. weiße Pupillen haben.
Das BuTLERsche Exemplar stammte von Panama (Koll. Salvin), das hier abgebildete vonMapiri (Ivoll. Baxg-
H aas). »Staudinger hatte es civica i. l. genannt.
E. jovita Fldr. (47 f). Oben einfarbig braun. Innenwinkel der Hflgl stumpf vorgezogen. Unten mit 2 jovitu.
fast geraden dunkleren Mittellinien, die 2. ist vor dem Ird der Hflgl wurzelwärts umgebogen, hinter derselben
ein, besonders auf den Hflgl viel hellerer »Streifen und auf den Vflgl 3 — 4, auf den Hflgl 5 Augen, wovon auf den
Vflgl die hintern, auf den Hflgl das 3. und 4. verloschen sind. Von Columbien (Bogota, Rio Agna-Tal). »September.
E. harmonia Btlr. (48 b). Oben ebenfalls einfarbig braun. Unterseite der Vflgl bräunlichgrau, der Hflgl hurnumia.
hellgrau, so daß die wellig gebogenen Querlinien deutlich hervortreten. Vflgl mit 4, Hflgl mit 5 oder 6 Augen,
von den ersteren nur das 2., von den andern nur die 2 ersten und 2 letzten deutlich. Von Ecuador (Quito) und
Columbien (Mont Quindiu, 2100 m). Oktober.
E.phineus Dtb’. ( = eugeniaPkZ?’.) (48 b). Oben einfarbig braun, unten viel dunkler als harmonia, die Mittel- ptiineus.
streifen breiter. Vflgl mit nur einem Auge. Hflgl mit 6 Augen, von denen auch diejenigen in Zelle 3 und 4 deutlich her¬
vortreten, da sie alle weiße, teilweise Doppelpupillen haben. Von Cuzco in Peru, vom »Songo in Bolivien und
von Venezuela.
E. calixta Btlr. {= cucullixta Stgr. i.l.) (48 c). Oben dunkel olivbraun. Unten heller, die Mittel- calixta.
streifen auf den Vflgl fast gerade, nach vorne divergierend, auf den Hflgl der äußere 2mal gebogen und vor dem
Ird gewinkelt. Vflgl mit 5 Augen mit »Silberpujiillen und gelben Ringen, das 2. größer, das 3. und 4. klein, Hflgl
mit 6 gleichen Augen, das 2. ist mit dem 3. verbunden, das 1., 3. und 4. sind klein, das 2. groß. Von Bogota. —
cucullina form. nov. (48 c) ist eine Form von calixta, bei der die Augen der Hflgl-Unterseite alle fast gleich cucuUina.
groß sind, nur das erste und letzte sind kleiner und der schwarze Ring des 2. ist etwas breiter. Von Choco (Co¬
lumbien).
E. alcinoeEZdr. (48 c). Oben einfarbig braun. Unten graubraun, die Mittellinien fast gerade. Vflgl mit 4, aldnor.
Hflgl mit 5 Augen in etwas winkeliger Reihe, von denen das erste auf den Vflgl, das 2. und 5. auf den Hflgl
größer sind. Von Columbien und Venezuela. Unsre Abbildung nach dem FELDERschen Tyjms im Tring. Museum.
E. yphthima Fldr. (48 c). Flügel ziemlich gerundet, oben braun mit einem Auge am Analwinkel. Unten yphihima.
ist das Saumfeld der Hflgl heller als die übrige Grundfarbe und die Submarginallinie verläuft hier fast ebenso
geradlinig wie die Saumlinien. Vflgl mit einem oder mehreren undeutlichen Augen, Hflgl mit 5 gleich großen Augen
mit doppelten weißen Pupillen. Das $ hat auf der Oberseite noch 2 schwarze blinde Flecken auf jedem Flügel.
Von Bahia und von Bolivien. Abbildung nach einem der FELDERschen Typen. — pacta form. nov. (48 d) ist eine pacta.
Form von yphthima, die sich durch den etwas gewellten »Saum der Hflgl, durch größere und in der Anzahl ver¬
mehrte Augen der Unterseite unterscheidet. Auch sind die Pupillen in diesen Augen einfach, aber viel größer,
und zum Teil silberglänzend. Die Vflgl haben 4, die Hflgl 6 Augen, von denen das 2. und 5. größer sind
als die übrigen. Von Cuyaba in Matto Grosso, (Brasilien). Koll. Bang-Haas.
E. nebulosa Btlr. (48 d). Oben olivbraun, ohne Augen, nur mit den 3 »Saumlinien. Unten wenig heller, nebulosa.
die Mittellinien auf den Vflgl ziemlich gerade, auf den Hflgl feinzackiger, jene mit einem kleinen, diese mit
5 Augen, alle weiß gekernt und gelb gelingt, das 2. und 5. groß und schwarz, die übrigen braun. Von Venezuela,
Peru, Bolivien.
E. perfuscata Btlr. (48 d). Oben ebenfalls einfarbig olivbraun nur mit den 3 dunkleren Saumlinien, periuscata.
Unten etwas heller und etwas violett gefärbt, die Mittellinien fast gerade, nur die äußere am Ird der Hflgl wurzel¬
wärts umgebogen. Saumfeld etwas heller, auf den Vflgl 4, auf den Hflgl 5 Augen, teils braun, teils schwarz,
teils mit einer, teils mit 2 Pupillen. Von Para und Espirito »Santo (Brasilien).
E. sylvina Fldr. (48 c). Auf der braunen Oberseite liegt die Submarginallinie etwas weiter von den sylvina.
Saumlinien entfernt als gewöhnlich. Unten etwas violett bestäubt, die Querlinien sehr fein, die »Submarginal-
linie wie oben, stark gezackt, die Vflgl mit einem, die Hflgl mit 5 kleinen Augen, das 3. und 4. undeutlich. Von
Bahia (Brasilien) und Cuzco in Peru. Abbildung nach Felder’s Type.
E. numeria Fldr. (= historie »S7gr. i. l.) (48c). Eine kleineArt. Oben braun, unten wenig heller mit 2 ge- muneria.
V 27
210
EUPTYCHIA. Von G. Weymer.
raden feinen dunkelbrannen Mittellinien. Das Saumfeld heller mit den 3 Saumlinien und 5 Augen auf jedem
Flügel, alle klein und von gleicher Größe, alle gelblich braun mit kleinen schwarzen, fein weißgekernten Mittel¬
punkten und außen mit braunen Ringen. Von Bahia. Abbildung nach Felder’s Type.
ma7msses. E. manasses Fldr. (48 c). Oben braun, Hflgl mit 2 schwarzen Augen in rotgelben Ringen und mit
bleifarbigen Pupillen, das äußere größer, ein drittes undeutliches darüber. Unterseite bis an die 2. gerade Querlinie
dunkel, Saumfeld heller, besonders auf den Hflgl. Vflgl ohne, Hflgl mit 6 kleinen Augen in winkeliger Reihe.
Von Bahia. Abbildung nach Felder’s Type.
vrimas. E. mimas Godm. (48 d). Eine größere Art. Der vorigen Art ähnlich, doch die Flügel breiter und der
Saum der Vflgl weniger gerundet, auch die Hflgl etwas stärker ausgeschnitten. Oben braun mit 2 Augen am
Analwinkel der Hflgl, das gi’ößere in Zelle 2 mit doppelter weißer Pixpille und gelbem Ring, das kleinere in Zelle
Ic mit einfacher Pujiille. Unten gelblichbraun, stark dunkelbraun besprenkelt; mit 2 geraden braunen Mittel¬
linien, die ein dunkleres Mittelfeld einfassen. Im helleren Saumfelde stehen auf den Hflgl 6 Augen, meist mit
Doppelpupillen, das 3. ist etwas nach innen gerückt und zuweilen doppelt. Von Corvico in Bolivien.
oreha. E. orcba Btlr. Größe der vorigen Art, die Vflgl spitzer, oben einfarbig braun, olme Augen. Unten
etwas heller, nach außen grau bestäubt, die dunkelbraunen Mittellinien der Vflgl etwas gekrümmt, ebenso
die innere der Hflgl, die äußere bildet auf jeder Rippe einen kurzen Winkel und durchschneidet das äußere
Ende der Mittelzelle. Die Submarginallinie bildet auf beiden Flügeln in jeder Zelle 2 kleine wurzelwärts offene
Bogen (wie dies bei gulnari' der Fall ist). Auf jedem Flügel 5 Augen, das l. 2. und 5. schwarz mit gelber Iris,
die andern ockergelb, alle mit Aveißen Pupillen. Außerdem stehen noch am AnalAvinkel der Hflgl zwei sehr undeut¬
liche Augen in Zelle 1 b. Das Vaterland dieser Art ist unbekannt. Butler beschrieb sie nach einem Exemplar
in Koll. Kaden (jetzt Mus. Druce).
erennta. E. ercmita spec. nov. (48 d) ist der oreha Btlr. iu Größe und Gestalt gleich, in der Zeichnungsanlage
der Unterseite zeigen sich aber wesentliche Unterschiede. Die Grundfarbe der Unterseite ist dunkler, weniger
grau besjArenkelt. Die 2. Querlinie, durchschneidet auf den Hflgl nicht das Ende der Mittelzelle, sondern geht
in einiger Entfernung im Bogen ram diese Zelle herum, indem sie in jeder Zelle einen nach innen offenen Bogen
bildet. Die Submarginallinie bildet ebenfalls in ihrem ganzen Verlauf auf beiden Flügeln in jeder Zelle nur einen
Bogen, Avährend sie bei oreha deren zwei in jeder Zelle bildet. Die Vflgl haben 4, die Hflgl 5 Augen. Von Mar-
capata in Peru. — (Koll. Bang-Haas).
ohscura. E. obsctira Btlr. Oben einfarbig braun, unten ebenfalls braun, die Querlinie hinter der Mitte ist unre¬
gelmäßig gebogen und gezähnt, am Ird der Hflgl vereinigt sie sich mit der Submarginallinie, die in jeder Zelle
nur einen Bogen bildet. Auf den Vflgl stehen 3 kleine weiße Punkte vor der Spitze, auf den Hflg 5 Augen, wo¬
von das 2. und 5. schwurz mit gelber Iris und weißer PujDille, die übrigen ganz bräunlich ockergelb ausgefüllt
sind und eine nierenförmige Gestalt haben. Von diesen hat nur das amVrd liegende eine weiße Pupille. Größe
53 mm. Von Bolivien.
Necys- Gruppe.
necys. E. necys Godt.{= vastataR^/r., Tayg. neonympha Fldr.) (48d). Flügel gerundet. Oben einfarbig braun.
Unten fein dunkler punktiert, mit stark zackigen Mittellinien, solcher Submarginallinie und 5 bis 6 feinen
weißen Punkten auf jedem Flügel im Saumfelde. Von Brasilien (Rio Grande), Columbien (Rio Agna-Tal, 1600 m,
rustica. Quindiu-Paß 2500m). — rustica Btlr. ( ?= Tayg. anophthalma F/r/r.) (47 g). Eine Form von necys, bei der auf
der Unterseite der Vflgl neben dem vordem Aveißen Piinkt noch ein kleiner Aveißer Fleck vorhanden ist, die übri¬
gen weißen Punkte fehlen auf den Vflgl, dagegen sind sie auf den Hflgl vollzählig vorhanden. Von Bolivien und
fahiana. Huamboya in Ecuador. — fabiana Btlr. hat die Mittellinien nicht zackig, sondern nur schwach gebogen und
der Aveiße Fleck am Vrd, den rustica hat, fehlt hier. Von Macahe im Staate Rio de Janeiro.
polyphcmus. E. polyphenius Btlr. (47 g). Oben einfarbig braun, unten Avenig heller, die äußere Mittellinie ist auf
den Vflgl 2mal, auf den Hflgl mehrmals AAÜnkelig nach innen gebogen. Vflgl mit 3 kleinen Aveißen Punkten
vor der Spitze; Hflgl mit 4 oder 5 äußerst kleinen und einem größern deutlichen schAvarzen Auge A^or dem
Anahvinkel, letzteres und einige der ersteren mit weißen Pupillen. Von Columbien (Bogota, Carmen), BoliAÜen. —
cyclops. cy clops Btlr . {— umbracea Btlr.) (47g) ist eine Form von 'poly'pliemus, bei der auf der Unterseite die äußere Mit¬
tellinie auf den Vflgl nicht geAAÜnkelt ist, sondern nur einen scliAvachen Bogen bildet. Auch auf den Hflgl
setzen sich die einzelnen kleinen Bogen dieser Linie mehr in gerader Richtung fort. Der scIiaa' arze Ring des
Auges in Zelle 2 der Hflgl ist sehr breit. Von Panama, Costa Rica, Peru, Ecuador.
quanüus. E. quantius Godt. {= morima, Sclams) (4:7 g). Oben einfarbig braun. Unten ebenfalls braun, mit 2 dimk-
leren fast geraden parallelen Querlinien durch die Mitte beider Flügel, die ein etAvas violettgrau bestäubtes Mittel¬
feld einschließen. Submargiiaallinie auf beiden Flügeln stark Avellig, der Saum violettgrau bestäiibt. 6 feine
gelblichAveiße Punkte auf den Hflgl und 4 — 5 auf den Vflgl, letztere noch etAvas feiner. Von Süd-Brasilien (Pa-
EÜPTYCHIA. Von G. Weymbr.
21i
rana). — stelligera Btlr. ist eine Form von quantius, bei der der vordere weiße Punkt auf dei’ Unterseite der slellif/ero.
Hflgl etwas größer ist. Von Parana und Esperito Santo.
E. eusebia Fdlr. (47 g). 01)en olivbraun, mit dunklerem Saum. Unten im Saumfeld lieber. Von den iuHchm.
Mittellinien ist auf den Vflgl nur die vordere Hälfte der äußeren sichtbar, auf den Hflgl ist die innere Mittel¬
linie fast gerade, die äußere wellig gebogen. Vor der Spitze der Vflgl ein weißer Punkt in dunkler Umgebung.
Auf den Hflgl 5 oder 6 ähnliche augenförmige Punkte. Die Submarginallinie macht auf den Vflgln flache, auf
den Hflgl weitere Bogen. Von Columbien (Bogota), Antillen (Kolk Bang-Haas).
E. boliviana Oodm. (47 g). Oben olivbraun. Unten sind die Vflgl ebenso, mit breitem ockergelbem hoüuiuna.
Außenrd, an dessen innerer Seite 2 oder 3 weiße Punkte vor der Sj^itze stehen. Eine wellige Submarginallinie
und 2 gerade Saumlinien braun. Die Hflgl sind in der hinteren Hälfte stark weiß bestäubt, der Außenrd ist trüb
ockergelb, die Wurzel braun, 2 sehr zackige Mittel- und eine wellige Submarginallinie dunkelbraun. Im Saum¬
feld eine Reihe feiner weißer Punkte. Bolivien (San Jacinto, Corvico).
E. griseola spec. nov. (47 g). Oben graubraun. Vorder- und Außenrd dunkler, Hflgl heller, Saumlinien grlseola.
undeutlich. Unterseite gelblichgrau, im Saumfeld heller, die erste Querlinie undeutlich, die zweite auf den Hflgl
stärker gezackt als auf den Vflgl, die Submarginallinie auf beiden Flügeln gezackt, die Saumlinien auf den
Vflgl gerade, auf den Hflgl wellig. Im Saumfelde auf den Vflgl 5 braune Flecke, die 3 mittleren mit silbernen
Pupillen, Hflgl mit 5 Augen mit silbernen Pupillen und ockergelben und braunen Ringen. Vom Mapiri.
E. griseldis spec. nov. (48 d) $. Der Außenrd der Hflgl ist stark gezähnt, ihr Ird ausgeschnitten. Oben griseMis.
graubraun, die äußere Hälfte der Hflgl heller. Eine erste Querlinie ist nicht zu erkennen. Die 2. Querlinie
liegt auf beiden Flügeln etwas weiter nach außen als gewöhnlich und ist ziemlich gerade. Submarginallinie
zackig, 2 Saumlinien dunkel, ein schwarzer Punkt in Zelle 2 der Hflgl. Unterseite gelbgrau, Ird der Vflgl und
äußere Hälfte der Hflgl heller, überall fein braun besprenkelt, Vflgl mit denselben Querlinien wie oben, Hflgl
mit einer geraden, ersten Querlinie, die 2. Querlinie ist zu einer breiten braunen Binde erweitert, im hellen Saum¬
felde 3 schwarze Punkte mit teilweise doppelten weißen Pupillen und einigen braunen Flecken dazvüschen.
Von Espirito Santo (Brasilien).
E. muscosa Btlr. (48 e) $hat die Spitze der Vflgl abgestutzt, so daß am Außenrande auf Rippe 5 ein stum- muscosa.
pfer und am Vrd ein rechter Winkel entsteht : Beim abgebildeten $ ist diese Spitze sogar etwas vorgezogen. Die Art
bildet daher einen Uebergang zum Genus Pindis. Oben einfarbig olivbraun. Auf der Unterseite sind die Vflgl
heller braun und überall dunkelbraun gesprenkelt. Die Grundfarbe der Hflgl ist mehr bläulichgrau, ebenfalls
braun gesprenkelt, in der Mitte ein blaugrauer Fleck mit weniger Sprenkelung, hinter demselben eine blaugraue
breite Binde ohne Sprenkelung; beim $ ist diese Binde aber auch gesprenkelt. — Das Ei dieser Art ist nach
W. Müller rund, zeiclmungslos. Die junge Rp gleicht der von Taygetis yphtlmna. Der Körper ist weißlichgrün
mit feinen Borstenhaaren besetzt, der Kopf hellbraun, runzlich, mit konischen Erhöhungen, auf Avelchen kurze
schwarzbraune Hörner mit Borstenhaaren stehen. Die Raupen fressen Gräser, gingen aber vor der ersten Häutung
zugrunde. Der Schmetterling ist in Südbrasilien verbreitet (Blumenau, Joinville, Saö Paulo).
E. antonoe Cr. (48 e). Eine der größeren Arten. Oben braun mit 2 dunklen Saumlinien auf den Vflgln antonoe.
und 3 auf denHflgln, sowie einem kleinen, schwarzen, eiförmigen Fleck in Zelle 2 der Hflgl. Unten heller braun,
mit 2 braunen, fast geraden Mittelstreifen, 3 Augen auf den -Vflgln, nur das erste deutlich, 5 auf den Hflgln,
das 2. und 5. groß, die andern kleiner, alle auf rotgelben Ringen. Von Guatemala, Honduras, Nicaragua, Pa¬
nama, Venezuela, Surinam, Amazonengebiet. — zeba Btlr. ist eine Form von antono ’, bei der die Unterseite ~cha.
heller bräunlichgrau gefärbt ist, die Mittelbinden etwas schmäler sind und gegen den Analsaum der Hflgl etwas
konvergieren. Von Pebas in Peru.
E. sabina Fklr. (48 e) ist der antonoe Cr. etwas ähnlich, doch bedeutend kleiner. Die Oberseite ist grau- sahbia.
braun mit 3 verloschenen Querstreifen, die auf den Hflgln breiter sind, mit einem großen schwarzen Auge mit
gelbem und braunem Ring in Zelle 2 der Hflgl vor dem Analwinkel und 2 älmlichen etAvas Anrloschenen Augen
am Vorderwinkel derselben Flügel : Die übrigen 2 Augen der Unterseite scheinen nach oben nur ganz A^erloschen
durch, die Unterseite ist heller, mit einem Auge auf den Vflgln und. 5 auf den Hflgln. Aus dem Amazonasgebiet
und von Cayenne. Die Abbildung ist nach dem FELDER’schen Typus in Kolk Rothschild.
E. lineata Godm. (45 e). Die Hflgl dieser Art sind gestreckter als bei antonoe und ihr Außenrand ist in der tineata.
Analhälfte gezähnt. Die Oberseite ist einfarbig braun, die Unterseite etAva.s heller braun, mit einer geraden, 1mm
breiten gelblichweißen, scharf begrenzten Mittel binde und einer schmalen braunen Aveiß eingefaßten Wurzel linie.
Auf dem breiten viel heller gefärbten Außenrand treten die zackige Submarginallinie und die Saumlinie deut¬
lich hervor. 2 oder 3 kleine scliAvarze, weißgekernte Augen stehen auf jedem Flügel. Die Gestalt, Breite und
Färbung der Mittelbinde Avechselt sehr. VonManaure in der Sierra Nevada, von Santa IMarta (900 m) in Nord-
Columbien; Carmen (1200) m in West-Columbien, im August. — Mit dem Namen interrupta form. nov. bezeichne interrupta.
ich eine Form, bei der die Mittelbinde auf der Unterseite der Vflgl nur am Vrd durch ein spitzes AA'eißes Dreieck
angedeutet, im übrigen aber durch eine dunkelbraune, nach außen stellen Aveise AA-eißbeschuppte Linie ersetzt ist.
212
EUPTYCHIA. Von G. Wbymer.
Auf den Hflgln ist sie mehrfach unterbrochen, so daß sie nur an drei Stellen, am Vrd, in der Flügelmitte und
vor dem Anahvinkel als feine weiße Querlinie sichtbar bleibt. Da^gegen ist die der Flügelwurzel zunächstliegende
mdania. erste Querhnie auf beiden Flügeln deutlich weiß und distal braun eingefaßt. — ■ nielania form. nov. weicht noch
mehr ab. Bei ihr ist die weiße Mittelbinde ganz verschwiuiden und an ihi’er Stelle zieht eine schwarze Linie
durch die tief dunkelbraune Grundfarbe. Auch die Wurzelquerbinde ist sehr verdunkelt, so daß sie nur wenig
hervortritt. Die Augerr und der breite helle Außenrand sind aber wie bei der Stairrmart. Beide Formen wrrrden von
Fa SSL bei Carmerr irr West-Columbien gefunden rrnd zwar interru'pta bei 1600 m Höhe im Dezember, melania bei
1200rrrim Oktober.
saii/rhia. E. satyrina Bat. {=-. Tayg. cecilia Bscl.) (48 e). Oben brarrn mit einem schwarzen weißgekernten, zu-
weilerr sehr rrnderrtlichen Arrge am Analwirrkel der Hflgl. Urrterr ebenfalls braurr mit 2 parallelen, fast geraden,
drrrrkelbraunerr Qirerstreiferr durch die Mitte beider Flügel, von denen der innere an der ärrßern Seite, dagegen
der äußere arr der irrrrerrr Seite ockergelb eirrgefaßt sirrd. Der Arrßerrrand der Vflgl ist ziemlich breit, heller röt-
lichbraun rrrrd zeigt vor der Spitze ein kleines schwarzes, weißgekerrrtes Arrge. Die Hflgl haben vorne zwei
und hinterr ein älirrliches, etwas größeres Arrge. Die Art ärrdert sehr ab. Von Grratemala, Costa Rica, Panama
incerta. rrnd Mexico. — incerta Btlr. ist eirre Form der satyrina, die sich durch heller braune Grrrrrdfarbe der Unterseite
unterscheidet und die liier arrf den Hflgln 5 Augen hat. Zrrweilen sind das 3. und 4. dieser Augen klein, adle haben
aber derrtliche weiße Pupillerr. Auch stehen 2 weiße Prrnkte arrf den Vflgln. Zuweilen fehlt auch die ockergelbe
Einfassung der braunen Mittelstreifen. Ein $ dieser Form hat arrf der Oberseite der Vflgl eine rötlich gelbbraune,
von der Grundfarbe etwas verschiedene Binde rrnd auf der Urrterseite der Hflgl nur 2 Augen in Zelle 2 rrnd 5.
ghjas. Zwischerr denselben liegen in Zelle 3 und 4 drei weiße Fleckchen. Von Costa Rica. — gigas Btlr. (48 e) ist eine
ziemlich große Form von satyrina, bei der die Vflgl auf der Unterseite 3 Augen, (ein größeres und 2 kleinere),
die Hflgl fürrf große Augerr haberr, wovotr das erste, zweite und letzte schwarz sind, mit gelber Iris rrnd
weißer Pupille; das dritte rrrrd vierte sind brarrn gefärbt, mit weißer Pupille. Von Mexico.
iies.m. E. tfessa Hew. Größe der vorigerr. Oben durrkelbrarrrr mit schwarzer Srrbmargirrallinie. Die gezährrten
Hflgl haberr im Arralwinkel eirr underrthches Auge rrrit ziegelrotem Rirrg. Die Urrterseite ist (rraclr Hewitson)
von der Wrrrzel bis zur Mitte brarrrr. Beide Flügel sirrd vor der Mitte von eirrer rotbraurrerr, rrrrd auf der Mitte
vorr eirrer breiteren, gleiclrfarbigerr Birrde drrrchzogen. Dairrr folgt eirre breite, graue Binde, arrf welcher eirr brauner
Streiferr mit derr Arrgen liegt rrrrd zwar ein kleirres, nahe arr der Costa der Vflgl urrd 3 auf den Hflgl, rrämlich
2 am Vorder- und 1 anr Arralwirrkel. Alle Augerr sirrd schwarz mit rötlicher Iris, drrrrkelbraunem Ring urrd weißer
Pupille. 2 Srrbmarginalstreiferr rrrrd der Rand rotbraurr. Der Streifen auf derr Hflgln ist gezährrt wie der Rand. —
Mit dieser HEWiTSON’scherr Beschreiburrg stimmt die Abbildrrirg irr Butler Lepid. Exot. Taf. 18 Fig. 4 hinsicht¬
lich der Grrrrrdfarbe der Flügel rrrrd der Färbrrrrg der Arrgerr nicht überein. Nach diesem Bilde ist die Grrrnd-
farbe beider Flügel überall hell rötlichgrarr oder fleischfarbig mit eirrer lilafarbigerr Birrde hinter der Mitte, währerrd
die Wurzelhälfte der Flügel rraclr Hewitson brarrn rrrrd die Birrde grarr seirr soll. Die Iiäs der Augerr ist rraclr
Butler hellgelb, Hewitson rrennt sie rötlich (rrrfous). Godman urrd Salvin beschreiberr die Art mit 5 Augen
auf den Hflgl, rvovorr 2 underrtlich sind. Vorr Nicaragua, Costa Rica, Panama urrd Ecuador.
Uhye. E. libye L. (= harpyia Fldr.) (48 e). Oben olivbrarrrr mit 2 drrrrkelbrarrrren Saum- und eirrer Submarginal¬
linie, urrterr viel heller, mehr oder werriger ins lilafarbige ziehend, rrrit 2 rostbraurren geraden Streiferr, der eine
vor, der andere in der Mitte; der erstere geht auf beiden Flügeln drrrch die Mittelzelle, der andere berührt arrf
den Vflgl die Mittelzelle rrur an ihrem hinteren Winkel, auf derr Hflgln tritt er beim Ursprurrg der Rippe 5 in die
Mittelzelle ein rrrrd verläßt sie zwischerr dem Ursprurrg der Rippe 2 und dem der Rippe 3. Vor der Spitze der
Vflgl eirr kleirres rurrdes Auge, 5 eiförmige Augen arrf den Hflgln, wovon das 1., 2. und 5. schrvarz
mit seirr uirderrtlichen Pupillerr und gelbem , arr der innererr Seite verdickten Ring , die übrigerr rrir-
deutlich. libye ist eine gemeine, weitverbreitete Art. Guateirrala, Horrduras, Nicaraj^ra, Costa Rica, Panama,
libijoiflea. Cohrmbieir, Ecrrador, Srrrinam, Brasilierr (Para, Pernamlruco, Bahia, Rio) Jamaica. — libyoidea Btlr. ist eirre
Fornr von libye, die etwas größer ist, deren Vflgl an der Spitze mehr vorgezogerr rrrrd deren Hflgl weniger stark
gezähnt sirrd. Arrf der Urrterseite stehen auf derrVflghr vier deutliche schwarzbraune Arrgen mit gelben Rirrgerr
rrrrd weißen Pupillen, die arrs urrregelmäßigen, weißen Stäubchen bestehen, die Augerr der Hflgl sirrd viel größer
als bei der Stanrmform, das größte in Zelle 2 mißt 6 mm irr der Länge rrnd 4 nrm irr der Breite. Im Verlauf
des 2. (äußern) Mittelstreiferrs sehe ich rroclr einen Unterschied gegen libye, den Butler rricht erwährrt hat. Irr
der Abbildrrrrg der libyoidea irr derr Proc. Zool. Soc. Lorrd. 1867 pl. 1 1 Fig. 13 durchschireidet dieser Streifen auf den
Vflgln den untern Winkel der Mittelzelle, während, er bei /r&ye diese Zelle nrrr berührt. Arrf derrHflghr tritt er zwi¬
schen derrr Ursjrrung der Rippe 4 und dem der Rippe 5, also auf der Urrterdiscocellularis, in die Mittelzelle eirr
urrd zwischen Rippe 3 urrd 4 wieder arrs, während bei libye, wie oben arrgegeben, der Eiirtritt beim Ursprung
(jraclUs. der Rippe 5 urrd der Austritt zwischen Rippe 2 rrnd 3 erfolgt. Vorr Nicaragua. — ■ gracüis form. nov. (48 f) ist eine
weitere Form vorr libye, die sich harrptsächlich dadrrrch rrrrterscheidet, daß die beiderr rötlichbraunerr, geraden
Älittel streifen auf der Urrterseite beider Flügel mehr nach arrßerr gerückt sind. Auf derr Vflgiir bleibt der 2. , äußere
dieser Streifen von der Mittelzelle 2 mnr weit entfenrt. Arrf derr Hflgl durchschneidet er bei seirrern Eintritt
in die Mittelzelle die Unterdiscocellularis rrnd bei seinem Austritt die Mediana beirrr Ursprrrrrg der Rippe 3, ist
also noch etwas weiter nach außen gerückt, als bei libyoidea. Infolge desseir ist das Sarrmfeld heigracilis viel schrrrä-
EUPTYCHIA. Von G. Weymeb
213
1er. Auf den Vflgln liegt nur ein Auge, die 5 Augen der Hflgl sind kleiner, weniger eiförmig, doch denen vf)U
lihye gleicligefärbt. Von Pebas in Peru. Kolk Bang-Haas.
Pacarus- Gruppe.
E. saundersii Bür. Der Innenwinkel der Vflgl tritt etwas stum])fwinkelig vor. Oben bi-aun mit 2 un- w/e/'A' ■
deutlichen Randlinien. Phiten heller bra\in, ins Violette ziehend, das Saumfeld der Hi'lgl bläulichgrün. Zwei
braune Mittellinien, welche gegen die Costa der Vflgl divergieren, und deren äußere auf der Mitte der Hflgl einen
kleinen Winkel nach außen bildet. Zwei braune Randlinien, Vflgl ohne Augen. Auf den Hflgln 5 (zuweilen 0)
ovale schwarze Augen mit hellbraunen und außen dunkelbraunen Ringen und silbernen Pupillen. Die 3 mitt¬
leren sind etwas größer als die übrigen. Größe 56 mm. Von Ega am Amazonenstrom iind von Pernaml)Uco.
E. niima Btlr. Der vorigen ähnlich, doch viel kleiner, nur 37 mm messend. Auf der Unterseite haben mbna.
die Vflgl ein kleines Ai;ge vor der Spitze und die Mittellinien sind vorne mehr genähert; die Hflgl sind weniger
violett gefärbt und ihre Augen sind kleiner und stehen näher am Rande. Von Tapajos.
E. fumata Btlr. Oben schwarzbraun, mit hellbrauner Randlinie. Unten etwas heller; auf den Vflgl ist fumatn.
nur eine Mittellinie vorhanden, die weder den Vrd noch den Ird berührt ; auf den Hflgl sind deren zwei, von denen
die äußere am Analwinkel einen Winkel bildet und sich mit der wellig gebogenen Submarginallinie vereinigt.
Außerdem 2 dunkelbraune Saumlinien. Hflgl mit 6 herzförmig gestalteten, schwarzen Augen, welche ocker¬
gelbe Ringe und äußere dunkelbraune Ringe haben mit stahlblauen Punkten bestreut sind und von denen das
3., 4. und 5. Auge etwas größer als die übrigen sind. 55 mm. Von Rio Grande.
E. amalda spec. nov. (48 f). Diese neue Art ist unterseits der fumata ähnlich, doch oberseits sehr ver- amaWd.
schieden und bedeutend kleiner im Flügelausmaß. AVurzel- und Mittelfeld der Vflgl sind oben sammtartig
dunkelbraun, Vrd und Außenrand sind heller braun. Diese hellere Färbung beginnt an der Wurzel des Vrds
schmal, nimmt nach außen an Breite allmählich zu und geht von der Spitze in der Breite von 4 mm zum Innen¬
winkel hinab, hier wieder etwas schmäler werdend. An der Grenze gehen beide Farben ineinander ül)er. Die Hflgl
sind heller braun. Die Unterseite ist dunkel graubraun mit 2 Mittel-, einer Submarginal- und 2 Saumlinien braun .
Die Vflgl haben keine Augen, die Hflgl dagegen 5 kleine, nach innen zugespitzte schwarze Augen, die von einem
braimen Ring umgeben sind und einen schief stehenden, aus silbernen Stäubchen gebildeten Kern haben. Vom
Mapiri (Amazonas) Kolk Bang-Haas.
E. pacarus Godt. Oben einfarbig braun. Unten ebenso mit 2 dunkleren Saumlinien, die Hflgl außerdem pacarus.
mit einer dunkelbraunen Mittellinie und 5 tiefschwarzen runden Augen, welche eine aus silberglänzenden Stäub¬
chen bestehende Pupille, eine bräunliche Iris und außen einen dunkelbraunen Ring haben. x4uf den Vflgln
stehen keine Augen. 50 mm. Von Brasilien. Selten, scheint in allen neueren Sammlungen zu felxlen.
E. peculiaris Btlr. Oben braun mit einer helleren Linie vor dem Rande und schwarzbramier Saumlinie, peculiaris.
die Hflgl mit einer gezackten Submarginal linie. Unten heller, beide Flügel mit 2 dunkelbraunen Saum-, einer
gezackten Siibmarginal- und 2 unregelmäßigen Mittellinien. Eine verwaschene heller braune Binde zieht durch
die Mitte. Die Hflgl haben 2 schwarze, schräg gestellte, weiß gekernte Augen mit ockergelber Iris vor der Flügel¬
spitze am Vrd. An diesen auf der Unterseite isoliert stehenden 2 Augen ist die Art leicht kenntlich. 53 mm.
Von Minas Geraes. Selten.
E. insignis Btlr. Oben braun mit 2 undeutlichen Rancllinien, auf den Hflgln scheint das größere Auge insiguis.
der Unterseite vor dem Analwinkel nach oben durch. Unten sind die Flügel heller, die Hflgl im iMittelfelde
weißlich; beide Flügel mit 2 braunen Randlinien, wovon die innere auf den Hflgln wellig. Die letzteren Flügel
mit 2 ziemlich geraden, parallelen nur 3 mm von einander entfernten braunen Linien durch die iMitte und
im Saumfelde, in Zelle Ic, 2 und 3 mit drei schwarzen , silbergekernten A\xgen, die auf gemeinschaftlicher ocker¬
gelber Umgebung stehen und von denen das mittlere groß, die andern sehr klein sind. Vaterland unbekannt.
Von Bates gesammelt.
E. erichtho Btlr. (= antonina Fldr.) (48 f). Der Innenwinkel der Hflgl ist wie bei saundersii stumpf vorge- erichiho.
zogen. Oberseite olivbraun, die Vflgl mit 2, die Hflgl mit 3 dunkelbraunen Randlinien. Unten heller braun; die
Ränder weißlich violett bestäubt, mit 3 deutlichen Saum- und 2 dunkelbraunen Mittellinien, außerdem ein kurzer
gleichfarbiger Strich auf der Schlußrippe der Vflgl. Zwei kleine Augen vor der Spitze der Vflgl, zuweilen noch
ein drittes in Zelle 2; Hflgl mit 6 schwarzen Augen mit dicken weißglänzenden Pupillen, welche von 4 Ringen
umgeben sind, zuerst einem bräunlich gelben, dann einem schwarzen, dann ockergell) und außen Avieder scliAvarz.
Das 3., 4. und 5. Auge sind gewöhnlich größer als die übrigen. Von Cayenne, Surinam, Brasilien (Rio, Pernam-
buco, Bahia, Para, Ega) Bolivien (Coroico).
Batesii- Gruppe.
E. batesii Btlr. (= terentia Fk/r.) (48g). Oben braun, etwas lilafarbig glänzend, mit 3 undeutlichen batesii.
Randlinien und grauen Fransen. Das $ am Anahvinkel der Hflgl mit einem schAvarzen OAmlen Fleck mit Aveißem
214
EUPTYCHIA. Von G. Weymer.
Kern und einem hellbräunlichen Ring. Unten hell lilafarbig mit 2 rotbraunen Mittel- und einem kurzen schrägen
Wurzelstreifen, einer gleichen Binde im Saumfelde, worauf die Augen stehen, und 3 Rändlinien. Auf denVflgln
ein schwarzes Auge vor der Spitze mit ockergelbem Ring imd weißglänzender Pupille, und einige Silberpunkte
darunter. Hflgl mit 5 Augen bezw. augenförmigen Flecken, wovon das 1., 2. und 5. dem Auge der Vflgl gleichen,
jedoch ist das 2. und besonders das 5. viel größer, während das 3. und 4. nur aus rotbraun eingefaßten Silber¬
flecken bestehen. Von Surinam und vom Tapajos. An den Surinam-Exemplaren ist der Ird der Vflgl auf der
analis. Unterseite etwas ockergelb gefärbt. — analis Godm. (48 f.) ist eine Form von hatesii, welche oben schwach pui’pur-
farbig überzogen ist und am Analwinkel der Hflgl einen deutlichen Flecken dunkelblauer Schuppen hat.
Die rotbraunen Binden der Unterseite sind breiter und scheinen nach oben durch, sonst von hatesii nicht ver-
tersa. schieden. Von Saö Paulo und vom Tapajos (Amazonas) und von Pebas in Peru. — tersaS'igr. i. l. (49 a) ist eine Form
von hatesii, die auf der Oberseite ganz ähnlich ist, und nur auf der Unterseite statt der 2 oder 3 Silberflecke,
die hatesii und analis zwischen den Augen der Hflgl haben, 2 weitere, kleine braune Augen besitzt mit grauem
Kern, gelber Iris und dunkelbraunem äußern Ringe. Hierzu tritt noch ein ganz kleines schwarzes, sonst ähn¬
liches Auge am Analwinkel der Hflgl, so daß 6 Augen auf den Hflgln vorhanden sind. Vaterland unbekannt.
thalessa. Kolk Bang-Haa s. — thalessa MöscM. ist nach der Abbildung des Autors eine Form von hatesii, die sich nur durch
ein kleines schwarzes Auge mit weißem Kern, das in Zelle 3 der FIflgl zwischen den beiden großen Augen liegt,
unterscheidet. In dem zu der Abbildung gehörigen Text wird dies Auge aber nicht erwähnt, die betreffende
Zelle vielmehr als augenlos bezeichnet. Von Surinam.
juani. E, juani Stgr. (49 a). Oben dunkelbraungrau, nur das Analauge der Hflgl scheint nach oben etwas durch.
Die Unterseite ist der von hatesii ähnlich, jedoch ist die Grundfarbe im Wurzelfelde bis zum 2. Querstreifen viel
dunkler, und zwar bräunlichgrau. Nur die äußer.e Flügelhälfte hat weißlichgraue Grundfarbe. Die 2 dunkel¬
braunen Mittelstreifen sind breit, gerade und laufen parallel. Die Submarginallinie ist ziemlich breit, nicht ge¬
zackt, sondern fast gerade fortlaufend. Auf der breiten braunen Binde im Saumfelde stehen auf den Vflgln
ein Auge, auf den Hflgln 5 schwarze Augen, wovon das 5. sehr groß und mit einfacher weißer Pupille versehen
ist, das 1. und 2. sind klein mit Doppelpupille, das 3. und 4. führen in der Mitte längliche Silberstriche. Alle
sind ockergelb umrandet. Vom Rio San Juan in West-Columbien.
iricolor. E. tricolor Heiv. (49a). Eine der schönsten Arten der Gattung. Oben sind die Vflgl braun, der Vrd röt¬
lichbraun; eine glänzende blaue Linie läuft mit dem hintern Teil des Außenrandes parallel. Die Hflgl sind schwarz¬
braun mit einem breiten rotgelben Vrd und einem glänzendblauen Streifen längs des Irds und längs des hintern
Teils des Außenrandes. Unten hell violettgrau mit 2 breiten braunen Mittelstreifen, einem schmalen Schrägs¬
treifen an der Wurzel beider Flügel, einer verwaschenen breiten Binde im Saumfelde, worauf die Augen stehen
und 3 glatten dem Saume parallel laufenden Randlinien. Auf den Vflgln ein Auge vor der Spitze, auf den Hflgln
3 Augen wie bei hatesii in Zelle 2, 5 und 6, jedoch das erstere sehr groß und alle mit Doppelpupillen und zwi¬
schen ihnen in Zelle 3 und 4 mehrere langgezogene Silberstriche die in 2 braunen, rotgelb eingefaßten Ellipsen
fulgora. stehen. Von Fonteboa, vom Tapajos (Amazonas). — fulgora Btlr. (49 a) ist eine Form von tricolor, die sich
durch einen lebhaft blauschillernden Streifen auszeichnet, der auf der Oberseite der Vflgl von der Wurzel durch
die Mittelzelle geht, sich vor der Flügelspitze in alle Zellen ausbreitet und dann als schmale Linie längs des
Außenrandes bis zum Innenwinkel liinabzieht. Von Pebas in Peru und von Coca in Ecuador.
nortia. E. Hortia Heiv. (49 a). Oben gelblicliAveiß mit braunem Vrd der Vflgl und braunem Außenrand beider
Flügel , außerdem scheinen die braunen Binden der Unterseite nach oben durch . Auf der weißen Unterseite stehen
2 breite, parallele, braune Mittelstreifen und im Saumfelde eine breite, braune Binde, die auf denVflgln keine Au¬
gen enthält. Auf den Hflgln anstelle dieser Binde 2 kleine Augen am Vorderwinkel, 2 am Anahvinkel, (davon eins
sehr groß), alle schwarz mit weißer Pupille und rotgelben und braunen Ringen und zwischen diesen in Zelle 3 und
4 zwei bleifarbige Längsstriche in rotgelben und braunen Ellipsen. Am Saum 3 braune Randlinien, die aiif den
Hflghi etwas wellig sind. Das $ ist oberseits graubraun, gegen den Saum dimkler, die Mittelstreifen derUnter-
seite scheinen nach oben durch. Unten ist die Zeichnung dem ähnlich, doch sind Wurzel- und Mittelfeld bis an
die 2. etwas wurzelwärts gekrümmte Mittelbinde fein braun bestäidjt, so daß mir der distale Teil die helle Grund¬
farbe behalten hat. Die Augen und Silberflecke sind aber wie beim G- Von Pebas (Peru) vom Tapajos (Ama-
nohilis. zonas) und von Cayenne. — nobilis form. nov. (49 a) ist eine 2. Form des $ von nortia, bei der die äußere Hälfte
der Vflgl auf der Oberseite hell weißlichgrau und die Wurzelhälfte, der ganze Vrd, sowie 2 Saumlinien braun ge¬
färbt sind. Die helle Färbung setzt sich auch auf den Hflgln am Vorderwinkel eine kurze Strecke fort, geht aber
dann allmählich in die braune Grundfai’be über. Auf der LTnterseite ist der 2. braune Mittelstreif nicht gekrümmt,
sondern gerade und. die helle Binde neben demselben bedeutend schmäler. Die Augen sind wie bei der Stammform.
moderata. Von Tabatüiga am Amazonenstroni. ■ — moderata form., nov. (48 g) ist eine weitere weibliche Form Amn nortia,
bei der die helle Binde der Unterseite hinter der Mitte ebenfalls auf beiden Flügeln ganz gerade ist. Die Oberseite
beider Flügel ist aber, Avie beim $ der typischen Form, ganz braun gefärbt und hat 3 dunkelbraune Saumlinien.
Vom Mapiri (Bolivien).
segesta. E. segesta spec. nov. (51 b). G- Oberseite ist einfarbig braiin mit drei braunen Saumlinien, die auf
den Vflgl undeutlich sind. Die Unterseite ist den $$ von E. nortia ähnlich, doch durch die andere Lage
der weißen Mittelbinde verschieden. Diese Binde hegt auf beiden Flügeln zwischen den beiden braunen
EUPTYCHIA. Von G. Weymee.
215
Binden, wahrend sie bei 7iortia-^ an der äußeren Seite der zweiten braunen Binde liegt. Infolgedessen ist das
Saumfeld breiter als das Wurzelfeld, und zwar besonders an den Hflgln. Die braunen Binden sind breiter als
bei nortia-^, die Augen aber gerade wie dort, die ellipsenförmigen ockergelben Flecke mit je einem silberglänzen¬
den Strich in der Mitte treten aber zwischen den Augen deutlich hervor. Es wurde bisher nur das gefunden.
Von Gramal bei Muzo in Columbien. (Fasse).
E. lesbia. Stgr. Oben hell bräunlichgrau mit 3 geraden braunen Querstreifen auf den Vf Igln und 2 der- huhia.
gleichen auf den Hflgln und 3 braunen Randlinien Hflgl mit schwarzem Analauge mit doppelter weißer Pupille
und ockergelbem breiten Ring; vor demselben ein länglicher, weißer Fleck und gegen den Vorderwinkel 3 runde,
schwarze Flecke, von denen der mittlere der größere ist. Die Unterseite ist fast ebenso, nur steht ein kleines
Auge vor der Spitze der Vflgl und ein paar Silberpunkte darunter, auch steht an der Innern Seite des Anal¬
auges der Hflgl ein großer ockergelber Fleck, am Vorderwinkel dieser Flügel steht statt der schwarzen Flecke ein
zweites Auge, dagegen fehlt der weiße Längsstrich der Oberseite. 41 mm. Vom Amazonenstrom (Massauary,
Teffe, Fonteboa).
Gera- Gruppe.
E. gtraHetv. Oben schmAitzig weiß, Vflgl amVrd und am Außenrand breit braun, Hflgl vor der Mitte gera.
2brauneLinienund vor dem Rande 2 undeutliche Augen mit dunklen Mittelpunkten führend, beide Flügel mit
2 braunen Randlinien. Die Unterseite ist wie oben, nur haben auch die Vflgl 2 braime Linien vor der JMitte,
die Augen der Hflgl sind rötlich, haben schwarze Kerne mit weißen Pupillen, an ihrer äußern Seite liegen noch
2 kleinere Augen und zwischen ihnen 2 ovale Flecke mit einer Silberlinie in der Mitte. Das $ ist oben braun, an
der Wurzel purpurfarbig mit einer weißen Binde durch die Mitte vom Vrd der Vflgl zum Ird der Hflgl. Die
Unterseite ist graubraun mit derselben weißen Binde. Die Augen wie beim (^. Vom Amazonenstrom.
E. metagera Btlr. Oben braun, in der Mitte weißlich, mit 2 undeiitlichen, braunen Mittelbinden und 3 metagera.
dunkelbraunen Randlinien. Hflgl mit einem dunklen Fleck am Vorderwinkel und einem augenförmigen Fleck
am Analwinkel. Flügel unten heller, gegen die Spitze rosenröthch, Binden wie oben, doch deutlicher. Hflgl
mit 6 gelb eingefaßten Augen, wovon die 2 mittleren eiförmig sind und ovale silberne Kerne haben, die übri¬
gen rund, schwarz und mit kleinen silbernen Pupillen versehen sind. Vom obern Amazonenstrom.
E. hiemalis Btlr. Oben weiß, Costa und Rand der Vflgl braun, beide Flügel mit 3 braunen Randlinien, hiemalis.
Hflgl mit 2 bi-aunen Flecken am VordeiAvinkel und einem am Analwinkel. Unten ebenfalls weiß mit 2 braunen
Mittellinien, die auf den Vflgl abgekürzt sind, und von denen die äußere vor dem Irde der Hflgl winkelig ist.
Vrd und Spitze der Vflgl bi’aim, 3 Randlinien wie oben, Hflgl mit 6 Augen, teils rund, teils oval, gerade wie bei
metagera, nur daß sie rotgelb eingefaßt sind. Vom Amazonenstrom und dessen Nebenfluß Rio Negro.
E. julia Stgr. i.l. (48 g). Oben drmkel olivbraun mit 2 undeutlichen Rand Ihnen auf den Hflgln. Unten juUa.
ebenfalls olivbraun mit einem geraden, weißen Mittelstreifen, der von ^2 Vrds der Vflgl zum Analwinkel
der Hflgl zieht, und mit 3 braunen Randlinien auf dem etwas helleren Saum, von denen die innere wellig gebogen
ist. Vflgl vor der Spitze mit einem kleinen schwarzen Auge mit rotgelbem Ring und weißer Pupille, Hflgl mit 5
Augen, wovon das 1., 2. und 5. dem der Vflgl gleich gefärbt, doch (mit Ausnahme des ersten) größer sind. Die
andern sind braun mit 2 kurzen weißen Streifen in der Mitte. Beim $ ist die Grundfarbe etwas heller braun,
sonst ist es dem gleich. Vom Songo in Bolivien und von Cuzco in Peru in 2 — 3000 m Höhe. — torva /orm. nov. torva.
(48 g) ist eine Form von julia, die sich dadurch unterscheidet, daß die Mittelbinde der Unterseite nicht Aveiß,
sondern stark mit Graubraun bestäubt ist und vor dem Analwinkel der Hflgl unter einem spitzen Winkel AA'urzel-
wärts umbiegt. Am Quindiu-Paß in Columbien in 2500 m Höhe von Fasse im Oktober gehmden.
Cluena- Gruppe.
E. cluena Drury (= clueria F.) (48 g). Oben violettgrau, nach außen dunkler mit 3 chmkelbraunen cluena.
Saumlinien, Hflgl mit einer zusammenhängenden Reihe von 5 dimkelbraunen Flecken, von denen die 4 hinteren
lilafarbige Mittelflecke haben. Unten ganz lilafarbig mit sehr feinen braunen Mittel- und SaAimlinien. Im Saum¬
felde eine braune Schattenbinde, auf welcher auf den Vflgln 2 oder 3, auf den Hflgl 5 kleine x4ugen stehen, A’on
denen das erste der Vflgl, das 1., 2. und 3. der Hflgl schwarz, die andern braun sind, alle mit ockergelbem Ring
und weißer Pupille. Von Brasilien (Rio de Janeiro, Espirito Santo).
Byses- Gruppe.
E. byses Godt. (49 d). Oben beim G braun mit schwachem bläulich violetten Schiller, sonst olme Zeich- hyses.
nung. Unten lilafarbig, überall fein braun gestrichelt. Am Saume geht diese Strichelung allmählich in ganz
braune Färbung über. Dicht an dem Saume stehen auf den Hflgln in Zelle 2 und 5 ZAvei kleine schAvarze Augen
mit Aveißer Pupille und gelbem Ring; zAvischen und vor diesen noch 3 Aveiße Punkte. Vor der Spitze der Vflgl
3 — 4 Aveiße Punkte. Das $ ist oben einfarbig braun olme blauen Schiller, die Augen der Unterseite der Hflgl
216
EUPTYCHIA. Von G. Weymer.
sind aber viel größer als beim auch liegt noch ein ganz kleines Auge vor der Spitze der Vflgl-Unterseite. Die
Größe der Augen variiert sehr. Von Brasilien.
Lea- Gruppe.
lea. E. lea Cr. (48f.). Oben glänzend blau, Spitze, Vrd und Außenrand der Vflgl sind schwarz, ebenso der größte
Teil der Rippen. Unten bräunlichgrau, die Hflgl beim ^ in der hintern Hälfte glänzend blau, beim $ mehr
blaugrau. Beide Flügel mit 2 fast geraden, parallelen, dunkelbraunen Mittelstreifen, von denen der innere auf den
Vflgln den Vrd und den Ird nicht erreicht, und mit 3 Randlinien. Vflgl mit 2 kleinen Augen vor der Spitze,
Hflgl mit 6 schwarzen Augen mit weißer Pupille, mit einem ockergelben und außen einem braimen Ring umgeben,
junui. wovon nur das 2. und 5. groß, die andern sehr klein sind. Von Surinam. — Junia Cr. ist eine Form von lea, bei
der die Oberseite ganz himmelblau gefärbt und nur von einer schmalen schwarzen Saumlinie eingefaßt ist. Auf
der Unterseite der Vflgl ist nur ein Auge vorhanden. Das $ hat die Ränder beider Flügel braun gefärbt. Von
'pliUippa. Surinam und Brasilien (Para und Bahia). — philippa Btlr. ist eine hieher gehörige Form, bei der die Oberseite
ganz braun ist, und nur die Hflgl beim ^ gegen die Spitze und beim $ gegen die Wurzel blaugrau gefärbt sind.
Auch zeigen sich 2 undeutliche braune Randlinien, die gegen die Spitze der Vflgl und auf den Hflgln wellig sind.
Die Unterseite ist gerade wie bei junia. Die Fühler sind oben braun, unten rostfarbig, gegen die Spitze schwarz
gebändert, diese selbst weiß. Von Fga.
Cephus- Gruppe.
ceplnts. E. cephus F. ((J = lysidice Cr., $ = doris Gr.) (49b). Das C oben glänzend himmelblau. Vflgl mit
schwärzlich grauem V- und Außenrd; ein gleichgefärbter Streifen zieht von der Wurzel über die Mediana und ver¬
teilt sich auf ihren Abzweigungen, auch sind alle Rippen am Außenrde schwärzlichgrau. Auf den Hflgln sind
alle Ränder ebenso, nur der Ird etwas heller. Die Unterseite ist ebenfalls himmelblau mit braunen Qirerstreifen
und Saumlinien, einem Auge auf den Vflgln und 4 auf den Hflgln. Das $ ist oben einfarbig gTaubraun, mit
bläulich weißer Saunrlinie am Rande der Hflgl. Die Unterseite ist dem G ganz ähnlich, nur sind die Augen
größer. Diese schöne Art ist in Südamerika weit verbreitet; sie kommt fast im ganzen Amazonengebiet vor;
angcUca. ferner in Surinam, Columbien und Süd-Brasilien (Rio de Janeiro). — angelica Btlr. ist eine Form von cejFius,
die sich nur durch bedeutendere Größe (48 mm), durch eine wellige, innere Saumlinie der Unterseite und ferner
dadurch unterscheidet, daß hier die Querstreifen auf den Vflgln nur bis in die Mitte reichen. Von Rio de Janeiro.
parthcnic. E. parthenic s'pec. nov. (48 f). Oben bläulichgraubraun mit 2 dunkelbraunen Saumlinien, zwischen
welchen auf den Hflgln eine weißliche Linie liegt, sonst ohne Zeichnung. Unten hell bläulichgrau mit 2 schmalen
Mittelstreifen, einer feinen Submarginallinie und 2 feinen Randlinien. Der äußere der Mittelstreifen ist auf den
Vflgh) etwas nach innen gebogen, infolgedessen ist das Saumfeld breiter als gewöhnlich. Vflgl mit 1 Auge, Hflgl
mit 6 Augen, wovon die 2 mittleren undeutlich, das 1. und letzte klein, die 2 übrigen etwas größer sind. (38 mm).
Von Minas Geraes. Diese Art erhielt ich in einem weiblichen Exemplar aus der TniEME’schen Sammlung, und
zwar bezeiclmet als angelica $; da sie aber viel kleiner ist als angelica RRd die Färbung und Zeichnung ganz
von ceplms abweicht, so betrachte ich sie als besondere Art.
(jlaucina. E. glauciiia Bat. (49 b). Oben blaß blaugrau ohne Glanz, Vflgl an der Spitze, am V- und Außenrd grau¬
braun, Rippen beider Flügel uird die 3 Randlinien der Hflgl ebenfalls gi'aubraun. Unten blaßblau mit 4 braunen
Linien vor und hinter der Mitte rmd 2 Saumlinien. Vflgl mit einem, Hflgl mit 4 Augen wie bei cephus. Das $ ist
(jlauca. oben einfarbig braun. Irr Mexico und Guatemala ziemlich verbreitet vom Tieflande bis zu 1500 m Höhe. — ^ glauca
Stgr. i. l. (49 b) ist eine weniger gestreckte Form von gkmcina, bei der die Vflgl fast ganz graubraun bestäubt
sind rmd blaue Färbung nur in der Nähe des Irds auftritt. Ein länglicher, dünner beschuppter Fleck liegt auf
der Mitte dieses Irds. Die Hflgl siird etwas lebhafter blau als bei glaucina, mit schwarzem Vrd und 3 solchen
Saumlinien. Die Unterseite ist ebenfalls der glaucina ähnlich, hat aber 5 Augen aiif den Hflgln in Zelle 2 — 6,
davon zwei in Zelle 2 und 5 größer, schwarz mit 1 bläiilichweißen und 1 braunem Ring, ohne Pupille, die andern
klein, undeutlich, bestehend aus einem braunen Ring, der von der blauen Grundfarbe ausgefüllt ist und braunen
Mittelpimkt hat. Das Auge in Zelle 1 c der Hflgl fehlt also liier. Von Bolivien.
hrixius. E. brixius Godt. Oben bläulichgrau mit 6 dunkelbraunen Querstreifen und 2 Saumlinien. Unten ist die
Grundfarbe heller, die Streifen sind wie oben; auf dem 4. Streifen der Hflgl stehen 5 Augen, wovon das 1., 2.
und letzte weiße Iris haben, die andern beiden haben keine Iris. Alle diese Augen sind schwarz mit doppelter
hrixioJa. Silberpupille. 38 mm. Von Brasilien. — ■ brixiola Btlr. ist eine etwas kleinere Form von hrixius, die nach der
BüTLER’schen Diagnose einen Qnerstreifen weniger auf den Flügeln hat. Das C ist oben hellgrau, das $ hell¬
braun, auf dem 4. Streifen haben die Hflgl 2 schwai’ze undeutliehe Augen mit weißen Pupillen. Die Unterseite
ist bläulichweiß, mit den Streifen wie oben. Vor der Spitze der Vflgl beim $ ein schwarzes gelbgeringtes Auge
mit silberner Doppelpupille und 2 undeutlichen Augen darunter (beim G sind sie alle verloschen). Auf den Hflgln
fünf ähnliche, immer deutliche Augen, wovon das 2. und 5. größer sind, nur das 3. und 4. sind ganz silberfarbig
und haben gelben Ring. 35 mm. Von Para.
Ansfjeijeben 1. VIII. WIJ.
EUPTYCHIA. Von CI. Weymer.
217
E. aegrota Btlr. (49 1)). Oben lebhaft blan; Vflgl mit schwarzem Jland, utid zwei solclien .Mittelstreifen; nfiirnln.
Hf'lgl mit schmalem Ramie und ovalem Fleck am Analwinkel. Fransen weiß. Die Unterseite ist der von (■('.phvs
lind gkmeina ähnlich, doch ist die iSnbmarginallinie mehr gezackt, die Augen in Zelle 2 und 5 flei- Hflgl gi-ößei-,
das in Zelle Ic fehlt, dagegen liegt in Zelle 3 und 4 zwischen den Augen je ein braumu' Ring mit blauem Km ii
und auf den Vflgln in Zelle 3 und 4 ebenfalls zwei ähnliche braune Ringe mit blauem Kern und braunen .Mittel¬
punkten. Von Para und vom oberen Madre de Dios in Peru.
E. aetherialis Bür. steht dev (legrota oberseits nahe, ist unterseits aber sehr verschieden, auch ist der Außenrd (icihi rhil
der Vflgl nicht genindet, sondern fast gerade. Die Grundfarbe der Oberseite ist von demselben Blau Avie bei
aegrota, die innere der Mittellinien ist verloschen und der schwarze Analfleck der Hflgl ist kleiner. Unten sind
die Flügel silberblaAi mit 2 schmalen rostroten Mittellinien, die vor dem Irde der Hflgl geAvinkelt sind, einei'
gleichfarbigen Submarginalhnie und 2 dunkelbraunen 8aumlinien. Vflgl mit 3 kleinen Augen in Zelle 4 — G,
das obere mit gelber Iris, die 2 andern undeutlich; Hflgl mit 5 Augen, davon sind die 2 ersten und das 5. schw^arz,
alle haben gelbe Ringe mit Aveißen Pupillen, beim 2. und 5. sind dieselben dojipelt. 40 mm. Von Sarayaeu,
Ecuador.
E. coelestis Bür. (48g). Oben blau, Vflgl-Spitze, Vrd und Außenrd breit dunkelbraun mit zAvei abgekürz- corlrstin.
ten Mittelstreifen, Hflgl mit 2 Saum- und einer Submarginalhnie elienfalls dunkelbraun. Unten blau, 2Mittelstrei-
fen, eine auf den Vflgln etAA^as abgekürzte Binde im Saumfelde, eine Submarginalhnie und ZAvei Saumlinien braun.
Auf den Vflgln 2 Augen vor der Spitze, scliAvarz mit blauem und außen braunem Ring, das untere nur klein ;
Hflgl mit 5 gleichgefärbten Augen in Zehe 2 bis 6, das 2. und 5. groß, die andern alle klein. Das $ ist etAvas größer
(47 mm) hat auch den Vrd der Hflgl oben ziemlich breit chnikelbraun und am Anahvinkel einen solchen Punkt.
Vom Amazonenstrom (Ega) und vom Mapiri. — mare Bür. ist eine kleinere Form dersell)en, bei der die Mittel- auirr.
streifen der Oberseite beinahe ganz verloschen und auf der Unterseite die Augen kleiner und teihveise un¬
deutlich, auch die Binden schmäler und verloschen sind. Von Para.
E. caerulea Btlr. (49b) der coelestis ähnlich, oben glänzend blau. Spitze und Außenrd der Vflgl breit chin- memtca.
kelbraun, der Vrd längs der Costalrippe schmal dunkelbraun. Auf den Hflglii sind der VorclerAAdnkel AUid 2 feine
Saumlinien dunkelbraun. Die Unterseite ist hell glänzend blau mit 5 fast geraden braunen Querlinien und
feinen Saumlinien, nur die 2 äußeren Linien izn Hflgl sind Avellig. An der äußern Seite der 3. Quei'linie stehen auf
den Vflgln ein Auge vor der Spitze, auf den Hflgln 3 Augen und zAvar 2 azir Vordeiavinkel, eins am Anahvinkel.
Diese Augen sind sclzAvarz mit blauem Ring und außen nzit braunem Ring. Das $ ist etAvas größer und hat oben
auf den Vflgln 2 braune Mittelstreifen und auf den Hflgln einen braiuzen Analfleck. Von Maranhäo (Brasilien)
und vom Mapiri (Bolivien).
E. ziza Btlr. ist der coelestis ähzilich., doch etwas kleiner und die brazme Grundfarbe hat einen violetten -i^a.
Ton. Die 2 Mittelbinden der Vflgl stehen näher zusammen,? sind parallel und ei’reichen den Tz’d; die Randbinde
ist etwas schmäler. Die Hflgl liabezi außer den 2 Randlinieiz noch eiize Mittellinie. Unten hellblau mit 2 Izrazinen
Mittelbinden, 2 Randlinicn und einem Auge auf den Vflgln, soAvie 5 Augen auf den Hflghz, alle scliAvarz zznd Aveiß
gelängt, doch das 3. und 4. undeutlich. Von Pebas in Peru.
E. Urania Btlr. ist ebenfalls der coelestis verAvandt und von gleicher Größe. Oben glänzend grünlichblau urania.
mit sehr breitem braunen Außenrd, die Costa und ein Strich hinter der Zelle ebenfalls braun. Hflgl mit 2 Izrau-
nen Saumlinien. Unten mit 4 Querlinien durch die Mitte und vor dem Rande, fei'iier mit 2 Saumlinien, alle brazzn.
Spitze der Vflgl und Anahvinkel der Hflgl ebenfalls bräunlich. Vflgl mit einem undezitlichen scliAvarzen Auge
vor der Spitze. Auf den Hflgln sind izur die 2 größeren Augen deutlich. Von Cametä bei Para.
E. coelica Heiv. Obezz himmelblau, Spitze und Außeziixl breit scliAvarz ; azif den Hflgln eine Binde anz Vor- coclicn.
dciwinkel, zAvei Submaigiizallinien und die Fransen sclzAvarz. Unten ebenfalls himmelblau, beide Flügel mit 2 Strei-
fezi vor der Mitte, 2 Submarginal linien und die Fransen dunkelbrauiz. Vor der Spitze der Vflgl eiiz scliAvarzes
braunumringtes Auge. Am VorderAvinkel der Hflgl 2 solcher Augen (das erste kleiner), und anz AzzahAäizkel
eiiz drittes Auge. ZAvisclzezz ihizeiz 2 braiziz geschweifte Riizge. Voiz Ecuador. Heavitson sagt: ,, Diese Ai’t über-
tzäfft aiz Schözzheit alle verwaizdtezz blazieiz Arteiz“; die folgeizde divina ist aber izicht izziizder sclzöiz.
E. divina Stgr. i. l. (49 c) d'. Der vorigezz Art azzf der Oberseite gaizz ähzzhch; lebhaft himzzzelblaiz izzit divuia.
bi’eiter schAvarzer Spitze uizcl solcheizz Außezzrd der Vflgl, sclzAvarzem Voi’derAviizkel zzzzd 2 sclzAvaz’zeiz Raizdli-
izien der Hflgl. Die Untei’seite ist aber dizrch die vezuzzehrte Zahl der Augeiz uzzd der Mittelstreifeiz A^ersclziedeiz.
Azzf deiz Vflghz vor der Spitze zAvei sclzAvarze Augeiz izzit hellblauem und außen braunem Ring und eiizenz oder 2
Izrazmen Flecken darunter. Auf den Hflghz 5 solcher gi’oßer Augen in gerader Reihe übereinander. Die äußeren
braunen Ringe berühren sich auf den Rippen und auf der innern Seite der Augeiz zieht ein braiuzer Streifen a'Oiz
Rippe 2 bis zum Vrd, so daß 3 Mittel binden vorhanden sind. ZuAveilen haben die vordem Augen der Hflgl blaue
Mittelpunkte. Von Bolivien.
E. lobelia Btlr. Oben himmelblau, S])itze und Außenrd der Vflgl breit sclzAA'arz, die Rijzpen A'or dem lohelia.
V
28
218
EUPTYCHIA. Von G. Wbtmer.
Rande ebenso, auch ein Strich auf der Schlußrippe iind ein fast dreieckiger Ring hinter der Zelle. Die Hflgl
haben schwarze Vorderwinkel und 2 solche Saumlinien. Der Innenwinkel ist stärker vorgezogen als bei den
verwandten Arten. Unten blau, mit einem Wurzelstrich, 2 Mittellinien, einer Diskallinie und 3 Randlinien,
alle schwarz. Vflgl mit einem, Hflgl mit 2 ungleich großen blinden schwarzen Augen am Vordervdnkel. 45 mm.
Von Ecuador.
hclios E. helios S'ig'r. f . ^. (49c)(J. Oben der mare ähnlich, dunkelblau, am Vrd etwas heller, Vflgl mit einem
schwarzen, geraden Streifen über den Schluß der Mittel zelle, der bis an den ersten Medianast reicht. Außenrd
2 mm, Spitze bis zu 5 mm breit schwarz. Hflgl am Vorderwinkel schwarz, mit 3 schwarzen Randlinien. Unterseite
hellblau mit rotbraunen, schwarz eingefaßten Querstreifen und braunen Randlinien. Auf den Vflgln in Zelle 3 und
4 zwei runde ockergelbe Flecke und darüber in Zelle 5 ein brauner Ring, der ockergelb ausgefüllt ist und
braunen Mittelpunkt hat. Hflgl mit 5 Augen, das 1., 2. und 5. schwarz mit weißer Pupille, diejenige des 5. Auges
doj)pelt, alle mit ockergelber Iris und äußerem braunem Ring; das 3. und 4. bestehen nur aus einem braunen
Ring, der ockergelb ausgefüllt ist. Vom Mapiri in Bolivien.
prrihoca. E. periboea Godm. und Sah. (49 c). Die Grundfarbe der Oberseite ist ein ins Graue fallendes Blau.
Spitze, V- und Außenrd der Vflgl sind dunkelbraun. Die Hflgl haben 3 dunkelbraune Randlinien. Unten sind düe
Flügel braun mit 2 dunkelbraunen Mittellinien, einer zackigen Submarginal linie und 2 Saumlinien. Im Sauni-
felde der Hflgl stehen 5 Augen, auf den Vflgl wechselt ihre Zahl von 1 — 4, oder sie fehlen hier ganz. Sie sind
klein, schwarz, mit weißen Pupillen und bräunlich gelbem Ring. Eine leicht kenntliche Art. Von Columbien
(Manaure in der Sierra Nevada von Santa Marta) (Simons) und in Paime bei Muzo 1000 m, im Oktober (Fassl).
Pilata- Gruppe.
Die (S<S dieser Dnuipe zeichnen sich durch einen eiförmigen Fleck erhaliener oder haarförmiger Schuppen aus, der
auf der Mitte des Irds der Oberseite der Vdflgl liegd.
ri/cniitcf;. cyanites Btlr. (= stigmatica Godm.) (49 c). Das (J ist oben himmelblau, fast wie coelestis, schwarz
gestreift und gerandet, doch die innere Linie der Vflgl fehlt, mit einem weißlich grau beschuppten Fleck am Ird
der Vflgl. Unten sind die Binden mehr rötlich und die Augen kleiner als bei coelestis, sonst wie dort. Auch ist
cyanites größer. Das $ welches ich aus der Kolk Thieme als stigmatica $ erhielt, ist vom ^ sehr verschieden.
Es ist oben graubraun, in der Wurzelhälfte beider Flügel mit einem sehr schwachen bläulichen Schiller, mit 2
Randlinien auf den Vflgln, 3 auf den Hflgln, von denen nur die äußere deutlich ist. Fransen grau. Unterseite
bläulichgrau, mit 2 braunen Linien durch die Mitte, die äußere etwas wellig, einer großzackigen Submarginal¬
linie und 2 Saumlinien, letztere auf den Hflgln wellig mit einem deutlichen und mehreren, (3 — 4) undeutlichen
Augen auf den Vflgln und 6 Augen auf den Hflgln in Zelle Ib bis 6, alle schwarz mit weißer Pupille, ockergelbem
Ring und bräunlicher Einfassung, die 2 äußeren kleiner, die 2 mittleren etwas verloschen. Butler gibt als Vater¬
land Brasilien an, Godman erhielt stigmatica aus Entre Rios in Argentinien, Haensch fing beide Geschlechter
in Minas Geraes.
inlaia. E. pilata Bib’. (49 c). Oben himmelblau. Vflgl mit dunkelbrauner Spitze, Vrd und Außenrd ebenso und
mit graubraunem Haarpinsel über dem Ird. Unterseite lebhaft und glänzend blau mit 2 geraden braunen Mit¬
tellinien, 2 Saumlinien und einer etwas stärkeren Submarginallinie. Vflgl mit einem Auge vor der Spitze, mit 2
schwarzen Fleckchen darunter und einem helleren darüber. Hflgl mit 4 Augen, 2 am Vorder- und 2 am Anal¬
winkel, das erste und das letzte klein. Diese Augen bestehen aus einem dicken, orangegelben Ring mit schief
stehendem, schwarzen Kern und einem äußern braunen Ring. Zwischen den Augen liegen 2 braune dünne
Ringe, die von der blauen Grundfarbe ausgefüllt sind. Von Ega (Teffe) und Tabatinga am Amazonenstrom.
ictirra. E. tenera Stgr. i. l. (49 c). Oben dunkelblau, Vflgl mit verwaschenem, breiten, schwarzen Außenrd und
schwarzen Rippen. Auf der Mitte des Irds eine kurze dunkelbraune Haarcpiaste. Hflgl mit welligen dunklen
Saunilinien. Ird grau. Unten hellgriinlichblau mit 2 braunen, geraden Mittellinien, einer gebogenen Binde
im Saumfelde und welligen Saumlinien. Vflgl mit einem kleinen blinden Auge vor der Spitze und darunter eine
kurze braune Schattenbinde. Hflgl mit 5 Augen von gleicher Größe; dieselben sind schwarz mit ockergel¬
bem und außen braunem Ring und weißen Pupillen, das 3. und 5. Auge mit Doppel pupillen. Vom Rio
Juntas in Bolivien.
pviricillata. E. penicillata Godm. Oben grünlichblau mit schmalen braunen Rändern und mit einem dichten Pinsel
brauner Haare über dem Ird der Vflgl. Unten grünlichbraun mit 2 ziemlich geraden Mittellinien, einer welligen
Submarginal- und 2 Saumlinien, alle dunkelbraun. Vflgl mit 3 Augen, das vordere etwas deutlicher; Hflgl
mit 5 Augen, das 2. und letzte größer als die übrigen. Die Augen sind schwarz mit weißen Pupillen, mit gelbem
und außen braunem Ring. Das $ ist oben einfarbig braun, unten gerade wie das jedoch ist die Grundfarbe
hellbraun, gegen den Außenrd grau. (38 mm). Von Tapajos (Amazonenstrom).
E. scopulata Godm. (49d). (J. Der vorigen Art ähnlich mit einem ähnlichen Haarbüschel auf den Vflgln,
EUPTYCHIA. Von G. Weymer.
210
doch ist die Oherseite lieim niännhchen Geschlecht nicht hian, sondern l)rann mit (hmkcll))-aiin(‘j) .Saumlinicii
und etwas helleren Fransen. Auf der grauen Unterseite sind die iStreifen durch die Mitte der J^’lügel lji-ciler
und rotbraun gefärbt, auf den Vflgln sind 2 oder 3, auf den Hflgln 5 Augen vorhandem, von demm, wie hei pnn.i-
cillata, das erste der Vflgl, sowie das 2. und 5. der Hflgl größer und deutlicher sind als die übrigen. Ifas hdztei-e
hat aber 2 Pupillen. Vom Mapiri in Bolivien und vom oberen Amazonenstrom.
Arnaea-Gruppe.
E. arnaea F. {= ebusa Cr., aranea F.) (49 d). Oben braun, die größere hintere Hälfte der Hflgl mit arniKii.
lebhaftem blauen Schiller. Beim $ erstreckt sich dieser Schiller über die ganzen Hflgl und nimmt aiich den ird
der Vflgl in Anspruch. Auch tritt beim $ auf den Hflghi vor den 2 Saumlinien noch eine gezackte, dunkelbraune
Submarginallinie auf, die beim C fehlt. Ferner sind die 2 dunkelbraunen Mittellinien auf den Vflgln beim $ etwas
breiter. Die hellbraune Unterseite hat beim C ebenfalls blauen Schiller, doch ist derselbe viel schwächer als oben,
er erstreckt sich aber zuweilen an der äußern Seite des 2. Mittelstreifens bis in die Nähe des Vrds der Vflgl. Beim
$ ist der Schiller auf der Unterseite weniger sichtbar. Weit verbreitet und ziemlich häufig. Nicaragua, Costa
Rica, Panama, Guyana, Columbien, Aniazonengebiet. ■ — Godman und Salvin bezweifeln (in Biol. Centr.
Americana I pag. 89) die Berechtigung der Anwendung des Namens arnaea fiu diese Ard und halten den Namen
ehitsa Cr. für richtiger, weil Fabricius selbst in seinen Species Insectorum Bd. II, pag. 75 die Eu'ptychia Im
Cr., (allerdings mit einem?) dazugezogen hat. Da aber lea beide Flügel oben blau gefärbt hat, FABRicnjs aber
nur von blauen Hflgln spricht und die Vflgl braun beschreibt, so bin ich der Meinung, daßKiRBY und Butler
Recht haben, den Namen arnaea für ebusa Cr. anzuwenden.
E. sericella Bah $ Der vorigen ähnlich, doch beide Flügel oben blau. Spitze undAußem'd der Vflgl breit >scncdl<i
dunkelbraun, der Vrd schmal, mit 2 feinen braunen Mittellinien. Die Hflgl haben braune Fransen und 2 solche
Saumlinien mit einer rötlichen Linie zwischen denselben. Die Unterseite ist nach Bates gelbbraun (tawny
brown) mit 2 dunkelbraunen Mittellinien, von denen die äußere etwas dicker und aiißen von einem hell¬
lilagefärbten, geraden Streifen eingefaßt ist; am Saume 2 dunkelbraune Randlinien. Vor denselben 3 — 4 Augen
auf den Vflgln und 5 auf den Hflgln. Von den letztem sind das 2. und letzte schwarz mit weißer Pupille und gelber
Iris, die übrigen weiß mit gelber Iris. Mit dieser Bäte s’schen Beschreibung der Unterseite stimmt aber die Ab¬
bildung in der Biologia Central i-aniericana in zwei Punkten nicht überein. Die Grundfarbe ist in der Abbildung
nicht gelbbraun, sondern dunkelbraim, so daß die Querlinien kaum zu erkennen sind, und der von Bates ange¬
gebene Unterschied in der Färbung der Augen ist nicht zu erkennen. Da die Art nur in wenigen Sammlungen
vertreten ist und mir nicht in natura vorliegt, so kann ich nicht entscheiden, ob Bild oder Beschreibung richtig
ist. Sehr selten in Mexico (Orizaba) und in Guatemala (Vera Paz und Choctum).
E. chloris Cr. (= chlorimene Hbn., tolunmia $ Godt.) (49 e). Die Flügel dieser Art sind sehr düim be- chlord.
schuppt, die Zeichnungen der Unterseite scheinen daher nach oben durch. Die Oberseite ist braixn; beim d hat
der Innenwinkel und der Ird der Hflgl blauen Schiller. Beim $ dehnt sieh dieser Schiller, der hier mehr violett
ist, über die ganzen Hflgl und den größten Teil der Vflgl aus. Die Unterseite ist bei beiden Geschlechtern glänzend
violettblau mit breiten, rötlichbi'aunen Mittelstreifen, einem Auge auf den Vflgln und 5 auf den Hflgln, von
denen das 4. eine platt gedrückte Gestalt hat und seiner Länge nach durch einen Silberstreifen geteilt ist, während
das 3. wenig hervortretende nur an seinem runden silbernen Mittelfleck zu erkennen ist. Die Ai’t ist häufig in Suri¬
nam, am Amazonenstrom und in Bahia. — agatha BiA. (49e)-ist eine Form von chloris, bei der der Außenrd der arjatka.
Vflgl weniger ausgeschnitten ist und die Hflgl mehr in die Länge gezogen sind; die bramie Grundfarbe ist dunkler
und die blaue Färbung auf den Hflgln weiter ausgedehnt. Auf der Unterseite bildet die äußere IMittelbinde auf
den Hflghx in der Mitte einen stumpfen und am Ird einen spitzen Winkel. Die Augen sind gi’ößer. Das 2. Auge
ist dem Saume so nahe gerückt, daß es die Submarginallinie berührt. Das 3. und 4. Auge bestehen aus lang
gestreckten, orangegelben Ringen mit silbernen Kernen. Das $ ist diümer beschuppt, mehr violett gefärbt,
mit rotbraunen Rändern; die Augen der Unterseite sch.einen nach oben durch. Unten sind die Mittelbinden
der Hflgl näher zusammengerückt. Von Para. — ■ Eine bedeutend größere Form von 45 mm Spannweite bezeichne
ich mit dem Namen agathina form. nov. Sie hat viel breitere Flügel, ist dicker und dichter beschuppt, daher nicht anaihinn
durchsichtig. Oben dunkelbraun, der größte Teil der Hflgl ist dunkel stahlblau gefärbt, nur der Vrd ist ca. 10 mm
breit dunkelbraun. Die Unterseite ist auf beiden Flügeln lebhaft blau schillernd, besonders in der hintern Hälfte
der Hflgl. Die Mittelbinden sind dunkelbraun und verlaufen auf den Hflgln in gerader Richtung, nur auf den
Vflgln ist die 2. Binde vor dem Ird etwas nach außen gebogen. Die beiden langgestreckten x4ugenflecke der
agatha haben hier keine orangegelben, sondern braune Einfassungen. Von Macas in Ecuador.
E. marica Sfgr. i. l. (49 e). Die Flügel sind dünn beschuppt, oben braun mit dunkel violettblauem Schiller, nuirini.
der allmählich in den breiten braunen Außenrd übergeht. Die Binden und Augen der Unterseite scheinen nach oben
durch. Unten hellviolett mit bläulichem Glanze. Die Vflgl mit 3, die Hflgl mit 2 breiten braunen Querbinden,
von denen die äußere auf der Mediana der Hflgl eine Ecke und vor dem Irde einen spitzen Winkel nach außen
bildet. Vflgl mit einem, Hflgl mit 3 Augen, alle schwarz mit gelben und braunen Ringen und weißen Pupillen, das
hintere Auge mit Doppelpupille. Zwischen den Augen der Hflgl die gelbbraunen ellipsenförmigen Flecke mit
220
EUPTYCHIA. Von G. Weymee.
sill)ernem Kern wie liei den verwandten Arten. Von letzteren ist niarica leicht dadurch zn unterscheiden, daß die
beiden gibßern Augen in Zelle 2 und 5 unter sich gleich groß sind. Von Pebas am Amazonenstroin in Peru.
hcrsc. E. herse Gr. (= herseis Oodt.) (49 e). Oben trüb violett mit blauem Schiller. Vflgl mit braunem V-
und Anßenrd, letzterer doppelt so breit als ersterer, mit 2 geraden Mittelstreifen, 3 Randlinien und einem braunen
runden Fleck vor der S2:titze. Auf den Hflgln ist der erste Mittelstreif gerade, der 2. bildet auf der Mediana einen
sjutzen, nach aul.len gerichteten Zahn. Vor dem Anal winkel ein großes, schwarzes Auge mit gelbem Ring und am
^mrderwinkel 2 kleinere, verloschene Augen. Unten ist die Grundfarbe hell violettgrau, die Querstreifen sindgelb-
l)raun. Vflgl mit einem Auge, Hflgl mit 3 Augen, das vordere sehr klein, das hintere groß, alle schwarz mit rot¬
gelbem und braunem Ring, alle (auch das der Vflgl) mit doppelten Aveißen Pupillen. Zwischen den Augen in Zelle
3 nnd 4 zAvei rotgelbe Flecke mit silbernen Kernen. Von Surinam, von Para, von Merida (Venezuela) und A^on
Villavicencia (Ost-Columbien [Fasse]).
caUirhlont^. E. calHchloris Btlr. Der herse ähnlich. Oben braun. Die Flügel an der Wurzel durchscheinend, violett.
Die dritte Binde der Vflgl dem Rande genähert, die erste der Hflgl Aindentlich, die andern stark winkelig, das
Analange ist groß, schwarz, gelbgeringt, die übrigen undeutlich. Die Unterseite ist nach der BuTLER’schen
Abbildung lila, nach seiner Beschreibung Aveißlich, die Binden der Vflgl Avie oben. Auf den Hflgln ist das Wurzel¬
feld bis zur ersten Querl)inde braim ausgefüllt, die 2. Binde bildet einen spitzen Winkel nach außen. Die gelben
Ringe um die Augen sind sehr breit, so daß die braune Einfassung derselben unterbrochen ist und eine zusammen¬
hängende, gelbe Binde gebildet Avird, Avorin in Zelle 2 und 5 je ein scliAvarzer, runder Fleck mit silberner DojajacI-
]Aupilleund in Zelle 3 und 4 je ein silberner 8trich liegen. Das Auge in Zelle 2 ist größer, das in Zelle 5 kleiner.
Das noch kleinere Auge in Zelle 6, das ebenfalls scliAvarz ist und DopjAel-Silber-PujAille hat, steht isoliert
in gelbem und braunem Ring. Von Ega (am Amazonenstroin).
Tolumnia-Gruppe.
Auf der ÜI)er.seite der \'f!gl liegt Itei den am Ilinterrande der iMitlelzelle ein schmaler Duftscliuppenstreifen
der sich dem Stamm der Alediana an.sclilieljt und au.s haarförmigen Schuiipen lie.steht.
ioliiDuiiu. E. tolumilia Cr. (49 f). Oben dunkelbraun, die hintere Hälfte der Hflgl lebhaft blau glänzend. Der
Duftschu]A2Aenstreif der CG zeigt sich längs der Mediana der Vflgl deutlich. Auf der Unterseite ist die Grundfarbe
zAvischen den Querstreifen mehr gelblich und nur die äußere Hälfte der Hflgl ist h.ellbläulichviolett. Die Augen
haben silberne Pupillen, diejenigen des letzten größeren Auges sind dojAjAelt und in die Länge gezogen. Von
Surinam, dem untern Amazonenstrom und von Bahia.
cafhariiia. E. cathariiia Stgr. Vflgl braun, bei den CG einem schmalen Streifen haarförmiger scliAvarzbrauner
SchipA^Aen längs der Mediana, sonst ohne Zeichnung. Hflgl fast ganz blau, nur der Vrd ist breit, der Außenrd, soAAÜe
derird. schmal braun. Auf der Unterseite ist die Wurzelhälfte der Vflgl und der vordere Teil der Hflgl braungran,
der Außenrd beider Flügel Aind derird der Hflgl hellblau. Vflgl mit 3, Hflgl mit 2 schmalen braunen Querstreifen
Avelche aiif den Hflgln nach, hinten divergieren. Vor dem Ird. der Hflgl bildet die äußere einen Winkel. Vflgl
mit 1, Hflgl mit 2 kleinen Augen am VorderAvinkel nnd einem großen in Zelle 2, dazAvischen die 2 gelben Ellip¬
sen mit Silberkernen Avie bei tolumnia. 36 mm. Von Jurimaguas im oberen Aniazonengebiet.
hcwUsonü. E. hewitsonii Bür. (= jAolla Möschl.) (49 e). Eine kleine aber schöne Art. Braun, der DuftsclrnjAiAen-
streif des B ctAvas dunkler. Der Anßenrd blaAischillernd, der Ird lebhaft glänzend blau. Hflgl an der Wurzel Aveißlich.,
nach, außen blauschillernd. Beide Flügel mit weißen Fransen. RijAjAe 1 a der Hflgl beim G der Mitte etAvas
verdickt. Unten Vflgl lilafarbig, mit 3 rotbraunen Querstreifen, 2 geraden Saumlinien Auid einem Auge vor der
SjAitze. Hflgl an der Wurzel lila, nach außen blau mit 2 Querstreifen, 2 Augen am VorderAvinkel und einem sehr
großen Analauge; ZAvischen den Augen 2 l)räimlichgelbe EllijAsen mit blansilbernen Kernen. Vom mitern Ama-
zonenstroni (Para). Butler erwähnt eine Form vom obern Amazonenstroin (Ega, jetzt Teffe) ohne sie zu be¬
nennen, die sich durch, mehr grünliche Grundfarbe ober- und unterseits unterscheidet, 'polla ]\[ösclil. von Surinam
halte ich ebenfalls für eine hewitsonii, denn Abl)ildung und Beschreibung stimmen fast ganz damit überein.
Der einzige Unterschied in der Abbildung liegt in dem Fehlen der ellijAsenförmigen Flecke auf den Hflgln.
Im Text erwähnt solche MüSCiiler aber als vorhanden, es kann dies also nnr ein Fehler in der Abbildung sein.
Der 2. Unterschied, den ich finde, liegt in den Saumlinien auf der Unterseite der Vflgl. Diese sind bei hewit¬
sonii gerade, Mösciiler lieschreibt die innere dieser Linien als fein gezackt. Nach der Alibildung, die er von seiner
polla gibt, sind sie aber beide gerade. Ich kann daher p)olla nur für synonym von hewitsonii erklären.
Agaya-Gruppe.
a(ia>ia. E. agaya Btlr. (= iris Flclr.) (49 g). Olien braun mit dnnkelbraunem Schiller, der die Ränder der Flügel
nicht ganz erreicht. In der Mitte der Hflgl liegt am Ende der Mittelzelle ein Büschel brauner Haare, in dessen
LTmgebung die Grundfarbe dunkler ist. Unterseite violettgran, Vflgl mit 3 breiten brannen geraden Querstreifen,
2 Saunilinien und einem scliAvarzen, bräunlichgelb geringten Auge vor der Spitze. Hflgl mit denselben Binden,
3 zackigen Linien vor dem Saum und 3 Angen in Zelle 2, 3 und 6, die alle DojAjAelpujAillen haben. Beim $ fehlt
EÜPTYCHIA. Von G. Wmymkr.
221
der Haarbüscliel und der dunkle Fleck aid' der Oberseite d(T Hflgl. Vom Amazomuistrom ('l’aijajos), Oolumijicu
(Bogota), in den Llanos von Medina in Ost-Columbien (400 ni) von Fa.ssl im Juni gelatigcm.
Doxes-Gruppe.
E. doxes Godb (= erycina Btlr.) (49 d). Oben graubraun mit scluvacb.em Ijläidicbgi-amm Schein, tnit 2 \
dunkelbraunen Rand- und einer gleichen Saumlinie. Auf den Hflgln stehen 2 — 4 duuk(4braune, Tunde l'''lecke
in Zelle 1 c, 2, 3 und 5, die letztgenannten, beiden fehlen öfter. Die Unterseiten ist (ntwas heller, hat 2 dunkel-
hraune Mittellinien, von denen die äidlere auf den Hflgln mehr oder weniger stark gewinkelt ist. Vflgl ohne Augen ,
Mflgl mit 5 oder 6 länglich eiförmigen Augen, die rotgelbe Iris und einen schwarzen Kern liaben, dessen
innere Hälfte mit weißen, silberglänzenden Schuppen dicht bestreid. ist ; das erste und das letzte Auge sind kleiuei-
als die übrigen. Die Zahl der Augen wechselt, Prof. Seitz hat sowohl Exemplare mit 6, als solche mit 5 Augen
an einer Stelle fliegend, gefangen. Von Brasilien (Espirito Santo).
E. latia Btlr. 01)en braun, Hflgl mit ziemlich großer ockergelber Makel vor dem Rande, 4 schwarzen hiiin.
Flecken und ockergelber rvelliger Submarginal linie. Unten braun, der äußere Teil der Hflgl weißlieh, der Raud
seihst braun, die Mittellinien wie bei doxes, doch weiter getrennt, Hflgl mit 6 großen, ovalen, rotgelbgeringten
Augen, von denen die 2 ersten und die 2 letzten große schwarze, an der innern Seite sill)erbestäid)te Kerm^,
die 2 andern ganz silberne ovale Kerne haben. Von Bahia.
E. furina Heio. (49 d). Oben braun mit großem weißen Mittelfeld der Hflgl, an dessen Rand schwarze furUm.
Flecke stehen. Unten Vflgl bräunlichgrau, mit 2 rötlichbraunen Mittelbinden, einer undeiitlichen gi-aid)raimen
Binde im Saumfelde mit einem Silberfleck in der Mitte und 3 braunen Rand- bezw. Saumlinien. Hflgl weiß mit
2 rötlicldiraunen Mittelbinden. Im Saumfelde reihen sich 6 rotgelbe, langgestreckte Augenflecke zu einer breiten
Binde zusammen, die in jeder Zelle einen großen, nach außen schwarzen, nach iiuien silberbestäubten und ko
nisch zugespitzten Fleck einschließen. Am Rande 3 Saumlinien. Vom Amazonenstroni.
E. junoiiia Btlr. Die Vflgl ziemlich gestreckt, oben briiun, ungefleckt, Hflgl mit drei dunkelbraunen iunonhi.
Randlinien, und zwei hellen Linien dazwischen. Unten l)räunlich.gi‘au, mit 2 braunen Mittelbinden, vum denen
die innere die Mitte des Irds der Hflgl kainn eiTeicht, die äußere beim 6. Auge endigt. Diese Augenflecke sind
wie bei furma, jedoch sind die beiden vordem kleiner. Von Tapajos (Amazonenstrom).
E. gemmula Btlr. Oben braun, die Hflgl am Analwinkel heller, mit 1 oder 2 schwarzen Flecken und 2 (joiniiulfi.
schwarzbraunen oder rostbraunen Randlinien. LTnten heller mit 2 schmalen, rostfarbigen, weit getrennten
Mittelstreifen, mit 2 winkeligen Randlinien, die auf den Vflgln braun, auf den Hflgln rostfarbig sind ; der Saum
selbst schmal schwarz. Hflgl beim mit 5, beim $ mit 6 Augen, die aber eine mehr runde als ovale Gestalt
haben und alle breit gelb gerandet sind. Der Kern des 2. und 5. Auges ist außen schwarz, innen grünlich silber¬
farbig, die andern haben ganz grünlich silberfarbige Kerne. Rio de Janeiro.
Clorimene-Gruppe.
E. cosmophila Hbn. ($= argenteusS'^mms.) (49f.). Oben graubraun. Der Aiißenrd dunkler, vor dem Rande cosmuphila.
der Hflgl ein verwaschener l)räunlich ockergelber Fleck, worin l oder 2 schwarze runde Flecke mit oder ohne
weißen Mittelpunkt stehen. 3 dunkelbraune Saumlinien. Unten viel heller, mit 2 weit getrennten, feinen brau¬
nen Mittellinien und 3 dunkelbraunen Saumlinien. Vflgl im Saumfelde mit einer braunen Punktreihe, die mit
feinen Goldpunkten bestreut und sowohl proximal wie distal von einer braunen welligen Linie eingeschlossen
sind. Avif den Hflgln liegt im Saumfelde eine vorn schmale, hinten breite ockergelbe Binde, auf Avelcher 6 — S
goldglänzende Flecke zerstreut, und in Zelle 2 ein schwarzer Fleck mit goldglänzendem Doppelkern stehen.
Brasilien (Parana, Bahia).
E. clementia Bür. Oben hellolivbraun mit verloschener dunkler Mittellinie und etwas dunklerem Rande. dcmnitSa.
Hflgl mit 4 braunen Discalflecken und 2 gezackten Randlinien auf einem helleren Grunde. Unten heller mit 2
dunkelbraunen Alittellinien, welche auf beiden Flügehi nach vorne divergieren und mit 3 dunkel braiinen Randli¬
nien. Im Saumfeld der Vflgl stehen auf einer braunen Binde eine Reihe iindeutlicher silberbestäubter augen¬
förmiger Flecke. Auf den Hflgln ist der Discus schneeweiß und von einer breiten, ockerfarbigen, lu'aun eingefaßten
Binde durchzogen, welche 3 schwarze Augen mit Silberpupillen enthält (2 davon am Vorderwinkel und eins am
Analwinkel). Zwischen und hinter den Augen einige längliche Silberflecke. Vom Chanchamayo in Peru.
E. telesphora Btlr. (= telesiphora Ky.) (49f.). Oben braun mit 3 dunkleren Saumlinien, Hflgl in der Mitte tclcsphoro.
etwas heller, am Analwinkel ein dunkelbrauner Fleck. Unten gi'aubraun mit einer Reihe von schwarzen, silber¬
gekernten Punkten, die in Gruppen von 2 oder 3 von braunen Ringen eingefaßt sind, welche alle wieder eine
äußere, braime Linie umschließt. Hflgl hellgelblich., am Rande rötlichgelb mit 3 schwarzen Augen mit Silberpu¬
pillen wie bei der vorigen Art, und mit mehreren Silberpunkten dazwischen und dahinter, welche alle schwarz
eingefaßt sind. Vom Marcapata (Peru).
E. cloriniene Stoll. Oben braun mit hellerem Saum; Hflgl mit einem schmalen und einem etA^■as breiteren, dorbncnc.
EUPTYCHIA. Von G. Weymeb.
gezähnten, blaßgelben Randstreifen und einem kleinen augenförniigen Fleck am Anahvinkel. Unten heller,
der Außenrd lu'äunlichgelb, mit schmalen IjraunenQuerhnien und einem breiteren braunen Streifen, der von einer
Silberhnie durchschnitten ist. Auf der Mitte der Hflgl eine breite, hellbraune Querbinde, durch welche ein
gelbbrauner Streifen zieht. Das Saumfeld ist bräunlichgelb mit 4 runden Silberflecken, die in schwarzen Ringen
stehen. Zwischen und hinter diesen Ringen stehen 3 Silberstrahlen, die bis an den Saum reichen. Der Saum
selbst wird von 3 scliwarzen und 2 hellgelben Linien eingefaßt. Von Surinam. Selten.
]i:t<i!ii‘i8. E. pagysis Godt. (49 f.). Oben braun, Vflgl ohne Zeiclunmg, Hflgl gegen den Analwinkel weißhch mit 3
schwarzen Punkten, wovon der mittlere größer ist. Die Vflgl unten braun mit 2 rostfarbenen Querstreifen
und vor dem Außenrd eine Reihe silberglänzender Punkte. Die Hflgl unten in der Wurzellrälfte grau mit denselben
2 rostfarl)enen Querstreifen der Vflgl, in der äußern Hälfte gelblich mit 7 Silberflecken, wovon 5 beinahe runde
dem Saume parallel geordnet sind, die beiden andern, und besonders derjenige, welcher demirde zunächst liegt,
lang gestreckt sind und den zweiten rostfarbenen. Streifen erreichen. Zwischen dem 4. und 5. dieser runden Flecke,
sieht man einen großen, ovalen, schwarzen Fleck, welcher cpiergestellt und mit 2 dicken Silberpunkten bezeichnet
ist. Auf dem grauen Saum stellen 2 schwärzliche Wellenlinien. Von Brasilien.
iniiiinii. E. hygina Btlr. (49 f.). Blaß olivbraun. Hflgl mit einem großen rotgelben Discalf lecken, der von 5
scliwärzlichen Flecken umgeben ist, von denen die 3 kleineren und vorderen ein Dreieck bilden. Unten wei߬
lich. braun, die Querlinien und Sillierf lecken denen der vorigen Arten ähnlich, doch ist die 2. Querlinie auf den
Dflgln sehr unregelmäßig, und das dahinter liegende Saumfeld von der lebhaft rotgelben Umgebung der Silber¬
flecke fast ganz ausgefüllt. Von Brasilien (Joinville).
8<iir'nii. Eo salvinl (49 f.). Graubraun, VflgT in der Wurzelhälfte heller. Die dunklen Querstreifen der Unter¬
seite scheinen nach oben deutlich durch. Die Hflgl in der Mitte weißlich mit 2 lainden schwarzen Flecken am
Vorderwinkel und einem großem in Zelle 2, dazwisclien zwei kleinere näher am Saum. Unten weiß, Vflgl mit 6
braunen Querstreifen, der erste schräg, der 4. und 6. sind vorne und h.inten mit einander verbunden, so daß sie
den 5. Streif, auf welcliem eine Reihe Silberjumkte ste.hen, einschließen. Die Hflgl haben im Wurzelfelde 3 braune
gerade Streifen und im ockergelben, hinten braun eingefaßten Saumfelde eine winkelige Reihe von Silberflecken,
zum Teil in schwarzen Ringen. Von Panama und von Peru.
'üoiiis. E. itonfs Heu\ (49 g). Auf der Oberseite ist der Raum zwischen den 3 schwarzen Saumlinien der Hflgl
7'ötlichf)raun, und gegen den Analwinkel weiß ausgefüllt. Das große weiße Feld der Hflgl ist auf der Unterseite
durch 2 braune Querlinien geteilt, welche hier auch auf den Vflgln vorhanden sind. Im übrigen ist die Grundfarbe
unten graubraun. Im Saumfeld der Vflgl stellen noch 6 parallele braune Linien, die nach hinten etwas konver¬
gieren; darunter liefindet sich ein etwas breiterer Streifen, der eine Reihe Silberpmikte einschließt. Im ocker-
gellien Saumfeld der Hflgl, das außen von einer welligen, innen von einer zacldgen, braunen Linie eingefaßt ist,
liegt am Analwinkel ein über 3 mm messendes schwarzes Auge mit dickem silbernen Kern, hinter demselben 3
qnudfina. kleine mid vor demsellien 0 etwas größere Silberflecken. Vom Amazonenstrom (Para). — ^ quadriiia ist eine
Form von itonis, bei der das weiße Feld der Hflgl eine fast quadratische Form angenommen hat. Die Linien auf
der LTnterseite der Vflgl sind weiter getrennt und hinten, nicht gekrümmt. Von Maranham.
Uhitina. E. libitina Bür. Oben braun mit einem dreieckigen, schwarzen Mittelfleck und 2 Randlinien, Hflgl
am Außenrde heller mit 3 schwarzen Randlinien. Unten viel heller. Vflgl mit 2 braunen Mittel- und 3 Submar¬
ginallinien, dazwischen eine weiße Binde mit silbergekernten Flecken. Hflgl mit 2 ockerbraunen Mittellinien, der
äußere Teil orange mit 8 Silberf lecken, einer kurzen weißen, schwarz eingefaßten Binde und einem ebensolchen
Punkt vor dem Rande, mit einem schwarzen Fleck am Analwinkel, der durch eine weiße Linie geteilt ist und
mit einem kleinen , schwarz eingefaßten Silberfleck darüber. 43 mm. Von Brasilien. Selten, nur in Kolk Dbuce.
Phocioii-Gruppe.
jiitorioH. Eo phocion F. (= areolatus Fm.-H&ö., lielicta /76w.) (49 g). Oben einfarbig braun. Auf der helleren
Unterseite sind die mittleren der rostfarbigen Linien auf jedem Flügel zu einem Kreise geschlossen, worin auf
den Vflgln 3 oder 4 augenförmige Flecke mit blauer Pupille und gelber Iris (zuweilen undeutlich.), auf den Hflgln
ß ähnliche langgezogene Flecke mit ovaler Pupille stehen. Das Ei dieser Art ist gelbgrün; es hat ganz feine
rauhe Oberfläche. Ep grün mit kaum erhabenem Kopfe, aber langen Afterspitzen. Puppe stumpf, gerundet,
satt grün, die Flügelscheiden weißlich, gesäumt. Die Rp lebt an Gräsern und ist schwer zu züchten. Gewohn¬
heiten wie bei Cornelius. Der Schmetterling ist in Nord- Amerika von New-Yersey bis an den Golf von Mexiko
und bis Texas verbreitet.
cormiius. E. comelius F. ( = gemma Hhn.) (49 f.). Oben graubraun, Hflgl am Außenrde mit 2 undeutlichen, schwärz¬
lichen Doppelflecken. Unterseite graubraun, fein braun gesprenkelt, mit 2 undeutlichen, braimen Mittellinien.
Hflgl mit 4 kleinen, schwarzen Doppelflecken dicht am Saum, mit kleinen Silberfleckchen vor, neben und hinter
ihnen, sowie einem verwaschenen violetten, etwas silberglänzenden Fleck an ihrer innern Seite. — Ei gelb-
gi'ünlichweiß mit rauher Oberfläche, ergibt das Räupehen im April oder August nach 3 — 6 Tagen. Die Rp ist im
Sommer graugelbbraun, im Früliling hellgi’iin mit licht weißlich gelben Seiten- und Längslinien. Pp gelbgrau
EUPTYCHIA. Von G. Weymer.
223
oder hellblau grün mit leicht zweispitzigem Kopfe. An Gras. DieRp hält sich gern in d<'r Nälu; des W'assf^rs auf
und ist daher an feuchten Stellen vielfach, recht häufig, zuweilen in Gesellschaft voii hermes. Die Art ist in X(u-d-
Amerika von West-Virginien bis Mexiko verbreitet und kommt auch in Guatemala vor.
E. argentella Btlr. (49 g). Oben braun, der Saum etwas dunkler. Hflgl am Analwinkel etwas ausgezogem //--////.
und auf 2 dunklen Flecken am Außenrde in Zelle 3 mid 4. Unten etwas b.el 1er. Vflglmit drei dunklen Querlitiien.
Hflgl mit 2 Querlinien, die 2. ist stark hin und her gebogen, hinter ihr ist die Grundfarbe belku'. ln Zelle 3 und
4 je ein schwarzes Auge mit schief liegender, aus zerstreuten silbernen Scliupj^en bestehender Pupille und rot¬
gelbem Ring. Vor den Augen hegen in Zelle 5 und 6 zwei runde Silberfiecke und lünter denselben in Z(4I(“ 1 b
und 2 ein S-förmig gebogener silberglänzender Strich. Vom Vulkan CUiiriqui (Panama). Von Guatemala und
Costa Rica. Die Exemplare von Costa Rica haben einen gelblichen Fleck aiif den Hflgln.
E. rogersi Godm. Der argeMtella ähnlich, die Hflgl haben aber nur einen schwarzen Fleck dicht am n/f/r/-,-.;.
Außenrde in Zelle 4, der einen hellen Mittelpunkt hat. Der Analwinkel ist stärker vorgezogen. Auf der braunen
Unterseite liegen 3 dunkelbraune Querlinien und zwischen der 2. und 3. derselben eine graugelbe Binde, die über
beide Flügel reicht. Am Vorderwinke] der Hflgl ein gi’ößeres und ein kleineres Auge und einige Silberflecken
darüber. Vom Vulkan von Jrazu in Costa Rica.
E. philodice Godm. Oben rötlichbraun. Hflgl am Innenwinkel, wie die beiden vorigen, stumpf vorgezogen, i>liiii>ilirr.
mit einem ockergelben Streifen hinter der Mitte und^3 dunkelbraunen Flecken vor dem Aiißenrd. Unten röt¬
lichbraun, mit 3 rostfarbigen Querlinien. Zwischen den beiden äußern dieser Linien liegt eine gerade, hellrötlich¬
gelbe Binde, die vorne nicht weit vom Vrd der Vflgl spitz beginnt und vor dem Ird der Hflgl stumjjf endigt.
Vor dem Saume der Hflgl eine Reihe von dunkelbraunen Flecken, wovon die beiden mittleren die größten sind,
und welche alle pfeilförmige silberne Pupillen haben. Das $ ist heller gefärbt und hat mehr gerundete Flügel.
Von Costa Rica (Vulkan von Jrazu).
E. nelsoni Godm. Oben hellolivbraun, der Außenrd breit dunkelbraun, undeutliche sclnvarze Flecke ein- nrUnni.
schließend. Unten sind die Vflgl braun mit 3 dunkleren Querlinien, Hflgl mit gerader weißlichgelber Binde,
die vom Vorder winkel zum Innenwinkel zielit, einer braunen Mittellinie, vor der Mitte des Außenrds 2 schwarze
Augen mit pfeilförmigen Pupillen und beiderseits davon ähnliche Silberzeichnungen. Das $ ist gi’ößer, hat das
Mittelfeld der Hflgl oben fast ockergelb, der dunkle Außenrd ist schmäler und die schwarzen Submarginal¬
flecken treten deutlich hervor. Auf der Unterseite fehlt die helle Binde der Hflgl. Von Cerro de Zunil in
Guatemala. 6000 Fuß hoch. |
E. clinas Godm. Vflgl an der Spitze abgestutzt, der Außenrd tritt auf Rippe 5 stumpfwinkelig vor und ist cVninx.
in seinem unteren Teil konkav. Hflgl am Innenwinkel spitz vorgezogen, am Außenrde wellenförmig. Oben braun,
Vflgl am V- mid Außenrd dunkelbraun, Hflgl mit 3 schwarzen, runden Flecken vor dem Außenrde in Zelle 3, 4
und 5. Unten heller rötlichbraun mit 3 gemeinschaftlichen Querlinien, und zwar 2 Mittel- und einer Sidnnar-
ginallinie, Hflgl mit 2 schwarzen, gelbgeringten und mit dox)pelten silbernen Pupillen verselunen Augen vor der
Mitte des Außenrds, mit 2 runden Silberflecken am Analwinkel und einem pfeilförmigen Silberfleck zwischen den
Medianadern. Mexico (Guerrero, Sierra Madre del Sur). 7 — 8000 Fuß hoch.
Pyracnion-Gruppe.
Die haben zwischen und hinter den Medianadern einen dinrklen Scliuppentleck.
E. pyraemon Btlr. {G — Godm. [Biol. Cent. Amer. Taf. 107, fig. 11, 12]). oben rötlichbraun, mit pi/rariDnu.
dunklerem Außenrd und großem dunkelbraunem Schuppenfleck hinter der Mediana der Vflgl. Hflgl dunkelbraun,
am Rande heller, mit 2 schwarzen, rötlichbraun eingefaßten Flecken in Zelle 3 und 4 nahe am Außenrd. Beim $
haben die Vflgl oben eine gerade, die Hflgl eine wellige dunkelbraune Mittellinie, die nach außen rot gerandet ist.
Hrd der Vflgl und Vorderwinkel der Hflgl dunkler braun. Analwinkel rötlich mit 3 schwarzen Submarginalflecken.
Die Unterseite ist bei G i^i^d $ gelblichbraun mit 3 zackigen Querlinien auf den Vflgln und 2 dergleichen auf den
Hflgln. Vor der Mitte des Außenrds der Hflgl 2 schwarze Augen in rotgelben Ringen und mit silbernen Doppelpu¬
pillen. Vor demselben liegt ein grauglänzender Streifen, dem sich am Vrde einige Silberflecken und am Anal-
vinkel eine Silberlinie anschließt. Von Mexiko, Guatemala, Costa Rica, Panama. Das in der Biol. Centr. Amer.
taf. 107 fig. 11 und 12 unter dem Namen hilaria abgebildete G Godman inr Text zu pyraemon gezogen und
mit dem auf diese Weise frei gewordenen Namen hilaria eine andere, die zweitfolgende Ai't, Irelegt.
E. pephredo Godm. Ist Cornelius F. ähnlich uird unterscheidet sich von ihr hauptsächlich dadurch, pephrato.
daß die GS f'>uf der Oberseite der Vflgl einen dunkelbraunen Schuppenfleck haben, wovon Cornelius keine Spur
besitzt. Auch sind diese Flügel an der Spitze mehr vorgezogen. Von Mexico (Guerrero und Cordova) und
aus den Zentraltälern von Guatemala.
E. hilaria Godm. S Oben blaßbraun, Vflgl unterhalb der Mediana durch den Sclmppenfleck streifenförmig liilm-io.
dunkler gezeichnet, Hflgl mit 2 schwärzlichen Flecken am Rande, die zuweilen undeutlich sind. Unten heller,
224
PINDIS. Von G. Wbymer.
hotshawi.
mycalcsoi-
tlrs.
hipita.
riioncca.
bürg kl.
hurasia.
aqua-
inistriga.
l)rann bestäubt, Vflgl mit 3 welligen, Hflgl mit 2 rostfarbigen Linien, einer Reihe Silberflecke am Rande und 2
schwarze Do])pelflecken in der Mitte derselben, so wie einer ockergelben Querlinie vor ihnen. Das $ ist dem ^
ähnlich, doch hat es zuweilen auf der Oberseite der Vflgl zwei, auf den Hflgln eine rostfarbige Linie. Von Mexico
und Panama.
E. henshawi Edio. Oben rötlichljraun, das E dem dunkelbraunen Schuppenfleck der vorigen Arten
hinter der Mediana der Vflgl. Der Außenrd beider Flügel ist verloschen dunkler bestäubt, in der Mitte des Außenrds
der Hflgl zwei schwärzliche Flecke. Der Körper ist schwarzbraun. Die Unterseite der von E. Cornelius ähnlich.
41 mm. — Das Ei ist breiter als hoch, fast kugelförmig; an der Basis breit abgeplattet, grün von Farbe und mit
sehr feinen, wenig erhabenem Netzwerk auf seiner Oberfläche versehen. Ueber Rp und Pp ist nichts bekannt.
Süd-Colorado und Arizona, in den Rocky-Morurtains verbreitet. Mexico (N. Sonora, Jalisco, Pinal, bei Puebla,
SOOO Fuß hoch in einem Fichtenwalde sehr häufig).
Mycalesoides-Gruppe.
E. mycalesoides Fldr. (49 g). Die gerundeten Flügel sind oben einfarbig dunkelbraun. Die Unterseite
ist fast ebenso dunkel, die beiden Mittellinien machen große wellige Bogen, die innere ist undeutlich. Die 3
Randlinien sind nich-t wellig, sondern laufen dem glatten Saum parallel. Auf den Vflgln 2 Augen in Zelle 2
uird 5, das lurtere doppelt so groß, als das vordere. Sie sind schwarz mit weißer Pupille rmd gelbem Ring. Arrf
den Hflgln 4 ebenso gefärbte Augen, davon 2 kleine in Zelle 1 c, das größte in Zelle 2. Von Columbien (Bogota).
Die Abbildung ist nach dem FELDER’schen Typus im Tring-Museum. Die von Felder als eine Pronojyhila beschrie¬
bene Art wurde voir Thieme zu PedaUodes gestellt. Nach unserer Abbildung scheint sie mir zu Etvptycliia zu
gehören, mycalesoides Smith-Kirby hat mit dieser Art nichts zu tun.
Anhang:
E. lupita Reak. $ Oben braun mit 2 schmalen dunkelbraunen Randlinien. Unten heller mit 3 Randlinien,
deren innere am breitesten ist. Vflgl mit 2 braunen Querstreifen zwischen Mitte und Wurzel, einem kiirzen Streifen
dazwischen und einem schwarzen, hellbraun umringten Auge vor der Spitze. Hflgl mit 3 braunen undeiitlichen
Qiierlinien durch die Mitte und verschiedenen kürzeren gegen die Wurzel, mit einem schwarzen, gelbbraun geläng¬
ten Auge am Vorderwinkel und zwei gleichen am Analwinkel. Fühler rostfarbig. 32 mm. Von Mexico (Vera-Cruz
und Orizaba).
E. moneca Scherns. $. Oben braun mit 3 dunklen Saumlinien und einem Punkt am Zellenrande, die äußere
Mittellinie vor der Costa der Vflgl gewinkelt, auf den Hflgln vor der Mitte einwärts gebogen, die innere IMittel-
linie undeutlich, 2 Augen vor dem Analwinkel, das hintere kleiner. Unten heller braun, dunkler gestrichelt,
die Linien alle deutlich. Vflgl ein kleines Auge vor der Spitze, die Hflgl mit 6 Augen, diejenigen in Zelle 2
und 5 mit silberner Doppelpiipille, ein kleines ähnliches in Zelle 4, kleinere Augen mit einfachen Pupillen in Zelle
1 b, 3 und 6. Beim sind die Augen kleiner. 29 — 33 mm. Von Castro in Parana und von Neu-Freiburg.
E. burgia Schaus. Oben braun, mit schwarzer, gerader äußerer Mittellinie, die bis zum Analvünkel
der Hflgl reicht und mit 3 Randlinien. Unten olivbraun, die erste Querlinie ist winkelig und reicht nicht zur
Costa der Vflgl, die 2. Querlinie ist gerade und nach außen lilafarbig begrenzt; 3 feine Randlinien. Vflgl mit 4,
Hflgl mit 5 kleinen Augen. 40 mm. Von Neu-Freiburg. Wird zur Gruppe gehören.
E. borasta Scherns. Oben braun mit 3 Randlinien, einem großen und einem kleinen Auge am Anal¬
winkel der Hflgl mit breiten gelben Ringen und Silberpupillen. Unten graubraun, fein braun besprenkelt mit
2 braunen Mittellinien, von denen die innere auf den Vflgl nach außen, die äußere nach innen gebogen ist.
Distal von letzterer liegt eine weiße Binde, durch welche ein brainier Schatten zieht. Dieser geht auf den Hflgl
bei Rippe 3 in ockergelb ü1)er. Auf den Vflgln steht in diesem Schatten ein undeutliches Auge, a\if den Hflgln
am Vorderwinkel zwei schwarze Augen mit gelben Ringen und Siltierpupillen und im ockergelbem Teil der
Binde, am Analwinkel, 2 schwarze Flecke mit Silberpupillen. Am Rande 3 dunkle Linien wie oben. Von Neu-
Freiburg (Brasilien).
12. Gattung’: Piaiclis Fldr.
Steht der Gattung Teiyejetis nahe, die Augen sind aber nackt, die Palpen vorgestreckt, bis zur Spitze
struppig beschuppt, das Mittelglied 1 14 aial so lang als der Kopf, spärlich beborstet, das Endglied ihm gleich¬
förmig, 73 so lang, stumpf. Flügel breit, ziemlich kurz. Vflgl an der Spitze in konkavem Bogen abgestutzt. Hflgl
am Innenwinkel ziemlich konvex, der Saum im hintern Teil stark gezähnt. Die nur in Mexico und Guatemala
vorkommende Art wird von den meisten Autoren zu Euptychia gestellt.
P. squamistriga Fldr. (= Eupt. zabdi Btlr.) (50 a). Oben braun, Vflgl an der Spitze etwas heller. Unten
ebenfalls heller, mit bräxinlicher Punktierung. Die erste Querlinie fehlt auf den Vflgln, die 2. macht auf den Hflgln
CYLL0PST8; ORE881N()MA; PARAMECERA; 8ATYPA)r)E8. Voti 0. Wkymkh.
225
einen stumpfen Winkel. Tm 8nnmfelde der Hflgl (5 kleine Angen, nur das vorletzte ist (^twas größer. 8(‘lten
in Guatemala (Clioctum), nicht selten in West- und Zentral-Mexico.
Id. Gattiing': Clyllopsis Fldr.
Ebenfalls den Taygeiis-AviQ\\ nahe stehend, die Augen nackt. Die l^al])en viel schlanker, ihr 2. G-lied
mehr als doppelt so lang als der Kopf, das Endglied sjhtz. Der Außenrd der Vflgl tritt unterhalb der 8j)itze rund¬
lich, der jenige der Hflgl auf Rippe 3 fast rechtwinkelig und am Analwinkel stumpfwinkelig vor. Im übrigen ist
der Saum der Hflgl schwach wellig. Die Oberdiscocelhdarrippe der Vflgl felilt ganz. Die Gattung hat eine ähn¬
liche Verbreitung wie die vorige, und enthält ebenfalls nur eine, von marichen Autoren zu Evptychia gestellte Art.
C. hedemanni Fldr. {= Eupt. ithama Btlr., ithamna Godni. (in tab. Eupt. vetones Godtn.) (50 a). hcdrinnnni.
^ : Oben braun mit einem kleinen schwarzen Fleck am Rande der Hflgl obei’halb der vors])ringenden Ecke. Unten
heller, überall fein braun gestrichelt, mit 2 dunklere]i Mittelstreifen auf beiden Flügeln und einer Submarginal¬
linie auf den Vflgln. Ein schwarzes Auge mit doppelter silberner Pupille und von einem h.ellbraunen und einem
dunkelbraunen Ring umgeben, steht in Zelle 3 der Hflgl dicht am Saum. Daneben am Saum noch mehrere
silberne Doppelpunkte. Das $ ist etwas größer und füh.rt auf der 01)erseite beider Flügel eine rostrote Linie
hinter der Mitte, nach der Ablnldung bei Godman auch eine zweite gleichgefärbte Linie vor der Mitte. Selten.
Von Mexico, Guatemala, Costa-Rica. 2000 — 7000 Fidl hoch.
14. (rattung': l^r€\ssiii«iiia Westw.
Von allen amerikanischen Satyriden-Gattungen dadurch verschieden, daß die Costalrippe dei’ Vflgl nicht
a\ifgeblasen ist, dagegen sind die Mediana iind die Submediana an der Wurzel stark angeschwollen. Der erste
Medianast entspringt gleich hinter der Anschwellung des Medianstammes. Die Augen sind nackt. Die Gestalt
der Flügel ist mehr breit als lang. Der Verbreitungsbezirk ist das tropische westliche Südamerika.
0. typhla Dbl.u. Hew. (50a). Eine an der breiten, weißen Binde ober- und unterseits leicht kenntliche ii/phla.
Art. Das oben einfarbige Wurzelfeld ist unten braun und weiß marmoriert. Der duiikelbraune Außenrd ist unten
diirch einen dreifarbigen, auf den Hflgln stark gezackten Streifen seiner ganzen Länge nach geteilt. Dieser Strei¬
fen ist distal orange, proximal weiß, beide Farben chirch. eine schwarze Linie getrennt. Ziemlich gemein in Colum¬
bien, Venezuela, Ecuador und Peru; selten in Costa Rfca. — sorata Salv. u. Godm. ist eine Form von typhla, »orata.
bei der die weiße Binde auf beiden Flügeln schmäler ist. Im Außenrde steliei^ auf den Hflgln oberseits weiße
Halbmonde, auf den Vflgln eine weißliche Linie, welche Zeichnungen bei typhla. auch öfter angedeutet sind. Von
Bolivien (Callcan).
15. Gattiiiig-: Paraiiiecera Bür.
Costalis und Mediana der Vflgl an der Wurzel aufgeblasen, Vrd konvex, Außenrd leicht ausgeschnitten,
Oberdiscocellularis kurz, Mitteldiscocellularis länger und schräge stellend, hinter der Mediana bei den dd ein
Fleck dichter, kompakter Schuppen. Hflgl an der Costa konvex, Rand buchtig, Ird am Analwinkel ausgesclmit-
ten. Augen etwas behaart, Paljien stark behaart, das Endglied schlanker und mehr nach vorn gerichtet als bei
Euptych.ia. Fühler kurz, die Keule bimförmig, an der Unterseite ausgehöhlt. Die einzige mexikanische Art
sieht der europäischen Pararge 7mg era ähnlich.
P. xicaque (= Neonympha epinephele FWr.) (50 a). Rötlichbraun, Außenrd und der Fleck hinter .ricaque.
der Mediana dunkler. Vflgl mit 2 oder 3 schwarzen runden Flecken, die Hflgl mit 5 dergleichen, der Außenrd der
Hflgl ist am Analwinkel rötlich und mit 2 dunkelbraunen, parallelen Saumlinien bezeichnet. Unten ist die
Grundfarbe mehr gelblich mit 2 stark gezackten Mittel-, einer Submarginal- und 2 Saumlinien. Auf den Vflgln
2 oder 3 Augen, das vordere groß, das untere klein, und 6 Augen auf den Hflgln, alle von ziemlich gleicher Größe.
Das $ ist etwas größer, sonst dem d* ähnlich, nur fehlt ihm der braune Fleck hinter der Mediana auf der Oberseite.
Die Art war früher sehr selten, ist in der neueren Zeit aber häufiger gefunden worden. Sie bewohnt die höheren
Gebirgsgegenden in Mexico (Oaxaca, Jalapa, Puebla, Misantla, Bolannos, Maltrata, Guerrero, Vera-Cruz etc.).
Die Abbildung ist nach der FELDEK’schen Type im Miiseiim Tring gefertigt.
16. Gattung-: Scudd.
Nur die Costalis der Vflgl ist etwas verdickt, oder schwach angeschwollen, die 2 ersten Subcostaladern
entspringen vor dem Ende der Zelle, die Oberdiscocellularis fehlt. Der Rand beider Flügel ist gerundet. Die
Augen sind schwach behaart, die Palpen schlank, unten haarig, das 3. Glied kurz und spitz. Eine Art von Nord-
Amerika.
S. canthus L. (= euridice Joh., cantheus Godf. boisduvalii Harr.) (50a). Die runden braunen Flecke canfhic^.
der Oberseite sind unten auf beiden Flügeln durch eine Reihe von schwarzen, weißgekernten, braun und gelb-
V
29
226
COENONYMPHA. Von G. Weymee.
geringteil Augen ersetzt. Die Grundfarbe der Unterseite ist gelblichgrau mit 2 braunen Querlinien durch die
Mitte, wovon die erste gerade, die 2. zackig ist. Zwischen beiden ein kurzer Strich auf der Querader. Am Rande
zwei gelbe Saunilinien und zwischen diesen eine braune. — Das Ei ist glatt, weißlichglänzend, an der Basis abge-
})lattet, oben rund. Die Rp sattgi’ün mit roten Kopfspitzen, gelbem Seifenstreif und lichten Längslinien. Die Pp
ist schlanker als die von Enocl. portlumlia, hell grasgi'iin mit gelbem Saum der Eliigelscheiden und mit gelben
Subdorsal- und Laterallinien des Abdominalteils. Ihr Kopfende ist zugespitzt. Die Rp überwintert und lebt
bis Anfang Juni an Cyperaceen etc. Der Falter fliegt im Juli auf feuchten Grasplätzen und ist in den nördlichen
Peilen der vereinigten Staaten stellenweise häufig, kommt aber auch in Canada und den höheren kühlen Berg¬
tälern von Carolina vor.
17. Gattiiiig-: C'oeiaoiiyiiBplia Hhyi.
Das Hauptkennzeichen dieser Gattung, die nur kleine Schmetterlinge enthält, ist, daß die Costalis,
die Mediana und die Submediana der Vflgl alle an der Wurzel stark angeschwollen sind. Die Palpen sind dicht
mit abstehenden Haaren besetzt, das Endglied gerade vorstehend. Fühler kurz, jedoch mit verhältnismäßig
langer Kolbe. Augen nackt. Beide Elgl am Außenrd geimndet. Die Arten dieser Gattung sind über die nörd¬
liche gemäßigte Zone der alten und der neuen Welt verbreitet, die amerikanischen Arten kommen aber zum
größten Teil nur in den westlichen Staaten der Union vor. Ueber die altweltlichen Coenonympha vgl. Bd. 1,
S. 142 — 147, Taf. 48; ferner Bd. 9, S. 301. —
California. C. California. Dbl. u. Hew. (50 a). Diese Art ist kenntlich an der weißen zeichnungslosen Oberseite,
die nur an der Wurzel etwas schwärzlich bestäubt ist. Die Unterseite ist fein bräunlich bestäubt, besonders auf
den Hflgln und zeigt eine weißliche, zackige Binde durch, die Mitte und hinter derselben 1 Auge auf den Vflgln
und 3 auf den Hflgln. Das $ ist etwas größer und iinten dunkler als der G- Uer Schmetterling fliegt in mehreren
ijalactmuft. Generationen auf Sand- und Grasplätzen häufig. — galactinus Bscl. (50b) ist die Winterform von California.
Sie ist auf der Unterseite viel heller und die Augen vor dem Rande sind viel kleiner. — Das Ei ist fast kugelig,
hell, sehr seicht und fein gerippt. Rp schlank, gestreckt, mit rundem Kopfe, gTÜn oder braun, längsstreifig.
Pp gedrungen kurz, stumjjf grün oder bräunlich, die Elglscheiden mit schwarzen Schrägstreifen bezeichnet.
Die Art ist an der ganzen Westküste der Vei'einigten Staaten verbreitet von Vancouvers Island bis nach Kali-
ccrcs. fornien. — ceres BÜr. (= eryngii H. Edw.) ist eine Form von California, die oben blaß ockergelb und deren Vflgl
unten rötlich gefärbt sind mit hellerer Wurzel. Unten ist ferner der Vrd der Vflgl und eine breite Binde vor
der Spitze grau, eine Querbinde hinter der Mitte gelblich rostfarbig, die blaßgrauen Hflgl haben bräunliche
Wurzel, eine unregelmäßige blaßgelbe Mittelbinde und 2 schwarze Punkte vor dem Rande in hellgelben Ringen.
puUa. Von Kalifornien. — pulla H. Edw. ist eine Form von ccdifornia, mit ganz rehfarbiger Oberseite mit schwärzlichem
Schatten an der Wurzel. Die LTnterseite ist trübbraun mit einem rötlichen Ton in der Discalregion. Die Zeich¬
nungen treten wegen der dunklen Grundfarbe nur undeutlich hervor. Von San Mateo, Kalifornien. Scheint eine
dunkle Aberration von California zu sein, da dem Autor nur 1 Exemplar bekannt war.
ciiw. C. elko Edw. (50 b). Oben ockergelb mit weißlichen Fransen und weißlichem Ird der Hflgl. Wurzel
etwas schwärzlich bestäubt. Auf der Unterseite sind die Vflgl etwas heller ockergelb, Vrd und Spitze fein braun
bestäubt, mit einer helleren Halbbinde. Hflgl ganz fein braun bestäubt, mit hellgelber Halbbinde in der Mitte
anipclos. des Vrds. 01)en und unten ohne Augen bei E ?• Von Nevada und Washington. Juni. — ampelos Edw.
(50 b) ist eine Form von elko, die sich durch etwas stärkere braune Bestäubung der LTnterseite und aiißerdem
dadurch unterscheidet, daß die helle Binde der Unterseite verlängert oder durch einzelne Flecke fortgesetzt
wird. Verbreitet von Nevada westwärts bis Vancouvers-Island. — Das Ei ist konisch, gelbgrün, die Oberfläche
weniger gerippt als bei galactinus. Die junge Rp ist der von galactinus ähnlich, mit nur kleinen Unterschieden
in der Färbung, erwachsen ist sie 18 mm lang, dunkelgrün, an den Seiten gelbgrün, mit weißen Höckerchen,
die je ein kurzes Haar tragen, hinten mit 2 kurzen konischen rötlichen Schwänzen. Die Pp ist wde die von ga¬
lactinus geformt, 10 mm lang, grün mit schwarzen Streifen und Punkten. Die Zeit von der Eiablage bis zum
Imago dauert im Sommer 49 Tage. .r’’
ochracea. C. ochracea Edw. (50 b). 01)en einfarbig le1)haft ockergelb, mit stellenweise schwach durchscheinenden
Zeichnungen der Unterseite. Auf der rötlichgelben Unterseite der Vflgl steht ein kleines schwarzes Auge mit
weißer Pupille in hellgelbem Ringe vor der Spitze, vor demselben eine hellgelbe Binde. Die gelbliehbraun bestäub¬
ten Hflgl zeigen an der Wurzel 2 hellgelbe Flecke, in der Mitte eine hellgelbe, zacldge Binde und vor dem'Saum
einen oder zuweilen mehrere kleine augenförmige schwarze Punkte in hellgelben Ringen. Verbreitet im Avest-
lichen Teil von Nord-Amerika von Brit. Columbien bis nach Arizona und östlich bis Kansas.
hrenrla. C. brcnda Edw. Oben hell rötlichgelb, ungefleckt, unten etwas gelber; die Vflgl mit einer rötlichen
Querlinie hinter der Zelle, vorn gerade, liinten gekrümmt. Die Hflgl haben eine ähnliche Linie, die vorne winke¬
lig, hinten gekrümmt ist. Die Vflgl mit einem großen runden schwarzen Fleck vor der Spitze und einem Punkt
zwischen Medianast 1 und 2. Die Hflgl mit einer mehr oder weniger vollständigen Reihe kleiner Punkte. Das
$ ist auf der Unterseite durch graue Färbung verdunkelt, der Fleck vor der Spitze der Vflgl liat eine weiße Pu])ille
und auf den Hflgln fehlen einige Punkte. Von Los Angelos. brenda Avird von Dyab als synonym von ochracea,
NEOMINOIS. Von G. Weymer.
227
von Skinner dagegen als gute Art l)etrac])tet ; da mir die Art nicht in natura vorliegt, so lasse ich die hh-age uu-
entschieden. ■ -
C. kodiak Edw. ist oben hell gelblichgrau mit einer blaßgelben Querbinde hinter der Mitte beider h’lgl. koiliak.
Das Wurzelfeld der Hflgl ist mehr bräunlich gelbgrau. Die Oberseite gleicht der \ on califor n/i>i DhL nur mtkodvik
viel dunkler. Dasselbe ist auf der Unterseite der Fall. Von Alaska. Sölten. — yukonensis Holl, ist als eine Form yi'-k'inciiHi.
von kodiak beschrieben. Die Oberseite der Vflgl ist hell ockergelb, der Außenrd und der Vrd grau, eine weiße?,
undeutliche Binde hinter der Mitte; Hflgl dunkelgrau, etwas gelblich mit einer schmutzig weißen unterbroche¬
nen Mittelbinde. Auf der Unterseite sind die Vflgl dunkelockergelb, zuweilen kastanienbraun, vor der Spitze
und am Außenrd in Grau übergehend. Die weiße Binde ist hier scharf ausgeprägt. Ein kleines Auge mit weißer
Pupille vor der Spitze. Hflgl schwärzlichgrau, nach außen heller, mit scliarfer weißer Mittelbinde. Eine Augen¬
reihe ist vor dem Rande schwach angedeiTtet. Das $ ist etwas größer und durchweg heller. Ebenfalls von Alaska.
Juli. Es kann eigene Art sein. ! ' j ! j j
C. paniphiloides Reak. Ueber die Artrechte dieses Falters sind die Autoren verschiedener Meinung, pioitiilnloi
Einige halten ihn für gleich mit dem europäischen pamphüus L., andere betrachten ihn als verschieden. Da
mir die Form nicht in natura vorliegt, so kann ich darüber nicht entscheiden. Die ganze Oberseite und die Un¬
terseite der Vflgl sind derjenigen von paviphilus (Bd. 1 Taf. 48 g) älmlich. Die Hflgl haben aber unten, nach der
Abbildung, welche Holland in seinem Butterfly book gibt, keine giüinlichgraue, sondern eine hellere mehr
gelblichgraue Grundfarbe, im Wurzelfelde stehen 2 hellgelbe Flecke, durch die Mitte zieht eine zackige hellgelbe
Binde und vor dem Rande steht eine Reihe von 6 runden gleichfarbigen Flecken mit schwarzen Punkten in
ihrer Mitte. Diese Punkte fehlen zuweilen. Das $ ist größer als pamphilus. Von Utah und Kalifornien.
C. iiiornata Edw. (50 b). Oben bräunlich ockergelb, in der Mitte etwas heller. Costa der Vflgl und inornala.
Außenrd beider Figl grau. Unten zeigen die Vflgl ein deutliches Axige und eine schmale weiße Binde. Die Hflgl
sind grau mit einer kurzen zackigen, weißen Binde durch die Mitte und vor dem Saum eine rmdeutliche und
auf den Rippen unterbrochene rotgelbe Binde. Diese Art wird von verschiedenen Autoren als eine Form der
europäischen tiphon Rott. (Bd. 1 Taf. 48 h) betrachtet. Letztere hat aber auf der Unterseite der Hflgl eine
Reibe von sechs schwarzen, weißgekernten Augen in hellgelben Ringen imd wird also Holland wohl Recht
haben, daß er inornata als besondere Art betrachtet. Von Montana, Minnesota, Britisch Amerika und Neu¬
fundland.
C. haydeni Edw. (50 b). Eine der größern Arten. Der Körper ist chinkelbraun, die Fühler schwarz haydeni.
und weiß gelängt. Die Oberseite ist braun mit einem ins Graue fallenden Ton. Die Fransen der Vflgl sind etivas
heller, die der Hflgl grau. Die Oberseite ist ohne Augen. Die Unterseite ist heller, gelblichgrau. Vor dem Saum
beider Figl liegt eine dicke Silberlinie, die auf den Rippen unterbrochen ist. Auf den Hflgln liegt neben dieser
Linie eine Reihe von 6 Augenflecken, die nach hinten an Größe abnehmen, das letzte Auge ist zuweilen sehr klein
und dann kaum zu erkennen. Diese Augen sind schwarz mit rotgelben Ringen und weißen Pupillen. Von Mon¬
tana^ Idaho, Wyoming und Colorado.
18. Gattung: Scudd.
Der Vrd und der Ird der Vflgl sind gerade, der Außenrd gerundet. Der Vrd der Hflgl bildet nahe an der
Wurzel eine stumpf vortretende Ecke. Die Costalrippe der Vflgl ist an der Wurzel stark angeschwollen, die
Mediana dagegen nur etwas verdickt. Die Oberdiscocellularis der Vflgl fehlt. Die Fühler sind verhältnismäßig
kurz, die Palpen an der Unterseite sehr haarig. Die beiden Formen der Gattung kommen in den gebirgigen
westlichen Teilen der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika vor.
N. ridingsii Edw. (50 b). Die weiße Flecken binde auf der graubraunen Oberseite variiert etwas in der ridingsii.
Breite. Das Auge am Analwinkel der Hflgl ist zuweilen nur punktförmig oder fehlt ganz. Auf der Unterseite
ist die Wurzelliälfte beider Figl weißlich und fein braun gestrichelt mit 2 bramnen, zackigen Querbinden durch
die Mitte. Beim $ sind die Augenflecke der Vflgl auf der Oberseite selir groß und. auch in der Zahl vermehrt.
Mir liegt ein $ mit 4 Augen vor, die eine zusammenhängende Reihe bilden, von denen das obere 4, das untere 3 mm
mißt, die übrigen sind kleiner. — Das Ei ist fast kugelig weißlich. Die Rp gelbbraun, hinten stark verjüngt,
mit kugeligem Kopfe und. dunklen Schattenlinien. Pp stumpf, ganz gerundet, braun, am ^Td d.unkelgrün.
am vordem Luftloch ein ganz kleiner, stacheliger, keulenförmiger Fortsatz. Sie liegt in einer Sandhöhle am
Erdboden. Der Schmetterling fliegt in der Höhe von 5 — 7000 Fuß und ist stellenweise nicht selten. In Colorado
und den westlicher gelegenen Staaten. — dionysius Scudd. (= ashtaroth Streck.) ist eine etwas größere Form dioiuj.'iiHs.
von ridingsii, die sich durch hellere, bräunlichweiße Färbung des äVurzelteils beider Figl und durch breitere
und hellere Submarginalbinden unterscheidet. Auf der Unterseite ist die Mittelbinde der Hflgl schmäler und
schärfer gezackt und die nach innen gerichteten Zacken des braunen Saumes ebenfalls spitzer. Von Utah, Colo¬
rado und Ai’izona.
228
OERCYONIS. Von G. Weymer.
19. Gattung' : Cerc^yoilis Speyer. (= Satyrus Westw. pt.)
Der Vrd der Vflgl ist stärker, der Außenrd schwächer gerundet, der Ird bei den meisten Arten ziemlich
gerade. Der Außenrd der Hflgl ist schwach wellig, der Ird. derselben in seinem hintern Teil etwas einwärts
gebogen. Die Palpen sind lang, über Kopfeslänge vorstehend, dicht behaart, die Augen nackt. Die Kolbe der
Fühler ist dünn und lang gestreckt, nicht scharf abgesetzt. Die Mittelschienen sind kaum bedornt. Die Costalis
und. die Mediana der Vflgl sind, an der Wiirzel stark an geschwollen, die Submediana dagegen nur etwas verdickt,
ln den Vflgl entsj^ringen die 2 ersten Subcostaläste vor dem Zellenende. Die Gd haben bei vielen Arten auf der
Oberseite hinter der Mediana der Vflgl einen mehr oder vveniger deutlichen Duftschuppen streifen. Es sind, zum
Teil Schmetterlinge mittlerer Größe, zum Teil aber Ijed.eutend kleiner. Ihr Vaterland ist Nordamerika. Einzelne
Arten sind europäische Formen der Gattung Satyrus sehr ähnlich und. werden daher von den meisten ameri¬
kanischen Autoren zu Satyrus gestellt.
■pegala. C. pegala F. (50 b, c). Die gi'ößte Art der Gattung. Oben braun, mit breiter ockergelber Binde der
Vflgl, worauf beim G uur ein, beim $ zwei Augen stehen. Auf der Unterseite ist die braune Grundfarbe über¬
all fein dunkelbraun gestrichelt, und halben hier die Hflgl 6 Augen. Zuweilen fehlt eines davon. Der Sclimet-
alopc. terling fliegt im südlichen Teil der Vereinigten Staaten nördlich etwa bis Ne.Av Jersey. — alope F. (50 c)
ist die am meisten in Nordamerika verbreitete Form der vorigen. Sie ist etwas kleiner, und hat in beiden Ge¬
schlechtern oben und. unten zwei Augen auf den Vflgln. Die Duftschuppenflecke der Oberseite der Vflgl der
uiarituna. SS Zelle 1 a, 1 b und 2 sind deutlich. Die Zahl der Augen der Hflgl wechselt. — maritima Edw. ist eine der
alope ähnliche Form, t)ei der die Oberseite dunkler und. die Binde mehr orange gefärbt ist. Sie kommt in Long-
tcxana. Island und. Martha’s vineyard vor. — texana Edw. (= incana Edw.), eine weitere hierher gehörige Form, hat
heller braune Grundfarbe und. ockerfarbige Binde. Die Flecke auf der Unterseite der Hflgl sind, gi’ößer als bei
nephcle. den ülwigen. Vom äußersten Süden der Vereinigten Staaten. — nephele Ky. (50 c) wurde lange für gute Art
gehalten, ist aber jetzt als dimorphe Form von alope bekannt. Bei ihr ist die gelbe Binde durch braune Bestäubung
sehr verdunkelt und nur noch beim d* auf der Unterseite der Vflgl als Binde zu erkennen. Auf der Oberseite des^
und auf beiden Seiten des $ sind nur noch bräunlichgelbe Ringe um die schwarzen Augen ülu’ig geblieben. Es ist die
nördliche Form der Art, welche in Nordamerika nördlich von dem Breiten-Grade von New-York allgemein vom at¬
lantischen bis zum stillen Ozean gefunden wird, südlich davon aber nur auf den Höhen des Alteghanigebirges vor-
oiyinpus. kommt. — olyiiipus (50d) ist eine der nephele ähnliche Form, die im männlichen Geschlecht etwas dunkler,
beim 5 etwas heller gefärbt ist, und nur wenige Augen auf der Unterseite der Hflgl hat. In den Staaten westlich
arianc. vom Mississippi ist sie gemein. — ariane Bsd. (50c) ist eine kleine Form, der alope ähnlich, doch dunkler. Bei ihr
treten die Augen beiderseits auf Ober- und Unterseite der Figl deutlich hervor. Von Britisch Amerika, Oregon
hoopis. und dem nordwestlichen Teil der Vereinigten Staaten. — boopis Behr (50 d) eine hierhergehörende Form hat auf
der Oberseite der Hflgl keine, auf der Unterseite nur 1 oder 2 undeutliche Augen. Die Duftschuppenflecke
der SS zeigen sich auf der Obei-seite der Vflgl zwischen dem 2. Medianast und. dem Ird deutlich. Häiifig an der
haroni. Küste des stillen Ozeans in den Staaten Washington, Oregon und Nord-Kalifornien. — Bei baroni Edw., die ich
auch als hierher gehörige Form betrachte, sind die gelben Ibinge der Augen oberseits fast verschwunden, die
Fhiterseite ist mehr rötlich braun gefärbt, infolge dessen treten die Querlinien in der Mitte deutlich hervor.
(jahhi. — Auch gabbä Edw. wird, hierher als eine andere Form zu stellen sein. Sie hat die Größe von nephele, das S ist
dnnkel rötlichbraun, das $ blaß rehfarben. Unten ist die äid.lere Flglhälfte beim § l)laßgraubraun, die innere
Hälfte niir wenig dunkler. Auf den Hflgl stehen hier 6 schwarze, weißgekernte Augen in gelben und braunen
Ringen , das 2. und 5. größer als die übrigen und die 3 letzten in gerader Reihe übereinander. V on Oregon und Utah.
Das Ei von alope ’uit stum]5f kugelförmig, el>ensf) hoch wie breit, oben stark gerippt, die Oberfläche mit Punkt¬
grübchen versehen und. von Farbe zitrongelb. Die Rj) schlüpft je nach der Tem])aratur in 14 — 28 Tagen aus.
Die junge Rp ist rosa, sie überwintert klein, wird dann grünlich und. ist erwachsen 40 mm lang, hellgrün, über
den Rücken weißlich, mit hellgelbem, dunkel angelegten Seitenstreif und weißlicher, dunkel l)eschatteter Sub-
dorsallinie. Sie lebt an Grasarten. Pp blaugrün, fein weiß gezeichnet. Die Falter fliegen im Juli und. August
in lichten Wäldern und. auf Grasplätzen stellenweise sehr gemein und. besiAchen mit Vorliebe die Blüten von Spi-
raea tomentosa.
meudi. C. meadi Edw. (50 d) ist eine kleinere selbständige gute Art, kenntlich an dem rötlichgelben Mittel¬
felde der Vflgl auf der Unterseite. Der S isf oben dunkelbraun mit 2 schwarzen Augen in breiten rotgelben Ringen
auf den Vflgln in Zelle 2 und 5, von denen nur das vordere eine weiße Pupille hat. Die Umgebung dieser Augen
ist öfter mehr oder weniger stark rotgelb bestäul)t, besonders der Raum zwischen ihnen. Auf den Hflgln steht
oben nur ein Auge. Beim. $ stehen die Angen der Vflgln oben auf einer rot- oder ockergelben Binde, welche
sich, wnrzelwärts bis in die Mittelzelle ausdehnt, dabei allmählich in die braune Grundfarbe übergehend. — Das
Ei ist an den Seiten stark gerip]it, oben punktiert, rosa gefärl)t. Die Rp ist grün, schlank mit rimdem Kopfe,
hellen Längslinien über den Rücken und gelljer Lateral- und Subdorsallinie. Sie lebt an Gras. Pp stiimpf ge¬
rundet, hellgrün. Der Schmetterling fliegt im Juli und August, ziemlich lokal, aber stellenweise gemein, er
besucht gern Compositen, besonders eine Senecio-Art. Vaterland; Colorado, Montana, Utah und Ai’izona.
CERCYONIS. Von G. Weymek.
229
C. oetus Bsd. (50 e). üben graubrann, die Spitze der Vflgl lielk'r, |tran.s(n) grau, 2 l)raun(^ Saimilinien; oc-O/.s-,
die Vtigl mit 2 kleinen runden scliwai'zgrauen Flecken in gelbbraunen Ringen, beim J“ init braiimmi Duftscbuppen-
streif. Unten gelblicbgraii, die Wurzelhälfte fein braun gesti'iclu^lt, Vflgl mit 2 schvvai-zbraunen Augen mit
ockergelbem Ring und weißer Pupille. Uas vordere Auge ist selir gi'oß, erstreckt sieb übei' 9 Zellen, das bintei'e
ist kleiner. Beide Figl mit 2 braunen Saum- und einer Submarginallinie. Von Nord-Kalifornien.
C. charon Edw. (50 d). Oben braun, Vflgl beim E ^ oder 2 schwarzen P''lecken oluu^ Ringe, \yE\m ikdron.
^ heller mit 2 augenförmigen Flecken in ockei’gelben Ringen. Der dunkelbraune Duftsc])U})])enfl(>ck des
erstreckt sich bis in Zelle 3. Auf der Unterseite stehen bei d' ond ^ statt der schwarzen Flecke Augen mit
gelben Ringen und weißen Pupillen. Beide Figl sind unten braun, überall fein dunkelbraun gestrichelt, Hflgl
mit dunkelbrauner, zackiger Mittellinie und mit einer Reihe mehr oder weniger deutlicher kleiner schwarzer,
weißgekernter Augen. — Ei, Rp und Pp sind fast genau wie bei meadi. Die Längslinien der R}) sind häufig reiner
weiß, die P]) zuweilen schwarzbraun oder schwarzgrün. Der Falter fliegt niedrig über dem Boden auf Gras¬
plätzen und besucht besonders Com])ositen. Flugzeit Juni bis August. Vaterland: das westliche Nordamerika,
von Britisch-Colnmbia bis nach Neu-Mexiko. — sylvestris Edw. (= ph.ocus Ediv.) ist nach FToeland eine Form atjlvc.'ilns.
von charon, bei der die Augenfleckc der Unterseite der Hflgl undentlicl). sind. (Kirby hat in seinem Katalog
sylvestris Edw. als ältesten Namen für oetas Bsd. angegeben). Das mit dem Namen sylvestris auf Taf. 50 J
bezeichnete Bild gehört zu stlienele.
C. paulus Edw. (50 d). Auf der Oberseite der charon ähnlich, unten aber immer mit 2 Augen auf den pmdus.
Vflgln bei und $. Auch haben die Hflgl ein oder 2 augenälmliche Flecke auf der Oberseite. Auf der Unterseite
sind die Hflgl im äußern Drittel grau, fein dunkelbraun gestrichelt, nach innen durch, eine dunkelbraune, zackige
Linie begrenzt. In diesem Saumfelde stehen 5 — 6 schwarze Augen mit weißen Pupillen und gelben und braunen
Ringen. Von Kalifornien und Nevada.
C. stheiiele Bsd. (50 e, auch gehört die auf Taf. 50 d irrtümlich sylvestris genannte Form hierher). Oben sthenele.
braun mit 2 schwarzen runden Flecken auf den Vflgln, von denen beim (J nur der obere weiß gekernt ist, beim
$ aber beide weiße Pupillen iind bräunlichgelbe Ringe haben. Die Art ist kenntlich an der breiten zackigen
dunklen Mittelbinde auf der Unterseite der Hflgl, welche an 2 Stellen stark eingeschnürt und sowohl nach innen,
wie besonders nach außen breit weißlichgrau eingefaßt ist. Im Saumfelde eine Reihe Augen, die zuweilen undeut¬
lich werden. Von Kalifornien.
C. wheeleri Edw. (hoffmani Streck.). Der ne'phele ähnlich, doch größer, besonders das $. Grundfarbe ivheelcri.
braun. Die Vflgl haben oben 3 Augen. Das Apicalauge ist doppelt, und besteht aus einem gi'ößeren Auge in
Zelle 5 und einem kleinen in Zelle 4. Beide sind von einem gemeinschaftlichen schmalen hellgelben Ring um¬
geben. Beim $ stehen diese Augen auf einer breiten hellen braunen Binde, auch hat letzteres oben auf den Hflgl
2 Augen vor dem Analwinkel. Die Unterseite ist nicht braun, wie bei nephele, sondern beim ^ hellgrau,
beim $ hellgelblichgrau, fein braun gestrichelt. Vflgl mit einem zackigen Mittelstreif und 3 fast geraden Rand¬
linien, alle braun. Hflgl mit einem gebrochenen und einem zweiten zackigen Mittelstreifen und 3 welligen Linien
am Rande. Beim (J steht auf den Vflgln ein kleines 4. Auge in Zelle 3, diese Augen sind paarweise von 2 gelben
und außen von braunen Ringen umgeben. Beim $ sind diese Ijraunen Ringe besonders groß, sie messen 7 mm
im Durchmesser. Auf den Hflgln stehen unten 6 schwarze Augen mit weißen Pupillen in hellgelben und braunen
Ringen. Nevada.
C. behrii Grinnell. Viel kleiner als die vorige, nur 43 mm Spannweite. Braun, Vflgl mit einem schwarzen, behrii.
weißgekernten, etwas heller braun umringten Apicalauge und einem scliwarzen Fleck in Zelle 2, einer undeut¬
lichen Submarginal- und einer braunen Saumlinie. Hflgl mit schwarzem Analfleck. Unten Vflgl holzl)raun,
dunkler marmoriert, mit 2 schwarzen, weißgekernten Augen mit einer braunen welligen iMittelbinde, einer
breiten Binde zwischen den Augen und dem Saume und 2 Randlinien, ebenfalls braun. Die Hflgl sind mehr
mit grau gemischt. Eine breite Binde geht durch die Mitte. Im Saumfeld steht eine Reihe von 6 Augen, wovon
das 2. und 5. groß, die übrigen klein sind. Das 3. Auge hat keine Pupille, die übrigen sind alle Aveiß gekernt.
Die breite Binde hinter den Augen und die 2 Randlinien sind wie an den Vflghi. Das $ mißt 46 mm iind ist
vom nur dadurch verschieden, daß die schwarze Flecken der Oberseite alle Aveiß gekernt sind. Vom Tamal])ais
einem Berge in Marin County an der Bay von Sn. Francisco in Kalifornien. In der Sammhmg der Kaliforni¬
schen Academy der Wissenschaften. Von Behr gesammelt.
C. glaucope Fldr. (= friedenreichi Stgr.) (50 d). Oben braun mit einer breiten rotgelben Binde auf glaiaope.
beiden Flgln, Avorin auf den Vflgln ein Doppelauge vor der Spitze und ein einfaches Auge in Zelle 2, auf den Hflgln
zuAveileii ein schwarzer Punkt in Zelle 2 stehen. Die Unterseite ist heller und dunkelbraun gestrichelt, auf den
Vflghi mit derselben Binde und gleichen Augen Avie oben, auf den Hflgln, aber mit einem schmalen, ockergelben,
fast geraden Streifen, der von der Mitte des Vrds bis in die Nähe des InnenAvinkels geht. Hinter der letzten
liegen am Vrd 2 dunkelbraune Flecke. Brasilien (Prov. St. Catharina und Parana. — bönninghauseni Foetterle hönning-
(50e) ist nur eine Form von glaucope, bei der die äußere Hälfte der Hflgl auf der LTnterseite nicht dAinkelbraun bauseni.
gestrichelt ist und der hellgelbe Mittelstreifen sich nach außen eiuveitert. Von Itatiaya.
230
OENEIS. Von G. Weymbr.
(ßistavi.
ncradcnsis.
uhiita.
iiiacoioii.
ivalidu.
C. gustavi St(p\ (= Satyrns G. aut.) ist vielleicht hier aufzunehmen. Oben d.unkelrauchbraun mit
langen, licht lu’aunen Fleckstreifen vor dem Rande, worin ein schwarzer Augenfieck vor der Spitze und 1 oder 2
kleinen über dem Innenwinkel der Vflgl und auch auf den Hflgln einige schwarze Flecke stehen. Die hell und
dunkelgrau gemischten Fransen sind schwarz gescheckt. Auf der Unterseite sind die Vflgl teils schwärz¬
lich., teils bräunlichgi’au oder lichtgrau mit 4 strichartigen, kurzen, gelbbraunen Längsstreifen. Das Auge in
dem obern dieser Streifen ist größer als auf der Oberseite. Die Hflgl sind unten schinutziggrau und haben scharf
hellgrau hervortretende Rippen. Die gelbbraunen Längsstreifen der Oberseite sind hier nur sehr kurz. Auf der
Hochebene von Bolivien in 4000 in von Gust. Garlepp entdeckt.
20. Gattung- : Hhn.
Das Hau{)tkenu Zeichen dieser Gattung ist, daß keine Rippe geschwollen, sondern nur die Costalis der
Vflgl an der Wurzel stark verdickt ist. Im übrigen ist der Ripjienverlauf dem der vorigen Gattimg gleich.
Der Vrd der Vflgl ist ziemlich gerade, die Mittelzelle schmal und gestreckt, die Spitze vorgezogen, der Außenrd
steht daher ziemlich schräge. Die d'G mehrerer Arten haben hinter der Mediana der Vflgl auf der Oberseite
einen Duftschujipenstreifen. Die Palpen sind lang und borstig behaart, die Fühler kurz, mit allmählich verdickter
Kolbe. Es sind mittelgroße und unter Mittelgröße stehende Schmetterlinge, von gelber, gelbbrauner oder grau-
l)rauner Farbe, die fast alle eine hell und dunkel marmorierte Unterseite der Hflgl haben, auf der eine dunkle
Mittelbinde steht. Ihr Verbreitungsl)ezirk umfaßt die arktische Zone und die höhern Gebirge der gemäßigten
Zone der nördlichen Erdhälfte, sowohl der alten, als der neuen Welt. Einige Arten sind beiden gemeinschaft¬
lich.. lieber die altweltlichen Oeneis vgl. Bd. 1 S. 117 — 121, Taf. 40; ferner Bd. 9 S. 311.
0. nevadensis FWr. {= gigas Bür., californica R.syZ.) (50 e). Die schönste und größte Art der Gattung.
Kenntlich an der rötlich ockergell)en Grundfarbe beider Figl. Der Duftschuppenstreif der (JG ist sehr deutlich.
Im männlichen Geschlecht sind entweder I oder 2 Augen auf den Vfigln beiderseits vorhanden. Das zweite
Auge steht in Zelle 2. Bei den $9 kommen gewöhnlicl'. 2 Augen vor, zuweilen aber auch. 3. Das dritte Auge
steht in Zelle 3. Von Kalifornien, Oregon, Washington und der Vancouvers-Insel. Von 2000 bis 7000 Fuß Höhe.
— iduna Edw. (50 f) ist eine Form der gigns, die noch, etwas größer und heller gefärbt ist. Die ockergelbe Grmid-
farbe ist besonders a\if den Hflgln viel heller, ebenso auf der Unterseite der Vflgl. Die braune Strichelung auf der
Unterseite der Hflgl ist viel feiner, so daß die weiße Grundfarbe hier viel stärker hervortritt. Die braunen
Zackenlinien sind dünner und der Außenrd schmäler. Aus der Küstengegend, des nördlichen Kaliforniens. — Das
Ei ist unregelmäßig und. flach gerip])t, l)laß geringelt. Es schlü])ft nach. 9 — 10 Tagen aus. Die Rp ist rosig-
ockergelb, mit dunkler Rückenlinie und ebensolchen Subdorsalstreifen, zwischen beiden lichtere Längslinien.
An Gras. Ueber die Pp ist nichts bekannt, da Edwards die Rpn nicht zur Verwandlung brachte.
0. niacouni Eda\ Diese interessante Art ist der nevadensis Fldr. in Größe, Färbung imd Zeichnung
ganz ähnlich, untersch.eid.et sich, aber von ihr sofort durcli vollkommenes Fehlen des großen braunen Duftschuppen-
Flecks auf der Oberseite der männlichen Vflgl, ferner durch das Vorhandensein einer breiten dunkelbraunen
Mittelbinde auf der LInterseite der Hflgl. Diese Art ist bisher nur an 2 Stellen in Nordamerika gefunden Avorden
und zwar ziemlich, häufig bei Nepigon an der Nordküste des obern Sees in Canada von Ende Juni bis Mitte
Juli auf offenen, vom feuchten Walde umgebenen Grasplätzen in der Nähe des Flusses gleichen Namens. Die
zweite Stelle, wo die Art von Macoitn gefunden wurde, ist Morley Alberta, am östlichen Fciße des Felsenge¬
birges. — Die von Holland abgebildete R]i ist 35 mm lang. Der Kopf ist rund, mit 4 senkrechten sch.AA^arzen
Linien, der Körper hat auf dem Rücken mehrere schmale dunkle Längslinien, an jeder Seite einen breiten Sub-
dorsalstreifen und über den Füßen einen dunklen, darüber einen hellen Seitenstreifen. Sie lebt an Gras.
0. chryxus Dbl. u. Hew. (= calais Scudd. (50 f). Der nevadensis ähnlich, doch, kleiner, die Vflgl etAA'as
s])itzer, ihr Vrd hell und dunkel marmoriert, der Außenrd. besteht beim G nur aus einer schmalen braunen Saum¬
linie, der Duftsc-hup})enfleck bräunlichgrau. Vflgl l)ei G nnd 9 mit 2 Augen und. einem kleinen scliAA^arzen Pun.kt
zwischen denselben, Hflgl mit einem solchen Analpunkt. Auf der Unterseite ist die Vorderhälfte der Vflgl
fein braun gestrichelt, ebenso die ganzen Hflgl, auf AA^elchen 2 zackige Streifen ein breites dunkles Mittelfeld ein¬
fassen. — Das Ei ist weißlich, die Rp graubraun mit dunklen Schattenlinien, die Pp ist gerundet, vorne scliAvarz-
braun, hinten gelblich. Der Schmetterling ist im nordamorikanischen Felsengebirge AA^eit verbreitet von Colo¬
rado, Avo er 9000 bis 12000 Fuß hoch, fliegt, bis ziir Kanadischen Provinz Alberta, avo seine Flugplätze in Höhen
von 4000 bis 7000 Fuß liegen. Seine Flugzeit ist Ende Juni und im Juli. Calais Scudd., die vom Autor als
von der Hudsons-Bay stammend, beschrieben ist, Avird. jetzt allgemein als synonym von chryxus betrachtet.
0. ivalida Mead. (50 f). Diese Art ist leicht kenntlich an der bräunlichgrauen Farbe der Vflgl und an
den weißlichgrauen Hflghi. Eine Reihe weißgrauer Flecke liegt vor dem Außenrd der Vflgl, mit einem kleinen
Auge vor der Spitze. Auch die Unterseite ist fast ganz weißgraAi. Der Vrd. der Vflgl ist bis an die Subcostalis
braun punktiert, dann im vorderen Teil der Mittelzelle braun marmoriert, einige braune Striche gehen bis an
0ENEI8. Von G. WEYivnm.
231
die Mediana. Die Hflgl sind braun gestrichelt und marmoriert mit ähnliclien Linien wie bei rhriixitfi. Die Art
scheint nur in der Sierra-Nevada von Kalifornien vorzukommen, besonders beim Vaboe-tSee. Nach Edwaujjs
ist das Ei kenntlich an den etwas verbogenen Rippen seiner Oberfläche. Ueber Rp und Pp ist nichts bekannt.
0. liorna Thlg. {— hilda Quens., celaeno Hhn.) (Bd. 1, Taf. 40c). Von dieser ])aläarktischen Art unr- nonui.
den nach Edwards 3 Exemplare in Nord-Alaska gefunden, von denen Staudinger ein ihm gesandtes Stück
als wahrscheinliche dunkle Varietät von norna bestimmt hatte, da die Beschaffenheit des Exem|)lars ihm einigen
Zweifel ließ, norna hat auf braunem Giamde eine breite bräunlichgelbo sidunarginale Binde über Ixüde Elgl,
worin 1 oder mehrei'e Augen stehen. Die Unterseite ist der von chryxus ziemlich, ähnlich, doch, die Mitei l)ind(‘
der Hflgl stärker gezackt und dunkler. Weitere Beobachtungen über das Vorkommen dieser Art in Amerika
wären also erwünscht. Vgl. Bd. 1, S. 119.
0. jutta Hhn. balder H. ScJiäff., (50 f). Die submarginale ockergelbe Fleckenreihe dieser eben-
falls paläarktischen Art besteht auf den Vflgl Ijeim d' aus kleinen runden, beim $ aus größeren eiförmigen
Flecken, die Zahl der darin befindlichen schwarzen Punkte wechselt von 1 — 4 auf den Vflgln uncl von 1 — 2
auf den Hflgln. Unterseits sind die ganzen Hflgl und die Spitze der Vflgl grau, mit braun marmoriert, erstere
mit einer grünlichbraunen, zackigen Binde. — Das Ei hat an seiner Oberfläche unregelmäßige, zmn Teil
gabelige Längsripj)en. Die Rp ist hellgelbgrau mit ockerfarl)igen Längsstreifen iind schwarzen Punkt- iind
Strichpunktreihen auf dem Rücken und in den Seiten. An Gras z. B. (in Amerika) an luncus articidata. Die Pj)
ist weißgrau, am Hlbsende ockergelb. Während Holmgren sagt, daß sich jutta (in Europa) an Kieferstämme
setzt, sitzt sie nach Fyles in Amerika stets auf dem Erdboden. Wenn verfolgt, läßt sie sich ins Gras fallen.
Die Flugzeit ist der Juni. In Nord-Amerika kommt die Art in Maine, Neu-Schottland und den Ländern an der
Hudsons-Bay vor. Außerdem ist sie in Nord-Europa und Nord-Asien zu Hause. — alaskensis Holland ist eine alasltcnsvi.
Form von jutta, bei der die Figl dünner beschiip])t und durchsichtiger, sowie die Flecke der Oberseite undeut¬
licher sind. Auf der Unterseite sind die Figl gleichmäßig mit kleinen Flecken und Strichen bezeichnet, so daß
auf den Hflgln keine Spur der dunkleren Binde der jutta zu erkennen ist. Von Alaska. Juni inid Juli.
0. uhleri Reak. (50 f). Oben rötlich gelbbraun mit dunklen Rippen und schmalem braunen Saum, uh^ni.
Vflgl mit einem Auge vor der Spitze und zuweilen mit 1 oder 2 schwarzen Punkten darunter. .Auf den Hflgl
ein oder mehrere schwarze Punkte. Unten sind der Vrd der Vflgl iind die ganzen Hflgl bräunlich weiß mit vielen
braunen Querstrichen, die sich zu mehreren schmalen Querstreifen gruppieren; auf den Vflgln stehen hier 1 bis 4
schwarze Flecke mit teilweise weißen Pupillen, auf den Hflgln eine Reihe undetitlicher Punkte. — Das Ei ist kalk¬
weiß, es hat 19 — 20 Längsriefen und einen punktierten Scheitel. Es schlüpft in ca. 10 Tagen aus. Die erwacli-
sene Rp ist ca. einen Zoll lang, gedrungen, gelbbraun mit grauem Rücken und lichten Längslinien. Sie verwandelt
sich frei, zwischen Grashalmen nahe am Boden liegend, in eine ockergelbe, am Rücken dunklere Pp. Der Falter
fliegt vom Ende Mai bis in den Juli in Colorado. — varuna Edwards (50f), von demselben als l)esondere Art be- vnruna.
schrieben, wird von den meisten Autoren als nördliche Form von uhleri betrachtet, von einigen sogar als synonym
derselben angesehen. Sie ist kleiner, in der Färbung etwas trüber, der braune Außenrd ist breiter. Auf der Unter¬
seite der FIflgl ist zuweilen eine dunkelbraune Binde vor der Mitte. Die Zahl der Augenflecke wechselt aber ebenso
wie bei uhleri, da mir Morrison s. Z. unter mehreren varuna aus Montana ein Exemplar mit 5 solcher Flecke
auf beiden Seiten der Hflgl eingesandt hat. — Nach Edwards ist das Ei kalkweiß und hat 18 — 20 zum Teil unvoll¬
ständigen Rippen. Die Rp variiert von weißgrün bis schmutzig gelbbraun, ist über den Rücken heller, mit 3
Reihen schwarzer Strichpunktreihen und schiefergrauem Subdörsalstreif. Die Pp ist ockergelb, die Figlscheiden
heller gelbgrün. Die Rp verpuppt sich in einer Art von Sandcocon. Von Montana, Nord-Dacota und den an¬
grenzenden Teilen von Canada. — Die vorstehenden Notizen über die Rp, Pp und ihre Verwandlungsweise
stimmen wenig mit einander überein. Man sollte darnach in beiden Formen 2 getrennte Arten vermuten. Wei¬
tere Beobachtungen wären also zur Aufklärung wünschenswert.
0. alberta Elwes (50 g). Oben Vflgl graubraun, beim $ stark ockergelb bestäubt, mit einer ockergelben alberla.
Submarginalbinde, worin 1 — 3 schwarze Flecke oder Augen stehen. Hflgl, die Binde deutlicher mit 1 Augen¬
fleck und 1 oder 2 Punkten. Unten sind die Vflgl hellbraungrau, gegen die Spitze Aveißlich, vor derselben eine
kurze dunkle Querbinde. Hflgl ebenso mit einer breiten dunkleren unregelmäßigen Querbinde durch die IMitte,
die an den Rändern dunkel eingefaßt ist. — Die Rp ist dunkelolivgrün oder grünlich schieferfarben mit AA'enig
helleren Längsstreifen, über den Rücken zuweilen braun. Die Pp ist graugrün mit dunklem Vrd. Der Falter
fliegt an steinigen, trockenen Hängen, wo er sich auf die kahle Erde setzt. Er wurde bei Galgary in der ProAÜnz
Alberta (Canada) entdeckt. Er fliegt Mitte Mai.
0. taygete Hhn. (= bootes Bsd.) (50g). Oben braun, die bräunlich ockergelbe submarginale Binde taygcte.
ist beim nur auf den Hflgln vorhanden und hat in beiden Geschlechtern keine scliAAuirzen Flecke. Lhiten
in Färbung und Zeichnung der abgebildeten alberta ähnlich, doch ist der vordere Teil der dunklen IMittelbinde
der Hflgl stark nach, außen gebogen und ihr mittlerer Teil AAUirzehvärts spitzAvinklig ausgeschnitten. Von Labrador.
0. subhyalina Gurt. (= crambis En*., also Möschl:, oeno Bsd., assimilis Btlr. (50 g). Schmutzig ocker- siihhiiaUna
gelb bis dunkelbraun, meist mit verloschener zimmetbrauner oder ockergelber Binde und ockergelben Flecken
232
ARGYROPHORUS. Von G. Weymer.
in den Zellen. Vflgl ohne oder mit 1 — 2 schwarzen, teilweise weißgekernten Augen, Hflgl ohne Augen. Hflgl
unten ockergelb, grau und schwarzbraun marmoriert. Mittelbinde dunkler, beiderseits durch lichtgraue, zu¬
weilen verdunkelte Bänder begrenzt. Rippen nicht weiß bestäubt. Zuweilen ist aber auch die Marmorierung
der Hflgl so verdunkelt, daß eine Mittelbinde nicht zu erkennen ist {assimilis Btlr.). — Das Ei ist demjenigen
von jutta ähnlich, doch, sind die Rij^pen auf seiner Oberfläche feiner. Die Rp ist ockerfarbig grau, mit dunkleren
und helleren Längsstreifen und schwarzen Fleck enreihen. Vaterland: Neufuiidland, Labrador, Alaska. Kommt
auch in Nord-Asien vor (vgl. hierüber Bd. 1, p. 120, Taf. 40f., unter „cramhis“) .
scmidca. 0. semidea Say. (50 g). Das ^ ist oben einfarbig graubraun, das $ dunkelbraun mit dunklerer Saum¬
linie, gescheckten Fransen und kleinen diinkelbraimen Flecken am Rande der Hflgl. Der Körper ist schwarz¬
braun, die Kolbe der Fühler rotbraiin. Die Vflgl sind unten bräunlichgrau, gegen die Spitze dunkelbraun imd
weißgrau marmoriert. Die Hflgl sind unten im Wurzel- und Mittelfeld braun und dunkelbraun marmoriert,
nur das Saumfeld ist weißgrau und braun marmoriert, am Saume dunkler fleckig. — Das Ei ist ziemlich unregel¬
mäßig geri])pt, sei den glänzend, grauweiß. Die Rp hellgrün oder gelbbraun mit dunklen Querschatten auf je¬
dem Segmente und schwärzlichen Punktreihen an den Seiten imd auf dem Rücken. Pp schwarzbraun mit
gell)l)raunem Hlb. Der Falter fliegt auf felsigen Bergen stellenweise zahlreich, so auf dem Gipfel des IMount-
Washington in New-Hampshire, ferner in Colorado und in Labrador.
brvcri. 0. bfucei Ediv. (50 g) steht der semidea nahe. Sie ist aber viel dünner beschuppt und daher halbdurch¬
sichtig. 01)en wie semidea, auch die Unterseite der Vflgl ist wie dort. Die Unterseite der Hflgl ist aber viel
heller, das Wurzelfeld hat eine weißgraue Grmidfarbe, die Mittelbinde tritt deutlich hervor und die dieselbe
einfassenden braunen Linien sind amVrd nach auswärts gel)ogen (was bei semidea nicht der Fall ist). — Die Rp
ist ockergelb, bräunlich schattiert mit dimkleren Punktreihen. Pp stumpf mit abgestutzter Kopfhülle (ähnlich
wie bei semidea und uhleri, aber weniger als bei jutta). Der Falter fliegt an grasigen Abhängen a\if Bergen von
Ende Juni bis August, lokal. (Nicht auf felsigen Berggipfeln wie semidea.) Er wird in Colorado zwischen 12 bis
14 000 Fuß Höhe, in der kanadischen Provinz Alberta bei 8 bis 9000 Fuß Höhe gefunden.
hcani. 0. beani Elwes. Ebenfalls der semidea ähnlich und dünn beschuppt. Oben einfa.rbig hellrauchbraun,
der Vrd sehr schmal hellgrau und schwarz bestäubt. Der Duftschuppenstreif der undeutlich. Unten sind
die Vflgl wie oben, doch der Vrd schmal und die S])itze breit hellgrau, mit dunkelbraun bestäubt. Die Hflgl
sind hellgrau, dicht mit schwarzbraun bestäubt ohne Andeutung irgend einer Binde. Fransen gescheckt. Die
Palpen sind ganz schwarz. Beim sind die Hintertibien verdickt und an der Spitze nach innen gebogen. Auf
felsigen Gipfeln bei Laggan in der kanadischen Provinz Alberta in 8000 — 9000 Fuß Höhe gefunden.
katahfJm. 0. katahdiil Neivkoinh (50 g). Oben dunkelbraun, das äußere Drittel der Figl gelblichbraun mit schwar¬
zer Saumlinie und hell- und dunkelbraun gescheckten Fransen. Ein kleiner schwarzer, weißgekernter Fleck
vor der Spitze der Vflgl. Zuweilen sind 3 oder 4 solclier Flecke auf den Vflgln vorlianden, zuweilen fehlen auch
alle. Der Duftschupjjenfleck ist schwach sichtbar. Unten sind die Vflgl wie oben, doch blasser, Costa und vSpitze
braun ])unktiert. Die Hflgl haben unten eine braune unregelmäßige Binde durch die Mitte, die zuerst schwarz,
dann gi’au eingefaßt ist. Das $ hat die gelbbraune Färbung des Außenrds auf der Oberseite deutlicher aus¬
geprägt und gewöhnlich 2 oder 3 Augenflecke. Auch stehen bei ihm auf der Unterseite der Hflgl eine Reihe
von 5 weißlichen Flecken vor dem Außenrd. Der Falter fliegt auf dem Mont Katahdin in Maine in einer Höhe
von 4250 — 5000 Fuß, Ende Juni.
(Iniirrt. 0. daura Streck, ist nach einem einzelnen Exemplar l)eschrieben, das von Morrison am Mont Graham
in Arizona gefangen wurde. Es ist der siliirischen f^dla Eversm. (vgl. Bd. 1, S. 119, Taf. 40 d) ähnlich, hat
weißlich ockergelbe Grundfarbe (wie ivalida, [50 fj) mit einer braunen winkeligen Mittellinie und 3 kleinen
schwarzen Flecken, der obere mit Pupille auf den Vflgln. Die Hflgl am Rande lireit heller mid mit schwarzem
Punkt in Zelle 2. Fransen gescheckt. Unten sind die Hflgl fast weiß, sehr fein und schwach marmoriert, mit
einer etwas dunkleren, scharf begrenzten Mittelbinde. Von Arizona.
21. Gattung': Arg'yroplioriis Bla.nch.
Diese Gattung ist leicht kenntlich an dem dichten Silberglanz, der die Figl oben und unten, oder wenig¬
stens die Oberseite der Vflgl fast ganz bedeckt. Die Costalis und die Mediana sind an der Wurzel stark auf¬
geblasen. Die Oberdiscocellulai'is der Hflgl ist ziemlich kurz. Die Figl sind breiter und weniger gestreckt als bei
Oeneis, ihr Außenrd mehr gerundet, die Palpen sind weniger behaart. Die Fühler haben eine verhältnismäßig
kurze und dicke Kolbe. Wenn auch die Schmetterlinge die mittlere Größe noch nicht erreichen, so gehört
doch die erste Art zu den auffallendsten Erscheinungen der amerikanischen Fauna.
argenfcns. A. argeiltcus Blanch. (51 a). Oben ganz glänzend silberweiß olnie Zeichnung, Fransen braun, Körper
braim, weiß behaart. Vflgl unten ebenfalls silberglänzend weiß, die Mittelzelle rötlichgelb bestäubt, mit einem
schwarzen, kleinen runden Fleck vor der Spitze, der beim $ weiß gekernt ist. Der Ird grau, Fransen braun.
Hflgl silberweiß, Wurzelhälfte bräunlich weiß bestäubt, mit braunen Flecken dazwischen, doch so, daß alle
COSMOSATYRUS. Von G. Weymer.
AusgegeTjen 30. 11. 1911.
2r.i
Rippen weißglänzend bleiben. Hinter der Mitte eine Reihe brauner Flecke, vor dem Saume eine! Reilu; biauuer
Halbmonde. Das Vaterland i.st Chile, wo der Falter in den Cordillereu der Zentral-J’rovinzen und an der argenti¬
nischen Grenze im Januar und Februar stellenweise liäufig fliegt, jedoch, wegen seines schnellen Fluges sclrwei’
zu fangen ist. Nur in der Morgenfrühe gelingt der Fang leichter. Die Höliengrenze wird zwischen ßOOü und 70üü
Fuß angegeben.
A. lamna Thieme (51 a). Viel kleiner als die vorige. , Vflgl oben glänzend silberweiß mit ziemlicli brei- innrna.
tem braunschwarzen Außenrd, der an der Spitze 6 — 8 mm, am Innenwinkel 2 mm breit ist. Fi-ansen lang und.
braun. Hflgl ganz braun, gegen die Wurzel etwas heller. Unten braun, die Spitze der Vflgl und die Hflgl ganz
mit grauweißen Atomen bestreut und zwischen den Ri])pen mit weißen Längslinien versehen, auf welchen
auf den Vf Igln zwei schwarze Punkte und auf den Hflgln eine Reihe von 5 solcher Punkte stehen. Wurzel wäi'ts
davon auf den Hflgln noch, mehrere Reihen kleiner Punkte. Von Bolivien. — Eine Lokalform dieser Art belege
ich mit dem Namen angusta/orm. wow. Statt des breiten braunen AußenrdsderVflgl ist hier nur eine schmale braune angunia.
Saumlinie und vor derselben eine zweite nur in der vordem Figlhälfte deutliche Linie vorhanden. An der Flgl-
spitze bezw. am Vrd liegt ein schmales braunes Dreieck, dessen kürzere Seite nur 2 mm des Außenrds ein¬
nimmt. Unterhalb dieses Dreiecks liegen auf silberweißem Grunde 3 braune Punkte ca. 4 mm vom Außenrd
entfernt. Die sonst braunen Fransen sind an der Figlspitze weiß gefleckt. Auf der Unterseite haben beide Figl
eine scharf hervortretende weiße Saumlinie, die Rippen der Hflgl sind ebenfalls weiß, itnd die dunklen Punkt¬
reihen sehr deutlich. Ebenfalls von Bolivien.
22. Gattung’ : C'Osiiiosatyriis Fldr.
Kolbe der Fühler dünn, ziemlich ausgeschnitten. Palpen dünn, doppelt so lang als der Kopf, die Ober-
discocellularis der Vflgl ist kurz. Außenrd gerundet, derjenige der Hflgl schwach wellig. Diese Gattung wurde
von Felder auf leptoneurodes gegründet und später von Elwes erweitert.
C. leptoneurodes Fldr. (= antarctica Reed, germainii Reed [Tafelerklärung]), üben braun, Vflgl beim Icptoneuro-
^ in der Mitte etwas rostrot bestäubt, bei beiden Geschlechtern eine submarginale verloschene sclimale rost-
rote Binde auf den Hflgln. Auf der Unterseite sind die Vflgl graubraun, mit rotbraunem Wurzel- und Mittel¬
feld, mit einem runden schwarzen Auge mit doppelter weißer Pupille und mit gelbem Ring vor der Spitze. Die
Hflgl sind bis über die Mitte olivbraun, dann folgt eine zackige weißgelbe Binde und im Saumfelde eine Reihe
von 5 Augen, von denen die in Zelle 2, 5 und 6 schwarz sind, mit weißer Pupille und gelbem und braunem Ring,
die übrigen in Zelle 3 und 4 sind weiß mit schwarzem Ring. Am Saume liegt ein schmaler weißer Streifen, der
di;rch die dunklen Rippen in Flecke geteilt ist. Der Schmetterling fliegt ziemlich häufig in den Gebirgen Chiles
in Höhen von 3000 bis 5000 Fuß. Flugzeit Ende Januar und Februar. — plumbeola Bflr. ist eine Lokalform )>himbcohi.
von leptoneurodes, die sich nur durch eine braune, 2mal gebogene Linie auf der Unterseite der Vflgl unterscheidet,
welche das rotbraune Mittelfeld einfaßt. Von Port Famine an der Magellanstraße. — duseni Stgr. ist eine der du.sem.
plumbeola ganz ähnliche Form, deren Unterschiede nach Elwes äußerst gering sind, und die am Rio-Aysen in
Süd-Chile gefangen wurde.
C. chüiensis Guerin (= reedii Btlr.) (51 a). Die Oberseite ist beim (J einfarbig braun, die Framsen chiliemis.
weißgrau, beim $ steht vor der Spitze der Vflgl ein runder schwarzer Fleck und in der Lhngebung desselben
4 bis 6 kleine rotgelbe Flecke. Auf der Unterseite sind die Vflgl bis über die Mitte hinaus dunkelrotgelb, der
Außenrd ist breit grau, der schwarze Fleck ist ockergelb umgeben, Hflgl graubraun mit dunkelbraun und weiß
marmoriert. Der Schmetterling ist in Chile gemein vom November bis Dezember und geht von der Küste bis zu
Höhen von 4000 Fuß. — monticolens Btlr. ist eine Form von cliiliensis, die sich hauptsächlich durch eine Reihe monticolcux.
von 6 schwarzen, weißlich umringten Flecken unterscheidet, die auf einer breiten, bräunlichweißen Submargi¬
nalbinde auf der Unterseite der Hflgl in den Zellen 1 b bis 6 stehen. Auch liegen hier auf dem Außei^rd zwischen
den ganz weißen Rippen große dunkelbraune Flecke. Der Falter ist in den höheren Gebirgsgegenden Chiles
z\vischen 4500 bis 6000 Fuß hoch auf steinigen Grasplätzen zu finden, Avegen seines schnellen Fluges aber sclnver
zu fangen. — wüliamsianus Btlr. (= Oeneis antarcticus Mab. [nach Elwes]) ist eine kleine hierher gehörende uülUamsia-
Form, bei der auf der Unterseite der Hflgl die Mittelbinde stark nach außen gekrümmt ist. Die dann folgende
helle Binde ist breiter und statt der Augenflecke der monticolens stehen hier 5 schwarze, teihveise undeutliche
Punkte in einer Reihe. Von Port Famine an der Magellanstraße {antarcticus Mab. AA’urde bei Santa Cruz,
einem Hafen an der Ostküste von Patagonien in 50 Grad südl. Breite gefiuiden). — morania Berg ist eine der moranhi.
wüliamsianus ähnliche Form, die auf der Lhiterseite der Vflgl ein deutlich weißgekerntes Auge, und auf den
Hflgl statt der schAvarzen Punktreihe 2 scliAvarze, weißgekernte Augen in hellgelben Ringen hat. Die Oberseite
ist einfarbig braun. Sie Avurde im Innern von Patagonien an den QAiellen des Rio Santa Cruz gefangen. —
Mit dem Namen sajama form. nov. (50 g) belege ich eine ähnliche Form aus Bolivien, die AÜelleicht die nördliche sniama.
Vertreterin der chilenischen cliiliensis-monticolens ist. Die Oberseite ist braun, vor dem Außenrd eine breite
hellockergelbe Fleckenbinde, die sich auf den Vflgln aus 6, auf den Hflgln aus 4 Flecken zusammensetzt. Die
vorderen 3 Flecke der Vflgl sind lang und schmal, im zAveiten steht ein scliAvarzer Fleck, der 4. und 5. sind breiter
und lang, der 6. zAvar auch breit, aber kurz. Die 4 Flecke der Hflgl sind Avurzelwärts zugespitzt, nach außen
V 30
234
TETRAPHLEBIA; FAUNULA. Von G. Weymer.
breit. Unten sind die Vflgl bräunlich rotgelb, mit einem schwarzen Fleck vor der Spitze, der auf einem hell¬
gelben Strahl steht. Die Hflgl sind unten denen von ivilliamsianus ähnlich, doch, ist die breite Mittelbinde der¬
selben gespalten und in 2 Binden geteilt, von denen die äußere saumwärts auf den Rippen stark gezähnt ist.
Vaterland: Sajama in Bolivien. Diese von Stübel gesammelte Form habe ich bei der Bearbeitung der Stübel-
schen Ausbeute s. Z. für die älmliche monticolens gehalten.
miJcsi. C. milesi Weehs. Oben braun, mit einer hellbraunen Binde vor dem dunkleren Rande, zuweilen auch
proximal dunkel eingefaßt. Vor der Spitze der Vflgl 2 schwarze weißgekernte Augen mit gelbem Ring dicht unter¬
einander, ein ähnliches kleineres Auge darunter. Hflgl mit schwarzer Submarginallinie, olme Augen. Die
Augen auf den Vflgln fehlen zuweilen, dann steht nur ein schwarzer Fleck vor der Spitze. Die Unterseite ist
dunkelbraun mit schwachem goldigen Glanz. Zwei dunkle Linien ziehen über beide Figl, die eine in der Mitte,
die andere vor dem Außenrd. In der Wurzelhälfte der Vflgl sind hier keine Zeichnungen. Auf den Hflgln sind
alle Rippen weiß, zwischen den 2 Linien steht eine Reihe von 4 bis 5 länglichen, weißen Flecken, und ihre Wurzel¬
hälfte ist von kurzen, dunklen Querstrichen ganz bedeckt. Von Sicasica in Bolivien.
quies. C. quies Berg. Oben braun mit einer breiten rotgelben Binde über beide Figl bis zum Anahvinkel
reichend, Avelche auf den Vflgl nach außen und nach, innen dunkel eingefaßt ist, vor der Flglspitze ein Doppel¬
auge und in Zelle 2 ein einfaches Auge führt. Die Mitte des Vflgls ist ebenfalls rotgelb bestäubt. Hflgl ohne Augen,
hinten sind die Vflgl wie oben, die rotgelbe Binde nach innen etwas heller. Hflgl dimkelgrau, braun gestrichelt,
mit einer breiten weißlichen Binde durch die Mitte. Der Saum der Hflgl ist etwas gezähnt. Das ^ ist dem ^
ähnlich, doch, ist die Färbung heller und die Zeichnung schwächer. Von Patagonien und dem südlichen Teil
plana, von Argentinien. — Mit dem Namen plana form. nov. (51 a) belege ich. eine auf der Unterseite ziemlich damit
übereinstimmende Form, bei der die 2 Augen auf der Oberseite in ockergelben Ringen stehen, das untere keine
weiße Pupille hat und in der Mitte des Figls eine Reihe von 4 kleinen rotbraunen Flecken liegt. In der vordem
Hälfte der Hflgl liegt eine undeutliche rotbraune Binde. Auf der Unterseite unterscheidet sich diese Form
von quies dadurch, daß die Wurzelhälfte der Vflgl rötliclibraun ist, und hier 2 braune Winkelzeichen in der ]\Rttel-
zelle liegen. Aidlerdem ist der Saum der Hflgl fast ganz glatt, während er bei quies gezähnt ist. Von Uruguay.
sfaüa. C. statia S'pec. nov. (51 a). Oben einfarlüg braun, fleckenlos. Unterseite graubraun, das Wurzelfeld
der Vflgl bis über die Mitte hinaus rotbraun, vor der Spitze ein rundes schwarzes Auge mit 2 weißen Pupillen
und einem undeutlichen gelblichen Ringe. Hflgl mit 2 stark gebogenen, zackigen dunkelbraunen Querlinien
durch die Mitte, die aus lauter Halbmonden bestehen. Die Grundfarbe ist bis an die 2. Querlinie graubraun,
das Saumfeld heller gra\i, in demselben stehen 2 braune Flecke in braunen länglichen Ringen in Zelle 2 und 5,
eine rotbraune, zackige Submarginallinie und eine schwarze Saumlinie. Von Chile.
2d. Gattung’: Teiraj>hlel>ia Fldr.
In den Vflgln entspringt der 2. Subcostalast hinter dem Ende der Mittelzelle, die obere Discocellular¬
ader ist kurz, die mittlere doppelt so lang als die untere; die Mittelzellen springen am unteren Ende sehr vor.
Die Kolbe der Fühler ist dünn, die Palpen kurz und dünn behaart. Der Außenrd der Hflgl gerundet.
gerinainii germaiilii Fldr. Sat. promaucana Reed.). Dunkelbraun, hinter der Mitte beider Figl rötlich¬
braun bestäubt, auf den Hflgln schwächer als auf den Vflgln. Unten sind Wurzel, Vrd und Ardlenrd der Vflgl
braun, das Mittelfeld rotbraun mit brauner Mittelbinde. Vor der S]iitze ein großes schwarzes Ange mit doppel¬
ter weißer Pujjille und rotgelbem Ring. Die Hflgl unten ebenfalls braun mit einer breiten weißen, dem Außenrd
parallel laiifenden Binde hinter der Figlmitte. Diese Binde ist nach innen scharf begrenzt, nach außen verwaschen.
Bei Chillan und im Villacura-Tal in Chile in Höhen von 30b() — 4000 Fuß selten gefunden. Nach Reed ist der
Falter in den Zentral-Provinzen von Chile nicht selten.
24. Gattung': Fldr.
Der vorigen Gattung ganz ähnlich gestaltet, doch sind die Palpen lang behaart und der 2. Subcostal¬
ast der Vflgl entspringt viel weiter von der Mittelzelle entfernt.
lencoglene. F. leucogleiie Fldr. Oben braun, die Vflgl beim erhabenen diinklen Schuppen im Discus, vor
dem Außenrd rostfarbig bestäubt. Lhiten nur wenig heller, vor der Spitze der Vflgl ein schwarzes Auge mit
dicker weißer Pupille und 2 dunklen Querlinien, die sich auf Medianast 2 vereinigen und hier rostfarbig bestäubt
sind. Die Hflgl braun und verloschen rostfarbig gefleckt. Diese Art wurde nur auf hohen Bergen in Chile selten
gefunden und zwar auf der Cordillere bei Condes in der Nähe von Santiago zwischen 6 imd 10 000 Fuß hoch,
ferner auf dem Paß von Lolco nach Loncpümay in 8000 Fuß Höhe. Flugzeit Januar.
■■^lelligera. F. stclligera Bllr. Oben braun. Vflgl mit rostfarl:)igen Strahlen in Zelle 2 — 4. Hflgl mit drei gleichen
zugespitzten Flecken in denselben Zellen. Fransen dunkelgrau. Unten sind die Vflgl in der Wurzelhälfte rost¬
farbig, in der Außenhälfte, sowie amVrdundIrd braun, fein dunkel gestrichelt. Vor der Spitze ein ziemlich großes
schwarzes Auge mit doppelter weißer Pupille und gelbem Ring. Hflgl unten braun, fein dunkel gestrichelt,
NKOSATYRUS; NEOM/l^NAS. Von 0. Weymer.
eine schwarze, zackige Linie hinter der Zelle. Hinter dieser Linie ist die (Irundfai-he lädier mit weißen Ringen
und einer gebogenen Reihe von 7 schneeweißen Flecken in schwarzen Ringen. Fliegt hoch im (Jel)ij'g(i ir) tlliile
und Argentinien (4 — 7000 Fuß hoch. Chillan, Loico, [^uhnari, Quillen, Ht. Mart.in.)
F. Johanna spec. nov. (51 a). Oben braun. Vflgl beim $ mit einem Doppelauge vor der S[)itz(“ mit johainni.
ockergelbem Ring und 2 weißen Pu]>illen, ferner ein kleines blindes Auge in Zelle 2, amdi mit gelbem Ring. Htigl
oben ohne Augen. Unten Vflgl etwas heller als oben. Die Augen der Vflgl stehen auf einer In-eiten, etwas ludlei-en
Subinarginalbinde, die sich auch auf die Hflgl fortsetzt und, ])roximal von einer winkeligen, distal auf den Vflgln
von einer geraden fortlaufenden, auf den Hflghi aus Halbmonden bestehenden braunen Linie eingefaßt ist.
In dieser Binde stehen auf den Hflgln 5 weiße Punkte. Von Catarnarca in Argentinien.
25. Gattung’: WUgr.
Fühler mit allmählich, verdickter l)irnförniiger Kolbe. Costalis und Mediana an der Wbirzel aufgeblasen.
Von den Subcostalästen laufen drei in den Vrd, zwei in den Außenrd. Die mittlere Discocellularafler ist knie¬
förmig.
N. ambiorix WUgr. (= minimus BUr.) (51 c). Oben braun. Unten heller, Vflgl mit rotgelbem Discus a)nhiorix.
und Do])pelauge vor der Spitze, Hflgl mit einer Reihe von 0 weißen Punkten, wovon 2 augenfürmig sind.. Häufig
in Chile bis nach der argentinischen Grenze in Höhen von .3000 bis 0000 Fuß. Flugzeit Dezember bis Februar.
niinimMS Btlr. halte ich nach der Beschreibung und Abbildung für ein kleines Exemplar von ambiorix.
N. Simplex Btlr. (Argyro]“)henga s.) gehört nach Elwes hierher. Oben einfarbig braun. Unten sind die shnplex.
Vflgl ziegelfarbig orange, mit dunklem Vrd und Außenrd, sowie blaßbraunem Ird; ein großes schwarzes Auge
vor der Spitze mit 2 kleinen weißen Pupillen und weißem Ring. Hflgl blaßbraun mit einem kleinen orange¬
farbenen Fleck in der Mittelzelle und einem kleinen mondförmigen Fleck zwischen den Radialen. Die Art vairde
gefunden bei Chillan in Chile voiiEdmonds im März und an der Straße von Loico nach Loncpximay von Elwes
im Januar.
N. vesagus (---- ochreivittatus Oben braun, Vflgl mit einem großen rotgelben Fleck zwischen vesagus.
den Radialen. Hflgl einfarbig braun, oder mit 3 rotgelben Flecken zwischen den Medianadern. Vflgl unten
rostfarbig mit l)raunen Rändern und einem großen, schwarzen runden Auge mit 2 weißen Pupillen und rotgell)er
Iris. Hflgl braun mit ockerfarbiger Binde durch die Mitte. Chile. — pusilla Fldr. ( Honioeonympha ]). pusilla.
= violaceus Btlr.) ist eine Form von vesagus, die sich durch eine Reihe weißgelber Punkte auf der Unterseite
der Hflgl unterscheidet. Nach Elwes gehören boisduvalii Blanch. {b\c)\md hahni Mab. walu’scheinlich hierzu.
N. reedii Bür. (51 c). Oben olivenbraun mit kupferfarln’gem Glanz und dunklem Rand. Unten sind reedii.
die Vflgl ziegelfarbig rotgelb, ein kleines schwarzes, weißgekerntes Aiige vor der S])itze mit orangefarbigem Ring.
Hflgl braun, in der Mitte mit einer hellviolettgrauen Binde, welche sich am Vrd ausbreitet, der Außenrd braun
gestreift, der Basalteil des Irds schwärzlich. Von Chile. — fuscescens Btlr. ist eine Form von reedii, kleiner, fuscesccns.
die Vflgl sind unten rauchbraun, mit einem schwarzen Punkt statt des Auges. Von La Union in Valdivia.
N. humilis Fldr. (=^ Stygnus h.) (51 f). Oben braun, ungefleckt. Unten heller, Vflgl mit 2 kleinen humilis.
schwarzen, weißgekernten Augen zwischen den Radialen und dem 3. Medianast, Hflgl mit 4 weißlichgell)en Punkten
im Saumfelde. Chile. Gemein in. Wäldern bei Valdivia nach Edmonds, selten l)ei Quillen und am Alumine-
See nach Elwes.
26. Gattung:: ]^eoiiisa,eiias WUgr.
Fühler mit spindelförmiger Kolbe. Palpen den Kopf weit überragend, unten lang behaart. Figl ganz-
randig, die Hflgl gerundet. In den Vflgln sind die Costalis und die Mediana an der Wurzel aufgeblasen. Haupt¬
sächlich von Epinephele durch den fehlenden .Duftschuppenfleck der männlichen Vflgl verschieden.
' fl N. servilia WUgr. ($= decorata Btlr.) (51 c). Braun, Vflgl mit einer rotgelben Binde hinter der Mitte, scrvilia.
das Mittelfeld selbst auch etwas rotgelb bestäul)t, ein schwarzer lainder Fleck vor der Spitze. Hflgl mit schmalem
rotgelbem Submarginalstreifen, der beim in Flecken aufgelöst ist. Unten sind die Vflgl fast ganz rotgelb
mit großem Doppelauge vor der S])itze. Auf den Hflgln ist die Mittelbinde nach außen silberweiß eingefaßt.
Nicht selten bei Valparaiso und anderen Gegenden in Chile im Februar und März.
N, coenonyniphina Btlr. ist oben der Epin. pales ähnlich, doch ohne den Duftschupi)enfleck. Vflgl rocnomjm-
unten ziegelfarbig mit braunen Rändern und einem Apicalauge. Hflgl in der Wurzelhälfte dunkelbraun, Ijegrenzt pidna.
von einer winkeligen gelben Linie, Discus gelblich mit einem scliAvarzen, weißgekernten Analauge. Saum braun
mit dunkler zackiger Submarginallinie. Das $ ist größer, der DisciTS aller Figl oben rostfarbig; auf der Unter¬
seite fehlt das Auge der Hflgl. Selten in |Valparaiso. Dezember und Januar.
N. fractifascia Btlr. Oben braun mit einem rotgelben Fleck in der Mitte der Vflgl und einem schwarzen fractifascia.
236
EPINEPHELE. Von G. Weymer.
ivalleii-
grenii.
itwniata.
cdniondsii.
reticidcda.
tencdia.
limonlas.
drtjas.
edmondsii
nionachus.
Eleck in einer kurzen rotgelben Binde vor der Spitze. Hflgl ebenfalls mit kurzer Binde, worin am AnahGnkel
ein schwarzer Fleck. Unten haben die ziegelfarbigen Hflgl eine braune Binde mit dunklen Rändern, welche
in der Mitte gewinkelt und breit unterbrochen ist. Im Saumfelde 2 schwarze Flecke am Vorderwinkel und 2
zwischen den Medianadern. Selten in den Wäldern bei Bad Chillan in Chile.
N. wallengrenii Btlr. Dunkelbraun, mit schwarzem Spitzenfleck. Vflgl unten gelbbraun mit hellgelber
Binde und schwarzem, weißgekernten Augenfleck vor der S])itze. Die hintern zwei Drittel der Hflgl sind rauch¬
braun, durch eine rötlichgelbe Binde geteilt. Discus heller, mit weißen Rippen, Saum braun. In Wäldern unter¬
halb Chillan in Chile.
N, inornata Elwes. Duidcelbraun, mit einem rötlichen Schein gegen die Wurzel beider Figl, auch zeigt
sich beim $ ein großer schwarzbrauner Fleck vor der Spitze der Vflgl in rotbraunem rmdeutlichen Ringe. Auf
der Unterseite sind die Vflgl bräiuilich rotgelb mit gelbbraunem Vrd \md Außenrd. Vor der Spitze ein Doppel¬
auge in gell)em Ringe. Die Hflgl einfarbig gelbbraun. In den Bahos von Caucpienes in Chile im März.
N. edmondsii Btlr. (Argyrophenga e.). Oben glänzend dunkelbraun. Vflgl in der Mittelzelle rostrot,
ein schwarzer Fleck vor der Spitze. Der Discus der Hflgl größtenteils hellrostfarl)ig mit 3 bimförmigen schwarzen
Strichen. Anf der Unterseite sind die Vflgl ziegelfarbig orange mit graubraunem Außenrd und schwarzem Auge
vor dem Apex in gelbem Ring. Hflgl olivbraun, ein breiter schwefelgelber Längsstreifen geht von der Wurzel
(hirch die Mittelzelle zum Außenrd. 6 abgekürzte gelbe Längsstreifen laufen über die Rippen, davon 2 vor und
4 hinter dem ersterwähnten Streifen. Der Costalrand ist ebenfalls gelblich, der Ird und der Außenrd grau. Selten,
nur 1 Exemplar im Brit. Museum, welches von Edmonds in den Wäldern unterhalb Chillan in Chile gefangen
Avurde.
N. reticulata Weym. {5\q). üben braun. Vflgl mit 3 kleinen rotgelben Flecken in Zelle 2, 4 und Sund
vier weißen Punkten vor denselben in einer Reihe. Auf dem Hflgl eine rotgelbe aus 5 Flecken bestehender Binde
die zum Teil einen schwarzen Punkt führen. Der letzte Fleck am Ird hat 2 Punkte. Beide Figl mit Aveißer,
auf den Rippen unterbrochener Saunilinie. Fransen braun. Wie aus der Abbikhmg hervorgeht ist die Unter¬
seite sehr charakteristisch gezeichnet. Vaterland unbekannt, vermutlich Süd-Amerika. Koll. Weymer.
N. tenedia Weym. (51c). Oben braun. Anf den Vflgln bedeckt ein großer rotgelber Fleck die Mittel¬
zelle. Ein großer scliAvarzer Fleck in ockergelbem Ring liegt vor der Spitze, zuweilen zeigt derselbe 2 Aveiße
Pupillen, ein kleiner ockergelber Fleck mit schwarzem Mittelpunkt in Zelle 2, und einige rotgelbe Punkte daneben.
Die Hflgl mit einer kurzen rotgelben Binde in Zelle 4 bis 6. Auf der Unterseite ist die Wurzelhälfte der Vflgl
ganz rt)tgelb, der schwarze Fleck vor der Spitze hat 2 Aveiße Pupillen, ihr Außenrd ist brännlichgrau, ebenso
die ganzen Hflgl. Von Süd-Brasilien.
27, Gattung': EpiiieplteltGHöw.
Die Fühler haben eine längliche, allmählich verdickte Kolbe. Costalis und Mediana der Vflgl sind stark
aufgeblasen und 2 Subcostaläste entspringen vor dem Zellenende. Der Ird der Hflgl ist vor dem InnenAAinkel
mehr oder weniger ausgeschnitten und bei den meisten Arten mehr in die Länge gestreckt. Die d'c? haben auf
den Vflgl einen Duftschuppenstreifen. Die meisten Arten dieser Gattung gehören der paläarktischen Fauna an.
Vgl. Bd. 1, S. 137 — 142, Taf. 46, 47. Einige kommen in Ost-Indien vor. Vgl. hierzu Magiiola, Bd. 9, S. 306.
Die amerikanischen Ai’ten lel)en nur in Chile und den angrenzenden Gebieten.
E. linionias Phil. (= janiroides Bhinch. [nicht H .-Schäff .\ = blanchardii Ky.) (51c). Oben bi-aun. Vflgl
mit rostrotem 3.1ittelfeld, das beim durch den dunkelbraunen Duftsch.u]Apenfleck geteilt ist. Beim $ ist die
FärbAing mehr rotgelb und ein scliAvarzer Apicalfleck vorhanden. Die Unterseite ist heller mit deutlichem
Apicalauge. In Chile verbreitet und häufig. Da der Name janiroides bereits von Herrich-Schäfeer für' eine
Epine'phele aus Algier vergeben Avar, so kann er für diese chilenische Art nicht gebraucht AA'erden, und batte
deshalb Kirby den Namen blanchardii gewählt. Da aber die Beschreibung von linionias Phil, auf diese Art
paßt, so hat der letztere Name dafür einzutreten. — dryas Fldr. (51 c), deren Ablnldung nach der FELDER’schen
TjqAe im Tring-Museum gefertigt ist, Aveicht nur Avenig von linionias ab. Von Chile.
E. edmondsii Btlr. Oben glänzend braun. Auf den Vflgln sind Wurzel Aind Binde vor dem Außenrd
rotgelb, durch die Mitte eine Reihe von 6 graubraunen Flecken, vor der Spitze ein scliAvarzer Fleck. Hflgl mit
rotgelliem Fleck vor dem Vrd. Anf der Unterseite sind die Vflgl rotgelb mit grauen, scliAvarz gestrichelten
Rändern und einem Ajiicalauge mit doppelter Pupille. Hflgl unten graubraun, fein schwarz gestrichelt mit einer
etwas dunkleren, nach außen scliAvarz eingefaßten Mittelbinde, neben AA^elcher am Vrd einige AA’-eiße Schuppen
liegen. Von Chillan an den Abhängen der Cordillere (Chile). Selten.
E. monachus Blanch. (=- valdiviae Fldr., lugubris Btlr., luctuosus Eeed) (51 d). Oben einfarbig braun
mit braun und Aveiß gescheckten Fransen und einem undentlichen scliAvarzen Fleck vor der Spitze der Vflgl.
Unten sind die Vflgl größtenteils rötlichbraun, mit einem blinden Auge; die Hflgl braun, dunkelbraun ge-
EKEBJA. Von G. Weymer.
237
strichelt, mit einer sclirägen Reihe weißer Pvuikte. Tn den chileniscOien Gebirgen sehr häufig. Die Ahf>ilduiig
ist nach der FEEDER’schen Type von valdivi(t,e gefertigt.
E. COCtei Gner. tragicus Reed.) (51 d). Oben braun, etwas rostrot bestäid)t und itiit einiger) solch.en ruc/ri.
Eiecken am Analwinkel der H.flgl. Das $ hat den größern Wurzelteil roströtlich gefäi'bt und ein Auge vor der
Spitze mit doppelter Ihipille. Auf der Unterseite sind die Vflgl bei J und $ rotgelb mit einem gleichen Auge,
der Außenrd. und die Hflgl heller braun, letztere mit hellerer Binde hinter der Mitte. In den chikujischen G(‘-
birgen nach. Elwes stellenweise liäufig.
E. tristis G«eV. Etwas größer als coctef. Nach der Abbildung in ,,Voyage (Jocpiille“ oben einfarbig dunkel- Irisli'i.
gelbbraun mit lichteren Adern und einem blaßgelben kleinen j'unden hdeck am Zellenende der V'flgl. Auf der
nicht abgebilcleten Unterseite soll nach der GuERix’schen Beschreibung auf den Hflgln eine gelblichvveiße
Ijinie sein, die sich nach, vorne in einen großen gleichfarbigen Fleck verlängert. Nach Elwes ist die Ai't in Chile
stellenweise häufig. — pales Phil. (51 d). Vielleicht eine h^'orm der vorigen. Oben graubraun mit 2 rotgelben pa[e.‘i.
Fleckchen am Rande der Hflgl. Unten Vflgl rotgelb, Vrd und Ird schnial gelbgrau, Aidlenrd breit gelbgrau,
ein großes Auge mit I)üp])elpupille vor der Spitze. Hflgl gell)grau mit hellerem Rande. Chile (Valdivia).
E. flora Phil. (= Pedal, oaxes Btlr., Stibomorpha tristis ßtlr. (51 d)). Oben braun mit 1 oder 2 rot- jlom,
braunen Flecken, die aber auch fehlen können. Fransen gelb und braun gescheckt. Unten : Vflgl rotgelb und braun
gefleckt, ihr Vrd schwarz und weiß marmoriert. Hflgl dimkelbraun marmoriert, mit einem gelben Fleck in der
Mitte, einer welligen weißen Querbinde und einem weißen Fleck am Vrd. Provinz Valdivia (Chile). Philippi
hat die Art als eine Satyrus-Avt beschrieben, Butler zuerst als Pedaliodes, dann als 8tihow,orpha. Wegen der
an der Wurzel angeschwollenen Mediana stelle ich sie hierher.
E. nycteropus Reed. (51 d). Oben braun, beim ^ mit dunkel braimem Duftschiq^penfleck, beim 9 mit ttJ/rtcropus.
dunkelrotgelbem Mittelfleck der Vflgl. Auf den Hflgln einige rotgelbe Submarginalflecke. Unten Vflgl rotgelb,
Außenrd breit, Vrd schmal graubraun, ein rundes Apicalauge mit 2 weißen Ihipillen in ockergelbem Ringe.
Hflgl graubraun mit einem zackigen, weißen Mittelstreifen. In der Mitte des helleren Saumfeldes 2 hellgelbe
Flecke. Von flo7-a Btlr., mit der sie einige Aehnlichkeit hat, auch verschieden durch die nicht gezähnten V-
und Hflgl, sowie durch die mein’ vorgezogene Spitze der Vflgl. Selten, die Art scheint auf die Ivüstenregion
von Zentral-Chi le l)eschränkt zu sein.
E. poliozona FWr. (51 d). Oben einfarbig braun. Unten bräunlich rotgelb mit graubraunen Rändern nodo^ona.
der Vflgl, einem blinden Apicalauge, Hflgl mit einer hei lilafarbigen Sul)marginall)inde. Auf derselben in Zelle
2 und 5 je ein schwarzer Ihuikt. Chile.
E. gyrtone Berg. Oben braun, das mit einem Dopi)elauge vor der Spitze und ohne Augen auf den gyrtone
Hflgln. Beim $ noch ein 2. kleines Auge auf den Vflgln in Zelle 2 und fünf solcher Augen auf den Hflgln. Unten
gelblichgrau, mit einer helleren, auf den Hfgln zum Teil weißen Binde vor dem Außenrd, auf welcher die schwarzen,
weißgekernten und gelbgeringten Augen stehen und zwar beim 8 - Vflgln und 4 auf den Hflgln, beim
$ 3 auf den Vflgln und 5 auf den Hflgln. Das erste Auge der Vflgl ist größer und hat 2 Pupillen. Die Binde ist
proximal wie distal durch eine diinkle Linie eingefaßt. 39 — 45 mm. Im Süden der Provinz Buenos Aires (Sierra
Tandil) gefunden.
E. imbrialis Weeks. Oben bronzebraun. Auf den Vflgln läuft eine zackige dunkelbraune Linie von der iitibrialis.
Spitze zur Submediana und von da zurück, den Schluß der Mittelzelle berührend, zur Mitte des Vrd.s. In dem
so gebildeten Dreieck liegt vor der Spitze ein schwarzes Doppelauge mit 2 silbernen Pujjillen und hellbraunem
Ringe. Die Hflgl haben eine feine dunkelbraime Submarginallinie und nur zuweilen ein kleines Auge mit einfacher
Pupille am Analwinkel. Die Unterseite der Vflgl ist wie oben, nur viel heller, das Auge ist größer und hat gelblich¬
weißen Ring. Die Spitze ist gi-au bestäubt. Die Hflgl sind unten grau, stark brami bestäubt, mit einer breiten
grauen, an der innern Seite braun eingefaßten Binde vor dem Aixßenrd. Zuweilen ist eine Reihe braxiner Flecke
in der Mitte vorhanden. Die Art scheint also sehr variabel zu sein. Von Bolivien, Alezunidistrikt.
28. Gattung’: Krebia Dalm.
Nur die Costalis der Vflgl ist an der Wurzel stark aufgeblasen. Von den Subcostalästen entspringen
gewöhnlich 2 vor dem Zellenende, zuweilen nur einer. Der 4. Sucostalast mündet in die Spitze des Vflgls. Die
Fühler haben eine deutlich verlängerte Kolbe. Die Palpen sind vorne mit langen, steifen, oben mit kürzeren
Haaren besetzt. Der Außenrd beider Figl ist gerundet. Die Erebien sind meist kleine, kaunx die mittlere Größe
erreichende, dunkelbraun gefärbte Schmetterlinge. Ihr Verbreitungsbezirk umfaßt das ganze paläarktische
und nearktische Gebiet. Es sind meistens Gebirgstiere, Avelche die alpinen Regionen Europas, Asiens und Ameri¬
kas bewohnen. Nur wenige Arten gehen in die Hügelregion hinab. Im Vergleich gegen das paläarktische Gelxiet
ist die Zahl der amerikanischen Arten gering. Ueber Gewohnheiten und Lebensweise der Erebia vergl. ferner
Bd. 1, S. 94 und 95.
238
EREBIA. Von G. Weymbr.
(liscohlaJis. E. discoidalis Ky. (51 e). Oben dunkelbraun, die äußere Hälfte der Vflgl rotbraun, beide Farben gehen
ineinander über, mit verloschenem schwarzen Auge mit weißlicher Pupille vor der Spitze. Unten sind die Vflgl
rotbraun mit dunkelbraun gestrichelten Rändern. Hflgl in der Wurzelhälfte braun, Außenhälfte grau, überall
dunkler gestrichelt. Von der Hudsons-Bai. Kommt auch in Sibirien vor, vergl. Bd. l, S. 111.
fasciaia. E. fasciata Btlr. (Bd. 1. Taf. 35 e). Oben braun, Vflgl nach außen rotbraun wie discoidalis. Unten sind
die Vflgl rostfarbig, an der Spitze weißlich, mit 3 l)raunen Binden, nämlich einer Wurzel-, einer Mittel- und einer
Saumbinde. Die Mittelbinde ist wellig und an der Costa breiter, alle rostfarbig eingefaßt. Hflgl weißlichgrau,
mit 3 gleichen, aber rotbi’aun gefärbten Binden, von denen die mittlere beiderseits gezähnt ist. 51 — 58 mm.
Vaterland: arktisches Nord- Amerika, Ost-Sibirien. Vergl. Bd. 1, S. 103.
rots^ii. E. rossii Chirt. Dunkelbraun, mit etwas helleren Fransen. Vflgl mit rotbraunem Fleck vor der Spitze,
worin 2 schwarze Punkte stehen. ZuAveilen darunter noch 2 solche kleinere Flecke, mit je einem schwarzen
Punkt. Auf dem Hflgl zuweilen im Saumfelde drei solcher Flecke mit verloschenen Punkten. Unten sind die Vflgl
rotbraun mit dunkelbraunen Rändern und zuweilen weißgekernten Augenflecken. Hflgl dunkelbraun und wei߬
grau bestäubt mit verloschener dunklerer Mittelbinde, vor der Schlußrippe ein weißer Fleck und dahinter vor
dem Außenrd 2 oder 3 weiße Punkte. Vaterland: arktisches Nord- Amerika und Sibirien. Vergl. Bd. 1, S. 109.
mancinus. E. Thuh. maiicinus D5/. (51 e). Oben braun. Vflgl mit einer rotbraunen Binde vor dem Außenrd,
die aus 4 dicht aneinander gerückten Flecken besteht. In Jedem Fleck liegt ein schwarzer, meist weißgekernter
Punkt. Fransen l)raun und weiß gescheckt. Hflgl einfarbig braun. Unten etwas heller, die Spitze der Vflgl
und der Außenrd der Hflgl grau bestäubt. Die Binde der Vflgl ist in 4 einzehie rotgelbe Flecke aufgelöst, nur die
2 vordem hängen noch zusammen, die schwarzen Flecke darin sind gi’ößer als oben. Der Schmetterling wird
in den Gebirgen von Alaska und Britisch-Columbia gefunden. Ueber die Stammform disa vergl. Bd. 1, S. 109,
Taf. 37 h.
vidicri. E, vidleri Edw. Diese Art steht der sibirischen sedakovii Ev. (vergl. Bd. 1, S. 105, Taf. 37 e) nahe
und gleicht ihr m Größe, Farbe und Zeichnung; doch ist nach Elwbs der Unterschied in den Genitalien
so groß, daß an ein Zusammengehören beider Arten nicht zu denken ist. Die Binde der Oberseite der Vflgl ist
gellüich braim und zieht in gerader Richtung durch den Figl, indem sie drei kleine dunkelbraune Augen einschließt,
von denen die 2 oberen weiße Pupillen haben. Die Binde der Hflgl ist kürzer als bei sedakovii, sie reicht bloß
bis zur Figlmitte und enthält nur 2 braune Flecken, von denen der obere sehr klein ist. Auf der Unterseite reicht
die Binde der Vflgl nicht bis an die Costa imd diejenige der Hflgl ist derjenigen von aethio'ps (Bd. 1, Taf. 37 e)
oder sedakovii sehr ähnlich. Gefunden in den Bergen über dem Seton-See bei Lilloet am Fraser-Fluß m Bri-
tisch-Columbien von Capt. Vidler. Kommt auch in Washington vor (nach Dyar).
caUkts. E. callias Edw. (51 f). Oben braun mit einem rotbraunen Fleck vor der Spitze der Vflgl, worin 2
schwarze, weißgekernte Augen stehen. Unten sind die Vflgl rotbraun mit grauem Vrd und Außenrd und den
gleichen Augen wie oben. Hflgl grau, fein braun gestrichelt, mit mehreren dmiklen Querstreifen. Häufig auf
hohen Bergen in Colorado und Neu-Mexico. Es ist die amerikanische Form des paläarktischen tyndarus Esp.
(Vergl. Bd. 1 S. 113, Taf. 37 i).
epipsodca. E. cpipsodea (= rhodia Fdw.) (51 e). Oben braun mit 4 oder 5 schwarzen, weißgekernten Augen
auf den Vflgln und 3 oder 4 gleichen auf den Hflgln, alle in breiter rotbrauner Umgebung. Unten sind die Augen
gerade so vde oben und. die Hflgl haben eine breite, gebogene, schwärzliche Mittelbinde. — Das Ei ist suboval,
kalkweiß. Die Rp gedrungen, walzig, mit rundem Kopf, von Farbe matt gelbgrim; die Pp ist bräunlich weiß,
braun gefleckt. Die Entwicklung erfolgt in 10 Tagen. Der Schmetterling ist in den Bergen von Britisch-Columbia
gemein, sein Verbreitungsbezirk geht von Neu-Mexiko im Süden, wo er in hochgelegenen Gegenden fliegt, bis
hrucei. nach Alaska im Norden. — brucei Ehv. (= sineocellata Skhm.) ist eine Form von epipsodea, die kleiner ist,
bei der die ,4ugen fehlen, und die rotbraune Fleckenbinde fast verloschen ist. Sie kommt auf hohen Berg¬
gipfeln in Colorado in 12 000 Fuß Höhe vor.
Sofia. E. Sofia Streck. ($ = ethela Edw. (51 e). Oben dunkell)raun, Vflgl mit einer glattrandigen , submargi¬
nalen Binde von 6 rotbraunen Flecken, Hflgl mit 5 ähnlichen Flecken, von denen die 2 letzten mehr isoliert
stehen. Auf der Unterseite sind die Vflgl in der Mitte rotbraun, die Binde ist wie oben, doch sind die 3 vorderen
Flecke hellgelb, die 3 hinteren rotgelb. Die Hflgl haben in der Mittelzelle einen weißen Fleck und am Vorder¬
winkel 3 weißliche Flecke, darunter 2 weiße Punkte. Der Schmetterling ist noch selten in den Sammlungen
und wurde gefunden bei Fort Churchill in Britisch Amerika, im Yellow-stone Nationalpark und einigen andern
alaskensis. Lokalitäten in Colorado. — alaskensis Ho//, ist eine Form der sofia, die weniger Flecken auf den Flgln hat. Die
Vflgl zeigen beiderseits nur 3, die Hflgl auf der Unterseite nur 2 Flecke. Bei Eagle-City und am American Creek
in Alaska im Juh gefangen.
youngi. E. youHgi Holl. Oben sammetartig dunkelbraun, Vflgl mit einer kurzen, aus rotbraunen Flecken ge¬
bildeten Submarginalbinde. Jeder Fleck enthält einen schwarzen Punkt. Die Hflgl haben eine ähnliche Reihe
Flecken, die aber mehr isoliert stehen. Die Unterseite ist blasser. Auf den Vflghi ist die Binde noch etwas
MANEREBIA; IDIONEURA; PSEUDOMANrOEA. Von 0. Weymer. 2.%
mehr zusammengeflossen wie oben. Durch die Mitte der Hflgl zieht eine l)ix‘ite, krumme, dunkle, an beiden
Seiten schwarz eingefaßte Binde, dieser folgt eine graue und am Aidfenrd eine dunkelbraune Binder. Die schwar¬
zen Punkte der Oberseite sind hier nur schwach arigedeutet. Das $ ist oberseits etwas heller als das rj, untei-
seits aber etwas schärfer gezeichnet. 33 — 35 mm. Von Alaska.
E. magdalena Streck. (51 e). Ober- und Unterseite beider Figl ist einfarbig schwarzbrann, ohm* Flecken iii(i(jd/j.lena
und Zeichnung. Wurde bisher nur in Colorado in einer Höhe von 10 bis 14 000 Fid.? gefunden.
E. patagonica Mah. (51 e). Oben dunkelbraun mit einer bräunlichroten Submarginalbinde auf beiden pnUnjfunra
Flgln, die aber die Vorder- und die Innenränder nicht erreicht. Unten sind die Vflgl rotbraun mit schwarzen
Rippen und einem kleinen schwarzen, weißgekernten Auge vor der Spitze. Hflgl braun, dunkelbraun gestii-
chelt, durch die Mitte eine dunkelbraune gezähnte Linie, die distal von einer schmalen, hellbi’äunlichen
Binde begleitet ist; zwei schwarze, weiß gekernte Augen in Zelle 2 und 3. Von Patagonien.
29. Gattung-: Maiiereliia Stgr.
Fühler dünner und kürzer als bei Erehia, ihre Kolbe wenig verdickt und kaum löffelförmig ausgehöhlt.
Figl oben zeichnungslos. Auf der Unterseite der Vflgl steht entweder ein Auge oberhalb des Analwinkels oder
es liegen weiße Punkte vor dem Außenrd. Die Hflgl haben eine gebogene dunkle Querlinie im Basalteil und 2
andere gewellte oder gezackte vor dem A\d,lenrd, mit hellen Punkten oder kleinen Augenflecken dazwischen.
Von Bolivien und Peru.
M. cyclopina Stgr. (= Lyman. varola (51 f). Oben eintönig schwarzbraun, unten etwas heller, die cuclopina.
Spitze der Vflgl lichtgrau bestreut, mit einem schwarzen, weißgekeruten und bräunlich umrandeten Augenfleck in
Zelle 2 und zuweilen einem kleinern Auge darüber oder darunter ; ferner mit 2 oder 3 weißen Punkten vor der Spitze,
einer gezackten dunklen Querlinie vor dem Rande und einer iindeutlichen Linie vor den Augen. Hflgl braungrau,
am Rande grau bestreut mit 3 dunklen Querlinien, einem größern, gelbumringten Augenfleck und einem kleinern
gleichen darunter vor dem Analwinkel. Gegen den Vorderwinkel 1 — 3 weiße Punkte. Von Peru und Bolivien.
— Ob cyclopella Stgr. (51 f) eine Zeitform der vorigen, oder eine verschiedene Art ist, steht noch nicht fest, ryclopella.
Sie unterscheidet sich dadurch, daß die 2. und 3. Querlinie der Hflgl-Unterseite näher zusammenstehen und der
Augenfleck fast ganz gelb erscheint. Von Bolivien. Ebenso unsicher erscheinen die Artrechte von cyclops Stgr., eyclops,
bei der die Hflgl auf der Unterseite am Außenrd nicht grau bestreut sind, und die sich ferner durch eine starke
Einschnürung der Binde zwischen der 2. und 3. Querlinie auf der Unterseite der Vflgl von den übrigen Formen
unterscheidet. Aus dem südlichen Bolivien (Bueyes).
M. typhlops Stgr. Oben dunkel schwarzbraun. Unten bräunlicher mit 2 schwach gezackten, dunkel- typhlops.
braunen Querlinien vor dem Außenrd aller Figl, zwischen denen weiße Punkte stehen. Die Zahl dieser Punkte
wechselt auf den Vflgln von 3 bis 7, auf den Hflgln von 2 bis 5. 34 — 35 mm. Aus der Provinz Yungas in Bolivien.
— thyphlopsellaxS^gr. ist einePorm der vorigen, die sich nur durch ihre Kleinheit (28 — 29 mm) und dadurch iinter- thyphlop-^
scheidet, daß die Unterseite, besonders die der Hflgl viel lichter grau angeflogen ist. Von Tanampaya in Bolivien. c
39. Gattiiiig-: [cli4»iieiii*a Fldr.
Die Figl ziemlich lang gestreckt, ihr Außenrd gerundet, nur die Costalrippe ist an der Wurzel aufgeblasen,
die mittlere Discocellularrippe der Vflgl ist gerade, die untere- nach innen gewinkelt, in den Hflgln bilden diese
genannten Rippen fast eine gerade Linie. Die Augen sind nackt. Nur eine columbische Art.
1. erebioides Fldr. (51 f). Die braune Farbe der Oberseite wird gegen die Figlwurzel chmkler. Die Fransen erebioides.
sind grau. Auf den Hflgln stehen oben in den Zellen 3 bis 5 drei deutliche schwarze, weißgekernte Augen in rot¬
gelben Ringen. Die Unterseite ist etwas heller braun. Durch die Mitte beider Figl geht eine dunkell)raune
gezackte Querlinie und vor dem Saum stehen 2 glatte Linien. Auf den Hflgln in Zelle 2 bis 4 drei weiße kurze
Längsstriche, die nach außen und innen zugespitzt sind. Von Bogota (Columlüen) 2500 m. Mit dem Namen
moderata [form, nov.) belege ich eine Form von erehioides, die auf der Oberseite der Hflgl niir eiiiAnge nnd zAvar moderaia.
in Zelle 3 hat, nnd bei der auf der Unterseite die weißen Längsstriche ganz fehlen. Von Bogota.
31. Gattiino’: Pseiiflomaiiiola Weijm.
Die Costalis der Vflgl ist stark, die Mediana schwächer aufgeblasen; der 2. Ast der Subcostalis entspringt
weit hinter dem Ende der Mittelzelle, die mittlere Discocellularrippe der A'flgl ist halbkreisförmig nach innen
gebogen, die untere fast gerade. In den Hflgln ist die mittlere Discocellularis schwach nach innen gebogen.
Die Palpen sind stark nnd lang behaart, die Fühler kurz, mit scharf abgesetzter, breiter, schaufelförmiger Kolbe.
Die beiden Arten fliegen in großen Höhen im bolivianischen Hochlande.
P. euripides Weym. (51 f). Oben hellbraun, nach außen mit grünlichem Schiller. Auf den Vflghi eine curipides.
breite ockerfarbige Binde, worin vor der Spitze 2 braune Flecken und darunter zuweilen noch 2 solcher Punkte
240
CALISTO. Von G. Weymbr.
stehen. Die Hflgl haben 3 große rotgelbe Flecke in Zelle 2 — 4. Auf der Unterseite ist die Grundfarbe dunkler
braun, ohne Schiller, die Binde ist rotgelb, die 2 großem schwarzen Flecke sind weißgekernt, miteinander ver¬
bunden und von einem breiten hellgelben Ring umgeben. Die Hflgl sind dunkelbraun gesprenkelt mit breitem,
helleren Außenrd, der ein Drittel des Figls einnimmt. Eine dunkelbraune Linie trennt beide Farben. Vor dem
Saum in Zelle 2 ein dunkelbraimer weißgekernter Fleck. Bei Portaguelo de Corocoro und bei Sicasica in 3600
bis 4600 m Höhe. (Von Stübel gesammelt).
eleaics. P. clcatcs Weyni. Oben braun, zwei kleine rotgelbe Flecke liegen auf jedem Figl in Zelle 2 und 3
nicht Aveit vom Saum, auf den Vf Ighi deutlich, auf den Hflghi undeutlicher. Unten ebenfalls braun. Vflgl mit
schwarzem Aveißgekernten Auge vor der Spitze, das von einem hellbraimen Ring umgeben ist, der sich nach
hinten bis in Zelle 3 verlängert. Die Hflgl haben einen gelblichbraunen Außenrd, der ein Viertel des Figls
einnimmt, und durch den eine Reihe brauner Halbmonde zieht. Es Avurde nur ein Exemplar bei Tacora in
Bolivien von Stübel gesammelt, das sich jetzt im Königl. Zool. Museum in Berlin befindet.
32. Gattung’: Cal ist« Hbn.
Diese Gattung unterscheidet sich von allen amerikanischen Satyriden- Gattungen dadurch, daß bei ihr
alle Aeste der Subcostalis der Vflgl nach dem Ende der Mittelzelle abzAveigen. Die Costalis und die Mediana
der Vflgl sind stark aufgeblasen. Die Mittel-Discocellularis der Vflgl bildet einen rechten Winkel, dessen hinterer
Schenkel AA^eit nach außen reicht, infolgedessen ist die Mittelzelle hinten viel länger als vorne. Der Ird der Hflgl
ist vor dem Innen Avinkel mehr oder weniger tief ausgeschnitten. Bei den meisten Arten haben die GG oben einen
seidenartigen Duftschuppenfleck. Die Schmetterlinge sind meist klein oder unter Mittelgröße. Sie beAvohnen
die Antillen, nur eine Art soll aiif dem Festlande von Amerika gefunden sein, doch bedarf dies Avohl noch Aveiterer
Bestätigung.
zangls. C. zangis F. (= agnes CV.) (51 f). Oben braun, Vflgl bei den GG einem großen, runden, sammet¬
artigen, dunkelbraunen Duftschuppenfleck in der Mitte. Die Hflgl sind in der hintern Hälfte rötlichbraun
mit einem kleinen schwarzen Fleck am Analwinkel. Auf der braunen Unterseite liegt auf den Vf Igln ein großes
Auge vor der Spitze nahe am Vrd. Dasselbe ist schwarz mit ockergelbem Ring und doppelter Aveißer Pupille.
Auf den Hflgln ein viel kleineres Auge vor dem AnalAvinkel. Die äußere Hälfte der Hflgl ist heller braun. Der
Schmetterling ist auf Jamaica gemein, soAvohl in der Ebene Avie im Gebirge, avo er bis zu 6000 Fuß hoch fliegt.
Ein Exemplar Avurde nach Lathy in Demerara in Britisch- Guyana gefangen. Die Aveiteren Vaterlandsangaben
,,Pensylvanien“ in Oramer (Uitl. Kap.) und ,, Carolina“ in Godart (Encyclopedie) und in Kirby’s Katalog müs¬
sen Avohl auf Irrtum beruhen, da Holland und Dyar in ihren Werken, die Art nicht aufführen.
niüjUa. C. nubila Lathy (51 f) ist der vorigen Art ganz ähnlich, unterscheidet sich aber von ihr dadurch, daß
der sammetartige Duftschuppenfieck der GiJ fohlt. Die Oberseite ist ganz schwärzlichbraun, nach außen blasser,
ein sclmarzer Fleck liegt am Analwinkel der Hflgl. Auf der Unterseite ist die Mittelzelle der Vflgl lebhaft rotbraun,
die Hflgl sind ebenfalls rotbraun, am AnalAAÜnkel orange gefärbt, mit einem größern Auge in Zelle 2, das orange
eingefaßt ist, und einigen weißen Fleckchen daneben. Das $ ist nicht bekannt. Von Porto Rico.
archehates. C. archcbatcs Men. Oben kupferbraun, ein sammetartiger Fleck reicht A^om Ird bis zur Mittelzelle
der Vflgl. Unten braun. Vflgl mit scliAvarzem, Aveißgekernten, gelbgeringten Auge, Hflgl mit hellgelber Binde
durch die Mitte, die sich am Ird erweitert. Hinter derselben ein Auge, das dem der Vflgl gleich ist, und zAA^ei
Aveiße Punkte daneben. Von Haiti. Sehr selten. Kur in der Sammlung von Godman und Salvin, soAvie im Peters¬
burger Museum.
pulchelta. C. pulchella Lathy (51 g). Oben dunkelbraun, beim G mit dem sammetartigen Fleck auf den Vflgln
wie bei den andern Arten und einem schwarzen, hellgelb eingefaßten Fleck am Analwinkel. Das $ hat auf den
Hflghi ein großes, orangebraunes Feld im hintern Teil des Außenrds vor dem AnahAÜnkel, Avelches von einer
dunkelbraunen Linie durchzogen ist. Die Unterseite ist der von zangis und nubila ähnlich, doch ist die Wurzel¬
hälfte der Hflgl fast ganz rötlich orange gefärbt, vor dem Auge der Hflgl liegen 3 Av^eiße Punkte in einer Reihe
über einander und hinter dieser eine Reihe rotgelber Flecke. Auf den Vflgln ist die 2. AA'eiße Pupille des Auges
tencbrosa. Avurzelwärts gerückt und liegt in dem gelben Ring. Von Haiti. — tenebrosa Lathy ist eine Aveibliche Form von
pulchella, bei Avelcher auf der Oberseite der Hflgl das große orangel)raune Feld vor dem AnalAvinkel fehlt. Eben¬
falls von Haiti.
hcrophile. C. hcrophile Hbn. (51 f). Oben braun, beim mit einem dunklen sammetartigen Fleck auf den Vflgln.
Unten graubraun mit 2 welligen Mittel- und 2 fein gezackten, breiten Submarginallinien, einem rotgelben Drei¬
eck an der Wurzel der Vflgl, mit einem großen Auge auf den Vflgln und einem etAvas kleineren Auge auf den Hflgln
und vor letzterem eine Reihe von 4 Aveißen Punkten. Von Cuba.
hy.siu,s. C. hysius Goclt. Die kleinste Art der Gattung, sie hat niir 24 bis 28 mm Figlspannung. Oben dimkelbraun,
bei den cJG mit großem, sammetartigen, schwärzlichen Fleck auf den Vflgln. Unten braiui, Vflgl ockergelb ge¬
sprenkelt, mit ziegelrot ausgefüllter Mittelzelle, einer braunen, distal gelb gerandeten Mittellinie, 2 Submarginal-
Aiit^/iefjüüen AO. 1. lUlA.
.STEROMA; PS h]ü DOS'I'I^ROM A. Von (S WioyMicii.
211
linien und einem großen gelbgeringten Apicalange mit Doppel-Pupille. Hflgl ln•atln, dicht ockergeih hes]>renkelt.
Außer den 3 Querlinien der Vtlgl ist noch eine weitere Querlinie in dei' Nähe der Wurzel vorhanden. Pin kleines
Auge in Zelle 2 und darüber zwei weiße Punkte. Von Haiti. Nach einem Pxemplar inKoll. Staudinoku auch auf
Jamaica vorkommend. — confusa Lathy (=.= lysius il/e/o) (51 g) ist eine Form von hyuiufi, die sich, oben daduieh ronfma.
xmterscheidet, daß am Analwinkel der Hflgl ein kleiner ockergelber Fleck liegt. Auf dei‘ Unterseit(i geht die gella;
Querlinie vor dem Auge der Vflgl nur l)is an Rippe 2. Die beiden lu'annen Querlinien vor und in der .Mitten
der Hflgl sind nach außen deutlich weiß eingefaßt, die beiden braunen Submarginallinien endigen am Analwinkcl
in einen schwarzen Fleck und der Raum zwischen ihnen ist im hintern Flglteil weiß ansgefüllt. Auch ist das
Auge der Hflgl etwas größer als bei hysius. Von Haiti.
33. Gattung-: ^teF<»iiaa Westw.
Eine an der Gestalt der Figl leicht kenntliche Gattung. Der Außenrd der Vflgl ist schwach, derjenige
der Hflgl aber zwischen den Rippen stark ausgeschnitten. Unterhalb der Spitze der Vflgl tritt der Außenrd
stumpf vor. Der Ird der Hflgl ist vor dem Innenwinkel tief ausgeschnitten, so daß der Innenwinkel selbst lappig
hervortritt. Der Vrd der Hflgl ist in seiner Mitte ebenfalls tief ausgeschnitten und bildet dann bei % seiner
Länge einen breit und rund vortretenden Zahn, der vom Ird der Vflgl bedeckt ist. Die Costalis und die
Mediana der Vflgl sind an der Wurzel stark, die Submediana etwas weniger stark aufgeblasen. Ein Subcostalast
entspringt vor dem Ende der Mittelzelle der Vflgl. Das 3' hat auf denVflgln einen sammetartigen Duftschup¬
penfleck. Die Falter fliegen in den Hochgebirgen des tropischen Amerika.
S. superba Btlr. (51g). Oben schwarzbraun, am Rande rötlich, das B einem großen, seidenartigen superba.
Duftschuppenfleck in der Mitte der Vflgl. Unten sind die Vflgl kupferbrann glänzend, an der Spitze dunkelbraun
marmoriert. Ebenso marmoriert sind die ganzen Hflgl. An der Costa und in der Mitte der Hflgl liegt je ein
Silberfleck und vor dem Außenrd eine Reihe von ockergelben Punkten. Von Bolivien, Peru.
S. bega Westw. Der vorigen Art ähnlich, doch sind die Figl kürzer, die Gestalt daher gedrungener, beyu.
Oben dunkelbraun. Unten sind die Vflgl heller, einfarbig braun, nur die Spitze ist schwarz und weiß gesprenkelt.
Auf den hell- nnd dunkelbraun marmorierten Hflgl stehen silberweiße Punkte und Flecken zerstreut. Von Vene¬
zuela, Columbien und Bolivien. — andensis Fk/r. (51 g) ist eine Form von hega, bei der auf derUnterseite der Hflgl andensis.
die 2 kurzen, silbernen Streifen an der Costa den Buchstaben V bilden. Von Bogota (Columbien). — modesta modesta.
form. nov. (51 g) ist eine etwas kleinere Form, bei der die silberweiße Punktierung und Zeichnung der Unterseite
der Hflgl fast ganz fehlt. Nur ein silberglänzender Punkt in Zelle 2 und ein silbernes kleines Winkelzeichen
in Zelle 3 sind noch vorhanden. Der Zahn am Vrd der Hflgl ist wie bei den andern Formen. Von Yungas de
la Paz, 1000 m (Bolivien).
S. zibia Btlr. Oben braun mit dunklem Rande, die Hflgl im Saumfeld rötlich, am Analwinkel weiß- zibia.
bestäubt. Unten sind die Vflgl heller, mit einem gelben Strich vor der Spitze, die Costa gelb und braun mar¬
moriert. Hflgl schwarz, braun und rostfarbig marmoriert, der Apicalteil ockergelb mit 2 rostfarbigen Flecken,
ein Silberfleck vor der Spitze und die Flecke an der Costa wie bei hega, zwei schwarze, mit Silber eingefaßte
Flecke vor dem Außenrd. Spann-Breite 42 mm. Von Venezuela.
34. Gattung’: lösend osteroma nov.
Diese neue Gattung bildet den Uebergang von Steroma zxx Steremnia. Wie bei letzterer fehlt ihr der breite
stumpfe Zahn, den Steroma am Vrd der Hflgl bei Ag seiner Länge besitzt, die übrigen Zähne des Außenrds der
Hflgl treten aber gerade so weit vor, wie bei Steroma. Der erste Zahn am Vorderwinkel ist etwas stärker als die
übrigen, und bildet auf dem Vorderwinkel eine fast rechtwinkelige Ecke. Der Ird der Hflgl ist ebenso ausgeschnit¬
ten wie bei Steroma, aiicli bildet der Außenrd der Vflgl dieselbe stumpf vorspringende Ecke unterhalb der Spitze
wie dort. Der Duftschuppenfleck ist meistens ebenfalls vorhanden.
P. pronophila Fldr. (Steroma p.) (51 g). Oben braun, der Saum und der Duftschuppenfleck hinter jironopkUa.
der Mediana der Vflgl dunkler; die Spitze der Fransen zwischen den Rippen weißlich. Unten Vflgl gelblich-
braun, Spitze der Vflgl und die ganzen Hflgl dunkelbraun marmoriert. Letztere mit einem weißen Fleck am Vrd,
einer Reihe von 6 weißen Punkten vor dem Außenrd und einem hellbraunen Fleck am Analwinkel. Das $
ist dem gleich gezeichnet, nur fehlt der Duftschuppenfleck. Columbien (Bogota), 2800 m, Cipacpie in der
Ost-Cordillere 3000 m, am Quindiu-Paß 3800 m hoch von Fassl gefunden. — umbracina Btlr. ist eine Form umhracina.
der 'pronophila, oben olivbraun, Vflgl im Spitzendrittel etwas heller, die Fransen abwechselnd sch\^'arz und gelb¬
braun. Unten fast wie oben, Hflgl an der Spitze graubraun, mit einer submarginalen, welligen, unterbrochenen
dunkelbraunen Linie. Breite 40 mm. Von Pei’u.
P. monachella spec. 7iov. ( Thieine i. h) (52 a). Oben dunkelbraun, in der Mitte dunkler, am Außenrd heller, moxachdla.
Fransen dunkelbrann und weiß gescheckt. Unten Vflgl in der Wurzelhälfte rötlichbraun, nach außen heller.
Saum mm breit, fein dunkelbraun gestrichelt und vor der Spitze weiß gepudert. Hflgl dunkelolivbraun,
V
31
agraulis.
polyd-o.
rugilas.
■inisclla.
pairohas.
irltonia.
242 STEREMNIA; GYROCHEILUS; ELINA. Von G. Weymer.
scliwarz marmoriert und gefleckt, Saumfeld heller mit einer olivbraunen, stark gezackten Suhmarginalbinde,
einer Aveißen Punktreihe vor derselben, und einigen weißlichgelben Flecken nnd Strichen am Vrd und am Anal-
winkel. Der Außenrd ist ganz dunkelbraun. Von Huancabamba 3000 m hoch in Nord-Peru.
P. agraulis spec. nov. (51 f). Oben rötlichbraiui, etwas glänzend, an der Wurzel etwas dunkler. Vflgl
mit 3 Aveißen Punkten vor dem Außenrd in Zelle 3, 4 und 5. Fransen Aveiß, auf den Rippen schAvarz gefleckt.
Hflgl mit 4 AA^eißen Punkten in Zelle 2 bis 5. Saumlinien dunkelbraun, Fransen einfarbig braun. Unten Vflgl
braun, Spitze und Außenrd Aveiß, mit dunkelbraun gesprenkelt. Die Aveißen Punkte der Oberseite sind eben¬
falls vorhanden. Hflgl dunkelgrau, mit Aveiß und schwarz marmoriert, am Vrd 2 zerissene Aveiße Flecke, am Ird
2 graue dreieckige Flecke, vor dem Außenrd eine Reihe weißer Punkte in schwarzen Ringen. Fransen braun.
Von monachella, durch das Fehlen des dunkelbraunen Schuppenflecks auf der Mitte der Vflgl. -Oberseite, durch
andere Gestaltung der Zeichnung der Hflgl-Unterseite, namentlich durch den fehlenden dunkelschwarzgrauen
Außenrd verschieden. Auch sind die Einschnitte am Saum tiefer und die Zähne spitzer. Von Bolivien.
35. Gattung’: Stereamiia Thieme.
Lei dieser Gattung fehlt nicht allein der Zalm hinter der Mitte des Vrds der Hflgl, den Steroma besitzt,
sondern auch der am Vordenvinkel selbst liegende Zalm, der bei Pseudosterorna rechtwinkelig Amrspringt. Der
etAvas konvex v<jrtretende Vrd der Hflgl geht daher in fast glatter Rundung in den Außenrd über. Der Aiissclmitt
des Irds ist niclit so tief, und die Zähne des Außenrds treten weniger vor als bei den beiden vorigen Gattungen.
S. polyxo Godm. u. Salv. Oben braun, beim einfarbig, beim $ mit einer verloschenen, rötlichbraunen
SAd)marginalbinde auf beiden Flgln. Unten Vflgl braun mit gelblichbrauner Spitze. Hflgl gelblichbraun, drmkel-
Iji’aun gestrichelt, mit einer gelbliclien Binde vor der Mitte, die sich, nach vorne verbreitert und in 2 Teile spaltet.
I^or dem Aid.lenrd eine gleichfarbige, breite Binde, die in der hinteren Figlhälfte mit 2 Zacken Aveit nach iiuien
vortritt lAiid so den Buchstaben W bildet. In der Sierra Nevada von Santa Marta (Columbien) gesammelt
von Simons und Tetens.
S. rugilas Thieme (52 a). Oben braun; auf dem Vflgl vor der Außenrdsmitte ein etwas rötlicher Schein.
Unten Vflgl rötlichbraun mit grauer Spitze, Hflgl scliAvarzbraun, hellmarmoriert, mit undeutlicher Aveißer Mit¬
tellinie, die aus einem Aveißen Costalfleck entspringt, mit weißer Punktreihe vor dem etAvas helleren Außenrd.
Columbien, Callegos am Quindiu-Paß in 3000 ni Höhe (Fasse).
S. misella Thieme (52 a). Oben olivbraun, gegen den Rand etwas lieber, das (J Schuppenfleck.
Fransen beider Figl braun und Aveiß gescheckt. Unten dunkelbraun, am Außenrd. der Hflgl und an der Spitze
der Vflgl etAvas heller mid fein dunkel gestrichelt, mit einer undeutlichen Submarginallinie. Die Zälme der Hflgl
treten nur wenig vor. Von Huancabamba in Nord-Peru.
36. Gattiuig’: twyroelieiliis Btlr.
Die Costa der Vflgl ist stark gekrümmt, der Außenrd wenig Avellig, derjenige der Hflgl gezähnt, der Ird
der Hflgl ziemlich stark ausgesclmitten. Die Costalrippe der Vflgl ist ziemlich stark angeschAvollen. Von den
Sidicostalästen der Vflgl entspringt der erste vor dem Zelleneude, der 2. gerade am vordem Ende der Zelle,
die übrigen dahinter. Die mittlere Discocellularrippe ist in beiden Flgln Avinkelig nach innen gerichtet, infolge¬
dessen ist der hintere Teil der Mittelzelle länger als der vordere. Es sind mittelgroße, dunkelbraune Schmetterlinge,
deren Vaterland Mexico und das angrenzende Arizona ist.
G. patrobas Hew. (52 b). Oben dunkelbraun, Vflgl mit 4 Aveißen Punkten in einer Reihe, Fransen
scliAvarz und Aveiß gescheckt. Hflgl mit einer breiten rotbraunen Submarginalbinde, an deren innerem Rande
2 Aveiße Punkte in Zelle 2 und 3 stehen, und mit einem schmalen, etwas verloschenen, rotbraunen Streifen
zAvischen dieser Binde und dem Saum. Unten sind die Figl noch dunkler braun als oben. Auf den Vflglii ist die
Spitze Aveiß gepudert, und die Aveißen Punkte stehen in scliAvarzen Ringen. Auf den Hflgln ist der Außenrd breit
bläulichgrau, rotgelb und braun marmoriert, an der innern Seite desselben steht eine Reihe Aveißgelber Flecke,
an der äußern Seite mehrere liraune und dazAAÜschen rotgelbe Linien. Im Hochland von Mexico (Oaxaca, Nord-
Sonora, Durangocity, Jalapa. — tritonia Edw. ist eine Form von pairohas, die sich nur durch dunklere Oberseite,
verdüsterte rotbraune Binde der Hflgl und das Felden der Aveißen Punkte in dieser Binde unterscheidet.
Auf den Vflghi stehen zuweilen oben und unten nur 3 weiße Punkte statt 4. Von Arizona und Nord-Mexico.
37. Gattung’: Blanch.
Bei dieser Gattung entspringen 2 Subcostaläste vor dem Ende der Mittelzelle der Vflgl, die übrigen
dahinter. Die Costalis und die Mediana derselben Figl sind an der Wurzel aufgeblasen. Der Außenrd der Vflgl
ist Avellig, derjenige der Hflgl stark gezähnt und ihr Ird ausgeschnitten. Die Gattung umfaßt mittelgroße
und kleine Schmetterlinge, die in Chile und den angrenzenden und benachbarten Ländern A^orkommen.
KTRONA. Von G. Wioymi^r.
‘J'ifi
E. lefebvrei Guer. (~- nioJitrolü Feisth.) (52))). ül)en Ijraim niit eiiu'r rotln'aiineii 8nl)niarginal))inde. l/^frhrrel.
die stellenweise stark eingesclxnürt ist und auf den Vflgln durch die lu’aunen Rippen unterfu-oclien ist. Vor dei-
Vflgl-Spitze stehen axif dieser Binde ockergelbe Längsstrahlen und 2 dunkel l)raune Flecke, hhu l>raune)- kleiner
Fleck in Zelle 2 kann auch oft fehlen, ebenso der braune Fleck in Zelle 2 der Hflgl. .Das Wurzel- und Mittelfehl
ist stark rotbraun bestäubt. Auf der Unterseite sind die Vflgl bis an die Subniarginal binde rostbraun, die Binde
ist ockergelb, nach vorne weiß, die 3 dunklen Flecke sind schwarz und haben weiße rii{)illeu. Der Außenrd
ist braun. Durch die Mitte der Hflgl zieht eine zackige, dunkelbraune Binde, die wurzelwärts verschwommen,
saumwärts meist scharf begrenzt ist. Dieser folgt eine grauweiße, braunbesprenkelte Submarginal binde und dann
der dunkelbraune Außenrd. Das $ ist bedeutend größer, es hat eine Spannweite von 70 mm. Die Wurzelhälfte
beider Figl ist fast ganz rotbraun gefärbt, der vordere dunkle Fleck ist weiß gekernt und die Unterseite ist heller
als beim (J. — Die Rp ist hellbraun mit schwarzen Längslinien. Kopf groß, mit 2 schwarzen Linien und einer
hellen Spirallinie, die unten schwarz eingefaßt ist, der Rücken ist etwas dunkler braun, der Schwanz 2 spitzig.
Sie ist im Oktober erwachsen iind lebt an ,,Coligne“ (Chusquea sp. ?). Die Pp ist hellbraun mit einigen schwarzen
Strichen und Flecken. Der Schmetterling erscheint im November und Dezember und ist in Chile stellenweise
häufig, doch mehr in der Ebene als im Gebirge. Er kommt auch in Argentinien und Uruguay vor.
E. vanessoides Blanch. (52 b). Der vorigen Art ähnlich, doch etwas kleiner. Die Hflgl sind gestreckter vanessoides.
und weniger gezähnt. Die Binde ist heller gefärbt und. die dunkelbraunen Flecke in Zelle 2 beider Figl fehlen
oberseits auf beiden Flgln und. unten auf den Vflgln. Die dunkelbraunen Flecke vor der Spitze der Vflgl haben
beiderseits keine weißen Pupillen. Durch die Mitte der hell- und dunkelbraun marmorierten Hflgl zieht ein
weißer, gebogener, auf Rippe 5 unterbrochener Streifen. Hinter demselben eine Submarginalbinde, die etwas
heller als die Grundfarbe ist, und in welcher in Zelle 2 ein dunkelbrauner Fleck mit rotgelbem Ring steht.
Von Valdivia in Chile, wo sie nicht selten ist.
E. calvertii Ehv. Eine kleine Art mit geradem Außenrd der Vflgl. Das d' oben dunkelbraun, mit 2 ver- calvertii.
loschenen, kleinen, rotbraunen, Submarginalflecken in Zelle 2 und 3 beider Figl. Unten sind die Vflgl braun,
an der Wurzel dunkelrotgelb bis zur Mitte, mit einer breiten, geraden, rotgelben Submarginalbinde, worin vor
der Spitze ein schwarzer runder Fleck mit ockergelbem Ring steht. Die Hflgl sind hell- und dunkelbraun, mar¬
moriert, mit einem großen, weißen Fleck am Vorderwinkel, der stark braun besprenkelt ist; eine Reihe weißer
Punkte liegt vor dem Außenrd. Beim $ ist die Zahl der rotbraunen Flecke auf der Oberseite vermehrt, auf den
Vflgln stehen in diesen Flecken braune Punkte und das Auge der Unterseite scheint nach oben durch. Auf der
Unterseite der Hflgl bildet der Aveiße Fleck am Vorderwinkel den Anfang einer ockergelben, braun gesprenkelter
Binde, die sich bis an den Ird fortsetzt. Der Außenrd der Hflgl ist beim $ nur schwach Avellig. Das E
auf der Oberseite der Vflgl einezr Fleck sammetartiger Schuppen. Nicht selten in einem Walde unterhalb der
Baiios von Chillan in Chile im Monat Dezember. Auch am Quillen-See in Argentinien gefunden (Elwes).
E. nemyrioides Bkmch. (= nemyroides Reed, neomyrioides Elw.) (52b). Der Außenrd der Vflgl tritt nemt/rioi-
unterhalb der Spitze in einem stumpfen Winkel vor, beim etwas mehr als beim $. Im übrigen ist der Falter
dem vorigen sehr älmlich, auch hat das denselben Fleck sammetartiger dunkelbrauner Schuppen in der Mitte
der Vflgl. Hinter diesem Fleck ist die Grundfarbe stark rotbraun gemischt. Die (abgebildete) Unterseite ist in
der Zeichnung der von calvertii sehr ähnlich, nur ist der v/eiße Fleck am Vrd der Hflgl bei nemyrioides reiner
weiß, und setzt sich als zackige weiße Linie bis zum Innenwinkel fort. Beim ^ tritt die rotgelbe Binde der Lhiter-
seite der Vflgl auch auf der Oberseite in derselben Breite auf und umsclzließt hier ebenfalls einen scliAvarzen
runden Apicalfleck. Auch haben die Hflgl beim $ auf der Oberseite eine submarginale Reihe kleiner rotgelber
Flecke und auf der Unterseite ist der weiße Fleck am Vrd viel größer. Von Chile, bei Bad Chillan und in Val¬
divia (nach Edmonds), bei San Ignacio und Port Biest (nach Elwes). Nicht gemein in den Zentral-Provinzen,
dagegen Aveniger selten in Valdivia (nach Reed). Flugzeit Januar bis März.
38. Gattung’: Jßteoiia Westw.
Die Gestalt der Figl ist imgefähr dieselbe wie bei Elina, der Außenrd der Vflgl ist AA^ellig und hat unter¬
halb der Spitze eine stumpfe Ecke, derjenige der Hflgl ist gezähnt, jedoch ist der Ird der letzteren nicht aus¬
geschnitten. Nur die Costalis der Vflgl ist aufgeblasen, die andern Rippen sind normal. Von den Subcostal-
ästen der Vflgl entspringen beim $ 2 vor dem Ende der Mittelzelle, die übrigen dahinter; beim ^ dagegen nur
einer vor dem Zellende, während der 2. gerade am Ende der Zelle abzweigt. Die Schmetterlüige beAA'ohnen
Süd-Brasilien.
E. tisiphone Bsd. (Euterpe t.) (52 a). Oben dunkelbraun mit einer Reihe gelblicliAA^eißer Flecke über beide tisiplwne.
Figl, die den größten Teil der Hflgl bedecken, auf den Vflgln aber bei den oben größtenteils verloschen sind.
Einzelne haben oberseits ganz schAvarzbraune Vflgl. Auf der Unterseite ist die Grundfarbe heller, die Rippen
sind schwarz, und zwischen ihnen stehen schwarze Längsstrahlen und kurze AA^eiße Längsstriche. Die Flecken¬
binde ist rein weiß und geht auch bei den E zum Vrd der Vflgl. Die einzehien Flecke sind kleiner, ihre An¬
zahl ist aber bei und $ größer als oben. Der Schmetterling ist in Süd-Brasilien verbreitet A^on Rio de Janeiro
244
ZABIRNIA; SABATOGA; LYMANOPODA. Von G. Weymer.
bis nach Rio Grande do Siil, kommt aber auch (nach Staudinger) in Columbien vor. Boisduval hatte inseinen
,,Species general“ Chile als Vaterland angegeben. Butler rmd Elwes erwähnen die Art aber in ihren Verzeich¬
nissen der chilenischen Schmetterlinge nicht, und Reed sagt in seinen Mariposas chilenas ausdrücklich, daß die
i-iilpeciila. Art nicht chilenisch sei. — vulpecula Weijni. (52 a) ist eine weibliche Form von tisiflione, bei der die Flecken¬
binde oberseits nicht gelblich weiß, sondern rostfarbig rötlichbraun ist. Auch die Mittelzelle der Vflgl ist rötlich¬
braun. Nur einige kleinere Flecken vor der Spitze der Vflgl sind hellgelb geblieben. Die Unterseite ist ganz
bräunlich ockergelb, welche Farbe alle weißen Flecken und Strahlen absorbiert hat, nur die schwarzen Rippen,
Flecke_^und^Längsstrahlen zwischen den Rippen sind noch vorhanden. Von Rio Grande do Sul.
cupoUs. E. eupoüs Hew. (52 a, b). Vflgl oben braun mit rotgelben Längsstreifen an der Wurzel, mit emer
schwefelgelben Binde hinter der Mitte und einem gleichen Fleck vor der Sjjitze. Hflgl rotgelb mit breitem brau¬
nem Außenrd. Unten wie oben, nur heller, die Spitze der Vflgl mit schwarzen Längslinien, die Hflgl mit weißen,
schwarz eingefaßten Längsstrahlen zwischen den Rippen im Saumfelde. Von Rio de Janeiro und Esperito
flava. Santo. — Mit dem Namen flava form. nov. bezeichne ich eine Form von eiqJoUs, bei der die rotgelbe Farbe dei
Vflgl oben imd unten durch Schwefelgelbersetzt ist, die Hflgl sind größtenteils zitrongelb, von der rotgelben Farbe
der eupolis ist hier nur ein ca. 4 mm breiter Streifen neben dem braimen Außenrd noch vorhanden. Unten
reicht die zitronengelbe Grundfarbe der Hflgl bis dicht an den Saum, da der braune Außenrd fehlt, die
schwarzen Linien und Rippen, sowie die weißen, schwarz eingefaßten Längsstrahlen sind aber wie bei eupolis. Von
Esperito Santo.
39. Gattung-: Hew.
Größe und Gestalt von Catagramma. Kopf klein. Augen nackt. Palpen lang und dünn, 2mal so lang
als der Kopf, mit langen Haaren bedeckt. Fühler unter halber Länge der Vflgl, mit langer Kolbe. Vflgl; Vrd
und Außenrd konvex. Ird gerade. Die an der Wurzel stark angeschwollene Costalis reicht bis zur Mitte des
Vrds. Zwei Subcostaläste entspringen vor dem Ende der Zelle, welche etwas länger als der halbe Figl ist. Die
obere Discocellularis ist kurz, die mittlere bildet einen Winkel nach innen. Der Außenrd der Hflgl ist halb¬
kreisförmig, die Mittelzelle ist kürzer als der halbe Figl.
zigomala. Z. zigomala Heiv. Oben dunkelbraun. Wurzelhälfte der Vflgl rötlich orange mit schwarzen Rippen.
hinten wie oben, jedoch heller braun und sind in der äußeren Hälfte der Vflgl, sowie in den ganzen Hflgln alle
Rippen und Linien zwischen den Rippen schwarz gefärbt, auf den Vflgln liegen 2 ockergelbe Flecke am Vrd
hinter der Mitte und ein runder schwarzer Fleck zwischen der 1. und 2. Mechanader. Die Hflgl haben lünter der
Mitte eine undeutliche, mit dem Außenrd parallel laufende Binde, welche etwas heller als die Grundfarbe ist.
54 mm. Von Jima in Ecuador. Koll. Hewitson (Brit. Mus.).
40. Gattung-: ^al>atog;a Stgr.
Sj)itze der Vflgl vorgezogen, jedoch nicht zugespitzt, sondern abgerundet, der Innenwinkel dagegen
sehr flach geruirdet, der Vrd fast gerade, infolgedessen ist der Vflgl verhältnismäßig schmal. Nur ein Subcostal-
ast entspringt vor dem Ende der Zelle, Subcostalast 4 läuft unmittelbar vor der Flglspitze in den Vrd. Hflgl
in der Mitte des Außenrds mit einer stumpf vortretenden Ecke. Im übrigen ist das Geäder dieser Figl dem
der Gattung Idioneura ähnlich; die Mittelzelle ist nach aiißen gerade so gerundet wie dort. Palpen lang und lang
behaart. Fühler dünn mit kurzer, stark verdickter Kolbe. Augen nackt.
mirabüis. S. mirabilis Stgr. Vflgl braunschwarz mit einem großen, durchscheinenden, weißen Irdsflecken und
einem kleinen, länglichen Subapicalflecken. Hflgl weißlich, am Ird, an der Wurzel und am Vrd dicht dunkelbraun¬
grau bestäubt, nur che Apicalhälfte ist rein weiß, mit einer Reihe schwarzer Punkte (die aber auch fehlen kann).
Unten sind die Vflgl schmutzig weiß, mit einem rotbraunen oder mattgelbbraunen Apicalteil. Hflgl braun,
gegen den Ird grau, am Medianstamm, an den drei Medianästen und an der untern Radiale stehen silberglänzende
►Streifen, che zum Teil braun begrenzt sind. 5 schwarze Punkte zwischen den Rippen. Die Art ist nur in 2 Exem¬
plaren bekannt, die sich in der Koll. Staudinger (jetzt im Zool. Museum in Berlin) befinden. Sie stammen aus
der Sammlung Thalenhorst in Hamburg und tragen die Vaterlandsangabe : Sabatoga in Columbien.
41. Gattung-: Ijyiiisiiiofxxla Weshv.
Palpen lang, mit langen, steifen, abstehenden Haaren besetzt, nur der Rücken derselben und das
Endglied sind kurz behaart. Fühler mit allmählich verdickter Kolbe. Ein besonderes Kennzeichen der Gattung
ist, daß die männlichen Vorderfüße sehr stark verkümmert sind. Augen schwach behaart. In den Vflgln ist die
Costalis an der Wurzel aufgeblasen, die Mediana nur schwach verdickt, während che Submechana keine Anschwel¬
lung zeigt. Zwei Subcostaläste entspringen vor dem Zellende, der 4. Subcostalast mündet in den Vrd vor der
Flglspitze. Die obere Discocellularis ist kurz, che mittlere und die untere sind bei den einzelnen Arten verschieden.
Bald bildet die mittlere, bald die untere einen nach innen gerichteten Winkel, aus welchem ein in die Zelle
LYMANOI’ODA. Von (I. VVeymkr.
245
hiiieinragendes Aestclien entspringt. Zuweilen liegt dieses Aestchen ader auch an der Stelle, wo die beiden Kijjpen
Zusammenstößen, so daß es eine Fortsetzung der iinteren Radiale bildet. Die Ht'lgl verschiedener Ai'ten zeigen
ein gleiches rücklantendes Aestchen, dessen Lage aber ebenso wechselt wie bei den Vflgln. - - Die Lymanopoden
sind kleine, bis beinahe mittelgroße Schmetterlinge, deren Figlgestalt meistens gerundet ist. Nur die Sf)itze der
Vflgl ist bei mehreren Arten fast rechtwinklig, bei einzelnen sogar zugespitzt. Anflere haben in dei- Mitte
des Aid.lenrds der Htlgl eine stumpfe Ecke, bei noch anderen liegt diese stumpfe Ecke am Analwinkel dei- Hflgl.
Die Oberseite ist meistens einfarbig braun, nur wenige haben weiße oder glänzend blaue Grundfarbe. Viel¬
fach stehen weiße Punkte in einer geschwungenen Reihe aut beiden Flgln, zuweilen sind dieselben durcli Augen
ersetzt. Einzelne Arten haben a\if der U)iterseite der Hl'lgl silberglänzende Flecken oder Binckui. Das Hau])t-
standcpiartier dieser Gattung bilden die Anden des tropischen westlichen Amerika, wo sie voji Gosta Pica
bis Peru verbreitet ist.
Oberseite weiß.
L. lactea Hew. Weiß, Wurzel dunkler bestäubt, Vflgl: Vrd undAußenrd rötlich, ein schwarzer 8ub- lacfm.
marginalstreif, ferner ein Fleck in der Mitte des Vrds, ein großer viereckiger Fleck an der Spitze und ein kleiner,
runder, weißgekernter Fleck zwischen dem 2. und 3. Medianast, alle schwarz. Aut den Htlgln sind die Ri])]jen
gegen den Außenrd schwarz ; 2 sch warze Punkte in Zelle 4 und 5 iind einer in Zelle 1 c. Unten weiß, die Ränder
der Vflgl und die ganzen Hflgl hellgelb. Die Flecken der Vflgl sind zum Teil undeutlich. Die Hflgl sind von 2
schrägen rotbraunen Binden durchzogen, auf der untern dieser Binden stehen 3 schwarze Piinkte, ein gleicher
Punkt am Vorder Winkel und 3 weitere Punkte in der hinteren Figlhälfte. Spannweite 40 mm. Von Columbien.
L. galactea Stgr. (52 c). Schwach glänzend weiß. Vflgl mit schmalem schwarzen Vrd \ind breitem schwär- galadea.
zen Außenrd, welcher nach hinten nur wenig an Breite abnimmt und bis an den ersten Medianast reicht. In
demselben stehen mehrere weiße Punkte. Hflgl mit schwarzem Fleck am vordem Teil des Außenrds. Auf
der Unterseite ist die Außenrdbinde kürzer und ihre äußere Hälfte ist bräunlich. Die weißen Punkte sind hier
schwarz eingefaßt. Die Hflgl sind unten von 3 braunen Querstreifen diirchzogen, welche auf der Oberseite
schwach durchscheinen. Von Cillutincara (Provinz Yungas, Bolivien). Von Garlbpp gesammelt.
L. eubagioides Bür. Der vorigen ähnlich. Weiß, an der Wurzel schwärzlichgrün, Costa, Apex und euhcußoides.
Außenrd der Vflgl sind schmal rostfarbig, der Raum vor der Spitze von der Costa bis zum ersten Medianast
ist schwarz. Ebenso gefärbt sind die äiißere Hälfte der Mittelzelle und 2 Flecke in den Zellen 2 und 3. Tn
dem schwarzen Spitzenraum liegen ein halbkreisförmiger Fleck am Ende der Mittelzelle, eine schräge Binde
in der Mitte zwischen Zelle und Spitze, sowie 4 kleine Punkte vor der Spitze, alle weißgefärbt. Unten Aveiß, die
Vflgl mit rotbraunem, weißgeflecktem Discus; Costa, Spitze und Außenrd blaß ockergelb. Zwei dunkle
Flecke in Zelle 2 und 3, der obere Aveißgekernt und ockergelb gelängt. Hflgl schmutzig Aveiß, braunbestäubt
mit einer Anzahl brauner Schrägstriche im Wurzelfekle und 7 schwarzen Punkten im Saumfelde. 43 mm.
Von Peru.
L. nivea Stgr. (52 c). Vflgl Aveiß, Vrd schmal scliAvarz, Außenrd vorne breit, hinten schmal scliAvarz, nivea.
vier Aveiße Punkte in gebogener Reihe vor der Spitze, ein schwarzer Fleck auf der Schlußrippe. Hflgl AA'eiß,
nur che Wurzel grau bestäubt. Unten sind Vrd und Spitze der Vflgl gelbhch grau bestäubt. Von Ecuador
( Quito). — melia form., nov. (52 c) ist eine Form von nivea, bei der der scliAvarze Fleck auf der Schlußrippe der Vflgl vielia.
mit dem schAvarzen Außenrd zusammenhängt, so daß die äußere Hälfte der Vflgl bis zur J\Rtte des Vrds und bis
zum InneiiAvinkel schwarz gefärbt und nur durch einen größeren und 2 oder 3 kleine Aveiße Flecke unterbrochen
ist. Die Hflgl sind an der Wurzel dunkler bestäubt. Auf der Unterseite der Vflgl stehen vor der Spitze 3 braune
Punkte an denjenigen Stellen, avo nivea die Aveißen Punkte hat und ein 4. brauner Punkt in Zelle 3. Bei dem
$ sind auf der Unterseite die Spitze der Vflgl und die ganzen Hflgl hellgeiblich grau bestäubt. Am Quindiu-
Paß in Columbien in 3800 ni Höhe in den Monaten September bis November Amn Fassl gesammelt. — soror- sororcuki.
cula Thieme ist eine Aveitere Form der nivea, bei welcher die Zeichnungen der Oberseite nicht scliAvarz, sondern
lebhaft rostbraun, nur in dem Fleck am Ende der Mittelzelle und im Außenrd etwas verdunkelt, und im schmalen
Saum des Vrds rostgelb gefärbt sind. Von Ecuador, Umgegend des Chimborazzo. (Haensch).
L. huüana Weym. (52 c). Die A\''eiße Grundfarbe der Oberseite ist in der Wurzelhälfte der Vflgl durch inäiana.
dunkelbraunen Staub sehr verdunkelt. Die Spitzenhälfte ist schAvarzbraun und reicht bis in che IMittelzelle
und bis an den InnenAvinkel, nach innen mehrere vorspringencle Ecken bildend. Darin liegt in den Zellen 4 bis
6 eine trübweiße Fleckenbinde. In der IMitte der Zelle 2 hegt auf AA'eißem Grunde ein dunkelbrauner Fleck.
Die Hflgl sind fast ganz mit braunem Staube bedeckt, so daß nur in der Mitte etAvas von der AA'eißen Grundfarbe
übrig bleibt. Das Wurzelfelcl ist Aveiß behaart. Eine Reihe brauner Punkte vor dem Rande. Auf der Unterseite
sind Vrd, Sjhtze und Außenrd der Vflgl bräunlich ockergelb, ein brauner Fleck auf der Schlußrippe und 2 kleine
Flecke darunter. Hflgl bräunlich ockergelb mit der gleichen Punktreihe AAÜe oben. Auf dem Paranio des Huila
in Columbien in 4000 m Höhe von Stübel gesammelt. — tolinia form. nov. (52 c) ist eine Form Amn huilana, toVuna.
bei der die Vflgl Aveniger dunkel bestäubt sind, so daß in der Mitte ein großes, AA’eißes Feld hegt, das A'om Vrd der
Mittelzelle bis zum Innenwinkel reicht. Der runde dunkelbraune Fleck in Zelle 2 ist AAÜe bei Jniilana. Die dunkle
Bestäubicng der ganzen Hflgl ist dagegen so stark, daß eine blaiilichgraue Färbung entsteht, che nur durch
palumha.
sami US.
raeruleata.
cinna.
marianna.
lahda.
246 LYMANOPOBA. Von G. Weymer.
einen weißen Längsstrahl unterbrochen ist. Die Unterseite der Vflgl ist wie bei kuilana, diejenige der Hflgl
ist hellbräunlichgelb mit demselben weißen Längsstrahl wie auf der Oberseite, nur ist derselbe nach liinten
dunkelbraun eingefaßt. Die Punktreihe wie oben. Auf dem Paramo des Tolima in Columbien, 4200 ni hoch,
im Januar von Fasse gefunden.
L. palumba Thienie. Etwas kleiner als die vorigen Formen. Weiße Vflgl mit schwarzbrauner Spitze,
Vrd und Außenrd. Der dunkle Vrd umfaßt die ganze Mittelzelle, zieht breit zur Spitze und dann am Außenrd
ohne Zacken an der inneren Seite schräg rückwärts bis beinahe zum Innenwinkel hinab. An der Flglwurzel
ist dieser Rand glänzend schiefergrün, vor der Spitze rostfarbig, im übrigen schwarzbraun. Ein weißer Fleck
am Ende der Mittelzelle, ein etwas größerer darüber und 3 bis 4 weiße Punkte vor der Spitze. Hflgl ganz weiß,
an der Wurzel schiefergrün schillernd. Die Unterseite ist weißlichgelb, wolkig rostbraun bestäubt, mit einem
rostbraunen Fleck in der Mittelzelle der Vflgl. Von Bolivien (Provinz Yungas de la Paz).
Oberseite blau.
L. samius Dbl. (52 c). Die schönste Art der Gattung. Oben glänzend blau mit schwarzbraunem Außemvl,
der vom Vrd der Vflgl bis zum Innenwinkel der Hflgl allmählich an Breite abnimmt, und auf den Vflgln blau¬
glänzende Flecke und weiße Punkte einschließt. Neben dem Rande stehen auf den Hflgl eine Reihe schwarzer
Punkte. Auf der lebhaft ockergelben Unterseite zeigen sich auf den Vflgln 3 oder 4 kleine schwarze Augen
mit weißen Pupillen und einige weiße Punkte vor der Spitze, welche in ihrer Lage den weißen Punkten der Ober¬
seite entsprechen. Auf den Hflgln stehen eine gebogene Reihe schwarzer Punkte, und eine braune, zackige
Submarginallinie. Zwei bräunliche Querstreifen ‘ziehen von der Wurzelhälfte des Irds zur Spitze. Das 2 ist
oben heller blau gefärbt und hat weniger Glanz. Der Ird der Hflgl ist bis an die Mediana bräunlichgrau bestäubt.
Zuweilen geht die blaue Farbe in ein zartes Rot über. Nach Fassl’s Beobachtungen ist das Ei fast so groß
wie dasjenige von Pa/p. macliaon, aber bimförmig, oben breiter als unten, in der Mitte etwas eingezogen, rötlich-
graxi, seidenglänzend, mit dünnen Längsrippen, die oben in eine dunkle Erhöhung auslaufen. Als Futterpflanze
für che noch unbekannte Rp kommt wahrscheinlich das wilde Bergzuckerrohr (Chusque) in Betracht, in dessen
Nähe Fasse den Schmetterling meistens fing. Bogota (Columbien) auf den Randbergen der Hochebene, 2800
bis 3200 m hoch. Wegen seines schnellen Fluges ist der Falter schwer zu erhaschen.
L. caeruleata Godm. u. Salv. Oben der vorigen Art ähnlich, doch unten ganz verschieden. Der schwarze
Außenrd der glänzend blauen Oberseite ist etwas breiter, die blauglänzenden Flecke in demselben fehlen, nur
die weißen Punkte sind oberseits vorhanden. Auf der Unterseite sind die Vflgl an der Wurzel braun, das Älittel-
feld ist breit schwarz mit blauen Flecken und weißen Punkten, die Spitze und der Außenrd sind hellockergelb.
Die Hflgl sind ganz ockergelb, an der Wurzel bräunlich bestäubt, mit 2 bräunlichen Querstreifen in der Wurzel¬
hälfte, einer braunen, zackigen Submarginallinie und einer Reihe von 7 dunkelbraunen Punkten. Von der Sierra
Nevada von Santa Marta in Columbien (Simons).
Oberseite braun.
L. cinna Godm. u. Salv. Oben braun, Vflgl mit einer gebogenen Reihe von 6 weißen Punkten. Hflgl
mit blauer Wurzel, welche Farbe sich längs des Irds bis zum Analwinkel hinzieht. Unten sind die Vflgl rötlich¬
braun, am Außenrd heller. Die weißen Punkte sind wie oben, doch stehen alle in schwarzen Ringen und auf
der Schlußrippe liegt eine helle, schwarz eingefaßte Makel. Die Hflgl sind etwas heller rötlichbraun, und haben
hinter der Mitte eine Reihe von runden braunen, verloschenen Flecken mit weißen Mittelpunkten. Vor und hinter
dieser Fleckenreihe je eine gezackte braune Querlinie. Von Guatemala, San Lucas Toliman in der Nähe des
Sees von Atitlan 5000 Fuß hoch von Champion gefangen. Es existiert nur 1 Exemplar in der Kollektion von
Godman und Saevin.
L. marianna Stgr. (52 d). Oben schwarzbraun. Vflgl mit 3 weißen Punkten vor der Spitze, Hflgl mit
großem, goldgrünen Irdsfleck. Unten sind die Vflgl kastanienbraun, mit bräunlichgelber Spitze, vor der 3
weiße Punkte stehen, mit 2 schwarzen, weißgekernten Augen zwischen den Medianästen. Hflgl unten braun¬
gelb mit 2 braunen und 2 weißgrauen Querbinden, sowie 4 bis 5 schwarzen, weißgekernten Punkten. Aus den
Gebirgen von Merida (Venezuela).
L. labda Hew. (52 d) Oben einfarbig dunltelbraun. Unten rötlichbraun. Vflgl mit 5 silberweißen
Punkten in gebrochener Reihe vor dem Aidlenrde, die hinteren 2 in schwarzen Ringen. Hflgl mit 2 Querreihen
von Silberflecken und mehreren kleinen Silberflecken und Punkten dazwischen und am Analwinkel. Das von
Fasse aufgefundene $ ist vom sehr verschieden. Es hat auf der Oberseite der Vflgl 5 weiße Punkte, wovon
3 vor der Spitze nahe am Außenrd und 2 weiter vom Saum entfernt, zwischen den Medianästen liegen. Die Hflgl
sind einfarbig braun. Unten sind die Vflgl gelblichbraun bis zu zwei Drittel ihrer Länge, der Außenrd ist ocker¬
gelb. Statt 2 stehen lüer 3 Augen vor dem Innenwinkel. Die weißen Punkte vor der Spitze sind größer als beim
d'. Die Hflgl haben keine Spur von Silberflecken. Sie sind gelblich weißgrau, mit hellbräunlichgelb bestäubter
Wurzel und 2 gleichfarbigen Querstreifen, wovon der eine dicht hinter der Mittelzelle, der andere vor dem
J.YMANOI'ODA. Von (^. Wicymick.
247
Außenrd liegt. Vaterland Cohunbien und Ecuador. Das $ wurde voji Fassl aut d(un (^uijidiu-Paß l)ei Ma'diiu
in 2500 ni Höhe gefunden.
L. lebbaea Fldr. (52 d) ist der vorigen Art etwas ähnlich, doch sind die Vflgl s])itz(>r und der Außenrd Ichljacu.
derselben fast gerade. Auf der Unterseite sind die Hflgl und die Spitze der Vflgl nicht rotbraun , sondern bräunlich
ockergelb. Die Silberflecke der Hflgl sind in der Zahl sehr reduziert. Von der ersteji silbernen Querbinde ist
nur der große Fleck am Ende der Mittelzelle vorhanden. Die 4 Flecke der 2. Querbinde sind kleiner, besojiders
der hintere Fleck ist iindeutlich. Von den übrigen Si literpunkten fehlen auch mehrere. Von Bogota (Columbien)-
Die Abbildung ist nach der FELDEß’schen Type im Museum Tring gemacht.
L. ferruginosa Btlr. Der labda ähnlich, die Spitze der Vflgl ist aber mehr abgerundet und der frd kürzer, fcrrmjinom
Der Außenrd der Hflgl ist im mittleren Teil etwas vorgezogen. Oben braun, Vflgl mit einem weißen Punkt
vor der Spitze und einem gleichen iniDiscus. Auf fler Unterseite der Hflgl sind alle größeren Discalflecke nicht
silberglänzend, wie bei labda, sondern orangefarbig, nur der Fleck vor der Schlußrippe ist gelblich silberfarbig.
Von Bolivien. — translucida Stgr. i. 1. ist eine Form von ferruginosa bei der die rötlichgelbeji Fleckeidtinden irmislucid/i
der Unterseite auch auf der Oberseite der Hflgl schwach durchscheinen. Aid' den Vflgln liegt oben vor der
Spitze ebenfalls eine kurze verloschene rotgelbe Binde, und neben derselben nach innen 1, nach außen 5 weiß(‘
Punkte. Unten ist die äußere Hälfte der Vflgl lebhaft ockergelb mit 2 schwarzen, weißgekernten Augen zwischen
den Medianästen. Von Bolivien. — liyagnis form. nov. (52 d) ist eine weitere Form von ferruginosa, mit ?> — 4 hyoijni^i.
weißen Punkten vor der Spitze und im Saumfeld auf der dunkelbraunen Oberseite der Vflgl. Unten sind die Vflgl
in der Wurzelhälfte hellbraun, nach autlen ockergell), mit 2 dunkelbraunen, weißgekernten Augen und 2 braunen
Flecken hinter denselben zwischen den Medianästen und mit mehreren weißen Flecken und Piinkte vor der
Spitze. Die Hflgl sind hellockergelb, fein braun bestäubt, mit mehreren braunen Flecken )ind zerrissenen Quer-
l)inden. Am hinteren Ende der Mittelzelle liegt der silberglänzende Fleck, den alle ferrugino,sa-Yorm(t\\ haben.
Bolivien. — raiia form. nov. {Thierne i. 1.) (52 d). Ebenfalls eine ferruginosa, -Form., die auf der rötlich Infamien Unter- runa.
Seite derVflgl durch eine breite dunkelbraiine Submarginalbinde charakterisiert ist, worin 2 weiße Punkte zAvischen
den Mechanästen stehen. Ein weißer Wisch liegt vor der Spitze und daneben 3 weitle Punkte nahe am Saum.
Die Hflgl haben ebenfalls rotbraune Grundfarbe mrd 3 dunkelrotbraune Querstreifen zwischen der IMitte und
dem Saum. Fünf weiße Punkte in gebogener Reihe und der Silberfleck am Ende der Zelle treten deutlich her¬
vor. Von Huancabamba in Nord-Peru. 'j
L. Jonius Westio. (52 e). Die Vflglspitze bildet eijien rechten Winkel. Oben braun mit 4 weißen Punkten jonius.
in Zelle 3 bis 6, wovon die 2 mittleren dem Saum am nächsten stehen. Fransen grau. Unten sind Wurzel, Vrd
und Außenrd der Vflgl bräunlich ockergelb, die Mitte rotbraun, nach aid.len dunkler, mit 5 weißen Punkten.
Die Hflgl sind unten bräunlich rotgelb mit 3 zackigen, schrägen, braunen liinien und einer Reihe schwarzer
Punkte. Das $ ist oben mehr rötlichbraun, die Hflgl sind am Ird fein rötlichgelb gesäumt. Die Vflgl haben auf
beiden Seiten 5 weiße Punkte. Auf der Unterseite ist die Spitze der Vflgl und die ganzen Hflgl hellgelblich¬
grau. Statt der Zackenlinien des (J stehen beim $ verloschene bräunliche Staubbinden. Von Chipaque in der
Oolumbischen Ost-Cordillere (3000 m), wo auch das $ von Fasse gefunden wurde. Flugzeit April.
L. excisa spec. nov. (52 f). Der Außenrd der Vflgl ist uirter der Spitze seicht ausgeschnitten, die Spitze e.rcisa.
tritt deshalb scharf vor, besonders beim $. Oben braun, Vflgl mit 5 weißen Punkten, die in stark gescliAvungener
Reihe stehen. Hflgl ohne Zeichnung. Unten sind die Vflgl rotbraun; vor dem Außenrd eine schwarzbraune
Binde, worauf 5 oder 6 weiße Punkte stehen. Hflgl olivbraunmit 3 dunkelbraunen, fast wagerecht verlaufenden
Streifen und einer schwarzen Punktreihe zwischen dem 2. und 3. dieser Streifen. Beim bedeutend größern $
tritt der Außenrd des Vflgls in der Mitte gerundet vor. Die Grundfarbe desselben ist oben rötlichbraun, die
Punkte Avie beim (J. Die Hflgl haben den Trd lf4 mm breit rostbraun gefärbt. Die Fransen sind graubraun.
Unten sind die Vflgl hellrotbraun mit dunkelbraunen Flecken Aind Binden. Die AA-eißen Punl^te AAÜe beim q.
Die Hflgl einfarbig gelbbraun mit einem schmalen braunen Schrägstreifen durch die Mitte. Cohimbien ( Quindiu-
Paß"3500 — 3800 m, Monte Socorro 3600 m). Von Fasse entdeckt. Flugzeit Juli und September.
L. obsoleta Westiv. (= larunda Hop//.) (52 e). Die Hflgl haben in der Mitte desAußenrds eine stumpfe ohsolefa.
Ecke. Oben braun mit 2 weißen Punkten übereinander vor der Spitze der Vflgl. Unten ebenfalls braun mit
denselben 2 weißen Punkten und darunter 2 schwarze Augen mit weißen Pupillen, Avovon das Amrdere nach innen
steht. Hflgl rötlichbraun, mit 2 lilafarbigen Querbinden, die teihveise durch rostrote Färbung unterbrochen
sind, überall fein braun bestäubt mit einer stark gebogenen Reihe von 5 bis 7 Aveißen, oft scliAvarz eingefaßten
Punkten. Das $ dieser Art kommt in 2 verschiedenen Formen vor, che nicht allein in der Zeichnung, sondern
auch in der Gestalt verschieden sind, eine, welche dem ganz ähnlich ist, und die andern, che der gortyna nahe
steht. Die erste Form (52 e) hat den Außenrd der Vflgl stärker gerundet, die Hflgl haben aber che gleiche, stumpfe
Ecke Avie das (J. Auf den Vflgln stehen oben vier weiße Punkte, zwei davon in Zelle 4 und 5 nahe am Saume
und zwei in Zelle 2 und 3 mehr nach innen. Der vordere Punkt ist etwas größer und durchsichtig. Auf der Unter¬
seite der Vflgl sind che 2 Augen AAÜe beim jedoch breit rotgelb eingefaßt und die hellen Binden der Hflgl sind
breiter und rötlich graubraun gefärbt. Diese Form AAOirde von Fasse am Quindiu-Paß, 2500 m hoch, in West-
LYMANOPODA. Von G. Weymkk.
(/orlij^ioidcs.
(jorlyna
levana.
apieidata.
curüUinca.
aliis.
Icaeiia.
24 S
Columbien im September get'angeji. Die andere Form des welche ich als gortynoides form. nov. bezeichne,
wurde von Thibme bereits in der Berliner Entom. Zeitschr. Bd. 50, Seite 70 kurz erwähnt. Sie ist der Lym.
gortyna ähnlich, aber kleiner, Spannweite 50mm, hat keine runden, sondern am Saume wellig gebogene oder
stumpfeckige Hflgl und die Augenreihe der Hflgl ist auf der Unterseite nicht vorhanden. Thieme besaß chese
Form aus Bogota, Merida und Bolivien. Nun hat Fasse in der Columbischen Ost-Cordillere auch diese 2. Form
des $ zwischen von ohsoleta-lfirundn fliegend angetroffen. Diese $$ haben dieselben stark welligen Hflgl,
welche Thieme ei’Avähnt, ihnen fehlen aber die Augen auf der Unterseite der Hflgl n ich t, sondern sind in den
Zellen 1 c bis 5 vorhanden (in Zelle 1 c stehen zwei Augen), zwar zum Teil klein, jedoch diejenigen der Zelle 2
und 3 deutlich, alle aller mit weißen Pupillen. Die Oberseite ist dunkelbraun. Vflgl mit 2 großen, rotgelb um¬
ringten, weißgekernten Augen zwischen den Medianästen und zuweilen einem etwas kleineren blinden Auge
darunter im Innenwinkel. Zwei sehr kleine undeutliche Augen vor der Spitze. Auf den Hflgln stehen 5 schwarze,
runde Flecke in rotgelben Ringen in gebogener Reihe, nur der hintere davon hat eine weiße Pupille. Die Grund¬
farbe der Unterseite ist gelblichgraubraun, fein dunkelbraun gestrichelt, gegen die Wurzel dunkler. Vflgl mit
den Zeichnungen der Olierseite, nur die Einfassung der Augen heller. Hflgl hinsichtlich der Augen variabel,
wie oben bereits angegeben, obsoleta (larunda) kommt in Columbien, Venezuela, Peru und Bolivien vor. — Daß
ich den Namen obsoleta für diese in Deutschland unter dem Namen larunda Hoq)ff. bekannte ilrt verwende,
hat folgende Gründe : HoPFFERsagt am Schluß seiner Beschreibung (Stettin. Ent. Zeit. 1874, pag. 361); ,, Unter¬
scheidet sich von allen mir bekannten Arten durch die deutlich geeckten Hflgl“. Dabei hat er übersehen, daß
die in den ,, Genera Diurnal Lepidoptera“ nach der Oberseite abgebildete obsoleta gerade diese Ecken hat und auch
in der Gestalt der Vflgl, sovüe Färbung und Zeichnung mit larunda übereinstimmt. Leider wurde von den Autoren
des genannten Werkes weder eine Beschreibung“ noch eine Abbildung der Unterseite geliefert. Der Güte des
Herrn Kirby in London verdanke ich aber eine nach den Ty]ren im Brit. Museum gefertigte Besclneibung
der Unterseite von obsoleta, welche vollkommen mit larunda-,^ übereinstimmt. i !%' fU’ .
L. gortyna JVeym. (53 a). Von dieser Art ist nur das $ bekannt, Avelches der 2. Form des $ von obsoleta
{larunda) und dem $ von albocincta, ähnlich ist. Jedoch ist es größer als beide. Die braune Grundfarbe der Ober¬
seite ist nach außen heller. Auf den Vflgln stehen 5 Augen, von denen das 3. und 4. mehr nach innen liegen
und viel größer als die übrigen sind. Die Hflgl haben eine nach innen gebogene Reihe von 5 kleinen weißgekernten
Augen. Auf der LTnterseite sind die Figl bis zur Wurzel fein dunkelbraun gestrichelt, die Augen beider Figl
sind Avie oben, nur die 2 größern der Vflgl sind ockergelb eingefaßt und das kleinere am Innenwinkel fehlt. Die
Hflgl haben eine etAvas hellere Sidmiarginalbinde. Von Paramo de Guasco (2500 m) Columbien. (Stübel.)
L. levana Godm. (51 b). Vflgl spitz, jedoch ohne scharfe Spitze, Außenrd fast gerade. Oberseite dunkel-
lu’aun, beide Figl mit einem kleinen schwarzen Auge mit Aveißer Pupille in Zelle 2 und ein oder zAvei AA^eiße Punkte
darüber. Unten Vflgl AAÜe oben, jedoch Außenrd rostfarbig, vorne breit, hinten schmal. Hflgl ebenfalls rost¬
farbig mit einer stark gezähnten ockergelben Binde. Chapmero bei Bogota. 2800 m. (Fasse.) Flugzeit Sep-
tendrer.
L. apiculata Fldr. (53 a auf der Tafel in apiciculata verdruckt). Gestalt der vorigen Art, doch
die Spitze der Vflgl etwas schärfer und der Außenrd unterhalb der Spitze seicht ausgeschnitten. Oben dunkel¬
braun, nach außen etwas heller, ohne Zeichnung. Unten ebenfalls dunkelbraun; Vflgl mit einer feinen gezackten
dunkelbraunen Submarginallinie, die nach außen bis zum Saum grau, an der innern Seite breit gelblich bestäubt
ist. Daneben eine Reihe weißer Punkte. Hflgl mit breitem, graidiraunem Außenrd, an dessen innerer Seite
ebenfalls eine Aveiße Punktreihe steht und der ebenfalls von einer dunkelbraunen zackigen Submarginallinie
durchzogen ist. In der Mitte der Hflgl eine Reihe gelblichbrauner Flecke. Columbien (Bogota [Lindig], Boqueron
von Cipacpie in der Columbischen Ost-Cordillere 3200 m, Flugzeit Januar (Fasse). Mit dem Namen curvilinea
form. nov. belege ich eine Form von apiculata, die aid' der Unterseite der Hflgl anstatt der gelblichbraunen Flecken¬
reihe eine etwas nach außen gebogene Aveiße Linie hat. Dieselbe zieht durch den ganzen Figl von -fs des Vrds
bis zu ^/s des Irds. Boqueron von Cipaque 3200 m. Columb. Ost-Cordillere (Fasse).
L. altis Weym. (52 f). Die Spitze der Vflgl ist rechtAvinklig, die Hflgl sind auf Rippe 4 etwas stumpf-
Avinkelig vorgezogen und ihr Saum ist etwas wellig. Oben braun; die Wurzelhälfte beider Figl mit etAvas heller¬
braunem Schein. Unten hellerbraun. Die Spitze der Vflgl nimmt ein rotbraunes Dreieck ein, an dessen innerem
Rande mehrere Aveiße Punkte stehen. ZAvischen den Medianästen 2 scliAvarze, Aveißgekernte Augen in rotgelber
Umgebung. Durch die Mitte der Hflgl zieht eine gerade, an den Rändern unregelmäßig begrenzte, AA^eiße Binde
vom Vrd zum Ird. Avelch.e die Spitze der Mittelzelle einschließt. Hinter derselben eine Reihe AA^eißer Punkte.
Columbien (Paramo de Aponte 2800 m) (Stübee) Ecuador.
L. leaena Heiv. (52 f). Oben dunkelbraun; nach außen rötlichbraun. Unten Vflgl ebenso mit einer
submarginalen Reihe Aveißer Punkte. Hflgl braun mit einer geraden hellgelben Binde durch die Mitte und einer
weißen Punktreihe dahinter. Außenrd grau bestäubt. Das $ unterscheidet sich vom nur dadurch, daß es
einen kleinen dreieckigen, Aveißen Fleck auf der Oberseite am VorderAvinkel der Hflgl besitzt, der den Anfang
der hellen Binde der Unterseite markiert. Columbien, Ostabhang der Cordillere von Bogota 2000 — 2500 m.
Aitsi/egehcii 1. ///. l'.HA.
J.YMANOPODA. Voji G. Weymkk.
2V.)
Parano de Aponte 2800 jn (Stübel), Quindiu-Paß ;}800 ni (Fasse), Ecuador: Quito (Stübee). lanassa FIdr. lanauHn.
(52 f) ist eine Form von leaena, die etwas l)reitere Figl liat und hei der auf der Ujiterseito heickn' Figl die weißcji
Punkte fehlen, aucli die liellgelhe Binde schmäler ist. Vor dem Rande fler Vflgl liegt auf dei- Ihiterseite eijie
l)raune Zackenlinie. Bogota. — satura form. nov. (52 f). Ebenfalls eijie Form der Ipjiena, Ikü der aut der Unterseit«' >«ihini.
der hintere weiße Punkt der Vflgl, sowie die beiden vordem ujul clie lieideii hinterii Ihinkte dei' Hflgl durch
Augen ersetzt sind. Diese Augen sind schwarz mit weißen Pupillen und gelben RingejE Vor dem Außenrd
eine dunkelbraune Zackenlinie. Zuweilen sind die Augen sehr klein und undeutlich. Cuzco, 2 — 2000 m (Peru)
Quindiu-Paß, 2400 m (Columbien, Fasse).
L. lisa «pec. nov. (52 f). Eine leicht kenntliche Art. Oben braun mit einer rotgelben Binde hinter der /iw.
Mitte der Hflgl, welche in der vorderen Hälfte schmal und verloschen ist, in der hinteren Hälfte allmählich
an Breite zunimmt und sich am Iniienwinkel längs des Baumes ausbreitet. Auf der Unterseite sind die Vflgl
einfarbig dunkelbraun; die Hflgl ebenfalls dunkelbraun mit einer geraden, hellrötlichgelben Binde, die an der¬
selben Stelle liegt wie oben, vorne 1 mm, hinten 2 mm l)reit, beiderseits scharf begrenzt tind an ihrer inneren
Seite von einer weißen Linie eingefaßt ist. Hinter derselben 2 feine, weiße Punkte in Zelle 2 und 3, und vor dem
Saum eine braune Wellenlinie. Südost-Peru.
L. albocincta Hew. (52 c). $■. Oben einfarbig braun. Unten rötlichbraun, Vflgl mit 1 oder 2, selten 3 ulhocinda.
weißen Punkten, die aber auch ganz fehlen können. Hflgl fein dunkelbraun gestrichelt mit einer ziemlich geraden
weißen Binde, die durch die braunen Rippen unterbrochen ist. Das sehr verschiedene $ (52 c) wurde von Fa.s.se
aufgefunden. Es ist der gortyna und gortynoides ähnlich und zeichnet sich durch ehe großen schwarzen Augen
mit weißen Pupillen und rotgelben Ringen auf der Olterseite der Vflgl aus, die zwischen den Medianästen liegem
Darüber stehen in Zelle 4 und 5 näher am Saume 2 kleine schwarze Ringe mit weißem Kern. Hflgl zeichnungslos.
Unten sind die Vflgl braun, Vrd und Außenrd bräunlichgrau, dunkelbraun gesprenkelt, die großen Augen wie
oben; statt der kleinen Augen stehen weiße Punkte. Hflgl bräunlichgrau, dunkelbraun gesprenkelt, mit hellerer
Submarginalbinde. Vom Rio Vitaco, 2500 m, West-Cordillere (Columbien).
' L. alboniaculata Hew. (52 g). Oben braun. Unten rötlichlu’aun, Vflgl mit einer geraden Reihe weißer alhomacu-
Punkte, Hflgl mit einer gebogenen Reihe von 7 fast runden, weißen Flecken. Zuweilen erscheinen auch auf der
Oberseite der Vflgl eiiüge Aveiße Punkte. Columbien, Rio Pongo in Bolivien. — affineola Stgr. i. 1. (52 g) ist eine affineola.
Form von alboniaculntd, bei der die drei ersten weißen Flecke auf der Unterseite der Hflgl ziemlich groß, die übri¬
gen 4 aber sehr klein und punktförmig sind, infolgedessen scheint die Reihe viel stärker gebogen zu sein. Manch¬
mal ist auch der erste und der dritte Fleck sehr klein. Auf der Unterseite der Vflgl stehen die 2 lünteren
weißen Punkte in schwarzen Ringen und sind etwas nach innen gerückt. Auf der Oberseite liegen auf den
Vflgln 3 weiße Punkte, auf den Hflgln ein solcher Punkt. Cuzco in Peru, Bolivien. — apulia Hopff., eine weitere apidia.
Form rmn albomaculata, unterscheidet sich durch die in gerader Ijinie durch den Discus der Unterseite der Hflgl
ziehende, perlschnurförmige Gesta.lt der weißen Fleckenbinde. Die einzelnen Flecke sind rund, von gleicher
Größe und ziemlich dicht aneinander gereiht. Auf der Oberseite der Vflgl stehen 3 submarginale rotgelbe Flecke
und auf den Hflgln ein gleicher sid^apicaler Fleck. Von Bolivien.
L. maso Godm. hat eine abweichende Gestalt. Die Spitze der Vflgl ist gestutzt, der Außenrd tritt mmo.
daher stumpfwinkelig vor, derjenige der Hflgl ist gezähnt und bildet auf dem 3. Medianast einen rechten
Winkel. Die Oberseite ist einfarbig braun. Unten ebenfalls braun, Spitze der Vflgl und Ird der Hflgl lila bestäubt.
Vflgl mit einer fast geraden submarginalen Reihe von 0 weißen Punkten. Hflgl mit einer nach außen gebogenen
Reihe von 6 — 7 Aveißen Flecken, welche gelbe Mittelpunkte haben. 48 mm. Von Columbien (Frontino in An-
tiocpiia).
L. villarresi Dogn. hat einen abgerundeten Außenrd der Vflgl. Derjenige der Hflgl ist etAvas wellig viUarred.
mit stumpfer Ecke am Innenwinkel. Die Oberseite ist einfarbig braun, die Unterseite ebenfalls braun, am
Außenrd heller, mit einer kurzen Reihe von 2 — 3 AA^eißen Flecken nicht Aveit von der Spitze, nahe am Vrd. 48 mm.
Von Loja in Ecuador.
L. euopis Godm. u. Salv. Außenrd beider Figl gerundet, c^-. Oben braAin. Vflgl mit 5 scliAA'arzen, Aveiß- cuopU.
gekernten Augen in gebogener Reihe vor dem Außenrd. Hflgl in der iMitte mit einer Reihe von 5 seliAvarzen
Flecken ohne Pupillen. Unten rostfarl)ig, die Augen der Vflgl sind Avie oben und stehen in einer ockergelben,
dunkelbraun eingefaßten Binde. Auf den Hflgln ist statt der Flecke eine Reihe kleiner Augen vorhanden. Beim
$ stehen che Augen der Vflgl oberseits auf einer breiten, stark gebogenen, ockergelben Submarginalbinde. Die
äußere Hälfte der Hflgl ist ganz ockergelb, nur ein schmaler Außen- und Ird, soAA'ie die Fleckenreihe sind braun.
Die Unterseite ist beim $ hellbräunlich ockergelb, gegen die Wurzel dunkler; die Zeichnung der Vflgl ist A\-ie
beim die Hflgl führen mir eine braune Punktreihe. Am Vidkan A^on Irazu und Cache in Costa Rica A'on
Rogers gefunden. Selten.
L. panacea Hew. (52 g). Oben einfarbig braun. Unten rötlichbraun, Rand der Vflgl und die ganzen panacca.
Hflgl dunkelbraun geAA^ellt. Vflgl mit 2 schAvarzen, Aveißgekernten Augen und einem Aveißen Punkt darüber.
V
32
250
PEDALlODEiS. Von G. Weymek.
Hflgl mit einer Reihe von kleinen, schwarzen Punkten, welche teilweise weiße Pupillen haben. Das $ ist oben
rötlichbraun, nacli außen blasser, mit 4 Augen, die hellrötliche Ringe und weiße Pupillen haben und von denen
i'ciuisut. die 2 vor der Spitze stehenden kleiner sind. Von Ecuador (Huamboya, Riobamba). — venusia Hopff. (52 g)
ist eine pandcea-FoYiw, bei vvelclier die weißen Punkte der Unterseite in der Zahl vermehrt und silberglänzend
marica. sind. Die scliwarzen Punkte der Hflgl haben alle silberweiße Pupillen. Von Peru. — marica Stgr. (53 a), eben¬
falls eine Form von panacea, unterscheidet sich dadurch, daß auch das auf der Oberseite der Vflgl 2 deutliche
schwarze Augen zwischen den Aesten der Mediana hat, und zuAveilen auch auf den Hflgln oben einzelne Augen
caucamt. erscheinen. Cuzco (Peru). ^ caucana form. nov. (52g) eine weitere panacea-Form, hat sowohl auf der Ober¬
seite als auf der Unterseite 3 weiße Punkte in schräger Reihe vor der Spitze der Vflgl. Auf der Unterseite ist
die Spitze l)is an diese Piinkte lebhaft hell rostbraun gefärbt, welche ParlAe sich längs des Außenrandes bis zum
Innenwinkel fortsetzt. Der übrige Teil der Vflgl ist dunkel schwarzbraun mit 2 oder 3 weißen Punkten in
Zelle 1 1), 2 und 3. Die Hflgl sind dunkel rostbraun mit einer gebogenen Reihe von 4 oder 5 verloschenen
schwarzen Punkten mit weißen Pnpillen. Cauca-Tal (Columbien).
cilhitinarca. L. cillutinarca spec. nov. {Stgr. i. l.) (53a). Oben einfarbig rötlichbraun, nach außen etAvas heller. Un¬
ten ebenso mit einer dem Saume parallel laufenden Reihe von 4 bis 5 Aveißen Punkten aiif jedem Elgl, die zum
Teil in feinen schwarzen Ringen stehen. Eine feine, dunkelbraune Zackenlinie steht auf beiden Elgln nahe am
Saum. Vom Mapiri (Bolivien).
vcnom. L. venosa Btlr. (52 g). Oben braiin. -Vflgl in der Mitte des Außenrds veiloschen bräunlich rotgelb
bestäubt. Unten stehen an dieser Stelle 3 rotgelbe Flecke. Die Hflgl sind unten etAvas heller braun mit dunkel¬
braunen Ri])pen. Peru, Bolivien.
acmeida. L. acraeida Btlr. (Trophonina a. RÖb.) (52 g). Oben rötlichbraun mit einer Reihe von 6 rotgelben
Flecken vor dem Außenrd der Vflgl, die nach hinten kleine]' werden und sich dem Saume mehr nähern. Unten
ist die Grundfarbe der Vflgl etsvas heller braun, die rotgelbe Fleckenbinde ist wie oben, der Raum zvAUSchen
dieser Binde und dem A]]ßenrd ist gelbbraun und von den dunkelbraunen Rippen und Längslinien zwischen
den Rippen durchzogen. Die gelbbraune Farbe setzt sich längs des Vrds bis znr Wurzel fort. Die Hflgl sind unten
ganz gelbbraun mit dunkelbraunen Rippen und solchen Längslinien zAAuschen den Rippen. Die Zeichnung der
Unterseite ahmt die Acraeen-Zeichnung nach. Beim dimorphen $ ist die Wurzelhälfte der Vflgl blaßrötlich,
diejenige der Hflgl l)leiglänzend, in der äußern Hälfte sind beide Figl gelbbraun. Auf den Vflgln liegen 2 rot¬
gelbe Längsstriche vor der Spitze. Die beiden Farben der Hflgl gehen allmählich ineinander über. Die Unter-
nmVia. Seite ist blasser und ohne Bleiglanz. Ecuailor (Riobamba, Huamboya) Peru, Bolivien. — malia Godm. (= mar-
gi]ialis Stgr. i. I.) (35 a) ist eine Form von acraeida, bei AA^elcher auch die Hflgl auf der Oberseite eine Reihe von
rotgelben Flecken Amr dem Außenrd haben. Peru (Rio Colorado, Pozuzo).
Anmerkung; Lymanopnda varcjla Schaus vgl. Älanerebia cyclopina Stgr. (S. 23U).
42. Gattung'; Btlr.
Line artenreiche Gattung, die sich durch mehr oder weniger wellig oder eckig geformte Vflgl und Hflgl
kennzeiclmet. Nur die Costalrippe der Vflgl ist an der Wurzel aufgeblasen, die Mediana und die Submediana
sind dagegen nicht angeschwollen. Es entspringen 2 Subcostaläste vor dem Zellenende der Vflgl. Das rück-
laufende Aestchen ist in beiden Flgln nicht vorhanden, oder nur schwach angedeutet. Die Augen sind stark
behaart und die ziemlich langen Palpen dicht mit steifen Haaren besetzt. Fühler ohne deutlich abgesetzte
Kolbe, gegen die S])itze allmählich verdickt. Das Hauptquartier der Gattung ist die Hochcordillere von Co¬
lumbien bis Bolivien, von wo sich einzelne Arten einerseits bis Mexico, andererseits bis Brasilien verbreitet
haben. Sie vertreten in. diesen Gegenden die Erehien der gemäßigten Zone. Hoch über der IValdregion tummeln
sie sich dort, oft in großer Anzahl zusammen, auf feuchten Wegstellen. Aimher, fliegen aber bei einer Störung
nicht auf, sondern suchen sich zAvischen den Stengeln der dicht daneben, stehenden Pflanzen, zu A'^erbergen. Eine
sehr große Zahl der hier aufgeführten Formen sind bei Heavitson und andern Autoren, als Pronophila aufge-
führt, daher ist diese Gattung bei der Synonymie genau zu vergleichen.
Poesia- Gruppe.
pocaia. P. poesia Hew. (53 b). Die Vflgl sind, Avie bei den meisten Arten dieser Grujipe, an der Spitze stumpf
abgeschnitten. Die Oberseite ist einfarbig dunkelbraun. Auf der Unterseite liegt vor der Spitze der Vflgl ein
hellgraner, fein, braun punktierter Fleck, auf denHflghr ein kleiner, Aveil,ler Fleck am Vrd und ein solcher Punkt
am Anahvinkel. Das $ ist unten heller. Fs hat eine hellbraune verloschene Submargin.all)inde arif den Vflgln
und eine deutliche gleiche Binde, aid' den Hflgln, die dunkelbraun marmoriert ist und in AA'elcher einige Aveiße
phaiiaraca. Punkte liegen. — Eine ZAveiteForm des $ ist phanaraeaHe(r. (= pharanaea IVrAwe) (53 b, auf der Tafel irrtüm¬
lich als pelinaea bezeichnet). Sie ist von der Stammform dadurch verschieden, daß auf der Unterseite der
Vflgl hl der Mitte der Submarginalbin.de neben den weißen Punkten mehrere kastanienrote Flecke hinterein-
PEDALTODES. Von CL Weymer.
2r,i
ander liegen. Colnmbien (Salto de Te(|nendan.e | Stübei.], Qnindiu-Pass, R.io Vitaco [P^'assl]). Ecuadoi’ ( Euatn-
boya [Stübel]).
P. japhleta Btlr. {= (J ])olenu)n Am.) (53 b, aid' der Tafel indümlicb als p]um(ir<t,e.(t, l)ezeic}met) ist juphlihi.
vorigen Art ziemlich ähnlich, nnterscheidet sieb aber durch den großen, dreieckigen, weißen Fleck am Ird auf
der Unterseite der Hflgl. Das $ dieser Art besitzt auch die rostroten Flecke vor dei‘ Mitte des Außen.rds auf der
Unterseite derVflgl, welche bei pfumarded, vorhanden sind und beim d* fehlen, und wui’de ein. solches von Ob.
Smith als. /lo/emo« beschrieben. Merida (Venezuela).
P. pelitiaea Heiv. (= apicalis Stgr) (53 b, auf der Tafel irrtümlich als p/.p/iJeid bezeichnet). Die dunkel- /""/'/(«on
braune Oberseite zeigt vor der Spitze der Vflgl 2 weiße Flecke und einige weil.le Stäubchen, voi’ und hintei' den¬
selben. Auf der Unterseite sind diese Flecke zu einer Binde erweitert, die sich bis zur Mitte des Aid.)enrds fort¬
setzt. Die Hflgl zeigen unten eine gebogene Reihe kleiner weißer Staubfleckchen und einige weiße fhinkte
dazwischen. Bolivien (San Jacinto, Loco-Tal, Gorvico und SauAntonio). Der weitere von Thjeme nach dem
Museum "l''ring angegebene Fundort ,,St. Domingo“ ist noch zweifelhaft.
P. hewitsoni Stgr. (53b). Die Oberseite ist schwarzbraun mit braun- und weißgeschcckten Fransen, hnriisoni.
Unten, sind die Vflgl bis über die Mitte hinaus rotbraun. Hinter der Mitte des Vrdes liegt ein. schwarzbrauner
Fleck, der sich zuweilen als dunkle Binde bis zum Ird fortsetzt; der Außenrd ist dunkelbraun, vor dem Apex
liegt ein weißgrauer Fleck. Die graubraunen Hflgl sind dunkelbraun marmoriert und gebändert. An der Costa
liegen. 2 weiße Flecke und in Zelle 2 ein weißer Punkt.. Von. Bolivien (Yungas de la Paz, Loco-Tal, San Antonio).
— Ob priniera Weeks eine Form von hewitsoni oder eigene Art ist, kann, ich nicht entscheiden, da mir kein Exem- iiriinrrri.
plar und auch die Abbildung nicht vorlag. Nach der TuiEME’schen Beschreibung haben, die Hflgl auf der U^nter-
seite ein. sillierweißes Analfeld und 2 ungleich große Silberpunkte ; von letzteren ist bei hewitsoni nur einer
vorhanden und ersteres fehlt. Die übrigen Zeichnungen stimmen überein. Von Bolivien.
P. perisades Hew. (53 b). Die Art ist kenntlich an der fast ganz .kastanienroten Unterseite der Vflgl perisades.
und dem Halbkreis silberweißer Flecke auf der Unterseite der Hflgl. Die Olierseite ist einfarbig braun. Bolivien
(Gorvico, Yungas de la Paz).
P. ilüniania Stgr. (53 c). Oben braunschwarz mit etwas heller gescheckten Fransen. Unten sind die Utininnia.
Vflgl denen der perisades ähnlich, haben, aber vor der S])itze mehrere weiße Fleckchen. Die braunen Hflgl
sind silbergrau marmoriert und gebändert, mit einer weißen Punktreihe und etwas dunklerem Außenrd. Am
Illimani 400() m hoch in Bolivien von Gaklepp in nur 1 Exemplar gefangen. Kolk Staudixger im zool. iMu-
seum in Berlin.
P. phrasicla Hew. (= perperna Fldr., labulla Thieme, phrasicles Kirhy) (53 c). Oben einseitig dunkel- phrasicla.
braun. Auf der LTn.terseite ist die Art leicht zu erkennen an dem runden weißen Fleck, der in Zelle 4 der dunkel¬
braun marmorierten Hflgl liegt und etwas wurzelwärts aus der Reihe der übrigen weißen Punkte hervortritt.
Beim liegen zuweilen am Vrd beider Figl Andeutungen, eines weißlichgelben. Flecks. Das $ (53 c) hat diese
Flecken größer und deutlicher. Außerdem ist bei ihm die sidmiarginale Binde beider Figl heller als beim S-
so daß sie viel deutlicher hervortritt. Weit verbreitet, Golu.mbien (Rio Vitaco und Ost-Gordillere), Ecuador,
Peru (Oroya), Bolivien. Nach einer im Tring-Museum gefertigten Aljliildung ist Pronophila perperna Fldr. =
phrasicla Hew. Infolgedessen ist der Name labulla Thieme einzuziehen. — galaxias Thieme ist eine Form von (jala.ruts.
phrasicla, bei der die Gostalflecke auf der Unterseite beider Figl groß und schneeweiß sind. Von Peru (Oroya
und Gallanga) und Bolivien (Rio Songo).
P. leucocheilos Godm. u. Salv. Bei dieser Art ist die Spitze der Vflgl nicht schräg allgeschnitten, sondern Icucnchcilos.
stumpf winkelig und der Aul.lenrd ist gerundet. Aid' der dunkelbraunen Oberseite liegt vor dem Aidlenrd eine
Reihe von weißen Flecken, die vom Vrd. zum Ird. ziehen, dabei an Größe allmählich abnehmen und nur durch
die breiten braunen Rippen von. einander getrennt sind, hinten sind die Vflgl dunkelbraun, mit einem gi’oßen,
weißlichen. Dreieck vor der Spitze und einem rotbraunen Längsstreifen, der sich von der Wurzel bis beinahe
zum Außenrd zieht. Die Hflgl sind grau und braun marmoriert, mit 2 weißen Flecken an der CYsta und 2 weißen
Punkten am Analwinkel. Die schöne und seltene Art wurde nur in. der Sierra Nevada von Santa 3Iarta in Go-
lumbien von. Simons gefunden und befindet sich im Museum Godman u. Salvin.
P. plautius Sm. Oben olivbraun, mit einem bräunlichweißen. Fleck am Vrd vor der Sjiitze der Vflgl. }>taufiii.-^.
Unten sind die Vflgl wie oben, jedoch die Grundfarbe dunkler und der weiße Fleck größer. Längs des Außenrdes
zieht sich ein schmaler, weißlich gesprenkelter Streifen hinab. Die Hflgl sind gelbbraun, dunkelbraun mar¬
moriert, mit einem großen hellgelbbraunen Felde zwischen den Aesten der Mediana und mehreren gleichfarbigen
kleinen Flecken vor dem Vorderwinkel und im Wurzelfelde. Am Vrd hinter der IMitte ein weißer Fleck. Ein
weißer Punkt in Zelle 2. Von Bolivien.
P. puma Thieme (53 c). Oben einfarbig dunkelbraun. Tinten sind die Vflgl in der Wurzelliälfte ka- puma.
stanienrot, der Außenrd braun mit 4 weißen Punkten, in einer Reihe vor der Spitze. Die Hflgl sind eigenartig
252
PEDALIODES. Von G. Weymer.
gezeiclinet. Sie sind von bräunlichgrauer Grundfarbe und mit einer großen Anzahl kleiner schwärzlicher Tupfen
bezeichnet, deren, jeder eine annähernd nierentörmige, jedoch undeutliche Figur bildet und die in. Querreihen
geordnet sind. Tn. der Mitte der Costa eine silberweiße Makel, vor der Spitze einige weiße Stäubchen und am
Analw'inkel ein weißer Punkt. Von Bolivien. Koll. Staudinger im Zool. Museum in Berlin.
Proerna- Gruppe.
procrna. P. proema Heiv. (53 c). Die älteste beschriebene Art aus dieser meist zeichnungslosen Ginippe. Der
Außenrd der Vflgl ist gerundet, derjenige der Hflgl wellig. Oben einfarbig braun. Auf der Unterseite sind die
Vflgl stellenweise etwas rötlich, die Spitze derselben und die ganzen Hflgl grau.marnioriePc, letztere mit einem
weißen Punkt am Vorderwdnkel und einem gleichen am Analwinkel. Columbien (Llanos de San Martm); Ecuador
■phram. (CeiTo Pidulagua, Huamboya). Bolivien. — phrasa Stn. u. Ky. (53d) ist eine Form von proerna, bei der der
hintere der 2 weißen Punkte auf der Unterseite der Hflgl größer und deutlicher ist. Die rötliche Bestäubung
fehlt, dagegen liegt vor der Spitze der Vflgl und in der Mitte der Hflgl etwas graue Bestäubung. Auch auf der
ohscura. Oberseite ist die Costa der Vflgl und der Vorderwinkel der Hflgl grau, marmoriert. Von. Bolivien. — obscura
Sni. u. Ky. (>= pronoe Stgr.) ist eine der phrasa ähnliche Form, bei der die braune Oberseite gegen den
Außenrd etwas heller gefärbt ist und die Einschnitte am Saume weißlich sind. Die 2 ungleich großen Punkte
auf der Unterseite der Hflgl sind wie bei phrasa, gegen den Vrd beider Figl stehen aber bei ohscura oft noch
einige feine, w^eiße Punkte. Zuweilen tritt auch im Discus der Vflgl oder am Analwmkel der Hflgl etwas röt-
phrasina. liehe Färbung auf. Bolivien. — phrasina Stgr. ist nur eine Lokalform von ohscura, bei der die weißen Punkte
vor dem Außenrd der Vflgl auf der Unterseite sehr deutlich sind. Von Yungas in Bolivien.
exfoiiiiia. P. exanima Ersch. scheint mir in. diese Gruppe zu gehören. Thiemb führt die Art zwar in der Gattung
Prono phiki auf, wohin sie ERSOHOrr gestellt hatte, aber die Publikation Erschoffs war Herrn Thieme sehier
Zeit nicht zugänglich. Durch die Güte des Herrn. Ivirby hatte ich früher einmal Gelegenheit, diese Publikation
einzusehen und konnte mir Notizen und Skizzen daraus machen. Aus denselben ersehe ich, daß exanima eine
Pedaliodes aus der Nähe von -phrasa und dort folgendermaßen beschrieben ist: Spannbreite 55 mm, Vflgl ganz-
randig, Hflgl schwach gezähnt. Beide Figl oben einfarbig braun. Unten ebenfalls braun, die Hflgl mit ziemlich
breitem, etwas hellerem Außenrd, in welchem in Zelle 2, etwa 3 mm vom Saume entfernt, ein deutlicher weißer
Punkt liegt. Weitere Punkte sind nach der Diagnose und nach der Abbildung Erschoffs, welche ein Weibchen
vorstellt, nicht vorhanden. Fundort: Pumamarca in Peru.
fwmaria. P. fumaria Th'ienie (53 c). Oberseite beider Figl und Unterseite der Vflgl wie bei -proerna. Auf der Unter¬
seite der Hflgl liegt eine aus grauweißen Atomen gebildete Halbbinde, die vom Ird bis beinahe zur Flglmitte
zieht und nach innen zugespitzt ist. Bei den ist diese Binde oft kaum angedeutet, bei den $$ dagegen sehr
deutlich. Venezuela (Merida).
sunpJa. P. simpla Thie-nie (53 d). Eine der kleinsten und schlichtesten Arten. Der Außenrd der Vflgl ziemlich
gerade, der der Hflgl wellig. Oben dunkelbraun, im distalen Drittel allmählich etwas heller abgetönt, in der
IMitte der Vflgl ein undeutlich begrenzter dunkler Duftschuppenfleck. Unten ist die Fäi’bung lichter braun,
fast ohne dunkle Marmorierung. Ein winziger weißer Punkt in Zelle 2 der Hflgl ist kaum zu erkennen und fehlt
l)ei den peruanischen Exemplaren ganz. Ecuador (Banos), Peru (Huancabamba, Guzco).
enijiiisd. P. empusa Fldr. (= dryas Stgr. -i. l.) (53 d). Oben einfarbig braun, Fransen an den Vflgln braun und
weiß, an den Hflgln braun und hellbraun gescheckt. Auf der Unterseite sind die Vflgl vor der Spitze hellbraun
gesprenkelt, an der Costa ein weißer Fleck und vier weiße Punkte in den Zellen 2 bis 5 in gerader Reihe. Hflgl
überall fein braun gestrichelt, ein weißer gebogener Fleck am Vrd und zwei weiße Punkte in Zelle 2 und 3. Aus
der Umgegend von Bogota und Muzo in Columbia und Cuzco (Peru).
-poelica. P« poetica Stgr. (53 d) sieht zwar der empusa sehr ähnlich, und kann nach Thieme als bolivianische
Wiederholung derselben angesehen werden, indessen sind die Vflgl an. der Spitze mehr gerundet und es fehlen
auf der Unterseite der Vflgl die Punktreihe und der Costalfleck, dagegen stehen, dicht am Vrd 4 feine weiße
Punkte in ziemlich gleicher Entfernung von einander und darunter einige zerstreute Aveil.le Stäubchen. Die
Hflgl sind unten überall mit kleinen weißen Stäubchen bestreut, besonders am Außenrd. Der w'eiße Costalfleck
am Vrd dieser Figl ist größer als bei enipusa und durch die Subcostalrippe in. 2 Teile geteilt. ])ie Fransen sind
an beiden Flgln oben und unten einfarbig braun, nicht gescheckt. Ich betrachte poetica daher als gute Art.
e.vuJ. Von Cocajiata in Bolivien. — exul Thieme (53 e), eine Form von. poetica, bei der der dunkelbraune Duftschuppen¬
fleck der Oberseite der Vflgl sich vom Ird bis an die Figlwurzel ausdehnt, und die feine Aveißliche Bestäubung
auf der Unterseite der Hflgl und am Vrd der Vflgl fehlt. Der Aveiße Costalfleck am Vrd der Hflgl ist kleiner.
Die Fransen sind braun Avie bei -poetica. Die am weitesten nach Süden vorkommende Form. Rio de Janeiro.
naevia. P. tiaevia Thieme gleicht oben der -proerna, ist dunkelbraun mit schmalem S c hupp enf leck. Lbiten et-
]^ET)AU0I)E8. Voji G. VVKyMKR.
253
was heller. Die Vflgl haben hier 4 weiße Punkte an der Costa wie bei poetica, von deneii. der zweite, v(jn der
Spitze aus gei’echnet, sich zii einem Fleckchen erweitert. Vor fler Mitte des Außenrdes ein niclit großer kastanien¬
roter scharfbegrenzter Keilfleck. Hflgl rostbraun, wenig gewölkt, mit einer undeutlichen dunklen. Discalbinde.
einem sehr kleinen, verloschen grauen Costalfleck und einem weiften Punkt am Analwin.kel. Von St. Im-z iji
Ecuador.
P. auraria Thieme (53 f). Oberseite braun mit sehr großem, bis an den Vrd und Ird ausgedehnten, gerad-
linig begrenzten Schuppenfleck. Unten heller braun, am Vrd dunkelbraun und goldgelb gemasert, mit silber¬
weißen Schuppen gemischt. Fransen braun und weiß gescheckt. Die Hflgl unten braun und scliwarzbraun
marmoriert, mit einer Reihe weißer Sulnnarginalpuidvte und einem lebhaft goldgelben. Costalflecke, wie er sonst
nur bei p'illantias Hew. wieder vorkommt. Von Vilcanota in Peru. 2 d'd' j” Roll. St.audinger im Zool.
Museum in Berlin.
Prosa- Gruppe.
P. prosa 8tgr. (= phrasina 8m.) (53 f). Oben du.n.kel schwarzbraun., der Duftschuppeiifleck reicht nur /»ro-w.
bis in das untere Ende der Mittelzelle. Auf der braunen Unterseite haben beide Figl eine breite hellerbraun'i'
Submarginalbinde, durch dei’en Mitte eine weiße Punktreihe zieht. Der Punkt in Zelle 2 der Hflgl ist größer
als die übrigen. Am Vrd derselben Figl ein weißer Costalfleck und am Ird zuweilen ein verloschener, rotbrauner
Fleck. Von Bolivien (Loco-Tal, San Jacinto, Yungas de la Paz). — phrasiclea Am. (53 d) ist eine Form von prosa, i>lini‘iirlrii.
die sich hauptsächlich durch das Fehlen des weißen Costalflecks auf der Unterseite der Hflgl, durch das Vor¬
handensein eines deutlichen rostroten Flecks am Ird derselben Figl und durch eiu.e graue Binde in der Mittel¬
zelle der Vflgl unterscheidet. Von Bolivien. — phrasis 8m. (53 e) ist eine weitere Form von prosa., bei der die pAra.si.s.
Verdunkelung noch weiter vorgeschritten ist. Die Wurzelhälfte l)eider Figl ist ganz dunkelbraun rmd die Sub¬
marginalbinde nur noch in ihrem äußeren Teile zu. erken.nen, nur die weißen Punkte treten deutlich hervor.
Von Bolivien.
P. pheretiades 8m. u. Ky. (= subtangula 8tgr) (53 f). Diese Art ist kenntlich an dem schneeweißen iihn-fHadcs.
Apicalfleck auf der Unterseite der Vflgl, unter welchem ein bräunlich rotgelber Fleck liegt. Die Oberseite ist
dunkelbraun, in der Mitte der Vflgl mit sammetartigem Duftschup])enfleck, nach außen heller. Der weiße Fleck
der Unterseite schlägt nach oben durch, aber in hellbrauner Farbe. — Bei der Form suffumata 8tgr. ist dieser .mjfumatu.
Fleck auf der Oberseite trübweiß und etwas braun bestäubt. Der rotgelbe Fleck der Unterseite hängt öfter
mit dem weißen Spitzenfleck zusammen. Bolivien 1500 — 3000 m.
P. emma 8tgr. Eine schöne Art, die auf der braunen Oberseite 4 weiße eiförmige Flecke vor dem Außenrd emma
der Vflgl hat, die von vorne nach hinten an Größe abnehmen, nur der 3. ist etwas kleiner als der 4. Auf der
Unterseite stehen die 2 hinteren weißen Flecke in breiten schwarzen Ringen, sonst sind sie wie oben. Die Hflgl
sind unten wie bei pheretiades. Vom Rio Songo (Prov. Yungas de la Paz in Bolivien).
P. panthides Heiv. ( = panthius Ky.) (53 f). Oberseite einfarbig braun. Unten sind die Vflgl in der Wurzel- parthidcs.
hälfte rotbraun, nach außen braun und dunkelbraun marmoriert und mit 2 dunklen Querbinden. Hflgl hell- imd
dunkelbraun marmoriert und mit einer dunkleren Binde durch die Mitte, einer Reihe solcher Flecke vor dem
Rande und 2 oder 3 weißen Punkten. Bolivien (Yungas de la Paz, Oocopata).
Perperna- Gruppe.
P. perperna Hew. (= Pronoph. satyroides Fldr.) (53 c). Oben dunkelbraun, nach außen etwas heller, perperna.
das $ mit einem schwarzen, weiß gekernten Auge in Z<:"lle 2 der Vflgl, das beim 8 gew'öhnlich durch einen schwar¬
zen runden Fleck ersetzt ist, zuweilen aber auch ganz fehlen kann. In einzelnen Fällen, hat dieser Fleck aber
auch bei dem 8 eine weiße Pupille. Auf der Unterseite ist das Auge immer groß und deutlich weiß gekernt,
ein zweites Auge liegt in Zelle 2 der Hflgl und noch ein weißer runder Fleck vor der Spitze der Vflgl. Diese Augen
und Punkte stehen beim $ auf einer gelblichgrauen, zuweileji etwas rötlich gefärbten, braun gestrichelten Sub¬
marginalbinde. Beim 8 ist diese Binde weniger deutlich. Costa Rica, Panama (Chiricpii), Columbien (Cauca-Tal,
Carmen 1600 ni), Venezuela (Caracas). — petroniusAm. ist eine Form von perperna, die sich durch bedeutendere i>cironin.-.\
Größe des $ (65 mm Spannbreite) auszeichnet. Die Spitze der Vflgl ist etwas mehr vorgezogen, im übrigen
ist die Gestalt geradeso wie bei perperna, auch die etwas vortretende Ecke auf dem 3. IMedianast der Hflgl ist
vorhanden. Die Oberseite beider Figl ist sammetartig dunkelbraun, das äußere Drittel der Vflgl ist etwas heller.
Das Auge der perperna fehlt oben. Auf der Unterseite ist die Submarginalbinde beider Figl breiter und deut¬
licher. An der innei’en Seite dieser Binde liegt am Vrd der Vflgl ein bräunlich weißes Dreieck und am^ rd der
Hflgl em gleichfarbiger Fleck. Das Auge auf jedem Flügel und der weiße PuirlR m Zelle 5 der ^ flgl sind wie bei
perperna. Das Männchen ist noch unbeschrieben. Von Valdevia in Columbien. Roll. Grose-Smith.
254
PEDALI0DE8. Von G. Weymer.
Pisonia- Gruppe.
pisoHia. P. pisonia Heiv. (53 f). Oben einfarbig brann, gegen den. Sanm heller. Unten heller braun, fein dunkel
marmoriert, hinter der Mitte mit einem dunkelbraunen, winkeligen Querstreif, an welchen sich nach außen
die etwas hellere 8ubmarginalbinde anschließt, mit einer mehr oder minder deutlichen weißen Punktreihe auf
beiden Elgln. Der Punkt in Zelle 2 der Hflgl ist schwarz eingefaßt. Das $ ist oben heller braun und hat auf
inini'is. den Vflgln eine dunkelbraune Binde. ■ — manis Fhh'. (53 e) ist eine Form von pisonia, die sich durch geringere
Größe und einen rostroten Ird auf der Unterseite der Hflgl unterscheidet. Diese Färbung dehnt sich mehr oder
weniger weit nach innen aus. Auch sind die Vflgl weniger gestreckt und ihr Außenrd etwas mehr gerundet
als bei pisonia. Das $ von manis ist ebenfalls vom durch hellere Färbung auf beiden Seiten verschieden.
Beide Formen kommen in hohen Gebirgen von Venezuela, Columbien, Ecuador, Peru und Bolivien vor. —
(h'jrcfn. dejecta ßafes (= lithochaleis ßflr.) (54 a) ist ebenfalls eine Form von pisonia, die sich durch rostbraunen
Schimmer zwischen den Medianen auf der Unterseite der Vflgl unterscheidet. Von Costa-Rica, Guatemala,
fironn- Panama. — circumducta Thieme, eine weitere hierher gehörige Form, der dejecta sehr nahe stehend, hat auf der
ihirta. beider Figl eine breite submarginale Binde von glänzend hellolivbrauner Farbe. Der Schuppenfleck
aid' den Vflgln ist nicht so groß als bei dejecta, und mehr in Strahlen aufgeteilt. Diese Form ist die am weitesten
nach Norden vorgeschobene von. allen PedaUodes. Ihr Vaterland ist Mexico. Koll. Staudixger (früher Sommer),
jetzt Zool. Museum Berlin.
nwnnria. P. niarsfieja Thieme (= Pronoph. pisonia Heic. var., Pedal, manis Ky.) ist von. pisonia dadurch verschie¬
den, daß sie auf der Oberseite einfarbig braun, also nach außen nicht heller ist, und auf der Unterseite der Hflgl
einen weißen Costalfleck hat. Die submarginale Binde auf der Unterseite der Vflgl ist nur nach innen deutlich,
nach außen ist sie verloschen. Von Venezuela. Die Vaterlandsangabe ,, Columbien“ ist unsicher. Der Falter
findet sieh nur in älteren Sammlungen und ist seit 50 Jahren nicht wieder gefunden worden.
innponia. P. pompoflia Heu\ Gestalt von pnsonin.. Oben olivbraun. Vflgl mit einer hellgoldbraunen Submarginal¬
binde von mäßiger Breite, dis nach innen ziemlich scharf begrenzt ist. Die Unterseite ist graubraun, meist
dunkell)raun gewellt, beide Figl mit einer schwarzbraun eingefaßten Submarginalbinde, die auf dem Vflgl
hellholzfarben, auf den Hflgln hellgraubraun gefärbt und stark dunkelbraun bes'jU’enkelt ist. Von Ecuador
(Pishcourco und Santa Inez).
Panyasis- Gruppe.
nnmssls. P. amussis Thieme (54 a). Diese Art ist kenntlich an der fast geradlinig verlaufenden Costa der Hflgl,
deren Apex scharf rechtwinkelig hervortritt in einer Weise, wie das sonst bei keiner PedaUodes vorkommt. Im
übrigen ist der Rand beider Figl stumpf gezähnt, mit eüier etwas vortretenden Ecke unterhalb der Spitze
der Vflgl. Oben einfarbig braun, die Spitze der Fransen in den Einschnitten weiß. Unten sind die Vflgl oliv¬
braun mit breiter, etwas hellerer Siibmarginalbinde, worauf eine weiße Punktreihe steht und mit brauner \i.nd
weiß marmorierter Spitze. Die Hflgl sind unten hell und dunkelbraun marmoriert, mit mehreren Reiheji dunkel¬
brauner Flecke, 2 weißen Cos talflecken, und einer Reihe weißer Punkte. Columbien (Provinz Cauca).
phanias. P. phanias Heu'. (54 a). Oben einfarbig braun, vor dem Außenrd etwas heller. Unten mit
dunkelbraunen Querlinien., dunkler Strichelung und hellerer Submargüialbinde auf beiden Flgln. Die $$
sind zuweilen sehr groß (vergl. Taf. 54 a). Die ersten Stände sind von W. Müller beschrieben. Die erwach¬
sene Rp ist beinahe 3)4 cm lang, in der Mitte verdickt und endigt in 2 kurzen Schwanzspitzen. Der Kopf hat
eine viereckige, braune, schwarz eingefaßte Vorderfläche, die Wangen sind dunkelgrau, die Rückseite hellgrau,
auf dem Scheitel stehen 2 kurze, stumjife, konische Hörner. Der Körper ist hellgrau mit graugrünen Seiten¬
streifen und außerdem auf den. ersten 3 Ringen mit einem dunkleren. Längsstreifen.. Ueber den Stigmen stehen
nach hinten aufsteigende Linien. Die Rp lebt an Barnims und hängt sich zur Verwandlung frei auf. Die Pp
ist matt weiß und hellgrau gefärbt. Sie hat mehrere stumpfwinkelige Ecken und Kanten in. der Mitte und 2
mäßig lange Hörner. Der Schmetterling ist in Südbrasilien, in den Provinzen Minas-Geraes und Parana ver-
f/mniiJata. breitet und kommt auch in Paraguay vor. — granulata ßtlr. ist eine große Form von phanias, bei der auf der
Unterseite beider Figl das Mittelfeld dunkelbraun marmoriert und distal gleichmäßig zackig begrenzt ist. In¬
folgedessen ist die helle Submarginalbinde auf beiden Flgln am Ird nicht l)reiter als am Vrd. Von Clolumbien
■<;Upa. (Bogota). — silpa Thieme, eine kleine Form von phanias, hat den. Apex der Vflgl etwas spitzer und den Außenrd
gerader. Auf der Unterseite liegen, in. der Mittelzelle der Vflgl zwei dunklere Querstreifen. Auf den Hflghi
zieht eine dunkle Mittelbin.de von. der Mitte des Vrds zur Mitte des Irds, indem sie sich in. der Flglmitte weit
n.acli aiißen biegt. Von. Bolivien (Illimani, Yungas de la Paz), Peru (Limbani), Ecuador (Huamboya).
panyasis. P. pasiyasis Heic. (54 a). Oben, rotbraun. Vflgl mit einigen weißen Punkten am Vrd vor der fast recht¬
winkelig abgeschnittenen Spitze. Fransen braun und weiß gescheckt. Unten sind die Vflgl ebenfalls rotbraun,
am Vrd und vor der Spitze dunkelbraun und grau marmoriert. Die Hflgl sind überall hell und dunkel marmo¬
riert, zwei dunkle zackige Querbinden treten besonders hervor; die eine vor, die andere hinter der Mitte. An
PI^DALIODES. Von (I. WicYMnin
der äußern. Seite dieser Bin.den. liegt je eine Reilie viereckiger weißgeJßer Flecke, die vordem dieser Flecke stellen,
diclit am Vrd. Von. Merida (Venezuela) und Bogota (Columbien). — mara Thie'tne ist eine Form von prai marn.
bei welcher auf der Unterseite der Vflgl die liolzgelbe Linie hinter der Mitte felilt und durch bi'onzegelbe d’iipfen
ersetzt ist, die mit dem Außenrd parallel gestellt sind. Die Hflgl sind stellenweise etwas ku])fei’rot gefärbt. Von
Bolivien (Yungas de la Paz).
P. drymaea Hew. (= Daedalma d., angularis Btlr.) (54 a). Die Oberseite ist dunkelbraun, im äußei-eu <iriiiii(ii<i.
Drittel der Figl allmählich in helles Braun übergehend. Die Fransen braun und hellbraim. gescheckt. Aut der
Unterseite ist die Spitze der Vflgl stark, weiß piudctiert, vor derselben, eijie ähnlich gelbliche Linie wie bei pmty-
asis. Die Marmorierung der Hflgl ist viel dunkler als bei panyasis und gruppiert sich zu dunklen QueT'binflen.
Zwischen denselben liegt an. der Costa ein weißlicher Fleck, der sich als gerader hellbrauner Streifen bis in die
Flglmitte fortsetzt und hier in. der Marmorierung verschwindet. An. diesem Streifen, ist die Art leicht zu er¬
kennen. Das 9 ist dem d' gleich. Hewitson gibt Columbien als Vaterland an, wo sie auch Fasse in. der neueren
Zeit am Cipacpie und am Quindiu-Paß in 3000 m Höhe in. beiden Geschlechtern fand. Fs ist dies insofern
interessant, weil Thieme das Vorkommen, in. ,,New Granada“ d. h. Columbien, bezweifelte. Sonst kommt die Art
in Bolivien (Yungas de la Paz) und in Peru (Agualani) vor. — rahab Thieme, die peruanische Form der dry- rahuh.
maea, ist etwas größer als diese, hat weniger gezähnte Figl und der Außenrd der Vflgl ist weniger vorgezogen.
Die Oberseite ist einfarbig bronzebraun, nach außen, nicht heller. Unten sind die Figl heller braun, mit rost¬
roter Spitze und grauen Atomen, am Vrd. Die Zeichnungsanlage der Hflgl ist wie bei dryttiaea, jedoch durch
rostbraun verdunkelt. Ein kleiner Fleck an der Costa und ein größerer am Vorderwinkel sind deutlich heller.
Peru (Chaliabamba, 3300 m).
P. tomentosa spec. nov. (54b). 'Größe von drißunea, die Spitze der Vflgl etw'as mehr vorgezogen, Saum tomodum.
der Hflgl wellig. Oben schwarzbraun., die Fransen zwischen den. Rippen heller braun. Unten olivbraun, am
Vrd der Vflgl liegen vor der Spitze mehrere kleine weißbepuderte Fleckchen. Hflgl überall fein dunkelbraun
gestrichelt, mit '2 undeutlichen braunen Zackenlinien, vor und hinter der Mitte. Der Ird und der Außenrd sind
bis in die Nähe des Vorderwinkels mit feinem weißlichgrauen Puder bestreut, wie wenn Schimmel auf den. Flgln.
läge. In Zelle 2 und 3 je ein, weißer Punkt. Von Bogota. 2800 m. Von Fasse aufgefunden.
P. muscosa Thieme (54 b). Oben braun mit großem, dunkleren Sclmppenfleck auf den Vflgln und einem »niscom.
weißliche]! Fleck, auf der Costa der Hflgl. Unten sind die Vflgl olivbraun mit einer gelbbraunen. Submarginal¬
binde, die sich vorne wurzeiwärts biegt. Vor der Spitze ein weiß fjestäubtes Dreieck, und 3 Aveiße Punkte. Hflgl
der panyasis ähnlich, hell- und dunkelbraun marmoriert, dazwischen im vorderen. Teil stark weiß betupft, so daß
im Wurzelteil 2 hellere Binden, und vor dem Vorderwünkel eine hellere Halbbinde entstehen. Bolivien (Yungas
de la Paz, Corvico, San Antonio), Columbie]! (Alto de las Ances 2200 m. Fasse).
P. jephtha Thieme (54 b), der muscosa in. der Zeicluiungsanlage gleichend, jedoch die Vflgl nicht gerun- jcphtlia.
det, sondern an der Spitze einen fast spitzen Winkel bildend, ihr Außenrd nicht vorgezogen, sondern euie fast
gerade Linie bildend; dabei aber deutlich und scharf gezähnt. 01)en einfarbig braun. Auf der Unterseite der
Vflgl ist die Spitze nicht rein, weiß gefleckt, soixdern grau ]!un.ktiert und eine Reihe gleichfarbiger Punkte steht
längs des oberen Teils des Vrds. Durch die dunkel marmorierten Hflgl ziehen 2 deutliche, Aveiße, zackig gerun¬
dete Schrägbinden., die eine von der Mitte des Innenrdes in gerader Richtung zur Mitte der Costa, die andere
als Halbbinde vom Innenwinkel bis an den 3. Medianast. Aus der Küstencordillere von Columbien (Provinz
Antioquia).
P. niveonota Btlr. Oben pechschwarz. LTnten Vflgl rostfarbig mit brauner Costa und einem viereckigen nicconota.
braunen Fleck am Ende der Mittelzelle, dahinter ein kegelförmiger gelber Fleck, eine graue sidniiarginale Binde
mit 3 weißen Punkten. Außenrd breit braun. Hflgl olivbraun mit schwarzen und silbergrauen Piuikten l)e-
streut, durch die Mitte eine silbergraue Binde, die am Ird weiß wird, ein silbergrauer Fleck am Vorderwinkel,
mehrere kleine von gleicher Farbe vor dem Außenrd und dazwischen eine Reihe Silbeqmukte. Von Huasam-
pilla in Peru (3000 m) (Whiteey). Nur im British Museum.
Pammenes- Gruppe.
P. pammenes Hew. (54 b) ist kenntlich an der rötlich zimmetlu’aunen Färbung der Oberseite in der ixumncnes.
äußern Hälfte beider Figl. Der Außenrd im Vflgl ist gerundet, die Fransen braun und weiß gescheekt. Die
Unterseite ist der Oberseite ähnlich, jedoch heller. An der Costa der Vflgl hinter der IMitte ein Iiellbrau.ner
Fleck und vor der Spitze 3 weiße Punkte. Hflgl rotbraun mit einer breiten, zackig begrenzten hellrotbraunen,
dunkelbraun gestrichelten Submarginalbinde, worin eine weiße Punktreihe in scliAVarzen Ringen steht. In der
Mitte der Costa ein schmaler weißlicher Fleck. Bolivien (Rio Chaco, Rio TanampaAur, San Antonio). — gar- ;/arlcptji
leppi Thieme ist die Höhenform von pammenes, bei der die Submarghialbinde auf der Unterseite undeutlich
ist und die darin liegenden Augen undeutlich sind oder ganz fehlen. Von Cillutincara (3000 m) und anderen
hohen Gebirgslagen in Yungas de la Paz (Bolivien).
256
PEDALIODES. Von (I. Weymer.
aiilidla. P. antulla Thieme, hat die äußerste Spitze der Vflgl nicht gerundet, sondern etwas vorgezogen. Die
Oberseite ist einfarbig dunkelbraun, der Schuppenileck reicht nicht bis in die Mittelzelle. Unten: Vflgl dunkel¬
graubraun, nur in der vorderen äußeren Hälfte etwas heller mit 3 weißen Punkten vor der Spitze. Hflgl dunk.el-
rotbrann, die untere Hälfte des Irds und Außenrds kastanienrot. Hinter der Mitte eine deutliche hellere Discal-
linie, am Vorderwinkel ein silberweißer Haken und ein Silberpunkt daimnter, und in der Mitte der Costa ein
2. Silber2)unkt. Das $ ist blasser gezeichnet. Limbani in Ober-Peru.
dnuVis. P. daulis Thieme (54b). Vflgl mit ziemlich scharfer Spitze, oben eüifarbig braun, der Schuppenfleck
klein, und dreieckig. Unten heller lu’aun; die dunkle Wiirzelhälfte der Vflgl ist vom äußeren Teile durch ehre
helle Linie getrennt, die nicht ganz bis an den Ird reicht. Unter der Spitze 4 weiße Punkte. Auf den Hflgln
ist die Discallinie etwas geschwungen und geht vom Vrd zum Ird. Eine Reihe weißer Punkte vor dem Außenrd,
von denen der vordere fleckartig erweitert ist. Noch ein weißer Punkt hinter der Mitte der Costa. Von Callanga
in der Prov. Cuzco in Peru.
imt'Kathc^. P. patizathes Heu\ (= palizethes Ky.) (54 c). Obeji einfarbig dunkelbraun. Unten etwas heller braun
marmoriert, mit ehier rötlichbraunen Submarginalbinde der Vflgl. Die Hflgl mit einem weißen Costalfleck,
der mit feiner Spitze am Vrd hängt. Von Ecuador (Buckley), Quindiu-Paß in Cohindjia 2800 m (Fasse).
pacoiiides. P. paeoilides //eu’. (= Pron. porciai/eu’. auf Hewitson’s Tafel) steht der vorigen Art nahe, hat aber keine
gestiimpften Vflgl. Die Oberseite ist rötlichbraun, in der Mitte der Vflgl am dunkelsten. Die Lhrterseite ist
rötlichbraun, die Hflgl dunkel besprenkelt. Sowohl die Vflgl, als auch die Hflgl haben einen Costalfleck, beide
sind aber sehr klein iind trülrvveiß. Ein schmutzig weißes schmales Streifchen zieht von dem 3. Medianast bis
costipxnc- mm Ird in der Nähe des Innenwinkels, woraii die Art kenntlich ist. Von Ecuador. — costipunctata /orm. nov.
tata. (54 c) halte ich für die columbische Form der pneonides. Sie ist oben tief schwarzbraun, nur der Außenrd der
Vflgl ist ca. 3 mm breit etwas heller. Die Costalfleckchen der Unterseite bestehen auf beiden Flgln nur aus
wenigen weißen Schu])pen, a\ich die feine weiße Querliuie im hinteren Teil der Hflgl wird auis weit getrennten
einzelnen Schuppen gebildet. Fransen, dunkelbraun. Von simmias, mit der sie auch einige Aehnlichkeit hat,
durch den Mangel jeder rostroten Färbung verschieden. Vom Monte del Eden, Ibague, Columbien, 2700 m.
Dezember. (Fasse).
P. pallantias Heiv. ist oben rötlichbraun, in der Mitte der Vflgl am dunkelsten. Unten rötlichbraun
und dunkelbraun gestrichelt. Costalfleck groß, derjenige der Vflgl 4 mm lang, dreieckig, derjenige der Hflgl
10 mm lang, in seiner Mitte winkelig nach innen gel)ogen, rötlichgelb. Von Ecuador.
uuifunnis. P* uniformis spec. nov. (54c). Vflgl an der Spitze rechtwinkelig. Oben dunkel rötlichbraun, Fransen
in der vorderen. Hälfte der Vflgl zwischen den Rippen mit weißlichen Spitzen, sonst braun. Auf der ebenso ge¬
färbten Unterseite ist nur die S]nir eines kleinen, etwas helleren braunen Costalflecks bei des Vrdes an beiden
Flgln zu erkennen. Außerdem ein brÜTinlich weißer Punkt in Zelle 2 der Hflgl. Die weißen Fransenspitzen
der Vflgl wie oben. Von Bolivien.
Phanoclea- Gruppe.
phauoclca. P- phanoclea Hetr. Die Arten dieser Gruppe zeichnen sich durch die langgestreckten Hflgl aus. pha-
noclea ist oben braun, gegen den. Analwinkel der Hflgl rotbraun. Unten sind die Vflgl braun mit einer kurzen
weißen Binde an der Costa, Hflgl gelbbraun, dunkelbraun gestrichelt, mit einer durchgehenden, holzgelben,
geraden Mittelbinde und einer Reihe von 4 schwarzen, weiß gekernten Punkten. Ecuador.
porcia. P- porcia Hew. (= Pron. paeonides auf der HEWiTSON’schen Tafel) (54 c). Kenntlich an der hellgelben
Halbbinde am Vorderwinkel der Hflgl auf der Unterseite. Die Olierseite ist einfarbig braun. Ecuador (Bltck-
albuüa. eeyO, Columbien (Monte Socorro und Quindiu-Paß, 3500 m. Fasse). — albutia Thieme ist eine Form von
porcia, die etwas größer ist und l)ei der die helle Halbbinde auf der LTnterseite der Hflgl doppelt so breit und
nicht hellgelb, sondern rein AVeiß gefärbt ist. Auch der Costalfleck auf der Unterseite der Vflgl ist reinweiß.
Von Peru.
pldhioüs. P. phthiotisi/e(c. ist kenntlich an dem dreiteiligen weißen Costalfleck aiif der Unterseite der Hflgl. Die
Vflgl haben einen, kleinen Costalfleck, welcher auch auf der Oberseite angedeutet ist. Ini übrigen ist die Färbung
braun. Ecuador.
sbnm'ias. P. simmias Thieme (54 c). Oben einfarbig braun. Unten wenig heller, gegen, die S]>itze der Vflgl und
am Analwinkel der Hflgl meistens rostfarbig. Vflgl mit undeutlichem Costalfleck. Die Q,uerl)inde hinter der
Mitte der Hflgl ist ebenfalls manchmal sehr \indentlich, el)enso die hellen Punkte im Discns. Von Bolivien
(Yungas de la Paz).
Piletlia- Gruppe.
P. piletha Hin. ( = pedacia Styr.) (54 c d). Kenntlich an der weißen, vorne s])itz zulaufenden Halbbinde
pileiha.
IMilDAJjlOl) 1^]S. V'oii (I. VViiYMi'JH.
207
Aasf)e(jebcii 15. III. l'Jl'I.
der Hflgl-Uiiterseite. Die Oberseite ist eii),farl)ig rötlicbbrauji,. Beim ^ i«t die liii)tei'e Hälft (> des Au(.ieiii-des der
Hflgl schärfer uiul si)itzer gezähnt. Veneziiela, (Jolundjien., Paraguay. pedacia //e/e. ist eine* Portii vuui pcihirhi.
piletha, t)ei der die weiße Hall)binde der Hflgl-Ujiterseite am Ird etwas breitei' ist und dureli (‘ine gesehwmngejie
Reihe kleiner weißer Flecke mit dem (Jostalfleck verlninden ist. Feuador.
P. prytanis Hew. hat die Ha)bl>inde der selir dunklen Hflgl auf einen seliief viereckig(‘n, weißen Fleck prijiniii.s.
am Inneinvinkel reduziert. Die Costal flecke sind sein- undeutlich. Die Oberseite ist dunkelbi'aun, nui- iji. den
Einschnitten am stark gezälin.ten Rande der Vflgl weiß gefleckt. Vejiezuela, Oolumbien. - - phoenissa Ih ir. /ä/erz/i.s-.v'/.
(54 d) ist vielleicht eine Form der vorigen. Sie unterscheidet sich nur dadurch, daß dei' Saum der Vflgl nicht
gezähnt, sondern mir schwach willig ist. Columbien.
P. pliazania Sin. (54 d) ist dadurch kenntlich, daß die weiße Halbbinde der Hflgl vom Ii’d in gerader ///Kcv/azVz.
Richtung bis zwischen die Radialen läuft, dabei an Breite allmählich abnimiut und in feiner S])itze endigt.
Ecuador. — cestia Thieine ist wohl nur eine Form von pluizania. Die Halbbinde der Hflgl hat fast- die gleiche cc.slia.
Gestalt, ist aber nicht weiß, sondern schwefelgelb gefärbt. Columbia.
Tena- Gruppe.
P. tena Hew. (54 d). Die Arten dieser Gruppe lialien länger gestreckte Figl, tena ist kenntlich an der
Reihe von 4, beim $ 5 weißen Flecken auf der Oberseite der Vflgl, die lieim $ größer, beim kleiner sind.
Beim $ stehen außerhalb dieser Reihe noch ein oder zwei weiße Punkte vor dem Apex der Vflgl, und eine Reihe
von 4 solchen Punkten auf beiden Seiten der Hflgl. Letztere treten zuweilen auch bei den auf der Ober¬
seite auf. Auf der Unterseite der Vflgl fehlen die weißen Flecke zuweilen teilweise. — Thte.ue l)etrachtet die
folgende großfleckige Art pasicles als von tena. Dabei hat er übersehen, daß Hewitsox selbst im 5. Bande
seiner ,,Exot. Butt.“ sagt, die GG von tena hätten kleinere, weiße Flecke als das von ihm abgebildete $. iMir
lagen s. Z. aus der SxÜBEL’schen Ausbeute B) Exemplare von tena vor, darunter 9 welche alle kleinere
weiße Flecke hatten, als die Hewitson’scIic Abbildung. Eins davon ist auf unserer Tafel abgebildet. Ich bin
daher genötigt, pasicles als besondere Art zu betrachten, tena fliegt im Hochgebirge von Ecuador an der Schnee¬
grenze (Paramo de Cuvilche 3800 m, Antisuna 4300 m).
P. pasicles Hew. Oben braun, der Außenrd etwas mehr gerundet als bei tena. Vflgl mit 3 hellgelben pasicles.
Flecken hinter der Mitte, der vorderste groß, 6 mm lang, durch eine Ri])jie in 2 Teile geteilt, die lieiden andern
klein, besonders der untere. Auf der Unterseite fehlen die 2 kleinen Flecke und steht hier am Rande eine scliAV'arze
Submarginallinie. Ecuador (Alatillo).
P. reissi Weym. (54 d). Die auf der Oberseite undeutliche Punktreihe hinter dem Costalfleck der Vflgl relssi.
tritt unten deutlicher hervor. Die Hflgl sind unten heller braun, und fein dunkelliraun marmoriert. Das von
Fasse auf dem Monte Tolima gefundene $ unterscheidet sich vom nur dadurch, daß die dunkelbraune iMar-
morierung der Unterseite der Hflgl wegen der helleren Grundfarbe stärker hervortritt und vor dem Außenrd
eine bräunlich graue, distal stark gezackte Submarginalbinde liegt. Der Costalfleck am Vrd dieser Figl ist unten
bräunlich bestäubt. Auf den Päramos des Tolima, des Moras, des Huila. 3600 — 4206 m (Stübee, Fasse).
P. albonotata Godm.. (54 d). Der weiße Fleck der Figl fehlt auf der Unterseite. Die Hflgl haben unten niboiioUitn.
2 weißlich':' zackige Querstreifen, die stark braun liestreut sind. Ini Saumfehh' eine Reihe weißer Pfeilspitz«:'!!.
von denen die 2 vorderen größer und deutlicher sind. Venezuela (Merida).
P. albopunctata Weym. (54 e). Die Unterseite ist der abgebildeten Olierseite gleich. Die Zahl der Punkte atbupunc-
wechselt auf den Hfgln von I — 4. Beim ^ haben die Hflgl unten eine breite, gelblichliraune Submarginallnnde,
worin die weißen Punkte in dunklen Ringen stehen. Peru (Cruz de Celendin, Päramo zwischen Marahon und
Utcubamba) 3000 — 3600 m; Bolivien ( Quimtachata, Tiahuanaco) 4200 m. — flavopunctata Stgr. ist eine Form ilavopHnc-
von albopunctata, die strohgelbe statt weiße Punkte hat. Von Bolivien.
P. perita Hew. Größe der vorigen. Dben einfarbig liraun. nur die Fransen der Vflgl weiß gefleckt. Pui- peritu.
teil Vflgl mit grau marmorierten Rändern und einer Reihe von 4 weißen Punkten. Hflgl mit breiter, grau¬
gelber Submarginalbinde, worauf 5 weiße Punkte in schwarzen Ringen stehen. Ecuador.
P. nebris Thieme (54 e) ist leicht kenntlich an der kurzen, geraden, honiggelben Binde hinter der Vlitte itehris.
der Oberseite der Hflgl. Unten ist diese Binde Aveißlichgell) und stehen zwdschen ihr und dem Saume 4 weiße
Punkte in schwarzen Ringen. Zuweilen liegt auf der Unterseite im Vflgl auch eine Querreihe von 4 rötlich¬
gelben Fleckchen und hinter derselben eine Reihe weißer Punkte. Die ersteren zeigen sich zuweilen auch auf
der Oberseite. Das $ ist in der Zeichnung vom nicht verschieden. — Das Ei ist nach Easse kugelrund, behi-
gelb, glänzend und ganz mit feinen Poren liedeckt. Derselbe fand den Schmetterling an verschiedenen Stellen
in der Columbischen Ost-Cordillere selten unter 3300 m Höhe und vermutet, daß die von Thieaie aus der Stae'-
DiNGER’schen Sammlung lieschriebenen Tyjien auch dort gefangen sind.
V
33
258
PEDALIUDE.S. Von G. Wisymer.
cuipctnis. P. empetrus Thie-me (54 e). Üben gelbbraun mit einer sub marginalen Reibe weißer Punkte, (be auf dem
Vflgl größer, anf den Hflgln kleiner sind. Fransen dunkelbraun und weiß gescheckt. Der Falter scheint in den
Sammlungen selten zu sein. Venezuela (Merida).
Polusca- Gruppe.
pancis. P. paness Hetv. (54 e). 01)en einfarbig braun. Die rostrote Binde der Unterseite steigt vom Innen¬
winkel der Hflgl Ins zii “/^ der Flgll)reite aid', sich allmählich zuspitzend. Hinter derselben eine weiße Punkt-
iiP'o. reihe. Peru: Bolivien, Columbien. — Bei derPorm tyro Thie'tae (= paneis Heia, pt.) (54f) ist die rostrote Binde
der Unterseite viel k.üi'zer und nimmt bloß der Plglbreite ein. Am Anahvinkel nur ein. weißer Punkt. Die
phcres. Spitze der Vflgl ist gestutzt und bildet daher einen rechten Winkel. Peru. — pheres Thieme (54 f) ist eine weitere
Form, bei der die Spitze der Vflgl nicht gestutzt ist, sondern der Außenrd eine gerade fortlaufende Linie bil¬
det, aiich der weiße Punkt am Analwinkel fehlt. Die rostrote Binde hat ungefähr gleiche Ausdehnung wie
bei tyro. Peru, Bolivien.
pkiloidv. P. philoilis Heur (54 e) ist eine der pnneis älmliche Art mit gestutzter Spitze der Vflgl. Die rotgelbe
Binde der Hflgl-Unterseite ist ebenso lang wie bei pnneis, hinter ihr liegt eine hellbraune, distal sehr gezackte
Submarginalbinde, worauf eine Reihe von 5 schwarzen Augen mit dicken weißen Pupillen steht. Ecuador, Peru.
pherdla>i. P. pheretias Hew. (54 f) ist kenntlich an dem weißen, länglichen Gostalfleck der Hflgl-Unterseite. Der
rotgelbe Analfleck ist ziemlich klein. Die Oberseite ist einfarbig schwarzbraun. Das $ wurde von Fassl am
Quindiu-Paß in Columbien in 2 verschiedenen Formen gefunden. Die eine ist dem ähnlich, und von demselben
nur dadurch unterschieden, daß auf der Unterseite beider Figl eine l)reite, graidjraune Sub marginalbinde vor¬
handen ist, die auf den Hflgl bis an den weißen Costalfleck und an den rostroten Irdsfleck. reicht und dunkel-
(p-iacold. In’aun marmoriert ist. Die andere weibliche Form (Taf. 54 f), für welche ich nachträglich den Namen griseola
jorni. nov. vorschlage, unterscheidet sich dadurch, daß die Grundfarbe der ganzen Hflgl-Unterseite gelblich
graubraun und überall fein dunkelbraun gestrichelt ist, so daß der Costal- und der Analfleck nahezu versclnvun-
den sind. Vom Quindiu-Paß (Fassl).
fcrmtUi.s. P. ferratilis Btlr. (= morenoi Dogn.) (54 f). Oben dunkelbraun, unten heller braun und dunkelbraun
marmoriert, die Hflgl mit breit rostfarbigem Ird, von dem ein. viereckiger hellrostroter Analfleck aufsteigt.
uncus, Peru, Ecuador, Bolivien, Columbien. — uncus Tldetne ist eine Form von ferratilis, bei der die rostrote Färbung
der Hflgl-Unterseite auf einen schmalen Saum beschränlR ist, und die auf der Unterseite der Vflgl 4 weiße
Punlcte hat. Von Tucuman in Nord- Argentinien.
zoippus. P. zoippus Druce. Eine kleine Art von 46 mm Spannweite, oben, braxin mit rotbraunem Ird und Anal-
winkel der Hflgl. Unterseite ebenso, die Hflgl mit einigen undeutlichen weißen. Flecken vor dem Außenrd
und einer dunkelbraunen Sultmarginallinie. Peru.
polKdca. P. polusca Heiv. (54f). Oben dunkelbraun mit schmalem rotbraunen Saum am Imienwmkel. Auf der
Unterseite kenntlich an. den 2 su.banalen Aveißen. Punkten hinter der rotbi’aunen Submarginalbinde der Hflgl,
Avelche mehr oder weniger hoch aufsteigt. Die typische größere polusca kommt sowohl in Columbien (wo Fassl
poUa. sie am Mont Socorro in 3500 m Höhe fing) Avie in. Peru und Bolivien vor. — polla Thieme (= polusca Heu'. pt.)
ist eine kleinere Form von polusca, bei der die rostrote Binde der Hflgl aid' der Unterseite bis hinter die Mittel¬
zelle aufsteigt. Der Innenwinkel ist viel heller gelblichrosti’ot. Das $ ist vom nicht verschieden.. Von Co-
fojlcus. lumbien (Quindiu-Paß, 3800m, Fassl). — syleus Thieme, eine AVeitere Form von. polusca, bei der die rostrote
Farl)e auf der Unterseite nur auf die QAierbinde der Hflgl beschränkt, also am InneuAvinkel und im sonstigen
distalen. Teile beider Figl keine rostrote Farbe vorhanden ist. Von Limbani in Peru.
asconia. P. asconia Thieme ist eine der polusca ähnliche Art. Die Querbinde hinter der Mitte der Hflgl auf der
Unterseite besteht nur aus einem viereckigen, orangegelben. Fleck am Ird und 3 kleinen honiggelben Flecken
hinter der Flglmitte. Ein Aveißer Punkt ZAvischen den Medianästen 1 und 2. Das $ ist oben blaßbraun mit
rostrotem Rand am Analwinkel. Die Unterseite der Vflgl zeigt eüien blassen Costalfleck. Von Banos in Ecua¬
dor (Haejslsch).
puusiu P, pausia Hew. (= loca Stgr., lora 8}n. u. Ky.). Oben dunkelbraun, nach außen, rötlichbraun.
Unten ebenso, Vflgl mit 2 oder 3 sehr kleinen Aveißen PAinkten vor der Spitze, Hflgl mit einer schmalen,
hellrostroten Halbbinde, die sich mit einer Reihe A^on. 4 Aveißen Punkten kreuzt. BoliAÜen (Yungas de la Paz).
lucipard. — lucipara form., nov. (55 a) ist eine Form von pausia, bei der die Oberseite nach außen nicht rötlich, sondern
nur heller braun, gefärbt ist. Auf der Unterseite fehlen die Aveißen Punkte der Vflgl und die Hflgl zeigen nur
huccara. 2 solcher Punkte. Vom Quindiu-Paß, 2500 m, Columbien (Fassl). — baccara Thieme ist eine Form von pausia,
die auf den Vflgln unten eine breite hellbraune, innen fein AVeiß Ivegrenzte Submarginalbinde hat. Die Quer¬
binde der Hflgl ist doppelt so bi’eit als bei pausia und nur in ihrem hinteren Teil rostrot gefärbt. Aus der Co-
lunibischen Provinz Antiocpiia (Kalbreyer).
PEDALIODES. Von CP Weymer.
2r>u
P. coca 6^f,gr. (55 a) ist eine der ‘pausia verwandte Art, die l’unktreihe l)estelit al)er aus (i I'iuikleji, (jjid (om.
hat eine andere Lage. Von Cüca])ata in. Bolivien ((tARLEpr).
P. entella Thierue. Der 8aiim der Vflgl ist unter dem A])ex ausgeschnitteji. ()l)en eijifaihig dunkel- cnUUn.
braun mit grauen Fransen. Unten; Vflgl hellbraun mit njstbrauner 8})itze. Hflgl dimkelrotbraun, mit liellrost-
farbiger Marmorierung, einer vom ird aufsteigenden rostfarbenen Binde rmd gleichen Flecken hinter derselben
zwischen den Medianästen. Eine Reihe kleiner schwarzer, weißgekernter Punkte hat dieselbe Lage wie bei
coca. Banos in Ecuador (Haensch).
P. pfoculeja Tliieme hat den 8aum unter der Vflglspitze el)enso ausgeschnitten, wie entella. CJl)en. ein- iirooiir.ja.
farbig braun. Unten heller. Vflgl mit weißlichem Costalfleck und rostbraunen 8])itzen. Hflgl braun mit hell¬
rostbraunem, wurzelwärts gelblichen Flecken und einer langdreieckigen, verloschejien, liellgelben Halbbinde
zwischen Ird und Figlmitte. Eine Reihe schwärzlicher, weiß gekernter Punkte vor dem Außeni'd. Von Urcos
in Peru (Garlepp). Museum Tring.
P. tucca Thienie (55 a). Oben einfarbig dunkelbraun mit breitem 8chuppenfleck. Auf der Unterseite turcd.
wird auf beiden Flgln eine kastanienrote 8ubmarginalbinde mehr oder weniger deutlich durch zusammen¬
fließende Flecke gebildet. Daneben eine Reihe weißer Punkte. Die Abbildung ist nach eiimm Exemjdar der
TiiiEME’schen 8ammhing gefertigt.. Aus der Umgegend des Illimani in Bolivien. — luperca Thierne ist eine luprrcn.
Form von tucca, bei der der 8chuppenfleck auf der Oberseite halb so breit ist. Die Grundfarbe der Unterseite
der Vflgl ist nicht hellbraini, sondern dunkelf)raun und die kastanienrotc Biji.de ist nicht vorhanden. 8anta
Inez in Ecuador.
Pactyes- Gruppe.
P. cledonia Tkieme (551)). Oben glänzend braun, die rostrote Querbinde der LTnterseite der Hflgl ist clutonid.
nach vorne gelb bestäubt und in Flecke aufgelöst. Ein weißer Punkt liegt in Zelle 2. Von Vhingas de la Paz
und Cillatincara (Bolivien).
P. antonia Stgr. (55 a). Die breite, mit einem Nebenast versehen^^ Binde der Oberseite der Hflgl ist antonid.
in derselben Gestalt auf der Unterseite vorhanden, aber hier hellockergelb gefärbt. 8an Antonio und Gillatin-
cara (Bolivien), Chiri-Mayo (8üdost-Peru). — anina Stgr. ist eine Form von antonia, bei der von der Binde cniina.
der Hflgl auf der Oberseite nur ein kurzer hellgrauer Fleck an der Costa sichtbar und auf der Unterseite der
Seitenast dieser Bmde viel kürzer ist. Loco-Tal in Bolivien. — quincedis Thienie (55 b), die reicher geschmückte qnhicrdis.
Peru-Form von antonia ist von dieser durch den großen weißen, viereckigen Fleck verschieden, der auf beiden
Seiten der Vflgl liegt. Die Binde der Hflgl ist oben lebhaft schwefelgell) mit seidenartigem Goldglanz, unten
wie l)ei antonia. Callanga in Peru. — exsanguis Thienie ist eine weitere hierher gehörige Form, di':' sich von c.cfsaiuju'is.
quincedis dadurch unterscheidet, daß sämtliche Zeichnungen schneeweiß snid. Callanga in Peru.
P. pactyes Hew. Oben braun. Vflgl mit braun und weiß gescheckten Fransen, Hflgl mit einer undeut- padycs.
liehen rötlich holzgelben Mittelbinde, die von der Unterseite her durchschlägt. Unten ist sie orange gefärbt
und etwas winkelig. Ein weißer Punkt in Zelle 2. Bolivien. — auristriga Thienie ist eine Form von pactyes, aurislriga.
die oberseits emfarbig dunkelbraun ist und unten auf den Vflgln ein^'n. deutlichen Costalwisch zeigt. Die Binde
der Hflgl ist schmal und hell safrangelb. Huancabamba in Nord-Peru. — serra Thienie, bei der die gelbe Binde serm.
auf Rippe 2 einen kurzen Dorn nach außen bildet und stilla Thienie, bei welcher diese Bijide in einzelne Flecke sfUla.
aufgelöst ist, sind Formen von auristriga von demselben Fundort. — spifia jorni. nov. (55 b) ist einf' weiter hier- spinn.
her gehörige Form, die oberseits einfarbig schwarzbraun ist rnid auf der Unterseite der Vflgl einen deutlichen
weißlichen Costalfleck zeigt, der sich als rötlich braune Binde bis zum Ird fortsetzt. Durch die IMitte der Hflgl
zieht eine vorne weiß, hinten ockergelb gefärbte Bin.de, die in Zelle 6 eine spitz“ Ecke nach inn^n, iij Zelle 4
eine Ecke nach außen bildet. Außerdem zieht der letztem Ecke gegenüber ein weißer 8trich oder Zahn längs
der Mediana bis in die Mittelzelle. In dem etwas helleren 8aumfelde eine Reihe von 5 weißen, schu'arz eingefa߬
ten Punkten, beim $ (55 b) zeigt sich aiich eine solche Punktreihe auf den Vflgbi. Aju Quindiu-Paß in Colum¬
bien (3800 m) im 8e2)tember von Fasse gefunden.
P. chrysotaenia Hopff. (55 b), eine der pactyes ähnliche Art, ist an der braun gemaserteii Unterseite chryso-
der Hflgl zu erkennen, durch welche eine goldgelbe Binde vom Analwinkel um die IMittelzelle herum zur Costa
zieht, welche hinten breit, in der vorderen Hälfte aber nur ganz schmal ist und hier mehrere Winkel bildet.
Von Peru (Chanchamayo und Huancabamba). — fassli form. nov. (55 b), eine der vorigen ähnlich“ Form, hat fn.'isli.
weniger welligen Außenrd der Vflgl, die Grundfarbe der Unterseite ist nicht marnioriert, sondern dunkelbraun.
Die Hflgl haben einen weißen, zweiteiligen Costalfleck und eine vom Innenwinkel aufsteigend?, nach vorn“
verjüngte und nach auswärts gebogene Halbbinde, sowde eüi paar weißliche Punkte zwischen der 8pitze
dieser Binde und dem Costalfleck. Vom Monte Socorro, 3400 in, Columbien, Juli (Fasse). Zu Ehren des Ent¬
deckers benannt.
PEDALIODES. Von G. Weymer
2 GO
Pencestas- Gruppe.
pcHccfitas. P. peucestas Heir. (55 c). Oben dunkell)raun; Vflg! mit gleicher weißer Binde wie unten. Das $ ist
dem ganz älinlich, nur ist die l)reite 8ubmarginalbinde auf der Unterseite der Hflgl viel heller weißlich grau.
0()lumV)ien ( Quindiu-Paß, 8alto de Teqiientama), Peru, Ecuador (Banos), stellenweise häufig.
P. porina Hew. (= Tisiphone lyssa Bimn.) (55 c). Durch kürzere weiße Binde auf Ober- und Unter¬
seite, sowie das Fehlen der weißen Flecke auf der Hflgl-Unterseite von der vorigen Art verschieden. Ecuador
jiiihiepolls. (Banos, Huamboya), Bolivien (RioPongo, Yungas de laPaz), Nord- Argentinien (Tucuman). — palaepoHs He^v.
ist eine Form von porina, bei der auf der Unterseite der Vflgl an jeder Seite der weißen Binde ein kleines, schwar-
cordenn. zes, weißgekerntes Auge steht. Von Bolivien und Limbani in Peru. — corderoi Dogn. (55 c) ist eme weitere
Form von porina, bei der die hellbräunlichgrane Submarginalbinde auf der Unterseite der Hflgl breiter ist
und sich auch auf der Oberseite als gelblichbraune verwaschene Binde zeigt. Von Loja und Macas in Ecuador.
por'nna. P. poriiTia S)n. {= porrima Stgr.) (55 c). Die weiße Binde der Vflgl reicht bis in Zelle 2 hinein, was bei
den 3 vorigen Formen nicht der Fall ist. Ferner kenntlich an den 3 bis 5 weißgelben Punkten auf der Unter¬
seite der Hflgl, von denen der mittlere etwas größer ist. Bolivien.
patldidis. P. pallantis Heiv. (55 c). Die weiße Binde nimmt den obern Teil der Mittelzelle ein und reicht bis nahe
an den Ird. Der Saum tler Hflgl ist stumpfeckig. Das $ ist etwas größer und hat die Vflgl unterhalb der Spitze
konkav ausgeschnitten. Oolumlüen (Monte Socorro, 3500 m). Nord-Peru (Huancabamba).
pylas. P. pylas Heiv. (= pilas Hew. in tabula) (55 c). Die 2 weißen Flecke (1er Vflgl erscheinen auch auf der
Knlplaga. Oberseite. Die Hflgl sind dagegen oben einfarbig dunkelbraun. Columbien (Bogota). — Bei der Form uni-
panna. plaga Thieiiie fehlt der kleine weiße Fleck am Vrd der Vflgl. Columbien. — parma Thieme ist eine ganz ähn¬
liche Form, bei der der kleine Fleck ebenfalls fehlt, der große Fleck aber etwas mehr vom Aidlenrd und vom
Ird entfernt und der Costa mehr genähert ist. Auf der Unterseite ist dieser Fleck etwas größer und faßt einen
Teil der Mittelzelle mit in sich. VoJi der Küstencordillere in Columbien (Kalbreyer).
phiicdrn. P. phacdra Hew. Oben braun mit einer lebhaft primelgelben Binde über die Vflgl und einem großen
gleichfarbigen Fleck in der Mitte der Hflgl. Auf der Unterseite ist die gelbe Binde der Vflgl breiter als oben,
mchilcuca. und der Fleck der Hflgl nach vorne und hinten zu einer durchgehenden Binde verlängert. — melaleuca Weym.
(= Pronoph. palades Hew.) (55 d) ist eine Form von phaedra, bei der alle gelben Zeichnungen milchweiß gefärbt
sind. Zwischen beiden Formen existieren Uebergänge. Der Name Pron. palades Hew. kann, für diese Form
nicht bestehen bleiben, da er selbst schon früher eine andere Art unter dem Namen Pronophila palades beschrie-
ti'ipliocsuci. ben hatte (die jetzige Lasiophila palades). — niphoessa Thievie (55 d) eine andere Form der phaedra, bei der die
Binde der Vflgl kreideweiß gefärbt, etwas l)reiter ist und den äußern Teil der Mittelzelle einnimmt. Der weiße
Fleck der Oberseite der Hflgl ist in beiden Formen bis zum Ird verlängert. Vom Quindiu-Paß in Columbien,
3500 m (Thieme und Fasse).
Plotina- Gruppe.
pldiina. P. plotina Hew. (55 d). Kenntlich an dem großen, rotgelben Fleck vor dem Innenwinkel der Hflgl-
Oberseite. Unten ist dieser Fleck ockergelb, braun marmoriert und aus ibm steigt ein gerader ockergelber Streifen
raphn. zur Radiale 2 em]jor, wo distal neben demselben ein weißer Punkt liegt. Venezuela. — rapha Btlr. (= plotinella
S'/H.) (55 d) ist eine Form von plothat, bei der der rotgelbe Fleck auf der Oberseite der Hflgl kleiner und kürzer
ist. Auf der Unterseite der Hflgl ist der ockergellie Streifen in hallmiondförmige Flecke aufgelöst und vom
phdrnnspcs. Ende des Streifens zieht eine Reihe weißer Punkte zum Vrd. Venezuela. — Bei der Form pharnaspes Hew.
(55 d) sind die einzelnen Flecke der gelben Binde der Hflgl nicht halbmondförmig, sondern länglich viereckig,
von der Punktreihe ist nur ein Punkt vorhanden und vor dem Außenrd der Vflgl liegt unten eine breite hell-
rötlichbraime Binde. Venezuela, Ubala (Columbien, Ost-Cordillere). Fasse.
cocipid. P. cocytia Fldr. {= phaesana Hen\ [in tabula]) (55 d). Oben einfarbig dunkelbraun. Auf der Unterseite
der Hflgl liegt zwischen der schmalen, geraden, ockergelben Binde und dem Außenrd eine gebogene Reihe
graubrauner Flecke. Oft ist die gellie Binde in kleine, mehr oder weniger weit von einander getrennte Flecke
unterbrochen. Bei einem von Fasse erbeuteten ^ (55 d) sind die einzelne)! Flecke proximal zugespitzt. Die
Abbildung des ist nach der FEEDER’schen Tyjie im Museum Tring gefertigt. — Das Ei ist kugelrund, milch¬
weiß, etwas durchscheinend. Die Oberfläche ist glatt und glänzend. Aus der Hocheliene von Bogota, 2600
bis 3200 m.
Jiopfferi. p. hopfferi Stgr. (55 e). Die breit rotgelbe Binde dei' Hflgl ist auf der Unterseite stark mit Dunkelbraun
tijrrheus. tiesprenkelt und reicht bis an den Vorderwinkel. Von Cuzco und Huancabamba in Peru. — tyrrheus Godm.
u. Salv. ist wohl nur eine Form der hopfferi Stgr . Die rotgelbe Sidnnarginalbinde der Hflgl ist kürzer, sie reicht
nur vom Ird bis zur Figlhälfte. Auf der Unterseite ist sie ockergelb, etwas länger als oben und nach vorne zu-
ges])itzt. Sierra Nevada von Santa Martha (Columbien). Simons.
l’EDALrODES. Voii Weymer.
2G1
Parepa- Gruppe.
P. parepa Hew. (55 e). Kenntlich an der schmalen, rotgelhen Eleckenhinde auf dw' Oljcrseite l)eider
Figl. Unten sind die Vflgl gerade wie oben, nur die Spitze ist grau marmoriert. Ebenso tnarmoriei’t ist die
äußere Hälfte der Hflgl. Das dunkelbraune Wurzelfeld bildet in der Mitte einen rechten Wi/ikel. Vh)n Ecuadoi-
(Huigera, Guishapa, Loja). — milvia TJiieme ist wahrscheinlich die ])eruanische Form von pare/m. Die rot- mUrm.
gelbe Binde ist auf den vorderen Teil der Vflgl beschränkt und fehlt auf dem Hflgl ganz. Auf der graubraunen,
äußeren Hälfte der Unterseite der Hflgl treten 2 schwarze Augen deutlich hervor. Von (Jhosico in Peru (S50 m).
Es existiert nur ein weil)iiches Exemplar im Museum Tring.
P. phaea He^v. Eine bräunlich rotgelbe Binde zieht hinter der Mitte über beide Figl, die auf dem Vflgl phnea.
in eiförmige Flecke geteilt ist. Beim $ sind die Binden breiter und auf den Vflgl nicht geteilt. Die Unterseite
ist der der abgebildeten ochrotuenia ähnlich, doch sind die Binden schmäler. Ocanna iji Columbien. - ochro- mlmßidruhi.
taenia Fldr. (55 e) ist eine Form von phaea, bei der die Binde der Oberseite nicht geteilt, beim $ l)reiter (ü mm
breit) und mehr ockergelb gefärbt ist. Von Bogota (Columbien). — fuscata Fldr. (55 e), eine weitere hierher fiisctita.
gehörige Form, hat die breite Binde der Oberseite stark mit Rauchbraun überzogen, so daß ilire Rändei’ ver¬
waschen sind. Auf der Unterseite ist die Binde dagegen nicht ockergelb, sondern mehr rotgelb gefärbt. Von
Bogota (Muzo), Paramo de Gnasco. — Bei amafania Thieine, einer andern phaea-Form, steht die rotgelbe Binde (imapDiia.
dem Rande näher und läuft überall mit ihm parallel. Sie ist an ihren Rändern glattrandig, nirgendwo unter¬
brochen und nicht gewüikelt, bloß in der Mitte der Hflgl etwas bauchig erweitert. Unten ist die Bin.de hell
ockergelb und ein. weißer Fleck liegt an der Costa der Hflgl, sowie ein gleicher am Analwinkel. Von Callanga
(Prov. Cuzco) in Peru. Kolk Staudinger im Kgl. Museum in Berlin.
P. alusana Hew. Die rotgelbe Binde liegt etwas hinter der Mitte. Sie ist in der Mitte der Vflgl am fiJmcma.
breitesten, am Ird derselben Figl am schmälsten; auf der Radiale 1 der Hflgl ist sie auf der 01)erseite iinter-
brochen, auf der Unterseite bildet sie an dieser Stelle einen rechten Winkel. Auch liegen hier im Saumfelde
der Hflgl ockergelbe Flecke und eine weiße Punktreihe. Von. Alusana in Ecuador (Kolk Hewitsox. Brit. Mus.).
P. praxia Hew. Oben braun mit einer rotbraunen, dem Saume parallel laufenden Binde auf den Vflglir pm.riii.
hinter der Mitte, und einem solchen Costalfleck auf dem Hflgl. Auf der Unterseite ist diese Binde auf den Vflghi
nach hinten, viel breiter und ihr Anfang am Vrd ist weiß gefärbt. Ein rotbrauner Fleck liegt in der iMittelzelle.
Von Jima in Ecuador.
P. thiemei Stgr. (55 f). Die dunkel rotgelbe Binde, welche vom Vrd der Vflgl zum Ird der Hflgl zieht, ihiemd.
ist auf der Unterseite der Vflgl et was heller, auf den Hflgln al)er ockergelb mit braunen Sprenkeln bedeckt. Beim $
ist die Binde unten um ein Drittel breiter als beim Vom Quindiu-Paß in Clolumbien (3800 m) Thieme, Fasse.
P. peruda Heio. Oben braun mit einer breiten, geraden rotgelben Binde, hinter der iMitte, die am Vrd pcruda.
der Vflgl und am Ird der Hflgl zuges])itzt ist. Unten ist die Binde noch breiter als oben, auf den Vflgln rotgell),
auf den Hflgln beinahe weiß und etwas bräunlich marmoriert. Der Saum beider Figl ist grau bestäubt. Ama-
zonenstroni. Kolk Brit. Mus.
P. symmachus Godm.. u. Salv. 01)en dunkelbi’aun mit einer 3 mm breiten, dunkel rotgelben Binde, summachns.
die nahe am Saume und parallel mit demselben über beide Figl läuft. Unten ist die Bmde auf den Vflgln breiter
und heller rotgelb gefärbt. Auf den Hflgln nehmen 2 ockergelbe Streifen die Stelle der Binde ein. Sierra Nevada,
von Santa Maria in Columbien.
P. ornata Sm,. (= phaeaca Stgr.) (55 t). Die rotgelbe Binde der Vflgl ist auf der Unterseite ebenso ornala.
nach innen gebogen, wie oben. Die Hflgl haben unten eine ockergelbe Querbinde, die auf der untern Radiale
einen rechten Wünkel bildet. Hinter ihr steht eine weiße Punktreihe in braunen Ringen. Merida (Venezuela).
P. phaeina Stgr. (= Pronoph. phaea var. Hew.) (51 b). Auf den Vflgln ist eine Binde nur sehr schwach phaeimt.
angedeutet, auf den Hflgln ist sie aber lebhaft rotgelb und nimmt fast die halbe Flügelbreite ein. Auf der Unter¬
seite ist diese Binde auf den Hflgln hellockergelb, nach innen gerade, nach anßen zackig begrenzt: fein braun
besprenkelt, mit einer Reihe weißer, braun eingefaßter Punkte. Pacho (3000 m) in der Columb. Ost-Cordillere
(Fasse); Zentral-Cordillere von Columbien (Thieme).
P. pelinna Hew. (55 e). Kenntlich an der schräggestellten, jedoch geraden Binde der Vflgl. Die Binde prVuaut.
der Hflgl ist vorne eingeschnürt, und bildet in der iMitte 2 nach außen gericlitete Zacken. Die Farbe der Binden
ist lebhaft ockergelb. Unten sind die Binden ebenso, nur viel heller gefärbt. Ecuador (Rosario, Villagonies,
Macas).
P. parrhoebia Hew. Kenntlich an der ins Rosenrote übergehenden Farbe der Binde, welche auf den pan-ltoebia.
Vflgln zwei, auf den Hflghi einen Winkel nach außen bildet, und an ihrer innern Seite ganz unregelmäßig zackig
begrenzt ist. Auf der Unterseite sind die Vflgl wie oben, auf den Hflgln ist cbe Binde in mehrere hellbraune
Flecke aufgelöst. Von Galgalan in Ecuador.
262
PEDALIODES. Von G. Weymeb.
phhitia.
philotera.
pltoetiiciisa.
pln/scon.
erelha.
cremera.
pra a'iihca.
trinria.
pJiila.
philacms.
panddles.
pamplios.
napaea.
juha.
P. phintia Hew. Die Oberseite ist derjenigen der vorigen Art älmlich. Ebenso die Unterseite der Vflgl,
nur haben letztere unten einen kleinen, hellbrauiren Fleck in der Mittelzelle und die Spitze ist breit hellbraun,
mit schwarz marmoriert. .Die Hiigl halben, unten eine gerade, weiße Binde vor der Mitte und eine hellbraune Bmde
hinter der Mitte, welche innen weiß gerandet ist. Ein schwarzer, weiß gekernter Fleck liegt vorne in dieser
Binde und 2 desgleichen vor dem Außenrd. Von Jima in Ecuador.
P. philotera Hew. (55 e). Die dunkelrotgelbe Binde bildet auf dezi Hflgln einen spitzen Winkel. Auf
der Unterseite sind die braunen Hflgl durch 2 ockergelbe parallele Streifen, die vom gleichfarlngen Vrd ausgehen,
quergeteilt, so daß proximal ein spitzes dunkles Dreieck und in der Mitte ein langes Viereck entstehen. Colum¬
bien (Paramo de Guasco 3000 m (Stübel), Quindiu-Paß 3500 m (Fasse).
P. phoenicusa Hew. Eine der größten Arten der Gattung, sie hat 70 mm Spannweite. Die Vflgl smd
gespitzt, der Außenrd gezähnt. Braun. Vflgl mit einer nach außen gebogenen rotgelben Querbinde hinter
der Mitte. Hflgl nur mit einem rotgelben Fleck am Vrd. Unten sind die Vflgl wie oben, nur liegt noch ein rot¬
gelber Fleck in der Mittelzelle zind ein grazier Fleck an der Spitze. Die Hflgl sind unten grau und braun mar¬
moriert niit einer breiten, helleren, zackigen Submarginalbinde, worauf eine Reihe weißer, schwarz eingefaßter
Pnnkte steht. Ecuador. Sehr selten. Nur in Koll. Hewitson (Brit. Mus.).
Physcoa- Gruppe.
P. physcoa Hew. Oben brazin mit einem großen, eiförmigen, rotgelbem Fleck über dem Innenwmkel
der Vflgl, der schräg nach vorne anfsteigt. Unten ist die äußere Hälfte beider Flügel grau und braun marmoriert,
der rotgelbe Fleck wie oben. Von Bolivien (Yungas de la Paz, Corvico). — marulla Tliieme (56 a) ist eine Form
von ^)liyscoa, bei der der rotgelbe Fleck nicht schräge, sondern steil aufsteigt, also dem Außenrd fast parallel
läuft. Von Chanchamayo in Peru.
P. ereiba Fldr. (= Pron. pasicrates Hew.) (55 f). Kenntlich an der rotbraunen, breiten Subniargmal-
binde auf Izeiden Seiten der dunkelbraunen Vflgl. Abbildung nach der FELDER’schen Type im Musexzm Tring.
Bogota (Findig), La Vega, Columb. Ost-Cordillere 2200 m (Fasse). — cremera Godm. u.Salv. (cremona ist irr¬
tümliche Benennung auf der Tafel in der ,, Biologin centrali-americana“) ist eine Form von ereiba Fldr. bei der die
mehr rotgelb gefärbte Binde am Vrd wurzelwärts gekrümmt ist. Auf der Unterseite steht in dieser Binde zwischen
dem ersten und zweiten Medianast ein kleines schwarzes, weiß gekerntes Auge. Auf den Hflgln sind die 2 letzten
augenförznigen Punkte der submarginalen Reihe vor dem Analwinkel größer und deutlicher. Vom Vulkan Irazu
in Costa-Rica.
P. praxithea Hew. (56 a). Eine schöne und große Art. Die rotgelbe Binde ist auch auf der FTnterseite
der Vflgl vorhanden. Die Hflgl sind unten braun und dunkelbraun gestrichelt mit einer weißlich gemaserten
Querbinde hinter der Mitte. Bolivien, Ecuador (St. Rosario, Villagomes).
P. triaria Godm. u. Salv. (56 a) steht der praxithea nahe, ist aber kleiner und der rotgelbe Rand der
Hflgl reicht bis über die Mitte hinaus. Unten ist die rotgelbe Binde der Vflgl breiter als oben, und vor der Spitze
der Vflgl, sowie vor dem Außenrd der Hflgl steht je eine Reihe weißer Punkte. Vom Vulkan Irazu in Costa-Rica.
P. phila Hew. (55 f). Noch etwas kleiner als die vorige, doch ebenfalls der praxithea ähnlich. Die Binde
reicht auf den Hflgln mir Ins an Medianast 3. Die Hflgl sind unten überall gleichmäßig hell- und dunkelbraun
marmoriert, nur mit ockergelblichem Vorderwinkel. Bolivien (Yungas de la Paz), Peru (Callanga). — philae-
nis Thievie ist eine Form von phila, bei der die Binde der Vflgl gerade verläuft und oberhalb des AußeiiAvinkels
den Außenrd erreicht. Von den rotgelben Flecken am Vorderwinkel der Hflgl ist nur eine verloschene ocker¬
gelbe Submarginallmie übrig geblieben. Auf der Unterseite liegt an der Spitze der Vflgl ein weißes Dreieck.
Von Banos in Ecuador.
P. pandates He«’. Oben braun mit einer breiten ockerfarbigen Randbinde, welche sich in der vordem
Hälfte der Vflgl in Flecke auflöst, in der hintern Hälfte dieser Figl und in den Hflgln ganz nahe am Saum liegt,
so daß nur ein schmaler lirauner Rand übrig bleibt. Auf der Unterseite hat die Binde dieselbe Lage und Farbe
wie oben, beide Figl sind aber dicht dunkelbraun gestrichelt. Beim $ ist die Binde blaßgelb und fast doppelt
so breit als beim Bolivien (Yungas de la Paz, Corvico, Rio Suapi, Rio Songo). — paniphos Thieme (56 a)
wird wohl nur als eine Form von pandates zu betrachten sein, bei der die Binde auf der Oberseite der Vflgl ganz
fehlt, auf der Unterseite aber kaum ein Unterschied zu finden ist. Von Yungas de la Paz in Bolivien.
P. napaea Bntes gleicht auf der Oberseite der Form paniphos, unten ist sie aber verschieden. Hier
zieht eine scharfgerandete, submarginale Binde durch beide Figl, auf den Vflgln grau, auf den Hflgln gelblich
mit einem gekernten Auge zwischen dem ersten und zweiten Medianast. Guatemala.
Juba- Gruppe.
P. juba Stgr. (= cyrene A?n. ti. Ky.) (56 b). Oben braun, hinter der Mitte beider Figl mit einer Reihe
KIll^yi’IMS. Von 0. WlOYRJIOH.
gell)lic]iljraujier oder dunkel kastauienroter Flecke, die auf dem duuklei). (Inmde wenig liervoitril t um) aid deji
Hflgln gewinkelt und abgekürzt ist. Die Unterseite, ist gelbl)raun. gemasert. Die Din.de der Hflgl ist liier ocker¬
gelb und reicht mit einem großen Fleck bis an den. Ird. Feuador. — triquetra Tkienie ist eine Form von juha,
tlie aid' der Unterseite der Hflgl im obern Teil des Diseus auf hellem Grunde ein. dun.kell)raun.es Dreieck bat.
Ecuador.
4d. Gattung': Kreiris Thieme.
Die Vflgl sind lireiter und kürzer als liei der Gattung Pedidiodes, ihr Autlenrd ist mehr gerundet, wäh¬
rend derjenige der Hflgl schwach wellig ist. Das Hauptkennzeichen der Gattung liegt in der Gestaltung des
Irds der Hflgl, welcher vor dem Analwinkel einen deiitlichen Ausschnitt zeigt. An. den bräunlich gelben Füh¬
lern sind die einzelnen. Glieder an ihrem obern. Ende etwas verdickt, und bilden dadurch deutliche Rin.ge. Ihn
Schaft ist kurz und endigt in einer schwarzen gestumpften Spitze. Es sind meist dunkelbraune Schmetterlinge
unter Mittelgröße mit Augenflecken oder bleiglänzenden Linien, auf der Unterseite der Hflgl. Sie kommen in
den Gebirgen des tropischen Süd- und Zentral-Amerika vor.
E. decorata Fldr. (= Fron, catargyrea Stgr., phyllalia Styr.) (56 b). üben einfarbig dunkelbraun, nacli
aul.len etwas heller. Unten, an der sehr komjdizierten Zeiclmun.g, welche die Abbildimg deutlich wiedergibt,
leicht zu erkennen. Von Bogota und An.tiocpda in. Columbien. — mariona Weeks (= Pedal, m.) ist eine Form
von. decoratu, bei der die dunkelbraune Submarginallinie aid' der Unterseite der Vflgl nach innen, fein ziegelrot
eingefaßt und die Zeiclmun.g der Hflgl mehr gelblich übergossen ist. Die rotgelbe Einfassung der Augen ist
nicht breit, sondern nur schmal. Bogota.
E. porphyria Fldr. (56 b). Oben einfarbig braun. Unten, haben die Hflgl eine gerade rotgelbe Mittellinie,
die proximal lila begrenzt ist. Hinter der Reihe kleiner Augen. 2 lilafarbige Wellenstreifen am Rande. Abbil¬
dung nach der FELDER’schen Tjqie im Museum Tring. Venezuela.
E. ocellifera Fldr. (56 c). Oben braun, die Hflgl mit kleinem Sid^analäugelchen, der Analwinkel graii
und ein wenig rostgelb bestäubt. Aid' der Unterseite der Hflgl zieht vor den Augen ein. nach innen rotgelber,
nach außen ockergelber, vorne zuges^htzter Streifen vom Ird zur Figlmitte. Abbildung nach einer der T}qien
im Museum Tring. Columbien.
E. encycia Fldr. (56 e). Oben einfarbig braun. Die Hflgl sind unten im inneren. Teil ockerig-rehfarben
angeflogen, die Augen sind größer als bei ocellifera, der Raum hinter denselben liis zu den Submarginallinien
ist bleiglänzend ausgefüllt. Abbildung nach der FELDER’schen. Type im Museum Tring. Venezuela.
E. calisto Fldr. (56 b). Oben dunkelbraun, nach außen etwas heller. Auf der Unterseite der Hflgl sind
die Augen sowohl Wurzel- wie saumwärts breit bleiglänzend eingefaßt und mitten zwischen den Submarginal¬
linien. liegt eine bleiglänzende Linie. Bogota und Veja in der Columbischen Ost-Cordillere.
E. oculata Fldr. (56 d). Die Hflgl oben mit kleinem rostgelb bestäubten Subanalauge. Uiden sind die
Figl wie bei encycld, jedoch die Hflgl nicht mit bleiglänzen.der, sondern violettgrauer Randzone; der iimere
Streif rotgelb, nach innen schwarzbraun begrenzt. Die Augen sind blaßgelbbraun umgeben. Abbildung nach
der Ty])e im Museum Tring. — Bogota.
E. apuleja Fldr. (56 b). Oben braun, am Analwinkel der Hflgl rotgelb, welche Färbung das hintere
Drittel des A’vßenrds und Irds einnimmt. Auf der Unterseite der Hflgl steigt eine ockergelbe, vorne in Rotgelb
übergehende Bmde bis zur Flglmitte auf, nach vorne schmäler werdend. Der Analwinkel ist rotbraun. Die
Augen, sind sehr klein. Venezuela. — - phyllalia Hew. ist eine Form von apulejn, bei der in. dem rotgelben Anal¬
fleck. auf der Oberseite 2 kleine schwarze Flecke mit weißen Pupillen liegen. Ecuador.
E. hulda. Btlr. u. Druce (56 c). Oben braun, am Analwinkel etwas rötlich, mit dunkler Submarginal-
linie. Unten Vflgl mit 3 Querlin.ien zAvischen Mitte und Sanm. Das Analdrittel der Hflgl ist rostfarbig, von
einem unterbrochenen, gelben. Streifen durchschnitten und mit 2 Augen vor denP^ Analwinkel. Nach der ,,Bio-
logia centrali americana“ beschrieb Butler diese Art nach einem zerbrochenen Exemplar in Kolk Druce. Die
Diagnose und Abbildung Godmans u. Salvins im genannten Wrk stimmen daher iven.ig mit der ursprünglichen
Beschreibung. Costa Rica. Die Art scheint aber weiter verbreitet zu sein, denn das hier abgeliildete Exemplar aus
Kolk Weymer, welches mit der erwälurten Abbildung übereinstimmt, ist von. Ecuador.
E. subpunctata Svi.u.Ky. Braun. Vflgl unten mit 2 dunklen Querlinien in. der Mitte und 2 A^or dem
Rande. Hflgl an der Wurzel dunkelbraun, in der Mitte etwas rötlich, dann ein rostfarbiger Zickzackstreifen,
beiderseits dunkelbraun eingefaßt und eine graubraune Binde mit 6 kleinen scliAA^arzen Aveißgekörnten Augen.
Am Saume 2 rostfarbige Randlinien. Von Bolivien. — umbrina form. nov. (56 c) steht der subpunctata nahe,
ist aber von ihr verschieden durch 2 Analaugen auf der Oberseite der Hflgl, das eine in Zelle 1 c nahe am Saum,
das andere in Zelle 2 etAvas vA^eiter vom Saum entfernt, beide scliAVarz mit hellbraunem Rüig und Aveißer Pupille.
Im übrigen ist die Oberseite dunkelbraun, am Rande etAvas heller mit feiner zackiger dunklerer Submarginal-
l/'ifjin.'tru.
dccoraia.
innriomi.
porphurkt.
ocellifera.
cncycla.
calisto.
oculata.
apuleja.
ph yllulia.
hulda.
suh punc¬
tata.
unihri)ia.
sxhnifes-
cens.
ruhricarhi.
och reu.
ciria.
diductu.
pisciita.
proai/Diua.
dircinpta.
orbilia.
pludactslu.
regia.
2G4 LAiSJOPHfLA. Von G. VVjiYMEK.
liiüe auf beiden Flglu und 2 tSaumlinien, die auf den Vflgln gerade, auf den Hflgln Avinkelig sind. Auf der Unter¬
seite zieht eine gelblichgraiie Binde vom Ird bis in die Flglmitte, sich hier allmählich in. die Grundfarbe verlie¬
rend. Der rostfarbige, schwarz eingefaßte Zackenstreit mündet dicht am Innenwinkel, während er bei sub-
puncUita 3 mm innerhalb am Ird mündet. Die dann, folgende dunkelgraue Binde, worauf die Augen stehen,
ist nach außen hell abschattiert. Voii diesen Augen sind die 4 vorderen etwas verloschen. Am Monte Tolima
in 3200 m Höhe in Columbien im Januar von Fassl gefunden.
E. subrufescens Sm. u. Ky. (5(5 c). OI)en einfarbig braun. Unten: Hflgl in. der äußeren Hälfte ganz
rötlichbraun., mit dunklen. Querbinden hinter der Mitte und vor dem Saume und dazwischen, einer Reihe kleiner
schwarzer Augen mit weißen. Pupillen. Costa Rica. Von. Monte Socorro 3600 m. Columbien. (Fassl).
E. rubricaria Thietne. (J klein. Oben, braun. Hflgl mit dünner, honiggelber Saumlin.ie und einem kleinen.
Analauge. Das $ hat auf der Oberseite der Vflgl außer einer lichteren, vorne breiter, hinten, schmäler, deut¬
lich al)gesetzten. Submarginalbin.de eine undeutliche blaßrötliche Linie, die Hflgl aber zwei blaßrötliche Linien,
davon, eine discal, die andere sidjmarginal und auf jedem Figl eine honiggelbe Saumlin.ie. Unten sind bei beiden.
Geschlechtern auf den Vflgln eine, aid' den Hflgln. zwei Bleiglanzlinien. vor dem Saume und auf den Hflgln
6 kleine Augen. Columbien. Berliner Museum.
E. ochrea Thieme. OI)en dunkelbraun, mit rötlichem Glanze. Finten Vflgl heller mit 3 dun.klen Quer-
und einer gelben Saumlin.ie. Hflgl an. der Wurzel und am Vrd dunkler, am Analteil bräunlich ockergelb mit
4 rotbraunen Querlinien, wovon eine an. der Wurzel, die zweite im Föiscus vor den Augen, die dritte und vierte
vor dem Saume liegen. Die Augenrein.e l)esteht aus 5 bis 6 kleinen schwarzen, weißgekernten Ocellen. Eine
ockergelbe dreieckige Binde steigt vom Ird zum Discus auf, wo sie sich in 3 kleine Flecke auflöst. Ecuador;
Miiseum Berlin. (Haensch).
44. Gattuiio': l^asio|>hila Fldr.
I\o])f klein, dicht behaart, mit eijiem nach vorn, gerichteten Haarbüschel, Augen behaart, Palpen, gerade
vorgestreckt, 3mal so lang als der Kopf, das erste Glied kurz, das zweite lang, das dritte mit stumpfer, dicht
behaarter Spitze; Fühler kurz und dünn. Die Costalis der Vflgl ist an der FV^urzel aufgeblasen, die Mediana
und Sidemediana sind nur etwas verdickt. Zwei Subcostaläste en.tspriiegen vor dem Zellende. Das Hauptkenn¬
zeichen der Gattung bestellt darin, daß der Vrd der Hflgl ausgeschnitten ist, welcher Ausschnitt sich von. der
W'urzel bis zu % der Länge des Vrdes erstreckt, ein. Kennzeichen, welches nur bei Daednhna wiederkehrt, welche
Gattung aber sonst verschieden ist. Die Hflgl sind gezähnt und haben 2 Schwanzspitzen, von. denen die innere
kürzer ist als die äußere. Die Mitteldiscocellularis beider Figl bildet einen Winkel nach innen, aus welchem
ein. rücklaufendes Aestchen entspringt. In der Zeichnung der Unterseite der Hflgl sind die Arten alle sehr ähn¬
lich. Der Verbreitungsbezirk, der Gattung umfaßt die Länder zwischen Venezuela und Nord-Argentinien,
wo sie in. den Hochgebirgen, zinveilen gesellig anzutreffen sind.
L. cirta Fldr. (= Pronoph. praeneste Flew. pt.) (56 e). Die größte und schönste Art der Gattung, kennt¬
lich an dem großen milchweißen Fleck der Hflgl. Die doppelte Reihe rostroter Flecke vor dem Außenrd beider
Figl tritt bei manchen Exemplaren deutlicher hervor als in der Abbildung. Die Unterseite ist derjenigen der
abgebildeten persepoHs (56 c) ähnlich, nur ist das Wurzelfeld der Vflgl bis über die Mitte hinaus braun. Von
Peru (Rio Sonchi 2360 m [Stübel], CJhanchamayo, Rioja, Huancabamba). — diducta Thieine ist eine Form
von cirt(h, bei der die rostroten Flecke der Oberseite der Vflgl nach innen bis an die Zelle verlängert sind, die 2
untersten sogar sich mit dem roströtlich gefärbten Wurzelteil verbinden. Von. Huan.cabamba in Nord-Peru.
L. piscina. Thietne (56 d). Die Unterseite der Vflgl gleicht der abgebildeten. Oberseite vollkommen,
nur ist die rotbraune Grundfarbe etwas heller. Die FTnterseite der Hflgl gleicht derjenigen der abgebildeten
phnFiesid (56 d), der weiße Fleck ist also nicht vorhanden. Cuzco (Peru).
L, prosymna Heiv. Die weiße Binde der Vflgl ist oben und unten vorhanden und reicht nicht ganz
bis an den. 2. Medianast. Auf der grau oder braun marmorierten FTnterseite steht eine gezac.kte Reihe kleiner
gelblich-Aveißer F'lec.k.e. Gohimbien, Ost-AI)hang der Bogota-Gordillere, 2000 — 2500 m, 8id)ida del Tesari, 2300
bis 2500 m (Stübel), Qidndiu-Paß 2800 m (Fasse). — dirempta Thieme (55 f) ist eine Form Amn prosymna,
deren Unterschiede kaum nennenswert shid. Die weiße Binde ist etAvas schmäler unAl ihr unterster F'leck ist
durch Einschnürung etAvas abgetrennt. Von Ecuador. — Bei der Form orbilia Thieme sind die kastanienroten
Zeichnungen der Oberseite durch eine braune Farlje ersetzt, die etAvas heller ist, als die sonstige Grundfarbe.
Columbien.
L. ptialaesia Hew. (56 d) wurde von Heavjtson ziierst als von prosymna beschrieben, später aber von
ihm selbst als besondere Art erkannt. Oben l)raun mit breiter rötlichbrauner Wurzel. Vflgl mit breiter, rot¬
gelber, nach hinten rostrot gefärbter 8ubmarginal binde, w^elche nach aidfen glatt, nach innen etwas uneben ge-
ranflet ist und sich in. 3 kleineren Flecken auf dem Vorderwinkel der Hflgl fortsetzt. Ecuador. — regia Stgr. (56 d)
kann wohl als Form von phulaesia betrachtet AVet'den. Die sidjinarginale Binde der Vflgl ist beiderseits nach
ÄusfjegehcH. 22. IV. 1!)12.
LASIOPHTLA. Von G. Wkymeh.
205
außen etwas gezackt, nach innen stäi’ker winkelig hegrenzt und mehr kastanienbraun gel'ärht. Die Flecke
am Vorderwinkel der Hflgl sind größer nnd setzen sich his iiher die Mitte des Außeni-ds foi't. Von Bolivien, mal
Peru. — confusa Stgr. (5() d) eine weitere hierher gehörige Form, ist kleijier als die ßeidcn. voj’igen. Die Zeichnung
der Oberseite ist oben besonders auf den Hflgln verschieden, und die Grmulfarbe in der Basalhälfte heller braun.
Von Ecuador.
L. persepoHs Hew. (50 e). Kenntlich an der auf der Ober- und Uiiterseite stai'k gezackten du nk(‘I braunen jicr^ipolis.
Mittelbinde, welche die kastanienrote >STd)marginal binde auf dem 2. Medianast der Vflgl miterbrieiit. Der
Basalteil beider Figl ist bis zum Innenwinkel kastanienbraun, gefärbt. Ecuador.
L. hewitsonia Btlr. Oben kastanienliraun, die äußere Hälfte beider Figl dmdvel braun mit 2 Reihen hcwU.v)nio..
kastanienbrauner Flecke, wovon, die äuLlei’e auf den Vflgln nicht bis zur 8])itze reicht. .Die Unterseite ist wie
diejenige von phalaesia. Bolivien. — 'iieda Thieme ist wohl als eine Form von heiiütsonid, zu betrachten, bei der n<:<h.
die beiden Fleckenreihen goldig kastanienrot gefärbt sind und beide bis an den Vrd der Vflgl reichen. Auch
sind die einzehien Flecke schmäler und länger und die dunkelbraune Grundfarbe reicht am Vrd der Vflgl etwas
Weiter wurzelwärts. Von Limbani in Peru.
L. circe Fklr. {— Prono])h. ])raeneste Hew.) (50 e) hat den dunkelbraunen Außenrd schmäler als bei circc.
hewitsonid und mir von einer Reilie kastanienroter Flecke durchzogen. Die Unterseite ist diui verwaiulten
Arten ähnlich und hat eine Reihe weißer Punkte im Discus der Hflgl. Das $ ist vom nur durch helhu-e rot¬
braune Färbung olier- und unterseits verschieden. Columbien (Bogota und Ost-Cordillere). — cnephas Thietne cncjjhas.
ist eine Form von circe, bei der der äußere Teil beider Figl ganz verdunkelt ist, so daß alle i'otbraunen Flecke
kaum zu erkennen sind. Von Salento (Columbische Gentralcordillere).
L. palades Hew. (57 a). ist eine der circe ähnliche Art, die sich durch dunklere, dabei aber lebhaftere palades.
braunrote Grundfarbe und durch kleinere, heller goldbraun gefärbte und anders gestellte Flecke im Außenrd
unterscheidet. Der Fleck, in Zelle 2 der Vflgl ist lang, zweiteilig, der innere Teil weit nach innen gerückt, auch
der vordere Fleck ist wnrzelwärts gerückt. Unten sind die Vflgl braunrot mit rotgelber Fleckenreihe. Von Ecua¬
dor. Selten.
L. Zarathustra Thieme. Figl lireit, Vflgl an der Spitze etwas gestutzt. Der äußere Schwanz der Hflgl zaruthusira.
breit und spatelförmig. Alle Zeichnung sehr undeutlich, das Kastanienrot der Wurzel und der Flecken ist vom
schwarzbraunen Außenrd kaum zu unterscheiden. Die Flecken der Vflgl sind groß und breit, und laufen proxi¬
mal in den Wurzelteil über. Etwas deutlicher ist ein dreieckiger Fleck unter der Spitze. Die Flecken der Hflgl
sind ähnlich wie bei circe. Von Papallacta am Ohimliorazzo.
L. behemoth Thieme hat die Gestalt von zarntJmstrn, doch fehlt der innere Schwanz der Hflgl. Zeich- bchemofh.
nung und Färbung ist dagegen der circe Fldr. äluilich. Vor dem Außenrd nur eine Fleckenreihe, die nicht in den
Basalteil übergeht. Nur der Fleck in Zelle 2 der Vflgl ist größer und mit einem kleinen braunen Fleck versehen.
Dieser Fleck, sowie der Costalfleck der Vflgl und 2 Flecke in Zelle 4 und 5 der Hflgl sind leuchtend hellrot ge¬
färbt. Columbien. Selten. Koll. Maassen im Zoolog. Museum Berlüi.
L. parthyene Hew. Oben dunkelbraun mit rotbrauner Submarginalbüide, die auf den Vflgl schmal parthyene.
ist und vor der Spitze einen schwarzen Fleck hat. Vor derselben dicht an der Costa ein weißer Fleck. Auf den
Hflgln ist diese Binde breiter und führt 5 schwarze Flecke. Unten sind die Vflgl an der Wurzel rotbraun, die
Binde ist rotgelb, der weiße Fleck etwas größer. Die Hflgl sind unter den verwandten Arten ähnlich. Galgalan
in Ecuador.
L. zapatoza Westw. (56 e). Die kleinste und zuerst ])ublizierte Art der Gattung. Die Flecke im braunen zapaioza.
Außenrd der Vflgl sind gelblicher gefärbt als der rotbraune Basalteil. Auf der Unterseite ist fast die ganze
Spitze gelblich und die Hflgl führen eine gerade Reihe von 4 weißen kleinen Flecken. Venezuela.
L. sombra Thieme (57 a) steht der zapatoza nahe, ist aber durch bedeutendere Größe und dunklere Fär- .'^ombra.
bung so verschieden, daß sie wohl als gute Art betrachtet werden kann. Olien dunkel kastanienbraun, Spitze
der Vflgl breit, Außenrd schmal schwarzbraun. Die Randflecken nur wenig heller als der Basalteil. Unten sind
die Vflgl etwas heller ols oben, die Spitze grau und braun marmoriert. Elienso marmoriert sind Wurzel und
Ird der Hflgl; der distale Teil ist größtenteils braun ausgefüllt mit einer Reihe von 4 weißen Flecken. Cordillere
von Bogota, Columbien.
L. orbifera Btlr. (57 a). Oben lebhaft braunrot. Vflgl mit breitem schwarzbraunem Außenrd, der l)is orbijera.
an die Mittelzelle reicht, mit 5 ziemlich großen, lebhaft braunroten Flecken in gebogener Reihe. Die Hflgl mit
schmalem Rand und 5 braunen Flecken vor demselben. Unterseite wie bei zapatoza. Bolivien. — intercepta inicrccpia.
Thieme ist eine Form von orbifera, bei der der braunrote Fleck in Zelle 2 der Vflgl fehlt und auf dem Hflgl die
3 vordem schwarz braunen Flecke mit dem Außenrd zusammengeflossen sind. Von Banos in Ecuador. — Bei
der Form munda Thieme ist die Grundfarbe leuchtender kastanienrot, der dunkle Außenrd ist schmäler und munda.
der rote Fleck in Zelle 2 fehlt ebenso wie bei intercepta. Huancabamba (Peru) 3000 m. — pura Thieme, eine pura.
V 34
266
DAEDALMA; POLYMASTUS. Von G. Weymer.
weitere hieriier gehörige Eorin, zeichnet sich durch fast goldrot crsclieinende Kastanieiifarbe aus. Die Zeich¬
nungen sind beinahe scliwarz und scharf gerandet. Die Fleckenreihe im Außenrd der Vflgl ist durch eine zu-
sam meldlängende submarginale Binde von besonders leuchtender Färbung ersetzt. Von Tucuman in Xord-
scrnipariilu. Argentinien. ■ — Bei semipartita forvt,. nov. (57 a) ist der dunkelbraune Außenrd beider Figl so breit, daß die
Grenze gegen die hellliraunrote Basalhälfte durch die Flglmitte zieht und der Falter dadurch der Megahim
hermione sehr ähnlich wird. Auf dem Rande liegen auf den Vflgln nur 2 kleine hellbraunrote Fleckchen und
vorne ein kurzer Strich, auf den Hflgln eine gleichfarbige Linie. Die Unterseite ist wde bei orhifera, doch die
hellen Flecke im Außenrd der Vflgl sehr klein. Von Manaure.
ciris. L. ciris Thieme (56 e) der zapatoza ähnlich. Die Vflgl ziemlich kurz mit fast rechtwmkeliger Spitze.
Der Schweif der Hflgl ist abgestumpft. ])ie kastanienbraune Grundfarbe ist sehr verdunkelt und geht in die
Farbe des breiten Außenrdes ül)er. In letzterem eine kastanienl)raune Fleckenreihe. Die submarginale schwarz¬
braune Fleckenreihe der Hflgl hängt teilweise mit dem Außenrd zusammen. Von Ecuador und Columbien.
45. GattiiiiiH’: l>ae<laliiia Hew.
Kopf und Augen sind behaart. Die Palpen stehen lang vor. In den Vflgln entsj)ringen 2 Subcostal-
äste vor dem Zellende. Die Spitze dieser Figl ist schräg abgeschnitten, dei' Außenrd bildet auf der obern Radiale
eine rechtwinkelige Ecke und ist unterhalb derselben etwas ausgeschnitten. Der erste untl der zweite Median¬
ast der Hflgl endigen in 2 gerade vorstehende, stum])fe Schwänze, welche nicht die zottige Behaarung der
folgenden Gattung tragen. Die Costa der Hflgl ist stark ausgeschnitten. Die wenigen Arten sind sich sehr ähn¬
lich und bewmhnen die Cordilleren von Venezuela bis Bolivien, wm sie in besonders hohen Lagen oberhalb der
Grenze des Bauimvuchses einzeln und selten umherfliegen.
di)ii((s. D. dinias Hew. (= boliviana Sfgr.) (56 f Ober- und Unterseite, 51 b $). Die von Hewitson aus Colum¬
bien beschriebene und abgebildete Form ist auf der Unterseite der Vflgl nicht völlig dunkel, vde Staudinger
(Iris X Seite 1.39) angibt, sondern hat denselben rotgelben Flecken wie auf der Oberseite, denn Hewitson sagt
im Text zu der df/rüt.s-Tafel im 2. Bande seiner Exotic Butterflies, daß die Unterseite der Vflgl ,,wie oben“ sei
und gibt nur Unterschiede an, welche die S])itze der Vflgl und die Hflgl betreffen. Das ist also dieselbe Form,
welche Staudinger aus Bolivien erhielt und holivüuia nennt. Letzterer Name hat also einzugehen. Die ur¬
sprüngliche dörü/.s-Form mit dem rotgelben Fleck auf der Unterseite der Vflgl wurde von Fasse in beiden Ge¬
schlechtern in der Columbischen Ost-Cordillere bei Pacho (2200 m) und am Monte Tolima (3200 m) gefangen. Sie
ist über Peru bis nach Bolivien verbreitet. Da die Form mit der dunklen Unterseite der Vflgl jetzt namenlos
oenotria. Rt, SO schlage ich den Namen oenotria form. nov. (56 f) dafür vor. Auf der Oberseite l)leibt hier der rotgelbe
Fleck weiter von der Costa entfernt, als bei der tv])ischen dinias. oenotria kommt bei Bogota vor. Bei einer
rhovihoidea. Mittelform, die zAvischen dinias und oenotria steht, und die ich rhoniboidea foryn. nov. (56 f) nenne, hat der
rotgelbe Fleck eine schief viereckige Gestalt und reicht nur mit seiner kurzen innern Ecke in tlie Mittelzelle
hinein. Von Bolivien.
inconspicua. D. iticoiispicua Btlr. Gi’öße und Gestalt von dinias, nur die Schwänze der Hflgl etwas länger und
dünner. Oben braun mit einigen Wölkungen, sonst ohne Zeichnung. Unten sind die Vflgl grau mit einer braunen
Binde hinter der Mitte. Die Hflgl stimmen unten völlig mit der Zeichnung und Färbung von dinias überein.
Das $ ist noch uid^ekannt. Von Quito und Papallacta am Chimborazo. Selten.
drusUln. D. drusilla Hew. Gestalt von dinias, nur kleiner. Oben braun mit weißgescheckten Fransen. An der
Costa der Vflgl vor der Spitze 4 feine weiße Striche. Unten sind die Vflgl liraun mit einem gelbgrauen Fleck
in der Zelle und einer solchen Binde vordem Außenrd, worin eine Reihe schwarzer Punkte stehen. Vor der Spitze
ein lüaugrauer Fleck. Hflgl unten denen von dinias ähnlich. Das $ ist noch nicht bekannt. Columlüen.
dora. D. dora Btgr. (56 f). Oben fast ganz dunkelbraun, nur die Spitzen der Fransen sind zwischen den Ripjien
w'eiß. LTnten Vflgl braun mit marmorierter S])itze, Hflgl denen von dinias ähnlich. Das $ erscheint in 2 etwas
verschiedenen Formen, die eine hat eine bräunlich ockergelbe Sidimarginalbinde auf der Oberseite beider Figl,
worin dunkelbraune Flecke stehen, l)ei der andern ist diese Binde sehr verdüstert und tritt aus der dunklen
Grundfarbe Avenig hervor. Auf der Unterseite der Vflgl, die etwas an die jAaläarktische Vanessa urticae erinnert,
ist diese Binde aber l)ei beiden Formen deutlich. Aus der Umgegend von Bogota 2800 — 3200 m (Fasse).
palacio. D. palacio Dogn. Größe der vorigen Art. Oben braun. Vflgl mit einer weißen Querliinde durch die Mitte
und weißen Fleckchen vor der S])itze, Hflgl mit einer Reihe kleiner weißer Flecke vom Vrd bis zur Mitte. Unten
sind die Vflgl wie oben, doch die Grundfarbe heller, und die Spitze mehr wuiß gefleckt, Hflgl denen von dinias
ähnlich, doch mit schärferer Zackenlinie und kastanienroten Flecken am Rande. Das $ ist nicht bekannt. Loja
(Ecuador).
46. Gattung': l*ol.yiiiastiis Thieme.
Der Vrd der gestreckten Vflgl ist ziemlich gerade, der vordere Teil des Außenrds ist in 3 mehr oder Ave-
TIIIEMKIA. Von (j. Wiovaiioji.
2fi7
niger scharfen Spitzen vorgezogen, unterhalb der ol)eren Radiale ist er stark ausgeschnitten. l)ie Schwänze
und Ecken der Hflgl sind hei den einzelnen Arten verschieden gestaltet. Das Hau|)tkennzeiclien der (fattung
besteht darin, daI3 die Costa der Hflgl, welche ebenso ausgeschnitten ist, wie bei Daedalnia, an der W'urzel
einen nach vorne gerichteten, gerundeten Vors])rung bildet. .Der Raum zwischen dem ersten Medianast und dem
Ird aiif der Unterseite der Hflgl ist mit einzelnen langen Haaren besetzt, die auf den Venen wurzeln und sieb
an die Figlfläche anlehnen (wenigstens bei gebreiteten Tieren). Auch zeigen die Schwanzspitzen und di(! vor¬
springenden Ecken der Hflgl zottige Bewimperung. Am Innenwitikel liegen 2 S})itzen neben einamler. Die
Arten kommen in den Cordilleren des tropischen Südamerika von Columbien bis Ifolivien vor, gehören aber
zu den größten Seltenheiten. I)ie $$ sind von der Mehrzahl der Arten noch nicht bekannt. Die meisten Formen
wurden als Daedahtia lieschrieben.
P. doraete Hew. (57 a). Auf der Unterseite sind die hellen Flecke der Vflgl größer als oben mul lila
gefärbt, zwischen ihnen steht eine Augenreihe und zwei lilafarbige Längsstreifen umgeben die Mittelzelle. Die
Hflgl haben auf oliveidn’aunem Grunde eine große Zahl winkeliger Silberflecke und dazwischen eine Reihe
von 8 Augen. Columbien ( Quindiu-Paß 3500 m, Mont Serrate bei Bogota 3200 in Fassl). Peru (Huancabamba
3000 m [Thieme]).
P. gideon Thieme hat die Gestalt der doraete, die Oberseite ist aber holzfarbig braun, mit 2 Reihen f/idmn.
hellerer (nicht weißer) langer Flecke, zwischen welchen eine Reihe dunkelbrauner runder Flecke steht, die sich
auch auf den Hflgln fortsetzen. Die Unterseite ist beinahe wie doraete. Von Cushi in Peru. — antissa Thieme anfissa.
ist eine Form von gideon, bei welcher die langen hellbraunen Flecke der Vflgl breiter ausgezogen und an den
Enden weißlich eingefaßt sind. Von Huancabamba in Nord-Peru. — enipeas Thieme, von demselben als enipeus.
besondere Art beschrieben, ist vielleicht nur eine kleinere Form von gideon, liei der die mittleren Zähne der Hflgl
kürzer sind und die ganze Oberseite düsterer gefärbt ist. Die langen Flecke der Vflgl treten weniger hervor,
sind aber mit trübweißen Tupfen, die neben den dunklen Kugelflecken liegen, bezeichnet. Unterseite wie gideon
und doraete. Von Cillutincara und Rio Songo in Bolivien.
P. dorinde Fldr. (57 b). Diese und die folgende Art haben auf beiden Seiten der Vflgl nur eine Flecken- dorinde.
reihe. Die Hflgl führen aber 2 Reihen Flecke. Diese sind weißlich gelb. Die Grundfarbe der Oberseite ist licht
braiin, beim abgebildeten $ aus dem Berliner Museum heller und gelblicher als beim (^. Selten. Columbien
(Cauca), Ecuador.
P. emilia Btlr. (57 b) ist der vorigen Art ziemlich ähnlich, zeichnet sich aber dadurch aus, daß die emUia.
äußere Hälfte der Hflgl auf der Unterseite hellgraii gefärbt ist und die Augenreihe undeutlich ist. Die Wurzel¬
hälfte dieser Figl ist nicht dunkelgrün, wie bei dorinde, sondern dunkelgrau mit großen Silberflecken. Am Quindiu-
Paß in 2700 m Höhe von Fasse gefunden.
P. whitelyi Druce (57 b und $). Aid’ der Oberseite erscheint bei dem eine zweite Reihe undeut- whitehji.
Heller weißgelber Flecke vor dem Saume der Vflgl. Das $ hat oben gelblich braune Grundfarbe und ockergelbe
Fleckenreihen. Peru, Bolivien, (Chaco, San Antonio, Rio Songo), Ecuador (Banos).
47. Gattung': Tliieiiieia gen. nov.
An die Spitze der folgenden Gattung Catargynnis RÖb. hat Thieme 2 Arten gestellt, die durch ihre Ge¬
stalt von den übrigen Arten der Gattung sehr abweichen. Sie haben auf den ersten beiden iMedianästen der
Hflgl lange und gerade ScliAvänze, ähnlich wie Daedalnia, auch ist der Außenrd der Vflgl in seiner Mitte stark
ausgeschnitten. Auf Grund dieser Unterschiede erlaube ich mir für dieselben eine neue Gattung zu errichten,
die ich zu Ehren des leider zu früh verstorbenen Satyridenforschers Prof. Thieme benennen möchte. Zu Dae-
dalma können diese Arten nicht gestellt iverden, weil ihnen der konkave Ausschnitt am Vrd der Hflgl fehlt,
dieser viemehr flach gerundet ist. Die erste Art ivurde als Pronophila, die zweite als Catargynnis beschrieben.
T. phoronea Dbl. u. Hem. Der Außenrd der Vflgl steht auf der oberen Radiale stumpfwinkelig vor. phoronca.
Oben einfarbig dunkelbraun, nur die Fransen breit braun und weiß gescheckt. Die Gestalt ist der abgebildeten
ortruda ganz ähnlich, nur stehen die beiden Schwänze nicht parallel wie dort, sondern nach außen etwas ausein¬
ander gerichtet. Das $ ist oben blasser braun mit einem wischartigen, weißen Gostalfleck der Vflgl. Unten
sind die Vflgl braun, an der Spitze weiß, rötlich, gelblich und purpurgrau marmoriert, die Fransen wie oben.
Hflgl rötlich schokoladenfarbig, in der Mitte dunkler, wurzelwärts mit weißlicher Binde, saumwärts eine Reihe
von 6 braunen Flecken mit weißen Ringen, die })urpurgrau umgeben sind. Venezuela. In den Sammlungen
sehr selten, nur im Brit. Museum und $ und im Berliner Museum 1 $ (Kolk Statjdinger).
T. ortruda Thieme (57 c $ Ober- und Unterseite). DaS(^ ist oben einfarbig braun, und gleicht auch auf ortruda.
der Unterseite dem von phoronea. Das $ ist aber sehr verschieden. Es hat auf beiden Seiten der Vflgl eine
breite, ockergelbe Binde, die sich oberseits noch auf dem vorderen Teil der Hflgl fortsetzt. Von Bolivien (Rio
Songo und Cillutincara, 3000 m). Selten.
268
GATARGYNNI8. Von G. Weymer.
ghjas.
rogersi.
phaselis.
argyrUis.
’pholoe.
mirahilis.
loxo.
ilsa.
gerUnda.
lielche.
asuha.
48. Gattung; Catarg'y Ullis Röb.
Nachdem die 2 geschwänzten Arten, die Thieme zu dieser Gattung gestellt hatte, ausgeschieden sind
(vergl. die vorige Gattung Thiemeia) lassen sich die übrigen wie folgt charakterisieren. Augen stark behaart.
Palpen lang vorstehend, anliegend behaart, das Endglied spitz. Fühler mit dünner langer Kolbe. Vflgl gestreckt,
der Außenrd ziemlich gerade oder in seiner Mitte seicht ausgeschnitten, Hflgl wellig, selten stärker gezähnt,
ziiweilen im Analteil etwas vorgezogen. In den Vflgln entspringen 2 Subcostaläste vor dem Zellende. Die
Mitteldiscocelhdaris bildet in beiden Elgln einen Winkel nach innen, aus welchem ein rücklaufendes Aestchen
entspringt. Viele Arten haben auf der Unterseite Reihen von silbernen Flecken, besonders auf den Hflgln,
oder silberglänzende Binden. Die Arten kommen im Hochgebirge von Guatemala bis Bolivien, nur eine in Süd-
Bi'asilien vor. 8ie sind meistens in den Sammlungen sehr selten. Mehrere Arten wuirden als Oxeoschistus,
einige auch als Prono phihi oder Daedolnui beschrieben.
C. gigas God'tn. u. Salv. (57 c Ober- und $ Unterseite). Die größte Art der Gattung, ausgezeichnet
durch die breite rotgelbe Randbinde der Hflgl und durch die silbernen Fleckenreihen auf der Unterseite beider
Figl, die beim abgebildeten $ größer sind als beim (J. Aus den Hochgebirgen von Guatemala (Accytuno, Purula,
Pansamala). Sehr selten.
C. rogersi Godm. u. S(Uv. Oben braun mit einer breiten rotgelben, submarginalen Fleckenbinde auf den
Vflgln, wmrauf mehrere runde braune Flecke stehen. Hflgl oben ohne Zeichnung. Unten sind die Vflgl wde oben,
die Hflgl dagegen denen der folgenden phaselis ähnlich, sie haben mehrere Reihen Silberflecken und dazwdschen
eine Reihe schwarzer Augen mit ockergelben Pupillen und Ringen. Von Irazu in Costa-Rica und Chiricpii
in Panama.
C. phaselis Hew. Oben einfarbig dunkelbraun, unten wie die auf Taf. 57 c abgebildete Form argyritis,
nur mit dem Unterschiede, daß die Grundfarbe der Hflgl-Unterseite nicht dunkelbraun, sondern rotbraun ist.
Auch die Spitze der Vflgl ist rotbraun mit einigen weißen Flecken. Das $ ist etwas größer. Von Venezuela
und Columbien. — argyritis Thietne (57c) ist die dunkle, bolivianische Form von phaselis, bei welcher die Grund¬
farbe der Unterseite der Hflgl nicht rostrot, sondern dunkelbraun ist und die silbernen Flecken größer und
deutlicher sind. Von Bolivien und Peru.
C. pholoe Stgr. (= Oxeoschistus phalsi Gr. 8m.) (57 d 01)er- und Unterseite). Kenntlich an der sub¬
marginalen Reihe rotgelber Flecke aid' den Vflgln. Finten sind die Silberflecke viel kleiner als bei der vorigen
Art. Von Columbien (Cauca).
C. mirabilis Btlr. Gestalt von Mygona prochyfa, doch Vflgl kürzer. Oben dunkelbraun mit grünem
Schiller und schwarzen, schwefelgelb gescheckten Fransen. Unten haben die dunkelbraunen Vflgl eine sclnvarze,
w^eiß begrenzte Linie vor dem Saum, daneben 3 schwarze, lüinde Augen, einen doppelten, weißen Subcostal-
flecken und einige augenförmige Flecken im Discus. Auf deii olivlmaunen Hflgln fassen 2 verloschene Silber¬
binden eine dunkle, zackige Mittelbinde ein, dahinter eine Reihe voji 8 schwarzen, weiß gekernten Augen mit
gelber Iris. Huasam])illa (Peru). Selten. Ein Brit. Miiseum.
C. loxo Dogn. (= Prono])h. sagartia Gr. -8m., Daedalma bronza W eelcs) (47 d). Die Art zeichnet sich
durch die im Analteil vorgestreckten Hflgl aus. Die Oberseite ist einfarbig glänzend bronzebraun. Auf der Lbiter-
seite treten die silberglänzenden Binden nur wenig hervor. Von Columbien (Bogota, Zipapura).
C. ilsa Thieme (47 e) hat Aveniger gestreckte Figl als loxo, die Zeichnungen der Unterseite sind viel
deutlicher und die Silberstreifen beim ^ lebhafter. Das ^ ist oben einfarbig dunkelbraun, das $ mehr oliv-
braun. Der Zahn auf dem ersten Medianast der Hflgl tritt beim $ Aveniger hervor, als beim abgebildeten q.
Außerdem hat das $ auf der Untei’seite der Vflgl die Sill)erbinde in der Mitte unterbrochen und die Silberzeich¬
nungen der Hflgl etAvas verdüstert. Selten. Columbien (Cauca, [Kolk Staudinger], Rio Vitaca 2500 m [Kolk
Fasse]).
C. gerlinda Thieme. Der vorigen ähnlich, doch haben die Figl eine kürzere und rundere Gestalt. Oben
einfarbig braun mit Avenig Glanz. Unten Vflgl mattbraun mit 3 kleinen Augen vor der Spitze und undeut¬
lichen helleren Randflecken, die Hflgl führen ein silberdurchlenchtetes Hellbraun, mit dunkelbrauner Mvirzel,
stark zackiger, in der Mitte unterbrochener Mittelbinde, einer deutlichen Augenreihe und einer dunklen, nach
innen stark gezackten Saumbinde. Bolivien (Yungas de la Paz, Loco-Tal, San Jacinto, Cillutincara).
C. helche TMeme (57 d Ober- und Unterseite). Vflgl am Außenrd auf der obern Radiale stumpf vor¬
tretend. Die Zeichnungsanlage der Unterseite ist der von gerlinda sehr ähnlich, doch ist hier helche sofort an
dem kastaniem’oten Wurzelfeld der Vflgl zu unterscheiden. Das Vaterland ist ebenfalls Bolivien (San Antonio,
Cillutincara). Selten. 2 Exemplare und $ in Kolk Staudinger (König!. Museum Berlin).
C. asuba Thieme. Oben braun mit starkem Kupferglanz. Auf den Vflgln zeigt sich ein düsterer großer
Schuppenfleck, der sich längs der Rippen strahlenförmig ausbreitet. Die Hflgl sind scliAvächer gezähnt. Auf
MYGONA; J‘ROi;OSCfS. Von (I. WrcYMicii.
201)
der Unterseite liegt zwischen den Medianästen der Vilgl ein kastanienroter Flecken, woran die Art zu erkcnne)i
ist. Von den .3 silbernen Querstreifen der Hflgl-Unterseite ist der ])roxinial liegeiuh^ scliniitgerade. Ifolivien
(Yungas de la Paz). Selten, nur ein <5' befand sieb in der TniEME’schen Sainndung.
C. mena Gr.-Sm.. (5S a). Oben einfarbig l)raun, mit Bronze-Glanz. Unten sind die Silberzeiclinungen mnid.
an der Spitze der Vflgl und die Silber-Binden der Hflgl dnreb bi'annen Staub sehr verdüstert. Meistens liegt
hier auf den Vflgln zwischen dem 2. und 3. Medianast ein orangegelbes Fleckchen, das dem abgebildeten Fxeni-
plar fehlte. Bolivien (Yungas de la Paz, San Jacinto, San Antonio, Gillutincara).
C. clethra Thieme. Der vorigen äbidicb, doch kleiner. Oben bronzebraun glänzend. Unten Vflgl dflhm.
glanzlos, dunkelbraun, nur die S])itze etwas silberglänzend. Ein kastaiiienroter kleiner Fleck zwischen dem
2. und 3. Medianast. Hflgl unten ebenfalls dunkelbraun, nur die vordere Hälfte etwas silberglänzend. Vo)i
Querbinden zeigt sich keine Spur, dagegen sind alle Ri])pen schwarz und alle Zellen ihrer ganzeji Länge nach
durch eine schwarze Linie halbiert, so daß eine den Actinote-Arten ähnliche Zeichnung entsteht. An der Wurzel
liegen einige rote Fleckchen. Von Peru (Villanota und Chanchamayo). 2 Exemplare in Kolk Staudingek
(Königl. Museum Berlin).
C. schreineri Foetterle {= lemur Thie'tne) (58 a). Oben gelblich blaßbraun mit 2 Reihen hellockergelber Nrln-cinrri.
Flecke und dunkelgraid)i’auner Wurzel. Die Hflgl sind im analen Teil rötlich gesäumt. Die Unterseite ist der
Oberseite ähnlich gezeichnet, nur haben die Flecken aid' den Hflgln einen matten Silberschein und in der Wurzel¬
hälfte dieser Figl steht eine teilweise in Flecke aufgelöste Silberl)inde. Die Grundfarbe der Hflgl ist unten
gelblichbraun, fein dunkelbraun gestrichelt. Petro[)olis (Süd-Brasilien).
49. Gattiino': Thieme.
Der Vrd der Vflgl ist lang, der vordere Teil derselben nach außen vorgezogen, und der Außenrd daher
unterhalb der obern Radiale ansgeschnitten. Die Hflgl sind stark gezähnt, der Zahn auf dem 2. Medianast
ist breiter und stärker als die übrigen, tritt aber nicht schwanzartig vor. Die Costa der Hflgl ist nicht ausgeschnit¬
ten, sondern glatt und gerundet, ln der Zeichnungsanlage der Unterseite hal)en die Arten große Aehnlichkeit.
Auf den Hflgln sind ein brillenartiger weißer Fleck und 3 in Triangel gestellte Punkte fast immer und auf den
Vflgln drei kastanienrote oder hellbraune Punkte meistens vorhanden. Die Arten sind als Pronophila bezw.
Oxeoschist'us beschrieben.
M. prochyta Hew. (= Oxeoschistus erebus Gr.-Sm.) (57 e). Oben einfarbig dunkelbraun, nur Wurzel prochyfa.
und Apicalteil der Vflgl etwas heller. Das $ hat einen undeutlichen, etwas heller braunen Costalfleck und
zuweilen zwischen den Medianästen der Vflgl 2 rötlichgrane Flecke. Bolivien (Yungas de la Paz). — chyprota chyprola.
Gr.-Sm. (57 e) kann wohl als die ])eruanische Form von procliytd betrachtet werden. Sie ist etwas kleiner, auf
der Unterseite, ganz ähnlich gezeichnet, nur mehr rotbraun gefärbt. Auf der Oberseite ist der Wurzelteil der Figl
ganz rotbraun, der äußere Teil rotbraun gefleckt. Von Peru. (Cuzco, Gallaiiga, Vilcanota).
M. thammi Stgr. (57 e Ober- und Unterseite). Der vorigen Art ähnlich, doch die Hflgl oben fast ganz thammi.
kastanienrot gefärbt, mit 3 schwarzen Flecken vor dem Rande. Die Unterseite sehr Inint. Peru (Chanchamayo,
Cushi, Huancabamba).
M. poeania Heiv. Oben sind die Vflgl einfarbig braun, den analen Teil der braunen Hflgl nimmt ein poeania.
braunrotes Feld ein, das bis in die Figlmitte reicht und von einer braunen sidimarginalen Linie durchzogen
ist. Die Unterseite ist den vorhergehenden Arten ganz älmlich. Von Ecuador. Selten.
M. irmina Dbl. (58 a). Kenntlich an dem großen weißen Fleck der Hflgl auf der sonst dunkelbrannen imiina.
Oberseite. Die Unterseite ist der von prochyta sehr ähnlich, nur die Spitze der Vflgl und der Vorderwinkel
der Hflgl sind heller graubraun marmoriert. Beim $ ist der 8auni auf der Oberseite der Hflgl schmal In-aunrot,
ein ebenso gefärbter Fleck liegt vor der Spitze iind 2 undeutliche Flecke zwischen den IMedianästen der Vflgl.
Venezuela (Merida), Columbien (Bogota, Rio Vitaco).
50. Gattmio': Thieme.
Diese Gattung zeichnet sich durch die sichelförmige weit nach hinten zurückgebogene Stutze der Vflgl
aus. Die Costa der Hflgl ist konkav ausgeschnitten. Der Anßenrd dieser Figl ist gezähnt und bildet auf dem
2. Medianast einen kurzen Schwanz. Nur eine colnmbische Art, die Hewitson als eine PronophiJa bekannt
machte.
P. propylea Hew. (58 b). Unten sind die Vflgl braun, mit rotbrauner Wurzel imd Spitze und 3 bräun- propylca.
lieh gelben Flecken vor dem Außenrd. Hflgl unten gelblichl^raun mit brauner Mittelbinde und braunem Rande,
worin eine Reihe weißlichgelber Flecke und Punkte steht. Colnmbien. Die Art ist sehr selten. Thieme hat
sie nicht in natura gesehen. Fasse fing ein Exemplar in der Umgebung von Muzo 2000 m hoch.
270
DRUCINA; BrORISTE. Von G. Weymer.
51. Gattuiig’: Dniciiia Bttr.
Vt'lgl schmal und in die Länge gezogen, ihre Spitze weniger nacli liinten gebogen als bei Prohoscis, nnd,
mit Ausnahme von orsedice, abgerundet, der Außenrd seicht ausgeschnitten, doch glattrandig, derjenige der Hfllg
schwach wellig oder glattrandig. Die Pal])en sind lang und gerade vorgestreckt, das Endglied derselben hat
fast die halbe Länge des Mittelgliedes.
h’onata. D. leonata Bür. (58 a, b). Das $ ist etwas größer als das beiderseits abgebildete d, hat den Apical-
teil der Vflgl auf der Oberseite etwas heller gefärbt iind einige milchweiße Flecke liegen im Discus. Auf den
Hflgln setzen sich die rostfarbigen Streifen weiter fort imd zwischen ihnen stehen hinter der Zelle 3 verloschene
weiße Strahlen. Costa Rica (Irazu und Rio Sucio), Panama (Vulkan von Chiricpii).
chaiirpioui. D. chanipioni Godm. n. Sadv. Etwas grölüer als die vorige Art. Oben schwarzbraun. Vflgl mit einer
submarginalen Reilie von 5 0 kleinen ockergelben Flecken, Hflgl mit 6 lebhaft blauen eiförmigen Flecken in
gebogener Reihe, wovon 5 groß (5 — 10 mm lang) und der letzte am Analwinkel klein ist. Unten sind die Vflgl
l)raun mit grau marmorierter S])itze und 4 weißen Flecken, die Hflgl grau und braun marmoriert mit braunen
Flecken und undeutlicher dop])elter Augenreihe. Eine schöne und seltene Art. Von Champion in Guatemala
(Cerro Zunti) entdeckt, Kolk Godman und Salvin.
vcnemta. D. vciierata Bür. (58b, c). Butler und Staitdinger haben diese Art zur Gattung Pronophila gestellt.
Wenn auch die Vflgl nicht so scharf ges]>itzt sind, wie die ülirigen Dr ucina- Arten, so scheint mir doch die schmale,
lang gestreckte Gestalt der Vflgl mit ihrem schräg stehenden Aid,lenrd mehr auf die Gattung Drucina hinzuweisen,
wozu sie Thieme gestellt hat. Ich folge daher dessen Anordnung. Das $ ist von dem nach Ober- und Unterseite
abgebildeten d' dadurch verschieden, daß der helle Fleck auf der Unterseite der Hflgl nicht weiß, sondern bräun¬
lichgrau gefärbt ist, also wenig aus der Grundfarbe hervortritt, dagegen ist die Zackenlinie vor dem Analwinkel
deutlich weiß. Peru, Bolivien (San Antonio und Cillutincara).
orsedice. D. orscdice Heiv. Die Vflgl sind sjiitz, jedoch ist diese Spitze nicht nach hinten zurückgebogen. Oben
rotliraun. Beide Figl mit einem roten Fleck in der Mittelzelle, mit 2 Reihen roter Flecke hinter der Mitte, welche
auf den Vflgln klein, auf den Hflgln groß sind. Hflgl auch noch mit einigen roten Randflecken. Unten Vflgl röt¬
lich,- mit einem lilaßbraunen Fleck vor der Spitze und einigen roten Flecken zwischen den Medianadern, Avorauf
eine Reihe von 4 schwarzen, meist weißgekernten Augen steht. Hflgl blaßbraun, eine rotbraune Binde vor der
Mitte, dann eine Reihe von 5 rotbraunen Flecken mit weißen Pupillen. Spannweite 275 ongk Zoll (71 mm).
astoreth. Ecuador Peru (Huancabamba). — astoreth Thieme ist eine Form von orsedice, bei welcher die Vflgl oben ein¬
farbig braun sind und den Hflgln die roten Randflecken fehlen. Spannweite 00 mm. Bolivien (Yungas de la
violacea. Paz). — violacca form. nov. (auf Taf. 58 b irrtümlich als orsedice bezeichnet) scheint eine der orsedice nahe
stehende Form oder besondere Art zu sein. Sie zeichnet sich durch die bräunlich violette Grundfarbe beider
Figl aus. Alle Ränder und alle Rippen sind dunkelbraun eingefaßt; der Vrd der Vflgl und der Außenrd der Hflgl
sind außerdem schmal violettliraun eingefal.lt. Die sidnnarginale Fleckenreihe ist auf der Unterseite hell gekernt.
Von Macas in Ecuador. Kolk Niepelt.
52. Gattiino-: l>ioi*isie Thieme.
Die Arten dieser Gattung, welche früher wegen ihrer gleichen Gestalt zu Oxeoschistus BÜr. gestellt
wurden, hat Thieme davon abgetrennt, da sie alle unter sich eine gewisse Aehnlichkeit haben. Diese besteht
darin, daß auf der Oberseite grol.le weiße oder hellgelbe Flecke, auf der Unterseite der Hflgl eine Aveißgelbe
Discalbinde mit einer submargiiialen Augenreihe vorhanden sind.
tnuropoJis. D. tauropolis Dhl. u. Hew. { = laetifica H'd.) (58c). Kenntlich an dem großen, scharf gezackten, gelblich¬
weißen Fleck der Hflgl, welclier sich unten als schmaler Streif bis znm Innenwinkel verlängert und eine Augen¬
reihe einschließt, auch liegt unten noch eine weiße Linie an der Wurzel. Die Flecke der Vflgl sind auf beiden
cothoH. Seiten gleich. Von Mexico über Guatemala bis Nicaragua verbreitet. — cothon Salv. ist eine etwas abweichende
Form von Uiuropolis. Sie hat auf den Vflgln 3 weißgelbe Flecke mehr (2 vor der S^iitze, 1 im Discus), der Fleck
auf den Hflgln ist größer und unten ist die Binde, welche durch die Mittel zelle der Hflgl geht, viel breiter und
nimmt einen größern Raum der Zelle in Anspruch. Von Costa Rica und Panama.
cothonides. D. cothotiides Gr. 8m. (58 d). Kenntlich an dem breiten, ziegelfarbig rotgelben Mittelfelde der Hflgl,
das gegen den Ird in Rotbraun übergeht. 3 kleine schwarze Augen mit weißen Pupillen in der Nähe des Anal¬
winkels. Die Unterseite ist von derjenigen von cothon nicht auffallend verschieden. Das $ ist dem J ganz gleich
gezeichnet. Costa Rica (Carthago), Panama (Chiricpd).
leiicospilos. D. leucospilos Stgr. (58 c). Vflgl olien fast einfarliig dunkelbraun, die Zeichnung der abgebildeten Unter¬
seite schlägt nur sehr undeutlich durch. Hflgl oben mit grol,lem unregelmäßigem weifiem Fleck in der Mitte.
pugil. Peru, Ecuador. — pugil Thieme (58 c) ist eine Form von leiicospilos, bei der auf dem etwas größeren weißen
Fleck der Hflgl oberseits ein runder dunkelbrauner Fleck liegt, an dessen Stelle auf der Unterseite ein neu hinzu-
CHKIMAS; OXEOSCH I STUS. Von (I. Whymer.
271
gekoinintvncs fünftes Auge stellt. Beim $ sind die Zeielniungen d('i' LJntm’siüU^ auch auf der Oberseite vorhanden
lind ist auch auf den flflgln der weide Fleck Ins zur (Josta verlängert. Von Bolivien (llliinani und Yungas de la
Paz).
5B. (lattiing': C'lic^iiiiits Thievte.
Spitze der Vflgl reeld winkelig, Band der Hflgl schwach wellig. Oben mit grotlem, giüblich oder blänlich-
weidem schwach glänzendem Fleck auf den Hflgln. Unten fast zeichnnngslos, rotbraun. Xnr eiiu' als (Jxeo-
schistus publizierte Art.
Ch. opalinus Stgr. (58 d). Der grode silbergraue Fleck der Hflgl schillert in verschiedenen ojKilnnisi.
Farben. Je nach dem Einfall des Lichtes glänzt er goldgelb oder hellblau. Die Unterseite ist ganz rotbraun
mit wenig dunkleren Ibändern. Hflgl mit dunkelliraunen Querlinien, einem gelben Mittelpunkt und einer gelben
suhmarginalen Punktreihe. Venezuela. — spoliatus Stgr. (58 d) ist eine Form von opidiii.m, bei welcher die
gelben Punkte der Hflgl-Unterseite ganz fehlen und der Fleck der Oberseite weniger weid gefärbt ist. Eben¬
falls von Venezuela.
54. (iattung: 4lxiu».sc‘lii.stiis Btlr.
Nachdem die Arten der vorstehenden Gattungen Mggoii.a, Prohoscis, Dioristn und Clteitnas, widehe
Butler mit Oxeoschistus vereinigt hatte, ausgeschiedeii sind, enthält diese Gattung nur noch unter sich ganz
ähnliche Arten, die in folgendeiV Punkten übereinstimmen : Die Palpen sind dünn behaart, ihr Endglied ist
zugespitzt und ragt etwa um eine Kopfeslänge vor. Die Spitze der Vflgl ist gerundet und tritt nicht nach auden
vor. Der Saum der Hflgl ist mehr oder weniger stark gewellt. U>ie meisten Arten haben oben eine breite, ziegel¬
farbig rotgellie Submarginalbinde, Avorin eine Reihe schwarzer Eiecke steht. Sie kommen in den Hochgebirgen
von Guatemala bis Bolivien vor.
0. pronax Ilew. (58 d). Die Binde ist oben am Vrd der Vflgl wurzelwärts umgeliogen, woran die Art ])rinia.r.
zu erkennen ist. Unten sind die Vflgl Avie oben, doch die Binde a.m Vrd Avnüdlich, die Hflgl rotbraun mit 2 Reihen
gelblich Aveider Flecke vor dem Rande, die durch die scluvarzen Rijipen halbiert sind. DazAvischen einige sehr
kleine Augen. Peru und Bolivien.
0. duplex Godm. (58 d). Die Binde ist auf den Hflgln nach auden scharf gezähnt und am Saume steht duplc.r.
eine Reihe rotgelber Halbmonde. Die auf der Binde stehenden scliAvarzbraunen Flecke sind sehr grod. Auf
der Unterseite ist die Spitze der Vflgl rostfarbig, die Binde vorne weid. Auf den rotbraunen Hflgln ist die Binde
an beiden Seiten Aveid eingeiädt, eine Aw^ide Linie liegt im Wurzelfelde und die sclnvarzen Flecke haben Aveide
Pupillen. Bolivien, Peru.
0. Simplex Pdlr. (58 e). Die Binde ist vorne schmal und hinten breit und dehnt sich am Ird der Hflgl .simplcx.
bis an den Saum aus. Die dunklen Flecke sind kaum halb so grod als bei duplex. Die Abbildung der Unterseite
(Taf. 58 e) stellt ein $ vor. Beim Et der weide Mittelstreif der Hflgl nur halb so breit. — I)as Ei hat nach
Fasse die Gröde eines Satyrus (irGeG-Eies, ist kugelig und hat eine peiimutterartig glänzende Oberfläche. Die
Art ist in Golumbien verbreitet. Fasse fand sie schon bei 1200 ni, aber auch noch in Höhen von 2500 m. Nach
Godman kommt sie auch in Ecuador vor.
0. puerta Westw. (58 e) unterscheidet sich von simplex dadurch, dad die rotgelbe Binde nach A'orne pKcrUi.
weniger an Breite abnimmt, auf den Hflgl aber nicht bis an den Saum herantritt. Dagegen reicht der braune
Audenrd bis zum AnalAvinkel. .Die Zahl und die Gröde der liraunen Elecke variiert. Heavitson gibt die Zahl
der Vflgl-Flecke auf 4, der Hflgl- auf 7 an, bei dem abgebildeten Exemplar sind davon nur AA'eihge Amrliaiiden.
Unten sind die braunen Flecke auf den Vflglii sehr klein, die Hflgl denen von siuigdex ähnlich. Golumbien,
Venezuela, Costa Rica. — submaculatus Btlr. (58 e) ist eine Form von puerUp bei der die rotgelbe Binde auf .suhiiKindd-
den Hflgln besonders breit ist und sich Avie bei sitnplex bis zum Anahvinkel ausdehnt, auf den Vflgln aber sehr
schmal Avird und sich vorne in kleine Flecke auflöst. Statt der liraunen Flecken zeigen sich auf den Hflgln
nur ein Paar Punkte am Anahvinkel, auf den Vflgln fehlen sie ganz. Unten ist der proximale Teil der ^ flgl
sehr dunkel. Von Costa Rica. — pervius T/cfewe ist eine der subiuaculatus ähnliche Form, die beträchtlich grötler pariius.
ist und deren Binde auf den Vflgln breiter und nicht in Flecke aufgelöst ist. Aus der Pro\’'inz Cauca in Colum¬
bien.
0. isolda Thieme ist an der dunkel mahagoniroten Binde zu erkennen, Avelche diesellie Gestalt Avie bei ä-oW«.
puerta hat, also den Außenrd der Hflgl nicht berührt. Die auf dieser Binde liegenden Fleeke sind sehr klein
oder fehlen, besonders auf den Vflgln. Die Unterseite ist der \mn puerta ähnlich, doch ilie Zeichnungen matter,
die Augen kleiner und nicht gelb eingefaßt. Beim $ ist die Färbung der Oberseite etAV'as heller. Ecuador (iMirador),
(Haensch).
272
PR(3N0PHILA. Von G. Weymer.
protogenui .
curyphilc.
/lilarii.s.
fhiunifhv^.
intcrcidoiia.
(Jcvcrm.
uss(()'hitd-
don.
ihck'hc.
ohscura.
lhelchi)i<(.
hrcnnuts.
0. protogenia Hew. (59 a). Die le])]iaft rotgelbe Binde der Oberseite ist auf den Hflgln besonders breit
und flie braune Fleckenreihe darin ist vollzälilig. Unten fehlt auf den Hflgln die Wurzelquerlinie, woran die
Art kenntlich ist. Goluinbien, Ecuador, Peru, Bolivien.
0. euryphile Bür. (= eurqdiyle) (59 a. Oberseite. Die Bezeichnung U auf der Tafel ist unrichtig).
Kenntlich an der hellgelben Farbe der Binde, welche nur auf der Oberseite in ihrem distalen Teile etwas ins
Botgelbe, auf der Unterseite aber ins Weiße übergeht und auf den Vflgln ganz in Flecke aufgelüst ist. Unten
haben die Vflgl 4 Augen und vor der 8]ntze mehrere weiße Flecke, die Hflgl im proximalen Teil einige helle
Zeichnungen und nach außen eine Reihe von Augen. Von Costa Rica (Irazu), Panama (Chiriqui).
O. liilarus Bdt. Statt der Binde sind hier auf der Oberseite 2 Reihen kleiner, unregelmäßig gestellter,
rotgelber Flecke auf l)eiden Flgln vorhanden. Auf der Unterseite der Vflgl sind die Flecke weiß und zum Teil
})aarweise miteinander verbunden. Zwischen ihnen liegen schwarze, rotgelb eingefaßte Flecke. Auf den braunen
Hflgln sind alle Rippen weiß, 2 schwefelgelbe Querbinden ziehen durch die Mitte, wodurch eine gitterförmige
Zeichnung entsteht. Eine weiße Zackenlinie liegt noch am Rande. Guatemala (Vulcan von Fuego, Cerro Zunil,
Purida). Mexico (Xantipa und Omilteme in Guerrero).
55. Gattung': Pi*oii4»|>lill2i Westw.
Von der großen Zahl der von Westwood, Hewitsün, Felder und Andern abgebildeten und beschrie¬
benen Proiio phiJd- Art^n werden, infolge der von Butler vorgenommenen Aufteilung, nur noch wenige als
in diese Gattung gehörig betrachtet, und zwar nur diejenigen, welche den zwei ersten von Westwood aufge¬
führten Arten (thelebe und conlillerd) in Gestalt und Zeichnung ähnlich sind. Der größte Teil der übrigen bildet
die jetzige Gattung Peddliodes Btlr. (Seite 250). Die Prono plüld,- Arien (im engeren Sinne) haben breite Figl,
die Hflgl sind fast kreisrund mit mehr oder weniger welligem Saum, der Ird der Vflgl ist verhältnismäßig lang,
ihr Äußernd steht daher steil, nicht schräg, und ist fast gerade. Auf der Unterseite der Vflgl haben fast alle
eine Reihe schwarzer Augen mit blauen Pu])illen; die Oberseite ist schwarzbraun, teils einfarbig, teils mit
weißen, !)räunlichroten oder graubraunen Flecken vor der S})itze der Vflgl. Es sind meisteiis ziemlich große
Schmetterlinge, die der hochandinen Fauna von Zentral-Amerika bis Bolivien angehören.
P. timanthes Sidv. (59 a Ober- und FTnterseite). Die schwarzen Flecke, welche oben auf den bräunlich-
roten, langen Ellipsen stehen, führen auf der Unterseite blaue Pupillen. Von Costa Rica (Irazu), Panama
(Chiriqui). — intercidona Thienie (59 a) kann vielleicht als eine Form von tiniduthes betrachtet werden, bei
der die innere Hälfte der Elli])scn fehlt, mit Ausnahme der vorderen, und diese Flecke leuchtend goldbraun
gefärbt sind. Zuweilen liegt zwischen dem 2. und 3. Medianast noch ein roter Fleck. Von Ecuador. (Santa Inez).
P. deverra Thione liat vor dem Außenrd der Vflgl eine Reihe hell rötlicher Flecke, von denen die vor¬
deren etwas größer sind. Die Unterseite gleicht der von Proii. thelebe (59 b), besonders die Hflgl. Auf den Vflgln
ist die Fleckejibinde weiter bis zum Ird fortgesetzt, ist al»er nicht weiß, sondern hat die hellrötlichbraune Farbe
der Oberseite. Von Ecuador.
P. assarhaddon Thiente (= rosenbergi L(dhji) (59 b). Oben sclnvarzbraun, an der Wurzel etwas heller,
die Vflgl mit derselben weißen Fleckenbinde wie auf der abgebildeten Unterseite. Hflgl nur mit weißen Fransen¬
spitzen zwischen den Rip])en. Ecuador (Santa Lucia). (Haensch).
P. thelebe Dbl. u. Heiv. (59 b)ist die bekannteste Art der Gattung. Die weißen Flecke der Oberseite vari¬
ieren an Zahl, Größe und Umriss. Exemplare aus Peru und Bolivien sind reichlicher weiß gefleckt, als die
aus mehr nördlich gelegenen Gegenden. Das ^ bat viel blässere braune Grundfarbe der Oberseite und die Hflgl
sind stärker gezähnt. Venezuela, Columbien, Ecuador, Peru, Bolivien. — obscura Btlr. ist wahrscheinlich eine
thelebe-Yorm. Nach der BuTLER’schen Diagnose ist die Färbung der Oberseite wie bei thelebe. Man muß also
annehnien, daß die Oberseite weiße Flecke auf den Vflgln hat. Die Unterseite, welche Butler abbildet, zeigt
aber keine solche Flecke, nur die Flglspitze ist weißlich. Die 4 schwarzen Augen mit hellblauen Pupillen liegen
im Discus in gerader Reihe auf dunklem Grunde. Die Hflgl sind unten fast gerade so, wie unsere Abbildung
von thelebe Taf. 59b. Venezuela. 2 Exemplare im Brit. Museum. — thelebina Thieme (59 b), eine weitei’e Form
von thelebe, etw^as kleiner und mit kleineren weißen Flecken, nur der vmrdere hat tlieselbe Länge vvde bei thelebe
und führt oben an seinem innern Ende einen schwarzen Punkt. Die Hflgl sind glattrandig. Auf der L^nterseite
sind die Augen und die roten Punkte undeutlich, ebenso undeutlich ist die Zeichnung der Hflgl. Columbien
(Rio Dagua), Peru (Chanchamayo), Bolivien (Yungas de la Paz).
P. brennus Thienie (59 c Ober- und Unterseite). Die fahlbraune Fleckenreihe der Oberseite ist zuvv-eilen
schmutzigvv'^eil.l oder rötlich; zuweilen erscheint oben auch an der proximalen Seite des vorderen dieser Flecke
noch ein rotgelbes Fleckchen. Beim $ ist die Grundfarbe nicht so tief sclnvuirzbraun wie beim ‘^^e Augen¬
reihe der LTnterseite zeigt sich daher zuweilen beim $ auch auf der Oberseite, wie dies l)ei einem der von Fasse
gefundenen Exemplare der Fall war. Bisher nur im westlichen Columbien gefunden, im Cauca-Tal von H.vhnel,
Popayan und Rio Dagua von Kalbreyer, Rio Agnatal von Fasse.
ÄHsr/ei/eben 15. V. 1912.
CORADES. Von (I. Weymer.
273
P. orclius Hew. (= orcus ßUr.) (5!) c). Oben (hnikeHn’.nin mit vi(n' kic'inoii gruucn EIccdvcn vor der iS})ilz(: orduM.
der Vflgl. Auf der Unterseite ist die Art daran kenntlicli, dal.) nudirei'e weiße l^’lc'cke vor d(‘r Spitze und ein
rotgelber Fleck in der Mitte der Vflgl stehen und am Analwinkel der lü'lgl auf weißem (frunde (‘ine feine s(d)warze
Zackenlinie liegt. Columbien.
P. cordillera Weslw. (5!>c). Oben braun, Hflgl und Apex der Vflgl mit scliwach(‘m rötlielibrauneni Clanze. ronl'illcra.
Die schöne Art ist kenntlich an der kastmiienroten VVurzelhälfte der Unterseite der Vflgl. Von Bolivien.
P. orcus Ldtr. (— orchamus (rodl., porsenna Hew.) (bO a). Oben einfarbig dunkelbraun, nur di(> Spitze orni.s.
der Vflgl etwas lichter. Dei' Saum der Hflgl ist schwach wellig. Das etwas größere $ (Spannweite 7S mm)
ist etwas heller braun und hat oben auf den Vflgln 4 schwarze runde Flecke, die in ihrer Lage dcji Augen der
Unterseite entsprechen. Diese Flecke stehen in einem gelblich braunen Hofe. Statt der graidu'aunen Färbung
des ist beim ^ auf der Unterseite der Hflgl hellrötlichbraune C-rundfarbe vorhanden, ebenso am Äußernd der
Vflgl. Die dunklen Zeichnungen haben alle dunkelrotbraune Färbung. Columbien. Fasse fing die Art in beiden
Geschlechtern am Alto de los Ances in 2200 m Höhe und am Quindiu-Paß (2000 ni). — locuples 7V/.feme ist lomple-'i.
eine Form von orcus, bei der anf der Unterseite der Vflgl ein zweites rotgell)es Fleckchen in der Nähe der Costa
liegt. Auf der Oberseite ist die heller braune Spitze durch einen braunen Saum vom Außenrd zurückgedrängt.
Von Bolivien. — nepete Thieuie, eine weitere Form von orcus, welche auf der Oberseite eine hellgelbbraune ncpck.
Fleckenbinde mit leichtem Goldglanz hat, die von der Costa l)is Mediana 2 reicht und sich auch auf der Unter¬
seite als bräunlich weißes Feld markiert. Sonst ist die Unterseite nicht von orcus verschieden. Von Peru (Chan-
ehamayo). ■ — Eine dritte Form ist parallela Thieme. Bei ihr stehen die 4 Augen der Vflgl -Unterseite in gerader pcrallcla.
Linie untereinander, mit dem Außenrd parallel und sind unter sich gleich groß, auch ist das vorletzte Auge
beiderseits rot eingefaßt. Von Venezuela (Valencia).
P. variabilis Btlr. ist der orcus Latr. {porsenna Hew.) verwandt. Oben mit grünem und rötlichem Bronze- varmbilis.
glanz, ohne weiße Flecken, aber mit 3 dunklen Flecken am A])ex der Vflgl und 2 oder 3 ähnlichen Flecken am
Analwinkel der Hflgl. Unten fehlt der rotgelbe Fleck der Vflgl, die Hflgl sind weißlicher, die Binden an der
Wurzel und in der Mitte dunkler, mit 8 weißgekex’iiten und helleijigefaßteji Augen, und einem breiten braunen
Rande, der innen lilafarbig eingefaßt ist. Von Peru.
P. epidipnis Thieme (60 a). Olxen einfarbig braun. Unten der orchus Heio. ähnlich, doch ist die Grund- epidipnls.
färbe der Hflgl überall hellgrau ohne Weiß, nur zeigt sich in gewisser Richtung ein leichter Silberglanz. Die
Mittelbinde ist fast gerade. Von Merida in Venezuela.
P. lucumo Thietne. Eine große Art. Der Vrd der Vflgl ist etwas länger, der Außenrd steht daher schräger lucumo.
als bei den andern Arten. Hflgl stark gezähnt, ihr Außenrd in der Mitte etwas vorgezogen. Oben dunkelbraun,
vor der Spitze etwas heller. Unten der orchus Hew. ähnlich, doch ohne den rotgelben Fleck der Vflgl. Auf den
Hflgln ist die dunkle Mittel binde am Vrd beiderseits weiß eingefaßt; am Ird liegt hinter derselben ein großer
weißer Fleck. Von Vilcanota in Peru. Kolk Staudinger im Kgl. Museum in Berlin.
P. colocasia Thieme ist eine der vorigen ähnliche, oben einfarbig braune Art und unterscheidet sich colocasia.
von ihr dadurch, daß die Mittelbinde der Hflgl auf der Unterseite breiter ist, auf silbernem Grunde scharf be¬
grenzt steht, wurzelwärts umgebogen ist und den Ird nicht erreicht. Der obere Teil des Außenrdes dieser Figl
ist breit rostfarbig eingefaßt. Von Rioja in Peru. Kolk Staüdinger im Kgl. Museum in Berlin.
56. Gattung'; Dbl. u. Hew.
Die Arten dieser Gattung sind auf den ersten Blick an der gestreckten Gestalt der Hflgl zu erkennen,
deren Analrand in fast schnurgerader Linie in einen langen Schwanz ausläuft, der vom ersten Medianast ge¬
bildet wird. Infolgedessen sind die Irdszellen sehr schmal. Nur bei einzelnen Arten ist der Schwanz kürzer. Der
Außenrd der Vflgl ist glattrandig oder gerundet, derjenige der Hflgl ebenfalls glatt oder schwach wellig. Die
Costalrippe der Vflgl ist an der Wurzel angeschwollen. Zwei Subcostaläste entspringen vor dem Ende der Zelle
der Vflgl. Die Mitteldiscocellularis bildet auf beiden Flgln einen Winkel nach innen, aus dem ein zurücklaufendes
Aestchen entspringt. Die ziemlich langen Palpen und die Augen sind fein behaart. Es sind mittelgroße Falter
mit einfarbig schwarzbraimer oder teilweise rotbrauner oder gelbbrauner Oberseite, auf der zuweilen gelbe
oder weiße Flecke stehen. Die Unterseite ist öfter hell und dunkel marmoriert, in welcher Färbung dann die
Hflgl mit der Spitze der Vflgl übereinstimmen. Zuweilen sind silberglänzende Streifen vorhanden. Ihr Verbrei¬
tungsbezirk umfaßt die Anden von Venezuela bis Bolivien, mir eine Art kommt noch in Nord-Argentinien vor.
Üeber die vertikale Verbreitung lauten die Angaben verschieden. Die Höhe, in welcher Goraife^-Arten fliegen,
gibt Bürger in seinen ,, Reisen eines Naturforschers“ auf 500 m bis 2800 m an, während nach Thieme ihr Vorkom¬
men nur auf besonders hohe Lagen beschränkt ist und Fasse den niedrigsten Fundort auf 1400 m, den höchsten
auf über 3500 m angibt. Sie fliegen stets einzeln und sind nicht häufig.
C. pannonia Hew. (= ichthya H. Schaff, $ — fhiminalis Btlr.). Oben einfarbig braun. Unten Vflgl braun pannonia.
V 35
274
CORADES. Von G. Weymek.
]iloa.s.
doin'nia.
(mjcrddiu.
utckunu.
cybcle.
soniploia.
fjisciplaga.
vicdeha.
coh(»ibi)ia.
sarcba.
chironc.
idcuHi.
l ripunctata.
mit Silbei'striclielchen an der 8j)itze und 3 roten Flecken im Discus. Hflgl ganz silbergestrichelt, mit einer
breiten gelben Binde durch die Mitte. Als $ von ■pcinnonia kann wohl fluminalis Btlr. l)etrachtet werden. Auf
der braunen Oberseite liegen 2 weihe Flecke an der Costa und 3 rotgelbe zwischen bezw. neben den Medianästen.
Hflgl mit 3 rostfarbigen Strichen zwischen den Adern. Unten haben die Vflgl blässere Flecke. Hflgl ockergelb,
ku])ferbraun gestrichelt, mit kupferbrauner Mitteh und Randbinde. Venezuela. Butler gibt das Vaterland
seiner flumimilis nicht an. — ploas Thieme (59 d) ist die columbische Form von pnnnonia. Bei ihr sind die 3
rotbraunen Flecke auf der Unterseite der Vflgl sehr verdunkelt und kaum sichtbar, die Hflgl haben statt der
breiten gelben eine grausilberne Binde, die aber stark von braunen Strichelchen überdeckt ist. Das von Fasse
gefundene $ unterscheidet sich vom ^ durch 2 kleine bräunlich-weiße Fleckchen auf der braunen Oberseite
amVrd liegend, das eine 9, das andere 17 mm von der Spitze entfernt, letzteres zweiteilig. Spitze und Außenrd
sind breit heller gefärlrt. Die Unterseite ist dem gleich gefärbt, nur ist die weiße Farbe etwas stärker
aufgetragen. — Eine 2. Form des $ (domina form, nov.) (59 d) hat außer den 2 etwas deutlicheren weißen Flecken
auf der Oberseite der Vflgl noch eine Reihe von 4 rotgelben und auf den Hflgln eine Reihe von rotbraunen
Flecken, sowie darunter einen rotbraunen Streifen, der bis vor die Schwanzspitze zieht. Auch ist der Außenrd
schmal rotbraun eingefaßt. Die Unterseite ist der erstem weiblichen Form ähnlich. Columbien (Alto de las
Cruces) 2400 m, West-Cordillere. Das Ei von ploas ist nach Fasse etwas größer als das Ei von Pap. machaon,
l.)ombenförmig, beinweiß, an der Basis glatt, sonst mit vielen Poren versehen.
C. argentata Btlr. (= pannonia Heiv. part.) (59 d). Oben braun, nach aid.len heller. Unten Vflgl mit 3
goldbraunen Flecken. Hflgl mit dunklem Wurzel- und Mittelfeld, welche vorn durch eine kurze Silberlinie ge¬
trennt und außen von einer etwas gebogenen Silberlinie eingefaßt sind. Von Bolivien.
C. nielania Stgr. Die Schwänze sind etwas kürzer, die Oberseite einfarbig glänzend bronzel)raun. Auf
der dunkelbraunen Unterseite haben die Vflgl ein weil.lliches Fleckchen zwischen dem ersten und zweiten Median¬
ast, das zuweilen fehlen kann. Die Hflgl sind ganz mit feinen, kurzen, silbernen Querstrichen überzogen, so daß
die dunkle Mittelbinde kaum zu erkennen ist. Bolivien.
C. cybele Btlr. (OOb). Oben einfarbig schwarzbraum Unten ist die Art kenntlich an dem goldbraunen,
hammerähnlichen Fleck der Vflgl. Columbien. — seniiplena Thieaie ist eine Form, bei der auf der Unterseite
der Vflgl die hintere Hälfte der Zelle längs der Mediana goldbraun ausgefüllt ist. Peru. — fusciplaga ß/b'. ist
wohl eine weitere Form der cybele, bei der an Stelle des goldbraunen Hammerflecks ein kleines hellbraunes
Fleckchen auf der Unterseite der Vflgl steht. Nach Butler ist die Oberseite der von sweha ähnlich. Von Peru.
C. niedeba Hew. (60 a) hat kürzere Schwänze und beim einfarbig braune Oberseite. Auf der Unter¬
seite kenntlich an dem rotgelben Längsstreifen in der Mittelzelle der Vflgl und einigen gleichen Flecken dahinter
im Discus. I>as 9 hat aid' der Oberseite eine Reihe kleiner, verloschener, rötlicher Flecke auf den Vflgln und
auch einige solche Flecke im Discus der Hflgl. Von Columbien bis Bolivien. — colunibina Stgr. (60 b) ist eine
n/edebu-Form, bei der an Stelle des rotgelben Längsstreifens der Unterseite nur ein kleiner Fleck steht. Kommt
nicht allein in Columbien, sondern auch in Bolivien unter der Stammform vor.
C. sareba//eu’. (= melusina Stgr. i. I.) (60b) ist kenntlich an der bräunlich gelben Wurzelhälfte der Vflgl
aid' der Unterseite. Auf der dunkelbraunen Oberseite zeigt sich anf den Vflgln eine undeutliche submarginale
Reihe etwas hellerer Flecke. Von Bolivien.
C. chirone Hew. (9 = laminata ß//r.) ((^ 60a Unterseite, auf der Tafel irrtümlich als bezeichnet,
9 59 (1 Oberseite). Das S ist oben einfarbig braun. Unten von uleitui dadurch verschieden, daß in der hintern
Hälfte der Vflgl nur 2, l)ei aber 3 hellgelbe Flecke liegen, und daß auf den Hflgln die helle Binde zwischen
Wurzel und Mitte nur bis an die Mediana reicht, während sie bei ulema bis nahe an die SchwanzAvurzel läuft.
Das 9 (laminata Btlr.) hat oben eine submarginale Reihe gelbbrauner Flecke auf den Vflgln, die sich im vorderen
Teil der Hflgl zu einer breitem Halbbinde vereinigen. Unten ist die Zeichnung dem abgebildeten S ähnlich,
nur stehen am Innenwinkel der Vflgl 3 größere, ockergell)e Flecke an Stelle der 2 beim S- Hflgl sind im
Whirzel- und Mittelfelde heller marmoriert und statt des ockergelben Streifens im Innern der silbeinveißen
Binde liegt hier ein braun und weiß marmorierter Streifen. Beide Geschlechter dieser bislier in den Sammlungen
wenig verbreiteten Art wurden von Fasse auf dem Monte Socorro in 3500 m Höhe (Columbien) im Juli gefunden.
C. ulema Hew. (59d Unterseite, auf der Tafel irrtümlich als chirone S bezeichnet). Nach Hewitson
ist die Oberseite einfarbig Ijraun, das hier al)gebildete Exemplar ist ebenfalls braun, hat aber überall rotbraunen
Glanz ohne Spur einer Binde. Die Exemplare mit deutlicher heller Submarginalbinde, welche Thieme erwähnt,
bilden also Uebergänge zur Form tripunctata. Unten der chirone ähnlich, die Unterschiede sind oben bei chirone
angegeben. Das 9 hat auf der Oberseite eine submarginale Reihe von rotbraunen Flecken auf den Vflgln, eine
solche schmale zusammenhängende Binde auf den Hflgln. Aid' der Unterseite liegen 4 rotgelbe Flecke im hintern
Teil der Vflgl, auf den Hflgln ist die erste Binde vorn weiß, hinten mit braunen Schuppen bestreut, daher un¬
deutlich, die äußere Binde ist hellockergelb, wurzelwärts weiß eingefaßt und auf ihr stehen 3 feine schwarze
Punkte. Von Bolivien und Peru (Huancabamba, Limbani). ■ — tripunctata Weyrn. ist eine Form von ulema
]>ANAI«mM Von G. Weymkr.
Z I :>
Hew., bei der sich ira männlichen Geschleclit eine Reihe l)räunlichrotgell)er Flecke auf der fiherseite fler V'tigl
vomVrd zum Ird zieht und sich als zusammenhängende, vorn breite, liinteji s])itz zulaul'ende Binde l)is zum Innen¬
winkel der Hflgl fortsetzt. 3 runde, kleine schwarze Flecke stehen im voi-dern Veil dei’ HUgl auf die.ser Binde.
Die Unterseite ist der von vletii.n ähnlich, doch sind die Binden viel reiner weiß gefärbt und breiter. Rei’u (Ruente
de 8igsi im Tal des Rio Sonchi 2500 m, Juni [Stübel]).
C. albomaculata Sfgr. (60 a). Kenntlich an dem trübweißen, 2- oder Jteiligen Apiealfleek der Oberseite
der Vflgl. Unten der phxts ähnlich. Das $ ist etwas größei' als das und hat eiium kleinen weißen Fleck
an der Costa mehr. Unten sind die. S])itze und der Außenrd der Vflgl stärker silberweiß bezeichnet als beim r^.
Bolivien und Nord-Peru.
C. cistene Ilew. (60 b). Oben braun mit 6 kleinen goldbraunen Flecken in stark geschwungener Reihe cMrn^’.
auf den Vflgln, und undeiitlichen Flecken auf den Hilgln, die kaum aus der Gnmdfarbe hervortreten. Unten
ist die Art kenntlich an der aid'fallenden Gestalt der braunen Mittelbinde der Hflgl (vgl. Abbildung). Bolivien.
— dymantis Thieme (= callij)olis Stgr.) ist eine Form von cistene, bei der auch auf der Oberseite der Hflgl (Ii/hkihUs.
2 oder 3 kleine goldbraune Flecke auftreten. Von Venezuela, Columbien und Ecuador. — Bei der Foim
generosa TJiieme (= peruviana Stgr.) (60 b) sind die goldbraunen Flecke auf der Oberseite der Vflgl größer (ji’neroxi.
und über die Hflgl läuft eine aus zusammenlüOigenden, goldlu’aunen Flecken bestehende Halbbinde. Vü)!! Peru.
C. enyo Heic. (= auriga H.-Schäff.) (60 c) zeiclmet] sich durch die fast ganz goldbraune Oberseite myo.
der Hflgl aus, welche Färbung sich auch über die Wurzel der Vflgl erstreckt. Die Unterseite ist der von atnio
(vergl. Abbildung Taf. 60 c) in der Zeichnung älndich, nur sind die 8pitzeji der Vflgl und die ganzen Hflgl
hell weißgrau gefärbt, und die 2 Mittelstreifen der Hflgl ganz schmal braun und aid.fen weiß eingefaßt. Aus den
Bergen von Caracas in Venezuela. Diese Form ist meistens nur noch in älteren Sammlungen vertreten. J)ie
in der neueren Zeit fälschlich unter dem Namen enyo in den Sammlungen verbreitete columl)ische Form ist viel
dunkler und trägt den Namen almo Thieme (60 c). Die Hflgl sind oben dunkelbraun, nach außen kastanien- atmo.
rotbraun, unten dunkel graubraun marmoriert. Das ebenfalls abgebildete $ hat auf den Hflgln eine goldbraune
Submarginalbinde und auf der Unterseite ist der größte iTeil des Außenrds beider Figl breit goldbraun
gefärbt. Columbien, Ecuador, Peru, Bolivien.
C. chelonis Heiv. (60 d). Der vorigen ähnlich, aber auf den Vflgln stehen nur 3 größere Flecke. Unten chclonm.
sind die 2 Apicalflecken weiß. Beim $ hängen diese Apicalflecken oben zusammen und ist der hintere Fleck
zwischen den Medianadern 3 mal so groß als beim (^. Columbien ( Quindiu Paß und Canon del Tolima 2500 m)
(Fasse). — rubeta Thieme, eine Form von chelonis, hat mehr gerundete Hflgl und kürzere Schwänze, auf den ruheta.
etwas breiteren Vflgln steht zuweilen ein 4ter kleiner goldbrauner Fleck am Ird. Von Merida in Venezuela.
— Die Form lactefusa Thieme hat die Unterseite der Hflgl ganz milchweiß gefärbt, nur eine dünne braune Linie lurtcfKsa.
zieht mitten durch den Figl. Von Ecuador.
C. iduna Hew. (60 d, irrtümlich als marginalis liezeichnet). Die Vflgl sind der chelonis ähnlich, die 3 uluna.
Flecke sind aber nicht goldl)raun, sondern weiß. Im vordei'en Teil der Hflgl liegt ein großer lebhaft rotgelber
oder goldbrauner Fleck, der den Aidlenrd nicht erreicht. Von Bolivien. Bei der Form marginalis Btlr. (mar- nuirqimüis.
ginata Ky.) erreicht der goldbranne Discalfleck den Außenrd. Von Peru (Huancabamba und Cushi).
C. peruviana Btlr. (60 d) wurde früher als Varietät von' idnna betrachtet. Nach Thieme ist es besondere peruviana.
Art. Der weiße Fleck zwischen den Medianästen der Vflgl ist nicht zweiteilig wie bei iduna, sondern besteht
nur aus einem Fleck zwischen dem ersten und zweiten Medianast. Die Hflgl sind am Analwinkel länger ge¬
streckt als bei idmia und im Discus fast ganz lebhaft rötlich goldbraun gefärbt. Der Außenrd ist nur schmal,
der Ird breit dunkelbraun. Von Eenador und der Küstencordillere von Columbien.
C. procellaria Thieme ist die kleinste Art der Gattung und der iduna ähnlich, doch sind die Vflgl kürzer, procellaria.
die Hflgl mehr gerundet und der Schwanz viel kürzer. Der weil.le Fleck zwischen den Medianästen der Vflgl
ist zweiteilig wie bei iduna. Die 2 weil.len Apicalflecke wie dort. Hflgl dunkelbraun mit rostfarbigem Suli-
marginalfleck im Vorderwinkel, der sich nach hinten in die Grundfarbe verliert. Vom Aconquija-Hochgebirge
bei Tucuman in Nord- Argentinien.
57. Gattung-: l*aiia-i*C‘li€‘ Thieme.
Diese Gattung kann als ein Verbindungsglied zwischen den Gattungen Corndes nnd Polymastus an¬
gesehen werden. Der erste Medianast der Hflgl läuft, ebenso wie bei Corades, in eine weit vortretende S])itze
aus und der Ird dieser Figl ist ebenso gerade wie dort. Andererseits trennen sie der gerade Vrd und der eckige
Außenrd der Vflgl, sowie die scharf und spitz gezähnten Hflgl weit von Corades und bringen sie Polymastus
näher. Doch durch die dreieckige, am Ird spitz ausgezogene Gestalt der Hflgl unterscheiden sie sich leicht
"fow Polymastus- Arien, welche breitere, kiu'zere nnd am Ird gerundete Hflgl haben. DieCostalis der Vflgl ist nur
schwach angeschwollen. Die 3 seltenen Arten sind in den Hochgebirgen von Bolivien und Peru zu Hau.se.
270
BIA. Von Ct. Wbymee.
tricordatvs. P. tricordatus Hew. {Cordcles t.) Vflgi mit 2 feinen Spitzen am vorderen Teil des Außenrds, der hintere
Teil desselben stumpf gezähnt, ebenso der vordere Teil der Hflgl, nur die 3 Medianäste der Hflgl haben lange
Spitzen, worunter diejenige auf dem ersten Medianast am weitesten nach hinten vorsteht. Oben braun, nach
axd3en heller, die Ränder dunkelbraun, Vflgl mit weißem Costalfleck, Hflgl mit einer submarginalen Reihe
von schwarzen Rlecken. Unten Vflgl rotbraun, hellgelb gestrichelt, Spitze der Vflgl und Hflgl dunkelbraun,
weiß gestrichelt. Letztere mit verschiedenen weißen Flecken, mit schwarzem Rand und solcher Submarginal¬
binde. Von Majxii'i und vom Ilimani in Bolivien.
caUipoiis. P. callipolis (Corades c.) (60 d). Die Zähne des Außenrds sind nicht so spitz als bei tricordatus.
Oben braun mit dunklem Rande. Vflgl mit einer heller braunen Submarginalbinde, die jxroximal von einem
ähnlichen dunkelbraunen Zackenstreif eingefaßt wird, wie ihn die AbbikUmg der Unterseite in der Mitte der
Vflgl zeigt. Von Bolivien. (Ilimani). Wegen calli^iolis Stgr. vgl. oben S. 275 bei C. dyniantis.
aiifortas. P. anfortas Thieuie ist größer als callipolis, die Sjxitze der Hflgl ist länger. ,Die^ Grundfarbe der Ober¬
seite ist cederholzbraun. Wiirzelfeld xmd Außenrd beider Figl sind dunkelbraun. Hinter der Figlmitte liegt eme
Reihe dunkelbrauner Flecke, die auf den Vflgln länglich, auf den Hflgln rund sind. Außerdexn auf den Vflgln
2 längliche Flecke in der Mittelzelle und 2 runde vor der Spitze. Unten sind die Vflgl txraun mit silberbrauner
Submarginalfleckenbinde, die proximal zackig begrenzt ist. Hflgl unten mit brauner Discalbinde, vor derselben
eine silberne Halbbinde und nach außen eine teils silberne, teils braxm bestäidxte Submarginalbinde. Von
Cuzco in Peru. Selten.
58. Gattiiiig' : Bia Hüb7i.
Eine isoliert stehende Gattung, die verschiedene Eigentümlichkeiten besitzt. Palpen mäßig lang,
mit dünner Behaarung, das Endglied dünn und spitz. Augen nackt. Die Vflgl haben gerundeten Vrd und
Außenrd. Die Hflgl sind am Innenwinkel in eine weit nach hinten vortretende Spitze ausgezogen, welche auf
dem ersten Medianast steht. In den Vflgln ist die Gostalrippe an der Wurzel stark aufgeblasen, die Mediana
und Sxdjmediana dagegen weniger angeschwollen. Die Mittelzelle der Vflgl ist an ihrem hinteren Rande länger
als an ihrem vordem Rande. Axif den Hflgln stehen bei den zwei Haarschöpfe (Duftorgane). Einer davon
liegt in der Irdsfalte, ist aus ca. 3 mm langen ockergelben Haai’en gebildet, die aufgerichtet, auseinanderge¬
spreizt und wieder eingezogen werden können. .Der andere, am Vrd der Mittelzelle gelegene, besteht aus kurzen,
aufrechtstehenden, dunkelbraunen Schuppen, die von langen heller braunen und gelblichgrauen, glattanlie¬
genden Haaren teilweise überdeckt werden. Das Vaterland ist Surinam und das ganze Amazonenstromgebiet
bis nach Peru.
aciorion. B. actorioil L. (60 e). Der lebhaft blauschillernde Fleck am Ird der Vflgl der wechselt in der Größe,
bei einzelnen Exemplaren vom obern Amazonenstrom nimmt er fast den ganzen AxUJenrd ein, bei andern ist
er sehr klein oder verschwindet ganz. Beim $ ist dagegen die ganze Wurzelhälfte der Vflgl bis in die Nähe des
Vrds lebhaft blau schillernd. Die rotbraune Unterseite ist fast ganz mit feinen hell- oder gelblichbraxinen Wellen¬
linien dicht bedeckt. Unterhalb der Vflglspitze liegt dicht am Aid.lenrd ein kleines, schwarzes Auge mit blauer
decaeridea. Pnj)ille. Von Cayenne, Para und dem ganzen Amazonengebiet. — Die Form decaerulea Stgr. i. l. (60 e) zeigt
keine Sjxur von blauem Schiller, dagegen ist die bräunlich gelbe Binde etwas Ixreiter. Sie kommt zwischen der
atalanta. Stammform vor. — atalanta Rehei (60 e) hat dagegen auf den Hflgln einen sehr lebhaften dunkelblauen Schil¬
ler, der die hintere Figlhälfte fast ganz einnimmt. Die Vflgl sind ohne Schiller und die bräunlichgelbe Binde
ist sehr schmal. Die Unterseite wie bei actorion. Peru.
N a c h t r ä g- e u ii d H e r i c h t i g' ii ii g' e n
zu den amerikanischen Satyriden.
iheodori. Zu Seite 182. Antirrhaea theodori Frühst, ist eine nur im weiblichen Geschlecht beschriebene Form
von philaretes, bei der statt der 4 blauen Flecke, die philaretes $ aid' der Oljerseite der Hflgl hat, deren nur 2
vorhanden sind, die blaßgrau gefärlxt sind. Die Unterseite ist gerade wie Ixei philaretes. Vom olxern Waupes
apoxyo- (Nord-Brasilien). — A. apoxyomenes Frühst, steht der avernns Hpjfr. nahe, ist aber größer, hat breitere gelb-
rnenes. Binden auf den Vflgln und ausgedehntere Blaufleckxing der Hflgl. Von Bolivien.
Zu Seite 183. Sinarista adoptiva Weym. Das $ dieser Art hat Fassl ebenfalls in der Columbischen
West-Cordillere und zwar im Rio Aguaca-Tal Ixei 2000 m Höhe aufgefxinden. Es ist nur wenig größer als das J,
hat aber, entsprechend dexi $$ von Ant. geryon und geryonides, breitere Figl, so daß der Vorderwinkel der Hflgl
gestumpft rechtwinkelig erscheint. Die Schwanzspitze richtet sich mehr nach außen. Die Grundfarbe ist etwas
heller braun, die Augenflecke der Vflgl sind größer, haben dickere weiße Pupillen und sind von verloschenen,
rotbraunen Ringen eingefaßt. Am Vrd steht mxch ein viertes, kleines Auge mit Pu|xille. Die Unterseite ist rotbraun
mit einer breiten, dunkelbraun gestricheltexi Binde durch die Mitte beider Figl. Lxr Saumfelde 4 weiße Punkte
auf den Vflgln und einer auf den Hflgln.
Bei Caerois chorinaeus F. ist das $ •'-■a. 3 cm größer als das — protonoe Frühst, ist eine Form von
protonoe.
Urbesolireil)uiigs-Naoh\veis der anierikaniselien Satyi'ideii .
chorinaeus, die auch ini männlichen Geschleclit größer und sowohl oben wie unten viel dunkler als die Stanini-
form ist. Peru.
Zu Seite 184. Tisiphone hyrnethra Frw/w/. (Manatai'ia hercina h.), eine Form von hnryva., hat dieweiÜ-
gelbe Pleckenbinde der Vflgl so erweitert, daß sie beinahe ein iOrittel des Figls einnimmt und di(‘ vordere Hälfte
der Mittelzelle bedeckt. Die Unterseite ist heller als bei der Stammform und hat mehr als doppelt so breit (r
weißliche Flecke, die nur zum Teil isoliert stehen. Von Peru und Bolivien.
Zu Seite 188. Taygetis weymeri Dmudt ist vor androineda einzureihen, mit der' die Uestalt der Hflgl
stimmt, während die kürzeren Vflgl denjenigen von sosis Hpffr. gleichgestaltet sind. Oben olivbraun. Vflgl
mit einem undeutlichen braunen Streifen hinter der Mitte, und beide Figl mit einem 2'/., mm biviten dunkel¬
braunen Außenrd, vor dem Saum eine weiße Linie, die Fransen breit, weißgrau mit braunen Punkten auf den
Rippenenden. Die Unterseite hat Aehnlichkeit mit kenezi, und imcmatd,, doch i.st die dunkle Binde vor der Mitte
beider Figl kaum angedeutet, und die Binde hinter der Mitte hat keine scharfe Ecke. Augen sind auf flen Vflgln
kaum zu ei’kennen, auf den Hflgln sind sie deutlich, aber sehr klein und stehen meistens frei, während sie bei
kenezm alle auf braunen Flecken liegen. An den nicht geeckten Vflgln ist die Art aber leicht zu erkennen. Von
Guerrero in West-Mexico. Flugzeit August und Se])tpmber.
ZU
Seite 1 92
Zeile
18 V. u.
.statt reinoldsi spec. nov. lies;
reynoldsi Sh
’i ?
„ 20.9
4 V. u.
,, honarievsis ,,
honeierensis.
» 't
„ 208
,,
21 V. u.
,, sparfaen.s ,,
.spartdCHs.
» 1
„ 219
18 V. o.
,, sericella
.serireella.
) 1
,, 220
.9 V. u.
,, (U/aya
ayayd.
5 5
„ 2.34
1 1
6 V. o.
,, milesi ,,
tiile.si.
Al|)lial)(*tiscli(‘s Ycrzdclmis
zum Nachweis der Urbeschreibungem der unter den amerikanischen Satyriden aufgeführten Formen.
* ficdeutet, daß die Form an der zitierten Stelle auch abgehildet i.st.
abretiii Eu. Capr. Ann. Ent. Soe. llelg. 17, p. 31. *
acinenis Eu. Hhn. Zutr. Sndg. Exot. Schniett. *
arraeida Lym. Bllr. Oatal. Satyr. Br. Mus., p. 171. *
artori(»ii Bia. L. Sy.st. Nat. 1 (2), p. 7!tl.
acuta Tayg. Weym. Seitz, (Jroß-Seluuett. .5, ]>. ISS. *
adoptiva Siti. Weym. Erdom. Zeits(du'. Praidcf. 23, p. Ißt.
acgrota Eu. Bilr. Proc. Zool. Soc. Eond. IStiß, j). 1S2.
aetherialis Eu. BtW. .Tourn. linn. Soc. (Zool.) 13, |i. I2ß. *
affüieola Lyni. Weym. Seitz, Groß-Selimett. o, ]i. 249. *
affinis Eu. Bilr. Proc. Zool. Soc. Lond. ISlSß, ]>. 4ß!). *
agatha Eu. Bilr. Proc. Zool. Soc. fjond. ISßß, ]>. 492. *
agathina Eu. Weyin. Seitz, Groß-Schnrett. .5, [t. 219.
agraulis Pseudo.st. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 242. *
alaskcnsis Erel». Holl. Entoiii. News. 11, p. 387.
alaskensis Oen. Holl. Entomol. New.s 11, p. 389.
alberta Oen. Hlw. Tran.s. Ent. Soc. Lond. 1893, j). 467.
albiiiotata Tayg. Bür. Ann. Nat. llist. (3) 20, p. 217.
albopunctata Ped. Weym. Stübels Reise, i>. 110. *
alboeincta Lym. Hew. .lourn. Entom. 1, p. 157. *
albot'asciata Eu. Hew. Eciuat. Lep., ]>. 36.
alboinaculata Cor. Sfyr. Exot, 'tagt., ]>. 2.36. *
albomaculata Lym. Hew. .lourn. Entom. 1, )). 158. *
albonotata Ped. Godm. Trans. Ent. Soc. Lond. ItlOS, p. 189. *
albutia Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeitsclir. 50, p. 91. *
aleiiioe Eu. Fldr. Novara, Lep. (3), p. 477.
ahno Cor. Thieme, Berk Ent. Zeits(4ir. 51, ji. 223.
alope Cerc. F. Ent. Syst. (3) 1, ]>. 229.
altis Lym. Weym. Stübels Reise, ]>. 109. *
aliisaiia Ped. Hew. Ent. Month. Mag. 6, j). 68.
amafaiiia Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeit.sclir. 50, j). 122. *
anialda Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]). 213. *
anialia Pier. Weym. Stett. Zg. 1885, ]>. 285.
aiiibigua Eu. Bilr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, ]>. 472. *
ainbiurix Neos. Wallyr. Wien. Ent. iMon. 4, p. 36.
ainbra Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 198. *
ampelos Coen. Fdw. Bult. N. Amer. Taf. 25.
amussis Ped. T/iieme, .Berl. Ent. Zeitschr. 50, p. 78. *
auacleta Eu. Bilr. .Tourn, Linn. Soc. (Zool.) 13, p. 123. *
aiialis Eu. Godm. Tran.s. Ent. Soc. Eond. 1905, p. 185. *
aitdcnsis Sterom. Fldr. Novai'a Lep. (3), p. 475.
aiidruincda Tayg. Cr. Pap. Exot. 1. *
anturtas Pan, Thieme, Berl. Ent. Zeit.sclir. 51, |>. 23(1. *
aiig(dica Eu. Bllr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1871, p. 121.
angularis Eu. Bür. Proc. Zool. Soc. Lond. 1867. ]i. 106. *
aiigiilusa d'ayg. Weym. li'is 20, ]>. 9.
aiigusta Arg. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 233.
aniiia Ped. Slgr. lri.s 10, p. 12S.
antissa Pol. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 51. p. 111.
antonoc Eu. Cr. Pai). Exot. 1, Tat'. 60. *
autonia Ped. Slgr. Iris 10, p. 127. *
aiitulla Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 50. )). 86. *
apiculata Iw'u. Fldr. Novara l^ep. (3), ]>. 474.
apoxynmenes Ant. Frühst. Ent. Rundsch. 29, p. 31.
apuleja Eretr. Fldr. Novara Leji. (3). p. 471.
apulia Lym. Hpffr. Stett. Zg. 1874. ji. 362.
archaea Ant. Hbn. Smlg. Exot. Schniett. *
archcbates Cal. d/en. Bull. Mose. 1832, p. 313.
argentata Cor. Bür. Catal. Satyr. Br. 51 us.. p. 106.
argaute Eu. Cr. Pap. Exot. 3, Taf. 204. *
argciitclla Eu. Bilr. u. Drnce, Cistul. Ent. 1. p. 98.
argcntcus Arg. Blatich. Gay, Faun. Chil. 7, p. 30.
argyritis Cat. Thieme, Beid. Ent. Zeitschr. 51. p. 152.
argyrospila Eu. Bür. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 467.
ariane Cerc. Bsd. Ann. Soc. Ent. Fr. 1852, p. 307.
arius Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]i. 198. *
arniilla Eu. Bilr. Proc. Zool. Soc. Lond. 18()7, p. 108. *
armillata Tayg. Bilr. Catal. Satyr. Br. Mus., ii. 8. *
ariiaea Eu. /<’. Gen. Insecd., p. 260.
asliiia Eu. Heir. Eipiat. Le))., ii. 36.
assarhaddun Pron. Thieme, llerl. Ent. Zeitschi'. 51. p. 196. *
asiiba Cat. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 51. p. 157. *
asterie Tayg. Weym. Seitz, Croß-Schmett. 5, ji. 189.
astoretli Druc. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 51. (i. 169. *
astyoche Pier. Erichs. Schomburgk Reis. 3, p. 599.
hyrneih in.
weymeri.
278
Urbeschreihungs-Nachweis der amerikanischen Satyriden.
atalaiita IJia, Rbl. Verh. Zool. bot. Ge.s. Wien 1906, p. 224.
auriff(*ra Eu. Weyni. Seitz, Groß-Schiuett. 5, )). 194. *
aiiristrifja Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeitsohr. .50. p. 111. *
aiirora Callit. Fldr. Wien. Ent. ^Mon. 6. ]i. 175.
aiiraria Ped. Thionc. Berl. Ent. Zeitsohr. 50, p. 64. *
aui'oriiia ('allit. \Ve>/i>>. Seitz, Groß-Schniett. 5, ]>. 175. *
austora l^n. Bfir. Pi'oc. Zool. S(ic. Eond. 1866, p. 46 t, *
avernus Ant. H pffr. Stett. Zg. 1874, |). .359.
ayaya En. Bür. Proo. Zool. Soo. Lond. 1866, j). 492. *
baiidiisia Callit. Sigr. Exot. Tagt. 1, p. 219.
baiighaasi Tayg. Wey))t. Seitz. Groß-Sohinett. 5, p. 190. *
baroiii Gero. Edio. t'anad. Entoin. 12, j). 91.
batesii En. Bür. Proo. Zool. Soo. Eond. 1866, )). 493. *
boani Oen. Ehr. Proo. Ent. Soo. Eond. 1839, ]>. 176.
bega Steroni. Wcstiv. Gen. Dinrn. I^ep. Tat'. 66. *
bolieinntli Eas. Thieme, Berl. Ent. Zeitsohi'. 57, ]>. 125.
bolirii (lero. G'ritui. Entoin. News 16, p. 33.
benedicta Pin. Bür. .lonrn. Einn. Soc. (Zool.) 13, ]). 124. *
binalinea En. Bür. Proo. Zool. Soo. Eond. 1866, p. 475. *
binocula En. Bür. Ijep. Exot. 1. *
bincellata En. 6'or/in. Trans. Ent. Soc. Eond. 1905, p. 187. *
blanda Tayg. Äföschl. Verh. Zool. hot. Ges. Wien 26, p. 325. *
boeiiningliatisoui Gero. Eoeü. Rev. Mns. Panlista 5, p. 632. *
boliviaiia En. Oodiii. Trans. Ent. Soc. Eond. 1905, j). 187. *
bnnaöreiisis En. Biin». Descr. Rej). Argent. 5, p. 212, 'Pah. 8. *
bonpis Gero. Behr, Proo. Galif. Ac. Sei. 3, ]). 161.
bnrasta Pin. Schnu.<f, Proc. PTn. St. IMns. 24. p. 389.
brasiliensis Pier. Fldr. Wien. Entoin. Mon. 6, p. 125.
bronda CUien. Ediv. Trans. Ainer. Ent. Soc. 1869.
breiiiiiis Pron. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 51, p. 199.
brixiola En. Bür. Proc. Zool. Soc. Eond. 1866. ]>. 483. *
brixiiis Pin. Godl. Plncycl. Meth. 9, p. 496.
brucei Ereh. Ehv. Trans. Ent. Soc. Eond. 1889, |i. 326.
bnicei Oen. Edw. Ganad. Entoin. 23, j). 33.
biirgia En. Schaus, Proo. En. St. .Mns. 24, ]i. 388.
biitleri En. Weym. Stiihel’s Reise, p. 61.
byses En. Godi. Enoycl. PI4th. 9, j). 496.
caerulea Pin. Bür. Eep. Exot. 1. Tat. 3. *
caeriileata Evni. Godm. n. SaJv. Trans. Ent. So(\ Ijond. 1880,
p. 129. * '
ealifnrniea Goen. DhJ. n. Here. Gen. Dinrn. Tjej). 2. ji. 398.
ealistn Eretr. Fldr. Novara I./eii. (3), p. 472.
ealixta En. Bür. .lonrn. Einn. Soc. 13, p. 125. *
callias Plreh. Editi. Trans. Amer. Ent. Soc. 3, p. 274.
ealliehloris En. Bür. Proc. Zool. Soc. Eond. 1866, j). 490. *
eallininnia Ainiih. Fldr. Wien. Pint. IVIon. 6, p. 426.
eallipnlis Pan. Herr. Boliv. Butt., |». 11.
ealpiirnia En. Fldr. Novara Eep. 2, jn 484.
ealvertii El. Ehr. Trans. Ent. Soc. Eond. 1903, ji. 275. *
«■ainerta En. Cr. ]‘ai>. Exot. IV. Tat. 295. *
eaiitlius Sat. G. Syst. Nat.. (Xll), ]>. 768.
eastrensis En. Schttiis, Proc. En. St. IMns. 24, p. 387.
eatliariiia En. Btgr. Exot. Tagt. 1, i». 225. *
eaueana Eym. IVeyttr. Seitz. Groß-Schinett. 5, ]i. 250. *
eelia Tayg. Cr. Pap. Exot. 3. *
eeliiiis En. Godl. Encycl. IMeth. 9, j). 489.
cejiluis Eu. F. Syst. Entom., p. 528.
eeres Goen. Bür. Pint. Mon. Wag. 3, j). 78.
ceryee Pier. Herr. Boliv. Butt., p. 10.
eestia Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 50, p. 94. *
chalybea Pier. Godm. Trans. Ent. Soc. Eond. 1905, p. 185.
eliainpioni Drnc. Godttt. n. Btilv. Biol. Gentr. Amer. Eeji. 1,
p. 113. *
cliarnn CVm'o. Edir. Trans. Amer. Ent. Soo. 4. ]>. 69.
cheinnis Gor. Herr. Exot. Butt. 3 (Gor. 1). *
ehilieusis Gosm. Girer. Voy. (loipiille, 2, Tat. 16. *
chirnne (!or. Herr. Plxot. Butt. 3, j). 71. *
chlnris En. Cr. Pap. Exot. IV. 4’af. 293. *
elinrinaeus Caer. F. Syst. Entom., p. 484.
elirysngniie Tayg. Dhl. n. Herr. Gen. Dinrn, Eep. *
ehrysntaenia Ped. Hpffr. Stett. Zg. 1874, (i. 361.
ehryxus Oen. [)hl. n. Herr. Gen. Dinrn. Eep. 2, ]>. 383.
ehyprnta IMyg. Gr. Hm. Rhop. Exot. 2, Ox. 1. *
eilliitinarea Eym. Weyttr. Seitz, Groß-Sidimett. 5, p. 250. *
ciniia Eym. Godrrr. n. Solv. Ann. Mag. Nat. Ilist. (6) 3, ]>. 353.
eiree Eas. Fldr. Wien. Ent. Mon. 3, ]i. 326.
eireuinducta Ped. Thietttc, Berl. Ent. Zeitschr. 50, p. 74. *
eiris Eas. Thieme, Berl. Ent. Zeitscln'. 51, p. 131. *
oii'ta Eas. Fldr. Wien. Ent. Mon. 3, |i. 326. *
cistene Gor. Heir. Exot. Bntt. 3, Gor. 1. *
eledniiia Ped. Thiettte, Berl. Pint. Zeitschr. 50, p. 109. *
cleiiieiitia En. Bür. .Tonrn, Einn. Soc. (Zool.) 13, p. 128. *
Cleopatra Tayg. Fldr. Wien. Plntorn. IMon. 6, p. 176.
cleopbes En. Godm. n. Sale. Ann. IMag. Nat. Ilist. (6) 3, p. 352.
clethra C'at. Thieme, Berl. Ent. Mon. 51, ]i. 159. *
cliiias En. Godm. n. 8alv. Ann. IMag. Nat. Ilist. (6) 3, p. 352.
Clio Pin. Weyrrt. Seitz Groß-Schmett. 5, p. 197. *
clorimene En. Sfoll, Pap. Exot. Snpjil. *
cliiena En. Drury, III. Exot. Ent. III. Tat. 7. *
ciiephas Eas. Thieme, Berl. Pint. Zeitschr. 51, ]>. 123.
COca Ped. BIgr. Iris 7, p. 73.
coctei Epin. Gner. Voy. Gocjnille 2, p. 281.
cocytia Ped. Füdr. Novara Eej). (3), p. 468.
coelestis En. Bür. Proc. Zool. Soc. Eond. 1866, p. 484. *
coelica En. Herr. Eqnat. Eep., p. 35.
coenonympliiiia Neom. Bür. Trans. Ent. Soc. Eond. 1881,
]). 454. *
colocasia Pron. Thierrre, Berl. Ent. Zeitschr. 51, p. 206. *
coluinbina Gor. Stgr. Iris 7, ]>. 77.
coiifiisa Cal. Laüirj, Trans. Ent. Soc. Eond. 1899, p. 227. *
coiifiisa En. Stgr. Exot. Tagt. 1, j). 225. *
coiifiisa Eas. Stgr. Iris 10, [i. 137.
corderoi Ped. Bogri. Ann. Soc. Ent. Belg. 37, j). 367.
cordillera Pron. Wentir. Gen. Dinrn. Ee|).. p. 358. *
Cornelius Eu. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 220.
cosinopliila En. Hbtt. Zntr. Smlg. Exot. Schmett. *
costipunctata Ped. Weyrrt. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 256. *
cothoii Dior. Salv. Ann. Mag. Nat. Ilist. (4) 7, j». 113.
cothouides Dior. Gr.-Strt. Ann. Mag. Nat. Ilist. (6) 18. yi. 241.
erauieri Tayg. Weyrrt. Seitz, Groß-Sclimett. 5. j). 185. *
crantor En. F. Pint. Syst. 3(1), p. 158.
creinera Ped. Godttt. n. Salv. Proc. Zool. Soc. Eond. 1878,
p. 267.
creida Enod. Skiiitt. Entom. News 8, p. 236.
cuculliua En. Weyrrt. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 209. *
curvilinea Eym. Weyrrt. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 248.
cyauites En. Bür. Ann. Mag. Nat. Ilist. (4) 8, ]). 282.
cybele Cor. Bür. Proc. Zool. Soc. Eond. 1866, ji. 40. *
cyclopella Man. Stgr. Iris 10, ]>. 141.
cyclopina Man. Stgr. Iris 10, p. 139. *
cyclops En. Bür. .lonrn. Einn. Soc. (Zool.) 13, p. 126. *
cyclops Man. Stgr. Iris 10, p. 142.
daulis Ped. Thiettte, Berl. Ent. Zeitschr. 50, ]i. 87. *
daura Oen. Streck. Ganad. Ent. 26, jr. 225.
decaerulea Bia, Weyrrt. Seitz, Groß-Schmett. 5. ]i. 276. *
decurata Eretr. Ftdr. Novara Eep. (3), ji. 470. *
dejecla Ped. Bat. Ent. Month. Mag. 1. j). 179.
deverra Pron. Thiettte, Berl. Ent. Zeitsohr. 51. ]>. 195. *
diaphaua Ilaet. Luc. Sagra’s Ilist. Guha, Ins., j». 587.
diducta Eas. Thiettte, Berl. Ent. Zeitschr. 51, |), 115.
diiiias Daed. Herr. Plxot. Butt. 2. *
dionysius Neomin. Settdd. Bull. En. vSt. Geol. Snrv. 4. p. 254.
direiupta Eas. Thiettte, Berl. Ent. Zeitsclir. 51, p. 118.
disafl’ecta En. Bür. Proo. Zool. Soc. Eond. 1871, p. 336.
discoidalis Ereh. Ky. Faun. Bor. Amer. 4. j). 298. *
divergciis En. Bür. Proc. Zool. Soo. Eond. 1866, ]). 464. *
divina En. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 217. *
douiiua Gor. Weyttt. Seitz. Groß-Schmett. 5, ]). 274. *
dora Dae<l. Stgr. Iris 1897, ]>. 138. *
doraele Pol. Herr. Exot. Butt. 2 Daed. 1. *
doiindc Pol. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, ]>. 427.
dnxes En. Godt. Enoycl. Möth. 9, ]>. 193.
dracuiitis Pier. Hhn. Verz. hek. Schmett. p. 53.
drusilla Daed. Herr. Plxot. Bntt. 2. Daed. 1. *
dryniaca Ped. Herr. Exot. Butt. 2, Daed. 1. *
dryas Eiiin. Fldr. Novara Eep. (3), p. 492.
duplex Ox. Godttt. Trans. Pint. Soo. Eond. 1905, p. 189. *
dyiuaiitis Gor. Thiettte. Berl. Ent. Zeitschr. 51. p. 220.
echo Tayg. Cr. Pa]). Exot. I . *
ediuoiidsii Epin. Bür. Trans. Ent. Soc. Eond. 1881, p. 457. *
editioudsii Neom. Bttr. Trans. Ent. Soc. Eond. 1881, P- 457. *
eleates Psendoman. Weyttt. Sthhels Reise 108. *
electra En. Btlr. Proc. Zool. Soo. IjoiuI. 1866, p. 468. *
elegia Tayg. Weyttt. Seitz. Groß-Schmett. 5, p. 189. *
eiku Goen. FJdrr. Ganad. Entom. 13, p. 57.
eiuilia Pol. Bür. Proc. Zool. Soc. Eond. 1866, |>. 40. *
eiuiua Ped. Stgr. Iris 10, p. 135. *
empusa Pe<l. Ftdr. Novara l^ep. (3). ]i. 468.
eucycla Eretr. Fldr, Novara Eej). (3), ]>. 472.
enipeus Pol. Thiettte, Berl. Ent. Zeitschi'. 51, p. 143. *
eiitella Ped. Thietttc, Berl. Ent. Zeitsohr. 50, j). 106. *
eiiyo Gor. Herr, l’roo. Zool. Soc. Eond. 1848, ji. 117. *
eiiyn En. Btlr. Pioc. Zool. Soc. Eond. 1866, ]i. 480. *
euus Eu. Btlr. Proi'. Zool. Soc. Eond. 1866, p, 477,
, 4
‘ 1
Urbesclireibimgs-Nacliwcis der aiiierikjinisclieii Salyriden.
27!»
opidipiiis l’i'oii. Thiciiir, IJerl. Zcitscdir. 51, |>. 201.
epi|»so(l(“ii Krel). /illr. (7üal. Hatyr. Br. Mus., [i. 80.
('rohMMdrs Idion. Fldr. Novara. Ijcp. (2), p. 171.
(‘reiba I’ed. Fldr. Novara l^rp. (2), p. Kü).
(M’(Mnita lüu. Wcyiii. Seilz, (iroß-Sduuetl . 5, p. 210. *
orichtho Eu. Htlr. Piaa:. Zool. S<)(^ Lutid. 1800, p. 501. *
rrij^oiia Ku. ßllr. l’roo. Zuol. Soc. Loiid. 1800, p. 100. *
eriphiilo Eu. ßtlr. l’roc. Zool. S(>(\ Loiid. 1800, p. 408. *
(M■|l('stilla Eu. H>iy"o Weitz, tJrol.i-Scdiiuett. 5, p. 200. *
(»nilu‘scens Tayg. Bf Ir Calal. Satyr. Br. .Mus., p. 10.
esincralda C'aliit. l>hl. Aiiu. Nat. Bist. 10 (1815), p. 200.
oiibagiuides T^yiu. Btlr. Aun. 'Mag. Nat. Hist. (-1) 12, j). 220.
euopis Ijyni-. Oodm. u. Salv. Bruc. Zool. Soc. Eoud. 1878, p. 200.
oiipulis Eteon. Hcu\ Trans. Ent. Soc. Eond. (2) 2, |). 217. *
(uiptychidia Tayg. Bfir. Cat. Sat. Bi'. Mus. p. 13. *
eiii’ipidrs Bseudoman. Wcyi». Stübcls lieis(3 108. *
(“iirypliile fix. Bflr. Clstul. Entoiu. 1, p. 72.
ciirytus Eu. F. Syst. Ent., p. 187.
eusebia Eu. Bflr. Journ. länn. Soc. (Zool.) 12, p. 120. *
exaiiiiiia Ped. Ersch. Trud. Bussk. 8, Taf. 2. *
exravata Tayg. Bffr. Catal. Satyr. Br. LMus., p. 8. *
cxcisa Eym. Wey)n. Seitz, Grol.i-Schmett. 5, p. 217. *
exsanguis Ped. Tfiietnc, Beil. Eid. Zeitsclu'. 50, p 110.
extiiicia Pier. Weyiii. Seitz. (TroB-Stdnnett. 5, p. 177.
exul Ped. Thicme, Beil. Entoin. Zeitschi'. 50, ji. 03. *
fabiana Eu. Bür.
fallax Eu. Fldr. Wien. Ent. iMon. 6, ]>. 177.
taseiata Erel). Bür. Ckital. Satyr. Br. ]Mus., j). 02.
fassli Ped. Weyin. Seitz, CTroß-Schmett. 5, p. 250. *
ferriigiiiosa Lyni. Bffr. Catal. Satyr. Br. Mus., p. 100. *
fetiia Eu. Bür. Ent. ülonth. iMag. 0, j). 250. *
tida Eu. Weyui. Seitz, GroB-Sclunett. 5, p. 100. *
flava Eteon. Wey)n. Seitz, Groß-Schiuett. 5, j). 211.
flavupunctata Ped. Sfgr. Iris 7, p. 73.
tlora E)nn. PhU. An. Univ. (liile, 1850, p. 1000.
fraetifasda Neoni. Bür. Trans. Ent. Soc. Eond. 1881, p. 155. *
fraiicisea Eu. Bür. Lep. Exot. 1 Tat. 18. *
fiilgura Eu. Bffr. I.iep. Exot. 1 Taf. 3. *
fiiinaria Ped. TMenie, Berl. Eid. Zeitsdir. 50, ]>. 00. *
funiata Eu. Bür. l’roc. Zool. Soc. Ijond. 1807, p. 100. *
furina Eu. Hew. Exot. Butt. 111. Euj)!. 1. *
fuscata Ped. Ffdr. Novara Lep. (3), p. 167.
fusceseens Neos. Bür. Trans. Ent. Soc. Ijond. 1881, |). 185.
fuseiplaga Cor. Bffr. Ann. Mag. Nat. Hist. (1) 12, p. 221.
gabbi Cerc. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 3, p. 102.
galactea Eym. Btyr. Iris 10, p. 117. *
galaetiuus Coen. Bad. Aun. Soc. Eid. Ed'. 1852, ]>. 300.
galaxias Ped. Thicme. Berl. Ent. Zeitsdir. 50, ji. 50.
galesus Eu. (lodt. Encycl. Meth. 0, p. 106.
garleppi Ped. Thicme. Berl. Erd. Zeitschr. 50. j). 85.
geiiima Eu. lihn. Zutr. Snilg. Eixot. Schmett. *
geiiimula Ein. BÜr. Proc. Zool. Soc. Eond. 1860, p. 105.
geuerosa Cor. Thicme, Berl. Ent. Zeitschr. 51, p. 210.
gera Eu. Herv. Ann. Mag. Nat. Hist. 2 (0). p. 130.
gerdrudtus Caer. F. Eintom. Syst. (2) 1, p. 72.
gerlinda Cat. Thicme. Berl. Ent. ZeitsiLr. 51. jr. 156. *
geriiiainii Tetr. F'fdr. Novara Eep. (2), p. 488.
geryun Ant. Efdr. Wien. Ent. IMon. 6, p. 120.
geryoiiides Ant. Weyi». Entoni. Zeitschr. Erankf. 23, j). 163.
gigas Cat. (fud»i. u. Saht. Proc. Zool. Soc. Eond. 1877, j). 62.
gigas Eu. Bür. Proc. Zool. Soc. Lmul. 1866, ]). 186.
gideou Pol. Thicme. Berl. Ent. Zeitschr. 51, j). 111. *
glauea Eu. Weym. Seitz, Groß-Sclundt. 5, j). 210. *
glaiidiia En. But. Ent. Month. iMag. 1, p. 202.
glaueulena Pier. Wrym. Journ. Linn. Soc. (Zool.) 12, p. 126. *
glaiUMtpe Cerc. Ffdr. Novai'a Eej). (2), p. li»3.
gudiiiaiii Tayg. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]>. 100. *
gortyna Eym. Weyin. Stütrels Reise, }>. 100. *
goi'tyiioides Lyin. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 218.
gradlis Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, ji. 212. *
graiiulata Ped. BÜr. Catal. Satyr. Br. Mus., jr. 173. *
griiiioii Eu. Godt. Encycl. Mdh. 0, ]>. 100.
grisddis Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 211. *
griseola Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 211. *
gulnare Eu. B/(r. Erd. Month. Jlag. 6, p. 250. *
giistavi Cerc. Styr. Iris 10, p. 353.
gyrtone Epin. Berg, Descr. Rep. Argeid. 5, p. 208. *
liaensdii Tayg. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]). 188. *
liarnioiiia Eu. Bür. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 178. *
liarpalyce Callit. Bür. l*roc. Zool. Soc. Eond. 1866, p. 12. *
haydeni Coen. Edw. Rep. llayd. Expl, Surv. Mont. 1872, p. 167.
luMhunaniii (lyll. I<'ltlr. V^cih. Zool. Bot. Ges. Wien. 1800, p. 171.
Iida Ant. Ffdr. Wien. Eltd. Mon. 0, p. 12 1.
Iiddi(3 (kr.t. 'I'hieme, Beil. Erd. Zeitschr. 51, p. 157. *
hdios Ein. Wei/m. Seitz, Groß-SchmdE 5, p. 218. *
helle Eu. Cr. Pap. Exot. III, Tal. 10 1. *
lidviiia Pier. I/eir. Exot. Putt. 2 *
lieniileiiea Ehr. Sfgr. Exot. 'ragl. 1, p- 221. *
lu'iisliawi Ehr. Ediv. 'Frans. Auum'. Entom. Soc. 5, p. 205.
lu'i'ades Piei'. B.vd. Ec|). Guatemal., j). 01.
lu'reyna 'Fis. Ill>n. Smlg. Exot. Schmdt. *
lu'i'iiu's Eu. F. Sy.st. Erd., j). 187.
hei'()|diih‘ Cal. IB>n. Zuti'. Smlg. Exot. Schiudt. *
lierse Eu. Cr. Pap. Exd. 1, 'Faf. 10. *
liesione Eu. *S'u/,r. Geschieht. Ins., p. III. *
liewitsnni Ped. Sfgr. Iris 10, |i. 120. *
heuilsuiiia Eas. /illr. Catal. Satyr'. Br. '.Mus., p. 182. *
lievvitsniiii Eu. BÜr. Proc. Zool. Soc. Eond. 1800, p. 101. *
[ liienialis Elu. Bür. Proc. Zool. Soc. Eond. 1800, p. 101.
hilara Ehr. Ffdr. Novara Eep. (2), )>. 185.
Iiilai'ia Ehr. Godm. Biol. Centi'. Amer. 2, p. 058.
Iiilariis Ox. Baf. Ent. 'Month. .Mag. 1. p. 178.
Iiupfferi Ped. Sin. Rhopal. Exot., p. 10. *
lioi'teiisia l’ier. F'ldr. Wien. Eint. '.Mon. 0. ji. 121.
hortuna Pier', llerv. 'Frans. Eint. Soc. Eond. (2) 2, p. 2 10. *
hiiebnei'i Eu. Btlr. Proc. Zool. Soc. Eond. 1800, |). 172. *
htiilaiia lym. Wey)ti. Stühels Reise, p. 100. *
Iitilda Eretr. BÜr. u. Bruce, Cistul. Entom. 1, p. 00.
Iitiinilis Neos. Fldr. Novara Eep. (3), p. 180.
liyeela Pier. Heiv. Exot. Butt. 2. *
hyagiiis lym. M'eym. Seitz. Groß-Schmett. 5. p. 217. *
hygina Elu. Bür. 'Frans. Einn. Soc. (Zoid. ) 12, ]>. 127. *
liyniettia Pier. Sfgr. Elxot. 'Fagf. 1. )>. 220. *
liypaesia Had. Heu\ 'Frans. Ent. vSoc. Eond. (2) 2, p. 217. *
liyrnelhia 'Fis. Frühst. Ent. Runds eh. 20. p. 21.
hysins Cal. (todl. Encycl. Meth. 9, p. 525.
idiiiia Cor. Hew. Ann. Mag. Nat. HLst. (2) 0. p. 127.
idiiiia Oeii. Edw. Butt. N. Amer. 2 (Chion. 1). *
illiiiiania Ped. Sfgr. Iris 10, ]). 120.
ilsa Cat. Thiemc, Berl. Eint. Zeitschr. 51. p. 155. *
itnbrialis E]>in. irccA.S', Proc. New Eliigl. Zool. Cluh 2. |i. 8E
iiieaiieseeiis Piei'. Godm. u. Safe. Ih'oc. Zool. Soc. Eond. 1877.
p. 61.
ineerta Elu. Bür. u. Bruce, Cistul. Eintom. 1, p. 08.
iiicoiispieiia Daed. Bür. Eint. iMoidh. Mag. 3. ii. 77.
j iiiiiueentia Elu. Ffdr. Novai'a Eep. (3). p. 181.
j iiiornata Coen. Edu\ Proc. Ae. Nat. Sei. Phil. 1801, i'. 103.
[ iiiornata Neoiu. Efw. 'Frans. Eint. Soc. Eond. 1003, ]>. 278. *
inornata Tayg. Ffdr. Novara Eep. 3, p. 160.
insignis Eu. BÜr. Proc. Zool. Soc. Eond. 1800. ]>. 501. *
insolata Elu. BÜr. u. Bruce, Ci.stal. Eintom. 1. p. 00.
interce|i1a Eas. Thicme, Berl. Eint. Zeitschr. 51. p. 120.
intei'cidona Pron. Thieme, Berl. Eint. 'Zeitschr. 51, p. POE
interi'uiita Elu. ]Vey)u. Seitz, Groß-Schniett. 5, p. 211.
ii’iiiiiia IMyg. Bld. Gen. Diurn. IjC]). 'Fli. 00. *
isolda Ox. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 51. p. 183. *
itonis Elu. Heio. Exot. Butt. III. Eupt. 1. *
ivalida Oen. Mead, Canad. Entom. 10, p. 100.
japlileta Peil. BÜr. Cistul. Eintom. 1, p. 22.
je|ihtlia Ped. Thieuie, Bei'l. Eint. Zeitschi'. 50. p. 81. *
jesia Eu. Bür. Eep. Elxot. 1, Taf. E *
jiiniia 'Fayg. BÜr. Ee]). Elxot. 1. *
jolianna Faun. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5. ]i. 225. *
jnniiis Ijym. TPes/ic. Gen. Diurn. Eep., ]>. 101.
jovita Eu. h'fdr. Novara Le|>. (2). p. 177.
jnani Eu. Sfgr. Exot. 'Tagf. 1, p. 220. *
jiiba Ped. Sfgr. Exot. Tagt. 1. p. 223. *
Julia Eu. ircyw. Seitz, Groß-Scluuett. 5, p. 215. *
junia Eu. Cr. Pap. Exot. IV. Taf. 202. *
jiiiKinia Eu. Bffr. Proc. Zool. Soc. Eond. 1806, p. 105. *
Jutta Oen. nb)i. Smlg. Eur. Schmett. *
katahdiu Oen. NeuE. Eintom. News 12. ]>. 206.
keueza 'Tayg. BÜr. Ijcp. Exot. 1. *
kerea 'Fayg. Bür. Eei». Elxot. 1, 'Faf. 1. *
kodiak Coen. Edu\ 'Frans. Am. Ent. vSoc. 2. p. 275.
labda Eym. Hc^r. .lourii. Entom. 1, p. 157. *
labe Eu. BÜr. Ent. IMonth. Mag. 6, p. 250. *
lactea Eym. Flcw. .lourn. Entomoh 1. )>. 107. *
lactefusa Cor. Thieuie, Berl. Ent. Zeitschr. 51. p. 223.
laiiiia Pier. Sutz. tleschichte Ins. Taf. 18. *
lauiiia Arg. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 40. i>. 160.
lanassa Eym. Fldr. Novara Lep. (3), p. 474.
280
Urbeschreibiings-Nachweis der amerikanischen Satyriden.
lan^iiida I<]u. BUr. Anii. ^lag. Nat. Tlist. (1) 8, p. 282.
lariia Tayg. FIdr. Ndvara Ijep. (3), ji. Kili.
latia Ku. Btlr. l’roc. YahA. Soc. LoikI. I8<j(), ]>. 1!)(). *
latit'ascia Tayg. Wct/nt. Iris 20, p. M.
latona Pier. Fldr. Novara Ijej). (3), j). 450.
!ea Pu. Pap. Pixot. II, Taf. 151. *
IcatMia I4ynx. Ifcw. Jourii. Eiitoiu. 1, p. 150. *
l(‘hbaoa Pyiu. Fldr. Ncjva.i'a. Ia'Ii. (3), p. 173.
lefohvrei El. (liier. N'oy. ('(xpiille 2, p. 281.
lena Pier. L. Sysl. Nat. (1) 2, ji. 781.
lf‘Oiiala Drui;. Bllr. ('istul. Eiitoiii. 4, p. 72.
leptonourudes Oosiu.. Fldr. Nuvara Ee)). (3), p. 105.
lesbia Eu. Sh/r. Kxut. Tagt. 1, |i. 220. *
lesbia Pier. Sh/r. Exot. Tagt. 1. p. 210.
letlu“ Eu. BUr. Proe. Zool. 8oe. Eond. 1800, p. 405.
I('thra Eu. Alim'lil. Vei'h. Zool. Bot. Ges. Wien. 32, p. 320.
huicuclieilos Ped. (lodiii. ii. Sadv. Ti'aus. lÜiiE 8oc. IjoiuI. 1881,
p. 120. *
l(uu‘(tgl(uu^ Fmin. Fldr. No\ara, Eep. (3), )). 488.
l(Micus|»ilos Dior. Sh/r. \"erli. Zool. Bot. Ges. Wien. 14, p. 108.
lonclra 'Payg. Bllr. t’istid. Eutoiu. 1, p. 10.
levaiia Eyiu. (lodiii. 'Praus. Pliit. Soc. Ijoud. 1005, [i. 188. *
libitiiia Plu. Btlr. Ctstul. Eutiuu. 1, p. 21.
libye Eu. /.. Sy.st. Nat. 1 (2), p. 772.
libyuidea Eu. Bllr. l^roc. Zool. Soc. Eoiid. 1800, j). 187.
liinunias Ejiiu. F/iil. Eiim. Plutoiu. 11, p. 208.
liiuuila Eu. Cliidni. ii. Sule. Trans. Eut. Soc. Eoud. 1880, i>. 128.*
üsa Ijyiii. Md-i/iii. Seit/., Grol.l-Scluuett. 5, p. 240. *
liturata Eu. Bdr. Proc. Zool. Soc. Eoud. 1807, p. 107. *
liibtdia Eu. Btlr. Eep. Exot. 1, 'Paf. 18. *
locuples 1
’rixu.
. Thieme. Berl.
Eid.
Zeitschr.
51,
p-
203.
loxo Cat.
Dogn. Ee Natui'aliste 1801, i
». 13
2.
Incia Fier
. IE
eym. Stett. Zg
. 188.5
• 1'-
285.
liKUimo F
r(»u.
Thieme, Berl.
Eut.
Zeit;
sehr.
51,
p-
205. *
In na Fier.
F.
Eut. Syst. (3)
E 1».
109.
hij»erea F
e<l.
Thieme, Berl.
Eut.
Zeitsidir.
50,
p.
107.
ln[»ita Eu.
Be
ak. Froi». Ac. Nat. S
■ci. I
»hil.
1800
^ p
. 331.
luttela Eu
. 11
'ecks, 4’raus. A
m.er. 1
iiit.
37,
p-
350.
lydia Eu.
Cr.
Pap». Exot. 2,
Taf.
148.
*
maclcannania
Haet. But. Ei
d. Mo
iidh.
Mag. 1,
p-
180.
maconni Oeu.
Edle. Caiiad.
Eutoii
».. 17
. P-
71.
macnlata
Tis.
Hpljr. Stett.
Zg. b
874.
1». 3
00.
nia(‘j»iiis Eu. Godt. Eiicy« I. Meth. 0, p. 100.
iiiagdaleiia Erel). Streck. Brookl. Eut. Soc. 3, p. 25.
inaiiiioiine Eu. Btlr. Eut. iNlouth. Mag. 0, p. 251. *
malia Eym. Godiii. 4'rans. Eid. Soc. Eoud. 1005, p. 18S.
inaiiasses Eu. Fldr. Norara IjO]). (3). p. 470.
inaiu'iiius Erel». f>hl. Geu. Diuru. Ijej»., j». 380. *
iiianis Ped. Fldr. Novara Eep. (3). ]». 400.
inaiiiieja Ped. Thleine. Berl. Eut. Zeitschr. 50, j». 70.
iiiara l^ed. Thieme, Berl. Eutoiu. Zeitsdir. 50. p. 81 *.
mare Eu. Bür. Eep». Exot. 1, Taf. 3. *
iiiargiiialis Cor. Bür. Auu. 'Mag. Nat. Hist. (4) 12, p. 224.
niargiiiata Tayg. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 235. *
inariaiina Eyui. Stgr. Iris 10, p. 140. *
luarica Eu. We/jm. Seitz, Groß-Scluaett. 5, ]>. 210. *
luarica Eyu».. Weyni. Seitz, Groß-Scluuett. 5, p». 250. *
iiiariona Eretr. IPceAs, Proc. Ni Engl. Zool. Clul», 3, ji. 10.
maritima Cerc. Edu\ Canad. Entom. 12, j». 23.
marmorata Eu. Bür. Proc. Zool. Soc. Eoud. 1800, j». 471. *
masa Eym. (lodiii. Trans. Ent. Soc. Eond. 1905, p. 188. *
meadi Cerc. Edw. Trans. Ani.er. Ent. Soc. 4, j». 70.
medeba (^or. Heiv. Ann. 'Mag. Nat. Hist. (2) 0, p». 430. *
melaleufa Ped. Wei/in. Stübels Reise, p. 41.
melania Cor. Stgr. Iris 7, px. 70.
melania Eu. Weyiu. Seitz, Groß-Schmett. 5, p». 212.
imdcluades Plu. Btlr. .Tourn. Einn. Soc. (Zool. ) 13, p>. 125. *
iiu'lia Eyia. Weyui. Seitz, Groß-Schiuett. 5, pi. 215. *
melobosis Eu. Capr. Ann. Soc. Ent. Beige, 17, p». 30. *
mena Cat. Gr.-S»i. Rhop. Exot. 2, p». 1. *
menander Callit. Drury, 111. Exot. Ent. III, Taf. 38. *
mermeria Tayg. Cr. Pap». Exot. 1. *
meta Eu. Weym. Seitz. Groß-Schmett. 5. p». 105. *
metagera Eu. Bür. Proc. Zool Soc. Eond. 1800, p». 401.
metaleuca Eu. Bsd. Eep». Guatemal., p». (»3.
miltiades Aut. F. Eutoiu. Syst. 3 (1), p:>. 00.
milvia Ped. Thieme. Berl. Eut. Zeitsohr. 50, p». 120. *
mima Eu. Bür. Proc. Zool. Soc. Eoml. 1800, p». 500. *
mimas Eu. Godm. Trans. Eid. vSoc. Eoud. 1905, p». 187. *
mirabilis Cat. Bür. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 12, p». 222.
mirabilis Sab. Stgr. Iris 10, S. 143. *
misGla Stereiuu. Thieme. Berl. Ent. Zeitschr. 50, px. 138. *
mitcdielli Eu. French, Canad. Entoiuol. 21, px. 25.
moderata Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, px. 214. *
muderata Itliou. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p». 239.
imidesta Eu. Bür. Proc. Zool. Soc. liond. 1800, p». 473.
iimdesta Sterom. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p». 241. *
molliiia Eu. Hbii. Zutr. Siiilg. Exot. Schmett. *
mollis Plu. Stgr. Exot. Tagt. 1, px. 224. *
nmiiachella Pseudost. Weym. Seitz. Groß-Schmett. 5, p». 241. *
iimiiachus Epiin. Blunch. Gay’s E'aun. chil. 7, p». 35.
monahaiii Eu. WeGcs, Proc. New. Engl. Zool. Clul» 2. p>. 103.
moiu'ca Eu. Schaun, l’roc. Uu. St. Mus. 24, px. 388.
momda Eu. Weym. Seitz, Groß-vSchmett. 5, p>. 200. *
moiiticolens Cosm. Btlr. Trans. Ent. Soc. IjOiuI. 1881, px. 484. *
muraiiia Cosm. Berg. Descr. Rep». Arg. 5, px. 201. *
miinda Eas. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 51, p>. 130.
miirena Aut. Stgr. Exot. Tagf. 1, px. 220. *
muscosa Ped. Thieme, Berl. Pint. Zeitschr. 50, p>. 83. *
musensa Eu. Btlr. Cistul. Entom. 1, px. 20.
mycalesuides Eu. Fldr. Novara Eepx. (3), p>. 473.
myncea Eu. Cr. Pap». Exot. 4, Taf. 293. *
mythra Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p>. 205 *.
iiaov'ia Ped. Thieme, Berl. Entom. Zeitschr. 50, px. 04. *
napaea Ped. Bat. Ent. Mouth. Mag. 1, px. 179.
narapa Eu. Sehau.s, Proc. Un. St. Mus. 21, px. 388.
nausiaca Evi. Mö.schl. Verh. Zool. Bot. Ges. Wien, 32, p». 320. *
iiebi'is Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 50, px. 98. *
iiebulosa Eu. Bür. Proc. Zool. Sxxc. Eond. 1800, p>. 479.
iiecys Eu. Godt. Encycl. Meth. 9, px. 511.
iioda Eas. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 51, px. 121. *
negra Haet. Fldr. Wien. Pint. Mou. 0, px. 170.
mdsoni Piu. Godm. ii. Salv. Biol. Ctentr. Amer. Rhop»., px. 91.
iiemyri(»ides El. Blaiich. Gay, Faun. Chil. 7. px. 33.
neppte Pron. Thieme, Berl. Pint. Zeitschr. 51, px. 202.
nephelo Cerc. Ky. Faun. Bor. Amer. 4, p». 297.
iiereis Pier. Drury, 111. Exot. Eut. 111, Taf. 35. *
iierita Eu. Ca/ir. Auu. Soc. Ent. Belg. 25, p». 102.
uevadensis Oeu. Fldr. Novara Eep». (3), px. 89.
niplioessa Ped. Thieme, Berl. Eut. Zeitschr. 50, p». 110. *
nivea Eym. Stgr. Exot. Tagf. px. 232. *
niveoiKxta Ped. Btlr. Auu. Mag. Nat. Hist. (4) 12, p». 221.
nobilis Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p». 214. *
iioriia Gen. Thnhg. Diss. Eut. Ins. Suec. 2, px. 36.
mxrtia Piu. Hcw. Exot. Butt. III. Eupxt. 1. *
nossis Eu. Hexe. Exot. Butt. III, Eupxt. 1. *
nubila C!al. Lathy, Trans. Ent. Soc. Ecxud. 1899, p». 223. *
numeria Eu. Fldr. Novara Eepx. (3), px. 478.
numilia Eu. Fldr. Novara Eepx. (3), px. 478.
nympha Tayg. Btlr. Catal. Satyr. Bi'. Mxis., p». 9. *
«xbseura Eu. Btlr. Proc. Zool. Soc. Eoud. 1860, px. 487.
nbscura Ped. Sm. u. Ky. Rhopxal. Exxxt. (Ped. 2). *
obsciira Pron. Btlr. Catal. Satju-. Br. Mus., px. 184. *
obsoleta Eym. IFastte., ZPxZ. «. /Cew». Geu. Diurn. Eep». Tf. 07. *
oceliifera Eretr. Fldr. Novara Eepx. (3), p». 471.
ocelloides Eu. Schaws, Proc. Un. St. Mus. 24, p». 387.
(xehracea Coen. Edw. Proc. Ac. Nat. Sei. l’hil. 1801, px. 103.
ochracea Eu. Btlr. Proc. Zool. Soc. Eond. 1807, px. 107. *
oehrea Piretr. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 50, px. 135. *
ochrotaeiiia Ped. Ftdr. Novara Eepx. (3), p». 407.
ociiHS Eu. Btlr. Proc. Zool. Soc. Eond. 1800, p». 467.
oereata Pier. Sulw u. Godm. Ann. Nat. Hist. (4) 2, p». 143.
oculata Eretr. Fldr. Novara Eepx. (3), px. 472.
(»cypete Eu. F'. Gen. Ins. Mant., p». 200.
oenntria Daed. Weym. Seitz, Groß-vSchmett. 5, p». 200. *
oetus Cerc. Bsd. Ann. Soc. Ent. Belg. 12, px. 03.
Olympus Ceri». Ediv. Bxrtt. N. Amer. Taf. 20, Fg. 9. *
opalinus Cheim. Stgr. Iris 10, px. 145. *
Ophelia Tayg. Btlr. Cistid. Eidom. 1, p». 18.
opima Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, px. 203. *
orbifera Eas. Bür. Catal. Satyr. Br. j\his., px. 182. *
orbilia Eas. Thieme. Berl. Ent. Zeitschr. 51, px. 118.
orchus Pron. Heie. Trans. Ent. Soc. Eond. (3) 1, px. 10.
oreus Pron. Latr. Humb. Bonpxl. Obs. Zool. 2, px. 72. *
ordinala Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p». 197. *
oreba Eu. Btlr. Cistul. Entom. 1, px. 19.
oniata Ant. Btlr. Ann. Nat. Hist. (4) 5, px. 302.
ornata Ped. Sm. u. Ky. Rhopxal. Exot., px. 10. *
orsedice Druc. Heiv. Ent. Month. Mag. 14, px. 227.
ortriida Thiem. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 51, px. 151. *
pacarus Eu. Godt. Encycl. M4th. 9, px. 495.
[»acta Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, px. 209. *
pactyes Fed. Hew. Exot. Butt. 5 (Pron. 8). *
paeon Eu. Godt. Encycl. MMh. 9, p. 490.
Urbeschi-eibuiigs-Nacliweis der amerikaiiisciicji Satyridcri.
2SI
paroiiidos Ped. Ucvo. Exot. Putt. .5 (Proii. ti). *
pasyris P]u. (UxH. Eiic.ycl. jVI4th. t), p. 491.
palaci<» Daed. hotjn. Le Natural. 1S9I, p. 12.').
]»ala(l<)S Itias. llew. E.xot. Putt. .5, Pron. (i. *
palacpolis Ped. Hew. Ent. ÖVlonth. Mag. 14, |). 227.
palantias Ped. Hew. Exot. Putt. ^ (Pron. 8). *
pales E])in. Phil. lann. Entom. 14, p. 2(58.
|)alla(lia Eu. ßflr. Pj'oc. ZooI. So(^ Eond. 18()(), p. 1.
pallantis Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) I, p. 5. *
palleitia Eu. .8'c/(«u.s, Proe. ITn. >St. Mus. 24, p. 389.
paliiniba Lytu. Thieme, Perl. Ent. Zeitselir. 19, p. Itil.
paminencs Ped. Hew. Exot. Putt. .5 (Pron. 8). *
paiu]))iiloi(lcs Coen. Peak. Proc. Ent. Soc. Phil. (i. p. 14(i.
pampliOS Ped. Thie^ne, Perl. Ent. Zeitschr. 50, p. 129.
paiiacea l^ym. Hew. Equat. Lej)., j». 35.
pandates Ped. Hetv. Exot. Putt. 5 (Pron. 8). *
paiinoiiia Cor. Hew. Ann. Mag. Nat. llist. (2) (i, p. 438. *
panoflea Ped. Hew. Exot. Putt. 5 (Pron. 8). *
|»aiitliides l’ed. Hew. Exot. Butt. 5 (Pron. 9) *.
paiiyasis Ped. Hew. Trans. Ent. Soe. Lond. (3) I, p. 7. *
parallela Pron. Thioiie, Perl. Ent. Zeitsehr. 51, p. 203.
parepa Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, ]>. 2. *
parina Ped. Thieme, Perl. Ent. Zeitschi'. 50, ]>. 115.
parrlioebia Ped. Hew. Putt. Exot. 5 (I’ron. 7). *
pai'lhcnie Eu. Weyin. Seitz, Grol.i-Schinett. 5, )). 210. *
pai'thyene Las. Hew. Exot. Putt. 5, (Pron. 0,) ji. 120. *
pasiclps Ped. Hew. Exot. Putt. 5 (Pron. 7). *
patagonica Ereb. Mah. Pull. Soc. Philoin. (7) 9, p. 55.
patlzatlies Ped. Hew. Exot. Putt. 5 (Pron. 8). *
pati'obas Gyr. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. 10. *
paulus Cerc. Edw. Canad. Entom. 11, p. 50.
peculiaris Eu. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1871, p. 124.
pedacia Ped. Heu\ Exot. Putt. 4 (Pron. 4). *
pegala Cerc. F. Syst. Ent., j). 491.
pelinaca Ped. Hciv. Entom. Month. .Mag. 14, p. 227.
pclinna Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, |i. 157.
pellonia Eu. Godm. Piol. Centr. Amer. 2, p. 055. *
pellucida Callit. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1800, !>. 41. *
peloria Eu. Fldr. Novara Le]). (3), j). 479.
penelca Tayg. Cr. Pap. Exot. 2, Tat. 101. *
peiieliiia Tayg. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 230.
penelope Eu. F. Syst. Entom., p. 493.
pcnicillata Eu. Godm. Trans. Ent. Soc. Lond. 1905, j). ISO. ^
pephredn Eu. Godm. Piol. Ceidr. Amer. 2, p. 057.
perfuseata Eu. Btlr. Catal. Satyr. Er. iVlus., p. 18.
|K‘rib(»ea Eu. F. Ent. Syst. III (1), p. 234.
periphas Eu. Godl. Encycl. Meth. 9, p. 495.
perita Ped. Hew. Exot. Butt. 4 (Pron. 4). *
perperna Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. 10.
persepolis Las. Hew. Exot. Putt. 5. (Pron. 0.) *
penida Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. 3. *
peruviana Cor. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 12, p. 224.
pervius Ox. Thieme, Perl. Ent. Zeitschr. 51, p. 185.
petronius Ped. Sot. Rhopal. Exot. 3, p. 19. *
peucestas Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, ]>• 4. ''
pliaea Ped. Heiv. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1. j). 3. *
phaedra Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 158.
phaeina Ped. Sigr. Iris 10, p. 124.
phalaesia Las. Hew. Exot. Putt. 4, (Pron. 3.) *
phanaraea Ped. Hew. Exot. Pidt. 4 (Pron. 3). *
phanias Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. 0. *
pharella Eu. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1806, p. 478. *
pliares Eu. Godl. Encycl. Mdth. 9, j). 491.
liharnaces Eu. Weym, Seitz, Groß-vSchmett. 5, p. 208. *
pharnaspes Ped. Hew. Exot. Putt. 5 (Pron. 8). *
lihaselis Cat. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, j). 14. *
phasione Ant. Btlr. Cistul. Entomol. 1, p. 22.
phazania Ped. Bm. Rhopal. Exot., p. 10. *
pheretiades Ped. Sm. u. Ky. Rhopal. Exot. (Peil. 2). *
phila Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. 4. *
philaenis Ped. Thieme, Perl. Ent. Zeitschr. 50, ]>. 127.
philaretes Ant. Fldr. Wien. Ent. Mon. 0, |>. 424.
philippa Eu. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1800, p. 485.
Iihilis Callit. Cr. Pap. Exot. 4, Tat. 387. *
phiioctetes Ant. L. Mus. LIr., p. 219.
phihidice Eu. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. IjoiuI. 1878,
p. 264.
philopoeinen Ant. Fldr. Wien. Ent. Mon. 0, p. 425.
philotera Ped. Hew. Exot. Putt. 4 (Pron. 3). *
phiiieus Eu. Bilr. l’roc. Zool. Soc. Lond. 1806, j). 178. *
phintia Ped. Hew. Equat. I^e])., p. 91.
phocion Eu. F. Siiec. Ins. 11, ]>. 138.
phuenieusa Ped. Hew. Exot. Putt. 4 (Pron. 3). *
phoenissa Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. 7. ^
V
pliolue Cat. Stgr. Lxoi. Tagt. I, p. 231. *
pliuruiiea 'rhiem. Hbt. ii. Hew. Gen. Diiirn. Lcp. 'I'af. 00. *
phraNa Ped. Sm. k. Ky. Rhopal. I'lxol. (I’cdal. 2). *
plirasicia Red. Hew. Lxot. Pult. 5 (Rron. 8). *
phrasiclea Red. Sm. Rhopal. Exot., p. 17. *
phrasiiia Red. Sm. Rhopal. Lxot., j). 18. *
phrasis Red. Stii. Rhopal. Exot., |). 18. *
phronius Eu. Godl. Lncycl. iVldth. 9, p. 190.
phtliiotis Red. Heie. Exot. Putt. 5 (Rron. 8). *
pliyllalia Eretr. Hew. Exot. Putt. 1. Ri'on. 1. *
physcoa Red. Hew. 'Prans. Lnt. Soc. Lond. (3) 1, p. 5. *
|)icea hin. Btlr. Rroc. Zool. Soe. Lond. 1800, p. 181. *
piera Ilaet. />. 'Alus. Ihr., p. 220.
picM'ia Lu. Btlr. Rroc. Zool. Soc. Lond. 1X00, p. 10;i. *
pigiKM'ator Am|»h. Btlr. Ann. Nat. llist. 3. 20, p. 109.
pilata Eu. Btlr. Rroc. Zool. Soc. Lond. 1800, p. 1X3. *
piletha Red. Hew. Trans. Eid. Soc. Lond. (3) 1. p. 7. *
liiinpla Eu. Fldr. Wien. Eid. iVlon. 0, p. 177.
pireta t'allit. Cr. Rap. Exot. 1, Tat. 315. *
pisciiia Las. Thieme, Perl. Eid. Zeitschr. 51, p. 117.
pisonia Red. Hew. Trans. Ent. Soc. fjond. (3) 1, p. 0. *
plana C'osm. Wey)n. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 231. *
ptautius Red. Sm. Rhopal. Exot., )>. 19. *
phias Clor. Thieme, Perl. Ent. Zeitschr. 51, p. 212.
plotina Red. Hcuk Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. 1. *
pliiiiibeola tlosm. Btlr. (latal. Satyr. Pr. Mus., p. 95. *
! poeania Myg. Hew. Trans. Ent. »Soc. Lond 1870, p 158.
poesia Red. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, |). 0. *
; puetica Red. Sfgr. Iris 7, p. 73.
puliozoiia Epiii. Fldr. Novara Lej). (3), p. 493.
polita (lallit. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 18()9. p. 31.
pultys Eu. Prittw. Stett. Zg. 18(55. p. 311.
polypheinus Eu. Btlr. Rroc. Zool. Soc. Lond. 1800, p. 188.
|)ulyxo iSteremn. Godm. u. Saiv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1880,
p. 129. *
ponipilia Eu. Fldr. Novara Lep. (3). |i. 481.
ponipunia Red. Hew. Equat. Lep., p. 33.
purcia Ped. Hew. Eipiat. Leji., p. 34.
poriina Red. S)ii. ii. Ky. Rhopal. exot. (Pedal. 2). *
i pui’ina Red. Heu\ Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, ]). 1. *
! poi'phyria Eretr. Bddr. Novara Lep. (3). ]». 470.
porilaiidia Enod. F. Spec. Insect. (2), ]». 82.
praxia Red. Hew. Plquat. Lep., p. 90.
praxithea Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 157.
priiiiera Ped. IReeA-s', Proc. New Engl. Zool. Club 2.
Iiroba Eu. Weym. Seitz Groß-Schmett. 5, p. 203. *
probata Eu. Weyoi. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 203. *
procellaria Clor. Thieme, Perl. Ent. Zeitschr. 51. p. 227. *
proohyta iMyg. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1. p. 13. *
prnciiie.ja Ped. Thieme, Perl. Ent. Zeitschr. 50, |i. 57. *
prnerna Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lonc . (3) 1. p. 9. *
pronax Ox. Heiv. Exot. Putt. 2 Rron. 2. *
pniiiophila Eu. Bilr. Proc. Zool. Soc. IjOiuI. 1807, p. 107.
proiiO|i)iila Rseudost. Fldr. Novara Lep. (3). )). 475.
pi'opylea Prob. Hew. Exot. Butt. 2 Rron. 1. *
prnsa Ped. Sigr. Iris. 7, p. 73.
prosynina Las. Heu\ Exot. Butt. 2. p. 79. *
protogviiia Ox. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. 13. *
protoime Claer. Fridisi. Ent. Rundsch. 29 p. 31.
prytanis Ped. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, |). 7. *
pterocopha Ant. Sale. ii. Godm. Ann. Nat. llist. (4) 2. |i. 143.
jnierta Ox. irc.sRe. Gen. Diurn. Lep.. ji. 358. *
pugil Dior, 'riiicmc. Perl. Ent. Zeitschr. 51,']'. 174. *
piilchella Cal. Latin/, Trans. Ent. Soc. Lond. 1899, p. 225. *
piilla ('(oen. H. Edw. Papilio 1, p. 51.
|)iiina Ped. Thieine. Perl. Ent. Zeitschr. 50, p. 58. *
piinctaia Eu. IVeym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 205. *
piira Las. Thieme, Perl. Ent. Zeitschr. 51, p. 130.
piiritana Tayg. IPccAs, Proc. New Engl. Zool. Chd) 3. p. 2.
piisilla Neos. Fldr. Novara, Lep. (3), p. 487.
pylas Ped. Heir. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1. p. 4. *
pyraeiimn Eu. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1800. p. 499.
pyi'opiiia Ciallit. Salv. u. Godm. Ann. Nat. Hist. (4) 2, p. 111.
pytheus Eu. Möschl. Verb. Zool. bot. Ges. Aden 32 p. 319. *
(juantius Eu. Godl. Encycl. Meth. 9, p. 487.
qiiios Cosm. Berg, Descr. Rei>. Argent. 5. p. 205. Tab. 8. *
(jiiincedis Ped. Thieme, Perl. Ent. Zeitschr. 50, ]). 110. *
rahab Ped. Thieme, Perl. Ent. Zeitschr. 50. p. 82. *
raiia Lym. irc^wi. Seitz, Clroß-Schmett. 5, p. 247. *
rajdia Ped. BUr. Cistul. Entom. 1, p. 24.
rectifaseia Tayg. Weyai. Iris 20, p. 12. *
i'oedii Neos. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. p. 1881, 403.
36
282
Urbeschreibiiiigs-Nacli’weis der amerikanischen Satyriden.
iTyia Las. Sigr. Iris 10, p. 13<3. *
reissi Fecl. Wey in. Stübels Reise, p. 110. *
remissa Eu. Weym. Seitz, Groß-Sehiiiett. 5, p. 204. *
renata Eu. Cr. Pap. Exot. 4, Taf. 326.
rotloiilata Neom. Wcyin. Iris 20, p. 5.
reyiioldsi Am])li. Sharpe. Proc. Zool. Soe. Lond. 1890, j). 567. *
rliea Pier. F. .Syst. Emoiu., p. 467.
rhoiuboidea Daed. .Seitz, Groß-.Scluuett. 5, p. 5t)6. *
ridiiiffSii Neouür. PJdir. Pioc. Eut. .Soc. Phil. 4, p. 201.
rofiersi Cat. Codm. u. Salv. Proc. Zool. .Soc. Lond. 1878, p. 267.
rotfersi Eu. Codm. u. Salv. Proc. Zool. .Soc. Ijond. 1878, p. 265.
russii Ereh. Ciirf. Ross, .Second. Voy. NWPass., Ai)p., j). 67.
nibeta Cor. Thieme. Herl. Ent. Zeitschr. 51. !>. 223.
nibricarea Eretr. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 50, p. 134. *
nibricata Eu. Edic. Trans. Ainer. Ent. .Soc. 3. p. 212.
riifucincta Eu. Weym. .Seitz, Groß-.Schmett. 5, ]). 196. *
riirumars'iiiata d’ayg. Styr. Exot. Tagt. p. 235. *
riigilus Stereiun. Thieme, Rerl. Ent. Zeitschi'. 50, p. 137.
nislica Eu. Htlr. Catal. Satyr. Br. Mus., )i. 32. *
sabina Eu. Fldr. Xovara Lep. (3), ji. 483.
sajaina Cosm. ]]'eym. Seitz, Groß-Schinett. 5, p. 233. *
salviiii Eu. Bfir. Proc. Zool. So<t. Lond. LS6(), p. 498. *
salvini Tayg. Styr. Exot. Tagt. 1, p. 236.
sainiiis Lym. Dbl. Gen. Diurn. Lep. PI. 67. *
sareba Cor. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. 2 {<>), p. 439. *
satiira Lym. \]"eym. Seitz, Groß-Schmett. 5, ji. 24th *
satiirmis Eu. BtJr. [’ro(\ Zool. .Soc. Lond. 1866, |i. 479. *
satyrina Eu. Baf. Ent. Month. Mag. 1, p. 179.
saiiiidersii Eu. Bflr. Proc. Zool. .Soc. Lond. 1866, p. 500. *
schroineri Cat. Foeit. Hev. Mus. PauUsta 5. p. 634. *
scn[iaria Ant. Bür. Cistul. Entoni. 1. p. 22.
scnpulata Eu. Codm. 'Prans. Ent. Soc. Lond. 1905, ii. 186. *
segesta Eu. Weym. Seitz, Groß-iSchmett. 5, ]i. 214. *
siMiiibruniiea Tayg. Weym. .Seitz, Gioß-.Schinett. 5, ]>. 186. *
S(“inidea Oen. Say. Auiei'. Entom. 3. Taf. 50. *
seniipartita Ifas. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 266. *
semiplena (’oi'. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 51, ]i. 214. *
sorlceella Eu. Bcd. Ent. Month. Mag. 1. p. 202.
siM'ra Ped. Thieme. Berl. Ent. Zeitschr. 50, p. 111.
siM’vilia Xeoni. Wcdlyr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 36.
scrviiis Tayg. Weym. Seitz. Groß-.Schmett. 5, ]>. 187. *
silpa Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 50, p. 80. *
siinilis Eu. Bür. l’roc. Zool. Soc. Lond. 1866, ]>. 463.
siniinias Ped. Thieme. Berl. Ent. Zeitschr. 50, ]i. 90. *
sinipla Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 50, p. 62. *
Simplex Xeos. Bür. Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 458. *
Simplex Ox. Bür. Catal. Satyr. Br. Mus., j). 180. *
simplieia Anpih. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 192. *
Sofia Ereh. Streek. Brookl. Ent. Soc. 3, j). 35.
sombra Las. Ttiiemc, Berl. Ent. Zeitschr. 51, ]>. 128.
sorata Gres. Salv. n. (,'odm. Ann. .Mag. X’^at. llist. (4) 2, p. 144.
sororeula Lym. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 49, p. 161.
sosis Tayg. Hpifr. Stett. Zg. 1874, p. 359.
soter Eu. Bür. .Toui'n. Linn. Soc. (Zool.) 13, p. 124. *
spai'taeiis Eu. Barm. Descr. Re|>. Argent. 5, ]i. 214. *
spiiia Ped. irc//»(. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 259. *
spoliatus Cheim. Styr. Iris 10, p. 145.
squamistriga Pind. Ftdr. Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1869,
]). 475.
slatia Cosm. Weym. Seitz. Groß-Schmett. 5. p. 23 t. *
stelligera Eu. Bür. Trans. Ent. Soc. I^ond. 1874, j). 121.
stelligera Eaun. Bttr. 'Pi'ans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 457. *
stheiiele (lerc. Bsd. Ann. Soc. Ent. Er. (2) 10, ]i. 308.
stigma Tayg. Weym. Iris 20. j). 14.
stilla Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 50, )). 111.
straminea Eu. BÜr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1867, p. 106. *
strigillata Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]i. 198. *
siibhyalina Oen. Curt. Ross, Second Voy. N. W. Ihiss. A|>p.,
p.‘6S.
submaeulatus Ox. Bttr. u. Druee, Proc. Zool. Soc. Lond.
1874, 1». 338.
siibobseura Eu. Weym. Seitz. Groß-Schmett. 5, ji. 194. *
siibpunctata Eretr. Sm. n. Ky. Rho])al. Exot., p. 12. *
siilirufeseeiis Eretr. Sm. a. Ky. Rhopal. Exot., p. 12. *
suffumata Ped. Styr. Iris 10, |). 130.
superba Sterom. Bttr. ('atal. Satyr. Br. (Mus., j). 172.
sylvestris Cerc. Edw. Proc. Ac. Nat. Sei. t^hil. 1861, ji. 162.
Sylvia Tayg. Bat. Ent. Month. .Mag. 3, j). 153.
sylvina Eu. Fldr. Xovara Leq). (3), ]>. 478.
symmaclms Ped. Codm. u. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond.
1880. p. 130. *
taui'opolis Dior. Dbl. n. Ilciv. Gen. Diurn. Lej). Th. 66. *
taygete Oen. Hbn. Sudg. Exot. Schmett. 3. *
taygetina Ant. Bür. Catal. Satyr. Br. IMus., p. 107. *
telesphora Eu. Bür. Journ. Linn. Soc. (Zool.) 13, p. 127. *
tena Ped. He\o. Exot. Butt. 5 (Pron. 7). *
tenebrosa Cal. Lafhy, Trans. Ent. Soc. Lond. 1899, p. 225. *
teiiebrosus Tayg. Blanch. Voyage d’Orh., p. 222. *
teiiedia Xieom. Weym. Iris 20, p. 7.
tenera Eu. Weym. Seitz, Groß-vSchmett. 5, p. 218. *
terrestris Eu. Bür. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, jj. 462. *
tersa Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 214. *
texana Cerc. Edw. Canad. Entom. 12, p. 23.
tlialessa Eu. Möschl. Verh. Zool. hot. Ges. Wien, 26. p. 124. *
tliammi Myg. Styr. Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 25, j). 107.
thamyra Tayg. Cr. Pap. Exot. 3. *
thelebc Pron. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lej). Th. 60. *
tlielebina Pron. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 51, p. 198.
Itielete Eu. Sneü. Tijdschr. Entom. 30, p. 18. *
tliemis Eu. Bttr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1867, p. 104. *
theodori Ant. Frühst. Stett. Zg. 1907, ji. 125. *
therkelsoni Eu. Weeks, Proc. N^ew Engld. Zool. Cluh, 2. ji. 104.
thiemei Ped. Styr. Iris 10 , p. 126.
tliobiei Eu. Capr. Ann. Ent. Soc. Belg. 25. p. 102.
tiessa Eu. Hew. Equat. Lep., p. 37.
timaiithes Pron. Salv. Ann. Mag. Xat. Hist. (4) 7, p. 412.
tisiphone Eteon. Bsd. Spec. Gen. .1., p. 411.
tolima Lym. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5. p. 245. *
toliimnia Eu. Cr. Pap. Exot. If, Taf. 130. *
tomasia Ant. BÜr. Ann. iMag. Xat. Hist. (4) 15, p. 222.
tomentnsa Ped. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 255.
torva Eu. Weym. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]». 215. *
translueida Lym. Weym. Seitz, Groß- »Schmett. 5, p. 247.
transversa Eu. Weym. »Seitz. Groß-Schmett. 5, p. 197. *
triaria Ped. Codm. a. Salv. Proc. Zool. »Soc. Loml. 1878,
1>. 266.
tricolnr Ehi. Heu'. Ann. Mag. Nat. Hist. (2) 6, p. 440.
Irienrdatus Pan. Hew. Boliv. Butt., j). 10.
tri|»imctata Cor. Weym. Stül). Reise, ]>. 111. *
tripunctata Tayg. Weym. Iris 20, p. 11.
Iriqiietra Ped. Thieme. Berl. Ent. Zeitschr. 50, p. 130.
tristis Epin. Cuer. Voy. Cotpiille, Tf. 15. *
tritoiiia Gyr. Edw. Trans. Amer. Ent. »Soc. 5. p. 18.
tucca Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 50, j». 107. *
typhla Ores. Westw. Dhl.-Hew. Gen. Diurn. l.iep., Tat'. 62. *
typblops iMan. Styr. Iris 10, ]>. 142.
typhlopsella iMan. Styr. Iris 10. p. 143.
tyrrheus Ped. Codm. n. Salv. Trans. Ent. »Soc. Lond. 1880,
■ p. 130.
iibleri Oen. Bcak. Proc. Ent. »Soc'. Phil. 6, p. 143.
iilema Cor. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. (2) 6. p. 438. *
iimbraciiia Pseudost. Bür. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 12
].. 221.
iimbrina Eretr. Weym. »Seitz, Groß-»Schmett. 5. ji. 263. *
nmbrosa Eu. Btlr. Lej). Exot. 1, Taf. 18. *
iincinata Tayg. Weym. Iris 20, j). 14.
iiiidina Eu. Bttr. Ent. Month. Mag. 6. p. 252.
iindiilata Eu. Bür. Proc. Zool. »Soc. Lond. 1866. p. 475. *
iiiiiformis Peil. Weym. »Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 256. *
iiiiiplaga Ped. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 50, )>. 111.
iiimeellata Haet. Weym. Seitz, Groß-»Schmett. 5, p. 175. *
Urania Eu. Btlr. Proc. Zool. »Soc. Eond., ji. 484. *
nrbana Eu. Btlr. .lourn. Linn. »Soc. Lond. (Zool.) 13. |i. 124 *
usitata Eu. Bür. Proc. Zool. »Soc. Lond. 1866, p. 463. *
nzza Tayg. Bür. l^ep. Exot. 1. *
Valentina Tayg. Cr. Pap. Exot. 3, Taf. 242. *
vanessoides El. Blanch. Gay. Eaun. Chil. 7, )i. 28. *
variabilis Lu. Bttr. Proc. Zool. Soc. l,ond. 1869, p. 169. *
variabilis Pron. Bttr. Ann. Nat. Hist. (4) 12, p. 223.
varnna Oen. Edw. Canad. Entomol. 14.
velntina Tayg, Styr. Exot. Tagf. 1, p. 236. *
venerata Druc. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 12, ji. 223.
venosa Lym. Bür. Catal Satyr. Br. IMus. p. 171. *
venusia Lym. Hpffr. »Stett. Zg. 1874, p. 361.
vesagus Neos. Dbl. Gen. Diurn. Lep. 5, 64. *
vesjier Eu. Bttr. Proc. Zool. »Soc. Lond. 1867, ji. 168. *
vesta Eu. Btlr. Proc. Zool. »Soc. Lond. 1866, ]>. 479. *
vestigata Eu. Bttr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1867, j). 105. *
viiUeri Ereh. Ediv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1898, p. 195.
villarresi Lym. Doyn. l^e Natural. (2) 1, j). 173. *
vinlacea Druc. Weym. »Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 270. *
virgilia Tayg. Cr. Pap. Exot. 1. *
viridicans Eu. Weym. Seitz, Groß- »Schmett. 5, p. 199. *
vrazi Tayg. Kheil, Iris 9, p. 151.
vulpecnla Eteon, Weym. Stett. Zg. 55, p. 323.
Url)eschreil)iings-N<acluveis der amerikatiiscdioi) Saiyriden.
28 :{
vvallenffrenü Neom. BUr. Trans. Ent. Soc. Ijond. ISSl, p. t.5(). *
westwoodi En. Btlr. Eroc. Zool. Soc. Ijond. I8(i(), p. ISI.
weynieri Tayg. Draudt, Faun. Exot. 1, p. 01.
vvheeleri Cerc. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. t, ]i. 31.'}.
whitclyi Fol. Druce, Froc. Zool. Soc. Lond. 1870, ]>. 215. *
willianisiaiius Oosin. Btlr. Catal. Satyr. Er. .M’u.s., p. 15!». *
Xanthippe Tayg. Bür. Oatal. Fahr., p. II.
xenana Tayg. Bür. Lej). Exot. 1. *
xicaque Farani. lleak. Froc. Ac. Nat. Scü. Fhil. 1800, ]>. 330.
youngi Ereh. Holt. Entom. News, 11, ji. 388.
yiikonensis Coen. Hoü. Entom. News, 11, p. 880.
yplilhiina Eu. h'ldr. Novai'a, Eep. (3), p. 181.
yplhiina 'l’ayg. IHtn. Sin lg. l*Nol. Schinctl. *
zangis Cal. F. .Syst. lOnt. p. 180.
zapatnza Las. Wefsim. (len. Diniai. Lep., p. 358.
Zarathustra Las. 'I'hirtnc, lierl. I'hd . Zeilschr. .51, p. 121. *
zeba h]u. Bür. Lep. Exot. 1. *
zeredalha Eu. Bür. Ijej). Exot. 1. 'Paf. 1. *
zibia .Sterom. Bür. Clistul. lOntom. 1, p. 23.
zigoinala Zah. Hew. Eipiat. Lep., ii. !t2.
ziinri Tayg. Bür. Lep. l'lxot. I. *
zi|>|><ina Tayg. Bür. Lej). l'lxot. 1. *
ziza Eu. Bür. Le|). Exot. 1. Tat. 4. *
l^RA8S0LTr>yE. Von H. FmnrsTORK'EK.
285
5. Familie: Brassolidae.
Die zu dieser Unteral)teilung der Nym])haliden (ini weitesten Sinne) gehörigen tJcJiera bewolnnui aus¬
schließlich das neotropisclie Faunengebiet. Vertreter der Familie fehlen, vollständig in der äthio])isehen Hegion,
dagegen stehen sie in überraschend engem verwandtschaftlichem Verhältnis zn den indo-australischen Ama-
thusiiden, die man früher jjMoqDhiden der alten Welt“ genannt hat, welche indessen richtiger als ,, Ifrassoliden
der alten Welt“ aufgefaßt würden. In der Tat besitzen Amathusiiden. und Brassoliflen so viel Cfemeinsames,
daß es wohl nur eine Frage der Zeit sein wird, sie vereinigt zu sehen, und ihre Extreme nähern sich wie ihre
indischen Verwandten einerseits den Satyriden (O-poptera), andere dagegen vermitteln den Uebergang zu den
Nymphaliden (Narope). — In der Anatomie der Klammerorgane schließen sie sich viel ejiger an die Satyriden
als an die neotropischen Morphiden an, mit denen sie früher vereinigt waren. An die Satyriflen erinnert be¬
sonders die schlanke, gezähnte Valve und der spitze Uncns (Opsfp/nmes) mit seinen zierlichen lateralen Spangen,
während der Unciis einer Gattung (Dynastor) schon eher an die Moi‘])hiden gemahnt. Aber was immer wir auch
zum Vergleich heranziehen, die Merkmale sind fluktuierend; so auch die stark entwickelte Praecostale,
auf welche Dr. Schatz seinerzeit so großen Wert legte, deren Anfänge wir ja bei den Moiphiden wieder
antreffen und die andererseits bei der Brassolidengattung Caligo zu verschwinden beginnt, immerhin lassen
sich die Brassoliden von den Morphiden bestimmt absondern durch die stets geschlossene Zelle der Hflgl, wo¬
durch sie sich zugleich auch von den Amathusiiden unterscheiden, bei denen Zellschluß nur ausnahmsw^eise
oder nur rudimentär vorhanden ist.
Die Beziehungen der Brassoliden zu den Nachbarfamilien sind verschiedener Art. Von den Nyrnpha-
liden in engerem Sinne, auf welche ihre Fühler und das Vflglgeäder hin w^eisen, trennen sie die Augenzeichnung
der Flgl-Unterseite ; die Palpen, und vor allem die ganz anders geartete Raupe, die sie mehr in Beziehung zu den
Satyriden bringen. Von den Morpho, mit denen sie früher zusammengebracht wurden, separiert sie vor allem
die langgestreekte, pelzlose, an Monocotyledonen lebende Rp, die mit den kurzen, wolligen, an Dicotyledonen
fressenden Morpho-Kpn keine Aehnlichkeit hat. Von den ihnen durch die Raupen form genäherten Satyriden. trennt
die Brassoliden. vor allem die Riesenform (Caligo), die Dickleibigkeit (5mssofe) und die Struktur des Rbuter'-
schen Palpenflecks; auch sind die Vflgladern an der Wurzel nicht aufgeblasen.
Allen Brassoliden gemeinsam sind prächtig ausgebildete Augenflecke auf der fein gestrichelten Unter¬
seite, die am prägnantesten bei den Caligo entwickelt sind. Nur bei der Gattung Na.rope ist dieses (Uiarakteri-
stikum undeutlich, die Augen fehlen ganz oder sind zn Punkten reduziert.
Mit Ausnahme einer Gattung (Narope) umfassen die Brassoliden fast nur Arten, die entweder ül)er das
Mittelmaß emporragen oder ül)erhaupt die Riesen unter den Tagfaltern Süd- Amerikas darstellen.
Die Färbung ist in der Regel trül)e, eintönig und verschwommen, nicht selten mit Idau und l)laugrün
irisierendem Glanz, nur wenige Arten haben eine lebhaft und grell genuisterte, aber keine eine reichere Zeich¬
nung. Dennoch zählen einige Arten der Gattung Caligo zu den. gesuchtesten Schaustücken der Sammlungen,
und der Anblick eines wundervoll blau abgetönten. Caligo beltrao oder des amethystfarbenen Caligo atreiis mit
ihren gelben Schmnckbinden zählen zn den schönsten Erinnerungen eines Tropenreisenden. Sie bilden ein Cßia-
rakteristikum der Landschaft, wenn, die sonnenlüsternen Morpho längst ihren. Flug eingestellt haben und sie
als Vorboten der Nacht ihre Verstecke verlassen, um am Rande. des immergrünen Waldes gleich isolierten Schild¬
wachen. Posto zu fassen. Noch mehr als die Amathusiiden bevorzugen die Brassoliden das Dämmerlicht des feucht¬
heißen. Urwaldes ; nur einige Opsiphanes lieben es, gelegentlich und selbst in den Mittagsstunden im trockenen
Uirterholz (Capoeira) nach den. sogenannten ,, Waldschänken“ zu suchen, wo sie sich am ausfließenden Saft
der Sträucher gütlich tun.
Eine Gattung (Dasyophthahna) läßt sich am besten mit indischen Elymnias oder Zeuxidia vergleichen,
indem ihre Angehörigen in den vorgerückten Tagesstiinden znm Vorschein kommen, einigemal unstet auf-
und abfliegen, ihre blau- oder grünlichschillernde Oberseite dem Beschauer einen Moment zukehren, dann
aher wieder träge und geheimnisvoll im Waldesdunkel verschwinden. iMit den Zeuxidia haben, sie auch eine
Vorliebe für ülierreife Bananen gemeinsam, mit denen sie in Anzahl angelockt werden können. Sie sitzen dann
einer lebendigen. Tz’aul)e gleich in. Gesellschaft von Caligo beltrao, oder Eryphanis reevesi um die aufgehängten
Früchte, und zwar meist an der Unterseite derselben mit geschlossenen Flgln, die üzellen dem Beschauer zuge¬
wendet. Nähert man sich ihnen, beginnen sie unruhig mit den Flgln zu schlagen, um dann zu entschwinden. Auch
d\Q Caligo sind trotz ihrer Größe in ilmen Tages verstecken schwer z\i erkennen, wenn sie, zufällig aufgescheiicht.
sich ganz nahe dem Erdboden, entweder auf cbesen sell)st oder an Baumstämme sich verbergend nieder¬
setzen, weil die eigentümlich gesprenkelte und netzartig gestrichelte Rückseite, die sich leicht dem Bilde des
Stammes einfügt und anpaßt, ihnen trotz ihrer großen ,,Eulenangen“ einen vollkommenen Schutz geAvährt.
Wie alle echten Waldbewohner gehen die Brassoliden kaum über die eigentliche dichteste Vegetationszone
hinaus. Die Caligo und ihre nächsten Verwandten überschreiten nirgends Seehöhen über 10()(t m. ln ihrer geogra¬
phischen Ausdehnung schließen sie sich vollkommen den Morphiden an, üidem sie nordwärts nicht über Mexiko,
im Süden nicht über Rio Grande do Sul und Paraguay hinaus Vorkommen. Das Hauptzentrum ihrer ^ erbrei-
BEAS80LIS. Von H. Frithstorfer.
28 ß
tung sind die ästlichen Abliänge der Anden, insbesonders die Region der Quellflüsse des Amazonas sowie Co¬
lumbien, aus welchem allein 30 Arten bekannt sind, also nur vier weniger wie aus dem gesamten Brasilien.
Ecuador hat Jiocli 28, Guayana Iß, Centralamerü^a 17 Hpecies.
Das Ei der Brassoliden ist kugelig, mehr oder weniger scharf gerippt, gelegentlich oben und unten
etAvas abgeflacht {Eryplianis). Um deji größten Umfang läuft manchmal ein schmaler rotbrauner Streifen.
Rp soAveit bekannt in der Jugend gesellig, später oft einsam, zuweilen in Gesellschaftsnestern an Ba¬
nanen, Palmen und andern, höheren Monocotyledonen. Manche kommen m emer braunen und einer grünen
Forju vor (Gollmar), andere wechseln die Farbe je nach dem Alter. In der Ruhe sitzen sie meist lang ausge-
strcckt zAvischen oder unter den riesigen Blättern der Futterpflanze, bei Tage verborgen. Sie haben dabei den
unten breiteren, etAvas flachen Ko])f mit dem Maiüe voraus an die Unterlage angeschmiegt. Der Kopf trägt
am oberen Stirnrand in der Ruhe nach hinten gelegte Dornen und dichte Behaarung (Pudelkopf). Ueber den
Rücken führen an die der Satyriden erinnernde Längsstreifen; zuAVeilen zeigt sich sehr feine, ganz kurze Be¬
haarung, oft Wärzchen, und bei Caligo einfache, dornartige Spitzen und vereinzelte Börstchen. Die Pp dick,
phuu]), kurz, kantig, am Kopfende gewölbt, mit sehr dickem Cremaster, der sehr fest und mit breiter Fläche
an der Futterpflanze befestigt ist, so daß die Pp nur mit Mühe losgelöst AVerden kann. Nur ein bewegliches
Gelenk. Bei Narope ist der Hlbsteil der Pp an der Bauchseite eingedrückt und der Rücken trägt Höcker. Die
Farlie der Pp ist anfangs grün, später erdgrau oder bräunlich. Die Pp der in Nestern lebenden Brassolis
ist spinnerartig und Aveicht von den andern Gattungen beträchtlich ab.
Die DAiftorgane der bilden Fleckenpolster oder Mehlflecke auf der Vflgl-Unterseite, Haarpinsel im um¬
geschlagenen Hrd, Borsten oder Haarbüschel auf verschiedenen Stellen der Hflgl-Oberseite, oft größere Pinsel in
der Zelle ; diese sind zuweilen in Taschen der Flglmembran eingebettet und können ausgestülpt und sternförmig
ausgebreitet werden. Kopf und Körper robust, letzterer wie bei den Hestien und Moi’]3hiden klein im Verhältnis
zu den Flgln. Augen groß, gewölbt, nackt oder l)ehaart; die dreigliederigen Palpen überragen ha den meisten
Fällen den Kopf, sind dicht beschuppt und verschiedenartig laehaart. Unteai sind die Palpen vielfach dicht
und zottig l)ehaart, das 2. Glied zuweileai mit Haarbüscheln. Der REUTER’sche Palpenfleck (2 — % cles
Wurzelgliedes an der Innenfläche bedeckend, oval, am distalen Ende al)gerundet, die Anschwellung bei deia
Opsiphanes an die von Discophora erinnernd, fast den ganzen Basaltleck einnehmend, bald mit größeren, bald
mit kleineren Kegelschuppen; diese dichtstehend, parallel geordnet und gerade aufAAÜrts gerichtet. Am distalen
Ende des Palpenflecks öfters Gauben, die von den Kegeln und Schuppen bedeckt Avei’den.
GleicliAvie die iaidischen Aiaiathusiiden und die neotropischeia Morphiden shid auch die Brassoliden
klimatischen und örtlichen Ehiflüssen gegenüber sehr empfindlich; sie stufen sich am Amazonas vom uiatereia
l)is zum oberen Laufe gradatina ab und fast jede brasilianische Provinz hat ihre eigene Opsiphanes-Bsisse, eiiae
Tatsache, auf Avelche der Verfasser dieser Zeilen zuerst hingewiesen hat. Zeitformen süad jedoch mit Sicherheit
noch nicht laachgeAviesen, was mit der Erscheinungsweise der Falter im Zusammenhang steht, die im allgemeineia
eine kurze Flugzeit halten, die mit dem Frühjahr der südlichen Halbkugel begiiuat uiad im Hochsomiaier auf¬
hört. GeAvisses ist darüber laur aus dem südlicheaa Bi’asilien bekannt, doch ist es Avahi’scheiialich, daß von einigeia
Arten iia den reineai Tropen Generatioia auf Generation folgt. Wenn die Aaigaben von Bönninghausens zaitref-
fen, zerfallen die Brassoliden in zwei ungleiche Artengiuppen : nämlich solche olme ScliAvanzgabel der Rp (nur
zAvei Gattungen, Brassolis soAvie Penetes) und solche mit geschwänzter Rp (alle übrigen Genei’a).
Die Vorlagen zu den Abbildungen entstammen ebenso Avie jene für die nachfolgende Familie der Moi’-
]ahiden der Sammlung Frithstorfer in Genf (Floi'issant). Einige Diagnosen AVurde dem bekannten Werke
,,Das Tiei’reich“ der Akademie der Wissenschaften (Beii’at Herr Prof. Seitz) mit freundlicher Erlaubnis des
Diu’rn Stichel, welcher flie Familie der Brassoliden zuerst vollständig bearbeitete, entnoananen.
1. Subfamilie: Brassolininae.
Ruau])e ohne S c h w a n z g a b e 1 und ohne Kopfhöraier.
1. Gattiiiig': Brassolis F.
Diese Gattung, nach der die Faanilie benannt ist, bildet die alleralaweichendste von dem Habitus der
meisten Brassolinen. Das zeigt- sich zunächst in dem gedrungenen, robusten Körperbau, einer fast an
Nachtfalter gemahnenden Dickleibigkeit, starken breiten Kopf mit ganz kurzen Palpen, verlängerter, vorn
abgestumpfter Fühlerkeule, Avie sie älmlich gebaut nur noch die Dynastor besitzen, breiten und harten Thorax
und sehr dicken Hlb.
Die Avenigen hierhergehörigen Arten sind mittelgroße, kräftige Falter mit dunkelgefärbten, von einer
Orangebinde durchzogenen Flgln, die beim (J einen leicht konkaven, beim $ nach Außen konvexen Außenrd
haben. Der LTncus nach Godman ein einfacher Haken, ohne latei’ale Anhängsel ; VaUe kurz, gedrungen, am
distalen, dorsalen Ende leicht gezähnt. Das kugelförmige Ei hat flache, zuweilen anastomosierende Längsrippen
von etwas unregelmäßigem Verlauf. Die Rp walzig, in der Mitte am dicksten, Kopf ohne Fortsätze, unten
breit, stark behaart. ScliAvanzspitzen fehlen, statt ihrer befinden sich am Hixl 2 Avarzenartige Zapfen. Sie
leben gesellig, oft zu Hunderten in großen, sackartigen Nestern an Palmen; die P]) kurz und gedrungen, ohne
starke Kanten und Höcker am Oremaster aufgehängt.
1)KASS()J^LS. Voll II. L<'Kuiis'i'oiU'’Kn.
287
B. sophorae, ursjii'iinglich aus Guayana hescJirieheii, woher Linnk seine Kainenst ypi* (‘iiipt'ing. zei-lällt
sie in vier benannte Arealfornien, die auf der atlantischen Seite l)is Ivio (Irande do Sul, auf der |)acifisclien
mit Siclierheit bis Peru verbreitet sind. Allen ist gemeinsam eine breitiy schräg gestelltiy oekm farbene Län^.'^-
binde derVfIgl und eine beim zusammenhängende, beim $ undeutliciiere, in einzelne Makeln aufgelöste Sub¬
marginalbinde der Hflgl. Unterseite heller, der Rostfleck im Wurzelteil der Zelle (h iit liclnu’ ; Zellbinde beim
$ in Flecke verlaufend. Hflgl ohne Außenrdsbinde, Aveißlich ])iinktiert und gestrichelt, lieim rj' mit Itostihak
im Wurzelteil der Zelle; Vflgl mit einer Suba])icalozelle, Hflgl mit je einer größeren Ozelle unter der Posta
und zwischen den hinteren Medianästen. — R]) in der Mitte am dicksten, mit großem hoin- und dornlosin
Kopfe, kurzen, büschelig geordneten Rückenhaaren., ohne Schwanzs])itzen, dagegen mit Wärzchen. An Pabm-n.
in Nestern aus dichter Seide, die sich am Grunde der Wedel oder direkt am Stammende unter dem Palmendaf'h.
befinden, bei Tag verborgen. Pp glatt, braun, hängend. — sophorae L. (ß-u) differiertim männlichen Geschlecht sojihomc.
erheblicli vom abgebildeten $ durch den eigentümlichen Figlschnitt, besonders durch die noch rnefir als bei
aM'ijra (62 a) am Gostalrand konkav eingebogenen Vflgl. Hflgl analwärts verschmälert in eine stum]>fe S|)itze
ausgezogen, üeberall ziemlich häufig und abends etwa von 5 Uhr ab die Bananenhaine in der Nähe mensch¬
licher Siedelungen nach Art der Sphingiden umschwirrend. — Bei lurida Stich, von Golumbien ist die Gruml- luriiln.
färbe matter, die Vflglbinde heller, nach hinten lieim verschmälert, und den Hrd spitz l)erührenfl. Hflgll)ind(“
näher dem Zellende, längs des hinteren Medianastes wischartig verfließend. Aid' der Hflgl-Unterseite zeigt sich
zwischen dem vorderen und mittleren ein dritter Augenfleck. — vulpeculus S'd'c/i.Körjier vorn und hinten fuchsig, rulpccdlus,
Flügel blasser als bei typischen sopAome, die Hflglbinde, am Vrd. und hinten rötlich geti’ait, in der Zelle etwas
breiter, dann gleichbreit bis zum Ird. Auch die Z^'lle in ihrem Basalteil fuchsrot tingiert, so daß der duidde Mittel¬
fleck sich abhebt; ebenso die Mediana schwach rötlich bestäubt. Im Apicalteil 3 weiße Fleckchen. Auf dem Hflgl
ist die Ockerbinde vor dem Saum beträchtlich breiter als bei typischen sophorae. Paraguay, Argentinien {<).
Beim bisher unbekannten $ ist nach 2 Exemplaren der Sammlung Fruustorfer die Vflglzelle auch liasalwärts
etwas ausgedehnter und fahler ockergelb bekleidet, die Hflglbinde breiter, aber mehr verloschen. Vflgl-Lbderseite
mit erheblich reduzierter Längsbinde; Hflgl zarter ges])renkelt und wie dies für Paraguay-Falter typisch
ist, fahl erdfarben, lichter als bei Exemplaren von nördlicheren Fundorten. — ardens Stich, aus Ecuador und ardm.s.
dem südlichen Peru bekannt und vermutlich auch noch in Bolivien, vorkommend, hat beim 40 — 43, beim $
49 mm Vflgllänge. Hflglbinde lebhaft rötlich ockerfarben, im Hinterwinkel fehl feurig rotbraun ausgeflossen.
B. astyra differiert von sophorae dadurch, daß die Querbinde des Vflgls vorn am Zellende keilförmig
gespalten, der in der Zelle liegende Teil verkürzt oder von der Grundfarbe durchbrochen ist. — Zwei Territorial¬
rassen: astyra Godt. vom mittleren Brasilien, Espiritu Santo bis Santa Catharina verbreitet. Hflgl nahe dem
Distalrand ohne odernur mit ganz schwachen S]juren eines Bandes (Namenstype) ; manchmal (bei Exemplarej) von
Santa Catharina) jedoch mit einer sehr deutlichen Binde (f. dimidiata form. nov.). Schwarzbraun, \d'lgl mit it'nnhtuda.
ockerig gelbbrauner Schrägbinde, die in ihrem Costalteil gegabelt und getrübt oder verduukelt ist. Während
der äidlere Arm die Costa fast erreicht, ist der innere verkürzt oder löst sich in l:)i-aune Flecke auf. Hflgl meist
einfarbig oder mit nur verloschenen Spuren voji Außenbinden; ^ lichter in der Grundfarbe mit leicht hellerer
Vflglbinde. — Ei kugelförmig mit seichten, oft ineinanderlaufenden Längsri])peji ; Rjui in sackföj'inigen Nestern,
in großer Zahl zusammen, braun mit lichten Längslinien. Man kann, wenn sie etwas herangewachsen sind,
das Geräusch des Fressens hören und sie mit Hilfe dieses Geräuschs auffinden. Die Rj) erAvachsen bis S cm
lang, mit rötlich gezeichnetem Kopfe; die P]) glatt, am Bauch leicht eingedrückt, entweder dunkellu'aun mit
schwarzen, gelb gesäumten Streifen oder lebhaft gelb mit lichteren Streifen und Wischen. — philocala Stich, jihilocata.
(62 a als astyra). Hflgl mit deutlicher, rosti’oter Binde nahe 'dem Distalrand. Das bisher unbeschriebene $
(Type in der Collection Frühstorfer [Genf]) viel größer als das so phorac- $ rumlflügelig. aber Aum
erheblicherer Spannweite. Zellfleck auf die untere Partie vor dem Apex zurückgel)ildet. Vflgll)inde analwärts
stark verjüngt. Hflgl manchmal mit völlig fehlender rostroter Submarginalbinde. Heimat Rio Grande do Sid.
Avo nach MiABinnE die R]) vom April bis November auf verschiedenen Palmen vorkommt und sich in einem
ovalen Sack von 30 — 40 cm Länge und 10 cm Breite aufhält, der drei oder vier innere Abteilungen umfaßt.
Darinnen leben die Rpn Avährend 7 — 8 Monaten, eine über der andern, Avie Sardinen in (üner Büchsc' und
manchmal 5 — 600 Stück zusammen ge])fercht. — haensclli SVic/;. zeigt die Vflgll)inde lebhaft rostgelb und unten tmomhi.
keine Avellige Au ßenrdslinie. Von Ecuador. — maritima Stich, hat fahlere Vflglbinde, die nach außen Aveniger nuo-Ulma.
zerschlissen ist, als l)ei haenschi ; Lbiterseite mit Avelliger, stellenweise versclnvommener Außenlinie A'or dem Saume ;
auch sind die Ozellen unterseits weniger lebhaft, mehr fahl und blind. Venezuela.
B. isthmia Bates von Zentralamerika und Columlücn führt oben dunkelbraune Figl, die Vflgl mit 9 -1 o mm ;.s4/oai«.
breiter, blaßockergell)er Schrägbinde mit unregelmäßig begrenzter, etwas zackiger Innenkante, die A'on. der
Submediana begrenzt Avird. Unten ist die Schrägbinde bleicher, nur hinter der Zelle tlcutlich, in der Zelle ein
rundlicher, brauner Fleck. Hflgl oben braun, l)eim nur längs des hinteren Medianastes ein schmaler rostfar¬
bener Wisch, beim ^ zeichnungslos.
B. granadensis Stich. (62 a) steht der vorigen Art sehr nahe, ist jedoch et was größer. M'lgl mit breiter. ;/w«aäeasw.
ockergelber Schrägbhide, auf der hinteren Discocellularis ein schAvarzbrauner Fleck. Hflgl nur mit ganz A'er-
loschenen Spuren einer rötlichen Submarginalbinde, dagegen mit auffallendem, mehligen dunlcelgrauen Fleck
ornavtcn-
talis.
pamithanls.
darius.
si yfjianus.
288 PENETE8; DYNASTOK. Von 11. Eruhstorfer.
unter der Zelle zwischen der JSidjinediana und dem ersten Medianast. Unten ähnlich der isthmia, aber die
Vflglhinde viel lu'eiter und dunkler. $ von dem der isthmia unterschieden durch dunklere Grundfarbe und
greller gefärbte Vf Iglhinde. Columbische Stücke sind etwas größer als solche von Ecuador. Columbien (Muzo ?);
Balzapaml)a in Ecuador westlich der Anden. (75(> m).
B. ornamentalis Stich. Vtigl oben mit zAvei eckigen, gelben, in Hammerform aufeinandergestellten Flecken
im hinteren Teil der Zelle. Hinter der Zelle eine ziemlich breite, gellje Querbinde, die den Ird erreiclit. Hflgl
l)is auf den Distalsaum ockergelb, vor dem Saum Andeutung einer dunkeln Kap])enlinie. Die Färbung der
Unterseite schlägt deutlich durcli. Brasilien (Para ?).
2. Gattiiiig': ■•«■leles Westw.
Schließt sich im Eärhungscharakter und auch etwas in der Art des konkav ausgeschnittenen Distal-
randcs der Vflgl eng an Brassolis an, so daß es nicht unwahrscheinlich sein dürfte, daß die Rp jener von Brassolis
nahe kommt und keine Schwanzgabeln trägt wie dies v. Bönninghausen vermutete. Die Gattung ist vor
allem durch die Gestalt der Vflgl ausgezeichnet, die in beiden Geschlechtern eine stark ausgezogene Spitze
und einen in. der Mitte tief ausgenagten Autlenrd haben. Im Vflgl wird die Zelle durch die drei in gleicher Rich¬
tung liegenden und fast geraden Discocellularen, von denen die vordere nur wenig kürzer als die gleichlang
mittlere und hintere ist, schief geschlossen. Präcostalzelle der Hflgl ziemlich groß. Präcostalis einfach, nur an
der Spitze nach innen geliogen, die Zelle durch die schwach gebogene hintere Discocellulare ebenfalls scliief
geschlossen. Die Gattung ist monotypisch und bewohnt ausschließlich Brasilien.
P. pamphanis Westiv. ((37 b). oben tief dunkelbraun, mit großen, trüb rostbraunen, unscharf ab¬
gegrenzten Flecken im Discus der Vflgl und ebensolchen mehr oder weniger verloschenen MTschf lecken vor
dem Apex aller Elgl. Hflgl mit dunkleren Adern, am Hrd grauglänzend; ein an der Submediana in einer aus¬
gedehnten, schu])penlosen hornartig glänzenden Oberfläche gelegener Haarpinsel schwarzliraun. — Type aus
Minas Geraes, in meiner Sammlung aus Es]nritu Santo, Saö Paulo, Parana, Rio Grande do Sul und von mir
selbst in Sa. Oatharina in wenigen Exem})laren erlieutet.
3. (iattmig: Westw.
Diese Gattung ist noch mehr als die Brassolis selbst ausgezeichnet durch die Massigkeit des Körpers,
besonders Thorax und HU«, und die breiten Elgl. Von den nahen Opsiphanes unterscheidet sie sich hauptsäch¬
lich nur durch die kurzen, anliegenden Palpen, die kurze hintere Discocellulare der Vflgl, die dem 4. genäherte
Abzweigung des 3. Subcostalastes und die weitere Entfernung des vorderen vom mittleren Medianaste. ^ olme
deutliches Duttorgan; die Augenflecke der Unterseite zu Punkten reduziert oder ganz fehlend. Alle Elgl sein’
hreit, die Vflgl mit stark gekrümmter Costa, die Subcostalis von. der Costalis schmal aber deutlich getrennt,
der Außenrd etwas nach außen gebauscht, der Ird fast gerade. Mediana und Submediana an der Wurzel leicht
verdickt, aber nicht stark aufgeblasen, wie bei den Satyriden. Hflgl mit gleichmäßig gerundetem Saume, run¬
dem Apex und ziemlich geradem Vrd. Zelle mäßig breit, von etwa ballier Flgllänge. — Valve basal
verdickt, in der Mitte verschmälert, distal wiederum verbreitert, chitinisiert und mit scharfen Säge-
zähnen besetzt. Penis relativ kurz. Saccus nach hinten ausgewölbt. Uncus auffallend breit, an jenen
der Morphiden gemahnend, dessen laterale Sjiangen kürzer und mehr als doppelt so kräftig als bei 0 psi phanes ,
Valve nach vorne erhelilich verschmälert, distal mit langen, ungleichen Spitzen . besetzt. — Von den 3
hierher gehöi’enden Arten ist der berühmte D. napoleori unstreitig eine der großartigsten Erscheinungen unter
der gesamten Tagschmetterlingswelt. Das Verbreitungsgebiet der Gattung dehnt sich südlich bis Paraguay,
nördlich bis Mexiko aus.
D. darius stellt die exjiansionsfähigste Sjiecies des Genus dar, die von Guatemala bis Bolivien und von
Trinidad durch ganz Venezuela und Brasilien bis Rio Grande do Sul überall anzutreffen ist, was wohl in der
weiten Verbreitung der Nähi'jiflanze der Rp eine natürliche Erklärung findet. Es lassen sich zwei Variations¬
richtungen erkennen, von welchen der andiiüsche und rein tropische Zweig große nahezu quadratische Apical-
makeln der Hflgl-Unterseite aufweist, während die brasilianische Nebenform mit mehr rundlichen, ozellenartigeu
Costahnakeln besetzt ist. Die bisher unbeachtete Paraguayform gehört zum tro])isch andinischen Spaltzweig und
sonderbarerweise nicht zur brasilianischen. Neben- und Schwesterrasse. — stygianus Btlr., ursprünglich aus
Costa Rica beschrieben, wird von Gohman und Salvin auch aus Guatemala, Nicaragua, Panama, Columbien,
Bcuador und Bolivien, sowie vom unteren Amazonas registriert und in der Sammlung Eruhstorfer befinden
sich 2 SS Honduras, die Wittkugel in San Pedro Sula aufgefunden hat. Vermutlich ist damit auch die
Trinidad-Rasse identisch. $$ fehlen mir aus den rein. tro])ischen. Gebieten; aber nach dem Material an SS
meiner Sammlung ergeben sich alle die Differenzen, welche Stichel im ,, Tierreich“ wie folgt schilderte : ,, Größer,
mit schärferen Eärbungsgegensätzen. — S- Halbliinde des Vflgls voller, reiner gelblichweiß, an der vorderen
Radialis auffälliger abgestuft, so daß der hintere Teil weiter gegen den Distalrand vorgeschoben ist. Fleckchen
iiu Apex größer, meist zu einer kleinen Binde verbunden, die übrigen hinter der Halblnnde isoliert liegenden
Ausgegehen 15. V. 1012.
DYNASTOR. Von H. Fruiistorfkr.
280
3 Flecke groß, länglich, distal ungewiß zerstäubt. Zickzackhindc des Hflgls aus größeren S])itzl)()geji ztisaiii-
mengetügt, vorn AVeißlich, nach hinten graugelh mit olivfarhcmem Ton; Vrd breit weißgell) ; Saum am Distal¬
rand schmal, aber deutlich abgesetzt, vorn wie der Vi'd, von. der Mitte an graugelb gefärbt. Unterseite des
Vflgls mit scharf markiertem, schwarzem, länglichem Vrdfleckchen unmittelbar am A])ex, die Ilalbbinde sein'
wenig bemerkbar, die drei isolierten Flecke ungewisser begrenzt, der hinterste mitunter der Länge Jiacb ge¬
spalten. Vorderer Augenfleck des Hflgls außerordentlich breit, flächenartig, rechteckig mit abgeianideten
Schmalseiten. Er nimmt fast ein Drittel des Aderzwischenraumes oder mehr ein., berührt vorn und hinten,
in ganzer Breite Costalis und Subcostalis, ist an. diesen Langseiten nur durch das Fehlen der Strichelung von.
der Grundfarbe verschieden, an. den Schmalseiten, aber dunkelbraun abschattiert; sein. Mittelteil ist der Länge
nach etwas dunkler und von 2 Linien weißer Pünktchen durchzogen. Mittlerer Augenfleck in ähnlicher W'eise
ausgebildet, nur etwas kürzer, dahinter zuweilen ein. weißgekernter Ringfleck. Hinterer Augen.fleck Avie bei
der typischen Unterart, aber meist größer und schärfer gezeichnet. Distalran.d des Hflgls stark gCAvellt.“ Die
Surinam-(Jd' meiner Sammlung sind nicht identisch mit stygianus Btlr. aus Honduras und differieren durch
etAvas schmälere Aveißgelbe Binde und kleinere Makeln der Vflgl, soAvie dunklere, farbensattere Unterseite. Xoch
weniger aber sind sie analog der Figur von aiiaxarete Cr. (anaxarete StoU $), die auffallend kleine Vflglflecken anaxardc.
und relativ große dreieckige Figuren auf den Hflgln tragen. Beim $, das Stoll abbildet, ist die Schrägbinde
der Vflgl sogar in einzelne kaum linsengroße Fleckchen aufgelöst und Aveil auch Hübner ein derlei kleingespren-
keltes (J darstellt, scheinen eine Zeit lang aus einer bestimmten Gegend nur derlei verfärbte und a.bAveichende
Stücke nach Europa gekommen zu sein. — mardonius subsp. nov. (62 b) schließt sich durch die reduzierte, ntaräonius.
fast gleichmäßig breite Binde der Vflgl eng an (inaxurete Cr. an, mit Avelcher viardonius auch die Form der nahezu
rectangularen Costalmakel der Hflgl-Unterseite gemeinsam hat. Dagegen verlu’eitert sich die Zickzackbinde
der Hflgl-Oberseite auf die doppelte Ausdehnung und die LTnterseite ist entsprechend dem Charakter aller
Paraguay-Falter ausgebleicht oluie die puiiAurne Ueberstäubung der anaxarete. Paraguay, nach zwei $$ in
Coli. Fruhstorfer. — darius F., aus Brasilien beschrieben, ist die in den Kabinetten am häufigsten anzutref- durius.
fende Unterart; beide Geschlechter führen eine relativ große Doppelmakel der Hflgl-Oberseite Amn grünlich-
AVeißer Färbung, an welche sich schön gescliAAUingene, grünliche, regelmäßige Spitzbogen anreihen. $ mazich-
mal enorm groß. Espiritu Santo, Rio de Janeiro, bis Santa Catharina verbreitet. — icterica Stich., aus Rio de ktcrlca.
Janeiro bleibt kleiner als die Hauptform, die Binde und die drei einzeln, stehenden Flecke des Vflgls gelb statt
AVeißlich. Zickzackbinde des Hflgls und ein schmaler Saumstreif am Distalran.d im vorderen Teil gelb, nach
hinten schmutzig grüngelb gefärbt. — Rp gelbbraun, später graulzraun oder grün, längsstreifig, mit braunem
Kopfe, der im Alter kurze Hörner am Rande trägt. Ueber den. Rückezi ziehezz. duzrkle, vorn licht gekernte ruzz.d-
liche Flecke; zerstreut stehezz. klehre, borstenführezz.de Wärzchezi uzzd der Hrd läuft izz. eüze ScliAvazizgabel au.s.
Azi Brozneliaceen ; frißt 2 Mozzate. Pp hellgrüzi znit bräuzzlichezi Läzigsstreifen. uzid duzikehi Schatten uzid Sprezi-
keln; gibt den Falter ziach 12 Tagezz. (W. Müller). — faenius subsp. nov. bcAvohzzt Rio Grazzde do Sul uzid steht jucnius.
in. der Größe etwas hiizter darius aus dezzz znittleren. Brasiliezz. zurück, fülizJ etAA'as kleiziere Mediazzflecken der
Oberseite der Vflgl und den Hflgln fehlezz. die großezz. gelblich Aveißen Costahzzakehz, azz deren Stelle grüzzliche
Wischflecken treten, die sich vozi dezz. anschließenden unregelznäßig gebildetezi grünlichezz. Spitzlzogen nicht
zzzerklich uzzterscheiden. Die Uziterseite harzizoziiert etAVas znit jener von mardonius ; sie zeigt das tA^pische ausge¬
bleichte Colorit aller Rio- Grazzde-Falter. $ nazzzezztlich izzz distalezz. Gebiet fast reizi Aveiß überpudert. Alle Ozellen
izzz Verschwinden, das Mediazzazzge den zzzeisten Exezzzplarezi überhaupt fehlend. Klamzzierorgazze izz der Gattuzzgs-
diagnose beschrieben. Nach drei zAVei $$ aus Cazz.delaria izz der Samzzzlung Fruhstorfer. Nach ^Iabilde
treten zwei Generatioziezi auf. Die Rp ist grüzz nzit zAVei zifferartigezz Figurezz auf dezzz Kopf und ez’scheint izzz
Januar uzzd Februar, uzzd dazz.zz. Avieder izzz Juli uzzd August auf Azzanas uzzd Waldbaziazien. Sie veräzztlert
sich izz eizie grüzie Pp izzz März uzzd April, soAvie August uzzd Septezzzber uzzd liefert nach 30 bis 60 Tagen den
häufigen und überall vorkoziznienden Falter.
D. macrosiris ist izn Gegensatz zur vorigen Art ungezziein selten, zzzczzz kennt nur Avenige Exemplare
und zzzeist nur immer das eine Geschlecht. — macrosiris Westw. staznznt aus Cayenne; sie ist oben scliAA'arz umcrosiris.
mit leicht violettbrauzzer Abtözzzzizg, der Distalsazzzzz heller, Vrd sclzAvarz uzzd AA''eiß gestrichelt. Die distal a'ozz
der Zelle liegende Schz’ägbhzde des Vflgls schmal, Aveißlich, geschlossezz bzs zizzzz vordereiz Meditizzast ; izz ihrer
Verläzzgeruzzg zAvei isolierte A\''eißliche Fleckchezz. Distal vozz der Schz’ägbinde zAA'ei sclzAVarze, heller izzzzzogezze,
von uzzteiz dui’chscheiziezzde Flecke, izz dez’ezz vorderer Vei’läzzgerzzzzg ZAVei halbzzzozzd- oder stuzzzpf pfeilförzzzige
AVeiße Fleckchezz izahe dezzz Apex liegezz. Hflgl zzzit aufgehelltezzz, gegezz dezz Apex fleckartig Aveißlich A'erbrei-
tertezn Sauzzz. — Vozz strix Bat. (62 b) zzzit der Nazzzezzsty],ze vozz Gzzatezzzala, die später aizclz izz ^Mexico bei Cor- sM.v.
doba A'OZZ Höge aufgefzzzzdezz AVuz’de, sizzd bisher zzur bekazzzzt. Nach eizzezzz solchezz azzs Hozzdizz’as izz der
Kollektiozz Fruhstorfer ist auch zzzzsez’e Abbilduzzg hei’gestellt. Tief dzzzzkelbrtzzzzz, Vrd der Vflgl AA’eiß gestrichelt
bis zu eizzer hizzter der Zelle liegezzdezz Aveißezz Schrägbizzde, izz dereiz Veziäzzgerizzzg eizz läzzglicher AA'eißer Fleck
liegt. Izzz Apicalfeld 3 AVeiße Fleckchezz. Hflgl zzzit Aveißlichezzz Apex, sozzst eizzfarbig dzzzzkel. Uzzterseite sehr
charakteristisch, besozzders azzch chzrch die uzzregehzzäßige Gestaltzzzzg der Azigezz zAA'ischeiz der ^ flglspitze zzzzd
der Schrägbizzde. — hannibal Oizez'i/L stanzzzzt fius Cohzzzzbiezz uzzd diffeiäert dzzz’ch eizze prozzzizzezztere Aveiße Zozze hannibal.
der Vflgl von macrosiris Westw., deren Type Oberthür zzzit der BoisnuvAL’schen Sazzzzzzluzzg erAvorben hzzt.
V 37
290
DA8YOPHTHALMA. Von H. Pruhstorfer.
pharnaccs. ■ — phamaces Stich, ist kleiner als die vorige Unterart. Die weiße Sclirägbinde der Oberseite des Vflgls etwas
breiter, schärfer l)egrenzt, wenngleich an der proximalen Seite etwas zerstäubt, hinten stumpf vor dem mitt¬
leren Medianast endigend und nicht wie bei inncrosiris strix gegen den Distalrand liin auslaufend. Der hinten
anschließende einzelne Fleck sehr verkleinert. Hflgl mit schmalerer weißer Besäumung. Auf der Unterseite
die Querstricbelung alleiithalben gröber, im Vflgl rotbraun; sie verliert sich hmter der Zelle und im Distal¬
feld, im Submedianzwischenraum l)efindet sich nur eine undeutliche Schattierung. In der Zelle des Hflgls
und hinter derselben ist die erwähnte Strichelung zu schmalen Streifen verbreitert und stellenweise netzartig
verzweigt, die Gi'undfarbe des Figls fast rostrot statt gelblich. Der länglich verzerrte Augenfleck im Vrdfeld
hell rotbraun, weniger scharf ausgeprägt, auch die beiden anderen augenartigen Flecke im Radial- und hinteren
Medianzwischenraum nur \indeutlich. Saum am Distalrand schmal grünlich. Nur 1 (J aus Bolivia (Coroico,
Yungas in Höhe von 2000 m) bekannt.
napolcon. D. napolcoil Westw. (62 b) scheint eine archaische, dem Aussterben nahe Art zu sein, deren Vorkommen
ausschließlich auf den Staat Rio de Janeiro beschränkt ist und sell)st von dort wird nur Petropolis als Flugort
bezeichnet ; von Zeit zu Zeit gelingt es den ])rächtigen Falter aus Rpn zu ziehen. Die R]), obgleich schon seit über
30 Jahren bekannt, ist noch nicht beschrieben. Sie lebt nach v. Bönninghausen auf einer Bromeliacee mit
ungezälmten Blättern. $ erheblich größer als das abgelüldete mit etwas lichterem orangefarbenem Rand¬
gebiet der Hflgl-Unterseite Avie bei ditrius F. Vflgl aber mit scliAVarzem Medianteil, Hflgl durcliAVeg ockergelb
mit lichterer Ueberjmderung nahe der Basis. Die schwarzen Adern, treten ungemein scharf und plastisch aus
der Grundierung hervor.
11. Subfamilie Caligoninae.
Rp mit S c h Av a n z g a b e 1 und mit Kopf hörnern.
4. Gattung' : Osis.yopiiihaliiia Wesho.
Ein artenarmes aber interessantes Genus, das in. seiner Gesamterscheinung und auch in der Lebens-
Aveise an die indischen Thamnantis, besonders lucipor und oclana erinnert. Nur eine Art {creusa) hat ein düsteres
Colorit. Durch die dicht behaarten Augen AVeicht Dasyophthnlma von allen übrigen Brassoliden ab. Struk¬
turell steht sie der Gattung Caligo nahe, doch ist die Präcostalzelle namentlich in Anbetracht der geringen
Köqiergröße auffallend lireiter als bei den Caligonen. Kopf und Körjier schmächtiger als bei der vorigen Gat¬
tung. Fühler unter halber Flgllänge. Vflgl dreieckig mit gerundetem InneiiAvinkel, Hflgl beim S mit
deutlich abgesetztem Apex und gewelltem Saume. Die Figl sind oben scliAVarz oder ganz dunkel braun, zu-
Aveilen lel)haft blauschillernd, die Unterseite mit gekernten. Ozellen. Das (J trägt auf der Hflgloberfläche
einen. Did'tfleck am unteren Zellrand. Die Dasi/ophthalnia bewohnen, gleicliAvie ihre indischen VerAvandten,
die Thawnmntis, ausschliehllich den dichten Wald, in Avelchem sie sich stets nahe dem Erdboden aufhalten und
dessen feuchte Decke sie nur verlassen, Avenn sie durch aufgehängte Bananenköder angelockt AVerden. Eine
Art (rusina) habe ich überhaupt nie fliegen sehen; alle meine Exemplare sind ausschließlich dem Köder zu
Amrdanken, den sie gemeinsam mit Eryphanis reevesi, Prepona-Arten und gelegentlich einem Morpho catenarius
liesuchen. Vermutlich haben sie alle nur eine Generation. Nach meiner Erinnerung erscheinen sie in Santa
Catharina im Februar, sind Ende März nur noch in abgeflogenen Exemplaren zu erbeuten und in den ersten
Tagen des April versclnvinden sie völlig. Ueber die Jugendstadien ist nichts weiter bekannt, als daß die Rp
auf Bambus lebt. Verbreitung: das mittlere und südliche Brasilien.
creusa. D. creusa zerfällt in zu^ei Arealrassen : creusa Hbn. (62 c), bisher ausschließlich von Santa Catharina
und Rio Grande do Sul bekannt, scheint sehr lokal, aber an geeigneten Stellen in großer Menge aufzutreten.
Mein Sammler, Julius Michaelis und ich selbst erlieuteten im Laufe von 2 Jahren nahezu 1000 Exemplare
bei Theresopolis soAAÜe im Tale des Capivary-Plusses. Bei Blumenau scheint sie nur spärlich aufzutreten und in
Rio Grande an der Peripherie ihres Vorkommens gehört creusa bereits zu den größten Seltenheiten. von
Rio Grande besitze ich nicht. Die Oberseite ist scliAvarz, den Vflgl durchzieht vom Apex lüs zur Irdsmitte eine
beingelbe, anscliAvellende Schrägbinde. Das $, AVelches AAÜr von der LTnterseite abbilden, ist erheblich größer
als der breitbindiger, unterseits bleicher graugrün. Oberseite: Hflgl nur mit zAvei lüs drei gelblichen
Wischflecken in der Mitte des Vrds. Die Medianbinde der Vflgl steiler gestellt, breiter als beim unreiner,
mehr grünlich gelb, mit dem Costalsaum durch eine transcelhdare undeutliche Fleckenreihe verbunden. Vor
dem Apex der Hflglzelle etAvas grünliche Bestäubung. (J mit langem gelblichen Haarbüschel am basalen Teil
der Hflglzelle. Flugzeit Februar bis Ajiril. creusa. ist ein Köderschmetterling par excellence und kommt zu jeder
Tageszeit an aufgehängte Bananen; häid'ig nascht sie sogar noch Nachts an den süßen, faiüenden Früchten
und ich fand sie AAÜederholt als Avenig angenehme Zugalie in den Giftflaschen, Avelche zur Aufnahme der an-
baronesa. gelockten Heteroceren dienten. — baronesa Stich, ist eine von. meinem Reisenden J. Michaelis in Espiritu
Santo aufgefundene, nicht scharf differenzierte Ortsform, Avelche vermutlich auch in Rio de Janeiro Amr-
kommt, Avo sie nach v. Bönninghausen bei Petropolis nicht sehr selten auftritt. cj von creusa zu unterscheiden
OPSrPHANES. Von H. Frutistorfer.
201
durch vollkommener ausgelhldete gelbliche Medianhinden der Oberseite beider Figlpaare. $ oix'rseit.s kaum
zu unterscheiden, unterseits mit kleineren regelmäßiger ovalen Medianozellen.
D. rusina läßt sich in zwei Ortsrassen aid'lösen. Die Art bleibt überall selten und durch den })rächtigen ruHinn.
sattblauen aber intensiven »Schiller der Basalpartie der Vligl und der Medianregion der Mtigl ausgezeichnet,
rusina Godt. (= delanira Hew. $) ist bisher nur von Santa Oatharina mit Sicherheit bekannt. ^ mit scliwarzem
Haaipinsel nahe der Basis der Hflgl. Die helle Vflglbinde verläuft dem Außenrd parallel und setzt sich in eine
gleichgerichtete durch den Hflgl fort. — principesa Stich, von Michaelis in Espiritu Santo aufgefunden, scheint prinrApc-m.
ziemlich analog auch in Rio de Janeiro vorzukommen, wo sie am Corcovado und bei Petropolis durch v. Böx-
NiNGiLiUSEN beobachtet wurde, der zugleich angibt, daß die R]) auf Bambus lebt. Gleicht ganz der typischen
rusina, nur ist die helle Flglbinde etwas weniger breit, auf dem Vflgl zuweilen in der Mitte erweitert und der
Blauschiller der Hflgl ausgedehnter. Unterseite beider Geschlechter durchweg lichter als bei rusina, die fast
weiße Medianbinde ohne nachgedunkelte orangefarliene Begrenzung, das Distalgebiet nicht grünbraun wie bei
rusina, sondern deutlich in zwei Zonen geteilt, von welchen die sidmiarginale rötlichbraun, ehe distale vorherr¬
schend weißlichgrau schraffiert- erscheint.
D. vertebralis Btlr. (62 a) ist eine scharf abgegrenzte Species, die neben creusa in Espiritu Santo von vcrtehrulis.
J. Michaelis erbeutet wurde, wodurch die irrige Fundortsangabe ,,Para“ seitens ihres Autors ihre Berichtigung
erfahren hat. Unterseite wie bei creusa mit drei großen rotbraunen schwarzgeringelten Medianozellen, die in
einer hellgelblichen Zone stehen. Vflglbinde schmal, schräg, aus Flecken zusammengesetzt. Hflgl-Unterseite
mit 3 Ozellen: die 1. in der Costa-Mitte, die 2. nach außen von der Zelle, die 3. im hintern Medianzwischenraum.
9 größer, breitflügliger, matter gefärbt, so daß die Unterseiten-striae durchschlagen. Die Vflglbinde verläuft
steiler.
5. Gattuno-: Opsipliaiies Wesiw.
Von Caligo unterschieden durch die spitzeren, nicht so übermäßig grol.len Figl, die stattliche Präcostalzelle
und den relativ kräftigeren Köi'jier, von Brassolis durch die längeren Palpen. Kopf grol.1, mit stark gewölbten
Augen, Stirn kurz, Palpen auf der Unterseite dicht und borstig behaart, vor der Stirn aufgebogen, den
Kopf wenig überragend. Fühler allmählich verdickt, von nahezu halber Oostallänge. Thorax sehr breit und
kräftig; Vflgl meist ziemlich sjiitz, der Außenrd gewöhnlich etwas konkav ausgerundet; Ird gerade. Sidicostale
5-ästig, Ast 1 und 2 vor, Ast 3 beträchtlich hinter dem Zellende entspringend, vierter in. die Sjntze, mit dem
fünften kurz gestielt. Vflglzelle lireit und kurz. Hflgl fast kreisförmig, nur wenig elliptisch mit abgerundetem
Apex. Die Duftorgane der SS sinJ Haaqiinsel auf der Hflgl-Oberseite, die sternförmig ausgebreitet werden kömien.
Hlb kräftig, beim S seitlichen Wülsten. Klammerorgane satyroid, höchst einfach. Uncus leicht gekrümmt
mit 2 lateralen Spangen, Harjie äluilich der der eurojiäischen Karanasa (= Satyrus aus der Gruppe,
Bd. 1 S. 127), proximal etwas erweitert, in der Mitte verengt, distal mit vorspringender, ventraler Sjiitze. Ei
nach W. Müller kugelig, fein gerippt. Nach 10 Tagen erscheint die Rp, jung braun, gelb oder rot gestreift
mit schwarzem Kopfe. Erwachsen zeigt der Kojif einen Kranz nach hinten gerichteter Hörner und das Gesicht
ist rotbraun gestreift. Köiper in der Mitte verdickt, mit 12 Längslinien, Hinterende in eine Schwanzgabel
auslaufend. Die Rpn leben an Bananen und ruhen auf der Unterseite der riesigen Blätter, längs deren Mittelrippe.
Pp weniger gedrungen als die der vorigen Gattungen, grüngelb mit braunen Figlscheidenrändern und -Streifen, auf
den Figlscheiden ein Silberfleck. Nach Dr. Hahnel verlireiten einige Arten Vanillegeruch. Sie halten sich
tagsüber im niederen Geäst und um die Baumstämme herum auf, und lieben es, sich auf gefallenen Früchten
anzusammeln. Einige Arten lassen sich durch Bananenköder anlocken. Die Species der fiutcu- Gruppe lievor-
zugen mehr das lichte Unterholz, wo sie sich in den sogenannten ,, Waldschänken“ einfinden, d. h. an Baum¬
stämmen mit ausquellendem süßen oder gärendem Saft. Dr. Hahnel traf sie auch schon beim IMorgengrauen
in der Nähe menschlicher Wohnungen auf Unrat, wo sie unruhig suchend umherflogen.
Paarungsorgane nach jenen von 0. invwrie remoUatus Frühst, beurteilt, ungemein satyroid, kaum von
jenen der paläarktischen Eumenis verschieden. Uncus hakenförmig, nach unten leicht gekrümmt, zwei laterale
Spangen äußerst zierlich; Valve völlig regelinäflig von einfachster Bildung, liasal etwas verdickt aber nicht so
ausgesprochen wie beim Genus Dynastor, in der Mitte leicht eingebuchtet, das ventrale distale Ende wie liei
Eumenis cordula vorgezogen, das dorsale etwas zurücktretend, leicht chitinisiert mit zwei ungleich großen
Knötchen besetzt. Der gesamte ventrale Teil der Valve lang behaart. Penis sehr breit, Saccus durchaus nor¬
mal, ziemlich lang, sein proximales Ende nicht merklich erweitert.
Vier Artengruppen, von welchen Opoytera dem Genuswert so nahe kommt, daß sie hier nur deshalli
als Subgenus behandelt wird, weil ihr Autor sie im selben Sinne auffaßte und um eine Zersplittening der überaus
homogenen Gattung zu vermeiden. Catoblepia dagegen wird nur wegen der sekundärsexuellen i\[erkmale aufrecht
erhalten, weil konstante stnikturelle Differenzen überhaupt nicht vorhanden sind.
Präcostalzelle der Hflgl länger als breit, Opoptera.
Präcostale der Hflgl höher als breit, Opsiphanes.
Hflglzelle schmal, mittlere und hintere Discocellularis fast gerade, Catoblepia.
Hflglzelle schmal, mittlere und hintere Discocellularis ganz leicht gebogen, Selenophanes.
292
OP8IPHANE8. Von H. Fruitstoefer.
Artengruppe Opoptera Aur.
Die Arten dieser kleinen interessanten Gruppe erinnern durch ihre zarten dünnen Figl ungemein an
8atyriden. Die Gattung oder vielmehrUntergattung, als welche sie ihr Autor einsetzte, war mit OpsijAianes vereinigt,
von der sie mit Recht wegen der breiteren Präcostalzelle der Hflgl abgetrennt wurde. 8onst differiert OjJopiera
von typischen Opsiphanes auch noch durch die auffallend breite Zelle der Vflgl und die kiu’ze, distal relativ schmale
Zelle der Hflgl. Die Präcostalzelle der letzteren ist länger als breit. Kopf verhältnismäßig klein, mit stark gewölb¬
ten, nackten Augen, und buschig behaarter 8tirn. 8auger kräftig. Palpen unten borstig behaart, den Koj)f
wenig überragend. Fühler beträchtlich länger als bei den vorigen, beim oft über halbe Costa! länge, am Fnde
wenig verdickt. Thorax nicht so kräftig wie bei Opsiphanes, der ganze Bau zuweilen stark satyroid; Vflgl
mit gerundetem Apex und großer und breiter Zelle, die Ins in die Figlmitte reicht. Costalis und 8ubcostahs
im ganzen Verlauf getrennt, letztere 5 ästig, Ast 1 und 2 vor, 3 hinter dem Zellende abgezweigt, 4 und 5 kurz
gestielt. Hflgl ellipsoid, mit leicht welligem Außenrd, hinterer Medianast mit einer Dufttasche. Hlb schlank
und ziemlich lang.
Ueber die Jugendzustände ist nichts bekannt. Die Inmgo sind mit einer Ausnahme {bassus) echte Wald-
schmetterliiige, die mit mattem Fluge sich nahe dem Erdboden fortbewegen, ein. scheues und träges Dasein im
Bamlnisdickicht führen und sich am liebsten an Wasserläufen entlang aufhalten. Man kann einige von ihnen
mit 8icherheit da antreffen, wo aus Bohrlöchern von. Insekten gährender 8aft den Bäumen des Unterholzes
entquillt. An solchen 8tellen sitzen sie manchmal stundenlang mit geschlossenen Flgln, und auf diese Weise
ist cs aiich am leichtesten ihrer habhaft zu werden. 8ie sind sehr lokal, und drei von den sechs bekannten 8pecies
bewohnen das südliche Brasilien.
8 e ct. I.
A])ex der Vflgl geeckt oder rund, Hflgl der (J mit einem Haarpinsel in der Zelle oder einem bürstenförmigen
Haarbusch an der 8ubmediana.
0. aorsa erinnert in der geschwänzten Form der Hflgl an indische Lethe und Zophoessa und ist oberseits
ausgezeichnet durch sehr schmale Binden und einen purpurnen 8chimmer, der diese Binden an ihrem Rand¬
gebiet überzieht. Bisher nur aus Brasilien bekannt, wurde aorsa neuerdings auch im Quellgebiet des oberen
aorsa. Amazonas entdeckt, so daß jetzt vier Ortsrassen, zu registrieren sind ; aorsa GWb (63 a) deren Type vernmtlich aus
Rio de Janeiro stammt, geht südwärts bis Rio Grande do 8ul. 8ie ist überall selten., und kann ich mich nicht
erinnern, dal.l sie sich an den Bananenködern eingefunden hat, die so häufig von Dasyophthalma, Caligo, Ery-
phanis reevesi und anderen Opsiphanes-iipecies besucht wurden. 8ie ist eine Art des Hochwaldes, dessen 8chat-
ten sie nie verläßt. Auch ist ihre Erscheinungszeit eine sehr kurze (Februar, März) und im Laufe eines Jahres
trifft man wohl kaum mehr als ein halbes Dutzend Exemplare, die wegen ihrer zarten Figl zumeist noch be¬
schädigt sind. Vflgl beim E ockergell)er 8chrägbinde, die hinter der Irdsmitte beginnt und, zuweilen
leicht unterlu'ochen bis zum Analwinkel führt. Im Apex weiße Fleckchen. Hflgl mit deutlichen Randzeich¬
nungen. Von den die Vflgl-Zelle durchquerenden, schmalen Binden ist die proximal gelegene in der Regel trüb wei߬
lich oder braun, in der Mitte unterbrochen, die distal gelegene vollständig, von silberweißer Farbe, bis auf den
tiiura. mittleren Teil der Mediana reichend. — Bei der ab. litura Fru/wb aus Espiritu Santo ist die Saumzeiclmung auf der
fuscata. Hflgloberseite braun violett verfärbt. — f uscata Stich, hat die Gestalt Avie bei der typischen Unterart aber bedeii-
tend kleiner, Hflgl mit kürzeren Schwanzzipfeln. E. Oben schwarzbraun, die Binden nahe dem Apex und dem
Distalrand des Vflgls reichlich braun beschattet, namentlich im hinteren Teil ganz verschvAmmmen. Hflgl nur
am Rande ganz undeutliche lichte Flecken zeigend. Unterseits ist die im Distalfelde befindliche gewünkelte
helle Binde fast ganz verschwunden, erhalten ist nur je ein gell)l.ieh-weißes Fleckchen am Vrd und im vorderen
Winkel des hinteren Medianzwischenraumes, sowie etliche weißliche Wischfleckchen an Stelle des vorderen
Teiles dieser Binde. Submarginallinie am Distalrande und dementsprechend die Begrenzung der an das Saum¬
feld anschließenden dunklen Flglfläche auffällig zackig. Hflgl bedeutend dunkler als bei typischen aorsa, namentlich
im Basal- und Hrdfeld, die Grundfarbe dort reichlich violett angeflogen. Am Saum des Distalrandes hebt sich
an der dunkelbraunen welligen Linie eine Reihe heller flacher Mondflecke auffällig von der dunkleren Rand-
bestäubung ab. — Beim $ ist die Obei’seite ungewiß rostrot, Vflgl mit schmaler licht ockergelber Binde, ähnlich
derjenigen der typischen Unterart, an der aber der von dem Scheitel der stumpfen Krümmung im Zuge des
Distalrandes nach vorn (apicalwärts) laufende Zweig fehlt. Saumzeichnung der Hflgl schwach, verloschen,
hiiara. im Analwinkel ganz verschwindend. Vom oberen Amazonas (Manaos). — Bei hilara Stich, aus Ecuador
und Peru ist die Grundfarlie dunkler, oben tief schwarzbraun, die Vflgl-Binde satt gelb, im Analteil auf der
Innenseite an den. Adern eingekerbt. Hflgl oben einfarbig dunkel mit weißen Fransen, die Fleckenzeichnung
vor dem Außenrd imdeutlich. Unterseits erscheint die Querbinde der Vflglzelle in Flecke aufgelöst. Vflgl
und das Wurzelfeld der Hflgl milchweiß gestrichelt.
■irsir)pe. 0. arsippe hat 2 geographische Unterarten, arsippe Hopff. Schrägbinde der Vflgl ockerfarben, fast
wie bei aorsa, nur dunkler, nach hinten stark gewmkelt, im übrigen aber glatt, distal etwas zerklüftet. Von
den vorderen drei Aveißen Fleckchen im Apicalfeld der mittlere etwas distal vorgerückt ; ein vierter erscheint
OPSTPHANRS. Von H. Frutistorfer,
20:5
als kleiner Halbmond oder Bogenstrich an der distalen Grenze des durclischeinenden Angenfleekes. Pcim
ist der Distalsauin des Hflgls voJi etwas lichterem Farbton als heim d*- Nahe d(‘.m Vrd im Apicall'eld hilrlet
sich außerdem ein ockergelber einzelner Fleck; der schwanzartige Zipfel am mittleren Medianast dunkler
hraim abgetönt. Vflgllänge d' 40 — 41, $ 42 mm. ÜJiterseite weniger bunt als bei aorsa. Südliches Peru.
Sehr selten, nur vom Ghanchamayo, gekommen. — bracteolata Stich. Dunkler als die vorige. VVFißc Apicali'lecke hmi tiiAnUi.
des Vflgls sehr kleiii, Schrägbinde distal von der Zelle in drei kleine, isoliert stehende Flecke aufgelöst. Sub-
apicalflecke am Außenrd sehr klein, schwanzartige Fortsätze des Hflgls kürzer. Mittleres Zellband der Vflgl-
Unterseite zusammenhängend. Die beiden seidenglänzenden weißen Fleckchen zwischen den Medianen liegen
wie Silberflitter auf dem dunklen Grunde. Vor dem Saume des Hflgls ein weißlich aufgehellter schmaler Streifen,
erstereiij folgend. 1 Bolivien.
0. syme ersetzt stdcius im mittleren Brasilien und gilt als eine ziemlich seltene Art ; von geringer Nyme.
geographischer Verbreitung. Zwei Ortsformen syme Hhn. mit der Namenstype aus dem Staate Rio de Janeiro,
wo die Art am Corcovado und im Orgelgebirge l)ei Petropolis regelmäl.hg zu finden ist. Der vorigen Art ähnlich,
aber die gelbe Schrägbinde des Vflgls stark reduziert und teilweise in Fleckchen aufgelöst; auf dem Hflgl die
gelbe Submarginalfleckenreihe gleichfalls geringer. In der Zelle der Vflgl schlägt die Zeichnung der Unterseite
nach oben durch. Von den Hflglaugen auf der PTnterseite hat das vordere, in der Mitte unter der Costa ge¬
legene, einen braunen Grund, was ihm ein etwas blindes Aussehen gil»t, während das zwischen den Median¬
ästen lebhafter gefärbt ist. Das $ hat vor dem Hflglsaum etwas deutlichere gelbe Fleckung und auf dem Schwarz
des Discus blauen Schiller. — fumosaS'^fc/o (65b, als syme bezeichnet) zeigt eine etwas dunklere Grundfarbe als Rio hoxosa.
de Janeiro-Exemplare, namentlich der Hflgl schwärzlich übergossen und die gelbe submarginale Mondreihe nahe¬
zu obsolet, nur durch helleren Farbenton angedeutet oder nur im vorderen. Teil erhalten. Espiritu Santo, von
meinem Sammler Julius Michaelis zuerst gefunden, ziemlich selten.
0. sulcius Stgr. (63a) stammt von Süd-Brasilien, wo sie die mittelbrasilianische sy^m vertritt. Sie f^ntciuK.
gleicht dieser, unterscheidet sich aber durch die lebhaft ockergelbe Vflglbinde, die nicht schmal und zackig
ist und vor dem Analwinkel abgekürzt endet; diese ist vielmehr breit und erreicht den Analwinkel. — Die Form
sodalis Röb. von Säo Paulo ist ober- und unterseits, besonders im Innenfeld der Figl stark gelblich über- ^odahA.
gossen und die Saumzeiehnung auf dem Hflgl ist ausgedehnter.
Sect. II.
Vflgl mit spitzerem Apex. cJ ohne eigentliche Haarjiinsel. Die hintere Mediana der Hflgl entspringt
unweit der Flglwurzel und bildet dicht hinter der Zelle eine tiefe mit mehlartigen Staubschuppen ausgefüllte
Tasche.
0. staudingeri Godm. u. Salv. (63 b). Größe wie die vorige; Oberseite lebhaft dunkelbraun, auch der sfaudingrri.
sonst häufig tiefschwarze Apex braun. Vor ihm eine gelbrote, stellenweise bräunlich getrübte Schrägbindc,
die vor dem letzten Drittel des Costalsaumes beginnt, schräg nach der Außenrdsmitte zieht, sich dann aber
abwärts wendet und dem Saum parallel nach dem Ird zieht, um an der Submediana ziemlich spitz zu enden.
Unterseits haben die Hflgl in der Zellmitte einen ringförmigen Schatten. Das vordere Auge in der Costamitte
ist das größere mit braunem, das zwischen den Medianästen das kleinere, mit schwärzlichem Grund und leb¬
hafterer Zeichnung. Panama; sehr selten, es sind nur wenige Exemplare bekannt; das abgebildete G
Sammlung Fruhstorfer stammt aus Costa-Rica. Ein $ der -Sammlung Staudinger vom Chiricpii, hat erst
Stichel wie folgt beschrieben: ,, Etwas größer als das Grundfarl)e der Oberseite heller-, licht rötlich-braun.
Binde des Vflgls breiter, weniger scharf gewinkelt, in flacher Krümmung nach hinten verlaufend. Saum am
Distalrande des Vflgls ockergelb aufgehellt. Unterseite wie beim G- Vflgllänge 46 mm.“
ATtengruppe Opsiphanes Wesfw.
0. batea zählt zu den interessantesten Arten der Gattung; sie flehnt sich zwar nur über ein relativ
beschränktes Gebiet aus und ihre Heimat ist das subtropische Brasilien mit dessen Nachbarländern, aber die
Species ist dem Klima-Einfluß selbst geringen Entfernungen gegenüber wenig widerstandsfähig und das Resultat
sind eine Reihe von geographischen Rassen, über die bereits eine lange Serie von x4rtikeln piddiziert wurde,
ohne daß jedoch Klarheit zu erzielen gewesen wäre. Der Verbreitungsherd für die Collectivart scheint die Pro¬
vinz Santa Catharina zu sein, von der wir bereits zwei vikariierende Species kennen, was wohl auch mit der
gründlicheren Erforschung dieses Landstriches zusammenhängt. Gewiß ist nur, daß baten von Espiritu Santo
angefangen bis Rio Grande do Sul vorkommt, sich von Nord nach Süd abstufend und je weiter nach Süden
desto mehr an melanotischem Kolorit zunehmend. Neben ganz dunklen Formen treten aber in den beiden
brasilianischen Südprovinzen auch wieder Rückschläge zur Namenstype von hellerem Habitus auf. x\n Zeit¬
formen zu denken ist nahezu ausgeschlossen, weil die S])ecies der /iu4ru-Gruppe nach meinen Erfahrungen nur
eine Generation haben, die im Frühjahr auftritt und im April und Mai wenn die kühlen Nächte beginnen, ver¬
schwindet. Untersuchungen der Klammerorgane sind noch nicht ausgeführt ; diesellien sollen in der Gattung nach
Stichel auch zu keinem Resultat führen, weil die Organe selbst noch nicht genügend differenziert sind. Jugend¬
zustände sind nicht bekannt, und so bleibt die Verteilung und Angliederung der einzelnen Formen immer noch
294
OPSIPHANES. Von H. Fruhstorfer.
mehr eine Sache des Gefühles und der Willkür als der Empirie. Wenn hier nun wiederum von dem bisher be¬
gangenen Pfade abgewichen wird, so geschieht es auf Grund einer erfreulichen Anhäufung von Material, die
haica. ich dem Zufall zu verdanken habe. — batea i/6«.. (62 c), der nomenclatorische Typus dürfte aus dem Staate Rio de
Janeiro stammen, wenigstens zeigt auch die ausnahmsweise nicht vortreffliche Figur Hüb^’Er’s deren Hauptmerk¬
mal, den fast senkrecht gestellten schwarzen Distalsaum derVflgl, welcher in der proximalen Richtung (nach der
Zelle zii) nicht verbreitert ist und nach innen nahezu scharf abgeschnitten verläuft. Alle übrigen Formen haben
dagegen einen ebenso oder noch weiter nach innen vorgeschobenen Apicalfleck wie unsere Figur (61 a 2, suh-
sericen), und ebensolche oder noch feiner verteilte und zahlreichere proximale Einkerbungen. Auch führen alle
Vikarianten einen mehr oder weniger deutlichen schwarzen Fleck am Zellapex der Vflgl, der anscheinend nur
bei bntea von Rio de Janeiro fehlt. Hflgl- Oberseite mit geringem rotbraunem xind mattschimmerndem Anflug.
Unterseite mit weiblichen Partien in der Vflglzelle und langer nach hinten spitz verlaufender, fast weißgelber
as])hcrus. Medianbinde. — aspherus subsp. nov. soll eine habituell größere Rasse aus dem nördlichsten bekannten Fund¬
platz, Espiritu Santo, umschreiben, mit bereits etwas verloschenen drei weißgelben Subapicalmakeln und tiefer
eingezähntem Distalsaum der Vflgl. cJ mit kaum erkennbarem, $ ohne jeden schwarzen Zellapexfleck. Rand¬
gebiet der Hflgl beim $ bis an die Zelle herantretend, ohne Spur eines rotbraunen Anfluges. Die weißlichen
Partien der Unterseite ausgedehnter als bei baten Hbn. Sehr selten, während baiea nach v. Böxnixgiiatj seist
glauhias. iui Orgelgebirge l)ei Petropolis gewöhnlich sein soll. — glaukias subsp. nov. bezeichnet eine dem Namenstj^us
noch sehr nahe stehende Ortsform der Provinz S;io Paulo; Habitus kleiner als bei aspherus und praegrandis
(61 a), aber merklich batea an Größe übertreffend. Subapicalmakeln dunkler als bei den vorigen Rassen, ocker¬
gelb. Basalgelüet aller Figl satter, mehr ins rotbraune spielend. Distalsaum proximal ziemlich regelmäßig,
aber nicht sehr tief eingekerbt. Zellfleck der Vflgl im Entstehen begriffen. Unterseite in der Ozellenform und
dem Gesamtkolorit kaum von batea abweichend. Nach drei der Sammlung Fruhstorfer. $ unbekannt.
duhia. ■ — dubia Röb. stammt gleichfalls aus Sno Paulo und soll nach Stichel eine habituell sehr kleine, etwas anormale
qmuormu.'i. Bildung vorstellen, von bleicher Grundfarbe und auffällig aufgehelltem Distalrand. — panormus Röb. scheint
bei Blumenau nicht selten zu sein und noch etwas südlicher bei Theresopolis in Santa Catharina fing ich selbst
zahlreiche Exemplare in den schon geschilderten Waldschäidcen, die ich zweimal am Tage absuchte, panormus
differiert nach dem Material meiner Sammlung in der Hau])tsache dadurch von baten, daß sich der schwarze
Distalsaum der Vflgl Ins zum Zellapex vorschiebt und entweder gar keinen oder nur einen sehr reduzierten
schmalen gelbbraunen Fleck dort freiläßt, der niemals den Clostalrand erreicht, während er hei batea und Ab¬
zweigungen stets als deutliche scharf abgeschnittene transcellulare Binde von der vorderen Mediana bis zur
Costalis durchzieht. Auf der Unterseite dominiert eine schwarze statt rotbraune Schraffierung. Röber’s Type,
die sich in meiner Sammlung liefindet, ist dadurch etwas von allen mir zugänglichen 6a^ea-Exemplaren ab¬
weichend, daß sie aberrativer und individueller Weise einen schöngelben Submarginalpunktfleck der Vflgl-
bcata. Unterseite zwischen der mittleren und hinteren Mediane trägt. — beata Frühst. (61 a als subsericea bezeichnet)
liewahrt noch ganz deutlich den 6a;ea-Gharakter und differiert von panormus in der Hauptsache durch einen breiten
jiach aul.5en rötlich üljerstäubten gelben bindenartigen Transcelhdarfleck der Vflgl? der besonders lieim ^ schön
ausgebildet ist. Der schwarze Distalsaum der Hflgl etwas schmäler als bei panormus. Sta. Catharina, There¬
sopolis l)is ca. 1500' Höhe. Erscheint etwa im Januar und fliegt bis März, bevorzugt den Waldrand oder das
sogenannte Capoeira, den krüppeligen, lichten Nachwuchs der an Stelle gefällten Urwaldes tritt. Die
Falter lieben es, von dem süßen Saft einiger Sträucher zu naschen, der aus Bohrlöchern kleiner Käfer ausfließt
und außer Schmetterlingen auch Unmengen von Meliponen, Lucaniden, Elateriden und manchmal auch Gym-
didijinnoii. netis (Cetoniden) anlockt. — didymaon Fldr., dessen Heimat von Stichel nach Sta. Catharina verlegt wurde,
stammt nach der mir aus dem Tring-Museum vorliegenden Type, die ich mit ausreichendem Material meiner
Sammlung vergleichen konnte, mit nahezu mathematischer Gewißheit aus Rio Grande do Sid. Die Suliapical-
makeln der Vflgl etwa wie liei batea, klein, trüber gelb als bei panormus und beata, ausscheinend aber sehr variabel,
beim $ Avieder sehr groß, fast weiß. Das schwarze Randgeliiet derVflgl sehr verbreitert, entweder gar keinen
oder nur eine undeutliche gelbliche Transcelhdarl)inde freilassend, die auch beim $ mehr rötlich verdunkelt
ist. Distalsaum der Vflgl manchmal schmal (Type) oder bis nahe an die Zelle reichend. Hflgl oberseits inner¬
halb des schwarzen Randgebiets mit rostrotem Anflug. Unterseite entgegen dem sonstigen Charakter der Rio
Grande-Fauna vorwiegend geschwärzt, die Transcellularbinde der Vflgl fadendünn, Ozellen der Hflgl mit zarter
kaum merklicher gelblicher Umringelung, dagegen die nahezu schwarze Peri])herie sehr verbreitert. S;io Joao
da Reserva, Rio Grande do 8ul, 3 1 $ Hammlung Fruhstorfer. Die Art erscheint Ende des Sommers
mhscriccd. und bevorzugt den Waldrand oder leichtes Gebüsch (Mabilde). — subsericea Frühst., analog beata Frühst, die
helle Form von Rio Grande do Sul von didymaon abweichend durch eine breite gelbe Transcellularzone der
Vflgl. Kleiner als die übrigen 6aiert,-Formen, Figl rundlicher, auch beim ^ kaum gewellt. Schwarzer Distal¬
saum aller Figl auffallend schmal, proximal unmerklich geivellt, jedoch liesonders auf den Hflgln ähnlich wie
liei didymaon Fldr. ausgedehnt dunkel rostrot angeflogen. Hflgl mit weichem Seidenglanz. Apex der Vflgl¬
zelle beim nur ganz leichthin rotbraun, beim $ schwarz gefleckt. Unterseite; Dunkler als bei beata, Hflgl
nur mit einer aufgehellten kurzen Binde, welche nicht über die Zelle hinausreicht, alles übrige gleichmäßig rot¬
braun schraffiert. Ozellen oblong, relativ klein. Mit der Type hat subsericea. sehr kleine trübgelbe Subapical¬
makeln der Vflgl gemeinsam, differiert aber unterseits durch die dunklere Gesamtfärbung und die breite statt
OPSIPHANEtS. Von H. ERiniSTouFKii.
2ur>
fadendünue gelbe Binde am Zella])ex der Vflgl. — praegrandis FruhM. ((il a) kommt im allgemeinen dei' n.s- prorf/nnur' ■.
■pherus nahe, übertrifft diese aber noch an Größe. Oberseite mit einem nacli ijiium tief eingesehnittcmen
schwarzen Distalsaum, der sich jedoch in der Richtung der Zelle kaum mehr als bei hedUt, verf)reitert. Apicalt'leeken
der Vflgl sehr groß, hellgelb, 'prdegrnndis differiert ferner noch in folgenden J’unkten von ihren brasilianischen
Verwandten: Axdfensaum aller Figl proximal tiefer ausgebuchtet, costalwärts stark aufgehellt. Abdomeji oben
heller braun. Unterseite: Distale Partie der Vflgl breiter, lichter gelbgrau mit größerer schwarzer Ozelle. Dei’
weißgestrichelte dreieckige 8ul)apicalfleck ausgedehnter, die Transversal binden der Zelle bell braun, llflgl:
Die apicalen Ozellen länglicher, die analen mit erweitei'ter hellbrauner Peri])herie. Die gelbliche Discalbinde
hellgelb, ausgedehnter, breiter als selbst bei bdted hdted und bis zur Analozelle auslaufend. Die braune Sub¬
marginalbinde der Vflgl apicalwärts sich stark verschmälernd, Analozellen der Hflgl mit reicher hellblauer
Iris, die fast die halbe Zelle ausfüllt anstatt der kleinen ,,Lun.ula“ bei bdted. Heimat: Paraguay, prdegrdudi-s
kursierte bislang unter der Bestimmung ,,dd/y//w?.0R Fk/r.“ in den Sammlungen. Felder’s Nachtrag zu seiner
Diagnose: ,, Unsere Exemplare sind alle kleine r als bdted Hhn., neben welchen sie vorzukommen scheinen“,
enthält jedoch bereits eine negative Kritik dieser Bestimmung, und zugleich den Nachweis, daß Felder bereits
Formen analog heatd bekannt waren, die er scharfsichtigerweise von seinem didijvidon absonderte.
0. catharinae Stich. (= wilhelminae Röb.) bewohnt ausschließlich Santa Catharina und ist zweifellos rathfirinae.
die weitaus seltenste der zwei oder drei in Frage kommenden Arten der 6afea.-Gru]>pe. Ihr spezifischer Wert
steht außer jeder Diskussion; das Hauptmerkmal bildet das Fehlen des Haarpinsels der Zelle der Hflgl, die
rundlichere Figlform, das weitaus hellste, nahezu gelbe nur peripherisch gerötete Basalfeld der Oberseite aller
Figl und die bis zur Flglmitte hinein, rot oder schwarz angelaufenen Adern,. Terminalsaum der Hflgl auffallend
breit graugelb. Transcellularfleck und Apicalumrahmung der Vflgl analog bedtd Frühst. (61 a). Apicalmakeln
der Vflgl bei beiden Geschlechtern gleichartig, sehr hell, fast reinweiß. Grundfarbe des ockergelb, beide Figl
breit schwarz eingefaßt, lichter grauschwarz gesäumt. Der gelbe Farbton bei der Berührung mit dem schwarzen
Distalteil rostrot schattiert. Die proximale Begrenzung des letzteren beginnt unweit hinter der Zelle an der
Costa, verläuft parallel zum Zellende bis zur vorderen Mediana, springt dann zwischen, vorderer und mittlerer
Mediana wieder wurzelwärts vor, und tritt hinter letzterer wieder beträchtlich gegen den Aiißenrd zurück.
Die ganze Berandung ist unscharf gezackt. Zellschluß proximal bräunlich, distal schwärzlich angelegt. Im
schwarzen Distalteil eine Reihe von 5 weißlichen, bogenförmig von der Costa ausgehenden Flecken, deren
unterster nur punktartig ist. Die Fleckenreihe setzt aus zwischen der hinteren Radiale und vorderen iMediana.
Dort wird der betreffende Fleck von dem von unten durchscheinenden A])icalauge ersetzt. Schwarzer Distal¬
teil des Hflgls in einer Ausdehnung wie bei 0. didyvidon Fldr. Proximale Begrenzung ungewiß, unw^eit des Zell¬
endes parallel zum Außenrd verlaufend. Am Ird eine blanke Reibefläche mit einem kleinen Haarpinsel an der
Submediana. Unterseite fast wie bei 0. didynidon, allgemein, in etw'as hellerem Ton gehalten., ein bräunliches,
dunkel gesäumtes Band am Zellschluß breiter als bei genannter Art, der proximal von den beiden Saumlinien
gelegene, dunkel schattierte Streifen, entsprechend dem schwarzen Distalteil der Oberseite hinter der mittleren
Mediana etwas gegen den Außenrd eingerückt. Type vermutlich aus Blunienau, woher auch die von Röber
beschriebenen Exemplare stammen, die mir zum Vergleich vorliegen. Ich selbst fing cdthdriude bei Thereso-
polis in Gesellschaft von 0. bdtea beatd Frühst, und 0. didyvidon Fldr. an denselben Ausflußstellen süßer oder
gärender Säfte im Unterholz der Flußtäler, aber viel s])ärlicher als die genannten Formen.
0. bassus findet sich häufig in Gesellschaft von 0. bdted Hbn. und didyiiuion Fldr., doch w'agt sie sich
im Gegensatz zu den. vorigen gerade in der größten Mittagshrtze auf sonniges mit etw'as Busch f)estandenes
Weideland, und trat ich einmal bei ihrer Verfolgung auf eine im Grase dahin.kriechen.de 2 m lange Giftschlange,
die vielleicht auch auf die Falter Jagd machte. Zwei Arealformen.: bassus Fldr., von ihrem Autor ohne nähere /jcw.'»««.
Angabe als aus ,, Brasilia meridionalis“ l)eschrieben ; Type vernuitlich aus Blumenau in Santa Catharina, dif¬
feriert oberseits nur durch schmälere Transcelhdarbinde der Vflgl und unterseits durch erheldich kleinere Ozellen
von luteipennis Btlr. (61 a), die nach einem mir vorliegendem aus Rio Grande do Sid oberseits noch reich- iKfcipcnuis.
lieber rotbraun angeflogen ist als die von mir gefangenen bdssus-(^(^. Die Benennung ist eine etwas willkürliche,
weil Butler seine luteipennis ohne jede Fundortsangabe Ijeschrieben hat. Der Name wurde von mir imr
auf die Rio- Grande-Form übertragen, um ihn nicht als Synonym verfallen zu lassen und einen neuen einführen
zu müssen. — Als oculata Stich, wurde eine Fehlfärlning liezeichnet, welche zufällig eine auch oberseits mar- ocutata.
kante Aiialozelle der Hflgl besitzt.
0. boisduvalii Westw. (62 d) ist eine durch ihre lichtgelbe Färbung auffallende Species von geringer hoisduvalii.
Verbreitung, von der bekannt ist, daß sie in der Dämmerung erscheint und einen schnellen uiid kräftigen Flug
hat. Ursprünglich aus Mexico beschrieben, geht sie süchvärts nur l)is Guatemala U2ul Honduras. Unterseite
in gleichem Farbton wie die abgebildete Oberseite, ein Vrdstreif verdüstert, Aveißlich quergestrichelt, die übrige
Flglfläche fast über und über bräunlich oder rostrot gesprenkelt und berieselt. Hflgl mit zAA'ei Ozellen; die vor-
dei’e eiförmig, distal etw'as abgeflacht, fein schwarz umzogen, innen rostbraun angeflogen und mit einem weißen
Bogenstrich geziert. Hinterer Augenfleck rund, Kern gelblich mit kleinem Aveißen Bogenstrich, Umriß sclnvärz-
lich überstäubt, das ganze ockerfarben umringt und fein rostl.)raun umzogen. ZAvischen beiden, bogenförmig
angeordnet, sind drei fleckartige runde Aufhellungen in der gestrichelten Fläche bemerkbar, A^on denen die
beiden hinteren zuweilen AVeiß gekernt sind. Im distalen Saumfeld bilden sich durch enger gerückte Sperberung
296
OPSIPHANES. Von H. Fruhstorfee.
und tScliattierung zwei ziemlich deutliche rostlmaune Wellenbinden. Der Saum selbst ist etwas trüber, nament¬
lich vorn. Abdomen mit seitlichen Reibewülsten. Das $ größer, breitflügliger, mit bindenartiger Aufhellung
hinter der Zelle. Außenrd der Vflgl fast gerade.
0. cassiae bewohnt das tropische Südamerika von Columbien bis Bolivien und von Guayana bis Rio
de Janeiro und Santa Catharina. Ueberall häufig, soweit ihre Nahrungspflanze, die eßbare Banane, angepflanzt
wird, von deren Blättern die hellgrüne Rp lebt. Die Art dürfte das ganze Jahr über fliegen, und aus Surinam
sind Exemplare bekannt, die vielleicht einer Trockenzeitform angehören. Die einzelnen Spaltrassen sind nicht
sehr scharf geschieden; bei den mittelbrasilianischeu. Rassen läßt sich nicht mit Sicherheit konstatieren, ob
cassiae. sie aus geographischen oder nur klimatischen Einwirkungen resultieren. — cassiae L. stammt aus Surinam,
ist aber anscheinend bis zum östlichen Columbien verbreitet. Vflgl von einer analwärts viel mehr als bei lu-
cnllus (61 a) verschmälerten gelblichen Binde; Hflgl mit einer kurzen gelblichen Randbinde vom Apex bis
etwa zum vorderen Medianast, von da an verschmälert und meist nur als rötlicher Schatten fortgesetzt. Unter¬
seite der Hflgl mit einem sehr großen, manchmal distal ausgezogenen, beinahe retortenförmigen Apicalauge
und einer kleinen, rundlichen gelb umringelten Analozelle. Zwischen beiden gelegentlich noch blinde Nebenaugen.
cassicahts. — cassiculus Stich, ist eine kleinere Form, vielleicht aus der Trockenzeit. Das S liat etwas verschmälerte Vflgl-
binde, die hinten von den Medianadern scharf geschnitten wird und Neigung zeigt, sich dort in Flecke aufzu¬
lösen, und die an der Begrenzung beiderseits tief eingekerbt ist. Hflgl einfarbig dunkelbraun, höchstens im Apex
ein oder zwei ganz verschwommene und kaum bemerkbare schmale Wischfleckchen. $ etwas größer, Vflgl-
binde proximal an der Zelle nur wenig herausgerückt, hinten an den Medianästen stark gekerbt, die Adern selbst
tlort zuweilen braun bestäubt. Hflgl nur mit einigen fahl ockergelben Apicalfleckchen oder dem kurzen Ansatz
2i.sc(u/o- einer zackigen Randbinde ohne abgerückte Fortsetzung. — pseudocassiae Frühst. S '■ Vflgllänge 42 mm.
cassiae. Diese merkwürdige, kleine Rasse bildet eine Transition von cassiae zu tamariridi, indem sie auf den
Vflgln eine ebenso breite, kompakte dunkel ockerfarbene Binde trägt wie cassiae decentius Frühst, und völlig
zeichnungslose, einfarbige Hflgl wie taniarhidi. Auf der Unterseite hält pseudocassiae in Zeichnung und Ko-
padiciis. lorit etwa die Mitte zwischen tauavriudi und xiphos. Manaos. — pudicus Frühst. l)ewohnt Bahia. Transversal¬
binde der Vflgl hellgelblich von. der Costa bis in den Analwinkel fast gleich breit bleibend und erheblich aus¬
gedehnter als bei cassiae L. Hflgl mit einer schmalen, lichtgelben, kurzen Admarginalbinde, die an der vorderen
Mediane aufhört. $ mit kaum merklichen, rotbraunem Anflug der Hflgl. Unterseite: Bleichgrau, ehe gelbliche
Schrägbinde durchzieht fast in gleichmäßigem Kolorit den ganzen Vflgl. Hflgl-Ozellen, auch die analen, sein-
groß. Diese Subspecies mit evidentem Trockenzeit-Charakter ist vermutlich aus einer ursprünglichen
Trockenzeitform hervorgegangen, ähidich den jetzt auch bereits zu Subspecies konsolidierten Ost- Java-Formen.
Es ist ziemlich gewiß, daß in den übrigen Nordprovinzen Brasiliens mit z. T. noch sterileren Bodenverhältnissen und
noch längeren regenlosen Perioden als sie in Bahia herrschen, noch mehr s])ezialisierte cassm-Rassen Vorkommen.
dcccniius. — decentius Fr-w/esb vermittelt den Uebergang von pudicus zur mittel- und südbrasilianischen Arealform lucullus.
Binden wie bei pudicus, jedoch dunkel orangefarben. Unterseite: Ockerfarbene Binde der Vflgl kurz, breit
vom Analwinkel aus nur bis zur mittleren Mediane reichend an der hinteren Mediane tief von der sclnvarzen
lucullus. Basalfärbung eingekerbt. Minas Geraes. — lucullus Frühst. (61 a) differiert von allen nördlichen Rassen durch
die erhel)lich verdunkelte Unterseite, auf welcher namentlich auf den Hflgln alle weißlichen und gelblichen Partien
deutlicher hervortreten. Die Schraffierung erscheint fast tiefschwarz und der purpurne Anflug gewinnt an Aus¬
dehnung und Intensität.!^ : Vflgll)inde dunkelockerfarl)en, costalwärts sehr breit, proximal sehr unregelmäßig, d. h.
tief eingekerbt, sich analwärts ebenso verschmälernd wie Hübner’s Fig. I., Taf. 74. Admarginalbinde der Hflgl im
Gegensatz zu pudicus wnd decentius gering entwickelt nur aus 2 — 3 diffusen Makeln bestehend. $ Transversalbinde
der Vflgl sehr vergrößert, breiter und bleicher als bei typischen cassiae, nach innen unregelmäßig verlaufend.
Admarginalbinde des $ sehr breit und lang, stets bis zur mittleren Mediana hellgelb bleibend iind deutlich ver¬
laufend. Analfeld rotbraun angeflogen. Unterseite: Gelbliche Analbinde der Vflgl recht schmal, obsolet. Binde
sehr breit, bis zur zweiten Mediana hellgelb, dann etwas mit rötlichen Schuppen bedeckt, sich bis zum Oostalraud
hinziehend und allmählich verbleichend. Ozellen der Hflgl sehr groß. Der Falter ist bei Rio gemein in Bananen-
gru])pen , von deren Blättern die hellgrüne Rp lebt. Espiritu Santo, Rio de Janeiro, Sao Paulo und besonders häiifig
caslaucus. auch noch bei Blumenau in Santa Catharina, in Paraguay jedoch sehr selten auftretend. — castaneus Stich. Ober¬
seite sehr dunkel ; Schrägbinde bis zum unteren Medianast ziisammenhängend, dann in Wischen endend ; Hflgl ein
farl)ig. Unterseite sehr lebhaft, mit großen Augen. $ größer, fast wie typische cassiae, aber die Zeichnung am Hflgl-
saum undeutlich. Zuweilen kommen Stücke mit stark aufgehellter und verkürzter Vflglbinde vor, die dadurch
rubirjalus. an taumrindi erinnern. Zentral-Amerika und Columlnen. — rubigatus Stich. Vflgl des ^ etwas breiter, Apex
weniger spitz, die Binde im allgemeinen wie bei der typischen Unterart zuweilen etwas verbreitert, hinten
voll bis zum En.dzipfel, oder dieser teilweise verwischt. Hflgl mit etlichen Apicalfleckchen, die sich zuweilen
sehr undeutlich als verwaschen rostrote, halbmondförmige Flecke in. kurzem Al)stand vom Flglrand fortsetzen.
Hinterwinkel hinter der Zelle mehr oder weniger dunkel rostrot angeflogen.. Sonst Avie typische cassiae; die
strophios. Form zeigt zu dieser alle Uebergänge. Von Coca in Ecuador. — strophios Frühst. Hflglbinde meist vom Saume
etwas entfernt, bis fast oder ganz zum Afterwinkel verlängert, ähnlich wie beim typischen cassia^-^. Gleich¬
falls durch Uebergänge mit den Nachbarformen verbunden. Coroico iiA Bolivien.
zelotes. 0. zelotes zerfällt in 2 Ortsrassen: zelotes Ileiv. von Columbien. oben dunkelbraun, Vflgl mit ockergelber
Aui^gegehm l.~>. V. l'.)12.
OP8TPHANE8. Von H. FRTjnSTORi<’roR.
297
Schrägl)incle ; diese von mäßiger Breite, an der Innejrseite rechtwinklig iiach liinteji gekrümmt, dicht vordem
Medianast in einem Zi})fel endend. Im Apicalfeld 3 weiße Fleckclien. $ njd)ekan.nt. - - zelus Slick. Oeslalt wie zduH.
0. cassiae, aber etwas größer, der Apex des Vflgls spitz. Oberseite dunkelbraun., jejiseits der Zelle des \dlgls
eine scharf gewinkelte Binde in der Anlage wie bei der t}qhschen Unterart, aber breiter, vollrandiger, hijiten
unweit des Distalrandes direkt vor der 8nbmediana zngespitzt auslaid'end. Diese Binde ist bei tyjjischen
zelotes an der Innenseite rechtwinklig, hier nni' stumpf gebogen, ihre eigentümliche Lage aber ein charakteri¬
stisches und unverkennbares Unterscheidungsmerkmal gegen 0. cassiue. Ebenso unverkennbar s])ezifisch ver¬
schieden gegen diese Art ist die Unterseite. Sie zeigt im Vflgl ein graubraunes Wurzel- und Zellfeld mit eiji-
fachen, welligen, zu eigenartigen Figuren angeordneten Querlinien, im Distalfelde vorn eine dreieckige Zone mit
sehr feiner Querstrichelung. Der Hflgl besitzt einen starken violetten Toji und ganz feine Berieselung mit
schwärzlichen Wellenlinien und weißlicher Abtönung. Duftorgane wie bei 0. cassiae. Typus; 1 in Kolk
Staudinger. Panama: Chiriqui.
0. tamarindi geht nordwärts Ins Mexico, sonst deckt sich ihr Verbreitungsgebiet mit jenem von 0. cas¬
siae, nur sind die in Frage kommenden geographischen Spaltzweige erheblicher differenziert, so daß manche
Form der andinischen Bngion sich weiter vom Namenstypus entfernt. Die Synonymie der Nebenrassen ist
noch nicht genügend geklärt, weil weder die früheren Autoren noch Stichel uiifl ich selbst beachteten, daß
tamarindi Fldr. (= xiphos Frühst.) (61 b) aus Venezuela stammt, und so kommt es, daß eine erheblich von tamarindi.
tamarindi abweichende nördlichere Rasse, die heute als sikyon suhsp. nov. bezeichnet wird, und die wir 61 b sikgon.
noch unter dem alten Namen tamarindi darstellen, als tamarindi zirkuliert und als solche auch von Godman
und Salvin in der berühmten Biologia Centrali-Americana abgebildet wurde. LTnsere Figur des $ ist insofex'n unvoll¬
ständig, als^yersäumt wurde, den fehlenden Hrd zu ergänzen, des weiteren kommt ein ausgedehnter rotbrauner
Anfing der Hflgl-Oberseite nicht zum Ausdruck. Beim ist die Oberseite der Figl dunkelbraun, cler Saum
vorn graubraun. Vflglbinde schmutzig xveiß, im hinteren Verlauf mitunter bräunlich, vorn bis zum mittleren
Medianast geschlossen in annähernd gleicher Breite, an den Adern beiderseits etwas eingekerbt, sodann einge¬
schnürt oder von der genannten Ader und der Submediana schmal unterbrochen, also zuletzt in zwei Flecke
aufgelöst, deren hinterer sich als länglicher, gekrümmter Zi])fel dicht am Figlrand dem Hinterwinkel anlegt.
Hflgl mit schmutzig weißer oder bräunlicher, manchmal fleckartiger Aufhellung im Apex und von da ab mit
einer trüb rostroten, hinten verwaschenen schmalen Wellen- oder Bogenlnnde nahe dem Rande. Analfeld
hinter der Zelle, etwa zwischen Submediana und dem vorderen Medianast, mehr oder weniger kräftig rostrot
angeflogen. Vorderer Augenfleck der Unterseite eiförmig, schräg gestellt, distal schräg abgeflacht, nur schmal
schwarzbraun umzogen. $ größer, breitflügliger, Apex stumjifer. Vflglbinde bis auf den hinteren Zipfel
weißlich, breiter und voller. Aufhellung im Apex des Hflgls deutlicher, fast bindenartig erweitert, die anschlie¬
ßende Wellenlinie nahe dem Rande besser ausgebildet. d'-Ty^ie aus Tepic, West-Mexico. Type des $ von San Pedro
Sula, Honduras, in der Sammlung Fruhstoreer. Durch Godman wird sikyon auch noch registriert von Orizaba
und anderen Orten in Mexico und als durch ganz Zentralamerika bis Columbien verbreitet bezeichnet. — kleist- Jdeistkcnes.
henes Frühst, bildet die farbenprächtige Fortsetzung von sikyon, von welcher kleisthenes unterschieden ist
durch intensiver samtbraunen Anflug der Basalregion der Vflgl und den dunkel kastanienlirannen Discalteil
der Hflgl. Die Vflgl tragen dann noch eine komjiaktere, fast gleichmäßig breite, lichter gelbe Transversalbinde
und die Hflgl führen einen ansehnlichen vorne hell goldgelben nach hinten rötlich überzogenen Terminalsaum.
Unterseite fahler, verwaschener als l)ei sikyon, mehr braungelb statt grauschwarz. Die gelbliche Sulianalbinde
der Vflgl markanter, ausgedehnter, prononzierter in der Färbiuig. Analozelle der Hflgl mit hellbraunem Vorhof.
Auf dem Weg zum Quindiu-Paß, West-Columbien in etwa 1560 m Höhe im September gesammelt. — cherocles cheroclcs.
Frühst, schließt sich eng an typische tamarindi Fldr . von Venezuela an, wie wir dies so häufig bei Arten des östlichen
Columbiens beobachten, doch ist cherocles scharf von der Namenstyiie geschieden durch das Auftreten einer deut¬
lichen, mäßig breiten und auch nur kurzen Saumbinde der Hflgl, die von rötlich ockergelber Farbe sich von der
vorderen Radiale bis zur vorderen Mediana erstreckt. Die Querbinde der Vflgl ist schmäler, satterockergelb, an
der mittleren Mediana stark verjüngt, der anschließende jedoch gut isolierte Fleck mehr keilförmig; Unterseite
dunkler als bei Venezuela-Stücken, die anale Binde ansehnlicher, etwas steiler aufgerichtet. Oberer Rio N egro,
Ost-Columbien aus 800 m von A. H. Fas.sl entdeckt. $ mit heller ockergelber Querbinde der Vflgl. Hflgl
mit ansehnlichem ockerfarbenem Distalsaum der bis zur vorderen Mediana bandartig, von da ab als siditermi-
nale Wellenlinie bis zum Analwinkel durchzieht. Hflgl jenseits der Zelle mit einer dunklen rostroten Region.
— corrosus Stich., in drei Exemplaren in meiner Sammlung, hat eine etwas schmälere Vflglbinde als die abge- corrosns.
bildete xiphos., von schmutzig weißer bis bleichbräunlicher Färbung, nach hinten häufig verkürzt und verjimgt.
Hflgl einfarbig kastanienbraun. $ nur unerheblich von sikyon-^ differenziert. Ecuador, nicht sehr selten. —
forma spadix Stich, hat die Binde des Vflgls schmal, teilweise aufgelöst, bräunlich statt weißgelb. Einzeln unter spadi.r.
der Stammform. Balzapamba, Ecuador, im Juli. — incolumis Stich. Die Figl breiter. Die Schrägbinde der incolumis.
Vflgl in der Zelle durch zahnartiges Einspringen der Grundfarbe verschmälert, ähnlich wie bei qidteria, aber
beim (J kreideweiß und gegen den Analwiiüiel stärker verschmälert und zipifelartig an der Submediana. endend,
beim ^ leicht gelblich getönt. Auch auf der Unterseite ist die Vflglbinde rein Aveiß; vorderes Hflglauge kleiner
als bei bogotanus. In meiner Sammlung aus Pozzuzo, Peru, Bolivien. — terenzius subsp. nov. Avird basiert fcrcnzins.
auf die Abbildung eines Avelche Staudinger in den Exotischen Tagfaltern 1888 Taf. 72 gibt und das aus Santa
V 38
0P8IPHANES. Von H. Fruhstorfek
2!)8
Catharina stammt, wo Br. Fritz Müller auch die in der Gattungsdiagnose erwälnite Rp gefunden hat. Das
$ entfernt sicli von sikyon-^, dem es sein’ nahe kommt, durch die bereits an der hinteren Mediane abschließende
weiße Medianbinde der Vflgl, deren Unterseite costalwärts weniger, analwärts ausgedehnter weiß angeflogen
ist als bei mexikanischen Exemplaren.
hGcjoianus. 0. bogotanus bewohnt Columbien. Falter sehr groß, oberseits nahezu samtschwarz mit mattem pur¬
purnem Schimmer. Transversalbinde schmäler als bei sikyon &,\\ü isolierter stehenden, nahezu weißen Kom¬
ponenten zusammengesetzt, die ihrerseits sellist wieder purpurn überpudert erscheinen. Hflgl mit den auch
für tmnarindi so charakteristischen Haarpinseln ; ein sehr breiter, buschiger jenseits der Präcostalzelle, ein etwas
kleinerer vor dem Apex der Zelle und ein dritter aus gelblichen oder schwärzlichen Haaren in der blanken Reibe¬
fläche des Irdes. Unterseite besonders prächtig, die Subapicalpartie weiß, Basalregion damit scharf kontra¬
stierend, dunkel cakaobraun. Ajiicalozelle der Hflgl ungewöhnlich groß, beinahe an jene der Caligonen erinnernd.
Zwei Arealformen: bogotarsus Dist. Type vermutlich aus Muzo, weil die Art kaum über 1000 m Höhe hinauf¬
gehen dürfte; sehr groß mit kühn vortretendem Außenrd aller Figl. Vflgl mit einer weißlichen, peripherisch
purpurn eingesäumten Schrägbinde aus unregelmäßigen, isoliert und nicht untereinander stehenden Kom-
■phraia- ])onenten zusammengesetzt. Unterseite der Hflgl vorherrschend hellbraun. — phrataphernes Frühst, wurde
ph.erncs. neuerdings von Fasse aufgefunden, bleibt in der Größe hinter dem nomenklatorischen Ty|ms zurück und stellt
ein melanotisches Extrem der Kollektivspecies dar; eine Erscheinung, die sich bei 0. quiteria von derselben
Lokalität wiederholt, und die wir auch bei 0. tmnarindi beobachten, von der die bunte Abzweigung die West-
cordillere bewohnt {kleisthenes Frühst .), während die dunkle {cherocles) neben j^hratajdiernes vorkommt. mit
trüb gelber, schmaler, mehr gleichartiger Vflglbinde. Grundfarbe tiefer schwarz als bei Muzo-Exemplaren.
$ mit relativ schmalem, weißem Tran.sversalband der Vflgl und einer deutlichen, aber kaum über 1 mm breiten
Randbesäumung der Hflgl, die vorne weißlich, nach hinten, gelblich erscheint und an der hinteren Radiale endet.
Unterseite des (T mit gelblicher statt weißer Binde der Hflgl, die sich beim $ mehr ausdehnt und kreideweiß
ist. Apicalozelle der Hflgl etwas kleiner als bei hogotanus, mehr quadratisch, statt oval. Die Schraffierung der
Medianpartie zierlicher und auf dunklerem Grunde stehend als bei hogotanus. Oberer Rio Negro, aus 800 m
Höhe. O. hogotanus wurde von Stichel als die 0. hMnurf/idf-Zweigrasse des columbischen Staates aufgefaßt.
Die Entdeckung zweier wirklicher auch im Habitus tamarindi gleichkommender Ortsformen, von. denen eine
sogar mit hogotanus phrataphernes an gleicher Stelle zusammenfliegt, beseitigen aber den letzten Zweifel an dem
Specieswert der durch ihre Größe schon von tamarindi abstechenden 0]isiphanes. Das Ei dieser schönen
Brassolide ist etwas größer als ein Sphinx ligustri-Fi, länglichrund, rahmgelb mit feinen Längskerben. Die Rp
kommt der bereits lange bekannten tamarindi-'Rp nahe, sie ist lediglich lichter grün und hat 2 {tamarindi 1)
nicht so grell rote Rückenlinien. Futter: Stechpalme. Der Kremaster der Pp ist weit nach innen gebogen und
die Vflglscheiden stehen mit dem Trd scharfkantig hervor, was der Chrysalide ein kahn- oder besser gondel-
förmiges Aussehen verleiht; sie ist von graugrüner Farbe. Die Eiablage von. hogotanus erfolgt wie die der meisten
Brassoliden ohne Schwierigkeit auch in der Gefangenschaft und ziemlich reichlich. Ich glaube, daß in Zukunft
bei Zuchtversuchen, südamerikanischer Tagfalter in gemäßigteren. Klimaten die Brassoliden den Reigen eröffnen
dürften. Denn nebst dem angeführten Umstande kommen noch zwei andere Faktoren dabei als wichtige Be¬
dingungen in Betracht. Das Futter (Bananen- und Palmenarten) gedeiht sehr wmhl bei einiger Pflege und
Fernhaltung von Prost auch in sehr gemäßigtem Klima, und die Pflanzen vermehren sich in erster Linie nicht durch
Samen, sondern meist in kurzer Zeit und reichlich durch Wurzelschößlinge. Außerdem findet die Copula der
Tiere nicht wie bei den meisten anderen Tagfalterfamilien bei Sonnenschein statt, sondern w'ährend der Flug¬
zeit der Falter in der Abend- und Morgendämmerung. (Passe.)
0. quiteria zählt zu den am weitesten verbreiteten Species der Gattung und man begegnet ihr von
Zentralamerika an bis Bolivien und auf der atlantischen Seite von Guayana bis Paraguay und Santa Catharina.
Bei der nördlichsten Rasse sind die Geschlechter dimorph und die columbischen Unterarten entfei’nen sich
rpih'iniis. auffallend von der Namenstype. Rp grün mit weißen Punkten überstreut, lebt an Palmen. — quirinusGoib». aus
Guatemala beschrieben, von Honduras in meiner Sammlung, kommt bis Panama vor, gilt als sehr selten. ober¬
seits mit einer nach hinten sich verlierenden ockerfarbenen Binde, zwei sehr großen weißen Subapicalniakeln.
Hflgl vorherrschend rotbraun mit Spuren einer gelben Binde zwischen den Radialen; $ mit weißer Querbinde
der Vflgl, völlig kastanienbraunen. Hflgln, vor derem Terminalrand drei rundliche gelbe Flecken zwischen den
qiiifcrin. Radialen stehen. — quiteria Cr. (61 b) ursprünglich aus Surinam beschrieben, aber auch vom unteren Ama¬
zonas bekannt, führt beim breitere ockerfarbene Vflglbinden als quirinus. Das $ variiert nur unerheblich
oh'iduims. in der Ausdehnung der kurzen Subcostalbinde der Hflgl. — obidonus Frühst. (62 d), die Form des mittleren
Amazonas differiert von guf/enVi aus Surinam in. folgenden Punkten: U gelbliche Schrägbinde der Vflgl enger.
Submarginalbiiide der Hflgl schmäler und länger. 9 Halbbinde der Vflgl proximal und distal schärfer
eingekerbt. Submarginalbinde der Hflgl schmäler und bis zum 1. Medianast schart ausgeprägt. Das Analfeld
bis nahe an die Zelle breit rotbraun überzogen. Obidos, August, September. Coli. Fruhstorfer. — Die
nnjiasa. Rasse des oberen Uaupes kann als mylasa Frühst, vorgestellt werden und fällt sofort auf durch die stark ver¬
breiterte orangefarbene Vflglbinde. Die gelbliche Antemarginalbinde der Hflgl ward im oberen Teil
völlig obsolet und kennzeichnet sich durch nur noch 3 verloschene runde stecknadelkopfgroße Punkte, setzt
sich aber unterhalb der zweiten Mediane als ein schwach schimmernder, schmaler, scharf begrenzter Streifen
()1*S1PHAN]^S. Von H. Fruiistorfek.
■2U<)
bis in den Anahvinkel fort, mylasa vermittelt deji Uebergang voii qimeslor Sl/ioh., geiunden au) Ostaljliajig
der Anden in Ecuador, zni ohidorms Fnüist., und von dieser zum nomejiolatorisclu'n Ty])us von Surinam. I)ic
Hflgl von mylasa erscheinen rundliclier, weniger ausgezackt als bei den übrigen r/v/derü/- Formen und die gelb¬
liche Binde der Vflgl wird schmäler als bei quaestor. — augeias Frühst . Eine auffallend helle geogra[)hi.sebe riKi/c'ir/s
Unterart ohne nähere Verwandte, am ehesten noch mit 0. hadius Stich, von. Muzo zu vergleichen; Figlkontur
aber noch ungleicher, welliger. Vflglbin.de breiter als bei hadius, gelblich, mit leichter Neigung zu weißlicher
Aufhellung. Basalregion unmerklicher rostrot als bei hadius. Hflgl etwa kastanieidjraun, mit Ausnahme eines
schwarzen gewellten Distalsaumes und einer ebensolchen Transcellularregion. Von. der dostalis bis zum vor¬
deren Medianast zieht eine genau vertikale hellockergelbe aus drei Fragmenten bestehendeBin.de von mäßiger
Breite. $ im allgemeinen wie das U) Shawl der Vflgl weiß mit leichtem Rückschlag zur (.Iremefarl)e, die
subajucale Binde der Hflgl zusammenhängend, breiter und fahler gelb als beim (^. Hflgl heller i’ostbraun, die
schwarzen Gebiete etwas verwaschen und reduziert. Unterseite sich jener von quirinvs anschließend, aber
doch sofort zu trennen durch die ausgedehntere und lichtergelbeBin.de der Vflgl der und die iiach hinten,
mehr ausfliessende der $9- Vom Rio Aquaca-Tal der Westcordillere, Columbien, aus ca. 2000 m Höhe. —
phylas Fm/isC Bei dieser markanten Arealform ist die Differenzierung noch wmiter vorgeschritten als bei augeias i>liijt(i.'i.
und man könnte auf Grund der Oberseitenzeichnung versucht sein, an s])ezifische Trennung zu denken, wenn
nicht die analogen. Charaktere der Unterseite die Verwandtschaft dokumentierten. oben sckvvarz. Die lud
augeias rotbraunen Partien in ein vornehmes eigentümliches, bisher im Genus völlig unbekanntes Grauschwarz
verfärbt, das aber nur wenig von der tiefschwarzen Umrahmung absticht. Vflglbinde kürzer als bei augeias,
an der hinteren Mediana bereits abgebrochen, schmäler und dunkelstrohgelb mit leichten peripherischen graiien
Trübungen. Hflg. nur mit zwei gelblichen Rudimenten einer verschwindenden Subapicalbin.de. $ durch einen
sehr breiten, etwa cremegelben Shawl der Vflgl an 0. hadius-'^ gemahnend, die Binde jedoch regelmäßiger und
in ihrem intramedianen Teil mehr ausgedehnt. Hflgl mit drei markanten, wenn auch hinter augeias-^ zurück-
bleibenden Subapicalmakeln, die isoliert stehen. Grundkolorit etwas verwaschener als beim (J, gleichartig
schwarz mit mattem braunen Reflex, 'phylas bildet somit das melanotische Extrem der Kollektivspecies, Avie
sie sich in Columbien präsentiert, doch ist ein Anschluß an. die Amazonas-Rassen wie etAva bei den ostcoluni-
bischen Eryphanis nicht zu erkennen. Unterseite gleichfalls dunkler als l)ei augeias. ^ mit kürzerer satter gellmr
Querbinde der Vflgl, die sich beim $ namentlich ZAAÜschen den Medianen, erheblich ausdehnt, dort cremefarl)en
Avird und mit leichtem Purpurschimmer überdeckt erscheint, al)er nach dem Costalsaum zu in ein kreidcAveißes,
zart scliAvarz gesprenkeltes Feld übergeht. Hflgl dunkelgrau, ohne discale und distale rötliche A\d'hellung Avie
bei augeias. Durch die düstere Unterseite in Verbindung mit den stattlichen. Binden se])ariert sich phylas auch
ohne weiteres von quirinus. Oberer Rio Negro, Ost-Columbien, 800 m. Von. A. H. Fassl gesammelt. Durch
die Entdeckung dieser beiden divergierenden und hochspezialisierten. r/«huöi«s-Rassen AAÜrd die interessante
charakteristische Produktionsfähigkeit Columbiens an parallelen, vikariierenden, aber dennoch auffallend se])a-
rierten Species Aviederum beleuchtet, und zuigleich der beis])iellose Reichtum dieses Landes an Arten in ein
neues glänzendes Licht gerückt. Die Auffindung dieser dem allgemeinen quirinus-Tlyp\\& nahestehenden Arealrassen
ermöglicht die Ausscheidung von 0. hadius Stich, als besonderer Art, ebenso Avie die Einlieferung von zAvei AA'irk-
lichen columbischen 0. tamarindi-OYtsiovm.en die s])ecifische Rehabilitation von 0. hogotanus Bist, zur Folge
hatte. — quaestor Stich. Oben besonders tief schwarzbraun, nur die Vflglspitze schwach aufgehellt. Vflglbinde qumstor.
nach außen stark erweitert. Hflgl nur mit Spuren einer verloschenen sidAinarginalen Binde rötlicher Flecken.
Unterseite lebhafter schattiert. 1 ^ aus Coca, Ecuador. — l>olivianus Stich, hat oben lichtere Grundfarbe, holivianus.
Binde dunkler, rötlich braun gefärbt. Hflgl mit deutlicher Fleckenbinde vor dem Saum. Der meri-
dionalis am nächste]i, aller durch die lireitere, dunklere Vflglbinde zu unterscheiden. — quirinalis Stgr. quirinalis.
Vflglbinde bein- bis ockergell) oder fast weiß, leicht braun überstäubt; am Apex der Hflgl oben 2 — 3 Aveißliche
oder gelbliche Flecke, die zuweilen in eine rötliche sidimarginale Fleckenbinde übergehen. Peru, Ecuador,
Avestlich der Anden ( ?). — philon Frühst. (61 c). Die bei ohidonus eintretenden. Veränderungen prononzieren philon.
sich noch deutlicher bei Espiritu Santo -f/Riier/a und charakterisieren die schönste der bisher bekannten geo¬
graphischen Formen. Die AbAveichungen vom Tyjuis aus Surinam ergeben sich aus : {^) den AA'eniger geAvellten
Hflgln, Oberseite des Abdomen, und die gesamte basale Partie der Hflgl laug d u n k e 1 b r a u n r o t
behaart, ähnlich wde bei quirinia, Godm. von Zentral-Amerika. Submarginalliinde der Hflgl bis zum 3. [Medianast
laufend, heller gelbbraun, schärfer abgesetzt, und im Analwinkel breit dun.kelrot ausfließend und mit der roten
Basalfärbung verschmelzend. Unterseite: Viel dunkler, reicher scliAvarz schattiert, besonders in der Vflglzelle.
Analfeld und Distalzone der Hflgl häid'ig mit violettem Hauch. Der AAmiße, leicht diffuse Fleck unter der Submediana
der Vflgl reduzierter. die gelbliche Hflglbinde manchmal bis in. den AnalAAÜnkel geschlossen, mindestens
zAveimal so breit als beim (^, anahvärts noch AAmiter, prächtig rotbraiin auslaufend, so daß der rote Hauch die
Zelle erreicht. Espiritu Santo, Rio de Janeiro. Gleichsam als Satellit von philon existiert neben ihr auch eine
man möchte sagen mimetisch geformte, analoge Rasse einer zAveiten Species, nämlich A’on invirae Hhn.. die
durch die tief eingekerbten und ungeAvöhnlich breiten, gelblichen Binden aller Figl zugleich die markanteste
aller wvfrae-Formen bildet. — meridionalis Stgr. G stets kleiner als philon, mit AA'eniger spitzem Apex uiul »icrictlo-
flacher ausgeschnittenem Distalrand des Vflgls als quiteria. Schrägbinde in. derselben Form, et was A’eränderlich,
bald in sehr spitzem, bald stumpfem Zi})fel endigend. Ini distalen Teil der Zelle zuAA'eilen ein gelblicher ver-
300
OP81PHANES. Von H. Frijhstorfek.
scliwoinniener Wischfleck. Hflgl am Distalrand weniger zackig, wenngleich noch stark gewellt (namentlich an
den Medianästen), nahe dem Distalrand mit vollkommen geschlossener und bis zum Hinterwinkel gut ausge-
hildeter Binde, deren letzter Teil mehr oder weniger rötlich übergossen und etwas verwaschen ist; auch bildet
sich in dem nach vorn anschließenden Flglfeld ein schwach rostroter Anflug. $ in der Regel etwas fahler
in der Grundfarbe, von Gestalt der vorigen Unterart und auf dem Vflgl nicht wesentlich verschieden von dieser,
dagegen dei- Hflgl nahe dem Distalrand mit sehr breitei- Binde, die vorn fahl- bis rotgelb ist, von der Mitte an
allmählich in ein lebhaftes Rostrot übergeht und hinten zu einer großen, ungewiß begrenzten und allmählich
in die Grundfarbe überleitende rostrote Zone ausfließt. Bildet Uel)ergänge zur vorigen Form. Rp walzen¬
förmig, in der Mitte verdickt, grün, mit weißen Punkten überstreut, ferner mit dunklen, dorsalen und late¬
ralen Linien und Streifen sowie mit gelben Stigmen. Kopf gelblich, braun gestreift, mit rötlichen Hörnern.
Hinterende mit langer Schwanzgabel. Lebt an Palmen. (Nach Burmeister, Pavonia quinteria.) — mericUo-
'iialis differiert von ’philon, allgesehen von ihrer geringeren Größe, insbesondere durch breitere und fahlergelbe
Vflglbinde des d', schmäleres, schärfer abgesetztes Band des Die Hflgl zeigen eine lichtere vordere Partie
und eine heller rotliraune Analregion als philon, auch ist das Gesamtkolorit der Unterseite stets mehr verwaschen,
ausgebleichter, deren Submarginalzone vorherrschend gelb und dadurch das Kolorit fröhlicher als bei nörd¬
licheren Formen. Die gelbe Schrägbinde der Vflgl-Unterseite merklich schmäler als bei philon, auch beim $.
Santa Catharina, vermutlich auch in. Parana; in Rio Grande do Sid noch nicht beobachtet. In Säo Paulo
und Paraguay dagegen existieren vermittelnde LTebergänge und die mir vorliegenden Exemplare schließen sich
in der satten Färlmng der Lhiterseite an philon, in der schmalen Binde der Vflgl-Unterseite an m.eridionalis
an, und durch den ausgedehnteren viel dunkler kastanienbraunen Anflug der Analregion der Hflgl-Oberseite
orcshios. differieren sie von beiden. Wenn diese Rasse konstant ist, könnte sie als oresbios subsp. nov. umschrieben werden.
hudins. 0. badius Stich. Hflgl stark gezackt. Binde des Vflgls zu einer gelblich Aveißen, schmalen Fleckenbinde
verengt. Diese liegt dicht an der Zelle, berührt diese an der hinteren Ecke, ist aber vorn bis zur Subcostalis
mehr oder AA^eniger undeutlich und zieht in gestreckter Richtung schräg bis nahe zum Distalrand am hinteren
.Medianast. Zuweilen ist sie darüber hinaus zu einem gekrümmten Zipfel am Hinte rAAunkel A^erlängert. Hflgl
ohne Fleck und Bindenbildung, dagegen im Anal- und Wurzelfeld stark rostrot angeflogen. L^nterseits sehr
lebhaft gezeichnet und A^on der vorigen Unterart nur durch die schmalere Binde des Vflgls verschieden. Das
Insher unbekannte $ ist erheblich größer als der <^. Vflgl AmrAviegend schAA''arz, nur basalAA’'ärts leichthin rostrot
angeflogen — die rein AV'eiße Schrägbinde etAva dreimal so breit als beim S — Hflgl satt rostrot mit schmalem
schwarzem Terminalsaum. ? sehr ähnlich quirinus Godni. ? aber größer. Vflglbinde mehr zerschnitten, Hflgl
oberseits ohne die suliajucalen Rudimente einer gelblichen Binde. Der Aveiße Shawl der LTnterseite der Vflgl
noch bedeutend breiter als oben, auch ausgedehnter als bei quirinus. hadius AAUirde von Stichel mit quiferia
A^ereinigt. Die Auffindung von zwei weiteren quirinus näher verwandten Rassen läßt es aber ratsam erscheinen,
die im cj Geschlecht auffallend differenzierte Form zur Art zu erheben. Flugort Muzo, 400 — 800 m. Columbien.
cumcna. 0. camena Stgr. Dunkelbraun. Wurzelfeld fahler braun, Apicalzone scliAvarzbraun. Distal A^on der
Zelle verläuft eine schmale ockergelbe h leckenlünde, die vorn geschlossen ist und schräg liegt, sich an der hin¬
teren Radialis scharf geAvinkelt nach hinten richtet und in einzelne, in den Aderzwischenräumen stehende,
uni’egelmäßige Flecke auflöst. Sie endet in einem Doppelfleck im Hinterwinkel, unmittelbar A^or der Sub-
mediana. Nalie dem Apex steht ein weißes Doppelfleckchen und hinter ihm ein etAvas größerer AA'eißer Fleck,
Unterseite fahl braun mit Zickzack- und Bogenlinien, die dunkler abgetönte unregelmäßige Figuren bilden.
Nächst dem Apex die drei weißen Fleckchen der Oberseite, zAvischen den Radialen ein schAA'arzer, gelblich gering-
ter und fein schwarzbraun umzogener Augenfleck. Distalteld braun, hinten gelblich, nahe dem Flglrand
mit zwei gezackten Linien, die nahe dem Hinterwinkel verscliAv indem Hflgl am Distalrand stark geAA’'ellt,
mit ockergelben Mondflecken und einer Reihe Bogen- oder Mondflecke von gleicher Farbe nahe dem Distal¬
rand, soAvie den beiden für die Grujipe eharakteristischen .Haarpinseln in der Zelle und an der Submediana.
Unterseite fahl braun. Vorn, etwa hinter der Mitte des Vrdes. ein großer, eirunder, schräg liegender Augenfleck,
der innen braun goAAnlkt. mit AA-eißem Bogenstrich versehen und schwarzbraun umzogen ist. Ein zAA'eiter, rund¬
licher xLugenfleck hinter der Zelle nahe dem HinterAvinkel ist schwarz, gelblich überstäubt, Amrn A\'eiß bekränzt,
gelbbraun umringt und fein scliAvarzbraun umzogen. Vrd Aveiß gestrichelt. Ueber die Zelle zieht eine unregel¬
mäßige, braune Querbinde; FlglAAurzel dunkelbraun. Die übrige Flglfläche dunkelbraun geAA'ölkt, gestrichelt
und marmoriert. UiiAveit des Distalrandes bildet sich eine durch gedrängter stehende Strichelung gebildete,
bindenartige Reihe von Mondflecken, die heller gegen den verdunkelten Saum abgesetzt sind. 9 größer
als das d', Apex der Vflgl AAnniger vorspringend , Sidiapicahnakeln reiner AA^eiß , alle ockergelben
Binden, namentlich jene der Vflgl auffallend verbreitert , lichter, Basalregion und Zelle der \d’lgl soAA’ie
die gesamte Oberfläche der Hflgl rostrot. Die scliAvarze Submarginalbinde der Hflgl beiderseits ockergelb be¬
grenzt. Vflgl unterseits mit breiter weißlicher, purpurn überhauchter Transcellularregion, das Submedian¬
gebiet bis zur Basis breit ockergelb gefärbt. Hflgl lichter braun mit hellerer Ozellenperipherie als das d- Co¬
lumbien, M^est-Cordillere, Rio Aguacatal, ca. 2()0() m. Nach Fasst ist das Ei in Größe und Gestalt ähnlich dem
Amn 0. bogotanus Dist. ; es ist lediglich mehr grüngelb und Aveniger durchscheinend ; die Längskerben sind
scharfkantiger. Er fand mehrmals auch die Eiablage im Freien an der Blattunterseite einer Palmenart mit
meterlangen, ungefiederten Wedeln in Gruppen von 4 — 12 Stück in 1 bis 2 Reihen regelmäßig nebeneinander-
OPSIPHANI^S. Voji. II. Fruiistorkiok.
;;oi
gelegt. Während hogotanus mit CaJigo epit)i,etheiis die tieferen Gebirg.sregioiu'n bewntint. teilt caniena seiji Klug¬
gebiet mit Ckdigo oberlhüri in den unwegsamen, niorastigen Urwäldern der höheren (fehirgsgegeTiden. K.vssi,
beobachtete einigemale kurz nach 8onnemintergang camena \'deb|)lätzen, wie sie |)lötzlich cun Slück
am spärlichen Rasen hinrannten, })ei einem Tierexkrement einen Moment mit hocherhobemm Fühlern stille
hielten, nnd darin mit dem Rüssel gierig hernmbohrten, nm schon im nächsten Moment wieder ein Stück zu
laufen und dieselbe eingehende Untersuchung zu wiederholen; dabei sind sie äid.)erst scheu und fliegen sellrst
bei vorsichtiger Annäherung schon von weitem davon. JJas sehi' seltene und viel größere ? ist von ganz kasta¬
nienbrauner Grundfarbe und dürfte vielleicht noch gar nicht bekannt imd unbeschrieben sein (Fassi,).
0. sallei steht quirina nahe und zerfällt in vier individuenarme geographische Rassen. — sallei Weshc. sKlid.
ist dunkelbraun; Vflgl an der Basis leicht rötlich überflogen. Querbinde bis zum vorderen Medianast vollständig,
dort stark nach aidfen vorgeschoben, zieht dann in Flecken weiter; der letzte ist zipfelartig gestaltet, fler Krüm¬
mung des .Hiirterwinkels folgend gebogen und endet am Hrd. Auf der Unterseite füllt der einzelne Fleck itu
mittleren Medianzwischenraum dessen ganze Breite aus und hängt distal leicht mit der Querbinde zusammen.
Rflgl mit ziemlich breiter, an den Adern eingekerbter und an der hinteren Radialis stid'enartig abgesetzter
äußerer Binde, die vorn hell ockergelb gefärbt ist, sich etwa vom vorderen Medianast al) trübt, gegen den Hinter¬
winkel rostrot wird und sich in unbestimmter Begrenzung nach vorn verbreitert. Venezuela, (Vjhimbien. —
mutatus Stich. Vflgllunde breiter, etwas dunkler rötlich ockergelb, in ganzer Länge geschlossen oder im vor- mulutns.
deren Medianzwischenraum an der proximalen Seite nur stumpf zahnartig eingeschnürt, der verbleibende Ver¬
bindungsfleck indessen vorn in ganzer Breite dem vorderen Bindenteil anliegend, hinten vollständig mit dem
folgenden Bindenfleck zusammenhängend oder nur durch die Ader getrennt. Tm distalen Teil der Zelle zu¬
weilen ein verloschener bräunlicher Fleck. Hflgl nahe dem Distalrand nnt bedeutend verschmälerter Binde,
die meistens schon am vorderen Medianast aufhört oder, wenn länger, sich in ungewisser rötlicher Trübung
allmählich in der Grundfarbe verliert und schmaler wird, anstatt sich zu verbreitern und auszufließen. Der
Distalrand etwas weniger gezackt. Ecuador. — farrago Stich, d mit etwas fahlerer Grundfarbe, Wurzelfekl farnitjo.
des Vflgls trüb rostrot angeflogen. Vflglbinde wie bei der vorigen Unterart. Hflglbiiifle stark verbreitert (aid
4 — 5 mm), an den Seiten weniger eingekei’bt als bei der typischen Unterart und deutlich bis zum hintei’en
Medianast ausgeprägt, aber schon vorher etwas rötlich getrübt, rostrot in ungewisser Begrenzung im Hinter¬
winkel endigend und nach vorn ausgeflossen, so daß das Hinterwinkel- und Wurzelfeld des Figls vorwiegend
fahl rostbraun erscheint. Unterseite matter gezeiclniet, namentlich die Strichelung des Hflgls weniger scharf,
die Grundfarbe heller, weißlich braun. Der einzelne gelbe Fleck im mittleren Medianzwischenraum des Vflgls
kleiner, eirund, ganz isoliert, ein Merkmal, welches indessen nicht als charakteristisch zii erachten ist. Süd¬
liches Peru, Bolivien. — nicandrus subsp. nov. Entfernt sich von der vorigen Rasse durch die erheblich schma- nicnndru.'i.
lere rotbraune Binde, deren Komponenten sich zwischen den Medianadern in einzelne halbmondförmige Flecken
zerlegen. Hflgl-Oberseite kaum merklich rostrot angeflogen. Unterseite der Hflgl viel dunkler braun mit pur¬
purnem düsterem Anflug. Coroico, 1200 m, Bolivien.
0. invirae wird überall neben quiteria angetroffen und muß als eine gering differenzierte Species aid-
gefaßt werden, die in ihren südlichen Ausläufern kaum von den meridionalen Rassen von quiteria Cr. in ihren
nördlichen Spaltformen wenigstens auf der Unterseite nicht von cossina Fldr. zu trennen ist. Doch dürften
die Jugendstadien entschieden von Jenen der quiteria abweichen, und nach Bönninghausen sind sie einfar¬
biger als jene von quiteria, die bunte Streifen tragen. Rp auf Palmen. — relucens Frühst. J. Aehnlich remoli- rtiuccu--<.
atus, aber kleiner. Vflglbinde breit, hell ockerfarben, stark gekrümmt und in fast ungeniinderter Breite bis
über die Submediana hinauslaufend; ihr Endfleck scharf aufgesetzt, rundlich abgeschnitten. Hflglbinde vorn
gelblich, vom vorderen Medianast an rostrot und deutlich begrenzt, bis zum Hinterwinkel reichend, aber schmal
und distal gleichmäßig tief gekerbt. Unterseite beim Original mit breiterer gelber Vflglbinde und größeren
Augentlecken als die typische Unterart; zwischen den Augenflecken eine Kette von 4 weißgrauen halbmond¬
förmigen Flecken. Vflgllänge 36 mm. Honduras (San Pedro Sula). — cuspidatus Stich. S ^dlgl i^iit sehr spitzem cuspicldtua.
Apex. Außenrd sehr schmal grau gesäumt. Vflglbinde nur bis zum hinteren Medianast vollkommen, darüber
hinaus manchmal noch ein obsoletes Endfleckchen. Basalfeld rötlich grau. Hflglbinde sehr schmal, sich an
den Radialen rostrot verdüsternd und allmählich verschwindend. Analfeld leicht rötlich angeflogen. 'Wm
ATdkan Chiricpii. — invirae Hbn. J mit schmaler ATlglbinde, deren innerer Rand hinter der Zelle gar nicht oder inrh-ac.
nur ganz wenig zahnartig vorspringt; am mittleren Medianast ist sie beiderseits etwas stufenartig aligesetzt
und am hinteren Medianast ein wenig eingeschnürt. Im ülirigen die Begrenzung ziemlicli scharf und glatt ;
der hintere Teil der Binde wendet sich in einem krummen, zugespitzten Zipfel im Hintervinkel gegen den Hrd
und überschreitet meistens die Submediana, wenn auch minder deutlich ausgeprägt. Der Augenfleck nahe
dem Apex und der vordere Teil der Linien nahe dem Distalrand der Unterseite ziemlich deutlich durchschei¬
nend. Die Binde nahe dem Distalrand des Hflgls schmal, manchmal fast in eine Fleckenreihe aufgelöst und
verkürzt, zuweilen trübe rostrot bis zum Hinterwinkel auslaufend. $ größer, fahler: \ flgl länglicher, Saum
wenig ausgeschnitten. Binde des VTlgls fahl ockergelb, vorn heller als hinten, breiter als beim ö, hinter der
Zellecke deutlich zahnartig vorspringend, an den Medianästen weniger abgesetzt oder eingeschuürt. Hflgl¬
binde breiter, aber meist trüber, im hinteren Teil ohne deutliche Begrenzung rötlichliraun ausgeflossen, ähnlich
wie bei 0. quiteria meridionalis. Von dieser, abgesehen xmn geringerer Größe, insbesondere durch den sanft
302
OP'SIPHANES. Von H. Fruhstorfer.
gewellten Saum der Hflgl, die feinere Strichelung der P'nterseite und den spitzeren Apex des Vflgls zu unter-
Icdon. scheiden. Guayana, nördliches Brasilien, Venezuela. — ledon suhsp. nov. leitet von invirae Hbn. zu infermedia
Stich, vom oberen Amazonas über und entfernt sich von der Namentype durch bedeutendere Größe und dunh-
lere Schrägbinde der Vflgl, die sich costalwärts verengt, nach hinten aber in eine ganz schmale Spitze ausläuft.
i)itcr)iic(lii(.s. Unterer Amazonas. — intermedius Stich, ist größer, Vflglbinde stark verbreitert, von etwas dunkler rötlich
ockerbraunem Farbton, proximal mit stark vorspringendem Zahn, an dieser Stelle 8 mm breit, beiderseits
ohne oder mir mit geringer Kerbung an den Adern, gegen das Ende scharf verjüngt und in einen spitzen Zipfel
auslaufend. Die Binde ist dadurch bis hinter der Submediana fast gerade gestreckt und erst im letzten Ader¬
feld etwas gekrümmt. Hflglbinde schmal, vorn ungewiß ockergelb, fast in lose zusammenhängende Flecke
aufgelöst, gegen den Hinterwinkel rostrot und besser geschlossen, aber unsicher begrenzt. P'nterseite lebhafter
.vtirluiL gefärbt, die Strichelung aber fein und gleichmäßig. Oberer Amazonas. — sticheli Böb. hat im o die Vflglbinde
hell ockergelb, nach hinten ziemlich gleichmäßig verschmälert, zwischen dem vorderen und mittleren Median-
asfc eingekerbt; sie endet als längliches Fleckchen vor der Submediana. Hflglbinde vorn in drei einzelnen gelb¬
lichen Fleckchen bemerkbar; sie verbreitert sich an der hinteren Radialis zu trüb rostroten, zusammenhän¬
genden, bogenförmigen Flecken und zerfließt im Hinterwiirkel. Etwas veränderlich in der Zusammensetzung
der Hflglbinde und Breite der Vflglbinde und im allgemeinen der typischen P'^^nterart sehr ähnlich. Das bis¬
her unbekannte ? nähert sich maplificatus Stich, von Paraguay; Vflglbinde etwas schmäler, intramedian stärker
proximal gezähnt, von etwas mehr rötlichgelber Färbung. Auf den Hflgln heben sich die drei subapicalen vor¬
deren Komponenten deutlicher von den hinteren lebhaft rostroten und analwärts breiter ausfließenden ab.
Unterseite dunkler als bei amplificcitus, sich mehr jener von remolialus Frühst, anschließend, durch die satt ocker¬
gelbe Analbinde der Vflgl. Columbien, Type vermutlich aus dem Cauca-Tale, beide Geschlechter auch von
(iiiipllji- Fassl am oberen Rio Negro in ca. 800 m Höhe aufgefunden. — amplificatus Stich, umschreibt einen typischen
catii^. ];>araguay-Falter, habituell klein, hinter /’emoZinb'Ä zurückbleibend mit etwas lichter ockergelber Binde der Vflgl,
enger und schärfer gezacktem Submarginalband der Hflgl, $ mit vorherrschend gelbem Shaivl der Vflgl und
fahler, nach hinten nur unmerklich rotbrauner Submarginalzone. Unterseite auffallend bleich. — Ozellen
rcitioliatiiN. kleiner als bei renioliatus. Paraguay. — remoliatus Frühst. ((31 a cJ; ? bla als nieridionalis). S- Apicalflecbchen
gelb anstatt weiß. ?. Apicalf lecken größer und reiner weiß. Transversalbinde beider Figl dunkler ockerfarben,
schärfer abgegrenzt namentlich im proximalen Teile und die Hflglbinde des costalwärts schmaler, analwärts
breiter, dunkler rostrot. Distalsaum der Hflgl breiter schwarz, Figl noch Aveniger ausgeschnitten. Unterseite
dunkler schraffiert, Ocellen größer als bei arn.plificatus. Rp auf Giriva-Blättern, avo sie Avegen ihrer grünen
Farbe scliAvierig zu finden ist. Die Rpn verpuppen sich im November oder Dezember und dann Aiieder im Juni.
Die Ppn sind hellgrün mit einem goldenen Punkt auf jeder Seite. Nach 20 — 30 Tagen schlüpft der Falter aus,
der meist häufig ist und sich unter Palmen versteckt. J-Tj^pe aus Sta. (Vitharina, $-Type aus Rio Grande
do Sul. In letzterer Provinz ist remoliatus weitaus die häufigste Opsiphanes- Art. Nach 12 10 9? der Samm¬
lung Fruhstorfer ist sie sehr beständig, wechselt nur unbedeutend in der Größe, aber gar nicht in der Färbung.
agusthcnfü. — agasthcncs Frühst, differiert von aviplijicatus Stich, durch; beträchtlichere Größe; viel dunldere Färbung;
Schrägbinde der Vflgl bei 2 Exemplaren jenseits der Zelle wie bei quiteria tief eingebuchtet, Vflglbinde hinter
der Zelle besonders auffällig zahnartig gezackt; Hflglbinde ziemlich schmal, manchmal fast perlschnurartig,
aber hinten verbreitert und rostrot verfärbt. PTnterseite viel dunkler, alle Ocellen größer und brei-
rcrfii'us- ter schwarz umringelt. — rectifasciata Fruh.st. ist eine Färbimgs- und ZeichnungsabAveichung. ^Tlglbinde
cuäa. schmäler, dunkler ockergelb, fast geradlinig verlaufend, d. h. weder ])roximal noch distal erheblich eingeschnürt.
laiujoras. Peru, Pozuzo. — isagoras F/’H7?.sb Entsprechend der geographischen Lage steht isagoras der amplificatla Stich,
näher ah agasthenes. Von beiden ist isagoras zu trennen: Durch stattlichere, an erinnernde, jiroximal
tief eingebuchtete Schrägbinden der Vflgl und ausgedehnte, besonders costalwärts stark erweiterte Submarginal¬
binden der Hflgl, die analwärts leichter rot erscheinen als bei androsthenes. Unterseits sind die Vflgl heller,
p.sciaJo- die Hflgl dunkler als amplijicata, das Apicalauge der Hflgl gröl, 3er, oblonger, Bolivien, Cochabamba, — pseudo-
iihtloti. philon Ernksb ((31 d?). Habituell etwa dem amplificatus Stich, a'ou Paraguay gkichkommend. Gelbe Binde der
\ flgl namentlich jenseits der Zelle staik gekrümmt. Hflglbinde bis zur vorderen Mediana hellgelb, dann sich
stark verbreiternd, als dunkelbraune Fortsetzung, jedoch scharf begrenzt in den Analwinkel auslaufend. So-
Avohl der gelbe als der rötliche Abschnitt der Binde distal viel tiefer eingebuchtet als bei irgend einer anderen
invirae-Form. ln der Vflglzelle des 9 nahe dem Apex der Anfang einer rötlich gelben Makel. Espiritu Santo.
0. cassina läßt sich unterseits durch kein in die Augen springendes Merkmal Amn 0. invirae trennen,
ist aber oberseits leicht kenntlich durch einen zumeist komjiletten nahezu cpiadra tischen ockergelben oder
rostroten Fleck vor dem Apex der Zelle der Vflgl. cassina- ist zugleich mehr auf die nördliche Zone des ^Tr-
breitungsgebietes von invirae beschränkt, sie geht auf der andinischen Seite zAvar parallel mit invirae und
quiteria bis Bf livien, dürfte aber an der atlantischen Küste nicht über den unteren Amazonas hinaus Amrdringen
und nach unseren jetzigen Kenntnissen bereits im mittleren Brasilien fehlen; auch scheint es, daß elas trockene
Klima der übrigens so gut Avie unerforschten l^roAunzen Piauhy, CVara und Bahia ihrer Ausdehnung im MTge
fahricii. stellt lind diese verhindert. — fabricii B.sd. (61 d), bisher Aum Guatemala bis Panama bekannt, AA'iirde mir ganz
neuerdings auch aus Tejiic, West-Mexico, zugesandt. Die S<S dieser Lhiterart sind meist klein mit Ainnig spitzem
Apex des Vflgls, distale Begrenzung der deutlich gegabelten Binde Avenig oder gar nicht eingeschnürt. Bei den
OPiSIPHANER. Von. H. Fruiistohfer.
?? ist der proximale Gabelteil in der Zelle meist obsolet, die Färbung der Zelle selbst rostig, llflgl mir im vor¬
deren Teil mit ungewiß begrenzter Submarginalbinde, diese verschwimmt zwischen den Radialen, in Rost¬
braun und Graurot übergebend und diese Färbmig teilt sich, vom Analtoil ausgehend, fast der ganzen Flgltläcbe
mit. Die Form 'wiederholt sich in Columbien und im westlichen Ecuador mit geringen .Vlodil'ilcationen, die ; d
sind durchschnittlich etwas größer und lebhafter gefärbt, ohne jedoch s])ezifiscbe Trenn imgsmerkmalc (‘rkcnnen
zu lassen. Die Verbreitung der 0. c. fabricii kann demnach wie oben angegeben angenommen werden. - cliiri- chlritiuni-
quensis scheint ausschließlich am Vulkan Chiricpii, Costa Rica, vorzukommen. Von bedeutender Größe,
mit ziemlich spitzem A])ex und hinten stark konvexem Distalrand des Vflgls. Binde des letzteren in ganzer
Ausdehnung sehr breit, lebhaft rostgelb, distale Begrenzung wenig eingeschnürt und in dieser Hinsicht n)it
fahricii fast übereinstimmend. Gabel deiitlich, proximaler Teil in der Zelle breit, eng mit der Hauptbinde zu¬
sammengefügt. Vrd des Hflgls breit rötlich bis zTir vorderen Radialis, namentlich an der Wurzel und am A|)ex.
Hflglbinde sehr breit, breiter als bei allen anderen Formen der Art, vorn rotgelb, in der Mitte in Rostrot über¬
gehend, gegen den Hinterwinkel verbreitert, ohne auszufließen. Unterseite besonders lebhaft. $ sehr dunkel
braun, Vflglbinde breit gelblich, Gabel deutlich. Hflgl nahe dem Distalrand mit breiter Binde, die vorji gelb¬
lich, sodann rostrot verbreitert ist, im Analfeld breit ausfließt, ähnlich wie bei invirae aniplificatus. — numa- tuninilhis.
tius subs'p. 710V. aus Columbien, ohne nähere Bezeichniing des Fundortes schließt sich in der Größe an
ch.irkpiensis an, gleicht aber in der Gestalt der Binden mehr der südlicheren notcmdus, differiert jedoch von dieser
wie auch cMripuensis durch den freistehenden proximalen Zellfleck der Vflgl, der an seinem distalen Ende
ungewöhnlich hoch vorgeschoben ist. Binde der Hflgl ähnlich den breitbändrigen fabricii, aber nach hinten
dunkler rostroi. Auch die Unterseite viel satter dunkler braun; Apicalauge der Vflgl ausgedehnter und mar¬
kanter braun umringelt als bei fahricii. — periphetes subsp. n.ov. von rmmaf.ius schon durch ihre Kleinheit ah- i>crii)licics.
zusondern, nähert sich infolgedessen sowie auch in der Art der auffällig verschmälerten Submarginalbinde
der Hflgl, die manchmal bereits an der vorderen Mediana völlig verschwindet, der tnerianae von Surinam. IMit
letzterer hat sie auch die sowohl nach dem Costalrand wie nach dem Analwinkel zu erheblich verjüngte ocker¬
farbene Transversalbinde der Vflgl gemeinsam. Columbien. Näherer Fundort unbekannt. — cassina Fldr. cas.^itia.
mit der Type im Tring-Museum, ist vom oberen Rio Negro zuerst nach Europa gekommen. ^ verhältnismäßig
groß, Vflgllänge 42 mm. Binde der Vflgl breit, etwa wie bei 0. quiteria. mmdionalis Stgr., auch in der Form
dieser gleichend, d. i. distaler Saum ohne Einschnürung, gleichmäßig schräg gegen den Innenwinkel gerichtet.
Proximaler Teil der diu’ch den Zellscbluß gebildeten Gabel verloschen und als isolierter Fleck vorhanden. Die
Binde des Hflgls setzt nächst dem Apex ziemlich breit ein, verschmälert sich allmählich und geht in eine rost¬
rote, am Analwinkel ungewiß zerfließende Färbung über. — merianae Stich, ist die namentlich in Guayana hei- tacrUmne.
mische Form mit deutlich gegabelter Binde, das d mit sehr spitzem Apex, reichlich convex ausgeschnittenem
Außenrd des Vflgls. Durch die Gestalt der gegabelten 8chrägbinde des Vflgls ist diese Form leicht und sicher
von allen anderen unterschieden. Bei der Gabelung schiebt sich die Binde proximal in der Regel bis in
den Winkel an dem Ursprung der mittleren Mediana vor, ist in der distalen Begrenznng zwischen mittlerer
und vorderer Mediana stark eingedrückt und verläuft, wesentlich verschmälert, spitz und etwas gekrümmt
in den Innenwinkel. Die Einschnürung an der distalen Begrenzung und die Verschmälerung hinter dieser Ein¬
schnürung ist ganz charakteristisch. Die sulnnarginale Binde des Hflgls ist mäßig schmal, manchmal völlig
ausgebildet, manchmal nur bis zur Hälfte oder darüber, sie wird zwar gegen den Analteil in der Regel dunkler
braun, jedoch nicht rostrot. $ dem der vorigen Form ähnlich, aber kleiner, weniger intensiv gefärbt, die sid.)-
marginale Binde des Hflgls im Analteil nicht in dem Maße verbreitert wie bei jener, anch nicht sehr ausfließend.
— aequatorialis Stich, aus dem östlichen Eenador. Der vorigen ähnlich. Vflgl mit unvollständiger Gabelung aeqtiafo-
der Binde, der in der Zelle liegende Fleck hängt jedoch hinten, nur durch die Mediana geschnitten, mit dem riah.^.
proximal vorgeschobenen Zahn des Hau])tteiles der Binde ziisammen. Die distale Begrenzung letzterer ver¬
läuft ohne wesentliche Einschnürung und wie bei cassina cassina. Die Hflglbinde setzf nächst dem Aj)ex als
ockergelbe zusammenhängende Fleckenreihe ein, schließt sich am vorderen Medianast und färbt sich dann
tief rostrot ohne auszufließen; sie bleibt im ganzen Verlaid' annähernd gleich schmal, ihr hinterer Teil ist bis¬
weilen verschwommen. $, mit beingelber, im vorderen Teil völlig weißer Schrägbinde des Vflgls. Der in der
Zelle liegende Teil der Gabelung ist stets verkümmert und undeutlich. Hflglbinde nahe dem Saum vorn ocker¬
gelb, am vorderen Medianast in eine tief rostrote oder rotbraune Färbung üliergehehd ; diese fließt im Hinter¬
winkel nach vorn bis zur Zelle aus. — notandus Stick. Der vorigen Unterart ähnlich, meist noch größer und iwiandu.'.'.
lebhafter gefärbt; S- Hauptstrang der Vflgllunde distal von der Zelle etwas verengt, zerklüftet nnd a,n den
Adern strahlenartig gezähnt. Hflgl am Vrd weniger rötlich aufgehellt, ein Streif vor der ganzen Länge der Sub-
costalis stets braun. Die Binde nach dem Saum ziemlich breit, vorn fahler, hinten lebhaft rotbraun. Wie
das der aequatorialis, die Gabelung der Vflglbinde wohl etwas schmaler, der in der Zelle gelegene Ast breiter
und voller, die distale Begrenzung des Hauptstranges an den Adern deiitlicher eingekerbt, die Binde idierhaupt
etwas breiter, so daß der Winkel am Ursprung des mittleren Medianastes gänzlich ansgefüllt ist (soweit Ver¬
gleichsmaterial ausweist). Peru. Der Uebersicht halber rekapituliere ich hier das Vorkommen der drei
schwierig zu trennenden Arten, welche nebeneinander in folgenden Abstufungen vorkomnn n:
304
OPSIPHANES. Von H. Frtjhstorfer.
0. quiteria Cr.
0. invirae Hhn.
0. cassina Fldr.
in IToiiduifis
qiürinu.s
relucens
fabricii
,, f!o.sta-Ri(’a,
fiuii'imis
euspiilatus
chiriquensis
,, ColunibiiMi
üadius
Sticheli
nninatius
,, Auia.zoiia.s
j oüidonus
interinedius
inerianae
1 mylasa
Guayana
finiteria
invirae
merianae
,, ]\rittel-Bi'a.‘iilien
plülon
pseudopbilon
—
,, Süd-Brasilien
nieridionalis
romoliatus
—
Paraguay
orestiios
a.inplificatns
—
,, Pei n
((nii'inalLs
a.gasthenes
notandus
,, Bolivien
bolivianns
isagoi’as
1
Arten-Gruppe Catoblepia Sticli.
Differiert von Opsiphanes in der Han])tsache durch sekundär sexuelle Merkmale, strukturell ist sie nur
unerhel)lich durch verschmälerte Zelle der Hflgl differenziert. Einige andere Details haben keinerlei generischen
Wert und der Anschluß ist einei’seits durch 0. versitinctn Stich, an 0 psiphanes , andererseits durch 0. amphirhoe
an die Artengru])pe Selenophanes Stgr. vermittelt. Submediana proximal meist filzig behaart. Costalis und
Subcostalis deutlich schmal getrennt. 8ubcostalis 5-ästig, zwei Aeste kurz vor dem Zellende, der erste in einem
Palle {C. amphirhoe) etwas weiter proximalwärts entspringend, in den Vrd auslaufend, dritter Ast auf der Hälfte
zwischen Zellende und Apex, fünfter Ast mit vorigem eine Gabel bildend und in den Außenrd auslaufend. Zelle
breit, vordere Ecke abgerundet, vordere Discocellularis mäßig lang, von der mittleren in flachem, basalwärts
gekrümmtem Bogen und der hinteren in gestreckter Richtung schräg fortgesetzt. Mediana an der Wurzel kurz
blasig aufgetrieben. Hflgl fast oval, Apex al)gerundet. Costalis dicht an der Costa, dieser folgend. Präcostal-
zelle Irreiter als lang, rhombisch oder transversal rhomboidal. Zelle schmal, etwa in halber Ausdehnung der
Plgllänge. Membran seitlich der hinteren Mediana beim d' dicht an der Zelle mehr oder weniger faltig, letztere
in einem Falle (C. amphirhoe) stark blasig aufgetrieben. Zelle mit einem Haarpinsel im hinteren Teil oder einem
Haarbüschel im vorderen Teil hinter der Subcostalis. In allen Fällen an der Submediana auf glatter Reibe¬
fläche ein kleinerer Haarpinsel, zuweilen eine bürstenartige Haarpartie in oder an einer Falte zwischen Suh-
mediana und hinterer Mediana oder mit einem Streifen langer schlichter, nach außen gerichteter Haare auf
einer stumpf-mehligen Fläche zwischen diesen Adern. Hlb schlank und kurz, in einem Falle (G. ampjhirhoe)
rolmster. beiderseits mit einei" wülstigen Reibefläche.
a) Sectio Diophthalmi.
Unterseite der Hflgl mit zwei Ocellen.
a) m i t e i n (' m Haarpinsel vor dem Z e 1 1 a p e x d e r Hflgl.
vcrsUmda. 0- versitincta Stich. (()() a) steht durch die auffallend breite Zelle der Hflgl im engsten Anschluß an die
Arten der Artengru])pe Opsiphanes. (^. Kör])er oben braun, Halskragen und Stirn rotbraun, Palpen gelbbraun.
Grundfarbe der Figl dunkelbraun. Vflgl mit einer gesättigt ockergelben post-discalen Binde, im Apex drei
verloschene weiße Pünktchen. Hflgl eintärlüg. In der Zelle, dicht an der Mediana ein langer Haarpinsel,
ein l)ürstenartiger Haarbüschel aus einer Falte vor der Submediana hervorragend, ein kleiner Haarpinsel auf
einer schuppeidosen Reibefläche hinter dieser. Unterseite braun, Vflgl in der distalen Hälfte weißlich gestrichelt,
die Binde der Oberseite in lichterem Farbton ungewiß angedeutet. Zwischen den Radialen ein schwarzes, gelb
gelängtes, weiß gekerntes Apical-Auge. Nächst dem Außensaum zwei, diesem folgende, unterhalb des Auges
stwas eingeschwenkte, schwarze, leicht gezackte submarginale Linien, die proximal gelegene in ganzer Länge
leicht orangegelb begrenzt. In der Zelle drei ungewisse, transversale Wellenlinien. Hflgl bis auf den graubraunen
Saum weiß gestrichelt. Vflgllänge 43 mm. Größer, braun, bis auf den Apex des Vflgls zart violett über¬
gossen, am stärksten an der Figlbasis. Binde des Vflgls breiter, heller, proximal durch das Zellende laufend,
am Innenwinkel etwas gezipfelt. Im schwarzbraunen Apex drei weiße Fleckchen. Unterseite wie beim aber
heller und in gelblichem Farbton gehalten. Vflgllänge 49 mm. Nur 1 (j', 3 $$ aus Surinan und 1 aus Cayenne
bekannt.
ß) S* i f einem Haarpinsel in der Zelle der Hflgl.
0. xanthus trägt besonders auffallende Haarbürsten an der Submediane und einen Büschel sehr langer
Haare in der Zelle der Hflgl. Drei gut differenzierte Ortsrassen, von welchen l)esonders die südlichste durch
ihre Größe und den stahlblauen Schimmer der Oberfläche der Hflgl chai-akterisiert wird, xanthus L. (63 h).
.vcniihus.
Aufifjegeben 15. V. 1912.
()PSIPHANP]S. Von li. Fruiistorkicii.
:{()5
Diinkelbi’aun, ganz leicht rötlicli abgetönt. Binde des Vl'lgls vorn niu' von d(‘n Adeiii zorselniitten, meist,
aber von der Bmgnng an nach liinten teilweise in lose zusaminenbängende Fh^ekc^ aufgelöst, töne auffälligere
Unterbreclunig tritt namentlich am mittleren Medianast auf, wähnmd der hinter;' 'heil wiedeium inniger zu¬
sammenhängt. An der ])roximalen Grenze erfolgt im vorderen Medianzwisehenraum eine? schaj'fe und (h'utlicdie
Winkel bildung, distal schie])t sich die Binde in einem rundlichen Bogen etwas gegen den Distalrand vor, und
hl diesem fleckartigen Teil steht ein kleiner weißlicher Punkt; die Binde endet zijifelartig im Hinterwinkel.
Hflgl am Distalrand vom A]i8x bis etwa zum vorderen Medianast schmal rötlich ockergelb gesäumt. $. Im
allgemeinen blasser gefärbt. Vflglbinde in der Regel an der hinteren Radialis unterbrochen, so daß sie in eine
kurze, distal von der Zelle verlaufende 8chrägbinde und in eine Reihe von 3 oder 4 Flecken nahe dem Distal¬
rand zerfällt. Der vordere dieser Flecke, im vorderen Medianzwisehenraum, ist verschwommen uiul vorn durch
eine weißlich braune Makel teilweise ersetzt, die hinter dem von unten durchscheinenden Augenfleck steht;
eine weniger deutliche Aufhellung ist in oder an dem folgenden Bindenfleck zu bemerken. Hflgl in der Regel
heller und distal deutlicher gelblich gesäumt. Französisch- und Niederländisch-Guayana. — soranus Westw. aoranm.
von Para bekannt und von Obidas am unteren Amazonas in 2 Pärchen in meiner Sammlung, die J. Michaelis
dort August und Ssptemlier auffand, differiert von xdiithns durch breitere rotbraune Binden derVfIgl und lichter
graue Unterseite aller Figl. - dohrni Stich. (h3b) der vorigen ähnlich, etwas größer, Vflglspitze rundlich, wenig her- dohrni.
vortretend, Oberseite braunviolett, Hflgl und ein subapicaler Teil des Vflgls bei schräger Beleuchtung schön violett
leuchtend. Vflgl mit winklig gebogener, rostgelber Fleckenbinde, beginnend an der Costa, hinter der Zelle, schräg,
bis zur vorderen Mediana, dann nächst dem Außenrd gegen den Innenwinkel laufend, diesen berührend. Im
Apex drei schräg gestellte weiße Fleckchen und zwischen den Radialen, in Fortsetzung der Fleckenreihe vor
dem Außenrd nach vorn ein von unten durchscheinendes schwarzes Auge. Hflgl einfarbig, am Saume stuni])fer
braun, ohne Randbinde. Unterseite ebenfalls xanthus ähnlich, gelbbraun, weißlich gestrichelt. Vflgl mit ein¬
farbigem Saum, in dem 2 mäßig geAvellte submarginale Linien in der Richtung des Außenrds verlaufen. ZavI-
schen den Radialen ein schwarzes, gelb geringtes, von einem weißen Strich geteiltes Apicalauge, vor demselben
3 weiße Apicalfleckcheii wie oben. In der Zelle eine unregelmäßige schwarz umzogene, dunklere Querbinde
und ebensolche, zusammenstoßende Flecke im distalen Teil. Hflgl mit zwei Ocellen, eine hinter der iMitte der
Costa, bis über die Subcostalis reichend, gelblicii, schwarz umzogen, innen mit weißem Bogenstrich; die andere
zAvischen hinterer und mittlerer Mediana im Analteil ebenfalls gelblich, schwarz umzogen, innen ein weißer
Bogenstrich, das Ganze gell» und rötlich gelingt. Distal von der Präcostalzelle, anschließend an dieselbe, ein
halbkreisförmiger dunkler Streif, ein gewinkelter Strich zwischen diesem und der vorderen Ocelle. Vor dem
einfarbigen Saume eine durch abgeschwächte und verstärkte Strichelung markierte Reihe von Hall)monden,
beziehungsweise zwei solche bildende submarginale Bogenlinien. Coca, Ecuador östlich der Anden auf ca.
260 m. (Type) Pozzuzo, Peru, in der Sammlung Fruhstorfer. Das seltene $ hat Fassi, auch bei Villa Vicencio,
Ost-Columbien, aufgefunden, in ca. 400m Meereshöhe. Es ist kaum vom <S verschieden, von etAvas gedrungenen
Figlkonturen, rundlicheren Makeln der Vflgl und einem schmalen aber deutlichen rotorangegelben Terminal¬
saum der Hflgl. Die gesamte Oberfläche bleicher, aber dennoch merklich blauviolett und im Gegensatz zum d
auch auf den Vflgln glänzend. Unterseite bleicher, ausgedehnter grauweiß.
0. orgetorix ist eine ausgezeichnete Species, früher nur aus Zentral-Amerika gekommen, aber neuer¬
dings in einer distincten Rasse auch in Ecuador entdeckt, so dal,! 2 geographische Formen zu registrieren sind:
orgetorix Hew. (64 a d), Avird hauptsächlich am Vulkan Chiriqui gefunden, d- Vflglbinde breit und rein rötlich or<jcton.v.
ockergelb am Vrd weißlich, dort schmal einsetzend, hinter der Subcostalis stark einveitert, schräg laufend
bis zum vorderen Medianast und von da etwas gcAvinbelt steiler nach hinten gerichtet. Im hinteren Median¬
zwischenraum liegt mitunter noch ein kleiner brauner Fleck. Begrenzung der Binde beiderseits, namentlich
aber distal, unscharf und mehr oder weniger zerrissen oder gekerlit. Proximal die Winkelung ziemlich deutlich,
distal weniger merklich. Die Binde verschmälert sich allmählich und bildet im HinterAvinkel einen dem Flgl-
rand anliegenden, gekrümmten und spitzen Zipfel. Der von unten durchscheinende Augenfleck nahe dem
Apex ist meist etwas weiß gekernt, der Distalsaum des Figls nur undeutlich und schAvach aufgehellt. Hflgl
am Distalrand mit 5 — 6 mm breiter, rötlich ockergelber Binde, die am Vrd schmal und in fahlerem Ton ein¬
setzt und proximal ungewiß begrenzt ist. Im Hinterwinkel Avird sie schmäler, trüber und Amrliert sich in der
Grundfarbe. Fransen braun. ?. Vflgl bis auf das stumpfer braune Wurzelfeld AÜolett angeflogen, mit AA'eiß-
lich violetter Querbinde distal von der Zelle. Diese Binde setzt am Vrd miAveit des Zellendes ein und wird A'on
den braunen Adern geschnitten; ihr vorderer Teil ist Aveiß, fleckartig abgetrennt, sie richtet sich sodann schräg
gegen den vorderen Medianast, unter Berührung der hinteren Zellecke, ist dort stumpfAvinklig gebrochen, läuft
etwas in proximaler Richtung bis zum mittleren Medianast, dann schräg gegen den HinterAvinkel und endet
breit am Hrd. Ihre distale Berandung ist ziemlich scharf, die proximale dagegen ungeAviß zerstäubt. Distal¬
rand etwas deutlicher als beim $ rostbraun gesäumt. Hflgl mit ähnlich angelegter goldgelber Saumbinde AAie
das cj, diese aber viel breiter, bis 13 mm, hinten ebenfalls verschmälert, im HinterAi inkel ungeAviß rostrot zer¬
stäubt. Panama, Nicaragua. — magnalis Stich., bewohnt Ecuador. Das d größer als die vorige Unterart, \ flgl magnatis.
mehr gerundet, Apex weniger vortretend. Binde des Vflgls verschmälert und getrübt, mitunter gänzlich rauch-
braun überstäubt. Die Verschmälerung wirkt von proximaler Richtung, so daß die Binde näher an den Apex
V
39
OP8IPHANE8. Von H. Frltiistokfer
:ui()
verschoben erscheint xnid flie Winkelung schärfer hervortritt. »Sie verläuft vorn, soweit überhaupt zu erkennen,
vom Vrd schräg gegen den von unten durchscheinenden Augenfleck nahe dem Apex und von da in stumpfem
Winkel gegen den Hinterwinkel. Der Distalsaum selbst ist deutlicher aufgehellt, so daß zwischen ihm und der
Binde nur ein schmaler Streif der Grundfarbe verbleibt, der hinten ganz aufhört, so daß dort die helle Zeich¬
nung der Binde und die des Saumes ineinander verlaufen. Distalsaum des Hflgls schmaler und trüber, manch¬
mal nur ganz undeutlich aufgehellt. In einzelnen Fällen tritt die Saumbinde etwas deutlicher auf, alsdann ist
ihre Berandung stark gezackt $ mit breiterer, trüb violetter und an der Zelle weniger gewinkelter Quer¬
binde. die vorn auch nur undeutlich auftritt und distal in der ungewiß zerstäidxten Berandung an den Adern
stark eingekerbt ist. Der Augenfleck im Apicalteil sehr deutlich von der fahl schwärzlichen Grundfarbe abge¬
setzt, Distalrand breiter und heller rauchbraun gesäumt. Dieser Saum ist stark gezackt und ziemlich bestimmt
begrenzt, am Hflgl schmaler und bleicher, fahl beinfarben.
rivalis. 0. rivalis Niep, soll xanfhus L. sehr ähnlich sein, habituell xanthus dohrtii Stich, gleichstehen. Flügel
etwas schlanker als bei dohrni. Apex der Vflgl fast sjiitz ( '?), Außenrand mehr eingebuchtet. Oberseite sanimt-
artig chokoladenbraun. Vflgl mit drei Aixicalmakehi, nach diesen ein durchscheinendes schwarzes Auge und
in Aveiterer Fortsetzung nach hinte]i zwischen der hinteren Radiale und der vorderen Mediana ein AA'eißgelber
Fleck. Die submarginale Fleckenbinde nicht im stumpfen Winkel sondern in flachem Bogen angelegt. Sie
besteht aus 7 ungleich großen meist jxroximal zugespitzten Flecken von dunkelrostgelber Farbe. Der Haar-
{)insel der Zelle hellbraun, jener an der Submediana sammtscliAAUxrz. Unterseite wie bei dohrni, die gelb¬
braune Farbe intensiver, die Aveiße Strichelung markanter, die sclnvarzen Zeichnungen kräftiger. Die hintere
Ozelle soll eine bimförmige Gestalt zeigen. Vflgllänge 54 — 55 mm. Maccas, Ecuador.
0. xanthicles hat, Avie es der Name schon ausdrückt, eine gewisse Aehnlichkeit mit 0. xanthus L.
doch ist die Haarbürste der Submediana der Vflgl weniger breit angelegt und mehr bxischig, pinselartig.
.ranthiclcs. xanthiclcs Godm. Dunkelbraun, die Binde desVflgls läuft vom Vrd in einiger Entfernung distal Amm Zellende
und })arallel zu den Discocellulares schräg bis zum vorderen Medianast, ist hinter diesem stumpfAxinklig
nach hinten gebogen uml endet unter allmählicher Verschmälerung spitz nahe dem Hinte rAvinkel. Die proxi¬
male Berandung ist ziemlich scharf und stellenweise nur wenig eingekerbt, der stumpfe Winkel etAvas abge¬
rundet, die distale Berandung an der hinteren Radialis stufenartig vorgeschoben, die Winkelung schärfer, sonst
ebenfalls in ziemlich gleichmäßiger Richtung verlaufend. Hflgl mit etlichen trüb ockergelben Apicalf leck dien
oder dem Ansatz einer Randbinde am Apex. S- Grundfarbe der Flgloberseite fahl graubraun, das Apical-
feld flunkler. Binde des Vorderflügels breiter, hell ockerfarben. Die Verbreiterung geschieht AmrzugSAveise
an der proximalen Seite, so daß die Binde dem Zellende naherückt und die stumpfwinklige Krümmung ver¬
loren geht. Die Berandung bildet hier nur einen flachen Bogen, Avährend sie distal genau denselben Charak¬
ter aufAveist Avie beim d- Hflgl mit deutlicherer, fahl ockergelber Randbinde, die sich jedoch bald hinter dem
cypiirissa. Apex etAins von dem Saum entfernt und ungeAviß zerfließt. Panama. — cyparissa Frühst. (66 a). Grund¬
farbe scliAvarzbraun, Vflgl mit den ülilichen 3 weißen Ajiicalp unkten und einer dunkel ockergelben Binde,
die vom Costalrand (auf etwa 7 — 9 mm Abstand) distal von der Zelle, den Vflgl durchzieht und sich b?i
der oberen Mediana dem Distalsaum nähert, den sie nirgendwo völlig erreicht. Gegen die Submediana zu
verschmälert sich die Binde. Auf den Hflgln setzt sich die Binde als mäßig breiter Distalsauin fort, der von
der Subcostalis zur mittleren Mediane reicht und sich nach hinten allmählich verjüngt. Vor der oberen
Zellwand ein langer scliAvarzer Haarpinsel (bei xanthus ist dieser Pinsel hellgelb, bei herecynthia scliAA'arz und
klein, bei aniphirhoe und orgetorix fehlt er völlig), ein noch längerer, distal stark geAA^ellter dichterer Haar¬
büschel aus einer Falte vor der Submediana herausquellend, und der übliche kleine graue Duftbüschel in dem
blanken Duftbecken proximal an der Submediana. Unterseite: Basalhäfte der Vflgl dunkelbraun, die Sub¬
marginalregion Aveiß schraffiert, der Distalsaum costalwärts braun, analwärts gelblich. Von der scliAAUirzge-
kerntcn A])icalocelle an durchzieht den Flügel eine schmale, scharf prononcierte, Adolett-AAniße Submarginal-
binde. Hflgl mit einer breiten, braunen schrägen, den unteren Teil der Zelle durchquerenden Medianbinde.
Rings um die großen braun geiingelten Analocellen ein leicht kaffeebrauner ausgedehnter peripherischer Vor¬
hof; alles übrige mit Ausnahme des grünlich braunen Distalsaums dicht und fein Aveiß gestrichelt. ZAvei scliAA'arze
gCAvellte Antemarginallinien gehen auf de]i Hflgln von Subcostalis bis Submediana, auf den Vtlgln Averden sie
bereits A-mr der mittleren Mediane undeutlich $ gleichmäßig scluvarzbraun die AA^eißen A])ical mäkeln etAvas
größer als beim d- Vflglbinde nahezu doppelt so breit, nur costal- und anahvärts mäßig A^erjüngt, zAvi-
schen der hinteren Radialis und der vorderen Mediana einen Aveißen Punkt im distalen Teil umschließend. Rand¬
binde der Vflgl com])act, ockergelb, })roximal mit rötlichem Schimmer, scharf bis zur Irdsader durchgezogen.
Ihiterseite reichlicher weiß schraffiert als beim d- Terminalsaum mit lebhafter gelbbrauner Berandung. IMuzo,
betisar. Columbien 4 — 800 m, $ von Fasse entdeckt. — belisar Stich. Größer als die typische Unterart, Amn dunklerer
Grundfarbe. Binde des Vflgls etwas breiter, lebhaft rötlich braun; proximale Begrenzung ohne deutliche
Winkelbildung und bogenförmig gekrümmt, distale Begrenzung Avie bei der typischen Unterart. Hflgl mit
einer 5 — 7 mm breiten, lebhaft rötlich ockergelben Saumbinde am Distalrand, die im Apex spitz einsetzt,
sich bald zur Awllen Breite entAvickelt und deutlich bis nahe zum HinterAAhnkel bleibt, um sich hier in
ungeAvisser Zerstäubung in der Grundfarbe zu verlieren; ihre proximale Berandung ist etiA'as bogig. Sonst
Avie die typische Unterart. Vflgllänge 54 mm. Bolivia (Prov. Yungas, La Paz).
()1\S1I>HANRS. Von II. Fhhiistoiii.'rk.
307
0. singularis Wey'}ii. cJ oben (hinkell)raun, im Zellende inid dahintei’ etwas T-ötlieli g(*tönt. 7\|)ical}'eld HuKjaldri».
schwarzbraun. Im Aubenteil der Zelle ein unregelmäbiger, satt ockergel})er Fleck. Hinter der Zelle läuft eine
im vorderen Teil etwas wurzelwärts gekrümmte ockergelbe Querbinde; sie besteht aus (i Flecken, von denen
die vorderen drei enger, die hinteren lose Zusammenhängen; atu vorderen Medianast .schiebt sieh von der Zelle
her die Grundfarbe als gerundeter Zapfen in die Binde hinein, so diib die.se tief ausgehöhlt ist. Xahe
dem Apex liegt ein hell ockergelber verhälttiismäfbg großer rundlicher Fleck. Hflgl nahezu elliftti.seli, von
der Wurzel aus braun; die.se Färbung geht hinter der Zelle allmählich in Rostrot und schließlich in eine unbe¬
stimmte satt ockergelbe Randbinde über; vor der Subcostalis, distal von der Fraecostalzelle und mdie dic.ser
liegt ein nach vorn gerichteter ockergelber Haarbüschel, im hinteren Teil der Zelle und zwi.sclien rlieser und der
Submediana starke braune Behaarung ohne Pinsel oder Büschel bildung und auf einer blanken Reibefläclu*
am Hrd, etwa in der Mitte der Submediana, ein sehr kleiner Haarpinsel. ITnterseite des Vflgls braun, verschit*-
denartig heller und dunkler gewölkt nnd schattiert. In und am Ende der Zelle verworrene schwarze Linien,
die zwei bindenähnliche braune Flächen einschließen und bedecken; zwischen diesen weißliche Bestäubung.
Im hinteren Radialzwischenraum liegt ein schwarzer augenartigtr Fleck. Nahe dem graubraunen Distalrand ver¬
laufen zwei schwarze Linien, beide verlieren sich in der Nähe des Hinterwinkels in der dort graugelb gefärbten Grund¬
fläche. Der Apex ist etwas ockergelb, das Hrdfeld rauchbraun. Auf der Submediana, nahe der Flglwurzel
und bedeckt vom vorderen Teil des Hflgls, lagert ein kleiner ockerfarbener länglicher Duftschuj)])enfleck. Hflgl
hellbraun, das proximale Vrdfeld vor der Costalis etwas dunkler, weiß quergestrichelt, der Flglteil hinter diesem
Felde bis zur Mediana mit unregelmäßigen dunklen Figuren bedeckt; distal im Anschluß hieraji liegt ein großer
rundlicher, augenartiger Fleck von brauner Farbe in verschiedener Abschattierung und schwarzbraun gelängt.
Im hinteren Figlfeld steht in einem hellbraunen Ringe ein zweiter schwarzer Augenfleck, dessen innere Sclieibe
gelblich über, stäubt ist und einen weißen Strich trägt; das Ganze ist schwarzbraun gelängt und liegt in einem
braun violetten Hof. Die übrige Flglfläclie schwarzbraun gestrichelt und marmoriert, das Distalfeld erscheint
eintöniger braun, während das Mittelfeld leicht violett schimmert; am schärfsten ist die Strichelung im Hrdfeld.
Vflgllänge 44 mm. Guatemala nur l cJ bekannt.
0. amphirhoe vertritt die Artengruppe Catohlepia im mittleren und südlichen Brasilien. Die Art ist
leicht kenntlich an der eigentümlich hellgrau marmorierten Unterseite, auf der die Apicalaugen Aveit an den
Distalrand vorgeschoben sind. Zwei gut getrennte Arealformen; amphirhoe Hhn., Namenstype vermutlich (unphirhoe
von Rio de Janeiro, wo die Rp nach v. Bönninghausen (der .sie irrtümlich als xanthus benannte) auf stachli¬
gen Palmen lebt und von meergrüner Farbe ist. Beide Geschlechter wesentlich größer als die abgebildete
'placita, die ockerfarbene Binde entsprechend breiter. In Es])iritu Santo nicht sehr selten. - placita Stich, (fit a) pJacHa.
ist stets kleiner, die Vflglbinde immer zusammenhängend und nicht wie bei amphirhoe im vorderen Intrame¬
dianfeld aufgelöst. Unterseite viel dunkler. Vflgl nur in der Zelle mit grauen Aufhellungen. Hflgl mit jironon-
eierteren schwarzen Schuppenaiihäufungen, die sich zn einer Art Submarginalbinde ansammeln und ausbilden.
Anscheinend häufig bei Blumenau in Santa (Katharina (8 ö'ö', 2 9 in der Kollektion Fhuiistorfe u) ; sehr selten
in Rio Grande do Sul, wo mir aus Candelaria nur 2 vorliegen. Nach Stichel scheint in Sao Paulo eine
Intermediatform zu existieren, über welche Details noch nicht bekannt sind. Die Durchforschung Brasiliens
läßt eben immer noch zu wünschen übrig und bietet eine der dankbar, sten Aufgaben für die Zukunft.
b. Sektio Polyophthalmi.
Unterseite des Ilflgls mit einer geljogenen Reihe vnn 5 — 6 Ozellen. oherseits stet.s mit einem tlaarjiinsel im hinteren
Teil der Zelle, einem kleineren hinter der ,Suf)mediana und einem InirstenartiKen Hüschel zwischen dieser und der hinteren .Mediana.
C. berecynthia gleicht etwas der 0. xanthus L., mir sind die Figl rundlicher nnd die Dnfthaare an der
Submediana pinselartig herausgezogen, nicht breit bürstenartig angelegt. Mehrere znm Teil sehr scharf abgeschie
dene geographische Rassen, berecynthia Cr. Vflglbinde verschieden breit, bei ganz typischen Stücken nur bcrccyuthia.
schmal. Sie läuft, ohne die Zelle zu berühren, vom Vrd in schräger Lage bis zum vorderen Medianast. ist dann
winklig nach hinten gekrümmt, dem Saum allmählich genähert und endet schmal und in spitzem Zipfel unweit
des Analwinkels. Ihre innere Begrenzung ist ziemlich ganzrandig, nur am mittleren Medianast eUvas gekerbt,
ihr äußerer Rand weniger scharf, an den Adern mehr oder weniger eingeschnitten. Hflgl mit vollkommener
schmaler oder teilweise undeutlicher, rostroter Binde am Saum oder nahe demselben, in ersterem Falle in der
Regel nur hinten dem Rande aufsitzend, vorn etwas abgerückt. Auf der Unterseite des Vflgls die proximale
der unweit des Saumes verlaufenden Linien nur schwach gekrümmt, die distale ziemlich nahe am Rande gelegen.
$ fahler, Binde des Vflgls breiter, ihre proximale Begrenzung den Discocellulares anliegend, an der hinteren
Zellecke zwischen dem mittleren und vorderen Medianast zahnartig wurzelwärts Amrtretend, die M inkelung
weniger scharf, aber an der distalen Begrenzung als solche zu erkennen. Hflgl am Sanm mit vollkommener
rostroter Binde, die im vorderen Teil etwas vom Rande abgerückt ist. Unterseite Aveniger lebhaft, die Linien
nahe dem Vflglsaum stärker gekrümmt. ZAvei benannte Bindenaberrationen: latitaenia Frühst. (64 a). ^ flgl- latitacuia
binde verbreitert und stark gewinkelt, der gelbliche Saum des Hflgls trübe. — velata Stich. ^ flglbinde A’er- velaia.
schmälert und getrübt, stellenweise, mitunter auch ganz, verschwommen und undeutlich. Beim $ ist diese Um-
308
OPRTPHANE8. Von H. Frfhstorfee.
biklung weniger auffällig, die Binde aber fahler im Farbton, mitunter ebenfalls verwaschen und etwas getrübt,
stets schmaler als bei der Hauptform; sie bleibt in der Regel etwas von dem Zellende abgerückt, seltener
wird dieses am Ursprung der hinteren Radialis leicht berührt. Hflgl beim d' einfarbig oder nur mit ver¬
loschenen oder getrübten Resten der Randbinde; beim ? diese im hinteren Teil vorhanden, aber trübe,
niidas. nach vorn verloschen oder zu trüben Fleckchen umgebildet. Guayana und unterer Amazonas. — midas Stich.
Type aus Coca in Ost-Ecuador. (^: Grundfarbe dunkel schwarzbraun. Binde des Vflgls weniger scharf gekrümmt
als bei der typischen Unterart, so zwar, daß sie an der proximalen Grenze einen flachen Bogen, an der distalen
einen stumpfen Winkel im vorderen Medianzvdschenraum bildet. Dort ist sie an den Adern nur wenig einge¬
kerbt, am mittleren Medianast mitunter etwas stärker, hier ist sie mehr zerklüftet und weniger scharf abgesetzt.
Im Hflgl liegt am Distalsaum eine schmale, rostgelbe Binde, die hinten spitz eingesetzt, im Hinterwinkel
dem Distalrand unmittelbar anliegt und dort am breitesten, etwa 4 — 5 mm, ist, sich dann vom Rande um etwa
liixuriosd. dieselbe Breite entfernt, verschmälert und in Flecke auflöst. — luxuriosa Stich. S. Von dem vorigen dadurch
unterschieden, daß die Binde des Hflgls nur im Analwinkel als ein breiter rostgelber Fleck auftritt, etwa von
der Submediana bis zur vorderen Mediana. Der Außenrd im übrigen einfarbig. Binde des Vflgls breit, die
distale Begrenzung etwas gezackt imd winklig, die proximale ebenfalls an den Rippen eingekerbt, den oberen
Teil der Zelle ausfülleiid. Ocellen der Unterseite des Hflgls groß und lebhaft gezeichnet. Alle mit einem breiten
rostgelben Hof (Ring) umgeben, deren einer in den anderen übergeht, wodurch eine geschwungene Wellen¬
binde entsteht, in der die Ocellen liegen. Vflgllänge 49 — 50 mm. $ größer als das d, Grundfarbe heller. Binde
des Vflgls beträchtlich in den distalen Teil der Zelle hineinragend, und zwar so, daß dieselbe von der vorderen
Ecke bis zum Ursprung der mittleren Mediana rostgelb ausgefüllt ist. Vflgllänge 54 mm. Columbien (Miizo?).
vicencionti. — viccncioiia suhsi). nov. gleicht oberseits in der Anlage der Binde des Hflgls etwas unditaenia, dagegen ist
die Vflglbinde wie bei luxuriosa. Stich, dem Zellapex angeschmiegt, jedoch distal noch etwas mehr zerteilt und
analwärts verschmälert. Vor der Zellwand, genau an der Abzweigung der hinteren Radiale steht ein kreisför¬
miger Fleck, der nicht wie bei luxuriosa breit ausfließt. Subterminalbinde der Hflgl satter rötlich-gelb als bei
unditaenia, nach vorne nicht in einzelne Flecken aufgelöst und analwärts bis zum Außenrd vorgerückt, also etwas
verbreitert. Unterseite : Zelle rotbraun, die Apicalpartie und die gesamte Submarginalregion der Vflgl aber
grau violett, Hflgl mit vier grün gekernten hinteren und zwei rötlich gefüllten vorderen Augen. Ost Columbien,
adjecta. Villaviceiicio, 400 m, (Fasse leg.). — adjecta Stich. ^ oben tief schwarzbraun. Die Vflglbinde berührt proximal
die Discocelhdares und ist stufenweise sanft gekrümmt, nicht gewinkelt wie bei der typischen Unterart, auch
etwas breiter im Durchschnitt. Distale Saumbinde des Hflgls nach dem Hinterwinkel zu bedeutend verbreitert,
vorn schmaler, am Ajiex spitz auslaufend und in der vorderen Hälfte etwas vom Flglrand abgerückt. Die Binden
beider Figl lebhaft rötlich ockerfarben. Unterseite, wie bei der folgenden Unterart, lebhaft gefärbt, die distalen
Augenflecke mitunter in vollständiger Kette über die ganze Figlbreite ausgebildet. Bolivia, Amazonas (in Ueber-
herecyn- gangen). — berecynthina Hopff. ( = vercingetorix Stgr.). ; Vflglbinde nach der proximalen Seite derart ver-
iltina. })veitert, daß die Winkelbrechimg vollständig ausgeglichen wird und die Begrenzung in einen flachen Bogen
übelgeht. Die Proximalgrenze zieht mitunter durch den distalen Teil der Zelle, die Discocellulares bleiben
jedoch braun. In diesem Falle ist die Berandung an der Mediana eingekerbt und vorn in der Zelle ungewiß
zerstäubt. An der Distalgrenze ist die Winkelbildung im vorderen Medianzwischenraum indes deutlicher.
Der hintere Teil und der Endzipfel ist viel breiter als bei der ty^üschen Unterart. Hflgl am Distalrand mit voll¬
kommen geschlossener Binde, die spitz am Hrd, ganz nahe dem Hinterwinkel, einsetzt, sich alsbald zu einer
Breite von 8 — 9 mm entwickelt, nach vorn unter allmählicher Verengerung vom Rande etwas abrückt und ziem¬
lich spitz im Apicalfeld aufhört. BeiUebergangsstücken ist die Binde im hinteren Teil schmaler, die Verengerung
l)eträchtlicher und der vordere Teil mehr oder weniger in Flecke aufgelöst. Die Binde des Vflgls breitet
sich über den distalen Teil der Zelle, mindestens über deren hintere Ecke, aus; Binde des Hflgls in ähnlicher
Anlage wie beim aber noch breiter, bis zu 12 mm. Die Binden beider Figl fahler im Farbton als beim
auch die braune Grundfarbe weniger tief, der Augenfleck der Untei’seite zwischen den Radiales des Vflgls
unditaenia. als gefüllter schwarzer Kreis stark nach oben durchscheinend. Peru, Bolivia. — unditaenia Frühst. (64 a) hat
Hübner bereits gekannt und als berec ijnthia ahgehiidet. Hübner’s und unsere Figuren differieren aber erheblich
vom CRAMER’schen Namenstypus, und zwar: 1) durch die nicht gekniete oder gewinkelte Vflglbinde, die sieh
in einem zierlichen Halbbogen ausAvölbt; 2) die breiteren und intensiver rotgelben Binden aller Figl; 3) die leb¬
hafter rotbraun getönte Unterseite. Diese drei Abweichungen charakterisieren zugleich die bisher nicht beachtete
neue Lokalform, deren Binden sich fast ebenso verbreitern, wie bei den typischen berecynthia aber leb¬
hafter gefärbt und schärfer begrenzt sind. Exemplare, bei denen der Distalraum durchgehend schwarz gerandet
ist, wie auf Hübner’s Figur, liegen mir nicht vor. Bei meinen Rio-Jd' reicht dieser Saum nur bis zur oberen
Mediane; dergleichen und einige andere Abweichungen sind natürlich unerheblich und meist individuell. Nach
den tertiär sexuellen Merkmalen beurteilt, differiert unditaenia vom Typus in vier Modifikationen: 1) durch den
viel längeren, dichteren Haarki’anz am Vflgl-Ird; 2) den von diesem Haarbesatz völlig überdeckten und viel
stärkeren Duftpinsel an der oberen Zellwand der Hflgl; 3) den durchaus schwarzen Haarpinsel der unteren
Zellwand (der bei berecynthia basal gelb gefärbt ist); 4) den längeren Haarbüschel im glänzenden Duftbecken
der Submediana. Coli. Fruiistorfer, Type 1 cj aiis Rio de Janeiro, nach Stichel 1 Exemplar aus Säo Paido
in der Sammlung Staudinger.
OPSTPHANRS. Von H. Fruiistorfrr.
0. generosa Stich. Nächst C. herecynthns Cr. (h’ößer, gcdi’uiigeiier, Vflgl mit rm ln- g(-nui- <ienero»u.
detein Apex. GruiKlfart)e sclivvarzhrauii. Vflgl mit drei kleinen weißen ApicaH'leckclien und einer discalen,
breiten, gestreckten goldgelben Sclirägbinde, deren distale Begrenzung nächst der Zelle, außerhalb dieser, liegt,
deren proximale Begrenzung durch letztere geht, so daß reichlich ein Drittel dei'selben goldgelb ausgefüllt ist.
Beide Rtinder der Binde, namentlich der distale ohne wesentliche Auszahnungen. Unterseits ist. die Drundf'ai be
hinter der Zelle gelblich, schwarzbraun gestrichelt und gewölkt, allmählich in einen trüberen d’on übergehend,
namentlich im vorderen Teil. Dort, nahe dem Ajrex, tritt etwas weiße Strichehrng auf und die drei weißerr
Fleckchen der Oberseite. Zwischen den Radiales liegt ein rundes, schwai’zes, gelblich irrrrringtes itnd schwär-z-
lich umzogenes Auge, das innen mit weißem Strich versehen ist. Distales Saitmf'eld gegen dert gestrichrdtmi
Flgiteil in konkaver Krümmung durch eineii, namentlich hinten, leuchtend ockergelben Streif abgegrenzt. Ilflgl
oberseits einfarbig braun bis auf den Hinterwirrkel, der goldgelb gefärbt ist inrd von dem sich nahe den) Rande
der trüber gelb begrenzte Ansatz einer Binde bis nahe zum vorderen Medianast veri'olgerr läßt. Oeschlechtscharak-
ter wie bei der vorigen Art, aber der Büschel vor der Mediana und der kleine Pinsel auf der blarrken Reibefläche
an der Submediana fehlen. Unterseite gelbbraun, mit zwei schwärzlichen Linien in einem schtrialert distalerr
Saumfeld. Der übrige Flgiteil braun gestrichelt und gewölkt; der Pi'aecostalzelle anliegend ein gelbroter,
dunkel umzogener Fleck, zwei ähnliche, weniger deutliche Flecke in der Zelle. Distal von dieser eine geschwun¬
gene Reihe von 6 mehr oder weniger deutlich augenartig ausgejrrägten, runden Flecken, von denen die hinteren
4 oder 5 durch eine helle Umrandung kettenartig Zusammenhängen. Der vordere, hinter der Mitte des Vi'ds
gelegene Fleck rotgelb, schwarz umrandet, innen mit weißem Bogenstrich, die beiden folgejiden mit undeut¬
licher Pupille, die nächsten mit großem schwarzem, fast ganz grünlichgelb überstäubtem Kern, der vorn auch
mehr oder weniger deutlich mit einem weißen Bogenstrich bekränzt ist. Zwischen dieser Fleckenkette und den
distalen Saumlinien weißliche Strichelung, die sich von dem rötlich ockergelben Giiindton in locker zusamnun-
hängenden Spitzbogen abhebt. Oestliches Ecuador, Peru (Pebas).
Arten-Gruppe Selenophanes Styr.
Vordere und mittlere Discocellulare scharf rechtwinklig zai einander gestellt. Costalis und Suhcostalis schmal aher
deutlich getrennt. Ixdztere 5-ä.stig'. Zwei Ae.ste vor dem Zellende, der erste in eiiuger Kidlejaumg lU'oximalwärts gestellt, der
zweite dicht vor der Zelle, dritter Ast hi der Mitte zwischen Zelle und A])ex ent.sju'ingend, alle drei in den Vrd, der vierte kurz
vor dem Ai)ex entspringend, in letzteren au.slaufend, gefolgt von dem fünften und mit diesem eine Gabel bildend. Zelle lang,
nur mäßig breit, distal beiderseits rechtwinklig hegj'enzt. Vordere Dis(a)celhdaris sehr kurz, mittlere von dieser scharf winklig
in kurzem Bogen ahgezweigt, sodann ohne Absatz von der etwas längeren hinteren Discocellularis fortgesetzt. iMediana
nächst der Wurzel heim ^ blasig aufgeti'iehen. Eine Art [H. cassiope Cr.) unten vor der Submediana iiut einem mehligen
erhabenen Duftflecdv, dem eine mehlige Reihefläche zwischen Costalis und Suhcostalis auf der Oberseite des llflgl.s enls]iricht.
— Hflgl mit ahgerundetem Apex und meist ziemlitdi sjiitzem Analwinkel, nur hei einer Art (S. joscphun (todni. k. Salv.)
rundlich; (J ohne offeiv liegende ]>insel- oder hürstenartige Haare, zwischen Submediana und iMediana al)er lang behaart, hei
zwei Arten oberhalb Suhcostalis, tlicht an der Rräcostalzelle ein nach vorti gerichteter, von dem Ilrd des A’flgls vn*rdeckt(U’
Haarbüschel (C. supreiiiKS in. u. joi^cphun Godm. ii. Salr.), eine Species (S. jonep/nin) mit einem fast dreieckigen, filzigen schwar¬
zen Duftfleck zwischen der hinteren und mittleren Mediana, l’räcostalzelle sehr S(4nual, Rräcostale ülierragt diesellie bedeutend.
Costa ]>roximal stark gela|)pt. Zelle schmal und la.ng, über die Hälfte dei‘ Plügellänge. Abdomen ohne seitliche Reibedrüsen
beziehungsweise Wülste.
a) ^ Vflgl unterseits mit filzigem Duftfleck vor der Sidunediana. Hflgl mit mehliger Reibefläche vor der Suti-
costalis oder nach oben gelichtetem Haarbüschel nächst der Präcostalzclle.
0. cassiope Cr. Dunkelbraun, am Vrd nahe dem Apex Ixinahe schwarz. Schrägbinde des Vflgls vorn cassiopc.
fahl, dann licht rötlich-ockerfarben; sie läuft vom Vrd schräg' bis zum Hinterwinkel, wo sie einen stumpfen,
nach dem Hrd gekrümmten Zipfel an der Submediana bildet. Breite der Binde etwa 8 — 10 mm. Hflgl einfarbig,
zuweilen mit etwas verloschener gelblichbrauner Bindenzeichnung nahe dem Saum oder unmittelbar an ihm.
Mehlfleck im Vrdfeld graiischwarz. Größer; meist matter, auch die Farbe der Vflglbinde etwas fahler. Diese
jedoch beträchtlich breiter, bis zu 12 mm, hinten stumpfer, distal mehr zerstäubt und zerklüftet, jedoch, wie
beim (J, in ganzer Länge außerhalb der Zelle verlaufend, wenn auch mit der proximalen Begrenzung den Disco¬
cellulares anliegend. Saum unter dem Apex mehr oder weniger lebhaft schmal gelblich bestäubt, diese Bestäu¬
bung zuweilen bindenartig mit scharfer Berandung bis zum mittleren Medianast ausgebildet und dann allmäh¬
lich in die braune Grundfarbe übergehend. Hflgl gewöhnlich einfarbig mit trübe bräunlichgelber Distalrand¬
bestäubung hinter dem Apex. Diese Bestäubung wie im Vflgl mitunter bindenähnlich ausgebildet, jedoch
vor dem Hinterwinkel allmählich trüber und ungewiß endigend; zuweilen tritt auch eine mehr oder weniger
deutliche wellenförmige Binde nahe dem Distalrand, etwa von der Sidicostalis bis zum vorderen oder mittleren
Medianast, auf (Uebergänge zu am,plior und Cassiopeia). Guayana, nördliches Brasilien (unterer Amazonas).
— Cassiopeia »Sfg'r. vom oberen Amazonas und Peru. (J: Vflglbinde in der Regel nicht so breit wie l>ei der vorigen cassiopcia.
Unterart, proximal ebenfalls etwa ein Drittel der Zelle ausfüllend, distal gleichmäßiger abgesehrägt. Ihre
proximale Begrenzung stärker zerklüftet, namentlich an der Mediana und im mittleren Medianzwischenrauni
tief eingeschnitten, auch die distale Berandung manchmal mehr zerrissen. mit gleichmäßig breiter Binde
der Vflgl, sehr großem quadratischem Fleck vor dem Zellapex. Hflgl mit deutlicher gelblichgrauer proximal tief
eingekerbter Randbinde und einem schmalen rötlichgelben Submarginalband, das sich zu der mittleren iMediana
verliert. Unterseite dunkler als auf Staudinger’s Figur des ^ in Exot. Tagf. Taf. 71. Hflgl nur costal-
310
ERYPHANI8. Von H. Frtthstorfer.
ampJior. wärts leicht aufgehellt. Villavicencio, Ost-Columbien, 400 m. — amplior Stich. Ein^ Mittelform zwischen
cassiope und Cassiopeia. Kleiner als letztere. Binde der Vflgl breiter, lebhaft orangegelb, Ränder weniger gezackt.
»Submarginalbinde des Hflgls schmäler als bei der vorigen, aber deutlich, wellig (halbmondförmig) von der Costa
bis zur hinteren Mediana vorhanden, sodann obsolet, in die Grundfarbe übergehend. Vflgllänge 54 mm. 1 ^
Columbien. Diese Form tritt auch am unteren Amazonas in ähnlicher Weise neben der Stammart als Aberration
ihcoijnis. auf. l d Coll. Früh STORFE R von Obidos. -- theognis Frühst, von Matto Grosso, ist eine weitere Intermediatform
die cassiope, Cassiopeia und placentia verbindet und sich von allen durch lebhafter rotgelbe aber viel schmälere
Vflglbinden unterscheidet. Die Hflgl führen einen tie.fschwarz eingebvichteten graubraunen Dislalsaum, der
aus halbmondförmigen Makeln besteht und eine deutliche vorne etwa ocker-, analwärts rotbraune Längsbinde.
ptacciitki. Unterseite aufgehellt wie bei Cassiopeia. — placentia suhsp. nov. d: Hält die Mitte zwischen theognis und
cassiopeki Stgr., sich indessen mehr der Nachbarrasse aus Brasilien anschließend. Vflglbinde regelmäßiger, breiter
und von hellerer gelblicher Grundfarbe. Hflgl mit mein verwaschener Zeichnung, namentlich die sch-warze Sub-
marginalbinde mehr aufgelöst, die gelbliche Rostdiscalbänderung analwärts heller. Unterseite mit ausgedehnterer
dunkler Schattierung im Distalgebiet, mit prominenteren schwarzen Linien. Coroico 1200 m, Bolivien.
andromcitn. 0. andromcda Stich. Bolivien. Eine prächtige Species. Schrägbinde des Vflgls breitei als bei cassiope,
feurig rostgelb, nach beiden Seiten dunkUr und wischartig in die Grundfarbe einspringend. Saum des Hflgls
breit, über 1/3 des letzteren feurig rostgelb, proximal dunkler, allmählich in die Grundfarbe übergehend. Nächst
dem Außensaum eine submarginale schwarze Wellenlinie. Grundfarbe der Unterseite rötlich braun, weniger
weißlich als die der Amazonas-Form und placentia Frühst.
0. supremus differiert von cassiope durch die gerade verlaufende Binde der Vflgl von cassiope. Zwei sehr
supronus. seltene Unterarten : supremus Stich. Apex des Vflgls mäßig vortretend, Sum dementsprechend flach ausgeschnitten.
Die zickzackförmige Vflglbinde in der Mitte etwa 8 mm breit, vorn ganzrandig, hinten mäßig spitzig gezackt ;
sie bildet in ihrem allgemeinen Verlauf etwa zwei Bogenabschnitte, einen vorderen vom Vrd bis zum mittleren
Medianast und einen etwas flacheren von da bis zum Hrd. An genannter Ader fließt die Berandung proximal izi einem
langen spitzen Zacken gegen die Zelle aus. Hflglbinde nahe dem Saum und im mittleren Teil, von der vorderen
Radialis bis zum vorderen Medianast, in zwei zusammenhängenden Spitzbogenflecken vorhanden. Vor und
hinter diesen ist nur eine trübe, bräunliche, die Fortsetzung der Binde andeutende Bestäubung bemerkbar.
dilaius. Der Mittelteil der Binde ist ebenfalls unsicher begrenzt und leicht getrübt. Ecuador. — ditatus Thieme ist
etwas größer, Apex des Vflgls um ein Geringes weiter vortretend, Saum etwas tiefer konkav. Vflglbinde ein
wenig schmaler, dagegen die lebhaft rostgelbe Binde nahe dem Hflglsaum breiter, schärfer ausgeprägt und
vollkommen bis fast zum Hrd ausgebildet. Sie ist ebenfalls aus Spitzbogenflecken zusammengesetzt; derart,
daß die Berandung distal in den Aderzwischenräumen spitzbogig hervortritt, proximal ebenda ausgehöhlt
und auf den Adern spitz vorgezogen ist. Hflglsaum gelblichbraun abgetönt, heller und bestimmter als bei der
typischen Unterart. Südliches Peru und Central Peru (Huancabamba 1500 m).
0. josephus besitzt einen schwarzen nahezu dreieckigen Duftfleck zwischen der hinteren und
der mittleren Mediana der Vflgl-Oberseite. Die Ozellen der LTnterseite sind im Gegensatz zu 0. cassiope oval
oder rundlich statt nieren- oder sichelförmig. Es sind nur wenige Exemplare bekannt, die sich auf zwei Orts-
joseplms. formen verteilen: — josephus Godm. u. Salv. Apex der Vflgl beim d spitz, fast sichelartig. Querbinde ockergelb,
hinten rötlicher, ihr innerer Rand besonders im Analteil des Figls zerrissen. Vor dem Apex 3 w^eiße Fleckchen.
Unterseits sind die Linien vor dem Saum wenig gewellt und wenig in der Mitte divergierend. Guatemala. —
e.rc)(1ius. excultus Stich. (66 a) Vflglspitze etwas stumpfer. Binde breiter, gesättigter rötlich ockergelb, ihr innerer Rand
w'eniger eingekerbt und zerklüftet; sie beginnt am Vid in weißlich gelbem Ton und in einer Breite von 7 — 8 mm,
zieht unter Berührung der Discocellulares schräg bis zum vorderen Medianast; vor diesem ist sie distal zahn¬
artig ausgeflossen, proximal etwas hinter der Zelle vorgeschoben und richtet sich von hier etw'as steiler gegen
den Anal Winkel. Ihr innerer Rand ist am mittleren Medianast etwas abgesetzt, in den AderzAvischenräumen
leicht eingeschnitten, der äußere an den beiden vorderen Medianästen eingekerbt, \mn da \mllrandig. Die Binde
endet in einem wurzelwärts gerichteten Zipfel im Analwinkel. Hflgl einfarbig oder mit einer schmalen, gebo¬
genen, verloschen rostroten Binde vor dem Saum. Die Linien nahe dem Distalrand der Vflghinterseite in der
Mitte etwas mehr divergierend und stärker gezackt, Htlglunterseite gesättigter braun. Columbien.
lutescente- 0. lutesccntefasciatus ist eine unsichere Species der Untergattung Opsiphan.es, die hier nur erAA'ähnt
fasciuius. sie Kl RR A' in seinen ,,Catalogue“ aufgenommen hat. In Gestalt und Größe ähnlich 0. cassina cassma-'^;
Flgl-Oberseite braun, oben und unten eine dem Saum parallel laufende, breite, gelbliche iMittelbindc. LTnterseite
rötlich, die Binde gesättigt gelb.
6. Gattiiiio-: Kr^pliaiiis Bsd.
Die hierunter vereinigten Arten wurden früher zu Caligo gerechnet, bis sie Boisduval 1874 als
eigene Gattung abtrennte, obwohl die Unterschiede im Geäder wenig bedeutend sind, die Verschieden¬
heit vielmehr hauptsächlich in einer andern Form der d-Geschlechtsauszeichnung besteht. Eryphanis
unterscheidet sich von Caligo äußerlich durch den schwächeren Körperbau und die meist feurigere Flügel-
I5RYPHANIS. Von H. Fruiistouker.
:{l 1
färbung seiner Arten. Tin Geäder derVflgl ist die mittlere Discocellularis und die hintere weniger lang als bei
Caligo, steht nicht so qner, sondern verbindet schief die Mediana am 15. Aste. Dasselbe Verhältnis /,eigt sich auch
in der Hflgl-Zelle, doch ist die Präcostalzelle ebenso hlein wie bei (Jnligo. Die besitzen am Ird der llflgl
einen auffallend großen länglichen oder rundlichen, gelblich gefärbten, filzigen Jfleck, welcher ans langen,
spatelförniigen Duftschujipen besteht. Außerdem haben sie, wie Caligo, ein glänzendes, wie lackiert er¬
scheinendes Feld an der Submediana, welches mit einer Drüse am Hinterleibe korresjiondiert; der Haar¬
pinsel fehlt ihnen. Die Ivlammerorgane weisen mehr Analogie mit Opsvphanes als mit Caligo auf, denen die Gattung
sonst scheinbar näher steht. Tegumen wie hai Opsiphams und ({en 8atyriden mit einem hackenformigen Uncus,
dem zwei seitliche, ventral glatte Spitzen aufgesetzt sind. Die Valven lang, schlank, dorsal scharf gezähnt. TTas
Fluggebiet der Angehörigen dieser Gattung erstreckt sich über das nördliche Südamerika und durch Zentral-
Amerika bis Mexico. Im Süden gehen sie wie die Vertreter des Genus Opsiphanes nicht über Rio Grande do Sul
und Bolivien hinaus. — Ei von der Größe der Morph iden-Eier, kugelig, oben und unten etwas abgeflacht und an
diesen Abplattungen dunkelbraun, sonst weißlich grau. Um den größten Umfang läuft ein breiter, tiefdunkel¬
brauner Streifen, der aber an einer Seite nicht geschlossen sondern etwa V2 breit offen Ijleibt. Rp auf ITam-
bus. Sie hält die Aftergabel stets zusammengedrückt, so daß diese einem Sphingidenhorne nicht unähnlich
sieht. Pp lang gestreckt und am Ivo])fe ebenso zugespitzt wie am Hinterteile. Nach Dr. Haiinel bieten die
Falter eine herrliche Farbenerscheinung, wenn sie im Schatten des Waldes ihr wmndervolles tiefes Dnnkelblan
plötzlich aufleuchten lassen. Nach meinen Erfahrungen in Santa CAtharina sangen die Eryphanis mit A'or-
liebe am ausfließenden Saft der ITännie des PTnterholzes, an deren Stämmen sie mit gefalteten h'lgln sitzen,
und es gelingt auch gelegentlich, sie mit überreifen Bananen anzulocken. Doch finden sie sich iiirgendsw'o in
Anzahl. — Bisher nur 6 Arten bekannt, die sich auf zwei ungleiche Gruppen verteilen, je nachdem sie auf dem
Reibefeld der Hflgl eine Haarbürste tragen, oder diese ihnen fehlt.
a) o h n e Haarpinsel auf der bl a n k e n I r d f 1 ä c h e der H f I g 1.
E. polyxena unter dem Namen automedon Cr. in den Sammlungen verbreitet, bewohnt ganz Südamerika
von Venezuela bis Paraguay, und Mittel- Amerika sowie Columbien bis Ecuador und Peru, zerfällt in fünf benannte
Spaltrassen; lycomedon Fldr. Vflgl im Discalteil beim S blauviolett, Saum schmutzig ockergelb, Binde ver- iyco)ncdun.
waschen; Hflgl ganz dunkelbraun mit schmal gelbbraunem Saum und mattem lila Schimmer; 9 matt braun,
der Endteil der Zelle dunkler, im dunkelbraunen Saiunfeld eine ziemlich scharfe gegabelte ockerige Wellen¬
binde, vorn gegabelt, aber der äußere Ast verwaschen. Vflgl-Discns matt graidrlau glänzend; in der Zelle zu¬
weilen 2 Wischflecke. Hflgl-Discus blaugrün schillernd. Zentral-Amerika und Columbien. — polyxena Mee.rh. polyxena.
(64 b (J, c 5 als automedon). Oben schwarzbrann : fast schwarz, mit blauem, schön schillerndem Discalteil
aller Figl; die Vflgl oft vor dem Saum mit gelblicher, gegen die Costa gegabelter, schmaler Binde. $ matter,
Costal- und Apicalsaum gelbbraun, Basalhälfte graubraun, nach außen leicht blangrün, schillernd. Venezuela,
Trinidad, Guayana, Nord- und Mittel-Brasilien, südlich etwa bis Rio de Janeiro. — wardi Bsd. ursprünglich wanli.
aus Matto Grosso stammend, von ihrem Autor selbst aber zuerst unter der irrigen Vaterlandsangal)e ,, Gua¬
temala''' beschrieben, war eine verschollene Form, die ich erst im vorigen Jahre in authentischen Exemplaren
aus Matto Grosso, Umgebung von Cuyaba empfing, wardi ist von automedon oberseits zu unterscheiden durch
eine bereits leicht violette Färbung, welche etwas an jene von lycomedon anklingt, und durch die markantere,
l)laßgelbliche aber immer noch obsolete »Submarginalbinde der Vflgl würd eine Verbiiidnng hergestellt zu novicia
von Ecuador und lycomedon von Columbien. Das ^ ist durch eine ausgedehnte, nahezu hellgelbe Subapical-
resp. Transcellularregion und zwei isoliert stehende gelbe Makeln vor dem Aj^ex der Zelle der Vflgl ohne wei¬
teres vom brasilianischen polyxena amphimedon zu trennen. — amphimedon FWr. hat indigoblanen, sehr ansge- cunplü-
dehnten Blauglanz der Obei’seite, der sich auf die verloschene gelbliche Binde vor dem Saxnne erstreckt
und auf den Hflgln nur einen schmalen Rand freiläßt. Hflglsaum am hinteren Medianast weniger stark ge¬
eckt; $ reichlicher und leuchtender blau. Hflgl reiner blaugrau im Basalteil, dieser schärfer abgesetzt. Nach
V. Bönninghausen recht selten an schattigen Orten bei Rio. Rp in der Gattnngsdiagnose beschrieben. Von
Blumenau, Santa Catharina, in meiner Sammlung, nach Stichel auch in Paraguay. — novicia Stich. Etwas novlela.
kleiner als lycomedon. Oben dunkler als diese Unterart, vorherrschend braun, mit nur geringem violettem
Anflug im mittleren Felde des Vflgls. Die Binde nahe dem Distalrand des letztei’en reiner. Hflgl deutlich geeckt,
schmal aber ziemlich scharf ockergelb besäumt. La China, Provinz Los Rios, (Ecuador). — tristis Stgr. iri^Cw.
Das G von der vorhergehenden LTnterart durch bedeutende Verminderung des Blau auf dem Hinterflügel unter¬
schieden. Diese Bestäubung tritt hier nur nalie dem Apex als kleiner Fleck auf, der bei schräg auffallenden
Lichtstrahlen einen etwas größeren Umfang annimmt. Südliches Peru. — cheiremon subsp. nov. schließt sich chciremon.
eng an wardi Bsd. von Matto Grosso an, wie dies bei bolivianischen Unterarten so häufig der Fall ist, übertrifft
jedoch wardi an Größe und führt einen viel längeren gelben Mehlfleck der Analfalte der Hflgl. Das Blau der
Oberseite ist lebhafter, auf den Hflgln schärfer umgrenzt. Die Unterseite gleicht mehr jener von lycomedon
Fldr. ans Columbien, doch bleibt die subbasale Partie der Vflgl sowie die Basalregion der Hflgl silberweiß statt
gelblich resp. graubraun. Grundfarbe im allgemeinen auch sonst heller, eher grau als braun zu nennen. Coroico,
Bolivien, 1200 m. — spintharus Frühst. Eine hervorragende Lokalform des östlichen Columbien, welche dort spiniharus.
312
ERYPHANIS. Von H. Frfhstoefer
(len lycoincdon Fidr. ersetzt und sieh viel mehr den holivianisehen theiremon und toardi Bsd. aus Matto Grosso nähert.
J mit nahezu do})pelt so breiter und grauer statt gelblicher Submarginalbinde der Vflgl als bei lycoinedon, der
Schiller der Oberfläche ])rächtig blau, nicht violett; $ von polyxena Mee?'b.-^ abweichend durch eine breitere
fahler gelbgraue Längsbinde der Vflgl, welche distal zwei große schwarze Makeln (Augen) umschließt. Apex
der Zelle und die gesamte Circumcellularregion fahl gelbgrau aufgehellt. Basalpartie der Zelle schwarz statt
dunkelblau wie bei autmnedon. Hflgl mit nur geringer, glänzend blauer Discalregion. Zelle grauschwarz, der
Distalsaum bis nahe an die Zelle herangerückt, tiefschwarz. Unterseite heller als bei autoniedon. Zellapex und
Mediaiipartie der Vflgl, die Basal- und Medianregion der Hflgl nahezu weißgrau, mit leichter purpurnem Anflug.
Oberer Rio Negro, Ost-Columbien, 800 m, von Fasse entdeckt.
E. reevesi verteilt sich im mittleren und südlichen Brasilien auf drei Spaltrassen. Im Habitus nähert
sich reevesi der E. polyxena aaiphbnedon Fldr., neben welcher sie vorkommt. 3' von arnphiniedon aber leicht
zu trennen durch die’ geringere Größe, die dunkel blauviolette Grundfarbe und das lebhafter gelb aber schmäler
gebänderte $. reevesi gilt als die häufigste der l)ekannten S})8cies ; es ist nicht schwer, sie mit ausgelegten oder auf¬
gehängten Früchten zu ködern, und sie findet sich in Sta. Catharina sowohl auf dem Hochlande wie auch in den
heißen Tälern an den Waldschänken ein, wo sie oft stundenlang an einer Stelle saugen. Die Schuppen der Ober-
hciiiifhn) I. fläche sitzen aber sehr lose und es fällt schwer, ganz reine Exemplare einzubringen. — hemichroa Btlr., aus
Minas Geraes beschrieben, dürfte leicht von Exemplaren aus Rio de Janeiro und Espiritu Santo diffe¬
rieren und daran mögen sich auch Exemplare aus Bahia schließen, die von südlicheren reevesi durch ihre
Kleiidieit differieren, sowie das etwas blässere Violett der Oberseite und die vorherrschend fahl graubraune
Unterseite, die bei Bahia-(Jd' ebenso ausgebleicht erscheint als sonst bei den südlicheren der Kollektivart.
rccvcul. — reevesi Westiv. geht ziemlich unverändert von Espiritu Santo bis Santa Catharina, wo ich sie von Januar
bis März im dunklen Wald antraf. Vflgl des dunkelbraun, Saum graugelb; Außenteil tief- violett angeflogen;
diese Färbung ist vorn breit, erstreckt sich bis in die hintere, vorspringende Ecke der Zelle und verschmälert
sich gegen den Hrd; der Apex l)leibt frei. Hflgl ähnlich, aber in noch ungewisserer Begrenzung und dunkler
violett angeflogen. Bei schräger Beleuchtuiig markiert sich hier das Blaii distal und hinter der Zelle als unsicher
begrenzte« Mittelfeld, an den Adern leuchtender als in ihren Zwischenräumen. Duftfleck im Analfeld schwam¬
mig, von einem schmalen hellglänzenden Ring umgeben, in einer deutlichen, auf der Unterseite als erhabene
Bude bemerkbaren Vertiefung der Flglmembran gelegen. Vflgllänge 53, $ 55 mm. — Rp (nach G. W.
Müller) an Olyra latifolia L. und Bambusa; sie sitzt breitgedrückt und flach anliegend auf der Oberseite
der Blätter, j Körper in der Jugend gelblich mit roten Rücken- und Seitenstreifen, schlank, hinten verjüngt,
mit langer Schwanzgabel, die in der Ruhestellung horizontal zusammengelegt oder auseinandergespreizt auf¬
wärts gerichtet ist. Später grünrot mit dunkler Rückenlinie, roten, weißen und braunen Längsstreifen; im
erwachsenen Zustand das Rückenfeld rein grün, nach hinten und vorn verschmälert, auf dem 11. Segment
spitz endigend, fein braun gerandet; Seitenstreifen l)raun und weiß, am hinteren Rand der Mittelsegmente
schwarze Warzen (Scheindornen) von ansehnlicher Größe. Ko])! groß, breit, langgestreckt, vorn steil abfallend,
annähernd quadratisch, mit 3 Paar kurzen Hörnern besetzt; zuerst weißlich mit braunen Streifen, später
in der Mitte dunkelgrün mit weil,len, braun gerandeten Streifen, die, von oben gesehen, mit den Streifen des
Körpers in einer Richtung laufen. — Pp länger, ähnlich einem zusammengerollten Alonocotyledonenblatt,
mit sehr langen, dicht zusammengelegten Hörnern, Kanten verwischt, Grundfarbe schmutzig braungelb.
E. zolvizora ist eine sehr seltene Art, die von Columbien bis Bolivien verbreitet ist und von der zwei
zohnzora. S])altrassen l)eschri8ben sind. zolvlzora Hew., ursprünglich aus Bolivien gekommen, nordwärts vielleicht
bis Peru verbreitet. Oberseite dunkel-rotbraun mit einer aus vier bis fünf halbmondförmigen ockergelben Flecken
zusammengesetzten Binde der Vflgl und gelblich lu’aunem Terminalsaum der Hflgl. Unterseite braun mit einer
breiten gelblich-weißen Subbasal- und einer geknieten, ebenso gefärbten aber viel schmäleren Aledianbinde.
Sonst sehr ähnlich reevesi, an deren Stelle die Species in Bolivien und der andinischen Region tritt. Mir aus Cor-
opintus. sico, Bolivien, 1200 ni, bekannt. — Opimus (Sh/r. bezeichnet die nördliche Abzweigung. Bei ihr ist die Vflglbinde
mehr zusammenhängend, etwas schmaler, die Längsstreifen der Unterseite etwas verbreitert, mehr gelblich,
etwas schmaler. Type aus Manizales, dem Oaucatal von Columbien , mir vom Rio A(][uacatal, West-
Cordillere, Columbien, aus 2000 m vorliegend. In Ecuador und Peru lebt eine verwandte Rasse, die noch nicht
genügend Ijeachtet Avurde, wenngleich bereits Staudinger auf geringe Unterschiede hinweist. Das Ei ist dem¬
jenigen von 0. oberthäri Deyr. in Größe und Aussehen ähnlich, doch besitzt es beiderseits Avarzenförmig ver¬
laufende Pole. Die Farbe ist beimveiß, erscheint aber infolge einer aus der Legeröhre abgesonderten Flüssig¬
keit unregelmäßig rosarot getüncht. Das seltene $ erreicht meist die Größe eines kleinen Galigo.
selcucida. E. seleucida Heiv., eine weitere seltene Art, ist oberseits ähnlich Galigo illioneus Gr. Unterseite bemer-
kensAvert durch auffallend große Ocellen. (J. Olien rostbraun, vorn im Mittelfeld et.Avas aufgehellt, Saumfeld
breit dunkelbraun, der Rand selbst schmal schmutzig ockergelb. Nahe dem Saum mit einer AA^ellenförmigen,
ockergelben, leicht rötlichen, schmalen Querbinde, von der sich vorn in unsicherem Zusammenhang eine kurze
stark gekrümmte und geAvinkelte, etovas trüber gefärbte Nebenbinde abzAveigt, die aller, ebenso AAÜe die Haupt¬
binde, den Vrd nicht ganz erreicht. In der Bindengabel 2 scliAvarze Flecke und am Ende des Hauptstranges
Ausgegeben 15. V. 1012.
KRYPHANIS. Von H. FRUJiSTOiiFEii.
der Binde 2 kleine weiße Tupfen. Unten ist das Mittelfeld ßreit bandartig, braun, außen heller und dunklei'
ockerfarben a))getönt, beiderseits von weißlichen »Streifen gesännit und nach außen außerdem von einer doppelt
gebrochenen schwaiv.braunen Linie begrenzt. Das distal folgende Feld im vorderen, dreieckigen 'Teil braun,
weiß gestrichelt, hinten und außen mit zwei hintereinander stehenden, schwarzen, gelblich gei'ingten Augen¬
flecken, vor denen ein weiterer schwarzer Fleck und zwei blinde Augenflecke nahe dem Aj)ex stehen. Das Feld
distal von der Zelle reichlich dunkel gestrichelt, durch eine dunkle, ockergelb oder weißlich gesäumte* W'ellen-
linie begrenzt. »Saumfeld rostbraun, ebenfalls mit dunkler, weißlich begrenzter Linie nahe dem Flgh'and.
Hflgl mit fahlbraunem Hrdfeld, einer Idanken Reibefläche mit pinselartiger Behaarung zwischen »Submediana
undHrd-Ader und einem großen mehlartigen Duftschuppenfleck im Hinterwinkelfeld. Grundfarbe sonst duid<(‘l-
braun, in der Figlmitte rötlich angeflogen, Distalrand schmal rostbraun gesäumt. Unterseite im Wurzel- und
Distalfeld braun, reichlich schwarz oder schwarzl)raun gestrichelt. Mittelfeld breit bandartig, dunkelbraun
mit weißer Einfassung. Die Zone hinter den Augenflecken mehr und weniger weißlich gestrichelt. Im vorderen
Teil des Mittelfeldes liegt auch ein großer dunkelbrauner, gelblich geringter und weiß gekernter Augenfleck.
Im distalen »Saumfeld markiert sich eine hellbraun begrenzte wellige Linie. $ unbekannt. Bolivia.
b) m i t b ü r s t e 11 a r t i g e m Ha a r b ü s c h e 1 nächst de r »S ii b m e d i a n a d e s H f 1 g Is.
E. aesacus stammt aus Mittel- Amerika, geht von Mexico bis Cloliimbien und verteilt sich auf zwei Areal¬
formen; aesacus H.Schäff. (64 b) ist die kleinere beider Unterarten. : Vflgl nahe dem »Saum mit schwach ocker- ucsucus.
gelher Querbinde, deren Gabelung vorn wie liei der vorhergehenden Art und fast in demselben .Maße wie bei
dem $ der vorliegenden Unterart deutlich ausgebildet ist. Das Mittelfeld in indigoblauem Ton, vorn nur bis
zum vorderen Medianast und bis zum Ende der Zelle deutlich erkennbar, distal bis zur Querbinde, die selbst
schwach blau angeflogen ist. Hflgl hinter dem Apex in der Nähe des »Saumes nur mit einem fleckartigen blauen
Anflug, der in der Figlmitte nach hinten bindenartig, mehr oder weniger, ausfließt. Der Figlsaum ist fast ganz
abgerundet, am mittleren Medianast nur mit kaum merklicher, stumpfer Ecke. $ blasser, der fahl l)laue Anflug
des Vflgls in leicht violettem Ton, ungewiß begrenzt, das Zellende frei lassend, aber ziemlich deutlich vom
Vrd bis schräg zum Hrd breit bindenartig ausgebildet. Hflgl an der Wurzel ohne blaue Bestäubung; diese be¬
ginnt erst in undeutlichen »Spuren nahe der Mitte der Zelle, nimmt allmählich an »Schärfe zu und bildet in der
Figlmitte einen bis knapp über das Zellende reichenden und dort etwas schärfer begrenzten Fleck. IMexico,
woher die Type kam, Guatemala und Nicaragua. Uel)erall selten. Aus Honduras in der »Sammlung Fruiistor-
PBR. — buboculus Btlr. aus Costa-Rica beschrieben, geht südwärts bis Cohimbien. Größer als aesacus, dnnkler huboculus.
gefärbt und unterseits schärfer gezeichnet. Ist nach Angaben von Fasse eine der in den columbischen Anden
am höchsten fliegenden Brassoliden. — juruaiia suhsp. nov. erscheint rundflügeliger, ol»erseits mehr blau statt juruana.
violett, die gelbe »Suhmarginalbinde der Vflgl ist schmaler. Vom Rio, Juruä einem südlichen Nebenflüsse des
Amazonas (Type in der Goll. »Staudinger).
E. gerliardi Weeks. ist eine nur in wenigen Exem])laren bisher aufgefundene »Species, die ihr Autor ins gcrhanli.
Genus ,,Caligo'' einreihte. Oberseite braun, dunkelblau angeflogen mit Ausnahme des Vrdes. Unterseite röt¬
lich ockerfarben. Vrd der Hflgl etwas abgeflacht, am Apex rund in den stark gewellten Saum übergehend,
letzterer am mittleren Medianast leicht geeckt, Analwinkel völlig al)gerundet, Wurzelfeld bis zur Mitte der
Zelle stark behaart. Oberseite braun, in einem breiten »Streifen, etwa von der Mitte der Zelle bis nahe zum
»Saum, in ungewisser Begrenzung blau angeflogen ; das Hrdfeld ungewiß gelbgrau, hinten graublau glänzend,
mit einem großen elliptischen mehlartigen, weißgelben Duftfleck, der sich proximal an die Hrdader anlegt.
Unterseite rötlich ockergelb, Wurzelfeld und die Zone hinter der Zelle bis zum Distalrand des Figls ziemlich
gleichmäßig fein schwärzlich gestrichelt. Eine Querbinde in der Flghnitte ungewiß rotbraun, außen unscharf,
innen deutlich durch einen silberweißen Querstreifen in Fortsetzung der weißen Vflgllnnde begrenzt. Der
Streifen endet hinten ungewiß an dem durch eine Erhebung angedeuteten Duftschuppenfleck der Olierseite.
In der Zelle, den erwähnten »Streifen berührend, liegt eine unregelmäßige Zickzackzeiehnung, zwei zugespitzt
eiförmige Figuren folgen am Ende der Zelle, und in ihrem vorderen Endwinkel erscheint ein weißer Fleck.
$ noch unbekannt. Bolivien, Ecuador (»Sarayacu). — Bei pusillus Stich, ist das S kleiner als bei der vorhergehen- pusillus.
den Form; die violettblaue Bestäubung heller und etwas deutlicher, auf Vflgl und Hflgl breiter, nament¬
lich nach hinten und gegen den Apex des Vflgls, sowie gegen den Hflglsaum. Dieser an dem mittleren ^Median-
ast stumpfer geeckt, Vflglspitze ebenfalls etwas stumpfer und weniger vorgezogen. Paraguay, Rio Grande do
Sul. Mabilde hat pusilla einmal gezogen. Das $ legte in seinem Hause am 1. November 10 Eier, aus welchen
nach 8 Tagen Räupehen von dunkelgrüner Farbe schlüpften und sich in den ersten 15 Tagen häuteten und
dies vier oder fünfmal bis zum 14. Januar wiederholten und zum letzten Male am 4. März. Ppnndie dauert
aber nur 13 Tage, während die Rpn manchmal 2, gelegentlich auch 4 Monate lang fressen. Die Pp gleicht etwas
jener von Caligo viartia, doch ist sie zarter, mehr zusammengedrückt, von hellerer Farlie, leicht rosa schimmeiTid
mit getrennten lichten Makeln. 'Der Falter fliegt in Rio Grande den ganzen Sommer und Herbst, bewohnt den
Wald und Bambus-Distrikt, ist aber nirgends häufig.
V
40
314
CALIGO. Von H. Fruhstorfek.
7. Gattung’: C^ali^’o Hhn.
Zn dieser Gattung gehören die imposantesten Formen der ganzen Familie, welche in gleicher Weise,
wie die Morpliiden zur Charakteristik des südamerikanischen Insektenlebens beitragen, da einige Arten selbst
durch das ganze Gel)iet zu den liäufigen Erscheinnngen gehören. Sie fallen zudem nicht allein durch ihre Riesen¬
größe, die eigentümliclie, meist trübe, aber trotzdem auch oft sehr reiche Figlfärbung auf, sondern auch durch
ihr Idämmerungsleben, was sell)st auf den Laien nicht seine Wirkung verfehlt. Strukturell steht Cnligo der Gattung
Eryphanis sehr nahe und hat mit dieser trotz der gigantischen Arten die kleine Präcostalzelle der Hflgl gemein¬
sam. Die Caligonen differieren al)er von Eryphanis durch die längere und deutlicher gewinkelte mittlere Disco¬
cellulare der Vflgl, und die Inntere Discocellulare ist steiler, nicht nahezu quergestellt. Der für die Eryphanis
so charakteristische ovale Androconienfleck am Ird der Hflgl fehlt den Cnligo, doch führen sie gemeinsam mit
ihnen eine blanke Reibefläche nächst der Submediana, die mit oder ohne Haarpinsel versehen sein kann, und
vorne an der Subcostalis einen mehr oder weniger deutlichen Mehlfleck. Die Zeichnung der Unterseite präsen¬
tiert sich bei den Cnligo in höchster Vollendung unter den Brassoliden und besteht in zierlichen netzartigen
gesjierberten Mustern und Schraffierungen, die in abwechselnd hellen und dunklen Tönen auf dem gelblichen
Grund verteilt sind und mit diesem kontrastieren. Auf den Hflgln heben sich in wirkungsvoller Weise zwei
große, prächtig gezeichnete Augen ab, von denen das obere oft hallnnondförmig ist und zwischen der Costalis
und Subcostalis steht das untere größere dagegen zwischen den beiden ersten Medianästen sich befindet und oft
darüber hinausragt. Diese Augen haben in der Zeichnung die größte Aehnlichkeit mit den Augen des Pfauen¬
schwanzes, nur daß diese in blanen Farben schimmern, während heiCnligo die Grundfärbung ein schönes Orange¬
gelb ist, und die Abschattierungen durch Braun bis zum tiefsten Sammtschwarz gehen. Die prächtige Zeich¬
nung der Rückseite veranlaßte auch Latreille, der Gattung den viel charakteristischeren Namen Pavonia
zu geben, welcher leider aus Prioritätsrücksichten hat weichen müssen. — Augen nackt oder behaart. Palpen
ziemlich groß, weit über den Kopf vorragend, vorderseits dicht mit langen anliegenden Haaren besetzt, mit
einem Haarschopfe auf dem Rücken. Endglied zugespitzt. Fühler zart und dünn, kaum Y> der Flgllänge er¬
reichend, nur allmählich gegen das Ende verdickt. Vflgl mit starker Costalader und 5 ästiger Subcostale, deren
beiden ersten Aeste vor dem Zellende sich abzweigen, Ast 3 und 4 aber nahe zusammen fast in der Figlspitze
stehen. Zelle breit und groß, fast -/z des Figls erreichend, und durch alle 3 gut ausgebildeten Discocellularen
geschlossen. Obere Discocellularis fast so lang als die untere. Rp schlank, in der Mitte leicht aufgewölbt, Kopf
mit zwei bis acht Hörnern, die zum Teil beborstet sind. Hlb in zwei Spitzen ausgezogen. Rücken mit fünf
bis sechs Scheindornen. Grundfarbe weißlich oder braun, häufig auch grün, stets mit Seiten- und auch Dorsal¬
streifen. Bevorzugte Nahrungspflanze Bananen, auch Marantaceen; Rp in der Regel auf der LTnterseite der
Blätter, vorwiegend nachts fressend, sich in reiferem Stadium zwischen dürren herabhängenden Blättern ver¬
bergend. Pp mäßig breit, nach vorne und hinten ein wenig verjüngt. Rückenkante meist stark vorsprin¬
gend. Färl)ung gelblich bis braun oder rötlich, auf der Figlscheide manchmal silberglänzende Flecken. Ppn-
ruhe 20 — 25 Tage, bei einigen Arten jedoch von kürzerer Dauer. Die Imagines bewohnen ausschließlich den
dichten Wald, wo sie nahe dem Erdboden und am liebsten am Fuße der Urwaldbäuine sich aufhalten. Es sind
Däinmerungsfalter, denen man nur selten am Tage begegnet. Scheucht man sie aber dennoch zufällig auf,
so wissen sie sich sehr geschickt im Dickicht und an .Baumstämmen mit gefalteten Flgln Declamg suchend
und solche ausnutzend zu verbergen. Dr. Hahnel hat einmal beobachtet, wie ein Vogel einen Cnligo eurilochus
am Amazonas verfolgte, der Falter wußte aber mit unglaulüicher Geschicklichkeit allen Schnabelhieben des
hart folgenden Vogels auszu weichen, indem er sich von einem Gebüsch ins andere rettete, bis schließlich das
gehetzte Wild im dichtesten Gewirr von Zweigen geborgen war und der ermüdete Vogel von weiterem Nachsetzen
abstehen mußte. Die Gewohnheit der Cnligo, sich mit Vorliebe in der Nähe von solchen Plätzen aufzuhalten,
wo herabgefallene Früchte liegen, ausnutzend, kann man sie mit Bananen anlocken und war es mir manchmal
vergönnt, auf diese Weise 20 — 25 Exemplare von C. heltrno an einem Tage zu erbeuten. Einige Arten, wie C.
niartia besvichen nässende Bäume, an deren Ausflußstellen sic oft stundenlang sitzen. Gelegentlich verlassen
sie auch an besonders schwülen Tagen den Wald und setzen sich an dessen Saum oder sogar auf Wege, und
am Capivary-Fluß in Santa Catharina traf ich einmal ganze Colonnen von C. heltrno, die, wie Vorposten verteilt,
in langen Zeilen aufgereiht saßen, einer nahe dem anderen, so daß ich nicht wußte, welchen zuerst nehmen. In
Columbien wurde C. oileus Fldr. auf Excrenienten von Maultieren angetroffen.
Wie alle großflügeligen Arten gehen die Caligonen nirgendwo über die dichteste Vegetationszone hin¬
aus und es ist wahrscheinlich, daß sie 1000 m Seehöhe nicht überschreiten. Demzufolge bevorzugen sie den
trojjischen Gürtel mit wenigen Ausstrahlungen ins subtropische Gebiet. Nördlich dringen einige Formen bis
Mexico, südlich bis Paraguay und Bolivien vor. Nach Gouman und Salvin lassen sich auf Grund der Paa¬
rungsorgane zwei Artengriippen aussondern. 1) C. oileus- und eu'riloclms-Gvuppe mit der dorsalen Schneide
der Valve einfach gezähnt. 2) C. «Ire ws- Gruppe, Valve mit einem dorsalen, medialen Aufsatz, der selbst wie¬
der gezähnt ist.
I. Sect. Aiiagrai»lii Stich.
Hflgl de.s ohne Ilaarpin.sel auf der Itlaiikeii Reil)efläclie am llnl.
(JALIGO. Von H. FRuri stohfek.
:iir,
C. oedipus eine sehr seltene, unscheinbare tS])ecies, zerfällt in zwei Arc'al fassen : oedipus AV/r/e .5 Vfl^l
oben weißlich, Vrd leicht graubraun getrül)t, in der Zelle breit, nach außen verschmälert und vor der Gabelung
der letzten Subcostaläste spitz auslaufend. .Die Adern in dem vorderen Mittelfeld fein braun bestäubt. Unter
der Zelle ist ein leicht bläulicher Anflug bemerkbar. Die helle Binde hinter der Zelle nach innen undeutlich be¬
grenzt, vorn durch einen beinahe safrangelben Wischfleck verstärkt. Das Saumfeld ziemlich eintönig schwarz¬
braun, die Binde nahe dem Flügelrand nur ganz schwach angedeutet. Das Wurzelfeld des Hflgls graublau bis
etwa zum Zellende mit schräger Begrenzung nach hinten, dieser Teil sowie das Hrdfeld bis nahe zum Anal¬
winkel blau schillernd. Flglsaum stark gewellt. ^ größer, Vrdfeld tiefer braun getrübt, der bläuliche Anflug
unter der Zelle etwas reichlicher, die helle Querbinde hinter der Zelle l)reiter und deutlicher, die Adern auf¬
fällig stark braun bestäubt, die Flecke im vorderen Teil des dunkelbraunen Saumfeldes deutlich, die helle Binde
vor dem Saum besser ausgeprägt, wellenförmig, leicht gezackt. Das fjlaue Wurzelfeld des Hflgls stumpfer,
seidig graublau glänzend, bei schräger Beleiichtung schillernd, der Schiller indessen nicht so weit gegen' den
Hinterwinkel ausgedehnt wie beim — nocturna Stich, ist eine Nebenform, bei deren der Vflgl bis zu einem noduma.
etwas heller getönten Querstreif hinter der Zelle fast gleichmäßig rauchbraun getrübt ist, Blauschimmer auf
den proximalen Teil des Hrdfeldes beschränkt. Das blaue Wurzelfeld des Hflgls etwas eingeschränkt. Vflgl
des $ mit stärkerem und reichlicherem blauen Schimmer und trüber aber deutlicher, zackig begrenzter Binde
nahe dem Saum. Grundfarbe im allgemeinen noch dunkler braun. Es kommen Uebergänge zur Hauiüform
vor. Columbien. — fruhstorferi Stich. (64c) ist im Geschlecht durchschnittlich etwas kleiner als die vorige; inihstorferi.
Vflgl etwas mehr gerundet, Vrdfeld heller bräunlich, durchscheinend, aber breiter getrübt, auch das Zellende
ganz ausfüllend. Die verworrenen Figuren in der Zelle der Unterseite oben deutlich erkennl)ar, die helle Quer¬
binde hinter der Zelle deutlicher abgesetzt, die bläuliche Bestäubung unter der Zelle etwas reichlicher und bis
zu der von der Unterseite durchscheinenden inneren Begrenzung der Querbinde ausgedehnt. Die Binde vor
dem Saum ebenfalls etwas besser ausgeprägt. Hflgl gleichmäßig gerundet, Saum nur ganz schwach gewellt.
Das blaue Wurzelfeld von oben gesehen seidenglänzend, bei schräger Beleuchtung blauschimmernd etwa in
gleicher Ausdehnung wie bei dem typischen oedipus. Unterseite mit verhältnismäßig größerem hinteren
Augenfleck. Costalfeld des Vflgls beim $ ebenfalls bis zu der hellen Mittel binde getrübt, stark durchscheinend,
der blaue Ueberguß hinter der Zelle deutlicher, auch l)is auf den vorderen Zellteil aiisgedehnt, dort aber schwä¬
cher. Die Binde hinter der Zelle vorn stark zackig gekerbt, hinten flach bogig, die Flecke im Costalteil des
Außenfeldes sehr deutlich, die Binde vor dem Saum fast weißgelb, stark zackig begrenzt, der Saum selbst fahl
ockerbraun aufgehellt. Das blaue Wurzelfeld des Hflgls reicht distal bis über das Zellende hinaus; von oben ge¬
sehen stark seidenglänzend, bei schräger Beleuchtung lebhaft blau schillernd. Der ebenfalls sehr wenig geAvellte
Hflglsaum etwas reichlicher grauweiß bestäubt. Unterseite wie l)eim (J, nur die dunkel schattierte Binden¬
zeichnung in der Mitte des Vflgls bis zur Submediana verlängert, und die beiden welligen oder zackigen Binden
im Distalfeld des Hflgls sind sehr scharf ausgeprägt. Honduras, vermutlich auch in anderen Teilen Zentral-
Amerikas.
C. oileus eine formenreiche Species die sich anscheinend von den Anden aus bis Mexico verbreitet hat,
südwärts Bolivien erreicht, aber auf der atlantischen Seite anscheinend über Venezuela iiicht hinausgeht. Sechs
bis sieben benannte Spaltzweige, die zum Teil nicht sehr scharf geschieden sind. — oileus Fldr., die Namens- oileus.
type, stammt aus Venezuela. Vflgl beim <3 fast bräunlichgrau, hinten etwas heller, Unterseitenzeichnung
durchscheinend. Die Binde vor dem Saum verwaschen, aber stets noch bemerkbar. Saumfeld außen sonst
fahl schwarzbraun, die dunklen Flecke imApicalfeld deutlicb, die helle Binde an den Adern wurzehvärts mehr
oder weniger deutlich ausgeflossen; der Blauschimmer unter der Zelle schwach oft nur in schrägem Lichte
erkennbar. $ größer, Figl bis zur schmalen Querbinde rauchbraun, Wurzelteil bis nahe zur Costa und bis in
den hinteren Zellteil leicht bläulich überzogen, etwas fett glänzend, die übrige Fläche wie beim 3, aber die Binde
vor dem Saume deutlicher. Unterseite mit mäßig verbreiterter weißlicher Binde hinter der Vflglzelle. Hflgl
mit deutlich entwickelter Zackenbinde im Außenteil. Die submarginalen Linien der ATlgl-Unterseite bei 3
wie ? gleichmäßig in kurzen Bogen gezackt. Venezuela. — scamander Bsd. hat etwas vorgezogenen Apex, scamamlcr.
Costalfeld bis zur Mediana verdunkelt, dagegen das Analfeld weißgrau aufgehellt; nur an der Wiirzel schwacher
blauer Schimmer. Querbinde in der Regel ziemlich breit, vorn enger, beinweiß, ganz schwach gelb getönt.
Unterseitenzeichnung nach oben durchschlagend. ? größer, Figl gerundeter, Querbinde, besonders unterseits,
verbreitert, ihre Begrenzung nach außen bogig verlaufend. Analfeld bis zur Querbinde etwas dunkler und
reichlicher blau übergossen. Hflglsaum etwas weniger gewellt, das Proximalfeld auch von oben gesehen etwas
deutlicher, aber fahler blaugrau. Auf der Unterseite die Wellenbinde hinter der Zelle des Hflgls besonders
scharf ausgeprägt, mit metallisch schwarzblauem Glanz, ln beiden Geschlechtern die Linien nahe dem Distal¬
rand der Vflgl-Unterseite weniger gleichmäßig und in flacheren Bogen verlaufend als bei der typischen Unter¬
art. Mittel-Amerika (Costa Rica, Panama (?), Mexico (?), Guatemala (?). — philademus Stgr. aus der Provinz lyliitadonus.
Antiocj[uia in Columbien, schließt sich eng an scamander an und ebenso an oileus Fldr. aus Venezuela, ist aber
dunkler als die genannten, Hflgl oberseits reicher grünlich blau übergossen, d Unterseite mit sattem braunem
Medianfeld, $ im Distalgebiet kaum aufgehellt. Aus dem Caucatal in der Collection Fruhstorfer. — phor- pJiorhus.
bas Röb. ist etwas lebhafter gefärbt, als der typische oileus, die Binde hinter der Zelle des ^T'lgls deswegen
deutlicher hervortretend und im allgemeinen etwas weniger zackig begrenzt; das Wurzel- und Hrdfeld etwas
316
CALIGO. Von H. Fruhstorfer.
stärker blau angeflogen. ? ohne wahrnehmbare beständige Verschiedenheiten gegen das der vorhergehenden
■umbratiUs. Unterart. Eciiador. Type in der Sammlung Fruhstorfer. — Bei umbratilis AifcÄ. ist das d oberseits rauch¬
braun verdunkelt, der blaue Anflug hinter der Zelle des Vflgls nur schwach, seltener etwas reichlicher vorhanden.
Die Querbinde distal von der Zelle ^verwaschen, mitunter aber auch deutlich ausgeprägt ; in letzterem Fall
vorn schmal, weißlich, nach hinten etwas verbreitert, gelblich und an dem hinteren Medianast endigend. Die
Binde nahe dem Distalrand ebenfalls mehr oder weniger deutlich ausgeprägt, die dunklen Flecke am Vrd nahe
dem Apex gut abgehoben. Unterseite sehr scharf gezeichnet und reichlich weiß in der Grundfarbe, namentlich
phUiiiof!. im distalen Teil des Hflgis. Peru. — philinos Frühst. (65 a). d etwas kleiner und weniger schlank als scarna7ider.
Vflgl graubraun, reichlich blau angeflogeu. Die gelbe Region der Vflgl zu einer schmalen, aber distinkten Binde
reduziert. Grundfarbe dunkler, namentlich auf den Vf Igln. Die Hflgl aber schmaler schwarz umrandet, dagegen
mit breiterem, beim d grauem, beim ? gelblichgrauem Marginalsaum. Unterseite: Die braune Discalbinde
der Hflgl schmaler, die gelbe Submarginalzone breiter und heller, die discale Binde der Vflgl erheblich schmaler.
Bolivien.
::eii.rippus. C. zeuxippus Druce (65 b) bewohnt Ecuador. Unterseite gleicht etwas jener von oileus. Sie ist bemer¬
kenswert durch die auffallend helle Basalgegend namentlich der Hflgl, die zart weiß gestrichelt sind. Die Ozellen
stehen in einem hell-kaffeebraunem Medianfeld, das wiederum von eiiier lichtschraffierten Zone umgeben wird.
placidunvi.?. C. placidianus Stgr., ursprünglich von Sarayacu in Peru imd von S;io Paulo de Olivenca am oberen
Amazonas beschrieben, ist eine sehr große Art, welche einen breiten ungezeichneten dunklen Distalsaum der
Vflgl führt, vor dem eine unentschieden gelblich gefärbte, nach außen ziemlich scharf abgesetzte Binde sich
bis zxir hinteren Mediana hinzieht. Das ? führt eine blaugraue Basalhälfte der Vflgl, die von einer noch mehr
verloschenen gelblich grauen Binde begrenzt wird. Unterseite sehr ähnlich jener von C. oileus, aber von dieser
und überhaupt allen anderen bekannten Arten sofort zu trennen durch ein von der hinteren Mediana an bis
zur vorderen Mediana längs der Zellwand hinziehendes, nach vorne verjüngtes satt-braunes Feld, das sich auf
den Hflgln wiederholt, dort aber die ganze Flglmitte bedeckt, nach innen scharf abgeschnitten ist, sich aber in
der Peripherie der Analozelle erheblich nach außen verbreitert. Zelle der Vflgl mit zierlichen schwarzen, wie
mk-anK. fAunrdusxvolken aussehenden Zeichnungen bedeckt. — micans Röh. umschreibt eine leicht veränderte Orts¬
form, die aus Ecuador stammt und eine etwas intensiver glänzend blaue Basalhälfte der Hflgl-Oberseite zeigt.
hettrao. C. bcltrao III. (= demosthenes Pernj, inachis Godt.) (65 b) gilt als eine der farbenprächtigsten Arten
des Genus und er zählt zu den Charakterschmetterhngen des mittleren und südlichen Brasiliens. Tags über
halten sie sich im niederen Gebüsch oder um die Baumstämme der Urwaldriesen herum auf, wo sie sich nahe
dem Boden verbergen. Erst zur Zeit der Abenddämmerung oder am frühen Morgen, ehe das Tageslicht die letzten
Schatten der Nacht verdrängt hat, kommen sie für kurze Zeit aus ihren Schlupfwinkeln hervor. Man kann
sie dann manchmal in Anzahl am Wege sitzen sehen. In Santa Catharina im Tale des Oapivary-Flusses beob¬
achtete ich, daß die Falter an scliwü len Tagen geradezu häufig waren, und man konnte wahrhaftig von ganzen
Zügen von Caligo sprechen, deren Vorposten am Waldsaum aufgereiht saßen und zwar in so kurzen Abständen,
daß man }neist nicht wußte, welchen zuerst nehmen, heltrao lassen sich außerdem noch durch Bananen anlocken,
und es war ein hübsches Bild, an den Ködern die riesigen Caligo'’s in Gesellschaft von Das yophthalnia creusa,
Eryphanis reevesi und Prepona meand.er gleich einer lebenden Traube hängen zu sehen, d unterseits vorherr¬
schend schön kaffeebraun gesprenkelt, mit ebensolchem sehr breiten Medianfeld, das beide Figl durchzieht,
jenseits der Zelle in schwarz übergeht und distal von einer weil,llich und purpurn überstäubten Zone umgeben
wird. Hflgl mit haselnußförmiger Analozelle, deren Spitze nach hinten steht, Ozelle schön hellgelb umzogen.
Das $ größer, Figl breiter, rundlicher, Färbung matter. Apex des Vflgls hellockergelb, nur nach innen etwas
orange angehaucht, der schmutziggelbe Saumstreif breiter, unter allmählicher Verschmälerung bis zum x4nal-
winkel ziehend. Der weiße Vrdfleck im gelben Feld sehr auffällig, die distal anschließende schwarze Bestäubung
im Apex deutlicher, und zwar als Do])pelfleck mit anschließenden weißen Pfeil- oder Mondflecken ausgebildet.
Unterseite etwas lichter, die bindenartige braune Schattierung in der Mitte des Vflgls hinter dem letzten Median¬
ast deutlicher verlängert; nächst dem Saum verlaufen zwei schwärzliche parallele Linien, die vorn etwas zarter
bi’äunlich, mit weißlicher und gelblicher Begrenzung versehen und sanft gekrümmt sind, hinter dem Augenfleck
nahe dem Apex aber wurzelwärts vorspringen und dann in scharfen und großen, zum Teil doppelt gebrochenen
Zacken bis zum Analwinkel laufen. Auf dem Hflgl die Bindenzeichnung hinter der Zelle besser ausgeprägt,
der Saum breiter braun und mit einer zweiten, der ersterwähnten ähnlichen, aber weniger deutlich ausgepräg¬
ten Zackenbinde. Abdomen heller graublau behaart. — Rp an Bananen, ähnlich derjenigen von C. eurilochus
hrasiliensis in der Jugend grün mit länglichen braunen Flecken auf dem Rücken und einem weißen und braunen
Seitenstreifen. Die Flecke verschwinden später, die Grundfarbe wird daun grün; im erwachsenen Zustand
ist das Tier schmutziggrün bis gelblichbraun, unregelmäßig schwarz schattiert, seitlich mit einem rein weißen,
beiderseits schwarz gerandeten Streifen längs der Stigmen; der Körper nach vorn abfallend , auf dem Rücken
nxit weichen Zäpfchen (Scheindornen), der Kopf mit acht kranzartig angeordneten Hörnern besetzt. — Puppe
in Gestalt und Zeichnung im allgemeinen wde diejenige von eitrylochus, aber blasser und ohne Borsten (W. Mül¬
ler). Das abgebildete d' stammt aus Rio Grande do Sul, wo heltrao bereits sehr selten wird. Auch bei Rio
GALIGO. Von H. FRurrsTORFER.
.‘n?
de Janeiro ist die Art nicht mehr sehr liäut'ig, docJi tritt er in Es])iritu Santo ajischeinend in grötk-rcr Anzahl
auf. Dortige Exemplare sind weitaus die größten, etwas lichter blau, und beide Geschlechter zeigen einen
fahler gelben und ausgedehnteren Aj)icalfleck der Vfgl, als meine Santa-Oatharina-Exetnplai'c. Auch erscheint
die Basalregion der Hfgl-Unterseite merklich heller, und auch heim $ ist die distale Begrenzung des braunen
Medianfeldes viel lichter, man kann fast sagen, rein weiß. Nach Bürmejster komnd. Ix'llrao auch in Argen¬
tinien vor, dortige Exem])lare sind mir jedoch in natura unbekannt.
11. Sect. Graphiopliori Stich.
riflgl mit einejn kleinen ITaai'])insel auf Manker Eeiboflädie an der Submediana.
C. teucer, eine der unscheinbarsten Arten ist über das gesamte Gebiet verbreitet, in dem Galigonen imccr.
Vorkommen mit alleiniger Ausnahme von G?ntralamerika und Mexiko, teucer ist geogra])hischen Einflüssen
gegenüber weniger empfindlich, als andere Arten der Gattung und zerfällt demzufolge nur in eine kleine Reihe
von wenig scharf geschiedenen ürtsformen. — Bei insulanus Stich, ist das Gostalfeld des Vflgls l)eim ^ ungewiß in.siitanus.
hechtgrau, nicht oder kaum bräunlich, die gelhlichweiße Querbinde distal von der Zelle sehr schmal und trübe,
die dreieckige Hrdzone graublau bis zum vorderen Gipfel ihrer Ausdehnung, auch in der Zelle bis etwa zur
Mitte ihrer Breite ein ungewisser graublauer Anflug. Das distale 8aumfeld schwärzlich, die Wellenlinien nahe
dem Rande nur ganz undeutlich durchscheinend, und von einer Bindenzeichnung zwischen ihnen nur geringe
Spuren vorhanden. Das graublaue, bei schräger Beleuchtung in seiner Distalzone violettblau schillernde
Wurzelfeld des Hflgls bis nahe zum Zellende ausgedehnt, die distale Figlhälfte schwärzlich mit ganz feinem
weißlichem Saum. Das $ größer, die Binde des Vflgls etwas breiter, vorn mehr oder weniger dunkel überstäidjt,
von der hinteren Zellecke an reiner weißgelb, hinten wieder verschwommen. Die blaiie Bestäubung des Hrd-
feldes setzt sich in der Zelle nach vorn fort und läßt nur einen schmalen Vrdstreif frei. Die Binde nahe dem
Distalrand sehr schön und deutlich weißlichgelb ausgeprägt, die proximale, stark bogige Begrenziing sehr scharf,
die distale weniger kräftig, aber deutlicli durch einen dunkel bestäubten Streif abgesetzt. Hflgl mit verbrei¬
tertem, außen gleichfalls schön schillerndem Basalfeld. Dies reicht bis über das Zellende und zu der Hrds-
ader. Hflglsaum etwas stärker weißlich bestäubt als beim (J; Hlb mit bläulichem Schimmer. Trinidad. —
suzanna Deyr. ist eine dunkle Unterart; Vflgl vom Hrd l)is nahe zum Vrd und die schmale weißliche Binde snzanna.
hlau angeflogen. Marginalfeld fast schwarz, die sid^marginale Wellenlinie wenig hervortretend, der Rand
selbst stark gewellt, ganz fein weißlich gesäumt. Hflgl sammtschwai’z, Saum fein weißlich. Wurzelfeld bis
gegen das Zellende oder auch etwas weiter und bis nahe zum Analwinkel grünlich, an der Grenze rein blau schil¬
lernd. Unterseite reichlich und kräftig braun und schwarzbraun marmoriert. Im hinteren Medianzwischen¬
raum des Vflgls liegt ein ziemlich deutlicher kleiner Augenfleck, eiii größerer nahe dem Apex. Der Ring um
den hinteren Augenfleck des Hflgls ist sehr hellgelb, fast weiß, seitlich iind nach hinten mehr gelb, am äuße¬
ren Rande in Rostgelb übergehend. Die braune bindenartige Färbung zwischeii dem vorderen und hinteren
Augenfleck ist nur in einem schmalen, manchmal ganz ungewissen, durch die Zelle ziehenden Steg erhalten,
die kleinere eirunde Makel distal von der mittleren Discocellularis mehr oder weniger deutlich. Das ^ ist von
breiterer Figlform, sonst ganz ähnlich. Im Vflgl die zwischen den Saumlinien nahe dem Distalrand verlaufende
helle Binde und die schwarzen Flecke nahe dem Apex am Vrd deutlicher ausgeprägt. Der Blauschiller des
Hflgls etwas über das Zellende ausgedehnt. Auf der Unterseite das Hrdfeld des Vflgls bis zur Submediana
wie die übrige Flglfläche gestrichelt, der kleine hintere Augenfleck im Distalfeld fehlt. Im Mittelfeld des Hflgls
die braune bindenartige Schattierung reichlich entwickelt, in der Zelle eine deutliche längliche helle IMakel.
Im großen und ganzen die Strichelung und Marmorierung auf der ganzen Fläche beider Figl etwas gröber und
dunkler. In Uebergängen zur typischen Unterart ohne örtliche Beständigkeit. Golumlüen. — phorkys suh.sp. phorki/s.
nov. entfernt sich von phoroneus Frühst, durch die schmälere, in einzelne Komponenten aiifgelöste verwaschene
gelblich graue Längsbinde der Vflgl, die zugleich auch von suzanna Deyr . durch die isolierteren Makel verschieden
ist. Unterseite heller als phoroneus, namentlich die Basalpartie und der Außenteil der Hflgl. Goroico. 120om.
Bolivien. — Bei teucer L. ist das Gostalfeld des Vflgls breit graubraun, Zelle ebenso, bis auf einen schmalen Streif
in der Endhälfte. Die braune Zone hat etwa die Gestalt einer Spindel, deren Spitzen an der Figlbasis und an der
Costa vor der Gabelung des 4. und 5. Subcostalastes liegen. Die Querbinde hinter der Zelle beginnt .3 — 4 mm
weit, ist bis zum Zellwinkel deutlich, dann nur außen schärfer begrenzt xind endet am hinteren IMedianast.
Im mittleren und hinteren Medianzwischenraum bildet sie zwei flache Bogen. Das hellgraue IMittelfeld er¬
weitert sich nach hinten und bildet ein langes spitzwinkliges Dreieck lüs zum Hrd. Hinten verdüstert sich der
Farbton eine Wenigkeit, namentlich an der Flglwurzel, und ist leicht bläulich angeflogen. Das Saumfeld, in
einer mittleren Breite von 18 — 19 mm, ist dunkel- bis fahl rauchbraun, Fransen und ein ganz feiner Saumstreif
schmutzig weiß, die submarginalen Linien der Unterseite scheinen durch, und zwischen ihnen tritt eine ganz
verwaschene, etwas hellere, wellige Binde auf, die im Farbton von der äußersten Randzone fast gar nicht ab¬
sticht und von derselben nur durch die distal laufende Linie getrennt wird, dagegen nach innen deutlicher
von der dunkleren Mittelfläche abgesetzt ist. Hinten verschwimmt die Randzeichnung ganz und nimmt die
Färbung in der ganzen Breite des Saumfeldes einen gleichmäßig dunklen Ton an. Hflgl schwarzbraun, die
Fransen vom Apex bis nahe zum Hinterwinkel weißlich, Wurzelfeld hinter der grauen Vrdzone graidüau, bei
318
CALI GO. Von H. Fruhstorfbr.
scliräger Beleuchtung grünlich, außen violettblau schillernd. Der Schiller reicht in der Zelle etwa bis zu deren
Mitte, unter ihr bis auf zwei Drittel der Länge des Hrds und verliert sich ohne scharfen Abschluß unbestimmt
in der Grundfarbe. In der Vrdzone des Hflgls und fast auf der ganzen Fläche des Vflgls die dunklen Zleich-
niuTgen der Unterseite leiclit durchscheinend. Unterseite ziemlich grob und reichlich marmoriert, Vflgl mit
zwei Augenflecken. Das $ ist größer, die bläuliche Färbung unter der Vflglzelle schwächer, die helle Binde
hinter der Zelle breiter, die Welleidiinde zwischen den von unten durchscheinenden, stark gezackten Linien
nahe dem Saum deutlicher von den dunkleren Grenzfeldern abgehoben. Das Blau des Hflgls weiter ausgedehnt,
tiefer im Ton, weniger grünlich schillernd. Im Gebiet des Amazonenstromes nach Westen und Nordwesten
(Peru, Oolumbien) vordringend, bildet die Form Uebergänge zu C. teucer suzanna, die lebhafter gefärbt sind,
eine etwas dunklere Vrdzone des Vflgls und reichlichere blaue Bestäubung der Hrdfläche besitzen, auch im
niihiliis. Hflgl ein ausgedehntei’es blaues Wurzelfeld zeigen. Guayana, nördliches Brasilien, westliches Peru. — nubilus
Frühst. (63 c). Binde distal von der Zelle des Vflgls völlig geschwunden, Grundfarbe in der Zelle besonders
dunkel, ein matter blauer Schimmer überzieht fast gleichmäßig die ganze proximale Hälfte beider i'lgl. Bri-
ohiäoiiitfi. tisch- Guayana. — obidonus Frühst. Bleicher als die Hauptform. Das blaue Wurzelfeld des Hflgls bis zum
Zellende ausgedehnt, das Distal- und Hinterwinkelfeld demzufolge schmaler schwarzbraun. Unterseite reich¬
licher weiß marmoriert, in der Zelle des Vflgls lebhafter weiß gebändert. Im Hflgl der hintere Augenfleck
mit verkleinertem schwarzem Kern und breiterenr gelbem Ring, in der Zelle die weiße längliche Makel auf brau¬
nem Grunde sehr lebhaft ausgeprägt, der elliptische Ringfleck vor der mittleren Discocellularis dagegen schwä-
japctiis. eher gefärbt. Amazonas (Obidos). japetus Stich, aus Paraguay ist breiter im Figlschnitt als typische teucer;
die spindelförmige braune Vrdzone derart verbreitert, daß nur der äußerste distale Zellwinkel frei bleibt, wel¬
cher die Färbung der anstoßenden Querbinde annimmt. Diese fast ockergelb, hinten etwas fahler. Die hin¬
ter der Zelle hegende dreieckige graue Zone, die hinter der Querbinde und in deren Fortsetzung von dem dunkel¬
braunen Saumfeld begrenzt Avird ' und vorn bis zum Ursprung des mittleren Medianastes reicht, ist auf ihrer
ganzen Fläche bläulich übergosseiA, und auch noch ein schmaler hinterer Streif in der Zelle leicht blau ange¬
haucht; diese Bestäubung schimmert bei schräger Beleuchtung schön himmelblau. Die helle Querbinde zaaü-
schen den durchscheinenden bogigen Linien nahe dem Saum deutlicher und namentlich innen sehr scharf von
dem dunklen Felde abgesetzt. Blaues Wurzelfeld des Hflgls bis zum Zellende und nahe bis zum Hinterwinkel
Amrgrößert, bei schräger Beleuchtung jjrächtig violettblau schillernd. Der stark gewellte Saum reichlich wei߬
lich bestäubt, namentlich an den einspringenden Bogen. Unterseite im allgemeinen mit etAAms reichlicher
hellem Grunde, namentlich die äußere Hälfte des Hflgls stark weißlich gemischt. Im Vflgl nur ein Augenfleck
nahe dem Apex. $ größer; der bläidiche Anflug des Vflgls teilt sich in etwas verminderter Schärfe fast der
ganzen Zelle mit. Die Binde hinter der Zelle breiter, vorn, in den Radialzwischenräumen, proximal spitz keil¬
förmig gezackt. Die Binde nahe dem Saum schmutzig ockergelb, deutlicher abgesetzt, namentlich außen
durch einen stärker schwarzbraun bestäubten Streifen begrenzt. Hflgl mit bedeutend verbreitertem, bei schrä¬
ger Beleuchtung prächtig violettblau und grünlich schillerndem Wurzelfeld. Dieses überschreitet etAvax um
6 — 7 mm das Zellende und erreicht beinahe den Analwinkel. Unterseite etAAms Aveniger lebhaft und gröber
phornmus. gezeichnet. Thorax und Abdomen stark graublau bestäubt. — phoroneus Frühst. Diese oberseits stark
verdunkelte Lokalform des weitverbreiteten teucer L. bildet einen Uebergang von den hellen Formen des unte¬
ren Amazonas- Gebiets zur dunklen suzanna Deyr. aus Columbien. Die bei teucer und obidonus Frühst, über
ein Drittel der Vflgl ausgebreitete hell gelbliche Region ist auf eine ziemlich scharf abgegrenzte, schmale, dun¬
kelgelbe Binde reduziert, die beim d' den obersten Zellapex der Vflgl eben noch bedeckt. Beim ? ist diese
Binde noch mehr verschmälert und verläuft jenseits der Zelle, sich allmählich verdunkelnd, um schon Amr
dem 3. Medianaste aufzuhören. Die Zelle der ist mit Ausnahme der apicalen und Ainteren Partie, diejenige
der $$ Amllig Amrdunkelt und mit tiefblauem Schiller übergossen. Die Hflgl schimmern mit AAisnahme des
scliAvarzen Saums ebenso dunkelblau Avie euphorhus Fhlr. Die großen Ocellen der Hflgl-Unterseite charakteri¬
siert eine braune Peripherie, die AÜel ausgedehnter erscheint als bei teucer und obidonus. Jaupes.
C, illioneus kommt parallel neben teucer vor, doch reicht seine Verbreitung an der atlantischen Küste
etAvas südlicher und man begegnet ihm noch bei Rio de Janeiro, wo er an der Nordseite der Bai bei Piedade
nach Angaben von Bönninghausen vorkommt. Die Jugendstadien sind im Gegensatz tu teucer aa'oIiI bekannt.
Rp auf Bananen. Nordwärts geht illioneus bis Panama. Angaben wie Guatemala, Mexiko beziehen sich
nhrm». zAveifellos auf falsche Bestimmung und Verwechslung mit nieninon, der dort überall häufig aiiftritt. — oberen
BtJr. S, sehr trüb gefärbt, das Blau des Vflgls im costalen und hinteren Teil der Zelle sehr scliAvach aufgetra¬
gen, der hintere Winkel der letzteren ganz frei, der Hchiller Avenn auch scharf, so doch dunkler getönt. Quer¬
binden trüb, manchmal sogar undeutlich. Die innere meist nur oben etAvas deutlicher, Amn den Radialen
ab verAA’-aschen, die äußere bogig, Alie costalen Bogen stärker, die analen AA^eniger beiderseits der Adern AAUirzel-
Avärts ausgeflossen, und zAvar so, daß sich diese Strahlen vorn in der Regel mit den kleineren Bogen der inneren
Binde vereinigen und längliche Ringflecke bilden, in denen die dunkelbraune Grundfarlie als elliptischer,
manchmal innen abgestumpfter Kern isoliert ist. Diese Fleckbildung, die zAA-ar in selteneren Fällen auch bei
einzelnen IndiAÜduen anderer Unterarten (namentlich bei C. i. polyxenus) Amrkommt, ist für oberon. im allge¬
meinen sehr charakteristisch. $ blasser, mit denselben Eigentümlichkeiten, die Querbinden des Vflgls etAV'as
praxsiodus. lichter, die Zeichnung der Unterseite stärker durchscheinend. Panama. — praxsiodus suhsp. nov. liegt mir
CAJjIGO. Von H. FrLJJI STORJj’EK.
.‘51!)
in vier Exeniplaren ans verscltietlenen Teilen Peru’s vor nnd schließt sieh in der (Iröße - l)esser gesagt Klein¬
heit -- der Trinidad-Rasse an und differiert von der Namensfonn durch lebhafteren, prächtiger glänzend(‘n
Schiller der Basalpartie aller h'lügel, die auch von sehr schmalen unscheinbaren Längsbinden durchzogen wer¬
den. Dadurch ist praxsiodus auch ohne weiteres von pampeiro Frithst. zu trennen, dessen lebhaft ockergelbe
Längsstreifen stets auffallen. Unterseite im engsten Anschluß an oheron Bllr., doch noch dunkler schraffiert,
die Anaiaugen sehr viel kleiner, die weißliche Bestäubung im Median- und Snbmarginalgebiet nahezu erloschen.
— plieidriades sidjsp. nov. etwas kleiner als oheron Bflr. von Columbien, aber lebhafter in der Färbung,
nicht nur glänzender blau, sondern auch mit ansehnlicherer gelber Submarginal binde der Vflgl geschmückt
und damit auch pampeiro Frühst, voji Paraguay übertreffend. Unterseite sehr charakteristisch durch die scharf
kontrastierenden Binden, welche, abwechselnd braun oder weißlichgrau, namentlich den Hflgl durchziehen.
Die Verteilung der bänderartigen Zonen wie bei oheron, die Färbung aber mehr vom braunen Tone der prax-
sfofZws-Exemplare, alle hellen Felder aber ausgedehnter als bei Peru-(5'cJ. Dcellen der Hflgl erhel>lich größer
als bei praxsiodms mit viel hellerer, nahezi; weißgelber Peripherie. Coroico, Bolivien, aus 1200 m Höhe. —
saltus Kaxje stets kleiner als polyxemis, besonders das $ mit mehr grauverdüsterten statt schön ausgefärb- ■mthis.
ten Vflglbinden. Ei (nach Kaye und Guppy) kugelig, weißlich, gleichmäßig längsgerippt. — Junge Raupe
weißlich mit 2 roten oberen seitlichen Dojipelstreifen, großem, braunem, stark behaartem Kopf und langer,
verzweigter Schwanzgabel; nach der 1. Häutung der Kopf schlanker, rötlich, mit verzweigten Hörnern; Körper¬
oberseite grün mit brauiaem Streif und einer weißen oberen seitlichen Längslinie, unter der Stigmalinie weil.)
und rötlich gestreift. Schwanzgabel einfach, auf dem 6. Segment ein dornartiger Zapfen. Nach der 2. Häu¬
tung wird der Körper bräi^nlich, ist mit zwei Rückenzapfen auf dem ß. und 8. Segment besetzt und zeigt je
einen oberen seitlichen Streifen und auf den einzelnen Segmenten nach hinten abfallende bräunliche Schräg¬
streifen; Stigmalinien wie vorher. Das erwachsene Tier ist walzenförmig, vorn und hinten verjüngt; Kopf
breit, flach, schräg nach vorn abfallend, schwarzbraun gestreift, mit 2 Paar kürzeren und 1 Paar längeren Hör¬
nern; die ersten Körpersegmente stark cpiergefurcht, auf dem Rücken zwei kurze Zapfen: Grundfarbe
des Körpers schmutzig weiß, Rückenstreif schwärzlich, vorn gespalten, beiderseits eine obere seitliche dunkle
Doppellinie, unter dieser ein grünlicher Seitenstreif, von dem sich auf den einzelnen Segmenten nach vorn
aufsteigende Schrägstreifen abzweigen, darunter ein rötlichbrauner Stigmastreif, der beiderseits weiß eingefaßt
ist. Baixchseite und Füße schmutzig grün, Gabel verkürzt. Ganze Länge 11.5 mm, Gabellänge 9 mm. Trini¬
dad; )St. Vincent (British Museum). -- polyxenus Stick. Querbinden des Vflgls etwas verbreitert poty.rcnus.
und ganz besonders lebhaft ockergelb, seltener etwas getrübt. Die Binde an der Zelle vorn etwas gezackt,
sodann fast gerade, proximal nur wenig an den Adern eingekerbt. Die Binde nahe dem Distalrand stark zick¬
zackförmig, vorn die einzelnen Zacken an den Adern mehr oder weniger proximal ausgeflossen. Hflgl-
saum vorn reichlicher, hinten schmal weißlich bestäubt. Auf der Hflgl-Unterseite ist der hintere Augenfleck
meist besonders groß und breit weißgelb geringt. — Bei ilioneus Cr. (64 c) ist die Grundfarbe des S allgemei- ilioncns.
neu düster, aber die Figl schimmern stark blau. Vflglzelle meist ganz blau übergossen, costal- und saumAvärts
blasser, fast graublau. Querbinden ockergelb, im Farbton unbeständig, meist nicht ganz rein, manchmal so¬
gar stark getrübt, im ganzen beide schmal, die an der Zelle gelegene vorn etwas gezackt, von der unteren Ra-
dialis an fast gerade; ihr Ende liegt am hinteren Medianast, der hintere Teil verwaschen. Die submarginale
Binde vorn etwas bogig, sodann höchstens leicht gewellt und im allgemeinen Verlauf wenig gekrünxmt. Auch
diese unten etwas undeutlicher, ebenfalls am unteren Medianast oder etwas darüber hinaus endigend. Das
blaue Wurzelfeld des Hflgls bis über das Zellende ausgedehnt und beinahe den Hinterwinkel erreichend, stark
schillernd, oben aber blasser. An der Subcostalis, nächst der Praecostalzelle, liegt ein stximpfer schwärzlicher,
hei seitlicher Beleuchtung etwas bläulich schillernder Duftschuppenfleck, der sich wischartig der Zelle niitteilt.
Fransen beider Figl weißgelb, Saum des Hflgls gar nicht oder nur ganz schmal weißlich bestäubt. $ Bedeu¬
tend blasser in der Farbe. Vflgl weniger blau bestäubt, die Querbinden heller, breiter, manchmal stärker
gezackt und gewellt. Hflgl mit breitem, graubraunem oder schmutzig weißlichem Vrdfeld, in dem die Sperbe-
rung der Unterseite deutlicher durchschlägt. Hierdurch wird das blaue Wurzelfeld vorn etwas eingeschränkt.
Saum des Hflgls etwas mehr, aber doch nur unbedeutend weißlich bestäubt. — Raupe derjexiigen von C.
eurilockus sehr ähnlich, aber kleiner und verhältnismäßig dicker. Körper fein cpiergefurcht. auf dem Rücken
mit 6 weichen, dornenartigen Zapfen, sonst mit kurzen, straffen Haaren besetzt. Grundfarbe gelbbraun mit
schwarzer Rückenlinie, die sich vorn gabelförmig teilt. Der Körper seitlich abwechselnd hell- und dunkelbraun
gestreift und an der oberen Hälfte mit kurzen braunen Schrägstreifen. Bauchseite dmdcelbraun. Kopf von
der Farbe des Körpers, mit fünf breiten dunklen Streifen. — Puppe gedrungen, hängend, am Scheitel mit
schmalem helmartigem Kamm, von gelblicher Grundfarbe, braun gezeichnet, mit zwei sehr auffälligen Silber¬
flecken auf den Flügelscheiden. Guayana, Brasilien, Amazonas, Para, Rio de -Janeiro. Exemplare aus Rio
de -Janeiro fehlen meiner Sammlung; solche aus Pernambuco sind im British-Museum. — pampeiro Frühst, pampeiro.
ist kleiner, heller, der Blauschiller schärfer, die blaue Bestäidmng auf dem Vflgl aher etwas geringer, so daß
der äußere Teil der Zelle meist braun bleibt. Querbinden rein orangegelb, die innere wenig bogig oder gezackt,
hinten etwas trüber, die submarginale stärker bogig und gezackt. Saum stärker ausgeschnitten, Hflgl.uium
auffällig breit bogenförmig gelblichweiß bestäubt. Das grofle Auge der Hflgl-Unterseite zeigt Neigung, sich
nach hinten zu verlängern. $ fahler, die Vflglbinden heller, die Submarginale breiter. Hflglaußcnrd weiß ge¬
säumt, in den Zwischenräumen zwischen den Adern breite gelbweiße Halbmondflecke. Paraguay.
320
CALIGO. Von H. Fruiistoefer.
C. Prometheus gleicht oberseits etwas dem C. memnon (65 a), doch ist die Art erheblich größer, die
basale Partie der Vflgl ausgedehnter bleich gelblich, jene der Hflgl reicher blau überzogen. Verbreitungsgebiet
proutdhcxs. nach unserem derzeitigen Wissen nur Columbien und Ecuador, prometheus Koll. Auf dem Vflgl tritt die
graue Bestäubung im Gostalfeld an und hinter dem Zellende bis auf einen schmalen Streifen zurück, der sich
nur gegen das Ende, vor der Gabelung des vierten und fünften Subcostalastes, um Weniges verbreitert. Hflgl
bei schräger Beleuchtung mit intensiv blauem Schiller, an der Wurzel grünlich, vom Ende der Zelle bis zum
Distalrand schön lasurblau; der Schimmer nimmt nach vorn etwas an Stärke ab, läßt aber nur das Apicalfeld
und einen A^rdstreifen frei. Unterseite des AB'lgls reichlich gestrichelt; hinter und distal von der Zelle, von der
liinteren Ecke derselben ausgehend, liegen zwei zusammenhängende schwärzliche, meist sehr deutlich und
scharf ausgeprägte Bogenflecke, welche die helle Querbinde proximal begrenzen. Columbien. Nicaragua (?).
cphncHivuü. — epimetheus Fldr. ist eine Tal-Form aus dem östlichen Columbien. Etwas kleiner als die Hauptform, die graue
Bestäubung am Vrd desVflgls breiter, dagegen die blaue Färbung desHflgls auf die proximale Hälfte beschränkt,
bei schräger Beleuchtung weniger schillernd, aber von oben gesehen deutlicher begrenzt. Columbien. Rio
Acpiaratal, Wcst-Cordillere, 2000 m. — Da^ Ei ist fast so groß wie ein Saturnia pyri-Yii, rund, an bei¬
den Polen etwas abgeplattet, die Seiten besitzen Längskerben, die wieder durch horizontale Zonen in Fächer
geteilt sind. Gegen die Basis zu lösen sich dieselben in immer kleiner werdende Punkte auf und endigen schheß-
lich in eine glatte Fläche. Die Spitze des Eies wird durch eine warzenförmige Erhebung von brauner Farbe
gebildet, etwas seitlich befindet sich die Keimzelle. Die Raupe hat die Gestalt der im Schatz abgebil¬
deten typischen CaJigo-'Rp. Sie ist braungrau, am Rücken mit 3 helleren AA^inkelzeichnungen, deren Scheitel
rückwärts in die Mittellinie verlaufen. Manche Stücke werden bis 13 cm lang und ergeben dann meist weibliche
Falter. — Ich fand die Rpn immer in kleinen Gesellschaften bis zu 8 Stück am unteren Schäftende von Plata-
nillos (wilden Bananen), oder in dürren Blättern versteckt, sie fressen nur des Nachts und kehren wieder an
iliren alten Platz zurück, wo sie meist dichtgedrängt nebeneinander sitzen. Die Pjr ist jener von Cal. eury-
lockus sehr ähnlich, mit einem silberglänzenden Schulterfleck geschmückt. Die Pu])penruhe dauert 4 AA^ochen.
Bei der Zucht war das A^erhältnis der beiden Geschlechter hinsichtlich der Stückzahl ziemlich das gleiche.
— anaximandrus Frühst. Ersetzt die kleinere Tal-Form epimetheus Fldr. des östlichen Columbien in der trans-
ärus. andinischen Region, ist von geringer habitueller Größe. Das ^ nähert sich alias RÖb. von Ecuador, mit welchem das
anaximandrus-,^ oberseits völlig übereinstimmt, wenn wir von der proximal etwas schärfer abgesetzten schwar¬
zen Randbinde der Vtlgl absehen. Die Unterseite aber weicht erheblich ab durch das farbenfreudigere und leb¬
haft kontrastierende Golorit. Die submarginale schwarze Schraffierung der A^flgl fehlt nahezu, die Ocellen
tragen eine hellrotbraune statt nahezu schwarze Peripherie. Hflgl mit braunem statt beinahe schwarzem AMr-
hof der Analozelle, die Augen selbst kaum halb so breit schwarz umzogen. Die bei atlas deutliche schwarz
schraffierte Submarginalbinde fehlt; überhaupt ist die gesamte Distalregion der Hflgl weißlich mit gelblicher
Berieselung. Basalpartie gleichfalls vorherrschend weißlich statt schwarz. Im Gegensatz zum auch ober¬
seits deutlich modifiziert und besonders dadurch charakterisiert, daß die gelbliche Region sich als scharf ab¬
gesetzte Binde bis zum Costalrand durchzieht. Im Gegensatz zu alias Röb. von Ecuador erscheint im allge¬
meinen diese helle Flglpartie allseits markanter und steht im scharfen Kontrast zur nach innen ungemein zier¬
lich, deutlich aber nicht tief wellig eingeschnittenen schwarzen Terminalzone. Hflgl etwas farbensatter, distal
schöner weißlichgelb ausgefärbt als bei alias. Unterseite; Fröhlicher im Colorit, namentlich die Distalregion
vornehmlich gelb statt braunschwarz schraffiert. Die braune Peripherie der Analozelle, welche sich an den schwar¬
zen Ring anschmiegt, kaum halb so breit, als bei Ecuador-^?. Die prächtige neue westcolumbische Form wurde
alias, von A. H. Fassl am Oberen Rio Negro entdeckt und auf 800 m Höhe angetroffen. — atlas Röb. A^flgl des J
etAvas schmal, Apex spitzer, Distalrand beider Figl stärker gewellt als bei der vorigen, sonst auf der Oberseite
dem epinielheus ähnlich. Vrdfeld des Vflgls breit graubraun, gegen das Ende der Zelle nur wenig verschmälert
und distal von dieser wieder bis zur mittleren Discocellularis verbreitert, die blaugraue AA^urzelbestäubung
hinter der Zelle dagegen etwas verringert. Unterseits die Strichelung und sonstige Zeichnung spärlicher, nament¬
lich fehlt die dunkle bogige Querbinde hinter der Zelle, oder sie ist nur schwach angedeutet und die Fläche un¬
mittelbar hinter der distalen Hälfte der Zelle und teilweise diese auch selbst nur ganz fein goldgelb berieselt.
Dementsprechend die Oberseite, auf der die dunklen Zeichnungen in den AA'eißlichen Flächen durchscheinen,
hinter der Zelle bis zum hinteren Medianast reiner w^eiß. Auf dem Hflgl der Blauschiller scliAvächer und nur
Ins gegen das Ende der Zelle und gegen den Hinterwinkel ausgedehnt. Am Saum mitunter noch ein ganz
schwacher bläulicher Schimmer stellenweise wahrnehmbar. Auf der Unterseite die Grundfarbe reichlicher Aveiß
bis bläulich Aveiß, die Strichelung aber gröber und dunkler, die Bogenbinden nahe dem Distalrand in der Regel
nur undeutlich oder gar nicht ausge])rägt, der hintere Augenfleck meist etAvas kleiner als bei der vorigen. Ecuador.
C. memnon kann als die nördlichste Caligo-Form betrachtet werden, die sich ausschließlich in der
mittelamerikanischen und columbiscli-venezolanischen Subregion des Ga/ff/o-Areals heimisch fühlt und süd-
AA^ärts anscheinend selbst nicht mehr in EcAiador auftritt. memnon gilt als einer der geAA'öhnlichsten Falter
von Mexiko und Guatemala und er felilt in keiner Sendung aus der heißen Zone von dort. Dennoch aber fehlen
memnon. alle Nachrichten über Jugenrlzustände. memnon Fldr. Unterseite des ATlgls in der Zelle meist nur spärlich
gestrichelt. Neben einigen unregelmäßigen dunkelbraunen Zickzack- und AAAllenlinien und etAvas bräunlichem
GeAVÖlk ist die Flügelfläche fein rötlichgelb berieselt, hinter der Zelle spärlich. Die dunkle Schattenbinde
Ansijcfjebcn 15. V. 1U12.
CALTGO. Voll. H. Fkuiistohkek.
321
distal von der Zelle stets deutlich, vom Zellende ah aber ahgeschvvächt odc'r ganz leidend. HUgl im Wni’zcl-
feld grob weiß und dunkelbraun, im üistalteld fein und gleichmäßig bläulich weißgrau und braun gestj ichcH .
Das Mittelfeld mit den 3 Augenflecken reichlich braun in der Grundfarbe, die längliche helle Zellmakel inde>
nicht sehr auffällig abgesetzt. Das $ ist größer, mit genau denselben Zeichnungen, aber dk^ Binde nahe dem
Distalrand des Vflgls bedeutend schärfer ausgeprägt. Dieselbe besteht aus einer Iteihe inneji an den Adern
tief eingekerbter weißlicher Bogen, oder Halbmondflecke, ist außen weniger scharf begrenzt, aber t)f)eh deut¬
lich gegen den graubraunen 8aum abgesetzt. Im Costalteil des duideelbraunen Saumfeivdes stehen meist 4
ziemlich deutliche schwarze runde Flecke in den Aderzwischenräumen nahe dem A|)ex. (lostalfeld dej' Hfigl
grauweiß aufgehellt und der Saum stärker weißlich bestäubt. Unterseite heller, die braunen Zickzackstiei-
fen und Strichelungen der Vflgl verringert; die dunkle Binde hinter der Zelle in der Regel schmal, aber deut¬
lich, das hinter der Querbinde folgende dunklere Feld nur wenig gestrichelt; in ihm stehen keilförmige, lose
zusammeidiängende dunkle Zacken. Hfigl gröber gestrichelt, das braune Mittelfeld weniger auffällig, im äuße¬
ren Teil eine meist sehr scharf hervortretende bogige Binde. Mexiko, Honduras, Nicaragua, Costa-Rica ( !).
— menes Frühst. differiert von mei/mon Fldr. aus Mexiko durch die dunklere Grundfärbung der Figl, was mcnc.s.
namentlich in der Costalgegend der Vflgl auffällt und durch die reicher braune Beschu])i)ung der Flgl-Unter-
seite bewirkt wird. Die Hfigl schillern reicher blau, aber weniger intensiv als bei tehmioniws Fldr. Die Unter¬
seite erinnert durch eine schwarze Discall)inde der Vflgl sehr an teucev, auf den Vflgln stehen jedoch größere
Ocellen als bei memn.on und bei teucer, auch ist das mittlere Auge zwischen den Radialen kräftiger entwickelt.
Das $ differiert von nietmion und teucer durch den viel schmäleren, aber schärfer abgesetzten, schwarzen
Außensaum der Hfigl. Chiric(ui. — diluta Stich. Häufigere Form der Unterart menes. Beim ^ sind die Vflgl fast ilUnki.
wie bei C. in. menmon, Vrdfeld mitunter sogar noch enger und nur wenig dunkler als die helle, rein weißgelbe
Grundfarbe, aber die Binde nahe dem Distalrand wie bei der Hau])tform ganz verschwommen. Auf dem Hfigl
der Blauschiller etwas weiter ausgedehnt, aber nicht Ins zum Distalrand reichend. Er verliert sich gewöhnlich
am Zellende und kurz vor dem Hinterwinkel, in allen Fällen ist aber am Distalsaum bei schräger Betrach¬
tung ein leichter bläulich violetter Anflug bemerkl)ar, ähnlich wie l)ei C. idonieneus, iiut* nicht so stark. Unter¬
seite verschieden, gewöhnlich wie bei menes, aber auch noch Aveniger gezeichnet, so daß die Zelle des Vflgls
in der Außenhälfte und das anschließende Feld hinter ihr nur zart rötlichgelb und Aveiß berieselt sind und nur in
der hinteren vorspringenden Zellecke etAvas l)räunliche Strichelung auf tritt. Die dunkle Querbinde hinter
der Zelle ist dann nur im vorderen Teil erhalten und fehlt von der hinteren Zellecke an ganz oder bis auf
zAvei leicht schattierte Bogen. Die proximal gelegene der beiden Bogenbinden nahe dem Saum Aviederum
schärfer gezackt als bei der Hauptform. Hfigl meist ziemlich dunkel gehalten, der hintere Augenfleck in der
Regel etwas verkleinert. Sonst ohne wesentliche Unterschiede. Vrdfeld breiter graubraun, in der distalen
Zellhälfte etwas eingeschnürt, also reichlicher als bei memnon-^ entAvickelt; die Binde nahe dem Saum deut¬
licher abgesetzt als beim aber weniger scharf und nicht so hell wie bei genannter Unterart. Blauschiller
des Hflgls etAVa wie bei dem ^ dieser Unterart, sogar noch etAvas beschränkter. Unterseite des Vflgls in der
distalen Zellhälfte ziemlich gleichmäßig bräunlich gestrichelt, die Zone hinter der Zelle bis zum hinteren
Medianast fast zeichnungslos, die dunkle Querbinde distal von der Zelle hier nur scluvach angedeutet. Hflgl-
Unterseite sehr eng quergestrichelt, vorAviegend in braunem Ton, namentlich auch das Mittelfeld breit und rein
braun, die helle Zellmakel sehr deutlich abgesetzt. Die Augenflecke groß und deutlich, auch der mittlere
ziemlich voll und fast rund; hinter ihm, im Winkel der hinteren Radialis und Discocellularis, zuAveilen ein
kleines rundes Nebenauge. Panama (Chiricqii). — peleus Stich. (J: Vflgl bleich ockergelb, Wurzel- und Vrd- pdcus.
feld ziemlich breit leicht graid)raun getrübt, die Zeichnungen der Unterseite ziemlich deutlich durchschei¬
nend. Distal von der Zelle eine im reinen Ton der Grundfarbe gehaltene, schmale Querl)inde deutlich Ins
zum hinteren Medianast ausgeprägt. Saumfeld nahezu schwarz, der Rand selbst rauchbraun; zAA'ischen den
von unten durchscheinenden Zackenlinien eine verAvaschene Bogenbinde, die nur vorn etAvas lichter ist. Hfigl
mit sehr wenig geAvelltem Saum, der ganz schmal Aveißlich bestäubt ist. Blauschiller schön indigofarben. aber
nur bis zum Zellende und bis kurz vor den Anahvinkel reichend. Der Schiller geht allmählich in die tiefsanimet-
schwarze Farbe der Außenhälfte über, die stellenweise noch eUvas bläulich schimmert. Unterseite scharf
und dicht gestrichelt und marmoriert. Vflgl unter dem kräftig entAvickelten vorderen Augenfleck zuAveilen
mit 3 weitei’en, hintereinander stehenden, dunklen Flecken. In der Zelle reichliche, gelbAA'eißliche Grundfarbe,
die helle Querbinde hinter der Zelle Avurzehvärts scharf abgesetzt. Hfigl Avie bei der folgenden Form; beim
Original steht vor dem mittleren Ring- und Augenfleck ein kleineres, bräunliches, Aveiß gekerntes und schAA'arz
umzogenes Nebenauge, das durch die vordere Radialis von dem ersteren geschieden ist. Venezuela (iMerida).
— telamonius Fldr. Vflgl hell ockei’gelb. Costalfeld ziemlich breit, aber nur leicht graubraun verdunkelt, ietmnonl
Zeichnung der Unterseite durchscheinend, die helle Binde hinter der Zelle bis zauu hinteren iMedianast gut
kenntlich. Marginalfeld braun, die Strichelung der Unterseite noch erkennbar. Submarginalbinde sehr un¬
deutlich. Hfigl mit starkem Blauschiller, der von oben gesehen nur als graid)laue Uebergießung A^on der Müir-
zel bis zum Zellende und nahe zum Analwinkel bemerkbar ist. Bei schräger Beleuchtung schillert fast der
ganze Figl bis auf das Vrdfeld und einen Fleck im Apex tief indigoblau, an der Wurzel leicht grünlich. Saum
wellig, leicht Aveißlich bestäidAt. Unterseite sehr reichlich gestrichelt und marmoriert, AA'ie bei der Form
menes, namentlich die Zelle in ihrem distalen Teil bis zu einer hellen Endmakel stark gcAvölkt und gestrichelt.
V 41
322
CALIGO. Von H. Fruiistorfer.
die helle Querbinde hinter ihr durch die dunkle Bogenfleckzeichnung nach innen scharf begrenzt. Im Distal¬
feld manchmal nur ein einziger Aiigenfleck nahe dem Apex, der hintere schwach angedeutet oder ebenfalls
deutlich entwickelt. Das dunkle bandartige Mittelfeld des Hflgls, in oder an welchem die Augenflecke lie¬
gen, beiderseits in der Regel deutlich abgesetzt. Im Außenfeld wenigstens eine aus dichter stehender Stri¬
chelung bestehende scharf liogige Binde. Zuweilen erscheint vor dem mittleren Auge ein kleines, hell gekern¬
tes Nebeirauge oder ein bräunlicher Fleck. Ausgesprochene Höhenform von Pacho, Ost-Gordillere, 2200 m,
yavo. Columbien, westliches Venezuela. — pavo RÖb. ist eine Tal-Form; größer als telamonius. Grundfarbe gesät¬
tigt Safran- l)is goldgelb, die graubraune Vrdzone des Vflgls etwas tiefer im Farbton; Blauschiller des Hflgls
■pavoiiides. etwas beschränkter als bei jener. Columbien, Venezuela. — pavonides subsp. nov. ersetzt pavo Röb. im östlichen
Columlnen, ist gleichwie pam eine Tal-Form und entfernt sich von Hörers Cotypen meiner Sammlung durch
das oberseits fahlgelbe, mehr an memnon memnon gemahnende, helle Gebiet derVflgl und den deutlichen licht-
l;)lauen Schiller in der Submedianzone. Unterseite viel ausgedehnter mit gelblichen und weißlichen Partien
besetzt und kleinere Analozellen führend als westcolumbische pavo. Vom Oberen Rio Negro in 800 m Höhe von
Fasse gefangen.
hcUcrojthoH. C. bellerophotl Stich. (03 c) ersetzt meinnon in Ecuador. Die Unterseite scheint nur unerheblich von
mettnion flifl'erenziert, ol)erseits al)er entfernt sich bellerophon von seiner nördlichen Vikariante ohne Aveiteres
durch das satter gelbe leicht grünlich angehauchte Basalfeld aller Figl und das distal braune anstatt schwarze
Randgebiet. Bisher nur von Ecuador l)ekannt.
C. euriloclius dürfte die bekannteste und am meisten in den Sammlungen verbreitete Species der
Gattung sein. Wir sind auch über ihre Lebensweise und die VerAvandlung vollkommen unterrichtet.^ Rp auf
Bananen und anderen Musaceen. Vorkommen von Honduras bis Santa Catharina und von Columbien bis
sidanu.s. Bolivien. — sulailus Fra/vs'b (63c), die nördlichste Abzweigung, ist in Guatemala und Honduras noch außerordent¬
lich selten, scheint aber nach Angaben von Godman und Salvie in Nicaragua bereits etwas zahlreicher auf-
gaJba. zutreten. — Im nördlichen Columbien tritt galbaDe;yr. an seine Stelle, grau, die basale Hälfte des Hrdsteil
im Vflgl blaugrau bestäubt, etwas schillernd. Vor dem Randfeld eine gelbliche Binde, die vorn deutlich und
gerade, gegen den Hrd zu verwaschen ist. Saum der Vflgl matt schmutzig erdbraun. Flecke nahe dem Apex
vorhanden, aber schwach oder kaum Aveiß getupft. Hflgl sammtscliAvarz, fein AA^eiß berandet, die Basalhälfte
l)is zu der Zelle und des Irds blaugrün schillernd. Unten fast Avde brasiliensis, etAA^as heller grau AAÜe dieser
und die Strichelung feiner; im Vflgl meist nur ein Augenfleck, nahe dem Apex. Das hintere Hflglauge sehr
scharf aufgesetzt, die Umrandung fast safrangelb. $ dunkelgrau, reich blau angeflogen, die Unterseitenzeich¬
nung stark durchschlagend, die ganze Saumzeichnung zuweilen verwaschen und undeutlich geAvölkt, jedenfalls nicht
so deidlich ausgeprägt Avie bei brasiliensis. Zentral-Amerika. Das ist dem der vorigen ähnlich, blasser, die Quer-
l)inde an der Zelle nur ganz scliAvach von der durchscheinenden Zeichnung der Unterseite angedeutet, schAA'ächer
als l:)ei sulanus. Ebenso ist die Binde nahe dem Distalrand matt imd verAvaschen, nur im vorderen Teil etAA’'as
deutlicher erhalten, aber nie in gelblichem Farbton, sondern fahl graubraun AAÜe der Saum. Hflgl mit starker
Aveißlicher Bestäul)ung am Saiim, das Blau des Wurzelfeldes nicht bis zum Zellende ausgedehnt. Unterseite
fast Avie bei der vorigen, die Vflglzelle etwas gleichmäßiger Ijerieselt, in der vorspringenden Ecke derselben
AA^eniger braunes Gewölk und die helle Makel scliAvächer markiert. Hflgl reichlich Aveiß im Grundton, die Stri¬
chelung grob, namentlich im Wurzelfeld. Der hintere Augenfleck sehr kräftig gezeichnet, sein Ring sehr breit,
hellockergelb, an der äußeren Beranclung orangefarben abschattiert; der braune Hof von geringer Ausdehnung,
licht-se])iafarben, der zum vorderen Augenfleck ziehende Querstreif nicht immer voll ausgebildet. Binden¬
zeichnungen des Vflgls deutlicher, fast wie bei C , eurilocltus brasiliensis, aber nicht so scharf l)egrenzt, der blaue
Anflug fies Vflgls Aveniger ausgedehnt und matter, namentlich der Vrd breiter gran. Die Charaktere nicht ganz he-
iiKtrphcus. stimmt und individuell scliAvankend. Größe der vorigen. — morpheus Ab’c/o beAAmhnt Zentral-Columbien, ist von
sehr düsterem, monotonem, dfinkel lüaugrauem Kolorit und nur ganz scliAA^ach angedeuteter Sidfmai’ginalbinde.
Unterseite grob gleichmäßig berieselt, die hintere große Ozelle nur vorne braun angelegt. Nach Stichel geht
pitryasus. rnorphevs südAvärts bis Ecuador und Peru, dort sich mit livius Stgr. vei’einigend. — phryasus Frühst. Habituell
sehr klein, etAva der sulanus Frühst, von Honduras gleichkommend, auch olierseits im Colorit dieser Rasse
ähnlich, doch leicht zu unterscheiden durch das lichtere mehr ins Graue spielende Blau der Vflgl, die zudem
noch an der Zelhvand eine Aveißliche kurze Binde führen. Hflgl äid.lerst charakteristisch durch die verbreiterte
bis in die Zelle eindringende sclnvarze Distalregion. In der Flghnitte ein dunkelblauer intensiv glänzender
Schiller, der basahvärts abnimmt. Unterseite ähnlich sulanus, Ocelle der Hflgl stattlicher, heller und mar¬
kanter gelb umzogen, in einem satter braunen Vorhof stehend. Maracas-Fall, Insel Trinidad. Von A. H. Fasse
livhis. gesammelt. — livius Stgr. Gervöhnl ich größer als die typische Form ; Vflgl fahl graubraun, noch blasser als bei der
typischen Unterart, Saumfeld etAvas dunkler, namentlich im hinteren Teil, dort bräunlich oder fahl schAA-^ärzlich ge¬
färbt und in ganzer Breite durch eine ungeAAÜß gelbliche Querbinde, die vorn meist etAA'as deutlicher ausgeprägt ist,
A^on dem übrigen Flglfeld geschieden. Die Flecke nahe dem Apex undeutlich und verAA'aschen, Saum etAvas
aufgehellt, vor ihm ungeAAusse Avolkige Schattierung, die von den durchscheinenden Saumlinien eingeschlossen
Avird oder sich an diese anlehnt. Der blaue Anflug im hinteren Flglteil ist sehr scliAA'ach, der grüne Schiller am
Vrd und in der Zelle fehlt gänzlich. Hflgl mit Aveißlichen Fransen. Das blaue Wurzelfeld läßt den vorderen
CALEGO. Von H. Fruiistorfbr.
323
Zellenteil frei, ist nach hinten bis mir znr Hälfte der Suhinediaiia ausgedehnt und schiin inert nur schwach
himmelblau. Unterseite etwas eintöniger und gleichmäßiger gestriclielt, der Kern des Augenfleckes am Anal¬
winkel häufig etwas verkleinert, so daß dieser sehr breit gelblich geringt ist. Vflgl fast rauchbraun, mit sehr
spärlichem blauem Anflug. Die Flecke nahe dem Ajiex deutlicher, schwärzlich, innen weiß betupft; in dem
etwas verdunkelten 8aumfeld läuft nahe dem Saum eine hellere, hinten stark bogige Flecken- Querbinde. Zwi¬
schen ihr und dem wiederum etwas aufgehellten Rande selbst liegt ein rauchbrauner Streif, der außen gerade,
innen stark bogig verläuft. Eine eigentliche Querbinde hinter der Zelle fehlt, ihr Anfang ist nur am Vrd durch
einengelblichen Wischfleck angedeutet. Hflgl mit ganz schwach blauem Wurzelfeld; der bläuliche Schein
dehnt sich indes bis über das Zellende und bis nahe zum Hinterwinkel aus; vor der hinteren Zellhälfte, ihr
Ende etwas überschreitend, und in dem mittleren Flglfeld ist zuweilen eine spärliche ockergelbliche Bestäubung
bemerkbar. Saumfeld schwarz, mit leicht gelblichweiß bestäubtem Rande. Unterseite des Hflgls nahe dem
Saum mit zwei etwas deutlicheren Wellenbinden. Zeichnung der Unterseite im Vflgl oben fast auf der ganzen
Fläche durchscheinend. Westliches Amazonas, Peru. Nach Dr. Hahnel ist livvus sehr lichtscheu und hält sich
tagsüber an dunklen schattigen Stellen verborgen, möglichst da, wo faulende Früchte sie bei ihrem Flug in
der Dämmerung angelockt haben. Aufgejagt bewegen sie sich, die Figl nur wenig aufklajijiend in sprungartigem
Fluge fort und gelegentlich setzen sie sich im Dunkeln, aber dennoch weithin sichtbar, an einen herabhängenden
Lianenstrang. Die vollzugekehrte Breitseite des Falters sieht dann mit dem großen gelb leuchtenden Augen¬
fleck auf dem grau melierten Hflgl imponierend aus und verleiht dem Tiere ein beinah kamjiflustiges Aus¬
sehen. Die Färbung ist aber durchaus angemessen dem Grau des Dämmerlichtes für die kurze halbe Stunde,
in welcher livius früh und abends zum Vorschein kommt. — caesia Stich, ist aus Venezuela beschrieben. Vflgl cansia.
bis auf den ziemlich intensiv schwarzen Außenrdteil hell blaugrau überflogen. Unterseite intensiv gesperbert.
Um die große Ocelle der Hflgl ein tief dunkelbrauner Hof. Berieselung im allgemeinen feiner als bei brasiliensis
Fldr. — eurilochus Gr., die typische Unterart, ist ziemlich selten. Obei'seite der Figl fahl grau, die Strichelung >‘urlJoclu(s.
der Unterseite durchscheinend, zuweilen mit leicht bräunlichem Ton, Außenfeld etwas dunkler, vorn wenig,
hinten deutlicher von der übrigen Fläche abgehoben, seltener leicht schwärzlich (Regenzeitform?), alsdann
auf der Grenze eine hellere, verwaschene, schmale Querbinde, welche die hintere Zellecke berührt, vorn leicht
gelblich getönt ist und am mittleren Medianast unbestimmt endet. Bei eintöniger gefärbten Exemplaren ver¬
bleibt hiervon nur am Vrd vor der Gabelung des vierten und fünften Subcostalastes ein fahlgelbliches Wisch¬
fleckchen. Die Fleckchen nahe dem Apex meist nur undeutlich, ohne oder nur mit geringer seitlicher weißer
Begrenzung. Surinam, Guayana. — brasiliensis Fldr. erreicht manchmal eine gewaltige Größe, doch scheint hraftiJiensis.
er von Espiritu Santo an bis zu seiner Südgrenze (Sta. Catharina) nicht mehr unter sich zu variieren, das will
sagen, sich lokal abzusondern, brasiliensis ist sofort kenntlich durch die prominenten rein weißen Subapical-
makeln der Vflgl-Oberseite, welche keine andere Unterart in ähnlicher Entwicklung besitzt. Doch existieren
Exemplare, namentlich in Blumenau und Espiritu Santo, denen diese Punkte entweder ganz fehlen oder bei
welchen sie nur angedeutet sind. Blumenau-cJG tragen unterseits vielleicht als erstes Anzeichen der Rassen¬
bildung reichere weiße Sprenkelung im Distalgebiet der Hflgl. Dazu ist ein aus Espiritu Santo das melano-
tische Extrem. Diesem fehlen nicht nur alle weißlichen, sondern auch die gelbbraunen Strichelchen, an deren
Stelle eine mehlige Ueberpuderung von schwärzlichen feinsten Schuppen tritt. (= privata fortn. nov.). Im Sidj- privata.
marginalgebiet beider Figlpaare entsteht eine markante Längsbinde von schwarzer Farbe und da sich auch
die Ocellen verkleinert und verdunkelt haben, so ist man versucht zu glauben, eine eigene Species vor sich zu
haben. — Ei halbkugelig, in der Mitte gürtelartig etwas erhaben, nach unten heller und quer gefurcht, an der
Unterseite der Blätter angeheftet. — Rp walzenförmig, vorn und hinten verjüngt. Kopf eckig, nach vorn ab¬
fallend, schmutzig weiß mit schwarzen Linien, in der Jugend mit dichten Borsten, später kranzartig mit 8 Hör-
nei'n besetzt. Köi’per anfangs schmutzig weiß, bei älteren Tieren grün mit dunkler, vorn gegabelter Mittelbinde
auf dem Rücken und rotbraunen Flecken in derselben; erwachsen ist die Rp schmutzig graugelb mit dunklerer
gefleckter Rückenlinie und nach hinten abfallenden unregelmäßigen schwarzen seitlichen Schrägstreifen. Am
hinteren Rande des 5. — 8. Segmentes stehen kurze, kegelförmige, weiche W^arzen bis zu 4 mm Höhe (Schein¬
dornen); das Körperende ist zu einer etwa 9 mm langen Schwanzgabel verlängert. Körper bis 12 cm lang. So¬
lange die Rp grün ist (3. Häutung), sitzt sie an der Unterseite der Bananen-Blätter (nach Sommerfeld gesellig),
später verbirgt sie sich am Stamme zwischen dürren, herabhängenden Blättern, frißt vorwiegend Nachts. —
Pp massig, breit, nach hinten und vorn wenig verjüngt. Rückenkante stark vorspringend, Flglkante ebenfalls
stark, 6. — 10. Segment auf dem Rücken mit kurzen schwarzen Borsten besetzt. Körper braunrot, sclnvarz
punktiert mit schwarzen Rücken- und unteren Seitenstreifen und schwarzen, nach hinten absteigenden,
seitlichen Schrägbinden. Auf der Figlscheide zwei silberglänzende, bräunlich umrandete Flecke, das
Abdomen nur mit einer allerseits beweglichen Segmentverbindung. Entwicklungsdauer 3 — 4 Wochen.
Brasilien (Amazonas und südlich davon), Argentinien. — pallidus Frühst. Bolivien wird von einer eurilochus- palluhis.
Rasse bewohnt, die sich stark differenziert hat, und für welche ich den Namen pallidus vorschlage. Diese hat
rundlichere Figl als eurilochus und livvus und die Vflgl sind namentlich nach dem Apex zu vollkommen trans¬
parent. Die Zelle ist nicht blau, sondern gelblich beschuppt und der ganze Apicalteil der Vflgl erscheint hell¬
braun, weil die Färbung der Unterseite nach oben intensiv durchschiinmert. Der schwarze Marginalsaum
tritt fast völlig zurück und ist nur noch unterhalb des 3. Medianastes im Analwinkel der Vflgl bemerklich.
324
GALIGO. Von H. Fruhstorfbr.
Die Hflgl dagegen sind breiter schwarzbraun uinsäumt und die Braunfärbung reicht sogar über den Apex der
Zelle hinaus. Die Basalhälfte der Hflgl ist heller, blaiigrau. Die Unterseite ist von eurilocJms und livius durch
flas gelblichbraune, anstatt grauweiße Kolorit sofort zu unterscheiden. Der Analwinkel der Vflgl ist nicht
weißlich, sondern dunkelgrau. Die Subapicalocelle der Vflgl ist stark reduziert, ebenso sind alle Ocellen der
Uflgl l)edeutend kleiner und nach außen schmaler schwarz geringelt. Die große Ocelle der Hflgl ist nicht rund¬
lich, sondern platt eiförmig und mehr katzen- als uhuaugenartig. Bolivien.
C. idomeneus zählt zu den schönsten Arten des Gemis, steht habituell kaum hinter eurilocJms zurück,
nur hat diese Spezies schmälere Figl imd ist noch mehr als eurilocJms geographischen Einflüssen zugänglich.
Sie zerfällt in eine Serie meist scharf geschiedener Lokalrassen, von denen allein drei auf das mittlere Brasilien
entfallen. Oberseite dem 'pJiilinos ähnlich, Vflgl jedoch spitzer, deren Submarginalbinde je nach der Zweigrasse
verschieden ausgebildet, manchmal rein weiß und markant, dann wiederum verdunkelt oder fehlend. Unter¬
seite mit namentlich bei den stets prominenten weiflen Feldern in der Zelle und einer prächtigen Zone weißer
Schraffierung im Sxd:>marginalgebiet aller Figl. Hflgl stets mit runden, schön gelb umrandeten Ocellen, die in
idoniencHs. einem braunen oder gelben Vorhof stehen, idomeneus L., die Namenstype, bewohnt Surinam, wo sie mein
Reisender Julius Michaelis in großer Anzahl mittels Bananenköder erlxeutet hat. Alle mir vorliegenden Exem¬
plare führen eine scharf alxgegrenzte weiße an der hinteren Mediana abschließende Längsbinde der Vflgl, die
beim $ erheblich schwächer ausgebildet ist und bereits an der mittleren Mediana sich verliert. $ unterseits
stets farbensatter, monotoner als das auch im Distalgebiet der Hflgl vorherrschend braungelb schraffiert. —
apoUonklds. apolloilidas subsp. nov. liegt mir zur Zeit nur noch in 2 Exemplaren von Obidos am mittleren Amazonas
vor, wo sie Michaelis im August und September gefunden hat. leicht von ido')n,eneus aus Surinam zu un¬
terscheiden durch eine reiner weil.le auf den Vflgln nicht markant abgesetzte, sondern sich in den Zellapex
hinein verbreiternde und dort allmählich sich verlierende Submarginalbinde. Das schwarze Submarginalgebiet
der Hflgl schmäler als bei der Namenstype, daher namentlich die Zelle ausgedehnter distal ultramarinblau
überhaucht. Lhiterseite der Hflgl ohne eine deutlich erkennbare braune Anteterminalregion, Augen größer,
cuphorTjus. fahler gelb umzogen. — euphorbusFWr. war lange Zeit verschollen, wurde aber durch Dr. Koch-Grühberg
wieder entdeckt und neuerdings gingen mir auch Exemplare vom vermutlich ursprünglichen Fundplatz,
vom columlxischen Teil des oberen Bio Negro zu. eupJiorlms bedeutet eine farbenarme, düstere Areal¬
form mit verwaschener Binde der Vflgl, sowie satterem und fast glanzlosem Blau der Oberfläche. Unter¬
seite je nach der Lokalität sehr veränderlich. Das eine $ ist vorherrschend düster rauchbraun, mit nur
geringfügiger transcellularer Aufhellung der Hflgl. Das $ von Columbien (oberer Rio Negro) ist dagegen ausge¬
zeichnet durch eine breite bandartige nahezu weiße Medianzone und noch liemerkenswert durch submarginale
Spitzbogen die nach innen weiß sind, sonst aber eine hellbraune Füllung zeigen. Auch das columbische J ist
oberseits stark verdunkelt, die costalwärts gelbliche sonst graue Längsbinde der Vflgl ebenso schmal wie bei
stvaionules. idomenides FruJist. Für die von Felde r nicht benannte Ortsrasse möchte ich den Namen stratonides suhsp. nov.
viarsus. einführen. -- marsus SficJt. ist eine Nebenform, gesättigter gefärbt und reicher blau übergossen, etwa
wie bei der Form ettpJiorhus. Weißliche Vflglbinde vei’schmälert ; Costal- und Wurzelfeld der Vflgl von
vorn gesehen grünlich schimmernd. Grundfarbe bis zum Zellende und dem schwärzlichen Marginal-
felcl blauviolett, schwach grünlich getönt. Hflgl bis zum Zellende schwach blaugrün schimmernd, von da tief
lasurblau schimmernd, der Saum bleibt jedoch ganz schmal schwarz und ist namentlich hinter dem x4pex leicht
weißlich bestäubt. Der tiefblaue Schiller zieht sich vorn bis dicht zum Vrd, nur nach innen eine schwärzlich-
graue seidenglänzende Zone freilassend. Hrdfeld schmutziggelb. Unterseite mit der charakteristischen grell
ockergelben Färbung des hinteren Feldes, die sich selbst der Umrandung des hinteren Augenfleckes mitteilt,
so daß der Ring des Auges in dem gelben Feld verschwimmt. Das Feld hinter der Zelle reichlich weiß in der
Grundfarbe und nur sehr spärlich gestrichelt. Parä, sonst auch in anderen Gegenden neben der Hauptform. —
ifloincnidcs. idomcnides FruJist. Der vorigen Form ähnlich, Flügelform etwas schmäler, die Exemplare zum Teil kleiner,
Grundfarbe bisweilen fahler. Vflglbinde beim J verschmälert, in weißlicher Färbung nur bis knapp zum vorderen
IMedianast erkennbar. Das blaue Wurzelfeld des Hflgls verkleinert, bei schräger Beleuchtung immer grünlich,
an einem schmalen distalen Grenzstreif tiefblau schimmernd ; der Schiller reicht nur bis zur Hälfte der Zelle und ist
auch hinten von der blauen Färbung des Saums breit getrennt oder aber längs des hinteren Medianastes in tief¬
blauem Ton bis zum Hinterwinkel ausgeflossen. Saum leicht weißlich bestäubt; ? oben fast nur durch die
Einschränkung des blauen Wurzelfeldes im Hflgl unterschieden ; es dehnt sich hier nur etiva bis zum Zellende
hippolochifs. aus, die weißliche Binde des Vflgls endet ungewiß am vorderen Medianast. Peru. — hippolochus suhsp. nov.
Die weißliche Längsbinde der Vflgl etwas schmaler, schärfer als bei idomenides von Peru; Unterseite heller, alle
weißlichen Partien breiter angelegt, Submarginalgebiet der Hflgl nahezu rein weiß, fast ohne Schraffierung,
die bei idomenides deutliche fast bis zum Terminalsaum ausgedehnte submarginale Binde von rotbraunen
Spitzbogen fehlend. Ocellen lichter gelb und dann breiter schwarz umringelt. Coroico, 1200 m. Bolivien. —
supcrha. supcrba Sigr. Vflglspitze ziemlich scharf, etwas vortretend. Grundfarbe schwärzlich verdunkelt, Querbinde
rein weiß, scharf abgesetzt, vorn leicht bogig, hinten zipfelartig bis über den hinteren Medianast hinausreichend.
Hflgl bis zum Zellende mit blaugrauem Wurzelfeld, das bei schräger Beleuchtung grünlich, an der distalen
Grenze tiefblau schimmert; von hier an ergießt sich bei schräger Beleuchtung ein lasurblauer Schiller bis zum
Saum, nur einen mehr oder weniger großen Fleck am Apex freilassend. Saum des Hflgls stark zackig gewellt
CAUGULO. Von H. Frutistorfer.
aor
leicht und schmal weißlich bestäubt. Unterseite greller, aber in derselbeu Weise gezeichnet und gefärbt wie l)ei
typischen idomerieus', der hintere Augenfleck des Hflgls verhältnismäßig klein und schitial geriiigt, das Feld
mit weißer Grundfarbe hinter der Zelle ziemlich auffällig von dem etwa ebenso breiten bräunlichen Saumfeld
ahgesetzt. Südliches Peru. — praecana Stich, ist eine Form der vorigen. Gestalt etwa wie bei tyj)ischen idoine/iens iirnet/ina.
oder agamemnon mit stark gewelltem Saum beider Figl, wenig breitflügliger, so groß wie snperha. Oben heller
grau, noch blasser, wie typische idomenides, Unterseitenzeichnung deutlich durchschlagend. Vd'lglhinde schmal,
etwa wie bei idomeneus, der Blauschiller ausgedehnt, aber kaum mehr als bei idoui.eneus selbst und auf flem llflgl
wenig leuchtend. Außenteil des Hflgls schwarzbraun. Unterseite etwa wie idomencAis , aber alle dunkeln IGrtioi
heller braun, Grundfarbe rötlich-ocker, die Doppellinie vor dem Vflglsaum stärker zackig. Auf dem Hlgl die
hellen Felder vor und hinter der braunen Mittelbinde lichter, Hrd bis zur Submediana ockergelb, welche Färbung
sich im Analfeld ausbreitet, und sich mit der Umrandung des hinteren Auges vereinigt. Die Unterseite erinnert
an rhoetus, ist aber noch heller und gelber. Süd-Peru. - agamemnon Weym. ist die größte Rasse. Vflglspitze (iißinicinnoH.
fast sichelartig, Saum darunter tief ausgeschnitten, gewellt. Grundfarbe dunkel, fast schwarz, aber die Unter-
seiten-Zeichnungeu doch noch leicht durchschlagend, namentlich in der Zelle und am Saum. Vflglbinde verbrei¬
tert, rein weiß, in voller Breite bis zum hinteren Medianast laufend, darüber hinaus außen noch bis nahe zur Sub¬
mediana weißlich, innen bläulich überstäubt. Querbinde vorn etwas schmaler, etwas zachig, so daß die zwischen
den Adern liegenden Abschnitte als halbmond- oder bogenartige Flecke aneinandergereiht sind. Nach hinten
werden diese Bogenflecke flacher, die Binde wird geschlossener und nur von den Adern fein schwärzlich durch¬
schnitten. Unweit des Vrds, nahe dem Apex, liegt ein weißes Fleckchen, dem mitunter noch ein zweites folgt.
Hflgl etwas verlängert und am Saum äußerst scharf gezackt, an den Adermündungen fast zipfelartig vortretend.
Wurzelfeld graublau bis gegen das Zellende, bei schräger Beleuchtung grünlich, außen blau schimmernd. Flgl-
saum selbst leicht weißlich bestäubt. Unterseite äußerst lebhaft, aber in derselben Weise gezeichnet wie bei
idomeneus. Die Querbinde des Vflgls indessen viel breiter, die dunkel schattierte Fortsetzung der braunen
Färbung im Mittelfeld hinter dem hinteren Medianast besser bandartig ausgeprägt, die Linien nahe dem Saum
stärker gezackt, die innere weißlich begrenzt und gegen das anstolfende bräunliche Feld schwarzbraun abschat¬
tiert, so daß sie den Eindruck einer einzelnen Linie verliert und einen bogigen Grenzstreif gegen das anstoßende
Figlfeld bildet. Hflgl mit voller, durchgehender, brauner Mittelbinde ; der darin zum größeren Teil eingeschlossene
hintere Augenfleck aber kleiner als bei typischen idomeneus. Das Feld hinter der Zelle durch die reichlich weiß
begrenzte, stark zackige, bindenartige Zeichnung auf der Hälfte der Fläche zwischen dem Zellende und Flglrand
sehr auffällig von dem eigentlichen Saumfeld abgesetzt; Grundfarbe des letzteren vorn kastanienbraun, hinten
nur längs der Adern braun, sonst weißlich. Die weiße Makel inmitten der Zelle scharf ahgesetzt. Ecuador (Huam-
hoya, Balzapamba). rhoetus Stgr. Beim S ist die weiße Vflglbinde schmaler und kürzer, nur höchstens rhneius.
bis zum 2. Medianast deutlich; der Blauschiller des Hflgls im Mittelfeld unterbrochen. Analfeld ocker¬
gelb, unterseits der ganze hintere Flglteil bis zum hinteren Auge lebhaft ocker- oder safrangelb; sonst
ist die Unterseite lebhafter gezeichnet als beim typischen idomeneus , besonders die Aveißliche Zellmakel
meist scharf und die Quei’binden der A^flglzelle reiner weißlich und schärfer. $ ebenso, blasser. ( iestliches
Amazonas und die südlich anschließenden Gegenden Brasiliens; Argenfinien ( ?). — Mir liegt rhoetus auch aus
Matto Grosso vor und zwar in einem das sich nur unerheblich von der Type Staudingers entfernt, welche
ich im Museum in Berlin vor einem Jahre zu sehen Gelegenheit hatte. Dafür konnten zwei weitere angren¬
zende geographische Rassen abgetrennt werden: nämlich ibykus Frühst., die mit der Matto Grosso-Form ihi/hii.'i.
die relativ kleine Gestalt und die am Apex apicalwärts kaum vorsjiringenden Vflgl gemeinsam hat. ibykus
führt aber bereits einen matteren weniger lelihaften gelblichen Anflug in der analen und basalen Region der
Hflgl-Unterseite. Weiße Binde der Vflgl, gleicht jener von idomeneus aus Surinam. Minas Geraes, nach 2 ^
$ der Kollektion Fruhstorfer. — ariphron Fr ühst. Die weiße Binde der Vflgl ähnelt etAva jener Amn e uphorbus. ariphmn.
tritt aber bei den S dennoch etwas deutlicher hervor, ist sehr reduziert lieim $, aber immerhin noch etAA as Ave-
niger getrübt als beim ^ von euphorbus . Vflgl der SS lang aufgezogenem Apicalteil, die Längsbinde, A^er-
glichen mit ibykus, trotz der bedeutenderen Größe kaum noch halb so breit angelegt. LTnterseite entsjirechem!
der geographisch entfernteren Lage der Heimat mit beinah völlig verscliAvundenem gelliem Basalanflug der
Hflgl und Avesentlich verdunkelten Vflghi. Espiritu Santo, nach 2 SS ^ $$ meiner Sammlung.
C. menoetius Stgr. umschreibt eine seltene, sehr interessante, der idomeneus jedoch nahestehende Species. mennctix^.
was auch zur Folge hatte, daß sie von dem Monographen der Brassoliden mit idomeneus verAvechselt und irr¬
tümlich als euphorbtts Fldr. registriert Avurde. Es existiert bereits eine ausgezeichnete Abbildung durch Stole
im vierten Teile des berühmten CRAMER’schen Werkes aus dem Jahre 17S2 auf Tafel 390. Stoll allerdings
beging schon den ersten Fehler, Aveil er einen (J darstellt, ihn aber als idomeneus-^ au.sgibt. Staudixger hat ganz
richtig gesehen und sagt daß sich menoetius von anderen Caligo absondert durch die auffallend schmalen
Hflgl. Oberseite gleichartig dunkel ultramarinblau, beim S ohne Spur einer Binde, nur mit breiter Amn der
Unterseite matt durchschimmernder bleicher Submarginalzone. Das noch unbeschriebene $, Amn Avelchem A^ier
Exemplare in meiner Sammlung sich befinden, ist rundflügelig, größer als der S, lichter blau mit In-äunlich-
weißer Submarginalregion der Vflgl. Beide Geschlechter mit kaum halb so ausgedehntem scliAvarzem Außen¬
saum der Hflgl, als idomeneus. Unterseite kenntlich an den lebhafteren Farbenkontrasten: so durchzieht beide
Figl ein compacteres dunkelbraunes Medianfeld, in dem die etAvas größeren und deutlicher scliAvarz umringelten
326
CALI GO. Von H. Frühstobfee.
Ozellen eingelagert sind. Vflgl mit selir breitem schwarzem Intramedianfleck jenseits der Zellwand und wesent¬
lich ausgeprägteren schwarzen Zickzackstreifen in der Zelle selbst. Beide Figl dann noch distal satter braun
und schwärzlich verbrämt. Wenn ich nun noch anführe daß auch die Medianzone der Hflgl schärfer abgesetzt
weißlich heraustritt als bei idomeneus, so sind alle jene Differenzialcharaktere erwähnt, die Stoll’s Figur bereits
arislo- so unverkennbar wiedergibt. Surinam, von Dr. Hahkel, auch bei Maues am untern Amazonas gefunden. — ari-
phancs. stophaiics suhsp. nov. bleibt in der Größe hinter menoetius von Surinam zurück und ist oberseits sofort kennt¬
lich durch eine ziemlich breite bis zur mittleren Mediana hinziehende gelbliche an idomeneus gemahnende Längs¬
binde. Die Binde selbst ist aber immer noch schwächer als bei euphorhus und stratonides. Was aber aristophanes
vor 7n,enoelius voraus hat, ist das noch glänzendere, reinere prachtvoll schillernde Blau der Hflgl. Unterseite
leicht zu separieren durch hellere graubraune Submarginalfelder der Vflgl und eine bei menoetius fehlende Se¬
rie von braunen Spitzbogen. Coroico, 1200 m, Bolivien. Mir nur durch ein der Sammlung Fasse bekannt.
C. atreus vielleicht die größte Species der Gattung und zugleich die bunteste. Vflgl schwarz mit einem
l)lauvioletten Medianfeld, das je nach der, Lokalrasse von einem mehr oder weniger deutlichen, weißlichen
Streifen durchzogen wird. Hflgl mit breiter licht- oder orangegelber Binde, wiederum je nach der Ortsform
von größerer oder geringerer Breite und Einkerbung an deren Rändern. Unterseite prächtig rotbraun mit gelber
oder orangefarbener Distalregion. Apicalocelle der Hflgl sehr groß. Fünf gut separierte geographische Ab-
afreiis. zweiguiigen ; atreus KoU. Beim die blauviolette Bestäubung des Vflgls von oben schwach, bei schräger Beleuch¬
tung etwas deutlicher bemerkbar; darin eine helle Schrägbinde, die vorn nrir in dünner kurzer weißlichgelber
Behaarung und in einzelnen hellen Schüpjichen angedeutet ist, nach hinten allmählich an Deutlichkeit zunimmt
uiid etwa vom hinteren Zellwinkel an in leicht bläulich überstäubtem Grauweiß, das sich gegen den Analwinkel
noch bis zu fast reinem Weiß aufhellt, aufgetragen. Begrenzung dieser Binde unscharf, grau und bläulich,
zerstäubt und allmählich in die angrenzende Grundfarbe übergehend. Saumfeld hell rauchbraun. In demselben
markiert sich mitunter schatteidiaft ein leicht gewellter dunkler Streifen, der dann einen anderen, heller getönten,
bindenartigen Streifen vom Figlsaum trennt; der letztere Streifen ist seinerseits innen wiederum durch die ent¬
sprechende schärfer gezackte zweite Saumlinie der Unterseite begrenzt. Manchmal fehlt der dunkle Trennungs-
sti’eifen, oder er ist sehr abgeschwächt. Hflglbinde hellocker- bis safrangelb, vorn weißlich, innen unscharf
begrenzt und an den Adern und zwischen ihnen leicht gezähnt. Die Binde endet etwa an der Mündung des hintern
Medianastes oder etwas vorher. $ breitflügeliger, das Mittelfeld des Vflgls heller blau überflogen, die Querbinde
meist etwas deutlicher, die Randbinde des Hflgls breiter, fahlockergellp vorn stärker weißlich. Unterseite
diotn/sos. heller, die Zeichnungen etwas abgeschwächt. Golnmbia. — dionysos subsp. nov. differiert von atreus durch die
bis zum Costalsaum der Vflgl durchgezogene und sich fast gleichbleibende weißliche, blauviolett überstäubte
Binde, wodurch sich dionysos der nächsten Vikariante ajax nähert. Auf den Hflgln bleibt das orange Distal¬
feld dunkler, erreicht bereits den schwarzen Außensaum und verbreitert sich (Uebergang zu C. uranus).
Unterseite mit markanteren Farl)enkontrasten, der weiße »Streifen der Vflgl schärfer begrenzt und namentlich
])roximal geradliniger, Apicalocelle der Vflgl größer, Analocelle des Hflgls l)edeutend kleiner, Medianfeld
iiraims. der Hflgl satter braun, distal prominent schwarz umrandet. Chiricpd, (Coli. Frühstorfer). — ura¬
nus H.-Schäff. ist der nördliche Re])räsentant von atreus und streng genommen auch nur eine geographische
Rasse dieser weiter verbreiteten Art. Es scheint aber daß eine specifische Trennung vermöge der
rundlicheren Figlform, der Kleinheit der Exemplare, dem Fehlen des schwarzen Distalsaumes der Hflgl,
sowie dem Auftreten größerer weißer Subapicalmakeln der Vflgl denkbar ist. Die Unterseite dagegen läßt sich
nur durch kleinere Augen der Hflgl von atreus absondern. Mir liegen nur Exemplare aus Honduras vor, wo
•uranus selir selten auftritt; nordwärts bildet das südliche Mexico den Endpunkt des Vorkommens und nach
Godman ist die Art nicht allzuselten in Guatemala, wo sie den dichten Wald bewohnt, wenn aufgescheucht
aja.r. eine kurze Distanz fliegt um sich dann an Baumstämmen zu verbergen. — ajax Westw. hat die Vflglbinde
breiter und deutlicher; diese beginnt schon am Vrd weißlichgrau mit bhüdicher Bestäubung, die allmählich
einer rein weißen Färbung Platz macht. Im mittleren Medianzwischenraum ist die Binde in der Regel nur noch
schwach Idau bestäubt, die blauen »Schuppen liegen dort auf beiden Seiten an der Begrenzung und verschwinden
schließlich ganz. Hflglbinde dunkler safrangellp bei schräger Belichtimg mit einem ganz schwachen purpur¬
roten oder violetten »Schein, hinten auffällig zipfelartig gegen den Hinterwinkel gekrümmt. Venezuela. —
drnüna. dentifia Druce hat die Hflglbiiide fast in ganzer Länge zusammenhängend, nur vorn fleckartig aufgelöst, an
der ])roximalen Begrenzung tief gezähnt. Peru, Ecuador (Chimbo, Balzaj)aml)a) Columbien (Rio »San Juan).- —
afirsilnus. agcsilaus Druce hat die Vflgl wie dentina, aber die helle Querbinde etwas deutlicher. Im distalen »Saumfeld
der schwärzliche »Schattenstreif ebenfalls deutlicher, so daß der innen anschließende helle Teil nahe dem Rand
als zackige Binde abgesetzt ist. Hflglbinde in fünf einzelne Flecke aufgelöst, die etAvas vom »Saum entfernt
liegen iind von denen die hinteren, mitunter auch die vorderen, in leichter Zerstäubung locker Zusammen¬
hängen. Ihre Färbung ist gelblichweiß, die der hinteren etwas dunkler. Die schwärzliche Randbestäubung
zieht sich bis zur Mündung des mittleren Medianastes luid vereinigt sich an den Adern mit der schwarzbraunen
Grundfarbe der ülnigen Figlfläche. Die vorderen »Saumflecke sind wurzelwärts in der Mitte herzförmig ein¬
gekerbt, die hinteren länglich. Fransen weißlichgelb, auffällig vtoi der Randbestäubung abstechend. Unter¬
seite wie dentina, nur das hintere Auge des Hflgls verhältnismäßig sehr groß, das Saumfeld in ganzer Länge
NAROPE. Von II. Fruiistoiu'Kr.
327
weißlicli und schwärzlicli inarnioriei't und gestrichelt, und nur ein sclnnaler Streif nalie dem Sainn, der
der Fleckenreihe der Oberseite entsprechend, ist eintöniger weißlicli gefärbt. i)ie Ze.lhnak(‘l und dei’ längliche
Ringfleck vor der mittleren Discocellularis sind deutlich ausgeprägt. $ wie das abcn- im allg(uneinen bleicher.
Vielleicht nur Zeitform, da es Uebergänge ziir vorigen Unterart gibt. Kcuador, Oohnnbien (Fal des Rio Oagua).
C. arisbe Hhn. {65 a) bewohnt soweit bekannt nur die drei brasilianischen Staaten Säo Paulo, lfi(j de
Janeiro und Espiritu Santo. Exemplare aus ersteren fehlen mir, in Espiritu Santo aber hat Mk'h.vej.is arislx'
in geringer Anzahl mit Bananen angelockt und erbeutet. Die Rp lebt auf Marantaceen. Unterseite vorherrschend
gelbbraun mit einer namentlich beim $ stark aufgehellten gelblichen Medianzone. Analocellen auffallend breit,
erst gelblich, dann olivenfarben, endlicU'schwarz umringelt, durch ein ausgedehntes deutlich abgesetztes brainies
Feld mit einander verbunden.
C. oberthuri Deyr. steht der arisbe nahe und muß als einer der schönsten Oaligonen angesehen werden, ohrrllniri.
Überseite der Vflgl dunkel braungrau, jene der Hflgl braunschwarz, auf letzteren mit Ausnahme des Außensaumes
violettblau schillernd. Auf der dunklen schwarz braxmen Unterseite tritt eine rein weiße Längsbinde scharf
heraus. Ocellen der Unterseite auffallend klein. Columbien, Ecuador, sehr selten. — phokilides snhsp. nov. iihokUUlrs.
bewohnt Peru (Chanchamayo) und differiert von columbischen Exemplaren durch eine verloschenere, lichter
gelblichen Längsstreifen der Vflgl. $ heller, die Zeichnung im Außenfeld deutlicher. Es liegt dort eine teilweise
verschwommene Wellenlinie, welcher nach innen, nahe dem Flglrand, eine wellig und zackig begrenzte Binde
folgt. In deren vorderem Teil liegen hintereinander nahe dem Apex drei schwärzliche, innen weiß begrenzte
Flecke, und diesen schließen sich nach hinten zwei weitere ungewissere Schattenflecke an. Die Binde hinter
der Zelle ist deutlicher abgesetzt, fast ockergelb, vorn verbreitert und in unscharfer Begrenzung in die Orundfarlx*
übergehend. Hflgl mit geringerem blauem Schimmer, schwach violett übergossen, die querlaufende binden¬
artige Aufhellung lichter und breiter, namentlich vorn; der Saum breiter ockerfarben bestäubt. Unterseite
wie beim heller. Das Ei dieser seltenen Art ist um die Hälfte kleiner als ein epimetheus-YA und selbst kleiner
als jenes von Opsiphanes bogotmms. — Es ist von wachsgelber Färbung mit Längsrip])en, Basis und Sjütze
etwas abgeplattet und glatt. Rp viel dunkler als die der vorigen Art, beinahe schwarz ; die Rückenzeichnung
besteht aus mehreren unregelmäßigen, lichtbraunen Flecken; auch die Rücken-(Schein-)Dornen sind schwarz
und etwas nach vorn gebogen. Kopfkrone und Schwanzgabel sind viel kürzer als l)ei epimetheus. Das Futter
ist eine niedere Palmenart mit grundständigen, ungefiederten Blättern. Die Rp scheint meist jiaarweis vorzu¬
kommen. oberthüri beobachtete Fassl nur am Kamme der West-Oordillere über 2000 m, Avährend
obwohl auch Gebirgstier, nur tiefer (von 1400 bis 1800 m) vorkommt, was auch völlig dem Standorte der Futter¬
pflanzen beider Arten entspricht.
C. martia Godt. (65 b) tritt da auf, wo arisbe verschwindet, und ist bisher nur aus Santa Catharina Dutriia.
und Rio Grande do Sul nach Euro])a gekommen. Vermutlich findet sich die Art aber noch im Staate Parana,
der leider nur xmgenügend durchsucht wurde. Ein Exem])lar meiner Sammlung, das ich durch Herrn JuLir-s
Arp als aus Rio de Janeiro stammend empfangen habe, zeigt etwas kleinere Analocellen der Hflgl-Unterseite,
doch ist der Fundort nicht ganz sicher, umsomehr als Herr Arp viel aus Santa Catharina f)ezogen hat.
Von den südbrasilianischen Caligo ist inartia die seltenste; sie tritt stets nur vereinzelt auf und geht auch nur
äußerst spärlich an Fruchtköder. Man trifft sie aber mit großer Regelmäßigkeit namentlich auf dem Hochland
von Lages in der Nähe der Uruguay- Quellen an nässenden Bäumen, wo sie gierig saugen, aber trotzdem sehr
scheu sind, so daß es nicht leicht ist sie dort zu überraschen. Die Rp wurde anscheinend durch M.\ bilde zuer.st
beschrieben. 8ie ist durchweg grün mit gelblichen lateralen Streifen. Kojif mit zwei kurzen Warzen und zwei
langen beborsteten Hörnern, am Rücken mit fünf Scheindornen, ganz feinen Härchen und der Schwanz mit der
üblichen Doppelspitze. Pji durdeel havannabraun. Kopf leicht zugespitzt, Abdomen lang ausgezogen, in der
Mitte verdickt mit vier Querstreifen. Von Sejitember bis Oktober. Pupjienruhe 20 — 25 Tage, q kleiner
als das abgebildete $, ohne die transparente Submarginalbinde der Vflgl, Unterseite mit einem wolkenartig, n
schwarz eingefaßten Fleck in der Zelle der Vflgl, den keine andere Coligo-Art in gleicher Ausdehnung besitzt.
Hinter der Zelle drei ungleiche weiße Intramedianmakeln. Apicalauge der Vflgl relativ groß. Analocelle der
Hflgl ähnlich wie bei arisbe, schwarz mit ausgedehnter gelber Peripherie die nach hinten in grünlich übergeht.
In der Zelle der Hflgl ein länglicher unregelmäßiger Fleck, der sehr veränderlich ist, bei jedem Exenq)lar anders
aussieht und bei den durchweg etwas lichteren d'cj imd $$ aus Rio Grande do Sul (.leutlicher ausgebildet er-
sclieint, als bei Santa C'atharina-Exemplaren.
8. Gattuiio-; Westw.
In dieser kleinsten Brassoliden- Gattung haben wir auch zugleich die liedeutendste Abweichung von
dem Typus in Flglform und Geäder erreicht, und die Arten gleichen in der Tat schon durch ihre geringere Größe,
die scharf zugespitzten Vflgl und die an den Medianen in einen kurzen Zahn vorgezogenen Hflgl, wie überhaiqit
durch ihre meist eintönig braun gefärbte Oberseite und die vollkommen augenlose, verschiedenartig gesjjren-
kelte Unterseite mehr einer Anaea, als einer Brassolide; doch stehen alle übrigen Bildungen, wie Palpen, Vorder¬
füße und die große Präcostalzelle in vollkommenem Einklänge mit den Familiencharakteren, wie denn aueh
328
NAROPE. Von H. Fruhstorfer.
die Eiitdeckiuig der R]) durch Er. W. Müller jeden Zweifel über die Stellung von Narojje gehoben hat. Eie
Narope unterscheidet sich sofort von allen übrigen Gattungen durch die Ausinündung des 3. Subcostalastes
in die Figlspitze und die in den Außenrand unterhalb der Spitze mündende Gabel des 4. und 5. Astes. Eiese
auffällige Aderstellung kommt selbst unter den Satyriden äußerst selten vor und ist mehr ein Charakter der
Nymphaliden. Außerdem zeichnet sich Narope noch durch andere Merkmale aus. Eie Subcostalader ist in
den einzelnen Arten nicht konstant, sondern sowohl 4- als 5ästig; der 1. Ast ist entweder ganz verkümmert,
oder z. T. mit der Costale verwachsen. Eie obere Eiscocellularis ist kurz, aber deutlich vorhanden; mittlere
gerade, in gleicher Richtung wie die gleichlange, nur schAvach gebogene untere, welche die Zelle schief abschließt
und die Medianader in etAVas grö(.lerer Entfernung vom 2. Aste trifft, als dieser vom 1. entfernt ist. Eie Sub-
mediana der Vflgl ist beim stark Avellenförmig gebogen und dies hängt mit dem Haarbüschel, AA^elchen die
cJG geschlechtliche Auszeichnung auf der Rückseite unterhalb der Ader besitzen, eng zusammen; mit letz¬
terem korrespondiert ein glänzender Flecken am Vrd der Oberseite der Hflgl. Eie Präcostalzelle ist außerordent¬
lich groß und entwickelt; die Präcostalader einfach, fast gerade, nach innen gerichtet. Eie Zelle ist durch eine
ziemlich kurze und gerade untere Eiscocellularis schief abgeschlossen. Kopf groß, Augen nackt, Palpen flach,
dicht beschuppt und behaart; erstes Glied kurz, zweites etAva 4 mal so lang, Endglied kiirz, spitz, den Scheitel
überragend. Fühler mäßig lang mit allmählich verdickter Keule. Thorax kräftig, dicht behaart; Beine kräftig,
Hlb kurz, spitz. Vflgl mit stark gebogener Costa und spitzem, prominenten Apex. Außen- und Ird beim ^
fast gerade, Analwinkel scharf. Eie Flügelunterseite trägt meist einen Euftfleck und Haarpinsel. Uncus mit
kurzen, divergierenden, d. h. mit der Spitze nach außen gerichteten Anhängseln. Valve einfach mit ZAvei distalen
starken Zähnen. Hflgl oft leicht geeckt. Vflglzelle am Ende breit, über halbflügellang. In diese Gattung ge¬
hören die kleinsten Arten der Familie ; sie haben eine eintönige Färbung und blattartige Unterseite ; sie kom¬
men ans Licht und Averden auch nachts am Köder beobachtet. — Rp an Bambus, nachts fressend, von allgemei¬
nem Ansehen der übrigen Brassoliden-Rpn. Ko])f mit 3 Paar Hörnern, Körperende mit SchAvanzgabel. — Pp
gedrungen, ventral eingedrückt, mit stumpfen Höckern und ZAvei Hörnern am Kopf, hängend, mit einer be-
Aveglichen Segmentverbindung. Süd- luid Mittel-Amerika (von Paraguay bis Guayana einerseits, von Bolivia
bis Mexico andererseits).
Hflgl aiu Außeiu'd mehr oder Aveiiiger deutlich vor.sjiringend.
N. cyllastros gilt als die liärd'igste und bekannteste Species der Gattung und ist zugleich die einzige
tcisturca. Art, Avelche nordAvärts über Columbien hinausgeht und von der die Jugendstadien bekannt sind. — Bei testacea
Godnt. u. Salv. ist das oben rostrot, Vflgl am Apex, Hflgl in der Wurzelhälfte bräunlich verdunkelt. Saum des
letzteren Figls am mittleren Medianast nur scliAvach geeckt. Unterseite bleich ockerfarben mit zerstreuten
dunkleren Fleckchen, Strichen und Schattiei’ungen, die weißlichen Fleckchen des Hflgls scheinen mit
Ausnahme der vordersten stets zu fehlen. ^ stärker geecktem Hflgl ; Oberseite der Figl dunkel-
oder rauchbraun. Panama (Chiriqui). Sehr selten, nur ein paar Exemplare bisher aufgefünden. —
styyitoi. stygius Stgr. von PontelAoa am oberen Amazonas wurde nach einem $ aufgestellt, das Er. Hahnel einlieferte.
Gestalt kleiner und das Gesamtkolorit noch dAinkler als bei cyllastros (62d), Unterseite etAVas Aveißgrau unter¬
mischt. Hflgl mit sieben gellJichen Anteterminalpunkten, von denen der oberste deutlich oval und sclnvarz
cylluslrots. umrandet erscheint, Avährend der sechste am markantesten ausgebildet ist. — cyllastros Westw. (= cyllene
Fldr.), vermutlich nach Exemplaren aus Rio de Janeiro beschrieben, ist oben beim erheblich dunkler als das aus
Santa Catharina stammende Original zu unserer Abbildung (ß2d), und unterseits ebenso bleich Avie das dar¬
gestellte $ aus »Santa Catharina ; ein Unterschied, der auch von »Staudinger in den ,, Exotischen Tagfaltern“
1888 j). 218 bereits erwähnt Avird. Ich fing im Laufe von zAVei Jahren nur wenige Exemplare in der Nähe von
Theresopolis, Sta. Catharina, und 9? liegen mir von Blumenau vor. Nach v. Bönningilvusen im tiefen »Schat¬
ten bei Rio de Janeiro sehr selten. Von mir an Bananenköder erbeutet. Eie Rp fand Er. Wilhelm IMüller
bei Nacht am Bambus fressend, sie Avar liereits im fünften »Stadium und hatte Avenige Tage vor der Verpu]qiung
eine Länge von 7,5 cm einschließlich der 6 mm langen ScliAvanzgabel. Kopf mit drei Paar schräg nach hinten
gerichteten Hörnern halsartig aligesetzt, Körper nach der Mitte zu verdickt, sonst schlank, die Hörner und die
»Schwanzgabel seitlich komprimiert, beide Teile der »Schwanzgabel entspringen weit von einander, verlaufen
aber parallel ; Kopf braun mit einem scliAvarzen Fleck in der Mitte unter den Hörnern, der zAvei Streifen zur
Basis der Hörner soAide zAvei den zu unteren Ecken des Kopfes entsendet. Körper blaßrot und graubraun ge¬
mischt. Eie blaßrote Farbe ist etwas unregelmäßig verteilt und bildet Avellig gebogene Linien. Pp ziemlich
gedrungen, die hinteren Segmente dorsal gerundet mit einer scliAvachen Mittelkante, die in drei Höcker geteilt
ist, aid.lerdem noch ZAvei stumpfe Höcker an der Figlwurzel und zAvei Hörner. Eie Flglkante ist undeutlich.
Eie Zeichnung bietet ein eigentümliches Gemisch von gelb, braun und sclnvarz; dazAvischen finden sich, beson¬
ders auf dem Rücken, Aveiße Flecke.
cyüurm. N. cyllarus Westw. (62d) mit der Type aus dem »Staate Rio de Janeiro, avo die Art im Orgelgebirge sehr
selten vorkommt. Michaelis entdeckte sie in Espiritu Santo, ich selbst fand sie in Santa Catharina. Ein ^
meiner Sammlung soll aus Rio Grande do »Sid stammen und »Stichel nennt »Säo Paulo als Aveiteren Flugort.
: Ko])f und Augen gleichmäßig rötlichhraun. Bauch und Beine fahl ockergelb. Oberseite rötlichbraun in hel¬
lerem oder dunklerem Ton, Wurzelfeld und Apicalzone etwas trüber. Am Ende der Zelle, an der hinteren Eisco-
(insgegehen 31. V. 1912.
NAROPE. Von H. PRuriSTORFER.
:fö9
celhilaris und unweit des Saumes zwischen den Radiales, je ein kleiner, scliwarzhi'iumei' Fleck, der letzlgenaunle
auch undeutlich oder fehlend. Saum verdunkelt, mit einer schwärzlichen, schmalen und unscharf hegrenzten
Wellenbinde. Unterseite blaß ockergelb, sehr buntscheckig, unregelmäßig in dunkleren und weißlichen Farb¬
tönen marmoriert. Am Vrd, in der Zelle und in dem distalen Saumfeld dunkel braun betupft, sodann mit zwei
mehr oder weniger deutlich hervortretenden flunklen Querbinden ; A.])ex weißlich bestäubt, an der Umsehlag¬
stelle, am Hrd ein nach vorn gerichteter heller Haaiinischel, der einen ovalen Ouftfleck bedeckt. Itflglsaum
am zweiten Medianast geeckt; PIglfärbung wie die des Vtlgls, am Zellende fleckartig dunkler, Analfeld hellei',
an der Oostamitte ein Duftfleck. Unterseite heller mit dunkler Querbinde ; Saumfeld dunklei' mit submarginaler
Wellenbinde. Beim $ ist die äußere Saumhinde schärfer abgesetzt, Gesamtfärbung etwas blasser. Süd-Brasilien
(Sta. Catharina, Säo Paulo, Espiritu Santo).
N. sarastro Stgr. Kopf trüb ockergelb, Thorax und Hlb oben rotbraun, unten, wie auch die Beine ocker- fianiHlro.
gelb. Vflgl mit Duftfleck und Pinsel wie bei der vorigen Art; Figlform ähnlich, aber der Vflglapex spitzer,
mehr vorgezogen. Oberseite rotbraun, Apex und Saum schwärzlich. Unterseite fast ockerbraun, dunkler ge¬
fleckt und gestrichelt, besonders an der Costa. Quer über die Zelle zwei diffuse, dunklere Bänder. Ein drei¬
eckiges, dunkleres Saumfeld im Außendrittel des Figls wird abgegrenzt durch einen hellen Streif, der aus dem
Apex gegen die Irdsmitte zieht. Hflgl einfarbig mit sehr mattem Submarginalband, das amAj^ex dunkler ist.
Unterseite mit 3 diffusen, dunkleren parallelen Bändern, die vom Vrd in leichten Bogen zum Ird ziehen.
9 dunkelbraun, Saum schmal rötlichbraun, Apex der Vflgl stark vorgezogen; vom Vrd ausgehend ein rötlich¬
brauner länglicher Wischfleck, der beutelartig geformt ist und nahe dem Saum unter dem Apex i'undlich ab¬
geschlossen ist. Unterseite hell-graubraun, unregelmäßig gesprenkelt und betu])ft. Im Apicalfeld weißliche
Bestäubung, von dort schräg nach dem Hrd eine dunklere, aid.len schmutzigweiß angelegte Schattenbinde,
ähnlich wie beim In der Gabel des 4. und 5. Subcostalastes und unter letzterem je ein weißes Fleckchen,
hinter ihm ein schwärzliches, leicht weiß gekerntes Fleckchen, sodann wiederum ein kleiner weißer Punkt.
— Hflgl mit unscharf begrenztem, hellerem Saum. Derselbe verbreitert sich hinten und fließt an den Adern
nach vorn aus. Unterseite im Farbton des Vflgls, unscharf dunkler gewölkt, nächst der Mitte des Vrds ein
dunkler, von hellerem Hof umgebener Punkt, an den sich nach hinten eine dem Distalrand folgende Reihe
von Flecken anschließt, von denen die beiden vorderen nur als rundliche Aufhellungen, die nächsten in Gestalt
weißlicher länglicher Wische auftreten. Columbien, Rio Agnacatal ca. 2000 m. Oberer Rio Negro ca. 8f)0 m
von Fasse gefangen. — disyllus subsp. tiov., eine kleinere Form vorherrschend graubra,un statt rötlich ockerfarben, rU.sgUnü.
der Apicalsainn der Vflgl matter grau statt schwarz, die Terminalbinde der Hflgl verwaschen, die gelldiche
Aufhellung in der Zelle und längs derCostalis der Vflgl in lebhafterem Contrast zu der grauen Medianpartie.
Unterseite dunkler, reicher rotbraun gel)ändert und mit satterem pur])urnem Schimmer. Huancabamba, 1500 m.
Peru.
N. anartes Hew. Vflgl beim rechtwinklig dreieckig, Vrd gekrümmt, Apex rechtAvinkelig, manchmal (in(trir><.
ein wenig zipfelartig ausgezogen, Distalrand fast gerade. Hrd gerade, von der Wurzel aus am ersten Drittel
etwas umgeschlagen. Oberseite rostbraun in hellerer oder dunklerer Abtönung. Apex breit schwärzlich; Unter¬
seite fahl ockergelb, bis auf das Hrdfeld schwarzbraun gefleckt und gewölkt. Quer über die Zelle ziehen 2
dunkle, unregelmäßig begrenzte Binden. Vor dem Aj)ex nächst dem Vrd ein weißes Fleckchen, am Apex selbst
weißliche Uebenstäubung. An der Umschlagstelle des Hrds ein hellbrauner Haarbüschel, der einen ovalen gel¬
ben Duftfleck deckt. Hflgl rauchbraun, Distalrand mit wellenförmiger Begrenzung, rostl)raun aiifgehellt.
Unterseite braun, heller und dunkler gewölkt, gefleckt und berieselt; eine dunkle Binde von der Oostamitte
schräg über die Zelle weg zur »Submediana. Im hinten zuweilen dunkel schattierten und weißlich abgesetzten
Mittelfeld eine geschwungene, dem Distalrand folgende Fleckenreihe. Der Fleck im unteren iMedianzwischen-
raum stets etwas größer und fleutlicher, meist von länglicher oder nierenförmiger Gestalt. Nächst dem eintöni¬
ger braun gefärbten 8aum liegt eine schwärzliche Wellenlinie, der Rand selbst ist mehr oder Aveniger geAvellt
und am mittleren Medianast mehr oder minder stark geeckt. Die Färbung, namentlich die der Unterseite, Amn
Avechselnder Schärfe, die Unterseite zuAA'eilen sehr Inmtscheckig marmoriert. BoliAua. — syllabus Stgr. ist die sglhtbxs.
etwas größere Rasse vom Chanchamayo in Peru.
IlOgtsaum beim ^ vollkommen abgerundet.
N. nesope Hew. Vflgl dreieckig, Apex scharf rechtwinklig, Saum vorn gerade, hinten leicht konvex; »csopc.
HinterAvinkel flach abgerundet, Hrd gerade, nahe der Mitte schmal umgeschlagen. Oberseite rotbraun, Wurzel¬
feld hinter der Zelle graubraun, allmählich in sclnvärzliche, sammetartige Bestäubung übergehend; Unterseite
rötlichbraun, dunkler geAvölkt und marmoriert. Nahe der Wurzel und über dem Zellende je eine dunkelbraune
Binde, letztere am Vrd am lu'eitesten; im Vrdfcld ein Aveißes Fleckchen. Am Apex Aveißliche Bestäubung
und nahe demselben drei kleine scliAvarze Pinikte. Hflgl fast eirund. Saum ohne merkliche Ecke, indes
der HinterAvinkel ziemlich deutlich geeckt. Oberseite graubraun mit leicht rostroter Abtönung, Saum etAvas
aufgehellt, rotbraun; Vrd hellbraun, eine blanke Reibefläche mit kleinem gelblichem Filzfleck A*or der Sub-
costalis schAvärzlich. Unterseite braun, nahe der Wurzel dunkler, Aveiter hinten mit drei rötlichen Flecken.
Vom Vrd nach dem Analwinkel läuft eine dunkelbraune Binde, die außen hinter der iMitte AA'eißlich abgesetzt
V
42
330
NAROPE. Von H. Frdtistorfee.
cyUaharus.
p(mr)icuhis.
alhopunc-
1u m.
friihftforfcri
ist, und hinter der Zelle eine geschwungene Reihe von kleinen schwarzen Fleckchen, von denen die hinteren
beiden, nächst dem Hinterwinkel gelegenen, weiß gekernt sind. Ecuador.
N. cyllabarus Westiv. Apex des Vflgls ziemlich spitz, Außenrd leicht konvex. Oberseite rostbraun
oder fuchsrot, nach dem Distalrand zu etwas verdunkelt; dieser selbst fahl braun, der dunkle Ton hierdurch
als unbestimmte Binde abgesetzt. Vor dem vorderen Medianast nahe dem Distalrand ein schwarzer, weiß
gekernter Fleck. Unterseite ockergelb, unscharf braun gefleckt und marmoriert. Von der Costa 2 diffuse
Querlhnden über die Zelle; vom weißlichen Apex gegen die Irdsmitte zieht schräg ein diffuses Schatten¬
hand. Im äußeren Teil der Zelle und zwischen den Radialadern vor dem Außenrd je ein schwarzer Punkt.
Hflgl gleichfalls rostbraun mit deutlich abgesetzter dunkler Submarginalbinde. Unterseite fahl braun, Costa
gestrichelt, in der Mitte des Costalfeldes ein dunkler, weiß gekernter Fleck ; der Flglrest unscharf gefleckt und
dunkler gezeichnet; über die Flglmitte eine diffuse dunkle Schrägbinde. Duftfleck wie bei voriger Art.
Cayenne, Columbien, Amazonas, Bolivien.
N. panniculus Stich. ^ : Kopf, Palpen, Antennen, Körper und Oberseite der Figl rauchbraun, bei Stücken
aus Bolivia dunkler, fast schwärzlich. Vflgl rechtwinklig dreieckig, Vrd gekrümmt, Apex scharf, fast recht¬
winklig abgesetzt, Distalrand ziemlich gerade; Hinterwinkel abgerundet rechtwinklig, Hrd gerade, etwa in der
Mitte etwas nach unten umgeschlagen. Im hinteren Teil des Mittelfeldes ein großer sammetartiger rundlicher
Fleck von dunklerem Grundfarbenton; derselbe liegt proximal der Zelle an, vorn berührt er mit der äidlersten
Raindung fast den vordei’en Medianast, bleilit distal etwa 5 mm vom Flglrand ab und reicht hinten in unscharfer
Begrenzung liis über die Submediana. Unterseite heller, unregelmäßig gefleckt. Basis dunkler schattiert,
dann 2 abgekürzte Schattenbinden durch die Zelle, im Apicalfeld ein weißes Fleckchen; Duftorgan wie vorher.
Hflgl oben einfarbig mit ovalem, hellem Duftfleck. Unterseite heller, leicht bräunlich besprenkelt, mit un¬
scharfer Schattenbinde hinter der Zelle; hinter der Costamitte ein kleiner weißer Punkt. Paraguay, Bolivia
(Rio Yuntas). 1 d' Matto Grosso in der Sammlung Fruhstorfer ist kleiner als Paraguay-dd» fahler grau¬
braun, unterseits licht erdfarben, Hflgl mit großer, lebei’artiger, breit weilf ausgefüllter Intramedianocelle.
Hflgl des ^ oben ohne Duftfleck, dagegen niit kleinem, teilweise in einer taschenartigen Palte verborgenem, in
der Zelle entspringendem Haarpinsel.
N. albopunctum Stich. Kopf und Körper oben rauchbraun, unten weißlich graubraun. Figl oben dunkel
rauchbi’aun, zeichnungslos bis auf einen kleinen, rein weißen Fleck im Apicalfeld hinter dem fünften Subcostal-
ast. nahe dem Distalrand. Unterseite heller und dunkler braun marmoriert und schattiert. Vrd dunkel, kurz
weißlich gestrichelt. Von ihm ausgehend zwei dunkle, unregelmäßig begrenzte Querbinden, eine über der Zelle,
an der Mediana endigend; nahe der Wurzel am Hrd ein dünner, nach vorn gerichteter Haarbüschel ohne Duft¬
schuppenfleck. Hflgl etwa dreieckig, mit konvexen Seiten. Vrd etwas flacher, Apex abgerundet, Distalrand
gekrümmt, leicht gewellt, am vorderen Medianast stumpf geeckt. Hinterwinkel stumpf abgesetzt. Oberseite
zeichnungslos, Hrdzone spärlicher beschuppt, fahl graubraun, in der Zelle und längs der Submediana lange
braune Behaarung. An der Zellwand vor der Wurzel des hinteren Medianastes ein kleiner, die Mediana über¬
ragender Haarpinsel, der teilweise in einer taschenartigen Falte an erstgenannter Ader verborgen ist. Unter¬
seite bräunlich, stark weißlich berieselt und betupft, namentlich in der proximalen Hälfte, die durch einen
vom distalen Teil des Vrdes schräg bis zum distalen Viertel des Hrds ziehenden, schmalen, braunen Streif scharf
abgegrenzt wird. Im distalen Flglteil eine geschwungene Reihe schwarzbrauner Punkte in lichterer Umrah¬
mung, etwa in der Mitte zwischen Zellende und Flglrand; der vordere derselben zuweilen weiß gekernt. Nächst-
dem folgt eine ungewiß ausgeprägte, dunkle Fleckenkette in derselben Lage, sodann reichlich weißliche mar¬
morierte Bestäubung bis zum schmalbraunen Saum. Vflgllänge 28 mm. Peru (Marcapata).
Nacliträge
zu Seite 293. Opsijjhanes fruhstorferi Reib. (63a) reiht sich vor sulcvus ein. Oben schwarzbraun, die Vflgl
mit weißer, an ihrem unteren Ende zerfetzter Schrägliinde, die in der Costa-Mitte beginnt und vor dem
Außenrd am hinteren Medianast in schmalem Zipfel endet. Im Vflgl-Apex 3 weiße Fleckchen, Hflgl mit
hellerer, unregelmäßiger, breiter Submarginallinie. Unterseite bräunlichgrau, gleichmäßig gestrichelt, mit 2
größeren und dazwischen 2 kleineren Ocellen. $ ähnlich, größer, die Apicalflecke der Vflgl und die Sub¬
marginallinie der Hflgl deutlicher. Süd-Brasilien; Sta. Oatharina, Lages. Sehr lokal; ich fand sie nur im
Quellgebiet des Uruguay, da wo Flußläufe diejenigen Waldbestände durchziehen, welche sich in den Tal¬
senken der Camposlandschaft erhalten haben. Die Falter fliegen nahe dem Erdboden und finden sich regel¬
mäßig am ausfließenden Saft kleiner Bäume ein, an dem sie stundenlang saugen. Flugzeit Ende Dezember
bis Februar und März.
Urbcsclu'eibimgs-Naohwcis der Brüssel idei i.
•> *} I
Alpliull)(‘iischcs Verzciclmis
ziiiii Nachweis der Uihesclireilniugei). der unter den Jh'assolideii aid'gel'iihrteii hontu'U.
* bedeutet, daü die Fui'iii ati der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
iuljecta 0)18. Sfich. Entuiu. Zeitschr. Guben 20, p. 211.
luujuatnrialis Ops. Siicli. Iler). Ent. Zeitsdir. 10, )>. 517. *
arsacus Er. H.-Schäff. Außereur. Sciuuett. p. 55. *
againeinnon Cal. lEe.ynn Stübel’s liei.se, j). 02. *
agastlienes Gps. Fni'hsf. Stett. Zg. 08, p. 135.
agesilaus Cal. Drucc, Aivn. ilag. Nat. Itist. (7) 0, p. 321.
ajax Cal. lIAsbe. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Eep. 2. *
aibopunctiiin Nar. Stich. Ins. -Börse 21, j). 0.
anipliiincdon Er. Fldr. Novara, 2 (2) Lt^p. p. 451.
ainphirhoe Ops. Hb)i. Sndg. Exot. Sclunett. 2. *
ainplificatns Ops. Sfich. Berl. Entonn Zeitschr. 40, p. 514.
amplinr Ops. Stich. Berl. Ejit. Zeits(4ir. 10, p. 5(11.
anartes Nar. JIcui. Butt. Bolivia, p. 9.
anaxarete Dyn. Cr. Pap. Exot. 1. j). 118.*
aiulroineda Ops. Stich. Berl. Entoiu. Zeitschr. 10, p. 501.
aorsa Ops. Gorlt. Enoytd. M4th. 9, ]). 447.
apolloiiidas C'al. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 322.
ardoiis Brass. Stich. I)is. -Börse 20, p. 389.
arisbe Cal. Hbn. Smlg. Exot. Sclun.ett. 2. *
aristophanes Cal. JS-iihsf. Seitz. Groß-Scbiuett. 5, p. 321.
arsippo Ops. Hpfjr. Stett. Zg. 35, p. 358.
asphenis Ops. Frühst. Seitz, Groß-Scluuett. 5, [i. 294.
astyra Brass. UorF. Encycl. ÄLetli. 9, p. 457.
alias Cal. liöb. Soc. Bntoni. 19, p. 14(i.
atreus Cal. KoU. Denkschr. Akad. Wien. 1, p. 350. *
badius Ops. Stich. Intern. E. Z. 1, j). 30. *
barnncsa Das. Stich. Ins. -Börse 21, ]i. 21.
bassus Ops. Fldr. Nova-ra 2 (2) Lep. p. 453.
beata Ops. Frühst. Stett. Zg. 08, )). 140.
belisar Ojis. Stich. Wytsman’s Gen. Insect. 20, p. 20.
bellerophon Cal. Stich. Ins. -Börse 20, ]>. 389.
beltrao Cal. Hl. Mag. Insect. 1, p. 199.
berecyntliia Ops. Cr. Pa]). Exot. 2, p. 133. *
borecynthnia Ops. Hpffr. Stett. Zg. 35, p. 358.
bngotanus Ops. Hist. Ent. Montli. Mag. 1 1, p. 2o:J.
bolsduvalii Ops. iVestw. Dl)l. u. Ilew. Gen. Diurn. Li‘p. 2. *
boliviamis Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 40, ]>. 512.
bracteolata Ojjs. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 40, p. 490.
brasiliciisis Cal. Fldr. Verb. Zool. Bot. Ges. Wien. 12, p. 470.
buboculus Er. ßtlr. Cistul. Entom. 1, ]>. 74.
caiiieiia Ops. Stgr. Exot. Tagt'. 1, }>. 213. *
cassiae Ops. L. Syst. Nat.’ (X), ]>. 108.
(•assiculiis Ojis. Stich. Wytsman’s Gen. Insect. 20, p. 18.
cassina Ops. Ftdr. Wien. Ent. Mon. 0, j). 122.
rassiopo Ops. Cr. Pap. Exot. 1, p. 88. *
Cassiopeia Ops. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 211. *
eastaiieus Ops. Stich. Wytsman’s Gen. Insect. 20, p. 19.
eatharinae Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 40, p. 505.
cheireiHon Er. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, |). 310.
chiriquensis Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 40, |). 517.
coiTOSiis Ops. Stich. Wytsman’s Gen. Insect. 19, ]). 19.
creusa Das. Hbn. Smlg. Exot. Schmett. 2. *
cuspidatus Ops. Stich. Wytsman’s Gen. Insect. 20, ]>. 21.
cyllabarus Nar. Westiv. Dhi. u. Ilew. Gen. Diurn. I jep. 2, ]>. 349.
cyllanis Nar. Westw. Dhl. u. Hew. Gen. Diui'n. Ec]). 2, ]>. 319.
cyllasti'os Nar. TVestw. Dhl. u. Ilew. Gen. Diurn. Ec]). 2. *
cyparissa Ops. Frühst. Intern. Ent. Z. 1, p. 30.
dariiis Dyn. F. Syst. Eint. p. 482.
deceutius Ops. Frühst. Stett. Zg. 08, ]). 130.
dentuia Cal. Druce. Trans. Ent. Soc. Eond. 1874, ]). 155.
didyniaon Ops. Fldr. Novara 2 (2) Ecp. j). 453.
diluta Cal. Stich. Thierr. 25, p. 182.
dimidiata Brass. Frnhst. Seitz, Groß-Sidimett. 5, p. 2S7.
dionysos Cal. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 324.
disyllus Nar. Frühst. Seitz, Groß- Sein nett. 5, p. 327.
ditatus Ops. Thieme, Ins. -Börse 19, [). 339.
dohnii Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitscdir. 40, p. 493. *
dubia 0])s. Böb. Soc. Entom. 21. )>. 19.
cpimctlicus C1;tI. Fldr. Novara 2 (2) Eo]). p. 155.
cupliurbus Gal. Fldr. Wien. Ent. Mon. 0, ]). 123.
cui'iluchiis Cal. Cr. Baj). Exot. 1, p. 53. *
cxulliis Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitsdir. 10. p. 50:;.
tabricii Ops. Bsd. Ix“]). Guatemala, p. 51.
faiMiiiis Dyn. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 289.
farragn 0|)s. Stich. Wytsmaii’s Gen. Insc-cE 20, p. 20.
Inihstorlcri (hl. Stich. Ins. -Börse 21. p. 21.
liiinnsa Oj)s. Stich. Berl. Etd. Zeitschr. 10, j). 191.
liiscata Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 52, p. 177.
galba Cal. Deyr. Bev. Mag. Zool. (3) 2. *
gcncrosa Ops. Stich. BeiO. Ent. Zeitschr. 30, p. 198. *
gerhardi Er. Weeks, Proo. New-Engl. Zool. (’iuh ]>. 3.
glaukias Ops. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 291.
granadcusis Brass. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 10. ]). 521. *
haeuschi Brass. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 10, ]>. 520. *
hannibal Dyn. Oberth. Et. d’Ent. 0, ]>. 28.
hcniichrua Er. Btlr. Cistul. Entom. 1, ]>. 3.
Iiilara Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 40, p. 489.
liippuloclius Cal. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 323.
ict(U’ica Dyn. Stich. Ins. -Börse 21, p. 21.
iduiiioncus Cal. L. Syst. Nat. (X) |). 401.
iduinenidcs Cal. Frühst. Iris 10, p. 317.
ilioiUMis Cal. Cr. Pa]). Exot. 1, j). 81. *
inculuinis Ojes. Stich. Bis. -Börse 21, ]>. 21.
iiisulaiius Cal. Stich. Ins. -Börse 21, je. 21.
inU'rniedius Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitsdir. 10. ]). 5i5.
iiivirae Ojis. Htm. Smlg. Exot. Scdimett. 1. *
isaguras Ops. Frnhst. Stett. Zg. 08. j). 138.
istliinia Brass. Bat. Ent. Month. IMag. 1, p. 104.
japetus Cal. Stich. Ins. -Börse 20, ]>. 389.
jnseplius Ops. (rodin. Biol. Centr. Am. Bho]). 1, p. 120. *
juriiana Er. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 311.
kleislhciies Ops. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5. j). 297.
latitaenia Ofis. Frnhst. Stett. Zg. 08, ]>. 1 15.
leduii Ops. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 302.
litura 0])s. Frnhst. Stett. Zg. 08, j). 141.
liviiis Cal. Stgr. Elxot. i’agf. 1, ]>. 74.
Iiiciilhis Ops. Frnhst. Stett. Zg. (58, )). 130.
lurida Brass. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 10, p. 520.
liiteipeiiiiis Ojis. Bttr. ^Prans. Ent. Soc. Eond. 1871, ]). 125.
liitesceulefasciatus Ops. Ky. (Ait. Diurn. Eej). p. 710.
hixunnsa Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 40, ]). 497.
lyouinedoii Er. Ftdr. Wien. Ent. Mon. 0, p. 423.
macrusiris Dyn. IFcshc. Gen. Diurn. Eej). 2. *
inagnalis Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 40, p. 490.
inaritima Brass. Stich. Ins.-Bör.se 20, ]>. 389.
inarsus ((al. Stich. Ins. -Börse 21, ]). 20 1.
inartia tial. Godt. Ehicycl. Meth. 9. j). 150.
nuMiiiiun tlal. Fldr. Novara (2) 2, p. 454.
iiieiies Cal. Frühst. Ins. -Börse 20, ]). 413.
nuMKudius Cal. Stgr. Exot. Tagt. 1. ]>. 215.
incrianae Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 4(). ]>. 518.
lueridionalis Ops. Stgr. Exot, i’agf. 1. p. 213.
micans Cal. Bbb. Soc. Entomol. 18, p. 140.
inidas Ojis. Stich. Soc. Entomol. 23. ]>. 83.
inurpluuis thl. Stich. Ins.-Bi’irse 20, ]). 389.
luutaliis (4])s. Stich. Berl. Entom,. Zeitschr. 40, j). 514.
inylasa Ops. Frnhst. Stett. Zg. 08, ]>. 133.
iiapuhMui Dyn. lEcshc. Dhl. u. Hew. Gen. Diurn. I^c]). 2. *
nesnpe Nar. Heic. Ecpiat. Eiqi. ]>. 32.
iiieandnis Ops. Frühst. Seitz. (iroß-Schmett. 5. ]). 301.
nocturna Cal. Stich. Ins.-Bc'>rse 20, ]>. 389.
notandus Ops. Stich. Ins. -Börse 21, ]>. 21.
novicia Er. Stich. Wytsman's Gen. Ins. 20, p. 32.
nnbilns Cal. Frühst. Stett. Zg. 08, ]). 129.
nuinalius Ops. 7’’r«/(sh_Seitz,''_ Groß-Schmett. 5, [i. 303.
332
Urbeschreibuiigs-Nachweis der Brassoliden.
(»beroii Ca.l. Bflr. 'rraus. Hoc. Loiid. l.S7e, p. 4<S,S.
Cal. Dcijr. Kev. IMag. Zool. (2) 22, p. 20. *
obidoniis C'al. FruJist. Hnv. Eiituiu. IS, ji. 14.5.
obidoiiiis Ops. Frühst. .Stett. Zg. (iS, ]>. 131.
(K'ulatii ()i)S. Stich. Wyt.siiuui’.s Gen. Inseet. 20, p. IS.
ordipus ('al. Stich. In.s.-H()r.se 20, ]>. 380.
«dleus (ial. Ftrtr. Wien. Ent. IMoji. 5. p. 111.
npiiiius Kl'. Sti/r. Exot. Tagt. 1, ]>. 217.
(»resbios Op.«. Frühst. Seitz, Groß- Sch luett. 5, ]i. 300.
nrgetoi'ix ()]>.s. Hciv. Ent. IMonth. Mag. 0, ji. 177.
nrnamentalis Bra.s«. Stich. Ent. Zeitsclir. Gnlien 20, ji. 200.
pallidiis (ial. Frühst. In.s.- Börse 21, ]>. 125.
paiiiprii'o Cal. Frühst. Soc. Entoin. IS. ]). 115.
pain])hanis ]*en. IKc.S'fn’. Dhl. u. Ilew. Gen. Diurn. Leji. )>. 347.*
panniciihis Xar. Stich. In.s. -Börse 21. p. 0.
paiiin'inus (Ijis. /'oft. Soc. Entom. 21, ji. 20.
|»av<) ('a.l. Röb. Soc. Entom. 18, p. 145.
pavoiiid(“s Cal. Friih.st. Seitz, Grnl.i-Schmett. 5, p. 320.
|i(‘leus Cal. Stich. Wytsman’s Gen. Inseet. 20, ]i. 37.
piM'ijilietes (4ps. Friihst. Seitz. Grol.i-Schiuett. 5. ]i. 303.
plianiac(‘s Dyn. Stich. Berl. Entom. Zeitsclir. 52, ji. 174.
pheidi'iades Cal. Frutist. Seitz, Grol.l-Schmett. 5, ]>. 317.
pliiladeiims Cal. Styr. Exot. Tagt. 1. [). 210.
pliilinos Cal. Fnih.st. Ins. -Börse 20. ji. 413.
pliilncala Brass. Stich. Ins.-Bör.se 21. p. 21.
pliilun Ops. Frühst. Intei'ii. E. Z. 1, ji. 30. *
phokilides (lal. Fnihst. Seitz, Grol.l-Schmett. 5, ]i. 325.
[iliorbas Cal. /i’ftft. Soc. Entom. 18. ]). 140.
phorkys (ftrl. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 315.
phoroiUMis Cal. Fnihst. Stett. Zg. 08. p. 120.
phrataplieriies Ops. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 208.
pliryasus Cal. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 322.
pliylas Ops. Friihst. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]i. 200.
plaeeiitia Ojis. Fnihst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 30S.
placidiaiius Cal. Sfi/r. Exot. Tagt. 1, p. 210.
l»lacila Oj)«. Stich. Entom. Zeitsclir. Gilben 20, p. 211.
pnlyxi'na Er. Mccrb. Ol'hald. zeldz. Gew. *
pnlyxenus Cal. Sticti. Ins. -Börse 20, p. 380.
praecana Cftil. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 52, j). 170.
jiraegrandis . Ops. Frühst. Stett. Zg. 08, ji. 1-12.
praxsiodus Cal. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 317.
prineipesa Das. Stich. Ins. -Börse 21. p. 21.
privala Cal. Fnihst. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]i. 321.
pi'oinetheus Cal. Kott. Denkschr. Akad. VVden 1, p. 357. *
pseiidocassiae Ops. Fnihst. Stett. Zg. OS, ]). 140.
pseiidophilnn Ojis. Fnihst. Intern. Ent. Z. 1, jn 20. *
pudietis Ops. FniJist. Stett. Zg. 08, p. 13().
pusillus Er. Sticti. Ins. -Börse 20, ]i. 380.
(juaestor Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 40, p. 512. *
(luirinalis Ops. Styr. Berl. Ent. Zeitschr. 10. |i. 512.
quiriiius 0[>s.(ri)iliii.\i.Salr. Biol. Centr. Amer. Bhop. 1, ji. 128.
quiteria Ops. Cr. Bap. blxot. 4. p. 40. *
reetilasriata (4i).s. Fnih.st. Stett. Zg. 08. p. 131.
reevesi Er. lEc.s/«'. Dhl. n. Ilew. Gen. Diurn. Lep. 2. *
reluceiis Ops. Fruhst. Stell. Zg. OS, ]>. 130.
remolialus Ops. Fruhst. Intern. E. Z. 1, p. 20. *
rhnetuK t!al. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 215.
riibigatns Ops. Stich. Wytsiuan’s Gen. Inseet. 20, ]i. 19.
rusiiia Das. Godt. Encycl. M6th. 9. p. 451.
sallei Ops. Westw. Dbl. ii. Ilew. Gen. Diurn. Lep. 2. *
saltus Cal. Kaye, Trans. Ent. Som Lond. 1004, p. 105.
sarastrn Nar. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 218. *
soainaiider Cal. Bsd. Lein Guatemala p. 57.
seleucida Er. Hcw. Exot. Butt. 5. (Bov. 1.) *
sikyna Ojis. Fruhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 207. *
sing'ulai'is Ops. Weym. Iris 20, in 15. *
sndalis Ops. Röb. Soc. Entomol. 20, p. 177.
snphorae Brass. L. Mus. Ulr. p. 200.
snraiius Ops. Westw. Dbl. u. Ilew. Gen. Diurn. Lep. 2, p. 345.
spadix Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 46, p. 510.
' spinthanis Er. Fnih.st. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 311.
siiclieli Ops. Röb. Soc. Entomol. 21, in 20.
stratonides t'al. Fnih.st. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 322.
strix Dyn. Bat. Entom. iMonth. Mag. 1, p. 104.
strophios Ops. Fruh.st. Stett. Zg. 08, p. 137.
stygiaiius Dyn. Btlr. Ci.stul. Entomol. 1, p. 73.
styg'ius Nar. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 218. *
subserieea (Ips. Fnihst. Stett. Zg. 08, p. 141.
siilanus Cal. Fruh.st. Soc. Entom. 18, p. 145.
siilcius Ops. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 212.
siiperba Cal. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 215.
snpreiinis Ops. Stich. Wytsman’s Gen. Inseid. 20, p. 29.
i suzaniia tial. Deyr. Rev. .Mag. Zool. (2) 23, p. 275. *
syllabus Nar. Stgr. Exot. Tagf. p. 218.
syine Ops. Htm. Siulg. Exot. Schmett. 2. *
tainariiidi Oiis. Fldr. Wien. Entom. dfon. 5, p. 111.
telainoniiis Cal. Fldr. Wien. Entom. iMon. 0, p. 422.
lorenzius Ops. Fruhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 297.
testacea Nar. Gudiu. u. Sutr. Ann. Nat. lli.st. (5) 2, p. 259.
U'iiee!' tlal. 7,. Syst. Nat. (X), p. 404.
tUeognis Ops. Fruhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 310.
tristis Er. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 217. *
uinbralilis t'al. Stich. Ins. -Börse 20, p. 389.
imditaeiiia Ops. Fnihst. Stett. Zg. 08, p. 144.
iiraiius C'al. H .-Schaff . iVußereur. Schmett. p. 55. *
velata Ops. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 40, p. 497.
vei'sitincta Ops. Stick. Berl. Ent. Zeitschr. 10, p. 495. *
veidebraUs Das. Bttr. C'i.stul. Entomol. 1, ]). 2.
vicenciniia Ops. Fnih.st. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 300.
viilpeculus Brass. Stich. Berl. Ent. Zeitschr. 40, p. 520.
wai'ili Er. B,sd. Ltp. Guatemala p. 58.
xaiithicles C)|>s. Gudm. u. Sutr. Biol. Centr. Am. Bhoii. 1,
p. 130. *
xanthiis Ops. L. Syst. Nat. (X), ]>. 472.
zidntes ()[)s. Hcu\ Exot. Butt. 5 (Opsiph. 1). *
zeliis Ops. Stich. Bei'l. Ent. Zeitschr. 52, p. 171.
zeiixippus Cal. Bruce Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 9, j). 321.
zolvizora Er. Hcw. Exot. Butt. 5 (Bov. 2). *
MOUPHIDAE. Von II. Eku ii stojikick.
6. Familie: Morphidae ivcvs/n.
Diese artenanne Familie iiiufal.it die liervorragendsteii Charaktersclimetterlinge Südamerikas und die
großartigsten Erscheinungen in der Lepidojiterenwelt, die den Schmetterlingstyjnis in einer Vollendung zweigen,
wie er nur noch von den indomalayischen Ornitliopteren ühertroffen wird. Durch die Schönheit der Farhc-n
der Oberseite und die fast stets mit zierlichen Augen versehene Unterseite l>ilden die Morphidae rein äußerlich
eine abgeschlossene, leicht zu erkennende Gruppe. Die morjihologische Abgrenzung ist aber dennoch keine
sehr leichte, denn trotz der äußerlichen Differenzierung existieren nur unbestimmte strukturi'lle AArschieden-
heiten den Brassoliden, Satyriden und Nymphaliden gegenüber und sic liilden vielmehr eine Transition von den
Satyriden zu den Nymphaliden, so daß sie nur schwer als eigene Familie zu halten sind. Auch von den mit
ihnen früher vereinigten indischen Amathusiiden sind sie im wesentlichen nur durch ihre JiChensweise und
die Raupennahrung abgeschieden. Allen Morjihiden gemeinsam ist eine schwach entwickelte Brust, ein kurzer
Hlb und eine äußere rdentlich große Flugfähigkeit, Avelch letztere sie von den trägen Hatyriden. Amathusiiden
und Brassoliden ohne weiteres separiert. Mit den Nymjihaliden haben sie die Gewohnheit gemeinsam, im hellsten
Sonnenschein zu fliegen, und strukturell die offene Zelle der Hflgl. Mit den indischen Amathusiiden sind die
Mor])hiden zwar etwas durch die gemeinsame Rpnform verAvandt, doch Aviederum durch die Art der Raujiennahrung
verschieden, indem die Rp der Amathusiiden Monocotyledonen, jene der ilforp//o’s, soA\eit bekannt, ausschlie߬
lich Dicotyledonen annehmen. Von dem Gros der Amathusiiden entfernen sich die neotropischen VerAvandten
durch zwei vor dem Zellende der Vflgl entspringende Subcostaläste, von denen sich eine gleichartige Ihldung
nur bei dem Taenariden- Genus Hyantis als aberranter Aderverlauf wiederfindet. In den Klanimerorgancn sind
die Morphidae jedoch herAmrragend spezialisiert, und Avenngleich die allgemeine Anlage des Tegumen an die
Satyriden und Brassoliden geniahnt, differieren jene der Morpho's doch durch die überaus massige und ])]umpc
Ausbildung des Uncus und der Vahm. Bei einigen Arten (Morpho hercvles) erreicht der Uncus eine Breite,
welche jene der Valve der übrigen Familien sogar übertrifft und auch bei den Nymphaliden nicht ihresgleichen
findet. Der robuste Uucais wiederholt sich erheblich abgescliAvächt nur bei den Brassoliden {Dynastor darius) ;
die Valve findet ein Analogon bei den Papilioniden {Ornithoptera) und den Hestia. Ganz ohne Beispiel aber ist
die unförmige Gestalt der lateralen S]Aangen des Uncus. Vom Geäder ist noch hervorzAiheben der ziemlicli
gleichartige Verlauf der Discocelhilaren und deren nahezu identische Länge unter sich. Durch die fast gerade
abgeschnittene mittlere und hintere Discocellulare wird zugleich ein Gegensatz der Morphiden und Brassoliden
angedeutet gegenüber den Amathusiiden, mit ihrer in der Regel tief eingesenkten, proximalen, konkaven hin¬
teren Discocellulare. Die Praecostalzelle der Hflgl kann deutlich entAvickelt sein {Morplw ruenelaus), oder fehlen
(M. catenarins), im ersteren Fall ist wiederum ein Anklang vorhanden an die Brassoliden, im letzteren an die
Amathusiiden. Auch der Mediansporn der Vflgl, auf den Dr. Schatz ein besonderes GeAvicht legt, ist veränderlich ;
entweder robust, kurz und s])itz oder fadendünn sowie distal gekrümmt, Avie wir dies auch bei den Amathusiiden
beobachten. Je nach den Artkomplexen Avechselt der Flächeninhalt der Vflglzelle an Ausdehnung, er ist erhel)-
lich in der menelaus-, geringer in der liecuha-hermles-Qxwppe. Nach dem Umriß der Hflgl unterschieden Godman
und Salvin 1881 zAvei Unterabteilungen; a) mit gesell Aväaizten (heeuha-Gruppe) und b) mit rundlichen Hflgln
(cypris-). Zwischen beiden stehen dann die Angehörigen der a^öra-Sippe mit langausgezogenen, schmalen Hflgln.
Dr. Schatz verteilte die Angehörigen der Gattung auf sechs Unterabteilungen, je nach dem Färbungscharakter
der einzelnen Arten. Das Colorit der ca. 40 Species, die Avir kennen, ist ja in der Tat ein ungeAvöhnlich A'er-
änderliches und kann rein weiß oder leuchtend blau sein ; dazwischen stehen die Mitglieder der hercules-heculja-
Gruppe mit allen Abstufungen von hellgelb zu dunkelgrün und einem matten kreidigen Blau. Ebenso hete¬
rogen AA^ie die Färbung erscheint auch der Grad des sexuellen Dimorphismus; es existieren Arten mit fast gleich¬
artigen Geschlechtern (Inertes, heeuha, hercnles) und daneben Species der rhetenor-cypris-Gvappe mit erstaunlichen
Färbungskontrasten. Es ist bemerkensAvert, daß gerade diejenigen Avelche den J/orp/m-Charakter am
glänzendsten zur Schau tragen {cypris, rlietenor) in Gemeinschaft mit nahezu häblichen lehmgelben oder ocker¬
farbenen matten $$ leben, welche noch die Färbungstendenz der Brassoliden konservieren, aus denen sich die
Morphiden vermutlich entAvickelt haben. Bei einigen Species existieren aber auch hier ZAvischenstufen.
Der an Glanz alles überstrahlende Effekt der beruht einzig und allein auf einer physikalischen Er¬
scheinung und wird nicht etA\ a dAircli einen körperlichen, blauen Farbstoff hervorgebracht, der in den Schup}>en
eingeschlossen ist, sondern durch Interferenz der Lichtstrahlen, Avelche die Ainendlich dünnen Lagen der Schuppen
durchlaufen. Die Schuppen selbst sind einfach gelblich bis bräunlich, oder undurchsichtig milehAveiß. dem
Chlorbad gegenüber äußerst Aviderstandsfähig. Die Augen aller Morphiden nackt, die Fühler zart, allmäldicb
in eine schwache Kolbe endend. Abgesehen von einer Reibefläche am basalen Teil des Irds der Vflgl sind se-
kui]där-sexuelle Merkmale nicht vorhanden. Eine Art soll intensiv nach ScliAvefel duften.
Das Ei der Morphiden sehr groß, bei einigen Arten (menelaus) bis 2 mm im Durchmesser, halbkugelig,
nicht glänzend, grauweiß und wenig durchscheinend. Bei den Arten der achilles -Gruppe besitzt es einen schmalen
rotbraunen, horizontalen Reifen, bei einer Species (peleides) zeigt es eine rauhe Oberfläche (Fasst).
334
MORPHIDAE. Von H. Fruhstorfer.
Die Rpn leben in Nestern auf verschiedenen Waldbäumen und besonders deren vSchlingpflanzen, be¬
fehden sich aber untereinander, und häuten sich etwa 5 mal. Rp zylindrisch, ziemlich schlank, in der Mitte
etwas verdickt, nach dem hinteren Ende zu verjüngt. Das letzte Segment läuft in eine undeutliche Schwanz¬
gabel aus. Der verhältnismäthg große Kopf besitzt ein paar horizontal nach vorne gerichtete konische Fortsätze,
die manchmal nur rudimentär vorhanden sind. Farbe stets lebhaft, manchmal bunt, gelblich mit rotbraunen
Dorsalstreifen oder kreuzähnlichen Figuren, Rücken mit langen subdorsalen Borstenbüscheln, von denen die
mittleren und hinteren auch bunt sein können. Pp ähnlich jener der Gattung Amathusia aber mehr eiförmig.
Ko]ü' mit zwei Fuberkeln, Flglscheiden deutlich heraus tretend, Abdomen manchmal gelb umgürtet ; Färbung
grün oder gelblich. Pp auf Aestchen oder Blättern mit dem Abdomen befestigt aber freihängend. Puppen¬
ruhe 20 — 3t) Tage.
Die Mor])hiden, besonders die völlig bhuien bilden durch ihre glänzende Erscheinung einCharakteristicuin
der sütlanierikanischen Landschaft. Sie fallen jedem Naturforscher auf, und ihre Erwähnung in Reisewerken
kehrt ebenso stereotyp wieder, wie etwa die Schilderung des Papageienflugs oder das zahlreiche Vorkommen
der Kolibris.
Der Verfasser dieser Zeilen hatte die Freude, selbst Morjdiiden zu beobachten in den Wäldern von Sta.
Oatharina, besonders aber einem einsamen Seitentale des Ca23ivary-Flusses, das damals noch wenig von Weißen
betreten war. Ein kristallener Wasserfall bestäubte dort das Wurzelwerk der Urwaldriesen und schuf so einen
Anziehungsjnmkt für Falter aller Art. Ebenso wie das Wild bestimmte Fährten aufsucht, um zum Wasser
zu gelangen, so kreuzten dort auch täglich die Morjjhiden, zufällige Lichtungen aufspürend, um der Cascade
zuzustreben, gleichsam als suchten auch sie dort eine kühlende Erfrischung, unter den von dem Gischt des Wassers
Ijetauten und bcAvegten, leise säuselnden Wölbungen des hochaufgeschossenen Bambus. 8ie kamen nicht
schareinveise, sondern einzeln, ruhevoll herangeschwebt. Und wie gerne wappnete man sich mit Geduld, um
nach einigen Minuten lautlosen Harrens eine zweite der schillernden Gestalten zu erblicken, die als edle Beute
dem durch Uebung fast nie fehlenden Netze verfiel, sobald sie in dessen Bereich sich wagte.
Den magischen Eindruck, den die Morphiden bei den euroi^äischen Reisenden hervorrufen, scheinen
auch die Kinder der Wildnis von ihnen zu empfangen. Erzählt uns doch Dr. Koch (Archiv für Anthropologie,
Braunschweig 1906, V, Heft 4, p. 295), daß Morpho menelaus als beliebtes Vorbild zu Tanzmaskeii der Rothäute
am oberen Rio Negro und YajDura-UaujDes erwählt wird.
Die Gewohnheiten der einzelnen Arten sind sehr verschieden von einander. Einige 8})ecies Avie acJiilles,
deidftmia bewegen sich mit unstetem Flug an Waldrändern oder Fußwegen entlang, Avelche den Tropenwald
durchkreuzen und setzen sich häufig aid' Blätter oder feuchte 8tellen am Erdboden oder dem Flußufer, auch
an herabgefallene Früchte. Eine Art (catenarius) bevorzugt mehr das Unterholz, begibt sich sogar in die Nähe
menschlicher Wohnungen und ließ sich durch aufgehängte Bananenköder in ziemlich großer Anzahl anlocken.
Die 82)ecies der liecnha-, menelwus- und eie «or- Gruppe aber scheuen die Erdnähe; sie verlassen niemals den
Hochwald und umziehen ohne merklichen Flügelschlag die höchsten Baumwipfel. In Ecuador wurde beobachtet,
tlaß die Arten der M. ///.eweiaMS-Grupjje, welche ein kleines l)ewaldetes 8eitental herabgeflogen kamen, am Ufer
eines breiten Flusses stutzten und ihren schattigen Weg wieder zurückflogen, sich scheuend selbst über kurze
freie 8trecken hiinvegzusetzen um das andere bewaldete Ufer zu gewinnen.
Der Verbreitungsbezirk der Morphiden erstreckt sich über das ganze tro[)ische und einen Teil des sub-
tro])ischen Amerika von Mexico bis ins südliche Brasilien und nördliche Argentinien. Das HaiqAtzentrum
bildet der Amazonenstrom, Ijesonders dessen Quellflüsse, die den östlichen Oordilleren von Ecuador und Peru
entströmen. Auf den Antillen wurde noch kein Morpho gefunden, nur auf Trinidad, das ohnedies zoogeogra-
jjhisch kaum von Venezuela abzusondern ist. Ueber die vertikale Verbreitung sind zuverlässige Angaben
nicht vorhanden, doch ist es sicher, daß einige Arten bis ca. 2000 m hinauf Vorkommen. Die al})inen Regionen
meiden die Morpho ebenso wie die Hestia oder Amatdnisiidne, weil sie schon durch ihre unförmigen Figl auf den
8chutz des Waldes angcAviesen sind. Die FlugjAeriode der Morphiden ist im allgemeinen eine sehr kurze und
es ist anzunehmen, daß sie abgesehen von den reinen Tro])cn ül)erall aauc im südlichen Brasilien, aa'O der Verfasser
sie selbst beobachten konnte, nur im tro2)ischen Hochsommer aidtreten, also der für die Entfaltung des 8chmet-
terlingslebens günstigsten Zeit. Da sie demnach nicht AAÜe viele NynpAhaliden und Pieriden das ganze Jahr
über fliegen, so sind sie nur in ganz seltenen Fällen dem Einfluß kontrastierenden Klimas unterAvorfen und
GenerationsAAmchsel ist überhaupt nur von zwei 8])ecies (perseus und portis Uhn.) mit 8icherheit bekannt. Da¬
gegen unterliegen fast alle Arten in hohem Grade der durch die geographische Entfernung bedingten Modifizierung
in einzelnen Rassen, deren Zugehörigkeit zur Gollectivs|)ecies, namentlich an der PerijAherie ihres Vorkommens
vielfach angezAveifelt AA^erden muß, und man kann annehmen, daß sich namentlich im Amazonas-Gebiet an jedem
bedeutenden Confluenten eine eigene Lokall'orm ausl)ildete. Dieselbe Erscheinung AAÜederholt sich in den
einzelnen brasilianischen Provinzen und es ist erstaunlich, daß diese Tatsache festzustellen auuI zu erschließen
mir Vorbehalten blieb.
Die abgebildeten ExenpJare entstammen der 8ammlung H. Fruhstorfer in Genf, in AAmlcher auch die
Ty])en der neuen hier beschriel)enen Formen entlialten sind, soA\mit nicht die 8ammluug des Zoologischen
Museums in Berlin als Quelle genannt ist. Herr Dr. K. Jordan hatte die Freundlichkeit, einige Ty2)en aus der 8amm-
lung Felder des Tring-Museums zur Ansicht einzusenden, mit deren Hilfe einige namentlich durch Dr. 8tau-
MORPHO. Von PT. l^KuirSTORFK k.
DINGKR verl)reitete, tiefeingewurzelte Irrtüiuer beseitigt wcu'deji kountcui. Ich sprerdie hier llenii l)r. .Ioroan
für seine wertvolle Beihilfe den aufrichtigsten Dank aus.
(fattiino': ]Tf4»r|»li4» F.
Zwei Artengrn]ipen : a) Plflgl mit vors])ringendem schwanzartigem Ansatz oder W(‘llig ausgel)uchtet .
Überseite ohne Metallschimnier : Tegumen mit ungemein breiten Lamellen. I j) li i m e d e i a nnm. nov.
b) Plflgl in der Regel abgerundet oder nur leicht wellig, OI)erfläche (nur eine Ausnahme) mit pi'äeldigem
Schiller: Tegumen mit fingerförmigen Auswüchsen. .M O r p h o.
Artengrup]ie Iphiniedeia FrvhM.
Species ohne Metallglanz auf der Oberseite, die von grünlichbraun bis zu weiblich in allen Abstufungen
variiert. P)ie Färbung sehr unbeständig, die Extreme manchmal selbst nicht an eine bestimmte Lokalität
gebunden. Vordere Pfiscocellulare lang, mittlere nur unmerklich konkav also nach inneji gebogen, die hintere
gerade abgeschnitten und rechtwinklig zur vorderen Mediana gestellt. Zelle der Vflgl auch am A])ex sehr schmal.
Uncus hreit, laterale Spangen auffallend platt, Valve ohne distale Sj)itzen. Die meisten Arten sind sonnen¬
lüstern, steigen zu großer PTöhe an und umkreisen ausschließlich die üi])fel hoher Pfäume.
M. Hercules l)ewohnt ausschließlich das mittlere und südliche Brasilien, wo er sich voji Plsjniitu Santo
his Sta. Catharina findet und von der Niederung lüs zu etwa 8 — 1000 m Höhe ansteigt. Pdugzeit besonders
der Monat März. Ueber die ersten Stände verdanke ich arisführliche Mitteilungen Herrn Ingenieur Zikax,
der ilf . hercules in Minas Geraes aus Rpn gezogen hat und dessen Zuchtbericht wir hier abdrucken :
,,3I . hercules hat eine Generation und fliegt im Februar und März. Seine Pmer legt er auf die Blätfer
einer Schlingpflanze (Cipo) mit dicken harten Blättern (älmeln etwa denen des Kaffeebaumes) und gelber
Frucht. Dieser Cipo wird ziemlich dick und wächst bis in die höchsten Träume. Wie mir scheint, bevorzugt
er mehr trockenen Boden und die Gijh'el der Berge. Wenn noch klein, sitzen die Rpn dichtgedrängt auf einem
Blatte, welches sie, sowie die Aestchen, an denen sie zum Fressen kriechen, mit Gespinst überziehen. Ich fand
die Rpn in verschieden großer Anzahl von 17 bis 150 Stück; einmal sogar etwa 300 Stück, doch scheinen letztere
mehr wie einem Gelege zu entstammen. Ich bemerkte, daß der Falter seine Eier mit Vorliebe in die herabhängen¬
den Spitzen des Cipo legt, manchmal sogar ganz niedrig, etwa in Manneshöhe und noch niedriger. Andere
fand ich wieder sehr hoch, so daß Mut dazu gehörte, um sie aus der schwindelnden Höhe herabzuholen. — Die
ersten Rpn (150 St.) wurden am 30. Septemljer 1907 gefunden. Die meisten befanden sich bei der Häutung
Sie hatten eine Länge von etwa I ]'■> cm, wahrscheinlich nach erster Häutung, da sie zu Hause noch vier Häu¬
tungen (incl. der zum Vei'puppen) bestanden. Am 13. Oktober bestanden die zwei ersten Räupehen die zAveite
Häutung zu Hause. Die Farbe der eingetragenen Rpn war rot, Körper behaart, Dorsallinie heller, längs welclier
heiderseits Haarhüschel, deren längste Haare weiß sind. Kopf groß, dunkelrot, fast schwarz. Nach zweiter
Häutung im Hause Behaarung dichter und länger, besonders an den Seiten. Bis 30. Oktober waren bis auf
zwölf alle gehäutet; vier Stück sind verendet, weil mit Fliegenmaden behaftet. Den lo. November bemerkte
ich die erste Rp nach dritter Häutung im Hause; ausgangs November waren die meisten gehäutet. Vor der
vierten Häutung, also vor dem Verpup]>en, färbt sich die Rp schmutzig-grün. Die erste derartige Rp fand ich
den 17. Dezember vor und die erste Pp am 31 . Dezem-l)er ; am 27. Januar ver])U])pte sich die letzte Rp. Von etwa
1200 Rpn erhielt ich etwa 800 Ppn. Sehr viele von ersteren waren angestochen, ausnahmslos von Fliegen. Andere
wieder erhärteten und waren hiAvendig verschimmelt. Die P]) ist grün, weiß bereift. Vor dem Schlü])fen ver¬
färbt sie sich kaum merklich. Die Ppnruhe der ist 45 — 52 Tage, die der $$ 57 — 60 Tage. — Der erste
Falter schlüpfte am 4. Februar 1908, der letzte am 21. März. Abgesehen davon, daß die $$ eine längere Ppn¬
ruhe haben, scheinen sich deren Rpn auch später wie die der zu ver])U])pen. Denn vom 19. — 25. Fel)ruar
schlüpften bloß 20 5^; während vom 26. Fehruar bis 1. März bloß 9 schlüpften, dafür aber gegen 170
— ■ Etwa 50% der Ppn sind eingegangen, meist eingetrocknet. Wenn man sie aufl)rach, waren sie innen ver¬
schimmelt. Eine Menge Rpn verlor ich dadurch, daß sie wegen des beschränkten Raumes beim Ver])uppen
von den anderen gestört wurden und herabfielen. — Trotzdem ich die Raupen dieses Falters in solch großer
Zahl fand, so habe doch nur etwa ein Dutzend Falter im Freien fliegen sehen. Der Falfer fliegt hoch wie Morpho
nestira und nicht wie M. acJiillaena, welcher etwa 1 m über dem Boden sich fortbewegt.
Betreffs der Rpn muß ich noch bemerken, daß es vorteilhafter ist, dieselben erst im erwachseiien Zustand
einzutragen, da sie, jung gesammelt, nicht richtig auswachsen, weil sie jedesmal das frisch vorgelegte Futter
überspinnen, um Halt zu bekommen, wodurch viel Nährstoff verloren geht. Von jenen Rpn. welche ich klein
eintrug, erzielte ich vorwiegend kleiiie Falter, während ich aus den groß eingetragenen große und lebhafter
gefärbte Falter erhielt. — Die Haare der Rp brechen leicht ab, dringen an zarten Stellen in die Haut ein (zAvischen
den Fingern etc.) und verursachen Jucken. — Bis zum Verpuppen leben die Rpn in Gesellschaft. Sie fressen
nachts ; im erAvachsenen Zustande sitzen sie des Tags über unten am Cipö oder an dem Stamm des betreffenden
Baumes, um welchen er sich windet. Klein sitzen sie an den ühersjmnnenen Blättern.“
Die Pp differiert von der M. a.naxibia-Fp durch längere, robustere Gestalt, entAvickeltere Kopfhörner,
336
MORPHO. Von H. Fbuhstorfer.
viel dunkler grüne C4rnn(lfarbe, durch das Fehlen des weißen Abdominalringes und das Erscheinen von weißlich-
hcrciilrs. gell)en Linieji vor dem Rande der Figlscheiden. Die Oollectivart zerfällt in zwei Arealrassen hercules Dalm.,
ursprünglich aus Rio de Janeiro beschrieben^ aber auch in Minas Geraes und Espiritu Santo vorkommend.
Oberseite mehr graugrün als bei Exemplaren von südlicheren Fundorten. Vflgl-Oberseite mit zwei Reihen sub¬
marginaler Gelbpunkte, von denen die inneren erheblich breiter als die antemarginalen aussehen. Makel vor
dem Zellapex schmal, dunkelgrün etwas obsolet. Zelle schwarzgrün. Discalregion glänzend dunkelgrün.
Außensaum breit, tiefschwarz. Basis der Vflgl dunkel , der Hflgl etwas heller meergrün. Unterseite: Vflgl
zvrei sehr große imndliche Ocellen zwischen den Medianen und 2 viel kleinere zwischen der vorderen Radiale
und der vorderen Mediana tragend. Die proximalen Medianflecken schmal , unregelmäßig. Discalfleck
schwarz. Zelle mit zwei sehr f)reiten weißen Längsbinden, die unten zusammenfließen. — Hflgl vorherrschend
rotbraun mit silberweißer, ca. 3 mm lu’eiter Medianbinde. 3 Analocellen mit schwarzer Iris. Vflgllänge 90 mm
und darüber. Espiritu Santo bis Rio de Janeiro. — diadema Frühst. (69 a) Vflgl-Oberseite mit zwei Reihen
submarginaler Gelbpunkte, die nur beim $ wesentlich breiter als die antemarginalen aufgetragen sind.
Makel vor dem Zellapex sehr breit, scharf abgegrenzt, gelbgrün. Zelle dunkel olivengrün. Discalregion matt
olivgrün. Außensaum breit braunschwarz. Unterseite: Vflgl mit nur zwei, sehr großen, kreisförmigen Ocellen
zwischen den Medianen, von denen die oliere manchmal ausfällt. Eine dritte kleine diffuse Ocelle zwischen
deii Radialen ist manchmal vorhanden. Die proximalen, dreieckigen Medianflecken etwas kleiner als bei
d/. richnrdus (8. 333), größer als bei hercules. Zelle mit 2 weißen, nach unten spitzen Flecken, die isoliert stehen.
Hflgl beim vorherrschend weißgrau mit hellbraunem Basalteil, beim $ grauweiß, lichtbraun marmoriert.
Medianbinde 5 — 6 mm breit. 3 Analocellen, voji denen gelegentlich die distale, mit hellbrauner Iris, obliteriert.
Vflgllänge: 75 mm und darüber. Rp nach Dr. MJlhelm Müller auf einer Menispermee, gesellig und im
letzten Stadium manchmal in Gesellschaften von über hundert Individiien, eine neben der andern an dem
Stamm der Bäume sitzend, an denen sich die Futterpflanze in die Höhe rankt. Bei Tage ruhen die Tiere, sie
fressen nur nachts. Grundfarbe etwa l)raunrot mit einem helleren rotgelben Dorsalstreifen und zahlreichen
ebensolchen Flecken, welche annähernd zu einem Lateralstreifen verschmelzen. Kopf gelblich, mit langen Borsten
besetzt. Pp mit schwacher Flglkante, grün, undurchsichtig, zum Teil weiß angelaufen und gleichsam mit einem
weißen Meid überzogen, das sich durch Wischen entfernen läßt.
M. theseus scheint hercules in Zentral-Amerika iind der andinischen Region zu ersetzen. Er ist weni¬
ger beständig als hercules, neigt zu geographischer und vermutlich auch zu klimatischer Differenzierung, hat
etwas schmälere Elglform als hercules und ist vor allen anderen Morphiden ausgezeichnet durch lang und spitz
f/m/o.s'. gezähnte Hflgl. — arafos Frühst. (66 c), die nördlichste Unterart, bewohnt Honduras und gehört wie alle zentral-
amerikanischen Verwandten zu den größten Seltenheiten der Fauna ihrer Region. Mir ging nur ein Exemplar
zu, .das Wittkugel Avährend einer etwa 10jährigen Sammeltätigkeit in der Nähe von San Pedro Sida in Honduras
auffand. Grundfärbung aller Figl ol)er- und unterseits bleicher als bei dem nächstverwandten il/. justitiae
Goflni. u. Salv. von Guatemala. Auf der Vflgl-Oberseite. obliteriert die dritte innere (proximale) submarginale
justUhtc. Punktreihe, die bei justitiae besonders ausgeprägt vorhanden ist. — justitiae Godvi. führt auf den Vflgln einen
gell)en mehr als dreimal so breiten Transcelbdarfleck. Die submarginalen Halbmonde der Hflgl sind mehr
in die Länge gezogen; die schwarze Färbung der äußeren Partie der Hflgl dehnt sich bis über die Flglmitte aus.
LTnterseite rotbraun statt graugelb wie liei aratos. Ocellen der Hflgl reicher schwarz gefüllt. Der Fundort
,, Mexico“, den Godm.vn u. Salvin auf ein altes Exemplar der Sammlung Druoe registrierten, hat sich neuer-
((quannK. (lings nicht bestätigt. — aquarius Btlr. bezeichnet eine wohldifferenzierte Form, welche von Costa-Rica bis
Panama als Sidispecies vorkommt, in Columbien aber noch als Zustands- oder Zeitvarietät nelien der Namens-
type theseus bei Muzo, 400 — 800 ni, auftritt. aquarius führt ein kreidig- oder milchweißes Basalfeld der Oberseite
aller Figl, auf denen die ursprüngliche braune Grundfarlie auf das Submarginalgelnet beschränkt ist. Die dritte
(proximale) Fleckenreihe der Vflgl, die auf einem hellbraunen Grund steht, nimmt eine blaugraue Färbung
a.n. Auf den Hflgln verschwinden die bei aratos und justitiae so markanten Gelbmakeln fast vollständig. Die
Unterseite wird bemerkenswert durcli ein bei theseus fehlendes weißlich violettes postmedianes Feld inner-
thescuK. halb der Ocellen, Uebergänge zu theseus sind in Columbien nicht selten. — theseus De?/r. ist die columbisehe Haupt-
forni, die sich in den Muzo- und sogenannten Bogotasendungen, die ja bekanntlich auch aus den Talniederungen
stammen, vorfinden (ähnlich wie die sogenannten Darjeeling-Sammlungen ebenfalls nicht beiDarjeeling, sondern in
den heißen Tälern.des Testa zusammengebracht werden). Grundfarbe braun ins olivengrün spielend, Basis nur ganz
leicht weißlich angeflogen. Zelle mit schwarzliraunem Abschluß und einem unbedeutenden weißlichen Fleck
vor dem Apex. Vflgl mit nur zwei deutlichen Reihen gelblicher Makeln. Unterseite rotbraun mit purpurnem
Schimmer und rötlichockergelben Einlagen. — thiasus suhsp. uov. wird basiert auf Exemplare der Sammlung
Staitdinger mit völlig verdunkelter liraunschwarzer Oberseite. Genauere Lokalität als Columbien ist nicht zu
(onphUrioii. ermitteln. — aniphitrion Stgr. vom Chanchamayo in Süd-Peru hat stark verlängerte Vflgl und eine blaugraue
.susarioH. Zelle der Vflgl. Auch existieren AcJ durchweg blauviolett überhauchter Oberseite. — susarion «ow.
soll die südlichste andinische Zweigart bezeichnen mit etwas verdunkelter Oberseite und kleinerer Gestalt
yaritcniiis. die Peru-Rasse. Bolivien, anscheinend sehr selten. — yaritanus suhsp. nov. vermittelt den Uebergang von
theseus zu riratos und aquarius. Er hat mit aquarius den ausgedehnten milchigblauen Basalanflug der Oberseite
Änsgcgehen 31. V. 1312.
MORPHO, Von H. Fkuiistoki’joFv.
337
und mit (i.ratos die sehr großen, rnndliclien hell ockergelben ^nbinarginalflecken der Hflgl gemeinsam, und die
Vflgl fallen auf durch einen stattlichen blauweißen Transcellularfleck sowie sehr große blaugraue proximale
Subinarginalpunkte. Die Unterseite schließt sich dui'ch das vorherrschende rotbraune Colorit und die ausge¬
dehnten ockergelben Felder eng an theseus theseus Deyr. vonColnmbien an. Jedenfalls selten und lokal. Venezuela.
Eine weitere bisher als 8])ecies behandelte, sehr seltene Arealrasse vcni theseus, jedoch habituell kleiner als alle
iÄeseMS-Vikarianten mit lang gela})pten Hflglii nnd einer eigentümlichen blanweißen matt ojjalisierenden Oberseite
ist juturna neuerdhigs von Fasse am oberen Rio Negro auf ca 800 m Höhe erbeutet ; diese führt einen ziem- jidurna.
lieh breiten schwarzbraunen Distalsanm, der auf beiden Flgln eine Reihe von blauweißen Submarginalmakeln und
eine subterminale Doppelreihe von rotbrannen Wellenlinien trägt. Zelle der Vflgl durch einen breiten schwarzen
nahezu dreieckigen Fleck von der transcellnlaren Aveißen Region abgeschieden. -- fruhstorferi Ab7j. i.st die damit Irnhslorjcri.
korresponiderende ostandinische Rasse, nur in einem d* bis jetzt bekannt, das Herr Richard Haensch bei Santa
Inez, Ost-Cordillere von Ecuador, entdeckte. Sie differiert von jnturna durch die kreidcAveiße Oberseite ohne blaue
oder violette Beimischung und markantere gelbliche Submarginalmakeln aller Figl. Fundort auf ca. 1000 ni Höhe.
M. perseus ist eine äußerst variable polychrome Species, quasi eine M.hecuha en miniature, dessen Fär¬
bungsmotive M . perseus copiert. perseus mit seinen AbzAA^eigimgen beAvohnt das gesamte Guayana und Ama¬
zonasgebiet soAvie die andinische Region von Golnmbien bis Bolivien und Avurde neuerdings auch in iMittel-
brasilien entdeckt. Nach Michael sieht man per.seus niemals Blumen nmgaukeln noch scheinen die Falter
der Nahrung oder Labung zu bedürfen. Sie lieben es vielmehr ebenso Avie Morpho heeuha durch die Räume
des endlosen Waldes zu schweben oder in ungezügeltem Flug in einer Talmulde über den Wi]ifeln der Bäume
dahin zu gleiten. Nach Angaben H.ahnels gehört perseus zu den am höchsten fliegenden Morphiden und durch
die braune Unterseite, welche gegen den lichten Himmel tiefdunkel erscheint, macht er, Avenn er in 8 — KJ m
Höhe dahinzieht, den Eindruck einer schAvarzgefärbten Art. Nach Hahnel geAAÜhren die Falter, die trotz
ihres lebhaft bewegten stoßAveisen Umherfahrens durch die Luft doch nur kaum merklich mit den Flügeln
schlagen, ein reizendes Schauspiel, namentlich Avenn sich manchmal ein halbes Dutzend und mehr begegnet
und ein Scheingefecht ausführt. Fast den ganzen Vormittag AAdederholen sich solche Szenen, denn erst gegen
Mittag, nachdem sie 2 bis 3 Stunden ihr AAnites Reich beflogen, ermatten ihre ScliAvingen und sie lassen sich
dann nieder im Schatten der Zweige auf irgend ein größeres Blatt, den Rücken dem Dunkel zngeAA'andt, die
Augen der freien Aussicht zu. Selten findet man in den Nachmittagstunden noch ein vereinzelntes Tier seinen
Flug Aviederholen und wohl nur dann, wenn am Vormittag ungünstiges Wetter seinen Ausflug verhinderte.
Die Falter stoßen gelegentlich anf am Boden saugende gelb gefärbte Papilio $$ herab, die sie geAviß für die
eigenen, häufig auch gelben $$ halten, und Dr. Hahnel machte sich dies zu Nutze, indem er an sein Netz gelbe
Papierfetzen band, AA'elche tatsächlich auch die perseus- täuschten. — perseus Cr. umschreibt eine $-Form persus.
mit hellblauer Basalpartie aller Flügel. — crameri Ky die dazu gehörigen d'd' mit manchmal etAvas Amrdunkelter crameri.
blauer Grundfarbe. — metellus Cr. bezeichnet dagegen $$ mit einer ockergelben Medianbinde, AA’elche das Colorit mdcUus.
der am gleichen Ort fliegenden M. herjuba L. Amrtänscht. Alle drei Formen sind bereits Cramer aus Surinam
zugegangen. — Die Rp lebt gesellig, frißt nur kurze Zeit und ndit sonst am Tage. Hahnel fing bei Villa Bella am
unteren Amazonas Exemplare mit ins Bläuliche oder ins Braune sjnelender Oberfläche, und am oberen Amazonas
treten, nach der Sannnhmg Staudinger beurteilt, am häufigsten (Je? rvaf mit ockergelben, grün überhauchten
Binden, bei Ic{uitos auch solche mit dunkelgrünem Medianfeld der (JeJ und grünblauem der Von Villa Bella
sind auch hellblaue $$ (typische perseus) im Berliner Museum. Die Färbung ist aber anscheinend nirgendAvo
an die Lokalität gebunden, doch hat Michaet. am Rio Madeira einmal 12 Stück ansRpn gezogen, AA'elche sämtlich
oberseits blaß graugrün koloriert Avaren. — Als iphiclus Fleh. AVurde eine Lokalform*aus Colundrien benannt, iphidus.
mit deutlichen drei Reihen gelber Submarginalmakeln, AAhhrend bei den Amazonas- Stücken die proximale
Punktserie nur durch drei bis vier Fleckchen bis zur Flügehnitte hin Amrstreut angedeutet ist. Ein o meiner
Sammlung aus Surinam zeigt überhaupt nur noch ein paar verloschene Makeln der Oberfläche der Vflgl. Ein
iphiclus-^, das Fasse am oberen Rio Negro in ca. 800 m Höhe gefangen bat, ist bemerkensAA'ert durch ein aus¬
gedehnt hell lehmgelbes circumcellulares Gebiet der Vflgl, das bis zur Flghnitte binzieht. sich dort A^erliert und
zugleich in die fahlgrüne Basalfärbung übergeht. Hflgl bis zur Zelle hellgrün, die Discalregion scliAA'arzbraun.
Vflgl mit drei Reihen ockergelber Makeln, von denen die innere bei der hinteren Mediana aufhört, die mittlere
aus großen dreieckigen Komponenten besteht, die sich auch auf den Hflgln fortsetzen, AA'elchen aber die dritte
proximale Reihe fehlt. Zelle der Vflgl längs der hinteren Wand leichthin grünlichgelb bestäxdit. Unterseite
eigentümlich fahl graugelb mit gelblicher Medianpartie sowie zAvei großen Medianocellen der ^d’lgl und etAvas
verAAdschten Augen der Hflgl. — scipio Fldr. mit dem irrigen \"aterland ,, Brasilia meridionalis“, sollte AÜelleicht scipio.
im Druck heißen ,, Brasilia septentrionalis“. nähert sich der forma tnetellus Cr., besitzt mit ihr gemeinsam eine
ockerfarbene Medianregion der Oberseite und verAvaschene Submarginalmakeln. Heimat zAA'eifelsohne Surinam.
— richardus Frühst. (69a) aus Minas Geraes Aveicht am erheblichsten ab: <5^ A^on unentschieden grünlicher, ridiardus.
$ von gelblich broneegrüner Färbung, gleicht ober- wie nnterseits täuschend einem kleinen 21. hercules Dahn.
Mir liegen nur noch drei Exemplare vor, die aus der Rp gezogen und zu früh getötet AA'urden. ATlgl mit 3 Reihen
submarginaler Gelbpunkte. Die Makel vor dem Zellapex breit matt goldgelb, mit scliAvarzen Schuppen lose
bestreut. Discalregion der Vflgl gelblich. Außenrd ziemlich schmal. braunscliAA'arz, Basis aller Figl hellgrün.
Unterseite: Vflgl mit vier kleinen, ziemlich gleich großen, länglichen Ocellen mit schmaler, scliAA'arzer Iris.
V 13
338
MüRPHO. Von H. Fruhstorfer.
Innerlialb der Ozellen drei sehr große, dreieckige graugelbe Medianflecken. Hflgl-Unterseite : Vorherrschend
rotbraun, mit violettem Schimmer. Medianbinde grau-violett. Vflgllänge 58 mm.
M. hecuba gilt als der größte Morpho und man darf ilin wohl auch als den interessantesten bezeichnen,
wegen seiner Lebensweise, seiner Empfindlichkeit geographischen Einflüssen gegenüber und seiner Neigung
zur Ausbildung jiolychromer Formen bei beiden Geschlechtern. Ueber die Fluggew'ohnheiten des Falters ver¬
danken wir Dr. Hahnel die ausführlichsten Mitteilungen. Hahnel nennt ihn den König der Wälder, der ein
weiteres Gebiet als irgend ein anderer Falter überfliegt und in zwei bis dreistündigem, geradeaus eilendem
Zuge vielleicht 30 km und mehr zurücklegt um die Genossin zu finden, der er auf tagelang einsamer Fahrt nach¬
gezogen, unaufhaltsam über Wälder und Wasserflächen dahin. In der Ferne erscheint der Flug des Morpho
hecuha ruhig und langsam, aber dennoch geht er schnell genug dahin, um dem Sammler zu entweichen und
namentlich frische Tiere haben in der ersten Stunde ihres Ausfluges ein ungestümes Tempo. Manchmal kommt
es vor, daß eine dieser scheinbar ruhig dahinschwebenden Gestalten plötzlich kopfabwärts schießt, um dann
anscheinend nur mit Mühe wieder emporsteigen. Zu diesen heftigen Stoßbewegungen werden sie von Libellen
getrieben, die besonders an sumpfigen Stellen den Faltern auflauern und sie von den Spitzen dürrer Zweige aus
luTuhu. belästigen, offenbar mehr aus Liebermut, denn aus Beutelust. — hecuba L., die Namenstype, zeichnet sich
durch den Kontrast des rötlich braunen Vflgls gegenüber den fast schwarzen nur basalwärts gelblich- weiß auf¬
gehellten Hflgl aus. Vflgl mit gelblichen, Hflgl mit weißen Cilien. Die Unterseite ist bemerkenswert durch die
in natura noch reiner und prächtiger heraustretende, silberglänzende Bänderung als sie unsere Abbildung (67 c)
zeigt, hecuha ist einer der seltensten Falter und bewohnt ausschließlich Surinam. Was als hecuba in den Samm¬
lungen etikettiert und durch englische Händler als solcher verkauft wird, ist eine sehr ähnliche aber namentlich
obiduiuts. unterseits erheblich differenzierte Arealform, nämlich obidonus Frühst., die ausschließlich am Nordufer des
unteren Amazonas vorkommt. Aus Oer Zahl der LTnterschiede hecuba hecuha L. gegenüber mögen folgende her¬
vorgehoben werden; Die distale schv'^arze Randbesäumung der Vflgl breiter, die proximale (innere) Submargi¬
nalreihe gelblicher Flecken setzt sich aus rundlichen, anstatt länglichen Makeln zusammen. Die Basalregion
der Vflgl sowie jene der Hflgl ist nicht gelblich, sondern kreideweiß. Abdomen konform der Basalfarbe rein
weiß, nicht gelblich wie bei hecuba. Die rötlichen Submarginalflecken der Hflgl fehlen; alle Cilia der Hflgl sind
rein w^eiß, wührend die oberen Cilia von hecuba gelblich gefärbt erscheinen. Mehr noch entfernt sich der Fär¬
bungscharakter der o/üdo/cM.s-LTnterseite vom Typus. Die Grundfärbung von obidonus ist nämlich vorherr¬
schend schwarz, l>ei hecuba rotbraun, obidomis ist unterseits des weiteren charakterisiert durch das Fehlen der
ultracellularen, rotbraunen Dreiecke zwischen den Medianadern der Vflgl. Die Ozellen der Hflgl sind kleiner,
iiiit reduzierter schwarzer Iris, jedoch noch ebenso komplett wie jene von hecuha, und nicht nach hiirten offen
hcrudcts. wie auf unserer Abbildung, die einer bisher unbenannten Rasse des mittleren Amazonas heracles subsp. nov.
(67 c) angehört, und deren Ozellen keine rundliche, sondern eine hufeisenförmige Peripherie auf\veisen. Mit
hecuba hat heracles jedoch die Doppelreihe rötlicher Submarginalmakeln der Hflgl-Oberseite gemeinsam. Dr.
Hahxel sah obidonus nur drei- oder viermal hoch durch die Zweige und über die Kronen des L^nterholzes gleiten,
ohne jedoch Exemplare zu fangen. Dr. Staudinger empfing sein erstes hecuba-<^, das der Form heracles ange¬
hören dürtte, erst durch den Maler Otto Michael vom Rio Negro und mir lieferte mein langjähriger Sanmiel-
reisender Julius Michaelis etwa 30 — 40 Exemplare, die er mit Hilfe einer 4 — 5m langen Stange, an der ein
ungewöhnlich großes Netz befestigt war, im Juli und August erbeutete. Das $ von hecuha und hecuha obidonus
ist bedeutend größer und etwas rundflügeliger als der cj, mit markanteren gelben und rötlichen Submarginal¬
makeln der Oberfläche aller Figl, etwas blässerem schwarzem Distalgebiet der Oberseite aller Figl und lichter
gelbbrauner Lhiterseite. Nach Michael (Iris 1894, p. 197) hat obidonus eine sehr kurze Flugzeit (Juni, Juli,
einmal auch im Dezember beobachtet). Frische Exemplare treten dann nach jedem Gewitterregen auf, werden
aber am zw'eiten und dritten Tage schon spärlicher, am vierten sieht man nur hie und da noch ein Stück, und
später lassen sich nur noch abgeflogene Exemplare blicken; sitzen fast immer still, da wo vorüberpassieren
cisseis. müssen, allenfalls tliegen sie nur in den Mittagsstunden gelegentlich eine kurze Strecke. — cisseisFlJr. (^^egyptus
Deyr.) von der Südseite des unteren Amazonas zeichnet sich beim durch dunkel, neim $ durch lichter blaue
und ziemlich schmale Binden der Vflgl aus. Auf den Hflgln ist das Basalfeld etwas ausgedehnter als bei hecuha
und obidon us heracles, je nach dem Geschlecht hell oder satter blau, das Blau mit leichtem Perhnutterglanz und
das Submarginalgebiet mit blauweißen Mondflecken belegt. Bei Itaituba am Tapajos gibt es häufiger hellblaue,
seltener dunkelblaue, ja sogar dunkelviolette 9$. In Ecuador und selbst in Bolivien wiederholen sich die Färbungs¬
motive von cisseis docli nehmen in diesen Gebieten die (JcJ und selten auch die $$ manchmal eine bräunliche
cL-it'ä/cs. Färbung an. — cisseides Frühst. Die schwarze Füllung der Vflglzelle geht etwas über den Apex hinaus, des
weiteren ist der blaue Fleck vor dem Zellapex im Verschwinden und nur noch durch einige Stäubchen ange¬
deutet. Von cisseis, schreibt Bates, daß die Falter einen jirächtigen Anblick gew-ähren, Avenn sie zu zweien
oder dreien in großer Höhe in dei stillen Luft eines trojiischen Morgens dahinzogen. Nach Dr. Hahnel aber
erwacht cisseis erst, wenn die hochsegelnden perseus lange bereits über den Lichtungen schw^eben, in der Ent¬
fernung schw''arzeH Flecken gleich, wenn die Sonne bereits mit voller Macht auf dem Blätterdach des Waldes
liegt und M. menelans seinen Flug beendet hat. Tastend und überlegend rückt cisseis dann leicht vor¬
wärts auf dem Blatt, auf welchem sie übernachtete und die Figl öffnend gleitet sie mit einem Abschwmng hin in
ihr Element, leicht sich erhebend zur Höhe der Kronen des Unterholzes, zwischen denen sie ihren Flug nimmt
MORPHO. Von H. Frtjhstorfkr.
33»
bis die Lichtung des Weges sich ihr cauftut, der sie nun weiter folgt, ruhig und streng gerarleaus. kaum '■/uekend
mit den mächtigen Schwingen. Wie ein silherhlauer sclimalcr Streif erscheint sie dann in der veslali. sehen
Keuschheit ihrer zarten weißen Farbe, die von der Mitte aus nach dem Vrd zu in ein helles l>lau, nach rück¬
wärts in Schwarz übergeht. Das Silberweiß und ffraun der ITnterseitc aber gilt als eine lierrliche Xa(üd)i!dung
großer, welker, an den Rippen mit Schimmel überzogener Blätter, denen der Falter so ähnlich sieht, wenn er
im Schatten der Zweige seine Ruhe hält, daß Dr. Hahnel einst hei Villa Bella ein frisch an der Pp hängendes
Exemplar für solch ein welkes Blatt hielt, bis es sich zu seinem Erstaunen als lebende Gestalt erwies. Nach
Michael (Iris 1894, p. 197) fliegt cisseis in jedem Monat, also das ganze Jahr über. — Bei Tquitos und Yuri-
maguas am oberen Amazonas Avird cisseis-ohiäonus ersetzt durch phanodemus Heuk, dessen Vflgl in seltenen iihovmJe-
Fällen noch Spuren der /ieew^a-Färbung trägt und zum Teil noch etwas braungelb gefärbt ist mit nur leicht
blauer Randzone. Am häufigsten scheinen aber Exemplare mit grünblauer Mittelbinde zu sein, ein Colorit,
daß sich nach außen manchmal in ein olivengrün oder grünlichbraun und nach der Basis zu in hellblau und
weiß verliert. Beim $ verschwimmen die Farbnuancen weniger und gibt es rein und gleichmäßig hell-, dunkel¬
stahl-, sowie grünblau angehauchte Stücke, denen besondere Namen zu geben Andern reser\dert bleiben mag. Die
Unterseite deckt sich vollkommen mit unserer Figur 97 c nur sind apicale Ocellen der Htflgl, die nach hinten ein
kleines Nebenauge aufweisen wie das als Vorlage dienende Exemplar, eine zufällige Ausnahme. Dr. Hahnel nennt
phanodemus eine königliche Gestalt, die ruhevoll, still und geisterhaft heranschwebt wüe der Schutzgeist der Ge¬
heimnisse des Waldes, phanodemus konnte sich Hahnel nur verschaffen durch Aufstellung einer Art 4\irm-
gerüst aus Bambus, das er etwa 5 m hoch in der Flugbahn der Morphiden errichtete. Um auch die von rückwärts
ansegelnden phanodemus zu erlangen, wurde ein Spiegel an der Brustwehr des Turmes angebracht, der zwar
nicht oft, aber dann um so verdienteren Erfolg brachte. — polyidos suhsp. nov. führt einen sehr lireiten, vom pnhihJoR.
Costalrand nach dem AnalAyinkel zunehmenden scliAvarzen Saum der Vflgl, der nur mit leicht angedeuteten
Submarginalmakeln besetzt ist. Die Zelle der Vflgl umfaßt nur einige gelbliche Wische, die Medianbinde selbst
erscheint sehr verschmälert. Hflgl basahvärts fahlgelb, nach außen leichthin grünlich bestäubt. Unterseite
wie bei hecuba obidonus, nur die Ozellen der Hflgl etwms kleiner. Von Itahajia Yarita in Venezuela, durch Herrn
Vraz gesammelt. Type in der Sammlung Staudinger des Berliner Museums.
Artengruppe Morpho F. (= Leonte Hbn.).
Arten mit Metallglanz der Oberseite; vordere Discocellularis kurz, mittlere stark konvex nach innen,
hintere konkav nach außen gebogen, im stumpfen Winkel zur vorderen Mediana gerichtet. Zelle der Vflgl
nach dem Apex zu erheblich verbreitert. Uncus und dessen seitliche Spangen relativ schlank, Valve distal bedornt.
M. laertes gilt als die bekannteste Species einer kleinen Grupjie von Arten, die von allen Verwandten
durch die kreide-, milch- oder silberweiße Grundfärbung absticht, laertes ist leicht kenntlich durch die oblongen
schmalen, meist nur undeutlich weiß gekernten und verwaschen gelblich umrandeten ocellenartigen zu einer
Kette vereinigten Medianflecken der Hflgl-Unterseite. Das bläulich, weiße Kolorit ist auf der Abbildung sehr
gut getroffen. Die Oberseite gleicht der dargestellten Unterseite, nur sind die Vflgl bis etAva zum mittleren
Medianfeld noch schmal schwarz umsäumt. Hflgl mit einigen scliAvarzen länglichen x4nteterminal- und deut¬
licheren Submarginalmakeln, laertes bewohnt nur die Provinzen Rio de Janeiro und Espiritu Santo, und ist
bei Rio wie Petropolis Amm Januar bis März sehr häufig. Rp in Nestern auf verschiedenen Waldbäumen. Sie
wurde von Burmeister zuerst abgebildet. Verteilung der Borsten nach Dr. Wilhelm Müller AA'ie bei Morpho
hercules. Zwei scharf, geschiedene Arealrassen : laertes Dmce (68 c) (= epistrophis Hbn. [pro parte] $, iphitus lacrfe.<t.
Fldr. $) relativ klein, Vflgl-Apicalbezug oberseits schmal, ebenso der schwarze gekrümmte Fleck am Zellapex;
^ mit scharf abgesetzten submarginalen schwarzbraunen Halbmondflecken der Hflgl-Unterseite. Alle Zeich¬
nungen gelbbraun, die intramedianen Augen der Vflgl markant, rundlich, $ lebhaft gelblichgrün, perlmutter¬
artig schimmernd.* — eutropius subsp. nov. Habituell größer als laertes, Grundfarbe beiderseits mehr blaugrün, rutrnp'nn^.
Vflgl mit mehr als doppelt so breitem Apicalbezug, der scliAvarze Hacken am Zellschluß markanter. Hflgl beider
Geschlechter noch mit einer subterminalen Serie von intranervalen, zu einer medianen und analen Wellen¬
binde vereinigten Streifchen; Unterseite mit schwärzlichen statt gelbbraunen Zeichnungen. Die intraniedianen
Augen der Vflgl und die Ocellenkette der Hflgl undeutlicher, schmäler, deren Komponenten mehr isoliert.
Espiritu Santo, selten.
M. catenarius Perry ist der älteste Name für den unter der Bezeichnung epistrophis Hbn. in den Samm- rntenarhi.^.
hingen verbreiteten Falter, der A^on laertes differiert durch rundliche statt längliche Ocellenserien der Hflgl.
die zudem AA^eiter getrennt stehen. Außerdem ist bei den meisten cofeHart MS-Exemplaren der Distalsaum der
Vflgl mit isoliert stehenden, nicht zu einer Binde vereinigten und bis zum InneiiAvinkel ausgedehnten scliAvarzen
Flecken besetzt. Die $$ sind nicht Atde bei laertes den gleichartig, sondern reicher mit braunen Flecken
der Unterseite und deutlicheren submarginalen Wellenbinden der Oberseite dekoriert. Vom $$ existieren
Exemplare, die sich in der Zeichnungsrichtung den (JeJ anschließen. In Santa Oatharina, namentlich in etAvas
höheren Lagen in der Umgebung von Theresopolis und am Alto-Uruguay kommen neben hellen $$ auch häufig
Exemplare vor, bei welchen auf der Unterseite der Hflgl besonders in der Zellgegend und in der Submarginal¬
region die sonst getrennt stehenden Binden breit braun ausfließen, so daß groteske Figuren und ansehnliche
Wellenbinden entstehen; = $-forma marmorata Frühst. Bei solchen Exemplaren geAA'innt auch die sclnvarze inamiorata.
340
MORPHO. Von H. Frithstorfer.
Distalbesäuinivng und Subinarginaldeckung der Oberseite erheblich an Ausdehnung. Neben $$ mit braun-
nigrcsccm. marmorierter Unterseite erscheinen als große Seltenheit auch solche mit schwarzer Fleckung ($ f. nigrescens
form, nov.), die mir aus den Provinzen Parana bis Rio Grande do Sul vorliegen, catenarius bewohnt das süd¬
liche Brasilien von Sno Paulo an bis Santa Catharina. Rp nach Dr. Wilhelm Müller an Inga semialata;
Kopf lebhaft rot mit ebensolcher Behaarung, Körjier schwarz, rot und gelb mit einem breiten schwarzen Lateral¬
streifen und einer gelben schwarzgerandeten Zeichnung in der Mittellinie. Rp in kleinen Gesellschaften (20 — 30).
Die Tiere überziehen einige Blätter der Futterpflanze mit Gespinst, erscheinen wie rote Klumpen und sind
höchst auffällig. Die Pp gleicht im ganzen der von Morplw ackillides Fldr. catenarius gehört ebenso wie Heli-
conius hesckei zu den Charakterschmetterlingen von Santa Catharina. Er belebt im Gegensatz zu Morplio ana-
xibia, der sich nur im Hochwalde findet, mehr das Unterholz, bewegt sich gern über breiten Reitwegen, so weit
sie sich in der Nähe der Flüsse hinziehen und scheut selbst nicht die Nähe menschlicher Wohnungen. Wer in
der Zeit von Mitte Februar bis Anfang April in Santa Catharina durchs Land reitet und eine größere Weg¬
strecke zurücklegt, kann an sonnigen windstillen Tagen wohl an die 500 — 800 dieser langsam und wie traum¬
verloren dahinschwebenden Morphiden beobachten. Es war mir ein leichtes, in der Nähe der Fruchthaine
und da wo hoher Bambus die Ufer bekleidet am Capivary-Flusse im Jahre 1889 gegen 80 — 100 Exemplare
an einem Tage zu fangen. Aeltere Exemplare gehen auch auf ausgelegte Fruchtköder und nur solche setzten
sich gelegentlich an nasse Stellen im LTrwalde am Alto Uruguay. — Im nördlichen Argentinien und einigen Di-
argoitinus. strikten von Rio Grande do Sul begegnen wir einer von Gestalt kleineren geographischen Varietät argentinus
Frühst. (68c). Auf der Oberseite der Vflgl sind die äußeren Makeln nicht mehr mit der Submarginalbinde zu¬
sammengeflossen, sondern stehen getrennt; die Schwarzfleckung verkleinert sich auch zusehends auf der Ober
Seite der Hflgl und die Marmorierung der Unterseite ist gleichfalls zierlicher. Das Extrem der Zeichnungsver¬
minderung bilden aus Rio Grande do Sul, denen auf der Lhiterseite außer den Medianaugen überhaupt jede
cflgurata. schwarze oder braune Fleckung mangelt ( = efigurata /orm. ?mt;.). NachMABiLDE ist dieRp äußerst bunt und tritt
vom März bis November auf verschiedenen Waldbäumen auf. Es bewohnen immer 20 — 30 ein Nest aus Blät¬
tern und feinen Zweigen, das man für eine sonderbare Blume halten könnte, oder sie sitzen in einem leicht ge¬
webten Gespinst. Im November und Dezember verwandeln sie sich zur Pp, aus der nach 20 — 30 Tagen die
Imagines erscheinen . Die Falter sind dann vom Januar bis März sehr häufig, hatten sich aber immer seltener -werdend
bis in den schon empfindlich kühlen April. Nach Burmeister, der 1878 die Rp von M . catenarius und Jaertes
abbildete, ist catenarius {argentinus) nicht selten in Lh’uguay, sehr häufig in den argentinischen Provinzen
Corrientes und Entrerios, und er wurde früher auch südlich vom Rio de la Plata beobachtet und einigemale
selbst bei Buenos-Ayres gefangen.
poti/phc- M. polyphemus Dhl. u. Fleiv. (68c) entfernt sich von seinen brasilianischen Verwandten darch die kreidig-
imis. weiße, zart perlmutterglänzende Oberfläche aller Figl, sowie den vorspringenden Apex der Vflgl und die scharfen
Zacken der Hflgl. Auf der Oberseite fehlt die schwarze Distalbesäumung und der Zellabschhiß weist nur ein
ganz schn-iales Streifchen auf. Die Ocellen der Vflgl sind größer als bei ccitenarius, jene der Hflgl deutlicher
hmn. weiß zentriert. — Als luna ist eine Aberration aus Mexiko beschrieben mit ungewöhnlich deutlich entwickel¬
ten schwarzen Flecken aller Figl. Der Flug von polyphemus ist äußerst schnell und unbeständig, und nach An¬
gaben von Gon MAX und Salvin geht die Art bis 4000 Fuß in Guatemala hinauf und man trifft sie dort manch¬
mal nahe dem Erdboden in Dörfern oder auch hoch um die Baumwipfel im hohen Walde. Verbreitung von
Mexiko bis Guatemala und Nicaragua, gelegentlich auch in Panama vorkommend.
M. achilles bezeichnet eine Kollektivspecies, die im ganzen Tropengeliiet Süd-Amerikas Vikarianten auT-
weist. Fast jede enger begrenzte Lokalität besitzt ihre eigene achilles-Fovm. und die geographischen Rassen
bevölkern sowohl die tropische atlantische wie pacifische Küste des Faunengebiets. Es ist sehr interessant
die Farbenabstufungen von achilles zu beobachten, w'clchc sehr schön die schrittweise Abänderung der blauen
Färbung illustrieren. Allen Abzweigungen gemeinsam ist das Charakteristikum abgerundeter Vflgl und ein
je nach der Oertlichkeit veränderlicher schwarzer Distalsaum, zu dem sicli eine mehr oder minder deutliche
Verdunklung der basalen Hälfte der Flgloberfläche gesellt. Die Paarungsorgane sind von einfachster Bildung.
Ptncus kurz, schwach chitinisiert, Spitze leicht gekrümmt, an der ventralen Seite ohne die für M. achillaena
Hbn. so charakteristischen Anschwellungen. Valve breit, ventral etwas abgeflacht, mit dem üblichen dorsalen
Wulst, nahe dem dorsalen Ende mit zwei deutlichen Zähnen, nach außen lang beborstet. Penis in charakte¬
ristischer Weise und im Gegensatz zur mew.e/a».s-Grup])e und zu den Arten der Untergattung Iphimedeia mit
deutlichem hornaiJigem Zahn. Rp ziemlich groß, zylindrisch, von gelblichgrauer Grundfarbe, mit zv'ei braunen
unregelmäßigen Rückenstreifen, an den Seiten veiuvorren gestrichelt und gefleckt, auf einigen Segmenten je
zwei Büschel rotbrauner Haare, mit kürzeren Haarpinseln an der Seite und auf dem vierten und fünften Ringe.
Kopf dicht mit steifen Haaren bekleidet und mit zwei kurzen Hörnchen an seinem hinteren Ende. Pp länglich
eiförmig mit zwei kurzen konischen Hörnchen am Kopfe und von transparenter, grüner Farbe. Rp meist ein¬
zeln auf einem Platymiscium (Schatz). Die Falter selbst halten sich an feuchten Stellen des Waldes auf, er¬
heben sich nur wenig über den Erdboden und saugen manchmal an nassen Stellen. Es ist mir in Santa Catharina
nicht geglückt, dieselben etwa wie M. catenarius mit Fruchtködern anzulocken. Die Umgrenzung der einzelnen
Rassen ist noch eine durchaus unsichere ; vor allem feh It datiertes Material und dann stehen noch anatomische
MORPHO. V^)n H. Früh storfek.
:541
Uiitersucliungen ans. Am verwickeltsten liegen die Verhältnisse in der andijiisehen Region und es scheinen
sich dort zwei Arten zu li)egegnen: acMlles L., der von Amazonas aus, und achiJlaenn Hhn.^ der vom mittleren
Brasilien aus dorthin gelangt sein dürfte. Wir Ijeginncn hier mit der Aneinanderreihung derjenigen Spaltra.ssen,
die durch einen markanten schwarzen Basalteil der Oberseite aller Figl, aber undeutliche rötliche Submarginal¬
flecken der Hflgl, im Gegensatz stehen zu acliillaena Ulm. und Unterrassen mit verschwommenem) oder fehlendem
basalem Schwarz, aber deutlichen roten Submarginalfleckchen der Hflgl-Oberseite. - achilles 7v. (= helenor (ichiiicH.
Cr $), der Namenstypus, stammt aus Surinam und differiert von der abgebildeten awuzonicus (69 c) in der
Hauptsache durch etwas schmälere blaue Mittelbinden aller Figl, die beim 0 namentlich aid' den Hflgln ncch mehr
zurücktreten. Das $ führt aber auf den Vflgln noch eine mediane Serie von fünf weißen Punkten, die a7n t'ostal-
rand beginnen und im. mittleren Medianfeld anfhören. Unterseite bei beiden Geschlechtern mit einei weißlichen
grau oder blau, manchmal auch gelblich überjmderten Submarginalbinde, die auf den Uflgln durch eine sclnvarze
Linie geteilt wird. Vflgl mit drei, Hflgl mit vier Ocellen, die nach innen grau oder grünlichweiß umgrenzt sind.
Die Rp hat Madame Me in an bereits 1705 abgebildet. Grundfarbe gelbgrau mit vermutlich etwas dunkleren
(roten) Binden. Die Zeichnungen der Mekian sind übrigens nach Angaben Dr. W. Müllers vielfach phantastisch
und ungenau, sd daß sie nur in seltenen Fällen ernst genommen werden dürfen. Zwei eigentümliche Allerrationen
sind bereits registriert: leonte Hbn. mit hackenartiger Verlängerung der proximal aufgebogenen Medianbindc loontr.
der Hflgl und lacrimans Frühst, nach dem Bilde von Gramer benannt mit ausgeflossenen Ocellen der Hflgl-
LTnterseite, wmzu ein analoger Fall bei Stichophfhalma tonhiniana Frühst, im Bd. 9, Taf. 103a zu finden ist. Im
Amazonas- Gebiet treffen wir achilles in verschiedenen Abstid’nngen in der Weise, daß Exemplare des Unterlaufes
noch relativ schmale, jene vom oberen Strome aber erheblich verbreiterte blaue Medianbinden führen. —
amazonicus Frühst. (69c). Größer, Längsbinden leuchtender blau, etwas breiter als bei achilles. Weiße Sub- (mutzonk-ns.
marginalmakeln der Vflgl prominenter, die postdiscalen Weißpunkte aber entweder gänzlich fehlend oder obsolet.
Obidos, Flugzeit August liis September. -- thetis Btlr. umschreibt eine Augenaberration aus Para mit fehlenden ftidi^.
Ocellen der Vflgl-Lbiterseite; - - micans Frühst, eine solche, die durch einen lebhaften Bronceglanz aid’ diesen aiif- micun-'f.
fällt. — hector Föb. ist eine weitere Arealform von achilles und differiert nach dem mir von Herrn Rober hcrUn-.
determinierten Exemplar durch größere, weiße submarginale Punktflecken der Vflgl von achilles. Die blaue
Medianbinde ist etwas breiter, lebhafter glänzend und ins grüne schillernd. Die schwarze Basalregion ebenfalls
intensiver blauschimmernd. Die weißen Medianbinden der Flglunterseite etw'as deidlicher hervortretend, aber
doch nicht so schön ausgebildet wie bei pindarus Frühst, von Matto Grosso. 1 $ vom oberen Rio Negro,
Ost-Columbien, das Fasse gefangen hat, schließt sich eng an pindarus-^ an, von welchem es nur differiert durch
ein schärfer abgesetztes ;md geringer blau schillerndes Basalfeld aller Figl und eine kürzere, w'eiße Transcellular¬
binde der Vflgl, wodurch es auch von amazonicus Frühst, weit differiert. Von der am oberen Rio Negro bei
1200 ni fliegenden Lokalform dieser Art erzielte Fasse von 2 $$ die Eiablage. Das Ei ist halbkugelig, an der
Basis etwa 1 b-j iRin im Durchmesser, grünlichgrau und trüb durchscheinend, ln etwa halber Höhe besitzt
es einen schmalen, rotbraunen, horizontalen Reif, sonst ist es ungezeichnet und nicht glänzend. — pindarus iiunlani.s-.
Frühst, bildet das lange vermißte Zwischenglied, das von den Amazonasrassen zu trojana Röb. von Paraguay
und coelestis Btlr. von Rio Grande do Sid hiniiberleitet. d' oberseits dem amazonicus am nächsten, doch ist
die basale schwarze Zone aller Figl schon weniger scharf abgegrenzt und es stellt sich namentlich beim $ bereits
der dunkel stahlblaue Anflug ein, welcher bei trojana beide Geschlechter überzieht und coelestis noch intensiver
schimmernd überdeckt, alle achilles-Zweigiorwion aber nur- längs der hellblauen Prachtbindc als schmaler
Saum bekleidet und dekoriert. Die costalen transcellularen weißen Makeln der \T'lgl bedecken wie bei ania-
zonicus zwei Intranervalfelder, so daß pindarus-,^ wie in der Größe auch in der Flcckung sich zu leontius Fldr.
von Columbien hinneigt. $ mit deutlichen rotbraunen submarginalen Streifchen der Hflgl-Oberseite. Die
Unterseite gravitiert durch die fast rein weißen nur leicht gelblich abgetönten Sid>marginal- nnd Median¬
binden zu den südlichen ac/b/tes-Rassen. Matto Grosso. — trojana Röb. (7la) gilt als einer der häufigsten trojana.
und charakteristischen Schmetterlinge von Paraguay, welcher vor etwa 10 .lahren zuerst in großen Mengen
nach Europa gesandt wurde. Die $ dürften jedoch sehr selten sein, gleichen im Goloi’it auffallend den d'o,
von denen sie in der Hauptsache nur differieren durch fünf rein weiße Medianpunktflecken der A'flgl und einen
intensiveren und violettblauen Anflug der Basalregion aller Figl. Unterseits haben die $$ mit den ausge¬
dehnte graugrüne Intranervalfelder gemeinsam, die den übrigen bisher bekannten achilles-Vnienirten fehlen.
Im allgemeinen neigt trojana mehr als die Schwesterrassen zu individaieller Aberration; das Maximum, der eben
angedeuteten Progression des Ocellenvorhofes der LTnterseite bedeutet aber mystica Frühst., eine Form, bei mnsiim.
welcher auf der Unterseite die gesamte Partie der AT’lgl von der schon etwas graugrün verschleierten Meißen
proximalen Ocellenbegrenzung bis an die schwarzliraune Adinarginalbinde licht graugrün überpudert ist.
Hflgl: Schwarzbraune Submarginalbinde dopjielt so breit wie bei normalen trojana. Die ganze ülulge Distal¬
zone bis über die Ocellen hinaus dunkel moosgrün beschnppt. Die Schuppen sitzen sehr dicht und bilden ein
kompaktes Feld, das sich in sackartiger Form um die Ocellen herum biegt, die Ocellen selbst noch völlig um¬
gehend. — mullea Friihst. bezeichnet dagegen ein melanotisches Extrem: Grundfarbe dunkel rotbraun, ober- »latira.
seits düster violett übergossen. Medianbinde dunkelblau, sehr schmal peripherisch blauviolett. Submarginal¬
punkte mattrosa, granviolett schimmernd (anstatt weiß). Unterseite: Alle sonst Aveißen Zeichmuigen dunkel¬
graugrün, Ocellen dunkel ockergelb umringelt, sehr klein, auf den Vflgln. nur eine statt der üblichen drei. Nach
342
MORPHO. Von H. Fruhstorfer
cocicstis. Burmeister konnnt trojana auch in der Provinz Misiones in Argentinien vor. — coelestis Btlr. {— achillides
FJdr.) eine wolilspezialisierte Zweigrasse des südlichsten Brasilien, schließt sich eng an trojana RÖb. an, von der
sie außer der geringeren Größe und den fast doppelt so breiten weiijen Submarginalmakeln der Vflgl durch die
schmalere und lichter, aber glänzender blaue Medianbinde der Oberseite differiert. Auch die roten Submarginal¬
fleckchen der Hflgl erscheinen markanter und der Basalanflug der Oberseite aller Figl ist vorherrschend stahl¬
blau und schillert entschieden lebhafter als bei trojana. Die Unterseite nähert sich jener von achillaena Hhn.
durch hervortretende, sehr bi’eit angelegte, weiße Submarginal- und Medianbinden. Die broncegrüne Begren¬
zung der Ocellen jedoch wiederum wie bei trojana. Sehr lokal und zudem selten, in keiner der Lokallisten der
Fauna von Rio Grande do Sid aufgezählt und nur in zwei Koll. Fruhstorfer.
M. achillaena bewohnt ein kleineres Areal als achilles; die Species ist demnach auch weniger formen¬
reich, die lokalen Abänderungen liewegen sich innerhalli engerer Grenzen und die Amplitude der Colorit- und
Zeichnungscharaktere geben unsere Figuren Tat. 7t) a und b. Der Differentialcharakter achilles gegenüber
liegt in dem Fehlen einer scharf abgeschiedenen schwarzen oder sonstwie erheblich verdunkelten Basalregion
aller Figl und dem ansehnlicheren transcellularen Feld der Vflgl. Valvenbildung analog M. achilles L. Penis
ebenfalls mit hornartigem Ansatz. Uncus charakterisiert durch eine ventrale sehr breite Anschwellung, welche
achilles fehlt oder bei ihm kaum angedeutet ist, die nach unten in zwei zapfenartige Fortsätze ausläuft, die bei achil¬
les auch vorhanden sind. Bemerkenswert ist, daß die von allen Cichillaeiui-Rsissen häufiger sind als von den
achilles-Formen, mit denen sie sonst in der Lebensweise übereinstimmen, indem beide Geschlechter sich in der
Nähe des Waldbodens aufhalten und niemals die stolzen Kreise ziehen wie die Arten der nienelaus-, cypris-
undr/zeiewor-Gruppe, oder weite Distanzen durchfliegen wie die Angehörigen der catenarius- ^ind polyphemus-Beihe .
dual-rcon. — aiiakreon Frühst, geht von den bisher bekannten Rassen der Westküste am weitesten nach Norden. Oberseite
nahe jener von bahiana, (70 b) der schwarze Distalsaum aber costalwärts etwas breiter analwärts schmaler,
der weiße Costalfleck der Vflgl reduziert, nicht ins Transcelhilargebiet übergreifend. Unterseite sehr dunkel.
Die Medianbinde der Vflgl relativ schmal, Ocellen ähnlich jenen von trojana dunkelgelb umringelt. Pernam-
hatiiaiHi. buco, Ty^^e in der Coli. »Staudincier am Berliner Museum. — bahiana Frühst. (70 b) ist im männlichen Ge¬
schlecht nur unwesentlich verschieden vom abgebildeten sogar die weißen Medianflecken sind vorhanden,
wenn auch stark verkleinert. Auch tritt bei den d'd' ‘^^ßr weiße Fleck der Vflgl nicht über die Subcostalästehen
hinaus und diese gering entwickelte Makel differenziert bahiana von allen anderen ac7w7(aewa-Uhterarten.
bahiana ist auch unterseits bleicher als anahreon und südlichere Vikarianten. Die Ocellenreihen nach innen
von einer fast stets zusammenhängenden geknieten grauweißen Medianbinde begrenzt. In Bahia nicht selten,
und seinerzeit in Gesellschaft der Agrias fcrdinandi Frühst, in den trockenen und lichten Wäldern der Provinz
achillaena. aufgefunden. — achillaena Hbn. (= subfasciata Röb. ex Peru, loc. err.) findet als einer der am leichtesten
zu erbeutenden Falter sehr häufig seinen Weg in die europäischen Sammlnngen. achillaena fliegt bei Rio de
Janeiro und in Espiritu Santo das ganze Jahr hindurch und bevorzugt schattige Niederungen. Die Art geht
nicht ins Orgelgebirge hinauf und fehlt bereits bei Petropolis. Rp nach von Bönninghausen an einer mit Stacheln
besetzten Schlingpflanze; nach Burmeister gelbgrau mit etwas dunkleren Lateralstreifen. (J nahe dem ab¬
gebildeten achillides (70 a), aber mit hellblauem Basalfeld und beim $ nicht erheblich breiter angelegtem wei¬
ßem Costalfleck der Vflgl. $ io der Regel viel größer als die d'd'; rötlichgelben Submarginalmonde der Hflgl
deutlicher als bei bahiana heraustretend. Die Augenreihen der Unterseite von ausgedehnten weißlichen Bin¬
den umgrenzt. Die rote Anteterminalfleckung wesentlich prominenter als bei bahiana. — In der Provinz Mi-
prllana. nas Geraes begegnen wir einem Uebergang von der Rio Type zur nördlichen Rasse, der als pellana Frühst, beschrie-
lien wurde. A- Her weifle Costalflleck der Vflgl reicht nur Ins zur Subcostalis und besteht beim nur aus 2,
anstatt 3 Teilen wie. bei achillaemi. Schwarzer Distalsaum der Vflgl schmäler, schäi'fer begrenzt. Beim
$ der weiße Costalfleck ausgedehnter als bei achillaena, es finden sich sogar noch Spuren weißer Makeln
zwischen den Medianen. Gesamtfärbung lichter Idau. Unterseite: Ocellen kleiner als bei den übrigen
pauli.'^la. achillaena. Submarginal- und ultracellulare Transversal binde aller Figl erheblich breiter. — paulista Fr ühst. Distal¬
saum aller Figl tief eingeschnitten. Der weiße Costalfleck besteht aus 4 schmalen Komponenten. Basalfeld aller
Figl dunkler als bei achillaena, der Blauschiller gesättigter, aber noch glänzender mit den ersten Spuren der vio¬
letten Tönung von achillides. Die weiße Transversalbinde der Vflgl-Unterseite auffallend rein weiß und sehr
ausgedehnt. Unterseite sehr dunkel. Säo Paulo. Ueber die Lebensweise schrieb Dr. Seitz, daß die Schwäch¬
lichkeit des Leibes die Morjiho zu langsamen gemessenen Flglschlägen zwingt, so daß eine sanfte Ruderbewe-
violacens. gong entstellt, die den herrlichen Glanz der azurblauen Flügel so recht zur Geltung kommen läßt. — violaceus
subsp. nov. (70 a) (als achillides). Beide Geschlechter olierseits prächtig dunkelblau violett. Die costale
Weißfleckung setzt sich beim ^ noch zwischen den Medianadern fort. Submarginalmakeln der Vflgl stark
vergrößert. Unterseite erheblich dunkler als bei achillaena und gleichwie panlista, charakterisiert durch röt¬
lich weiße Anteterminialbinden der Hlfgl. Ocellenbegrenzung der Vflgl eigentümlich graiüila, jene der Hflgl
bleigrau, sehr viel schmäler als bei den nördlicheren achillaena-F armen, violaceus geht kaum auf dte höheren
Vorberge hinauf; er ist ein echter Bewohner der Niederung, fliegt auf schattigen Waldwegen und läßt sich nicht
durch Bananenköder anlocken. In der Umgebung von Bhimenau scheint violaceus nicht selten zu sein; ein
massenhaftes Auftreten wie etwa von achilles trojana ist aber auch nicht gemeldet. Nach Dr. W. Müller
MOUPHX). Voll H. Phuhstokfiih.
‘) i V
• } f •>
haben die Eier die Gestalt einer Halbkugel, öffnen sich mit einem nimh'n Deckel auf dei' convexen Fläche.
Das Räupchen schlüjif't erst mehrere Wochen nach der Eiablage aus, lelit entweder einzeln oder in kleinen Ge¬
sellschaften von 3 — 5 Individuen. Rp auf Platymiscium, einer Legimunose. Ko])f im Verhältnis zum Vier
sehr groß, hoch und breit, nach oben verschmälert, dabei ziemlich kurz mit zwei starken, horizontal nach hin¬
ten gerichteten konischen Fortsätzen, welche auf gemeinsamer Basis stehen. Die Oberfläche des Kojifes ist
mit kleinen Gruben bedeckt, mit langen schwarzen fein gefiederten, verzweigten Borsten besetzt, wodurch er
ein pudelkopfartiges Aussehen wie von gewissen Brassoliden bekommt. Rj) nach dem Ausschlüpfen ])articll
durchscheinend, nach zwei Tagen schön Chromgelb, mit breiten gelben Dorsal- und einigen lateralen Flecken.
Im späteren Stadium wird der Körper äußerst bunt, liraun, rotgelb, weiß und schwarz mit dunklen, den Rän¬
dern der hellen Partien parallelen Streifen. Pp gerundet, mit zwei konischen, kurzen Hörnern, länglich eiför¬
mig, grün durchscheinend. Die schöne Form zirkuliert seit 1888 durch Staudingers Angaben in den ., Exo¬
tischen Tagfaltern“ als achillides Fldr. Durch Typenvergleich konnte ich aber feststellen, daß sich der Xajuc
achillides auf die M. acJi.iUes-RgüSse von Rio Grande do Sul bezieht, welche Butler ein Jahr vor Felder M.
coelestis genannt hat. Für den achillides unserer Tafel war somit ein Name frei, als welchen ich vvdacens
einsetze, um damit den einzigen bisher bekannten oberseits blauvioletten Morpho zu umschreiben.
M. patroclus Fldr. ist eine prächtige sich der papirius H pffr. von Peru nähernde, interessante S[)ecies ixiirocln.'i.
der r/.c7d/fes-Gruppe des östlichen Columbiens, bezeichnet anscheinend ein Kind der Ebene. Er wurde von Fasse I)ei
Villavicencio in einer Höhe von 400 m angetroffen, während am Oberen Rio Negro in etwa 800 m schon cler
erheblich differenzierte M. achilles hector Röh. fliegt. Im Gegensatz zum rundflügeligen achilles-Yy\mü zeigt
palroclus gestreckte Flglkonturen, namentlich die Hflgl sind nach hinten verschmälert und lang ausgezogen.
Basis der Oberseite aller Figl breit, satt tiefschwarz, mit unmerklichem dunkel veilchenblaiiein Schiller. Die
Praclitbinde auffallend breit, aber dennoch einen ausgedehnteren schwarzen Apicalbezug als bei papirius frei¬
lassend. Analwinkel der Hflgl wie bei agamedes und phohylides mit blauem statt rotem Irdfleck. Unterseite
von allen ac/ii77e5-Rassen und auch von papirius differenziert durch sehr schön ockergelb iimringelte Ocellen.
sehr breite grünlich-weiße Medianfleckenbinde der Vflgl und ausgedehnten hellgrünen Ocellenvorhof der Hflgl.
Unterseite aller Figl bei beiden Geschlechtern eigentümlich reich bräuidich ocker- oder erdfarben mit mattem
grünem Schimmer, der selbst auf der über 50 Jahre alten Felde n’schen Type, die mir durch die Freundlich¬
keit der Herren am Tring Museum vorliegt, deutlich zu erkennen ist und welche bei dem FASSL’schen Exemplar
so deutlich zutage tritt, daß ich dasColorit für eine Fehlfärbung hielt. — theodorusFn/Ä.sf. vom oberen Uau])es thmtlorus.
ist dagegen wieder normal gefärbt mit weniger lebhaft glänzender Binde der Oberseite. Alle Figl unter-
seits ohne bräunlich-grünen Anflug, sich mehr der achilles-F'drhimg nähernd mit geringer grünlich-Aveißer pro¬
ximaler Begrenzung der Ocellenketten. — papirius Ftpffr. bezeichnet eine Avohlseparierte, dem SjAeciesrange papirui.'i.
nahe Ortsform vom Chanchamayo in Peru, die an Ausdehnung der hellblauen Prachtbinde der Oberseite noch
theodorus überbietet, so daß der schwarze Distalsauin namentlich auf den Vflgln auf Avenige mm -Breite zu¬
sammengedrängt wird, aus dem aber wie ein Perlenbesatz markante reiiiAveiße SidAmarginalpunkte heiwor
leuchten. — Das Maximum der EntAvicklung an habitueller Größe und Farbenpracht beobachten Avir jedoch erst
bei achilles von den Quellflüssen des Amazonas in Peru. Die dortige geographische Varietät agamedes suhsp. ayumedes.
nov. erreicht eine Vflgllänge von 75 mm gegen 55 mm des achilles achilles L. von Surinam, und die hellblaue
Prachtbinde der Figloberfläche füllt ein Feld von 30 mm Breite aus, Avährend die analoge Binde A-on achilles
nicht über 12 — 13 mm hinausgeht. Dadurch Avird die äußere sch AAmrze Verbrämung aller Figl naturgemäß erheb¬
lich eingeschränkt, wenn auch die für achilles so charakteristische basale tiefscliAvarze aber nach außen stahl¬
blau umgrenzte Region keine Einschränkung erfährt. Nur erweitert sich die herrlich glänzende IMittelbinde
etwas in der Zelle der Vflgl und tritt noch mehr Avie bei papirius II pffr. in die Zelle der Hflgl ein. Auch unter-
seits ergibt sich eine Annäherung an M. papirius Hpffr. durch die Avesentlich größeren Ocellen, die erst eine
hell ockergelbe, dann eine broneeglänzende hellgrüne PerijAherie tragen, die an Schönheit und Ausdehming
nur wenig hinter jener von patroclus Fldr . zurücksteht. — phokylides Frühst., aus Yungas in Bolhden, in neuerer phokylldcs.
Zeit in Anzahl gekommen, bildet die natürliche Fortsetzring A-on agamedes, A^erliert aber bereits an Figlausmaß.
Die Medianbinde wird dunkler und verschmälert sich sowohl in der Richtung nach dem Costalrand der XT'lgl,
Avie auch nach dem InneiiAvinkel der Hflgl. Die Ocellen der Unterseite sind AA'ieder trübgelb und A-erA\aschen
weißlich, blau umrandet, so daß ein Anschluß an theodorus erreicht Avird. Vah^e distal scharf gezähnt, l'ncms
ohne die ventralen Lamellen, Avelche achillaena und achillaena suhfasciata Röh. kennzeichnen.
M. peieides findet sich von Mexiko südAvärts bis Ecuador und östlich in X^enezAiela. XVenngleicb pclculcs.
peleides nur ein verhältnismäßig kleines Gebiet bcAvohnt, ist seine Mutationsfähigkeit in der IMorphidenAAelt
beispiellos und keine andere Species hat auch nur eine annähernd so sprnngAA'eise Umbildung auf geographisch
eng begrenztem Flugort (selbst Inselrassen nicht ausgenommen) aufzuAA'eisen als peleides. Die Rassen A-on
Mexiko, Honduras, Nicaragua, Columbien stehen sich ziemlich nahe. dazAvischen schieben sich in Guatemala
und Costa Rica Subspecies ein, die das übliche Kleid auch unterseits (Guatemala) A'öllig A-erändert haben und
ihre Zugehörigkeit zum Stamm ist nur vermöge des Flglschnitts und der Ocellen-Anlage zu konstatieren.
Von hohem Interesse erscheint auch das Auftreten zAveier geographischer Rassen in Guatemala. A-on denen
eine nur die atlantischen Abhänge der zentralen Vulkane, die erheblich seltenere ausschließlich die pacifische
344
MÜRPHÜ. Von H. Fruiistorfer.
Küste dieses Landes bewohnt, so daß beide von Godman und Salvin 1881 noch als gesonderte Arten aufge¬
faßt wurden. Um sich das heutige bunte Rassengemisch zu erklären, glaubten die genannten x4.utoren die Theo¬
rie auf stellen zu dürfen, daß der Isthmus von Panama ursYjrünglich von zwei ilforp/m- Arten bewohnt war, von
denen bestimmte Formen von hyacinthus Btlr. die Inseln bevölkerten, die sich an Stelle des heutigen Panama
und Cbsta Rica aus dem Meere erhoben, und daß die älteste Species, als welche sie 'peleides Koll. betrachten,
nur in Columbien endemisch war, daß ferner damals noch kein Morpho in Guatemala und Mexiko existierte.
Nachdem aber tlurch geologische Umwälzungen die jetzige I.iandverbindung hergestellt war, hatte peleides
Gelegenheit, dem Isthmus entlang vorzudringen, liyacirdlms in Costa Rica seitlich hegen zu lassen und den Rest
von Central-Amerika, Yucatan und Süd-Mexiko zu occiipieren. Diejenige Form, Avelche sich an der pacifischen
Küste von Gnatemala ausbildete, hätte sich am erheblichsten verändert und sich zu octavia umgewandelt,
während die übrigen sich nur unerheblicher von ihren columbianischen Vorfahren differenzierten. Nach un¬
seren heutigen Erfahrungen bedarf es einer so komplizierten Erklärung nicht mehr; es handelt sich bei den frag¬
lichen Morphiden einfach um örtliche und individuelle Abänderungen, wie wir ihnen unter den Angehörigen
anderer Familien selbst noch weitgehender modifiziert (Papilioniden, Euthaliiden), namentlich auf asiatischem
Boden begegnen, peleides ist unzweifelhaft ein naher Verwandter von achilles und vermutlich dessen nörd¬
liche Form, wie Gon man und Salvin bereits annahmen, und in Columlnen setzt peleides da ein, wo achilles ver¬
schwindet, indem er nur den Avestlichen Teil dieses Landes von Bogota an bis zur Küste des Pacific bewohnt,
während achilles vor den Ost-Cordilleren Halt macht, peleides hat mit achilles die Lebensweise gemeinsam,
indem auch er das L^nterholz Iiewohnt, ohne sich an den Sonnenflügen seiner congenerischen ilf. cypjris und
theseus zu beteiligen. Die einzelnen benannten Formen Avechseln im Colorit in der Weise, daß beide Geschlech¬
ter sich oberseits durch eine breite schwarzbraune Basalzone dem achilles nähern (limpida 67 a), oder durch
das Fehlen einer basalen Verdunklung sich mehr dem achillaena anschließen (octavia 69 a). Doch existieren
zAvischen beiden HaujAtformen alle denkbaren LTebergänge; so kann der Basalteil auch hellblau oder dunkel-
stahlblau Avie bei peleus Röb. schillern. Aeußerst veränderlich zeigen sich auch die submarginalen Weißfleck¬
chen und Fostahnakeln der Vflgl, von denen zAvei oder drei mehr oder Aveniger hervortretende Reihen vor¬
handen sein können, zu denen sich aber gleichfalls ganz regellos transcellulare mediane Weißpunhte gesellen.
Nur bei den $$ sind diese Medianornamente stets vorhanden und verbreitert sich bei ihnen manchmal die braune
Distahmrbrämung bis nahe an die Vflglzelle. Die $$ besitzen in der Regel durcliAveg hellblauglänzende Ober¬
fläche der Hflgl, aber ebenso gut existieren ^-Formen mit beinahe völlig brauner Oberseite, auf der nur noch
Rudimente einer in diesem Falle dunkelblauen Medianbinde Amrhanden sind. Anscheinend ganz regellos aux-
riiert auch das Colorit der Unterseite, Amn denen die Rassen von Columbien und Mexiko am sattesten schAvarz-
braun ausgefärbt sind, Avährend sich dazAAÜschen die namentlich auf denVflgln in der distalen Partie A^orherr-
schend Aveißlich gebänderten Exemplare Amn Centralamerika einschieben. Ein Merkmal aber hält sich durch
alle Formen konstant: es ist dies die distal nasenförmig ausgebogene Aveißlichgraue Medianlinie der Lauter-
Seite der Hflgl, AA'elche zAvischen der Amrderen und den drei hinteren Ocellen einen spitzen Winkel bildet und an
dieser Stelle niemals unterbrochen ist, im Gegensatz zu den ac/nV/ae/m-Rassen, bei Avelchen die Medianbinde
aufgelöst oder zusammenhängend innerhalb derselben geographischen Rasse vorhanden sein kann. Klammer¬
organe im engsten Anschluß an jene von M. achilles; Valve distal, aber merklich schmäler, deutlicher gezähnt,
der dorsale Wulst aber bereits reduziert. Ventrale Anhängsel des Lbicus ebenso schAvach AAÜe bei achilles. Pe-
nis mit längeren und sjiitzeren Zähnen als bei achilles und achillaena bexvehrt. — montezunia C'Me«., die nörd¬
lichste sowie habituell kleinste Rasse und zugleich am leichtesten auszuscheiden durch die rundlichen ATlgl,
die Amn einem relativ Iireiten tiefscliAvarzen Distalsaum umzogen sind, in dem nur eine Serie stecknadelkopf¬
großer rein Aveißer Punktflecken eingelagert ist. Der Distalsaum entsendet längs der Adern feine scliAvarze
Spitzen. L^nterseite vorherrschend rotbraun mit auffallend .kleinen Ocellen und rötlichgelben Anteterminal-
binden aller Figl und einer ebensolchen transcellularen Begrenzung der Vflgl ; $$ dürften selten sein ; sie feh¬
len meiner Sammlung. Godman und Salvin registrieren auch Yucatan als Fundort. — Durch die Firma
-du. Bang-Haas empfing ich neuerdings eine interessante Orts- oder Zeit-, vielleicht auch Höhenform zela suhsp.
nov. von deutlichem woidezMwa-C'harakter durch die abgerundeten ^Tlgl und die noch ausgesprochener durch-
Aveg trüb Aveinrot gebänderte Unterseite, die oberseits bemerk ensAvert ist durch den nur AA’enige mm breiten
scliAvarzen, nur geringfügig Aveiß besetzten Außensaum der ATlgl, Avelcher proximal keine scliAvarzen Zähne
odavia. längs den Adern eindringen läßt. Ein genauerer Fundort als Mexiko AAUir nicht zu ermitteln. — octavia Bat.
(69 a) muß AA'egen seinem zart lichtblauen aber ungemein glänzenden Schiller und der ausgedehnten Aveißlich-
braunen Figlumrahmung als einer der bemerkensAvertesten nnd am leichtesten erkennbaren IMorjihiden bezeich¬
net Averden. Das $ ist noch blasser als das U u^d es schimmern bei beiden Geschlechtern die Augen der L^nter-
seite deutlich durch. Lbiterseite basalwärts licht kakao-, die Distalregion hell habanabraun mit leichtem vio¬
letten Schimmer, Aveißlichen Binden und fleischfarbenen Anteterminalflecken. Ocellen, namentlich jene der
Hflgl sehr groß lichtockergelb umringelt. Heimat ausschließlich die Wälder der pacifischen Küste xmii Gua-
^onams. temala. — Als zonaras suhsp. nov. wird hier eine AA''eitere dem oc/uum-Typus AmrAvandte Ortsform eingefülirt,
deren Type sich im Britisch Museum befindet, mit dem sehr fraglichen Fundort ,, Columbien“. Das (lifferiert
Amn octavia durch noch reiner Aveiße anteterminale Aufhellung und lichter blaue Basalpartie aller Figl. Unter-
seits dehnt sich das braune Randgebiet Aveiter nach innen der Zelhvand zu aus und die submarginalen klammer-
Ausgegeben 5. VI. 1913.
MORPHO. Von H. Fruhstoefee.
345
artigen Zeichnungen sind nicht nur erheblich vergrößert, sondern auch proximal noch von einer markanten
braunen Binde umgrenzt. — hyacinthus Butt. (67 a) bewohnt Honduras, wo er aber keineswegs häufig vor- hgajinihns.
kommt. Von montezuma leicht durch bedeutendere Größe und spitzere Vflgl zu trennen, ist hyacinthus noch
bemerkenswert durch das lichtere glänzendere Blau der Oberfläche aller Figl. Der schwarze Distalsaum in
der Regel nach innen glatt abgeschnitten; doch existieren auch Exemplare mit proximal noch prägnanter als
bei montezuma gezahntem Außensaum. Greiforgane in der Artdiagnose beschrieben, —crispitaenia Frühst, ist dazu crispUaen'ia.
eine$-Forni, fast bis zur Flglmitte braunschwarz gesäumt, mit stattlichen weißen, distal in eine feine Spitze auslau¬
fenden Medianmakeln. — pudicis Frühst, bezeichnet die Lokalrasse von Nicaragua ; sie sind viel kleiner als Exem- patliris.
plare aus Mexico und Honduras, der Distalsaum der Vflgl sehr schmal. Die Flghmterseite ähnlich wie bei
Bttr. aufgehellt ; die Zeichnungen sind aber etwas mehr verschleiert, Ocellen größer als bei crispitaenia, Transversal¬
binden der Hflglzelle etwas schmaler als bei limpida. — Unter limpida Bttr. als dem ältesten Namen werden tnnplda.
hier die polymorphen Individuenreihen zusammengefaßt, welche Costa-Rica, den Vulkan Chiriqui und den Staat
Panama bewohnen. Wir bieten 67 a die Hauptform von Costa-Rica, welche unter dem Namen hydorina Bttr. hgdorina.
im British Museum etikettiert ist un.d sich auszeichnet durch zumeist dunkelbraune Basalhälfte aller
Figl. — marinita bezeichnet Exemplare mit reduzierter blauer Medianbinde der Hflgl, die unter Umständen marinUa.
ganz verschwinden kann; — der Name narcissus umschreibt vom Vulkan Chiriqui mit prächtig metal- nareissus.
lisch blauglänzender Innenhälfte aller Figl, und limpida selbst ist auf eine aberrative Intermediatform basiert.
Nach Angaben von Godman und Salvin könnte man aber in ähnlicher Weise noch eine weitere Reihe von Namen
aufstellen, weil kein Stück dem andern gleicht. Sicher ist nur, daß nareissus mit ihrer vorwiegend dunkel- oder
violettblauen Basis hinüberleitet zu peleides Koll., dem häufigsten Morpho von Columbien, der in keiner der von peJeidrs.
dort kommenden Sendung fehlt. DieWeißpunktierung der Submarginalzone von peleides bleibt einfacher als bei
den nördlichen Rassen, der Distalsaum stets schmal, tief schwarz, proximale Zähnelung ist nur selten und aixch
dann nur undeutlich vorhanden. Das lichte Blau der Oberseite gleichartig nur mit unmerklichem dunklerem
leicht violettem Schiller über der Basalpartie. $ mit zwei Reihen weißer Submar^inalpunkte der Vflgl,
von denen auch die inneren rundlich und nicht strichförniig gestaltet sind wie bei limpida. Lbiterseite der
wie schon oben bemerkt am sattesten gefärbt, nahezu tief schwarzbraun mit grauweißen Anteterminallinien. pe¬
leides findet sich nach Fasse nur im westlichen Columbien von Bogota bis zur pacifischen Küste, während
achilles nur östlich auf tritt, und es scheinen sich die beiden Arten einander auszuschließen. — -Ei von der Größe
des achilles-'Ei, halbkugelig, Basis etwas eingedrückt, grünlichgelb, matt durchscheinend, Oberfläche rauh,
nicht glänzend. — cortone subsp. nov. differiert von den landläufigen peleides durch kleinere Gestalt, die na- cortone.
mentlich nach außen viel heller blauschimmernde Oberfläche und den ausgedehnteren schwarzen Außensaum
aller Figl. Die Unterseite führt als bemerkenswert nahezu völlig weiße Subterminallinien, hell bronzegrün
glänzende proximale Ocellenbegrenzung und lichtgelb umringelte Augen. Auch die zinnoberroten Mondflecken der
Hflgl treten deutlicher heraus und dürfen als noch einmal so breit als bei peleides betrachtet werden. Columbien.
— maculata RÖb. muß als die südlichste bisher erschlossene Ortsform gelten, maculata ist leicht kenntlich durch maexdata.
weißlicher blaue Oberfläche, relativ schmale Umrandung und hauptsächlich die aufgehellte Unterseite mit ihrer
ausgedehnten grauweißen Ocellengrenzbinde, den verblaßten Submarginalmonden und verbreiterten Ante-
terminalmakeln. Ecuador. — corydon Guen. ist der östlichste Ausläufer der Gesamtart und bereits seit 1859 corgdon.
aus Venezuela beschrieben, aber immer noch selten in den Sammlungen. kleiner, Hflgl breiter schwarz
gerandet. Unterseite noch bleicher gebändert als maculata, Ocellen recht klein, ähnlich jenen von pudicis
Frühst. Transversalbinden der Vflglzelle noch breiter als bei maculata. Das $ ist noch nicht bekannt. Nach
Dr. Hahnel nascht corydon gerne an abgefallenen Früchten und kann insbesonders gespaltenem und auf Wald¬
wegen ausgelegtem Zuckerrohr nicht widerstehen, doch sind es vielfach nur abgeflogene Stücke, die an den Köder
gehen. — peleus RÖb. (69 b) ist eine interessante, gut differenzierte Form sei es der Regenzeit oder des Gebirges, pclcus.
etwa der nareissus Stgr. von Panama (Chiriqui) entsprechend, mit blau verdunkelter Basalpartie aller Figl,
die mit intensivem nahezu violettem Schiller übergossen ist. Das schwarze Randgebiet aller Figl, schmäler
apicalwärts nicht verbreitert und somit auf den Vflgln parallel mit dem Außenrd verlaufend. Unterseite etwa
wie bei insularis Frühst, von Trinidad, ohne die weißliche Aufhellung proximal der Ocellenkette. Die Binde
längs der Ocellen nicht weiß, sondern grünlich wie bei corydon, im Medianteil nicht unterbrochen, sondern zu einer
vorspringenden Nasenzeichnung vereinigt. Venezuela, Cotype in Coli. Fruhstoefee. — insularis subsp. nov. insularis.
Eine ausgezeichnete Inselrasse; oberseits der peleides cortone Frühst, ähnlicher als ihrer benachbarten Vene¬
zuela-Rasse, der schwarze Distalsaum der Figl, namentlich der Hflgl, erheblich schmäler, ohne submarginalen
Besatz von roten Fleckchen. $ oberseits dem corydon-^ sehr ähnlich, aber mit ausgedehnterer schwarzer Um¬
rahmung aller Figl. Die Transcellularregion etwa wie beim peleides-^, Fbev satter veilblau. Von der Costale bis
zur hinteren Mediana sind fünf weiße intranervale Punkte eingebettet, die größer sind als beim peleides-^mxd mehr
an jene von hyacinthus Bttr. gemahnen. Die bei peleides deutliche proximale (zweite) submarginale Punktserie
fehlt. Hflgl mit ganz unbedeutenden rötlichen Makeln. Die blaue Region satter blau als bei peleides, mit präch¬
tigem violettem Schiller; Unterseite erheblich dunkler als bei corydon, jener von cortone gleichend. Der Ocellen-
vorhof dicht grünlich überstäubt, die weißlichen und hellbraunen Partien der Medianregion aller Figl, welche
corydon auszeichnen, fehlen. Nach Kaye ziemlich häufig auf Trinidad; beide Geschlechter am Maracas-Fall
von A. H. Fasse gesammelt. Aus der Sierra Nevada, Venezuela wird von Godman und Saevin eine peleides-
Form registriert, welche vielleicht corydon Guen mit peleides Koll. verbindet.
V
44
346
MORPHO. Von H. Pruhstobfer.
M. leontius differiert von peleides durch breiteren schwarzen Distalsaum, der sich namentlich auf den
Vflgln zellwärts erweitert iind auch jenen von peleides cortone Frühst, an Ausdehnung ühertrifft. Basalpartie
aller Figl etwas blauviolett schimmernd, aber nicht so erheblich verdunkelt wie bei p>eleus. Unterseite wie bei
leontius. peleus, jedoch mit offener Binde im Medianteil der Hflgl. Zwei Arealformen : leontius Fldr. mit proximal tief
eingeschnittenem schwarzem Distalsaum der Vflgl. Das Saumgebiet der Hflgl ausgedehnter als bei popilius.
Unterseite etwas lichter als bei der Bolivia- Spaltrasse, die Längsbinden reiner weiß. Felde r’s Type ist auf ein
aberratives Exemplar gegründet mit fünf statt drei Ocellen der Vflgl-Unterseite und trägt das falsche Fundorts-
popilius. etikett: ,, Bogota“; leontius bewohnt vermutlich das Cauca-Tal. — popilius Hp//r., von ihrem Autor aus Bolivien
und Venezuela beschrieben, ist gleichfalls noch sehr selten; meine Sammlung enthält nur ein und das $ dürfte
überhaupt noch der Entdeckung harren, popilius wird charakterisiert durch die äußerst zarte lichtblaue, aber
dennoch lebhaft glänzende Oberseite aller Figl, welche etwas an jene von jyeleides erinnert, aber nach innen
in ein leicht stahlblau, nach außen in ein beinah weißlich abgetöntes Gebiet übergeht, während peleides mehr
gleichartig und satter blau erglänzt. Charakteristisch erscheint auch der costalwärts verbreiterte, nach hinten ,
aber verjimgte schwarze Distalsaum der Vflgl, der mit fünf von vorne nach dem Analwinkel zu an Größe ab¬
nehmenden Weißpunkten besetzt ist. Distalverbrämung der Hflgl ebenfalls mit einer leichten Neigung, sich nach-
hinten zu verschmälern, mit ganz schwachen Spuren von rötlichen Makeln. Unterseite ähnlich jener unserer
Figur, die sich aber auf eine andere Sjjecies bezieht {vitrea Btlr.), die ich zuerst für popilius gehalten habe. Grund¬
farbe aber mehr rotbraun; Submarginal- und Medianbinde gelblich-weiß, breiter. Ocellen kleiner, heller gelb
umringelt. Wenn popilius wirklich auch in Venezuela vorkommt, wie dies Hopffeb annahm, muß die Vene-
” zuela-Rasse ganz erheblich von dem nonienclatorischen Typus aus Bolivien abweichen, denn daß sich ehre
Morpliide auf einer so gewaltigen Distanz nicht verändert haben soll, ist nach den Erfahrungen bei allen ver¬
wandten Species ausgeschlossen.
ielamon. M. Vitrea zerfällt in zwei Arealrassen; telamoii Röb. stammt aus dem Cauca-Tal in Columbien und kommt
peleides Koll. nahe. Von peleides unterscheidet sich telamon nach Angaben ihres Autors schon wesentlich durch
die Plglform : die Vflgl sind breiter (sehr ähnlich der diagonalen Hälfte eines Quadrats) und die Hflgl sind viel
runder. Die Oberseite ist nicht so weißblau wie bei jieleides und hat bei gewisser Belichtung einen stark vio¬
letten Schein. Der auf den V- und Hflgln ganz gleichmäßig breite dunkle Außenrd ist nicht schwarz, sondern
nur grauschwarz und sehr schmal (kaum 4 mm breit) mit sehr undeutlichen lichten Submarginalfleckchen;
der Wurzelteil der Oberseite ist nicht verdunkelt, der Vrdsstreifen der Vflgl ist gleichfalls nur grauschwarz
und wenig auffallend, und der weiße Vrdsfleck in der Nähe des Mittelzellensehlusses ist sehr klein und obsolet,
daher nicht auffallend. Am Innenwinkel der Hflgl ist nur ein sehr obsoletes rotbraunes Streif dien. Die Unter¬
seite ist viel lichter (rötlichbraun) als bei qjeleides, die Vflgl haben außer den gewöhnlichen drei Augenflecken
noch ein viertes kleines, nicht vollständig ausgebildetes Auge zwischen der oberen Radialis und dem letzten
Subcostalaste, die lichte Umsäumung der Augenflecke erscheint viel breiter und schmutzig rötlichweiß, die
schräge weißliche postmediane Binde ist ansehnlicher und stößt am Außenwinkel mit der lichten Submargmal-
zeichnung zusammen. Der gelbliche Submarginalstreifen der Vflgl ausgedehnter, die Submarginalzeichnungen
der Hflgl sind weniger und die schmutzig rötlichen Streifchen in ihnen sind sehr gering entwickelt. Das Subapical-
vitrea. äuge der Hflgl kleiner als bei peleides. Flglspannweite ; 118 mm. — vitrea Btlr. (69 b, als popilius), führt gleich
telamon einen sehr schmalen proximal tief gezahnten schwarzen Distalsaum, einen schmalen nach der Basis
zu in eine feine Linie auslaufenden weißen Oostalfleck und drei Subapicalpunkte der Vflgl, Oberfläche aller Figl
grünlichblau mit goldigem seitlichem Reflex, wie wir ihn bei keiner anderen Morpho-Axt beobachten. Unter¬
seite braun mit eigentümlichem olivengrünem, mattem Schimmer. Medianbinde grünlich, broneeglänzend. ^
Ocellen mit grünlichgelber Peripherie und leichthin rot und violett gekernter Pupille. Bolivien, Provinz Yungas.
2 in Koll. Fruhstorfer. Vflgllänge 60 — 63 mm ; das $ hat einen erheblich verbreiterten schwarzen Distalsaum
der Vflgl, der in Gestalt langer Zähne sich längs den Adeim verbreitert. Etwas jenseits der Zelle lagern vier
undeutliche weiße intranervale Punkte, die vor der hinteren Mediane aufhören. Hflgl etwa wie bei peleides
Koll. Die Basalregion aller Figl mäßig breit schwärzlich mit intensiv ultramarinblauem Schiller. Unterseite: i
Ocellen erst breit grünlichgelb, dann schwärzlich, endlich hellgrün umringelt, die grünliche Peripherie ausgedehnter
als beim (J nach der Costale zu etwas in Weiß übergehend. Submarginalbinde nur leichthin Aveißlich, grün
überstäubt. Hflgl mit unscheinbaren rötlichen Terminalfleckchen. Coroico, 1500 m, Bolivien. Butle r’s Diagnose
seiner Form ist etAvas knapp und läßt Zweifel offen, ob sie sich auf die hier behandelte Art bezieht. Wir über¬
setzen demnach die Originalbeschreibung. Oberseite veränderlich blaugrün. Basis, V- und Hrd der Hflgl
braun. Distalsaum breit braun. Vflgl mit einem Aveißen Fleck am Ende der Zelle, Avelcher von der ersten Sub-.
costalader begrenzt wird. Eine submarginale Reihe von sechs Aveißen Flecken besetzt den Distalsaum. Un¬
terseite wie bei achilles, nur daß die Binden grünlicher erscheinen und etwas mehr unterbrochen sind, vitrea dif¬
feriert von achillaena in der Weise, daß der braune Distalsaum der Oberseite nur etAva die halbe usuelle Ausdehnung
aufweist, daß das blaue Kolorit mehr grünlich ist und die Unterseite dem il/. achilles mehr ähnelt als achillaena. [
M. granaderisis von Zentral-Amerika bis Ecuador verbreitet ist entgegen der Vermutung Felder’s,
daß es sich um eine Lokalform der deidamia handeln könnte, und auch dem ZAveifel Staedinger’s an ihrem Art- i
Avert, eine vollgültige scharf umgrenzte Species. Eine Arealform der deidamia. Hhn. (67 a) kann granadensis i
MORPHO. Von H. Frtjhstokfer.
147
aus dem Grunde nicht sein, weil deidmnia in Cohmduen durch die allerdings erst neuerdings entdeckte henniova
Röb. ersetzt wird. Auch zeigt ein Blick auf die Riesenocellen der Unterseite und das verringerte weiße Or¬
nament die weitgehende Verschiedenheit der Oberflächenzeichnung. — polybaptus BÜr. (= candelarius RUjr.) ’jinh/lxipiay..
differiert nur unbedeutend von der Namenstype durch etwas verbreitertes schwarzes Randgebiet der Flgl-
oberseite und akzentuierteren weißen SidDapicalfleck der Vflgl. Auf der Unterseite bemerken wir prominentere
weißgelbe Anteterminalbinden und schöner ausgefärbte bronzeglänzende, grünliche Ocellenhegrenzung. Median-
hinde der Hflgl stark gekniet, distal in der Flglmitte nasenförmig vorspringend. Ursprünglich aus Costa-Rica
beschrieben, kommt jMlyhaphis nach Godman und Salvin auch in Nicaragua und im Staate Panama vor, yra- r/raua/kn.sis.
nadensis Fldr. wurde durch den Händler Deyrolle zuerst an Felder gesandt und stammt mit ziemlicher Ge-
"wißheit aus dem Cauca-Tale, woher Deyrolle eine größere Sendung empfangen hatte. Oberseite ähnlich
peleides, der schwarze Außensaum aber erheblich ausgedehnter, die Flglform rundlicher, der J/or^^/m-Schiller
satter blau, und als Hauptcharacteristicum stattliche hell zimmthraun iimringelte Ocellen, von welchen jene der
Vflgl unter sich gleichartig geformt sind, während auf den Hflgln die Apicalaugen die drei eng aneinander ge¬
schmiegten Analocellen an Größe weit übertrifft. —lycanor Fm/wh (71h) stammt aus Ecuador; das $ habituell lymtior.
größer, Distalsaum breiter, der Blauschiller satter als hei granadensis Fldr. von Columbien. Basalteil aller Figl
dunkelviolett schillernd. Unterseite; Die eigentümlich bleich ockergell)en Binden der Vflgl ausgedehnter, sämt¬
liche Ocellen größer. Die weißlichen an deidamia erinnernden Streifen und Binden dunkler.
M. rugitaeiliatus Frühst. (70 h) vereinigt in sich die Merkmale der pehides-, achilles- und gramtd ensis- ruyUacnia-
Gruppe. cJ : Oberseite abgesehen vom sehr tief eingekerbten schwarzen Distalsaum satt glänzend blau. Obere
Partie der Zelle und die Basalteile aller Figl dunkel violett schillernd, ebenso die breiten blauen Strahlen, welche
weit in den tiefschwarzen Außensaum eindringen. Am Costalrand kurz jenseits der Zelle ein weißer Fleck, des
weiteren eine diffuse subapicale weiße Makel und 3 — 5 weiße Submarginalpunkte auf den Vflgln. Vflgl gelb¬
lich, die paarweise stehenden Admarginalfleckchen der Hflgl rein weiß. Unterseite: Vflgl peleides-, Hflgl acliil-
fo.efta-Charakter. Ocellen sehr groß, mit breiter gelber Iris, sehr großem diffusem weißein Kern, Ocellenbegren-
zung der Vflgl blauweiß, aus zarten, jene der Hflgl grünlichweiß, aus kräftigen Linien bestehend. Vflgl mit einer
ockergelben, prägnanten Admarginal-, zwei milchweißen, durch eine braune Wellenlinie geteilten Subniarginal-
binden. Hflgl mit einer iinterbrochenen dunkel ockerfarbenen Admarginal- xind einer violettweißen Submarginal¬
binde, die durch dunkelziegelrote, proximal zxigespitzte Makeln separiert werden. Querbinden der Vflglzelle
dünn, ähnlich den Medianstreifen der Hflgl, grünlich. Die gewinkelte Medianbinde innerhalb der Ocellen zu¬
sammenhängend (ähnlich bahiami Frühst.), die 3 Analocellen von einem gemeinsamen grünlichweißen Vorhof
umschlossen. Type aus Paramba, Ecuador.
M. deidamia, die am luxuriantesten weiß ornamentierte Species der uc/?'i?/e.5-Gru])2)e, fliegt nach Angalxen
Dr. Hahnels schnell und geradeaus, uicht so heftig auf und niederzutauchen wie die Arten der ?>(.eReM‘«A-Grui)pe,
aber gerne freie Waldplätze und offene Wege entlang ziehend, und so seinem mächtigen Flugbedürfnis ungehinder¬
ten Lauf lassend und ohne mit unruhigen Flglschlägen cpier durch die Gebüsche des Unterholzes in den Lücken
der Sträucher zu verschwinden wie es als Gepflogenheit der Arten der ac/eiiZe^-Gruppe vermeldet wird, deidamia
bewohnt mit Ausnahme von Bolivien nur rein tropische Gebiete und zerfällt in eine Reihe von zum Teil scharf
geschiedenen Zweigrassen. Die $$ sind kaum erheblich seltener als die d'd') gleichen mehr den $$ von achilles, als
ihren eigenen d'd' und sind bedeutend größer. Die d'd' variieren analog den der Serie, sie stxifen sich
bereits im Amazonas- Gebiet ab in solche mit wenig und solche mit stark verdunkelter Basalpartie der Flgloberseite,
die bei den Rassen der südlichen Andinischen Region wiederum versclnvinclet. Sonst wechselt noch je nach
der geographischen Entfernung die Ausdehnung des schwaxzen nur in seinem vorderen Teil weißpunktierten
Distalsaums, deidamia Hbn. (67a), die Namenstype, nach Cramer’s Abbildungen von ihrem Autor benannt, deidamia.
hat ihre Heimat in Surinam und düi'fte auch in Französiscli und Britisch Gixayana anzxxtreffen sein. Basalteil der
Oberseite der prächtig stahlblaxx, die äußere Zone aller Figl zart lichtblau (wie bei popilius Hpffr.). Beim
$ verdunkelt sich aber die innere Region, es erscheixit eine breite schwarze jedoch intensiv metallisch schillernde
Region. Vflgl mit drei weißen Medianpunkten, das Hellblaxx axxf ein relativ schmales Medianfeld beschräixkt.
— erica Frühst, vom unteren Amazonas differieren von tjqxischen Stücken durch die konstant schmäleren, erica.
silberweißen Netzzeichnungen’ der Flglxxnterseite. Flxxgzeit bei Obidos Axxgxxst- — Septenxber. ■ — neoptolemus ?(copto/c»n<s.
Wood. Basalteil aller Figl schwarzbraxxn, nur distal mit leichtem dxxixkelblauem Schimmer. Die blaxxe IMedian-
binde aller Figl breiter, dunkler aber leuchtender blaxx als bei deidamia, von Sxxrinaxn xxnd Obidos. Lhiterseite
etwas gernxger mit roten Submarginalmakeln, aber mit reicheren weißen Adernetzen bedeckt. Vom obereix
Rio Negro (Uaxxpes) in der Sammhxng Fruhstoreer, vom oberen Amazonas durch Dr. Hahnel erxx-ähnt. —
hermione Röb. Unterscheidet sich von der typischen deidamia vom unteren Amazonas dxxrch viel geringere hcrmionc.
Breite des schwarzen Außenrds; dieser ist am Außenwinkel der Vflgl nur etwa 2 nxm breit, verbreitert sich
aber allmählich und zeigt im Figlapex eine Ausdehnung von etwa 15mm; der Au ßenrd der Hflgl ist in der Mitte
etwa 3 mm breit. Das mir vox'liegende hat 115 mm Flglspannxveite. Die grünlichblaue IMittelbinde ist etwa
25 mm breit, innen scharf xxnd fast geradlinig abgeschnitten, außen xindeutlich begrenzt. Der etwa 18 mm
breite dunkelbraune Basalteil hat nur im äxxßeren Drittel dxxnkelblaxxen Glanz. Im Apex der Vflgl stehen 2
kleine deutliche weiße und 1 sehr xxndeutliches lichtes Fleckchen. Am Vrd der Vflgl befindet sich ein kleiner xx'eißer
348
MORPHO. Von H. Frtjhstorfer.
Fleck. Am Innenwinkel der Hflgl sind nur Spuren rötlicher Fleckchen vorhanden. Die Unterseite ist dunkel
mahagonibraun, auf den Hflgln in der Umgebung der Rippen etwas lichter, die hellen Zeichnungen sind in
der Gestalt dejien von deidamia fast gleich, doch sind sie viel geringer entwickelt (schmaler) und von den sub¬
marginalen ziegelroten Flecken der Hflgl sind nur geringe Spuren vorhanden. Tyj^e vermutlich aus dem Cauca-
Tal. $ hat Fasse bei Villavicencio, Ost-Columbien, aufgefunden; es differiert nur unerheblich vom $ der vori¬
gen Unterart, durch das Vordringen der blauen Prachtbinde gegen den Apex zu jenseits der Vflglzelle und im
Analwinkel der Hflgl. Auf der Unterseite sind die roten Submarginalmakeln nahezu verschwunden, und die
brlscis. silberweißen Binden etwas zarter als beim neoptolemus-^. briseis Fldr. (= pyrrhus Stgr.) umschreibt eine
weitere stark verdunkelte Ortsrasse vom Chanchamayo und Hillapani in Peru, verliert gleichfalls den blauen
Glanz auf dem schwarzen Basalfeld aller Figl, differiert aber durch ein ausgedehnteres blaues Mediangebiet der
clccira. von neoptolem.us . Sehr selten, nur im männlichen Geschlecht bekannt. • — electra Röb. bezeichnet eine her¬
vorragend spezialisierte Lokalform aus Bolivien mit entschieden runderen Hflgln und gedrungeneren Vf Igha. Die
Oberseite ist prachtvoll lichtblau, bei gewisser Beleuchtung mit grünlichem Schimmer. Der schwarze Außenrd
sehr schmal, am Außenwinkel der Vflgl nur etwa 2 mm und in der Figlspitze etwa 10 mm, in der IVßtte der
Hflgl etwa 3 mm breit. Im Apex der Vflgl stehen 2 weiße Flecke, derVrd der Vflgl ist von der Wurzel bis zum
Schlüsse der Mittelzelle braunschwarz hieran schließt sich der etwa 10 mm lange weiße Vrdsfleck. Die Figlbasis
nur in ganz geringem Grade verdunkelt. Unterseite dunkelrotbraun, die Gestalt der lichten Zeichnungen
denen von deidamia ganz ähnlich, doch sind die A.ugenzeichnungen viel kleiner, rot gelb umzogen (ganz ähnlich wie
bei M granadensisFldr., doch ist das Subapicalauge der Hflgl bei letzterer bedeutend größer), die Außenrdszeich-
nungen sind weiß (nicht gelb wie bei deidamia), die inneren silberweißen Zeichnungen reduziert, weniger zu¬
sammenhängend lind am Außenrd der Hflgl sind nur schmale rote Längsfleckchen (keine Querbinde) vorhanden.
M. portis ist der älteste Name für eine zierliche Species, welche unter dem Namen cytlieris Godt.
allgemein Eingang in die Sammlungen gefunden hat. portis kann als die Type einer kleinen Artengruppe
lietrachtet werden, welche sexuell gleichartige Si:)ecies umfaßt, im Gegensatz zu den Formen der adonis-
Gruppe mit hochdifferenzierten , heterochromen Zwei Subspecies lassen sich mit Sicherheit aus-
portis. scheiden. portis Hhn. (68 a) findet sich nach Angaben von Bönninghaitsen’s niemals in der Ebene,
sondern nur auf höheren Lagen der Serra Geral, so bei Petropolis und Novo Friburgo im Staate Rio de
Janeiro, wo sie keineswegs häufig auftritt. Die Oberseite differiert von der südlicheren Zweigrasse durch
ein ungemein zartes hellblau, das von einem überaus glänzenden, nur nach außen etwas violett nach-
skJcra. dunkelnden Schiller übergossen erscheint. ■ — Als sidera Frühst, wurde eine Form bezeichnet, ohne Apical-
ocelle der Hflgl-Unterseite, die auf ungewöhnlich hellem Grunde fahlgelbe statt rötlichbraune Längsbinden
führt und außerdem noch durch fast doj)pelt so breite Silberbinden als die normalen portis geschmückt ist.
ihamyris. ■ — thamyris Fldr., ohne weiteres charakterisiert durch einen breiteren schwarzen Distalrand der Vflgl und den
dunklerblauen Glanz der Oberfläche, führt unterseits etwas größere und unter sich mehr gleichartige Ocellen,
ausgedehntere intensiver rotbraune Längsbinden und naturgemäß zurückgedrängte Silberstreifen. Das $
ist ziemlich selten, stattlicher als das (J, ansehnlicheren anteterminalen und submarginalen weißen Halb¬
monden und Längsstreif eben besetzt und von rundlicherem Figlschnitt. Diese zierliche Morphide ist in Sta.
Catharina recht lokal, aber an geeigneten Stellen (mit Bambus durchwachsenem, von großen Flußläufen diirch-
schnittenem Hochwald) häufig, thamyris fliegt hauptsächlich in den Nachmittagsstunden von 3- — 4 Uhr,
wenn Morpho anaxibia bereits wieder im Walddunkel verschwindet. Die Falter fliegen langsam, kaum 1 — 2 m
über der Erde, und setzen sich gerne mit geschlossenen Elgln auf BambuszAveige. Auch auf dem Hochlande
von Lages traf ich thamyris in den feuchten Wäldern der Talsenken und den Urw^äldern am Alto Uruguay.
Hauptflugzeit der Monat März. In Rio Grande treten nach Mabilde zwei Generationen aiif, von denen die
psychc. erste während 15 — 20 Tagen im Frühling, die zweite nahezu einen Monat lang im Herbst fliegt. ■ — psyche Fldr.
von der mir die T3rpe durch die Fz’eundlichkeit der Herren vom Tring-Museum vorlag, scheint auf eine Fehl¬
färbung basiert zu sein. Oberseite dunkler blau als bei portis', Distalsaum der Vflgl breiter, gleichmäßiger.
Unterseite : Ocellen wie bei portis, die silbernen Längsbinden aber verschwunden, die Figl selbst heller braun
verfärbt. Brasilien.
iyinpharis. M. lympharis Btlr. ersetzt M. portis in der andinischen Region, wurde aber bisher nur in Peru gefunden
und ist aus Pucartambo beschrieben. oberseits etwas dunkler blau als 31. aega und mit submarginalen AVeißen
Punktflecken der Vflgl. Unterseite der Vflgl Avie der Hflgl mit drei Ocellen, von AA^elchen die apicale und die
beiden intramedianen länglich oval geformt sind. Sonst wie 31. portis Hhn.
M. sulkowskyi hat mit portis die Vorliebe für das Gebirge gemeinsam und es AAÜrd gemeldet, daß er
vorzugSAVeise die ,,tierra templada“ Columbiens und Peru’s beAvohnt, avo er von 1- — 2000 m hinaufgeht und in
Columbien noch auf der Hochebene angetroffen Avird. sulkowshyi ist eine ausgezeichnete Art mit auffallend
dünnen Schuppen, zart hellblau aber von einem so brillanten Schiller, daß er nur noch von 31. rhetenor und 31.
cypris überboten wird. Ueber dem Blauschiller lagert bei seitlicher Beleuchtung auf den Vflgln noch ein vio-
sullcowshyi. letter Anflug. Drei Arealrassen AVurden bisher erschlossen: sulkowskyi Koll. (68 a) aus Columbien. G
am Apex der Vflgl und am Anahvinkel der Hflgl gesclwärzt, $ auf allen Flgln mit scliAVarzem oder braxinem
Distalsaum, der auf den Hflgln durch eine fahlgelbe Binde zerteilt Avird. Im scliAvarzen Analfleck der Hflgl
MORPHü. Von H. Fruifstobfer
:i40
bei beiden Geschlechtern drei matt bordeauxrote Makeln. Unterseite sehr älmlieb jdur von qjorlis, aber mit
zusammenliängenelen Ocellenketten unel sehr großem Apicalauge eler Hflgl. Uie zierlichen Längsbinden de r
Unterseite beim entweeler schwärzlich oeler rötlich, he’m ^ schön rotbraun. Nach neueren Beobachtungen
in eler Zentralcordillere von Columbien auf dem Wege zum Quineliei-Paß auf grasigen Bergabhängen stolzen
Flugs inmitten einer Gesellschaft schwarzer Satyrielen dahinziehenel. Schwer zu fangen, namentlich in reinen
Exemplaren und zwischen 2- — 3000 m auch in eler Ostcorelillere vorkommenel. - — zephyritis Bllr. (auf Butler’s zrphyrUh.
Tafel in Lepiel. Exotica als lym.iyharis irrtümlich bezeichnet) ist aus Huasampillo in Peru beschrieben, in eler
Regel etwas größer als sulkoivskyi unel mit scliM^ärzlichen unel etwas breiteren Längsbinden als Columbische
Exemplare. Die Ocellen eler Hflgl-Unterseite zusammenhängend. Die Binelen eler Unterseite oberseits trans¬
parenter, namentlich tritt elie Submarginalbinele sehr scharf zutage. Mir liegen Exemplare aus Pozzuzo unel
Huancabamba, Zentralperu, 1500 m, vor. • — eros s^ibsy. nov. {Sigr. i. l.). Figl etwas kürzer, breiter, mit sehr e-ro.v.
erweitertem schwarzem Apicalbezug, dagegen die Hflgl ohne jeden schwarzen Distalsaum. Oberseite gelblich
opalisierend, Unterseite mit gelblich braunen, verwischteren Zeichnungen. Apicalocelle der Hflgl freistehend.
Bolivien, Südost-Peru. Neuerdings wurde sulkowskyi auch in Ecuador entdeckt und die dortige Lokalforni als
Sirene Niep, beschrieben, sirene soll bedeutend größer als die Vikariante aus Columl)ien sein, mit einer Vflgl- sircnc.
länge von 60 gegen 55 mm. Flglumriß schärfer, Apex und Ird der Vflgl eckig, statt abgerundet. Der Perlmutter¬
glanz intensiver und rein blau, ohne grünliche Beimischung, wie bei sulkoivskyi und eros. Unter.seite weiß mit
etwas markanteren Binden.
M. rhodopteron Godm. aus der Sierra Nevada in Venezuela, scheint dort sulkowskyi zu ersetzen, steht rhodopteron.
diesem in der Größe recht nahe, führt aber nur eine statt drei Ocellen der Vflgl-Unterseite und drei isoliert
stehende, also nicht wie bei sulkoivskyi zusammenhängende Augen von rundlicher Form der Hflgl. Sehr selten,
mir nur nach der Abbildung bekannt.
M. aurora hat den Flglumriß und die Verteilung der schwarzen Distal flecken’^ mit portis Hhn. gemein¬
sam. Oberseite mit lichtblauem, nach außen nachdunkelndem Glanze. Unterseite grauweiß, perlmutterglänzend
mit purpurner Basalregion. Die nach oben deutlich transparenten Ocellen mit gelber Füllung und weißem Halb¬
mond, scharf schwarz umringelt. Auf den Vflgln vier bis fünf, auf den Hflgln stets vier Augen, von denen das
apicale nach vorne manchmal durch ein halbiertes Auge verdopj)elt sein kann. Die Art fliegt ziemlich hoch,
Garlepp hat sie bei Cocapata in Bolivien auf ca. 2600 m Höhe angetroffen. Das $ harrt noch der Entdeckung.
Zwei geographische Rassen: aureola subsp. nov. (66c als aurora), anscheinend bei Pozzuzo und am Chancha- aureola.
mayo nicht selten, ist etwas kleiner und dunkler als die bolivianische Schwesterform aurora Westw., die auch aurora.
nach Staudinger’s Angaben (Iris 1894 p. 72) durch ihre relative Größe auffällt, aurora scheint seltener zu sein
als die peruanische aureola.
M. adonis, die zuerst bekannt gewordene Art einer kleinen Grupjje, leitet von der ^JorifÄ-Serie hinüber
zu der rhetenor-Gvxxppe, und damit beginnt zugleich jene Speciesreihe, in welcher der Morphidencharakter seine
höchste Ausbildung erreicht, die Hand in Hand geht mit einem frappanten sexuellen Dimorphismus, wie wir
ihn bei den übrigen Satyromorphen nicht wieder finden und der nur von wenigen Papilioniden und Nympha-
liden überboten wird, adonis Cr. (= eugenia Deyr. (68 b), ursprünglich aus Surinam beschrieben, bewohnt adonis.
Guayana und das Nordufer des Amazonas. Deyrolle hatte ihn vom Fluß Oyapok an der Grenze von Caj^enne
und Brasilianisch- Guayana, Michaelis fand adonis bei Obidos am Unterlauf des Stromes, Dr. Kocii entdeckte ihn
am oberen Rio Negro, Dr. Hahnel berichtet ülier seinen Fang bei Iquitos und Pebas. Dort fliegen adonis mit
raschem, eiligen Flügelschlag (manchmal in einer Höhe von 12 Fuß) aus dem Gezweig hervorbrechend, den Weg
kreuzend und Lichtungen zwischen den Bäumen folgend, in denen sie elicht über die Spitzen und die Konturen
der Zweige dahinsegeln. Das gleicht oberseits dem allgemein bekannten aega (66 b), das Blau ist aller matter
und dessen Grundierung lichter. Vflgl auch oberseits mit den zwei weißen Gostalf lecken, welche unsere Figur
von der Unterseite wiedergibt, und mit geringerem apicalen schwarzen Anflug. — Bei adonides einer Aber- adonides.
ration von Iquitos, fehlen aber diese weißen Makeln, und die weißen Streifen der Unterseite sind mehr ver¬
waschen und nahezu erloschen. Das viel größere $ führt oberseits einen schwarzbraunen Basalteil aller Figl
und ausgedehnte gelblichweiße, proximal stark gezackte Längsbinden. Die Unterseite ist vorherrschend silber¬
weiß mit reinweißem Medianfeld, rötlicher Anteterminalbinde und prächtig gelb umringelten Ocellen. Es Avurde
schon 1785 als marcus Schaller abgebildet, später durch Deyrolle als urania nochmals benannt, und Kirby
hatte gar nicht so Unrecht, nach dem Bilde Schalle r’s das $ bei den Zeuxidien unterzidiringen, mit denen
es eine oberflächliche Aehnlichkeit zeigt. ■ — ■
M. uraneis Bates ist eine außerordentlich seltene Art, von welcher außer der T^qie nur noch drei bei urancis.
Iquitos und Pebas von Dr. Hahnel gesammelte Exemplare bekannt sein dürften. Nach Angaben Stahdin-
ger’s hat uraneis ein prachtvoll perlmutterglänzendes Blau der Oberseite, eine größere und breitflügeligere
Gestalt. Seine Flugart ist gleichmäßiger und nicht so hastig wie bei adonis.
M. aega, einer der bekanntesten und im häufigsten Morphiden, neigt innerhalb des relativ eng begrenz- aega.
ten Verbreitungsgebiets zu interessanter geographischer Differenzierung. Die Nainenstyqie aega Hhn. (66 b)
350
MORPHO. Von H. Frtjhstoefer.
dürfte dem Staate Rio de Janeiro entstammen, wenngleich nach von Bönninghausen die Species hei der Stadt
Rio selbst nicht vorkommt, sondern nur im Nordwesten der gleichnamigen Provinz, und ist vermutlich bis St.
Catharina verbreitet. Bas $ hat Staudinger zuerst abgebildet; es entfernt sich von unserer Figur {^nellinia
66 b) durch dunkleres Kolorit, kleinere transcellulare Makeln der Vflgl und weitaus größere Submarginalflecken
mellinia. der Hflgl. ■ — mellinia Frühst, differiert von $$ aus Rio de Janeiro durch die ausgedehntere schwarze Umgren¬
zung aller Figl und den zu breiten schwarzen Verdickungen ausgelaufenen Adernbezug der Vflgl. Außerdem
auf den Vflglii noch durch breiteren schwarzen Fleck am Zellapex, die größeren gelben circumcellularen Makeln.
Die untere Mediane ist an ihrer Basis, die Submediane in der Mitte mit breiten schwarzen Schuppenflecken
verbrämt. Die Hflgl dunkler rotbraun. Distalsaum breiter schwarz, die ihm. aufsitzenden, gelblichen rundlichen
bisanihc. Makeln bedeutend kleiner. — bisanthe Frühst. (66 b), mit der Type aus Sta. Catharina, umschreibt die Südform
der Collektivs})ecies, im $ sofort zu erkennen durch die fast gleich großen gelblichen Submarginalflecken, die
meistens vom Analwinkel bis zum Apex hinaufreichen, während sie bei aega und mellinia nicht über die mediane
Partie der Vflgl gehen. Die circumcellularen Flecken sind größer, heller. Der schwarze Fleck vor dem Apex
wird schmaler, diffuser und reicht nur bis zur Mitte der vorderen Zelhvand. Die Grundfärbung der gelben $$
viel bleicher, auf den Hflgln ohne braunen Anflug; die Submarginalmakeln der Vflgl gleichmäßiger, eine kom¬
plettere Reihe bildend. Die $$ zählen zu den variabelsten Morphiden und es lassen sich davon drei Hauptformen
alisondern, darunter das normale, am häufigsten auftretende analog dem mellinia-^ vorherrschend braungelb
gefärbte $, welches wohl die ursprüngliche, noch an Brassoliden gemahnende, also phyletisch älteste, Erschei-
mixta. nungsform darstellen dürfte. Neben ihr begegnen wir mixta Frühst, mit partiellem Blauschiller der Vflgl, wie
jiseudo- wir es 66b darstellen und endlich pseudocypris Frühst. (66 c), bei der das Gelbbraun durch ein die gesamte Ober-
cypris. fläche überziehendes dunkles oder helles Blau verdrängt wurde. Während die mir vorliegenden cJcJ ''^on Rio de
Janeiro, Parana und Blumenau unter sich keine nennenswerten Unterschiede zeigen, lassen sich die d'd' von bi¬
santhe aus Rio Grande do 8ul sofort von ihren nördlicheren Vikarianten abtrennen durch die dominierende
Aveißgraue statt purpurbraune Unterseite, die zudem noch von schärfer abgegrenzten, d. h. markanter scliAvarz
umzogenen und daher deutlicher heraustretenden grauweißen oder fahlgellien Längsbinden durchzogen AA^erden.
Auch die bisanthe-^'^ sind unterseits fahler gell) und bei der Form ‘pseudocyjyris mit prominenteren hellen Feldern
belegt als bei mellinia. 8o hat im Norden Espiritu 8anto mit einem jahraus, jahrein fast gleichmäßigen feucht¬
heißen Klima , das einen zusammenhängenden , ungeheuren Ui'Avald aufkommen läßt , der das noch fast
unbekannte Innere der Provinz bedeckt (in dessen 8chutz die gefihcliteten Botokuden herumstreifen), eine
farbensatte , man könnte sagen Regenzeitform. Rio Grande do 8ul dagegen mit ausgesprochener Trennung
der Jahreszeiten und großen Extremen in der Temperatur, verursacht durch die von Argentinien heraufzie¬
henden trockenen Prärien, die den Urwald auf eine relativ schmale 8tufe im Ostabfall des Küstengebirges be¬
schränken jedoch hat eine blasse Rasse, mit allen Kennzeichen der Gebilde einer trockenen Region. Mabilde gibt
an, daß bisanthe Avährend 10- — 15 Tagen im Frühling und 20 — 40 Tagen im Herbst, auf WaldAVegen vorkommt.
Von den seltenen $$ findet man etAva 10 — 15 auf 1000 Burmeister kannte eine «ega-Rasse mit blauen
$$ aus den Missiones im 8taate Argentinien, die Carlos Berg dort entdeckt hat.
M. rhetenor von Gramer bereits der ,, blaue gestreckte Atlasschmetterling“ genannt, besitzt unter
allen Jforp/m- Arten den am Aveitesten vorspringenden Apex der Vflgl; ein Charakteristikum, das beim $, Avel-
ches mehr jenem von cypris ähnelt, Avieder partiell verscliAvindet. Das zählt zu den am leuchtendsten metallisch¬
glänzenden 8pecies und führt nur einen ganz unbedeutenden schwarzen Apicalfleck und eine AVeiße Costal-
makel der Vflgl. Die Unterseite ist bemerkensAvert durch den Kontrast des scliAvarzen Basalfeldes mit einem
braunen Außengebiet, die beide durch eine je nach der Lokalität mehr oder weniger rein Aveiße und ausgedehnte
Medianbinde geschieden Averden. Alle Figl zeigen unterseits braune rundliche Augenflecken ohne jedAA''ede
r/icfoior. AVeiße Zentrierung. — rhetenor Cr. (68b) beAVohnt Guayana, und dessen CC bleiben in der Größe Aveit hinter
jenen von anderen Ländergebieten zurück. Die Unterseite der CS muß zugleich als die am mattesten gefärlite
bezeichnet werden. Die Augenflecken der Hflgl. bleiben hellrotbraun und das Medianfeld erscheint trüb grau.
Das sehr seltene $, Avelches Avir nach einem Exemplar der 8ammlung Fruiistorfer abbilden, übertrifft das
S an 8pannweite der Figl und es AAÜrkt besonders durch den Kontrast der tiefsamtbraunen Vflglzelle und des
euschcs. 8ubmarginalgebietes gegenüber dem ockerfarbenen Medianfeld. — eusebes Frnhst. beAVohnt das Amazonas-
Gebiet, AVo sie Michaelis bei Obidos im August, 8epteniber, Dr. Hahnel l)ei Iquitos und Jurimaguas beobachte¬
ten. Nach HiAHNEL (Iris 1890, p. 235) fliegt eusebes stets in großer Höhe, energisch, von 3 zu 6 m in AA^ellenförmi-
ger BeAvegung ansteigend und läßt sich nur gelegentlich verlocken, auf am Boden liegende Morpho menelaus-
Flügel herabzustoßen. Das $ setzt sich gerne an nasse 8tellen an Fiußufern (Avas ich in 8ta. Catharina auch von
31. anaxibia-Fx.emp\Q,ven beobachtete). Aufgescheucht fliegen sie im Gegensatz zu den SS uur langsam davon.
Die SS strömen 8chAvefelgeruch aus (Hahnel 1. c., p. 308). S erheblich größer als rhetenor rhetenor Cr. von
8urinam mit etAVas verbreitertem scliAVarzem Anflug am Apex der Vflgl und den ersten Anfängen jener Gelb-
fleckung, AVelche cacica Stgr. ausgezeichnet. Unterseite lebhafter, frischer gefärbt mit zartei'em grauAAUibem
Mediangebiet und deutlicheren, dunkler braunen inkompletten Ocellen der Hflgl. EmVergleich der Abbildung
unseres rhetenor-^ mit jenem von eusebes-’^, das Staudinger, Exot. Schmetterlinge T. 70 geboten hat, ergibt
folgende Differenzen: Grundfärbung des eusebes-^ hell, fast kanariengelb, ohne jedAVede braune Beimischung.
Transcellularfleck fast doppelt so breit, alle distalen Makeln gleichfalls intensiver und schöner gelb, isoliert
MORPHO. Von H. Fruhstorfer.
301
und auf drei statt zwei Reihen wie bei rhetenor verteilt, cacica Slgr., vom Chanchamayo in .Süd-Peru he- cac'ic.a.
schrieben, wird mit etisebes durch Uehergänge verbunden die sich am oljorcui Amazonas l>ereits vorfinden. Die
Type ist charakterisiert durch eine mediane Reihe von vier bis fünf weißlichgelf)en Intramedianflecken, zu
denen sich manchmal auch noch eben solche vor dem Distalrand gesellen. Die Unterseite der Hflgl weist ein
sehr schmales braunes Querband auf, welches die dunkelbraunen Ocellen umschließt und nicht wie bei eusehes
und rhetenor nach hinten breit ausfließt. $ anscheinend noch unbekannt. — Helena Stgr., eine ausgezeichnete hi‘i(‘nn.
geographische Rasse nahe der .Speciesberechtigung ; oberseits dem cy'pris Westw. viel näher stehend, als rhetenor,
und von cy'pris tatsächlich nur abweichend durch das Fehlen der gelben Hubmarginalzeichnung aller Figl und
die für rhetenor so typischen mehr noch als bei eusebes vorgezogenen Spitzen derVflgl. Die bei den übrigen rhetenor-
Vikarianten unterseits trübgraue Medianbinde bleibt bei helena rein weiß und durchzieht in stattlicher Breite
den Vflgl vom Zellaj)ex an, den Hflgl in seiner ganzen Länge. .So sehr aber die d'rj sich vom rhetenor- Yy\mü
durch die metallisch schillernde Medianbinde entfernen, das $ von helena bleibt dennoch resistent und es er¬
scheint kaum mehr vom eusebes-^ differenziert, als etwa rhetenor-^ vom $ der Amazonasform eusebes. Es üher-
trifft in der Größe eusebes-'^, führt aber ebenso ausgedehnte schön gelbe Medianfelder der Vflgl und trägt auf
der Hflgl- Oberseite markantere aber gleichfalls in drei parallelen Serien aufgereihte .Submarginalmakeln. Die
Unterseite der Vflgl etwas matter als bei eusebes, die Hflgl vorherrschend grau und im Median-Gebiet nahezu
reinweiß statt gelblich. Die stammen vom Rio Huayabarnba nahe seiner Vereinigung mit dem Huallaga,
aus Nord-Peru; das $ hat der bekannte Sammler Michael bei Tarapoto im Oktober 1901 aufgefunden und
eine kolorierte Zeichnung davon geschickt, auf Welche unsere Diagnose basiert ist. Es sind nur gelbe $$ bekannt,
doch ist es sehr wahrscheinlich, daß analog allen Arten der adonis-rhetenor-Gvxvppe auch noch blau überhauchte
entdeckt werden.
M. cypris ersetzt rhetenor in Columbien und Zentral- Amerika, und man könnte ihn rigoroser Weise mit
rhetenor als geographischen Zweig vereinigen, wenn nicht die Anatomie durchgreifende Unterschiede ergibt.
cypris wird hier jedoch getrennt gehalten wegen der rundlichen Form der Vflgl und der etwas steiler gerichteten
weißen Mittelbinde der Oberseite, cypris nnd helena überstrahlen durch ihren unvergleichlichen Glanz noch
die übrigen Moqihiden und besonders cypris ist ein wahres Juwel, das an .Schimmer und Pracht in der ganzen
Natur nicht seinesgleichen findet (Schatz). Je nach der Lichtstellung erstrahlt das Blau dieses unver¬
gleichlichen Insekts mehr in einem violetten oder grünlichen Glanze und die zartweiße Binde erscheint dann
in einem gelblichen Tone oder wie mit Rosa überhaucht. Das Blau ist von einer so ätherischen Reinheit und
einem so intensiven Glanze und Feuer, daß alle übrigen Farben dagegen gehalten verblassen oder stumpf er¬
scheinen. Nur die malayo-australischen Ornithoptera vermögen die Morpho noch zu überbieten, weil sich
bei ihnen mit der goldgrünen Farbenpracht auch noch die edlen Linien des Figlschnittes und die Plastik der
vornehmen Körperform vereinigen. Die .Schuppen selbst sitzen wie bei rhetenor sehr fest auf, die interferierende
Schicht fehlt aber den normalen $$, weshalb diese auch wieder in der ursprünglichen, allen Arten der adonis-
Gruppe gemeinsamen, gelblich ockerfarbenen (Brassoliden) Grundfarbe gekleidet sind. Zwei Lokal Varianten :
cypris Westiv. (68 a b 9). Die ändern nur unerheblich ab, und das $ entfernt sich vom rhetenor-^ durch cypris.
deutlicher isolierte gelbe .Submarginalmakeln und einen gelben Wischfleck in der Zelle der Vflgl. Beide Geschlech¬
ter tragen außerdem unterseits besonders auf den Hflglii vollkommen ausgebildete satt gelb umringelte und weiß
gekernte Ocellen, statt der blinden braunen Makeln von rhetenor. Die gleichen unterseits sonst den rhetenor-^ ^
doch bleibt die braune Bänderung stets blasser; das bei den weiße den $$ gelbliche Median-Feld geht auf
den Vflgln ununterbrochen bis zum Oostalrand. Vom $ sind auch analog den prächtig blau übergossene
Exemplare bekannt (cyanites form, nov.), doch läßt bei diesen der Blauschiller einen ziemlich breiten braunen ojcniitcs.
Distalrand frei. Columbien, Hauptfundort die Umgebung der Smaragdminen von Muzo, von wo aus die cypris
nach Bogota als ,,mariposa de Muzo“ zum Verkauf gebracht werden. — bugaba Stgr., vom Vulkan Chiriqui,
zeichnet sich durch eine ausgedehntere weiße Mittelbinde kleinere Gestalt und dunklere Lhiterseite von colnmbi- bugnha.
sehen Exemplaren aus. Nach Godman und .Salvin sollen cypris von Nicaragua den columbischen fast gleich
sein, von Panama aber wiederum viel kleiner und schmalbindiger. Die Falter flogen dort in großer Höhe
in den Lichtungen die in den Wald geschlagen wurden um Platz für die Panama-Eisenbahn zu schaffen.
M. anaxibia (69 c) gilt als einer der für das südliche Brasilien charakteristischen Falter. Die Art steht ana.vihia.
schon durch den oberseits blauen Hlb völlig isoliert, bildet aber eine Transition von der r7ic;e7mr-Gru]q)e znr
inenelaus-^ippe. Der anaxibia ieYAt aber bereits der wundervolle Glanz dev rhetenorSevie, das Blau ist trotz seiner
eigenartigen .Schönheit matter und es fehlt der blendende Schiller. Das gemahnt durch die Unterseite noch
an rhetenor, das $ verrät mehr Beziehungen zur Gruppe, nur sind dessen Randflecken gelb statt weiß.
Das ^ führt einen schmalen schwarzen Costalsanm der sich am Apex unmerklich verbreitert nnd dann als Distal¬
abschluß sich bis in den Hinterwinkel der Vflgl nach innen mehr oder weniger gezackt fortsetzt. Jenseits der
Zelle steht am Vrd eine weiße Makel, welche bei Exemplaren aus Blumenau häufig fehlt. Die Vflgl sind unter¬
seits vorwiegend schwarz, die Hflgl rotbraun mit zwei bis drei resp. vier bis fünf mittelgroßen, leicht weiß
gekernten, zumeist hell graugelb umzogenen Augen. Die Unterseite des $ ist bunter mit breit angelegten grauen
mattglänzenden Zickzackbinden und Feldern belegt. Das $ variiert oberseits in der Weise, daß die weiße, zart
blau überstäubte Trancellularmakel der Vflgl aus nur einem (Parana) oder drei Komponenten zusammengesetzt
352
MORPHO. Von H. Fruhstorfer.
sein kann. Im äußersten Süden des Verbreitungsgebietes, in Rio Grande do Sul, tritt eine habituell kleine Form
pclias. auf, pelias siibsp. nov. (69c), der d* ist oberseits entschieden lichter und blasser; mehr weißlichblau, das $ zeigt
etwas deutlichere weiße Medianpunkte der Vflgl und markantere submarginale gelbe Flecken im Submarghial-
gebiet auch der Hflgl. Das ^ erscheint unterseits mehr mit dem $ gleich gefärbt ohne die kontrastierenden
grauen Felder der Blumenau-Form und ohne den eintönigen braungelben Fond der $$ aus Espiritu Santo.
Letzterer Fundort ist neu für anaxihia] zu Staudinger’s Zeiten galt Rio de Janeiro als der nördhchste Punkt
des Vorkommens. Nach Mabilde fliegt er Ende Januar, Anfang Februar während 15 — -30 Tagen
und nur selten dehnt sich die Flugzeit bis Ende März aus. Ich selbst beobachtete anaxihia in großer Anzahl
in Santa Catharina, im Februar, besonders in einem Seitental des Oapivaryflusses. Ein kristallener Wasserfall
bestäubte dort das Wurzelwerk der Urwaldriesen und schuf so einen Anziehungspunkt für Falter aller Art.
Ebenso wie das Wild bestimmte Fährten aufsucht, um zum Wasser zu gelangen, so kreuzten dort auch täglich
die anaxihia, zufällige Lichtungen aufspürend, um der Cascade zuzustreben, gleichsam als suchten auch sie
dort eine kühlende Erfrischung, unter den von dem Gischt des Wassers betauten und bewegten, leise säuselnden
Wölbungen des hochaufgeschossenen Bambus. Sie kamen nicht scharenweise, sondern einzeln, ruhevoll heran¬
geschwebt, aber dennoch kam es vor, daß nach schweren Regen die Sandbänke vor den Felsen des Flusses
mit den glitzernden blauen Flgln toter Schmetterlinge von anaxihia und aega wie übersät waren, die das Wasser
dort zusammenschwemmte. Das $ ist außerordentlich selten und setzt sich mit gefalteten Schwingen an heißen
Tagen in den Vormittagsstunden an nasse Stellen der Waldwege um dort zu saugen. Es ist dann so gut durch
die rötliche Unterseite, die nur wenig vom Lateritboden absticht, gedeckt, daß es der Jäger gewöhnlich erst
bemerkt, wenn es zu spät ist. Nach von Bönninghausen ist anaxihia häufig im März auf dem Corcovado. — Rp.
auf Canella und einer Myrtacee ,,Grumexama“, langgestreckt, in der Mitte merklich verdickt, Kopf mit zwei
lateralen langbeborsteten nicht sehr deutlich hervortretenden Höckern. Kopf gelblich hornfarben und wachs¬
artig glänzend, mit rundlichen Grübchen und Punkten übersät, mit fein weißer Behaarung die noch mit starken
rotbraunen Borsten durchsetzt ist. Körper gelb, lateral fein wollig dicht behaart, Rücken bunt, die beiden
ersten Segmente fein behaart, auf dem dritten bis zum sechsten Segment lange seitliche Borstenbüschel, die
schwarz, bordeauxrot und weiß im bunten Wechsel gefärbt sind. Das 5. und 6. Segment nackt, das 7. und 8.
mit einer andreaskreuzartigen Figur, deren vier Enden mit bunten Borstenbüscheln verziert sind. Anus mit
zwei seitlichen Borstenbüscheln und der Anfang des letzten Segments wie die vorderen mit bunten Haaren
bewehrt. Ueber den Rücken läuft eine ziemlich breite Binde mit deutlichem innerem und marmoriertem aufge¬
löstem äußerem Rand. Alle Segmente dann noch mit einer lateralen roten Dojipellinie. Unterseite zwischen den
Füßen mit rotbraunen Makeln. Pp nach hinten stark aufgeblasen, kurz, hellgrün mit gelblichen Figlscheiden
und scharf abgegrenztem gelbweißem Ring kurz hinter der dicksten Stelle des Leibes. Kopf mit zwei fernen,
spitzen schwarzen Hörnchen; im allgemeinen kleiner, zarter, leichter als jene von Morplio hercules Dahn. Durch
den gelblichen Rhig unterscheidet sich die anaxihia-Vp auch von jener des M. catenarius Perty. In Sta. Catharina
erfolgt die Verpuppung in der Zeit vom 15. Januar bis 1. März ungefähr.
M. menelaus, eine der historischen Arten, hat seinen stolzen Namen noch von Linnb empfangen, den
seine grandiose Gestalt, die so herrlich ist vor anderen wie jener Held der mythischen Vorzeit, mit Recht trägt.
fnenelaus ist zugleich von besonderer Expansionskraft, denn seine zahlreichen Abzweigungen haben sich das
gesamte tropische Gebiet erobert und wir begegnen ihnen von Guiyana an bis Santa-Catharina und auf der
pacifischen Seite von Columbien bis zu den Niederungen von Bolivien, so daß sich seine Verbreitungszone etwa
mit jener des M. achilles und achiJkmia deckt. In Columbien hat sich aus dem normalen alten Stamm bereits ein
neuer Zweig geformt und in aniathonte Deyr. eine vicarierende Form entstehen lassen, die dem Specieswert
nahekommt. Im Gegensatz zu acliilles jedoch, der nach Süden zu an Gestalt abnimmt und an Schönheit ver¬
liert, erreicht gerade menelaus in seinen subtropischen Vikarianten nestira und godarti das Maximum seiner
Entwicklung und an glitzerndem Pomp. Die Extreme der Variationsmöglichkeit veranschaulichen unsere
Figuren 69 c und b für die d'c? und 71b und 70b für die Auf der LTnterseite führen alle menelaus gemeinsam
rot umringelte Ocellen, was sie in Gegensatz bringt zu amathonte mit gelber Augenperipherie. Je nach der Lokali¬
tät wechselt die Intensität der proximalen Ocellenbegrenzung, von einem matten broncegrünen Anflug zu nahe¬
zu silberweißem glänzendem Belag. Ebenso verschieden ausgebildet präsentiert sich der Anflug des Submargi¬
nalgebiets aller Figl, der trübgrau, grünlich purpurn und selbst weinrot gefärbt sein kann. $ stets erheblich
größer als die mit mehr oder minder luxurianten Weißpunkten und Medianbinden der Vflgl. $$ nicht so
ungemein selten als jene der adonis-rhetenor-Gruppe. Ueber die ersten Stände ist nichts weiter bekannt, als
daß das Ei etwa 2 mm im Durchmesser hat, halbkugelig, nicht glänzend sondern matt grauweiß gefärbt und
etwas durchscheinend ist. Das 9 dürfte etwa 2 Dutzend dieser unverhältnismäßig großen Eier ablegen, die
Ovulation scheint langsam von statten zu gehen. Tegumen mit relativ verklü'ztem Uncus, welcher basal auf¬
fallend verdickt ist und eine unvermittelt abgesetzte chitinisierte scharfe Spitze trägt und zwei fingerartigen,
gleichmäßig dicken seitlichen iVnsätzen. Valve rundlich, breit mit distalem chitinisiertem Wulst, der einige
größere und viele kleine Zähnchen zeigt. Valve distal lang beborstet. Penis lang, häutig ohne die markanten
Zähne der M. achill es- Gruppe, menelaus verläßt sein nächtliches Versteck bereits um 8 Uhr morgens, wenn
die Sonne nur schräg erst ihre Strahlen durch das luftige Laubdach der Waldriesen sendet und beginnt in großen
welligen Zügen zu segeln. Umrahmt vom dunklen Grün erscheint der mächtige Falter in der Bewegung noch
Ausgegchen 8. VII. 1913.
MORPHO. Von H. Fruhstorfer.
.353
vergrößert und das herrliche Farbenspiel der Oberseite wird ergänzt durch den Silberschmuck der rnterseite.
Wenn die (JcJ auf einen freien Weg gelangen, verfolgen sie diesen ungestüm weiter, um ihrem Flugbedürfnis
zu fröhnen. Die $$ erwachen viel später als ihre sie aufsuchenden d'd', in der Regel erst gegen iVIittag. llir
Flug ist dann aber nicht anhaltend wie jener der leichtbeschwingten sondern langsam, ziellos, brutschwer,
wie traumverloren und er wechselt, ganz das Bild eines verirrten, bangen, von unbewußtem iSehnen getriebenen
Wesens, mit öfteren Ruhepausen ab. Wenn sich die Pärchen aber vereinigen und der Sannnler sie aufscheucht,
entsteht eine interessante Scene, weil dann das übergroße $ mit seinem willenlosen Gespons schweren Fluges
dahinzieht, bis es wieder Halt gefaßt hat. Die großäugige rosa angehauchte Unterseite des $ kontrastiert dann
mit der viel dunkleren des und ist im Schatten des Laubes oder dem Gewirr brauner verwelkter Blätter vor ¬
trefflich vor den spähenden Augen der Feinde maskiert. Im Gegensatz zu rhetenor und den Arten der [ phiwedeia -
Gruppe hält sich menelaus aber dennoch mehr in der Nähe des Erdbodens, und nach Dr. Hahnei. gilrt er sogar
seine planlosen Sprünge auf, wenn er über Flußläufen dahinzieht, im Bewußtsein der Sicherheit, welche das
nasse Element unter ihm gewährt. Den plantastischen Eindruck, den die Morphiden bei den europäischen Rei¬
senden hervorrufen, scheinen auch die Kinder der Wildnis von ihnen zu enipfairgen, nur nrit denr Imterschiede,
daß sie in den Morpho keine verlockenden Gestalten, sondern in ihren Ideenassoziationen darin die A^erkörpe-
rung unheilbringender Geister erblicken. Ist doch nach Dr. Kocii-Grünberg (Zwei .Jahre unter den Indianern,
Berlin 1910) der große azurblaue Schmetterling ,,Tataloko“, der mit seiner leuchtenden Farbenpracht dasAiige
entzückt und wie ein herabgekommenes Stückchen Himmel anniutet, einer der gefährlichsten Dämonen. Er
hat seinen Sitz in der Yurupary Cachoeira, dem obersten und höchsten Fall des an Stromschnellen so reichen
Rio Caiary-Uaupes, wo er in einem großen Topf die Malaria braut, so daß alle, die von dem Wasser trinken,
krank werden. In der Tat tritt an dem sonst so gesunden Fluß oberhalb dieses Kataraktes, wohl infolge des
dort ganz anderen, weißen fast stagnierenden Wassers, Malaria auf, was Dr. Koch an seinem eigenen Ijeibe
erfahren mußte. Die Maske des Schmetterlings, welche die Eingebornen beim ,,Morpho“-Tanz anziehen, wird
durch die aus Flechtwerk hergestellten, mit bunten Mustern bemalten Figl, die zu beiden Seiten des Kopfes
angenäht sind, und dem aus Cipo (einer Schlingpflanze) gebogenen Rüssel wohl charakterisiert *). Die zackige Zeich¬
nung auf der Brust des Maskenkörpers deutet das Flattern des Schmetterlings an. Der Tänzer trägt in der
einen Hand das Attribut der unheilvollen Tätigkeit seines Dämons, die Trinkschale, gegen die er im Takt mit
einem Stäbchen schlägt. — menelaus L. (69 c d', 71 b $), die Namenstype, ist zugleich die kleinste Rasse der menelaus.
Gesamtart; das.^ wurde von Gramer als nesfor benannt, ein Name, der aus Versehen auf unserer Tafel 69 c
auf das übertragen wurde. Das d' ist wie schon aus der Figur ersichtlich, blaßblau, aber mit äußerst intensi¬
vem Schiller. Das $ führt nur unbedeutende weiße Discalmakeln und die weißen Flecken am Zellabschluß
sind geringer entwickelt als bei den übrigen Vikarianten. Surinam, anscheinend nicht sehr häufig, weil mein
Sammler Michaelis während seines zweimaligen Aufenthaltes dort nur ganz wenig Exemplare einlieferte. —
terrestris Btlr. umschreibt die geographische Rasse des unteren Amazonas, aus Villa Nova (dem jetzigen Villa ierresiris.
Bella) zuerst bekannt geworden, führt auf der zimtbraunen Ghiterseite etwas markantere broneegrüne Flecken¬
reihen innerhalb der kleinen Ocellen, die beim $ in einem weißen Vorhof stehen. oberseits bereits etwas breiter
schwarz umgrenzt als menelaus von Gujmna ; $ mit verlängerten Submarginalmakeln und erheblich breiterer
und auch mehr nach der Figlmitte hin ausgedehnter weißer Transcellularbinde der Vflgl. Von Obidos in meiner
Sammlung. ■ — Als melanippe Btlr. wurde eine Aberration beschrieben mit nur einem Auge auf der Unterseite melanippe.
der Vflgl. — melacheilus S'if/r. Die Schwarzbesäumung der^j^c^ hat bereits wesentlich zugenommen und beim $ melacheilus.
hat sich zwar die innere Verzierung der Ocellen der Unterseite 'erheblich vermehrt und einen silberhellen Glanz
bekommen, dagegen tritt auf der Oberseite der Blauanflug so weit zurück, daß nur ein schmales Medianfeld
(ähnlich wie bei M. achilles) davon erhalten bleibt und die gesamte Basalregion wieder von der schwarzen Grund¬
farbe eingenommen wird. Parallel damit geht auch eine Rückbildung des AVeißen Transcellularflecks der Vflgl.
Oberer Amazonas bis Iquitos. — occidentalis Fldr. ist eine weitere Arealform, welche ich früher für identisch occidenialis.
mit melacheilus hielt, doch beweisen mir neuerdings von A. H. Fasse aufgefundene Exemplare, daß beide Ge¬
schlechter unterseits von melacheilus abweichen durch luxuriante, beim ^ broneegrüne, beim $ aber prächtig
silberglänzende und wesentlich verbreiterte Medianbinden aller Figl. Die Zeichnung der Oberseite des $ be- •
deutet einen Rückschlag zur Namenstype und occidentalis-^ differiert von solchen aus Surinam nur durch
bedeutendere Größe und etwas markantere Weißfleckung. Basis der Figloberfläche Avie bei terrestris, dunkel¬
blau mit violettem Schiller, aber nicht schwarz wie bei melacheilus. Oberer Rio Negro aus ca. 800 m. Nach
Angaben Dr. Hahnels fliegt occidentalis das ganze Jahr. • — nestira Hhn. bezeichnet die prächtige brasilianische nestira.
Zweigrasse, von der Hübner ein abbildet mit dunkler Oberseite und recht breiter scliAVarzer Apical- und
Distalbesäumung der Vflgl. Da nun genau solche Exemplare in Santa Catharina Vorkommen, ist anzunehmen,
daß die Type den Südprovinzen des Landes entstammt. — Rp nach Dr. Wilhelm Müller mit einer Zeichnung
des letzten Stadiums, welche die engsten Beziehungen zu jener von Morpho achillides im ersten Stadium verrät.
Die hellen Flecken in der Mittellinie des Rückens decken sich fast vollständig. Grundfarbe des Körpers leber¬
braun mit Schwarz gemischt, soAvie zwei großen gelbgrünen, dunkelgerandeten Flecken in der Mitte des Rückens.
*) Derlei Tanzmasken Averden in der sehr reichen südamerikanischen Abteilung des Äluseums für Völkerkunde in
Berlin ausgestellt, von welcher die berühmte Kocu’sche Ausbeute, nicht nur die farbenreichste, sondern acAch am
besten conservierte und etikettierte Sammlung darstellt.
V
45
354
MORPHO. Von H. Fruhstorfer.
Die Borsteiibüschel überwiegend schwarz, am vorderen Rande weiß. Bei Rio de Janeiro fliegt dagegen eine
tenuilim- Form mit ganz erheblich zurückgebildetem Außenrand, tenuilimbataFmÄs^., und die aus dem gleichnamigen
bata. Staate bleiben etwas kleiner als solche vonBlumenau, sie sind wie die (Jd' lichter blau, die bis zur mittleren
Mediana durchgezogene weiße Medianbinde der Vflgl nicht mehr so scharf abgesetzt. Die Unterseite ist durch¬
weg farbenärmer, es fehlt sowohl die reiche weiße Bestäubung wie auch der purpurne oder weinrote Anflug, der
nestira schmückt, tenuilimbata gilt als eine der Zierden der Landschaft der Umgebung von Rio de Janeiro, wo
die Art im April und Mai häufig ist und der man besonders nach ausgiebigem Regen in prächtigen und frischen
Exemplaren in den Gärten der Villen und auf den Straßen zum Corcovado begegnete. Michaelis fing tenui-
limhata als große Seltenheit in Espiritu Santo, und neuerdings sah ich aus Matto-Grosso. Tegumen mit
etwas kürzeren daumenförmigen seitlichen Auswüchsen als bei menelaus occidentalis Fldr., Valve distal mehr
eingedrückt, der dorsale. Wulst nicht gezähnt, temälimhata leitet über zu mintxXQ Frühst. (69 b (^, 70 a 9),
von Minas Geraes. ^ 75 mm, $ 83 mm, gegen nestira mit 90 mm, $ 98 mm Vflgllänge. Eine kleine Lokal-
lorm, vielleicht auch nur das Produkt eines Landstriches mit langanhaltender Trockenheit. ^ gesättigt blau
mit namentlich im Verhältnis zur Kleinheit sehr breitem, schwarzem Distalsaum aller Figl. Weißer Costal-
und Apicalfleck verkleinert. Unterseite : Vflgl : Basale Flglpartie gleichmäßig dunkelbraun gefärbt, distale Re¬
gion grünlich grau beschuppt. .Die bei nestira meist prominenten postdiscalen Silberflecke bis auf wenige Atome
verschwunden. Alle Ocelien reduziert, sehr klein, Vflgl nur mit einem Auge zwischen den Medianen. $ : schwarzer
Außensaum aller Figl breiter, gleichmäßiger, die ihm aufsitzenden weißen Submarginalpunkte jirominenter,
rundlich anstatt strichförmig. Die weiße Vflglbinde jenseits der Zelle durch den intensiveren und distal vor¬
dringenden Blauschiller so verschleiert, daß sie nur noch bei gewisser Beleuchtung zu Tage tritt. Der blaue
Basalanflug aller Flügel lichter. Unterseite: Ocelien wie beim stark verkleinert, die Halbmonde der Vflgl
offener. Der die Ocelien nach innen umgebende Silberschmuck dunkler, mehr ins Broncefarbene übergehend.
Minas Geraes. niineiro ist ein Analogon zu persetis richardi Frühst. (69 a) von derselben Herkunft und ähnlich
pygmäenhaft verkümmert im Habitus und der Ocellenbildung. nestira scheint in Rio Grande do Sul nicht mehr
vorzukommen, und auch in den trockenen Nordprovinzen wie Bahia und Pernambuco keine Existenzmöglichkeit
zu finden. Obgleich die Art in Blumenau gezogen wird, ist in der Literatur über die Jugendstadien noch nichts
ormita. veröffentlicht. — ornata subsp. nov. nach Exemplaren der Staudinger Sammlung benannt, führt breiteren
schwarzen Distalsaum, das $ dagegen zurückgebildete weiße Submarginalbinde der Vflgl. Von Casa Braca
in der Provinz Säo Paulo, Süd-Brasilien.
M. amathonte, dessen Artrecht vielfach mit Recht angezweifelt -wurde, läßt sich von den Formen der
'nienelans-^exie dennoch leicht absondern durch die gelb statt rot umringelten Ocelien der LTnterseite. Die halten
in der Form des Flglumrisses etwa die Mitte zwischen menelaus und didius, der schwarze Apicalsaum vde bei
nienelaus, der Distalrand sehr schmal, wie bei godarti didius. Verbreitung von Columbien bis Nicaragua.
amathonte. Verteilt sich auf drei gut geschiedene Ortsformen : amathonte De^r. gilt als einer der Charakterschmetterlinge
der Muzo- Sendungen aus Columbien, und die (JeJ fehlen in keinem der sogenannten ,,Bogota-lots“, die nach
Deutschland und England verkauft werden. Das $ aber ist stets selten und erheblich vom ^ differenziert.
oberseits mehr hellblau als menelaus, mit einer leicht weißlichen, an M . adonis erinnernden Beimischung.
Unterseite etwas heller als jene von m.enelaus mit reicher weißlichgrauer Ueberpuderung der Submargmalpartie
aller Figl. Der weiße Kern der Vflgl-Oeellen absorbiert den distalen Teil der gelben Ocellenperipherie. Die
weiße Medianbinde, welche centralis auszeichnet, ist sehr verkiü’zt, die weißen Discalmakeln erheblich schmaler
centralis, und noch spitzer als bei der zentralamerikanischen Rasse. ■ — centralis 8tgr. (71 a) bezeichnet eine albinotische
geographische Form mit noch lichter blauen und intensiver glänzenden ^8- Oberseite der $$ trägt in der
Regel noch breiter angelegte und durch den ganzen Vflgl laufende weiße Medianbinden, als sie unsere Abbildung
zeigt. Die Unterseite bei beiden Geschlechtern wie auch bei amathonte ziemlich gleichfarben, bei centralis aber
auffallend fahl gelbgrau mit weißlicher Submarginalregion aller Figl. Vorkommen von Panama bis Nicaragua,
in den Sammlungen ist zumeist die Form vom Chiricpii vertreten, wo centralis ziemlich häufig auftritt, während sie
jutonthiscus. an anderen Orten nur sehr spärlich angetroffen wird. ■ — julanthiscus Frühst, stammt aus Ecuador und AVurde
ursprünglich mit M. didius Fdpffr. in Verbindung gebracht; habituell noch stattlicher als didius, schließt er sich
in der Färbung der Oberseite durch ein nicht opalisierendes Blau von satterer und matterer Abtönung jedoch
mehr an menelaiis und godarti an. Unterseite wird bemerkenswert durch erheblich kleinere Ocelien, die auf
dunklerem Grunde stehen, der Metallschmuck ist verringert, eher gold- als silberglänzend. Alle Ocelien mit
goldener Peripherie. Rote Antemarginalbinden aller Figl intensiver und prägnanter, ebenso deren schAA''arze
Begrenzung, die proximal noch von einer bronzefarbenen Schmuckbinde begleitet wird, welche bei didius fehlt.
Die Transversalbinden der Vflglzelle und die proximalen Goldhelme der Hflglocellen unscheinbarer als bei
godarti. didius, deutlicher als bei assarpai. $ noch unbekannt. Santa Inez, Ecuador.' — M. godarti GwO’.,mit der Namens¬
type aus Bolivien, geht nordwärts bis Peru, sich dort in eine oder zwei Ortsformen auflösend, über AA^elche bei
der Seltenheit der Objekte noch einige Zweifel bestehen, ob ihre Angliederung an die eine oder andere der
beiden Arten didius und menelaus erfolgen muß. Als godarti AAÜrd hier jene Form behandelt und aufgefaßt,
deren $$ eine viel schmalere Vflglzelle aufweisen, als didius-^^, und welche sich zugleich noch enger an menelaus
anschließen durch ein nahezu dunkelblaues, leicht violett überhauchtes Kleid der Oberseite. imterseits
entv^eder vorwiegend bleich milchweiß oder breit rotbraun beschattet. Vom $ existiert auch eine Form mit
roten Submarginalflecken der Vflgl-Oberseite, Avelche bei Coroico auf 1200 m Höhe fliegt. Die nun folgenden
zwei oder drei SpaltzAVeige muß ich zum Teil nach Diagnosen ihrer Autoren und ohne die Originale
gesehen zu haben, ermitteln: — alexandra Hew., ohne jedwede Fundortsangabe nach einem Exemplar
der Kollektion Larrey of Bowdon near Manchester beschrieben, gehört entschieden hierher und nicht zu ana-
MORPHO. Von H. Fruhstorfer.
35 ö
xibia, wohin sie Staudinger, dem KiRRY’schen Katalog folgend, gebracht hatte. Hewitson’s Angaben
,, Oberseite glänzend silberblau, ins Bunte übergehend und mit ultraniarinblauem Schimmer, jjurpurn nahe
dem braunen Außenrd, welcher Monde trägt sowie Augen, die von unten nur schwach durchscheinen, Habitus
analog anaxibia, aber Seidenglanz wie bei Älorpho portis {cytherisY^ sind sehr zutreffend. Ebenso die Ergän¬
zung der Diagnose durch die Schilderung der Unterseite, welche als ,, rötlich oder lilaweiß und rotbraun be¬
wölkt“ bezeichnet wird. Die rotbraune Zelle trägt in der Mitte ein weißes (soll heißen silberweißes) Band. Vflgl
mit vier, Hflgl mit sechs Ocellen, schwarz geringelt mit weißer Pupille, die in einem ungleichen silbeiweißen
Bande stehen. Mir liegt ein $ vor aus der grandiosen Sammlung William Morton in Lausanne, das kleine
weiße, distal spitze Pöstdiscal- und hell weinrote Submarginalflecken aufweist. Der Transcellularfleck derVflgl
im Gegensatz zu didius kurz, schmal, nur aus zwei Komponenten bestehend. ■ — alexandrowna Druce ist ver- alexun-
mutlich das ^ zu alexandra, wenn sie nicht einer geographischen Nebenrasse angehört. ^ grünlichblau mit weißem
Fleck vor dem Apex, unter welchem drei schwache blauweiße Makeln stehen. Unterseite dunkel chocolade-
braun mit grauen Schujipen nahe dem Außensaum. Ozellen dreimal größer als bei menelaus. Die Type von
alexandrotvna wird am British-Museum auf bewahrt. Ein mit der Beschreibung übereinstimmendes cJ aus
Pozzuzo befindet sich in der Sammlung Fruhstorfer. — Inwieweit sich nun eine weitere Peru-Rasse assarpai assarpai.
Röb. neben alexandra-alexandroivna halten läßt, kann nur ein Typenvergleich ergeben. Drei d'cj meiner Samm¬
lung aus Pozzuzo entsprechen der Diagnose Röbers, sie nähern sich durch etwas lichteres Blau der Oberseite
von didius Hpffr., und die basale Region der Hflgl erscheint weniger ausgedehnt und spärlicher graugrün
beschuppt als bei dem oben dunkelblauen das mit alexandroivna in Verbindung zu bringen wäre. Die Klammer¬
organe von assarpai Röb. halten etwa die Mitte zwischen jenen der sekundären Genitalien von M. menelaus
L. und M. didius Hpffr. Valve etwas grösser und markanter abgerundet als jene von mönelaus. Uncus an¬
scheinend etwas länger, die daumenartigen lateralen Vorsprünge entschieden größer, und dies sowohl in der
horizontalen wie vertikalen Ausdehnung. Uncus dagegen schlanker als jener von didius, die seitlichen Lamellen
weniger robust und die Valve nicht so vollkommen kreisrund. ^
M. didius Hpffr. schließt sich in gewisser Beziehung, namentlich aber durch sein breit weißbindiges 9 didius.
an amathonte Deyr. von Columbien an, mit der didius auch die aufgehellte Unterseite gemeinsam besitzt. Durch
die rote statt gelbe Peripherie der Ocellen der Unterseite ist aber wiederum der Anschluß an M. menelaus her¬
gestellt, von welchem diditis abweicht durch die auffallend lichte Basalregion der Hflgl-Unterseite und die
prächtigen silberweißen Dekorationen, und nicht zuletzt durch den eigentümlichen hellblau opalisierenden
Schiller der Oberseite aller Figl. Morphologisch ist die Differenzierung von menelatis weniger ausgeprägt als
durch coloristische und Zeichnungsmotive. Doch läßt sich didius im allgemeinen von meyielaus separieren
durch eine breitere, distal fast völlig kreisrunde Valve, die regelmäßiger und zierlicher gezahnt ist als bei me¬
nelaus. Uncus mit erheblich verbreiterten seitlichen danmenartigen Ansätzen. ^ oberseits ausgezeichnet
durch den schon erwähnten, nur dieser Species eigentümlichen opalisierenden, etwas an M. octaviae gemah¬
nenden, aber zugleich wie bei amathonte prächtig glänzenden Schiller. Distalsaum aller Figl sehr schmal
schwarz. Unterseite der Vflgl mit drei bis vier hell weinrot umringelten Ocellen. Hflgl mit einem Apicalauge
zwischen den Radialen und zwei intraniedianen Augen, denen sich noch ein kleineres Nebenauge im Subme¬
dianzwischenraum anschließt. Vflgl mit breiter Silberbinde und grünlich-silberner Transcellularregion. Hflgl
mit einer silber-bronceglänzenden Prachtbinde innerhalb der Ocellen und drei einzelnen ebensolchen Keil¬
flecken im Subbasalgebiet. Die Distalregion aller Figl auf gelblichem Grunde weiß oder purpurn überpudert.
Peru, Chanchamayo, vermutlich auch Bolivien. N?wh den 9? fl^i’ Collection Staudinger beurteilt haben
jene aus Huayabamba die prominenteste weiße Medianbinde der Vflgl-Oberseite, während didius von Cuzco gleich
sind mit jener der Namensform vom Chanchamayo. Da die 9? Huayabamba auch die ausgedehnteste
silberweiße Binde der Htlgl-Unterseite führen, können sie wohl als argentiferus abgetrennt werden, argeniiferus.
Nachträge zu den M o r p h i d e n :
Zu M. ainpliitrioii p. 3B6 liegen Exenii^lare aus Marcapata und Cuzco, Peru vor, mit violettem Schiller der Oberseite
azurita form. nov.
Zu M. eutropius p. 389. In der Sanmilung- Staudinger sind aus Pernambuco, oben gletssender perlmutterfarben
unten mit reicher weiß gekernten, markanteren Ozellen.
Zu M. argentinus ii. 340 befmden sich aus Uruguay im Museum m Berlin.
Zu M. patroelus p. 343 ist eine Form macrophtlialmus subsp. nov. zu erwähnen, welche vom Rio San .Tuan gekonunen
ist, mit riesigen Ozellen der Unterseite der Hflgl, die von einer lebhaft grünlich glänzenden Bürde begrenzt werden. Type
aus Columbia in der Coli. Staudinger, microphihalmus subsp. nov. ist ehre weitere Arealrasse aus Columbien. Type gleichfalls
im Berliner Museum mit sehr kleinen Ozellen, welche von einer undeutlichen weißlichen Bürde eingefaßt werden. Die Sub¬
marginalstreifung beider Figl eigeirtünrlich grau mit rosa Aarflug.
Zir M. deidamia p. 347. praenestlna subsp. nov. aus Verrezuela vonr Atahapo-Yarita durch Vraz entdeckt. Obeir dunkler
als hermione an neoptoemus erinnernd und dadurch von deidamia Hb. wxid crica Frühst., welche ehre violette Basis habeir,
differierend. Oberseite der Vflgl fast olrire weiße Srrbapicahrrakeln, sich dadrrrch wieder mehr der Surüramrasse iräherrrd.
Zu M. zephyritis p. 349, $ am Britischerr Museunr oberseits gelbgrürr, der Apex der Vflgl breit schwarz, die Hflgl nrit
einigen Orangeflecken und zwei schwarzen Srrbterrrrirralbürdeir.
Zrr M. aurora p. 349. ? irr der Kolk Adam uird Fruhstorfer führen einen schwarzgrauen durch gelbUche iMonde geteilten
Distalsaum beider Figl, der proximal von größeren grauweißen iVIakeln begrenzt wird.
Zu 31. lieleiia p. 351. Vom Tarapoto kommen klemere mit reduzierten gelben Mittelbinden, welche zudem reich
blau überstäubt sind. Unterseite dunkler als bei der Namenstype — chrysides subsp. nov.
Zu 31. cypris p. 351. chrysonicus subsp. nov. trägt schmäleres 31edianfeld der Vflgl und prononziertere Submarginalbinden
der Hflgl als cypris aus Columbien. Venezuela von Vraz gesammelt. Type im Berliner 31irseum.
Zu 31. melacheilus p. 353 existieren $$ mit vaindervollem fleischfarbenem submarginalem Anflug der Unterseite der
Hflgl. Von Sao Paulo, Amazonas.
356
Urbeschreibungs-Nachweis der amerLkanischen Morphiden.
Alphabetisches Terzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den amerikanischen Morphiden aufgeführten Formen.
* bedeutet, daß die Poriii an der zitierten Stelie auch abgebildet ist.
achillaena M. Hhn. Smlg. Exot. Schmett. *
achilles M. L. Mus. Ulric., p. 211.
adonides M. 8tgr. Exot. Tagf. 1, p. 206.
adonis M. Cr. Pap. Exot. 1. *
aega M. Hhn. Saninrlg. Exot. Schmett.
agamedes M. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 343.
alexandra M. Heiv. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 1, p. .518.
alexandrowna M. Druce, Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 155.
amathonte M. Deyr. Ann. Soc. Ent. Pr. 1860, p. 211.
aniazoiiicus M. Frnhst. Stett. E. Z. 1907 p. 158.
amphitrion M. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 205.
anakreoii M. Frühst. Entomol. Zeitschr. 24, p. 193.
aiiaxibia M. Esp. Ausl. Schmett. Al)])ild. *
aquarius M. Btlr. Cist. Entomol. 1, p. 74.
aratos M. Frühst. Entomol. Zeitschr. 19, p. 126. *
argentinus Frühst. Stett. E. Z. 1907 p. 217.
argentilerus Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 355.
assarpai M. Röh. Stett. Zg. 64, p. 348.
aureola IM. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 349. *
aiirora IM. TFesbe. Dbl. Gen. Diurn., p. 339.
azurita Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 355.
bahiana M. Frühst. Entomol. Nadir. 23, p. 253.
bisaiitlie M. Frühst. Stett. E. Z. 1907 p. 214.
briseis IM. Ftdr. Reise Novara Lep. S., p. 459.
biigaba M. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 207.
cacica M. Stgr. Verh. Zool.-lrot. Ges. Wien 25, p. 100.
cateuai'iiis M. Ferry, Arcana, 1811.
centralis M. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 208.
chrysides Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 355,
clirysonicus Frühst. 1. c. p. 355.
cisseides M. Frühst. Entom. Zeitschr. 19, p. 125.
cisseis M. Ftdr. Wien. Ent. IMon. 4, ]). 239. *
coelestis M. Bttr. Ent. Month. Mag. 2, p. 203.
cortone IM. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 345.
corydon M. Gnen. Ann. Soc. Ent. Pr. 1859, p. 372.
craineri M. Ky. Clat. Diurn. Lejjid. ]>. 121.
crispitaenia IM. Frnhst. Stett. E. 7i. 1907 ji. 208.
cyanites IM. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, [). 351.
cypris M. WesUv. Gen. Diurn. Lepiil., p. 339.
deidainiaM. Hhn. Verz. l)ek. Schmett., p. 52.
diadeina M. Frühst. Intern. Entom. Zeitschr. ]908.
didius M. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 355.
efigiirata Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]>. 340.
elcctra IM. Röh. Societ. Entom. 17, p. 355.
erica M. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p). 347.
eros M. Stgr. Iris V, p). 466.
eiisebes IM. Frnhst. Stett. E. Z. 1907 pr. 211.
eutropius M. Frnti.st. Seitz, Groß-Schmett. 5, p>. 339.
fruhstorferi M. Röh. Societ. Entomol. 17, p). ]54.
godarti M. Guer. Icon. Eegn. Anim. Ins., p). 487.
granadensis M. Ftdr. Reise Novara, Lepr. 3, jr. 458.
hector M. Röh. Stett. Zg. 64, pr. 349.
hecuba M. L. Mant. p)lant., pr. 534.
helena M. Stgr. Entomol. Nachr. 16, pr. 107. *
heraeles M. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, pr. 338. *
hercules M. Datin. Anal. Entom., p). 40.
hermione M. Röh. Societ. Entomol. 17, p). 351.
liyacinthus M. Bttr. Ent. Month. Mag. 1, pr. 204.
hydorina M. Bttr. Cistul. Eirtomol. 1, p. 76.
insularis M. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, pr. 345.
Iphicliis M. Ftdr. Wien. Ent. Mon. 6, pr. 423.
julanthiscus M. Frnhst. Stett. Zg. 1907 pr. 157.
justitiae M. Godtn. Biol. Centr. Amer. Rhop). 115. *
juturna M. Btlr. Cistul. Entomol. (1870), pr. 28.
lacrimalis M. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, pr. 341.
laertes M. Drucy. 111 Exot. Ent. 3. *
leonte M. Hhn. Smlg. Exot. Schmett. *
leontius M. Ftdr. Reise Novara Lepr. 3, p). 457.
limpida M. Btlr. Cist. Entomol. 1, pr. 75.
luna Bttr. Cist. Entom. 1, p. 4.
lycanor M. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, pr. 343.
lympharis M. Btlr. Ann. Nat. Hist. (4) 12, p. 225.
macrophthalmus Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 355.
maculata M. Röh. Stett. Zg. 64, p. 349.
marinita M. Btlr. Cistul. Entomol. 1, p. 75.
nielacheilus IM. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 207. *
melanippe M. Bttr. Etom. Month. Mag. 2, p5. 202.
inellinia M. Frühst. Intern. Entom. Zeitschr. 1, pj. 61. *
menelaus M. L. Syst. Nat. pr. 461 (1758).
metellus M. Cr. Papj. Exot. 3. *
micans M. Frnhst. Stett. Zg. 1907 p5. 157.
microphthalmus Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 355.
inineiro M. Frühst. >Stett. Zg. 1907 pj. 157.
mixta M. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p). 346.
nionteziima M. Gnen. Ann. Soc. Ent. Fr. 1859, p. 373.
miillea M. Frühst. »Stett. Zg. 1907 p). 159.
inystica M. Frnhst. Stett. Zg. 1907 p. 159.
narcisstis M. Stgr. Exot. Tagf. 1, pj. 209.
neoptolenius M. Wood. 111. Nat. Hist. 3, p. 521. *
iiestira M. Hhn. »Sammlg. Exot. »Schmett. *
I nigrescens Frühst. »Seitz, Groß-»Schmett. 5, p). 340.
obidonus M. Frnhst. Entom. Zeitschr. 19, p. 125. *
occidentalis M. Ftdr. Wien. Entom. Mon. 6, pj. 123.
j octavia M. Bat. Ent. Month. Mag. 1, pr. 163.
ornata Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p^. 354.
papirius M. Hpjjr. »Stett. Zg. 1874, p>. 356.
patroclus M. Ftdr. Wien. Ent. Mon. 5, p). 110.
paulista M. Frühst. Stett. Zg. 1907 p3. 162.
peleides M. Kott. Deutsch. Akad. Wien. Math. CI. 1, pr. 356.
pelcus M. Röh. Societ. Entomol. 17, pi. 352.
pelias M. Frnhst. »Seitz, Groß-Schmett. 5, pn 352. *
; pellana IM. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p3. 342.
pcrsciis M. Cr. Papiil. Exot. 1, Taf. 71. *
phanodcinus M. Hev\ Equat. Lep^. p. 32.
i pliokylides M. Frühst. Seitz, Groß-»Schmett. 5, p^. 343.
piiidarus IM. Frnhst. Entomol. Zeitschr. 24, p). 193.
polybaptiis M. Bttr. Ann. Nat. Hist. (4) 15, p). 338.
polyidos M. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 339.
polyphcimis I)ht. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. Taf. 55. *
popilius M. Hpffr. »Stett. Zg. 1874, p. 357.
poriis MI. Hhn. »Smlg. Exot. Schmett. *
praenestiiia Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 355.
pseiidocypris M. Frnhst. »Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 346.
psyche M. Ftdr. Reise Novara Lep). 3, p). 456.
rheteiior M. Cr. Pap. Exot. 1, Taf. 15. *
rhodopteron M. Godrn. u. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1880,
p. 130. *
ricliai'diis M. Frühst. Entomol. Nachr. 24, p). 62.
riigitaeiiiatiis M. Frnhst. »Stett. Zg. 68, pi. 210.
scipio M. Ftdr. Reis. Novara Lepj. 3, pi. 455.
sidera M. Frntist. Stett. Zg. 1907 p. 215.
Sirene M. Niepett, Iris 25, pi. 122.
snlkowskyi M. Kott. Denkschr. Akad. Wien, Math. CI. 1,
p. 3.55. *
siisarion M. Frühst. »Seitz, Groß-Schmett. 5, pi. 336.
telainon M. Röh. »Societ. Entomol. 17, pi. 351.
tenuiliinbata M. Frnhst. Stett, Zg. 1907 pi. 19.
terrestris M. Bttr. Entom. Month. IMag. 2, p. 202.
thamyris M. Ftdr. Reise Novar. Lepi. 3, pi. 456.
theodonis M. Frühst. Stett. Zg. 1907 p. 190.
tlieseus M. Deyr. Ann. Soc. Ent. Pr. 1860, pi. 213.
thetis M. Bttr. Ent. Month. Mag. 2, p. 81.
thiasus M. Frnhst. »Seitz, Groß-Schmett. 5, pi. 336.
trojana M. Röh. Societ. Entomol. 17, pi. 353.
uraueis M. Bat. .lourn. Entomol. 2, pi. 346.
viclaceus M. Frühst. »Seitz, Groß-Schmett. 5, pi. 342. *
vitrea M. Btlr. Ent. Month. Mag. 2, pi. 203.
yaritamis M. Frnhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, pi. 336.
zela M. Frühst. »Seitz, Groß-Schmett. 5, pi. 344.
zephyrilis M. Btlr. Lepid. Exot. pi. 156. *
zonaras M. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 344.
NYMPHALIDAE. — Allgemeines. Von Dr. A. Seitz.
.357
7. Familie: Nymphalidae.
Diese Riesenfamilie umfaßt — selbst im engeren Sinne verstanden — rund 2000 amerikanische Formen,
die trotz scheinbar großer, äußerer Verschiedenheit doch eine sehr natürliche Abteilung der Tagfalter bilden.
Ihre Abgrenzung wurde nach sehr verschiedenen Prinzij^ien vorgenommen. Bald wurden sie als Unterfamilie
mit den Satyriden und Danaiden zusammengepfercht, weil sie im Bau der Füße mit diesen übereinstimmen,
bald wurden die Acraema, die Ajxitura und die Gattung Ileliconius, die Bihlinae und andere aus ihnen eli¬
miniert. Nach den umfassenderen Arbeiten von Doübledav und Westwood war C. Feldee der Erste, der
die Einteilung der Nymphaliden zum Spezialstudium machte. Er war aber doch zu sehr in der He reich- Schäf-
FERschen Ueberschätzung des Plglgeäders befangen, um ein rein natürliches System begründen zu können. Ob¬
wohl seine Publikation fast gleichzeitig und äußerlich unabhängig von Herrich-Schäffers ,, Revision der Tag¬
falter“ entstand, mußte er doch zu ziemlich ähnlichen Resultaten kommen, weil er nur fertige Falter vor sich
hatte und diese wesentlich nach der Zahl und dem Ursprung der Subcostaläste und dem Vorhandensein oder Feh¬
len einer Zellschluß-Ader einteilte, wiewohl er den Unwert dieser beiden Merkmale selbst hervorhob. Die Funk¬
tion und den Einfluß der Zellschluß-Ader kannten offenbar beide Autoren nicht und wußten auch nicht, daß da,
wo man mit groben Hilfsmitteln eine Discocellulare nicht mehr wahrnimmt, diese doch häufig in stark reduzier¬
ter Form oder doch in der Puppe, vor dem Auskriechen, vorhanden ist. Bei genügender Festigkeit des Flügel¬
stratums ist nicht nur die Discocellulare entbehrlich, sondern sie ist für den Flug sogar nachteilig, weil sie
eine gesonderte Funktion des Costal- und des Irdsteils der Figl ganz unmöglich mach?. Eine leichte Biegung
des Figls, namentlich des Hflgls gestattet eine weit bequemere Steuerung und es sind darum besonders die höher
entwickelten Falter, welche einer Zellschlußader entbehren und die daher auch einen Flug zeigen, der selbst
bei großer Geschwindigkeit niemals den stürzenden, hastenden, angestrengten Eindruck macht, wie da, wo eine
Verstrebung des Costal- und Medianadersystems keine Segelstellung des Figls gestattet. Man vergleiche die ele¬
gante Flugweise einer Ajxäum mit dem flatternden, stürzenden Flug eines verfolgten Charaxes oder einer
Prepona, die trotz großer Flugkraft fast den Eindruck dahinstürmender Nachtfalter machen und mit
ungemein viel größerem Kraftaufwand nur die Höhe gewinnen, die eine A-patura ohne sichtliche Anstrengung
durch ein unmerkliches Aufbiegen der Costa durch kaum merkliches Flügelzucken nimmt. Nachtfalter ohne Zell¬
schlußader, wie z. B. Actias artemis sah ich mühelos in gerader Linie senkrecht zum Himmel aufsteigen, während
Satyriden, welche sich im Himmelsblau verlieren, schraubenförmig emporlflettern und Papilio unter ständi¬
gem Flattern sich mühsam aufwärts heben müssen. Auch die Anordnung des Subcostalsystems ist zur Haupt¬
stütze für ein System zu schwach, und so kam es, daß Felder zu seinen Nymphaliden die hinzu nahm, die
Heliconius aber wegließ und so diese einander ganz nahestehenden Gattungen in 2 getrennte Familien brachte.
Herrich-Schäffee aber brachte die Morpho in seine engeren Nymphaliden herein.
Inzwischen wurde späteren Systematisierungsversuchen durch die Kenntnis der ehemals noch fast gänz¬
lich unbekannten Raupen ein wesentliches Hilfsmittel geboten’. F. Moore und L. de Niceville Avandten den
asiatischen, H. Bürmeister und W. Müller den amerikanischen Tagfalter-Raupen ihr besonderes Interesse
zu und schufen so eine wirklich solide Grundlage für ein neues System. E. Reuter wies auf die systematische
Brauchbarkeit feinerer anatomischer Spezialuntersuchungen hin und E. Haase brachte die Ergebnisse biologi¬
scher Forschungen mit den früher auf anderem Weg erhaltenem Resultaten in Einklang und grenzte so zum ersten¬
mal die von uns hier angenommene Abteilung richtig ab unter dem Namen „Acraeomorplia'\ die er den Satyro-
morpha und Danaomorpha gegenüberstellte. Er teilte die Gruppe in 3 Unterabteilungen, die er Heliconini,
Acraeini und Nymphalmi nannte.
Es ist unverkennbar, daß die.se 3 Gruppen sich etwas weiter von einander entfernen, als je 2 benachbarte,
,, Subfamilien“ aus der Zahl derer, in die Haase speziell die Nyniphalini wieder zerlegt. Man AA Ürde darum
genauer abgliedern in die 3 HAASEschen Gruppen als Subfamilien und in die Aveiteren Unterabteilungen als
Tribus, und man erhält dann, für das Heer der amerikanischen Nymphalidae folgendes Schema;
I. Acraeinae
II. Heliconiinae
III. Nymphalinae s. s.
A. Clothildidi
B. Argynnidi
C. Vanessidi
D. Biblidi
E. Diademidi
F. Ageroniidi
G. Eunicidi
H. Catagrammidi
I. Linienitidi
K. Gynaeciidi
L. Apaturidi
M. Anaeidi
358
ACRAEINAE. — Von Dr. K. Jordan.
Bei dieser Einteilung sind zwar wissenschaftliche Kriterien zugrunde gelegt, es ist aber die Weite der
Distanze zwischen den einzelnen Gruppen der Abteilung III nicht weiter berücksichtigt, da eine weitere Glie¬
derung die Uebersichtliclikeit nicht erhöhen, sondern eher stören würde. Wir begnügen uns daher mit obiger
Gruppierung.
Das Aeußere der Gesamtfamilie der N yniphalidae ist so vielgestaltig, daß sich nur wenig allgemeines
von irgend welchem Wert darüber sagen läßt. Gemeinsam sind große halbkugelige Augen, kräftige, meist gerade
vorstehende, den Kopf stets überragende Palpen, schnurgerade, am Ende verdickte Fhlr, em stets ent¬
wickelter Sauger, ein oft stark abgesetzter Hals, ehr ovaler, hoher Thorax, ein beim ^ zuweilen sehr
kurzer, beim $ oft stark verdickter Hlb, kräftige, dreieckige, am Außenrd oft geeckte Vflgl, die sehr häufig
Querzeichnung in der Zelle zeigen, runde, oft geeckte, selten geschwänzte oder gelappte Hflgl. Die Raupen
haben in der Regel Dornen, oft dicht und gleichmäßig, manchmal aber auch reduziert, lückenhaft, oder gar bis
auf Kopf- oder Schwanzzacken ganz geschwunden, so daß chagrin-artige Körnelung der Oberhaut an ilwe
Stelle getreten ist. Die Puppe ist stets am Cremaster befestigt, meist herabhängend, zuweilen aber auch m die
Höhe hiiiaufragend und dann durch abenteuerliche Anhängsel gewöhnlich so entstellt, daß sie einem Vogelkot,
einer Galle oder einem, undefinierbaren, vertrockneten Gegenstand gleicht. Manchmal hat sie Spitzen, Zacken,
zuweilen vergoldete Kegel, Dornen, Fäden, Knöpfe, Rücken- oder Kopfhöcker, flügelartige Ansätze etc., oder
sie ist ganz glatt, halbdurchschimmernd grün und gleicht kleinen Früchten.
Die den früheren Systematikern, besonders Doubledav und Westwood großenteils noch ganz unbekann¬
ten früheren Stände haben wir im einzelnen hier mit in Betracht gezogen und fast nur wo diese andere Resultate
ergeben, sind wir von den älteren Systematikern abgewichen, immer den Zweck unsres Werks, das in erster
Linie ein Gebrauchsbuch, ein Bestimmungs- und Nachschlagewerk darstellt, im Auge behaltend, wonach es
zwar den neueren Forschungen Anderer folgen, selbst aber tunlichst wenig umordnen und reformieren soll.
Wie die Gestalt, so ist auch die Lebensweise der Nymphaliden ungemein wechselnd. Wir finden sie als
Raupen auf Di- wie (wenn auch selten) auf Monocotyledonen, auf Bäumen wie auf Kräutern, gesellig oder ganz
einsam; frei lebend oder in Gehäusen, lebhaft und flüchtig oder träge und seßhaft. Die Falter selbst bevölkern
die Erde vomAequator bis zu den höchsten Breiten und fehlen kaum einer entlegenen Insel. Sie gehen im Gebirge
bis zu den höchsten, an ewigen Schnee grenzenden Hängen und dringen in die heißen Wüsten der Wendekreis¬
gegenden tiefer ein, als die meisten andern Faltergruppen. Sie wandern über weite Landstrecken und beleben
jede Waldlichtung, jedes Flußufer und umschwärmen selbst ganz vegetationslose Felszacken des Hochge-
birgs. Sie naschen auf Blumen, ziehen aber auch sehr häufig den Saft verwundeter Bäume vor oder lassen sich
durch stinkende Stoffe (faule Früchte, Käse, Jauche) oder durch Alkohole und Aether anlocken. Viele überdauern
in den gemäßigten Strichen den Winter und kommen im Frühling als die ersten Insekten aus den Winterverstek-
ken. Aber fast ausnahmslos sind sie sonneliebend und teilen nicht die Gewohnheiten mancher Satyriden oder Hes-
jjeriden, ausschließlich oder vornehmlich des Nachts zu schwärmen. Sie stellen sich dar, als eine sichtlich na¬
türliche, aber sehr gestaltenreiche Familie von beträchtlichem geologischem Alter, aber gut angepaßt und mit
den Umgestaltungen ihrer Umgebung fortgeschritten.
I. Unterfamilie: Acraeinae.
Die Acraeen sind ein verhältnismäßig recht kleiner Zweig des großen Nymphalidenstamms und schließen
sich den Heliconiern einerseits und den niedrigsten Gruppen der eigentlichen Nymphaliden andererseits ziemlich
eng an. Sie lassen sich leicht an den Palpen, dem Geäder inid der Beschuppung erkennen, auch haben die frühe¬
ren Stände einen sehr charakteristischen Bau.
Körper des Falters schmächtig, mit zähem Skelett; Hlb lang, über den Analwinkel (d. h. die Spitze
der 2. Submedianader) hinausragend, nach der Basis zu ziemlich stark verjüngt. Fühler unterseits unbeschuppt,
der Länge nach mit 2 tiefen und breiten Kanälen versehen, die durch 3 recht scharfe Längskiele begrenzt werden.
Taster schlank, entweder ganz mit langen Borstenhaaren besetzt und nur an den Seiten beschuppt, oder wenig¬
stens auf der Unterseite mit einem Streifen solcher Borsten, zwischen denen fast gar keine Schuppen stehen, das
2. Segment lang, deutlich S-förmig gebogen, häufig etwas blasig aufgetrieben, das 3. sehr kurz, oft nur so lang
als breit. Die Tasterborsten, sowie die Haare der Brust und Beine distal ringsum mit kurzen spitzen Zähnen
versehen, so daß sie im optischen Durchschnitt an Federn erinnern. Vorderbeine sehr verkürzt, eine geringe An¬
zahl Borsten tragend; beim besteht der Vordertarsus aus 1 bis 4 Segmenten und wechselt ebenso wie die
Vordertibie sehr stark in der Länge in den verschiedenen Arten oder Gruppen und ist selbst innerhalb der Art
nicht konstant. Beim $ ist der Vordertarsus 4-gliedrig, konstanter in Länge und Struktur als beim (J, auf der
Unterseite an der Spitze der Segmente mit starken Dornen und Büscheln von Tastborsten. Vordertibie und -tar-
sus des (J nie so lang pinselförmig behaart als bei den Nymphaliden, oft fast schuppenlos, besonders der Tarsus.
Mittel- und Hinterschienen und -tarsen ohne lange Haare und mit spärlicher oder gar keiner Schuppenbe¬
kleidung, auf der Unterseite mit stärkern, auf der Oberseite mit schwächern Dornenborsten versehen, die stets
zahlreich sind. Klauen mit großem, breitem, stumpfem Zahn, ohne Pulvillus und freies Paronychium, bei allen
$$ und bei emer kleinen Anzahl Arten auch im (J mehr oder weniger symmetrisch, dagegen bei den fast
ACTINOTE. Von I)r. K. Jordan.
359
aller amerikanischer und der Melirzalil der altweltliclien Arten die äußere Klaue verkleinert und meist fast
rechtwinklig gekrümmt .
Figl stets ganzrandig, der Apex und Hinterwinkel beider Figl gerundet, besonders der Aiialwinluß des
Hflgls. Beschuppung sehr verschiedenartig ausgebildet; bei undurchsichtigen Flgln sind die Scbu])j)en höch¬
stens im distalen Flglteile und auf den Adern gezähnt, bei Planema trägt aber die Unterseite des Hflgls mit
Ausnahme der Basis gezähnte kSchuppen; bei durchsichtigen Arten sind die iSchu])pen der Anzahl und Hröße
nach reduziert und sind entweder gerundet und aufrecht, oder schmal, gegabelt oder haarförmig. J)ie Adern
tragen auf der Unterseite lange steife Borsten, wenigstens in der Abdominalgegend des Hflgls. Die obere Badial-
ader (mit Ausnahme von A. mirifica) in beiden Flgln nahe der vordem Zellecke entspringend oder mit den
Subcostalen gestielt, 2. Discocellulare eingebogen, Hflglzelle geschlossen.
In. dieser Beschreibung ist keine Rücksicht auf die afrikanische Pardopsis punctatisshna. gemommen,
welche keine echte Acräide ist. Vgl. hierüber Bd. 13, 8. 288, Taf. 53 a.
Die Raupen tragen 6 Reihen Dornen, die mit steifen, einfachen Borsten besetzt sind. Der Ko])f ist be¬
haart, hat aber weder Dornen noch Hörner. Sie leben meist gesellig bis kurz vor der Verpuppung und zwar
fressen viele Actinote-Axien auf niederen Pflanzen iind strauchartigen Kräutern, besonders Eupatorium und ver¬
wandten Kompositen, sowie Mikania, Evalus, Veronia, Boehmeria usw. Die Pp ist gleichfalls sehr charakteri¬
stisch; sie ist grade, fast cyliiidrisch oder dorsal konvex, zwischen Thorax und Abdomen nur ganz geringfügig
eingeschnürt, und in der Regel kreideweis; auf den Figlscheiden dem Figlgeäder entsprechende schwarze Streifen
und^auf dem Rücken zwei Reihen Dornen, die häufig den Arten nach verschieden sind.
Die Falter finden sich besonders auf Waldlichtungen und an Waldrändern, und einige der mit A. fhalia
verwandten Arten treten zuweilen in so großen Mengen auf, daß sie in zahllosen Exemplaren an dem Gebüsch
hängen. Solche Formen sind of-t so träge, daß sie auf die Hand gesetzt sitzen bleiben oder von den Büschen
geschüttelt langsam wieder in die Höhe kriechen (Seitz). Andere Arten dagegen fliegen einzeln und manche so
hoch über dem Boden in den Baumkronen, daß sie schwer zu fangen sind.
Die Verbreitung derAcräen in Amerika ist eigenartig. Sie finden sich vonMexitvo bis Buenos Aires und
Südbrasilien ; die Arten sind aber durchaus nicht gleichmäßig verteilt. Die meist dichtschuppigen, blauen, rotgelb,
gelb oder weiß gezeichneten Formen sind sämtlich auf die Anden beschränkt ; nicht eine der zahlreichen Arten der
abana-, hylononie-, nele^is- und o^omewe- Gruppen steigt in das Flachland östlich von den Anden herab oder tritt
in den Gebirgen östlich vom Orinoko oder in Südost-Brasilien auf. Dagegen hat die t/mim-Gi’uppe ihr Verbrei¬
tungszentrum im südöstlichen Brasilien, Paraguay und Argentinien , und das große, sonst so reiche Amazonas¬
gebiet von Para bis Iquitos beherbergt nur eine oder zwei Aefwofe-Spezies und zwar Formen aus der thalia-
Gruppe.
1. Gattung: Actiiiote Hhn.
Die amerikanischen Acräen unterscheiden sich von den altweltlichen Formen in der Figlstruktur. Bei
allen Arten sind die Adern auf der Hflgl-Unterseite mit steifen Borsten besetzt, und ist die obere Submediane
proximal als Falte und distal als Ader ausgebildet und so beborstet wie die andern Adern, außerdem entspringt
die 1. Subcostale des Vflgls stets proximal vom Zellende, während der gemeinsame Stiel der 4 andern Aeste
von der Zellecke abzweigt; die 1. Radiale steht ganz nahe am Subcostalstiele oder zweigt von ihm ab. Bei der
einzigen altweltlichen Acräide, bei der die obere Submediane des Hflgls außen als Ader entwickelt ist, A. mirifica,
ist das 2. Palpenglied aufgeblasen und hat die Subcostale des Hflgls eine viel mehr proximale Stellung als bei
Actinote. Die Figl von Actinote haben weder die Punktzeichnungen noch die Randbögen, welche sich bei der
Mehrzahl der altweltlichen Arten finden.
Nach dem Flglbau sowohl wie dem Habitus zerfällt Actinote in zwei Abteilungen, von denen die eine
aus mehreren natürlichen, scharf geschiedenen Gruppen von Arten besteht. Die Unterschiede zwischen den
Arten sind häufig recht geringfügig und es ist in manchen Fällen bei dem nicht immer genügenden Materiale
an Exemplaren noch nicht möglich, zu einem befriedigenden Resultat über die Artberechtigung der Formen
zu kommen. Das Studium der Actinote ist einerseits durch die oft sehr starke individiielle sowie geographische
Variabilität, und andererseits durch die auffällig große Einförmigkeit der Kojmlationsorgane sehr erschwert.
Die Rpn und Ppn, die aber leider nur von wenigen Arten bekannt ist, scheinen oft auffälligere artliche Unterschei¬
dungsmerkmale aufzuweisen als die Falter.
Sectio I. Auf der Unterseite ist der Raum zwischen Costalrand und Costalader in der distalen
Hälfte des Vflgls beschuppt, nicht mit zahlreichen Borsten besetzt ; Hflgl stets mit einer Zentralreihe von Bor¬
sten in der Zelle ; alle Borsten der Vflgladern und des Außenrds gegabelt. — Auf die Anden südlich bis Bolivien
und die Sierra de Merida von Venezuela beschränkt; nur eine Art in Zentral- Amerika, diese nordwärts bis Mexiko
verbreitet.
Subsectio 1. Hflglunterseite mit zahlreichen, zerstreuten, langen Borsten zwischen den Adern.
a) abana- Gruppe.
Nur drei Arten zeigen jene eigenartige Bekleidung.
360
ACTINOTE. Von Dr. K. Jobdan.
A. radiata. Sepiabraun bis schwarz ; Vflgl mit einer durch die Adern in Flecke aufgelösten blaß orange¬
farbenen oder etwas rötlichen Binde, die im Bogen vom Costalrande zum Hinterwinkel läuft, sich hinten stark
verschmälert und ganz außerhalb der Zelle steht. Auf der Unterseite die Binde etwas mehr rosa als oben, die
Vflglspitze und der ganze Hflgl regelmäßig gestreift, die Streifen etwas bräunlicher als die Binde. Ecuador
und Peru, wird wahrscheinlich auch noch in Bolivien entdeckt werden. Das $ scheint nicht bekannt zu sein.
radiata. — radiata (81 a). Figl sepiabraun. Oestliches Ecuador. — intensa Jord. Figl fast schwarz. Binde schmäler,
intensa. deutlicherm rosafarbenen Ton. Oestliches Peru.
A. erinome. Braunschwarz, schwach bläulich angeflogen; Hlb unterseits mit rötlichem Streif. Vflgl
mit orangeroter Discalbinde von der Costa zur untern Mediana; oft auch ein Costalstreif, die ganze Zelle mit
Ausnahme der äußersten Spitze und einige Postzellularflecke von der gleichen Farbe Avie die Binde vorhanden.
Diese Zeichnungen wiederholen sich auf der Unterseite; Spitze des Vflgls und der ganze Hflgl untenseits gleich-
erinome. mäßig gelblich grau gestreift. Das $ blasser als das und etwas größer. Ecuador ?, Peru und Bolivien. ■ — eri¬
nome Feld. (81 a). Vflgl nur mit Discalband; bei einigen Exemplaren ist ein rötlicher Costalstreif angedeutet,
sciana. Zentral Ost-Peru; die Vaterlandsangabe Ecuador bei Feldek bedarf der Bestätigung, ab. sciana Jord. ist ober-
seits einfarbig bräunlich schwarz; die Binde des Vflgls unten deutlich vorhanden, oben sehr stark reduziert.
cardbaia. — carabaia Jord. Vflgl mit Costalstreif und gewöhnlich auf beiden Seiten, oder wenigstens unterseits, mit gelb-
testacea. lieh rotem Zellfleck. Südost-Peru. — tesfacea Salv. m. Godni. (= byzia Hew., aethilla Hpffr.) (81 a). Die gelblich
rote Färbung füllt die Zelle mit Ausnahme der äußersten Spitze aus und dehnt sich gewöhnlich deutlich unter
der Zelle bis zum untern Medianaste aus. Zuweilen ist die Discalbinde mit den Postcellularflecken verbunden,
so daß ein schwarzer Discocellularfleck isoliert wird. Bolivien.
A. abana. Figl schwach durchscheinend, mit schwachem blauen Schimmer; Oberseite sepiabraun;
Vflgl mit großem blaßorangefarbenen Felde, das von der Wurzel bis über die Zelle hinaus und bis zum Hinterwinkel
reicht, aber sehr häufig von der Basis her reduziert oder selbst durch ein Discalband ersetzt ist; die das
Feld durchziehenden Adern mehr oder weniger schwarz. Unterseits die Adern ganz schmal schwarz, die Spitze
des Vflgls und der ganze Hflgl gelblich grau, schwarz gestreift, das Vflglfeld weniger oft und dann nicht so stark
wie oben reduziert und außen nie an den Adern gekerbt. $ blasser und größer als das (J. Columbien, Ecuador
capnodes. und Peru ; zwei geographische Formen. — Bei capnodes von Frontina, Provinz Antiocpiia in Columbien,
ist die gelbe Farbe des Vflgls auf ein breites Discalband beschränkt, das nur eben in die untere Zellspitze ein-
tritt, zunächst fast parallelseitig und dann gegen den Hinterwinkel hin ziigespitzt ist. Das Band ist etAva 2 bis
2^mal so breit als der schwärzlichbraune Apicalteil des Figls und ist so stark rauchig braun übertüncht, daß
es sich fast gar nicht vom Figlgrunde abhebt. Auf der Unterseite dagegen ist es fast so gelb wie bei der folgenden
Form; Hflgl und Apex des Vflgls unterseits mehr gelblich als bei jener. Das $ größer als das d* wnd das Discal-
abana. band auch oberseits gelb und gut umgrenzt. Im British-Museum 2 d'd' 1 $. — abana Hew. (81 a). Das gelbe
Feld des Vflgls bis zur Wurzel ausgedehnt oder, Avenn reduziert, in Streifen aufgelöst. Ost-Ecuador und Ost-
Peru, mir südAvärts bis zum Rio Pozuzo bekannt.
Subsectio 2. Hflglunterseite ohne zerstreute Borsten auf dem Discus zwischen den Adern.
a) hylonome - Gruppe.
Hflgl-Unterseite mit einer Anzahl Borsten in und unter der Zelle aiißer den Borsten der Zellfalte, der
Adern und der reduzierten Submedianader.
hylonome. A. hylonomc Douhl. (82 d). ScliAvarz, Figl scliAvach durchscheinend; Vflgl mit AA^eißer Binde, die aus
4 Flecken besteht : der 1 . Fleck cpxadratisch, in der Zelle, der 2. klein, im Winkel vor der Wurzel des oberen Median¬
astes, und der 3. und 4. größer, zwischen dem obern Medianast und der Submedianfalte, kein Fleck distal vom
Zellende. Unterseits das Band etAvas breiter, die Spitze des Vflgls und der ganze Hflgl gelblich und scliAvarz
gestreift, die Streifen in der Mitte des Hflgls Aveniger deutlich. $ größer als mit breiterm Bande, Unterseite
blasser, geAvöhnlich mit Aveißlicher Beschuppung distal vom Zellende. Der Hlb ist geAVÖhnlich bei ^ und $
unten heller oder dunkler gelblich gefleckt, zuweilen ganz scliAvarz. ■ — Eine häufige Art Venezuelas und Colum¬
biens.
euryleuca. A. euryleuca Jord. (82 b). ^ größer als das hylonome-^ , mit breiterm Bande, das so Aveit distal verläuft,
daß die Discocellularadern innerhalb desselben liegen, der zAvischen den beiden Medianästen liegende (vor¬
letzte) Fleck der größte, bis nahe an den Außenrd reichend. Unterseite einförmig gelbgrau mit scliAvarzen Strei¬
fen; die Binde breiter als oben. Obere Radiale des Hflgls von der Zelle oder mit der Subcostale gestielt, die Bor¬
sten in und hinter der Zelle des Hflgls (unterseits) zahlreicher als bei voriger Art. — Moyobamba, Nord-Peru,
mir nur wenige bekannt.
b) neleus- Gruppe.
Die Borsten der Hflgl-Unterseite auf die Zellfalte und Adern beschränkt. Obere Radiale des Vflgls
Ausgegeben 5. VI. 1913.
AOTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
3G1
mit den Subcostalen gestielt, selten von der obern Zellecke, Hlb größtenteils rot oder gell) (vergl. auch A. cal-
lianthe).
A. neleus Latr. (= nelea Oodt.; $ = ara Hew., edulis Weym.) (81 b, c). Hlb rot. Geschlecliter sehr ver- neleus.
schieden. (J blauschwarz, oben sehr stark glänzend, der Costalrand und die Distal hälfte des Vflgls sowie der
Außenrd des Hflgls schwach glänzend; Unterseite braunschwarz, Wurzel des Htlgls blaßgelb. Unter den rJo
aus Zamora (Ecuador) sind einige, bei denen der Vflgl einen roten Zellfleck aut der Unterseite trägt: ^-ab.
liaemera ab. 7iov. Das 9, welches in Stübels Reise irrtümlich als unter dem Namen edulis beschrieben und ab- haemern.
gebildet wurde, hat nur einen schwachen blauen Glanz und trägt auf dem Vflgl eine gelblich weiße, breite,
Mittelbinde, die proximal vom Zellende steht und schräg zum Hinterwinkel läuft. Unterseits sind der A])ex
des Vflgls und der ganze Hflgl gelblichgrau gestreift und trägt der Vflgl eine deutliche schwarze schräge Discal-
binde, die weder V- noch Hrd erreicht und an der Außenseite der Mittelbinde steht. — Eine uns von Eas.sl
übersandte Puppenhülse dieser Art ist graugelb, nicht kreideweiß; die schwarzen »Subdorsaldornen des HIbs sind
nur etwa halb so lang wie die Entleimung zwischen den beiden Dornen eines »Segments ; die schwarzen Zeich¬
nungen sind auf dem Rücken der Hlbssegmente 2 und 3 sehr ausgedehnt und die folgenden Ringe tragen eine
unterbrochene schwarze Mittellinie; die »Seitenzeichnungen sind zahlreich und mehr oder weniger gleichmäßig
verteilt, nicht zu einem Längsstreif vereinigt. — A. neleus ist eine der häufigem Arten. Sie findet sich im Osten
sowohl wie im Westen von Columbien und Ecuador und scheint im Gegensatz zur folgenden Art geographisch
nicht zu variieren.
A. alcione. Figl oberseits schwarz, bei einigen Formen gleichmäßig blau getönt, bei andern ganz ohne alcione.
Blau, nie stark glänzend; mit oder ohne gelbes oder orangefarbenes Feld auf dem Vflgl. Der Hlb geAvöhnlich
rot, zuweilen graugelb, bei einigen rauchig verdunkelten Formen oberseits mehr oder weniger ausgedehnt schwarz.
Das 9 ist dem ^ ähnlich. In zahlreichen geographischen Formen von Columbien bis Bolivien verbreitet. Die
Extreme sehen so verschieden aus, daß man sie für artlich getrennt halten möchte. Do^h scheinen die Formen
einander strikte geographisch zu vertreten, auch gehen sie so sehr ineinander über, daß ich sie bis auf Aveiteres
für Formen einer Art betrachten muß. Vielleicht aber kommt theopliila, unabhängig neben alcione vor, in Avelchem
Falle sie als Art stehen müßte. Wir sind über die Verbreitung der Falter in Nord-Peru noch nicht recht unter¬
richtet; das Material aus jenen Gegenden ist recht gering in den »Sammlungen, auch scheinen die physiogra])hi-
schen Verhältnisse dort oft schon auf kurze Entfernungen zu Avechseln und dementsprechend sich Unterschiede
im Kleide der Falter zu zeigen. Die frühem »Stände von A. alcione sind nicht bekannt. — varians Jord., von varians.
Zentral- und West-Columbien, tritt in drei nebeneinander fliegenden Formen auf: f. cyanea form. nov. cganea.
Oberseite beider Figl gleichmäßig blau, ohne SjAur von Zeichnung. Diese häufige Form tritt Avahrscheinlich nur
im männlichen Geschlechte auf. Sie ähnelt H. neleus, aber es fehlt ihr der starke Glanz jener Art. Bei f. varians
Jord. trägt der Vflgl oberseits ein verwaschenes, schräges, gelblich fleischfarbenes Band in der Wurzelhälfte ; das
9 ist größer als das (J und das Band ist etAvas Aveniger rötlich getönt. Bei f . extensa form. nov. ist das Band \-erbreitert , e.xtensa.
schärfer umschrieben und nimmt oder % der Wurzelhälfte des Figl ein, bleibt aber stets AA'eit von der Wurzel
entfernt; Rest der Oberseite so blau AAÜe bei f. varians und f. cyanea. ZAvischenstufen zAvischen den 3 Formen
kommen häufig vor; unterseits tragen auch Exemplare von f. cyanea vielfach einen fleischfarbenen »Streif vor
dem Hinterrande und haben f. varians und f. extensa ein ähnlich gefärbtes schmales Discalband. Dies Band ist
geAvöhnlich auch bei f. cyanea angedeutet und es zeigen sich ausnahmsAveise deutliche »Spuren desselben auf der
Oberseite von f. extensa. — elatus Bruce fliegt bei Paramba in West-Ecuador. Die Oberseite viel Aveniger deut- elatus.
lieh blau als bei den verschiedenen Formen von varians. Der Vflgl trägt stets ein fahl-orange Medianfeld auf
der Oberseite, das von der untern Zellecke bis etAva halbAvegs zur Wurzel reicht, aber in Ausdehnung ziemlich
variiert; unterseits ist das Feld meist viel blasser, fast strohfarben, und erreicht fast die Wurzel und den Hinter-
Avinkel; ein schmales Discalband derselben Farbe ist Avenigstens andeutungsAveise vorhanden und »Spuren des¬
selben finden sich zuAveilen auch auf der Oberseite. Hlb blasser rot als bei frischen Stücken von varians. Rosen¬
berg fing zahlreiche Stücke dieser Subspezies Avährend seines Aufenthalts in Paramba im März, A])ril und ]Mai
bei etAvas über 1000 m Höhe. — sarsanda Bruce (82 d). Das gelbe Feld ist oben und unten so dicht rauchfarben sarsanda.
übertüncht, daß nur ein paar »Schuppen eine reine gelbe Farbe behalten haben, einzelne Exemplare jedoch
neigen nach elatus hin; die Discalbinde ist unten angedeutet oder fehlt auch ganz. Hlb ausgedehnt scliAvarz.
Chimbo, West Ecuador, von Rosenberg bei 300 m im August in Anzahl angetroffen. — subelatus subsp. nov. subelaius.
(81 c). Mir sind nur ein paar bekannt : Los Llanos (Type) und Balsabamba, Ecuador. Diese Stücke bilden den
Uebergang von elatus zu nielina. Das gelbe Feld ist etAvas tiefer als bei elatus gefärbt und bleibt AAÜe bei jener
Subspecies Aveit von der Wurzel entfernt, doch findet sich immer ein deutlicher Streif unmittelbar vor dem Hrd
des Figls, der bei elatus höchstens angedeutet ist; ein kurzes discales Fleckenband vorhanden. Unten sind der
Hflgl und der Außenrd und Apex des Vflgls noch stärker graugelb gestreift als bei sarsanda und es hebt sich da¬
her das schwarze Discalband des Vflgls scharf ab. Die Unterseite unserer Figur ist etAA'as zu rötlich, auch tritt
das schwarze Discalband zu nahe an den Außenrd. — melitia Jord. Das fahl orangefarbene Feld ist schärfer methia.
umschrieben als bei subelatus, reicht bis nahe an die Wurzel und schneidet scharf mit dem Vrd der Zelle ab ;
Discalband deutlicher. Unterseits der Hflgl und Apex des Vflgls dunkler als bei subelatus und alcione. Rio
V
46
362
AOTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
Negro in Nordost-Peru (nicht mit dem gleichnamigen großen Nebenfluß des Amazonas zu verwechseln!); nur
fheophila. 2 im Triiig. Museum. — theophila Dor/n. (81 c). Vielleicht spezifisch verschieden. Hlb orange, oberseits ziemhch
ausgedehnt schwarz. Das Vflglfekl orange, von der Wurzel zur untern Zellecke und auf dem Discus darüber hin¬
aus reichend; ein schmales discales Fleckenband ist vielfach vorhanden, auch haben manche Exemplare einen
alcione. Fleck zwischen Zellspitze und Band. Südost-Ecuador: Loja, Zamora etc. — alciorse Heiv. (82 d). Der melina
ganz ähnlich, aber das Vflglfekl etwas größer und wie die schmale discale Fleckenbinde sehr blaß graugelb,
blasser als bei irgend einer andern Form dieser Spezies. Die Unterseite heller als bei melina, dicht graugelb ge¬
streift. Nordost-Ecuador: Rio Napo. — Die folgenden 4 Formen bilden zusammen vielleicht eine von A. alcione
getrennte Art. Die Discalbinde des Vflgls ist bei ihnen stärker entwickelt und ist wie das große Proximalfekl
snlmonea. orangerot. Bei salmonea Jord. ist das Discalband etwa Vs breit als der schwarze Zwischenraum, der es
vom Proximalfelde trennt. Letzteres reicht bis an die Wurzel des obern Medianastes, selten steht noch em
Fleck vor dieser Ader. Die dunkeln Teile der Oberseite haben einen schwachen blauen Schein. In Nord-Peru,
sodalis. südöstlich von Chachapoyas gefunden. — sodalis (81 d), von Zentral-Ost-Peru (Ucayali, Chanchamayo etc.),
messeres. ist etwas lebhafter orangerot als sadnionea und das Discalband im ganzen etwas breiter. — messeres Jord., von
Südost-Peru (Carabaia), hat eine etwas hellere Hflglunterseite als sodalis, besonders ist der Figl um die Zell-
corduha. spitze herum weniger ausgedehnt schwärzlich. — corduba Hew. (81 b), die Form aus Bolivien, zeichnet sich da¬
durch aus, daß das Wurzelfeld der Vflgl-Oberseite nicht bis an den obern Medianast reicht und das Discal,
band dagegen bis an den untern Medianast hinabzieht.
c) ozomene- Gruppe.
Die Borsten der Hflgl-Unterseite auf die Zellfalte rind Adern beschränkt. Obere Radiale beider Figl
von der Zelle. Hlb schwarz, unten oft hell gefleckt (beim $ von A. calUanthe zum guten Teile rot).
leucomelas. A. leucomelas Bates {= orizawa Reah., leucomelaena Dew., ^ = nox Bates) (81 d). cj oben schwarzblau;
Vflgl unten mit großem gelbweißen Proximalfelde, das bis zur Zellspitze reicht; Hflgl mit kleinem gelbweißen
Fleck an der Wurzel. $ bläulich schwarz, mit gelbweißem Feckenbamd in der Mitte des Vflgls; unterseits das
Band viel breiter und die dasselbe durchziehende Adern weniger breit schwarz. — Eine rein zentral-amerikanische
Art, die von Mexiko bis zum Chiriqui in Panama verbreitet ist.
A. ozomene. Vertritt die vorige Art in Columbien und Ecuador; leicht durch die gelblich rote Färbixng
des Wurzelfeldes der Vflglober- und Unterseite zu unterscheiden. oben schwarzblau ; das orangerote Basalfekl
entweder einfarbig oder distal blaßgelb; unterseits ist das Basalfekl mehr oder weniger ausgedehnt blaßgelb, aber
bleibt an der Basis stets gelbrot. Das Feld ist in derOröße oberseits sehr veränderlich, reicht unten aber stets bis nahe
zur untern Zellecke. $ bläulich schwarz, mit großem gelbroten Proximalfelde, das außen blaßgelb und oberseits
von der Wurzel her mehr oder weniger reduziert ist, aber wenigstens unterseits bis zur Wurzel reicht; auf der
Unterseite der Hflgl und der Distalteil des Vflgls schmutzig gelbgrau, schwarz gestreift. Die Rp, von der
uns A. H. Fasse zwei geblasene Exemplare geschickt hat, ist oben fast rein schwarz und unten hell (wahrschein¬
lich im Leben grüngelb); die beiden Farben scharf begrenzt. Kopf und Brustfüße schwarz; die im hellen Teile
stehenden Seitendornen an der Wurzel hell, die übrigen dunkel mit hellerer Wurzel und blassen Borsten, und etAva
dreimal solang als die Entfernung zwischen zwei Dorsalborsten desselben Ringes. Pp kreideweiß, mit scliAvarzen
Dolmen und schwarzen Zeichnungen; die Dornen länger als der Zwischenraum zwischen den beiden Dornen
desselben Rings. Die Dornen stehen am Oberrande eines Läiigsbandes von schwarzen Zeichnungen, ein ähnliches
Band unmittelbar unter den Stigmata, und auf der Bauchseite drei hinten offene Ellipsen; die Räume zAAischen
diesen Binden mit wenigen feinen Strichen und Punkten von gleicher Färbung; Kremaster ganz schwarz. Die
ozonmic. Art ist recht häufig. — ozomeiie Godt. (81 e, f; die Namen von 81 e Fig. 4 und 5 sind vei’AAmchselt). S'- Hflgl-
Unterseite mit kleinem blaßgelben Basalfleck, der Rest des Hflgls ohne gelbliche Streifung. $: Unterseits
calimene, der Hflgl und der Apex des Vflgls schmutzig graugelb, schwarz gestreift. Bei (J-ab. calimene Rehel und bei
granadma. (J-ab. granadina Rebel ist das Proximalfeld der Vfigl-Unterseite ganz rot, bei ab. granndina aul.lerdem die Hflgl-
reducfa. Avurzel ausgedehnter gelb. Das rote Wurzelfeld der Oberseite ist bei reducta ab. nov. zu einem nur 5 bis
7 mm langen Fleck verkleinert, ozomene findet sich in Zentral- und West-Columbien und ist häufig in
,, Bogota-Sammlungen“, ob der Falter aber wirklich in der Ost-Cordillere Columbiens vorkommt, ist mir nicht be-
gahrielae. kaiint. — gabrielae Rebel unterscheidet sich beim B durch etwas geringem Blauglanz. Beim $ ist die braunrote Fär¬
bung des Proximalfekles des Vflgls auf der Oberseite etwas reduziert. West-Ecuador: Balsabamba, Agua Santa,
cleasa. Paramba. — cleasa Hew. (= catopasta Jord.) hat einen noch geringem Blauglanz auf der Oberseite des
Unten ist der Hflgl des gelbgrau gestreift, mit Ausnahme eines zentralen Bandes, manche Exemplare zeigen
aber von dieser Streifung kaum eine Spur (von dem Basalfleck abgesehen). Das Rotbraun auf der Oberseite des
Vflgls des $ ist stark reduziert und fehlt manchmal fast gänzlich, in welchem Falle das Proximalfekl oberseits
zu einer Fleckenbinde zusammengeschmolzen ist. Im südwestlichen und südlichen Ecuador: Chimbo, Zaruma,
Zamora.
A. stratonice. ScliAvarz, mit scliAvachem blauen Schimmer, ^ : Vflgl mit großem orangefarbenen Mittel-
AOTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
‘> *>
felde, das wenigstens unterseits in der Zelle bis an die Basis reicht, den Hid des Figls freiläßt, einen schwarzen
Discocellularfleck einschließt; Unterseite des Hflgls iin Wurzelfelde orangerot gestreift, die Streifen zuweilen
teilweise graugelb, distal allmählich verschwindend. $ größer und blasser, dasVflglfeld orange oder blaßgelb,
im letztem Falle proximal rotbraun überwaschen und oben die Wurzel nicht erreichend; Hflgl-Unterseite
fast gleichmäßig orangerot gestreift, auf dem Discus oft grau beschuppt. Früliere Stände unbekannt. Von der
Sierra de Merida in Venezuela bis nach Ecuador verbreitet. — meridana Jord. : Das orange Vflglfeld reicht meri&jua.
auch oberseits bis nahe an die Wurzel, der unter dem untern Medianaste liegende Streif des Feldes geht basal-
wärts über die Wurzel dieser Ader hinaus, ist aber gewöhnlich durch eine schwarze Makel unterl)rochen. Unten
ist das Feld graugelb mit orangeroter Basis; Außenhälfte des Hflgls fast ganz ungestreift. 9- ^^^s Vflglfeld
blaßgelb, das Wurzelfeld bis zur untern Mediana schwarz, braunrot überwaschen, der zwischen den beiden
Medianästen liegende Streif des Mittelfeldes nicht unterbrochen, der unter der zweiten Mediana stehende Fleck
etwa 6 mm lang. Merida, Venezuela. — marthae Jord. (J wie vorher, aber der unter dem untern iMedianaste marthoe.
liegende Streif des Vflglfeldes stärker unterbrochen und daher der äußere Teil des Streifens kürzer; auch ist
die Hflgl-Unterseite mehr gleichmäßig gestreift. Beim ^ geht der schwarze Fleck, welcher vom Hrd her an
der proximalen Seite des blaßgelben Feldes schräg gegen die Zelle hin vortritt, bandförmig über die untere
Mediane bis an die Zelle, das Wurzelfeld proximal von diesem schwarzen Bande brauni’ot. Sierra de Sta. Marta,
Nord-Columbien. — acipha Hew. (82 a, b). (J: Das Orangefeld reicht nicht so nahe an die Basis wie bei den vo- acipha.
rigen Formen, besonders fehlt der proximale Teil des unter der Zelle liegenden Streifens und unterseits ist die
Mhirzel des Vflgls etwas weniger ausgedehnt bräunlich orange. Beim $ ist die braunrote Beschuppung proxi¬
mal vom blaßgelben Mittelfelde der Vflgl-Oberseite nur andeutungsweise vorhanden, und auch unterseits ist
das Rotbraun mehr als bei den vorhergehenden Formen eingeschränkt. Ost-Cordillere von C'olumbien; ziemlich
häufig in ,, Bogota-Sammlungen“ ; von 400 m aufwärts. — stratonice (82 a). Im ganzen größer als die vorigen siratonicc.
Formen, die Geschlechter in Färbung fast gleich, auch ist das Orangefeld unten nur^Avenig blasser als oben
und beiderseits größer und dunkler als bei acipha, etc. Zentral- und West-Cordilleren von Columbien. Bei
dem einzigen $ von der West-Cordillere, das mir Amrliegt, ist das Vflglfeld auf der Unterseite vom Zellapex
auswärts fast so blaß wie bei acipha unsere beiden vom selben Fundort (Rio Dagua, von W. F. H. Rosenberg
gesammelt) stammenden (JeJ stimmen mit den Stücken von der Zentral-Cordillere überein. Das $ bildet
einen Uebergang zur nächsten Subspecies. — diversa suhsp. nov. Zwei ein $ von Ost-Ecuador im diversa.
Britisch-Museum, Type von Banos (Rio Pastaza). Die sind ganz wenig blasser als stratonice, aber der Hflgl
hat oberseits in der Wurzelhälfte sehr deutliche Spuren einer Orangefärbung. $ größer, blasser, Vflglfeld
außen gelb, diese Färbung proximal oben und unten nicht scharf begrenzt, Hflgl mit Spuren von orangen Strei¬
fen vor der Zelle; Unterseite blasser, Hflgl grau gestreift, in der Zelle und am Saume scliAvärzlich. ■ — aereta acrcta.
Jord. Ein ^ von Zamora, Südost-Ecixador. Der Discocellularfleck des Vflgls sehr groß und mit dem Costal-
rande vereinigt; das Orangefeld bis an die Wurzel und ganz nahe zum Hrd reichend, unterseits distal blasser
als proximal. Hflglzelle unterseits gelbgrau gestreift. — carica Weyni. Mir nicht in Natxir bekannt. Der aereta carica.
ganz ähnlich, vielleicht mit ihr identisch, doch sind nach Wbymer die Streifen der Hflgl-Unterseite rot. Es
wurden von Stübel 5 in Nord-Peru zwischen Tambo Almirante und dem Rio Negro bei 860 bis 2000 m Höhe
gefunden. Die Abl)ildung stellt aber sicher ein $^dar.
A. adoxa Jord. Die kleine Art ist auf ein einzelnes aus ,, Bogota“ gegründet, das sich bei keiner Art adoxa.
unterbringen läßt. Schwarz, mit sehr schwachem blaxien Schimmer, die Zeichnungen gelblich lachsfarben
(denen von A. callianthe im Ton ähnlich). Vflgl mit mehr gleichmäßig gerundetem Distalrande als bei H. stra¬
tonice', ein großes, an den Rändern verwaschenes Feld reicht A?om Vrde der Zelle zxir untern Submediane, beginnt
etwa 5 mm von der Basis und breitet sich bis AA^enig über die Zellspitze aus ; ein scliAvarzer Discocellularfleck
hängt mit dem scliAvarzen Costalrande zusammen. Unterseits ist das Vflglfeld größer, besser umschrieben, und
der Discocellularfleck ist von ihm ganz umschlossen ; Hflgl in der Basalhälfte ziemlich stark rötlich gestreift,
die Streifen außen schAvach, Distalteil des Vflgls fast ungestreift. Vflgllänge 23 mm. — Aehnelt A. diceus dicens, ■
der Hrd des Vflgls ist aber viel kürzer.
A. callianthe. Eine der schönsten Arten. oben sammetscliAvarz ; auf dem Vflgl ein gellüich lachs¬
farbenes oder rötelrotes Feld, das die Basis und den Hrd nicht erreicht und vorne mit der Subcostale abschließt ;
die Umrandung dieses Feldes (Costalrand ausgenommen), ebenso Avie der Hflgl von der Wurzel bis auf den Dis¬
cus, stark glänzend blau, diese Färbung ziemlich scharf abgesetzt. Hflgl-Unterseite gleichfalls charakteristisch
gefärbt; das Wurzelfeld ist bis zur Zellspitze und geAVÖlmlich auch bis nahe zum AnahAunkel grünlichgelb (dunkel
Avachsgelb), Avährend der Rest des Figls eine rötlichbraune Färbung hat. Das $ dem (J ganz unähnlich; ober¬
seits braunschwarz, mit ziemlich starkem Blauglanze von der Wurzel ab bis zum Bande des Vflgls und bis
weit über die Hflglzelle hinaus; Vflgl mit schmutzig Aveißeni Schrägbande, das in die untere Zellecke eintritt
den Costalrand und Hinterwinkel nicht ganz erreicht und unten breiter als oben ist. Auf der Unterseite des Hflgls
ist das Wurzelfeld ähnlich gelb Avie beim (J, aber nicht so scharf begrenzt, da das Außenfeld hellgesti’eift ist ;
Hlb des 5 größtenteils rot. Von Venezuela, bis Ecuador verbreitet. — alla Jord. Da,s rote Vflglfeld zu einem alla.
Bande verschmälert, das proximal mit der Wurzel der unteren Mediane abschließt, so daß der in der Zelle liegende
Teil des Bandes fast quadratisch ist. Unterseits reicht das Feld aber fast bis an die FlghA-urzel. iMerida, Vene¬
zuela; mir nur 1 ^ bekannt. — callianthe Fldr. (81 d, 82 b). (J: Das Vflglfeld blasser als bei alla, AA'urzelAvärts callianthe.
364
ACTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
weit über den Ursprung des untern Medianastes hinausgehend, dreieckig, außen abgerundet, der schwarze
Discocellularfleck deutlich. Manche Stücke haben Spuren von Rot auf der Oberseite des Hflgls vor und in der
Zelle. $ auf der Hflgl- Oberseite etwa halbwegs zwischen Zelle und Außenrd mit deutlicher grauer Streifung.
amoena. Ost-Cordillere von Columbien; ziemlich selten, besonders das $. — amoena subsp. nov. ($ 81 d, als callianthe).
: Das Vflglfeld tiefer rot als bei callianthe, ähnlich gestaltet, aber nicht über die Zellspitze hinausgehend, der
Discocellularfleck daher fast vollständig mit dem schwarzen Außenfelde verschmolzen. Unterseits das Feld
wie bei calliaMhe, aber viel röter. Der Hflgl des $ hat oberseits keine graue Streifung; das Vflglband ist hinten
etwas küi’zer als bei callianthe und an der untern Zellecke etwas breiter ; auf der Unterseite ist das Band außen
deutlicher schwarz begrenzt und ist der Hflgl distal von der Zelle auffälliger geschwärzt. West-Cordillere
Columbiens, von A. H. Fassl im Rio Aguaca-Tal bei 2000 m Höhe gefunden. Die Art fliegt dort sehr schnell
rufa. und hoch und ist schwer zu fangen. • — rufa Jord. (J; Das Vflglfeld ist rötelrot, reicht viel näher an den Distal¬
rand des Figls als bei den andern Formen, doch finden sich außen vom Discocellularfleck nur wenige rote Schuppen
und ist der unter dem untern Medianast liegende Streif wurzelwärts viel stärker als bei amoena und callianthe
abgekürzt. Das Wurzelfeld der Hflgl-Unterseite blasser gelb als bei den vorhergehenden Formen und die Strei¬
fen zwischen Zelle und Abdominalrand undeutlich. Rio Zamora, Südost-Ecuador, 1800 m, von Simons 1 d
im Mai gefunden. Das Stück ist nicht gut erhalten und das ist vielleicht der Grund, warum der blaue Glanz
weniger stark als bei den andern Formen ist.
A. naura. Eine kleine Art; Brust und Hflglwurzel unterseits mit rötelrotem Fleck, ein solcher Fleck
auch am Gostalraude des Vflgls. d': Vflgl mit rötelrotem dreieckigen Basalfelde, das die Zellspitze nicht erreicht
und zuweilen zu einem Zellfleck reduziert ist. Hflgl mit roter Makel in und unter der^^Zelle und einer Reihe
ebenso gefärbter Discalflecken; diese Zeichnung sehr variabel und oft ganz fehlend. Unterseite des Vflgls ähnlich
wie oben, das rote Feld blasser; der Hflgl und Apex des Vflgls gelblich grau gestreift, mit dunkler discaler Schat¬
tenbinde, die Zelle des Hflgls fast ganz gelblichgrau ausgefüllt. $ viel größer als das (J, blasser. Venezuela
naura. und Columbien, ziemlich selten in den Sammlungen. ■ — liaura Druce (== ozinta Schaus). Oberseits ziemlich
stark blauglänzend. Vflglfeld auf einige Subbasalflecke reduziert, von denen der Zellfleck der größte ist. Vflgl
chea. mehr gerundet als bei der folgenden Form. $ dem ganz ähnlich. Merida, Venezuela. ■ — chea Druce (81 b).
Oberseite schwach blauglänzend; das rote Vflglfeld groß, manche Exemplare mit Spuren einer roten Subapical-
binde ; Hflglzeichnung zuweilen zu einem ziemlich großen Zentralfelde zusammengeflossen, zuweilen fast ver¬
schwunden. Beim $ ist das Vflglfeld viel blasser, am Hwinkel ein rötlichgraues Feld, von dem aus eine entweder
deutliche oder sehr unliestimmte schmale Fleckenbinde im gleichmäßigen Bogen zum Costalrande zieht ; Hflgl-
zeichnungen rötlich grau, ausgedehnter als die roten Zeichnungen des J, besonders ist auch das Abdominal¬
feld hell gestreift. Unten ist der ganze Hflgl und ein vorne breiter Vflglsaum gelblich grau, fein braunschwarz
gestreift. Columbien, in der Ost-Cordillere, von A. H. Fassl bei Pacho (2200 m) gefunden.
trinacria. A. trinacria Fldr. (81 a). Kleiner als A. naura, die das dreieckige rote Vflglfeld durchschneidenden
Adern etwas breiter schwarz, der Hflgl ohne rote Zeichnungen. Unterseits trägt der Vflgl gewöhnlich einen
oder zwei rote Flecke unmittelbar distal vom Zellende, dagegen findet sich bei A. naura gewöhnlich die Spur
eines roten Flecks weiter distal an der Außenseite des schwärzlichen Discalbandes. $ unbekannt. — Columbien.
Diese Art kommt in ,,Bogotä-Sammhingen“ und findet sich wahrscheinlich in der Ost-Cordillere ; genauere Fund¬
orte sind mir nicht bekannt.
tenehrosa. A. teiiebrosa Heiv. (82 a). Nur ein paar $$ bekannt; gehört vielleicht zu trinacria oder segesta. Schwarz¬
braun mit schwachem blauen Schimmer. Vflgl mit rötlich-orangefarbener Schrägbinde von der Costa über den
Apicalteil der Zelle zum Hwinkel laufend und hier mit einer schmalen gleichfarbigen Discalbinde vereinigt;
diese Zeichnungen oberseits verwischt; unten besser entwickelt, besonders das proximale Band viel breiter,
Hflgl und Apex des Vflgls gelbgrau, die Discalbinde des Vflgls außen allmählich abschattiert, Hflgl mit dunklem
Schattenbande um die Zellspitze. — Ecuador.
segesta. A. segesta Weyin. dognhn Schaus) (82b). Viel größer als trinacria, oberseits derselben ähnlich.
Unten sind der Hflgl und der Distalsaum des Vflgls rötlich gestreift ; die Beschuppung dieser Streifen ist an der
Außenseite des schwarzen Discalbandes des Vflgls zu einer sehr schmalen Binde verdichtet. $ dem ^ ähnlich,
größer und etwas blasser. — Im östlichen Ecuador; Huamboya, Zamora, Loja.
flavibasis. A. flavibasis Jord. {— diceusawcC) (81 e Fig. 4, irrtümlich als ozoniene bezeichnet, 81 g ^). Das Mate¬
rial, welches ich seit der Ablieferung des Manuskripts der Acraeinae für Wagners Lepidopterorum Catalogus
habe vergleichen können, macht es wahrscheinlich, daß die dort unter diceus und calUanira aufgezählten Formen
geographische Rassen einer Art sind, mit Ausnahme von flavibasis, die ich nunmehr als selbständige Art auf¬
fassen muß. Diese in ,, Bogota-Sammlungen“ häufige Actinote scheint nicht auf die Ost-Cordillere Columbiens
beschränkt zu sein, daWEYMER in ,,Stübels Reise“ angibt, daß diese gelbbasige Species (die er fälschlich fiü
diceus hielt) in der Zentral-Cordillere neben der unterseits rot-gestreiften Form (des echten diceus) vorkommt.
Die Geschlechter sind einander ähnlich. Vflglfeld orange; oberseits kein Discalband,’ dagegen unterseits ein sol-
AOTINOTE. Von Dr. K. Joudan.
306
clies zuweilen mehr oder weniger deutlich ausgebildet: ^^-ab. fasciata ah. nov. Ht'lgl unterseits mit gelbem Hasal-
leide, das schwarz gestreift ist; Rest des Hflgls sowie der Distalteil des Vflgls höchstens mit Spuren von Streifeu.
Das $ viel größer als das das Vflglfeld ähnlich, oberseits proximal gewöhnlich schwarz überzogen. Auf
der Unterseite der ganze Hflgl und der Distalteil des Vflgls lehmgelb, schwarz gestreift, die gelbe Beschuppung
besonders dicht in der Zelle und an der Wurzel des Hflgls; Vflgl mit breitem schwarzen Bande, das in die Zell¬
spitze eintritt und weder Costalrand noch Hinterwinkel erreicht; an der Außenseite oder noch innerhalb des Ban¬
des meist rötliche Schuppen, die oft eine dünne, zuweilen auch auf der Oberseite deutliche Binde bilden.
A. diceus. Blauschwarz, Hlb unten oft rötlich. (^: Vflgl mit großem dreieckigen Proximalfelde, das
die Zellspitze nicht erreicht und von orangerot bis rosenrot variiert; die Discalbinde ist wenigstens unten stets
vorhanden und steht der Zellspitze viel näher als dem Flglapex. Hflgl oben ohne Zeichnungen, höchstens bei
aberranten Exemplaren mit Spuren roter Flecke. Das $ blasser xind viel größer als das demselben in der
Färbung ähnlich, oder das Basalfeld der Vflgl-Oberseite verdunkelt oder unterdrückt und das stets breite Discal-
band gelb oder weiß. Columbien bis Südost-Peru. Die früheren Stände unbekannt, obwohl die Art in manchen
Gegenden zu den häufigen Schmetterlingen gehört. Latreilles Beschreibung von diceus ist sehr klar. Godart
hat aber mehrere Arten unter dem Namen (in dice umgewandelt) aufgemischt und spätere Autoren haben (wohl
infolgedessen) die Art vielfach falsch identifiziert. Uebrigens ist es erwähnenswert, daß der Teil von Humboldt
und Bonplands ,,Recueil“, welcher Latreilles Beschreibung von diceus enthält ebenso wie die betreffende
Tafel (PI. 42) den meisten Exemplaren des Werkes fehlt und daher wohl selten verglichen ist. — amida Hexe, amida.
($ = theogonia Wexj-m.) (81h). Discalband des Vflgls breit, oben kaum blasser als das Proximalfeld, unten
dagegen ganz gelb oder nur proximal schwach rötlich. Beim $ ist das Basalfeld oben rotbraun, schwarz über¬
waschen, unten reiner rot; das Discalband oben und unten gelb. Sierra de Merida in Venezuela und Ost-Cordil-
lere von Columbien. — diceus Latr. ((J = dice Godt. part., aurantia Wexjm.., olgae Rehei; $ = albofasciata diceus.
Therese nec Hexo.) (81 f). (J : Vflgl wenigstens unten immer mit Discalband in verschieden starker Ausbildung,
Hflgl unten rosarot gestreift, diese Streifung ist meist auf das Wurzelfeld beschränkt, nimmt aber oft den ganzen
Figl ein. Nach der Ausbildung des Discalbandes kann man die Exemplare in 3 Gruppen bringen: f. sinefascia sinefasda.
form, nov., oben ganz ohne Discalband; f. diceus Lab'., das Discalband oben mehr oder weniger ausgebildet; f.
confluens form, nov., das Discalband unterseits breit mit dem Wurzelfelde zusammen geflossen, so daß ein schwarzer confluen.s.
Discocellularlfeck hinten und seitlich isoliert wird. Diese individuellen Formen gehen ineinander über. Außer¬
dem treten Exemplare auf, bei denen der Hflgl in und vor der Zelle rote Fleckchen trägt: (J-ab. rubrosticta x-uhrosüda.
ah. nov. Weymers Beschreibung von auxrmtia paßt auf f. diceus, die dazu gegebene Abbildung in ,,Stübels
Reise“ scheint aber verfehlt zu sein. Das ^ von dicexis (81 f) ist oberseits blauschwarz und trägt auf dem Vflgl
ein gelbweißes schmales discales Fleckenband; auf der Unterseite ist das rote Basalfeld vorhanden, aber sein-
stark reduziert. Zentral-Cordillere Columbiens ; von A. H. Fasse beide Geschlechter am Monte Tolima in
1700 m Höhe gefunden. Frische sind lebhaft rot. — ■ Wir kennen noch keine dfce«s-Form von der West-
Cordillere Columbiens und von West-Ecuador. — Im nordöstlichen Ecuador fliegt napensis JonZ. G'- Oberseite nupensis.
viel schwächer blauglänzend als bei dicexis, das Wurzelfeld von vorneher reduziert, das Discalband schmal.
Rio Napo. — • albofasciata Hexo. ((J = rosaria Wexjm.) (81 g ^■. Blasser rosa als bei dicexis und der Blauglanz albofasdaia.
so schwach wie bei napensis, das Wurzelfeld wie bei napensis reduziert, aber das Discalband stets breit. Das
Discalband des $ weiß, ohne einen deutlich gelben Ton, etwas grader und außen an den Adern weniger stark
eingekerbt; Unterseite des Hlbs rot. Im südöstlichen Ecuador: - Rio Zamora, Rio Pastaza, etc., und viel¬
leicht auch in Nordost-Peru: — thespias Wexjm. wie alhofasciata-(^ , aber die Vflglzeichnungen ober- tliespias.
seits orangerot, nicht rosa, das Discalband unten gelb, nach hinten verbreitert und hier oben und unten
gewöhnlich mit dem Basalfelde vereinigt, die Hflgl-Unterseite an der Basis graugeib gestreift. Das $ in ,,8tü-
BELS Reise“ abgebildet: Wurzelfeld rotbraun, Discalband hellgelb, im Bogen vom Costalrande zum' Hinterwin¬
kel ziehend; Hflgl oben graublau, mit Ausnahme des Saumes. Zentrales Nord-Peru : Distrikt von Chachapoyas.
— callianira LZ&ii. (81 h). ^•. Vflglzeichnungen oberseits lebhaft orangerot, Discalband unten distal gelb, zuweilen «übaxim.
ganz rot, zuweilen ganz gelb, selten mit dem Basalfelde zusammenhängend, die Streifung der Hflgl-Lmterseite auf
dem Discus etwas deutlicher als bei Das $ dem ähnlich, blasser und größer, auf der Oberseite Basal¬
feld und Discalband orangerot, letzteres unten gewöhnlich größtenteils gelb. Zentrales Ost-Peru: Pozuzo,
Chuchuras, Chanchamayo. ab. stenia Jox'd. kann füi- Exemplare behalten iverden, bei denen das Discal- steuia.
band unterseits ganz gelb ist; der Name wurde ursprünglich für die Ghanchamayo-Stücke aufgestellt, die jedoch
keine gut umschriebene Subspecies bilden. — eurls Jord. Bei beiden Geschlechtern ist das schwarze Band, curis.
welches auf dem Vflgl das Basalfeld vom Discalbande trennt, breiter als bei der vorigen Form, das Discalband ist
unten ganz orangerot, höchstens mit schwachem gelben Anfluge. Hflgl-Lhiterseite ganz gelblich grau gestreift,
ein kurzes Mittelband vom Costalrande bis zur untern Zellecke und ein schmales, scharf begrenztes Saumband
schwarzbraun. Südost-Peru : Marcapata, Cuzco-Distrikt, Carabaia.
A. jucunda Jord. (81 h) vertritt die vorige Art in Bolivien, hat aber eine längere Vflglzelle. Pronotummit jucunda.
orangefarbenem Fleck an jeder Seite . Vflglzeichnung ähnlich wie bei M . dicexis exiris, aber gelblicher, das Discalband
366
ACTINOTE. Voi] Dr. K. Joedan.
griseata.
anaxo.
comta.
hilaris.
ampliilecta.
eresia.
Icptogram-
ma.
ercsina.
in Flecke aufgelöst, und beim $ das Basalfeld oberseits fast ganz unterdrückt, Hflgl ohne deutlichen blauen Glanz.
Hflgl-Unterseite iind Apex des Vflgls beim ^ bräunlich orange gestreift, in der Zelle etwas mehr grau, beim $
die Streifen grau, das orangerote Discalband des Vflgls beim $ außen nicht scharf abgesetzt. ■ — Ost-Bolivien.
A. griseata Btlr. ($ 81 b, Hlb irrtümlicherweise orangefleckig). Diese Art fliegt in Ost-Peru in Gegenden,
wo sich auch callimiira findet. Figl schmäler als bei callianira, das Discalband des Vflgls nach hinten nicht
erweitert, außen an den Adern regelmäßiger gekerbt, Hflgl blasser bläulichgrau. Beide Vflglzeichnungen unten
kaum blasser als ol>en, während das Discalband bei callianira mehr oder weniger gelb ist; Hflgl-Unterseite dicht
graugestreift, mit schmalem dunklen Saume ; Hlb oben und an den Seiten ganz schwarz. — Zentral-Ost-Pe-
ru: Pozzuzo, Cushi etc.
A. anaxo. d' ^ Oberseite mit Ausnahme des Saumes stark glänzend grünblau ; Vflgl mit orangerotem
Discalbande vom Costalrande zum Hinterwinkel, ohne orange oder rotes Basalfeld. $ nicht bekannt. Ost-Peru.
— anaxo Hpffr. Hflgl-Unterseite nur im Basaldrittel deutlich gelblichgrau gestreift. Chanchamayo. — comta
Jord. (82 d). Vflglband breiter, Hflgl-Unterseite und Distalteil des Vflgls dicht gelblichgrau gestreift, bei anaxo
die äußern % des Hflgls und der Distalteil des Vflgls fast rein schwarzbraun. Callanga, Provinz Cuzco, Südost-
Peru, von Garlepp in 1500 ni Höhe gefangen.
A. hilaris Jord. (82 a). (J: Kragen und Brust mit kleinen orangefarbenen oder mehr grauen Flecken,
Hlbsunterseite orange gezeichnet. Oberseite ähnlich wie bei callianira, das Discalband kürzer und der Hflgl
weniger blau. Die Unterseite des Hflgls ganz verschieden; das Discalband außen weiß gerandet, Hflgl mit breiter
weißer Discalbinde, die proximal von einer schwärzlichen Linie begrenzt wird und hinten mit einem großen
weißen Felde verschmilzt, das dasWurzel- und Abdominalfeld vom Costalrande bis nahe zum Analwinkel einnimmt ;
es bleibt also im basalen ^/s nur eine große dreieckige braune Costalmakel bestehen, die sich in die oben ei’Avähnte
dünne Linie fortsetzt. $ dem d' ähnlich, blasser, das Basalfeld oberseits an der Wurzel schwarz übertüncht,
die weiße Färbung gelblich, weniger rein und auffällig. Bei beiden Geschlechtern ist die untere Fcke der Vflgl-
zelle mehr vorgezogen als in den verwandten Arten. — Ost-Peru.
A. amphilecta spec. nov. In Ost-Fcuador fliegt eine Actinote die halbwegs zwischen A. diceus thespias
und A. negra steht. etwas kleiner als thespias-(^ , das Wurzelfeld des Vflgls blasser orange, zwischen den Adern
gebuchtet, an den Adern gezähnt. Discalband wie das Wurzelfeld gefärbt oder mehr gell), in Länge und Breite
veränderlich, der })andförmige schwarze Zwischenraum hinten schräger als bei thespias, zuweilen infolge der größern
Ausdehnung der Orangefärbung in Flecke aufgelöst. Hflgl mit sehr schwachem Blauglanze, von der Wurzel bis
eben über die Zellspitze hinaus orange, dies Feld stark schwarz gestreift (im Typus die Zelle fast ganz sclnvarz),
vielfach nur orange Streifen vorhanden, die zwischen Zelle und Costalrand liegen. Unterseits das Discalband
des Vflgls gelb oder orangegelb, das Wurzelfeld wie oben, ein basaler Costalfleck beider Figl graugelb, die Wurzel
und Zelle des Hflgls gelbgrau gestreift, diese Streifen sowie die Basalflecke oft deutlich orangebraun getönt.
$ größer und blasser, das Discalband des Vflgls gelb, proximal schwach orange, hinten bei dem einzigen Exem¬
plare mit dem Proximalfelde verbunden; Hflgl bis über die Zellspitze hinaus orange, verwaschen, schwarz ge¬
streift. Unten blasser, Hflgl und Distalteil des Vflgls gelbgrau gestreift, Hflglzelle fast ganz gelbgrau, um die
Zellspitze, des Hflgls ein dunkles Schattenband, Saum gleichfalls schwärzlich, auf dem Discus gelbgraue Streifen.
Taster bei S und $ seitlich an der äußersten Wurzel gelblich beschuppt; Hlb unten mit drei Reihen verwaschener
gelblicher Flecke; Pronotum ohne Flecke. Hinterwinkel der Hflglzelle weniger als bei thespias ausgezogen.
— Izn British Museum 7 uzzd 1 $ von Ost-Ecziador ; Gualacpiiza (Type), Canelos, Sa. Jnez und Aguano.
A. eresia. Erinnert durch die große Ausdehmzng der hellen Färbung auf der Oberseite an die thalia-
Gruppe. : Oberseite blaß ockergelb bis rotorange, mit schwarzen Adei’ii; auf dem Vflgl der Distalrand, ein
Schrägband distal vom Zelleizde, ein Discocellularfleck und ein Zellfleck schwarz. Hflgl-Unterseite charakteri¬
stisch : an der Wurzel einige orange Fleckchen, in der Mitte ein weißes Band, das proximal von einer an der Zell¬
spitze gewinkelten schwarzen Linie begrenzt wird. $ blasser als das d', die schwarzen Zeichnungen ausgedehnter,
die Zeichnungen der Hflgl-Unterseite weniger scharf hervortretend. Die beiden uizteriz Radialäste des Hflgls
dicht zusaizimen und die untere Zellecke stark vorgezogen. Von Columbien bis Bolivien in mehreren geographi¬
schen Rassen verbreitet, ziur aus dem Osten dieser Länder bekannt und ziemlich selten in den Sammlungen.
— eresia Fldr. (82 d) (d : Die Adern des Vflgls breit schwarz gesäumt, diese Streifen so dick wie der Discocellular¬
strich. Grundfarbe zuweilen viel blasser als bei unserer Figur. $ nicht bekannt. Ost-Cordillere von Columbien.
— leptogramma Jord. (82 c). Variabel. cJ: Aderstreifen dünn, Discocellularstreif und schwarzes discales Schräg¬
band breit und gewöhnlich vereinigt, der Saum bis zum Hinterwinkel bi’eit schwarz; Hflglsaum verwaschen
schwarz. Auf der Unterseite läuft die schwarze Discallinie des Vflgls bis über den untern Medianast hinaus. $
ausgedehnter schwarz als das cJ; Wurzelfeld des Vflgls und der Hflgl ganz schwarz, oder auch nur das Basal¬
drittel und der Saum des Hflgls geschwärzt. Ost-Fcuador: Archidona und Bahos am Rio Pastaza. — eresina
Jlpffr. (82 c). Blasser als die vorigen Formen, das $ zuweilen blaß strohgelb, das Schwarz reduziert, auf der
Unterseite die schwarze Discallinie des Vflgls nur bis an den obern Medianast reichend. Die Exemplare variieren
beträchtlich im Ton der Grundfarbe sowohl wie in der Ausdehnung der Zeichnungen. Mir vom Rio Palcazu
und Rio Marcapata, von Cuzco und aus Carabaia bekannt; Exemplare aus Bolivien, der tjqiischen Lokalität,
habe ich nicht vergleichen können.
ACTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
3Ö7
A. desmiala Jord. Nahe mit eresia verwandt. (J: Vflgl oi)en schwarz mit orangerotcnn Wurzelte! de, d<jamw.lu.
das zwischen Oostalrand und unterer Submediane liegt, in der Zelle am weitesten distal geht, hier den Ur.sprungs-
punkt des untern Medianastes erreicht und ahgestutzt ist, ein breites Discalband derselben Farbe von der Oostal¬
ader zur untern Submediane, die letztere nahe am Hinterwinkel erreichend und die untere Spitze der Zelle be¬
rührend, der Ird dieses Bandes vorne zweimal gebuchtet, dann fast ganz grade, sein Außenrd an der mittlern
Radiale stumpf gewinkelt und an dieser Ader sowohl als an der untern Mediane eingekerbt. Hflgl gleichfalls
schwarz, mit einem breitem verschwommenen Mittelhand, das in die Zelle eintritt und hinten fast bis zur Wurzel
und zum Analwinkel ausgedehnt ist, der vordere und hintei'e Teil dieses Bandes graugelb, der mittlere ü’eil
orangerot, die Adern und Zwischenaderfalten schwarz. Auf der Unterseite der Vflgl wie oben, aber die orange
Zeichnungen blasser, das Discalband distal gelblich weiß begrenzt und der »Saum tief orange schattiert. Hflgl
wie bei eresia leptogramma, aber ohne helle Beschuppung proximal in der Zelle und am Costalrande, das helle
Mittelhand breiter, und der Saum mit orangeroten »Schuppen bestreut, die eine deutliche Linie bilden. — Ar-
chidona, Nordost-Ecuador, 1 im British Museum.
A. laverna Dbl. (82 e). Palpen, Kragen und Brust rein schwarz. Vflgl wie bei den folgenden Arten lavcrna.
mit orangefarbenen Basalfelde und Discalbande, der Costalrand bis zur Wurzel schwarz, der letzte Fleck des
Discalbandes (unter dem 1. Medianaste stehend) klein ; die schwarzen »Streifen des Hflgls breit, der breite schwarze
Saum nicht sehr scharf begrenzt. Auf der Unterseite das Discalband gelb oder gelblich, heller als das Wurzel¬
feld und länger als oben; Hflgl (ähnlich wie bei A. callianthe) von der Wurzel bis zur Zellspitze und zum Anal¬
winkel graiigelb gestreift, Rest des Figls rötlichbraun gestreift besonders am Zellende, am Rande geschwärzt, oft
sind gelbliche Submarginalstreifen vorhanden. $ (T3r|)e im British-Museum, von Doublbday abgebildet) ; Discal¬
band oberseits blaßgelb, Basalfeld dunkler als beim Hflgl braunorange überwaschen. Bei und $ die
untere Ecke der Hflglzelle stärker als bei den nächsten beiden Arten vorgezogen. — Rp (im Oxford Museum, ex
coli. Kaden) oben bräunlich mit hellen Querzeichnungen, unten ganz hell, Kopf und Brustfüße schwarz. Dornen
der Ringe 1, 2 und 3 und die Dorsaldornen von 11 und 12 dunkel, alle übrigen hell, die Beborstung hell, die
Dornen etwa 4mal solang als die Entfernung zweier Dorsaldornen desselben Segments. Pp (gleichfalls in Oxford)
kreideweiß, mit subdorsalem Längsbande schwärzlicher Zeichnungen, einem schwächeren »Seitenbande und einem
starken ventralen Dopjjelstreifen ; Dornen schwarz, etwas so lang als die Entfernung zwischen den 2 Dornen
desselben Ringes, Analsegment schwarz; zwischen den Längsbändern schwache Zeichnungen. — Venezuela.
Vermutlich kommt diese Art auch in Ost-Cohimbien vor, es scheinen aber noch keine Exemplare von dort in
den Sammlungen vorhanden zu sein.
A. leontine. Taster mit gelblich grauer Beschuppung an den Seiten, Kragen und Brust rotbraun ge¬
fleckt (bei nicht abgeriebenen Exemplaren). Vflgl oberseits ähnlich wie bei A. laverna, das Basalfeld aber tritt
proximal nahe an den Costalrand. Unterseits ist das Discalband stets gelb, nicht orange, und der Hflgl dicht
graugelb gestreift, die Streifung geht entweder bis zum Distalrande oder ein abgekürztes breites Discalband,
das die Zellspitze umschließt, und der »Saum bleiben dunkel. Ecuador und Nord-Peru, geographisch stark
abändernd. — leontine Weym. Nach dem Bilde in ,,Stübels Reise“ ist das Proximalfeld des Vflgls blaß leontine.
orangegelb (der Beschreibung nach ,, rotgelb“), das Discalband blaßgelb, Hflgl Avie das Proximalfeld des Vflgls,
der schwarze Saum breit aber verwischt. Unten die Vflglspitze und der ganze Hflgl gelblich grau, das Discal¬
band des Vflgls außen nicht scharf begrenzt. Hierher gehört -vielleicht ein cj in coli. Godman aus Gualacpüza,
Ecuador, und ein zweites (J in coli. Hewitson aus ,,Ecnador“, beide im British-Museum. Bei diesen Exemplaren
ist der schwarze Zellfleck des Vflgls schmal, das Discalband blaßorange, auch unterseits kaum heller als das
Wurzelfeld, der Hflgl oben schwarzbraun mit ganz verwaschenem Orangefelde, oder blaßorange mit schwar¬
zem, hinten sehr schmalem Randbande. Hflgl-Unterseite höchstens in der Basalhälfte mit sclnvachen hellen
Streifen, die Außenhälfte oder fast der ganze Figl sowie der Distalteil des Vflgls geschwärzt, mit tiefer schwarzen
Streifen auf den Adern und Palten, ohne helle »Schuppen. — Eine weitere Form, aus Quito und Saraj^acu (Rio
Pastaza) im British Museum, ist leontine sehr ähnlich. Das Wurzelfeld des Vflgls fast so stark Avie bei .
hypsipetes reduziert, der orange Fleck im Apex der Zelle klein, Hflgl graugelb, stark scliAAUirz gestreift, mit oder
ohne orangerote Tönung, Saum variabel in Breite ; bei fast allen Exemplaren das Proximalfeld des Vflgls an den
Adern und am Hrd verAvaschen scliAvarz bestäubt. — bulis Jord. (82 e). cJ: Auf der Unterseite das gelbe Discal- bulis.
band des Vflgls distal nicht scharf begrenzt, der Distalteil des Vflgls und der ganze Hflgl dicht und gleichmäßig
gelbgrau gestreift, der Hflgl mit schAvachem rötlichbraunen Discalbande und ohne scliAvarzes Saumband. $ mh-
nicht bekannt. Südost-Ecuador: Loja, Zaniora. — • catochaera Jord. (82 e). (J: EtAA'as dunkler orange als die caiochaera.
vorhergehende Form; das schwarze Saumband der Hflgl-Oberseite schärfer begrenzt und breiter. Lhiterseits
der Distalteil des Vflgls und die Außenhälfte des Hflgls nur scliAvach gelbgrau gestreift, jedoch trägt der Hflgl
ein aus grauen Streifen bestehendes Submarginalband. Nord-Peru: San Pablo, und zentrales Süd-Ecuador:
Cuenca, von Simons bei 2000 und 2200mgefangen.— hypsipetes Jord. (82 e). Im ganzen größer als die letzten bei- hypsipetes.
den Formen. Das orangerote Basalfeld in der Zelle nicht ganz so AA^eit distal reichend und auch gegen den Hinter-
Avinkel zu abgeküi’zt, daher das schAvarze Mittelband breiter als bei den vorigen Formen, das Discalband heller
gelb und der schwarze Hflglsaum so breit Avie oder breiter als bei catochaera. Unten das Wurzelfeld oft etAvas
größer als oben, der Apicalteil des Vflgls und die Außenhälfte des Hflgls fast so dicht graugelb AAÜe bei bulis
368
ACTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
lind leontine gestreift, das gelbe Discalband daher außen nicht scharf abgesetzt, der Hflgl ohne deutlich abge¬
setztes Saumband. $ dem ^ ähnlich; Hflgl-Oberseite mit schwarzer, die Zellspitze begrenzender Linie, die auch
zuweilen beim deutlich ist. Cajamarca, Nord-Peru, von 0. T. Baron bei etwa 3000 m im Mai ni Anzahl ge¬
fangen.
A. negra. Ob die beiden hierhergerechneten Formen eine von leontine unabhängige Art bilden, darüber
läßt sich nach den sehr wenigen bekannten Exemplaren kaum ein Urteil bilden. Das schwarze Mittelband des
Vflgls oben und unten schmäler als bei den leontine-Yormen und das orangefarbene Discalband, das unten gelb
ist, entsprechend breiter; der schwarze Hflglsaum scharf begrenzt. Hflgl-Unterseite in der Basalhälfte, besonders
in der Zelle graugelb, sonst rotbraun mit dunklem Saume, ohne das dunkle, die Zellspitze umgebende abge-
cuclia. kürzte Band, das sich bei allen leontine-Yoviwe.n findet. Südost-Ecuador und Nord-Peru. ■ — ■ euclia Dogn.
Mir nicht in Natur bekannt; vielleicht ist die Form mit A. leontine bulis vom selben Orte identisch, die von
Dognin gegebene (schwarze) Abbildung paßt jedoch auf keins der ziemlich zahlreichen 6ttZfs-Exemplare, die ich
verglichen habe. cJ: Der schwarze Hflglsaum oben analwärts stark verjüngt und unten nur angedeutet. Ldja,
negra. Ecuador. — negra. Fldr. A : Der schwarze Hflglsaum nach hinten nur wenig verschmälert, scharf begrenzt, auch
unten breit und deutlich. Rio Negro in Nord-Peru.
momina. A. momina Jord. (= mamina Jord. laps. tyji.) (82 e). Der folgenden Art sehr ähnlich, kommt mit
ihr zusammen vor und ist daher wohl selbständige Species. Taster ganz schwarz, Kragen und Brust rotbraun
gefleckt. Das Basalfeld und Discalband des Vflgls oben und unten wie bei A. demonica orangerot, tiefer getönt
als bei A. leontine, der orangerote am Hrd entlang stehende Streif besser als bei demonica ausgebildet, die das
Discalband durchschneidenden Adern deutlicher schwarz ; der schwarze Hflglsaum breiter als seine Entfernung
von der Zellspitze, nicht scharf begrenzt, die schwarzen Streifen dick, der Abdominalrand und die Wurzel schwarz
überwaschen. Unten sind die Wurzel und Zelle des Hflgls gelblichgrau gestreift, der Rest des Hflgls sowie der
Apex des Vflgls mehr oder minder dunkel rötlichbraun, zuweilen mit deutlichen grauen Submarginalstrichen auf
dem Hflgl. DerVflgl trägt häufig 1 oder 2 helle Flecke in der orangeroten Discalbinde, oben sowohl wie unten.
Das $ oben dem (J ähnlich, aber das Basalfeld des Vflgls verdunkelt und der Hflgl graugelb schattiert. Die
ganze Unterseite des Hflgls und der Distalteil des Vflgls dicht gelbgrau gestreift, der ganze Costalrand des
des Vflgls graugelb. — Ost-Peru, in den Provinzen Huänuco, Junin und Cuzco.
A. demonica. Von A. leontine durch die orangerote Färbung des Discalbandes auf der Vflgl-Unterseite
zu unterscheiden. Dies Band ist höchstens distal etwas gelb. Taster seitlich gelblich grau beschuppt; Kragen
und Brust mit orangefarbenen Tupfen, : Der Vflgl wie bei A. momina, aber das Discalband durch viel feiner
schwarze Rippen durchschnitten; das schwarze Saumband des Hflgls scharf begrenzt. Unterseits ist der Hflgl
rotbraun mit dunklerm, breitem Saume, die Zelle und oft ein paar kurze Streifen vor und unter derselben
gelblichgrau. $ größer und blasser als das Wurzelfeld des Vflgls häufig stark schwarz überwaschen ; in Färbung
variieren die Zeichnungen von orangerot bis blaß gelblichgrau ; unterseits der Hflgl entweder wie beim ^
oder ganz gelblichgrau gestreift, wie auch der Distalteil des Vflgls. Von Südost-Ecuador bis Bolivien verbreitet;
scotosis. eine häufige Art. Die frühem Stände unbekannt. — scotosis Jord. (J: Das Basalfeld meist größer als bei de-
monica Hopff. (82 b), daher das schwarze Mittelfeld schmäler, das Discalband länger, da der zwischen den Median¬
ästen liegende Fleck größer ist und. gewöhnlich noch ein kleiner Fleck unter der untern Mediane liegt ; die Breite
des Saumbandes des Hflgls in der Mitte größer als seine Entfernung von der Zellspitze. $ dem ^ ähnlich, blasser,
so&nna. das Wurzelfeld des Vflgls nicht schwarz schattiert. Südost-Ecuador. — sobrina Jord. (J: Der vorigen Form
ganz ähnlich, vielleicht nicht konstant von ihr verschieden. Discalband unterseits mit deutlichem gelben An-
demonim. fluge; Hflgl etwas deutlicher gestreift. Umgegend von Chachapoyas in Nord-Peru. — demonica Hpffr. ((^ =
nicylla Hpffr.) (82 b, c). (J : Das orangerote Discalband fast stets beträchtlich schmäler als das schwarze Mittel¬
band, die untere Mediane selten erreichend und nie über sie hinabgehend; der Durchmesser des schivarzen Saum¬
bandes des Hflgls, in der Mitte gemessen, kürzer als die Entfernung des Bandes von der Zellspitze. Das $ tritt
in 3 Hauptformen auf, die durch Uebergänge verbunden sind. Bei allen ist das Wurzelfeld des Vflgls oberseits
aurantia. mehr oder weniger stark durch Schwarz unterdrückt: $-f. aurarätia form, nov., Discalband und Hflgl orange;
ntermedia. ^-f. Intermedia form, nov., Discalband gelbgrau, Hflgl orange; $-f. demonica Hpffr., Discalband und Hflgl gelb¬
grau. Hopffbr beschrieb den Falter zuerst vom $ als demonica und dann vom als nicylla-, da demonica auf
S. 345 und nicylla auf S. 346 beschrieben wurde, so hat der erstere Name das Vorrecht, demonica ist häufig
im östlichen Peru und Bolivien und ist nordwärts bis zum Rio Pozuzo bekannt.
Sectio II. Distale Hälfte des Costalrands der Vflgl-Unterseite m i t
Borsten besetzt, ohne Schuppen.
d) thalia- Gruppe.
Distal teil beider Figl unten und oben beschuppt, nur am Saume mit Haarschuppen ; Klauen dei’c^d' unsymmetrisch.
A. anteas Dhl. (83 c). Hflglzelle unterseits ohne Borstenreihe. Das Discalband des Vflgls breit.
Ausgegeben 5. VI. 1913.
ACTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
.3G0
immer blasser als der Hflgl, fast immer vollständig, da der vorletzte Fleck (zwischen den beiden Medianästen)
selten vollständig fehlt; das Wnrzelfeld ist meist gut entwickelt, beim $ aber oft reduziert; in ietzterm Falle
bleiben Zellstreif und Zellfleck immer sehr deutlich; die Hflgl-Oberseite ist stets bräunlich orange. Unterseits
sind der Hflgl von der Wurzel bis zur Zellspitze und eine postmediane Costalmakel wie das Proximalfeld des Vfigls
gefärbt, der Discus ist verwaschen gebräunt und das gewinkelte Medianband, welches die Zellspitze umzieht
und bei den t/ia/lfa-Verwandten häufig stark ausgebildet ist, ist nur angedeutet und fehlt zuweilen ganz, der Saum
ist schwach verdunkelt. Nach dem Farbenton der Oberseite unterscheiden wir: f. holochroa form, nov., Discal- holochroa.
band des Vfigls kaiim blasser orange als der Hflgl; f. ochrotaeilia form, nov., Discalband blaßgelb. Proximal- ochrotaenm.
feld orange; f. anteas Dhl., Discalband und Proximalfeld blaßgelb, Hflgl orange. Diese Farbenformen sind «n/ea.?.
nicht lokal. A. anteas ist von Guatemala bis Columbien und westwärts bis Ost-Venezuela verbreitet; es liegen
mir auch 2 Exemplare von der Insel Tobago vor. A. H. Fassl, der anteas aus der Rp gezogen, hat dem Tring-
Museum eine geblasene Rp und einige Ppnhülsen überlassen. Die Rp ist oben schwarz einschließlich der Dornen,
letztere an der Wurzel hell mit Ausnahme der Dornen des Prothorax, jeder Dorn auf einem dunklen Fleck,
der von einem hellen Kreise umgeben ist, jedes Segment mit 2 — 3 hellen Querlinien, die thorakalen Segmente
bei dem Exemplare so zusammengeszogen, daß man ihre Zeichnung nicht sehen kann; die Borsten der Dornen
weiß, die an und nahe der Spitze stehenden dunkel; die Länge der Dornen übertrifft die Entfernung zweier
Dornen desselben Segments voneinander um mehr als das Doppelte. Ppnhülsen kreideweiß, Analspitze schwarz,
die schwarzen Dornen des Hlbs etwa so lang wie die Entfernung zweier Dornen (desselben Segments) voneinander,
die Zeichnung des Hlbs besteht aus Längsstrichen, nämlich einer subdorsalen, einer lateralen, und einer kräfti¬
gem ventralen Doppelreihe, aiißer diesen 10 Längslinien (in 5 Paaren) sind auf dem Abdomen nur noch kleine
und wenig zahlreiche Fleckchen vorhanden. Rp und Pp sind von den S. 371 beschriebenen (von limbata) ganz
verschieden. — In der Cordillere von Merida (Venezuela) fliegt eine Form, die sich möglicherweise als Lokal¬
rasse von anteas erweisen wird und die ich deshalb hier provisorisch anschließe: f. straminosa form, nov., die stmminosa.
hellen Teile der Oberseite ganz blaßgelb, der Hflgl distal zuweilen mehr oder wenigö^’ ausgedehnt bräunlich
orange, die Streifen des Proximalfeldes des Vfigls in der Breite reduziert, zuweilen zum größten Teile unter¬
drückt, die schwarzen Streifen des Hflgls im ganzen kräftiger als bei anteas. Unterseite blasser gelblichgrau
als bei anteas, der Hflgl weniger gebräunt und die winkelförmige Mittellinie im ganzen deutlicher.
A. thalia L. (83 c). Hflgl-Unterseite gewöhnlich ohne Borstenreihe in der Zelle. Figl trüber gefärbt als thalia.
hei anteas i. ochrotaenia, der ähnlich ist, die das Wiirzelfeld des Vfigls teilenden Adern immer breit schwarz,
die schwarzen Streifen der Hflgl-Oberseite stärker ausgebildet, die discalen alle bis nahe an die Zelle tretend, der
Zellstreif stark entwickelt. Die Hflgl-Unterseite im ganzen dunkler als bei anteas, besonders beim $. Das Discal¬
band des Vfigls immer unterbrochen, da der vorletzte Fleck fehlt oder ganz klein ist. Ein ^ aus Paramaribo
zeichnet sich durch eigenartige Färbung aus: ab. idiographa ah. nov., auf der Oberseite das Basalfeld sehr stark idiogmpha.
reduziert, der Postmedianfleck der Zelle kaum angedeutet, Hflgl braunschwarz, ein durcli einen schwarzen
Längsstrich geteilter Zellstreif, ein 4 bis 5 mm breites, aus Streifen bestehendes Discalband und einige lange,
bis an die Wurzel gehende, verwischte Linien in dem Abdominalfelde schmutzig orange. Unten wie oben, aber
das Wurzelfeld des Vfigls und die Zeichnungen des Hflgls blasser, das Band des Hflgls hinten noch stärker
schwarz überwaschen als oben. — Surinam und British- Guiana. Die Rp ist von Stoll als zimmetbraun beschrie¬
ben und abgebildet, mit schwarzem Seitenstreifen und zimmetbraunem Kopf. Pp weiß, ähnlich wie bei H. an¬
teas gezeichnet.
A. cedestes. und $ ohne oder mit Borstenreihe in der Zelle auf der Hflgl-Unterseite. Im Durch¬
schnitt größer als anteas und thalia] Vflglzeichnungen blaß strohgelb; Hflgl mit Ausnahme der Wurzel häufig
orange getönt, die untere Zellecke lang ausgezogen, so daß die Wurzel des obern Medianasts viel weiter distal
liegt als die obere Zellecke, oberseits gewöhnlich ganz ohne schwärzliches Mittelband, Unterseite wie bei an¬
teas in der Außenhälfte schwärzlich schattiert, besonders neben der untern Zellecke, das Mittelband angedeutet,
aber nicht scharf umgrenzt. Ecuador. — suspecta snhsp. nov. Das Wurzelfeld stark scliAvarz übertüiif'ht, sxspeda.
verwaschen, der Zellfleck aber reiner blaßgelb. Im westlichen Ecuador: Paramba und Chimbo; beim TA-pus
von Paramba {A) der Hflgl ohne Zellborsten auf der Unterseite und der Discus oberseits bräunlich orange. —
cedestes Jord. (83 a) Das Wurzelfeld gut ausgebildet, besonders der Postcellularstreif scharf umgrenzt cedestes.
und breit. Südost-Ecuador: Zamora.
A. terpsilioe. Die größte Art der Gruppe, von verkümmerten Exemplaren abgesehen. Figl breit,
besonders der Hflgl ; auf der Hflgl-Unterseite die Zelle stets ohne Borstenreihe und die helle Costalmakel scharf
umgrenzt und mehr distal als bei den vorhergehenden Formen. Peru und Bolivien. Die Rassen Amn terpsinoe,
cedestes, thalia und anteas vertreten einander geographisch und sind mögliche i'Aveise Formen einer einzigen
Art. — terpsinoe Fldr. Im ganzen etAvas blasser als crassinia (82 g), besonders das Wurzelfeld der Vflgl-L^n- terpsinoe.
terseite, das Discalband des Vfigls fast immer blaßgelb, selten Aveiß, der vorletzte Fleck desselben meist angedeu¬
tet. Nord-Peru: Rio Negro und Chachapoyas. — crassinia (82 g). Sehr breitflüglig, das Discalband cras^iaia.
des Vfigls meist weiß, seltner gelblich, sein vorletzter Fleck selten angedeutet; die scliAvarzen Streifen des Hflgls
in der Regel sehr kurz. Wurzelfeld des Vfigls und der Hflgl zuAveilen blasser als in unserer Abbildung. Ost-Peru
V
47
370
ACTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
eupelia, und Ost-Bolivien, nicht selten. • — eupelia Jord. (83 a), von Südost-Bolivien (Dept. Sta. Cruz de la Sierra),
zeichnet sich durch schmutzig blaßlehmgelbe bis gelblichgraue Färbung des Hflgls und des Wurzelfeldes des
Vflgls aus, die letzteres durchschneidenden Adern breiter schwarz, und die Streifen des Hflgls dicker und länger,
das Discalband des Vflgls immer weiß, und die Hflgl-Unterseite grauer als bei crassinia und terpsinoe.
A. guatemalena. Hflglzelle unten mit Borstenreihe. Schmalflüglig ; die Zeichnungen des Vflgls und
der Hflgl gelbgrau, letzterer selten bräunlichorange; die Adern im Wurzelfelde des Vflgls breit schwarz, der
vorletzte Fleck der Binde fehlt; der Hflgl stark gestreift, das Saumband scharf begrenzt, die schwarze Älittel-
binde oberseits höchstens am Costalrande deutlich; unten ohne Saumband. Mexiko bis Columbien; frühere
Stände unbekannt. — • veraecfucis siibs'p. nov. Auf dem Vflgl die hellen Streifen des Basalfeldes im ganzen
breiter als bei guatemalena, das Discalband gleichfalls breiter, die Flecke desselben zusammenhängend; der
Saum des Hflgls schmäler, die Scheibe beim $ zuweilen orange getönt. Veracruz, Ost-Mexico. — • guatemalena
Bates (83 b). Die hellen Streifen des Vflgls schmal, das Discalband durch die breit schwarzgefärbten Adern in
schmale Flecke getrennt. Guatemala und Costa Rica. — latior subsp. nov. Etwas breitflügliger als die vorigen
Formen, der Hflgl etwas tiefer gelb. Ausgezeichnet durch die Unterseite, welche mehr einförmig gelblichgrau
ist, so daß sich die scliwarzen Querzeichnungen schärfer abheben, dagegen die helle Binde des Vflgls weniger
mit dem Apicalteil des Flgis kontrastiert. Magdalenatal in Columbien.
melampe- A. melampeplos Godm. u. Salv. Der vorigen Art sehr ähnlich, aber wahrscheinlich spezifisch verschieden.
V^os. Weniger dicht beschuppt, daher schwach durchsichtig, die Hinterecke der Hflglzelle viel weniger vorgezogen.
Die hellen Streifen des Vflgls sehr deutlich, aber an den Rändern etwas verwischt, der Zellfleck stets klein,
Fleck M ^ — M ^ gleichfalls klein, fast unterdrückt, das Discalband immer nur bis zur obern Mediane reichend,
da die letzten beiden Flecke stets fehlen. Die schwarzen Faltenstreifen des Hflgls im ganzen dünner als bei A.
guatemalena. Hflgl mit oder ohne orangerote Tönung. ^ — • Costa-Rica und Eciiador, wohl auch in West-Columbien.
lapiiha. A. lapitha Stgr. (83 c). Eine auffällig blasse, halbdurchsichtige, kleine Art aus Panama, bei der auf dem
Vflgl das Wurzelfeld und die Discalbinde hinten zusammenfließen und die schwärzliche Mittelbnade sehr schmal
ist. Auf dem Hflgl fehlt oberseits eine Mittelbinde und ist das Saumband sehr schmal und verwaschen. Subcostale
und 1. Radiale des Hflgls kurz gestielt. $ dem G gauz ähnlich. — Chiricj^ui; im Tring Museum auch von der In¬
sel Jicaron an der Westküste Panamas.
Das Studium der in den Anden vorkommenden Actinote der thalia- Gruppe, soweit sie nicht zu den vor¬
hergehenden Arten gehören, bietet solche Schwierigkeiten, daß wir noch zu keinem befriedigenden Resultate
gelangt sind. Nach dem mir vorliegenden Materiale fliegen in manchen Distrikten 3 oder 4 voneinander unab¬
hängige, d. h. spezifisch verschiedene. Formen, deren Unterschiede aber durch die Eigenschaften der Exemplare
aus andern Distrikten so verwischt werden, daß es vorläufig unmöglich ist, scharfe Diagnosen dieser Spezies
zu geben. Manche Formen sind im Farbenton ziemlich konstant, andere dagegen variieren offenbar von orange¬
rot bis blaß gelbgrau; die Zeichnung, Beschuppung, Figlform, Genitalien und Geäder bieten keine verläßlichen
Merkmale, an denen man die aus verschiedenen Gegenden stammenden Exemplare in Arten vereinigen könnte.
Unter solchen Umständen scheint es uns ratsam, vorläufig luxr die auffälligen, leicht erkennbaren Formen zu
benennen xnid die übrigen als wahrscheinliche Variationen daran anzuschließen, bis uns weitere Untersuchungen
an reicherm Material und die Resultate von Zuchten bessern Aufschluß über diese zweifelhaften Formen gegeben
haben. Da die mir vorliegenden Ppn zweier Andenformen kurze Dornen, dagegen die Ppn einer zur brasiliani¬
schen A. 'pellenea gehörigen Form aus Ost-Bolivien lange Dornen haben, so bringe ich die in Betracht kommenden
Andenformen unter A. equatoria und die in den Gegenden östlich der Anden bis zum atlantischen Ozean und nord¬
wärts bis zur Nordküste Venezuelas fliegenden Formen unter A. pellenea. Diese rein geographische Einteilung
wird sich sicher als falsch erweisen, da wohl manche der Andenformen gleichfalls zu A. pellenea gehören, aber
sie hat bei unserer gegenwärtigen noch mangelhaften Kenntnis dieser Actinote den Vorzug, daß die Namen der
mit Fundort versehenen Exemplare verhältnismäßig leicht gefunden werden können.
veraecrucis.
guaiema-
lena.
latior.
A. equatoria. Wir vereinigen unter diesem Namen die Formen, Avelche uns aus den Anden von Guate¬
mala bis Bolivien und aus der Cordillere von Merida in Venezuela und der Sierra de Sta. Marta in Nord-Colum-
haJmell bien bekannt sind. — hahneli subsp. nov. {Stgr. i. 1.) fliegt in Merida. Blaß strohgelb, Basalfeld des Vflgls scharf
ausgejxrägt, nicht verwischt, aber die dasselbe durchziehenden schwarzen Aderstreifen kräftig, der Costalrand
bis zur Wurzel schwarz, oben fast immer und unten stets vollständig. Auf der Unterseite die schwarzen Streifen
beider Figl kräftig, das Saumband und die Kniebinde'des Hflgls scharf umschrieben, der helle zwischen ihnen
liegende Teil des Discus bandförmig. Neben dieser hellen Form findet sich eine zweite, bei der oberseits der Hflgl
und das ganze Wurzelfeld des Vflgls, oder der größere Teil desselben, bräunlich orange sind, während das Discal¬
band des Vflgls blaßgelb ist; auf der Unterseite stimmt diese Form mit echten hahneli, da das Wurzelfeld
semilutea. des Vflgls nur einen ganz schwachen orangen Ton hat: f. semilutea /orm. nov. — Beide Formen fliegen auch
in der »Sierra de Sta. Marta. — Aus der Ost-Cordillere Columbiens sind mir 3 Formen bekannt : die eine ist echten
hahneli ganz ähnlich, nur ist das^Saumband der Hflgl-Unterseite weniger tief schwarz. Eine zweite, häufigere
perfuiva. Form, perfulva subsp. nov., ist oberseits bräunlich orange, höchstens ist das Discalband desVflgls ein Avenig blasser,
die schwarzen Streifen des Hflgls sind dünn, die Streifen in und vor der Zelle kurz, dünn oder fehlend. Unter-
ACTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
J7I
Seite deutlicli orange getönt, auf dem Hflgl das 8aum})and scliwarz, al)er gewölinlicli V(‘rwasclien, das Knicltand
fast immer gut ausgebildet, der von ilim begrenzte helle Discalteil des Elgls bindenförmig, da der Itiscus an der
Zellspitze nicht oder kaum verdunkelt ist. Als dritte Form treffen wir in demselben Distrikte /. flavifascia jlnvifascw.
form, nov., die wahrscheinlich eine Subspecies von A. pellenea ist; bei ihr ist das Discalband des Vflgis gelblich
' und kontrastiert mit dem Wurzelfelde und Hflgl, die orange sind; die schwarzen »Streifen des Hflgis sind länger
j als bei perfulva, der Sidjcostal- iind Zellstreif sind oben devitlicli, unten dick, das Knieband unten stark entwickelt,
der an seiner Außenseite liegende helle Flglteil bindenförmig. — ■ Aus dem Cauca-Tal liegen mir 2 Hauj)tformen
vor: limbata subsp. nov. vertritt equatoria und wahrscheinlich hahneli\ cJ: die Vflglzeichnungen sind chamois- ihnhata.
gelb und der Hflgl bräunlich orange, oder beide Figl haben letztere Färbung, das Discalband immer Avie das Wur¬
zelfeld getönt; unten hat der Vflgl höchstens eine AndeAitung von orange Färbung, die Zelle und das Subcostal-
feld des Hflgis hell, da ihre Streifen gewöhnlich kurz sind oder fehlen, der Saum tief sclnvarz, scharf begrenzt,
das Knieband meist linienförmig, oft nur costalwärts deutlich, der Discus am Zellende nicht verdunkelt. $ blaß
gelblichgrau, Saumband der Hflgl-Unterseite Avie beim cj oder dicht mit hellen Schuppen überlagert, Knieband
schwach angedeutet, der Figl bis zum SaAiml)and sehr rein in Färbung. Ein Avahrscheinlich hierher gehörendes
vom Monte Tolima (A. H. Passl leg.) hat eine tiefer orangebraun getönte Vflgl-Unterseite. Die ZAveite Hau])t-
form aus dem Caucagebiet, die mir in Anzahl aus der Umgebung von Popayan vorliegt, mag eine pelhnca-Vorm
sein ; Oberseite brännlich orange, das Discalband des Vflgis entAveder so tief Avie das Wurzelfeld gefärbt oder lieller,
die scliAvarzen Streifen des Hflgis oben und unten lang, das Saumband des Hflgis unterseits undeaitlich, verwa¬
schen, der Discus am Zellende verdunkelt, so daß eine helle Costalmakel abgesondert ist; f. cauca form. nov. cuuca.
— In der West-Cordillere Columbiens zog Fassl eine wohl sicher zu limbata gehörende Form, bei der das
d tief strohgelb, d. h. fast so blaß Avie das $ ist. Die Rp., von der mir zAvei geblasene Stücke vorliegen, hat einen
rotbraunen (nicht schAvarzen) Kopf, schwarzen Subdorsalstreif und ebensolche dünne dorsale Querlinien, die
Dornen sind hell wie der Kör])er, mit Ausnahme von Segment 1 bis 3 und 11 und 12, auf denen sie dunkel sind;
die Länge der Dornen übertrifft die Entfernung zweier Dorsaldornen eines mittlern Segintuits voneinander etAva
um ein Drittel. Die Dornen der Pp sind nur etAva halb so lang als ihre Entfernung voneinander; die scliAvarz-
braunen Subdorsalstreifen sind sehr kräftig ausgebildet und etAva doppelt so breit als den- helle Dorsalstreif,
Avelcher fast ganz ohne dunkle Zeichnungen ist, die Ellipsen, Avelche den Ventralstreif bilden, sind sehr kräftig ;
die eine mir vorliegende Ppnhülse ist viel AA^eniger kräftig gezeichnet als die andere. Aiif einer schmalblättrigen
Eupatoriuni-ähnlichen Komposite. Ein $ vom Westabhang der West-Cbrdillere (Rio Dagua) hat den Hflgl
oberseits bräunlich orange getönt. — Aus Nicaragua haben Avir eine Anzahl Exemplare, die mit limbata aus dem
Cauca-Tal genau übereinstimmen. — Aus der West-Cordillere Ecuadors kenne ich nur eine Form, grammica grammka.
subsp. 710V., welche der blassen halmeli ähnlich ist, aber beim A oR einen schwachen Orangeton hat, besonders
auf dem Hflgl. Die sclnvarzen Aderstriche sind dick, vor allem am Saumbande des Hflgis. Das Discalband des
Vflgis reicht oben nur bis zu M da die 2 hintern Flecke immer fehlen, die Faltenstreifen sind kurz, abgesehen
von den Streifen des Abdominalfelds, die vordem fehlen häiifig, das Knieband ist oben höchstens ganz sclnvach
angedeutet. Unterseits ist der Saum beider Figl schwarz, der Hflgl ist am Zellende nicht verdunkelt, das Knie¬
band immer schmal und meist nur vorne als Linie angedeutet, der Zellstreif und die discalen Faltenstreifen
kurz oder fehlend. Paramba, Rio Mira, bei etwa 1000 m von Rosenbeeg im März in Anzahl gefangen. Einige
von R. Haensch gesammelte Raupen, wahrscheinlich bei Balsambamba in der West-Cordillere gebinden, stim¬
men mit den Rpn von Innbata aus der West-Cordillere Clolumbiens gut überein. — Auf dem Zentral Plateau
von Ecuador, zwischen den West- und Ost-Cordilleren, ebenso in den trockenen Küstendistrikten West-Perus
fliegt equatoria Bates (83 a). Sehr blaß gelblichgrau ohne Andeutung von Orangefärbuug. Die Aveite Verbreitung equatoria.
dieser Actmote in trockenen Gegenden legt die Vermutung nahe, daß die hellere oder dunklere Färbung der
Actinote aus der /7?uifa-VerAvandtschaft von dem geringem oder größern Feuchtigkeitsgehalt der Luft abhängt,
d. h. daß die hellen Formen ,, trockene'' und die tieforangen Formen ,, nasse“ sind Das Discalband des Vflgis
ist fast immer vollständig, selten fehlt der vorletzte Fleck; die Streifung des Hflgis ist gut entAA'ickelt, der Zell¬
streif besonders kräftig, das Saumband in Breite sehr variabel, schmäler als bei halmeli und grammica, unten
verAvaschen und wie der Saum des Vflgis hell beschuppt, Knieband immer deutlich, nicht ausgefüllt, auch oben
meist ausgebildet. Die Pp gleicht der von limbata, die Dornen sind aber im ganzen etAA'as kürzer, bei einem der
vier vorliegenden Stücke die hinteren 3 Paare zu kleinen Höckern reduziert. Die Rp, nach der an einer Pp
hängenden abgelegten Haut zu schließen, AA^eist keine Unterschiede von der limbata-Bp auf. • — Zu equatoria-
gehört wahrscheinlich auch niucia Hpjjr., aus Chanchamayo beschrieben und auf ein ,,blaß strohgelbes“ q mit mucia.
sehr schmalem scliAvarzen Saumbande auf dem Hflgl gegründet. — epiphaea subsp. nov. Bei den mir A'orliegen- epiphaea.
den Exemplaren aus Ost-Peru südwärts bis zum Rio-Perene-Gebiet (Chanchamayo) sind das Basalfeld des Vflgis
und der Hflgl bräunlich orange und das Discalband des Vflgis ist blasser, gelblich ; die Figl sind länglicher als bei
grammica und der folgenden Form; der vor der Wurzel A^on M- liegende Fleck des Basalfeldes des Vflgis ist
klein oder fehlt, das Discalband ist oft vollständig, die letzten beiden Flecke scheinen besonders bei kleinen
Exemplaren (Typus) gut ausgebildet zu sein, die Randstrahlen des Hflgis, oder Avenigstens die mittlern, sind kurz
und das Knieband ist oberseits mehr oder minder deutlich. Unterseits sind beide Figl sehr deutlich orange ge¬
tönt, das Knieband breit, scliAvärzlich braun ausgefüllt, der außen A'^on ihm liegende helle Teil des Discus band¬
förmig, auch distal ziemlich scharf begrenzt, die distalen Faltenstreifen fast auf den dunklen Saum beschränkt
372
ACTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
(abgesehen von dein Abdoniinalfelde). $ dem ähnlich, das Knieband oben kaum angedeutet und unten etwas
blasser braun als beim ; das Discalfeld der Hflgl-Unterseite hinten gewöhnlich verdunkelt, so daß eine helle
Costalmakel mit dem Rest des Discus kontrastiert. T3rpe vom Rio Palcazu. Wahrscheinlich eine Subspecies
adriana. von P. peUenea. — adriana Hpffr., aus Bolivien beschrieben, hat einen stark gerundeten Hflgl. Wir rechnen
hierher auch Exemplare aus Südost-Peru, die von bräunlichorange bis blaßgelblichgrau variieren und oben wie
unten blasser als epi'phciea sind. Die Färbung der echten adriana ist als ein angenehmes Lehmgelb beschrieben,
auch soll bei den typischen Stücken dieser Form der Hflgisaum viel breiter als bei j^ellenea sein. Aus den Anden
Boliviens ist uns ferner eine pe7?eneu-artige Form bekannt, die etwas blasser als die peruanische epiphaea ist;
das Basalfeld des Vflgls ist größer, besonders der zwischen M ^ und M liegende Fleck, der Hflgisaum ist schmäler,
das Knieband ist kaum angedeutet und der vorletzte Fleck des Vflglbandes fehlt, auch sind die Faltenstreifen
vor, in und unter der Hflglzelle auffällig dünn und unbestimmt. Die Unterseite ist wie bei epiphaea stark orange
getönt, das Knieband ist deutlich, breit und ausgefüllt, aber blasser als bei epiphaea, der außen von ihm liegende
lodis. helle Teil des Discus ist bandförmig; lodss subsp. nov. Gehört wohl zu A. jjellenea.
calymnia. A. pellcnea. Vergh die vor A. equatoria eingeschobene Bemerkung. — calymnia Jord. (83 c), aus Pa¬
raguay und Argentinien, ist trüb braunschwarz, schwach durchsichtig, das Basalfeld des Vflgls und der Hflgl
trüborange, an den Rändern verwischt, das Discalband des Vflgls blaßgelb, zuweilen orange überwaschen.
Unterseite trüb orange, Kniebinde des Hflgls bis an M ^ oder darüber hinabreichend, beim auch oben meist
sehr gut entwickelt. Neben dieser schmutzig orangen Form fliegt eine blaß gelblichgraue, bei der die Zeichnungen
Clara, scharf iimschrieben sind; Kniebinde des Hflgls auch oberseits immer stark ausgebildet: f. Clara form, nov., Tj^ie
crucis. aus Paraguay. — crucis Jord. (83 c). Tief schwarz, lebhaft gefärbt, Discalband des Vflgls und die äußern
und vordem Teile des Basalfeldes gelb, Rest des Basalfeldes und der Hflgl orange, diese Zeichnungen scharf
umschrieben und der reinem Grundfarbe wegen viel stärker als bei calymnia kontrastierend, Costalrand des
Vflgls breit schwarz, die Aderstreifen dünn. Auf der Unterseite das Basalfeld an der Wurzel schwach orange¬
getönt, Apex des Vflgls und der Hflgl gelblichgrau, Saumband durchscheinend, nach hinten stark verschmä¬
lert, Faltenstreifen lang, Kniebinde unten deutlich, außen von derselben eine helle Costalmakel. Von J. Stein¬
bach in Anzahl bei Buenavista in Ost-Bolivien gezogen ; die Exemplare variieren nur in sehr geringfügiger Vv^eise.
Die Dornen der Pp so lang wie die Entfernung zweier Dornen desselben Segments voneinander oder etwas länger;
die drei Streifen des Mesonotums scharf voneinander getrennt, der helle dorsale Zwischenraum des Abdomens
lireiter als die Subdorsalstreifen ; Rüsselscheide mit sehr schmalen schwarzen Rändern, nicht fast ganz schwarz
wie bei A. equatoria und Umhata. Rp mir nicht bekannt, aber an einer Pp hängt ein Rpndorn, der braun und
pelleuea. fast so lang als der Querdurchmesser des Hlbs der Pp ist. — pellenea Hhn. Tiefer orange als crucis, besonders
das Basalfeld auf der Unterseite, Zellfleck größer. Unterseite dunkler. Zuweilen das Basalfeld des Vflgls ober¬
seits ganz graugelb. Süd-Brasilien nordwärts fast bis zur Mündung des Amazonenstromes. — Vom untern und
suhhyalina. mittlern Amazonas ist noch keine Actinote bekannt. — subliyalina Sfgr. Eine sehr kleine, helle, halbdurchsich¬
tige Form vom obern Amazonas, bei der das Discalband des Vflgls vollständig und das Knieband des Hflgls
auch oberseits, Avenigstens beim (^, deutlich ist. Die hellen Teile der Figl sind bei f. suhhyalina gelblichgrau,
höchstens zeigt der Vflgl etwas Orangefärbung an der äußersten Basis. Es kommen aber auch Stücke vor, bei
ferrugata. denen das Wurzelfeld des Vflgls und der Hflgl blaß orange sind : f. ferrugata form, nov., Type vom Rio Cachiyaco,
trinitatis. Nebenfluß des Rio Ucayali. — trinitatis subsp. nov., von Trinidad und dem östlichen, Trinidad benachbarten
Teile Venezuelas, sieht der f. ferrugata sehr ähnlich. tiefer schwarz, Discalband des Vflgls blaßgelb, voll¬
ständig, der vorletzte Fleck aber oft klein, Basalfeld außen schwach aufgehellt, Hflgl mit kurzen Faltenstreifen
am schmalen schwarzen Saume, der hinten spitz ausläuft, die Faltenstreifen in, vor und unter der Zelle fehlen
oder sind ganz schwach, ein schwarzer Discocellularstrich deutlich, dagegen das Knieband nur durchscheinend.
Unterseits das Basalfeld des Vflgls schv/ach orange, außen so blaß wie das Discalband; Hflgl gleichmäßig hell
gelblichgrau, Saumband angedeutet, Discus am Zellende nicht verdunkelt, Knieband scharf entwickelt, fast im¬
mer ganz ausgefüllt. $ blasser als das (J, der größere äußere und vordere Teil des Basalfeldes des Vflgls so hell
subhadia. wie das Discalband, auch der Discus des Hflgls oberseits am Saumbande etwas aufgehellt. — subbadia subsp.
nov. Wurzelfeld und Hflgl oberseits viel tiefer orangerot als bei trinitatis, ersteres nur beim $ außen etwas auf¬
gehellt und bei A ? auch unten viel ausgedehnter orange als bei trinitatis, die Faltenstreifen stärker ent¬
wickelt, das Knieband oberseits wenigstens beim d' deutlicher, der Hflgl auf der Unterseite viel dunkler, sein
Saum breit schwarz oder braun, das Knieband breit, der helle Teil des Discus zu einem schmalen Bande reduziert;
beim $ die Hflgl-Unterseite heller als beim (J, aber das Saumfeld doch immer dunkler als beim $ von trinitatis.
Nord-Venezuela: San Esteban (Tyjje), Valencia, La Guaira. Diese Form kommt orangefarbenen Stücken der
A. equatoria hahneli aus Merida nahe, aber die Aderstreifen sind dünner, das Hflglsaumband ist oberseits schmä¬
ler, unten ist der Vflgl viel stärker orange, das Knieband breiter, und der Saum beider Figl weniger rein scliAA’-arz.
Außer A. pellenea fliegen in Brasilien noch drei einander so ähnliche Actinote, daß man sie geAvöhnlich '
als Formen einer Ai’t angesehen hat. Trotzdem die Unterschiede nicht scharf sind, AA^enn man die Exemplare
einer dieser Formen aus verschiedenen Gegenden mit denen einer andern vergleicht, so scheinen doch die neben¬
einander vorkommenden Stücke der vier Actinote gut getrennt zu sein und ich halte deshalb diese vier Formen '
füi’ artlich verschieden. Da die Falter recht häufig sind, sollte es nicht scliAver sein, die Frage an Ort und Stelle
AC^riNOTE. Von T)r. K. Jordan.
37
durch die Zuclit zu lösen. Bisher hat sich aber noch keiner der in Bio und Nuehharsehaft ansässigen hhilo-
mologen der Mühe unterzogen. Peters hat zwei der in Frage konnnenden Faller aus der Bj) gezc)gen und e.s
befinden sich Aquarelle von Bp, Pp, Falter iind Futterpflanze in seinen im 'Iking Museum iK-findlichen un])uhli-
ziei’ten Beiträgen zur hi’asilianischen Schmetterlingsfauna. Bei der einen Bp ist ihm alx'r offenbar ein Feliler
untergelaufen und die Ppnhilder, wie das mit Abbildungen von Pj)n gewöhnlich der Fall ist, sind nicht genau
genug, um von ihnen verläßliche spezifische Unterschiede abzulesen.
A. pyrrha F. (= ? eiiterpe Fldr.) (83 b). T)as von Fabriciits aus der Banks Sammlung hcschriehene -pyrrha.
Exemplar ist noch im British-Museum erhalten, aber in recht mäßiger Verfassung, ln der Größen sehr veränder¬
lich, Vflgllänge 28 bis 40 mm. Die hellen Vflglzeichnungen gelbgrau bis schmutzig orange, viel heller als der
Hflgl; das Basalfeld sehr stark reduziert, verwischt, meist nur der Zellfleck gut umgrenzt; die hintern zwei
Flecke des Discalbandes fehlen oder sind klein; der Hflgl selten gelbgrau, aber doch im Farbenton ziemlich va¬
riabel, Wurzel und Abdominalrand häufig grau. Die Schuppen des Vflgls fallen leicht ab und die Wurzelhälfte
des Figls ist gewöhnlich durchsichtig. Die hellen Schuppen im Distalteile der Unterseite sind auf beiden Flgln
gezähnelt. Das Analtergit des ^ ist entweder scharf zugespitzt oder al)gestum})tt. — Südost-Brasilien und
Paraguay, häufig. — Die Beschreibung von euterpe Fldr. ist so nichtssagend, daß man den Namen fallen lassen
muß, da weder im Wiener Museum noch in der FELDER-Sammlung ein von Felder als euterpe bezeichnetes
Stück vorhanden ist.
A« carycina spec. nov. (83 b). Eine kleinere Form, Vflgllänge 18 bis 30 mm. Vflglzeichnungen graugell), Hflgl carycina.
orange mit grauem Abdominalrande, selten der Hflgl mit Ausnahme des schwarzen Saumes und die Vflglzcich-
mingen grau. Das Basalfeld des Vflgls durch die sehr breit schwarzen Adern in schmälere Streifen als bei der
nächsten Art zerlegt. Unterseite beider Figl gelblichgrau, ohne orange Tönung, die braunschwarze Mittelbinde
des Hflgls gewöhnlich bis zum untern Medianaste gut ausgebildet, selten abgekürzt. Die hellen Schuppen auf
der Unterseite beider Figl ungezähnt. — Die B|), welche Peters (Ms.) als hierher ^diörig abl)ildet, zeigt ein
Paar langer Nacken- (oder Kopf)hörner und ist wahrscheinlich eine Dirphi(i-Rp. Die Pp, aus welcher er den
Falter erhielt, ist schlanker als gewöhnlich, und trägt 6 Paar Dornen ( ? !), die nicht ganz so lang wie die Entfer¬
nung von einem Paar zum andern sind; die Kopfspitze ist schwarz, dagegen der Kremaster hell; ein ununter¬
brochener Subdorsalstreif schwarz; auf der Bauchseite ein Paar schwarzer Streifen auf jedem Abdominalringe.
Die Skizze ist wahrscheinlich fehlerhaft. — Südost-Brasilien und Paraguay, häufig; Namentype aus Sao Paido.
A. parapheles Jord. (83 a). Eine breitflüglige und lebhaft gefärbte Art. Discalband des Vflgls immer
gelb, zuweilen schwach orange getönt, besonders an den Adern, das Basalfeld entweder orange wie der Hflgl
oder so hell wie das Discalband. Auf der Unterseite das Wurzelfeld des Vflgls und der Hflgl entweder orange
(f. parapheles), oder so blaß wie das Discalband des Vflgls gefärbt (höchstens mit schwachem orangen Anfluge); parnphdes.
der postmediane Costalfleck des Hflgls immer blaß (f. pallescens form, nov., Namentype von Bio). Die hellen pallescens.
Schuppen im Distalteile der Unterseite beider Figl gezähnt; Valve des zugespitzt. — B-p nach Peters
(MS.) mit schwarzem Kopf und schwärzlicher Doppellinie an den Seiten, Oberseite blaßrötlich, vom 7. bis 9.
oder 10. Binge weiß; die Dornen entsprechend gefärbt, aber die vordem und hintern gebräunt. Auf Boehmeria
eaudata. Die Rpn in der Jugend gesellig frei auf den Blättern; vor der Veipuppung zerstreuen sie sich. Pp
schwächer als bei carycina gezeichnet, Koi)fspitze und Ki'emaster in Peters’ Bild hell. Dornen kürzer als bei
carycina. Nach Peters hat der Falter einen raschen kräftigen Flug und zeigt sich bei Nova Friburgo nur an
offenen waldfreien Plätzen. Der von Peters abgel)ildete Falter scheint zu dieser Art zu gehören und zwar zu
f. pallescens, möglicherweise handelt es sich aber um A. pellenea. — Südost-Brasilien (in der Nähe Bios sehr
häufig), Paraguay, Matto Grosso. Exemplare mit orange getönter Hflgl-Unterseite kenne ich nur von Bio,
wo aber auch die blasse Form häufig vorkommt.
Die folgenden Formen sind scharf umschrieben )ind sicher von den vorhergehenden spezifisch verschieden.
A. quadra Schans (82 f). Eine große Art, die sich an dem großen Hinterwinkelfleck des Vflgls und derb/»«^üa.
einförmig grauen Hflgl-Unterseite erkennen läßt. Der Sul)medianstreif des Vflgls ist durch eine feine Längslinie
geteilt, was bei den vorhergehenden brasilianischen Arten nicht der Fall ist; der letzte Fleck des immer vollstän¬
digen Discalbandes ist etwa so groß wie der Zellfleck oder selbst größer und der öubmedianstreif dementsprechend
abgekürzt. — Südost-Brasilien, selten, aus den Provinzen Rio, Sao Paulo und Parana bekannt. Peters (MS.)
fand eine Rp zur Verpuppung an einer Komposite (Conyza) aufgehängt; sie war ganz gelbgrau, einschließlich
Kopf (verfärbt?). Pp dicker als gewöhnlich. Dornen mäßig lang, der Seitenstreif aus zwei Linien bestehend.
A. perisa Jord. (82 f). Die ganze Oberseite bei ^ und $ gell), die Adern und zwischen denselben im peri-a.
Distalfelde dünne Striche schwarz ; die schwarzen Querzeichnungen wie aus der Figur ersichtlich scharf entwickelt,
unterseits wie oben. Ränder beider Figl unten grau überwaschen, A])ex des Vflgls noch weniger schwarz als oben.
— Ein Paar von J. Steinbach in Tucuman gefunden. Derselbe Sammler schickte von dort auch zwei Actinote-
Rpn und zwei Ppn, die vielleicht hierher gehören. Die Rp ist der von H. anteas (S. 365) ähnlich, aber die Dornen
sind nur halb so lang. Oberseite einschließlich den Dornen schwarz, letztere an der Mhirzel hell, Borsten Aveiß,
die apicalen gebräunt, Körper von den Stigmen aliAA^ärts hell (gelbgrün im Leben ?), oberhalb der Füße dunkle
374
ACTINOTE. Von Dr. K. Jordan.
Zeichnungen ; Brustfüße und Kopf schwarz. Dornen der Pp nur etwa halb so lang als die Entfernung zwischen
den beiden Dornen eines Segments.
A. alalia. Auch bei dieser Art ist der Hinterwinkelfleck des Vflgls immer ziemlich groß und ragt der
Submedianstreif viel weniger weit distal als der Medianfleck des Wurzelfeldes ; Zeichnungen scharf entwickelt ;
der vorletzte Eieck des Discalbandes oft sehr klein, aber nie ganz abwesend ; Medianbinde des Hflgls oben und
unten deutlich. Von A. surima hauptsächlich dadiirch unterschieden, daß die Schuppen des Distalteils der Figl
auf der Unterseite stark gezähnelt sind und die Saumzellen des Vflgls unterseits von der 3. Subcostale rückwärts
conspicua. keine Haarschuppen tragen. Südost-Brasilien. Ich kenne nur das (J. — conspicua Jorcl. (82 e). Eine sehr
große, vielleicht artlich verschiedene Form aus der Provinz Rio (Petropolis, Nova Friburgo). Sehr tief orange,
auch unterseits. Das schwarze Mittelhand des Vflgls, ebenso das Saumband des Hflgls breit. Unterseite des
Hflgls orangebraun. Peters (MS.) bildet einen Falter nebst Rp und Pp ab, der conspicua auf der Oberseite
gleicht, aber unten ein ganz gelbes statt orangefarbenes Discalband hat ($?). Die Rp, welche auf Eupatorium
triplinervia bei Nova Fribiirgo gefunden wurde, ist oberseits rötlichgrau mit schwarzen Querbinden; Stacheln
hell, die vordem und hintern schwärzlich, Kopf graugrün, Unterseite des Körpers gelbgrim. Dornen der Pp
kurz, die Längsbänder nicht unterbrochen, schwarz mit hellen Fleckchen. Nach Peters (MS.) legt der Falter
die Eier im Januar in Klümpchen an der Unterseite der Blätter ab. Die jungen Rpn machen ein gemeinsames
Gespinst, zunächst an der Stelle, avo sie ausschlüpften, später in der Krone der Pflanzen, avo sie Blätter und Blüten
zusammenziehen und überspinnen. Sie halten sich von Februar bis Oktober in dem Gespinst auf, bestehen
darin eine Häutung und fressen Avenig. Mit Eintritt des ersten Regens verlassen sie das Gespinst endgültig,
fressen sehr viel, Avachsen rasch und bleiben bis kurz vor der Verpuppung zusammen. Peters fand den Falter
1871 auf allen Lichtungen sehr häufig, im folgenden Jahre selten. Die Falter meiden den Wald und fliegen,
Avenn nicht beunruhigt, mit scliAvachem, langsamem Figlschlag Avie ein Heliconier, schAA^eben oft lange, steigen
mitunter in die Höhe, heben dann die Figl etAvas und sinken langsam ohne Flglschlag herab. Sie besuchen die
alalia. Blumen von Kompositen, Lantana usw., und sind hier leicht zu fangen. — alalia Fldr. AAUirde von einem fund¬
ortslosen Exemplare beschrieben, das sich durch besondei’s starke Reduktion der schwarzen Zeichnungen
des Vflgls auszeichnet. Dies Stück und andere mehr ausgedehnt schwarze, aber unzAveifelhaft zur selben Spe¬
eles gehörende Exemplare zeichnen sich vor conspicua dadurch aus, daß der Hflgl unterseits außen von der schwar¬
zen Mittelbinde ein rötlichbraunes Band trägt, auf Avelches distal graue Längsstreifen folgen, auch sind die
Zelle und^das Abdominalfeld hellgefärbt und hat die Hflglzelle in der Mitte einen kurzen schAvarzen Querstrich.
Sao Paulo, Parana, Espiritu Santo.
surima. A. surima (82 f, g). : Der echten alalia ähnlich, etwas blasser gelb, die scliAvarze Mittelbinde des Hflgls
oben und iinten sehr stark und scharf ausgebildet, Vflgl unten mit Haarschuppen ZAvischen allen Subcostalen
(Avenigstens auf den Falten), die übrigen Schuppen ganzrandig, nicht Avie bei alalia gezähnt. Hflgl-Unterseite
mit orangebraunem Ton, distal von der Mittelbinde etwas deutlicher orange, aber diese Färbung nicht wie
beiH.a. alalia außen gut begrenzt, sondern dem Rande zu allmählich von Schwarz überlagert. Die beiden einzi¬
gen mir vorliegenden (aus Paraguay) sind sehr blaß, wie die Figur zeigt (82 g). — Südost-Brasilien (Parana)
und Paraguay.
e) mamita- Gruppe.
Figl halbdurchsichtig, so fettig glänzend wie bei abgeflogenen Stücken der vorigen Gruppe, der Distal¬
teil der Figl oben und unten mit zahlreichen Haarschuppen und Borsten. Klauen auch beim fast genau sym¬
metrisch.
A. mamita. Fast glasig. Auf der Oberseite des Vflgls, im Distalteile des Vflgls und auf der Unterseite
beider Figl sind ungefähr die Hälfte der Schuppen und im Distalteile der Unterseite fast alle Schuppen durch
Borsten ersetzt. Auf der Unterseite die Borsten im Distalteile gelblich, mit Aiisnahme der auf den Adern und
am Rande stehenden, Avelche schwarz sind. $ dem ^ ähnlich, größer, etwas blasser. Rp nach Burmeister
schmutzig lehmfarben, Kopf und Dornen der Segmente 1 bis 3, soAvie die Thorakalfüße und eine dünne Seiten¬
linie scliAvarz, die Dornen der übrigen Segmente rot; auf Amarantus, Evalus und andern niedrigen Pflanzen.
Längsbinden der Pp scluvarz ausgefüllt, mit runden hellen Flecken, Dornen kurz. Argentinien, Paraguay und
mitama. Südost-Brasilien. — mitama Sclians {'S'! i), von Südost-Brasilien, ist etAvas tiefer orange als das betreffende
mamita. Geschlecht von mamita, der Vflgl ein Avenig ausgedehnter scliAvarz und die Unterseite Aveniger grau. — mamita
Bumi. findet sich in Ai’gentinien von Buenos Aires bis Tucuman, und in Paraguay. Der Lbiterschied im Farben¬
ton der Geschlechter ist bei mamita größer als bei mitama, wenigstens bei den mir vorliegenden Exemplaren.
canutia. A. canutia Hpjfr. (= pellenea Geyer nee Hhn.) (82 g). Weniger durchsichtig als A. mamita-, die Ober¬
seite mit Ausnahme des Saumes viel dichter beschuppt. Unterseite außer den auf den Adern stehenden Borsten
mit zahlreichen scliAvarzen Borsten, das Saumfeld infolge dessen fast ganz scliAvarz. Hflglzelle unten ohne
Borsten. Proximalfeld des Vflgls und der Hflgl bräunlich orange, das Discalband viel mehr gelb. $ größer
und viel blasser als das — Südost-Brasilien und Paraguay. Die frühem Stände nicht bekannt.
HELICONIINAE. Von Dr. A. Seit/..
375
Unterfamilie : Heliconiinae.
In dieser Tiergruppe haben wir eine der merkwürdigsten Erscheinungen der Schmetterlingswelt vor uns,
da sie in fast einzig dastehender Weise mit der ganzen übrigen Falterwelt ihres Vaterlandes, des warmen Amerika,
verflochten und vergesellschaftet ist. Wer heute den Beweis in der Naturwissenschaft verlangt, daß es auf
Struktur und Anatomie, aber nimmer auf Färbung und Zeichnung ankommt, wenn es sich um die natürliche
Einreihung der Tiere handelt, dem müßte man das Studium dieser Faltergruppe empfehlen. Eine kleine Zahl
von sehr charakteristischen Mustern kehren immer und immer in ganz verschiedenen Untergruppen der Heli-
conier wieder und nicht genug damit, wir finden einen ganz genauen Abklatsch dieses Musters in, man kann
sagen, der Mehrzahl aller Faltergruppen, von denen Vei’treter sich häufiger an den Flugplätzen der Originale
umhertreiben. Man hat den Eindruck, als ob die Heliconiden, als allein stehende, selbständige Erscheinungen
nur schwer existieren könnten, und als ob sie sich notwendig mit einer ganzen Zahl ihrer z. T. verwandten, z. T.
aber auch systematisch ganz fernstehenden Formen zusammentun müßten, um den Kampf ums Dasein zu be¬
stehen.
Das Verblüffende dieser Erscheinung wird jedem sofort klar, der an der südamerikanischen Küste das
Land betritt. Wer von Rio de Janeiro aus den Weg auf den Monte Corcovado einschl^gt, sieht schon, bevor er
die eigentliche Stadt verläßt, an den Bambus \vänden der Gärten den Heliconius narcaea fliegen. Aber wenn er
alle diesem höchst bunten Tier genau in Farbe, Muster und Bewegungen gleichenden Falter fängt: was bringt
er heim ? Gewiß eine ganze Anzahl dieses Heliconiers ; aber auch eine ganze Reihe ihm völlig gleichsehender
Falter aus den verschiedensten Faltergruppen. Er wird ganz bestimmt erbeuten einige Weibchen von Perhyhris
'pyrrha', einige Eueides dianassa (diese letzteren wären noch die nächsten Verwandten), ferner eine ganze Anzahl
von Danaiden, d. h. völlig anders gearteter Falter, aber von einer so großen äußeren Aehnlichkeit mit der H. nar¬
caea, daß selbst das geübte Sammlerauge keinen Unterschied zu erkennen vermag, so lange das Tier sich
frei bewegt. Ein solcher um Rio vorkommender Falter ist z. B. Melinaea ethra (33 d), der auch in der Größe
mit narcaea genau stimmt. Mechanitis lysimnia (34 b) ist nur durch geringere Größe zu unterscheiden, und da
auch zwerghafte Stücke von H. narcaea um Rio zu gewissen Zeiten nicht ganz selten sind, so ist es absolut
unmöglich, bei einem dort umherfliegenden oder an der Blüte hängenden Falter mit Sicherheit zu sagen, ob
man eine narcaea vor sich hat, oder nicht. Weiterhin sehen wir in genau gleichem Fluge, in genau gleichem Kleide
und zu ganz derselben Stunde die Geratinia euryanassa (35 b) umherfliegen. Erst wenn wir das Tier in der Hand
halten, erkennen wir dessen zart wachsartige Weichheit der Flglbekleidung. Auch von einem Weibchen der
Eresia eunice (91a) vermögen wir kleine warcaea- St ticke im Fluge schwer zu unterscheiden; ja wir können
Tagmotten, wie Castniiden, Pericopiiden erbeuten — alles trägt das gleiche Kleid, wie Heliconms narcaea.
Eine gleichartige Erscheinung finden wir beim Landen an der südamerikanischen Nordküste. Da tum¬
melt sich eine ganze Gesellschaft schwarzer Schmetterlinge mit einem blutroten Fleck hinter der Vflglmitte
um Büsche oder Sträucher ; sie spielen miteinander und bilden ganze Bänder sich gleichender Falter, bald etwas
größer, bald etwas kleiner, bald 'ruhiger und bald schneller fliegend. Ein Teil dieser Tiere gehört zweifel¬
los den Heliconiern an und wird sich als die Art H. melpomene (75 a) erweisen. Aber was wüi’den wir außerdem
noch erhalten, wollten wir alle diese schwarzroten Tiere, die hier zur gleichen Zeit und zuweilen am gleichen Busch
umherflattern, einfangen? Einen Segelfalter, Papilio euterpinus (12c); er mußte die Schwänze ablegen und
Gestalt und FlugVöllig ändern, bis die Verkleidung wirksam wurde. Von Pieridae vor allem die Perente charops
(21b), welche die^größeren, und von Nymphaliden Eresia castilla, Avelche die etwas kleineren Mitglieder der uni¬
formierten Gesellschaft bildet. Ferner eine ganze Anzahl von Heliconiern, die gänzlich andern Gruppen an¬
gehören, als die melpomene, so z. B. El. guarica, die nördliche Form des vulcanus (76 c) und E. viculata (78 b).
Mitunter konnten sie gewisse Abzeichen ihrer Abstammung aus ganz anders gemusterten Gruppen nicht völlig
ablegen, wie z. B. die H. rubellia (74f) einen gelben Bindensaum, haben diese aber so zurückgedrängt, daß das
mimetische Gesamtbild nicht gestört wird. Wir treffen Acraeen an diesen venezuelanischen oder columbischen
Landungsplätzen, aus der Gattung Actinote, die den gleichen Färbungstypus tragen und eine ganze Anzahl
sich mehr oder weniger fernstehender Nymphaliden, wie z. B. Eresia acraeina, Adelplia lara und wie sie alle
heißen, die in engster Wechselbeziehung zu einander stehen und deren überraschende Aehnlichkeit in der äußeren
Erscheinung geradezu sinnverwirrend auf den Beobachter einwirkt.
Worin der biologische Wert dieser unzweifelhaft in den meisten Fällen auf Mimicry und n i c h t auf
Verwandtschaft oder physikalische Einflüsse zurückzuführenden Aehnlichkeit besteht, darüber wird noch
gestritten; daß ein Vorteil aus diesem — man möchte sagen krampfhaften — Einzwängen zahlreicher Falter
in gewisse, feststehende, aber keineswegs einfache oder leicht erklärbare Färbungs-iMuster für die so veränderten
376
HELICONIINAE. Von Er. A. Seitz.
Tieren erwächst, darüber kann niemand im Zweifel sein. Es ist sicher, daß die Danaiden gegen gewisse Feinde
geschützt sind, durch die Beschaffenheit ihrer, durch giftige Pflanzensäfte genährten Körperflüssigkeit. Und
es steht ebenso fest, daß viele Heliconier gegen gewisse andere Feinde geschützt sind durch einen sehr scharfen
Geruch, den ich beim lebenden Insekt auf die Entfernung von 10 Schritten, bei geeigneter Windrichtung nicht
nur wahrnahm, sondern (bei H. phyllis) als penetrant bezeichnen muß wie den einer Baumwanze. Welcher
Schutz hiervon nun auch der wirksamere sei : es liegt auf der Hand, daß er als ein sehr weitgehender angesehen
werden muß. Dies lehrt vor allem das Verhalten der Tiere bei ihren verschiedenen Lebensäußerungen. Sie flie¬
gen an offenen Plätzen, setzen sich sehr häufig ; sammeln sich in Gruppen an, haben einen langsamen, vorneh¬
men, dabei völlig geraden, oft streckenweise schwebenden Flug, sind so wenig scheu, daß man manche fast
mit den Händen ergreifen kann. Sie haben ein überaus zähes Leben, so daß sie nach oberflächlichem Eindrücken
des Thorax fast unbehindert davon fliegen ; sie führen die grellsten und auffälligsten Farbenmuster, die man nur
erdenken kann und treiben sich, trotzdem sie bei ihren breiten Flgln ohne Schwierigkeiten die Baumkronen,
an denen sie ihr Kaupenleben verbringen, gewinnen können, äußerst häufig in erreichbarer Höhe und selbst
am Boden umher.
Wenn wir, unter außer acht lassen der Farbenmuster, uns ihre Verwandtschaft in systematischer Beziehung
ansehen, stehen wir zwei Theorien gegenüber. Die eine, die im Figlgeäder fast das einzige Kriterium von wirk¬
lichem Wert für die Klassifikation der Falter sieht, zweigt die Heliconiinae d. h. die beiden Gattungen i/e(fcomws
und Eueides als eigene Familie ab und stellt sie den Nynvphalidae gegenüber, von denen eine Anzahl offene
Hflglzelle haben. Es muß aber demgegenüber betont werden, daß eine sehr große Anzahl von Nymphaliden-
Gattungen gleichfalls geschlossene Hflglzelle hat, so Argynnis, Hypanartia, Vanessa, Pyrameis, Kallima, Agero-
nia, GaMithea, Amnosia und viele andere, und dabei eine Zahl solcher Gattungen, die wir für nahe verwandt
mit den Heliconiern halten, wie Cethosia, Terinos, Atella, Euptoieta u. a. Beim sich bildenden Figl in der Puppe
ist ja die röhrige Discocellulare — ■ gewöhnlich Querader genannt — stets vorhanden und verschwindet im all¬
gemeinen bei den besten Fliegern {Apatura, Doleschallia, Jnnonia, Catagramma etc. ) völlig, oder doch auf den Hflghi
{Colaenis, Cirrhochroa, Araschnia, Melitaea usw.). Weiter gibt das Adersystem keine bestimmten Anhaltspunkte
zu einer durchgreifenden Trennung der Gattung Heliconius oder gar der kurzfühlerigen Eueides von den Nympha-
liden. Weit mehr Fingerzeige gibt die Lebensweise und diese knüpft ein ziemlich enges Band zwischen den
Heliconiden zu den Gattungen Colaenis, Metamorplia und Dione in der neuen und noch mehr mit Cethosia in der
alten Welt. Schon Fritz Müller fiel es auf, daß eine Gruppe einander im Bau ähnlicher Gattungen, zu denen
in Amerika Heliconius, Eueides, Metamorpha, Colaenis und Dione gehören, als Raupen fast ausschließlich
Passifonsblumenlaub fressen und nach dem brasilianischen Namen dieser Pflanzen faßte er diese Gattungen unter
dem Namen der ,, Maracuja-Falter“ zusammen. Diese eine Gruppe, zu der sich aus der alten Welt nur die Gattung
Cethosia gesellen würde, stände dann den Argynninae gegenüber, mit den Hauptgattung Argynnis, Melitaea,
Euptoieta, Cirrhochroa, Atella, Terinos, Gynthia, der afrikanischen LacJmoptera etc. ; dann würden als gleich¬
wertig die V anessinae, die Eirnenitinae etc. etc. folgen, bis endlich die Gharaxinae und Apaturinae den Schluß
machten. Haase trennte zwar die Heliconier als Unterabteilung ab, vereinigte sie aber mit den alle übrigen
Nymi)haliden umfassenden Gru])pe Mx N y'niphalinaeawA noch mit den Acraeen in die Obergruppe Acraeomorphae.
Wir beschränken uns hier auf den Hinweis auf diese strittigen Punkte. Es liegt außerhalb des Rahmens dieses Wer¬
kes hier neue Gesichtspunkte zur Geltung zu bringen. Vielmehr halten wir es für dienlich, die alte Einteilung be¬
stehen zu lassen, um dem schnellen Auffinden der besprochenen Tiere kein Hindernis in den Weg zu stellen. AVir be¬
lassen auch darum die Heliconiden in derjenigen Reihenfolge, Avelche sie durch die klassischen Bearbeitungen
durch Weymer und Riefarth erhalten haben. Die neueste Monographie (Stichel und Riffarth, das ,, Tier¬
reich“, Heliconiidae) ist nur eine neuere, etwas umständlichere Wiedergabe von Riffarth’s früherer Bearbei¬
tung mit einigen wenigen Umstellungen. Wir verzichten auf jede reformierende Umrangierung der Rif-
FARTHschen Anordnung, aus praktischen Gründen, ohne uns darum mit ihr in allen Stücken einverstanden
zu erklären. Wir würden weder passithoe hinter novatus, noch hortensia hinter clysoninius (deren Aehnlichkeit
lediglich mimetisch ist) einreichen. Im ganzen aber ist das RiFFARTHsche System mit feinem Verständnis
für natürliche Beziehungen durch die Wirrnis der Färbungsähnlichkeiten aufgebaut und sei deshalb ohne
wesentliche Abänderung übernommen. Fiü' die Gattung Eueides haben wir eine Folge eingeführt, die uns
praktisch zur schnellen Auffindung der Formen schien.
Nach der RiFFARTiischen Arbeit, die in neuerer Zeit einige Vervollständigungen erfahren Jiat, be¬
ziffert sich die Zahl der bis jetzt bekannten Heliconiiden auf 420, von denen 369 auf Heliconius und 60
auf die Gattung Eueides kommen. Sie sind durchaus auf das warme Amerika beschränkt, überschreiten im
Norden nicht die Grenzen von Texas und Florida und nur eine Art wird noch als Seltenheit in Buenos Aires
getroffen. Auch die klimatisch sonst geeignet gelegenen Antillen erreichen sie nur mit einer Art. Im ganzen
sind es ivohl nicht allzuviele getrennte Spezies, von denen aber eine jede sich in eine große Zahl oft einander
unähnlicher Formen umgewandelt hat, indem sie das Kleid anderer geschützter Falter ihrer Umgebung nach¬
ahmt, wie schon oben ausgeführt. Die andern Gattungen der Subfamilie zählen kaum ein Dutzend Arten.
Es wird wohl kaum einen Heliconius geben, der selten ist. Oft traf ich an gewissen Stellen Südamerikas
gewisse Heliconiiden nur ganz vereinzelt ; aber immer zeigte es sich dann, daß das anfangs fiu selten gehaltene
Tier an einem entfernteren Ort, zu einer andern Zeit oder an beschränkten Lokalitäten plötzlich in Menge auftrat
Ausgegeben 5. VI. 1913.
HELICONIUS. Von Dr. A. Seitz.
377
und dadurch bewies, daß nur an der Grenze seines Verbreitungsgebiets oder außerhall) der normalen Pirscheinungs¬
zeit sein Auftreten spärliclier ist. In schwer verständlichem Gegensatz zu der oft selir großen Häufigkeit des
Vorkommens der Heliconiinen steht unsre geringe Kenntnis der Jugendformen. Allein das ausgesprochene
Baumleben der Raupen scheint, wie auch bei den ebenso massenhaft vorkommenden und dabei ebenso Avenig
bekannten A'wpfoea-Raupen Indiens hieran 8chuld zu haben. Immerhin gelang es mir vereinzelte Beobachtuiigen
zu machen. Die Eier sind eigentümlich flaschenförmig, d. h. ursprünglich haben sie die Form einer 8j)indel, deren
unteres Ende durch das Aidlegen auf das Blatt eingedrückt wird. Die Raupen leben einzeln und ganz zerstreut,
da auch die Eier einzeln abgelegt werden. Ich beobachtete narcma, phyllis undajj.seudes, die stets um die Mittags¬
zeit die Ranken der Passionsblumen umflatterten und ebenso, wie die verwandte Nymphalide (Joüienis julüi
die Eier unten an die Ranken legten, wobei sie die Figl weit geöffnet hielten.
Die Raupen sind Dornraupen, mit 2 verlängerten Dornen hinter dem Kopfe. Auch die Pi)n liabeii
feine, hakenartige Stacheln, sowohl über den Rücken, als auch auf der Vorderseite. Bei H. apseudes steht ein
dichter Kamm von Stachelchen längs der Bauchseite. Der zweite und dritte Hlbsring sind hinten ge-
höckert und der Kopf hat häufig zwei flügelförmige Aufsätze oberhalb der Augen, die man als ,, Hasenohren“
bezeichnet. Die Zeit der Ppnruhe ist sehr verschieden; sie kann in der trocknen Zeit ziemlich ausgedehnt sein,
beträgt aber in der Regel nur 8 — 14 Tage.
Die Lebensdauer der Falter scheint recht beträchtlich werden zu können. Ich sah Falter mit charak¬
teristischen Verletzungen bis zu 4 Wochen täglich ungefähr an derselben Stelle, sah ihre schönexr frischen Farben
verbleichen und das feine Flaumkleid des Körpers dem Chitinglanz des abgeriebenen Panzers weichen. Es schien
mir sogar auffallend, daß die Heliconius sich, wenn keine besondere Veranlassung zum Wegfliegen gegeben war,
sehr seßhaft an die Lokalität hielten und an kleinen Lichtinigen sah ich die begattiingssüchtigen Tag fiü- Tag
in jener charakteristischen Weise hin- und wiederfliegen, die ich mit dem Ausdruck des ,,Promenierens“ belegt
habe. Es ist dies die Gewohnheit mancher Falter, eine bestimmte Luftstrecke stunden- und halbe Tage lang
immer wieder zu durchmessen, an einem gegebenen Punkt mit einem kurzen Ruck umzul^ehren und den gleichen
Weg rückwärts zurückzulegen. Am schärfsten ausgeprägt fand ich diese Eigenheit bei den Gattungen Eueides
und Heliconius, dann aber auch bei vereinzelten indischen Arten. Ich beobachtete dieses Verhalten speziell
bei Eueides aliphera, dianassa, bei Metamorpha dido und Cethosia nietneri.
Viele Heliconier fliegen das ganze Jahr hindurch, wie sich ja in Südamerika, der gleichmäßig verteilten
Regen halber, Saisonformen, wie sie in Indien ganz allgemein sind, in der Regel nicht ausbilden. Für das mittlere
und südliche Brasilien (Bahia, Rio, Santos) konnte ich feststellen, daß im regenreichen Frühling, besonders
Anfang November, stärker schwarz gezeichnete Aberrationen häufiger waren, als im trockenen Nachsommer.
Es ist aber nicht unmöglich, daß an der wasserärmeren Westküste andere Verhältnisse vorherrschen. Was
speziell die Heliconier betrifft, so sei erwähnt, daß sie in den regenlosen Distrikten von Chile ganz fehlen. Sonst
ist die Verbreitung der Heliconiusformen eine ziemliche gleichförmige und trotz der großen Formenzahl gibt es
doch nur ganz wenige Lokalitäten, wo mehr als etwa 8 — ^12 Heliconius und 2 — 3 Eueides gleichzeitig erbeutet
werden können. Die zahlreichen Formen verteilen sich eben über ein sehr großes Gebiet und von ganz wenigen
weitverbreiteten Arten abgesehen bewohnen die meisten nur einen ziemlich beschränkten Distrikt.
Bei Erwägung dieser letzteren Tatsache dürfen wir hoffen, daß noch eine i'echt große Anzahl von konstan¬
ten Nebenformen zu entdecken ist. Jedenfalls ist aber die Zahl der sogen. Uebergangsformen, die sich noch fin¬
den werden, eine sehr beträchtliche. Oberthür hat in einem sehr schönen Werk *) in fast überreicher Illustration
gezeigt, wie ein allmähliches Umformen und Umbilden der Subspecies, Rassen und Aberrationen vor sich geht
und wenn auch einige Formen dort etwas gewaltsam in eine Kette hineingefügt erscheinen, so veranschaidicht
doch die Zusammenstellung von Varietäten und Lokalformen sehr die Art, wie in ihren Extremen ganz verschie¬
den aussehende Formen an dazwischen liegenden Bindegliedern als mit einander verAvandt erkannt AA'erden
können. Die zahlreichen Komplikationen aber, die sich bei der Durchsicht dieses Werkes ergeben, mahnen
eindringlich den Rahmen unseres Kompendiums nicht zu überschreiten und, ohne auf kritische Betrachtungen
einzugehen, es bei der charakterisierenden Aufzählung der Formen zu belassen, ohne das für und Avider über ,,Ai’t-
berechtigung“ zu ventilieren. Unsere sehr reiche Illustration, die nicht AA^eniger als 220 Formen im Abbild bringt,
macht es überflüssig, eine Uebersicht über Haupt- und Untergruppen, Sektionen oder Subgenera zu geben ■■■•"=•).
1. Gattung'; Heliconius Latr.
Ziemlich große Falter von sehr charakteristischem Aussehen. Der Kopf ist groß mit breiter Stirn und
starken, '"vorgequollenen nackten Augen. Die Palpen behaart, mäßig lang, der Sauger stets gut entAA’ickelt. Der
Thorax schmal und lang, unkräftig aber immerhin beträchtlich muskulöser als bei den schAvächlichen sonst in
ihrer äußeren Erscheinung ähnlichen Danaiden der /^/mmwiae-Gruppe. Die Fühler sehr lang, gleichmäßig dünn,
am Ende kaum verdickt; die Vorderbeine zu Putzpfoten verkümmert, die Mittel- und Hinterbeine dicker und
weit kürzer als die der Ithorniinae. Der Hlb zylindrisch und ziemlich diüin, in der Länge A^erschieden, häufig
*) Variation des Hel. thelxioi)e et A^e.sta. Et. d’Eut. Livr. 21.
**) Die hier gedruckte Abhandlung liegt seit Jahren fertig da und die Tafeln zu Heliconius und Eueides sind seit
über .Jahresfrist ausgegebeii. Inzwischen sind einige Beschreibungen von Nebenformen erschienen, deren Avichtigere al)er
in der Korrektur noch eingefügt wurden; einige werden im Nachtrag zu den Nymphaliden noch erwähnt.
V
48
378
HELIOONIUS. Von Dr. A. Seitz.
den Hintenvinkel kaum überragend. Vflgl sehr lang gestreckt, im Apikalteil besonders stark verbreitert, ziemlich
weich und stets mit bunten, oft sehr grellen Farben verziert. Nur von einer Art {Helicon, erato) ist mir bekamit,
daß sie (aberrativ) ganz schwarze zeichnungslose Vflgl haben kann. Die Hflgl sind oval mit gleichmäßig gerun¬
detem, sehr selten schwach welligem Saum. Wie bei den indischen Ewploea befindet sich auf dem Irdsteil der
Vflgl-Unterseite und dem Costalteil der Hflgl-Oberseite eine Reibefläche, die zwar oft Seidenglanz, aber niemals
wie bei vielen Ithmniinae Haarbürsten oder Pinsel trägt. Das Geäder zeigt eine 5-ästige Subcostalis und ein in¬
taktes Radialsystem, das keine Tendenz zeigt sich zugunsten des Costal- oder Mediansystems aufzulösen. Die Zelle
der Vflgl ist meist breit und von etwa halber Figllänge , die der Hflgl ist kurz und schmal. Auf den Vf Igln zeigt
die Mediana nahe der Wurzel oft einen Sporn; die Submediana an der Basis einfach. Eine Rinne am Analrand
der Hflgl zur Aufnahme des Hlbs beim sitzenden Falter, wie sie die meisten andern Nymphaliden haben, fehlt.
Die Heliconius sind sehr fleißige Blumenbesucher und viele haben für ganz bestimmte Blüten eine
Vorliebe; sie sind durchaus nicht scheu, und so langsam auf der Flucht, daß man jedes Exemplar, das man in
erreichbarer Höhe antrifft, als sichere Beute betrachten kann. Im Netz verhalten sich die Tiere meist still, so
daß sie sich nicht leicht verletzen. Die Färbung ist zumeist gelb, braungelb und rot auf schwarzem Grunde;
selten tritt blau und ganz selten grün auf. Die Ppn zeigen oft Silberflecken.
narcaen. H. narcaea Godt. (= eucrate Hbn.) (72 a). Als typische narcaea ist die große Form aus Süd-Brasilien
anzusehen, die weißen Apicalfleck, zitrongelbe Subapicalbinde und gelbbraunen, schwarz gezeichneten Vflgl-
ponnexa. discus und auf den Hflgln eine hellgelbe Längsbinde hat. — Als ab. connexa (72 a) bezeichne ich die kleine, meist
trübere Form, l)ei der das Gelbbraun im Vflgldiscus derart vermindert ist, daß die Subapicalbinde durch eine
'polychrous. schwarze Schrägbinde vom discalen Braungelb geschieden ist. — ab. polychrous Fldr. (72 b) ist dadurch ganz
bunt, daß Schwarz und Zitrongelb auf Kosten des ganz zurückgedrängten Braungelb vermehrt sind. • — -Wie bei
allen hellen Heliconius kommen, besonders am Ende längerer Regenperioden, schwarz berußte Stücke vor,
in allen Uebergängen zur typischen Form und in allen Graden. Bei andern Arten haben diese Namen bekommen,
wie z. B. submibihis Stich, und obscurior Stich, von novatus, aber sehr zu Unrecht ; sie lassen sich weder abgrenzen,
satis. noch sind sie auf eine Art oder Abart beschränkt. — ab. satis Weyui. (= infuscata Stgr.) (72 a) ist wie die
typische narcaea, aber die Hflgllängsbinde ist nicht hellgelb, sondern gelbbraun und der Aj)icalfleck der Vflgl
flavomacn- ist gewöhnlich etwas berußt. — flavomaculatus Weyni. (72 a) ist eine geographische Rasse, die sich durch
hitus. zitrongelben Vflglspitzenfleck auszeichnet und die ich niemals mit der narcaea oder einer ihrer Aberrationen
mit weißem Spitzenfleck zusammen gefangen habe. Diese flavoniaculata fliegt nur im mittleren Brasilien, z. B.
bei Bahia und in Espiritu Santo, wo die ebenfalls gelbfleckige Mechanitis nessaea fliegt; die narcaea aber fliegt
ausschließlich im südlichen Brasilien, im Fluggebiet der ebenfalls weiß gefleckten Mechanitis lysimnia. —
Neben den zahlreichen Färbungsanomalien kommt aber auch abweichende Zeichnung vor, und zwar in germgen
Graden variiert das Muster nach jeder Richtung hin ; wir beschränken uns darauf nur eine Form zu benennen,
phijscon. nh. physcoa ab. nov. (72 b), die ich hin und wieder, aber selten in Santos fing; hier ist die gelbe Hflglbinde
stark verbreitert, was man bei dem sonst fast wie po/yc/wows gefärbten Tier schon im Fluge gewahr wird. — H.
narcaea gehört zu den häufigsten Heliconius und zu den gemeinsten Schmetterlingen überhaupt. Er ist auf die
östlichen Teile des mittleren und südlichen Brasilien beschränkt, und zwar kommt die Form flavomaculatus
nur im Norden, eucrate nur im Süden des Verbreitungsgebiets vor. Ein Ort, wo beide, wie im ,, Tierreich“ (Heft
22, S. 40) behauptet wird, nebeneinander Vorkommen, ist nicht bekannt. Der Falter kommt zuweilen bis in die
Gärten und fliegt schon in den Vorstädten von Rio.- — Das kegelförmige Ei ist zitrongelb; die Rp auf verschiede¬
nen Arten von Passiflora, gelbbraun, später weißlich, schwarz gezeichnet und mit schwarzen Dornen, Avovon
die am Kopf länger und leicht zurückgebogen sind. Pp mit ziemlich langen Kopfflügeln Aind schw'arzen Rücken¬
dornen, gelbbraun dunkler gezeichnet, Hlb seitlich mit schwachsilbernen Flecken. Die Schmetterlinge fliegen
das ganze Jahr hindurch ohne erkennbare Pausen in den Generationen an offenen Plätzen, längs der Garten¬
hecken und Bambuswände und saugen an den verschiedenartigsten Blumen, die Figl dann meist geschlossen
haltend, während sie andre Heliconius (wie z. B. phyllis) beim Besangen der Blüten meist AA^eit geöffnet halten.
Die Falter sind sehr gemein und, wenn sie niedrig fliegen, äußerst leicht zu fangen.
ismmius. H. ismeilius Latr. (= fritschei Möschl.) (72 b). Dieser Falter aus Cohimbien, aao er stellemveise sehr ge¬
mein ist, ist eine genaue Kopie von WI elinaea rnessalis (33 d) mit der er zusammen fliegt und er kommt auch in
immoderata. B\\en Zeichnungsvariationen vor, denen diese Danaide unterworfen ist. — ab. immoderata Stich, ist die Form,
bei der die Hflgl eine komplette schwarze Mittelbinde füliren, die breiter, als bei typischen ismenius ist; —
defascidius. umgekehrt ist sie bei ab. defasciatus Neust, bis auf ein schwaches Rudiment am Hflglapex verschAAuniden. —
fasciaius. ZAvischen diesen beiden Formen steht ab. fasciatusGoJm. u. Salv., die mehr nördlich, im südlichen Zentral-Amerika,
vorkommt und zwar eine komplette, aber nicht verbreiterte sclnvarze Mittelbinde auf dem Hflgl hat. — Bei
faunus. faunus Stgr. (72 c), gleichfalls aus Columbien und der typischen Form untergeniischt, sind die Vflglflecke im
hcrmanni. Apicalteil des Figls gelb statt weiß, und bei hermanili Riff, sind diese Fleckchen stark reduziert. Beim sind
noch Teile der Aveißen Fleckenquerbinde hinter der Mittelzelle vorhanden. Nicht selten, aber lokal.
fplchinia. H. telchinia Dbl. (72 b). Dies ist eine der größten bekannten Heliconius- Arten; sie Avird von den meisten
Autoren als Nebenform zu mnenius gestellt, sieht aber ganz anders aus, Avann auch LUbergänge zu jener hinüber-
HELICONIUS. Von ])r. A. Seitz.
37!)
leiten. Vt'lgldiscns und Hflgl gleiclien ganz einer riesigen miratea, (ih. .sat.is (72 a), al)e)- dei- stark vei-ln-eitej-te
Vflglapex trägt 2 schwefelgelbe Fleckenreihen. Von Colutnhien bis Honduras. — lb‘i clarescens lUlr. voni t'lii- rlureaccnn.
riqni-Vulkan und Panama fehlt dem Zellfleck der Vflgl die nach der Wurzel zu ziehende Sj)itze und die Mittel¬
binde der Hflgl ist fast ganz geschwunden. »Stellenweise sehr gemein.
H. hippola Hew. (72 c) hat nur 2 Farben, ein lebhaftes Clelhrot, das Jinr schmale schwarze Flglrändcr hijjjjola.
und auf dem Vflgl stark reduzierte Fleckung übrig läßt; — lyreaeus Weyni., waln'scheinlich wie die vo7’ig(; bjrcdcuH.
von Peru, hat etwas größere schwarze Vflglflecke, wogegen die Mittelhinde der Hflgl zu einigen Rudiinenten
geschrumpft ist. — f liese Art scheint sehr lokal oder in Gegenden vorzidcommen, ans denen weniger Material
zu uns gelangt, denn sie ist in Samndungen recht selten.
H. numata Cr. (= pione Hhn.). Diese Art fällt sofort auf durch den sehr breiten schwarzen Außeiird nnnidla.
der Hflgl, der mit der gleichfalls sehr breiten Mittelhinde den Hflgl vorwiegend schwarz erscheincJi läßt. (Juayana.
— Bei der ab. guiensis .ßf//. ist die Hflglmittelbinde keidenförmig, am Analrand schmal beginnend und gegen (juien.'iia.
den Apex zu erweitert; Britisch Guayana. — Bei inelanops Weynt. (72 c) fließen Mittelbinde und das Saum- meknwp.H.
schwarz des Hflglrandes zusammen, so daß die untere Hflglhälfte ganz schwarz wird; gleichfalls von Guayana.
— Bei superioris Btlr. (= maecenas Weym,.) ist die Schrägbinde der Vflgl verschmälert oder in Flecke aufge- superioria.
löst, die Mittelbinde der Hflgl durch dazwischengelagerte gell)braune Grundfarbe vom Saumschwarz getrennt ;
vom Amazonas. — So verhält sich auch gordius Weym. (72 d) vom oberen Amazonas, hier ist aber der Vflgl- gordius.
apex sehr weit und zusammenhängend schwefelgelb und rostbraun gefleckt. — Bei ab. isabellinus Bdtes (72 c) isahdliaus.
ist das Schwefelgelb in der Apicalhälfte der Vflgl braungelb getönt, ähnlich der Grundfarbe, und bei der ähn¬
lichen mavors Weym. ist der Ton der Grundfarbe tiefer und trül)er braun. Beide gelbbraun verfärbte Formen mavorf<.
stammen vom Ainazonas. — ■ praelautus Stich, ist eine Form vom Ucayali, bei der die discale Schrägbinde pradautus.
verbreitert ist und mit den Subapicalflecken verschmilzt, denen sie gleichgefärbt ist. Der Falter scheint weniger
häufig, als narcaea, aber bei weitem nicht so selten wie die hip pola-¥ armen. — geminaius Weym. (= superioris gcdiinatid^.
Riff.) (72 d) hat sehr lebhaft weißgelbe Apicalflecke und die Hflglbinde ist nicht nur völlig vom immer noch sehr
breiten Saumschwarz frei, sondern sie löst sich auch selbst in kaum noch zusammenhängende dreieckige Flecke
auf und im Hflglapex und -rarid zeigen sich zuweilen lichtgelbe Fleckchen. — nubifer Btlr. von Fonteljoa nubifer.
hat mahagonibraune Grundfarbe und breitere schwarze Binden; die bei geminntiis im Apicalteil, bes. der Unter¬
seite sichtbaren weißlichen Fleckchen fehlen hier. Am Amazonas weit verbreitet; Para, Santarem, Obidos,
Teffe; stellenweise häufig.
H. Silvana. Ueber ein halbes Dutzend Formen. Die Figl sehr gestreckt, kleiner als bei der vorigen, die
schwefelgelbe Vflglschrägbinde geht in die Grundfarbe derart über, daß sie nicht durch schwarz geschieden
ist. Von der ty^pischen silvana Cr. (= clara Hbn.) (72 c) von Venezuela, Guayana und Nord-Brasilien unter- silvana.
scheidet sich ethra Hhn. (= dryalus Hpffr., zuleika Buch., hopfferi Neust.) (72 e) durch die sehr kräftige Schwarz- c/hm.
Zeichnung; die Hflglbinde ist ganz tiefschwarz, nicht durchbrochen, kaum außen gezähnt und der schwarze,
breite Außenrd sendet Strahlen nach ihr hin. Die Vrdsbinde im Hflgl ist lebhaft schwefelgelb getönt, der Keilfleck
in der Vflglzelle groß und in kräftiger Spitze nach der Zellwurzel hin ausgezogen. Das ganze Aussehen ist derart
ähnlich der riarcaea-flavomaculata, daß beide Arten im Fluge kaum von einander zu unterscheiden sind. Ich
fing sie auch in Bahia nahe dem Friedhof, an den gleichen Lokalitäten wde flavomacnlata. — brasiliensis Neust, hmsiliensis.
bildet einen Uebergang von ethra zu robigus indem es zwischen beiden in der Mitte steht. ■ — Bei robigus Weym. rohigus.
(72 d) der in den südlichen Teilen Brasiliens fliegenden Form, ist der Vflgl in einen schwarzen Apicalteil und einen
gelbbraunen, außen ohne scharfe Grenze zitrongelb werdenden Innenteil geteilt, in dem sich ein meist nicht großer
Zellfleck, ziemlich isoliert, befindet; gleicht im Fluge der narcaea^ satis, indem der Hflgl keine zitrongelbe Vorder¬
binde hat. — diffusa Btlr. ist die kaum von der typischen silvana verschiedene Para-Form; hier ist die IMittel- diffusa.
binde der Hflgl vollständig vom Außenrdschwarz getrennt, aber in sich zusammenhängend und nach außen
gezähnt. — Noch weiter nördlich kommt die Form metaphorus Weym. (= antioquensis Stgr., ocanna Buch.) mdaphorus.
vor, nämlich in Columbien und Ecuador; hier ist die Costa stärker schwarz, der Zellfleck wieder größer, die ■
gelbe Schrägbinde der Vflgl schärfer gegen die Grundfarbe abgesetzt, und die Mittelbinde der Hflgl ist bis auf
einen Ansatz am Apex reduziert. — Weiter nach Süden, aber an der Westseite Südamerikas, reicht die peruani¬
sche mirifica Stich., wo die äußeren Vflglflecke fast glasartig und teilweise schwärzlich überstäidit erscheinen; »tirifica.
die Hflgl-Mittelbinde besteht aus dreieckigen, isolierten Flecken, so daß eine oberflächliche Aehnlichkeit
mit mirus entsteht, dessen Vflglflecke aber nicht transparent sind. — adela Neust, hat Figlschnitt und die adda.
apikale Fleckenbinde einer silvana, gleicht aber sonst einer narcaea und ist nach des Autors Ansicht eigne Art ;
von Icpiitos. Von allen Formen dieser Art habe ich nur robigus und ethra lebend beobachtet, die unter den an¬
dern gelbbraunen Heliconius Brasiliens, aber stets nur vereinzelt, flogen.
H. eucoma. Die 12 Formen, die man von dieser x4rt unterschieden hat, bewohnen das Amazonas-Tal
und Peru und gehen nördlich bis Panama. Die abgebildete metalilis Btlr. (= metabilis Ky.) (72 e) erinnert mdaliUs.
in der äußeren Erscheinung an eine kleine und abgeflogene telchinia, mit der sie auch in Columbien zusammen
fliegt. Sie kommt aber auch in Venezuela vor und selbst anf der Insel Cura^ao. Ob die Stücke von da in allen
Einzelheiten dem abgebildeten gleichen, kann ich nicht entscheiden, da mir keine Exemplare von der Insel
380
HELICONIUS. Von Dr. A. Seitz.
semiflavida. vorliegeii. — Bei semiflavida Weym. {= daguanus Stgr.) ist die Sclirägbinde der Vflgl sehr lebhaft zitrongelb
Claudia, und die schwarze Mittelbinde der Hflgl breiter als bei m.etalilis', vom Cauca und Dagua in Columbien. — Clau¬
dia Godni. u. Salv. von Panama hat eine dunklere, mahagonibraune statt gelbbraune Grundfarbe. Durch die
Zurückbildung der Mittelbinde der Hflgl entsteht infolgedessen eine große Aehnlichkeit mit Hel. clara, mit der
cucoma. cliese Form auch in Panama zusammenfliegt. — eiicoma Hhn. selbst kommt in typischen Stücken am unteren
Amazonenstrom vor, ist gelblichbraun mit oft sehr kleinen gelben Fleckchen im schwarzen Vflglapex, der Vrd
fließt mit dem Zellfleck zusammen, auf der Submediana ein stets breiter Streif, die Mittelbinde der Hflgl,
iyndarus. im Gegensatz zur Claudia zusammenhängend. Im übrigen der abgebildeten Form tyndarus Wey7n. (72 e) ähn-
aeroto7nc. lieh, aber nicht so dunkel-, sondern mehr gelbbraun, tißidarus kommt von Bolivien. • — aerotome Fldr. (72 f,
irrig als g^'adatus bezeichnet) von Peru und dem anstoßenden Teil Brasiliens, ist gleichfalls in der Grundfarbe
verdunkelt, tief kastanienbraun, aus welcher Grundfarbe die gelbe Schrägbinde der Vflgl und die kleinen Apical-
flavofas- fleckchen lebhaft hervorleuchten. — ab. flavofasciata Weym. ist eine Zufallsabänderung der typischen eucoma,
ciaia. dieser bei Para zusammen vorkommt und eine gelbe Vorderbinde der Hflgl zeigt, wodurch große Aehnlich-
ethdla. keit mit einigen gleichzeitig an der Amazonasmündung fliegenden Ithomiiuae entsteht. — ethilla Godi. gehört
fJavidus. hierher und ist wohl identisch mit der Form flavidus Weym. ; wenn sich dies erweisen läßt, würde diese Form
die zuerst beschriebene der Gruppe und dadurch deren Tyjjus sein. Sie gleicht genau der semiflavida Weym.
hat aber nicht nur auf den Vflgln viel Schwefelgelb, sondern auch eine breite Hflglbinde zwischen Mittel¬
binde und Costalrand, so daß die gelbbraune Grundfarbe auf die Rippen an der Wurzel der Vflgl und
cc-pludlenia. einen Irdstreif zurückgedrängt ist; von Venezuela. — cephallenia Fldr. ist mir in Natur unbekannt; sie soll
die ganzen Hflgl bis auf eine schmale gelbbraune Binde hinter dem Vrd schwarzbraun haben; von Surinam. —
juntana. juntana Riff, von West-Columbien ist eine der se^niflavida ganz ähnliche Form, deren Vflgl ganz schwarzen
meutor. Apex, ohne helle Subapicalflecke, haben. ■ — ■ merätor Weym. vom Cauca, gleicht der abgebildeten metalilis
(72e), ist aber breiter gebaut, hat rein schwefelgelbe, nicht glasige oder überstäubte Vflglflecke, die kleiner
und daher isolierter sind; dagegen zeigt sich noch Schwefelgelb am Saum des schwarzen Apicalteils der Vflgl;
die Hflgl-Mittelbinde öfters in Fleckchen aufgelöst. — Als letzte Form, die man zu dieser Formengruppe
numismati- gerechnet hat, ist noch numismaticus We^jm. (72 e) zu erwähnen, deren Abbildung die Unterschiede zeigt;
■ sie kommt am unteren Amazonenstrom vor. Die Formen dieser Art scheinen vereinzelt zu fliegen und sind
seltener in Sammlungen.
(iradatus. H. gradatus Wey^n. (73b) schließt sich durch die breite, kaum vom gleichfalls breiten Saumschwarz
getrennte Mittelbinde der Hflgl an die mmiahis- und melanoy, s-Fovm. an. An den rein schwarzen Apex der Vflgl
schließt sich die reingelbe Schrägbinde und daran die wenig schwarz gefleckte, braungelbe Grundfarbe. Von
thielei. Pebas am Amazonenstrom. — thielei Riff, von Cayenne hat 3 gelbe Subapicalfleckchen.
siilphurcus. H. sulphureus Wey^n. (72 f) vom Rio Negro in Brasilien hat zu Schwefelgelb aufgehellte Grundfarbe;
nur auf den Adern und längs des schwarzen Submedianstreifs noch etwas Rostgelb.
paraciisis. H. paraensis Riff, erinnert stark an eucoma, ist aber größer und die gelbe Vflglschrägbinde ist außen
mehr gezähnt nnd weniger scharf begrenzt. Der schwarze Submedianstreif läuft ganz durch den Vflgl durch. Das
Saumschwarz der Hflgl ist in der Saummitte breiter als bei e^icoma, die Mittelbinde zusammenhängend, unge¬
zähnt, in der äußeren Hälfte ca. 3 mm breit und etwas schmäler nach dem Ird laufend. Die Vflgl haben oben
Apical-, aber die Hflgl keine Saumfleckchen; wohl aber sind solche auf der Unterseite, wo das Wurzelfeld
latus, fast ganz scliAvefelgelb ist. Von Para. ■ — ■ Die Form latus Riff, von Itaituba am RioTapajos hat oben breiteren
Submedianstreif der Vflgl und in der gelben Schrägbinde bräunliche besonders auf den Adern deutliche Bestäu¬
bung. Auf den Hflgln ist die Mittelbinde bedeutend breiter.
auUeus. H. aulicus Weyin., von Venezuela ist mit eucoma verwandt, der schwarze Vflglapex ohne helle Flecke,
die schwefelgelbe Schrägbinde etwa Avie bei latus und nach außen etAvas gezähnt; der scliAA^arze Zellschußfleck
unregelmäßig, manchmal vom Costaschwarz getrennt. Submedianstreif dünn beginnend und dann sich nach
dem Außenrd verdickend. Mittelbinde der Hflgl aus länglichen, nach der Flghvurzel zusammenhängenden
sobrysi. Flecken iind am Apex mit dem Costalschwarz zusammenhängend. ■ — zobrysi Frühst, von Matto-Grosso diffe¬
riert von. ty[)ischen aulicus Riff, hauptsächlich durch reduzierten Basalstreif der Vflglzelle und breitere scliAvarze
Binden der Hflgl.
.sclmlzi. H. schulzi Riff. hat die schwefelgelbe Vflglbinde sehr breit, Costa und Suinnediana fein scliAA^arz, der
Keilfleck klein, oval, ohne Spitze; Hflgl fast wie bei silvana (72 c) aber die Mittelbinde nicht gekrümmt, am Ird
getrennt und in kleine Flecke auslaufend. Am Apex 2 odei 3 große schAvefelgelbe Flecke. Para.
vetustus. H. vetustus Btlr. Diese Form unterscheidet sich vom abgebildeten nietellus Weym. (72 f) durch leb-
metellus. orange-, nicht kastanienbraune Grundfarbe. Vflgl dem von schulzi ähnlich, aber die gelbe^ Querbinde
schmäler, von Guayana; die Form metellus mit größeren sclnvarzen Vflglflecken und mehr scliAA^arz an Apex
und Anahvinkel der Vflgl; vom unteren Amazonas.
H. novatus. Unter den hierher gehörigen Formen ist die prächtigste niira Weijm. (73 a) von Peru.
mira.
HELICONIUS. Von Dr. A. Seitz.
:i8i
In dem schwarzen Apicalteil sind zahlreiche kleinere Flecke, zweireihig eingestrent, deren Schwel'elgelh sich
noch in den gelbrot^n Discalteil etwas fortsetzt. Durch die Hflghnitte zieht eine Kette isolierter schwarzer
Flecke und im schwarzen Hflglapex steht ein lichtes Tropfenfleckchen. — Der sehr älndiche novatus Bat. noroius,
(= illustris Weym,., spadicarius Weelcs) (72 f) von Bolivien und Pei’u hat mehr ockerig getrübtes helleres Gelh-
brann und das Schwarz des Vflgls beginnt sich zurück zu bilden, so daß bereits eine schwefelgelbe Schräghinde
zum Vorschein kommt; der Hflgl genau wie bei mfm. — Bei leopardus Weym. (73 a) von Bolivien ist die Vflgl- icojxjrdus.
schräghinde bereits ganz breit, lebhaft zitrongelb und ziemlich gut abgegrenzt, so daß sie sich gegen die trübere,
mehr zu Kastanienbraun neigende Grundfarbe scharf abhebt. — ab. subnubilus Stich, von Peru und ab. ob- Hvdmiünlu.'i.
scurioryS^fc/i. von Bolivien sind auf dunklere bzw. berußte Stücke gegründete Formen, wie sie bei allengelbbraunen '^^■‘■^curior.
Heliconius, besonders häufig und ausgeprägt aber bei den narcr/ea-Formen Vorkommen, dort aber Namen nicht
erhalten haben.
H. Urania Müll. (= pasithoe Cr., hecale F.) (73 a). Dieser nicht zu verwechselnde Falter wird in den 3 umnia.
neusten Bearbeitungen unter seinen 3 Synonymen angeführt. Müller hat einen Heliconius so benannt, dessen
Abbild unverkennbar ist und der durch Linnes Pa'pilio urania (eine Tenaris) nicht berührt wird. Wir schließen
uns darum Weymers Gebrauchsweise an. Der Falter kommt in zwei Formen vor; er ist schwarz mit trüb
weißer, schwarz gefleckter Vflglschrägbinde und 3 weißlichen Subapicalfleckchen. • Bei der typischen Form von
Guayana ist die Grundfarbe oben rabenschwarz, bei fulvescens Lathy (73 a) vom Demerara ist der innere Teil iulvcsccns.
der Figl brauiV überlagert. Der Falter gehört zu den weniger häufigen Heliconius- Arien.
H. aristiona. Die fast 20 hierher gerechneten Formen dürften kaum alle zu einer Spezies gehören und
die meisten sind geographisch scharf geschieden. Dabei kommt es viel weniger auf die klimatischen Verhält¬
nisse des Heimatortes an, als darauf, welches Modell dort fliegt, bzw. wie die dort vorkommenden Falter aus
der’Familie der Danaidae aussehen. Die typische aristiona Heiv. (73 d) stammt von Bolivien und Peru und aristiona.
fliegt dort nur da, wenn auch nicht überall, wo sich die sehr gemeine Melinaea molftone (32 e) herumtreibt.
Dort üiegt ja, eiuch 31 echariitis decephis, Hyposcada fallax {38 c), Ceratinia semifulva (34 d), Eresia mtcrena (91c)
eine ähnliche Zampeto-Form der Gattung Eueides usw. ; ja man findet Stellen, wo die Mehrzahl aller gemeinen
Falter wie ein H. aristiona aussieht, obwohl nur die wenigsten Individuen sich noch dem Einfangen als solche er¬
weisen. Sehr ähnlich dieser typischen, ganz unverkennbaren aristiona ist die Form bicolorata Btlr. (= peruana Mcotoraia.
Hpffr.) (73 d), gleichfalls aus Perir; hier ist der schwarze Apex ziemlich gerade gegen den rotgelben Discus
abgegrenzt und das Braun erreicht in Zelle 1 und 2 (d. h. zwischen Submediana und den Medianästen) den
Außenrd. — splendida Weym. (73 d) ist wie aristiona, aber Vflglwurzel und Hflglspitze schmutzig kastanien-
hraun überlagert; von Bolivien. — timaeus Riff. (73 d) von Peru hat den Vflgl wie aristiona typtica, nur etw^as timaeus.
stärker schwarzfleckig; dafür ist aber der Hflgl nicht schwarz, sondern gelbbraun, wie der Vflgl mit einer in¬
kompletten Binde und einer ebenso unvollständigen Eeihe von Mittelflecken, die beide vor dem Apicalteil
erlöschen. — Bei phalaris Weym. (73 e) vom brasilianischen Rio Madeira ist der ganze Hflgl tiefschwarz, bis jjhalaris.
auf den brennend gelbroten Apicalteil, während der sonst an aristiona erinnernde Vflglapex sich von der Spitze
her gelbrot aufhellt. — Bei seraphion Weijm. (73 c) von Iquitos ist der Apex zwar schwarz, aber vor ihm scrapMon.
liegt eine, durch eine schwarze Schrägbinde scharf vom gelbbraunen Vflgldiscus geschiedene ebenfalls gelb¬
braune Subapicalbinde. Hier löst sich auch auf dem Hflgl von dem Saumschwarz eine schwarze, durch die gelb¬
braune Grundfarbe abgetrennte Mittelbinde los; zweifellos unter Einfluß gewisser an gleicher Stelle fliegender
H eliconius-'F ormen aus andern Gruppen, mit denen dadurch eine so große Aehnlichkeit entsteht, daß beide
im Flug kaum zu unterscheiden sind. — arcuella Dmce (73 c) von Ecuador ist ähnlich, aber feuriger gelb; ihre arcuella.
Zeichnung fast genau wie die der folgenden Form aurora, aber der Vflglapex ist ganz anders. ■ — aurora Bat. aurora.
(73 b) würde der aristiona gleichen, hat aber einen zitrongelben Schrägfleck im Vflglapex und erhält dadurch
ein ganz anderes Aussehen. — ■ Bei elegans Weym. (73 c) von Peru, Bolivien und Amazonas ist gleichfalls der dajans.
zitrongelbe Schrägfleck im Apex vorhanden ; dieser ist aber nicht durch seine breite schwarze Schrägbinde vom
gelbbraunen Apicalteil getrennt, sondern geht direkt in diesen über, von einigen schwarzen Schuppenwölkchen ■
auf der Färbungsgrenze, die sich manchmal finden, abgesehen. Ein auffälliger Unterschied zwischen elegans
und aurora besteht außerdem auf dem Hflgl in der Abtrennung der schwarzen Mittelbinde vom Saumschwarz
durch ein Band der gelbbraunen Grundfarbe. — euphrasius Weym. (73 b) von Columbien und Ecuador dürfte caphrasius.
wohl kaum zu dieser, viel eher zur nächsten Formengruppe gehören. Der Vflgl gleicht dem eines novatus ohne
Apicalflecke, der Hflgl aber zeigt ein sehr eigentümlich gelagertes, nämlich vom Anahvinkel nach der Vrds-
mitte ziehendes schmutzigbraunes Band, das die Hflglwmrzel, wie auch einen großen Fleck im unteren Hflglteil
schwarz berußt läßt. Auch der Vflgl ist rußig sclwärzlich überlagert. — lenaeus Weym. (73 e) von Ecuador, Icnacas.
Peru und Columbien hat dem exiphrasius ähnlich gezeichnete Vflgl, doch sind diese in der Grundfarbe leibhaft
gelbbraun, nicht schwarz überrußt ; die zitrongelbe Schrägbinde ist schmäler, die sclnvarzen Discalflecke kleiner,
der Submedianstreif stark reduziert. Ganz anders smd die Hflgl, nämlich einfarbig gelbbraun, nur zuweilen
mit einer dunklen Punktreihe durch die Mitte. Hierdurch entsteht eine überaus auffallende Aehnlichkeit dieser
Form mit der gleichfalls in Ecuador fliegenden Melinaea zaneka (32 e). Genan so harmoniert die Form
tarapotensis Riff, von Tarapoto mit der ebenda fliegenden Melinaea tarapotensis Haensch. einer Form des Mel.
menophilus (32 e). Sie hat nämlich im Wurzelteil der Hflgl schw'arze Fleckenreihen, die aber nur bis etwa zur
382
HEL1C0NIU8. Von Dr. A. Seitz.
cuphone. Flglinitte reichen. — euphoiie Flclr., gleichfalls vom nordösl liehen iShdamerika und dort weit verbreitet, ist
wie //eh tarapote7isis, aber das Schwarz kräftiger, ausgedehnter und die Hflglbinde nicht injr eme halbe Flecken¬
binde, sondern zu einem Mittelband verlängert und zusammenhängend, wodurch Aehnlichkeit mit stark gezeich-
preliosus. neteii Melm. ■menophilus entsteht. — Diese findet sich auch bei pretiosus Wei/7n. (32 e) wo die Hflglbinde fast
staudingeri. komplett, gleichzeitig aber der Vflglapex rotgelb aufgehellt ist; von Sarayacu in Peru. — staudingeri Wey^n.
messene. (73 e) ist etwas größer und die schwarzen Vflglflecke hängen mehr zusammen; Huallaga. — messene Fldr.,
einer der gemeineren Bogota-Falter, der hauptsächlich die höher gelegenen, mehr offenen Landschaften Colum¬
biens l)ewohnt, stellt eine verschwärzte eupJione dar; auf den Vflgln ist der ganze Apical- und Basalteil schwarz,
so daß nur eine innen braune, außen gelbe Binde bleibt; der Hflgl vorwiegend braunschwarz. Es entsteht so eine
Aehnlichkeit mit den hiernach benannten Mechanitis messenoides (33 f) und Melmaea ?nessenina, einer der mo-
thone (32e) ganz älndiche, aber durch die außen zitrongelbe Vflglbinde unterschiedene Danaide. Hel. messene,
Melin. messennia und Mech. messenoides fliegen alle zusammen und sind im Fluge nur durch die Größe zu unter-
idalion. scheiden. — idalioii Weym. ist der euphone ül)eraus nahe; die einzig wesentlichen Unterschiede sind die sehr
deutlichen Apicalflecke der Vflgl, deren 3 obere fast Zusammenhängen, während der untere klein ist, sowie der
jloridus. breitere Submedianstreif und Zellkeil. Von Columbien. — Als letzte Form dieser Reihe registrieren wir floridus
Weym. (73 c), weit verbreitet im nördlichen Südamerika und besonders von Bolivien und Peru bekannt. Sie
ist kenntlich daran, daß der Vflgl 2 durch die gelbbraune Grundfarbe geschiedene zitrongelbe Fleckenbinden
in seinem Apicalteil trägt.
ithaka. H. ithaka Fldr. (73 f). Diese Art von Columbien ähnelt im Vflgl dem euplirasius (73 b) aber das Gelb¬
braun der Grundfarbe ist reiner und nur wenig verdüstert. Der Hflgl aber ist ganz schwarz bis auf einen rotgelben
vittatus. Wisch hinter der Zelle und 3 bis 5 weiße Fleckchen vor dem Außensaum. — ab. vittatus Btlr., gleichfalls
von Columbien, hat ebensolche Vflgl wie ithaka, aber die Hflgl sind aufgehellt, nicht ganz schwarz, sondern
mariics. mit schwarzer, aus oben zusammenhängenden Flecken bestehender Mittelbinde. — Bei ab. marius Weym.
(73 b) ist das Schwarz noch mehr reduziert, die Vflglflecke sind kleiner und die Flecke der Hflglmittelbinde
getrennt; von Columbien, besonders Muzo, San Martin, früher viel in den sogen. ,,Bogota“-Sammlungen. —
cajetani. cajetaili Neust, ist wie ty|)ische ithaka, aber der schwarze Medianfleck gabelt sich und fließt in Zelle 4 mit dem
Außenrd zusammen, wodurch in dieser Zelle ein schwefelgelber Fleck der Schrägbinde isoliert wird. Der Rand¬
fleck in Zelle 3 ist gleichfalls sehr groß, mit dem Ausläufer des oberen Medianflecks zusammenfließend; im
Vflglapex 3 gelbe Flecke. Columbien. — ithaka scheint ziemlich häufig zu sein und in den Tälern um den Fuß
des Monte Tolima bald in dieser, bald in jener Form zu fliegen.
H. pardalinus. Die Formen dieser Art bewohnen das Gebiet südlich vom Fluggebiet der vorigen, näm-
dilahis. lieh das Amazonastal, Ecuador, Peru und Bolivien. — dilatus Weym. (73 e) von Peru und Ecuador ist trüb
gelbbraun, die Vflgl lebhaft schwarz gefleckt, der gelbbraune Apex mit zitrongelben Fleckchen in variabeler
radiosus. Größe und Zahl und von schwarzen Adernstreifen durchschnitten. — radiosus ßtlr. ist kaum verschieden,
in Farbe meist trüber, mit breiter schwarzem Saum und Mittelbinde der Hflgl. Dadurch entsteht, besonders
wenn die zitrongelben Apicalflecken der Vflgl etwas groß geraten sind, täuschende Aehnlichkeit mit der Form
purdalinus. floridus der vorigen Gruppe. — pardalinus Bat. vom oberen Amazonas ist wie radiosus, aber die Grundfarbe
noch dunkler braun, was die meist breitere weißlichgelbe Schrägbinde der Vflgl lebhafter hervortreten läßt.
Auch ist der Apex selbst bei pardalinus stets ganz schwarz, während bei radiosus und dilatus in der Vflglspitze
tuccsccm. nochmals rostbraune Wischfleckchen eingelagert sind. — lucescens Weym . vom unteren Amazonas (besonders aus
der heliconidenreichen Gegend von Santarem) die aber auch als Aberration einzeln neben der t^^iischen Form
am Oberlauf des Riesenstroms vorkommt, hat stark vermehrtes Zitrongelb in der Figlspitze, das mitunter
maeon. bindenartig bis über die Submediana herabreicht und zu Beinweiß verbleichen kann. — niaeoil Weym., deren
Vaterland nicht angegeben ist, die aber sicher vom Amazonas stammt, gleicht ganz dem dilatus, aber die braiine
Schrägbinde der Vflgl ist schmäler, mehr in Flecke aiifgelöst, die schwarzen Discalflecke der Vflgl groß, zusam-
iiihorcidcs. menhängend, die Hflglmittelbinde in dreieckige Flecke zerteilt. — tithoreides Stgr. von Peru gleicht dem ra¬
diosus, ist aber größer, breitflügliger, das Schwarz vermehrt, die Zeichnung ziisammenhängender und Hflgl¬
mittelbinde gleichmäßiger und kontinuierlich.
H. fortunatus. Bei der großen Variabilität der Zeichnung bei dieser Gattung mag es schwer zu entschei-
spuritis. den sein, ob die beiden Formen dieser Art nicht in den Formenkreis einer andern einzureihen sind. — spu-
rius Weym. (74 a) vom unteren Amazonas gleicht bis auf den Apicalteil der Vflgl sehr dem floridus (73 c) ; im Apex
aber steht eine zitrongelbe Fleckenreihe und dieser Apex selbst ist durch eine Schrägbinde vom discalen Gelb¬
braun geschieden. Bemerkenswert ist der sehr horizontale Verlauf dieser sonst meist steiler stehenden Schräg-
fortunatus. binde, die hier von der Costamitte nach der Saummitte gerichtet ist. ■ — fortunatus Weym., von Villa-Bella
am unteren Amazonas, hat die gleiche, stark liegende Schrägbinde, aber die apicale Fleckenreihe fehlt und die
schwarze Mittelbinde der Hflgl ist stark gezähnt.
sergestus. H. sergestus W eym. (74 a) die Art dürfte der südliche Vertreter der vorigen Gruppe sein ; sie stammt von
Peru, von wo sie Garlepp vom Tarapoto brachte. Der vorigen Form ähnlich, auch so feurig rotgelb, der Apex
HELTCONIUS. Von T)r. A. Seitz.
3X3
stets fleckenlos schwarz wie hei typischen fortunatus, die zitrongen)e Vflglhindc etwas steiler und seliniälo-,
die Hflgl sehr lebhaft rotgelb mit schmaler Mittelhinde und schmalem, nach innen etwas zerfetzhun »Saumschwarz.
H. ennius Weym. (74 a). Vom Amazonas. Die Farben schwarz, gelbbraun und zitrongelb älinlieli enniuf^.
wie bei den vorigen verteilt; aber sofort dadurch zu unterscheiden, daß die zitrongelbe Vflglhindc steiler, etwas
gekrümmt ist und nicht so nahe an die Außenrdsmitte reicht. Ihr folgt eine 8uba])icalreihe kleiner weiß(U-
Fleckchen, dann aber tritt unmittelbar vor dem Außenrd nochmals eine Reihe lichter Fleckchen auf, die bei
der typischen Form ziendich komplett, bei der viel stärker schwarzgezeichneten Form nigrofasciatus Weytn. nir/rofa.scui-
(74 a) vom Rio Madeira inkomplett oder verloschen ist. Bei dieser letzteren Form ist auch die gekrümmte
zitrongelbe Schrägbinde durch das vermehrte Schwarz eingeengt und innen unregelmäßig begrenzt. Die Ilflgl
sind aber in beiden Formen gleich : Sie haben eine ziemlich breite, isolierte, außen gezackte Mittelbinde und einen
nach innen großzackigen, breiten mit weißen Saumfleckpaaren gezierten Außenrd.
H. quitalena. In der t3rpischen Form dieser Gruppe tritt uns hier ein ziemlich von den seither bespro¬
chenen Formen abweichendes Zeichnungsmuster entgegen. Vor allem ist schon die Grundfarbe der ISamens-
form quitalena Heio. (73 f) etwas anders, weniger bohngelb oder ockerbraun, vielmehr lebhafter orangerot. quitalena.
Der schwarze Apicalteil des Vflgls führt 2 ungefähr gleichweit vom Saum, vom Discusrot und von einander
entfernte zitrongelbe Fleckenbänder; der Hflgl hat eine fast rudimentäre, aber dennoch zusammenhängende
Mittelbinde und weiße Saumfleckenpaare in schmalem Randschwarz. — Bei felix Weym. (74 b) von Bolivien felix.
und Peru taucht am Außensaum der Vflgl nochmals, eine dritte Fleckenkette auf und die Hflgl-Mittelbinde
zerfällt in kleine schwarze Keilchen. — consors Weipn. (74 b) hat im ganzen vermehrtes Schwarz, doch sind die consors.
Zeichnungen immer noch so dünn, daß die sehr lebhaft rotgelbe Grundfarbe richtig zur Geltung kommt. Da¬
gegen sind die hellen Apicalfleckchen der Vflgl stark reduziert, nur noch eine Reihe und Spuren einer zweiten
bildend; wie die vorige von Peru und Bolivien. — sisyphus Salv. von Peru ist wie fel^x, aber die Grundfarbe sisyphus.
dunkler, stumpfer, die Schrägbinde der Vflgl nicht schwefelgelb, sondern von der Grundfarbe. — jonas Weym., jonas.
ebenfalls von Peru, wird gleichfalls für eine felix angesehen, von sehr satt gelbbrauner Grundfarbe und das
Schwarz so vermindert, daß die schwarze Teilung der Schrägbinde wegfällt und diese daher breit und ungeteilt
gelb den Figl durchzieht. — ■ versicolor Weym. (74 b) vom Rio Madeira ist sofort zu kennen an den ockergelben rersicolor.
Einlagerungen in den Vflglapex, der dadurch ganz bunt braun, schwarz und zitrongelb gescheckt erscheint
und an die gleichen Verhältnisse von dilatus (73 e) erinnert.
I - I H. anderida. Die hierher gerechneten Falter bilden in Färbung und Zeichnung sehr stark von einander
abweichende Formen, die eine auf anatomische Untersuchungen gegründete Revision, die bis heute noch fehlt,
wohl kaum alle beieinander belassen wird. Die Namenstyjie anderida Hew. (73 f) ist lebhaft rotbraun, der Vflgl andervla.
im Basalteil brennend fuchsrot. Die Apical- und Schrägbinden beginnen sich in eine ganze Anzahl zerstreut
stehender lichter Fleckchen aufzulösen ; der Submedianstreif ist linienhaft dünn, die Hflglmittelbinde schmächtig.
Die Art ist weit verbreitet, ihr Fluggebiet erstreckt sich von Venezuela über Columbien und Zentral-Ainerika
bis Honduras, sie scheint aber lokal. — • Von ihr weit entfernt ist Clara F. (— melicerta Bat.) (73 f) von Guayana, dara.
Columbien und Panama, die zweifellos mimetisch verändert und dadurch dem Tyj^us so unähnlich geworden ist.
Clara ist weit stumpfer braun, die Vflgl mit ganz gering geflecktem, breit schwarzem Apex und unregelmäßiger,
vom Zellschlußfleck geteilter Schrägbinde, die Hflgl ohne Mittelbinde, aber außen breit schwarz. Von ganz
gleichartigen Faltern, die die Flugplätze mit ihr teilen, zählen wir Melinaea idae (33 c), MecJianitis macrinus
(34 b) und Callithomia beronilla (36 c) auf. — semiphorus Stgr. von Columbien ist wie clara, aber die Hflgl- .scmip7iows.
saumbinde schmäler und von ihr zweigt sich am Apex eine Mittelbinde ab, die sich flügeleinwärts in Flecke auf¬
löst. — holcophorus Stgr. (74 b) von Columbien nähert sich wieder dem Typiis, hat aber eine wenn auch un- holcopho-
regelmäßig zerklüftete, doch sehr lebhaft zitrongelbe Schrägbinde, die aber nur bis zum unteren IMedianast
reicht und da sich scharf gegen die stumpf gelbrote Grundfarbe absetzt. — annetta Riff., gleichfalls von Co- annetta.
lumbien, hat die Vflgl wie anderida gezeichnet, während die Hflgl das auffällige Motiv von semiphorus tragen.
— albucilla Bat. von Panama ist genau wie anderida, aber die Apicalfleckchen und die Schrägbinde weiß anstatt albucilla.
gelb. — zuleika Hew. (74 c) von Zentral- Amerika ist durch Mimikry so verändert, daß man kaum noch an zuleika.
Artgemeinschaft mit anderida glauben kann. Sie hat ganz das in Zentral-Amerika beliebte Kleid von Calli¬
thomia hezia (36 b), Ceratinia callispila (35 a) und Dircenna celemia (37 c) angenommen, wenn sie auch größer
ist als diese. Der Vflgl ist tiefschwarz, an Wurzel und Ird stumpf rotbraun überlagert, der Apex stark gelb
gefleckt, oder auch mit weißen Flecken, welche Form man als ab. albipunctata Riff., Avie sie besonders vom alhipanc-
Chiriqui-Vidkan kam, bezeichnet hat. — chrysantis Godm. u. Sa.lv. von Nicaragua hat die Vflglflecke zu Ketten
vereinigt und durch die Hflglzelle zieht eine schwefelgelbe Binde. — xanthica Bat. von Panama ist ähnlich .ranthica.
der zuleika (74 c) aber nicht nur der Wurzelteil der Vflgl braun, sondern deren ganzer Innenteil, so daß noch
der Zellschluß als schwarzer Fleck in braunem Grunde steht. — ■ jucunda Bat., wie die vorigen aus Panama, jucunäa.
gleicht ganz der xanthica, nur ist die Grundfarbe dunkler braun \ind die Apicalflecke sind weiß statt gelb. —
Völlig verschwärzt in der Grundfarbe ist fornarinaHe»’. (74c) von Guatemala; dagegen haben sich hier die Apical- fornarina.
flecken und die lebhaft zitrongelbe, zerklüftete Vflglschrägbinde erhalten. — ■ discomaculatus Weym. bildet di<!comacu-
gewissermaßen eine Mittelform zwischen 2 ;i/efKnnid fornarina [Hc) ] sie gleicht der letzteren, hat aber noch braune
384
HELICONIUS. Von Dr. A. Seitz.
muzoensis. Hflgl und braune Auflagerungen in^der Submediangegend der Vflgl; von Honduras. — ab. muzoensis Neust.
von Muzo in Columbien schließlich ist wie clara, nur daß auf dem Vflgl noch eine zweite Reihe von 5 gelben
Subapicalfleckchen auf tritt. — ■ Die meisten Formen der Art sind an ihren Flugplätzen ziemlich häufig.
H. cydno. Bei den Faltern dieser Gruppe, zu der Riffarth in seiner klassischen Ai’beit über die Heli-
conius-Formen gegen 20 Formen stellt, finden wir mit einziger Ausnahme der galanthus eine helle, weiße, zitron-
gell)e oder matt bläuliche Hflglbinde, die aber ihren Platz auf dem sonst schwarzen Hflgl sehr wechselt. Die
Vflgl tragen auf schwarzem, oft schön blauglänzendem Grunde fast stets zitrongelbe oder weiße Binden oderFlek-
hrrmogenes. keil. — heriTiogenes Hew. (74 d) aus dem Cauca-Tal hat den Apicalteil der schwarzen Vflgl weiß gefleckt, wie bei
der weißfleckigen Aberration der zuleika', die Hflgl führen eine hellgelbe Submarginalbinde, die etwa 3 bis 4 mm
vom Saum absteht. Dadurch entsteht ein sehr getreues Bild der Tithorea humboldti (32 a) oder, bei reinweißer
Fleckung, von deren Abart albomaculata Hsch. ; aber nur auf der Oberseite der Figl (es gibt auch einen Heliconier,
galanthus. der auch die Unterseite dieser Danaide genau koaliert). — galanthus Bat. (74 d) von Zentral-Amerika
(und Peru ?) ist oben prachtvoll scliAvarzblaii mit sehr breiter weißer Keilbinde der Vflgl und weißer Saum¬
fleckenbinde der Hflgl. Er gleicht oben genau dem Hel. leuce (77 e) bis auf die hier fehlenden Hflglsaum-
flecke ; unten aber sieht er ganz anders aus und zeigt quer über die Zelle und rund vor dem Außenrd braune
Bogenstreifen. In Honduras trifft man oft die beiden, verwandtschaftlich sich ziemlich fernstehenden, aber
im Fluge nicht unterscheidbaren Heliconius-Arten am gleichen Blütenbusch und an der gleichen Blüte. —
zelinde. zelinde Btlr. (74 d) ist eine gabmthus-Fonn aus West-Columbien, bei der die weißen Marginalflecke der Hflgl
siübeli. unten erhalten sind, aber oben nur ganz matt von der Unterseite her durchschlagen. — stübeli Biff. ist ein
galanthus mit gleichmäßigerer Vflglbinde, die nicht in die Zelle vorstößt, dafür’ aber haben die Vflgl 2 Reihen
dioircpJies. weißer Saumfleckchen ; Costa Rica. ■ — • diotrephes Hew. hat oben weiße Saumpunkte der Vflgl und unten einen
chioneus. gelben Vrdsstreif der Hflgl; sonst wie galanthus-, von Nicaragua und Guatemala. — • Bei chioneus Bat. (74c)
ist die weiße Vflglbinde schmäler, gleichmäßiger als bei galanthus, und die Hflglsaumflecke fügen sich zu einem
submarginalen Band zusammen und sind gleichfalls weiß ; von West-Columbien und Panama. — Bei der typischen
cydno. cydno Dbl. 'u. Hew. (74d) ist die Vflglbinde gelb ; von Columbien, wo das Tier weit verbreitet, sehr gemein und fast
hahneli. hl jeder Sendung sogenannter ,, Bogota-Falter” enthalten ist. — hahnell Stgr. (74 c) von Merida in Venezuela,
durch Dr. Hahhel entdeckt, hat die gelbe Vflglbinde verschmälert, aber noch einige Fleckchen direkt vor dem
alithea. Apex. • — alithea Hew. von Ecuador ist fast wie hahneli, aber die Submarginalflecke der Hflgl bilden eine breite
hroncus. Außenrdsbinde und lassen zwischen sich und dem Saum kein Schwarz mehr. — ■ broncus Stich, ist eine alithea
haenschi. die statt des gleichmäßigen Hflglbandes getrennte, dreieckige Saumflecke hat. — haenschi Biff. von Balza-
tcmcrinda. bamba in Ecuador, von R. Haensch entdeckt, ist eine alithea mit weißer statt gelber Vflglbinde. — temerinda
Hew. (= tamarinda Ky., ternierinda Biff.) (74 e) von Columbien hat eine zitrongelbe Hflglbinde, die aber vom
Saum abgerückt ist; die Vflglschrägbinde ist der von hahneli ähnlich, etwas geschwungen, und im Apex zeigen
sich oft Pünktchen; die Farbe der Vflglbinde ist entweder weiß oder zitrongelb (= flavifascia nom. nov.). Bei
epicydnidcs. epicydnldes Stgr. (74 e) vom Rio Dagua und dem Cauca-Tal ist die Vflglbinde in 2 zitrongelbe Schrägbinden
subcydnides. zerlegt-, das Hflglband zeigt am Saum zuweilen schwarze Fleckchen. ■ — Bei subcydnides Stgr. von der gleichen
cydnides. Lokalität, rückt die weiße Hflglbinde noch weiter vom Saume ab; — bei cydnides Stgr., gleichfalls von Colum-
toeymeri. bien, liegt diese Binde etwa i mm vom Rande ab und ist so breit wie bei cydno. — weymeri Stgr. (74 e) aus
dem südlichen Cauca-Tal und vom Rio Dagua hat die Vflgl wie epicydnldes, aber keine Randbinde der Hflgl;
diese führen vielmehr beiderseits eine gerade, breite, etwas zugespitzte Mittelbinde, die gleich hinter der Wurzel
die Zelle kreuzt. — Zuweilen führen die Vflgl statt der Binden einen größeren weißen Mittelfleck und auf der
Unterseite haben alle Figl eine Reihe runder, weißer Submarginalflecke; dies ist ab. submarginalis Fassl i. l.
(74 e); dann können aber auch die Vflgl beiderseits ganz schwarz, die Hflgl wie bei weymeri sein; dies ist ab.
gustavi. gustavi Stgr. (74 f).
pachinus. H. pachinus Salv. (74 f). Diese Art steht ganz allein und hat eine sehr charakteristische Zeichnung.
Oberseite schwarz, Vflgl mit 2 Schräg, Hflgl mit einer Submarginalbinde. Vom Chiriqui-Vulkan.
hcurippa. H. heurippa Hew. (75 a). Eine kleine Gruppe von Arten bildet einen Uebergang von der cydno- zur
me/powieae- Gruppe, indem an der gelben Vflglschrägbinde bereits Rot erscheint. Bei heurippa von Columbien
wcryiickei. ist die Vflglbinde breit, halb gelb, halb rot. — wernickei Stgr. {15 a.) hat ähnliche, etwas regelmäßigere, zwei-
emilius. farbige Vflglbinde und rein weißes, breites Submarginalband der Hflgl ; — bei emilius Weym. (74 b als fassli) *)
ruhellius. ist die zweifarbige Vflglbinde verschmälert und die Hflglbinde graublau übergossen. — rubelHus Sni. u. Ky.
(74 f) endlich hat den gelben Teil der ohnehin schmalen Vflglbinde bis auf Spuren geschwunden und die Hflgl
ganz schwarz; alle aus Columbien.
meljyomene. H. melpomene L. (75 a). Die typische jnelpomene kommt in Guayana, Nord-Brasilien, Ecuador, Peru
und wohl auch im anstoßenden Bolivien vor. Sie ist in frischem Zustande lebhaft schwarz mit scharlachrotem
Schrägfleck. Diese Farben schießen leicht ab und sie sind dann schwarzbraun und mennigrot. So fängt man sie
*) Dieses Tier wa,r mir als fassli Weym. i. l. zugegangeii. Naflidem die Tafel scdioii gedruckt, aber noch nicht
ausgegeben war, wurde ein anderer Heliconius als fassli beschrieben, so daß der hierhergehörige nunmehr als emilius Weym.
beschrieben wurde.
Ausgerjehen -5. VI. 1913.
HELICONIUS. Voti Er. A. Seitz.
385
auch häufig, so kriechen sie aber nicht aus der Ppe; wohl aber wirken Regen und Sonne sehr rasch ver¬
bleichend sclion beim lebenden Falter, ein bei Tropenschmetterlirigen sonst nicht gewöhnliches Verhalten,
da diese meist Farben haben, die dem Wettereinfluß lange widerstehen. Gleichzeitig und an gleicher Stelle mit
melpomeiie fliegt eine ganze Anzahl Schmetterlinge aus den verschiedensten Familien, so Pa])ilio, Pieriden,
Adelpha, Eresia etc. die alle am gleichen Platze karminroten Bindenfleck der Vflgl auf schwarzem Grunde
tragen. Ob alle die Heliconius, die man als Lokal-, Aberrations- und Generationsformen von 'melpoinene ange¬
sprochen hat, wirklich nur eine Art bilden, ist weder erwiesen noch wahrscheinlich. Rieeakth stellt auf Grund
eingehender Untersuchungen in seinen Monographien der ,, Heliconius“ gegen 40 Formen hiei'her, die z. '1'.
recht abweichend, nicht allehi in der Färbung, sind. Ea aber andere Anordnungen, als die RiEFARTiische,
nicht eingeführt sind, folgen wir hier dieser sorgfältigen Arbeit. — melpomene L. (7o a) hat mäßig großen
blutroten Fleck (in den Sammlungen meist scharlachrot oder mennigrot), der dicht hinter der Costa beginnt
und bis unter den ersten Medianast heruntergeht, indem er ziemlich parallel mit diesem abschneidet und einen
Zipfel bis nahe an den Außenrd sendet. — ab. atrosecta Riff. (75 a) ist eine von Riefarth aus Obidos, von
Oberthür aus französisch Guayana erwähnte Aberration, die aber sicherlich im ganzen Verbreitungsgebiet
der Art angetroffen ivird; hier ist der rote Bindenfleck durch die schwarz bestäubten Adern in Segmente zerteilt.
— Bei ab. melpomenides Riff. (75 b) ist der Fleck verschmälert, nach außen konvex und gleichfalls häufig
durchbrochen; von Guayana bekannt geworden. — lucinda Riff. (75 b) von Guyana und dem Amazonenstrom
hat die Binde nach innen unregelmäßig begrenzt und in ihrem innern obern Teil zitrongelb aufgehellt. — Bei
karschi Riff., von Guayana und dem untern Amazonas ist die Binde oben gelb und unten rot. — lucia Cr.
(75 b) hat die Binde außen und unten rot, innen und oben gelb ; es steht aber vor der Binde in der Zelle noch ein
zitrongelber Querfleck; Guayana, Amazonas. — melanippe Riff. (75 b) hat den Querfleck in der Zelle, wie auch
die (meist verschmälerte) Binde gelb, oft noch mit Spuren von Rot. Eiese surinamsche Abart bekommt dadurch
Aehnlichkeit mit der im Westen Süd-Amerikas lebenden Form timareta, unterscheidet sich aber leicht durch
Form und Lage des gelben Fleckes. — diana Riff. (75 c) von Guayana hat Zellfleck und Binde schön rot,
außerdem aber noch rote Flammenstrahlen an der Flglwurzel in sehr verschiedenem Grade der Ausbildung.
— deinia Möschl. {== mutabilis Btlr.) (75 c) ist ganz ähnlich, hat aber den Zellfleck sehr groß und zitrongelb
von Farbe; Guayana. — funebris Möschl. von Surinam hat nur noch die roten Wurzelflammen, Zellfleck und
Binde sind verschwunden. — faustina Stgr. gleicht der. folgenden cyhele, aber der Zellfleck ist nach außen
rot gerändert. — cybele Cr. (75 c) von Guayana und Amazonas hat fast die ganze Wurzelhälfte der Vflgl lebhaft
hellrot, Zellfleck und Fleckenschrägbinde der Vflgl gelb; außerdem roten Subcostalstreif der Hflgl. — tyche
Bat. von Amazonas u. Guayana ist fast genau wie diana (75c) aber hinter dem Subcostalrot der Hflglwurzel
beginnen radiäre rote Strahlen gegen den Außenrd hin. — hippolyte Bat. (75 c) von ebenda ist ähnlich, aber der
Zellfleck fehlt und die Querbinde der Vflgl ist rot, wie die übrige Färbung. — angusta Riff. (75 d) ist ganz
ähnlich der tyche, aber die Vflglbinde innen gelb, außen rot; von Guayana. — ab. aglaopeia Stgr. (75 d) von
Guayana hat den ganzen Außenteil der Vflgl schwarz verfärbt oder doch nur mit Spuren roter Auflagerungen,
wogegen das Rot in der Wurzelhälfte aller Figl und die Hflglstrahlen sehr gut ausgebildet sind. — thelxiope
Hhn. (75 d) vom Amazonenstrom hat in der Wurzelhälfte der Vflgl und auf dem ganzen Hflgl Rot, das in man¬
chen Gegenden mehr hochrot (Para) in andern mehr mennigrot (Manaos) ist. Eagegen ist der Fleckenkomplex
in der äußeren Vflglhälfte zitrongelb. — Bei thelxiopeia Stgr. von Guayana ist das Rot wie bei thelxiope angeord¬
net, aber tief dunkelrot bis braunrot oder violett. — Bei aglaope Fldr. (75 d) ist das Rot angeordnet wie bei
aglaojieia, aber etwas mehr bräunlich, und im schwarzen Außenteil der Vflgl steht eine hellgelbe, hakenförmige
Halbbinde; am Amazonenstrom, den Fluß herauf bis nach Peru. — niepelti Riff, hat das Rot lebhaft karmoi-
sinfarben und an der Vflglzelle ein kleines schwarzes Fleckchen. — Bei isolda Niep, ist letzteres, besonders beim
S, größer der Apicalfleck weiß, innen leicht gerändert. — • Bei rubripicta Niep., wie die vorige aus Ecuador,
ist der apicale Bindenfleck stark mit roten Schuppen bestäubt, ebenso der nicht rote Teil des Eiscalflecks. —
adonides Niep, von Ecuador neigt zum Aussehen der adonis-Foviw von plesseni, der Eiscalfleck des Vflgls inner¬
halb der Zelle gelblich, stark mit schwarzen Schuppen bestreut, ,,Apicalbindenfleck distal an seiner inneren
Kontur rot gerändert“( ?) proximal breit gelb gefärbt; die ,,aglao pe-Zeichnung ist rot, die .abgeschnittene rote
Färbung von niepelti an der Basis lang ausgezogen wie bei aglaope, Strahlenzeichnung wie bei aglaope', Lüiter-
seite wie bei isolda, doch tritt hier noch der gelbrote Querstrich über der Strahlenzeichnung wie bei aglaope
auf, der bei niepelti und isolda fehlt“. — • gisela Niep, ist ähnlich ,,und repräsentiert eine Ltebergangsform
von aglaope Fldr. zu plesseni pura Niep. ; die Vflglfleeken oberseits weiß, der discale an seiner proximalen Grenze
mit schwarzen Schuppen bestreut und von einem kräftigen schwarzen Fleck begrenzt. Hflgl wie bei adonides“ ',
Ecuador. — elevatus Nöldn. vom oberen Amazonas ist fast genau wie eine typische aglaope, nur das Wurzelrot
der Vflgl reicht etwas weiter und die zitrongelbeVflglhalbbinde ist etwas breiter. — annaAeRSö ist eine aglaope von
Ecuador, deren weiße Vflglbinde außen leicht rot gerandet ist. — equadoriensis Netist. von Sarayacu zeigt
diesen weißen Bindenfleck reduziert. — ab. dione Neust., gleichfalls von Ecuador hat den äußern Bindenfleck
der Vflgl gelb, rotbraun gerandet und in Zelle 3 und der Mittelzelle steht liraune Tingierung. — Eine als
,,fraterna“ von Niepelt beschriebene Form aus Ecuador vermag ich nicht zu identifizieren; es soll auf dem
Vflgl ein weißer, innen rot geränderter Apicalfleck und ein Eiscalfleck vorhanden sein, der ,,von der schwarzen
Grundfarbe stark überwuchert wird, also innen völlig rot“ ist. — rubra Stich, von Cuzco hat ein tieferes Rot
V
'twlpo/nenc
dtrosecUi.
>nclpomc-
nides.
lucinda.
karschi.
Incicj.
melanippe .
diana.
deinia.
funebris.
fauslina.
cybele.
tyche.
hippolyte.
angusta.
aglaopeia.
thelxiope.
thelxiopeia.
aglaope.
niepelti.
isolda.
rubripicta.
adon ides.
gisela.
elevatus.
anna.
equadorien¬
sis.
dione.
rubra.
49
386
HELICONIUS. Von Dr. A. Seitz.
gratiosa. der basalen Färbung als typische aglaope. ■ — gratiosa Niep, ist wie rubra gezeichnet, aber der Apicalfleck
hari. weiß, außen rot gei’andet. — bari Oberth. (75 e) von Guayana hat den zitrongelben discalen Fleckenkomplex
miraUlis. ziemlich zersprengt, außerdem nochmals apicale, zu einer Kette geordnete Flecken. — mirabilis Riff, von Peru
hat nur eine ganz kurze, subapicale Schrägbinde von schwefelgelber Farbe, ist sonst oben ganz schwarz, ohne
Wurzelrot. Nach O. Michael fliegt sie an manchen Stellen häufiger, sonst immer vereinzelt anderen aglaope-
Formen beigemischt und sie stellt nur einen Melanismus jener Form dar, der auch graduell etwas schwankt.
unimacu - - Bei unimaculata Hew. (75 f) ist die subapicale Schrägbinde außen schwach rot gerandet und das Wurzelrot
rufescens ebenfalls auf allen Flgln. — die ab. rufescens Stich, und riffarthi Stich, erinnern an die hippolyta, haben
riffarthi aber auf den Vflgln etwas mehr auf den Hflgln weniger Rot als diese; bei riffarthi ist auch das discale Rot ziem-
vicina.. lieh reduziert. — vicina Men. (75 e) ist wie aglaope, aber statt der zitrongelben Plalbbinde ein Fleckenkomplex
mit zitrongelben! Zellend-Fleck und Verlängerung der Halbbinde nach unten ; vom oberen Amazonenstrom. —
rufoUmbata. Bei der ab. rufolimbata Btlr. (75 e) ist die gelbe Binde außen rot gesäumt, und der Zellfleck gewöhnlich größer.
amor. — Wie sich diese zur typischen aglaope verhält, so verhält sich die Form amor Stgr. (75 f) zu unhnaculata Hew.
d. h. statt Mer außen rotgeränderten gelben Halbbinde haben wir einen ebensolchen Fleckenkomplex; sonst
die ganze Oberseite schwarzbraun ; beide haben auch etwas andre Figlform und dürften hier nicht lächtig einge-
eulalia. sein; vom Massauary. — eulalia Riff. (75 f) von Guayana hat der vicina ähnliche Vflgl, nur das Rot
weniger lebhaft und der zitrongelbe Fleckenkomplex kompakter; aber auf dem Hflgl ist der rote, quere Wurzel¬
streif reduziert und die roten Hflglstrahlen fehlen oberseits ganz. In der Urbeschreibung gibt Rifearth an,
daß der zitrongelbe Fleckenkomplex des Vflgls rot gerandet sei. Aber schon nach einem Jahr korrigiert er sich,
und bemerkt ausdrücklich, daß dieser Fleck außen nicht rot gerändert sei. Wir bilden daher ein Tier ohne roten
Fleckenrand als ,,eulalüR' ab, wie der Autor es ausdrücklich festgesetzt hat. — Es kommen aber nun doch
Stücke mit rotem Fleckenrand vor, und wir fügen auch ehie solche Abbildung bei, die wir, wie die meisten
melpomene-MAAQV , Oberthürs prachtvollen Illustrationen zu dieser variabeln Falterart entnehmen. Nur weil
Riffarth diese Form ausdrücklich vom Namen eulalia ausschließt, muß ihr ein neuer gegeben werden und wü’
fascina^rix. wählen ab. fascinatrix wom. nov. (75 f). — petielope Stgr. (76 a) von Bolivien gleicht ganz der vicina, aber das
penelope. Oberseite ist stark braun getönt und der zitrongelbe Vflglfleck oft von den Rändern her schwarz be-
margarita. schattet. — • Bei der ab. margarita Riff. (76 a), die am Rio Juntas unter der t3rpischen penelope fliegt, wncl das
Querband unter dem Vrd der Hflgl hellgelb, ist aber meist noch^stark rot bepudert, vornehmlich auf den Adern.
penela- — Bei penelamanda Stgr. ist dieses Hflglband fast rein zitrongelb, aber hier ist jetzt der sonst gelbe Discalfleck
manda. Vflgl rot geworden, und zwar ist das Rot bei dieser Form grell, mennigfarbig; Bolivien. — ■ penelopeia Stgr.
^ ' ‘ '{!&&), gleichfalls von Bolivien, steht zwischen penelope und penelamanda in der Mitte, denn der Discalfleck ist
hier entweder innen gelb außen rot. oder, wie Riffarth ausdrücklich bemerkt, schon ganz rot, — Auch hi Ecua¬
dor kommt eine Anzahl von ag'Zaope-artigen me^pomewe-Formen vor, die sich hier anschließen. Sehr charak¬
teristisch ist timareta Heio. die bis auf den zitrongelben Vflglfleckenkomplex im Discus oben ganz schwarzbraun
ist, und sich daher zur penelope verhält, ähnlich wie uniniaculata zu aglaope. Sie gleicht also ganz der abgebil¬
deten pluto (76 a), nur daß ihr das rote Vf Iglf lecke hen über dem Analwinkel und der gelbe, auch schon bei
virgata. timareta halb ausgelöschte Hflglstreif völlig fehlen. — ■ Die ab. virgata Stich., die, wie die folgenden Aberration
an den gleichen Plätzen in Ecuador fliegt, wie typische timareta, hat im Außenrandsteil des Hflgls nagelförmige,
contigua. rote Strahlen. — ■ Bei ab. contigua Weijm. hängen diese Streifen an ihrer Wurzel zusammen und bei ab. ri-
richardi. chardi Riff. (6 b) liegt vor diesen Strahlen noch ein rotes Querband: ab. peregriiia Stich, hat statt der gelben
peregnna^ Vflglflecken-Gruppe der timareta eine gelbe Halbbüide. — pluto Stgr. (76 a) von Bolivien gleicht gleichfalls
ganz der timareta, hat aber ein klehies rotes Fleckchen auf dem unteren Medianast der Vflgl-Oberseite, etwa
2 bis 3 mm vor dem Außenrd und auf den Hflgln zeigt sich eine, von dunkler Beschuppung halb zugedeckte
erebia. Querbinde. — ■ erebia Riff, ist sicherlich auch eine aus Ecuador stammende Aberration, die von timareta dadurch
abweicht, daß der zitrongelbe Fleckenkomplex des Vflgls außen rot gesäumt ist, wie bei -unimaculata (75 f) und
amandus. cmior (75 f). — amandus Sm. u. Ky. bildet bereits einen starken Uebergang zur amaryllis-Gm^pe durch den gel¬
ben Streif der Mediana, der bis zu dem hier fast ganz roten, nur zuweilen innen etwas gelb bestäubten Discal-
aphrodyte. fleck reicht; Bolivien, Peru. — • Zum Schluß erwähne ich noch die Form aphrodyte Stgr. (76 b) gleichfalls von
Bolivien, die auf einfarbig dunklem Flglgrunde nur eine zerschließene rote Vflglschrägbinde, wie melpomene
atrosecta trägt, vor der ein gelber, mehr oder weniger rot angetönter Vflglzellfleck steht. — Fast sämtliche
7nelpomene-Rovi\\e\\, insoweit sie Lokalrassen und nicht untergestreute Aberrationen darstellen, sind an ihren
Flugplätzen äußerst gemein. Wir haben bei dieser Art alle, auch an ganz unwesentliche Abweichungen aus¬
geteilte Namen von Riffarth, Niepelt, Stichel u. a. registriert, süicl aber weit entfernt, diesen Namen sämt¬
lich Bedeutung zuzuerkennen. Wollte man in gleicher Weise fortfahren, so ließen sich allein unter der Zugrunde¬
legung von Oberthürs Arbeit über ynelpomene, vesta und telxiope Dutzende neuer Namen geben, die mehr
oder wenigstens ebensoviel Wert haben, wie viele der obigen. Daß eine solche Liberalität im Geben von Namen
die Uebersicht nicht erleichtert, sondern erschwert, ist verständlich, wenn man sich vorhält, daß Dutzende
solcher Formen vom gleichen Fundort stammen und durcheinander fliegen. Eine Arbeit, welche diese Namen auf
ein verständiges Maß reduziert, würde daher ungemein verdienstlicher sein, als die Beschreibung oder Benennung
weiterer ,,formae novae“.
H. amaryllis. Die hierher gehörigen Formen verbreiten sich von Guatemala und Venezuela bis Peru
HELICÜNIÜ8. Von :i)r. A. Seitz.
:{s7
und unterscheiden sich wie folgt: rosina Bsd. (= amaryllis IHsi., jx'l ivei'ana (lodm. v. Salv.) ("(i l>) < rinne r1
oben, wie schon aiis der 8ynonyniie zu scliließen, an petiverema, colmnlrhiu, dermqdioon etc.; Vflgl tnit sclnua-
1er roter 8chrägbinde, Hflgl mit gelber, sintzer Vorderbinde. Von Costa Rica, Panama und Columbien. — Die
typische amaryllis Fldr. Von Peru und dem anstoßenden nörellichen Brasilien ist ebense) ; aber elie rote- Vflgl- a, hot ul Um
binde l)eträchtlich breiter und auf der Unterseite finden sich weniger rote Wurzel])unkte unel kein seeleher Costal-
streif. ■ — euryas Bsd. (= melpomene Bat.) und euryades Riff. (7Gb) sind Aberrationen der vorigen, denen das eurnns.
gelbe Hflglband auf der Oberseite fehlt, indem seine 8])ur nur ganz schwach von der Untei’seite her dureh.sehlägt ;
und zwar ist euryas die rosina-, euryades die aruaryllis-Yoxm ohne gelbes Hflglband. euryas lebt in Zentral¬
amerika, Columbien und Venezuela, euryades in Columbien, Venezuela und auf Trinidad. Bei den Formen dieser
Art kommt Blauschiller vor, kann aber auch gänzlich fehlen. — aniuryllis kommt zwar das ganze Jahr hindurch
vor und gehört in seinem Vaterlande (z. B. bei Tarapoto) zu den gemeinsten 8chmetterlingen, erscheint aber
periodisch (Mai und Oktober) besonders zahlreich. Die im Gebirgswald fliegenden 8tücke sollen größer sein,
als die aus den mehr trockenen Ebenen. Man kennt auch verschiedene Aberrationen, wie 8tücke mit weißer
statt gelber Hflglbmde etc.
H. vulcanus Btlr. (76 c). Die typische Fcu'in ist oben wie euryas, hat a})er ganz kurze weiße Fransen ?
an den Flgln. Unten sind auf dem Vflgl 8])uren einer gelbweißen Medianlinie; von Columbien und Panama;
angeblich auch bis Guayana verbreitet, doch liegt wohl Verwechslung mit einer euryas vor. Bei der Form
cythera He^o. (76 d), die in Ecuador mit der ganz ähnlichen //e/. cyrhia, (78 a) zusammenfliegt zeigen, die Hflgl cuthem.
ein weißliches Außenband und die rote Vflgl- Querbinde ist innen gelb gesäiimt. — modesta Riff, von Paramba modesia.
in Ecuador steht zwischen vulcaaius und cythera; die Vflglbinde ist so schmal wie bei cythera, bandförmig, die
Hflgl aber haben am Außenrd ganz wenig oder fast gar kein Wiß. — conciniia Stich, hat die Vflglbinde zur conciniia.
Hälfte gelb und 'deutliche weiße 8aumpunkte ; von Balzabaml)a.
H. xenoclea. Die 8chmetteiiinge dieser Gru])pe haben a\;f dem Vflgl zwei hinter einander stehende
Bindenflecke, wodurch sie sich von den meisten übrigen rotbindigen Heliconius unterscheiden. Aber die Aehnlich-
keit ihrer Formen beruht z. T. auf Mimicry, und sie haben so wenig miteinander zu tun, wie cyrhia und cythera. Nur
selten kommt es vor, daß beide Vflglflecke breit zusammenfließen, dann natirrlich zeigen die so gearteten In¬
dividuen nur einen Fleck, der aber so breit ist, daß er bis auf Apex und Wurzel fast den ganzen Vflgl einnimmt.
Man kennt nun zwei ganz gleichgefärbte 8chmetterlinge, die beide oben schwarz und auf den Vflgln mit je 2 roten
Halbbinden oder Flecken gezeichnet sind, von denen der vordere vasenförmig, der hintere schräg oval ist. Beide
Arten fliegen zur gleichen Zeit und an den gleichen Orten in Ecuador und Peru, unterscheiden sich aber dadurch,
daß die dm* einen Art ein grauweißes Vrdsfeld der Hflgl und auf der Unterseite einen bis zur Mediana glän¬
zenden Irdsteil der Vflgl (Duftorgan) haben. Bei den SS t^er andern, sonst ganz gleichen Art sind die Vflgl
unten aber nicht bis an die Mediana glänzend und das Vrdsfeld der Hflgl oben ist braun. Ueber die Zugehö¬
rigkeit der Type, die den Namen xenoclea von Hewitson erhalten hatte, war man im Unklaren. Die Exemplare
in Hewitsons 8ammlung sind nämlich so niedrig gespannt, daß man den Vrd der Hflgl nicht sehen kann. Rif-
EABTH glaubte nun — wahrscheinlich der HEWiTSONschen Abbildung nach — daß dessen xenoclea (im männli¬
chen Geschlecht) einen braunen Vrd der Vflgl habe und benannte die Tiere mit weißgrau glänzendem Vrd
,,batesi“. Dies scheint aber späteren Untersuchungen nach ein Irrtum zu sein; die typische xenoclea in Hewit-
soNs 8ammlung hat den hellen Vrd und die Tiere mit braunem Hflglrd der SS mußten einen Namen erhalten
und wurden microclea Kaye genannt. Da wm hier eine Gruppenordnung nicht getroffen haben, Aveil Avm nicht microdea.
systematisieren, sondern den zum Bestimmen dienlichen Ueberblick schaffen Avollen, stellen Avir hier beide
— natürlich als getrennte Arten nebeneinander. Es Avurden gerade in den letzten Jahren sehr viele Aberrationen
dieser beiden Formen beschrieben, aber z. T. so, daß man nicht ersieht, ob die angegebenen Formen Aberrationen
der xeBOC^ea oder der juicroclea sind. — Bei der Form cosifluens (76 d) sind die roten Flecke breit zusam- confhicns.
mengeflossen. Plötz bildet in seinen Acpiarellen ein 8tück mit stark erweitertem 8pitzenfleck ab, und Exem¬
plare, bei denen der Apicalfleck außen breit und der discale schmal rot gerandet, sonst Aveiß ist, nennt Lathy
superba (76 d). — plesseni Riff. (= pura Niep.) von Ecuador hat die Flecke überhaupt AA^eiß statt rot, bald ist superba.
der außerhalb der Zelle liegende Teil des urnenartigen Discalflecks nach innen braunrot gerändert (corona
Niepelt), bald ist der in der Zelle liegende Teil karmoisinrot (diadema Niepelt). — • Bei adonis Riff, sind die ^ flgl- diadema.
flecke gelb überpudert und der hintere ist nach innen schmal rot gerändert. ■ — Bei rubicunda Niep, sind sie rot rubieuuda
überstäubt. Alle Formen an ihren Flugplätzen sehr zahlreich. Die typische Form xenoclea Heic. (= batesi .venodea.
Riff.) (76 c) von Ecuador und Peru hat die beiden Vflglflecke lebhaft mennigrot. Es kommen alle Uebergänge
bis zu fast weißen Flecken, teils im Rahmen der obeii angeführten benannten Formen, teils auch sonst noch A’or,
und ZAvar kann bald der vordere, bald der hintere Fleck mehr aufgehellt sein. Bei
H. microclea Kaye {= xenoclea Riff.) kommen ganz besonders AAuiße 8tücke vor, die den Namen no- »licrodca.
tabilis Salv. u. Godm. erhalten haben ; der 8pitzenfleck ist da bis auf einen ganz schmal roten Ird rein AA'eiß und auch uoiabiUs.
der Discalfleck bis auf ehren roten Rand weiß.
H. nanna Stich. (76 c). Diese Art steht im gleichen Verhältnis zu der gemeüien brasilianischen phyllis, yianua.
wie xenoclea Hew. zu microclea Kaye. Die Oberseite zeigt aber als charakteristischen Unterschied, daß die rote
3S8
HELICONIUS. Von Dr. A. Seitz.
Discalbinde niclit wie bei phyllis immer mit dem unteren Medianast scharf absclmeidet, sondern etwas über
diesen hinaus reicht. Unten fehlen die gelbweißen Apicalfleckchen des Hflgls; deren bei phyllis immer emige
sind. Das abgebildete Exemplar ist besonders hoch gespannt, um das lebhaft seidig weißgraue Costalfeld der
Hflgl zu zeigen. — Mittel- und Süd-Brasilien.
hcsckei. H. besckei Men. (76 c). Oben der vorigen ganz ähnlich, aber unten sofort an der roten Linie er¬
kennbar, die vor dem Außenrd der Hflgl entlang läuft. Süd- und Mittelbrasilien; von Sa. Catharina (z. B.
Blumenau) bis Espiritii Santo.
aithis. H. atthis DM. ti. Hew. (76 e). Diese Ecuador-Art ist wieder durch mimetischen Anklang an die Tithorea
pavonii (32 b), mit der sie an den gleichen Lokalitäten in Ecuador fliegt, stark verändert. Nur noch an dem
Hflgl cpierstreif erkennt man Anklänge an die vorigen Arten; die Vflgl sind weiß gefleckt.
crispus. H. crispus Stgr. Der vorigen Art ähnlich; sie fliegt aber im Cauca-Tal in Columbien und ahmt daher
nicht den Ecuador-Falter Tithorea pavonii, sondern die im Cauca-Tal fliegende Form descandoUesi von Tith.
honiplandi nach. Sie ist größer wie atthis und die Hflgl zeigen außer dem Querband noch 2 Reihen gelber
Punkte. Von Antiocpiia beschrieben.
hecuba. H. hecuba Hew. (76 d) ahmt gleichfalls eine Tithorea nach, aus der Immholdti-Gruppe. Das Hflgiband
choarina. ist bei dieser Art ziemlich gleichförmig. — Bei choarina Hew. von Ecuador, die Haensch im Januar in 1500 m
Höhe erbeutete, ist die Hflgl-Binde mehr gelb getrübt, weiter saumwärts gerückt, und endigt vor dem Analrand
iolima. stark verschmälert. — Die herrliche tolima Fasst, i. l., eine verblüffend getreue Nachahmung von Tith. bon-
plandi (32 b), der selbst die höchst komplizierte Unterseite treu angepaßt ist, fand Fasse auf dem Tolima m
Columbien. Hier fehlt der lichte Medianstreif der Vflgl und die Hflglbinde ist an beiden Enden verschmälert
casmndra. und etwas geschwungen. — cassandra Fldr. (76 e) ist oberseits nur sehr unwesentlich von tolima dadurch ver¬
schieden, daß die Apical- und Analflecke der gelben Hflglbinde nicht plötzlich nennenswert kürzer werden,
als die in der Figlmitte.
liccalesia. H. hecalesia Hew. (76 e). Diese in Columbien fliegende Form, die im‘Cauca-Tal nicht selten ist, ahmt
die Tithorea mit Braun auf der Hflgl-Oberseite nach, die an den gleichen Lokalitäten und gleichzeitig
mit ihr fliegt. 8ie nähert sich daher mimetisch einer ganzen CfrupiDe weiterer Danaiden, von denen wir hier
niir Geratinia peridia (35 d) und Callithomia tridnctyla (36 b) aufführen im Färbungsmuster. Die hecalesia
ist eine sehr getreue Nachahmung von Tithorea hecalesina (32 c), so daß jede Beschreibung unnötig ist. — Ihre
formosus. Vertreterin in Zentral-Amerika, die Form formosus (76f) wird besonders von Costa Rica gebracht, wo sie
mit der ebenso aussehenden Tith. pinthias (32 b) fliegt. »Sie unterscheidet sich auch genau von ihrer columbi-
schen Lokalform, wie die zentralamerikanische Tith. pinthias von der columbischen Tith. hecalesina, mdem
gunacsia. fast der ganze Hflgl bis auf den schwarzen Außenrd lebhaft rotbraun ist. — gynaesia Hew., die mir in Natur
unbekannt und deren Heimat nicht ermittelt ist, hat die Vflgl wie hecalesia, aber auf den Hflgln ist das Rotbraun
auf ein Ijreites Mittell)and beschränkt, das sich über das Zellende zieht, xind hinter dem eine Reihe gelber Sub¬
marginalflecke steht. — Die Arten sind seltener, als die der meisten andern Heliconius-Arten oder werden selt¬
ner gefangen, weil sich ihr Leben mehr in der Höhe abspielt.
octavia. H. octavla Bat. Der gynaesia ähnlich, die Vflglfleckchen zu kurzen Schrägbinden vereinigt; über und
unter der Mediana der Vflgl treten braune Streifen auf. Zentral-Amerika.
tcjtujarena. H. longarena Hew. ist wie die vorige, aber größer, die Figl gestreckter, über die Mediana und qiier
durch den Hflgl ziehen sehr lebhaft rotbraune Bänder und die gelben Flecke der submarginalen Reihe sind
durch die schwarzen Adern längsgeteilt. Columbien.
fjodmani. H. godmarsi Stgr. von Columbien unterscheidet sich dadurch von gynaesia, daß in der Vflglzelle noch ehi
gell)er Fleck steht, während dort die Flecke alle im Apicalteil des Vflgls zerstreut, aber keine in der Zelle selbst
liegen.
metharmc. H. metharme Erichs. {== thetis Bsd., methame Ky., erato Salv. u. Godm.) (76 f). Oben schwarz mit
beinfarbener Halbbinde durch die Zelle und vor dem Apex. Charakteristisch sind v'eiße Längswische vor dem
Hflglsaum oben wie unterseits; auf der Hflgl-Unterseite ein sehr schönes, mennigrotes Strahlensystem. Weit
verbreitet im ganzen nördlichen Süd-Amerika, aber mehr einzeln.
uocde. H. aoede Hhn. (76 f). Die Falter dieser und der folgenden Gruppe gleichen auf den ersten Blick sehr denen
der aglaope und thelxiope-Qrwppe, aber die Flecken- und Strahlensystenie sind ganz anderer Art wie bei diesen
Formen. Bei den aglaope-axtigeii, wie sie auf Taf. 75, Reihe c, d, e zur Abbildung gelangten, legt sich ein rotes
Band quer über die Hflglzelle weg, von dessen Rand dann nagelförmige Radiärstrahlen entspringen; hier da¬
gegen schließt sich das Strahlensystem in der Regel dem der Adern an; die Zelle ist rot ausgefüllt und von
ihrer Umrandung nehmen die roten Streifen ihren Ausgang. Die typische aoede (76 f) hat einen vielfach zerschlis¬
senen zitrongelben Discalfleckenkomplex und lebhaft mennigrote Vflglwurzel und Hflglstrahlen ; vom Ama-
IIELIC0N1U8. Von l)r. A. Seitz.
.‘5 HO
zonas und Guayana. — Bei astydamia Erichs (= eininelina Oherlh.), cbendaJior, ist das Bot l(>l)hatt(‘r, die Sfrali- oslijdamia.
len der Hflgl-Oberseite sind aber nur in der Wnrzelhälfte gut ausgebildet. — lucretius Weij7n. Von Guayana, /w//-.'/;/«.
Venezuela und Amazonas bis Bolivia hat den bei (loede zerschlissenen gelben Discalfleck des Vflgls in seinen
einzelnen Teilen zu einem kompakten groI3en Fleck zusammengerückt. — bartletti JJruce ( - vedius iStrjr.) horlldü.
(76 f). Hier ist das Schwefelgelb der Vflgl auf eine Halbbinde reduziert, vor der das kleine dreieckige oder zwei¬
spitzige Zellfleckchen steht. Das Strahlenrot auf den Hflgln fein und im ganzen reduziert, Amazonas; Ecuadf>r.
— cupidiaeus Stich, von Peru, hat die gelbe Subapicalbinde der Vflgl schmäler, schräger, das Rot der Oberseite cupidiacus.
stärker. — faleria Frühst, aus Matto-Grosso ist wie bartletti, aber mit zierlicheren Hflglstreifen. — aoede luid falcria.
ihre Formen zeichnen sich durch einen Duft nach Veilchen aus.
H. xanthocles Bat. (77b). Die Guayanaform; von der folgenden vola (77b) dadurch unterschieden, xanthodc-’i.
daß die Vflglwurzel nicht gelbrot, sondern lebhaft zinnoberrot ist. — vola Stgr. (77 b) gleichfalls von Guayana, vola.
zeigt gelbrote Vflglwurzel und vor der Vflglspitze noch ein kurzes, schwefelgelbes Subapicalbändchen. — para- paraptcsius.
plesius Bat. ist wie vola, auch das Wurzelrot der Vflgl so hell gelbrot, aber die zitrongelbe Schrägbinde der Vflgl
breiter, dagegen die um sie herumliegenden Flecken kleiner; die Hflglzelle fast ganz feuerrot ausgefüllt und die
roten Hflglstrahlen sehr breit. — ■ meleie Fldr. (77 b) von Columbien, Bolivien und Peru hat die zitrongelbe Flek- melde.
kengruppe der Vflgl zu einem sehr großen Discalfleck vereinigt, der nur durch die schwarzen Adern und den
halbmondförmigen Zellschluß unterbrochen ist. Das Strahlenrot ist auf dem Vflgl reichlich, aber bräunlich
getrübt. — Bei melittus Stgr., die zwischen rndete und melior steht, ist der gelbe Discalfleck dadurch reduziert, meUttu.s.
daß zwar die transzellulare Halbbinde geblieben, der gelbe Fleck im Zellende aber sehr stark verkleinert ist ;
das R.ot ist heller als bei meletc, von Peru. — cethosia form. nov. (77 a) nenne ich eine, mir von H. Fasse als cethosia.
neu zugesandte columbische Form bei der das Gelb auf ein kleines Bändchen hinter der Zelle beschränkt, der Fleck
in der ganz schwarzen Zelle verschwunden und das Wurzelrot sehr reduziert, wiewohl in Farbe lebhaft ist ; auf
der Unterseite fehlen alle roten Strahlen und der Falter ist ganz einfarbig schwarzbrai^n mit schmalem weißli¬
chem Discalbändchen. — melior Stgr. (77 a) von Ecuador und Peru ist sehr lebhaft rotgelb, das zitrongelbe mdior.
Band breit beginnend und dann schnell verjüngt; auf den Hflgln legt sich vor die Strahlenköpfe ein rotes Quer¬
band, so daß die Strahlenanlage der jjenelope-Grwi^Tpe dadurch nachgeahmt wird.
H. burneyi. Dieser Falter weicht nicht \inbeträchtlich vom Habitus der andern Heliconius ab und schließt
sich eng an die nächste, die eg^erm- Gruppe, an. Die Falter sind beträchtlich größer, als das Durchschnittsmaß
der Heliconiden und können bis über 10 cm Spannweite erreichen. Es sind fast die einzigen Heliconiden, die in
manchen Gegenden als wirkliche Seltenheiten auftreten, und außer der ty|.)ischen bnrneyi selbst ist kaum
eine Form regelmäßig im Handel. Es scheint auch, daß sie ihr Leben fast ganz in Baumkronenhöhe Verbringen,
denn nur zufällig und ganz vereinzelt sieht man einmal eines der hierher gehörigen Tiere vom Himmel hernieder¬
schweben, meist um sich nur auf eben erreichbare Höhe dem Boden zu nähern. ■ — hübneri Stgr. (77 a) von hübmri.
Guayana durch das Amazonasgebiet bis nach Peru und Bolivien verbreitet, sieht im Fluge wie eine große aglaope
aus: Figl mit rotbraunen Wurzelstrahlen, die Vflgl mit gelbem aus 3 Teilen zusammengesetztem Schrägfleck
und kleinen Subapicalfleckchen. Bei dieser Form endigen die Hflglstrahlen sehr spitz in der Außenhälfte des Figls ;
während bei lindigü Fldr. (77 a) das Strahlenrot nicht bis in die äußere Hflglhälfte dringt, sondern sich höch- lindigü.
stens bis in Höhe des Zellschlusses erstreckt; von Columbien, besonders von Muzo bekannt. — catharinae rat/iar/ziof.
Stgr. hat das Rotbraun des Hflgls noch mehr reduziert und die drei, den Discalfleck der Vflgl zusammensetzen¬
den Einzelflecke rücken so weit auseinander, daß zwischen ihnen schwarze Brücken der Grundfarbe bleiben;
von Guayana und dem Amazonenstrom. — Die Namenstype endlich, burneyi H&a., die sich südlich bis Peru ver- humeyi.
breitet, gleicht ganz der hübneri, aber die 3 zitrongelben Vflglflecke sind weiter auseinander; die Subapicalf lecke,
die bei hübneri sehr klein sind oder ganz verschwinden können, sind größer und stoßen oft zrisammen und die
bei hübneri stets deutlichen Kommastriche am Außenrd der Hflgl-ünterseite sind bederitend matter. Uebrigens
fliegt im Norden des Gebietes überall burneyi und hübneri an gleichen Stellen und man hat alle Uebergänge,
so daß man hübneri nur als eine Aberration von burneyi ansehen könnte, wenn es sich nicht bestätigen sollte, ,
daß sie in Peru allein vorkommt.
H. egeria Cr. (= isaea Fdbn.) ergatis Oodt.). Verhält sich zu den burneyi-Fovmen, mit denen sie wohl egeria.
zu einer Spezialgruppe zu vereinigen wäre, wie thelxiope (75 d) zu aglaope (75 d); d. h. der zitrongelbe Discalfleck
der Vflgl löst sich in zahlreiche, sich zerstreuende kleine Flecke auf. Bei der typischen egeria sind diese gelben
Flecke recht klein, die ganze Innenhälfte aller Figl purpurbraun überlagert ; von Guayana und Amazonas. —
egerides Stgr., ebenfalls von Surinam nnd Amazonas (Manaos), hat auf den Hflgln nur ein ])urpurbraunes A'or- cg(ridi\s.
derband unter dem Costalfeld. — hyas Weym. vom Amazonas hat von dem mehr gelb- als In-aunroten Wur- hiia.-t.
zelfeld der Hflgl weit ausgreifende, dünne Strahlen, die bis fast zum Saum ziehen und astraea Stgr. zeigt adraca.
die gelben Vflglflecke, wie bei den buryieyi-F armen, wieder zusammentretend, so daß wieder das agloope-Bi\d
entsteht; sie hat aber keine Subapicalflecke und spitzere Vflgl.
H. doris. Diese Gruppe ist eine der variabelsten der ganzen Gattiing, was bei den Heliconius viel sagen
will. Vor allem steht sie dadurch einzeln da, daß auf den Hflgln rot, blau und grün sich ablösen können und was
hierdurch nicht an Abänderungsmöglichkeiten geschaffen wh'd, das wh’d dnrcli das Vorkommen i)artiell oder
390
HELIGONIUS. Von l)r. A. Seitz.
total verdunkelter Formen ersetzt. Von letzteren abgesehen zeigen die Vflgl fast stets eine schmal begmnende,
beinfarbige discale Schrägbinde und ein aus lichten, trüben Wischfleckchen zusammengesetztes Subapical-
doris. bändchen. — Von den einzelnen Formen ist die zuerst beschriebene die doris L. {— quirina Cr., erato Salv.
u. Godm.) (77b). Hier endet die Discalbinde der Vflgl mit breiter Schnittfläche am unteren Medianast; die Hflgl
haben eine blau ausgefüllte Zelle, in deren nächsten Umgebung sich blaue Radiärstrahlen, aber nur m ganz
kurzen Ansätzen, und die Flglmitte kaum erreichend, vorfmden; vor dem Saum der Hflgl eüie mehr oder
victhar- weniger lange weiße Punktreihe; bei der ab. metharmina Stgr. (= doris nigra Stgr.) (77 c) ist dieses Wurzelblau
mbta. Hflgl sogar verschwunden, so daß Aehnlichkeit sowohl mit vietharme (76 f) entsteht, als auch, weniger
oberflächlich, mit Formen der rhea- und sam-Gruppe. — Auch die Vflgl können bei dieser Art verschwärzt
sein, und dies sowohl bei roten, wie bei blauen Formen. Sind sie ganz schwarz, höchstens mit Subapicalpimkt-
ohscura. dien, so haben wir ab. obscura Weyvi. {11 c); ist der Hiscalfleck noch deutlich sichtbar, nur schwarz überpudert,
tccta. so liegt tecta Riff. (77 c) vor. Diese doris mit ihren Nebenformen ist über das ganze nördliche Süd-Amerika
verbreitet, geht aber südlich nicht über Nord-Brasilien hinunter, im Westen bis Peru und im Innern des Konti¬
nents bis Bolivien. In Columbien und Ecuador wird sie durch verschiedene Lokalformen vertreten ; es muß aber
gleich gesagt iverden, daß die genannten Aberrationen sich nicht auf die Hauptform beschränken, sondern
auch liei allen Nebenformen Vorkommen können. So ist die hier abgebildete ab. obscura ein Melanismus der
columbischen eratonia, die tecta (77 c) ist eine Verdunkelung von aristomache. — Was nun zunächst die grimen
viridis. Formen betrifft, so ist diejenige mit gelbgrünen Hflglstrahlen lange als doris viridis Stgr. (77 c) bekannt. Von
dieser hat Riffarth nochmals die Form luminosus abgetrennt, bei der die Strahlenspitzen ,, weißlich“ werden.
Ebenso überflüssig ist vStichels Abtrennung einer ,,viridana“ mit ,, tiefgrüner“ anstatt ,, gelbgrüner oder blau¬
grüner“ Hflghvurzel. Wollte man alle solche, oft rein individuellen Abweichungen benennen, so würde man
mindestens 50 Namen für die dorw-Formen erhalten. Man müßte dann vor allem die ,, blaugrünen“ von den
,,gelbgrünen‘\ der Staudinge Rschen Abbildung entsprechenden Form abtrennen. Es gibt viridis, die nur schwach
gelbe Spitzen der grünen Strahlen zeigen; neben solchen liegen mir aber auch Stücke vor, bei denen die gelbe
Beschuppung noch die ganze hintere Zellhälfte einnimmt. Der gelbe Medianstrich der Vflgl kann ganz oder fast
fehlen, die Hflglrandpunkte können an Zahl und Stärke variieren, und all das kann wie bei den grünen, so auch
liei den blauen und roten Formen eintreten. ■ — Wh’ verzeichnen daher die benannten Formen mit kurzen Merk-
dclita. malsnotizen; Außer den grünen Formen gibt es rote, nämlich delila Hbn. (= erato CI. nec L., doris Blanch.,
mars Stgr.) (77 c) von Guayana über Nord-Brasilien bis Ecuador, Peru und Bolivien verbreitet mit kurzer,
beiderseits stumpf endender Halbbinde der Vflgl und dicken roten Wurzelstrahlen auch im Vflgl; — ferner
eralonius. eratonius Stgr. (= erato Btlr.) (77d) von Zentral-Ainerika bis Venezuela und Columbien, mit roten Wurzel¬
strahlen der Hflgl, die dem Saum überall bis auf etwa 4 bis 5 mm nahekommen und die nicht scharf abzugren-
iransicns. zende transiens Stgr. (77 d) mit kürzeren Strahlen, die außerdem von schwarzen (nicht von rotüberstäubten,
wie bei eratonius) Adern durchzogen sind; dies ist die nördlichste Form, von Columbien bis Mexiko gehend, und
amaihusia. damit eine der nördlichsten H eliconius-Bovmeii überhaupt. ■ — amathusia Cr. (= crenis Hbn.) ist eme sehr auf¬
fällige Form, kenntlich an der Einfassung, Fortsetzung und teilweisen Ueberlagerung der roten Hflglstrahlen
mit Blau; Ecuador, von Haensch in 650 m Höhe gefangen, wohl auch sonst verbreitet, aber scheinbar nicht
aristomache. häufig. — aristomache Riff. (= doris Weym.) (77 d) mit viel mehr Blau als die typische doris, vom südlichen
Zentral-Amerika südwärts bis Ecuador. — Wie in der Ausdehnung der Hflglfarben kann auch in der der bern-
gelben Discalbinde der Vflgl jede dunklere Variation von größter Verbreitung bis zum völligen Verschwinden
eintreten. Das mir vorliegende Material schwankt hierin so sehr, daß ich unter etlichen 40 Exemplaren kaum 2
völlig gleiche auffinde. Es ist somit nicht richtig, die schmalbindigen blauen Exemplare, die als doris im Handel
sind, darum etwa als ,,caeruleataC Stich, abzuzweigen, weil die Bindenbreite mit der LiNNBschen Type nicht
stimmt. Eine Formengrim düng auf den Breitenunterschied oder Formunterschied der beingelben Discalbmde
würde, wenn bei den sonst schon unterschiedenen Formen durchgeführt, noch reichlich 100 weitere Benen¬
nungen nötig machen. ■ — ■ Fast sämtliche dorfs-Formen sind, wo sie Vorkommen sehr gemein und fliegen das
ganze Jahr hindurch, in der (trockenen) schmetterlingsarnien Periode sind es aidler den Catopsilia oft die eüi-
zigen auffallenden Falter, welche durch ihr zahlreiches Auftreten die Natur beleben.
hicrax. H. hierax Heiv. (77 d). Dieser Ecuador-Falter erinnert an transiens von der roten doris-Roriw, aber die
gelbe Discalbinde ist steiler und, wie auch die Apicalfleckchen, anders gelagert wie bei den Jorfs-Fornien und die
Hflgl sind zwar auch purpurbraun in ihrer Wurzelhälfte, aber doch reiner in der Farbe und dieser Farbenteil
des Figls ist zwar gegen die dunkle Außenhälfte unregelmäßig abgegrenzt, aber nicht üi strahlige Zacken aus¬
gezogen.
cLytia. H. clytia Cr. (= antiocha Hbst.). Figl oben tiefschwarz mit lebhaftem Blauschiller über
den größten Teil der Figl. Die hintern zeichnungslos, die vordem mit 2 Bmden, einer schräg durch die Flgl¬
mitte und einer schmalen, oft streckenweise verlöschenden vor dem Apex. Bei typischen Stücken sind diese
flavescens. Bänder weiß; von Guayana durch Amazonas bis Peru; — bei flavescens Weyvi. {= clytia Stgr., sara Godt.)
tvallacei. (77 d) sind die Binden lebhaft hellgelb; Guayana durch Nord-Brasilien bis Peru. — Bei wallacei Reah. (17 e)
ist der discale Schrägfleck bindenartig verschmälert und das Subapicalbändchen relativ breit; von sehr ähnli¬
chen Formen wie sprucei etc. zu unterscheiden an der Unterseite, die auf den Hflgln roten Costalstreif zeigt
HELICONIUS. Von Dr. A. Seitz.
391
und vor dein Saum lichte Radiärstrichelchen. Eine bestimmte Breite fiu’ die gelbe Discalbindc ist nicht anzu¬
geben, weil alle Uebergänge bis zur fhwescens Vorkommen; Guayana, Columbien und Amazonas. — niimu- niimuLinus.
linus Bür. aus Columbien hat man diejenigen Stücke genannt, die oben wie vxdlacei, aber weniger lelihat’t lilau-
glänzend sind und bei denen der in der Binde stehende gelbe Zellfleck ungefähr quadratisch ist. — elsa Riff. tdsa.
sind 'ica^/aceCStücke mit weißen statt hellgelben Binden; von Surinam. — ab. parvimaculata Riff, sind fhvefi- parvinxi-
cens-Stücke, bei denen die Discalbinde durch die schwarzen Adern in einzelne Flecke zerlegt ist. — Bei colon
Weym. sind von der Discalbinde nur noch zwei kleine Flecke vorhanden und diese sind weiß. — Alle clylia-
Formen gehören, wo sie Vorkommen, zu den gemeinsten Schmetterlingen und fliegen auf breiten VV^aldwi^gen,
fast stets untermischt mit ebenso gefärbten Formen anderer //e/icort ms- Gruppen wie der antiochus-, sara-
oder leucadia Gruppe, von denen sie im Fluge nicht unterschieden werden können ; außerhalb der Gattung
Heliconius finden sich aber keine Nachahmer oder zu ihnen gehörige Modelle.
H. sapho. Wie die vorigen oben tief glänzend dunkelblau, die Vflgl mit emer breiten oder zwei schmä¬
leren weißen, eCvas transparenten Schrägbinden. Bei leuce Bbl. ( = sappho Hhn.) (77 e) ist eine breite weiße Vflgl- huce.
bmde vorhanden, ni welche auf der Zellschlußader em schwarzer Zahn einspringt und eine ebensolche Zunge
dringt vom Außenrd zwischen den Medianästen in das Weiß der Binde ; die Hflgl zeigen nur am A])ex und den
Fransen Spuren von Weiß ; aus Zentral-Amerika, namentlich von Honduras, wo die Form mit dem oberseits
ganz gleich aussehenden H. galanthus (74 d) zusammen fliegt. Im Fluge kann man beide Arten nicht unter¬
scheiden; aber auf der Unterseite zeigen die Hflgl des galanthus braune Discalbogen, die der leuce ziemlich
große, nur durch die Adern getrennte rote Basalflecken. — Die nächststehende Form, eleusinus Stgr. (77 e) eleusinus.
von West-Columbien ist oben schwarz statt stahlblau ; dem schwarzen Zellschlußfleck wächst von der Außenrds-
mitte eine schwarze Spitze entgegen, so daß der weiße Fleck fast ganz geteilt wird. — Bei primularis Btlr. primularis.
(77 e) von Ecuador ist die Teilung breit vollzogen und von den Hflgln ist der Saum breit (fast bis zur Flglmitte)
weißgelb; — bei eleuchia Hew. (77 e) aus Columbien ist letztere rein weiß und auf dem Vflgl ist der discale eleuchia.
Teil des in 2 Binden zerteilten ursprünglichen Schrägflecks verschmälert; Ecuador, m der Ebene gemem, aber
von Habnsch auch in 800 m Höhe gefangen. — • Die typische sapho Drury endlich hat nur eme Vflglbmde; ^(ipho.
diese ist weiß, breit, an der Costa gegabelt (durch den schwarzen Zellschlußfleck), biegt sich gegen den Anal¬
winkel etwas emwärts und läßt dort den Saum schwarz; von Columbien und Ecuador; nicht selten.
H. hewitsoni Stgr. Vom Chiricpii in Costa Rica. Dieser Falter ist ein Doppelgänger von H. pachmus heioitsoni.
(74 f) der gleichfalls auf dem Chh’iqui- Vulkan fliegt. Vflgl mit 2 schrägen, Hflgl mit einer gebogenen, ca. 5 mm
vor dem Saum stehenden gelben Binde. Der Unterschied von pachmus liegt aber darm, daß die discale Schräg¬
binde durch das Zellende, bei pachmus aber dahmter vorbeiläuft.
H. coiigener Weym. {= paranapurae Stgr.) ist ein genauer Doppelgänger von wallacei, sara, apseudes congener.
etc., wie alle diese oben schwarz, der Innenteil aller Figl lebhaft stahlblau glänzend. Das Tier ist aber sofort
von allen gleichartigen Heliconiern an der schwefelgelben Discalbinde zu unterscheiden, die vorn und hinten
unregelmäßig begrenzt ist, so daß das Schwarz der Grundfarbe überall in das Bmdengelb in Zähnchen und Bö¬
gelchen hineinspringt. Ecuador und Peru, bis über 1000 m Höhe.
H. antiochus L. (= araneides Stgr.) (77 f). Diese fast über das ganze nördliche Süd-Amerika verbreitete antiochus.
Art kommt in typischen Stücken von Guayana durch Amazonas bis Peru vor. Oberseite schwarz, blauglänzend
mit 2 weißen Schrägbinden und gelbem Strich auf der Mediana. Auf der Unterseite steht unter der Hflglcosta
ein roter Keilstrich. — ab. alba Riff. (77 f) ist fast genau wie die Namenstyjie, nur smd die Vflglbinden an den albu.
Enden weniger zugespitzt und der gelbe Mediana-Strich der Vflgl fehlt; — aranea F. von fast ganz gleicher araneu.
Verbreitung hat die Vflglbinden heller gelb, und zobeida Btlr. (= divisus Stgr.) hat die weiße Discalbinde auf der zoheida.
Mediana unterbrochen. — ocannensis Stich. (= ocannus Stgr.) ist wie zoheida, aber die Bmden gelb statt weiß; ocannensis.
von Nord-Columbien. — Ein stark verändertes Aussehen zeigt salvinii Deiv. vom Orinoco. Vflgl wie antiochus, salvinü.
aber die Hflgl mit gelber Vorderbinde, wie sie phnjllis, chestertoni und viele andere Heliconier aufweisen.
H. leucadia. Den vorigen sehr ähnlich, mit sehr lebhaftem Blauglanz der Oberseite; das Subapical-
bändchen aber bedeutend kürzer, der discale Schrägfleck ragt nicht über den untern Medianast hinaus, besteht
häufig nur aus 2 Flecken, einem großen über der Mediana und einem darunter in Zelle 2. — pseudorhea Stgr. pseudorhca.
(77 f) von Amazonas, Eciiador und Bolivien, hat ganz dunkle Hflgl; — leucadia Bat. Von Ecuador und dem leueadia.
oberen Amazonenstrom hat am Hflglsaum ziemlich große, weiße Saumflecke.
H. Sara F. (= magdalena Bat., rhea Btlr. u. Druce) (77 f). Fast ganz wie die vorige, Discalbmde der Vflgl sara.
bandförmiger, beiderseits zugespitzt. Unterseits haben die Hflgl zahlreiche rote ’Wurzelpunkte. Von Panama,
Columbien und Venezuela. — Bei der ab. albimaculata Stgr. von Columbien sind die Vflglbmden weiß, nicht alhhnacu-
hellgelb wie bei der typischen sara. — ■ apseudes Hhn. (= sara Luc.) (77 f) die am häufigsten nach Europa ^^Iseudcs
gelangende Art aus Süd- Brasilien, die bei Rio de Janeiro bis in die Gärten fliegt, hat eine etwa doppelt so breite
Discalbinde wie sara, von Farbe schwefelgelb; — bei albula Riff, von La-Guayra ist die Binde so breit, wie bei albula.
apseudes, aber weiß. — ■ brevimaculata Stgr. vom Rio Dagua in Columbien hat die Subapicalbinde verkürzt brevimacu-
und die Discalbinde in 2 Flecke aufgelöst. — sprucei Bat. (78 a) von Ecuador ist oben fast wie sara, unterschei-
392
HELICONIÜS. Von Dr. A. Seitz.
clet sich aber durch den überaus lebhaften Blauglanz und auffallend lange weiße Fransen der Hflgl. — Bei
rhea. rhea Cr. (= thamar Hhn.) (78a) bildet die Discalbinde ein fast regelmäßiges Oval, das Subapicalbändchen ist
verkürzt. Die Färbung der Binden ist gelb; von Guayana durch Amazonas bis Peru und Ecuador. — Bei
albinea. albifica Riff, vou Surinam sind die Binden gestaltet wie bei rhea, aber rein weiß. — veraepacis Bat., eine mh un-
vcraepacis. bekannte Höhenform aus Guatemala, hat die Subapicalbändchen weißlich, unterbrochen, etwas gekrümmt;
thcudda. die Discalbhide in der Mitte gelb, breit, eckig, den gelben Zellfleck in ihrer Mitte fast quadratisch. — theudela
HeuK von Panama, Columbien und Venezuela ist wie sara, aber die Schrägbinde geht bis fast an den Analwinkel
fttigidus. und die Hflgl führen gelbe Randpunkte. — fulgidus Stich. (78 a) von Costa-Rica hat ebenso lebhaften blauen
Stahlglanz wie sprucei, aber kürzere, wenn auch lebhaft weiße Fransen und den Discalfleck so breit wie apseudes.
liimrra. H. hiiliera Hew. (77 a) schließt sich ungezwungen keiner der formenreicheren Gruppen an. Es ist em
seltner Ecuadorfalter, der in der äußeren Erscheinung den an gleicher Stelle fliegenden H . clysonimus (79 b)
kopiert. Die Färbung ist das Umgekehrte von colovihina (78 b) und hat rot, wo jene zitrongelb zeigt und vice
versa.
cyrhia. H. cyrbia Godt. (78 a). Eine der einfachsten und zugleich graziösesten Formen dieser prachtvollen
Gattung. Figl schwarz mit stahlblaiiem Glanz und weißen Fransen; Vflgl mit purpurrosafarbener Halbbinde,
Hflgl mit bläulichweißen, nach dem Apex zu kürzer werdenden Saumflecken. Von Ecuador, wo sie Haensch
diformata. noch in 800 m, (darunter auch das Original unsrer Abbildung) erbeutete. — Bei diformata Riff, ist der rote
Bindenfleck der Vflgl viel breiter, die Hflgl-Saumflecke shid oft dunkel überstäubt und die Hflgl führen auf der
vcnus. Unterseite eine fast doppelt so breite lichte Mittelbinde wie bei cyrhia-, von Paramba in Ecuador. — venus
Stgr. von Columbien hat den roten Bindenfleck noch breiter, doppelt so breit als cyrhia, und die weißen Saumflecke
j}(no. der Hflgl fehlen. — Bei Juno Riff., die oben sonst wie veyms ist, soll der Blauglanz der Oberseite fehlen; die
Hflgl unten mit nur blinder Mittelbinde, aber mit rotem Costalstreifchen. Die Beschreibung wurde nach einem
Stück in Rifearths Sammlung gemacht; sie ist mir ebenso unbekannt wie ihre Heimat.
favoriniis. H. favonnus //p//r. (= pseudamaryllis Stgr.). Hier ist der Vflglf leck blutrot und fast rund, aber auf
dem unteren Medianast glatt abgeschnitten. Hflgl mit gelber Mittelbinde, die schmal beginnt, sich verbreitert
und dann spitz endet ; unterseits ist sie etwas länger und endet etwa 3 mm vor dem Saum, ziemlich spitz. Peru.
peüverana. H. petivcraiia Dhl.u. Hew. ( = demophoon Bai.) (78 b). Der phyllis ganz ähnlich, aber ohne den gelben
Mediana-Streif der Vflgl und dadurch an rosina (76 b) erinnernd, aber von allen ähnlichen Formen unterschieden
durch die Schmalheit des gelben Vorderstreifs der Hflgl; von Mexico durch Zentral-Amerika bis Columbien
demophoon. und Venezuela. — Bei demophooil Men. ist die gelbe Hflglbinde breiter, so daß die Tiere sowohl der rosina,
als auch der columhina ähnlich werden ; sie sind aber außer durch die charakteristische Gestalt der roten Vflgl-
flecke auch durch die Gestalt der gelben Hflglbinde verschieden; diese verläuft annähernd gerade, während
ihr Außenrd bei columhina hinter der Zelle eme entschiedene Aufwärtskrümmung erfährt. Von Zentral-Amerika
tnstis. und Columbien. — Bei der ab. tristis Riff, von Panama und Costa-Rica fehlt die gelbe Binde auf der Hflgl-
Oberseite, ist aber auf der Unterseite, allerdings blind, vorhanden.
cotomhina. H. hydara. Diese Art schließt zunächst mit der Form colombina Stgr. (78 b) von Columbien an die
vorigen an, ist aber durch den bei demophoon angegebenen Unterschied leicht von diesen zu trennen. Die Auf¬
wärtskrümmung im äußeren Rand der gelben Hflglbinde ist hauptsächlich eine Folge davon, daß diese Bmde
antigona. in ihrer Mitte angeschwollen ist. — ■ die ab. antigona Riff., die gleichfalls in Columbien fliegt, unterscheidet
hydara. sich von der vorigen durch deutlichen Blauglanz der Oberseite. — ■ Die typische hydara Hew., die ebenfalls
von Costa-Rica bis Venezuela reicht hat keine gelbe Hflglbinde und ermnert daher an melpomene, aber der
rote Bmdenfleck der Vflgl ist viel breiter, fast wie bei euryas oder wie er bei der vicina {15 e) auftritt. • — ab.
guarica. guarica Reak. von den gleichen Gegenden ist die Aberration mit blauem Stahlglanz der Gi’undfarbe, zu der sich
alle Uebergänge finden. — Hewitson hebt hervor, daß die typische hydara auch auf dem Hflgl in der Mitte
einen scharlachroten, kleinen Fleck trägt. Dieser ist auch in der Abbildung so deutlich, daß man nicht im Zweifel
sein kann, was er unter typischen Stücken seiner hydara versteht ; da er diesen Fleck ausdrücklich als Kriterium
erwähnt, so müssen die Stücke, denen er fehlt, ehien Namen erhalten, wenn sie auch häufiger sind als die rot-
adana. gefleckten; ich nenne sie ab. adana nom. nov. Diese sieht nun bis auf die viel breitere und lebhaftere rote Vflgl-
moUna. binde ganz wie me/pomene ^^pfca aus. — -ab. molinayiS?/n ist wieq/aar fca, aber die rote Vflglbhide sclnvarz durchbro¬
chen. — Wie bei dieser die gelbe Hflglbmde fehlt, die rote Vflglbinde aber stark ist, so kommt auch umgekehrt
chesterionn. v^or, daß letztere erlischt bei deutlich erhaltener Hflglbinde; dies ist chestertonii Hew. (= damysus Hpffr.)
(78 b). Die Form wiederholt ungefähr das Bild der cydno-Yovm gustavi (74 f); sie hat auch Blauglanz wie diese,
aber niemals Reihen weißer Submarginalfleckchen und die gelbe Hflglbinde reicht unterseits bis ziemlich an den
noäurna. Apex. — räocturtia Riff, von Veneziiela ist eine chestertonii mit verlöschender gelber Hflglbinde und emem weißen
magnijica. Fleckchen über dem Ende der Vflglzelle. — • magnifica Riff, ist wie eine guarica, aber größer und der Blauglanz
beschränkt sich nicht auf die scliAvarz braune Grundfarbe, sondern zieht sich auch über den roten Vflglfleck;
viculata. von Guayana, Ecuador und Peru. — Bei viculata Riff. (78 b) ist der Vflglfleck groß und breit, und zieht auch
hier fast durch die ganze Vflgl-Breite, aber er ist hellrot, wie er bei hydara- und meZpomewe-Stücken nur Avhcl,
Ausgegeben 5. VI. 1913-
HELTGÜNIUS. Von Dr. A. 8kit/..
V.V3
wenn sie sehr lange der Sonne ausgesetzt wareji.
der aber liier noch heller, nämlich orangerot ist.
aniphitrite llijj. von Peiai hat noch gi'öl.iei’en u laiik'iir'de.
lergang zur (hn|)|)e der H.pliyllis, Inder sich wiedeiiiin
Die letztgenannten Formen bilden bereits (hm Ue
eine ganze Anzahl der verschiedensten //eimmtivAs- .Muster vvie(h‘rholen. Wir iindui bei dei’ yA.////ev-( irnippe
Bilder der rosin, a, der hesckei, der lindiiiii, der th.elxiope, (ujldope (da;, etc. — callycopis t V. ( - callicopis (i.ncl.)
(78 c) von Guayana und Para zeigt den bei liydaro, einfachen roten Vflgll'leek zerrissen und in seiner Gestalt
liligllis.
rull i/i Opis.
SO verändert, daß ein großer olierer Bogenl’leek von 2 kleineren Fleckchen getrennt wird. — Bei callista HiH. <alHsli.
drgope.
(78 c) aus Guayana schließt er sich mit den beiden abgespaltenen Flecken, deren oberer sehr gi'oß ist, fast zu
einem Kreis zusammen. — dryope Ä7//. (78 b) von Surinam und dem Amazonenstrom hat den roten (^uer-
fleck wie vicuhitd., breit und lang, außerdem ist aber auch die ganze Figlwurzel der Vflgl lebhaft hellrot. —
coralii Btlr. (= palantia Möschl.) von Guayana und dem unteren Amazonas hat den discalen Vflglfleck zersjial-
ten, wie callista,, dabei aber die rote Vflglwurzel, wie dryope. — Bei eliniaea Erichs., gleichfalls von Guayana
und dem Amazonas, ist der discale Vflglfleck zu mehreren kleinen roten Fleckchen aufgelöst, und die Vflgl,
nicht aber die Hflgl, haben rote Wurzel. — cybelina Etgr. (78c) von Manaos, einer der schönsten Heliconius,
hat die ganze Imienhälfte der Vflgl })raelitvoll hellrot (sogar auch den basalen Gostalteil auf der Unterseite*),
im .Discus a1)er steht statt des rotezi Flecks ein zitrongelbes, etwas gekrünzmtes Schrägleändchen. — amal-
freda Kiff, von Guayana und Amazonas ist der cybelina ähnlich, aber im Zellende steht ein zitrongelbei' Fleck.
— erythrea Cr. (78 c) von Guayana und dem Amazonas hat die Vflgl fast genau wie dryope, nur ist der discale
Schrägfleck um weniges kleiner; dafür zeigen die Hflgl in ihrer analen Hälfte rote Strahlen. — tellus Kiff.
von Gayenne ist wie erythrea, aber die Discalbinde gelb statt rot. — udalrica Cr. (== idnica lihn.) (78 c) eine der
in Sammlungen am meisten vertretenen Formen, hat anstelle des mennigroten Discalflecks auf den Vflgln einen
stark zerschlissenen Fleckenkomplex, wie die andere Färl)ung mehr hell- als mennigrot; aid.)erdem führt die
Vflglwurzel diese Farbe und die Hflgl haben solche Strahlen; von Guayana. — andreniona Cr. (78 d) von
Guayana und Amazonas hat den Discalf leck ähnlich geformt wie callycopis (78 c), d. h.'^oben ist ein liufeisen-
förmiger Fleck und darunter 1 — -2 kleinere; aber di'^ ganze Fleckengruppe ist stark gelb durchsetzt, bis zu gelb¬
lichem Fleischton. Vflglwurzel und Hflglstralilen sind hellrot, alzer gleichfalls in der Farlze braungelblich
getrübt. — Ein Extrem dieser Form von der Auiazonasmündung, deren Bild wir wie viele aus dieser Gruppe
der prächtigen Illustration von Obebthltr entlehnen, mag den Amazonennamen ab. androdaixa noni. nov. (78 d)
führen. Hier sind alle roten Zeichnungen erweitert, die Strahlen der Hflgl auf doppelte Breite gebracht ; dazu
haben alle Flecken und Streifen, mit Ausnahme des getrübten Zellendflecks eine leuchtend hellrote Färbung.
— leda 8t,gr. (78 d) von Guayana ist der vorigen ganz ähnlich, aber anstelle der prachtvollen hellroten Discal-
fleckung treten hier 3 bis 4 ziemlich kleine, zitrongelbe Fleckchen ; davor ein ka|)penförmiges im Zellende ; zuweilen
fehlen auch diese kleinen Fleckchen bis aid’ matte Spuren, dann ist die ganze Aul,lenhälfte des Vflgls schwarz;
dies ist ab. oberthüri Kiff. ■ — Bei vesta Cr. (= cynisca Godt.) sind diese gelben Fleckchen in der Vflgl-Außen-
liälfte stark vermehrt, zind die Hflgl haben rote Strahlen, doch haben die Vflgl keine rote Wurzel; Guajurna.
— amazona Slgr. (— vesta Hbn., ])hiladelphus Ky. [in ,,Hübner“|) (78 d) von Para ist genau gezeichnet und
gefärlh wie androdaixa, (78 d), nur sind die dort schön roten Discalflecke hier zitrongelb, aber in Form und Gröl.le
nicht verändert. — etylus Salv. (78 d) von Ecuador hat statt der discalen Fleckengruppe einen zitrongelben,
schrägovalen Subapicalfleck; — und estrella Bat. (— vestalis Stgr.) von Amazonas und Ecuador hat statt
dieses Ovalflecks eine zitrongelbe Halbbinde; — bei ab. emma Kiff, von Ecuador und Peru ist diese Halbbinde
noch stark verschmälert. — Umgekehrt ist die schwefelgelbe Discalbinde bei palmata Stich, nach außen etwas
bauchig vortretend, ihr unterer Teil fleckartig abgeschnitten ; Peru ; — ■ aquata Stich, von der gleichen Lokalität
(Ucayali) ist wie estrella, aber die subapicale Halbbinde ist rot, nicht zitrongelb und steht näher am Apex. Sim¬
plex Kiff, ist davon nur sehr wenig verschieden. Die Form ist mir in Natura unbekannt, ebenso wie ilia Xiep.
bei der die ockergelbe Zeichnung wie bei estrella sein soll, der Discalfleck al)er wie bei notabilis der a})icale Bin¬
denfleck ,,in seiner Länge zur Hälfte distal reduziert, etwas hohl ausgeschnitten gegen den Apex"; nach einem
(J von Ganelos (Ecuador) beschrieben. — feyeri Niep., gleichfalls von Ganelos, auch nach einem q beschrie¬
ben, steht zwischen estrella, und rosacea; die esb'e/D, -Zeichnung ist lebhaft ziegelrot; der große, halbkreisförmig
gebogene apicale Bindenfleck wie bei rosacea Riff., aber rein Aveiß, proximal schwach rot gesäumt. — ochracea
Riff, heißen gleichfarl)ig ockerig gefleckte Tiere und rothschildi AT’ep. ist ebenso, aber die Apiealbinde AA'eiß. —
diva Stich, hat die roten Zeichnungen beschränkt, durch sclnvarz AATÜter getrennt, aber in Farbe prächtig schar¬
lachrot, die Schrägbinde gelb. Hier zeigt sich auch diese schräge Discalbinde durch scliAvärzliche LTberstäubung
vom Rande aus gesäumt, was bei demeter Sfgr. (78 e) von Peru noch mehr hervortritt. Bei der letzteren sind
aber alle Flglzeichnungen hell-, nicht scharlachrot; die Hflglstralilen hängen an ihrer Wurzel untereinander und
mit der roten Zelle zusammen. — bouqueti Nöldn. { = buc{ueti Riff.) ist Avie demeter, aber die zitrongell)e Discal¬
binde ist in eine Anzahl kleinerer gelber Flecke aufgelöst, die sich um das scliAA'arze Zellende herum lagern;
Avh'd erAvähnt von ,,Gayana“( ?). — lativitta Btlr. (78 e) vom Amazonas, Bolivien und Peru hat das Rot A'ermin-
dert, die Hflglstralilen getrennt, den zitrongelben Discalfleck groß und den scliAA-arzen Zellschluß umfließend.
— Bei venusta Salv. (78 e) aus Bolivien reicht das Wurzelrot der Vflgl bis an die gellie Discalbinde, aber diese
ist von außen durch das Aveiter ausgedehnte apicale ScliAvarz eingeengt, so daß der hhiter dem Zellschluß liegende
coralii.
cliiiiata.
ci/'jclina.
anvilir.da.
crytttrea.
teil Hi.
udalrica.
andre »10 na
(uidrudaixa
Icda.
ubcrlhüri.
vesla .
(onazona.
elytws.
cslrclla.
ciionu.
pahnala.
a(p(aia.
sini plc.c.
ilia.
legen.
rosacea.
ochracea.
rolhschildi.
dira.
demeter.
bouqueti.
latieitla.
eoiHsta.
V
50
394
HELICONIUS. Von Dr. A. Seitz.
donaiia. Teil schmäler als der vor dem Zellende ist, nicht breiter, wie bei lativitta. — donatia Frühst, aus Matto-Grosso,
ist wie die veimsta, hat aber längere gelbe Discalflecke hinter der Zelle und kürzere rote Basalstriemen der Vflgl,
anadorie. sowie lebhafter rote, analwärts breitere Hflglstreifen. — anactorie Dbl. aus Bolivien hat den gelben Discalfleck
samjuinca. nach aiißen zu rot überstäubt. — Bei sanguinea Stgr. ist der gelbe Discalfleck ganz ziegel- oder hochrot, aus
Bolivien; und Riffarth erwähnt ein bolivianisches 8tück vom Rio Juntas, wo er mit dem Wurzelrot zu einer
confluens. großen roten Fläche zusammenfließt, was man wohl als eine Aberration — ab. confluens nom. nov. bezeichnen
muß. — Sehr sonderbar sehen die Formen aus, wo auf den Hflgln die gelbe phyUis-Wm.(\e durch die rote Strah-
anacrcon. lung hin durchbricht. Solche Formen sind aiiacreon Sin. u. Ky. (78e) mit roter, und ottonis Riff. (78e) mit gelber
phylus stammen von Bolivien und Peru. Die typische phyllis F. {— roxane Cr., phyllus
Prittu'.) (78 f) von Argentinien und Paraguay durch das ganze südliche Brasilien bis Peru im Westen, und nörd¬
lich bis AA’eit über Rio de Janeiro verbreitet, ist nächst narcaeus die am häufigsten nach Europa gelangende
Heliconier-Form. Aeußerst häufig besonders an der Küste, in Rio, Santos etc., bildet sie zugleich den schönsten
Schmuck jener Landschaften. Ueberall auf Wegen, Lichtungen, Holzschlägen, selbst in Höfen und Gärten
trifft man die Tiere, oft mit weit ausgebreiteten Flgln auf einer Blume sitzend, und manche unscheinbar blühende
Sträucher sind derart mit den bunten phyllis — häufig in Gesellschaft der weit flüchtigeren Colaenis julia und
Dione vanillae — besetzt, daß sie in schönster Blütenpracht zu prangen scheinen. Der Geruch der phyllis ist wohl
der stärkste und unangenehmste von allen Heliconiern, den ich je wahrgenommen habe. Beim Zerdrücken des
Thorax strömt er so heftig aus, daß er im Freien bis auf 10 Schritte wahrgenommen werden kann. Er erinnert
sehr an den Geruch, den in unsrer europäischen Insektenwelt viele Pompiliden und Ichneumoniden haben, so
z. B. wenn man den Thorax von der Wegwespe (Psammophila) oder den eines kräftigen Trogus lutorius zerdrückt
oder zerreibt ; wenigstens hatte ich deren Geruch so in Erinnerung, zu der Zeit, als ich in Brasilien die Heliconiden
auf ihren Geruch prüfte, phyllis fliegt in Rio und Santos das ganze Jahr hindurch, erscheint nach größeren Regen
l)esonders frisch und wird im Januar und Februar, wo man in Santos nur abgeflogene Stücke fängt, verhältnismäßig
selten. Dann fliegt dort die Nymphalide Eresia lansdorfi (91 a) l)esonders häufig, die merkwürdigerweise nicht
eine frische, sondern eine abgeflogene und etAvas verblaßte phyllis vortäuscht. ■ — Von zur phyllis-Gvwppe
artifex. gerechneten H eliconms-Foviw^.w erwähnen Avir hier ah. artifex Stich, aus Süd-Brasilien und Paraguay, aao unter
pliijUidis. der gelben Hflglbinde rote Punkte stehen; — • ab. phyllidis Sni. (78 f), avo die gelbe Hflglbinde, besonders nahe
amata. dem Ird verkürzt und stark von dunklen Adern durchbrochen ist ; — amata Stgr. von Bolivien mit noch stärker
verscliAvärzter Hflglbinde, da außerdem der gelbe Medianastreif der Vflgl fehlt. — Die Rp der typischen,
süd-l)rasilianischen phyllis gleicht genau der von melpomene, wie sie von Sepp (Taf. 4) gemalt ist. Kopf mit 2
längeren Hörnern. Der erste Ring mit 2, der 2. mit 4, die folgenden mit je 6 Dornen. Pp braun mit sehr fernen,
langen Stacheln auf der Rückenseite und je 3 Silberflecken an den Thoraxseifen; Kopf mit 2 ohrenartigen,
kurzen, bedornten Hörnern.
hcrniathena. H. hermathena Hew. (78 f). Diese Art vom Amazonenstrom läßt sich aus emer Verbindung des phyllis-
und des charithonmCMu^ier^ konstimieren. Hflgl und die basale Hälfte des Vflgls gleichen ganz der charithonia,
die Außenhälfte der Vflgl trägt aber eine rote Schrägbinde, die jedoch soAvohl in der Form voir der roten phyllis-
Binde abAveicht, als aircli durch die Farbe, da sie nicht, Avie bei frischen phyllis blutrot, sondern hell rnerrrrigrot
ist. Reirre Stücke shrd in errropäischerr Sanrmlurrgen rricht zahlreich.
diarithonia. H. charithotlia L. (79 a). Der als ,,Zebra-brrtterfly“ in Nord-Amerika bekannte Falter, zugleich der
einzige H eliconius , der sich über eirrerr Teil der Union uird die Antillerr verbreitet. Eiire rrach oberr geAAÜrrkelte
Medianbinde, eine sulrapicale rrrrd eirre a])icale Schrägbirrde urrd aut derr Hflglrr eirre p/iy/^fs-Birrde rrrrd ehre z. T.
doppelte Purrktreihe sind hellgell). Vorr derr Golfstaaterr und Antillerr durch Mexico, Cohrmbien rrrrd Venezuela,
meist sehr gemein, in den irördlichsten Bezirkerr seirres Gebietes, Avie in Texas, Georgierr und Florida nicht überall
und rrur stelleirAveise härrfig. — Irr Perrr erscheirrt eirre kleirrere Forrrr mit verkürzterr Vflglbirrderr ; dies ist
peruviana, peruviana Fldr. (79 a). Bei Lima rrrrd direkt arrr Hafen Callao; irr Eerrador von Haensch rroch irr 800 rrr Höhe
gefangerr.
naUereri. H. iiattererl Fldr. (78 f). Dieserr Falter habe ich rrie leberrd geseherr, rrrrd Averrrr der Frrndort ,,Bahia‘‘
sich airf das herrtige ,, Bahia“, dessen Narrre voll ,,Sarr Salvador de Bahia de todos os Sarrtos“ heißt, so rrrrrß er
dort recht selterr seirr ; ich habe dort itrr Jarruar, Februar, April, Mai, Jrrli, Augrrst, Oktober rrrrd Novenrber
gesarrrrrrelt rrrrd nierrrals ehr Stück davon erbeutet. Arrch irr Sarrrrrrhrrrgerr ist das Tier selterr rrrrd alle bekarrrrterr
Exemplare sind rrnterscheiderr sich vorr charithonia durclr die breitere p/ry/fis-Birrde rrrrd das Fehlerr der
Saurrrpurrkte inr Hflgl rrrrd durch derr Ersatz der beiderr Schrägbirrden im Vflgl durch eirrerr breiterr, urrregehrräßi-
gerr Discalfleck. — Eirre Arrzahl Aveiblicher Falter, die sich drrrch die brarrnbestäubterr Mittelbirrderr vorr nattereri
fruhstorferi. rrrrterscheiderr, shrd als fruhstorferi Riff, beschrieben rrrrd stellerr vielleicht ehre Abart, AÜelleicht das rrorrrrale $
vorr nattereri dar. Werrrr die Fundorte stirrrrrrerr, scheirrt die Art in Ost-Brasilierr vorr Bahia südlich bis Rio
grarrde do Sul zrr gehen.
tdesiphe. H. tclcsiphe Dhl. (79 c, d). Von Perrr rrrrd Bolivierr; hat airf den Vflglrr ehre rosapurprrrrre Srrbapical- urrd
Schrägbirrde, auf den Hflgln eirre Aveiße, bei garrz frischerr Stückerr ganz sclrAvach irrs Bläuliche ziehende Mittel-
EUEIDES. Von Br. A. Skttz.
?,ur,
binde. Die in Staudinger’s ,,Ex()t. Tagfaltern“ gegebene Abbildung, von braunen Binden auf derji Vflgl und
einer himmelblanen anf dem Hf'lgl ist kaum zu erkennen. Der Falter fliegt zusanmien mit (Johieyda
(84 d), von dem er im Fluge nicht zu unterscheiden ist, der aber stumpf geeckte Vflgl, gezackten Saum der Hflgl
und eine total andere Unterseite bat. Auf der Oberseite aber ist die Färbung so genau identi.scb, daß an (‘ineni
mimetischen Zusammenhänge der Coldenis und der Heliconius telesipke nicht gezweifelt werden kann. Ein Be¬
weis hierfür liegt außerdem noch darin, daß in Ecuador eine Form der (Jolaenis fliegt, die statt der
weißen eine gelbe Hflglbinde trägt, nämlich Col. tithraustes {Hi d) ; in diesen iiämlicben Gegenden kommen nun auch
Heliconius telesiphe vor, die eine deutlich gelbe Hflglbinde haben; und diese Hflglbinde ist richtig auch genau
um 1 bis 2 mm breiter als bei typischen Hel. telesiphe, ebenso, wie die von üol. tithrd/ustes um ein geringes breiter
zu sein pflegt, wie die von Col. telesiphe. Wer solche frappanten Aebnlichkeiten mit dem ,, Zufall“ oder als ,, phy¬
sikalische Notwendigkeiten“ erklären will, mutet seinen Lesern doch wohl etwas zu viel zu. — Der Name der
gelbbindigen Ecuador-Form des Hel. telesiphe ist sotericus Snlv. (79 c). Sie findet sich in Peru da, wo auch solericns.
Col. tithraustes fliegt. Habnsch fand sie im Oktober bei Sa. Jnez in Ecuador 1200 m hoch, Stübel im Januar in
Riobamba und Huamboya.
H. hortense Quer. (= hortensia Dhl.) (79 c). Vflgl mit unregelmäßiger, hellgelber Schrägbinde, Hflgl
mit gebogener, breiter, ockerbrauner Mittelbinde. Unterseite sehr eigenartig, mit schwach violettrosafarbenem
Mittelband und stark dunkeln Adern und Zwiscbenstrablen. Honduras bis Columbien und Ecuador. — Sie
fliegt mit einer Anzahl oberseits ganz gleichgefärbter Falter, die z. T. zu den Heliconius, z. T. zu Eueides gehören,
wie z. B. Hel. elysonymus, Eu. ricini etc., zusammen.
H. elysonimus Latr. (79 b) wiederholt oberseits das Färbungsmuster der hortense, mit der sie zusammen- chjftonhuus.
fliegt ; aber Vorder- und Hflglbinden schmäler, letztere feuriger rot ; von Venezuela bis Eciiador, wo sie Haexsch
noch in 1200 ni Höhe antraf. — Eine sehr kleine Form, kaum halb so groß wie die kolumbische elysonimus.
mit weiter saumwärts reichender Schrägbinde der Vflgl und trüb zimmtbraunem Hflglbam^ kommt auf den Llano.s
von Venezuela vor; ich nenne sie ab. micra form. nov. (79 a, b). Zwischen beiden steht die von den Bergen micra.
von Costa Rica und Panama stammende montana Sdlv., bei der die braune Hflglbinde so weit verbreitert ist, montuna.
daß sie breiter erscheint, als der schwarze Außenrdsteil des Figls. — hygiana Hew. (79 a) von Ecuador hat vor Injgiana.
dem Apex nochmals ein gelbes Fleckchen und gelbe Bestäubung längs der Mediana der Vflgl.
2. Gattung': Eiieiiles Hhn.
Diese den Heliconius sehr nahestehende Gattung unterscheidet sich von diesen sofort durch die kür¬
zeren und deutlicher geknüpften Fühler. Die meisten Arten stehen außerdem unter der durchschnittlichen
Größe der Heliconius. Der Kopf ist verhältnismäßig noch breiter, die Palpen größer und mehr nach vorn stehend,
der Hlb des $ dicker und nie so lang als bei manchen Heliconius, so daß er niemals weit über den Analwinkel
vorsteht, diesen oft kaum erreicht. Der ganze Habitus nähert sich entschieden mehr dem der Argynninae, be¬
sonders dem von Eresia oder Melitnea, als bei Heliconius selbst und Felder trennte sogar die Eueides von den
Heliconius, indem er erstere von der Heliconiden-Familie weg zu den Nymphaliden zog.
Die ca. 60 benannten Formen sind in ihrer Verbreitung noch beschränkter, als die Heliconius. 8ie über¬
schreiten im Norden die nearktische Grenze nicht und gehen im Süden nur bis Süd-Brasilien und Paraguay.
Sie sind fast überall, wo sie Vorkommen häutig, mit elegantem, schwimmendem, aber langsamem Flug, zählebig
und blütenliebend; sie fliegen das ganze Jahr hindurch und zeigen sich wenig abhängig von der Jahreszeit.
Ihre größten Feinde sind die Spinnen, in deren Geweben eine große Anzahl von Eueides täglich ihr Leben
läßt. In Bahia fand ich oft Dutzende von toten Faltern in den Quernetzen großer Spinnen, aus dessen Fäden
sie sich infolge von Schwäche und Ungeschicklichkeit nicht wieder befreien können.
Die Eueides sind im Walde selten, fehlen sogar in dessen Innerem vollständig; sie lieben das offene
Land, freie Liebtungen, Berghänge, die Ränder breiter Wege und bhimige Halden, wo sie sich nicht nur mit
ihresgleichen herumtreiben, sondern wo ein ganzes Heer gleichgefärbter und gezeiebneter Falter aus ganz andern
Familien oder Gattungen mit ihnen spielt. Wie keine andere größere Gattung der Lepidopteren, ja mehr noch
als die selbst, sind die Eueides mit erborgten Kleidern ausgestattet und Doppelgänger von ihnen finden
sich bei den Pieriden, Danaiden, Acraeiden, Nymphaliden, Eryciniden, Castniiden, Pericopiden usw. Ja man
kann sagen, daß es überhaupt keine Eueides gibt, die ein eigentümliches Gewand trüge und daß sich zu jeder
Eueides mindestens ein Parallelfalter anderer Gattungen findet, ja manchmal deren eine ganze Reihe. ]Man kann
danach die Eueides einteilen in solche, welche H eliconvus-A.vtoi\ der Gruppe, der ?«e/po/»e/ie-Gruppe, der
thelxiope- der H. clysonymus-Cvwppe., der Danaidengattung Lycoren, der Gattung Actiywte, der Colaenis julid
gleichen und schließlich solche, deren Männchen einen andern Falter kopiert, als das dazugehörige Weibchen.
Die Eier haben die Gestalt von Weinflaschen und werden einzeln oder partieweise an die Unterseite
von Passionsblumenblättern gelegt, an denen die Rp lebt. Von einer Art — Eu. cleobaea — soll die Rp an As-
clepiadeae Vorkommen. Dies ist aber bestimmt ein Irrtum; es handelt sich zweifellos hier um eine Verwechs-
396
EUEIDES. Von Er. A. Seitz.
Jung mit einer Danaide, Lycorea cleobaea (31 1j), die als Falter zwar der Eueides sehr ähnlich sieht, aber m kemer
Weise mit ihr verwandt und nur infolge von Mimicry ihr gleichfarbig ist.
Die E'ueides-Y^>])i\ haben Aehnlichkeit mit manchen unsrer Argynnis-K\)i\\ jung sind sie quergermgelt,
später meist schwarz, die Dornen mittellang, die hinter dem Kopfe wenig gebogen und nicht stark divergierend.
Hehr merkwürdig sind die P])n. Hie sehen im lebenden Zustande schon wie vertrocknet oder verschrumpft
aus und aus ihx’em Rücken stehen längere und kürzere Dornen und Zapfen hervor, welche Pilzfäden gleichen,
wie man sie in Hüd-Amerika häufig aus R|)n- und P]mkadavern hervorwachsen sieht xnid die die Pp ihren Femden
als ,, verdorben“ erscheinen lassen. Die P])nruhe beträgt etwa 14 Tage; die Falter bleiben nach dem Auskriechen
lange sitzen, Ixevor sie sich erheben. Man trifft fast niemals verkriqxpelte Exemplare.
riohri. E. riciili L. (79 d) zeigt ganz das Färbungsmuster der zuletzt aufgezählten H eliconius- Äxten hortense
(79 c) und clysoimn.us {IQ h); Vflgl mit hellgelber Hchrägbinde, Plflgl mit ockerbraunem Mittelband; eine
Hubapicalbinde nähert die Art außerdem der Form H. hygiana (79 a), wogegen die Größe sie der Form micra
(79 a, b) nahelu’ingt. Hie fliegen mit den jeweiligen Formen der clysonimus- und /mrfewse- Gruppen zusammen
in Gxiayana und Peilen von Amazonas, ferner in Venezuela, und Htücke von da haben einen weit schmäleren
rotbraunen MPirzelteil der Hflgl als ein Exemjüar, das mir von Trinidad vorliegt. Diese letztere Form nennt
-inRiihnta. Hticmee iiisulatia. Die Art ist nicht selten. Die Rp wurde an Passiflora laurifolia gefunden.
prooila. E. procula Dhl. (79 d). Gleicht oberseits sehr dem Helicon, clysojiynius, hat wie dieser auf dem Vflgl
eine hellgelbe spindelförmige Hchrägbinde und auf den Hflgln ein fuchsrotes Querband. Unterscheidet sich,
außer durch die Fühler und die ganz andere Unterseite aber dadurch, dal.l das fuchsrote Hflglband etwas den Hflgl
überschreitet und als roter Innenrandswisch aid' den Vflgl übergreift. In Venezuela und Columbien, unter den
Hel. cly.^onynrus fliegend und nicht selten. In Columbien fliegt an den gleichen Htellen auch noch die beträcht¬
lich größere Heliconide Hel. hortense (79 c).
Mit E. edäas eröffnen wir eine Gruppe von Hchmetterlingeix, die sich zum Modell Falter aus einer ganz
andern Familie gewählt haben, nämlicb Danaiden aus der Entresis- und 0/ym,.5-Gi’uppe. Hie stehen der pro-
lumnio'^u.^. culn nahe, und ihre Form luniinosus Stich. (79e) von der wir die TyP^ abixilden, hat die Hflgl genau wie procula,
nur im Vflgl sitzen anstelle der Hchrägbinde eine Anzahl zerstreuter gelber Fleckchen, zu denen ein rußig
riirimicc.c. brauner Wurzelstrahl kommt. Von Venezuela. — ■ Bei eurysaces Heu\ setzt sich die Grundfarbe weniger scharf
gegen die Fleckung al), und die Flecke selbst ordnen sich auf dem Vflgl zu zusammenhängenden Hehrägbän-
ruli/tformi.9. dem; von Ecuador, bis herauf nach Quito. — Umgekehrt sind bei vulgiformis ßtlr. u. Druce die Vflgl-
flecke kleiner und isolierter als bei luininosus und der Wurzelstreif der Vflgl fehlt ; von Paixama bis Guatemala.
«/(Vts. — Die tyqxische edias //e»’. ( - kuenowii Den'.) (79d, e) stammt von Columbien; hier siixd die Vflglflecke, he-
sonders beim stark vei’größert und etwas durchscheinend, Avodurch, da auch die Tiere bedexitend größer sind
als die andern Formen, große Aehnlichkeit mit Olyras theon (31 d) und Entresis theope (31 e) hervorgerufen Avird;
aber auch mit geAvissen Dir cennn- Arten entsteht Aehnlichkeit und mit der Nymplialide Eresüt, prisca, (91 e) und
ähnlichen Formen des westlichen Hüd-Amerika.
E. lampeto. Eine Form, die sich die Heliconius aus der u/rfÄfi'Vuxrt-Gru])pe zum Vorliild genommen hat
cnrhn. uud ZAAMschen dieser, ihren Nebenformen inwl ihren zahlreichen Nachahmern liin- und hervariiert. — carbo
Stich, aus Ecuador hat fast ganz schwarze Hflgl, ebenso ist der Apex und 2 große, breite Wurzelstreifen auf dem
Vflgl sch warz. Hie fliegt in Gesellschaft der Hel. hicoloratus (73 c) und lenaeus (73 e), der Nymplialide Eresia
fiiliiihiosu.^. ’}iiiirena (91 c), von Ceratinia seuiifulva (34 d) nndllyposcada. fidlax (3S c). — Die ab. fuligiliosus HV/c/n, gleich¬
falls von Ecuador und Peru, hat das apicale Hchwarz reduziert, so daß der Zellschlußfleck und ein AA'eiterer
(imaciui. vor der Außenrandsmitte im gellibraunen Grunde isoliert Averden. — ab. amoena Stich. (79 f) verbindet diese
beiden Formen miteinander; sie hat mehr HcliAvarz als fuliginosns, aber Aveniger als carbo; unter den andern
fliegend. — Bei acacafes Heiv. Avird der Randfleck vom verlireitertcn Apicalfleck zugedeckt, der Zellschlu߬
fleck steht aber noch isoliert; die Hflgl braun mit sclnvarzen Binden. Von Peru, avo sie mit den ganz ähnlichen
larnpHn. dl ecdiau itis deceptus und haadlaga (34 a) zusammenfliegt. — lampeto Bates, die zuerst beschriebene Form,
stammt vom oberen Amazonas;' sie hat lebhaft rotbraune Figl, den Apex und Vrd schmal schwarz, 2 Flecke in
Mitte und am Ende der Zelle und ein Htreif auf der Hubmediana ebenso ; Hflgl rotliraun mit sclnvarzem Hidicostal-
rnpinsu.^. streif und Haum; durch die Figl eine Fleckenlünde. — copiosus Stich, braun. Vflgl im Mittelfelde hinter der
Zelle heller. Costa, ein Zellstreif, ein Aveiterer hinter der Zelle, eine schräge Reihe unter sich zusammenhängender
Flecke und der A])ex schwarz. Der Hflgl hat eine bisAveilen unterbrochene discale Querbinde, einen schmalen
Hubcostalstreif und lireiten Außenrd scliAvarz; am Haum eine Reihe kleiner Aveißer Punkte. Pataro (Essequibo)
von Rich. Haensch im März und A})ril gesammelt. Diese Form ist mir unbekannt. — Auch von dieser
Art Averden viele Formen darum nicht leicht erbeutet, Aveil sie aus der großen Zahl ganz gleich aussehender
Ithomiinen, Heliconier und Nym])haliden scluA’er herauszufinden sind.
E. vibilia. Diese Art hat sich in ihren verschiedenen Formen Acraeen aus der Gattung Actinote (Taf. 83)
zum Vorbilde genommen, zum Teil aber ahmen ihre IMännchen auch die gemeine Nymplialide Colaenis fulia
EUETDES. V^on Dr. A. Sicitz.
307
(84 b) nach und erlangen daher äußere Aehnlichkeit mit der gleichfalls die C'ol. jnlia naebahmcTiden E. (iliiihrrd.
Die t}q)ische vibilia Godl. (— niereani Ilbn.) (79 b) hat feurig gelbbraune GG scbwarzcui Klglränderii, schwär- rihHifi.
zem Zellkeil, Schrägband und Subinedianstreif der Vflgl. ^ bunter, fast wie eine habhaft gezeichiuite cc/ü/.s
und auf der Unterseite dieser, wie auch der procnlu fast ganz gleich. Jn Brasilien weit verbreitet und häufig,
aber aus den z. B. bei Rio de Janeiro im Juli zahllos undierflatternden Aclinole kaum lierausziierkeimeu. Das
5 gleicht diesen, so, daß man selbst beim langsam dahinfliegenden Falter keinen Unterschied findet und erst die
Flghmterseite besehen nnd.k Das G aber lebhafter im Flug und tummelt sieb mit den ganz älmliclien
Dione juno (84 e), Megalura 'pGraeus, den zahlreichen ähnlichen Eresia etc. umher. — ab. pallens Slirh. pullen'--.
ist eine $-form, wo die Giaindfarbe weißlich ockergelb ist und die schwarzen Zeichnungen breiter und kräftige)'
sind. — vialis (79t) ist die nördliche Form von Columbien inid Zentral-Amerika mit feurigei'on Rotbi'aun, r/V/Zw.
lebhafter gelben Vflglflecken und tieferem Schwarz. — vicinalis Stich., ist auf ein $ von Ecuadoi' gegründet, vieinnli^.
das etwas matter und kleinfleckiger sehr soll. — unifasciatus Stich. (79 f) hat die ganze Apicalhälft)' des uai/rwew/f/.s.
Vflgls und breiten Außensaum der Hflgl schwarz; vom oberen Amazonas.
E. pavana Mm. {= thyana FMr.) (79 e). Diese Art sieht der Actinote pellenea fast noch ähnlicher, wie parann.
das vibilia-’^. Sie unterscheidet sich von diesem fast nur durch die vom Hflgh'and in das gellrbraun der Hflgl
eindringenden Zvvischenaderstrahlen, wodurch die Actinote-t^^^ auch noch in dieser Zeichnungseigentütniiehkeit
kopiert \verden. $ wie das G gefärbt und gezeichnet, alrer größer. Rio Janeiro, Es])iritu Santo.
E. liiieata Salv. v.Godm. (79 f) ist fast genau wie das (J von aber ohne den Sclu'ägbalken durch die linratn.
Zellmitte; die gelbbraune Grundfarbe etwas tiefer. Zentral-Amerika und Mexico. Ahmt (Johienis- und l>ione-
Arten nach. — Bei der Form libitina Stgr. von französisch Guayana eiTeicht der Submedianstreif den Analwinkel libdina.
nicht.
E. lybia F. (— hypsipyle Cr., cinercomaculatus Goeze, fasciatus Goeze) (80a). Wie lineabi, aljer der Jpbia.
schwarze Rand der Hflgl schmäler und nicht nach innen ausgefranst. Von Guayana ujid Amazonas im ganzen
östlichen Süd-Amerika gemein bis Süd-Brasilien. Tummelt sich mit zahlreichen ihr ähnlichen Artoi auf Gebü¬
schen umher, wie mit Coltienus julUi (84 b), Dione junio (84 e), Eresia 'philyra (91 c) etc. — • Die Form lybyoides tybiiohlc.'i.
Stgr. (80 a) zeigt den durch die suba])icale Schrägbinde abgeschnittoien Spitzenfleck heller als die Gnindfarbe,
und auf der Unterseite fehlt eine rote Wui'zellinie der Vflgl und solche Punkte der Hflgl. — Olympia F. (-- len- oh/mpia.
comma Dates) (80 a) hat den Fleck ini schwarzen Apex ganz weiß. Zentral-Amerika und Columbien; sie flk'gt
dort mit der genau so aussehenden Nymphalide Eresia emerantin (91 d).
E. tales Cr. (“ thalestris Godt.) (80 b). Vflgl an der Wurzel rotlu’aun, von schwarzen Aderstreifen talcs.
durchzogen; im Discus l)eingelbe, um das schwarze Zellende gi’u])])ierte Flecke)). Hflgl i)) der I)n)e))hälfte
)nit roten Ader)), i)) G))aya))a, wo sie u))ter doi ga))z el)e))so a))ssehe))de)) Hel. vesta (erilo) fliegt, )))id de))) a))-
gre))ze))de)) A)))azo))as. — ■ A)) der Amazo))as)))ü))d)i))g fliegt die For))) pythagoras Kg. (-- heraldic))s Stich.) pylhagoras.
)nit verstärkter Gelbflecku))g des Vflgls, wo der Zellfleck bis zuu) AVurzelrot a))sgedeh))t ist u))d die Aderstrahle))
a))f de)) Hflghi lebhafter si))d. Von Para bis Sa))tare))). — Bei calathus Stich, hat sich der Flecke))ko)))])lex ealathuf!.
i))) Vflgldisc))s zu ei))er Halbbi)ide z))san))))e])geschlosse)), dero) u))teres E))de aber w))rzelwärts zeigt, ))icht
a))swärts wie das vo)i Eu. eanes; — surdus Stich. (80 b) ist etwas größer, das Rot der Vflgl viel greller, hoch)‘ot .mrdiis.
oder fast juirpur, a)if dor Hflgh) ))))r ga))z we))ig Rot dicht a)) der W))rzel. Vo)) Obidos an) A)))azo))e))stro)))
u))d VO)) Guaya))a. Hierzu bildet die ab. aquilifer Stich, einen Uebe)'ga))g; die gelbe)) Vflglflecke sh)d größer. aquiJiirr.
aber das Hflglrot ist reduzie)’t; gleichfalls vo)) Obidos.
E. heliconioides Fldr. (= cog))ata Wegm.) (80 b). Vflgl )))it große))) bei))gelbe)n Discalfleck, der uu) das heliconioi-
schwarze Zellschlnßfleckchen her)))))gelagert ist; a)) der Flglwnrzel ))ur we))ig rote Strahle)). U))te)) ist die Ade-
r))))g teilweise rot u)id der Hflglra))d führt 2 Reihe)) weißer Pu)ikte. Vo)) CIolu)))bie)) bis Ecuador. — Bei xe- .renophanrs.
nophanes Fldr. vo)i Colu)))bie)) fehlt a))f de))) Vflgl der gelbe Fleck i)) der Mittelzelle u))d vo)) do) )-oten W))rzel-
fla))))))e)i si))d )i))r Spure)) vorha)ide)).
E. eanes. Sämtliche hierher gehörige Falter zeige)) a))f der Hflgl-U))terseite rote Ader))))g, alier ])ur
eme Reihe silberweißer Sa))mflecke, ))icht zwei. Obe)) hat die typische For))) eanes Heir. (80 c) )))e))))igrotc canrs.
Wurzelfla))))))e)i uud eh) hellgelbes, discales Schrägba))d. Sie ko))))))t vo)) Per)) ))))d Bolivie)) u))d fliegt dort z))-
sa))))))e)) )))it Hel. veÄf«-For)))e)) die ihr so ge))au gleiche)), daß beide in) Fluge ))icht z)) u))terscheide)) sind. —
Bei der ab. farragosa Stich, vo)) Peru ist das W)irzelrot reduziert, u))d bei ab. riffarthi Stich, vo)) Peru u))d jarrago.-^a.
Bolivie)) fehlt es ga))z und das gelbe Discalba])d ist zu eh)zeh)e)) Flecke)) aufgelöst. — Bei eanides Stich. (80 c)
ist die rote Strahlu))g deutlich, aber )nehr b)'a))))rot; z)i der gelbe)) Vflglbinde tritt ))och eh) Fleck m) Zellende.
sodaßei))e Art gelber Ster)), äh))lich wie bei heliconioides, e))tstcht. Sie kopiert aufs ge))aueste gewisse Hel. aglaope-
For)))e)), )))it de))e)) sie hr Bolivie)) oder Peru z))sa))))))e)) fliegt. ■ — • Bei der Foru) aides Stich. (80 c) a))s Bolivie)) aidc.<t.
U))d Per)) ist das Rot der Oberseite ga))z verschw))))de)). Diese For))) fliegt ))iit de))) ganz ebe))so gefärbte)) //c/.
pluto h) Bolivie)) zusa))))))e)). — • Es gibt aber auch vo)) der Eueides eanes ei))e For)n pluto Stich. (80 c), die ))ach phdo.
de))) abgebildete)) Exe)))plar beschriebe)) ist. Sie u))terscheidet sich vo)) aides dadurch, daß das Rot a)) Flgl-
wurzel u))d auf de)) Strahle)) ga))z verschwu))de)), dafür aber der so))st gelbe Discalfleck tief rose))rot gefärbt
398
EUEIDES. Von Dr. A. Seitz.
ist. Sie stammt von Peru, wo sie mit den ganz gleich gefärlhen Hel. melfomene, außerdem aber noch
mit ganz ebenso aussehenden Actinote und Pieriden zusammenfliegt. — Einen Uebergang dieser Form zu
eanides bildet schließlich eine Form, die ganz wie q^luto aussieht, aber noeh die roten Strahlen führt; dies
fclrleri. ist fcldcri Sticli. Alle diese Formen sind an ihren Flugstellen nieht selten, aber unter den zahlreich umher¬
fliegenden Heliconius kaum herausziifinden ; erst wenn man den Flug der E^ieides an dem geringeren Flglschlag
von dem der Heliconius zu unterscheiden gelernt hat, erbeutet man sie zahlreicher.
cicohaca. E. cleobaca Hbn.-G. Hat seinen Namen von der großen Aehnlichkeit mit Lycorea-Axiew, wenn auch
gerade die Lycoreu cleohaea (31 b) nicht direkt als Modell gedient haben mag. Die Figl gelbbraun, der Länge
nach von schwarzen Streifen durchzogen. Die cleobned kommt ty})isch auf Cuba und Porto-Rico vor; die wenig
verschiedene zentralamerikanische Form, die nördlich bis Mexico geht, zorcaon Renk. — hat im Apicalteil des
Vflgls das Schwarz vermehrt, so dal.l die an Farbe etwas lichteren, beim $ mehr hellgelben Binden in Flecke
adiisla. aufgelöst werden, die mehr oder weniger isoliert stehen. — adusta Stich. (80 g) ist eine nicht abzugrenzende Ueber-
gangsform vom C^hiriqui und Honduras, bei der sich die Hflglbinde zu einer Fleckenreihe auflösen kann. — ■
Nicht selten.
E. isabella. Der vorigen ziemlich ähnlich, aber konstant kleiner, die Längsstreifung der Figl nicht so
regelmäßig durchgeführt. Die Apicalhälfte der Vflgl reicher schwarz, oft ganz eintönig, die Mittelbinde der Hflgl
meist aufgelöst. Alle Formen gehen so unmerklich eine in die andere über, daß die gegebenen Namen kaum Wert
hal)en und die Formen sich nicht abgrenzen lassen. Ich bilde die benannten Formen alle ab, und zwar zumeist
nach den Stücken, die bei der Beschreibung derselben durch den Autor Vorgelegen haben. In der Regel sind die
Färbungsunterschiede nur Effekte der Tatsache, daß am jevv^eiligen Fundort ein andrer Modellfalter fliegt, dem
isahella. die Tiere sich angepaßt haben. Die typische isabella Gr. (80 d) stammt vom Osten Süd-Amerikas und verbreitet
sich von Guayana bis Mittel-Brasilien, angeblich bis Bahia (wo ich aber nur E. diancissn fand). Sie hat vor dem
schwarzen Apex eine isabellgelbe Schrägbinde, wie sie sich auch bei lange geflogenen oder alten Exemplaren von
dianassn findet; is(d)elln unterscheidet sich aber von diesen dadurch, daß nicht ein suba]3icaler weißer oder
schwefelgelber Fleck vor der Flglspitze steht, sondern eine Kette von 3 — 4 lichten, isolierten Fleckchen. Bei
dissotnia. typischen isabella. ist die Hflgl-Mittelbinde kontinuierlich, bei dissoluta S'ftc/o (80 f) von Peru und Bolivien ist sie
arijuaia. in isolierte Flecke aufgelöst; arquata Stich. (80g) stellt hinsichtlich der Hflglbinde in der Mitte zwischen beiden,
indem diese zwar schon in Flecke abgeteilt ist, dieselben aber noch an einander liegen; bei arcpiata sind aber die
imiians. gelben Subapicalflecke der Vflgl vergrößert; von Columbien und Panama. — imitans form., nov. (80 f) ist wie dis-
soluta, hat aber dadurch ein ganz anderes Aussehen, daß die schwefelgelbe »Schrägbinde fehlt, der dieser entspre-
hübneri. chende Flglteil vielmehr die Flglgrundfarbe trägt. — Bei hübneri Men. (80 f) ist die Schrägbinde durch Schwarz
dünnstes, iu 3 Stücke zersprengt ; von Clolumbien ; bei dynastes Fldr. von Venezuela hängt sie nur noch lose zusammen. Bei
-pellucidn. dieser ist sie auch beim $ ockergelb, wodurch dieses sich der pellucida Srnka (80 f) aus dem westlichen Süd-
Amerika nähert, bei der aber statt der Mittel binde nur eine Kette ovaler Fleckchen steht. — Bei der kaum
seitzi. verschiedenen seitzi Stich. (80 f) von Columbien und Ecuador ist die Oberseite absolut zweifarlng; indem die
ref/etissinw. Schräglünde wie auch die Apicalfleckchen genau die Grundfarbe angenommen haben, im Gegensatz zu vege-
tissima Stich., wo die rein schwefelgelbe Schrägbinde und ebensolche Apicalfleckchen sich gegen die ,, sattere“
htppolitms. Grundfarbe schärfer abheben. Von Ecuador. — hippolinus Btlr. (80 e) von Peru ist genau wie seitzi, aber der
mnrgariti- Apex der Vflgl ist ganz schwarz, ungefleckt; — ebenso ist er auch bei margaritifera Stich. (80 e), doch löst sich
/em. (|jg Mittelbinde der Hflgl in ovale schwarze Flecke auf; von Peru; und personata Stich. (80 e) gleicht dieser
pcrsonaM. doch ist das Schwarz im Vflgl dafür so vermehrt, daß nicht nur der ganze Apicalteil schwarz ist, sondern
das Schwarz dringt auch noch bis in die Vflglmitte vor, wo es sich mit dem schwarzen Zellschlußfleck verbindet;
hninnca. von Peru. — brunnea Stich. (80 e) ist wieder der personata. ganz ähnlich, hat aber den Apicalteil der Vflgl nicht
spoUata. ganz schwarz, sondern von einer Fleckenkette in der Grundfarbe unterbrochen; von Peru. — ab. spoliata Stich.
aus dem Cauca-Tal ist auf ein $ mit stark vermehrter Schwarzzeichnung gegründet, so daß die Grundfarbe auf
dem Vflgl ganz zurückgedrängt, auf dem Hflgl von einer kontinuierlichen dicken Mittelbinde durchzogen Ai ird.
— isabella. ist auf allen ihren Flugjilätzen gemein.
d'ianassa. E. dianassa Hbn. (80 d). Der vorigen ganz ähnlich, die Vflgl mit einer meist schwefelgelben Schräg¬
lünde, die aber bei langem Fliegen in trüb ockergelb üliergeht. Im Apex steht ein ovaler, schnecAveißer, zuweilen
gelb tingierter oder schwarz bestäubter Schrägfleck, hinter dem — also unmittelbar vor dem Apex — zuweilen
noch einige weiße Punkte von der Unterseite her nach oben durchschlagen. Die tjqiische dianassa ist ein getreues
Abbild der mit ihr zusammenfliegenden Hel. narcaea (72 a), die sie ganz genau kopiert. Bei Santos, avo die
Vrdbinde der Hflgl bei narcaea oft rot überstäulit ist, ist die gleiche Binde auch bei dianassa meist ockerig ge-
drrotorfda. tönt, und bei decolorata Stich. (80 d), die mit der ebenso gefärbten Form satis von narcaea zusammenfliegt,
fehlt die hellgelbe Binde der Hflgl überhaupt, dianassa fliegt außer mit H. narcaea noch mit einer großen
Anzahl gleich gemusterter Falter zusammen, nämlich: Protogonius drurii, Melinaea ethra (33 d) Mechanitis
lysimnia (34 b) und nessaea. (34b), Ceratinia euryanassa. (35 b) etc., die alle im südlichen und mittleren Brasilien
an der amerikanischen Ostküste Vorkommen, und man muß erst in jenen Gegenden bekannt sehi, um die Art aus
METAMORPHA. Von Dr. A. 8kitz.
der großen Zahl gleichgefärhter Falter heranszut'inden. Der Falter ist sehr häutig, aber ich sali ihn nie niasseiiliaft
oder in Flügen.
E. aliphera Godt. (80 a). Figl oherseits feurig rotgell) mit schwarzem Außenrd, schwarz(“m Suhcostal- alifihera.
und Mediana- (Streif und schwarzem Schrägband der Vflgl, Unterseite ledergelb, duidcel geadcu't. Weil vcubreitet,
längs der ganzen Ostküste von Süd-Brasilien bis Zentral-Amerika und weit bis ins Innere von Süd-Ameiika
vorkommend bis Bolivien und Peru. Einer der gemeinsten Schmetterlinge und kaum variierend, da er die sehr
konstante Colaenis julid (84 b) getreu kopiert. Nur im Norden des Verbreitungsgebiets kommen Exem])lare vor,
bei denen die Färliung mehr ledergelb und das Schwarz von Rand und (Schrägbinde verloschen ist, wie auch
bei der dort fliegenden C. julia cilleue (84 b) ; ich nenne diese Form daher ab. cillenula ah. nov. (80 b). 1 )ie aliphera cilknuf.a.
fliegt auf den Tummelplätzen der Col. julia, wo sich außer diesen auch noch folgende Falter einfinden : JGoue
juno (84 e), Megalura petrea, Eresia aveyrana (01 d); unzweifelhaft gehört in den Kreis dieser Ko])ien auch die
Erycinide Lymnas Ihyatira von Guayana. — In Mexico und Zentral-Amerika kommt eine weitere Ko])ie d(>r
schmalrändigen Col. julia von dort vor, mit schmäler schwarzem, aber schärfer abgesetztem Flglrand und
feurigem Rotgelb, die zwischen den Adern stehenden (Spitzen kräftiger; dies ist gracilis Stich. — Rp aut fjracilis.
Passifloren, weiß, über dem Rücken gelb mit braunen Zeichnungen und schwarzen Dornen; Pp schmutzig
weiß mit dunkeln Dornen und Höckern und braunen Zeichnungen auf Rücken und Figlscheiden.
3. Gattung-: Metitiiior|>lia Hbn.
Die Metamorpha dido, die einzige Art der Gattung, war früher mit Colaenis vereinigt, al)er ein ein¬
ziger Blick auf das Tier, auf seine Kör])ergestalt, Flglform, auf das Geäder, in gewissem (Sinn auch seine Jugend¬
zustände lassen uns sofort einen amerikanischen Repräsentanten der indischen GeZ/msm- Gruppe erkennen. Noch
mehr drängt sich uns diese Erkenntnis beim lebenden Tier auf. W^enn man in den Wäldern bei Rio an eine
größere Lichtung kommt, kann man oft einen großen, hellgefärliten Falter in langsamem, geradem Fluge die Lich¬
tung von einem zum andern Ende durchmessen sehen mit eigentümlich langsamen, verträumten Bewegungen.
Bevor er noch das Ende der Lichtung ganz erreicht hat, wirft er sich mit einem Ruck in der Luft herum und
durchmißt nun genau densellien Weg in entgegengesetzter Richtung. Diese Bewegung wü’d nun (Stunden, Tage,
ja wochenlang fortgesetzt und man kann beobachten, wie das anfangs frischfarbige Tier verblaßt, abstaubt,
wie sich die Risse und Lücken in seinen Flgln nach jedem Regen mehren. Zeitweise ist er auf (Stunden verschwun¬
den, dann ruht er an einer Liana aus oder man findet ihn auf einem der umstehenden Blüteidiäume der Nahrung
nachgehen. Ist die Lichtung sehr groß, so findet man zuweilen zAvei oder mehr dieser Falter in gleicher Beschäf¬
tigung. Werden sie in ihrer Pendelbewegung einander ansichtig, so umwirbeln sie einander einige .Male und
jeder kehrt dann wieder auf seinen Posten zurück. Fängt man den Falter weg, so stellt sich oft nach einigen
Tagen ein neuer ein, der die (Stelle des alten einnimmt ; diese Falter sind M. dido.
Bei keinem indischen Falter halie ich die gleiche Erscheinung in so charakteristischer ^Veise wahr-
genomnien, als bei Cethosia nietneri. Wer beide Falter, die bei genauem Vergleich äußerlich weit von einander
abweichen, im Leben beobachtet hat, wird der Auffälligkeit dieser Uebereinstimmung in\ Verhalten beider
örtlich so weit getrennten Falter Aufmerksamkeit zuwenden müssen. Nun stimmen aber auch beide in ihrer Organi¬
sation vielfach auffällig überein. Der breite Kopf, die dicken, stark behaarten Palpen, die kahlen Augen, die
langen, ungeknöpften Fühler, die Gestalt von Thorax und Hlb, die bogig gezackten Hflgl, und auch die Äderung
in fast allen Punkten zeigen große LTebereinstimmung. Dem stets geltend gemachten Unterschied in der Hflgl-
zelle, die bei Metatnorpha offen, bei Cethosia geschlossen ist, stehen zahlreiche Uebereinstimmungen gegen¬
über. (So entspringt auf dem Vflgl der erste Sulicostalast bei M etaniorpha vor dem Zellende wie Ijei den meisten
Cethosia, bei Colaenis julia, aber am und bei Col. phaerusa hinter demselben usw. Die Rau})en sind bedornt mit
2 starken Dornen hinter dem Kopfe, die Puppen stumpf geeckt, an den Hlbsringen dorsal gehöckert. Die Rpn
leben an Passifloren, wachsen sehr schnell, so daß sich der Cyclus vom Ei bis zum Falter in weniger als G Wochen ,
vollzieht.
M. dido. Figl durchscheinend grün, schwarz gerandet; schwarze Binden ziehen vom Zellschluß der Vflgl
bis zur Außenrdsmitte und vom Apex der Hflgl zum Ird. Lhiterseits sind Bänder und Ränder graubraun, dunkler
beschattet. Die Art ist über das ganze nördliche (Süd-Amerika und Zentral-Amerika verl)reitet und reicht von
Honduras bis (Süd-Brasilien, Bolivien und Peru. — ostara Böb. (84 a) ist bei weitem die größte Form, die in ostaru.
Columbien vorkommt und südlich bis Peru geht. Die Färbung ist ein helles Gelbgrün. — diatonica Frühst, dialonica.
lebt nördlich davon, von Honduras bis Panama, ist beträchtlich kleiner als ostara und hält hi der Färbung
die Mitte zwischen dieser und der mehr blaugrünen dido L. von (Surinam. Diese selbst geht südlich bis Bolivien, dido.
wird aber am unteren Amazonas von pygmalion Frühst, abgelöst, die ober- wie initerscits breitere schwarze pi/gmalio».
Bmden hat. Von wernickei durch den halbmondförmigen, statt runden und das durch Verbreiterung des (ScliAvarz
zurückgedrängte Grün der Hflgl unterschieden; reicht bis nach Venezuela. — wernickei Bob. (84 a) ist diinkler ivennckci.
grün, tiefer schwarz, unterseits die braungrauen Bänder weniger bunt, an Größe hinter ostara beträchtlich zurück¬
stehend. Süd-Brasilien und Paraguay. — Die Rj) hell graubraun, in der Jugend mehr, später Aveniger dunkel
400
COLAENIS. Von Dr. A. Seitz.
gezeichnet; manche Exemplare zeigen eine dunkle Ringelung, wie viele Cethosia. An Passifloren. Die Pp hat
die allgemeine Clestalt einer Iieliconius-)L\)e, aber ohne die Kopfflügel und statt der Dornen stumpfe Höcker.
Die Earhe ist grau, mit dunkler Zeichnung, die Höcker teils weiß, teil« schwarz ; auf Segment 1, 3 und 4 stehen
Süberflecke. Die Schmetterlinge trifft man stets einzeln, aber wie es scheint sind sie im ganzen Verbreitungs¬
gebiet nicht selten. Sie besangen Blumen und ich traf sie auf dem Monte Corcovado bei Rio mehrfach m Gesell¬
schaft der ganz ähnlich gefärbten Victorina demles.
julia.
titio.
delila.
moilcraia.
cilleitc.
n mlcola.
Ithuelusa.
dupenda.
dcleta.
lidulcnta.
cuchroia.
iiicllosa.
tclcxiphc.
tilhru uslcs.
4. Gattung': Hhn-
ln diese Gattung geliören nur 3 Arten, die in den ty})ischen Formen oben teuer- oder orangerote, schwarz
geränderte oder gestreifte Falter darstellen. Das Geäder dieser wenigen Arten differiert im Verlauf der Sul)costal-
äste, so daß sich hiervon kein allgemeines Schema geben läßt. Die Falter zeigen mimetischen Pai'allelismus mit
andern Gattungen. Sie sind z. B. sehr häufig und können als Charakterschmetterlinge der ncotropischen Fauna
gelten, weil es meist die ersten größeren lebhaft gefärbten Falter sind, die dem Ankömmling hi Süd-Amerika
entgegentreten. In ihrem Wesen erinnern sie bereits stark an die Argypninae, zu denen die folgende Gattung
(Dione) hinüberleitet. Ihre Trejniung von den Dione ist eine künstliche und bei einer Art zeigt sich auf der
Unterseite der Hflgl bereits etwas Sillxu'. Die Bpn sind denen der Metamorplta. überaus ähnlich und leben wie
diese an Passifloren. Die Pp hat eine unsren H'rf/y/«//rG'-P[)n ähnliche Gestalt, ist am Rücken stark eingesattelt,
der Ko])f mit stum])f kegelförmiger Spitze, die Hlbsriiige mit dorsalen Höckern. ])ie Schmetterlinge fliegen
z. F. sein' gewandt und schnell und halten beim Besangen der Blüten die Figl weit geöffnet. Sie fliegen das
ganze -lahr hindurch und versammeln sich an ihren Flugplätzen oft in großer Zahl.
C. julia F. (= alcionea Cr., lutexis Gocze) (84 b). Von Fexas in Nord- Amerika durch ganz Mittel- und Süd-
Amerika, südlich l)is Peru und Paraguay, sowie in West-Indien. ^ c)berseits lel)haft feuerrot, bei typischen Stücken
im Wurzelteil etwas dunkel übeischattet. Von der Costamitte nach dem schwarzen Aul,lenrd der Vflgl eme
sclnvarze Schrägl)inde ; l)eim $ zieht auch noch ein schwarzer Strahl aus der Vflglwurzel durch den Submedian-
raum nach dem Anahvinkel. Unterseite ledergell), im Analwinkel weißliche, dunkel geranidete Fleckchen. • — ■
Nach Stichel hat die 1)olivianische Form titio Stich, besonders beim S die Grundfarbe feuerrot übergossen,
doch ist diese auch bei Brasilianern zuweilen sehr grell. -- delila F. entliehrt des schwarzen Subapicalstrichs
der Vflgl und hat häufig mein' ledei'gelbe Farbe; Zenti'al-Amerika und der Nordrand von Columbien und Vene¬
zuela, sowie die westindischen Inseln außer Cuba. — ab. nioderata Stich, ist trül> ockerfarben, die Schwarz¬
zeichnung reduziert ; neben der typischen Form. — cillene Cr. (84 b) ist die (luba-Form, heller-rot, ohne schwarzen
Außenrd der Vflgl, vom Schrägstnnf nur der Anfang an der Costa. — tiudeola Stich, ist von der Cuba-Form,
was inoihratd von der Hauptform, eine trüb lederfarbige Aberration. — Die Rp hellgrau oder hellgraubraun
mit leicht dunkleren Ringe insclmitten, dunkeln Gesichtszeichnungen und schwärzlichen Dornen; an Passi¬
flora vesi)ertilionis, P. ichtyura u. a a. P]) ganz älmlich wie die Rp gefärbt, hellgrau oder hellgelbbraun mit wei߬
lichen Höckern und dunkleren Zeichnungen. Der Falter ist in Ost-Brasilien überans gemein und an den Flug¬
plätzen sind blühende Büsche manchmal so mit Faltern überdeckt, daß sie von weitem wie mit Feuerlilien ge¬
ziert erschehien. Die Schmetterlinge haben einen sehr schnellen Flug und sitzen mit Aveit geöffneten Flghi.
C. pliaetusa F. (- phaerusa F.) (84 c). feuerrot, P graurot, Schwarzzeichnung ähnlich der von
Met. (Udo. Von Zentral-Amerika bis Argentinien und Peru; aber überall nur stellenweise und an Adelen Orten
selten. — Als stupenda (84 c) liezeichnet Stichel besonders lebhaft rote Fierc (doch ivohl nur nach
ihm in Panama leben sollen. — deleta Stich, sollen Stücke mit verwaschenen Binden sein. — lutuleilta Stich.
sind trübgelbe als Vaterland wird ,, Paraguay und Niederländisch Guyana“ angegelien. — Eine eigent¬
liche Rassenbildung findet bei dieser Art nicht statt. Die Fiere sind im Gegensatz zu den vorigen, die man
vielfach auf Chausseen und trockenen Halden trifft, Bewohner feuchter Niedei'ungen, die sie nie zu verlassen
scheinen. Der Flug ist ein ganz anderer, als der von C. julia, viel langsamer, die Flglschläge unregelmäßiger,
weiter ausholend. FTeber die Jugendzustände ist nichts liekannt.
C. euchroia Dbl.-Hew. (84 c). Oberseits, besonders das (J wie die vorige gefärbt und gezeichnet, unten
aber hat das Fier die Färbung eines verschrumpften, dürren Blattes mit etwas Silber. Weit verbreitet, und an
den Flugstellen sehr häufig, von Venezuela und Columbien durch Ecuador südlich bis Peru und Bolivien. —
Ixdergelbe, trübe Stücke, wie sie besonders in höheren Lagen in Columbien und Ecuador vorherrschen, sind ab.
mellosa Stich. (84 d). — telesiplie Hew. (84 d) von Ecuador, Peru und Bolivien hat auf den Vflgln zwei mennig¬
rote Bänder und im Hflgl eine gelbe Längsbinde; sie fliegt mit dem ebenso gefärbten Heliconius telesiphe (79 c)
zusammen, und tithraustes Salv. (84 d) ist eine ganz ähnliche Subspezies, die im Fluggebiet des Heliconius
sotericus (79 c) fliegt und bläulichen statt gelben Hflglstreif hat. Die Lhiterseite aller Formen ist ähnlich gemustert,
ändert aber individuell und nach Flugplätzen ziemlich stark ab. Die Falter sind nicht selten, aber lokal, und die
von telesiphe und tithraustes scheinen streng an die Flugplätze der entsprechenden Heliconius gebunden, wenig¬
stens habe ich sie nur daher erhalten.
DIONE. Von Dr. A. Hmrz.
401
'Ausgegehen 5. VI. 1913.
5. Gattiinn'; 1>ioiie Hhn.
Diese, früher als Agra/uUs bekannte Gattung ist äußerlich gekennzeichnet durch das vielfach reiche
Silber der Hflgl-Unterseite, das ■wir aber schon bei der letzten Art der vorigen Gattung in Spuren vorfanden.
Das Geäder ist nicht konstant und kann nicht als charakteristisch für die Gattung angesehen werden; so ent¬
springt bei nioneta der 1. Subcostalast am, bei vmiillae hinter dem Zellende. Auch Rp und Pp geben für eine Vnu)-
nung der beiden Gattungen kernen Anhaltspunkt imd nur ein geringer Unterschied im Fül)lerbau selieitit be¬
merkenswert, ebenso die Palpen, die wie bei den Argytinis aid'geblasen sind. Die Tiere aber darum zu, oder we¬
gen der offenen Hflglzelle von den Heliconinae weg und den Argynninne zuzuweisen, halte ich nicht für richtig, wenn
ich die zahlreichen Uebereinstimmungen erwäge, die in Lebensweise, Verbreitung, Bau, Bedornung der Kp,
Futterpflanze, Duftoi’gan, Stinkkolben der Weibchen, Afterwülsten dei’t^t^', weinflaschenartiger Fierform etc.
die Dione mit den Heliconieni verbinden. Man kennt niir wenige Arten, die einander ziemlich nahe stehen.
D. juno Cr. (84 e). Oben fast ganz wie Col. julia gefärbt und gezeichnet, mit der sie auch zusammen juno.
fliegt. Die Silberflecke auf der Unterseite sind ziemlich reichlich, aber weder so glitzernd noch so ausgedehnt
wie bei moneta. Beim Fliegen sieht man wenig davon, ebenso, wenn der Falter mit flach geöffneten Flgln Blüten,
mit Vorliebe Korbblütler, besangt. Die $$ sind oft ganz erheblich größer als das abgebildete C, variieren
hinsichtlich der Ansdehnung des Schwarz individuell sehr beträchtlich, so daß man zur gleichen Stunde breit-
und schmalrandige Stücke fangen kann. Ich fing sogar in Santos in Süd-Brasilien Exemplare mit S]niren roter
Einlagerungen im schwarzen Hflglrand, und das abgebildete C, das solche zeigt, fing ich bei Rio. Sehr fexirige
Stücke, von Haensch im Dezember in Ecuador gesammelt, zeigen tiefschwarze Ränderung der 01)er- und
dunkelbraunen (statt ledergelben) Grund der Unterseite. Die Vflgl zeigen vor dem Apex den Anfang einer
dritten Schwarzbinde, von der Costa aiis. Sonst stimmen diese Stücke gut überein mit der vom Chimborazzo
beschriebenen andicola Bntes, und sie unterscheiden sich wesentlich von der von Me.j:ico durch ganz Zentral- (mdicoUi.
Amerika bis Columbien und Ecviador verbreiteten huascama Renk. (84 e) bei der das Schwarz der Oberseite hitascaui
reduziert, die Schrägbinde vor dem Apex ausgelöscht und der Hflglsaum von Kappenflecken der Grundfarbe
durchzogen ist. — Die Rp wie die der Colaenis auf Passiflora, aber gesellig, in der Jugend schwarz, später heller
mit dunkeln Zeichnungen und schwarzen Dornen ; der Kopf ohne Hörner, doch ist das dorsale Dornenpaar auf
Ring 1 über den Kopf nach vorn gebogen. Die Falter sind gemein und finden sich von Mexico bis Argentüiien
und Peru, meist das ganze Jahr hindurch.
D. vanillae L. (= passiflorae F.) (84 f). Von den vorigen durch die schwarzpunktierte Oberseite zu vanillac.
unterscheiden; die Unterseite ist mit reichem Silber geziert. Von Virginien in den vereinigten Staaten durch
ganz Amerika südlich bis Buenos Aires, in einer so reichen Fülle von Abweichungen, daß man wenigstens
20 Namen geben könnte, für die aber eine geographische Abgrenzimg nicht festgestellt werden kann. Auch
eine zeitliche Abgrenzung nach Generationen ist nicht möglich, denn der ganze Entwicklungs-Cyklus sjnelt sich
in den Tropen in wenig mehr als 4 — 6 Wochen ab, so daß eine Fülle von Generationen im Jahr aufeinander
folgen. In Süd-Brasilien beobachtete ich, daß im Februar die größten und hellsten Falter flogen, daß dieselben
dann immer kleiner und dunkler wurden, im August fast schwarze $$ von nur 40 mm Spannweite erschienen
und daß dann die Variation wieder sich umkehrte. Die Zahl der Vflglpiinkte wechselt stark, bald stehen sie
dichter, bald weiter, bald sind die Aderenden zu Flecken verdickt, bald nicht. Die in der Vflglzelle liegenden
Punkte sind unten meistens, oben häufig weiß gekernt, die am Zellschluß zuweilen zu einer Binde verschmolzen.
Der Hflglrand enthält in der Regel Kettenzeichnung (= catella Stich.); l)ei nördlichen Stücken von IMexico
und den Antillen smd oft nur schwarze Bogen vor dem Saume (= insulnris Magn.). — Auffällig ist nur eine Form
von Ecuador und Peru, die oberseits ganz die Färbung von D. juno angenommen hat : dies ist lucina Fldr. (84 e). lucina.
Die Vflgl sind nur in der Mittelzelle und am Rande gefleckt, haben eine fast komplette Schrägbinde vor dem
Apex, die Hflgl mit breitem schwarzem Außenrd, ohne größere rotgelbe Flecken; die Form ist ziemlich groß,
wird aber von Stücken, die ich im Januar in Buenos Aires fing, deren CC etwas spitzere Vflgl haben (= maculosa ■
Stich.) übertroffen. Sehr charakteristisch ist die Unterseite, wo im Vflglapex nur noch ein, auf dem Hflgl
wenige zerstreute Silberfleckchen sich befinden. — Die Rp ist hellbraun, dunkler geringelt, mit orangegelbem,
oben grau angelegtem Seitenstreif und ockergelben Dornen; die Bauchfläche dunkelbraun. Der Kopf trägt
zwei ziemlich lange Dornen; an Passiflora, nicht an Vanille. Pp dunkelrotbraun mit weißem Seiten- und Bauch¬
streif; an der Vorderseite fmden sich feine Rippen, welche Ansätze zu der bei manchen Heliconius {apseudes)
deutlichen Dornensäge darstellen. Die Schmetterlinge haben Flug und Gewohnheiten unsrer Argynnis; sie
besangen lebhaft Blüten aller Art, fliegen das ganze Jahr hmdiirch undjgehören im tropischen Amerika zu den
gemeinsten Faltern.
D. moneta Hb7i. Oben der Basalteil aller Figl und das Costalfeld der Vflgl dunkel kastanienbraun moneia.
mit schwarzen Adern; der Außenteil der Hflgl orangegelb; letztere mit schwarzem, rotgelb geflecktem Außenrd.
Unterseits sind die Silberflecke weit größer und dichter als bei vanillae; auch die Vflglcosta ist unten stellen¬
weise silbern. Nördliches Süd-Amerika. — - Das abgebildete Stück stammt aus Costa Rica, würde also zu der
402
OLOTHILDA. Von Dr. A. Seitz.
hutleri. Form butleri Stichel (84 e) gehören, die charakterisiert wird als ,, gewöhnlich weniger lebhaft gefärbt“. Cuba-
Stücke smd im Discus der Vfgl mehr aufgehellt und wurden als Form poeyi abgetrennt. Außer
Costa-Rica- Stücken rechnet Stichel zu hutleri noch solche aus Peru und Columbien, die sich aber
(jhjcera. kaum von andern Süd- Amerikanern unterscheiden.- — glyceraFfdr. (= moneta var. Poey) (84 e unter dem
Namen moneta abgebildet) ist oben gleichmäßiger rot. Nach Staudinger besteht darin der wesentliche Unter¬
schied von den an der Wurzel oben kastanienbraunen typischen moneta. So verschieden die abgebildeten
Tiere auch sind, so finden sich doch alle Uebergänge ; besonders können die Analspitzen der Hflgl bei beiden
Formen fehlen, oder vorhanden sein und Staudinger hat recht, wenn er die spezifische Trennung beider in
graphofa. ihren Extremen soweit auseinandergehenden Formen für unerwiesen hält. Aus Venezuela beschrieben. — gra-
phota nennt Stichel die Form von Columbien, die eme dunklere Grundfarbe und besonders einen kräftigeren
Querfleck m der Vflglzelle haben soll. Aber alle angegebenen Merkmale varüeren sehr stark, besonders nach
der Höhe, in der das Tier gefangen wurde. Das abgebildete Stück stammt aus Bolivien und scheint zwischen
den Stücken aus Venezuela und Peru in der Mitte zu stehen, da es heller als Columbier und dunkler als Vene¬
zolaner ist. Die Rp, die über die Berechtigung der Arten Aufschluß geben würde, kenne ich nicht. Der Falter
ist gemein.
2. Subfamilie; Clothildinae.
Von den meisten Autoren wurde die einzige Gattung, welche diese Gruppe ausmacht, in die Nähe der
Argynnis gestellt, obwohl vielfach auf das oberflächliche dieser Gruppierung aufmerksam gemacht worden ist.
Felder erwähnt die Beziehungen der Gattung zu den Satyriden, Herrich-Schäffer zu den Brassolidae] beide
Autoren, die vornehmlich die Falter nach dem Flglgeäder klassifizierten, kamen zu ganz sonderbaren Resultaten und
wußten sie so recht nicht unterzubrmgen ; Dietrich und Reuter versetzen sie unter die Danaiden. Wh’ begnü¬
gen uns, hier darauf aufmerksam zu machen, daß ihre Emsteilung m eine der übrigen Subfamilien bisher noch fast
nirgends ohne große Bedenklichkeit der Autoren vorgenommen worden ist und halten daher die Aufstellung
einer eigenen Subfamilie fest, indem wir sie mit Haase für eine Nymphalide im engeren Sinne, wenn auch für
eine recht absonderliche ansehen.
1. Gattung’: CHothilfla Blanch.
Große Schmetterlmge von höchst verschiedenem Aussehen ; alle selten und auf einen engen Verbreitungs¬
kreis beschränkt, sie bewohnen nämlich nur Mexico und Zentral-Amerika und die Antillen.
Kopf ziemlich breit, Palpen dick aber nicht aufgeblasen wie bei den Argynnis, in ihrer Struktur
gänzlich von denen aller bekannten Nymphaliden verschieden. Fühler unter halber Costa-Länge, schwach
geknöpft. Augen nackt. Thorax kräftig, Hlb schlank und ziemlich kurz. Figl breit und groß ; Vf Igl mit ge¬
schlossener, sehr breiter Mittelzelle. Der erste Subcostalast der Vflgl entspringt vor, der zweite an und der
dritte hinter dem Zellende. Die Medianäste weit von einander entfernt. Die Hflgl groß mit weit gezacktem
Saum, nur bei der 5- Gruppe ist die Zackung geringer. Die Präcostalader zweispaltig, am Ursprung der
Subcostalis aufsteigend; Costalis sehr kurz, vor oder in der Mitte der Costa endend. — Ueber die Jugendzu¬
stände ist nichts, über die Lebensweise der Falter wenig bekannt. Sie lieben das offene Land und ehiige zählen
zu den größten Seltenheiten.
numida. C. nuHiida Hhn. (= pantherata H.-Schäff.) (83 d, e). Oben einer großen Argynnis oberflächlich ähnlich,
ockergelb mit schwarzbraunen Flecken; am Saum der Vflgl gleichfalls rotgelbe Doppelflecke. Unterseite,
besonders die der Hflgl mit dunkeln, von sjieckig glänzenden lichten Linien umzogenen Flecken ; von Cuba. —
pantherata. pantherata Mart. (= briarea Godt.) ist etwas kleiner und hat am Außenrd der Figl ober- wie unterseits wei߬
liche Doppelpunkte. Cuba und Haiti; selten.
insignis. C. insignis Salv. (83 d, e). Ober- wie unterseits ist der Vflgldiscus schön karmoisinrot, sclnvarz gefleckt.
Durch den Discus der Hflgl zieht ein oben ockergelbes, unten breiteres weißes Band. — Von Costa-Rica. —
thirsa. thirza Hhn. (= euryale Klg.) ist eine nah verwandte, schon länger bekannte Art, die mehr im nördlichen Zentral-
Amerika und Mexico vorkommt, und die gleichfalls purpurfarbenen Vflgldiscus hat, aber dem Hflgl fehlt
das lichte Band vor dem Saume.
cubana. C. cubatia Salv. (= jaegeri H. Schäff.) (83d,e). Dieser Falter sieht auf der Unterseite fast genau so
aus, wie insignis auf beiden Seiten. Die Oberseite cuhana ist aber ganz anders, tief dunkelbraun mit einer
weißen Fleckenbinde durch den Vflgl und einem gelben Band durch den Hflgl. Die typische Form ist nur
von Cuba bekannt, wo sie selten ist; die Haiti-Form, mit der diese früher zusammengeworfen wurde, ist et-
jaegeri. Avas davon verschieden; es ist jaegeri Men. Ueber die Jugendzustände ist nichts bekannt. — Unsre Abbildung
der Unterseite ist etwas zu groß geraten, doch ist cuhana oft erheblich größer als jaegeri.
NYMPHALINAE. EUPTOIETA. Von l)r. A. Seit/.
403
3. Subfamilie ; Nymphalinae.
A. Gruppe: Argynuidi.
Hiermit treten wir in die erste Abteilung der Nymplialiden ein, welclieVertreter im paläarktischen Gebiete
hat *). Ich verweise datier auf das, was ich über die Arcjynninm unter der Aufschrift ,,Tnbus '•'*) ArgyrinidV^ in Pd. 1,
S. 21 If. gesagt habe. Auch hier im anierüvanischen Teil fassen wir der Einfachheit halber die von Reltter als
Melitaeidi abgetrennten Gattungen Phyciodes, Eresia, CJdosyne zusammen mit den echten Argynnis.
Im höchsten Norden Amerikas spielen die Angehörigen der Argynnis- Gruppe, die als Brenthis oder Boloria
abgezweigt worden sind, nicht nur ganz die gleiche Rolle, wie in der alten Welt, sondern sie gehören vielfach
auch den gleichen Arten an und dringen hier wie dort am weitesten von allen Tagfaltern in die arktische Zone.
Etwas weiter südlich sehen wir die Brenthis noch gemeinsam mit den typischen Argynnis fliegen, aber mehr und
mehr die Herrschaft an diese abtreten, die dann in Gemeinschaft mit Melitaea in Süd-Canada und der Union
vorwiegen. Noch weiter südlich, in den südlichen Unionstaaten, tritt Etrptoieta, weniger an Arten, als an Indi¬
viduenzahl hervor, und die Melitaea werden durch Phyciodes und Chlosyne abgelöst. Durch IMexico und ganz
Zentral-Anierika herrscht die letztei’e Gattung vor, und die prachtvollen, meist tiefschwarzen Chlosyne bilden
durch die Massenliaftigkeit ihres Vorkommens und ihre fast einzig dastehende Variabilität die eigentlichen Cha-
rakterschmetterlinge der Länder südlich vom nördlichen Wendekreis. Dann werden sie durch die generisch
kaum zu trennenden Phyciodes und Eresia ersetzt, die sich besonders im tropischen Waldland Süd-Amerikas
in einem ganzen Heer von Formen verbreiten und damit die reichste Gattung unter den amerilcanischen Nympha-
liden ausmachen. Ganz weit im Süden, m den argentinischen Steppen, bis nach Patagonien hmein tauchen dann
die Euptoieta wieder auf, die in den eigentlichen Tropen ganz zurückgetreten waren, und ni den chilenischen
Anden bilden wieder die Brenthis den Schluß.
Es stellt sich also in Amerika folgendes Schema der Haizptgruppen
der Argynnidi her:
'Öl
60® n. Br.
Brenthis
45® n. Br.
Brenthis, Argynnis, Alelitaea
35® n. Br.
Euptoieta Phyciodes
25® n. Br.
Phyciodes Chlosyne
10® n. Br.
Chlosyne
0®
Phyciodes, Chlosyne, Eresia
15® s. Br.
Phyciodes Eresia
30® s. Br.
Phyciodes, Euptoieta
40® s. Br.
Brenthis.
1. Gattmig: Kuptoieta DU.
Trotzdem diese Gattung nur 3, vielleicht nur 2 Arten hat, spielt sie doch eine sehr wesentliche Rolle
durch die Häufigkeit, mit der die Tiere in ihren Heimatländern auftreten. Sie gleichen sehr den Argynnis, mit
denen sie auch anatomisch gut stimmen, und eine scharfe Al^grenzung gegen diese ist weder Doubleday noch
Felder oder Reuter gelungen. Wie bei den echten Argynnis ist der Kopf ungewöhnlich groß und dick, so daß
beim regelrecht gespannten Tier die Costawurzel die Augen berührt. Letztere zu seiten der bi’eiten Stirn mäch¬
tig vorgequollen, nackt (d. h. ohne gröberes Haar), der Sauger kräftig, stark pigmentiert, die Fühler plötzlich
verdickt (geknöpft) der Knopf flach eintrocknezid. Die Palpen groß, lang, vorgestreckt, aufgeblasen, razdi
borstig behaart. Der Costalrand der Vflgl stark gekrümmt, besonders im Wurzelteil, nach unten umgebogen.
Im Geäder zeigen sich alle Zellen geschlossen, aber der Zellschluß der Hflgl ist so fein, daß er kaum wahrgenom¬
men wird und oft übersehen wurde, im Vflgl die obere Zellschlußader stark einwärts verlaufend. Am Hflgl ist ,
der fast liniengerade Vrd auffällig, der einen scharfen Apex zur Folge hat, wie bei Brenthis. ■ — ■ Auch Rp und
Pp erinnern stark Argyyinis] bei derRp ist es besonders die Kürze der stumpfen, dicken Dornen, bei der Pp
das eckenlose, gänzlich abgerundete Vorderteil, das sie den Argynnis und Melitaea nähert. Sehr merkwiüdig
ist die Verbreitung. E. Claudia erschemt im Norden der Union ; m den heißen Ländern tritt hegesia an ihre Stelle ;
auf dem Isthmus tritt hogotana auf, ganz lokal, und ganz im Süden wieder die kaum veränderte Claudia, so
daß wir, von Norden nach Süden fortschreitend folgende Wandlung fmden; Claudia — hegesia — hogotana
■ — hegesia — Claudia .
E. Claudia Cr. (= columbina Godt., daunus Hhst. (85 a). Oberseite im Außenteil rotgelb, in der daudia.
Innenhälfte leicht olivgrün angehaucht; durch den Discus ehie heller ockergelbe Bmde. Der Name Claudia
*) Nvir von den zn den Heliconinne zu zählenden Cethosiae streift eine Art die paläarktische Stidost- Grenze. 5 gl
Bd. 1, S. 343. . . ,
**) In Band 1 waren die Nymplialidae in ,,Tribus“ eingeteilt, von denen mehrere zusannnen eine Subtannhe_ bil¬
deten ; dadurch kamen die Argynnidi mit den Vanessidi in die Subfaniilie ,, Vanessiiiae“. Hier haben wir auf weitere
Unterabteilungen verzichtet und behandeln die Argynninae als selbständige Subfainilie.
404
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
sollte eigentlich nur für’ die nord-ameriltanischen Stücke angewendet werden. Oberseits läßt sich allerdhigs
zwischen diesen und den Süd- Amerikanern kem durchgreifender Unterschied feststellen; im allgemeinen sind
Exemplare aus Süd-Amerika klarer, reiner gelb als Nordländer, doch hält dies bei der ungeheuren Variabilität
der Exemplare aus einer Lokalität nicht cUirch und ich habe m der Umgebung von Montevideo Stücke ge¬
fangen, deren Oberseite ganz überschwärzt war. Aber auf der Unterseite besteht ehi Unterschied darm, daß
der dunkle Wurzelteil der Hflgl bei Nord- Amerikanern an der Costa sich erweitert, bei Süd- Amerikanern sich
verengert. Wir bilden aus Nord-Amerika das $, aus Süd-Amerika das J ab und mag für letztere der Namen
hortensia. hortensia Blanch. (85a, als claudia-^) gewahrt bleiben. Zwar wnd nach Kikby unter hortensia besser eine Jiegesia-
Form verstanden, aber es ist ja noch gar nicht entschieden, ob wh’klich hegesia und Claudia, die nh’gends zusammen
fliegen, einander nicht so nahestehen, daß sie sogen, vikariierende Formen smd. — Rp weiß oder gelblich mit brau¬
nen Längsstreifen und solchen Bauchfüßen, Kopf und Brustfüße glänzend schwarz. An Passiflora. Pp hell
perlgrau, schwach rosenrot angehaucht mit gelblicher Tönung an Hlb und Bemscheiden ; Figldecken mit emi-
gen schwarzen Aderstrichen und am Rücken einige schwarze Pünktchen. Die Falter sind äußerst gemein; sie
fliegen im offenen Grasland, auf Prärien und Wiesen und besuchen sehr gern Klee und gelbe Korbblütler, wie
Leontodon u. ä. Sie fliegen im Hochsommer, in der Union im Juli, üi Argentinien im Januar und Februar.
hogotana. E. bogotana Sfgr. Diese Form, die auf der Oberseite sich von Argentiniern kaum, höchstens durch etwas
kleinere schwarze Flecke unterscheidet, ist gänzlich verschieden durch die eüifarbig braungraue Hflgl-Unter-
seite, auf der sich eine Anzahl matt silberweißer, welliger Längslinien hinziehen. Es scheint eme Höhenform
poaria. zu sein, die noch wenig bekannt ist. Südliches Zentral-Amerika und Columbien. — poaria Schaus (86f)
scheint kaum davon verschieden, die Wellenlinien der Hflglunterseite nur matt weißlich speckig, nicht sil¬
berig; südliches Central-Amerika.
hegesia E. hegCSia Cr. (85a). Oberseite nur im Außenteil der Figl stark gefleckt ; die hellere Discalbmde schwächer,
so daß das Tier ehifarbiger rotgelb erscheint, besonders der Hflgl ist oben bis auf den Randteil ganz emtönig
rotgelb. Unterseite gleichfalls weniger bunt, sehr variabel, aber der Hflgl zuweilen ganz gleichfarbig sandbraun.
Von Arizona und Californien durch Zentral- und Süd-Amerika bis Süd-Brasilien, an offenen Waldstellen, spora¬
disch, aber an den Flugplätzen nicht selten.
2. Gattung: F. (= Brenthis Hhn., Acidalia Hbn., Boloria Moore, Speyeria Scudd.)
Obgleich im allgemeinen recht homogen, bilden die Argyrmis eine der artenreichsten Gattungen der
großen Nymphaliden-Familie ; zugleich besitzen sie eine ungeheure Verbreitung, und wü- fmden ilire Vertreter
in allen Erdteilen und Faunengebieten. Allerdings sind nur wenige vereinzelte Arten aus dem eigentlichen
tropischen und subtropischen Gebiet bekannt ; so tritt uns eine hauptsächlich indische Art {hyperbius) in einer
Reihe von Formen von Abessmien bis nach Australien entgegen ; ein paar äthiopische Arten fmden sich gänz¬
lich isoliert hi dem Gebirgsstock des Kilima Njaro in Zentral- Afrika, und ebenso unvermittelt treffen wh’ einige
Arten in den Gebirgen des gemäßigten Süd-Amerika an. Al)er abgesehen von diesen vereinzelten ver.sprengten
Arten gehört bei weitem die größte Anzahl der nördlichen gemäßigten Zone der alten und neuen Welt an, und es
ist schwer zu sagen, ob die paläarktische oder die nearktische Region als das Haupt Verbreitungsgebiet der Gat¬
tung anzusehen ist.
Bei der großen Anzahl der übrigens äußerlich oft recht ähnlichen und deshalb nicht ganz leicht auseinan¬
der zu haltenden Formen hat es nicht an Versuchen gefehlt, die eigentlich sehr homogene Gattung zu spalten.
Ursprünglich von Fabricius im Jahre 1807 begründet, wurde sie von Hübner in 5 Gattungen zerlegt, die sich
teils auf die Gestalt der Figl und Palpen, teils aut die Färbung der Unterseite stützten, andrerseits aber auch Ar¬
ten der Gattungen Melitaea und Agraulis {Dione) einschlossen. Erst Ochsenheimbr (Schm. Für. IV, S. 16; 1816)
und nach ihm Doubleday (Gen. of Diurn. Lep.) erkannten die Gattung in umfassender Weise und verwarfen ihre
Zerlegung als unzweckmäßig und nur dazu geeignet, Verwirrung anzurichten, ohne daß dadurch etwas gewonnen
wird, wie dies auch im Palaearktischen Teil dieses Werkes (Band I, S. 226) hervorgehoben v'urde. Etwas größere
Berechtigung könnte man der von Hübner abgetrennten Gattung Brenthis zugestehen, für welche später durch
Moore der Namen Boloria aufgestellt wurde, aus Gründen, die des näheren im Indo-Australischen Teil (Band IX,
S. 512) in der Gattungsdiagnose füi' Boloria auseinandergesetzt wurden (s. auch Band XIII, S. 231); hier haben
wir es mit einer Gruppe zu tun, deren Angehörige sich von den echten Argynnis durch gevüsse Eigentümlichkeiten
der Struktur einigermaßen unterscheiden. Als Hauptmerkmale dieser Gruppe gelten die Stellung der 2. Sub-
costale, die bei Brenthis sich in den meisten Fällen hinter dem Zellende abzweigt, während sie bei den echten
Argynnis mehr oder weniger deutlich vor demselben der Hauptader ent.sprmgt; die Palpen sind verhältnis¬
mäßig schmächtig, und der kurze Sporn, der bei Argynnis der Mediana der Vflgl nahe der Basis entspringt,
sowie der subcostale Haarbüschel der tler bei vielen Arten der echten Argynnis sehr deutlich erscheint,
fehlt gänzlich oder ist nur schwach angedeutet. Da aber die Stellung der Subcostale durchaiis nicht die gleiche
ist bei allen Arten jeder Gruppe, dieselbe vielmehr bedeutend variiert und hi manchen Arten sich so sehr dem
Zellapex nähert, daß man nicht weiß, welcher Gruppe sie angehören sollen, und da ferner auch die andern Merk-
ARGYNNIS. Von Dr. Tir. LEirMANN.
40 r,
male nicht absolut durchgreifend erscheinen, so wird auch hier von einer IVennung der Brenthis abgesehen,
dieselben sollen vielmehr als Untergattung den echten Argynnis angereiht werden.
Wie bereits anfangs eiAvahnt, finden sich in Amerika bei weitem die meisten Anjynnis in dem nördlichen
Teile des Kontinents, der sich durch mehr oder weniger kalte Winter auszeichnet; und hier ist es wiederum der
gebirgige Westen, dem l)ei weitem die größte Anzahl der Arten angehört. Gerade die westlichen Arten bieten
infolge ihrer oft großen Aehidichkeit ziemlich große Schwierigkeiten dar. Strecker schreibt darüber (fatal.
S. 118); ,,Die Argymiis der westlichen Gebirge und pazifischen Küste gehören unzweifelhaft neben Colids zu
den am schwierigsten zu bestimmenden Tagfaltern Nord- Amerikas, da sie in ungemein hohem Maße cler Varia¬
tion unterworfen sind. So bilden die beiden Arten monticohi Behr und zereyie Bsd., die von BoisnuvAE als iden¬
tisch angesehen wurden, endlose Variationen, so daß es fast unmöglich erscheint ihre Zugehörigkeit zu bestim¬
men“. ScuDDER, der die Klammerorgane zur Unterscheidung naher verwandter Arten zu Hilfe zu nehmen
suchte, mußte davon Abstand nehmen, da diese ebensowenig als die Androconien ein zuverlässiges Mittel ab¬
geben.
Die amerikanischen Argyrinis sind mittelkleine bis große Falter, die Färbung ist fast durchgängig röt¬
lich gelb mit mehr oder weniger deutlich ausgeprägter schwarzer, aus Wellenlinien und runden oder ])feilförmi-
gen Flecken gebildeter Zeichnung, die sich gewöhnlich auf der Unterseite der Vflgl in etwas schwächerer Weise
wiederholt. Die Unterseite fällt vor allem auf durch die mehr oder weniger stark ausgebildete Silberfleckung nament¬
lich der Hflgl, die aber großen Schwankungen unterworfen ist und in manchen Individuen selbst völlig verschwm-
den kann ; gewöhnlich findet sie sich, wenn auch in viel geringerem Maße, auf der S})itze der Vflgl, wie ja überhaupt
dieser Teil stets in Färbung und Zeichnung mit dem Hflgl übereinstimmt. Auch die Schwarzzeichnung ist in
hohem Grad der Variation unterworfen, indem die Flecken und Streifen sich derart auf Kosten der braunen
Grundfärbung vergrößern können, daß die Oberfläche fast völlig verdunkelt erscheint. Ebenso wie Melanis¬
men, treten auch nicht selten Fälle von Albinismus auf, wobei selbst die schwarze Zeichnung der Oberseite em
weißliches Kolorit annimmt.
Im allgemeinen unterscheiden sich die Geschlechter in ihrem Aiissehen nicht erheblich voneinander;
hauptsächlich dadurch, daß bei den (JcJ das Rotgelb der Oberseite feuriger und ausgedehnter erscheint, während
die 9? breiter angelegte Schwai'zzeichnung und blässere Grundfärbung aufweisen. In einigen Fällen aber wei¬
chen die $$ ganz bedeutend von den (Jd* «i-b {idalia, leto, nitocris, cybele, diana, nokomis) und die letzteren
beiden Arten lassen überhaupt die typischere Grundfärbiing nicht mehr erkennen; eine Erscheinung, die — ob
mit Recht oder Unrecht, soll hier nicht erörtert werden — von einigen Autoren als auf tertiärer IMimicry l)eruhend
aufgefaßt wurde. Außerdem aber sind die echten Argynnis üi allen Fällen leicht kenntlich durch die
tertiären Geschlechtsorgane, die in der Form langer Haarbüschel über der Subcostale der Hflgl sichtbar shid.
Kopf groß, Augen nackt, dick und stark hervortretend; die Palpen verdickt, stark behaart mit Aus¬
nahme des verhältnismäßig kleinen spitzigen Endgliedes. Fühler mäßig lang, kaum über die halbe Vflglläiige
hinausgehend, mit deutlich abgesetzter, knopfartiger flacher Endkeide. Abdomen den Analwinkel nicht errei¬
chend. Beine kräftig, die mittleren und hinteren mit dornigen Schienen. Die Figl sind kräftig, die
Hflgl gewöhnlich mehr oder weniger deiitlich gezackt. Die Subcostale ist fünfästig; der Ursprung des dritten
Astes ist stets bedeutend näher dem des vierten als des zweiten. Bei deiii^J'ist der zweite Sidmostalast auf ehie
kleine Entfernung vom Ausgangspunkt mit dem Stamme der übrigen Subcostale verschmolzen. Die Mittelzelle
beider Figl ist durch eine fehle Discocellulare geschlossen, die auf dem Vflgl sich mit der Mediane stets außerhalb
der Ursprungsstelle des zweiten Medianastes vereniigt, dagegen auf dem Hflgl genau auf dieselbe stößt. Hflgl
mit deutlicher, nach innen gebogener Praecostale.
Die früheren Stände der amerikanischen Argynnis-Kvtt^n shid nur unvollkommen bekannt. Die Eier
smd stumpf kegelförmig, oben etwas eingedrückt, unten mit abgerundeter Basis; rhigsum mit geraden oder leicht
welligen, stark erhabenen Längsrippen versehen, die unter einander mit schwächer entwickelten Querri})pen
verbunden sind.
Die Rpn sind von gedrungener Gestalt, walzenförmig, mit vier Reihen mittellanger fleischiger Dornen
über dem Rücken und je einer Reihe an den Seiten ; die des ersten Segments geAVÖhnlich die andern an Länge
überragend; außerdem sind die Seiten des Bauches mit feinen Wärzchen besetzt. Ihre gewöhnliche Färbung
ist schwarz oder braun, mehr oder weniger rot oder gelb gefleckt. Soweit bekannt, leben alle amerikanischen
Argynnis-B,j)\\ aiif Veilehenartcn und fressen nur bei Nacht, während sie sich am Tage versteckt halten; sie über¬
wintern in jungem Zustand, manchmal noch ehe sie die erste Häiitung überstanden haben, und entwickeln sich
im Laufe des Frühsommers nach fünf Häutungen zur Pp. Diese ist eckig und höckerig, mit mehreren Reihen
kurzer spitzer Knöpfchen besetzt; Thorax stark hervortretend, dahinter ein tiefer Einschnitt. Kopf zuweilen
stumjaf gehörnt, m andern Fällen mehr abgerundet.
Viele Arten snid in ihrem Verbreitungsgebiet recht häufig; meistens bevorzugen sie an Wälder angren¬
zende Bergwiesen, Waldlichtungen, grasige und sonnige Abhänge. Der Flug ist ziemlich schnell, schwÜTend, bei
einigen größeren Arten mehr schwebend. Sie besuchen Blumen aller Art, umgaukeln mit Vorliebe die Blüten
der Disteln, Brombeeren, Asclepiadeen u. a., und die meisten lassen sich namentlich früh morgens nicht schwer
fangen, während sie m den späteren heißeren Tagesstunden viel scheuer sind.
406
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
idalia.
diana.
Untergattung I: Argynnis F.
A. idalia Drury (85 c) ist eine der größten und stattlichsten amerikanischen Argynnis. Oberseits sind
die Vflgl des A rotgelb, mit der gewöhnlichen Argymiis-ZAchming, die Hflgl mit Ausnahme des Wurzelfeldes
fast tief schwarz, mit bläulichem Schimmer übergossen, mit zwei Reihen großer heller Flecken geschmückt.
Während bei den nur die mnere discale Reihe hell rahmfarbig, die äußere marginale dagegen tief rostbraun
erscheint, sind die $$ ohne weiteres daran kenntlich, daß sowohl auf den H- wie Vflgln auch die marginale
Fleckenreihe die rahmweiße Färbung aufweist. Die Unterseite der Vflgl ist blaß rotbraun mit einer mehr oder
weniger kompletten Reihe von speckigen, schwach messingglänzenden mondförmigen Marginalflecken, sowie
eiiiigen größeren glänzend gelblichen Makeln längs der Costa ; Hflgl dunkel olivenfarbig, mit drei Reihen großer,
unregelmäßiger Flecken von matt grünlichem Silberglanz und außerdem einer klemeren Anzahl von ebensol¬
chen Wurzelflecken und Streifen. Figlspannung von 70 — 100 mm. — Rp nach der letzten Häutung gegen
41/2 cm lang, schwarz mit rostbraunen und orangefarbigen Bändern und Streifchen, und mit sechs Reihen von
fleischigen, mit schwarzen Borsten besetzten Dornen, in den zwei mittleren Dorsalreihen w'eiß mit schwarzem
Apex, die der Seitenreihen schwarz mit orangefarbener Basis. Wie alle andern bekannten Hrg^wwis-Rpn, frißt
sie Nachts und lebt auf Veilchen. — Die große Pp ist braun mit gelben Flecken und rötlichen Figlscheiden.
Der Falter findet sich in den östlichen Vereinigten Staaten, von Maine bis Nebraska und Arkansas, doch fast
überall ziemlich lokal, ist aber an semen Flugstellen in manchen Jahren recht häufig, während er wieder auf
längere Zeit seltner auftritt. Namentlich im nördlichen Hochland von New-Jersey, sowie im gebirgigen Teile
der Staaten New York und Pennsylvania, fmdet er sich auf Waldblößen zeitweilig m großen Mengen. Flugzeit
von Ende Juni bis Anfang September.
Wie bei vielen Ai'gynniden, treten bei idalia nicht selten Fälle eures sehr weitgehenden Melanismus auf,
namentlich bei den indem die Obeirseite aller Figl fast gänzlich schwarz erschemt, und selbst die hellen
Fleckenbmden der Hflgl nur noch unmerklich angedeutet sind. Hand in Hand damit geht dann häufig auch
eine Reduktion der Silberzeichnung der Unterseite, wobei entweder nur die äußere Reihe verschwmden kann
oder auch alle Reihen aufgelöst werden, so daß nur noch einige Flecke am Ird und an der Wurzel sichtbar blei¬
ben. idalia wurde von Scudder (Syst. Rev. 23) in eine eigene Gattung S'ptyeria gestellt, auf Grund des etwas
abweichenden Geäders, namentlich der Stellung der 2. Subcostale; wie aber bereits m der Gattungsdiagnose
erwähnt wurde, läßt sich bei den Argynniden eine scharfe Trennung der Arten auf Grund dieses Merkmals nicht
konstant durchführen ; eine solche würde vielmehr in mancher Hinsicht zu ganz unmöglichen Resultaten führen,
und man hat aus diesen Gründen die Gattung Speyeria ebenso wie Hübners Acidalia, die auch von Moore
auf A. hyperhi'us (niphe) angewandt wurde, mit Recht wieder fallen lassen.
A. diana Gr. (85 b) bietet ein hervorragendes Beispiel von hochausgebildetem Geschlechtsdimorphis¬
mus. Die Oberseite der d'cj ist auf beiden Flgln tief schwarzbraun, mit breiter rot-brauner Randbmde, die na¬
mentlich auf den Vflgln längs den Adern durch Strahlen der dunklen Grundfarbe unterbrochen ist und außer¬
dem auf allen Flgln zwei Reihen rundlicher dunkler Flecke umschließt, welche ihrerseits auf den Hflgln an Größe
abnehmen und nach dem Analwinkel zu allmählich verschwinden. Die Färbung der Unterseite ist lederbraun, auf
den Vflgl mit matt schwarzer Zeichnung im Basalfeld und dem proximalen Teil des Discalgebiets, sowie mit matt
blau-weißen Flecken nahe dem Zellapex. Die Hflgl haben die inneren zwei Drittel dicht grau-braun bestäubt
und smd mit zwei Reihen schmaler, langgestreckter silberner Submarginalmöndchen geschmückt, deren mnere
in ihrem mittleren Teil häufig ausgelöscht ist; außerdem einige vereüizelte Silberflecken nahe der Wurzel.
Die Färbiing des $ ist oberseits ein überaus reiches Blauschwarz, etwas dunkler auf den Vflgln, die in ihrem äuße¬
ren Teil durch drei fast parallele Reihen großer, heller, bläulicher Flecken geziert sind, von denen die äußere
manchmal fast weiß erscheint. Auch auf dem Hflgl finden sich drei mehr oder weniger vollständige Serien
glänzend blauer Makeln, deren innere fast wie eine breite, nach liinten sich allmählich verschmälernde, und über
den Adern durch Strahlen der Grundfarbe unterbrochene Binde sich ausnimmt, deren Komponenten je einen
runden, tiefschwarzen Fleck umschließen; die äußere Marginalreihe ist manchmal nur angedeutet. Die Unter¬
seite des $ ist tief grau-braun, etwas dunkler auf den Vflgln, welch letztere außerdem mit einer Anzahl blauer
und schwarzer Flecke reich verziert sind. Wie bei den finden wir auch bei den auf der Hflgl-Unterseite
die prächtigen silbernen Fleckenbinden, wobei auch hier die äußeren Randflecken am deutlichsten ausgeprägt
sind. Die Spannweite beträgt 85 — 100 mm. — Ei blaß grünlich-weiß. Die junge Rp ähnelt bis zur 5. Häutung
derjenigen der A. aphrodite und cybele] nach der letzten Häutung ist sie sammetschwarz, nimmt außerordent¬
lich an Größe zu, und die behaarten Dornen, die in 6 Reihen angeordnet und m ihrem unteren Teil orange-rot
gefärbt sind, werden bedeutend länger; Kopf matt braun. Pp dunkelbraun, mit kurzen, hellfarbigen, spitzigen
Tuberkeln über dem Rücken, diana, unter allen amerikanischen Argynnis-Aiien die stattlichste und prächtig¬
ste, ist auf den südlichen Teil der Appalachischen Region Nord- Amerikas beschränkt; sie ist nicht selten m dem
gebirgigen Teil der Staaten Virginia und West Virginia, in beiden Carolinas, Tennessee, Kentucky und Geor¬
gia, von wo sie sich in westlicher Richtung bis nach Ohio, Indiana, Arkansas und Missouri verbreitet hat. Die
Falter sind ungemein scheu ; bei der geringsten Störung erheben sie sich ohne weiteres in die Luft und verschwin¬
den über den Bäumen. Sie kommen selbst an ganz hellen Tagen meist erst ziemlich spät am Morgen zum Vor-
ARGYNNIS. Von Dr. Tii. Leiimakn.
407
schein, wenn die »Strahlen der bereits hoclistelienden Sonne den Boden der Waldlichtungen erwärtnen und in die
tiefer gelegenen Bergschluchten eindringen, und verschwinden meist schon wieder gegen 4 Uhr »nittags. Die
Hauptflugzeit fällt in die Monate Juli und August, und zwar erscheinen die etwas früher als dh; $$, in Xord-
Carolina bereits gegen Ende Juni, während die $$ vereinzelt noch bis zum Ende des Se])tember Vorkommen.
In Edward’s Butterflies of N.A. f'mdet sich die Abbildung eines fossilen Falters, der in Kroatien in den
Schichten des Miocens aufgefunden wurde. Die Aehnlichkeit dieses Schmetterlings mit dem der A. didva
ist ganz auffallend. Oswald Heer, aus dessen Werk ,,l)ie Insektenfauna der Tertiärgebilde von Oeningen und
von Rodoboj in Kroatien“ (1847 — 53) die Abbildung des Falters entnommen wurde, der im Text mit dem Xa-
nien Vanessa pluto bezeichnet ist und dessen Farben zum Teil noch erhalten scheinen, weist selbst auf diese Aehn¬
lichkeit hüi, die ,, außer in der Gestalt namentlich in der schwarzen Grundfärbung und der hellgelben Marginal¬
fleckenbinde hervortritt, deren einzelne Bestandteile deutlich durch die Adern getrennt erscheinen, bis an den
Rand gehen und mit je zwei schwarzen Augen gekernt smd. Allerdings ist das Fossil bedeutend kleiner als A.
diana, und steht vielleicht den Vanessen näher“. Zusammen mit jAuto fanden sich Libellen mit gefleckten Flgln,
ähnlich denen, die in den südlichen Vereinigten Staaten Vorkommen (Edwards).
A. nokomis Edw. (86 a). oben gleichmäßig feurig rotbraun, ähnlich A. leto-^, mit der üblichen Sub- nokotnis.
marginalzeichnung, die etwas breiter angelegt ist als bei A. aphrodite] Wurzelfeld nur sehr wenig verdunkelt. Der
Außenrd ist von zwei parallelen Lmien emgefaßt, deren äußere ganz fein, die mnere bedeutend stärker ist ; der von
ihnen umschlossene Zwischenraum ist rotbraun wie die Grundfarbe, und wnd von den schwarzen Adern in em-
zelne Flecken geteilt. Die Flecken der discalen Reihe klem, rundlich ; auf den Hflgl stehen die Möndchen der sub-
margmalen Reihe von einander und von der inneren Saumlmie getrennt. Unterseite hell grünlich goldgelb,
Vflgl mit rötlichem Anflug des Wurzelfeldes und Irds, und mit goldgelber Apicalpartie. Die oberen 6 Submar-
gmalflecken mit lebhaftem Silberglanz. Hflgl mit großen Silberflecken, die der äußeren Reihe ringsum, im Uebri-
gen nur an der Innenseite schwarz gesäumt. Abdominalrand und der basale Teil der Costa leicht versilbert.
Die Grundfarbe des $ oberseits ein fahles braungelb, ähnlich wie bei A. lefo-'^, außen leicht rotbraun bestäubt.
Die schwarzen Zeichnungen viel breiter und nicht so scharf ausgeprägt als beim (^, und da auch die Adern breit
schwarz beschuppt sind, verschmelzen die schwarzen Linien und Flecken in dem Maße, daß die gelbe Grund¬
farbe von der Wurzel bis zum Discalfeld fast gänzlich verdrängt wird, und hi der Außenhälfte nur noch verhält¬
nismäßig unbedeutende, rundliche oder viereckige Makeln übrig bleiben, die in ihrer Form, Anordnung und Aus-
dehnixng ganz den blauen Makeln des diana-^ entsprechen und wie diese, die äußeren discalen Schwarzf lecken
umschließen. Die Unterseite ist gezeichnet wie beim (J, nur kräftiger; aber die Grundfärbung ist nicht grün¬
lich, sondern mehr rein gelb, an den Rändern aller Figl, sowie am Apex der Vflgl stark schwarz schattiert. Die
Basalpartie der Hflgl mehr grünlich-braun, weniger schwarz bestäubt. Spannweite des (J 8,5 cm, des $ bis
9,1 cm. — Strecker betrachtete nokomis als eine helle Form der cybele, wie sie sich in der trockenen Salzregion
von Utah und Arizona entwickelt haben konnte. Die Aid Avurde zuerst beschrieben nach emem Exemplar, das
Edwards im Jahre 1862 durch Vermittlung des Smithsonian Instituts zu Washnigton erhielt, mit der Lokali¬
tätsbezeichnung ,, Bitter Root Mountain“. Später, im J. 1871 erbeutete Lieut. Wheeler auf einer Forschungs¬
reise durch Arizona 5 2 Aber die Art ist immer noch eine Seltenheit. Außer m Arizona ist sie auch im
südlichen Utah beobachtet worden. Die Jugendstände sind nicht bekannt geworden.
A. nitocris Edw. (86 a) wurde von Edwards als besondere Art behandelt, während andere Axitoren nitocris.
sie als eüie den Uebergang zn leto vermittelnde Form der A. nokomis ansehen. Wie bei vielen nordamerikanischen
Aigyimisarten, herrscht auch in Bezug auf nitocris noch große Unsicherheit, umsomehr, da Edwards selbst
Strecker’s Abbildung von nokomis $ (in Report on the Ruefner Expedition) als eine Aberrativform der
nitocris bezeichnete. Die Oberseite des (J ähnelt nokomis', hell rotbraun, von Wurzel bis Figlmitte stark verdü¬
stert, nur ehi Teil der Vflgl-zelle freibleibend. Der Zwischenraum zwischen beiden Marginallmien ziemlich
breit, einfarbig rotbraun. Die Flecken der sidxmarginalen Reihe der Vflgl pfeilspitzenförmig, die oberen mit
einander verbunden und die Saumlinie berührend, die der Hflgl halbmondförmig, von einander und von der ,
Saumlniie getrennt. Die äußeren discalen Flecken der Vflgl von unregelmäßiger Größe und Gestalt, die der Hflgl
ganz fern. Unterseite der Vflgl fast durchaus zimmtrot, Apex mit kleüiem ockergelbem Feld, das einen braunen
Fleck umschließt. Hflgl von Wurzel bis über die ZAveite äußere Fleckenreihe hinaus, ebenso wie der Außenrd
tief rostbraun, gelegentlich mit grau-grüner Bestäubung, mit breitem, gelblich rotem Sxibmarghialband. Die
SUberflecken Avie bei A. nokomis. $ oberseits scliAvarzbraun, dunkler als nokomis-^: Die scliAvarzen Zeichnungen
der Basalhälfte verscliAvinden bemahe m der dunkeln Grundfärbung; die medianen Fleckenreihen bleich gelb,
die submarginalen Makeln weißlich, Avie bei nokomis. Die hellen Flecken der Hflgl schmäler als bei der letzteren,
von den breit braunschattierten Adern eingeengt. Unterseite der Vflgl etAvas tiefer rot als beim E, Apex rehier
gelb; Hflgl dunkler braun, mit gelbem Submarginalband, das durch die breit dunkel bestäubten Adern in em-
zelne Makeln zerteüt Avird. Silberglanz Avie beim SpannAveite des cj 7,7 — 8,2", des $ 8,2 — 9,5 cm. Arizona,
Colorado und Nevada. Die Ty^^Ae des (J kam von den Wliite Moxintams im nordöstlichen Arizona. Exemplare
aus Colorado unterscheiden sich von solchen aus Arizona außer durch ihre bedeutendere Größe durch das dunklere
Rot der Vflgl-Unterseite, das den ganzen Figl bis auf die äußerste Spitze überzieht. Der mnere Teil der Hflgl
von der Basis bis über die zweite Fleckenreihe hüiaus, der bei Arizona- Stücken graugrim bestäubt ist, erschemt
408
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
hier tief rotbraun, fast wie bei A. aphrodite Wie bei nokomis sind auch hier die früheren Stände völlig unbekannt.
coerules- — coetulcscens Holl, ist eine eigenartige Form aus dem nördlichen Mexico, die im Jahre 1899 von C. Tyler Tow^^-
cen.s. aufgefunden und von Dr. Holland als eine Varietät derM. wftocrfs beschrieben wurde, die aber nach Prof. Smth
auf Grund seiner Untersuchungen der Genitalien vielleicht als besondere Art anzusehen ist. Der ^ unter¬
scheidet sich nur unerheblich von t}^ischen nitocris-^^ durch die stärkere Verdüsterung der Innenhälfte aller
Figl und die mehr zusammengeflossene Schwarzzeichnung der Oberseite, sowie unterseits durch das tiefere
Rot der Basis und des Irds der Vflgl und die breitere Schwarzfleckung. Umso bedeutender weicht das $ von
normalen nitocris ab; bei oberflächlicher Beobachtung glaubt man zunächst es mit eineru diana-^ zu tun zu
haben, infolge der herrlichen Blaufärbung der submarginalen Fleckenbinde beider Figl. Oberseits smd Wurzel
und Mittelfeld tief schwarz, mit leichtem violettem Schimmer. Die Lhiterseite entspricht m der Zeichnungsan¬
lage derjenigen tyj^ischer nitocris, nur ist die Rotfärbung der Vflgl dunkler; auf den Hflgln ist der Innenteil
bis zur medianen Silberfleckenreihe tief oliven-grün, das submaiginale Fleckenband gelb-grün; bei andern
Exemplaren erscheint die Innenhälfte der Hflgl-Unterseite tief kastanienbraun, aber in allen Fällen ist die Fär¬
bung der hellen submarginalen Fleckenbinde mehr oder weniger grünlich, niemals hell honig-gelb wie bei typischen
nitocris. Größe wie bei nitocris. coerulescens ist nicht selten im September im Quellgebiet des Rio Piedras
Verdes, in der Sierra Madre des Staates Chihuahua, Mexico, auf Erhebungen von etwa 2300 — 2400 Metern.
niirocaeru - Als var. nitrocaerulca Cockerell wurde eine Form aus dem südlichen New Mexico beschrieben, die üi gewisser
Beziehung einen LTebergang bildet von 7iitocris zu Holland’s coerulescens. unterscheidet sich oberseits kaum
von typischen nitocris nur unten ist die Färbung des Wurzeifeldes der Hflgl mehr zimmtrot, scharf verschie¬
den von der des $. $ oberseits mit tief jmrpurschwarzer Innenhälfte, die viereckigen Submargmalmakeln sehr
blaß gelblich, leicht rot angehaucht. Unterseite : Marginalband blaß grün, die submarginale Fleckenbmde licht
gelb, das Wurzelfeld aller Figl sehr dunkel, mit purpurfarbigem Schimmer. Die Type wurde bei Beulah, Sapello
Canon, in New Mexico im August gefangen. Es gibt aber auch mehr rotgelbe $ $ diese Form aus New
rufescens. Mexico: dies ist ab. $ rufescens Cock. — Ueber die früheren Stände hat Prof. Skinner (Ent. News 1907,
p. 318) einige Mitteilungen gemacht. Das Ei ist zuletzt rötlich, von gleicher Struktur, wie bei andern bekannten
Arten. Die Eiablage erfolgte am 24. August; die Räupehen, die am 7. Sept. schlüpften, waren zuerst blaß
grünlich-gelb, mit 11 Reihen grüner, an den Seiten mit langen Haaren besetzter Tuberkeln; Kopf schwarz.
Nach der 1. Häiitung erschienen eine Anzahl glänzend schwarzer, mit dicken matt schwarzen Haaren besetzter
Dornen. Der Körper gelblich-braun, mit zahlreichen einzelnen Borsten versehen. Ueber die fernere Entwick¬
lung ist nichts bekannt geworden.
A. leto Behr (86 b) ist nahe verwandt mit A. cybele, mit Avelcher Boisduval sie identifizierte. Aber sie
ist doch wohl ebenso gut als besondere Ai't aufzufassen als 7iokomis. leto vertritt cybele an der pazifischen Küste,
von Kalifornien bis Washington, und Avurde von Geddes selbst bei Port Macleod hi der kanadischen Provhiz
Alberta beobachtet. ^ oberseits dem von nokomis und cybele nicht unähnlich; aber die Grundfärbung ist
trüber und bleicher rotgelb, mit weit mehr verdunkeltem Wurzelfeld, aber leichterer Schwarzzeichnung. Die Flek-
ken der submarginalen Reihen aller Figl von einander und von der inneren Saumlinie getrennt. Transdiscal¬
flecken der Vflgl ziemlich groß, rundlich, darauf folgend eine zickzackförmige gebrochene Fleckenbmde. Vflgl-
Unterseite hell rotbraun, Costalrand und Distalsaum ledergelb; Adern und Wurzelfeld braun schattiert; die
Zeichnung der Oberseite unten wiederkehrend, die Marghialf lecken ohne Silber. Hflgl mit hell strohgelbem
Submarginalband wie bei cybele] Silberfleckung stark ausgeprägt, aber der l)asale Teil des Vrds und der Abdo¬
minalrand nur gering, Avenn überhaupt, versilbert. $ mit (^-ähnlicher Zeichnung, aber Grundfarl.)e bleich stroh¬
gelb, stark kontrastierend mit der chokolade- bis tief schwarzln-aunen Zeichnung, namentlich des Wurzelfeldes
aller Figl, avo die Flecken so vollständig in einanderfließen, daß die Innenhälfte fast gleichmäßig braunschAvarz
erschemt. Unterseite ähnlich Avie beim mit rötlich-lu’aunem Wurzelfeld und Ird; aber die dunklen Zeich-
charlotn. nungen schwärzer, und die hellen Partien bleich gelb. SpainiAveite : ^ 6 — 7,5 cm, $ 7)5 — 8,2 cm. — Als char-
lotti Barnes Avurde eine Form aus Colorado beschrieben, deren $ sich durch das ungeAA'öhnlich breite gelbe Band
der Hflgl-Unterseite auszeichnet. Ueber die EntAvicklungsstadien sind Avir nicht unterrichtet. Das Verbreitungs¬
gebiet von leto erstreckt sich von Mittel-Kalifornien nordAvärts bis Washington und Alberta. Stücke von Washing¬
ton zeichnen sich von südlichei’en Exemplaren durch die dunklere Färbung der HflghAuirzel aus. Die Type von
leto ist mit den übrigen T^qAen Behrs bei dem großen Erdbeben von San Francisco zugrunde gegangen.
cyhele. A. Cybele F. (= dajAhnis Cr. baal Streck.) (85 c $ d (J). C oberseits dem der vorhergehenden Art und
A. aphrodite nahekommend; die rotgelbe Grundfärbung wurzehvärts braun beschattet und, namentlich auf den
Vflgln, bei beiden Geschlechtern leicht schwärzlich bestäubt. Die SidAinarginalflecke der Vflgl sich berührend,
die der Hflgl getrennt. Unterseite der Vflgl gelblich braun, Apicalfeld gelblich, einen braAinen Costalfleck um¬
schließend. Außensaum nahe der Flgls])itze hellbraun, gegen den InnenAvinkel gelblich ; die oberen Submarghial-
soAvie Apicalflecke deutlich versilbert. Unterseite et.Avas matter gezeichnet als oben; Hflgl: Der innere Teil
bis zur submarginalen Pleckenreihe rotbraun, mit mehr oder AA^eniger gelb untermischt. Distalsaum braun,
gegen den Anahvinkel zu in gelblich übergehend. Alle Silberflecke viel größer als bei leto. Das hell bräunlich
gelbe Submarginalband zAvischen den beiden äußeren Fleckenreihen völlig frei und unberührt von der dunklen
Grundfarbe der Wurzelhälfte und des Distalsaums. Abdominalrand leicht versilbert. Das $ unterscheidet sich
Ausgcgebeii 5. V/. 1913.
ARGYNNI8. Von Dr. Trr. Lkiima'n'n.
409
vom ^ durch die l)leicliere Grundfärl)ung ujid die tief schokoladehruums oft fast s(;hwarze Ifescliattung der
Inneidiälfte aller Figl; außerdem sind wie ühlich die schwarzen Zeielniungen der Olx'rseite l)edeul(‘nd markan¬
ter als beim d*. Unterseits unterscheiden sicli die Gescldechter nur wenig durch du; etw'as trül)ere Fäi'lmng des
Spannweite 7,5 — 10 cm. — Das Ei ist stumi)f-kege]förmig, kürzer als breit, von honiggelber Farbe. DieVertica'l-
rippen reichen teilweise bis zur S])itze, teils endigen sic auf etwa zwei Drittel der Höhe. Die junge; Rp i.st grün¬
lich, braungefleckt, sjeciter schokoladefarbig; nach der letzten Häutung sammetschwarz, unterseits schokolade¬
braun. Kopf schwärzlich, hinten hellbraun schattiert. Der Körjeer mit 6 Reihen glänzender, verzweigter, an
der Basis orangeroter Dornen. Die Eier werden in der nördlichen Zone ihres Verbreitungsgebietes gewöhnlich
im August gelegt ; die ausgeschlüpften Räupehen beziehen sofort nach dem Vei'lassen des Eies d..ie VV interpuartien;,
um sich im folgenden Frühjahr zu entwickeln ; in den Südstaaten dagegen hat man beobachtet, daß sie häufig
nach mehrmaliger Häutung überwintern; diese ergeben dann wohl die gelegentlich recht früh erscheinenden
Falter, aus denen dann eine zweite Generation hervorgeht. Wie alle bekannten Argynnis-Rpn frißt sie nur d(‘s
Nachts. Die Pp ist dunkelbraun, rötlich oder schiefergrau schattiert; entweder glänzend oder auch völlig
glanzlos; seitlich etwas eingedrückt ; Kopf und Figlscheiden stark hervortretend. Zeit der Ppnruhe etwa Ki'J’age.
Das Verbreitungsgebiet von cybele umfaßt die nördlichen und mittleren atlantisclien Staaten Nord-Amerikas,
von Nova Scotia und Alaüae, wo sie ziemlicli selten ist, südlich bis nach Virginia und Carolina (Macon County),
und westlich bis nach Illmois und dem Tal des Mississippi bis nach Nebraska. Scudder zieht die westliche Grenze
sogar durch den mittleren Teil der Staaten Dakota und Kansas. Im Norden ist sie im Juni und Juli ziemlich
häufig, einzelne Exemplare erscheinen oft sogar schon Mitte Mai, und man trifft sie bis zum September auf blühen¬
den Kleeäckern, in Gärten und an. Wegrändern an, wo sie eifrig die Blüten von Disteln, von Asclepias tul)erosa
und andere Blumen besuchen, cybele ist häufig mit A. nyhrodite verwechselt worden; namentlich die nördlichen
Exemplare unterscheiden sich kaum von der letzteren in der Größe, und die Färbung der Unterseite, nament¬
lich der $$ ist gewöhnlich ganz dunkellmaun, während Stücke aus Virginien sehr groß sind, mit markanter
Schwarzzeichnung der Oberseite und mehr rötlich-brauner Unterseite. Die westliche li’orm hinwiederum (Ne¬
braska) ist heller und mehr rötlich, mit sehr heller, zimmtfarbiger Unterseite. — Als A. carpenteri Edw. ist eine carpenkri.
kleine Varietät der cybele bezeichnet worden, die zuerst von Lieut. W. L. Carpenter auf Taos Peak im nörd¬
lichen New Mexico über der Grenze des Baumwuchses auf etwa 3000 Meter Meereshöhe gesammelt wurde.
Sie sieht den kleinen Stücken der Nordostküste, wie sie in Maine und Nova Scotia Vorkommen, recht ähnlich,
weicht aber beträchtlich von den westlichen Stücken z. B. aus Nebraska ab. Da cybele weder sonstwo in New
Mexico noch in dem nördlich angrenzenden Staate Colorado beobachtet worden ist, scheÜTt es als ob dieser der
nördlichen Zone eigentümliche Falter auf diesem weit im Südwesten gelegenen Teil des Hochgebirges eine
isolierte Kolonie bildet. Im Osten des Landes, von New York bis Virginia, ist cybele ein Tier der Ebene, das auf
den höheren Erhebungen durch aphrodite al)gelöst wird. Daß dieser auf Mt. Taos isolierte Stamm nicht in niedri¬
gere Lagen heral)steigt, um nach Norden abzuwandern, hat seinen Grund entweder in der Verschiedeidieit des
Klimas oder der Abwesenheit der Futterpflanze auf den niedrigeren Höhen jener Region; es ist anzunehmen,
daß er zur Zeit, als eine Veränderung des Klimas eintrat, vom Hauptschwarm abgeschnitten vmrde, ähnlich wie
es bei Oe7i. semidea der Fall gewesen sein mag, die, wie Grote und Scudder ausführten, im Osten auf dem
Gipfel des Mt. Washmgton iiPNew Hampshire strandete, wo sie jetzt als isolierte Kolonie weiterbesteht, wäh¬
rend die Art sonst hauptsächlich in Lalmador und im Felsengebirge zu Hause ist. — bartschi Reiff ist eine UartsdiL
interessante Aberrativform der cybele, in der alle Flecken und sonstigen Zeichnungen sowohl der C)ber- als Lbi-
terseite zu mehr oder weniger vollkommenen Bändern zusammenfließen, die aber, wenn Avii‘ von der etwas hel¬
leren Allgemeinfärbung der Oberseite absehen, alle die normale Farbe beibehalten. Am weitesten ist diese Ver¬
änderung in der Außenhälfte l)eider Figl fortgeschritten. Zugleich sind gerade hier alle Adern verkümmert
und fehlen teilweise vollständig, während dort, wo die Zeichnung mehr normal ist, also hau})tsächlich an der
Basis der Hflgl, auch die Adern vollzählig sind und normal verlaufen (peroneurische Aberration). IMit dieser
Verkümmerung der Adern geht Hand in Hand eine ziemliche Veränderung in der Form der Figl : Die Vflgl sind
viel schmäler, und die Hflgl mehr länglich oval als bei normalen Stücken. Das Sidnnarginalband der Hflgl-
Unterseite ist im Gegensatz zur ty[)ischen cybele sehr schmal und stark verblaßt. Diese Aberration wurde in
den letzten Jahren wiederholt bei Roxbury im Staate Massachussetts gefangen und scheint dort nicht besonders
selten zu sein. ■ — • baal Newcomb bezieht sich auf eme melanistische Form des $. hanl.
A. aphrodite F. (= daplmis Mart., cypris Edw.) (85 d) wird von einigen Autoren zusammen mit al- aphrodite.
cestis, ci'pris und halcyone als zu der vorigen Art gehörig betrachtet; sie ist bedeutend kleiner als cybele, und
leicht zu unterscheiden diirch das viel schmälere gelbe Submarginalband der Hflgl-Lbiter Seite, das häufig, nament¬
lich beim $, von der braunen Grundfarbe total verdrängt wird. Das E Verhältnis zu andern Arten
der Gruppe bedeutend kleiner als das $; die Grundfarbe ist heller rotgelb als bei cybele, die Figlwurzel weit
weniger verdunkelt; die Zeichnungen feiner; die Mittelbinde setzt sich aus kleinen, weit auseinander gerückten
Halbmonden zusammen, die gegen den Vrd fast verschwinden. Unterseite der Vflgl an Wurzel und Ird leuch¬
tender rot; die Marginal- und Apicalflecke mit deutlichem Silberglanz, der in cybele fast unbemerkbar oder nur
durch einige silberige Schüppchen angedeutet ist. Basalfeld der Hflgl meist braun, das gelbe Submarginalband
mehr oder weniger von der dunklen Grundfärbung überschattet. $ bleicher als das (J, Basalhälfte mit intensiver
V
410
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
cipris.
alcesUs.
nausicaa.
rötlichem Anflug als bei cijbele-^. Hflgl-Unterseite tief rostbraun, das 8ubmarginalband ist fast völlig in der
Grundfarbe aufgegangen. Spannweite : ^ 5 — 5,5 cm, $ 6,5 cm. — Ei, Rp und Pp dieser Art sind denen von cyhele
ziemlich ähnlich. Die erwachsene Rp ist kenntlich an einem sammetschwarzen Fleck am Grunde aller Dornen,
die ganz den Eindruck von 6 schwarzen Längsstreifen erwecken. Pp mit kürzeren Spitzen auf dem Rücken
als bei cybele, die Basalsegmente buntgefärbt, nicht einfarbig wie bei jener. Ppnruhe dauert 17^ — -21 Tage, aphro-
dife bewohnt die niedrigen Gebirgszüge des östlicheir Canada ( Quebec, Ontario, Nova Scotia) sowie der östlichen
Vereüiigten Staaten von Maine südwärts bis nach Pennsylvanien und, den Alleghanies folgend, bis West-Virgmia.
Westlich geht sie bis Illinois. Im Catskill Gebirge des Staates New York ist sie bis auf etwa 6 — 700 Meter Meeres¬
höhe recht häufig und vertritt dort cybele. Man trifft sie Ende Juni und im Juli in Gesellschaft der A. atlantis
in offenen Waldlichtungen und auf M^aldwiesen an, leicht erkennbar, besonders bei hellem Sonnenschein, an
dem leuchtenden Rot der Figl. Wie bei cybele gibt es auch von aphrodite im Süden zwei Generationen, während
in den Nordstaaten und Canada nur eine auftritt. Aus den White Mountains von New Hampshire ist aphrodite
nicht bekannt; sie wird dort durch die nördlichere A. atlantis vertreten.
A. cipris Edw. (87 a) ist ein westlicher, ziemlich variabler Vertreter der vorhergehenden Art, mit der
sie vieles gemein hat. Jedoch ist sie von größerer Gestalt, und die Vflgl sind verhältnismäßig länger und schmäler;
die schwarzen Zeichnungen der Oberseite in beiden Geschlechtern geringer ausgeprägt, die dunkle Bewölkung
des Wurzelfeldes weniger intensiv, und die Gesamtfärbung feuriger rotgelb als bei aphrodite. Unterseits fehlt
auf dem Vflgl des E tlei' stark rötliche Anflug des Wurzelfeldes und Irds, der aphrodite auszeichnet. Die inneren
zwei Drittel der Hflgl bei beiden Geschlechtern tief zimmtbraun, nach außen begrenzt von einem ganz schmalen
ledergelben Submarginalband, das proximal von tief eindringenden Strahlen der dunklen Grundfarbe noch
mehr verringert wird. Spannweite: 7 — 8 cm. Colorado, Utah, New Mexico; ferner Montana (Judith Mountam),
Alberta und Assiniboia. Flugzeit in Colorado von Ende Juni bis Ende August. Die früheren Stände smd nicht
bekannt.
A. alcestis Edw. (87 a) wird von manchen Autoren als westliche Varietät der aphrodite betrachtet,
von der sie aber leicht zu unterscheiden ist durch die gleichmäßig dunkel zimmtbraune Grundfärbung der
Hflgl-Unterseite, die sich ohne Unterbrechung außer durch die Silberflecken, von Wurzel bis Außenrd erstreckt;
das schmale ledergelbe Sid^marginalband von aphrodite fehlt gänzlich, oder es ist gelegentlich nur leicht durch
eine ganz schwache Aufhellung angedeutet. Silberfleckung intensiv und stark hervortretend. $ oberseits,
namentlich im Wurzelfeld, dunkler und tiefer rot als d'l die Marginallinien kräftig, auf dem Vflgl teilweise breit
zusammenfließend. Submarginalflecken, sowie alle Schwarzzeichnungen sehr deiitlich. Vflgl-Unterseite
feurig rot ; Apicalfeld der Vflgl el)enso wie die Hflgl gleichmäßig und tief oliven braun oder rotbraun, wie beim E-
Die Flecken groß und von intensivem Silberglanz, ebenso der basale Teil des Costalrandes und der Abdomhial-
rand. Spannweite: E 5,5 — 6,4 cm, $bis 7,5 cm. — Ei kegelförmig, mit ungefähr 18 Verticalrippen versehen, ähn¬
lich demjenigen der aphrodite. Das Räupchen schlüpft nach 25 — 30 Tagen und tritt meist sofort die Winter¬
ruhe an. Erwachsen ist die Rp sammetschwarz, mit gleichfarbigen, unten gelben Dornen besetzt. Kopf vorn
schwarz, hinten gelblich. Lebt auf Veilchenarten und wilden Stiefmütterchen (V. tricolor). Pp ähnelt der aphro¬
dite- Plb aber schlanker; rötlich braun oder grau, unregelmäßig schwarz ges])renkelt und gestreift; Abdominal¬
segmente schiefergrau, an den mit kurzen, scharfeckigen Spitzen bewehrten Kanten schwarz schattiert. Ppn¬
ruhe dauert etwa 20 Tage. Das Verbreitungsgebiet der alcestis umfaßt den mittleren Westen bis zu den Felsen¬
gebirgen ; in den Prairien des nordwestlichen Teiles von Ohio uud Süd-Michigan beginnt sie an die Stelle der
aphrodite zu treten, die hier ihre westliche Grenze hat, und geht bis nach Colorado, Nebraska und Montana. Sie
scheint ziemlich lokal und an einen ziemlich engbegrenzten Gürtel geographischer Breite gebunden zu sein,
denn Exemplare, die nur einige Meilen weiter nördlich in mehr waldigem Gebiet gefangen Avurden, erAviesen
sich fast ausnahmsweise als aphrodite (Worthington). Die Flugzeit Avährt von Ende Juni bis Ende August.
A. nausicaa Edw. (86 a) gehört ebenfalls zur aphrodite-Gvxxppo, als deren Vertreter in Arizona sie an¬
gesehen Averden kann. Von den nahe verAA^andten Arten aphrodite, alcestis, cipris, und von der ebenfalls ähnlicheu
halcyone ist sie außer durch die dunklere Eärl)ung unscliAA'er zu erkennen an dem viel kürzeren und AA-eniger
ausgedehnten Haarbüschel über der Subcostale der Hflgl des d', der bei den andern erAvähnten Arten sehr stark
entAvickelt ist. Sie ist kleiner als alcestis und cipris, etwa von der Größe der aphrodite. Die Färbung der Überseite
ist dunkel rotgelb; die Submarginahnöndchen stehen getrennt, die Mittelbinde der Hflgl ist nicht kontinuier¬
lich, sondern in einzelne Flecken aufgelöst. Unterseite der Vflgl rötlich braun, mit gelblichem A])ex; SAdmiar-
ginalflecken pfeilförmig, die unteren schwarz, gegen die Spitze zu braun, die oberen 6 ebenso aauc die Subapical-
makeln leicht versilbert. Hflgl-Unterseite tief zimmtbraun, auf der Innenhälfte gelb untermischt; das Sub¬
marginalband ledergelb, manchmal dünn braun beschuppt, schmal, aber deutlich begrenzt; Silberflecken klein,
scharf ausgeprägt; der basale Teil des Costalrandes ebenfalls versilbert. $ ungefähr von der Größe des E^ ^^ber
mit breiterer und tieferer SchAvarzzeichnung ; die halbmondförmigen Submarginalmonde der Vflgl umschließen
hell rotgelbe, manchmal fast AA^eiße Flecken. Unterseite der Vflgl tiefer rot, das gelbe Apicalfeld AA^eiter nach innen
sich fortsetzend und die obere. Zellecke bedeckend. Silberflecken größer. Flglspannung 5,6 — 6,3 cm. nansicaa
ist recht häufig in den Gebirgstälern Arizonas, auf einer Meereshöhe von etAA-a 2000 bis 2400 Metern, namentlich
ARGYNNIS. Von Dr. Tu. Lehmann.
^11
im Juli und August. Die Exemplare nach denen die Art urs]jrünglicli l)escliriet)en vvui’de, kamen von Rocky
Canon. Hulst, der später anfangs Juli eine größere Anzahl in Maple Culch sannnelte, etwa 12 .Meilen südlich
von Prescott, Arizona, schreibt über ihr Vorkommen : ,,l)ie erscheinen anfangs Juli, die $$ erst in der .Mitte
des Monats. Die Gegend ist ungemein wild und zerklüftet; überall tiefe SchluchUm, deren Seiten oft 200 .Meter
fast senkrecht ansteigen. An den immer feuchten Räiulern der diese Schluchten durchströmenden Bäche wach¬
sen große Menge weißblühender Veilchen, nahe verwandt der östlichen Viola canadensis, und man ist siehe)-,
in ihrer Nähe A. nmisicaa zu finden, doch nur auf der Sohle des Caiions und immer auf der Noi-dsc-ite cler Bäche.
Gelegentlich ließen sie sich auf den Blüten der Asclepias tuberosa nieder, andere saugten an feuchte)), vo)) der
Sonne auf ku)-ze Zeit beschienenen Stellen, und wäre)) darni verhältnismäßig leicht zu erbeute)). Ln Eh]g aber
war es fast unmöglich, üi jener weg- und pfadlosen, vo)r Dornengestrüpp bedeckten Wikbiis ihrer habhaft zu
werden“. Vo)i den frülieren Ständen wisse)) wir nichts.
A. atlantis Edw. (85 e) löst in den nördlichen atlantischen Staate)) der U))ion A. aphrudite ab, )))it der alhnt
sie im ))iittleren New York und New Jersey, ar) der Südgre))ze ihres Verbreitu))gsgebiets, zusa))i)))e)) fliegt.
Sie ist klemer als aphrodite u])d cyhele u))d )interscheidet sich vo)) ih))e)i durch die verhält))ismäßig lä)igere))
und schmäleren Vflgl, de)) we))iger scharf geboge))e)) Vrd, die tiefer brau))e Färbung der Oberseite, ))a]nentlich
i))i Wurzelfelde aller Figl, u))d besonders der Hflgl.E)iterseite. I)) bekloi Geschlechter)) si))d die parallelen
Sau)nli))ie)) breit ))))d sehr deutlich schwarz, ihr Zwische))ra))))), ))a)))e))tlich auf de)) Vflgb) vo))) Apex bis zur
u))tere)) Media))e schwarz ausgefüllt. ])ie Margi))al flecke)) aller Figl des hä))fig zusa))))))e))fließe))d u))d )))lt der
davorstehe))de)) Saumlmie verb))))de)). Die Flecke)) der Discalreihe der Hflgl sch))ial, )))it ei))a))der zu ei))e)))
dün))e)), gewi))kelte)) Ba))d verscl))))olze)). U))terseite der Vflgl rötlich, der Hflgl du))kler rotbrau)) als bei aphro¬
dite, die i))))ere)) % stark grü))lich- oder bra))))gra)) bewölkt. Das Sub)))argi))alba))d zwische)) de)) beide)) äußere))
Flecke))reihe)) bleich gelb, ü) Ausdeh))u))g etwa m der Mitte stehord zwische)) aphrodite u))d cyhele, aber meist
scharf begroizt. Alle Flecke)) groß ))))d stark versilbert, eborso der basale Teil desx^!ostalra))des u))d der Ab-
do)))i)ialra))d. Die Färbu))g des $ ist )))ehr gelblich, )))it breiter schwarzer U)))ra))du))g. 8pa))))weite 4,5 — 5,ß o)),
$ 5,5 — 7 on. — Ei kegelför)))ig, )))it 12 — 14 Verticalrippo) versehe)), ho))iggelb. Die Rä))])che)) schlüpfe)) gege)) de))
Herbst, überwi)itern oh))e Nahru))g zu sich zu )ieh))ie)). Die erwachse)ie Rp ist oberseits sa))))))etartig schwarzviolett,
U)ite)i etwas heller. Die i)) 6 Reihe)) a))geord))ete)) Dor)ie)) si))d schwarz nrit gra))ei‘ Wrtrzel. P]) hellbrain), überall )))ir
Aus))ahme der hi))tere)i »Segmorte schwarz gesproikelt. Das Verbreitrurgsgebiet der atlantis deckt sich iu) 8üde))
u))gefähr )nit den) der A. aphrodite u))d cyhele, erstreckt sich aber viel weiter ))ach Norde)), d))rch IMame bis New-
Fou)idla))d, Labrador u))d der H))dso)i Bay, u))d westlich bis Wi))))ipeg u))d die Felsorgebirge. Me.vd ))e)))it
zwar auch Colorado, aber Exonplare vor) dort si))d als eige))e Art electa Edw. beschriebe)). Nördliche Stücke
bleibe)) m der Größe bedeutemd hi))ter Exe)))plare)) a))s New York u))d New Jersey zurück, atlantis ist )))ehr
em Gebirgstier, das i))) offe))e)) Gelä))de, wo aphrodite a))) häufigste)) vorko))))))t, verhält))is)))äßig seltoi ist.
Sie ist beso))ders ge)))em i)) de)) White Mou))tai))s des Staates New Han)pshire (wo aphrodite überha))i)t ))icht
vorkon))))t), ))an)e))tlich E))de Juli ))))d a))fa))gs A))g)ist. I))) ]))ittlere)) New York, z. B. de)) Adiro))dacks u))d
Catskills, erschei))t sie bereits a))fa))gs bis Mitte Ju))i, etwas früher als aphrodite-, häufig auf Waldwiese)). Nach
Süde.)) folgt sie dem Gebirgszüge)) des westliche)) Pe))))sylva))ie))s u))d geht bis in die ))ördUche)) Allegha))ies in
West Virgi))ia.
A. lais Edw. (86 b) ist ))ahe verwa))dt )))it atlantis, aber vo)) klei))erer Gestalt und bleicherer Färb))))g. Ins.
^ oberseits hell rotbrau)), W))rzelfeld beider Figl ))))r leicht verdüstert. Schwarzzeich))))))g außergewöh))lich
dü)))). Das discale Flecke))ba))d aller Figl i)) u))regeln)äßige Flecke)) oder Striche a))fgelöst. Lb)terseite der Vflgl
hell zi))))))trot, )))it grau-gelber Flglspitze u))d bleich rote))) W))rzelfeld u))d Ird, etwas heller gege)) de)) I))))e))-
wi))kel. Die obere)) Margi))al- u))d Apicalflecke)) versilbert. U))terseite der Hflgl von der Wurzel bis über die
zweite (discale) Silberfleckenreihe drurkelbrau)), gelb )))ar)))oriert. Sub)))argi))alba))d bleichgelb, )))äßig breit,
alle Silberflecke)) klei)), aber de))tlich hervortrete])d. $ vo)) etwas blässerer Färbu))g als q, Basalfelder )))ehr
verdu))kelt, alle Zeich))unge)) schwerer, die Margi))alli))ie)) der Hflgl u)ehr oder )veniger zu ei))e))) Ba))de verscl))))ol-
zex); die Mittelbi))de der Vflgl breit ))))d z))sa))))))enhänge))d ; die zwische)) de)) sub)))argi))ale)) Pfeilflecke)) ))))d
Margi))alli))ie)) ei))geschlosse))e)) Felder heller als bei))) (^, fast Aveißlich. Spa))))Aveite : o Hel)er
die E))twickl))))g ist ))ichts beka))))t. lais wurde ))rsprü))glich beschriebe)) ))ach Stücke)), die von Kapt. G. Geddes
a))fa))gs Juli 1883 bei Ed)))0))to)) a))f den P)-ärie)) a))) Saskatche)va))-Fluß i))) ))ördliche)) Alberta gefa))ge)) wurde)) ;
sie ist auch i))) Hügellande und auf den Vorberge)) des östliche)) British Colu)))bia beobachtet worden. Während
der Falter aber hier durchaus ))icht häufig ist, scheint nach Thos. A. Be.an das Zentru))) seiner Verbreit))))g AÜel
weiter östlich zu liege)); denn er fand die Art recl)t hä))fig bei Mc. Leam i))) östliche)) Assi))iboia, etwa 500 e))gl.
Meile)) östlich vo)) Geddes Lokalität.
A. oweni Edw. (87 a). Oberseite trüb rötlichgelb, W)irzelfeld )))))■ we))ig verdunkelt ; die Schwarzzeich- otcoii
nu))g zie)))lich kräftig, die beide)) Margi))alli))ie)) )))ehr oder weniger zusa)))n)engeflosse]). Vflgl-Unterseite brau))-
gelb VO)) der Wurzel bis zur äußere)) Flecke))reihe, gelege))tlich )))it rötlicheu) A))fl))g. .Ader)) rötlichbrau)).
Subapical)))akel)) tief brau)), eme)) klemo) schwach silberige)) Fleck )))))schließe))d ; die 5 obere)) S))b)))argi))al-
flecke)) kleü) u))d ga))z schwach versilbert. Hflgl )))it d))))kelbrau))e))), stark gelb durchwü'kte))) Discal- ))))d W))r-
412
ARGYNNIS. Von Dr. Tn. LehmanH.
zelfeld, braunem Außensaum und ziemlich schmalem, grau-gelbem Submarginalband, vielfach unterbrochen
durch Strahlen der dunklen basalen Grundfarbe. Die Flecken der äußeren discalen Reihe meist lebhaft silbern,
die basalen und Submarginalflecken in geringerem Grade. $ oberseits in der Außenhälfte mehr oder weniger
gelb, die schwarze Zeichnung äußerst kräftig und breit aufgetragen. Unterseite mit reicher Silberfleckung ver¬
ziert. Von A. behrensi, die ebenfalls in Kalifornien zu Hause ist, weicht oweni ab durch die viel kräftigere Schwarz¬
zeichnung des ^ sowie durch die Gelbmarmorierung des basalen Teils der Hflgl-Unterseite beider Geschlechter,
die bei heJirensi einfarbig dunkelbraini erscheint. S])annweite 5,6 — 6 cm. oweni ist ziemlich häufig auf Moxmt
Shasta in California, auf Höhen von 2300 — 2700 Metern. Die früheren Stände sind nicht bekannt.
Cornelia. A. comelia Edw. (87 b) : Oberseite aller Figl dunkelbraun von der Wurzel bis zur medianen Flecken¬
reihe; nur das obere Ende der Vflgl-Zelle und der Außenteil aller Figl rötlich-gelbbraun. Die Schwarzzeichnung
ziemlich schwach, die Randlinien fein, über den Adern zusammengeflossen. Unterseite der Vflgl von der Wurzel
l)is z\im Aiißensaum rötlichbraun; nur das Apicalfeld gelblich verfärbt, mit rotbrauner, einen klemen Silber¬
fleck umschließender Makel. Außensaum oben mit 5 silbernen Flecken verziert. Hflgl-Unterseite von der Wurzel
bis zu dem rein gelben Submarginalband fast einfarbig rötlichbraiin, nur in der Discalregion schwach gelblich
bewölkt. Silberflecken klein, aber durchaus stark glänzend. $ oben trüber rotl)raini, mit stärker ausgeprägter
Schwarzzeichnung namentlich des fOiscalfeldes. Vflgl mit blaß bräunlichgelben Marginalflecken und in ihrem
oberen Teile verschmolzenen Randliiiien. Unterseite ähnlich der des E, Eur ist die Färbung des Wurzelfeldes
dunkler und die Silberfleckung reicher. Spannweite; 5,8 cm, $ 6,3 cm. Auch von dieser Art sind die Jugend¬
stände nicht bekannt ; Cornelia fliegt zusammen mit A. electa und hesperis in Colorado. Die Typen, nach denen die
Art aufgestellt wurde, kamen von Manitou und Ouray.
riecia. A. clecta Edw. (87 b) Irezieht sich auf eine Form von Colorado, die im Gebhge nordwärts bis Montana
und südwärts bis New Mexico verbreitet ist, und die von Mead und andern als eine Varietät der A. atlantis
betrachtet wurde. Außer durch die geringere Größe unterscheidet sie sich von der letzteren durch die verhältnis¬
mäßig breiten Vflgl und die weit schwächere Zeiclinung. oberseits düster rotgelb, Vflgl mit mäßig kräftiger,
Hflgl mit feiner Schwarzzeichnung. Die beiden Randlinien der Vflgl verlaufen getrennt und umschließen ein
schmales Band hellbrauner Fleckchen. Alle Figl mit mäßig verdunkeltem Wurzelfeld. Vflgl-Unterseite blaß
zimmtlu’aun, mit dunkler getönter Spitze. Vflgl ausgedehnt dunkel zimmtbraiin, im Discus leicht gelb bewölkt.
Submarginalband bräunlich gelb, häid'ig proximal von der dunklen Grundfarbe eingeengt. Silberverzierung
meist sehr deutlich und scharf ausge])rägt; gelegentlich aber ist sie mehr oder weniger verdüstert oder obsolet
(CTebergang zu hesperis). $ dem (J sehr ähnlich, nur durch die etwas kräftigere Zeichnung abweichend. Die
früheren Stände nicht bekannt. Mead hat beobachtet, daß frisch gefangene Stücke von electa einen starken
Moschusgeruch besitzen. Von New Mexico durch ganz Colorado bis Montana im Hochgebirge verbreitet.
cohnnhia. A. coluiTlbia //. Edw. (86 b) ist der vorigen nahe verwandt aber bedeutend größer. (J oben licht rotgelb,
die Flecken der Mittelbinde aller Figl ziemlich groß, aber deutlich vou einander getrennt. Die parallelen Rand¬
linien namentlich der Vflgl sind im Gegensatz zu electa, zu einem schwarzen Saum vereinigt; zwischen diesem
und den ])fleilspitzenförmigen Randflecken ist eine Reihe ganz heller Makeln eingebettet. Vflgl unten blaß fuchs¬
rot, mit grau-gelber S])itze und schwach versilberten Apical- und Randfleckchen. Unterseite der Hflgl hell rost¬
braun, im Discus unel Wurzelteld leicht graugelb durchwirkt. Das Sedunarginalband schmal leelergelb, häufig
durch die übergelagerte dunkle Grundfarbe beinahe völlig verdüstert. Alle Flecken klein, aber stark silber¬
glänzend. leicht vom (J und von electa-^ zu unterscheielen durch die viel hellere Grundfärbung der Oberseite,
von ersterem auch durch die kräftigere Schwarzzeichnung. Die Flecken der Mittelbinde gewinkelt, zum Teil
pfeilspitzenförmig, die äidleren Randflecken fast weiß. Spannweite: 5,6 — 6,3 cm. Ursprünglich beschrieben
nach 4 von Labache Lake im Caribou-Distrikt im nördlichen British Columbia. Typen in Hollands Samm¬
lung.
hesjwris. A. hespcris Edw. (87 a, b) ähnelt A. atlantis. Kenntlich an dt'n gestreckten, ziemlich schmalen und mäßig
gebogenen Vflgln beider Geschlechter, welch letztere nur wenig in der Größe von einander abweichen. ^ oben
satt rotgelb, das Wurzelfeld auf kurze Entfernung dunkel beschattet. Die schwarzen Flecken der Mittelbinde
kräftig, mehr oder weniger infolge der dunklen Bestäubung der Adern zusammengeflossen. Unterseite der Vflgl
blaß ockerfarbig, Apicalfeld ledergelb und ebenso wie der Außensaum dunkel rotbraun beschattet. Hflgl unten
ziemlich gleichmäßig dunkel ockerbraun, mit schmalem, meist rein ledergelbem Submarginalband, das jedoch
in Ausnahmefällen in ähnlicher Weise wie bei A. aphrodite durch die dunkle Grundfärbung fast verdrängt whd.
Die Färbung des $ oben blasser als (J, die Schwarzzeichnung lu'eiter, die Randlinien oben verschmolzen und die
kräftigen mit einander verbundenen Pfleilflecken der Submarginalreihe berührend; infolge dessen sind die da-
zwischeir übrig bleibenden, oft fast weißlichen Saumflecken gänzlich in der schwarzeir Randzeichnung ein¬
gebettet. Die Unterseite unterscheidet sich von der des ^ durch die sattere, feurigere Grundfärbung. Bei beiden
Geschlechtern sind die Flecken ohne Silber, nur matt gelblichweiß, oder weisen im besten Fall nur einige silberige
Schüppchen auf. Spannweite: (5'? 5,8 — 6 cm. Frühere Stände nicht bekannt. Ziemlich häufig in den Gebü’gen
von Colorado, Utah und Montana.
ARGYNNIS. Von T)r. Tu. LßrrMANN.
4] 3
A. hippolyta Edw. (8Gc) ist eine kleine Form ans dem nördliclKsi Fvaliioniien und Oregon, di(‘ v'on hip/jol/jln.
Strecker als mit hrevineri identisch angesehen wurde, als deren südlicilier Vertretei’ siii gc'lten kann. Ohei’S(-ite
des E liell rotgelb mit kräftiger Zeichnung und starker Verdüsterung des Wurzelteldes aller Figl, die auf dem llflgl
fast den Analwinkel erreicht. Vflgl-Unterseite ledergelh, gegen die Wurzel lilaß rot, mit ockerbraunem Außenrd
und ebensolcher Apicalfärbung. Die vor dem Ajiex stehenden Flecken und in gcu’ingerem Maße; auch dieJtaml-
augen mit Silberglanz. Hflgl tief rostbraun mit gelblicher Bewölkung. Das Submarginal band schmal, hell
ledergelb, mehr oder weniger braun bestäubt. Silberfleckung stark ausgeprägt. $ leicht vom E unterschei¬
den durch die leuclitend rotgelbe Färbung des Wurzelfeldes, sowie durch das fast völlige Aufgehen d(‘S Sub-
marginal bandes der Hflgl-Unterseite in der dunklen basalen Grundfarbe. Sjiannweite: (^4 cm, $ 5- 5,() cm.
Nichts ist über die Jugendstände des Falters bekannt. Verbreitet durch Nord-Kalifornien und Oregon.
A. bremneri Edw. (86c) ist nahe verwandt mit den beiden folgenden Arten der jiazifischen Küste Nord- hremnen.
Amerikas, A. zeretie und vionticoJa, von denen sie nicht immer leicht und mit Sicherheit zu unterscheiden ist.
Vflgl schmal, langgestreckt. E oberseits lebhaft fuchsrot, gelegentlich ins gelbliche sjiielend, mit anßergewöhn-
lich kräftiger Zeichnung namentlich der Discalregion. Das Wurzelfeld aller Figl ist breit verdunkelt; die Mittel¬
binde der Hflgl zusammenfließend. Unterseite der Vflgl rotgelb an der Wurzel, gelegentlich von der Basis
bis zur Mediane längs des Irds zimmtrot abgetönt; der obere Teil des Aidlenrds und der Oostalrd distal grau¬
gelb, die Subapical- und oberen Marginalflecken meist recht lebhaft silberglänzend. Hflgl bis auf das Aid-len-
drittel tief rostbraun, leicht gelblich untermischt. Das zwischen den beiden äußeren stark versilberten Flecken¬
reihen befindliche Submarginalband ledergelb, manchmal auch ganz rein gelb, nur in Ausnahmefällen nahe dem
Analwinkel von der dunklen Grundfarbe überschattet. Der Wurzelteil des Vrds sowie der Abdominalrd schwach
silberglänzend. $ oben heller als die Saunilinien und Randmöndchen der Vflgl fließen zusammen und bilden
ein breites schwarzes Band mit geringfügigen hellfarbigen Einschlüssen. »Sonst ist die Oberseite wie beim E- Un¬
ten ist die Färbung der Vflgl intensiver rot, Apex ockerfarbig, mit deutlichen Silbei’flecken. Hflgl-Unterseite
nur wenig von der des abweichend, mehr grünlich ockergelb durchwirkt. Alle Flecken groß, mit lebhaftem
Silberglanz. Spannweite; (J bis 6 cm, $ bis 6,9 cm. Die früheren Stände unbekannt. Die Art wurde zuerst
nach Exemplaren beschrieben, die Dr. Bremner, der im J. 1871 auf dem britischen Schiff ,,Zealous“ die süd¬
lich von Vancouver liegende San Juan Insel besuchte, von dort niitbrachte. EmvARD.s, der später selbst auf
Vancouver sammelte, erbeutete Ende Juni etwa 60 Exemplare auf blühenden Kleefeldern in der Nähe von
Victoria und Esquimalt; bei weitem die Mehrzahl dieser Stücke waren ist wahrscheinlich, daß,
wie bei den andern Argynniden, die $$ erst bedeutend später als die erschienen. Sie ist durchaus nicht
scheu, ihr Flug schwerfällig und langsam, und der Falter daher leicht zu fangen. Im Jahre 1873 beobachtete
Crotch die Art in ziemlicher Menge am Fraser River und an den Ufern des Labache Sees, wo sie zusammen
mit einer andern Argynnis flog, die er fälschlich für eine Form der aphrodite ansah, die aber wohl cipris war. brem¬
neri bewohnt das südliche British Columbia, die Vancouver Insel und geht südlich bis Washington und dem
nördlichen Oregon.
A. zerene Bsd. (= hydaspe Bsd.) (86 b) ist, wie die folgende A. -monticola, eine ziemlich variable Aid zcrenc.
aus dem nördlichen Kalifornien und den im Osten und Norden angrenzenden Staaten. Kleiner als monticoht.
E oben satt rotgelb mit kräftiger Schwarzzeichnung und mäßig verdüstertem Mhirzelfeld. Die schwarzen Rand-
möndchen scharf ausgeprägt, auf dem Vflgl mit einander verbunden, auf dem Hflgl getrennt; IMittelbinde zu¬
sammengeflossen; auch die sonstigen Zeichnungen ähnlich wie bei nwnticola, jedoch nicht so klar hervortretend
wie bei dieser Art. Unterseite der Vflgl rötlich, oft rosarot angehaucht, mit ledergelbem Apicalfeld, das einen
rostbraunen Fleck umschließt. Die Randflecken ohne Silber, grangelb, gegen den Innenwinkel zu von der roten
Grundfarbe überschattet. Hflgl mit purpurgrauem Grund, im Wurzelfeld und Discus sowie Außensaum ocker¬
braun durchwh'kt; das gelbliche Submarginalband vielfach von eindringenden Strahlen des dunklen Saumes
durchsetzt. Flecken fast ohne Silber, von graugelber Färbung. $ vom E wenig abweichend durch die inten¬
sivere Beschattung des Wurzelfeldes, und das sattere Rot der Innenhälfte namentlich der Unterseite, von wel¬
chen die gelbe Farbe der Spitze sich überaus deutlich abhebt. Die Flecken der Hflgl-Unterseite gewöhnlich
stark versilbert, aber nur in der äußeren Reihe, während die übrigen sieh nicht von denen des E unterscheiden,
im Gegensatz zu A. monticola $, bei welchem stets alle Flecken, auch die der Vflgl, mit Silber geschmückt sind.
Spannweite: E 5, 5 — 5,7 cm, $ 6 — 6,3 cm. Ueber elie früheren Stände wissen wir nichts, zerene ist verbreitet in
Nord-Kalifornien (Plumas County bei Mount Shasta), Nevada und Oregon; im Gegensatz zu monticola die mehr
auf die höheren Gebh’ge beschränkt ist, findet sich zerene hauptsächlich in den tiefer gelegenen Tälern; sie be¬
sucht Blumen und ist ziemlich häufig. — Als Irene Bsd. (= irene Streck) und hydaspe Bsd. wurden zwei weitere ircnc.
Formen aus Kalifornien aufgestellt; die der zerene so nahe stehen, daß sie als identisch mit ihr oder (nach Strek- •
ker) als Unterarten jener variablen Art aufzufassen sind. — AnchH. adiaste Edw. ist der zerene nahe verwandt, adiastc.
und unterscheidet sich nur durch etwas blässere Färbung und die undeutlichere, geringere Zeichnung, nament¬
lich der Hflgl-Unterseite. Ihre Heimat ist dieselbe wie die der zerene.
A. nionticola Behr (85 e) steht der vorigen Art in vieler Beziehung so nahe, daß sie von manchen Autoren moniieota.
als eine alpine Varietät derselben aufgefaßt worden ist, die in den höheren Gebirgslagen des nördlichen Kali-
414
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
purpiiras-
cens.
rliodope.
sali'untala.
hchrensi.
fomien und der östlich angrenzenden Staaten zu Hause ist. Beide Geschlechter sind oberseits heller und feuriger
rotgelb als zerene, und die Schwarzzeichnung tiitt infolge dessen viel schärfer hervor; das Wurzelfeld aller Figl
weniger verdüstert. Die rundlichen Flecken im äußeren Discus aller Figl ungewöhnlich groß, mit Ausnahme
des vierten Flecks der Vflgl und der 4 oberen der Hflgl, die auffallend klein smd. Sonst ist die Oberseite wie
hei zerene', auf allen Flgln eine do])pelte Randlinie mit braungelbem durch die Adern getrenntem Zwischenräume;
die Submarginalkappeu miteinander verbunden und aid’ der inneren Randlinie aufsitzend. Die Flecken des iMit-
telfeldes der Hflgl zu einer breiten, gewinkelten Binde zusammengeflossen. Aber Ijei aller Aehnlichkeit der An¬
ordnung tritt die Zeichnung viel charakteristischer, schärfer und deutlicher hervor. Unterseite der Vflgl hell rost¬
braun, mit rötlichem Ton des Wurzelfeldes und längs des Irds ; Flglspitze purpurgrau, am Zellende gelblich bewölkt.
Hflgl fast durchaus purpur-grau und dunkel braun marmoriert. Außenrd dunkelbraun. Submarginalband
hellfarbig, auf beiden Seiten vielfach von der dunklen Grundfarbe verdrängt. Alle Flecken hell ledergelb, meist
ohne Silber, nur ausnahmsweise ganz schwach metallglänzend. $ etwas blasser als (^, mit breiter Schwarzzeich¬
nung; die zwischen Saimilinien und Randmöndchen eingelagerten Fleckchen heller als der Grund; Unterseite
feuriger rot im Wurzelfelde der Vflgl, die oberen Randflecke der Vflgl und die äußerste Reihe der Hflglflecken
immer, die übrigen in den meisten Fällen stark versilbert. Spannweite: ß,5 cm, $ 7 cm. Die Jugendstände
nicht l)ekannt. Häufig im Yosemite-Tal und anderen höher gelegenen Gebirgsgegenden in Nord-Kalifornien,
Oregon, LTtah und Nevada. — Als A. purpurascens H. Ediv. ist eine Varietät beschrieben worden, deren Unter¬
seite durch den intensiven Purpurschimmer der gesamten Hflgl, sowie der S])itze der Vflgl sich auszeichnet.
Diese Form ist ziemlich häufig in der Nähe von Soda S])rings in Nord-Kalifornien.
A. rhodope Edw. (87 c) kann als der nördliche Vertreter der vorigen Art gelten. E oben feiirig rotgelb,
die Wurzelhälfte aller Figl tief braun verdüstert; die schwarzen Zeichnungen breit zusammengeflossen, nament¬
lich die Mittelbinde der Hflgl; Außensaum breit schwarz, nur selten leicht aufgehellt durch einen feinen braunen
Mittelstrcif , ähnlich wie bei atlantis. Unterseite der Vflgl satt dunkelbraun, längs der Subcostale, im Discus
und einem IVil der Zelle matt graugelb; zwischen den Zellflecken und dem Apex mehrere Makeln von klar
strohgelber Färbung; die oberen Augen der Marginalreihe sowie die Apicalflecken meist stark versilbert. Hflgl
von der Wurzel bis zum Distalrand tief rotbraun mit leichter A\ifhellung an der Stelle des üblichen Submarginal¬
bandes zwischen den beiden äid3eren Fleckenreihen. Die Flecken der äußeren Serie fast stets stark versilbert,
die ül)rigen dagegen meist licht strohgelb, nur gelegentlich mit wenig Silber belegt. $ oberseits heller und leb¬
hafter rot als (J; die blässeren Submarginalflecken heben sich deutlich vom Grunde ab. Alle dunklen Zeich¬
nungen Imeit und schwer, wie beim Unterseite von der des ^ abweichend durch die tief zimmtrote Färbung
der Innenhälfte der Vflgl. Silberfleckung wie beim c^. Spannweite: 5,5 cm, $ 6 cm. rhodope wurde ursprüng¬
lich beschrieben nach 3 1 die von Crotch im J. 1873 am Fraser River in British Columbia, auf dem Wege
von Bates Village nach Beaver Lake erbeutet wurden; später sammelte Morrison eine Anzahl bei Mount
Hood itn Staate Washington (E lAVES) sowie auf der Vancouver Insel.
A. sakuntala Sldnner steht der vorigen Art sowie nionticola nahe; aber die Zeichnung des ist nicht
so intensiv schwarz als in rhodope, und die rotgelbe Färl)ung weniger feurig. LTnterseite der Vflgl ähnlich wie bei
rhodope, aber gleichfalls matter und blasser. Auf den Hflgln ist das Submarginalband deutlich ausgelnldet,
von ledergelber Färbung, während in rhodope der entsprechende Raum stets von der dunkelbraunen Grundfarbe
überdeckt ist. Die 7 Flecken der zweiten (submarginalen) Reihe größer als die entsprechenden Flecken bei
rhodo'pe und nur nach innen schwarz begrenzt, wählend sie bei letzterer ringsum schwarz umrandet erscheinen.
Die äußeren Submarginalmonde rm Gegensatz zu rhodope nicht versilbert; Wurzelfeld ziegelrot anstatt rotbraun.
$ dem ähnlich, nur heller und die Submarginalmonde der Hflgl-Unterseite versilbert. Wurde lieschrieben
nach 4 1 $ aus Ainsworth (British Columbia) und Keslo; die T'ypen in der Sammlung der Academy for Na¬
tural Science in Philadelphia. Gorhon Hewitt hat sie auch bei Laggan iu der kanadischen Provinz Alberta
gefunden. Ob und m welcher Weise sakuntala näher mit rhodope verwandt ist, oder ob sie als eigne Art anzusehen
ist, kann nach dem vorliegenden Material zur Zeit nicht entschieden werden.
A. behrensi Edw. (8G c). Vflgl schmal, mäßig gebogen. ^ oben trüb rotgelb, mit stark verdüstertem
Wurzelfeld und schwacher, matter Schwarzzeichnung. Vflgl von zwei ganz feinen Randlinien umsäumt, der
Zwischenraum durch eine Reihe ganz schmaler, rotgelber, durch die Adern getrennter Fleckchen ausgefüllt.
Die Submarginalmöndchen, sowie die postdiscalen Flecken reduziert; sonst wie A. hesperis. Hflgl mit großen
freistehenden Submargmalmonden ; dagegen ist die })ostdiscale Reihe runder IHecken nur schwach entwickelt
und die Medianflecken sind zu einer außergewöhnlich dünnen, winkeligen Mittelbinde verbunden, ähnlich wie
bei hesperis. Unterseite der Vflgl blaß rotgelb bis ledergelb, mit rostbraunem Wurzelfeld und ebensolchen Adern,
dunkelbraunem Apex und Außensaum. Subapical- und die oberen Marginalflecken lebhaft silberglänzend.
Hflgl-Unterseite durchaus dunkel rotbraun, etwa Avie bei aphrodite, das Submarginalband zwdschen den beiden
äußeren Fleckenreihen nur schwach angedeutet durch einen schmalen Streifen von blaß violett-brauner Färbung.
Alle Flecken deutlich und stark versilbert, der Vrd nahe der Flglwurzel und Abdominalrand schwach silberglän¬
zend. Das $ weicht nicht erheblich durch die etwas größere Gestalt und das bleichere Kolorit der Oberseite vom E
ab; außerdem sind die Randlinien der Vflgl breit zusammengeflossen, ohne rotbraunen ZAvischenraum, und die
ARGYNNIS. Von Dr. Lehmann.
415
Submarginalmonde sowie die übrigen Schwarzzeicbmingen etwuis kräftiger. Unten in keiner Weise vom
verschieden, aiißer daß das Marginatband womöglich noch schwächer angedeutet ist. S])annweit(! d'
5 6 cm. Ueber die Jugeiidstände ist nichts veröffentlicht worden. i)ie 'I’ypen kamen von Mendoeino in Kali¬
fornien.
A. halcyone Edw. (87 c). Vflgl mehr gestreckt und schmäler als bei der vorigeji Ai't; oberseiis fuchsrot halci/onr.
mit einem Stich ins Gelbliche, das Wurzelfeld leicht verdunkelt, die schwarzen Zeichnungen scharf und deutlich ;
Randlinien getrennt, mit schmalem braunrotem Zwischenraum. Die medianen Flecken der tlflgl zu eimn-
zusammenhängenden Mittellrinde verschmolzen. Sonst ist die Zeichnung der Ober, Seite den verwandten Arten
ähnlich, etwa in der Mitte stehend zwischen hesperis und 'tnonticola. Vflgl-Untcr.seite blaß rötlichgelb, dunkler
an der Wurzel, bleich ledergell) am Zellende und im a])icalen Veile des Costalrandes. Die oberen Randfleeken
und Subapicalmakeln verblaßt, meist nur schwach versilbert. Hflgl bis zum Außendrittel tief rotbraun, grau¬
gelb bewölkt. Außenrd ebenfalls dunkelbraun, gegen den Analwinkel sich aufhellend. Submarginalband leder¬
gelb, von der dunklen basalen Grundfärbung etwas eingeengt ; Silberfleckuirg diirchaus markant, auch der basale
Teil des Costalrandes und der Abdominalrand versilbert. $ bedeutend größer als (J, mit breiterer Zeichnung;
Vflgl-Unterseite an der Wurzel und längs des Irds rot ül)ergossen. Marginalband der Hflgl weniger deutlich
ausgeliildet als beim (J, manchmal stark oliven-braTui schattiert. Silberflecken groß. Spannweite: cj 6,3 — 6,5,
$ 7,3 — 8,3 cm. Die früheren Stände sind nicht bekannt, halcyone wiirde von manchen Autoren als eine Form der
np/erodfie angesehen ; sie wurde ursprünglich beschrieben nach zwei von Dr. Velie in Colorado erbeiiteten d'c?-
Die $$ wurden erst viel später von Morrison im südlichen Colorado aufgefunden. Außerdem ist die Art auch
in den benachbarten Distrikten des Staates Utah beobachtet worden; sie ist aller immer noch recht selten hi
den Sammlungen. — Als A. arizonensis wurde eine südliche Form aus Arizona lieschrieben, die sich durch arizonenais.
bedeutend kleniere Silberflecke der Hflgl-Unterseite beider Geschlechter und durch die kiu’zeren subcostalen
Haarbüschel des ^ von der Coloradoform unterscheidet. ^
A. platina Skvmier (86 c) tritt im östlichen Utah an die Stelle der nahe verwandten A. coronis, w'o diese plufina.
Art ihre Grenze hat; möglicherweise ist sie nur eine Varietät derselben. Oberseite des (J ziemlich hell graugelb
bis braungelb. Die Schwarzzeichnung ist in der nur wenig verdüsterten Wurzelhälfte kräftig, im äußeren Teil
der Figl dagegen verhältnismäßig leicht und dünn aufgetragen; namentlich die Randlinien sind fein und die
rundlichen Flecken der Postdiscalreihe schwach ausgebildet. Unterseite der Vflgl in der Innenhälfte rosarot ;
sonst wie bei coronis, mit deutlichen Silberflecken vor dem A])ex und im oberen Teil des Außenrds. Hflgl mit gro¬
ßer, überaus deutlicher Silberfleckung auf hell grünlich-grauem Grund ; zwischen den beiden äußeren Flecken¬
reihen ein ziemlich breites, hell graugelbes, von der Grundfarbe sich scharf abhebendes Marginalband. 5' kennt¬
lich an der rötlichbraunen Grundfärbung der Hflgl-Unterseite. Außer in Utah ist p)kitina auch in Idaho gefunden
worden.
A. Chitone Edw. {81 c) aus Kalifornien und den angrenzenden Staaten ist in beiden Geschlechtern ober- chitonc.
seits trüb rotgelb, mit graubraun beschattetem Wurzelfeld, und mäßig kräftiger Schwarzzeichnung. Unterseite
der Vflgl von der Basis bis zur Außenhälfte blaß gelblichrot, vor der Spitze und längs der Adern tief rostbraun
schattiert. Marginalflecken ledergelb, ohne Silber. Hflgl-Unterseite des hell ockerbraun, graugelb bewölkt ;
Submarginalband breit, rein ledergelb, Außensaum braun.. Alle Flecke klein, nur ganz schwach versilbert.
$ ganz dem ähnlich, aber immer mit deutlicher Versilberung der äidleren Fleckenreihe, während die ülirigen
nur ausnahmsiveise mit dünnen silbrigen Schüppchen lielegt sind. Spannweite 5,6 — 6,3 cm. Kalifornien, Arizona,
Nevada und Utah.
A. coronis Behr ($= nevadensis AV/»’.) (85 e, 86a). (J oben gelblich oder rötlichbraun, mit leicht braun be- coronk.
schattetem Wurzelfeld. Die dunklen Zeichnungen namentlich des Außenteils der Figl nur mäßig stark, jedoch
sehr deutlich und scharf. Mittelbinde der Vflgl ziemlich breit, auf den Hflgln nur schwach entwickelt. Unter¬
seite der Vflgl graugelb, bis rötlichgelb, Wurzelfeld und Medianadern orangerot bestäubt. Subapical sowie i\lar-'
ginalflecken mehr oder weniger stark versilbert. Hflgl bis zum Außendrittel braun, mit rötlicher, im Discus
ledergelber Bewölkung; Submarginalband mäßig schmal, scharf begrenzt, blaß ledergelb. Silberflecken groß,
eiförmig; auch der basale Teil des Vor der rds und der Abdominalrand deutlich versilbert. $ von etwas blässerer
Färbung als (J, kräftiger gezeichnet und mit ausgedehnterer Verdüsterung des Wurzelfeldes. Randlinien der
Vflgl zusammengeflossen; die von den Submarginalmöndchen umschlossenen Flecken fast weiß. Unterseite
dem ganz ähnlich, nur mit bräunlicher Färbung der Wurzelhälfte der Hflgl. coronis ist in der Färbung der
Unterseite bedeutenden ScliAvankungen unterAvorfen. Während im südlichen Kalifornien (bei Gilroy) normale
Stücke die Regel sind, zeigen Exemplare von Mount Shasta im Norden des Staates soAvie A^on Washmgton
(von Judith Mountain, Morrison coli.) und Alberta (Geddes) viel hellere Färbung, zimmtrot bei den (Jo,
hell rehbraun bei den $$. Ein Exemplar, das Morrison in Nevada erbeutete, ist unterseits entschieden gelb
mit lichtgrauer Beivölkung, AA'ährend bei emem ^ von Utah (Neumoegen) die ganze Hflgl-Unterseite, soAA'ie
die Vflgl bis auf die Wurzel fast rein gelb, ohne jede Beivölkung erscheint. Das Bild, das Edaa’ARDS im I. Band
seines Werkes über nordamerikanische Rhopalocera als A. nevadensis-^ abbildet, bezieht sich hi Wirklichkeit
auf eine Form der coronis mit ganz blasser Unterseite, die Edwards bei Virgüiia City in Nevada erbeutete.
416
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
sinjderi.
llliana.
haroni.
laura.
■umcaria.
callipe.
»Später iin Jahre 1878, nachdem Mbad und Morrison eine ziemliche Anzald Exemplare, sowohl der coronis
als der wirklichen A. nevadenrns aus Nevada mitbrachten, wurde der Irrtum aufgeklärt, nevadensis-^ ist immer
leicht kenntlich an der grünen Eärbung der Unterseite. »Spannweite: 5,3 — 6,3 cm, $ 6,3 — 7,5 cm. Das Verbrei-
tungsgeliiet der coronis erstreckt sich vom südlichen Kalifornien durch Oregon und Washmgton bis nach dem
südlichen British Columbia, und östlich durch Utah, Nevada, Montana bis nach Alberta (Crows Nest, Gbddes).
Dagegen ist die Art noch nicht in Colorado beobachtet worden.
A. snyderi Skinner (86 b) ist von etwas größerer Gestalt als die vorige Art, mit der sie jedenfalls nahe
verwandt ist. ^ oben hellbraungelb, mit nur schwach verdüstertem Wurzelfeld und nicht übermäßig kräftiger,
am Außennl sogar recht feiner, aber äußerst scharf von dem hellen Grund sich abhebender »Schwarzzeichnung.
Vflgl-Unterseite mit 2 deutlich versilberten Apical- und 5 ebensolchen Marginalflecken. Die grau-grüne Grund¬
färbung der Hflgl-Unterseite ist unterbrochen durch ein schmales, hell ledergelbes »Submarginalband; alle
Flecken groß und glänzend silbern. $ ganz dem ^ ähnlich, nur ist die Grundfärbung der Hflgl-Unterseite von der
Wurzel bis zum Außendrittel bräunlich anstatt gran-grün. »Spannweite: S 7,5 cm, $ 8,3 cm. Die früheren »Stände
ebensowenig wie die der vorigen liekannt. Die Heimat der Ai’t ist Utah, wo sie mit coronis zusammen
vorkommt.
A. liliana H. Edw. (86 c) steht etwa in der Mitte zwischen A. coronis nnd callippe. E oben rötlichgelb,
in allen »Schattierungen von hell zu dunkel, mit ziemlich leichter »Schwarzzeichnung; die Medianflecken der Hflgl
sind zu einer feinen zusammenhängenden Binde zusammengeflossen; die hellen Marginal- und Discalmakehi
meist blasser als die Grundfärlmng. Vflgl-Unterseite hell graugell) ; Wurzelfeld und Ird liis unter die Zelle
hellbraun, gelegentlich rotliraun, die Mittelfelder und das Zellende gelblich; nicht selten sind auch die Adern
in der Plglmitte rötlich bestäubt; vor dem Apex ein braunes Feld mit 2 oder 3 »Silbe rfleckchen ; die oberen
5 Banelflecken ebenfalls stark versilbert. Hflgl braun, nur leicht gelb durclnvirkt; Marginalband schmal, ocker¬
braun. »Silberflecken groß, hell glänzenel. $ bedeutend heller als (J, mit ganz verblaßten Randflecken aller Figl.
Unterseite wie die des aber an der Wurzel und längs der Adern mehr ausgesprochen rot. »Spannweite: (J 5,5,
$ 6 cm. Das Fi ist von gelber Farbe ; kegelförmig, olien abgestumpft und etwas eingedrückt, die Höhe die Breite
der Basis kaum überschreitend; 22 — 23 Verticalrippen ähnlich wie bei den andern bekannten Gattungsgenossen.
lUer, welche in der ersten Hälfte des Juli gelegt wurden, schlüpften nach 13 Tagen, und die Räupchen begaben
sich ohne weiteres in die Winterquartiere (Edwarhs). Die fernere Entwicklung der Rpe bis zur Pp und zum
Falter ist noch nicht lieoliachtet worden. — Als ab. barotli Ediv. wurde eine Abart beschrieben, die durch
bedeutend verstärkte, abnorme Schwarzzeichnung von der typischen Form abweicht. Die beiden Saumlinien
der Oberseite aller Figl sehr dick, und die Randmöndchen zu einem koutimderlichen Bande ausgezogen. Die
runden Postdiscalflecken ebenfalls zu einer Binde vereinigt, die von der Costa bis zur oberen Mediane reicht;
darunter noch 2 schwarze Flecken. Untei’seits sind die silbernen Randflecke der Vflgl zu einer Binde verschmol¬
zen, ebenso die Randmöndchen der Hflgl, und die 3 oberen costalen Flecken der zweiten Reihe fließen zu einer
einzigen großeii Makel zusammen, lilinna findet sich im nördlichen CJalifornien (Type von Napa Co.). »Stücke aus
der Umgebung von Los Angelos (Godman und H. J. Elwes) stehen der A. cnUippe recht nahe, mit der die Art
zusammen fliegt.
A. laura Edw. (87 b) d' oben satt rotgelb, mit leichterVerdüsterung des Wurzelfeldes beider Figl und kräf¬
tiger, markanter Schwarzzeichnung. Die dicken Randlinien schließen kleine Fleckchen der Grundfarbe ein.
Die Discalmakehi der Hflgl heller als der Grund. Vflgl-Unterseite rötlich orangefarben, am Apex und Hrd
ledergelb. Die Apical- und oberen Marginalflecke meist deutlich silbern. Hflgl blaß gelb, das »Submarginalband
außergewöhnlich breit und rein gelb; Silberflecken groß und deutlich ausgeprägt. $ bedeutend blasser als
sonst demselben durchaus ähnlich. »Spannweite: 5,5, ^ 6 cm. laura kann als der Nevada- Vertreter, oder viel¬
leicht auch als eine Unterart der ziemlich veränderlichen A. coronis angesehen werden. Außer in Nevada ist sie
auch aus dem nördlichen Kalifornien, Oregon und Washington bekannt geworden.
A. macaria Edw. ( 88 a) ist eine weitere, der vorigen und A. coronis nahestehende Ai’t, noch kleiner als laura.
oben lebhafter gelbrot als coronis, mit ganz schwacher Zeichnung; namentlich auf den Hflgln sind die Median¬
flecke zu einzelnen dünnen, kurzen »Strichen aufgelöst und die Discalflecken nur ganz gering ausgebildet. Beide
Saumlinien ungemein fein; das Wurzelfeld aller Figl jedoch auf kurze Entfernung von der Basis stark verdunkelt.
Vflgl unterseits orangerot, mit ledergellier Spitze ; die oberen Marginalflecken leicht versilbert. Hflgl im Außen¬
drittel gelblich; das Discal- und ’Wurzelfeld braunbewölkt; das »Submarginalband rein ledergelb. Alle Flecken
groß und stark versilbert. $ von bleicherem Kolorit als E- Ui® <^^er zweiten Silberfleckenreihe unterseits ent-
s])rechenden Medianflecken der Hflgl heben sich hell vom dunkleren Grunde ab. Die Schwarzzeichnung ist noch
schwächer als beim Spannweite: 5, $ 5,5 cm. Die früheren Stände sind nicht bekannt. Eine seltene Art,
deren Heimat auf Kalifornien und Nevada beschränkt ist.
A. callippe Bsd. (85 e). Vflgl gestreckt, schmal, mäßig gebogen. J oben trüb rotgelb mit weit ausgedehn¬
ter Verdüsterung des Wurzelfeldes; beide Figl am Innenwinkel, und fast % der Hflgl schwärzlich bestäubt;
alle Adern breit schwarz umrandet; Außensaum schwarz, Randmöndchen kräftig und mit ehiander, sowie
^ijA^rjeijebeit -oi- 'V 1. 1913,
ARGYNNIS. Voji Dv. Tu . Lkjibiann.
417
mit dem AiiBensaum verbunden; die kleinen von ihnen umschlossenen, dnueckigen, hellen Marginaltle(;kehen
aller Figl, sowie die fast viereckigen Discalmakeln der Vflgl durch helleres Kolorit von der (huiKifärbung deut¬
lich sich abhebend; noch mehr ist dies der Fall bei den der unteren Silberfleekenreihe entsprechenden ovalen
Makeln im Mittelfelde der Hflgl, die noch mehr verblaßt sind und noch deutlicher mit dem Grunde kontiastic-
ren. Vflgl-Unterseite bleich ledergelb, Wurzelfeld und die unteren Rippen rotgelb bestäubt. Hflgl bis zum
Außendrittel dunkel rotgelb, das Submarginalband rein ledergelb; Silberflecken groß und von sehr starkem
Glanz. $ im allgenfeinen heller als Fiscalfeld beider Figl und die Median- und Marginal mäkeln der Hflgl fast
weiß; Schwarzzeichnung noch kräftiger ausgeprägt als beim Auch die Unterseite ähnelt der cles nur ist
sie etwas blasser, callvppe ist leicht erkennbar an der starken Verdüsterung des Wurzelfeldes aller Figl, sowie
an den durch auffallend blasse Färbung vom Giaind sich ül)eraus deutlich abhebenden Makeln des Discal- und
Medianfeldes. Spannweite: ? his 7,5 cm. Nach I)r. Beiir ist callippe durch ganz Kalifornien verbreitet
und recht häufig, namentlich in der El)ene. Bei San Francisco ist sie l)ei weitem die gemeinste Argynnis', sic
fliegt hier im Juni in Gesellschaft mit den viel seltneren A. lilimia und semiramis . Ueber ihre Lebensweise
berichtet Wbight aus San Bernardino folgendes: ,, callippe geht von der Meeresküste bis auf 80t) Meter Meeres¬
höhe, und bevorzugt die trocknen, tieferen, windgeschützten Täler. Die Flugzeit ist ziemlich kurz, nur etwa
5 Wochen, und alles deutet darauf hin, daß nur eine Generation vorkommt. Die erscheinen etwa am 20. Mai ;
sie smd ruhelose Flieger, die sich nur ausnahmsweise auf einer Blüte niederlassen, um einen kurzen Augenblick
zu saugen. Anfangs Juni erscheinen die $$; im Gegensatz zu den d'cJ fliegen sie nur wenig; meist sieht man sie in
der Nähe von und zwischen den abgestorbenen Zweigen und Aestchen der an den Abhängen wachsenden Sträucher,
in deren spärlichem Schatten im Frühjahr gewisse Veilchenarten grünen, deren Blätter aber bereits anfangs
Juni absterben; sie wachsen nur an den Abhängen, nicht auf der Sohle des Tales; die $$ suchen auch niemals
grüne, frische Pflanzen auf, sondern flattern und kriechen vielmehr auf dem Boden zwischen den vertrockneten
Blättern und Stengeln umher; wenn sie eine zur Eiablage günstige Stelle gefunden haben, bohren sie den Hlb
so tief als möglich in den lockeren Humus ctder die halbverwesten Blätter, und legen ein oder mehrere Eier,
worauf sie eine andere ähnliche Stelle aufsuchen, um dort dasselbe Spiel zu wiederholen. Die Räupehen schlüpfen
nach etwa 12 Tagen und müssen nun bis zum Beginn des nächsten Frülijahrs m erstarrtem Zustand zubrhigen.
Im Frühjahr ist es mir nie gelungen, die Rpn zu fmden“.
A. juba Bsd. aus Kalifornien ist nach der Beschreibung des Autors so nahe verwandt mit callippe, juha,
daß er sie als eine Lokalrasse derselben betrachtet. Die Oberseite l)eider Geschlechter ist lebhaft rotgelb, aber
ohne den für’ calliqrpe-i^ charakteristischen schwärzlichen Ton. Unten ist sie nur unbedeutend von der letzteren
verschieden. Edwards dagegen neigt zii der Annahme, daß sie eher als eine den Uebergang zu den Arten der
callippe-Qvwppe vermittelnde Abart der wie oben erwähnt recht veränderlichen coronis anzusehen ist, während
wiederum Lorquin sie als eigene Art betrachtet. Wie dem auch sei, kann die Frage nur durch geeignete Zucht¬
versuche gelöst werden.
A, nevadensis Ediv. (86 c, d) steht in bezug auf die Zeichnung der Oberseite und die Gestalt und GröJ.le nevaJe
der Silberflecken edwardsii recht nahe. Vflgl verhältnismäßig schmal, lang gestreckt. einerseits l)leich rötlich¬
gelb, nur leicht an der Wurzel verdunkelt. Außenrd von zwei ziemlich dick schwarzen, parallelen Linien um¬
säumt, welche einen schmalen, durch die Rippen unterbrochenen Streifen der Grundfarbe umschließen und die
miteinander verbundenen dünnen Submarginalmöndchen berühren. Die schwarzen Discalflecken ziemlich
reduziert, aber sehr deutlich, wie l)ei edwardsii. Medianbinde der Hflgl zusammenfließend. Vflgl-Unterseite
bleich ledergelb, an der Wurzel und innerhalb der Zcllflecken leicht rötlich angehaucht; Apex sowie die hmteren
Sulunarginalflecken grünlich olivenfarbig; die oberen Randflecken und Subapicalmakeln deutlich silbern. Hflgl
grünlich, mit nur mäßig breitem, jedoch scharf begrenztem, trüb ledergelbcm Submarginalband und auffallend
großen, stark hervortretenden Silberflecken; Abdoniinalrand und der basale Teil des Cosfalrandes ebenfalls
versilbert. $ dem ^ ähnlich, nur größer und etwas blasser. Der Außenrd der Vflgl Iweifer schwarz, mit geringen
Spuren verschwindend kleiner rotgelber Fleckchen. Die von den Submargüialmöndchen umschlossenen hellen
Makeln, sowie die der zweiten Silberfleckenreihe entsprechenden Discalflecken der Hflgl bleich ledergelb. Vflgl-
Unterseite ähnlich wie beim (J, blaß ledergelb, aber mit tief rotgelbem Wurzelfeld und Ird. Hflgl wie beim (J,
nur dunkler und glänzender grün, untermischt mit blaß olivengrün, und mit großen, prächtigen Silberflecken.
Spannweite: ^ 5,6 cm, $ 6,0- — 6,6 cm. Die früheren Stände sind nicht bekannt. Das Verbreitungsgebiet der A.
nevadensis umfaßt die gebugigen Teile von Utah, Nevada, Wyoming, Montana, Washington und die angren¬
zenden Gebiete von British Columbia; aber sie schemt immer lokal zu sehi. H. Edwards, der diese Art zu¬
erst entdeckte, fand sie in der Nähe von Virginia City in Nevada, „besonders häufig m den warmen Bergschluchten
(canons) nahe bei Washoe Lake, einem prächtigen Gebhgssee, 2 Meilen breit und 7 Meilen lang, 2000 Meter
über dem Meeresspiegel auf den Ausläufern des Hochgelmges gelegen, dessen höchster Gipfel Mt. Davidson ist,
und an dessen Abhängen Vüginia City sich hinzieht. Im Frühling bedecken sich die LTer des Sees mit einer üp¬
pigen Vegetation, in der Compositen, Violaceen und Liliaceen eine bedeutende Rolle spielen. Hier fliegt M.
nevadensis in Menge, aber der rasche, gewandte, ruhelose Flug der Falter, die sich nur selten auf einer Blüte
zum Saugen niederlassen, macht den Fang dieser wie der meisten Hochgebhgsfalter der Felsengebhge auf dem
418
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
zerklüfteten Terrain ungemein schwierig und mühsam. Schon um zu den Flugplätzen zu gelangen, muß der
Sammler oft meilenweit über ausgetrocknete, steile und unwegsame, jedes Baumumchses bare und nur mit
Salbeigestrip^jp bewachsene Gebirge klettern; Quellen sind äußerst selten, und er kann von Glück sagen, wenn
es ihm gelingt, während emes langen Tagemarsches einige Tropfen Wasser zu finden“ (Edwards). Die Art wurde
von Dr. Staudinger und Möschler als mit der europäischen A. aglaia identisch angesehen, ohne Begründung,
denn der ganz Habitus des Falters, die Figlform, Gestalt und Anordnung der Silberflecke und die Färbung der
Unterseite beider Geschlechter ist so sehr verschieden, daß sie kaum in dieselbe Gruppe eingereiht werden kann
(Elwes).
mcadii. A. meadü Ediv. (87 c) wurde von manchen Autoren als eine Form der A. edwardsii angesehen; aber
die Verschiedenheit zwischen ihnen erscheint zu groß und konstant ; viel eher könnte man sie als eine extreme,
bedeutend kleinere Unterart der A. nevadensis betrachten. Vflgl im Gegensatz zu edwardsii mäßig gebogen,
mit nur wenig ausgezogener Spitze. Oberseite bedeutend dunkler, satter rotgelb als bei nevadensis, an der
Wurzel leicht verdunkelt, mit breit schwarz bestäubten Adern und schmaler, auf den Hflgln zusammengeflosse¬
ner Mittelbinde. Unterseite der Vflgl an der Wurzel und längs der Adern im Discus blaß zimmtbraun, sonst
hell ledergelb mit stark grünlichem Anflug der Spitze und des Außenrds. Die oberen Randflecken und die 3
Subapicalaugen stark versilbert. Hflgl durchaus ziemlich dunkel goldgrün, mit starkem Seidenglanz, dadurch
von allen andern amerikanischen Argynnis sich unterscheidend. Das Submarginalband ist nur leicht angedeutet
durch eine blaßgelbe Aufhellung zwischen den beiden äußeren Silberfleckenreihen. Alle Flecken, ebenso der ba¬
sale Teil der Costa und der Abdominalrand stark versilbert. $ ebenso wie bei der vorigen Art dem S ähn¬
lich, nur durch etivas blässere Färbung und stärker ausgeprägte Zeichnung abweichend. Spannweite beider
Geschlechter nur wenig verschieden, etwa 5,5 cm. Die früheren Stände sind uidiekannt. nieadii findet sich
in den Gebirgen von Colorado (Turkey Creek Jn., Juni, Mead), Utah, Montana (Dr. Hay^den) Ins nach Alberta,
Canacla.
cdwardsvu A. edwai'dsii jReak. (= aglaja Edw.) (86 d) ist, etwa in derselben Weise wie aphrodite mit cyhele und
aüantis, nahe verwandt mit nevadensis und nieadii, von denen sie oberseits durch die lelihaftei’e Färbung, die aus¬
gedehntere Verdüsterung des Wurzelfeldes, den breiter schwarzen Außensaum, namentlich der $$, sowie durch
die olivenbraune Färbung der Hflgl-Unterseite abweicht. Auf der Oberseite der (Jd* ^üid die Randmonde mit
einander und mit der inneren Saumlinie verbunden, und umschließen rötlichgelbe Flecken von hellerem Ton
als die Grundfärbung. Die Discalflecken der Hflgl ziemlich reduziert. Unterseite der Vflgl mit blaßrötlicher
Basis und gleichgefärbten Medianadern ; die Außenhälfte hell ledergelb, mit Ausnahme der Figlspitze und des
Irds, die grünlich angehaucht sind. Submarginalflecken deutlich versilbert. Hflgl licht olivenbraun, mit gelb¬
licher Bewölkung. Das blaß graugelbe Submarginalband schmäler als in nevadensis und nieadii, stark von der
dunkleren Grundfarbe eingeengt. Silberflecken deutlich. $ oben noch mehr verdüstert als (J, fast nie bei cal-
lippe, der sie sich auch sonst etwas nähert durch die auffallend hellen Sidnnarginalmonde aller Figl und nament¬
lich der Discalmakeln der Hflgl. Vflglspitze durch die blässere Färbung vom Grund sich abhebend. Unterseite
wie beim d*, nur mit tiefer olivenfarbigem Kolorit der Spitze und des Außensaums der Vflgl und der ganzen
Fläche der Hflgl, auf welchen die gelblichen Einlagerungen des A nur als ganz schwache Aufhellungen erscheinen ;
das Submarginalband ist noch mehr als lieim ^ eingeengt, nicht selten fast gänzlich verdrängt oder nur leicht
angedeutet, ähnlich wie bei aphrodite. Silberflecke groß, die der äußeren Reihe dreieckig mit dünn schwarzer
proximaler Begrenzung. Spannweite: 7,0 — 8,2 cm. edwardsii wurde ursprünglich beschrieben nach Exemplaren,
die von Ridings im August 1864 bei Ernpn-e City, Colorado im Gebirge erbeutet wurden. Die früheren Stände,
die von Edwards in Can. Entom. Vol. XX, p. 3. beschrieben wurden, ähneln denen von A. atlaniis. Außer
in Colorado kommt edwai'dsii auch in Nevada und Utah vor, al)er anscheinend immer in höheren Lagen als
nevadensis.
rupestris. A. rupestris Behr. (87c). Oberseite der Vflgl satt rotgelb; die Verdunkelung des Wurzelfeldes
reicht beinahe bis zur Mittelbinde ; diese wie alle übrigen Zeichnungen kräftig und breit angelegt. Färbung
der Unterseite ledergelb, gegen die Basis und am Ird rot überhaucht. Nahe der Flglspitze ein rostbraunes Feld,
die Randmöndchen braun, am dunkelsten gegen den Innenwinkel. Marginalflecke hell ledergelb, ohne Silber.
Hflgl ebenfalls trüb ledergell), zimmtbraun bewölkt, variierend von hell zu dunkel. Das Submarginalband
grau gelblich, am unteren Ende etwas von der dunkleren Grundfarbe eiiigeengt. Alle Flecken ohne Silber, nur
selten schwache Spuren davon sichtbar. $ oberseifs wie das gezeichnet, aber mit weit kräftigeren Rand- und
sonstigen Zeichnungen auf liellerem Grund, der im Discus einen entschiedenen gelblichen Ton annimmt. Die
Randmakeln weißlich. Unter.seite lebhafter gefärbt als beim (J; Vflgl gleichmäßig hellrot von der Wurzel
bis unter die obere Mediane und längs der Adern im Discus; darüber hinaus ledergelb. Hflgl wie beim nur
sind die Flecken stets mehr oder weniger stark versilbert. Spannweite : 5, $ 5,5 cm. Nichts ist über die Entwick¬
lungsgeschichte bekannt geworden, rupestris ist ziemlich häufig in den höheren Lagen des Mt. Shasta ni Kali¬
fornien, sowie Mt. Bradley und der Weber Mountahis in Utah.
scmiramis. A. semiramis Ediv. (87d) vereinigt die Charaktere von A. coronis (Unterseite) und A. adiante (Oberseite);
in der Tat wird sie von einigen Autoren als südliche Steppenform der ersteren angesehen. oben lebhaft rot-
ARGYNNIS. Von Dr. Tn. Lehmann.
419
gelb, die Scliwarzzeichnung wie bei adiante stark reduziert, nanientlicb auf den Mflgln. Unterseite der Vflgl
von der Wurzel bis zur Außenhälftc zirnmtrot, weiterbni ledergelb. A])ex und Außenrd braun; die oberen
Randflecken und 2 Suba])icalaugen von starkem Silberglanz. Hflgl von der Wurzel bis zu dem bräunlich-gelben
Sidjinarginalband rostbraun mit helleren Einlagen; alle Flecken lebhaft sillx'rglänzend . $ oben dem cj ähnlich
mit etwas markanterer Zeichnung. Vflgl-Unterseite einfarbig rötlich bis zur S])itze, nur das obere Zellende leder¬
gelb. Hflgl meist rehbraun, mit etwas hellerem iSubmarginalband ; jedoch kommen auch Stücke vor mit be¬
deutend dunklerer Grundfärbung und deutlich abgesetztem Band. Silberfleckung durchaus stark ausgeprägt.
Spannweite: cJ $ 7 — 7,5 cm. semiramis ist recht häufig in der Umgebung von San Bernardino im südlichen
Kalifornien, namentlich in dem Gebirge, welches das S. Bernardino-Tal von der Mohave-Wüste trennt.
A. inornata Ediv. (86 e) ähnelt der A. rupestris in der Zeichnungsanlage, ist aber von bedeutend größerer
Gestalt und bleicherer Färbung. Vflgl stark gebogen, mit ausgezogener Spitze, d' oben hell rötlich-gelb, mit
stark und ausgedehnt verdunkeltem Wurzelfeld; die beiden Saumlinien zu einem ziemlich breiten Band ver¬
schmolzen. Die schwarze Zeichnung ist mäßig kräftig, nur im Discalfeld verhältnismäßig dünn. Vflgl-Unter¬
seite zimmtbraun, mit ledergelber Spitze; Hflgl bis zur zweiten Fleckenreihe rötlichbraun, das Submarginal¬
band rein ledergelb, nur leicht gegen den Analwinkel zu von der dunklen Grundfarbe überschattet. Alle Flecken
groß, bleichgelb, gänzlich ohne Silber. $ oben etwas heller als d';das Wurzelfeld satt orangerot, nach außen
und namentlich aid' den Discal- und Marginalmakeln der Hflgl weißlich gelb verblaßt. Vflgl-Unterseite orange¬
rot anstatt zimmtbraun, Hflgl hell grünlichbraun, gelblich durchwirkt. Die Flecken sehr groß, aber meist
ohne Silber, nur in Ausnahmefällen mit einigen Silberschüppchen dünn bestreut. Spannweite: d* b,3, ? 6,8 cm.
Ursprünglich beschrieben nach einem (d? aus Downieville, Kalifornien, kommt inorndta auch in Nevada (Virginia
City, Edwards) vor, ist aber ziemlich selten in deji Sammlungen, da sie ungemein scheu und wegen ihres uner¬
müdlichen, raschen Fluges nur schwer zu fangen ist. Im Gegensatz zu zerene und monticola besucht sie niemals
Blumen, sondern läßt sich, um auszuruhen, auf Baumblättern nieder, xind mir für eirien Augenblick, um sofort
wieder ihren ruhelosen Flug anzutreten.
A. atossa Ediv. (86 d) steht der nächstfolgenden adiante recht nahe. ^ oben lebhaft gelbrot, mit nur wenig
verdunkelter Wurzel. Die Zeichnungen der Oberseite sind sämtlich äußerst reduziert und fehlen namentlich
auf den Hflgln fast vollständig. Der Außenrd beider Figl ist nur von einer einzigen feinen Linie begrenzt, sonst
fast ohne jede Zeichnung, nur auf den Vflgln finden sich noch als Reste der üblichen Reihe von Marginalmöndchen
am Innenwinkel 3 kleine Fleckchen. Unterseite aller Figl blaß ledergelb, an der Wurzel und am Ird der Vflgl
lebhaft rot übergossen, auf den Hflgln mit ganz schwach verdunkeltem Wurzelfeld und Discus; fast jede vSpur
von Zeichnung in Zelle, am Apex und Außenrd ist ausgelöscht; die Flecken der Vflgl, sowie Hflgl gänzlich
ohne Silber, oft überhaupt nur schwach angedeutet und kaum erkennbar. $ wie das (J, nur mit feurigerem
Rot des Wurzelfeldes der Vflgl-Unterseite. Spannweite: 6, $ 7 — 7,6 cm. atossa ist eine ungemein seltene
Art oder vielleicht auch nur eine extreme Abart der A. adiante Bsd. vom südlichen Kalifornien. Der genaue
Fundort der männlichen Type ist unbekannt; aber im Juni des Jahres 1889 erbeutete Burrison mehrere $$
bei Tehachape, in einem von einem Bache durchströmten Seitentälchen, 4 englische Meilen von dem Ort ent¬
fernt, auf etwa 1400 Meter Meereshöhe. Im Juni 1905 erbeutete F. Grinnel auf Mt. Pinos unter einer IMenge
von typischen H. ewi/Rome ein Exemplar der atossa, das von Coolidge als ein extrem blasses Individuum der
eurynome angesehen wurde. Seither ist nichts über das Vorkommen der atossa bekannt geworden.
A. adiante Bsd. (= adiaste Behr) (86 d). E oben lebhaft rotgelb, mit schwach verdunkeltem Wurzel¬
feld und stark reduzierter Schwarzzeichnung, namentlich der Hflgl, deren Mittelbinde zu einer dünnen, ge¬
brochenen Linie zusammengeschmolzen ist; die Submarginalmöndchen klein, die Saumlinie nicht berührend;
die Postdiscalflecken aller Figl minimal. Unterseite der Vflgl blaß rötlichgelb, mit stark aufgehellter Spitze
und orange-rotem Wurzelfeld. Die Zeichnungen der Außenhälfte sind fast gänzlich verschwunden. Hflgl hell
ledergelb, innen hell rehbraun schattiert; Außenrd bräunlich, alle Flecken ohne Spur von Silber, graugelb
mit feiner brauner jiroximaler Umrandung, gelegentlich nur noch undeutlich sichtbar. $ dem ähnlich, aber mit
stärkerer Schwarzzeichnung der Oberseite und tieferer feuriger Rotfärbung des Wurzelfeldes und der Innen¬
hälfte der Vflgl-Unterseite. adiante ist eine sehr konstante Form und scheint, im Gegensatz zu den übrigen
kalifornischen Argynnis, weder Variationen, Aberrationen noch Lokalrassen zu bilden (Behr). Sie findet steh
nicht an der Küste, sondern nur im Innern des südlichen Kaliforniens (bei Los Gatos), bei Scarsville in Santa
Clara County; in manchen Jahren ist sie ziemlich häufig, aber immer lokal. Die südliche Grenze ihrer Verbrei¬
tung ist noch nicht festgestellt.
Mit A. artonis Edw. (87 d), die den Uebergang von adiante zu der Eur ynome-Gvwppe vermittelt, beginnt
eine Reihe von Arten, die alle mehr oder weniger mit A. eurynome verwandt sind und von vielen Autoren als
Varietäten oder Lokalrassen derselben angesehen wurden. Ob mit Recht, ist zur Zeit bei unserer mangelhaften
Kenntnis der Entwicklungsgeschichte dieser Formen nicht zu unterscheiden. Nur von eurynome und eghis
sind die früheren Stände bekannt. leicht von eurynome-^ zu unterscheiden durch das völlige Fehlen des Sil¬
bers aller Flecken der Unterseite, die außerdem viel weniger lang ausgezogen sind als bei jener Art. Unterseite
inornalfi.
atosm.
adiante.
artonis.
420
ARGYNNIS. Von Dr. Th. LehmaHH.
clio.
Opis.
h ischoffi.
eiirynomc.
arge.
erinna.
ohne chinkle Randzeichnnngen. $ dem ^ ähnlich, aber mit kräftigerer, mit der hellen Grundfarbe scharf kon¬
trastierender Zeichnung; die von den Randmöndchen umschlossenen Flecken sind stark verblaßt, ausnahms¬
weise groß. Unterseite der Vflgl stark rötlich angelaufen, ähnlich wie bei adiante-^. Spannweite: ^ 4,4 — 5,
$ 5—5,4 cm. Ihre Heimat ist Utah, Arizona, Colorado und Montana.
A. clio Ediv. (87 d) ist nach hischoffi einer der nördlichsten Vertreter der Euryriome-Gvu-p-pe. Die
Färbung der Oberseite beider Geschlechter ist feuriger und satter rötlichgelb als bei eurynome, blasser beim $
als beim d', mit nicht sehr starker Zeichnung und mäßig verdunkeltem Wurzelfeld. Außensaum ziemlich kräf¬
tig gezeichnet, namentlich beim $, die zwischen demselben und den Randmonden eingelagerten blassen Mar¬
ginalflecken heben sich deutlich von der dunkleren Grundfarbe ab. Wie bei artonis sind auch hier die Flecken
der Unterseite gänzlich ohne Silber. Ueberhaupt haben beide Arten so vieles gemein, daß es schwierig ist, sie
stets mit Sicherheit auseinander zu halten. Spannweite: cj 4,5 cm, $ 4,5 — 4,9 cm. Diese Art oder Varietät
findet sich in den hölieren Gebirgslagen von Montana und Alberta (Elwes, Geddes).
A. opis Edw. (87 e) ist die Form von British Columbia, noch bedeutend kleiner als clio-, von eurynome
zu unterscheiden aul,ler durch die germgere Größe durch die weitgehendere Verdüsterung des Wurzelfeldes
und Abdominalrandes der Oberseite beider Geschlechter, und die kräftigere Zeichnung auf trüberem Grund.
Sie ist mit Ausnahme der Arten der Gruppe die kleinste aller Argynnisarten Nord-Amerikas. Vflgl
kurz und leicht gebogen. Der untere Teil des Wurzelfeldes und Ird dicht braun behaart. Vflgl-Unterseite des
E niclit oder nur ganz schwach rötlich an der Wurzel; die Submarginalflecken beinahe ausgelöscht. Hflgl blaß
ockerfarbig im Discus, leicht rot bewölkt; Submarginalband durch eine leichte Aufhellung der Grundfarbe
undeutlich gekennzeichnet. Alle Flecken verblaßt, trüb ockerfarbig, ohne Silber. $ satter rotgelb als beide
Figl von der Wurzel bis zur Mittelbinde stark verdüstert, alle Zeichnungen markanter. Vflgl-Unterseite durch¬
aus rötlich getönt bis zur hell ockerfarbigen Figlspitze. Hflgl wie beim Spannweite : J 3,8, $ 4 cm. Die Type
wurde von G. R. Crotch im Jahre 1873 auf Bald Mountain, im Caribou Distrikt von British Columbia, erbeutet.
A. bischoffi Edw. (87 d) ist der Vertreter der eRrywome- Gruppe im hohen Norden. S'- Oberseite leb¬
haft rotgelb, das Wurzelfeld der Vflgl und die Innenhälfte der Hflgl mit tief purpurschwarzer Schattierung,
welche die Zeichnung völlig verdeckt. Alle Figl durch mäßig kräftige Saumlinien eingerahmt, die eine Reihe
kleiner Fleckchen der Grundfarbe umschließen; diese letzteren sind häufig gegen den Innenwinkel obsolet.
Sonst gleicht die Oberseite der von A. eurynome. Vflgl-Unterseite ledergelb, mit rötlichem Wurzelfeld und Dis¬
cus. Hflgl blaß ledergelb, bis zum Außendrittel grau-grünlich schattiert. Das Submarginalband ist rein leder¬
gelb. Die Flecken der Unterseite sind in der Mehrzahl der Fälle grau-gelb, ohne Silber, gelegentlich fast aus¬
gelöscht; m andern Fällen zeigen sie ziemlich weitgehende Versilberung. $ Oben sehr bleich graugelb, distal
leicht rötlich angehaucht. Alle Zeichnungen tief und l)reit schwarz. Wurzelfeld der Vflgl und über die Hälfte
der Hflgl fast tief schwarz verdunkelt. Beide Saunüinien zu einem kräftigen schwarzen Streifen zusammen -
geflossen; zwischen diesem und den Randmöndchen eine Reilie fast weißer Flecke; außer diesen, sowie einem
schmalen hellen Streifen im äirßeren Discus und am distalen Ende des Costalrandes der Vflgl, und den ebenfalls
schmutzig weißen, der zweiten unteren Fleckenreihe entsprechenden Makeln der Hflgl ist nichts mehr von der
Grundfärbung sichtbar. Unterseite ganz ähnlich wie beim (J; auch hier treten die Flecken mit oder ohne Silber
auf, sind jedoch in der Mehrzahl der Fälle deutlich versilbert. Spannweite : 4,5, $ 4,7 cm. Ihre Heimat ist Alaska,
die Tyi)e wurde Mitte Juli bei Sitka erbeutet.
A. eurynome Edw. (86 e). Vflgl schwach gebogen, mit etwas ausgezogener Spitze, cj oben lebhaft
gelblich-braunrot, nur leicht an der Wurzel verdunkelt. Schwarzzeichnung mäßig kräftig; die Sarimlinien nicht
selten zu einem mäßig breiten Streifen verschmolzen. Submarginalmonde zu einer Kette zusammengeschlossen,
eine Reihe rotgelber Fleckchen der Grundfarbe umschließend. Die rundlichen Discalflecken klem, die Median¬
flecken durch feine Linien zu einer dünnen Zickzackbinde vereinigt. Unterseite der Vflgl hell ledergelb, an der
Wurzel und längs der Adern zimmtbraun bestäubt. Marginal- und Subapicalflecken deutlich versilbert. Hflgl
gelblich, in der Basal- und Discalregion leicht rostbraun oder noch häufiger hell olivengrün bewölkt. Das Sub¬
marginalband rein ledergelb, alle Flecken, sowie der basale Teil der Costa und der Abdominalrand stark ver¬
silbert. $ etwa wie (J gezeichnet, imr von blässerer Färbung, mit kräftigerer Schwarzzeichnung, namentlich
des Außenrds. Die von den Marginalmonden umschlossene Fleckenreihe ist viel heller als der Grund, nicht
selten fast weiß. Die zweite Silberfleckenreihe der Unterseite ist oberseits durch eine leichte Aufhellung im
Discus angedeutet. Unterseite ganz wie beim aber mit tieferer zimmtbrauner Schattierung des Wurzelfel¬
des der Vflgl. Spannweite: 4,4 — 5 cm, $ 5 cm. Das Ei ähnlich dem anderer bekannter Arten, mit 20 star¬
ken Verticalrippen, die teilweise durch kürzere Rippen durchquert werden, und mit zahlreichen Horizontalstrei¬
fen versehen. Die Farbe ist anfangs honiggelb, später purpurfarbig. Die Rp und Pp sind noch nicht bekannt.
eurynome ist recht häufig in den Gebirgen von Colorado, Montana, British Colombia und Alberta; Mead berich¬
tet, daß sie meist auf grasbewachsenen Halden in der Nähe des Ufers der Flüsse zu finden ist. In Colorado er¬
scheint sie in der ersten Hälfte des Juni, in Utah, Arizona und New Mexico ist sie noch nicht gefunden worden.
— A. arge Strecker aus Kalifornien und Washmgton ist wohl als Unterart der eurynome zu behandeln, von der
sie zu montivaga hinüberleitet. Sie ist nur wenig verschieden oder vielleicht identisch mit erinna Edw, (86 e).
ARGYNNTS. Von Dr. Tn. Lehmann.
i21
welche die nördliche Fortsetzung der letzteren in All)erta und BritisirColuinl)iii hildet. Beide vereinigenGiiehr
oder weniger die Charaktere von eurynome und ^nontivaya, weshalb Edwakos im Jalire I8S.‘} die A. ariih'iia als
eine Varietät der eurynome beschrieb, sie im darauffolgenden .Jahre aber in seinem Katalog als zu monlivayd
gehörig verzeichnete.
A. montivaga Belir (87 c) wurde ebenso wie A. eyleis von Strecker als Varietät der A. zerene Bsd. monliciujd.
aufgeführt, während andere Autoren wohl mit gröberer Berechtigung sie als mögliclu; Unterart der A. eurynome
behandeln, welcher sie in der Tat in beiden Geschlechtern ziemlich nahe kommt. »Sie unterscheidet sieb von
ihr in der Hauptsache durch das etwas diinklere Rot der 01)erseite, die etwas kräftigere Zeichniing und das J'^eh-
len der für die tyjiische eurynome charakteristische olivengrüne Tönung der Unterseite namentlich der Hllgl, die
anstatt dessen rötlich braun l)ewölkt ist. Alle Flecken sind mehr oder weniger vollkommen versilbert. Spann¬
weite; 4,5, $ 4,8 cm. Ihre Heimat sind die Sierra Nevada in Kalifornien und die höhertm Gebirge von Nevada
(Morrison).
A. egleis Bsd. ($ = mormonia Bsd., nenoquis Reale.) (86 e). Vflgl etwas mehr gestreckt als }m\euryno)ue. e.jlcbs.
(J: Oberseite satt rotgelb, mit mäßig verdunkeltem Wurzelfeld, ziemlich kräftiger Zeichnung aller Figl und kon¬
tinuierlicher Mittelbinde der Hflgl. Vflgl-Unterseite blaß rotgelb mit leicht graugelber Spitze; Wurzel und Ird
der Vflgl bis zur Mediane sowie die Medianadern selbst rötlich angehaucht ; die Wurzel nicht selten ausgesprochen
rot. Die Submarginal- und Apicalflecken mit oder ohne Silber. Hflgl bis zum Außendrittel braun, gelegent¬
lich purpurfarbig bewölkt. Die Sidjinarginalbinde bräunlich gelb. Die Flecken der Unterseite mit oder ohne
Silber, im letzteren Falle hell ledergell). $ nicht viel vom ^ abweichend durch die bleichere Grundfärbung und
oft ausgedehntere Verdüsterung des Wurzelfeldes. Die Rotfärbung der Vflgl-Unterseite intensiver, und di(‘
purpurbraune Schattierung der Innenhälfte der Hflgl ebenfalls dunkler. Silberfleckung Avie beim stark Amri-
ierend; die Flecken nicht selten rein ledergelb, ohne jede Spur von Metallglanz. SpaniiAveite ; cJ 5,6, $ 6, .8 cm.
Edwards gelang es, die Art aus Eiern zu züchten, die er aus Nevada erhalten hatte. Das Ei ist gelb, sein Aufbau
Avie bei den meisten andern Arten der Gattung. Bald nach dem Schlüpfen begeben sich die Räupehen in die
Wintercpiartiere. AusgeAvachsen ist sie etAva 3 cm lang, grau, braun gesprenkelt, mit auf beiden Seiten Av^eiß
umrandetem Rückenstreifen. Die Dornen und Borsten sind verhältnismäßig kurz, auf dem Rücken trüb Aveiß-
lich, die übrigen gelblich, alle mit scliAA^arzer Spitze. Füße hellbraun, Kopf vorn scliAvarz, hinten gelb, scliAA'arz
behaart. Pp ganz ähnlich derjenigen der aiidern bekannten Arten, die Flgldecken dunkelglänzend, egleis AA'urde
zuerst von Dr. Behr ohne Namen beschrieben, der sie in seiner Abhandlung über kalifornische Argynniden
(1862) als ,,Nr. 5“ bezeichnete imd sie mit seiner ,,Nr. 4“ verglich, die er später montivaga nannte, egleis ist
viel häufiger als die letztere. Erst im -Jahre 1869 gab Dr. Boisduval der Art den Namen egleis, indem er zu¬
gleich die Abart irene Bsd. aufstellte. Ueber egleis sagt der Autor, daß nach Aveit über 100 Exem]>laren zu ur- ireyie.
teilen, die er vergleichend untersuchte, die Art so sehr variiert, daß selbst nach Ausscheidung der Stücke, die er
als irene bezeichnen Iconnte, noch immer eine größere Anzahl verblieb, die alle möglichen Uebergänge unter¬
einander aufweisen. Stücke von Br.^dley (Kalifornien) sind meist ganz dunkel, mehr braun als rotgelb, die
gewöhnlich mit heller Silberfleckung. — A. mormonia Bsd. Avurde auf eine $-Form gegründet, die nach Edaa'ards mormonia.
nichts anders Avar als ein $ von egleis] er schreibt: ,,Die lateinischen Originalbeschreibungen der egleis und mor¬
monia ergeben keine Verschiedenheit der Charaktere, mit der Ausnahme, daß darnach die Silberflecken der Un¬
terseite von egleis entAveder mit oder ohne Silber auftreten können, Avährend mormonia immer silbergeschmückt
ist. Ein Vergleich der Type von egleis und der ($) Type von Boisduval mormonia. ergibt keine Aveiteren
Unterschiede als sie verschiedenen Geschlechtern zukommt“. (Edwards).
2. Untergattung: Brenthis Hbn.
A myrina Cr. (= myrissa Godt.). (86 f) Oberseite rotgelb, breit seliAvarz umrandet, mit ziemlich scliAA-acher '})?yrüja.
Zeichnung, namentlich der Hflgl. Vflgl-Unterseite rötlichgelb, am Ird etAvas aufgehellt, mit tief rostbrauner
BeAvölkung der Flglspitze und des oberen Außenrds. Die Marginalflecken sind leicht versilbert. Hflgl rostbraun,
mit ledergelber Marmorierung und kleinen, aber deutlich ausgeprägten, stark glänzenden Silberflecken. Der
breite Raum zAvischen der Mittelbhide und den Saummöndchen ist in der Mitte ledergelb, unter dem Apex und
über dem Anahvinkel tief dunkelbraun bcAvölkt. $ etwas blasser, sonst Avie G- SpamiAveite : G $ 4,4 cm. Ei
kegelförmig, etAva um % liöher als breit, mit 16 — 17 Verticalrij)pen und einer Anzahl dazAvischeii eingelagerter
feiner Querleisten. Die Farbe ist blaß grünlichgelb. Die erAvachsene Rp ist Avalzenförmig, am oberen Ende
etwas verdickt, etAva 2 cm lang, dunkel olivenbraun mit grüner Zeichnung und fleischigen, mit scharfen, in
einem Winkel von 45 Grad abstehenden Spitzen versehenen Dornen, deren vordere etAva viermal länger sind
als die übrigen. Pp gelblich braun, dunkel gesprenkelt, die Flecken am Thorax und auf den A'orderen ZAvei Ab-
dommalsegmenten mit deutlichem Perlmutterglanz, myrina hat in Nord-Amerika südlich des Polarkreises
eine ungemein weite Verbreitung, ohne daß es zu nennensAverten Variationen gekommen AA'äre. Darin unter¬
scheidet sie sich von der europäischen sehne, der sie in mancher Hinsicht nahesteht. Sie findet sich in Nord-Ame¬
rika überall von den NeAV England Staaten Avestlich bis Montana, und in ganz Canada von Nova Scotia bis nach
422
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehtviann.
triclaris.
ossianus.
lielena.
moniinus.
cliarlclea.
Alaska; in südlicher Richtung ist sie von New England durch New York und New Jersey auf den höheren Er¬
hebungen der Alleghanies bis nach Virginia und North Carolina vorgedrungen.
A. triclaris Hhn. (= ossianus Bsd.) (Bd. 1, Taf. 67 g) wird von vielen Autoren als eine Form der A.
apliirape betrachtet, von der sie durch die klarere Grundfärbung, die feine, aber sehr scharfe Schwarzzeichnung
der Oberseite sowie durch die von der Grundfarbe sehr deutlich sich abhebende Zeichnung der Hflgl-Unterseite
abweicht. A oben licht rotgelb, an der Wurzel der Vflgl und am Ird der Hflgl dicht schwarz bestäubt. Die Schwarz¬
zeichnung feiner als bei myrina, namentlich der Außensaum ganz schmal, mit einer Reihe darauf aufsitzender,
pfeilspitzenförmiger Kappen. Das Mittelfeld aller Figl mit verhältnismäßig großen, sehr regelmäßigen und mit
dem Grund lebhaft kontrastierenden Pimktreihen. Die hellen Flecken des Mittelbandes der Hflgl-Unterseite
erscheinen oberseits als leichte Aufhellungen der Grundfarbe. Vflgl-Unterseite rotgelb, mit rostbrauner Ein¬
lagerung an der Spitze und hellerem Außenrd. Vflgl rostbraun, mit zwei lichtgelben Makeln nahe der Wurzel,
einer stark gebogenen gelben Mittelbinde, und einer breiten blaß ledergelben Einlagerung in der Mitte des Außen-
rds. Alle Flecken ohne Silber. $ meist blasser als die zwischen Randmöndchen und Saumlinien sichtbare
Marginalflecken stark verblaßt, oft weißlich. Die Reihe schwarzer Punkte im Mittelfelde wie beim sehr deut¬
lich, regelmäßig und verhältnismäßig groß. Auf der Hflgl-Unterseite tritt die Zeichnung noch schärfer hervor
als beim in der Form dreier scliarfbegrenzter, unregelmäßiger gelber Fleckenbinden, die nahe der Wurzel
und auf beiden Seiten des Discus den dunklen Grund unterl^rechen. Die runden Postdiscalflecken der Oberseite
treten auch unterseits auf in der Gestalt kleiner Aeugelchen, die ebenso wie die kleinen Marginalfleckchen
l)laßgelb sind, mit ganz schwachem Silberglanz. Spannweite : 8, ? 4 cm. Die früheren Stände sind in Amerika
noch nicht beobachtet worden, triclaris hat seine Heimat hauptsächlich im arktischen Teil von Nord-Amerika
(Labrador etc.), tritt aber, wenn auch ziemlich selten, auch weiter südlich in den höheren Lagen der Felsen-
gebirge in Colorado auf. — Die häufigere Labrador-Form wird mit der Form ossianus Hhst. identifiziert, die
auch aus dem arktischen Skandinavien und Sibirien als recht veränderliche Form der aphirape bekannt ist.
Sie ist oberseits blasser gelb als triclaris] Unterseite lebhafter gezeichnet, namentlich auf den Vflgln, und mit
größeren, deutlicheren, gelben, leicht versilberten Randaugen.
A. Helena Edw. (87 e) erscheint nahe verwandt mit der sibirischen Form der A. selenis Ev., von der
sie sich durch bedeutend hellere Färbung und feinere Zeichnung der Oberseite unterscheidet. oben ziemlich
trüb rotgelb, an der Wurzel der Vflgl und dem Ird der Hflgl stark schwarz beschattet. Die schwarze Zeichnung
der Oberseite, namentlich der Außensaum, bedeutend schwächer als bei m.yrina. Vflgl-Unterseite blaß rotgelb,
an der Spitze rostbraun bewölkt. Hflgl satt ockerbraun, mit 2 — ^3 kleinen hellen Wurzelfleckchen, mit sehr deut¬
lich abgegrenzter Mittelbinde, deren Bestandteile an der Costa und am Zellende besonders hell, fast ledergelb
erscheinen, und mit einer Reihe ziemlich kleiner gelber Marginalfleckchen. $ oben ganz wie (J, nur von bläs¬
serer Grundfärbung; die helle Zeichnung der Unterseite, besonders der Hflgl ist viel deutlicher ausgeprägt,
hochgelb, stärker mit dem dunklen Untergrund kontrastierend, lielena ist eine alpine Art der Felsengebirge Nord-
Amerikas, die von New Mexico bis Colorado und Montana häufig ist. In ihrem südlichen Verbreitungsgebiet,
New Mexico und Colorado steigt sie bis zu Höhen von 4000 Metern, in Montana wh’d sie schon bei 2100 Metern
Meereshöhe angetroffen. Sie ist eine ziemlich variable Art; namentlich auf der Unterseite weichen die Stücke
vielfach in Intensität der Färbung sowie der mehr oder weniger deutlichen Fleckung aln helena ist durch Young
auch in Alaska, im Gebirge zwischen Forty-Mile und Mission Creeks, im Juli 1899 erbeutet worden. Die dort
fliegende Form ist etwas kleiner als typische lielena, und etwas weniger lebhaft gefärbt.
A. montinus *S'c?<Jder (87 f ). cJ oben rotgelb, ganz ähnlich der A. c/w-nc/eu, von welcher sie nach einigen
Autoren eine seit langer Zeit abgetrennte Lokalform darstellt, aber bedeutend dunkler. Unterseite der Hflgl
tief rostbraun, von weißen Linien und Flecken lurterbrochen ; charakteristisch ist ein dicker weißer Strich
am Zellende und ein kleiner ebensolcher Fleck an der Wurzel. Marginalfleckenreihe weiß, leicht versilbert.
$ dem d' ganz ähnlich, aber größer und mit bleicherem Kolorit der Oberseite. Spannweite : $ 4,5 cm. monti-
nus findet sich in den östlichen Vereinigten Staaten ganz isoliert auf den unwirtlichen Felsengipfeln des Mount
Washington und der höchsten umliegenden Erhebungen der White Mountains in New Hampshire. Sie ist
ebenso wie die arktische Flora ihrer Umgebung wohl ein Ueberbleibsel aus der Eiszeit, möglicherweise, wie
Strecker meint, ein Abkömmling der arktischen cliariclea, die sich in ihrer langen Abgeschlossenheit zu der jetzi¬
gen distinkten Form entwickelte. Sie gleicht am meisten der Wyoming-Form der cliariclea.
A. chariclea Schn. (Bd. 1, Taf. 68 c). S oben rotgelb mit breiter Schwarzzeichnung und stark verdüster¬
tem Wurzelfeld beider Figl. Vflgl-Unterseite blaß rötlichgelb, am Apex und Außenrd rostl>raim bewölkt. Hflgl-
Unterseite purpurbraun, weißgelb durchwirkt und von einer aus unregelmäßigen hellgelben Flecken bestehenden
Mittelbinde durchzogen. Die Saumflecke sowie 2 — 3 Wurzelfleckchen sind weiß, gelegentlich von schwachem
Silberglanz, meist fettig glänzend. $ unterscheidet sich vom S durch lu’eitere und dunklere Schwarzzeichnung
namentlich des Außenrds, und die häufig auftretende stark schwärzliche Ueberpuderung der Oberseite aller
Figl; auf der Hflgl-Unterseite sind die Flecken deutlicher und heben sich schärfer von dem Grund ab. Spann¬
weite: A >1,8) $ 4,4 cm. Ueber die früheren Entwicklungsstadien ist nichts bekannt, chariclea ist eine zirkum-
polare Art des hohen Nordens, die sowohl im arktischen Skandinavien und Rußland bis nach dem nördlichsten
ARGYNNfS. Von Dr. Tn. Lejimann.
423
Sibirien (Novaja Semlja) als auch ini arktisclien Nord-Amerika, von Grönland ))is Labrador und Ncnv Found-
land vorkommt und im Westen des Kontinents sogar ziemlich weit nach Süden vorgedrungen ist. Während sie
in der östlichen Hemisphäre ziemlich lokal und vereinzelt vorkommt, ist sie in Amerika recht häufig auf den
oberen Kämmen der Felsengebirge, im Yellowstone Park, in British Columbia und Alberta (Un)gegend von
Banff und Laggan). Sie neigt stark zur Bildung von Variationen: die außergewöhnlich stark verdüsterte var.
obscurafa M. Lachl. ist nach A. polaris wohl die am weitesten nach Norden vordringende Aiyjyntiis', sie findet ohscura/a.
sich auf Grinnels Land und den umliegenden Inseln bis zum 80. Grad nördlicher Breite, wähi'end in Grönland
bei Port Foulke und Ivigtut an der Süd-Westküste, und an der Ostküste zwischen dem 74. uikI 70. Grad die
auch auf Novaja Semlja heimische var. arctica Zettersted (Bd. 1, d’af. 08 b) vorkommt. Fine völlig mit der grön- ardi/xt.
ländischen arctica übereinstimmende Form winde von Young auch in Alaska erbeutet, wo sie im Juli zusammen
mit pales alaskerisis Holl, und helena Edw. in den Gebirgen zwischen Forty-Mile und Mission Creeks flog. — J)ie
Form von Labrador und dem Felsengebirge wurde als A. boisduvali Dup. beschrieben, arctica aus Grönland hoisduvali.
weicht nach der Beschreibung des Autors von boisduvali und typischen euro])äische)i chariclea konstant auf der
Hflgl-Unterseite ab in der Form des »Siiberfleckens im 4. Felde der Mittelbinde, der ungewöhnlich groß, rein¬
weiß, dreieckig und nach außen in eine scharfe 8])itze ausgezogen ist, und weit ülier den Silberfleck des 3. Feldes
hinausreicht. Damit stimmt auch die Novaja Semlja Form völlig überein. • — Als eine aberrative Form der
arctica wird butleri Edw. erwähnt, die durch dunklere Färbung der Oberseite und den einfarbig rotbraunen hutlcri.
Außenteil der Hflgl-Unterseite auffällt. Sie findet sich neben der Hauptform im westlichen Teil des arktischen
Amerika (Kotzebue Sund, 07 — 08" N. Breite), sowie auf Novaja Semlja. boisduvali Duponchel, die von Fdwarüs,
Holland u. a. als besondere Art aufgefaßt wurde, ist nicht immer leicht und mit Sicherheit von chariclea zu un¬
terscheiden, haujitsächlich durch die dunklere und am Aidlenrd und der Wurzel mehr verdüsterte Grundfarlie,
den violetten Anflug der hellen Streifen und die starke gelb- oder rotliraune Ueberjiuderung der Medianbinde
der Hflgl-Unterseite. Spannweite: 3,8, $ 4,4 cm. Labrador bis British Columbia, auch Alaska.
A. pales Schiff. (Bd. 1, Taf. 07 i) ist eine weitere zirkumpolare Art, die über ganz Nord-Europa, Mittel- p«/cs.
und Nord-Asien verbreitet ist und in den letzten Jahren auch in Amerika (Alaska) aufgefunden wurde. Stücke,
die aus dem nordöstlichen Teil Alaskas (69" 40' nördl. Breite und 141" westl. Länge) kamen, zeigen beim ^
feurig rotgelbe Färbung mit mäßig kräftiger Scbwarzzeichnung, dunkel bestäubter Wurzel der Vflgl, und breit
grün-schwarzer, bis zum Zellapex und fast bis zum Analwinkel reichender Verdüstei'ung der Hflgl. Der innere
Teil aller Figl stark behaart. Die Unterseite nähert sich in der ungemein bunten Zeichnung der Hflgl derjeni¬
gen der Form eupales Frühst. (Bd. 1, Taf. 68 b). Vflgl blaß rotgelb, nach außen leicht aufgehellt, mit rotbraunem
Wischfleck am Apex und oberen Teil des Außenrds und ganz schwach durchscheinender Schwarzzeichnung,
Hflgl zimmtbraun, mit grünlich-gelben Makeln an der Wurzel, einer stark gezähnten und gekerbten gelblich¬
grünen Mittelbinde und ebensolchen Einlagerungen in der Mitte und am oberen Teil des Außenrds. Die Median-
t'lecke der Oberseite wiederholen sich in der Form kleiner schwarzgeringter Aeugelchen ; Marginalflecken schwach
versilbert, ebenso einige Flecken im Mittelfeld und an der Wurzel. Die Grundfärbung des $ ist etwas blasser
als die des die Schwarzzeichnung breiter und die grünlich-schwarze Verdüsterung noch weiter ausgedehnt.
Unterseite wie beim A, dio bunte Zeichnung der Hflgl noch deutlicher ausge[)rägt, indem die grünlichen
Binden und Flecken schärfer mit der etwas dunkleren Grundfärbung kontrastieren. Spannweite 3 mm. — Fine
etwas abweichende Form aus dem mittleren Alaska wurde als ab. alaskensis Holl. (87e) beschrieben, von der alaskensis.
1 S du Juli 1899 im Clondyke-Distrikt in den Gebirgen zwischen Forty-Mile und Mission Creeks crlieutet wurde.
Von der nördlicheren Form und typischen pales aus Europa weicht sie durch die sehr lebhafte Färbung und die
feine, im Mittelfelde teilweise verloschene Zeichnung der Oberseite ab. Die Verdüsterung des Wurzelfeldes
beider Figl ist viel weniger ausgedebnt, und erreicht höchstens die Mitte der Zelle. Die Oberseite kommt der¬
jenigen von 2}f<les generator Stgr. aus Zentral- Asien am nächsten. Die Unterseite entspricht ganz derjenigen
normaler jjnles. Spannweite: 33 mm.
A. freya Thunberg (Bd. 1, Taf. 68 c) ist eine Art von ungeheurer Verbreitung, die sich vom nördlichen hreya.
Skandinavien durch Rußland und Sibirien bis nach dem nördlichen Nord-Amerika überall auf l’orfmooren
und Sumpfwiesen findet, ohne nennenswerte Variationen zu bilden. Denn Stücke aus dem Yellovstone Park
sind in nichts von solchen aus Lappland oder Sibirien zu unterscheiden. Ihre Verbreitung in Amerika aber
zeigt eine merkwdirdige Abweichung von derjenigen in der Alten Welt: Während sie nämlich in Europa völlig
der arktischen Region angehört und kaum südlicher als bis zum 59ten Breitengrade zu finden ist, ihre Nord¬
grenze aber erst am 70ten Grade erreicht, fliegt sie in Ostasien noch zwischen dem 60. und 50. Grade nörd¬
licher Breite und dringt in Nord-Amerika bis wenigstens zum 40ten Grad nach Süden vor (auf df^n höchsten
Erhebungen der Rocky Mountains in Colorado); ihre nördliche Grenze findet sie in Amerika etiva auf dem
64ten Grad am Forty Mile Creek im Clondyke- Gebiet (’Young). Diese Erscheinung ist nur zu erklären durch die
auf den nach Süden sich erstreckenden Gebirgsketten der Rocky Mountains stattfindende Modifikation
der klimatischen Verhältnisse und der dadurch bedingten Flora. Die Oberseite der freya ist hell rotgelb, mit stark
verdimkelter Wurzel der Vflgl und Innenhälfte der Hflgl. Alle Zeichnungen sind sehr kräftig. Vflgl-Unterseite
sehr hell rotgelb, mit gelblicher, rotbraun bewölkter Spitze. Hflgl unten rostbraun, innen gelb durchwirkt,
mit bleichgelben oder weißlichen Makeln und Strichen und einer Reilie kleiner Randmöndchen, alle schwach
424
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
farqubiius. versilbert. Spannweite; 3,5 cm. — tarquinius Ctirt. bezieht sich auf Stücke aus British Columbia und den nörd¬
lichen Distrikten, die nur wenig dui’ch ihre geringere Größe von der Hauptform abweichen.
polaris. A. polaris Bsd. (87 f, Bd. 1, Taf. 71 e) ist der vorigen Art ähnlich, aber veränderlicher. Oberseite
trül) rotgelb, mit starker Verdüsterung des Wurzelfeldes aller Figl und breiter, verschwommener Zeichnung der
Innen hälfte. Das Mittelfeld ist nach aid.len durch eine unregelmäßige dicke Wellenlinie abgeschlossen. Die
sid.)marginale Fleckenreihe regelmäßig und sehr deutlich; der Außensaum ist in eine Reihe sclnvarzer, am Ende
der Rippen stehender Fleckchen aufgelöst, zwischen denen Streifen der hellen Grundfarbe stehen. Vflgl-Unter-
seite etwas blasser rotgelb, aber fast el)enso deutlich gezeichnet wie ol)en; das Saumfeld ist mit einer Reihe
gelblich-weißer, senkrecht auf dem Saume stehender Striche gezeichnet. Hflgl dunkel rostbraun mit deutlich
vom Grund sich aldiebenden, weißlichen, in der Wurzelhälfte schwach perlniutterglänzenden Band- und Flecken¬
zeichnungen. polaris, die auch in Euro])a vorkommt, ist die am Aveitesten nach Norden gehende Argynnis.
In Aniej'ika findet sie sich von Labrador bis Grönland (bis 8F’ 52' nördlicher Breite) nnd in Alaska bis etwa
zum 7bten Breitengrade, während sie m Europa den 71ten Grad erreicht. Die grönländische Form, von welcher
eine Anzahl von Exemplaren durch die 2. Norwegische Arktische Expedition der ,,Fram,, ( 1898 — 1902) auf Elles-
aniericana. mere Land im Juni und Juli erbeutet wurden, und die als v. americana Strand beschrieben Avurde, variiert
bedeutend in der Größe (von 34 — 45 mm). Von der finnmärkischen Form Aveicht sie nach ihrem Autor durch
die folgenden konstanten Merkmale der Hflgl-Unterseite ab: Bei iiorAvegischen Exemplaren ist in der Mittel¬
binde der Aveiße Fleck in Zelle 7 an der Innenseite tiefer eingeschnitten und in ZAvei schärfere Spitzen ausgezogen;
im Saumfeld ist der helle Wüschfleck an Ri])])e 4 meist dentlicher, und der hinterste der AA^eißen Wurzeiflecke
(in Zelle 1 c) ist länger und nach außen scharf zugespitzt, Avährend er bei grönländischen Stücken breit abgerundet
oder quer abgeschnitten ist. Endlich scheint der Lichtstreif im äußeren ZAvischenfeld bei der europäischen
Form etwas tleutlicher zu sein. Exemplare, die Herrn Prof. Seitz aus Nord-Ost Alaska (69^ 40' nördl. Breite)
zugingen, Aveisen keine nennensAverten Lhiterschiede von der paläarktischen Form auf.
jrigga. A. frigga TJmnhg. (Bd. 1, Taf. 08 c). d' gleicht oberseits etwas der vorigen ; hellrotgelb, mit breiter, etAA'as ver-
scliAA oniniener Zeichnung; die sclnvarzen Randnionde fließen zu einem dünnen, verscliAVom menen Streifen zusam¬
men ; ])arallel mit ihr steht die sulnnarginale Fleckenreihe. Vflgl an der Wüirzel und die inneren zw^ei Drittel der Hflgl
tief braun beschattet. Die Unterseite ist leicht kenntlich an dem breit zimmtbraAinen Apex und Außensaum dersonst
l)laß rotgelben, am Zellende hell gelb gefleckten Vflgl. Hflgl zinimt- bis rostbraun, mit purpurgrauer Aufhellung
des Außendrittels, namentlich auffallend am Außenwinkel. Die Mittelbinde ist braun bestäubt Aind oft nur an¬
gedeutet durch einige von der Grundfarbe sich mehr oder Aveniger undeAitlich aljhebende, dunkel überstäubte,
unregelmäßige Makeln. An der Cf)sta liefindet sich nahe der Wurzel ein größerer, stark hervortretender, rhom-
Ijischer Fleck von Aveißlicher Färbung. $ nur Avenig vom A verschieden durch die etAAuis hellere und schärfer
ausgeprägte Fleckung der Hflgl-Unterseite. S])annweite : 4 — 5 cm. frigga ist ebenso Avie die beiden vorhergehen¬
den eine zirkumpolare, ziemlich variable Art, die sowohl aus Europa (Finnland) und Sibirien bis Novaja Seinlja
als auch aus dem arktischen Amerika bekannt geAvorden ist; auf der Avestlichen Halbkugel dringt sie bis etwa
Saga, zum 40ten Grade (in Golorado) nach Süden vt)r. Mehrere Lhiterarten sind beschrieben Avorden : — saga Stgr.
ist die südlichste Form, die sich \"on Colorado, aau) sie selten ist, l)is zum 03. Breitengrade, und AH)m Felsengebüge
bis nach Labrador findet. Sie unterscheidet sich von der Hau])tfoi‘m durch die partielle Verdunkelung der hellen,
Aveißlichen oder gelben Partien der Hflgl-Unterseite (woran al)er der große costale Fleck nicht teil nimmt,
unproha. der selbst bei der noch vollkommener verdunkelten var. improba Aveiß bleibt). — ■ improba Btlr. ist eine bedeu¬
tend kleinere, nördliche, rein arktische Form Amerikas, die sich auch im äid.lersten Norden Sibiriens findet
(MaPvKHAm), und soaa'oIü im Osten als im Westen des amerikanischen Festlandes bis zum 08. Breitengrade geht
(Richardson) ; von der Hau])tform weicht sie durch bedeutend dunklere Gesamtfärbung, die noch mehr ver-
schAA'omniene Zeichnung, die etAvas lebhafter gelbliche, rostbraun bestäubte Mittelbinde und den scliAvach
bläulichen Ton des costalen Flecks der Hflgl-Unterseite ab. Ein $ (aus Baffinsland) des Tring Museums mißt
nur 35 mm. ■ — Ein $, das Herr Prof. Seitz aus dem nordöstlichen Alaska (09^*40' nördl. Breite, 14UAA"estl. Länge),
aAskcnsis. erhielt, = alaskensis fa. nov. (87 c), zeichnet sich durch die bedeutende Größe (50 mm) und die viel hellere.
blaß rötlich-gelbe Gesamtfärbung namentlich der Vflgl aus. ZAvar ist die Mittelbinde der letzteren kräftig und
etAvas verscliAVommen, aber das Wurzelfeld ist nur Avenig verdunkelt, und die Postdiscalfleckenreihe verhält¬
nismäßig gering ausgeliildet. In starkem Kontrast dazu stehen die Hflgl, anf denen die nineren zAA'ei Drittel
fast völlig dunkel grauscliAvarz erscheinen, mit alleiniger Ausnahme von 3 kleinen Makeln der Grundfarbe
außerhalb der Mittelzelle. Die Außenrdszeichnung aber ist nur scliAvach ausgebildet. Die Unterseite im allge¬
meinen ebenfalls heller als bei den veiw'andten Formen ; die Zeichnung der Hflgl schärfer ausgeprägt, die helle
Mittelfleckenbinde ziemlich deutlich, rostbraun bestäidit, ähnlicli Avie bei saga, und außen \mn ehiem breiten,
auffallend dunkel zimmtbraunen Bande begrenzt. Sonst ist die Unterseite AAÜe bei normalen Stücken.
hcllona. A. bellona F. (87 f) ist im Gegensatz zu den zuletzt beschriebenen Formen eine rein amerikanische
Art. Die Vflgl sind unter dem Apex stumpf eckig ausgeliogen. Oberseite rotgelb, die sclwarzen Zeichnungen
der Wurzelhälfte mehr oder Aveniger zusammenfließend, in der Außenhälfte Aveniger kräftig entAvickelt. Vflgl-
Unterseite hell rotgelb, Spitze und Außenrd purpurbraun bcAvölkt. Hflgl-Unterseite rostbraun, in der Wurzel-
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
425
• Ausgegeben 10. VI. 1913.
hälfte hell und dunkel marmoriert, in der Außenhälfte purpurfarbig übergossen, mit 2 Reihen dunkel rostbraun
begrenzter Medianflecken, einer Mittelbinde kleiner, dunkelbraun geringter Augen fleckchen und einer Reihe
submarginaler Kappen von gleicher Farbe. An der Costa nahe der Wurzel ein großer, blaß violetter Rhombus.
Spannweite: 4,2 — 4,5cm. DasEi, sowie die junge Rp gleichen völlig denen der A. myn na; im erwachsenen Zu¬
stand jedoch weicht letztere vonder m^nna-Rp dadurch ab, daß die Dornen des zweiten Körperrmges von gleicher
Länge sind wie die übrigen. Nach Mbad gleicht sie mehr der Rp der A. cybele als der myrina, was als ein weiterer
Hinweis auf die Hinfälligkeit der Abtrennung dieser Gruppe als eigene Gattung Brenthis zu gelten hat. bellona
ist überall gemein in den Vereinigten Staaten, von den Alleghanies in Virginia, wo sie nur in den höheren Gebirgs¬
lagen vorkommt, bis nach Canada, und geht in westlicher Richtung bis an den Fuß der Felsengebirge. Sie fliegt
gewöhnlich mit A. myrina, die leicht von ihr zu unterscheiden ist durch die Silberfleckung der Unterseite, die
bei bellona fehlt.
A. epithore Bsd. (86 f) ist eine nahe Verwandte der vorigen, deren Stelle sie in den Staaten west- e-pitkore.
lieh von Colorado bis zur pazifischen Küste einnimmt; möglicherweise ist sie, wie Strecker und andere ange¬
nommen haben, nur eine Varietät derselben. Die Vflgl sind viel weniger unter dem Apex ausgebuchtet; die
Grundfärbung ist heller rotgelb, mit schwächerer Schwarzzeichnung, jedoch ausgedehnterer Verdüsterung des
Wurzelfeldes der Hflgl. Unterseite ähnlich wie bei bellona, aber nicht so ausgedehnt braunviolett, mehr gelb
durchwirkt, die Zeichnung der Distalhälfte der Hflgl fast obsolet. — Als var. kriemhild Streck, wurde eine kriemhild.
noch mehr ausgebleichte Form aus den trockenen, wasserlosen Gebirgsgegenden von Utah und Arizona beschrie¬
ben.
A. alberta Edw. (87 f) ist unter allen übrigen Argynnis-Arten leicht kenntlich an dem verwaschenen, trüb cüberta.
rötlichen Kolorit, auf welchem die etwa wie bei helena angeordnete, aber stark verblaßte und teilweise fast
ausgelöschte Zeichnung nur noch als verschwommene dunkle Schattenflecke und Striche auftritt. Die iMittel-
binden aller Figl sind in einzelne, kurze Striche aufgelöst, auf den Hflgln kaum sichtbar^ Die Unterseite ist noch
eintöniger als die Oberseite, blaß rotbraun, die Hflgl in der Außenhälfte leicht aufgehellt, mit schwach gelblich
bewölktem Discus, und gelblich-weißen Randfleckchen. $ im allgemeinen dunkler als (J, von schiefergrauer
bis dunkelbrauner Farbe, und mit eigentümlichem Fettglanz aller Figl. Spannweite : 4 — 4,8 cm. Von den frühe¬
ren Ständen sind nur das Ei und die junge Rp bekannt : Das erstere ist blaßgelb, kegelförmig, der Durchmesser
der Basis ungefähr der Höhe gleichkommend, mit etwa 40 Längsrippen versehen. Inkubationszeit währt 10
Tage. Das Räupehen überwintert in ganz jungem Zustand, wie bei den meisten amerikanischen Argynniden.
alberta ist nicht selten auf den höheren Gebirgen der Umgegend vonLaggan, in der kanadischen Provinz Alberta,
nahe der Grenze von British Columbia; sie fliegt dort zusammen mit der viel seltneren A. astarte, sowie Col.
nastes, Chrys. snowi, auf den steilen oberen Abhängen der Gebirge, und zwar halten sich die $$ gewöhnlich
in höheren Lagen auf als die während jene in schwerfälligem Fluge dahinflattern und sich häufig auf
Blumen, wie Löwenzahn u. a. niederlassen, bringen die SE die meiste Zeit damit zu, rastlos die Abhänge auf und
ab zu durchschwirren, so nahe am Boden, daß sie auf der Erde zu gleiten scheinen. (Edwards).
A. astarte D6d. u. Hetv. (= victoria Edw. 1891). (86f) Oberseite lebhaft rotbraun, mit leichter Verdüsterung astarte.
des Wurzelfeldes der Vflgl und breiter Schwarzschattierung der Hflgl, die fast die ganze Innenhälfte verdeckt.
Die schwarze Zeichnung aller Figl ziemlich kräftig. Der Außensaum der Hflgl etwas breiter als auf dem Vflgl,
nur zwischen den Rippen schwach rötlich aufgehellt. Die submarginalen Fleckenreihen sind klein, etwas ver¬
schwommen, die rundlichen Discalflecken, sowie die zackige Mittelbinde vorn stärker ausgebildet als auf den
Hflgln. Unterseite der Vflgl blaß rotgelb, mit bräunlicher Schattierung des Innenteils der Zelle, und kleinen,
schwach orangeroten Einlagerungen in den Subcostalfeldern. Die Zeichnung der Oberseite wiederholt sich unter-
seits in schwächerem Maße. Hflgl-Unterseite schön dunkel orangerot, nach außen allmählig sich aufhellend.
Zwei schwärzliche Randlinien bilden die äußere Umrahmung einer Reihe gelblich-weißer, durch die Adern ge¬
trennter Makeln; im äußeren Teil des Discus eine Reihe kleiner, rundlicher, schwarzer, proximal undeutlich
weiß begrenzter Punktf lecken. Das charakteristischste Merkmal aber ist das breite Band unregelmäßiger, wei߬
lich-gelber, dünn schwarzumrahmter Makeln, das die Mitte der Hflgl durchzieht und sich hell von dem dunkel
orangeroten Grunde abhebt. $ ganz wie das (J, nur mit noch kräftigerer, nach außen etwas diffuser Zeichnung.
astarte nähert sich in der Größe den echten Argxjnnis, ist aber unzweifelhaft der Zeiclmungsanlage nach der
Brenihis-Qxvq)])Q zuzuteilen. Spannweite: 5, $ 5,5 cm. Die Type, nach welcher Doublbday zunächst nur die
verhältnismäßig wenig charakteristische Oberseite und zwar als eine neue Melitaea abbildete, ohne eine Be¬
schreibung zu geben, befindet sich im British Museum. Sie war bereits vor längerer Zeit von Lord Derbys
Sammlern, wahrscheinlich in dem gebirgigen Teil von British Columbia aufgefunden Avorden, AAuirde aber später
in Kirbys Katalog irrtümlich als von Jamaica stammend aufgeführt, weshalb sie auch in Strecker’s Katalog
nicht erwähnt wurde. Erst später wurde sie von T. E. Bean in der Umgegend von Laggan (Alberta), nahe
der brit. kolumbianischen Grenze, auf dem 51. Breitengrad, im Tale des Bow-River wieder aufgefunden. Sie
findet sich, aber immer nur vereinzelt, auf den höchsten Erhebungen, nicht unter 2800 Bieter Meereshöhe, Aveit über
der Waldgrenze, Ende Juli und in den ersten Tagen des August. Sie ist ungemein scheu und scliAA-er zu erbeuten,
der Flug namentlich der SE isf äußerst gewandt ; rastlos scliAvii-ren sie über den öden felsigen Abhängen umher.
V
54
426
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
youngi.
cytJieris.
sich nur selten auf einen Augenblick niederlassend, und die geringste Störung, oder selbst das bloße Heran¬
nahen des Sammlers scheucht sie auf, um in wilder Flucht ihr Heil zu suchen, astarte nimmt unter den amerika¬
nischen Arg3ainiden eine ziemlich isolierte Stellung ein, und scheint nähere Verwandte nur in Ä. ampTiilocJms,
elatus, erda des Amurgebietes zu besitzen (S. Bd. I, p. 233). Sie ist eine ungemein konstante Art, die weder
individuell noch in sexueller Hinsicht nennenswerte Unterschiede aufweist.
A. youngi Holl. $ Oberseite bleich rotgelb; das Wurzelfeld der Vflgl bis zur Zellmitte, das der Hflgl
bis zum Zellapex und Innenwinkel dunkel graubraun. Auf den Vflgln ist der Raum zwischen dem Mittelfleck
der Zelle und dem K-ähnlichen Fleck am Zellende, ebenso wie die Umgebung der submarginalen Fleckenreihe
ungewöhnlich blaß, fast weiß. Hflgl mit breit schwarzer Mittelbinde, die nahe dem Ursprung der mittleren
Mediane allmählich in die dunkle schwarzbraune Färbung des Wurzelfeldes übergeht. Außerhalb des Zell¬
apex zwischen dem Medianband und dem dunklen Wurzelfeld zwei stark verblaßte viereckige Makeln. Fransen
weiß, über den Adern rotgelb. Unterseite der Vflgl gleichmäßig blaß rotgelb mit nur schwach markierter Zeich¬
nung. Hflgl in der Innenhälfte rötlich ockerfarbig, die Mittelbinde nur durch eine leichte Aufhellung angedeutet,
jeder Fleck von einer ganz feinen rötlichen Linie eingefaßt. Vom Ursprung der 3. Mediane bis zum Ird jenseits
der Mittelbinde ein braixner Schatten. Außenhälfte sehr bleich ockergelb, fast weißlich, die discale und sub¬
marginale Fleckenreihe nur schwach angedeutet. Längs der Costa eine gleichmäßige feine Silberlinie. Alle
Flecken ohne Silber, nur der oberste, sanduhr-ähnliche Fleck der Mittelbinde oben mit leichtem Silberglanz
dort wo er die Silberlinie berührt. Körper und Fühler oben schwärzlich, unten rötlich, Füße gleichmäßig rot¬
braun. Spannweite: 1,2". Nur 1 $ bekannt, das von Yoting im nordöstlichen Alaska zwischen Forty ÄLle und
Mission Creeks gefangen wurde.
Hie jetzt folgenden Arten gehören der etwas isoliert stehenden Gruppe der südamerikanischen Argynnis
an, die völlig abgetrennt von ihren nordamerikanischen Verwandten auf den gemäßigten Teil des westlichen
Süd-Amerika beschränkt sind. Ueber die Synonymie der hierher gehörigen Formen herrscht zur Zeit noch große
Unsicherheit; zwar ist eine Anzahl von Arten durch Boisduval, Reed, Blanchard u. a. aufgestellt worden,
aber es ist wahrscheinlich, daß die meisten derselben als Synonyme oder Unterarten einer Art anzusehen sind.
A. cy theris Hmry ( = cytheris sigaHbn., lathonioides BZawc/i., dexamene Rsc?.), (87f) von Feuer¬
land bis nach dem nördlichen Chile bekannt, ist eine äußerst vai’iable Art, die sich außerdem auch durch unge¬
mein hochentwickelten Geschlechtsdiniorphismus auszeichnet, der sich sowohl in der Figlform wie in der Fär¬
bung und Zeichnung der Hflgl-Unterseite kund gibt. Es ist daher nicht zu verwundern, daß nicht nur die in
Färbung und Zeichnung aberrierenden Formen, sondern auch jedes Geschlecht für sich wiederholt als besondere
Art angesehen und beschrieben wurde. Die Figlform ähnelt derjenigen der A. lathonia; namentlich beim $
sind die Vflgl unter dem Apex deutlich stumpf ausgezogen, und alle Figl stark gezähnt; bei den (JcJ tritt dies
weniger stark hervor, aber beide Geschlechter zeichnen sich durch den stark konkav aixsgeschnittenen Costah’and
der Hflgl aus. Die Oberseite des variiert von mattbraun bis zu feurig rotgelb, das Wurzelfeld ist nur unbedeu¬
tend verdunkelt, die Schwarzzeichnung der Vflgl mäßig kräftig und scharf ausgeprägt. Alle Figl mit 2 Marginal¬
linien, die äußere ungemein fein, die innere ziemlich kräftig, in ihrem vorderen Teil breit schwarz zusammen¬
geflossen. Auf den Hflgln setzt sich die Mittelbinde aus kleinen isolierten, halbmondförmigen Strichen zusam¬
men; die Außenrdszeichnung meist nur ganz geringfügig. Die Unterseite der Vflgl blaß zimmtrot, die ScliAvarz-
zeichnung weniger scharf als oben und namentlich im Apicalteil fast erloschen. Apex tief zimmtbraun, nur mit
einem deutlichen weißen Costalstrich. Die Färbung der Hflgl-Unterseite ist meist ein mehr oder weniger gleich¬
mäßiges sattes Rot- oder Zimmtbraun, das nach außen in ein eigentümliches Bräunlich-Rosa übergeht und am
Analrand leicht gelblich überhaucht ist. Die Schwarzfleckung der Oberseite ist unterseits auf der Innenhälfte
ganz undeutlich sichtbar. In der Figlmitte ein gebogener, weißlich- bis bräunlichgelber Längsstreifen, der längs
der oberen Mediane gegen den Außenrd zieht ; außerdem ein kleiner heller gelblich-Aveißer QAierstrich am Costal-
rand kurz vor dessen Ende. Die Länge des Mittelstreifens ist recht verschieden, oft ganz kurz und rudimentär. Bei
einigen aus Ushuaia in Feuerland ist die Färbung der Hflgl-Unterseite Aveit lichter, braungelb, mit einer dunk¬
len Querbinde hinter der Mitte, an welcher oben 2, unten 3 verloschene, undeutlich dunkel Aimrandete Flecken
stehen. Solche (Jd' weniger einförmiger Zeichnung der Unterseite bilden geAAÜssermaßen einen Uebergang
zu der stark bunt gezeichneten Hflgl-Unterseite der $$. Bei diesen ist der Vflgl sehr stark Ämter dem Apex aus¬
gebuchtet ixnd beide Figl sind deutlich gezähnt. Alle Figl mit nur scliAvach verdüstertem Wurzelfeld. Vflgl mit
mäßig kräftiger Schwarzzeichnung, die Mittelbinde aus isoliert stehenden Flecken gebildet, die Postdiscal-
flecken verhältnismäßig groß und sehr regelmäßig, an der Costa durch einen Aveißen Hakenfleck proximal ab¬
geschlossen. Die Randlinien breit schwarz zusammengeflossen, am Apex mit der Submarginal- und Post-
discalfleckenreihe verschmolzen. Hflgl mit weit schwächerer Zeichnung, namentlich der AVurzelhälfte ; die
Mittelbinde nur durch ganz unbedeutende, gebogene Strichelchen angedeutet. Die SAibmarginalflecken aller
Figl rhombisch, von einander und von dem Randsaum deutlich getrennt. Vflgl-Unterseite ähnlich Avie beim (J,
hell zimmtrot, nach außen stark verblaßt, mit etwas verschAvommener, im Apicalteil obsoleter ScliAA^arzzeich-
nung. Apex graubraun, mit weißem Wischfleck an der Costa, und mit rostbrauner Bewölkung, die auch im
mittleren Teil des Außenrds auf tritt. Die Färbung der Hflgl-Unterseite variiert ungemein; die Innenhälfte
ARGYNNIS. Von Dr. Tn. Lehmann.
427
licht lehmgelb, gelbbraun, braungraii bis ziinmtbrann, mit hellen Einlagerungen. Der beim ^ am Ende des Vrds
stehende kurze weißliche Strich verlängert sich bei den liellgefärbten $$ zu einer bis zum ird gehenden, schmalen,
weißlich-purpurfarbigen Mittelbinde, die nach innen von einem dunklen, bis zur Mediana gehenden, schmalen
Band begleitet wird, und an die nach außen eine breitere etwas dunklere Binde mit den 5 liellfarbigen, dunkel-
geringten Augenfleckchen anstößt. Zwischen dieser und dem hell graubraunen Außeiird ein schmales ledergel¬
bes, stark gezacktes Submarginalband, das in charakteristisclier Weise durch den auch beim J vorhandenen,
licht silberweißen Längsstreifen geschnitten wird, als dessen basale Fortsetzung noch ein zweiter heller, länglich-
dreieckiger, in der subbasalen Binde stehender Fleck auftritt. Zuweilen finden sich noch einige verloschene
dunkle Pünktchen im Basalteil. Fransen weißlich, über den Rippen schwarz. Die $$ mit dunkler brauner
Grundfärbung sehen etwas verschieden aus, und wenn man das dunkelste Exemplar mit dem hellsten vergleicht,
könnte man sie leicht für zwei verschiedene Arten halten. Stücke, die bei Ushuaia in Feuerland im Xovem-
ber und Dezember gefangen wurden, sind im allgemeinen kleiner (31 mm) als nördliche Stücke, von Puntas
Arenas (bis zu 45 mm Spannweite); die kleineren Exemplare {$$) sind oben mehr matt braun, die Hflgl-Unter-
seite dunkel violett-braun. Ein $ von Puerto Toro (Insel Navarin, Februar 1896) ist ebenfalls ganz dunkel.
Ein (J, von Dr. Ohlin am Rio Grande (Ost-Feuerland) gesammelt, hat die Unterseite der Hflgl und den Apex
derVflgl ganz dunkel schmutzig braun-grau, völlig verschieden von der violett-braunen Färbung aller andern
(JcJ jener Gegend; alle diese Stücke liefern einen weiteren Beitrag zur Variabilität der Art. Eine von Dr. i\Ii-
CHAELSEN im Herbst 1892 bei Puntas Arenas gefundene Argynnis-K\) gehört wohl zu dieser Art. Die Länge
war 30 mm; die Farbe dunkel braunschwarz, unten licht bräunlich, üben mit 4 Reihen dicht mit bräunlichen
Borsten besetzter Dornen, die auf dem ersten Segmente am längsten, auf dem zweiten 4 mm, auf den übrigen
2 — 214 Nim lang sind. Sie gleicht am ehesten der Rp von A. aglaja, aber die Dornen sind länger und mit stei¬
feren, längeren Borsten besetzt. Kopf glänzend schwarz, schwach behaart. Professor Beeg gibt in ,, Anales de
la Sociedad Cientifica de Argentina“ eine Uebersicht über cytheris Drury und dexamene Bsd., die er füi’ zwei dexamene.
verschiedene Arten hält. Aber er macht keine weiteren Angaben darüber. Nach der fradgmentari sehen Beschrei¬
bung Boisdijval’s ist es nicht möglich, in seiner A. dexamene, die aus Argentinien stammte, ebenso wie in latho-
nioides Blancli., etwas anderes zu erkennen als cytlieris-^^ mit lichter, schwach gezeichneter Unterseite. Auch
die von Beeg als Synonym zu dexamene Bsd. gezogene A. montana Reed aus dem zentralen Hochgebirge von montana.
Chile scheint nach der Abbildung ein ähnliches, kleineres cytheris-^ zu sein. — lathonioides Blanch. ist oberseits lafhonioides.
blaß rotbraun, das Wurzelfeld leicht verdüstert. Die Zeichnung der Vflgl etwas lireiter und kräftiger als bei
normalen cytheris, die Flecken des Mittelfeldes zu einer stark gewundenen Binde vereinigt. Die Postdiscal¬
flecken aller Figl kräftig, ebenso die Submarginalreihe, die aus verhältnismäßig großen rhombischen IMakeln
besteht. Die Saumlinien aller Figl auf den Rippen breit zusammenfließend, in den Zwischenräumen aber unterbro¬
chen ,so daß sie in eine Reihe ziemlich großer, auf den Endezi der Rippen stehender Makeln aufgelöst erscheinen. Da¬
gegen ist die Innenhälfte der Hflgl nur schwach gezeichnet. Die Unterseite der Vflgl ist mehr gelblich braun als bei
normalen Stücken, auf den Hflgln sind die bei jenen rotbraunen Partien heller, graubraun mit grünlichem Ton. 1 $
(Type) von Sta. Rosa im Naturhistorischen Museum zu Paris. — anna Blayich { = anna Reed) erscheint nach mehre- ayina.
ren des Pariser Museums (aus Ushuaia) etwas kleiner als normale cytheris', oberseits kaum von solchen zu un¬
terscheiden, nur die Verdüsterung des Wurzelfeldes ist ausgesprochener und reicht auf den Hflgln bis über die IMitte
der Zelle hinaus. Unterseite der Vflgl ganz wie bei normalen Stücken, Hflgl feurig zimmtbraun mit ausgesprochen
gelblichem Ton, dicht bestäubt, aber außer den beiden hellen Strichen ohne jede Spur von Zeichnung. Kommt
nach Edmonds von der Magalhaens- Straße bis zur Atacama- Wüste im nördlichen Chile bis zu Höhen von 2000 m
vor. Dr. Staudinge e schreibt über diese Formen: ,, Unter den vielen hunderten mir aus Chile zugegangenen
Stücken fand ich immer nur eine, allerdings stark variierende Art, A. cytheris, zu welcher sicherlich auch die
Feuerlandstücke gehören“. ■ — ■ siga Hhn. bezieht sich auf die nördliche Gebirgsform der cijtlieris, die aber von der siga.
Hauptform weder in Größe noch in Färbung konstant abweicht. — Als valdiviana Phil, ist eine Form aus valdiviana.
Zentral-Chile (Valdivia) beschrieben worden, die von der gewöhnlichen cytheris durch die ausnehmend deutliche,
kräftige Zeichnung am Ird der Vflgl abweicht; die Punktreihe hinter der Mittelzelle der Hflgl ist stets sein deut- .
lieh, während sie bei den südlichen Formen ganz rudimentär auftritt.
A. darwini Stgr. wurde nach Stücken beschrieben, die von Dr. Noedbnskjöld bei Puntas Ai’enas danoini.
im November und Dezember 1895 32 — 34 mm), und von Dr. Ohlin im Februar 1896 am Rio Grande auf
Ost-Feuerland ($$, 30 — 32 mm) gefangen wurden. Sie ist wohl nahe verwandt mit der folgenden A. modesta,
zu der sie einen Uebergang bildet. Die Originalbeschreibung Dr. Staudingees lautet : „darwini ist etwa so groß
wie die kleinste antarktische cytheris (30 — 34 mm). Die Oberseite der (Jd' ist lebhafter und heller als bei cytheris,
mehr goldbraun. Beim $ ist die Vflgl-Oberseite und der Ird der Hflgl grünlichgrau angeflogen, so daß die leb¬
haft braune Färbung hier wenig hervortritt. Die Schwarzzeichnung ähnlich wie bei den meisten Argynnis,
kräftiger als bei cytheris und teilweise zusammengeflossen. Die unter der Mittelzelle gegen den Ird zu stehende
Zeichnung bildet bei darwini stets einen deutlich nach außen gehenden, oben an die IMediana stoßenden spitzen
Winkel; bei cytheris ist diese Zeichnung meist unbedeutend, oft ganz rudimentär, nur bei valdiviana ist sie ebenso
groß. Die hinter der Mittelzelle folgende erste Querreihe schwarzer Flecken bildet bei darwini eine zusammen¬
hängende, schmale, stark gebogene und gezackte Querbinde, die bei den südlichsten, mit ihr zusammenfliegenden
428
ARGYNNIS. Von Dr. Th. Lehmann.
modesia.
inca.
Formen der cytheris nicht auftritt. Im Außenteil der Vflgl sind die Rippen auch bei den scharf schwarz,
während bei cytheris dies nur bei den $$ und auch da nur in geringerem Maße der Fall ist. Bei darivini-^ sind die
Fransen weißgelb, beim $ gelblich- weiß, scharf schwarz gescheckt; die schwarzen Stellen vereinigen sich mit
den am Ende der Rippen stehenden schwarzen Fleckchen zu rundlichen Makeln, die bei keiner cytheris Vorkom¬
men. Auf der goldbraunen Hflgl- Oberseite ist der Außenteil ganz ähnlich wie auf den Vflghi gezeichnet und
gefärbt. An Stelle der bei den südlichen cytheris stets rudimentären schwarzen Punktreihen hmter der JMittel-
zelle, die bei der nördlicheren valdiviana immer sehr deutlich ist, hat darwini eine gezackte, schwarze Quer¬
linie, die allerdings nicht immer vollständig vom Vrd bis zur Submediane läuft; bei andern Stücken ist sie ober¬
halb der Mittelzelle unterbrochen oder nur rudimentär. Vflgl-Unterseite von matterer Färbung als oben, am
Vrd und Apex gelblich, mit fast verloschener, manchmal völlig fehlender Schwarzzeichnung. Schwarz treten nur
die 3 untersten Flecken der hineren Außenrdsreihe auf. Vor dem Ende des Vrds eine kurze, schmale, bräunliche
Halbbinde bis zur unteren Radiale, in der 2 verloschene kleine Augenflecken mit gelblicher iMitte stehen. Diese
dunkle Halbbinde ist außen undeutlich, nach innen scharf hell begrenzt (bei den gelblich, bei $$ weißlich);
diese innere helle Grenzbinde entspricht dem weißlichen Costalstrich der cytheris. Fransen deutlicher und
breiter schwarz gescheckt als bei den größten c?/^7ierfs-Stücken. Der Außenrd, der besonders bei cytheris-^
ziemlich stark eingebogen ist, verläuft bei darwini schwach nach außen gebogen, zweilen fast gerade. Hflgl-
Unterseite, obwohl in der Zeichnungsanlage derjenigen heller ähnlich, weicht von ihnen üi der Färbung
ab: Beim $ sehr hell, beim $ dunkler braun. Die Rippen smd alle mehr oder weniger hell, fast weißlich. Der
Basalteil bis zum Zellapex fleckenartig gezackt, dunkler braun, weißlich umrandet. Darauf folgt eure breite,
lichtere Querbinde mit dunkler äußerer Einfassung, die ihrerseits wieder meist hell begrenzt ist. Dahmter 5
dunkle, lichtgekernte Augenflecken, zwei im oberen, 3 im unteren Teile, dazwischen ein weißlicher Streif an der
3. Mediane, spitz nach dem Außenrd laufend; hmter den Augenflecken eine schmale, gelbliche oder weißliche
Zackenbinde, deren sehr spitze Zacken die dunkle Außenrdsbmde durchbrochen und m die dunklen Stellen der
gescheckten Fransen auslaufen. Diese Außenrdszeichnung unterscheidet darwini von allen andern Argynnis,
auch von mca, bei welchen die durch den dunklen Außenrd verlaufenden viel schärfer weißen Rippen kerne
Zacken bilden. Fühler wie bei cytheris: Schaft dunkel bräunlich, Kolben oben schwärzlich, am Ende braun
gerandet, beim ^ unten licht grau. PaljDen der rotgelb, der $$ weißlichgelb, lang behaart. Brust und Berne,
sowie Unterseite des Abdomens licht gefärbt; Oberseite des Abdomens der braun, der $$grau behaart“.
Puntas Arenas und Ost-Feuerland.
A. modesta Blanch. (Type ohne nähere Fundortsangabe im Naturhistorischen Museum zu Paris) ist
eine ganz kleine Form, die in den Gebirgen von Süd-Chile nur auf Höhen von 2600 — 3200 m gefunden wurde,
und die möglicherweise mit der von Boisdhval in seiner Beschreibung der A. dexamene erwähnten A. dioides
der ,,terres magellaniques“ identisch ist. Eine Beschreibung einer Art unter dem letzteren Namen ist aber nicht
aufzufinden. Von cytheris ist modesta ebenso wie die folgenden Formen sofort an der Flglform zu erkennen;
Vflgl lang gestreckt, oval, ohne jede Spur von Ausbuchtung; Hflgl fast vollkommen rund, der Vrd deutlich
konvex, nicht konkav ausgeschnitten. Die Färbung ist viel heller als bei cytheris, blaß rötlichgelb, mit ganz
schwach verdüstertem Wurzelfeld beider Figl. Die Schwarzzeichnung ist im allgemeinen schwach entwickelt,
in der Innenhälfte ganz minimal, die Postdiscalreihe aller Figl nur aus ganz feinen Pünktchen bestehend. Nur
die Medianflecken sind verhältnismäßig kräftig, stark hervortretend und fast zu einer Bmde verschmolzen,
die Submarginalflecken rundlich, isoliert. Saumhnien in deutliche, auf den Rippenenden stehende Flecke
aufgelöst. Die Unterseite aller Figl ist gleichmäßig blaß ledergelb, die Zeichnung wie oben, nur weit schwächer
und einförmiger; Vflgl nur im Außenteil mit fast verloschenen Punktreihen; auf den Hflgln ist außer vier
schwach ausgeprägten Reihen kleiner, blaß olivenfarbiger Pünktchen keine Spur von Zeichnung zu erkennen.
Die Rippen der Hflgl-Unterseite heller als der Grund; die Fransen gelbweiß, über den Adern scharf schwarz
gefleckt und mit den Saumflecken verbunden, ähnlich wie bei darwini, von der sie aber außer durch die Zeich¬
nung der Unterseite durch die Abwesenheit der schwarzen Zackenlinie der Hflgl-Oberseite abweicht.
A, inca Stgr. (87 f ) wurde von Garlbpp in Bolivia entdeckt und in größerer Anzahl bei Malaga, Huallatani
auf etwa 4000 Meter Meereshöhe gefangen. Obgleich die Oberseite im allgemeinen den Afg'ywnw-Charakter
deutlich bewahrt und etwas an A. pales gemahnt, ist die Unterseite ganz verschieden, auch von der in etwa
gleicher Höhe von Dr. Stübel bei Sicasia in Bolivia gefangenen A. sohrina Weym., von welch letzterer allerdings
nur das $ bekannt ist. Mit dieser hat sie die abgerundete Form der Hflgl gemein, sowie die der A. pales gerade
entgegengesetzte Eigentümlichkeit, daß die Oberseite der $$ vorherrschend hell rotbraun, die der B<S aber
stets dunkel graugrün ist. Größe etwa 26 — 33 mm. Die eigentümlich grüngraue Färbung der Oberseite des
ist viel mehr ausgesprochen als z. B. bei A. pales $ fa. napaea, oder bei A. paphia valesina Esp. Nur die Flecken¬
binde unmittelbar vor dem Rande ist bräunlich. Das Wurzelfeld aller Figl ist leicht verdüstert, die Schwarz¬
zeichnung mäßig kräftig, nur wenig in der Größe der Flecken variierend, meist aus isolierten Punkten und Stri¬
chen bestehend. Die Medianbinde namentlich der Hflgl ist nur durch ganz dimne Striche angedeutet. Bei einem
E ist die Oberseite dunkler als bei den übrigen, stark schwärzlich bestreut, bei einigen andern ganz schwach
bräunlich angeflogen. Bei den ist die Oberseite braungelb, im Basalteil grünlich; nur ausnahmsweise findet
sich ein ganz schwacher grünlicher Anflug bis über die Figlmitte hinaus. Fransen bei beiden Geschlechtern
MELITAEA. Von Dr. A. Heitz.
429
dunkel und hell gemischt, selten über den Rippen dunkel gescheckt. I)ie Unterseite des d' Ist eigentümlich
gelblichgrau, mit scharfen weißen Rippen, der Außenrd aller Figl, sowie das Wurzclfcld und in schwächerem
Maße auch die Mittelbinde der Hflgl matt schokoladebraun, in seltenen Fällen etwas satter braun. J>ei den
meisten (dcd ist die bräunliche Mittelbinde fast verloschen, nur die innere schwärzliche Umrandung sehr deutlich.
Die Schwarzzeichnung wie oben, nur schwächer. $; Unterseite der Vflgl, sowie der Basalteil, eine Binde hinter
der Mitte und der Außenrd der Hflgl schokoladerot, die dazwischen liegenden Teile der Hflgl blaß rotbraun;
die mediane Fleckenreihe verschwommen schwarz. Der Kopf ist schmutzig bräunlich, bei den $$ rotbraun
behaart; ebenso der Oberteil der Palpen, während sie unten gelbbraun behaart sind. Fühler oben schwärzlicli,
nach der Basis zu weißgrau, Kolbe kvxrz, löffelförmig, unten -bräunhch, oben schwärzlich. Thorax dunkel grau¬
grün behaart, der Leib oben dunkel, unten hell schmutzig braungelb (Staudingee).
A. cora Lucas, von der ein Exemplar (Type), das von Gay in dem Hochgebirge Perus erbeutet wurde, cora.
sich im Naturhistorischen Museum zu Paris befindet. Die Größe etwa wie die der kleinsten inca, 26 mm, die Flgl-
form ähnlich wie bei dieser und modesta, Vflgl langgestreckt, spitz oval, Hflgl fast rund. Die Färbung der Oberseite
licht graubraun mit grünlichem Ton, nur im Außenteil deutlich zimmtbraun angeflogen; das Wurzelfeld aller
Figl ziemlich ausgedehnt verdüstert; die Zeichnung schwach und verschwommen, auf der Innenhälfte der
Vflgl nur aus blaß schwarzbraunen isoherten Strichen gebildet; die Postdiscalflecken klein, ziemlich regelmäßig;
die Submarginalflecken oval ausgezogen, fast zu einer Binde vereinigt, die Saumlinien kaum sichtbar. Auf den
Hflgln ist die Zeichnung der Innenhälfte fast erloschen, der Distalhälfte ähnlich wie auf den Vflgln, nur noch
schwächer und undeutlicher. Auf der Unterseite ist die Grundfärbung aller Figl bräunlich ledergelb. Vflgl
mit schwacher bräunlicher Zeichnung der Mittelzelle und des Discus. Das Apicalfeld und der obere Teil des Außen-
rds dunkel rostbraun, von den weißlichen Adern in breite pfeilförmige Flecken zerteilt. Auch auf den Hflgln
ist der helle Grund in sehr charakteristischer Weise durch mehr oder weniger vollständige, dunkel rostbraune,
gezackte Fleckenreihen unterbrochen, deren Komponenten scharf keilförmige, durch die namentlich in der Di¬
stalhälfte breit weißen Rippen getrennte und am distalen Ende meist tief eingekerbfe, nach innen zugespitzte
Flecken bilden. Die Mittelzelle ist bis auf die äußerste Spitze und einen weißen Kern ganz davon ausgefüllt,
und von mehreren ähnlichen Basalflecken umgeben. Die Median- und Postdiscalbinden sind zwischen der oberen
Mediane und der unteren Radiale von Streifen der Grundfarbe unterbrochen, das Marginalband dagegen voll¬
ständig. Fransen sehr lang, gelblichweiß, beiderseits über den Rippen schwarz gefleckt und mit den schwärzlichen
Enden derselben verschmolzen. Umgebung von Cuzco (Guamanga) Peru.
Anhangsweise bemerken wir, daß noch einige Formen amerikanischer Argynnis Namen erhalten haben,
die wir als Zufallsformen (Fehlfärbungen) ansehen. So Arg. letis Wr. aus der westlichen Union bei der die Vflgl-
spitze und der ganze Außenteil des Hflgls einfarbig rotgelb, ohne deutliche Schwarzfleckung ist; es ist eine Form
der A. leto (86b). Ferner A. laura (87b) ab. laurina Wr., der auf der LTnterseite die Silberflecke fehlen und die
sich zur Hauptform ungefähr verhält, wie cleodoxa zu A. adippe.
3. Gattung: Melitaea F.
Die Scheckenfalter sind auf den gemäßigten Norden der Erde beschränkt und auf die östliche und west¬
liche Halbkugel mit je etwa 30 Arten ganz gleich verteilt. Wenn ich in Bd. 1 aus dem paläarktischen Gebiet
rund 170 Formen — also weit mehr, als aus Amerika bekannt sind — • aufgezählt habe, so ist das eine Folge
davon, daß man jedem Melanismus, jeder Bindenvariation, die aus dem paläarktischen Gebiet bekannt wurde,
einen eigeneii Namen gegeben hat und es wäre leicht, durch gleiche Behandlung auch den amerikanischen
Bestand an Melitaea auf die gleiche Weise zu erhöhen.
Die Gattung schließt sich in ihrem Bau einerseits eng an die Argynnis an, zeigt anch wie diese die ab¬
geflachte, etwas konkave Fühlerkolbe, hat aber keine aufgeblasenen Palpen; diese sind vielmehr unterseits
dicht bürstenförmig behaart, an Gestalt im Mittelglied zwar etwas verdickt, aber doch sonst schlank.
Weniger durchgreifend ist der Unterschied im Geäder, wo Argynnis stets eine geschlossene, Melitaea eine offene
Hflglzelle haben soll. Bei richtiger Behandlung kann man aber bei vielen Melitaeen noch die Reste der unteren
Discocellularis nachweisen und somit die Hflglzelle als geschlossen bezeichnen.
Von der sehr ähnlichen Gruppe der Pliyciodes s. s. gibt es kein durchgreifendes IMerkmal zur Unter¬
scheidung. Selbst feine anatomische Untersuchungen und auch die Biologie geben keine Anhaltspunkte. Da¬
gegen besteht ein Unterschied, zwischen Eresia und Alelitaea darin, daß alle Eresia s. s., wahrscheinlich ohne Aus¬
nahme mimetisch sind und Heliconiden, Danaiden oder Acraeen nachahmen, während keine einzige Melitaea
irgend einen andern Falter kopiert. Selbst bei der nach einer rein oberflächlichen Aehnlichkeit benannten
Melitaea acraeina Stgr. ist, wie ich schon Bd. 1, S. 218 andeutete, jede Annahme von IMimikry ausgeschlossen.
430
MELITAEA. Von Dr. A. Seitz.
pha'Mon.
Dagegen glaubt man, wenn man die auf Taf. 91 ziisammengestellten Eresia betrachtet, eine Zusammenstellung
von Heliconiden, Acraeen und Ithomiinen vor sich zu haben. Für die amerikanischen Melitaeen wird als Unter¬
schied die zwar nicht aufgeblasene, aber doch noch mit ziemlich starkem 2. Glied versehene, sehr spitze Palpe
angegeben, deren mikroskopischer Bau aber dem der P/i?/cfodes-Palpe nach Reuter fast gleichkommt. Es muß
auch erwähnt werden, daß die Abgrenzung beider Gattungen sehr A^erschieden aufgefaßt wird, und daß man
Zwischengattungen wie Thessalia, Charydras, Cinclidia usav. eingeführt hat, die z. T. aus Angehörigen beider
Gattungen gemischt sind. Ich sehe als echte Melitaea diejenigen kräftigeren Formen an, die sich im gemäßigten
Nordamerika verbreiten, während die von Texas bis Patagonien zahlreich auftretenden, nach Norden nurAAunige
Formen vorschiebenden Phyciodes als deren südliche Vertreter gelten mögen.
Wie Amn den Argynnis, so treten auch von den Melüaeahx Amerika die größten Gattungsrepräsentanten auf.
In der alten Welt erreichen die Melitaea in den ostasiatischen Lokalrassen die größte Spanrnveite, doch bleiben diese,
besonders was das Körpervolum betrifft, noch sehr erheblich hinter den Avahrhaften Riesenformen zurück, aatc ich
sie auf Taf. 88 Reihe a zur Darstellung bringe, Avobei ich noch bemerke, daß ich das M. %)ho,^ton-^, das dem Bilde
zum Vorwurf diente, in Frankfurt erzog, also immerhin unter ungünstigen Bedingungen. Das Verhältnis der neu-
zu den altAA^eltlichen Melitaea spiegelt genau den allgemeinen Unterschied der amerikanischen zu der europäi¬
schen Falterfauna, den ich lairz dahin charakterisiere: In Nordamerika finden sich im ganzen größere,
konstantere und i n d i v i d u e n r e i c h e r e Arten als in der OstAvelt. Was dem europäischen Sammler
in Nord-Amerika zumeist auffällt, ist an vielen Fangstellen eine Faltermenge, Avie sie in der alten Welt nur auf
günstigen Hochgebirgsplätzen anzutreffen ist. Die beträchtlichere Größe und lebhaftere Färbung der nearktischen
Falter läßt die mit einer Tagesausbeute gefüllte Exkursionsschachtel sehr viel imposanter erscheinen, als in
Europa oder West-Asien. Studiert man aber die Beute genauer, so findet sich, daß sie oft nur wenige Tagfalter-
Arten umfaßt und es sollte in den meisten Distrikten Nord-Amerika’s schwer fallen, Tagessammlungen von 30
bis 40 Arten zusammenzubringen, AA^as in Zentral-Europa an guten Plätzen meist ein Leichtes ist.
Die Gattung Melitaea verbreitet sich in Amerika von Kanada bis Mexico, reicht aber bei Aveitem nicht so
AA^eit nördlich aatc Argynnis. Auch in den Ost- Staaten kommen nur 2 Arten vor, alle übrigen im Süden und Westen,
die meisten in Kalifornien. Manche gehöi’en an ihren amerikanischen Flugplätzen zu den gemeinsten Schmetter¬
lingen, und treten in dichten ScliAA^ärmen auf, wie Avir dies bei östlichen Arten der Gattung nicht kennen. Ein¬
zelne Arten AAUirden in Europa aus eingefübrtem Zuchtmaterial erhalten.
Kopf groß, dick, Augen vorgequollen, Palpen lang, aufsteigend oder vorgestreckt, unten stark borstig
behaart, 2. Glied verdickt aber nicht aufgeblasen, drittes Glied sehr spitz. Fühler von oder unter halber Costa-
Länge, vielfach geringelt, dünn und gerade, mit ovaler, konkaver, etwas löffelartiger Keule. Vorderfüße fast
{gabbii) oder völlig nackt {phaeton), Mittel- und Hinterbeine dick und kurz. Schienen mäßig oder ganz schAvach
bedonit, zuAveilen fast unbeAvaffnet. Vflgl stumpf dreieckig mit leicht gebogenem Saum, selten mit etAvas vor¬
gezogenem Apex (leanira). Mittelzelle breit, Subcostalis 5-ästig, 1. Ast vor, 2. gleich hinter dem Zellende, 3. hinter
der Figlmitte abgezAA^eigt. Ird der Vflgl ganz leicht konkav. Hflgl rund mit gerundetem Apex und scharfem Anal¬
winkel. Hlb bei manchen $$ ungewöhnlich dick und scliAver, so besonders bei und chalcedon. — • Ei
subzylindrisch, oben und unten abgestutzt, fein gerieft; Rp mit kurzen, dicken, fleischigen Dornen die sternför¬
mig mit kurzem Borstenhaar bekleidet sind; viele Arten sind in der Jugend gesellig und halten sich im Alter
in kleinen Trupps Amn 2 — 3 Stück zusammen; an Castileja, Diplopappus, Chelonia, Lonicera, Mimulus, Scrophu-
laria und andern niedern Pflanzen ; sie überAvintern und liefern den Falter im Sommer. Pp gerundet mitRücken-
Avarzen; meist Aveiß- oder bläulich, dunkel gezeichnet.
M. phaeton Drury (= phaetana Hbn., phaetoneta Godt., phaedon H .-Schäff., superba Streck., phaetusa
Hulst, Strecken Elsw.) (88 a). SchAvarz mit orangebraunen Flecken in der Zelle und vor dem Saum; im Rand¬
feld Reihen zitrongelber Flecke; unterseits sind die Flecken stark vermehrt. Die oben genannten Synonymen
beziehen sich mehrfach auf ganz luwesentliche Fleckenvariationen. — ■ Rp schAvärzlich, an Kopf- und Hinter¬
ende tiefschwarz, an den Mittelsegmenten rotbraun gemischt und getönt, die Dornen und der Kopf glänzend
scliAvarz; Bauch gelbrot. Sie überAvintert in gemeinschaftlichen Gespinsten von über Handgröße, die aber oft
in einiger Entfernung von der Nährpflanze (Chelone, Lonicera ciliata, Viburnum dentatum, Mimnlus ringens,
Gerardia pediculata) angebracht sind, so daß die Raupen Avandern müssen. Nach der LTeberAAÖnterung zerstreuen
sie sich und verpuppen sich im Mai. Pp cremeweiß, bläulich schimmernd, fein scliAvarz und orange pinditiert
und gefleckt. Die Falter von Ende Mai bis in den Juli ; da auch vereinzelte Stücke im August oder September
gesehen Avorden sind, so scheint an bestimmten Orten eine ZAveite Generation oder ausnahmsAAuise eine Herbstbrut
vorzukommen. Der Falter scheint nur in der Nähe sumpfiger Wiesen, besonders in der Nachbarschaft Amn Wald,
zu leben und tritt an manchen Stellen massenhaft auf; er beAA^egt sich in trägem Fluge und setzt sich häufi¬
ger aiif Laub und den Boden, als auf Blumen. Die $$ setzen ihre roten Eier in dichten Hänfen ab, die mehrere
hundert Stück (bis 400) enthalten. — Phaeton ist die einzige Melitaea in den Ost-Staaten. Als bemerkensAA'ert
hebe ich hervor, daß einige im Aeußern i\ev M . phaeton nicht unähnliche Falter AAÖe diePieride Eucheira socialis
(18 g) und die Nymphalide Morplieis ehrenbergii (93 a) gleichfalls ein gemeinschaftliches Gespinstnetz ver¬
fertigen.
chalcedon.
M. chalcedon Dbl. u. Hetv. (88 a). So groß und so variabel in der Größe Avie phaeton. Oben scluvarz
MELITAEA. Von Dr. A. Seitz.
431
mit zahlreichen, größeren schwefelgelben Flecken, im Vflglapc^x kleine i'otbraiinc Fleckchen. Unten die Ad'lgl
rotbraun, die Hflgl brannnnd gelb gebändert. — ^ Ei anfangs blaßgelb, späten- dutd<ler; Itp erwachsen scluvnw z, fein
weiß gesprenkelt ; mit einfachen schwarzen Dornen teils orangerot (Rückenreihe), teils sciiwarzblaii in orange Rin¬
gen stehend, länger als bei phaeton] Kopf gespalten, schwarz, flach. Rp j)erlweiß, gelblich schattiert, mit feinen
schwarzen Punkten und Strichchen gezeichnet; um den Hlb Ketten kleiner orangefarbener Wärzchen. Rp
besoirders auf Scrophularia, aber aiich an Dipsacus, Castileja und Lonicera. Der Falter fliegt vom April bis IMitte
Juli in zwei ineinandergehenden Generationen, in seinem nördlichsten Rezirk nur eine Generation. Das ^
ist ein lebhafter Flieger und hat die Gewohnheit, andre Falter zu verti-eiben und zu verfolgen; sehr häufig; das
schwerfällige $ fliegt nur wenig. Pazifische Staaten; im nördlichen Kalifornien stellenweise gemein und,
besonders die $$, sehr variabel; man findet fast ganz schwarze und fast ganz gelbe Stücke. Auf solche Wränder-
lichkeiten sind Nebenformen wie fusitnacida und mariana gegründet worden; aber auch Fehlfärbungen wurden
benannt, wie z. B. divinellei, H. Edw., bei der die Vflgl- Grundfarbe oder auch die Flecke ockerbraun verfärbt sind.
M. cooperi Belir. (= perdiccas Edw.) (88 a) ist nicht unbeträchtlich kleiner als typische clmlctdon, auf cooiicrl.
der Oberseite sehr ähnlich, aber auf der Unterseite sind die beingelben Flecke des Basal teils der Hflgl zu einer
regelmäßigeren Binde geordnet, die mit dem bei chalcedon in der rotbraunen Subbasalbinde isoliert stehenden
gelben Fleck zusammenfließt, der auch seinerseits erweitert ist. Die Rostbinde vor dem Hflgl-Ardiendrittel
verläuft stärker geschwungen und die gelben Flecke der Vflgl-PTnterseite sind reduziert, Kalifornien.
M. olancha Wriglit. (88 b). Bei dieser Form, die wie die vorigen in den westlichsten Staaten der Pbiion olancha.
vorkommt, sind die Flecke der Oberseite zwar ähnlich vde bei chalcedon angeordnet, aber im flasalteil der Figl
reduziert und hierzu im Gegensatz im Discus und Randfeld vergrößert. Die gewöhnlich gelben Flecke sind dazu
in beiden Geschlechtern, oben und unten viel heller, fast elfenbeinweiß und auch das Rotgelb der Pniterseite,
besonders die Hflglbinden sind heller.
M. macglashani Riv. (88 b). Noch größer als chcdcedon und wohl die größtö^ Melitaea der Erde. Der ‘nmcglasliani.
chalcedon ähnlich, aber leicht zu unterscheiden durch die großen rotbraunen Randflecke aller Figl. Auch im Dis¬
cus ist zwischen dem Hellgelb überall Ziegelrot in die schwarzen Bänder eingesprengt. An ihren Fundplätzen
in Kalifornien augenscheinlich nicht selten.
M. quino Behr. ( 88 b). Wie chalcedon, oberseits kleiner, aber schärfer gefleckt, hauptsächlich durch die Fbiter- qidno.
Seite verschieden, wo das gesamte Zeichnungsmuster unruhiger ist, die Flecke vielfach noch dunkel geteilt
sind und schärfer schwärzlich umzogen, so daß oft nur ein kleiner rostfarbiger Kern verbleibt. Die lichten
Flecke im Außenteil des Vflgls sind Ideiner, aber schärfer, fast weiß und die Vflglzelle ist unterseits bedeutend
mehr schwarz gefleckt. Kalifornien.
M. colon Edw. (88 b). Der vorigen sehr ähnlich; aber insofern einen Uebei’gang zu chalcedon bildend, colon.
als die ziegelroten Randflecke stark reduziert erscheinen. Auch die hellgelben Flecke können stark verldeinert
sein, auch sind sie heller, manche davon fast weiß, so daß die Art deido.y/on’ von Vancouver nahekommt. Vermut¬
lich, Avie auch die vorige nur eine Form des chalcedon. Von den Ländern am Columbia-Fluß, Washington, Oregon.
M. taylori Edw. (88 b). Noch kleiner als die vorige, einen Uebergang zu baroni bildend, dessen nördlicher iaylori.
Vertreter sie sein mag; weit stärker und greller rot gefleckt als die vorige; hat eine entfernte Aehnlichkeit mit
der europäischen anrinia, was um so auffälliger ist, als die Rp gleichfalls auf Plantago lebt. Von Ahmcouver.
M. anicia I)hl. u. Heio. nec Scudd. (88b). Wie die vorigen mit chcdcedon verwandt, aber bedeutend anicia.
kleiner; die gelben Bänder der Oberseite schmaler, trüber, zuweilen etwas unterbrochen; dagegen sind die Flgl-
ränder ganz rotbraun und auch die schwarze Grundfarbe ist fast ganz von Rotbraun verdrängt. Im Westen
Nord-Amerikas, von Britisch Kolumbien bis Montana und Colorado. — ■ beani Skinn. (88 b) von den Bergen von heani.
Alberta ist in der Regel iroch kleiner und dunkler, trüber gezeichnet.
M. colonia Wr. Beim B dieser Form wechseln ziegelrote und beingelbe Fleckenreihen auf schwär-' coJonia.
zem Grunde derart mit einander ab, daß ziemlich genau das Bild einer europäischen Mel. matnrna herauskommt,
doch ist der Verlauf der Binden etAvas abAx^eichend, Avie aus der Abbildung des $, das sich a'oiu q durch Reduktion
der scliAvarzen Grundfarbe unterscheidet, ersichtlich. Auch die Unterseite dieser, nur an der Westküste Nord-
Amerikas vorkommenden Art erinnert stark an m.aturna. — Die Art ist augenscheinlich lokal und a'ou sehr
beschränkter Verbreitung.
M. nubigena Behr. (88 c). Meist größer als beani und noch röter; das Aveit lebhaftere Ziegelrot hat nuhigena.
nicht nur die scliAvarze Grundfarbe, sondern auch das Gelb A^erdrängt, das sich deutlich eigentlich nur noch in
schmalen Fleckenbinden im Costalteil des Vflgls, in und hinter der Zelle findet. Rocky-iMountains ; gemein. —
wheeleri Hy. Edw. (= capella Barn). (88 c) ist die brennend rot gefärbte kalifornische Form, bei der öfters u-hederi.
noch vor dem Außendrittel der Vflgl ein komplettes lichtes Fleckenband herunterzieht. — • Hier schließt sich
editha Bsd. (= anicia Scudd., nec Dbl. u. Hew.) (88b) an, als entgegengesetztes Extrem. Das Rot der Gberseite editha.
ist von einem trüben ScliAvarzgrau verdrängt, die gelben Fleckenbinden sind cpier trüb und fahl, aber gut
entAAUckelt, das allgemeine Bild der Oberseite gleicht einer blassen taylori ; auf der Pmterseite sind die beingelben
432
MELITAEA. Von Dr. A. Seitz.
hermosa.
augusla.
aiigusHna.
haroni.
riibicunda.
acastiis.
pcdla.
whitneyi.
hoffmanni.
dbnormis.
Sierra.
gabbii.
Hflglbinden durch zimtbraune Fleckenbänder getrennt, die bei wheeleri sehr grell ziegelrot erscheinen. Im
ganzen verhält sich nuhigena zur trüben editha und zur feurigen wheeleri, wie aurinia zur trüben mero'pe und der
feurigen iberica. editha, wahrscheinlich eigne Art, kommt von Süd-Kalifornien und die Rp lebt an Erodium
cicutarum und an Viola. — hermosa Wr. ist der nubigena ganz ähnlich gezeichnet, aber trüber gefärbt und weißer
gefleckt, das antemarginale schwarze Kappenband der Vflgl-Oberseite noch tiefer und breiter als bei typischen
nubigena-, Kalifornien. — ■
M. augusta A^(:7«j.(88c). Erscheint wie eineKonrbination, indem in die brennend rote Grundfarbe der extremen
wheeleri, die zahlreichen gelben Fleckenbänder der editha eingelagert sind, so daß ein Färbungsmuster wie etwa
hei aurinia saregytana (Bd. I, Taf. 65 d) entsteht. Südliches Kalifornien; einer der schönsten Falter Nord-
Amerikas. — Als augustina Wr. wurden Stücke bezeichnet, bei denen die schwarze Einfassung der Farben¬
bänder verloschen ist.
M. baroni Hy. Edw. (88 c). Die gelben Oberseitenflecke fast wie bei der vorigen, aber das lebhafte Ziegel¬
rot jener Art durch ein tiefes Rotbraun ersetzt, so daß oberflächliche Aehnlichkeit mit einer kleinen chalcedon
besteht. Von dieser aber sofort zu unterscheiden durch die hellen Flecke der Hflgl-FTnterseite, die bei chalcedon
gelb, heiharoni perl- oder silberweiß sind. — 'Rp der chalcedon ähnlich, samtschwarz mit feinen weißen Punkt¬
wärzchen, die Rückendornen honiggelb, die andern schwarz; an Castileja, in Gespinsten überwinternd, bis Mai.
Pp hell blauweiß, fein und dicht schwarz punktiert und spärlich gelb gefleckt; Falter von Ende Mai bis Juh.
M. rubicunda Hy. Edw. (88 c). Größe der vorigen, mit der sie auch das Vaterland teilt. Die roten wie
die gelben Flecke der Oberseite lebhaft und scharf, so wie bei colori] während aber dort die äußere der gelben
Hflglbinden die aller schärfste und deutlichste ist, fehlt diese bei riibicunda ganz, oder ist nur in verloschenen
Spuren zu erkennen. — • Die Rp nach Baron deutlich von der von baroni verschieden, soll auch an einer
andern Pflanze leben, doch wird Castileja auch hier als Nährpflanze genannt. Der Falter wurde in Nadelwald¬
gegenden noch in beträchtlicher Höhe gefangen und scheint stellenweise häufig. Er setzt sich mit Vorliebe auf
sandige Bodenstellen, wie Oeneis iduna, mit der er zusammen fliegt; im Netz hält er sich mit seinen starken
Klauen sehr fest (Behrens). Kalifornien.
M. acastus Edw. (88 d). Hiermit beginnt die Reihe der oben meist lebhaft und einfarbig roten Meli-
taeen, deren Grundton, ein bräunliches Ziegelrot, etwa an das von Mel. cynthia-^ oder einer lebhaft roten Ar-
gynnis paZes erinnert. Die Hflgl-Unterseite hat Aehnlichkeit mit der in der europäisch-asiatischen Gruppe
gewöhnlichen, d. h. Reihen breit zusammenhängender Flecken laufen parallel über den Hflgln und harmonieren
mit der Färbung der Vflglspitze, während der Vflgldiscus rot bleibt. Utah, Nevada und Montana. Beim $ ist
die Oberseitenfärbung fahler.
M. palla Bsd. (88 d). Das ^ der vorigen Art ähnlich, aber oberseits leicht dadurch zu unterscheiden,
daß das Mittelband der Hflgl sich heller gegen die feurigere Grundfarbe abhebt. Unterseits erreicht die zimt¬
braune Färbung des äußeren Zwischenbands nicht den Vrd des Hflgls, sondern sie läßt die beiden obersten
Zellen (über und unter dem 1. Subcostalast) frei, welche die Färbung der Gelbbinden zeigen. Das $, unten ganz
ähnlich, aber stärker rotbraun gefleckt, hat oberseits sehr stark vermehrtes Schwarz und matt rötlich imd gelb¬
liche Flecken. Rp auf Castileja. West-Staaten von Nord-Amerika; von Britisch Columbien bis Kalifornien;
fast überall häufig.
M. whitneyi Belir (= pola Bsd.) (88 d). Sofort kenntlich an dem speckigen oder schwach silberigen Glanz
der äußeren Fleckenreihe auf der Hflgl-Unterseite. Oben sind, besonders beim ^ die Flecken fahler rotgelb.
Kalifornien bis Nevada.
M. hoffmanni Behr. (88 d). Diese Art ist sofort daran kenntlich, daß die Wurzelhälfte aller Figl schwarz,
ganz wenig gelbgefleckt ist und sich scharf gegen eine beim ^ fast rein rotgelbe, beim $ fahlere Außenhälfte
der Figl abhebt. Das Schwarz kann nun, besonders auf dem Hflgl mehr oder weniger weit gegen den Außeiird
vorrücken und das Rotgelb desselben einengen, wodurch eine große Reihe sehr unterschiedlicher Aberrationen
entsteht, von denen Holland in seinem ,,Butterfly-book“ eine sehr abenteuerliche abbildet (Taf. 17, Fig. 14).
Manche davon haben Namen erhalten, wie z.B. ab. abnormis Wright, bei der die Vflgl fast einfarbig fahl rotgelb,
spärlich scliAvarz gebändert sind und die Hflgl bis''auf ein breites rotgelbes Außenband fast ganz schwarz werden.
West-Staaten der Union ; eine Gebirgsform von den Rocky-Mountains wurde als Form helcita abgetrennt.
M. Sierra Wright (88 e). Erinnert fast noch mehr wie die vorige Art im äußern an die M. aurinia-
iberica, indem die lebhaft ziegelrote Grundfarbe stark von beingelben Fleckenbinden und Ketten durchzogen, ist.
Der Wurzelteil der Hflgl ist mit großen beingelben Flecken durchsetzt. $ oben mit wechselnden gelben und zie¬
gelroten Bändern, wie bei aurinia-sibirica oder desfontainei, aber die Bänder ganz anders gelagert. West-Staaten
der Union.
M. gabbii Behr. (= sonorae Bsd.) (88 e). Oben der vorigen nicht unähnlich, ist die Art sofort daran
zu erkennen, daß die drei hellen Binden der Hflgl-Unterseite prachtvoll silberglänzend sind, wie bei einer Argyn-
nis. Pazifische Staaten bis Utah und Colorado.
o
#/ J? ’
/ ''Aj
^^.J^Ausgegehen 10. Xll. 1913.
MELITAEA. Von De. A. Heitz.
433
M. harrisi Scudd. (88 e). Erinnert unterseits etwas an eme Afel. cinxia, utn so nielir, als in fler präsub- h>^
marginalen Fleckenreihe auch die für cinxia charakteristischen Zentralpunkte stehen. Oben ist das ^ dunkel -
rotbraun, stark dunkel gezeichnet, das Saunifeld fast ganz schwarz; durch die Milte aller Figl zieht eine fahl
gelbrote Binde. Das $ ist fahler und etwas größer, sonst dem ^ ganz ähnlich. — Kj) rotbraun mit schwaizeui
Rückenstreif und dunkeln Ringeln an und hinter den Dornwuiz, ln ; die Dormn schwarz. An l)iplopa])j)Us um-
bellatus. Die Pp jrm'lweiß, schwarz oder br’aun gezeichnet. Oestliche Staaten, von (fanada bis Illinois.
M. dymas Ediv. {= larunda Strek.) (88f). Diese von Dyar unter CincUdia, aufgezählte Art wird wohl flgma.<.
am richtigsten zu Phyciodes gerechnet. Sie steht der Phye. elada Hew. (88 1) ziendich nahe, ist aber
heller, fahl rotgelb und meist ganz wenig gezeichnet; auch ist die Unterseite etwas anders. Im südlichen Texas.
M. perse Edw. (88 f). Fast ganz wie die vorige Art, auch die Unterseite ähnlich, aber die Grundfarbe per.je.
oben tiefer goldgelb, die zahlreichen dunkeln Wellenlinien der Oberseite fein, aber doch schärfer als bei dyina.s.
Von Arizona.
M. chara Edio. (88 f). Den beiden vorigen ganz ähnlich, etwas größer, die schwarzen Wellen- und rhara.
Kappenlinien deutlicher; von der Costa geht vor ihrem distalen Drittel ein heller »Schrägwisch aus, der den
Beginn einer fahl gelbbräunlichen Binde darstellt, die vor dem Analwinkel am Ird endet. Auf der Unterseite
ist diese Binde deutlicher und setzt sich als schmal blaßgelbes Bändchen auch durch den Hflgl fort. Arizona,
wie die vorige eine Wüsten-Kümmerform.
M. anomala Godm .u. Salv. Es ist von dieser Art wohl nur ein Exemplar bekannt, das der Staudixger- anomala.
sehen »Sammlung angehörte und wohl mit dieser ins Berliner Museum kam. Größe kaum die einer Melitaea cJtara,
schwarzbraun, Vflgl mit einer weißen costalen Halbbhide und 4 weißen Fleckchen im Außenteil, Hflgl mit gelb¬
braunem Discus und einer weißen Punktreihe im scliAvarzen Außenrd; Zelle schwarz gefleckt. Unterseite der
von hephurni ähnlich, aber der Vflglgrund scliAvärzlich, nicht gelbbraun wie dort. Mexico: Colima.
M. hepburni Godni. u. Salv. steht der dymas nahe, ist aber ober- wie unterseits bunter, dadurch daß hephurni.
der Flglgrund dunkel graubraun, die discale und marginale Fleckenreihe gelb, die dazwischen liegende, sub¬
marginale fuchsrot ist. Die PTnterseite sieht fast wie bei einer kleinen Melitaea merope oder varia aus. Chihuahua
(Mexico). — Mit der gleichfalls äußerlich etwas an eine kleine Melitaea erinnernden Erycinide Apodem ia Jiephiir-
ni die wir bei den Eryciniden auf Taf. 142 abgebildet haben, hat die Art natürlich nichts zu tun.
M. alma Streck. (88 e). Gi’öße der vorigen; oben rotgelb am Apex und Außenrd etwas schwarz gezeich- atma.
net, aber ohne die zahlreichen dunklen Querwellonlinien, dagegen ziehen einige lichtere Fleckenketten cpier durch
die Figl. Unten sind die Hflgl gelb jnit dunklem Rand und Adern, vor dem Außendrittel ein doppeltes sclnvar-
zes Querband. Utah, Arizona.
M. thekla Ediv. (88 f). Oben gleichfalls rotgelb, aber stärker schwarz gezeichnet. Auf der Hflgl-Unter- thekla
Seite durchziehen 2 gebogene, hell rotbraune Bänder den beingelben Grund, so daß die Zeichnung schon nach der
nahe verwandten {Phye.) theona hinüberführt. $ dem G ganz ähnlich. Texas. — bollii Ediv. unterscheidet hoIUi.
sich nur dadurch von typischen thekla, daß die bleichere Mittelbinde der Hflgl-Oberseite ein wenig breiter und
schwächer gesäumt ist und daß deren Fortsetzung auf dem Vflgl der schwarzen Begrenzung fast ganz entbehrt;
doch versichert Hollaxd, der beide Typen untersucht hat, daß eine spezifische Grenze zwischen beiden Foimien
nichtexistiere; von Arizona. — definita Aar. steht gleichfalls der nahe und fliegt, Avie die Amrige in Texas, dejinita.
M. leanira Bsd. (88 f). Oben schwarzbraun, beide Figl oben von 3 hellgelben Fleckensehatten durch- leanira.
zogen, deren äußerer komplett, deren mittlerer auf dem Vflgl unterbrochen und deren innerer in AA'enige zerstrert
Flecke aufgelöst ist und die auch obliterieren können (= ab. obsoleta H. Edw.). In die schAvärzliche Grundfarbe ohsoleia.
sind vor dem »Saum und im Discus rotbraune Flecke eingestreut. Damit Avird das Färbungsmuster A'on colon,
taylori, ruhicunda etc. wiederholt, doch ist die Art sofort zu unterscheiden durch die Gestalt der ^Tlgl, die fast
Avie bei Araschnia prorsa und bei vielen Phyciodes beschaffen ist: Der Vflglsaum springt am Ende der 3. Radialis
zu einer stumpfen Ecke vor, über der der Apex abgestutzt und unter der der »Saum leicht ausgeschnitten ist.
Auch die Unterseite ist ganz anders. Im Westen der Union Aveit verbreitet und Amn Britisch-Columbien bis »Süd-
Californien reichend. — leoua IFr. scheint mir nur eine Form der leanira mit so stark reduzierter Gelbfleckung Icona.
der Oberseite, daß die Hflgl oft ganz schwarz, nur mit einigen beiiiAveißen Punkten geziert erscheinen. — niirabilis mirahili.^.
Wr. ist eine Zufallsaberration, avo die lichten Flecke in der Flgl-Außenhälfte oben und unten in der Richtung
der Ader-Zwischenräume A^erlängert sind; eine Bildung, Avie man sie bei europäischen Melitaeen (z. B. didyma)
nicht gar zu selten trifft. — cerrita Wr. dagegen ist eine durchaus konstante Form, bei der die Grenzen ZAvischen cerrita.
den rotgelben und beingelben Feldern mehrfach verloschen oder imr matt angedeutet sind; sie kommt. A\ie die
vorige Form, in beiden Geschlechtern vor. iVlle diese Formen stehen der cyneas Aind theona nahe, die aber unter
den Phyciodes behandelt Averden; ein deutlicher BeAveis dafür, Avie unnatürlich und unhaltbar die Trennung
der Gattungen Melitaea und Phyciodes ist.
V
55
434
]^HYCI0DES. Von J. Röber
ercmita. M. cremita Wriyht ist meist bedeutend größer als leanira, obertlächlich wie diese das ungefähre Bild
einer Araschnia prorsn bietend. Die Figl oberseits aber viel dichter und lebhafter gefleckt ; Unterseits sind die
Vflgl ziegelrot, besondens im Mittelfeld sehr lebhaft gelb gefleckt und auf dem Hflgl gleichfalls die beingelbe
durch die Mitte ziehende Fleckenbinde sehr breit. Californien.
v)rifjhiii. M. wrightü Edw. (88 f). Oben ganz wie die vorige, nur stärker durch gelbbraune Auflagerungen, beson¬
ders im Wurzelteil der Vflgl gelichtet. Unterseits aber fehlen die dunkeln Zwischenbinden auf dem Vflgl fast
vollständig, so daß eine beingelbe, von den schwarzen Adern und einem dunkeln Kettenband durchzogene
Fläche bleibt. Californien. Der leanira nahe verwandt.
minuia. M. illinuta Edw. (88 e). Diese Art bildet mit den beiden folgenden Formen nach Dyar die Gattung Schoenis
Hbn., d. h. dieser x4utor verwendet diese kleine Giaippe zur Erhaltung des HüBNERschen Namens, denn die älteste
der Arten wurde erst 1801 aufgefunden, niinuta, ist oberseits lebhaft gleichmäßig rotbraun, von dunklen Punktreihen,
Halbmöndchenketten und Strichserien durchzogen. Die Fhiterseite gleicht so frappant der einer kleinen, blassen
M. didyma, daß man die Art als den amerikanischen Repräsentanten dieser il/eh’faea- Gruppe ansehen und sie
aracline. mit keinem andern amerikanischen Schmetterling verwechseln kann. Aiis den Rocky -Mountains. — arachne
Edw. (88 e) scheint auf die Vertreter dieser Art aus der Ebene gegründet und zeigt kaum durchgreifende Unter¬
schiede, sie stammt von Texas und Colorado; beide Formen gehen ineinander über ; wir bilden ein ^ nach Hollaxd
nympha. ab, der in arachne nur ein Synonym sieht. — nynipha Ediv. (88 e). Sofort durch die Oberseite von der vorigen
zu unterscheiden, auf der ein blaßgelbes Band alle Figl durchzieht, wodurch das Gesamtbild gewissen phoebe-
Formen von Europa nahe gebracht wird. Auch ist die Oberseite etwas stärker schAvarz gezeichnet. Die Fmter-
seite gleicht aber so genau manchen Stücken von minuta, daß Artrechte erst durch die Zucht erwiesen AA'erden
müssen. Vorläufig ist die Rp unbekannt. Von Arizona.
Die folgenden Formen sind z. T. seltnere Arten oder gar auf einzelne Stücke gegründete Species oder Subspecies, die
z. T. selbst in den größten Sammlungen, wie die des Washington- Museums, fehlen; z. T. lassen sie sich den oben beschrie¬
benen schwer angliedern. Viele davon kennt man nur aus den Originalbeschreibungen ; von manchen ist die Type vernichtet
und diese sind dann mit Sicherheit nicht mehr zu identifizieren; bei anderen wieder handelt es sich nur um Aberrationen,
deren Typen Unica geblieben sind.
brncei. ' M. brucei Edw. ist nichts weiter, als eine Nebenform von anicia Dbl. u. Hew., die Edavabds 1888 auf-
maria. stellte, in seinen ,, Butterflies of N. America“ aber später nicht berücksichtigte;^ auch maria Skinn. steht
der anicia nahe und ist Avohl nur deren innerkontinentaler Vertreter ;'’von FTtah. Das gleiche gilt A^on gilettei
Barn., die von Wyoming beschrieben, von Holland aber in seinem Werk jiber die Schmetterlinge der Fhiion
heivia. nicht erAvähnt ist. — helvia Scudd. von Alaska ist eine der taylori nahestehende Form, deren Type beim großen
Brande von Chicago vernichtet wurde; doch glaubt Holland, daß Falter, die oberseits eine weniger ausgeprägte
Mittelbinde der Hflgl, überhaupt ein lichteres Aussehen haben und von White-Horse und Eagle-City in Alaska
sterope. stammen, hieher gehören möchten. — sterope Edw. scheint dieser verschollenen helvia nahe zu stehen; von
Edavabds 1870 aufgestellt, aber in seinem späteren Werk über die Tagfalter der Vereinigten Staaten nicht
neumoeyeni. behandelt, ebensowenig von Holland. Aus Oregon. — neumoegeni Skinn. scheint, ähnlich wie maria
Bkinn., die Form einer andern bekannten Species, wie etAva palla zu sein, die durch die Besonderheit der Boden-
heclceri. beschaff enheit ihres Vaterlandes, des Salzseegebietes, leicht A-erändert ist; vonUltah. — beckeri Godm. u. Salv.
(88 h) von NordAvest-Mexieo ist vielleicht nur eine Südform der hojjmanni, oberseits fast genau AAÜe diese, nur
ist die Wurzelhälfte und das Saumband der Figl dunkler grundiert, und unterseits sind die bemgelben Kappeii-
schausl. flecke nicht durch einen rotgelben Randstreifen vom Figlsaum getrennt. — Dagegen ist schausi Godm. u. Salv.
(88 h) zwar mit der vorigen verwandt, aber doch beiderseits stark verändert; besonders zeigt die Hflgl-Fmter-
seite viel größere Rostbinden und die dunkeln Linien, Avelche den Hflgl durchziehen, sind einander stark genähert ;
approxi- von Paso de San- Juan in Vera-Cruz (Mexico). — approxiniata Streck, steht ZAveifellos, ebenso Avie die Aderige,
7nata. der Gruppe, in die gabbii und hoffmanni gehören, nahe und bildet vielleicht eine ZAvischenform ZAvischen diesen
alhvplaga. und beckeri', sie AAmrde aus Texas beschrieben; mir unbekannt. — albiplaga dar., ist wie ap pro ximata, in den
Sammlungen des National-Museums in Washington nicht vorhanden; es ist eine sehr Ideine Art, von Phy-
ciodes-artigeni Aussehen, der perse und c/;araAiahe, aber nicht so einfarbig; von Texas. Holland erAAÜihnt die
Art nicht.
4. Gattung’: I*liyciodes Hbn.
Diese Gattung ist über Süd- und Mittelamerika verbreitet nnd sendet einige Ausläufer bis in die Vereinig¬
ten Staaten. Die meisten Arten kommen in Mittelamerika und dem Norden Südamerikas vor. Wir ziehen Avüe
Schatz und Kibby die Eresia-Arten zu Phyciodes, Aveil Aveder in der Struktur der Schmetterlinge, noch in der
Rp- und Pp-Form selbst bei den fremdartigsten Formen irgend ein stichhaltiger Unterschied vorhanden ist.
Ja nicht einmal von Melitaea läßt sich Phyciodes scharf scheiden und namentlich Rpn- und Ppn-Form stimmen
mit Melitaea völlig überein. Die fremdartigen Formen dieser Gattung sind als Angehörige der Gattung Phycio-
des leicht an der offenen Hflgl-Mittelzelle zu erkennen.
PH YC LOB ES. Von .J . Röbek.
Phyciodes zählt in dein von uns angcnonijncnen Uinlangc etwa HiU Aftcn, von doncn dio Ahdilajid-
artigen wie die Melitaeen selbst freie blumenreiche Plätze, die sogen, ininictiscben Arten aber den Wald la^vor-
zugen. Die Abbildungen zeigen die ungeheure Verschiedenheit der y\rtcn, von denen eine große Iteilu; zu den
ausgezeichnetsten sogen. Nachahmern zählen. Zwischen doi il/p/dnea-artigen und den )nimetischen Arten fin¬
den sich aber allerhand Uebergänge, auch solche Arten, die zwar vom il/e/id/m-Ty])us erheblich ahweichen,
aber doch auch nicht als Naehahmor gelten können, so daß es einerseits nicht jnöglich ist, die Arten in .\hteilungen
zu gruppieren, andererseits aber gerade die Arten dieser Gattung eine Beurteilung der sogen. Alimikiy gestatt(ui,
indem sie zeigen, wie allmählich sich die mimetischen Formen aus solchen entwickelt haben, die kein auffallen¬
des Kleid tragen. Phyciodes zählt deshalb zu^^den interessantesten iSclimetterlingsgattungen. Die besondere
Aehnlichkeit der mimetischen Arten mit Arten aus anderen Familien wird hei den Beschreihung(‘n der Arten
erwähnt werden. Rpn sind bisher ard’ Kompositen wie Diclippa und Actinomeris gefunden worden.
Ph. liriope. Diese Art bildet eine Anzahl, zum Teile nicht schaid unterscheidbare Lokalformen. —
liriope Cr. (= inorpheus F’.) (89 a) vom Amazoneirstrome ist die ajn meisten gezeichnete Form. Die Grundfäi- liriope.
bung ist tief braungelh, die Srdrapicalbinde der Vflgl-Ober.seite gut entwickelt und die Hflgl tragen außer einem
breiten schwarzbrairnen 8anme eine schmale submarginale Binde und eine weitere Fleckenbinde, die jedoch
bei dem teilweise geschwunden ist. — lirina Stgr. i. 1. aus Bolivien ist eine kleine Form, die ober- und unter- Urinu.
seits dunkle Randzeichnungen besitzt. — claudina Esch. (89 a) von »Süd-Brasilien und Argentinien hat weniger, daudinu.
aber schärfere Zeichnung, bei dem ^ ist die subapicale Vflglbinde oft nur rudimentär und beiden Geschlechtern
fehlt auf den Hflgln die dritte dunkle Fleckeiibinde, auch ist bei den ^ die sidomarginale Binde oft nur angedeutet. —
flavia Godt. (89 a) von Chiricpii ist weniger gezeichnet als chmdina, namentlich ist die Subapicalbinde der Vflgl flaviu.
reduziert oder nur durch^^einige Flecke angedeutet. — Etwas mehr Zeichnung und lichtere Grundfärbung
besitzt flavina Süjr. i. 1. (89 a) aus Peiai. — fragilis Bafes (89 a) aus Cayenne ist charakterisiert durch breite llavina.
dunkle Ränder aller Figl, aber sonst reduzierte Zeichnung; auch die Unterseite ist sehr wenig gezeichnet. — fragihs.
guatemala Bates (89 b) aus Guatemala und Honduras hat geringe und verschwommene Zeichnung der Oberseite (juaienuda.
und nur wenig gezeichnete Unterseite. — pastazena Bates (89 b) aus Ecuador hat tief braungelhe Färbung und pa-dazena.
außer schmaler dunkler Randzeichming fast keine Zeichnung aid' der Überseite. Die Unterseite ist blaß, aber
scharf gezeichnet. — anieta Hetv. (89 b) aus Venezuela hat scharfe dunkle Rand- und Subapicalzeichnung, anicüi.
ist aber sonst auf der Oberseite ungezeichnet. Die Unterseite hat blasse bräunliche Zeichnungen auf gelblichem
Grund. — orobia Heiv. (89 b) aus 8nd-Brasilien und Argentinien ist auf dem äußeren Teile der Vflgl stark orohiu.
gezeichnet, im übrigen aber zeichnungsarm. — Wahrscheinlich ist anieta oder orobia mit der folgenden thymetus
identisch. — Die Rp ist bläulich grünscliAvarz mit einem lichten Seitenstreifen, die Bauchseite ist grünlich -
gelb, der Kopf ist braungelb mit schwarzen Streifchen. Sie lebt gesellig an Cyrtanthera, sitzt in der Jugend
auf der Unterseite der Blätter, von denen sie anfangs nur die Epidermis abnagt. Nach Mitteilungen von Dr. Seitz
kommt die südbrasilianische Form das ganze Jahr hindurch und sehr häufig vor, die Pp gleicht sehr Araschniri
prorsa-Puppe, ist braungrau mit violettem Schimmer, sehr hohem Rückenzapfen und kurzen, z. T. silberigen
Spitzen der Dorsalfläche. Der Falter fliegt auf Waldwegen und in Gärten, ist wo er vorkommt sehr gemein
und hat genaii den stoßenden, schAvimmenden Flug wie unsere Araschnia levana.
Ph. cluvia Salv. u. Godin. steht der anieta ganz nahe, aber die Vflgl sind an der Wurzel viel breiter cluviu.
schwarz; unterseits viel dunkler, die Vflgl mit 2 ockei’gelben Flecken, einer großen in der Gegend der Mediana,
der andere bandförmig hinter der Zelle. Eine Hochlandsform aus Guatemala, in 4 — 600(1 Fuß Höhe.
Ph. thynietusE. Die Beschreibung dieser Art lautet: ,, Figl völlig unversehrt (d. h. mit glatten Rändern), thymclm.
gelb, Sanm von geAvöhnlicher brauner Färbung. Heimat Ainbekannt“. Dr. A. G. Butler bemerkt in seinem
,,Catalogue of Dhumal Lepidoptera described by Fabricius 1869“, daß diese Art i)i -Iones unAmröffentlichteii
„Icones“ gut abgebildet sei, unterläßt aber jede Aveitere Beschreibung. Nach der freilich völlig ungenügenden
Beschreibung des Autors scheint es sich um eine sehr wenig gezeichnete Form der liriope zu handehi. Nach
Kirbys Catalogue kommt sie in Brasilien vor.
Ph. amazonica Bates (89 b) vom Amazonas hat viel rundere Figl, breiten scliAvarzbraunen Saum auf amazonka.
der Oberseite aller Figl und fünf, zum Teile unvollständige Reihen scliAvarzer Flecke auf lichtbraunem Grunde.
Die Unterseite ist graugelb mit dunklen, licht nmzogenen, zu Reihen geordneten scliAvarzen Fleckchen.
Ph. Ursula Stgr. (89 c) aus Bolivien ist ein kleiner braungelber Schmetterling mit zarter scliAvarzer ur>iula.
Gitterzeichnung auf der Oberseite der Vflgl, aiis der sich die SAdnapicale scliAvarze Binde deutlich abhebt. Bei
dem $ sind die schwarzen Zeichnungen viel breiter. Auf der gelblichen, sparsam bräunlich gezeichneten Unter¬
seite hebt sich auf den Hflgln ein brauner Längsstreifen in der Mitte der Figl scharf ab.
Ph. nycteis Dbl. u. Hew. (89 c), in den Vereinigten Staaten von Nordamerika und zAvar von Alaine nyctek.
bis Nord-Carolina und westwärts bis an den Fuß der Rocky-Mountains A^orkommend, ist die stattlichste Art
unter ihren näheren Verwandten. — Das Ei ist halb so hoch als breit, hat oben 16 oder 17 A'crtikale Streifen,
die um die Mitte sechseckige Zellen bilden ; es ist gi’ün. Die Rp häutet sich viermal. Ei'AA'achsen ist sie samtscliAAurrz
mit einem dunkel orangegelben Streifen entlang des Rückens und purpurnen Streifen an den Seiten. Der Körper
436
PHYCI0DE8. Von J. Röbek.
ist besetzt mit weißlichen Flecken, von denen je ein zartes schwarzes Haar ausgeht und ist weiter besetzt init
zienilich kurzen schwarzen haarigen Dornen. Die Pp ist perlgrau, dunkelbraun gefleckt. — Wbight führt noch
pascoensis. an: pascoeosis von der Westküste Nordamerikas, eine schwächer dunkelgezeichnete Form mit lichter Unterseite.
Es erscheint uns fraglich, ob diese Fornr zu nycteis gehört.
ismeria. Ph. ismeria Bsd. u. Lee. (= carlota Reak.) (89 c) ist von Canada bis in die Südstaaten und westlich
bis in die Rocky Mountains verbreitet und sofort an der sehr auffällig gezeichneten Hflgl-Unterseite zu erkennen.
Das $ ist dem ^ ähnlich, aber größer und lichter gefärbt. Die Rp ist gelblich mit schwärzlichen Dornen
und 3 schwärzlichen Längsstreifen. Kopf, Brustbeine und die LTnterseite sind schwarz, die übrigen Beine sind
gelb. Die Pp ist blaßgrau mit blassen lichten Flecken und kurzen weißen Seitenliöckern ; auf Helianthus und
Actinieris. — Herr Ohas. D. A. Cockerell (Boulder, Col.) hatte die Güte, uns genaue Beschreibung der
Rp (von P. carlota) einzusenden. Futterpflanze war Helianthus annuus. Die Rp kommt in zwei verschie¬
denen Formen vor: 1. Ueber den Rücken zieht eine Reihe großer, fast quadratischer Orangeflecke; Sab-
dorsalregion schwarz, rahmweiß gescheckt; Seiten blasser, mit breit rötlichem Band; die Luftlöcher in läng¬
lich-winkligen, grauschwarzen, weiß getüpfelten Flecken; Unterseite dunkel, dorsale und subdorsäle Dornen
schwarz, aber die seitlichen hell; Kopf glänzend schwarz. Die zweite Form ist ganz orangerot mit schwar¬
zen Dornen und trüben subdorsalen und Seitenbändern, letztere direkt über den Fußwurzeln; Kopf glän¬
zend scliAvarz. Die Falter erscheinen in den ersten Tagen des September.
vesta. Ph. vesta Ediv. (89 c) aus Texas und Mexiko ist einer kleineren Melüaea sehr ähnlich. Das $ ist dem
ähnlich, aber heller gefärbt.
gmphica. Ph. graphica FWr. aus Mexico (Huahuapan, im September gefangen) wird von den Autoren beschrieben
wie folgt: ,,Der pallescetis verwandt, aber die Figl breiter, Vflgl kürzer, Spitze weniger vorspringend, oben
alles schwarzbraun, in beiden Geschlechtern mit einer dichtgedrängten Anzahl von Basalflecken, in der Zelle
2 kleine Binden, innerhalb der ersten mit 2 inneren Flecken, darauf fast hinter der Zelle mit 2 gebrochenen
Fleckenbinden (die äußere ockerbraun bestäubt, mit 6 in gebrochener Reihe angeordneten äußeren Flecken,
mehrere davon ockergelb bestäubt) und submarginalen Möndchen, der 5. zwischen der 2. und 3. Mittelrippe
auffällig klein, beim sich verlierend, mehr oder weniger ockergelb bestäubt. Hflgl mit ziemlich umfangreichem
Flecke in der Außenhälfte der Zelle, mit 2 Discalbinden, die beim ^ viel breiter sind, die 3. äußere Binde
besteht aus wohl unterschiedenen, schwarz pupillierten Mondfleckchen, bei einem anderen $ aus gelbbräun¬
lich l)estäubten Möndchen vor dem Rande; im übrigen ungefähr wie bei pallescens, aber mit ockergelber,
vorn an der Innenseite nur mit schmalen schwärzlichen Flecken begrenzter Discalbinde. Hflgl-Lhiterseite
hinter der Zelle und am Außenrd breit rotbraun genebelt, Basis, Zwischenraum der Discalstreifen, Figlspitze
und Zwischenraum zwischen der 2. iind 3. Mittelrippe am Rande weißlich überstäubt. — Nach Salvin und Gon-
MAN ist diese Form mit vesta durchaus identisch.
phaon. Ph. phaon Edw. (89 c) ist eine der kleinsten Arten aus dieser Artengruppe. Das $ ist dem ^ ähnlich.
Hat seine Heimat in den Golf Staaten Nordamerikas und ist gelegentlich auch in Kansas gefunden worden.
tharos. Ph. tharos Drii. (= pulchella Bsd., morphea Cr., tharossa Godt.) (89 d). Der ,,Perlen-Halbmond“
der Amerikaner, kommt von Süd-Labrador bis Florida vor, überhaupt in allen Teilen der Vereinigten Staaten
rnarcia. mit Ausnahme der pazifischen Küste Kaliforniens und ist sehr häufig. Die Form marcia Edu\ (= packardii
morpheus. Satind.) hat etwas hellere Grundfärbung und ist weniger dunkel gezeichnet. — morpheus F. (= cocyta Cr.,
pharos L/urr.) ist weiter nichts wie die Sommerform von tharos. — Das Ei ist licht grünlichgelb. Die Rp lebt an
verschiedenen Kompositen, namentlich Astern. Sie ist dunkelbraun nach der dritten Häutung, der Rücken gelb
getüpfelt und hat kurze schwai’ze borstige Domen, die am Grande gelb sind. Die Pp ist grauweiß mit dunklen
pedrona. Flecken und Linien. — pedrona Moulton aus Brasilien (Minas Geraes), die der Autor für besondere Art hält,
unterscheidet sich von tharos durch etwas geringere Größe, kleinere dunkle Flecke auf der Oberseite der Hflgl
und durch den Mangel einiger dunkler Flecke auf dem Basalteile der Hflgl. Ferner haben die Vflgl auf der Ober¬
seite statt 6 nur 5 Submarginalflecke, die eine unregelmäßige Reihe bilden, es fehlen der lichte schräge Streifen
über der Zelle und der am Ird gelegene gebrochene lichte Streifen und die 3 dunkelsten Flecke auf der Lhiter-
seite der Vflgl, pedrona besitzt vielmehr nur ein submedianes braunes Zeicheti.
hatesi. Ph. bates! Reak. (89 d). Bates’ Halbmondfleck (Bates’ Crescent-spot) kommt von New York bis Vir-
ginien und westwärts bis Ohio vor. Das $ ist dem C ähnlich. Die ersten Stände sind noch nicht bekannt.
pratensis. Ph. pratensls Behr (= epula Bsd.) (89 d) aus Californien ist sehr 3Ielitaea-nrtig. Das C ziemlich
bunt und das ansehnlich große $ von bleich rotgelber Grimdfärbimg gleichmäßig gezeichnet. Die Unterseite
hat blasse Zeichnungen.
ihebais. Ph. thebais Godm. u. Salv., von Mexico bis Guatejnala verbreitet, unterscheidet sich von der folgenden
orseis durch die blaß- statt rotgelben Flecke der Oberseite und durch den fast völligen Mangel rotgelber Fär¬
bung auf den Hflgln.
orseis. Ph. orseis Edw. (89 d) kommt von Washington bis Mexico vor. Das ist dem p ähnlich, aber alle dunklen ' i
Zeichnungen sind bei ihm größer und die hellen Zeichnungen lichter. Die ersten Stände sind noch nicht beschrieben.
I»H YC10DES. Von J. PoiiiER.
437
Ph. camillus E<ko. (89 d), der „Caniillus-Halbinond“ der AiiierikatKn-, ist von Ibiliscl) C'olnndna, t'olo- camüliM.
rado, Montana, Kansas und Texas l)ekannt. Die Ikiterseitc; zionilicli eiid'arbig, aber die IHlgl mit sehai-f rotl)rau-
nen Linien und Punkten sehr unruhig gezeiclinet. Die ersten Stände sind nocli uid)okannt. I )ic holhunn oder flunk-
leren Formen, die verschiedentlich Namen erhalten liahen {eniAssa, yallida Edw., nuUn. Reale.), l)edeuten keine
Lokalfonnen, und sind an keine hestiniinte Gegend gebnnden.
Ph. mylitta Edw. (= collina Behr, callina Bsd., epula Bsd.) (89 e) kommt von Washitigton })is Ajizona mijlitlu.
und ostwärts bis Colorado vor. Das $ ist dem ^ ähnlich, aber bleicher. Die Fier werthm in 1 laufen auf J)isteln
abgelegt. Die Rp ist nach der vierten Häutung schwarz, unten gelblich, mit einer jnatten schmalen gelhen
Rückenlinie und gleichen Seitenlinien. Die schwarzen Dornen sind in sechs Reihen geordnet, die Dornen auf dem
4., 5. und 6. Segment sind gelb. Die Pp ist dnnkel holzbraun. Rj) auf verschiedenen Jfistelarten.
Ph. barnesi Skinn. (89 e) aus Colorado ist größer als m.ylitta und hat schmälere und fast ganzrandige hurnesi.
Vflgl, ist auch oberseits viel weniger gezeichnet.
Ph. montana Behr (89 e) aus den Bergen von Californien und Nevada ist mehr gezeichnet als carnillus monlami.
und hat vorherrschend leuchtend rotbraune Grundfärbung. Das $ hat düstere Grundfärbung, aber eine lichte
Fleckenniittelbinde auf der Oberseite der Hflgl. — Die ersten Stände sind noch unbekannt.
Ph. picta Edw. (= canace Edw.) (89 e) aus Nebraska, Colorado, Neu-Mexico und iVIexico ist eine der jnda.
kleijisten und buntesteii Arten aus dieser Grup])e. Die Unterseite der Hflgl ist sehr licht und wenig gezeichnet.
— Das Ei ist gelblichgrüu. — Die Rp häutet sich fünfmal, im erwachsenen Zustande hat sie sieben Hau])treihen
kurzer Dornen, die in den verschiedenen Generationen verschieden gefärbt sind und zwar lichtbraun bei der
Junibrut und grünlichgelb in der Oktoberbrut. Die vorherrschende Färbung ist gelblich- oder grünlichbraun,
lichter oder dunkler gefleckt. Die Pp ist gelhlichbraun. Die Rp lebt an verschiedenen Asternarten.
Ph. frisia Poey (= gyges Hew.) (89 e) von den Antillen, Mexico, Central- und Süd-Amerika und Florida friaia.
ist vermutlich eine Form von Ikaros oder einer verwandten Art. Sie ist groß un!^ hat ober- und unterseits
verblaßte Zeichnung. Erste Stände noch unbekannt.
Ph. boucardi Godau, u. Salv. (89 e) aus Mexico (Guerrero, Oktober) gehört wahrscheinlich als Unterart houmrdi.
zu einerAiordamerikanischen Art. Das $ ist uns nicht bekannt.
Ph. saladillensis Giacom. (89 f) aus Argentinien ist erst vor 2 Jahren vom Autor entdeckt worden, saladillen-
Sie ist im Hügellande vom Saladillo und Sa. Cruz häufig. Die Unterseite der Vflgl ist ähnlich wie bei Ikaros,
in dessen Formenkreis sie gehört, doch ist die Grundfärbung lichter und eine auffällige IMittelhinde lichtgelber
Flecke vorhanden. Die Unterseite der Hflgl ist lichtgelb mit geringer bräunlicher Strichzeichnung und den
typischen Fleckchen am Rande. Das $ ist nach einer vom Autor freundlichst für die ,,Groß-Schmetterlinge“
eingesandten Abbildung bedeutend größer und hat auf dem Innenteile der Hflgl nur Avenig Zeichnung. Auf
der Unterseite der Hflgl fällt eine rötliche Querbinde auf.
Auch Ph. simois Hew. (89 f) aus Argentinien und Brasilien gehört zum Formeukreise Ikaros und Verwand- simois.
ten. Diese x4rt ist klein utid die schwarzen Zeichnungen der Vflgl sind teilweise zu größeren Flecken vereinigt
und die Unterseite trägt nur wenig Zeichnung.
Ph. elada Hew. (89 f) aus Mexico, eine der kleinsten Arten der Gattung, ist oberseits schwarz und gelb elada.
gegittert, bei dem $ ist die Mittelreihe der lichten Zeichnung fast weiß. Die Plnterseite führt eine echte i\Ie-
litaeen-Zeichnung. — socia Fldr. ist, wenn nicht synonym mit elada, sicher nur eine Zeitform, die sich nur durch socUt.
geringe Zeichnungsunterschiede charakterisiert.
Ph. imitata Streck. (= idrica Edw.) untei’scheideb sich von elada durch die schwarzen Basalflecke auf hnitala.
der Hflgl-Unterseite. Texas bis Nord-Mexico.
Ph. variegata spec. nov. (89 f) aus Uruguay, von der uns 1 $ vorliegt, ist eine kleine Art. und hat varieunla.
auf gelbem Grunde auf den Vflgln schwarze und weiße, auf den Hflgln nur schwarze Zeichnuug. Die Unterseite
ist ganz ähnlich der Oberseite gezeichnet, doch steht auch in der Mitte der Hflgl eine weiße Fleckenbinde und am
Außenrd befinden sich einige weiße Flecke.
Ph. pallescens Fldr. (89 f) aus Mexico, von der wir die Type abbilden, wüi’den wir für das q der varie- pallcscens.
fjata halten, wenn die Fundorte nicht gar zu sehr räumlich getrennt wären. Die Pbiterseite hat fÄuros-Charakter,
ist aber, namentlich auf den Hflgln sehr blaß und hat nur germge Zeichnung.
Ph. pelops Dm. (= anocaona H.-A'c^ü//.) (89 f) von Jamaica, St. Domingo und Porto-Rico ist die pclop.s.
kleinste Art der Gattung. ' Sie hat auffällig breite Figl und gelb-braune Oberseite mit schwarzen Zeichnungen.
Die Unterseite der Vflgl ist licht gelbbraun und hat schwarze Zeichnungen, die Hflgl sind graubraun, im Basal¬
teile lichter und haben außer einer submarginalen Reihe weißer Augenflecke feine schwarzbraune Zeichnung.
— aegon F. von Jamaica hat ganzranelige Figl, ist oberseits schwarzbraun und hat mehrere ungleiche gelbbraune aegon.
438
PHYCIODES. Von J. Röber.
fusciata.
fasciatclla.
theorui.
perlula.
yor'üa.
ezra.
cyncas.
cyni'^ca.
tacniala.
ielehim.
per HU na.
hoKviana.
hurcJielli.
poltis.
or/hia.
evanescens.
her SH hx.
sejona.
reliea.
dictynna.
Fleckenbindon. Die Hflgl sind unterseits aschgrau. — Uns nur aus der Originalbeschreibung bekannt. Nach
Butler eine Lokalforni von pelops.
Ph. fasciata Hpffr. ( = pearcei Druce) (89 f ) aus Peru fällt auf durch die breite gelbe Binde auf der Ober¬
seite der Hflgl. Die Oberseite der Vflgl hat gelbbraune Grundfärbung und reichliche schwarze Gitterzeichnung.
Der Basalteil der Hflgl ist schwarzbraun, desgl. der Außenrd, in dem 2 gelbe Linien stehen. Die Unterseite
ist gelb und hat geringe gelbliche Zeichnung. — fasciatella subsp. nov. aus Huancabamba (1500 m) hat schmä¬
lere Mittelbmde und nur eine gelbe Saumlinie der Hflgl.
Ph. theona Men. (89 g) aus den Südstaaten NoT’damerikas, Mexico, Honduras und Nicaragua ist ober-
seits Melitaea-?evi\g, weicht aber unterseits durch die Ausbildung regelrechter, scharf begrenzter Bhiden von den
Melitaeen ab. — perlula Fldr. (= hondana Weym.) (89g) aus Venezuela hat oberseits verschwommenere-
Zeichnung i^nd unterseits ist die subbasale braune Binde der Hflgl auf einen großen Fleck reduziert. In der Mitte
der Vflgl-Unterseite fehlt die schwarze Zeichnung. — yorita Beak. (.89 g) aus Honduras hält die Mitte zwischen
theona und perlnJa. — Bei ezra Hew. (89 g) sind die lichten, oft weißen Flecke der Vflgl-Oberseite verlängert
und die rotbraunen Binden der Unterseite sind weniger lebhaft gefärbt. Chiriqui (Panama).
Ph. cyneas Godm. %i. Salv. (89g, h) aus Arizona hat oberseits gelbbraune bis schwarzgraue Grundfär¬
bung mit 2 Reihen lichter Flecke, die an Größe ziemlich verschieden sein können. Das $ hat schön rotbraune
Gnindfärbung und die eine Binde bildenden äußeren lichten Flecke sind außen schwarz gesäumt. Die Unter¬
seite der Vflgl ist rotbraun mit lichten, schwarzgesäumten Flecken und die Hflgl haben weißgelbe Grundfärbung,
von der sich die schwarzen Rippen, der schwarze 8aum und die doppelte schwarze Mittelbinde scharf abheben.
Ph. cynisca Godm . u. Salv. (88 h) aus Mexico steht der cyneas nahe. Die Oberseite hat keine Rostflecke, die
gelbe, das Zellende einschließende Hflglbinde ist viel breiter und auf der Unterseite der Vflgl befinden sich an der
IVurzel und am Rande gelbrote Flecke.
Ph. taeniata spec. nov. (89 h) aiis Tarapoto ist der ursula auf der Oberseite der Vflgl ähnlich, doch weicht
sie durch die stark gezeichnete Oberseite der Hflgl von dieser wesentlich ab. Auf der gelblichen Unterseite hebt
sich von der geringen bräunlichen Zeichnung auf den Vf Igln die schwarzbraune, in der Mitte zusammengeflossene
Doppelbinde nahe des Außenrds scharf ab.
Ph. teletusa Godt. (89 h) aus Brasilien hat auf schwarzbraunem Grunde braungelbe Zeichnung und zwar
einen großen, den Ird erreichenden Fleck auf der äußeren Hälfte der Vflgl, eine durch einen dunklen Streifen
geteilte Subapicalbinde, einen kleinen Fleck am Schlüsse der Mittelzelle und einige kleine Apicalfleckchen auf
den Vflgln und auf den Hflgln eine nach dem Ird schmäler werdende Mittelbinde und eine aus feinen Möndchen
bestehende Submarginalbinde. Die Unterseite hat gelbliche Grundfärbung mit bräunlichen bzw. grauschwar¬
zen Zeichnungen, von denen sich eine submarginale Augenfleckenreihe der Hflgln hervorhebt. — Bei peruana
subsp. nov. (89 h) aus Peru sind die braungelben Zeichnungen der Oberseite sehr vergrößert, auch ist die Unter¬
seite zeichnungsärmer. — Bei boliviana snbsp. nov. aus Bolivien sind die lichten Zeichnungen, namentlich auf
den Hflgln sehr verschmälert und die Unterseite ist stärker gezeichnet als bei penicma.
Ph. burchelli Moulton hat eine weite Verbreitung, da sie nach den Angaben des Autors in der Prov.
Goyaz, in Chapala, Süd-Brasilien, Peni, Ecuador und in Nauta am oberen Amazonas vorkommt. Aus der sehr
langen Beschreibung des Autors ist zu entnehmen, daß burchelli der teletusa ähnlich ist; die breite gelbe Mittel¬
binde der Vflgl hat ungefähr dieselbe Gestalt, ani Außenrd der Vflgl stehen zwischen der Submediana und
dem dritten Medianaste 3 gelbe Flecke und an der äußeren Grenze der gelben Mittelbinde stehen auf den V- und
Hflgln Mondfleckchen von der Gnindfärbung.
Ph. poltis Godm. u. Salv. (88 i) aus Mexico steht der orthia aus Brasilien und Paraguay am nächsten.
Ph. orthia Hew. (89 h) ist der velica ähnlich, doch sind die Vflgl gestreckter und alle lichten Zeichnun¬
gen der Oberseite sind viel schmäler. Die Unterseite ist gleichfalls der von velica ähnlich. Vielleicht stellen
beide nur Formen einer Art dar. Es kojnmen auch Stücke vor, bei denen die lichte Zeichnung fast weiß ist und
die kleinen Teile der Zeichnung fast geschwunden sind : ab. evanescens n.
Ph. berenice Fldr. (89 i) aus Peru, von Staudixger unter dem i. 1. -Namen telemaclms in den Handel
gebracht, ist der orthia sehr ähnlich, doch hat diese Art außer der submarginalen Mondfleckenreihe der Hflgl
noch eine, namentlich bei dem $ sehr deutliche gelbe submarginale Linie. Die Unterseite ist viel gelblicher, in
der Zeichnungsanlage aber von orthia kaum verschieden.
Ph. sejona Schaus (89 i) aus Südbrasilien (St. Catharina und Rio grande du Siil) ist Avesentlich lichter
gefärbt als orthia, auch in der Zeichnung verschieden.
Ph. velica 'He«L, unbekannter Herkunft, ist nachVler Abbildung’’des Autors auf der Oberseite mit viel
größeren braunen FleckeiUversehen, ist also bedeutend lichter als dictynna ’swhsp. nov. (89 k) aus Süd-Brasilien
PHYGIODES. Von J. Röbek,
439
und Argentinien, die oberseits viel Aehnlicbkeit mit der paläarktischen Melilaea gleichen Namens besitzt;
nach Mitteilungen des Herrn Prof. i)r. iSeiiz, der diese Art ijii Agricultur-Garten von J'alermo in Argentinieji
häufig fing, hat sie auch genau den niedi'igen, stoßweise (.lahinschießcnden Plug jejics J^aläaxktikers.
Ph. geniinia Hpffr. (89 i) aus Peru hat schwarzbraune Oberseite und auf den Vflgln eine weiße Subajti- gerninio.
ealbinde, deren hinterster Fleck isoliert steht, auf den Hflgln stehen 3 gelbliche Submarginallijiie)i. Jfie Gntcr-
seite der Vflgl entspricht der Oberseite, nur ist sie lichter, die Hflgl haben auf grauweißer Grundfäibung die ge¬
wöhnliche brauiie Zeichnung. • — ^ nana Druce (89 i) gleichfalls aus Pein, hat geschlossene weiße Binde der Vflgl- nana.
Oberseite und gelblichere Unterseite.
Ph. jana Fldr. Mangels Materials geben wir eine Uebersetzung der Beschreibung ; ,, Bogota (Columbien), jana.
Figl oben dunh elbrau n,^Uflgl mit schräger, abgekürzter, ausgebuchtetcr, dunkelbrauner Mittolbinde, Hflgl
mit 2 undeutlich gescheckten und einem dritten undeutlich gewellten ockerbraunen jiarallelen (Streifen. Mlgl
unten dunkelbraun, Basaldrittel, Feldchen in der Spitze und am Hrd ockergelb, verwischt schwarz begrenzt,
und mit 2^ Reihen glänzend blauweißer (Subapicalmöndchen; Hflgl ockergelb, mit subcostaler, außen dunkel¬
brauner Schattierung, die kleine Basal- und Discocellularbinde und 2 in der Mitte verbundene Binden blau¬
weiß, reihenweiß geordnete, rötlichbraun umrandete gekrümmte Flecke an der Außenseite, einige blauweiß
umrandete, leicht silberschimmernde zusammengeflossene (Submarginalflecke mit äußerer schwarzer Um¬
randung. Größe von hera Hhn., Vflgl nicht eckig, Hflgl innen lairz, im Costalsaume aber vorgestreckt‘‘. —
Scheint elaphiaea nahe zu stehen.
Ph. carigia Scherns aus Columbien wird vom Autor beschrieben wie folgt: ,, Vflgl: Basalhälfte kräftig earigia.
braun mit einem schwarzen Basalband und einer schwarzen doppelten innen schrägen gewellten Linie, ein
schräger ockergelber Fleck ani Zellende, der schwarz eingefaßt ist, Außenhälfte schwarz mit ockergelben Flecken,
ein großer Fleck an Rippe 3 ausgehend, wenig hinter 2, eine schräge Reihe von Flecken voju Costalrde bis
Rippe 4, ein großer Subterminalfleck vor dem Ird, ein anderer sehr kleiner zwische^i 4 und 5, und ein feiner
gebogener Fleck am Costalrd, eine unregelmäßige Saumlinie, unterbrochen durch die Ri2jpen und erweitert
zwischen Rij)pe 3 und 4, verloschen zwischen 5 und 6. Hflgl: Zelle und hinter ihr kräftig braun, Costal-
und Außenrd schwarz, ein breites ockergelbes Mittelband nach Rijjjje 7, der Ird brauii, gelb bestreut, eine ocker¬
gelbe Außenlinie vom Ird bis Rip^je 4, eine marginale ockergelbe Linie vom Analwinkel zum Ajjex. Luiterseite:
die Flecke auf den Vflgln sind gelblichweiß und größer, der Außenrd dunkel rötlichbraun, gekreuzt durch eine
feine dunkle Linie, etwas grau am Aj^ex, die Basalhälfte gelblichweiß mit einem großen unregelmäßigeii ring¬
förmigen Zeichen,' am Ird und zwischen den großen Flecken schwarz. Hflgl: Basalhälfte weißlich niit großen
chamoifarbigen, rötlichbraun umzogenen Flecken, eine braune Mittellinie, gefolgt durch einen kleinen dunklen
Zwischenraum am Costalrde, ein rötlichweißer Zwischenraum zwischen Ripj^e 2 und 6, Außenrd breit
grau, gemischt mit Rotbraun, der äußerste Rand rötlichbraun, eine dunkle doppelte Marginalmondlinie."
— Größe etwa wie sejonn.
Ph. elaphiaea Hew. (89 i) aus Ecuador und Peru hat schwarzbraune Oberseite mit einer nach dem [elaphiaea.
Außenrd breiter werdenden braungelben Mittelbinde der Vflgl. Die Hflgl sind gelblich überstäubt und haben
3 gelbliche (Submarginallinien. Die Unterseite der Vflgl ist ähnlich der Oberseite, doch sind die dunklen Zeich¬
nungen lichter, die Hflgl sind schmutzig gelblich und haben 6 Reihen lichter, braun gesäumter Möndchen.
— • elaphina Stgr. i. 1. (89 i) aus Bolivien hat lichtere Mittelbinde der Vflgl und deutlichere, auch mehr rötliche elaphina.
Linien der Hflgl. Die Unterseite ist lichter. — abrupta nou. (89i) ist kleiner und hat bedeutend schmälere ahrupta.
Vflgl-Mittelbinde, die zwischen dem 1. und 2. Medianaste wie abgeri.ssen erscheint und einen kleinen runden
gleichfarbigen Fleck besonders hervortreten läßt. Es ist auch ein gelblicher (Subajiicalfleck der Vflgl vorhanden
und die Unterseite ist viel lichter.
Ph. nussia Druce aus Peru ist etwa so groß wie crithona. Oberseits dunkelbraun, Vflgl mit einem nussia.
weißen (Subapicalfleck und einem gleichgroßen snbmarginalen Fleck in der Nähe des Innenwinkels, Hflgl
gelb gejmdert, der Außenrd gezähnt iiiit 3 ockergelben (Streifen am (Saume. Lhiterseite wie bei nam.
Ph. nazaria Fldr. (= mazaria Ky.). Von dieser Art können wir nur eine Uebersetzung der Origmal- nacaria.
beschreibung geben; diese lautet: ,, Bogota. Figl oben schwarzbraun, an der dunklen Flglwurzel mit ganz
unscheinbaren Zeichnungen, Vflglmittelzelle mit Fleck, kleine .subapicale Binden mit 3 Flecken dahinter
(unten an die obere angefügt), mit breiter ausgebuchteter innerer Binde, an der Spitze bei der Costalvene auf¬
hörend und dahinter in der Nähe mit einem Fleck. Hflgl mit breiter, in der Mitte ausgenagter Binde, außen
durch dunkelbraune Schuppen geteilt, innen mit 2 Streif dien außerhalb der Zelle und angefügten hinteren,
sehr langgezogenen dunkelbraunen Möndchen. Unterseite braun ockerfarbig mit submarginalen gleichfarbigen
Möndchen außen reilienweise umgeben, Vflgl mit breiten blassen Binden und Flecken, außen durch eine schwärz¬
liche Binde begrenzt, mit einer bleichen kleinen Basalbinde in der Zelle ; Hflgl mit basalen Ringen und Streifchen,
die teilweise zusammenfließen, in der Mitte ein gekrümmter Streifen und von da geht ein zweiter unscheinbarer
aus Stäubchen zusammengesetzter dunkelbrauner Streifen nach dem Costalfeldchen ab, außerdem winzige
schwarzbraune Möndchen und vor den Fransen ein gewellter, leicht silberig schimmernder Streifen. Zur thy-
440
PHYCIODES. Von J. RÖber.
oianes.
cyno.
snpolis.
aceia.
dclphkt.
acesas.
ezha.
crUhona.
stenotaenia.
Verena.
levana.
//iei^fs-Gnippe, die Vflgl unter der »Spitze seicht aiisgeschwnngen, die Hflgl in der Mitte des Anßenrds fast eckig“.
Ph. otanes i/eu’. (88 h) aus Guatejnala hat etwa die Größe und Flglgestalt wie crfi/;owa. Oberseite
der Vflgl des ^ dunkelbraun, mit einem kleinen rotbraunen Flecke in der Figlspitze, Hflgl leicht purpurn,
der Außenrd wie die Vflgl gefärbt. Unterseite der Vflgl rotbraun, an der Wurzel bleicher und folgend bezeichne-
ten schwarzen Flecken : einer am Vrd, ein dreieckiger an der Figlspitze, sowie ein rötlichweißer Fleck am Außenrd.
Hflgl grau und rotbraun mit einigen großen rotbraunen Flecken.
P. cyno Salv. u. Godm. Wie otanes, aber die Vflgl mit größeren Discalflecken und ohne Seidenfleck;
Vflgl unten fast einfarbig bis auf den Apex; Hflgl meist grauer, die Flecken ganz wie bei otanes, aber minder
scharf. Von Mexico.
Ph. sopolis Godm. Salv. (88 i) aus Guatemala steht der ota/ies sehr nahe und unterscheidet sich haupt¬
sächlich durch die scharfe Fleckzeichnung der Vflgl. Die Beschreibung lautet; ,,G wie otanes, aber die Vflgl
gelb gefleckt. — $ dem G ähnlich, bezüglich der Vflglflecke der ptolyca ähnlich, Hflgl oben gelbrot übergossen“.
Ph. aceta Hew. aus Columbien ist einer kleinen Erebia ähnlich. Die Oberseite ist dunkelbraun, die
Vflgl haben einige undeutliche rotbraune Flecke in der Nähe der Wurzel und 2 gleichfarbige Flecke in der
Mitte. Alle Figl haben eine Binde dunkelbraun gekernter rotgelber Augenfiecke und dahinter eine Reihe gleich¬
farbiger Möndchen, vor der Augenfleckenreihe der Vflgl stehen 2 größere, durch die Rippen geteilte rotbraune
Flecke. Die Unterseite ist gelblichgrau mit ähnlichen, aber viel verloschen eren Zeichnungen wie oberseits.
— delphia Fldr. (89 k), aiich aus Columbien, deren Type wir Dank der Freundlichkeit des Herrn Dr. K. Jor¬
dan abzubilden in der Lage waren, hat als forma typica zu gelten. Sie unterscheidet sich nach der aceta-
Abbildung Hewitsons oberseits durch weniger entwickelte Zeichnung und unserseits durch lichtere, mehr gelbe
Grundfärbung.
Ph. acesas Heic. (= sydra Reak.) aus Venezuela ist eine ziemlich große Art mit mäßig ausge¬
buchtetem Außenrd der Vflgl. Die Oberseite ist dunkelbraun mit größeren lichteren Flecken in der Mitte und
einer submarginalen Reihe dunkelgelber Flecke der Vflgl. Die Hflgl führen 3 Reihen dunkelgelber Flecke und 2
verloschene gleichfarbige Striche in der Nähe der Wurzel. Die FTnterseite hat an der Basis einen großen, 2
kleinere in der Mitte und einen orangegelben Fleck am Außenrd, die Figlspitze ist grau mit einem weißen Mond-
fleek. Die Hflgl sind grau und rotbraun mit helleren Flecken und Möndchen und einer submarginalen Reihe
bräunlicher Mondflecke.
Ph. ezba Hew. aus Columbien ist nach Angabe des Autors acesas und abas zunächststehend.
Die Beschreibung lautet: G dunkelbraun, Vflgl mit einem Fleck in der Mittelzelle, einem Fleckenband in der
Mitte, einigen Flecken in der Nähe der Figlspitze und einem submarginalen welligen Band rotbraun, die Apical-
f lecke aber weiß. Hflgl von der Wurzel bis hinter die Mitte blasser gefärbt, am Außenrd mit 2 Mondflecken¬
reihen. Unterseite der Vflgl braunrot, nach dem Außenrd zu dunkler, 1 Fleck in der Mittelzelle, 1 Band unter
der Mittelrippe, 1 Fleckenband hinter der Mitte, das aus einem großen dreieckigen Fleck und 3 runden Flecken
(der letzte schwarz) und der hintere Teil des Außenrds gelb, in der Figlspitze 2 größere weiße Flecke, am Außenrd
eine schwarze wellige Linie. Hflgl blaß rotgran von der Wurzel bis zur Mitte, mit 2 Mondflecken an der Wurzel,
hinter der Mitte ein blaßgelbes Band, hinter diesem 4 schwarze Flecke und eine submarginale Reihe weißer
Mondflecke.
Ph. crithona Salv. (89 k) aus Chiriqui ist der ela-phiaea sehr ähnlich, doch hat sie gezackteren Außenrd
der Vflgl und auf dem inneren Teile der Oberseite aller Figl rotbraune Zeichnungen, auch sind die 3 gelblichen
Linien der Hflgl mehr auseinander gerückt. Auch die Unterseite ist ähnlich der von elaphiaea, doch ist in der
Mitte der Hflgl ein auffälliger großer gelber Fleck. — stenotaenia subsp. nov. (89 k) aus Juan Vinas. Von dieser
Form liegt uns ein im Februar gefangenes $ vor. Die Vflglbinde ist viel lichter, vorn breiter, erreicht aber nicht
den Außenrd, sondern bricht am 3. Medianaste ab und verläuft, sich verjüngend, bis fast zur Submediana.
Im Apex stehen einige weiße Pünktchen. Der gelbe Fleck zwischen 3. Medianast inid unterer Radiale ist iso¬
liert, in der Mittelzelle und zwar an ihrem Schlüsse stehen 2 gelbe Pünktchen, der gelbe Fleck im Innenwinkel
ist sehr reduziert. Die Hflgl tragen nur eine gelbliche Submarginallinie. Die LTnterseite ist lichter als bei crithona
und entspricht in der Zeichnung der Oberseite.
Ph. Verena Hew. (90 a) aus Bolivien und Peru hat dieselbe Größe und Gestalt wie crithona, auch dieselben
Färbungen, aber eine nach hinten breiter werdende und auf dem Ird aufsitzende gelbbraune Binde der Vflgl
und eine gleichfarbige, etwa das Drittel der Hflgl einnehmende Binde, sodaß die Hflgl vorwiegend gelbbraun
sind. Am Außenrd der Vflgl und auf dem Wurzelteile der V- und Hflgl stehen gelbbraune Fleckchen und vor
dem schwarzen Saum der Hflgl steht ehre schwarze Submarginallinie. Die LTnterseite der Vflgl ist gelb mit brau¬
nen Flecken und schwarzen Strichen, die Unterseite der Vflgl hat breite lichtgelbe Mittelbinde, rötlichgraues
Wurzelfeld mit bräunlichen Strichen und brauner Außensaum mit 2 dunklen Wellenlinien.
Ph. levana sp. nov. (88 h) aus Costa-Rica (Orosi 1200 m; aus der Sammlung des Herrn A. H. Fasse)
hat ziemlich gestreckte Figl. Die Unterseite der Vflgl ist gelb mit bräunlichem Wurzelteile und ebensolchem
usgegeben 15. XII. 1913.
PHYCIODES. Von J. Röber.
441
großen Fleck am Schlüsse der Mittelzelle; in der FlgLspitze stehen einige weiße Flecke und der Saum ist bräun¬
lich. Die Unterseite ist blaßgelb und hat die gewöhnliche, aber ziemlich verloschene /V«7/cmrie.s--Zeichnung.
Ph. diallus Goclm. u. Salv. (90 a) aus Guatemala hat ungefähr dieselbe Form wie julviphigd. Die Gher- diallus.
Seite ist braunschwarz mit geringen gelblichen Zeichnungen in der Mitte derVflgl und am Außonrd derHflgl.
Die Unterseite der Vflgl ist graubraun und hat am Außenrd gelbliche Flocke, die Hflgl haben gelbgraue
Grundfärbung und die gewöhnliche Plujciodes-Zeichnnng.
Ph. chromis Godm. u. Salv. ist vielleicht nur eine Form von diallus, die sich im männliclien Geschlecht ckroniis.
kaum unterscheidet, im weiblichen Geschlecht aber weichen die helleren Flecke derVflgl, die dem ^ fehlen, et¬
was von typischen diallus ab. Panama.
Ph. cassiopea Godm. u. Salv. (90 a) aus Costa-Rica hat schwarzbraune Oberseite mit verschwommenen cassiopea.
gelblichen Zeichnungen. Die Hflgl haben eine gelbe 8ubmarginallinie und eine abgekürzte Reihe schwarzer,
gelb eingefaßter Augenflecke. Die FTnterseite der Vflgl ist graubraun mit gelblichen Flecken am Außenrd,
die Hflgl sind gelbgrau mit braunen Zeichnungen. — obscurata Fldr. (90 a) aus Mexico, die als typische Form zu gel- ohscumtn.
ten hat, und von der uns Dank der Liebenswürdigkeit des Herrn Dr. K. Jordan die T3r^ie zur Abbildung vor¬
liegt, ist etwas kleiner, die weißen Subapicalpunkte fehlen und die Unterseite ist blasser und zeichnungsärmer.
Ph. fulviplaga Btlr. (90 a) aus Costa-Rica und von Chiriqui hat auffällig breite Figl. Die Oberseite fulviplaga.
ist schwarzbraun und hat einen mehr oder minder großen braungelben iSubapicalfleck und mehrere gleichfarbige
Fleckchen am Außenrd. Die Vflgl sind unterseits schwarzbraun und haben den gleichen braungelben Subapical-
fleck und gelben Außenrd. Die Unterseite der Hflgl ist auf gelblichem Grunde braun und rötlich ziemlich bunt
gezeichnet. ^
Ph. niveonotis Btlr. u. Druce (90 a) aus Costa-Rica ist der drusinilla, ähnlich, hat aber oberseits schwach niveonotis.
gelbliche, fast weiße Zeichnung und weißliche Grundfärbung der Unterseite.
Ph. drusinilla Stgr. i. 1. (90 a) aus Argentinien hat schwarzbraune Oberseite, einen großen gelben Discal- drusinilla.
fleck und 2 subapicale Fleckchen auf den Vf Igln, sowie eine gelbe Mittelbinde auf den Hflgln. Die Unter¬
seite ist unrein gelb, hat breiten schwärzlichen Vrd und schwarze 8ubapicalbinde der Vflgl inid sehr obsolete
bräunliche Phyciodes-ZQiclmxxng der Hflgl.
Ph. subconcolor spec. nov. (90 b) aus Arizona hat auf braunschwaizer Oberseite zahlreiche obsolete subconcolor.
gelbbraune Fleckchen. Auf der Unterseite ist der Basalteil der Vflgl schmutzig gelblich mit schwarzen 8treifen,
der äußere Teil entspricht der Oberseite. Die Unterseite der Hflgl ist im vorderen Teile rötlicliAveiß, im hinteren
Teile bräunlichgrau mit braunen Zeichnungen, von denen ein großer Fleck am Vrd und ein kleinerer in der Mitte
besonders auff allen.
Ph. ptolyca Bates (90 b) aus Guatemala und Venezuela hat breitere, und bald dunklere, bald lichtere ptolyca.
gelbe Zeichnung auf der Oberseite, als minima, die Flecke und Bhiden sind auch größer bzw. breiter. Die Unter¬
seite zeigt auf weißlichem oder gelblichem Grunde zahlreiche bräunliche Zeichnungen.
Ph. faustus Godm. u. Salv. Der ptolyca sehr ähnlich, aber die Vflglflecke anders: von den beiden faustus.
mittleren ist der untere, größere fast gerundet; zwei weitere vor dem x4pex, davon der untere klein, der obere
länglich. Die Mittelbinde der Hflgl zusammenhängend, die 8ubmarginallinie verloschen. Panama, vom Chiricpii-
Vulkan.
Ph. phlegias Godm. u. Salv. (9Übals platytaenia). Gleichfalls der ptolyca nahe, aber der Außenrd der pWegias.
Vflgl mehr ausgenagt, die Flecke größer und lebhaft, gelbrot die Hflgl mit lebhaft ockergelber IMittelbinde.
die gegen den Apex hin verbreitert, gegen den Ird zu schmäler ist. Honduras.
Ph. drusillaFMf. aus Venezuela und Columbien ist oberseits de-xorthia sehr ähnlich, hat aber auf den drusilla.
Vf Igln noch mehr gelbe Flecke und auf den Hflgln 2 gelbe 8ubmarginallinien. Die Unterseite hat mehr
Zeichnung, doch sind die Augenflecke am Außenrd der Hflgl, nur angedeutet. Das $ hat oberseits licht¬
gelbe, fast weiße Zeichnung. — ■ Ob albofascia 7iov. form. (90 b) aus Guatemala, von der uns ein $ vorliegt, als albofascia.
Form der drusilla oder als besondere Art zu betrachten ist, kann nur auf Grund reichlicheren Materials ent¬
schieden werden. Dieser Form fehlt die Mittelbinde auf den Hflgln, sie ist vielmehr nur durch eme obsolete
lichte Linie angedeutet, auch führen die Vflgl eine am Vrd beginnende und bis hinter den 1. IMedianast rei¬
chende breite weiße Binde. Die FTnterseite ist blasser als bei drusilla-^, sonst wenig verschieden.
Ph. tulcis BaUs (= punctata Edw.) (90 b, c) aus Guatemala, Panama und den 8üdstaaten Xord- tulcis.
amerikas zeigt zwischen den Geschlechtern bedeutende Größennnterschiede; das S ■"'©if kleiner. Die
Oberseite ist gleichfalls schwarzbraun mit lichtgelben Zeichnungen, von denen die Mittelbinde der Hflgl hervor¬
tritt. Auf der Unterseite ist der Innenteil aller Figl gelblich.
V
56
flaviniacula.
conflua.
stesilea.
dracaena.
brancodia.
alexon.
aequaforia-
lis.
gisela.
fexana.
sitalces.
dryynaea.
sosis.
ariys.
442 PHYCIODES. Von J. Röber.
Ph. flavimacula s'pec. nov. (90 c) aus Columbien (Cauca-Tal) hat schwarzbraune Oberseite mit braun¬
gelben Zeichnungen im männlichen und lichtgelben Zeichnungen im weiblichen Geschlechte. Die Zeichnung
der Unterseite der Vflgl entspricht der Oberseite, die Unterseite der Hflgl hat auf gelblichem Grunde die gewöhn¬
liche Phyciodes-ZQichmxng. — conflua subsp. nov. aus Peru (Chanchamayo) ist etwas kleiner, die gelben Älittel-
binden sind breiter und diejeirige der Vflgl ist zusammenhängend. Die Unterseite ist mehr grau statt gelb; auch
sie zeigt auf den Vflgln eine geschlossene gelbe Mittelbinde.
Ph. stesilea Bates aus dem Innern Guatemalas ist tulcis sehr ähnlich m Größe und Gestalt, sowie in
der Färbung der Oberseite. Nur das $ ist beschrieben worden. Der Autor war geneigt, sie für das iulcis-^
zu halten, doch hat ihn die bedeutendere Größe und die Zeichnung der Unterseite hiervon abgebracht. Die Unter¬
seite der Hflgl hat rostig gelbbraune Färbung mit dunkleren welligen schrägen Linien, die Basis hat einen
breiten aschfarbigen Streifen, auch ist eine feine wellige dunkle Submarginallinie vorhanden.
Von Ph. dracaena Fldr. (90 c) aus Columbien haben wir die Type abgebildet. Die Unterseite der Vflgl
ist viel fahler als die Oberseite, die lichten Flecke sind größer und fast weiß. Die Unterseite der Hflgl ist rauchig
grau mit verwaschener breiter lichter Mittelbinde und sonst nur geringer Zeichnung.
Ph. brancodia Sclmtis aus Süd-Brasilien (Säo Paulo) ist uns nur aus der Beschreibung bekannt; diese
lautet; „Figl braun, bestreut mit rotbraunen Schuppen an der Wurzel, und blaß rehfarbig gefleckte Vflgl: ein
kleiner Discalf leck in der Zelle, ein viel größerer am Zellende, ein Fleck hinter jedem dieser Flecke über der
Submediana, ein rotbrauner Streifen auf den Discocellularen, 4 Flecke zwischen Ader 4 und Submediana, die
beiden letzten die kleinsten, wenig über diesen Flecken von Rippe 4 bis 7 und 2 vor dem Ird, vor und hinter
Rippe 2, 2 subterminale Flecke zwischen Rippe 4 bis 6 und ein kleiner am Costalrande, ein Randfleck
zwischen Rippe 3 und 4. Hflgl: 1 Basalfleck am Costalrande, einer in der Zelle, ein anderer hinter ihm, ein
großer Fleck am Zellende gefolgt von einem rotbraunen Halbmond, 4 kleine Flecke von Rippe 4 zum Costal¬
rande, ein breites Band von der Nähe des Irds zu Rippe 7, geschnitten durch schwarze Rippen, gefolgt von einer
dunklen unregelmäßigen Linie, auch geschnitten durch die Rippen und eine Reihe mondartiger Flecke, Fransen
weiß, an den Rippen braun gefleckt. Unterseite: Wurzelhälfte der Vflgl weißlich, durchkreuzt durch ein breites
inneres und mittleres gelbliches Band, das teilweise dunkelbraun gerandet ist, die Außenhälfte schwarz, die
Flecke wie oberseits, aber größer und weiß, ein blasser Zwischenraum von Rippe 2 bis 4, einige bläuliche und
bräunliche Fleckchen an der Figlspitze, eine feine, gewellte dunkle Saumlinie. Hflgl weißlich rotbraun bestreut,
eine gewellte doppelte innere und doppelte äußere rötlichbraune feine Linie, ein brauner Fleck über letzterer
am Costalrande, ein kleiner brauner Fleck über der Zelle, subterminale schwarze Flecke zwischen Rippe 2
und 5, die aber auch rötlichbraun sein können, eine doppelte Mondlinie am Rande, die teilweise bläulich und
hellbraun beschattet ist. Verwandt der tulcis Bates“ . Etwa so groß wie sejona.
Ph. alexon Godyn. ti,. Salv. Der aequatorialis nicht unähnlich, die Flecke angeordnet wie dort, aber die
im Mittelfeld der Vflgl teilweise orangebraun statt beingelb, auf dem Hflgl die Fleckung des Wurzelfeldes, beim $
auch die des Randfeldes trüb orange. Die Unterseite der P. yiebulosa ähnlich. Mexico, in der Sierra madre
del Sur.
Ph. aequatorialis Stgr. i. l. (90 c) aus Ecuador hat oberseits auf schwarzbraunem Grunde zahlreiche
gelbliche, teilweise zu Binden vereinigte Flecke. Die Unterseite hat gelbliche Grundfärbung und entspricht in
der Zeichnungsanlage, bis auf die Phyciodes-Zeichnung am Außenrd der Hflgl, der Oberseite. — gisela Stgr.
i. l. aus Brasilien (Matto-Grosso) unterscheidet sich durch dunklere Oberseite, weil die gelblichen Flecke
fehlen.
Ph. texana Edw. (= smerdis Heiv., cincta Edw.) (90 c) aus Texas und Mexico hat schwarzbraune
Oberseite mit zierlichen weißen Zeichnungen, auf dem Basalteil aller Figl sind braune Flecke, die jedoch mitunter
sehr zum Schwinden neigen. Der Innenteil der Vflgl-Unterseite ist lebhaft gelbbraun, durch die Mitte der Hflgl
geht eine weiße Mittelbinde und die Vflgl haben eine postmediane gekniete Reihe weißer Flecke.
Ph. sitalces Godm. u. Salv. (88 i) aus Guatemala ist der texana ähnlich, aber die Figl sind kürzer, auf den
Hflgln ist die weiße Mittelbinde kaum angedeutet und unterseits sind die Hflgl sehr rostgelb, ohne die weiße
Querlinie.
Ph. drymaea Godm. u. Salv. (90 c) aus Honduras hat schwarzbraune Oberseite mit lichtgelben Fleck¬
chen auf den Vflgln, und 2 gelbe Submarginallinien, sowie eine Mittelreihe gelber Fleckchen auf den Hflgln. Die
Unterseite ist graugelb mit den gewöhnlichen Zeichnungen. — sosis Godm. u. Salv. (90 d) von Chiriqui hat auf
den Hflgln anstatt der Mittelreihe gelber Flecke eine aus gelben Möndchen zusammengesetzte Linie. Die Unter¬
seite ist etwas gelber.
Ph. ardys Hew. (90 d) aus Mexico ist größer als texana, ihr oberseits ähnlich, hat aher breitere weiße
Zeichnungen. Die Unterseite ist jedoch viel eintöniger, weil der Basalteil der Vflgl nicht gelbbraun ist, sondern
die Färbung und Zeichnung des übrigen Figlteils zeigt.
PHYCIODES. Von J. Röber.
443
Ph. subota Godm. u. 8alv. ans Guatemala ist ardys ähnlich, aber die tSubmai'ginallinicn der Jltlgl sind suhol/x.
fast erloschen, die Hflglwurzel ist einfarbig dunkelschwarzbraun und die Hflgl sind unten purpuigrau und nicht
rostgelb überwaschen.
Ph. lelex Bates (90 d) aus Panama ähnelt der ianthe. Die Art ist kleiner als idnlhe und hat gelbliche lelex.
Zeichnungen auf der Oberseite, auf den Vflgln auch einige lichte Fleckchen jnehr und auf den Jlflgln 2 lichte
Submarginallinien. Die Unterseite ist viel dunkler infolge Mangels der weißen Mittelbinde der Hflgl und des
Zurücktretens der lichten Zeichnung überhaupt.
Ph. annita Sigr. (90 d) aus Venezuela hat schwarzbraune Oberseite mit wenigen sehr verloschenen annito..
Zeichnungen auf den Vflgln und 3 gelblichen Linien auf den Hflgln. Die Unterseite ist schmutzig gelblich mit
den gewöhnlichen Zeichnungen.
Ph. morena Stgr. i. l. (90 d) aus Peru (Cuzco) hat fast ganzrandige Vflgl iind dunkel schwarzbraune morena.
Oberseite mit gelblicher Submarginallinie und einer submarginalen Reihe schwarzer, gelb umzogener Augenflecke
auf den Hflgln. Die Oberseite der Vflgl zeigt nur Spuren einer gelblichen Saumlinie. Die Unterseite ist grau¬
schwarz und gleichfalls zeichnungsarm.
Ph. alronia Bates (88 i) aus Guatemala. $ Figl breit, dunkelbraun, an der Wurzel der Vflgl mit ge- aironia.
bogenen schwärzlichbraunen Streifen, Hflgl mit einer Sidjiiiarginalreihe Imrzer, gebogener, hellbrauner Linien.
Vflglspitze abgestumpft, Außenrd in der Mitte tief eingebogen, Hflgl an der Spitze deutlich ausgerandet iind
Außenrd ausgezackt, zwischen einigen Rippen der Vflgl, hinter der Mitte, ist ein kleiner brauner Fleck. LTnter-
seite düsterbraun in der Mitte, lichter an den Rändern, die dunklen Linien wie oben, die Zwischenräume lichter
als die Grundfärbung. Hflgl bleicher mit einigen kaum wahrnehmbaren Zeichnungen.
Ph. argentea Godm. u. Salv. aus Guatemala und Nicaragua steht der aironia selfti' nahe, aber das $ und urgeniea.
$ hat auf der Hflgl-Lhiterseite emen silberigen Ton.
Ph. nebtilosa Godm. m. Satv. (88 i) aus Guatemala hat dunkelbraune Hflgl, die Vflgl sind rostgelb nebulvsa.
gefleckt, die Hflgl an der Wurzel ebenso, mit submarginaler Möndchenkette, Vflgl unten gelblich, Hflgl-Lhiter-
seite rosaweiß, gelbrotbraun bestreut, mit zarter unregelmäßiger, den Vrd berührender Makel. Steht der aironia-
Gruppe nahe.
Ph. alethes Bates aus Zentral- Guatemala und Ecuador ist ardys, lelex und ptolyca nahe verwandt. alelhes.
Der Außenrd der Vflgl ist mäßig ausgerandet, aber der Hinterwinkel ist nicht deutlich vorgezogen. Dunkel¬
braun, die gelbbraunen Flecke mäßig groß. Die Basis der Hflgl hat einige schräge rötliche Zeichen, der Mittel¬
streifen ist mäßig breit, die 2 Submarginallinien sind fein und ziemlich zusammenhängend. Die Fhiterseite
der Hflgl differiert von lelex durch düsterbraune und rötlichbraune Flecke, von denen 2 einen fast zusammen¬
hängenden breiten Mittelstreifen bilden. Die Submarginalmöndchen sind nicht deutlich.
Von Ph. archesillea Fldr. aus Mexico (Cordoba, im Januar gefangen) können wir nur eine Uebersetzung archesillea.
der Beschreibung gehen; diese lautet: ,,Der alethes Bates sehr nahe stehend, doch die Figlform ungefähr wie
hei stesilea Bates. Figl oben mit zusammengedrängten, schmutzig gelblichen, aus Stäubchen zusammengesetz¬
ten Wurzelflecken, innerhalb der Zelle mit einer blaß ockergelben Binde, einer blaß ockergelben Reihe von
Submarginalmonden, auf den Vflgln das 5. Möndchen viel größer, die übrigen dagegen sehr klein oder verwischt,
auf den Hflgln nach innen von jenen mit einer Reihe blaß ockerfarbener Streifen, gegen die Rippe (Vrd?) zu
von ausgesprochen gelblicher Färbung, im übrigen wie bei alethes, auch unteu wie bei dieser Art, doch mit 2
Apicalmöndchen auf den Vflgln, auf den Hflgln mit Basalfleck und Discalbinde, beide viel deutlicher weißlich.“
Ph. conferta Fldr. (90 d) aus Bahia, deren Type wir abgebildet haben, ist unterseits wie oberseits conferla.
gezeichnet, doch hat die Unterseite viel lichtere Grundfärbung.
Ph. ianthe F. (90 d, e) aus Brasilien und Bolivien hat auf der schwarzbraunen Oberseite die aus der Ab- ianthe.
bildung ersichtlichen weißen Zeichnungen. Auf der Unterseite ist der gelbliche Innenteil der Vflgl auffällig,
im übrigen ist die Zeichnung der Vflgl ähnlich der Oberseite. Die Lhiterseite der Hflgl führt eine .submarginale
Reihe weißer Mondflecke und dahinter eine Reihe Augenflecke. Wie oberseits ist auch unterseits eine weiße
Mittelbinde vorhanden und der basale Teil hat auf weißem Grunde bräunliche Zeichnungen. — atra Ky. i. l. atra.
(90 b, c) aus Argentinien hat ober- und unterseits reduzierte weiße Zeichnung und der gelbliche Basalteil der
Vflgl-Unterseite ist lebhafter gefärbt und etwas ausgedehnter.
Ph. abas Hew. { = fellula Schaiis) (90 e) aus Columbien, wo sie noch in Höhe von 2000 m sich findet, alas.
unterscheidet sich von ianthe durch schmälere Figl und weniger weiße Zeichnung auf der Vflgl-Oberseite. Die
Unterseite ist gleichfalls der von ianthe ähnlich, doch haben die Hflgl keine weiße, sondern eine dunkle, mit¬
unter schwarze submarginale Mondfleckenreihe.
Ph. hera Cr. (90 e) aus Surinam unterscheidet sich von ianthe durch viel breitere weiße IMittelbinde der hcra.
Hflgl und viel größere, auch anders gestaltete weiße Flecke der Vflgl. Die Zeichnung der Fhiterseite ist ähnlich
444
PHYCIODES. Von J. Röber.
der von ianthe, doch zeigen sich auch hier die Zeichnungsunterschiede gegen ianthe, auch ist der Basalteil der
Vflgl fahler gefärbt.
myia. Ph. myia Heiv. (90 e) aus Mexico und Zentralamerika unterscheidet sich von ianthe durch schmälere
Figl und weniger weiße Zeichnung auf der Vflgl-Oberseite. Die Unterseite ist gleichfalls der von ianthe ähnlich,
doch haben die Hflgl keine weiße, soirdern eine dunkle, mitunter schwarze submarginale Mondfleckenreihe.
griseo- Die bei typischen Stücken auf der Unterseite der Vflgl rotbraune Mittelzelle ist bei griseobasalis form. nov. grau.
haficüis.
liermas. Ph. liermas Heu'. (= genigueh Eeak.) aus Kalifornien ist uns nur aus der Beschreibung und Abbildung
des Autors bekannt. Oberseite des ^ dunkelbraun, Vflgl mit 12 oder mehr deutlichen weißen Flecken, Außen-
rd wenig ausgebuchtet, Hflgl mit 2 weißen Flecken hi der Nähe der Wurzel und einem breiten Flecken¬
mittelbande und 2 Submarginalreihen rotbraune Flecke. Unterseite der Vflgl aii der Wurzel orange, dahinter
braun, mit ähnlichen weißen Flecken wie oberseits, Hflgl braunweiß, mit einigen undeutlichen weißen Flecken
und einer submarginalen Reihe weißer Möndchen, der Außenrd rotbraun und zwar 1 Fleck am Vrd und einer
nahe der Mitte des Außenrds.
ofella. Ph. ofella Hew. (90 f) aus Columbien und Chiriqui hat sehr gestreckte Figl mit breiter weißer Mittel¬
binde, die sich vom Ird der Hflgl bis zur Mitte der Vflgl erstreckt. Die Flnterseite ist gleichfalls der von ianthe
sehr ähnlich.
hucodcsma. Ph. leucodesma Fldr. (90 f) aus Columbien und Venezuela hat sehr breite rundliche Figl und so breite
weiße Binden bzw. Flecke, daß der größere Teil der Oberseite von der weißen Färbung eingenommen wird. Auch
auf der Unterseite herrscht die weiße Grundfärbung vor; der Basalteil der Vflgl ist gelb und die dunklen Rand¬
zeichnungen sind bräunlich; vor dem Außenrd der Hflgl steht eine Reihe weißer Mondflecke und dahinter
eine Reihe dunkler Augenflecke.
coela. Ph. coela Druce (91 c) aus Costa-Rica. Das (J hat schwarze Vflgl mit einem dreieckigen weißen
Flecke hinter der Mitte des Vrds, der durch die Rippen in 4 Fleckchen geteilt wird, einem kleinen Fleck in der
Figlspitze, einer submarginalen Reihe von 6 weißen Flecken, von denen der dritte klein ist und einem großen
runden weißen Fleck im Außenwinkel. Hflgl rotbraun-orange, Basis und Außenrd schwarz, mit einem sub-
apicalen weißen Fleck und einer sixbmarginalen Reihe gelblicher Linien. Unterseite wüe Oberseite, aber alle
weißen Zeichnungen größer und ein gelber Streifen an der Wurzel aller Figl, auch ein gelblicher Fleck zum Teile
in der Mittelzelle der Vflgl.
nigrella. Ph. tilgrella Bates (88 i) aus Zentral-Guatemala. Eine kleine Art. B P'lgl verlängert, Vflgl zugespitzt,
Außenrd sanft und gleichmäßig nach außen gebogen. Hlb die Figl überragend. Oberseite rauchbraun mit 3
oder 4 blaßbraunen Flecken m der Mitte der Vflgl, Hflgl mit einer blaßbraunen Mittelbinde. Lhiterseite der
Vflgl braun mit einigen düsteren Linien, in der Mitte dunkler, mit einem großen dreieckigen Fleck an der Mitte
des Hrds und 2 blassen Flecken in der Nähe der Figlspitze. Hflgl lichtbraun, dunkler von der Mitte nach dem
Außenrd, mit einer Anzahl kürzer gebogener dunkler Streifen und mit dem Außenrd parallelgehender Reihe
schwarzer Fleckchen.
lutescens. Ph. lutesceiis Oodm. u. Salv. aus Guatemala steht der nigrella nahe. ^ und 9 sind dem nigrella-'^ ähn¬
lich; die Hflglflecke sind stets deutlich, namentlich sind beim $ die Flecke der Vflgl und die Binde der Hflgl
viel deutlicher, so daß es sich der anieta nähert. Ist vermutlich nur eine Form der yiigrella.
cerquita. Ph. cerquita Dogn. aus Ecuador (Umgebung von Loja) ist uns nur aus der Beschreibung bekannt;
diese lautet: ,, Oberseite der vier Figl von einem schmutzigen Weiß, überpudert mit feinen schwarzen Schuppen;
die Vflgl überall schwarz gerandet; die Hflgl gleichmäßig schwarz gerandet an der Rippe und entlang des Ter-
niinalbandes (dieses Terminalband viel breiter als dasjenige der Vflgl, besitzt einen weißen Punkt an der
Spitze) haben rostroten Abdominalsaum. Unterseite wie die Oberseite, aber der weiße Teil mit schwarzen
Schuppen beladen und das Terniinalband der vier Figl besitzt eine Reihe weißer Punkte“. Etwa so groß wie
lansdorfii.
flavida. Ph. flavida Heiv. aus Ecuador hat etwa die Größe der flavina ist oberseits lichtgelb und hat ziemlich
breiten schwarzbraunen Rand der Vflgl und schmalen gleichen Rand der Hflgl. Die Lhiterseite ist lichter als die
Oberseite und ungezeichnet.
albescens. Ph. albescens S'pec. nov. (90 f) aus West-Ecuador, von der uns 1 $ vorliegt, unterscheidet sich außer¬
ordentlich von allen übrigen Arten. Die Oberseite ist schmutzig weißgelb mit breitem grauschwarzen Saume der
Vflgl und schmalem gleichen Saume der Hflgl. Die Vflgl haben auf der Unterseite außerdem dunklen, ver¬
waschenen Saume einige bräunliche Striche in der Mittelzelle und die Unterseite der Hflgl, auf gleichfalls schmut¬
zig gelblichem Grunde feine graubraune Zeichnungen.
Ph. albipunctata spec. nov. (90 £) aus Mexico hat dunkel grauschwarze Oberseite mit je einer sub-
alMpunc-
tata.
PHYOIODES. Von J. Röber.
445
marginalen Reihe weißer Fleckchen auf allen Flgln, einer snbapicalen Reihe größerer weißer Flocke und einigen
subbasalen weißen Fleckchen auf den Vflgln. Die Unterseite ist der Oberseite ähnlich, aber fahler, doch haben
die Hflgl eine breite lichte Mittelbinde und am Außenrd die gewöhnliche P// ycfode, s-Zeichnung.
Ph. fulgora Oodm. u. 8alv. (90 f) aus Costa-Rica hat im männlichen Geschlechto sehr schmale iuhjora.
Figl. Die schwarzbranne Oberseite hat auf den Vflgln große gelbe Flecke und auf den Hflgln eine schmale
gleichfarbige Mittelbinde. Die Zeichnung der Unterseite der Vflgl ents])richt der Oberseite, nur sind die dunklen
Zeichnungsteile viel fahler. Die Hflgl zeigen die gewöhnliche Phyciodes-Zelchnxm^.
Ph. selene spec. yiov. (90f) vomTolima in Columbien (1700m), von A. H. Fas.sl im Januar 1910 erbeutet, aelene.
hat schwarzbraune Oberseite mit großen braungelben bindenartigen Flecken der Oberseite. Die Unterseite der
Vflgl ist gelblich und hat geringe schwärzliche Subapicalzeichnung und bräunliclie Flecke am inneren Teile
des Vrds. Die Unterseite der Hflgl ist graugelb mit einer submarginalen Reihe weißbläulicher Möndchen und zahl¬
reichen gleichgefärbten Fleckchen auf dem inneren Teile der Hflgl.
Ph. etia Hew. (90 g) aus Ecuador und Peru hat schwarzbraune, in geringem Oracle blau schillernde etia.
Oberseite mit einem großen rotbraunen Mittelflecke und einem gleichfarbigen 8ubapicalstreifchen der Vflgl.
Die Unterseite ist gelblich mit bräunlichen Mondlinien auf den Hflgln und bräunlichen Subapical-, Mittel¬
und Basalzeichnungen der Vflgl.
Ph. calena Hpffr. (90 g) aus Peru und Bolivien ist ehi niedliches Tierchen, oberseits schwarzbraun calena.
mit geringer weißer Zeichnung. Die Unterseite ist lichter und hat dieselbe Zeichnung wie die Oberseite, doch ist
die Mittelbinde der Hflgl breiter und im graubraunen Außenrd steht ehie snbmarginale weißliche Mondflecken¬
binde und dahinter befinden sich schwarze, licht umzogene Augenflecke.
Ph. caiula Hpfjr. (= abasina Stgr. i. l.) (90 g) aus Peru und Bolivien ist obet’seits ähnlich einer kleinen caiula.
Dynamine- Avt . Oberseits stehen auf schwarzbraunem Grunde lichtgelbe Zeichnungen, die Unterseite der Vflgl
hat lichtere Grundfärbung als die Oberseite, aber dieselben Zeichnnngen. Auf den Hflgln treten braune Flecke
zu beiden Seiten der lichten Mittelbinde deutlich hervor. — extincta f. ö (90g) aus Peru hat weiße statt gelbe extinda.
Zeichnung der Oberseite und auf den Hflgln ist die Zeichnung, namentlich die Mittelbinde, sehr undeutlich.
Ph. tnimtna spec, yto^v* (90 g) aus balta hat obei'seits auf sch^vaizbraunem Giunde aut den ^ flgln. 6 gelbe Tixxyxvtyxci*
Fleckchen und auf den Hflgln eine gelbe Mittelbinde und 2 submarginale gelbe Linien. Die Unterseite der
Vflgl entspricht in der Zeichnung der Oberseite, doch ist die Grundfärbung braini, die LJnterseite der Hflgl
zeigt die gewöhnliche Phyciodes-ZQiclmxvLig. Sie ist der caiula sehr ähnlich, hat aber außer kleinerer Gestalt
anders geformte Figl. Die Vflgl sind schmäler und die Hflgl bilden im Innenwinkel eine scharfe Spitze.
Ph. orticas Schatis aus Brasilien (Gastro im Staate Parana) wird vom Autor beschrieben wie folgt: orticas.
,,(^ Vflgl: ein kleiner blasser Fleck in der Nähe des Zellendes, ein kleines schräges Aveißliches Band von Rippe
4 bis 6, ein großer weißlicher Fleck von der Wurzel von Rippe 2 zu 3 (Grundfärbung?). Hflgl: ein breites
weißliches schräges Band vom Ird nach Rippe 7, etwas gelblich zwischen 6 und 7 und am Ird, eine feine grau¬
braune submarginale Mondlinie. Unterseite: Basalhälfte der Vflgl rötlichbraun, der Discalfleck größer und teil¬
weise rötlichbraun eingefaßt, das schräge Band den Costalrd erreichend, und vorhergehend ein breiter sclnvar-
zer Schatten, der den großen Fleck vor dem Ird umrandet, der Außenrd braun, eine feine dunkle Marginal¬
linie, etwas weiß an der Figlspitze. Hflgl: die basalen Zweidrittel weißlich, gekreuzt durch feine unregelmäßige
bräunliche Linien, teilweise doppelt und weißblau gefüllt, das äußere Drittel hellbraun, die subterniinalen
Punkte klein, dunkler braun, gefolgt durch eine feine rötlichbraune Linie iincl parallel zu ihr eine graue Sauni-
mondlinie.“ Größe etwa wie sejoxia.
Ph. dicoma Heiv. (90 g) aus Rio Grande do Sul und Santa Catharina hat sehr langgestreckte Figl und dicoma.
auf gelbbrauner Färbuiig schwarzbramne Zeichnungen; auf den Hflgln ist die breite gelbbraune Mittelbinde
auffallend. Die Unterseite hat gelbbraune Grundfärbung mit geringen dunklen Zeichnungen.
Ph. angusta Piew. (92 h) scheint weit verbreitet zu sein, denn uns liegen Stücke aus Columbien, Juri- angusia.
maguas und Huancabamba vor, die nur geringe, wohl individuelle Verschiedenheiten zeigen. Auf den schmalen,
oberseits clunkelschwarzbraunen Vflgln steht ein größerer gelber Mittelfleck und vor ihm 2 teilweise unvoll¬
ständige Reihen gelber Punkte. Die Grundfärbung der Unterseite ist viel lichter, die Zeichnung der Vflgl aber
im äußeren Teile wie oberseits und die Hflgl zeigen neben der gelben Mittelbinde die gewöhnlichen Phyciodes-
Zeichnungen.
Ph. polina Heiv. Mit dieser Art beginnen. wir die Reihe derjenigen Arten, die zu den sogen. Nachahmern poUna.
allmählich überleiten, polina unterscheidet sich nicht nur, wie die Abbildungen zeigen, auf der Oberseite a'ou
nauplia ganz erheblich, sondern ist auch unterseits wesentlich verschieden; so ist in der Mittelzelle der Vflgl
der basale braune Fleck durch einen schwarzen Strich von dem gelben Fleck am Schlüsse der Mittelzelle scharf
geschieden, die gelben Flecke in der Außenhälfte der Vflgl sind nicht größer als oberseits, die subbasaleii
schwarzen Binden der Hflgl haben eine schrägere Lage, die lichte Marginalbinde der Hflgl ist etwa viermal
446
PHYCIODES. Von J. Röber.
so breit, außer der die braune Binde innen begrenzenden schwarzen Binde ist noch eine weitere solche vorhanden,
die durch eine weiße Linie von der ersteren getrennt ist und an der Spitze der Hflgl stehen große perlmutter-
encina. farbige Flecke. Ecuador und Columbien. — encina Fleh'., auch aus Ecuador und Peru (Chanchamayo) ist et¬
was größer und hat dunklere Oberseite mit licbtgelber Zeichnung; der mittlere Sri bniarginalf leck der Vflgl ist
nach außen kammförmig ausgezogen. Auf der Unterseite zeichnet sie sich durch lebhaftere Färbung und durch
intermedia. lebhafte silberweiße Färbung der Vflglspitze und der licht gefärbten Teile der Hflgl aus. — infermedia form.
nov. (92 g irrig als polma bezeichnet), aus Bolivien ist eine Mittelform zwischen den beiden vorbezeichneten,
sowohl in Größe als Färbung. Die Unterseite der Vflglspitze ist weniger silberig als bei encina und die Hflgl-
Unterseite hat auf silberweißem Grunde große lichtgelbe undeutlich begrenzte Flecke.
clio. Ph. clio L. (92 h) kommt von Mittelamerika bis Columbien Peru und Ecuador vor. Das $ hat breitere
und abgerundetere Figl als das
laias. Ph. laias Goelm. (90 g) aus West-Columbien (Rio Aguacatal, 2000 m), die uns in einem ^ aus der Samm¬
lung des Herrn Fasse vorliegt, hat schwarzbraune Oberseite mit gelbbraunen Zeichnungen. Die Unterseite ist
derjenigen von 'perna (92 g) ähnlich, doch haben die Hflgl 4 schwarze Streifen und 2 silberweiße Halbbinden.
-perna. Ph. perna Heto. (92 g) aus Rio de Janeiro ist in beiden Geschlechtern und namentlich im männlichen,
ahna. sehr schmalflügelig. — alma Stgr. aus Santa Catharina hat etwas vergrößerte Flecke.
sesüa. Ph. sesfia Hexv. (90 g, h) aus Ecuador hat sehr variable $$. Die typische Grundfärbung der $$ ist licht
saturata. strohgelb, die gelbbrauire $-Form benennen wir saturata (90h).
nauplia. Ph. naupHa L. (92 h) aus Surinam ist kleiner als Clara Bates (92 h) aus Zentral- Amerika und Vene-
dara. ^^ela, die sich durch vergrößerte weiße Flecke und verbreiterte weiße Binden auszeichnet. Bates hielt clara
plagiaia. für eigene Art. — plagiata form. nov. ans Süd-Peru (ob. Madro de Dios, 500 — 1000 m, A. H. Fasse) hat
verbreitete weiße Zeichnungen, auch fehlt die hintere schwarze Binde im Subapicalfleck der Vflgl. Die
Zeichnung der Unterseite entspricht der Oberseite, doch haben die dunklen Zeichnungen einen kräftigeren,
dunkleren Ton.
eraniies. Bei Ph. eraiiitcs Hetv. (92 c, d, irrig evanides) aus Columbien und Chiriejui unterscheidet sich das G
(vgl. Unterseite des $ Tafel 92 c) unterseits durch geringere Zeichnung, namentlich sind die weißen Mondflecke
am Außenrd der Hflgl meist nur angedeutet. Das $ ist sowohl in der Zeichnung wie Färbung ziemlich va-
meyieana. riabel. — mejicana snbsj). nov. aus Mexico (Presidio) hat oberseits geringere schwarze Zeichnung und gelbere
Unterseite.
hella. Ph. bella Ky. ( = mylitta Hew.) (88 i) aus Ecuador ist Eneides aliphera (Taf. 80 a) äußerst ähnlich,
ist nur etwas kleiner, hat schwarzen Ird der Vflgl und auf den Hflgln außer dem schwarzen Saume noch eine
schwarze Submarginalbinde; der zwischen dem schwarzen Saume und der schwarzen Submarginalbinde liegende
Figlteil stimmt mit der Grundfärbung überein.
casiphia. Ph, casiphia Hew. aus Ecuador ist größer als hella, die Figl sind ganz ähnlich, haben aber einen
kleinen weißen Apicalfleck. Die Vflgl sind schwarz, haben eine rotbraune Irds- und eine gleichfarbige, durch die
schwarzen Rippen geteilte Mittelbinde und eine etwas lichtere Subapicalbinde, die durch die schwarzen Rippen
geteilt wird. Unterseite etwas lichter und hat auf allen Flgln eine submarginale Reihe weißer Flecke.
carme. Ph. carme Dhl. u. Hetv. (92 d) aus Venezuela (San Esteban) ist nur etwas feuriger gefärbt und hat
oUUa. schärfere Zeichnung als oblita Stgr. (92 d) aus Venezuela und Columbien. Die fast schwefelgelbe Unterseite hat
dieselbe Zeichnung wie die Oberseite, nur haben die Hflgl eine Reihe gelber Flecke am Außenrd und am Außenrd
der Vflgl geht der mittelste gelhe Fleck bis unmittelbar an den Saum.
avei/rona. Ph. aveyrona Bates (92 d, irrig aveyrana) aus Surinam, Venezuela und vom Amazonenstrojne ist unter¬
seits strohgelb, hat aber sonst dieselbe Zeichnung wie oberseits.
ememntia. Ph. emerantia Hew. (92 d) aus Columbien ähnelt nur ganz allgemein gewissen E^eeides- Axien. Auf
der Unterseite ist die weiße Apicalzeichnung mehr entwickelt und die Hflgl führen eine Reihe großer gelber
Randflecke. Das $ ist uns unbekannt.
Die Reihe der Eueides-ä\ii\\iQ\iQ\\ Arten beginnen wir mit
eunicc. Ph. cunice Hh. (92 a) aus Südbrasilien (Säo Paulo, Rio de Janeiro). Sie ist der Eueides isahella sehr ähn-
esora. lieh, aber kleiner. Die Unterseite ähnelt der Oberseite. ■ — ■ esora Hew. soll sich von eunice dadurch unter¬
scheiden, daß auf der Unterseite der Hflgl anstatt einer schwarzen Mittelbitide eine Reihe schwarzer Flecke
steht. Wir vermögen in diesem geringen Unterschiede keinen Charakter einer besonders zu benennenden Form
pella. zu erblicken, weil eunice eine etwas veränderliche Art ist. — Dagegen kann pella Hew. vom Amazonas nicht als
synonym zu eunice gezogen w» rden, wie dies Kirby getan hat. pella hat einen ziemlich großen gelben Apical¬
fleck der Vflgl, die gelbe Mittelbinde der Vflgl ist in ihrem vorderen Teile verschmälert, die schwarze Mittelbinde
der Hflgl ist in Flecke aufgelöst und der schwarze Saum der Hflgl ist durch eine etwa 1 mm breite rostgelbe
Binde geteilt.
pelonia. Ph. peloiiia He«>. ($ == ithomiola >Sa?w.) (92 b) aus Ecuador und Peru unterscheidet sich von eunice
PHYOIODES. Von J. RÖber.
447
cinrcli den Mangel der gelben Längsinittelbinde der Hflgl und durch die in hdecke aufgelösteu schwarzen Rin¬
den in der Mitte und am Saume der Hflgl. Die Unterseite, namentlich der H’flgl ist einfarbig braun jnit den Zeich¬
nungen wie oberseits.
Ph. olivencia Bates (92 a, b) vom oberen Amazonenstrom hat keine rein gelben Binden auf der Ober- oUcencia.
Seite. Die .schwarze Zeichnung der Vflgl-Oberseite ändert sehr ab, wie die Abbildungen von gudruna form, tjudruna.
nov. und brunhilda 8tgr. i. l. (92b) deutlich zeigen. — ^polymnia svhsp. nov. aus Ost-Columbien (Medina, 590 m; hrunhUdM
Kolk Fasse) hat im männlichen Geschlechta verbreiterte schwarze Mittelbinde der Vflgl und eine unterbrochene V'>himnvi..
reiner gelbe Subapicalbinde der Vflgl; im weiblichen Geschlechte ist diese gelbe Binde breit und ziemlich gleich¬
mäßig begrenzt.
Ph. mechanitis Godm. u. Salv. (90 h) aus Costa-Rica hat schmälere Figl als olivencia und die Hflgl haben mechamivi.
einen spitzen Apex. Die Art ähnelt im allgemeinen verschiedenen Äfechanüis- Arten. Die Unterseite ist ähnlich
der Oberseite.
Ph. drypetis Godm. u. Salv. von Guatemala bis Kolumbien verbreitet, ist der mechanitis ähnlich, aber drypetis.
der Vflglsaum ist innen rotgelb, nicht schwarz, der gelbe Apicalfleck ist kleiner und die schwarze Querbinde
der Hflgl schmäler.
Ph. pardalina spec. nov. (90 h) von Pebas am Amazonenstrom ist ähnlich der murena. Die schwarze pardalina.
Färbung der Hflgl ist zurückgedrängt durch Verbreiterung der vorderen braunen Längsbinde und durch eine sub-
apicale Binde am hinteren Teile des Außenrdes. Im schwarzen Apex der Vflgl stehen in 2 Reihen kleiner
gelblicher Flecke und ein größerer gelblicher Fleck befindet sich am Außenrd zwischen 2. und 3. Medianaste.
Der schwarze Streifen an der Mediana geht etwa bis zur Mitte des 1. Medianastes. Die Unterseite entspricht
der Oberseite, es steht aber am Außenrd der Hflgl eine submarginale Reihe weißer Fleckchen. — apicalis apicalis.
subsp. nov. (90 i) vom Rio Chuchurras hat einfarbigen Apex und die weißen Flecke "^im Außenrd der Hflgl-Un-
terseite sind sehr klein und am hinteren Figlteile nur angedeutet.
Ph. quintilla Heiv. (90 i) aus Ecuador hat oberflächliche Aehnlichkeit mit lihomia panamensis . Die quintUla.
Unterseite ist nur etwas fahler als die Ober.seite.
Ph. datis Hetv. aus Columbien, von der Hewit.son das $ beschreibt und abbildet, hat Scharlach- datis.
rote Oberseite der Hflgl und einen gleichfarbigen langgezogenen dreieckigen Basalfleck der Vflgl. In der schwar¬
zen Außenhälfte der Vflgl stehen 5 längliche dunkelgelbe Flecke und 1 gleichfarbiger Fleck befindet sich am
Schlüsse der Mittelzelle; in der Vflglspitze stehen 2 weiße Punkte. Die Hflgl haben schwarzen Außenrd, in dem
eine Reihe weißer Fleckchen steht. Unterseite wie die Oberseite, doch haben die Vflgl eine .submarginale Reihe
weißer Flecke und die Rippen der Hflgl sind braun.
Ph. murena Stgr. (92 c) aus Peru (Cuzco) ist dem Heliconius bicoloratus ähnlich, aber wesentlich kleiner, mnrena.
Bei dem S der schwarze Teil der Hflgl in der Nähe des Vrds durch einen braunen Streifen geteilt. Die Un¬
terseite ist wie die Oberseite, nur etwas fahler. — Eine schöne Form von Pebas, im Dezember gefangen, von
der uns 1 $ vorliegt, ist heliconina stibsp. nov. { = pelonia var. B. Heiv.). Sie hat eine aus 5 länglichen heliconina.
Flecken bestehende schwefelgelbe Apicalbinde der Vflgl und hinter dieser Binde zwischen dem 3. Medianaste,
und der oberen Radiale je einen gleichfarbigen rundlichen Fleck, auch ist bei ihr, wie bei dem S von murena,
der schwarze Teil der Hflgl durch einen braunen Streifen geteilt.
Ph. callonia Stgr. (88 i) aus Peru ist der heliconina ziemlich ähnlich, sie hat aber weniger gelbe Zeich- calloyiia.
nung in der Vflglspitze, dafür aber eine gelbe Mittelbinde. Auf der Unterseite der Hflgl steht am Außenrd eine
Reihe dreieckiger weißer Flecke.
Ph. eutropia (92 b) aus Panama ähnelt auch gewissen Ithomiiden. Die Unterseite ist ganz ähn- eutropia.
lieh der Oberseite, am Außenrd der Hflgl steht noch eine Reihe weißer Flecke.
Ph. nigripennis Sa.lv. (90 i) aus Costa Rica hat nur im weiblichen Geschlechte entfernte Aehnlichkeit nigripennis.
mit gewissen Ithomiiden, während das S durch die Flglform und Zeichniingsarmut und trotz seiner sonstigen
Aehnlichkeit mit dem $ kaum zu den Nachahmern gerechnet werden darf. Die Unterseite entspricht der Ober¬
seite, bei dem (J sind die oberseits nur als Punkte angedeuteten Flecke zu gelben Streifen ausgezogen. —
dismorphina Btlr., gleichfalls aus Costa-Rica, ist eine lichtere (vermutlich Aberrativ-) $-Form. Alle gelben Flecke dismor-
sind größer, der schwarze Rand der Hflgl ist schmäler, so daß die gelben Randflecke innen nicht schwarz begrenzt ptnna.
sind und das Mittelfeld die Hflgl-Unterseite ist weißlich.
Ph. prisca Hpffr. (92 e) aus Peru sieht gewissen DiVcen>m-Arten täuschend ähnlich. Die Unterseite prism.
ist wie die Oberseite gezeichnet, doch ist der Mittelteil aller Figl sehr aufgehellt, fast weiß.
Ph. ildica Heiv. aus Ecuador unterscheidet sich von fassli subsp. nov. (90 i) aus Ost-Columbien (oberer jldica.
Rio negro, 800 m, von A. H. Fasse entdeckt) durch rotgraue Vflgl und orangerote Hflgl, bei denen auch der
448
PHYCIODES. Von J. Röber.
schwarze Sanjn der Hflgl scharf begrenzt ist. Bei beiden Formen entspricht die Unterseite der Oberseite, nur ist
das Wurzelfeld der Vflgl etwas gelblich.
celemina. Ph. celemisia spec. nov. (90 k) aus Columbien ist der Ithomia celemia ähnlich. Auf der Unterseite der
Hflgl sind die gelben Randflecke sehr vergrößert.
iihomoides. Ph. ithoiTioides Heio. (90 k) aus Columbien hat im weiblichen Geschlecht oberflächliche 'Aehnlichkeit
mit Hirsutis liecalesina, ist aber bedeutend kleiner. Die Unterseite ist nur etwas fahler, sonst genau wie die Ober¬
seite. Das cj ist viel schmalflügeliger und hat eine breite gelbbraune Längsbinde der Hflgl.
poecilina. Ph. poecilina Bates aus Veragua ist sehr ähnlich der ühomoicles (90 k). $ Figl breiter, dunkelbraun,
Vflgl mit einem ockergelben Fleck am Schlüsse der Mittelzelle und einer großen Anzahl ähnlicher Flecke in Reihen
hinter der Mittelzelle und zwar: eine Reihe von 6 Flecken, die nur durch die dunklen Rippen getrennt sind,
geht von der Mitte des Vrds und 2 Flecke liegen hinter der Mittelrippe, 2 parallele Reihen liegen parallel zum
Außenrd, endigen aber nicht in der Figlspitze, in der nur eine Reihe von 3 Flecken sich befindet. Hflgl dunkel¬
braun, Mitte und Hrd von einem großen abgerundeten orangefarbigen Fleck eingenommen, mit einer Reihe
gelber Submarginalflecke und 3 mehr einwärts, in der Nähe des Vorderwinkels liegenden Flecken. Unterseite
wie Oberseite, Hflgl am Vrd einen ockergelben Wurzelfleck, ohne gelbe Flecke, ausgenommen die Submarginal¬
reihe. Fühler blaß ockergelb, an der Wurzel schwarz. Hlb gelbbraun.
aisina. Ph. alsina Hew. (90k) aus Nicaragua unterscheidet sich von mimas Stgr. (92 a) durch zusam-
nnmas. nienhängende und breitere, auch dunkler gelbe Binden und größere gelbe Randflecke, die mitunter breit ausge¬
flossen sind und mit der ersten gelben Binde Zusammenhängen. Die typische Form des mimas-,^ hat viel klei¬
nere gelbe Flecke, als das abgebildete Stück. Vermutlich stammt die Tafel 92 c als mimas abgebildete Form
nicht vom Rio Dagua, wo die typische mimas fliegt, sondern aus einem anderen Teile Columbiens. Wir be-
subfasciata. nennen die Tafel 92 c abgebildete Form subfasclafa subsp. nov.
pMlyra. Ph. philyra Hew. ( = ezorias Hew.) (92 c) aus Mexico (und Santa Catharina ? ?) hat allgemeine Aehnlich¬
keit mit gewissen Heliconius- und Dione-Axiew, die sämtlich immun sind. Die Unterseite ist ähnlich der Ober¬
seite, nur lichter.
letitia. Ph. letitia Hew. (91 a) aus Ecuador und Columbien hat Ithoiniiden-Charakter, ohne jedoch einer Art
aus dieser Familie besonders ähnlich zu sehen. Die Unterseite trägt auf lichtem Grunde dieselbe Zeichnung wie
die Oberseite, doch sind alle Zeichnungen sehr verschmälert und diejenigen am Saume aller Figl gelbbraun.
occllata. — ocellata subsp. nov. aus Peru (Chanchainayo) hat tiefere, fast schwarze Zeichnungen der Oberseite und sehr
verschmälerte, gelblichweiße Mittelbinde der Hflgl, die nach außen nicht scharf begrenzt ist. Der weiße Sub¬
marginalfleck am Innenwinkel der Vflgl ist vergrößert und hat einen Kern aus schwarzen Schuppen, so daß
er den Eindruck eines Augenflecks macht. Am vorderen Teile des Außenrds der Vflgl stehen scharf begrenzte
weiße Fleckchen. Die bei letitia gelbbraunen Zeichnungen der Unterseite sind bei ocellata kastanienbraun. —
leucophaea. leucophaea Weym. (91 a) aus Huancabamba unterscheidet sich von ocellata durch lichtere Grundfärbung der
Oberseite und sehr verschwommene Zeichnung. Auch die Randzeichnungen der Unterseite sind lichter braun.
lansdorfi. lansdorfi Oodt. (92 a) aus Süd-Brasilien hat namentlich auf der Unterseite große Aehnlichkeit
mit den an denselben Orten fliegenden Heliconius phyllis und beschei. Rp und Pp weichen vom allgemeinen
jacintJiica. Typus nicht ab. — jacfiithäca form. nov. (90 k) von San jacintho hat das Rostrot auf dem Vflgl vermehrt und eine
breite, verkürzte Rostbinde zieht vom Analwinkel längs des Saumes.
acraeina, Ph. acraeiiia Hew. (92 f irrig als amoenides bezeichnet). Mit dieser Art beginnen wir die Reihe der soge¬
nannten Acraea-(A.cimoie-)Nachahmer. Das uns vorliegende $ aus der Sammlung Fasse ist größer als das
abgebildete d“; cler Basalteil der Vflgl und die Hflgl sind lichter und die Mittelbinde der Vflgl ist gelber, auch
ist geringe subapicale gelbe Zeichnung vorhanden. Das von Dr. Statjdingbr (Exot. Schmett. Taf. 36) ab¬
gebildete, dem $ ähnliche $ hat als die typische $-Form zu gelten. Wir benennen daher die Tafel 91 a
aberrans. abgebildete, sehr abweichende $-Form aberrans. — Nicht selten ist die Form hllarina /orm. nov. (92 e als
hüarina. acraeina) mit verkürzter roter Mittelbinde der Vflgl und schwarzen Hflgln. Ist sehr ähnlich der Actinote hi-
laris (82 e). Peru Columbien, Bolivien (750 ni).
neria. Ph. neria Heto. aus Ecuador wird vom Autor wie folgt beschrieben: Nächst der acraeina. ^ Oberseite
dunkelbraun, Vflgl mit einem großen dreieckigen orangen Fleck, der durch die Rippen geteilt ist, Zellenschluß
breit schwarz. Unterseite rotbraun, Rippen und Linien schwarz, Vflgl mit dem Basalfleck wie oberseits, Hflgl
crina. gelb bepudert, Basis gelb und mit 2 roten Flecken. — Crina Schaus aus Ecuador bat schwarze, auf der Basal¬
hälfte dunkelgrau beschuppte Hflgl; auf der Unterseite der Hflgl scheint der lichte Saum, von dem der Autor
micro- nichts erwähnt, zu fehlen. — mlcrodryope form. nov. (92 e) airs Columbien ist kleiner, die rote Mittelbinde der
dryope. Vflgl ist anders gestaltet und die Hflgl haben rotbraunen Schein. Ist dem He/fcow. dryope (78 b) sehr ähnlich,
aber bedeutend kleiner.
actinote. Ph. actiiiote Salv. ( = acraea Hpffr.) (92 f) aus Peru ist auffällig durch die schmalen rostroten x4ußenrds-
limbata. binden der Unterseite. — limbata subsp. nov. aus Bolivien hat lichter rotbraune Zeichnung der Oberseite, auch
ist der Subapicalfleck der Vflgl kleiner und schmäler und die rostrote Saumbinde der Lhiterseite ist sehr ausge-
PHYCIODES. Voll -J. Röwch.
449
'prägt, auch ist das Mjtteh’ekl der Hflgl-Uiiterseito viel lichter. — rosina ghsicht'alls aus Holivieii, liat roama.
schwarze Hflgl-Oberseite, rötere Vflglzeichuuiig und die rostroten Saiunhinden der Ihiterscite sind fast erlosciuni.
Ph. fallax Stgr. aus Peru (Chanchainayo) i.st dei' aclinole selir ähnlich, liat aber atistatt der rostroten fallax.
Saumbinde auf der Unterseite aller Figl nur eine Reihe brauner Submaiginalflcckci der Mflgl.
Ph. hopfferi spec. nov. (92 f, irrig als acraea) aus Peru ist der (i,c,tmote sehr ähnlich, doch fehlen ilir die hopfferi.
rostroten Saumbinden auf der Unterseite.
Ph. erebia spec. nov. (91 b) aus Peru (Prov. Huanuco, 1900 m) hat rotgelbe Färbung der Vflgl und an rrehia.
schwarzen Zeichnungen der Vflgl nur breiten Apex, einen großen rundlichen Fleck am Schluss(! der Mittelzelle
und einen länglichen viereckigen Fleck am Ird. Die Hllgl sind einfarbig schwarz. Die Unterseite ist wie die
Oberseite gezeichnet, aber von fahlerer Färbung.
Ph. actinotina SUjr. i. l. (91b) aus Bolivien ist charakterisiert durch roten Basalteil der Vflgl und einen acthwHna.
schmalen weißen Streifen am Vrd der Hflgl. Durch die Unterseite der Hflgl ist diese Art von den übrigen ähn¬
lichen Arten scharf geschieden, da die Grundfärbung weißlich ist. Außer den dunkelbraunen Rip])en und Rip-
penzwischenstreifen sind eine breite graubraune Binde am Außenrd, 5 gleichfarbige schwarzeingefaßte Flecke
in der Nähe der Flflglwnrzel und 2 rotbraune Flecke in der Figlmitte am Vrd vorhanden.
Ph. vanessoides spec. nov. (91 b) aus Columbien (Bogota) weicht von den vorhergehenden Arten durch vancssoides.
den an die Vanessen erinnernden Vflglschnitt ab. Die Oberseite ist schwarz mit rotem Basalteile der Vflgl.
Die Unterseite ist viel lichter und die dunklen Rippen und Rippenzwischenstreifen heben sich von der Grund¬
färbung scharf ab.
Ph. elaea Hew. aus Ecuador hat fast dieselbe Flglform wie vnnessoides. Die Oberseite ist schwarz])raun elara.
und die Vflgl haben eine nach hinten breiter werdende, bis zur Submediana reichend« scharlachrote Binde, die
durch die schwarzen Rippen in 4 Felder geteilt ist. Die Unterseite entspricht der Oberseite, die Vflglspitze
ist graubraun und die Rippen und Zwischenstreifen sind schwarz, die Hflgl sind rotbraun, die Rippen, Zwischen¬
streifen und eine submarginale Linie sind schw'arz, zwei Flecke in der Nähe der Flghvurzel und ein Teil des Außen-
rds sind scharlachrot.
Ph. nebrites Weyrn. aus Bolivien (Cochabamba) ist der Actinote hycia ähnlich. Diese Art hat dieselbe nebriks.
Flglgestalt wüe vanessoides, ist ihr auch im Zeichnungsstil ähnlich, hat aber außer dem zinnoberroten Wurzel¬
felde eine gleichfarbige 8ubapicalbinde, die durch die dunklen Rippen in 7 Flecke geteilt ist. Die Grundfärbung
der Oberseite ist braun. Die Hflgl sind auch braun, haben dunklere Rippen und Zw-ischenstreifen, sowie weißen
Vrd. Auf der Unterseite sind die Vflgl der Oberseite ähnlich, doch ist die rote Farbe im Wurzelfelde bis an den
Vrd ausgedehnt und der letzte Fleck der äußeren Binde in Zelle 3 ist nach außen w'eißgefärbt. Ferner sind
die Spitze und der Außenrd heller braun und von den dunkelbraunen Rippen und solchen Linien zwischen den
Rippen durchzogen. Die Hflgl haben weiße Grundfarbe, die überall von den liraunen Rippen und braunen
Längslinien zwischen den Rippen durchzogen ist. Der Außenrd ist 4 nun breit braun bestäubt, doch wird
dies gegen den Vrd undeutlich. An der Wurzel liegen 5 rotbraun eingefaßte Flecke, 2 davon in der IMittel-
zelle, ferner liegen 3 rote Flecke inmitten eines großen, dunkelbraunen Flecks auf der Mitte des Vrds in den
Zellen 5 bis 7 und noch einige bräunlichgelbe Flecke dicht am 8aume in den Zellen 2 bis ü. Körper braun,
nur der Hlb unten mit ockergelbem Mittelstreifen. Hat etwa dieselbe Größe wie vanessoides. Emt 1 q bekannt.
Ph. eleates Weyni. (91 a) aus Columbien hat dieselbe Gestalt wüe vanessoides, ist aber, wie die Abbil- elcaks.
düng zeigt, ganz anders gezeichnet und gefärbt. Es ist erst 1 $ bekannt.
Von Ph. epione Godm. u. Salv. (91 b) aus Columbien (Bogota) liegt uns 1 vor. Auf der stahl- cpione.
blauen Oberseite sticht der ziemlich breite rote Ird der Hllgl scharf ab. Die Unterseite ist schuarz und hat
gelbliche Bestäubung an der Figlwurzel und rötliche Bestäubung am Innenwinkel der Hflgl.
Ph. styx Stgr. aus Columbien ist der Tafel 81 c abgebildeten Actinote nelens sehr ähnlich, nur hat sie styx.
keinen roten, sondern schwarzen Leib. Die Lhiterseite ist grauschwarz und die Rippen und Bippenzwischen-
streifen sind schwarz, die Basis der Hflgl ist gelblich.
Ph. aurora spec. nov. (91b) aus Ecuador (Zamora, 3090 — 4000 Fuß), von der uns 2$ vorliegen, ist aurora.
vielleicht eine weitere ^-Form der cnstilla. Die Unterseite ist lichter als die Oberseite und die Rippen und Zwi-
schenstreifen heben sich durch dunkle Beschuppung scharf ab. Der rote Analfleck, den die Oberseite der Hflgl
auf weist, fehlt unterseits.
Ph. aricilla Hpffr. aus Peru (Chanchainayo) ist uns nur aus der Beschreibung des Autors bekannt. ariciUa.
s ähnlich der castilla, hat schmälere Figl, Vflgl hinter der 8pitze ,, stark ausgehöhlt“, rote Binde der Vflgl
viel breiter, Lhiterseite ganz einfarbig braunschwuirz, ohne Zeichnung.
Ph. castilla FkZr. (cJ 92 e, $91b) aus Ost-Columbien hat ein sehr vom cj abweichendes $. Dieses ist be- castilla.
57
V
450
CHLOSYNE. Von J. Röbeb.
deutend größer und hat eine breite liclitgelbe Mittelbinde der Vflgl und rote Hflgl mit breitem schwarzen Rande
virilis. und schwarzen Strahlen; auf der Unterseite fehlt die rote Färbung. — Eine weitere $-Form ist virilis form,
nov. Sie ist dem ^ außerordentlich ähnlich und unterscheidet sich von diesem nur dadurch, daß sie etwas
größer ist, bräunlichere Grundfärbung besitzt und die rote Mittelbinde etwas länger und breiter, sowie einen
occidenialis. Fon lichter ist. Die Grundfärbung der Flnterseite ist nur eine Spur lichter. — occidentalis Fasst (91 c) aus West-
Columbien (2000 m) hat im männlichen Geschlechte etwas schmälere rote Binde und das $ ist dem ziem¬
lich ähnlich, nur ist die rote Vflglbinde veinvaschener und am Innenwinkel der Hflgl zeigen sich verwaschene rote
Strahlen. — castilla, ist nach den Beobachtungen des Herrn Fasse in Gemeinschaft mit den ilir ähnlichen
Actmote-ÄTten und dem ihr gleichfalls ähnlichen tagfliegenden Spanner Sangala gloriosa anzutreffen.
mundina. Pli. mulidina Drnce aus Peru (Huiro) ist der castilla ähnlich. Die rote Binde der Vflgl geht vom Vrd bis
zum Innenwinkel und ist fast doppelt so l^reit. Die Vflgl haben am basalen Teile des Vrds einen roten Streifen,
der bis an das Mittelzellende reicht, die Hflgl sind unten bräunlichweiß mit schwarzen Rippen.
corybassa. Ph. corybassa Hew. { = coTiiolia, Sfgr. i.l.) (92g als Cornelia) aus Bolivien und die folgenden 3 Arten ge¬
hören zu den Nachahmern der Hrbwoie (83 d). Bei vielen Stücken dev coryhassa ist eine vollständige Reihe
weißer Randfleckchen auf den Hflgln vorhanden. Die FTnterseite der Vflgl gleicht der Oberseite, die Hflgl haben
aber in der Mitte einen großen schwarzen Fleck, auch sind die Rippen breit schwarz bestäubt.
perilla. Ph. perilla Heto. (92 f ) aus Ecuador und Bolivien ist auf der FTnterseite der Vflgl wie oberseits, die Fhiter-
luguhris. Seite der Hflgl ist jedoch dunkel mit rotbraunen Streifen auf dem Basalteile. — lugubris snhsg). nov. (92 f, irrig
als actinotina bezeichnet) aus Peru kommt auch in viel düstereren Stücken als das abgebildete Exemplar vor.
Der Vorderwinkel der Hflgl-Unterseite ist gelblich aufgehellt.
peilenea. Ph. pcllenea spec. nov. (91 c) aus Brasilien (Reyes) ist der Actinote gleichen Namens äußerst ähnlich.
Die FTnterseite ist ähnlich der Oberseite.
fenestraia. Ph. fenestrata spec. nov. (91 o) aus Peru (Huayabamba, 3500 Fuß) hat eine Vflgl-Mittelbinde aus
durchsichtigen Flecken. Die FTnterseite ist nur wenig fahler als die Oberseite.
Icvina. Ph. levina Hew. (92 e) aus Cblumbien ist zwar auch dem Habitus nach HcbFo^e-artig, doch nicht als
Nachahmerin zu betrachten, weil noch keine blaubindige Actinote-Art bekannt geworden ist. Die Unterseite
ist schwarz, am Vrd der Vflgl steht in der Mitte eine breite hellgelbe Halbbinde, am Ird der Hflgl stehen einige
gleichfarbige Streifchen, am Außenrd der Hflgl sind einige rote Fleckchen und in der Spitze und am Innen¬
winkel der Vflgl sowie auf den Hflgln stehen einige blaue Fleckchen. Das weibliche Geschlecht, von dem uns
nur ein Stück aus der Sammlung des Herrn Fasst vorliegt, ist dem männlichen fast gleich; es ist nur etwas
größer und der vordere Teil der blauen Binde ist weißlich. — Stücke, die wie das in Dr. Staudinge rs Exot.
decorata. Schmetterl. (Tafel 30) abgebildete Stück blaue Flecke auch auf den Hflgln zeigen, können als decorata form. nov.
bezeichnet werden. — Das von Dr. Staudinger 1. c. abgebildete Stück ist sicher kein $, sondern 1
margaretha. Ph. margaretha Hew. (91 b) aus Columliien hat nur entfernte Aehnlichkeit mit gewissen Heliconius-
Arten. Die FTnterseite ist der Oberseite ganz ähnlich, doch ist außer an den Außenrdern auch auf den Vflgln
eine sidiapicale Reihe weißer Punkto vorhanden.
Die als hanhami Fletcher , lira. Bsd., pelopsa Godt. und selenis Ky. beschriebenen nordamerikanischen Ar¬
ten werden von neueren nordamerikanischen Autoren unter diesen Namen nicht aufgeführt, weshalb sie als Sy¬
nonyme gelten dürfen.
Fieber Ph. adoxa Ersch., castimaria Godm. u. Sah., catenarins Godm. v. Salv., dnrnfordi Godm. u. Sah.,
erysice Hhn., flavocincia Dogn., goujoni Dogn., heliconoides Btlr., Idagesii Weeks, moesta Sah., mirjam Dogn.,
nortlibrandii Weehs, phaedima Godm. u. Sah., proclea Dhl. u. Hew., ^nfsilla Sah., tayleni Godm. n. Sah., tissa
Hew. und irimncnlata Hetv. vermögen Avir nichts zu sagen, weil es nicht möglich ivar, Stücke dieser Arten oder
die Beschreibungen zu erlangen. Zum Teile werden diese Arten mit solchen zusammenfallen, die Avir A^orstehend
beschrieben und bzw. auch abgebildet haben.
5. Gattung: dllosyiie Btlr. (Coatlantona Ky.).
Diese Gattung ist mit Phyciodes nahe verAA'andt. Sie zeigt gegen diese nur geringe Verschiedenheiten
in der Rippenbildung, die Mittelzelle der Hflgl ist auch offen. Nur in den zottig behaarten, AAunig aufgeblasenen
Palpen, die ein sehr spitzes Endglied halien, unterscheidet sich Chlosyne von Phyciodes, doch ist auch dieser
Charakter kein sicherer, weil durch FTebergänge beide Gattungen verbunden Averden. Auch Rpn und Ppnform
ist M elitaea-dbXtig. Chlosyne ist auch mit der paläarktischen Araschnia enge AmrAA-’aedt, von der sie sich nur durch
die unbehaarten Augen unterscheidet. Das Hauptverbreitungsgebiet der Gattung ist Mexico mit Zentral-
Amerika, es kommen aber Ausläufer bis in den Süden der Vereinigten Staaten Amn Nordamerika und bis
Peru, soAvie nach den Antillen vor. Die Arten treten, wie die Araschnia- Arim., in mehreren Generationen auf,
CHLOiSYNE. Von J. R()BER.
46J
die bei mehreren Arten ebenso verschieden sind, wie Araschnia levawi und prorsn. Wie die Aljl>ildungen zeigen,
gehören der Gattung sehr verschiedenartige Formen aii. — ■ Ei eiförmig, an der S])itze abgestutzt und etwas
zusammengedrückt, am Grunde gerundet, die unteren drei Fünftel mit geringen Eindrücken, der obere Teil
mit etwa 24 stumpfeckigen Rippen. Die Eier werden in H'äufchen auf Helianthus ^ibgelegt. Rj) von crocaU in
Färbung abändernd, gewöhnlich schwarz oder dunkel rot oder braun, wie flie M eLüaea-V\,]m bedornt; sie häutet
sich viermal. Pp wie die Melitaea-\*\)n gestaltet, licht gefärbt und mit dunkelbraunen oder seliwarzen t’lecken
und Linien. — • Die 8chmetterlinge fliegen an Wegrändern und setzen sich gern an Blumen.
Chi. saundersii Dbl.u. Heiv. aus Venezuela und (lolumbien ist im weiblichen Geschlochte ziemlich saundf'rHü.
variabel insofern, als die Grundfärbung sowohl ober- wie unterseits bald lichter, bald dunkler ist, und die lichten
Flecke am 8aume und auf dem Basalteile der Figl größer oder kleiner sind, mitunter auch weißliche Flocke in
der lichten Mittelbinde der Vflgl auftreten. Die Unterseite entspricht in der Zeichnungsanlage der Oberseite,
doch sind die submarginaien Reihen weißer Flecke stets deutlicher als oberseits. — • paupera Fldr. aus Oolum- paupera.
bien ist nach Dr. Staudinger nur eine fast schwarze Aberration. — Herr Wernicke in Jflasewitz versichert
mit Bestimmtheit, daß er saundersii auch in Anzahl aus Rio Grande do Sul (durch Mubilde) erhalten habe.
Wir vermögen an den uns aus dieser Lokalität vorliegenden 2 Paaren keinen Unterschied gegen Stücke aus Co¬
lumbien, Venezuela und vom Chiriqui festzustellen.
Chi. mediatrix Fldr. (91 d) aus Columbien, von der wir die Type abbilden, ist nach letzterer oberseits rnedmirix.
tellias, unterseits aber saundersii sehr ähnlich. Diese Art (vorausgesetzt, daß es sich überhaupt um eine besondere
Art handelt, was wir bezweifeln) ändert aber ober- und unterseits außerordentlich ab. 8o liegt uns eine Form
aus Columbien vor, bei der Ober- und Luiterseite auf der Innenhälfte gleichmäßig schwarzbraun ist; die Ober¬
seite hat auf allen Flgln eine rotbraune Mittelbinde, in der auf den Vflgln vorn einige gelbe Flecke stehen;
hinter dieser Binde stehen auf den Vflgln eine gebogene Reihe weißer Punkte, in der Mitte des Außenrds
einige gelbbraune Flecke und die Figl haben eine submarginale Reihe gelbbrauner Flecke. Auf der Unter¬
seite sind die Mittelzeichnungen stark reduziert, doch haben alle Figl vollständige Reilien gelber 8ubmarginal-
flecke und die Hflgl haben eine gebogene Mittelreihe weißer Punkte. Wür benennen diese Form felderi form, felderi.
nov. (91 e). — ■ fassli form. nov. (9i e) aus Ost-Columbien (Medina, 590 m) ist viel bunter, Aveil nicht nur in der fas.di.
ununterbrochenen Mittelbinde, sondern auch i)n dunklen Basalteile und am Äußernd der Vflgl lichtgelbe
Flecke auftreten und der Innenteil der Hflgl nicht verdunkelt, sondern einfarbig rotbraun ist. Die Unterseite
hat auf allen Flgln gelbe Grundfärbung. — fruhstorferi form. nov. aus Bolivien hat fast ganz schwarze Ober- fruhsiorjeri
Seite der Vflgl, die von einer scharf begrenzten dunkel rotbraunen 8ubmarginalbinde durchzogen wird. —
Vermutlich sind saundersii, mediatrix und fassli Orts- bzw. Zeitformen ein und derselben Art.
Chi. lacinia Hbn. von den 8üdstaaten Nordamerikas bis Bolivien verbreitet, ist gevmhnlich oberseits lacinia.
schwarzbraun mit weißen Flecken, doch kommen nicht selten 8tücke mit mehr oder weniger breiter rotbrauner
Mittelbinde der Hflgl und auch zuweilen der Vflgl vor. Die Unterseite ist gleichfalls außerordentlich variabel,
denn es gibt 8tücke mit einfarbig schwarzer Unterseite und nur geringer weißer Fleckenzeichnung der Vflgl,
als auch sehr stark gezeichnete 8tücke mit einer gelben und einer rotbraunen Mittelbinde, gelben Basal- und
Randflecken sowie weißen 8ubmarginalflecken der Hflgl und ähnlich gezeichneten Vflgln. Zwischen diesen
beiden Formen kommen allerhand Uebergänge vor. — Verbreitert sich die rotbraune Färbung der Hflgl der¬
artig, daß nur noch der 8aum breit schwarz bleibt, so haben wir tellias Bates (91 e) aus Guatemala und Hon- tellias.
duras. — > ardenia Reak. aus Mexico und zweifellos auch anderen Orten ist eine dieser Mittelformen. — ■ crocale ardema.
Edw. (91 f) aus Mexico hat eine weiße Mittelbinde der Hflgl, ist aber auf der Unterseite ebenso veränderlich ci'ocale.
wie die anderen Formen. — nigrescens Wr. (91 e) aus den 8üdstaaten Nordamerikas hat einfarbig dunkle nigrcscens.
Hflgl-Oberseite, während rufescens Wr. und californica Wr. auch nur Zwischenformen sind. — Auch pre- rufescens.
tona Bsd. ist eine nicht fixierbare Zwischenform. californica.
prelona.
Chi. melanarge Bates (91 f) aus Guatemala ist oberseits schwarzbraun und hat eine weißgelbe Flecken- melanarge.
mittelbinde der Vflgl und weißgescheckte Fransen. Die Unterseite ist wie die Oberseite, doch haben die Hflgl
auch Reste einer submarginalen roten Fleckenbinde und gelbliche IMarginalflecke.
Chi. janais Dru. (91 f) aus Texas, Mexico und Honduras ist eine hübsche Art, die im weiblichen Ge- janais.
schlechte auch stattliche Größe besitzt. Diese Art ist sehr konstant, da nur in der Zahl und Größe der gelben
Randflecke der Hflgl-Unterseite geringe Unterschiede zu finden sind. — adjutrix Scudd. (91 f) aus Texas ist adjutrix.
eine nur in geringem Grade weniger gezeichnete Form.
Chi. hyperia F. (91 f, g) aus Mexico ist eine schöne Art mit rein schwarzer Oberseite, auf der die rein hyperia.
weißen Flecke und breiten Fransen effektvoll Avirken. Die Unterseite zeigt außer den Zeichnungen der Oberseite
auf den Hflgln eine dunkelrote Mittelfleckenbinde, gelbe Randflecke und eine submarginale Reihe AA-eißer Punkte.
— hippodrome Hbn., angeblich aus Mexico, von der uns 1 $ aus der 8ammlung des Herrn Fasst aus Ost- Mppodrome.
Columbien (Medina, 500 m) vorliegt, ist oberseits von hyperia nicht Auu’schieden. Die Unterseite zeigt größere
gelbe Randflecke, breitere rote Mittelbinde und gelbe Flecke auf dem Basalteile der Hflgl, soAvie gelbe Randflecke
der Vflgl. — quehtala Reak. aus Mexico ist wahrscheinlich nur eine AberratiAd’orm der hyperia, bei der die quehiala.
452
OHLOSYNE. Von J. RÖbeü.
adelina.
marianna .
misera.
marina.
nielifaeoulcs.
poecüe.
fasciata.
ruhriguita.
eroclyle.
narva.
brunhilda.
gaiidialis.
laefa.
perezi.
tulita.
roten Mittelflecke der Hflgl-Unterseite durch gelbe Flecke ersetzt sind und wo an Stelle der gelben Randflecken¬
binde nur einige weiße Flecke stehen. — adelina Stgr. (91 g) aus Chiriqui, Mexico und Panama ist kleiner,
hat schwarze, weißgefleckte Oberseite, auf der Unterseife der Hflgl aber statt der roten Mittelbinde nur einen
roten Fleck am Ird. — marianna fortn. nov. aus Mexico ist ebenso groß wie liyperia, dieser sehr ähnlich, aber die
schwarze Färbung ist stumpfer, die weißen Subapicalflecke der Vflgl-Oberseite sind nicht größer als die sub¬
marginalen weißen Flecke und auch die Hflgl führen eine, mitunter fast rudimentäre Mittelreihe weißer Punkte.
Die rote Binde auf der Hflgl-PTuterseite ist nach vorne abgekürzt, obsoleter und die einzelnen roten Flecke
sind nicht so scharf gesondert wie bei liy-peria. — misera Fldr. aus Mexico ist wahrscheinlich auch nur eine
Aberrativform der liyperia, bei der die rote Mittelbinde der Hflgl auf die Oberseite etwas durchschlägt, so daß
die Hflgl-Oberseite rot bepudert erscheint.
ChL marina Hhn. (91 g, li) aus Mexico leitet zur folgenden Artengruppe über. — ^Die PMterseite ist wie
die Oberseite, doch zeigt der Basalteil der Vflgl rotbraune Flecke und der Basalteil der Hflgl weißliche »Streif-
chen.
Chi. melitaeoides Fldr. aus Mexico ist der erodyle (91 h) ähnlich, aber die Palpen sind weißlich anstatt
schwarz mit weißen Seiten. Die Hflgl sind unten sehr gelb, so daß das Schwarz zu kleinen Fleckchen redu¬
ziert ist; auch die Vflgl haben unten große gelbe Flecke.
Chi. poecile Fldr. (91 g) aus Guatemala, Mexico und Columbien, von der wir die Type abgebildet haben,
iinterscheidet sich von
Chi. fasciata spec. nov. (91 g) aus Mexico (Guerrero) dadurch, daß sie einen großen gelben Fleck in der Mit¬
telzelle der Vflgl besitzt, auch die gelbe Färbung der Hflgl bis fast zur Figlbasis reicht, während diese Färbung bei
fasciata auf eine Mittelbinde verringert ist. Bei poecile-^ hat die gelbe Färbung denselben Ton wie bei dem
während sie bei fasciata-^ ockergelb ist. — Bei den meisten Stücken der poecile ist nur ein roter Fleck im Anal¬
winkel der Hflgl vorhanden, auch sind diese Stücke kleiner, haben aber etwas größere gelbe Flecke auf den
Vflgln; die uns vorliegenden Stücke stammen aus Columbien und Costa-Rica. Wir benennen diese Form rubri-
gutta form, nov., müssen aber die Feststellung, ob sie eine Zeit- oder Lokalform ist, der Zukunft überlassen.
Chi. erodyle Bates (91 h) aus Columbien, Chiriqui und Honduras ist auf den Hflgln der poecile sehr ähn¬
lich, doch hat sie auf den Vflgln statt gelber Zeichnung weiße Flecke. Die Unterseite ist gleichfalls der von
poecile sehr ähnlich.
Chi. narva F. ( = bonpland Latr.) (91 c, d) aus Venezuela, Peru, Columbien und Mexico ist sehr konstant.
Die Zeichnung der Unterseite entspricht der Oberseite, mir ist die gelbe Grandfärbung etwas blasser. — brun¬
hilda Stgr. aus Chiriqui ist größer und hat gelbbraune Basalhälfte der Hflgl, die nur in der Mitte eine schmale,
meist unterbrochene schwarze Halbbinde führt.
Chi. gaudialis liegt uns in 2 Formen vor : gaudialis Bates aus Guatemala mit gelber Mittelbinde der Hflgl und
nur verringerter roter Färbung auf den Vflgln, die in der Mittelzelle nicht so weit an die Figlbasis hinanreicht
wie bei laeta suhsp. nov. (91 h) aus Nicaragua (Cap Gracias, Juni) und sonst nur noch in einem kleinen Flecke
zwischen dem Ursprünge des 1. Mediauasts und der JSubmediana auftritt; auch sind bei gaudialis statt der
vollständigen Reihe weißer Fleckchen auf den Hflgln nur 4 Fleckchen vorhanden. x4uf der Unterseite unter¬
scheidet sich laeta außer durch die Unterschiede der f Iberseite noch durch größere gelbe Flecke an der Mitte
des Vrds der Vflgl und durch eine Reihe gelber 8aumflecke der Vflgl. Das $ (aus der Sammlung des Herrn
A. H. Fasst) ist viel mehr rundflügelig und der rote Teil der Vflgl ausgedehnter.
Chi. perezi H.-Schäff. (91h) aus Cuba hat mahagonibraune Grundfärbung der Oberseite mit schwarzen
Zeichnungen und eine subapicale Reihe weißer Flecke der Vflgl. Die Unterseite ist ähnlich der Oberseite ge¬
zeichnet, doch haben die Hflgl eine submarginale Reihe weißer Fleckchen, eine Reihe roter Punkte dahinter und
einen großen gelben Fleck in der Mittelzelle, im übrigen sind die Hflgl schwarz.
Chi. tulita De«’, aus Porto Rico ist der perezi ähnlich. Da uns diese Art nicht vorliegt, geben wir die
Beschreibung wieder. Die Vflgl sind lang und schmal, an der Spitze abgerundet und besitzen einen ge¬
schweiften Saum mit sehr kurzen schwarzen Fransen, zwischen denen sich einige Büschel weißer Fransen sehr
schwach markieren. Der Saum der Hflgl ist gervellt, ebenfalls mit kurzen schwarzen Fransen besetzt; in den
Ausbuchtungen der Wellenlinie sehen wir jedoch wieder schwache weißliche Büschel. Viel stärker und somit
leichter in die Augen fallend sind die weißen Saumbüschel bei perezi. — Oberseite: Die Grundfarbe der oberen
Figlseite bei tulita ist schwarz mit roten Flecken. Das Rot besitzt fast genau denselben Farbenton wie bei
perezi H .-Schaff . Hebeich-Sohäpeeb nennt es dort blutrot, welche Bezeichnung mir nicht passend erscheint,
und wofür ich lieber rostrot setzen möchte. Nur diese beiden Farben finden sich auf der Oberseite, d. h. wenn
wir von den, bei einzelnen Exemplaren fast gänzlich verschwindenden w'eißen Randbüscheln (Fransen) absehen.
Der Saum der Vflgl wird von einer Doppelreihe roter Flecken begleitet; während die der inneren Reihe abgerun¬
det erscheinen, besitzen die der äußeren mehr eine halbmondförmige Gestalt. Die Zahl der Punkte jeder der
MiOROTlA. Von .1. Roher.
463
beiden Reihen beträgt 8; doch ist der erste Punkt der Außenreiho (vom Vrd ge/äiblt) aut' der Oberseite entweder
gar nicht, oder doch nur schwach sichthar, an der Innenreilie ist der zweite meistens sehr verkleinert und konunt
den übrigen an Größe nie gleich. Die beiden Flecken der letzten drei, also der dem Ird der Vflgl zunächst liegeji-
den dieser 8 Fleckenpaare sind mehr oder weniger miteinander verschmolzen. Aut den lltlgln tindet sich nur
eine Reihe mit dom Saume gleichlautender roter Flecken und zwar (i an fler Zahl; der Al)stand dieser Fhicken
vom Saume ist derselbe wie der der inneren Fleekenreihe derVtlgl. Der 3., 4. und 5. Fleck vom \'i'd gezählt,
ist beim entweder verkleinert oder gatiz geschwunden. Zwischen den Randflecken und den \Vurz(‘ln der \'-
und Hflgl liegen im Schwarz oft untertn'ochene rostrote Flecken uml Binden. Aut den Htlgln markieren sich
besonders 2 solcher Binden: während selbige jedoch beim $ durch das sie trennende Schwarz unabhängig
von einander liegen, verschmelzen sie beim nach dejn Vrd zu, indem das Schwarz sich in dem Rot auskeilt
und selbiges nicht gänzlich durchbricht. — Unterseite: Auf der Fhiterseite der Vflgl sehen wir ebenfalls die
schwarze Grundfarbe mit den von der Oberseite durchschlagenden roten Flecken. Die Halbmonde am Saume
vergrößern sich nach diesem zu und werden durch eine dem Saum parallel laufende schwarze Linie in Dop])el-
monde geteilt. Das Schwarz der Hflgl besitzt einen schwachen stahlblauen Schiller. Auch hier zeigt sich die Zeich¬
nung der Oberseite, doch sieht man zwischen den rostroten Randflccken und dem Saume weiße Mcmde, von denen
auf der Oberseite beim gar nichts, beim $ höchstens Spuren sichtbar '-■ind. Die meisten der übrigen sich auf
der Unterseite der Hflgl vortindenden Flocken, deren Zahl besonders bei den $ eine viel beträchtlichere ist,
als auf der Oberseite, besitzen eine helle, gelblichweiße Färbung ; beim haben bisweilen auch diese hellen
Flecken und Binden der Unterseite die dunkle Färbung der oberen angetio)nmen. Sowohl die Unter- als auch die
Oberseite der Vflgl ist bei beiden Geschlechtern fast ganz gleich. Der Körper ist schwarz, am Brustkasten
rot behaart, auf der Bauchseite und zwischen den Leibesringen rötlich ; von derselben Farbe sind die Beine und
Taster, die mit sehr verdickten Kolben versehenen Fühler schwarz, auf der Unterseite schwach rötlich. —
,,Das Tier findet sich vom Oktober bis Januar in den Gebirgen von Quebredella sehr häufig, ist jedoch sonst
nirgends bisher beobachtet rvorden.“ — Das Tier hat dieselbe Größe wie laeta.
Chi. seitzi spec. nov. (91 h) aus Jamaica ist der tulitn ähnlich, etwa ebenso groß, hat aber viel lichtere seilzi.
Grundfärbung als diese und perezi und die Baumflecke der Vflgl-Oberseite fehlen völlig, dagegen hat seiizi
einen ziemlich breiten schwarzen Saum der Vflgl. Die Unterseite ist der von tulita wohl ähnlich, doch ist der Saum
der Vflgl nicht licht, sondern ebenso wie oberseits ziemlich breit schwarz, vor ihm steht eine dem Außenrd
parallel laufende Reihe rotgelber Flecke und in der schwarzen Spitze stehen 3 halbmondförmige weiße Fleckchen.
Chi. Judith Guer. Diese im -fahre 1844 beschriebene, angeblich aus Golumbien stammende Art scheint jmlilh.
nicht wieder gefunden worden zu sein. Da sie uns nur aus der Beschreibung bekannt geworden ist, können wir
nur diese in Uebersetznng wiedergeben. Diese lautet: „Cethosia jiidifh. Figl oblong, gezähnt, Vflgl mit stark
konkavem Hrd (= Außenrd), Flglspitze verlängert und fast gerade abgeschnitten, braungelb mit 3 breiten
schwarzen Längsbinden und schwarzer S])itze. Hflgl von derselben Färbung mit schwarzen Säumen nnd einer
schwarzen Qnerbinde in der Mitte, die Fransen abwechselnd schwarz und gelb. Unterseite der Vflgl schwarz
von der Wurzel bis über die Mitte hinaus, mit breiter roter und außen braungelber, mit schwärzlicher Färbung
wechselnder Längsbinde, mit 2 großen dreieckigen gelblichen Flecken, die an der Rippe nnd an der Spitze
braun gezeichnet sind. Die Hflgl wechseln beständig mit schwärzlichbranner, rauchbranner und gelblicher
Färbung und haben 2 gezähnte schwarze Linien am Hrd, die durch einen grauen, an der Spitze breiteren
Zwischenraum getrennt sind. Leib schwarz. Figlspannung 7 cm. Diese Art ist der CeiJiosia bonpland Latr.,
God. ziemlich verwandt, aber sie ist eine gut distinkte Art.“ — Der Figlgestalt nach scheint diese Art in die
Gattung Chlosyne zu gehören, doch ist sie wegen der von den übrigen Gattungsgenossen völlig abweichenden
Hflgl-Unterseite ein rätselhaftes Tier. Vielleicht handelt es sich nm ein aberratives, auch in der Färbung verdor¬
benes Stück von narva.
6. Gattung’: JW^ierotia Bdtes.
Diese Gattung wird nur durch eine Art repräsentiert, die gleichfalls mit Melitaea nahe verwandt ist,
sich von ilir aber durch ein gutes Strukturmerkmal unterscheidet, indem die obere Radialis ein großes Stück mit der
Subcostalis verwachsen ist; es fehlt sonach die obere Discocellularis. Durcb diesen Ckarakter unterscheidet
sich Microtia von sämtlichen Nymphaliden.
M. elva aus Mexico, Guatemala, Nicaragua und Clolnmbien (Bogota) ist ein kleiner Schmetterling,
der in sehr verschiedener Form auftritt. Die bekannteste Form ist elva Bates (88 h) mit schwarzbrauner Ober- elva.
Seite und braungelben Binden. Die Unterseite unterscheidet sich von der Oberseite nur dadurch, daß die Mittel¬
binde der Hflgl weißgelb ist. — horni Rbl. (88 h) ist kleiner, hat gelbe Oberseite mit einem schwarzen /torai.
Streifen an der Wurzelhälfte des Vrds, gleichfarbiger Flglspitze und einem solchen Fleck im Außenwinkel der
Vflgl; auf den Hflgln ist nur der Rand schwarz. — draudti form. nov. (88 h) aus Mexiko, von der uns Stücke draudti.
454
GNATHOTRICHE. Von J. Röber,
MORPHEIS. Von Dr. A. Seitz.
aus der Sammlung des Herrn Professor DrartrZi vorliegen, ist ebenfalls klein; Vf Igl schwarz mit breiter gelber
Subapicalbinde und gleichfarbigem großen Dreieck am Ird der Vflgl. . Die Hflgl sind auf der Außenhälfte
schwarz, aut der Innenhälfte gelb und am Vrd steht ein schwarzer Basalstreifen.
7. Gattung-: Ciriialliolrielio Fldr.
Aus dieser Gattung sind bisher nur 2 Arten bekannt geworden, die beide Hochgebirgstiere sind. Die
Gattung steht bezüglich des Körperbaues zwischen Phyciodes und CMosyne, unterscheidet sich aber von beiden
gut durch die obere Discocellulare, die ebensolang wie die mittlere Discocellulare ist und dieselbe Richtung
wie diese hat; die Mittelzelle der Hflgl ist gleichfalls offen. Die Fühlerkolbe ist bimförmig. Die Schmetterlinge
fliegen an einsamen, schattigen Stellen und saugen gern an überrieselten Steinen.
exclamaiio- G. cxclamationis Koll. (88 g) aus Columbien und Venezuela; das ist der Tafel 52 a abgebildeten
^ds. Satyride Eteona tisijdwjie oberseits ähnlich, die Unterseite ist aber wesentlich verschieden, da sie bei exclama-
tionis-(^ der Oberseite ganz ähnlich, nur fahler gefärbt ist. Das $ tritt (nach dem von Herrn A. H. Fasse uns
freundlichst überlassenen Materiale) in zwei sehr verschiedenen Formen auf. Die eine, dem ^ ähnliche Form
hat auf der schwarzbraunen Oberseite eine gelbe Schrägbinde der Vflgl. Diese Form mag als die Hauptform gel-
eresia. teil. Die zweite Form, die wir ^-f. eresia form.nov. (88g) benennen, sieht sowohl ober- wie unterseits einer Phyciodes
aus der Gruppe Eresia täuschend ähnlich. Die Unterseite der Vflgl entspricht der Oberseite, doch ist der Spit¬
zenteil lichter und hat dunkle Rippen und Streifen. Die Unterseite der Hflgl ist grau mit dunklen Rippen und
Streifen und 3 rotbraunen Flecken in der Nähe der Figlwurzel. Der Außenrd aller Figl ist schmal rotbraun.
Liebt es, an schattigen, ruhigen Orten an berieselten Steinen zu saugen.
sodalis. G. sodalis Stgr. (88 g) nach Stücken aus dem Cauca-Tale in West-Columbien beschrieben, aber auch
in anderen Teilen Columbiens vorkommend, ist ebensogroß wie exclamationis, hat dunkelrauchgraue Grund¬
färbung und viel verloschenere grünlichgelbe Zeichnung. In der Mittelzelle der Vflgl steht ein größerer Wurzel¬
fleck und ein kleinerer, sehr verloschener in der Mitte, dann folgt eine ähnliche, aber viel verloschenere Flecken¬
binde und dahinter steht noch eine Reihe von 5 bis 6 deutlichen runden Fleckchen. Auf den Hflgln stehen
am Ende der Mittelzelle 3 größere gelbliche Flecke und einige verloschene kleinere, nach vorn gerichtete, so
daß dadurch eine fast rechtwinklige Binde entsteht. Ferner befinden sich im Außenteile 2 aus grünlichen
Flecken bestehende sehr verloschene Binden. Auf der Unterseite der Vflgl treten die großen gelben Flecke deut¬
lich hervor, besonders groß ist der Fleck am Ird und auch der Basalfleck in der Mittelzelle ist langgezogen. Der
Apex ist weißgrau mit schwarzen Rippen. Die Unterseite der Hflgl ist gelbgrau mit matt braungrauen Rand¬
streifen; am Ende der Mittelzelle steht ein Fleck, davor orangefarbiger Anflug und dahinter befinden sich
weißlichgelbe, denen der Oberseite entsprechende Flecke; an der Flglwurzel steht ein roter Fleck.
8. Gattung-; ]!WEorj>lieis Hhn.
Der einzige Falter in dieser öfters als ,,Anemeca“ bezeichneten Gattung steht den CMosyne überaus
nahe. Es ist ein schwarzer mittelkleiner »Schmetterling mit roten Beinen, der eine schwer erklärliche biologische
Aehnlichkeit mit einigen gleichfalls schwarzen und in der Größe ihm gleichenden Falterarten aus ganz anderen
Familien zeigt. Nämlich die Moridieis sind, wie die Weißlinge Eitcheira sodalis und wie die Erycinide Hades
noctida Herdentiere, sehr lokal und auch geographisch eng begrenzt, aber in üirem Auftreten gesellig, zuweilen
scharenweise. Ganz auffallend ist, daß auch das Flghnuster — schwarz mit hellen Adernstrahlen und unten roter
Flglwurzel — bei der Hades-Art wiederkehrt.
Kopf der Morpheis groß mit dicken, stark vorgecpiollenen Augen, Palpen lang, mittleres Glied ange¬
schwollen, 3. lang. Fühler kurz mit starker, plötzlich verdickter Kolbe, die aus 15 Gliedern besteht, während
der Fühler selbst aus 22 gebildet wird. Thorax dick und plump, Vorderbeine behaart, die andern nackt und rot.
Figl von normaler Gestalt, ohne Ecken und Zacken, mäßig breit. Die Schmetterlinge sind häufig, haben aber
ganz bestimmte und beschränkte Flugplätze. Der Flug selbst ist schwerfällig und gleicht dem von CMosyne
hyperia.
ehrenbergii. M. ehrenbcrgü Hhn. (93 a). Oben schwarz mit besonders auf dem Vflgl deutlichen beinfarbenen Ader¬
wischen vor dem Apex. Unterseits sind die Hflgl ganz und die Vflgl gegen die »Spitze hin gelblich geadert und
haben rote Wurzel. Nur aus Mexico bekannt: Mazatlan, Oaxaca, Mexico, la »Soledad u. a. a. 0., stellenweise
gemein.
B. Gruppe Vanessidi.
Die Eckflügler sind fast auf der ganzen Erde die häufigsten Schmetterlinge. In der nördlichen gemäßigten Zone haupt¬
sächlich durch die Ctattungen Vanessa (Europa) und Polygonia (Xord- Amerika), in den Tropen durch die Precbs, auf der süd¬
lichen Halbkugel vorwiegend durch die Pyranieis und H ypanariia vertreten. Die Falter sind meist die ersten im .Tahre und über-
POLYGONIA. Von Dr. A. Seitz.
45o
leben selbst in sehr kalten Ctegonden den Winter vieliacb als iSibnietterliiig. (lekennzeiebnet sind sie duifh starke Ivken
oder Zähne des Aid.ienrds, zwischen denen die Figl oft tief ausgenagt sind. Die Faljxui sind lang und kräftig, abei’ nicht aufge¬
blasen, die Fühler lang, stailc und gerade mit spindel-, nicht löffelfürniiger Keule, der Ko])l und Köi p(‘r bei den Arten, weh hi-
als Falter den Winter durchleben, wenigstens in der llerbstbiiit stark x>elzig behaart. Die Fal ben sind fast stets sehr lebhaft,
brennend rot oder bunt gebändert oder gerändert. Es sind sämtlich gute Flieger, die cs im Fluge an Gewandtheit mit den Vögeln
aufnehmen. Sie sind durch keine inneren Säfte geschützt, der ruliende Falter ist aber meist dui'cb rinden- oder blattartige
Unterseite verborgen. Viele Arten lieben die Blumen, aller zahlreiche andre rühren diese nicht, an, sondern gehen deni ausfließen¬
den Saft verwundeter Bäume, Zuckersäften, Früchten, faulenden Stoffen usw. nach. Die Bpn sind sändlich bedornt, die Doi rien
härter, länger und sjutzer als bei der vorigen Grujiiie; auch die Fpn z.umeist stärker und s]iitzer geeckt als die von .Ire/ ////-
nis und Melitaea, oft mit Silber- oder Goldspitzen, ln Amerika reiclien die Arten von Alaska bis Fatagonien und gehen in den
Gebirgen bis zu sehr beträchtlichen flöhen.
9. Gattiiii}.!' : Hbn.
Hierher gehören gegen 50 über die nördliclie Halbkugel verbreitete Formen, die einander alle sehr
ähnlich sind. Sie wurden früher zu der Gattung Vanessa gezogen und sind jetzt noch unter dem KiRBYschen
Gattungsnamen Grapta besser bekannt. Von den eigentlichen Vanessa unterscheiden sie sich leicht dadurch,
daß ihre Eaupe nicht gesellig, sondern einsam lebt, und auf den schlechthin als ,, Augen“ bezeichneten Stirn¬
hemisphären Dornen hat. Von Pyranieis, denen sie gleichfalls nahe stehen sind sie dadurch verschieden, daß
die Rpn frei leben, nicht wie jene in Blattgehäusen. Schon die Eier haben eine andre Gestalt, als die der Vanessa
und Pyranieis und werden meist nicht in Haufen, sondern zu Ketten aufeinander getürmt abgelegt, etwa wie ein
Stoß Schalen oder wie die Platten bei einer VoLTAschen Säule. Versuche, die Polygonia als Falter anatomisch
von den Vayiessa zu trennen, haben noch keinen Erfolg gehabt und selbst die anatomischen Untersfichungen
der Palpenbeschuppung, der Genitalien deS(J nsw. haben versagt. Aeußerlich aber unterscheidet sich die Gattung
leicht durch die' tiefer ausgenagten Figlränder, die' fast absolute Einfarbigkeit der Oberseite (braun, dunkel
gefleckt) und durch sehr große Aehnlichkeit der Falter untereinander bei oft großer Verschiedenheit der Raupen.
Diese leben vorzugsweise auf Urticaceen und sind sehr auffällig gefärbt. Man trifft die Falter fast zu jeder Zeit
des Jahres an, selbst an warmen Wintertagen, und sie fliegen ebensoAvohl in den Gälten der Städte, wie an
Waldrändern und auf freiem Felde. Fast sämtliche Arten der Gattung sind wenigstens stellenweise gemein.
P. interrogationis F. (= fabricii Echv.) (93 a). Die größte Form der Gattung und die mit dem stärksten hüerroga-
Saisondinioipbif mus. Die Vflgl tragen unter dem Apex eine lange, abwärts zeigende Zacke und die Hflgl f'onis.
in der Außenrdsmitte einen Schwanz, so lang als der eines Papilio macliaon. Unterseits schließt ein lebhaft
metallisches C oder G, zuweilen unterbrochen, die Hflglzelle ab. ■ — umbrosa Lintn. (93 a) ist die Sommerform, umhrosu.
kürzer geschwänzt, auch die Zacke unter dem Vflglapex kürzer, vor allem aber unterschieden durch die oben
fast ganz schwarzbraunen Hflgl, die nur im Wurzel- und Costalteil rotbraun aufgehellt sind und durch die etwas
unruhiger gezeichnete Unterseite. ■ — Ei grün, entweder einzeln abgelegt oder 4 — 8 Stück kettenförmig auf¬
einander getürmt. Rp schinutzigAveiß oder hell fleischfarben, isabellgelb oder weißgrau, auch W'ohl schwärz¬
lich Anit bräunlichen oder gelbroten, dicken, fast knopfartigen Dornen ; an Nesseln, Ulmen, Hopfen usw. Pp
holzfarben graubraun mit sehr langem Rückenhöcker und silbernen Spitzchen auf dem Hlbsrücken. Der Schmet¬
terling lebt vom Herbst bis Mai und wieder, als nmhrosa im Juni und Juli. Es findet aber nicht mit der Regel¬
mäßigkeit ein Generationswechsel statt, wie etwa bei Araschnia prorsa und levana ; oft kommt ans gleichzeitig
gelegten Eiern zur Hälfte die eine und zur Hälfte die andere Form, ähnlich Avie bei den verschiedenen Formen
des europäischen c-aJbtini (wogegen bei der ostasiatischen c-anrenm-pryeri ein konstantes AbAvechseln in der
Art stattfindet, daß die überAvinternden Stücke stets zur Form pryeri gehören). In den A^ereinigten Staaten fast
überall gemein, fehlt nur in den V/eststaaten, das ganze Jahr hindurch, schon im ersten Frühling an Zneker-
aliorn.
P. comma Harr. (= harrisii Edw.) (93 a). Meist kleiner als der vorige, die Unterseite Adel bunter, comma.
gewöhnlich von einem rosaweißen, hellvioletten oder fleischrötlichen linregelmäßigen Mittelband durchzogen,
das im Vflgldiscus längs der Adern lichte Streifen entsendet. Auf der Oberseite können die Hflgl rotbraun, '
dunkel gefleckt sein, oder auch (bei der Sommerform) völlig dunkel scliAvarzbraun übergossen; letzteres ist die
Form dryas Edw. (93 b) die sich ganz ähnlich zu comma verhält, Avie umbrosa zu inferrogatioms. — Rp dryas.
sehr variabel, schwarz mit weißen Dornen, grau, griinlich angehaucht, oder auch ganz schneeAveiß, mit ebensol¬
chen oder bunten Dornen. Wie die vorige das ganze Jahr hindurch an Jflmen, Hopfen, Nesseln usav. Pp mit
etwas kürzerem Rückenhöcker aber sehr kräftigen Spitzen auf dem Hlbsrücken. "Wie die A^orige über die Osf-
staaten der Union von Canada bis Texas Aveit verbreitet, aber im ^Vesten fehlend. Gemein.
P. satyrus Edw (93 b). Diese Art unterscheidet sich von den vorigen durch heller gelbbraune Obemeite, saiyrus.
die besonders auf dem Hflgl die dunkeln Randzeichnungen stark reduziert erscheinen läßt. Unterseite einfarbiger,
mehr gelb- als dunkelbraun, durch die Mitte der Figl und am Außenrd ZAvischen den Zacken der Figl dunkelbraun
schattiert.. — marsyas Edw. (93b, c) ist die hellere Form, bei der die Hflgl gegen den Saum hin meist nur noch tnarsyas.
Spuren dunkler Beschattung haben. — Rp schwarz mit gelblichen oder rötlichen Dornen; A'om 3. Ring ab
zieht längs des Rückens ein breiter, grünlich- oder granlicliAveißer Schabrakenstreif. Wie die A’origen an Nesseln
USAV. Von Ontario Avestwärts, über die Felsengebirge bis an die pazifische Küste, aber mehr einzeln und lokal.
456
POLYGONIA. Von Dr. A. Seitz.
zephyrus. P. zephyrus Edtv. (93 b). Dieser Falter entspricht etwa dem östlichen c-aureum. Der Außenteil derFlgl-
oberseite id. sehr hell rotgelb, kaum dunkel schattiert, das c auf der Hflgl-FTnterseite fein gezeichnet aber
groß und weit offen. — Rp der unseres c-albmn sehr ähnlich, vorn rotbraun, hinten mit weißer Schabracke;
wurde an Azalea occidentalis gefunden. Der Falter ist stellenweise häufig, fliegt das ganze Jahr hindurch und
verbreitet sich von den Felsengebirgen westwärts bis zum Stillen Ozean.
chnjsoptera. P. chrysoptcra Wr. (93 c). Bei dieser Form, die der vorigen sehr nahe steht, sind die Hflgl von einem
brennenden Gelbrot, dem im Außenteil alle braunen Schattierungen fehlen, an deren Stelle trüb orange¬
rote Flammen und Wolken getreten sind. Das G einen tief schwarzbraunen Vflglsaum und sehr dunkle
Flecken; Unterseite holzfarben, das C dünn aber sehr weit geöffnet. Californien.
faunus. P. faunus Ediv. (93 c, d). Nach Falter wie Rp beurteilt ist dies diejenige Form der amerikanischen
Polygonia, welche dem europäischen c-alhum entspricht. Oberseite viel dunkler gelbbraun als die vorigen, stärker
und dunkler gefleckt und alle Figl breit schwarzbraun gerandet. FTnterseits ist das silberne C der Hflgl genau
wie bei der europäischen Art kurz gebogen, gedrungen, kräftig; die Unterseite selbst individuell stark variabel.
rusticus. Die Herbstbrut mit stärker gezackten Flgln. — rusticus Ediv., der die mir unbekannte kalifornische Form
silvius Edw. nahe zu stehen scheint, ist intensiver gefärbt, indem die etwas lichter rotgelbe Grundfarbe beson¬
ders auf dem Hflgl mit den dunklen Flecken und Säumen kontrastiert; Westküste der Union. — Rp von
faunus fast genau wie unser c-albmn, soll aber wunderbarerweise auf Weiden leben. Edwards, der die Rp noch
nicht kannte, wendet sich in einem langen Artikel gegen die Vermutung engerer Beziehungen zwischen P.
faunus und c-aJbum.
gracilis. P. gracilis Grt. (= c-ai'genteum Scudd.) (93 d). Diese Form, die mit progne und der kleinen liylas
zu einer Gruppe gehört, bildet die Fortsetzung der ostasiatischen agricubi, die nicht (wie Bd. 1 steht) nur eine
Lokalform von c-album ist, sondern stellenweise neben dieser vorkommt, wie auch egea an manchen Punkten
Europas mit c-aJbum zusammen fliegt, gracilis ist leicht kenntlich an den sehr dunkel schwarzbraunen Flgl-
rändern, vor denen (auf dem Vflgl) oder in denen (Hflgl) licht gelbe Fleckchen stehen. Die FTnterseite ist die
Yonagricula, oder (vgl. Bd. 1, Taf. 64a), während die der oben sehr ähnlichen mehr s^nc-aTbum
(vgl. Bd. 1, Taf. 63 e) erinnert. Die Rp ist nicht bekannt, der Falter bewohnt vor allem Canada und dringt
nur in den Norden der PTnion ein. Westlich geht er bis nach Alaska, und Stücke die über dem Behrings-Meer
in Kamtschatka gefangen wurden verdienen kaum einen anderen Namen. Dagegen kommt in Alaska
neben diesem Falter auch die kleinere progne vor, die sich möglicherweise nur als eine Nebenform von gracilis
darstellen dürfte.
progne. P. progne Cr. (grogne F.) (93 d). Diese sehr variable Art ist über ein ungeheures Gebiet verbreitet
und reicht fast durch den ganzen Kontinent von Nord-Amerika von der atlantischen Küste bis nach Alaska.
Südlich geht sie in den Oststaaten bisPennsylvanien. Oberseits sind die Figl klein aber scharf gefleckt und dunkel
gerandet; vor dem Außenrd eine Kette licht-rotgelber Fleckchen. Die Unterseite gemustert wie bei gracilis,
aber der Außenteil gegen den Wurzelteil scharf abgesetzt, heller, stärker kontrastierend. — Rp gleichförmiger
graubraun, meist ohne deutlich weißen Sattel, bunt bedornt, an Johannis- und Stachelbeeren, auch an Ulmen.
Pp graubraun, hat wie die von faumts einen kürzeren, stumpferen Rückenhöcker. Der Falter im Süden seines
Verbreitungsgebiets fast das ganze Jahr über anzutreffen, überwinternd, die Generationen nicht scharf geschieden,
aber mitunter in etwas abweichenden Formen (l-argenteum) und einer dem europäischen entsprechenden
Aberration vorkommend, bald mit mehr brauner (Südosten) oder grauer (Nordwesten) Unterseite. Stellenweise
gemein, wenn auch nicht in allen Jahren.
orea.s. P. oreas Edw. (93 d). Der vorigen Art ähnlich, aber meist größer, die gelben Flecke vor dem duiJveln
Außenrd, besonders auf dem Hflgl größer, kappenförmig, die FTnterseite aller Figl gewöhnlich einfarbiger, dunlcel-
braun, wenn auch stark variierend und bei der kleineren Form oreas Edw. zuweilen fast einfarbig schwarzbraun
mit kleinem trübem c. Die schwarzen Flecken der Clberseite sind gewöhnlich viel ausgedehnter, häufig diese selbst
silenus. tiefer und trüber rotbraun gefärbt. Die größere, innen lebhaft leberbraune Form ist sileiius A'Ju’. (93d, e), die
leicht an den stark von der Grundfarbe abstechenden hellgelben submarginalen Kappenflecken der Oberseite zu
erkennen ist. Bei beiden Formen sind die Figl, besonders die Hflgl sehr tief gezackt. Nur im V/esten des nord-
amerikanischen Kontinentes, von Washington und Oregon bis Alaska. Stellenweise häufig.
haroldi. P. haroldi Dew. (93 e). Dies ist eine der südlichen Arten der Gattung, aus Mexico. Kenntlich daran,
daß sich der dunkle Basalteil der Figl deutlich gegen einen helleren, aber außen wieder dunkel gerandeten
x4ußenteil absetzt. Die Hflgl oben ganz wenig gefleckt. Bis jetzt noch sehr selten in Sammlungen; unsre Bilder
sind nach der Type im Berliner Museum gemacht; ein Stück sah ich in Schaus Sammlung.
g-argenleum. P. g-argenteum D&7. . Heic. (93 e). Eine große Art, und nur im Ausmaß der interrogalionis 'ähnelnd,
womit sie Godman und Salvin wenig glücklich vergleichen. Sie ist wohl näher dem faunus und zephyrus verwandt,
steht also den europäischen Formen nicht sehr fern. Ist aber weit größer, die Oberseite besonders im Außen¬
teil mehr gelbrot als braungelb, die lichtgelben Flecke vor dem Saumband sehr groß und hell, vor dem Saum
dunkle Kappen. Mexico, nicht häufig; Oaxaca, Popocatepetl, Guerrero, im Hochlande.
VANESSA. Von Dr. A. Seit/..
457
r
Ausgegeben 14. IV. 1914.
P. 1-album { = v-alhum. Schiff .) (Bd. I, Taf. 63 d). So groß als die gi’ößteii inl,erro(/(ilio)iis; in dc-r ty- l-a(buin.
pischen Form nicht in Amerika, sondern in der alten Welt, wo er im östlichen Euro|)a und als .sunnirai Frühst.
in Japan fliegt. Die amerikanische Form, J-album Bsd. (!>3 f) ist in der Begel größer und die H’flgl-Ohei-seile j-ulhuiu.
viel heller (lehmgelb statt dunkelbraun) als hei Exem})laren der alten Welt. Aon allen andern Pohjcjonia ist
die Art sofort durch Einlagerungen von weißlichen oder beingelben Flecken an der ('os1a allei' Figl zu unter¬
scheiden. — Die ab. aureomarginata Cock. ist heller, mehr goldgelb und der Saum der KIgl ungefleckt. — Wie uureomar-
in der alten Welt, so kommen auch in Amerika Aberrationen mit unregelmäßig zusammenfließenden,
schwärzlichen Flecken vor: ab. chelone Schultz. — Rp eisengrau oder erdbraun mit lehmgelben ftornen, auf chetone.
Weiden. Mehr im Norden, von Labrador bis Alaska, südlich bis zu den Zentral- Staaten der rnion, einzeln
und nicht häufig. — Die japanische Form {smmmii Frühst. [Bd. 1, Taf. 63 dj) steht zwischeji der europäischen
und der von Nord- Amerika. Die Art bildet einen deutlichen Uebergang zur Gattung V(ine.s,su, hat aber als Falter
die stärkeren Figlzacken und den weißen Mittelhaken auf der Hflgl-Unterseite, als Rp die Kopfdornen, welche
die Polygonia kennzeichnen.
10. Gattung' : Vanessa F.
Die ,, Frühlingsherolde“ der östlichen Halbkugel sind in Amerika mit einer Ausnahme {io) durch For¬
men vertreten, die mit den altweltlichen korrespondieren. So entspricht californica dem xanthotnehis oder
'polychloros, milberti der urticue, cyanoriielas der canace', (mtiopa ist beiden Hemisphären gemeinsam. Figl
breit, stark geeckt, oben sehr lebhaft gefärbt, unten der Rinde angepaßt. Die Rpn haben auf dem Kopf selbst
keine Dornen, dagegen sind Rücken und Seiten stark bedornt. Sie leben Nesterweise an Nesseln, Weiden, Obst¬
bäumen, Birken, Ulmen usw. und bleiben meist bis fast zur Verpuppung nahe liei eilender. Die Schmetter¬
linge leben sowohl in der Ebene wie im Gebirge, sind gute Flieger, lebhafte Sonnentiere und überwintern;
die meisten Arten sind sehr gemein.
V. californica Bsd. (93 e). Der Pol. judbmn ähnlich, aber ohne das weiße Mittelzeichen der Hflgl- californica.
Unterseite; die costalen Vflglflecke schärfer abgesetzt, der Außenrd der Figl breit schwärzlichbraun. Die Rp
gleichfalls der von Pol. j-cdbum ähnlich, schwärzlich mit bunten Dornen, Bauch heller, ohne eigentliche Kopf¬
dornen; an Ceanothus thyrsiflorus. Der Falter fliegt im Westen der Union und ist häufig.
V. milberti Godt. (= lürcillata Sa,y) (93 e). Basalhälfte aller Figl schwarz mit roten Zellflecken; milbertu
Außenteil rotgelb, innen, besonders beim $ gelb aufgehellt; Flglränder schwärzlich, gelb und blau gefleckt.
Unterseite etwas an die von F. urticae erinnernd, aber der Vflgldiscus weniger gelb, dafür der gesamte Aid3en-
teil aller Figl lichter. — Rp mehr bräunlich, als die der europäischen V. urticae, gelb gefleckt und bedornt;
an Nesseln. Falter im ganzen nördlichen Nord-Amerilca verbreitet, von Neu-Foundland bis an die pazifische
Küste, fast überall häufig, aber meist bei weitem nicht so zahlreich, wie urticae in Mittel-Europa. — Die hellere
Form subpallida Cock. ist die der Rocky-Mountains; ihre Rp lebt an Urtica gracilis. subpallida.
V. cyonomelas Dbl.u. Hew. (93 f). Unterseits fast wie-bei polychloros, dem das Tier (wie auch die asia- cgonomelas.
tische canace-Gruppe) nahesteht; oben schwarz mit blauem Rand und verwaschenem blauem Submarginal¬
band. Mexico, sehr selten, nur wenige Stücke sind bekannt; ich bringe eine Abbildung nach einem Exemplar
in Fruhstorpebs Sammlung.
V.antiopaU. (— morioU., grandis E/erm., hijipolytaLywn») (93 f, Bd. 1, Taf. 63 b). Der ..Trauermantel“ antiopa.
ist schwarzbraun, Figl mit gelliem Rand und davmr blauen Punkten. Ueber die ganze nördliche Halbkugel
verbreitet, außer Nord-Afrika, im Süden selten werdend, aber bis Venezuela vorkommend ; dort klein und Ge-
birgsfalter. — Die ab. hygiaea (Bd. 1. Taf. 63c) hat breiten Rand und reduzierte oder gar keine blauen hggiaea.
Punlvte. — Eine konstante Veränderung zeigt antiopa nicht wie man früher glaubte, in der Form der Verei¬
nigten Staaten (der man den Namen Imtneri Fitch gab), sondern nur im allerhöchsten Norden, in Alaska. Von
dort liegt mir ein Stück mit sehr lebhaft rotbrauner Oberseite, weißem (nich.t abgeflogenem) leicht violett
getöntem Rand und auf der Unterseite einer lichten Binde durch die Mitte aller Figl vor, das ich unter dem
Namen hyperborea form. nov. (93 f) abliilde. — Auch aus den Bezirken im äußersten Süden seines Fluggebiets hgperborca.
ist eine Form benannt w'-orden, thomsoni Btlr. Sie unterscheidet sich durch den gelben Rand, der auf dem ihojnsoni.
Hflgl doppelt so breit als auf dem Vflgl ist, so daß er fast ^/s des ganzen Hflgls einnimmt, sowie dadurch,
daß sich an den Subapicalfleck der Vflgl noch eine Kette gelbAveißer, kleinerer Fleckchen anschließt, die zu
einer geknickten Reihe angeordnet smd. Nach einem Stück im Tring-Museum beschrieben, aber wohl kaum
konstant. — Rp schwarz mit roten Bauchfüßen, an Laubholz, wie ^Veiden, Birken, Birnen. Pappeln, 1 1-
men. Während der Falter in Europa meist nicht sehr häufig ist und nur eine Generation hat, ist er in
Nord-Amerika vielerorts sehr gemein und hat mehrfach zwei Generationen. Die Pp läßt sich sehr
leicht erziehen und verwandelt sich in eine graubraune Pp mit sehr starken Zacken am Vorderteil. Der Fal-
V
58
458
PYRAMEIS. Von Dr. A. Seitz.
atalanta.
cardui.
kcrshawi.
ter erscheint nach 3 — 4 Wochen und ist nicht geschützt, wird aber, wenn voll flugkräftig, von Vögeln nicht
verfolgt; frisch ausgekrochene Trauermäntel werden dagegen von Insektenfressern gierig gehascht. Von über
100 frisch entAvickelten antiopa, die ich fliegen ließ, wurden sämtliche, bis auf den letzten von einer Anzahl
Muscieapa grisola weggefangen. Die Falter gehen nicht an Blumen, saugen aber an veruaindeten Bäumen
und an Früchten, an denen sie stets kopfunter sitzen, sowie an feuchten Wegstellen. Der Flug ist ruhig
lind elegant. — Die Pp ist fast stets von kleinen Ichneumoniden befallen, die sie im Augenblick des Abstreifens
der Rpnhaut anstechen, so daß nur etwa 10% aller in der Freiheit zur Verpuppung gelangenden Rpn einen
Falter ergeben.
11. Gattuiw: ameis F.
Die Pyrameis haben keine so spitzen Vflglzacken, wie die vorigen Gattungen. Der Apex derVflglist
stets weiß gefleckt. Die Rp hat keine Kopfhörner und lebt nicht frei und gesellig, sondern einsam und in einem
aus zusammengezogenen Blättern bestehenden Gehäuse. Die mei.sten Arten der Gattung sind sehr häufig;
manche aber auf Inseln lieschränkt, andre echte Kosmopoliten. Auffällig ist die Häufung der Pyrameis-Arten
auf gewissen Inseln: während auf den Kontinenten in den meisten Gegenden 2 Arten Vorkommen, höchstens 3,
leben auf den kanarischen Inseln und auf dem sonst sehr falterarmen Neu-Seeland 4; auf Teneriffa P. vulcanica,
atalanta, virgin iensis und cardui, auf Neu Seeland itea, gonerilla, atalanta und Icershawi. Die schönste und größte
Art — P. taineaanea. — lebt auf den entlegenen Sandwich-Inseln.
P. atalanta L. (= admiralis Retz.) (94 a und Bd. 1, Taf. 62c). Tief samtig schw'arzbraun ; Vflgl mit
schwarz und weißgeflecktem Apicalteil und einer Scharlachbinde davor; Hflgl mit rotem, schwarzpunictiertem
Randband. Europa, Klein- Asien und Nord- Afrika; eingeschleppt in Neu -Seeland; in Amerika überall in der
Union, von da südlich bis Guatemala, und auf Haiti. Nord- Amerikaner unterscheiden sich von Europäern durch et¬
was schmäleres Vflglband, Afrikaner stehen zwischen beiden in der Mitte. — Rp schwarzgrau, gelbbraun oder rot¬
braun, stark gelb gescheckt und gezeichnet ; auf Urtica, Boehmeria und Hopfen. Der Falter vom Juli bis Herbst,
in wärmeren Gegenden regelmäßig, in kälteren ausnahmswfeise überwinternd. Er liebt besonders Trauben und
Köder aus Bier oder den Wundsaft der Bäume. Nur im Süden selten.
P. cardui L. ( = carduelis Cr.) (Bd. 1 , Taf. 62d). Vflglapex ähnlich dem der vorigeiixW’t, Flgldiscus fleisch¬
rot bis ledergelb, schw'arz gefleckt. — Man hat einzelne sehr überflüssige Namen gegeben und kleine Stücke
blasse sehr wenig gefleckte b/omrtbi, sehr stark gefleckte elymi genannt; vgl. hierüber Bd. I,
S. 199 ff. In der Alten Welt überall, entweder gemein und endemisch, oder (im Norden) jahiuveise, als Irrgast und
nur zeitweilig eine Sommerbrut setzend. In Nord- Amerika ist er wmit seltener als in der Alten Welt und durchaus
nicht allgemein verbreitet; südlich geht er sicher bis Zentral-Amerika; bei aus Süd-Amerika gemeldeten Vor¬
kommen besteht Verdacht auf Verwechslungen ; eine von Australien und Neu- Seeland bekannte Form, kershawi
Mc. Goy ist irrtümlich von Zentral-Amerika gemeldet. Diese Form hat außer oberseits blau gekernten Hflgl-
augen auch eine ganz verschiedene Unterseite, was bei der Untersuchung der amerikanischen angeblichen
kershawi außer acht gelassen wurde. Ueberliaupt ist eine bestimmte Rassenbildung außer bei kershawi nicht nach-
Aveisbar; weder die ostasiatischen noch die afrikanischen Stücke erlauben eine Abtrennung als Subspecies.
Vgl. hierüber Frtjhstoefer in Bd. 9, S. 525 der ,,Groß-Schmetterlinge der Erde“. — Die Rp ist eisen¬
grau oder gelbbräunlich, die Grundfarbe meist ähnlich dem Erdboden, auf dem die befallene Distel steht,
mit kurzen, kräftigen Dornen, die beim Anfassen etAi^as stechen; gezeichnet mit lichten feinen mehr
oder AA^eniger unterbrochenen Linien, Flecken und Pünktchen. Hauptsächlich an Disteln, deren Blätter
sie lose zu einer Hülse zusammenzieht, in der sie lebt. Sie Icoinmt aber auch an Nesseln Amr; und in Jahren, in
denen MassenAmrmehrung der .Distelfalter stattfindet (AAÜe in Süd-Deutschland im Sommer 1879) Amrmag das
ungeheure Heer der Rjm die Nesseln auf Aveite Strecken zu vernichten. Der Wandertrieb des Falters ist enorm
ausgebildet. Die $$ scheinen zuAveilen allein oder getrennt von den (JA Avandern, AA'enigstens erAA’iesen sich die
zahlreichen Stücke, die ich von den Stellen, wo sich die Tiere sammelten oder aus den Zügen fing, ausnahmslos
als $$. Skertculy beobachtete das gleichzeitige Auskriechen ganzer Scharen Amn cardui in Afrika, die sich
alsbald nach Erstarren der Figl auf die Wanderschaft begaben. Als ein die cardui verfolgender Vogel AA'urde Me-
rops apiaster festgestellt. — cardui erscheint einzeln im Frühling in zugeAvanderten (Norden) oder überAAinter-
ten (Süden) Stücken. Die Rpn finden sich erwachsen vom Juli bis September, Erscheinungszeit des Falters im
Norden hauptsächlich im August. Die AG hi schnellem Fluge auf Bergku])])en und Chausseen einher und
lieben Blumen aller Art, sie setzen sich fast stets mit geschlossenen, oder auch mit ganz ausgebreiteten Flghi auf
den Erdboden und spielen mit ihresgleichen oder andern Pyrauueis, am liebsten mit den AA Gruppe;
dabei setzt sich der ahi/uHla-artige Falter stets kojifunter an einen Fels oder Stamm, cardui aller setzt sich vor
ihn, horizontal auf den Boden, den Kopf dem Gesjiielen zugekehrt. Dieses Verhalten beobachtete ich ZAAUschen
atalanta und cardui in Europa, indica — cardui in Japan, vulcanica. — cardui auf Teneriffa und itea — kershawi in
Australien. — Es ist anzunehmen daß cardui in Amerika sich noch Aveiter ausbreitet und häufiger Avird.
HYPANARTIA. Von Dr. A. 8eitz.
4r,o
P. carye tlhn. {= charie Bich., mnelleri Letch., caryac Hol/.) (!)4 a). J)on' vorigen älinlicli, ancli aut d(;r cMrye.
Unterseite, leicht zu untervScheiden durch das helle Suha])icalband der Vflgl-Oheiseite, das Ijei anieiikaniselicn
canlui zwar zuweilen etwas getrübt, hei europäischen aber fast stets ganz rein weiß, niemals von der füi’ cari//-
typischen ledergelben Grundfarbe ist. Die Hflglaugen wie bei kers/iai('i auch oberseits blau gekernt. - Itp
schwärzlich mit lichten Dörnchen und Fleckchen, an Malvaceen und J)isteln. Weit vcu'breitet, ein ecbter Ste|)-
penfalter, der auf weiten Grasebenen fliegt und sich mit geschlossenen Flgln auf Erdhaufen und Präxünvege
setzt. In Nord-Amerika mehr im Westen, in den heißen Gegenden (Mexico) das Hochland und die Gebirge be¬
vorzugend, im gemäßigten Süd-Amerika wieder in die Ebene hinabsteigend, wo ich ihn bei Montevideo im
Februar häufig antraf. Bei Buenos-Aires auf Saatfeldern noch gemein, in Patagonien oft als einzig häufige
Art; die Rpn dort nianohmal in ungeheurer Zahl und bei Massenvermehrung zum Kannibalismus übergehend
(C. Berg). Ich fing die Art mit Vorliebe in Gesellschaft der südamerikanischen Form von Pi/rdoieis hinilero.
Nördlich von Süd-Brasilien fand ich carye nicht mehr in der Ebene.
P. liuntera F. ( = hunteri Hbn. belladonna Pet., iole Cr.) (04a, b). Diese in der mehr ledergelben Form hunlera.
virginiensis Drury (94 b) in Nord-Amerika und auf den (paläarktischen) Canaren vorkommende Art ist sofort von virginiensis
den vorigen zu unterscheiden durch die beiden großen Augen im Außenteil der Hflgl-Unterseite. Südamerika¬
nische Stücke sind in frischem Zustande wundervoll rosa, besonders solche, die ich in Bahia und bei Rio fing. An
beiden Ortexx fliegt der Falter zusammen mit Pyram. myrinna, der er im Flug etwas ähnelt, von dem er sich
aber durch geringere Größe und weniger Schwarz auf dem Hflgl unterscheidet. Die prachtvolle rosafai’benen
brasilianischen Stücke gehen im Handel unter deniNamen rubiaS'^gr., doch hält die Farbe dem Licht sehr schlecht ruhia.
stand und geht bald ins Bräunliche über, wie es typische liuntera, Avie ich sie am unteren Silbersti’om fing, von
Anfang an zeigen. Alte Sammlnixgsstücke können dann in der Farbe derart abschießen, daß sie den fahlen nord-
amerilcanischen Stücken, wie sie als fulva Dodge bekannt sind, gleichen. — Bei brazilieiisis Moore aus Brasilien julva.
sind die schwarzen Flecken auf der Oberseite vergrößert, so daß die Tiere, besonders we^in frisch gefangen, einen braziliensis
dunkleren Eindruck machen. — altissima Rosenb. 'U. Talhot aus Pfru und Ecuador, ist den vorigen nahe, hat wie altissimn.
diese vermehrtes Schwai’z; die Unterseitenzeichnung weiß, nicht gelbgetöixt; eine Höhenform. — Rp eisengi'au,
schwach hedornt mit schwarzem Kopfe ; über dem Rücken jedes Ringes liegt ein samtschwarzer (hierfleck, der rote
Punkte und helle Subdorsalfleckchen trägt. An Gnaphaliuxn und Antennaria. Die Rpn der südanierikanischen
Form erinnere ich mich nicht so bunt gesehen zu haben, wie die Abbildungen von virginiensis, wie sie Abbott,
Boisduval und Holland darstellen, zeigen. Die Falter fliegen viel langsamer als die von cuxYZwi und carye', man
findet sie fast stets nur auf Blumen ; sie lieben nicht die freie Steppe, sondern üppige, stark bewachsene Landschaf¬
ten, und man trifft sie in Brcisilien zuweilen in Lichtungen mitten im lAwald ; in den heißen Gegenden fliegen
sie das ganze Jahr hindui’ch und sind gemein.
P. terpsichore Phil. (94 a). Der vorigen Art ähnlich und Avohl nur deren Vertreter im transandinen Süd- terpsichore.
westen. Auf den Hflgln oben nur 2 getrennt stehende Augenpunkte, die durch einen scliAvarzen Bogensti’eif
gegen den wenig gezeichneten Hflgldiskus abgegrenzt sind. Anch der röthelfarbene Vflgldiscus Avenigei- gefleckt
als bei den voi’igen. Lhxterseits durchzieht den stammbraunen Hflglgrund eine nnregehnäßige gelbe, silber¬
weiß gefleckte und gerandete Mittelbinde. Chile; häufig.
P. myrinna Dbl. (94 b). Den beiden vorigen ähnlich, aber leicht unterschieden dui-ch die gerade, regel- myrinna.
mäßige, tiefscliAvarze Postmedianbinde der Hflgl. Auf der Unterseite ist diese Binde sepiahraun und schließt
die beiden großen Augenflecke ein. Die Grundfarbe ist oberseits ein herrliches Rosenrot (ab. incarnafa). so daß
das Tier im Leben zu den schönsten Schmetterlingen gehört, die ich kenne, Amn denen aber die Stücke in den
Sammluxigen keinen Begriff mehr geben. Die Farbe schießt selbst in Ikapiertüten im Tode schon nach Avenig
Wochen, beim gespannten Falter schon nach Tagen ab nnd verAvandelt sich in das trübe Rosa, das auch unsere
Abbildung zeigt. — Rp erAvachsen rotbraun, mit Aveißen (hierbändchen auf dem hinteren Teil der Ringe und einem
lichten Seiteidxand unter den Luftlöchern nnd mit scliAvarzen Dornen ; aix Achyrocline flaccida, deren Blüten sie
zeriragt, um sich aus den Kaustückchen eine Art von Gehäuse zu spinnen. Die Pp rötlicliAA-eiß oder matt gold¬
glänzend, mit verwaschener grauer Zeichnuixg und deutlicheren Längsstreifen auf dem Hlbsrücken und über
den Stigmen; die Warzenspitzen schwärzlich. Der Falter fliegt in Brasilien xind in einer kaum verschiedenen
Form in Ecuador. Ob dieser Form die aequatorialis Wagn. ist, die Wagner als eine ,, vikariierende Art der aequntoria-
curdYa“ vom Chimborazzo erwähnt, aber nicht kenntlich beschreibt, oder ob diese mit der unter braziliensis
gehenden Form von h unlera identisch, oder nur ein Synonym der vorigen Art ist, kann ich nicht entscheiden ;
Wagner zählt sie nur als eine ,,noch nnbeschriebene Art“ in seiner Sammlnng auf, ohne genaue Unterschiede
anzugeben. Es Aväre gnt, diesen ,,i.-l. “-Namen ganz zu streichen.
12. Gattung-: H^'paiiartia Ky.
Diese Gattung hat man früher mit einer Anzahl afrikanischer Falter zusammengefaßt, die alxer später
voxi Rothschild und Jordan mit Recht als Antanartia abgetrennt AAuirden nnd unter diesem Namen in Band
XIII, S. 227 der ,, Großschmetterlinge“ behandelt sind. Sie steht der vorigen Gattung so nahe, daß manche
Arten, wie z. B. die kleine H. (jetzt Antanartia) abyssinica, noch bis vor kurzem zAvischen beiden Gattungen hin-
460
HYPANARTIA. Von Dr. A. Sbttz.
und herpendelten. Den uns hier interessierenden Arten ist eigen eine meist lange Figlzacke, die der obere
Medianast stützt. DerVflglapex ist bei vielen irrten fast genau wie heiPyrameis, und ebenso zeigen die farbigen
Figlbänder mancher Arten die Lage der analogen Binden bei Pyr. ataJanta. — Die Rpn sind ziemlich kurz und dick
mit kurzen, fleischigen Dornen und rauhem, aber ungehörntem Kopfe. 8ie leben bis zur Verpuppung in einem
Blattgehäuse und verwandeln sich nach der 5. Häutung in eine glatte Pp mit ganz kurzen, konischen Kopfhör¬
nern und starker Einsattelung über der Rückenmitte, etwas seitlich komprimiert mit schwacher Rückenkante.
leihe. H. lethe F. ( = daemonica Hbn. [nee $]) (94 h). Oben ledergelb, der Vflglapex gelb und weiß gefleckt;
eine ziemlich gerade verlaufende Schräghinde zieht vom Ende des ersten Costadrittels bis über den Analwinkel;
sie ist von dem stärker braungelben Vflgldiscus durch einen schwachen schwarzen Schattenstrich geschieden.
Unterseite hellockergelb mit rotbraunen Netzzeichnungen, der Costalteil der Hflgl lichter. — Brasilien, besonders
an der Ostküste, bei Rio Janeiro, auf dem Corcovado, bei Santos in den Niederungen nach Säo-Vicente, in der
8erra do Mar üljerall, in 8a.-Catharina, bei Blumenau, besonders in feuchten Tälern. Nördlich bis Texas. — Rp
sehr variabel, anfangs schwärzlich mit weißen Pünktchen, erwachsen fast weiß, vor der Verpuppung gelb werdend ;
die Dornen nach den Häiitungen weiß, doch werden die meisten später schwarz, nur einzelne bleiben weiß. An
Boehmeria, in Blattgehäusen. Pp hellgrün, mit dunkelgrünen Schrägstrichen und einigen Silberflecken. Sie ist
sehr beweglich und selbst nach schwacher Berührung zappelt sie noch lange nach. Die Falter fliegen auf Wald¬
wegen und setzen sich auf den Weg überragende Baum- oder Buschzweige, den Kopf nach dem Weg gerichtet, zu-
nieist in 2 — 3ni Höhe, in ganz gleicher V/eise wie die altweltlichen Symhrenthia und manche Polygonia. Aufge¬
scheucht kehren sie hartnäckig auf den Platz zurück oder lassen sich auf einen benachbarten Zweig nieder, so daß
sie ohne jede Schwierigkeit gefangen werden. Ungestört verlassen sie zuweilen ihren Posten, fliegen hastig den Weg
mehrmals auf und nieder, ohne ihn zu verlassen und kehren wieder auf ihren x4usguck zurück. In Süd-Brasilien
macht sich dieses Verhalten eine große Mantis-Art zunutze, die, durch ihr Blattaussehen verborgen, an den
Zweigenden lauert und den Falter wegfängt; ihr fallen täglich zahlreiche Exemplare dieser Falterart zum Opfer.
Die Art ist gemein.
godmani. H. godmaoi Bat. atropos Fldr.) (94c). Der vorigen ähnlich, aber ganz erheblich größer, die ganze
Apicalhälfte der Vflgl schwarz, nur direkt an der Spitze spärlich weiß, nicht gelb gefleckt. Unterseite ganz anders
als bei der vorigen, sehr lebhaft weiß, bläulich und gelb gefleckt. Mexico, durch Zentral-Amerika bis Colum¬
bien; nicht selten.
hella. H. bella F. (= zabulina Godt., daemonica $ Hhn.) (94c). Der lethe gleichfalls ähnlich, nicht größer als
diese, der Apicalteil des Vflgls mit 2 Fleckenserien, wie lethe, aber diese sind weiß, nicht von der gelben Grund¬
farbe. Ganz anders ist die Unterseite, im Zeichnungsmuster an die Pyrmaeis erinnernd, ihr Saum unter dem
Apex mit deutlichem Zahn, während der Vflglsaum bei lethe ganz schwach gezackt oder nur etwas geschwun¬
gen und hei godinani fast gerade, schwach wellig gezackt ist. In Brasilien sehr gemein, bei Rio, Santos, Gewohn¬
heiten und Flugplätze genau wie bei lethe, so daß man meist beide Arten zusammen erbeutet.
pauUus. H. paullus U. (= teemesia iJ/r«.) (94 c). Etwas an eine hell gefärbte lethe oder hella erinnernd, aber
der dort scliAvarze, hell gefleckte Apicalteil der Vflgl ist hier ganz von der ledergelben Grundfarbe, nur dunkel
gerandet und spärlich schwarz gefleckt; Hflgl mit je 2 Spitzen. Von den Antillen.
kefersteini. H. kefersteitli Dhl. (94 c). Alle Figl stark gezackt, die Hflgl fast geschwänzt. Oberseite kupferbraun,
Vflgl ohne die gelbe Schrägbinde von lethe und hella, aber mit schwarzem, lebhaft glasig weiß geflecktem
lindigii. Apicalteil. Venezuela, Columbien, Teile des x4mazonasgebietes, bis Bolivien. — Bei lindigii Fldr. (94 c) sind
die Vflgl weniger stark geeckt, der Apex nicht so stark vorgezogen, die Farbe mehr kupfeiTot und die trans¬
parenten weißen Binden und Flecken im Apicalteil des Vflgls sind stark vergrößert, wodurch eine oberfläch¬
liche Aehnlichkeit mit der in den gleichen Gegenden (nördliches Süd-Amerika) fliegenden Anartin amathea ent¬
steht. Diese nördliche bzw. westliche Form scheint erheblich seltener zu sein, als die südlichere kefersteini.
dione. H. diorte Latr. (94 c, d). Dieser gemeine Falter lehnt sich iu seiner äußern Erscheinung an bestimmte
M egalura- Arten an, wie lethe an die Pyrameis und wie kefersteini an Anartin. Die Hflgl sind darum zu einer
langen Spitze ausgezogen; die Oberseite samtbraun, mit 6 — 7 parallelen (^uerstreifen, zwischen den Median¬
ästen ein glasiger Kommafleck und oft noch einige solche Pünktchen im Vflgl, die wie Nadelstiche aussehen.
Im ganzen nördlichen Süd-Amerika, von Venezuela bis Bolivien verbreitet und meist nicht selten. Außerdem
kommt er in Guatemala, wenn auch selten, vor. Zwischen diesem Fundort aber und Columbien scheint er zu
fehlen und meist durch die nächste Art ersetzt zu werden.
arcaei. H. arcaei Salv. u. Oodni. (94 d) der vorigen Art sehr nahestehend, wie schon aus den langen Hflglspitzen
und dem gläsernen Kommafleck in der Vflghnitte ersichtlich, und sie in Panama vertretend, wo die echte dione
fehlt, arcaei, nach dem Entdecker Arce benannt, ist größer als dione und die Vflgl haben eine orangefarbene
Keilbinde im Außendrittel der Vflgl. Es ist dies die Folge davon, daß an den Flugplätzen von arcaei nicht Mega-
lura chiron, das Modell der dione, die gemeinste MegaluraiA, sondern eine Art der M . marceZ/uÄ- Gruppe, die hinter
der Vflglmitte ein keilförmiges Orangeband führt. Scheint in Costa-Rica und Panama nicht häufig zu sein.
PRECIS. Von Dr. A. Seitz.
401
H. Splendida liothsch. (94 d) von Peru scheint eine seltene Art, die erst iti neueno’ Zeit aulgefundcti fiplt>ndirl.a.
wurde. Hier hat sich das Braungelb über die ganze Oberseite ausgehreitet, was eine gewisse Aehnlichkeil mit
Megnlura peleus { — petrea, 90 f) liervorruft. Diese wii'd noch durch den gerarlen, stielartigen llflglscliwanz
erhöht, dessen Länge noch durch Einbuchtung des Hflglsaums im Gebiet der Radialistniindiingen erhöht wird.
Dadui’ch erhält der Hflgl ein etwas verzerrtes Aussehen, was Verwechslungen aiissehliel.U.
13. Gattung: (Precis Hbn. (Junonia Hhn.)
Die Precis sind Charakterschmetterlinge der heißen Gegenden und gleich den C'alnpsiJia die ersten
Ealter, die jedem, der den Fuß auf ein Tropenland setzt, begegnen; nur die Anart ia haben in Amei-ika
noch eine ähnliche Bedeutung. In Afrika uiul Ost-Indien s])ielen die Catnpsilia und Precis dieselbe Rolle, wie
etwa im europäischen Norden die Pieris, Gonepteryx und Vanessa. Das Ei ist fast kugelig, längsgerippt, die
Rp kurz und kräftig gedornt; Kopfhörner können vorhanden sein, aber auch fehlen. Die Rpn leben frei an
Labiaten iind Acanthaceen, an -lustitia, Vitex, Antirrhinum, Achyrhantes usw. Die l^pn haben ein gerundetes
Vorderteil und weichen durch das Fehlen großer Ko])fs])itzen von den Fu.«,e.s5a-Pu])pen ab ; soviel mir erinnerlich,
haben sie keine Metallflecke. Beim Falter sind die Vflgl an der Einmündung der oberen Radiahs in den Saum
schwach geeckt, die Subcostalis hastig, die Aeste am Ursprung fast gleichweit voneinander entfernt. Die untere
Discocellularis fehlt auf dem Vflgl, so daß, da auch der Hflgl keine tbierader zeigt, alle Flglzellen offen sind;
auf dem Hflgl ist die Costalis stark gebogen. Die Flglgestalt schwankt bei altweltlichen Arten derart, daß
selbst der Aderverlauf dadurch etwas modifiziert wird; die Unterseite beginnt mit der Zeit des Laul)falls blatt-
artig zu werden, die großen Augenflecke verschwijiden, an ihre Stelle tritt Blattzeichnung; Die Mittelri])]“»e des
Blattes wird durch einen Streifen vom Vrd der Vflgl bis in den Analwinkel der Hflgl nachgehildet, der blatt¬
stielartig ausgezogen ist (vgl. Abbildung von der P. ubwaau-Unterseite, Bd. I, Taf. 0^ a, ferner viele Bilder in
Bd. IX, Taf. 110 — 117, sowie Bd. 13, Taf. 51 *). Die Größe der Flglaugen der Oberseite schwankt selbst bei
Stücken, die am gleichen Ort und gleichen Tage gefangen sind, recht erheblich, ebenso tritt auch sonst starke Varia¬
tion auf. Die Falter sind ausnahmslos, außer an den Grenzen ihres Verbreitungsgel)iets, gemein; sie wandern und
können Züge bilden. Es sind bis jetzt 175 Formen beschrieben, davon nur 14, die vielleicht alle nur Formen
einer Art sind, aus Amerika. Die frühere Abtrennung der Gattung Junoniahsit sich nicht aufrecht erhalten lassen.
P. lavinia. In Amerika dürfte nur eine, aber sehr variable, Precis-Art Vorkommen, die wieder ihrerseits
nur der westliche Vertreter der altweltlichen ^;^7/^VZr^ ist, und auch diese villida steht wieder in naher Beziehung zu
manchen über ganz iSüd-Asien verbreiteten or ithya-F or men ( Bd. 1 , Taf. 62 b). Von den amerikanischen Formen sind
manchegeographisch, so eine kleine, obenganz orangegelbeForm, dieals HviaySZgr. (94d) im Handel geht und Inder livia.
ich glaube, die FELDERsche vestina zu erkennen, von der allerdings kein Vaterland angegeben wird, die aber der vestina.
• BeschreiKing nach einer kleinen vellida (= villida) nicht unähnlich sein soll. Diese Aehnlichkeit trifft auch zu,
wenn wir sie mit einer jener in Nord-Australien und auf manchen Südseeinseln verbreiteten vfZ/b/rt-Formen ver¬
gleichen, die gleichfalls auf der Oberseite vorherrschend gelbrot sind. Sie kommt in Bolivien vor und scheint
ein Gebirgstier. — Auch die nordamerikanische coenia Hhn . (94 e) ist nichts weiter als eine lavin ia-Vorm. bei der die coenia.
Vflgl-Binde sehr blaß, sehr ungleich gegabelt und das obere Hflglauge ungewöhnlich vergrößert ist. coenia ist
in den südlichen Vereinigten Staaten ein sehr gemeiner Faltet, geht nördlich bis Neu-England und südlicb über
ganz Zentral-Amerika und die größeren Inseln West-Indiens bis Columbien. — lavinia Cr. (94 d) ist in eine große lavinia.
Anzahl von Formen zerspalten worden, die aber gi’ößtenteils nichts weiter als zufällige und individuelle Alierratio-
nen darstellen. Die typische lavinia Cr. ( = evarete Cr., flirtea F ., lariniaF., esraF., cortez Hhst.)\A eine oberseits.
besonders beim(^, mit blaugrünem, aber stumpfem Schiller ausgezeichnete Form, deren Vflgl-Binde alle Grade
der Entwickluiig zeigt und die sieh von coenia konstant durch das kleinere Pfauenauge ZAvischen den Radial¬
ästen der Hflgl unterscheidet. Aus einem Schwarm dieser Falter, den ich bei Palermo am Silberstrom traf, fing ich
viele Hunderte von Exemplaren, aus denen sich die verschiedensten Formenreihen auslesen lassen, von voll- '
ständig stumpfem Braun der Oberseite (= genoveva Cr.) bis zu fast eintönig verschwärzter Figlfläche ober- genoveva.
wie unterseits (= ab. ihfuscata FZc/r.) (94 e). — ab. mgra.Fldr. ist größer als die nordbrasilianische Form, die bis infusc:.ta.
Guayana vorkommt und hat breitere abgerundetere Figl ; sie tritt aber auch wieder im äußersten Süden auf, negra.
wo in LTruguay neben kleinen spitzflügeligen Stücken auch fast zur gleichen Jahreszeit größere breitflügelige
Exemplare auftreten. — ab. zonalisFZJr. hat mehr vorgezogenen Vflgl und die rötliche Submarginalbinde auf der zonalis.
Hflgl-Oberseite ist fastvöllig verloschen. — ab. pallensF/rZr. aus Venezuela gleicht fast genau einer matt gefärbten pallens,
genoveva, hat aber deutlichen Glanz der Hflgl-Oberseite, und auf dem Vflgl sind die in der Zelle gelegenen Band¬
flecke sehr viel heller als bei surinamischen — ab. divaricata F/Jr. ist gleichfalls der genorem sehr nahe, dh-arlcata.
besonders auf der LTnterseite, ist aber da blasser, mehr gelblich im Ton und die Binde im Außenteil ist unterhalb
der Gabelung stark eingeschnürt. — ab. incarnataF/Jr. ist ähnlich, aber umgekehrt dieVflgl-Binde stark verbreitert incarnata.
und etwas rötlich getönt. — ab. constricta FZJr. hat graidcraune Vflgl, die Außenbinde verschmälert, in der Mitte consiricta.
eingeschnürt, der innere x4rm der Gabel schmäler als bei genoveva, das untere Hflglauge vergrößert; aus Colum¬
bien. — hilaris Fldr. aus Paraguay dürfte typischen lavinia am nächsten kommen, das A oben fast genau wie hiJaris.
*) Ueber den Saisondimorpliismus bei Precis vgl. auch AURIVILLIUS in Bd. 13, S. 227 der .,Groß-Schnietterlinge*’.
462
NAPEOCLES; ANARTIA. Von Dr. A. Seitz.
diese, al>er stärker inetallisch glänzend, die Binde heim ^ unter Aler Gabelung leicht eingesclinürt, der Ante-
marginalstreifen heller und breiter xind auch auf dem Hflgl ist das Submarginalband verbreitert und ockerbraun.
Das (J, auf welches diese Form gegründet ist, wurde zusammen mit einem $ der typischen lavinia gefangen *).
occidentalis. Eine scharfe Abtrennung der Westfornien, wie sie von Felder unter dem Namen occidentalis versucht wurde,
ist kaum haltbar. $$ dieser Form sollen durch breitere Gabelbinde der Vflgl konstant abweichen. Diese Binde
hasiftisca. variiert aber auch bei östlichen Htücken, selbst aus der gleichen Gegend, sehr stark. — Bei ab. basifusca Weym.
aus Ecuador ist der Raum von der Hflglwurzel bis zu dem in lichtem Hof stehenden größeren Vflglauge und der
ganze Hflgl bis zur fahlen iSubmarginalbinde einfarbig dunkel kaffeebraun. Die Form ist nur eine Aberration,
die der infuscata Fldr. (94 e) äußerst nahe kommt, und unter der Stammart, aber, wie es scheint nur an ganz
bestimmten Stellen fliegt. Noch mehr als die Oberseite variiert die Flnterseite, doch ist ehr derartiger Kontrast
von bunten Unterseiten (der Regenzeit) gegen einfarbige oder blattartige (der Trockenzeit), wie in Indien, nicht
festzustellen. — Die Rp ist ziemlich gedrungen mit kurzen und dicken Dornen, dunkelbraun oder eisengrau
mit lichten Längsstreifen, die zum Teil unterbrochen sind, die Kopfhörner vorwärts gerichtet, von mäßiger Länge;
gemein an Plantago, Gerardia und Antirrhinum. Sie findet sich mitunter scharenweise auf Stoppelfeldern,
wobei sie häufig auf nackter Erde oder Sandschollen sitzt. Die Pj) ist hell holzbraun, am Bauche etwas einge-
Iniehtet. Der Falter fliegt in den Tropen das ganze Jahr hindurch ohne jede Unterbrechung. Im Norden und
Süden ist er ein Sommertier, das sich zuweilen zu Schwärmen vereinigt und ähnlich dem Distelfalter Wande¬
rungen ausführt; diese fallen in den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika in den Juli, in denen von Argenti¬
nien in den Februar.
14. Gattung': Bat.
Aus dieser Gattung ist bis jetzt nur eine einzige Art bekannt, die in geringem Maße variiert und in
ihrer Verbreitung recht beschränkt ist. Der Körper ist kräftig gebaut, die Palpen ungewöhnlich lang,
die Fühler stark, am Ende deutlich geheult, die Figl von blattartiger Gestalt, die vorderen unter dem Apex
zu einer nach rückwärts gerichtete]! Zacke ausgezogen, ujiter dieser eingebogen und über dem Analwinkel vor¬
gebauscht. Die Hflgl zeigen einen gleichmäßig gekrümmten Rand und einen stark ausgezogenen Analwinkel.
Charakteristisch ist die sehr stark gekrümmte Costa, die zwischen sich und der Subcostalis einen verhältnis¬
mäßig breiten Raiim läßt, ferner die sehr breite Flglzelle, die auf dem Hflgl offen ist.
jucunda. N. jucunda Hhn. (95 a). Die einzige bekannte Art, ist oben schwarz mit weißlichen blau geränderten
iSubapicalfleckchen und breiter verkürzter metallblauer, innen oft aufgehellter Mittelbinde. ITnterseite braun
mit Blattzeichnung. Amazonas l)is Bolivien.
15. Gattung' : Aiiartia Hhn.
Mittelgroße Schmetterlinge, in ilirem Wesen stark an unsere Vanessen erinnernd, mit geeckten Flgln
und meist lebhaft weißer Fleckung oder Bänderung auf der Oberseite; Kopf klein, mit stark vorgequollenen,
halbkugeligen Augen und spitzen, vorgestreckten Palpen; Fühler mit flacher löffelförmiger Keule; Thorax
kräftig, Hlb schlank; die Figl breit, die Vflgl in dei’ Regel, die Hflgl stets geeckt; lebhaft gefärbt Die Beine
lang und dünn. Bemerkenswert ist die Anastomose des I. und 2. Subcostalastes mit der Costalis und die auf
allen Flgln offene Flglzelle. Man kennt vier Arten, die sämtlich an ihren Flugplätzen sehr häufig sind. Das
Ei ist von Gestalt kugelig, unten flach mit 9 — 11 schmalen Längsrippen, die sich gegen den Pol hin verlieren;
die Eier werden einzeln auf die Oberseite der Blätter abgelegt. Die Rpn sind erwachsen schwarz, mäßig bedornt;
von einer Art (jatrophae) wurde die Rp dicht behaart, aber dornenlos dargestellt, was zweifellos auf einen Irrtum
zurückzuführen ist.
jatrophae. A. jatrophac A. (94 e). AVeiß mit schwachem Perlmutterglanz und dürftiger grauer Zeichnung **), die sich
hauptsächlich um die Vflglwurzel, auf die Zellbänder und den Flglsaum beschränkt. Im Discus der Vflgl ein, im
Hflgl zwei Punktaugen von sehr verschiedener Ausbildung. Die Unterseite ist auf trüb weißem Grunde fein
rosenrot und orangegelb gezeichnet, jatrophae wurde aus dem nördlichen Süd-Amerika bescln-ieben, verl)reitet sich
aber, individuell stark (aber geographisch wenig) variierend, überden größeiun Teil des wärnieren Süd-Amerilca
und tritt noch in Süd-Brasilien als einer der gemeinsten Falter auf. Der Flug ist abweichend von dem der anderen
Anartia- Arten. Das Tier schießt mit gestreckten Flgln dahin (schwimmender Flug) und gibt genau dasgleiche Bild,
saturaia. wie die indische Freds atlites (Bd. 9, Taf. 1 17 a). — saturata Stgr. ist die westindische Form, ausgezeichnet durch
lufcipicta. den breiter gelben Saum und die stärkere Zeichnung. — luteipicta Frühst, aus Zent ral-Amerika hat das Gelb des Hflgl-
saunies zuweilen über die Figlmitte nach innen verbreitert, so daß es die ganze Oberseite überdecken kann. — Die
Rp soll an Jatropha manihot leben und gleicht in der Abbildung Sepp’s, die unter Hinzuziehung der MERiAN’schen
Skizze aiisgeführt scheint, mehr der eines Nachtfalters, corone Gosse und jamaicensis Möschl. sowie tut ei picta Frühst .
sind Namen für antiihsche oder Honduras-Formen, die sich auf den Grad der gelben Uebergießung beziehen.
*) Das 94 cl von der Unterseite abgebildete Stück der tavinia bildet einen Uebergang zu hilaris.
**) Das 9i e abgebildete Stück ist ein ungewöhnlich reich braun gezeichnetes
VICTORINA. Von ])r. A. Seitz.
463
A. lytrea Godt. (= clii’yso])ellcia llbn.) (94 e). Nur von (Juba bekannt und iti einer äbnüclieii korin aocb lylroji.
auf anderen Antillen. Die cubanisclie lytrea hat eine breite gerade weiße Vflglbiiide und einen ovalen weißen
DLscalfleek auf dem Hflgl, so daß sie unverkennbar ist. — eurytis Frühst, von Antigua und vielleiclit auch einigen eurytis.
großen Antillen, insofern sie vielleicht der doniinica Skitm. von Haiti nahe kommt, hat den ovalen Jtisealfleek dominica.
der Hflgl mehr bindenartig ausgezogen und die Vflglbinde ist auf der Unterseite selnnäler. An den Flugplätzen
ist die Art nicht selten.
A. amathea L. (= amalthea nwc/.) (94 e). Die typische Form dieser, an dem blutroten llflgldiseus leicht amathea.
kenntlichen Art stammt aus Guayana und ist über den ganzen Norden von 8üd-Amerika und den größten Teil von
Zentral-Amerika verbreitet. Die Vflgl zeigen in dem schwarzbraunen Diskus versprengte rote Flecke in ver¬
schiedener Ausdehnung und durch die Mitte sowie vor dem »Saumfelde ziehen Ketten unzusammenhängender
weißer Flecke, die sich zuweilen auch auf die Hflgl fortsetzen. Die Unterseite der oberen ähnlich, nur blasser. —
sticlieli Fm/esk aus Bolivien scheint eine sehr lokale Form mit stark reduzierten weißen und roten Zeichnungen; es sticheli.
finden sich aber Uebergänge, besonders zur vorigen Form. — roeselia Escdh. (94 f) ist die südbrasilianische Form, roesclia.
die bei Santos in 8äo Paulo in außerordentlichen Mengen auftritt und kenntlich ist an den viel breiteren zu
einem 8chrägbande zusammenfließenden weißen Vflglflecken. — thyamis Frühst, soll in 8anta Katharina und thyamis.
Säo Paulo Vorkommen (wo ich indessen nur die vorige Form fand); das $ soll dunkler rot gerändert, die 8uh-
marginalflecken der Hflgl schmäler, mehr gebogen und die oberen verdunkelt sein. Alle Apical- und iVIedian-
flecke und Punkte der Vflgl reduziert. Die Medianpunkte beim $ kaum noch zu erkennen. — Die Rj) ist erw achsen
schwarz mit mittelstarken schwarzen Dornen und wairde auf Acanthaceen verschiedener Art gefunden. Die
Pp gleicht in Gestalt und Färbung der von Victorina, hat aber keine Kopfspitzen, noch solche auf dem 2., 6. und
7. Ring. An Stelle dieser Spitzen sind zuweilen Punkte getreten.
A. fatima F. (94 f) der vorigen verwandt; zu unterscheiden durch den stärker vorgezogenen Vflgl- fatima.
apex, die breitere Schrägbinde der Vflgl, die sich in breitem graden Streifen auf den FHlgl fortsetzt, die Reduk¬
tion des Rot, das auf dem Vflgl völlig verschwunden ist, auf den Hflgl nur noch ein schmales mattes Bändchen
hinter und unter der Zelle darstellt. Nur aus Zentral-Amerika bekannt, wm sie von Honduras bis Costa-Rica
vorkommt. — Während bei ty|3ischen fatima die Schrägbinde der Vflgl oberseits deutlich beingelb getönt ist, ist
sie bei der Form venusta Frühst, w^eiß und die lichte Hflgl-Binde reicht nur bis zur hinteren Radialis. Die roten venusla.
Discalmakeln der Hflgl sind bei venusta etwas breiter und dunkler. Mexico, Guatemala.
16. Gattung' : Victoriua Bich.
Durchgängig ziendich große Schmetterlinge von höchst aiiffälliger Färbung mit ziemlich langen und
breiten, zum Teil geeckten oder geschw^änzten Figl, ziemlich großem Kopf mit starken, an der Spitze etwas ein¬
wärts gekrümmten Palpen. Die Fühler von über halber Costalänge, kräftig, mit flachen Kolben. ])ie Beine
lang und stark, der Thorax kräftig, die Figl breit mit gezacktem Saume. Die Zelle breit, auf allen Flgln offen.
Auf dem Vflgl entspringt der erste Subcostalast nahe vor dem Zellende, der 2. an demselben, der 3. w’eit hinter
demselben und der 4. kurz vor dem Apex. x4uf dem Hflgl entspringt der 1. und 2. Subcostalast vor dem Zellende,
der 3., 4. und 5. sind gestielt. Die Hflgl sind kräftig gezähnt, der Zahn auf der oberen Mediana oft schwanzartig
verlängert. Die R^j ist nur von einer x4rt bekannt.
V. steneles A. Der , ;Malachit“ ist oben du nkel schwarzbraun mit nilgi üner Schrägbinde und solchen Flecken ; stendes.
unterseits ist das Grün ausgedehnter, von silberw^eißen, orange gesäumten Bändern durchzogen, steneles L. ist die
Form von Guayana und dem Amazonas, die sich westlich bis Ecuador und südlich über ganz Brasilien verbreitet.
Bei ihr ist der nilgrüne Schrägstreifen breit, in der Zelle nur ein Fleck und die Unterseite ist sehr licht gezeichnet.
— pallida Frühst, von Texas, Florida und Mexiko bis Hondiiras hat in der Vflglzelle zwei große hellgrüne Fdecken, .pallida.
von denen der obere fast dreieckig ist. — bipunctata Frühst. ( = meridionalis Fr»7?sk) (95 a) aus Espirito Santo und Mpunctata.
Rio Grande do Sul hat zw^ei kleine Punkte in der Vflglzelle und auf der Unterseite der Hflgl einen schmäleren sil¬
bergrauen Distalsaum. — sophene Fr uh .st. von Ecuador hat in der Vflglzelle nur einen kleinen gelbgrauen Punkt, sophcue.
die hellen Zeichnungen sind stark verschmälert und die Mittelbinde ist reduziert. — lavinia F. von den x4ntillen tavinia.
hat nur einen Zellfleck in der Vflglzelle, aber einen deutlichen orangegelben x4nalfleck auf der Hflgl-Oberseite.
— biplagiataFmÄsk (95 a) hat zw^eicpiadratische Zellflecke auf dem 4Tlgl und die Binden der Unterseite, welche die hipJagiata.
grünen Flecke von einander trennen, sind sehr breit und tief orangegelb gerändert. — Eine interessante Aberration
ist stygiana 8chaus (95 a), bei der auf dem Vflgl die grüne Binde nur vom Ird bis zum unteren 4Iedianaste dygiana.
reicht, der ganze übrige Figl aber zeichnungslos schw'arzbraun erscheint. — Der Falter ist sehr häufig, doch sind
seine Jugendzustände noch nicht bekannt. Erzeigt eine bemerkenswerte x4ehnlichkeit mit Formen der Jleta-
morpha dido (84 a), die sich nicht nur auf die Färbung und Zeichnung, sondern auch auf Flug und Benehmen er¬
streckt, so daß es mitunter schwer erscheint, beide Falterarten, die ich manchmal gleichzeitig denselben Busch
umfliegen sah, von einander zii unterscheiden. Im Sitzen aber klap])t Tk steneles zumeist die Figl nach oben zu¬
sammen, während M, dido sie häufig, gleich ihren roten VerAvandten, ausgebreitet hält.
464
DIDONIS. Von Dr. A. Seitz.
sulpUia.
cpaphus.
trayja.
supcrba.
biblis.
V. sulpitia Cr. ( = symachiaGor//., elissa. Hbn.) (94 f als snlpicia), ist, wiewohl an Größe sehr variabel, bedeu¬
tend kleiner als die vorige Art, die Mittelbinde nicht grün sondern weiß, die Oherseitenfärbung etwas an manche alt-
weltlichen Pantoporia erinnernd. Die vorwiegend weißliche Unterseite von dunkelgesäu inten Rostbändern durch¬
zogen. Die Binde kann an Breite, der ovale und der sulrapicale Vflglfleck an Größe stark abändern; das auf
der Unterseite stets deutliche Aveiße Fleckchen im Zellende kann nach oben weit mehr durchschlagen, als auf
unsrer Abbildung, aber auch oben ganz fehlen und die matte Binde zwischen dem weißen Mittelband und dem
iSaum kann viel auffälliger und rostgelb getönt sein. Die Art ist über den ganzen Norden 8üd-Amerikas verbreitet
und findet sich zerstreut aber niclit selten westwärts bis 8üdperu.
V. epaphus Uub'. (= epaphia GWb) (95 b). 8o groß wie steneles. 8chwarzbraun; Außenhälfte der
Vflgl rotbraun, durch eine w^eiße Binde von der dunkeln Innenhälfte geschieden; Hflgl mit grader weißer Halb¬
binde von vor dem Ajiex bis vor das Hflglschwänzchen. 8ehr variabel; die weiße Vflglbinde kann schmäler
breiter und nach hinten erweitert sein. Die Hflglbinde kann zwischen den Medianästen spitz aufhören, aber auch
umbiegen und dünn den Ird erreichen. Dort kann sie in einen weißen 8ubanalfleck enden, dieser kann aber
auch isoliert stehen und selbst fehlen. Auf der Unterseite kann der Apicalteil der Vflgl homogen sein, aber auch
von einem lichten breiten Bande durchzogen; dieses lichte Band kann durch dunkle Längsteilung in zwei zer¬
legt sein, aber auch fehlen oder an seine 8telle können unregelmäßige Wolken treten. Auf dem Hflgl findet sich
die schmale (innen Aveiße Binde durchaus nicht immer, sondern kann fehlen oder unvollständig sein; auch
auf der (Jberseite kann das spitze AA'eiße Hflglband verkürzt sein oder sich hinten in Flecke auflösen. Die Art
ist von Mexico südlich his Brasilien und Peru verbreitet und fliegt an vielen 8tellen gemein bald in einer Form,
bald fliegen mehrere der oben beschriebenen Formen gleichzeitig miteinander.
V. trayja Hbn. (95 b) ist der südliche Vertreter der vorigen und kaum artlich verschieden. 8ie fliegt im
mittleren und südlichen Brasilien, gleicht ganz der epaphus, nur ist der Außenteil der Vflgl nicht rostbraun,
sondern dunkel sch Avarzbraun, Avie die übrige Figlfläche. Die Art ist seltner als die vorige, aber ebenso variabel;
zu den für epaphus aufgezählten Variationsmöglichkeiten kommt noch ein häufig auftretender AA^eißlicher 8ub-
costalfleck vor dem Vflglapex und die Unterseite beider Figl ist oft vor dem 8aum ockerig oder vor der Hflglbinde
rot gezeichnet. — Die kugeligen weißen Eier haben 9 — 1 1 scharfe Längsrippen ; sie werden einzeln an Acanthaceen
abgelegt, Rp erAA’achsen samtseliAA^arz mit orange- oder hellgelben Dornen, Kopf scliAvarz mit 2 roten Hörnern.
Pp ziemlich glatt, ohne vorstehende Kanten, am Kopf, auf der Thoraxmitte und auf dem Rücken der 2 — 3
ersten Hlbsringe kurze 8pitzchen; matt hellgrün, etw'as durchscheinend. — Der Falter fliegt auf Lichtungen,
an Waldrändern und auf buschreichen offenen Plätzen.
V. superba Bat. ( = aphrodite Btlr.) (95 b). Von der vorigen vor allem durch die Figlform unterschieden.
Der Vflglsaum bildet ZAAÜschen den Mündungen der Radialen einen Zahn, die Hflgl sind A^iel tiefer gezackt
und der Zahn in ihrer 8aummitte ist zu einem langen 8porn ausgezogen. Färbung und Zeichnung ähnlich AAÜe
bei trayja'. die AAuiße Binde außerordentlich veränderlich, manchmal doppelt so breit, wie geAvöhnlich. Apical¬
teil der Vflgl zuAveilen lebhaft orange gefleckt. Diesen Abänderungen Namen zu geben ist ebenso unnütz als un¬
sicher, da z. B. über die Bindenbreite, die roten Einmischungen usw. in der Originaldiagnose überhaupt keine
Angaben gemacht und gar nicht zu entscheiden ist, ob die Type der breitbindigen, der einfarbigen rrsAv. Form
angehört hat. Zentral-Amerika und Mexiko. — Diese und die beiden vorigen Arten sind unter dem Gattungs¬
namen Amphirene von den echten Victorina abgetrennt AAmrden, hauptsächlich auf Grund von Verschieden¬
heiten im männlichen GeschlechtsajAparat.
17. Gattung-: l>icloiii$^ Hbn.
8chAvarzbraune 8chnietterlinge mit scharlachrotem Hflglband. Mittelgroß, Körper ziemlich schmächtig;
Kopf klein, aber die Palpen beim $ sehr lang. Figl gerundet, die Vflgl ganzrandig, der Hflglsaum gcAvellt. Auf¬
fällig ist die Ckjstalis des Vflgls, deren basaler Teil stark aufgeblasen ist. Die Gd haben ein eigentümliches Duft¬
organ, das ich schon im Jahre 1889 beschrieben und abgebildet habe. Es sind 2 sternförmig spreizbare Haar¬
pinsel zu beiden 8eiten der Hlbsmitte, die aber für gewöhnlich eingezogen und unsichtbar sind. Trotz ihres ganz
anderen Aussehens ent'-prechen doch die Didonis den ErgoJis der östlichen HemisphäreAi und haben auch Avie diese
den eigentümlich scliAvimmenden und stoßenden Flug, indem sie mit flach ausgebreiteten, nur Avenig zuckenden
Flgln dahingleiten Avie etAva eine Limenitis oder Neptis. Man hat 7 Formen unterschieden, die Amn Mexico his
Paraguay verbreitet sind.
D. biblis. 8chwarzbraun, mit grellrotem 8charlachband an oder Amr dem Hflglsaum. Von Mexiko durch
ganz 8üd-Amerika bis Paraguay und8üd-Brasilien, an offenen, mit Buschw-erk bestandenen Plätze]i, häufig und das
ganze Jahr hindurch. — EiAA-eiß, OAml, an beiden Polen abgeflacht, mit fein Aveißem, oben rosettenförmig geordne¬
tem Flaum. Rp erAvachsen graubraun mit hellen 8chrägstrichen, und feinen grünen Wärzchen, auf dem 7. Ring ein
lichtes Bändchen. Die Dornen mittellang, auf dem Kopfe zwei etAA^as geschlängelte, mit einem Endstern gekrönte
VILA. Von Dr. A. Seitz.
405
3. VI. IDU.
ragia volubilis; sie liält in der Ruhe Vorder- und Hinterteil erlio))en. J'j) giiin f)dergrau}>raun, lei(dit
t, gedrungen mit weit vorstehender Figlkante wie bei Ergolis, aber sonst nicht so glatt wie diese. JJer
Schmetterling fliegt elegant, aber nicht schnell und setzt sich sehr häufig auf Büsche; in Bahia fand ich flio Tiere
häufig in die horizontal liegenden Netze einer großen Spinne verstrickt, in denen zahlreiche Exem})lare zu¬
grunde gehen. — Da keine Gegend bekannt ist, wo mehr als eine Form von Didonis vorkommt, sind es wohl nur
Formen einer Art, die einander ablösen. Die nödlichste ist aganisa Bsd. (94 f) mit eiutönig dunkelbraunen aijanisa.
Vflgln; das Scharlachband läuft im Zickzack vom Vorder- zum Hinterwinkel der Hflgl und schneidet den
Außenrdsteil der Hflgl ab; von Mexiko bis Zentral-Amerika. — pasira Dhl. u. Heiv. zeigt das Scharlachband pasira.
näher an den Hflglsaum gerückt und durch die sehr dicken Adern in rote Einzelflecke zerteilt. Die Vflgl sind
im Außenrdsteil stark aufgehellt. — Sie fliegt in Guayana und ist nur als ein Uebergang zur typischen hihlis
aufzufassen. — biblisF. (= hyperia Cr., thadama Godt.) (94 f) hat gleichfalls am Außenrd aufgehellte Vflgl; hier hiblis.
folgt das Scharlachband durchaus dem Bug des Hflglsaumes \ind läßt nur einen schmal schwarzen Saum frei.
Dies ist die gewöhnliche Form, die sich von Columbien bis über Mittelbrasilien verbreitet und noch in Rio Ja¬
neiro und Säo Paulo sehr gemein ist. — nectanabis Frühst, hat oben dunkleres Rot des Scharlachbandes, unter- nectanabis.
seits ist das Hflglband viel schmäler als bei nordbrasilianischen Stücken; Rio Grande do Sul. — sisygambls sisygambia.
Frühst, soll größer sein als brasilianische Stücke, das rote Hflglband unterseits ist stärker verschmälert und
mit schwarzen Schuppen bestreut, als bei der vorigen Form. — laticlavia TÄfeme, dieR.HAENSCii am oberen laticlavia.
Rio Napo entdeckte, hat von allen Formen die breiteste Scharlachbinde; diese wird ganz besonders in der Saum¬
mitte breit und erstreckt sich dort soweit wurzelwärts, daß ihr Innensaum nach der Wurzel zu konvex wird,
während er sonst konkav ist. — Die Art gehört schon zu den Ergoliden.
C. Gruppe: Ergolidi.
Zu dieser Gruppe, die sich typisch in Asien und Afrika durch die Ergolls. Eunjtela und ßfltll'} vertreten findet, und die
je nachdem bald als Ergolidi, EurgieVini oder Biblini bezeichnet wurde, gehört bereihs die eben behandelte Gattung Didonis
und nur durch ein Versehen steht dieser Paragraxhi hinter statt vor dieser Gattung. Je nachdem die Lebensweise, die Adern¬
bildung oder die Entwicklungsgeschichte in den Vordergrund geschoben wird, grenzt sich die Grui^iie etwas anders ab. Man hat
auch die 3 amerikanischen Gattungen, welche sicher hierher gehören (Didonis, Vila, Cg.stinenra) nochmals als „Didonidl‘ iso¬
liert. Aurivillius stellt die aufgeblasenen Aderwurzeln des Vflgl (besonders der Subcostalis) in den Vordergrund, nach wel¬
chem Prinzip) sich noch eine Reihe anderer amerikanischer Gattungen, wie z. B. die nach dieser Eigenschaft benannte, früher
in der Gattung Temenis versteckte Bolboncura sylphis einreihen ließe. Libyihina und A niigoni.s, über deren Leben man noch fast
nichts weiß, würden die Grujjpe mit den Eunica und Lucinia nnt den Epicaliidi verbinden. Bevor man die Raupen kennt, die
gerade hierin ganz charakteristisch sein müssen, ist es müßig, über die Verwendbarkeit dieser Grui^j^en viel Worte zu verlieren.
Während die ganz übereinstimmende Lebensweise von ErgoHs und Didonis einerseits, die fra}jx>ante Aehnlichkeit von Cysii-
neura teleboas und Neptidopsis (die nicht nur oberflächlich ist!) für eine Vereinigung der Alt- mit den entsp^rechenden Neuwelts¬
gattungen zu einer Subfamilie einnehmen, weist andererseits Reuter beide auseinander und empfiehlt eine nähere Angliederung
der Ergolis an die ^^anessidi. Aber es ist doch sehr auffällig, daß alle Rp^n, die man von ßybliu (Afrika) Eryolis (Asien) und
Didonis (Amerika) kennt, an ein und derselben Futterpjflanze, der übelriechenden Tragia, leben. \Wnn sich zu so imgewöhidichen
morpjhologischen Momenten, wie die Blase an der Costaliswurzel, die Art der Rpnbedornung (Kopfdornen sehr lang. Dornen am
Ende mit einem Stachelkranz usw. ) und Aehnlichem noch die Gleichartigkeit einer sonst ungewöhnlichen Futterpflanze gesellt,
dürfte ein systematischer engerer Zusammenhang geographisch weit getrennter Gattungen doch wahrscheinlich sein.
18. Gattung’: Vila Ky.
DaF^7ci zu denjenigen, ziemlich spärlichen, Tagfalter-Gattungen gehört, von denen ich niemals ein Exem¬
plar im Freien beobachtet habe, bin ich nicht imstande, über ihre biologischen Verhältnisse irgendwelche An¬
gaben zu machen. Der Verwandtschaft nach (sie stehen mit der Ergolis-Didonis-Cv\\'^])Q in naher Beziehung)
sollte man einen schießenden oder schwimmenden Flug mit horizontal gehaltenen Flgln vermuten; aber eine
unverkennbare Neigung, zu gewissen Itbomiinen in mimetische Beziehung zu treten, läßt eüieii abwechsehid
flatternden und gaukelnden Flug zur Durchführung der Täuschung als vorteilhafter für das Tier erscheinen. — ,
Die Gattung besteht aus 6 einander ziemlich nahestehenden Falterformen, die alle (bis auf eine) vorwiegend
dunkle Flgloberseiten haben mit glasig weißen Einlagerungen und mit orangefarbener Bogenlinie auf der Unter¬
seite. Alle Arten scheinen ziemlich selten und kommen nur ganz vereinzelt nach Europa. Ihr eigentliches Ge¬
biet ist das Flußsystem des Amazonenstroms, von wo sie nördlich bis Guayana und südlich bis Pein reichen. —
Die Vila haben einen mäßig breiten Kopf mit dicken nackten Augen, Palpen von etwa Kopfeslänge mit verdick¬
tem 2. und etwas gesenktem 3. Glied; Fühler von halber Costalänge, am Ende allmählich und schwach ver¬
dickt; der Körper ist schmächtig, auf dem Thorax weißliche Bändemng und Fleckung, wie bei einer Pantoporia;
Figl ganzrandig, breit mit gerundetem Saum. Das Geäder dem von C ystineura ähnlich, auf dem Vflgl ist die
Zelle geschlossen, die fSubcostalis an der Wurzel beim C eüier dicken Cyste aufgeblasen. Hflglzelle offen.
— Ueber die Jugendzustände ist nichts bekannt.
V. azeca DM. u. Hew. (95 c). Vflgl mit breit weißem Zellkeil, subapicaler Schrägbinde und weißem azcca.
Strichfleck zwischen den Medianästen; Hflgl mit glasigweißem Costalteil. Unterseite mit orangegelbem, dun¬
kel eingefaßtem Randstreif. Bolivien und Peru.
V
59
466
CYSTINEURA. Von Dr. A. Seitz.
cacica.
slalachioi-
des.
caecilia.
emilia.
mariana.
hyperm-
nestra.
apicalis.
burchelli.
hogotana.
ca na.
semifulva.
caclcB. Stgr. ist oben ganz ähnlich, aber der Zellkeil vor der Spitze durchschnitten, die Schrägbinde
in 2 Flecke zerteilt; Flecke vor dem Apex, und zwischen den Medianästen weiße Wischflecke; Hflgl mit
gleichmäßigem, lichtem Band. Aus Ecuador.
V. stalachtoides Bates. Eine sehr leicht kenntliche Art, die einer Stalachtis j)haeclusa (Taf. 143), oder
Lencothyris egra (39b) gleicht, oder auch einer Pseiidoscada exornata Hsch. (41b). Die Vflgl sind von hel¬
len trübgelben Flecken durchsetzt, der Hflgl hat durchscheinenden Discus, schwarzen Vrd und, was das
Auffälligste ist, vor dem schwarzen Außenrd einen orangeroten Streifen. Vom unteren Amazonas.
V. caecilia Cr. (95 c). Vflgl mit breit weißem, ovalem oder bandförmigem Apicalfleck, eben solchem
Discalfleck und weißblauem Bändchen, das den Wurzelteil aller Figl abschneidet. Hflgl zuweilen mit weißhchem
Mittelband. Vom oberen Amazonas.
V. emilia Cr. gleicht ganz der vorigen, doch sind die großen weißen Vflglflecke in kleinere aufgelöst.
Der Hflgl zeigt unten stets, oft auch oben eine, von den Rippen durchschnittene Mittelbincle. Guayana und Ama¬
zonas.
V. mariana Bates ist oben der vorigen ganz ähnlich, hat aber auf dem Hflgl weiße Randzeichnungen
und Fransen ; die Vflgl sind etwas stärker weiß gefleckt, und im Apex selbst steht eine verloschene weiße Linie.
Auf der Hflgl-Unterseite fehlt das weiße, bei caecilia, und emilia deutliche Subbasalbändchen. Die gelbbraunen
Vrds- und Außenrdsstreifen fließen zusammen. Vom oberen Amazonas. Selten.
19. Gattung-: Cystiiieiira Bsd.
12 Formen bilden diese Gattung, von denen 11 einander sehr nahe stehen, die 12. aber merkwürdiger¬
weise beraiisfällt und sich strukturell wie auch im Habitus einer afrikanischen Falterart nähert. Die Gattung
ist, wenigstens was die 11 ersten Formen anbetrifft, mit keiner anderen zu verwechseln, sie besteht aus äußerst
zarten, breitflügeligen, ziemlich kleinen Falterchen, deren langgezogene Vflgl einen geraden Vrd, einen langen
Außenrd und einen entweder ganz liniengeraden oder sogar leicht konkaven Ird zeigen. Am Geäder ist zu be¬
merken eine dicke ampullenartige Blase an der Wiirzel der Subcostalis, eine sehr breite geschlossene Vflglzelle
und eine offene HflglzeUe. Die Färbung ist, von der 12. kaum in diese Gattung gehörigen Art abgesehen, weiß
oder grau mit etwas orangefarbener Tingierung. Ueber die Jugendzustände ist Genaues nicht bekannt. Die
geographische Verbreitung reicht von dem südlichsten Teile der Union bis nach Paraguay. Ein richtiges Aus¬
einanderhalten der Arten und Einreihen der Nebenformen ist mit großer Schwierigkeit verbunden und das
Ineinanderübergehen der verschiedenen Formen läßt vermuten, daß es sich bei den Formen dieser Gattung nur
um ganz wenige variable Arten handelt, die alle in der gleichen Richtung variieren.
C. hypermnestra Hhn. ( = hersiha Godt. p. p., tokantina Bat.) (115e, 97 a Unterseite). Schon in meinen ,.le-
pidopterologischen Studien“ (Zool. Jahrb. System. 4, S. 912) habe ich auf die ungeheure Variabilität dieser Species
hingewiesen, die selbst unter den zahlreichen Stücken, die ich am selben Platze und fast zur selben Stunde in Bahia
fing, wahrzunehmen war. Die CC können oben fast einfarbig grau sein, haben aber meist eine ziemhch breite
lichte Discalbinde durch den Vflgl, die sich unter der Zelle erweitert und bedeutend schmäler auf dem Hflgl
fortsetzt. Die Unterseite hat beim C meist ziemhch scliAvach ockerfarbige Auflagerung, hauptsächheh im
Saumfekle, und zeigt eme weiße Subbasalbinde der Hflgl, die deren Discalbinde an Breite nicht nachsteht oder
diese sogar noch übertrifft. Auch beim $ kann die ockerfarbige Aeiflagerung der Unterseite stark oder scluvach
ein. Die Art ist nur von Bahia bekannt, wo sie das ganze Jahr über fliegt. — Weiter südlich von Rio bis Para¬
guay fliegt eine Form mit breit orangegelbem Apicalteil des Vflgls, die Staudixger als apicalis bezeichnet
und üi der er bereits eine südliche Lokalform von hypermnestra YQXn\\\tei. Diese Form ist 115e als vorletzte
Figur abgebildet, hat aber versehentlich den falschen Namen hogota.na erhalten, während der Name apicalis unter
die davorstehende Figur, welche eine C. corviana darstellt, geglitten ist. Von dieser Lokalform, deren Gelb¬
färbung bezüglich ihrer Ausdehnung stark der Variation unterworfen ist, beschreibt Moulton nun nochmals
eine Subvarietät aus Brasihen, die er burchelli nennt.
C. bogotana Fldr. kommt in gewissen Formen der vorigen Art sehr nahe, so z. B. in der Form cana
Erichs., die auf der Oberseite wie hypermnestra fast keine gelbe Auflagerung hat und sich von den dunkel be¬
stäubten Exemplaren dieser nur durch geringere Größe und dunklere Flgh’äiider unterscheidet und auf der
Unterseite durch die beträchtlich schmälere Subbasalbüide der Hflgl; wieder andere Stücke sind fast ganz weiß,
gehören aber trotzdem zweifellos in den Formenkreis der hogotana. Daß aber semifulva Fldr. (97 a) mit hogotana
gleichartig sein soll, scheint mir darum ausgeschlossen, weil neben sonstigen Unterschieden diese eine schmale
Subbasalbinde der Hflgl auf der Unterseite zeigt. Columbien und Venezuela.
C. semifulva Fldr. (97 a), gleichfalls aus Columbien, hat die Basalliälfte der Vflgl und den ganzen Hflgl
trüb ockergelb übergossen, der Apicalteil des Vflgls mit weißen Längsflecken dicht besetzt. Nicht selten.
MEGALURA. Von Dr. A. Seitz.
4fi7
C. amymone Men. (115 e) unterscheidet sich von der vorigen Art dadurch, daß die Medianhinde der amymonc.
Hflgl-Unterseite zwar an der Costa breit beginnt, hinter der Zelle aber sich zu einer Kette kleiner runder weißer
Flecken verschmälert. Die Vflgl gleichen oberseits denen von hy'pennneslra, die Hflgl aber zeigen ockergelben
Außenteil. Findet sich von Texas durch Mexico und Zentral-Amerika. In Florida kommt eine Form mit ein¬
farbig grau übergossenen vor, = floridana Streck., die nach Mengel gleich cana sehi soll, sich aber von ihr flori&xnu.
durch die ßindenform der Hflgl-Unterseite unterscheidet; wohl aber zeigt sie nahe Verwandtschaft mit einer
im (^-Geschlecht einfarbig dunlcel braungelben Form von der Insel Trinidad, corviana Btlr. (lJ5e, irrig als corviami.
apicalis bezeichnet, welcher Name zu der links davon stehenden Figur gehört).
C. aurantia Weeks (115 e) ist eine im (J-Geschlecht oben fast einfarbig weiße, nur am Außenrd der Vflgl auraniia.
ganz schmal gelb tingierte Form, deren Unterseite wir abbilden. Sie wird charakterisiert durch die iJiscal-
binde der Hflgl-Unterseite, die eine Kette aus rundlichen weißen Flecken darstellt, welche in eme braungraue
Schattierung eingebettet süid. Bolivien.
C. dorcas F. (— hersilia F., mardiana Gr.) (97 a) ist mit keiner andern Art zu verwechsehi. Hier sind dorcas.
beide Figl oberseits in ihrem Außenteile lebhaft gelbrot, der Innenteil ist weiß mit matt graulichen Zeichnungen.
Von Jamaica.
C, teleboas Men. (97 a). Diese Art unterscheidet sich von allen übrigen Cystineura strukturell durch die telehoas.
noch stärker verlängerten Palpen, stärker gezackten Außenrd der Hflgl und durch den gewellten Vflgl-Saum,
auch die Zeichnung fällt völlig aus der Gattung heraus und ähnelt merkwürdig der der afrikanischen Nepti-
dopsis ophione (Bd. 13, Taf. 49 d). Nicht nur die verlängerten Palpen, die aufgeblasene Costaliswurzel und die
schwarzweiße Färbung bringt beide zusammen, sondern auch die Zeichnung von Ober- und Unterseite, besonders
die eigentümlichen doppelten Augeiu’eihen hinter der weißen Medianbinde sind beiden gemeinsam, telehoas
kommt nur auf den Antillen vor.
D. Gruppe: Marpesiidi.
Wie wir Didonis, Biblis xmd Ewyiela bzw. Eryolts trotz recht verschiedeneüi Habitus und weit getrennten Vaterländern
nicht ohne Bedenken trennen dürfen, so schließt sich die einzige hierher gehörige amerikanische Gattung — ■ Meyalura — ganz eng
an eine asiatisch-afrikanische Gruppe an, die aus den Gattungen Cyrestis und Chersonesia besteht. Die Ilpn der hierher ge¬
hörigen Gattungen sind nicht eigentlich bedornt, sondern führen außer zwei langen Kopfhörnern nur vereinzelte unxiaare,
ziemlich weiche Anhängsel, von denen je einer auf dem .5. und 11. Ringe steht, zuweilen noch einer auf einem oder zwei dazwi¬
schen liegenden Ringen, die dann gewöhnlich kürzer sind. — Weiterhin werden die Megalura mit den Cyrestis vereinigt durch
die gemeinschaftliche Futterpflanze; in der Regel findet man die Rijn auf Ficus oder verwandten Pflanzen. — Die Schmetter¬
linge endlich zeigen fast sämtlich im Analwinkel der Hflgl ein kleines Däpx^chen, das beim sitzenden Falter, weim er die Plgl
gespreizt hält, herabhängt. — Sowohl in der alten wie in der neuen Welt sind die Marpesiidi mit je 2ü — 25 Arten vertreten und
fast ganz auf di^Troiien beschränkt; ein Unterschied besteht darin, daß die amerikanischen Arten lang, die altweltlichen aber
kurz geschwänzt sind.
20. Gattiiiio-: Meji’aliira Bich.
Die früher unter Timetes und Marpesia gellende Gattung steht in der amerilvanischen Falterwelt ebenso
isoliert und zusammenhanglos da, wie ihre nächsten Verw^andten, die Cyrestis, in der alten Welt. Als diesen
beiden emander genau entsprechenden Gattungen gemeinsam muß die Bedornung der Rpn und die Gestalt
der mit einem eigentümlichen etwas gekrümmten Analläppchen versehenen Hflghi angesehen werden. Die
Megalura haben ehren ziemlich breiten Kopf mit breiter Stirn und vorgecpiollenen Augen. Die Palpen lang,
besonders das 2. Glied, auch das 3. lang und spitz; die Palpen selbst anhegend beschuppt, die Fühler mittel¬
lang mit gut entwickelter länglicher Keule, zu der sie allmählich anschwellen. Die Subcostahs der Vflgl 5-ästig,
der erste Ast etwa an der Zellmitte, der 2. an deren Ende entspringend, der 3. bis 5. gestielt; die untere Disco-
ceUularis fehlt auf beiden Flgln, so daß alle Zellen offen sind. Gewöhnlich sind die Vflgl am Apex vorgezogen
oder zugespitzt, der Saum geschwungen, der Ird völlig gerade. Die Hflgl zeigen einen von dem oberen Median¬
aste der ganzen Länge nach durchzogenen spitzen Schwanz und meist im Analwinkel ein kleüies etwas nach
außen umgebogenes, zuweilen lebhaft gefärbtes Läppchen.
Die Rp zeigt ehre starke Reduktion in der Bedornung. Die Seitendornen sind bereits fast völlig gesell vain-
den und nur unpaare weiche Doimen finden sich über den Rücken, so daß bereits ein LTebei’gang zu der Rpn-
Form der Hpa^^m(Z^ Platz zu greifen scheint. Im ganzen dürften sie sich am ersten den G/;iortppe anschließen. Die
meisten Arten sind, wo sie Vorkommen, recht häufig, saugen sowohl den Honig der Blumen, Avie auch die Feuch¬
tigkeit nasser Wegstellen und aus dem Hauptverbreitungsgebiet, dem nördlichen Südamerilca, erreicht fast keine
Faltersendung Europa, die nicht einen oder mehrere Repräsentanten dieser Gruppe enthielte. Im ganzen ver¬
breitet sie sich von dem Süden der Union (Texas und Florida) bis nach Paraguay und dem nördlichen Argen¬
tinien im Osten und Peru und Bolivien im Westen. Eüizehie Arten zeigen Anldänge an Falter anderer Gmppen,
mit denen sie zusammenfliegen, doch kommt es nicht zu einer eigentlichen mimetischen Ausbildung, dagegen
ist die Unterseite vielfach ilirer Umgebung angepaßt. Man kennt etwa 25 Formen.
468
MEGALURA. Von Dr. A. Seitz.
coresia. M. coresia Godt. (= cerynthia Hhn., sylla Per.) (96 a). Oben dunkel schokoladebraun mit aufge-
lielltem Außenrd, unten ist die Basalliälfte der Figl atlasweiß, die Außenliälfte braun. In Texas, aber dort meist
noch ziemlich selten, durch Zentral- und das nördliche Süd-Amerika südlich bis Peru und das südliche BraBihen.
Der Vidgärname ,,Waiter“ ( = Kellner) spielt auf die Oberseite (dunkler langsj)itziger Frack) und die Unter¬
seite (weißer Brusteinsatz) an.
norica. M. norica Hew. (96 a). Meist klemer als coresia. Die Vflgl schwarzbraun, vom Ird ziehen einzehie
streifenförmige Aufhellungen bis gegen die Mediana hin. Die Hflgl lichter bräunlich mit dunklen Längsstreifen.
Die Unterseite ganz anders als coresia, braun mit dunklen Zackenlinien und einem meist etwas lichteren Quer¬
bändchen vom Ird der Hflgl bis zum oberen Medianaste; der Außenrd der Vflgl meist weißlich bereift. Ecuador
und Peru.
themistocles. M. themistoclcs F. (96 a). Die Figl ziemlich gleichmäßig gelbbraun und schwarzbraiin gestreift, die L^n-
terseite der der vorigen Art ähnlich. Der Unterschied besteht darin, daß bei themistocles die lichten Streifen den
ganzen Vflgl durchziehen, bei norica nur am Irdteil deutlich erkennbar sind. Brasilien.
Chiron. M. chirofl F. (= chironias Flhn., cinna Swains. nec. Cr.) (96 a). Die häufigste und bekannteste
Megalura. Aehnlich der vorigen sind die Figl oberseits gelbbraun und schwarzbraun gestreift, aber die
Streifen sind nicht gekrümmt wie bei themistocles, sondern ganz gerade. Die Unterseite vollständig verschie¬
den, leicht perlmutterglänzend, zumeist im Außenteil dunkel graubraiin, im Innenteil hell staubgrau; beide
Teile durch eine dunkel eingefaßte gerade weiße, durch beide Figl ziehende Binde geschieden. Bei typischen
cMron finden sich vor dem Vflgl- Apex oberseits 5 — 6 deutliche weiße Punktflecke. Die Art ist außerordentlich
verbreitet und kommt von den Antillen und Mexico durch ganz Zentral- und Süd-Amerilca bis weit nach Süden
vor. Auf Cuba kommen neben ty|Bischen Stücken auch solche vor, denen oberseits die Apicalpunkte des Vflgls
fehlen, die auch meist in der Grundfarbe von typischen chiron abweichen und oftmals eine mehr einfarbig leder-
chironides. gelbe, wenig opaleszierende Unterseite haben. Diese sind als ab. chironides Stgr. unterschieden worden. Mir liegt
eine ganze Anzahl von Uebergängen vonOaba vor, so daß ich Staudingers, auch von Fruhstorfer geteilter
insularU. Ansicht, daß chironides eigne Art sei, nicht beipflichten kann, insularis Frühst. ( = marius StollnecCr.) von Ja¬
maica beschrieben, stellt einen solchen Uebergang dar. — Die Rp von chiron dürfte, wie die meisten Megalura-
Arten auf Feigen und Morus leben; nach Möschler wurde sie auf Portorico auf Maclura tinctoria gefunden.
merops. M. merops Bsd. (96 b). Oben schmutzig graubraun mit schwarzer .reichlich weiß getupfter Apicalhälfte
des Vflgls; unten trüb, silberweiß mit bräunlichen parallelen Querlinien. Von Costa-Rica durch das ganze
nördliche Südamerika bis Bolivien. Im Süden ihres Verbreitungsgebietes wird die Art durch egina Bat. abgelöst.
Häufig.
alcibiades. M. alcibiades Stgr. Die Oberseite dieses Falters gleicht genau dem chiron, die Unterseite., einer herania.
Von beiden unterscheidet ihn das Fehlen des Analläppchens am Hflgl. Der Falter muß sehr selten sein oder
wegen seiner Aehnlichkeit mit dem sehr gemeinen chiroyi wenig gefangen werden. Zentral- Amerika : Chiri-
qixi nnd Veraguas.
cgina. M. egitia Bat. Diese am oberen Amazonas stellenweise häufige Art hat zwar oben große Aehnlichkeit
mit chiron oder themistocles, unterscheidet sich aber sofort durch die helle und glänzende Unterseite, durch die
sie sich dem M. merops nähert.
harmonia. M. harmonia Dhl. u. Heio. (96 e). Auch diese Art hat die helle, atlasglänzende, von parallelen Linien
durchzogene Unterseite. Oben ist sie lebhaft orangegelb, fast genau wie herania-G , aber der Vflglapex ist viel
spitzer und die Außenrdslinie lebhaft schwarz. Das $ ist auch auf der Oberseite trüb weiß mit gelbem Ton.
Mexico.
tutelina. M. tutelitia Hew. ist auf der Oberseite fast wie harmonia gezeichnet, aber der Vflglapex noch spitzer,
die Gnindfarbe mehr feurig rotgelb, vor allem durch die Unterseite verschieden, die rotbraun ist mit violettem
Schimmer, von 3 Imearen braunen Bändchen durchzogen, so daß auf der Unterseite Aehnlichkeit mit themistocles
besteht. Amazonas; schemt recht selten.
herania. M. berania (96 c). oben feurig rotgelb, aber mit gemndetem Apex, unten trüb gelb mit weißem
Atlasglanz und 6 — 8 dottergelben Querbändern. Das $ ist oben tidib graubraun, unten weißlich, aber ganz
ähnlich wie das G gezeichnet, nur daß die Bänder oberseits deutlicher und breiter hervortreten. Die typischen
GS haben einen schwarzen Außenrd der Vflgl, dunklen Saum am Apex und dunkle, auf den Hflgln fast schwarze
Linien (= crassilineata Frühst.). Fruhstorfer macht ganz richtig auf den Unterschied dieser Form von den
Honduras- Stücken, die dunkelgelbe Querlinie haben, aufmerksam; aber diese Ltzteren sind die atypischen und
hu/is/or/eri. naüßten neu benamit werden (= fruhstorfeti 7iom. nov.) (96 c).
livius. M. livius Ky. (= berania $ Hew.) (96 b). Oberseite schwarzbraun mit dunkeln Querbändern, nicht un-
ähnhch einer norica (96 a), aber die Unterseite ist wie aus weißem Atlas, mit feinen braunen Linien. Ecuador,
Bohvien und Peru.
MEGALURA. Von Dr. A. Seitz.
4G9
M. crethon F. (= crithon Godt.) (961)). Unterseite der vorigen Art recht älinlicli, gleichfalls atlas- cndlum.
weiß, aber mit eigentümlich rosaviolettem Ranch. Oben die Figl erdbraun mit weißer Mittelbinde und 6
weißen Tropfenflecken im Außenrdfeld, von denen der in Zelle 5 nach innen, der in Zelle 6 nach außen verscho¬
ben ist. Vor dem Außenrd oft weiße Punkte. Wohl über das ganze nördliche Süd-Amerika verbreitet, bald mit
breiterer, bald mit schmälerer Weißbinde auftretend, scheint aber vielfach ziemlich selten.
M. catulus Fldr. gleicht ganz dem crethon, aber dieMitt3lhinde ist sehr schmal, die Hflgl vor dem Außenrd catulus.
mit stärkeren Streifen und am Analwinkel mit deutlicherem Ürangefleck; auf dem Vflgl sind nur die oberen
weißen Tropfenflecke rein und gut ausgebildet. Ecuador.
M. orsilochus F. ( = cinna Cr.) (96 b). Gleicht oben gleichfalls dem crethoyi, nur das im Außenfeld der Vflgl orsilochus.
statt der Punktserie eine zweite, schmälere weiße Binde etwa parallel der irmeren zieht. Unterseite aber ganz
anders; diese ist nicht von feinen grauen Linien durchzogen, wie die von crethon, sondern von breiten, braunen,
goldgelb getönten Bändern. Die Schwänze der Hflgl sehr lang xind spitz. Nördliches Süd-Amerika, besonders
Venezuela; an vielen Orten selten.
M. Corinna Lcttr. (96 c). Braun, Vflgl mit ziemlich schmaler Orangebhide, Hflgl mit violettschillern- corinna.
dem Flgldiscus. Wichtig ist die Unterseite, die neben anderer silberiger Zeichnung ein silbernes (auf dem Hflgl
ganz gerades) Mittelband zeigt. Das $ hat oben eine weiße, nach Staudingbr zuweilen hellgelbe Vflglbinde.
Columbien bis Amazonas. — lazulina Frühst. (96 c) sind Stücke der kleineren Peru-Form, wie sie viel vom lazulina.
Chan chamayo kamen; sie sind ganz wie corinna, haben aber innen unregelmäßige, begrenzte Orangebinde
der Vflgl und lebhafter rotgelbe Hflglschwänze.
M. marcella F/fZr. ($ = Valetta i?ZZr. w. Drwce) (96 d). Bei diesem gemeinen Falter ist der ganze Discus marcella.
der Vflgl beim G orange, dazu noch der Apicalteil der Hflgl. Die Unterseite ist fast genau wie die von corinna,
so daß beide lange als Formen einer Art angesehen wurden. Zentral- und nördliches Süd-Amerilca.
M. corita Wiv. (= theonis Rsd.) (96 d). Oberseite fast genau wie bei marcella', vielleicht derVflglapex corita.
etwas spitzer und auf dem Hflgl vor dem Schwanz schöne, violettmetallische Halbmonde, die sich bei marcella
höchstens andeutungsweise finden. Ganz anders ist die Unterseite, wo durch die Mitte eine dunkelbraune, nur
silbern angelegte Binde zieht. Mexico bis Zentral-Amerika. Gemein in den Wäldern von Vera Paz, an Strom¬
betten. — phiale Oodm. %i. Salv. soll im männlichen Geschlecht den corita oberseits ganz ähnlich sein, aber sich phiale.
durch die mehr rotgelbe Unterseite unterscheiden. Das $, das bei corita d^inkelbraun mit ockeriger Vflglbinde
ist, ist bei phiale viel blasser gefärbt, mit schmälerer Ockerbinde aber mit lichteren, gelbgrauen Querbändern
und -streifen. Vom Vuhcan Atitlan in Guatemala.
M. hertnione Fldr. ( = heraldicus Bat., $ = funebris Btlr.) (96 d). Beim G sind die Vflgl in der größeren hermimie.
Irdshälfte lebhaft orange, der Außenteil der Figl ist schwarzbraun; das $ das Butler als funebris beschrieb, ist
rötlich gelbbraun, mit rostfarbenen Querbinden. Die Art ist von Guatemala bis Peru und Bolivien verbreitet
und variiert stark, aber mehr nach Fundplätzen und Höhen oder individuell, als geographisch. Besonders die
fallen verschieden aus und die CC ändern bezüglich der Abgrenzung des orangefarbenen Basalteils ab ; manche
zeigen an der Innenkante des schwarzen Saumteils violettblauen Schiller, aber nie so stark wie iole. — Kir-
BYS Katalog führt im Anschluß an diese Form eine M. poeyi Sagra von Cuba auf; diese ist 1110.’ unbekannt, poeyi.
doch wurde die folgende Art, iole, verschiedentlich von den Antillen erwähnt, so bei Gramer und Drura".
M. iole Drury {— furcula F., zosteria Hhn.) (96 e). Die Farben des C bei der vorigen, aber das iole.
Rotgelb auf den Wurzelteil gedrängt, oft nur noch auf dem Vflgl sichtbar und hinter ihm auf dem schwarzen
Flgldiscus ein sehr intensiver, herrheh violettblauer Schiher. Das $ ist von dem mehr graid)raunen der vorigen
Art durch den rotbraunen Ton mit rostgelber Schrägbinde unterschieden doch variieren beide Arten hierin,
stark. Von Zentral-Amerika durch Columbien und Venezuela bis Ecuador und Peru. Gemem.
M. peleus Sulz. (= petreus Bat.) (96 e). Feurig fuchsrot mit schwarzen (Südformen) oder braunen peleus.
(Nordformen) Querstreifen. Kenntlich an der Vflglzack unter dem Apex, die weit nach außen vorspringt, dem
langen, ganz geraden, etwas spatelförmigen Schwanz an der Hflglmediana und dem kürzeren, aber stets mehrere
Millimeter langen Schwänzchen am Analwinkel. V- und Außenrd besonders bei südlichen Stücken stark schwarz
beschlagen. — Rp violettrötlich, am Bauch weiß, die Abdominalringe oben schwefelgelb. Der Kopf führt 2 Börner,
der 5., 7., 9. und 1 1. Ring tragen je einen aufgerichteten, weichen Fadenanhang auf dem Rücken. Die Pp trüb
weiß mit schwarzen Fleckchen und langen Stachehi an Kopf, Thorax und Hlbsrücken und deutlicher Rücken¬
kante. Die Rp an Cachou (Anacardium). Der Falter ist gemein; er ähnelt infolge der weit ausgezogenen
Vflgl sehr den Golaenis julia, DioJie juno etc. mit denen ich ihn auf den gleichen Blütenbüschen antraf. Brachte
ich durch Stockschläge die Gesehschaft zum Auffliegen, daß die Falter bevor sie sich wieder setzten, den Busch
umwirbelten, so war es kaum möglich den peleus im Flug aus der Schaar der Colaenis etc. herauszufinden.
M. eleuchea Hhn. (— pellenis Godt.) (98 e). Dem vorigen ziemheh ähnheh, aber düsterer fuchsrot, ebuchea.
470
HYPOLIMNAS; HISTORIS. Von Dr. A. Seitz.
misippus.
orion.
stärker schwarz gezeichnet und vor allem an der Form der Vflgl zu erkennen, die viel kürzer smd und eine
kurze Zacke unter dem Apex haben. Vom Süden der Vereinigten Staaten (Texas, Florida) inid den Antillen;
auf Cuba nicht selten.
E. Gruppe Hypolimnadidi.
Wenn man nicht die Ilypolininadiden direkt zu den Vanessidi zählen, sondern von den den Vanessen sehr nahe
stehenden Anarlia und Victorina trennen will, so kommen sie für die amerikanische Fauna kaum in Betracht, da üir einziger
Vertreter mit Bestimmtheit eingeschleppt ist. Wir bringen sie darum hier an isolierter Stelle.
21. Gattung: Hjpolimitas Hbn.
Die einzige in Amerika gefundene Art ist H. misippus, die hier selten, in Afrika und Süd- Asien aber ganz
gemein und dort lebenden Danaiden angepaßt ist. Sie ist darum auch dort (Bd. 9, S. 545 und Bd. 13, S. 212)
ausführlich behandelt und, da sie auch bis Syrien ins paläarktische Gebiet vorgedrungen ist, im ersten Teil dieses
Werkes abgebildet.
H. misippus L. (Bd. 1, Taf. 60 c). Es kann hier auf das verwiesen werden, was Bd. 1, S. 195, Bd. 9,
S. 547 und Bd. 13, S. 213 gesagt ist. ^ schwarz mit weißem, blau schillerndem Spiegel auf jedem Figl; die in
Amerika aufgefundene $-Form ist die in Bd. 1, Taf. 60 c als misippus-^ abgebildete typische $-Form, diocippus
Cr., eine Nachahmung von Danais chrysippus. Der Falter ist in Amerika heute noch selten und an ganz zer¬
streuten Punkten aufgefunden worden; so an weit entfernten Stellen von Nord-Amerika (New York-Florida),
auf den Antillen und im nördlichen Süd-Amerika. Jedenfalls wurden Puppen wiederholt eingeschleppt, und da
die Raupe an Feldfrüchten (Bataten) lebt und die Art in kaum 4 — 5 Wochen den ganzen Cyklus vom Ei bis zum
Falter durchläuft, ist es ihr gelungen festen Fuß zu fassen. Der Flug des H. 7nisippus ist ganz unähnlich dem
andrer Nymphaliden, die vielfach einen schießenden oder schwimmenden Flug haben, dagegen gleicht er dem
unregelmäßigen Flug der Danaiden, die das Weibchen ko})iert, ebenso wie der anderer mimetischer Hypolimnas
dem der Euploea.
F. Gruppe Gynaeciidae.
Diese Paltergruppe schließt sich einigermaßen an die Vanessidi- und damit auch an die nahestehenden Hypolimnadidi
an. Soweit sie bekannt .■^ind sind die Rpn stark bedornt, die Bpn haben Kojjfspitzen und oft auch über den Rücken
eigentümliche Zacken, die Schmetterlinge fallen meist durch sondei’bare Zeichnungsmuster der Unterseite auf, wo dieses
nicht einer blattartigen Anpassungszeichnung gewichen ist. Es ist kaum ein Dutzend Formen, die sich auf 6 Gattungen
verteilen, sämtlich auf Amerika beschränkt, dort vielfach häufig unil mitunter so gemeinsam, daß man sie als Charakter¬
schmetterlinge südamerikanischer Landschaften bezeichnen kann. Manchmal sieht man Falter dieser Gruijpen in großer
Höhe am Himmel hinziehen, alle in gleicher Richtung, sichtlich Wanderungen ausführend.
22. Gattung: Hbn.
In diese Gattung rechnet man einen in fast ganz Südamerika gemeinen, großen Falter, der etwa den
Doleschallia der Alten Welt entspricht. Die einzige Art ist so charakteristisch, daß jede Beschreibung erläßhch.
H. orion F. ( = danae Cr.) (104 e). Sehr groß, Vflgl am Apex und Hflgl am Analteil ausgezogen. Oben
schwarzbraun mit orangefarbenem Vflgldiscus, diese Orangefärbung hinter der Zelle bis nahe zum Saum rei¬
chend, vor der Vflglspitze ein weißer Costalfleck, der Hflgl licht gesäumt. Unterseite blattartig. Vom Süden von
Florida, wo er aber wahrscheinlich nur zuwandert, verbreitet sich die Art über Westindien iind Mexiko durch Zen¬
tral- und Süd-Amerika bis nach Argentinien und er reicht von der atlantischen bis zur pazifischen Küste. — Die
Rp ist dick und prall, mit kurzen verzweigten Dornen und zwei kurzen, stacheligen Keulen auf dem Kopfe,
gelbbräixnlich bis grünlich mit dunkelbraunen Querzeichnungen auf den Segmenten. Die Pp ist seitlich stark ab¬
geflacht mit scharfer Rückenkante ebenfalls gelbbräunlich-holzfarben und hat zwei lange Kopfhörner.
Der Falter geht nicht an Blumen, saugt aber an feuchten Wegstellen und besonders an Köder, Baumsaft und
Früchten, wo er mit stets geschlossenen Flgln, kopfunter, sitzt, bei Gefahr jedoch mit wenig elegantem, aber sehr
kräftigem Flug (etwa wie ein Charaxes) davonstürmt. Wahrscheinlich verdankt er auch diesem mächtigen
COEA; SMYRNA; l^YCINA. Von I)r. A. Seit/.
471
Flugvermögen seine Konstanz, so daß sich bei seiner Riesenverijreitung nirgends feste Rassen ausge])i]det liai)en.
Stücke die mir ans Bolivien und Ecuador vorliegen, unterscheiden sich in nichts von solchen, die aus Columbien
oder Süd-Brasilien stammen. Nur auf Haiti soll das Orangefeld der Vflgl etwas breiter sein und der llflglsaum
lebhafter weiß. Für diese Form reserviert Fruhstokfer den sonst als Synonym bchanflelten. Namen odius F. odbis.
Im tropischen Amerika sehr gemein, und mitVorliebe in der Nähe von Indianerhütten, auf Kehrichthaufen und in
Fruchtgärten sich aufhaltend, wird er schon hei Rio de Janeiro seltner und tritt sehr ungleichmäßig auf. Die
Rpn leben am Embaidjabaum und sitzen sehr hoch, zumeist auf der Oberseite der gelapj^ton Blätter.
23. Gattung’: C<»ea Hhn.
Den einzigen Falter, der in diese Gattung gehört, stelle ich nur unter Vorbehalt hierher, da mir seine
Rp unbekannt ist; aber da die Falter beider Gruppen nicht nur in Gestalt, Färbung, Geäder etc. sondern auch
im feineren Bau (REUTERscher Palpenfleck) sehr genau miteinander übereinstimmen, folge ich Reuter und
W. Müller und bringe ihn hier unter. Er dürfte den Kallima der alten Welt nahe stehen und hat zweifellos
mit den Charaxes der alten und den Prefona der neuen Welt nichts zu tun.
C. acheronta F. (= cadmus Gr., pherecydes Cr.) (104 d). Dem vorigen ähnlich, der Vflgldiscus trüber acheronfa.
orange-ockerig, vor dem Apicalteil des Vflgls eine schräge weiße Fleckenkette; vor dem Apex ein costales,
durchschimmernd weißes Fensterfleckchen, genau wie bei Hist, odrion. Hinterfliigel mit einem Zahn oder Schwänz¬
chen; unterseits mehr Rinden- als Blattzeichnung aufweisend, ziemlich variabel und bei manchen Stücken
an gewisse Charaxes erinnernd. Da aber beinahe jedes Stück unten anders aussieht, halte ich diese Variabilität
nicht für konstant und behandle cadtnus als Synonym. Von Mexico über Westindien und Zentral-Amerika
bis Süd-Brasilien verbreitet und dort noch zeitweise gemein; er sitzt an Baumstäipmen, kopfunter, oft mit
weit ausgebreiteten Flgln, kommt an den Köder und fliegt sehr schnell. Ich zweifle nicht, daß die unbekannte
Rp kurze, dicke Dornen hat und an Cecropia lebt. Der Falter variiert ungemein in Größe und neben Stücken,
so groß wie der abgebildete H. orion kommen solche vor, wie eine kleine Pyrmneis alakinta.
24. Gattung: Smyrna Hhn.
Große Schmetterlinge mit beim G goldbrauner, beim $ dunkelbrauner Oberseite und 3 hellen Subapical-
f lecken im schwarzen Apicaldrittel der Vflgl, das durch eine trüb goldgelbe unscharfe (G) oder schwefelgelbe,
scharfe' ($) Schrägbinde vom Discus getrennt ist. Sehr charakteristisch ist die FTnterseite der Hflgl, wo ein
Gewirr Von blinden oder gekernten Augen, Ringen um diese und dazwischen geschobene Fleckchen und Bänd¬
chen die Art unverkennbar macht.
S. blomfildia F. (= proserpina F., blomfildii Hhn., bella Godt., pluto Westiv.) (104 c). G oben gold- blomfildia.
orange, im Wurzelteil dunkler, die 3 Subapicalflecke weiß, wie auch beim 2, dieses mit trübgelber Schrägbinde.
Auf der Hflgl-Unterseite stehen zwischen dem gekernten Auge und der Flglwairzel 4 — 5 dunkelbraun gefüllte,
gelblich umzogene Flecke; vor dem spitzen Analwinkel ein -stumpfer, aber deutlicher Zahn. Bei StückeiYaus
Süd- Amerika, wo die Art von der Nordküste südlich bis Paraguay und Peru geht, ist dieser Zahn ziemlich stark.
— datisFrwÄÄÖ (104 d) bezeichnet Stücke aus Mexico und Zentval-Amerika; diese haben diesen Zahn schwächer, datis.
überhaupt rundlicheren Figlschnitt, lichteres, glänzenderes Gelb der Oberseite beim G und schmälere, dunkel
getönte Schrägbinde des Vflgls beim $. FTnten sind die Hflgl dunkler und die grauweiße Binde, die bei hlom-
fildia von der oberen Zellwand zwischen den Radialen bis zum Außem-d hinzieht, fehlt. — Die Rp ist stark he
dornt, die Rückendornen ähnlich wie bei der folgenden Gattung, mit cpiirlförmig angeordneten sekundären Sj^it-
zen; der Kopf mit dicken, kurzen höckerigen, in einen fünfteiligen Kno])f endenden Hörnern. Die Schmetter-,
linge sind fast überall im heißen Amerika gemein, sie fliegen in vielen Gegenden das ganze Jahr durch, setzen
sich an Mauern und Stämme und finden sich mit Vorliebe in Fruchtgärten und an Abfallhaufen ein.
S. karwinskii Hhn. (104 d) ist der vorigen Art ganz ähnlich, doch sind beim G 4ie Subapicalflecke oft kanchisMi.
(nicht immer) stark goldbraun tingiert; die Hflgl haben vor dem Analwiidcel keinen Zahn und ihre Unterseite
ist viel unruhiger gezeichnet; besonders ist die Zeichnung zwischen dem gekernten Figlauge und der Hflglwurzel
viel feiner, die braunen Flecke zu Strichen verdünnt, so daß mehr eine Ziselierung herauskommt. In ^lexiko
und Zentral-Amerika, stellen- und zeit^}'eise gemein.
25. Gattung’ : Pyeiiia Whv.
Die beiden einander sehr nahestehenden hierher gehörigen Falter erinnern etwas an Smyrna, aber die
Vflgl sind bedeutend spitzer. Die Augen sind dicht behaart; auf dem Vflgl entspringt der 2. Subcostalast nahe
472
MEGISTANIS; GYNAECIA. Von Dr. A. Seitz.
zamba.
zelys.
baeotus.
dencalion.
japetus.
aeclus.
dirce.
am Zellende, die obere Discocellularis ist kurz und rückgebogen, die mittlere lang und gekrümmt, die untere
die Zelle schräg abschließend; die 8ubmediana an der Wurzel leicht verdickt. Jugendstände unbekannt;
die Schmetterlinge im Gegensatz zur vorigen Gattung selten und die Gattung viel weniger verbreitet.
P. zamba Dbl. u. Hetv. (104 e). Oben fast wie Coea acheronta, unten oberflächlich an eine Pyrameis
erinnernd, besonders auch die Hflgl Unterseite, die eine komplizierte graubraune Zeichnung aufweist. Das
Gelbrot der Oberseite variiert etwas an Ausdehnung, ist aber nie so beschränkt wie bei zelys. Von Columbien
und Venezuela bis Ecuador und Peru, wie es scheint, überall selten.
P. zelys Btlr. Drc. Der vorigen sehr ähnlich und früher als Form derselben angesehen, dürfte aber
eigne Art sein. Der Hflgl ist viel mehr schwarz, im ganzen Außenteil, nicht nur im Analteil, wie bei zamha\
auch fehlen die gelben Randflecke. Auch die weißlichen Vrdsflecke sind bei zelys sehr viel kleiner oder gar nur
rudimentär. Costa-Rica und Panama, besonders auf dem Chiriqui-Vulkan.
26. Gattung-: Meg'istaiiis Wtw.
Da die Rp dieser Arten unbekannt ist, bleibt die Stellung der Gattung unsicher. An eine Charaxes-
Rp braucht man um so weniger zu denken, als ja auch die bis auf die Hflglspitzen eine Charaxes vortäuschenden
Com in der Annahme, daß sie eine Dornraupe haben, von den meisten Systematikern hierher gestellt Avurden.
Die Falter sind sehr kräftig gebaut, der Hlb, wie bei den Charaxes beim C — and es sind fast nur C bekannt —
manchmal nur als kleiner Appendix am robusten Thorax hängend; die Hflglzelle offen, der Schluß der
Vflglzelle äußerst fein, kaum bemerkbar. Die Hflgl tragen 2 — 3 Spitzenpaare und ihr Saum ist gezackt; die
Unterseite sehr merkwürdig gezeichnet, aber mit einem Muster, das die Gattung gut an die Seite der unten eben¬
falls höchst sonderbaren Gattungen Smyrna, Gynaecia und Callizona bringt. Man kennt 4 Formen aus den
Amazonasländern, über deren Verwandtschaft man sich noch nicht einig ist.
M. baeotus M. ( = rayi Voll.) (= 104 d). schwarz mit stumpf blaugrünem Schiller und metall-
blauer Mittelbinde, ebensolchem Querfleck hinter der Zelle und bläulicher Punktreihe im Saumfeld. Viel charak¬
teristischer ist die Unterseite, trübweiß mit dicht gedrängten Reihen schwarzer Fleckchen und 4 großen Ocker¬
flecken nach innen und oben vom Analwinkel. Amazonasgebiet und Columbien. — deucalioil Flär. (104 e) den
man lange für das $ von baeotus hielt, ist nach Staudinger sicher gute Art; unten ganz ähnlich gezeichnet,
aber der Ockerfleck der Vflgl strichförmig, und oberseits ist die Mittelbinde nicht blau, sondern gelb und auf
dem Vflgl oft etwas kürzer; fliegt gleichfalls in Amazonas und Columbien. Tatsächlich sieht das baeotus-^ auch
fast wie ein deucalion aus, hat gelbe Binden, ist aber an dem halbmondförmigen (nicht bandförmigen), außen
stärker blau beschlagenen Querfleck hinter der Vflglzelle und am Fehlen der hellen Punkte im Saumfeld zu
erkennen (Fruhstorfer).
M. japetus Stgr. (104 e). Obeu fast genau wie baeotus, aber unterseits zu unterscheiden durch die klei¬
neren Ockerflecke und durch im allgemeinen feinere Zeichnung, speziell dadurch, daß sich in der Hflglzelle statt 4
dicker Punkte wie bei baeotus zwei Linien finden. Vom oberen Amazonas, Peru. Hier reüit sich ein verscholle¬
ner Falter ein, der als aeclus F. (= aeclus Cr., alle Hbn.) geht, dem die Oberseitenbinde fehlt. Ist dies, vde
angenommen wurde, ein verdorbener Falter, bei dem durch chemische Einwirkung die Binde verlöscht ist, so
wäre am besten der Name zu streichen, da ,, Kunstprodukte“ — und es handelt sich wohl um ein solches, denn
es soll mehrere in gleicher Weise veränderte Stücke gegeben haben — keine Namen führen sollten. Läßt sich
nachweisen, daß es sich um einen sicher erkennbaren und nur wenig veränderten Falter handelte, oder gar um
eine wirklich vorkommende Aberration, so liätte aeclus F. als Namenstype und japetus Stgr. als ,,LTnterform“ zu
gelten. Die Art ist selten.
27. Gattiing-: Ciryiiaecisi Dbl.
Die einzige, gemeine, weit verbreitete x4rt dieser Gattung ist durch Figlform und Unterseite gleich auf¬
fällig. Das merkwürdigste ist der fast liniengerade, kaum merklich gebogene Außenrd der Hflgl. Die Fühler
sind lang, die x4ugen nackt und groß, die Palpen dick, spitz, schräg aufwärts gerichtet, der Körper mittelkräf¬
tig, die Beine besondei-s die Mitteltibien sehr lang und dünn. Die Rpn sind schwarz, haben verzweigte Kopf¬
hörner und gelbe Dornen, die Pp ist sehr sonderbar, Avie ein Holzspahn gestaltet und gefärbt. Die Schmetter¬
linge fliegen das ganze Jahr hindurch mit Vorliebe im offenen Gelände und setzen sich an Baumstämme.
G. dirce L. (97 a). Dieser Falter ist sofort an der LTnterseite zu erkennen. Er ist in Süd-Amerika weit
verbreitet und durchzieht von Honduras die Antillen und das ganze wärmere Süd-Amerika bis Paraguay und
Süd-Brasilien. Er hat einen unregelmäßigen, flatternden, aber immerhin schnellen Flug, in dem er merkwür-
'^■Auscjeqehcn ID. VI 1914. CALLIZONA ; PYKRIlOGYRA. Von Dr. A. Skitz. IT.'J
-^igerweise der sonst ganz unähnlichen, geschwänzten liypna dyteninestrd ghäciit. Kr fliegt ahei' ineist etwas
höher, und setzt sicli mit Vorliebe 2 — 3 m hocli an Baumstämme, mit geschlossoJien Flgln und kopfunter. Ich
habe nie beobachtet, daß er eine Blume besucht hätte. — Die Rp trifft man mit am häufigsten von allen 'I’ag-
falterraupen. 8ie ist schwarz mit gelben Dornen, gelben (bterbändern und gell)en, meist schwarzspif zigen
Kopfhörnern, die nicht gerade (wie aut Bepps Bild) sondern leicht gewunden sind. IR;i einer andeiti l’orni —
dircoides^Sepp (97 b) — die auch kleinere Falter ergeben soll, sind die vorderen Dornen nicht gelb und die zitron- rUrcoides.
gelben Querbinden fehlen. Sie lebt anfangs gesellig auf dem Einbau bal)aum undCassia, scheint aber sehr leicht
herunter zu fallen, denn man findet sie oft auf dem Weg kriechend. .Die Bp ist holzfarhig und gleicht genau
einem Splitter der Planke, an der sie gewöhnlich hängt. Jfie Vorderseite ist ganz gerarle, der Kopf hat 2 kurze
Spitzen, aber der Hlbsrücken hat eine Anzahl aufwärts gerichteter Zacken, wie wenn das Holzstückchen, das
die Pp vortäuscht, hier zersplittert wäre. Die Schmetterlinge sind gemein; bevor sie sich an den Baumstamm
setzen, pflegen sie den ausersehenen Ruheplatz oft lange zu umkreisen. Kaye gibt an, daß der Falter
beim Fliegen knacke, wie die ^geroicfa-Arten; ich habe ein derartiges Schnarren niemals hei Gynaecia gehört.
28. Gattung': C'iillizoiia Dbl.
Der vorigen Gattung sehr nahe, aber die Rpn mit kürzeren Kojifhörnern und ziemlich kurzen Dornen,
die Pp mit langen hirschgeweihartigen Kopfansätzen und auf dem Hlbsrücken statt der sjilitterartigen Fort¬
sätze kurze Stacheln; die Falter haben stumpfere Vflgl und gerundete Dflgl, letztere ohne den geraden Außenrd
und ohne den Anallappen. Von Costa Rica durch Columbien bis Guayana und Peru.
C. acesta L. (97 a). Unterseits fast wie Gynaecia dirce, aber kleiner und oben rotgelb mit ebensolcher acesia.
Schrägbinde der Vflgl und kleinen weißen Fleckchen vor dem Apex. Zentral-Amerika bis Guayana. Stücke
vom oberen Amazonas wurden als fulvescens Btlr. beschrieben; bei ihnen fließt die rot^elbe (bierbinde strecken- fulvescrn<i.
weise mit dem Rotgelb der Wurzelhälfte zusammen, und bei latifascia Btlr. (97 a) aus dem südlicheren Peru laüfaicia.
(Chanchamayo) und Bolivien ist die Sehrägbinde breiter und zitronengelb. — Rp hellgrün, oft gelblich tingiert,
mit hellgrünem, unten dunkel angelegtem Seitenstreif, Kopf und Dcrnen schwarz; an Cacao (Theobroma).
Pp griinlichgelb, rot getönt, mit verzweigten Figlfortsätzen am Kopte, weißen Spitzchen, grünen Stacheln
und schwarzen Zeichnungen. Nicht selten.
G. Gruppe Epicaliidi.
Die bei weitem formenreichste Gruppe, zu der die meisten neotropischeir Nymphaliden gehören. Sie
zeigen in ausgesprochenem Grade die Charakterzeichnung der tropisch-amerikanischen Schmetterlinge; Bänder
und Schrägflecken von herrlichem Metallblau, Orangegelb oder Blutrot auf t-iefscliAvarzem Grunde, ln der
Bedornung der Rpn macht sich kaum ein Rückgang bemerkbar gegenüber der reichen, verzweigten Bedornung
der Vanessidi, H ypolimnadidi oder Gynaeciidi. Bei den echten Epicalia, herrscht sehr auffälliger Sexualdimor¬
phismus; bei den Eunica und Verwandten ist er weit geringer, meist nur Schiller beim weiße Flecke beim
bei den Catagrarnma schließlich und ihren Verwandten, den Pyrrhogyra etc. fehlt er fast ganz. Die Tiere sind ab¬
solut tropisch, und von der ganzen großen Zahl von Faltern, die hierher gehören, erreichen nur 2 Eunica und eine
Callicore eben den äußersten Süden der Vereinigten Staaten. Ebenso fand ich bei Buenos Aires keine Art mehr
auf, wie wohl im Hinterlande, wo Wald ist, noch die letzten Ausläufer dieses Nymhpalidenzweigs gefunden
werden mögen.
29. Gattuiio' ; Hbn.
Die 6 — 8 Arten dieser Gattung, die von Honduras bis Paraguay geht, aber mitunter selbst in waldreicher
Gegend fehlen *), sind einander sehr ähnlich, besonders auf der Unterseite. Oben sind sie schwarz mit einem weißen
oder hellgrünen Subapicalfleck und solche.’ Mittelbinde; die Unterseite ist vorwiegend weiß mit breit dunklem
Außenrd und einer für die Gattung sehr charakteristischen blutroten, dunkel gesäiimten Linie, die den lichten
Innenteil und oft auch den Apicalfleck umzieht.
Kopf kräftig mit dicken, vorgequollenen, nackten Augen und kräftigen, manchmal nasenartig verlän¬
gerten Palpen. Fühler dünn, allmählich ganz schwach verdickt. Körper zart, Hlb sehr schlank. Figl breit,
Saum der Vflgl geschwungen, der der Hflgl gezackt oder gewellt, in der Mitte geeckt. Auf dem Vflgl sind Costalis
und Mediana an der Wurzel verdickt, aber nicht eigentlich aufgeblasen. Zellen aller Figl geschlossen.
Die Rpn sind noch sehr wenig bekannt. Ihre Bedornung bringt sie in die Nähe von Eunica', Temenis
und Epiphile', sie haben gut und gleichmäßig entwickelte Rücken-, aber so viel man aus den Abbildungen er¬
sehen kann, schlechter entwickelte Seitendornen. Die Puppe zeigt die gleiche eigentümliche Anheftung, wie
*) So z. B. bei Rio de .taiieiro.
474
PYRRHOGYRA. Von Dr. A. 8eitz.
die von Myscelia\ sie ist nämlich auf der Blattoherseite angeheftet und steht aufrecht oder hegt cj^uer über
dem Blatte. — Die 8chmetterhnge trifft man stets einzeln, aber in vielen Gegenden nicht selten; sie fliegen
besonders früh morgens und saugen an feuchten Wegstellen. Der Flug ähnelt etwas dem der Dynamine und
Adelpha. Man kennt ca. 25 Formen.
a) Oberseite schwarz und weiß.
P. neaerea. Diese unter ,,tipiia“ in den Sammlungen verbreitete Art ist bisher in ihrer tyjiischen Form
nur von Surmam bekannt. Die Art ist aber von Mexico bis Paraguay verbreitet und geht im Amazonas- Gebiet
hypsenor. weit nach Westen. Die nördlichste Form — hypsenor Goclm. u. Salv. (= ollius Fnüist.) (95 d) von Zentral-
Amerika, die besonders aus Honduras in großer Menge herüberkam, ist kenntlich an den spitzen Vflghi, der
geraden Hflglbinde und besonders daran, daß der weiße Subapicalfleck der Vflgl nach unten und außen in einen
neaerea. spitzen Zipfel endet. — Bei typischen neaerea L. (= tipha Ky., docella Möschl.) ist dieser Fleck unten mehr
abgerundet, die Binden im allgemeinen etwas breiter, die der Hflgl ganz leicht gebogen; von Guayana. —
jnayiL juani Stgr. (95 d) hat bedeutend breitere Binden, diese gerundet und nicht rein weiß, sondern mit einem Stich
kheili. ins Grünliche; von Columbien. — kheili Frühst, gleichfalls aus Columbien, aber nach Fruhstorfeb wahr¬
scheinlich aus einer anderen Gegend, neigt in der Bindenbreite wieder zum Typus der Art ; diese sind schmä¬
ler, proximal mehr konvex als bei juani, die Vflglbinde gerader abgeschnitten und daher geradliniger verlaufend;
der untere Zipfel des Subapicalflecks nach unten nicht so sehr abgestumpft, wie bei juani. — Vom oberen
Amazonas sind drei Formen beschrieben. Der Subapicalfleck der Vflgl ist oval, die Binden sehr viel breiter, aber
cuparina. immerhin variierend, so daß die Formen cuparina Bates, amphira Bates und argina Frühst, kaum konstant
amplnrn. verschieden sind. Von der nördlichen Form, amphira, diemeist an den weißen Submarginalpunkten beider Figl
argina. ernennen ist, unterscheidet sich argina Frühst, durch geringere Größe, distal schärfer abgegrenzte Hflgl¬
binde und sehr lebhaften Blutfleck im Analwinkel der Hflgl, cuparina durch sehr breite, nach innen etwas ver¬
schwommene Binden; diese Form kommt vom südlichen Teil des Amazonas und wird ähnlich in Para vor-
oplini. kommen. — Im mittleren Brasilien, bis Bolivien und Peru fliegt daun ophni Btlr. (95 d), bei der der Subapical¬
fleck der Vflgl vom Irdsfleck durch die schwarze Grundfarbe weit getrennt ist, was besonders bei Bolivianern
susarion. stark hervortritt. — susarion FruJi.h,. aus Peruambuco soll der ophni aus Espiritu Santo nahe kommen, wie
auch der surinamischen neaerea L., aber kleiner sein als diese mit besonders beim $ breiter weißer Binde und
arge, unterseits mit heller roter Linie. — Die südlichste Form, arge Stgr. ( 95 d ) von Süd-Brasilien und Paraguay ist dann
weit weniger spitzflügelig, der Subapicalfleck der Vflgl steht sehr schräge, fast quer, und die Mittelbinde sehr breit
(mehr als doppelt so breit, wie sic bei hypsenor ist), darum ist die beide trennende Grundfarbenbrücke zwar nicht so
breit, wie bei ophni, aber viel länger. — Die Rp ist rosenrot mit hellgelbem, braun gesäumtem Sattel¬
streif über den Rücken und rötlichem, etwas herzförmigem Kopfe, dessen Dornen die längsten sind und feine
Nebendornen führen. Sie kommt ganz gewiß nicht auf Kaffee vor, wie angegeben, lebt aber Avahrscheinlich
auf Paullinia; die Pp ragt von der Blattoberseite senkrecht in die Höhe und dreht sich nach dem Licht; grün
mit stumpfem Vorderteil; am Thoraxrücken ragt ein grüner, beilförmiger Fortsatz hervor; Figlscheiden und
Rückenkante sind piirpurbraun schattiert. Die Schmetterlinge fliegen einzeln aber nicht selten, besonders
in der Frühe, wo man sie an nassen Steinen und Wegpfützen saugen sieht.
typhoeus. P. typhoeus Fldr. Diese Art ist der vorigen ganz ähnlich, aber die Vflgl sind stumpfer, die Hflgl Aveniger
geeckt, im Analteil gerundeter; die Mittelbinde ist sehr breit, und im Außenfeld der Vflgl befinden sich 2 lichte
Fleckchen. Columbien.
catharinae. P. catharinae Stgr. (95 e) ist eine der größten Formen. Staudinger kennt nur $$, und Butler, der aus
der gleichen Gegend seine ophni beschreibt, gibt von dieser nur das S Ich glaube, daß beide zusammengehören,
doch ist Butlers Beschreibung so dürftig, daß man ohne die Type zu untersuchen nichts sagen kann. Wie bei
vielen Pyrrhogyra hat das catharinae-'^ oben Ketten Acnißer Antemarginalflecken ; diese smd aber auf der
Hflgl-Lhiterseite nicht zu einem Aveißen Wisch zusammengeflossen, sondern bleiben gesondert, und jedes ist
dunlcel umzogen. Sa. Catharma bis Bolivien.
b) Binden mehr oder av e n i g e r h e 1 1 g r ü n.
straionicus. P. stratonicus Diese mir unbekannte Art soll dem tiphoeus nahe stehen, hat aber mehr grünlich-
weiße Binden, und das blutrote Bändchen vor dem SaAimfeld der Hflgl-Lhiterseite verläuft ganz gerade. Die
Vflgl zeigen einen kleinen rundlichen Subapicalfleck, einen länglichen über der Zelle, und einen hohen schmalen
Medianfleck. Oberer Amazonas.
edocla. P. edocia Dbl. u. Hew. (95 e). Sofort kennthch an den schön nilgrünen Bmden, einem klemeren Fleck in
der Vflglspitze, apical von dem größeren Subapicalfleck und der unten blutroten Mediana der Vflgl. Dagegen
LUGINIA; PERIA. Von Dr. A. Seitz.
475
ist die bei allen neaerea-Formen unten blutrote Hflglcosta hier nur an der Wurzel rot, sonst weiß. Typisciio
edoc/a kommen von Columbien. — aenariaW/Wish (95 e) von Zentral-Amerika, hat den iSpitzcnflcok größer, den oumarm.
Subapicalfleck kleiner als die typische Form, so daß beide Flecke nicht so stark in der (Iröße differieren. —
athene Frühst., ohne genauen Fundort, vielleicht nur Zeitform von edocla, ist kleiner, mit sehtnalen, sehr }>lassen oihme.
Binden, die auf dem Vflgl von der Grundfarbe außen tief eingekerbt werden. — lysanias Fldr. vom oberen hjianlas.
Amazonas ist sofort an den stumpferen Vflghi und der blaßgrünen, doppelt so breiten Flglbiudo zu erkennen.
— niaculata Stqr. (95 e), zu der von lysanias alle Uebergänge vorhegen, ist genau wie diese, hat aber vor dem maculata.
Außenrd beider Figl weißgrüne Fleckenreihen; J^eru, besonders vom Chanchamayo })ekannt. — anthele anlhele.
Frühst., die R. Haensoh in Ecuador auffand, ist dunkler, kleiner, ohne die Punktierung im iSaumfeld, od(U' nur
mit Spuren davon, der helle Figlrand der Unterseite schmäler. Scheint nicht so häufig wie die ne/ierea, in ihrem
Bezirk ist.
P. otolais Bat. (95 c). Meist viel kleiner als die vorigen, fast die ganze Flgloberseite von der sehr ver- otoluiH.
breiterten, zart nilgrünen Binde eingenommen, dadurch von dei' langpalpigen ■na.sica, die eine schmälere, dunklere
und nicht bis zum Ird der Hflgl reichende Binde hat, unterschieden; oberseits der crani.eri sehr ähnlich, aber
unten sofort dadurch zu r nierscheiden, daß die Mediana der Vflgl weißgrün, nicht blutrot ist. Von Zentral-Ame¬
rika. — neis Fldr. von Mexico ist etwas größer und hat breitere Binden. aeis.
P. crameri Auriv. (^ neaerea Cr. nec L.) (95 c). Dies ist die einzige P yrrhogyra, bei der der untere crameri.
Zellrand auf der Vflgl-Unterseite die Zelle nicht diirch ein blutrotes, dunkel eingefaßtes Bändchen abschließt.
Oben fast wie otolais. Guayana. — hagnodorus Frühst, von Peru hat einen schmäleren schwarzen Rand und hagnodoru
oberseits lebhafteres Apicalfleckchen des Vflgls, und nautaca Frühst, von Columbien und dem oberen Amazonas nautaca.
ist größer, die Binden schmäler und tiefer grün, und der Außenteil der Figl lebhafter violett gewöUet. — Die
Rp scheint der von neaerea L. außerordentlich ähnlich, nur etwas reichlicher schwarz gezeichnet, und die Pp
ist der jener Art ganz gleich; es kann aber auch eine Verwechslung der Art vorliegen, daß tatsächlich eine Rp
jener für diese Art gehalten wuirde, infolge der Homonymie.
P. nasica Stgr. Der vorigen ähnlich, aber sofort kenntlich an den sehr verlängerten Pal})en und jiasica.
daran, daß die grüne, sehr breite Mittelbinde den Ird der Hflgl nicht erreicht; dieser ist vielmehr schwarz¬
braun. Columbien. — Bei olivenca Frühst. (95 d) ist das grüne Feld so breit wie bei der typischen Form, oUvenra.
aber das rote Hflglband ist nach außen so breit schwarzbraun gesäumt, daß das Beingelb im Saumfeld auf ein
schmales Bändchen eingeengt ist. — seitzi Frühst. (95 d) von Bolivien hat schmälere und dunlder grüne Bän- scitzi.
der; das auf dem Hflgl läuft hinten ganz spitz zu und zeigt mit dieser Spitze auf den roten Analpunkt.
30. Gattiinu: Hbn.
Kleine gelbe Falter mit dürftig schwarz gezeichneter Oberseite, aber unterseits reich verzierten mit großen
metallischen Augen versehenen Hflgln. Kopf breit mit breiter Stirn, Palpen etwas verlängert, aber ziemlich
schlank und aufgebogen; die Fühler geringelt, mit gut abgesetzter Keule. Der Körper schlank, die Vflgl drei¬
eckig, mit glattem oder kaum gewelltem Saume und etwas unter dem Apex ganz leicht eingezogen. Die Hflgl im
Analteile gezackt, die Costa der Vflgl an der Wurzel schwach, die Mediana stark aufgeblasen, die Zelle breit.
Auf den Antillen. Nur vier wahrscheinlich zu einer Art gehörige Formen, die sehr ineinander spielen und kaum
als Subspecies aufrecht erhalten werden können.
L. sida Hhn. ( 97 b ) von Cuba und Haiti, ist aus der Abbildung genügend zu erkennen. Die Tiere variieren sida.
nicht unbeträchtlich in der Größe der Augen auf der Hflgl-Unterseite und großäugige mit breitem dunklen Flgl-
saum wurden als Subspecies unter dem Namen cubana Frühst abgetrennt. — cadma Dncry, von Jamaica ist culana.
größer, die Oberseite der Hflgl hat einen graubraunen statt weißen Grund und die bei sida deutliche metallisch
violett-weiße Linie vor dem Hflglsaume auf der Unterseite fehlt. — Eine von cadma kaum verschiedene Form.'
torrebia Men., kommt auf Haiti vor. torrehia.
31. Gattiiiig-; l*eria Ky.
Die kleine Art, welche diese Gattung ausmacht, habe ich nie lebend gesehen, und ich finde nirgends eine
Andeutung über ihre Lebensweise. Die als Peria lamis bekannte Art kommt an vielen Orten des nördhehen
Süd-Amerika vor und weicht nur hinsichtlich der Größe etwas ab. Der Kopf ist mäßig groß, die Palpen kurz, die
Augen nackt. Fühler allmählich zu dünner Keule verdickt. Figl ganzrandig, die Zelle aller Figl geschlossen.
Die Vflglzelle sehr breit, ziemlich kurz, die Subcostalis 4-ästig. Erster Ast dicht vor dem Zellende abzweigend,
zweiter beträchtlich hinter demselben, der 3. mündet in die Costa, ziemlich Aveit vor dem Apex. Präcostale
der Hflgl zweispaltig, nach dem Abgang der Subcostalis abzweigend.
476
PSEUDONICA; TEMENIS. Von Dr. A. Seitz.
lamis. P. lamis Cj. (= lapliria (97 b). Oberseite zeichnungslos schwarzbraun, Unterseite honiggelb,
ganz fein dunlcel bestreut; auf jedem Figl zieht ein gerader dunkler Strich von vor dem Apex bis hinter die
Irdsmitte und vor dem Saum steht eine unregelmäßige dunkle Linie.
32. Gattung’: I^HOlidoilicsi Ky. (Nica Hbn.)
Auch diese Gattung enthält nur eine Art, die zuerst als Nymphalis jlavilla von Godart beschrieben
und von Hübxer abgebildet und in die Gattung Nica gebracht worden war. Es handelt sich um ein kleines,
fast einfarbig honiggelbes Tierchen, das sich in 4 Formen über einen großen Teil von Zentral- und Süd-Amerika
verbreitet. Die Unterseitenzeichnung zeigt ziemlich das gleiche Muster wie bei Peria. Kopf mittelgroß, Palpen
kräftig, Fühler von über halber Oostalänge, fein geringelt, am Ende kaum verdickt. Zellen aller Figl geschlossen,
die der Vflgl ziemlich breit. Saum der Vflgl fast glatt, der der Hflgl kaum gewellt. LTeber die Jugendzustände ist
nichts bekannt. Die Falter fliegen einzeln auf Waldwegen und setzen sich gern mit halbgeöffneten Flgln auf
Blätter dicht über dem Boden.
flavilla. P. flavilla Hbn. Die brasilianische Form hat lebhaft rotgelbe Oberseite, braunen Vflglsaum; die Unter-
lunigera. Seitenzeichnung schlägt nach oben deutlich durch. — lunigera Frühst, ist die Form aus dem äußersten Süden
des Verbreitungsgebiets, Paraguay im Osten und Peru im Westen. Sie hat ausgedehnt schwarz gesäumte Vflgl;
der schwarze Saum zieht sich breit in den Analwinkel hinein. Am Zellapex ein breiter rotbrauner Querfleck.
sylvestris. Hflgl oben am Saum mit kompletter Mondfleckenkette, diese Flecke außen violett begrenzt. — sylvestris Bat.
(97 I)) von Columbien und Amazonas hat im dunklen Apex ein lichtes Pünktchen; die Unterseite ist schwächer ge
cantliara. zeichnet als bei flavilla, aber stärker als bei der vierten Form canthara Dhl. (67 b) von Venezuela und Zentral- Ame¬
rika, die sehr fahl ockergelb und unterseits so schwach gezeichnet ist, daß die Zeichnung nach oben nicht
durchscheint.
33. Gattniig’: Teiiieiiis Hbn.
Nachdem die kleine Art sylphis aus dieser Gattung genommen und für sie das Genus Bolboneura auf¬
gestellt worden ist, bleiben nur noch 2 Te^rmiis übrig, von denen eine aber außerordentlich geographisch va¬
riiert. Es sind mittelgroße Falter mit honiggell) oder blutrot gefärbten Flügeln, die über den größten Teil des
heißen Amerika verbreitet sind. Kopf ziemlich dick mit stark vorgecpiollenen Augen, die Palpen lang
und stark, Fühler allmählich zu ganz schwacher Keule verdickt. Thorax kräftig, Hlb beim B sehr schmäch¬
tig. Die Vflgl sind bei einer der Arten unter dem Apex geeckt, bei der andern von normaler Gestalt; die Zelle
ist sehr kurz, am Ende breit und gerade abgestutzt. Auf dem Vflgl zweigt der erste Subcostalast erst direkt
vor dem Zellende ab, der zweite gleich dahinter, der dritte aber lang danach. Die Rpn sind grün mit herzför¬
migem, zwei langen mit Rosetten von Nebendornen besetzten Hörnern führendem Kopfe; die Rückendornen
sind an Zahl reduziert, etwas unregelmäßig, die auf dem 3. and 11. Ringe kenlenförmig verdickt; die Pp ist
grün, fein rot gezeichnet, mit zwei Ko])fspitzen ; die Falter fliegen einzeln, sind aber nicht selten.
laothoe. T. laothoe. Dieser gemeine Falter variiert sehr, so daß man 16 Formen benannt hat. Er kommt
libcria. von Mexiko bis Paraguay und Peru vor. Die nördlichste Form, liberia F. (97c), ist oben einfarbig trüb orange,
hondurensis. mit kaum dunklerem Apex der Vflgl. — Wenig davon verschieden ist hondurensis Frühst, vom nördlichen Zentral-
Amerika; sie gleicht auch der ariadne Cr., aber den Hflgln fehlt der rötliche Distalsaum, der Vflglapex ist wie
agatlni. bei agatha bleichrötlich gefärbt, mit einem lichten Aj)icalfleck vorher. — agatha F ., die wie liberia und hondurensis
c:>lumbiana. auch auf den westindischen Inseln fliegt, hat den Vflglapex mehr braun. — columbiana von Columbien
ist der zentralamerikanischen Form sehr nahe, aber größer als hondurensis und sovyohl die ockerige Grundfarbe,
ariadne. als auch der Vflglapex eine Nuance dunkler, besonders auch die Unterseite. — ariadne Cr. (= merione F.) ist
ottonis. die am längsten bekannte Form aus Guayana, bei der alle Vflgl einen dunkeln An ßenrd haben. — ottonis Frühst.
( = merione Hbn. pt.) (97 c) hat ganz ockergelbe Figl beim der Apex der Vflgl ist aber durch ein schräges
Subapicalband, dessen unteres Ende lä)igs des Außenrds bis zum Analwinkel zieht, abgeschnitten; Surinam.
violetta. — - violetta Frühst. (97 c) vom Rio Wanpes, die südlich bis Bolivien geht, hat breit schwärzlichbraunen Vflgl-
Apex und das ^ fast ganz dunkle Hflgl, die nur an ihrem Apicalteil gelbrot gefärbt sind. Aber in Bolivien fliegt
pseitdolao- auch die otto7iis-F orm mit beim ockergelben Hflgln. — Am Amazonas fliegen dann die Formen pseudolaothoe
ihoe. ^ Vflgl mit breit dunklem Apex, wie bei laothoe, aber die Hflgl nicht dunkel, sondern gelb, und pseud-
pseud- ariadne Frühst., bei der die Grundfarbe bleicher ockerig, mehr fahl ist, der Apicalteil stumpfer gefärbt, und
ariadne. ^ innere Grenze des dunkeln Apicalteils ganz schwach stumpf gewinkelt. Diese Form wurde
laothoe. von Obidos beschrieben. — laothoe Cr. ist die Form, bei der der Vflglapex schwarzbraun, sein innerer Saum
gleichmäßig gerundet, der Vflgldiscais lebhaft dottergelb, die Hflgl oben vorwiegend schwarzbraun sind.
Dieses Färhungsmuster erinnert sehr stark an das von Epiphile lanipetlmsa, mit der die Art an verschiedenen Stel-
hübneri. len zusammenfliegt. — hübneri Frühst. ( merione Hbn. pt.) ist ähnlich, aber hier ist nur die Irdshälfte und der
BOLBONEURA. Von I)r. A. 8eitz. EIMPIflLE. Von J. Rr.nER.
477
Saum der Hflgl schwarzbraun, die Vrdshälfte a})er goldgelb; aus Inner-Brasilien (Minas-(lcraes). - baliiana halnana.
Frühst, ist eine kleine Form, satt ockergelb, Vflgl mit matt violettem Ajjicalsaum und ebensolclier Scbrägbinde
mit gewinkeltem Innensaum. — santina von Südbrasilien bis Paraguay, hat ])rägnanter violett gezcicb- aanlina.
neten Apicalteil der Vflgl; das $ größer als bah.iana, die liebte Zone hinter der Zelle breiter und bleicher. —
pedaina Frühst, von Pernambiico nähert sich snntiua, weicht aber von dieser durch den schmalen, scharf ahge- pedairut.
setzten blauen Hflglsaum ab. Hflgl des 9 rauchbraun angeflogen mit leichtem blauem Schiller ühergo.ssen,
vor der blauen Querbinde der Vflgl ein großer blaßroter Fleck. Liegt mir nicht vor. — korallion Frnhst. komllion.
mir gleichfalls unbekannt, soll die schönste Form der Art sein. ,, Vflgl mit rotem Apicalfeld und roter Zelle, und
eben solchem breiten subapicalen Schrägband. Zelle aber manchmal blau überflutet, ebenso die (Aierbinde auf
dem Vflgl. Hflgl prächtig violettblau mit Ausnahme eines roten scharf ahgegrenzten Histalsaums.“ —
Rp grün mit weiß gezeichnetem Kopfe, dunkler Längslinie und schwärzlichen Quersätteln, die Thoraxringe
ganz schwärzlich. Bauch weißlich, dunkel gezeichnet; Füße weißlich, ebenso die Dornen auf dem 12. Ringe,
sonst die Rückendornen schwarz, die auf dem 3. und fl. Ringe keulig verdickt; an Paullinia seminula und
Serjania meridionalis. Pp hellgrün, dunkelgrün und etwas rot gezeichnet, am Kopfe zwei kurze Flügel. Die
Schmetterlinge fliegen auf Waldwegen, in Gesellschaft der ähnlichen Pseudonica\ siefliegen gewöhnlich nur kurze
Strecken und setzen sich besonders auf den Weg überragende Buschzweige.
T. pulchra. Oben schwarz mit tief hyazinthblauem Schiller, der aber nur sichtbar wird, wenn man den
Falter aus der Richtung der Lichtquelle betrachtet. Vflgl mit rotem Wurzeldrittel und Schräghinde, Hflgl
mit großem rotem Fleck im vorderen Discus; unterseits braun, oft mit einigen blau metallischen Punkten.
Wie bei laothoe die Färbung je nach dem mit ihr fliegenden andern Falter (Pseudonica canthara, Epiphile
lampethusa etc.) abändert, so richtet sich das Rot der pulchra in seiner Verteilung nach dem Gesell¬
schaftsfalter aus den Gattungen Caiagraruma und Siderone, mit der sie zusammen fliegt; erstere gehören
der Gruppe an. Bei der typischen pulchra Hew. (97 c, d) aus Columbien ist die rote Schräghinde des pulchra.
Vflgls schmäler, das Wnrzelrot nicht so ausgedehnt wie bei der Pern-Form ;'4 anf der Unterseite ist
Wurzelrot und Schräghinde durch eine schwarze Binde (wie oherseits) geschieden. — Bei dilutior Frühst, diluiior.
(97 d) von Fern ist das Trennungsband zwischen Wurzelrot und Schräghinde auf der Unterseite wie auch der
Apicalteil rot überlagert, so daß der Hflgl fast einfarbig rot erscheint, in dem das Schwarz nur mehr schatten¬
haft auftritt. — amazonica Frühst, vom oberen Amazonas hat noch weniger Wurzelrot als pulchra und die rote amazonica.
Vflglbinde steht steiler. — Als eine 9-Form von pulchra beschreibt Staudinger einen Falter, den er melania melania.
(97 d) nennt und den wir nach einem Exemplar in Fasses Sammlung abbilden. Die Vflgl haben eine orange¬
gelbe Schrägbinde, die Hflgl einen großen, subanalen Blausilberfleck; aus Columbien, bei Muzo gefangen. —
Im ganzen ist pulchra ein ebensolcher Proteus, wie laothoe und man könnte für sie noch mehr Namen konstruie¬
ren, als für diese; völlig gleich sind von den 14 mir vorliegenden Stücken oherseits keine zwei, überall ist andere
Verteilung des Rot; am konstantesten ist noch die Hflgl-LTnterseite, die meist 2 blaue Aeugelchen im Discus
hat, doch gibt es auch Stücke mit 1 Auge und ganz ohne solche.
34. Gattung'; Bolboiieiira Salv. u. Godm.
Nur ein kleiner mexikanischer Falter bildet diese Gattung. Früher zu den Tenienis gestellt, wurde er
hauptsächlich auf Strukturunterschiede des Geäders und der Beine von Saevin und Godman aus dieser Gattung
entfernt. Tatsächlich dürfte seine richtige Position in der Nähe von Epiphile sein, mit welcher Gattung auch
seine Färbung und Zeichnung einigermaßen harmoniert. Durch die an der Wurzel aufgeblasene Costalis und
Mediana nähert er sich aber sowohl den C ystineura als auch gewissen Eunica. Von C ijstineura aber nnterscheidet
ihn sofort die Flgl-Form: der Apex der Vflgl ist schräg abgestutzt. Ferner zeigt die Unterseite lebhaft metal¬
lische Zeichnung, die bei Cystineura niemals vorkommt. Wie bei Epiphile entspringen der 1. und 2. Subcostal-
ast vor dem Zellende; die obere Discocellularis ist kurz, die untere Discocellularis trifft die Mediana direkt
hinter dem Ursprung des 2. Astes. Die Vorderbeine sind sehr schwach behaart, die mittleren und hinteren ohne
Dornen, mit kurzen, stark gekrümmten Klauen. Die Palpen sind ähnlich wie bei C ystineura verlängert, be¬
sonders das Endglied und zwar mehr beim 9 beim E- Has Mittelglied ist dick und aufgeblasen.
B, sylphis Bat. (97 d). Mit keiner anderen Art zu verwechseln. Oben sind die Vflgl im Innenteil von sylphis.
prachtvoll blauem Schiller übergossen, der Außenteil schwarz mit 2 ockergelben Binden, die Hflgl blau schillernd,
vor dem dunklen Saumband orange. Am Saumbande selbst eine blaue metallische Linie. Die Unterseite gelb, auf
dem Vflgl zwei schwarze Schrägbinden mit metallisch blauer Mitte. Der Falter ist lokal, aber nicht selten.
35. Gattung': Epipliile DU.
Das Verbreitungsgebiet dieser Gattung erstreckt sich von Mexico bis Paraguay. Von den 18 Arten
kommen allein etwa 14 in Columbien, Venezuela und Zentral-Ainerika vor, wo die Gattung also ilir Haupt-
478
EPIPHILE. Von J. Röber.
orea.
iblis.
alhijasciata.
pluaios.
negrina.
epimenes.
kalhreycri.
plulonla.
clectra.
üUecUt.
dinora.
holivlana.
epicaste.
honplandio-
ides.
laüfasciata.
Verbreitungsgebiet hat; die Tiere sind vorwiegend im Gebirge heimisch. Sie charakterisieren sich schon durch
ihre äußere Erscheinung und ein allen Arten eigentümliches Zeichnungsmerkmal ist ein von der Grundfärbung
abstechender lichter dreieckiger Vrdsfleck auf der Unterseite der Hflgl. Da sich Epiphile schon hindurch
von allen anderen Gattungen gut unterscheidet, ist es unnötig, eine Beschreibung der Rippenbildung usw. zu
geben.
Nach W. Müller ist die Gestalt der Eier und die Art ihrer Lagerung von E. orea wie bei Myscel.orsis.
Die Rp lebt an Paidlinia semimida Rod. und Serjania meridionalis Cambes. Sie hat an jeder Seite des Kopfes
ein Horn in der Länge des Gesichts, das mit sehr kleinen Nebendornen versehen ist; am Kopfe sind außer den 2
von den Hörnern herabziehenden weißen Streifen noch ein weißer Fleck über dem Mund iind ein ebensolcher
zwischen den Hörnern; Hinterseite des Kopfes und der Hörner blaßrot, Körper samtartig grün, die Region
unter den Luftlöchern heller; es finden sich folgende gelbe, diinkelgerandete Linien: 2 ziemlich entfernt von ein¬
ander verlaufende Rückenlinien, 2 Seitenlinien, die sich an der Grenze der Abschnitte nähern und die Dornen
daselbst umziehen, eine stärkere gelbe Linie entlang den Luftlöchern, die in der Gegend der Luftlöcher selbst
unterbrochen ist und eine wellig gebogene Linie zwischen der Seiten- und Luftlöcherlinie, auf jedem Abschnitte
stehen 2 Seitendornen, die wiederum sehr kurze Dornen tragen. In der Ruhe nimmt die Rp sowohl Schutzstellung
ein, indem sie sich mit vorgestreckten Hörnern platt an das Blatt andrückt, als auch die Trutzstellung, indem sie
nach Art der Sphii\giden-R])n mit erhobenem Kopfe dasitzt, während sie die Höimer wie drohend erhoben hat.
Die Rp klebt bis zum 3. Stadium Kotballen an die abgefressenen Blattrippen an. Die Pp ist gleichfalls der
von il/y«ce/fa ofsts ähnlich ; Grundfärbung oberseits schön samtartig grün, unterseits blaß weißgrün, oberseits
hinter dem 5. Ringe wie mit einer dünnen Wachsschicht überzogen, beide Regionen scharf getrennt durch eine
({ner über den 5. Abschnitt verlaufende Linie, die sich aus 3 nach vorn offenen Bogen zusammensetzt; die
Figlkante entlang verläuft eine schmale braune Linie; auf der Flglwmrzel und auf dem Kopfe finden sich leh-
haft perlmntterglänzende Flecke; sie verhält sich gegen Lichteinflüsse wie Mysc. orsis, reagiert aber nur träge.
E. orea unterscheidet sich von den ähnlichen Arten durch ein rundliches Fleckchen auf der Oberseite
der Vflgl in der Nähe der Flglwnrzel, das dieselbe Färbung wie die l)eiden Vflglbinden besitzt. — orea Hbn.
(97 e) aus Brasilien (von Rio de Janeiro südwärts) ist nur wenig verschieden von iblis Fldr. aus Columbien, bei
der die gellten Vflglbinden nur wenig l)reiter sind. Das $ von orea ist, wie die Abbildung zeigt, ziemlich ver¬
schieden und hat keinen Schiller. Die $$ von iblis haben gewöhnlich eine gell)e, ausnahmsweise eine fast weiße
Vflglbinde; diese Form benennen wir albifasciata.
E. plusios Godm. u. tdalv. (97 e) aus dem Chiriqui, die die genannten Autoren als eine Form der orea be¬
trachten, hat einen weißen Subapicalfleck der Vflgl, aiis anders gestalteten Flecken zusammengesetzte Vflgl¬
binden und grünen (nicht blauen) Schiller der Hflgl.
E. negrina Fldr. (97 e) vom Rio negro und Columbien hat 3 braungelbe Sadrapicalflecke und anders ge¬
staltete Mittelbinden der Vflgl.
E. epimenes Hew. (97 e) aus Columbien hat wundervollen grünblauen Schiller der Oberseite, Avovon nur die
Spitze der Vflgl und der Vrd der Hflgl ausgenommen ist.
E. kalbreyeri Fassl (97 e) aus West-Cohunbien (Aguacatal, 2000 m), hat mehr blauen als grünen, aber
sehr intensiven Glanz und die Vflglbinde ist stark reduziert.
E. plutonia G. u. 8. (97 f) aus Zentralamerika hat außer dem blauen Flglfleck keinen blauen Schiller.
Diese Art unterschfeidet sich auch durch gedningenere Figlgestalt.
Die durch ihren prachtvollen Schiller hervorragende E. electra Stgr. (97 f) aus dem Gebirge Amn Vene¬
zuela (Merida) unterscheidet sich von allen ähnlichen Arten durch eine lichte Binde der Hflgl.
E. dilecta Stgr. i. l. (97 f) aus Bolivien hat schönen violetten Schiller der ganzen Oberseite, von dem
nur die Vflglspitze frei bleibt; die Figlbinde ist gerade und gleichmäßig breit.
E. dinora Fassli (97 g) aus West-Columbien (Aguacatal, 2000 m) ist die größte Art der Gattung. Nur bei
ganz spitzwinkligem Lichteinfall ist geringer blauer Schiller l)enierkbar. — boliviana form. nov. aus Bolivien
(Coroico, 1200 m) hat einen deutlichen weißen Subapicalfleck der Vflgl, etAvas schmälere und lichter gelbe Bin¬
den und im Analwinkel der Hflgl einen deuthchen gelben Augenfleck. Die Unterseite ist lichter braun und AA^eniger
gezeichnet.
E. epicaste Hew. (97 g) aus Columbien hat ein von den übrigen Epiphile-^^ ganz abAA^eichendes $, da
bei ihm die Vflglbinde eine grünlichblaAie, metallisch schimmernde Färbung zeigt ; ähnliche Färbung zeigt sich
am Außenrd der Hflgl. Es wurde von Herrn A. H. Fassl im Aguacatal in Höhe von 2000 m entdeckt. Eine
weitere $-Form trägt die Bezeichnung bonplandioides FassZ; sie hat fast zeichnungslose scliAvefelgelbe Unter¬
seite der Hflgl und ebensolche Spitzen der Vflgl. — Die Form aus Bolivien (Coroico, 1200 m), die Avir latifas-
ciata benennen, zeigt etAvas breitere und lichter gelbe Binden der Vflgl und eine ebenso gefärbte, etAA'a doppelt
CATONEPHKLE, Voji J. Röber.
47!J
so breite gerade Binde der Hi'lgl, die l)is nahe an den Elglsanni reicht. J)ie Ihiterseite der JB’lgl ist lidder (gell)-
licher), auch ist der gelbe Vrdsfleck fast doppelt so groß als bei a/picasie.
E. fassli Weym. i. l. (!)7 f) aus Peru (Pozzuzo) ist der apicaste latifdscia.td ähnlich, ahei' kleiner, auch feh- jasdi.
len ihr die schwarzen Eiecke in der Nähe der Vflglwurzel. Die Unterseite ähnelt der von divora, doch ist sie
lichter.
E. hübrseri Hew. (98 a) aus Brasilien und Südbrasilien unterscheidet sich von den ähnlichen Arten da- kühmri.
durch, daß das' Basalfeld der Hflgl ziemlich licht bleibt, und ferner durch die keilförmigen Eiecke in der Nähe
der Elglwurzel auf der Oberseite der Vflgl.
E. chrysites Latr. (97 g) aus Columbien und Venezuela ist ähnlich, unterscheidet sich aber durch chryaiUs-
den dunklen Basalteil der Hflgl; die Unterseite ist viel mehr gezeichnet als bei letzterer. Die von Herrn A. 11.
Eassl entdeckte haben weiße Vflglbinde und fast ganz dunkle Hflgl.
E. adrasta Hew. (97 g) ist von Mexico bis Panama verbreitet. Sie ist ausgezeichnet durch die geraden adrasia.
gelben Binden; bei manchen männlichen Stücken befindet sich in der Vflglspitze ein kleiner weißer Eieck; beim
$ ist dieser viel größer, auch hat dieses eine lichtgelbe Mittelbinde dqr Hflgl. — bandusia Frühst, aus Ouatemala,
vom Vulkan Chiricpii und aus Ost-Mexico ist kleiner und führt breitere schwarze Binden. Das ^ zeigt eine aus¬
gedehntere rostbraune Basalpartie.
E. grandis Btlr. (98 a, b) aus Costa Rica ist, wie die Abbildung zeigt, eine ganz abweichende Erscheinung, r/randis.
Ob sie in diese Gattung gehört, können wir nicht feststellen, v eil wir kein St ück dieser Art zu erlangen vermoch¬
ten.
E. eriopis Hetv. (98 a) aus Columbien zeigt auch wie die folgende Art ein abAveichendes Gejiräge. Keine eriopis.
andere Art hat im männlichen Geschlechte eine weiße Vflglbinde. Das von Herrn A. H. Eassl entdeckte $ ist
von unansehnlicher Erscheinung.
E. lanipethusa Dbl. u. Hew. (98 a) aus Columbien und Bolivien weicht durch den Zeichnungsstil von allen lampethusa.
anderen Arten ab. Das von Herrn A. H. Eassl entdeckte $ hat fahlere Eärbung und 2 keilförmige sid^anale
blaue Hflglflecke.
36. Gattiine' ; Cai4»]iep]iele Hhn.
Die Arten dieser von Mexico bis Paraguay verbreiteten Gattung zeigen ausnahmslos eine Geschlechts¬
verschiedenheit, die so groß ist, daß es oft schwierig ist, die Geschlechter der einzelnen Arten zu ermitteln. Durch
ihr Aeußeres sind sämtliche Arten trotz des Geschlechtsdimor])hismus so gut charakterisiert, daß die ejej ohne
Ausnahme, die $$ meist leicht als Angehörige dieser Gattung zu erkennen sind ; nur die $$ der kleineren Arten
haben Aelinlichkeit mit den $$ gewisser M yscelia-Aii^w. — Die Vflgl haben fünf 8ubcostaläste, von denen zwei
vor, der .3. Ast bald nach dem 8chlusse der Mittelzelle abgezweigt sind; die Präcostahs der Hflgl ist gegabelt,
die Beine sind zart gebaut und seidig behaart. Eier, Rpnform und Entwicklung sind ähnlich wie bei MysceJia
orsis. Die R])n von Cat. acoufius und nvmilia penthia leben an Alchornia iricura Cas. und cordata Müll. Arg.,
am häufigsten an ersterer.
Ueber die Lebensweise der 8chmetterhnge hat Prof. Dr. Thieme folgende Schilderung gegeben: ,,Die
Arten dieser Gattung sind Bewohner des dichtesten neotropischen Urwaldes; nie werden wir sie im Steppen¬
lande oder auf gerodeten Strecken finden. Regenfeuchter Boden, eine überreiche Vegetation, verbunden mit
ozonreicher Luft, scheinen ihnen unentbehrlich zu sein. Sie sind, wie viele gerade der farbenprächtigsten Nym-
phahden, entschiedene Gourmands, nur daß ihre Naschhaftigkeit sich meist minder sauberen Speisen zu wendet.
Die Eluß- und Bachufer verschmähen sie; wo aber weiter oben auf der waldigen Terrasse die kleine Indianer¬
hütte versteckt hegt, in Avelche unsere Maultiere einstehen und auf deren tennenartigem ^"orplatze die ausge¬
gossene Hefe des landesüblichen Zuckerrohrtrankes und sonstige häusliche Abgänge in der Sonne trocknen,
dort wirst du sie, untermischt mit ganzen Völkern von CalUcore- und Cahtgrartwia-Arien, in den heißen IMittags-
stunden sicher vorfinden, aus deren Gewimmel sie schon in einiger Entfernung durch ihre Größe hervorleuchten.
Und finden wir sie auf dem Vorplatze nicht, so suchen wir sie hinter dem Hause, wo ZAvischen Schutt und Ab¬
fällen jegheher Art noch stärker duftende Köder hegen, die die Sorglosigkeit der Indianerfamilie hier abzulagern
pflegt. Man sieht ihnen das Behagen an, mit dem sie schlecken, indem sie häufig um den Köder hcrumlaufen,
wobei sie, wie um das Gleichgewicht zu halten, mit den Elgln schlagen, so daß jetzt die herrlichen Goldflecke
der Oberseite im Sonnenlichte leuchten, Avährend sie im ruhenden Zustande dem abgestorbenen Blatte zu gleichen
schienen. Trotz des bedenklichen Untergrundes schlagen wir mit dem Köscher zu und sind froh, wenn der Eang
ohne schlimmste Beschmutzung des Eanginstrumentes gelungen ist. Aber aeich so trägt das über.-^ättigte Tier
die Spuren des häßhehen Mahles an sich und iinter einem aus Ekel und WohlgefaUen gemischten Gefühl lassen
wir den Ealter in die Tüte gleiten, bei deren Oeffnen am Abend unsere Geruchsnerven noch einmal die Erinnerung
480
CATONEPHELE. Von J. Röber.
nydhnus,
salacia.
Sabrina.
antinoe.
chromis.
columbana .
godmnni.
salambiia.
numilia.
csile.
pentkia.
fulva.
neogerma-
nica.
acontius.
exquisitus.
an die Leiden und Freuden des Tropenfanges durchkosten werden“. — Nach A. 8eitz halten sich die Schmetter¬
linge gern in den Kronen hoher Bäume auf.
C. nyctimus Westw. (98 c) ist von Mexico bis Venezuela und Ecuador verbreitet und offenbar nicht
selten.
C. salacia Hew. (98 c) vom oberen Amazonenstrome (und Brasilien?) unterscheidet sich vom vorigen
in beiden Geschlechtern durch andere Flglform, im männlichen Geschlechte durch die fast geradlinig verlaufende
Mittelbinde derVflgl, im weiblichen Geschlechte durch den Mangel des rostroten Flecks in der Nähe der Vflgl-
spitze und durch den Besitz rostgelber Färbung im Analwinkel der Hflgl und unterseits dadurch, daß die äußeren
Binden dieselbe Gestalt wie auf der Oberseite haben.
C. sabrina Hew. (98 d) aus Brasilien und Südhrasilien ist auffällig durch den Färbungsstil des der
in dieser Gattung nicht wiederkehrt.
C. antinoe Godt. (98 d) aus Brasilien und dem Gebiete des Amazonenstroms ist ansehnlich größer und
hat im männlichen Geschlechte weit vorgezogene Vflglspitzen. Das $ ist zwar dem ncoyitius-^ sehr ähnlich,
hat aber in der Mitte der Vflgl-Mittelzelle, an der Hubcostalis anliegend, einen rostroten Fleck, der dem aconfftrs-?
fehlt, dagegen zeigt das letztere mehr rostrote Zeichnung in der Nähe der Vflglspitze. Unterseits sind die $$
beider Arten sehr verschieden, da hei antinoe-^ die braune Färbung vorherrscht.
C. chromis Dbl. u. Hew. (= pierreti Dbl. u. Hew.) (98 d, e) von Honduras bis Bolivien verbreitet, hat
gedrungenere Gestalt und schmälere goldgelbe Binden. Das $ hat l)reitere gelbe Mittelhinde der Hflgl. —
ah. sex. $ columbana Stich, (aus Columbien) hat gelbe Flecke auf den V- und weiße Flecke auf den Vflgln.
C. godmani Stich. (98 e) aus Nord-Columbien und Zentral- Amerika (uns aus Chiriqui vorliegend) hat
ähidiche Gestalt wie chromis, aber breitere und kürzere goldgelbe Mittellnnde. Bei unserem ^ sind die Zeich¬
nungen auf den Hflgln und die beiden Flecke auf der Mitte der Vrds der Vflgl gelb, die übrige Zeichnung
der Vflgl aber ist weiß. Wie die Abbildung zeigt ist im Vergleich mit chromis-^ die Mittelhinde der Hflgl bedeu¬
tend schmäler, die Sulnnarginalflecke aber sind breiter.
C. salambria Fklr. (98 e) aus Columbien, Peru und Bolivien hat noch stärker verbreiterte goldgelbe
Binden, die auf den Hflgln den ganzen inneren Teil bis auf einen schwarzen Fleck an der Flglwurzel einnehnien.
Das $ ist dem godmani-^ ähnhch, hat aber in der VflgFpitze größere und schärfere Flecke, die sämtlich gelb
sind; die suhmarginalen gelben Flecke der Hflgl -Oberseite sind schmäler, etwa wie heim chromis-’^.
Von C. numilia sind 4 Formen beschrieben. Die typische Form numilia Cr. (98 b) kommt in Surinam und
am Amazonenstrome vor; sie ist hauptsächlich durch das $ charakterisiert, das eine kurze und breite gelbe
Mittelbinde der Vflgl und gelbroten Discus der Hflgl zeigt. — Bei esite Fklr. von Mexico bis Columbien sind beim
^ die goldgelben Flecke verkleinert, und das $ hat schwarze Hflgl und einen schmäleren, aber längeren gelben
Fleck der Vflgl. — penthia Hew. aus Brasilien (südlich vom Amazonenstrome) ist kleiner, die haben etwas
weniger Blaufleckung am Außenrd der Hflgl und die $$ haben gelbe statt grünlichblaue Subniarginalzeich-
nungen der Hflgl (wie sie e.site-^ zeigt). Es kommen aber auch vor, hei denen die Hflgl ähnlich Avie bei nu-
milia sind, nur ist das Braunrot dunkler; wir bezeichnen diese Form als ab. fulva. — neogermanica Stich, aus
Paraguay ist die kleinste Form ; die goldgelben Flecke sind unscheinbarer inid die bläuliche Zeichnung am Außenrd
der Hflgl ist nur angedeutet. Das $ hat stark eckig ausgezogene Vflglspitze, konkaven, hinten rundlichen
Außenrd, geraden Ird; die Hflgl sind rundlich, am Analende wenig gewinkelt. — .Die Rp von penthia ist im
letzten iStadium lebhaft grün, am schwarzen Kopfe ist über dem Munde ein großer roter Fleck, so daß von der
scliAvarzen Färbung nui’ seitliche »Streifen übrig bleiben, das ganze Tier ist wie mit weißen Glasperlen überstreut,
der Grund der Dorsal- und »Subdorsaldornen ist lebhaft rot, die übrigen .Dornen sind blaßgelb, darüber sind alle
Dornen bis zur Mitte der Nebendornen grün, es folgt eine schwarze »Spitze oder eine schwarze Querbinde, eine
weiße »Spitze. Die R]) hat ähnliche Gewohnheiten wie die Rp von My,scelia orsis, doch bedeckt sie sich nicht
mit Kotbollen; in der Ruhe nimmt sie eine annähernd »S-förmige »Stellung ein, wobei Körper und Kopf dem Blatt
flach aufliegen. Die Pp gleicht im ganzen den von M. orsis, ist etwas weniger breit gedrückt; Grundfärbung
grün, oberseits überwiegend weißgrün, besonders auf dem h. — 9. Abschnitte, zwdschen Figlkante und Flgh’and
findet sich ein brauner »Streifen, der sich nach vorn fortsetzt, die Oberseite der Hörner und die Fühlerbasis
umfaßt und sich dort mit der anderen Seite vereinigt; auf dem 0. und 7. Abschnitte finden sich kleine schwarze
fhinkte als Reste die Dornen. Die Pp ist auf der Oberseite der Blätter befestigt und richtet sich unter dem
Einflüsse des Lichts auf Iazw. wendet sie sich dem Lichte zu.
C. acontius L. (98 c) aus Columbien, Guyana, Brasilien und Paraguay zeigt mit der folgenden sehr
nahestehenden Art im männlichen Geschlechte eine besondere Flglform; die Abbildungen machen eine nähere
Beschreibung entbehrlich. Das unterscheidet sich von dem folgenden orites durch braun gefärbtes Duft¬
organ auf der Oberseite der Hflgl und ferner dadurch, daß die goldgelbe Binde der Vflgl vorn halbkreisförmige
Begrenzung zeigt. — exquisitus Stich, ist eine größere Form vom oberen Amazonas, die sich durch stark ge-
Ausgegeben 17. V. 1915.
NESSAEA; MYSCELIA. Von J. Röber.
481
krümmten Vrd auffällig ausgezogeiie Spitze und stark konkaven Außenrd der Vflgl, ferner fast geraden Vrd
und gewellten Saum der Hflgl auszeichnet. Die $ sind entsi)rechend den auch größer, in Gestalt, Zeichnung
und Färbung aber ohne wesentlichen Unterschied von typisclien acontius-^'^. — Die R]) ist nach der Abbil¬
dung im letzten Stadium grün mit 4 Reihexi brauner, verästelter Dornen auf jedem Gliedo, die beiden langen,
di’eistufig verästelten Kopfdornen von gleicher Färbung, der Kopf ist schwarz, in der Mitte weiß, die Dauch-
seite und die Beine sind unrein gelb. Die Pp gleicht nach der Beschreibung W. Müller’s im ganzen der von
penthia, verhält sich auch wie diese unter dem Einflüsse des Lichts.
C. orites Stich. (98 b) von Panama bis Peiax (?), uns aber auch in einem ^ aus Südbrasilien (Santa oriies.
Catliarina) vorliegend, zeigt geradlinige vordere Begrenzung der goldgelben Mittelbinde der Vflgl und grau¬
farbiges Duftorgan der Hflgl. Beim $ sind die gelben Flecke weniger scharf getrennt als bei den aconUus-'^^.
Diese x4rt ist auch durchschnittlich größer als die an den gleichen Orten fliegenden aconiius und zwar gibt es unter
den sehr ansehnlich große Exexxxphxre. — G. acontius xxxxd orites differierexi auch etwas in der Gestalt der
xnäxxxxlichen selaxndären Geschlechtsox'gane, was aber xiicht aixsschließexx würde, daß beide Zeitfornxeix eiix uxxd
derselbexi Art seixi köxxxiten.
37. Gattung': Jfessaea Hhn.
Diese Gattxxxxg, die erst vor wexiigexx Jahrexi von H. Stichel xxiit Recht von Catonephele wieder getrexixxt
wurde, hat xiur wexiige Artexx, die ixi ihrexxx Aexxßerexi recht übereixistimixxexxd sixid. Sie ist von Mexiko bis axx
dexx Axnazoxiexistroxn verbreitet. Ixn Geäder ist gegexi Catonephele xxixr gerixiger Uixterschied. Lieber N. ohrinus
sagt Bates: ,, Dieser hexTliche Schnxetterlixig ist häufig axx suxxxpfigexx Stellen des Waldes voxx Para xxxxd wird
in geringerer Anzahl, ausgexxoxxxxxxexx eixxige Gegenden, im gaxxzexx Anxazonastale gefundexx. Sein Flug ist außer-
ordexxtlich reißend, aber er liebt es, sich auf das Laubwerk zu setzen, wo ein Sonnenstrahl dexx Schattexx durch¬
bricht.“ Diese Schilderung gilt offenbar für sämtliche Artexx dieser Gattxxxxg. Die Rp voxx war schon
dexx alten Autoren bekannt. Wenn die Darstellung richtig ist, so unterscheidet sich diese Rp wesentlich voxx
dexx bekannten Rpn der Catonephele dadurch, daß sie erheblich kürzere uxxd kräftigere Kopfdornen uxxd xxur eine
Reihe (statt 4 bei Catonephele) Dornen uxxd zwar auf dem Rückexx hat.
N. obrinus L. (99 b) voxx Guyana, dem Amazonas uxxd Bolivien ist die schönste Art der Gattxxxxg, da obrinus-
sie ixn xxxäxxixlichexx Gesehlechte axif dexx Hflghx dxxrch eixx breites oraxxgegelbes Band geschmückt ist, das die
anderen Artexx in nur geringerer Entwicklung oder gar nicht zeigen. Dexn $ fehlt, wie schon angedeutet, dieses
oraxxgegelbe Band, es hat aber eixxen länglichen grünexx Fleck in der Vflglspitze. — ■ Die Rp ist grün, hat eixxen
duxxkelrotexx Seitenstreifexx, roten Kopf xixit 2 mäßig langen gleichgefärbten, vex’ästeltexx Dorxxexx xxxxd auf jedexxx
Leibesabschnitte in der Mitte des Rückens einen kurzen, verzweigten grünen Dorn.
N. batesii Fldr. (99 c), auch voxx Cayenne xxxxd dexn Axnazonas, xxxxterscheidet sich im xnäxxxxlichen Ge- baiesii.
schlechte voxx obrimis dadurch, daß sie axx Stelle der breitexx gelbexx Bixxde der Hflgl eixxe kixrze gerxide Bixxde xxxxd
eixxe kurze grüxxe Bixxde hx der Vflglspitze besitzt.
N. aglaura Dbl. uxxd Hew. (99 c) axis Mexiko xxxxd Guateixxxila ist durch die gxxxxz aixdere Lage uxxd Gestalt aglaura.
der gelbexx Hflglbixxde voxx dexx vorigexx ziexxxlich verschiedexx ; die Uxxterseite aber ist gaxiz ähxxlich.
N. regina Salv. (99 b) aus Vexxezxxela xxxxd Coluxnbiexx ist aixf dexx Vflghx wie aglaura, dxxgegeix siixd die regina.
Hflgl bis axxf eixx brauxxes Fleckchexx aixx Iixxxeixwixxkel eiixfarbig schwarz. Die sixxd xxxatter (graxxschwarz)
xxxxd habexx wie obrimis- uxxd hewitsoni-^ ixx der Mittelzelle der Vflgl 2 rotbrauxxe Fleckchexx.
N. hewitsoni Fldr. (99 b) voxx Cohxxxxbiexx, Ecuador, Peru uxxd dexxx oberexx Axxxazonas ist oberseits schwxirz heidtsoni
xnit je eixxer grüxxexx Bixxde auf allexx Flghx. Dem $ fehlt die grüxxe Bixxde auf dexx Hflghx.
38. Gattung-: Myscelia Dbl.
Die Artexx dieser Gattxxxxg sixxd voxx Mexiko bis Südbrasiliexx verbreitet. Sie sixxd leicht erkexxxxbar axx
der Flgtforxxx, dexxxx sowohl V- wie Hflgl habexx Eckexx xxxxd Spitzexx. Durch diese Gestalt xxixtcrscheidexx sie sich
voxx Catonephele, bei welcher keiixe derartig gestaltetexx Figl vorkoxxxixxexi ; überdies sixxd auch die Catonephele-
Artexx bis auf 2 Ausntxhmexx bedeutexxd größer. Bei dexx Myscelia- Äxten herrscht schillerxxd blaxxe Oberseite der
vor. Ixxx Geäder xxsw. sixxd sie voxx dexx Gatonephele-Axten xxicht verschiedexx. Eixxe Art, capenas, die bisher
ixxit Catonephele vereixxigt war, ist voxx H. Stichel zu Myscelia versetzt worden. Wir ziehen ferner xxueh sophronia
hierher, da sie sowohl nach dexxx Aeußerexx, als aixch xxach der Rippexx- xxxxd Palpexxbildxxxxg besser hierher cxls
zix Cybdelis paßt. — Ueber die erstexx Stäxxde ist xxach Müller das Folgeixde xxxxzxxgebexx. Fxxtterpflaxxze der
M. orsis ist Dalechaxxxpia triphylla Laxxx. Das Ei ist aixxxäherxxd hxilbkxxgelig, etwas oval xxxxd sitzt xxxit breiter
Grxxxxdfläche dexn Blatte axxf, es ist feixx qxxergestreift, xxxit 10 oder 11 Läxxgsrippexx bedeckt, die schxxxal aber
V
Gl
482
MYSCELIA. Von J. Röber.
orsis.
cyanomelas.
cyan iris.
ethusa.
rogenhoferi.
pattenia .
leucocyana.
cyananthe.
skinneri.
deutlich nach der Spitze hin höher werden, den Pol jedoch nicht erreichen; die Eier werden einzeln an die Unter¬
seite der Blätter abgelegt. Im letzten Stadium ist die Rp 16 — 28 mm lang, der Kopf ist grün, an jeder Seite
geht geweihartig ein Horn von etwa dem Dreifachen des Kopfdurchmessers in die Höhe. Diese heUbraunen Hörner
sind an 2 Stehen kurz verästelt und an der Spitze befindet sich eine sternartige Bildung (Rosette), die Körper¬
abschnitte zeigen kurze verzweigte grüne Dornen in Avechselnder Anzahl, der Körper ist grün mit zahlreichen
weißen Wärzchen; das Tier nimmt nach der 1. oder 2. Häutuiig in der Ruhe eine Stellung ein, bei der der Köi’per
in ganzer Länge auf dem Blatte flach au fliegt, wobei der Kopf derartig gesenkt ist, daß die Spitzen der Hörner
das Blatt berühren (Sehutzstellung). Während der ersten beiden Stadien benagt das Rpchen das Blatt derartig,
daß die Blattrippen übrig bleiben, an denen es seine Kotballen absetzt. Die Pp ist etwas breit gedrückt, be¬
sonders an den hinteren Abschnitten, auf dem Rücken, abgesehen von dem 2. Abschnitte, ohne jede Kante,
infolgedessen erscheint sie, von der Seite gesehen, ziemhch schlaihc, von oben besonders in der Gegend der
Abschnitte 5 — 7 breit, von da nach vorn wenig, nach liinten bedeutend verjüngt; sie ist wenig höckrig, 2 kurze
kegelige Spitzen am Kopfe, eine zu einer Spitze ausgezogene Kante auf dem 2. Abschnitte, eine stark vortretende
Flgßcante, übrigens glatt, 3 bewegliche Abschnittverbindungen, nach allen Seiten ziemlich frei beweglich,
das Hinterleibsende ist, wie bei Ageronia breit, flächenhaft. Die Pp ist auf der Oberseite der Blätter befestigt,
richtet sicli unter dem Einflüsse des Lichts auf und wendet sich dem Lichte zu. — Ueber die Schmetterlinge
berichtet A. Seitz : Ganz entschieden gehört das der M. orsis zu den prächtigsten Erscheinungen. Das leuch¬
tende Blau zieht selbst die Blicke derjenige!’ Spaziergänger auf sich, welche kein spezielles Interesse an der Natur
haben. Von dem großen, glänzend grauen Fleck am Innenrande der Hflgl, der den aufgespannten Falter entstellt,
ist im Leben nichts zu sehen, da die orsis selbst beim schnellsten Fluge die Vflgl nie so hoch hebt, daß dieser
Fleck sichtbar Avürde. Das ^ von orsis ist (bei Rio) eine recht häufige Erscheinung. Ueberall im Walde, an
feuchten Wegen, an Gebüschen, an kleinen Lichtungen sitzen sie lauernd auf den Spitzen der Zweige, und ihr
Vorkommen ist an keine bestimmte Jahreszeit gebunden. In Säo Paulo erinnere ich mich von keiner meiner
zahlreichen Exlairsionen zurückgekehrt zu sein, ohne einige orsis gefunden zu haben, doch sah ich nie ilirer
viele beieinander. Die $$ dieser Art erinnern sehr an manche Neptis; aber während die indischen Arten letzterer
Gattung vorzüglich auf Blüten saßen, bemerkte ich ein solches Verhalten nie bei den Myscelia-^^. Die letzteren
setzen sich stets auf Blätter und zwar flattern die $$ unermüdlich von Blatt zu Blatt, auf jedem sekundenlang
ruhend. Werden sie gejagt, so retirieren sie in das Innere des Gestrüpps hinein (während die anderen Nympha-
liden, gerade entgegengesetzt, bei einer Verfolgung herausf hegen), ein Verhalten, wie man es unter den Tag¬
faltern nur noch bei Brassoliden und einigen Satyriden sieht.
M. orsis Dru. (98 f) ist die bekannteste aus Brasilien stammende Art; der Geschlechtsunterschied ist
bedeutend. Wie die folgende Art hat das ehi Duftorgan, das in einem schwarzen Fleck in der Nähe des Vrds
der Hflgl und einem damit korrespondierenden blanken Reibefelde auf der Unterseite der Vflgl besteht und
eine bauchige Erweiterung des Irds der Vflgl als Begleitung hat.
M. cyanomelas spec. nov. (98 f) vom unteren Amazonas (Santarem) hat viel dunklere (braune) Unter¬
seite mit bläulichweißlicher Zeichnung.
M. cyaniris Dhl. u. Hew. (99 a) von Mexiko bis Venezuela verbreitet, ist eine seltene Art. Das schillert
lebhaft blau. Die lichten Zeichnungen sind bei dem schillerlosen $ entweder weißlich oder bläulich.
M. ethusa Bsd. (99 a) aus Mexiko hat nur glänzend blaue Streifen, aber keinen Schiller.
Die uns nur aus der Abbildung bekannt gewordene M, rogenhoferi Fldr. (99 a) aus Mexiko ist vermuthch
eine Zeit- oder Lokalform der ethusa, von der sie sich durch mehr violette Streifenzeichnung und größere Aveiße
Flecke der Vflgl unterscheidet.
M. pattenia Bür. u. Bruce aus Costa-Rica ist der ethusa ähnlich, aber die Zeichnungen sind mehr grün-
hchblau und die zweite und dritte blaue Binde der Hflgl sind schmäler und einander mehr genähert. Auf den
Vflgln sind die weißen Flecke schärfer getrennt.
M. leucocyana Fldr. (99 a) aus Venezuela hat auf den Vflgln blauglänzende Zeichnungen und auf den
Vflgln auch weißliche Flecke.
M. cyananthe Fldr. (99 a) aus Mexiko hat gleichfalls blauglänzende, aber \del breitere Zeichnungen;
Aveiße Zeichnungen fehlen.
M. skinneri Mengel aus Mexiko (Boyemena, Sinoloa) ist uns nicht bekannt geworden. Die Beschrei¬
bung lautet: Grundfärbung der ganzen Oberseite schwarz, entlang des Irds der Hflgl AA^enig lichter. Begin¬
nend an der Basis der Vflgl, in der Mittelzelle über Zoll, in den Flgln fast Zoll ziehend steht ein Pur
purfleck. Entlang des Flglrds zieht eine Linie aus weißen oder hellblauen Flecken, gebrochen, entlang des
ganzen Randes. Dort ist eine parallele Linie von Flecken von ähnlicher Färbung , doch etAA^as dunkler,
dicht zur Ecke laufend. Hier sind 2 weiße Apicalflecke, von einem sehr feinen blauen Schein umzogen, 3 Sub¬
marginalflecke und 2 in der Mitte des Costalrds von gleicher Färbung. Die Hflgl sind gerundet, mit einer
MYSCELIA. Von J. Rüber. — CYBDELIS; LTRYTIHNA. Von ])r. A. Seitz.
iK>,
dünnen, gebrochenen Linie weißer Flecke entlang der Ecke laufend. Ein breiter Fleck der näinlicben lhar])ur-
färbung wie auf denVflgln, von der Basis in der Zelle ausgehend, endigt meist am oberen Rand der Figl.
Er ist nicht geteilt, wie auf den Vflgln. Nahe dem Rande ist eine Reihe von Furpurflecken parallel zur Ecke
ziehend. Eine zweite und dritte Marginalreihe läuft durch den Figl. Zwischen der letzten Reihe und dem brei¬
ten Fleck läuft ein Band in die Mitte durch den Figl. Eiiischließlich dieser Reihe und ausschließlich der weißen
Marginallinie stehen 4 Reihen purpurfarbiger Flecke zwischen Ecke und Fleck. Die Unterseite der Figl wie in
strecken' Skinner, ähnlich der Unterseite von Pyrmmis atalanta, und kann, gleich ihr, nicht beschrieben werden. Hlrc.ckcn.
M. sophronia Godt. (98 f) eine sehr seltene Art airs Brasilien, hat blaue Färbung auf den Eflgln und auf sojßhroniu.
dem basalen Teile der Vflgl, auf letzteren auch weiße Flecke. Das $ hat stumj^fere, mehr staldl>laue Färbung
und auf den Vflgln größere weiße Flecke. Sehr merkwürdig ist der Schiller dieser Art. Dieser ist beimd', \\ enn
man das Tier nach der Lichtquelle hin hält, violettblau, wenn man sich zwischen die Lichtc^u eile und den Falter
bringt, cyanblau, beim ^ ist er grün. A. Seitz ist die Art nur aus Südbrasilien bekannt, wo sie im Orgelgebirge
ziemlich hoch fliegt und recht selten zu sein scheint. Bei Rio selbst traf er sie nicht an, doch kommt sie nörd¬
lich davon nach v. Bönninghausen einzehi vor. Nach Staudinger kommt die Art auch in den Gebirgen von
Venezuela vor.
M. antholia Godt. (98 f) von den Antillen ist größer als die vorhergehenden Arten, und hat schwarze, antholia.
bis auf den Außenrd blau schillernde Figl, die Vflgl haben einen großen weißen Fleck hinter der Mittelzelle
und einen etwas kleineren schräg darunter, sodaß sie eine unterbrochene weiße Binde bilden. In der Vflglspitze
steht noch ein kleinerer weißer Doppelfleck. Die Hflgl sind zeichnungslos, nur beim $, dem auch der blaue
Schiller fast ganz fehlt, ist der Außenrd am vorderen Teile weißlich und bei ^3 der Figlbreite steht eine ver¬
loschene weiße Punktlinie, die in den Vrd ausläuft.
M. capenas Here. (98 f) vom oberen Amazonas zeigt nur geringen Geschlechtsdimorphismus; das $ hat capenas.
grauere Gnuidfärbung und ausgebildetere Zeichnung. Ein G vom Rio-Madeira (Hum^yta, Juni — September),
das uns vorliegt, ist bedeutend kleiner und hat keine braune Binde auf den Hflgln und über dem blauen Irds-
fleck der Vflgl noch einen zweiten solchen, auch ist die LTnterseite dunkler. Wh bezeichnen diese (Lokal- ? )
Form als madeira form. nov. — octomaculata Btlr. aus Peru unterscheidet sich hauptsächlich dadurch, daß die madeira.
Vflgl 4 anstatt 3 bläuhche Flecke haben.
39. Gattung-: C^ylxlelis Bsd.
Recht nahe den Euoiica, von diesen aber durch die pelzig behaarten Augen versc hieden. Die H figlzellen
die bei Myscelia offen sind, sind bei Cyhdelis geschlossen. Die Färbung ist durchweg oben schwarz mit weißen
Flecken und blauem Schimmer, der sich aber auf die Lhngebung der Flecke konzentriert. Der Kopf ist ziem-
hch dick, die Augen stark behaart, die Palpen lang, an der Spitze herabgesenkt, die Fühler mitteUang mit
flacher Keule, der Thorax robust, die Beine la-äftig und der Hlb' schlank; die Vflgl unter dem Apex geeckt,
der 1. Subcostalast vom Zellende, der 2. gleich danach, der 3. hinter der Flglniitte entspringend, die Zellen
beider Figl geschlossen, der 2. Medianast der Vflgl stark gebogen. Präcostalis der Hflgl einfach, stark gebogen.
Man kennt etwa 4 einander sehr nahestehende Formen, die alle im wärmeren Süd-Amerika voi'kommen und
stellenweise ziemlich häufig sind.
Von C. phaesyle, von der Hübner nur das $ allbildet, geben wir hier ein S wieder. Die Art ist
Avohl kaum mehr als die südhehe Form von 'mnasylus. Typische mnasylus Dhl. n. Heu\ (1<>2 B h) A’on Dmnsylus.
Venezuela haben auf dem Vflgl einen Schrägfleck hinter der Zelle, 2 kleine PunJctflecke und einen größeren
runden Punlct nahe dem Anahvinkel AA eiß, soAvie auf dem Hflgl einen A\ eißen, fein AÜolettblau umzogenen Spiegel.
— Bei thrasylla Fldr. (102 B h), die eine im Norden Süd-Amerikas AAeit A^erbreitete Hochgebirgsform zu sein ihrasylla.
scheint, ist der Rand des blauen Hflglspiegels AÜolett und so A'erbreitert, daß nur noch ein kleiner AA eißer Kern ,
in seinem Innern bleibt, der nicht größer als einer der AA’eißen Vflglflecke ist. — boliviana Salv. (102 B h) hat boUviana.
den weißen Fleck ganz blau zugedeckt, und der phaesyle Hbyi. (102 B h) selbst fehlt auf dem Hflgl der Spiegel, phaesyle.
ganz, der Hflgl ist vielmehr einfarbig sepiabraun mit ganz scliAA^ach dunkler Submarginalliiiie ; dagegen steht
hinter der Vflglzelle ein aus 3 Flecken bestehendes Aveißes Band, das mit dem isolierten Fleck A^or dem Anal¬
winkel durch ein violettes Schillerbaiid verbunden ist. Die letztere ist die südlichste Form, die im Osten bis
in die Gebirge hinter Rio de Janeiro, im Westen bis Peru und BoliAÜen reicht.
40. Gattung-: EZdr.
Die Gattung verdankt ihren Namen vor allem den AAÜe bei einer nasenartig A^erlängerten Palpen-
Ueber das Freileben und die Jugendzustäncle kann ich nichts berichten. Mit der Amrigen Gattung, hinter die
sie gestellt AAuirde, besteht m. E. gar keine VerAvandtschaft, sondern Adelmehr mit der Er(/oZf<s-Gruppe. Die Augen
sind hier nackt, bei Cyhdelis pelzig; die Fühler aUmähheh und scliAvach verdickt, bei Cyhdelis mit flacher Keule;
484
EUNIOA. Von Dr. A. Seitz.
das Geäder ist ganz abweichend. Die 3 Hauptstämme sind an der Wurzel aufgeblasen, die Mediama ist vercbckt
bis zur Abzweigung des 1. Astes, die Wurzel dieses Astes, der schon ganz bald nach der Wurzel abgelit, ist sogar
beim noch mit verdickt usw. — Man kennt nur eine Art vom Amazonenstrom, iind diese ist so viel ich weiß, selten.
cuvieri. L. cuvieri Godt. (= hyperipte Hhn.) (97 d). Ein mittelgroßer oben und unten dunl^elbrauner Schmetter¬
ling; die Vflgl mit schwacher Zacke unter dem Apex, die Hflgl mit starker Kniclaing am Analteil. Vflgl mit 6
zerstreuten weißen Punktflecken im Außenteil und schwachem Violettschiller im Innenteil. Unterseits ist che
Weißfleckung stärker, die Hflgl haben purpurnen Schimmer. Vom Amazonas (Obidos, Teffe, das abgebil¬
dete Stück von Santarem). Die. Fundangabe ,, Jamaica“ könnte auf einer Verwechslung mit der nicht ganz un-
ähnhehen tatila (lOOAa) bendien. Meist einzeln und an vielen Orten des Verbreitungsgebiets selten.
41. Gattung-: Kiiiiiea Hin.
Gegen 80 Formen von beträchtlicher geographischer Variabilität, aber hinsichtlich der Stücke aus
der gleichen Gegend meist wunderbar konstant, bilden diese Gattung. Die Tiere sind sehr elegant gebaut,
in der Form stark an unsre Apatura erinnernd, fast stets von schwarzbrauner Grundfarbe mit wenigen weißen
Flecken, aber oft mit herrlichem, manchmal auch bei vorhandenem Blauschiller. Wie die amerikanischen
Megalura zu den altAveltlichen Cyrestis, die C ystineura teleboas zu den afrikanischen Neptidopsis, so zeigen die
Eiinica zu den afrikanischen Crenis gewisse Beziehungen, und haben wahrscheinlich auch wie diese reich aber
kurz bedornteRpn*). Die Falter haben die Mediana der Vflgl in ihrem Wurzelteil stark verdickt oder sogar deut¬
lich aufgeblasen, bis zur Abzweigung des mittleren Medianastes; zuweilen ist auch dieser noch stark verdickt
und ebenso die Subcostalis. Die Vflgl sind unter dem Apex manchmal geeckt, die Vflglzelle geschlossen, die
der Hflgl oft mit so feiner Querader geschlossen, daß man diese nur bei durchfallendem Lichte oder nach Ab¬
schuppung deutlich wahrnimmt. Fühler allmählich zu einer dünnen und flachen Keule verdickt, von über
halber Costa-Länge. Mittel- und Hinterschienen nicht verlängert, wie bei Qynaecia, Ageronia usw. Figl mit
schwach gewelltem, glattem oder auch gezacktem 8aume. — Die Falter fliegen bei Sonnenschein, aber mit Vor¬
liebe im Waldesschatten, sind besonders Gebirgstiere, finden sich meist vereinzelt oder sogar selten, treten
aber mitunter plötzlich in großer Zahl auf. Die meisten Arten finden sich im Amazonas-Gebiet und Nord-Peni,
nur 3 Arten gehen weit nach Süden. Blumen scheinen sie zu verschmähen, saugen aber gern an nassen Bach¬
steinen und Wegpfützen, an Köder und an faulenden Früchten.
Die Färbung und Zeichnung der Eunica ist eine bei fast sämtlichen Arten so übereinstimmende, daß
selbst durch lange Beschreibungen kaum völlige Klarheit hätte geschaffen werden können. Es ist daher die
Illustrierung, für welche die Taf. 100 ausersehen war, noch nachträglich auf das doppelte erhöht worden und
daher die sonst in den ,, Großschmetterlingen“ nicht gebräuchliche BezeichnungsAveise Taf. 100 A und B verwandt
worden; wir haben geglaubt, im Interesse besserer Orientiennig auf diese Vermehrung der Illustrierung nicht
verzichten zu sollen.
E. tatila. Diese Art ist sofort an dem kleinen Vorsprung des Saums unter dem Apex zu erkennen, der
den Anschein ei'Aveckt, als ob direkt unter dem Apex ein Stückchen aus der Figlspitze herausgeschnitten wäre.
Der Falter ist dunkelbraun mit violettem, beim $ mehr cyanblauem Schiller und 6 — 7 zerstreuten weißen Punkt-
tatila. flecken im Außenteil des Vflgls. tatila H. Schäff. (100 A a) ist die kleinste Form, die mir vorliegt, sie stammt
von Cuba, hat ziemlich kleine, wenig scharf abgegrenzte weiße Fleckchen und ziemlich stumpfen Blauschiller.
cocrulea. — coerulea Godm. u. Salv. (100 A a) ist die Form, die von Columl)ien nördlich durch Zentralamerika und Mexiko
Ijis in den Süden der Union (Florida) reicht. Größer, mit lebhaftem Schiller und großen scharfen oft etAvas
hellaria. viereckigen Aveißen Flecken, die beim $ so groß sind, daß sie fast zusammenfließen. — bellaria FruhsL, A’on
Mittel-Brasilien, soll kleiner als coerulea sein, von matterem Violettblau Aind mit kleineren AA-eißen Viereclcfleck-
chen. Espiritu- Santo. Brasilianische Stücke liegen mir nicht vor, dagegen paßt die Beschreibung ziemlich gut
taiilina. auf ein Stück mit der Fundangabe ,,Chanchamayo“. — tatilina Frühst, endlich, mit einem vom oberen Ama¬
zonas beschrieben, hat beiderseits auffälligere Aind unten scliärfer abgegrenzte Weißflecke; unterseits setzt
sich die Apical- und Saumpartie gegen den scliAA^ärzeren Discus (aberrativ?) schärfer ab. — tatila ist nicht nur
einer der verbreitetsten, sondern aiich einer der gemeinsten Falter der Gattung, allerdings, Avie die mehten Eunica
nur jahrAveise zahlreich auftretend.
maja. E. iTiaja F. (= naeris H. -Schäff.) (lOOAa, b). Diese steht tatila nahe, aber die AA-eißen Vflglflecke
sind beim G braun zugedeckt und der Vflglapex ist gerade abgestutzt, nicht ausgeschnitten. Beim $ sind che
Aveißen Flecke groß und rein v^eiß, aber dieses ist sonst ganz braun, hat keine Spur Amn blauem Schiller. Scheint
im mittleren Brasihen Aveit verbreitet, fehlt aber der direkten Umgebung von Rio.
concordia. E. concordia He'ir. (100 A b). Die Oberseite dieser Art gleicht etwas der von maja durch die mit brauner
Beschuppung zugedeckten und dadurch verschleierten Vflglflecke. Auch der Blauschiller hat den violetten
Ton und selbst der Flglschnitt ähnelt dem von m.aja, denn der Vflglapex ist schräg abgestutzt. Aber die Unter-
*) Diese Beziehungen haben sogar zu einer Vereinigung von Eunica und ihren näheren VerAA’andten mit Crenis
zu einer Untergruppe — Eunlcinae — geführt. Vgl. Bil. 13, S. 204.
EUNIOA. Von Dr. A. Skitz.
48Ö
Seite ist ganz anders, sehr lebhaft und schön gezciclniet, vor allem zeigt der llflgl ein schönes J)o])))elaiige vor
dem Apex nnd von der Costa zieht ein kurzer vorderer und ein langer hinterer brauner Saumfleck ins Innere
des Figls. Oben ist der Blanschiller besonders in der Hflglaußcnhälfte lebhaft. Vom Amazotias, bjuitos, 'l'ajja-
joz usw.
E. nialvina Bat. (100 A c). Größer als die vorigen, Oberseite l)raun, ohne deutlichen Seliiller, die Vflgl- uiulvhm.
flecke nur als große trübe Wische bemerkbar. Leicht kenntlich an der Hflgl-Unterseite, di(^ hellgrau mit schönen
braunen Zackenlinien gezeichnet ist und vor dem Apex ein schönes, gelb nmzogenes J)o])pelaugc hat, dem
analwärts 2 — 3 kleinere folgen. Südliches Zentral- nnd Süd-Amerika bis Ecuador und Amazonas. Das $ ist
dem ziemlich ähnlich, der Aidlenteil der Vflgl dunkler gefärbt. Nirgends häufig.
E. brunsiea Salv. (99 f). Ziemlich groß, oberseits einer caralis (100 B b) ähnlich, dunkelbraun, Apex hrunnca.
und eine unscharfe Schrägbinde hinter der Zelle seidig heller braun. Elghvin’zelteil mit stum])fem Violettschillei'.
Unterseitenzeichnung der Hflgk. dunkelbraune Linien auf hellerbraunem Grunde. Vor dom Apex ein schön
metallisch blau gekerntes Doppelauge, über dem mittleren Medianast ein kleineres, darunter ein größeres Ring¬
auge. Im Subcostalraum 2 Kommastriche, ein solcher am Zellschluß und ca. 2 — 3 mm vor dem Saum eine Sub¬
marginallinie. Bolivien und Peru.
E. nioninia. Es sind 4Ealterformen, die einander sichtlich nahe stehen, sich aber ganz gmt auseinander¬
halten lassen: Für diese existieren bis jetzt 3 Namen: monima, vaxlesta, pusi/Ia. Da alle Beschreibungen derart
ungenau sind, daß sie auf alle 3 Namen passen, da ferner die einzige Abbildung {monhna bei Cramer) wie Gon-
MAN u. Salvin sagen, ,, alles andere eher als gut“ ist, so sind die Namen bald der einen, bald der anderen Form
zugeteilt, mehrfach sogar, wenigstens teilweise zusammengezogen worden (Dyar, Godman u. Salvin). Ich
möchte nnn folgende Formen unterscheiden, deren Aussehen durch die Abbildung von den vieren festgelegt
werden soll. Als moninia CV. ( — myrto Godt.) (100 Ab) fasse ich die kleinere Guba-Ij)orm auf, die mehrfach zu monima.
Unrecht als ‘pusilla bezeichnet wurde (welch letztere Form gar nicht auf Cuba vorkommt). Sie ist fast ganz ohne
Schiller, die Flecke bald mehr bald weniger getrübt und fliegt in ebensolchen Stücke]i, wie man sie auf Cuba
findet, in Florida, Mexiko und Yucatan. — habanae form. nov. (100 Ae) fliegt gleiclifalls auf Cuba, ist aber halanac.
wohl eine Saisonform von monima, denn es liegt mir eine ganze Serie ohne Uebergänge vor. Sie ist stets größer,
der Blanschiller bedentend stärker nnd die Unterseite lebhafter, wenn auch nicht anders gezeichnet. — modesta modesta.
Bat. (100 A b) mag dann die Form heißen, die von Gnatemala bis Columbien fliegt. Die GG haben starken
Blauschiller, sind aber oberseits ungefleckt; in der Größe wie monima', $ nnten ziemlich lebhaft gezeichnet. ■ —
pusilla Bat. (100 A b) dürfte der winzige Schmetterling sein, der in manchen Distrikten, wo mode.sta fehlt, diese pusilla.
zu ersetzen scheint. Er hat kaum die Größe einer Lycaena icarus und keinen Schiller; bei w'eitem die kleinste
Eunica. Das abgebildetc Stück entstammt der columbischen Provinz St. Marta nnd ist vielleicht besonders
klein; aber Godman n. Salvin melden pusilla von dem nicht sehr weit entfernten Panama, vogegen vermut¬
lich auf Cuba die echte pusilla fehlt.
E. macris Godt. (100 A d) sofort kenntlich an der staubig gelbgrauen Oberseitenfarbe. Bei typischen macris.
macris ist der Vflglapex meist schwarz mit einer Anzahl weißer Flecke, die Hflgl haben vor dem unregelmäßig
gezackten Submarginalband gewöhnlich eine Reihe von 1 — 5 dnnkeln Punkten, die den Pupillen der Ozellen
auf der stark weiß gemischten Hflgl-Unterseite entsprechen. Kommt in Mittel- nnd Süd-Brasilien (Bahia, Espiritu
Santo) vor; bei Rio de Janeiro kommt die Art aber nicht vor. Weiter südlich tritt sie dann in Paraguay wieder
häufig auf und das fliegt dort in zwei Formen: eine, die sich von der nördlichen Form ans dem Amazonastal
nicht trennen läßt, einen dunkeln, weißgefleckten Vflglapex hat nnd gleichmäßig staubgraue Grundfarbe der
Hflgl-Unterseite; nnd eine zweite, mit mansgranem, wenig vom Discus abstechendem Vflglapex mit z.T. braun
überschatteten Tupfen; auf diese Ferm könnte man den Namen ab. aesclirion FruJ/.st. (100 A d) beziehen, doch aeschrion.
ist die Vflglgrundfarbe ebensooft heller wie dunkler als die typischer macris. Dieser Form fehlt fast stets die
dnnkle Punktreihe der Hflgl-Oberseite. — heraclitus Poey (100 A d) ist die Cuba-Form; es ist die am lebhafte- heraclilus.
stengefärbte, die Vflgl unter dem Apex am stärksten geeckt, die Hf Iglpunkte groß nnd dentlich, die Flgl-Obcrseite
auch oft im Discus mit dunkeln Zackenlinien gezeichnet. Zwischen dieser und typischen macris steht phasis phasis.
Flclr., die von Columbien bis südlich des Amazonas geht; sie hat nach Felder den stärker gewinkelten Vflgl-
saum der Cuba-Form, sowie deren Größe, aber die Färbung der Südbrasilianer. — Im ganzen zeigen große
Serien, daß sowohl die Grnndfarbe wie auch der graue oder schwarze Apex in der gleichen Gegend sehr variieren
und die gegebenen Namen bedeuten viel mehr Aberiationen, als daß sie Rassenamen sind.
E. margarita Godt. (100 A d). Sofort kenntlich an der perlgrauen Grundfarbe. Die Hflgl tragen schwarze margarita.
Saumketten, die Vflgl ein weißes Schrägband und im schwarzen Apicalteil drei weiße Fleckchen. Ein südliches
Tier. Typische margarita sind im allersüdlichsten Brasilien gewölinlich, und das zuerst beschriebene Stück
scheint aus Porto-Alegre zu stammen ; bei Stücken von dort, ist die Apicalbinde der Vflgl anf der
Mediana eingeschnürt. Fährt man nur einige Stunden nordwärts, bis Sao Leopoldo, so wiegen schon
Stücke vor, bei denen der äußere Rand des silbergrauen Apicalfeldes in einem mächtigen dreieckigen Zahn in
die weiße Binde des Vflgls hineinspringt, nicht nur in einem kleinen Spitzchen, wie anf der Abbildung. Weiter
486
EÜNICA. Von Dr. A. Seitz.
nach dem Inneren fehlt dieser distale Vorsprung des Apicalfeldes ; dieses ist außen nicht so deutlich schwarz
begrenzt, die weiße Vflglhinde viel breiter und gleichmäßiger. Diese Form, die besonders von Paraguay stammt
und vor mehreren Jahren in großer Zahl eingeführt wurde, ist die in Staudinge rs ,, Exotischen Tagf.“ abge-
f&iu-Heö. bildete, die Fruhstorfer eburnea (100 A d) nennt. Stücke von Petropolis, vom Orgelgebirge sind wieder
etwas von Paraguay- Stücken verschieden; bei Rio de Janeiro kommt die Ai’t überhaupt nicht vor. Noch weiter
ingens. im Inneren tritt dann die Riesenform Ingens form nov. (100 A d) auf, die mir aus Bolivien vorliegt, wo sie in
Höhen von 7- — 800 m gefangen wurde. Wie die meisten Eunica tritt margarita jahinveise auf, ist mitunter lange
Zeit hindurch spärlich, bis sie plötzlich einmal in großer Zahl erscheint. Die Rj) lebt an Sebastiana, in der
Jugend vereinigt sie Blatt- und Ivotstückchen zu einer Deckung, später ist sie grün mit schwarzem Kopf und
weißem Seitenstreif und ruht mit leicht erhobenem Vorder- und Endteil, die Kopfhörner nach vorn gestreckt.
Diese sind ziemlich lang, leicht geschwungen, mit einzelnen Nebendornen besetzt. Die Seitendornen des 4. — 10.
Rings sind zu kleinen Spitzchen, die Rückendornen zu weißen Wüärzchen verkümmert. Pp grün, schlank, mit
kurzen Kopfspitzen und schwacher Rückenkante; sie ist auf der Oberseite der Blätter befestigt und richtet sich
dem Lichte zu in die Höhe.
cabira. E. cabira Flflr. (100 Aef). Ein sehr variables Tier; oben sehr dunkel schwarzbraun mit schAva-
chem, stumpfem, nur in der Sonne lebhafterem Blauschiller. Die $$ sind den d'd' unten und oben
ganz ähnlich, doch zieht sich von hinter der Costamitte der Vflgl eine sehr schräge, schmale weiße Binde
nach dem Saum über dem Analwinkel, die sich in ihrem hinteren Teil in Flecke auflöst und zuweilen mit braunen
Stäubchen, besonders an den Säumen, bestreut ist. Unterseite rotbraun, im Apex der Vflgl durchsetzt mit
weißlicher Schattierung und mit großem, doppelt pupilliertem Auge unter der Irdsmitte der Hflgl. Es kommen im
gleichen Lande große und kleine, hellere und dunklere, unten stark- und schwachgezeichnete Stücke vor, wahr¬
scheinlich nach der Höhe. Von Venezuela beschrieben. — Peru-Stücke mit unterseits wenig WTiß imVflglapex,
gcrmsa. sehr tief sch w'arzem Discus der Vflgl und stark scliAvaiz gezeichneter Hflgl-Unterseite sind gerwisaPrwÄÄb (100 A f
als gervisa). Von ienebrosa Salv. von Bolivien unterscheiden sie sich wohl nur dadurch, daß letztere gleichmäßig
tiefschwarze Flgl-Oberseite beim (J zeigen und auch ihre Unterseite oft so verdunkelt ist, daß man die charakteristi¬
sche Zeichnung — großes Dojipelauge vor demHflglapex und mediane gewinkelte Linie — kaum noch zu erkennen
nineüa. vermag. — ninetia Frühst, von Ecuador (die mir nicht vorliegt) hat weiter saumwärts reichenden Blauschiller
der Oberseite, minder scliAvarz gezeichnete Hflgl-Unterseite, die im Mittelteil lebhafter violett schillert. —
ienebrosa. Stücke, die wie tenebrosa Sa^.v. auch ausBoliAÜen kommen sollen, sind oberseits ein klein AA^enig lichter braun,
editha. besonders im Saumfeld; sie sind editha Frühst, genannt worden, haben aber weder unten mehr Weiß im Apex
als Peruaner, noch fehlt ihnen der violette Hauch der Hflgl-Linterseite, dagegen ist diese nicht so scharf
carias. schwarz gezeichnet Avie bei gerivisa. — carias Heiv. (100 Af), ein gemeiner Falter in Columbien, steht der cabira
so nahe, daß man ihn kaum als eigene Art ansprechen kann. Hier sind die Vflgl oberseits in der Außenhälfte
lebhaft goldbraun übergossen, ihre Spitze ist unten nicht weiß, sonst aber ist die LTnterseite ähnlich Avie bei
venezolanischen cabira gezeichnet. Die Falter sind häufig, besonders an Wegpfützen, aber lokal.
ametia. E. amella Cr. (100 B a). Diese Art erinnert auf der LTnterseite stark an crphise (100 B a), AAÖrd aber
sofort an der sonderbaren Figlgestalt erkannt. Der Vrd der Vflgl ist nämlich bedeutend verkürzt, der Vflglsaum
verläuft darum auch nicht schräg, sondern fast gerade und der Ird ist fast so lang als die Costa, auch die Hflgl
sind sehr groß. Ferner ist der Blauschiller charakteristisch; dieser ist beimd' prächtig ultramarinblau und be¬
deckt den ganzen Vflgl bis auf das Apicaldrittel, das schwarz bleibt und Aveiße Fransen trägt; auf dem Hflgl
sitzt der blaue (Schiller im Basalteil und die Außenhälfte bleibt scliAvarz, also umgekehrt Avie bei den meisten
omycla. Eunica. amelia gehört nach Felder zur Gruppe der kleineren amycla Godt.: diese zeichnet sich dadurch aus,
daß die Mediana und die Submediana nicht nur verdickt, sondern zu einer Blase eiUA^eitert sind. Die $$ sind
weiß gefleckt und haben auf der Hflgl-Unterseite eine schöne Augenreihe; das C von amelia hat vor dem Ird
der Hflgl einen sehr auffälligen, langen Haarbusch.
taurione, E, taurlonc Hhn. ($ = marsolia Godt.) ist einer kleinen amelia ähnlich, aber dieblaue Färbung nimmt
das ganze basale ZAveidrittel der Vflgl ein. Die Unterseite ist lichter und Adel AA^eniger gezeichnet, nament-
fasula. lieh die A* genzeiclinung viel geringer entwickelt. Brasilien und Amazonas. — fasula Frühst, sind kleinere
dunkler, die weißen Vflglfleckchen viel kleiner, der sclnvarze Saum ausgedehnter und die submarginale
Punktreihe der Hflgl prägnanter. Vom Amazonas.
orphisc. E. orphise Cr. (= tryphosa Hhn., castalia Hew.) (100 B a). Das C ist oben scliAA'arz mit stumpf-ultra¬
marinblauem Schiller in der Innenhälfte aller Figl und grauen Fiansen; ohne Flecken. Beim $ schillert die
ganze Oberseite stahlgriin, der Vflgl ist in der Apicalbälfte Aveiß, sonst schwarz gefleckt. Die Unterseite ist
der von amelia ziemlich ähnlich, die Hflgl dunkel rötelrot mit Violettschimmer; die Zeichnung aus der Abbil¬
dung ersichtlich. Die Art scheint nicht sehr selten und über das nördliche Süd-Amerika Aveit verbreitet, von
Guayana bis Peru. Stücke aus Columbien sind größer als solche vom oberen Amazonas, der Blauschiller der
Oberseite reicht weiter nach dem Rand hin und die Unterseite ist durch violett Aveiße und metallisch blaugraue
Ueberstäubung bunter.
EUNIOA. Von Dr. A. Seitz.
487
E. anna Cr. Die Vflgl ziemlich spitz, die Wurzolhälfte beim C lebhaftem Blauscbiller und. beim C unno.
bräunlich getrübten Flecken im Apicalteil, von denen eine Reihe von 3 in schräger Richtung hinter der Zelle
vorüberzieht, die vor dem Apex zu einem Schrägwisch zusammentreten. Unten ist das Zcichnungsmuster im
Außenteil der Hflgl ähnlich dem der hrannea (99 f), aber die Striche dicker und im Innenteil steht ein
großer dunkler Viereckfleck an der Costamitte und ein dicker dunkler Kommawisch darunter. Erheblich kleiner
als brunnea, die Augen der Hflgl-Unterseite aber ähnlich.
E. sophonisba Cr. (100 A d). C schwarz mit blauer Prachtbinde am Hflglsaum, die auf den Analteil sophonisha.
der Vflgl übergreift; $ stahlgrün schimmernd mit weißem Vflgl-Schrägband. Viel charakteristischer ist aber
die Unterseite: hell- oder metallblau, mit sehr komplizierter schwarzer Zeichnung; merkwürdig ist ein ocker¬
gelber Strahl durch die Hflglmitte, der wie verdorben oder wie eine künstliche Verfärbung aussieht. Bei typi¬
schen (Guayana-)Stücken geht beim C <^^3,s Hflglblau vom Saum bis über die Mitte nach einwärts, ist also sehr
breit; beim $ springt die weiße Schrägbinde an ihrem Innensaum über dem unteren Zellwinkel bogenförmig
nach innen vor, und bei beiden Geschlechtern ist die Grundfarbe der Unterseite ganz hell blaugrau. — • Bei
agele jorm. nov. (100 Ae) (= sophonisba St^r.) die vom oberen Amazonas (Humayta, Icpiitos) und Columbien ogele.
kommt, nimmt die blaue Hflglbinde des C kaum mehr als des Hflgls ein, die Schrägbinde des $ verläuft
spitzer, die weiße Protuberanz am Zellschluß ist geringer, die Grundfarbe der Unterseite besonders beim C
viel dunkler, blaugrün, der Hflglstrahl braun statt gelb [soplwnisbt, wie auf der Tafel steht, ist Druckfehler).
E. chlorochroa Salv. (100 A e). Auf der Unterseite ist diese Art fast genau wie sophonisha, aber oben cMorochroa.
ist die Außenhälfte der Hflgl beim C nicht blau, sondern stahlgrün und diese Farbe glänzt in der Sonne lebhaft
weißgrau. Nordost-Peru.
E. mira Godni.u.Salv. (100 A e). Auch hier setzt sich auf der Unterseite der Hflgl das Wurzelbraun mira.
als dicker Strahl durch den blaugrünen Hflgl bis gegen den Saum bin fort, erreicht diesen aber nicht ganz.
Die Oberseite des (unbekannten) ist jedenfalls schwarz mit breit metallischem Hflglsaum; das $ hat stahl¬
grüne, schwarz gefleckte Vflgl mit weißer Subapicalbinde und dunkle Hflgl. Die Art ist mir nur aus den Abbil¬
dungen in der Biologia Centrali-americana bekannt, wovon ich Kopie gebe. Panama.
E. norica Hew. (100 B a). Vflgl imter dem Apex gekniet, Oberseite schwarz, die Hflgl im Saumfeld norica.
breit blausshillernd. Die sehr lebhaft violettbraun und schwarzbraun gezeichnete Unterseite ist aus der Abbil¬
dung sofort zu erkennen. Das $ hat auf der braunen Oberseite eine hinter der Zelle breit unterbrochene weiße
Schrägbinde. Typische norica kommen vom Chanchamayo in Peru; eine kleinere Form mit mehr rötlich ge¬
tönter Unterseite kommt von Bolivien (Oroya), ist, scheint’s, mehr Höhenform und wurde als occiaFra7«sb (lOOBa) occia.
abgetrennt. Die Ai't scheint, wo sie vorkommt, häufig zu sein.
E. mygdonia Goclt. (100 A c). Diese ziemlich große Eunica, die bei Rio de Janeiro in manchen Jahren mygdonia.
in großer Zahl auftritt und sich dann auf dem Corcovado, der Tijuca, am Fuß des Orgelgebirges häufig zeigt,
ja selbst in die Gärten von Sa. Thereza, bis Botafogo und in den botanischen Garten kommt, um dann wieder
auf Jahre hinaus ganz vereinzelt aufzutreten, hat eine einfarbig dunkle Oberseite mit fünf ganz verloschenen
Fleckchen im Außenteil des Vflgls. Charakteristisch ist die Unterseite, die aus der Abbikbmg leicht ersichtlich
ist und nur in der Färbungsnüance variiert. Das $ hat eine-weiße Schrägbinde auf dem Vflgl und 2 subapicale
Fleckchen. Wenn Godman und Salvin diese Art richtig gedeutet haben (wogegen manches spricht) so würde
amia Bilr. u. Dru. damit zusammenfallen und das Verbreitungsgebiet ein sehr großes sein und von Guatemala
bis Ecuador im Westen und Süd-Brasilien im Osten reichen.
E. augusta Bat. (100 A f). C oberseits schwarz, die Vflgl- Wurzelhälfte mit prachtvollem, lebhaft metal- augusia.
lischem Blauschimmer, der an Intensität im Sonnenschein den mancher Morpho erreicht. Vor dem Vflglapex
eine weiße Schrägbinde. Diese ist beim $ doppelt so breit als beim d', doch ist hier die Flgl-Oberseite
bis fast zum Saum stahlgrün. Die Art ist sofort zu kennen an dem gezackten Figlsaum, den sonst nur noch
caelina hat und an der rindenartig gezeichneten Flgl-Unterseite. Typische augusta stammen aus Zentral- Amerika
und sind dort nicht selten. Was Staudinger in den Exot. Tagf. abbildet ist die schmalbindige Columbia-Form,
die nördlich bis Costa-Rica geht. Die Fransen sind weiß gescheckt. — olympias Fldr. (100 A f) hat weniger olympias.
Blau auf dem Vflgl und das weiße Schrägband fehlt beim C vollständig. Die Unterseite ist fast genau wie bei
augusta, doch sind die Hflgl weniger tief gezackt und die Fransen nicht so lebhaft weiß gescheckt. Gleichfalls
Columbien.
' E. caelina Godt. (100 B b). Hflgl oben und unten fast genau wie bei den vorigen, auch so tief gezackt; caelina.
aber die Vflgl mehr ultramarinblau als cyanblau, oberseits mit drei getrennten weißen Subapicalflecken, unten
zieht durch den Vflgl von der Costamitte gegen den Analwinkel ein breites, weißes, beim C stark braun über¬
decktes Schrägband. Süd-Brasilien. — alycia Frühst., auf 1 C gegründet und mir in Natur unbekannt, vom alycia.
oberen Amazonas, soll erheblich größer sein, die Vflgl viel heller violett, die Hflgl lichter braun, die weißen Vflgl-
punkte diffuser, Hflgl-Unterseite mehr weiß gezeichnet. Lokal und nicht häufig.
E. caresa Hew. (100 B b, d). So ziemlich die größte Art der Gattung; die Vflgl unter dem Apex stark caresa.
488
EUNICA. Von Dr. A. Sbitz.
picea.
empyrea.
caralis.
campana.
indigo-
phana.
ariha.
volumna.
tithonia.
intricatn.
celma.
cclmina.
vcnusia.
persephone.
araucana.
excelsa.
aspasia.
cinara
vortretend, beim (J die Oberseite schwarz, mit stumpfem Violettschiller (außer im Saumteil) und mit weißen
Fransen. $ dunkelbraun mit schräger weißer Vflglbinde und 2 — 3 subapicalen Fleckchen zwischen dieser und
dem Apex. Unterseits sind die Hflgl matt scheckig rot- und schwarzbraun, weiß überpudert, mit gewöhnlich
nur angedeuteten Ringketten oder Zackenstreifen, ohne scharf ausgeprägte Augen und Bänder. Ziemlich häufig,
von Columbien bis nach Peru verbreitet, aber lokal, großen Landstrichen fehlend, vornehmlich im Gebirge.
Die verworrene Zeichnung der Unterseite ändert ungemein ab, bald wiegt ein grauer, violetter, brauner oder
rötlicher Ton vor, und oberseits kann die Vflglbitide des $ bald breiter, bald schmäler sein. — Bei venezo¬
lanischen Stücken, die als pkea Fldr. abgetrennt wurden, ist in der Regel die weiße Unterseiten-Ueberstäubung
dünner, so daß Ring- und Bindenzeichnung noch gut darunter erkennbar sind.
E. empyrea H. Scliäji. (100 B b). Oben der vorigen sehr ähnlich. Kleiner, ohne die weißen Fransen, der
Violettschiller mehr auf den Costalteil der Vflgl beschränkt. Unten sind die Figl viel einfarbiger, die Hflgl
nicht so stark überpudert, die Zeichnung, die aus dunkeln Querlinien besteht, deutlicher. Brasilien.
E, caralis He^v. (100 B b). Wie die vorige, größer, die Obenseite mit kaum bemerkbarem Schiller, den
man deutlich nur in der Sonne wahrnimmt ; eine ganz matte Aufhellung der schwarzbraunen Grundfarbe zieht
vor dem Apex von der Costa bogenförmig zur Außenrdsmitte. Die Unterseite ziemlich einfarbig, der Hflgl mit
seidenglänzenden Bändern, im ganzen wenig gezeichnet. Von Columbien bis Peru. — campana Fldr. ist ober¬
seits ganz ähnlich, das U oben im proximalen Vflglteil etwas lebhafter blau und die Vflglspitze unterseits stärker
violettweiß beschlagen; hinter dem seidenglänzenden Mittelband der Hflgl-Unterseite treten 4 Augenringe etwas
deutlicher hervor, als bei peruanischen car dis; von Columbien. — indigophana Fldr. von Venezuela zeigt oben
noch lebhafteren Blauschiller und ist leicht daran zu erkennen, daß das cj oben wie unten einen dunklen Wellen¬
streif vor dem Saume zeigt. — ariba Frühst. Ziemlich groß (Vflgllänge 35 mm), der Apex noch mehr geschAvungen.
Figl oben tief dunkelblau mit matt violettem Hauch bis auf das Submarginalfeld, dieses lichtbraun, matt
glänzend, mit einer Reihe schwarzbrauner, rudimentärer, nur teilweise zusammenhängender Punktflecken.
Hflgl unten grauviolett, Basalregion graurötlich, leicht glänzend mit diffusen schmalen Medianbinden, sonst
zeichnungslos. Wahrscheinlich vom Amazonas; nach 1 ^ beschrieben; mir unbekannt.
E. volumna Godt. Eine Gruppe von z. T. ineinander übergehenden Falterformen. Die häufigste davon
ist tithonia Fldr. von Bahia, wo die in manchen Jahren ziemlich gewöhnlich sind. Oberseits
zeigt das ^ nur vor dem Hflglsaum einen schmalen Schillerstreif, das stumpf blauschillernde $ eine weiße, nach
unten verschmälerte Schrägbinde. Die Unterseite zeichnet sich durch sehr bunte Färbung, speziell blaue nur
an und vor dem Ende schwarze Vf Iglzelle aus. Die typische volumna, die kaum davon verschieden sein dürfte,
wurde aus der Umgebung von Rio de Janeiro vermutet, doch kommt dort außer alemene und mygdonia wohl keine
Eunica vor. — intricata Frühst, von Blumenau in St. Catharina hat die Schillerbinde der Hflgl fadeiidünn, die
Hflgl sind unten grau, längs der Zickzackbänder grünlich angeflogen. Die mediane und submarginale Querlinie
scharf und oft geknicld . Zwischen beiden ein doppelt gekerntes oberes und ein doppeltes unteres Auge. — celma
Hew. (100 B c) ist oben fast ganz wie tithonia, aber die Vflgl haben unten schwarze Grundfarbe mit stark metal¬
lisch blauer Einlagerung, und die Hflgl sind nur vor dem Außenrd stark aufgehellt; der blaue Autemarginal streif
der Hflgl- Oberseite beim cj ist ganz schmal; Amazonas. — Der Name celmlna Frühst, wurde auf ein einzelnes d'
von S api in Bolivien gegründet, das oberseits eine licht graublaue Submarginalbinde der Hflgl und unterseits
kleinere Ozellen zeigt.
E. venusia Fldr. (100 B c). Das $ dem vorigen ganz ähnlich, aber das dadurch ausgezeichnet, daß
bei gewisser Belichtung vor dem Hflglsaum ein sehr breiter, intensiv strahlender Blauschiller-Fleck sichtbar
wdrd; Columbien. — persephone Fldr. zeigt gleichfalls diesen strahlenden Fleck des (J, aber auf diesem stehen
schwarze Flecken, und unterseits sind die Hflglaugen und die Discalflecke der Vflgl größer; gleichfalls von
Columbien.
E, araucana Fldr. Diese Form gleicht durchaus der abgebildeten excelsa u. Godm. (100 B c, d),
aber die Unterseite ist noch einfarbiger und trüber, und der blaue Schiller der ^ stumpfer. Dieser ist bei der
excelsa fast ebenso herrlich leuchtend wie bei venusia, aber von dieser Art unterscheidet sich excelsa sofort
durch den unterm Apex weniger eckig vorspringenden Vflglsaum und ferner durch die viel weniger bunte Unter¬
seite, der auf dem Vflgl das schöne Blau fehlt, das die volumna-, celma- und Gruppe auszeichnet; da¬
gegen hat das excelsa-^ im Vtlgldiscus auf der Oberseite einen (individuell sehr verschieden ausgebildeten) Blau¬
schiller, in dem ein aus 3 getrennten Flecken bestehendes w^eißes Schrägband steht, excelsa kommt auf dem
Chiriqui in Panama und in kaiim verschiedenen Stücken in Columbien vor, wo Fassl sie am Rio-Songo fing.
— aspasia Fldr. mit oben sehr lebhaft schillerndem Vflgldiscus, von Ecuador, ist größer uud bildet einen richti¬
gen Uebergang zur folgenden Form E. cinara.
E. cinara Hetv. (100 B d). Der aspasia und excelsa sehr nahe, von letzterer aber dadurch unterschieden,
daß das vor dem Hflglsaum keinen leuclitenden, sondern ganz stumpfen Blauschiller zeigt; die hellen Flecke
auf der Vflgl-Unterseite sind nicht rein weiß, wie bei excelsa, sondern graubraun getrübt und beim $ führen
Ausgegehen 23. VI. 1915.
EUNTCA. Von Dr. A. SniTz.
4S9
dieVflgl vor dem Apicaldrittel nicht drei gotronnto weiße Flocke, sondern ein l)roitos weißes, itinen mit Blan-
scliiller gesäumtes Schrägband. Columbien, Amazonas. — ■ Der Name oreandra b(;zeichnet Feru-Stiieke, orcandra.
bei denen der Blauschiller lebhafter und reicher hervortritt, als bei den nördlicheren Verwatulten.
E, elytia Flew. (100 B e). Tm Vergleich zu den Vorigen einfach und ziemlich sclimucklos gefärbt. oben dylm.
dunkelbraun mit gleichmäßigein Violettschiller, $ braun mit 5 in 2 Schrägreihen stehenden weißen Flecken.
Hflgl-Unterseite einfach aschgrau, die Zackenlinien und Augenringe aus einfachen, dunkeln Strichen gebildet.
Peru, Rio-Madeira und oberer Amazonas.
E, veronica Bat. (100 B e) gleichfalls vom Amazonas, ist ebenso groß und fast ebenso gefärl)t wie elylia, veronka.
aber die Zeichnung der unten einfarbig gelblich aschgrauen Hflgl ist noch reduzierter.
E. violetta Sigr. (100 B d). Da die Beschreibung, die der Autor von dieser Art gibt, auf die Abbildung violetla.
verweist, Stücke, die mit dieser genaii übereinstimmen, mir aber nicht vorliegen, so bringe ich eine Kopie des
Staudinge Rschen Bildes. Es soll nach 2 nicht ganz reinen gefertigt sein, ist also vielleicht ungenau. Das
$ ist nicht beschrieben. Pebas. — Vielleicht handelt es sich nur um eine Form der gleichfalls von Pebas stam¬
menden Viola Bat., die dann die Namenstype bilden würde; diese ist unterseits zwar mehr rötlich gefärbt und viola.
die Zeichnungen sind rot, aber das Muster beider ist gleich, (iberseits sind bei viola die hellen Fleckchen im
Apicalteil dunkel zugedeckt oder fehlen ganz, und der blauviolette Schiller ist geringer; Unterschiede, die auch
bei elytia und veronica Vorkommen und dort nur individuell sind. Teffe, Pebas.
E. eurota. oben schwarz mit blauem, prachtvoll glänzendem Schiller, der sich in breiter Binde längs
des Vrds der Vflgl zieht und vom Hflglsaum sich als glänzendes Oval, proximal konvex, bis nahezu an das Zell¬
ende erstreckt. Das $ ist dunkelbraun mit weißer Schrägbinde der Vflgl und oft noch weißen Präapicalfleckchen.
Die Hflgl-Unterseite ist verhältnismäßig sehr einfach gezeichnet: eine submarginale Kappenlinie, eine fast recht¬
winklig um die Zelle biegende Medianlinie, zwischen beiden oben ein doppelter und darunter 2 — 3 einfache
Augenringe. Die Verbreitung ist eine sehr große, so daß man zahlreiche Unterformen unterschieden hat, die
aber mehrfach verwechselt wurden. — Die südlichste ist die südbrasilianische euphemia Goclt. (= dolores eupJwma.
Prittw., alomene Boenningh.), die sich vor allem durch die sehr dunkle, fast schwarze Hflgl-Unterseite auszeich¬
net. Espiritu Santo und Rio de Janeiro, im Hochgebirge. — eurota Gr. (100 B e) von Surinam bis Columbien eurota.
ist heller und etwas kleiner, aber die blauen Schillerstreifen der Oberseite breiter und leuchtender, besonders
die auf dem Hflgl. — flora Fldr. ist die Rasse, welche vom oberen Amazonas bis nach Peru hinauf vorkommt. Ilora.
Hier geht beim das Hflglblau nicht ganz bis zum Saume, und beim $ stehen hinter dem weißen Schrägband
noch 2 Subapicalfleckchen. Die Tiere variieren außerordentlich, und vom Chanchamayo liegen mir hellere
und dunklere, stark und weniger blau geschmückte vor; die mit hellerer Unterseite sind als Form des olieren
Amazonas, myrthis Frühst., abgezweigt worden. ■ — theophania Frühst, ist kleiner als jlora, beim die Binden
matter, mehr violett, die auf dem Hflgl breiter angelegt. Unterseite rötlich statt braun oder grau mit hellen
Flecken im Außenteil des Vflgls. Von einem $ wird erwähnt, daß die Weißbinde der Vflgl in 3 Flecke aufge¬
löst sei, was vielleicht für diese Form, die am mittleren Amazonas (Manaos) zu Hause ist, konstant ist.
E, alcmena. Diese prachtvolle Art hat beim oben einen blauen Vrdstreif, der sich zuweilen noch am
Außenrd fortsetzt, und ein blaues Saumband der Hflgl; das $ braun mit weißer Vflgl-Schrägbinde. Charakte¬
ristisch ist die Unterseite. Hier steht nahe der Basis in und über der Zelle ein samtbrauner Fleck; nahe dem
Vrde, hinter der Flglmitte, ein großes, gelb umzogenes, doppelt weiß gekerntes Auge; vor diesem (proximal)
2 Bogenstreifen, die einander berühren und deren unterer auf der Querader liegt; von diesem unteren zieht im
rechten Winkel nach dem Ird eine braune Schattenlinie und hinter dieser steht ein Auge, dem zuweilen noch ein
akzessorisches Aeugelchen anhängt. Vor dom Hflglsaum eine dunkle Schattenlinie. Ferner ist das alcmene-,^
dadurch ausgezeichnet, daß hier die Stelle, wo der l. Medianast vom Medianstamm abzweigt (nahe der Vflgl-
wurzel), auch auf der Unterseite einen blauen Schillerfleck zeigt, alcmena Dbl. u. Hew. (100 B e, f) fliegt von Mexiko alemeua.
bis Panama. Hier ist der blaue Vrdsstreif am Zellende etwas von der dunklen Grundfarbe überstäubt und da¬
durch eingeschnürt oder gar unterbrochen; er endet in dickem Keil vor dem Apex, ohne sich am Saum weiter
hinzuziehen. — aniata Druce von Costa-Rica gleicht im männlichen Geschlecht ziemlich der typischen alcmene, amata.
das $ kenne ich nicht. Bei den — ■ jedenfalls auch beim $ — ■ sind auf der Unterseite die Augenringe (nach
Druce) kleiner, oben ist das Blau bedeutend reicher und mehr violett. — pomona Fldr. (100 B f), die viel- pomona.
leicht eigne Art ist (von der mir aber vom Chiriqui Uebergänge zu alcmene vorliegen), zeigt den blauen Vrdsstreif
vor dem Apex umgebogen und dem Saum bis zum Analwinkel folgend, zuweilen aber mit Verdünnungen oder
leichter Unterbrechung hinter der Zelle. Costa-Rica bis Columbien und Venezuela, fast in jeder Lokalität
abändernd. — Eine solche Lokalform ist pompata Frühst, mit mehr blauen als violetten Streifen; die Center- pompaia.
Seite dunkler, alle Ozellen der Hflgl kleiner, zarter gelb umzogen, die dunkeln Submarginalbinden prominenter.
Columbien. • — Irma Frühst. (100 B f) hat entschieden die schönsten ($ liegt mir nicht vor); eine in der Sonne irma.
prachtvoll blau leuchtende Binde zieht von der Vflglbasis bis vor den Apex, biegt hier breit um und zieht bis
in den Analwinkel. Die Hflglbinde ist breiter, aber etwas kürzer, sonst wie bei alcmena. Unterseite wie pomona
V
62
490
ÖALLITHEA. Von J. RÖber.
hechina.
evelide.
ernmeUna.
medellina.
chorienes.
carcta.
sydoyiia.
poppaeana.
alpais.
elegans.
(100 B f), aber die schwarzen Linien und Augenränder dicker und dunkler. Peru. — alcmene und ihre Formen
sind in ihrem Verbreitungsbezirk meist recht häufig.
E. bechina Hew. (99 f). Unterseite der von clytia und veronica ganz ähnlich, aber die Oberseite dadurch
unterschieden, daß im Apicalteil der männlichen Vflgl weiße Punktflecke auftreten. Typische bechina kommen
vom oberen Amazonas. Figl oben ganz dunkelbraun mit violettblau schillernder Mitte; Vflgl mit 5 hellen Flecken
im Apicalteil, von denen 4 weiß, der mittelste dunkel beschattet ist. ■ — ■ evelide Bat. ist unten etwas dunkler
und stärker schwarz gezeichnet und die untere Reihe der Flecken im Apicalteil ist oft verloschen; von Colum¬
bien. — Gleichfalls von Columbien (Rio San- Juan) stammen Stücke, wo ebenfalls nur die 2 apicalen Flecke dürftig
erhalten sind, außerdem aber noch der Blauschiller der Oberseite derart reduziert ist, daß er kaum bis zur Flgl-
mitte reicht; dies ist emmelina Stgr. — Im Gegensatz hiezu ist medellina Frühst, ausgezeichnet durch besonders
intensive helle und ausgedehnte Blaufärbung der Figl- Oberseite und 2 sehr große weiße Subapicalp unkte ; der
mittlere Punkt der discalen Reihe fehlt; Columbien. — chorienes Frühst, endlich aus Süd-Brasilien hat wieder
matteren Schiller und alle 3 Punkte der discalen Reihe fehlen. — hechina ist zwar eine weitverbreitete Art, aber
nicht häufig.
E. careta Hew. (100 B f) gleicht oben ganz der hechina und variiert auch wie diese. Gewöhnlich sind
auf der schillerlosen Oberseite 2 subapicale Punktflecke und einer vor der Saummitte und unterseits in der Mitte
der Hflglcosta ein dunkelbrauner, dreieckiger Fleck hinter einer lehmgelben Stelle. Aber die Vflglflecke können
vermehrt, auch alle oder teilweise braun gedeckt sein (bei typischen Stücken ist es nur der vor der Saummitte)
und unterseits kann die Hflglcosta 2, auch 3 dunkle Flecke haben, der sonst lehmgelbe Vrdsfleck kann fehlen,
grau sein, weißlich, oder mit dunkler Füllung iisw. Vom Amazonas beschrieben, aber wahrscheinlich im nördlichen
Süd-Amerika weit verbreitet, wenn auch vielfach nur als Seltenheit auftretend.
E. sydonia Godt. aus ,, Brasilien“ liegt mir nicht vor, wird aber beschrieben mit gezähnelten
Flgln, oben braunschwarz, ungefleckt, an der Basis violett glänzend; unten mit 4 grünlichen Punkten.
Schiller der Hflgl von geringerer Ausdehnung. Unterseite der Vflgl dunkelgrau mit einem Punkte und 2 schrä¬
gen Binden von schwärzlicher Farbe; nach außen befindet sich gegenüber dem schwach violetten Saum eine
gekrümmte Transversalreilie aus 4 grünlichen Punkten. Unterseite der Hflgl violettbraun, mit einigen
dunklen gewundenen und wenig hervortretenden Linien, weiter mit 4 grünlichen, paarweise einander genäherten
Punkten. Der Grund aller Figl schwach weißlich durchbrochen. Der Leib hat die Figlfärbung. Fühler braun, grau
geringelt, mit gelblicher Keulenspitze. — Bei poppaeana Frühst, von Surinam ist der violette Anflug auf dem
Hflgl viel ausgedehnter, das Tier größer, die Hflglunterseite dicht grau bestreut.
E. alpais Godt. aus , .Brasilien“ liegt nicht vor. Die Beschreibung lautet; Figl gezähnelt, schwarz¬
braun. Vflgl blauviolett übergossen, mit 5 weißen Flecken gezeichnet ; von dem Saum der Hflgl erstreckt
sich eine schwärzliche gewellte Linie. Unterseite der Vflgl sehr der Oberseite ähnlich, doch gegen die Basis mit
einem vereinzelten weißlichen Halbmonde . und der Saum ist violettgrau mit 6 schwärzlichen Punkten, von denen
die 4 hinteren in einer gebogenen Transversallinie angeordnet sind. Unterseite der Hflgl violettgrau mit 2
Flecken und danach 2 gewundenen Linien von kastanienbrauner Farbe. Zwischen diesen beiden Linien befinden
sich 3 schwarze Augen mit weißer Pupille und gelblicher Iris. Das vordere Auge ist von den übrigen getrennt
und hat 2 Pupillen; das 2. Auge ist zur Hälfte kleiner als das Analauge, an das es fast anstößt.
E. elegans Salv. (100 B f). Dieser Falter, der in Peru nicht selten ist, kann sofort an dem Flügelschnitt
erkannt werden. Der Vflgl-Außenrd, bei den ähnlichen Eunica-Axtao. konkav, ausgenagt oder höchstens gerade,
ist hier vorgebauscht. Die Oberseite ist schwarzbraun, die proximale Figlhälfte violettblau schillernd; die
Unterseite seidig gelbgrau mit schwarzem Vflgldiscus und zahlreichen dunkeln aus kleinen Bogen gebildeten
Hflgllinien. $ mit oben und unten gleicher, weißer Vflgl-Schrägbinde.
H. -Gruppe: Catagrammidi.
Sehr regel- und gleichmäßig geformte Falter, oben schwarz mit metallischen Finden, auf der Unterseite meist
brillant, bunt und abwech.slungsrcdch gezeichnet. Die Dornen der llauijen etwas reduziert: die Falter fast ausschließlich
Tropenbewohner, viele sehr selten.
42. Gattung: CJallitliea Bsd.
Diese Gattung zählt etwa ein Dutzend Arten, die sich von Columbien bis an den Amazonenstrom ver¬
breiten; im letztgenannten Gebiete kommen die meisten Ai’ten vor. Die Callitheen sind mittelgroße, auf beiden
Seiten der Figl prachtvoll gefärbte Tiere, die mit einigen, aber größeren, Agrias- Äxten ein interessantes Beispiel
von Formenkongruenz zeigen, die jedoch nicht als Mimicryerscheinung aufgefaßt werden darf, da die Arten
beider Gattungen nicht als ,, geschützte“ Arten gelten.
Die äußere Erscheinung der Callitheen ist so charakteristisch, daß eine Vcrwechshmg mit anderen
Gattungen ausgeschlossen ist, und die schon erwähnten ähnlichen Agrias-Acten sich durch ihre bedeutendere
OALLITHEA. Von J. Röber.
RR
Größe unterscheiden. Die Caliitheen haben auffällig geknöpfte Fühler, die Palpen sind dicht beschupjd und
behaart, ihr Endglied ist klein und zugespitzt, die Augen sind nackt, die Hflgl haben eine zwcigabeligc Prä-
costalis.
Die Rp von GaU. saqypliira hat Otto Michael bei Santarem am unteren Amazonen ströme beobachtet,
sie aber leider nicht näher beschrieben; er bemerkt nur, daß die männlichen Rpn eine schöne blaue Fäi'bung
besitzen, während die weiblichen Rpn mehr grünlich oder orange gefärbt seien; sie haben scharfe, eine ätzende
oder giftige Substanz enthaltende Dornen und leben einzeln an einer bohnenartigen Schlingpflanze. Die Flug¬
zeit der Schmetterlinge dauert nur kurze Zeit; sie halten sich meist im Walde auf, kommen aber auch einzeln
bis in die Ortschaften geflogen, wo sie nach der Nachtruhe an den Mauern der Häuser gefunden worden sind.
Paul Hau ne l berichtet über die geistigen Eigenschaften der Caliitheen, daß eine marJeii (hewitsoni),
nachdem er sie mehrmals aufgescheucht hatte, schließlich an einem Stämmchen ihre Zuflucht nahm, wo sie
sich indes, kaum angeflogen, im selben Augenbheke auch noch eines Besseren besann und sofort einige Zoll
weit hinauf wanderte, um sich nun an der Unterseite eines über ihr herabhängenden Blattes zu verbergen —
gründlich, wie sie wohl meinen mochte; eine so klar bewidlte FTeberlegung des durch die hartnäckige An¬
wesenheit ihres Verfolgers bedrängten Tieres, setzte den Beobachter wirklich in Staunen. Die Caliitheen be¬
sitzen, nach demselben Beobachter (wie viele Schmetterlinge mit einem tiefen gesättigten Blau) einen Duft,
der dem Dufte der Vanille sehr ähnlich ist.
A. G auf der Oberseite der Hflgl in der Mittelzelle ohne zottige Behaarung.
C. sapphira Hhn (99 c) vom unteren Amazonenstrom (Santarem) zeigt, wie die Abbildungen ersichtlich sapphira.
machen, eine auffällige Geschlechtsverschiedenheit. Das wundervolle Sapphirblau des G wird von keiner ande¬
ren Callithea-Avt erreicht und das $ ist wegen einer breiten ockergelben Binde der Vflgl eine ganz auffällige
Erscheinung. — Die Rp ist schon vorstehend beschrieben. 4
C. hewitsoni Stgr. (99 c) aus Columbien und vom oberen Amazonas unterscheidet sich von der folgenden hewitsoni.
7narkn ( 9 9 f ) d urch größeres gelbrotes Basalfeld d er V f Igloberseite ; sie ändert in der F ärbung dieses Figlteils ziemlich
bedeutend ab, da von der gelbroten bis zur ockergelben Färbung alle Abstufungen Vorkommen. Auch auf der
Unterseite der Vflgl hat dieses Feld dieselbe Ausdehnung, ändert aber in der Färbung nicht so stark ab und
ist gewöhnlich ockergelb.
C. markii Hew. ( = wallacei Stgr.) (99 f) vom oberen Amazonas hat bis auf den Ird völlig blaue glänzende markii.
Hflgl und eine breite blauglänzende Außenbinde der Vflgl. Das $ hat auf der Oberseite der Vflgl eine ziemlich
breite spangrüne Binde.
C. batesii Hew. (99 f) vom oberen Amazonas ist im männlichen Geschlechte dem $ von marhii ähnlich, hatesii.
hat aber viel geringeren blauen Glanz und ist auf dem Basalteil der Hflgl orangerot gefärbt. Auf der viel stärker
schwarz gezeichneten Unterseite ist auch das Basaldrittel der Hflgl orangegelb.
C. buckleyi Hew. (99 e) aus Ecuador unterscheidet sich von staudingeri suhsp. nov. ( = buckleyi Stgr.) huckleyi.
vom oberen Amazonas (Säo Paulo de 01iven§a und Jurimaguas) durch etwas mindere Größe, breitere grüne
Ränder der Oberseite, sowie unterseits durch geringere schwarze Färbung auf den Vflgln und Reduktion der
schwarzen Zeichnung auch auf den Hflgln, die sich hauptsächlich auf der den ockergelben Basalteil begrenzenden
Binde auffällig macht.
C. degandii Hew. (99 f nicht degandei) vom oberen Amazonas hat blauschwarze Oberseite mit sehr degandii.
breiten spangrünen Rändern. Nach Hewithons Abbildung ist der ganze mittlere Teil der Figl- Oberseite tief
blauglänzend. Das $ zeigt diesen blauen Glanz nur ausnahmsweise.
Z.\i2iti\tXi\Godm. 71. Salv. vom unteren Ucayali und Rio-Napo wird wie folgt beschrieben: G oben tief hartleUi.
purpurn (blau), Zentralfeld der Vflgl größtenteils schwarz. Vflglspitze (breit) und Außenrd der V- und Hflgl
metallisch grün. Unten: Basaldrittel der Vflgl und Basalhälfte der Hflgl ockergelb; Rest aller Figl grün; am
Zellende und am 1. Medianaste der Vflgl schwärzlich; 1 schwarzer Fleck zwischen dem 1. und 2. Medianaste
und 3 andere verlaufen parallel zum Außenrde; die Hflgl haben 4 Bänder schAvarzer Flecke auf der Discalhälfte
( 1 Außenhälfte), parallel zum Außemxl gestellt. $: Apex der Hflgl mehr gerundet als beim Figlbasis grünlich
schwarz anstatt purpurn (blau); der grüne Rand aller Figl breiter. • — Aus dieser Beschreibung ist nicht zu
erkennen, ob bartletti eine Form der degandii oder der adarnsi ist. Vermutlich ist auch letztere eine degandii-
Form.
C. adamsi Laihrj (99 e) von Peru (Perene, 4000 Fuß) ist oberseits viel dunkler als degandii und hat viel adamsi.
schmälere spangrüne Ränder, der blaue Glanz ist dunkelviolett und läßt die Mitte der Figl frei. Auf der Unter¬
seite ist der orangegelbe Basalteil dunkler, sehr reduziert und auf den Vflgln auf einen Basalfleck beschränkt,
auch die schwarze Zeichnung ist verschieden. — frigga suhsp. 7iov. aus Peru (Cuzco) ist oberseits von adamsi irigga.
kaum verschieden, zeigt jedoch unterseits das gelbe Basalfeld auf den Hflgln in der Ausdehnung wie bei
degandii, auf den Vflgln aber ausgedehnter, auch ist die schwarze Zeichnung viel entAvickelter.
492
CIALLITHEA. Von J. Röber.
srnlaii.
salvini.
tvhiielyi.
Ingens.
Icprtcuri.
depuiseii.
eudia.
philotima.
opiima.
eminens.
C. srnkai Honr. (99 e) vom oberen Amazonas ist der degandii sehr ähnlich, hat aber breiteren grünen
Rand nnd wnndervolleir sapphirblanen Glanz der Oberseite. Auf der Unterseite der Vflgl ist die schwarze
Zeichnung stark verringert.
C. salvini Stgr. von Icpiitos ist gleichfalls der degandii (99 f) ähnlich, aber die Oberseite ist fast ebenso
schön blauglänzend wie bei srnkai {99 e) und hat ebensolche metallgrüne Außenränder wie letztere, doch ist
auch die Vflglspitze selbst von dieser Färbung. Auf der Unterseite ist der Basalteil aller Figl orangerot, die
Unterseite ist sonst ähnlich gezeichnet wie bei degandii, doch ist der Ird der Vflgl breit und tief schwarz.
C.whitelyi (99 e) ausPeru istoberseitsclerr?epuise<ü99d) sehr ähnlich, doch fehlt ihr die zottige Be¬
haarung in der Mittelzelle der Hflgl, weshalb der ganze Hflgl mit Ausnahme des graugrünen Randes blauen Glanz
zeigt. Auf der Unterseite der Vflgl stehen 5 submarginale schwarze Flecke, die von hinten nach vorn an Größe
abnehmen; die rote Färbung an der Flglwnrzel ist lichter als bei de'puiseti, auch etwas verbreitert, namentlich
auf den Vflgln und die innere schwarze Linie ist in große schwarze Flecke zerlegt.
C. lugens jDrwce aus Peru (Cuzco) wird wie folgt beschrieben: (J: Kopf, Fühler, Hals, Schulterdecken,
Thorax und Hlb schwarz. Vflgl sehr ähnlich denjenigen von C. optmia (99 d), aber viel glänzender blau, der
schwarze Apicalrand viel breiter; Hflgl viel glänzender blau als bei optima, die blaue Färbung genau von der
Basis ausgehend wie bei (99 e) ; der grünliche Außenrd ist auch viel Imeiter. Die Unterseite ist ähnlich
der von C. optima (99 d), aber ohne die schwarzen Linien und mit sehr viel geringerem Rot an der Basis der
Hflgl, aber mit viel mehr Rot als bei leprieuri (99d); ein großer runder roter Fleck am Zellende; die Vflgl
haben eine submarginale Reihe von 5 ziemlich großen schwarzen Flecken. — Obwohl der Autor diese Ai't mit
2 Arten vergleicht, die 2 verschiedenen Artengruppen angehören, geht doch aus der Bemerkung, daß das Blau
der Hflgl wie bei udiitelyi an der Flglwiirzel beginne, deutlich hervor, daß Ingens in die Gruppe A und in die
nähere Verwandtschaft von ivliitelyi gehört.
B. ^ anf der Oberseite der Hflgl in der Mittelzelle mit zottiger Behaarung.
Mit C. leprieuri Feisth. (99 d) von Snrinam nnd dem nnteren Amazonas beginnt diejenige Reihe der
Arten, bei denen das U lange schwarze zottige Behaarung der Mittelzelle auf der Oberseite der Hflgl zeigt; für
diese Arten hat C. Felder die Gattung Cyane errichtet, die sich namentlich durch kürzere Fühler und längere,
kräftigere Palpen auszeichnct. C. leprie^iri zeigt matten blauen Glanz der Oberseite, der sich verstärkt auf dem
Wurzelteile der Vflgl zeigt, aber beim $ nur angedeutet ist.
C. depuiseti Fldr. (99 d) aus Peru ist der leprieuri ähnlich, hat aber stärkeren blauen Glanz
der Oberseite, der sich auch auf die Hflgl erstreckt. Das graugrüne Saumband der Oberseite ist viel breiter
und hchter, als bei lejrrieuri, die Unterseite ist ganz ähnlich wie bei letzterer, doch haben die Vflgl weniger
schwarze Zeichnung. — Ziemlich verschieden ist die in Bolivien heimische Form, die wn eudia form. nov. benennen.
Sie hat viel breitere, auch lichter graugrüne Ränder und stärker blauen Glanz der Oberseite. Auf der LTnterseite
der Hflgl ist der goldige Glanz auf die Mittelbinde beschränkt, in der die schwarzen Flecke stehen, diese Flecke
selbst sind etwas größer und die äußere (submarginale) schwarze Linie ist breiter, auch die roten Wurzelflecke
sind etwas ausgedehnter.
C. philotima Ehl. ,,d'. Nahe verwandt mit C. depuiseti Fldr., optima Btlr. und ivliitelyi Salv. Von den
beiden ersteren durch den viel breiteren, blaß-metallisch blauen Rand aller Figl verschieden. Die schwarze
Saumlinie ist viel feiner als bei depuiseti, auch der Apicalteil der Vflgl ist in nur geringerer Ausdehnung schwarz.
Die Fransen sind längs des Saumes aller Figl rein weiß. Die tiefschwarzen langen Dufthaare im Discus der
d'-Hflgl wie bei depuiseti. — Die LTnterseite bildet durch die Anlage der roten Basalflecke eine Mittelstufe zwischen
depuiseti und opitima. Die Vflgl zeigen eine kurze blutrote Basalstrieme des Vrds und nur 1 schwarzen Subapical-
punkt in Zelle 5. Die Hflgl besitzen an der Basis 3 blutrote lange Flecke, und zwar je einen gegen den Vrd und
Ird zu und einen langen, zahnartigen in der oberen Hälfte der MittelzeLle, dessen scharfe Spitze annähernd in
der halben Länge der Mittelzelle liegt. Auch am schwarzen (^uerast der Mittelzelle finden sich einige rote Schup¬
pen. Die schwarze Fleckenzeichnung ganz ähnlich jener von depuiseti, welche des langen roten Flecks in der
Mittelzelle vollständig entbehrt, wogegen optima das ganze Basalfeld der Hflgl (mit Ausnahme eines schwarz¬
blauen Flecks in Zelle 8) mennigrot zeigt. C. udiitelyi hat nur an der Basis der Mittelzelle der Hflgl eine rote
Fleckenfärbung; die erste Querlinie derselben ist in kurze Längsflecke aufgelöst. 1 d' vom Chanchamayo.“
C. Optima Btlr. (99 d) von Peru und Ecuador ist etwas kleiner nnd hat spitzere Vflgl als depuiseti, aber
viel intensiveren blauen Glanz und schmälere graugrüne Ränder der Oberseite. Fast die basale Hälfte der
LTnterseite der Hflgl ist mennigrot, die übrige Zeichnung aber der von leprieuri sehr ähnlich. — eminens form,
nov. (99 e) von Süd-Peru (obere Madre de Dios, 500 — 1200 m) ist zwar auffällig von optima verschieden, aber
doch wohl eine Lokalform dieser Art. Sie ist von Herrn A. H. Fasse entdeckt worden. Der graugrüne Saum
ist auf allen Flgln bedeutend breiter, etwa dreimal so breit als bei optima, daher die Fläche des blauen Glanzes
bedeutend eingeschränkt, der schwarze Fleck in der Mitte der Vflgl, der bei optima in jeder Belenchtungsrich-
CATAGRAMMA. Von J. R()Rer.
R)3
tiing stark auffäJlt, ist bei eminens sehr scliwach entwickelt nnd bei seitliclier Betraclitung des 'l’ieres überhaupt
nicht wahrnehmbar. Die rote Färbung auf dem Wurzelfelde der Hflgl-Unterseite ist stark (üngeschränkt, dordi
nimmt sie die ganze Mittelzelle ein und außerhalb der Zelle sind ein kleiner Fleck an der Mediana und I .Stieifen
an der Subcostalis graugrün; die schwarzen Flecke der Hflgl sind vergrößert und namentlich die eine submargi¬
nale Binde bildenden Flecke ansehnlich breiter als bei optima.
C. freyja spec. nov. (99 e in freyia verdruckt) aus Peru (Chanchamayo) ähnelt in der Flglgestalt der freyja.
optima, der Außenrd der Vflgl erscheint aber noch mehr nach außen gebogen. Die spangrünen Ränder sind
viel breiter, schärfer begrenzt und gehen nicht in die blauglänzende Färbung der Flglmitte über. Die rote
Basalfärbung der Unterseite ist ähnlich wie bei der folgenden jassli, aber noch geringe]-, so daß nur i-c-ichlich ' |^
der Mittelzelle von ihr in Anspruch genommen wird; sie ist schwarz eingefaßt; die basale rote Bestäiibung ist
viel geringer als bei den verwandten Arten ; die bei optima das rote Feld säumende schwarze Binde ist bei jreyja
in kleine, zum Teil winzige Punkte aufgelöst und aiich die beiden äußeren Reihen bestehen aus nur kleinen
schwarzen Fleckchen, wie auch die Flecke der Mittelreihe kleiner sind; auf den Vflgln stehen 4 sehr kleine
und gleichmäßig große subapticale Flecke (Punkte).
C. fassli spec. nov. (99 d) aus der Colonia Florencia am Rio-Putumayo (Grenze von Columbien und iassli.
Ecuador) ist oberseits der optima sehr ähnlich, hat aber spitzere Vflgl und der l)la]ie Glanz ist bei weitem nicht
so prächtig wie bei optima. Auf der Unterseite sind in der Vflglspitze nicht 4, sondern nur 3 und kleinere schwarze
Flecke, die Hflgl haben mehr goldigen Glanz, die schwarzen Flecke sind kleiner und die rote Färbung auf dem
Wurzelteile, die nach 0. Staudinger bei optima mindestens die Mittelzelle einnimmt, erstreckt sich bei
fassli nur auf die vordere Hälfte der Mittelzelle und ist ringsum, zum Teile breit, schwarz gesäumt; sonst tritt
die rote Färbung, die übrigens durch eingestreute schwarze »Schuppen stark verdunkelt ist, in einem kleinen
Fleck am Vrd, 2 Streifchen am Ird der Hflgl und in einem Basalfleck auf den Vflcfln auf; alle diese Flecke
sind, wie der Fleck in der Mittelzelle der Hflgl (zum Teil breit) schwarz gesäumt. — Herr A. H. Fasse bekundet,
daß er noch 6 völlig gleiche Stücke dieser Art in einem südamerikanischen Museum gesehen habe.
43. Gattung-: Caia$>'Fa]iiiiia Bsd.
Die meisten Arten dieser über das ganze tropische Amerika verbreiteten Gattung haben IVIittelgröße,
doch kommen auch einige größere Arten vor; ein großer Teil ist im Tale des Amazonas und in seinen Seitentälern
zu Hause. »Sie sind an ihrem, aus den Abbildungen ersichtlichen Aeußeren leicht zu erkennen und können mit
Angehörigen der nächstverwandten Gattungen Callicore und Perisama kaum verwechselt werden. Im Körper¬
bau unterscheidet sich Gatagramma von Callicore durch Abzweigung eines Subcostalasts vor dem Zellende
und von Perisama durch die nackten Augen; die Ud' haben ungewöhnlich verdickte Vorderbeine.
W. Müller gibt über die ersten »Stände von C. pygas folgendes an: die Rp lebt an Allophylus petiolatus
Radlk. Die Eier werden an die Unterseite oder an die »Spitze der Oberseite der Blätter abgelegt. An Stelle der
Dornen hat die Rp nur vergrößerte Wärzchen, auf denen je 2 Borsten stehen; die Kopfhörner sind verhältnis¬
mäßig noch länger als bei Callicore, denn sie erreichen 1 cm Länge; die Verdickung in der Mitte des Körpers
tritt erst kurz vor der Verpuppung ein, vorher ist die Rp Avalzenförmig. Die Pp ist ähnlich der von Callicore
meridionalis . Die Rp scheint in geschlossenen Räumen sehr schwierig zu erziehen zu sein.
C. brome Bsd. (101 B b) aixs Columbien ist eine der kleineren gelbbindigen Arten. Für sie ist die breite, brome.
fast eirunde gelbe Vflglbinde charakteristisch.
C. atacama Heio. (101 B c) aus Chiricpii, Columbien und Peru unterscheidet sieh von den ähnlichen atacama.
Arten leicht durch die Unterseite.
C. faustina Bates (101 B c) aus Panama hat, wie atacama, Längsstreifen auf der Unterseite der Hflgl, fausiina.
ist aber doch wesentlich verschieden, auch oberseits.
C. denina Btew. (101 B b) aus Columbien ist zwar der atacama ähnlich, aber kleiner und unterseits anders denina.
gezeichnet.
C. mionina Hew. (101 B b) aus Columbien unterscheidet sich von der vorigen Art hauptsächlich durch mioiiina.
die Plnterseite.
C. tolima Hew. (101 B b) aus Peru und Nordbrasilien hat eine breitere gelbe Vflglbinde als mionina und iolima.
großen blauschillernden Fleck der Hflgl.
C. guatemalena Bates (lOl B c) aus Guatemala ist den vorigen ähnlich, hat aber wesentlich lichtere guatema-
Unterseite.
C. lyca Dbl. u. Hew. (101 B c), von Mexiko bis Columbien verbreitet, hat sehr schmale orange Vflgl- lyca.
binde. Unterseits ist sie der mionina (101 B b) ähnlich, doch ist sie von dieser nicht nur durch die Form und
494
CATAGRAMMA. Von J. Röber.
mena.
discoidalis.
pacifica
aeyina.
Salamis.
didima.
zelplianta.
hydaspes.
Jieracliius.
hystaptes.
kolyma.
pasiiliea.
felderi.
cajetani.
codoman-
nus.
astarte.
aniillena.
militaris.
miles.
setima.
straliotes.
excelsior.
excelsis-
sima.
michaeli,
pastazza.
Lage der gelben Vflglbinde, sondern auch dadurch verschieden, daß die äußere lichte Binde nicht gelb, sondern
glänzend blau ist.
C. mena Stgr. vom Chanchamayo (Peru) ist nur wenig größer als mionina, hat aber ein größeres, mehr
in der Plghänge liegendes, breites ockergelbes Band der Vflgl, das hart am Vrde beginnt ixnd kurz vor dem
Außenrde in der Nähe des Winkels endet; der blaue Fleck auf den Hflgln ist viel größer. Auf der Unterseite
der Hflgl sind die 5 blauen Flecke größer und in die Länge gezogen.
C. discoidalis Guen. Die Beschreibung lautet in Uebersetzung : Klein. Ovaler, breiter orangefarbener
Fleck. Oblonger blauer Fleck der Hflgl von der Basis ab. Ihre Unterseite mit nur 4 nicht pupillierten Punkten
vor der Zentralbinde und 3 am Analwinkel. Breite gelbe Linien, die erste vereinigt sich nach hinten zu mit der
2. und 3.; diese letztere steigt nicht jenseits des 1. Punktes wieder an. Columbien.
C. pacifica Bates (= bugaba Stgr.) (101 B d) aus Zentral -Amerika ist die kleinste Art dieser Gattung.
Der stahlblaue »Schiller der Hflgl ist von verschiedener Ausdehnung, und unterseits variiert die schwarze Zeich¬
nung sehr stark.
C. aegina Fldr. (101 B c) aus Ecuador, Columbien und Bolivien hat breitere, aber ebenso gelagerte
gelbe Binde wie lyca. Das $ hat gedrungenere Gestalt und der blaue Hflglfleck ist kleiner und durch die schwar¬
zen Rippen geteilt. ■ — salamis Fldr. ist die Form vom Rio-Negro und von Peru mit breiterer gelber Binde und
verkleinertem blauen Flecke der Hflgl.
C. dulima Guen. Diese Art ist in folgender Weise beschrieben worden: zelpliania außerordentlich ver¬
wandt, von der sie sich nur in folgendem unterscheidet: Subapicalfleck weiß und violett umrandet auf glacier-
tem Grunde. Hflgl unten entschieden helllila mit sehr hell zeisiggelber Basis und Mittelpartie, letztere ihrer¬
seits stark lila gemischt. Zentralflecken kleiner, weiter voneinander entfernt und feiner schwarz umrandet.
Die schwarze Subterminallinie ist gewellt oder vielmehr aus Halbmonden bestehend und umschließt metallisch
himmelblaue Schuppen. Peru. — Der Autor betont die Möglichkeit, daß dulima mit zelplianta oder hystaspes
zusammenfallen könnte.
Mit C. zelphanta Heiv. (101 Bd) vom oberen Amazonas beginnt die Reihe rotbindiger Arten. Bei dieser
Art. ist außer dem größten Teile der Hflgl auch der Basalteil der Vflgl schwach blauglänzend.
C. hydaspes Ftrury (= lyrophila Hhn., hesperia Perty) (101 B d) aus Südbrasilien und
Paraguay ist eine niedliche und häufige Art. Rotbinde der Vflgl schmal, Glanzfleck der Hflgl groß. Das ^ ist
vom G nicht verschieden.
C. heraclitus F. aus Brasilien bezeichnet A. G. Butler als eng verwandt mit hydasjres { — lyrophila),
gibt aber keinen Unterschied an.
C. hystaptes F., angeblich aus Brasihen und Bolivien, ist beschrieben worden wie folgt. ,,Flgl schwarz¬
braun, blauglänzend, Hflgl unten gelb, mit schwarzen Ringlinien und 3 blauen Punkten“. Vermutlich ist das
Tier eine Aberration von liydasp>es oder der Autor hat einen normaien liijdaspes vor sich gehabt, und vergessen,
in der Beschreibung die rote Vflglbinde zu erwähnen.
C. kolyma Hew. (101 B d, e) und pasithea Hew (101 Be) vom oberen Amazonas sehen zwar oberseits
sehr verschieden aus, sind aber doch Formen nur einer Art, da alle Uebergänge Vorkommen.
C. felderi Hetv. vom oberen Amazonas, unterscheidet sich von cajetani Gtmi. (= audofleda Thieme)
(101 B e) von Peru durch gelbe Binde der Vflgl und größere Ausbreitung des blauen Glanzes im Hflgl.
C. codomannus zerfällt in eine größere Anzahl Lokal- bzw. Zustandsformen, codomannus F. ( = sina-
mara Hetv.) (101 B e, f) aus Brasilien liegt uns aus Ost-Columbien (Medina, 500 m) aus der Kolk Fasse vor.
Diese Form unterscheidet sich oberseits kaum von astarte Cr. (101 B f) von Bolivia, aber die roten Binden
der Vflgl-Unterseite sind bei astarte breiter. Das $ hat ziegeh’ote Basalhälfte der Vflgl. — Die Form antillena
Kaye (101 B e) von Trinidad ist etwas kleiner, hat schmälere rote Binden der Vflgl und breitere rote Binde der
Hflgl. — militaris Stgr. von Venezuela hat violetten Schiller der Oberseite, der Apicalfleck fehlt und
die rote Hflglbinde ist auf ein Streifchen am Vrde reduziert. ■ — miles Bates Vom oberen Amazonas hat
sehr vergrößerte rote Binden der Oberseite, die auf den Vflgln zuweilen zusammenfließen. ■ — selima
Guen. (= cynosura Hetv. pt.) aus Minas-Geraes ist eine kleinere Form, die nur schmale rote Binden der
Oberseite und vorwiegend gelbe Färbung der Hflgl-Unterseite zeigt. — stratiotes Fldr. ist die Form aus Ecuador.
C. excelsior Hew. (101 B f) vom oberen Amazonas hat prächtigen tiefblauen Schiller und eine gelbe
Querbinde der Vflgl. Das $ hat nur den glänzendblauen Fleck am Innenwinkel der Hflgl, aber keinen Schiller.
— excelsissima Stgr. (101 B f) vom oberen Amazonas (Säo Paulo de 01iven9a) hat glänzend blaue Oberseite
mit einer roten Vflglbinde, die sich bei michaeli von Manicore am Rio Madeira auf einen kurzen Basal -
streifen reduziert. — pastazza Stgr. (101 B f) aus Ecuador und Peru (Chanchamayo) ist der excelsior sehr
OATAGRAMMA. Von J. Rüber.
41)5
ähnlich, hat aber nicht den blauen Schiller, sondern nur den glänzendblauen Fleck am Innenwinkel der Hflgl.
— Am Chanchamayo kommen aber auch Stücke vor, die der pastazza gleichen, jedoch blauen Schiller besitzen: '
speciosa form. nov. — excelsa Stgr. von Ecuador untei’scheidet sich von excelsior durch reduzierte gelbe Vflgl-
binde, die den Wurzelteil der Figl frei läßt, und durch verminderten blauen Glanz. — iJie Unterseite der
Hflgl zeigt, daß sämtliche vorgenannten Formen einer Art angehören.
C. cynosura rr. (101 B g) vom oberen Amazonas, Peru und Bolivien unterscheidet sich von den cijnosura.
codomannus- und excelsior -Fovmon scharf durch die Unterseite der Hflgl, die am Vrd einen großen, bindenartigen
ockergelben Fleck besitzen, der sich von der übrigen lichtgelben Grundfärbung scharf abhebt, und infolgedessen
die subbasale schwarze Binde nicht bis zum Vrde geht, sondern schon an der Costalis endet. Hie submarginalen
blauen Flecke auf den Hflgln sind stets, auch bei den voneinander scharf getrennt.
C. peristera Hew. (101 B h) von Columbien, Peru und Bolivien hat fast keinen Geschlechtsunterschied; peristera.
das 2 unterscheidet sich nur durch blaue Fleckchen am Innenwinkel der Hflgl.
C. eunomia von Columbien, Ecuador und Bolivien tritt in beiden Geschlechtern in 2 Formen auf, der eunomia.
eunomia Heiv. mit ockergelber Basalhälfte der Vflgl und incarnata Stgr. (101 B h) mit zinnoberroter Färbung incarnata.
dieses Figlteils. Das $ zeigt geringere Ausbreitung des blauglänzenden Flecks am Innenwinkel der Hflgl.
Von C. texa Hew. (101 B g) aus Cohimbien ist fassli suhspec. nov. aus Bolivien (Rio-Songo, 750 m) dadurch
^ ^ io. s sl i
verschieden, daß der rote Discalfleck der Hflgl bedeutend kleiner ist oder völlig fehlt und der Apicalstreifen
der Vflgl lichter ist; auch die Gruiidfärbung der Unterseite ist lichter (weißlich) und die Subapicalstreifen der
Vflgl sind fast weiß.
C. lepta Hew. (101 B g) vom oberen Amazonas ist oberseits der texa ähnlich, doch hat sie statt eines lepta.
roten einen blauen Fleck auf den Hflgln; auch unterseits ist sic der texa sehr ähnlicli.
C. pyraemon Oodt. (101 Bh) aus Brasilien und Surinam ist eine der kleineren Arten mit tiefrotem, etwas pyraemon.
blauschillerndem Basalfeld der Vflgl. Die Hflgl-Oberseite ist glänzend blaii.
C. pygas Godt. (102 A a) aiis Süd-Brasilien, Columbien und Bolivien hat nur im männlichen Geschlechte pygas.
sehr bescheidenen blauen Schiller. Das $ hat graubraune Hflgl-Oberseite. — Aus der Sammlung des Heim
A. H. Fasse liegt uns ein d' aus Bolivien (Rio Magiri, 700 m) und 1 2 aus Peru (obere Madre des Dios) vor, die
ganz verschiedene Unterseite zeigen, die Grundfärbung der Hflgl ist viel lichter gelb und die Zeichnungen
erscheinen verloschen und verwischt. Das G hat gelbe, das 2 rol© Basalhälfte der Vflgl; die blauen Flecke im
Analwinkel der Hflgloberseito sind besonders entwickelt. Wir benennen diese Form typhla subsp. nov. (102 A a). iypMa.
C. cyllene Dhl. u. Hew. (102 A a) vom Amazonas und Bolivien hat matten blauen Schiller der Oberseite, cyllenc.
namentlich der Hflgl. Die Zeichnung der Unterseite ist matter als bei pxjgas, aber die rote Vflglbinde wird ebenso
wie oberseits am Schlüsse der Mittelzelle durch zahnförniiges Eindringen des schwarzen Vrds und eines Flecks
am Irde eingeschnürt.
C. aphidna Hew. aus Venezuela (Valencia) ist uns nur aus der Beschreibung bekannt; diese lautet: aphhlna.
Oberseite schwarz, die Fransen aller Figl weiß gefleckt. Basälhälfte der Vflgl karminrot, subapicales geteiltes
weißes Band, an jedem Ende weiß gesprenkelt. Hflgl mit 2 oder 3 blaßblauen Flecken in der Nähe des Anal¬
winkels. Unterseite: Vflgl wie oben, aber Basalteil des CostaUandes gelb, eine dem Vrde parallel laufende
blaue Linie. Subapicalband länger und gelb und 1 submarginales blaues Band und zwischen ihm und dem
Apex ein graues Band. Hflgl fliederfarbig, die Basis gelb, 2 dunkelbraune Linien, beginnend an der Basis des
Costah’andes mit je einem roten Flecke, laufen ziemlich gerade und parallel mit allen anderen und dem Ird nach
dem Analwinkel, sind nahe dem Außenrd verbunden und wenig gewellt und erreichen den Vrd nahe der
Mitte; diese Linien schließen, nahe dem Analwinkel, einige blaue Flecke ein; der Äußernd dunkelbraun, in der '
Mitte der Figl sind 2 große schwarze Flecke, einer (nahe dem Vrd) bezeichnet dureh 3 kornblumenblaue
Fleeke, der andere mit 2, alle ockergelb gerandet.
C. thamyras Men. (102 A b) aus Minas-Geraes hat verkürzten Blauschiller und verschmälerte rote iliamyms.
Binde der Vflgl. Die Unterseite ist ähnlich der von cyllene, doch verläuft die submarginale gelbe Vflglbinde
in den Innenwinkel.
C. maimuna Hew. (103 A a) vom oberen Amazonas ist der cyllene (102 Aa) sehr ähnlich. Sie unter- mabnuna.
scheidet sich oberseits durch den blauen Schiller der Hflgl, der nur in einem keilförmigen Fleck auftritt und
an dessen äußerer Grenze, weit vom Außenrde entfernt, 3 blaue Punkte stehen. Die rote Färbung der Vflgl
nimmt auch den ganzen Ird bis nahe zum Innenwinkel ein. Die Unterseite ist ganz ähnlich der von titania.
(102Aa), doch sind die gelben Binden breiter.
C. titania Salv. (102 A a) von Guatemala und Honduras hat ausgebreiteten und lebhaften Blauschiller ütariia.
der Hflgl und das rote Basalfeld der Vflgl ist ziemlich verkürzt.
496
PERISAMA. Von J. Röber.
asta. C. asta Salv. (102 A a b) ans Mexiko, die wir nur aus der Abbildung kennen gelernt haben, weicht ober-
seits durch den Mangel einer roten Binde von den verwandten Arten sehr ab.
hydarnis. Die sehr seltene C. hydarnis Godt. aus Südbrasilien ist der hesperis ähnlich, hat aber geraderen Außenrd
der Vflgl, die tiefere Vflglbinde ist schmäler, reicht nicht bis zum Vrde und endet weit vom Innenwinkel; der
Wurzelteil der Vflgl hat ebenso schönen blaiien Schiller wie die Hflgl ; vor der Figlspitze steht ein weißes Fleck¬
chen. Die Unterseite ist nicht unähnlich derjenigen von pygas, doch fehlen blaue Flecke, die vordere ,,Acht“ ist
sehr regelmäßig gestaltet, die hintere Acht etwas weniger, und die submarginale Ivettenbinde der Hflgl ist in
der Alitte verschwommen.
hesperis. C. liespcris ÖRcr. (102 A b) aus Columbien, Peru und Bolivien präsentiert sich in ihrer breiten, dunkel¬
roten Vflglbinde und dem intensiven lichten Blauschiller auf dem größten Teile der Hflgl und dem Wurzelfeld
der Vflgl, der auch in einem oder mehreren Pünktchen in der Vf Iglspitze auftritt, als ein reizendes Tierchen. —
parima. parima Hew. aus Ecuador hat schmälere und lichtere rote Vflglbinde und verbreiteteren Blauschiller der Hflgl.
meUyi. C. mellyi Guen. aus Peru (uns aus dem Chanchamayo vorliegend) hält der Autor für eigene Art und ver¬
gleicht sie mit hydaspes und hesperis. Wir finden, daß sie sich von letzterer nur dadurch unterscheidet, daß die
8ul)marginalbinden auf der Unterseite gelber sin 1.
patelina. C. patclina Hew. (102 A c) aus Guatemala hat ebenso prachtvolle Oberseite, wie abweichende Unterseite,
da letztere schwarze Grundfärbung hat ; sie wird durch die letzte Figur der Reihe 102 Ac dargestellt, die fälschlich
die Unterschrift ,,aretas FT“ trägt.
pitheas. C. pitheas Latr. (102 A b) aus Panama und Venezuela hat lichtrote Binden der Oberseite und eigen¬
tümlich blaßrote, mitunter gelbliche Grundfärbung der Unterseite der Hflgl. Das $ ist vom d' kaum verschieden.
cyclops. C. cyclops Sigr. vom Tapajoz (Amazonas) hat eine sehr lange rote Binde der Hflgl, die bis fast an den
columbiana. Außenrd reicht. — columbiana Sfgr. aus Columbien unterscheidet sich durch kurze ovale rote Binde der Hflgl
centralis, und breitere schwarze Zeichnungen der Unterseite. — centralis Stgr. aus Chiriqui hat einen längeren und brei¬
teren roten Streifen der Hflgl; das Analauge hat meist 2 weiße Flecke.
aretas. C. aretas Hew. (102 A c 4. und 5. Figur) aus Venezuela hat lichtrote Basalhälfte der Vflgl und auf den
Hflgln ein größeres rotes Mittelfeld als pitheas; in der Vflglspitze steht eine kurze rotgelbe Binde. Die Unterseite
hat dieselbe Zeichnung wie pitheas, doch ist die Grundfärbung gelber. Auf der Taf. 102 A ist irrigerweise die
Oberseite mit maimuna, die FTnterseite mit patelina U bezeichnet; die letzte, als aretas U bezeichnete Figur der
Reihe stellt patelina dar.
sorana. C. sorana Godt. (102 A c) aus Brasilien, Paragiiay und Bolivien ist durch die Zeichnung der Hflglunter-
seite von allen Arten wesentl'ch verschieden. Das $ liat die rote Hflglbinde nur angedeiitet und starken blauen
Schiller der Hflgl sowie kürzere, fast weiße xFpicalbinde der Vflgl; auch haben die roten Vflglbinden bläulichen
latona. Schein. — latoiia Btlr. aus ? (vermutlich Venezuela) hat größeres rotes Basalfeld der Vflgl und viel kleineres
rotes Feld der Hflgl, aber in der Mitte der Hflgl blauen Glanz.
oculata. C. oculata Gtien. hat einen großen karmoisinroten Vflglbasalfleck, der durch die schwarzen Rippen
geteilt ist; Vflgl ohne Schiller, aber die Hflgl mit licht grünlichem Schiller. Unterseite der sorana am ähnlich¬
sten, aber wesentlich verschieden; die rote Mittelbinde der Vflgl fehlt, die subapicale Binde ziemlich breit
und blau; Grundfärbung der Hflgl schwarz, vom Außenrd weit entfernt eine scharf gezackte blaue Binde
(dicke Linie), die beiden Augenzeichnungen nach aidlen nicht geschlossen, mit nur je einem blauen Flecke.
Vaterland unbekannt.
44. Gattung-: l*erisaiiiJi Dbl.
Die in diese Gattung gehörenden Arten sind von fast gleicher Größe, und zwar von Mittelgröße. Sie
sind auf die Gebirge der amerikanischen Tropen beschränkt, und an der äußeren Erscheinung leicht kenntlich:
samtschwarze Oberseite mit glänzend blauen oder grünen Binden auf der Oberseite der Vflgl und meist einer
ebensolchen oder graugrünen Binde am Außenrde der Hflgl; die Unterseite ist sehr charakteristisch: auf wei߬
lichem. grauem oder gelbem Grunde 2 schwarze, entweder fast gerade, oder geschwungene, oder gezackte Linien,
zwischen denen vielfach schwarze Punkte stehen. Die ersten Stände sind noch nicht bekannt. Die früher zu
Myscelia mitgerechneten, von E. Schatz als Orophila abgetrennten Arten vereinigen wür mit Ferisama, weil sie
keine Merkmale besitzen, die ihre Abtrennung rechtfertigen würden.
honplandü. P. botlplandü Guer. (102 A d) aus Columbien ist die größte Art dieser Gattung. Das 9 ist fast nicht
albipennis. verschieden. — Stücke mit sehr lichter und fast zcichnungsloser Unterseite der Hflgl sind als albipennis Btlr.
d’orbifjnyi. (102 Ad) beschrieben worden. — ■ d’orbignyi Giisr. sind solche Stücke, bei denen auf der Unterseite der Vflgl die
Ausffegeben 2S. Vl. 1915.
PERLSAMA. Von J. Rüber.
497
Basis blau statt rot ist. — equatorialis Guen. ( = bonplandii Ilew., var. bourcieri Bllr.) aus Cobutibicn und Ecua- equal'/riall.'i.
dor sind kleine Stücke mit verschmälerter blauer Binde der Hflgl und verdunkelter Unterseite der Hflgl. —
iineata Bür. aus Peru unterscheidet sich von equatorialis dadurch, daß die beiden schwarzen Linien der Hilgl- lineaUi.
Unterseite weiter auseinandergerückt sind. — rubrobasalis Rbl. unterscheidet sich von der Stammform ruhro-
wesentlich durch die rote Basalfärbung der Mittelzelle auf der Unterseite der Vflgl, auch sind auf der bamliH.
Unterseite die Hflgl und^der Ajncalteil der Vflgl dunkler bräunlich gefärbt. Ecuador, boO m. — parabomplandii *) ii'trahoiu-^
Dogn. unterscheidet sich lediglich durch die Gestalt der schwarzen Linien auf der Unterseite der Hflgl. l)ie
äußere Linie ist stark geschwungen, so daß sie sich teilweise der inneren Linie nähert, die auch stäi'ker als bei
normalen Stücken geschwungen ist. Columbien (Popayan). — mo\a. Dogn. aus Ecuador (El Monje, Loja, Zamora) mota.
hat schmälere Vflglbinde, die in der Mittelzelle geteilt ist und nicht den Vrd erreicht; auch die Binde der Hflgl
ist schmäler. Unterseite der Vflgl wie bei (Vorhignyi. Unterseite der Hflgl grauweiß, die äußere Linie gerimdet
und regelmäßig, die innere Linie leicht geschwungen; fünf schwarze Punkte; der rote Saum des Vrds hat düs
Neigung, die erste Linie zu überspringen und hinter der zweiten wieder zu erscheinen.
filandn.
P. picteti Ouen. Diese Art, von der uns kein Stück vorliegt, ist wie folgt beschrieben worden: picleli.
Gestalt und äußere Erscheinung von bonplandii. Oben die gleiche Zeichnung, aber die Vflgl haben 2 tiefblaue
Strahlen, die von der Figlwurzel ausgehen und den beiden Hauptadern folgen. Ein i-under weißer Subapical-
fleck. Unterseite der Vflgl schwarz mit weißem Wurzelfelde, dem ein breiter rosaroter Transversalraum folgt,
der verwaschen, in der Zelle kräftiger und an den Rändern himmelblau gefärbt ist. Dann kommt ein weißer
Costalfleck und darunter eine Reihe unregelmäßiger Flecke, der erste grün, die übrigen tief kobaltblau. Hinter
der Spitze ein gleichfalls blauer Strich. Unterseite der Hflgl seidig grauweiß mit 2 feinen schwarzen Linien,
von denen die eine, zentrale, sehr gewunden, die andere, dem Rande parallel, stark sägeförmig gezähnt und in
der ersten Hälfte von roten Stäubchen gesäumt ist. Spitze von einer feinen karminroten Linie von der Basis
bis zur zweiten Linie eingefaßt. Peru.
P. morona Heio. (102 A d) aus Perii und Bolivien gleicht oberseits einer kleinen bonplandii, ist aber morona.
unterseits sehr verschieden; auffallend ist die rote Mittellinie der Hflgl.
P. priene Hpffr. (102 A d) aus Peru ist scheinbar eine häufige Art. — boliviana subsp. nov. aus Boli- prienc.
vien hat oberseits breitere, mehr zusammenhängende und stark goldig glänzende Vflglbinde; das rote Feld der
Vflgl-Unterseite ist größer und die Grundfärbung der Hflgl brauner, während sie bei aenea subsp. nov. aus Colum- aeneu.
bien rein grau ist, wodurch die schwarzen Punkte sehr scharf hervortreten. Bei dieser Form ist die gold¬
grüne Mittelbinde der Vflgl-Oberseite schärfer begrenzt und die grairblaue Hflglbinde schmäler.
P. cabirnia Hew. (102 A d, e als cabirina) aus Peru und Bolivien, ist oberseits von bonplandii verschieden cnhlrnki.
durch Metallbinde und Wurzelstrahl, aber mehr noch auf der Unterseite, durch rot beginnende Linien auf
silbergrauem Grunde.
P. cotyora Heio. (102 A e) aus Bolivien hat ganz verschiedene Unterseite, beide Figl ohne Rot. cotyom.
Mit humboldtii Giier. (102 A e) aus Venezuela, Columbien und Peru beginnt die Reihe derjenigen Arten, humboldtii.
die gelbe Unterseite der Hflgl haben. — rhodoptera BÜr. gleicht oberseits und auf der Unterseite der Hflgl der rhodopicta.
humboltii, auf der Unterseite der Vflgl aber der comnena (102 Af). — divergens Btlr. aus Ecuador hat auf der diveryens.
Unterseite der Vflgl ein größeres rotes Basalfeld. — ounia Dogn. Hflgl mit schmälerer blauer Binde, die auch outna.
dem Figlrande näher steht, auf der Lhiterseite der Hflgl statt des roten ein kleiner blauer Fleck. Ecuador (Loja).
P. tringa Ouen. Von dieser Art hat der Autor folgende Beschreibung gegeben: der humboldtii sehr trinya.
verwandt, von der sie nur eine Lokalform sein könnte. Allerdizigs ist die Gestalt der Hflgl sehr verschieden,
nämlich abgerundet, statt am Analwinkel verlängert. Die Oberseite ist wenig verschieden, aber die Unter, seite
der Vflgl hat völlig karminrote Scheibe außer dem Wurzelfelde, das Gelb bleibt. Infolge dieser Anordnung •
ist das Schwarz auf eine einfache Binde beschränkt, während es bei humboldtii fast den ganzen Figl bedeckt.
Peru.
P. lucrezia Hew. (102 A e) aus Columbien gleicht oberseits der euriclea (102 A h), hat aber gelbe Unter- hnrezia.
Seite der Hflgl mit einer gezackten schwarzen Submarginallinie, einer schwarzen gebogenen Mittellinie, 5
schwarzen Punkten und mehreren roten Streifchen vor dem Außenrde. Der Basalteil der Vflgl ist rot, die
Figlspitze gelb mit einer schwarzen und einer roten Linie und von der Mitte des Vrds geht zum Innenwinkel
eine schwarze Binde.
P. goeringi Dm. { 102 A e) aus Venezuela hat keine grüne Binde der Vflgl, sondern am Ende der Mittel- yoerhuji.
zelle einen grünen Fleck, einen kleinen gleichfarbigen Apicalfleck und im hinteren Teile der IMittelzelle einen
grünen Strich, an dem außen noch ein kleinerer Fleck hängt. Am Außenrde der Hflgl stehen einige grüne Mond¬
lecke. Die Unterseite der Vflgl ist schwarz, nur der basale Teil der IMittelzelle und die Figlspitze sind gelb.
*) Der Autor schreibt parabomplandii, wie auch wiederholt bomplandii.
V
63
498
PERISAMA. Von J. Röber.
Die Unterseite der Hflgl ist ockergelb mit 2 gezackten schwarzen Linien, zwischen denen 3 — 5 sehr kleine zuweilen
hahneli. fehlende schwarze Punkte stehen. — Stücke mit brauner Unterseite wurden als hahneli Stgr. beschrieben.
oppeUi. P. Oppelii Latr. (102 A e,f) aus Columbien hat schwefelgelbe Unterseite mit 2 schwarzen Linien der Hflgl.
viridinola. Bei viridinota Btlr. aus Peru ist die blaue Binde der Hflgl-Oberseite bis auf wenige Schüppchen geschwunden.
Das $ hat etwas rundere Figlform.
eminens. P. cminens OhertJi. hat oberseits statt der blauen eine breite gelbe Binde der Hflgl, ist aber unterseits
von oppelii nicht verschieden. Vermutlich handelt es sich nicht um eigene Art, sondern nur um eine auffällige
Aberration.
comnena. P. comnena Heiv. (102 A f) aus Peru hat ockergelbe Unterseite der Hflgl und einen großen roten Basal¬
fleck der Vflgl, also ähnlich humboldtii, aber zwischen den schwarzen Linien der Hflgl-Unterseite fehlen
die Punkte.
xanthica. P. xantliica Heiü. (102 A f) aus Peru hat schwarze Hflgl-Oberseite und tiefgelbe Unterseite mit 2 fast
parallelen schwarzen Streifen.
nycthnene. P. nyctimene Hew. (102 A f) aus Ecuador hat ähnlich wie humboldtii gezeichnete Vflgl, aber am Außenrde
der Hflgl nur 4 keilförmige blaue Flecke, die Unterseite der Vflgl ist schwarz mit braunem Basalstreifen und
gleichfarbiger Figlspitze und 2 weißen Flecken am Vrde ; die Unterseite der Hflgl ist gelbbraun mit einer gezackten
submarginalen und einer wenig geschwungenen schwarzen Mittellinie, zwischen denen 5 schwarze Punkte und
trisirigosa. mehrere submarginale weiße Striche stehen. — Bei tristrrgosa BÜr. aus Peru fehlen die schwarzen Punkte auf
der Unterseite der Hflgl.
cloelia. P. cloelia Hew. ( = ochreipennis BÜr.) (102 A f) aus Peru ist sehr auffällig dm’ch einen großen blauen
Fleck am Irde der Vflgl, die außerdem einen gleichfarbigen Basalstreifen und einen Subapicalfleck führen;
die Hflgl haben eine nur schwache blaue Außenrdsbinde. Die Unterseite ist fast wie bei oppelii (102 Ae)
gezeichnet, aber tiefer gelb.
tryphena. P, tryphena Hew. (102 A f) aus Columbien hat einen großen gelbgrünen Fleck der Vflgl, der sich an
einen ebenso gefärbten Basalstreifen anschließt, einen gleichfarbigen Fleck am Vrd und ein bläuliches Apical-
fleckchen. Die Hflgl haben eine blaugraue Randbinde und einen gelb grünen Mittelfleck. Die Unterseite ist
ähnlich wie bei oppelii, aber bleicher gelb, aiich stehen zwischen den beiden schwarzen Linien mehrere kleine
schwarze Pünktchen.
vitringa. P. vitringa Hew. (102 A g) vom oberen Amazonas hat eine ähnliche, aber noch bleichere Unterseite
als tryphena, die schwarze Oberseite hat eine fast gleichbreite, vom Vrde bis zum Innenwinkel gehende gelb¬
grüne Binde und 2 blaue Strahlen an der Wurzel der Vflgl und eine aus 4 grünblauen Fleckchen bestehende
Außenrdsbinde.
camelita. P. camelita Hew. aus Bolivien zeigt eine vom Vrde bis zum Innenwinkel reichende grünblaue Mittel¬
binde, breite blaue Wurzelstreifen und ziemlich großen gleichfarbigen Apicalfleck der Vflgl; die Hflgl führen
eine sehr breite, vom Vrde nach dem Innenwinkel zu an Breite abnehmende blaugrüne Randbinde und geringe
blaue Bescbuppung in der Mitte. Die Unterseite ist ganz ähnlich der von humboldtii.
lehasii. P. lebasü Gun. (102 A g) aus Columbien fällt auf durch die blauen Strahlen auf den Hflgln, wovon
negrma. negrina jorm. nov. vom oberen Rio-Negro nur noch Spuren besitzt. Bei dieser Form ist auch die graugrüne
Hflglbinde breiter, die glänzendblaue Vflglbinde dagegen schmäler.
lanice. ’ ‘ P. lafiice Hew. ( 102 A g) von Ecuador und Peru ist oberseits einer kleinen honplandii sehr ähnlich, aber die
grüne Vflglbinde ist schmäler und beiderseits gezackt. Die Unterseite ist, wie die Abbildung zeigt, völlig anders.
moronina. P. morotiina Stgr. i. l. aus Peru (Chanchamayo) ist etwas größer als lanice, oberseits von dieser kaum
verschieden, aber die Unterseite der Hflgl ist so stark verdunkelt, daß außer der lichten Färbung distal der äuße¬
ren Zackenlinie nur ein länglich dreieckiger Fleck distal der inneren schwarzen Linie am Vrd und einige kleine
Fleckchen in der Mitte licht bleiben; die innere, proximal rot gesäumte Linie ist viel weniger geschwungen als
bei lanice und schwarze Discalpunkte sind nicht vorhanden. Die Unterseite der Vflgl hat mehr rote Färbung
auf dem basalen Teile und eine vollständige Mittelreihe blauer Flecke.
guerini. P. gucrini Fldr. (102 A g) von Columbien hat fast weiße Hflghmterseite ; der rote Streifen am Vrde
der Hflgl kann auch fehlen oder nur angedeutet sein; am Basalteile der Unterseite der Vflgl kann an Stelle eines
blauen ein roter Fleck vorhanden sein.
vaninka. P. vafiinka Heio. (102 A g, h) aus Columbien und Peru unterscheidet sich von den ähnlichen Arten
durch einen roten Streifen am Vrde der Hflgl-Oberseite und durch rein blaue Binden. Das $ ist fast nicht ver¬
schieden.
I^ERLSAMA. Von J. Röbeii.
499
P. alicia Heiv. aus Ecuador ist unterseits von vannika kaum verscliicden, aber die grünliclic VfJgibinde alida.
der Oberseite ist schmäler und gerade, beginnt daher mein' in der Nähe dei' VfJglspitzc und aucli die- grünblaue
Hflglbinde ist schmäler; in der Vflglspitzc stehen 2 — 3 blaue Eieckchen. — ilia suhsp. 7iov. (102 A h) aus Colum- Hw-
bien (Aguacatal 2000 m; Tolima 1700 m, von A. H. Fasse aufgefunden) hat außer den 8\d>a])icalflecken der
Vflgl mitunter noch kleine submarginale blaue Fleckchen. Die Unterseite der Hflgl ist reinweiß (nicht rötlich
wie bei alicia), die schwarzen (Streifen und Flecke sind feiner, statt des gi'oßen roten Flecks in der IMittclzelle
der Vflgl steht nur ein blauer (vorn) und ein roter (hiiiten) Fleck am Schlüsse der Mittelzelle; hinter der
Mittelzelle stehen ein weißer \ind ein blauer Fleck nebeneinander und schräg vom (Schlüsse der Mittelzelk;
noch ein blauer Fleck; der übrige Teil der Vflgl ist bis auf die weiße Figlspitze, in der eine feine schwarze Linie
steht, tief schwarz.
P. xenoclea Fldr. aus Venezuela zeigt viel schmälere und auf den Vflgln unterbrochene grüne Binden xenoclea.
als alicia. Die Unterseite der Vflgl ist von alicia ka\iin verschieden, aber die Hflgl haben lichtgraue Grundfär¬
bung, der Ursprung der Mittellinien am Vrd liegt weiter wurzelwärts, der rote Saum des Vrds reicht nur bis zum
Ursprünge der Mittellinie und die Discalflecke sind viel kräftiger.
P. euriclea Dbl. u. Hetv. (102 Ah) aits Columbien xmd Venezuela unterscheidet sich oberseits von vaninta euriden.
durch mehr grünliche Binden und durch grünblaue Apicalflecke und gleichfarbige submarginale Pünktchen. Die
Unterseite ist gleichfalls der von vaninka sehr ähnlich, doch laufen die beiden Linien der Hflgl am Vrde nicht
zusammen.
P. jurinei Ouen. aus Peru ist oberseits der euriclea sehr ähnlich, hat aber auf der Unterseite der Hflgl jurhiei.
rein weiße Grundfärbung.
P. yeba Hew. (= malvina Kretzschm.) (102 A h) aus Columbien hat sehr licht blaugrüne Binden; bei yeba.
manchen Stücken geht die Hflglsaumbinde außen ins Weißliche über. Die Unterseite^ist der von euriclea sehr
ähnlich, doch sind am Ursprung die beiden schwarzen Linien am Vrde der Hflgl weiter voneinander entfernt.
Der rote Vrdsstreifen reicht nur bis an die innere schwarze Linie und die Mittelzelle der Vflgl zeigt kein Rot,
sondern ist auUder^basalen Hälfte weiß, auf der äußeren Hälfte glänzend blau. > -x t J |
P. volara Hexv. aus Venezuela hat kürzere, schmälere und durch die schwarzen Rippen geteilte Vflgl- volara.
binde und bedeutend schmälere Hflglbinde als vaninka-, Apicalfleckchen fehlen. Auf der Unterseite ist die innere
schwarze Linie nur vorn angedeutet, die äußere feiner und die schwarzen Flecke sind kleiner; auf den Vflgln
fehlt blaue Zeichnung.
P. calaniis Hetv. aus Bolivien (Apolobamba) ist ein prächtiges Tierchen, von dem fassli subsp. nov. calamis.
(102 B a) aus Peru (obere Madre de Dios) durch größere blaugrüne Flecke der Oberseite sich auszeichnet. Der
Basalteil der Vflgl-Unterseite ist nicht rot, sondern orangegelb, die Fransen sind ringsum rot und eine gleich¬
farbige zarte Linie steht in der Figlspitze. Die Hflgl sind zart grau, in der Mitte lichter, rings um den Figl zieht
sich eine rote (Saumlinie, axich ist eine gleichfarbige gezackte (Sxxbmarginalhnie und eine stark geschwaxngene
feine schwarze Mittellinie vorhanden; hinter der Mediana steht ein xxndexxtliches rotes Streifchen.
P. chaseba Hetv. axxs Bolivien unterscheidet sich von saussurei Gtien. (102 B a) axxs ,, Brasilien“, Bolivien chaseba.
(Coroico) xxnd Perxx (obere Madre de Dios) oberseits dxxrch das Fehleix des weißen Apicalflecks ; die blauen (Strahlen *0'*^*®»'^*
der Hflgl, die sich bei chaseba fast in der Mitte der Figl befinden, sind bei saussurei mehr an den Flglrand ge¬
rückt, auch kommt nicht selten bei saussurei eine blaugrüne Binde am Innenwinkel der Hflgl vor. Die
Unterseite der Hflgl ist viel gelber als bei chaseba xxnd in der Mitte braun gefleckt.
P. cecidas Hetv. {= cecida Ky., Stgr.) (102 B a) axxs Ecxxador und Perxx hat wie viele Perisama-Ävten cecidas.
eine Reihe blaugläixzender Flecke am Axißenrde der Hflgl.
P. compaspe Hetv. (103 A a) axxs Cohxmbien ist axxf den Vflgln der cecidas sehr ähnlich, hat aber in der compaspe.
Mitte der Hflgl einen großen grünblaxxen Fleck; axich die Unterseite ist ganz ähnlich der cecidas, nur ist der rote
Mittelfleck der Vflgl dxxrch einen vom Irde ausgehenden zahnförmigen schwarzen Fleck eingeschnürt.
P. diotima Hew. (102 B a) aus Bolivien, Ecxxador xxnd Columbien hat oben einfarbige Hflgl. — dioiima.
cardases Hew. (102 B b) xxnterscheidet sich nur dxxrch die roten Flecke in der Mitte der Vflgl-Unterseite, und cardases.
ist jedenfalls nur eine Aberrativform der diotima.
P. clisithera Hetv. (102 B b) aus Bolivien (Rio-Songo 1200 m) ist in der Zeichnungsanlage der Ober- clisiihera.
Seite der goeringi (102 Ae) am ähnlichsten, hat aber, wie die Abbildungen zeigen, ganz verschiedene L'nter-
seite. (Sie ist eine der schönsten Arten dieser Gattxxng.
P. patara Hew. (102 Bb) axxs Columbien (von A. Fasse in Ost-Columbien, oberer Rio-Negro, 800 m patara.
hoch erbeutet), ist ein herrliches Tierchen, das axxf der Unterseite der clisithera ähnlich, auf der Oberseite
aber von dieser durch das Fehlen der metallischen (Strahlen gänzlich verschieden ist. Das von Herrn A. H. Fasse
entdeckte $ ist etwas kleiner als das rundflügeliger xxnd hat ober- wüe unterseits viel stumpfere Farben.
500
PERISAMA. Von J. Röber.
barnesi.
laxis.
vichada.
canoina.
hazarnia.
eliodora.
gisco.
astuia.
P. barnesi (102 B a, b) ist eine völlig abweichende Art. Ob sie in diese Gattung gehört
vermögen wh’ nicht festzustellen, weil uns das Tier nur aus der Abbildung bekannt ist. Auffällig ist
sowohl die Lage der blauen Binde auf der Oberseite der Vflgl, die sehr saumwärts gerückt ist, als auch die Zeich¬
nung der Unterseite, namentlich der Hflgl.
P. laxis Guen. Der Autor beschreibt diese Art wie folgt: Ich bin sehr im Zweifel, ob diese kleine Art
eine wirkliche Gallicore (Perisama) ist, aber da das einzige Stück des Genfer Museums in sehr schlechtem Zu¬
stande ist, wage ich es nicht, sie zur Grundlage einer neuen Gattvng zu machen, die dann unvollständig gekenn¬
zeichnet wäre. Gestalt von Gallicore clymena. Vflgl mit einem stark vorspringenden Winkel wie bei Vanessa,
schwarz, etwas gezähnelt, mit weißlichen Halbmöndchen, drei Strahlen aus grünen Stäubchen an der Flgl-
wurzel, eine kleine gebogene Binde jenseits der Mitte, hinter der Spitze mit einem weißen Fleck beginnend und
sich in einer Gnippe grüner Stäubchen verlierend; endlich ein goldiggrüner Subapicalstrich. Hflgl etwas ge¬
zähnt, aber nicht winkelig, schwarz mit einer aus 4 Möndchen zusammengesetzten Subterminalbinde, die am
Analwinkel von einer Anzahl Stäubchen gefolgt ist, alles in einem ins Graue ziehenden Grün leuchtend, aber
nicht goldig. LTnterseite aller Figl von der Färbung des Milchkaffees, hie und da lila überzogen ; dem Fransenbesatz
geht eine außerordentlich feine, nur mit der Lupe sichtbare karminrote Linie voraus. Vflgl mit völlig karmin¬
roter Scheibe, weiter eine breite schwarze, nach hinten verwaschene, oben mit einem weißen Subcostalfleck
gezeichnete Binde. Hflgl scheinen auf den ersten Augenblick einfarbig außer der Spitze, deren LTrsprung weiß
ist, aber bei aufmerksamer Betrachtung bemerkt man eine stark gezähnte Subterminallinie in lebhaftem Kar¬
minrot lind mit weißen Stäubchen aufgehellt. Peru.
Von den nacligenannten Arten, von denen uns Originale ziim Abbilden nicht vorliegen, geben wir nur die Be¬
schreibungen.
P. vichada D-race. Oberseite schwarz. Vflgl mit grünen Bändern v-ie (102 Ae), Hflgl ähnlich
der hilara. Unterseite ähnlich der vitrmga (102 A g), die schwarzen Bänder weiter getrennt und das der Basis
zunächst liegende nur von der Mitte der Zelle ausgehend. Etwas kleiner als priene. Columbien.
P. canoma Druce. Oberseite schwarz, die grüne Mittelbinde am Vrde beginnend, in der Mitte am brei¬
testen und den Hinterwinkel erreichend, verbunden durch ein gleichfarbiges, an der Basis beginnendes Band.
Ein grauer Streifen in der Nähe cler Figlspitze. Hflgl mit schmalem blaugrauen Bande. LTnterseite der Vflgl
schwarz, die Figlspitze, ein kleiner Fleck vor der Mitte des Vrds und die Basis silberweiß, die Außenhälfte der
Zelle glänzend carminrot. Hflgl silberweiß mit zwei schwarzen Bändern, wovon das der Basis zunächst¬
liegende einwärts carminrot gerandet ist. Das Außenband zickzackförmig; zwischen den Bäirdern sind vier
deutliche schwarze Flecke ; der Vrd ist carminrot gesäumt. Etwas kleiner als priene (102 A d). Peru (Huasampilla).
P. hazarma Hev'. (— davidi Dogn.) aus Ecuador (Loja) unterscheidet sich von den unterseits ähirlichen
Arten {tryphena {10'2 A f), lineata) dadurch, daß sie statt der grünblauen Mittelbinde der Vflgl eine gleichfarbige
zienrlich breite Biirde eirtlairg des Irds, auch einerr ungewöhrrlieh großeir gleichfarbigen Subapicalfleck besitzt.
Die blaugrüire Außeirrdsbinde der Hflgl ist wenig entwickelt.
P. eliodora Dogn. aus Ecuador (Loja) hat wie alhvpennis (102 A d) zeichirurrgslose LTnterseite der Hflgl.
Die blaugrüire Mittelbinde der Vflgl besteht aus kleinen, isolierten Flecken, dagegen ist die weißgrüne Außeir-
rdsbirrde der Hflgl sehr breit.
P. gisco Godtn. n. Salv. Oberseite ganz ähnlich der xenoclea, aber die grüne Hflglbinde breiter, Basal¬
streifen der Vflgl schmäler, auch die Mittelbinde der Vflgl etwas reduzierter. LTnterseite ähnlich der hnmboldtii,
aber das schwarze Band der Vflgl schmäler, Spitzenfleck bräunlicher, Außenrd urrd vorderer Teil der Hflgl bräun¬
lich, Vrd aber gelb. Golurnbieir.
P. astutaDo,9/i. Figl schwarz, Zeichnuirgeir irretallisch grün irrit blauem Schiller. Vflgl wie bei priene (102
A d), die Querbirrde am Ende der Mittelzelle geteilt, darüber eiir Costalfleck. Zwei feiire Wnrzelstrahlen, von derren
der eine, in der Mittelzelle befiirdliche, die Biirde und einen kleinen Subapicalstreifen erreicht. Hflgl mit schnraler,
aus halbmondförmigen Flecken bestehender Außenrdbinde. Fransen weiß, an den Rippen ein wenig schwarz.
Lhrterseite an die von priene erinnernd; Vflgl auf der inneren Hälfte hochrot, gefolgt von einem kleinen blau
und weißen Costalfleck sowie einigen kleinen blauen Strichen, Figlspitze mit ausgedehnter, ins Grau sirielender
Färbung ; Hflgl braungrau, Vrd fein rot gesäumt, die Subnrarginallinie regelnräßig, schwarz, außen rot gesäumt,
innere Linie leicht gewunden ; fünf zienrlich kleine Punkte. An allen Flghr ein sehr feiner roter Saum am größten
Teile des Außenrds, Fransen wie oben. Bei einigen Stücken spielt das Irrrrere der Hflgl urrterr iirs Rötliche.
Colurrrbieir (Popayair).
CAJ^LICORE. Von J. Röiucr.
501
45. (laltiiiig'; 4'silli«*orc Hbn.
Die Arten dieser Gattung sind von Mexiko bis Argentinien verl)reitet, eine Art ist aiicii gelegentlich
im Süden Nordamerikas beobachtet worden; sie sind hauptsächlich Bewohner von Gebirgsgegenden. Sic haben
ein sehr charakteristisches Gepräge: samtschwarze Oberseite mit goldgrünen Binden und sehr lichte, mci^t
weiße Unterseite der Hflgl mit eigentümlichen Kreiszeichnungen, die den Tierchen die Benennung ,,Achtund-
achtziger“ eingebracht haben. Alle Subcostaläste entspringen erst nach dem Schlüsse der Mittolzelle, die Augen
sind dicht behaart und die Vorderbeine sind sehr schlank, bei den nicht verbreitert.
Nach W. Müller ist die Gestalt und die Ablage des Eies von C. meridionalis wie bei My.sceJia orsis.
Die Rp lebt an Trema micrantha Dell. Die beiden seitlichen, wenig divergierenden Kopfhörner der erwachsenen
Rp sind sehr lang und schlank und haben kurze kräftige, zu je 4 Rosetten vereinigte Nebendornen; die übrigen
Dornen sind wie h(^i Myscelia orsis \ der Körper ist nach vorn etwas, nach hinten mehr, verjüngt; der Kopf ist
grün, die Hörner sind bräunlichgrau mit helleren Binden, die Rückseite der Hörner und die nach hinten gerichte¬
ten Dornen sind überwiegend grünlich, die Wärzchen sind weiß, der gelbe Subdorsalstreifen verschwindet
kurz vor der Verpuppung. Pp ähnlich wie die von M yscelia orsis, Oberseite samtartig grün, unterseits bla߬
grün, ein weiß und brauner Streifen zieht die Figlkante entlang und setzt sich hinten unter den Luftlöchern
fort; anstelle der Seitendornen sind deutliche weiße Punkte, kleinere, wenig deutlichere an Stelle der Wärzchen.
Sie führt Bewegungen unter dem Einflüsse des Lichts aus, wie M yscelia orsis (vgl. S. 482).
Der Name Callicore ist bei strenger Auslegung der Prioritätsregeln für die Gattung Catagranuna anzu¬
wenden; wir schlagen deshalb für die vorliegende Gattung den gleichbedeutenden Namen Corecalla vor.
C. elymena Cr. (102 B c) kommt in Südamerika (südlich bis Paraguay), aber auch im südlichen Nord- elymena.
amerika vor. — peruviana Gum. aus Peru und Bolivien hat etwas schmälere blaue Binden auf den Vflgln, während peruviana.
die blaue Binde auf den Hflgln etwas breiter ist. — Die in Guatemala vorkommende bisosto Guen. ist viel klei- bisosto.
ner; Figl weniger gerundet. — Eine bemerkenswerte, von Herrn A. H. Fassl erbeutete L^nterseiten -Aberra¬
tion bilden wir (102 B c) ab. — Gehört zu den häufigeren Arten.
C. janeira Fldr. (102 B c) aus Südbrasilien hat die Außenrdsbinde der Hflgl nur angedeutet. Die Grund- janeira.
färbung der Unterseite ist dunkler und die schwarze Zeichnung feiner als bei clyttmie.
C. meridionalis Bafes (102 B c) aus Südbrasilien hat nur im weiblichen Geschlechte Spuren der blauen meridio-
Hflglbinde. Die schwarzen Zeichnungen der Unterseite sind kräftiger und die äußere Begrenzung der schwär- »ahs.
zen Subapicalbinde der Vflgl springt nach außen zahnförmig vor.
C. anna Guer. ( = phytas Bsd.) (102 B c) aus Mexiko charakterisiert sich durch die fast reinweiße Unter- anna.
Seite mit feinen schwarzen Zeichnungen. Das $ hat nur eine etwas breitere blaue Hflglbinde.
C. marchalii Guer. (102 B d) aus Columbien und Venezuela ist von allen Ai’ten durch die dunkle bräun- marchalii.
liehe Grundfärbung der Unterseite verschieden.
C. merida Honr. (102 B d) aiis dem Gebirge von Venezuela (Merida) ist der folgenden sehr ähnlich, hat menda.
aber breitere und längsgeteilte blaue Hflglbinde.
C. panthalis Honr. (102 B d) aus Venezuela gleicht oberseits der lidwina (i02B e), unterseits der euclides parühalis.
(102B e).
C. consobrina Guh-. Uns unbekannt. Nach Guenee ist die gnine Finde ziemlich bieit. die Unter- coyisohjina.
Seite schmutziggelb, die Achter berühien sich gegtnseitig und stoßen an die 3. Linie, lüe Vllgl staik ver¬
schmälert und nur mit einem einzigen schwarzen Punkte.
C. phlogea Salv. (102 B d) aus Columbien hat schmale und scharf begrenzte Hflglbinde, die bei boli- pMogea.
viana s^(bs'p. nov. aus Bolivien breiter und beiderseits gezackt ist. — Bei phlogeides Sfgr. aus Columbien ist jpg^geides.
die blaue Vflglbinde breiter und die blaue Hflglbinde fehlt völlig.
C. dodone Gum. (102 B d, e) aus Columbien hat breite Vflgl-, aber gar keine oder doch nur ganz schmale, dodone.
mehr nach der Figlmitte zu gerückte Hflglbinde.
Von C. neglecta Salv. (102 B e) aus Guatemala, Columbien und Peru unterscheidet sich granatensis neglecia
Guen. durch schmälere blaue Hflglbinde.
granatensis.
C. lidwina Fklr. (102 B e) aus Peru und voniRioNegro hat bei gewisser Belichtung prächtigen blauen hdicina.
Schiller.
C. eluina Heio. (102 B e) aus Südbrasilien (angeblich auch aus Venezuela) hat viel schmälere Hflglbinde eluma.
als lidwina und unterseits etwas dunklere Grundfärbung, aber denselben blauen Schiller wie lidwina.
502
CALLICORE. Von J. Röber.
euclides.
gueneei.
arfemis.
metiscus.
eupepJa.
helesis.
gabaza.
asiala.
candrena.
hranicki.
ceryx.
eliiida.
aurelia.
C. euclides Latr. (102 B e) aus Columbien und Peru hat breite blaue Binden auf V- und Hflgln und
unterseits kräftige schwarze Zeichnungen. Bei gewisser Belichtung zeigt sich, namenthch auf den Hflgln, tief¬
blauer Schiller.
C. guenfeei s])ec. nov. aiis Ecuador ist oberseits euclides ähnlich, aber die grünen, je nach dem Lichteinfall
stark goldig oder azurblau schillernden Binden sind noch breiter, namentlich die Binde auf den Hflgln, die aber
wieder bei gewisser Belichtung fast ebenso schmal wie bei arteinis erscheint, bei anderer Belichtung aber (mit
unregelmäßiger proximaler Begrenzung) bis weit über die Elglmitte sich erstreckt. Die Unterseite ist ähnlich
wie bei eupepla, doch ist die schwarze Binde der Vflgl etwas schmäler und die weiße Färbung an der Flglbasis
mehr verkürzt; auf den Hflgln fehlt der vorderen ,,Acht“ der hintere schwarze Fleck und der rote Vrdsstreifen
geht, wie z. B. bei phlogea, nur bis zur zweiten schwarzen Linie und ist an ihrem Ende auch nicht zu einem Fleck
erweitert. Die Grundfärbung der Hflglunterseite ist etwas lichter als bei eupepla.
C. artemis spec. nov. (102 B f) aus Columbien hat nur sehr schwachen blauen Schiller, schmale blaue
Hflglbinde und unterseits sehr feine schwarze Zeichnungen.
C. metiscus Dhl. u. Hew. (102 B f) aus Venezuela hat sehr breite goldig blaugrüne Binden auf V- und
Hflgln, aber nur geringen blauen Schiller an der Innenseite der Hflglbinde. Die Unterseite der Hflgl ist fein
schwarz gezeichnet und die Vflgl haben nur einen roten Fleck am Ende der Mittelzelle.
C. eupepla Salv. u. Godm. (102 B f) aus Mittelamerika kann als die schönste Ai’t der Gattiing gelten.
Bei gewisser Behchtung erscheinen auf den V- und Hflgln in den grünblauen Binden goldig glänzende Stellen.
C. belesis Godm. u. Salv. (102 B f) aus Mittelamerika, die uns nicht vorliegt, scheint keinen blauen
Schiller zu haben. Die LTnterseite der Vflgl hat viel mehr rote Färbung und die Hflgl sind viel kräftiger schwarz
gezeichnet als bei eupepla.
C. gabaza Hew. (102 B f) aus Columbien hat schönen violetten Schiller der ganzen Oberseite und nur
ein winziges lichtes Apicalfleckchen der Vflgl. Dem $ fehlt der blaue Schiller.
C. astala Guer. (= Cornelia H.-Schäff.) (102 Bg) von Mexiko bis Columbien verbreitet, unterscheidet
sich oberseits von gabaza nur durch einen weißen Apicalfleck der Vflgl und unterseits dadurch, daß die äußere
schwarze Submarginallinie von einer roten Linie begleitet wird.
C. candrena Godt. (102B g) aus Südbrasilien und Argentinien steht in dieser Gattung isoliert, weil
sie auf der Oberseite der Vflgl keine blaue Binde besitzt. Auch die außerordentlich kräftige Zeichnung der
LTnterseite der Hflgl steht in dieser Gattung allein. , ,
C. branicki Oberth. (102 B g) vom Autor als Catagramma beschrieben, ist zweifellos eine Aberration
einer Callicore, vermutlich von clymena, denn auch uns liegt ein unterseits ganz ähnlich gezeichnetes Stück der clym-
ena vor. AuchHerr A. H. Fasse hat Goi/icorew- Aberrationen erbeutet, die ganz ähnliche Zeichnungsanlage besitzen.
C. ceryx Heiv. aus Cuenca (Ekuador) ist zweifellos keine eigene Art, sondern Aberration, vielleicht der
euclides.
Wir la.sseu hier eine Anzahl Formen l'olgen, die uns nielit vorliegen, die aber ihr Autor mit C. clymciut (102 B c)
vergleicht. Manche CaUicore-AvU'u neigen sehr zum Abändern. Fs scheint, als habe der Autor mehrere solcher Aberrativ-
formen für eigene Arten gehalten.
A. Figl oben schwarz, ohne blauen Schiller.
C. elinda Guen. Gestalt und allgemeines Aeußeres wie clymena (102 B c). Grüne Binde der Vflgl breiter
und glänzender, die der LTnterseite mit viel weniger umfangreichen Zeichnungen ; die Achten sehr isoliert, parallel,
mit feinen Punkten. Saum sehr schmal rot; sein rhombischer Teil läßt die 3. Linie bis an die Costale herantreten
und beginnt die 4. rot bis zur 5. Die rote Scheibe der Vflgl in seiner ersten Hälfte gerade durchgeschnitten,
später plötzlich gekniet statt der Abriindung bei clymena. Erstes weißes Apicalband zunächst breit, später vom
zweiten ab plötzlich verengt. Heimat unbekannt.
C. aurelia Guen. Gestalt der candrena (102 B g). Alle Figl dreieckig iind am Apex und Analwinkel ver¬
längert, mit unterbrochenem Fransenbesatz. Das grüne Band der Vflgl kurz, seine beiden oberen Flecke fragmen¬
tarisch und klein, der erste erreicht nicht die Subcostalader, der zweite fast punktförmig. Der grüne Subapicalstrich
in zwei ungleiche geteilt. Flglunterseite mit tiefschwarzen, sehr breiten und deutlich sichtbaren Zeichnungen,
die Hflgl gelblichgrau. Die beiden Achten stoßen an die dritte Linie; die vordere mit einem einzigen Punkte,
während ihr innerer Teil zu einer Art Stiel verengt ist. Costalsaum breit rot und bildet nun den Anfang der 4.
Linie. Rote Scheibe der Vflgl dunkel und sehr breit, während die schwarze Binde sehr schmal bleibt. Die
weißen Apicalstreifchen noch schmäler und deutlicher als bei clymena. In der Deutlichkeit der Zeichnung
an Catagramma hydaspes (101 B d) erinnernd. Heimat unbekannt.
CALLICORE. Von J. Röbkr.
öo:}
C. bourcieri Guen. Alle Figl sind an den Winkeln verlängert. Die grüne Binde ist vorn ebenso breit hourderi.
wie hinten und in der Zelle gekniet. Die Unterseite der Hflgl hält sich in einem /äeridich tiefen Grau, lila ver¬
waschen. Die Zeichnungen sind alle stark isoliert. Bei der vorderen Acht ist der zweite Punkt verwischt.
Der rote Costalsaum ist breit und die dritte Linie trifft mit ihm unter der dritten zusammen, während die vierte
auf ihm bis zur Costahs vorgeht. Die schwarze Binde, die das Rot der Vflgl begrenzt, ist sehr schmal, und die
grauen Streifchen, die ihr folgen, sind alle beide breit. Die Fühlerkeule ist ziemlich verlängert und an der Ifasis
der inneren Seite rotbraun. Quito.
C. seropaGwew. Dev elymena (102 B c) verwandt, deren Gestalt sie hat, aber die Figl sind im allgemeinen seropa.
stärker rechtwinkelig geschnitten. Alle Fransen scharf unterbrochen. Binde der Vflgl breiter, stärker goldfarbig,
außen ausgebuchtet, die der Hflgl schmäler und kürzer. Die Zeichnungen der Unterseite sind feiner, die beiden
Achten stark isoliert und parallel. Der rote Costalsaum ist sehr schmal und von der Acht entfernt, aber er
verbreitert sich im rechten Winkel über die 3. und 4. Linie, von denen die erste einen feinen schwarzen Strich
entsendet, der sie bis an die Costalader umsäumt. Die rote Scheibe der Vflgl bildet ein Knie bei seiner Vereini¬
gung mit der schwarzen Binde, und die beiden weißen Apicalstreifchen sind sehr breit und stärker ausgebuch¬
tet. — Ist vielleicht nur eine Lokalform der elymena, hat aber ein besonderes Aussehen. Para.
C. nystographa Guen. Binde der 4 Figl ähnlich und von gleicher Breite, leuchtend grün, die der Hflgl nyaio-
dem Rande parallel, aber in der doppelten eigenen Breite von ihm entfernt. Ihre Unterseite mit sehr feinen '/'■ap/««.
Zeichnungen, die beiden Achten sehr isoliert, die vordere bimförmig, mit 2 Punkten. Costalsaum dünn, hört an
der 3. Linie auf, die vierte erreicht die Figlspitze. Schwarze Binde der Vflgl sehr breit, beschränkt die rote
Scheibe, die sich nach der Flglmirzel zu erstreckt. Quito. — Nach einer von H. Rebel im 46. Band der Berl.
Ent. Zeitschrift gegebenen Abbildung ist die Unterseite der Hflgl fast ebenso dunkel wie bei marcJialii (102 B d),
aber die schwarzen Zeichnungen daselbst sind viel dunkler, auch zeigt die Unterseite der Vflgl eine etwa dreimal so
breite schwarze Binde. Von der dunklen Unterseite der Hflgl hat Guenee in der Bes^ireibung nichts erwähnt.
C. paviraG-z^ew. Gestalt und Figlschnitt wie me/iscMs( 102 B f). Binden leuchtend goldgrün, blau an den pnvira.
Rändern, die der Vflgl breit, mit der Basis durch einen Wisch über der Medianader verbunden, die der Hflgl fast
ebenso breit, durchaus scheibenartig, nach hinten zu spitz, darunter ein Strich am Analwinkel. Alle
Fransen weiß. Unterseite der Hflgl weiß, mit sehr feinen Zeichnungen ; die erste Acht bii’iiförmig mit einem
einzigen Punkte. Roter Costalrand auf einen breiten, sehr kurzen Wisch beschränkt. Scheibe der Vflgl
völlig schwarz mit weißem Apex, geteilt durch einen feinen schwarzen Strich, der die Basis nicht erreicht.
Basis weiß mit einem einfachen karminroten Zellfleck. Peru.
B. d' mit a z u r b 1 a u e m S c h i 1 1 e r.
C. coelinulaGwew. Scheint eh«»a( 102 B e) verwandt, aber die völlig weißen Fransen, der Fleck auf den cocUmda.
Hflgln, von denen ich später sprechen werde, die zweipunktigen Achten usw. hindern mich im Verein mit der ver¬
schiedenen Heimat, sie mit dieser zu vereinigen. Sie hat Gestalt und Flglschnitt von elymena, mit der Hübner sie
verwechselt hat, aber von der sie sich leicht durch iliren blauen Schiller unterscheidet. Die Fransen sind völlig
weiß auf den Hflgln; diese haben übrigens unter dem blauen Schiller, zwischen dem 1. und 2. Medianaste,
einen glänzenden Fleck, mehr metallisch als samtartig blau, was sich aber nur in gewisser Belichtung zeigt
und bis zum Grün übergeht. Die Unterseite kann man mit der Abbildung 31 von Hewitson vergleichen, aber
das Satin weiß ist gleichartig, die Zeichnungen sind stärker verengt, die Achten größer und einander mehr ge¬
nähert; die obere Acht hat außer dem Punkte einen sehr deutlichen kommaförmigen Strich. Die 5. Linie ist
regelmäßig und schwach gebuchtet, folgt den Flglzähnen; der rote Saum endlich ist sehr dünn, von der Acht
weit entfernt und durch einen deuthehen rhombischen Fleck begrenzt, der die 3. und 4. Lüne aus sich entsprin¬
gen läßt und nach außen ein wenig ausgehöhlt ist. Die schwarze Binde der Vflgl ist gelmiet. Brasilien.
||C. brevipalpis Guen. (= ? eluina var. Hew. [Fig. 65]? lidivina Fldr.*). Ich kann nicht mit Bestimmt- brevipalpis.
heit behaupten, ob die genamRen Synonyme nicht teilweise sich bei dieser neuen Art anwenden lassen, da
mangelnde Genauigkeit in Abbildungen und Beschreibungen ehi Hindernis bildet; aber da keiner der beiden
Autoren vom Hauptcharakter gesprochen hat, und die Kürze der Palpen hei dieser Callieore so hervorstechend
ist, so schloß ich daraus, daß sie keinesfalls diese gesehen haben können. Folgende Charaktere kennzeichnen
sie auf alle Fälle. Die Hflgl sind am Analwinkel verlängert und haben völlig weiße Fransen ; üire Terminal¬
binde ist sehr breit, blaß und stumpf grün, die der Vflgl ist schräg, leuchtend grün, an der Außenseite sehr
deutlich, geht dann nach hinten zu auf der entgegengesetzten Seite in den Schiller über. Der subapicale Strich
ist sehr scharf, der himmelblaue Schiller weniger lebhaft als bei eoelinula, bedeckt keinen Fleck. Unter¬
seite reinweiß mit ziemlich dicken, sehr deutlichen und isolierten schwarzen Zeichnungen. Die vordere Acht
bildet einen Kreis mit einem Stiel, gewissermaßen einen Tennisschläger, und hat nur einen einzigen dicken
Punkt. Der rote Saum ist sehr dünn und sein keineswegs verbreitertes äußeres Ende emptängt die 3. und 4.
Linie, die sich vereinigen, bevor sie es erreichen. Die Palpen gehen nicht über die Stirn hinaus. Venezuela.
*) Wien. Ent. ittoii. 6 S. 11t.
504
DYNAMINE. Von J. RÖber.
cur men.
agacles.
core.
maeon.
aikemon.
C. Weder mit Schiller, noch mit grünem V f 1 g 1 b a n d e.
C. carmenö-Me». Gestalt und Schnitt von candrena (102 B g). Figl mit blauem Wurzelfleck, von gleicher
Gestalt, aber kobaltblau auf den Vf Igln, mit einem grünlichen Netz darüber, das auf den Flgln mit tiefem Grün
wechselt; Vflgl mit unterbrochenen Fransen, mit einer feinen subterminalen Linie von fahlem Grün im vorderen
Teile weiß aufgehellt ; Hflgl mit breiter, sehr deutlicher Subterminalbinde in Grünlichblau, das mit Goldgrün wech¬
selt. Die Zeichnungen der Unterseite sind an allen vier Flgln sehr deutlich. Hflgl in etwas schmutzigem Weiß, die
Achten ziemlich wie bei candrena, die vordere ohne Punkte und mit der 3. Linie durch 2 schwarze Geäderstriche
verbunden; roter Saum fein, aber zwischen der Acht und der 3. Linie verschwommen verbreitert. Unterseite
der Vflgl lebhaft karminrot, durch eine abgerundete, innen gezähnte schwarze Binde begrenzt. Apex mit einem
grünen Strich zwischen den beiden weißen Linien. Brasilien.
46. Gattung’: 1>yiiaiiiiiie Hin.
Diese Gattung gehört in den Formenkreis von Limenitis, was nicht allein durch die Struktur des Schmet¬
terlings, sondern auch durch die Gestalt der Rp und Pp bewiesen wird. Wir bringen sie nur an dieser Stelle,
weil die großen Exotenwerke (z. B. Sr.vUDiNGER-ScHATZ, Godman-Salvin), nach denen die Museen und Sammlun¬
gen meist geordnet sind, sie in direktem Anschluß mit die Gallicoren bringen, auch Kirbys Katalog sie so einreiht.
Nach dem Geäder lassen sich zwei Gruppen unterscheiden, die auch durch die äußere Erscheinung charakterisiert
ist, diese Gruppen werden indessen durch Zwischenformen verbunden. Von den übrigen Gattungen der Limenitis-
Gru])pe, unterscheidet si ch D ynaniine durch die kleine Gestalt und im Geäder dadurch, daß der 3. Subcostalast nicht
in die Figlspitze, sondern in den Vrd mündet ; der 4. Subcostalast mündet in die Figlspitze und der 5. in den Außenrd.
Bei einem Teile der Arten sind sich die Geschlechter sehr ähnlich, bei dem andern Teile jedoch oberseits sehr ver¬
schieden. Die Rpn haben zwar auch den allgemeinen Typus der Rpn der Liniinüis-Grujiiie, doch sind sie mehr
hreit als zylindrisch und es fehlen die Kopfdornen. Letzterer Charakter findet seine Erklärung in der Lebensweise
der Rp, die vorwiegend von den Pollen der Blüten und Blütenstände von Dalechani'pia sich nährend, mit Kopf
und Vorderbrust in die Blüten resp. Knospen eindringt, wobei Dornen oder ähnliche Gebilde am Kopf und Pro¬
thorax hinderlich sein würden. Die Dornen des Körpers sind zu kurzen, geknöpfte oder einfache Borsten tragen¬
den Zapfen umgebildet. Die Pp ähnelt sehr der Limenitis -V p . Die etwa 50 Arten dieser Gattung sind über
das ganze tropische Amerika verbreitet, haben jedoch ihre eigentliche Heimat im Tale des Amazonenstroms,
wo’allein fast 30 Arten verkommen. Die Lebensweise der Schmetterlinge stimmt ganz mit den Adelpha- Äxten,
diesen typischen Vertretern der Limenitis -Gruppe in Südamerika, überein. Nach P. Hahnel fliegen die
Schmetterlinge an Flußufern sowohl wie in der Nähe menschlicher Wohnstätten sowie in Anpflanzungen und
lassen sich leicht durch Köder anlocken. Im Netz des Sammlers zeigen sie ein sehr aufgeregtes, ängstliches
Wesen. Nach A. Seitz haben die Dynamine- Arten einen eleganten Flug mit Ausnahme der weißen Arten,
die einen eigentümlichen, stoßenden Zickzackflug haben, wodurch sie sich von den ihnen äußerlich ähnlichen
N ymphidium- Äxten {Erycinidae) unterscheiden. Sie fliegen meist in dopj)elter Manneshöhe, bevorzugen schat¬
tige Waldwege, und setzen sich gern an feuchte Bodenstellen. Nach brieflicher Mitteilung, des Herrn A. H.
Fasse fliegen fast alle Arten unter 1000 m; die Schmetterlinge setzen sich an feuchte Bodenstellen, aber auch
an Hecken und blühende Sträucher, wo auch die $$ fliegen. Der Flug ist ähnlich wie der der Adelpha und
Pyrrhogyra, d. h. ziemlich ruhig, ähnlich wie der Flug der Melitaen. — Nach der Färbung der Oberseite lassen
sich zwei Gruppen unterscheiden und zwar Arten mit weißer Oberseite in beiden Geschlechtern und solche mit
bunter Oberseite der d'd', letztere Gruppe nach der Zeichnung der Unterseite in Arten mit Augenflecken und
solche ohne derartige Zeichnung.
A. Oberseite weiß.
D. agacles Dalm. (101 A a) aus Südbrasilien ist ober- und unterseits fast gleich gezeichnet, nur sind
imterseits die weißen Zeichnungen in den dunklen Rändern größer imd im vorderen Teile der Vflgl befindet
sich spangrüne Zeichnung. — core suhsp. nov. aus Columbien (Cauca-Tal), die vermutlich aiich in Venezuela
und Zentralamerika vorkommt, hat ober- und unterseits schmälere schwarze Binden, weniger Aveiße Zeich¬
nung in diesen und geringere spangrüne Färbrmg auf der Unterseite.
D. maeon Dbl. u. Hew. (101 Aa) aus Brasilien ist ziemlich groß, hat breiten, durch eine weiße Linie
geteilten Saum der Hflgl und eine schwarze Mittelbinde der Hflgl. Das hat grünblauen Glanz auf dem Wurzel¬
teile der Vflgl, der dem $ fehlt.
D. athemon L. (101 A a) aus Brasilien ist noch etwas größer als maeon und unterscheidet sich ferner
von dieser Art durch breice weiße Teilungslinie des schwarzen Außenrds der Hflgl und dadurch, daß die schwarze
Ausgegeben 13. IX. 1915.
DYNAMINE. Von J. Röber.
5or>
Mittelbinde der Hflgl auch in einem Fleck am Irde der Vflgl auftritt. Die .schwarzen Finden der Imterseite
haben branne Fiillnng.
D. coeades Burm. Etwas größer als aiJmnon, von gleicher Gestalt, und auch in Färbung und Zeichuung roeades.
sehr ähnlich, Körper oben schwarz, unten weiß. Fühler fein weiß geringelt. Hflgl ganz weiß, V'flgl voiii mit
schwarzem Vrd und Aidüenrd, am Terminalwinkel erweitert, mit 3 Buchten nach innen, di(' erste läugci-.
am Ende der Zelle, die 2. kürzer aber breiter, in der 5. Zelle des Außenrds und die 3. kleiner, in der letzten
Marginal zelle. Wurzel des Vrd-Bands etwas erweitert mit einem blaugrünen Metallfleck. Unterseits wi(‘ oben,
aber im Wurzelteil des schwarzen Vorderbandes ein gelber Strahl, der noch in den ersten Sinus eindi'ingt und
dieser Strahl ist an der Innenseite begleitet von einem blau metallischen Rand; schließlich ist die Figlspitze weiß
und das schwarze Band davor gelb gesäumt. Im Norden von Buenos-Aires, bei dem Dorf Las Conchcs gefangen.
D. amazonica spec. nov. (101 A a) vom Amazonas ist vermutlich eine Zeit- oder Ortsform von ulhemon. anvtzonica-
Sie unterscheidet sich durch bedeutendere Größe und größere Ausdehnung der blauen Glanzfärbimg auf den
Vflgln sowohl wie im schwarzen Saume der Hflgl. Die braune Binde in der Mitte der Hflgl-Unterseite ist kräf¬
tiger.
D. coenus F. (101 A b) aus Brasilien, Paraguay und Bolivien hat sehr schmalen schw'arzen Rand der coenus.
Hflgl und lebhaften blaugrünen Glanz des Wurzelteils der Vflgl. Die Unterseite hat in den schwarzen Zeich¬
nungen viel braunere Füllung. — leucothea Bates vom Amazonas hat breitere dunkle Zeichnungen, albidula
Weeks (= coeninus S/gr. i. 1.) aus Bolivien dagegen schmälere dunkle Zeichnungen, so daß der hintere sub¬
marginale und der weiße Mittelzellenfleck der Vflgl mit der weißen Grundfärbung im Zusammenhang stehen.
D. theseus Fldr. (101 A b) ist von Mexiko bis Columbien und Venezixela verbreitet. Die Art ist auf- theseus.
fällig durch die gestreckte Gestalt der Figl und die breiten schwarzen Ränder.
D. limbata Bür. (101 A b) aus Bolivien ist etwas größer als agacles, hat breitere schwarze Ränder, einen Hmbaia
halbmondförmigen weißen Fleck in der Mitte des schwarzen Hflglrds und spangrüne Färbung auf dem Wurzel¬
teile der Vflgl. Die Unterseite hat viel mehr spangrüne Zeichnung.
D. niveata Btlr. aus Bolivien unterscheidet sich von pittheus Star. (101 A b) aus Venezuela, Columbien niyecäa.
^ . . lOXtilxßXlS-
und Panama oberseits durch volle schwarze Ränder und unterseits durch den Besitz einer xmterbrochenen,
im hinteren Teile auch nur angedeuteten braunen Mittelbinde der Hflgl.
D. pieridoides Fldr. (101 A b) aus Columbien, Venezuela und Panama unter.scheidet sich von anubis pieridoides.
durch etwas geringere Größe, etwas schmäleren schwarzen Rand der Hflgl und auf der Unterseite der Hflgl
durch das Fehlen der braunen Halbbinde in der Mitte des Vrds.
D. anubis Heiv. (101 A b, c) vom Amazonas ist größer als die vorstehend beschriebenen Arten. Die anubis.
Grxmdfärbung ist ober- und unterseits weiß, die schwarzen Ränder sind sehr breit. Der schwarze 8aum der
Hflgl ist in der Mitte durch eine weiße Linie geteilt, am Außenrde der Vflgl stehen zwei weiße Flecke und in
der Mitte des Vrds befindet sich ein großer weißer Fleck. Die Unterseite hat viel braunere Außenrds- und Flgl-
wurzelzeichnung und einen länglichen braun gefüllten Fleck in der Mitte des Vrds der Hflgl.
Bei D. myrrhina Dhl. (101 A c) aus Südbrasilien und Paraguay sind die Hflgl ober- und unterseits myrrhina.
völlig weiß, nur in der Mitte der Hflgl-LTnterseite ist ein mitunter kaum sichtbarer brauner Punkt. Axif dem
Wurzelteile der Vflgl -Oberseite ist gleichfalls blaugrüner Glanz und die Vflgl-Unterseite ist am Außenrde ziem¬
lich breit weiß.
D. ate Godm. u. Salv. (101 A c) aus Guapiles nimmt unter den weißen Arten eine Sonderstellung ein, alc.
weil sie auf der Unterseite der Hflgl 2 submarginale blaue Augen hat, die an der äußeren Grenze der submergi-
nalen, mit dem Figlsaume parallel laufenden, also gebogenen braunen Binde stehen, Axd.ler einer sxdxbasalcn ■
ist eine prämediane braune Hflgllxinde vorhanden; letztere trägt geringe bläidich glänzende Zeichnung. Die
Zeichnung der Vflgl-Unterseite entspricht der Oberseite, doch sind die gewöhnlichen glänzend blauen Zeich¬
nungen vorhanden.
B. Oberseite bunt.
a) Unterseite der Hflgl ohne Augenflecke.
D. tithia Hhn. (101 A c) aus Südbrasilien ist eine der klein.sten Arten. Die Oberseite ist beim o grün- tithia.
blau, beim $ aber viel grünlicher, auch hat das $ reiner weiße Flecke auf der Oberseite und einen solchen Fleck
auf dem vorderen Teile der Hflglmitte. Für diese Ai’t ist eine breite braune, licht gefüllte IMittelbinde der Hflgl-
Unterseite charakteristisch. — Rp nach Wilh. Müller im erwachsenen Zustande mit bedeutend kürzeren Nebeii-
dornen als die Rp von niylitta, Kopf blaßgelblich, Körper an den ersten 5 Abschnitten ganz, an den folgenden
6 Abschnitten oberhalb der Luftlöcher grün, nur der 4. Abschnitt braunrot, unterhalb der Luftlöcher weiß-
V
64
506
DYNAMINE. Von J. Röbbr.
sa l'pensa.
racidula.
Sara.
decimia.
getac.
agnes.
iiies.
vicaria.
Jiccuba.
am-plias.
erchia.
grün mit 2 weißen Rückenlinien vom 6. Abschnitte ab, vom 7. Abschnitte ab ziemlich breite weiße Schräg¬
streifen, welche die Seitendornen des vorhergehenden Abschnittes umfassen und bis zum vorderen Abschnitts¬
ende des betreffenden Abschnittes reichen. Von den Dornen sind weiß, glasartig durchsichtig die Seitendornen
6 — 12, die unterhalb der Luftlöcher 6 — 12 und die oberhalb der Füße 6 — 12; schwarz, indessen mit glashellen
Knöpfen sind die übrigen Dornen. Die weißen Schrägstriche sind zuletzt so verbreitert, daß die Grundfärbung
nahezu verdrängt wird. Die Pp ist derjenigen von m.ylitta ähnlich, doch sind Hörner, Figlkante, Vorsprünge
auf den Abschnitten 2 — 5 ziemlich verwischt, außerdem ist die Pp, ähnlich der von Eueides isahella stark baixch-
Avärts gebogen, so daß die Bauchseite der Unterlage annähernd parallel ist. Sie ist graugrün mit einer braunen
Rücken- und Seitenlinie mid zahlreichen dunklen Linien auf dem 2. Abschnitte und den Flgln. Außer dieser
dunkleren Form gibt es noch eine helle. Die Eier werden anscheinend stets an oder in eine ziemlich junge Knospe
(Blütenstandknospe) von Dalechampia triphylla Lam., besonders häufig aber an Dal. stipulacea Müll. Arg.
abgelegt. Das eben ausgeschlüpfte Räupchen frißt sich in eine männliche Knospe ein und zwar wählt es dabei
stets den Punkt, wo sich die oberen Ränder beider Harzdrüsen treffen. Es gelangt auf diese Weise stets in die
älteste männliche Blütenknospe. In dieser Knospe bleibt es dann verborgen, frißt die Pollen, entleert aber
seinen Kot nach außen. So in Blütenknospen versteckt, macht es die beiden ersten Häutungen durch. Während
der drei letzten Stadien spinnt es dann die Blütenhüllblätter eines Blütenstandes zusammen und schafft sich
so ein Versteck, in dem es zugleich seine Nahrung findet. In diesem oder einem ähnlich hergestellten Versteck
verpuppt sich auch das Tier.
D. salpensa FIdr. (101 Ad) aus Columbien, Venezuela, Zentral- Amerika, Brasilien, Peru und Bolivien
unterscheidet sich von tithia nur auf der Unterseite der Hflgl dadurch, daß die braune Mittelbinde nur einfach,
schmal und gleichmäßig gebildet, also nicht ausgebuchtet ist.
D. racidula Hetv. (101 A d) vom Amazonas hat licht blaugrüne Oberseite mit schwarzen Randzeich¬
nungen und weißen Flecken. Die Unterseite der Hflgl hat 3 gelbbraune, schwarzgesäumte Binden. Das $
hat schwarze Oberseite mit weißen Flecken auf den Vflgln, eine weiße Mittelbinde und eine blaue Subniarginal-
binde der Hflgl.
D. Sara Bates (101 A d) vom oberen Amazonas ist so groß wie racidula, hat schärfer weiße Flecke der
Vflgl-Oberseite, von denen derjenige am Irde fehlt. Die Unterseite namentlich der Hflgl ist wie die Abbildung
zeigt, ziemlich verschieden.
D. decimia Hew. ( 101 Ba ) vom oberen Amazonenstrome unterscheidet sich von den vorhergehenden vier
Arten oberseits durch lichtere und mehr grüne Färbung, auch sind die weißen Flecke größer und schärfer weiß.
Dxirch die Zeichnung der Unterseite der Hflgl steht diese Art isoliert.
D. getae Godm. u. Salv. (101 A d) aus Peru und Bolivien hat glänzend grünblaue Oberseite mit schwar¬
zen Außenrdszeichnungen. Die LTnterseite ist, wie die Abbildung zeigt, von tithia und sal2)ensa, namentlich auf
den Vflgln, sehr verschieden.
D. agnes s'pec. nov. (101 B a) aus Bolivien und Peru ist der getae oberseits sehr ähnlich, hat aber eine
sehr feine .schwarze Submarginallinie der Hflgl xmd grüne Fleckchen in der Vflglspitze. Während die LTnter¬
seite der Vflgl derjenigen von getae ganz ähnlich ist, ist die Unterseite der Hflgl, wie die Abbildung zeigt, ziem¬
lich verschieden.
D. ines Godt. (lOOAa) aus Columbien hat grünglänzende Oberseite. Die Unterseite ist gelblicher als bei
agnes und die Binden sind feiner.
D. vicaria Bates (101 A e) vom oberen Amazonas ist die größte Art der Gattung. Das sehr seltene $
hat auf den Hflgln eine weiße Wurzel- und Mittelbinde, breiter als bei m.ylitta, aber vor dem Außenrde nur einige
AA^eiße Fleckchen. Auf den Vflgln hat es, wie mylitta, eine an der Basis des Irds aufsitzende schräge aber breitere
Aveiße Halbbinde. Kurz vor dieser Binde, mehr nach aixßen, steht ein größerer, unregelmäßiger AA-eißer Fleck
und am Vrd ein langer breiter, ähnlich Avie bei egaea-^. Außerdem stehen 2 rundliche Flecke vor dem Außenrde
und einer vor dem Ende des Irds.
D. hecuba Behaus (101 Ae, f) ist der vicaria oberseits ähnlich, charakterisiert sich aber durch die ziemlich
verschiedene Zeichnung der Unterseite als gute Art.
D. amplias Hew. (101 A f) vom Amazonas ist eine ganz auffällige Art durch die grüne, stark scliAA-arz
gezeichnete Oberseite. Das $ ist oberseits ähnlich dem mylitta-^.
D. erchia Hew. (101 A f) vom oberen Amazonas hat ockergelbe Färbung der Oberseite mit grünem
Anfluge auf dem inneren Teile und dunkler Randzeichnung. Die submarginale Binde der Hflgl-Unterseite
zeigt mitunter Anfänge einer Augenzeichnung.
DYNAMINE. Von J. Röber.
Ö07
D. chryseis Bates (101 A f) vom oberen Aniazonenstrom und Nicaragua hat ei?i(m breiten schvar/.en ikru.vH.i.
Spitzenteil der Vflgl.
Bei D. sosthenes Hew. (101 A f) aus Nicaragua sind die Binden auf der Hflgl-lInBu'scite kräftiger. l>ic '»^ihcneH.
Art unterscheidet sich oberseits von ines durch schmäleren Vflglsaum und breiten schwarzen Analwinkel dti-
Hflgl.
b) IhUcrseite der Hfgl tiiil. A ixjenf lecken.
Mit D/setabis Dbl. u. Ilew. (101 Ag) aus Bolivien und vom oberen Amazonas beginnt (li(i Bcihe der- srhihl^.
j eiligen Arten, die auf der Unterseite der Hflg! Augenzeichnungen tragen; setabis hat nur ein dei'artiges .\ugc
und zwar am vorderen Teile der submarginalen Binde.
D. artemlsiaT’. ( = artimesia Ky.) (101 A g) aus Südbrasilien und Bolivien ist eine kleine, im männlichen arlcmisia.
Geschlecht oberseits spangrüne oder glänzend bläuliche Art. Das $ ist dem egaea-^ ähnlich, hat aber kleinere
weiße Flecke und schmälere weiße Binden.
D. neoris Hew. von Amazonas hat spangiäine Oberseite mit durchscheinender Zeichnung der Unterseite, ncoris.
gleichmäßigen glattrandigen schwarzen Saum der Hflgl und stark geschwungenen schwarzen Außenrd sowie
einen schwarzen dreieckigen Fleck in der Mitte des Vrds der Vflgl. Die FTnterseite hat weiße Grundfärbung,
auf den Hflgln stehen 4 gelbbraune Streifen, deren äußerer 3 blaue, schwarz umzogene Augenflecke an der
Außenseite hat, der Außenrd ist gleichfalls gelbbraun, durch eine blaue Linie geteilt. Die Vflgl haben gelb¬
braune Zeichnung am Außenrde, am basalen Teile des Vrds und am Vrd in der Nähe der Flglspitze, sowie in
der Mitte schwarze Zeichnung, die in der Nähe des Außenwinkels einen Ivreis bildet.
D. thalassina Bsd. (= immarginata 0. u. 8.) (101 A g) aus Zentralamerika und Columbien hat grün- tha.la.ssina.
glänzende Oberseite mit schwarzen Rändern, die aber auf den Vflgln nur bei ge’v^ysser Belichtung sichtbar
sind.
D. pebana Stgr. (101 A g, h) aus Pebas ist kleiner als egaea, ihr aber oben ähnlich, doch ist die Zeich- vAicma.
nung der Unterseite, wie aus der Abbildung ersichtlich, ziemlich verschieden. Das $ ist noch unbekannt.
D. onias Hew. (101 A g) vom Amazonas zeigt spangrüne Oberseite mit dunkelbraunem Außenrde, der onias.
auf den Vflgln das ganze Spitzendrittel einnimmt und im Außenwinkel einen viereckigen Fleck bildet. Auf den
Vflgln scheinen die weißen Mittelflecke der Unterseite durch. Die Unterseite zeigt auf den Hflgln weiße Grund¬
färbung mit 4 braunen Binden, deren mittlere durch einen blauen Streifen geteilt ist und die äußere hat 2 blaue
Augenflecke. Die Vflgl-Unterseite ist zum großen Teile schwarz, der Wurzelteil braun, in dem schwarzen Teile
stehen 4 weiße Flecke und blaue Fleckchen stehen am Ird, in der Mitte des Außenrds und eine blaue Submargi¬
nallinie begrenzt den braunen Außenrd. Das 9 ist schwarzbraun, hat eine mäßig breite weiße Mittelbinde und
eine weiße subbasale Binde der Hflgl, die auch eine submarginale bläuliche Linie führen. Die Vflgl haben 7
verschieden große weiße Flecke.
D. mylitta Gr. ( = postverta Gr.) (101 A h) i kommt im ganzen neotropischen Gebiete nirgends selten vor. »u/lUta.
— Bei ab. bipupillata Stgr. i. 1. fehlt auf der FTnterseite der Hflgl der blauglänzende Fleck hinter dem zweiten Inpupillata,
Augenflecke im Analwinkel. Nach W. Müllers Beobachtungen schlüpften die Räupehen am 5. November,
die Falter am 1. Dezember. Die Rp ist [namentlich im letzten Stadium ziemlich kurz und breit, nicht
wie die Mehrzahl der Nymphalinen rein zylindrisch, so daß sie im ganzen mehr den Habitus einer Ery-
ciniden- als den einer Nymphaliden-Rp hat. Die Bedornung ist im allgemeinen wie bei tithia. Tn den
3 letzten Stadien ist sie blaßgrün mit weißen Rückenstreifen, die Dornen sind ebenfalls grün, die kugelig
endenden Borsten glasartig durchscheinend. Im 5. Stadium findet sich neben der hellen auch eine d;mk-
lere schwarzbraune Form, die indessen nur in der Gefangenschaft] beobachtet worden ist. Die Rp hat die¬
selbe Lebensweise und dieselben Futterpflanzen wie tithia (vgl. S 50.5). Die Pp ist entweder hellgrün
oder hellbraun, mäßig schlank, die Figlscheiden liegen dicht an; sie]hat 2 kurze kegelförmige Hörner, 2 starke'
Vorsprünge am 2. und 5. Abschnitte, beide sind am Ende zweispitzig, kleine unpaare Spitzen sind am vorderen
Rande der Abschnitte 6 — 10, auch ist eine starke Figlkante vorhanden. Sie hat 3 bewegliehe Segmentverbin¬
dungen und ist nur seitlich beweglich und hat folgende bräunliche Zeichnungen : einen nach oben verwaschenen
Stigmastreifen, einen scharf umschriebenen Fleck auf dem 7. Abschnitte in der Mittellinie und 2 Linien am
Grunde der Figl, ferner sind Figl und Kopf dunkel gefärbt.
D. paulina Bates vom oberen Amazonas ist fast eben so groß und oberseits fast ebenso wie vicaria ge- pauUna.
färbt und gezeichnet, aber die Unterseite ist der von ynylitta ähnlich, jedoch dunkler.
D. egaea F. (= serina F.) (101 A h) aus Paraguay (und vom oberen Amazonas?) ist der mylitta sehr egaea.
ähnlich, hat aber schmäleren schwarzen Rand der Hflgl, dagegen breitere schwarze Randzeichnuirg der Vflgl-
Oberseite. Das 9 breitere weiße Binden und Flecke als das mylitta-^.
*) Die Valve von D. mylitta Cr. ist eigentümlich geformt, an der Basis brettartig erweitert mit einer sanften De¬
pression in der Mitte und geweiliar tigern Ende, dessen 3 Spitzen etwas an die Lycaeniden-ttattung Lampides (besonders
L. celeno) erinnern. (H. PllUHSTÜBFER)
pcrpctxa.
flhiuce.
dyonis.
zefc!^.
(jisclla.
pcruviana^
zcnolna.
nicridio-
7iaUs.
arcnc.
pcrsis.
m yrson.
aerata.
508 CYCLOGRAMMA. Von Dr. A. Seitz.
D. perpetua Baies vom oberen Amazozias ist etwa so groß wie vicaria (lOl Ae). Die Oberseite ist
grün wie liei viyliUa, der schwarze Außenrd der Vflgl ist viel breiter und hat zwei tiefe, rundliche Flecke, die
vom dunklen Saume ansgehen, am Innenwinkel. Am Zellende steht ein gebogener schwarzer Streifen, aber in
der Flglmitte steht kein schwarzer Fleck. Die Hflgl haben einen breiten dnnklen Rand mit deutlicher innerer
Begrenzung. Manche Stücke haben in der Nähe des Analwinkels einen schwarzen Fleck. Die Unterseite ist
ähnlich der von egaea (lOI Ah), aber auf den Vflgln hängt der weiße Apicalfleck mit dem weißen Fleck im
Innenwinkel zusammen und die mittlere Binde der Hflgl ist viel breiter und hat viel blaue Zeichnung. Ist
eine der seltensten Arten der Gattung.
D. glauce Rfl/,e5(101 B a) aus Zentral Amerika, vom Amazonas und aus Bolivien, hat goldiggrüne Ober¬
seite. Die Unterseite ist derjenigen von egaea sehr ähnlich, doch ist das hintere Auge der Hflgl viel Avenigei
entwickelt.
D. dyoilis Hh)i. (101 A i, lOl B a) aus Mexiko und Honduras, die aber auch im Süden der Vereinigten
Staaten von Nordamerika gefunden worden ist, ist oberseits goldiger als glauce und hat etwas weniger scliAvarze
Zeichnung. Die Unterseite der Hflgl hat ZAvei voll entwickelte Augenflecke.
D. zetes Men. ( 101 A i) ist die einzige auf den Antillen heimische Art dieser Gattung. Das uns vorliegende
Stück stammt aus Chiba. Diese Art ist durch ihre gestreckte Figlform ausgezeichnet. Die Unterseite der Hflgl
zeigt außer der ziemlich breiten, die beiden verhältnismäßig großen Augenflecke einschließenden Submarginal¬
binde drei nahe der Figlwurzel liegende, ziemlich gerade und parallel verlaufende braune Binden.
D. gisella Heiv. (101 A i) kommt in Panama, Columbien, Bolivien und am oberen Amazonas vor. Diese
prächtige Art hat Heavitson nach 1 beschrieben, abgebildet hat er ein violettblaues Stück. Es kommen
aber ebenso oft Stücke ohne den violetten Schein vor, auch ändern die Aveißen Flecke der Vflgl stark ab und
können selbst nur durch winzige Spuren einiger Flecke vertreten sein. Das ^ (das abgebildete Stück gehört in
die Sammlung des Herrn A. H. Fasse) ist oberseits dem mylUta-^ sehr ähnlich. ■ — Als ab. peruviana Stgr. i. 1.
kursieren Stücke, bei denen die weißen Flecke auf der Oberseite der Vflgl nur angedeutet sind, bzAv. teilweise
fehlen.
D. zenobia Bates (101 A i) vom oberen Amazonas steht bezüglich der Färbung der Oberseite und
der Zeichnung der Unterseite allein. Das $ ist noch nicht bekannt.
D. meridionalis S'pec. nov. (101 B a) von Paraguay hat in der lichtgelb gefüllten Submarginalbinde der
Hflgl drei kleine Augenflecke, sonst ist die Unterseite ähnlich derjenigen von arene, doch fehlen der meridionalis
die scliAvarzen Augenfleckchen in der Vflglspitze, wo vielmehr ein größerer Aveißer Fleck steht.
D. arene (101 A i) vom unteren Amazonas hat auf der Unterseite der Hflgl eine vollständige Reihe
von 5 Augenflecken, wodurch die Hflgl-Unterseite an die Satyridengattung Euptycliia erinnert.
D. persis Heio. (101 A i) vom oberen Amazonas ist durch die dunkel himmelblaue Oberseite in dieser
Gattung eine fremde Erscheinung. Die Unterseite ist ähnlich derjenigen von arene, doch sind die Augenflecke
mit Ausnahme des vordersten nur durch schwarze Punkte angedeutet.
Ueber D. myrsoti DU.-Heiv. und aerata vermögen wir nichts zu sagen, Aveil es uns nicht gelungen ist,
die Literatur über diese Ai’ten zu erlangen.
47. Gattung: Cyclogramma Dbl.
Dem Habitus nach steht diese, aus AA^enigen tropischen Arten bestehende Gattung zAAÜschen den Cyh-
delis und deMCatagramma] letzteren ziemlich nahe, aber mit längeren Beinen, Avie sie Falter besitzen, die sich
gern an Baumstämme setzen, Avie die Ageronia, die Gynaecia u. a. Bei Callicore, denen die C yclogranima auch
bezüglich der Hflglunterseite sehr nahe stehen — • sie zeigen auch die Ziffer 88, nur etAvas verschoben — fehlt
die obere Discocellularis der Vflgl ganz; bei Cyclogramma ist sie vorhanden, Avenn auch kurz. Die x4ugen sind
behaart, die Fühler mittellang mit etAvas löffelförmig eintrocknender Keule, che Mittelschienen A’erlängert, die
Vflgl von normaler Gestalt mit ganz scliAvach konkavem Saum, die Hflgl mit gerade abgeschnittenem Vrd und
scliAvach gcAvelltem xMißenrcl. Reuter scheint darauf GeAvicht zu legen, daß die Pal])ens])itzen nicht Avie bei
den sonst nahestehenden Perisama herabgebogen sind ; aber das ist nicht konstant, Avahrscheinhch kann der
Falter die Palpenspitzen etwas senken oder ausstrecken; die beim Verenden eingenommene Haltung bleibt
dann. Wir kennen 2 irrten, die sich von Mexico über Zentral-x4merika verbreiten und das nördlichste Süd-
Amerika noch erreichen, aber über ihre dugendstadien ist mir nichts l)ckannt und Amn ihrer LebensAveise nur
soviel, daß sie an Bächen und feuchten Wegstellen saugen und Blumen zu verschmähen scheinen.
HAEMATEEA; JAMENITIDI. Voji Er. A. Siarz.
509
C. pandama Dhl. u. Heu-!. (102 B h). Tief (luiikcn)raun, der schwarze Apicalteil der Vflgl v(jn eitiei' sclirä- pandania.
gen ()rangel)uide abgeteilt; vor dem Apex ein weißes Eieckchen. Untorseits zeig(!n di(i Vflgl rol(m 1 niieid(;il.
die Hflgl 4 zu zwei Achten vereinigte Ringe. Mexico bis Panama, nicht reiten.
C. bachis Dhl. (= bimacnlata Hew.) (103 A a). Unterseits ganz ähnlich der vorigen Art, aber olxm steht ijnr/ii.s.
anstelle des Orangebandes noch ein größerer weißer Schrägfleck. Jfie Vflgl schimmern in ihrem Wnj-zelteil lila,
die Hflgl l)lan. Nur in Mexico (z. B. (Jaxaca), nicht häufig.
48. Clattuiig-: Haeiiiatera Dbl.
-Die reizenden Ealterchen, welche diese kleine Gattung bilden, sind oben dunkelbraun und scharlach-
oder zinnoberrot. Unten gleichen die Vflgl ganz denen einer CalUcore, aber die Hflgl sind blattartig gefärbt,
ohne die charakteristischen Linien und Zeichen der vorhergehenden Gattungen. Systematisch bringt sie die.
Beschaffenheit der Palpen, deren Behaarung nsw., den Cyclogrdnitud am nächsten. Auch die Raupen weisen
nach W. Müllfr auf diese Gruppe hin; sie leben an Sapindaceen. Der Hauptunterschied der Ildetn/iterd von
den vorigen Gattungen dürfte in den biologischen Gepflogenheiten beider Gruppen seinen Grund haben und
besteht darm, daß die Cdllicore usw. Putz-, die H demuterd Schutzfarbe auf cler Unterseite zeigen, ln Süd-Bi-a-
silien fand ich gegen Abend schlafende Cdllicore nui‘ ganz selten, und zwar beim Durchsuchen der Büsche nach
Rau])en. Ich traf sie dann ganz im Innern fler Büsche, mit eingeschobenen Vflgln völlig versteckt am Hau])t-
stengel kopfabwärts ruhend ; Aiq Hdedidterd pyrdtaus dagegen, die in Süd-Brasilien stellenweise häufig ist, klopfte
ich aus den Enden der Buschzweige, wo sie, durch die Unterseite geschützt, einem dürren Blättchen ähnlich,
irnerkennbar aber völlig frei geruht hatte.
Auf dem Vflgl entspringt der 1. Subcostalast direkt vor, der 2. etwas hinter'^lem Zellende; die obere
Discocellularis ist länger als bei den andern Cdtdgrdnimidi, die untere fehlt, da die mittlere unmittelbar in die
mittlere Radialis umbiegt. Die Hauptadern sind an der Vflglwurzel leicht verdickt, aber nicht eigentlich bla^'^ig
errveitert. Die Rp hat nur solange sie ganz klein ist winzige Dornenstummel, die sich bald verlieren iind in
eine weiße Körnelung übergehen. Die Falter fliegen im Sonnenschein auf Wegen und an Gel)üschen.
H. pyramus. Es gibt wohl in dieser Gattung nur eine Art, trotzdem manche Autoren 2 oder 3 annehmen.
Als pryamusF. (102 B g) wird die brasilianische Form angesehen, deren $ nur ein schmales, blutrotes Vflgl-Band pri/amus.
und auf dem Hflgl höchstens eine schwache rote Mittelwolke hat. Ich fing dieses Tier im allersüdlichsten Bra¬
silien. Zu diesem $ mit ganz odei’ fast ganz braunen Hflgln gehört als die Form, die auf V- und Hflgl bieit
braune Flglwurzel hat. — thysbe Dhl. u. Hew. (102 B h) ist dann die Nordform mit bis auf den Apicalteil ganz ihysbc.
roten Vflgln und auch mehr Rot im Hflgl. Die Vflgl zeigen kaum noch die äußerste Wurzel braun getrübt
und ich besitze (^'8' Columbien, wo die Verdunkelung der Vflghvurzel überhaupt fehlt; diese Form fliegt
von Amazonas ab im ganzen nördlichen Süd- Amerika. — rubra Ka.ye, von Trinidad, ist eine jener ziemlich ver- rubra.
breiteten Mittelformen, deren die Vflgl von thyshe, die Hflgl von pyramus hat, die schon Statoixcek be¬
schreibt, ohne sie zu benennen. — Rpgrün, weiß gerieselt, in der Mitte stark verdickt, nur an den Seiten verküm¬
merte Dörnchen und auf dem Kopf 2 lange verästelte Hörner; kein Seitenstreif. Sie lebt an Urvillea ulmacea
und ruht wie eine Apaturd-'Rp mit gesenktem Kopfe und miü auf die Unterlage aufgelegten Hörnern. Sie ver¬
wandelt sich nach 3 — 4 M^ochen in eine grüne, w^eiß gerieselte Pp von der ungefähren Gestalt einer Arasclinia
prorsa-Vp, die nach wenig Tagen den Falter ergibt. Die Schmetterliiige fliegen überall im heißen Süd- Amerika,
treten in manchen Jahren sehr zahlreich auf und lieben feuchte Wegstellen und Bachufer, wo man sie zuweilen
in Anzahl zusammentrifft; aufgescheucht flattern sie auf einen benachbarten Buschzweig, wo sie da-^ Verschwin¬
den der Gefahr abwarten. Je nach der Fluggegend finden sich Ptebergänge zu der zuerst beschriebenen Form,
so daß man viele Namen geben könnte.
Gruppe Limenitidi.
Die Eisfalter, die in Afrika und Australien fehlen, sonst aber über die gesamten gemäßigten und warmen
Gegenden der Erde verbreitet sind, zeigen eine Vorliebe für eine schwarze, von weißer Postmedianbinde durch¬
zogene Ober- und eine bunte Unterseite. Fast nur wo mimetische Einflüsse das ursprüngliche Färbungsmuster
zerstört haben, oder avo Metallfarben übergelagert sind, finden wir durchgreifende Abweichungen ; aber auch im
letzteren Falle, wie z. B. bei Dynamine, dringt die Urfärbung bei den diesen die iMetallfarben fehlen,
wieder durch. Die Dynamine, die wir, den Katalogw-erken folgend, hinter den Ga.tngm.ninn'Jf abgehandelt haben,
sollten richtiger an dieser Stelle stehen *). — Die Rp der Eisfalter haben eigentümlich reduzierte Dornen, indem
eine Anzahl der ursprünglich angelegten Dornen später verschwindet, andre vereinzelte aber sich zu paarigen
gestachelten Keulen oder zu unpaaren Zapfen auswurchsen. N\ir die D ynamine-Dp entfernt sich von diesem
*) Anatomisch stehen sie ziemlich isoliert. Der ungemein lange Penis und Saccus sind durchaus apaturoid. der
robuste Uncus limenitoid und die prächtig geformte Valve findet in der Kühnheit der Structur nur Eivalen unter den
Anjijnnidi. (II. FR Uli ST OPFER)
510
ADELPHA. Von H. Fruhstorfer.
Typ, fla yie die Gewohnheit hat, «icii in Knospen einznf ressen, weshalb das Vorderteil der Rp., um dem Ein¬
bohren kein Hindernis zn schaffen, glatt ist. Die Puppe ist charakterisiert durch einen Fortsatz auf dem Rük-
ken, der bei den einzelnen Gattungen genauer beschrieben ist; der Kopf ohne eigentliche Spitzen, aber zu¬
weilen mit eigentümlichen Flügel-Anhängen, doch letzteres meist bei indischen Arten. Die Schmetterlinge lieben
Waldwege, auf denen sie sich in stoßweise schwimmendem Fluge auf- und abbewegen; sie sind meist gute Flie¬
ger und besuchen feuchte Wegstellen und Bachufer, manche kommen an den Köder, viele lieben auch Blumen.
49. Gattung’; Hbn.
Dieses an Formen so mannigfache Genus wird an Artenreichtum nur von wenigen anderen Gattungen
überboten und muß als die unbedingt vielgestaltigste der Limenitiden des gesamten Erdballs aufgefaßt werden.
An Artenzahl überlegen sind ihr nur die neotropischen Gattungen Heliconius, Actmote, Phyciodes und allenfalls
gleich die indo-australischen Neptiden.
Die stechen jedoch nicht allein durch Artenfülle hervor, sondern sie überbieten vermutlich alle
übrigen neotropischen Nymphalidengenera durch ihren Individuenreichtu m. 8ie zählen zu den Gharakterschmetter-
lingen der Landschaft, die überall gegenwärtig sind, ebenso wie auf indo-australischem Boden die Neptiden.
ln der Struktur sind sie der Gattung Limenitis so nahe verwandt, daß durchgreifende Unterschiede
überhaupt nicht hervorgehoben werden können; doch besitzen sie weniger stark behaarte Palpen und dünnere
Vorderfüße der Auch haben alle behaarte Augen, während bei den indischen Verwandten Artenreihen mit
behaarten und unhehaarten Augen einander ablösen.
Die Abzweigung der Subcostaläste ist genau wie bei Limenitis \ auch hier liegen der 2. und 3. an ihrem
Ursprung eine kurze Strecke der Hau])tader an. Die Zelle der Vflgl ist stets durch eine feine, etwas gebogene
hintere Discocellulare geschlossen, welche die Mediana entweder schief oder senkrecht, kurz nach dem 2. Aste,
verbindet; die Zelle der Hflgl offen. Die Präcostale ist nach außen gebogen und steht genau am Ursprung der
Subcostale. — Die (J(J-Vorderfüsse sehr fein u]id dünn, beschuppt. Tarsus % der Tibia, diese wenig kürzer als
der Femur.
Im Geäder der Vflgl weichen einige Arten {hirn Heiv., isis Drury, epione Godt.) insofern ab, als hier der
2. Subcostal-Ast iiach dem Zellende entspringt. Diese Arten sind auch ganz abweichend gefärbt, doch stimmen sie
in allen übrigen Merkmalen gut mit dem Ty2)us überein, so daß nur eine subgenerelle Ti ennung statthaft sein dürfte.
Trotz der Vielzahl der Arten haben die meisten Adelpha den gleichen typischen Habitus und die Zeich-
nungsaiilage, welche sie auf den ersten Blick kenntlich macht. Nur die bereits erwähnten, sich auch im Geäder
unterscheidenden Arten sind vollständig abweichend gefärbt und auch im Habitus verschieden: A. lara und
isis tragen carminrote, epione eine weiße Querbinde über die schwarzen Vflgl. Die große Mehrzahl der Adolphen
hat dagegen auf braunschwarzem, dunkelgestreiften Grund entweder eine orangegelbe oder weiße Längsbinde.
Diese ändert mannigfach ab, verkleinert sich oder löst sich in Flecken auf, oder verschwindet auf einem Flügel
ganz. Oft ist die Vflgl-Binde orange, die der Hflgl weiß, so in mannigfaltigster Weise variierend und doch den
allgemeinen Typus festhaltend.
Von l)esonderer Bedeutung für die Artengruppierung ist die 8telhnig des orangefarbenen Präapical-
flecks einiger 8peciesreihen, doch sind alle Charakteristika noch in Fluktuation, so namentlich auch die Rück¬
seite, deren eigenartige 8treifung nicht nur je nach der geographischen Lage, sondern zeitlich und individuell
variiert. Es gibt außer den Phyciodes und gewissen Euthiliiden somit kaum ein Rhopalocerengenus, welches
der systematischen und synoptischen Behandlung größere 8chwierigkeiten bietet als diese Gattung. Dazu
kommt, daß auch die Anatomie der Geschlechtsorgane bei verwandten Arten nur unsichere Anhaltspunkte er¬
gibt. Die Klammei'organe sind durchaus limenitoid und nähern sich in ihren großen Zügen dermaßen jenen
der Gattung Pantoporia (Athyma), daß es nach dem 8tande unserer jetzigen, freilich noch primitiven
Kenntnis völlig ausgeschlossen wäre, nicht mit Namen versehene Organe oder Photographien derselben
mit 8icherheit nach ihrer Zugehörigkeit zu erkennen.
Nach ca. 60 von mir untersuchten 8pecies und Formen lassen sich zwei Hauptgruppen unterscheiden.
a) Valve mit dorsalem Ansatz, der rudimentär sein kann, oder in allen Zwischenstufen bis zu je Vs
Valvenlänge auswächst.
ß) Valve ohne dorsalen Fortsatz.
Die erste Gruppe ist z. T. kombiniert mit ungewöhnlich langem, schmalem z. T. scharfgespitztem Lhrcus,
doch variiert die Gestalt des Lbicus bei den übrigen iVrten von einer scharfen, schöngeformten, schlanken und
gebogenen 8pitze bis zu breiten plumpen Ansätzen. Die Valve hat stets eine dorsale Furche, welche
Godmann und 8alvin bereits beobachteten, und ist meistens ventral gezähnt. Doch gibt es alle LTebergänge
bis zu gänzlich unbewehrten Valven, welche dann besonders athymoid gebildet sind. Die Valve kann einfach
zylindrisch, oder bauchig ungemein erweitert sein und außer schlanken Formen mit stumpfem Ende
existieren auch fast cpiadratische mit zwei oder drei nadelspitzen Zähnchen (Anklang an Limenitis procris von
Indien und Ceylon). Penis in der Regel kurz, stumpf, doch gibt es auch Arten mit äußerst spitzem hacken-
ADELPHA. Von H. Fruhstorfior.
öl ]
förmig gekrümmten Ende. Saccus löft'elartig erweitert. Valve maneJimal sein' Jang l)eliaarl, gcdegenllieli aneli
mir mit lairzen Borsten, der l>asale oder sn])])asale Zapfen stets mit Borsten oder Warzen, lieweJirt.
Die Raupen von gleichen, soweit sie lieleannt geworden, im allgemeinen den /yfmr'//i/f.s-Iiau])en ;
einige besitzen noch verzweigte Dornen, bei andern sind dieselben in kurze lichaarte Kküschzajihui vcu'wandell .
Der Kopf ist mit kurzen Dornen besetzt. Die Puppen sind nach Dr. W. Müller von einer sonderliaren (leslalt,
mit 2 Hörnern am Kopf und breiten Flügelkanten, meist von brauner Farbe mit mehr oder weniger Afetallglanz.
Nach Michael setzen sich Adeiphn gern mit ausgebreiteten Flügeln auf Blätter oder auf den finden und
sind hier die gewöhnlichsten, den Wald in auffälligster Welse belebenden Nymphaliden.
Die schwebende Art, mit der Adolphen nach Dr. Hahnel fliegen, ist eine der elegantesten Formen der Be¬
wegung, indem sie mit etwas konvex getragenen Flgln nur wenig zucken und doch sjjielend sich aus der Höhe
herabsenken und mit gleicher Leichtigkeit wieder ansteigen. Niemals indes fliegen sie längere Zeit, sondern
lassen sich immer wieder zu kurzer Rast auf den Blättern in der Höhe nieder, um dann von neuem einen Vor¬
stoß nach einem benachbarten Zweig zu unternehmen.
Am oberen Amazonas haben einige Arten Adelpha die Manier, die Figl breit aufzu legen und ihr Ge¬
baren wird von Megahira, kleinen Eryoiniden und Hesperiden nachgeahmt, während sich einige Papilio-Arten,
welche sich stets in ihrer Gesellschaft befinden, wie lycidas, varus, crassus und sesostris durch ihre dunklen
Gestalten und geschlossenen Figl scharf von ihnen abheben.
Adelpha sind stets Stammgäste in den Schulen von Tagfaltern, die sich am Ufer Tag für Tag einfinden
um inmitten von Eunica und Megahira, von den Zweigen herab, sich an einem breit von der Sonne getroffenen
Fleck ansammeln. Auch kamen sie bei Pebas an den von Dr. Hahkel auf Blätter gebrachten Exkrementen-
Köder zusammen mit Pyrhogyra und Temenis.
Dr. Hahnel hat auch einmal beobachtet, daß sich eine Adelpha bei Obidos häufig an dem von ihm prä¬
parierten Köder von Bananen einfand. Doch war sie lieständig umlauert von einer gierigen Eidechse, die trotz
ihrer plumpen Füße mit aller Wut auf die Adelpha zuschoß. Der Falter rettete sich in tlie Höhe und setzte sich
auf ein Blatt. Wenn er aber nach einiger Zeit von dem trügerischen Köder angelockt wieder auf den Boden kam,
griff sein Feind von Neuem an. Dies wiederholte sich etwa 10 mal, bis die Eidechse es endlich aufgab, die
durch die Uebung gewandte Adelpha weiter zu belästigen.
Ueber die vertikale Verbreitung ist wenig bekannt; die Adelphen sind jedoch vorwiegend Bewohner
der Ebene. Einige Species sind aber durchaus alpin, so z. B. olynthia welche in Columbien bis 2500 m empor
vorkommt und nie unter 2000 m angetroffen wird. Eine Art wurde am Vullcan Irazu in Costa-Rica noch auf
2800 m Höhe beobachtet. In Bolivien ist A.aricia nach einer Angabe des Herrn Fasse die höchstfliegende
Art, welche sich in denselben Höhengrenzen bewegt. Die Adelphen, von den Amerikanern ,,.sisfer.s‘\ die
Schwestern genannt, sind von Mexico an lückenlos bis zum südlichen Bolivien verbreitet und an der atlan¬
tischen Küste treffen wir sie von Westindien (Trinidad) bis zum südlichen Brasilien, Das zentralamerikanische
Gebiet mit 31 Arten ist besonders reich; am Amazonas finden sich 13 Species, in Rio Grandedo Sul noch ca.
7. Ganz eigentümlich ist die Fauna der Anden.
Zwei Artengruppen, welche Felder zuerst erkannt hat: Zelle der Vflgl kuiz = Adelpha. Hhn.; Zelle
der Vflgl länglich = H eterochroa Bsd. *)
A) Artengruppe Adelpha.
a) Nur ein Subcostalast vor dem Zellende.
A. Isis. Leicht kenntlich an einer roten Schrägbinde der Vflgl, welche namentlich beim $ je nach der Lo¬
kalität auch an Ausdehnung variiert. Die Art ist auf das mittlere und südliche Brasilien beschränkt, überall
sehr selten. Wenn wir Exemplare aus Rio de .laneiro als typisch betrachten (isisDrar?/) läßt sich die luxuriante isis.
Rasse aus Espiritu Santo mit ganz roter Vflglzelle als divina Frühst, abtrennen, divina fällt insbesondere auf divina.
durch einen länglichen, etwa 1 cm breiten roten Basalfleck oberhalb der Submediane der Vflgl. Dieser rote Fleck ■
fehlt bei der Rio-Form und auch jener distinkten Rasse, die Sa. Catharina bewohnt und als pseudagrias UrR/nsR pscudag-
(J08f als isis) beschrieben wurde, pseudagrias ist dadurch charakterisiert, daß sich die rote subapicale Querbinde
der Vflgl stark verschmälert und daß statt dreier rötlicher Querliinden sich in der Vflglzelle des E roter,
runder Punkt bemerkbar macht. Beim $ ist dieser Punkt auch vorhanden, darüber lagert aber noch eine
rudimentäre Binde, pseudagrias stellt sich somit als eine melanotische Form dar der helleren Rassen des nörd¬
licheren Brasiliens und erinnert dadurch an die gleichfalls dunkle Agrias dmaliana Stgr. von Sa. Catharina,
die ebenfalls durch ihr reduziertes Rot von der helleren und farbenreicheren, in Rio de Janeiro vorkommenden
Agrias claudina Godt. {— anetta Gray) differiert. Klammerorgane charakterisiert durch die äußerst lang be-
borstete Valve und die schönen Linien ihrer Kontur. Auf eine breite Basis folgt eine zylindrische distale Partie,
Vielehe ventral deutlich gezähnt ist. Der dorsale Fortsatz unregelmäßig, nach oben erheblich verjüngt. Uncus-
spitze ventral verdickt.
*) Anatomisch ergeben sich gleichfalls 2 Artenserien. Diese stimmen jedoch nicht überein mit jenen, welche auf
die Structur basiert werden, (truppe A. ) mit Clunicula, einem dorsalen Fortsatz der Valve. B.) Ohne t’luuicida; umfaßt
nur wenige, aber die prächtigsten Arten der Gattung.
512
ADELPHA. Von H. Fruhstorfer.
A. lara ersetzt A. isis in Venezuela und der andinischen Region. 8ie ist von der brasilianischen isis haupt¬
sächlich differenziert durch das Fehlen cellularer Rotflecken der Vflgl-Oberseite, während die Unterseite
lara. kennbar ist an gelbbraunen statt roten Zelldekorationen. Zwei Territorialformen; lara Heiv. mit einer regel-
mätligen, distal nur unmerklich konvex ausgebogenen roten Transversalbinde der Vflgl. Die Unterseite rei¬
cher violett, stets ohne schwarze Medianbiude im analen Teil derHflgl. Das $ ist nur mäßig größer als das
malnas. ^ etwas lichter braun und auch unterseits etwas fahler als die AS- Venezuela. — mainas nov. (108 f als
hfra) findet sich von Columbien an bis Bolivien längs der Andenkette. A'. die rote Binde distal unregelmäßiger.
Die Unterseite mit einer blassen aber am costalen und analen Ende prächtig rotgeschminkten Schrägbinde.
Das 2, welches mir vom Rio-Negro vorlag, im selben Verhältnis zum A wie das $ von lara. Klammerorgane
im allgemeinen von demselben Bau wie bei isis. Valve mit ebenso langen Borsten besetzt. Die Clunicula aber
gleichmäßiger mit breiterer Peripherie. Unsusspitze ohne mediale Verdickung. Valve in ihren äußeren Partien
schlanker. Die Differenzierung ist aber noch in ihren Anfängen und beweist viel mehr die Zugehörigkeit voir
A. lara zu A. isis als deren spezifische Verschiedenheit. Medianbinde der Hflgl wenn auch nur strichförmig
doch stets deutlich. Peru, Bolivien; in einer Internrediatform auch in Ecuador, nirgends selten.
ß) Zwei Subcostaläste vor dem Zellapex.
A. epione die einzige Art der gesamten Gattung mit rein weißer Transversalbinde der Vflgl. Zwei Areal-
af/Ula. formen: agilla Frühst. (108 e als epione) findet sich längs der Anden voir Columbien bis Bolivien, woher das
abgebildeteExemplar stanrmt. DieBreite der braunen medianen Binde der Unterseite der Hflgl wechselt ohne Rück-
ppione. sicht auf die Lokalität. — epione Godt. *), eine kleinere Form, mit viel schmälerer Weißbinde der Vflgl, und
prominenten weißen Anteterminalfleckchen der Hflgl-Unterseite. In meiner Sammlung aus Espirito Santo,
aber auch bei Rio de Janeiro vorkommend, und in der STAuniNGER’schen Sammlung befinden sieh ^-us Casa-
Branca vom Staate Parana.
cponuia. A. eponina Stgr. Eine interessante Species, deren weiße Binde sich nach dem Costalrand zu bereits
aufzulösen und in Graubraun zu verfärben beginnt. Unterseite besonders characteristisch durch ausgedehnte
vohtpls. grauviolette Partien. Columbien, Cauca-Tal. — volupis subsp. nov. ist eine prächtige Form vom Rio-Aquacatal
aus 2000 m Höhe der West-Cordillere Columbiens mit wesentlich verschmälerter nur bis zur hinteren Mediana
ausgedehnter und dort bereits sich verlierender weißer Schmuckbinde der Vflgl. Auch auf der Unterseite
beginnt die weiße Bänderung zurückzutreten, was besonders durch die Reduktion der weißen Mittelbinde
zum Ausdruck kommt.
hypscnor. A. hypseiiof Godni. u. Salv. (108 f in verdruckt.) ist bisher nur aus der Provinz Antiocpiia, dem
Ca\ica-Tal in Columbien, mit Sicherheit bekannt gewesen. Fasse hat sie auf 2000 m Höhe am Rio Aquacatal
in der West-Cordillere entdeckt. Die Lhiterseite gleicht jener von A. mesentina (108 e), nur sind die Rotflecken
durch gelbbraune ersetzt. Das $ ist größer, auf beiden Seiten heller braun als das A einer etwas breiteren
weißen Schrägbinde, hypsenor leitet bereits über zu der Gruppe mit ockergelben Binden der Vflgl, zu welcher
sophax. A. zaimona gehört. Wir haben zwei Ortsformen zvi erwähnen: sophax Goc/m. u. Salv. (108 d) von Costa-
Rica, Panama und einigen Distrikten von Columbien. Unterseite mit schmaler grauvioletter Sid^basalbinde
zalmomi. der Vflgl und zalmotia Hew. von Columbien ohne genaueren Fundort mit erheblich breiterem Band der Hflgl.
A. melanthe, eine prächtige leicht kenntliche Art mit fast doppelt so breiter dunkel chromgelber Zone
vielanihe. der Vflgl als sophax. Drei geographische Rassen: melanthe Bates mit zwei weißen Punkten in der Vflglzelle
7)ieiani])pe. Zentral-Amerika von Mexiko an bis Panama in lichten Wäldern zwischen 000 und 1000 m Höhe. — melanippe
spruccana. Godni. u. Salv. mit verschmälertem und verdunkeltem gelblichem Band der Vflgl. Columbien. — spruceana Bat. mit
noch weiter fortgeschrittener Verschmälerung der Mittelbinde und wie nielanippe ohne weiße Zellpunkte der
Vflgl. Ecuador. Klammerorgane noch durchaus vom Charakter der Adelplm isis-lara, Valve basal etwas schmäler,
ventral weniger konvex vorspringend, die Clunicula nach oben etwas schlanker. Penisspitze schärfer gescliAvungen.
A. mesentina eine ziemlich seltene, äußerst characteristisch e Wt mit rötlich ockerfarbenem Feld der Vflgl.
chancha. Nur zwei wenig scharf geschiedene Abzweigungen: chancha Stgr. (108e als mesentina) mit verbreiterten schwar¬
zen Längsbinden auf beiden Seiten der Hflgl. Peru. — Die Namenstype ist auf ein Exemplar mit verkürzter
mesentina. rotbrauner Binde der Vflgl basiert : mesentina CV. **) unterseits etwas fahler als die andinische Form. Cärycnne,
Sixrinam, Amazonas. Auch von Venezuela und Ecuador im Tring-Museum.
B) Artengruppe Heterochroa.
A. irmina eine häufige Art der ockerfarbenen Gruppe der großen //eteroc/woa-Section der Gesamt-Gat¬
tung. Relativ groß mit steil gerichteter Mittelbinde der Vflgl. Lhiterseite ähnlich jener von A. irina, jedoch
irmina. mit weißen Tropfen der Hflgl. Drei geographische Ausläufer: irmina Dhl. (108 f), welche je nach der -lahres-
*) Valve heckenfonnig, basal bauchig erweitert, mit 4 Dornen bewaffnet. Clunicula warzig', pyramidenförmig, sehr
hoch; Valve etwas schlanker bei ayilla.
**) Valve kühn geformt, ventral mit 12 — 15 Zähnen besetzt, zudem mit dorsalem Höcker, Clunicxda mit auBer-
ordentlich breiter Basis.
Ausgegeben 6. X. 1915.
ADELPHA. Von H. Fruhstorfer.
5 Pi
zeit abändert. Eine nnterseits etwas verwaschene Form der regenarmen Periode vom Jaiujar und scliärfer
gezeichnete (Stücke der Regenmonate (Juni, JuJi). Venezuela. — -fumida AV/r. hleil)t in der Größe hinter irni/uui, fnmUlfi.
zurück und die schmälere Längshinde der Vflgl ist scliärfer gewinkelt. Von Ost-Peru. — wilhelmina Frühst. Kleiner vnlhelmma.
als irmina Dbl. u. Hew. aus Venezuela, oherseits dunkler, ockerfarhene Längshinde beiderseits mehr einge¬
schnürt, erheblich schmaler. Unterseite: Vflgl mit größeren Weißpunkten. Hflgl mit viel schmaleren weißen
Makeln. (Schrägbinde der Vflgl dunkler, mehr eingeengt. Hflgl in der (Suhanalregion heller und reicher gelb
gefleckt. Bolivien. Klammerorgane vom H. nia^a-Hahitus, durchaus verschieden von der A . isis und der A. erotia-
Gruppe. Valve auffallend kurz mit 2 — 3 äußeren aber ohne ventrale Zähne. Clnnicula hoch, schmal. Uncus
einfach. Penisspitze nicht scharf aufwärts gebogen, sondern fast gei'ade.
A. irma bewohnt Peru und Bolivien als irma Frühst. (108 c). Oberseite ähnlich boreas Btlr. und irma.
irmina Dbl., die ockerfarbene (Schrägbinde jedoch proximal breiter ausbiegend und der distale Fleck an der
vorderen Mediana fast freistehend. Unterseite: Binde der Vflgl steiler als bei boreas. Hflgl rundlicher, mit
3 weißlich violetten medianen Querbinden, von denen die äußere am weitesten in die Figlmitte hineinzieht.
irma steht dadurch irmina Dbl. nahe, von der sie jedoch durch’die matte Färbung der übrigens auch schmaleren
Binden sofort zu trennen ist. Peru : Pozuzzo, bei Carabaya bis 2000 m sich erhebend. — nadja Frühst. Ocker- nadja.
farbene Binde der Vflgl ausgedehnter als bei irma. Hflgl von einer stattlichen, schwarzen Submarginalbinde
durchzogen, die bei Peru-Exemplaren nur obsolet erscheint. Unterseite: gelbliches (Schrägband der Vflgl
breiter, heller, ebenso alle Binden der Hflgl reicher violett und breiter angelegt. Bolivien. — Genitalien wesent¬
lich von jenen von A. irmina differenziert. Valve durchaus schlanker, ohne jede Bedornung, aber mit sein-
langen Borsten. Penisspitze gekrümmt.
A. boreas. Eine andinische (Species und von Columbien bis Bolivien sich auf vier Arealformen verteilend;,
ist namentlich nnterseits sehr veränderlich in der Ausdehnung purpurner oder violetter i^ietallisch schimmernder
Partien. — tizonaF/dr. (108 d) hat zwei deutliche gelbe Präapicalfleckchen der Vflgl. Das $ hat Fasse am oberen Uzona.
Rio-Negro gefunden. Dessen Unterseite ist fahler, die gelbe Partie der Vflgl breiter, gleichfalls blasser. — tizo- tizonides.
nides Frühst. (108 d) übertrifft tizona in der Größe; mit rundlichen Hflgln und undeutlichen rotbraunen Apical-
flecken, sehr breiter, distal nur schwach gezähnter (Subapicalbinde der Vflgl. Hflgl-Unterseite von einer schma¬
len braunen Postmedianbinde durchzogen. West-Columbien und Cundinamarca. — opheltes sub.sp. nov. nuirde opheltes.
neuerdings wieder in Panama entdeckt, woher sie Godman als A. tizona bereits abbildete. Binde der Vflgl ober-
seits distal nur unmerklich gezähnt. Unterseite mit breiterer brauner Postdiscalbinde als tizonides und re¬
duzierter Transcellularstreifung. — verenda .SM&sp. nov. (108 c) differiert von tizona durch verdunkelte und wre>!da.
proximal tiefer eingeschnittene (Schrägbinde der Vflgl. Die Unterseite führt eine schmälere Transversalbinde
der Vflgl und reicheren weißlichen Besatz der Hflgl. Peru, häiifig, Höhen von 1500 — 2000 m bevorziigend. —
boreas Btlr. gleicht in der Größe der A. irma (108 c); Unterseite arm an violettem Anflug, das (Schrägband der boreas.
Vflgl. scharf abgesetzt, blasser als bei verenda. Bolivien, auch am oberen Rio-Negro.
A. ximena Fldr. Die ansehnlichste Art der Gruppe mit ockerfarbenem Feld der Vflgl, welches sich ximena.
ähnlich wie bei A. mesentina (108 e) ausbreitet und von welchem aus sich noch drei Subapicalmakeln bis zum
Costalrande bindenförmig erstrecken. Unterseite ähnlich tizona Fldr. jedoch ohne durchlaufende Transversal¬
binde, welche durch zwei Reihen rundlicher heller Flecken ersetzt wird. Peru : Pozuzzo, nicht selten.
A. salnioneus bewohnt Zentralanierika von Guatemala an und Columbien. Es lassen sich zwei geogra¬
phische (Spaltzweige absondern. — emilia Frühst. (108 e), eine kleinere Form mit ansehnlicheren grauvioletten emilia.
Binden wie sie salmoneus (108 e) aufweist. Guatemala bis zum Gauca-Thal. — ■ salmoneus Btlr. (108e), eine salmoneus.
stattlichere Rasse mit mehr streifenförmiger Bänderung der Unterseite. Oestliches Columbien auch von Cun¬
dinamarca im Tring-Museum.
A. colada Fldr., eine außerordentlich seltene Art, von welcher nur die- Type bekannt ist, die mir durch colada.
das Entgegenkommen der Herren vom Tring-Muesum Vorgelegen hat. Oberseits gleicht colada etwa der saJ-
monens (108 e), wähernd sich die Unterseite mehr boreas Btlr. und noch eher A. irma Frühst. (108 c) anschließt.
Bogota (Columbien).
A. saundersi, die luxurianteste (Species der braungelb gebänderten Artenreihe. Am imposantesten wirkt
die Unterseite mit ihren prächtigen silberglänzenden Spiegeln, welche an Argynnis adippe gemahnen und unter
den Adelphen ganz einzig dasteht. Nach Angaben von Werks soll in Columbien eine Lokalrasse existieren
mit weißen statt metallglänzenden Tropfen der Unterseite. — saundersi Hew. ist aus Ecuador beschrieben und saiuidersi.
geht auf columbisches Gebiet, wo Fasse auf 2200 m bei Pacho einzelne Stücke erbeutet hat. — leutha siibsp. nov. leutha.
bleibt kleiner als helepecki (108d) und hat eine lichter gelbe Unterseite, stark reduziert rotbraune Längsbinden
und obsolete Silberflecken der analen Partie der Hflgl. Peru, Cushi aus 1820 m. Tyi)e im Tring-Museum. — ‘
helepecki Weelcs (108 d) liegt nur aus Bolivien vor. Das $ hat Fasse bei Coroico gesammelt. Es differiert 7ie?cpecti.
vom J nur durch markantere Schwarzfleckung der Hflgl-Unterseite.
V
65
514
ADELPHA. Von H. Ebuhstorfer.
leueoph-
ihahna.
mepMsio-
pheles.
tegeata.
A. leucophthalma leitet über zu einer reizenden, scharf umgrenzten Gruppe mit ockergelbem Band der
Vflgl und weißem Discus der Hflgl. — leucophthalma Latr. (107 f) in Peru, dem westlichen Abhang der Anden
nahe dem pacifischen Ozean bei Guangamarca (laut Angaben des Autors vom Jahre 1809) gefunden. Die Form
ist nach einem ^ von Cundinamarca aus dem Tring-Museum dargestellt. Die Binde der Vflgl ist unterseits fahl¬
gelb und auf den Hflgln wiederholen sich die weißen Flecken. — mephistopheles, Btlr. aus Columbien kommt
häiifiger nach Europa als die Namenstype. Es existieren auch in Columbien mehrere Ortsrassen. Butler
basierte seine Type auf relativ kleine Exemplare und auch Staudinger bildete ein habituell zurückgebliebenes
$ ab. Mir liegen aber ohne genauere Fundortsangabe viel größere Individuen vor. — tegeata suhsp. nov. mit
bleicherem Band der Oberseite aber auffallend verdunkelter Hflgl-Unterseite. Eine reizende Form findet sich
am Vulkan Irazu, (Costa-Rica) auf ca. 2800 m Erhebung, welche Godman schon erwähnte, die mir aber ebenso
wie von Nicaragua und Panama in Natur unbekannt geblieben sind.
zina.
leucacan-
tlia.
restricta-
A. zina, deren Differenzen leucophthalma gegenüber unsere Figur von restricta (107f) ergibt, verteilt
sich auf drei geographische Unterarten: zina Hew. mit elliptischem weißem Discus der Hflgl, der sich aus vier
schmalen Makeln zusammensetzt und leucacantha suhsp. nov., bei welcher die weiße Scheibe nur aus drei
Komponenten besteht und fast kreisrund ist. Die ockerfarbene Längsbinde der Vflgl heller und breiter
als bei zina, Unterseite fahler mit vermehrten weißen und gelblichen Zeichnungen. Beide Formen in meiner
Sammlung aus Columbien. — restricta suhsp. nov. (107 f). Steht leucacantha nahe durch den gleichfalls mehr
rundlichen als spitzen Spiegel der Hflgl. Die Unterseite aller Figl dunkler rotbraun, die Längsbinde der Vflgl
wesentlich schmaler, schärfer abgesetzt, die violetten Flecken prägnanter. Cananche, Cundinamarca Juni 1903.
Klammerorgane vom einfachsten Bau ; Valve weder bedornt noch behaart, Clunicula in der Form eines gleich-
schenklichen Dreiecks, LTncusspitze ohne Verdickung, zierlich; Penisspitze nicht chitinisiert.
A. justina bewohnt Venezuela, Columbien und Peru, überall in deutlich geschiedenen Territorialrassen
lacina. auftretend. Der weiße Fleck der Hflgl erscheint stets bindenförmig verlängert. — ■ lacina Btlr.*) von Guate¬
mala bis Panama als große Seltenheit vorkommend, hat eine schmälere schön hellgelbe Binde der Vflgl. —
justina. justinaF/Jr. differiert von M. zina durch größeren und lichteren gelben Apicalfleck der Vflgl. Columbien, selten.
justinella. justinclla Frühst. Entfernt sich durch die schwärzlich überstäubte und auch verdunkelte, viel schmälere
gelbliche Vflglbinde und den verlängerten , aber in der Breite stark reduzierten weißen Discalfleck der Hflgl
von justina Fldr. aus Columbien. — In der Sammlung Staudingeb befinden sich auch Exemplare ohne
praemUda. ^veißen Spiegel der Hflgl. (maira form,, nov.)] Heimat Venezuela. — praevalida suhsp. nov. Gelbliche Längs¬
binde der Vflgl lichter, schmaler. Subapicalpunkte viel kleiner, der weiße Discalfleck der Hflgl dagegen stark
verlängert und breiter. Am Costalrand erscheint nur eine kleine Makel wie sie bei leucophthalma Latr. auf-
tritt. Hflgl Unterseite mit einer die ganze Mitte durchziehenden, weißen, nur zweimal unterbrochenen Binde.
Peru ; Cuzco.
A. olynthia , eine der bekanntesten und am leichtesten erkennbaren Arten ; charakterisiert durch
ungewöhnlich schmale ockerfarbene oder rotbraune Fleckenreihe die anmutig kontrastiert mit einem
rein weißen Längsstreifen der Vflgl. Die Unterseite ist entweder vorwiegend verwaschen gelbbraun (106 a
levicula) und dies nur bei den columbischen Rassen, oder sie verfärbt sich in Rotbraun {olynthia 106 a), das je
weiter nach dem Süden an Intensität zunimmt. Klammerorgane ausgezeichnet durch die mit sehr langen Haaren
besetzte unbedornte Valve und eine auffallend hohe, schmale Clunicula; Tegumenspitze relativ breit. —
olynthia. olynthia Fldr. ist sehr häufig in Columbien und variiert dort je nach der Lokalität und Jahreszeit etwas in der
Breite des weißen Streifens der Vflgl. Er ist am schmälsten bei einem ij aus Villavicencia, und dieses <J führt
levicula. zugleich die ansehnlichsten und dunkelsten rotgelben Flecken der Vflgl. — levicula suhsp. nov. (106 a) hat
breitere aber fahler gelbe Komponenten der Vflglbinde und noch ein zweites Paar transcellularer gelblicher
Flecken distal vom Zellapex, welche typischen olynthia fehlen. Unterseite mehr rötlich statt graugelb wie bei
Muzo- und Villavicencia-JcJ, reiner und schöner gefärbt. Von Pichinde in Columbien aus 5000 Fuß Höhe. Type
inachia. ini Tring-Museum. — Als inachia form,, nov. wird eine zufällige Aberration eingeführt, welche Staudinger in
seiner Sammlung so bezeichnet hatte. Die weiße Mittelzone der Vflgl fehlt und die rotbraune Binde der Vflgl
olynthina. ist ungewöhnlich verbreitert. — olynthina suhsp. nov. führt die schmälste weiße Mittelbinde der Vflgl unter
den bekannten o/yid/w’a-Rassen. Die Unterseite gleicht noch den columbischen durch fahl gelbbraunes
theaena. Kolorit. Ecuador. — theaena. suhsp. 7iov. (106 a als olynthia) ist sehr häufig bei Cuzco in Peru. Analog levicula
führt sie eine markante Reihe von transcelhüaren Makeln der Vflgl proximal von den drei üblichen Präapical-
flecken. Der weiße Streifen der Hflgl entschieden breiter als bei olynthina. Lhiterseite rotgelb oder rotbraun
zopyra. gefleckt, alle weißen und violetten Makeln prominenter. — zopyra suhsp. 7iov. findet sich am Chanchamayo,
Peru, sowie bei Cushi in der Provinz Huanaco auf 1900 m Höhe. Sie gleicht theaena, nur fehlt wie bei den co¬
lumbischen Formen der ultracellulare rötlichgelbe Dop2)elfleck der Vflgl-Oberseite.
Valentina, A. Valentina spec. nov. ist eine erheblich modifizierte Species, mit auffallender und jirogressiver Aus¬
dehnung der rotgelben und weißen Binden der Oberseite. Letztere zeigt manchmal einen jiroximalen blauen
*) Vom $ existieren 2 Formen: a) mit relativ schmaler, kompletter weißer Binde, ß) mit an der vorderen Radialen
getrenntem weißem Feld der llfgl. Unterseits differieren beide ^-Formen, welche mir aus 1200 m Höhe vom Orosi (Costa-
Rica) vorliegen, durch markantere violettgraue Submarginalflecken von den
ADELPHA. Von H. Fruhstorfkr.
.Olfj
Schiller. Auch der Doppelt’leck jenseits der Zelle ])ronnnent. Unterseite iiiteiisiv rotbraun. V(nn K'O Xegro
und längs der Atiden von Columbien bis Bolivien *).
A. alala gilt als die gemeinste Ade/p/wf in der Region ihres Vorkommens. Nach Hakneo ist sie allent¬
halben an freien Stellen zu treffen luid sitzt gruppenweise zusammen, abseits von der Gesellschaft der eben¬
falls häufigen Megalura, aber wie diese stets mit ausgebreiteten Flgln. J)io Speeies ist außenu-deutlicb ver¬
änderlich und neben ihrer Empfindlichkeit territorialer Einwirkung gegenüber, wissen wir bestimmt, daß sie
auch dem Generationswechsel unterliegt. Wir kennen Individuen mit scliön rotbraun gebänderter Unterseite,
neben solchen mit fahlen, verwachsenen Farben, wie sie ehrhardti (l(>8a) aufweist, also einem tyjiisehen Trocken¬
zeitkolorit. Auch die Oberseite iinterliegt mannigfachen Modifikationen, ln der Hauptsache erleidet clie Aus¬
dehnung der rotbraunen iSubmarginalbinde die größten Veränderungen. 8ie kann entweder beide Figl als zu¬
sammenhängende Fleckenserie durchziehen {convpleta) oder nur auf den Vflgln complett vorhanden sein (cora).
Dann existieren Individuen mit nur drei bis vier rotbraunen 8uba])icalflecken [alala, praecaria) und endlich
solche ohne 8pur von rotgelben Makeln, welche durch weiße ersetzt werden [alhijida) . Die eine weiß gescheckte
Form ist vermutlich auch ein Produkt der regenlosen Zeit. Nach den wenigen Dokumenten, welche ich ujiter-
suchen konnte, scheint auch die Valve der Klammerorgane leichten Veränderungen im Umriß unterworfen zu
sein. Die Valve präsentiert sich kurz, mit nahezu cpiadratischer Basis und steil aufgerichtetem oder abge¬
schnittenem Ende (alhijida) oder merklich verlängert mit schlankerem, sanft auslaufendem Ende. Allen
Formen ist eine scharfe Doppelspitze gemeinsam. Der mediale dorsale Zahn verkümmert, am unbedeutendsten
bei alhijida, am breitesten bei cora von Peru. Der Uncus selbst bleibt auffallend schlank, spitz, und wird
dadurch nur von den Formen der A. zina- und A. b'mma-Gruppe übertroffen, alala, Hew., die Namensform, alala.
ohne rotbraune Submarginalbinde der Oberseite, stammt aus Venezuela, die weiße Medianzone manchmal
relativ breit (alala), gelegentlich sehr schmal (titia jorm. nov.), die transcellularen weißen kommaartigen ütia.
Fleckchen stets prägnant. — completa Frühst, findet sich in Columbien. Die g^bbraunen Bänder sind completa.
geringer entwickelt als bei alala und wir haben sogar eine Form ohne rötliche Submarginalfleckung der
Hflgl, praecaria jorm. nov., welche 108 a als completa bezeichnet ist. Die nrir vorliegenden Exemplare lassen praecaria.
sich ohne weiteres erkennen als solche der Trockenzeit, mit verwaschener Unterseite und solche mit scharf
hervortretenden rotbraunen Bändern der Unterseite. Den unten am lebhaftesten gefärbteir Exenrplaren
fehlt die ockerfarbene Binde der Hflgl-Oberseite. — negra Fldr. ist eine Form vom oberen Rio Negro, welche negra.
an titia und praecaria erinnert und eine schmale weiße Mittelbinde der Hflgl aufweist. Der gelbliche Analfleck
der Hflgl erscheint etwas kleiner alsbeiiff /a, ebenso die Subapicalmakeln der Vflgl. Die Unterseite sämtlicher Figl
etwas fahler und verwaschener als bei der Regenzeitform aus Venezuela. — ehrhardti Aeit&ö'»'. (108 a) wurde auf ehrhardti.
Exemplare basiert ohne rotgelben 8chmuck der Oberseite der Hflgl. Wir bilden ein Individuum ab aus Paramba,
Ecuador, auf 1200 m im April, der Trockenzeit, gesammelt, mit allen Anzeichen der Generation der regenlosen
Periode. Eine Reihe weiterer aus Ecuador der Sammlung Frithstorfer sind ebenso lebhaft gefärbt und
deutlich gestreift wie die Namenstype aus Venezuela. Weiße Medianbinde nur wenig breiter als bei Venezuela-,
etwas breiter als bei columbischen Exemplaren. Die distalen Subapicalmakeln prägnanter und dunkler als bei
co7npleta, aber bereits am vorderen Medianast aufhörend. — cora Frühst, analog ehrhardti, aber von dieser so- cora.
gleich zu trennen durch die auf den Vflgln vom Costalrand bis in den Analwinkel reichende gelbliche Submar¬
ginalbinde. Unterseite dunkler als bei ehrhardti, weiße Medianbinde distal ausgedehnter gelb gesäumt. Pozuzzo
(Peru). — albifida Frühst, aus Peru hat die Medianbinde ausgedehnter weiß als completa, die distale, sub- albifida.
apicale Reihe von 5 Punkten weiß anstatt gelb, ferner fehlt auf beiden Flgln jede Spur einer gelben Submar¬
ginalbinde. Unterseite, namentlich im Apicalteil der Vflgl, ausgedehnter weiß gefleckt als bei irgend einer ver¬
wandten alala-Form. — privigna subsp. (oder jorm.) 7iov. ist eine alhijida analoge Form oder Rasse mit erheblich privigna.
schmälerem weißen Gebiet beider Figl. Heimat vermutlich Peru oder Oberer Amazonas. — negrina subsp. nov. negrina.
(108 a) ist die in vielen Gebieten Boliviens häufige Form. Neben ihr findet sich vermutlich zu anderer Jahres¬
zeit und im westlichen Bolivien sowie Argentinien als Ortsrasse fillo Frühst. Aehnlich ehrhardti, mit am vor- fillo.
deren Medianast abbrechender Gelbbänderung, Figlunterseite jedoch heller als bei ehrhai'dti und cora, die sub-
apicalen Weißflecke der Vflgl bedeutend kleiner und die weiße Mittelbinde erheblich schmäler als bei negrina.
Das $ von negrma hat Fasse in Bolivien aufgefunden. ' Es ist wenig größer und von runderen Figlkonturen
als das A und führt etwas ausgedehntere rotgelbe Subapicalmakeln der Vflgl.
A. corcyra, von Columbien bis Ecuador neben A. alala vorkommend, differiert von A. alala durch die
breiteren mit einem stumpfen Schwänze vorspringenden Hflgl. Die weiße Zone der Vflgl entschieden schmäler,
nach vorne verjüngt. Die Transcellularfleckchen stehen in einer Reihe über der Mittelbinde und sind stets
verwischt. — corcyra Hew. (108 a) Avurde von ihrem Autor nach viel kleineren Exemplaren aufgestellt, als AA'ir corcgra.
eines vorführen. Auch variieren die Individuen unterseits je nach der Jahreszeit und Höhenlage A*on heller
zu dunkler grau. Fasse fand corcyra noch auf 2200 m Höhe in der Ost-Cordillere A^on Columbien. Die kleine
wie auch die große Form ist in den sogenannten Bogota- Sendungen enthalten. — collina Hew. eine iiusgezeich- oollina.
nete Territorialform mit erheblich verschmälerter rotgelber -Submarginalbinde der Vflgl und nach hinten A’er-
*) Valve mit scharfen Dornen besetzt, schmäler und länger als bei A. olynihia, Olunicula dagegen Adel breiter und
kürzer, Uncus mehr kolbenförmig statt einfach spitz wie bei olynehia.
516
ADELPHA. Von H. Fruhstobfer.
jüngter weißer Medianzoiie der Hflgl. Auf letzteren fehlt die rotbraune Anteterminalregion der Oberseite, so
areiina. daß coUina gewissen A. alala wieder sehr ähnlich sieht. — aretina Frühst, hat noch schmälere weiße Binden als
collina. Beide Formen finden sich in Ecuador.
A. aricia, eine seltene und prächtige Art, anscheinend nur in Peru und Bolivien anzutreffen. Zwei Terri-
aricia. torialrassen. aricia Heiv. (108 a), welche wir von der charakteristischen Unterseite abbilden, findet sich in Bo-
seremia. livien. Die Oberseite ist mit einer viel breiteren rotgelben Binde geschmückt als serenita subsp. nov., von wel¬
cher wir unter dem Namen aricia (108 a) die Oberseite zur Darstellung bringen. Deren Unterseite präsentiert
sich weniger lebhaft rotbraun gebändert und gefleckt als bei der größeren Vikariante aus Bolivien. Heimat Peru.
epidamna. A. cpidamna Fldr., eine äußerst seltene Species, von der nur wenige Exemplare bekannt sind, darunter
eines in der Sammlung Fruhstobfer *). Es ist ziemlich sicher, daß e^ndamna die vorige Art in Columbien ersetzt.
Sie wird aber hier getrennt geführt, weil die rotgelbe Submarginalbinde der Vflgl nicht geradlinig wie bei A. aricia
verläuft, sondern eine halbmondförmige distale Ausbiegung zwischen den Radialen und der vorderen Mediane
macht, auch verliert sie sich bereits an der mittleren Mediana. Die Unterseite führt prominentere schwarze
Halbmonde distal von der rotbraunen Medianbinde und reiner weiße Submarginalfleckchen.
A. cocala beginnt die große Gruppe der Arten mit gelbbrauner Binde der Vflgl und weißem Feld der
Hflgl. Die Artenreihe geht dann allmählich über in solche, bei welchen etwas Weiß der Vflgl in Erscheinung
tritt und endlich in Formen, bei welchen das Gelbbraun sich isoliert, um nur als gesonderter Apicalfleck bestehen
zu bleiben. Allen drei Farbenkombinationen gemeinsam ist ein relativ stumpfer Uncus und eine Valve mit
großem medialem dorsalem Zahn, dessen Gestalt von Species zu Species wechselt. Die Klammerorgane von
A. cocala charakterisiert durch basal auffallend verdickten Uncus, Valve kurz, mit merkwürdig gering
entwickeltem dorsalen Fortsatz, das Ende scharf gezähnt, cocala ist eine der am weitesten verbreiteten
Adelphen; wir begegnen ihr von Honduras an bis Bolivien und auf der atlantischen Seite des Kontinents von
lorzae. Guyana bis Sa. Catharina. — lorzae Bsd., die nördlichste Zweigrasse, wird von Godmah irrtümlich als A. urraca
in der Biologia aufgeführt, aus Honduras in meiner Sammlung und bis Panama verbreitet, zeichnet sich aus
lorzina, durch die breiter weiße Medianbinde der Hflgl und fahler gelbes Mittelfeld der Vflgl. — lorzina subsp. nov. aus
fufina. Columbien hat bereits entschieden verschmälertes gelbbraunes und weißes Gebiet beider Figl. — fufina subsp.
nova eine weitere Ortsform aus Columbien zeigt eine dunkler gelbe Partie der Vflgl ohne Spur eines weißlichen
urraca. Anflugs an der Submediana. Der weiße Streifen der Hflgl weniger ausgedehnt als bei lorzina. — ^ urraca Fldr.
(107 a), von welcher wir ein $ darstellen, ist eine luxuriante Form durch breitere gelbe und weiße Felder die
NamenstyiDe aus Surinam überbietend. Unterseite ausgezeichnet durch äußerst prominente weiße und violette
urracina. Fleckung. Oberer Rio-Negro, auch am eigentlichen oberen Amazonas, so bei Iquitos. — urracina subsp. nov.
(106c), häufig in Peru und Teilen von Bolivien, liegt mir auch aus Matto- Grosso vor. Die Bänderung kommt
suapura. dem Namenstypus sehr nahe, doch erscheint die Vflglbinde kompletter, die Gesamtfärbung dunkler. — suapura
subsp. nov. (106c als saparua) aus Venezuela umschreibt eine kleine Form mit erheblich verminderter Gelh-
cocala. bänderung der Vflgl. Vom Suapurafluß. — cocala Cr. häufig in Cayenne und Surinam hat wiederum etwas
riola. breiter angelegte rotgelbe Bänder der Vflgl als suapura. — riola subsp. nov. (106c als statt 9) von Rio de Ja¬
neiro und dem Staate Sao Paulo leitet die interessanten brasilianischen geographischen Formen ein; ausgezeich¬
net durch die verdunkelte rotbraun verwaschene Unterseite mit verarmter grau violetter Fleckung und äußerst
scharfer nach vorne verjüngter weißer Streifung der Vflgl. Bei riola, von welcher wir ein $ aus Rio de Janeiro
darstellten, macht sich bei ^ und $ ein weißer Anflug an der Submediana der Oberseite der Vflgl bemerklich,
caninia. welcher bei catlitlia subsp. nov. (106 b als riola) bereits bindenförmig in der gelben Zone eindringt. Sa. Catha-
didia. rina und nordwärts bis Sao Paulo , während bei didia subsp. nov. von Espiritu Santo die Verbindung mit
cocala dadurch wiederhergestellt wird , daß dort das Weiß in der Submedianzone fehlt, während die Gesamt¬
färbung der Unterseite sich völlig an die Vikarianten von Rio de Janeiro bis Sa. Catharina anschließt.
A. trinina wird in den Sammlungen mit A. cocala verwechselt. Sie hat ein beschränktes Verbreitungs¬
gebiet und findet sich nur von Columbien bis Ecuador neben A. cocala, außerdem auf Trinidad. Oberseits
differiert trinina durch die ausfallenden oder kaum .angedeuteten rotgelben Präapicalmakeln der Vflgl und
unterseits fehlt die weiße Mittelhinde der Vflgl, welche durch eine vei’waschen lehmfarbene ersetzt wird. Das
Tegumen hat einen bedeutend spitzeren Uncus und auch die Valve bleibt schlanker als bei A. cocala. Zudem
tritt der mediale dorsale Zahn fast doppelt so stark heraus als bei der Vikariante. Das Ende der Valve
iu-fia. nur schwach bedornt. — fufia stibsp. nov. (107 b) fällt auf durch eine dunkel ockerfarbene scharf abgegrenzte
Binde der Vflgl und eine nach dem Analwinkel zu verjüngte weiße Streifung. Columbien, anscheinend nicht
cocalina. selten. ■ — cocalina subsp. nov. (106b) kleiner als die vorige mit einer gleichmäßiger angelegten gelbbraunen
Zone und reduzierter Weißstreifung der Vflgl. Ecuador, Paramba, aus 1200 m Höhe. Tvi^e im Tring-Museum.
trinina. — trinina Kaye wurde von ihrem Autor in Verbindung mit A.velia gebracht und Trans. Ent. Soc. 1913 p. 555
als A. velia trinina beschrieben und abgebildet. Das cj differiert von cocalina und fufia diircli verbreiterte weiße
Mittelbinde der Hflgl. Insel Trinidad.
*) Fassl fand ein c? am Canon del Tolima, der columbischen Central-Cordillere.
ADELPHA. Von H, Fruiistorfer.
517
A. boeotia differiert von A. cocnln durch die freistehenden gelbl)r<aunon lhüa|)icalmakeln der Vflgl. Die
gleichmäßigere ockerfarheno Zone der Vflgl hellt gegen die 8nbmediana zu etwas auf und verfäihl sich hei
einer brasilianischen Rasse analog den A. cocaJaA^ormon sogar in ein reines Weiß. Unterseite oline weite-r(;s
kenntlich an einer erweiterten weißlichen Mittelhinde, welche beide Figl durclizieht. Feguinen mit vert)r(!iterl(U'
Spitze und die Valve ist gleichfalls mit der voii coerAa verglichen basal robuster. Der dorsale Zahn sluinjtfer,
massiger als bei A. cocala und A. fiifin. Von Zentralamerika bis Bolivien und aus Mittelbrasilien bekannt. —
oberthiiri Bsd. aus Guatemala beschrieben, liegt mir aus Honduras uird Costa-Rica vor. Oherseits gleicht sie oherlhün.
der A. davisi (106 c), doch ist namentlich hei Honduras-(Jd' die gesamte hintere Partie der leicht gelbbraunen
Binde der Vflgl weiß. — boeotia Fldr. (106 c) ist nicht selten in Columbien. Die weiße Streifung der Hflgl in hocoiiu.
der Regel etwas schmäler als bei davisi Btlr. (106c), welche ursprünglich aus Peru gekommen ist unrl von der davisi.
wir ein etwas abweichendes, aiiffallend kleines d' aus Ecuador abbilden. Unterseite etwas bunter als bei boeotia. —
fulica subsj). nov. differiert davisi gegenüber durch deutliche rotbraune iSubanalmakeln der Uberseite der Hflgl, fulica.
wodurch sie sich boeotia von Columbien nähert. Unterseite gesättigter rotbraun. Bolivien. — fidicula sidjsp. nov. fidicnta.
wird auf ein Exemplar basiert, welches mir die Firma Baxg-Haas vor 8 Jahren aus Espirito .Santo zusandte. Ab¬
gesehen von der sehr verbreiterten gelblichen Zone der Vflgl steht es durch weiße sid^mediane Aufhc'llung den Adi
aus Honduras nahe. Die Präapicahnakeln der Vtlgl sehr groß. Unterseite charakterisiert durch verwaschene
rotbraune Grundfarbe, welche viel schwächer violett überhaucht ist als bei amlinischen Vikarianten.
A. heraclea Fldr. ist eine selten gebliebene ausgeprägte Form von A. boeotia oder eine mit A. boeotia hcraden.
nahe verwandte Art, welche nicht wieder gefunden wurde. Weder im Tring-Museum noch iinter den 700 E.xem-
plaren meiner Sammlung befinden sich analoge Stücke. Auf den Vf Igln findet sich nur ein subapicaler Punkt¬
fleck. Hflgl etwas schlanker als bei boeotia mit prominenterem gelblichen Analfleck. Die weiße Medianhinde
der Hflgl ausgezeichnet durch einen relativ breiten, feurig rotbraunen distalen Saum. Kirby brachte in seinem
Katalog A. heraclea Fldr. in Verbindung mit A. thesprotia Fldr. Letztere Art gehört ^doch in eine ganz andere,
nämlich in die A. me/ona-«rete- Gruppe, was ich durch die Typen, welche mir das Tring-Museum zur Ver¬
fügung gestellt hatte, feststellen konnte.
A, sichaeus. Eine prächtige, scharf umgrenzte Species, welche längs der Andenkette und in einigen ge¬
birgigen Teilen von Venezuela vorkommt. Sie ist stellenweise häufig und namentlich in Bolivien immer serien¬
weise anzutreffen. Die Art variiert nur wenig in der Breite der auffallend verdunkelten schön rotgelben Zone
der Vflgl. Wie Butler bereits konstatierte, verrät sichaztis namentlich oherseits eine gewisse Verwandtschaft
mit H. cocala Cr., von der sie jedoch durch die verzweigtere weiße Fleckung der Figlunterseite sofort zu trennen ist.
Auch der Ausbau der Generationsorgane läßt auf nähere Beziehungen zur fp/ifc/a-Gruppe als zur H. cocala-i^ena
schließen. Tegumen mit zarter, schön geschwungener Spitze, Valve zylindrisch, ohne die basale Verdickung
vow A. cocala. Clnnicula sehr hoch, äußerst spitz. — sichaeus Btb’. Die Vflglbinde hell orangefarben, breiter sic/weit-s.
«Is bei privata. Columbien, durch Godman auch aus Venezuela gemeldet. Von Fasse am oberen Rio-Negro
gefunden. Die weiße Zone der Hfgl ausgedehnter, als bei der Ecuador-Rasse. Die $$ führen eine noch
bleichere gelbe Zone der Vfgl und unterseits vergrößerte weiße und violette Flecke und Binden. — privata yrivata.
subsp. nov. (106 a) leitet von sichaeus zu A. irisa (106 b) über, von welch letzterer privata differiert durch
viel schmalere ockerfarbene Längsbinden der Vflgl und cpstal sowie analwärts stark verjüngte weiße Me¬
dianbinden der Hflgl. Unterseite: Die weißlichen Flecken treten erheblich zurück und die violetten .Sub¬
marginalmakeln bleiben kleiner und stehen isolierter. Ecuador. — irisa subsp. nov. (106 b) beAvohnt Peni ; bisa.
Type vom Chanchamayo. Alle Binden mäßig schmäler als bei leucopetra stibsp. nov. (106) a). Vflglbinde wesent- leucopetra.
lieh dunkler und fast nochmal so breit als bei privata von Ecuador. Hflgl: Die weiße Medianbinde gleichfalls
stark erweitert und nach hinten spitz, auslaufend. Unterseite: Dunkelrobbraun mit ungemein lebhaften
scharf abgegrenzten , rein weißen Zeichnungen , sehr großen schillernden violetten Makeln und einer
Längsreihe von 6 rundlichen, großen, fast schwarzen Submarginalpunkten der Hflgl. Das $ hat Herr Fasse
aufgefunden und mir zur Ansicht gesandt. Der Umfang der rotbraunen Binde noch ausgedehnter als beim (J,
die Figlkontur rundlicher, die Gestalt größer. Bolivien.
A. aethalia nähert sich durch die Stellui\g der Vflglbinde der A. boeotia Fldr., während die prächtige
Unterseite sich viel mehr A. erotia anschließt, aethalia wurde bisher verkannt, Aveil sie Kirby in Lbikemitnis
der Type mit A. thesprotia und A. malea Fldr. in Verbindung brachte; Arten, AAclche ihrerseits selbst gänzlich
verschiedenen Speciesgruppen angehören. Die Generationsorgane differieren erheblich Amn jenen A’on A. boeotia.
Der Uncus ist spitzer, distal weniger stark gekrümmt; die Valve nach vorne erheblich A^erjüngt, mit schärferer
Spitze und mit einer größeren Anzahl von kleinen Zähnchen beAvehrt. Der mediale, dorsale Aufsatz ruht auf
einer schmäleren Basis und erhebt sich zu einer schlankeren .Spitze, aethalia Fldr. (106 d) ist nicht sehr selten aethalia.
in Columbien und Ecuador und findet sich fast in jeder der sogenannten Bogota- Sendungen. Die Untei’seite
zeigt mehr Gelb als A. frusina (]06e). — • Die südlichere metana subsp. nov. (106d) findet sich m Peru und am metana.
oberen Amazonas und ist nach einem C letzteren Fundort abgebildet. Die gelbbraune Zone der Vflgl pro¬
ximal tiefer eingekerbt als bei aethalia, das weiße Feld der Vflgl ausgedehnter, die Lbiterseite dunkler rotbraun.
— frusina subsp. nov. (106 e) aus dem östlichen Bolivien, der ProA^inz Sara, nähert sich durch eüie A^erAvaschene frusina.
518
ADELPHA. Von H. Fruhstorfer.
Unterseite wieder mehr der eolumbisclien Vikariante. Das weiße Band der Hfigl noch mehr als bei yyietana ver¬
breitert und auf den Vflgln der Anfang eines weißen Anflugs in der Submedianregion, der besonders deutlich
pollina. bei einem (J meiner Sammlung aus Mato-Grosso auftritt. — pollina suhsp. nov. wurde neuerdings durch Le Moült
in Cayenne entdeckt. Die sehr holle Zone der Vflgl am Zellapex tiefer eingebuchtet und die weiße llittelbinde
der Hfigl erheblich schmäler als bei aetlialia von Columbien. Unterseite ähnlich jener von frtisina, jedoch ge¬
sättigter rotbraun.
A. eiiboea sielit oberseits A. aetlialia zum Verwechseln ähnlich und der einzige durchgreifende Unter¬
schied liegt in der nach der Submediana zu stark verschmälerten gelbbraunen Zone der Vflgl. Auch der weiße
Streifen der Hfigl verjüngt sich und es ist fast immer Neigung zur Bildung einer violetten oder blauen proxi¬
malen Grenzlinie vorhanden, wodurch eine gewisse Analogie mit den indischen Pantoporia geschaffen wird;
eine Gattung, welche die Adelphen in Südamerika ersetzen. Der Grundton der Unterseite ist ein schönes Braun
mit lebhaften violetten Streifen, wie wir sie bei A. phliassa (107a) wiederfinden. Anatomisch ist euhoea scharf von
allen Verwandten getrennt durch den ungemein langen äußerst scharfen und viel höheren Valvenaufsatz. Die
Valve ist außerdem lateral und ventral angeschwollen, der Uncus wie ein Adlerschnabel geformt, schlank mit
^^cuboea’ *^^®i^dlicher Spitze. — fabricia suhsp. nov. (106d) ist eine Form, welche sich von der Namenstype eubosa Fldr.
durch kleinere Gestalt und durchweg dunklere Gesamtfärbung abtrennen läßt, fabricia hat außerdem eine
distal schärfer abgegrenzte ockerfarbene Binde, die analwärts den euhoea eigentümlichen weißen Anflug nicht
aufweist. Auf der Unterseite ist die Bänderung von fabricia entschieden schmäler. Columbien, ohne genaueren
hilarcia. Fundort. Nach Kaye kommt eine ähnliche Form auf Trinidad vor. - — ■ hilareia suhsp. nov. hat eine reduzierte
unregelmäßigere gelbbraune Zone der Vflgl und gesättigter und schöner kaffeebraune Streifung der Unter-
mamaca. seife beider Figl. Peru, Tarapoto und vom Oberen Amazonas. — niamaea suhsp. nov. findet sich in Mato-Grosso.
Die Reduktion der gelblichen und weißen Binden der Oberseite ist im weiteren Fortschreiten, desgleichen die
Verdunkelung und Verkleinemng sämtlicher Zeichnungen der Unterseite.
A. erymanthis gleicht A. etihoea und fabricia (106d), nur ist die Weisstreifung der Hfigl noch mehr ver¬
kürzt und bei der zentralamerikanischen Type analwärts in eine scharfe Spitze auslaufend. Eine sehr seltene
erymanthis. Art, von der mir nnr zwei Formen bekannt sind: erymanthis Godm. u. Salv. hat auf den Vflgl die größte Aehn-
lichkeit mit A. hoeotia (100c), die weiße Binde der Hfigl aber viel schmäler. Unterseite am nächsten jener von
adstricta. A. aetlialia (lOO d). Nicaragua, Costa-Rica. — adstricta suhsp. nov. Die hell gelbbraune Zone der Vflgl breiter,
proximal gerader verlaufend als bei erymanthis. Das Weiß der Hfigl anf ein kurzes an der dritten Mediana
anfhörende ! und dadurch an A. ernestina (10Gb) gemahnendes, äußerst schmales Bändchen reduziert. Co¬
lumbien. Type im Museum Genf.
A. jordani ist eine völlig isolierte Species. In der Größe kommt sie kleinen A. hoeotia Fldr. am nächsten,
auch hat die Anlage der rotgelben Zone damit die meiste Uebereinstimmung. Die eigentümlich bauchige Strei¬
fung der Hfigl unterscheidet sie aber von allen Verwandten. Charakteristisch ist dann noch besonders ein schwar¬
zer Fleck im Analwinkel der Vflgl-Unterseite, den keine Verwandte aufzuweisen hat. Zwei geographische Spalt-
jordani. zweige: iordatii suhsp. nov. (106 d) mit auffallend breiten Binden der Unterseite. Peru. — ernestina suhsp. nov.
PTTiCStXTXCl o o .t \ / x
(106 b). Habituell kleiner als jordani, die ockergelbe Mittelbinde der Vflgl stark verdunJvelt, das weiße Median¬
feld der Hfigl kürzer und schmaler, aber im Analwinkel von einer viel breiteren nnd deutlicheren dunkelblauen
Zone begrenzt. Unterseite: Weißzeichnung reduziert, mehr verwaschen, Vflgl mit einer ausgedehnteren gelb¬
lichen Postdiscalregion. Die für jordani so charakteristisclie braune Längsbinde der Hfigl fast nochmal so
breit als bei der peruanischen Zweigform. Bolivien, Mapiri. Type in der Sammlung Fruhstorfer. Em etwas
davon abw^eichendes A von Bolivien. San-Ernesto 1000 m Höhe, unter dem 68^ West und 15® südlicher Breite.
Sept. 1900 gesammelt, im Tring-Museum *).
A. erotia gilt als eine der gemeinsten Arten des Kontinents. Sie ist klimatischen Einflüssen gegenüber
wenig widerstandsfähig, so daß sie in eine Reihe von Territorialformen zerfällt, außerdem scheint sie dem Gene¬
rationswechsel unterworfen zu sein, denn es existieren riesige, unterseits groß weißgefleckte Exemplare {per~
magna) neben relativ kleinen, unterseits nur schwach gescheckten Individuen. Auch scheint unabhängig von
Ort und Zeit eine Zustandsform zu existieren mit beginnender oder fortgeschrittener weißer Einbettung am
Ende der gelbbraunen Medianbinde in der Submedianregion der Vflgl. Die äußerst charakteristische Unter¬
seite fällt auf durch die große Anzahl isoliert stehender silberweißer Flecken und die rein -weißen Subbasal¬
binden der Hfigl. Je nach der Jahreszeit und der Heimat der Falter werden die weißen Submarginalmakeln
durch rotbraune verdeckt (Columbien) oder sie nehmen noch an Größe zu (Surinam, Cayenne) oder sie sind ver¬
waschen (Venezuela). Das Tegumen ist von einfachster Bildung mit der üblichen ziemlich scharfen Spitze des
Pbicus, Valve mit einer rundlichen Clunicula (zahnartigem dorsalem Ansatz), außen stumpf, fast ganz unbewehrt. —
deleta. deleta suhsp. nov. (106 e). Die gelbliche Längsbinde der Vflgl analwärts in der Gegend der Submediana mit
weißer Aufhellung, auch sonst lichter als bei den nachgenannten Rassen. Die drei subapicalen Makeln unge-
*) Klammerorgane scharf von denen der A. erotia differenziert, aber ohne besondere Merkmale. Clunicula höher als
bei A. erotia.
ADELPHA. Von H. Fruhstorfek.
nl9
wohnlich kräftig; das woiße Mittelfeld der Hflgl 8 inin breit gegen 4 hei A. erolia. Unterseite stark veiwaschen,
die sonst gelblichen Makeln der Vflgl nehmen eine fast rein weiße Färbung an. Sämtliche Ijängsbinden liell-
gelb, statt rotbraun wie bei den andinischen Schwesterrassen. Basis der Hflgl mit rein weißer, ausgedehnter Stici-
fung. Venezuela, von der Halbinsel Patar im August gesammelt. Type im Tring-Museum. — delinita suhsj). (Miml/i.
nov. (106f). Die ockergelbe Längsbinde der Vflgl kompakter, d. h. gleichmäßiger breit und distal weniger ge¬
zähnt als bei deleta und erotia. Mittelbinde der Hflgl namentlich in Anbetracht der Größe relativ schmal, häufig
in der vorderen Partie, manchmal auch in der ganzen Länge distal ockergelb gesäumt. Figlunterseite bei den,^d'
dunkel rotbraun mit reduzierten weißen Sub marginalbinden. Type aus (Kolumbien (Cauca-Tal.). Eine ganz
ähnliche Form findet sich in Zentralamerika von Guatemala bis Panama. Exem])lai'e vom letzteren Fundort
haben nach Angaben von Godman auffallend viel Weiß in der Submedianzone der Vflgl. — permagna suhsp. yerrnagna.
(oder form.) nov. (106 e) wurde am Rio Dagua in Colund)ien gefunden. Auch bei ihr gewinnt der weiße Anflug
der Vflgl manchmal eine gewisse Ausdehnung, doch kann er bei^'d' vom gleichen Fundort miliezu verschwinden.
permagna überbietet alle bekannten erotm-Rassen durch die bedeutende Größe und die ausgedehntere sub¬
marginale WTißfleckung beider Figl, permagna scheint von Columbien an durch das ganze Gebiet des Oberen
Amazonas bis Französisch- Guyana verbreitet zu sein, denn mir liegt ein ])rächtiges $ aus letzterem Gebiet vor, und
(dcJ von Marcapata (Peru). — erotia Hew. (106 e) wurde nach einem relativ kleinen $ von ihrem Autor aus Bo- erotia.
livien beschrieben und kommt ziemlich übereinstimmend in vielen Teilen von Peru und Ecuador vor. Grund¬
farbe der Unterseite mehr rotbraun statt lehmgelb wie bei den columbischen Rassen. Die Mittelbinde der Hflgl
unbeständig, manchmal bauchig erweitert und am schmälsten bei einem d' aus Ecuador. — weißer Ein¬
lage in der Submodi anpartie der Vflgl., albina form, nov., sind besonders häufig an der Amazonas- Seite von Peru, alhina.
wo sie neben riesigen permagna Vorkommen. In Ecuador und Peru wurde erotia noch auf 4000 und 4500 Fuß
Höhe gesammelt, ist aber vorwiegend eine Bewohnerin der heißen Täler. — fugela form. nov. soll eine eigen- fugela.
tündiche relativ kleine Form umschreiben, welche oberseits durch kleine iSubapicalflecken und eine besonders
fahle Mittelzone der Vflgl an A. davisi (106 c) und metana (106 d) erinnert, unter.s'hits aber durchaus erotia-
Charakter aufweist, durch rein weiße Streifung auf hell rotbraunem Grunde. Vielleicht handelt es sich um
erheblich differenzierte abweichende Exemplare einer trockenen Periode, weil mir außer der Type von Obidos
ein weiteres (J aus Bahia vorliegt. — uta form. nov. bildet ein Mittelglied zwischen A.hoeotia und A.sichrmis. uia.
(J: Oberseite sehr ähnlich H. sfc/caens, aber mit viel lichteren, namentlich analwärts hellgelb angeflogenen Längs¬
binden der Vflgl, die namentlich distal stärker eingekerbt sind. Die 8ubapicahnakeln stehen isolierter. Die weiße
Medianbinde der Hflgl erinnert in der Gestalt mehr an A. Valentina Frühst., ist unterhalb des verbreiterten Gostal-
flecks stark eingeengt, verjüngt sich auch analwärts, wo sie blauvioletten Anflug zeigt. LTnterseite: Alle Flecken
der Mittelbinde der Vflgl stehen in einer Reihe, vertikal untereinander, und sind am Zellapex nicht nach innen
gerückt. Die violetten Submarginalflecken zu kompletteren Binden vereinigt, die übrigen violetten Makeln
hell, die basalen Binden weiß, statt grau. M^eißes Medianfeld der Hflgl unregelmäßiger, die rotbraune Submar¬
ginalbinde fehlt, dafür erscheint eine Serie undeutlicher weißer W’ischflecken. Grundfarbe viel lichter rotbraun.
Vflgl rundlicher, Hflgl schmäler, stärker gewellt. Bolivien, 1 von A. Bang-Haas erworben und 2 aus
Honduras in Coli. Frxthstorfer.
A. delphicola wurde in dem berühmten Reisewerk: ,,Zwei Jahre unter den Indianern“ von Dr. Tn. Koch-
Grünberg, Berlin 1910, p. 308 beschrieben und die Klammerorgane auf p. 359 neben jenen von A. erotia ab-
gebildet. delphicola dürfte oberseits kaum von H. erotia zu trennen sein, die Unterseite aber ist in vielen Punkten
so erheblich abweichend, daß an eine Parallelart von erotia gedacht werden kann, ebenso wie die ober.seits fast
analogen A. aethrdia Fldr. und A. euboea Fldr. auch nebeneinander Vorkommen. Unterseite von H. delphicola
gleicht zum Verwechseln jener von A. enboea, während A. erotia und A. aethalia im Gesamtkolorit viel Gemein¬
sames aufweisen. In der Hauptsache entfernt sich delphicola unterseits von A. erotia durch das dunklere, vor¬
wiegend kaffee- oder violettbraune Gesamtkolorit und kompacte weißliche Bänder im Submarginalteil der
Hflgl, anstatt der isolierten Weißflecken von erotia. Die Subbasalstreifung, namentlich jene der Hflgl, ist nicht
rein weiß, sondern schön grauviolett. Tegunien mit breiterem Ansatz des Lmcus. Valve mit äußerst schlanker
unbewehrter äusserer Partie, während jene von A. erotia vier scharfe Spitzen trägt. Clunicula schmal, hoch,
jene von erotia stumpf und niedrig. — nava snbsp. nov. (106 f) vmrde im östlichen Bolivien in der Provinz Sara nava.
entdeckt. Die grauviolett verwaschene Unterseite macht ganz den Eindruck, als gehörten die von Ende Fe¬
bruar bis Anfang Ajxril gesammelten Individuen einer Trockenperiode an. — praetura snbsp. nov. (106 f) wurde praetura.
nach einem J vom Rio Demerara (Britisch- Guyana) dargestellt. Die gelbbraune Partie der ATlgl ausgedehn¬
ter und dunkler als bei nava, die weiße Mittelbinde und die Subanahnakel der Hflgl reduzierter. Die Längs¬
streifen der Hflgl auffallend breit, z. T. rein weiß. Weit verbreitet, in meiner Sammlung von Surinam (Cayenne),
Mato-Grosso und vom LTnteren Amazonas. — delphicola Frühst, ist basiert auf wesentlich kleinere und unter- delphicola.
seits stark verdunkelte Exemplare vom Oberen Rio-Uaupes, dem Oberen Amazonas und Peru. — Ophelias snbsp. ophellas.
Row. bezeichnet eine prächtige Form mit besonders luxurianten gelbbraunen Präapicalflecken, sc liarf gewinkelter
und analwärts breit weiß überfluteter Medianbinde der Vflgl. Die Lhiterseite an jene von nava anklmgend, aber
bunter, mit schärfer abgegrenzter weißlich violetter Streifung. Espiritu- Santo und landeinwärts bis Paragua}’.
520
ADELPHA. Von H. Eruhstorfer.
A. phylaca gleicht oberseits einer A. erotia (106e) mit verschmälerter gelber Zone der Vflgl. Der weiße
Anflug der Submedianpartie dringt fast bis zur mittleren Mediana vor und bleibt gleichfalls in engeren Grenzen,
als bei den weißbetupften erotia und delphicola. Tegumen kräftig mit robustem, breitem, relativ loirzem Uncus.
Valve nach vorne verjüngt, Clunicula breiter als bei A. boeotia. Valve verglichen mit A. erotia schmäler, länger,
Clunicula aber sehr ähnlich, so daß auf Grund des Valvenaufsatzes die Arten der gesamten A. eroffa-Gruppe nicht
zu unterscheiden sind. Nur wenn die Gesamtzahl aller Merkmale in Betracht gezogen wird, lassen sich mit Mülie
Differenzen feststellen. Die nahe Verwandtschaft der Arten kommt eben nicht nur in der Zeichnung, sondern,
auch in den Zeugungsorganen zum Ausdruck, phylaca ist über ein größeres Gebiet ausgedehnt, als bisher be-
phylaca. kannt war. phylaca Bat., aus Guatemala beschrieben und nordwärts bis Mexiko vordi’ingend, hat sehr große
hellgelbe Präapicalmakeln und ein ausgedehntes Medianfeld mit fast doppelt so breiter weißer Zone der Hflgl
trinita. als A. leopardus (106 d). Eine Diminutivform von ihr bildet trinita Kaye von der Insel Trinidad, bei welcher
phyiacides. das gesamte gelbe Areal der Vflgl äußerst reduziert erscheint. — phylacides subsp. nov. (106 f). A- Pie
gelbe Längsbinde viel schmäler als bei phylaca, proximal tief eingebuchtet. Unterseite dunkler rotbraun mit
scharf ahgesetzten blauvioletten Makeln. Alto Amazonas, Peru, auch im mittleren Stromgebiete des Ama-
sarana. zonas. — subsp. nov. (106c). Habituell kleiner als die vorige, die gelbe vordere Hälfte der Vflglbinde
breiter, lichter. Unterseite: Starkaufgehellt, verwaschen gelb, statt deutlich abgesetzt rotbraun gehändert, die
bei phylacides dunkel violetten Makeln fast weiß, die Submarginalbinden matt, grau statt metallisch hlau schim-
georgias. mernd. Bolivien, aus der Provinz Sara. — georgias subsp. nov. wurde neuerdings in Mato- Grosso (Brasilien)
entdeckt, überbietet die bisher bekannten phylaca-¥oTm.m\ im Umfang der stark verdunkelten orangefarbe¬
nen Zone der Vflgl. Medianstreifen der Hflgl dagegen eingeengt, Unterseite verwaschen, am meisten jener von
A. goyama genähert, vorwiegend graubraun.
goyama. A. goyama Schaus ist vielleicht auch nur eine phylaca-Basse ] weil aber die Klammerorgane doch etwas
differieren, führen wir sie hier unter Reserve als eigene Art. Ehe ich die ScHAUS’sche Beschreibung kannte, gab
ich der Form den Namen leopardus, unter welcher i. 1. -Bezeichnung wir sie Fig. 106 d abbilden. Kleiner, schmal-
flügeliger als sarana, die vordere gelbliche Hälfte der Medianbinde der Vflgl geradliniger verlaufend, die weißen
Mittelbinden wesentlich schmäler. Die Unterseite noch eintöniger als bei sarana, fast ohne violette Zeichnung,
welche durch ein monotones Grau ersetzt wird. Die bei sarana schmale braune Postmedianlinie der Hflgl mehr
als doppelt so breit. Die Originaldiagnose Sohaus’ wiederholen wir hier in der Uebersetzung *) : „Adelpha goyama
Schaus. Vflgl mit einem weißen Band vom Ird bis oberhalb der zweiten Ader, überragt von einem großen gelb¬
lichen Raum, welcher an der 5. Ader enger wird. Nahe dem Apex drei schmale gelhliche Makeln. Hflgl mit
einem breiten weißen Band von der Costa bis zum Analwinkel, ein gelblicher Fleck im Analwinkel. Unterseite der
Vflgl: Costale grau gestreift mit etwas Weiß und Rötlich an der Basis; Zelle an der Basis weißlich lila mit einem
rötlichen Strich von der Median-Ader, vier rötlichen Querlinien. Basis unterhalb der Zelle graubraun. Das
weiße Medianband bis zum Costalsaum ausgedehnt, aber rötlichbraun angeflogen oberhalb der dritten Ader,
distal ebenfalls von einer rötlichbraunen Linie begrenzt, welche an der Costa von einem quadratischen dun¬
kelbraunen Raum abgelöst wird. Dann 3 weißliche Flecken, ferner eine subterminale graue und eine mar¬
ginale rotbraune Linie, Apex und Terminalraum rötlich braun. Hflgl grauweiß an der Basis. Die weiße Me¬
dianbinde ausgedehnt rötlichbraun umzogen. Die Submarginalzone graubraun, von einer dicken braunen
Linie durchzogen. Der Außensaum grauweiß, vor ihm 2 rötliche Linien. Zwei kleine schwarze Halbmonde mit röt¬
lichbrauner Kappe im Anal Winkel. Spannweite: 43 mm. Brasilien: Castro (Parana). — Nahe eröffn, auch aus
Paraguay bekaimt.“ In der Sammlung Fruhstorper befinden sich ferner Individuen aus Espiritu- Santo,
Rio de Janeiro, Sa. Catharina und Cochabamba (Bolivien). Uncus etwas dicker und die Valve breiter als bei
A. phylaca sarana von Bolivien.
barnesiu. A. bamesia Schaus**). Vflgl mit einem weißen Medianband vom Ird bis zur dritten Ader. Ein breiter
gelber Fleck oberhalb dieser, nach außen von zwei gelben Fleckchen nahe der Costa hegleitet. Hflgl mit
einer breiten weißen Medianbinde. Analwinkel stark vorspringend. Ein gelblicher Fleck nahe dem Anal¬
winkel. Unterseite mit einer weißen Medianbinde , die gelbliche Zone aber durch einen mattweißen Rand
ersetzt, welcher durch rötliche Adern geteilt wird. Mein Exemplar differiert dadurch von der Namens¬
form, daß der weiße Submedianfleck der Vflgl kaum die dritte resp. hintere Mediana erreicht. Die Oberseite
von barnesia gleicht durchaus erotia, die schwanzartig ausgezogene Verlängerung der Hflgl differenziert sie
aber von ihr und allen Vikarianten. Die LTnterseite von barnesia harmoniert mit A. delphicola Frühst, und
A. aethalia Fldr. (106 d), die Hflgl weichen aber von beiden Arten ab durch eine ungewöhnlich ausgedehnte
rotbraune Submarginalzone. Bolivien , sehr selten. Außer der Type nur noch ein ^ der Coli. Fruh¬
storper bekannt.
phliassa. A. phliassa hat vollkommen den Zeichnungscharakter der A. plesatire (107 a), nur fehlt einigen Formen
der weiße Anflug an der rotbraunen Medianzone der Oberseite der Vflgl. Die Unterseite gleicht jener von A. del¬
phicola und A. euboea. Mit A. plesaure hat phliassa das Fehlen von gelhen Präapicalmakeln gemeinsam, wo¬
durch beide Arten leicht von allen Vikarianten der A. eroffa-Gruppe abzu trennen sind, phliassa Oodt. (107 a),
*) Proc. Un. Stat. Nat. Mus. 1900 p. 395. **) Proc. Un. Stat. Nat. Mus. 1900 p. 396.
Ausgegeben 25. X. 1915.
ADEIjF^HA. Von H. Pruhstorfer.
021
aiis Surinam besclirieben, bewohnt alle drei Guyana sowie das gesamte Gei)i(it des Unteren Amazonas. J)ie
Unterseite ist manchmal viel dunkler gestreift als auf unserer Abbildung, namentlich Exem])lai'e von Cayenne
und Obidos fallen dadurch auf und bilden somit einen Uebergang zu implicata suh.sp. nov. klier haben die Vflgl imylicaia.
vom Ird bis hinauf zur mittleren. Mediana weißen Anflug der sonst auch viel schmaleren, ockerfarbenen Me¬
dianbinde. Das weiße Mittelband der Hflgl dagegen breiter, Basalfeld der Hflgl violett statt weißlich bezogen.
Peru. — bartolme suhsp. nov. wurde neuerdings in Mato-Grosso entdeckt, wo sie neben der ihr oberseit.s so nahe- harlolme.
stehenden A. plesaure vorkommt. Die Bänderung der Oberseite analog implicata mit alleiniger Ausnahme der
viel schmäleren Weißstreifung der Hflgl. Ikie Unterseite hervorragend differenziert durch eine rötlich über¬
hauchte Medianpartie der Vflgl. Das gesamte Außenfeld der Hflgl gleichfalls ausgedehnt rotbraun belegt.
A. plesaure wird in ihren Zeichnungsverhältnissen durch unsere Figuren (107a) in glückicher Weise
veranschaulicht. Sowohl die gelbe wie auch die weiße Zone der Vflgl variieren nach der Herkunft der Falter. Die
Unterseite ist gleichfalls je nach der Lokalität veränderlich , entweder scharf gebändert oder verwaschen,
plesaure Hbn. Eine in den Sammlungen seltene Form, mit bis zum Ird verlängerter gelbbrauner aber unbe- plesaure.
deutender weißer Einbettung der Vflgl. Die orangefarbene Partie der Vflgl außerdem viel weniger umfangreich
als auf unserer Darstellung. Heimat unbekannt, vermutlich Guyana. — cerachates suhsp». nov. kommt den Bil- cerachaies.
dem in Huebner’s ,jZuträgen“ am nächsten durch das den ganzen Vflgl durchlaufende Rotgelb und das ein¬
geengte, verkürzte Weiß. Die Unterseite eigentümlich verwaschen, wachsgelb verfärbt. Mato Grosso. — ■ %\xqx\2l sirona.
suhsp. nov. aus dem östlichen Bolivien zeigt bei bedeutender habitueller Größe auch eine Verbreiterung des gelb¬
braunen Bandes der Vflgl; Unterseite zudem dunkler und bunter, prägnanter rotbraun gestreift als bei den bis¬
her aufgezählten Schwesterrassen. — heredia suhsp. nov. (107 a als plesaure) ist die mittelbrasilianische äußerst heredia.
charakteristische Territorialform, kenntlich an dem verlängerten Weiß der Vflgl, wnlches sich auf Kosten der rot¬
braunen Partie bis zur Figlmitte ausdehnt. Bahia, Espiritu-Santo. — antoniae suhsp. nov. gleicht der heredia, antoniae.
nur ist die gelbbraune Partie der Vflgl unregelmäßiger, die weiße Streifung bedeutqjid verschmälert und die
Unterseite auf den Vflgln dunkler gelb und auf den Hflgln schärfer rotbraun gestreift. Santa-Catharina.
A. cytherea bildet eines der anschaulichsten Beispiele der geographischen Variationsmöglichkeit einer
Art, deren Amplitude unsere 7 Figuren 108 b zur Darstellung bringen. Auf der Oberseite kami sich sownhl
die rotgelbe wie auch die weiße Partie je nach der Lokalität in verschiedener Ausdehnung abstufen. Die Unter¬
seite dagegen ist beständiger in der Grundfarbe, sogar äußerst constant und selbst die Breite der w'eißen IMittel-
binde nur geringen Modifikationen unterworfen. Das Maximum der Veränderlichkeit bieten uns die colum-
bischen Individuen, unter denen wir die unterseits am dunkelsten braun gestreiften antreffen, neben solchen,
welche auf der Oberseite der Hflgl eine supplementäre gelbbraune Medianbinde führen {olhia, 108 c). IMit Aus¬
nahme von Mexiko ist cytherea durch ganz Zentralamerika und den südlichen Kontinent von Columbien bis
Bolivien und von Westindien bis Santa-Catharina verbreitet. Die Generationsorgane verraten nähere Ver¬
wandtschaft mit der cocafo- Gruppe, als den hier angeschlossenen Formen der H. iphicla-^erve, doch sind dieselben
andererseits wieder so spezialisiert, daß wir, auch der Konfiguration dieser Organe nach beurteilt, von einer
selbständigen A. cy^Äerea- Gruppe sprechen können. Valve vom Umriß der cocuia-Valve, mit ungemein breiter
und tiefer Rmne, die kurze Spitze nicht bedornt, aber wie bei cocala sehr lang behaart. Clunicula relativ kurz,
rundlich, gleichmäßig. Penis breit, wenig chitinisiert ; Scaphium mit dünnen Armen. Uncus wie beiH. cocala,
doch basal mäßiger angeschwollen. — marcia suhs'p. nov. ( 108 b) findet sich von Guatemala bis Columbien. Gelbe marcia.
Zone der Vflgl schmäler als bei der Naniensform, ebenso die weiße Binde beider Figl. — despoliata suhsp. pov. ( 108 b despoliata .
als cytherea) ist die landläufige Form Columbiens. Die rotgelbe Partie der Vflgl dunkler als bei cytherea L.,
wenig schmäler, der weiße Fleck der Vflgl nach vorne in keine scharfe Spitze auslaufend, sondern an der hinteren
Mediana plötzlich breit abgebrochen. — daguana suhsp. nov. (108b) bildet das melanotische Extrem der Kollektiv- daguana.
species, mit einer nur fadendünnen weißen Mittelbinde. Die rotbraunen Binden der LMterseite markanter
als bei sämtlichen bekannten cytherea-BiSbSsen. Die weiße Streifung ist nicht immer so reduziert wie auf unserer
Abbildung ; sie kaini, wüe dies zwei meiner Sammlung beweisen, um die Hälfte breiter Averden. Rio Dagua '
(West-Columbien); Tyjje im Tring-Museum. — olbia Fldr. (108 c) umschreibt die hellste Form; auffallend durch olbia.
eine postdiscale gelbe Binde der Hflgl. Columbien, selten, wahrscheinhch aus dem Cauca-Tal, aa’o sie neben
despoliata als Aberration auftritt. — tarratia suhsp. nov. (108b) nähert sich despoliata, doch ist auch bei ihr tarraiia.
die gelbe Region der Vflgl im Abnehmen begriffen und dadurch mehr der daguana und marcia genähert. Der
weiße Fleck geht stets über die untere Mediana der Vflgl in einer deutlichen spitzen Verlängerung hinaus. Ecua¬
dor. Type aus Paramba. — lanilla suhsp. nov. (108 b) findet sich von Peru an bisBolKien und landeimA'ärts bis lanilla.
Mato-Grosso verbreitet. Oberseite am nächsten der cytherea, nur ist der AA'eiße Fleck der Vflgl AA'eiter nach A'orne
verlängert und die Mittelbinde der Hflgl erheblich verbreitert. — insularis suhsp. nov. (108 b) überbietet lanilla Pisidaris.
noch in der Ausdehnung der weißen Mittelbinde. Die Hflgl tragen nur eine, statt zAA'ei scliAvarzgraue Submar¬
ginalbinden. Trinidad. Aehnliche Formen finden sich auch auf den übrigen westindischen Insehi und Dou-
BLEDAY meldete schon 1847 cytherea von der Insel Sa. Lucia. — cytherea L., der nomenklatorische Typus, cytherea.
aus Surinam beschrieben, geht nordwärts bis Venezuela und zum Oberen Rio-Negro. Das gelbe Feld der Vflgl
etwas ausgedehnter und fahler als bei lanilla. — Als nahna 8m. ist eine der olhia kongruente Form aus Merida, nahna.
V
66
522
ADELPHA. Von H. Fbtjhstorfer.
herennia. (Venezuela) beschrieben, mit etwas kürzerem weißem Bande der Hflgl. — herennia subsp. nov. kann von cy-
therea ohne weiteres separiert werden durch den bereits an mythra (108 c) erinnernden, bis an die Zellwand vor¬
dringenden sehr spitzen weißen Fleck der Vflgl. Außerdem beginnt der rotgelbe Fleck zwischen der breiteren
Mediana und der iSubmediana weit vom weißen Mittelstreifen abzurücken und verkürzt sich bei einigen Exem¬
plaren ebenso wie bei A. mythra. Mittelbrasilien, Espiri tu- Santo und Rio de Janeiro. — Die südlichste Rasse,
aea. aea Fldr. (108c als mythra) liegt mir aus Sta. Catharina und »Santos vor. Bei ihr verbreitert sich die Wei߬
streifung und dringt bis zur vorderen Mediana, zugleich verschmälert sich die gelbe Partie der Vflgl.
mythra. rnythra Godt. differiert von A. cytherea durch den isoliert stehenden und fast ein regelmäßiges Drei¬
eck bildenden gelben Fleck der Vflgl. Nach der Unterseite ist mythra ohne Schwierigkeit von cytherea ab¬
zusondern durch eine weißlich-violette Submarginalbinde beider Figl, und dadurch, daß die weiße Mittelbinde
leicht violett grau verfärbt den Costalrand der Vflgl erreicht. Die x4rt ist äußerst resistent und zwischen Exem¬
plaren aus Espiritu-Santo und Rio Grande do Sul bestehen nur so leichte Färbungsnuancen, daß von einer Ab¬
trennung der bleicheren Südform abgesehen wird. Anatomiscb steht A. mythra in Korrelation mit A. cytherea,
nur ist die Valve etwas kürzer, ventral mehr gerundet, der dor^ ale Aufsatz länger, spitzer, der PTncus in der Mitte
nach unten verdickt.
syina. A. syma Godt. (107 f) hat mit A. mythra das gleiche Vorkommen und dieselbe Resistenz gemeinsam.
Die Unterseite ist äußerst charakteristisch durch die regelmäßigen Intervallen schmaler weißer und rothrauner
Binden. Wie bei mythra erreicht sowohl der weiße Median- wie auch der Submarginalstreifen den Vrd der Vflgl.
praviias. Das $ hat etwas rundlichere Figl als das G- Tring-Museum befindet sich jedoch eine Aberration pravitas
fojmi. nov. (107 f) mit verwaschen gelblich weißem Präapicalfeld der Vflgl und hellgelbem statt orangefarbenem
Analfleck der Hflgl. Auch unterseits sind die rotbraunen Streifen durch breit schwarz umgrenzte hell ocker¬
gelbe Bänder ersetzt. Von A. synui sind mir auch Exemplare aus Minas-Geraes, Paraguay und der Argenti¬
nischen ReiDublik bekannt.
coryneta. A. coryiieta Hew., eine eigentümliche und seltene Art, bisher nur aus Bolivien bekannt, hat einen frei¬
stehenden, länglichen, rotgelben Präapicalfleck der Vflgl, welcher seine festonartige Verlängerung bis zur hin¬
teren Mediana herabsendet. Mittelfeld beider Figl sehr breit, milchig weiß, bis über den Zellapex hinaus vor¬
dringend. Hflgl mit zierlichem, zweiteiligen halbmondartigen weißem, statt gelbem Analfleck. Unterseite höchst
eigentümlich, etwas an jene von A. attica gemahnend. Das weiße Feld erst von einer schwärzlichen, dann rot¬
gelben Binde umgrenzt, Submarginalzone violett, Außenrand wieder rotgelb. $ wenig größer als das (J,
von rundlicberer Flglform.
A. thoasa leitet bereits zur A. ^p7wc^a- Gruppe über. Oberseite charakterisiert durch einen oder zAvei
transcellulare Makeln der Vflgl, welche je nach der Heimat und vielleicht auch der Jahreszeit an Aus-
silia. dehnung variieren. — silia subsp. nov. (107 e) zeigt sie in luxuriantester Entwicklung. Unterseite durchaus
iphicloid durch violette Präapicalflecken, während alle übrigen Verwandten gelbliche, an gerona gemahnende
Makeln aufweisen. Argentinien, Type vonEncorado, Sa. Cruz de la Sierra (Januar) in meiner Sammlung, ein
manilia. zweites Exemplar im Tring-Museum. — nianilia subsp. nov. Bedeutend kleiner als silia, mit nur einem unbe¬
deutenden Transcellularpu.nkt der Vflgl; die rotgelbe Einlage dagegen etwas ausgedehnter. Unterseite mit
cuyaha. breiterem Subapicalfleck, der bereits gelblich überhaucht ist. Bolivien. — cuyaba suhsp. nov. hat oberseits
etwas schmälere weiße Mittelbinde, gleicht aber sonst der silia in der prächtigen Entwicklung der weißen Trans-
thoasa. cellularfleckchen der Vflgl-Unterseite mit scharf umgrenztem hellgelbem Präapicalfeld. Mato-Grosso. — • thoasa
Hew., vom Amazonas- Gebiet beschrieben, liegt mir in einer damit sehr nahe verwandten Rasse von Peru vor.
Es ist nur ein kleiner weißer Punkt der Vflgl vorhanden, der gelbe Besatz schmäler als bei manilia von Bolivien,
zahna. Unterseite wie bei gerona mit zwei weißen Streifchen in der Vflglzelle. — zaima subsp. nov. nähert sich be¬
reits der bolivianischen manilia und hat wie diese nur einen winzigen weißen Punkt am Zellende. Das hyaline
Feld beider Figl etwas breiter. Der ockerfarbene Präapicalfleck der Vflgl mehr nach hinten verlängert und
mehr vertikal, statt horizontal gerichtet. Von Tarapoto am Huallaga in Peru. Tyj^e in der Sammlung Fruh-
gerona. STORFER. — geronaJ/ew;. (107 e) eine zierliche Rasse, oben der A. coryneta'äXmüch., der gelbe Einsatz der Vflgl aber
kürzer. Analfleck der Hflgl rotgelb. Unterseite etwa^ an jene von A. iphicla anklingend, aber mit ZAvei
silberweißen, statt violetten Streifchen in der Zelle der VJ%1. Der Apicalfleck von der Oberseite durchschlagend
als verwaschen ockergelbes Feld vorhanden. Die weiße Zone der Hflgl gelblich rot umrahmt. Aus Minas-Ge-
raes beschrieben, woher auch unser abgebildetes A stammt, und aus Paraguay in meiner Sammlung.
A. iphicla, der Hauptvertreter der großen Gruppe mit freistehendem und relativ kleinem rotgelbem Prä¬
apicalfleck der Vflgl, neigt noch mehr als die übrigen Adelphen zur Bildung von Lokalrassen, deren Verschie¬
denheit begründet ist durch größere oder geringere Ausdehnung der weißen Medianbinde beider Figl und der rot¬
gelben Einlage der Vflgl. Die Unterseite bleibt dagegen beständig. Klammerorgane äidlerst charakteristisch,
Tegumen mit kräftigem und dennoch kühn geschwungenem Unciis, Valve hervorragend durch eine zapfenartig
ansteigende aber basalwärts sehr breite Clunicula, dorsal vor der Spitze tief ausgebuchtet, auch ventral unterhalb
massilia. des Zahns scharf konvex vortretend. — massilia Fldr. (107 e), aus dem östlichen Mexiko, umschreibt die nördlichste
ADELPHA. Von H. Fruiistorfer.
02
Rasse. Die gelbbraune Partie beider Figl ausgedehnter als bei der Namonstypo. — massilides .sJ/O.S'p. nov. idjortrifft maasüideH.
massilia in der Größe. Der Präapicalfleck der Vflgl ansehnlicher und distal unregelmäßiger. Die weiße Zone
beider Figl ausgedehnter. Unterseite heller weißgrau, die braunen Längsbinden cluid-cler und prominenter.
West-Mexico. — iphicleola Bat. (107 d) bewohnt ganz Zentralamerika. Namenstype von Guatemala. Die Ffumi iphideola.
ist überall häufig und Avird aus Guatemala als bis zu 4000 Fuß aufwärts vorkommend gemeldet. — gortyna 'jorlyn/x.
subsj). nov. hat einen kleineren dunkleren Präapicalfleck der Vflgl und schmälere weiße Mittelbinden. Colum¬
bien, sehr häufig im Cauca-Tal. Am Vulkan Cäiiriqui findet sich eine habituell kleinere Form, welche jeflocli in
den Zeichnungscharakteren mit gortyna übereinstimmt. ■ — tunairs suhsp. nov. ist mir nur vom Rio Dagua in funalis.
Columbien bekannt und wie alle Rassen dieses Flußgebiets stark verdunkelt, so daß sich die weiße Medianbinde
beider Figl auf die Hälfte ihrer normalen Breite verringert. Type im Tring-Musenm. — phera .swO.sp. »ov. gleicht phera.
durch die außerordentlich rein weiße und sehr breite Medianzone beider Figl etwas der A. iphida. exanitna von
Venezuela. Die Unterseite, nähert sich durch relativ kleine transzellulare Makeln gleichfalls der Venezuela-Rasse.
Die Heimat der schönen Form ist unbekannt. — exanima suhsp. nov. findet sich in Venezuela. Der gelbe .Subapi- exanima.
calfleck der Vflgl kleiner als bei gortyna und phera, das weiße Feld ausgedehnter als bei gortyna, reiner weiß.
Unterseite dunkler als bei iphideola von Honduras, doch existieren auch Exemplare einer Trockenperiode mit
vorAviegendem weißlichem Anflug und hervorstechenden w'eißen Submarginalstreifen. — iphida L. (107 a) iphida.
ursprünglich aus Surinam gekommen, auch in Cayenne und am Unteren Amazonas häufig. Der gelbe Einsatz
der Vflgl führt beim ^ eine hackenartige Verlängerung an der Amrderen Mediana der Vflgl. — iphimedia suhsp. nov. iphhnedia.
führt fast ebenso breite vA^eiße Medianbinde beider Figl als silia (107 c) und einen auffallend zurückgebildeten
rotgelben Fleck der Vflgl. Cuba. — daceleia suh.sj). nov. Eine pygmäenhafte Form, kleiner als A. gerona (107 e); dacdeia.
der Subapicalfleck der Vflgl aber fahler und größer als bei iphimedia. Diese ausgezeichnete, schon durch ihre
Kleinheit bemcrkensAverte Rasse bcAvohnt die Insel Trinidad. — pharae suhsp. nov. begegnen Avir in Mato-Grosso, pimrae.
Peru und Bolivien. Die Form steht im engsten Anschluß an iphida, atoii Avelcher sie durch erAA'eiterte IMittel-
binde und ansehnlicheren Apicalfleck differiert, • — indefecta stihsp. nov. (107 c) überft.’ifft pharae in der Größe indefeda.
des rotgelben Einsatzes der Vflgl, leitet aber durch die eingeengte weiße Binde der Vflgl über zu den brasilianischen
Territorialformen. Die Unterseite ist ausgezeichnet durch die verlängerten subapicalen Strigae, und die fahlen,
gelblichroten Längsbinden. Paraguay, Tj^pe im Tring-Museum. — leucates suhsp. nov. Avird nach einem Exemplar
der I''ELDJi:R-Kollektion des Tring-Museunis anfgestellt. leucates erinnert in A^ieler Beziehung an iphimedia, von
Cuba und präsentiert sich als ein echtes Produkt einer heißen und trocknen Zone. Von der nächst A'erAvandten
ephesa Men. differiert sie durch breitere Aveiße Medianzone beider Figl, den helleren und fahler ockerfarbenen, auch
stattlicheren Subapicalfleck und die blässere Unterseite. Bahia. In der Sammlung Staxjdinger ähnliche Exem¬
plare aus Pernambuco. — ephesa Mm. beAA'ohnt das mitt lere Brasilien. Die Namenstype dürfte aus Rio de Janeiro ephesa.
stammen, wo ihr Autor selbst gesammelt hat. Der Apicalfleck der Vflgl rundliclur als bei iphida, die AA'eiße Zone
schmäler. Nicht selten in Espiritu Santo und bei der Hauptstadt von Rio de Janeiro. — gellia subsp. nov. end- gellia.
lieh gleicht auf den Vflgl der Paraguay-Rasse, das Aveiße Feld der Hflgl aber verschmälert sich AAdederuni. Unter¬
seite dunkler als bei indefecta iind ephesa, die rotbraunen Längsbinden prominenter. Sa. Catharina, norclAA’ärts
bis Säo-Paulo.
A. thessalia findet sich als habituell kleinere Vikariante neben A. iphida, der sie ober- und unterseits
sehr nahesteht. Die Figlform ist etAA^as spitzer, der rotgelbe Apicalfleck kompakter, rundlicher. Die AA'eiße Me¬
dianbinde der Vflgl nach vorne verjüngt. Hflgl schlanker, schärfer gezähnt, der rötliche Analfleck obsolet.
Genitalorgane hervorragend differenziert: Uncus viel schmäler, schlanker, basahAArts eingeschnürt, Vah'e
ventral ohne koiwexen medialen Vorsprung, fast gleichmäßig zylindrisch, schlanker, spitzer. Clunicula basal
verschmälert, in fast gleichmäßiger Breite ansteigend. ZAA'ei Arealfornien : thessalia Fldr. mit der Namenstype thessalia.
vom Rio-Negro. Sehr häufig in Peru und Ecuador bis zu etAva 1200 m Erhebung. Selten in C^olumbien. Unter¬
seits kenntlich und von A. iphida differenziert durch kürzei’e transcellulare Strigae. Bei boliAdanischen Exem-
jjlaren macht sich der Einfluß der Jahreszeiten bemerklich. So zeigen AA aus Coroico, AA'elche nach der dunkel- ,
braun gestreiften Unterseite beurteilt einer regenreichen Periode angehören, eine VerläiigeruiAg des rotgelben
Präapicalfeldes der Oberseite der Vflgl; Flugzeit November, Dezember; AA^hrend Exemplare A^oni August durch
vorwiegend hellgrau gebänderte, verAA^aschene Unterseite den Eindruck der Produkte einer trockenen Zone
hervorrufen. — Bei cesilas suhsp. nov. potenziert sich der Charakter der Trockenzeitform. Der Präapicalfleck cesilas.
verschmälert sich und beginnt sich an den Rändern aufzulösen. Die AA'eiße Zone beider Figl fa.st doppelt
so breit als bei Peru-Exemplaren. Unterseite beider Figl vorherrschend Aveißlich, die rotbraunen Streifen na¬
mentlich in der Basalzone fadendiinn. Vom Pilcomayo bis zum Rio-Grande, im Dezember A’on Steixbach ge¬
sammelt.
A. calliphiclea Btlr. AAUirde auf Cramer’s Figur C und D, taf. 376 seiner Pap. Exot. IV. gegründet. Die calliphidea.
Form ist bemerkenswert, vorausgesetzt daß sie nicht verzeichnet oder falsch koloriert AA'Airde, durch drei AA'eiße
Querbindchen der Zelle der Vflgl und eine rein weiße Submarginalbinde der Unterseite beider Figl. Oberseits
gleicht sie durch einen dreieckigen Subapicalfleck der A. ahia Hew. Surinam. Aehnliche Exemplare sollen
nach Butler aus Bolhden im Britisch-Museum vertreten sein.
524
ADELPHA. Von H. Frühstorfer.
abia. A. abia Hew. (109 a) bisher nur aus Rio de Jaiieiro bekannt, kann als eine der häufigsten Adolphen des süd¬
lichen Brasiliens gelten und findet sich auch noch in der Argentinischen Republik und in Paraguay. Es ist sehr
wahrscheüilich daß sie A. in Brasilien und den Nachbarstaaten ersetzt. Die Klammerorgane sind, was
die Valven angeht, nur unerheblich differenziert, doch scheint der Uncus bei abia robuster und kürzer zu sein,
das Scaphium und der Saccus breiter. Die Valve von abia ist etwas schlanker mit massigerem Ansatz der sehr
hohen Clunicula. Je nach der Jahreszeit kann die Unterseite des Imago lebhaft hell kakaobraun gestreift oder
fast weißlich sein, mit verwaschener Bänderung. Oberseite sehr ähnlich A. iphicla indefecta (107 e), jedoch
mit spitzerem rotgelbem Feld der Vflgl. Exemplare aus Rio Grande do Sul sind unterseits fast ganz weißgrau.
A, basiloides gleicht oberseits der A. iphicleola (107 d), nur dringt die weiße Mittelbinde in die Zelle
ein. Die Unterseite präsentiert sich dunkler schwarzgrau, die braunen Längsbinden sind etwas straffer als bei
A. iphicla gezogen. Das Verbreitungsgebiet der Art ist ein eng begrenztes; Zentralanierika, dann nur noch Co-
lasiloides. lumbien und Venezuela, basiloides Bat. (= lemnia Fldr.), ursprünglich aus Mexico beschrieben und bis Pa¬
nama vorkommend. Das $ hat manchmal einen zweiten stricliartigen Fleck vor dem Apex der Zelle der Vflgl. —
cadia' lydia Btlr. ist eine mir in Natur unbekannt gebliebene Rasse aus Honduras beschrieben. — caelia subsp. nov.
hat rundlichere Konturen und ein größeres Ausmaß der Figl als basiloides. Medianbinde breiter, die gelblichen
lativiita. Partien unbedeutender als bei Exemplaren nördlicherer Herkunft. Columbien, selten. — lativitta Stgr. über¬
bietet caelia noch in der Breite des weißen Mittelfeldes. Venezuela.
A. pithys, eine seltene Species, bisher mir aus Guatemala bekannt, wurde erst neuerdings auch in Me¬
xiko entdeckt. Oberseite wie bei A. iphicla, nur mit nach rückwärts verlängertem, relativ schmalem und bis
■pithys. an den Costalrand vorstoßendem gelblichem Subapicalband der Vflgl. pithys Bat. (109 a) differiert unterseits von
den Formen der fp/w’cZa- Gruppe dadurch, daß die transcellularen weißlich violetten Makeln oder Strigae durch eine
verwaschene lehmfarbene Binde ersetzt werden. Basalzone der Hflgl ausgedehnt weißlich violett, nur mit
feinen rotbraunen Linien statt markanter brauner Streifung wie hAA. iphicla. Guatemala, sehr selten von 2000 bis
vodena. 5000 Fuß Höhe beobachtet. — vodena subsp. nov. Habituell größer als die zentralamerikanische Rasse, die
Mittelbinde der Hflgl wesentlich schmäler. Unterseite diirchweg dunkler, die Hflgl mit markanter rotbrauner
distaler Begrenzung des weißen Discalbandes. Guerrero (Mexico).
donysa. A. donysa Hew. (=roela Bsd.), kommt in Mexico und Guatemala neben A. pithys, ebenfalls als große
(Seltenheit, vor und steigt von der Niederung bis zu 2000 m Erhellung empor. Die Art gleicht oberseits der
gemeinen A. abia Hew. (109 a) von Rio de Janeiro, ist größer als A. pithys mit viel schmälerer weißer Mittel¬
binde. Unterseite dunkler, die Basis der Hflgl mehr grau als violett. Godman hat ein (J am Vulkan Fuego in
Guatemala auf 7000 Fuß Höhe gefunden.
A. abyla, eine in den Sammlungen am wenigsten verbreitete Species, gleicht oberseits der A. pithys, ist
aber von ihr sofort zu trennen durch die lang ausgezogenen scharfgezackten Hflgl, welche einen ungewöhnlich
großen rotgelben Analfleck tragen. Der Subapicalfleck der Vflgl sowohl bis zum Costalrand als auch nach hinten
abyla. verlängert, zwischen den Medianen im Gegensatz zu pithys aber stark verjüngt, abyla He?«. (109 a) bewohnt Ja-
abylina. maica, mit relativ breiter weißer Mittelbinde beider Figl. Esistmirnur 1 cj aus dem Tring-Museum bekannt, abylina
suhsp. nov. wurde von Lucas, Lep. Exot. 1835 p. 126 als iphicla L. irrtümlich aufgefaßt und auch als solche
taf. 68, oberste Figur dargestellt. A eingeengtem weißem Mittelfeld und einem bis zur hinteren Mediana
durchgezogenen äußerst verschmälerten Submarginalband der Vflgl. Ktrby glaubte die Form als identisch
mit A. celerio Bates anspreeiien zu dürfen, docli hat abylina mit A. celerio noch weniger gemeinsam, als mit
A. iphicla L. Heimat von abylina unbekannt, vermutlich eine der westindischen Inseln.
A. gelania eine Kollektivspecies der westindischen Inseln; Oberseite braun mit einer schmalen weißen
oder gelben Mittelbinde, welche bis zur vorderen Radiale hinzieht. Vor dem Apex dann noch ein gelblicher
Fleck. Zelle der Vfigl mit drei roten Querbändern, Analfleck der Hflgl sehr groß, rötlich, zwei schwarze Punkt-
gelania. flecken umschließend, gelania Godt. befindet sich aus Puerto-Rico in der STAUDiNGER-Sammlung des Berliner
arecosa. Museums. — Von ihr differiert arecosa Hew. (109b) durch weiße Binden der Oberseite. Fundort unbekannt,
eine der Antillen. Dagegen ist die Angabe Doubleday’s , daß die Art in Mexico Vorkommen soll, bisher
noch nicht bestätigt.
A. lerna. Eine prächtige Art, welche die Charaktere der A. iphicla-Gvuppe durch die Zeichnungsanlage
der Oberseite mit jenen der A. er otia- Gruppe durch den reichen weißen Schmuck der Unterseite kombiniert.
Je nach dem Fundort verändert sich die Größe und Breite der weißen Binden und gelbroten Flecken der Ober¬
seite, während die Unterseite weniger nach der Lokalität als nach der Jahreszeit ihre Farbennuancen wechselt. Wie
bei A. erotia haben wir in der trocknen Zeit vorherrschend gelbe, in der nassen Periode vorwiegend gesättigt
rotbraune Bänderung zu konstatieren. Wir begegnen lerna von Zentralamerika an bis Bolivien, und als Selten¬
heit im Gebiet des Amazonas und Teilen von Guyana. Anatomisch hat A. lerna die Form des Uncus mit A. ero¬
tia gemeinsam , während die nach außen ungemein schlanke und mit dem distalen Ende schnabelförmig nach
unten gebogene Valve keinerlei Beziehungen zur A. erotia- und H. f'pÄfcfa-Gruppe verrät, sondern ganz isoliert
ADELPHA, Von H. Feuhstorl’jer.
vorkommt. Die Clunicula ist kiippenförmig, stark chitinisiert. — aeolia Fldr. (K»7 }>) wechselt jo nach der .fal)- oeoUa.
reszeit die Ausdehnung der weißen Mittelbinde. Felder’s Type führt schmälere Pänder als das Modell unserer
Abbildung und gleicht darin viel mehr dem zentralamerikanischen d': wie es Godman u. Salvix zur Darstel¬
lung brachten. Mir liegen aus Columbien Exemplare vor mit hellledergelber Streifung und solche mit rotbrau¬
ner Bänderung der Unterseite. Verbreitung von Nicaragua durch Columbien. — archidona .^nbsp. nov. (107 b) archidona.
findet sich auf der Amazonasseite von Ecuador und Peru, und differiert durch etwas dunkler rotgelbe Flockung
und weniger breite Binden derVflgl von lerna Hew. (I07a) aus Bolivien. — leonina .svhsp. nov. (107 b).
Weicht von allen ?eraa-Rassen durch die größeren und heller ockergelben Praea])icalflecken der Vflgl und die
viel schmälere weiße Medianbinde aller Figl ab. Die Unterseite erscheint reicher mit schwarzen Flecken besetzt
als bei den übrigen lerna-Verwandten. Britisch- Guyana, Essequibo-Fluß. Type im Tring-Museum.
A. naxia gehört zu einer kleinen Gruppe von Arten, deren Verschiedenheit sich aus aii sich unbedeu¬
tenden Konstellationen der Subapicalflecken derVflgl ergibt. Die Unterseite nähert sich jener von A. delphi-
cola und A. ipJiicla und entfernt sich dadurch von A. lerna. Die Klammerorgane weisen unerhebliche, aber
dennoch sofort erkennbare Differenzen auf. Valve von A. naxia kürzer, an der Basis fast quadratisch geformt
der dorsale Zahn ein gleichschenkliges Dreieck bildend. Verbreitung von Mexico bis Columbien, wahrschein¬
lich dem ganzen oberen Amazonas und der Andenkette entlang, weil mir neuerdings Exemplare aus Mato-Grosso
zugingen. Eine reizende Form auch auf der Insel Trinidad, naxia Fldr. (107 b), nach einem $ von Onaca, Hanta- naxia.
Marta (Columbien) dargestellt, gleicht unterseits der A. ipMcla, nur sind die transcellularen weißlichgelben
Makeln viel größer. — mucia snbsp. nov. liegt mir vom Vidkan Chiriqui vor. Die weißen Binden verschniälern mucia.
sich im Vergleich zu naxia und der Mexico-Rasse, der rotbraune Apicalfleck ist dunkler und die Unterseite
reicher und satter rotbraun dekoriert. — epiphicla Godm. u. Salv. wurde von ihren Autoren auf der Taf. 38f. 9, epiphicla.
10 in der Biologia zwar so genannt, im Text p. 306 aber mit A.basilea Cr. identifiziert. Der Name epiphicla aber
hat auf alle Fälle Geltung, weil basilea Cr. als Synonym von A. iphiclaL. verfällt. Det rotbraune Präapicalfleck
der Vflgl breiter als bei A. mucia. Mexico, anscheinend selten. — hieronica suhsp. nov. (107 c) hat in Anbetracht hieronica.
ihrer Kleinheit auffallend breite weiße Medianbinden, namentlich auf den Hflgln. Die Präapicalmakeln der Vflgl
dagegen äußerst reduziert. Die Unterseite führt alle Attribute der Inselrassen, sie ist auffallend verdunkelt,
alle Zeichnungen äußerst scharf. Trinidad, Tabaginte, Narieva-Distrikt, hn Museum Tring. — domi- domimda.
nula Möschl. aus Surinam wurde auf eine $-Form von ansehnlicher Größe basiert, mit einem kleinen rotbrau¬
nen Apicalfleck und einem mehr halbmondförmigen transcellularen rotgelben Feld. Unterseite auffallend
ähnlich A. iphicla L. — ^ BeiManaos amRio-Negro findet sich eine Territorialform, diatreta suhsp. nov., ohne die diatreta.
schwarzbraunen Längsstreifen, welche dominula führt, dagegen überwiegender rotbrauner Grundfarbe. Auch
sind die präapicalen Makeln der Oberseite der Vflgl gesättigter rotgelb. Tyj)e in der Kollektion Htaudixger
im Berliner Museum. — zynia subsp. nov. ausgezeichnet durch sehr breite, hell ockergelbe Hubapicalflecken zynia.
der Vflgl. Die weiße Mittelbinde beider Figl etwa wie bei naxia. Unterseite verwaschen, fahler als bei den nörd¬
licheren Formen. Die Gestalt nur wenig größer als bei hieronica. Anscheinend sehr selten, Mato-Grosso. Nur
in Kolk Fruhstoreer.
A. ixia differiert von A. naxia durch das Auftreten eines supplementären gelblichen Fleckens derVflgl,
so daß das präapicale Feld sich bis zur mittleren Mediana ausdehnt, während es bei A. ixia bereits an der vor¬
deren abschließt. Weiße Medianbinde der Vflgl stets kürzer. Hflgl schmäler als bei naxia, und in der analen
Partie de.shalb mehr vorgezogen. Unterseite von breiteren rotbraunen Binden durchzogen. ’SMlve schlanker,
basal nicht verdickt wie hei A. naxia, der Zahn kürzer, stumpfer. Die Art läßt sich nach dem mir zugänglichen
Material nur von Mexico bis Columbien und Venezuela nacliweisen. ixia Fldr., die Namenstype, stammt a\is ixia.
Venezuela. Mittelbinde beider Figl etwa wie bei A. naxia (107 b) aber kürzer. Der zwischen der hinteren
Radiale und der vorderen Mediana eingebettete Htreifen im fahl ockergelben Felde der Vflgl viel länger und
schmäler als bei A. naxia,. — In Columbien ist ixia vertreten durch fundania snbsp. nov. (109b) mit schmälerem fundania.
weißem Mittelfeld beider Figl und gleichfalls zurückgebildetem Präapicalfleck der Vflgl. Infolgedessen erscheinen
auch die verwaschen weißlichgelben Transcellularmakeln der Unterseite A^erkleinert . Der Einfluß der Jahreszeit
prägt sich unterseits durch dunkle Verfärbung der Längsbinden bei den Individiien regenreicher Monate und
fahl rötlichgelber Streifung bei Exemplaren der Trockenperiode aus. Columbien. — leucas subsp. nov. umschreibt Icucas.
eine erheblich differenzierte Territorialform aus Mexico. Bei ihr ist bereits der zweite Präapicalstreifen verlängert
und distal nach vorne aufgebogen, der hintere noch etwas breiter als bei A. pseudomessana (107b), mit welcher
sonst der Charakter der Vflgl-Fleckung nahezu harmoniert. Unterseite trotz der bedeutenderen Größe mit
schmälerem weißen Mittelfeld als bei A. fundania und ixia, die braunen Partien ausgedehnter, auch alle grau¬
violetten Htreifen breiter angelegt.
A, messana Fldr. bisher nur in einem Exemplar in der Hammlung des Autors bekannt, hat nach der messana.
Ty|De, welche mir aus dem Tring-Museum vorlag, nur einen kleinen rotgelben submarginalen Präapicalfleck
der Vflgl, während ixia und naxia deren zwei aufweisen. Neben messana existiert bereits eine weitere Form
oder Art der Felde R-Kollektion mit drei Hubapicalmakeln der Vflgl. Hie wird hier als
A. aufidia spec. wov. eingeführt. Hie vereint in sich die Charaktere von A. ixia und ; mit A. ürfahat sie aufidia.
526
ADELPHA. Von H. Feühstorfbr.
die lappig vorgezogenen Hflgl, mit A. naxia verkürzte gelbliche Zone der Hflgl- Oberseite gemeinsam. Unterseits
schließt sie sich wiederum A. an. Die Form des Präapicalflecks der Vflgl gleicht mehr jener von A. pseMdom&s-
sana und von allen genannten Vikarianten differiert messana durch drei submarginale Fleckchen, während A . naxia,
ixianndi liseudomessana deren nur zwei aiifweisen. auf idia differiert von der Type der A. messanaFldr durch einen
schmäleren, längeren und distal tiefer eingeschnürten ockerfarbenen Subapicalfleck der Vflgl. Die weiße Me¬
dianbinde ist nach vorne wesentlich verschmälert, ebenso erscheint die Mittelbinde der Hflgl von geringerer
Ausdehnung. Die Komponenten der subapicalen Transversalbinde sind unterseits zierlicher, die hellen Zeich¬
nungen intensiver violett bedeckt. Columbien, Bogota (?) Ein von Lindig gesammeltes A hn Tring-Museum.
canideia. — carsuleia subs'p. nov. steht der aufidia nahe, nur ist die gelbe bindenartige ockerfarbene Partie der Vflgl nach
hinten ausgedehnter und deren Fortsetzung zwischen den vorderen Medianen-fällt aus. Unterseite dunkler, mit ver¬
minderten weißen und dominierenden rotbraunen Binden. Peru, Tarapoto, Type in Sammlung Fruhstorfer.
pseudo- pseudoniessana spec. 7iov. (107 b A)- A durch den verlängerten ockerfarbenen Subapicalfleck der Vflgl
genau tv]iischen messana gleichkommend, nur die weißen Medianbinden etwas schmäler und schärfer abgesetzt.
Die Hflgl führen eine weißliche Submarginallinie, die bei messana fehlt. Die Unterseite erinnert durch den
dunkelbraunen statt gelblichen Gesamtton viel mehr an velia Fldr., auch sind alle hellen Felder viel prägnanter,
schärfer abgegrenzt, nur die Submedianbinde der Hflgl ist doppelt d. h. geteilt, peripherisch rotbraun mit hell
violettgrauem Zentrum, während sie bei messana einfarbig rotbraun gehalten ist. Anatomisch ist pseudomessana
scharf von A. naxia und A. ixia geschieden durch den an A. iphicla gemahnenden sehr langen und schmalen
Zahn der Valve. Die Valve selbst schlanker, spitzer als bei A. naxia und durch die hohe Clunicula ohne weiteres
auch von A. ixia abgesondert. Peru, Tarapoto und Chanchamayo.
A. velia, eine ausgezeichnete in den Sammlungen noch äußerst seltene Species, bewohnt Columbien,
Venezuela und Teile des mittleren und südlichen Brasilien. Intermediatformen werden sicher noch in dem
dazwischen liegenden Gebiete aufgefunden. Zeichnung der Oberseite etwas an jene Yoi\A. pseudomessana{\01h)
erinnernd, das Präapicalfeld der Vflgl aljer im engsten Kontakt mit der weißen Mittelbinde. Unterseite kenntlich
an relativ großen Submarginalflecken und breit ausgeflossenen weißlich violetten Längsstreifen. Das Subbasal¬
band der Hflgl doppelt, dessen Randlinien wie bei pscMdomessawa (107 b) durch eine graue Füllung getrennt. Drei
velia. Arealformen; velia Fldr. Mir nur nach einem $ mit der irrigen Bezeichnung ,, Bogota“ aus der Feldbr-KoI-
hhnera. lektion des Tring-Museums bekannt. Heimat aber sicher Columbien. — himera Fldr. scheint velia in Venezuela
zu ersetzen, doch ist es nicht ausgeschlossen, daß ihr Artrechte zukommen, was bei dem einzigen vorliegenden A,
der Type im Tring-Museum, nicht zu entscheiden ist. Die Medianbinden von liAnera fast nochmal so breit als
• bei velia und veliada, außerdem trägt himera auch einen kleinen halbmondförmigen weißen Fleck unter der
ockerfarbenen Subapicalmakel, der velia fehlt. Die Unterseite zeigt mehr Analogien namentlich in der Vflgl-
veliada. fleckuiig, nur ist die Grundfärbung heller. Venezuela. — veliada suhsp. nov. eine ausgezeichnete Form, von
welcher mir zwei $$ aus Santa-Catharina und ein drittes aus Espiritu »Santo vorliegen. Habituell bleibt ve¬
liada hinter A. velia zurück; Hflgl kürzer, Vflgl rundlicher, die ockergelbe Partie der Vflgl distal tiefer und feiner
eingekerbt, der Fleck im allgemeinen schmäler. Der gelbe Analfleck der Hflgl kleiner, blasser. Die Unterseite
heller, die Weißzeichnung mehr verschwommen in die Grundfarbe übergehend. Basis aller Figl lichter.
calliphane. A. calliphane spec. nov ( 109b). A oberseits ähnlich ahia (109 a), der gelbliche Präapicalfleck jedoch den Costal-
rand der Vflgl nicht berührend, noch schmälerund länger und stets bis zur mittleren Mediana reichend. Figlform
schmal, Vflgl geschwungen, Hflgl analwärts stark verjüngt, Mittelbinde auf den Vflgln nach vorne, und auf den
Hflgln nach hinten spitz auslaufend. Roter Analfleck der Hflgl kleiner als bei ahia Hew. Unterseite : Weiße Me¬
dianbinde der Vflgl vom Costalrand an den ganzen Figl durchziehend und dadurch an cocala Cr. erinnernd.
Von cocala ist calliphane aber auch unterseits leicht zu separieren durch das Vorhandensein einer zweiten, etwas
verwischten Postdiscalbinde, die proximal der sehr schmalen gelblichen Submarginalbinde und parallel damit
verläuft. Bei meinem $ aus Rio de Janeiro fehlt diese weiße Zwischenbinde und die Figlform ist etwas rund¬
licher. Unterseite rotbraun, mit hellvioletten Längsstreifen in der proximalen Figlhälfte und einer ebensolchen.
Submarginalbinde auf allen Flgln und mit einer violetten Linie in der rotbraunen Postmedianbinde der Hflgl.
Klammerorgane äußerst charakteristisch durch eine sehr kurze, basalwärts cpiadratisch verbreiterte Valve,
ventral mit merklichem konvexem medialem Vor,s2)ining, dorsal mit einer proximalen breit bauchigen Erwei¬
terung. Der Zahn sehr lang, dessen Basis ausgedehnt. Das Ende der Valve breit, abgerundet, aber mit vier
scharfen Zähnen. Rio de Janeiro bis »Säo-Paulo, selten. Type in der Sammlung Fruhstorfer. 2 AA
Paraguay im Tring-Museum.
falcipennis. A. falcipersnis spec. nov. Vflgl mit weit vorgezogenem Apex. Hflgl geschwungen, nach hinten stark ver¬
jüngt. Präapicalfleck der Vflgl fast dreieckig, ebenso geformt wie bei epizyjis, jedoch etwas schmäler und daher
nicht mit den weißen Längsbinden zusammen fließend. Gestalt und Verlauf der Mittelbinden wie bei calliphane
Friihst (109b). Der ockergelbe Analfleck der Hflgl relativ klein, schmal ohne zentralen scliAvarzen Punkt. Grund¬
farbe der LTnterseite : Hell ledergelb wie bei cocala didia Frühst. Basis aller Figl grau violett. In der Zelle der Vflgl
zwei braungelbe beiderseits scharf schwarz liniierte Längsbinden, am Zellapex 3 bis 5 graue, spitze Strigae. Me-
ADELl^HA. Von II. Frtjiistorfer.
.“)27
dianbinde distal schwarz begrenzt. Beide Figl von einer grauvioletten schmalen 8ubrnarginan)indo durchzogen,
neben der proximal eine schwarze Linie parallel läuft. Klammerorgano analog jenen von .1. adlipham
gebaut, Valve jedoch ohne die dorsale Kuppe, der ventrale Vorsprung dagegen markanter, die Llunicula siel)
aus schmalerer Basis erhebend. Valvenumriß ebenso wie jener der vorigen Art, durcli die kinze gedrungene
Form jener der A. a?n7n-Gruppe genähert. Type in meiner Sammlung aus Rio Grande do Sul. - perga [jnr^a.
suhsp. wou wurde neuerdings in 8a. Gatharina entdeckt und differiert oberseits durch verseil mälerte weiße und
orangefarbene Zeichnung, Die Unterseite ist bunter, die weißen Striemen und Flecken sind violett über¬
haucht. Die weiße Mediaubinde beider Flügel wird auch nach innen schwarz begrenzt und auf den \ flgln
tritt eine transzellulare Reihe von fünf deutlichen weißen Flecken in Erscheinung, welche bei ftilci/tennis
kaum angedeutet sind.
A. epizygis s^^ec. rmwjlOQb). d' oberseits sehr ähnlich cufffpAane, die weiße Medianbinde aller Figl aber viel epizygis.
breiter, so daß der gelbe Präapicalfleck damit zusammenfließt. Dieser Fleck costalwäi’ts viel ausgedehnter,
so daß ein Dreieck entsteht, an Stelle eines schmalen Bandes wie bei callvpJmne. Der rötliche Analfleck der
Hflgl etwas stattlicher als bei calliphane. Unterseite : Die weiße Mittelbinde beginnt erst an der vorderen iMe-
diane, darüber lagern aber drei sehr breite, gelblichweiße Internervalmakeln, die bis zu den Subcostalästen Vor¬
dringen. Distal von diesen und parallel damit zieht eine Reihe von 5 — 6 grauweißen rundlichen Punkten durch
die Flglmitte. Die eben beschriebenen Zeichnungscharaktere erinnern an enboea Fldr. von Columbien und
leopardus {goyama Schaus) von Paraguay. Die violetten Binden wie bei calliphane, nur etwas matter, die Post¬
medianbänder der Hflgl violett, statt vorherschend rotbraun und mit rotbrauner Längslinie. Klammerorgane
durchaus verschieden von jenen der M. calliphane und A. falcipenms, viel mehr jenen der A. iphicla und A. ahia-
Gruppe genähert. LTneusansatz verlängert. Valve trotz einer ventralen Erweiterung gleichfalls schlanker,
die äußere Partie viel länger, schärfer gezähnt. Chinicula bis zur sehr hohen Spitze breiter, Type aus Sao-Paulo;
ein aus Rio Grande do Siil mit etwas breiterer Medianbinde in der Samndurtg Fruhstorfer; außer¬
dem ein cj aus Paraguay im Tring-Museum.
A, rufilia spec. nov. Flügelform spitzer als bei A. epizygis, Vflgl mit 2 obsoleten ockerfarbenen Sub- rufUia.
apic alpunkten, die epizycjis fehlen. Lhiterseite; Die weißen Mittelfelder beiderseits breiter und lichter rot¬
braun umgrenzt, ebenso die gelblich-weißen Subapicalmakeln und deren distale Parallelbinde. Die gesamte
übrige Oberfläche aller Flügel Grauweiß statt violett, mit feinen hellroten Linien durchzogen. Klammerorgane
dieser durch die ungemein zierliche Zeichnung der Uiiterseite charakterisierten Spezies hervorragend durch
den auffallend breiten relativ kurzen dorsalen Zahn. Dieser Fortsatz selbst ist robuster als bei den verwandten
Arten, dichter mit kräftigen Stacheln besetzt; Valve ventral leicht ausgebogen; Spitze nur mit zwei
kleinen Zähnchen bewehrt. Rio Grande do Sul, sehr selten, nur 2 in meiner Sammlung.
A.epona spec. nov. Eine unscheinbare Spezies, welche in sich die Charaktere devA.iphicla und A.^desaure- epona.
Gruppe kombiniert. Die Oberseite gleicht A.iphicla, (107 a,) A.thessalia i09h) unclM.uöfa (109a), der freistehende
Präapicalfleck ähnelt in seiner cpcadratischen Form noch am meisten A. thessedia Fldr. Die Ausdehnung und der
Verlauf der Mittelbinde gemahnen an A. abia und A. calliphane. Die LTiterseite differiert von jener von A.
epizygis nur durch verwaschenere transzellulare Makeln. Verglichen mit A. plesaure ersclieint das Gesamt¬
kolorit der Unterseite matter, ein fahles Schiefergrau dominiert. Klammerorgane mit ungewöhnlich kurzem LTicus ;
Valve etwas jener vonM. epizygis genähert, jedoch ohne den bauchigen Vorsprung der unteren Pai'tie. Für den
Fall sich Zwischenstufen einstellen, kann A. epona allenfalls mit A. epizygis vereinigt werden.
A. felderi eine eigentümliche, völlig isolierte Spezies, kenntlich an dem weit vorspringenden Apex
der Vflgl und scharf abgegrenztem, schmalem, perlniutferglänzendem weißem Medianband beider Flügel. Der
dunkel ockerfarbene kleine Präapicalfleck erinnert etwas an M. ixia und naxia. Die Unterseite ist äußerst cha¬
rakteristisch durch die rotgelbe Grundfarbe an A. sichaeus, durch die Binde der Hflgl etvvas an A. olynthia ge¬
mahnend. Drei Arealformen, welche von Mexiko bis Costa-Rica Vorkommen: felderi Bsd. aus Costa-Rica felderi.
beschrieben, steht falcata Godm. von Guatemala sehr nahe. Beide haben einen kleineren Präapilcalfleck und falcala.
etwas breitere weiße Mittelbinde der Vflgl als jarias svbsp. nov. aus Mexiko. Diese ist ohne weiteres kenntlich jarias.
an einem vierten Komponenten des sonst dreiteiligen x4picalf ekles, welcher sich zwischen der vorderen und
irrittleren Mediane einbettet.
A. fessonia/Zere. (109c) bildet mit M . cestws eine kleine Gruppe, kenntlich an einer breiten weißen Mittel- fessonia.
binde, welche auf den Vflgl bis zum Costalrand vordringt. Die Binde bildet am Zellapex ehren stumpfeir Winkel.
Der Präpicalfleck ungewöhnlich groß, hell ockergelb. Uirterseite von duirkelbraunen Bändern durchzogen,
Airalwinkel rotbraurr. Der Apicalfleck der Vflgl fahlgelb mit rötlicher Füllung. Xamenstype aus Honduras,
aber von Yukatan an durch ganz Zentralamerika bis Costa-Rica vorkommend. Nicht selten m IVest-Mexiko,
auch von Guadalajara und Orizaba im Tring-Museum. Individuen aus Mexiko führen ehre breitere weiße
Binde als Honduras SS '^on^ Costa-Rica einen stattlicheren Präapicalfleck.
A. cestus Fle%v. (109c) bleibt in der Größe hinter A. fessonia zurück und zeigt auf den Vflgl statt eures großen cesius.
Präapicalfeldes nur drei relativ kleine, ganz nahe an den Apex gerückte, rotbraune Makeln. Venezuela, sehr selten.
528
ADELPHA. Von H. Frithstorfer.
rothschUdi.
iracta.
leuccria.
malea.
juanna.
ethelda.
demialba.
A. rothschildi sjyec. nov. (l()6a). ^ Vflgllänge 33 mm. Grundfarbe tiefschwarz mit lichter braunem Basal¬
teil und ebensolchen Längsbinden in der Vflglzelle und in der Median- und Distalregion der Hflgl. Vflgl von
einer jenseits der Zelle stark proximal aufgebogenen Binde, die sich aus 8 dunkelorangegelben rundlichen,
mittelgroßen peripherisch diffusen Makeln zusammensetzt. Vor dem Zellapex stehen dann noch 3 ebenso ge¬
färbte Fleckchen, von denen jene am Costalrand länglich und sehr dünn, die beiden unteren quadratisch ge¬
formt sind. Unterseite: Grundfarbe dunkel rotbraun. Basis des Vflgls, eme Median-, eine Postdiscalbmde und
eine Reihe von 6 Submarginalflecken hellblaugrau. Die gesamte Oberfläche der Hflgl mit Ausnahme der rot¬
braunen Distalregion gleichfalls lichtgrau. Der Costalrand, eine Subbasal-, zwei Median- und zwei Submarginal¬
binden rotbraun. Die innere rotbraune Submarginalbinde beiderseits schwarz begrenzt. Im Analwinkel stehen
zwei schwarze Punkte zwischen der hinteren Mediane und der Submediana. Der Distalrand tiefschwarz, am
Zellapex der Vflgl zwei graue Spitzen und darüber jene zwei weißlichen quadratischen Makeln, die auf der Ober¬
seite dunkelrot gefärbt sind. Die Unterseite gleicht einigermaßen jener von H. salmonens Btlr. Ecuador, Paramba
aus 3500 Fuß, vom Mai 1897. Type im Tring-Museum.
A. tracta Btlr. (109 c) findet sich in jeder Sendung vom WilkanChiriqui, wo sie Höhen von 3 — 4000 Fuß
bewohnt. Die Art ist außerdem nur noch von Costa-Rica bekannt, wo sie am Vulkan Irazu noch auf 6 — ^7000 Fuß
Erhebung angetroffen wird. Als ebenso isoliert wie ihr Vorkommen müssen auch ihre Zeichnungscharaktere
betrachtet werden. Oberseite kakaobraun mit einer lichter braunen Mittelzone und zwei ebensolchen Submar¬
ginalstreifen der Hflgl. Die Vflgl werden von einer bandartig vereinigten Reihe fahl ockergelber, distal diffuser
Flecken durchzogen. Unterseite gelblichgrau mit rötlichbraunen Längsbinden. Beide Figl außerdem mit einem
verwaschenen bleichgelben Medianstreifen. Die Klammerorganie sind kenntlich an einem niederen dorsalen
Fortsatz der Valve, welcher höckerartig, aber nicht zahnförmig, aufragt. Valve außerdem distal mit einem
auffallend langen Zahn an der Spitze. Lhicus robust, an jenen der A, serprj-Gruppe gemahnend,
A. leuceria Dr uce, (109c) ursprünglich aus Guatemala beschrieben, südlich bis Panama und nördlich bis Mexi¬
ko vorkommend, differiert etwas nach der Jahreszeit. So besitzt das Tring-Museum ein d* vom Cuesta de Ali-
santla vom Juni 1896 mit allen Charakteren einer Form der Trockenperiode, helleren und breiteren weißen
Binden der Figlunterseite. Die Oberseite ist von allen bekannten Arten (mit alleiniger Ausnahme der A.
vialea Fldr.) differenziert durch eine breites ockerfarbenes Mittelfeld, welches beide Flügel durchzieht, sich aber
vom Zellapex an nach vorne verschmälert. Distal von dieser Binde nur drei, relativ große Präapicalmakeln
von derselben Farbe wie die Medianbinden. Analfleck der Hflgl ungewöhnlich breit, aber isoliert. LTnter-
seite etwas an A. sichneus irisa (106b) erinnernd, mit weißer Medianstreifung durch beide Figl und violetten
markanten Submarginallfecken.
A. malea F/Jr. (109 c) dürfte H. /e;<ce)’m in Columbien ersetzen, doch ist die Unterseite so verschieden, daß
ihr gewiß Artrecht zusteht. Beide Figl von einer costalwärts breiteren ockerfarbenen Binde durchzogen, welche
mit dem Analfleck der Hflgl zusammenfJießt. Die Unterseite mit einer mehr als doppelt so breiten verwaschen
gelblichweißen Medianzone alsH. leuceria. Basalfleckung beider Figl jedoch mit jener von A. leuceria überein¬
stimmend. Venezuela, Columbien, sehr selten, nur 1 meiner Sammlung. — juanna Sni. ist eine Orts¬
form, beschrieben von Valdivia in Columbien; von größerem Habitus als leuceria und malea, in der Zeich¬
nung aber nicht von malea abweichend.
A. ethelda Heiv. ( 109 d) Oberseite dunkelbraun. Beide Figl werden von einem gemeinsamen orangefarbenen
Bande durchzogen, welches jenseits der Zelle leicht gewinkelt ist und sich ober- wie unterseits in einzelne
Flecken aufzulösen beginnt.. Die Unterseite gleicht durchaus jener von A. attica, nur ist die mediane Zone der
Vflgl mehr bindenartig und ebenso wie jene der Hflgl fahl gelblich, statt weiß. Die subbasalen schwarzen Streifen
etwas schwächer. Aus Quito in Ecuador beschrieben, aber ziemlich sicher nicht aus genannter nahezu 3000 m
hoch über dem Meere gelegenen Hauptstadt, sondern vermutlich nicht über 1500 oder 1800 m Erhebung in
den heißen Tälern des Landes gesammelt. Sehr selten, es ist nur die Type bekannt.
A. demialba Btlr. (109d), eine charakteristische ganz allein stehende Spezies, welche auch lokal äußerst
beschränkt ist und bisher nur von Costa-Rica und Panama nachgewiesen wurde, demialba gilt als ein Ge-
birgsfalter, der an offenen Stellen des Waldes auf Höhen zwischen 4 und 5000 Fuß fliegt und sehr schwer zu
erbeuten fällt. Oberseite schiefergrau, mit schwarzen Bändern. Vflgl distal vom Zellapex an mit zwei Reihen
submarginaler weißer Flecken geschmückt, außerdem durchzieht eine Serie anteterminaler Streifen den
Vflgl und jenseits der Zelle sind drei Strigae eingebettet. Unterseite schiefergrau mit braunen Binden, welche
in der Zelle der Vflgl und in der inneren Partie dei Hflgl mit violetten Streifen abwechseln.
A. attica leitet eine interessante und hervorragende kleine Artengruppe ein, welche außerordentlich
selten in den Sammlungen vertreten ist. Die wenigen hierzu gehörigen Arten weisen die prächtige und aparte
Zeichnung der Lbiterseite der A. serpa-Gruppe auf, schließen sich aber durch die mit einem Fortsatz gekrönte
Valve anatomisch noch eng an die A. fp/w'cfa-Gruppe an. A. attica selbst hat den relativ breiten messerförmigen
Unciis der A. serpa-Gruppe ; die Valve selbst ist dadurch ausgezeichnet, daß sie gänzlich unbewehrt ist. Die
Allsgegeben 29. XI. 191,5.
ADELPHA. Von H. FEUiisroErER.
529
Clunicula ist mehr dem Sternit genähert, als hei den »Spezies der iphicld-HeriG, ventral kaum merklich konvex,
die »Spitze sanft gerundet. Die gesamte Valve mit langen Haaren besetzt, die Clunicula schmal clreieckig,
der Uncus mit Wärzchen bedeckt, attica gleicht habituell etwas der davisi ( 1 00 c), nur tritt die dunkel lehmfarhene
Färbung auch auf die weißen Medianstreifen der Hflgl über. Die Unterseite ist durchaus spezialisiett und
hat mit der A. Gruppe (107c) den prominenten schwarz umringelten weißen Fleck vor dem Zellapex der
Vflgl gemeinsam. Auf den Hf Igln wechseln braune, schwarze und violette Binden. — attica /Vc/r. ( 1 1 0 Aa) Type allica.
im Tring-Museum, ebenso ein ^ aus dem Beginn der Regenzeit Ende März oder Anfang April 1897, 400 — J300m
zwischen Villavicen io \ind Monteredondo von Dr. Büegee gesammelt. Grundfarbe der PTnterseite hellgelb-
braun. Ockerfarbene Binde der Vflgloberseite etwas schniäler als bei carmela .snbsp. nov. Diese ist hal)ituell carmela.
größer als die vorige; Unterseite mit breiteren weißen und ausgedehnteren dunkelbraunen Längsbinden. Co¬
lumbien, ohne genaueren Fundort in der Coli. Feuhstoefee, vermutlich aber vom Rio Dagua, veil von W. Ro.sex-
BEEG erworben. — lesbia 8tgr. Mit breiteren und etwas lichteren ockerfarbenen Vflglbinden als attica, Hflgl- leshia.
binde costalwärts schwächer gelb gesäumt. Patria: Alto Amazonas, 1 (J, »Staudikgees Cotype, von A. Bang-Haas
erworben, in Coli. Feuhstoefee. — serita swösp. nov. (110Aa)(J: hellockerfarbene Vflglbinde viel schmäler als serita.
bei den genannten Rassen, ebenso das weiße Längsband der Hflgl, das costalwärts nur geringer gelb angeflogen
ist als leshia, dafür vergrößert sich der Analfleck der Hflgl- Oberseite. Unterseite; Kommt durch die dunkel¬
braune Bänderung der carmela recht nahe, differiert aber von dieser durch die ausgedehntere und hell wei߬
violetten »Submarginalflecken und Strigae aller Figl. Bolivien, Prov. »Sara, Ende Februar bis Anfang Ajn’il.
A. gavina -spec. nov., die sich am besten bei calliphane (S. 526) einreiht, zeigt die Oberseite sehr ähn- gavina.
lieh dieser (109b). Die Figlform jedoch gedrungener, der rotgelbe Apikalfleck der Vflgl kürzer und wesent¬
lich breiter. Die weiße Mediajiibinde beider Figl mehr vom Charakter der A. abia Heiv. (109 a). »Suhanal-
fleck der Hflgl ungewöhnlich groß, jenen von calliphane, epizygis (109 a), falcipennis in der Ausdehnung
übertreffend. Unterseite: Auffallend ähnlich jener von A. plesaure, aber oucl^ gewisse Analogien mit
A. calliphane verratend, jedoch ohne weiteres von dieser differenziert dadurch, daß die weiße Zone der Vflgl bereits
an der Wurzel der vorderen Mediane ein Ende findet, wodurch die Unterseite in Beziehung tritt zu epizygis,
abia, falcipennis. Von Espiritu Santo und Rio de Janeiro bisBlumenau, »Sta. Catharina, vorkommend, 2(5'(^
49? in Coli. Feuhstoefee.
A. melona zählt mit zu den größten Artender Gattung. Das 2 übertrifft in der Regel A. arcZ/fdo/ia (107 b)
im Flügelausmaß. Die gelbbraune Zone der Vflgl kompakter, gleichartiger als bei A. nea (110 Ab). Unterseite
mit nur einem schwarz umrahmten weißen Fleck vor dem Zellapex, die braunen Binden der Hflgl dunkler
und breiter als bei serpa (107 c). Die Kamensform melona Heiv. ist mir unbekannt geblieben, sie fehlt dem melona.
Tring-Museum und auch meiner Sammlung. Ziemlich wahrscheinlich gleichen ihr Exemplare aus Peru, deren
cJd' ßine etwas dunklere Unterseite aufweisen, als 88 von Surinam, thesprotia Fldr. hat eme lichtere und thesprofia.
ausgedehntere rotgelbe Zone der Vflgl als die Peru-Rasse. 2 mit hell ockergelber Binde, welche bis zur hinteren
Mediana weißlich überflogen ist. Das weiße Feld der Unterseite beim 8 distal hell kaffeebraun, beim 2 fast
graubraun begrenzt. Surinam, Cayenne. Nach Kaye findet sich eine Vikariante auf der Insel Trinidad. —
leucocoma subspec. nov. ( 1 10 A a) findet sich am oberen Amazonas. Bei ihr zeigt auch das 8 »Spuren eines weißen An- leucocoma.
flugs an der Submediana und eine ausgedehntere weiße Medianbinde der Hflgl. Die Phiterseite fahler mit blässeren
Bmden. — meridionalis nou. (110 Aa) Disthikte Lokalform, ausgezeichnet durch die gleichmäßige breite
dunkel ockergelbe, an der Submediana etwas weiß angeflogene Längsbinde der Vflgl, durch das auch anal-
wärts stark verbreiterte Medianfeld der Hflgl, die einen fast doppelt so breiten gelben Subanalfleck aufweisen.
Unterseite aiiffallend arm an silberglänzenden blauen Flecken, aber mit großen weißen Flecken in der
Vflglzelle und sehr breiten und hell gelbbraunen Bändern der Hflgl. Patria: Brasilien. Sa. Catherina, $-Tj^e
im Tring-Museum. Ob diese Vaterlandsangabe richtig? Ich würde ähnlich gefärbte $2 im südlichen Peru
oder in Bolivien vermuten.
A. arete, eine herrliche Art, welche bisher nur aus Brasilien bekannt ist. Oberseite sehr ähnlich A.
melona, doch dringt auf dem Vfgl eine rein weiße, schaif umgrenzte Zone bis an die hintere und manchmal
sogar bis an die mittlere Mediana vor. Unterseite ohne weiteres kenntlich an drei breiten braunen Bändern,
welche die gesamte Flügeloberfläche bedecken und nur zwei prägnante weiße Streifen frei lassen,
arete il/ew. (110 ab) aus dem mittleren Brasilien: Vflgl mit einem zweiteiligen weißen Streifen, der bis zur letzten arete.
Mediana geht. Espiritu »Santo. — cibyra stihsp. nov. wird auf ein $ des Genfer Museums basiert, fast ohne Spur cibyra.
eines weißen Anflugs der Vflgl und mit gleichmäßiger gelbbrauner Binde, Heimat unbekannt. — pseudarete pseudareie.
suhsp. nov., ebenfalls von ungewisser Herkunft, differiert von arete durch den bis zur Flghnitte vordrmgenden
weißen Fleck der Oberseite der Vflgl. Anatomisch entfernt sich A. arete, welche in der Form pseudarete ge¬
prüft wurde, von A. attica durch die kühn geschwungene, ventral deutlich vortretende Valve, mit einer ziemlich
unvermittelt sich verjüngenden distalen Partie. Die Clunicula kann als die schmälste unter allen untersuchten
Arten aufgefaßt werden. Sie ist fingerförmig und ziemlich gleichmäßig mit in fast regelmäßigen Reihen stehenden
Dörnchen bedeckt. Das Ende der Valve scharf bewehrt. Uncus schmäler als bei A. attica Fldr.
V
67
530
ADELPHA. Von H. Frijhstorfer.
deboraJi. A. deborah Weeks hat eine regelmäßiger verlanfende dunl^el ockergelbe Zone der Vflgl als A. melona.
Die Hflgl führen keinen weißen Mittelstreifen, sondern nur zwei fahlbraune Antemarginalbinden, Unterseite
ähnhcli A. attica, nur mit dunkler braunen Binden. Columbien, sehr selten. Eine Cotype des Autors in meiner
Sammlung.
zunilaccs. A. zunilaces spec. nov. nähert sich durch zwei kleine gelbliche Präapicalfleckchen der A, attica, im Ver¬
lauf der sehr breiten ockerfarbenen Medianzone etwas der A, erotia und A. jordani. Die Unterseite schließt
sich eng an A. dehomh an, nur sind alle Ijängsstreifen noch dunkler als bei A. dehorah. Iquitos, Tjqie in der
Sammlung Staudinger.
bieder- _ A. bledermanni spec. nov. Oberseite schwarz mit zwei rotbraunen Flecken in der Zelle und strahlen-
vianm. auslaufenden, den Distalsaum nicht erreichenden rotbraxinen Adnervalstreif eben. lietztere wiederholen sich
auf der Unterseite in ziegelroter Färbung. Basis der Unterseite beider Figl kreideweiß. Das weiße Basalfeld
distal von einer breiten hellziegelroten Längsbinde begrenzt. Im weißen Feld befindet sich auf dem Vflgl auch
ein rotes Transversal-, auf denHflgln zwei gabelförmige Longitudinalbändchen. Die gesamte Außenzone beider
Figl schwarz.
Die liier eingereihteu drei Arten sind die einzigen, welche mir in Natur unbekannt geblieben sind und von welchen
auch keine Abbildung existiert.
mahkeda. A. makkeda Hew. von Para. Oberseite dunkelbraun. Beide Figl von einem breiten Band durchzogen.
Auf den Vflgln ist diese Mittelbinde orangefarben und wird von den Adern in acht Teile zerlegt. Der vierte Koni-
ponent distal etwas gegen den A2:)ex vorgeschoben, dadurch über die anderen hinausragend. Das weiße Median-
fehl der Hflgl distal orange angehaucht. Vflgl mit einigen schwarzen Linien und einer orangefarbenen kurzen
Binde in und unterhalb der Zelle, außerdem einem subajaicalen zweiteiligen Fleck. Vflgl mit zwei, Hflgl mit
drei sub marginalen, rötlichen Streifen. Im Analwinkel der Hflgl ein orangefarbener Fleck. Die LTnterseite
differiert kaum von A. erotia. makkeda ist aber oberseits von allen bekannten Spezies leicht zu separieren
durch die in eine %veiße und eine rötliche Hälfte geschiedene Medianzone der Hflgl.
caphira. A. caphira Hew. ist nach einem ^ aus Venezuela anfgestellt und dürfte in die A. ixia- und A. naxia-
Grujjpe gehören; Vflgl dunkelbraun. Beide Figl mit einem weißen Band welches an der zw'eiten Medianader
der Vflgl beginnt, wo es von schwarzen Adern gekreuzt wird. Vflgl. mit einem großen Fleck nahe dem Costal-
rand und eWas außerhalb der Flghnitte. Zwei kleinere Flecke über der mittleren Makel und zwei ebensolche
unterhalb, alle orangefarben. Vflgl mit zwei, Hflgl mit drei Submarginalbändern.
orinoco. A. orinoco Weeks ist im „Canadian Entomologist“ Band 38 beschrieben. Sie stammt aus Venezuela.
II. Sektion. Arten ohne dorsalen Ansatz (Clunicula) der Valve.
Die hierhergehörigen Spezies zeigen airf der Unterseite der Vllgl als gemeinsamen Zeichmmgscharakter schwarze
Gitterzeichnnng vor dem Zellapex.
A. celerio kann als eine der veränderlichsten und deshalb interessantesten Sj)ezies der Gattung gelten,
über deren Formenmannigfaltigkeit bisher so gut wie nichts bekannt w^ar. Kirey glaubte ce/erfo mit A. serpa
vereim’gen zu dürfen, doch entsendet diese Art selbst einen Ausläufer bis nach Zentral-Amerika und dann sind
anatomische Merkmale vorhanden, mit deren Hilfe wir beide Kollektivarten mühelos zu trennen vermögen.
Es ist dies der ungemein schlanke, nadelsj^itze, kühn gebogene Uncus von celerio, der auffallend kontrastiert
mit den 2)lumj)en Uncus der Rassen der A. serpa- und A. Ayas-Grupj^e. Auch die Valve ist schmäler, ■weniger
robust und die Ausläufer des Scaphium kürzer, S2)itzer. Ein weiteres, jedoch rein äußerliches Charakteristikum
bildet die Zeichnungsanlage der Hflgl-Lhiterseite. Dort finden wir bei A.se^'pa eine submarginale Doppelreihe
langgestreckter halbmondartiger Makeln, wmlche zu Binden vereinigt sind, bei celerio dagegen kurze durch
schwarze Linien getrennte, ({uadratische Fleckchen. Oberseits fallen alle in den Fornienkreis von A. celerio
gehörige Rassen auf durch einen grünlichen Hauch der diaphanen Medianzone. Wie bei den übrigen Adelphen
wechselt je nach der Jahreszeit und Lokalität die iVusdehnung des rotgelben Feldes der Vflgl, die Breite der
weißen Medianzone und besonders auch der Umfang des gelblichen Analfleckes der Hflgl. Verbreitung von
diademata. Mexiko bis Peru, vermutlich auch Bolivien, im Osten und in Venezuela. — diademata suhsp. nov. (107 d $)
ist auf die Trockenzeitform basiert, wie sie mir aus West-Mexiko und Orizaba vorliegt. Der rotgelbe Einsatz
der Vflgl bei beiden Geschlechtern ausgedehnter und die transjDarente grünlich weiße Mittelbmde breiter als
godmani. beim Nainenstypus. — Als godmani form. nov. (107 c1) möchte ich eine verdunkelte Abw^eichung anführen, welche
durch verschmälerte grünliche Medianbinden, größeren rotgelben Analtleck der Hflgl oberseits und verdüsterte
celerio. er-weiterte braune Längsstreifen der Unterseite auffällt. Type von Orizaba im Tring-Museum. — celerio
Btlr. (107 d), ursprünglich aus Guatemala beschrieben, jedoch über ganz Zentral-x4merika und bis zumCauca-
Tal (Columbien) verbreitet, differiert durch den kleineren rotgelben Präapicalfleck ohne weiteres von der nörd-
syrna. helleren diademata. — Als syrm. form. nov. wird die m.ii godmani analoge melanotischeForm bezeichnet, welche
GoDMANund Salvin mit dem irrigen Namen massilia Fldr. belegten und Taf. 28 Fig. 7, 8 der Biologia Centrali-
phintias. Americana abbildeten. — phintias siibsp. nov. (107 c), von welcher wir ein $ abbilden, nähert sich der diademata,
ADELPHA. Von H. Fruhstorfer.
531
von welcher sie durch den dunkleren, etwas schmäleren und unregelmäßiger umgrenzten Suhapicalfleck der
Vflgl und verschmälerte Mittelbinde der Hflgl differiert. Venezuela (Merida), Type im Tring-iVIuseum. —
duiliae suhsp. nov. (107 d), eine erheblicher modifizierte Territorial form, findet sich in Ecuador. Sie cntspriclit duiliae.
der Regenzeitform godmani und syrna der nördlicheren Gebiete und ühertrifft diese zentralamerikanischen
Abweichungen noch durch reduzierte weiße Felder der Vflgl. Aus 1000 — 3500 Fuß Höhe von Chimbo und
Paramba vertreten. Hierzu gehört vermutlich ein besonders schönes $ ohne genauen Fundort meiner iSamm-
lung mit dunkelgrünen Binden der Oberseite und hellbraiiner Bewölkung der Unterseite der Vflgl. — dia- diadochus.
dochus stibsp. nov. liegt mir ausTaraptoo am Huallaga, Peru vor. Die Größe des rötlichen Piäapicalfeldes der
Vflgl entspricht mehr jenem von godmani, die Breite der Medianzone der celerio.
A. seriphia ist eine prächtige Vikariante der A. celerio, von Zentralamerika und Venezuela bis Bolivien
verbreitet, kenntlich an noch weiter fortgeschrittener Rückbildung der weißen Mittelbinde flcr Vflgl, welche
in völlig isolierte Makeln aufgelöst ist und luxurianter Entwicklung der rotgelben Zone, welche bindenartig
beide Figl durchzieht und dadurch ein Analogon bildet zu A. olbia Fldr. der A. cy^Äem-Formenserie. IManchmal
fehlt die rotbraune Guirlande der Hflgl. Oberseits wird seriphia noch charakterisiert durch besonders pro¬
minente rotbraune Querbinden der Zelle der Vflgl, während große helmförmige Submarginalflecken derVflgl-
Unterseite eine gewisse Verwandtschaft mit A. serpa andeuten. Wir kennen nur wenige Exemplare, zumeist
Anatomisch erscheint A. serijAiia scharf voir A. celerio und A. serpa getrennt durch die Gestalt des Uncus,
welcher vor der Spitze hakenförmig gebogen und eingeschnürt ist. Uncus im übrigen in seinem Umriß mehr
jenem von serpa genähert, steiler nach außen gerichtet, ohne die schöne Kurve, die er bei celerio bildet und auch
ohne die sanfte mediale Anschwellung des letzteren. — pione Godm. (llOAa)und Salv. ist auf ein einziges $ der 7none.
STAUDiNGER-Sammlung vom Vullvan Chiricpii basiert und differiert von der Namenstype aus Venezuela durcli
etwas fahlere, mehr gelbbraune als rötliche, und breitere Längsbinde der Su])ma^’ginalzone der Oberseite
beider Figl. - — seriphia Fldr., aus Venezuela und Columbien beschrieben, liegt mir in fast identischen seriphia.
$$-Expemlaren von beiden Ländern vor. Die rotbraune Submarginalbinde der Unterseite markanter als
auf der Figur von pione Godm. und Salv. — x41s aquillia subsp. nov. wird eine (J-Form der Sammlung Früh- aquillia.
STORFER eingeführt mit verkürzter rotbramner Binde der Vflgl, wozu sich weitere Exemplare aus Ocana (Co¬
lumbien) der Coli. Staudinger im Berliner Museum finden. — naryce subsp. nov. vom Chanchamayo (Peru) naryce.
gleicht oberseits der aquillia und schließt sich unterseits durch verwaschenes und bleicheres Colorit therasia iherasia.
subsp. 7iov. aus Bolivien an. Dortige von Fa.SSL aufgefundene Individuen sind kleiner als columbische Exemplare,
deren mediane Weißflecken noch unbedeutender, kaum halb so breit als bei 'plone und seriphia. Die weiße
Zone der Hflgl außerdem prägnanter schwarz umgrenzt.
A. serpa eine prächtige Art, deren Verbreitungsgebiet viel au.sgedehnter ist, als angenommen ' wurden
und deren Vorkommen noch für weite Strecken nachgewiesen werden muß. Die zentralamerikanische Rassen
welche bisher nur in einem Exemplar bekannt war und als eigene Art galt, wird hier zum erstenmal mit der
Kollektivspecies in Verbindung gebracht. Allen Formen ist ein sehr großer rotgelber Präapicalfleck ge¬
meinsam; das Medianfeld bleibt stets rein weiß, ohne den grünlichen Anflug der A. celerio. Auf der LTrterseite
wechselt die Ausdehnung der rotbraunen Makel vor dem Apex der Vflglzelle. Klammerorgane durchweg robuster
als bei A. celerio und seriphia, Uncus mehr als doppelt so breit, Valve ventral schärfer gezähnt, deren Spitze
rundlicher; Scaphium und Penisspitze gleichfalls plumper. — sentia Godm. und Salv. Nach einem G Britisch- sentia.
Honduras beschrieben; liegt mir nur in einem Pärchen aus Panama vor. Das $ hat einen noch ausgedehnteren
fahleren Präapicalfleck als das von Godman abgebildete cJ. Die Mittelbinde ist rein weiß, auf deiiHflgln schmäler
als beim G. — paraena Btlr. bildet eine deutliche Zwischenstufe, welche sentia mit serpct verbindet. Vflgl mit paraena.
nur drei statt vier Komponenten der weißen Mittelbinde. Surinam und unterer Amazonas. — serpa (107 c) serpa.
mirde nach 2 $9 Santos abgebildet. Die Rasse bleibt ziemlich konstant zwischen Espiritu Santo und Seio-
Paulo. Weiter im Süden verkürzt sich der gelbe Präapicalfleck etwas und die weiße Mittelbinde verschmälert'
sich. Wir haben dann damon subsp. nov. (107 c), nach einem $ aus Paraguay vorgeführt, aber ziemlich analog damon.
auch in Sa. Catha<rina vorkommend. — ■ ornamenta form. 7iov. dagegen erinnert etwa an A. seriphia. Der o^ker- ornamenia.
gelbe Fleck der Vflgl ist bis zur hinteren Mediana verlängert; Hflgl mit einer kompletten Serie von länglichen
postmedianen rötlichen Intranervalmakehi. Heimat vermutlich Bahia, T}'pe im Museum in Genf. — hyas Bsd. hyas.
ist die distinkte Form aus Rio Grande do Sul, welche durch rundlichere Hflgl mit sehr kleinen Analflecken
charakterisiert wird. Die Unterseite ist bemerkenswert durch das Ausfallen der rotbraunen Schleife und
die weiße Medianbinde. Grundfarbe auch sonst fahler, die Basal und Distalzone mehr strohfarben, statt
weißlich. Der zajifenartige Fleck in der Zelle der Vflgl schmäler, die rundlichen, schwarz umgrenzten Makehr
vor dem Zellapex gelb statt weiß. Beide Figl dann noch ausgezeichnet durch an H. celerio erimrernde schwarze
Intranervalstreifchen. — radiata form. nov. bildet eine Transition von serpa zu hyas dadurch, daß bei ilir bereits radiata.
die schwarzen Intranervallinien vorhanden sind, daß aber auch das für die serpu-Gruppe charakteristische,
rotbraune Schleifenband um das weiße Mittelfeld der Hflgl erhalten bleibt. Auch die Form des basalen Zapfen¬
flecks der Vflglzelle entspricht mehr A. serpa dainon als hyas. In der Gestalt der Klammerorgane überbietet
radiata durch einen massigeren Ausbau des Uncus sowohl als auch der Valve serpa von Rio de Janeiro und hyas
532
ADELPHA. Von H. Fruhstorfer.
von Rio Grande do Sul. radiata findet sich in Sa. Catharina neben A. serpa danion. — Aus Espiritu- Santo liegt
myrlea. mir ein weiteres Analogon zu radiata, vor, nämh'ch myrlea form, nov., oberseits ohne weiteres keiuitlich an
einem nur dreiteiligen, mehr m die Breite als in clieLänge gezogenen rotbraunen Präapicalfleck. Unterseite mit
schmaler, sehr dunkler braunroter Peripherie des weißen Medianfeldes. Sonst wie radiata. Sehr selten, mir nur
in einem Exemplar meiner Sammlung bekaimt.
herbita. A. herbita Weym. ist bisher nur in einem Exemplar ($) bekannt. Oberseite sehr ähnlich A.zea, auch
A. plesaure. Ein gelbes Feld reicht bis zur mittleren Alediane und ist beiderseits scharf eingeschnitten und
besonders distal sehr unregelmäßig. Diese fahlockerfarbene Partie schmiegt sich eng an eine nach vorne sehr
schmale weiße Medianbinde an. Unterseite charakterisiert durch eine den Costalramd berührende weiße Aledian-
binde, welche proximal schwarz umgrenzt wird. Beide Figl auch mit einer weißen Anteterminalbinde geschmückt.
Am Apex und in der Mitte der Vflglzelle je eie gelblicher Fleck. Sa. Catharina.
A. zea. Bisher nur als Brasilien bewohnend bekannt, hat ebenso wie A. serpa ein ausgedehnteres Ver¬
breitungsgebiet, denn wir begegnen ihr bereits in Mexiko und Zentral-Amerika, dann Avieder von Espiritu
Santo an bis Rio Grande do Sul und Paraguay. Die Oberseite gleicht A. serpa, nur sind die Hflgl kürzer, schärfer
geAvellt mit deutlichem lappenartigen Vorsprung am distalen Ende der mittleren Alediane. Die Unterseite
ist durchaus weiß und dadurch von allen übrigen Adelphen verschieden. Zelle der Vflgl mit zwei rotbraunen
Querbändchen; außerdem durchzieht beide Figl eine kaffeebraune oder weißrote Längsbinde. Die Adern sind
emathia. distal scliAA^arz bedeckt und bilden mit zwei antemarginalen Linien ein äußerst zierliches NetzAverk. — emathia
Fldr., aus Potrero in Mexiko beschrieben, ist mir in Natur unbekannt geblieben. Ihr Autor gibt an, daß sie ober-
paroeca. seits der A. serpa sehr ähnlich sei, aber breitere Aveiße Binden führe. — paroeca Bat. Außerordentlich selten
in Guatemala und Costa-Rica ; hat einen schmalen fahlgelben Präapicalfleck und darunter eine viel kleinere,
völlig isolierte Makel zwischen der vorderen und mittleren Mediane. Die Aveiße Medianzone der Vflgl ist da¬
gegen im Gegensatz zu den südlichen Rassen kompakt, der Analfleck der Hflgl. sehr groß. Die Unterseite der
Hflgl führt eine breitere kakaobraune 8ubmarginalbinde als zea, ist aber sonst nicht erheblich verschieden. ■ —
zea. iQa.Hew., aus Rio de Janeiro beschrieben, ist dort sehr selten. Mir liegt nur ein $ aus Espiritu Santo vor, mit sehr
großem blaß ockergelbemEinsatz der Vflgl und einem durch die breite schAvarzeUmrandung der inittlerenMediane
trpenüna. isolierten AA^eißen medianen Doppelfleck der Vflgl. — serpentina .swösp. wo«, bleibt Avesentlich kleiner ; der orange¬
gelbe Subapicalfleck der Vflgl viel schmäler, ebenso der Analfleck der Hflgl. Weiße Medianbinde aller Figl nament¬
lich in Anbetracht der Kleinheit der Exemplare breiter als bei zea von Espiritu Santo. Die Rotbänderung der LTnter-
tarpeia. Seite dunkler, schärfer schwarz umgrenzt. Sa. Catharina. — A. tarpeia subsp. nov. ( 1 10 A b) findet sich in Paraguay
und in einer etwas A^erschiedenen Rasse auch in Rio Grande do Sul. Habituell bleibt sie noch etAvas hinter serpentina
zurück; trotzdem erAveitern sich die Aveißen Medianfelder noch erheblich. Die scliAvarzen Submarginallinien
der Unterseite der Hflgl dagegen sind entschieden schwächer Aind die rote Streifung gleichfalls Aveniger markant
Beschreibung nach 2 d'd' aus Paraguay im Tring-Museum, 3 $$ aus Rio Grande do Sul in der Coli. Fruhstorfer.
Anatomisch hat A. zea, Avelche in der Rasse serpentina Frühst, untersucht wurde, viele Eigentümlichkeiten.
Insbesondere ist sie durch die Valvenform Amn allen bekannten Spezies der zahnlosen Grnppen gesondert durch
eine eigentümlich kurze Spitze Amn gleich breit bleibender zylindrischer Form, AA^elche sich distal nicht AA-ie bei
A. serpa und A. celerio verjüngt. Es sind im Gegensatz zu serpa nur einige scharfe Dornen an dem Ende zu be¬
merken; dafür ist der Terminalrand mit ungeAvöhnlich langen haarförniigen Borsten besetzt. Uncus etAA'a AA ie
bei A. celerio, Avenig kürzer, nicht so schön geschAAuingen.
nea. A. nea schließt sich oberseits durch das Fehlen subapicaler rotgelber Flecken der A. plesaure an. Es
smd nur Avenige Exemplare bekannt. Ich sah nur ein Paar aus dem Tring-Museum und drei Exemplare der
Coli. Fruhstorfer. neaZ/ea». ( 1 10 Ab), ausPeru beschrieben, Amn Cayenne in meiner und von Britisch Guyana
in der Sammlung des Tring-Museums. Ein sehr großer gelbbrauner Transzellularfleck der Vflgl steht namentlich
beim $ fast isoliert. Die Binde sonst Avie bei A. plescmre A^erlaufend, aber unregelmäßiger. Lbiterseite mit drei
Aveißlich- violetten, breit schwarz umgrenzten Makeln an dem A})ex der Vflglzelle, dadurch an A. serpa (107 c)
erimiernd. Hflgl etwas jenen Amn A. celerio (107 d) nahekommend, aber noch mit breiten braunen Binden ver¬
sehen. Lhicus höchst apart durch seine tief eingekerbte Spitze. Valve spitzer als jene von A. serpa, jedoch mit
campeda. nur einem A^entralen Zahne. — campeda suhsp. nov. Längsbinde der Vflgl. schmäler, dunkler ockergelb an
der Submediana leichthin weiß angeflogen. Das AA'eiße Feld der Hflgl verläuft vertikaler, die schAA'arzen
Submarginalbänder sind schmäler. Unterseite: Durch das Dominieren der scliAvarzen Grundfärbung und
die Verbreiterung der rotbraunen Längsbinden Aveiden die Aveißlichen Felder stark eingeengt, ebenso sind
die silberglänzenden blauvioletten Fensterchen in und um die Vflglzelle Adel kleiner. Die Doppelreihe sub¬
marginaler Weißfleckchen wird durch die dicker scliAvarz bezogenen Adern und eine kräftigere Antemar-
ginallinie schärfer getreimt, und die einzelnen Fleckchen stehen deshalb isolierter. Columbien.
Als nachträglich mir bekannt geAVordene Form dieser Gattung ist einzuschieben: (zu Seite 512): A.
fassli. hypsenor fassli subsp. nov. Eine luxuriante Form, bedeutend größer von Gestalt als Exemplare aus der Heimat
der Namenstype, den Provinzen Cauca und AntioqATia. Die Schrägbinde der Vflgl nicht nur bedeutend ver¬
breitert, sondern auch prächtiger in der Färbung. Bei einigen Individuen rein AA^eiß, bei anderen, namentlich
LIMENITIS. Von Dr. A. Seitz.
533
gegen den Analwinkel zu, ausgedehnter rotbraun übergossen. Die Aufhellung des Dransvcrsalbando.s der Vflgl
macht sich auch auf der Unterseite bemerklich. Canon del Tolinia, Zentralcordillere von Columbien, aus 1700 m
Höhe.
50. Gattung-: l^jmeiiitis F.
In diese Gattung gehören 100 Formen, die, wo sie nicht durch Mimikry ihren ursprünglichen Färbungs-
ixnd Zeichnungscharakter eingebüßt haben, vorwiegend dunkle Oberseite der Flügel mit weißer, postmedianer
Bmde zeigen bei ziemlich bunter, rotgelb getupfter oder bandierter Unterseite. Die Schmetterlinge sind meist
von ansehnlicher Größe und ziemlich auffälligem Benehmen, so daß ihre Begegnung auch beim Laien Auf¬
merksamkeit zu erregen pflegt. In Europa führt die Gruppe den Vulgär-Namen ,, Eisfalter“, in Amerika
sind mehrere Arten als ,, weiße Admirale“ bekannt. Die unvollkommene Bedornung der Raupen weist der
Gattung ihre Stellung zwischen den noch schwach hQdoxntQW Catagrammidi und den fast dornlosen Ap /bxnV/i
oder Charaxidi an. Sie werden am besten an die Seite der Ageroniidi gestellt, deren Rpn gleichfalls nur ganz
einzelne Dornen zu Keulen ausbilden, während viele Segmente der Rp gänzlich dornlos sind. Solche Beobachter,
die mehr auf anatomische EinzeUieiten im Geäder, in der Palpenbildung usw. Gewicht legen, berichten von
verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Argynnidi oder den H ypolimyiatidi, von denen sie mir ziemlich
weit entfernt scheinen. Sicherlich haben sie in der alten Welt Beziehungen zu Neptis und Pandita, während
sie in Amerika fast unmerklich in die Adelpha. übergehen. Sie machen den Eindruck einer hoch spezialisierten
Gruppe und sind ganz unzweifelhaft Kinder der allerneusten Schöpfungsepoche, da sie selbst ganz recente,
z. T. noch in der Bildung und Ausbreitung begriffene Schmetterlingsarten kopieren.
Die Eier bilden stark skulpturierte Dreiviertelkugeln, deren Oberfläche ein deutliches hexagonales Netz¬
werk darstellt, dessen Knotenpunkte kleine, borstenförmige Stacheln tragen. Sie werden einzehi an die Unter¬
seite der Blätter, meist nahe deren Spitze abgelegt, wobei zu bemerken ist, daß die Nährpflanzen einander
sehr fernstehenden Pflanzenfamilien angehören. Die Rpn, die größtenteils überwintern, zeigen zumeist nur die
Dornen auf den Thoraxringen und dann wieder die auf den letzten Segmenten ausgewachsen und zuw^eilen zu
morgensternartigen Keulen verdickt, während die auf den dazw-ischen liegenden Ringen bald gänzlich fehlen,
bald zu kurzen Stummehi reduziert sind. Zumeist nimmt die Raupe in der Ruhe eine eigentümliche Stellung
ein, indem sie das Kopfende unter den leicht erhobenen Thorax krümmt, so daß, ähnlich wie bei den Ageronien
und Apaturen die Kopfdornen, hier die Thoracalstacheln als nach vorn gestreckte Wehr erscheinen. Die Puppen
sind ausgezeichnet durch emen beilartigen, sehr eigentümlichen Fortsatz auf dem Rücken der Hlbswuirzel, der
mitunter wie ein aus der Puppe ausgetretener Blutstropfen aussieht. Nur die Gattung Adelpha, die auch
sonst kaum von Limenitis zu trennen ist, zeigt eine ähnliche Bildung, sogar noch in verstärktem Maße. Dieser
blutstropfenartige Fortsatz bleibt leer, wenn der ausgebildete Falter noch in der Hülle liegt. Der Kopf der
Puppe ist vielfach ganz gerundet, kann aber auch in kleine Spitzchen enden oder (wie bei der indischen Gruppe
Aloduza) flügelartige, divergierende Ansätze tragen. Die Schmetterlinge sind elegant gebaut, mit großen Augen,
starke Borsten tragenden niittellangen Palpen, die zumeist einen hchten Längsstrich zeigen; der Sauger zart
aber lang, wenig pigmentiert, im Leben oft grün oder hellgelb. Thorax kräftig, Hlb beim stets sehr schlank,
Vflgl dreieckig mit geradlinigen Konturen, nur der Saum ganz schw^ach konkav, die Fransen meist gescheckt,
der Apex oft fein weiß gesäumt. Hflgl mit welligem Saum,' der zuweilen in der iMitte in schw'achem Winkel
vortritt. Das Geäder ist nicht sehr konstant, doch zweigen der 1. und 2. Subcostalast vor dem Zellende ab. —
Die Limenitis haben in der gemäßigten Zone meist nur 1 Generation. Die Rp überwintert jung, und zw'ar baut
sie sich hierzu oft künstliche kleine Behälter, worin sie den Winter über verborgen bleibt. Im Vorsommer
verpuppt sie sich und gibt den Falter zumeist im Juni. Er tummelt sich auf Waldwegen und breiten Chausseen;
manche besuchen mit Vorliebe Blumen, andere verschmähen diese durchaus und lieben um so mehr Früchte
und Köderstoffe. Einmal angelockt werden sie bald zutraulich, so daß man manche, wenn man ihren Sauger
mit dem Köder in Berührung bringt, füttern kann, während man sie an den Flgln hält. Sonst sind es scheue
und oft nicht leicht zu fangende Waldtiere, die mit flach ausgebreiteten, zuw'eilen sogau- leicht gesenkten Flgln
in stoßweisem, zuckendem Fluge dahingleiten. Am besten trifft man sie in den Vormittagsstunden vor llL^hr
und dann nochmals des Nachmittags gegen 4 LJir an feuchten Bodenstellen, w-ährend sie sich zu andern Tages¬
zeiten Mehr in den Baumkronen aufhalten. Ihr Hauptgebiet ist die gemäßigte Zone der nördlichen Halbkugel;
in Afrika, Südamerika und dem eigentlichen Australien fehlen sie gänzlich; Nordamerika hat 6 Arten.
A. Mi me tische Arten.
L. bredow! Hhn. (= eulalia Dhl. u. Hew.)- Dieser Falter, ein Charakterschmetterling der westlichen öredoici.
Unionstaaten, hat oberseits noch ganz das Aussehen der Adelpha und es ist w’ahrscheinlicher, daß hier tatsäch¬
licher verwandtschaftlicher Anschluß besteht, als daß eine eigentliche Mimila-y vorliegt. Der Falter bewohnt
die Pazifischen Staaten und Mexiko und ist stellenw-eise häufig, aber meist lokal. Oberseits w'cicht er von fast
sämtlichen Adelpha dadurch ab, daß die weiße Mittelbinde, wenn auch unterbrochen, den Vrd fast erreicht,
was bei Adelphen ganz selten und unvollständig vorkommt. Die Unterseite ist aber schon recht abweichend
von jener Gattung und mehr an die andern Limenitis eriimernd, che Hflgl gleichmäßig gelbgriin, nur mit weißer
534
LIMENITIS. Von Dr. A. Seitz.
Mittel- und Submarginalbinde. Die tjrpische breäowi Hübners fliegt von Arizona durch Mexiko bis Guatemala.
californica. — Von ihr weicht die als californica Btlr. (109f) bezeichnete Art durch weniger violett gefärbte Unterseite ab,
besonders ist die bei Arizona- Stücken lebhaft violettgraue Berandung am äußeren Saum der Medianbinde auf
dem Hflgl schmäler, matter und öfters unterbrochen. Die Rp soll nach Edwards auf Eichen leben.
lorquinü. L. lorquiüii Bsd. (109 d). Der vorigen in der Farhenverteilung ähnlich, aber das apicale Rotgelb bildet
keinen isolierten Eieck, sondern bezieht den Apex selbst; die weiße Mittel binde breiter. — Die Rp gleicht ziem¬
lich der von iveidemeyeri ; auf dem 2. Thoracalring stehen 2 Fortsätze. Sie lebt, wie es scheint, auf verschiedenen
Bäumen. Holland gibt Prunus demissa an, nach Edwards lebt sie auf Quercus und Behr sagt, daß der I alter
häufig sei, wo Salix wachse, an der sie lebe ; sonst wird auch noch Pappel genannt. Der Falter bewohnt die West¬
staaten der Union, so besonders Californien, und ist nach Behr stellenweise häufig und leicht zu fangen. —
cavesi. eavesi Hy. Edw. ist eine Form, die in Californien unter typischen Stücken vorkommt.
asiyanax. L. astyafiax F. (= ephestion lu-sula Godt.) (109 e). Der Form pt oserpina von artJiemis oft zum
Verwechseln ähnlich. Die Unterseite wie dort, aber ohne eine Spur der weißen Binde. Oben schwarz, im Außen¬
teil der Hflgl lebhaft metallisch blau. Außenrd ixnd Apex der Vflgl mit kleinen weißen, oft auch orange Fleck¬
chen. — Ei grün, das Netzwerk sehr stark und die Dörnchen auf den Knotenpunkten kräftig und spitz. Rp.
erwachsen weißlich, grünlich oder bräunlich, auf Ring 2 zwei verästelte und verdickte Dornen und mit Ver¬
dickungen auf dem Rücken des 2. und der letzten Abdominalringe; an Eichen, W’eiden, Linden, Kirschen,
Stachel- und Heidelbeeren us w. Puppe mit gerundetem, aber stark vorstehendem Kopfe und ziemlich dickem
gelbbraunem Rückenbeilfortsatz; Vorderteil gelbbraun mit dunkleren Flglscheiden, Hlbsteil schmutzig weiß;
sie ist im ganzen schlanker und vorne dunkler als die von arthemis. Der Falter variiert bei weitem nicht so
stark arthemis \ freilich kann das Blau der Hflgl sehr stark vermehrt sein und sich gelegenthch auf die
cucrulai. Vflgl fortsetzen (ab. caerulea Ehm.). Auch kann durch das atavistische Auftreten einer weißen Binde große
«Zto/oscü(/(/. Aehnlichkeit mit L. arthemis entstehen. Solche Stücke bilden die ab. albofasciata Neivcomb. Die Art ist in
vielen Gegenden Nordamerilvas ziemlich häufig und die 2$ können eine gewaltige Größe erreichen. Das Ver¬
breitungsgebiet erstreckt sich von der atlantischen Küste bis zu den Felsengebirgen und vom südlichen Canada
bis Arizona. Südlich davon taucht dann in Mexiko das Tier wieder an inselartigen Fundplätzen aixf, scheint
arizoHcns'is. aber dort recht selten. Diese Stücke, die den äußersten Süden des Gebietes bewohnen, arizonensis Edw., unter¬
scheiden sich von nördlichen Stücken durch lebhafteren Blauglanz der Unterseite und durch das Fehlen der
weißen Fleckchen am Vflgl-Apex. Die Form nähert sich im Aussehen der Oberseite dadurch noch mehr der
gleichfalls in den mexikanischen Gebirgen fliegenden Vanessa cyanomelas (93 f) und ist wohl, ebenso wie diese,
als eine oberflächliche Nachbildung der geschützten Pa2nlio aus der behis-Gm'p'pe anzusehen, von denen manche
Formen (z. B. chalceus), gleichfalls schwarz und hinten metallisch grün schimmernd, che mexikanischen Gebirge
bewohnen; die mehr nordische Form aber, mit Weißfleckung vor dem Vflglsaum, schließt sich dem Färbungs¬
typ von Paqnlio pdiilenor an, der aucli in andern Faltergruppen {Argymiis diana-^^, Papilio troilus, glaucus usw.)
Nachahmer findet.
archippus. L. arcliippus 6V. (= clisippe Godt.) (109 f). Ahmt Banais plexippiis L. (Bd. 1, Taf. 28 c) nach und hat darum
ein von grundverschiedenes Aussehen. Rotgelb mit schwarzen, weißgefleckten Rändern und dunklen
Adern. Die Nachalimung erstreckt sich auch auf die Unterseite, und als ein wesentlicher Unterschied in der
Zeichnung bleibt eigentlich nur eint gebogene Postmedianlinie der Hilgloberseite bestehen, die aber sehr ver-
pseudodv- schieden ausgebiidet, bald schwarz und dick, bald nur angedeutet ist. Bei der Form ab. pseudodorippus Streck,
’^'^vvas. fepp;, gie ganz. Von Süd-Canada und Britisch-Columbia bis in den Süden der Vereinigten Staaten. — hulstl
ahsoieki (^^9 f) zeigt die Schwarzzeichnung stark vermindert, ebenso die kaum verschiedene obsoleta Edw., welche
letztere noch etwas heller im Gelbton der Ooerseite ist und sich mehr als eine Imitation von Ban. berenice (31a)
floridensis. erweist. Sie kommt mehr im Mesten der Union, in Utah und Arizona -vor. — floridensis Streck. (= eros Edw.)
ist die südöstliche Form, aus den Golfstaaten; sie unterscheidet sich von typischen archippus hauptsächlich
durch die dunkel rotbraune Oberseitenfärbung und wird wohl hauptsächlich darum mehrfach als eigene Art
angesehen, weil die Rp auf dem 2. Ring längere Hörner haben soll. — Ei lebhaft grün, fast sphärisch, Rp wei߬
lich, mattgrün oder bleigrau getönt mit schmutziggelben oder grünen Schattierungen, Bauch xind Füße dunkler
braun oder olive. Der 2. Abdominalring ist verdickt, wodurch der Rückezrbeilfortsatz der Puppen schon an¬
gedeutet ist. Die Puppe selbst ist der von asiyanax sehr ähnlich, etwas schmächtiger und trüber gefärbt. Die Rp
lebt besonders an Pappeln und Weiden, der Falter ist nicht selten. — Die Art steht der asiyanax viel näher als
das gänzlich andere Aussehen (eine Folge der Verschiedenheit der Modelle) vermuten läßt; dafür sprechen
Rp, Puppe, Lebensweise und die Beobachtungen über Hybriden von beiden Arten.
B. N i c h t mi m e t i s c h e Arten.
weide-
meyeri.
L. weidemeyeri Edw. (109e). Oben scliwarz mit weißem Postmedianband, hinter dem eine weiße Punkt¬
reihe und auf dem Vflgl eine weiße subapicale Halbbinde stehen. Auf der Hflglunterseite ist die Wurzelhälfte
durch zahlreiche schwarze Querstriche in eine große Zahl gelbgrauer Zellen geteilt. Normal ist das weiße Band
shiefascia. in beiden Geschlechtern ziemlich gleich breit, doch kann es auch aberrativ reduziert sein (— ab sinefascia
AGERONTIDI; ECTIMA. Von Er. A. Si-:itz.
Edw.) — Rp weißlich mit grünen Schatten und Flecken, die ßauchfläeho bis zur Seitenlinie dunkler. Auf dem
2. Thoracalring stehen 2 lange, verästelte Dornen, auf dem dahinter, sowie auf dem ?>. und den leltzlen Ahdo-
minalringen stehen gestachelte Knöpfe; an Populus. Pup])en bräunlich (anfangs grünlicli), die Elglschcidon
dunkler, der Abdominalteil heller; der Rückenfortsatz gelbbraun. Der Falter ist besonders im westlichen Nord¬
amerika verbreitet, im Gebirge häutiger, besonders in dem Felsengebirgo, sein Verbreitungskreis reicht in flen
Vereinigten Staaten von Montana und Nebraska bis zur Westküste.
L. arthemis. Der vorigen ähnlich, aber auf der Unterseite ganz verschieden; diese ist dunkelbraun,
von der weißen Binde durchzogen, mit Orangetupfen in der Elglzelle und vor dem Rand. Die gewöhnliche Form
arthemis Drury {= lamina F.) (109 e) hat sehr breite weiße Bänder, erinnert also oberseits etwas an weiderneyeri, crtheinis.
sosvie an gewisse altweltliche Formen. — Bei der Form proserpina Edw. (109 e) können aber die weißen Binden
obliterieren, und zwar in seltenen Fällen bis zu völligem Verschwinden, wodurch große Aehnlichkeit mit a-sty-
anax entsteht, besonders, wenn auch das Hflglblau vermehrt ist. Dann schlagen aber meist die orangeroten
Submarginalflecke der Hflgl Unterseite oben durch, eventuell sogar bei gleichzeitiger Vermehrung des Gelbrot,
was zur Aufstellung der Form l ufescens CML geführt hat. Auch ist 'proserpina meist erheblich kleiner als asty- rufescens.
anax. — Ei grün, Rp erwachsen dunkelbraun (seltener olivgrün) mit einem weißen Rückensattel auf dem 5.
bis 8. Abdominalring. Der verdickte 2. Thoraxring trägt kerne verästelten Dornen, wie die vorigen, sondern
zwei stumpfe, oben gestachelte Kegel, der 2. Abdominalring ist gehöckert, ebenso der vorletzte. Sie lebt an
Crataegus, Salix und wahrscheinlich auch andern Pflanzen. Der Falter fliegt auf Wegen an feuchten Stelleu,
vielfach häufig im südlichen Canada und den nöi’dlichen Vereinigten Staaten südlich bis Pennsylvania, fehlt
aber dem ganzen Westen. Nach Holi^and geht er bis 2500 ni hoch.
K. Gruppe Ageroniidi.
Hierunter vereinigen wir eine der merkwürdigsten Tagfaltergruppen, die ’^lurchaus auf Amerika be¬
schränkt ist. Die Hauptgattung Ageronia {Peridromia) besitzt ein Lautorgan, dessen Aeußeningen, ein eigen¬
artiges Rattern oder Klappern, zu den energischsten Tönen gehören, welche Insekten vernehmen lassen. Eine
über die Straße fliegende, rasselnde Ageronia lenkt selöst die Blicke der Passanten auf sich, und ich konnte
im stillen Walde ohne Aufmerksamkeit das Geräusch auf 40 Schritte weit vernehmen. Tm Volksmunde haben
daher die Falter den Namen ,, Klapper“ oder ,, Rasselchen“ (in Brasilien: ,,Matraca“). Das Geräusch ertönt,
sobald ein Falter des andern ansichtig wird, dann aber auch beim Verfolgen von Eindiinglingen in das Revier
lauernder Männchen. Eine weitere Eigentümlichkeit besteht darin, daß bei den Ageroniidi die Oberseite eine
flechtenartige oder stammbraune Schutzfarbe zeigt, während die Unterseite oft lebhafte, grelle Farben trägt, wie
Blutrot, Crocusgelb etc. Im Einklang hiermit steht auch die Haltung während der Ruhe die etwa die einer
Boarmia ist; der Falter sitzt mit flach gebreiteten Plgln an einen Stamm geschmiegt und klappt niemals, wie
die andern Tagfalter, die Figl über dem Rücken zusammen. Oft sitzen Dutzende von Faltern an einem Stamm.
Jagt man sie auf, so wirbeln sie wild um den Stamm herum und setzen sich dann gewöhnlich an die dem Ver¬
folger abgekehrte Baumseite. Auf der Flucht selbst gleiten sie lautlos dahin, doch umflogen sie mich manch¬
mal ratternd, wenn ich auf einer Lichtung stand und sie setzten sich kopfunter mit au.sgebreiteten Flgln an
mich, wenn ich einen grauen Anzug anhatte und mich still verhielt. — Das Organ, womit sie den Laut hervor¬
bringen, hat man natürlich zunächst im Geäder gesucht. Bei der sehr stark klappernden A. feronia. findet sich
nun keine Aderverdickung im Wurzelteil der Figl, aber der Vflgl zeigt die Discozellularen zu einer starken,
hornigen Leiste verdickt und ebenso die Mediana und die Radialen an der Stelle, wo diese mit den Discozellu¬
laren Zusammenstößen. Auf der Flglunterseite kann sich der Verbindungspunkt der oberen Discozellularis mit
der Subcostalis zu einem veritabeln Knopf erheben, der allerdings den Verdacht erregen muß, durch die Piin-
wandlung zu einem Instrument in solch auffälliger Weise entartet zu sein. Dem gegenüber hat jüngst Rever-
DiN bei Untersuchung der Genitalien ein aus 2 stachligen Spitzen bestehendes Organ am Hlbsrande von Agero-
nien entdeckt, indem er den Tonerzeuger vermutet. — Die Rpn leben, soweit bekannt, anDalechanipia-x4rten;
sie zeigen 2 dünne, leicht gebogene Kopfhörner und auf dem Rücken einzelne, am Ende zu verästelten Sta¬
cheln entwickelte Dornen; die Puppe selbst hat am Kopfe zwei lange, divergierende Fortsätze (Hasenohren),
sonst aber keine auffälligen Anhänge. Die Schmetterlinge sitzen mit Vorliebe atr Alleebäumen und an den
die Straßen besäumenden Palmen, so an den in Ziergärten im tropischen Amerika weit verbreiteten Oreo-
doxa, an Embauba-Bäumen und Bombax.
51. Gattung’: Eetiiiia DU.
Ziemlich kleine braune Falterchen mit weißer Vflglbinde und Flechtenzeichnung, unterseits ohne grelle
Farben. Der 1. Subcostalast der Vflgl zweigt direkt vor, der 2. hinter dem Zellende ab; die obere Discozellu¬
laris ist ganz kurz, die mittlere gekrümmt, die untere verkümmert. Das Auffälligste an dem Falter smd die
sehr langen Mittel- und besonders Hinterbeine, deren Schienen sowohl wie die Schenkel und Tarsen sttirk ver¬
längert sind. Durch Streckung dieser Beine hebt der kopfabwärts an Stämmen sitzende Falter den Vorder¬
körper hoch, während die Außenrder der Figl der Rinde des Stammes fest anliegen. Die Rp der einander sehr
536
PANACEA. Von Dr. A. Seitz.
ähnlichen Formen lebt an Dalechampia ; sie hat dieKopfhörner stärker gekrümmt als bei verwandten Gattungen.
Die Pp mit Hasenohren am Kopfe, die etwas kürzer und breiter sind, als bei Ageronia. Die Falter trifft man
entweder an Stämmen ruheml oder solche in Spiralen aufiiegend. Im Gegensatz zu den Ageronia scheinen sie
nicht klappern zu können, wenigstens habe ich nie einen Ton von ihnen gehört. Die Verbreitung reicht über
das ganze wärmere Süd- Amerika von ISücaragua bis Südbrasilim und Paraguay. Die Formen dieser Gattung
stehen einander recht nahe, und da die älteren Beschreibungen ungenau sind und Vaterlandsangahen oft fohlen,
so sind die Beziehungen der älteren Namen zu den jetzt bekannten Formen nicht immer nachweisbar.
rectifascia. N. rectifascia Bür. it. Dr. (? = lirina Fldr., erycinoides Fk/r.) (103 a). Diese nördlichste Art, die sich
über das ganze südliche Zentral- Amerika von Nicaragua bis Panama verbreitet, ist sofort kenntlich an der relativ
schmalen, innen stets glatt abgeschnittenen Vf Igl- Schrägbinde. Die Figlgrundfarbe ist ziemlich hell nußbraun
ohne jeden Metallschimmer.
l\r\a. A. Hria F. (103 a). Dmse Art scheint mir die Venezuela-Form darzustellen, die wohl auch noch in Gu¬
yana fliegt. Die Schrägbinde ist doppelt so breit, endigt breit über dem Innenwinkel im Saum ; die Unterseite
ist viel heller, die Oberseite zeigt in der Sonne unerkennbaren, wenn auch matten und stumpfen Violettschiller.
infirma. — inürma Frühst, iliegt weiter südlich (Bahia); sie hat auffallend hell mausgraue Grundfarbe und die weiße
lirissa. Vflßlbinde ist breiter. — linssa Godt. (103 a, b) ist die südbrasilianische Form ; die Binde ist an den Rändern aus-
exilita. genagt und ibr unterer Teil zeigt mitunter dunkle Ozellen oder Ringelchen (= ab. exilita Frühst.)', die Oberseite
Urides. ist ziemlich dunkel und schimmert et\?as in der Sonne, aber ohne eigentlichen Blauglanz. — Bei ürides Stgr. (103 b)
vom oberen Amazonas hebt sich die dunkle Oberseitenzeichnung wenig von der düstern Grundfarbe ab und die
ziemlich glattraaidige Vflglbinde endigt sehr breit auf dem unteren Medianast ; die Unterseite mehr mausgrau
astricta. als gelbbraun und dürftig gezeichnet. — astricta Frühst, von Peru zeigt oberseits in beiden Geschlechtern Blau¬
glanz und die weiße Sclirägbinde der Vflgl endet infolge tiefer Einbuchtung in einer Art Zapfen ; dif schwarzen
Bänder dunkler und vertikaler gestellt. — Rp an Dalechampia ; Puppe braun mit blassen Flecken; von Ring 5
ab ein heller Dorsalstreif. Die Falter sind meist häufig auf Waldlichtungen; werden sie von einem Stamm ver¬
jagt, so fliegen sie zumeist in geradem Iluge auf den nächsten Stamm zu, wobei eine oberflächliche Aehnlich-
keit im Flug mit dem $ von Emesis jastidiosa unerkennbar ist; letztere setzt sich aber niemals an Baumstämme,
sondern an die Unterseite der Blätter.
jona. D. Jona Flexo. Sofort zu kennen an der beträchtlicheren Größe und der in einzelne weiße Flecke aufge¬
lösten Schrägbinde. Das stärkeren Blauglanz. Von Peru- bis zum unteren Amazonas; scheint seltne’’.
52. Gattung- : Paiiacea. S. u. 0.
Diese Falter ze’gen auf der Oberseite durchgehends grüne metallglänzende Bänderung, die im ßasal-
teil der Hflgl eine komplizierte Parallelströznung darstellt, die dann durch eine zusammenhängende Metallbinde
abgeschlossen wird. Wie bei den Ageronien, denen che Gattung sichtlich nahesteht*), kann die Unterseite blut¬
rot oder auch matt gefärbt se’n. Früher wurde die Gattung mit der folgenden Batesia zusammengeworfen,
doch weicht die einzige Art, welche die letztgenannte Gattung bildet, so erhebhch ab, daß sie besser getrennt
bleibt. Bei Batesia bildet nämlich die obere Radialis desVflgls eine nach oben konkave, nach unten konvexe
Krümmung, also gerade umgekehrt wie die unterste Radialis, so daß beide vorn und hinten divergieren und in der
Mitte sich nähern, während die zweite Radialis mitten zwischen beiden hindurchzieht. Dadurch kommt etwa
folgende sonderbare Figur zustande die noch um so mehr auffällt, als sie in einem riesigen blutroten Fleck
steht. Bei den Panacea ist der Verlauf der Radialen normal, annähernd parallel; auch sind che Vflgl hier viel
spitzer, ilir Außenrd in der Mitte eingezogen usw. Ueber die Jugendzustände wissen wir nichts ; die Falter lieben
das Gebirge, sind stellenweise häufig und haben ähnliche Gewohnheiten wie die Ageronia. Die einzelnen Ai'ten
variieren außerordentlich, aber weniger geographisch als individuell, und zwar so sehr, daß fast sämtliche Arten
durch gewisse Üebergänge miteinander verbunden sind. Die Apex Unterseite ist bald blutrot, bald schwarz
oder gelb, die Hflgl sind unten bald mit Wischen, mit Linien, Figuren oder auch gar nicht gezeichnet.
'procilla. P. procÜla Heiv. (103 c) ist die Art, welche nächst der unten scharlachroten prola am meisten zu uns
kommt. Sie hat unten schwarze Vflgl mit rotbraunem oder dunkel graubraunem, durch weiße Schrägbinde
abgeschnittenen Ajeicalteil; die Zeile ist braun und blau gebändert, die Hflgl sind rotbraun, schwarz gezeichnet.
In Columbien, nicht selten, häufig in den sog. ,, Bogota- Sammlungen“. A. H. Fasse hat über che Lebensweise
einige Beobachtungen gemacJrt. Darnach ist das Ei sehr klein, wie von Satyrus hriseis, kugelig, gegen den oberen
Pol zix etwas verjüngt, die glatte Basis abgeplattet. Die Seiten tragen 12 senkrechte Kerben, die kurz vor der
Spitze in überhängende Zipfel blütenkelchartig endigen. Die Farbe des Eies ist rotbraun. — procilla gehört an
manchen Orten Columbiens in Höhen zwischen 4 bis 1200 m zu den häufigeren Faltererscheinungen. Während
das G off in Mehrzahl auf den Exkrementen der Urwald wege saugt, ist das große und besonders untersei ts er¬
heblich verschiedene $ eine enorme Seltenheit. Wenn procilla-SE (und auch andere Panacea- und Peridromia-
Aiten) bei ihrem Schmause gestört werden, haben sie die Gewohnheit, bis an einen benachbarten Baumstamm
zu fliegen, um dort meist in ziemlicher Höhe mit ausgebreiteten Flgln, kopfabwärts sitzend, abzuwarten, bis
*) Sie leitet zu den Charaxidi liinüber.
Ausgeyeben 14. in. 1916. BATESIA. Von Dr. A. Seitz. AGERONIA. Von ir. Eruhstorfer.
537
der Störenfried vorüber ist, worauf sie wieder genau an die alte Wegstelle /anückkeliren (A. H. Fassl). JJas
$ von procilla ist dem d' ganz ähnlich, aber größer und unten heller im Ton, die subapicalsn Wcißflecke kräf¬
tiger, mehr wischartig, öfters zusammenfließend. — Es gibt aber auch größere Stücke, die oben dunkler sind
als typische procillo, dies ist die Form ocana Frühst., so benannt von dem Wohnort Ocana am unteren dlagda- ownu.
lenenstrom, wo sie aufgefunden wurde. — ■ Umgekehrt kommen in Columbien auch kleinere Stücke vor: salacia salaela.
Frühst, mit einer zwar nicht breiteren, aber mehr goldig grünen Sclunuckbinde der Vflgl. Uie präapicalen l'lek-
ken wie bei typischen procilla, aber die weißen Streifen auf der Vflgl-Unterseite kürzer als dort, mehr wie bei
ocana. — lysimache /S. ?i. G. wurde auf ein einzelnes (d vom Chiriquivulkan aufgestellt und ist wohl nicht art- lysirn/iche-
verschieden, indem sie sich nur durch die etwa doppelt so breite stahlgrüne Postmedianbinde der Vflgl unter¬
scheidet und dadurch, daß die submarginalen Hflgl-Ozellen, die bei procilla eine schöne regelmäßige Kette bilden,
fast erlöschen. — Auch divalis Bat. steht der procilla nahe, doch ist die Unterseite jener stärker rot angeflogen; divalis.
dabei fehlen die Augenflecke ganz oder es sind nur 2 bis 4 kleinere vorhanden. Vom oberen Amazonas.
P. chalcothea Heio. (103d). Aus Columbien; die Oberseite ist der von procilla, oder noch mehr von cMlcothea.
lysimache ähnlich, doch stehen vor dem Aj)ex keine Fleckchen, sondern nur ein ganz matter Streif enwlsch.
Die Hflgl sind unten wundervoll hellrot, gegen den Apex zu gewölkt. — Die Art bildet so einen Uebergang
zu prola.
P. prola Dhl. u. Hew. (103 e). Oberseits an der breiten Post me dianbinde der Vflgl und daran zu er- vroia.
kennen, daß auch auf dem Hflgl an Stelle der Augeimeihe der procilla. ein unscharf begrenztes, dunkelgrünes
Metallband tritt. Unten sind die Hflgl und der Vflglai)ex prächtig rot, meist ganz zeichnungslos, höchstens
die Querader und ein ganz schmaler Hflglsaum ist manchmal schwarz. In Columbien nicht selten. — zaraja zaraja.
Frühst, von Merida in Venezuela ist größer, hat breitere Binden als kolumbische Exemplare ; die Subapicalbinde
der Vflgl Unterseite ist dunkler, reicher hellgrün statt blau überpudert, die Unterseite der Hflgl matter rot. —
amazonicaFm/iÄ/f., vom oberen Amazonas, ist größer mit breiterer Vflglbinde und deutlicheren schwarzen Längs- amazonica.
bändern. Hflgl-Unterseite lebhafter rot und ohne Spur einer dunkeln Submarginalbinde. — Als dubia Kretschm. dubia.
wurden Stücke bezeichnet mit unterseits besonders grell roter Vflglspitze. Uebrigens muß bemerkt werden,
daß das Rot der Unterseite sehr abändert; bei manchen d'd' ist es völlig rein und auf den Hflgln zeichnungslos,
dann wieder durch Auflagerungen getrübt, mit Randzeichnungen, einem Zellschlußstrich oder einigen Discal¬
flecken versehen, wie sie das $ fast stets aufweist. — prolifica Frühst, hat auf dem Vflgl oben breitere Binde, prolifica.
unterseits ist das Band, das den Apex abschneidet, reiiier weiß und außen dunkler grün gerandet. Ecuador.
P. reginaBaC (103 e). Gleicht sehr der pro/a, aber die unten roten Hflgl sind dunkel gezeichnet und in der rcgina.
Zelle fehlen unterseits die roten Basalflecke. Vom oberen Amazonas. — victrix Frühst, von Ecuador ist in der victrix.
Gesamtfärbung dunkler und die schwarzen Streifen der Oberseite heben sich mehr ab. Die Hflglbinde analwärts
auffallend verschmälert. Unterseite wesentlich dunkler mit prominenteren submarginalen Ringen.
53. Gattung'; ISate^^ia Fklr.
Die Unterschiede im Geäder zwischen dieser und der vorigen Gattung, die früher unter dem (präoklai-
pierten) Namen Pandora Wiv. vereinigt waren, sind unter Panacea angegeben. Hier handelt es sich nur um eine
Art, einen großen, höchst auffällig gefärbten Falter, der am oberen Amazonas und am Rio Negro in Ecuador
lebt und dort nicht gerade selten ist. Ueber die Lebensgeschichte ist nichts bekannt.
B. hypochloraF/df. (103 f). Oben schwarz mit dumpfem Blauschiller, der ein schwarzes Submarginalband hypochlora.
frei läßt. Die Vflgl tragen im Außenteil einen sehr großen, ovalen, scharlachroten Fleck. Die Hflghniterseite
ist metallisch graugrün. — hypoxantha S.u.G. gleichfalls vom oberen Amazonas, hat. unten lehmgelbe, Idiclithypoxantha.
grünlich angeflogene Hflgl und hemichrysa 8. u. G. (103e) hat die Hflglunterseite lebhaft dottergelb, beim hemichr ysa .
trüber; aus Ecuador.
Ageronien- Gruppe.
Mediana der Vdfl ohne Sporn, oft sackartig am Grunde aufgetrieben. $$-Vorderfüße am 1. — 4. Gliede bedornt.
Raupen mit Dornen besetzt. Puppen am Kopf mit 2 langen Bändern.
54. Gattuiig-: Ageroiiia Hhn.
Die zu dieser Gruppe gehörigen Arten haben so viel Eigentümliches, daß sie zu den biologisch und
morphologisch interessantesten neotropischen Rhopaloceren zu rechnen sind. Außerdem sind sie strukturell
und anatomisch so scharf umgrenzt, daß engere Beziehungen zu den sie umgebenden Tagfaltergruppen nicht
nachweisbar sind.
Strukturell sind die Hgero7^^a ausgezeichnet durch die ungewöhnlich verdickte Costale und die scharf
konvex gekrümmte hintere Discozellulare der Vflgl.
Das Geäder selbst ist von Art zu Art, ja selbst, wie bei einigen Argynniden, imierhalb der Geschlechter
V 68
53S
AGERONIA. Von H. FEUHSTORi’ER.
veränderlich. Man hat früher versucht, zwei Untergattungen, A.9ero»fa und PerzWromm, auszuscheiden und dies
darauf begründet, daß bei Ageronia die ersten Subcostaläste freistehen, bei Peridromia aber aus einem gemein¬
samen Stiel hervorgehen, also eine Gabel bilden. Dieses Merkmal ist aber schon innerhalb der Geschlechter
eitler Art hinfällig; so hat das von A.arete gegabelte, das $ freistehende Subcostaläste. Godiman und Salvin
haben auch versucht, die Ausmündung der basilären Discozellularader als Trennungsmotiv zu benutzen, weil
bei einigen Arten der Zellschluß vor der Gabelung der vorderen Medianen, bei anderen an der Gabelung selbst
erfolgen soll. Durch die Beachtung der Discozellularstellung würden nicht allein die nächsten Verwandten
weit getrennt, es müßten soga.r manchmal die beiden Geschlechter einer Art auf zwei ,, Gattungen“ verteilt
werden. Letzterer Pall träte z. B. bei A. arete ein, mit Zellschluß bei den vor, bei den $$ indessen an der Me¬
dianspaltung. Dr. Schatz ha,t dieselbe Erscheinung bei einer weiteren Spezies, nämlich A. arethusa, sogar schon
bildlich vorgeführt. Dennoch lassen wir auch hier die beiden Sektionen gelten, nur mit der Einschränkung, daß
ihnen nur subgenerischer Wert beigelegt wird. Wir unterscheiden somit :
A. beide Geschlechter mit zwei freistehenden Subcostalästen vor dem Zellende derVflgl {Artengruppe Ageronia),
B. die Subcostaläste nur beim $ freiverlaufend, beim ^ aus einem gemeinsamen Stiel entspringend (Artengi'uppe Peri-
droinia).
Die Konfiguration der Klammerorgane scheint die bisherige isolierte Stellung der Ageroniiden durch er¬
hebliche Abweichungen von den nächsten Verwandten zu rechtfertigen. Die primären Zeugungsorgane dokumen¬
tieren zwar durch den ungemein langen Oedeagus und Saccus einen gewissen Anschluß an die Apaturiden, doch
wird dieser durch die fast nadeldünne Form des Penis wieder aufgehoben. Das Tegnmen ist schwächlich gebaut,
mit einer einfachen und starken Spitze, welche an gewiße Satyriden und, wenn man will, Euthaliiden gemahnt.
Die fast bei allen Arten nach außen schräg abgeschnittene Valve kann als limenitoid gelten, mit entfernten Bezie¬
hungen zu jenen der Gattungen Adelpha und Athyrna. Ihr fehlt jedoch die dorsale Furche dieser Genera, und
die Valve gleicht viel mehr einer kantigen Glasplatte, als dem Becken der Limenitiden. Die Konturen der Klam¬
merorgane ergeben, mit etwas Phantasie betrachtet, die Gestalt eines fischenden Wasser vogels. Das interessan¬
teste Faktum aber bildet die Existenz eines Organes am Sternit des 11. Abdominalsegments, das Professor Re-
VERDiN im Oktober 1914 entdeckt und als solches erkannt hat. Das eigentümliche Gebilde wurde im ,,Entomo-
logist Record“ am 15. Mai 1915 p. 98 als Godman iind SALVIN-Organ bezeichnet, weil diese Autoren in der ,,Bio-
logia“ (Vol. I p. 268) im Jahre 1883 bereits zwei Stäbchen erwähnten, welche den oberen Enden des ventralen
Teiles des Terminalsegments am Abdomen eingefügt seien. Ein ähnliches Organ fand ich inzwischen bei ver¬
schiedenen Nymphaliden- Genera, so z. B. bei C ystineura, Libythina, Cybdelis, Temenis, Bolboneura, Pyrrhogyra,
Lucinia, Nica, Peria, Vila, Dynamine, Ectima und allen Catagrammiden, ja sogar den Libytheinae. Bei letzteren
allerdings hat es den Platz gewechselt und findet sich vor dem Tegumen am Tergit des letzten Segments. Am
prächtigsten ist das neue Organ bei den EpipMle vorhanden, uxrd zwar in einer horizontalen Bildung, wie sie auch
den Eunica und sämtlichen Euryteliden eigentümlich ist. Die letztere Kategorie bezeichnete ich als ,, Organ Re-
verdin“, welches bei den Pimfra am tiefsten in die Leibeshöhle eindringt, während es bei den Catonephele hveit
sichelförmig aufsteigt und dort im Jahre 1899 durch Stichel konstatiert und als ,, Rami“ bezeichnet mirde. Das
Godman-Salvin- Organ, welch es bisher den Ageroniiden eigentümlich ist. tritt noch in einer Kombination mit eigen¬
tümlichen Spiculae auf. Diese sind entweder nadelspitz- oder lanzenförniig und weisen gewisse Analogien mit
dem JuLLiENschen Organ auf. Ihre Dimensionen und die Art der Befestigung differieren zwar erheblich von dem
JuLLiEHschen Organ, dennoch aber dürfen wir vermuten, daß deren Funlctionen demselben Zweck dienen. Dr.
Reverdin hält es für wahrscheinlich, daß das Organ Godman allenfalls in Beziehung des physiologisch, bisher
noch unaufgeklärten Geräusches der Ageroniden stehen könnte. Persönlich neige ich dagegen zu der Amxahme,
daß es sich um ein Reizorgan handelt, welches die Tätigkeit der eigentlichen Klammerorgane unterstützen soll.
Tatsache ist jedenfalls, daß das Organ Godman bei allen Arten differiert und daß daraufhin die einzelnen Spe¬
eles mit viel mehr Gewißheit unterschieden werden können, als es mit Hilfe der nur unbedeutend differenzierten
und unter sich somit sehr ähnlichen eigentlichen Klammerorgane gediehen kann. Das Organ Godman kann sehr
lang und dünn {arinome) oder kürzer und mehr keulenförmig sein {arethusa) , nur wenige Spiculae tragen {arete)
oder ganz dicht mit ihnen besetzt sein {arethusa). Das Sternit selbst ist bei allen Arten nach außen verschieden.
Es kann distal ganzrandig {chloe, ferox) oder tief ausgehölt sein {arethusa, februa) und trägt im letzteren Falle ein
dichtes Büschel Borstenschuppen in der Ausbuchtung. —
Die Rpn tragen im erwachsenen Zustande auf dem Kopf 2 an der Spitze etwas kolbige Hörner, auf
dem Rücken und den Seiten mit kurzen Aesten besetzte Dornen ; dagegen sind diePpn von ganz eigentümlicher
Gestalt und durch 2 lange flügelartige schmale Bänder (Hörner ?) zu beiden Seiten des Kopfes ausgezeichnet.
Die Pp zeigt eine ganz merkwürdige Lichtempfindung indem sie sich bei Beleuchtung mit dem Vorderkörper
horizontal aufrichtet, in der Dunlcelheit aber wieder in dis hängende Stellung zurücksinkt. Diese interessante
Boebachtung Dr. Muellers erklärt vielleicht die Angabe Lacordaires, da eine horizontal angeheftete Pp wohl
leicht die Vermutung erwecken kann, als sei sie noch außerdem durch einen Faden gestützt.
Die Falter setzen sich auf moos- oder flechtenbedeckte Baumstämme hoch über der Erde und sie wissen
sich der Umgebung geschickt anzupassen. Manchmal findet man 8 — 10 auf einem Stamm immer mit
dem Kopf nach unten, die, wenn sie verscheucht werden, wieder zurückkehren, sich aber auf die andere
AGERONIA. Von H. Frtjhstorfek.
539
Seite des Baumes setzen. Nach meinen Beohachtiingen in St. Catharina fliegen die Falter mit Vorli8})e an
sonnigen Nachmittagen, wo sie dann im Fluge spielend jenes eigentümliche, oft })e.schriebene knackende Ge¬
räusch hervorbringen, welches ihnen nach Dr. Seitz den Namen ,,Rasselchen‘' verschafft hat. J)ie Engländer
nennen sie ,,Trik-Trak“, die Amerikaner ,,Calicoes“ und nach einem Berichte van Volkems, den Ch.:U?ron-
NIER Ann. Soc. Ent. Belg. Juli 1873 p. 21 mitteilt, bringen beide Geschlechter jenes Geräusch hervor, das man
vergleichen kann der: ,,crepitation de sarments en combustion.“
Dr. Hahnel glaubte, das Klappern der Ageronien, welches .sich bei helladonna ani stärksten und häufig¬
sten hörbar machte, entstünde durch das Zusammenschlagen der Figl. Diese Vermutung fand er aber wieder¬
legt, als er einmal ein Figlpaar festhielt, während dennoch der Ton bei dem freien Paare zu hören war und doch
ganz willkürlich hervorgebracht werden konnte. Dem Klange nach erinnert das Knattern bei helladonna an
das Knistern von starkem Papier.
Die Ageronien bleiben beharrlich an ihrem Standort, von dem sie sich nach meinen Erfahrungen nie
weit entfernen; sie scheuen auch die Nähe der An.siedlungen nicht, und ich traf sie an Reitwegen mit lebhaftem
Verkehr. Auch lieben sie sogenannte ,,Waldschänken“, wo sie von dem berauschenden Saft naschen, der aus
Bohrlöchern von Coleopteren fließt. Man trifft sie dort in Gesellschaft Yon Opsij)hanes, ja selbst riesigen CViZmo.
Die Ageronia sind am wachsamsten und erheben sich zuerst, um sich in Sicherheit zu bringen; sie kehren aber
nach längerer Pause mit Bestimmtheit wieder zurück.
Bei Säo Paulo beobachtete Dr. Hahnel A. velutina, arinome und helladonna an Waschplätzen, deren
Bassins im Dicldcht von Blattgewächsen angelegt waren und das zu ihnen hingeleitete Quellwasser lockte auch
die Ageronien in Gesellschaft von Adelpha von den hohen Bäumen auf den sonnigen Boden.
Die Ageronia sind lebhafte Tiere, welche sowmhl im dichten Walde wie an Waldrändern und freien
Plätzen zu finden sind. Am unteren Amazonenstrom sind die grauen Ageronia-Artew, wie feronia und ferevtina,
die gememsten Falter, welche an jeder sonnigen Hüttenwand und an jedem freistehenden Baume üir Wesen
treiben. Besonders häufig pflegen sie dort sich unter Mangobäumen zur Zeit der f'ruchtreife zu versammeln,
und dann findet sich auch amphinome daselbst ein, welche sonst mehr im Walde lebt. An den hellgrauen
Mangobäumen angeflogen, lassen sich diese grauen Falter kaum noch entdecken. Alle Ageronia stimmen darin
überein, daß sie (von manchen auch die $$) sich mit besonderer Vorliebe mit ausgebreiteten Flgln an glatte
Baumstämme setzen, jedoch niei.st mit dem Kopf nach abwärts gekehrt. Hiermit scheinen sie nun wohl weniger
zu bezwecken, sich etwaigen Feinden unsichtbar zu machen (da dies auch höchstens nur den hellgrauen Arten
gelingen dürfte, während die dunlclen Ai’ten sogar schon von großer Entfernung sichtbar sind), sondern sie lieben
es wohl, sich auf diese eise zu belustigen; denn sobald ein Tier der gleichen Art oder Gattung in clieNähe kommt,
beginnt ein interessantes Spiel in den Lüften, wobei das Knattern deutlich hör Dar wird. Der Klapperajiparat
scheint bei allen, mit Ausnahme von velutina, arethusa, ckloe und alicia, welche ich nie klappern hörte, gleich¬
mäßig ausgebildet zu sein, doch scheint es bis jetzt noch nicht gelungen zu sein, die Ursache dieser rätselhaften
Töne festzustellen. Im Gegensatz zu den grauen, welche nur an freien Plätzen, Flußufern, Waldrändern usw.
leben, halten sich die dunkleren Arten, wie velutina, arethusa, arinome, amphinome und helladonna, meist im
Walde, jedoch an sonnigen Stellen, auf, während alicia and chloe sogar nur im dunklen IValdesinnern anzü-
treffen sind.
Die Ageronia sind durch das ganze neotropische Gebiet verbreitet, von der Halbinsel Yucatan und
Mexiko südwärts bis Paraguay und das nördliche Argentinien. Als verirrte Wanderer werden sie ganz verein¬
zelt auch noch im südlichen Texas angetroffen. Der Fokus ihres Vorkommens ist das Amazonastal, wo fast
alle Arten zusammen auftreten uird unter ihnen die mit den reichsten Farben geschmückten Formen. Die
meisten sind ungemein häufig, aber andererseits sind von manchen Arten nur wenige Exemplare bekannt.
BeiPebas am oberen Amazonenstrom hat Dr. Hahnel an auf Blätter gestrichenem Exkrementenköder
sechs Arten Ageronia zu.sammengefunden, nämlich die häufigeren helladonna, velutina und arinome, sowie die
seltenen alicia, chloe und alhicornis. Ueber die vertikale Verbreitung der Ageronia ist wenig bekannt. Ich traf
sie im südlichen Brasilien bis etwa 800 m.
A. Arten der Ageronia- Gruppe.
A. februa kann als die formenreichste und über das größte Gebiet verbreitete Species des Genus gelten.
Von der stets mit ihr zusammenfliegenden A, feronia differiert A. fehrua durch die roten Halbmondflecken im
proximalen Teil der beiden letzten Ozellen der Hflgl. Unterseits sind die schwarzen Fenstergitter zierlicher als
bei epinome und iphthime, die braune Abdominalzone fehlt oder besteht nur üi Gestalt schmaler Bänder ; außer¬
dem sind alle größeren Ozellen mit rotbraunen Halbmonden dekoriert, februa Hhn. (105 d), die Naniensform, dürfte februa .
der Abbildung ihres Autors nach beurteilt dem Amazonasgebiet oder dem nördlichen Teil von Brasilien entstammen.
Brr schließen sich Exemplare von Venezuela, Columbien, Panama an, und nach dem Material in der Sammlung
Stauhinger geht fehrua südlich bis Pernambuco. Die größten Individuen stammen von Colinia und Fortim
in Columbien am reichsten blau sind die venezolanischen. Eine große Serie aus Obidos, Para und Santarem
meiner Sammlung zeichnet sich durch lebhaften violetten Schimmer der Oberseite aus. 2 d'o "''on Taropoto
führen die reinsten weißen Subapicalmakeln der Vflgl, — Unter dem Namen gudula suhsp. nov. (105 d) sollen gudula.
540
AGERONIA. Von H. Fruhstorfer.
die Formen, welche das westliche Mexiko bewohnen, zusammengefaßt werden. $ von besonderer Größe und
von auffallend dunklem Kolorit. Die weißen Flecken der Vflgl viel größer als bei den übrigen /eferaa-Rassen,
jedoch dicht und düster grau bestäubt. Figlunterseite liclit grauweiß mit ungewöhnlich ausgedehnter Weiß-
sodalia. fleclaing der Vflgl und intensiv hell rotbraunen Längsbinden der Hflgl. — Als sodalia form. 7iov. sollen ober-
seits eigentümlich verwaschen braungrau gefärbte Exemplare, aus dem östlichen und südlichen Mexiko, be¬
zeichnet werden, die auch unterseits graid^raun verdüstert sind und ganz den Eindruck von Exemplaren der
hierone. Trockenheit herverrufen. — Als hierone subsp. nov. wird die vorwiegend grau-grün marmorierte Arealform der
iundania. Halbinsel Yucatan eingeführt. Type in der Sammlung Staudinger. — fundania svbsp. nov. umschreibt die
Formen von Zentral- Amerika mit der Type aus Honduras, durch das hellere, mit mehr Weiß durchsetzte
Gesamtkolorit von den mexikanischen Formen und von februa vom Amazonas durch die grüngraue
statt violett-blaue Färbung der Hflgl differierend. Auch sind alle schwarzen Binden ki’äftiger angelegt als
bei februa Hbn., dagegen ist die Unterseite viel zarter schwarz gegittert als bei allen anderen Rassen.
icHia. — icilia svbsp. nov. Analog A.feroiiia hisnlaris Frühst, habituell kleiner als alle verwandten Rassen, gleich¬
mäßiger grau gefärbt, mit auffallend reduzierten dunkelblauen Binden. Submarginalbinde der Hflglunterseite
intensiver rot als bei den kontinentalen Formen. Trinidad. Nach Kaye kommt eine ähnliche Rasse auch auf
amphichloL Haiti vor. — aniphichloe Bsd. Die Diagnose Botsduvals ist zwar völlig ungenügend, denn sie lautet in LMber-
setzung nur wie folgt: ,,Wir besitzen noch eine andere init oeyioe verwandte Form, die aus Guayaquil mitge¬
bracht 'Wurde und von oenoe genügend ab weicht durch die Ozellen der Hflgl, die eine doppelte Iris besitzen.“
Ich kassiere aber nur ungern Namen alter Autoren, und so halte ich es mit Kirby, der sie als Varietät 3 b, mit
februa Hbn. in seinem Katolog (p. 649) vereinigt. Zu der Form aus Ecuador gehören auch noch Exemplare vom
oberen Amazonas, Peru, Bolivien in meiner Sammlung. Allen ist ein an gndula erinnerndes Graubraun gemein-
sabatia. sam, das nur von schwachen graublauen Stellen dekoriert und unterbrochen wird. — sabatia subsp. nov. schließt
sich eng an nniphicJiloe an, übertrifft sie noch in der Größe und in der spitzeren Figlform. Die Medianbinde
der Hflgl ist beim d' proximal von einem etwas verAvascheuen breiten schwarzbraunen Feld umgeben. Beim 2
sind die rotbraunen Halbmonde auf beiden Seiten der Hflgl prominenter, wie denn auch die Schwarzfleclmng
der gesamten Unterseite ausgedehnter erscheint als bei den andinischen Exemplaren. Matto- Grosso, Cuyaba.
atinia. — Als atinia subsp. 7wv. (105 c) wird die südbrasilianische Rasse abgetrennt mit noch breiteren schwarzen Me¬
dianbinden der Oberseite der Hflgl und im allgemeinen durch die melanotische Gesamtfärbung leicht von februa
des Amazonasgebietes abzusondern. Rio Grande do Sul und Sa. Catharina. — Die Rp von A. februa ist schlan¬
ker, mehr AAOirmförmig als jene von A. arete. Außer 2 frontalen und analen Hörnern trägt sie nur je 3 kurze Dor-
sellasia. nen auf jedem Segment. — sellasia s'ubs27. 7iov. beAvohnt Paraguay. Die 2? gleichen der atinia, doch sind sie
reicher blau dekoriert; die entschieden heller als die eJe? Blumenau und Rio Grande do Sul und
ferentina. bilden eine Tiansition zu den februa L. der nördlichen Zone Südamerikas. — ferentina Godt. endlich ist eine
Form, ülier deren Heimat AAÜr keine GeAvißheit haben. Sie ist nach einer CR-4MERschen Figur aufgestellt, die
oberseits noch reicherere blaue Marmorierung auf sehr dunklem Grunde zeigt als unsere Figur von atinia (105 c).
Die Unterseite Amn ferentina ist viel ausgedehnter braun als bei irgend einer der mir bekannten Rassen. Aber auch,
Avenn sich fere7iti7ia nicht halten lassen sollte, bleibt es Godarts Verdienst, den Artcharakter von A. febnia, zuerst
erkannt und diagnostiziert zu haben.
A. glauconome ist eine äußerst seltene Species, welche Amn Mexiko und Yucatan an bis Costa-Rica Amr-
kommt. Sie unterscheidet sich Amn A. februa durch ein eigentümliches liclites Blaugrau der Oberseite und ein
ausgedehntes, nicht in einzelne Flecken aufgelöstes rein weißes Feld der Vflgl. Die Ozellen der Hflgl nur mit
ganz scliAvachen rötlichen Halbmonden. Unterseite vorwiegend weiß, mit milchig-blauem Basalteil beider
l^lgl und nur unliedeutender schwarzer Gitterzeichnung. Der rotbraune Anflug ist auf schmale Parallelbinden
honorina. längs der beiden scluA^arzen Zickzackguirlanden der Hflgl beschränkt. — honorina s7ibsp. nov. Eine ausgezeich¬
nete Rasse der Halbinsel Yucatan, Avelche Boisduval 1870 bereits kannte, gleicht einer glauco7iome (I05b)en
miniature, nur ist das schöne Blau der Oberseite viel matter, mehr mit grau als violett durchsetzt. Ozellen der
Hflgl mehr zusammengepreßt, daher elliptisch statt rundlich geformt. Unterseite mit dunkler, grauer Basal¬
partie beider Figl, die rotbraunen Linien nahezu erloschen. — Neben hormHia, AAnlcheder fictitia {lOb e) gleicht,
julitia. tritt auf der Halbinsel Yucatan eine weitere Form auf, AAulcbe vielleicht der Trockenzeit angehört: julitta foryn.
7WV. (105 e); ihre Oberseite ähnelt viel inehr A. februa sodalia Frühst. Yon Mexiko, schon AA^egen dem braun¬
grauen Unterton der Oberseite. Die schwarzen Binden beider Flügel markanter, die weiße Apicalpartie der Vflgl.
bis auf kleine Flecken graubraun verschleiert. Unterseite mit etAvas kräftigerer Gitterzeichnung, sonst nicht von
megala. hoyiorhia verschieden. — megala subsp. nov. (105b als glauco7W7ne) findet sich im südlichen Mexiko und über¬
bietet gla7(C07i07ne, wie sie Godman und Salaten abbilden, erheblich im Flügelausmaß, im UmfaEig des Avei-
glavcononie. ßen Feldes der Vflgl und dem lichteren Gesamtkolorit. Type in der Sammlung Fruhstorfer. — glauconome
Bat. ist oberseits durchweg dunkler als ynegala (105 b). Sie AAUirde von Dr. Godman in Guatemala entdeckt und
oenoe. dort als große Seltenlieit nur im Bezirke von Verapaz beobachtet. • — oenoe Bsd., ursprünglich aus Costa-
Rica beschrieben, ist mir in Natur unbekannt geblieben. Die Diagnose ilires Autors besagt in der Ueber-
setzung der wichtigsten Merkmale: Ungefähr von der Größe der A. ferentina Godt. Flügel blaß, grau, die Vflgl. mit
AGERONIA. Von H. F ruhstorfee.
54)
großem weißen Fleck, der von kleinen mehr oder weniger dentliclien weißen Augen l)esetzt i.st. Hflgl mit
5 — 6 weißlichen Ozellen, welche braun umgrenzt sind und fast völlig dui-ch einen schwarzen Halbmond ausge-
fiillt werden. In der Mitte beider Flügel eine schwarze Zickzackbinde und zwei äußerst feine schwarze Li¬
nien vor dem Distalsaum. Diagnose nach einem Exemplar, das Mons. de l’Üeza aus (Josta-Rica gesandt hat.
Wir kannten bereits ein ähnliches aus Yucatan.
A. ferox. Eine seltene Art, von Mexiko bis Ecuador vorkommend, aber bisher nur in einzelnen
Exemplaren bekannt, ferox steht der glcmconome sehr nahe, doch sind bei ihr die Flecken mehr in die Mitte der
Vflgl gerückt und es ist kein kompaktes weißes Feld vorhanden, sondern zwei bis drei Serien isolierter Ma¬
keln, welche je nach der Lokalität an Ausdehnung wechseln. — fictitia swösp. nov. (lOoe) bildet eine Transi- liciäM.
tion von A. februa zu A. oenoe. Grundkolorit der Oberseite mehr der viegala Frühst, von Mexiko {ghmeonome
105 b), die Unterseite dagegen mehr der A. februa sodalia Frühst, aus dem südlichen Mexiko genähert. Vflgl
von oenoe dadurch differenziert, daß nur einzelne durch graublaue Zwischensäume isolierte weiße Flecken vor¬
handen sind, statt einem geschlossenen Feld. Die Ozellen der Hflgl intensiver rot dekoriert, Unterseite mit
einem an M. /e&ma gemahnenden rotbraunen, obsoleten gebogenen Fleck am Apex der Vflglzelle. Hflgl vorwie¬
gend braungrau mit deutlichen rotbraunen Binden, und einer vermehrten Schwarzzeichnung, welche an februa
erinnert. Mexiko. Godman und Salvin erwähnen eine ähnliche Form aus Manaure, Columbien. Deren kreideweiße
Partie der Vlfgl ausgedehnter ist und in einzelne Flecke zerstückelt, außerdem haben auch die Hflgl einige weiße
Makeln. Es ist dies vermutlich ferox Stgr. mit einem breiten verloschenen weißlichen Band, welches vom Vrd ferox.
bis zum Ird zieht und in welchem weißliche Flecken aufgelöst stehen. Cauca-Tal (Columbien), sehr selten. — tegyra tegyra.
subs'p. nov. umschreibt eine geographische Rasse aus Ecuador mit schärfer abgegrenzter weißer Medianregion
der Vflgl und dominierendem Blauschwarz der Hflgl. Type in der »Sammlung »Staüdinger. — diasia snhsp. nov. hat diasia.
das ausgedehnteste Weiß der Vflgl und übertrifft somit noch fictitia. Porto-Rico und Haiti, Type in der gleichen
Collektion des Berliner Museums.
A. atlantis Bat. (105 e). Ausgezeichnet durch den reichen grünlichen Anflug der Oberseite und blauge- atlantis.
kernte Ozellen beider Flügel. Das $ hat eine weiße »Subapialbinde der Vflgl und erinnert etwas an Dichorragia
nesimachus yomllinm\a,ja,. Die Unterseite gleich der von M. (105 c), nur ist der ockerfarbene An¬
flug der Hflgl weniger intensiv, die weißen Partien der Vflgl des 9 sind ausgedehnter und die Hflgl tragen dieselbe
braune Umrahmung wie A. februa. Guatemala, vom RioMotagua, aus 1000m Höhe. Mexiko, Guadalajara, überall
selten.
A. lelaps G. und 8. (105 e) hat eine vorwiegend grüngraue Oberfläche, nur die Ozellen sind schwärzlich lelaps.
statt blau gekernt. »Sehr selten ; nur aus Mexiko und Guatemala bekannt.
A. chloe bildet einen interessanten und verbindenden Uebergang von der A. februa- und H. ailantis-
Gruppe zu den in lebhafte Farben gekleideten Arten der Pendroww'a-Gruppe. chloe ist die kleinste bekannte
»Species mit vorwiegend dunkel stahlblauem oder schiefergrauem Grundkolorit, das beim 2 um vieles heller als beim^J
ist. Je nach der Oertlichkeit existieren auf den Vflgln gar keine, graue, grauweiße oder rein weiße cpiadratische
Flecken. Die Unterseite ist bei den <^(5^ schiefergrau, den 2$ weiß, beidezi Geschlechtern gemeinsam em rotbrauner
Distralsaum der Hflgl. In der Zelle beider Flügelpaare sind je zwei rotbraune Flecken. Außerdem ist eine mehr oder
weniger prominente »Serie rotbrauner Medianflecken vorhanden. Die Art, früher nur vonz Amazonasgebiet und dem
südlichen Peru bekannt, wurde von mir als neu für Mittelbrasilien nachgewiesen, zind nunmehr auch für Bolivien
in zwei distinkten Rassen eingeführt. — chloe Cr. Oberseite lebhaft stahltzlau mit prominenten roten Flecken. »Selten, chloe.
inSurmam. — obidona subsp. nov. (105 a). »Steht c/doe am nächsten, differiert jedoch von Stolls Figur durch das oiidona.
Fehlen grauer Flecken in der Apicalregion der Vflgl und das Auftrecen einer Reihe von roten Submarginal- und
Discalmakeln der Hflgl. Die Vflgl- Unterseite von obidona trägt trübweiße anstatt der violettgrauen Flecken, die
wir aut Stolls vielleicht etwas ungenauer Abbildung wahrnehmen. Das $ oberseits dunkelgrau, mit nur un¬
deutlichen blauen Wellenbinden. Ozellen der Hflgl größer als bei chloe, deutlich weißgekernt. 2 Vflgl weiß mit
großen schwarzen Makeln, Hflgl weißlichgrau. Obidos, Amazonas. — nais subsp. nov. (105 a), gesättigter Blau ohne nais.
den grauen »Schimmer, der obidona verdeckt. Unterseite mit größeren weißen Flecken der Vflgl als die Rasse
des unteren Amazonas. Von Tarapoto am Huallaga in Peru. — daphnts Stgr. hat auf den Vflgln zwei Reihen dapJmis.
heller Flecke, von denen die praeajzicalen fast rein weiß, die transzellularen grau überdeckt sind ; Süd- Peru . — nomia nomia.
subsp. nov. bewohnt das westliche Bolivien. Habituell größer als daphnis, auch sind bei ihr die vorderen
Fleckeir grau bestäubt. Mapiri. — xenia subsp. nov., eine hervorragende Territorialrasse des östlichen Bolivien, xenia.
und hervorstechend durch sehr große, rein weiße Präapicahnakeln der Vflgl. — r\\Q2L Frühst. (105 a) schließt sich rhea.
mehr der »Surinam- und Amazonas-Rasse an. Vflgl mit schwärzlich überpudertem Präapicalfleck, Unterseite fzihler
grau als bei obidona. Hflgl mit schwarzen statt rotbrauzien Medianmakeln. Espiritu- »Santo und Minas-Geraes,
Brasilien. — daphnicia subsp. nov. Habituell kleiner als rhea, ist noch zierlicher schwarz gefleckt als diese, führt daphnicia.
außerdem reiner weiße Präapicahnakeln der Vflgl. Pernambuco. Type in der »Sammlung Staudixger.
A. albicornis Stgr. Oberseite am nächsten der A. chloe rhea Frühst., etzvas gesättigter und glänzender albicornis.
blaugrün, Vflgl mit nur einem rotbraunen Zellfleck, Hflgl völlig ohne rote Makeln, Unterseite ähnlich A. chloe
542
AGERONIA. Von H. Fruhstorfer.
öbidonaFrnhst. $ Icreidig weiß mit scliarfgezackter rotbrauner Medianbinde. Fühler weiß, schwarz geringelt,
deren Spitze schwarz.
B. Artengruppe Peridromia Bsd.
A. feronia, die am längsten bekannte und in den Sammlungen am häufigsten anzutreffende Art. Ober-
seits kenntlich an einer je nach der Lokalität an Intensität wechselnden milchig-blauen oder blaugrauen Zick¬
zackbinde und Umringelung der Ozellen. Ein roter wurmförmiger Fleck in der Vflglzelle stets deutlich vor¬
handen. Die schwarzen Zellen der Hflgl einmal blau geringelt mit weißem Kern. Unterseite grauweiß. Hflgl
mit zartem gelblichem oder grünlichem Schimmer. Bei zentralamerikanischen Stücken sind die Hflgl ocker¬
farben, eine Erscheinung, welche sich als Zustandsform {mandragora Men.) auch bei brasiliamschen Indivi-
farinulenta. duen als Seltenheit findet. — farinulenta s^^bsp. nov. Grundfarbe dunkler graugrün als bei feronia. Die weißen
Flecken am Apex und rings um die Vflglzelle ausgedehnter. Unterseite der Hflgl ähnlich wie bei feronia f.
mandragora intensiv fahl ockergelb bezogen, jedoch nie so dunkelgelb wie bei der größeren A. guatemalena
Bates. Immerhin ließen sich die Herren Godman und Salvin durch diesen Anflug der Unterseite verleiten,
die /ero/?,f«-Rasse Zentral-Amerikas mit der dunkleren und mit größeren Ozellen geschmückten guatemalena
zu identifizieren. Verbreitung von Texas, Mexiko bis Panama. Namenst^ype aus Honduras in meiner Samm-
insularis. hing. — insularis subs'p. nov. Eine kleine zierliche, oberseits fast lichtblaue, unten ungewöhnlich helle und
perlmutterglänzende Rasse der Insel Trinidad. Von St. Lucia und Haiti werden gleichfalls A. feronia re-
nohilita. gistriert, die gewiß neue Rassen darstellen. — nobilita subsp. nov. Als nohilita bezeichne ich jene Exemplare
von Venezuela und Columbien, die durch ausgedehntere prominentere Weißfleckung der Vflgl auffallen und in
beiden Geschlechtern eine intensive und hellere Blaufleckung als feronia von Cayenne und dem Amazonas auf-
feronia. weisen. — feronia L. (105 c) der nomenklatorische Typus, ursprünglich aus Surinam beschrieben, liegt mir in
einer sroßen Serie damit übereinstimmender Exemplare aus Cayenne, von Obidos und dem oberen Amazonas
vor. Staudixger hat Exemplare vomUcayali uiid Pernambuco und auf der andinischen Seite geht feronia bis
zum Chanchamayo. Cramer kannte ein besonders dunkles $ aus Surinam, das er abbildete, während Hübner
besonders helles vorführte. — catablymata subsp. nov. soll die mittelbrasilianischen Exemplare bezeichnen,
bei denen das lichte reine Blau wie mit einem grauen Vorhang überdeckt erscheint. Die Unterseite ist manch¬
mal ebenso reich gelb angeflogen wie bei der zentralamerikanischen Arealform. Diese Färbungsabweichung
mandragora. wurde schon 1857 als mandragora ilfe«. abgebildet. Weiter nach dem Süden verdunkeln sich die Exemplare
obumbrata. in steter Progression, bis wir obumbrata subsp. nov. in Paraguay antreffen. Habituell kleiner, Figlschnitt rund¬
licher, Oberseite aller Figl dunkler, die Weißfleckung düster schwarzgraix bestäubt, alle schwarzen Binden
breiter angelegt und die Blaufleckung im Verschwinden begriffen. Unterseite ausgedehnter schwarz gefleckt
als bei typischen feronia. Der obumbrata sehr nahestehende Individuen finden sich bereits in St. Catharina.
während Exemplare ans Säo Paulo eine auch geographisch natürliche Trausition von catablymata zu obum¬
brata bilden.
A. guatemalena. Eine hervorragende Species, bisher von der Halbinsel Yucatan bis Panama bekannt,
wurde durch mich zuerst für Brasilien nachgewiesen, wo sie als große Seltenheit in Espiri tu- Santo vorkommt.
guatemalena nhevivMit A. feronia um ein Bedeutendes in der Größe. Auf der Hflgloberseite erscheint die schwarze,
mediane Zickzackbinde prominenter; Ozellen der Hflgl größer, mit blauer Peripherie und weißem Kern, der nicht
nackt dasteht, wie bei A. feronia, sondern von einem zierlichen blauen Ring umgeben ist. Unterseite der Hflgl
eupolema. rötlich oder fahl ockergelb überdeckt. — ■ eupolema subsp. nov. ist eine distinkte Rasse der Halbinsel Yucatan.
Der Apical- und Medianteil der Vflgl durchweg heller gefleckt als l>ei der Namenstype aus Zentral-Amerika.
marmarice. Type in der Sammlung Staltdinger. — marmarice subsp. nov. steht in lebhaftestem Kontrast zur vorigen
und muß als die dunkelste Arealform aufgefaßt werden. Oberseite bei beiden Geschlechtern trüb graublau statt
grünlichblau wie bei Honduras-Exemplaren. Die bei der Namenstype weißlichen Subapicalflecke der Vflgl
guatema- s-Rcli beim $ schwärzlich überpudert. Orizaba und Guadalajara (Mexico) in der Coli. Fruhstorfer. — guate-
lena. nialetia Bat. (105 c) findet sich im gesamten Zentral-Amerika. Das $ hat ein vornehmes eigentümlich grünlich
elata. blaues Kolorit der Oberseite. — elata Frühst. (105 d), eine ausgezeichnete geographische Abzweigung, läßt sich
durch die weißliche, statt blaugrau überdeckte Apicalpartie der Vflgl ohne weiteres von den nördlichen Formen
separieren. Unterseite; Die Schwarzfleckung erscheint reduziert, wodurch die weißen Makeln Platz gewinnen
und die gelbliche Färbung der Hflgl wird Ideicher. Espiritu- Santo, 1 ^ in Coli. Fruhstorfer.
A. iphthime ist oberseits A. feronia so ähnlich, daß es ohne weiteres begreiflich ist, daß sie Kirby als
Varietät von A. feronia, behandelte. Auch Staudinger vei’ursachte deren Deutung Schwierigkeiten. Er er¬
kannte zwar, daß in Südbrasilien außer H. /ero/aa L. noch zxvei Species Hgeroafa Vorkommen, und hat derjenigen,
die nicht H. epinome Fldr. sei, einen Namen als ,,faUax“ beigelegt. Die Beschreibung von fallax deckt sich je¬
doch viel mehr mit jener Form, die Felder als epinome aufgestellt hat. In aller Kürze sei deshalb bemerkt, daß
sich die A. f^i/d/iime-Rassen von den parallel daneben vorkommenden A. /eronfa-Subspecies sofort unterscheiden
lassen durch den bei A. feronia nicht vorhandenen rotbraunen Apicalbezug der Vflgl-Unterseite und den breiten
braunen Distalsaum der Hflglunterseite. Dagegen fehlt den fp/d/wme- Spaltzweigen der wurmförmige rotbraune
AGERONIA. Von H. Fruhstobpee,
543
Zellfleck der Oberseite der Vflgl, der höchstens bei einigen brasilianischen Exemplaren als unbefleutender W'eiß-
fleck vorhanden ist. Außerdem ])räsentiert sicli die Oberseite von iphthime mit matten blauen Längsbinflen.
Die Hflgl zeigen eine schärfer abgesetzte schwarze Medianbinde und ])rägnantcr weißgetönte Ozellen. — li])
nach Mabildb schwarz mit seitlichen blauen Punkten, auf einer iSchling])flanze mit breiten Plättern, die keinen
populären Namen hat. Palpen dunkelgrün mit Aveißen Rippen, l’uppenruhe zAA^ei Wochen. — iphthime />aö(l05a) iphthime.
hat die am deutlichsten hervortretenden und größten Aveitlen Flecken der Vflgl. Die Oberseite cler Hflgl au.sge-
zeichnet durch eine hellbraune Medianl)inde, Avelche den südlicheren Formen fehlt. Die rotbraune Umrahmung
der Unterseite aller Figl gesättigter und markanter als bei den Schwesterrassen. Von Mexiko bis Panama, auch
^^om oberen Amazonas durch Bates vermeldet. — • iVls gervasia subsp. nov. wird die östliche kontinentale ZAA’eig- gervasia.
rasse bezeichnet und auf Individuen näher begründet, Avie sie, von Bahia angefangen, durch alle brasilianischen
Provinzen bis und mit Rio Grande do Sul Vorkommen. Die bei iphthime lichtblauen Binden sind durch grau¬
blaue ersetzt, die Aveißen Transzellularflecken der Vflgl bleiben kleiner und sind ebenso, Avie die Makel vor dem
Zellapex, grau Amrschleiert. Die Unterseite ist AA’eniger lebhaft rotbraun, dagegen au.sgedehnter scliAA'arz ge¬
fleckt. — aternia subsp. nov. schließt sich durch sehr große weiße Fleckung der Vflgl zAvar an Zentralamerika- aternia.
nisebe iphthime an, differiert aber von diesen durch gesättigter und dunkler blaugraue Stellen der Oberseite.
Bolivien.
A. epinome bewohnt anscheinend ausschließlich Brasilien und Paraguay und differiert von A. iphthime
durch großen Habitus, rundlichere Figlkonturen und eine ZAA'ar dunklere, aber dennoch mehr v’ariierte und buntere
Oberseite. Die schwarzen Medianflecken beider Figl sind markanter, die einzelnen Individuen veränderlicher.
Der Basalt eil der Vflgl ohne blaue Beimischung, epinome Fldr. (105 b) scheint die häufig.ste Art in den brasi- epmome.
Panischen Südprovinzen zu sein, wo sie überall zu finden ist, avo stattliche Bäume in der Nähe großer Ortschaften
den Faltern gestatten, ihrer LieblingsgeAvohnlieit nachzugehen, nämlich sich unter lebhaftem Geloiatter mit
ausgebreiteten Flgln auf die graue Rinde der Baumstämme zu setzen. SoAVohl vom’^U ? existieren 2 Formen.
Es liegen mir vor: a) UU» deren scliAvarze Medianzickzackbinde der Hflgl distal grau beschattet, und
b) UU) bei denen diese Längsbinde distal mit 2 — -I deutlichen Aveißen Flecken besetzt ist. Von den $$ existieren
Exemplare, die a) ebenso hell grauweiß gefleckte Vflgl AAÜe die AS und auch sonst allgemeine AS Aehnlichkeit
besitzen (Regenzeitform?) und b) solche, die in mehr gleichmäßigeres düsteres, verschwommenes Braun¬
grau gekleidet sind (Trockenzeitform?). — Besonders ausgedehnt braugrau überdeckte Exemplare haben den
Namen fallax Stgr. (105 b) empfangen. Von Espiritu- Santo an bis Rio Grande do Sul und in Paraguay. — fallax.
Als florentia subsp. nov. wird die nördlichste bekannte ZAveigform abgetrennt, AA’elche durch auffallend große, florentia.
fast AA^eiße Subapicalflecken beider Figl voir südbrasilianischen epino^ne zu trennen ist. Auf der Unterseite
dominieren die weißen Flecken, die scliAvarzen Gitter sind vermindert, ebenso die braune Umrahmung beider
Figl. Bahia.
A. fornax gleicht oberseits etAA^as der A. feronia und A. epinome, die Unterseite ist jedoch ohne weiteres
von allen übrigen Arten differenziert durch die ockerfarbene Fläche der Hflgl die nur eme Serie AA’eißer Rand-
und Submarginalflecken führen. $ kaum vom U verschieden, nur mit rundlkhen FlügelkontiAren. Wir haben
es nur mit zwei Arealformen zu tun: fornax Hbn. (105 c), Vflgl mit deutlich Amrspringendem Apicalteil, die prnax.
Medianflecken der Vflgl relativ klein, Amn Rio de Janeiro an bis Paraguay, außerdem in Venezuela. — fornaca- fornacalia.
lia Frühst, ist habituell größer, die diskalen Makeln der Vflgl ausgedehnter, die Hflgl dunkler als bei fornax. Von
Texas und Mexiko an bis BoliAÜen. In Guyana und dem Amazonastal, soAvie im nördlichen Brasilien scheint
fornax zu fehlen.
A. alicia Bat. (105 e) vereinigt in sich die Zeichnungsmotive Amn A. chloe auf der Oberseite und jene A’on alicia.
A. fornax auf der Unterseite. Die’\Tlgl sind auf dieser nahezu scliAvarz, mit drei Reihen Aveißer schöngeformter
zu Schrägbinden vereinigter Flecken, Hflgl schAvarz verbrämt, ohne AA'eiße Intramedianpunkte, sonst fast AAÜe bei
A. fornax. Oberer Amazonas von Pebas, Säo-Paulo und Iquitos gekommen.
A. rosandra 5p. nov. EtAva ein Drittel kleiner als rt. abem, neben AA^elcher sie A’or kommt. U pi’omi- rosandra.
nenteren und heller grauen Makeln der Vflgl besetzt als selbst A. alicia-^. Ozellen der Hflgl nicht elliptisch
oder kernförmig, sondern rundlich mit weißer Pupille. Lhiterseite der Vflgl analog jener von H. alicia, Hflgl
dagegen mit kleinen blauen Ozellen geschmückt und einem quadratischen scliAvarzen Fleck am Costalsaum A'er-
sehen, AA’elche beide alicia fehlen. Säo Paulo do Olivencia, Type in der Coli. Staudixger.
A. amphinome. Eine der häufigsten Arten derGattung, und von Mexiko bisBoliAÜen, Rio-Grande do Sul
und Paraguay verbreitet. Das $ hat rundere Flügelconturen und eine etAvas breitere und meist auch hellere
Querbinde der Vflgl. Ein Bewohner der Niederung, geht in Zentralamerika bis zu etAva 1000 m Höhe. — mexi- mexicana.
cana Luc. Diese ziemlich unbedeutende Lokalform hat Lugas als Species mit einer 50 Zeilen langen Diagnose
beschrieben. In kurzen Worten differiert mexicnna\onamphinome L.Awrch. dunider bestäubte, etAA’as schmälere
Vflglbinden und durch das Auftreten eines ZAA^eiten subapicalen grauAA’eißen Flecks, der auch Lugas aufgefallen
ist, und der sich gemeinsam mit dem oberen Fleck auf der Uirterseite als ehre größere uird rein AA eise Makel prä¬
sentiert. Die Hflgl sind etAA^as bleicher rot getönt als bei amphinome. Texas, Mexiko, Guatemala, Honduras,
544
AGERONIA. Von H. Frtjhstorfer.
morsina. Chiriqui. In Columbien finden sich mehrere x4realformen von denen mir zwei vorliegen: morsina subsp. nov.
differiert vom nomenklatorischen Typus aus Surinam durch in der Regel kleinere Gestalt und die oberseits grau
bestäubte anstatt rein weiße und die uiiterseits schmälei’e und gelb getönte Subapicalbinde der Vflgl; — als
fumosa. fumosa subsp. nov. (104 b) wird das dunkelste bekannte Extrem der Collectivspecien umgrenzt, mit rauchbraun
überdecktem Schrägband der Vflgl, das auch unterseits noch schmäler und dunkler gelb erscheint, als bei morsi-
ampjiinome. na. — Von amphiilome L. (104 b $) ist allen Vikarianten gegenüber das fast rein weiße Längsband der Vflgl her-
aegina. vorzuheben. Guyana, Amazonas, Peru, Bolivien, Insel Triuidad. — aegina subsp. nov. bilclet einen Rückschlag
zu den columbischen Rassen, besonders morÄwa. Die Subapicalbinde der Vflgl jedoch weniger dunkel, unter¬
seits reiner weiß als bei morsina, aber immer noch getrübter als bei aniphinome L. Die zweite Subapical-
makel der Vflgl peripherisch niemals so ausgedehnt grau oder weißlich bezogen als bei morsina. Die Oberseite
aller Flügel blau gesprenkelt. Neben solchen blaugefleckten Exemplaren existieren in der Umgebung von Rio
d'd', die grünliche Makeln der Flügeloberseite aufweisen und eine etwas breitere und hellere Schrägbinde. Nach
einer Mitteilung von Dr. Seitz ( Jahrb. Nass. Ver. Nat. 1893 p.76) kommt aegina bei Sa. Theresa ungemein häufig
vor, während sie südwärts immer spärlicher wird und bei Santos nur noch als vereinzelte Seltenheit auftritt.
Type aus Es])iritu Santo, auch von Bahia, Parana, Blumenau und Rio Grande do Sul in Coli. Fruhstorfer.
Exemplare von Paraguay sind oberseits etwas leichter blau als $$ aus den brasilianischen Südprovinzen. Nach
einer Angabe von Dr. Mueller convergieren die Hörner der Pp von aegina, während sie bei A. februa, nach
einer Abbildung Mabildes beurteilt, divergieren. Wenn wir die Figuren von Huebner und Cramer vergleichen,
so ergibt sich zur Evidenz, daß Cramer die 'Surinam-Form aniphinome L. mit rein weißen Binden der Vflgl,
(Pap. Exot. I Taf. 54 f. E. F.), H febxer dagegen die brasilianische Rasse (aegina Frühst.) mit deutlich grau be¬
stäubter Vflglbinde darstellt.
belladonna . A. belladonna Bat. ( 104 c) eine distinkte Species, welche in der Färbung der Hflgl-Unterseite an amphinome
erinnert, während die Oberseite zu arethusa Cr. hinüberleitet. Oberer Amazonas.
A. arinome gleicht oberseits der A. amphinome L. und verrät auch analoge Tendenz der Färbungsrichtung,
so daß auch von arinome sowohl in Columbien, wie in Zentralamerika und auch in Brasilien düster grau bestäubte
Rassen Vorkommen, während Guyana und das Amazonasgebiet von rein weiß gebänderten Formen boAVohnt
werden. Wie bei amphinome hat auch das arinome-^ rundlichere Konturen und ein erweitertes weißes Feld der
Hflgl. Basis der Unterseite beider Flügel dunkel kaffeebraun, die Distalregion schwarz mit dunkelviolettem
ariensis. Schimmer. — ariensis G. u. 8. Die Querbinde der Vflgl aus kürzeren Komponenten zusammengesetzt als bei
arinome südlicherer Hei’kunft, der terminale Fleck über der mittleren Mediane isoliert und kleiner als bei arinome.
Der weißliche 8hawl der Vflgl- Unterseite gelblich überhaucht. Aus Panama beschrieben, auch in Columbien vor-
arinome. kommend. — arinome Uwe. (104c) findet sich selten in europäischen Sammlungen, wohin zumeist Exemplare der
nachfolgend beschriebenen Arealform gelangen. Binde der Vflgl namentlich beim $ sehr breit, Oberseite bei beiden
sterope. Geschlechtern hellblau gefleckt. Guyana, iSurinam. — sterope subsp. nov. übertrifft arinome in der Größe, dennoch ist
das weiße Feld der d'c? erheblich schmäler. Das $ dagegen hat ein noch umfangreicheres weißes Gebiet der Vflgl und
anomale, vorwiegend grünliche statt blaue Zickzackbinden. Von Obidos. — anomale Streck. Avird vom oberen Amazonas
vermeldet. Sie bildet in der verschmälerten Gestalt der Binde der Vflgl und in der Größe einen Uebergang zu
arene. arene sub.sp. nov. (104 b), von der mir nur ein ^ aus Ost-Peru vorliegt, das sich durch verschmälerte Hflgl von
allen Vikarianten auszeichnet. Das weiße Band der Vflgl über ein Drittel schmäler als bei arinome und sterope. —
obnubila. obnubila subsp. nov. umfaßt die brasilianische Territorialform, welche mir als Seltenheit aus Epiritu- Santo vor¬
liegt. Nach von Boenxinghausen ist sie auch nur spärlich am Corcovado und im Gebirge von Rio de -Janeiro.
$ Ideiner als $$ aus dem x4mazonasgebiet, das weiße Feld der Vflgl unregelmäßiger, costalAAmrts verschmälert,
in den intramedianen Partien braungrau überpudert. An der Costale der Vflgl, da wo der vierte und fünfte Sub-
costalast gabeln, ein auch unterseits markanter weißer Fleck, Avelcher den übrigen armome-SpaltzAA'eigenfehlt.
Unterseite fahler braun, die roten Flecken verAvaschen aber größer als bei arinome aus Guyana.
A. arethusa, eine ausgezeichnete Art mit samtscliAvarzer Oberseite, Avelche AAÜe mit Türkisen besetzt er¬
scheint. Die Geschlechter in hohem Maße dichrom. A einfarbig, $ mit weißem Schrägband der Vflgl. Die AS
hervorragend durch einen braunen samtartigen Duftfleck der Oberseite der Hflgl, AA'elcher je nach der Lokalität
variiert. Damit korrespondiert ein glänzender Reibefleck der Unterseite der Vflgl entlang der Submediane und
eine hellbraune Scheibe im Median teil. Die rote Fleckung im Anahvinkel der Hflgl AA'echselt an Ausdehnung je
nach der Oertlichkeit. Vorkommen von Mexiko bis Bolivien, in Guyana und dem Amazonasgebiet. Nach Gon-
MAN in Guatemala bis etwa 1009 m Erhebung angetroffen. Drei Territorialformen, von denen zAA^ei bisher nicht
saurites. erkannt waren. — saurites subsp. nov., mit der Type aus Honduras, ist wesentlich kleiner als die Namensform von
Surinam, der Sexualfleck der Oberseite der Hflgl breiter, braun statt grau. Das $ zeigt eine Adel
schmälere und mehr gelbliche statt Aveiße Binde der Vflgl und trägt einen großen carminroten Clostalfleck der
Hflgl, Avelcher bei rtJe^/m^a vom Amazonas fehlt. Die LTnterseite der Hflgl führt einen großen roten Costalfleck
im Gegensatz zu arethu.sa vom Amazonas und Guyana. Verbreitung von Mexiko bis Clolumbien. Auf Trinidad
■ireihusa. kommt eine verwandte Form vor. — arethusa Cr. ist mir nur aus den Amrzüglichen Abbildungen Cramers und
vor allem Huebners bekaimt. 2 mit drei hellcarminroten Flecken am Clostalsaum der Hflgl. Ird der Vflgl
Ausgegeben 18. IV. 1916.
CHLORIPPE. Von J. Röber.
545
rotgestreift. Surinam, Guyana. — palliolata form. 7iov. wurde bei Obidos am unteren Amazonas entdeckt. Ich pallwlaia.
besitze nur noch $ $ mit etwas breiterem weißem Feld der Vflgl als wir es 104 a darstellen. Costalgebiet der
Oberseite der Hflglohne Spur von rubinroten Flecken, die Hflgl unterseits ohne rote basale Striemen. — thearida Ihearida.
subsp. nov. (104 b als thearidis) ist eine geographische Rasse von riesigem Flügelausmaß, mit ausgedehnteren
und lichter blauen Makeln der Oberseite. Die Rotfleckung der hmterseite prominenter als bei Obidos-Exem-
plaren. Peru (Pozzuzo), Type in Coli. Fruhstorper; Bolivien.
A. velutina Bat. kommt in der Größe der thearid% Frühst. (104 b) gleich. Oberseite dunkler, intensiver veluiina.
stahlblau schillernd und mit kleineren türkisblauen Flecken. Androconienfeld der Hflgl schwarz, mit brauner
Peripherie. Unterseite mit Ausnahme eines matten schwarzen costalen Fleckes am Zellaj)ex und der medianen
Reibezone stahlblau schimmernd. Hflgl ebenso, nur mit 6 rubinroten, subterminalen intermedianen Makeln
besetzt. Selten, oberer Amazonas.
A. arete, eine relativ häufige xArt, ersetzt A. arethusa im mittleren und südlichen Brasilien, sowie in
Paraguay. Die türkisfarbenen Makeln der Oberseite etwas blauer, die Schrägbinde des $ schmäler als bei are¬
thusa, das Duftfeld der Hflgl schmäler, vorwiegend grauschwarz, der Reibefleck der Unterseite der Vflgl nicht
nüe bei arethusa über die hintere Mediana vordringend. $ stets mit drei hell rubinroten Costalflecken der Hflgl.
Unterseite der AB schwarz mit einer grauen Aufhellung distal vom Zellapex und den Rudimenten einer blauen
Querbinde, die in einem stahlblauen Medianfelde der Vflgl steht. $ an derselben Stelle mit einem weißen Bande,
Hflgl mit di’ei roten Basalflecken wie bei arethusa, und sechs je nach der Lokalität in der Größe variierenden
roten Antemarginalmakeln. — ortygia subsp. nov. Habituell kleiner als arete. B unterseits mit obsoleten roten ortygia.
Basal- und Submarginalpunkten der Hflgl. $ : Weiße Schrägbinde der Vflgl reiner weiß und namentlich distal
viel ausgedehnter als bei arete und alpheios. Hflgl oberseits mit zierlicherer Blausprenkelung. Lmterseite: Die
Submarginal-Reihe roter Makeln reicht vom Analwinkel bis zum Costalrand, während sie bei arete und alpheios
bereits zwischen Ird und vorderer Mediana aufhört. Bahia. — arete Dhl. ist nach Angaben vox Boenxixg- arete.
HAUSENS häufig bei Rio de Janeiro und PetrojJolis. Unterseite des $$ mit fahleren und größeren roten Ante-
terminalflecken als alpheios. Die Territorialform von Paraguay und dem südlichen Brasilien wird als alpheios alpheios.
subsp. nov. (104 a) hier eingeführt. Die weiße Schrägbinde der $$ verschmälert, durch breitere schwarze Adern
in ihre einzelnen Teile zerlegt. Die submarginalen Rotpunkte der Unterseite namentlich bei der Paraguay-Form
erheblich verkleinert. — Die Rp von Ageronia arete alpheios trägt 2 steif abstehende Kopfhörner, ferner 3 Paar
längere und anscheinend vier Paar kürzere Dornen auf den mittleren Segmenten. Die Puppe hat ihre langen
Hörner im Gegensatz zu A. amphinome aegina Frühst, parallel laufend.
L. Gruppe Apaturidi.
Diese Gruppe hat annähernd Subfaniilien-Rang. Ueber die geographische Verbreitung ist Bd. 1 S. 160 berichtet;
genauere Charakterisierung ist Bd. 9, S. 69.5 nachzulesen, ln der äthiopischen Fauna sind es vielleicht die Apatnropsis (ebenfalls
mit offener Flügelzelle), die engere Beziehungen zu den Apaturidi vermuten lassen. Diese Gattung enthält aber so seltene
Arten, daß man über die Rpn gar nichts und über die Falter sehr wenig weiß. — Um nochmals die Haupteigentümlich¬
keiten der Apaturidi kurz zu charakterisieren, sei erwähnt, daß die Falter ausgezeichnete Flieger sind, offene F'lglzellen
haben, daß die Rpn rauh aber dornlos sind, dafür aber hinten 2 Spitzen und am Kopfe 2 Auswüchse haben, die als gerade
oder gebogene Hörner, als sekundär verzweigte Keulchen, als Geweihe oder am Rande verzweigte Blätter entwickelt sein
können; die Pp ist seitlich kompreß, mit deutlichem Rückenkiel, gew-öhnlich wde aus grünem, matten Glas bestehend; sie ist
zumeist auf einem Blatt oder Stiel befestigt und pflegt nur kurze Zeit zu ihrer Entwicklung zu brauchen. Die Schmetter¬
linge lieben den Wald, auf dessen breiten Wegen sie, Nahrung nehmend, auf und nieder fliegen; baumlose Kulturgegeuden
meiden sie. Die Hauptnahrung der Rpn scheint in baumartigen Urticaceen zu bestehen, so aus Celtis, wo diese nicht mehr
Vorkommen aus Pappeln oder Weiden. Die J zeigen vielfach den nach der Belichtung wechselnden Blauschiller, dem die
Gruppe die Namen Schillerfalter, Changeant etc. verdankt. (A. Seitz.)
53. Gattung-; Clilorippe Bsd.
Die amerikaniscben Schillerfalter verbreiten sich von Mexiko und den Antillen bis Argentinien. Sie
haben zum Teile einen prächtigeren blauen Schiller als die paläarktischen Schillerfalter {Ap)atura), ja es kommt
auch wundervoller grüner Schiller vor ; bei einem anderen Teile ist der Schiller bescheidener und bei einer Anzahl
Arten fehlt er völlig. Die Chlorippe-BS sind zum Teile sehr häufig, während ihre $$ ebenso selten beobachtet
werden, oder noch unbekamrt sind. Vielfach unterscheiden sich die amerikanischen Schillerfalter von ihren palä¬
arktischen Verwandten im xleußeren durch geeckte V- und langgestreckte, mitunter mit ziemlich langen schwanz¬
förmigen Spitzen versehene Hflgl. Im Geäder ist kein konstanter Lhiterschied gegenüber den paläarktischen
Arten. Ein geringer Unterschied im Körperbau drückt sich durch die verbreiterten Vorderbeine der Bo
Chlori'ppe wird daher auch vielfach nur als Untergattung von Apatura betrachtet. Die Rpn der brasiliairischen
selina, lauretta und kallina sind den Rpn der europäischen Schillerfalter sehr ähnlich und haben dieselbe Gewohn¬
heit, auf der Oberseite der Blätter zu sitzen, während ihre Ppn auf dem Rücken größere und kleinere
Spitzen und Zacken haben und daher ziemlich bizarr geformt sind. Die Rpn leben, soviel bekannt, an
Celtis. — Nach H. Fruhstorfer (i. 1.) haben die Klammerorgane der äußeren männlichen Genitalien die
breite Valve der Apatura-QruppQ, doch sind sowohl der Saccus, als auch der Penis kürzer als bei den übrigen
Formen dieser Gruppe. Der Uncus ist, etwa wie bei den Ageronia, auffallend leicht gebaut, und hat zwei Spitzen,
V 69
546
CHLORIPPE. Von J. Röber.
die Valve ist höchst eigentümlich durch vier häutige Fortsätze. — Nach den Nomenklatur-Regeln hat diese
Gattung den Namen C atargyria Hhn. zu führen.
cyane. Ch. cyane Lad’. (= lucasiiL6h u. Hew.) (110 Ba) aus Columbien hat außer der blauen Hflglbinde auf
den Vflgln nur einen blauen Fleck am Irde, der blaue (Schiller erstreckt sich aber nicht nur auf den größten Teil der
Hf gl, sondern auch auf den basalen Teil der Vflgl. Das $ hat etwas grünen (Schiller auf beiden (Seiten der
weißen Hflglbinde und zwar nur am hinteren Teile. Der in Peru vorkommenden Form fehlt der blaue Fleck am
reduda. Ird der Vflgl: reducta suhsp. nov.
hurmeisteri. Ch. burmeisteri G.u.S. (llOBa) aus Argentinien (Tucuman) ist kleiner als cyane und hat tiefer aus¬
geschnittenen Außenrd der Vflgl. Der blaue Mittelfleck zeigt reines Blau (ohne grünlichen (Schein) und zieht sich
weiter nach dem Analwinkel. Die Unterseite der Vflgl hat schärfer begrenzte dunkle Flecke und die Hflgl zeigen
boliviana. schärfere Binden und viel violette Färbung. Die Form aus Bolivien hat Obbrthuer boliviana genannt.
seraphina. Ch. seraphina Hbn. ( = laurentia Godh ) (llOBa) aus (Süd-Brasilien und West-Columbien (Cauca-Tal) hat
grünblaue Binden auf V- und Hflgln, die bei seitlicher Belichtung fast rein grün erscheinen. Der sehr intensive
blaue (Schiller erstreckt sich fast auf die ganze Hflglfläche und aid' die basale Hälfte der Vflgl. Das $ ist den
d'd' der gleichfalls in (Süd-Brasilien vorkommenden I itiretta ähnlich. Die GS Columbien haben auf allen Flgln
etwas schmälere blaue Binden. Nach v. Bönninghausen kommt der (Schmetterling nur einzeln vor.
cherubina. Ch. cherubina EWr. (llOBa, b) aus Zentralamerika und dem westlichen (Südamerika bis Bolivien hat
breitere und längere, sowie grünere Binden aller Flg4. Das $ ist sowohl ober- wie unterseits von dem seraphina-^
ziemlich verschieden. Die Form aus Bolivien ist kleiner, dunkler und hat etwas schmälere und blauere Binden:
parva, parva subsp. nov. — thalysia Frühst, aus Ecuador (Balzabamba), von der nur das S bekannt ist, hat schmälere
ihalysia. Mittelhindeii und aufgehellten Außenteil, in dem sich die schwarze Submarginalbinde besonders scharf
hervorhebt. Hflgl mit zwei subanalen langen schmalen, vertikal untereinander stehenden roten Flecken. Auf der
Unterseite sind alle schwarzen Wurzel- und Mittelflecke schärfer und die Gestalt der sehr kräftigen anti- und
submarginalen Mondfleckenbinden erinnert an cyane.
lavinia. Ch. lavinia Btlr. (llOBb) aus Peru und Bolivien hat wundervollen grünen Schiller. Die weißen Teile
ornaia. der Mittelbinde zeigen bei seitlicher Belichtung rötlichen Schein. Die Aberrativform ornata Frühst. (110 b) hat
einen mehr oder wenigen großen braungelben (Subapikalfleck der Vflgl. Das 9 ist von Herrn A. H. Fasse entdeckt
worden; es ändert in der Färbung der lichten Vflgibinde ähnlich wie das S ‘‘■h. Es kommen SS nnter lavinia,
(ob auch ornata ‘t) vor, bei denen die Binde auf der Oberseite mit Ausnahme eines weißen Flecks am Vrde der
cMorotae- Hflgl vollständig grün ist : clilorotaenia ab. nov. (Ost-Columbien, Villavicencio, 400 m, A. H. Fasse).
nia.
dothilda. Ch. clothilda EWr. ( 1 1 0 B b) aus Columbien hat kurze und breite blauglänzende Binden. Derblaue Schiller
ist nicht so intensiv als bei den vorhergehenden Arten.
vacuna. Chi. vacutia Godt. ( 1 10 B c) aus Süd-Brasilien und Paraguay hat tiefblauen Schiller, der nur die Vflglspitze
freiläßt. Die 2$ haben eine volle braune Schrägbinde und sind den agathina- 9 9 ähnlich. Die braune (Schräg¬
binde ändert bei den SS s^tark ab. Ist nach V. v. Boenninghausen auf seinen Flugplätzen nicht selten. —
jluibunda. Die Paraguay-Form fluibunda Frühst, hat die Vflgibinde in isolierte, rundliche Makeln aufgelöst; beim 9 Dt die
innere (Submarginalbinde der Hflgl-Oberseite weiter nach innen gerückt; Stücke, bei denen die Sabapikalf lecken
crefacea. ober- und unterseits weiß oder weißlich sind, hat Stichee ab. cretacea benannt.
pavon. Ch. pavonLab. ( = pavonii A"?/) (llOBc) ist von Mexiko bis Bolivien verbreitet. Die(^ haben nur geringen
violetten Schiller. Das 9 hat eine braune Mittelbinde aller Figl. (Stücke mit grauer Unterseite der Hflgl kursieren
innmbratus. uni er dem Namen subtuniformis Stgr. i. l. — iiiumbratus Frühst, aus Paraguay hat kleinere (Subapikalflecke ; unter¬
seits haben alle Figl schärfere, verbreitetere violette, rote und schwarze Flecke und Binden; Mittelbinde der Hflgl
cueUinia. heller weißlich- violett ; alle Figl mit zwei Reihen großer (Submarginalmondflecken. — cuellinia Frühst, aus Me¬
xiko ist wie folgt beschrieben : S rötlichgelber Apikalfleck der Vflgl kleiner als bei pavon mit zwei zierlichen weißen
jH’oximalen Punkten. Mittelbinde prononzierter. Unterseite: dunkler, Vflgl mit 3 deutlich heraustretenden wei߬
lichgrauen, kleinen Subapikalpunkten; Hflgl mit intensiver rotbraunen Medianbiuden. 9 ®Ghr groß; Unter¬
seite: Vflgl mit ausgedehntem gelblichen (Subapikalfleck. Hflgl wei .‘dichgr lu.
mentas. Cli. nientas Bsd. (llOBc) aus Mittelamerika (Honduras, Chiriqui) ist kleiner als pavon und hat ver¬
schwommenen braungelben (Sub apikalfleck der Vflgl. Die Unterseite, namentlich der Hflgl, zeigt viel schär¬
fere Zeichnungen. Das 9 ober- wie unterseits außerordentlich Adelpha-a,vti^.
agathina. Ch. agathina Er. (llOBd) aus (Surinam und vom oberen .Amazonas hat nur geringen Blauschiller. Die
Unterseite aller Figl ist oft sehr wenig gezeichnet. Das 9 hat eine sehr breite gelbbraune Schrägbinde hinter der
agathis. Mitte der Hflgl. — Die kaum verschiedene nordbrasilianische Form hat den Namen agathis Godt. erhalten.
CHLORIPPE. Von J. Röber.
547
Ch. kallina Stgr. (llOBd) ans Brasilien (Rio de Janeiro, Santa Catharina und Rio Grande doSul) ist /co.llina.
oberseits der agathina sehr ähnlich, doch auf der Unterseite, namentlich der Hflgl, sehr verschieden. Uas $ hat
statt einer Binde nur eine Schrägreihe weißer Flecke auf den Vflgln. Die Rp. ist ganz ähnlich derjcihgen von
selina. Die Pp hat eine viel weniger stark vorspringende Rückenkante, die sich auf der Mitte des 0. Abschnittes
zu einer wenig vorragenden stumpfen Spitze erhebt, von hier aus nach vorn gerade, nach hinten in einer konve¬
xen Linie abfällt; die Hörner sind kurz und stumpf, alle Kanten weiß gerandet. — ■ bertila Frühst, aus Paraguay, hertUa.
nach einem $ aufgestellt, ist wie folgt beschrieben worden: größer, Grundfarbe dunkelgraubraun, die proximalen
Weißflecke der Vflgl prägnanter, ebenso die schwarze Submarginalbinde der Hflgl. Lmterseite: auf den \Jlgln
reduziert sich die schwarze Subapikalregion, so daß nur noch Rudimente jenseits der Zelle verbleiben, eine
Erscheinung, die bereits bei Exemplaren aus Rio Grande einsetzt. Hflgl mit einer deutlichen Reihe sulnnargi-
naler weißer Halbmonde, die agathinann^ kallina YÖWig fehlen.
Ch. felderi G.u. 8. (110 Bd) aus Columbien, Venezuela, Bolivien und Peru hat andere Ge.st alt der Hflgl felderi.
und ist unterseits ziemlich verschieden. Das $ ist von Herrn A. H. Fasse in Bolivien (Rio Songo) entdeckt wor¬
den. Es ist dem zunilda beckeri-^ ähnlich, hat aber oberseits auf dem Vflgl eine viel breitere, auch anders
gestellte Binde; unterseits ist es viel kräftiger gefärbt und stärker vezeichnet. — ? mathani Oherth. hat blaues mathani.
Schrägband der Vflgl. — Bei floris Frühst, aus Peru (Pozz' zo) ist das 8 oberseits dunkler blau, jedoch reiner florm.
weißgefleckt als felderi. Unterseite: distale Region aller Figl dunkel violett anstatt gelbbraun, mit einer kom¬
pletten submarginalen schwarzeir Binde, die kleiirere weiße Flecke trägt. Ozelleir der Hflgl klehier.
Ch. zunilda GoJL (llOBd) aus Süd-Brasilien hat ein so verschiedenes daß sich Hewitson hat täuschen zunilda.
lassen und es als eine Cfdugramma- (Pe?'fsa???a-) Art beschrieben hat. Der $-Form beckeri i/euj. fehlt der große heckeri.
braune Fleck auf den Vflgln. Ist nach V. v. Boenxinghausen bei Rio de Janeiro sehr selten, aber häufiger in
südlicheren Provinzen. Von Herrn Scheidemaetel bei BUmenau ist die Art mederholt aus Rpn gezüchtet
worden; gleichwohl fehlen noch nähere Angaben über die ersten Stände. Die Schmetterlinge sind außerordent¬
lich scheu und wild und fliegen sich im Zuchtkäfig fast ausnahmslos stark ab.
Ch. callianira Men. (llOBf.) aus Nicaragua hat blauen Schiller auf der ganzen Oberseite mit Ausnahme callianira.
der Vflglspitze. Charakteristisch ist die rotbraune Submaiginalbinde der Hflgl, die sonst nur noch bei solchen
Ai’ten vorkommt, die auch eine gelbe Mittelbinde der Vflgl haben.
Ch. thaumas Bat. aus dem Inneren von Guatemala (die uns nicht vorlkgt) ist ähnlich der pavon, aber thaumas.
noch mehr der elis verwandt. Von jmvon unterscheidet sie sich dadurch, daß sie statt des orangegelben Sub¬
apikalflecks der Vflgl 3 weiße Flecke in der Nähe der Figlspitze hat, und von elis dadurch, das ihr die orangegelbe
Flecken-Mittelbinde fehlt, sie hat auch stärkeren blauen Schiller. Die LTnterseite der Hflgl ist ockergrau, ver¬
düstert mit braunen Atomen, in der Flglmitte ist ein unregelmäßiger brauirer Streifen, ein matterer und mehr
mondiger Streifen läuft in der Nähe des iVußenrdes. Salvin und GoD>L\jsr ziehen diese Form mit de vorigen
zusammen.
Ch. elis Fldr. (110 Be) aus Ecuador und Columbien hat eine ziemlich breite braungelbe IMittelbinde der elis.
Vflgl. Das $ ist noch nicht bekannt. — farge Frühst, aus Columbien ist nach den Angaben des Autors farge.
bedeutend größer, der Apex der Vflgl mehr vorspringend, alle Figlränder sind stärker gezähnt. Außenteil der
Hflgl lichter mit ansehnlicherer orkergelber submarginaler Fleckenbinde, die bis zum Analwmkel deutlich und
vollstänchg bleibt (letztere Angabe trifft nicht immer zu). — fabaris Frühst, aus Bolivien (Co^^Iabamba, im ia^arh.
September; La Paz, April) und Peru (Pozzuzo) ist beschrieben worden wie folgt: Nur wenig größer als elis,
Submarginalbinde der Hflgl oben deimoch wesentlich breiter und stets bis zum Analwinkel ausgeprägt vor¬
handen, während sich bei efe die manchmal nur fadendünne Binde schon an der oberen Mediana verliert.
Ch. druryi Hbn. ($ = laura J/öw.) (HOB e) scheint lediglich auf Cuba vorzukommen. Sie ist an der breiten, druryi.
unscharf begrenzten gelben Vflglbinde leicht zu erkennen. Der hchtblaue Schiller ist außer auf dem ganzen
Hflgl nur noch an der Wurzel der Vflgl vorhanden. — acca Fldr. aus Mexiko hat dunklere Oberseite mit schmä- acca.
lerer Vflglbinde, aber breiterer Hflglbinde; die Hflgl sind in eine längere Spitze ausgezogen.
Ch. laure Dru. (110 Be), von Mexiko bis Columbien und Venezuela verbreitet, hat viel breitere weiße laure.
Flglbinde, die sich bis zum Irde der Vflgl fortsetzt. Das $ ist, wie die Abbildung zeigt, wesentlich ver¬
schieden. Die Unterseite hat bei beiden Geschlechtern stark goldige Binden. — lauretta Stgr. (110 Ad.) aus lauretia.
Süd-Brasilien und Paraguay hat keinen Schiller und schmälere weiße Binden. Stücke, bei denen der gelbe
Subapikalfleck von der Mittelbinde breit getrennt und die Mittelbinde rein weiß ist, führen den Namen bübneri hübneri
Stgr. i.l. — Nach v. Boennin ■hae’^sen am Corcovado sehr selten. — Die Honduras-Form mileta Bsd. ist milcta.
im männlichen Geschlerhte nur wenig von laure verschieden. Dagegen sind die größer, gelber, die Api¬
kalflecke kleiner, rundlicher, heller, der vordere Teil der Vflglmittelbinde ist rein weiß, die Bürden der Hflgl sind
548
CHLORIPPE. Von J. Röber.
fast noch einmal so breit, der Mittelteil aller Figl ist heller mit stärker gewellten Halhmondhinden, die orange-
majugena. roten Subanalflecke sind zierlicher. — Die ^-Form majugena Frühst, ist klemer, hat gleichmäßiger gefärbte
Figl, schmälere weiße Mittelhinden, dunkleren ockergelben Apikalfleck der Vflgl und stattlichere rötliche Sub-
mima. analmakeln derHflgl. — Frühst, aus Columbien und Venezuela ( ?) hat die gelbliche Mittelbinde der Hflgl
jenseits der Zelle nicht braun beschattet, überhaupt gleichmäßiger und bis zur Submediana gleich breit gelb
bleibend, Mittelbinde der Hflgl schmäler, der gelbliche Subanalfleck größer als bei niileta. Unterseite der Vflgl
an der Wurzel und in der Submarginalregion reicher und dunkler ockergelb angelaufen. DieRp ist derjenigen
von selina sehr ähnlich, die Puppe im ganzen gleichfalls, die Rückenkante erhebt sich fast ebenso stark wie
bei laure, erreicht ihren höchsten Punkt in der Mitte des 6. Abschnittes, wo sie eine vorragende Spitze bildet;
von hier aus fällt sie nach vorn und hinten in gleicher Weise ab; die Hörner sind kürzer als bei Imire; die
Rückenkante ist nur auf dem 5. und G. Abschnitte braun, übrigens ebenso wie die anderen Kanten weißge-
randet.
selina. Cli. selina Rnb (110 Be) aus Brasilien hat eine vom gelben Apikalflecke weit getrennte weiße Halbbinde
modica. der Vflgl. — modica Fr ühst, aus Espiritu Santo, Minas Geraes und Rio de Janeiro ist nach Frühstorfer das
Verbindungsglied zwischen selina und lauretta : obere Hälfte der Vflglbinde gelblich, die untere vom 3. Median¬
aste an rein weiß, Hflglbinde schmäler als bei selina, breiter als bei lauretta. Fhiterseite: gelbliche Zone jenseits
mutrina. der nach aidlen breit dunkelbraun begrenzten Mittelbinde sehr schmal. — murrina Frühst, aus Rio Grande do
Sul: der rotgelbe Apikalfleck der Vflgl spitzt sich nach hinten zu. Die Medianbinde färbt sich völlig dunkelgelb
und jene der Hflgl überzieht sich mit einem gelben Anfluge. Mittelbinde der Hflgl erheblicli schmäler, mehr
nach innen gebogen. Mittelbinde der Vflglunterseite gelb statt weiß. — Eier grün, kugelig, sehr deutlich längs-,
fein quergestreift; sie werden stets auf die Obereite, auf die Mittelrippe des Blattes, häufig auch an die Spitze
abgelegt. Die Rp ist denen der europäischen Sch illerf alter ähnlich, die kräftigen Hörner haben lairze Seiten-
und 2 Enddornen, auf dem Rücken sind 2 kurze dreieckige Erhöliungen ; die erwachsene Rp ist gelbgrün mit
grüner Rückenlinie und schräg nach vorn absteigenden schmalen gleichfarbigen Streifen, welche die Luftlöcher
berühren und nach hinten einen kurzen absteigenden Ast abgeben. Die Rp hat dieselben Gewohnlieiten wie
ihre europäischen Verwandten. Die Puppe hat auf dem Rücken größere und kleinere Zacken; sie ist grün, fein
weiß piudvtiert, mit dunklen Linien, die nach vorn absteigen und die Luftlöcher berühren; die Rückenkante, die
Figlkante und deren Fortsetzung auf den Abschnitten 5 und G, der hinter der Figlkante liegende Teil des Flglrdes
sind braun gerandet ; die Rückenkante teilt sich auf dem 4. Abschnitte in 2 nach den Hörnern verlaufende er¬
habene braune Streifen. Die Pp bewegt sich unter dem Einflüsse des Lichtes nicht, ist aher sonst überaus be¬
weglich und schlägt sehr lebhaft hin und her, wenn man sie berührt. — W. Mueller bezeichnet disese Art
als laure] da jedoch diese in Südbrasilien nicht vorkommt, so midi eine der andern dort vorkoninienden Arten
[serwphina, vaoima, zahminna, stdtana, zunüda oder selina) gemeint sein.
laurona. Ch. laurona ScJimis aus Brasilien (Petropolis) ist wie folgt beschrieben worden: (J ähnlich der laure
(1 10 e). Die Figl haben denselben dunkelvioletten Schiller; das orangefarbene Band der Vflgl ist breiter und er¬
reicht den Apex und die äußere Hälfte des Vrdes. Der vordere und äußere Teil der weißen Binde ist braun¬
rot gesäumt und auswärts überragt vor Ader 4 durch einen großen braunroten Fleck, der den Apex nicht er¬
reicht. — Die Fundortsangahe erscheint uns nicht zuverlässig; es ist auffällig, daß V. von Boenningilvusen, der
in diesem Gebiete über 30 Jahre lang gesammelt, diese Art nicht aufgefunden hat. Die Beschreibung stimmt
auch fast mit druryi von Cuba überem. Vielleicht auch identisch mit modica.
thoe. eil. thoe aus ,, Brasilien“, die uns nicht bekannt geworden ist, ist beschrieben worden wie folgt:
Beide Figl mit weißer gemeinsamer Binde und kleinem blinden Auge; Hflgl unten silbergrau, Erscheinung und
Gestalt von laurerdia, Oberseite der d'd' schwärzlichbraun mit violettem Schiller, mit einer gemeinsamen schrä¬
gen, in der Mitte fleckigen Binde; mit 2 schwarzen gewellten Linien vor deren Ird. Außerdem sieht man gegen
den Analwinkel der 4 Figl einen gelbbraunen Fleck mit einem schwarzen Punkte und auf dem letzten Zahn der
Hflgl eine V-förmige Linie, und weiterhin grünliche Färbung. Die Lhiterseite aller Figl ist ivie bei laure (110 e),
aber es fehlen die 2 schwarzen Punkte am Innenwinkel der Vflgl. Leib wie die Hflgl gefärbt, Fühler schwarz mit
rotbrauner Kolbe, $ v^om d' nicht verschieden, aber ohne Schiller und die Oberseite ist etwas weniger dunkel. —
Diese Art ist von neueren Autoren nicht erwähnt worden ; sie ist offenbar der teweiüi ähnlich, doch hat letztere
keinen Schiller.
angelina. Ch. angeüfia FMr. ( 1 10 A c) ist kleiner als lauretta, (110 Ad), die Mittelbinde ist weiß, nicht unter¬
brochen, nur im imrderen Teile in der Außenhälfte gelb, die weiße Hflglbinde ist schmäler, nach hinten sehr spitz
verlaufend, auf allen Flgln sind 2 sehr deutliche lichte Submarginalstreifen. Vom oberen Amazonas.
plesaurina. Ch. plesaurina Rib'. u. Dr. aus Costa Rica (Carthago), nach einem cd beschrieben, unterscheidet sich
von der griseldis-F oxm linda durch schmälere weiße Binde der Hflgl und ferner dadurch, daß die ockergelbe
Binde der Vflgl im vorderen Teile nicht abgeschnürt, dagegen in der hinteren Hälfte bedeutend verschmälert
ist und daß sie sich erst vor der Submediana aufhellt.
ASTEEOCAMI^A. Von J. Röbee.
549
Ch. godmani Dann. (110 A d) aus Venezuela ist nach einem $ beschrieben worden. Die Unterseite hat godmani.
silberige Binden. Vermutlich ist sie das bisher noch unbekannt gewesene $ einer anderen Ait.
Ch. moritziana UZdr. aus Venezuela ist von angelina (110 Ae) durch folgendes verschieden: Vflglhinde rnoritziana.
licht gelb-braun, vorn wenig geschwungen, hinten gerade, in der Mittelzelle 2 braune Flecke, .‘1 gerundete hell¬
braune Flecke in der Flgls])itze, die 2 schwarzen Mondflecke im Analwinkel der hlflgl blau gesäumt, am Außen¬
rande 2 ledergelbe Flecke.
Ch. griseldis Fldr. (110 Ab) vom Rio-Negro, oberen Amazonas und von Peru ist eine schöne große Art griseldls.
mit nur mattem blauen Schiller auf den FIflgln und dem basalen Teile und dem Trde der Vflgl. Die Unterseite
hat matt goldige Binden auf den Hflgln und einen gleichen großen Subapikalfleck der Vflgl. Die gelbe Binde auf
der Oberseite der Vflgl ist mitunter im vorderen Teile getrennt. — Bei UnAa. Fldr. vom Rio-Negro fehlt der Idaue linda.
Schiller. — \auraOberth. ist die Form vom oberen Amazonas, von Goyaz und vom Chanchamayo, paulana Urw/ish
die Form von Sao Paulo. (Vielleicht gehört auch plesaurina zu dieser Art). — nitoris Frühst, von Paraguay steht nitDris.
der linda walle, die Vflglhinde ist jedoch sehr breit, die innere Hälfte weiß und die äußere Hälfte ockergelb. — ■
Für laura Hbn. aus Surinam ( ?) und Brasilien ( ?) hat Feukstorfer den Namen geyeri eingeführt. — • myia
Frühst. (Vaterhrnd unbekannt, wahrscheinlich Brasilien oder unterer Amazonas) ist kleiner, Figlspitze und
Analteil vorspringend, Mittelbinde derVlgl nach hinten gelblich werdend, sich etwas verschmälernd ; weiße IMit-
telbinde der Hflgl kaum halb so breit als bei linda, was namentlich unterseits auffällt.
Ch. zalmunna Btlr. (110 Bf) aus Brasilien (Säo Paulo usw.) ist oberseits von suliana kaum zu unter- znlmunna.
scheiden, doch ist die Unterseite durch andere Gestalt der Mittelbinde der Hflgl verschieden. — Die $-Form
butleri Oberth. ist die gelbe Form aus Sao Paulo und $-fa. paulistana Frtihst. die w'eiße, kleinere Form von Rio tnäleri.
, -r . paulistana.
de Janeiro.
Ch. sultana jFoeih (110 Bf) aus Brasilien ist infolge der Zeichnung der Unterseite eine ganz eigentümliche sultana.
und allein stehende Art.
54. Gattung': Asterocampa Föb. {Doxocopa Hbn.}.
Diese Gattung umfaßt die nordamerikanischen ,, Schillerfalter“, die freilich ausnahmslos keine Spur von
Schiller besitzen. Die Arten dieser Gattung sind in Nordamerika heimisch, nur eine Art verbreitet sich bis auf
die Antillen, eine andere kommt in Zentralamerika vor. Sind sie schon äußerlich von Apatura und Chlorippe
derartig verschieden,' daß eine Verwechslung ausgeschlosen ist, so werden sie vollends durch den inneren Bau
scharf von ihren genannten Verwandten geschieden. In der Regel ist nur der 1. Subcostalast vor dem Schlirsse
der Mittelzelle abgezweigt, doch kommen auch Ausnahmen vor ; dagegen ist die Gestalt der männlichen Ge¬
schlechtsorgane von denjenigen von Apatura und Chlorippe wesentlich verscliieden *). Die Arten sind durch¬
schnittlich kleiner als die echten Schillerfalter und zeigen ein sehr einförmiges Gepräge. Die Eier werden in
Häufchen abgelegt, sind fast kugelig, an der Spitze breit und erhaben, und haben 18 bis 20 ziemlich breite
vertikale Rippen, zwischen welchen zahlreiche feine Querlinien sich befinden. Die Rpn leben auf Celtis- Arten,
sind zwar im allgemeinen den Hpcfiwa-Rpn ähnlich, haben jedoch keine Hörner, sonder sternförmige Warzen
am Kopfe; der Hlb endet auch in 2 Spitzen. Die Ppn sind denen der europäischen HptdEra sehr ähnlich. Diese
Gattung ist unter dem Namen Doxocopa bekannt, doch ist dieser Name für die papuanische {Apaturina) erminea
anzuwenden, weshalb wir einen neuen Namen vorschlagen mußten, und zwar haben wir bei der Wahl des Na¬
mens die charakteristischen Kopfanhangsgebilde der Rp berücksichtigt.
A. lycaon jF. (= herse U. , clyton Bsd., texana Skinn., proserpina Scudd.) (109b) aus den Ver- lycaon.
einigten Staaten hat im männlichen Geschlechte oberseits keine deutliche Augenzeichnung. Das ^ hat stark ver¬
düsterte Hflgl. — Die Form Wova Edw. (llOAc) aus Florida zeigt in beiden Geschlechtern stark aufgehellte flora.
Oberseite mit scharfen blinden Augenflecken auf den Hflgln. — QzeWaXa Edio. hat deutliche Augenflecke auf den ocdlata.
Hflgln. Ist offenbar nur eine Aberrativform. — idyja Hbn. ist die oberseits nnd unterseits bleichere Form idyja.
von Cuba. — Die Rp ist grün und grüngelb längsgestreift und hat an jeder Seite des Kopfes ein gelbes
sternförmiges Wärzchen; sie lebt an Celtis occidentalis. Die Pp ist grün mit gelblichen Flglscheiden und bläu¬
lichgrünem Rücken. — Diese Art ist sehr variabel.
A. celtis Bsd. (110 Ae) aus den Vereinigten Staaten ist die häufigste Art, aber an der pazifischen Küste celtis.
noch nicht gefunden worden. — montis Edio. (110 Ae) unterscheidet sich nur dadurch, daß auf den Vf Igln vor montis.
dem Augenfleoke ein zweiter solcher, aber rudimentärer steht. — Die Rp lebt auf Celtis occidentalis, ist grün mit
einem breiten, fast weißen Seitenstreifen und einem rötlichen Dörnchen auf jeder Seite des Kopfes. Die Pp ist
gelbgrün mit mehr gelblichen Flglscheiden und 2 bläulichen Linien an den Seiten.
A. alicia Edw. (lOOAa (J, c $) aus New-Orleans ist größer als die vorhergehenden Aid en und hat lichtere, alicia.
gelbere Grundfärbung.
*) Klammerorgane dm'cli den zweispitzigen Uncus charakterisiert, während die vorige Gattung nur einen Tegumen-
haken trägt. Valve mit einem ki'äftigen anfgebogenen Dorn am Ende, während dort die Valve zwar behaart aber sonst un-
bewehrt ist (PRUHSTORFBR).
550
PREPONA. Von H. Feuhstorfer.
leilia. A. leili'a (1 10 A c) aus Arizona hat auf den Hf Igln eine Reihe und auf den Vf Igln 2 weiß gekernte
antonia. Augenflecke. — antonia Ediv. (110 Ae) ist kleiner und erhält durch zahlreiche helle Flecke eine lichtere und
buntere Oberseite.
argus. " A. argus Bates (109 b) aus Guatemala und Honduras weicht von den vorhergehenden Arten durch den
stark ausgeschnittenen Außenrd der Vflgl und durch ganz andere Zeichnungsanlage stark ab. Variiert etwas,
namentlich ändert die gelhe Vflglbinde ab, die mitunter stärker ausgebiklet, als bei dem abgebildeten Stücke
ist. Exemplare mit deutlicher gelber Binde, die hi beiden Geschlechtern Vorkommen, führen den Namen armilla
Frühst. Scheint nicht häufig zu sein.
M. Charaxidi.
Zu dem, was in lid. 1, >Seite 168 — 69, und Bd. 13, Seite 122 — 123 über diese Gruppe gesagt worden ist, sei Mer nur noch
wenig hinzugefügt. Die Schmetterlinge zeigen meist einen ungemein plumpen kräftigen Thorax, der die sehr dicken und
starken Flugmuskeln trägt. Die Fühler sind stets ganz allmälicli zu mäßiger Keule verdickt, haben aber starken Schaft. Der
Hll) hängt häufig nur wie ein kleiner Appendix dem gewaltigen Thorax an. Der Flug ist sehr kräftig, aber unelegant, polternd
oder stürzend, mit weit ausholenden Flügelschlägen, ganz unähnlich dem der Apaturidi. die mit gestreckten Flgln dahin-
scliießen. Hält man die durchweg ansehnlichen Falter zwischen den Fingern, so entfalten sie große Kraft, um sich zu befreien
und im Netz toben sie meist wild undier. Sie rühren keine Blumen an, gehen aber an Früchte, Baumsäfte, Exkremente und
Köder, woran sie sich häufig derart berauschen, daß man sie mit der Pinzette direkt am Thorax fassen und durch Druck töten
kann, während sie sonst sehr scheu sind, ln der Färbung sind sie fast stets imposant, sehr häufig mit dunkler, mit Metall-
farben gezierter Oberseite. — Die vielfach grünen Raupen sind nakt, gekörnelt oder ganz kurz behaart; der Kopf zeigt meist
kürzere Hörner; der Hals ist oft eingeschnürt, der Rücken kann in spitzen Höckern aufragen; am Schw'anzende mitunter zwei
Knöpfe, Spitzen oder lange Anhänge. — Auch die Puppen sind von denen der Apaturidi ganz verschieden; nicht bilateral
kompreß, sondern drehrund, beerenförmig, mit meist ganz kurzem, ineinander geschobenem Hinterleibsteil, in der Gestalt
eher an Danaidenpuppen als an die anderer Nymphaliden erinnernd, höcker- und spitzenlos, mit ganz glatter Oberfläche.
Außer im Norden von Nord-Amerika und Asien sind sie fast über die ganze Welt verbreitet bis auf Europa, wo sie nur den
äußersten Südrand bewohnen; ihr Hauptgebiet aber sind die Tropen beider Hemisphären. Manche Arten sind äußerst selten
und gehören in Sammlungen zu den geschätztesten Objekten. (A. Seitz).
55. Gcattung; PrepoilSft Bsd.
Die Preponen sind große und brillant gefärbte Schmetterlinge von schwarzer Grundfarbe und bei den
gewöhnlichen Arten meist mit einer metallisch -glänzenden, blaugrünen Längsbinde über beide Figl. Bei einigen
Species durchzieht die Figl noch eine gelbe Submarginal-Fleckenserie und bei zwei andinischen Arten ist ein
rotes an Ägrias erinnerndes Querband der Vflgl vorhanden. Die Preponen vertreten in Südamerika augen-
scheinhch die Charaxes-Form der alten Welt, und sind nach dem Geäder so eng mit ihr verwandt, daß sich
nur wenige Strukturmerkmale von Bedeutung finden, welche sie von dieser unterscheiden.
Bei Prepona sind die Vflgl meist etwas sichelförmig an der Spitze vorgezogen; die Hflgl nie geschwänzt,
sondern stets abgerundet. Die Fühler gehen nur ganz allmählich in eine schwache Kolbe über. Die Präcostale
der Hflgl ist vom Grunde an nach außen gebogen, während sie bei Charaxes gerade aufsteigt. Die Zellen beider
Figl sind durch eine feine hintere Discocellulare geschlossen, welche auf den Vflgln distal von der Gabelung der
Medianen, auf den Hflgln proximal von ihr mündet. Der Tarsus der d'c? ist fast so lang als die Tibia, bei
Charaxes stets kürzer. Die erstaunlich nahe Verwandtschaft welche durch die Struktur zum Ausdruck kommt,
zeigt sich auch durch die Rpnform welche nach demselben T3rpus gebaut ist und nur in einzelnen Details ab¬
weicht; so z. B. in der längeren Schwanzgabel und der stärkeren Entwicklung des vierten Segments, während
die drei ersten sich plötzlich hinter dem KojDfe verjüngen. Auf dem Kopfe stehen nur zwei statt vier nach hinten
gerichtete Hörner. Ueber die Rp wissen wir noch recht wenig, und wahrschemlich sind nur die Rpn der vier
gemeinsten Arten (demophon, meatider, antiviache und chromus) bekannt. Sie leben nach v. Bönninghausen
auf Anonaceen und Abacata-Bäumen. Nach A. Seitz (Wiesbaden 1893) haben sie eine abenteuerliche Gestalt;
hinter dem Kopfe ist eine halsartige Einsattelung, dann folgt eine buckelförmige Erhebung und das Hinter¬
ende des Tieres ist in zwei in der Ruhe auseinandergeklappte Fortsätze ausgezogen.
Bemerkenswert ist, daß die Prepona-Fpn unbedornt sind, d. h. nach neueren Anschauungen, daß die
Dornen zurückgebildet sind. Dadurch beloindet diese Gattung eine gewisse Verwandtschaft mit Apatura, die
auch im kräftigen Bau und dem schillernden Blau der Falter, im Flug und Lebensgewohnheiten u. a. m. Be¬
stätigung findet.
Ueber die Verwandtschaft mit Apatura äußert sich auch Hahnel (Iris 1890 p. 290) mit der Bemer¬
kung, daß bei den Preponen ,,der HpatRra-Typus in den Tropen zu einer vollkommeneren Ausprägung gelangt,
als in den gleichfalls am Amazonas vorkommenden, aber an Farbenschönheit und Größe gegen ihre nordischen
Vettern etwas zurückstehenden Apaturen selbst“.
Nach Hahnel (1. c. p. 308) sollen gewisse Preg^ona durch einen Vanillegeruch bemerkbar sein, ,,der bei
Arten mit tiefem, gesättigten Blau häufig vorkomme“.
Das Ei von Preptona chromus Guer. hat nach Fasse die Größe e\n.QB Sphinx ligustri-Fiea, ist kugelrund,
glänzend weiß, mit vielen feinen Poren. DieMikropyle verhältnismäßig groß und schon mit freiem Auge sicht¬
bar. Das frischgeschlüpfte Räupchen ist ca. 2 mm lang, graugrün; der Durchmesser des Kopfes größer als jener
PREPONA. Von H. ERTrusTORFER.
551
des Rumpfes, der nach rückwärts verjüngt ist. Am dritten Ring ist eine mit Härchen besetzte Eriiöliung, was
wohl der Beschreibung von erwachsenen Prepowa-Rpn überliaupt ents])richt, die nach J)r. Seitz hinterm K.o]d
eine Einsattelung haben.
Die Gattung umfaßt ausschließlich Arten von ungewöhnlich starkem und zugleich regelmäßigem
Körperbau. Auch der Flglschnitt ist ziemlich gleichmäßig (die Vflgl stets spitz, manchmal sichelartig vor¬
springend) und bei mehr als Vs der Arten selbst die prächtige Blaufärbung des Medianteils aller Plgl.
Im riglschnitt erinnern die schwarzhlauen Prepona an die Gattung Aganisthos, während die bunten
Arten durch leichte apicale Rundung den Uebergang bilden zu den als farbig berühmten Agrias, mit denen
sie auch die Lebensweise gemeinsam haben und die stets stark gerundete Vflgl aufweisen.
Gleich den Charaxes der alten Welt sind sie Waldtiere und lieben faulende Früchte oder Exkremente,
auch rascheln ihre Figl wie starkes Papier wenn man sie zusammenfaltet, was wir auch bei asiatischen und
australischen Charaxes bereits erwähnt haben.
In St. Catharina beobachtete ich Prepona in allen größeren Waldbeständen. Die Falter waren aber
keineswegs häufig und noch weniger bildeten sie ähnlich den Hehconiden und Morphiden ein Charakteristikum
der Landschaft. Im Gegenteil, die Prepona lebten versteckt und scheu in ihrem Waldesdunkel und fast stets
in vornehmer Einsamkeit. Gelegenheit sie zu beobachten fand sich nur dann, wenn sie an Bäumchen anflogen,
um vom ausfließenden Safte zu naschen. i\.m liebsten gaben sie sich da ein Stelldichein, wo aus Baumstämmen
süßer und gährender Saft aus den Bohrlöchern kleiner Käfer herausquoll. Hatte man einmal solche Saftbäume,
sogen. Waldschenken, entdeckt, konnte man mit Sicherheit darauf rechnen, daß in wenigen Minuten, nament¬
lich bei intensiver Sonnenbestrahlung, Preponen anfliegen würden. Ihr Kommen und Gehen hatte dann stets
den Reiz des Geheimnisvollen. Gesellig sind die Prepona keineswegs. Wenn laertes oder demophon an einer
Honigstelle saugte und eine zweite sich nähern wollte, gab es immer einen kurzen Kampf. MüU man Preponen
in Anzahl erbeuten, ist es nötig im Wald, am besten längs kleiner Wasserläufe eine Piccade (einen Schleichpfad)
mit dem Buschmesser zu lichten und überreife oder angefaulte Früchte auszulegen. Kach einem oder zwei
Tagen erscheinen dann die Falter und stürzen verlangend auf das leckere Mahl. An Stellen, an denen der Wald
recht dunkel, verleugnen sie dann ob der Genußsucht und Saugegier ihre scheuen Gewohnheiten und lassen sich
zu zweien oder dreien an einer Frucht oder Köderstelle ertappen.
Bei Pebas am Oberen Amazonas hat Dr. Hahnel neun Spezies Preponen zusammengefunden. Sie stell¬
ten dort außer Morpho achilles die größten der sich am Köder einfindenden Arten dar. M^enn sie auf ein Blatt
anflogen nahmen sie stets am oberen Ende Platz, entsprechend ihrer Gewohnheit am Stamme mit dem Kopfe
abwärts zu sitzen. Es gewährte dann einen reizenden Anblick, wenn unter dem unbestrittenen Vorsitz ilirer
hochragenden, weißgrauen Figl daneben etwa die grüne Lhiterseite einer Catonephele sich zeigte oder das Schwarz
und Weiß einer Pyrrhogyra. Seitwärts breitete dann manchmal eine Ageronia ihre Figl auf, oder eine Adelpha.
Von allen neotropischen Faltern haben die Prepona nach Hahxel den schnellsten und wildesten Flug, Avie
schon der Anblick ihres gedrungenen, kräftigen Thorax dies voraussetzen läßt. Während die Morphiden Aveit
umherscliAveifende Arten sind, die stundeiiAveit die eingeschlagene Richtung A^erfolgen und sich daher selbst
von breiten Wasserflächen nicht abschrecken lassen, bleiben die Prepona, AA’ie überhaupt die meisten Xympha-
liden gern in der Nähe ihrer Brutstätte. Dort sind sie orientiert und es scheint, daß sie ein heimathehes, ge¬
wissermaßen zaghaftes Gefühl fesselt, so daß man sie nur selten ihre Streifzüge zu ferner liegenden Baum¬
gruppen unternehmen sieht.
Im allgemeinen AAÜederholen sie sehr oft ihre Flugtour; sie Avittern A^om Sammler ausgelegten LTmat
sehr rasch, steigen zum Boden herab und lassen sich dort überlisten und Avegfangen. Aber selbst aufgescheucht
entfernen sie sich nicht Aveit und verbergen sich mit zusammengeklappten Flglii im nächsten Dickicht, um
mit ziemlicher Hartnäckigkeit an ihren ursprünglichen Platz zurückzukehren. Diese GeAvohnlieit beobachtete
ich auch bei Prothoe francki Godt. in Java und einigen Charaxes in Siam. Stundenlang stand ich auf dem Hoch¬
lande von Lages oder in den Flußtälern der Küstenregion im \A"alde, um die Falter zu ei’Avarten. Dadurch bot
sich Gelegenlieit auch manch anderes Geheimnis der dortigen, unberührten Natur zu belauschen. In großen
Scharen zogen Papageien von Araukarie zu Araukarie oder eine gleißend grüne Baumschlange AA’and sich durch
das Geäst. Neben den Preponen AAuirde gelegentlich auch eine Caligo martia angelockt inid Opsiphanes sidchis
oder fruhstorjeri erschienen.
Mit Prothoe francki haben die Preponen die Eigenart gemeinsam, den Kopf nach unten gerichtet zu
saugen, Avorauf schon Dr. Hahxel (Iris 1890 p. 290) und Otto Michael (Iris 1894 p. 220) liingeAviesen haben.
Von letzterem hören AAÜr auch das interessante Faktum, daß eine Prepona pheridamas 2 (Monate lang
tägheh an dieselbe Stelle zurückkehrte. In St. Catharina ist das Erscheinen der Preponen A^on der Jahreszeit
abhängig, häufig AA^erden sie erst Avährend des südlichen Hochsommers, im Dezember, und man begegnet üinen
dann bis Ende März. Hahxel (Iris 1890 p. 276,277) berichtet von Saö Paulo am oberen Amazonas, daß dort
die Preponen vom Dezember ab häufiger sich am Köder einfanden. Julius Michaelis hat sie nach sehiem
mündlichen Bericht in Obidos jedoch schon im August in Anzahl angetroffen. (ALibilde erAvähnt, daß cata-
chlora und chalciope den ganzen Sommer über und miranda im Sommer und Herbst in Rio Grande do Sul A*or-
kommen. Seitz (eine Lepidopterologische Reise um die AVelt, AAüesbaden 1893), begegnete üinen Mitte März
552
PREPONA. Von H. Fruhstorfbr.
bei Santos und schreibt: „Ihr rapider Flug und ihr Bestreben, sich in ansehnlicher Höhe zu halten, verhindern,
daß das Blau der Oberseite in ähnhcher Weise wie bei den Mori)ho zur Geltung kommt.“
Die meisten Prepona-Avten bewohnen das heiße Tiefland, eine geringere Anzahl bevorzugt das Gebirge.
Die schöne P. garleqypiana Stgr. wurde auf 1500 — ^1800 m Höhe entdeckt, ihren nächsten Verwandten
neoterpe Honr. fing Ockenden in der Regenzeit, November 1901, noch auf 10 000 Fuß Höhe beiLimbani, Cara-
baya, Peim. Ein d' von eugenes laertides Stgr. von Simons August September 1901 bei La Merced am Rio Toro,
Peru gesammelt, ist mit 3000 m Fanghöhe im Museum Tring vermerkt. Beide Höhenangaben der Sammler
sind vielleicht irrtümlich.
Sicher ist nur, daß Fasse eine Prepona diromus noch auf 2100 ni in Columbien gefunden hat, und nach
ihm ist chromus die von allen bisher hier beobachteten blauen Prepoiia-Formen die am höchsten fliegende.
Ueber die vertikale Verbreitung einiger bolivianischer Arten äußert sich Fasse (Entomologische Rund¬
schau 1913, April p. 44):
,,Was übrigens die enorme Höhe anbelangt, bis zu welcher die roten Preponen fliegen, die mit der Pracht
und dem Farbenschmelz ihrer Oberseiten augenschehxlieh gar nicht zu der übrigen sie dort umgebenden Falter-
weit passen, so ergibt ein Vergleich der Tiere in ihrer sitzenden Stellung eine geradezu frappierende Aehnlich-
keit ihrer Rückseiten, nämlich silberweiße Punkte und Striche auf ockerfarbigem, rötlichem oder scliAvarzem
Grunde. Ich fing z. B. in einem selbstgefertigten Wege im dunklen Urwalde des Nord-Yungas Bohviens bei
1700 m Höhe in einer Länge von 4 km die folgenden Falterarten im Laufe von 6 Monaten beisammen:
Adelpha saundersi, Prepona buckleyana, xenagoras, garleppiana, Ojyoptera bracteolata, Eryphanes zolvizora,
Caligo pliohilides, Lymanopoda albomacidata und albocincta, mehrere Pedaliodes-Arten mit ,,Schimmer‘-
Flecken auf der Rückseite, Daedalma dinias etc.“
Sollen diese weißen und silbernen Flecke der Rückseiten der vorstehenden Tiere vielleicht den IVasser-
tropfen ihrer ewig feuchten und vor Nässe triefenden Urwaldheimat des Hochgebirges angepaßt sein? Die
Preponen, Avelche 800 m tiefer im Walde der heißen Täler fliegen, zeigen trotz viel größerer Artenzahl nicht
eine einzige so intensiv dunkle und silbergeschmückte Rückseite, und auch keine Adelpha, Brassolide oder
Satyride hat eine solche auffällige Färbungsgleichheit ihrer Rückseite aufzuweisen, wie die oben erwähnten
Höhentiere derselben Gattungen.
Die mit violettem Schiller überzogene o^nphale amesia Frühst, liegt aus 3000 Fuß von Lita in Ecuador
vor. Ueber das Vorkommen im Gebiet des Amazonen-Stroms erfahren wir von Michaee, daß von 9 Species
{demophon, antimache, meander, laertes, gnorima [recte: oinphale}, eugenes, pheridamas, dexamenus und lico-
medes) die beiden letzteren nicht am untern Amazonas fliegen. Aus Surinam besitze ich jedoch dexamenus und
licomedes , und von Französisch Guyana lico^nedes , so daß licoinedes wohl auch am unteren Amazonas Vor¬
kommen könnte, und vielleicht dort nur sehr selten anzutreffen ist und später noch entdeckt wird.
Im allgemeinen sind wenigstens die schwarz und blauen Prepona- Arten weit verbreitet. Wegen ihrer
kräftigen Figl sind sie ja zu weiten Wanderungen wie geschaffen. Alle ohne Ausnahme bewegen sich in der
tropischen und neotropischen Zone mit Mexiko als nördlichstem, Südbrasilien, Paraguay und Bolivien als dem
südlichsten Verbreitungsgebiet. Von den bekannten Arten hat meander die größten Länderstrecken erobert
und stellt die einzige Art dar, die von der nördlichsten bis zur südlichsten Grenze mit Ausnahme der Antillen
nirgends fehlt. Ihr schließen sich demophon und laertes nebst antimache an.
Mehrere Arten wie licomedes und dexamenus gehen nicht über die reinen Tropen hinaus, andere sind
lokal wie z. B. chalciope, die sich nur in den gemäßigteren Breiten heimisch fühlt, deiphile, die nur von Espiritu
Santo bis Rio geht, buckleyana, die ausschließlich in Peru und Bolivien lebt. Auch Zentralanierika hat seine
besonderen Formen in phaedra, lygia und camilla.
Einige Arten, wahrscheinlich die phylogenetisch ältesten, sind recht konstant, wieder andere, wohl
die jüngeren Formen, wie laertes, omphale etc. befinden sich noch in der Fluktuation und Evolution. Kaum
ein Stück gleicht dem andern. Für solche Arten lassen sich bestimmte Rassenzentren im neotropischen Gebiete
erkennen. Innerhalb dieser Zentren machen sich ziemlich kongruente Variabilitätsrichtungen geltend, die auf¬
hören, wenn die Art in ein anderes, angrenzendes Gebiet übergeht. Soweit unsere faunistische Kenntnis aus¬
reicht, lassen sich sechs, die Entwicklung einer Art modifizierende Provinzen unterscheiden. Es sind dies:
I. Zentral-Amerika von Mexiko bis Panama. IV. Surinam und das Amazonasgebiet.
II. Die Antillen. V. Das südliche Brasilien.
III. Die andinische Region. VI. Paraguay.
Wir gewahren bei:
I. Große Formen mit verblaßten Farben.
II. Reduktion der Blaufärbung.
III. Große, farbensatte Exemplare.
IV. Neigung zur Gelbfärbung.
V. Kleine farbenarme Exemplare.
VI. Kleine und bleiche Stücke, die an geivisse
Trockenzeitformen erinnern.
Das Maximum ihrer Entwicklung an Artenzahl und Farbenschönheit erreichen die Preponen in Peru
und Bolivien. Dort finden wir 12 Species, d. h. soviel wie in dem gesamten brasilianischen Riesein-eich. Dann
Ausgegeben 18. IV. 1916.
PKEPONA. Von H. FiiUiisroRFEK.
folgt Kolumbien mit 10, das Amazonasgelnet und Zentral-Amerilca mit je 9 Arten. Paraguay hat deren -o — 0
und auf die Antillen entfallen nur 3 — 4 Species.
In großen Zügen sind wir mit den Prepona- Äxten, bereits vertraut, obgleich ungeheure Gebiete, insbe¬
sondere die der Zuflüsse des Amazonas und einige brasilianische Provinzen und besonders die Antillen noch
der Erforschung harren. Die Zahl der in diesen Regionen noch versteckten Jmkal-Rassen dagegen dürfte in
den nächsten Dezennien mit dem Fortschreiten der geographischen oder kommerziellen Erschließung noch
erheblich anwachsen.
Alle Prepona tragen auf den Hflgln Haarbüschel, deren Färbung je nach der Artengruppe abändert.
Durch diese Haarpinsel differiert die Gattung von den indoaustralischen Chanixes. Bei den häufigen blauen
Arten hegen die Haarbüschel parallel mit der Flügelfläche, bei einigen Species insbesonders den bunten Arten
aber sind sie steil und buschig aufgerichtet, so bei P. laertes, den Agrias. Godman und Salvin verwenden die
Farbe der Sexualpinsel als Trennungscharakter für die Artengruppen. Wenn wir nur die zentralamerikanischen
Species in Betracht ziehen , läßt sich diese Separierung auch leicht durchführen. Bei einigen brasilianischen Arten
begegnen wir dagegen bereits innerhalb der Art Formen mit grauen, gelblichen und schwarzen Haarbüscheln.
Im Ganzen aber ergab die Untersuchung der leicht erreichbaren Species, daß die beiden auf Grund
der Färbung der Duftpinsel von Godman und Salvin getrennten Artengruppen auch anatomisch scharf geson¬
dert sind. Ein an sich unbedeutendes, bei anderen Gattungen systematisch nahezu fast immer wertloses iVIerk-
mal bietet somit bei den Preponen einen schätzenswerten Fingerzeig tiefgreifender anatomischer Verschiedenheit
der Generationsorgane. Die vergleichende Untersuchung der Klammerorgane ergab dann noch das überrasch¬
ende Resultat, daß die mit schwarzen Haarbüscheln versehenen Arten trotz ihrer äußerst ähnlichen Zeichnungs¬
anlage lind der Gleichartigkeit des Colorits der Oberseite wesentliche Differenzen ’^in der Struktur der Genera¬
tionsorgane aufweisen. Die oberseics bunteren Ai’ten der gelbe Büschel tragenden Gruppe, welche coloristisch so
erhebUch divergieren, daß sie bis jetzt auf zwei Gattungen verteilt sind, stimmen dagegen in der Struktur der
Zeugungsorgane dermaßen überein, daß wir scheinbar ganz nebensächlichen Charakteren wie z. B. den Veräude-
rungen der Valvenperipherie spezifischen Wert beilegen müssen um die äußerlich so prächtig dokumentierte
spezifische Verschiedenheit auch mit jener der Zeugungsorgane in Einklang zu bringen. Um nur ein Beispiel zu
nennen ist der Aufbau der bisher als Agrias sardanapalus und Claudia kursierenden Species kaum von jenem der
Prepona und ompÄaie zu unterscheiden. Wir dürfen somit annehmen, daß die dunkleren und einfacher ge¬
zeichneten Arten der Pr. dewop/mn- Gruppe sich bereits consolidiert haben, während die bunten Species der Pre¬
pona ZaeVies- Serie sich noch in voller Evolution befinden. Nach dem bisher Gesagten ist es nicht zu verwundern,
wenn sich die Zugebörigkeit der gleichfalls gelbe Büschel besitzenden, bis jetzt unter dem Namen „AgriaP'
zusammengefaßten Arten zur Prepona ZaerZes- Gruppe erweist. Dr. Schatz erwähnte seinerzeit bereits, daß
das Geäder der „Agrias“ mit jenem der Prepona vollkommen gleich gebildet sei. Da nun die Behandlung der
Klammerorgane deren Analogie mit Prepona ergeben hat, so sollte in Zukunft der Name „„Agnas“ zur Bezeich¬
nung einer Gruppe bunter Preponen herabsinken , wenn wir nicht der schlankeren Raupenform der Agrias
mehr Bedeutung beilegen.
Anatomisch haben wir somit zu unterscheiden :
A. Archaeoprepona. Uncus mit chifcinösem in der Regel iilattenartigem, unbedorutem ventralen Fortsatz. Type:
A. demoplion L.
B. Prepona (Agrias). Uncus mit einem eigentümlichen an die Blütenköpfe der Pflanzengattung Phyteuma er¬
innernden bedornten ventralen Fortsatz. Type: P. laertes Hbn.
Die Valvenform und der ungemein ki’äftige lange Penis verraten Verwandtschaft mit den Apaturi-
den, doch wird diese wieder eingeschränkt durch den kurzen Saccus.
Nach der Färbung der Fühler lassen sich gleichfalls zwei Formengruppen absondern, nämlich ;
A. Fühler rot: Anaeomorpha.
B. Fühler schwarz: Prepona.
A. Artengruppe Anaeomorpha (Rothschild, Nov. Zool. 1896 t. 13 f. 1).
Geäder wie bei Prepona, die ersten Subcostaläste frei, nicht vereinigt wie bei Anaea.
P. splendida Rothsch. (103e) vom Rio Cachyaco, gleicht unterseits einer Prepona meander (111 c) mit splendida.
hellerer Basalliälfte und dunkelbrauner, durch eine schwarze Linie abgeschiedener Distalzone. Costale bis
nahe der Figlmitte weiß ; oberseits von allen Preponen abweichend durch eine blau übergossene Zelle der
Vflgl, auch durchzieht die Longitudinal-Prachtbinde die Zelle der Hflgl. Die Vflgl charakterisiert durch drei
blaue Transcellularmakeln. Heimat Peru.
V
70
554
PREPONA. Von H. Pbuhstorfer.
B. Artengruppe Prepona.
S e c t i o n A r c h a e o p r e p o n a Frühst. Haarbüschel der Hflgl schwarz.
P. demophon, die am längsten bekamite und häufigste Art, hat eüie einfach gezeichnete Unterseite,
vorwiegend gelb oder ockergelb mit verwaschenen schwarzen Flecken, undeutlichen schwarzen Linien und je
nach der Lokalität wechselndem silbergrauem Anflug. Das $ ist stets größer, unterseits ärmer an Schwarz,
vorwiegend gelblich mit verwaschenem rötlich grauem Anflug. Die Exemplare nehmen in der Größe in der
Richtung von Norden nach Süden ab. Die Art Avird sehr selten in Mexiko und ist bis Süd-Peru und Bolivien
nachgewiesen. Auf der atlantischen Seite geht demophon von Guyana bis Santa Catharina, Rio Grande do Sul
und Paraguay. Tegumen mit kurzer, gedrungener LTncus- Spitze, dessen dorsale Basalpartie stark chitini-
ccntralis. siert und mit einem tief eingekerbten Kamme versehen ist. — ■ centralis Frühst, ist mir nur aus Hon¬
duras bekannt. Die Form erscheint erheblich größer als Surinam-Exemplare und bleibt im Flügelumfang
niemals hinter '»mson (111 a) zurück. Die Medianbinde namentlich der Hflgl ausgedehnter als bei der
NamenstyjDe aus Surinam, mehr grünhch und goldig als blau. Die Subapicalf lecken der Vflgl der
größer, fast kreisrund, isoliert, bei den wischförmig, schmäler als bei Surinam-Exemplaren. Unter¬
seite durchaus heller, vorwiegend grauviolett statt ockergelb, mit prominenten blaugekernten Ozellen
der Nach Godman und Salvin bereits sehr selten in Mexiko. In der Sammlung Staudixger sind
muHon. Exemplare aus Yucatan und Venezuela. — Eine Serie Individuen von Panama schließt sich bereits muson
Frühst. (111 a) der andinischen Territorial-Form mit der Type aus Kolumbien an. Mir liegen auch d'd' ^'US
Ecuador vor und Staudinger erwähnt Stücke von Süd-Peru. Die demopÄow-Rasse der nördlichen Anden
ist erheblich größer als Surinam-Exemplare. Die Medianbinde der Figl- Oberseite breiter und lichter, mehr
goldig grün ; die Unterseite zeichnet sich durch die besonders markante und glänzendere Submarginal¬
region aus, die von einer sehr dunklen rotbraunen Binde durchzogen Avird, Avelche bei Surinam-Exemplaren
demophon. kaum zu erkennen ist. — demophon L. (lila), der nomenklatorische T3rpus, ist sehr häufig im Amazonas-
Gebiet und in sämtlichen drei Guyana. Exemplare aus Mato-Grosso und Bolivien sind nicht Avesenthch
sysiphus. Amn solchen aus Surinam A^erschieden. — Als sysiphus Cr. ist eine Form beschrieben mit besonders breit an-
Ihalpius. gelegten und verdunkelten braunen Stellen der Unterseite beider Figl. — Auch thalpius Hbn. ist auf verdunkelte,
abAveichende Stücke basiert mit schön rötlich violettem Hauch jenseits der Zelle der Vflgl und in der Median- und
xyniaius. Basal-Zone der Hflgl. — xynlatus subsp. nov., ausgezeichnet durch große Transcellular mäkeln der Vflgl und
auffallend breite lichtblaue, jedoch besonders intensiv goldgrün glänzende Medianbmden. Die LTiiterseite hat
nur ganz scliAA'ache und noch mehr als bei extincta verAvascheiae grausilberne Marmorierung. Bahia; verändert
pamencs. auch in Minas - Geraes. — panienes subsp. nov. bewohnt Minas-Geraes und Espiritu Santo, Avahrscheinlich
auch noch Rio de Janeiro. C unregelmäßigeren, kleineren transcellularen Flecken und schmäleren dunkler
ea;;mcü(. blauen Binden der Vflgl als — extincta Stgr. (111b), ursprünglich auf Exemplare aus Süd-Brasilien
(Blumenau) basiert, findet sich auch noch in Paraguay. In der Regel von kleiner Gestalt mit vorAAÜegend
grau violettem Anflug der Lhiterseite der d'd' und gelblicher der $9- Die scliAvarzen Medianlinien namenthch
bei den $$ verAvaschen. Rp auf Anonaceen und Abacata-Bäumen (Persia gratissima). — catachlora Stgr.
catachtora. (111b) findet sicli von Minas-Geraes an neben und Avurde von Dr. Wilh. Müller aus von
demophon verschiedenen Rpn gezogen. In Rio Grande do Sul ist ccdacAiora häufig. Die Unterseite macht ganz den
Ehich’uck einer Trockenzeit oder Kälteform von P. demophon und ist leicht kenntlich an grünlichen Stellen,
Avelche von schön silberig grau violett schimmernden Partien begrenzt Averden. Die Subapicalflecken der
Oberseite sind kleiner, aber Avie die schmäleren Bindeii intensiver und dunkler blau glänzend als bei derno-
zorniithes. phon. Bei zoranthes subsp. nov. von Rio Grande do Sul ist manchmal nur ein blauer Subapicalfleck vor¬
handen und die Medianbinde der Vflgl sehr verschmälert. Die chitinose Partie am Uncus-Rücken Aveniger scharf
gezähnt, die übrigen Teile stimmen aber so genau mit P .demophon überein, daß catachlora nur als eine Zustands-
Form von demophon, keinesfalls aber, wie bisher, als Art aufgefaßt Averden kann. (Unter, sacht Avarde ein S ^us
Espiritu- Santo.)
P. phaedra ist eine isolierte Species mit einer ebenso zeichnungslosen aber dunkleren Unterseite als
P. demophon. Die Oberseite gleich der P. tijrias (111 b), nur ist die blaue Medianbinde der Hflgl nach dem
Anahvinkel zu verschmälert und die Unterseite ebenso gesättigt grau Avie bei P. crassina (111c), jedoch
adla. ohne den scliAvarzen Fleck an der Submediana der Vflgl. Zwei Lokalrassen: aelia Godm. u. Salv. nach einem S
phaedra. ohne blaAie Subapicalflecken der Vflgl, aus Mexiko beschrieben, und phaedra Godm. nach einem $ A^om VuU^an
Chiriqui aufgestellt. Ein Exemplar meiner Sammlung führt kleine dunkelblaue Subapicalmakeln der Vflgl.
P. antsmache findet sich stets neben P. demophon, ohne daß sie jedoch im Norden Mexiko erreicht. Die
Prachtbinde der Oberseite ist reiner blau, schillert nur ausnahmsAveise grüngolden. Die Unterseite Arird durch
unser Bild von tyrias (111 b) charakterisiert und Avechselt je nach der Heimat von vorwiegend verAvaschen
ockergelb (Amazonas, Surinam) zu hell silbergrau (Süd-Brasihen). Die scliAvarze Partie am Ird der Vflgl er-
PREPONA. Von H. Frtthstorfbr.
scheint ausgedehnter als hei P. dmio'plion. Bei einigen Tnselrassen treten nocli auffallerifl verdunkelte hraun
übertünchte Stellen besonders in der Basalregion zutage, welche kontinentalen Arealrassen fehlen. Xdlvf-n-
forra breiter als bei demo'phon, der üncus dorsal glatt. — gulina FraJisi. die nördlicliste Abzweigung setzt in fjulma.
Honduras ein, durchzieht Zentral-Ainerika und dringt bis Kolumbien vor, wenigstens soweit mir Material
(Cauca-Tal) zugänglich ist. Die Oberseite hat aber Aehnlichkeit mit demophonn Hhn. von »Surinam. Die
Gestalt von gidina ist jedoch erheblich größer, alle blauen Binden sind stark verbreitert und bei den $$
vorwiegend goldig grün schillernd. Die Unterseite liat zunächst die rein weiße Zelle und eine außerordcntlicli
breite, weiße Binde vor dem Zellapex der Vflgl mit crassina gemeinsam, die Zelle der Hflgl und die weiße
Discalbinde sind sogar noch reiner und breiter weiß als bei crassina. Mit den Pestlandsformen hat aher
gulina den in der Mitte unterbrochenen, schwarzen Analfleck der Vflgl, und die ganz kleinen weißen Sub¬
marginalpunkte, in denen sich keine Spur von blau findet, gemeinsam. — ■ demophoon Hhn. umschreibt doiophoor)
die Territorialform von Surinam und vom Amazonas. Die blauen Apicalflecken der Vflgl entschieden kleiner
als bei gulina, die Unterseite gleichmäßiger, verwaschen fahl ockerfarben. Weil der Name demophoon sehr
ähnlich demophon L. klingt, hat man den Namen amazonica Stgr. für die Amazonas-Rasse eingeführt, doch
wird sich diese Bezeichnung kaum halten lassen. — SLnAxzalo. Frühst., die antiinache-Y orm, welche die Anden ondkola.
bewohnt, kommt gtdina von Zentral-Amerüja sehr nahe, differiert aber von dieser durcli die noch größere Ge¬
stalt und die etwas schmäleren, aber intensiver blauen Discalbinden der Oberseite. Die Unterseite erinnert
an gtdina durch die sehr breite, weißliche Begrenzung der schwarzen Discalbinden aller Plgl, auf den Hflgln
ist aber die Marginalzone, namentlich beim $, noch intensiver weiß, des weiteren sind alle schwarzen Punkte
und Linien viel kräftiger. Nur der Analwinlcel der Vflgl ist dunlvelgelb, der schwarze Analfleck sehr groß und
die submarginalen Ozellen der Hflgl sind sehr viel größer, als bei demophoon und antimache, beim ^ rötlichgelb,
beim $ grünlichgelb mit deutlichen blauen Tupfen, andicola differiert, verglichen mit antimache, dann noch
durch die hellere, mehr weiße, als grau melierte Basis der Hflgl-Unterseite. Di(^Type stammt aus Venezuela;
ich ziehe dazu noch Stücke von Ecuador und von Pozzuzo (Peru). — thebais subsp. nov. schließt sich an demo- thebais.
phoon an, doch ist sie von Gestalt größer und die Unterseite der Hflgl wird bunter; die Vflgl führen deuthehe
weiße transcellulare Partien. Mato-Grosso (Brasilien). — lyde subsp. nov. differiert von thebais durch entschieden lyde.
schmälere bereits a,i\tyrias (111b) erinnernde blaue Binden der Oberseite. Habituell kommt lyde der andinischen
und der Mato-Grosso-Rasse gleich ; die Subapicalflecken der Vflgl sind ebenso prominent wie bei andicola,
thebais und gulina, also im Gegensatz zu der an Blau sehr armen demophoon. Die Hflgl-Pinterseite verrät da¬
gegen wiederum Beziehungen zu der südbrasilianischen tyrias durch besonders lebhaftes, helles Silbergrau.
Bolivien. — antimache Hbn. findet sich von Bahia an bis Rio de Janeiro. Die blauen Präapicalmakeln der antimache.
Vflgl sind bei den ejej markanter, als bei demophoon, rundlicher, die Prachtbinde wird schmäler. Auf der Unter¬
seite beschränlH sich das verwaschene Ockergelb auf die Medianzone der Vflgl. — ■ Bei tyrias subsp. nov. (111 b) tyrias.
nimmt die Verschmälerung der blauen Mittelbinde bei beiden Geschlechtern zu und der proximale Subapical-
Fleck ist stets weißlich oder grünlich untermischt, nicht mehr gesättigt blau, wie bei den Vikarianten. Namens¬
type aus Rio Grande do Sul, auch aus St. Gatharina und Paraguay in meiner Sammlung und vermutheh nord¬
wärts bis Säo-Paulo vordringend. — insulicola Frühst. (112 c). Auf den westindischen Inseln hat sich antimache insulicola.
Hbn. zu einer höchst charakteristischen Lokalrasse umgebildet. Das blaue Discalband namentlich auf den
Vflgln ist schmäler und auf den Hflgln auch viel kürzer als bei kontinentalen Vilcarianten. Die Discalbinden
sind nicht tief blau, sondern eigentümlich hellgrün mit einem violetten Schimmer. Der schwarze Außensaum
der Hflgl erscheint durch das Zurücktreten der blauen Discalfärbung sehr viel breiter als bei antimache, die
Ciliae sind heller, gelblicher und stehen dichter als bei Exemplaren vom Pestlande. Sehr verändert hat sich
die Unterseite. Diese ist farbenreicher als bei antimache, und die Discalbinden sind braun, anstatt schwarz,
und kräftiger. Die weiße Begrenzung der braunen Discalbinde’ ist außerordentlich verbreitert, ebenso
macht sich eine deutliche, weiße Submarginalbinde auf allen Plgln bemerkbar, an deren Stelle bei antimache
auf den Vflgln nur weiße Punlite stehen. Der schwarze Pieck im Analwinlcel der Vflgl ist in der Mitte nicht
unterbrochen, sondern bildet eine kompakte Masse, in der sich eine gelbbraune, fast viereckige Makel einbettet.
Der schwarze Strich in der Mitte der Vflglzelle verläuft fast geradlinig, während er bei antimache scharf gewinlcelt
ist. Die Hflgl sind des weiteren mit intensiven, blauen Punkten verziert, von denen die 4 letzten die größten
und deutlich rotbraun geringelt sind. Das Auftreten von wirklich tief blauen Punlvten erscheint mir sehr wichtig,
weil Godart in seiner Beschreibung von amphitoe ausdi’ücklich von PünlHchen spricht, die bläulich (bleuätre)
sind. Haiti. Im Museum in Berlin befinden sich 3 d'd'? die namentheh auf der Unterseite vollkommen mit meiner
T3^e übereinstimmen und bei Port au Prince gefangen sind. — ilmatar subsp. nov., eine weitere Inseh’asse von Umatar.
Trinidad (Port of Spain). iiiif etwas längerer Mittelbinde der Oberseite, die außergewöhnlich steil gestellt
ist und zu P. cmssfnaEraAsk von Cuba Beziehungen verrät. Präapicalflecken kleiner als beim 112 c abgebildeten
insulicola-^. Unterseite vorwiegend dunlvelgrau, aber doch noch mit antimachoiden silbergrauen bindenförmi¬
gen Stellen. Hflgl ebenso, wie jene von insulicola, ausgezeichnet durch prächtig blaugekernte ultramediane
Ozellen. — crassina Frühst. (111 c) steht der phaedra unterseits so nahe, daß sie als geographische Perm der crassina.
zentralamerikanischen Art aufgefaßt werden könnte, wenn sie nicht ein großes schwarzes Peld am Ird der
Vflgl davon trennen würde. Aixch ist die schwarze Zickzacklinie der Hflgl prominenter, mehr an P. antimache
556
PREPONA, Von H. Pruhstorfee.
gemahnend. Die Oberseite gleicht P. antimache doch sind die blauen Subapicalflecken der Vflgl nahezu vertikal
untereinander gestellt und die Medianbinde ist gleichfalls steiler gerichtet. — Die Valve ist eine wenig schlanker
als bei antimache tyrias Frühst . von Rio Grande do Sul. Von Cuba, dort sehr selten.
P. camilla, eine außergewöhnlich lokalisierte Species, von welcher nur wenig Exemplare bekannt ge¬
worden sind. Sie verhält sich zu P. antimache etwa wie P. phaedra zu P. demophon. camilla darf als die am
hervorragendsten blaugeschmückte Art gelten, die wir kennen, und bei keiner anderen Species finden wir ein
so luxuriantes grünhch glänzendes Prachtfeld, wie bei camilla. Die blaue Zone sowohl wie das präapicale Blau
camilla. wechseln je nach der Oertlichkeit der beiden Territorialformen. — camilla Godm. u. Salv., aus Nicaragua und
Panama beschrieben, führt zwei längliche, schmale blaue Präapicalstreifen und eine Prachtbinde, welche die
Ausdehnung jener von P. demophon nur unerheblich übertrifft. PTnterseite vorwiegend hell ockergelb mit einer
metabus. braunen an der hinteren Radiale gebrochejien Längsbinde der Vflgl. — mefabus subsp. nov. *) zeigt drei hell¬
blaue, breite Striche und eine umfangreichere Prachtbinde der Vflgl als camilla. Die Unterseite ist auffallend
differenziert durch braungelbes Colorit mit ausgedehnten gelblichen silberglänzenden Feldern. Columbien, einer
sogenannten- ,,Bogota-Sendung“ entstammend, aber sicher bei Muzo gefangen, von wo sie mir aus 7 — 800 m
Höhe aus neueren Sammlungen gleichfalls vorlag.
P. meander. Eine der bekanntesten Arten und unterseits leicht zu unterscheiden durch die scharf
abgegrenzte dunkelbraune DistaUiäfte, welche lebhaft mit der helleren, weißlich oder grauen, silberglänzenden
Basalzone kontrastiert. Bemerkenswert ist ein weißlicher rundlicher oder halbmondförmiger Fleck an der
Subcostalis der Hflgl. Die Oberseite differiert nur unerheblich von jener von P. demophon, doch kommen hell
grünliche oder bronzeglänzende Binden wie bei P. demophon und P. antimache nicht vor. Das $ übertrifft die
in der Größe und führt ansehnlichere transcellulare Streifen der Oberseite der Vflgl und unterseits präsentiert
sich die äußere FlgUiälfte etwas fahler braun. Je nach der Lokalität schwankt die Größe der Individuen, welche
in der andinischen Region das Maximum der Entwicklung, bei den südbrasilianischen Rassen ihr Minimum
erreicht. Die geographische Verbreitung deckt sich mit jener von P. demophon. Im Norden wird Mexiko
phoehus. und im Süden Rio Grande do Sul noch von der Species bewohnt. — phoebus Bsd. die nördlichste Ab¬
zweigung, aus Guatemala beschrieben, liegt mir vom Vulkan Chiriqui und dem Cauca-Tale von Columbien vor.
Die präapicalen Blauflecken der Vflgl etwas ausgedehnter und lebhafter glänzend und die Unterseite der Vflgl
ineander, in ihrem äußersten Teile etwas fahler als bei der Surinam-Form. — meander Cr. (111 c), von der wir ein $ aus
Surinam, der Heimat des Namenstypus darstellen, kommt gleichartig auch am Unteren Amazonas vor. Eine
megabates. ähnliche Rasse findet sich auf der Insel Trinidad. — megabates subsp. nov. ist im männlichen Geschlecht so groß
wie das abgebildete Surinam-^, die blauen Flecken distal von der Zelle der Vflgl treten etwas kleiner auf und
megades. die Basalzone der Hflgl-Unterseite ist etwas verdunkelt. Peru, Bolivien. — megacles form. nov. bewohnt das
mittlere Brasilien. Beide Geschlechter bleiben hinter den bisher besprochenen Vikarianten im Habitus zurück
und Hand in Hand damit geht eine Verschmälerung der blaiien Prachtbinden. Die Basalzone der Vflgl-Unter-
seite erscheint zumeist dunl?;elgrau oder violett verdeckt, der antiterminale Saum der Vflgl schärfer als bei
meander abgesetzt und dadurch in Uebereinstimmung mit phoebus und megabates. Type aus Espiritu Santo,
soron. mir auch aus Minas-Geraes vorliegend. Bei Rio de Janeiro nicht sehr häufig. — soron subsp. nov. (111 c) würl
basiert auf Exemplare aus Theresopolis in St. Catherina. Die Figlform wird spitzer und schmäler als bei megacles,
die blauen Flecken und Binden der Oberseite unterliegen einer weiteren Rediüvtion als bei der mittelbrasilia¬
nischen Arealform. Auf der Vflgl -Unterseite verfließt der antiterminale Saum mit der dunlvlen Grundfarbe
wie bei meander. Hflgl im allgemeinen heller braun mit verbleichender Außenzone. — am.phimaclrus wird hier
ihrer Speciesrechte beraubt, die ihr Bates, Kirby, Stafdinger nochmals zuerkannt haben, während ich sie
1904 dem Beispiele Godman u. Salviists folgend, als Nebenform von P. meander auffaßte. Die Form amphimachus
ist in der Regel namentlich in der andinischen Region häufiger, gar nicht selten in Mexiko, sehr gemein in
Zentral-Amerika, während eigentliche meander dort selten bleiben. Der Flglschnitt ist abweichend, rund¬
licher, die Blaubinde bei den nördlichen Rassen ausgedehnter, die Unterseite fast immer ockergelb, die
Medianbinde stets prägnant, die Distalzone zwar manchmal -verdunkelt, aber selbst bei den melanotisch-
sten Rassen niemals ausgedehnt braun und scharf abgegrenzt als bei meander. Basalregion der Hflgl nament¬
lich beim $ stets fahlgelb, statt weißlich, amphimachus hat mit meander stets den subcostalen vv^eißen Fleck
der Hflgl gemeinsam, ainphimachus findet sich zu gleicher Zeit mit P. meander. In vertikaler Richtung
steigt sie bis 2000 m empor, während meander anscheinend mehr in den niederen Regionen heimisch
cincius. ist. — cinctus Frühst, wurde von mir bereits 1904 als Trockenzeitform von P. meander angesehen. Sie ist
in der Tat die nördlichste Abzweigung. Habituell kleiner als die zentral-amerikanische Schwester¬
rasse sind bei ihr auch die subapir alen Blaufleeken im Rückgänge begriffen. Unterseite vorwiegend grau
amphiktion. violett, ebenso die Außenliälfte der Hflgl. Mexiko. — aniphiktion subsp. nov., eine ausgezeichnete geo¬
graphische Form, an Größe die Amazonas- und Surinam-Rasse überbietend. Die Prachtbinde der Oberseite
heUer und glänzender blau, die Transcellularflecken sehr groß. Unterseite der BG ausgedehnt braun bevv^ölkt,
dadurch Aehnhchkeit mit meander vortäuschend; ^ aber ohne weiteres durch eine hell lehmgelbe Distal- und
*) Metabu.s, der Vater der Camilla.
r
PREPONA. Von H. Fruhstorfee.
00 /
eine glänzende Innenpartie von amfiliimaclms gescliieden. Type aus Honduras, aueli aus Costa-Rica und i'anama
in der Sammlung Friiiistorfer. Herr Fasse sandte mir Exem})lare vom Rio Aquacatal aus 2000 rn lliilie
in Columbien gesammelt, welche von Honduras-Individuen nicht zu trennen sind. — amphimachus F. "'"/At-
^ . . . 'ino(:hus»
(= amphimache Hhn.) (112 c) haben wir nach einem relativ kleinen aus Surinam dargestellt. Das k ist
stets ansehnlicher, dessen Unterseite gesättigter lehmgelb als liei amphiktion. Häufig in Surinam und
am unteren Amazonas, so besonders bei Obidos. — syniaithus stthsp. nov. überragt in der Größe der d'd' si/inaiilms.
stattlichsten $$ aus Zentral-Amerika und Surinam. ])ie Prachtbinde der Oberseite entschieden breiter, die
transcellularen Flecken größer, die Unterseite mit vorwiegend rötlicher Medianbinde. Ecuador; vermutlich
auch in einigen Bezirken von Peru. — magos subsp. nov. findet sich in Bolivien und Mato-Grosso, bleibt im Figl- magos.
ausmaß bereits hinter symaithus zurück. Die Blaubinde verjüngt sich nach vorne und im Analwinkel und wird
auch in der Mitte entschieden schmäler. Die Unterseite ist leicht kenntlich durch entschiedener graubraune, an P.
meander anklingende Distalpartie besonders derHflgl. — fruhstorferi Röb. (Il4a) auf ein $ aus Rio de Janeiro fruhsiorjer i.
basiert, das wir abbilden, umschreibt die mittel-brasilianische Zustandsfoim, welche habituell analog
P. meander megacles und P.antimache hinter den nördlichen und auch den andinischen Vikarianten zurücksteht.
Ein mit der Figur kongruentes $ besitze ich aus Espiritu Santo. iJJ aus Bahia, Espiritu Santo und Minas-Geraes,
sind ebenfalls kleiner als amphimachus d'cJ vom Amazonas etc. Die Blaufleckung neigt zur Reduktion, Unter¬
seite noch mehr verwaschen als bei amphimachus, fahlgraugelb. — melas form. nov. findet sich in St. Catharina. melus.
Die Figlform ist noch wie bei fruhstorferi, die Prachtbinde aber kaum noch halb so breit als bei amphimachus
und noch mehr eingeengt als bei P. meander soron. — pseudomeander Frühst. (= falcata RÖb.) (111 c, d,
114 a als falcata) steht an der Grenze der Artberechtigung. Bei ihr verändert sich die Figlform, die Vflgl
springen sichelartig vor, die Hflgl verschmälern sich zu einer langausgezogenen Spitze. Die Reduktion der
blauen Binde dei Vflgl melas gegenüber schreitet noch in der Weise fort, daß breite schwarze Adern das
Prachtfeld zu zerlegen beginnen. Auf der Unterseite fällt ein eigentümlicher puiq^urner oder rötlich-violetter
Schimmer der dunkel grauen Außenhälfte auf, den unsere Figur recht glücklich wiedergibt. Rio Grande
do Sul, selten und lokal. Aus Candelaria gingen mir aber ca. 30 Exemplare zu. — Die Untersuchung des
Kopulations - Apparates von meander und amphimachus, welche ich auch auf cincta. Frühst, von Mexiko
und pseudomeander Frühst, aus Süd-Brasilien ausgedehnt habe, ergab in den Grundcharakteren ein so weit
übereinstimmendes Resultat , daß an der Zusammengehörigkeit dieser beiden Formen nicht zu zweifeln
ist. Nur die Grösse des dorsalen Uncus schwankt bei den einzelnen Individuen etwas, jedoch sind diese
Schwankungen nicht an eine Form gebunden, sondern beiden gemeinsam. Dieser Teil des Organs ist zwar
kräftig, aber klein ausgebildet und wird bei der Betrachtung leicht von 2 Paar lateral initer ihm vorgestreckten,
spitzkolbigen Fortsätzen des Tegumen verdeckt, oder derart verschoben, daß er selbst bei geiiauerem Studium
des Objektes übersehen werden kann. Ist der Hacken, der die dorsale Verlängerung von zwei seitlichen, becken¬
artigen Gebilden darstellt, aber etwas länger, so ragt er über die diademartige Krone der 4 Kolben hinaus, und
man gewinnt den Eindruck als wenn eine spezifische Verschiedenheit vorhanden ist. Die unter den erwähnten
kolbigen Fortsätzen eingehängten Harpen sind breit löffelförmig, laufen spitz zu und sind kurz vor dem distalen
Ende mit einem einfachen, kräftigen Dorn bewehrt. Penis mächtig entwickelt, ohne besondere Eigentümlich¬
keiten, Sa.ccus kurz. Die Rasse pseudomeander Frühst., welche äußerlich so scharf differenziert ist, ergibt anato¬
misch keine bemerkenswerten Abweichungen.
P. chalciope. Eine ziemlich seltene Species, über deren Verbreitung wii’ noch wenig wissen. Unsere
Figur 111 d gibt eine gute Vorstellung der Unterseite, deren weiße Binden je nach der Lokalität an Ausdeh¬
nung variieren. — chalciope Hhn. ist vermuthch nach Exemplaren von Guyana beschrieben. Kirby erwähnt clialcwpe.
sie zuerst von Cayenne und wir finden sie von dort auch im Berliner Museum vertreten. Die Form ist beson¬
ders charakteri tisch durch eine weiße Begrenzung der inneren hellen Zone und zwar vom Apex der Vflglzelle an
durch die ZeUe der Hflgl hindurch bis an die letzte Mediana, wo sie nahezu auf den weißen Striemen stößt,
welcher auf unserer Abbildung nochüber die Submediana hinausgellt. Das blaue Feld der Oberseite der Hflgl
bauchig erweitert. Wir dürfen chalciope wahrscheinlich noch aus einer Reihe von zentral- und nordbrasilianischen
Provinzen erwarten. — domna siibsp. nov. (111 d alsc7ia/aope) ist eine sehr dunlde Form mit ungemein verschmä- domna.
lertem blauem Mediangebiet der Oberseite. Die Unterseite differiert von chalciope Hhn. durch das gänzliche Fehlen
der subbasalen weißen Binde und die verwischte statt markante weiße Stelle jenseits der Vflglzelle. Von Säo Paulo
bis Rio Grande do Sul. Nach einem Pärchen aus letzterem Staate sind unsere Figuren hergestellt und ich be¬
sitze damit analoge Stücke aus Theresopolis in St. Catharina. — chalcis suhsp. nov. nähert sich oberseits durch chalcis.
das ausgedehnte Prachtfeld der von Hübner dargestellten F’orm, gleicht aber unterseits der domna (lll d),
nur sind die braunen Partien durch grünliche Bänder und Streifen ersetzt und die Distalzone beider Figl bleicher
und mehr verwaschen. Paraguay. Valve etwa wie bei P. antimache, Uncus schlanker. Peni schmaler.
P. luctuosus Walch. Eine mythische Art oder Form, hat nach der primitiven Abbildung der bunter- luciuosns.
Seite gewisse Analogie mit P. chalciope Hhn.', des weitern ist eine entfernte Aehnlichkeit voi’handen mit P.
demophon resp. a7^^^mac7ie-Rassen der Antillen. Als Heimat Avird ,, Ostindien“ genannt, Avomit allenfalls die
westindischen Inseln gemeint sein können.
558
PREPONA. Von H. Frxthstorfer.
P. licomedes führt oberseits drei transzellulare blaue Flecken und eine relativ helle, lebhaft glänzende
mehr a.n P. 2J^iendama<s (112 a) erinnernde kompakte blaue Region. Wir haben nur zwei Arealformen zu registrie-
licomedes. ren ; Exemplare der andinischen Region differieren nur durch die vermehrte Braunfleckung der Unterseite. — lico
medes Cr. (111 d), zuerst aus Surinam beschrieben, aber im ganzen Amazonas-Gebiet vorkommend. Michael
schreibt über deren Lebensweise: ,,Die licomedes fliegen sehr schnell und gewandt, lieben es jedoch, sich öfters
an besonders in die Augen fallende Baumstämme zu setzen und zwar stets kopfabwärts. Sobald nun irgend
ein anderer Falter sich in ihre Nähe wagt, stürzen sie auf denselben los und verfolgen ihn aufs Hartnäckigste,
worauf sie gewöhnlich nach ihrem vorher innegehabten Platze zurückkehren und, falls derselbe anderweitig
schon besetzt ist, den Eindringling verjagen. In Itaituba sah ich an einer besonders geeigneten Stelle täglich
ein Exemplar von 'plieridmnas in bereits defektem Zustande, ich fing denselben und zeichnete ihm die Figl,
worauf ich ihn wieder fliegen ließ, und beobachtete nun dieses Tier voUe 2 Monate hindurch tagtäglich, fing
es auch zu wiederholten Malen, um mich zu überzeugen, ob es auch das Richtige sei. Endlich eines Tages
vermißte ich ihn, nachdem er in der letzten Zeit bereits so abgeflogen war, daß man die Art schwerlich noch
scyrus. hätte feststellen können.“ — scyrus subsp. nov. soll die habituell ansehnlichere, unterseits reicher braun dekorierte
und schärfer gezeichnete Rasse der Anden-Kette bezeichnen, mit dem Typus aus Peru, wo scyrus bei Pozzuzo
nicht selten ist. Es liegen mir auch Exemplare aus der Niederung Boliviens vor und Fassl fing damit kongruente
Stücke am Oberen Rio Negro in 800 m Höhe, Uncusfortsatz höchst auffallend geformt, mit einer frontalen Ein¬
buchtung, im allgemeinen an ein kleines Fähnchen erinnernd. Valve distal stark verjüngt, ähnlich jener von
P. demophon.
P. chromus. Eine Species, welche der andinischen Region eigentümlich ist, nur im Westen nach Vene¬
zuela Übertritt. Sie ist die einzige Art mit durchaus schwarzer Oberseite der Vflgl. Die Ozellen-Kette der Hflgl
ist sehr veränderlich und die Größe der ockergelben Ringe scheint von Norden nach Süden zuzunehmen, so
daß bolivianische Exemplare oberseits am reichsten dekoriert sind. Rp durch Fassl entdeckt und in der Gat-
chiliarches. tungsdiagnose beschrieben. — chiliarches subsp. nov. übertrifft kolumbische Exemplare in der Größe. Das
blaue Feld der Hflgl ist etwas lichter, entschieden schmäler und länger. Die Augen der Hflgl fast ohne durch¬
scheinende ockerfarbene Peripherie. Die Distalpartie der Unterseite beider Figl vorwiegend grau, statt braun,
die silberglänzende Medianbinde und die grauweiße Bestäubung der Hflgl und die weißlichgraue BewöUaing
cÄrojHws.f der Vflgl ausgedehnter. Venezuela. — ■ chromus Guer. ( =herculesD6k) aus Kolumbien hat den kleinsten blauen
Discalfleck der Oberseite der Hflgl und die am hellsten graue Basalzone der Unterseite. Beide Figl gleichen
UI terseits am meisten der P. synchroma (114 a). Vom sehr seltenen $ existieren zwei Formen: eine (J-ähnliche
ochracea. ohne blaue Bindenfragmente der Vflgl und intensiv ockergelb umringelten Ozellen der Hflgl; und fa. ochraces
Fassl mit hellbraunen Schuppenansammlungen, welche im Analwinkel der Vflgl beginnen und etwa bis zur
Flglmitte Vordringen. Als Fundort ist der Canon del Tolima (Zentral-Cordillere in ca. 1700 m Erhebung) ge¬
nannt. Männliche Exemplare aus Ecuador sind größer als kolumbische Individuen und bilden bereits eine Tran-
xenarchus. sition zu xenarchus subsp. nov. mit der Namenstype aus Pozzuzo (Peru). Vflgl spitzer, Hflgl gleichfalls länger
als bei chromus. Der blaue Discalfleck analwärts ausgedehnter. Unterseite zeichnungs- und farbenärmer, Ba¬
salzone heller grau, DistaUiälfte vorwiegend grünlichgrau, ohne markante braune Wolken. Statt einer breiten
fassli. braunen Medianbinde nur ein grünlicher Streifen. — fassli RÖb. (112 a oXa chromus), die bolivianische Ortsform,
unterseits etwas bunter als xenarchus, mehr der Ecuadorform genähert. Die weiße Medianbinde der Hlfgh
wie bei xenarchus auf ein Fragment, das nur die Subcostalis erreicht, beschränlvt. Valve schlanlver als bei P.
chalciope. Uncus charakteristisch durch zwei hackenförmige, nach unten gekrümmte Fortsätze.
P. priene gleicht oberseits der P. chromus, nur tragen die Vflgl wieder die übliche Prachtbinde, jedoch
keine blauen Subapicalmakeln. Figl schmäler als bei chromus, Apex der Vflgl nicht vorspringend. Unterseite
-priene. je nach der Lokalität mit oder ohne weißliche oder gelbliche Partien im Außenfelde beider Figl. — priene
Ueiv. gleicht oberseits der synchroma (114 a), und differiert durch eine dunlilere Unterseite von dieser. Die bei
synchroma deuthche Submarginalbinde ist kaum angedeutet. Von den Ozellen der Hflgl sind nur die beiden
synchroma. analen blau gekernt. Kolumbien, sehr selten, nur 1 C Kolk Fruhstorfer. — synchroma Stgr. (114 a) soll
aus Blumenau in St. Catharina stammen, doch ist die Form dort seit 30 Jahren nicht wieder gefunden worden.
Ich vermute somit, daß eine Lok alitäts- Verwechslung stattgefunden hat und würde deren Heimat iveit eher
in der andinischen Region suchen. Die Variationsrichtung entspricht genau jener von P. chromus xenarchus ,
so daß P. synchroma vermutlich aus Peru gekommen und von dort wiederum zu erwarten ist. Die Annahme
wird gestützt durch das Vorhandensein eines C Huancabamba (Peru) in der Sammlung Fassl, w'elches
den blauen Schiller der Vflgl bereits in Anfängen oder Rudimenten angedeutet hat.
Section Prepona Bsd. Duftbüschel der Hflgl gelb.
P. pylene ist eine interessante äußerst veränderliche, in hohem Maße zur Lokalrassenbildung neigende
Art des mittleren und südlichen Brasilien, deren Duftpinsel nicht immer tiefschwarz bleiben, sondern gelegent¬
lich eine graue, röthche und manchmal fast gelbhche Färbung annehmen und dadurch von der P. demophon-
PREPONA. Von H. Frtjhstorfeb.
550
zur P. Za efies- Gruppe überleiten. Die eigentümliche an verschlungenen und gebrochenen Linien reiche Unter¬
seite hat bereits völlig den ZaerZes-Charakter angenommen, unter anderem auch die zwei gi'oßen apaturoiden
Ozellen der Hflgl. Den Charakter der Oberseite zeigt unsere Figur 112 e (bahiana). jenen der Unterseite J 12 d
{proschion). Die nördlichste Abzweigung, bahiana Frühst. (112 c), hat unterseits die größte Aelinlichkeit mit Mwina.
P. eugenes (112 b), doch fehlt der ockergelbe Anflug in der Hubmedianzone der Vflgl und die schwarze ])Ost-
discale gebrochene Binde ist erheblich breiter. Das von uns dargestellte Exemplar ist ein $ (kein wie auf
der Tafel angegeben). Das blaue Feld der Oberseite durchweg bleicher als bei den südliclieren Formen.
Von Bahia in meiner Sammlung. — santina Frühst, übertrifft die Bahia-Rasse in der Größe; die blaue Zone sanUna.
der Oberseite bleibt dunliier, dabei intensiver glänzend und bei den^'c^Dt stets eine bis zum Costalrand durch¬
ziehende Vflglbinde vorhanden. Die Unterseite entfernt sich von bahiana durch eine an proschion gemahnende
Verdunkelung der Submarginalzone beider Figl. Esj)iritu Santo. — pylene Hew., eine außerordentlich seltene vijlene.
Form, gleicht der sanZma, hat aber keine transcellularen blauenMakeln der Vflgl und die Unterseite st :t rötlicli
statt grau überhaucht. — miranda Stgr. gleicht pylene und läßt sich oberseits nur durch das Vorhandensein m\randa.
subapicaler Makeln von dieser absondern. Sehr selten in St. Catharina, 2 aus Theresopolis südlich von
Blumenau in Kolk Fruhstorfbr. — proschion Frühst. (112 d) bildet das schnialbindigste Extrem der Kollek- proschion-
tivspecies. Mir liegen Exemplare vor mit kaum halb so ausgedehnter blauer Binde der Oberseite, als wir sie
bei bahiana finden. Daß die transzellularen Flecken fehlen ist die Regel, doch gibt es sowohl (Jd' wie $$ mit
kleinen blauen Spritzern, aber auch als Seltenlieit $$ mit drei ansehnlichen Makeln. Die Unterseite ist ent¬
schieden fahler braun als bei miranda und die submarginalen Herzflecken bedeutend kleiner. Rio Grande do Sul,
sehr selten, besonders in gutem Zustand; doch befinden sich 11 (de?, 6 in Kolk Fruhstorfbr *).
P. eugenes differiert oberseits durch den hellgelben Haarpinsel von P . pylene. Einige Orts-Rassen sind
aber so nahe mit P. pylene verwandt, daß ich sie noch 1904 nicht erkaimte. Das wesentlichste Merkmal bildet
die prägnante Silberfleckung der Unterseite, welche die medianen schwarzen Stric%elchen der Vflgl distal be¬
grenzen. Die submarginalen nieren- oder herzförmigen Flecken der Vflgl sind kleiner und spärlicher als bei
pylene. P. eugenes ist weiter verbreitet als pylene. Wir begegnen ihr vom Amazonenstrom an bis Bolivien und
Paraguay und im südlichen Brasilien als große Seltenheit in St. Catharina. Als die bekamrteste geogi’aphische
Rasse hat eugenes Bat. (112 b) zu gelten. Das (d hat oberseits ungefähr das Aussehen von laertes Hbn., desseiißugenes.
blaue Binden sind aber auf den Vflgln costalwärts etwas breiter. Die Farbe der Binde ist in der Mitte ein grün¬
liches Hellblau, das am Rande dunlcelblau wird. Sonst sind die Figl einfarbig tiefschwarz. Unterseite; Die
Figlbasis ist silberweiß, ebenso der Apex der Zelle und eine discale Reihe von 5 sehr ungleichmäßigen weißen
Flecken, welche nach innen breit schwarz umsäumt sind. An der Basis findet sich ein breiter, schwarzer Halb¬
bogen, der die Präcostale umschlingt und sich ähnheh, aber schwächer bei pylene bahiana Frühst, und pylene
santma Frühst, vorfindet. Auf den Hflgln bemerken wir apicalwärts einen schwarzen Strich und zwischen
den Ozellen stehen 3 hellblaue Punkte. Anal- und Subanalregion der Hflgl dicht fein weiß beschuppt. Grund¬
farbe der Figl gelblichgrau, nur durch die Mitte der Vflgl zieht von der Basis in den Analwinkel eine gelblich
braune Region. Palpen und Füße oben schwarz, unten weiß. Augen rotbraun, Fühler schwarz. Kopf und
Thorax oben schwarz, unten weißhehgrau. Abdomen oben schwarz, unten gelblichgrau. Das $ trägt oberseits
eine etwas breitere, blaue Binde als das (J und auch am Costalsaum jenseits der Zelle eine große, rundliche,
blaue Makel. Gelegentlich finden sich auch noch zwei kleine, blaue Punkte jenseits der Zelle. Die Figlunterseite
ist etwas reicher weiß dotiert, die Grundfärbung vorherrschend hellgelbbraun und auf den Hflgln verdichten
sich die silberweißen Schuppen zu einer deutlich erkennbaren Submarginalbinde. Die Ozellen sind nach außen
breiter weiß geringelt. Von Surinam, dem unteren und oberen Amazonas bekannt. Fassl hat am oberen
Rio Negro in 800 m Höhe aufgefunden. — simo'is Fldr., eine äußerst seltene Territorialform des westhehen simois.
Kolumbien, differiert hauptsächlich durch eine silbergraue statt ockergelbe Unterseite von eugeyies. — laertides laerüdes.
Stgr. oberseits mehr grünlich blau, hat größere silberweiße Flecken der Unterseite der Vflgl als eugenes. — deco- dccoraia.
rata Frühst, bildet ein Mittelglied zwischen eugenes diluta vom Amazonas, eugenes Bat., sowie laertides Stgr.
von Paraguay. (J. Auf den Vflgln verschmälert sich die blaue Mittelbinde nach oben und setzt sich in Gestalt
von drei kleinen blauen Flecken bis zum Costalsaum fort. Die Unterseite aller Figl viel heller, die Grundfarbe
grau und nur noch im Discalteil und Analwiid^el der Vflgl lehmgelb. Die discalen Silberbinden beider Figl ver-
breitert und zusammenhängend, bestehen also nicht aus isolierten Flecken wie bei eugenes. Des weiteren ist
die ganze Hflgl-Zelle mit silberweißen Schuppen bedeckt, während bei eugenes nur der Zellapex mit Silber
belegt erscheint. Alle schwarzen Zickzackbinden stark reduziert. Die Marginalzone der Hflgl durchaus grau¬
weiß beschuppt, während sich bei eugenes nur im Analwinlcel einige weiße PunlHe zeigen. $ erhebheh größer
als eugenes-’^, mit matteren blauen Binden geschmückt, die sich nach dem Costah’and zu in Gestalt dreier breiter
blauer Punlcte verlängern. Unterseite heller als bei eugenes, und sowohl in der Zelle wie im Discalteil mit brei¬
teren Silberflecken geziert. Die Hflgl-Unterseite noch reicher dekoriert, weil bei ihr die discale und basale
Silberfleckung zu einer einzigen Region zusammenfheßen. Die discalen Zickzacklinen wie beim q stark redu-
*) Valve auffallend verkümmert. Die Pyliteuma-Blütenkopf-artigen Uncus-anhängsel kleiner und zierlicher als bei
den verwandten Arten.
560
PREPONA. Von H. Frijhstobfeb.
ziert, dafür die internervalen submarginalen Herzflecken der Vflgl-Unterseite außerordentlich verbreitert.
decorata steht simois Fldr. nahe, hat aber oberseits schmälere, blaue Binden und kleinere blaue Subcostal-
flecken, auch fehlen die 5 blauen Punlvte der Hflgl-Oberseite. Unterseite: ahe schwarzen Binden und Makeln
dümier und zarter, die Silberflecken etwas breiter und dichter unter einander stehend. Hflgl von mehr grauer,
argyria. als gelbbrauner Grundfarbe. Die Ozehen bedeutend kleiner. Minas Geraes. — argyria suhsp. nov., das Produkt
einer Provinz mit vorwiegend trockenem Khma, hat oberseits noch ansehnlichere und heller blaue Pracht¬
binden als decorata. Die Ozehen der Hflgl ausgedehnt ockerfarben umgrenzt wie es bei keiner anderen eugenes-
Rasse zu bemerken ist. Unterseite ohne gelbhche Beimischung in der fast rein weißen silberglänzenden Basal¬
region. Die mediane Pleckenseite der Vflgl schmäler als bei decorata, aber mehr bindenförmig zusammenge¬
schlossen, das schwarze Submarginalband außerordentlich kräftig, an P. pylene bahiana erinnernd, mit welcher
transiens. ich sie früher sogar vereinigte. Bahia. — transiens Frühst. Diese eigentümhche Prepona bildet ein Mittelghed
zwischen eugenes und P. pylene. Mit eugenes hat sie den Flglschnitt, den nur wenig vortretenden Apex und
die geringe Entwicklung der vorderen blauen Medianflecken der Vflgl, ebenso die nach oben deuthch durch¬
schlagende, nach außen ockergelb geringelte Analozehe der Hflgl und vor allem den gelben Duftbüschel der
Hflgl gemeinsam. Die Medianbinde ist jedoch dunkler blau als bei den eugenes-F ovmen und harmoniert in der
Färbung mit P. p^/Ze/te-Rassen. Unterseite: abgesehen von dem gleich wie bei eugenes fehlenden schwarzen
Punlct zwischen den Subcostalästclien, deckt sich das dunkle Colorit namenthch der distalen Flglhälfte
mit den P. p^^ewe-Vikarianten. Umgebung von Theresopolis, Varge grande auf ca. 2000 m Höhe in St.
diluta. Catharina entdeckt. Bisher nur 1 Exemplar bekannt. — diluta Frühst. Die blauen Binden auf allen Flgln er¬
scheinen etwas schmäler als bei laertides Stgr. und verlaufen auf den Hflgln, nach dem Analwinkel zu etwas
spitzer. Die Unterseite von diluta ist heller und mit diffuseren Zeichnungen versehen, was besonders für die
schwarzen Zickzack-Discalbinden gilt. Die Basis der Hflgl mehr gelbhch, anstatt rein silberweiß wie bei laer¬
tides. Die Marginalzone der Hflgl obsolet grau, statt schwarz beschuppt. Die Ozehen undeuthcher schwarz
gekernt, heher und breiter gelb umrandet. Paraguay. Valve (nach einem Exemplar der Rasse laertides Stgr.
beurteilt) deuthch abgerundet.
P. laertes. Eine der bekanntesten und doch am schwierigsten zu behandelnde Species, weil sie von
allen Gattungs Vertretern zu den extravagantesten Abänderungen neigt. Kaum ein Stück gleicht dem anderen
und sogar die Zeiclinungscharaktere der Unterseite sind unbeständig. Die Unterseite gleicht etwas jener von
P. eugenes, P. pylene und P. gnorima (112 b), doch ist sie von all diesen Arten ohne weiteres zu trennen durch
das Fehlen weißer oder silberglänzender Fleckenserien an der Medianbinde der Vflgl. Die Unterseite gleicht im
allgemeinen unserer Figur von P. autolycus (112 c) und sie wechselt in der Weise, daß je nach der Oertlichkeit
Individuen mit ausgedehnten ockerfarbenen und solche mit vorwiegend grauen Partien dominieren. Höchst
auffallend ist das Variieren der gelblichen Medianzone zwischen der submarginalen und der transzellularen
schwarzen Zickzackbinde. Manchmal nähern, sich diese Linien in der Zellnähe wie bei autolycus (112 c) auf
unserem Bilde, so daß ein enger gelber oder grau belegter Kanal entsteht oder die Zickzackstreifchen entfernen
sich voneinander, so daß eine weite, breite Oeffnung etwa wie bei neoterpe (112 d) vorhanden ist. Interessante
Figuren-Kombinationen entstehen auch dadurch, daß der Leber- oder Herzfleck zwischen der mittleren oder
hinteren Mediana freisteht oder wie auf 112 c bei autolycus mit der Submarginalbinde zusammenstößt oder
auch völlig von ihr absorbiert wird, so daß eigentümhche breite sägezahnartige Konturen entstehen. Auf der
Oberseite finden wir die auch bei den schwarzbüscheligen Prepona der meander-antimache-QrwppQ übhchen
Konstellationen. Die auf unseren Figuren von penelope (111 a) und pallidior (111 a) dargestellten drei trans¬
zellularen Flecken können bei d' und $ vorhanden sein oder ganz fehlen (fa. antikleia Frühst.). Daneben exi¬
stieren auch Intermediatformen mit nur einem breit ausgeflossenen Costalfleck, namenthch bei den $$ und
kleinen blauen subapicalen Sprenkeln. Die Verbreitung von P. laertes deckt sich etwa mit jener von P. anti-
mache. Die Ausläufer der Kollektivspecies finden sich von Costa-Rica bis Bolivien und von Guyana bis zum
pallantias. südlichsten Brasilien und Paraguay. — pallantias suhsp. nov. Die blaue Binde der Vflgl der $$ gleichmäßiger
breit, nach vorne kompakter, rundlicher. Unterseite ungewöhnlich ausgedehnt verwaschen, ockerfarben. Ge¬
stalt durchweg größer als bei den südlicheren Rassen vom Amazonas und Guyana, Costa-Rica, Teile von Kolum-
victrlx. bien. — victrix form. nov. büdet das Maximum der luxurianten Entwicklung des blauen Prachtfeldes, welches
zudem durch zwei stattliche Transzehularmakeln und einen sehr breiten Costalfleck eine bindenförmige Ver¬
längerung bis zum Vrd der Vflgl aufweist. Vom oberen Rio-Negro aus 800 m (Ost-Kolumbien), mir von Herrn
ikarios. Fassl zur Ansicht gesandt. ^ — ikarios Frühst, ist eine Form, welche das gesamte Amazonasbecken bis an den
Fuß der Anden und Guyana bewohnt. Oberseite wie bei penelope (111 a), doch die blauen Binden kürzer und
autolycus. breiter. Als autolycus Frühst, ist eine Form beschrieben ohne blaue Costalflecken der Vflgl. Durch die reich
dunlielgelb bezogene Flgl-Unterseite folgt ikarios demselben Färbungsprinzip, wie P. antimaclie demophoon Hbn.
agathus. — agathus suhsp. nov. wird basiert auf eine große Form, welche in Peru dominiert, aber bereits in einigen Teilen
von Ecuador in Erscheinung tritt. Die Prachtfelder der Oberseite überbieten jene von penelope (111 a) in der
penelope. Ausdehnung. — penelope Frühst. (111 a) bleibt im Habitus hinter agathus zurück. Die Discalbinde aller Figl
ist dunkler blau und schmäler als bei den nördlichen Formen; die Unterseite ärmer an ockergelben Stellen. —
antikleia. Als antikleia Frühst, wurde eine c^-Form eingeführt ohne blaue Präapicalmakel der Vflgl. Bolivien. „Der Kopu-
' lationsapparat ist (nach Stichel) ausgezeichnet durch zwei unter demUncus angesetzte, lange, laterale, etwas
Ausgegeben 18. IV. 1916.
PREPONA. Von H. Fruhstorfer.
r,fii
gekrümmte, stark cliitinisierte Ausläufer, die distal etwas verdickt und mit unregelmäßig angeordneten Höckern
und Dornen besetzt sind. Der Uncus selbst ist ziemlich lang, bei seinem Ansatz an. das Tegumen scliarf sattel-
artig eingedrückt, verläuft dann gerade bis zu seinem Ende, welches geschweift und mit der Spitze nach unten
gebogen ist, ähnlich einem Pelikanschnabel. Die Greiforgane, Harpen, schließen sich an zwei kleinere, laterale
Zapfen des Tegumen an und bilden schwach cliitinisierte, länglich dreieckige Zipfel, die außen dicht mit W'arzen
und kurzen Härchen, daneben aber spärlicher mit verschieden langen Haaren bestanden sind. Unter den Haipen
schiebt sich beiderseits des Tegumenringes eine muldenförmige, außen stark mit kleinen, spitzen Höckern
besetzte Sella vor, auf welcher der schlanke, etwas geschweifte Penis ruht. Der Saccus ist kurz und stumpf.
Sämtliche Teile sind leichten Abänderungen unterworfen. Der Sattel am Ansatz des Uncus ist mehr oder weni¬
ger scharf eingedrückt, der Haken selbst stärker oder schwächer geschweift. Die unter ihm befindlichen lateralen
Fortsätze sind am Ende mehr oder weniger keulenartig verstärkt, und die Zacken und Höcker auf weitere oder
kürzere Entfernung entwickelt, in ihrer Anordnung regellos. Die Harpen sind schlanker oder gedrungener
gezipfelt, dorsal an der Basis mehr oder weniger gebuckelt, die lange Behaarung kräftiger oder spärlicher, Sella
länger oder kürzer. Diese Variabilität der einzelnen Teile des Organes ist nicht an ein und dieselbe Form ge¬
bunden, so daß sie sich in gleicher oder annähernd gleicher Weise bei laertes typiciis und penelope einerseits,
wie bei antiJdeia andererseits wiederholt. — pallidior Frühst. (111 a), die Paraguay-Rasse von laertes, verhält paUidicr.
sich zur typischen Form ebenso, wie eugenes diluta Frühst, zu eugenes Bat. vom Amazonen-Strom ; es macht
sich nämlich auf der Hflgl-Unterseite ein Obliterieren aller schwarzen Flecken und Zeichnungen bemerklich.
Auch die gelbliche Färbung des Analwinkels der Vflgl ist stark verblaßt und die A ißenhälfte der Hflgl nimmt
einen fahlgrauen Ton an. statt des intensiven Braungrau, das laertes von Brasilien auszeichnet. Die Ozellen
sind weniger deutlich und die schwarze Submarginalbinde der Vflgl ist geringer gezackt. Auf der Oberseite
werden die blauen Discalbinden reichlicher und tiefer von der schwarzen Grundfärbung zerteilt und die Binde
selbst ist etwas heller blau. Paraguay, Rio Grande do Sul. — ■ Der Name laertes Hbm endhch wird Avegen gewisser
Analogien der Unterseite auf die brasilianische Unterart übertragen. Exemplare, welche genau mit der Hüb-
XER’schen Figur (wie sie in der WYTSMAN’schen Ausgabe Taf. 70 geboten wird) übereinstimmen, besitze ich
nicht. Aber relativ große schwarze Submarginalpunkte der Vflgl, welche diese Abbildung vorführt, lassen
fast auf ein aberratives, besonders duiüdes Exemplar schließen. aus Brasilien sind relativ klein mit nur
einem blauen Costalfleck. $$ auffallend groß, mit einem großen, deutlichen und zwei verwischten Transzellular¬
flecken, Distalpartie beider Figl unterseits gesättigt grau mit geringen ockerfarbenen Partien. Nicht sehr häufig
von Espiritu Santo bis Tneresopolis in St. Catharina vorkommend, während sich Exemplare aus Rio Grande
do Sil bereits an pallidior von Paraguay a ischließen.
P. ompliale. Eine wundervolle Form, deren Speciesrecht nicht über jeden Zweifel erhaben ist, weil
bei P. laertes penelope Frühst, bereits Exemplare mit Spuren eines schwarzen proximalen Blauschillers des
blauen Medianfeldes der Vflgl auftreten. Andererseits sprechen der ungemein spitze Figlschnitt und das aus¬
schließliche Vorkommen von omphale auf den Antillen und in Honduras, wo laertes nicht anzutreffen ist, für
eine gewisse Selbständigkeit. Jedenfalls leidet omphale, auch wenn sie nur eine Form sein sollte unter dem ummr-
dienten Schicksal fast 125 Jahre lang verkannt zu sein. Gramer hat sie ZAvar wundervoll abgebildet, wenn aiich
nur von der Unterseite und eine kurze, jedoch völlig ausreichende Diagnose gegeben, die in der Uebersetzung
lautet; ,,Noch über dem schwarzen Grund der Figl ein duiJcelvioletter Schiller“. Er hat sie jedoch 1775 als
demophoH bezeichnet, ein Name, der durch Finne bereits 17G4 präokkupiert Avar. Hübner, der 1816 in seinem
Verzeichnis bekannter Schmetterlinge eine Prepona-Revision versuchte, benannte mit vollem Recht die Cra-
MER’sche Figur als ,,omphale“ . 1823, als Godart seine berühmte Encyklopädie herausgab, Avurde der Hüb-
NER’sche Name übersehen und Godart führte für omphale Hhn. den neuen Namen demodice ein. Diese Be¬
zeichnung wurde populär, als Lugas 1835 in seinen ,,Lepidopteres exotiques“ eine gute Abbildung der Oberseite
brachte, zu der Boisduval eine nochmalige Figur der Unterseite lieferte. Kirby zog in seinem Katalog die
Species als Synonym zu laertes Hhn. \ ein Bann, aus dem sie Staudinger, der Avieder eine Figur brachte, befreite,
der sie als demodice benannte und gnorimaBat. für eine Aberration davon hielt. So kommt es, daß omphale
in allen Sammlungen als gnorima bezettelt Avird. Von laertes, mit der sie Kirby vereinigt, differiert omphale
oberseits durch die rötlichen anstatt gelben Duftbüschel der Hflgl*). Die blaue Medianbinde, namentlich des $,
verläuft geradliniger, dasselbe gilt von den scliAvarzen Strichen, Avelehe auf der Hflgl-FTiiterseite die Zelle nach
außen abschließen, und die in der Regel kräftiger angelegt sind. Ueber die LebensAveise schreibt Herr iMrcHAEL
in einem Briefe an mich: ,,Am 28. September 1904 fand ich bei luanjui am oberen Hu allaga an einer besonders
pikant duftenden Labestelle, auf einen Haufen zusammengedrängt, weit über 30 Prepona aller dort A-ertre-
tenen Arten sitzend und. was das Interessanteste Avar, mitten drin im dichtesten Gedränge eine Agr ias beati-
fica (resp. beata). Die Preponzn Avaren so erpicht auf ihr Mahl, daß ich bequem zuerst die Agrias mit den
Fingern herausgreifen konnte, dann suchte ich mir die besten Prepona aus, zunächst 2 Stück omphale, einige
amphimachus, 3 dexamenus. Erst nachdem ich etwa so 10 Stück der besten mit den Fingern gegriffen hatte,
fingen einige an wegzufliegen“. Das Hauptcharakteristikum der Species. der AAUinderAmlle A^iolette Schiller, AA'el-
*) Die Klammei'organe differieren nur ganz leichthin von P. laertes durch eine ventral et\A’as mehr geAAÖlbte Yalve.
Interessant ist eine chitiaöse Verdickung nah^ der Valvenbasis, die wir bei .Ic/rias claitdhia gleichfalls vorfindeii.
V “ 71
562
PREPONA. Von H. FRUHSroRFER.
eher nur in der Basalregion aber auch in der Außenliälfte der Vflgl aufgetragen sein kann, fehlt den Diese
sind außerordentlich selten und durch eine auffallend hellblaue Binde und die fast ganz weiße Unterseite der
omphale. Hflgl ohne weiteres vom P. /aer<es-$ zu separieren. omphaleP6n., die Namensform findet sich am Amazonas
bei Ohidos. Das blaue Prachtfeld der Vflgl nur proximal violett begrenzt. Unterseite der Vflgl mit intensiv ocker¬
gelbem Sabanalgebiet. Unterseite aller Figl hellgrau mit Ausnahme des gelblichen Anal winkeis der Vflgl. Blaue
Medianbinde der Vflgl mit proximalem und distalen Schiller. Stücke mit solch doppelreihigem Schiller hat
Godart aus S irinam und Brasilien, Staudinger aus Pebas und vom Ucayali erwähnt. Mir liegen sie aus
amesia. Surinam und Bahia vor und scheinen Formen besonders heißer und trockener Perioden zu sein. — amesia
Friihst. bezeichnet die andinische Rasse; Exemplare von dort sind etwas größer als jene der Amazonas-
und Sirinam-Ebene; die blaue Medianbinde verschmälert sich, weil die schwarze Grundfarbe an Aus¬
dehnung zunimmt. Die PTnterseite erinnert durch die scharf abgesetzte silberweiße Basalhälfte und die
braungraue, nur mit wenig weißen Schuppen bepuderte Außenregion aller Figl an Boisduval’s Figur (t. 7.
Spec. Gen. Lep. 1836), nur fehlen die intermedianen kleinen Ozellen der Hflgl, während die Apical- und Analo-
zellen kräftiger entwickelt sind. Exemplare nur mit proximalem Violettschiller dominieren. Es erscheinen
jedoch auch solche, die mit demodice und louisa korrespondieren, bei denen auch auf den Hflgln der prächtige,
dives. violette Hauch vorhanden ist. Diese Aberration heißt fa. dives Frühst. (112 b). Blaue Medianbinden der Figl
mit zweiseitigem, blauen Schiller. Entspricht der forma demodice Godt und differiert von demodice dadurch,
daß auch die hellblaue Medianbinde der Hflgl-Oberseite mit 2 reihigem Violettschiller dekoriert ist. Das ab¬
gebildete Exemplar stammt aus Peru, doch besitze ich ähnliche G3 auch aus Kolumbien und von Panama.
Allerdings erreichen Pei’u-d'cj' unterseits nicht die leuchtende Schönheit der blauen Augen, welche kolumbische
von dives schmücken. Herr Fasse hat prächtige $ am Rio Aquacatal aus 2000 m Höhe in der kolumbischen
West-Cordillere erbeutet. Unterseite durchweg silbergrau ohne gelbliches Analfeld der Vflgl. Hflgl ebenfalls
oclavia. mit proximalen blaugekernten Ozellen und dazwischen zarte oblonge submarginale Mondfleckchen. — octavia
Frühst, eine relativ kleine geographische Rasse mit schmalen blauen Bändern und dunlvelviolettem proximalen
Anflug der Vflgl. $ vom laertes pallantias-^ ohne weiteres zu separieren durch die prächtig silberweiße Hflgl-
louisa. Unterseite und deren ansehnlichere blaue Augen. Honduras. — louisa Btlr. trägt den ausgedehntesten vio-
rhema. letten Schmuck der Oberseite, dadurch dives noch an Schönlieit überstrahlend. C.iba, selten. — rhenea subsp.
nov. treffen wir in Bolivien und weiter landeinwärts in Mato Grosso. Die Exemplare bleiben hinter kolumbischen
bereits an Größe und Farbenpracht zurück. Das blaue Medianfeld verschmälert sich, der proximale Schiller
ist zwar ausgedehnter, aber nicht mehr so herrlich blau wie bei amesia. Auch die Unterseite verdunkelt sich,
namentheh gilt dies von der satt grauen Distalpartie beider Figl. Während drei kolumbische amesia bis zum
Costalsaum durchlaufende Blaubinden führen, hat nur ein G unter 9 bolivischen Exemplaren diese luxuriante
Dekoration. Wenn ich mich recht erinnere, hat mir Herr Fasse auch mit der fa. dives analoge Stücke zur
abulonia. Ansicht gesandt. — abulonia stibsp. nov. gleicht oberseits der abgebildeten dives, nur verlängert sich die Binde
bis zur Costale der Vf Igi -Unterseite analog demodice von Surinam, doch mit hellgrauer Distalpartie beider
Figl und äußerst reduziertem ockergelbem Subanalfleck, abtdonia kann als die unterseits hellste Ortsrasse
der Gesamtart gelten. Bahia. Aehnliche Exemplare dürften in Minas-Geraes Vorkommen, während Rio de Ja¬
neiro eine vermutlich dunklere geographische Form beheimaten dürfte. Exemplare aus letzterer Provinz sind
mir nur aus Literaturangaben bekannt geworden.
qnorima. P* gtiorima schließt sich oberseits eng an P. omphale an und es scheint der violette Anflug stets auf die
basale Zone beschränlct zu sein. Die äußerst charakteristische Unterseite (112 b), welche sich vielmehr P. eugenes
nähert, differiert von P . laertes und P. omphale durch silberglänzenden Besatz der schwarzen Medianbinde.
Die Art ist sehr selten und es ist mir innerhalb 25 Jahren nicht geglückt, unter den 450 Prepona meiner Samm¬
lung mehr als drei Exemplare zu erwerben. Nur drei geographische Abweichungen sind zu erwähnen: gnorima
Bat. (= demophile Fldr.) (112 b). G'- Oberseits in der Regel mit sehr breitem blauen Medianfeld der Hflgl,
doch gibt es auch mit schmälerem Bande. So differieren z. B. auch die Typen Fbeder’s, welche mir Vorge¬
legen haben, etwas unter sich: Ein hat eine hellschokoladefarbene Flgl-Unterseite, die bei dem 2. Stück mehr
gelbbraun getönt ist. Das schokoladefarbene G iiQ-f oberseits sehr schmale, blaue Binden und ich glaube, daß
dieses Exemplar die wirkliche Type ist. Das zweite Exemplar deckt sich mit einem cj aus Kolumbien in meiner
Sammlung und hat breitere blaue Discalbinden der Oberseite. Es ist nicht unmöglich, daß diese Stücke aus einer
philetas. anderen Lokalität, vielleicht einem anderen Flußtal oder Höhenzug kommen. — ■ philetas Frühst, differiert von
gnorima durch die blässere Flgl-Unterseite, die noch heller ist als bei jordani Frühst. Die Region außerhalb der
Submarginalbinde ist mit breiten weißen Wischflecken besetzt. Die schwarze Discalbinde der Vflgl-Unterseite
ähnheh jordayii, nur mit ganz schmalem Weiß umrandet. Die Hflgl sind außergewöhnlich hell, und die schwarze
Discalbinde erscheint nach außen breiter und zusammenhängender weiß dekoriert als bei gnorima, auch werden
die Ozellen viel größer. Honduras, sehr selten: außerdem in Guatemala und amVuUean Ghiriqui beobachtet. —
jordani. jordatli Frühst. G mm, gegen 50 mm von gnorima gnorima aus Kolumbien. Blaue Medianbinde der Vflgl
kürzer, breiter und dunlHer. Unterseite: Alle Figl heller, was besonders für die graugelbe Region zwischen
der Submarginal- und Medianbinde gilt. Der für gnorima so charakteristische silberweiße Besatz der Median-
PREPONA. Von H. FRUJtS'ioKFER.
5f)
binde, namentlich auch unten, erheblich reduziert. Alle schwarzen Punkte und kommaartigen Striche im wei¬
ßen Basalfeld aller Figl prägnanter. Ecuador, aus 1000 m Erhebung.
P. dexamenus war früher nur von Peru und vom Oberen Amazonas bekannt, wurde durch meinen
Sammler Julius Michaelis auch bei Obidos, in Surinam, sowie Espiritu Santo entdeckt und neuerdings aucli
in Mato-Grosso gefunden. Zeichnung der Oberseite einfach. (JcJ ohne Präapicalflecken, $ stets mit einem mäßig
großen Transzellularfleck und einem oder zwei undeutlichen Wischen. Hflgl mit einem von der Unterseite
durchscheinendem Analauge, welches beim $ manchmal von einer ockerfarbenen Peripherie umgeben ist. Die
Unterseite gleicht jener von P. a/mphiniachus (112 c) und differiert von dieser durch das Vorhandensein von
2 blaugekernten Ozellen wie sie für die P. /aer^e-s-Gruppe charakteristisch sind. Vier Ortsformen sind zu regi¬
strieren: krates Frühst. (112 b), eine habituell kleine geographische Form; das Prunkfeld der Oberseite etwas kraies.
duiJder und schmäler als bei Exemplaren der andinischen Region. Unterseite ziemlich gleichmäßig, die distale
Hälfte lehmgelb. Surinam, Unterer Amazonas. — leuctra Frühst, eine hervorragend differenzierte Rasse mit teurtrn.
noch weiter fortgeschrittener Verdunklung und Verschmälerung der blauen Bänder. Unterseite bei 5 Exem¬
plaren meiner Sammlung gleichartig dunkelgrau etwa wie bei P. gi.orima (112 b). Alle schwarzen Zeichnungen
der Unterseite zudem kräftiger angelegt und die schwarzen Felder in der Submedianzone der Vflgl fast doppelt
so breit als bei leuctra. Bisher nur aus Espiritu- Santo bekannt, wird leuctra vermutlich noch in Minas-Geraes
und vielleicht im Staate Rio de Janeiro gefunden. — psacon subs'p. nov. vermittelt den Uebergang von leuctra psacon.
zu dexamenus. Das Prachtfeld der Oberseite ausgedehnter als bei den übrigen mir vorliegenden Individuen,
die Gestalt erheblich größer. Distalfarbe eigentümlich graubraun und besonders lebhaft mit der auffallend
schön silberweiß geschmückten Basalzone kontrastierend. Mato-Grosso. — dexamenus Hpff. (112 a, $ statt (J), dexumcru
ursprünglich vom Chanchamayo in Peru beschrieben, liegt mir aus Bolivien vor, von woher auch unser abge¬
bildetes $ stammt, das Herr Fassl dort aufgefunclen hat. Die JS' bleiben in der Größe hinter solchen aus Mato-
Grosso zurück ; das Prunkfeld ist heller, lebhafter glänzend als bei den Rassen der Atlantischen Region des Kon¬
tinents. Die Außenhälfte der Unterseite beider Figl entweder dunkler lehmgelb als bei krates oder hell kaffee¬
braun wie bei den psacon-^(^ von Mato-Grosso. Das $ aus Bolivien hat im Gegensatz zu den schwarzäugigen
$$ von krates und leuctra eine ockergelb umzogene Ozelle der Hflgl-Oberseite. In der Sammlung Staudixger
befinden sich Exemplare aus Kolumbien.
P. neoterpe. Eine stattliche Art der andinischen Region, schließt sich oberseits P. dexamenus, unter-
seits mehr den P. gnorima, eugenes und -pyl^ne an durch eine besonders luxuriante mediane Silberbinde der
Vflgl. Die Verwandtschaft mit P. omphale und P . gnorhna wird dann noch angedeutet durch einen herrlichen
violetten Anflug in der Basalzone der Vflgl. Kiamnu rorgane mit ^ el r langem Uncus. VaJve etwa nie bei
laertes, aber noch etwas sehark(r; c"er Kolben am Unevs erheblich länger, robuster; Oedeagus breiter.
Zwei Arealformen; neoterpe Ho« r. (112 d). Unterseite manchmal rötlich ockergelb, gelegentlich auch fahler, neoterpe.
mehr lehmfarben, wie bei unserer Figur, welche nach einem von Pozzuzo hergestellt wurde. Das welches
wir bildlich vorführen, befindet sich in der Sammlung des Herrn Robert Biedermann. Der Ty|ms stammt
vom Chanchamayo. — photidia Frühst. Eine nördliche Arealrasse, die von der Namenstype aus Peru erheb- photidui.
lieh differiert durch die auffallend zurückgebildeten, kaum halb so breiten und zugleich viel duiJder blauen
Medianbinden aller Figl. Auf der Unterseite sind dagegen keinerlei Differenzen zu erkennen, photidia bildet
durch das Colorit der Oberseite einen Uebergang zu P. lygia Frühst, von Chiriqui (Iris XVII, Taf. 6, Fig. 2),
welche anscheinend neoterpe in Zentralamerika ersetzt. Vom oberen Rio Negro aus ca. 8U0 m Höhe von
A. H. Fasse entdeckt.
P. lygia Frühst. Bei lygia ist die melanotische Reduktion der blauen Prachtbinde der Oberseite noch tygta.
weiter fortgeschritten als bei photidia und bei ihr partizipiert auch die sonst resistente FTnterseite an der düsteren
Verfärbung, indem das Ockergelb der neoterpe in ein Grauschwarz übergeht und auch die transzellularen Silber¬
makeln der Vflgl verschwinden. Es ist nun sehr wahrscheinlich, daß auch in der Westcordillere Kolumbiens
noch eine Prepona entdeckt wird, welche den neoterpe- Charakter noch mehr als photidia verliert und eine voll¬
kommenere Transition zu P. lygia herstellt. Trifft dies zu, dann verliert P. lygia ihr Artrecht und wird zum
nördlichsten neoterpe-Zweig degradiert. Die lygia hat oberseits geringe Aehnlichkeit mit omphale und gnorima
Bat. und erinnert auf der Unterseite etwas an P . gnorima, ohne jedoch damit irgendwie verwandt zu sein.
Die Vflgl tragen einen lang ausgezogenen und spitzen Apex, die Hflgl aber sind schmal eiförmig und sehr wenig
gewellt. Auf den Vflgln steht eine sehr schmale, dunkelblaue, glänzende Discalbinde, die vom Analrand nach
vorn gehend, sich verschmälert und zwischen den vorderen Medianen verliert und in blaue Stäubchen auflöst.
Auf den Hflghi ist die Binde etwas breiter und verjüngt sich nach dem Analwinkel. Die blaue Discalbinde
wird auf den Vflgln nach innen von einem prächtigen, ausgedehnten dunkel violetten Schiller umgeben, der
sich auf den Hflgln basalwärts als schmale Zone fortsetzt. Die Ozellen der FTnterseite schlagen nach oben
durch, sonst sind die Figl zeichniingslos. Auf der FTnterseite ist das basale Drittel der Vflgl silberweiß, mit
einem leichten grauen Anflug im Basalteil der Zelle beider Figl. Jenseits der Zelle steht em großer, dunkel¬
brauner, schwarz eingerahmter Fleck. Ueber diesem lagert wie bei gnorima am Costah’and eine silberweiße
Makel, ebenso stehen 3 weiße Flecken jenseits der Zelle als äußere Begrenzung der schwarzen Diskalbinde.
564
PREPONA. Von H. Fruhstorfer.
Die Submargiiialbinde derVflgl ist stark gebogen, aber nicht so gezackt, wie bei den übrigen Arten der laertes-
Gruppe. Diese Binde wird nacli unten rotbraun und ist apicalwärts von einer breiten dunkelgrauen und anal-
Avärts von einer etwas schmäleren, rotbraunen Region eingesäuint. Chiricpü, Zentralamerika. Herr Robber
vermutet, daß von P. lygia zwei Zeitformen existieren und schreibt darüber; ,,Von diesem prächtigen Tiere
besitze ich 1 Chiricpii, das oberseits mit der Abbildung in Iris XVII, Taf. VI, Fig. 2 gut übereinstimmt.
Die Unterseite ist aber wesentlich verschieden, insofern als statt der keilförmigen weißen Submarginalflecke der
Vflgl nur eine von der Grundfärbung wenig abstechende verschwommene weißliche Binde vorhanden und die
davor liegende schwarze Binde sehr stark gezackt ist, ähnlich wie bei eugenes Bat., aber die bei eugenes vor¬
handenen submarginalen herzförmigen schwarzen Zeichnungen sind bei meinem Stücke der lygia nur durch
drei weiße, dick schwarz umzogene Punkte vertreten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß diese, wenn auch bedeu¬
tend abweichende Form einer andern Generation angehört als das Stück, nach dem Herr Fruhstorfer diese
Art beschrieben hat. Es wäre aber verfrüht, diese Form zu benennen, weil es ebenso möglich ist, daß lygia \\\
ein und derselben Generation abändert. Erst auf Grund weiteren reichlicheren Materials mit Fangdaten
würden diese Fragen entschieden werden können."
P. pheridamas eine vollkommen isolierte, äußerst beständige Species, ohne nähere Verwandte, welche
sich zur P . ?ae>’<es-Gruppe ungefähr ebenso verhält wie P . chalciope und P. lycomedes zur P. demo'plwn-Beih.e..
Klammerorgane wesentlich küizer als bei den verwandten Alten, der plyteuniaartige Kolben am Uncus
auffallend verkiimmeit, Valve äußerst dicht mit langen schwaizen Bersten bestanden. Oberseite aus¬
gezeichnet durch ein ungewöhnlich breites blaues Prunkfeld; $ mit etwas eingeengtem und matter blauem
Band und größerem Apicalfleck , unter welchen sich in der Regel ein oder zwei verwischte unbedeutende
Makeln einbetten. Die Unterseite variiert je nach der Heimat der Falter von hell lehmgelb zu verwaschen
graubraun. Wir kennen bisher nur drei Territorialformen, welche sich von Kolumbien bis Bolivien und von Guyana
pheridamas. zum mittleren Brasilien ausdehnen, pheridamas Cr. (112 a), nach einem d' von Surinam dargestellt. Die
Form bleibt trotz ihrer w^eiten Verbreitung unverändert und außer den Exemplaren von Cayenne, Surinam,
Obidos, Mato-Grosso und Ecuador meiner Sammlung sind mir auch solche von Villavicencio in Ost-Kolumbien
phila. aus 400 m Höhe, vom ganzen oberen Amazonas und Peru bekannt. — phila Frühst. (112 a) überbietet pheri¬
damas noch in der Ausdehnung der blauen Prachtflecken der Oberseite; auch erscheint die Präapicalmakel
fast nochmal sogroß. Die Unterseite differiert von pheridamas durch eine mehr rötlichgelbe, reicher mit silber-
aitalis. w^eißen Flecken gezierte Oberfläche. Minas Geraes, Espiritu Santo, sehr selten. — ■ attalis subsp. nov. wdrd
auf $$ aus Bolivien basiert, w^elche Herr Fasse von dort eingesandt hat. Die blauen Bänder der Oberseite
verschmälern sich und die Unterseite nimmt ein vorwiegend graues statt gelbes Kolorit an.
deiphile. P. deiphile Godt., die bekannteste der bunten Arten, bewohnt das mittlere Brasilien. Mir liegen Exem¬
plare aus E.spiritu Santo vor und v. Bönninghausen kannte Petropolis im Orgel-Gebirge als Flugplatz. Die
Oberseite gleicht P. xenagoras-C (113 a), nur fehlt der schwarze Costalpunkt in der orangegelben Fleckenserie
der Hflgl. Die violette Zone der Oberseite ausgedehnter und jenseits der Zelle steht beim $ ein grau oder wei߬
lich violetter Wischfleck. Unterseite rotbraun, sonst wie bei xenagoras (113 a).
xenagora». P. xcnagoras Hew. (113a differiert etwas in der Ausdehnung der violetten Partie der Vflgl der
So besitze ich ein Stück mit nahezu völlig braunen Vflgln die nur einen schwachen violetten Schimmer
aufweisen. Im allgemeinen ist das $ 1/3 größer als das ohnedem große C dieser Art. Schw^arz der Oberseite
etwas matter. Von dem herrlichen Violett des C i^ur noch ein schmaler Streifen von 1 cm Breite auf Vflgl
und Hflgl übrig, der mehr tiefdunkel ultramarinblau und undeutlich begrenzt ist. Die gelbbraunen Submargi¬
nalflecken fast doppelt so groß wie beim d', am Hflgl tragen auch die 3 innersten zwischen den Ozellen schwarze
Punkte, welche dem ^ fehlen. Der beim cJ schwach angedeutete gelbbraune Costalrand des Vflgls ist beim $
viel schärfer und deutlicher ausgeprägt, ebenso die weiße Befransung beider Figl. Die Rückseite analog dem ^
tiefdunkel rostbraun; die weiße Emaillefleckung ebenso auffallend hervortretend. Bolivien. Die Abbildungen
dieser Species hat Herr Robert Biedermann nach Exemplaren seiner Sammlung herstellen lassen.
P. garleppiana differiert von P. xenagoras durch das Auftreten einer hellblauen Binde der Vflgl-Oberseite.
garieppiann.Wir haben zwei Territorialformen zu unterscheiden: garleppiana Stgr. (112dd', 113a $) aus Bolivien. Das
$ hat Fasse entdeckt und wie folgt beschrieben: Sehr verschieden vom P. xenagoras-^', vor allem erheb¬
lich größer (106 mm Spannweite). Oberseite ebenfalls mattschwarz, aber der Violettschiller des ^ fehlt und
es bleibt nur die blaue, sehr schmale Preponenbinde übrig, die im Vflgl sehr kurz ist, aufwärts nur bis zur vor¬
deren Mediana reicht, nach abwärts verbreitert und etwas nach innen gebogen am Ird endigt ; sie ist also nicht
identisch mit der ganz anders gefärbten und gestalteten Binde des xenagoras-^. Im Hflgl entspricht die blaue
Binde jener des Violettschiller ebenfalls fehlend. Die gelben Submarginalflecken des Vflgls ähnlich wie
beim xenagoras-^', Costalrand jedoch weit weniger intensiv gelb. Die submarginale Fleckenbinde des Hflgls
merklich anders als beim vorher beschriebenen $ > tlie beiden Augenflecke vorder- und rückseits fast doppelt
so groß, hingegen die 3 dazwischenliegenden gelben Flecke der Binde nicht schwarz geäugt wie bei jenem; auch
auf der Rückseite ist der davon übrig bleibende Durchschlag in Form von 3 weißblauen Pünlitchen viel kleiner.
PREPONA. Von Pf. P^ruhstorfkr.
5fi5
Das Braun der Rückseite viel heller ockerfarbig als beim xenagoras-^. Die silberweiße Pdeckung, die ü})rigens
auch bei den beider Formen ungemein variiert, sehr groß und deutlich ausgeprägt, (feliört schon flas ^ von
P. garleppiana zu den allergrößten Seltenheiten südamerikanischer Nymphaliden, so wird das (unzige im Pebriiar
1913 im Nord-Yungas Boliviens auf 1700 m Höhe erbeutete $ wohl für lange Zeit ein Unicum bleiben. — sphac- aphwkria.
teria subsp. nov. ist eine habituell kleinere Rasse aus Peru, mit verschmälerten blauen Bändern und nahezu
erloschenen orangefarbenen Flecken der Vflgl. T3q}e im Tring-Museum.
P. brooksiana Godt. ersetzt P. garleppiana in Mexiko. Oberseite noch prunkender durch eine fast Irooksiana.
doppelt so breite hellblaue Binde als sie P. garleppmna aufweist, welche zudem den Costalrand der Vflgl erreicht.
Die orange Flecken länger aber von mehr oblonger als quadratischer Form. Der vorderste, suba])icale fehlt,
dagegen sind alle Makeln der Hflgl schwarz gekernt. Die FTnterseite schließt sich jener von P. deiphile Godt.
an, ist vorwiegend rotbraun und hat mit deiphile auch den weißen Transcellularfleck der Vflgl gemeinsam,
welcher P. xenagoras und P. garleppiana fehlt. Man kennt mit Sicherheit ]iur 3 Exemplare. 1 $ (die T_\q)e)
aus Coatepec (Mexiko) ; ein zweites $ im Museum in Paris und ein weiteres abgeflogenes Stück in der Kolk
ScHAiTS. GG harren noch der Entdeckung.
P. praeneste leitet von der Gattung Prepona zu den roten Arten des Genus Agrfas über, praeneste und
ihre südliche Vikariante, P. hucMeyana , sind die einzigen Vertreter ihres herrlichen Geschlechts mit roten Quer¬
binden der Vflgl und roter Fleckenserie der Hflgl. Die FTnterseite ist rotbraun mit hellrotem Medianstreifen
und schwarzer Submedianzone der Vflgl. Die Hflgl können einfarbig rotbraun sein oder grauweiße Schmuck¬
flecken tragen, welche wie Tauperlen aussehen oder wie eingesetzte Edelsteine, praeneste Hew. (113 c) findet prueneste.
sich als große Seltenheit in Kolumbien. Es existieren mit weißen Medianflecken der FTnterseite der Hflgl,
wie sie Hewitson und Staudikger dargestellt haben. Ich sah jedoch in der Sammlung des letzteren Autors
im Berliner Museum auch GS vom Rio Dagua ohne diesen Schmuck: dies ist privata form, nov., während ihn privata.
JeJ aus dem Cauca-Tale stets führen. — Vom $ bilden wir (113 b) eine Form paradisiaca Passf ab mit violettem parödisiocr/.
Schimmel der Oberseite der Hflgl. Es existieren aber auch einfarbige ohne blauen Discus der Hflgl.
Ueber seinen Fang schreibt A. H. Fasse:
praeneste scheint nur in der Regenzeit zu fliegen, da ich hier längere Zeit in der Trockenzeit sammelte, ohne auch
nur ein einziges Stück zu Gesicht zu bekommen, endlich gelang mir der Fang mehrerer Exemplare, wobei ich auch Gelegen¬
heit hatte, die außerordentliche Intelligenz des Tiers im Beurteilen einer Gefahr zu beobachten. Ein ganz tadelloses Stück
ging eines Tages scheu vom Köder ab und flog bis in die Krone eines himmelholien TTrwaldbaumes. Ich postierte mich gedeckt
in der Nähe und hatte nach etwa einer Viertelstunde das Vergnügen, das rote Tier in schnellen, großen Spiralflügen zur Erde
kommen zu sehen; es visitierte jedoch die ganze Umgebung aufs sorgfältigste und kam bis in meine nächste Nähe, die ihm
aber anscheinend nicht behagte, trotzdem ich wie zu Stein geworden stille stand. Schließlich setzte sich der Falter etwa lü m
senkrecht über die Köderstelle an eine Zweigspit ze, so daß nur die nach vorn gerichteten Fühler und der Kopf über den äußer¬
sten Blattrand hervorsahen. So beäugte der schöne Vogel die ganze Umgebung und ich fand es geraten, mich etwas weiter
zurückzuziehen. Dem starken Dufte des Köderblattes konnte er aber doch nicht widerstehen und nach langem, furchtsamen
Umherflattern setzte er sich nochmals an die Lockspeise, .letzt konnte ich gedeckt angehen und den Falter erhaschen.
praenestina subsp. nov., eine südlichere Rasse, welche in letzter Zeit häufiger nach Europa kam als die nördliche praenestina.
praeneste. GS ohne weiteres von kolumbianischen GS zu trennen durch die distal erheblich verbreiterte rote
Binde der Vflgl, welche den violetten Saum bis nahe an die mittlere Mediana zurückdrängt und sich auch nach
vorne jenseits der Zelle erweitert und im vorderen Medianzwischenraum den roten Submarginalfleck vöhig
absorbiert. — coilfusa Niep, ist dazu eine Form mit großen Subapicalf lecken vom Chanchamayo in Peru. co)iiusa~
P. buckleyana P[e^v. (113 b) differiert von P. praeneste durch das Fehlen der roten intraradialen Sub- buckleyana.
marginalflecken der Vflgl bei beiden Geschlechtern. Die roten Makeln der Hflgl sind gleichmäßiger, breiter
und schließen sich zu einer kompakteren Binde zusammen. Auf der FTnterseite läßt sich btickleyana von der
nördlicheren Vücariante separieren durch einen silberweißen Fleck vor dem Zellapex der Vflgl. Es existieren
Stücke mit weißem Medianschmuck der Hflgl und auch ohne solchen. ..Das $ von P. buckleyana ist mäßig größer
als das G dieser Form und etwas matter schwarzbraun in der Grundfarbe. Alle beim G purpurrote Zeichnung
ist hell neurot (also nicht orangebraun wie beim praeneste-^) ; der Rotbogen des Vflgls in seinem innersten Teil
weißlich aufgehellt. Statt des tiefvioletten Schillers des G ist beim $ nur über die discalen Teile der Figl je ein
großer hellblau glänzender Fleck gebreitet, der im Vflgl sich apicalwärts etwas über den Rotbogen erstreckt
und im Hflgl noch einen ca. 7 mm breiten schwarzen Saum nach der roten Binde zu freiläßt. Die Rück¬
seite ist sehr ähnlich der des G J auch die Silberflecken sind besonders deutlich vorhanden. Auch die Gestalt
der Figl ist analog wie beim G etwas breit ausgezogen und dadurch bekanntlich auch von der als Stammform
angesehenen P. praeneste merklich differenziert, so daß abgesehen von den Zeichnungsunterschieden auch
schon hinsichtlich der sehr verschiedenen Flglform P. buckleyana wohl als eigene Art gelten kann* . Das buck-
leyana-^ darf wohl den Anspruch als schönste Nymphalide erheben, die überhaupt existiert. Der eigenartig
hellblaue Schiller löst besonders dort, avo er sich über das zarte Rosarot ergießt, einen so herrlichen Farbeneffekt
aus, daß sich kein anderer Falter, auch der schönste Hg'n’as nicht, mit diesem Tiere vergleichen läßt. ,,Ich erbeutete
das einzige, überaus seltene und schöne Exemplar hierselbst im dichten Gebirgsurwalde, nachdem ich mehrere
Monate lang am Fangplatze der GS dieser Form vergeblich danach gesucht hatte. 14 Tage nach Niederschrift
*) Unciis relativ kurz, dessen Kolben jedoch breiter, massiger und schärfer bewehrt, als bei irgend einer andern
der bisher untersuchten Arten.
566
AGRIAS. Vcn H. Fruhstorfer.
oltjnipica.
elevaia.
des vorstehenden Artikels war es mir vergönnt, das zweite buckleyana-^ zu fangen, das sich hinsichtlich des
vorher beschriebenen insofern wesentlich unterscheidet, als ihm jedweder blaue Schiller fehlt. Wir haben also
hier den analogen Fall wie bei P. praeneste aus Kolumbien, das ebenfalls 2 verschiedene $$-Formen besitzt,
nämlich eine farbenschlichte und eine (weit seltenere) mit intensiv hellblauem Schiller, die ich seinerzeit als
P. prae^ieste $ ab. paradisiaca beschrieb“ (Fa s.sl' . Die korrespondierende zweite $-Form der Bolivia-Rasse mit dem
vorher erwähnten hellblauen Figlglanze wurde als olympicaFass^ (113 b) beschrieben. — AlselevataFasÄ^ (113 b)
ist eine hochinteressante atpine-Form beschrieben mit gelben statt roten Binden der Oberseite beider Figl. Ihr
Entdecker schreibt über diese montane Rasse: ,,Was mir hingegen auffiel, war der ungemein hohe Fangort
des Tieres am Kamme eines Kordillerenzuges bei 2000 m Seehöhe, also der höchsten Stelle, wo ich jemals P.
bucMeyana gefangen habe; alle übrigen stammen aus Höhen von 700 — 1700 m. Es ist vielleicht möglich, daß
diese auffällige, schöne Aberration der sonst purpurfarbigen Prepona eine konstante Höhenform derselben
darstellt. Leider ist der Fangort fast ewig von Nebeln und Wolken umschlossen, so daß ich kaum Aussicht
haben dürfte, bei weiteren Exkursionen in diesem menschenleeren, morastigen, schilfigen und gänzlich unweg¬
samen FTrwaldterrain des bolivianischen Hochgebirges noch mehr Stücke der neuen ,, Spielart“ zu fangen. Was
übrigens die bt deutei de Höhe anbelangt, bis zu welcher die roten Preponen und auch die beiden erstgenannten
Formen fliegen, die mit der Pracht und dem Farbenschmelz ihrer Oberseiten augenscheinlich gar nicht zu der
übrigen sie dort umgebenden Falterwelt passen, so ergibt ein Vergleich der Tiere in ihrer sitzenden Stellung
eine geradezu frapjDierende Aehnlichkeit der Farbenzusammenstellung ihrer Rückseiten, nämhch silberweiße
Pu niete und Striche auf ockerfarbigem, rötlichem oder schwarzem Grainde. Ich fing z. B. in einem selbstge¬
fertigten Wege im dunklen Urwalde des Nord-Yungas Boliviens bei 1700 m Höhe in einer Länge von 4 km die
folgenden Falterarten im Laufe von 6 Monaten beisammen: Adelp)ha saundersi, Prepona buckleijana, xenagoras,
garleppiana, Opoptera bracteolata, Eryphanes zolvizora, Caligo phokilides, Lymanopoda albomactdata und albo-
cincta, mehrere Pedaliodes-Arten mit ,, Schimmel“ -flecken auf der Rückseite, Daedahna dinias etc. Sollen
diese weißen und silbernen Flecke der Rückseiten der vorstehenden Tiere vielleicht deir Wassertropfen ihrer
ewig feuchten und vor Nässe triefenden Urwaldheiniat des Hochgebirges angepaßt sein? Die Preponen, welche
800 m tiefer im Walde der heißen Täler fliegen, zeigen trotz viel größerer Artenzahl nicht eine einzige so intensiv
dunkle und silhergeschmückte Rückseite und auch keine Adelpha, Brassolide oder Satyride hat eine solche
auffällige Färbungsgleichheit ihrer Rückseite aufzuweisen, wie die oben erwähnten Höhentiere derselben Gat¬
tungen“ (Fasse'. Zum Schluß bleibt mir noch die angenehme Aufgabe Herrn Robert Biedermann in
Winterthur zu danken für die Bereitwilligkeit, einige Seltenheiten aus seiner herrlichen Sammlung unter
anderem auch die ersten acht Formen der Tafel 113 für unser Werk nach den Originalen seiner Kollektion
photographisch aufzu nehmen und kolorieren zu lassen.
56. Gattung: Agrias EM.
In dieser herrlichen Tropengattung, auf welche die Natur ihr ganzes Füllhorn an blendenden Farben
ausgeschüttet zu haben scheint, und welche deshalb nicht mit Unrecht das ,, Fürstengeschlecht“ der Nympha-
liden genannt wird, finden wir in überraschendster Weise eine Wiederholung zweier nicht minder reich gefärbter
Gattungen: der Callitheen und Catagrammen, nur daß die Agrias-Arteii die letzteren an Größe und Farben¬
pracht weit überragen, und nur die A<3 dieser Gattung eine sexuelle Auszeichnung in Form einer Haarbürste
auf denHflgln tragen. Einige derselben, wie der berühmte, von Bäte s zuerst im Amazonastale entdeckte H.
Sardanapalus , sind geradezu von einer entzückenden Schönheit, und der Kontrast seiner purpurroten Vflgl,
welche durch einen darüber gehauchten blauen Schimmer wie in einem violetten Purpurglanze strahlen, mit den
glänzend saphirblauen Hflgln gehört unbedingt mit zu dem Schönsten, was die Na.tur je in der gesamten
Schmetterlingswelt hervorgebracht hat. In der Struktur der Organe und im Geäder ist Agrias so nahe mit
Prepona verwandt, daß nur geringe Unterschiede zwischen beiden Gattungen bestehen. Beide Subgenera
gehen zudem durch Formen, wie die bei Prepona bereits erwähnten P. deiphile Godt. und P. praeneste Hew.
ineinander über und auch die Raipieu sind sehr ähnlich.
Agrias unterscheidet sich von Prepona nur durch die kürzeren, sonst aber gleich behaarten und be¬
schuppten Palpen und die schwächeren, dünneren Fühler, welche ohne deutliche Kolbe sich allmählich bis zur
Spitze verdicken. Die Vflgl sind breiter, nicht sichelförmig vorgezogen, die Hflgl mehr gerundet. Die Zellen
beider Figl sind ebenso wie bei Prepo7ia durch eine feine hintere Discocellulare geschlossen. Dagegen ist bei
allen Species ein hochentwickelter Haarpinsel der Hflgl vorhanden, der nur bei einigen Prepojia- Arten in rudi¬
mentärer Form existiert. Diese Duftbürste steht nahe dem Ursprung der Submediana und korrespondiert mit
einer Tasche zu beiden Seiten des Hlbs, deren Inneres dicht mit keulenförmigen, modifizierten Schuppen ange¬
füllt ist. Dergleichen Duftapparate sind bei den Nymphaliden selten; wir finden sie aber bei den Pro'hoe Indo-
Australiens, allerdings in etwas weniger luxurianter Ausbildung gleichfalls vor.
Das kugolrunde Ei ist fast so groß wie das von Saturnia pyri\ gelblich - weiß, mattglänzend und
ohne sichtbare Structur der Obtrfläche.
Das Räuiicheu schlüpft nach 8 Tagen; es ist graugrün, nach hinten keilförmig verjüngt und mit
AOR[AS. Von H. FRUHSroRFi^R.
507
feinen Härchen besetzt. Die Tracheen siacl schwarz eingefaßt. Der K()])f der Rau])e auffallend groß und
breiter als der Rumpf. Die Rp selbst mit hohem stumpfem Horn am Kopf und zwei sehr langen Zaj)fen am
Anus. Am ersten Segment zwei weiße Punkte; das vierte Segment etwas dicker als die übrigen. Pp. mit
2 langen ziemlich spitzen Hörnern. (Beschreibung nach ausgeblasenen Exemplaren von A. claudianus m
Britisch-Museum . )
Nach Dr. Hahnel legen Agrias eine größere Ruhe an den Tag, als ihre Verwandten, die Prepona und
wenngleich ihr Flug schnell genug zu nemien ist, ist ihnen doch nicht jene rapide Art zu eigen, durch welche sich
die an Größe und Figlschnitt überlegenen Prepona auszeichnen. Namentlich ist die Ausdauer ganz merkwürdig
mit der sie den einmal auserwählten Sitz, ein in der Höhe frei in den Weg hineinragendes Blatt, festhalten.
Dort kann man sie iinbeweglich lange Zeit beobachten, und auch wenn sie auffliegen kehren sie genau wieder
dahin zurück. Bei dieser iinberrrten Ruhe lassen sie es ohne Furcht geschehen, daß man das Netz an einer langen
Stange ihnen nähert und in dem man dann kräftig in der Richtung, in welcher sie abfliegen wollen, zuschlägt,
hat man die Falter meist sicher im Netz. Die Höhe, in der sie sich aufzuhalten pflegen, wechselt zwischen 5
und 10 m so daß der Geruch angewandten Köders nicht immer in ihre Nähe dringt.
Ueber die Lebensweise der kolumbianischen Arten schreibt Fasse (in der Soc. Ent. 1911 p. 27), ..daß
Agrias schnelle und sehr scheue Flieger sind, die meist nur an sehr heißen Tagen um die Mittagszeit und stets
vereinzelt in Beständen ausgedehnter Urwälder und selten über 1000 m Seehöhe erscheinen ■. ..Während Preponen
schon oft um 9 Uhr früh und auch bei etwas bewölktem Himmel den Wald durcheilen, sah ich Agrias bisher
nur in der brennendsten Mittagshitze. Mehrere Male hatte ich auch Gelegenheit, sie um hohe Baumkronen
blitzschnell kreisen zu sehen, und selbst wenn sie sich dem Köder am Boden nähern, kommen sie von oben in
weiter Spirale herab und umkreisen unten dann die Stelle oft noch 1 Minute lang, wobei man infolge der
Schnelligkeit ihres Flages nur eine rote Linie erkennen kann. Des Oefteren wurde der Flug mit jenem der
Preponen verglichen, was ich nun nicht ganz bestätigen kann, da letztere sich eiftschieden langsamer bewegen
und dabei oft ein surrendes Geräusch her Vorbringen, ähnlich wie große Hesperiden. Hingegen besteht eine
auffällige Verwandtschaft im Fluge der Agrias wie in ihrem ganzen Gebahren, mit der ja auch im Habitus sehr
ähnlichen Gattung Smyrna, deren Vertreter freilich nebst großer Verbreitung stellenweise zu ganz häufigen
Erscheinungen des Falterlebens im tropischen Amerika gehören.
Die einzehien Individuen der Agrias sind weitgehender koloristischer Variabilität unterworfen, Avas
schon unsere 38 Abbildungen beweisen, welche nur sieben Arten angehören. Der geschlechtliche Dimorphis¬
mus ist ausgeprägter als bei der Gattung Prepona, auch neigt die Figlform des $$ zu erheblicheren Verände¬
rungen in der Kontur der Vflgl. Bei beiden Geschlechtern tritt Dichroismus in Erscheinung und wir kennen
mit rotem und mit ockergelbem Basalfleck der Vflgl unabhängig von der Lokalität. Bei einer Art intermittiert
je nach der Lokalität ein orangefarbener oder blauer Basalfleck. Desgleichen ist auch die Ausdehnung des
berühmten blauen Schillers der Oberseite großen S Iiwankungen unterworfen, der rudimentär oder luxuriant
sein kann und manchmal ganz ausfällt. Die Zeichnungsattribute der I^nterseite sind dagegen äußerst konstant
und bilden einen wilUcommenen Fingerzeig zur Gruppierung der polychromen Territorial-Rassen ; doch sind
auch hier wiederum koloristische Motive ohne Bedeutung, Gelb und Rot wechseln beliebig ; auch kann der Basal¬
fleck bei einer Rasse die halbe Flgl-Oberfläche bedecken {beatifica) oder auf schmale Striemen beschränkt sein
(beata). Ebenso wie die Figlflecke verändert sich auch die Färbung der Duftpinsel von Hellgelb zu Rotbraun
{sardanapalus , claudianus), von Orange zu Grünlich (heivitsonius, beatifica).
Bei der hohen Modifizierungsfähigkeit der Agrias ist es nicht veiuvunderlich, daß deren spezifische
Bewertung eine recht ungleiche war. Kirby kannte 1871 bereits 7 Species. Von diesen fällt nach iinseren
heutigen Anschauungen eine Form [beatifica Hew. (1869) lieicitsonianus Bat. (1860) so daß de facto nur
6 Arten erhalten bleiben. Eine von ihnen [A. Claudia), schon seit 1776 bekannt, blieb über ein Jahrhundert
verschollen, bis sie mein Reisender Julius Michaelis im Jahre 1894 wieder entdeckte. Von 1776 bis zu der
epochemachenden Reise Amn Bates in der Mitte des vorigen Jahrhunderts AAUirden nur noch eine Hprfas’ in
Kolumbien aufgefunden. Bates glückte die Entdeckung von 4 chstinlvten Arten und mehreren geographischen
Rassen. Daim trat AAÜeder Stillstand ein bis Dr. Hahnel in Verbindung mit seinen S hülern eine Anzahl interes¬
santer Arealformen zu unserer Kenntnis brachte. So kam es, daß Staudinger im Jahre 1888 nicht Aveniger
als 14 Arten mit 5 Nebenformen aufzählen zu dürfen glaubte. Im Jahre 1897 beschränkte ich diese Anzahl
trotz der Auffindung neuer Ortsformen auf 12 Species, die Staudinger ein Jahr später nochmals reduzierte
und auf 10 Kollektivarten herabsetzte. Von diesen 10 Arten sind AAuederum 2 ohne Aveiteres als L^nterformen
auszuscheiden, so daß Avir heute zu der Anzahl der Kollektivarten im KiRBY’schen Katalog zurückkehren
müssen, Aveil Aviederum seit Bates nur eine volhvertige Art "nach Europa gekommen ist, nämlich A. nar-
cissus. Wir dürfen somit annehmen, daß Avir die wirklich existierenden Arten jetzt alle kennen , dagegen
haben Avir noch eine große Reihe von Nebenformen zu erAA^arten, von denen jede bedeutende entomologische
Expedition neue erschließt. Das Hauptverbreitungsgebiet unserer herrlichen Gattung deckt sicli mit dem
Flußsystem des Amazonas in seiner gesamten geAvaltigen x4usdehnung. 6 Arten haben dort ihre Heimat ;
eine siebente [narcissus) wurde zwar zuerst in Surinam, später in Cayenne beobachtet aber durch meinen
Sammler Michaelis auch für Obidos nachgewiesen. Es bleibt somit nur eine nicht amazonische Species
frei, aedon F., Avelche sich ausschließlich in Kolumbien und am Vulkan Chniqid findet.
568
AGRIAS. Von H. Fruhstorper.
Von den 7 Arten überschreiten nur zwei die rein äquatoriale Zone: es ist dies zunächst die älteste SpecieS;
Claudia, welche am atlantischen Ozean das südliche Brasilien erreicht hat. Neben ihr dringt eine zweite expan¬
sionsfähige Species {amydon) im Osten bis Bolivien vor, während sie im Westen das mittlere Brasilien nicht
mehr überschreitet. Sonderbarerweise beheimatet Venezuela keine Agrias, während wir aus Cayenne 3 und aus
Surinam 2 Arten kennen.
Rein äußerlich beurteilt zerfallen die Agrias in 2 Gruppen: die oberseits roten Arten und die ober-
seits b u n t e n, unten vorwiegend gelb oder grün gefleckten. Beide werden durch A. amydon verbunden
mit z. T. noch rot, z. T. bereits gelb gefärbten
A. Claudia. Die älteste Species, die rote Agrias par excellence] Grundfarbe oberseits schwarz, manchmal
mit gelblicher präapikaler Aufhellung der Vflgl. Diese stets mit rotem Basalfeld, das je nach der Arealform an
Intensität des Kolorits und im Umfange wechselt. Hflgl mit einer großen roten Scheibe, welche von Norden
nach Süden in der Größe abnimmt und somit ihr natürliches Maximum in Surinam, das Minimum in St. Catha-
rina erreicht. Bei den andinischen Ausstrahlungen der Kollektivspecies und den meisten Formen des Amazonas
wird der rote Discus der Hflgl durch einen kleinen blauen Fleck ersetzt und man könnte versucht sein, derlei
Rassen als eigene Arten aufzufassen, wenn sich nicht inMato-Grosso eine Vikariante fände, die beide koloristische
Claudia. Motive in sich vereinigt. — Claudia Sdmlz gleicht oberseits imd' dem sahlkei-(^ (115 d), nur bleibt der schwarze
Subanalfleck der Vflgl sehr klein und geht nicht über die Submediana hinaus. Das $ steht dem $ von croesus
(115 b) nahe, doch ist auch der Ird der Vflgl rot bedeckt; ferner fehlt die gelbe Subapicalbinde der Vflgl. Das
$ ist schon seit 1776 bekannt, das (J fand ich zuerst im Museum in Stuttgart im Jahre 1895 und empfing selbst
die ersten Exemplare durch J. Michaelis, der auf meine Veranlassung und Kosten hauptsächlich dieser Agrias
sahlkei. wegen nach Surinam reiste. — sahlkei Hotir. ( 1 1 5 d) ist eine Arealform, welche durch den bis an die hintere Mediana
vordringenden Schwarzfleck der Vflgl von Claudia zu unterscheiden ist. Beim $ ist die rote Scheibe der Hflgl
manchmal in der Rückbildung, so daß nur ein schmaler roter Streifen erhalten bleibt. Cayeiuie. Abbildung
croesus. nach einem in der Koll. Fruhstorper. — Am Amazonas findet sich eine sehr ähnliche Unterart croesus
Stgr. (115 b) kenntlich an den drei relativ großen gelben Flecken vor der Spitze der Vflgl. Das $ Avurde nach
einem bei Para gefundenem Exemplar der Sammlung Ripparth dargestellt; ein ^ dazu hat SrAunmoER als
Varietät von A. sardanapalus vom Itaituba am unteren Amazonas beschrieben. Ueber den Fang dieses Falters
berichtet Michael (Iris 1894):
,, Eines Tages sah ich an der betreffenden Liane, welche ich tagtäglich anfsuchte, eine prächtige Agrias sitzen, Avelche
ich, der Unterseite nach zu urteilen, tiiv sardanapalus hielt; wie erstaunte ich aber, als sich das Tier, nachdem ich es dem Netz
entnommen, als das so lange gesuchte, fabelhafte ^ von claudia entpuppte! In der Tat ist diese claudia vom Amazonas
auf der Unterseite dem sardanapalus zum Verwechseln ähnlich; oben ist jedoch der Unterschied sehr groß, da claudia auf
den Ilflgln einen großen roten Flecken führt, welcher an der Innenseite blau begrenzt ist. Trotzdem ich nun eifrig auch
hinter diesem Falter her war, gelang es mir doch erst wieder 3 Jahre später, nach Itaituba zurückgekehrt, ein zweites Exem¬
plar von diesem prächtigen Tiere zu fangen, und zwar gelangte ich auf höchst wunderbare Weise in Besitz desselben. Es
war während meines letzten Aufenthaltes in Itaituba im Frühjahr 1893, als ich plötzlich eines Mittags, gerade als ich die be¬
wußte Stelle verlassen wollte, eine Agrias in bedeutender Höhe bemerkte, welche sich auch bald an ein Blatt setzte. Meine
längsten Netzstangen erwiesen sich leider als viel zu kurz; in der Eile konnte ich auch keine passende Stange im Walde
finden, und erst nach langem Suchen traf ich ein über 20 Fuß hohes, schlankes Bäumchen an, welches sich als Netzstange
eignete. Doch als ich das Netz daran befestigte, schwankte die dünne Stange hin und her, uiid es war als eine wahres Wun¬
der zu betrachten, daß ich trotzdem den Falter ins Netz bekam, welcher nahezu 15 Minuten, bis ich die betreffende Stange
gefunden hatte, auf dem Blatte sitzen geblieben war “
amazonica. Als amazonica Stgr. ist ein $ aufgefülirt vom unteren, nördlichen Amazonas, welches bei Faro im brasiliani¬
schen Guyana entdeckt wurde. Es hat eine fast ganz schwarze Oberseite der Hflgl, welche nur in der Zelle
verstreute rote Schüppchen tragen; ebenso sind die Rippen gegen die Basis zu rot überdeckt. Ueber diese Form
schreibt Michael:
,,Als ich einen am Seestrand entlang führenden Weg wandelte , bemerkte ich plötzlich einen roten Strahl durch
die Luft schießen und erkannte bald eine prächtige Agrias, Avelche einige Augenblicke einen in Höhe von etwa S Metern be¬
findlichen Baumast umkreiste und sich dann schließlich an demselben niederließ. .letzt war guter Rat teuer. Doch zum Glück
gewahrte ich ein dünnes Bäumchen in einiger Entfernung davon stehen, an dem ich hurtig emporkletterte. Obenangelangt,
bemerkte ich zu meinem Aerger, daß das Netz immer noch zu kurz sei. Doch ich wagte, indem ich mich so weit als mög¬
lich hinüberbeugte , einen verzweifelten Schlag und sah auch bald zu meiner Freude das holde Wesen im Netz zappeln.
Nun galt es erst hinunterzukommen. Nachdem ich wieder auf Gottes Erdboden stand, begann ich meinen höchst interes¬
santen Fang zu besichtigen und fand etwas mir gänzlich Neues. Da ich iudeß nur phalcidon und sardanapalus kannte, so
hielt ich das Tier für das $ des letztgenannten und selbst Dr. Hahnei blieb längere Zeit im Unklaren; doch erwies es sich
bald als ein claudia amazonica-'^.“
vesta. vesta Frühst, ist eine ^J-Form, deren Vflgl mit jenen von A. claudia übereinstimmen, nur ist das Rot der
Vflgl gesättigter, und es machen sich bereits Anfänge eines blauen Schimmers jenseits der Zelle bemerkhch.
Die Hflgl führen eine kleinere dunkelviolette Scheibe an der Zelhvand. Die Unterseite gleicht jener von claudia,
nur ist die transzellulare graue kurze Binde der Vflgl etwas breiter und die Gesamtfärbung dunkler. Obidos
am unteren Amazonas im August, September 1899 von Michaelis entdeckt. Type in meiner Sammlung. —
maxentia. maxentia Frühst, von Marcapata (Peru) steht nahe croesus Stgr., das Rot der Vflgl ist jedoch dunkler, die diskale
Makel der Hflgl wischförmig. Unterseite gesättigter in der Farbe als bei vesta. Type in der Sammlung Stau-
infernalis. DINGER. — infemalis Frühst, hat auf den Vflgla eine Vermehrung der roten Zone aufzuweisen. Die Hflgl dagegen
sind oberseits ganz schwarz mit leichter Rötung der Rippen nahe der Zellwand. Britisch- Guyana, Neu-Amster-
godmani. dam. — . godmani Frühst. (115 b) eine riesige Form und zugleich die veränderlichste aller cZawJia-Rassen. Durch
Ausgegeben 1. V. 1916.
AORFAS. Von H. Frtjhstorfer.
das Auftreten eines ausgedehnten blauen Schillers an der Peripherie der Rotfleckung wird ein Anklang an
sardanapalus geschaiien. Diegelhliche Pleckenbinde der Vflgl, welclie unserer A})bildung der Type aus Godmax’s
Sammlung zeigt, kann fehlen, das Rot der Vflgl dehnt sich manchmal zu einem breiten an daudia gemahnenden
Feld aus, ohne schwarze Ausbuchtung an der Submediana. Auch die rote Scheibe der Hflgl kann an Ausdeh¬
nung gewinnen (fa. phoenix Niep.). Daneben existieren Stücke, bei denen die Verwandtschaft mit A. sardana- dujenix.
palus noch sprechender zum Auscbuck kommt, durch das Ausfallen der roten Scheibe, die dann durch einen
matt ultramarinblauen Discalfleck ersetzt ist (fa. semirubra Niep.). Heimat der wunderbaren Rasse Mato-Grosso. semiruhra.
— claudina Godt. (115a als claudianus-$ und a 4) findet sich im mittleren Brasilien, nach Exem]jlaren meiner claudina.
Sammlung in Esphütu- Santo, Minas-Geraes und Rio de Janeiro. Die d'd' differieren von daudianus (Il5a)
durch das Vorhandensein einer an godmani anldingenden gelben Aufhellung der Vflgl, welche unterseits fast
rein weiß bleibt. Das Basalfeld ist heller carminrot und es kann manchmal an der Submediana völlig unbe¬
rührt von schwarzer Ausbuchtung bleiben, so daß solche AS Submediane wie mit einem Lineal abge¬
schnittenem Felde dem croesus-'^ (115 b) gleichen. Das A trägt einen an der Spitze leicht geröteten Duftpinsel,
den übrigens Godart bereits beschrieb. Der rote Discalfleck der Hflgl ist etwas ausgedehnter als bei daudianus
und mehr dem Distalsaum genähert, was Godart gleichfalls erkannte und hervorhob. Das $ ( 1 15 a 3 indaudianus
verdruckt) hat in der Regel einen größeren roten Discus als unsere Abbildung und es ist, verglichen mit $$ aus
südlicheren Provinzen auf den Vflgl lebhafter, wenn auch blaß rot und diezweite transzellulare Medianbinde der
Hflgl-Unterseite hellgrau statt schwärzlich violettgrau wie bei daudianus. — ^ Die anteterminale schwarze Binde
der Hflgl wechselt in der Breite; sie ist sehr schmal bei einem $ aus Minas-Geraes, ungemein kräftig bei einem
$ aus Rio de Janeiro. Die subapicale Hchrägbinde der Vflgl ist gleichfalls veränderlich, fast la’eidev'eiß beim
$ aus Minas, fahl ockergelb beim Rio-$. Nach Angaben von Bönninghausen ist daudina selten in der Provinz
Rio de Janeiro, findet sich aber manchmal im Botanischen Garten und aniGorcovado. — pallantis Fr ühst. $ ober- pallantis.
seits sehr nahe A. daudia daudina Godt. aus Rio de Janeiro. Espiritu- Santo und j^Iinas-Geraes meiner Samm¬
lung. Die drei verwischten gelblichen Präapicahnakeln der Vflgl etwas schmäler als bei den meiner Samm¬
lung, das rote Feld der Vflgl jedoch erheblich ausgedehnter, so daß der transzellulare Fleck nicht mehr drei¬
eckig, sondern quadratisch erscheint und bis nahe an die Costale reicht. An der Submediana bleibt nur ein
schmaler schwarzer Segmentausschnitt. Auf den Hflgln sind alle Adern von der vorderen Radiale an bis zur
mittleren Mediana rot angelaufen. Der postdiskale rote Fleck mehr als doppelt so breit als bei A. datidina-^.
Die Unterseite der Hflgl etwas heller als beim $ aus Rio de Janeiro, die lichter blaugekernten Subniarginal-
flecken stehen in einem mehr grünheh gelben Felde und die anteterminale schwarze Binde ist kaum halb so
breit. Vermutlich aus einer der brasilianischen Nordprovinzen, $-Type im Museum zu Genf, aus der Kollektion
JuRiNB, welche bereits über ein Jahrhundert alt ist. Der Falter ist aber noch ebenso frisch, wie die seit unge¬
fähr 15 und 20 Jahren in meiner Sammlung befindlichen Exemplare. A. pallantis (Name nach einem Beiwort
für Aurora) bildet eine Transition von A. daudina zu A. daudia von Surinam, und es ist sehr wahrscheinlich,
daß noch weitere Zwischenformen entdeckt werden, welche sich durch größeren roten Discus der Hflgl noch
mehr der alten A. daudia ScJmlz anschließen. — plausibilis subsp. nov. leitet von daudina zu ckmdianus über. jAausibilis.
Sie hat oberseits bereits den daudia^ius -Gharakter und im Gegensatz zu den nördlicheren Formen dunlcel carmin-
roten, purpurn überhauchten und mehr halbmondförmigen roten Basalteil der Vflgl. Dieser wird von der Sub¬
mediana vom schwarzen Ird segmentartig ausgeschnitten. _ Der rote Discalfleck der Hflgl noch etwas breiter
ausgeflossen als bei daudianus (115 a). Die Unterseite schließt sich durch eine weißgraue nicht Avie bei daudia¬
nus gelb getrübte Subapicalbinde an daudina an. Auch die Hflgl zeigen eher die Attribute der Rio-Form als
jene von daudianus, die transzellulare Medianbinde bleibt hellgelb, die distale fast AAuißgrau und schmäler als
bei der nördlicheren und südlicheren Vikariante. Die scliAvarzen Ozellen der Hflgl entschieden kleiner als bei
den Schwesterrassen. Heimat unbekannt, aber vermutlich Säo Paulo oder Parana. — daudianus Stgr. (115 a) daudianus-
ist auf unserer Figur insofern unrichtig dargestellt, als der rote Discalfleck der Hflgl zu breit aufgetragen ist.
In Wirklichkeit ist er auf der Hflgl-Oberseite kaum angedeutet. Auch das $ führt oberseits nur einen unbe¬
deutenden rötlichen, schwarz überpuderten Wischfleck der Hflgl. Die präapicale Schrägbinde der Vflgl bei
beiden Geschlechtern gelblich, die Submarginalzone der Hflgl, welche die blaugekernten Augen umschließt,
grünlich-braun die Medianbinde dicht an der Zelle braungrau, das postdiscale Band grauviolett, ebenso auch
das Zollgebiet. Santa Catharina. daudianus wurde fast nie im Freien gefangen, sondern aus Rpn gezogen.
Ihr Vorkommen über Blumenau hinaus war bisher nicht nachgewiesen, doch hat sie Julius Micilaelis auch
noch bei Theresopolis, also weiter südlich entdeckt. Die Rp hat nach einer von Jul. Scheidemantel herrüh¬
renden Zeichnung Aehnlichkeit mit einer Prepona-Fip ; die Warzen auf Ring 3 und 5 scheinen zu fehlen, dagegen
ist der unpaare Fortsatz auf dem 4. Ring vorhanden. Die Rp endigt in eine ScliAvanzgabel, der von Prepona ■
Za eVies ähnlich. — sardanapalus wurde von Kirby und mu’ als eine Lokalrasse der M. daudia aufgefaßt. Das
Vorkommen von entschiedenen cZawJm - Formen neben ganz typischen sardanapalus könnte jedoch A'eraii-
lassen , zu der BATES’schen Annahme, daß sardanapalus eine distinkte Species sei, ziu’ückzukehren. Ab¬
gesehen von der bedeutenderen Größe allen daudia-P oxmew (mit Ausnahme von M. godmani Frühst.) gegen¬
über, ließe sich noch der stets rundlichere Flglschnitt der Vflgl soAvie der A^iel ansehnlichere reiner und heller
gelb gefiederte Duftpinsel als Unterscheidungsmerkmal ins Feld führen. Die maßgebende Unterseite dagegen
bietet keinerlei greifbare Differenzialcharaktere. Das Vorhandensein des Halbbogen - Strichs am Costah-and
V 72
570
AGRIAS. Von H. Frtjhstorfer.
der Hflgl, welcher an der Präcostale einsetzt und sich dann distal bis an die Mitte der Costalis hinschwingt,
auf welchen Staitdinger so großen Wert legte, ist zwar bei sardanapalus konstant komplett vorhanden, wir
finden ihn aber bei Claudia selbst und bei claudianus sowohl bei cjcj 9? manchmal in genau derselben Ent¬
wicklung vor. Er kann aber aiich in zwei isolierte Makeln aufgelöst sein, wie bei einem Claudia-’^, während
ihn das ^ noch als vollständigen Bogen besitzt. Klammei Organe mit etwas breiterer Valve, als bei A. Claudia
und rlaudina; der Kolben am Uncus robuster, kräftiger bedornt. Die Verbreitungszone Yon A. sarda7iapalus ist
wesentlich beschränlvter als jene von A. clattdia, wde begegnen ihm nur vom oberen Amazonas an bis Bohvien.
Die südlichen Formen haben sich ganz analog den südbrasilianischen Rassen auf der Unterseite modifiziert.
Ueber den sardanapalus sagt Bates:
,, Dieser prachtvolle Scliinetterling ist einer der am reichsten gefärbten aus der gesamten Insektenwelt. Ich trat
ihn an verschiedenen Punkten des oberen Amazonas, immer aber nur auf sonnigen Ijichtungen der Urwälder und bei heißem
drückendem Wetter zwischen der nassen und trockenen Jahreszeit. Er fliegt ähnlich wie die Preponen und es ist daher
ganz unmöglich, ihn, außer im Sitzen zu fangen. Die eisten Exemplare, welche ich sah, wurden durch den ausfheßenden
Saft eines Baumes augelockt, wo täglich eine dichte Schar von anderen schönen Schmetterlingen, wie Preponen, Paphien
(Anaeen), Sideronen, Dynaecien uncl anderen mehr versammelt waren. Aber das fortlaufende Wechseln der eifrigen Tiere
machte den jDi’ächtigen Agrias ungewöhnlich scheu und vorsichtig, so daß ich ilui nicht fassen konnte. Wenn man ihn allein
antraf, in den Fußwegen am Schmutze sitzend, war er viel leichter zu überraschen, aber nur 3 oder 4 mal während der
langen Jahre hatte ich das Glück, ihn in solcher Lage zu treffen.“
Dr. Hahnel aber schreibt:
Bei weitem schätzbarer als die an offenen Stellen fliegenden Panacea waren uns einige wenige im Walde am itöder
gefangene Stücke des großen in Purpur und Blau gekleideten sarcZanajittiMS, der von keinem andern Falter, was Schönheit ( ?)
angeht, übertroffen wird. Denn wenn auch in der Ausbildung von Einzelattributen wie Größe und Farbenpracht ihn einige
Ornithopteren Indiens und die am Amazonas fliegenden iMorxDlüden überragen, so kommen sie ilmi doch nicht gleich an Reich¬
tum und feinster Durchbildung der Zeichnung der Unterseite, welche bei sardanapalus den Nymphaliden-Typus zum voll¬
endetsten Ausdruck bringt. Vor allen anderen Vorzügen aber schmückte ihn die edle Abstammung und die Zugehörigkeit zu
einem Geschlecht, an das nirgends der Jlakel der Vulgarität herantritt, dessen Arten Seltenheiten sind und zwar in dem
Grade, daß keine der bestehenden großen Sammlungen sich rühmen kann, alle vollzählig zu besitzen.
Der in Purpur und Blau gekleidete sardanapalus bebt es, sich sehr hoch zwischen den somiigeu Baumwipfelu
zu tummeln und kommt nur manchmal herunter , wenn er irgend etwas ihm besonders pü?;ant Scheinendes
wittert. Aufgestöbert, hat er denselben blitzschnellen, heftigen Flug wie die Preponen und man sieht nichts als
einGefunkel von Rot, Violett und Blau. Ganz anders bew egt sich die seltene tiefblaue stuai'ti. Dieselbe fliegt
zwar auch ziemhch schnell, hat aber denselben eleganten, schwebenden Flug wie plialcidoii und pericles, wobei
das prächtige tiefe Blau, umrahmt von dem erhabenen Urwalde, zur vollsten Geltung kommt. Wenigen Sterb¬
lichen jedoch ist es vergönnt, diesen herrlichen Anblick zu genießen, und selbst der Sammler ist nicht sehr
sardana- erbaut davon, wenn es ihm ihclit gelingt, den Falter zu erlangen. — sardanapalus Bates (113 d) ist charakteri-
palus. Pas ausgedehnte transzellulare Rot der Vflgl und das helle leuchtende Blau, welches den bei
weitem größten Teil der sonst schwarzen Hflgl einnimmt. $$ sind sehr selten und aus dem Amazonas- Gebiet
noch mcht beschrieben. Bisher nur vom oberen Amazonas bekannt. Er ist stets selten, wenngleich die Art bei
Säo-Paulo nnd Pebas das ganze Jahr über vorkommt.
,,IIier in Manicore hatte ich Anfang Oktober das Glück, meinen ersten Agrias sardanapalus zu fangen; auchplieser
Fang wird mir stets in Erinnerung bleiben. Am betreffenden Tage kam ich wie gewöhnlich meinen Weg daher, als ich plötz¬
lich gerade vor mir. an einem Häufchen Excremente, einen i^rachtvollen Falter sitzen sah Jedoch leider zu spät, deim ich
sah gerade noch das herrliche Rot und Blau seiner Oberseite, als er auch schon im schnellsten Fluge davonschoß. Doch bemerkte
ich, wie er sich an einen in der Nähe befindlichen dicken Baum, aber in bedeutender Höhe ansetzte und zwar, nach Pre-
pona-Art, kopfabwärts. Nun suchte ich mir eine i^assende Deckung und verlegte mich aufs Warten, da ich überzeugt war,
daß er sicher zu jenem Leckerbissen ziirückkehren würde. Eine gute halbe Stunde verging , und ich fing an ungeduldig
zu werden. Da bewegte er die Flügel, verharrte jedoch noch minutenlang, die Flügel langsam öffnend, in dieser Stellung.
Endlich, nachdem ihn der Duft von neuem zu reizen schien, flog er ab und umkreiste nach Adlerart erst einige Jlale vor¬
sichtig die bewußte Stelle, worauf er endlich unruhig flatternd sich daran niederließ. .letzt gelang es mir auch, ihn zu
besclileichen und durch vorsichtiges Ueberdecken mit dem Netz in meinen Besitz zu bringen. Das war das erste Stück
von diesem wahrhaft königlichen Tiere, und man kann sich meine Freude vorstellen, als ich die Flügel öffnend, das herr¬
liche Rot und Blau leuchten sah. Trotzdem ich nun eifrig köderte, gelang es mir erst 4 Wochen später, das zweite Exem¬
plar, und im nächsten Monat erst das dritte und letzte Stück zu erlangen.
Sardanapalus scheint eine der am weitesten verbreiteten Agrias- Arten zu sein, da ich ein Stück bei Manäos am jen¬
seitigen Ufer des Amazonenstromes und ein anderes am Rio Negro sah, ihn in Manicorö, wie m Saö Paulo de Olivenca und
Iquitos fing, außerdem wm-de die Art in den Oordilleren gefunden“ (Dr. Hahnel).
Sara, sara F^’ulist. hat den blauen Scliiller distal von der Zelle der Vflgd verloren, der rote transzellulare Fleck
der Vflgl ist stark im Abnehmen, dagegen gewinnt der schwarze Distalsaum dieselbe Ausdehnnng, wie bei
A. holivianus (113 c). Die Plnterseite neigt indessen zur Aufhellung; die Ty|3e in der Kolk Oberthür hat sogar
Ingens, eine breite weiße Medianbinde der Hflgl. Von Sarayacu und anderen Orten in Ecuador. — lugens Stgr. bezeichnet
eine geographische Varietät des südlichen Peru, welche namentlich in den letzten Jahren gelegentlich aus Poz-
zuzo zu uns gekommen ist. Die Type stammt vom Chanchamayo. Nach den 10 Stück meiner Sammlung hat
etwa die Hälfte der Exemplare gar keinen Blauschiller jenseits des sattroten Feldes, die übrigen einen schwärz-
hch verdunkelten partiell undeutlich stahlblauen Schimmer. Der blaue Discus der Hflgl ist manchmal im
hades. Zurückweichen ( = fa. hades LatJiy , die zuerst aus dem nördlichen Peru vermeldet wurde) ; und weim er
^^^^lugln^ ganz fehlt, haben wir die Form decyanja Niep. — Als lugina Frühst, wurde die bolivianische Rasse^be-
bolivianus. zeichnet, weil der Name bolivianus Stgr. (113 c) mit A. aniydon boliviensis Frühst, kollidiert, lugina bleibt
AGRIAiS. Von H. Fruhstorfbe.
571
in der Größe hinter der peruvianisclien geographischen Rasse zurück und die Motive der Zeichnung der
Unterseite (113 d cj) folgen der Tendenz der südlnasilianischen Claudia -Vormcn in der Weise, daß die hei
Ingens und sardauapalus gelblich- oder griingrauen Felder an der Rasis der Hflgl sowie die medianen Bin¬
den derselben sich eigentümlich grauviolett verfärben. Auch der Distalsaum der Hflgl partizi])icrt an dieser
Modifikation und die submarginale Zone, welche die Ozellen umschließt, nimmt analog claudianus ein tieferes
Braun an. Auffällig ist dann noch eine ungewöhnlich breite, fast rein weiße Subapicalbinde der ^Tlgl, ge¬
folgt von einem transzellularen Fleck von derselben Farbe. Ingina ist in ihren Variationsmöglichkeiten he.sser
bekannt als Ingens und zweifellos erheblicheren Koloritdifferenzierungen unterworfen als die Peru-Rasse.
In der Regel haben d'cj keinerlei Blauschiller distal vom roten Basalfeld. - Exemplare mit einer blauen Pracht¬
binde der Vflgl, wie wir sie 113 c darstellen, sind selten und haben den Namen sardanapaloides Fassl empfangen.
Der Blaufleck der Hflgl läßt bei dieser Form nur eipen schmalen schwarzen Außensaum frei. Häufiger sind
aber Stücke mit ziirückgebliebener blauer Scheibe und man kann sogar d'd' ohne solche erwarten, wenn auch
bisher noch keines entdeckt wurde. Ein von Fassl gefangenes Exemplar ist dadurch interessant, daß es
im blauen Fleck des Hflgls am Ausgang der Mittelzelle noch einen kleinen länglichen roten Wisch besitzt, also
schon den Uebergang zu dem weiter landeinwärts belieimateten A. godmrmi Frühst, bildet. Die $$ gleichen im
allgemeinen dem A. amydon-^ (113 d), nur führen die Vflgl eine viel schmälere, dunkler rote Bedeckung
sowie einen unbedeutenden weißlichen statt gelblichen Wischfleck vor dem Apex. Das weitaus häufigste $ ist
jedenfalls das mit einfarbig braunschwarzen Hflgln. Tn nur einem Exemplar fing Fassl auch ein solches 8tück,
bei dem die weißblaue Doppelpupille der Augenbinde im Analwinlcel des Hflgls sehr deutlich nach der Oberseite
durchschlägt. Eine zweite $-Form ist jene mit Spuren von Rot im Hflgl. Ein Stück hat analog der Ausdehnung
des großen Blaufleckes des holivianus-^ (113 c) einen gleichmäßig roten Anflug am Hflgl; bei einem anderen be¬
schränkt sich das Rot nur auf einen feinen Hauch über eine kurze Strecke in der Mediana des Hflgls. Die dritte
$-Form endlich mit Blau im Hflgl, die also nach der Färbung des zurückschlägt, hat schwachen diskalen blauen
Anflug der Hflgl. Manchmal ist der Blaufleck des Hflgls fast ebenso groß und intensiv wie beim holivianns-^ .
Diese prächtige ^-Form mit ausgedehntem Blau im Hflgl führt den Namen thusnelda Fassl. Erwähnenswert thusnelda.
wäre noch ein $ mit einfarbig schwarzen Hflgln, das aber einen schwach blau angeflogenen Apex über dem
Rotbogen des Vflgls besitzt; vielleicht ein Kreuzungsprodukt eines farbenreichen sardanapaloides-^ mit einem
farbenarmen Ingina-^.
A. aedon, die dritte der roten Arten, hat ungewöhnlich spitze Figl beim d' gleicht oberseits einem
recht dunlden sardanapahis . Das rote Feld der Vflgl bleibt relativ schmal, es ist dunlcel purpurn überhaucht, der
Ird der Vflgl breit schwarz umrahmt. Der Prachtfleck der Hflgl duidder blau als bei A. sardanapalus, der Duft¬
pinsel mit rötlichen Spitzen seiner Haare. Die Unterseite ist höchst eigentümlich und kann mit keiner anderen
Agrias verwechselt werden. Beide Figl mit Ausnahme des blaßrötlichen Mittelfeldes der Vflgl eigentümlich
blaugrau. Vflgl mit zwei braiinen Schrägbinden; Hflgl mit drei rotbraunen, zwischen den Medianen proximal
eingebogenen Längsstreifen. Zwischen den Binden findet sich keinerlei bunte Füllung wie bei den übrigen
Agrias. Auch das Basalfeld zeigt nur eine äußerst spärliche braune Fleckung. Das $ ist rundflügelig, größer
als das d; oberseits einfarbig mit einem roten, distal gelblich aufhellendem Medianfelde. Zwei Lokal¬
rassen: aedon Flew. (115 a) ist auf ein abnorm gefärbtes basiert, das Avir nach Hewitson’s Figur kopierten, aedon.
Die Grundfarbe der LTnterseite ist grünlich statt hellbraun und die schwarzen Augen tragen keinen weißen
Kern, wie bei den d'd' meiner Sammlung. Das letztere Merkmal ist vermutlich rein individuell, Avährend die
grünliche Färbung auf eine Lokal- oder Zeitform hindeutet, welche selten nach Europa kommt. Statjdixger
scheint übrigens Exemplare beider Koloritabweichungen vor sich gehabt zu haben, weil er erwähnt, daß die
Unterseite dunkelgrün oder blaugrau sein kann. Das $ steht dem A. amydon-'^ (113 d) ungewöhnlich nahe,
nur fehlt die gelbe Präapicalbinde völlig und der rote Medianfleck verbreitert sich bei Chiricpii-Exemplaren
über die Zelle hinaus. Man kennt nur wenige Exemplare, von welchen jenes in der Sammlung Godmais^ mit
der Flinte geschossen wurde, weil es sich immer in mit dem Netz unerreichbarer Höhe hielt. Kolumbien iind
Vulkan Chiric^ui, wo die Art noch in ziemlich bedeutender Erhebung vorkommt. — salvinä Frühst. (113 c) ist sah-'nu.
eine helle Lokalform von A. aedon Heio. und im ^ auf der Oberseite verschieden durch die hellrote, an das o
von claudma erinnernde Discalbinde und auf den Hflgln durch den Aveiter ausgedehnten blauen Discalfleck.
Vflgl unterseits grau Avie bei aedon, jedoch mit obsoleten Subapical-Bändern und fast A^erschAvindenden
Punliten in der Zelle. Hflgl mit sehr kleinen Aveißgekernten Submarginalaugenflecken, ohne jedes Submargiiial-
band, und rotbraunen Discalbändern und Flecken. $ Größer als das (^, mit helleren, gelblichroten Discalflecken,
welche durch die ausgedehnte scliAvarze Grundfarbe der Vflgl viel schmäler gestaltet Averden als jene A'on aedon.
Avas namentlich am Ird auffällt, Avelcher viel breiter schAvarz gesäumt ist. Hflgl AAÜe jene des (5^, nur rundlicher und
mit intensiven rotbraunen Discalbändern und Punkten in der Zelle, Avelche bei dem mir Amrliegenden aedoa-i'
vom Chiricpii schwärzlich sind. Beine, Palpen und Brust Aveißlichgrau, viel heller als bei aedon. Beschreibung
nach einem Pärchen von Manaure in Kolumbien. Sammlung Godman.
A. amydon eine von Kolumbien bis Surinam und das ganze Amazonas- Gebiet soAvie Zentral-Brasilien amydon
verbreitete, längs der Anden bis Bolivien vorgedrungene Species von höchster üidiA^idueller Modifilcationsfähig-
572
AGRIAS. Von H. Fruhstobfer.
keit und geneigt, jedwedem geographischen und klimatischen Einfluß gegenüber nachzugeben. Bei amydon
haben wir wenigstens bei kolumbischen Individuen das interessante Faktum zu registrieren, daß das rote Feld
der Vflgl von der Flglwurzel ausgehen kann, wie bei Agrias Claudia und A. sardana'palus, daß es aber auch
proximal durch die schwarze Grundfarbe verdrängt wird, so daß statt eines zusammenlaufenden Feldes nur
noch eine bandartige von der Costa bis zum Ird reichende Aufhellung überbleibt. Das Mittelfeld der Vflgl inter-
mittiert von Gelb zu Rot, doch kennen wir gelbgebänderte d'd' bisher nur aus Kolumbien und Bohvien. Die
Unterseite ist einfacher gezeichnet als bei A. Claudia und A. sardanapalus \ sie ist auf den Hflgl auch bei den
oberseits roten Individuen gelb mit schwarzen Schleifen, ohne bunte Füllung zwischen den schwarzen Bändern.
Die Ozellen sind schwarz, blauweiß gekernt, bei einer Form (trajanus) nahezu weiß. Recht konstant in ihrer
Ausdehnung ist die schwarze Antemarginalbinde der Hflgl, der Distalsaum selbst ist gelblich, mit Ausnahme
von ferdinandi, wo er vorwiegend weißlich erscheint. Weniger beständig bleibt die präapicale Binde derVflgl-
FTnterseite. Sie erscheint sehr schmal bei einigen kolumbischen Formen, ungewöhnlich breit bei boliviensis
und bleibt gelb bei allen andinischen, weiß bei den zentral-brasilianischen Individuen. Weitaus den größten
Beeinflussungen unterworfen ist die Oberseite der Hflgl. Dort haben wir Reihen von Exemplaren mit leuch¬
tend blauem sardanapaloidem Discus und solchen mit distal und anal verschobenen, unbedeutenden
Blauflecken; dann Stücke ohne Discalfleckung mit einfarbig gebliebener Decke der Hflgl und endlich solche
mit grünlichen oder gelblichen Adnervalstreifchen der Submarginalzone.
Ueber die Lebensweise fehlen genauere Angaben. PASSn'ihat sie um hohe Baumkronen kreisen sehen, und selbst
wenn sie sich dem Köder am Boden nähern, kommen sie von oben in weiter Spirale herab, und umfliegen die I^ockspeise
eineiNlinute lang, wobei man infolge ihrer Gewandtheit nur eine rote Ijinie zu erkennen vermag. Die $$ scheinen vorzugs¬
weise am Boden zu haften, wenigstens hat mein Beisender Michaelis ein $ in Surinam an einer Pfütze saugend über¬
rascht.
amydon. amydon Hew. ist eine Form, welche unserer Figur 115 d gleicht, doch von ihr durch das Ausfallen der
weißlichen Flecken der Vflgl und einen bedeutend größeren und lichter blamen Discus der Hflgl differiert; auch er¬
scheint die Ozellen-Kette der Hflgl-FTnterseite zusammenhängend, nicht in einzelne Komponenten aufgelöst,
wie es unsere Abbildung vorführt. Es existieren Exemplare mit von der Basis bis nahe dem Ird der Vflgl durch¬
gezogenem roten Felde, die in der Regel etwas weniger Blau der Hflgl aufweisen, als bei der Namenstype,
muzoensis. welche Hewitson vorführte. Solche cJcJ wurden als muzoensis Frühst, benannt. Individuen mit schmalem
Schrägband von der Gostale bis zum Ird der Vflgl, welche fahl rotgelb oder fast orangegelb sein können, wurden
frontina. als frontina Frühst, abgetrennt, frontma steht zwischen amydon Hew. und zenodorus Heiv. Oberseite wie bei
zenodorus, nur der Apicalflecken etwas obsoleter und das Discalband orangefarben, mitunter Chromgelb, aber
niemals karminrot wie bei amydon und auch nicht leuchtend gelb wie bei zenodorus. Dieses Discalf eld ist genau
wie bei zenodorus, jedoch schmäler, als bei amydon. Der Discalfleck der Hflgl etwas kleiner als bei zenodorus,
aber bedeutend ausgedehnter als bei amydon. Die Unterseite der Figl stimmt mit Ausnahme der helleren Farbe
des Vflgl-Discus vollständig mit amydon überein. Beschreibung nach 5 Exemplaren in der GoDjViAX’schen
und 1 meiner Sammlnng. Diese Subspecies von amydon wurde bei Frontino in Kolumbien von Salmon ge¬
sammelt. Die HETWiTSON’sche (Sammlung enthielt ebenfalls 1 Stück, das mit einer Agrias ferdinandi und zwei
amydon zusammen unter dem Etikett ,,amydon“ eingereiht war. Neuerdings wurden dann noch entdeckt,
fast ohne blauen Discus der Hflgl, welche vorzugsweise den Ostabhang der Ost-Cordillere von Kolumbien
bewohnen, während am oberen Rio Negro in ca. 800 m (Seehöhe gleichfalls am Ostabfalle der Ost-Cordillere
larseni. ohne Spur einer Blaufleckung beobachtet und als larseni Fasst benannt wurden. Das $ von amydon
bheb außerordentlich selten und wurde erst neuerdings durch Fasse entdeckt. Es präsentiert sich um die
Hälfte größer als ein normales (^ , Gestalt gedrungener und Vflgl wie Hflgl abgerundeter. Die Grundfarbe ist
nicht so intensiv schwarz, sondern mehr ein dunldes Graubraun. Der rote Bogen der Vflgl ist matter und ohne
den leuchtenden Schimmer. Die beim (d verloschenen 3 (Subapicalfleckchen sind fast doppelt so groß und deut¬
lich gelblichweiß, aber durch die Adern getrennt, auf der Rückseite jedoch nicht breiter als beim (d und eben¬
falls eine Binde bildend. Hflgl- Oberseite völlig dunlcel graubraun, ohne eine Spur von Blau oder Rot. Duft¬
büschel wie bei allen Agrias-^^ fehlend. Analwinlcel sehr stumpf, beinahe abgernndet. Rückseite fast ebenso
grelFals jene des cd ; die Zeichnung fast nicht verschieden, nur die schwarze Augenbinde breiter und zusammen¬
hängender, dabei die weißblauen Ozellen gleich groß und nicht verschieden gestaltet wie beim d*. Das amydon-^
fand Fasse in Gesellschaft \ on Anaea panariste-^, pasihule-^, Coenophlebia archidona-^, Prepona neoterpe-^
und dem dimorphen 2 der roten P. praeneste und die unverhältnismäßig großen $$ von Agrias aedon und
A. amydon galten für die kostbarste Beute aus jenen vdlden FTrwaldtälern, wohin es den Entdecker trotz der
dort überstandenen schweren Fieber, ungeachtet der zahlreichen Giftschlangen und einer denkbar schlechten
bocjotana. Verpflegung einige Male wie mit magischer Gewalt zurückzog. — Als bogotana Frühst, findet sich ein Exemplar
im Britisch Museum, welches der A. jerdiyiandi (115 c) nahekommt. Es ist zunächst größer als hat
weniger gezackte Hflgl, ein helleres rotes Discalband der Vflgl und eine lichtere FTnterseite. Ferner sind die Bän¬
der auf den Hflgln bedeutend breiter, als bei jerdiyiandi, so daß die gelbe Grundfarbe zu schmalen Binden
zusammengedrückt wird, und die blauen Augenlcerne des schwarzen Submarginalbandes sind etw^as größer als
amydonlus. bei brasilianischen Exemplaren. — amydonius Stgr. (115 d) wurde nach einem cJ von Pebas am oberen Amazonas
aufgesteUt. Das prachtvolle Purpurrot der Vflgl, kleme karminrote Basalmakehi und drei anteterminale gelbe
AGRTA8. Von H. FBLrnsTORH’BR.
07:}
(Striche der Hflgl zeichnen diese Ortsrasse aus. Die Unterseite liaben wir 1 14 ]> wiedergegehen, doch ist das Rot
blasser und es fällt noch eine markante suhapicale gelbe Binde auf. Als tryphon snhs'p. nov. werden zwei-^^ Iryiihon.
eingeführt, welche sich in der STAUDiNGER’schen Sammlung befinden; das eine von Säo Paulo, das andere
von der Einmündung des Ucayali stammend. Beiden Exemplaren fehlen die gelhliclien Strichelchen vor dom
Außenrand der Hflgl. Das vom Ucayali zeigt zudem keine Spur von Blau, während das Olivonca-d' einen ziemlich
großen, durch die Rippen schwarz geteilten, blauen Flecken führt, der etwa so groß ist, wie hei dem von Hbwi.stox
abgehildeten (J. Bei beiden erscheint außerdem das Rot der Vflgl ausgedehnter, es zieht bis zur Suhmediana
herab, während es bei amydonius segmentartig ausgeschnitten ist. — trajanus Frühst, bezeichnet eine stark trajunus.
differenzierte Territorialform des Unteren Amazonas. Habituell kleiner als alle mir vorliegenden Vikarianten,
fällt sie oberseits auf durch fahl, beinah gelbrotes Basalfeld und eine prominente subapicale gelbe Fleckenserie
der Vflgl. Die Hflgl sind bis zur Zellmitte dunkelrot überpudert, die subanalen Striemen sind kurz, breit zusam¬
menfließend und von blaugrauer Färbung. Die Vflgl sind unterseits fast orangegelb, mit sehr breiter hellschwefel¬
gelber Präapicalbinde. Die Hflgl führen ein sehr breites schwarzes Submarginalband mit weißen statt blauen
Ozellen. Die proximale Binde zu einer dünnen gelben Linie reduziert. $ größer als das c?, der Figlschnitt rundlicher;
Purpurfleck der Vflgl weniger tief eingeschnürt, und die blasser gelben Apicalflecken zu einer ziemlich breiten
Binde zusammengeflossen. Basis der Hflgl ausgedehnter schwärzlich, orange bestäubt. Die 5 Subanalmakeln
etwas obsoleter als beim (^. Die Hflgl-Unterseite ist besonders ausgezeichnet durch eine dunlcel orangerote
Discalbinde, welche beim kaum angedeutet ist, bei amydonius ganz fehlt. Die Type von amydonius Stgr., von dem
bis 1897 nur ein d' bekannt war, stammt von Pebas, das am oberen Amazonas, unterm 72. Längegrad gelegen
ist. 1 und 1 $ von trajanus wurden bei Obidos am unteren Amazonas, unter dem 56. Grad, im August und
September 1899 von Julius Michaelis gefangen. Ein zAveites ^ von Obidos ist im Juli 1900 erbeutet. Type
in der Sammlung Fruhstorfer. — aurantiaca Frühst. (114 b $) erinnert an trajanus durch allerdings schmälere auraniiaca.
blaugraue Bestäubung der Subanalzone der Hflgl. Vflgl-Oberseite mit großem, ^orangegelben Basalteil, breit
schwarzem Apex und schwarzem Außensaum, welcher sich zwischen dem 2. Medianast und der Submediana ver¬
engt und sich am Außenwinkel über der Submediana etwas breiter - werdend nach dem Ird hinzieht. Im Apicalteil 3
schrägstehende große gelbliche Flecken. Hflgl oben tief samtschwarz mit strohgelbem Costalrand, dunloel orange
bestäubter Basis und 2 Paar blaugrünen kurzen Strichflecken, welche sich zwischen 1. und 2. Medianast diver¬
gierend einbetten. Die Cilien aller Figl sind gelb. Unterseite der Vflgl wie oben, das Orange ist aber etwas heller
und durch den schwarzen Apicah aum zieht, etwas unter dem Costalrand beginnend, eine segmentartige, breite gelbe
Binde. Die Subcostaladern sind gleichfalls leicht gelblich bezogen. Das Schwarz am Analwinlcel ist weniger breit als
oberseits und besteht aus dünn gestreuten Schuppen. Am Medianaste in der Nähe der Flghvurzel ein schwarzer,
kurzer und dicker Streifen. Das Wurzelfeld der Hflgl wird ausgefüllt von 3 schwarzen und 4 gelben Binden, von wel¬
chen die beiden äußeren stark geknickt sind, im allgemeinen denen von zenodorus ziemlich gleichkommen. Fühler
schwarz mit gelbhcher Spitze . Kopf schwarz mit gelben Palpen ; die rotbraunen Augen stecken in einem weißlichen
Kragen. Brust schwarz, oben braunorange, unten weißlich behaart. Hlb vornund oben braun mit schwarzer Spitze,
unten auf allen Segmenten mit weißen Schuppen bedeckt, welche durch eine schwarze Längslinie und die scliAvarze
Beringelung der Segmente in weiße Felder zerlegt Averden. Beine oberseits schwarz, unten gelb. Durch die
braune Färbung des Thorax und Hlbs kontrastiert aurantiaca sehr von zenodorus Hexe, und der Lokalform
boliviensis Frühst., bei welchen diese Körperteile tief scluvarz beschuppt sind. Die Hflgl-LTnterseite ist ziemlich
analog jener von zenodorus, aber dunlcler als bei boliviensis . Vflgllänge meines $ 42 mm. aurantiaca AAuirde an
einer verumreinigten Pfütze überrascht, an welcher das herrliche Geschöpf begierig saugte ; eine Gewohnlieit,
der auch ihre verwandten, kaum weniger ,, vornehmen“ indischen Charaxes mit Vorliebe fröhnen. Als eine fast
getreue Copie der aurantiaca erscheint Catagramma sinamaraFleio.^*), welche neben der farbenanalogen Hgrrms
gefangen wurde. Surinam. — zenodorus Hew. bisher nur in einigen Exemplaren aus Ecuador bekaimt gewesen, zenodorus.
wurde auf eine $-Form begründet, welche von A. amydon aus Kolumbien zu A. amydon boliviensis überführt.
Die Vflgl tragen eine hell orangefarbene Schrägbinde, welche nur emen schmalen Ausläufer längs der Costale
nach der Basis zu entsendet. Doch ist dieses Feld etwas ausgedehnter als bei boliviensis. Der morp/m-blaue
Discus der Hflgl füllt die ganze distale Partie der letzteren aus und wird in seiner Ausdehnung nur von H. sar-
danapalus übertroffen. Doch karnite bereits He wir SON em $, bei welchem der Discus bereits em reduziertes
Blau aufweist und auch in der Sammlung Honrath befand sich ein Exemplar, bei welchem der Prachtfleck die
Ausdehnung der Flglscheibe von A. amydon nicht überbot. Das A '^on^ zenodorus scheint nach einer mii’ vor¬
hegenden Photographie des Herrn Heil in Franlrfurt a. M. neuerdings üi Ecuador entdeckt Avorden zu sem. Es
gleicht oberseits durchaus dem amydonius-A (115 d), doch tragen die Hflgl nur ZAA'ei adneiwale Strigae und
darüber an der hinteren Mediana noch eine verdüsterte Schuppenanliäufung, über deren Farbe mir nichts
mitgeteilt wurde. Die Unterseite dieses A kommt jener unseres (115 d) am nächsten. ■ — In emigen
Teilen von Ecuador findet sich eine Aveitere, auffallend modifizierte Areal- oder Zeitform, AAelche sich a'oii
A. zenodorus entfernt und sich eher dem kolumbischen amydon- hi anschließt. Es ist dies eleonora Frühst, deonora.
(115 c). Die $-Type stammt aus Ecuador, ein A dazu aus Bolivien. Die Oberseite des A gleicht jener A^on amy¬
don muzoensis Frühst, und boliviensis fa. amydonides Frühst. Der subanale Blaufleck der Hflgl erreicht nur
*) Vgl. Abbild, codamann US, Taf. 101 B e, f.
574
AGRIAS. Von H. Fkuhstoefee.
eine mäßige Ausdehnung. Das $ gleicht dermaßen gewissen d'd' ''^^n A. amydon, daß ich es unter solchen in
der Koll. Godmak eingereiht fand. Das $ steht zwischen zenodorus Hew. und frontina Frühst, und ähnelt in
der Farbe und dem Verlauf des Discalbandes der Vflgl frontina, hat aber, wie zenodorus, bleiche, gelbe Flecken
vor dem Apex. Die FTnterseite der Vflgl ist heller als jene von amydon mit breiterem gelben Apicalband. Im
Basalfeld macht sich nahe dem Aiißenrand ein gelber Anflug deutlich bemerkbar, welcher bei amydon fehlt.
Ganz verschieden von amydon ist jedoch die FTnterseite derHflgl, welche die größte Aehnlichkeit mit der oben
beschriebenen Agrias holiviensis Frühst, haben. Die Bänder in der Zelle sind sehr reduziert, so daß die gelbe Grund¬
farbe überall vorherrscht und die bei amydon zu einem breiten Band zusammengeflossenen blau gekernten Sub-
ozora. marginalflecken stehen aufgelöst und bilden eine von Gelb unterbrochene Fleckenbinde. — ozora subsp. nov.
ist die von uns als amydon (115 d) vorgeführte Rasse aus Pera. Die Vflgl gleichen etwas jenen von amydonius
»Sfg'r. (1 15 d) nur Ijleibt das rote Basalfeld der Vflgl in bescheideneren Grenzen. Die subapicalen Makeln an
der Vflglspitze sind in Natur nicht so prominent wie auf dem Bilde. Die Hflgl führen einen discalen, nicht sub-
analen Fleck wie bei eleonora und holiviensis. Die FTnterseite bildet eine Transition von jener der A. amydonius
zu A. holiviensis. Die Vflgl sind reicher gelb gestreift als bei amydonius-^ ^ und auf den Hflgl sind in natura
die Ozellenbinden breiter ausgeflossen und deren Komponenten zusammenlaufend, nicht isoliert wie auf unserer
Darstellung. Die Namenstyj^e stammt von Charapajos (Peru) und wurde von de Mathan 1889 für Ch. Obee-
THÜE gesammelt. Aehnliche Exemplare befinden sich in der Koll. Staudingee von Yurimaguas (Peru), daneben
auch die fa. larseni Fasst als seltene Aberration und dann wieder Individuen, welche sich zenodorus-^ durch
athenais. auffallend großen Prachtfleck der Hflgl-Oberseite nähern. 8ie gehören zur fa. athenaisErw/wF — IiiBolivien ist
holiviensis. die Kollektivspecies repräsentiert durch eine erheblich modifizierte Territorialform, holiviensis Frühst.
Mit eleonora hat sie den analwärts verschobenen Discalfleck der Hflgl gemeinsam; ein Merkmal, das vielleicht
mehr Beachtung verdient, als ihm bisher zuteil wurde. Sollte sich durch die Auffindung der Jugendstadien
oder durch morphologisches Beweismaterial das Artrecht der Formen mit subanalem Blau ergeben, so müßten
sie unter A. eleonora eingesetzt werden, deren veränderte FTnterseite und Vorkommen von Ecuador bis Bolivien
zu denlcen gibt. Nach Fasse kommt amydon in Bolivien vor allem in der gelben Form holiviensis Frühst, vor.
Die d'd' variieren in der Form des gelben Fleckes der Vflgl, aber auch der blaue Analfleck des Hflgls wird bei
manchen Stücken recht dunlcelviolett und reduziert, und Fasse zweifelt nicht, daß auch A. holiviensis mit
ganz schwarzen Hflgln gefangen werden, analog jenen von amydon, von der Fasse die Form ganz ohne Blau seiner¬
zeit in Ostkolumbien entdeckte und als fa. larseni beschrieb. Auch die Rückseite der holiviensis ist recht variabel,
besonders , in dem stärkeren oder schwächeren Auftreten der schwarzen ITmfassungsbinde der Augenreihe.
Interessant ist” ferner, daß fast alle holiviensis, die Fasse vor der Regenzeit (im Oktober bis Dezember 1912)
am Rio Songo erbeutete, einer kleinen Zwerg- oder Hungerform angehörten, wohl hervorgerufen durch den
überaus trockenen, bolivianischen Winter (Trockenzeit ist Mai bis September) des Jahres 1912. Ein ^ dieser
Kollektion ist nicht größer als eine respektable Catagramma aegina vom gleichen Fundorte, und das einzige $,
das 114 b (erste Figur) zur Abbildung gelangt ist,* ist um ein gutes Drittel kleiner als die beiden anderen
nach der Regenzeit gefangenen $$. Alle drei stimmen mit dem schon früher bekannt gewordenen einzigen
holiviensis-^ darin überein, daß sie den ähnlich, also auch mit großen blauen Analflecken der Hflgl ge¬
schmückt sind, mithin ganz entgegengesetzt zu den von echten amydon-^^, die sämtlich keine Spur von
umydonides. Blau tragen. — amydonides Frühst. ( = songoensisErw/^sF), die nur als eine seltene rote Aberration von holiviensis
angesehen wird, lag Fasse bis jetzt nur in 5 Stücken vor; sie ist unter der gelben Form sehr selten und ziemhch
gut von amydon-F ormew anderer Lokalitäten durch die unterseits eigenartige Rotbinde zu erkennen, deren
Färbung genau in der Mitte zwischen dem Rot des echten amydon und dem Gelb von holiviensis steht. Viel¬
leicht gelingt es noch, auch das $ davon zu fangen, wodurch dessen Verwandtschaft zu A. holiviensis besser
klargestellt werden könnte. Bei der Beurteilung besonders der mit reduziertem Blau ausgestatteten Formen
sollte die Stellung dieses Prachtfleckes der Hflgl in erster Linie mit ausschlaggebend sein für die Zugehörigkeit
des betreffenden Tieres, denn dieser blaue Discal- oder Analfleck des Hflgls trennt gewisse Formen viel schärfer
voneinander als die sehr variablen Vflglbinden oder die ungemein detaillierte Schneckenzeichnung der Rück¬
seite, durch welche z. B. manche oberseits doch recht verschiedenen Falter (wie amydon, amydonius und jerdi-
nandi) unterseits voneinander üherhaupt nicht zu trennen sind. ,,Wer wie ich Gelegenheit hatte, z. B.
Agrias amydon in größerer Anzahl und verschiedenen Lokalitäten selbst zu fangen, wird sich eingestehen müssen,
daß das reduzierte Blau bei den farbenarmen Varietäten {muzoensis und FTebergänge zu larseni), das schließlich
nur noch aus einem schmalen Längsstrich im Analwinkel und parallel zum Analrande besteht, doch eine ganz
andere Entwicklung der Farhenverteilung voraussetzt als der doch stets völlig zentral (discal) zurückweichende
Blaufleck von Agrias Ingens, so sehr auch manche sardanapahis-i^tiielie den Eindruck machen mögen, daß das
lerdinandi. Hauptgewicht der Blau Verteilung analwärts gerückt wäre“ (Fasse). — ferdinandi Frühst. (115 c) entfernt
sich durch das Fehlen jedweder Discalfleckung der Hflgl-Oberseite von allen bekannten a?n.yJo7i--Rassen, und
steht nahe der Grenze der Artberechtigung. FTnterseits ist sie dadurch charakterisiert, daß die schwarze Zeich¬
nung in der Zelle der Hflgl keine Gabel, sondern eine einfachere eigentümliche Figur bildet, die man mit einem
angeschwollenen Gliede eines Regenwurmes vergleichen könnte. Die Ozellem-eihe besteht aus ziemlich losem
Gefüge. Grundfarbe aller Figl tief samtschwarz, (^'■öberseite ; Basis der Vflgl mit breitem, intensiv karmim’otem
AGRTAS. Von H. Frtjhstorfbr.
r,75
Fleck, der sich etwas über die Zelle hinaus und allmählich verschmälernd nach dem Außenrand hinzieht, ohne
diesen zu erreichen, und am Analwinkel einen schwarzen Ausschnitt freilassend. Vor dem Apex stehen .‘1 große,
längliche, strohgelbe, sehr deutliche Flecken. Zwischen diesen und dem Basalfleck zeigt sich ein zarter, dunkel¬
blauer Schiller, der sich bei einigen Exemplaren auch auf den Hflgln, jenseits der Duftapparate, bernerklich
macht. Hflgl am Vrd bleich gelb eingefaßt mit gleichfarbigen Franzen. Unterseite; Auf den M'lgln beginnt
das Rot erst in der Zelle und läßt am Hinterrand einen breiten schwarzen Streifen frei. Vor dem ^Vpex eine breite
weißlichgelbe Binde, die an der Costale beginnt und sich bogenförmig nach dem Außenrand, bis nahe an die
erste Mediane hinzieht. Vor der Abzweigung des 3. Subcostalaste ein schmales, gelbes Fleckchen und zwei gelbe
Striche in der Mitte von oberer i;nd unterer Radialis. Die Unterseite der Hflgl ähnelt der von arnydon Hew., ist
aber von dieser leicht durch die viel helleren und breiteren gelben Binden zu unterscheiden. Die blaugekernten
Augenflecke stehen isoliert — namentlich die oberen — wo sie gerade bei arnydon zu einer sehr breiten Binde
zusammengeflossen sind; auch sind die Augenkerne von ferdinandi bedeutend größer als jene von arnydon. Das
$ ist größer als das mit rundlicheren Flgln, größeren gelben Subapicalflecken und ohne Spur von blauem
Schiller auf den Hflgln. Dagegen zeigt sich auf diesen an der Basis und in der Zelle eine leichte, rote Bestäu¬
bung, wodurch eine Verbindung mit A. Claudia ScJmlz hergestellt wird, mit welcher Art ferdinandi auch die
Gestalt und das Aussehen der Augenfleckenreihe der Unterseite gemeinsam hat. Ein besonders frisches und
tadelloses d' ist vor den übrigen ausgezeichnet durch ein tief dunkelbraunes Band, das den roten Basalfleck
jenseits der Zelle verzierend umgrenzt und eriiniert dadurch an A. claudia-t^ {sardanapalus olini), von welcher
mir Stücke vorliegen, bei denen das blaue Subapicalband fast den ganzen Figl durchzieht, während es bei eini¬
gen auf einen kleinen Fleck reduziert ist. Kopf schwarz mit 4 weißen Haarbüscheln ZAvischen den Augen.
Die braunen Augen stecken in einer weißen Haarkrause. Palpen außen gelb, innen schwarz, Körper und Abdo¬
men schAvarz, in beiden Geschlechtern unten weiß, oben schwarz, $ jedoch zum Teil rot behaart. Füße schwarz,
unten gelb behaart. Fühler schrvarz mit rotbrauner Spitze. Spannweite der 59 — 69, der $$ 80 mm nach
6 Exemplaren beurteilt, welche Herr Habnsch, der auf mein Ainaten die Provinz Bahia bereiste, dort entdeckt
hat. A. ferdinandi flog dort in hochstämmigen Wäldern, wo die Falter selten ihren luftigeir Aufenthalt unter
dem Laubdach hoher Baumkronen verließen, um sich in den ,,Picaden“, wie die Brasihaner ihre WakLvege
nennen, zu tummeln. An unserem Beobachter sausten diese so ungestüm vorüber, daß nur der rote Schimmer
ihrer Figl wie ein Lichtbhck für einen Moment ihre Gegenwart verriet. Und selbst wenn sie gierig an aphrodisi¬
schem Köder saugten, verscheuchte schon das leiseste Geräusch des behutsam auftretenden Fußes die hurtigen
Tiere. Außer von Bahia ist ferdinandi noch von Minas Geraes gekommen, wo Herr Haensch ein $ fand, und
neuerdings von Mato Grosso, wo ferdinandi neben H. godmani fliegt. Im Britischen Museum stecken Exemplare
mit der Bezeichnung: ,, Kolumbien“, ein vermutlich irriger Fundort.
A.pericles bildet eine prächtige Transition von der H. a?R^f/o?z. zur A.hewitsonius (114 c) und A.phalcidon
(114 d)-Gruppe. Die Oberseite von pericles erinnert noch an gewisse amydon-Jiassen, doch tritt bereits ein weiteres
Dekorationsmotiv zu tage, nämlich grüne Festons der Obenseite und auf der Unterseite verschAvindet die hellgelbe
oder grüngelbe Füllung oder Grundierung der Hflgl um einem j e nach der geographischen Lage des Fundortes helleren
oder diinkleren Grün Platz zu machen. Wir kennen drei Territorialformen ; pericles /fcR'. gleicht oberseits unserer pericics.
Abbildung von pericles xayithippus ( 1 14 c als pericles) . nur die Vflgl sind distal Amm orangefarbenen Basalfeld zuerst
mit einer sardana2)ahis-hla,uen und daim mit einer smaragd-grünen Binde dekoriert . Auf den Hflgl dringt das
Blau tiefer in die Zelle ein und die subanale grüne Ornamentierung ist etAA'as prägnanter. Sehr selten, von
Bates bei Teffe (früher Ega genannt) entdeckt, von Dr. Hahkbl dort nicht mehr gefunden, Aveil der UrAvald
auf Aveite Entfernung vom Orte inzAAÜsehen veriüchtet war. Dagegen fand Hahxel später bei Itaituba am Rio
Tapajos eine Lokalrasse xanthippus Stgr. (114c ah pericles), Avelche vom eigentlichen pericles differiert durch xanthiiipus.
das heller orangefarbene und distal kaum von Blau und Grün begrenzte Prunlcfeld der Vflgl. Das $ A’on xanthip¬
pus ist ein AA^enig größer als die (JcJ, mit gerundeteren Vflgln ausgedehnterem gelbem Basalfeld und ohne Spur
von blauem Schmuck der Vflgl. Die Hflgl sind basalAA^ärts bräunlich überpudert und zAA'ar bis zum Apex der
Zelle. Ueber die Auffindung von A. xanthippus schreibt 0. Michael, Iris 1894 p. 202:
,, Eines Tages sah ich einen mir luibekannten, gelbbrännlich seheinenrlen Schmetterling m «chnellem. elegant schwe¬
bendem Fluge heranstürmen: doch da, wo sich die freie Flugbahn verengerte, machte er plötzlich kehrt AAiid flog wieder
zurück; nach 4 — 5 maligem Hin- und Herfliegen setzte ersieh endlich an ein außer meinem Bereiche befindliches Blatt, um
nach längerem Aufenthalte daselbst seinen Flug \mn neuem zu beginnen. Jetzt führte ich mit meinem großen Morpho-Xetze
einen verzweifelten Schlag nach ihm und sah ihn auch wirklich zu meiner großen Freude in demselben zappeln. Doch, o
Sclneck! das seidene Netz hatte sich beim Sclilagen in den stachligen Zweigen einer feingefietlerten .iVkazienart so fest A‘er-
wickelt, daß es pure Unmöglichkeit war, es los zu bekommen. Kurz entschlossen, ließ ich das Xetz los und kletterte den
schlanken »Stamm hinan; das Bäumchen schwankte bedenklich unter der I.,ast, jedoch unbekimimert darum erklomm ich
denjenigen Teil, von wo aus ich das Netz befreien konnte. Vorher tötete ich den arg im Netz herumspringenden Falter,
was mir mdes erst mit großer Alühe und Anstrengung gelang, da ich mich mit einer Hand festhalten mußte, um nicht herab-
zustiu'zen. Endlich, nachdem ich glücldich mit meinem Fange lAnten angelangt AA'ar und mir denselben etAvas näher betrach¬
tete, war ich ehiigermaßen enttäuscht, denn ich hatte einen abgeflatterten, ziemlich einfarbigen Sclmietterlmg m den Hän¬
den; zwar versprach die fein gezeichnete Unterseite einen interessanten Fang, doch legte ich vor der Hand noch nicht so
A’iel Wert darauf, als auf den prachWollen hellblau glänzenden 2Iorplio Mendaus, welchen ich mit dem größten Eifer zu
erlangen suchte. Doch als ich mittags meinen Fang ablieferte, AA’ar ich erstaunt, den sonst so ruhigen Dr. Hahnel förmlich
aus der Haut fahren zu sehen.
,, liier haben sie ja, meines Erachtens ein ganz neues Tier gefangen!“ meinte er schließlich, nachdem er das frag¬
liche Fangobjekt von allen Seiten betrachtet hatte. Es ei'AA’ies sich auch AA'irklich später als eine bisher unbekamite Varie-
576
AGRIA8. Von H FRUHSroRPER.
tät des herrlichen Pericles, nämlich xanthippiis Stgr. Das feurige Rot des Pericles ist durch fahles Bronzegelbhraun ersetzt
und das liorrliche Blau desselben nur in schwachen Spuren angedeutet.“
nmpiri. mapiri FcioiÄ? stammt vom Rio Mapiri, wo die Yungas-Waldtäler schon in die Tiefebene Ost-Boliviens aus¬
streichen. Das Tier hat bei 65 mm Spannweite die Größe und Gestalt eines A. amydonius-^ und auch ähn¬
lich gefärbte Vflgl mit grellroten (nicht blau überhauchten) stark ausgebuchteten, bis an die Wurzel reichenden
Rotbogen und eine durch 2 Rippen geteilte, sehr auffallende gelbhchweiße Subapicalbinde, die viel breiter und
auffälliger ist, als bei meinen sämtlichen vorliegenden roten Ag-rfas-Formen. Die schwarzgrauen Hflgl tragen
an der Wurzel der Mittelzelle rote Bestäubung ; außerdem erstreckt sich vom Analwinkel aus ein dunkelblauer
länghcher Flecken, der gegen den etwa IG breiten Außenrand zu scharf begrenzt ist und hier ins Grünliche
übergeht, also wie ein Ueberb leibsei des Hflgls von Agnas aussieht. Dieser blaue Fleck ist nicht identisch mit dem
Analfleck der am^do/i-Formen, sondern macht infolge seiner mehr submarginalen Ausdehnung den Eindruck, als
ob sich die Farbe eines ursprünglich ganz blauen Hflgls bis auf diese geringe Ausdehnung reduziert hätte. Die
Rückseite trägt in dem sonst völlig ungetrübten Rotbogen einen schwarzen Streif an dem unteren Teile der
Mediana. Die Zeichnung der Hflgl-Rückseite ist viel konzentrischer als bei amydon und die helle Zone, welche
die Ozellen zunächst begrenzt, geht nach aufwärts etwas in Rotbraun über. Ich wage nicht zu entscheiden,
in welchen Formenlcreis das neue Tier zu ziehen ist. Meine Vermutung geht jedoch dahin, daß es sich um einen
äußerst südlichen Ausläufer von Agrias 'pericles handeln kann.
phaleidon. A. plialcidoti Hew. (114 d) findet sich ausschließlich im Gebiet des unteren Amazonas. Geographische
Rassen sind nicht mit Sicherheit bekannt, sondern nur zwei vermutlich individuelle Formen. A. plialcidon
ist nach Hahnel etwas größer als Gallithea leprieuri (99 d), der er im allgemeinen gleicht, wie jene blau mit
blassem, silbergrauem Rand, die Unterseite aber mit einer kräftigeir bandierten Zeichnung uird einer Reihe
])lau und weißgesternter Augen geziert. Nach Michael kommt das tiefe Kornblumenblau inmitten der tropi¬
schen Vegetation zur höchsteir Geltung.
„Wenn die Sonne bereits den halben Weg znni Zenith heranfgestiegen, beginntTl. plialcidon etwa gleichzeitig mit
Morplio cisseis ihren Plug, ein wenig früher als die Prepona. Da die Höhe, in der sie sich aufzuhalten pflegen, eine sehr
bedeutende ist, zwischen 5 bis 10 Metern wechselnd, so drang der Greruch von Köder, den wir gelegentlich anwandten,
nicht bis üi ihre Nähe, und wir erhielten die wenigen plialcidon, die wir überharrpt zu Gesicht bekamen, sämtlich von
der Spitze ihrer Blätter herab, während in demselben Wege die Prepona, die weit öfter ilu-e Flugtour wiederholen und da¬
bei ab und zu tiefer herab zum Boden tauchen, eher einmal den vorhandenen Unrat wittern und dann leicht bei demsel¬
ben sich wegfaugen lassen.“
Das $ hat etwas geringere blaue Färbung, bei einem Exemplar der Sammlung Staudinger fehlt derselbe.
Dagegen führen beide ^-Formen auf allen Flgln ausgedehntere spangrüne Binden vor dem Außenrand. — Bei
paulus. Villa-Bella (dem heutigen Paritins) wurde eine $-Form gefunden (paulus Stgr.) mit ganz blauen, nicht schwarz
anaxayoras- durchbrochene Vflgln. Die spangrünen Binden der Hflgl fehlen. — anaxagoras Stgr. ist eine Aberration mit
gelbem Basaldrittel der Vflgl und fast ganz geschwärztem Hflgl, welche bei Itaituba erbeutet wurde.
narcissus. A. tiarcissus Stgr. (115 c, d) wird von ihrem Autor als die schönste Ag'nas diesem ,, Hauptvergnügen der
Augen“ wie ich sie 1897 umschrieb, gehalten. Staudinger kannte nur ein $ aus Surinam, welches er in der
SoMMER’schen Sammlung vorfand. Später entdeckte Herr Sahlke, der für Honrath in Cayenne sammelte,
2 Pärchen Anfang November und Ende Dezember 1884 und Ende April 1885. Meinem Reisenden Julius
Mtchaetjs ist es geglückt, ein A Gbidos am unteren Amazonas zu finden, welches wir von der Unterseite
darstellen. Das S Gn sardatiapalus mit umgekehrten Farben, weil ein wunderbares, sattes Kornblumenblau
vorwiegt, durch welches auf die Vflgl eine relativ schmale rote Binde gelegt ist. Hflgl fast ganz blau mit relativ
schmalem, tiefschwarzem sehr scharf abgegrenztem Distalsaum. Der Duftpinsel ist kleiner, aber ebenso schön
und rein gelb wie bei A. sardanapalus. Auf der dunkel moo.sgrünen Unterseite der Hflgl fallen zwei orange¬
farbene Flecken am Basalrand ins Auge.
A. hewitsonius hat uns bisher die größten coloristischen Ueberraschungen gebracht, deren die Agrias
fähig sind. Die herrlichsten Farbennuancen von Blau, Grün, Gelb und Rot hat die Palette der Natur an diese
Kollektivspecies verschwendet, welche den oberen Amazonas bewohnt und von dort aus nach Ecuador und
7iei<)(fsonü/s. Süd-Peru vorgedrungen ist. hewitsonius Rcde.s (114 c), die Namenstype, hat ihr Autor bei Teffe (dem früheren
Ega) entdeckt. Sie ist außerordentlich selten geblieben und ist ohne weiteres an dem chromgelben Basalteil
olivencia. cler Ober- und Unterseite beider Figl zu erkennen. — Geographisch zunächst kommt ihr olivencia Stgr. von Säo
Paulo de 01iven9a, etwas höher als Teffe am Amazonas gelegen. Man kennt bisher nur drei ohne gelbe Basis
stuarii. und durchweg blaue Fläche der Vflgl. — stuarti Godni. von Pebas und Iquitos leitet zu heatifica (114 d) über. Die
grüne Zone der Vflgl ist jedoch sehr schmal. Die Basalhälfte der Unterseite der Hflgl ist unentschieden rötlich
oder orange. Auf der Unterseite der Hflgl finden sich in der gelben Partie emige schwarze Flecke verstreut,
welche in der Größe abändern. Zuweilen fehlen sie oder es sind 2 — 3 vorhanden, die distal grünlich begrenzt
sind und nicht ganz in Rot oder Gelb stehen. Das $ von stuarti hat oberseits eine schwarze Basalhälfte aller
Figl, der zuerst eine breite grüne und vor dem Außenrand eine schmälere graue Binde folgt. Unterseits ist die
Figlwurzel orange, die Augenflecken sind weiß gekernt. Auffallend ist die Aehnlichkeit mit Ga/Zfi/iea (99 e)
heatifica und degaudei (99 f). — beatifica Hew. (114 c, d) ist eine sehr seltene Form aus Ecuador mit sehr breiter span-
Auscjegeben 31.V. I9ifi. COENOPHLEBIA ; POLYGRAPHA; SIDERONE. Von J. Rüber.
577
grüner Terminalbinde der Oberseite beider Figl. Das blaue Basalfeld der Vflgl wird leicht von schwarz durch¬
setzt. Die Unterseite ist ziegelrot und im grünen Distalfeld stehen drei Serien vollständig schwarzer Flecken. —
Bei Yurimaguas und Rio Huallaga hat 0. Michaelis eine weitere Rasse aufgefunden, pherenice suhsp. nov. ■phenmee.
mit weniger ausgedehnter orange Färbung im Basalteil der Unterseite der Hflgl. Die schwarzen Flecken der
grünen Distalzone sind markanter als bei beatifica und olivencia und Michael glaubt, daß höher im Gebirge
vielleicht noch Exemplare gefunden werden, welche zu heata übergehen. Ueber die Lebensweise schrieb mir
Herr Michael aus Iquitos im Jahre 1910:
Am 28. Sept. 1904 fand ich am olieren TTuallaga iiei Tnanjui über 30 Prepona zusammensitzen. Der Tag war sehr
heiß, der Wald trocken und nirgends eine Labung für durstende Schmetteilinge. Da fand ich an einer besonders nach Ln-
rat duftenden Stelle die genannte Anzahl Prepoiien und mitten unter ihnen im dichtesten Gedränge saß eine Agrias, verwandt
mit A. beaiifica resp. heata. Die Preijonen waren so erpicht auf ihr iMahl, daß ich sorglos zuerst die Agrias mit den Fingern
herausgreifen konnte, dann erst suchte ich mir die besten Prepona aus.
beata Stgr. (114 d) bildet das südlichste bekannte geographische Extrem der Gesamtart und ist sicher nur heata.
Territorialform, so energisch ihr Autor auch für Uire Artrechte eintreten mochte, heata stammt vom Chan-
chamayo in Peru und scheint sehr selten zu sein, weil nur wenige Exemplare bekannt sind. Auf der Oberseite
ist die Verdunldung des blauen Feldes und der grünen Randbinde äußerst weit vorgeschritten und unterseits
das Basalgebiet nur noch mit schmalen roten Striemen bedeckt. Der Duftpinsel ist etwas dunkler gelb als bei
A. narcissus. In der Sammlung Fruhstoreer befindet sich ein ^ ohne genau festgesteUten Fundort, welches
als Vorlage für die Abbildung gedient hat.
59. Gattung’ : Coeiioplilebia Fldr.
Trotz der großen äußerlichen Verschiedenheit ist diese Gattung nahe mit der altweltlichen Gattung Clia-
raxes verwandt, und hat ihren nächsten Verwandten in der folgenden Polijgrapha^dxe gleichfalls von nur einer
Art gebildet wird. Die äußere Erscheinung des Schmetterlings ist, wie die Abbildung zeigt, so eigenartig, daß
VerAvechselung unmöglich ist.
C. archidona Hew. (116 a), die einzige Art, ist bisher in Columbien und Peru gefunden worden, kommt archidona.
aber vermutlich auch in Ecuador vor und ist sehr selten. Das von Herrn A. H. Fasse in Ost-Columbien (Alärz
in 800 m Höhe) entdeckte $ ist etwas größer als das o , ober- und unterseits bleicher iu Färbung und Zeichnung
und mit etwas breiterem, hell gelbbrauuem Vrdssaume der Hflgl; alle dunkle Zeichnung ist ebenfalls etwas heller
dunkelbraun, und die Rückseite mit den Silberpunkten noch täuschender einem abgestorbenen, betauten Blatt
ähnlich.- — • magnifica FrM/bsL aus Bolivien ist bedeutend größer und hat unterseits schärfere und verdunkelte magnifica.
Zeichnungen.
60. Gattung’; Polyg’raplisi Schatz.
Wie schon vorstehend erwähnt, ist auch diese Gattung nahe mit Clmraxes verwandt, was sich auch schon
in der äußeren Erscheinung ausdrückt. Doch zeigt die Gestalt der Palpen wiederum eine Verwandtschaft mit
Anaea, wodurch sich wieder deren Verwandtschaft mit Charaxes kundgibt. P. cyanea wurde auch anfänglich
für eine Hwaea- Art gehalten. Die Unterschiede im Rippeuba-u sind der Gattung Charaxes gegenüber nur sehr
unbedeutend, so daß Polygrapha, wenn sie ihre Heimat in der alten Welt hätte, von Charaxes wahrscheinlich
nicht getrennt werden würde. Die ersten Stände sind noch unbekannt.
P. cyanea S. w.G. (116 a), die einzige Art dieser Gattung, ist bisher in Ecuador und Peru gefunden wor- cyanea.
den, und gilt noch als große Seltenheit. Der prächtige blaue, seidigglänzende Schiller der Oberseite kann im
Bilde kaum richtig dargestellt werden. In starkem Gegensatz zur Oberseite steht die einfache, gesperberte Un¬
terseite, die als Schutzkleid aufzu fassen ist. Das $ ist uns, und wohl überhaupt, noch unbekannt.
61. Gattung’: ^icleroiie Hbn.
Auch diese Gattung, der nur wenige Arten angehören, ist schon durch die äußere Erscheinung, die durch
die Abbildungen besser als durch Worte gekennzeichnet wird, charakterisiert; eine Verwechselung mit anderen
Gattungen ist ausgeschlossen. Die Gattung ist von Mexiko bis Südbrasilien verbreitet, kommt auch auf den An¬
tillen vor. Die Rp (von nememis) hat eine ähnliche Gestalt wie die Prepona-P^pn und die Pp ist von der
Anaea-Pp kaum verschieden *).
S. marthesia Cr. aus Surinam und vorn unteren Amazonenstrom ist vermutlich die gelbbraune Form
der confluens Stgr. (116 a), gleichfalls vom Amazonas. — nemesis III. (= ide Hbii.) (116 b) ist weit verbreitet, n^mesis^
*) Klammerorgane von einer äußerst primitiven, plumpen und häßlichen Form, Tegumen wie aufgeblasen, Uncus
fingerförmig gebogen, kurz. Valve basal sehr breit, nach vorne etwas verjüngt. Der äußere Rand wie bei Zaretes verlaufend
in der Mitte konkav, Valve lang, boi’stig behaart, außerdem am Fnde mit an der Spitze eiiigeschnittenen Stäbchenschuppen
dicht besetzt, Oedeagus breiter als bei irgend einer der bisher untersuchten Nymphaliden, häutig. Die Segmente des uno-e-
schlachten Abdomens schmal, an der Verbindungsstelle häutig, deren Oberfläche mit blattartigen, au der Spitze tief einge¬
kerbten Schuppenplatten bedeckt. Die Unterschiede der Valve zwischen Sideronc ide aus Brasilien und Siderone jyiars aus
Peru sind so gering, daß an eine spezifische Gemeinschaft der beiden Formen gedacht werden kann. (H. Fruhstorfer.)
V 73
578
ZARETES. Von J. Röber.
-denn sie kommt auf den Antillen und in dem ganzen Gebiete von Columbien — Venezuela bis Südbrasilien vor.
Bei ihr ist die Scharlachschrägbinde der Vflgl mit deren rotem Wurzelteil am Zellende breit vereinigt.
— Die Rp lebt nach W. Mueller in Südbrasilien an Casearia silvestris, hat an jeder Seite des Kopfes ein kurzes,
wenig nach außen gebognes, an der Spitze in drei kurze Zacken gespaltenes Horn; am 5. Leibesabschnitte ist der
Rücken am höchsten, fällt nach vorn schräg ab nnd verläuft nach hinten allmählich, so daß am Beginne des
5. Leibesabschnittes die Frontallinie des Rückens scharf gebrochen erscheint. Der Kopf ist im Endstadium gleich¬
mäßig schwarzbraun, desgleichen die Grundfarbe des Körpers, der ganze vor dem 5. Leibesabschnitte liegende
Teil ist samtartig schwarz. Von der Rückenspitze am 5. Leibesringe geht nach hinten eine dunkle Linie, die nach
unten in Schatten übergeht, die ersten 4 Leibesringe haben eine lichte Seitenlinie. In den ersten vier Stadien
hängt die Rp an die kahl gefressene Blattrippe Blattstückchen an. Die Pp ist sehr gedrungen und die Abschnitte
7 bis 1 2 sind derartig eingezogen, daß sie einen flachen Kegel bilden; sie ist grün, durchscheinend, der hintere
Teil sowie die Figlscheiden oberhalb der Kante grün pigmentiert, Flglkaiite und Luftlöcher sind braun. Die Pp
ist fast unbeweglich, die Eier stellen fast eine Kugel dar, von der 2 verschieden große Segmente abgeschnitten
sind ; von den so entstandenen beiden Ebenen dient die kleinere der Anheftung ; die größere ist an ihrem Rande
fein gezähnt.
thelais. S. thebais F/ffr. (116 b) fliegt in ColuiuDien mit nemesis zusammen. Es ist noch unentschieden, ob es sich um
eigene Art oder Aberrativform der netnesis handelt. Die Vflgl sind denen der nemesis ähnlich, aber die Hflgl ha¬
ben eine unregelmäßiges, aufrecht stehendes Band, wo die vorige Art nur ein kleines, präapicales Quadratfleck-
galanthis. chen zeigt. — galasithis Cr., die nach Gramer in Surinam, nach Kirby auch in Columbien ( ?) vorkommt,
und die eine völlig verschollene -4rt zu sein scheint, hat nach Cramers Abbildung völlig gerundete Hflgl, aber
ganz ähnliche Oberseitenzeichnung wie thehais, dagegen eine von sämtlichen Siderone- Arten verschiedene
mars.
-polymela.
syntyche.
vuicanus.
Lbiterseitenzeichnung, weil sie der Oberseite völlig entspricht und nur die Farben stumpfer zeigt,
sehr fraghch, ob galantliis überhaupt in diese Gattung gehört.
Es ist daher
S. mars Bat. (116 b) aus Chiriqui, Columbien, dem oberen Amazonas und Peru ist zweifellos eine von
nemesis und thehais verschiedenie Art. Hier zeigen die Vflgl einen großen queren, scharlachroten Halbmond-
fleck; ähnlich wie wir die Verteilung des Rot bei verschiedenen Agrias finden. — • polymela G. u. S.Yom Chiri¬
qui hat schwachen blauen Schiller des schrvarzgefärbten Teils der Vflgl mit Ausnahme der Figlspitze
und des Außenrds, während syntyche Heiv. aus Mexiko und Guatemala verkürztes rotes Feld der Vflgl uird ein
breites, prachtvoll blauschillerndes Feld um den roten Basalteil besitzt. — Bei vuicanus Fldr. aus Columbien
ist die rote Halbmondbmde verschmälert, dadurch, daß die Basis des Feldes zwischen 1. und 2. Medianaste und
ein schmaler Streifen an der Flglvvurzel entlang der Mediaira in der Mittelzelle schwarz bleiben.
62.
Gattung :
Zaretes Hhn.
Bis vor einigen Jahrzehnten war diese Gattung mit Siderone vereinigt, von der sie sich zwar nicht im
Baue der Organe, aber doch sehr wesentlich diirch die äußere Gestalt und den Goschlechtsdimorphismus sowie
auch durch die durchaus übereinstimmende Zeichnungsanlage unterscheidet. Ei, Rp und Pp sind in der Gestalt
denjenigen von Sü'Jerowe wemesfs ganz ähnlich, auch die Futterpflanze ist die nämliche (Casearia silvestris). Ueber
die Gewohnheiten der Falter von Z. isidora sagt A. Seitz, daß sie, ihre blattähnliche Unterseite ausnutzend, wie
die Kallima sich an Büsche mit dürrem Laub setzen wobei sie die schwanzartigen Hflglanhänge auf den Blatt¬
stengelaufsetzen, so daß sie selbst als vertrocknetes Blatt erscheinen. Die Entwicklung vom Eie bis zum Falter
dauert nach W. IMueller etwa 9 bis 10 Wochen. — Die Gattung enthält nur 2 Arten, von denen eine außei ordent¬
lich abändert.
syene. syeneiJeu’. (116 c) ist nur aus Columbien bekannt; dos $ scheint noch nicht bekannt zu sein. Das(^
ist oben gelbbraun, dunkel gezeichnet, in der Vflghnitte meist 2 an Größe wechselnde Glasfleckchen.
isidora. Z. isidora Cr. (116 c) aus iSurinam, Columbien, aber auch noch viel südlicher vorkommend, hat im männ¬
lichen Geschlechte keine, im weiblichen Geschlechte zAvei Glasflecke der Vflgl. Während syene eine veidunkelte
russeus. >Saumhälfte der Hflgl hat, zeigt isidora breit schwarzen Außenrd der Vflgl. — russeus Frühst, uns aus Colum¬
bien vorhegend, hat etwas weniger schwarze Zeichnung der Oberseite und einen kleinen Glasfleck zwischen dem
zethus. 1. und 2. Medianaste. — zethus Westiv. { = strigosus Gmel. ?) vom unteren Amazonas und Paraguay ist im männ¬
lichen Geschlechte der cyclo’pia sehr ähnlich, hat aber 2 Glasflecke. Das $ hat bis auf den Mangel der Glasflecke
itys. dieselbeZeichnung, aber rötlichgelbe Grundfärbung. — itys Cr. aus Surinam ist eine weibliche Aberrativform.
bei der der schwarze Vrdsflecken der Vflgl sich bis in den schwarzen Apicalaußenrd verlängert. —
ellops. ellops Men. aus Zentralamerika, Columbien und Venezutla ist eine in beiden Geschlechtern bleich gefärbte
strigosa. und wenig gezeichnete Form mit 2 Glasflecken. — strigosa itgr. (116 c) ist Jie häufigste, südbrasilianische Form.
cacica. — Die größte Form dieser Art ist cacica Stgr. ( 1 16 d) aus Peru und Bolivien. Die Zahl der Glasflecke ist veränder-
leopoldina. lieh, auch können diese Flecke völlig fehlen.- — leopoldina (116 c) ans der brasilianischen Kolonie Leo-
polcb'na macht den Einchnck einer besonderen Art, da nicht nur die Ober-, sondern auch die Unterseite von den
HYPNA; PROTOGONJUR. Von J. Röber.
579
übrigen Formen sehr verwclüeclen ist. Ob in Leopoldina nur die.so Form vorkommt, ist uns unbekannt ; die meisten
der vorstehend bescliriebenen Formen .^nid nicht an eine bestimmte Lokalität gebunden. — Die erwaeliseno Rp
von hat schwarzgrauen Kopf, mattbraungrüne Grundfärbung des Leibes mit einem S'cirdi ins Rötliche,
die Rückenlinie ist tiefschwarz, der übrige Rückenteil schwarzgrün, an den Seiten sind verschwomtnene l)lasse
Streifen. Die Pp ist der von nemesis überaus ähnheh.
63. Gattung’; Hypiia Hlr.
Diese Gattung ist Protogonius nahe verwandt, autf rscheidet sich aber schon äußerlich durch die Gestalt
der Vflgl., die entweder eine normal gestaltete oder nur wenig verlängerte Spitze zeigen ; auch die Gestalt der Hflgl
ist von derjenigen von Protogonius wesentlich verschieden. Sowohl von letzterem, als auch von den ihr eng verwand¬
ten Anaea iinterscheidet sich auch die Unterseite durch ihre Silberflecke. Diese von Zentralamerika bis Südbra¬
silien verbreitete Gattung enthält nur wenige, einander sehr ähnliche Arten. Von den ersten. Ständen ist nur die
Pp bekannt, die derjenigen von Protogonius drurii gleicht. Nach A. Seitz hat der Falter einen plumpen, unre¬
gelmäßigen und doch fördernden B'lug. Die Sclimetteringe sind fast das ganze Jahr hindurch anzutreffen.
H. clvtemnestra Cr. aus Surinam unterscheidet sich von der südbrasilianischen (auch in Panama vor-
kommendeu ?) Form huebneri Ri/f. (116 d, 117 a) nur dadurch, daß von den Aveißen Subapikalflecken der Vflglober- Mehneri.
Seite höchsteirs einer vorhanden ist. — - Bei globosa aus Bohvia ist der Wurzelteil der Vflgloberseite grünlich, (iM)osa.
während negra Fldr. vom Rio-Negi’o weniger vorgezogene Vflglspitze und kürzeren Hflglschvvanz zeigt. — ve-
lox Bür. aus Veragua besitzt robustere H figlschwänze, und elongata Btlr. von Santa Martha stumpfe Vflglspitze elongata.
und grünliche Unterseite.
Als eigene Art ist H. rufescens Btlr. (116 d) aus Venezuela zu betrachten, A^eil sie ohne Uebergänge mit mfescem.
clytem.nestra am gleichen Orte vorkommt. Die Unterseite ist im allgemeinen derjenigen von elyUmnestra ähnlich,
doch zeigen die Hflgl viel rotbraune Zeichnung. — forbesi C. u. S. aus Peruambuco ist kleiner und hat rein- forbesi.
weiße Vflglbinde.
H. iphigenia H . Schaff. (116 d) von Cuba hat größere Metallflecke auf der Unterseite als r%i,fescens, ist von iphigenia.
dieser, wie die Abbildung zeigt, auch oberseits ziemlich verschieden, die Grundfarbe lebhaft rotbraun. Von $$
sind nur die von Imehneri und i'phigenia bekannt; diese zeigen keine Geschlecht sverschiedenlieit.
64. Gattung’: Protogonius Hhn.
Wir betrachten die sämtlichen bisher beschriebenen Angehörigen dieser von Mexiko bis Siidbrasilien ver¬
breiteten Gattung als Formen nur einer Art. Die Tiere sind durch ihre äußere Erscheinung so gut charadeteri-
siert, daß Verwechselungen mit anderen Gattungen ausgeschlossen sind. Obwohl die Schmetterlinge ein ganz
anderes Bild als die Anaea zeigen, wird doch durch deu inneren Bau des Schmetterlings sowie die Gestalt und Le¬
bensweise der Rp bewiesen, daß sie nahe Verwandte der Anaeen sind. In der Färbung und Zeichnung haben die
Schmetterlinge große Aehnlichkeit mit gewißen Heliconius- Arien, von denen sie sich aber durch die ganz eigen¬
artige Figlgestalt auf den ersten Blick unterscheiden. — Die Rp war schon den alten Autoren bekaimt, denn Stoll
berichtet über sie folgendes; ,,Die Rp ist dunkelgrün und hat einen braunen, fast schw’arzen Streifen über dem
Rücken, auch zur Seite dergleichen Flecke und Streifen (und zwar auf den vorderen und hinteren Ringen je 2,
auf den 4 mittleren je 3 Längsstreifen und auf dem letzten Abschnitte 2 Querstreifen). Die Füße sind dunkel¬
grün. Der Kopf hat eine schwarze Farbe mit grünen Streifen und ist mit zwei stumpfen Hörnern geziert. An
dem oberen Teil desselben befinden sich zwei, und nächst an dem ersten Ring, zu beiden Seiten drei gelbe gerun¬
dete Makeln. Sie nährt sich, doch nur des Nachts, von den Blättern einer Gattung des Pfeffers (Piper nigruni).
Des Tags über verbirgt sie sich in ein vermittelst ihres Gespinstes an dem Rand eingezogenes und zusammengerol-
tes Blatt. Sie scheint, wie unter einem Dach, sich darinnen zu verwahren und gegen die Sonnenhitze zu schützen.
Nach der letzten Häutung verwandelt sie sich in eine kurze cheke, frei herabhängende Chrysa liefe. Diese ist von
blassgrauer Farbe, mit braunen Flecken und Streifen gezeichnet. Der Falter kommt gewöhnlich nach elf Tagen
daraus hervor.“ Diese Angaben beziehen sich auf die surinamische Form hipponaP. Nach Sepp soll die Rp auch
auf Mespilus americana leben, während die südbrasiliauische Form drurii Btlr. nach W. IMueller auf Piper
gaudichaudii Miqu. gefunden worden ist. Die Rp dieser Form ist dadurch verschieden, daß che Seitenstreifen in
eineir einzigen breiten, unterbrochenen Streifen zusammengeflossen sind, der schwarzrot gefärbt ist. Die Pp
trägt am Kopfe 2 sehr flache kegelförmige Fortsätze, ist grüir durchscheinend und auf den Ringen 7—10
weiß pigmentiert. Der Flug der Schmetterlinge erinnert nach A. Seitz durch die Unregelmäßigkeit der Flgl-
bewegungen mehr an manche Satyriden als an den der mit gestreckten Flgln stoßweise dahinschießenden Nym-
phaliden. Nach demselben Forscher ist die Gattung Protogonius in ZAveifacher Weise geschützt: rrührend der
Ruhe gleicht der Falter einem langgestielten dürren Blatte, Avährend des Fliegens stimmt er mit Heliconius narcaea
(72 a) überein.
580
ANx4EA. Von J. Eöber.
P. hippona. Im folgenden führen wir 21 Formen auf, von denen wir nach unserem, allerdings nicht beson¬
ders umfangreichen Materiale 11 für Ortsformen (Subspezies), die übrigen für Aberrativformen halten. 0. Statj-
DiNGER nahm 4 Arten, nämlich drurii, cecrops, hogotanus und hippona, an. Da indes an keinem Orte mehr als
Hauptform vorkommt, auch die Rpn der surinamischen Form hippona und der südbrasilianischen drurii nur
geringe, die Annahme getrennter Arten nicht rechtfertigende Unterschiede aufweisen, so gehen wir kaum fehl,
wenn wir sämtliche Formen als zu einer Art gehörig zusammenziehen. x4.1s Typus der i4rt hat hippona F. (= fa-
bius Cr.) (117 a) aus Surinam und vom Amazonas zu gelten, die sowohl in der Breite der gelben Vflglbinde, als
auch in der Größe und Zahl der Subapikalflecke erheblich abändert. — - ochraceus Btlr. aus Cayenne ist eine Aber-
rativform, bei der alle lichten Zeichnungen ockergelb sind; nur die Submarginalflecke der Hflgl haben die ge¬
wöhnliche gelbe Färbung. — Bei ab. castaneus Btlr. von Ega ist die Färbung der breiten Irdsbinde der Vflgl und
der Hflgl mit Ausnahme des schwarzen Außenrds ein scliönes Kastanienbraun. — ab. butleri Stgr. von Pebas
am Amazonenstrom hat sehr verkürzte dunkelgelbe Mittelbinde und gut entwickelte, großenteils verlängerte
gelbe Submarginalflecke der Vflgl. — ab. fulvus Btlr. (117 c), gleichfalls von Pebas, ist durch breite braune Mittel¬
binde und 4 gleichfarbige Submarginalflecke der Vflgl charakterisiert. — cecrops Dhl. u. Hew. (117 a) aus Me¬
xiko, Guatemala, Nicaragua und Costa-Rica zeigt außer den Fhiterschiedcn der Oberseite dunklere Unterseite
als hippona', sie fliegt (in Mexiko) im November). — bogotanus Btlr. aus Columbien muß als die erste aus diesem
Formenkreise beschriebene Form als Typus der Unterart gelten, der sich von ab. tithoreides Btlr. (117 b) dadurch
unterscheidet, daß er nur 2 gelbe Subapikalflecke besitzt. — Bei ah. albinotatus Btlr. aus Columbien sind die Rand¬
flecke und die Mittelbinde der Vflgl weiß, letztere ist auch auf 3 kleinere Flecke reduziert. — ■ Vom Chiriqui hegt
uns 1 $ mit kompletter Mittelbinde, etwas verkleinerten Randflecken und im äußeren Teile breit lichtgelb auf¬
gehellter Basalhälfte der Vflgl, sowie verkleinerten gelben Flecken in der schwarzen Saumbinde der Hflgl, die
im vorderen Teile kaum bis zur Subcostalis reicht, vor. Sollte diese Form konstant sein, so wäre sie als chiricanus
suhsp). nov. abzutrennen. — Eine kleine Form mit sehr geschlossener Zeichnung ist fassli subsp. nov. (117b) aus dem
Cauca-Tale (West-Columbien, oberer Matagany, 1000 m, A. H. Fasse). Die Unterseite ist sehr licht durch viel
lichtviolette Zeichnung. — lilops Btlr. aus Venezuela hat am Außenrd der Hflgl 4 gelbumzogene weiße Flecke ; nach
0. Staudixgeb läßt sich diese Form von tithoreides kaum trennen. — trinitatis suhsp. nov. (117 a) von der Insel
Trinidad ist, wie die Abbildung zeigt, oberseits erheblich verschieden und differiert von der nächststehenden
Festlandsform [ochraceus Btlr.) besonders durch zahlreichere Submarginalflecken. Die Unterseite, namentlich
auch der Vflgl, ist sehr licht. — divisus Btlr. aus Ost-Peru vergleicht der Autor mit bogotanus, 0. Staitdixger,
der diese Form auch aus Bolivien erhielt, hält sie für eine Al>errativform von quadridentatus Btlr. (117 b) mit
aufgelöster Mittelbinde und 4 Ideinen gelben Saumflecken. Letztere kommt in Bolivien vor, und hat als Tjqjus
der Unterart zu gelten. — Bei ab. immaculatus Stgr. (117 c) von Peru fehlen die Saumflecke und die Mittelbinde
ist mehr oder weniger aufgelöst oder geschwunden. — ab. diffusus (1 17 b) aus Ecuador, nach 0. St.eu-
DiXGER auch aus dem Inneren von Peiai, zeigt zusammenhängende gelbe Mittelbinde, die in ihrem hinteren
Teile mit dem breit gelb gewordenen Ende des braunen Basalbandes zusammenfließt. — aequatorialrs Btlr.
(117 c) aus Ecuador und Peru zeigt sehr reduzierte gelbe Mittelbinde und im Gegensätze hierzu gut entwickelte
Saumflecke; die Saumflecke der Hflgl sind weiß. — ab. peruvianus Stgr. aus Peru hat viel breitere Mittel¬
binde, dagegen kleinere Saumflecke. — seniifulvus Rib’. (117 c) aus Ecuador ist vermutlich nichts anderes, als
eine sehr auffällige Aberrativform, die keinerlei gelbe Zeichnung hat und bei der die reichliche hintere Hälfte
drurii. der Hflgl schwarz ist. — Als gute Unterart hat drurii Btlr. (117 d) aus Südbrasilien zu gelten. Sie zeichnet sich
durch breite spatelförmige Hflglschwänze, großen weißen Subapikalfleck der V- und gleichfarbige Submarginal¬
flecke der Hflgl aus. — Die Zeichnungsanlagp der Unterseite ist bei allen Formen die gleiche, nur ist die Färbung
bei der einen Form lichter, bei der anderen dunkler. — Geschlechtsunterschiede sind weder in der Gestalt, noch
Zeichnung und Färbung vorhanden. Ueber Rp und Pp vgl. die Gattungsdiagnose.
hippo7ia.
ochraceus.
castaneus.
huileri.
julvus.
cecrops.
hogotanus.
tithoreides.
albinotatus .
chiriccnius.
fassli.
lilops.
trinitatis.
divisus.
quadride7i-
tatus.
immacu¬
latus.
diffusus
aequatori-
alis.
peruv7a77us.
semifulvus.
65. Gattung’: Aiiaesi Hbn.
Die zahlreichen Arten dieser Gattung verbreiten sich von den Südstaaten Nordamerikas bis Südbrasi-
lien, auch sind einige Arten auf den Antillen zu finden, treten aber an der Nordgrenze ihres Gebiets in nur einer
Art, im Süden in nur wenigen Arten auf; die meisten Arten sind in den tropischen Gebieten heimisch. Obwohl
unter den Ai'ten sowohl in der Flglgestalt als auch Zeichnung und Färbung die größte Verschiedenheit herrscht,
sind selbst äußerlich abweichende Arten doch unschwer als Angehörige dieser Gattung zu erkennen. Die Subco¬
stalis der Vflgl ist fünfästig, doch bestehen große Verschiedenbeiten im Verlaufe cheser Rippen; teils verlai;fen
sie frei, teils verschmelzen sie unter sich und teils trennen sie sicli wieder, um als kurze Aestchen in den Vrd
zu münden. Bei dieser Veränderlichkeit der Rippenbildung ist es nicht angebracht, auf kleine Verschiedenheiten
Gattungen zu gründen. Wir yereinigendeshalh Cyinatogromnia Dbl. Hew. wwd Pyrrhayiaea Schatz mit Anaea',
letztere ist sowieso synonym mit Anaea, weil ihr Autor den Typus von Anaea [troglodyta) als Typus für Pyrrha-
7iaea annahm. Der Geschlechtsdimorphismus ist außerordentlich verschieden ausgebildet; es gibt Arten, deren
Geschlechter nur geringen Unterschied besitzen, dagegen wieder solche, die auf der Oberseite nicht die geringste
Aehnhchkeit haben, auch auf der Unterseite wesentlich verschieden sind, weshalb mehrfach die Geschlechter
ein und derselben Art als verschiedene Arten betrachtet und beschrieben wurden (z. B. indigotica — zelica, pana-
ANAEA. Von J. Röber.
o81
riste — bertha). Es kann durchaus niclit hehauptot werden, daß diese Veriudtnisso nurnnelir völlig geklärt wären,
denn von vielen ,, Arten“ ist erst ein Gescbleclit bekannt; es ist deshalb nicht iiuwahrscheinlich, daß nacli dem
Ergebnisse der zu erwartenden weiteren Eorschungen mehrere ,, Arten“ einznz'ehen seiti werden. Auch die Varia¬
bilität ist bei vielen Arten in beiden Geschlechtern außerordentlich groß; nach mehreren Autoren kf>mrnen hei
ein und derselben Art Formen mit einfacher oder ausgezogener Vflglspitze, geradem oder geschwungenem Außen¬
rande, gerademoder mehr oder weniger tief ausgeschnittenem Trde der Vflgl, mit glatten, oder geeckten oder gyr
geschwänzten Hflgln vor. Es ist daher in vielen Fällen sehr schwierig, die einzelnen Arten scharf zu umgrenzen,
so daß selbst solche Autoren, denen reichliches Material zu Gebote stand (z.B. 0. St.-vijdinger), nicht in der Lage
waren zu beurteilen, ob gewisse Individiien als abweichende Stücke einer Art oder als Vertreter einer anderen
Art zu betrachten sind. Da uns von den meisten Arten kein reichliches Material zu Gebote steht, das zur weite¬
ren Klämng dieser Fragen beitragen könnte, so müssen wir uns darauf beschränken, die Feststellungen anderer
Autoren gelten zu lassen. Wir werden uns deshalb in der folgenden Besprechung der Ai’ten in der Hauptsache an
die im Jahre 1877 veröffentlichte Revision der Gattung Anaea von Herbert Druce halten.
Nach W. Mueller leben die Rpn an Piper oblicpium, Piper robrii, Nectandra vaga, Goe})pertia hirsuta,
Camphoromoea litsaeifolia und Croton (staminosus? macrobotrys ? ) ; sie sind schlank, im vorderen Drittel etwas
verdickt und haben kurze Kopfhörnchen ; sie leben in Gehäusen, die sie sich durch Zusammenrollen eines Blattes
herstellen. Die Ppn sind kurz und dick, der Pp von G/iamxes ;/’a5ms ähnlich gestaltet. A. H. Fasse hat von meh¬
reren Arten die Eier, Rpn und Ppn entdeckt; die Eier sind luigelrund, glattschalig und von lichter Färbung.
Nach A. Seitz zeigt das Verhalten derjenigen Arten, die eine blattähnliche Fhitersehe besitzen, daß sie
sich dieses Schutzes bewußt sind, denn sie setzen sich in der Weise an die Aeste, daß sie lediglich die Unterseite
zeigen, wodurch sie ihrer Umgebung ähnlich Averden, also nicht auffallen ; andere Ai’ten, die diesen Schutz durch
die Unterseite nicht gem'eßen, halten, weim auch selten, die Figl beim Sitzen offen. Die Anaeen sind zum Teile
häufig und weit verbreitet, andere auf kleine Gebiete beschränkt und daselbst nicht selten, andere dagegen
weit verbreitet und überall selten. FTeber Vorkommen und Lebensweise einzelnerU\rten gab Herr A. H. Fasse
folgende briefliche Mitteilungen : Anaea bewohnt in den Grupen 'phidile, artacaena, glauce, payiariste die
heiße Zone unter 1000 m. Während nessus, tyrianthina, nesea, titan, moeris, lineata, pasihiila, polyxo ausgespro¬
chene Höhentiere sind, die meist nahe an 2000 m Vorkommen. Am höchsten fing ich moeris und rosae (bis 2200 m).
Die Anaeen kommen zum Köder, aber weniger an Bachstellen ; mitunter fing ich sie aber auch am Ausflusse kranker
Bäume. Der Flug ist mindestens bei den geschwänzten Formen etwas hinkend, aber ziemlich schnell. DieLycoreen
nachahmenden $$ von panariste und Verwandten fliegen ganz ähnlich und langsam wie diese (auch wie üire
übrigen Nachahmer Protogonius, Papilio hacchus und Castnia simukms); werden sie jedoch verfolgt, so setzen
sie sofort in ein rasendes Nymphaliden-Tempo ein, und dann (natürlich meist zu spät) weiß man erst, was es eigent¬
lich für ein Falter war. — Paul Hahnee sagt : Eine besondere Eigentümlichkeit der Anaeen ist es, sich weni¬
ger an die Blätter, als vorzugsweise an die Zweige und Aestchen zu setzen, namentlich solche mit dürrem Laube,
wo sie dann mit ihren dunklen, blattähnlichen Unterseiten ganz ausgezeichnet maskiert sind.
In brieflicher Mitteihing äußert sich Dr. Seitz noch über die anffällige biologische Aehnlichkeit der Anaea mit den
Charaxes der alten Welt: ,,Noch nicht 2 Wochen, nachdem ich den Chara.res jasiiis am Tajo-Ufer genau beobachtet hatte, sah
ich mich in Brasilien schon auf meiner ersten Exkursion den Anaea gegenüber und war geradezu überrascht über die erstaun¬
liche Gleichartigkeit im Benehmen beider Tiergattungen. Schon der iiolterude, wackelnde Flug einer davon stürmenden Anaea
(sogen. ,, stürzender Flug) ist genau der, welchen eine Cäam.re.s g,nDimmt, nach der man einen Fehlschlag ausgeführt hat. Er
hat kaum Aehnlichkeit mit dem wechselweise gaukelnden, dann wieder flatternden Flug, mit dem beide ihre Erkundungsex¬
kursionen ausführen, wenn sie zu kleinen Ruudflügen ihren an dürren Zweigen oder blätterlosen Pfosten ausgeAvählten Beob¬
achtungsplatz verlassen. Ganz ungewöhnlich ist die Art, wie Anaea und Charaxes sich öfters au die Unterseite dicker, blatt¬
loser Baumäste setzen. Auch die gewöhnlich ganz oder fast geschlossenen Flügel, die häufig in ruckweiser Bewegung nur ganz
wenig geöffnet werden (so daß man eben hineinsehen kann), sind bei Nymphaliden anderer Gnriiiien wohl kaum anzutreffen und
bei Fanessa, Precis, A}Mtura, Limenitis, Ageronia etc. ganz undenkbar. Nie sah ich eine Charaxes oder Anaea mit ausgebreiteten
Flügeln, wie dies bei Nymphaliden täglich zu sehen ist, und stets hielten sich die beiden in eben noch mit dem Netz erreichbarer
Höhe, wenn nicht Nahrungssorgen sie heruntertrieben. Eine gewisse Eckigkeit und ITnbeholfenheit bei aller Kraft und Schnellig¬
keit kennzeichnet beide und bringt sie in einen auffälligen Gegensatz zir den äußerst graziösen Apaturen und gerade denjenigen
andern Nymphaliden, mit denen sie den Glanz des Flügelschillers teilen, wie den Catagramnia, Myscelia, Nessaea etc. Ganz
besonders fiel mir noch auf, daß die sitzenden Anaea wie auch die Charaxes die Vflgl merkwürdig weit aus den geschlossenen
Hflgln herausheben. Leider konnte ich nicht sehen, ob bei den Anaea der Flügelausschnitt am Ird dabei eine Rolle spielt und
der Haken am Hinterwinkel dabei hinter den Hflgl hakt. Es ist immerhin bemerkenswert, daß auch bei manchen Charaxes (z. B.
lichas) dieser Flügelausschnitt sich findet, und daß die morphologischen Resultate, die Reutee A^eranlaßten, Charaxes und
Anaea dicht zusammenzustellen, durch biologische Beobachtungen bestätigt werden.
In Waldlichtungen, wo man einmal Anaea beobachtet hat, kann man mit Bestimmtheit erwarten, weitere vStücke der
gleichen Art zu treffen; meist finden diese sich im gleichen Winkel der Lichtung, oft aui gleichen Baum; ganz wie bei Cha-
raxesP
A. troglodyta F. (117 d) aus Jamaica und Haiti ist uns nur im männlichen Geschlecht bekannt. Unter- troglodyta.
seits ist sie eintönig grau gegen cubana 8alv. (117 d), die unterseits viel grauschwarze Zeichnung hat. Der cubana.
violette Schiller der troglodyta fehlt der ctibana. — astinax Cr. von der Insel St. Thomas ist eine feurig rote Form astinax.
mit breiten schwarzen Saum- und Mittezeichnungen ; im Analwinkel der Hflgl ist ein großer schwarzer Fleck; die
Schwänze sind lang. — Ob portia F. (117 d) von Jamaica und Florida als Form der troglodyta, oder als eigene Art 'porüa.
zu gelten hat, müssen wir dahingestellt sein lassen. LTnterseits ist sowohl die graue Grundfärbung als auch die rote
Färbung auf dem hinteren Teile derVflgl dunlder als bei troglodyta. — andria Scudd. (117 e) aus den Vereinigten Staa- andria.
082
ANAEA. Von J. Röber.
teil, z.B. Oklahoma (die uns vorliegenden Stücke sind im August gefangen worden), hat oberseits mehr dunkle Zeich-
morrisoni ist auch weniger feurig gefärbt als opS-Dnme (117 e) aus Texas. — ■ morrisoni ( 1 17 e) ist wohl nur eine
aidea. stärker dunkel gezeichnete, in den Farben kontrastreichere $-Form der andria. — aidea Guer. (118 a) aus Hondu¬
ras und Nicaragua ist dadurch auffallend, daß nicht, wie bei den anderen Formen, die Vf Igl spitz ausgezogen sind,
appiciata. was indes beider aucli etwas lebhafter gefärbten appiciata Aipr. 1. aus Mexiko wieder der Fall ist. — Die Rp
lebt auf Croton capitatum, ist lichtgrüu, dunkelgrün gesprenkelt, namentlich oberseits, hat auf jedem Gliede 2
bis 3 Aveiße Punkte und auch die Luftlöcher sind weiß gesäumt, der Rücken ist mit schwärzlichen Börstchen be¬
setzt. Die Pp ist grün, an den Seiten gelblich, an den Grenzen der Hleibsringe, der Figlscheiden und auf den
Figlrippen rotbraun, ebenso sind die Luftlöcher und der Kremaster gefärbt. — Im südlichen Nordamerika über¬
wintert der Schmetterling in hohlen Bäumen.
halice. Bei A. halice Godt (118 a) aus Siidbrasilien (z. B. Santa Catharina) sind die Vflgl mehr oder weniger spitz
ausgezogen; das $ hat geschwänzte Hflgl. Mitunter sind die dunklen Flecke in der Mitte der Vflgl nur ange¬
deutet.
cliryso- A. chrysophana Bat. (= pyrrhothea A/dr. (118 a) aus Costa Rica, Veragua, Panama, Columbien und
phana. sowie Südbrasilien hat auch im männlichen Geschlechte geschwänzte Hflgl. Die dunlden Teile der Vflgl zei¬
gen schönen blauen Schiller. Das $ hat keinen Schiller, aber große weiße Flecke. Nach Salven und Godmann
selten.
morcita. A. moretta Drnce (118 b) aus Nord- Brasilien ist der chryio'pliana ähnlich, hat aber kernen blauen Schiller
Die Lhiterseite ist grau, unregelmäßig und dicht mit braunen Schuppen bestreut und alle Figl haben eine sub¬
marginale Reihe sehr kleiner weißer Flecke.
Mrta. A. hirta Weym. Die Beschreibung lautet: G Länge des Körpers 15 mm, eines Vflgls 25 mm (demnach
etwas kleiner als cdnysoqyslmna $). Diese Art stellt in der Färbung der A. helie L. am nächsten, doch nicht in der
Gestalt der Figl. Die Vflgl sind am äußeren Teil des Irds tief ausgeschnitten, wiebeiiJioem A/dr. (119 c) und zivar
so, daß der Ird auf der Mitte eine scharfe Ecke und am Außenrd einen spitzigen Zahn bildet. Die Spitze der
Vflgl bildet einen rechten Winlvel. Der Außenrd ist sonst gerade. Die Hflgl führen eine 6 mm lange, 1 mm breite
Schwanzspitze, die nur an ihrer Wurzel etwas breiter und an der Spitze abgerundet ist. Die Grundfarbe der Vflgl
ist rotbraun, das sich aber nur über den hinteren Teil der Mittelzelle, die Wurzel der Zelle 3, den größten Teil der
Zellen 2 und 1 b und die Hälfte der Zelle 1 a erstreckt, jedoch wurzelwärts und am Ird mit violettem Schiller
bedeckt ist. Der übrige Teil des Figls, also ein Teil der Wurzel, der ganze Vrd, die Spitze, der AEißem’d uiul der
äußere Teil des Irds sind schwarzbraun. In dem dunklen Raume vor der Spitze liegt eine 10 mm lange, 2 mm
breite violett gefärbte Binde, die sich fast horizontal chirch die Zellen 6, 5 und 4 erstreckt, jedoch weder Vrd noch
Außenrd berührt. Auch die rotbraune Grundfarbe der Hflgl hat wurzelwärts einen violetten Schiller. Die Wur¬
zel selbst und der Außenrd sind braun. Letzterer erreicht jedoch den Saum nicht ganz, so daß ein schmaler Strei¬
fen der rotbraunen Grundfarbe ihn vom Saum trennt. Er ist vorn breit, hinten schmäler und endigt an der brau¬
nen ScliAvanzspitze. In den Zellen 3, 2 und Ic liegt je ein schwarzer Punkt vor dem Saume. Die Zellen la, Ib und
die Hälfte der Zelle Ic sind gelbgrau gefärbt. In dem daran stoßenden Teile der Zelle Ic zieht sich ein brauner Strei¬
fen bis zur Wurzel hin. Die Lhiterseite ist bräunlichgelb, in der Wurzelhälfte fein weißlich marmoriert. Auf denVflgln
zieht von der Mitte des Irds ein gerader weißer Streifen gegen die Spitze, der nach innen von einer dunkelbraunen
Linie begleitet ist, sich aber bei Rippe 5 verliert. Ein etwas heller als die Grundfarbe gefärbtes Dreieck lehnt sich
nach außen an diese Binde an und nimmt den Raum bis zum Innen winlcel ein. Der Ird selbst ist an dieser Stelle
vor dem Ausschnitte dunkelbraun punktiert, ebenso der Vrd aEi zwei Stellen in der Mittelzelle und vor der Spitze.
Die Hflgl führen einen ähnlichen, etwas gebogenen weißen Streifen, der von der Mitte des Vrds zum Innen¬
winkel zieht und in seiner vorderen Hälfte nach* iimen dunkelbraun begrenzt ist. Die Spitze des Schwänzciiens ist
unten dunkelbraun. Die drei schwarzen Punkte in den Zellen Ic, 2 und 3 sind wie oben, auch liegt noch unregel¬
mäßige, dunkelbraune Punktierung am Vrd in den Zellen 6 bis 8. Brasilien.
ryphca. P* ryphea Cr. (118 b) ist sehr weit verbreitet, denn sie ist in Mexiko, Guatemala, Nicaragua, Costa-Rica,
Veragua, Ecuador, Bolivien, Peru, Vene zu ela und Columbien gefunden worden. Es kommen sowohl ungescliAvänzte
als auch geschwänzte Stücke, auch Uebergangsformen vor. Unterseite licht gelbbraun, rötlich getönt, Vflgl
mit gelblicher, dunlcel beschatteter Schräglinie vom Apex zur Irdsmitte, Hflgl im Discus schwarz berußt, die
Ränder rosig angeflogen.
phidile. A. phidile Hbn (118 b) von Costa-Rica bis Südbrasilien verbreitet, hat meist glattrandige, nur selten
geeckte Hflgl; die blasser gelbbraunen $$ haben Hflglschwänze, keinen violetten Schiller und gelbe Subapikal¬
flecke der Vflgl. Nach W. Mueller lebt die Rp auf Croton (staminosus ? und macrobotrys ? ) ; sie hat nur am
Kopfe Icurze Hörnchen und Höcker, ist aber sonst glatt, fast zylindrisch und nur im ersten Drittel etwas ver-
diclA; am Kopfe sind weiße Streifen, unter den Hörnern ist ein rötliches Querband nur blaß angedeutet, die
Hörner sind schwarz, die Höcker gelb, die Grundfärbung des Körpers ist gelbrot, unterhalb der Luftlöcherlinie
weiß, der Seitenstreifen und die Querbinde auf dem 5. Abschnitte sind Jcarminrot; der Seitenstreifen ist überaus
ANAEA. Von J. Röber.
583
variabel; kurz vor der Verpuppung wird das Tier grün durchscheinend. In den ersten 3 Stadien hängt die R^p
meist Blattstückchen an die abgefressene Mittelrippe des Blattes, zwischen denen sic einen gewissen Schutz hat.
Die Puppe ist kurz, dick, ähnlich der Pp \o\xCliaraxes jasius gestaltet; sie hat keinen Figlausschnitt. Nach der
3. Häutung fertigt sich die Rp aus einein an seinen Rändern zusammengezogenen Blabtstück eino zylindrische
Tüte, die mit Gespinnstfäden ausgekleidet, gerade so weit ist, daß das Tier gestreckt darin Platz hat ; in dieser
Tüte hält es sich im 4. und 5. Stadium während clor Ruhe verborgen. Die Art ist häufig.
A. helie L. {Clerck) scheint nicht wieder gefunden worden oder eine sehr fragwürdige Art zu sein, weil hdie.
sie seit fast 100 Jahren von keinem Autor wieder erwähnt worden ist, nur Druce bemerkt, daß sie vielleicht das
$ zu ryphea oder phidile sei.
A. erythema Bat. (118 c) soll am oberen Amazonas Vorkommen. Herbert Druce Hitllt er ylherm als crylhema.
synonym zu phidile, 0. Staudixger hält sie für eine unbedeutende Lokalform. Wir haben ein kolumbisches Stück
abbilden lassen, das der Beschreibung der erythema gut entspricht, müssen aber die Frage, ob etythema eigene
Art oder Lokal- oder Aberrativform der phidile ist, dahingestellt sein lassen. — LTeher das $ sagt Bates: Gestalt
wie die des aber Hflgl mit langem spatelförmigen Schwänze, der nach außen schräg erweitert ist. Die Färbung
die nämliche, aber die Oberseite hat keinen Purpurschein und die uinegelmäßige Beschuppung auf der Unterseite
ist viel gröber.
A. euryphüe Fldr. (118 c), von Mexiko bis Brasilien verbreitet, unterscheidet sich von phidile durch die euryphile.
kurzen Schwänze der Hflgl. Die Hinterflgloberssite ist meist lichter als bei phidile, kann aber ebenso dunkel sein
wie bei dieser. Auch die Unterseite zeigt kaum konstante Unterschiede. Ob eigene Art ?
A. sosippus Hpffr. (118 c) aus Peru (Chanchamayo) und Ecuador hat matten violetten Schiller. Die sosippus.
Unterseite ist braun mit zahlreichen weißen Schuppenfleckchen und zwei parallelen dunklen Schrägbinden auf
den Hflgln. Das $ scheint noch unbekannt zu sein.
A. cratais Hetv. aus Bolivien liegt uns nicht vor. Diese Art ist kleiner als glycerium, dieser ähnlich, hat cratais.
jedoch ein Band weißer Flecke auf der Unterseite der Hflgl.
A. glycerium Dhl. u. Heto. (118 c) aus Mexiko, Guatemala, Nicaragua, Costa-Rica, Chiriqui, Panama glycerium.
Veragua, Columbien und Venezuela ist stellenweise sehr häufig, doch wird das $ nur sehr selten gefangen. Druce
bemerkt, daß die Stücke aus Mexiko die kleinsten und dunkelsten seien, aber mit Stücken aus Columbien und
Venezuela am besten übereinstimmen. — Die Foian ans Bolivien (Coroico, leg. A. H. Fasse) ist kräftiger gefärbt,
hat mehr und zusammenhängendere dunkle Zeichnung, oft beträchtlichen blauen Schiller und viel kräftiger
dunkel gezeichnete Unterseite, auf der auch oft in der Mitte der Hflgl eine Reihe weißer glänzender Flecke auf-
tritt. Wir bezeichnen diese Form als ornata S'a6,9p. tiov. onuita.
A. echemus Dbl. u. Hew. (— poeyiLe/.) (118 d) soll nach Doubleüay und Hewitsox sowie Druce in echemus.
Honduras Vorkommen, was indessen von 0. Staudixgfr bestritten wii'd. Die abgebildeten Stücke stammen von
Cuba. Die Art ist auffallend durch die Färbung der Oberseite, deren schwarzer Außenteil auf dem Vflgl allmähhch
in den feurigroten Wurzelteil übergeht und die Zeichnung der Unterseite, die unsere Abbildung Aviedergibt. Sie
ist der Typus der Gattung Cymatogramma Dhl. u. Ilew.
A. verticordia Hbn., als deren Heimat Cuba von meln-eren Autoren angegeben wird, kommt nach anderen verticordia.
x4utoren in Haiti vor. Nach Godmann und Salvin unterscheidet sie sich von dominicana G. w. S. (118 d) von dominicana.
der Insel Dominica in der Hauptsache durch das Fehlen der gelben Flecke in der Nähe des Inntmvinkels der
Vflgl. Beide sind daher vermutlich Formen ein und derselben Art.
A. nobilisRaö aus den Tälern von Zentral-Guatemala hatetwasgebogenenVrd und spitze Vflgl, Außenrand mhilis.
wenig eingebogen vor dem Innenwinkel, Ird gerade, Außenrd der Hflgl schwach gewellt, Schwanz lang und an der
Spitze wenig verbreitert. Vflgl oben kräftig dunkel purpurrot, 2 gebogene Linien vom Vrde (hinter der Mittelzelle)
nach dem Ird, aJle Rippen schwärzlich, Hflgl schwärzlich, an der Mhirzel tief purpurrot, in der Nähe des
Schwanzes eine Reihe weißlicher, schwarz eingefaßter Hecke. Unterseite rötlich, glänzend, mit geringem, un¬
regelmäßigem Dunkelbraun, Hflgl mit 2 dunklen und undeutlichen schrägen Streifen. $ in Form und Färbung
dem G ähnlich, aber die Vflgl mit 2 gebogenen schrägen Reihen bräunlich weißer Flecke, Außeurand der Hflgl
lichter mit düster braunem Scheine, die Sub marginalflecke größer und vollständiger. Unterseite wie beim aber
viel lichter. Scheint sehr selten zu sein, oder nur an wenig verkehrsreichen Orten Amrzukommen; z. B. auf dem
Salama-Plateau, bei San-Geronimo.
A. nessus Latr. (=:cleodice Fldr., tempe Fldr.) (118 d) kommt in Columbien, Peru, Ecuador, BohAÜen nessus.
und Venezuela vor. Die GG werden häufig, die $$ seltener erbeutet. Das ^ besitzt blauen Schiller, der auf
der Längsbinde und in der Nähe des Irds der Vflgl sehr intensiv auftritt. Das $ ist, wie die Abbildungen
zeigen, hochgradig verschieden. Beim $ ist die breite weiße Mittelbinde der Oberseite der Vflgl auch auf der
Unterseite bemerkbar, hier aber mit braunen Fleckchen bestreut. Sonst ist die Unterseite ähidich derjenigen
des (J.
584
ANAEA. Von J. Röbbr.
nesea.
sirymon.
iitan.
riifUans.
caudata.
lyrianihina.
onophis.
exihaena.
arginussa.
onophidcs.
concoJor.
amenophis.
perenna.
pUhyusa.
lemnos.
appias.
A. nesea (= centaurus Fldr.) (118 d) ist bisher nur aus Columbien bekannt geworden. Das $ scheint
noch unbekannt zu sein. Beim ^ fehlen die prächtigen Feuerbinden der Vflgl, chese haben aber oft glasige
Mittelflecke.
A. strynion Weym. aus Ecuador (900 — 1500 m) ist kleiner als nesea, hat ganz ähnlich gestaltete Vflgl
wie diese, aber ungeschwärzte Hflgl. Die Oberseite ist violett mit breiten dunklen Rändern und ebensolchen
IMittelflecken der Vflgl. Die Unterseite ist graugelb mit 3, zum Teile verkürzten braunen Binden der Vflgl und
2 gleichfarbigen, dem Außenrde parallel laufenden Binden der Hflgl. Die Vflgl haben breiten braunen Außen¬
saum, wovon aber Flglspitze und Innenwinkel frei bleiben.
A. titan Fldr. (118 e) ist nach kolumbischen Stücken beschrieben worden, kommt aber nach Herbert
Druce auch in Costa-Rica vor. Die Costa-Rica-Form ist viel dunkler als die kolumbische. Das abgebildete
$ ist von Herrn A. H. Fasse in Ost-Columbien (oberer Rio-Negro 800 m) entdeckt worden; es hat, ähnlich den
von ?iesea und tyriantliina in der Mitte der Vflgl 2 halbdurchsichtige Flecke.
Die typische Form von A. futilans aus Ost-Peru hat keine Hflglschwänze, während sie bei der ab¬
gebildeten Form caudata subs-p. nov. (118 e) vom Chanchamayo verhältnismäßig ebensolang wie bei titan ■Bm.d.
Die Unterseite ist ganz ähnlich der von titan, doch fehlen ihr die weißen Submarginalflecke auf allen Flgln.
titan und riitilans sind vermutlich Formen ein und derselben Art.
A. tyrianthina S. u.G. (118 e) aus Bolivien und Peru ist die größte und schönste Art in dieser Gruppe.
Sie ist der nesea ziemlich ähnlich, hat aber keine Hflglschwänze. Das $ dieser seltenen Art scheint noch unbe¬
kannt zu sein.
A. onophis Fldr. (118 e) verbreitet sich von Guatemala bis Columbien, Ecuador und Peru, ist neuerlich
auch in Bolivien (Coroico, Rio-Songo) gefunden worden. Das $ hat gedrungenere Gestalt, fahlere Farben und
einen größeren gelblichen Fleck am Vrde der Hflgl. Unterseits ist die Art ähnlich mit dunlvehi und seidigen
Bändei’n geziert wie pitliyusa (118 f), doch ist die dunkle Innenhälfte nach außen unregelmäßiger begrenzt und
springt hinter der Vflglzelle distal in dicken, stumpfen Zacken vor.
A. eubaena ÜÄfZ. (118 f) aus Zentral-Amerika hat spitzere und am Außenrd mehr ausgeschweifte
Vflgl; die Grundfärbung ist onophis gegenüber mehr bräunlich als schwarz und die Vflgl scheinen immer nur
4 blaue Siibmarginalflecke zu führen. Die Unterseite ist lichter als bei onophis, in der Zeichnungsanlage aber
kaum verschieden.
A. arginussa Hhn. (120 B a) kommt nach 0. Staudixger von Peru bis Süd-Brasilien (Rio de Janeiro) vor.
Drttce bezeichnet sie als selten in Minas-Geraes ; in Peru ist sie häufig. Sie ist oben der onophis sehr ähnlich,
doch treten die weißen Srd>marginalpunkte der Hflgl auch unterseits lebhaft hervor. — onophides Stgr. aus
Chiriqui hat nur 4 blaue Submargiiialflecke der Vflgl. — concolor benennen wir die südbrasilianische Form (Santa
Catharina, Sao-Paulo), bei der auf der Oberseite alle Figl auf dem Basalfeld kaum anders gefärbt sind, als auf
dem äußeren Flglteile, während typische arginussa an der Wurzel lebhaften Blauschimmer auf weisen.
A. amenophis Fldr. aus Bahia, nach Druce auch in Guatemala, Columbien, Ost-Peru und am unteren
Amazonas vorkommend, ist wie folgt beschrieben worden: ,, 9 oben wie laertes {= morvus 119 a), aber alles
stahlblau gefärbt, ein großes Basalfeld und eine regelmäßige Subapikalbinde stahlblau, desgleichen auf den Hflgln
ein großes Diskalfeld, ohne Punkte. Unterseite wie bei iplds. Es ist uns fraglich, ob sich diese Art hier an der
richtigen Stelle befindet.
A. perenna 8. ti. G. (= amenophis Druce nec. Fldr.) (118f) aus Columbien, Guatemala, Peru und an¬
geblich auch vom unteren Amazonas unterscheidet sich von allen Arten dieser Gruppe durch die blaue Saum¬
zeichnung der Hflgl.
A. pithyusa Fldr. (118 f) aus Süd-Mexiko, Guatemala, Veragua und Costa-Rica ist die kleinste Form
aus dieser Gruppe. Sie unterscheidet sich von den ähnlichen Arten hauptsächlich durch die Gestalt; Außenrd
und Ird der Vflgl sind viel weniger tief ausgeschnitten, so daß der Innenwinkel nicht so stark vorspringt ; auch
der Apex der Vflgl verliert dadurch an Schärfe. Das $ ist nach Druce viel größer als das che Flglbasis
ist blauer und die Vflglflecke sind größer und meist weiß. An vielen Orten gemein.
A. lemnos Dr ?ice (l20Ba) aus Peru (Chanchamayo) unterscheidet sich von denoberseits ähnlich gezeich¬
neten Arten durch die abweichende Unterseite. Diese ist viel bunter mit rötlichen und weißen Einlagerungen
in der Mitte besonders der Hflgl. Auch der Flglgrund der Unterseite ist lichter, so daß sich die dunkle Bände¬
rung schärfer abhebt. Oberseits glänzt die ganze Proximalhälfte der Figl lebhaft blau, die blauen Außenflecke
sind sehr groß. Der Irdsausschnitt am Vflgl sehr seicht.
A. appias FIhn. (118 f) aus Süd-Brasilien (Espiritu-Santo, Sao-Paulo, Rio Grando do Sul), von Herrn
A. H. Fasse auch in Columbien (oberer Rio Negro und Muzo) entdeckt, scheint eine wenig variable Ai't zu sein.
Ausgegehen 15. V. 1916.
ANAEA. Von J. Röbek.
Ö85
Für sie ist die Unterseitenzeichnung der Vflgl cliarakteristisch. — appiades sichsp. nov. (120 Ha, })). Hiervon liegen aiß[)'iades.
uns aus der 8aminlung des Herrn A. H. Fassl vor: 2 d'd' ^us West-(V)Iund)ien (Aguaca-Fal, 2000 m), I aus
Columbien (Muzo, 400 — 800 m), 3 $$ aus Ost-Coiumbien (oberer Rio-Negro, 800 m) und 2 $$ aus Bolivien (Rio-
Songo, 750 m). Hie sind auf der Wurzelhälfte aller Figl stark blau oder grün und die licblen Flecke sind
sämtlich rein blau (nicht zum Teile weiB). Die haben gleichfalls viel deutlicher blauen Wurzelteil der Figl und
sind auf der Außenhälfte dunkler als bei appias.
A. artacaena Hew. (120 B a) ist durch ganz Mittelamerika bis Columbien verbreitet, aber überall sehr arlacaena.
selten. Das bei beiden Geschlechtern vorhandene weiße, hinter der Zelle durchbrochene Vflglband macht die Art
sofort keimtlich. Es zeichnet sich auch unterseits durch lichte Tönung al), die gegen den dunkeln Proximalteil
des Vflgls stark absticht.
A. eribotes F. kommt am unteren Amazonas und in Guyana vor. Beim d' setzt sich ein lebhaft rost- erUMes.
brauner Außenteil aller Flügel scharf gegen das schwarze Bas aldrittel ab, das einen blauen Schimmer zeigt ;
die Vflglspitze ist schwarz. Das $ ist düster schiefergrau, die Basis der Vflgl breit lichtblau, in der Nähe der
Flglspitze ein kurzer gewellter schmutzigweißer Schein. Außenrand der Vflgl wenig eingebogen, und die Unter¬
seite hat deutliche schwarze Flecke. — Die Rp hat die gewöhnliche Gestalt der H»aea-Rpn, ist schwarz und
hat einzelne weiße Börstchen, die auf weißen Wärzchen stehen und zwar 2 Reihen zu jeder Seite des Rückens
und eine Reihe unter den Luftlöchern; die kurzen schwarzen Kopfhörnchen haben in der Mitte einen weißen
Strich, einen gleichen an jeder Seite des Gesichts und 2 sich kreuzende dergleichen in der Mitte des Gesichts.
Die Pp ist verhältnismäßig schlank und hat schwarze und rote Zeichnungen.
A. porphyrio Bates (119 a) vom Amazonas ist durch seine eigentümliche Oberseitenfärbung charakteri- porphyrlo.
siert. Ist in den Wäldern bei Peru sehr gemein.
A. testacea spec. nov. (119 a) aus Peru (Golk A. H. Fassl) hat auf dem W^irzelteile aller Figl denselben testacea.
violetten Schiller wie porphyrio, ist aber unterseits von porpAgrfo sehr verschieden; die Unterseite ist ledergelb
mit kleinen bräunlichen und schwärzlichen Flecken ; durch die Mitte der Hflgl läuft eine sehr verschwommene
bräunliche Binde; der Außenrd ist bräunlich, verschwommen, vom Innenwinkel bis zum Schwänze stehen
schwarze, breit weißlich eingefaßte Fleckchen.
A. leonida Cr. aus Surinam ist eine zweifelhafte Art; von Dbüce wird sie für das $ von eribotes gehalten, leonida.
was nach 0. Staudixger aber unrichtig ist. Sie hat braune Außenränder aller Fgl. Cr.imer bildet als C und $
Stücke ab, die vermutlich beide CC siud und verschiedenen Arten angehören; sie sollen aus Surinam stammen.
Wir besitzen hiervon kein Material.
A. xenocles Westw. ( = xenocleeb Sfgr.) (119 a) verbreitet sich von Guatemala bis Bolivien und Rio de xenocles.
Janeiro und scheint sehr häufig zu sein. Hier sind die basalen Flglteile stark metallblau glänzend; die submar¬
ginale Fleckenreihe der Vflgl ist aber unregelmäßig, nähert sich am Innenwinkel dem Außenrd und setzt sich
auf den Hflgl fort in Form verloschener Zwischenaderwische vor dem Saum. LTnterseite fein aber lebhaft silberig¬
gesprenkelt. Das $ hat die Flglwurzel lichter blau und nur 2 weiße Subapikalflecken der Vflgl. — subbrunnes- **^^g^^**^*^’*'
eens Stgr. i. l. aus Bolivien scheint nur eine Aberrativform zu sein, die auf der Luiterseite, namentlich der Hflgl,
mehr braun beschuppt ist.
A. octavius F., als deren Heimat vom Autor irrtühilich Indien angegeben worden ist, hat kein neuerer odavius.
Autor zu Gesicht bekommen. Die völlig ungenügende Beschreibung lautet: Figl geschwänzt, schwarz, eine ab¬
gekürzte grüne Binde; unten grau, ein rotbrauner Streifen.
A. morvus F. (= laertes F.) (119 a) ist eine weitverbreitete und stark veränderliche Art. Die abgebilde- morvus.
ten Stücke stammen vom Amazonas. Hier fehlen die Siibmarginalflecken ganz, die Wurzelhälfte der ^"flgl aber
glänzt sehr lebhaft metallisch. — mortua Stgr. (nicht Druce) ist die zentralamerikaiiische und kolumbische Form mortm.
mit verloschenen Flecken. — Weit größere kolund)ische Stücke, die sich auch durch weit grünlicheren Glanz am
Aussenrande der Vflgl auszeichnen, benannte 0. SxAuniifGER pseudiphis. — Man ist noch nicht darüber pseudiphis.
einig, welche Form als iphis Latr. (119 a, b) zu gelten hat. M"ir haben ein aus Cohimbien stammendes Stück der- ipliis.
jemgen Form abbilden lassen, die allgemein für iphis gilt. Es ist ein großer, langgeschwänzter Falter mit sehr
stark sichelig vorgezogenem Innenwinkel der Vflgl, deren Apikalteil lebhaft blaue Flecke zeigt, die sich ciber
nicht längs des Außenrds fortsetzen. Unterseits ordnen sich die lichten Schüppchen zu einem schmalen Saumband
und eizier Schräglinie, die den Innenwinkelteil abschneidet. — morpheus Stgr. (119 b) vom oberen Amazonas, Bo- morpheus.
livien und Peru ist im allgemeinen größer als morvus und hat am Außenrd der Vflgl blaue Flecke. Die Unter¬
seite ist dunlder (brauner).
A. arachne Cr. aus Surinam, die von mehreren Aiztoren als synonym mit morvus vereinigt wurde, ist araclme.
sicher eine andere Art. Gestalt etwa wie diejeirige von morvus, doch ist aus der Abbildung Crawers nicht sicher
zu erkennen, ob der Ird der Vflgl ausgeschnitten ist; in der Beschreibung ist hierüber nichts gesagt. Die Hflgl
sind mit Ausnahme des schmalen schwarzen Saums völlig und die Vflgl auf der Basalhälfte grün, es läuft aber
über sämtliche Figl eine mäßig breite schwarze Subbasalbinde; ein großer grüner Fleck steht in der Vflglspitze.
Die Unterseite ist braun mit weißlicher Zeichnung in der Nähe der Hflglwurzel, auch läuft über sämtliche Figl
eine ziemlich breite bläuliche Srzbmarginalbinde ; die Lhiterseite ist daher ziemlich bunt.
V
74
586
ANAEA. Von J. Röber.
oenomais. A. oenoitiafs Bsd. (119 c) aus Mexiko, Costa-Rica undChiriqui macht den Eindruck einer kleinen, wenig
lina. gezeichneten iphis. Auch die Unterseite ist ganz ähnlich derjenigen von — ■ üna /oj’m. woy. aus Panama (Lino,
800 m) ist vielleicht Zeitform der oenomais. Die Basalfärbung der Oberseite ist nicht blau, sondern grün
(glänzend), nimmt auch einen größeren Eiglteil ein. Die Unterseite ist braun und weniger weiß gesprenkelt.
cida. A. z\c\n Msclilr. aus Surinam, von der anscheinend bisher nur 1 Stück bekannt geworden, nach dem die
Art beschrieben worden ist, scheint der oenomais nahe zu stehen. Sie hat dieselbe Flglgestalt, doch ist der Ird
der Vflgl gerade. Die größere innere Hälfte der Figl ist oberseits hellblausilbern mit grünlichem Scheine; in dem
dunklen Saume steht ein subapikalos blaues Eieckchen; vor dem Hflglschwänzchen steht ein schwarzer Fleck
mit blauem Kern. Auch die Unterseite scheint gut mit oenomais übereinzustimmen.
herbacea. A. herbacea Btlr. aus Costa-Rica ist vermutlich eine Form der glauce (119 e). Der Basalteil aller Figl
ist grün und weniger ausgedehnt ; außer einem grünen Subapikalfleck und 3 weißen Punkten am Außenrde der
Hflgl hat die Oberseite keine Zeichnung. Die Unterseite stimmt im wesentlichen mit glauce überein.
acaudata. A. acaudata spec. nov. (119 d), aiis Bolivien macht auf den ersten Blick den Eindruck einer unge¬
schwänzten felderi (119 d). Die Gestalt der Figl ist indes doch eine wesentlich andere: die Vflglspitze ist abge¬
rundeter, derAußenrd ist fast gerade, vom Schwänzchen fehlt jede Spur und der Innenwinkel der Hflgl ist abge¬
rundet. Die Zeichnung der Vflgl ist fast dieselbe wie bei felderi, aber die grünlichblaue Färbung der Hflgl greift
weiter nach außen. Die Unterseite ist im allgemeineii lichter als bei felderi, durch die Figl zieht sich von der
Mitte des Vrds der Vflgl nach der Mitte des Irds der Hflgl eine verschwommene dunkle Binde, wurzelwärts von
dieser Binde smd die Figl dunkler, als auf dem Außenteile; von unterhalb der Flglspitze bis zum 1. Medianaste
der Vflgl zieht sich eine graubräunliche Binde hin und die Hflgl haben in dem rötlichgrauen Außenteile eine
verschwommene grünlichschwärzliche Submarginalbinde; zwischen dem 2. und 3. Medianaste steht ein sub¬
marginales schwarzes Pünktchen.
hedemanni. A. hedemantii Fldr. aus Mexiko (Potrero, Januar) ist beschrieben worden wie folgt; kleiner als glauce
(119 c), Vflglspitze stark vorgezogen, spitz sichelförmig, Hflgl ungeschwänzt, aber am 3. Medianaste deutlich
geeckt. Alle Figl oben stahlblau-schwarz mit 5 stahlblauen submarginalen Flecken, unten glänzend grauwei߬
rotbraun, weiß gestrichelt, mit einer am 3. Medianaste geeckten, nach innen verlöschenden Mittelbinde, auf den
Vflglii mit einem sid)marginalen graugrünen Streifen, auf den Hflgln mit fast verschwindenden schwarzen, innen
blau bezeichneten Punlrten.
moerls. A. mocris Fh/r. (119 c) aus Columbien ist eine auffällig stark grün gezeichnete Form. Die Hflgl sind sehr
lang geschwänzt und der Innenwinkel der Vflgl bildet eine spitze Sichel. Ob sie eigene Art oder Form der mor-
vus ist, müssen wir dahingestellt sein lassen.
alberta. A. alberta Dr uce (1 19 d) aus Peru hat glänzend braune, dick dunkel iind licht braun gefleckte Unterseite.
Uns nicht in natura bekannt. Der Abbildung nach zeigen die Vflgl die blauen Vflglflecke, die sich bei moeris
aus der Apikalgegend längs des Außenrds fortsetzen, deutlicher; die Sichel des Innenwinkels ist ebenso kräftig
wie bei moeris, aber die Hflgl haben statt der langen Spatelschwänze nur einen kurzen Zahn.
glauce. A. glauce Fldr. (119 c) vom oberen Amazonas und aus Columbien variiert in der Färbung der Ober¬
seitenzeichnung zwischen grün und blau. Das $ ist, wie die Abbildung zeigt, vom erheblich verschieden, nämlich
glaucome. lang spatelförniig geschwänzt, mit stark gesicheltem VflgltOrnus und reichlicher metallisch übergossen. — glau-
felderi. come FWr. hält 0. Staudinger für zeichnungsarme Stücke dev glauce. — Bei felderi subsp. nov. (119 d) aus Ecua¬
dor ist das grünblaue Wurzelfeld reduziert , dagegen die gleichfarbige Submarginalzeichnung mehr entwickelt.
glaucina. Die Unterseite ist lichter, aber kontrastreicher, auf dem äußeren Teile der Hflgl grünlich. — glaucina Stgr. (119d)
aus Columbien ist vielleicht eigene Art. Die Oberseite zeigt die Abbildung ; die Unterseite ist ziemlich eintönig. —
centralis. Als centralis subsp. nov. (120Bb) beschreiben wir nach zwei Stücken aus Panama (Lino, 800m, Coli. A. H. Fasse)
eine Form, die kleiner und schlanker und bei der die grüne Basalfärbung, namentlich der Hflgl, stark reduziert
ist; die Unterseite ist viel lichter (grau mit geringem rötlichen Schein) und hat weniger dunkle Zeichnung.
florita. A. florita Druce (120Bb) aus Peru (Chanchamayo) ist ein niedliches, stark blaugezeichnetes Tierchen.
Die Unterseite ist hellbraun, unregelmäßig braun und weiß beschuppt ; von der Vflglspitze zur Mitte des Irds läuft
eine undeutliche weiße Linie. Die Hflgl sind an der Wurzel und hinter der Mitte am dunkelsten, am Außenrande
stehen 6 undeutliche weiße Flecke.
praxias. A. praxias Hpffr. aus Peru ist etwas größer als glauce (119 c), hat dieselbe Färbung, aber nur einen ein¬
fachen kleinen Apikalfleck der Vflgl, unter dem mitunter noch ein kleiner, durch eine Rippe geteilter blauer Fleck
vor der Mitte des Außenrds steht. Hflgl ohne Schwanz oder Zacke.
vicinia. A.. vicinia Stgr. (119 d) vom oberen Amazonas hat mitunter noch ein weiteres Paar blaue Flecke am
Außenrde. Die Unterseite ist ähnlich wie bei anassa (120 Ae), aber brauner. Der Hflgl hat zwar keinen
Schwanzansatz, aber sein Analwinkel ist zu einer stumpfen Spitze ausgezogen, was ihn von allen ähnlich gefärbten
iphimedes. Arten unterscheidet. — iphimedes Stgr. i. l. aus Bolivien hat mehr und grünblaue Zeichnung der Oberseite und
blasser braune Unterseite.
ANAEA. Von J. Röbek.
587
A. beatrix Druce (120 Cb) ausChiriqui ist eine stattliche Art. Rassist unterseit.s viel grauer als das healrix.
Scheint nicht selten zu sein.
A. cleomestra Hew. ( 1 20 C a) aus Nicaragua und Veragua ist eine sehr seltene x\rt . J )io H flgl sind gesch wänzt cleomeHlra.
und der Ird der Vflgl ist tief ausgeschnitten. Auf schwarzbraunem Grunde befindet sich überVflgl uml Hflgl eine
breite blaue Binde, vor der auch 2 gleichfarbige Subapikalflecke stehen. Die Unterseite ist sehr unscheinbar:
gelbgrau mit gelblichen und schwärzlichen Strichelchen.
Von A. ates Drtice (119 d,e) aus Bolivien, Peru und Ecuador, angeblich auch aus Rio, werden d'd' utea.
häufig erbeutet, während die $$ sehr selten zu sein scheinen. Gleicht oben sehr der felderi, wälirend die Unter¬
seite die Zeichnung einer (119 b) aufw'eist ; aber von cheser weicht sie durch den reineren Unterseitenton und
die weit geringere Größe ab. Die Stücke aus Bolivien haben auch grünblaue Submarginalflecke in der Nähe
des Innenwinkels der Vflgl.
A. drucei Stgr. (119 e) vom obern Amazonas hat statt der Hflglschwänze nur kurze Zacken und eine drucei.
wesentlich andere Unterseite, vor allem aber fällt der breit blau glänzende Vflglrand des d' auf.
A. cerealia Druce (119 e) aus Peru (Chanchamayo) scheint eine seltene Art zu sein. Statt grüner scheint cerealia.
ebensooft duidcelblaue Zeichnung der Oberseite vorzukommen. Aehnelt außerordentlich der ates Drc.
A. phila Druce (120 A a) aus Columbien und Honduras scheint stark abzuändern, denn ein uns vorlie- Tphila.
gendes Stück aus Honduras zeigt sehr obsolete Subapikal- und Submarginalzeichnung. Der Außenteil der
Flgloberseite ist tief samtschwarz und schneidet gerade, nicht saumärts konvex gegen den metallisch glänzenden
Wurzelteil der Vflgl ab.
A. boIivianaDrwce. (120Bb,c) aus Bolivien ist sehr düster gefärbt. Das (J ist oberseits tiefblauschwarz, boUviana.
am lichtesten ist das Wurzefleld der Vflgl, in der Nähe der Vflglspitze beginnt ein aus 3 Flecken bestehendes
Band, das sich nach dem Irde zieht. Das $ ist unterseits lichter braun, als d^ ^ und hat zwischen dem
Schwanz und dem Airalwinkel 3 graue Flecke. Der Metallglanz der Oberseite tritt nicht mit dem hellen Schim¬
mer der vorigen Arten auf, sondern bleibt, besonders beim (J, Avesentlich stumpfer.
A. psammis FZir. aus Columbien stimmt in der Gestalt mit worrws (11 9 a) überein. oben schwarzbraun, psammis.
Stahlblau, Basalchdttel der Vflgl grünlichbleigraxr, 4 bis 6 hell stahlblaue Submarginalflecke, Außenrd hell stahl¬
blau, Hflgküskalfeld grünbleigrau bestäubt, Analsaum hell stahlblau, bleigraue Submarginalflecke, die an
Größe allmählich abnehnien.
A. stheno Prittio. (119 e) aus Süd- Brasilien (Santa Catharina, wo sie Ende April fliegt, Rio grande do Sul, stheno.
Säo Paulo) und Paraguay AAÜrd von 0. Staudixger für den brasilianischen Vertreter von moryrts gehalten, AA’ährend
H. Druce stheno für besondere Art hält. Beim von stheno ist die gesamte Oberfläche fast gleichmäßig stumpf
violettblau getönt, ohne eigentliche Metallfleclaing, kaum daß der violette Hauch im Wrarzelchittel der Hflgl
etwas kräftiger wird. — Nach W. Mueller leben die Rpix an verschiedenen Laurineen: Nectancba vaga Meißn.,
Goeppertia hirsiita Nees und Camphoromoea litsaeifolia Meißn. ; sie hat dieselbe Gestalt wie die von p/w(fx7e;
Grundfärbung schmutzig orange, im letzten Stadium verblaßt der dunkle Seitenstreifen dermaßen, daß er schheß-
lich kaum noch nachzuweisen ist. Die Gewohnlieiten der Rp sind dieselben wie der phidile, abweichend ist nur,
daß das Tier stets das Blattstück, aus dem es seme Tüte fertigt, vom lebenden Blatte total abtrennt und chxrch
Gespinstfäden Avieder befestigt, so daß das Blattstück vertrocknet. Hierdurch verhält sich das Tier abAA^eichend
von den andern 3 von W. Mueller beobachteten Anaea-'Rpn und der Rp von Protogonvus drurii. Pp in der
Gestalt ähnlich der von jPiidile, rein grün durchschemend mit Aveißen und dunkelgrünen Flecken.
A. otrere Hbn. (120Aa) aus Süd-Brasilien) Rio de Janeiro, Sao Paulo, Rio grande do Sul) ist unterseits oircre.
der vorigen Art ähnlich, doch etAvas mehr gezeichnet. Außer vor, dem Apex finden sich auch A^or der Saummitte
des Vflgls blaue Schillerflecke; diese sind aber beträchtlich Aveiter vom Saume abgerückt, als bei ähnlichen Arten.
A. uzita Druce (120 Bb) aus Cayenne ist eine niedliche Art. Sie ist uns nur aus der Beschreibung Aiiid uzita.
Abbildung bekannt geworden. Danach sind die blauen Subapikalflecke der Vflgl- 01>erseite Amrlianden, aber
reduziert und auf der Hflgl- Unterseite zieht durch die Mitte eine Reihe o zellenartiger Punlctflecke.
A. pleione Godt. von den Antillen ( ?) ist keinem neueren Autor in die Hände gekommen. Die Beschreibxing pieione.
lautet in Uebersetzung : PlglspamiAveite zwischen 5,4 bis 6,8 cm. Flgloberseite tief gelbbraun, Saum der Vflgl
scliAA^arzbraun mit 2 gelbbraunen Flecken gezeichnet, die mehr oder AA'eniger deutlich sind. Ird der Hflgl A'on
einer schwärzlichen Linie gesäumt, die geAAuinden und gegenüber dem AußeiiAvinlvel doppelt ist. Lbiterseite
der 4 Figl gelblich, mit rotbrauner Maschenzeichnung und in der IMitte durch einen braunen Streifen durch¬
quert, längs dessen Innenseite eine leicht perimutter artige Färbung sich zeigt, eine Färbung, die man auch am An¬
fänge des Vrds der Vflgl sieht. Leib obezi gelbbraun, 'unten gelblich, mit 4 AA’eißen Punkten auf dem Kopfe.
Fhlr rostfarben. — Auffallend ist die Angabe, daß der Schmetterling AA’eiße Punkte auf dem Kopfe hat. Eine
solche Zeichnung kommt bei keiner uns bekannten, ja aa-oIiI überhaupt bei keiner Anaea A^or, AA'eshalb aaIi’ zu
der Annahme kommen, daß 'pleio7ie nicht in diese Gattung gehört.
A. philumena Dbl. u. Hew. ( = hauxAvelli Drc.) (120 Aa) a'oui oberen Amazonas und A'on Columbien philumena.
588
ANAEA. Von J. Röber.
lorna.
'placida.
grandis.
offa.
duvia.
catinka.
moria.
vidoria.
chaeronea .
indigotica.
■peruviana.
coriia.
ist im männlichen Gesclileclite auf der Oberseite nur wenig gezeichnet. Die Unterseite des d' ist ganz ähnlich
der von ates (119 e), beim $ viel grauer.
A. lorna Druce (120 A a) aus Bolivien und Ecuador scheint nur im männlichen Geschlechte bekannt
zu sein. Die von uns abgebildete Ecuador-Form hat auf den V- und Hflgln etwas breitere grüne Zeichnung, als
das von Druce abgebildete 8tück aus Bolivien. Charakteristisch ist der breit lichtblaue, spärlich dunkel über¬
stäubte Hflglsaum. — Von A. placida Druce (120 B c) aus Bolivien geben wir die Orginalabbildung wieder. Der
Autor gibt selbst der Möglichkeit Raum, daß ■placida keine eigene Art, sondern eine (Aberrativ-) Form der
lorna fiel. Wenn indes die Abbildung der Unterseite richtig ist, so kann auch besondere Art sehr, zumal
auch die Flglgestalt derjenigen von forrra nicht gleich ist. Der Färbungsunterscliied besteht zunächst irr einer
Verringerung des hellblauen Flglrandes und der 8ubapikalflecke auf dem Vfgl von placida.
A. grandis Druce (120 Be), unbekamrter Herluinft, ist nach einem $ beschrieben und abgebildet rvorden.
Nach der Originalabbildung geben wir die Fhiterseite wieder. Groß, Oberseite fast genau wie bei proserpina,
breit- und strrmpfflüglig mit kurzem, breitem Spatelscliwanz der Hflgl, das Blau der Wurzelhälfte der Hflgl licht
und lebhaft. Die schmutzig sandfarbige, gelbbraune Unterseite ungleichmäßig rußig gesprenkelt.
Von A. offa Druce (120 A a, b), nach einem $ aus Eciiador beschrieben und abgebildet, geben wir nach
Stücken, die Herr A. H. Fasse in Ost-Columbien (oberer Rio-Negro, 800 m) erbeutet hat, Abbildungen beider
Geschlechter. Der vorigen Art sehr nahe, aber der distale Fleck vor dem Apex ist doppelt und meist steht auch
ein Wisclifleck vor der Saummitte der Vflgl.
A. cluvia Hpfjr. aus Bolivia ist auf der Oberseite der chaeronea (120 Ab, c) sehr ähnlich, weicht aber
von dieser auf der Unterseite stark ab; die Vflgl haben nur eine in die Figlspitze auslaufende Binde, die den
Figl in zAvei ganz verschieden gefärbte Hälften teilt, und zwar ist die innere Hälfte dunlvelbraun, die äußere
Hälfte aber weißlich mit brauner Marmorierung.
A. catinka hat Druce (120 B c) nach einem $ unbekannter Herkunft beschrieben und abgebildet. Leicht
zu kennen an dem sehr lichten, im Vflgldislms zu Weiß aiifgehellten Blau der Oberseite.
A. morta Druce (120 Ab) aus Honduras ist wie folgt beschrieben worden: Oberseite bräunlichschwarz.
Die Basalhälfte aller Figl glänzend blau, auf der Oberseite außerordentlich ähnlich der offa, aber ohne die Sub¬
marginalflecke auf den Hflgln. Die Unterseite ist sehr verschieden; sie ist bleich grünlichbraun, in der Nähe
der Vflglvmrzel unregelmäßig mit weißen Schuppen, beide Figl in der Mitte von der Spitze bis zuminnenrde mit
einem gewellten bleich ockergelben Bande. Die abgebildeten Stücke stammen aus Ost-Columbien (Aguaca-
Tal, 2000 m, A. H. Fasse). — Ueber das Ei sagt A. H. Fasse; Das $ beobachtete ich in der Mittagssonne
bei der Eiablage, die an einem Urwaldstrauche mit großen, raidien (unserer Klette ähnlichen) Blättern erfolgte.
Das Eis ist sehr ähnlich dem von pasibula, etwas kleiner und mehr weißlich.
Von A, Victoria Druce (120Bc, d) aus Rio de Janeiro köiinen wir nur die Originalabbildungen wieder¬
geben. Vflglwurzel beim (J bis an, beim $ bis über die Mitte sehr lebhaft blau. Unterseite schmutzig grau¬
braun mit sehr dürftiger, unregelmäßiger Sprenkelung, Vor dem Apex die gewöhnlichen Flecke.
A. chaeronea FZr/r. (120 Ab, c) ist sicher von indigotica S'aZw. ($=zehca Salv.) ( 120 Ac, 120 C b) nicht spezifisch
verschieden. Erstere kommt in Columbien, letztere in Chiriqui vor, aber es kommen auch aus Columbien Stücke,
die von der Chiricj[ui-Form kaum zu unterscheiden sind. Auf der Unterseite scheint mdfgoZim und zwar auf dem
hinteren Teile der Hflgl, etwas stärker weiß beschuppt zu sein. — peruviana Strand von Südost-Peru, die nur
nach einem $ beschrieben worden ist, unterscheidet sich vom durch die gelbe Vflglbinde, die vom
Vrd nur durch eine haarbreite Linie getrennt ist und auch den Innenwinkel bis auf jMillimeterbreite erreicht.
Die gleichfarbige Hflglsaumbinde setzt sich, wenn auch verloschen, bis zum InnenwiiJcel fort. Auf der Unter¬
seite sind die dunklen Streifen entwickelter. — corita Frühst, aus Brasilien (Espirito Santo) ist nur im weiblichen
Geschlechte bekannt. Die gelbe Längsbinde der Vflgl ist fast doppelt so breit und lichter. Die Hflgl tragen
eine rotgelbe Saumbinde, die nicht wie bei indigotica vor den Schwänzen aufhört, sondern sich bis zur
Submediana ausdehnt. — Ueber das Ei von chaeronea sagt A. H. Fasse; ,,Von einem (19. April 1910) am
oberen Rio-Negro bei 1200 m gefangenen $ erhielt ich die Eiablage. Das Ei hat, wie wohl bei allen Anaea,
kugelrunde Gesalt, ist wachsgelb, etwas irisierend und ziemlich gleich groß wie von Papilio niachaon"‘ . Der¬
selbe Autor berichtet über die Pp; ,,DiePp besitzt die typische, gedrungene Gestalt der übrigen mir bekannten
Anaeen-Ppn und läßt sich am besten mit einer Thechden-P]) vergleichen, nur daß die H leibsringe noch
mehr eingezogen sind und die Kremasterspitze, von obeii betrachtet, etwa in der Mitte des vierten Segments
hegt. Den durch die Krümmung unterseits entstehenden großen Hohlraum verbinden nach vorne die Figlscheiden.
Die P]) ist elfenbeinweiß mit Emailglanz, die Augen gelblich, die Beinscheiden hintereinander mit zwei dunklen
Punktpaaren. Die Rippen treten wie wässerig hervor. Im Vflgl sind drei dunkle konzentrische Bogenlinien von
je j/2 mm Breite sichtbar, die n i c h t der künftigen Falterzeichnung entsprechen. Die Rückenlinie scheint
ebenso wässerig gefärbt wie die Figladern ; die ersten 4 Segmente tragen aber außerdem drei Paare etwa
breite graubraune Striche, die nach hinten divergieren. Die Pp ist 17 mm lang und an der größten Breite (über
dem dritten Hlbsringe) 10 mm im Durchmesser. Ich fand dieselbe am 13. Juli 1911 mit dem Kopfe nach abwärts
ANAEA. Von J. Röber.
580
angesponnen an der Unterseite eines großen harten Blattes, das dein untersten Aste eines mächtigen Urwald-
baunies angehörte. Der beschriebenen l^p entschlü])fte am 2(). Juh das vom ^ sehr verscliiedene Falter- mit
den breiten rotbraunen Binden.“ — Scheint nicht selten zu sein.
Von A. xenica Bat. (=xelica Stgr. (120 Be) aus Guatemala war lange Zeit nur das das $ bekannt, xcn'ica.
Allem Anscheine nach ist sie eine Lokalform der chaeroma.
A. promenaea G. u. 8. aus Mexiko (Cordova) soll der xenica (120 Be) sehr verwandt sein, aber die vromenaca.
Figlbasis beim 8 blauer, beim $ purpurner. Von indigotica-8 verschieden durch das Fehlen der schieferblauen
Binden der Oberseite.
A. proserpina 8alv. (= pedile Bruce) (120 Be) aus Guatemala und (Josta-Rica liegt uns in einem $ aus proscrpina.
Costa-Rica (Orosi, 1200 m. Coli. A. H. Fasse) vor. Wir geben die Abbildungen aus der ,,Biologia centrali-
americana“ wieder. Hier fließen die Flecken vor demVflglapex zu einer präapikalen iSchrägbinde zusammen
und die Hflgl sind trüb hellblau gerandet.
A. basilia Cr. vom oberen Amazonenstrom ist eine seltene Art, die zuletzt Bates in den fünfziger Jahren hmilia.
des vorigen Jahrhunderts erbeutet zu haben scheint. Sie ist nach Drece der folgenden Art sehr ähnlich und hat
nur etwas mehr und lichter blaue Färbung. — phantes Hpffr. (120 A c), nur Lokalform von basilia, aus Peru phantes.
und Bolivien, ist in beiden Geschlechtern oberseits ziemlich variabel, da sowohl reichliche als auch geringe
Submarginalzeichnung vorhanden sein kann; che LTnterseite ist jedoch ziemlich konstant. Auch in der Große
variieren die 88 sehr. Wenn die von uns zu dieser Art gezogenen $$ wirklich hieher gehören, so ist noch
Panama (Lino, 800 m, Coli. A.H. Fasse) als Heimat anzugeben. 88 ''^on Panama liegen uns nicht vor.
A. memphis Fldr. aus Columbien und vom Amazonas ist nur im männlichen Geschlechte bekannt. Nach memphis.
dem Autor ist diese Art iphis zunächst verwandt, erinnert jedoch in Größe, Form der Vflgl und Zeichnung der
Oberseite stark an basilia. — montana subsp. nov. aus Zentral-Peru (Hunamo|)amba 1500 m, A. H. Fasse) montana.
ist die größere Gebirgsform mit weit mehr Subapikal- und Submarginalzeichnung der Oberseite. Die Unter¬
seite ist lichter braun und weniger weiß gesprenkelt.
A. mora Bruce aus Columbien ixnd Guatemala ist wie folgt beschrieben worden ; Oberseite grünlich- irwra.
schwarz, Basalhälfte der Vflgl düster grün, ein grüner Fleck in der Nähe der Vflglspitze und ein undeuthcher
Fleck nächst dem Vorderwinkel der Hflgl, der gering grüidich gefärbt ist. Hflgl ohne Schxvanz, Basalhälfte xind
Außenrand grün, eine Reihe von 4 kleinen weißlichen Flecken vom Analwinkel nach dem Apex. LTnterseite dunkel¬
braun, alle Figl kastanienbraun gefleckt, mit graulichen Schuppen entlang des Costalrands der Vflgl, alle Figl
mit einer submarginalen Reihe undeutlicher weißer Flecke.
A. orthesia G. u. 8. (= mora Bruce p. p.). 8 Vflgl purpurschwarz, an der Basis blau bestäubt, der Saum orihcsia.
der Vflgl undeutlich blau. Unterseite kastanienbraun, überall roströtlich und weiß besprenkelt. Vflgl sehr
spitz, Hflgl ungeschwänzt. $ braunschwarz, an der Basis blau, Vflgl mit blauem Fleck nahe der Spitze, Lhiter-
seite braun, röthch angeflogen, braun und xveiß gesprenkelt; Hflgl geschwänzt. Das $ ähnelt sehr H. oenomais
(119 c), aber die Figl sind spitzer und ihr Wurzelfeld stärker blau gefärbt. Von w ora abweichend durch mehr
purpurfarbenen Anflug der Figl, das Blau des Wurzelfeldes weniger grünlich angeflogen usw. Mexiko, Gua¬
temala.
A. cambyses Bruce aus Peru (Chanchamayo) ist auf der Oberseite tief schwarz, Basaldrittel der Vflgl cambyses
grün, zwei kleine, dicht beieinander stehende grüne Apikalflecke ; Basalch’ittel der Hflgl blaugrün, eine submar¬
ginale Reihe von 5 undeutlichen grünen Flecken, der AnalwiiWel und Ird rotbraun. Ihrterseite dunkelbriiun,
an der Basis, am Vrd und am Apex der Vflgl dick mit grünweißen Schuppen bedeckt, Basis und Ird der
Hflgl unregelmäßig weiß gefleckt, eine submarginale Reihe kleiner weißer Flecke.
A. lyceus Bruce (120Bd) liegt uns vor in mehrerend'd' aus West-Cohimbien (Cauca-Tal, und 1 Paar aus lyceus.
dem Aguaca-Tal, 2000 in) und 3 aus Bolivien (Rio-Songo, 750 m, A. H. Fasse), nach Drijce kommt diese
Art auch in Ecuador vor. Während bei dem kolumbischen $ der violettblaue Basalteil nur die knappe Hälfte
einnimmt und die Subapikalzeichnung sehr gering und verschwommen ist, haben die $$ aus Bolivien einen grö¬
ßeren und grünblauen Basalteil und sehr entwickelte Subapikal- und auch etwas Submarginalzeichnung. Lhi-
terseits sind diese $$ brauner und haben viel mehr seidigen Glanz. Wir bezeichnen diese Form als lynceus lynccus.
subsp). nov. (120 Ad).
A. schausiana G. u. 8. (420Ca, b) von Coatepek in Mexiko ist eine eigentümliche Art, weil beide Ge- schausiana.
schlechter oberseits fast gleich sind. Sie ist uns nur aus den Abbildungen in der ,,Biologia centrali-americana“
bekannt geworden, die nach Exemplaren von IV. ScnAUS gefertigt sind. Steht der beatrix (120 Ob) nahe.
A. Odilia Cr. (= polycarmes F.) (120 Ad, 120 Bd) ist eine seltene Art vom oberen Amazonas. Die odilia.
Oberseite ist lichter oder dunkler, aber immer ungezeichnet. Die Luiterseite zeigt mehr oder weniger weiße Be-
schuppung. Das $ ist oberseits graubraun mit glänzend blauer Beschuppung mit Ausnahme trüber Ränder;
mehrere undeutliche bläuliche Subapikalflecke. Unterseite licht graubraun mit geringer wolkiger Zeichnung
auf den Hflgln und weißen Fleckchen am Außenrande der Hflgl. — Die von älteren Autoren über die Rp ge¬
gebenen Mitteilungen sind umlchtig.
nenia.
laura.
rosae.
Icdicincia.
anassa.
dura.
Uneata.
vicinalis.
magdcüena.
590 ANAEA. Von J. Röber. ^
A. nenia Dr-wce (120 Ca) vom oberen Amazonas (St. Paulo) hat andere Flglgestalt (weniger ausgeschnit¬
tenen Ird der Vflgl), auch ist die Unterseite wesentlich anders als bei odilia, nämlich trüb staubgrau, weiß
gesprenkelt, mit dunklerem Mittel- und Saumband, in welch letzterem auf dem Hflgl lichte Wolkenflecke
stehen.
Von A. laura Drtice (120Ad 120Bd) ausVeragrra und Columbien (Muzo, 400 — 800 m, A.H. Passe) sind
anscheinend nur d'd' bekannt. Diese sind oben tief schwarz mit undeutlicher stumpf grünlicher Tönung, che an der
Vflglwurzel etwas bemerkbarer wird. Die Unterseite ist auch kastanienbraun mit silberweißer Beschuppung ;
vor dem Hflglapex steht ein größerer silberweißer Costalfleck, vor dem ein lichtes Wellenband aus silberigen
eingestreuten Schüppchen.
A. rosae Fassl (120 C d) aus West-Columbien (Rio Aguaca-Tal, 2000 m) ist eine der besten Entdeck¬
ungen, die dem Autor während seiner mehrjährigen Forschungs- und Sammeltätigkeit im tropischen Südamerika
geglückt sind. Ist schon das unter seinen Gattungsgenossen eine hervorragende Erscheinung namentlich wegen
des Bildes, das die Unterseite darbietet und das von keiner anderen Anaea-Art auch nur annähernd erreicht
wird, so muß dem ^ auch wegen der Schönheit der Oberseite unter seinen Gattungsgenossinnen die Palme zu¬
erkannt werden. Herr Fasse hat auch ein erbeutet, bei dem die graublaue Zeichnung der Vflgloberseite be¬
sonders gut entwickelt ist, Avodurch eine Mittelstufe zwischen den Oberseitenbildern der beiden Geschlechter
entstanden ist. — $$ mit fast doppelt breiter Binde der Vflgloberseite tragen die Bezeichnung ab. laticincta
Fassl. ■ — Diese Art ist bisher (von Herrn A. H. Fasse) lediglich im westlichen Tale des Aguaca-Tals in einer
Höhe von 1800 bis 2200 in Höhe gefunden worden. Der Aufenthalt in diesem Teile Columbiens ist besonders
gesundheitsgefährlich. — Ueber die ersten 8tände dieser Art gibt ihr Entdecker folgende Mitteilungen: Das Ei
dieser hervorragenden neuen Art ist etwa so groß wie ein Pergesa elj^enor-Fi, lichtgrün, gelblich durchscheinend,
mit feinen Längsripjien. Die Rp, etwa in Größe einer erwachsenen Phalera hucepliala-F^]) , ist tiefschwarz, nackt,
zwischen den Ringen, wo das Körp erinnere durchscheint, dunkelkarminrot; Kopf schwarz, glänzend; auf jedem
Ringe steht ein Gürtel von etwa 6 schneeweißen Scheindornen, die spitz, aber nicht stechend sind. DieRp lebt
an einem blätterarmen Baume mit hartem, lanzettlichem Laube, das sie von außen nach innen einrollt und lose
zusammenheftet; erst abends kommt sie aus diesem Gehäuse hervor und sucht die nächstliegenden Blätter zum
Fräße auf. Die Pp ruht auf der Oberseite eines leicht kahnförmig eingezogenen Blattes und ist mit dem Kremaster
angesponnen. In Größe einer Limenitis popidi-Vp hat sie die bekannte gedrungene Gestalt derH aaea-Ppn (ly-
caenidenartig), aber eine außerordentlich auffallende und aparte Farbe und Zeichnung. Auf elfenbeinartigem,
weißglänzendem Grunde ist sie an der ganzen Oberfläche mit kohlschwarzen Punkten und Strichen symmetrisch
bedeckt, deren detaillierte Beschreibung zu weit führen würde; die Flglscheiden tragen 5 lange, schwarze Keil¬
striche, die am Außenrd des Vflgls basieren. Die Pp war scheinbar unbeweglich und tot; nach 6 Wochen
schlüpfte ein ^ von A. rosae. Die Größe der weiblichen Rp und Pp dürfte, entsprechend dem Größenverhältnis
der Falter, wohl das doppelte (der männlichen) betragen.
A. anassa Fldr. (= ada Btlr.) (120 A e) aus Veragua und Columbien ist uns nur im männlichen Geschlecht
bekannt. Diese Form scheint sehr konstant zu sein. Ist nicht selten. — aulica subsp. nov. aus Chiriqui ist kleiner,
hat breitere und zusammenhängendere blaue Zeichnung auf den Vflgln ; der Hflglsaum ist grünlicher und innen
schärfer begrenzt. Die Unterseite ist dunkler, hat keine rostbraune Zeichnung am Innenwinkel, ist stärker wei߬
lich beschuppt und es fehlen die braunen Binden auf den Hflgln.
A. elara G. u. S. (120 Cb, c) aus Closta-Rica ist der aaassa verwandt, zeigt aber doch solche Unterschiede,
daß sie als eigene Art zu hetrachten ist; sie hat unterseits Aehnlichkeit mit proserpina (120 Be), während die 01)er-
seite der von amhfosia{F2{)T) a) gleicht. Unterseits ist die ar«6rosf« aber weniger weiß gesprenkelt, eintöniger braun,
besonders auf dem Hflgl. Das $von elararst, wie die meisten nachstehenden Arten, geschwänzt; die Art scheint
recht selten oder sehr lokal.
A. lineata Salv. (=vestinaHea:., heGiWma Hiijjr.) (120 A e) aus Bolivien, Peru und Ecuador ist eine sehr
geschlechtsverschiedene Art. Die Oberseite des $ gleicht einer schausiana (120 Ca) hat aber scliAA-ächeren Blau-
schmuck, besonders auf dem Hflgl und der Apikalteil des Vflgls ist ungefleckt. Die Unterseite ist Avie bei in-
digotica (120 C b) gezeichnet, auch ist Avie bei dieser ein schwacher Hauch von Violettrosa über die Unterseite ge¬
gossen, der besonders in der Sonne herrlich leuchtet.
A. vicinalis s-pec. nov. (120 Ae) aus Südbrasilien (Rio de Janeiro, Espiritu Santo, Santa Catharina)
ist der lineata^e\ir ähnlich, aber die bei letzterer oberseits grünen Flglteile sind bei vicinalis blau. Auch die $$
beider Arten sind einander sehr ähnlich, doch zeigt die Ihiterseite in beiden Geschlechtern Unterschiede. Es
ist nicht ausgeschlossen, daß lineata und vicinalis Unterarten ein und derselben Art sind.
A. magdalena Weyni. i. l. (120 Cc) axis Ost-Columbien (oberer Rio-Negro, 800 m) und Bolivien (Coroico,
1200 m, A. H. Fasse) ist etwas größer, hat aber bis auf das mit bloßen Auge kaum bemerkbare Zäckchen am
3. Mechanaste der Hflgl dieselbe Flglgestalt und oberseits fast dieselbe Zeichnung AAÜe drticei (119e), ist aber,
Avie die Unterseite zeigt, von dieser gänzlich verschieden. Das $ hat glänzend lichtblaue Basalhälften aller Figl,
ANAEA. Von J. Röber.
Ö91
bläulichweiße Subapikalflecke der Vflgl und winzige blaue Submarginalflecke der Zflgl. Die Unterseite ist gdb-
lichgrau mit denselben Zeichnungen wie das c?, aber ohne Glanz. — elegans form. nov. aus Ost-Columbien ehf/am.
(oberer Rio-Negro, 800 m, A. H. Fasse) ist entweder Zeitform der magdalena oder eigene; Art. Sie ist viel
stattlicher, die Färbung des Basalteils der V- und des größten Teils der Hflgl ist spangrün, wie auch die
sämtlich größeren Subapikal- und Submarginalflecke gefärbt sind. Die Unterseite ist bleicher und die sub¬
basale Binde der Vflgl fehlt.
A. vestina Heiv. aus Ecuador, die uns nicht vorliegt, ist nach der Beschreibung der magdalena (l20Cc) vestlna.
unterseits sehr ähnlich, doch ist die Unterseite anscheinend brauner. Die Oberseite der Vflgl hat braunen Außenrd
und die Hflgl sind rotbraun mit einem breiten gebogenen grünen Längsbande. Im übrigen stimmt die Ober¬
seite mit magdalena überein.
A. forreriG. u. 8. (120 De). Figl blauschwarz; Vflgl am Basalfelde lebhaft blau und mit blauer Subapi- forreri.
kalbinde vom Vrde bis fast zum Saume, sowie zwei zusammengeflossenen blauen Flecken nahe dem Analwinkel.
Vflgl sehr spitz, Hflgl ungeschwänzt. Unten blaß braun, mit braun und grau gesprenkelt und insbesondere im
Analwinkel der Vflgl so marmoriert, letztere im Diskalfelde roströtlich angeflogen. $ wie das 8, jedoch die
Hflgl einen spateförmigen Schwanz tragend. Mexiko ; Guatemala.
A. ambrosiaDfMce (120 Da) vonChiriqui scheint ober- und unterseits sehr konstant zu sein, da die uns arnbrosia.
vorliegenden 4 88 keine Verschiedenheiten zeigen. Das $ ist uns unbekaimt. Sie hat auf den Hflgln lebhaft
metallische Saumflecke, die zwischen den Hauptadern, auf den sogenannten Zwischenadern, stehen.
Von A. phoe be Dritce (120 Cc) aus Bolivien geben wir eine Kopie der Originalabbildung wieder. Sie phoehe.
scheint die Vertreterin der arnbrosia h\ Bolivien zu sein. Oberseits ist der blau<^ Vflglrand breiter inid gleich¬
mäßiger mit dem Subapikalband verbunden und die Zwischenaderwische des Hflglrandes schließen zu lücken¬
losem Saumband zusammen; die Unterseite ist dadurch scheckiger, daß sie mehr von lichteii Kebelbändern durch¬
zogen ist. Ferner ist sie von ganz anderer Ge.stalt sowohl der V- wie der Hflgl.
A. chorophila 5pec. nov. (120 Da) aus Ost-Columbien (oberer Rio-Negro, 800 m) und Bolivien (Rio-Songo, chorophila.
750 m, A.H. Fasse). Ob das abgebildete $ (aus Bolivien) zu dieser Art gehört, vermögen wir nicht mit Be¬
stimmtheit anzugeben. Es ist unterseits ziemlich blaß : bräunlichgrau mit geringem grünlichem Schein, auf
den Vflglii eine von der Spitze nach der Mitte des Irds laufende Reihe obsoleter schwärzlicher Flecke, ein grö¬
ßerer gleichfarbiger Fleck am Schlüsse der Mittelzelle, am Außenrd etwas aufgehellt. Die Hflgl zeigen 2 ob¬
solete breite dunkle Schrägbinden in der äußeren Figlhälfte and zwischen Schwanz und Innenwinlcel einige
obsolete weißlich-rötliche Flecke.
A. polyxo Druce (120Da, b) vom oberen Amazonas, von Columbien, Peru, Bolivien und nach Drtjce pohjxo.
auch von Rio ist eine sehr ansprechende Art mit hübscher und sehr charalHeristischer Unterseite. Das uns
vorliegende Stück aus Bolivien (Coroico, 1200 m, A. H. Fasse) ist unterseits viel lichter. Das $ ist uns un¬
bekannt.
A. dia 8. u. G. 8 Figl grünlich-schwarz ; die Vflgl an der Basis kaum stärker grüngefärbt, mit einer dia.
glänzend hellgrünen, gekrümmten, durch die Rippen geteilten, den Analwinkel erreichenden, 3 — 5 mm breiten
Subapikalbinde, welche in der hinteren Hälfte des Saumes den Rand berührt und sich auf die Hflgl als eben¬
solche Randbinde fortsetzt und ihren Analwinkel erreicht. Fransen weiß. Hflgl ungeschwänzt. Die Cniterseite
ist zeichnungslos dunlcel seidenbraun, die Spitze der Vflgl und der Rand der Hflgl grau, das Dorsalfeld der Hflgl
etwas heller. — Am nächsten mit der brasilianischen polyxo verwandt, weicht aber durch die Färbung der Ober¬
seite beider Figl, die mehr grün als blau sind, ab. Panama. Im ganzen gleicht die Oberseite sehr der von A. florita
(120 Bb), nur daß statt der Flecke vor dem Apex ein Schrägbändchen steht, das, noch mehr als der blaue IVurzel-
teil, violett schimmert. — Der vorigen Art ober- und rinterseits ähnlich, aber bedeutend imposanter ist A. di- divina.
\\n2i8tgr.i. Z. (120Db) aus Bolivien (Coroico, 1200 ni, A. H. Fasse) und vom oberen Amazonas. Der präch¬
tigen Oberseite ist die ganz verschiedene Unterseite ebenbürtig. Das $ ist uns leider nicht bekannt. Ist sehr
selten.
A. aureola RaZe« (120D b) aus Guatemala, Panama (Lino, 800 m) und Columbien (iMuzo 400 — 800 ni, A. H. aureola.
Fasse) wetteifert in der Schönheit der Unterseite mit der rosae. Bei dem außerordentlich verschiedenen $
kommt che breite weiße Binde der Vflgloberseite auch auf der Unterseite zur Geltung; hier ist sie nach außen ver¬
breitert und verschwommen, überhaupt gelblich und mit einzelnen braunen Fleckchen; die Hflgl haben 2 große
und 3 kleine goldige Flecke in Form einer in der Mitte geknieten, nach dem Irde gerichteten Reihe.
A. pasibula DöZ. «.Heic. (120Dc 2) kommt in 2 Unterarten vor, der abgebildeten fassh subsp. nov. (120 De) pasihula.
aus Ost-Columbien (oberer Rio-Negro, 800 m) und Zentral-Columbieci (Canon del Tolima 1700 m, A. H. Fasse)
mit blauschwarzer Oberseite und reduzierter, mehr bläulicher Zeichnung und etwas dunklerer Unterseite, und
pasibula aus West-Columbien (Rio Aguaca-Tal, 2000 m, A.H. Fasse, und Cauca-Tal) mit grünlichschwarzer Ober-
falcata.
xcnocrates.
elina.
miranda.
atmet.
pamiriste.
jansoni.
excellens.
elecira.
callklri/as.
opulhta.
splendldi.
692 ANAEA. Von J. Röber.
Seite lind breiteren, anf den Vflgln mehr zusannnenhängenden grünlicheir Zeichnungen. Das $ von pasibula,
eine der bemerkensAvertesten Entdecknngen des Herrn A. H. Fasse, ist in der Zeichnung der Oberseite vom d'
gänzlich verschieden, ähnelt vielmehr auffällig dem falcala-(^. Auf der Unterseite ist es bedeutend hchter als
das (d, rötlichgrau mit denselben Zeichnungen wie das (J. — 8o häufig die (ded ihren Flugplätzen sind, so selten
sind die — Das Ei ist nach Fasse wenig größer als das Ei von Papilio machaon, kugelrund, grünlichgelb
und glänzend.
A. falcata Hpffr. (120 De) a\isPeru (Chanchamayo) und neuerlich auch in Ecuador gefunden, ist die ein¬
zige Anaea- Axt mit blauer Mittelbinde der d'd'- Die meisten Stücke haben auf der Unterseite der Hflgl eine kurze
gerade Binde, nicht Avie das abgebildete Stück, bei dem eine Fortsetzung dieser Binde nach außen vorhanden
ist. — Die Art ist sehr selten.
A. xcnocrates Wesüv. (120 Del) aus Peru ist eine sehr seltene Art. Die Zeichnung der Oberseite ändert
von grün bis blaugrau ab und hat metallischen Glanz. Das $ scheint noch nicht bekaimt zu sein. Nach
Staudinger fließen die Vflglflecke mitunter zusammen und der Metallglanz kami auch am Außenrd der
Vflgl auf treten.
A. elina Stqr. (120 D d) vom Rio Dagua (West-Columbien) ist eine sehr seltene Art, von der erst AA’enige
Stücke bekannt geAiurden sind. — Ein von Herrn A. H. Fasse in Muzo (400 — 800 m) gefangenes Stück darf wohl
zu miranda TFarr. (120 Dd) gezogen AA-erden. Dieses Stück hat ein sehr kurzes, mit bloßem Auge eben noch Avahr-
nehmbares Zäckchen der Hflgl; die orangegelbe Binde der Vflgl ist nach außen gleichmäßig gerundet, nach innen
und hinten geradlinig und vorn auffällig schmäler als hinten ; der blaue Fleck der Hflgl beginnt schon vor der
hinteren Radialis und reicht bis fast zur Submediana, ist auch breiter, daher bedeutend größer als bei elitia. Die
Unterseite ist im inneren Teile der Figl viel stärker scliAvarz beschuppt, im Mittelfelde der Vflgl gelber mit eini¬
gen scliAvarzen Schuppenflecken und am Außenrd der Hflgl breit bindenartig dunkel grünlichgrau mit einigen
schwarzen Saumflecken, von denen derjemge am Randzäckchen in einem rötlichen Hofe steht.
A. anna Stgr. (120 C d) ist, wie auch die Abbildungen zeigen, der vorigen Art nahe verwandt. Sie stammt
vom oberen Amazonas und ist erst in wenigen Exemplaren bekannt geworden. Bei ihr ist der bei orange¬
gelbe Vflglfleck scharlachrot und der Hflgl führt keinen zirkumskripten Glanzfleck, sondern ist im Diskus mit
stumpferem Blauschiller übergossen.
A. panariste Hew. ($ = bertha Druce) (420 Del) von Columbien (Muzo, 400 — 800 m, A. H. Fasse) bildet
AA'egen der Flglgestalt und des zarteren Körperbaues mit den folgenden 3 Arten eine besondere Gruppe. — ludmilla
Fassl (lOSf) vom oberen Rio-Negro (800 m) liildet eine Lokalform, die sicli im männlichen Geschlechte durch
breiten rostbraunen Bezug des Irds und der benachbarten Teile der Hflgl auszeichnet. Die Verschiedenheiten
des $ sind aus der Abbildung ersichtlich. — Die Art ist selten, namentlich gehören die $$ zu den größten
Seltenheiten.
Ob A. jansoni Salv. (110 Ad) von Nicaragua und vom Vulkan Chiriqui als eigene Art oder als Unterart
der panariste zu betrachten ist, müssen wir daliingestellt sein lassen. Die Plnterseite ist in beiden Geschlechtern
etAA'as dunkler als bei panariste, in der Zeichnung hier aber mcht verschieden. Das ^ zeigt den ganzen Irdsteil
der Hflgl hellgelb, wie bei dem von panariste.
A. excellens Bates{l\t) A d) aus Guatemala ist eine außerordentlich seltene Art. Sie ist der folgenden electra
ähnlich, aber blaß braungelb, auf den Rijipen schwarz gestreift. Die Vflglspitze ist Ai^enig A^erlängert und der
HflglscliAvanz ist breit, aber kaum spatelförmig.
A. electra Westw. (103 f) ist von Mexiko bis zum Vulkan von Chiriqui (2000 m) verbreitet. Das ist
etAvas kleiner, hat mehr verlängerte Vflgls])itzen und dunkleren Außenrd und die Unterseite ist dunkler als
beim $. Ist selten.
A. callidryas Fldr. (116 a) aus Guatemala hat mattgrüne Oberseite, die auf den Hflgln nach außen gelb¬
lich wird. Außerordentlich selten; vielleicht auch dämm, weil es scliAver ist, das Tier aus dem in seiner Heimat
in Menge fliegenden blaßgelben Catopsilia heraus zu kennen.
A. opalina Salv. n.Godrn. (=clara Stgr.) (116b) vom Vulkan Chiriqui ist eine seltene Art. Das ^
scheint noch nicht bekannt zu sein. — Vermutlich bilden callidryas und opalina nur Unterarten ein und der¬
selben Art.
Anmerkung. ITierlier scheint aui.s noch die Art splendida Rothsch. zu gehören, wofür der Autor eine eigene
Gattung, Anacomorpha, aufgestellt'’ hat. Mir scheinen die angegebenen Merkmale für die Begründung einer besonderen
Gattung ungenügend. Auch Peuhstoepee bemängelt die Gattungsrechte von spletidida, reiht sie aber bei Rrepona ein.
Weiteres hierüber s. S. 553 und die Abbildung Taf. 103 o.
HELICONINAE. Nachlrag. Von Dr. A. Seitz.
Nachtrag
zu den a m e r i de a n i s c h e n N y m p li a 1 i d e n.
Die Einteilung der amerikanischen Nymphalidae s. s. findet am besten in 4 Snl)familien statt: 1. Acrae-
inae, 2. Heliconiinae, 3. Clotliildinae, und 4. Nymphalinae. Danach hätte die N\imerierung zu erfolgen:
S. 358 Acraeinae (1. Subfamilie). S. 402 Clotbildinae (3. Subfamilie).
S. 375 Heliconiinae (2. Subfamilie). S. 403 Nymphalinae (4. Subfamilie).
Heliconinae.
Herr H. Neustetter (Wien) hat nachträglich noch einige Heliconier benannt, und außerdem die Güte
gehabt, mir einige Verbesserungen zu dem Kapitel Heliconnis zugehen zu lassen:
Bei H. narcaeus (S. 378) ist zn bemerken, daß die extremen 7iarcae?{s-Exemplare sämtlich d'd', die als
ab. conwe irrt bezeichneten Stücke mit breiter schwarzer Schräg])inde distal von den^ gelben Vflglband aber stets
$$ sind. Der Name ab. connexa wäre demnach zu streichen. — Die Exemplare, welche die connexa-~Bim\Q
verdünnt oder schmal durchbrochen zeigen, können sowohl wie $$ sein. — Die al). ‘phijscoa fmdet sich
vornehmlich bei S, aber nicht ausschließlich, so daß der Name bestehen bleiben kann. — ab. brunnescens iVe-w.sb Irunms-
aus Rio de Janeiro zeigt die Schrägbinde der Vflgl und die Mittelbinde der Hflgl rotbraiur überstäubt.
Bei H. ismenius ist anzufügen: ab. albofasciatus Neust, unterscheidet sich dadurch, daß die diskalen albofascia-
weißen Vflglflecke zu einer breiteren Mittelbinde zusammenfheßen ; ange])hch von ,, Bogota“, was zweifellos
auf einem Irrtum beruht.
Bei mimata (S. 379) ist zu bemerken, daß Riffarth das $ der Form guiensis Imschreibt mit einer so
breiten Mittelbinde der Hflgl, daß sie in der Mitte mit dem Vrd zusammenfheßt, während sie bei mimatu.s-(^($
den Vrd nicht berührt. Guyana. — sincerus nennt Riffarth eine IVrin, wie superioris Btlr, bei der die gelben sincerus.
Apikalfleckchen der Vf Igloberseite völlig fehlen, so daß Aehnlichkeit mit hippola Heiv. (72 c) entstellt, doch ist
bei dieser letzteren die Mittelschrägbinde der Hflgl nicht gelb, sondern rostbraun, wie die Grundfarbe.
Venezuela.
Zu silvema: Nach Neustetter (i. 1.) ist seine hopfferi nicht identisch mit ethra Hbn. \ diese entspricht
vielmehr dem Bilde von ethra, wie wir sie 72 e darstellen,' aber nicht dem Bilde Huebxers, das mit unserem
silvana-J^ilAe (72 c) sich deckt. Den Namen silvana beschränkt Neustetter (i. 1.) auf diejenigen »Stücke, bei
denen die gelblichen Flecke im Außenteil des Vflgls größer als in unsrem si7i;a./m-Bilde süid, so daß sie fast
Zusammenstößen; auch sind bei typischen silvana die Hflgl vor der Saummitte mehr verschwärzt.
— brasiliensis Neust, ist eine ethra-Fonn aus Espiritu- Santo, bei welcher die Mittelbinde der Hflgl braun, brasiliensis.
statt hellgelb ist, also etwa dasselbe, was satis von der narcaea.
Als Synonym ist jmy Form silvana-dif jus a setzen: (=divisius Kaye). Hinter inentor (S. 380), vör
nmnismaticus ist einzureihen:
— orchamus Weym. Dem mentor ähnlich, größer mit ganz schwarzem fleckenlosen Apikalteil der Vflgl; orchamus.
die Wurzelhälfte dunkler, mehr rotbrann; auf dem Hflgl reichen unterseits die rotbraunen Binden nur vom
Ird bis zur Flghnitte. Villavicencio.
Feinovatus (S. 381) ist artemis Riff, einzureihen. Diese steht ZAvischen typischen novatus (72 f) und artemis.
lenaeus (78 e); die dunkleren Punkte der Reihe hinter der Hflghnitte sind zu Fleckchen erweitert, aber kaum
halb so groß, wie die bei novat us; der Zapfen, den der schwarze Au ßenrd zwischen den Medianästen nach innen
sendet, hängt bei artemis nicht mit dem Apikalschwarz zusammen, die schwefelgelbe Schrägbinde ist gelber als
bei novatus, aber nicht so weit gelb, wie bei lenaeus. Bolivien.
Bei aristiona (S. 381) wären außer den 18 aufgezählten Formen noch anzuführen:
ab. lepidus Riff, aus Ecuador, die aber auch mit andern Formen der aristiona in Columbien fliegt, gleicht Upidus.
sehr euphrasius (73 b); die Vflgl sind fast genan wie bei dieser, nur heller, lebhafter, mehr wie bei tarapotensis
V 75
594
HELICONINAE. Nachtrag. Von Dr. A. Sbitz.
die gelbe Vflglbinde, am Vrd breiter als bei etvphrasius, die Hflgl an der Wurzel und im Gebiet der Medianäste
gracilis. nicht so ausgiebig überschattet. Ecuador. — ab. gracilis Riff, aus Peru und von Fasse auch in Columbien ge¬
fangen, bezieht sich auf Stücke, deren Hflgl-Mittelbinde so schmal ist, wie bei tarapotensis, aber zusammenliängend ;
die Randbinde nur halb so breit wie bei lepidus, zusammenliängend und ziemlich scharf begrenzt; aus Peru.
confhicm. idalion mit völlig zusammenfließenden Binden sind ab. confluens Neust, und auch bei euphone wird für
eu^jlione. Exemplare, bei denen Mittel- und Saumbinde der Hflgl zusammenfließen, eine Benennung vorgeschlagen {con-
nephcle. fluxus Neust, i. l.) ; wir bezeichnen sie als ab. nephele, ab. nov. ; die Type in Coli. Neustettee stammt von Medüia
in Ost-Columbien.
■pcro. Zu S. 283. — H.ithaca hero Weym. Hier setzt sich die apikale Reihe weißer Flecke auf dem Hflgl m eine
ca. 3 mm breite rotgelbe von den schwarzen Rippen durchschnittene Submarginalbinde bis zum Ird fort ; von
cajetani. Passl in Villavicencio aufgefundeii. — ab. cajetani Neust, ist dadurch ausgezeichnet, daß sich der obere
schwarze Medianfleck der Vflgl gabelt und sich in Zelle 4 mit dem Schwarz des Außenrds veremigt. Aus
vittaius. Columbien. — (Bei vittatus Neust., gleichfalls aus Columbien, fehlen die gelben Flecke im Apikalteil.)
Von clara (73 f), einer der anderida nahestehenden Form gibt es eine Abweichung, bei der die gelbe Schräg¬
binde der Vflgl durch schwarze Eüilagerungen (bzw. Vergrößerung der Flecke um den Zellschluß) in 4 — 5 gelbe
zygia. Einzelflecke zerrissen wird; dies ist zygia Riff, von Columbien. — bei euchoius Weym. ist der bei typischen
euchoius. hellgelbe kleme Fleck vor dem Innenwinkel (der übrigens zuweilen fehlt) rotgelb, über dem Ird steht oft
em schwarzer Streifen, das schwarze Hflglrandband ist nur halb so breit, als bei clara und durch den Hflgl zieht
rcbeli. eine Mittelbinde, wie bei ty]hschen anderida. Columbien. — rebeli Neust. Erinnert einH.holcophorus (74 b);
aber der von der schwefelgelben Mittelbinde beim abgesprengte citrongelbe Fleck in Zelle 3 (der dem liolco-
phorus-^ ganz fehlt) ist weit größer, die schwarze Submedianbinde der Vflgl ist noch breiter, gegen die Wurzel
hin nicht so zugespitzt. Auf dem Hflgl ist die schwarze Mittelbinde, besonders beim ^viel breiter, auf derUnter-
deniata. Seite sind die weißen Saumflecke groß. ,, Bogota“ ( ?). — von zuleika wurde die Form dentata Neust, abge¬
zweigt, bei der die schwarze Saumbinde der Hflgl in großen dunkeln Bogen zwischen den Adern üi den Hflgl ein-
s])ringt, so daß die braune Grundfarbe in langen Spitzen auf den Adern nach dem Saum tritt. Panama.
Zu cydno Jiermogenes (74d) ist nun ein $ aufgefunden worden, mit nur gelben Vflglflecken (Neustetter).
Ob dieses das einzige oder das typische $ zu Hewitsoxs lierrnogenes ist, oder ob es auch (^-artige $$ (d. h. mit
Cordula, gelben und weißen Vflglflecken) gibt, ist noch unentschieden. Weitere cydno-Yormen sind: — cydno corduIa
mediocydno. Neust, und mediocydilo Neust. Letztere hat die Vflgl wie cydno, die Hflgl von epicydnides. Columbien. Ferner
exornata. punctata Neust. — Von galanthus (74 d) ist die Form exornata Riff, abgezweigt, bei der die Vflgl wde bei ga-
lanthus selbst sind, auch mit ebenso breitem weißem Fleck, wogegen die weißen Hflgl- Saumflecke vermehrt sind.
Aber an gleicher Stelle mit diesen fliegen alle LTebergänge von unserer Abbildung der galanthus (74 d) bis zu
solchen, die kaum 1 Fleckchen im Hflglapex haben. — Von alithea kommen Stücke vor, bei denen die Vflgl¬
binde stark reduziert und in Flecke aufgelöst ist; diese Flecke liegen sämtlich hinter oder unter der Zelle.
Oberseits ist dieser Reduktionsprozeß stärker vorgeschritten als unten, wo die Binde noch besser erhalten bleibt.
egregia. Dies ist egregia Riff. Sie kommt sowohl bei typischen mit gelber, sowie bei der Form haenschi mit
weißer Vflglbinde vor. Beide kommen in Ecuador (Balzapamba) vor und wurden von Rich. Haensch
erbeutet.
neustetteri. — neustetteri Riff. {— miwox Neust.). Zwerghaft Meine Stücke, mit von alithea nur 30 (statt über
70) mm Vflgllänge. Schwarz mit schwachem Blauglanz, Vflglbinde ganz schmal, die Hflglsaumbinde nur halb
flavomacu- so breit (3)4 statt 7 mm wie bei alithea). Ecuador. — Bei einer Aberrationsform von gustavi, ab. flavomaculata
lata. \Yeym,. i. l. vom Rio-Acuaca-Tal in Columbien stehen vor dem Innenwinkel der Vflgl noch Reste der gelben
cydno-Bmde.
Zu H. ruhellias Hew. schreibt Herr Neustetter:
„Hier möchte ich bemerken, daß jenes Tier, welches auf T. 74 f. als rtihellitis 8. u. K. abgebildet ist, sicher
kein rubellius ist (ich verweise auf die Originalabbilduzig), auch besitze ich einen typischen Die Vflgl
sind wie bei heurippa, die Hflgl führen cpier durch die Mitte eine etwas verloschene Fleckenbinde. Das abge¬
bildete Stück stimmt auf der Oberseite vollständig mit melpomene'karschi Riff, überein. Ich hatte Gelegenheit.
Herrn Fasse diese Form zu zeigen, die oberseits ganz mit der Abbildung übereinstimmt. Nun aber sagte mir
Fasse, daß jenes abgebildete Stück auf der Hflgl-Unterseite braune Querbinden hat, wie das ja bei allen Cydno-
Formen und auch bei rubellius der Fall ist, es kann also auch nicht Icarschi Riff, sein, denn diese hat keine braunen
Querbinden, sondern ist unten genau wie melpomene. Wir haben es also hier mit einer neuen Form zu tun, die
seitzi. in die rubellius-wernichei-Grwppe gehört und für die ich mir erlauben möchte, den Namen seitzi m. vorzuschla¬
gen. Meine rubellius stammt aus Venezuela.“
HELICONINAE. Nachtrag. Von Dr. A. .Seitz.
505
Zu melpomene (8. 385 — 6) sind noch folgende Formen zu stellen:
— funebris ab. obscurafa JRiff. ist von der cybele Cr. (75 c) nur dadurch verschieden, daß die schwefelgelben, obscuraia.
um den Zellschluß gelagerten Flecke stärker dunkel bestäubt sind; besonders ist dies der Fleck in der Zelle.
Aus Berg en Dal in Surinam.
— aglaope ab. cognata Riff, aus Pozzuzo in Peru ist wie aglaope, aber die gelben Vflglbinde schmäler, cognoM.
unregelmäßiger, manchmal die sie bildenden Flecke getrennt. Die rote Basalbinde auf dem Hflgl breiter, die
Strahlen mehr keil- als nagelförmig. Uebergänge zu typischen aglaope sind nicht selten.
Die Seite 385 und 386 angeführte Form timareta Hew. hat in ihrer typischen Form nur einen großen thnareia.
unregelmäßigen und in der Foim stark variierenden schwefelgelben Zellschlußfleck, so daß ihre äußere Erschei¬
nung an eine gelb statt weiß gefleckte hecale (73 a) ohne Submarginalmakeln erinnert; sie kommt von Ecuador;
man erhält ihr Bild aus dem ihrer Nebenform nc/iardf (76 b), wenn man sich alles Rot durch Schwarz ersetzt
denlct, aus dem von pluto (76 a), wenn der rote Tornusfleck imVflgl und das gelbe Wurzelbändchen im Hflgl
fehlt; ihr am nächsten stehen contigua (S. 386) und virgata, die nur schmale Radiärstrahlen der Hflgl be¬
sitzt. — ab. insolita Riff, steht der timareta (S. 386) nahe, besonders deren Form contigua, von der sie sich imoiUa.
dadurch unterscheidet, daß der gelbe Vflglfleck außerhalb der Zelle liegt und höchstens von wenigen Schüpp¬
chen von Gelb innerhalb der Zelle begleitet wird. Aus Ecuador von Haensch gebracht.
— vulcanus (S. 387). Hierbei ist noch die Form stichelii?t//. nachzutragen. Aehnlich cijthera Hew. Der stkheli.
Abbildung nach, die Riffarth in Deutsch. Ent. Ztschr. 1907, Taf. 5 Fig. 10 gibt, ist sie größer als cijthera, das
rote Vflglband doppelt so breit, sein innerer Rand nur mit Spuren von Weiß, daß Vrdfeld der Hflgl breit wei߬
grau beim Sie ist aus Ecuador beschrieben, wo sie im Februar (in der Trockenzeit) gesammelt wurde.
xenoclea-microclea. Von diesen nur äußerlich ähnlichen Arten schreibt it^err Neustettbr, daß man
die erstere zur meZpome7?-e- Gruppe ziehen könne. Von weiteren Nebenformen der xenoclea ist die sehr schöne
iris Riff, zu erwähnen. Sie steht der aglaope sehr nahe, aber der gelbe Vflglfleck ist dem Apex näher gerückt iris.
und hat die Form wie der gleichgelagerte rotgelbe Fleck bei plesseni; er ist auch an seinem äußeren Saum rot¬
gerändert, wodurch zwischen den plesseni-{'microclea) Formen und der melpomene-aglao2)e-Griip])e eine Brücke
hergestellt wird. Aus Ecuador.
niepelti Riff. (vgl. S. 385), die inzwischen in den ,,Lepidoptera Niepeltiana“ abgehildet wurde, hat die
bei xenoclea roten Flecke weiß, dafür aber den ganzen Innenteil des Vflgls, vom inneren Fleck bis zur Wurzel
feurigrot und in der Hflglzelle Ansätze zu kurzen Strählchen. — bei adonicles Niep, setzen sich diese roten
Hflglstrahlen jenseits des unteren Zellrandes fort und der äußere (distale) Vflglfleck ist außen rosig gesäumt;
von Jibara in Ecuador. — adonis Riff., eine p^essef-Form, kommt von Ecuador (Pastaza) und gleicht adonis.
unimaculata{lü f), doch ist der Vflglfleck weiß, und vor ihrem Ende wird die Vflglzelle von einem weiteren weißen
Bindenfleck übercpiert. ■ — rubicunda Afep. hat die beiden Flecke ähnlich gelagert, aber rot statt weiß; umgekehrt rübicunda.
zeigt pura Niej). dieselben ganz weiß, ohne rötliche Berandung oder Einstreuung gelber Schüppchen. Alle diese pura.
Aberrationen kommen in gleicher Gegend (Pastaza) vor. ■ — isolda Niep, gleichfalls von Jibara, steht zAvischen
niepelti und aglaope und ist nach Netjstetteb (i. 1.) schwer zu deuten. ,,Das bei niepelti vorhandene, kleine
dunkle Fleckchen in der Vflglzelle tritt bei isolda (besonders beim cJ) kräftiger an der proximalen Grenze des
p/essem'-Fleckens auf, letzteren mehr isolierend. . . Der weiße Apikalbindenfleck bei beiden Geschlechtern inner¬
halb seiner proximalen Kontur schwach karmoisinfarben gerändert“ (Niepelt). — rubripicta Niep, ist eine
isolda-Form, bei welcher das übrig gebliebene Weiß des außerhalb der Zelle stehenden Diskalflecks, sowie der
bei isolda weiiie Apikalbmdenfleck, stark mit roten Schuppen bestreut sind, wie bei plesseni-r ubicicnda Niep;
Canelos, Ecj[uador; auf 1 gegründet. — gisela Niep, schließt sich an adonides an, und stellt nach Niepelt eine
Uebergangsform von aglaope zu plesseni-pura dar. ,,Die plesseni-Fleeke der Vflgl sind hier oberseits weiß, der
diskale an seiner proximalen Grenze mit schwarzen Schuppen bestreut und von einem kräftigen schwarzen
Fleck begrenzt. Hflgl wie bei adonides; desgl. die Unterseite, die p/es5e/if-Flecke rein weiß (Niepelt); auf 1 $
gegründet, von Jibara.
Im ganzen dürften die microcleaumi xenoclea, (76c) sich aus einer großen Zahl von Uebergangsformen zu¬
sammensetzen, die wie die zuerst beschriebenen Formen emander iiarallel gehen, aber, Avie eiAvahnt, zu verschiedenen
Gruppen gehören. Neitstetter zählt (i. 1.) zu a;ewoc?ea die folgenden: niepelti, plesseni, adonides, adonis, isolda,
rubripicta, gisela. Diese sämtlich dürften, wie a:enoc^ea selbst, zum weüpo?«, ene-Stammegehörenund dessen agrfoope
nahestehen. — microclea gehört dann einem ganz andern Stamme an, und wir erv^ähnen von dieser noch die
folgenden Formen: feyeri Nie'p. ähnelt durch den feurigroten Basalteil der Vflgl und die roten Hflglstrahlen der feyeri.
niepelti, aber die proximalen, vor dem Vflglzellschluß liegenden Flecken sind bereits stark rot getönt,
auch das Halbband hinter dem Zellschluß zeigt rosa verfärbten inneren Saum. Nach einem d' von Canelos in
Ecuador. ^ — beatai?f//. erinnert an aoede (76 f) durch das Rotgelbe im Vflgl und den Hflglstrahlen ; aber statt des heaia.
gelben Fleckencomplexes um den Zellschluß finden wir hier 2 rotweißo Flecke wie bei notabilis, d. h. der vordere
596
HELICONINAE. Nachtrag. Von Dr. A. Seitz.
rosacea. Fleck ist distal carniinrot. Ecuador. — rosacea Riff, steht zAvischen notabiles und ocliracea, che Diskalflecke
mehr zusammeiifließend ; kein Wurzelrot auf dem Vflgl und keine Strahlen auf der Hflgl-Oberseite. Ecuador.
Uia. — \\\d.Niep. bildet einen Uebergang von notabiles zu der estr eile Bat. (= vestalis Stgr.) und vmrde daher
von uns mit feyeri, ocliracea \\n& rosacea unter dieser (S. 393) besprochen. Es ließe sich aus den Formen der
xeaociea- sowie der »w'croc/ea-Gruppe zweifellos eine ähnliche Reihe herstellen, wie sie Oberthtjee für die vesta-
Cfruppe zusammengebracht hat; will man aber allen diesen Zwischenformen Namen geben, so könnte man ins
fraierna. Ungemessene geraten. — Auf S. 385 wurde noch eine Form fraterna Niep, erwähnt, die wir nach der Beschrei¬
bung nicht zu deuten vermochten. In dem schönen Werkchen ,,Lepidoptera Niepeltiana“ ist inzwischen eine
Abbildung davon erschienen, die wir Taf. HO Ae kopieren.
H. hecuha. Zu dieser Art, die auf S. 388 behandelt ist, bemerkt Nb ustetter (i. 1.) daß das Taf. 76 e als
intermediü. cassa.vdra abgebildete Stück nicht die typische cassandra selbst ist, sondern deren Form intermedia Riff., die
schon einen Uebergang zu hec^iha darstellt. Echte cassandra sind kleiner, und das gelbe Fleckenband der Hflgl
ist schmäler. .Diese letztgenannte Form wurde in Ecuador zusammen mit c/coarf na gefangen. —
H. aoede. Das Tafel 76 f abgebildete Stück ist nicht typisch, sondern gehört zu der Form aoede faleria
Frühst. Bei der typischen aoede sind die citrongelben Vflglflecke kleiner, weiter auseinander gerückt, so daß der
von ihnen umschlossene schwarze Raum größer erscheint (Neustetter).
H. xanthoclea. Die von Fasse neu entdeckte Form wurde vor Ausgabe unsres Heftes bereits von Neu-
iassli. STETTER beschrieben und fassli benannt. Dieser Name hat also die Priorität.
Zu xantliocles (S. 389). Die 2. hier aufgeführte Form heißt vala (wie auch bei der Abbildung richtig steht,
nicht vola).
Zu H. huriieyi. Nach Neustetter (i. 1.) ist das auf Taf. 77 a abgebildete Stück von Imebneri nicht
typisch, da der citrongelbe Schrägfleck in derVfglmitte zu groß, die roten Hfglstrahlen aber zu schmal sind.
Diese Form stellt eine in Matto-Grosso lebende Nebenform dar, die vielleicht einen eigenen Namen erhalten
könnte.
Zu petiver ana \\\\(\. hydara. Auf S. 392 haben wir die Ansicht ausgesprochen, daß beide Formen durch
den engen Anschluß der hydara-Form colomhina an die petiverana-Fovm demoplwon miteinander verbunden
werden; der Vollständigkeit halber führen wir hier an, daß, während Stichel und Riffarth die große Aehn-
lichkeit beider Anschlußglieder gar nicht einmal erwähnen, Herr Neustetter nach brieflicher Mitteilung ,, einen
wesentlichen Unterschied zwischen dernophoon und colomhina überhaupt nicht finden“ kann, obwohl ihm Hunderte
von Exemplaren durch die Hand gingen. Danach wäre colomhina als Synonym von dernophoon einzuziehen,
und letztere hätte als Bindeglied zwischen petiver ana und hydara zu stehein
ocliracea. Zwischen feyeri und lativitta steht genau in der Mitte ochracea Riff. Durch sie wird eine Verbindung
zwischen der efato-(r/e/i7a-)Gruppe und den microcZea-Formen hergestellt (Neustettbr ü l.). oc/u’acea zeigt ganz
juliginosa. gleichmäßig ockerige Fleckung. Hierher gehört auch fuliginosa Riff., von der typischen vesta Cr. dadurch ver¬
schieden, daß die gelbe Fleckengruppe der Vflgl stark schwarz bestäubt ist ; aus Guyana.
helena. Bei den phyllis-nTtigen Formen ist auch die cyhelimis-Form helena Riff, zu erwähnen; sie steht der
amalfreda (S. 393) nahe, doch fehlen die distalen Gelbfleeke der Vflgl zuweilen ganz. Von Berg-en-Dal in Surinam
und von Obidos am Amazonas.
heia. Zu cyrbia (S. 392) ist hinzuzusetzen, daß Stücke mit ganz besonders schmaler roter Vflglbinde als bela
Riff, bezeichnet wurden.
Bei phyllis smd noch folgende Formen zu erwähnen:
ana'iiis. Zu S. 394 die anacreo n-Form anaitis Riff. Sie leitet vom tyiiischen anacreon (78 e) zu artifex Stichel
hinüber, von ersterer verschieden durch das Felilen des rot geflammten Basalteils der Vflgl und die dümieren
Hflglstrahlen. Süd-Bolivien.
differens. — ab. differens Äf//. ist eine phyllis, bei der die rote Vflglbinde bis weit in die Zelle hinreinreicht ; meist findet
sich auch Rot zwischen unterem Medianast und Submediana. Peru und Bolivien.
sperata. — ab. sperata Riff, steht der amata Stgr. nahe, doch ist der rote Vflglfleck innen stark gelb angeflogen.
Hflgl mit Spuren der gelben Vorderbinde. Bolivien, Süd-Peru.
athene. — athene N eilst, schließt sich an amata Stgr. (S. 394) von Bolivien an, doch fehlt hier alles Gelb, so daß
die Hflgl hier einfarbig schwarzbraun mit roter Vflghpierbinde sind; ähnlich wie hydara {S. 392) doch ist die
Binde hell-, nicht scharlachrot. Bolivien.
Bei H. hortense (S. 395) muß noch Mexiko als Fundland erwähnt werden.
pavopuncta ZuH. clysonimus. Von diesem Falter hat Fasse zwei weitere Formen bekannt gemacht; nämlich flavo-
fischeri. punctatus und fischeri J beide aus Columbien.
NYMPHALINAE. Naclitrag. Von Er. A. Skitz.
r/j7
H. telesijihe. Hierzii bemerkt Herr Neustetter:
„Hier liegt mir eine neue Form aus der Coli. Tossizza vor, die ieli telesipke cretacea nenne. I>ei dio.-ior crdacea.
interessanten Form sind sowohl die Binden der Vflgl als auch die Binde der llflgl rein weiß. Bei telesiphe und
sotericus sind sie rot auf denVflgln, hei telesiphe weiß, bei sotericus gelb auf den Mflgln. Ein Exemj^lar aus Franzö¬
sisch- Guayana. “
Bei Eueides lanipeto (8. 390) ist zur Form fulüjinosa die ah. pallida Riff, aus Pastaza (Ecuador) nacli- pfjMidn.
zutragen. Vflgl ähnlich wie carho, aber die GrundfaiBe stark aufgeliellt, außen fast weißlich. Nach 1 $ be¬
schrieben.
Zu Eueides isabella hiihneri hatte Herr Neustettbr die Güte, folgende Beschreibung einer neuen Form
einzusenden: „E. isab. kühn. var. Olga suhsp. nov. unterscheidet sich von hiihneri dadurch, daß auf dem Hflgl ehie ''-'G«-
schwefelgelbe Querhinde vorhanden ist. Dieselbe liegt zwischen Vrd und Mittelbinde. Ifie Adern in derselben
rotbraun wie die Grundfarbe. Die 8ubapicalbinde besteht aus etwas kleineren Flecken als bei hiihneri Men.
sonstige Unterschiede sind nicht vorhanden. Ein ^ aus Chanchamayo (Peru).“
Nymphalinae.
Zu l. Gattung Euptoieta (8. 404).
S. 404 für bogotana poaria ist zu setzen: poasina; die gleiche Korrektiu' ist auf Taf. 86 f (letzte Figur) vorzunelmien.
Zu 3. Gatt. Melitaea (8. 431—434).
Durch die Freundlichkeit der Herren Dyar und 8kinner in Amerika, sowie den Untersuchungen der
Herren Barnes und 8nyder, welche die Modelle zu kontrollieren die Güte hatten, gelangte ich nachträglich
in den Besitz einer Anzahl authentischer Vorlagen, die auf Taf. 103 b und c zur.4Abbildung gelangen.
M. quino Behr. Leichter als das der chalcedon sehr ähnliche $ ist das zu unterscheiden, dessen Ober- quino.
Seite düsterer, kleinfleckiger ist und zwischen den gelben auch rotbraune Fleckenketten hat. — Wir bilden
nach einer von Herrn Dyar freundlichst gesandten Vorlage Taf. 103 b das von beiden 8eiten ab.
M. beani Skinn. Das Bild Taf. 103 ist durch Herrn Dyar nach einem Exemplar seiner 8ammlung heani.
besorgt worden. Die Unterschiede, welche sich unter anderem aiich besonders in der Lagerung der gelben
Fleckenbänder zeigen, treten in der Abbildung deutlich hervor. Die Form ist, besonders durch Redxilction
des Rotbraun, wesentlich dunkler als anicia. — brucei Edxo. von Colorado, ist eine noch dunklere Form, bei brucei.
der die Ober- und Unterseite rußig schwarz überschattet ist. 8cheint sehr selten; die Abbildung ist nach einem
8tück gemacht, das Mr. Barnes die Güte hatte, zu kontrollieren.
M. bollii Edw. (103) von Arizona und definita Aaron (103) von Texas bilden wir nach freund-
liehst eingesandten Vorlagen ab, von denen die der bollii durch Herrn N. Beyer, die von definita durch
Herrn W. Barnes kontrolliert wurde. Beide stehen wohl der leanira näher als thekla, unterscheiden sich aber
deutlich von ersterer: Bei bollii ist die hellere Mittelbinde der Hflgl sehr regelmäßig, nach dem Ird zu kaum
versehmälert, nicht zugespitzt; defixiita, die oberseits einer verdunkelteimiTf^7d«i (88 f) gleicht, hat eine sehr
unruhige, stark schwarz durchzogene Hflgl-Unterseite. ’
M. maria Skinn., die wir auf 8. 434 nur kurz erwähnt haben, schließt sich wohl am engsten der brucei maria.
an, doch sind die Fleckenketten oberseits etwas anders angeordnet und auf der Hflgl-LTiterseite fällt sofort der
LTnterschied der submarginalen hellgelben Helmflecken auf, die bei maria die mehr als doppelte Breite haben.
Herr A. J. 8nyder hatte die Güte, eine Vorlage zu kontrollieren, die wir auf Taf. 103 bringen.
Von M. gilettei Barnes bilden wir Taf. 103 die Type von beiden 8eiten ab, die Mr. Barnes für uns gilcttei.
malen ließ. Das Tier stammt aus dem Yellowstone-Park und ist dincli eine eigentümliche Verwischtheit
und die Gleichmäßigkeit des trüb rotbraunen Außenbands sofort kenntlich. Herr Dyar stellt sie zwischen quino
und nubigena.
M. neumoegeni Skinn., axif Taf. 103 nach einem 8tück in der 8ammlung A. Koebele dargestellt, das ncumoegeni.
von den Argus-Bergen in Californien stammt, hat demnach eine weitere Verbreitung, oben in der Färbung an
palla (88) erinnernd. (A. 8eitz.)
zu 4. Gattung: Phyciodes.
Auf Seite 443 Pli. archesillea : r. archcsilea.
Auf Seite 448 Zeile 23 v. oben muß es heißen Ph. phillyra, nicht philyra.
Phyciodes ildica heliconiformis Strand aus Ecuador (Macas) unterscheidet sich von fassU durch den heliconijor-
völligen Mangel rotgelber Färbung der Hflgl. ( J. Röber.)
Phyciodes callonia callonioides Strand aus 8üdost-Peru unterscheidet sich dadurch, daß die schwarze caZ?o?doides,
Zeichnung verringeit und auf den Hflgln mit Ausnahme des Vrdstreifens in Flecke airfgelöst ist. ( J. Röber.)
598
NYMPHALINAE. Nachtrag. Von Dr. A. Seitz.
Zu 5. Gattung; Chlosyne (S. 451).
eiwieda. Bei Clilos. eumeda G. u. 8. aus Mexiko ist die Gelbbinde noch breiter, als bei marina und fasciata
dryopc. und die roten Hflglflecke schließen zu einem breiten Scharlachband zusammen. — dryope, gleichfalls aus
Mexiko, bildet einen Uebergang hierzu.
endeis. 8. 452 zix Chlos. marina: endeis G. u. 8. sind marina 88 ^ denen die Vflglflecke zu breitem gelb-
hylaeus. weißem Band zusammenfließen. — Bei der ähnlichen Form hylaeus G. u. 8. ist die weißgelbe Binde gleich¬
falls ziemlich breit und dazu noch stark geschwungen, bes. auf dem Vflgl. Von Durango city (Mexiko).
Zu 9. Gattung: Polygonia.
Auf S. 456 ist bei der Behandlung der P. gracilis der Name der asiatischen P. agnicula in agricula
verdruckt.
Zu Gattung 16. Vanessa F.
S. 451 Zeile 21 v. unten statt cyonomelas muß es lauten: V. cyanomelas.
Zu Gattung 11. Pyrameis F.
S. 451 Zeile 21 v. oben statt fulva ist zu- lesen: fulvia.
zxx 12. Gattung: Hyjxinartia (S. 460).
Undigii. Als lindigü FJdr. wurde ein etwas aberrantes $ von kefersteini auf Taf. 44 c abgebildet. Die echte
lindigii bilden wir nach einem von Herrn A. H. Fasse erbeuteten Pärchen Taf. 103 d ab. Man sieht hier sofort
den charakteristischen Phiterschied im Flügelschnitt, besonders am Hflgl. Dann aber auch fällt ein Unterschied
auf, den die Abbildung nicht deutlich wiederzugeben vermag ; nämlich die Vflglflecken sind bei kefersteini
weiß beschuppt, bei lindigii aber glasartig, völlig schuppenlos und transparent. Danach ist lindigii der kefer¬
steini zwar recht nahe, aber keine Form davon.
Zu 14. Gattung Napeocles (8. 462).
dumnorix. Die große, von uns als jucunda abgebildete Form hat Fruhstorfek als N. dumnorix abgetrennt,
indem er dem Namen jucunda auf die nördlicheren Stücke beschränkt, wie sie z. B. in Columbien Vorkommen.
Diese sind kleiner und auf der PTnterseite heller grau, das blaue Mittelband hat deutlicher weiße Mitte.
Zu 18. Gattung \ila (8. 466).
Statt caecilia Cr. muß es heißen; caecilia Fldr.
Zu 20. Gattung Megalura (8. 468).
Statt merops Bsd. ist merops Bch. zu setzen.
Statt harmouia Dbl. u. Hcw. ist liarmonia Klug, zu lesen.
Zu 26. Gattung: Megistanis (8. 472).
Neueres Material, das mir von Herrn A. H. Fasse zxigeht, zeigt, daß die Annahme, das normale $
von haeotus habe gelbe Oberseitenbinde, irrig ist. Es ist blanbindig, fast genau wie das 8 gefärbt und gezeichnet,
nur größer. Ebenso ist deucalion nicht geschlechtsverschieden, 8 $ gelbbindig. Beides dürften darum gute
Arten sein.
Zu 41 Gattung: Eunica (8. 484).
Zeile 19 von unten ist statt caerulea zu lesen: cucrida G. n. S.
Zu 43. Gattung; Catagramma (8. 593 — 6).
acrias. Catagramma aerias 8. u. G. ist der Panama-Vertreter von salamis, oben ebenso, aber unten erreicht
das gelbe Band nicht die Vflgbasis. Von lyca verschieden durch größeren Blauglanz der Hflgl. Nicht selten.
ruüla. C. rutila 8. u. G.; das $ zeigt größeren roten Vflglteil wie typische patelina. — Mexiko.
casia. C. casta 8alv. von Oaxaca. Nach 1 8tück aus 3000' Höhe beschrieben; wohl eine 'patelina-F ovm, Hflgl-
unterseite wie bei dieser, aber die Linien daselbst zarter. (A. Seitz.)
zyxina. C. texa zyxina Frühst, aus Venezuela ist verschieden von der kolumbischen Form durch doppelt so
breiten rotgelben Präapikalfleck der Vflgl sowie schmälere rote Zone der Hflgl. Unterseite erheblicher
verschieden durch verschmälerte Sxdiapikalbinde der Vflgl, die zudem ein wesentlich erweitertes schwarzes Mittel¬
feld aufweisen. Die gelbliche Antemarginalbinde der Hflgl ist kaum halb so breit als bei texa, das schwarze
heroica. 8ubmarginalband ausgedehnter und dunkler blau eingefaßt. — heroica Frühst, aus 8üd-Mexiko ist im männ¬
lichen Geschlechte kenntlich an ausgedehnteren 8chwarzflecken und geringeren gelben Binden und Streifen. —
»taximilla. maximilla Frw/xsk aus Espiritu- Santo ist verschieden von texa und zyxina durch kleinere Gestalt, sowie dunklere
und auf der Oberseite der Figl außergewöhnlich reduzierte rote Felder. Die Unterseite ist jener von titania
zum Verwechseln ähnlich, nur dringt der schwarze Wurzelfleck der Vflgl weiter in die Zelle ein.
NYMPHALINAE. Nachtrag. Von J. Röber.
599
C. codomanmm Frühst, aus Columbien (vermutlich Muzo) weicht im männlichen Ceschlechte durch olheres.
kürzeres rotes Feld derHl'lgl ab. Unterseite außerordentlich verschieden: die Ht'lgl vorwiegenfl gelb mit selir
schmalen, aber hervortretend lichtblau geschmückten Schwarzflecken und Binden. Die Hflglzeichnung gleicht
mit ihren alleinstehenden Augenflecken viel mehr der cynosura. Der gelbe Sid)apikaIfJcck der Vflgl ist ausge¬
dehnter als bei codomannus von Obidos und Brasilien.
C. eunoniia triteia Frühst, (hus Ecuador (Hacienda Anna-Maria, Quevido) unterscheidet sich von eurio- triteia.
mia durch das verschmälerte rote Feld der Vflgl, das auf ein fingerbreites vertikales Band beschränkt ist, weil
eirre schwarze Basalzorre sich bis zrrr Zellnritte vorschiebt.
C. cynosura neocles Frühst, arrs Ecrrador rrnterscheidet sich drrrch vernrinderte Rotfleckung arr der neodes.
Flgwurzel der Hflgl. Die Präapikalmakeln der Vflgl kleiner. Urrterseite leicht kerrrrtlich an außerorderrtlich
vermirrderter Schwarzbärrderrtrrg rrnd Fleckrrrrg der Hflgl.
C. sorana menesa Frühst, arrs Bahia ist im märrnlicheir Geschleckte erheblich kleiirer als Stücke arrs menesa.
Paraguay rrnd derrr südlicherr Brasilien. Alle roten Bärrder rrrrd Flecke sind verschrrrälert. Die Urrterseite der
Hflgl ist fahler grausclrwarz rrrit fast weißen Zickzacklirrien. Die Arrgenflecke sind drrrch urrgewöhrrlich breite
gelbe Bänder voneinarrder getrerrnt. Scheint das Erzerrgrris eirrer trockenen Regioir zrr sein.
C. pygas ophis Frühst, arrs Bahia ist im (J größer als Stücke arrs Espiritrr- Santo rrrrd Rio Grarrde do Suk ojjhis.
Die blarre Srrbrnargirralfleckrrrrg der Hlgl ist fast völlig erloschen, dagegerr das rote Feld der Vflgl besonders
jerrseits der Zelle weserrtlicli arrsgedehnter. Die Urrterseite hat schirrälere schw'arze Apikalzorre der Vflgl rrrrd den
erheblich größeren Blaufleck der Vflgl. — agrianes Frühst, aus Rio Grarrde do Sul ist iirr irrärrrrlicheir Geschlechte agrianes.
verschiede rr drrrch das fast gärrzliche Erlöscherr der lichtblarrerr Zeichrrrurg arrf der Oberseite der Vflgl rrrrd die
zrrrücktreteride Weißprrrrktierrrrrg der Vflgl. Unterseits wird die Abweichrrrrg rr«ch artffälliger durch die voll¬
ständige Verfärbrrrrg der Hflgl. Diese erscheirrerr fast schw'efelgelb mit ärrßerst verwdschteir schwarzen
Streifen rrnd verkleinerterr Augeirfleckerr, die jedoch nanrentlich in Anbetracht ihrer geriirgerr Größe arrßer-
orderrtlich lichtblarr orrrarrrentiert sirrd. — paragrias Frtihst. arrs Bahia errtferrrt sich vorr allerr pypus-Rasseir T)(>'f‘^adas.
drrrch ausgedehrrterr, jedoch nratterr drrrrkelblarrvioletterr Schiller der Hflgl-Oberseite, so daß xAehirlichkeit erzielt
worderr ist rrrit cyllene, wie sie Tafel 102 Aa darstellt. Drrrch die Farberrverteilrrrrg der Oberseite ist arrch
eine gewisse Färbrrrrgsübereirrstinrnrrrrrg rrrit Agrias clmulianits Stgr. erreicht. Die FTrrterseite bildet eine Zwi-
scherrstrrfe vorr pygas zrr pygas agriades, doch ist die Oberseite der Hflgl gesättigter gelb rrnd die Blauflecke
sind hervortretender rrnd heller als selbst bei pygas ojdiis. Die Exemplare sirrd auffallerrd groß rrrrd rräherir sich
dadrrrch der ophis. — C. cyllene (S. 495) forma oberthüri Niep. Arrs Ecrrador ist eine Aberrativforirr, die sich oherthün.
rrrrr durch die Urrterseite urrterscheidet ; daselbst ist alles Blarr drrnkler, arrch breitet es sich nrehr arrs, die weißerr
Kerrre fehlerr, das gelbe Srrbapikalbarrd ist schrrräler, das blaue Apikalband dagegerr breiter, der gelbe Arrßerrrd
der Hflgl ist breiter, die schwarze 8rrbirrargirralbirrde ohire blarre Morrde, dagegerr steherr arr der itrirereir Grerrze
sieben dicht aneinarrder liegerrde, rrrit schw'arzerr Bogerr rrrrrgrerrzte Flecke, w'elche die schwarz eirrgerahrrrterr
Mittelzeichmrngerr erreichen; der Innerrwirrkel trägt eirrerr blarrerr, schwarz schattierterr Fleck.
C. claudinides Frühst, arrs Paraguay ist oberseits der cyllene (102 Aa) sehr ähirlich. Das rote Feld dev daudinides.
Vflgl ist weserrtlich eingeschräirkter als bei cyllene. Die Urrterseite der Hflgl ist verwascherrer grau, die zwei 8rrb-
margirralbirrderr sirrd gleichfalls verwascherr rrrrd ohne blarre Flecke. — eucale Frühst, aus 8arrta-Cathariira eucale.
(Bhrmerrau) rrirterscheidet sich vorr denFornrerr arrs r'iördlichererr Frrrrdorterr drrrch das Vordrirrgerr des sclrwar-
zerr Irds der Vflgl, der irrarrchrnal das gatrze Wrrrzeldrittel der Zelle ausfüllt. Die Urrterseite ist viel heller als bei
agrianes, narrrerrtlich die lichte gelbe Präapikalbirrde der Vflgl fast irrnrrer dojrpelt so breit als bei agrianes rrrrd
pygas. Die schw^arzerr 8rrbrrrargirrallinierr der Hflgl verloscherr. Die Arrgerrzeichrrrurgerr der Hflgl sirrd härrfig rrrrr
vorr eirrem garrz schmalen schwarzen Rirrg rrrrrgeberr.
C. hydaspes delmas arrs Paragrray ist zrr trerrrrerr vorr der Forrrr arrs Espiritrr- Sarrto rrrrd Bahia dehms.
drrrch verschrrrälerte Birrde der Vflgl rrrrd das w^eserrtlich verrirrgerte blarrschillerrrde Feld der Hflgl. Die Prä-
apikalbinde der Vflghrrrterseite ist fast dojrpelt so breit.
C. peristera delna Frühst, arrs Perrr (Charrchamayo) ist irrr rrrärrnlicherr Geschlechte oherseits eberrso arrs- ddna.
gedehnt karminrot wie das $ vorr peristera. Die Urrterseite steht eberrfalls derjerrigerr des peristera-^ rrahe.
C. atacama manova Frühst, arrs Cohrrrrbierr ist vorr Ecrrador- 8tücken verschiederr drrrch die bederrterrd manova.
schrrrälere gelbe Zone der Vflgl rrnd derr rrrrr bis zrrr Zellspitze reicherrderr blarrerr Fleck der Hflgl. Die F’'rrter-
seite ist charakterisiert drrrch eirr erheblich ausgedehrrtes schwarzes 8rrbrrrargirralfeld der Vflgl rrrrd die ver-
breiterterr schwarzen Lärrgsbinden der Vflgl. — carnania Frühst, arrs Perrr hat rrrrr w'enig schrrräleres orarrge- carnania.
farberres Mittelfeld als atacama. Der Prachtfleck der Hflgl ist aber rroch werriger arrsgebreitet als bei manova. Die
Unterseite der Hflgl trägt ausgedehrrtere schwarze Längsstreiferr als die cohrrrrbische Rasse, sodaß die gelberr
Binden noch rrrehr eingeerrgt werderr als bei atacama vorr Ecrrador rrrrd Colurnbierr. — ronata Frühst, arrs Verre- ronata.
zrrela zeigt die organgefarbene Birrde der Vflgl noch tiefer eirrgeschrritterr rrrrd schrrräler als bei manova. Der
600
NYMPHALINAE. Nachtrag. Von J. Röber.
blaue Hflglfleck ist kürzer, breiter und dunkler. Die gelbe Präapikalbinde der Vflgl-Unterseite ist stärker gewellt,
schmäler als bei columbischen Stücken, die beiden antemarginalen Binden der Hflgl sind dagegen breiter.
J. Röber.
zu 45. Gattung: Callicore (S. 501).
doris. Als Calütaenia doris wurde von Felder 1861 eine Callicore beschrieben, die vom Autor als eigene Gattung
angesehen wurde und Kirby’s Mesotaenia, ausmachte. Aussehen und Größe stimmt mit Callicore über¬
ein, nur zeigt die Hflgl-Unterseite statt der Ziffer Punkte. Figl oben schwarz, die Vflgl mit blauem Wurzel¬
streif und solcher schräger Diskalbinde, auf den Hflgln ein blaues Submarginalband. Unten sind alle Streifen
(2 vor und einer am Rande) schwa,rz, die Vflgl in der Wurzelhälfte blutrot, dann eine schmale blaue Binde
und der Apikalsaum silberweiß, Hflgl silberweiß mit rotem Vrd, mit 2 schwarzen Streifen und 6 solchen Punkten.
Ecuador. — Das Tier liegt mir nicht vor, so daß ich weitere Agaben darüber nicht machen kann.
astcria. C. astcria G. u. S. wie oben astala, aber der Blaufleck im Vflgl fehlt, dafür ist das weiße Spitzenfleckchen
viel größer; imten ist der Vflgl viel weniger rot, der Hflgl wurzelwärts lichter; nur 1 ^ von Mexiko (Aberration ?).
Zu S. 509; Vor der Ueberschrift Limenitidi hat der Zählbuchstabe I zu stehen.
Zu 49. Gattung: Adelpha (S. 510).
Bei H. melantlie (S. 512) ist hinzuzufügen, daß sich die Form inelanvpjie G. u. 8. Taf
findet.
A. ximene Fldr. ist Taf. 109 a abgebildet.
A. justina Fldr.: vgl. Taf. 109 a.
Bei der Numerierung der Genera ist zu setzen;
S. 545; 55. Gattung Chlorippe (statt 53).
,, 549; 56. ,, Asterocam.pn (statt 54).
,, 550: 57. ,, Preponn (statt 55).
,, 566: 58. ,, Agrias (statt 56).
Zu 62. Gattung Zaretes (S. 578).
pseuditys. Zu Seite 578,579, — H. Fruiistorfer unterscheidet noch folgende Zaretes-Fornien ; Zaretes mV/ompseu-
ditys Frühst, aus Espiritu-Santo. d Vflgl fast geradlinig, Apex kaum hervortretend. Grundfärbung dunkler
als bei irgend einer der l)isher bekannten Zaretes, eigentümlich matt und tief rotbraun mit etwas dunklerem
Anflug am Apex aller Figl. Unterseite etwa wie bei cacica Stgr. nur viel satter rotbraun und dichter schwarz
gesprenkelt. Auf der Hflgl-Unterseite fehlen die Transversallinien, die bei den übrigen Zaretes von den Median¬
streifen ausgehen imd die seitlichen Rippen eines trockenen Blattes voitäuschen. $ etwas größer als itys-^,
avzuteiia. der Distalsaum der Hflgl ausgedehnter schwarz. — anzuletta Frühst. a\is Mexiko ist die zeichnungsärmste der
bisher bekannten Lokalformen. Hal>ituell größer als ellops, Vflgl fast ohne jede Fleckung, Hflgl nur mit einer
dünnen Submarignalbinde. $ hellgelb mit einer doppelten rotbraunen Submarginalbinde der Hflgl und einer
bisattina. ebensolchen, jedoch einfachen und stark gewinkelten Binde der Vflgl. — russeus $-fa. bisaltina Frühst. Wie
isidora, jedoch ist der Zellfleck durch eine bandartige Verlängerung mit dem Distalsaume verschmolzen. Er-
foliaca. innert an Doleschallia hisaltide Cr. von Java. — russeus $-fa. foliaca Frühst. Dürfte einer Trockenzeitform
angehören. Vflgl monoton gelbbraun ohne transzellulare Aufhellung. Hflgl stark gewellt, alle Zeichnungen
vidpeciila. obsolet rötlich anstatt schwarz. 8urinam, Obidos, unterer Amazonas. — vulpecula Frühst, aus Bahia. Klei¬
ner als die vorigen, im Figlschnitt mit vulpina. übereinstimmend. Figlfärbung bedeutend heller, nur ganz ver¬
wischter rötlicher Apikalanflug und völlig reduzierte rote Makeln und Zeichnungeir. Unterseite verwaschen
hell gelbbraun, kaum noch schwarz gesprenkelt. $ fahlgelb, Vflgl mit einigen isolierten Flecken am Zellschluß
vtdpina. und dünner Mittelbinde, die sich kaum merklich auf dem Hflgl fortsetzt. Ist Trockenzeitform. — vulpina
aus Paraguay ist vor einigen Jahren in großer Menge nach Europa gekommen. etwas lichter als itys Cr. aus
Surinam, Apikalsaum aller Figl jedoch braunviolett anstatt tiefschwarz und dachirch an die brasilianischen
Rassen anklingend. Die übrigen Zeichnungen stark verwaschen. Unterseite heller als bei itys-(^C isidora
Gr., dunkler als bei Brasilianern. Das $ verrät Trockenzeitcharakter; fast hellgelb mit breitem rotviolettem Api¬
kalbezug und fein rotbraunen Binden auf allen Flgln. Ibiterseite nur leichthin rotbraun gesprenkelt. Flgi-
saum wie bei anderen Trockenzeitformen stark gewellt. J. Röber.
. 109 d abgebildet
A. Seitz.
Urbeschreibungs-Nachweis der amerikanischen Nyrnphaliden.
601
Alpliabetisclies Yerzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den amerikanischen Nymplialiden aufgcführten Formen.
* bedeutet, daß die Form an der zitierten Stelle airch abgebildet ist.
abana Act. Heiv. Exot. Bntd.. 4 (Acr. fi). *
abas Pby. Hew. Exot. Butt. 3 (Eresia 5). *
aberrans Pby. Böb. Seitz, Groß-Scbmett. 5, p. 448. *
abia Ad. Hew. Ann. Mag. Nat. Tlist. (2) 6, i3. 436. *
abnorinis Mel. Wr. Butt. West-Coast. *
abnipta Pliy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, i^. 439. *
abulonia Rep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. .562.
abyla Ad. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. (2) 6, p. 437. *
abylina Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 524.
acacates En. Hew. Equat. Lep. p. 22.
acastxis Mel. Edw. Trans. Am. Ent. Soc. 5, p. 16.
acaudata An. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 586. *
acca Chlor. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 435. *
acesas Phy. Hew. Exot. Birtt. 3 (Eresia A.). *
acesta Calliz. L. Mus. Ulric. p. 298.
aceta Phy. Hew. Exot. Butt. 3 (Eresia A.). *
acheronta Coea F. System. Entom. p. 501.
aciplia Act. Hew. Exot. Butt. 2, Acr. 2. *
acontius Caton. L. Mant. p. 537.
acraeina Phy. Hew. Exot. Butt. 3 (Eresia 3). *
actinotina Phy. Bhb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 449. *
adamsi Callithea Lathy, Entomolog. 36, p. 105. *
adelina Ohlos. Stgr. Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien 1875, p. 102.
adiante Arg. Bsd. Lep. Calif. p. 61 .
adiaste Arg. Edw. Butt. North Amer. 3. *
adjutrix Chlos. Scudd. Bull. Buffalo Soc. 2, p. 269.
adoiiis Hel. Biff. Deutsche Ent. Ztschr. 1907, p. 507. *
adoxa Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 465.
adrasta Ep. Hew. Exot. Butt. (EiDiph. 2). *
adriana Act. Hpffr- Stett. Zg. 35, p. 345.
adstricta Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 518.
adiista Eu. Stich. Berl. Ent. Ztschr. 48, p. 11.
aea Acl. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 416.
aeclus Megist. F. Syst. Ent. p. 522.
aedoii Agr. Hew. Proc. Zool. Soc. Lond. 1848, p. 46.
acgina Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 544.
acgiiia Cat. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 107.
aegon Phy. F. Spec. Ins. 2, p. 130.
aelia Prep. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 355.
aeiiaria Pyrr. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. 37.
aenea Per. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 497.
aeolia Ad. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 419.
acqiiatorialis Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 442. *
aequatorialis Prot. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1875, p. 35. *
aequatorialis Pyr. Wgn. Sitz. -Ber. Acad. Münch. 1870, p .171.
aereta Act. .Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
aerotoine Hel. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 79.
aeschrion Eun. Frühst. Societ. Entom. 22, p. 33.
aethalia Ad. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 419.
agaeles Dyn. Dahn. Anal. Entom. p. 47.
aganisa Did. Bsd. Spec. G4n. 1, Tb. 9. *
agatha Tem. F. Mant. Ins. 2, p. 54.
agathina Chlor. Cr. Pap. Exot. 2, Tf. 167. *
agathis Chlor. Godt. Encycl. Method. 9, p. 377.
agatlius Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 560.
agele Eun. Seitz, Groß-Schmett. 5, i3. 487. *
agilla Ad. Frühst. Ent. Ztschr. 21, p. 172.
aglaope Hel. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 79.
aglaopcia Hel. Slgr. Iris 9, p. 305.
aglaura Ness. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. Tb. 29. *
agnata Hel. Stich. Gen. Ins. Nymph. Hel. j). 46.
agnes Dyn. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 506. *
aidea An. Guer. Ic. Regne Anim. Ins. Txt. p. 478.
aides Eu. Stich. Berl. Ent. Ztschr. 48, p. 30.
alala Ad. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. 1847 (20), p. 261. *
alalia Act. l^ldr. Wien. Ent. iSIon. 4, p. 105.
alaskensis Arg. Holl. Entomol. News 11, p. 383.
alaskensis Arg. Lehm. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 424. *
alba Hel. Biff. Berl. Ent. Ztschr. 45, p. 208.
alberta An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 234. *
alberta Arg. Edv). Canad. Ent. 12, p. 113.
albescens Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 444. *
V
albicornis Ag. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 127.
albidula Dyn. Weeks, Canad. hlnt. 33, p. 26(i.
albifaseiata Ep. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 478.
albifida Ad. Fruhst. Ent. Ztschr. Stuttg. 21, i3. 172.
albimaeulata Hel. Stgr. Iris 9, p. 294.
albina Ad. Fruhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 519.
albinea Hel. Biff. Berl. Ent. Ztschr. 43, p. 408.
albiiiotatus Prot. Idtlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 775. *
albipeiinis Per. Btlr. Cistul. Eid.. 1, p. 160.
albiplaga Mel. Aaron, Papilio 4, p. 175.
alblpunctata Hel. Jhff- Berl. Ent. Ztschr. 45, p. 199.
albipunctata Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 444. *
albofascia Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 441. *
albofaseiata Act. Hew. Ecpiat. Lepid. p. 23.
albucilla Hel. Bat. Ent. Month. Mag. 3, p. 88.
albiila Hel. Biff. Berl. Ent. Ztschr. 45, p. 208.
alcestis Arg. Edw. Trans. Am. Ent. Soc. 5, p. 289.
alcibiades Meg. Stgr. Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien 25, p. 104.
alcioiic Act. Hew. Exot. Butt. 4 (Acr. 1). *
alcinena Eun. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. 1, Tb. 28.
alethes Phy. Bat. Ent. IVlontli. Mag. 1, p. 82.
alexna Phy. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 353.
alicia Ag. Bat. .lourn. Entou’lol. 2, p. 312. *
alicia Ast. Edw. Butt. Unit. Stat. (1868) 135.
alicia Per. Hew. Exot. Butt. 4 (Catagr. 12). *
alipliera Eu. Godt. Enc. M4th. Zool. 9, p. 246.
alithea Hel. Hew. Eciuator. Lep. p. 10.
alla Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 465.
alina Mel. Streck. Lep. Rhop. Het. p. 135.
alina Phy. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 93. *
alpais Eun. Godt. Encycl. M4thod. 9, p. 416.
alpheios Ag. IGuhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 545. *
alsina Phy. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 33.
altissinia Pyr. Bos. u. Tlb. Trans. Ent. Soc. Lond. 1913.
alycia Eun. Fruhst. Stett. Zg. 1909, p. 210.
amalfreda Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 212.
ainandus Hel. Srn.-Ky. Rhop. Exot. 1. *
amaryllis Hel. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 80.
amata Eun. Drc. Cistul. Entom. 1, p. 285.
amata Ilel. Stgr. Iris 9, p. 301.
amatliea An. L. Syst. Nat. (X), p. 478.
amathusia lieh Cr. Pap. Exot. 2, p. 124. *
amazona Hel. Stgr. Iris 9, p. 306.
amazonica Dyn. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 505. *
amazoiiica Agr. Stgr. Iris 1898, i3. 362.
amazonica Pan. Fruhst. Entomol. Rundsch. 29, p. 46.
amazonica Phy. Bat. Journ. Entomol. 2, p. 190.
amazonica Tem. I^ruhst. Stett. Zg. 68, p. 232.
ambrosia An. Drc. Cistul. Entom. 1, p. 288.
amelia Eun. Cr. Pap. Exot. 2, Tb. 136. *
amenophis An. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 449.
americana Arg. Slrd. Rep. Norv. Arct. Exp. Frani (3), p. 30.
amesia Prep. Fruhst. Iris 17, p. 290.
amida Act. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1854 (2), p. 245. ?
amoena Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 364. *
amoena Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 13.
amor Hel. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 78. *
amphichloe Ag. Bsd. Leiiid. Guatemal. p. 27.
ampliiktion Prep. IGuhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 556.
amphilecta Act. .Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 366.
amphimachns Prep. F. System. Entom. p. 457.
amplnnome Ag. 7.. Syst. Nat. 2, p. 779.
amphira Pyrr. Bat. Journ. Entom. 2, p. 319.
amidiitrite Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 46, p. 157.
amplias Dyn. Hew. Exot. Butt. 2 (Eubagis 3). *
amycla Eun. Godt. Encycl. Jlethod. 9. Suppl. p. 823.
amydon Agr. Hcic. Exot. Butt. 1 (Agrias a. Sid.). *
amydonides Agr. I^ruhst. Entom. Zschr. Guben 1898, p. 166,
amydonins AgT. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 164. *
amymone Cyst. MGi. Cat. Mus. Petr. Lep. p. 123. *
anaci'con Hel. Sm. u. J\y. Rhop. Exot. 1. *
anactorie Hel. Dbl. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 103. *
76
602
Urbesclireibungs-Nacliweis der amerikanischen Nymphaliden.
anaitis Ilel. Riff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 513.
anassa An. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 120.
anaxa^fu'as Agr. Stgr. Exot. Tagf., 1, p. 165. *
aiiaxo Act. Hpfir. >Stett. Zg. 35, p. 317.
aiidei'ida lieh Hew. Exot. Butt. 1. *
aiidieola Dione Bat. Joiun. Entomol. 2, ii. 187.
aiidieola Prep. F7nihst. Insekten-Borse 1901, p. 126.
aiidrcniona Hel. Cr. Pap. Exot. 1, p. 16. *
andria An. Scndd. Bull. Buffalo Soc. N. IT. 1875, p. 218.
angelhia Chlor. Fldr. E.eise Novara Ijep. 3, p. 135.
angusta Phy. Heu\ Exot. Butt. 1 (Eresia 7). *
aiiicia Mel. Heio. v. Dbl. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 179.
aiiieta Phy. Hew. Exot. Butt. 3 (Eresia 6). *
aiina Aii. Stgr. Iris 10, p. 119. *
anna Arg. Bich. Gay Faun. Chil. 7, p. 23.
aiina Callic. Guer. Icon. Regn. Anim. Ins. Texte, p. 180.
anna Eun. Cr. Pap. Exot. 3, Tb. 281. *
anna lieh Neust. Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien 58, p. 276.
annelta lieh Blff. Beil. Ent. Zsclu'. 45, p. 187.
annita l’hy. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 92. *
anomala Mel. G. u. S. Trans. Ent. Soc. Lond. 1897, i?. 213.
anteas Act. Dbl. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 112. *
antliele Pyrr. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. 38.
antholia Mysc. Godt. Encych M4thod. 9, Suppl. p. 821.
antigona Hel. B'iff. Beil. Ent. Zschr. 45, p. 210.
antikleia Prep. Frtdist. Iris 17, p. 288. *
aiiiillena Cat. Kaye Trans. Ent. Soc. Lond. 1913, Tf. 730. *
antiinaohe Prep. Hbn. Verz. bekannt. vSchmett. p. 49.
antinoe Caton. Godt. Eiicycl. Method. 9, p. 410.
antioclius lieh L. Syst. Nat. (XII) 2, p. 1068.
antiopa Van. L. Syst. Nat. 1, p. 776.
antonia Ast. Edw. Field a. Fore.st 3, p. 103.
antoniae Ad. Fridist. Seitz, Groß- Schinett. 5, p. 521.
annbis Dyn. Hew. Exot. Butt. (Bubagis 3). *
anznletta Zar. Frühst. Ent. Zschr. 1909, p. 166.
aoede lieh Hb)i. Verz. bekannt. Schinett. p. 12.
aphidna Cat. Heiv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 72.
aplirodite Arg. F. Alant. Ins. 2, p. 62.
aphrodyte Hel. Stgr. Iris 9. p. 299. *
apicalis Cyst. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 130.
apioalis Phy. Böh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 117. *
appiades An. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 585. *
appias An. Hbii. Snunlg. Exot. Schinett. *
appieiata Au. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 582.
approxiinata Alel. Streck. Lep. Rhop. Ilet. Suppl. 3, p. 23.
apseiides lieh Hb». Zutr. Smnilg. Exot. Schniett. 1, p. 25. *
aquilifer Eu. Beil. Ent. Zschr. 48, p. 8. *
aquillia. Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 531.
arachiie An. Cr. I'ap. Exot. 1, Tf. 18. *
araeluie Alel. Ediv. Trans. Am. Ent. Soc. 2, p. 372.
aranea Hel. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 168.
araiicaiia Eun. Fldr. AVien. Ent. Alon. 6, p. 121.
arcaei Hyp. S. u. G. Ann. Alag. Nat. Hist. (1) 7, p. 415.
arcliesilea. Phy. Ftdr. A^erh. Zooh Bot. Ges. AVien 1867, p. 171.
arehidoiia Coen. Hew. Exot. Butt. 2 (Sider. 1). *
areliidonia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p). 525. *
archippus Lim. Cr. Pap. Exot. 1, Tf. 16. *
arctiea Arg. Z. Ins. Lapp. p. 899.
areiiella Hel. Druce, Tra.ns. Ent. Soc. Ijond. 1871, p. 150.
ardema Chlor. Reak. Proc. Acad. Phil. 1866, p. 336.
ardys Phy. Heiv. Exot. Butt. (Eresia 5). *
areoosa Ad. Hetv. Ann. Alag. Nat. Hist. 20, p. 263.
arene Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 511. *
arene Dyn. Hbrn. Smmlg. Exot. Schmott. *
aretas Cat. Heic. Exot. Butt. 2 (Catagr. 6). *
arete Ad. Mhi. Cat. AIiis. Petr. Lep. 2, p. 118.
arete Ag. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. I^ep. Tf. 10. *
aretlmsa Ag. Cr. Papih Exot. 1, Tb. 77. *
aretina Ad. Frühst. Ent. Zschr. Stuttg. 21, p. 172.
arge Arg. Streck. Catah Lep. 1878, p. 114.
arge Pyrr. Stgr. Entomolog. 13, 11, 6.
argentea Phy. G. u. S. Bioh Centr.-Amer. Rhop. 1, p. 207.
argina Pyrr. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. 31.
arginussa Au. Hbn. Zutr. Smudg. Exot. Schniett. (1). *
argus Ast. Bett. Entom. Alonth. Alag. 1, p. 130.
argyria Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, !>. 560.
ariadne Tem. Cr. Papih Exot. 2, Tb. 132. *
ariba Eun. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. -±8.
aricia Ad. Hetv. Ann. Alag. Nat. Hist. 1847 (20), p. 263. *
arieilla Phy. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 350.
ariensis Ag. G. u. S. Bioh tientr. Amer. Rhop. 1, p. 272.
arinome Ag. Luc. Rev. Zoolog. 1853, p. 312.
aristioiia Hel. Hetv. Exot. Butt. I. *
aristomaelie Hel. Riff. Berh Ent. Zschr. 46, p. 131.
arizonensis Lim. Edtc. Papilio 2, p. 22.
arquatus Eu. Stich. Berh Ent. Zschr. 48, p. 9. *
artacaena An. Heiv. Exot. Butt. 1 (Paphia 2). *
artemis Callic. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 502. *
artemis Hel. Riff. Deutsche Ent. Zsclir. 1907, p. 502. *
arteniisia Dyn. F. Entom. Syst. 3 (1), p. 101.
artliemis Lim. Drury, 111. Exot. Ent. 2, Tf. 10. *
artifex Hel. Stich. Entom. Nachr. 25. p. 30.
artoiiis Arg. Ediv. Trans. Am. Ent. Soc. 9, p. 2.
aspasia Eun. Fldr. AVien. Ent. Alon. 5, p. 104.
asta Cat. Salv. Ann. Alag. Nat. Hist. (1) 1, p. 178.
astala Callic. Guer. Ic. Regne Anim. Ins. Txt., p. 179.
astarte Arg. Dbl .-Heiv. Gen. Diurn. Lep. Tb. 53. *
astarte Cat. Cr. Pap. Exot. 3, Tf. 256. *
asteria Cat. G. u. S. Ann. Alag. Nat. Hist. (6) 14, p. 97.
astinax An. Cr. Pap. Exot. 4, Tf. 337. *
astraea Hel. Stgr. Iris 9, p. 311.
astricta Ect. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. 43.
astyaiiax Lim. F. Syst. Entom. p. 417.
astydamia Hel. Erichs. Schomburgk Reis. 3, p. 595.
ataeama Cat. Heiv. Exot. Butt. (Catagr. 1). *
atalaiita Pyr. i. Syst. Nat. (X), p. 478.
ate Dyn. C. u. S. Bioh Centr. Amer. Rhop. 1. p. 247. *
ateriiia A.g. L'ruhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 543.
ates An. Drc. Proc. Zooh Soc. Lond. 1877, p. 641. *
atlieiiioii Dyn. L. Alus. Ulric. p. 323.
atlieiiais Agr. Frühst. Entomol. Rundsch. 29, p. 46.
atlieiie Hel. Neust. A^erh. Zool.-Bot. Ges. Wien 58, p. 269.
atäiene Pyrr. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. 37.
atinia Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 510. *
atlantis Ag. Bat. Ent. Alonth. Alag. 1, p. 115.
atlantis Arg. Edw. Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1862, p. 54.
atossa Arg. Edw. Butt. N.-Amer. 3, Tb. 8.
atra Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 443. *
alronia Phy. Bat. Ent. Alonth. Alag. 3, p. 133.
atroseta Hel. Riff. Berh Ent. Zsclu'. 45, p. 202.
attalis Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 561.
altica Ad. Fldr. Reise Novara Ley). 3, p. 421.
atthis Hel. Dbl. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 102. *
aut'idia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 525.
aiigusfa Eun. Bat. Entom. Alonth. Alag. 3, p. 135.
angusta Hel. Riff. Berh Ent. Zsclm. 45, p. 2.
augusta Alel. Edw. Canad. Ent. 22, p. 21.
augustina Alel. Wr. Butt. West-Coast. *
aulicus Hel. Weym. Stett. Zg. 45, p. 19. *
aiiraiitia Cyst. XVeeks, Proc. New-Errgh Zooh Club 3, p. 5.
aiirantia Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 368.
aurantiaoa Agr. Frühst. Eirtorn. Nachr. 23, p. 252.
aurelia Callic. Guen. Al^m. Phys. G4n. 22, p. 385.
aureola An. Bat. Errt. Alorrth. Alag. 3, p. 152.
aureoinarginata Pol. Cckll. Entomolog. 1889, p. 100.
aurora Hel. Bat. Traras. Jünn. Soc. I^ond. Z. 23, yj. 555.
aiirora Phy. Röb. >Seitz, Groß-Schmett. 5, yj. 149. *
aTit(dycus Prey?. Frühst. Iris 17, p. 285.
aveyrama Phy. Bat. Journ. Entom. 2, p. 192. *
azeca Vila, Dbl. v. Hew. Gen. Diurn. Lep. yj. 407. *
baechis Cych Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. p. 219.
baeotus Alegist. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. Tb. 48. *
bahiaiia Prep. Frühst. Entomol. Nachr. 1897, yr. 221.
bahiana Tem. Frühst. Stett. Zg. 68, yi. 231.
bandiisia Ep. Frühst. Entomol. Rundsch. 29, p. 11.
bari Hel. Oberth. Et. d’Ent. 21, p. 23.
barnesi Phy. Skinn. Canad. Entomol. 29, yD. 155.
bai'iiosia Ad. Schs. Proc. Un. St. Nat. Alus. 1900, p. 396.
bai'Oiii Arg. Edw. Trans. Am. Ent. Soc. 9, p. 3.
baroni Alel. H. Edw. Payrilio 1, y3. 52.
bartictli Callith. G.u.S. Ann. Alag. Nat. Hist. (5) 2, p. 264.
bartletti Hel. Druce, Proc. Zooh Soc. Lorrd. 1876, p. 219. *
bartoline Ad. Frühst. Seitz, Groß- Schniett. 5, p. 521.
basifnsca Prec. Weym. Stiibel’s Reise, yr. 120. *
basilea An. Cr. Pap. Exot. 1, Tf. 329. *
basiloides Ad. Bat. Journ. Entom. 2, yr. 332.
batesi Hel. Riff. Beil. Ent. Zschr. 45, yr. 207.
batesi Phy. Reak. Proc. Ent. Soc. Phil. 5, yr. 226.
batesii Callith. Hetv. Trans. Ent. Soc. Ijond. (2) 1, yr. 99. *
batesii Ness. Fldr. Wien. Ent. Alon. 1, p. 237.
beaiii Alel. Skinn. Canad. Ent. 29, yr. 155.
bcata Agr. Stgr. Exot. Tagt. 1, yr. 166. *
beata Hel. Riff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, yr. 512. *
bealil'iea Agr. Hew. Equat. Lepid. yr. 30.
bcati'ix Au. Drc. Cistuh Entomol. 1, p. 287.
Urbeschreibungs-Nachweis der amerikanischen Nymphaliden.
003
beehiua Eiin. Hew. Exot. Butt. (Eunica 2). *
beckcri Chlor. Hew. Exot. Butt. 3.
beckeri IVIel. G. u. S. Biol. Centr. Amer. Rliop. 2. p. 076.
behrensi Arg. Edw. Trans. Am. Ent. Soc. 2, p. 370.
belesis Callic. G. u. S. Ann. Mag. Nat. liist. (6) 3, p. 354.
bella Hel. Eiff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 511.
bella Hyp. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 64.
bella Phy. Ky. Cat. Diurn. Lep. p. 177.
belladoniia Ag. Bat. .Tourn. Entom. 2, p. 313. *
bellaria Eun. Friihst. Stett. Zg. 1908, p. 47.
bellona Arg. F. Syst. Ent. p. 517.
berania Meg. Hew. Exot. Butt. (Timetes 1). *
bereiiice Phy. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 110.
bertila Chlor. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 253.
besckei Hel. Men. Cat. Ac. Imp. Petersb. 2, p. 114.
biblis Did. F. Syst. Entom. p. 505.
biedermanni Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 530.
biplag’iata Vict. Frühst. Stett. Zg. 68, p. 13.
bipunctata Vict. Frühst. Stett. Zg. 68, p. 13.
bipupillata Dyn. Eöb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 507.
bisaltiiia Zar. Frühst. Ent. Zschr. 1909, p. 167.
bischoffi Arg. Edw. Trans. Am. Ent. Soc. 3, p. 189'.
bisosta Callic. Guen. M4m. Phys. G4n. 22, p. 384.
blomfildia Sm. F. Spec. Insect. 2, p. 84.
boeotia Ad. Fldr. Reise Novara Lep. 3. p. 422.
bogotana Cyst. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 451.
bogotana Eupt. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 90.
bogotanus Prot. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 773.
boisduvalii Arg. Dup. Lep. Er. Suppl. 1, Tb. 20. *
boliviana An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 642. *
boliviana Callic. Eöb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 501. *
bollTiana Cybd. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 4, p. 175.
boliviana Ep. Eöb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 478.
boliviana Per. Eöb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 497.
boliviana Phy. Eöb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 438.
boliviensis Agr. Frühst. Entomol. Naclrr. 1895, p. 217.
bollii Mel. Edw. Field a. Forest (1877) 3, p. 101.
bonplandii Per. Guer. Ic. Regne Anim. Ins. Txt. p. 484.
bonplandioides Ep. Fasst, Entomol. Rundsch. 29, Nr. 19.
boncardi Phy. G. xi. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 268.
bouqueti Hel. Nöldn. Berl. Ent. Zschr. 46, p. 7.
bonrcieri Callic. Guen. M4m. Phys. G4n. 22, p. 385.
brancodia Phy. Schs. Proc. ITn. Stat. Mus. 24, p. 395.
branicki Callic. Oberth. Et, d’Ent. 7, p. 15. *
braziliensis Pyr. Moore, Proc. Liverpool Soc. 37, p. 236.
bredowi Lim. Hbn. Zutr. Smmlg. Exot. Schmett. (2) 5. *
brenineri Arg. Edw. Trans. Am. Ent. Soc. 4, p. 63.
brevimaculata Hel. Stgr. Iris 6, p. 292.
brevipalpis Callic. Guen. Mem. Phys. Gen. 22, p. 390.
brome Cat. Bsd. Cuv. Regne Anim. Ins. 2, Tb. 138. *
broneus Hel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel. p. 21.
brooksiana Prep. G. u. S. Biol. Centr. -Amer. Rhoi). 2, p. 695. *
brucei Mel. Edw. Canad. Ent. 20, p. 81.
bninliilda Chlos. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 96.
brnnhilda Phy. Eöb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 447. *
brnnnea Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 6. *
brnnnea Eun. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 4, p. 174.
buckleyi Callith. Hew. Equat. Lepid. p. 29.
biickleyana Prep. Hew. Pap. Exot. 5. *
bulis Äct. Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
biirclielli Cyst. Moult. Ann. Mag. Nat. Hist. 1908 (2). p. 181.
biirchelli Phy. Moiüt. Ann. Mag. Nat. Hist. 1909 (3), p. 100.
burmeisteri Chlor. G. u. S. Biol. Centr. -Amer. Rhop. 1, p. 317.
burneyi Hel. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. 3, p. 7. *
butlei'i Dione Stich. Wytsman Gener. Ins. Fase. 63, p. 18.
butleri Prot. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 186. *
cabira Eun. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 105.
cabirnia Per. Hew. Boliv. Butt. p. 6.
cacica Vila Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 129.
cacica Zar. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 184.
cadina Luc. Drury, 111. Exot. Ent. 2. *
caecilia Vila Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 121.
caelia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 524.
caelina Eun. Godt. Encycl. M6thod. 9, Suppl. jj. 822.
caerulea Lim. Ehm. Canad. Entomol. 32, p. 348.
caeruleatus Hel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel.
p. 35.
caenilescens Arg. Holl. Entom. News 11, p. 332.
cajetani Cat. Guen. M4m. Phys. G6n. 22, p. 410.
calainis Per. Hew. Exot. Butt. 4 (Cybd. 4). *
calena Phy. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 350.
califoniiea Chlos. Wr. Ihitt. Wost-Coast. *
californica Lim. Bitr. Proc. Zool. Soc. J.ond. 1865, j). 185.
calil'ornica Van. Bsd. Ann. Soc. Knl. Fr. (2) 10, !>. 306.
caliineiie Act. EFl. Berl. Ent. Zschr. 46, p. 295.
calliaiiira Act. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. 5, p. 14. *
oallianira Chlor. i\14n. Cat. .Mus. Petr. Lep. 1, p. 87. *
calliaiilhe Act. Fldr. Wien, Ent. Mon. 6, y». 417.
callidryas An. Fldr. Verb. Zool.-Bot. Ges. Wien, 1869, y). 474.
caliii)e Arg. Bsd. Ann. Ent. Soc. Fr. (2) 10, yj. 203.
calliphane Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, y>. 526. *
oalliphielea Ad. Bür. Catal. Eahric. p. 58.
calloiiia Phy. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 92. *
callyoopis lieh Cr. Pay). Exot. 2, y^. 143. *
eallista Hel. Eiii. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 212.
calyinma Act. Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
cainbyses An. T)rc. Proc. Zool. Soc. I.ond. 1877, yj. 646.
oamelita Per. Heiv. Exot. Butt. 5 (Catagr. 13). *
caiuilla Prey). G. u. S. Biol. Centr. -Amer. Rhoyi. 1, p. 321.
eamilliis Phy. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 3, p. 268.
campana Eun. Fldr. Wien. Ent. 3Ion. 5, p. 104.
campaspe Per. Hew. Exot. Butt. 4 (Cybd. 1). *
campeda Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 532.
caiia Cyst. Er. Schomlnu’gk, Reisen 3, p. 599.
candreiia Callic. Godt. Encycl. MMhod. 9, p. 425.
caninia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 516. *
canoma Per. Drc. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 156.
canthara Pseud. Dbl. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 226.
camileia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 525.
oaiiutia Act. Hpffr. Stett. Zg. 35, p. 345.
eapenas Mysc. Hew>. Exot. Butt. 2 (Cybdel. 3). *
caphira Ad. Hew. Trans. Enl^. Soc. Lond. 1869, y). 73.
capnodes Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 360.
carabaia Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 463.
caralis Eun. Hexe. Exot. Butt. 2 (Cybl. 3). *
earbo Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, y5. 13. *
cardases Per. Heiv. Exot. Butt. 4 (Cybd. 4). *
cardui Pyr. L. Syst. Nat. (X), yj. 475.
caresa Eun. Hew. Exot. Butt. (Cybd. 3). *
oareta Eun. Heio. Exot. Butt. 1 (CVbd. 2). *
carias Eun. Heiv. Exot. Butt. 2 (Cybd. 3). *
carica Act. Weym. Stübels Reise yj. 73. *
carigia Phy. Schs. Proc. Un. Stat. Mus. 24, p. 395.
carme Phy. Dbl. xi. Hew. Gen. Diurn. Lep. 1, Tb. 20. *
oarmela Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5. p. 529.
Carmen Callic. Guen. M4m. Phj’s. G4n. 22, yr. 392.
carycina Act, Jord. Seitz, Groß-Sclunett. 5, p. 373. *
carye Pyr. Hbyx. Smmlg. Exot. Sclmiett. 1. *
casiphia Phy. Heiv. Equat. Lepid. p. 25.
cassandra lieh Fldr. Wien. Ent. Zsclir. 6, p. 419.
cassiopea Phy. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 262.
castaneus Prot. Btlr. I’roc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 775.
castilla Phy. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 419.
catablymata Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 542.
eatachlora Prey^. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 162.
cathariiiae Hel. Stgr. Exot. Schmett. 1, yD. 79.
catliaiinae IVrr. Stgr. Exot. Tagf. 1, yn 131.
catinka An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 644. *
catocliaera Act. Jord. Novit. Zool. 17, yr. 468.
catula Phy-. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 350.
catulus Meg. Fldr. Wien. Ent. iMon. 5, yD. 108.
cauca Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, y^. 371.
caudata An. Eöb. Seitz, Groß-Schmett. 5, yj. 584. *
cecrops Prot. Dbl. ii. Hew. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 314.
cedestes Act. Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
celemiiia Phy. Eöb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 448.*
celeris Ad. Bat. Ent. 3Ionth. Mag. 1, yi. 127.
celma Eun. Hew. Exot. Butt. 1 (Cybd. 1). *
cchnina Eun. Frühst. Stett. Zg. 1909, yj. 214.
celtis Ast. Bsd. xt. Lee. Ley?. Amer. Seyrt. y3. 210.
centralis An. Eöb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 586. *
centralis Cat. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 108.
centralis Prep. Frühst. Iris 17, p. 284.
cephallenia Hel. Fldr. Novara Leyj. 2 (2), yr. 373.
ceracliates Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 521.
cerealia An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, yj. 642. *
cerqnita Phy. Dogn. Ann. Soc. Ent. Belg. 38, p. 680.
cerrita Mel. Wr. Butt. West-Coast. *
ceryx Callic. Hexe. Exot. Butt. 3 (Catagr. 10). *
cestiis Ad. Hew. Ann. Alag. Nat. Hist. 1847 (20), p. 261. *
chaeronea An. Fldr. Wien. Ent. jlon. 5, p. 110.
chalcedon Mel. Dbl. xi. Hexe. Gen. Diurn. Lep. 1, p. ISO.
clialciope Prep. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. *
clialcis Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 557.
604
Urbeschreibungs-Nachweis der amerikanischen Nymphahden.
chalcothea Pan. Hew. Ent. Month. Mag. 4, p. 170.
chaiicha Ad. 8i(jr. Exot. Tagf. 1, p. 144.
chara Mel. Edw. Canad. Entom. 15, p. 209.
eliariclea Arg. Schn. Neu. Mag. 5, p. 588.
oharitonia Hel. L. vSyst. Nat. (XII) 2, p. 757.
oharlotti Arg. Brns. Canad. Entom. 29, p. 39.
chaseba Per. Hein. Exot. Butt. 1 (Oatagr. 5). *
chea Act. Drc. Ann. Mag. Nat. Hist. 7 (12), ii. 220.
chelone Pol. Schz. Iris 1902, p. 324.
cherubina Chlor. Fldr. Reise Novara Lei?. 3, p. 435.
chestertoni Hel. Heiv. Exot. Butt. 5.
chiliarches Prep. Frühst. Seitz, Groß-Sclmiett. 5, p. 558.
chioneus Hel. Bat. Ent. Montli. Mag. 1, p. 58.
ehiricaiius Prot. Röb. Seitz, Groß-Sclnnett. 5, p. 580.
chiron Meg. F. System. Entom. p. 452.
chironides Meg. Stgr. Exot. Tagf. 1, iJ. 134.
Chitone Arg. Edw. Canad. Ent. 11, p. 72.
chloe Ag. Cr. Pap. Exot. Suppl. Tf. 5. *
chlorochroa Eun. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 4, p. 172.
ehlorotaeiiia Chlor. Röh. Seitz, Groß-Schniett. 5, p. 546.
cboarimis Hel. Ent. Month. Mag. 9, p. 83.
chorienes Eun. Frühst. Stett. Zg. 1909, p. 212.
chorophila An. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 591. *
chromis Caton. Dbl. n. Hew. Gen. Diurn. Lep. Tb. 27. *
chromis Phy. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. 5 (2), p. 260.
cliromus Prep. Guer. Ic. Regne Anim. Ins. p. 478.
chrysantis Hel. G. u. S. Biol. Centr.-Am. Rhop. 1, p. 146.
chryseis Dyn. Bat. .Journ. Entom. 2, p. 322. *
chrysites Ei). Latr. Humb.-Boupl. Observ. Zool. 1, p. 245. *
chrysophana An. Bat. Ent. jMonth. Mag. 3, p. 152.
clirysoptera Pol. Wr. Butt. West-Coast. *
cibyra Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 529.
cicia An. Mschlr. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 26, p. 319. *
cillene Col. Cr. Pap. Exot. 3, Tf. 215. *
cinara Eun. Hew. Stett. Zg. 1909, p. 215.
cinctus Prep. Frühst. Iris 17, p. 280.
Clara Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 372.
Clara Hel. F. Ent. Syst. 37 (1), p. 161.
Clara Phy. Bat. .lourn. Entom. 2, p. 192.
clarescens Hel. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 15, p. 223.
Claudia Eupt. Cr. Pap. Exot. 3, Tb. 69. *
Claudia Hel. G. u. S. Biol. Centr.-Am. Rhop. 1, p. 145.
Claudia Agr. Schulz, Naturforscher 9, p. 100. *
claudianus Agr. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 164. *
claudina Agr. Godi. Encycl. M4thod. 9, p. 421.
claudiua Idiy. Esch. Kotzeb, Reise 3, p. 212. *
clcasa Act. Hew. Exot. Butt. 4 (Acr. 6). *
cleobaea Eu. Hbn.-G. Zutr. Sininlg. Exot. Schmett. 1, i). 7.*
cleomestra An. Hew. Exot. Butt. 4 (Paphia) 2. *
clio Arg. Edw. Trans. Am. Ent. Soc. 5, p. 106.
clio Phy. L. Mus. ülric. xd. 229.
clisithera Per. Hew. Boliv. Butt. p. 7.
cloella Per. Hew. Exot. Butt. 4 (Catagr. 11). *
clotliilda Chlor. Fldr. Reise Novara, Lep. 3, p. 437. *
cluvia An. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 351.
cluvia Phy. S. u. G. Biol. Centr.-Amer. Rhopal. 1. p. 198. *
clyinena Callic. Cr. Papil. Exot. 1, Tf. 24. *
clysonyinus Hel. Latr. Hundj.-Boni)!. Obs. Voy. 2, i)- 128. *
clytemnestra Hyx)na Cr. Pap. Exot. 2, Tf. 137. *
clytia Eun. Hew. Exot. Butt. 1 (Cybd. 1). *
clvtia Hel. Cr. Pai). Exot. 1, p. 103. *
cocala Ad. Cr. Pap. Exot. 3, Tf. 242. «
cocaliiia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Sclunett. 5, p. 516. *
codomannus Cat. F. Si^ec. Ins. 2, p. 57.
cocadös Dyn. Burin. Descr. Rei). Argent. 5, p. 170.
coela Phy. Druce, Ent. Month. Mag. 11, p. 37.
coelinula Callic. Gucn. Mem. Phys. G4n. 22, i). 389.
coeuia Prec. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. 2, p. 32.
cocnus Dyn. F. Entom. Syst. 3 (1), x). 308.
coerula Eun. G. n. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 64.
cognata Hel. Riff. Derrtsche Ent Zschr. 1907, x)- 506.
colada Ad. Fldr. Wien. Ent. (Mon. 6, x^- 116.
collina Ad. Hew. Ann. Alag. Nat. Hist. 1847 (20), x^- 262. *
cotoii Hel. Weym. Stett. Zg. 51, x^- 291.
colon Alel. Rdw. Papilio 1 p. 45.
colonia Alel. Wr. Butt. West-Coast. *
columbana Caton. Stich. Berl. Ent. Zschr. 44, x^- H-
Columbia Arg. Edw. Pacif. Coast. Lep. Nr. 26 (1877).
columbiana Cat. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 263.
columbiana Tem. Frühst. Stett. Zg. 68, x^- 230.
coluinbina Hel. Stgr. Iris 9, p. 295.
comma Pol. Harr. Ins. Inj. Veget. p. 221.
comnena Per. Hew. Exot. Butt. 4 (Catagr. 11). *
completa Ad. Frühst. Ent. Zschr. Stuttg. 21, p. 172.
comta Act. Jord. Novit. Z ol. 17, p. 466.
concinna Hel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel. p. 28.
concolor An. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 584.
concordia Eun. Hew. Exot. Butt. 1 (Cybd. 1). *
concors Hel. Weym. Iris 6, p. 317. *
conferta Phy. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 394.
conflua Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 442.
coiiflucns Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, x>- 365.
conflucns Sid. Stgr. Exot. Tagf. 1, x^- 182. *
coiifusa Prex). Niep. Lepidoptera Niepeltiana p. 31. *
congener Hel. Weym. Stübels Reise Lep. p. 117. *
consobrina Callic. Giien. Ic. Regne Anim. Ins. Txt. p. 482.
conspicua Act. Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
constricta Prec. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 401.
contigua Hel. Weym. Stübels Reise Lep. p. 118. *
cooperi Alel. Behr, Proc. Calif. Ac. Sei. 1863, x^- 90.
copiosus Eu. Stich. Wytsm. Gen. Ins. Lep. Nymph. Hel. p. 57.
cora Ad. Frühst. Ent. Zschr. Stuttg. 21, p. 172.
cora Arg. Luc. Ami. Soc. Ent. Fr. 1850, p. 249.
coralii lieh Btlr. Cistul. Entom. 2, p. 151.
coreyra Ad. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. 1847 (20), p. 262. *
corduba Act. Hew. Boliv. Butt. p. 6.
core Dyn. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 504.
coresia Meg. Godt. Encycl. M4thod. 9, p. 359.
coriima Meg. Latr. Humb.-Bonpl. Observ. Zool. 2, p. 84. *
corita An. Frühst. Societ. Entomol. 31, p. 14.
corita Aleg. Ww. Gen. Diurn. Lep. p. 263.
Cornelia Arg. Edw. Canad. Ent. 24, p. 106.
coronis Ai’g. Behr, Proc. Cal. Ac. Sei. 2, p. 173.
corviana Cyst. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1901, p. 713.
corybassa Phy. Hew. Boliv. Butt. p. 6.
coryneta Ad. Hew. Boliv. Butt. p. 8.
cotyora Per. Heiv. Boliv. Butt. p. 7.
crameri Pyrr. Aur. Kong. Swensk. Vet. Akad. Handl. 9, p. 98.
I crassina Prep. Frühst. Insektcn-Börse 1904, p. 126.
crassinia Act. Hpffr. Stett. Zg. 35, p. 345.
cratais An. Heiv. Boliv. Butt. p. 9.
crelaceala Chlor. Stich. Berl. Ent. Zschr. 1900, p. 147. *
crethon Meg. F. Gen. Ins. p. 252.
crina Phy. Schs. Proc. Un. Stat. Mus. 24, p. 392.
crispus lieh Stgr. Exot. Tagf. I, p. 76.
critliona Phy. Salv. Ann. Alag. Nat. Hist. (4) 7, p. 415.
crocale Chlos. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 5, p. 17.
croesus Agr. Stgr. Iris 1895, x^- 374.
ci'ucis Act. Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
cubana An. Salv. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 396.
enbana Luc. Frühst. Entomol. Rundsch. 29, p. 14.
cuellinia Chlor. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 250.
cuparina Pyrr. Bat. .Journ. Entom. 2, p. 318.
cupidincus Hel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel. p. 31.
cuvieri läb. GodJ. Encycl. M4thod. 9, p. 171.
ciiyaba Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 522.
cyananthe Mysc. Fldr. Reise Novara Lep. 408. *
cyane Chlor. lAitr. Humb. u. Bonx)l. Observ. Zool. 2, X5. 82. *
cyanca Act. Jord. »Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 361.
cyanca Polygr. G. u. S. Ann. Alag. Nat. Hist. (1) 2, p. 148.
cyaniria Alysc. DIA. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. p. 222. *
cyauomclas Alysc. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 482. *
cyaiKtuielas Van. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lex). 1, x^- 201.*
cybcle Arg. L\ Syst. Ent. x^- 516.
cybele Hel. Cr. Psx^- Exot. 2, p. 139. *
cybelina Hel. Stgr. Iris 9, x?- 304. *
cyclopia Zar. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 578.
cyclops Cat. Stgr. Iris 4, x^- 68.
cydiiides Hel. Stgr. Exot. Schmett. I, x^- dl.
eyduo Hel. Dbl. Gen. Diurn. Lex). 1, x^- 103. *
cyllciie Cat. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lex). Tf. 28. *
cyiieas Phy. G. u. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 269.
oyuisea Phy. G. u. S. Biol. Centr.-Amer. Rhox). 1, x^- 191 • *
cyno Phy. G. ii. S. Ann. Alag. Nal. Hist. (6) 3, x^- 354.
cyuosura Cat. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Le-x). If. 28. *
cypris Arg. Edw. Butt. North Amer. 3. *
cyi'b^a Hel. Godt. Enc. A15th. Zool. 9, p. 203.
cythera Hel. Hew. Equat. Ijep. p. 9. /
eyllierca Ad. i. Alus. ülric. x>- 305.
cythei'is Arg. Drury, 111. Ex. Ent. 2. *
dacekda Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, x^- 523.
daguana Ad. Frühst. Seitz, Groß-Sclunett. 5, p. 521. *
damun Ad. Fruhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, x^- 531. *
daphnicia Ag. Fruhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 541.
dapliiiis Ag. Stgr. Exot. Tagf. 1, x^ 128.
Urbeschreibungs-Nachweis der amerikanischen Nymj)haliden.
005
datis Phy. Hew. Exot. Butt. 3 (Eresia 3). *
datis Sui. Frühst. Int. Ent. Zschr. Guben 1, p. 319.
davisi Ad. Btlr. Ann. Mag. Nat. Ilist. (4) 30, p. 121.
deciinia Dyn. Hew. Exot. Butt. 2 (Eubagis 1).- *
decolorala En. Stich. Berl. Ent.'' Zsclu'. 488, p. 3.
decorata Pliy. Böb. Seitz, Groß-Sclunett. 5, p. 450.
decorata Prep. Friihst. Insekten-Börse 1904, p. 125.
decyanea Agr. Niep. Lepid. Niepeltiana p. 30. *
delasciatus Uel. Neust. Verb. Zool. -Bot. Ges. Wien 58, p. 204.
defiiiita Mel. Aar. Papilio 4, p. 170.
degandii Callith. Heiv. Exot. Butt. 2 (Call. 2). *
deinia Ilel. MscMr. Veili. Zool .-Bot. Ges. Wien 20, p. 315.
deiphile Prep. Godt. Encycl. Mdthod. 9, p. 408.
deleta Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schniett. 5, p. 518. *
delcta Col. Stich. Wytsman Gener. Ins. Fak. 03, p. 12.
delila Col. F. Syst. Ent. p. 510.
deliha Hel. Hhn. Smmlg. Exot. Sclunett. 1. *
delinita Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 519. *
delphia Phy. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 103.
delpliicola Ad. Frühst. Koch- Grünbergs Reise II, p. 348.
demeter Hel. Stgr. Iris 9, p. 310. *
demialba Ad. Btlr. Cistul. Entom. 1, p. 77.
demonica Act. Hpfjr. Stett. Zg. 35, p. 345.
demophon Prep. L. Mus. Ulric. p. 215.
deiiiophoon Hel. Men. Cat. Acad. Imp. Petersb. Lep. 2, p. 80. *
demophoon Prep. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. *
deiiina Cat. Hew. Exot. Butt. (Catagr. 1). *
depuiseti Callith. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 107.
desmiala Act. Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
despoliata Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 521. *
deucalion Megist. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 238.
dexaraeiie Arg. Bsd. Bull. Soc. Ent. Pr. 1859, p. 157.
dexameiies Prep. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 352.
dia An. G. u. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, Tf. 34. *
diadeinata Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 530. *
diadochus Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 531.
diallias Phy. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 200.
diana Arg. Cr. Pap. Exot. 1, Tb. 98. *
diana ITel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 204.
danasa Eu. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. 1. *
diasia Ag. Frühst. Seitz, Groß -Sclunett. 5, p. 541.
diatonica Met. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 14.
diatreta Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 525.
diceus Act. Latr. Humb. u. Bonpl. Observ. Zool. 2, p. 130. *
dicoma Phy. Hew. Exot. Butt. .3 (Eresia 0). *
dictyniia Phy. Bob. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 438. *
didia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 510.
dido Met. L. Syst. Nat. 1, p. 782.
diffluens Hel. Biff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 513.
difforinata Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, !>. 209.
diü'iisa Hel. Btlr. Cistul. Entom. 1, p. 108.
diffiisus Prot. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1875, ii. 30. *
dilatus lieh Weym. Iris 0, p. 323.
dilecta Ep. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 478. *
diluta Prep. Frühst. Iris 17, p. 275.
dilutior Tem. Frühst. Stett. Zg. 08, p. 233.
dinora Ep. Fasst, Entomol. Rundsch. 29, Nr. 19.
dioue Plel. Neust. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 58, i3. 207.
dioiie Hyp. Latr. Humb. -Bonpl. Observ. Zool. 2, i3. 87. *
diotima Per. Heiv. Exot. Butt. 1 (Cybd. 2). *
diotreplies Hel. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1809, p. 33.
dirce Gyn. L. Mus. Ulric. p. 287.
dircoides Gyn. Sepp. Papil. Surinam. 3, Tb. 145. *
discoidalis Cat. Guen. Regne Anim. Ins. p. 480.
discomaculata Hel. Weym. Stett. Zg. 51, p. 289.
dismorphiiia Phy. Btlr. Cistul. Entom. 1, p. 78.
dissolutus Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 0. *
diva Hel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel. ij. 47. *
divalis Pan. Bat. Ent. Month. Mag. 4, p. 171.
divaricata Prec. Fldr. Reise Novara Lep. 3, j). 401.
divergeiis Per. Btlr. Cistul Entom. 1, p. 102.
divcrsa Act. .Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 303.
dives Prep. Frühst. Iris 17, p. 290. *
diviiia Ad. Frühst. Entom. Zschr. Stuttg. 21, p. 171.
divina An. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 591. *
divisus Prot. Btlr. Proc. zool. Soc. Lond. 1873, p. 775.
dodone Callic. Guen. M4m. Phys. G6a. 22, p. 387.
dominica An. Skinn. Trans. Amer. Ent. Soc. 10, p. 80.
domiiiicana An. G. u. 8. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, p. 310. *
dominula Ad. Mschlr. Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien 20, p. 317. *
domna Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 557. *
donysa Ad. Hew. Amr. Mag. Nat. Hist. 1847 (20), p. 200. *
d’orbignyi Per. Guer. Ic. Regne Anim. Ins. Txt. p. 485.
dorcas Cyst. F. Syst. Entom. p. 508.
doris Callit. Fldr. Wien. Ent. .Vlon. 5, p. 107.
doris Hel. Jj. Mant. p. 530.
dracaona l*hy. Fldr. Reise Novara Li p. 3, p. 393.
draudti Micr. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 453. *
drucoi An. Styr. Exot. Tagt. 1, p. 181.
drurii Prot. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 773.
driiryi Chlor. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. *
di'usilla Phy. Fldr. Wien. Ent. Mon. 0, p. 110.
di'usinilla Phy. Bdb. Seitz, Gr jß-Schrnett. 5, p. 411. *
dryas Pol. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 3, p. 17.
dryinaea Phy. G. u. S. Proc. Zool. Soc. I^ond. 1878, p. 208.
dryope Chlos. G. u. S. Ann. Mag. Nat. lli.st. (0) 10, p. 90.
dryope Hei. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 212.
drypetis Phy. G. u. 8. Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 209.
dulliae Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 531. *
diilima Cat. Guen. Mdm. Phys. G4n. 22, p. 410.
duniiiorix Nap. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 14.
dyinas Mol. Ediv. Canad. Ent. 9, p. 190.
dyonis Dyn. Hbn. Zutr. Smmlg. Exot. Schmett. i2) 9. *
eanes Eu. Hew. Journ. Entom. 1, p. 155. *
eauides Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 30.
eavesi Lim. H. Edw. Proc. CaliE. Acacl. Sei. 7, p. 172.
eburnea Eun. Frühst. Societ. Entomol. 22, p. 33.
echeiiius An. Dbl. ?t. Hetc. Gen. Dium. Lep. 3 f. 49. *
ecuadorensis Hel. Neust. Verh. Zool.-Bot. Ges, Wien 58, p. 207.
edias Eu. Hew. Journ. Entomol. 1, p. 155. *
editha Mel. Bsd. Ann. Soc. Ent. Fr. 1852, p. 304.
edocla Pyrr. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. p. 253. *
edwardsii Arg. Beak. Proc. Ent. Soc. Phil. 0, p. 137.
egaea Dyn. F. Syst. Ent. p. 490.
egeria Hel. Cr. Pap. Exot. 1, i3. 54. *
egerides Hel. Stgr. Iris 9, p. 311.
egiiia Meg. Bat. .Tourn. Entom. 2, p. 123. *
egleis Arg. Bsd. Ann. Soc. Ent. Belg. 12, p. 59.
egregia Hel. Biff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 505.
ehrenbergii Morph. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. 3. *
ehrhardti Ad. Neubrgr. Societ. Entomol. 22, p. 50.
clada Phy. Heiv. Exot. Butt. 4 (Eresia 7). *
elaea Phy. Hew. Equat. Lepid. p. 25.
elaphiaea Phy. Hew. Exot. Butt. 4 (Eres. 7). *
elaphiiia Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 439. *
elara An. G. u. 8. Trans. Ent. Soc. Lond. 1897, p. 244.
elata Ag. Frühst. Stett. Zg. 08, p. 15.
elatus Act. J)rc. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 12, p. 220.
cleates Phy. Weym. Iiäs 20, p. 18.
eleeta Arg. Ediv. Field a. Forest 3, p. 143.
electa Ep. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 111. *
electra An. Ww. Gen. Diurn. I^ep. p. 319.
elegaiis An. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 591.
clegans Eun. Salv. Anr. Mag. Nat. Hist. (4) 4, p. 173.
elegaiis Hel. Weym. Iris 0, p. 320. *
eleoiiora Agr. Frühst. Entomol. Nadir. 1895, p. 219.
eleuchea Meg. Hbn. Smmlg. Exot. Sclmiett.
eleuehia IIcl. Hew. Exot. Butt. 1. *
elensiiius Hel. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 70. *
elevatus Hel. Nöldn. Berl. Ent. Zsclu’. 40, p. 5.
eliinaea Hel. Erichs. Schomburgk Reis. 3, p. 595.
elina An. Stgr. Iris 10, p. 150. *
elinda Callic. Guen. M4m. Phys. Gen. 22, p. 385.
elis Chlor. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 109.
ellops Zar. Men. Cat. Mus. Petr. Lep. 1, p. 58. *
eloiigata Hypna Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1800, p. 209, ^
elsa Hel. Biff. Berl. Ent. Zschi'. 43, j). 407.
eluiiia Callic. Hew. Exot. Butt. 1 (CVl. 3). *
elva Micr. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 83.
ematliia Ad. Fldr. Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien 1809, p. 473.
emeranlia Phy. Hew. Exot. Butt. 2 (Eresia 2). *
eniilia Ad. Frühst. Entom. Zschr. »Stuttg. 22, p. 108.
emilia Vila Cr. Pap. Exot. 3, Tb. 223.
eiiiinens Callith. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 492.
emiiiens Per. Oberth. Et. d’Ent. 0. p. 27. *
emma Hel. Biff. Berl. Ent. Zsclu’. 40, p. 104.
einineliiia Eun. Stgr. Exot. Tagt. 1, x?. 109.
eiiipyrea Eun. H. -Schaff. Außer- Europ. Schmett. 1.*
eiicina Phy. Fldr. 4Vien. Ent. IMon. 5, xi. 103.
endeis Chlos. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (0) 10, p. 97.
eiinius Hel. Weym. Stett. Zg. 51, p. 283.
epaphus Vict. Latr. Humb. u. Bonx^l. Observ. Zool. 2, p. 74.
ephesa Ad. Men. Cat. Mus. Petr. Lep. 2, p. 104. *
epieaste Ep. Hew. Exot. Butt. 2. *
epicydnides Hel. Stgr. Iris 9, p. 289. *
606
Urbesclireibungs-Nacliweis der amerikanischen Nymphaliden.
epidaiiina Ad. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 424.
epimenes Ep. Hew. Exot. Butt. 2. *
ei)iiioine Ag. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 409.
epione Ad. Godl. Encycl. j\14thod. 9, p. 405.
epione Rliy. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 363.
epiphaea Act. Jord. Seitz, Groß-Sclimett. 5, p. 371.
epiphicla Ad. G. u. S. Biol. Geutr.-Amer. Rhop. 1, Tf. 28. *
epiihore Arg. Bsd. Ami. Soc. Eut. Belg. 12, p. 58.
epona Ad. Fndtsf. Seitz, Groß-Sclimett. 5, j). 527.
epoiiina Ad. Sigr. Exot. Tagt. 1, p. 143.
epizygis Ad. Frühst. Seitz, Groß-Sclimett. 5, p. 527. *
equatoria Act. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 59.
eqiiatorialis Per. Giien. M4m. Pliys. G4n. 22, p. 395.
eraniles Phy. llciv. Exot. Butt. (Eres.) Tb. 2. *
erato Hel. L. Syst. Nat. (X) p. 467.
eratunia Hel. Stgr. Iris 9, p. 314.
ercliia Dyn. Heiv. Exot. Butt. 1 (Eubagis 1). *
erebia Phy. Bob. Seitz, Groß-Sclimett. 5, p. 449.
erebius Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 201.
eremita Mel. TPr. Butt. West-Coast. *
eresia Act. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 417.
eresia Gnath. Böb. Seitz, Groß-Sclimett. 5, p. 454. *
eresiiia Act. Hpjir. Stett. Zg. 35, p. 347.
eribotes An. F. Syst. Entom. p. 684.
erinna Arg. Edw. Canad. Ent. 15, p. 33.
erinoine Act. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 101.
eriopis Ep. Hew. Exot. Butt. (Epipli. 1). *
ernestina Ad. Frühst. Seitz, Groß-Sclimett. 5, p. 518. *
erodyle Clilos. Bat. Entom. Month. Mag. 1, p. 84.
erotia Ad. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. 1847 (20), p. 259. *
erynianthis Ad. G. u. S. Biol. Oentr.-Amer. Rhop. 1, p. 302. *
erythenia An. Bat. .Tourn. Entom. 2, p. 342.
erytlirea Hel. Cr. Pap. Exot. 2, ii. 140. *
esite Caton. Fldr. Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien 1859, p. 472.
esora Phy. Hew. Exot. Butt. 2 (Eresia 2). *
estrella lieh Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 560.
etlielda Ad. Hew. Exot. Butt. 4 (Heterochroa 1). *
etliilla Hel. Godt. Encycl. Method. Zool. 9, p. 219.
ethra Hel. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. 3, p. 35. *
etliusa Alysc. Bsd. Cuv. Regn. Anim. Ins. Atl. 2. *
etia Phy. Heiv. Exot. Butt. 4 (Eresia) 7.
etylus Hel. Salv. Ann. IMag. Nat. Hist. (4) 7, p. 414.
eiibaena An. Bsd. Lepid. Guatemal. p. 50.
euboea Ad. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 422.
euchroia Col. l)hl. n. Heiü. Gen. Diurn. Lep. Tf. 20. *
cucüa Act. Dogn. le Natural. (2) 1, p. 173. *
eiiclides Callic. Latr. Humb.-Bonpl. Observ. Zcol. 1, Tf. 24. *
eucomus Hel. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. 3, p. 38. *
eudia Gallith. Bob. Seitz, Groß-vSchmett. 5, p. 492.
eugenes Prep. Bat. Journ. Entom. 2, p. 335.
eulalia Hel. Bijj. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 204.
eumeda Ghlos. G. u. S. Biol. Gentr.-Amer. Rhop. 2, p. 672. *
eiinice Phy. Hbn. .Smmlg. Exot. Schmett. 1. *
eiiiminia Gat. Hew. Exot. Butt. 1 (Gatagr. 2). *
eiipelia Act. Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
eupepla Gallic. G. n. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 2, p. 146.
eiipheinia Eun. Godt. Encycl. Method. 9, p. 418.
euphone Hel. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 418.
euphrasius Hel. Weym. Stiibels Reisen Lep. p. 21. *
eupolema Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 542.
euriclea Per. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. Tf. 28. *
euris Act. .Tord. Novit. Zool. 17, p. 466.
eurota Eun. Cr. Pap. Exot. 1, p. 37. *
euryades Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 205.
euryas Hel. Bsd. L4p. Guatem. p. 29.
eurylcuca Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 461.
euryiioine Arg. Edw. Ti'ans. Am. Ent. Soc. 4, p. 66.
euryphile An. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 119.
eurysaces Eu. Heiv. Trans. Ent. Soc. Lond. 3 (2), p. 248. *
eurytis An. Frühst. Guben. Ent. Zschr. 1, p. 112.
eutropia Phy. Hew. Ent. jMonth. jMag. 11, p. 56.
evanesceiis Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 438.
evelide Eun. Bat. .Journ. Entom. 2, p. 197.
examina Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 523.
excelieiis An. Bat. Ent. Month. l\Iag. 1, p. 162.
excelsa Eun. S. u. G. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 63.
excelsior Gat. Hew. Exot. Butt. 2 (Gatagr. 7). *
excelsissima Gat. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 121. *
exclamationis Gnath. Koll. Denkschr. Ak. Wiss. Wien. Math.
Gl. 1, p. 359. *
exilita Ect. Frühst. vStett. Zg. 1908, p. 43.
exornata Hel. Ri//. Deutsche Ent. Zschi*. 1907, p. 505.
exquisitus Gaton. Stich. Berl. Ent. Zsclu’. 44, p. 40.
extensa Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 361.
extincta Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 445. *
extincta Prep. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 162.
ezba Phy. Heiv. Exot. Butt. 4 (Eresia 7). *
ezra Phy. Hew. Exot. Butt. 3 (Eresia 4). *
fabaris Ghlor. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 253.
fabricia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 518. *
falcata Ad. G. n. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 270.
falcata An. Hpffr. Stett. Zg. 1874, j). 353.
t'alcipennis Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 526.
fallax Ag. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 127.
lallax Phy. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 94.
fai'ge Ghlor. Frühst. Stett. Zg. 1907, 253.
farimilenta Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 542.
farragosa Eu. Stich. Berl. Ent. Zsclir. 48, p. 30.
t'asciata Ghlos. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 452. *
fasciata Phy. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 349.
fasciatella Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 438.
fasciatus Hel. G. u. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 62.
fassli Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 532.
fassli An. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 591. *
lassli Gallith. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 493. *
fassli Gat. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 495.
fassli Ghlos. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 451. *
fassli Ep. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 279. *
fassli Per. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 499. *
fassli Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 447. *
fassli Prep. Böb. Societ. Entom. 29 (1914), p. 5.
fassli Prot. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 580. *
fasnla Eun. Fruhst. Stett. Zg. 1909, p. 215.
fatiina An. F. Entom. Syst. 3, p. 81.
faiinus Hel. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 74. *
fauiuis Pol. Edw. Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1862, p. 222.
faustiiia Gat. Bat. Ent. Alonth. Mag. 3, p. 134.
faustina Hel. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 78.
faustus Phy. G. u. S. Trans. Ent. Soc. Lond. 1897, p. 243.
favoriniis Hel. Hpffr. Stett. Zg. 35, p. 348.
februa Ag. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. *
fehlen Ad. Bsd. L4pid. Guatem. p. 45.
felderi An. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 586. *
felderi Gat. Heiv. Exot. Butt. 3, 4 (Gatagr. 12). *
fehlen Ghlor. G. u. S. Biol. Gentr.-Amer. Rhop. 1, p. 313.
felderi Ghlos. Büb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 451. *
felderi Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 31.
felix Hel. Weym. Iris 6, p. 315. *
fenestrata Phy. Böb. Seitz, Gi’oß- Schmett. 5, p. 450.
ferdinandi Agr. Fruhst. Entomol. Nachr. 1895, i3. 151.
ferentiiia Ag. Godt. Encycl. M4thod. 9, p. 428.
feroiiia Ag. L. Mus. L^lric. p. 283.
ferox Ag. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 127.
ferrugala Act. .Jord. vSeitz, Groß-vSchmett. 5, p. 372.
fessoiiia Ad. Heiv. Ann. Mag. Nat. Hist. 1847 (20), p. 260.
fietitia Ag. Fruhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 541. *
fidiciila Ad. Fruhst. vSeitz, Groß-Schmett. 5, ]). 517.
fillo Ad. J'ruhst. Ent. Zschr. Stuttg. 21, p. 172.
flavescens Hel. Weym. Stett. Zg. 51, p. 292.
flavia Phy. Godt. Encycl. M4thod. 9, p. 818.
flavibasis Act. Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
flavida Phy. Heiv. Exot. Butt. 4 (Eresia 7). *
flavifascia Act. .Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, y). 371.
flavilla Pseud. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. *
flavimacula Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 442. *
flavina l’hy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 435.
flavofaseiala lieh Weym. Iris 6, y). 303.
flavoinaeiilata Hel. Weym. Iris 6, p. 341.
flora Ast. Edw. Butt. North-Amer. 2 (1876). *
flora Eun. I^ldr. Wien. Ent. IMon. 6, p. 111.
floreiitina Ag. J^Juhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 543.
fl(U'ida Hel. Weym. Iris 6, p. 329. *
floridana Gyst. Streck. Lep. Rhop. Het. Sirppl. 3, p. 24.
fh>ridensis Lim. Streck. Gatal. Lepid. 1878, p. 143.
floris Ghlor. Fruhst. Stett. Zg. 1907, p. 251.
florita An. I)rc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 640. ""
fiiiibunda Ghlor. JJuhst. Stett. Zg. 1907, p. 252.
foliacca Zar. Fruhst. Ent. Zschr. 1909, p. 167.
forbesi Hypna O. u. S. Biol. Gentr.-Amer. Rhop. 1, p. 357.
fonnosus Hel. Bat. Ent. iMonth. Mag. 3, p. 87.
fornacalia Ag. Fruhst. Stett. Zg. 68, p. 15.
fornariiia Het. JJew. Exot. Butt. I.*
fornax Ag. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. 2. *
forrevi An. G. u. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, Tf. 34. *
fortuiiatus Hel. Weym. Stett. Zg. 15, p. 21. *
Urbesclireibungs -Nachweis der amerikanischen Nymphaliden.
607
fragilis Phy. Baf. Joiirn. Entomol. 2, p. 189.
freya Arg. Thnbg. Diss. Ent. Suec. 2, p. 31.
freyja Gallith. Böb. Seitz, Clroß-Sclimett. 5, p. 493. *
frig'ga Arg. Tlnihg. Diss. Ent. Suec. 2, p. 33.
frigga Gallith. Böb. Seitz, Groß-Sclmiett. 5, p. 491.
frisia Phy. Poey, Gejit. Lep. Giib. p. 9. *
Iroiitiiia Agr. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1898, p. 293.
Iruhslorlcri Ghlos. Biib. 8eitz, Groß-Sclmiett. 5, p. 451.
friihstoi'l'cri lieh Biff. Berl. Ent. Zschr. 43, p. 406.
friihstorleri Meg. SeMz, Groß-Schmett. 5, p. 468. *
frulistorlci'L Prep. Böb. Bociet. Entom. 29 (1914), i?. 5.
fnisina Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 517. *
fufia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 516. *
fulina Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 516.
fiigela Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 519.
fulgidus Tlel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel. p. 41.
lulgora Phy. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. 5 (2), p. 261.
fiilica Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 517.
fuliginosa Hel. Biff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 511.
hiliginosus Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 12. *
tnlva Gaton. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 480.
fulvescens Galliz. Bür. Cistul. Entom. 1, p. 163.
iulvia Pyr. Dodge, Ganad. Entomol. 32, p. 92.
fulviplaga Phy. Btlr. Gistul. Entom. 1, p. 77.
fiilvus Prot. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1875, p. 35. *
Oimosa Ag. Frühst. Seitz, Groß-.Schmett. 5, p. 544. *
funalis Ad. Frühst. Seitz, Groß-Sclmiett. 5, p. 523.
fundania Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 525. *
fiindania Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 540.
fiiiiebris Hel. Mschlr. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 26, p. 314. *
gabaza Gallic. Hew. Exot. Butt. 1 (Gatagr. 4). *
gabbii Mel. Behr, Proc. Galif. Ac. Sei. 1863, i?. 89.
gabrielae Act. Bbl. Berl. Ent. Zschr. 46, p. 295.
galantliis Sid. Cr. Pap. Exot. 1, Tf. 25. *
galaiitluis Hel. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 58.
g-argeiiteum Pol. Dbl. u. Hew. Gen. Diuin. Lep. 1, p. 197. *
garleppiana Prep. Stgr. Iris 1897, p. 355.
gaudialis Gldos. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 84.
gavina Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 529.
gelania Ad. Godt. Encycl. M4thod. 9, p. 378.
gellia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 523.
geininata Hel. Weym. Iris 6, p. 299. *
gemiiiia Phy, Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 351.
genoveya Prec. Cr. Pap. Exot. 4, Tb. 290.
georgias Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 520.
geroiia Ad. Hew. Exot. Butt. 4 (Heterochroa 1). *
gervasia Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 543.
gerwisa Eun. Frühst. Societ. Entom. 22, p. 34.
getae Dyn. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 264.
giscla Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 442.
gisella Dyn. Hew. Exot. Exot. Butt. 2 (Eubagis 2). *
glauce An. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 119.
glaiice Dyn. Bat. Journ. Entom. 2, p. 324.
glaucina An. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 181.
glaucoiie An. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 119.
glaucoiiome Ag. Bat. Ent. Month. Mag. 1. p. 114.
globosa Hypna, Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 208. *
glycera Dione Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 102.
glycerhim An. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. Tf. 50. *
gnoriina Prep. Bat. Journ. Entom. 2, p. 336.
godinani Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 530. *
godmani Agr. Frühst. Entomolog. Naclu'. 1895, p. 217.
godmani Gaton. Stich. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 40.
godmani Ghlor. Dann. Entomologist 1904, Juli, p. 173. *
godmani Hel. Stgr. Proc. Zool. Soc. Lond. p. 397. *
godmani Hyp. Bad. Ent. Month. Mag. 1, p. 85.
goeringi Per. Drury, Gistul. Entomol. 1, y). 358.
gordins Hel. Weym. Iris 6, p. 312. *
gortyna Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 523.
goyania Ad. Schs. Proc. Un. St. Nat. Mus. 1900, p. 395.
graeilis Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 23.
gracilis Hel. Biff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 504. *
graeilis Pol. Grt. Ann. N. York Lyc. N. H. 8, p. 432.
gradatus lieh Weym. Iris 6, p. 335. *
grammica Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 371.
granadina Act. Bbl. Berl. Ent. Zsclu’. 46, p. 295.
granatensis Gallic. Guen. M4m. Phys. G4n. 22, p. 387.
grandis An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 644. *
grandis Ep. Btlr. Gistul. Entom. 1, p. 76.
graphiea Phy. Fldr. Verh. Zool.-BoL Ges. Wien 1869, p. 470.
graphota Dione Stich. Wytsman, Gener. Ins. Fase. 63, p. IS.
griseata Act. Btlr. Gistul. Entom. 1, p. 170.
griseldis Ghlor. Fldr. Wien. Ent. ,\Ion. 6, p. 117.
griseobasalis Phy. B(>b. Seitz, Gioß-Schmett. 5, p. Ml.
gnariea Hel. Beak. l’roc. Ac. Sei. Nat. Philad. 1868, jn 91.
gnalemala Phy. Bat. .lourn. Entomol. 2, p. 189.
gnatemalena Act. Bat. Ent. Month. i\lag. 1, p. 58.
gnalemalena Ag. Jiat. Ent. iVlonth. Mag. 1, p. 115.
gnalemalena Gat. Bat. Ent. Month. Mag. 3, p. 131.
gndrnna Idiy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 147.
gudnia Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]). 539. *
gneneei Gallic. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 502.
guerini Per. Fldr. Beise Novara Lej). 3, p. 110. *
gniensis Hel. Biff. Berl. Ent. Zschi-. 45, p. 198.
gniina Prep. Frühst. Insekteji-Börse 1904, p. 126.
gnstavi Hel. Stgr. Iris 9, p. 287. *
gynaesia Hel. Hew. Ent. Month. Mag. 11, yi. 182.
habaiiae Eun. Seitz, Groß-Schmett. 5, yj. 485. *
liades Agr. Lathy, Entomol. Month. IMag. 36, p. 29.
liaemera Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, y^. 361.
liaenselii Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 200.
hagiiodorus Pyrr. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. 39.
halineli Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 370.
Iialiiieli Hel. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 77. *
hahiieli Per. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 119.
Iialcyoiie Arg. Fdw. Butt. N.-Amer. 1 , p. 83.
lialiee An. Godt. Encycl. Mhthod. 9, p. 366.
harmonia Meg. {Dbl. n. Hew.) Klug, Neue Schmett. Tb. 2. *
liaroldi Pol. Detv. Mitt. Münch. Entom. Ver. 1877, p. 89. *
harrisi Mel. Scvdd. Proc. Ess. Ins. 3, p. 167.
Iiazarma Per. Hew. Equat. Lepid. p. 90.
hecalesia Hel. Jleiv. Exot.4Butt. 1. *
hecuba Dyn. Schs. Proc. Zool. Soc. Lond. 1913, p. 347 *
liecuba Hel. He^v. Exot. Butt. 2. *
hedemaniii An. Fldr. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 1869, yj. 473.
hegesia Eupt. Cr. Pap. Exot. 3, Tb. 209. *
lielcita Mel. Bsd. Lep. Galif. p. 55.
lioleua Arg. Edu\ Trans. Am. Ent. Soc. 3, yj. 268.
helena Hel. Biff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 354.
lielepeeki Ad. Weeks, Trans. Amer. Ent. Soc. 27, p. 354.
heliconina Phy. Böb. Seitz, Groß-Sclimett. 5, p. 147.
lieliconioides Eu. lüdr. Wien. Ent. IMon. 5, y3. 102.
helie An. L. Syst. Nat. 1 (2), p. 773.
helvia Mel. Sendd. Proc. Bost. Nat. Hist. 12, p. 405.
hemichrysa Bat. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 2, p. 147.
liepburni Mel. G. n. S. Biol. Gentr.-Amer. Bhop. 2, p. 679. *
hera Phy. Cr. l’ayj. Exot. 3, Tb. 253. *
heraelea Ad. Fldr. Beise Novara Ley3. 3, p. 421.
heraclitus Gat. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 291.
heraolitus Eun. Poey, Mein. Soc. Econ. Haban. 1847, yi. 178.
lierbacea An. Btlr. Gistul. Entom. 1, p. 100.
herbita Ad. Weym. Iris 20, yn 21.
hcredia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 521. *
herennia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Sclmiett. 5, yi. 522.
liermaniii Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 43, p. 407.
hermas Phy. Heu\ Exot. Butt. (Eresia 5). *
liermathena Hel. Hew. Exot. Butt. 1. *
hermione IMeg. Fldr Wien. Ent. Mon. 5, p. 108.
liermogenes Hel. Hetv. Exot. Butt. 2. *
hermosa Mel. IT>. Butt. West-Goast. *
liesperis Arg. Edtv. Proc. Ent. Soc. Phil. 2, yi. 502.
hesperis Gat. Guer. Ic. Begne Anim. Ins. Txt. yi. 479.
liPiirippa Del. He2o. Exot. Butt. 1. *
lieu’itsoiii Gallith. Stgr. Exot. Tagf. 1, yi. 123. *
hewitsoiii Hel. Stgr. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 25, p. 98.
lieivitsoiii Ness. Fldr. Wien. Ent. Mon. 3, yi. 269. *
licivitsonius Agr. Bat. Proc. Ent. Soc. Lond. (2) 5, p. 111.
hierax Hel. Hetv. Equat. Leyi. yi. 11.
hierone Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 540.
hiei’Oiiiea Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, yi. 525. *
hilareia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 518.
hilariiia Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, ji. 448. *
hilaris Prec. Fldr. Beise Novara. Leyi. 3, p. 400.
hilaris Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 467.
liimera Ad. Fldr. Beise Novara Lep, 3, p. 418.
himera Hel. Hcu\ Jlxot. Butt. 4. *
liippodrome Ghlos. Hbn.-G. Zutr. Snmilg. Exot. Schmett. (2)
5, p. 17.
liippola Hel. Hew. Exot. Butt. 4. *
hippolimis Eu. Btlr. Gistul. Entom. 1, p. 169.
hippolyta Arg. Edic. Ganad. Ent. 11, p. 81.
hippolyte Hel. Bat. Trans. Linn. Soc. Lciid. 23, p. 559.
hippoiia Prot. F. Gen. Ins. yj. 265.
bii'ta An. Weym. Iris 20, p. 23.
608
Urbeschreibungs-Nachweis der amerikanisclien Nympbabden.
hoHmanni Mel. Belir, Proc. Oalif. Ac. Sei. 1863, p. 89.
holcopliora Hel. Stgr. Iris 9, p. 285.
holochroa Act. Jord. Seitz, Groß-Sclimett. 5, p. 369.
hondureiisis Tem. Frühst. Stett. Zg. 68, p. 229.
houorina Ag. Frühst. Seitz, Groß-Sclunett. 5, p. 540.
hopfferi Phy. Roh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 449. *
horni Micr. Rhl. Verli. Zool.-Bot. Ges. Wien 1906, p. 377.
hortense Hel. Guer. Icon. Regne An. 3 Ins. p. 469.
hortensia E\ipt. Bich. Gay Fauna Chil. 7, p. 23.
huascaina Dione Renk. Proc. Acad. Phil. 1866, 243.
hiibneri Chlor. Röb. Seitz, Gi’oß-Schmett. 5, p. 547.
hiihiieri Ep. Hetv. Exot. Birtt. 2 (Epiph. 1). *
hiibneri Eu. il/en. Cat. Acad. Imp. Petersb. Lep. 2, p. 116. *
hühneri Hel. Stgr. Iris 9, p. 312.
hnebneri Hypna BtJr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 208. *
hiibneri Tem. Frühst. Stett. Zg. 68, p. 232.
hnmboldtii Per. Gtier. Ic. Regne Anim. Ins. Txt. p. 483.
hnntera Pyr. F. System. Entom. p. 499.
hyas Ad. Bsd. Crrv. Regne Anim. Ins. 2, Tf. 138. *
hyas Hel. Weym. Stett. Zg. 45, p. 26. *
hydara Hel. Heiv. Exot. Butt. 4. *
Iiydarins Cat. Godt. Encyel. Method. 9, p. 124.
liydaspc Arg. Bsd. Lep. Calif. p. 60.
hydaspes Cat. Drury, 111. Exot. Ent. 3, Tf. 15. *
hygiaea Van. Heydr. Verz. Europ. Schmett. p. 7.
hygiana Hel. Hetv. Exot. Butt. 4. *
hylaens Chlos. G. u. S. Ann. Älag. Nat. Hist. (6) 16, p. 97.
hylonoine Act. Dhl. Ann. Mag. Nat. Hist. 14 (1844), p. 418.
hyperborea Van. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 457. *
hyperia Chlos. F. Entom. Syst. 3, p. 119.
hypermnestra Cyst. Hbn. Smrnlg. Exot. Schmett. 1. *
liypoehlora Bat. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 113.
hypoxantha Bat. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 2, p. 147.
hypsenor Ad. G. u. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, Tf. 14. *
hypsenor Pyrr. G. u. S. Biol. Centr.-Amer. Rhop. 1, p. 292. *
hypsipetes Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 468.
hystaples Cat. F. Spec. Ins. 2, p. 57.
iantlie Phy. F. Spec. Ins. 2, p. 80.
iblis Ep. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 105.
icilia Ag. Frühst. Seitz, Gioß-Schmett. 5, p. 540.
idalia Arg. Drury, 111. Exot. Ent. 1, Tb. 13. *
idalion Hel. Weym. Iris 6, p. 337.
idiographa Act. .Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 369.
idyia Ast. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. *
ikarios Prep. Frühst. Insekten-Börse 1904, p. 126.
ildica Phy. Hetv. Equat. Lepid. p. 24.
ilia Per. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 499. *
ilniatar Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 555.
iniiiata Phy. Streck. Lep. Rhop. Het. p. 130.
ininiaculatiis Prot. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 186.
itnmoderata Hel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel. p. 9.
implieata Ad Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 521.
iinproba Arg. Btlr. Ent. Month. Mag. 13, p. 206.
inachia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 514.
inca Arg. Stgr. Iris 7, p. 68. *
incarnata Prec. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 401.
indefecta Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 523. *
indigophana Eun. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 104.
iiidigotica An. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. ^4) 4, p. 180.
ines Dyn. Godt. Encycl. Method. 9, p. 421.
iiifirma Ect. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. 42.
infuscata Prec. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 401.
Ingens Eim. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 486. *
inornata Arg. Edw, Trans. Am. Ent. Soc. 4, p. 64.
insolita Hel. Riif. Deut«che Ent. Zschr. 1907, p. 508.
insiilaris Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 521. *
insiilaris Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 542.
insnlaris Meg. Frühst. Stett. Zg. 68, p. 237.
insulieola Prep. Frühst. Entomol. Nachr. 1897, p. 221.
intensa Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 463.
intermedia Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 368.
intermedia Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 446. *
intermedius Hel. Riff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 509. *
interrogationis Pol. F. Entom. Syst. Suppl. p. 424.
intricata Eun. Frühst. Stett. Zg. 1909, p. 214.
inumbratns Chlor. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 250.
iole Meg. Drury, 111. Nat. Hist. 3, Tb. 38. *
iphicla Ad. X. Syst. Nat. 1, p. 780.
iphieleola Ad. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 128.
iphigenia Hypna H.-Schäff. Corr. -Blatt Regensburg 16, p. 119.
iphimedes An. Röb. Seitz, Groß-Sclmiett. 5, p. 586.
iphimedia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 523.
iphis An. Lair. Humb. u. Bonpl. Observ. Zool. 2, p. 80.
iphthinie Ag. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 116.
Irene Arg. Bsd. Ann. Soc. Ent. Belg. 12, p. 59.
iris Hel. Riff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 506.
irisa Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 517. *
Irma Ad. Frühst. Ent. Zschr. Stuttg. 21, p. 171.
irma Eun. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. 44.
irniina Ad. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. Tf. 36. *
isabella Eu. Cr. Pap. Exot. 4, p. 117. *
isabellinus Hel. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. Z. 23, p. 554.
Isidora Zar. Cr. Pap. Exot. 3, Tf. 235. *
isis Ad. Drury, Hl. Exot. Ent. 3, Tf. 7. *
ismenins Hel. Lcdr. Obs. Voy. Amer. Obs. Zool. 2, p. 125. *
ismeria Phy. Bsd. u. Lee. Lep. Am. Sept. p. 168. *
itliaka Hel. Udr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 418.
itliomoides Phy. Hetv. Exot. Butt. 3 (Eresia 3). *
itys Zar. Cr. Pap. Exot. 2, Tf. 119. *
ixia Ad. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 418.
jacintliica Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 448. *
j-album Pcl. Bsd. u. Lee. L4p. Amer. Sept. p. 185.
jana Phy. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 394.
janais Chlos. Drury, 111. Exot. Entom. 3, p. 22. *
janeira Callic. Fldr. Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien 12, p. 476.
jansoni An. Sedv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 7, p. 165.
japetus Megist. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 174. *
jarias Ad. Frühst. Seitz, Groß-Sclunett. 5, p. 527.
jatrophae An. L. Syst. Nat. 1. p. 779.
jona Ect. Hew. Dbl. u. Hetv. Gen. Diurn. Lep. Tb. 42. *
jonas Hel. Weym. Iris 6, p. 307.
jordani Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 518. *
jordani Prep. Frühst. Iris 17, p. 292.
jnani Pyrr. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 131.
jiiba Arg. Bsd. Lep. Calif. p. 60.
jncuiida Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 466.
juennda Hel. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 56.
.incuiida Naj). Hbn. Smmlg. Exot. Sclmiett. 1 . *
judith Chlos. Guer. Icon. Regn. Anim. Ins. Texte p. 477.
jiilia Col. F. Syst. Ent. p. 509.
julitta Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 540..
jiino Dione Cr. Papil. Exot. 3, Tb. 215. *
juno Hel. Riff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 209.
juntamis Hel. Riff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 196.
jurinei Per. Guen. M^m. Phys. G4n. 22, p. 306. *
jiistina Ad. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 109.
justiuella Ad. Frühst. Ent. Zschi’. Stuttg. 21, p. 172.
kalbreyeri Ep. Fasst. Entomol. Rundsch. 29, Nr. 19.
kalliiia Chlor. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 157.
karschi Hel. Riff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 203.
karwiiiskü Sm. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. 3. *
kefersteini Hyp. Dbl. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 194. *
kershawi Pyr. il/c. Coy, Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 1, p. 76.
klieili Pyrr. Frühst. Stett. Zg. 1908, i). 34.
kolyina Cat. Hetv. Exot. Butt. 1 (Catagr. 1). *
korallion Tem. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 14.
krates Prep. Friüist. Insekten-Börse 1904, p. 126.
kricinhild Arg. Streck. Rept. Surv. Dep. Mo. App. 1879.
lacina Ad. Btlr. Lepid. Exot. p. 102. *
laeinia Chlos. Hbn.-G. Zutr. Exot. Schmett. 2 (5), p. 21. *
laclkdavia Did. Thm. Berl. Ent. Zsclu'. 49, p. 159. *
laertides Prep. Stgr. Iris 1897, p. 358.
laeta Chlos. Rüb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 452. *
laias Phy. Godni. Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, Tb. 14. *
lais Arg. Edw. Canad. Ent. 15, p. 209.
1-albiim Pol. Esp. Eur. Schmett. Abbild. 1 (2). *
lamis Peria Cr. Pap. Exot. 3, Tb. 238.
lainpethiisa Ep. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. Tb. 27. *
lampeto Eu. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 563.
laiiice Per. Hew. 4 (Catagr. 12). *
laiiilla Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 521. *
lansdorfi Phy. Godt. Encycl. Method. 9, p. 209.
laothoe Tem. Cr. Pap. Exot. 2, Tf. 132.
lapitha Act. Stgr. ExoL Tagf. 1, p. 82.
lara Ad. Hetv. Am. Meg. Nat. Hist. (2) 6, p. 437. *
larsoni Agr. Fasst, .Societ. Entomol. 26.
lathonioides Arg. Bich. Gay, Penn. Chil. 7, p. 22. *
laticincta An. Fassl. Societ. Entomol. 26.
latifascia Calliz. Btlr. Cistul. Ent. 1. p. 163.
latifaseiata Ep. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 478.
latior Act. Jord. Seitz, Groß-Sclunett. 5, p. 370.
lativitta lieh Btlr. Cistul. Entom. 2, p. 150.
Urbeschreihungs-Nachweis der amerikanischen Nymplialiden.
009
lativittata Acl. Sigr. Exoü. Tagf. p. 142.
latona Cat. ßtlr. Cistul. Eiitom. 1, p. 16.
latus Hel. Biff. Beil. Ent. Zsclu'. 4.5, p. 197.
laura An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 647.
laura Arg. Echo. Canad. Ent. 11, p. 49.
laurc Chlor. Drury, 111. Nat. Hist. 2, Tb. 17. *
lauretta Chlor. Stgr. Exot, Tagf. 1, p. 158.
laui'iiia Strg. Wr. Butt. West-Coast. *
laurona Chlor. Sclis. Proc. Un. Stat. Mus. 24, p. 397.
laverna Act. Dbl. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 142. *
lavinia Chlor. Bt/r. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 39. *
lavinia Proc. Cr. Pap. Exot. Tb. 21.
lavinia Vict. F. Syst. Entom. p. 450.
laxis Per. Guen. M4m. Phys. G4n. 22, p. 402.
lazulina Meg. Frühst. Stett. Zg. 68, p. 239.
leanira Mel. Bsd. Ann. Soc. Ent. Belg. 12, p. 27.
lebasii Per. Guer. Begne Anim. Ins. Txt. p. 485.
leda Hel. Sigr. Iris 9, p. 306.
leilia Ast. Edw. Trans. Amer. Entom. Soc. 5, p. 103.
ielaps Ag. G. u. S. Biol. Oenir.-Amer. Rhopal 1, p. 270.
lelex Phy. Bat. Entom. Month. Mag. 1, p. 81.
leiunos An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 638. *
lenaeus Hel. Weym. Stett. Zg. 51, p. 284.
leona Mel. Wr. Butt. West-Coast. *
leonida An. Cr. Papil. Exot. 4, Tf. 388. *
leoiiina Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 525. *
leontine Act. Weym. Stübels Reise p. 48. *
leopardus Tlel. Weym. Iris 6, p. 319. *
leopoldina Zar. Frühst. Ent. Zschr. 1909, p. 168.
leopoldiiia Zar. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 578. ®
lepidiis Hel. Riff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 503. ®
leprieiiri Callith. Feisth. Rev. Zoolog. 1835, Tf. 122. ®
lepta Cat. Hew. Exot. Butt. 4 (Catagr. 12). *
leptogramma Act. Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
lenia Ad. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. 1847 (20), p. 257. ®
lesbia Ad. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 142.
leihe Hyp. F. Entom. Syst. 3, p. 80.
letis Arg. Wr. Butt. West-Coast. ®
letitia Phy. Hew. Equat. Lep. p. 24.
leto Arg. Behr, Proc. Cal. Ac. Sei. 2, p. 173.
leucacantha Acl. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 514.
leucadia Hel. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. 23, p. 556.
leueas Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, ii. 525.
leucates Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 523.
leuce Hel. Dbl. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 102.
leuceria Ad. Druce, Cistul. Entom. 1, p. 286.
leucocoina Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 529. *
leucocyanea Mysc. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 106.
leiicodesma Phy. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 103.
leucomelas Act. Bai. Ent. Alontli. Alag. 1, p. 59.
ieucopetra Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 517. *
ieucophthaiina Ad. Latr. Humb. u. Boniil. Observ. Zool. 1
p. 247. ®
leucothea Dyn. Bat. Journ. Entom. 2, p. 320.
leuctra Prep. Frühst. Insekten-Börse 1904, p. 126.
Icutha Ad. Fruhs*. Seitz, Groß-Schmett. .5, p. 513.
levana Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 440. ®
levicula Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 514. ®
levina Phy. Heni. Exot. Butt. 5 (Eresia 10). *
liberia Tem. F. Entom. System. 3, p. 135.
libitina Eu. Stejr. Exot. Schmett. 1, p. 80.
licomedes Prep. Cr. Pap. Exot. 2, Tf. 158. *
lidwina Callic. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 114.
liliana Arg. Edw. Proc. Cal. Ac. Sei. 7, p. 170.
lilops Prot. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 774.
limbata Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 371.
limbata Phy. Böb.- Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 448.
linda Chlor. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 117.
lindigii Hel. Fldr. Reise Novara Lep. 2 (2), p. 377. *
lindig’ii Hyp. Fldr. Wien. Ent. Alon. 6, p. 420.
lineata An. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 4, p. 179.
liueata Per. Btlr. Cistul. Entom. 1, p. 160.
iineatus Eu. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 2, p. 145.
liria Ect. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 239.
lirides Ect. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 126. *
lirina Phy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 435. *
liriope Phy. Cr. Pap. Exot. I, Tf. 1.
lirissa Ect. Godt. Encycl. M4thod. 9, j). 406.
livia Prec. Stgr. Entom. Rundsch. 29, p. 15.
livius Meg. Ky. Catal. Diurn. Lsp. 1, p. 221.
lodis Act. Jord. Seitz, Groß-vSchmett. 5, p. 372.
loiigarena Hel. Heio. Ent. Month. Älag. 11, p. 182.
lüuisa Prep. Bsd. Le]iid. Guatemal. p. 52.
V
lorna An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 613. ®
loiuiiiinii Lim. Bsd. Ann. Soc. Ent. Er. 1852, p. 301.
loi'zae Ad. Bsd. Ijfqiid. Guatemal. p. 46.
lorziiia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 516.
lucescens Hel. Weym. Iris 6, p. 321.
lucia Hel. Cr. Pap. Exot. 4, p. 117. *
liicina Dione Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 110.
lucinda Hel. Riff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 203.
lucretius Hel. Weym. Stett. Zg. 51, p. 290.
lucrezia Per. Hew. Exot. Butt. 4 (Catagr. 12). *
luctuosus Prep. Walch, Naturforscher 7 (1775), p. 113. ®
ludmilla An. Fassl, Entom. Rundsch. 29, p. 85.
lugens Agr. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 163.
Ingens Callith. Druce, Ann. Mag. Nat. Hist. 1903, p. 221.
iiigiibris Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 450. *
lurninosa Hel. Riff. Berl. Ent. Zschr. 46, p. 132.
Iiuniiiosus Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 16.
lunigera Pseud. Frühst. Stett. Zg. 68, p. 233.
liiteipicta An. Frühst. Gub. Ent. Zschr. 1, p. 112.
lutescens Phy. G. u. S. Biol. Centr.-Amer. Rhop. 1, p. 199.
lutulenta Ool. Stich. Wytsman, Gener. Ins. Fase. 63, p. 12.
lybia Eu. F. Syst. Ent. p. 490.
lybioides Eu. Stgr. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 25, p. 99.
lyca Cat. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. 1, Tb. 28. ®
lycaon Ast. F. Entom. Syst. 3 (1), p. 228.
lyceus An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 616. *
lyde Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 555.
lydia Ad. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (3) 16, p. 398.
lygia Prep. Frühst. Insekten-Börse 1904, p. 125.
lynceus An. Röb. Seitz, Groß-Sclmiett. 5, p. 589. ®
lyrcaeus Hel. Weym. Stett. "^Zg. 51, p. 286.
lysanias Pyrr. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 115.
lysiniaclie Pan. G. «. 8. Biol. Centr.-Amer. Rhop. l,p. 275.
lytrea An. Godt. Encycl. Möthod. 9, p. 299.
macaria Arg. Edw. Butt. North-Amer. 3. ®
macglashani Mel. Riv. Proc. Calif. Ac. Sei. 1889, p. 103.
macris Eun. Godt. Encycl. AI4thod. 9, p. 417.
maculata Pyrr. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 131.
madeira Alysc. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 483.
inaeoii Dyn. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. Tf. 30. *
maeon Hel. Weym. Stett. Zg. 51, p. 287.
inagdaleiia An. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 590. *
magnifica Hel. Riff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 211.
inagos Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p, 557.
iiiaimuna Cat. Heio. Exot. Butt. 2 (Catagr. 8). ®
mainas Ad. Frühst. Seitz, Grcß-Schmett. 5, p. 512. *
maira Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 514.
maja Eun. F. Syst. Eintom. p. 512.
Hiajugena Chlor. Frühst. Stett. Zg. 1917, p. 245.
iiiakkeda Ad. Heio. Trans. Ent. Soc. Lond. 1871, p. 165.
malea Ad. Fldr. Wien. Ent. Alonth. 5, p. 109.
malvina Eun. Bai. .Tcurn. Entom. 2, p. 195. *
mamaea Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 518.
uiamilia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 522.
luamita Act. Burm. Reise la Plata 2, p. 168.
luarcella Meg. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 108.
iiiarclialii Callic. Guer. Icon. Regii. Anim. Ins. Texte p. 4SI.
marcia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 521. ®
inarcia Phy. Echo. Trans. Amer. Ent. Soc. 2, p. 207.
inargaretlia Phy. Hew. Exot. Butt. 5 (Eresia 10). ®
iiiargareta Hel. Riff. Berl. Ent. Zschi’. 45, p. 205.
margarita Eun. Godt. Encycl. M4thod. 9, p. 406.
margititera Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 5. *
maria Mel. Skinn. Canad. Ent. 31, p. 12.
inariana Vila Bat. Journ. Entom. 2, p. 316.
inariaima Chlos. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 452.
inarina Chlos. Hbn.-G. Zutr. Smmlg. Exot. Schmett. (2) 5,
p. 20. ®
marius Hel. Weym. Stübels Reis. Lep. p. 21. *
markü Callith. Heto. Exot. Butt. 2. ®
marmarice Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 542.
mars Sid. Bat. Proc. Ent. Soc. Lond. (2) 5, p. 112.
iiiarsyas Pol. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 3, p. 16.
inarthae Act. Jord. Novit. Zool. 17. p. 465.
marthesia Sid. Cr. Pap. Exot. 2, Taf. 191. ®
niassilia Ad. Fldr. Reise Novara Lep. p. 423.
massilides Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 523.
mavors Hel. Wcyjn. Iris 6, p. 305.
maxentia Agr. Frühst. Entom. Rundsch. 29, p. 45.
mazaria Phy. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 394.
ineadii Arg. Echo. Trans. Am. Ent. Soc. 5, ji. 69.
77
610
Urbeschreiluings-Nacliweis der amerikanischen Nymplialiden.
meander Prep. Cr. Pap. Exot. 1. *
inechanitis Pliy. G. u. S. Pioc. Zool. Soc. Loiicl. 1S78, p. 269.
medellina Eun. Frühst. Stett. Zg. 19(19, p. 212.
mediatrix Chlo.s. Fldr. Pei.se Novara Lep. p. 584.
inegabates Prep. Frühst. Seitz, Groß-Scliniett. 5, p. 556.
niegacles Prep. Frühst. Seitz, Groß-Sclniiett. 5, i3. 556.
inegala Ag. Frühst. Seitz, Groß-Scliuiett. 5, p. ,540.
mejicana l^hy. Röb. Seitz, Groß-Seliinett. 5, p. 446.
nielampeplos Act. G. ii. S. Piol. Centr.-Amer. Phop. 1. p. 141. *
niolanarge Chlos. Bat. Ent. JMontli. Mag. 1, p. 85.
inelaiila Tem. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 115.
melanippe Ad. G. u. S. Biol. Centr.-Amer. Pliop. 1, p. 296.
inelanippe Ilel. Riff. Perl. Ent. Zsclir. 45, p. 204.
luelanops Hel. Weym. Iris (>, p. 304.
inelanthe Ad. Bat. Ent. Montli. Mag. 1, p. 129.
iiudas Prep. Frühst. Seitz, Groß-Scliinett. 5, p. 557.
melote Hel. Ftdr. Peise Novara Le^i. 2 (2), p. 376.
luolina Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 164.
melior Hel. Stgr. Iris 9, p. 307.
nielitaeoides Clilos. Ftdr. Peise Novara Lep. 3, p. 396.
melittus Hel. Stgr. Iris 9, p. 307.
mellyi Cat. Gucn. M4m. Phys. G4n. 22, p. 413.
inellosa Col. Stich. Wytsinan, Gener. Ins. Pasc. 63, p. 13.
ineloiia Ad. Hew. Ann. Mag. Nat. Hist. 29, p. 258. *
nielpoineiie Hel. L. Syst. Nat. (X), p. 467.
inelpomeiiides Hel. Riff. Perl, l'int. Zsclir. 45, p. 203.
ineinphis An. Fldr. Peise Novara I^ep. 3, p. 448.
ineiia Cat. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 12(t.
inentas Chlor. Bsd. L^pid. Guatenial. p. 48.
mentor Hel. Weym. Stett. Zg. 45, ]i. 22. *
inephistopheles Ad. Btlr. Cüstul. Entom. 1, p. 7.
merida Callic. Honr. Perl. Ent. Zsclir. 28, Tf. 7. *
inei'idana Act. Jurd. Novit. Zool. 17, p. 4(55.
ineridioiialis Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 529. *
ineridioiialis Callic. Bat. .lonrn. Entomol. 2, p. 206.
ineridioiialis Dyn. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 508. *
inerops Meg. Bch. Cuv. Pegne Anim. Ins. 2, Tb. 137. *
iiieseiitina Ad. Cr. l’ap. Exot. 2, Tf. 162. *
niessaiia Ad. Fldr. Peise Novara Lep. 3, p. 418.
inesseiie Hel. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 418.
iiiesseres Act. .Jord. Novit. Zool. 17, p. 463.
inetabus Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 556.
inetalilis Hel. Btlr. Cistnl. Entom. 1, p. 167.
inetana Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 517.
iiietaphorus Hel. Wcyiii. Stett. Zg. 45, p. 24. *
metellus Hel. Weyia. Iris 6, p. 290. ®
metliarine Iled. Erichs. Schonilmrgk. Peis. 3, p. 595.
metliarinina Ilel. Stgr. Iris 9, ]>. 315.
inetiscus Callic. I)bl. ii. Ilcw. Gen. Diurn. Lep. Tf. 30. *
mexicaiia Ag. Xnc. Pev. Zoolog. 1853, !>. 311.
inichaeli Cat. Stgr. Iris 1891, p. 65.
inicrodryope Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 448.
inilbei'ti Van. Godt. Encycl. .Möthod. 9, p. 397.
iniles Cat. Bat. .lourn. Lntoni. 2, p. 297.
inileta Chlor. Bsd. Lepid. Gnatemal. p. 47.
inilitaris Cat. Stgr. Bull. Soc. Ent. Er. (5) 8, p. CLVII.
iniina Chlor. Jb-uhst. Stett. Zg. 1997, p. 245.
miiniilinus Hel. Bttr. Cistnl. Entom. 1, p. 168.
iniiiiina Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 445. *
ininuta Mel. Edw. Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1861, p. 161.
niioniiia Cat. Heiv. Exot. Pntt. 1 (Catagr. 5).
niira Eim. G. a. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 63.
inira Ilel. Weym. Iris 6, p. 296. *
mirabilis Hel. Riff. Perl. Ent. Zsclir. 45, p. 205.
niirabilis Mel. Wr. Pntt. West-Coast. *
iniranda An. Warr. Novit. Zool. 4, ]i. 509.
iniranda Prep. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 161. *
niiriticus Hel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel. p. 12. *
inisera Chlos. Fldr. Verli. Zool. -Pot. Ges. Wien 1869,
p. 471.
misiiipus Hypol. L. .Mus. Plric. p. 264.
mitama Act. Schs. Proc. IT. S. .Mus. 24, ]). 391.
mnasyhis Cybd. Db . u. Hew. Gen. Diurn. Lep. Tb. 27.
nioderata Col. Stich. Wytsinan, Gener. Ins. Fase. 03, p. 12.
modesta Arg. Btch. Gay, Faun. Chil. p. 24. *
modesta Eun. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 113.
modesta Ilel. Riff. Perl. Ent. Zsclir. 45, p. 296.
modica Chlor. Frühst. Stett. Zg. 1997, p. 246.
moeris An. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 449. *
moliua Ilel. Gr.-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 2, p. 70.
momina Acr. Jord. Novit. Zool. 17, p. 469.
moiieta Dione Hba. Sminlg. Exot. Schmett. 2, Tb. 20. =*
monima Eun. Cr. Pap. Flxot. 4, Tb. 387. *
moritaiia An. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 5S9.
montana Arg. Reed, Act. Soc. Chile 1, p. 68.
moiitana Phy. Belir, l’roc. Calif. Acad. Sei. 1863, p. 85.
nioiitaims Hel. nSV/Zr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 7, p. 414.
monticola Arg. Jiehr, Proc. Cal. Ac. Sei. 2, p. 175.
montinus Arg. Sciidd. Proc. Ess. Inst. 3, p. 166.
1 montis Ast. Ediv. Papilio 2, p. 7.
moiitivaga Arg. Behr, I^roc. Cal. Ac. Sei. 2, p. 174.
mora An. Drc. Cistul. Entom. 1, p. 289.
morena Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 443. *
moretta An. iJrc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 634. *
moritziami Cdilor. JJdr. Reise Novara Lep. 3, p. 436.
mormonia Arg. Bfd. Lep. Calif. p. 58.
moroiia Per. Hciv. Exot,. Butt. 4 (Catagr. 12). *
moroiinia Per. Röb. Seitz, Groß-vSchmett. 5, p. 498.
iiiorpheus An. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 180.
: morplieus Phy. F. Syst. Entomol. p. 529.
inorrisoni An. Ediv. Papilio 3, 1883.
inorsina Ag. Jb-uhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 544.
inorta An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 645.
mortua An. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 180.
! moi'vus An. G. Syst. Entom. p. 484.
miioia Act. Hpffr. Stett. Zg. 35, p. 346.
niiuda Ad. I^b-ahst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 525.
nmndina Phy. Druce, Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 221. *
imirena Phy. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 92.
inurriiia Chlor. IHuhst. Stett. Zg. 1907, p. 246.
musoii Prep. Jb'uhst. Iris 17, p. 284.
muzoeiisis Agr. ID'uhst. Perl. Ent. Zsclu’. 1898, p. 294.
inuzoonsis Hel. Neust. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 58, p. 266
mygduiiia Flun. Godt. Encycl. ISRthod. 9, p. 416.
myia Chlor. INuh.st. Stett. Zg. 1907, p. 247.
myia l’hy. Hew. Exot. Butt. 2 (Eresia 3). *
inylitta Dyn. Cr. Papil. Exot. 3. Tf. 253. ■■=
mylitta Phy. Edw. Proc. Acad. Nat. Sei. Phil. 1861, p. 160
niyriiia Arg. Cr. Pap. Exot. 2, Tb. 189. *
myriiiiia Pyr. Dbl. u. Hew. Gen. Diurn. Lep. p. 203.
inyrlea Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 532.
myiThina Dyn. Dbl. u. Heiv. Gen. Diurn. LeiJ. 1, p. 235.
myi'son Dyn. Dbl. u. Heiv. Gen. Diurn. Lep. p. 235.
myi'lis Fhm. INuhst. Stett. Zg. 1908, p. 46.
mythra Ad. Godt. Flncycl. M4tbod. 9, p. 374.
iiadja Ad. Frühst. Ent. Zsclir. Stuttg. 21, p. 172.
iiahna Ad. Sm. Ann. Älag. Nat. Hist. (7) 2, p. 71.
nais Ag. Fruh.st. Seitz, Groß-Schmett. 5. p. 541. *
nana Phy. Druce, Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 156.
nanna Ilel. Stich. Entom. Zsclir. Guben 12, p. 143.
napeiisis Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 467.
iiarcaca Ilel. Godt. Enc. iM4th. Zool. 9, p. 217.
narcissus Agr. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 165. *
narva Chlos. E. Fhitom. Syst. 3, p. 249.
iiaryce Ad. IGuhst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 531.
nasica Pyrr. Stgr. Flxot. Tagf. 1, p. 132.
natterci'i Hel. l<ldr. Novara Lep. (2) 2, p. 375. *
uaiipiia Phy. L. Mus. ülric. p. 309.
iiaiira Act. Drc. Cistul. Entom. 1, p. 358.
iiausicaa Arg. Edw. Butt. North. Amer. 3. *
iiautaca Pyrr. Frühst. Stett, Zg. 1908, p. 39.
iiava Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 519.
naxia Ad. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 417.
iiea Ad. Hew. Ann. (Mag. Nat. Hist. 1847 (20), p. 257. *
neaerea Pyrr. X. Mus. Ulric. p. 297.
nebrites Phy. Weym. Iris 20, p. 18.
iiebulosa Phy. G. u. S. l’roc. Zool. Soc. Imiid. 1878, p. 269
neetaiiabis liid. Frühst. Entomol. Zsclu'. 23, p. 41.
noglecta Callic. Salv. Ann. IMag. Nat. Hist. (4) 4, p. 176.
iiegra Act. l^ldr. Wien. Ent. Alon. 6, p. 78.
iiegra Ad. I'bdr. Wien. Ent. IMon. 6, p. 115.
iiegra Hypna Ftdr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 118.
negra Prec. Jldr. Reise Novara Lep. 3, p. 399.
iiogriaa Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 515.
npgriiia Flp. Ftdr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 111.
negrina Per. Jlöb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 498.
iieis Pyrr. Fldr. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 473.
iioleus Act. JMtr. Ilumb.-Bonpl. Obs. Zool. 2, p. 86.
nemesis Sid. Hl. Magaz. 1, p. 203.
lUMiia An. Drc. Proc. Zool. Soc. Imnd. 1877, p. 647. *
iicogermanica Caton. Stich. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 36.
iieoris Dyn. Hew. Exot. Butt. 2 (Eubagis 3).
iieotei'iie Prep. Honr. Berl. Ent. Zschr. 1884, p. 207.
neria Phy. Hew. Ent. Month. Mag. 6, p. 98.
U]besc]ireil)ungs-Nacbweis der anu;rik{U)iscli(!)i Nyni])lialid(-n.
01 I
nesoa An. Godf. Encycl. M4ihod. !), ]>. .‘565.
iicssiis An. Latr. Miunl).-Eonpl. Ohserv. Zool. 2, p. 7(5. *
neuinoegeni Mel. Skhin. Plntoni. News 6, 113.
iieviidensis Arg. Ediv. Trans. Am. Ent. Soc. 3, p. 14.
iiiepelli Hel. Biff. Dentsclie Ent. Zsclir. 1907, j). 507. *
iiigrella Phy. Bai. Entom. Montli. Mag. 3, p. 133.
nigrescens tüüos. Ft^r. Butt. West-C’oast. *
iiigripcnnis Phy. Salv. Ann. Mag. Nat. Hisl. (4) 4. p. 170.
iiigrocaerulea Arg. Cckll. Entoni. News 11, j). 622.
iiigrnfasciata Hel. Weyia. Iris 6, j). 307.
iiiiietta Enn. Frahst. Societ. Entom. 22, p. 34.
nitocris Arg. Edw. Trans. Am. Ent. Soc. 5, y). 15.
nitoris Chloi'. Frahst. 8tett. Zg. 1907, p. 248.
niveoiiotis Phy. Bilr. u. Drc. Cistiil. Entom. 1, ]>. 100.
nobilis An. Bai. Entom. Month. Mag. 1, y^. 162.
nohilita Ag. Frühst. Heilz, Groß-Schmett. 5, yi. 542.
nocturna Hel. Biff. Bcrl. Ent. Zschr. 45, p. 210.
nokoinis Arg. Eduu Pioc. Acad. Nat. Sei. Phil. 1862, p. 221.
noinia Ag. Frahst. Beitz, Groß-S(4imett. 5, p. 541.
norica Enn. Hcw.. Exot. Butt. (Emi. 2). *
norica Meg. Heir. Exot. Butt. 1 (Timetes 1 ). *
notabilis Hel. G. a. S. Ami. .Mag. Nat. Hi.st. (4) 2, p. 145.
novatus Hel. Bat. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 5, yi. 539.
nubifer Hel. Bttr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 15, p. 224.
inibigena Mel. Behr, Proc. Calif. Ac. Sei. 3, yi. 91.
nndeola Ool. Stich. Wytsman, Gener. Ins. Pasc. 63, ji. 12.
nninatns Hel. Cr. Pap. Exot. 4, p. 17. *
nnmilia Eaton. Cr. Payi. Exot. 2, yi. *
nuniisinaticiis Hel. Weym. Iris 6, p. 303. *
niissia Phy. Drace, l’roc. Zool. Hoc. Ijond. 1876, yi. 222.
nycteis Phy. Dbt. u. Hew. Gen. Diurn. Leyi. Tb. 23. *
nyctiniene Per. Hew. Exot. Butt. 4 (Catagr. 11). *
nyctinius Eaton. TPui. Gen. Diurn. I^ey). yi. 257.
nyniplia Mel. Edw. Payiilio 4, yi. 43.
nystographa Eallic. Gaen. Möm. l’hys. G^n. 22, yi. 385.
oberthiiri Ad. Bsd. Tjt'pid. Guatemal. yi. 46.
obertliüri Hel. Biif. Beil. Ent. Zschr. 47, p. 162.
obidona Ag. Frahst. Seitz, Groß-Schmett. 5, yi. 541. *
oblita Phy. Stgr. Exot. Tagt. 1, p. 93.
obnubila Ag. Frahst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 544.
obrinns Ness. L. Mus. Ulric. p. 255.
obsenra Hel. Weyni. Stett. Zg. 51, p. 200.
obsenrata Arg. 71/. Lacht, .lonrn. Idnn. Soc. Tvoiid. 14. yi. 110.
obsenrata Hel. Biff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, yi. 505.
obscurata Phy. Fidr. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 1869, p. 471.
obsenrior Hel. Stich. Wytsm. Gen. Ins. Nyniyih. Hel. yi. 15.
obsoicta Idm. Edw. Papilio 2, p. 22.
obsolcta Mel. H. Edw. Proc. Ealif. Ac. Sei. 7, yi. 171.
obnnibrata Ag. L'rahst. Seitz, Groß-Schmett. 5, yi. 542.
ocana Pan. Frahst. Entoniol. Kiindsch. 29, yi. 46.
ocanneus Hel. Stgr. Exot. Schmett. 1, yj. 75.
occia Eim. IGahst. Stett. Zg. 1909, p. 211.
occidcntalis Phy. Fa.sst, Entomol. Rundsch. 29, Nr. 19.
üccidentalis Prec. Ftdr. Wien. Ent. iNIon. 6, yi. 110.
ocellata Phy. Böh. Seitz, Groß-Schmett. 5, yi. 448.
ochracea Hel. Biff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, yi. 511. *
ocliracca Prep. Fasst, Entom. Rxindsch. 29, Nr. 19.
ochraceus Prot. Bttr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 774. *
ochrotaenia Act. .Lord. Seitz, Groß-Schmett. 5, yn 369.
octavia Hel. Bcd. Ent. Month. iVIag. 3, p. 86.
octavia Preyi. Frahst. Iris 17, y:). 290.
octaviiis An. F. Entom. Syst. (3) 1, p. 73.
oculata Eat. Gaen. MAni. Phys. G4n. 22, y3. 414. *
odilia An. Cr. Pap. Exot. 4, Tf. 329. *
Odins Hist. F. System. Entom. p. 457.
oeiioö Ag. Bsd. L4pid. Giiatemal. y3. 2(5.
oenoniais An. Bsd. Lepid. Guatemal. y:). 51.
ofella Phy. Heiv. Exot. Biitt. (Eresia 3). *
offa An. Drc. Proc. Zool. Soc. I.ond. 1877, yj. 644. *
olancha Mel. TFr. Butt. West.-Eoast. *
olbia Ad. Lld.r. Reise Novara Ijeyi. 3, yi. 416.
olivenca Pyrr. IGuhst. Stett. Zg. 1908, p. 40.
olivencia Agr. Stgr. Iris 11, p. 373.
olivencia I’hy. Bat. .Tourn. Entomol. 2, p. 191.
Olympia Eu. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 166.
olyinpias Eun. Ftdr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 111.
olyuthia Ad. IHdr. Reise Novara Lep. 3, ya. 424. *
olynthina Ad. IGahst. Seitz, Groß-Schmett. 5, y). 514.
omphale Prep. ILhn. Verz. bekannt. Schmett. y^. 49.
omas Dyn. Heiv. Exot. Butt. 2 (Eubagis 2). *
onophides An. Stgr. Exot. Tagf. 1, y^. 181.
onophis An. Ftdr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 110.
0|)aliiia An. S. a. G. I’ioc. Zool. Sf)c. Lond. 1884, p. 351. *
opludlas Ad. Frahst. Seitz, (iroß-Schmdjt. 5, ]>. 519.
opbcltcs Ad. Frahst. Seitz, (ii oß-Si Imiett. 5, y). 513. *
ophiii Pyri'. Bttr. Aiin. .Mn,g. Nat. Hist. (1) 5, y). 362.
opis Arg. Eda\ Trans. A.mei'. l'int. Soc. 5, y». 105.
opp(‘lii Per. I.atr. II umh.-Bony)]. Olisei v. Zool. I, d'l'. 21. *
Oj»S An. Drc. Pjoc. Zool. Soc. Ijond. 1877, y). 633.
optima Eallith. Bttr. I,eyiid. Exed. 1, y). 12. *
orca Ey). Hba. Smrtdg. ILxot. Schmett.. *
oreaiidra Phm. Frahst. Stell.. Zg. 1909, y). 215.
orcas Pol. Edw. Trans. Auut. lOut. Soc. 2, yi. 373.
orinoco Ad. Wecks, Eanad. Entom. 38, yi. 7(i.
orioii Hist. F. Sy.stem. Entom. y^. 485.
orites Eaton. Stich. Beil. Ent. Zschr. 44, yi. 39.
oriiamcnta Ad. Frahst. Seitz, Groß-Schmett. 5, yi. 531.
oriiata An. Böl>. Seit.z. Groß-Schmett. 5, yi. 583.
oriiata Cddor. Frahst. Stett.. Zg. 1907, yi. 249.
oroltia Phy. Hew. hixot. Butt. 3 (Eresia) 4. *
oryihise Eun. Cr. Payi. Exot. 1, Th. 4 2. *
orscis Phy. Eda). Trans. Amer. hint. Soc. 3, yi. 206.
orsilochus JMeg. /<’. Gen. Ins. yj. 252.
orsis iMysc. Drary, III. Exot.. Entom. 3. *
ortbcsia An. G. a.. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1881, Tf. 34.
ortbia Phy. //«c. Exot. Butt. 3 (Eresia <).) ‘Ph. 4. *
orticas l’hy. Schs. I’roc. En. Stat. i\Ius. 24, p. 396.
ortygia Ag. Frahst. Seitz, Groß-Sclmiett. 5, y3. 545.
ossianus Arg. Hist. Nat. Sy.st. Schmett. 10. Tf. 270.
ostara iVlet. Bbb. Societ. Entomol. 20, yr. 177.
otanos Phy. Hew. Exot. Butt. (Eresia 6). *
otboiiis Tem. Frahst. vStett. Zg. 68, yj. 231.
(»tolais Pyrr. Bat. Ent. Menth. jMag. 1, yi. 126.
otrorc Au. Hijn. Zutr. Smftrlg. Exot. Schmett. (3). *
otlonis Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 15, p. 212.
«uma h’er. Doya. le Natural. 1891, yi. 85.
oweni Arg. Echv. Eanad. Ent. 24, yn 105.
ozomene Act. Godt. Encycl. jMiithod. 9, yr. 241.
ozora Agr. IGahst. Seitz, Groß-Schmett. 5, yi. 574.
pacbinus Hel. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 7, yr. 414.
pacifica Eat. Bat. Ent. IMonth. iMag. 3, yr. 135.
pales Arg. Schiff. Wien. Verz. yr. 77.
palla Mel. Bsd. Ann. Soc. Ent. Er. 1852, yr. '305.
pallaiitias Preyi. L'rahst. Seitz, Groß- »Schmett. 5, yr. 560.
palloiis Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, yr. 19.
pallens I’rec. Ftdr. Reise Novara liep. Rhoyr. y). 401.
palleseens Act. Jord. »Seitz, Groß- »Schmett. 5, yr. 373.
pallescons Phy. Ftdr. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 1869, yr. 469.
pallida Eireid. Biff. Deutsche Pint. Zschr. 1907, p. 513.
pallida Vict. L'raJisf. Stett. Zg. 68. yr. 13.
pallidiur Preyr. IGahst. Iirsekten-Börso 1904, p. 126.
palliolata Ag. L^rahst. »Seitz, Groß- »Schmett. 5. yr. 545.
palmata Hel Stich. Wytsm. Gen. Ins. Nymph. lieh yr. 46.
’pamenes Preyr. L'riihst. »Seitz, Groß- »Schmett. 5. yr. 554.
panariste An. Hew. Exot. Butt. 1 (Pay^hia u. »Sid.).
pandama Eycl. Dbt. u. Heiv. Gen. Diurn. Leyr. y). 219. *
pantbalis Eallic. Hoar. Berl. Ent. Zschr. 28. Tf. 7.
paradisiaea Preyr. Fasst, Plntom. Rimdsch. 29, Nr. 11.
paraena Ad. Bat. .Tourn. Entom. 2, yr. 331.
paraensis Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, yr. 197.
parapbeles Act. .Lord. Entomologist 1913, Nr. 2.
paraplesins Hel. Bat. Trans. Pint. Soc. IjOiuI. (3) 5, p. 540.
pai'dallna Phy. Bob. Seitz. Grrtß- Schmett. 5, p. 447. *
pardaliiius Hel. Bat. Trans. Linn. Soc. Lond. Z. 23, yr. 555.
pai’ima Eat. Hciv. Exot. Butt. 1 (Eatagr. 1).
paroeca Ad. Bat. Ent. Month. iMag. 1, p- 127.
parva Ehlor. Bäh. »Seitz, Groß- »Schmett. 5, y3. 546.
parvimacnlata Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, yi. 207.
pascoensis Phy. TEr. Plutt. West-Eoast. *
pasibnla An. Dbt. a. Hew. Gen. Diurn. Leyi. Tf. 50. *
pasira Did. Dbt. a. Hew. Gen. Diurn. la-yi. yi. 406. *
pasitbea Eat. Hew. Exot. Butt. 3 (Eatagr. 10). *
passitboe Hel. Cr. Payi. Pixot. 1, yi. 25. *
pastazena Phy. Bat. Journ. Entomol. 2, p. 189.
pastazza Eat. Stgr. Exot. Tagf. 1, yi. 121.
patara Per. Hew. Exot. Butt. 1 (Eatagr. 4). *
patelina Eat. Hciv. Exot. Butt. (Eatagr. 2). *
pattenia Mysc. {Bttr. a. Drc.) Biol. Eentr.-Amer. Rhop. 2,
p. 685.
panlana Ehlor. Frahst. Entomol. Rundsch. 29, yi. 14.
pauliiia Dyn. Bat. .Tourn. Entom. 2, yi. 325. *
paullus Hyyi. L'. Ent. Syst. 3 (1), yi. 63.
paulus Agr. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 165.
612
Urbesclireibiings-Nachweis der amerikanischen Nyniphaliden.
paupera Chlos. Fldr. Reise Novara Tjep. 3, p. 375.
pavana Eu. Men. Cat. Acad. Imp. Pdter.sb. 2, p. 116. *
pavira Callic. Guen. M^m. Rhys. G(^n. 22, p. 388.
pavon Chlor. Lcdr. Humb. u. Bonpl. Observ. Zool. 1, p. 197. *
pebaua Dyn. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 116. *
pedaina Tem. Frühst. Entom. Riindsch. 29, p. 14.
pedrona Rliy. 3IouIf. Ann. Mag. Nat. Hist. 1909 (3), p. 103.
pelcus Meg. Shr. Abg. Gesch. Insekt. Tb. 13.
pella Phy. Hetv. Exot. Butt. 1 (Eresia 1). *
jiellenea Act. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. 2, Tf. 18. *
pellenea Phy. Röh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 450. *
pelhicidus Eu. Srnka, Beil. Ent. Zschr. 29, p. 130. *
pclonia l^hy. Heiv. Exot. Butt. 1 (Eresia 1).
pclops Phy. Drury, 111. Exot. Entom. 1. *
penelamaiide Hel. Sicjr. Iris 7, p. 67.
penelope Hel. Stgr. Iris 7, p. 67.
peuelope Prep. Frühst. Insekten-Börse 1901, p. 126.
peiielopeia Hel. Stgr. Iris 7, p. 67.
pcnthia Caton. Heiv. Exot. Butt. 2 (Ep. P.).
pereiiiia An. G. w. <8. Proc. Zool. 8oc. Bond. 1884, Tf. 32. *
pcrezi Chlos. H.-Schüff. Corr.-Bl. Zool. -Min. Ver. Regensb. 16,
p. 119.
perliilva Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 370.
perga Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 527.
pericles Agr. Bat. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) 5, p. 111.
perilla Phy. Heiv. Exot. Butt. 1 (Eresia 1). *
perisa Act. Jord. Entomologist 1913, Nr. 2.
peristera Cat. Hew. Exot. Butt. 1 (Cat. 2). *
perliila Phy. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 104.
permagna Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 519. *
penia Phy. Heiv. Exot. Butt. 1 (Eresia 1). *
perpetua Dyn. Bat. .Tourn. Entom. 2, p. 326.
perse Mel. Fdw. Papilio 2, p. 136.
persephone Eun. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 406.
persis Dyn. Hew. Exot. Butt. 2 (Eubagis 3). *
personata Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 5. *
peniana Callic. Guen. M^m. Phys. Gen. 22, p. 384.
peruana Phy. Röh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 438. *
peruviana An. Strd. Lepidopt. Niepeltiana p. 32. *
peruviana TIel. Fldr. Wien. Ent. Mon. 3, p. 396.
peruvianns Prot. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 186.
petiverana lieh Dbl. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 103.
phaedra Prep. G. u. S. Biol. Centr.-Amer. Rhop. 1, p. 322.
phaesyle Cybd. Hbn. Zutr. Smmlg. Exot. Schmett.
phaeton Mel. Driiry, 111. Exot. Ent. 1, p. Tb. 21. *
phaetusa Col. Cr. Pap. Exot. Tb. 130. *
phalaris Hel. Weym. Iris 6, p. 334. *
phaleidon Agr. Hew. Exot. Butt. 1 (Agr. u. Nymph.). *
phantes An. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 353.
phaon Phy. Fdw. Proc. Ent. Soc. Phil. 2, p. 505.
pharae Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 523.
phasis Eun. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 111.
phera Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 523.
pherenice Agr. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 577.
pheridamas Prep. Cr. Pap. Exot. 2, Tf. 158. *
phiale Meg. G. u. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 270.
phidile An. Hbn. Zutr. Smmlg. Exot. Schmett. (5). *
phila An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 642. *
phila Prep. Frühst. Insekten-Börse 1904, p. 126.
philetas Prep. Frühst. Insekten-Börse 1904, p. 126.
phillyra Phy. Hew. Exot. Butt. 1 (Eresia 1). *
philotima Callith. Rbl. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 62, p. 218.
philiimena An. Dhl. u. Hew. Gen. Diurn. l^ep. Tf. 50. *
phintias Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 530. *
phlegias Phy. G. u. S. Biol. Centr.-Amer. Rhop. 2, p. 680.
phliassa Ad. Godt. Encycl. M^thod. 9, p. 373.
phlogea Callic. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 2, ]). 147.
phlogeides Callic. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, 501.
phoebe An. T)rc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 648. *
pliucbus Prep. Bsd. Lepid. Guatemal. p. 52.
phoenix Agr. Niep. Lepid. Niepeltiana, p. 29. *
photidia Prep. Frühst. Entomol. Rundsch. 29, Nr. 19.
phylaca Ad. Bat. Ent. Month. Mag. 3, p. 135.
phylacides Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 520. *
phyllidis Hel. Sm.-Ky. Rhop. Exot. 1.
phyllis Hel. F. Syst. Ent. p. 463.
picea Eun. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 105.
picta Phy. Edw. Proc. Ent. Soc. Phil. 4, p. 201.
picteti Per. Guen. Möm. Phys. Gön. 22, p. 395.
pieridoides Dyn. Fldr. Reise Novara Lep. p. 410.
pione Ad. G. u. S. Biol. Centr.-Amer. Rhop. 1, p. 309. *
pitheas Cat. Latr. ITumb. u. Bonpl. Observ. Zool. 2, p. 90. *
pithyusa An. Fldr. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 1869, p. 473.
pitliys Ad. Bat. Ent. Month. IMag. 1, p. 128.
pittheus Dyn. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 115. *
idacida An. Drc. Proc. Zool. vSoc. Lond. 1877, p. 643. =•■
plagiata Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 446.
platina Arg. Skinn. Canad. Ent. 29, p. 154.
plausibilis Agr. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 569.
pleione An. Gndt. Encycl, M4thod. 9, p. 366.
plesaure Ad. Hbn. Zutr. Smmlg. Exot. Sckmett. (2). *
plesaurina Chlor. Bür. u. Drc. Cistul. Entom. 1, p. 102.
pluslos Ep. G. ti. S. Biol. Centr.-Amer. Rliop. 1 , p. 236.
pluto Eu. Stich. Berl. Ent. Zsc hr. 48, p. 32.
pluto Hel. Stgr. Iris 9, p. 303. *
plutouia Ep. G. v. S. Entom. Month. ;Mag. 1, p. 113.
jniasina Eupt. Schs. Proc. Zool. Soc. Lond. 1913, p. 343 *
poecile Chlos. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 396.
poeciliiia Phy. Bat. Ent. Month. Mag. 3, p. 133.
poeyi Meg. Sagra, Histor. Cuba 7. p. 562.
polaris Arg. Bsd. Inrl. Möth. p. 15.
poliiia Phy. Hew. Exot. Butt. 1 (Eresia 1). *
pollina Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 518.
poltis Phy. G. n. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 261.
polychrous Hol. Flrlr. Reise Novara I.ep. 2, p. 375. *
polymela Sid. G. u. iS. Biol. Centr.-Amer. Rhop. 1, p. 334.
polyiniiia Phy. Röh. Seitz, Groß-Sclmrett. 5, p. 447.
polyxo An. Drc. Cistul. Entom. 1, p. 288.
poinona Eun. Fldr. Reise Novara Lep. p. 407. *
poinpata Eun. Frühst. Stett. Zg. 1909, p. 211.
popi)acana Eun. Frühst. Stett. Zg. 1909, p. 209.
porphyrio Ar. Bat. .Tourn. Entomol. 2, p. 340.
portia An. F. Syst. Entom. p. 507.
praecaria Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 515. *
praelautus Hel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel.
p. 10.
praencste Prep. Heiv. Exot. Butt. 2. *
praeiicstiiia Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 565.
pradura Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 519.
praevalida Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 514.
pratensis Phy. Behr, Proc. Calif. Acad. Sei. 8, p. 86.
pravitas Ad. Frühst. Seitz, Groß-Sclmiett. 5, p. 522. *
praxias An. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 355.
pretiosa Hel. Weym. Iris 6, p. 325.
pretona Chlos. Bsd. Löpid. Guatemal. p. 37.
priene Per. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 351.
lu'ieiie Prep. Hew. Exot. Butt. 2 (Prepona 2). *
primuiaris Hel. Bür. Ann. ]Mag. Nat. Hist. (4) 3, p. 18. *
prisca Phy. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 349.
privata Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 517. *
privata Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 565.
privigna Ad. Frühst. Seitz, Groß-vSchniett. 5, p. 515.
procilla Pan. Hew. Exot. Butt. 1. *
procula Eu. Dhl. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 146.
progne Pol. Cr. Pap. Exot. 1, Tb. 15. *
prola Pan. Dbl. ii. Hew. Gen. Diurn. Lep. Tf. 43. *
proineuaoa An. G. u. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, p. 316. *
proscliion Prex). Frühst. Insekten-Börse 1904, p. 125.
prosepina An. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 4, p. 181.
prosorpiiia Lim. Edw. Proc. vSoc. Ent. Phil. 5, t3. 148.
psacon Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, jj. 563.
psauiniis An. Fldr. Reise Novara Lep. 3, jd. 448.
pseudagrias Ad. Frühst. Entom. Zschr. Stuttg. 22, p. 108.
pseudarete Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 529.
pseudariadne Tem. Frühst. Stett. Zg. 68, xj. 230.
pseudipliis An. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 180.
pseuditys Zar. Frühst. Ent. Zschr. 1909, ii. 165.
j»seudodurippus Lim. Streck. Cat. Lex^id. 1878, ji. 143.
pseudolaothoe, Tem. Frühst. Stett. Zg. 68, x^- 230.
pseudonioaudor Prex:). Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]). 557.
pseudoincssaua Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, x>. 525. *
pseudorhea Hel. Stgr. Iris 9, x?- 291.
X»tolyca Phy. Bat. Ent. Month. Mag. 1, x). 81.
pulchra Tem. Hew. Exot. Butt. 2 (ExJ. 2). *
pura Hel. Niep. Societ. Entom. 22, Nr. 6.
purpurascens Arg. H. Edw. Proc. Cal. Ac, Sei. 7, x^- l'fb-
inisilla Eun. Bat. .Tourn. Entom. 2, x^- 198.
pygas Cat. Godt. Encycl. Möthod. 9, x^- ^23.
|»ygiualiou Met. Frühst. Entom. Rundsch. 29, X)- 14.
pylene Prexi. Hew. Exot. Butt. 1 (Pandora-Prex)ona). *
pyracinun Cat. Godt. Encycl. M(§thod. 9, x^- 424.
pyraimis Haem. F. Sx^ec. Ins. 2, x^- 130.
pyrrha Act. F. Syst. Entom. x)- 404.
(luadra Act. Schs. Proc. V. S. Mus. 24, p. 392.
(juadrideiitatus Prot. Stgr. Proc. Zcol. Soc. Lond. 1873, p. 773. *
Urbcsclireibungs-Nacbweis der amerikanisclicn Nymplialiden.
ci:
quehtala Chlos. Reale. Proc. Acad. Pliil. 1, p. 84.
qiiiiio Mel. Behr, Proc. Oalif. Ac. Sei. 1803, p. 90.
quintilla Pliy. Ilew. Exot. Butt. 5 (Eresia 10).
quitaleiia Ilel. Hew. Exot. Butt. 1.
raeidula Byn. Heiv. Exot. Butt. 2 (Eubagis 2). *
radiata Act. Hew. Exot. Butt. 4, Acr. 0. *
radiata Ad. Frulist. Seitz, Groß-Schiuett. 5, p. 581.
radiosns Hel. Bür. Cistul. Entoin. 1, p. 166.
rectifascia Ect. Bür. u. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871,
p. 345.
roducta Chlor. Bäh. Seitz, Groß-Sclimett. 5, p. 546.
reducta Act. .Jord. Seitz, Groß-Schuiett. 5, p. 302.
reg’iiia Pan. Bat. Journ. Entom. 2, p. 213.
restricta Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schniett. 5, p. 514.
rhea Ag. Frühst. Stett. Zg. 68, p. 15.
rhea Ilel. Cr. Pap. Exot. 1, p. 85. *
rhenea Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 562.
rhodope Arg. Edw. Trans. Am. Ent. Soc. 5, p. 13.
rhodoptera Per. Bür. Cistul. Entom. 1, p. 162.
richardi Ilel. Riff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 73.
ricini Eu. L. Syst. Nat. (X), p. 466.
riffarthi Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 31.
riffarthi Hel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel. p. 26. *
robigus Hel. Weym. Stett. Zg. 36, p. 382. *
roeselia An. Esch. Kotzeb. Reise 3, p. 207. *
rpgenholeri IMysc. Fldr. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 1869, p.472.
rosacea Ilel. Riff. Deutsche Ent. Zsclrr. 1907, p. 512.
rosae An. Fasst, Societ. Entomol. 21, p. 81.
rosandra Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 513.
rosina Hel. Bsd. Lep. Guatemal. p. 79.
rosina Phy. Dogn. Le Natural. (2) 2, p. 67. *
rotschildi Ad. Frühst. Seitz, Groß-Sclunett. 5, p. 528. *
nibellius Hel. Sm. n. Ky. Rhop. Exot. 1. *
nibescens Hel. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Hel. p. 26.
rubia Pyr. Stgr. Iris 7, p. 70.
rubicunda Hel. Niep. Societ. Entom. 22, Nr. 6.
rubieunda Mel. H.Ediv. Papilio 1, p. 52.
rubra Haem. Kaye, Trans. Ent. Soc. Lond. 1904, p. 173.
rubra Hel. Stich. Wytsm. Gen. Ins. Nymph. Hel. p. 20.
rubrigutta Chlos. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 452.
rubrobasalis Per. Rhl. Berl. Ent. Zschr. 44, p. 299.
rubrosticta Act. .Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 365.
rufa Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 465.
rufescens Arg. Cckü. Entom. Rec. 1909, p. 186.
rufescens Chlos. Wr. Butt. West-Coast. *
rufescens Ilypna, BÜr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, fi* 209. *
rufescens Lim. Ccldl. Entomologist 1889, p. 4.
rufilia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 527.
rnfilinibata Hel. Bür. Cistul. Entom. 1, p. 169.
rupestris Arg. Behr, Proc. Cal. Ac. Sei. 2, p. 175.
rnsseus Zar. Frühst. Ent. Zsclm. 1909, S. 167.
rnstieus Pol. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 5, p. 107.
rntilans An. Bür. Ann. Mag. Nat. Hist. ■ (4) 5, p. 223.
rypliea An. Cr. Papil. Exot. 1, Tf. 48. *
sabatia Ag. Frühst. Seitz, Groß-vSclmiett. 5, p. 540.
Sabrina Caton. Hew. Exot. Butt. 4 (Ep. 1). *
Saga Arg. Stgr. Stett. Zg. 1861, p. 350.
sahlkei Agr. Honr. Berl. Ent. Zschr. 1885, p. 278. *
sakuntala Arg. Skinn. Entom. News 22, p. 108.
salacia Caton. Hew. Exot. Butt. 1 (Ep. 1). *
saladillensis Phy. Giacom. Ann. Soc. Argentina 72 (1911), p. 22.
salambria Caton. Ftdr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 106.
Salamis Cat. Fldr. Wien. Ent. IMon. 6, p. 114.
salmonea Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 464.
salnioneus Ad. Bür. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, 667.
salpensa Dyn. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 113.
salvini Agr. Frühst. Entomol. Nachr. 1895, p. 217.
salvini Callith. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 124.
salvlnii Hel. Hetv. Mitt. München. Ent. Ver. 1, p. 86.
sangninea Hel. Stgr. Iris 7, p. 66.
santina Prep. Frühst. Entomol. Nachr. 1897, p. 220.
santina Teni. Friihst. Stett. Zg. 68, p. 231.
sapho Ilel. Drury, 111. Nat. Hist. 3, p. 54. *
sapphira Callith. Hhn. Smmlg. Exot. Schmett. *
Sara Dyn. Bat. , Journ. Entom. 2, p. 324.
Sara Hel. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 167.
sarana Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 520. *
sardanapalus Agr. Bat. Proc. Ent. Soc. Lond. (2) 5, p. 111.
Sarsauda Act. Drc. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 12, p. 220.
satis Hel. Weyui. Stett. Zg. 36, iJ. 380. *
saturata An. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 104.
saturata Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]j. 4 16. *
satyrus Pol. Edw. Ti'ans. Aiuei'. hint. Soc. 2, ]). 371.
saundersi Ad. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 5, j). 561.
sauudersii Chlos. DU. u. Hew. Gen. Diuin. Lej). p. 18.5.
saurites Ag. Frühst. Seitz, Groß->Schmett. 5, j). 511.
saussurei l’er. Guen. iM4m. l*hys. G4n. 22, p. 398.
scliausi Mel. G. n. S. Biol. Centr.-Amer. Rhoj). 2, p. 676.
schausiaua An. G. u. S. Ann. 31ag. Nat. Hist. (6) 4, j). 98
schulzi Hel. Riff. Berl. Ent. Zschr. 13, p. 105.
sciana Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 463.
scotosis Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 468.
scyrus Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 558.
sejona Phy. Schs. Proc. Hn. Stat. iMus. 24, j). 395.
seitzi Chlos. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 453. *
scitzi Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 68, p. 6. *
seitzi Hel. Neust. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 594.
seitzi Pyrr. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. 40.
segesta Act. Weym. Stübels Reise p. 62. *
selene Phy. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 445. *
seliina Cat. Guen. M4m. Phys. G4n. 22, p. 416.
selina Chlor. Bat. Jouin, Entom. 2, p. 334.
sellasia Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 540.
semiflavida Hel. Weym. Iris 6, p. 302.
semifulva Cyst. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 744.
scmifulvus Prot. Bür. Proc. Zool. Soc. I^ond. 1875, p. 36.
semilutea Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, jj. 370.
seiniphorus Hel. Stgr. Iris 9, p. 284.
seiuiramis Arg. Ediv. Canad. Ent. 18, 61.
semirubra Agr. Niep. Lepid. Niepeltiana. p. 29. *
seutia Ad. G. u. S. Biol. Centr.-Amer. Rhop. 1, p. 309.
seraphina Chlor. Hbn. Smndg. Exot. Schmett.
seraphion Hel. Weym. Iris 6, p. 330.
serenita Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 516. *
sergestus Hel. Weyut. Iris 6, p. 339. *
seriphia Ad. Fldr. Reise Novara Lep. p. 423.
serita Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 529. *
serosa Callic. Guh\. M4m. Phys. G4n. 22, p. 386.
serpa Ad. Bsd. Spec. G4n. 1, Tb. 8.
serpeiitiiia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 532.
sestia Phy. Heic. Equat. Lepid. p. 26.
setabis Dyn, DU. u. Heiv. Gen. Diurn. Lep. 1, Tf. 30. *
siehaeus Ad. Bür. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 668.
sida Luc. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. 1. *
Sierra Mel. Wr. Brxtt. West-Coast. *
siga Arg. Hbyi. Zidr. Smmlg. Exot. Schmett. *
sileuus Pol. Edw. Trans. Amer. Ent. Soc. 3, p. 15.
silia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 522. *
Silvana Hel. Cr. I’ap. Exot. 4, p. 143. *
simois Phy. Heiv. Exot. Butt. 3 (Eresia 5). *
simois Prep. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 437.
Simplex Hel. Riff. Insekten-Börse 23, p. 56.
sineerus Helle. Riff. Deutsche Ent. Zschr. 1967, p. 501.
sinefascia Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 365.
sinefascia Lim. Edw. Papilio 2, p. 22.
siroiia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 521.
sisygambis Did. Frühst. Entomol. Zschr. 23, p. 41.
sisyphus Hel. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 7, p. 413.
sitalces Phy. G. ii. S. Biol. Centr.-Amer. Rhop. 1, p. 201.
skinneri Mysc. Menget, Entomol. News 5, p. 95.
snyderi Arg. Skinn. Canad. Ent. 29, p. 154.
sobriiia Act. .Jord. Novit. Zool. 17. p. 467.
soeia Phy. Ediv. Verh. Zool. -Bot. Ges. Wien 1869. p. 470.
sodalia Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 540.
sodalis Act. Bür. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 20, jd. 119.
sodalis Gnath. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 95.
sophax Ad. G. u. S. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 265.
soi)liene Vict. Frühst. Stett. Zg. 68, p. 13.
soi)lionisba Eun. Cr. Pap. Exot. 4, Tb. 295.
sophronia Mysc. Godt. Encycl. Method. 9, p. 823.
sopolis Phy. S. u. G. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 2, p. 262.
sorana Cat. Godt. Encycl. MMhod. 9, p. 422.
soron Prep. Frühst. Seitz, Groß-vSchmett. 5, p. 556. *
sosippus An. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 352.
sosis Phy. G. u. S. Ann. Mag. Nat. ITist. (5) 2, p. 262.
sosthenes Dyn. Hew. Trans. Ent. Soc. liOnd. 1869, p. 34.
sotericus Hel. Salv. Ann. Jlag. Nat. Hist. (4) 7, p. 413.
speciosa Cat. Röb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 495.
sperata Hel. Riff. Deutsche Ent. Zschr. 1907, p. 513.
sphaeteria Prep. Frühst. Seitz, Groß-Sclunett. 5, p. 565.
splendlda Hel. Weym. Iris 6, p. 334. *
splendida Hyp. Rothseh. Novit. Zool. 11, p. 309. *
spleiidida Prep. Rothseh. Novit. Zool. 1896, p. 687. *
spoliata Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 9.
614
Urbeschreibungs-Nachweis der amerikanischen Nymphaliden.
spnicpana Ad. Bcd. Ent. INIonth. Mag. 1861, p. 129.
spnifpi llel. Bcd. Ent. .Montli. Mag. 1, p. 57.
spiirius Hel. Weipn. lri.s 6, p. 309. *
sriikai Oallitli. Honr. Berl. Ent. Zsclir. 28, Tf. 7. *
stalachtoides Vila Baf. Trans. Ent. Soc. Txjnd. (3) 5,
p. 510.
staudiiigoi'i Gallith. Böh. Seitz, Groß-Scdunett. 5, p. 491.
standiiigeri llel. Wcijdi. Iris 6, p. 324. *
steneles Vict. L. IMns. Ulric. p. 218.
steiiia Act. .Tord. Novit. Zool. 17, p. 407.
sfPiiotaiMiia Pliy. Böh. Seitz, Groß-Schniett. 5, p. 440. *
steropp iMel. Echo. Trans. Am. Ent. Soc. 3, p. 190.
stpi'opp Ag. Fridist. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]>. 514.
stpsilea Phy. Bcd. Ent. IMonth. Älag. 1, p. 82.
sthpiio An. Prdiw. Stett. Zg. 1875, p. 142.
stirlipli An. Fridist. Gnben. Ent. Zsclir. 1, p. 101.
stieliPli llel. Bifj. Deutsche Ent. Zsclir. 1907, p. 509. *
straininosa Act. Jcjrd. Seitz, Groß-Schmett. 5. p. 369.
strathitps Gat. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, ii. 107.
stratonipp Act. Lcdr. Iliinib. n. Boupl. Ohserv. Zool. 2, p. 92. *
stratonicus Pyrr. Frühst. Stett. Zg. 1908, p. 36.
strpekpri .Mysc. (Skinn.) Wecks, lllustrat. p. 6. *
strigosa Zar. Gmet. Syst. Nat. 1 (5), p. 2290.
stryinon An. Weym. Stiiliels Reise, Tb. 3.
stuai'ti Agr. Goden. Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 19.
stiibpli llel. Blff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 109.
stiippiida Gol. Stich. Wytsman, Gen. Ins. Easc. 63, p. 12.
stygiaiia Vict. Schs. Proc. Zool. Soc. Lond. 1913, p. 348. *
Styx Phy. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 94.
suapiira Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]i. 516. *
subhadia Act. Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 372.
subbninnpseens An. Böh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 585.
subconcolor Phy. Böh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 441. *
snbcydiiides Hei. Stgr. Iris 9, p. 289.
subplatus Act. .Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 361.
siibfaspiata Phy. Böh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 448.
subliyalina Act. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 82.
subnubilus Hel. Stich. Wytsm. Gen. Ins. Nymph. Hel. p. 14. *
Siibota Phy. G. u. S. l’roc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 268.
subpallida Van. Ccklt. Entomolog. 1889, p. 185.
subtuniforjnis Ghlor. Böh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 546.
siilphureus Hel. Weym. Iris 6, p. 311. *
sulpitia Vict. Cr. Pap. Exot. 4, p. 328.
suliana Ghlor. Foett. Rev. Mns. Panlista 5, p. 627. *
superba Vict. Bar. Ent. ülonth. Mag. 1, p. 161.
superioris Hel. Btlr. Aim. IMag. Nat. Hist. (4) 15, p. 224.
surdus En. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 27. *
suriina Act. Schs. Proc. IT. S. IMns. 24, p. 392.
susarion I’yrr. Frühst. Entomol. Rnndschan 29, p. 15.
suspecta Act. .Jord. vSeitz, Groß-Schmett. 5, p. 369.
sydonia Enn. Godt. Encycl. IM^thod. 9, p. 416.
syene Zar. Heiv. Exot. Bid.t. 1 (Paphia n. Sider). *
sylphis Bolb. Bcd. Ent. Month. Mag. 1, p. 113.
sylvestris Psend. Bcd. .lonrn. Entom. 2. p. 204.
synia Ad. Godt. Encycl. ]\I4thod. 9, p. 374.
syrnaitlins Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 557.
synehrnnia Prep. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 161.
syntyche Sid. Hew. Exot. Butt. 1 (Agr. u. Sider). *
syriia Ad. Frühst. Seitz. Groß-Schmett. 5, p. 530.
sysiphus Prep. Cr. Pay)il. Exot. 2, Tb. 158. *
taeiiiata Phy. Böh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 438. *
tales Eir. Cr. Pap. Exot. 1, p. 62. *
tarapntensis Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 46, p. 59.
tarpeja Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 532. *
tar(|uinius Arg. Crt. Ross. Nat. II, Voy. NW. Pass. App. p. 68.
tarratia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 52i. *
tatila Enn. H. -Schaff. Smmlg. Außer-Eur. Schmett. f. 69 — 72.*
tatilina Enn. Fridist. Stett. Zg. 1908, p. 47.
taurione Enn. Hbn. Zutr. Smndg. Exot. Schmett. (4). *
taylori Mel. Echv. Ganad. Ent. 20. p. 82.
teeta lieh Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 207.
tegeata Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 514.
tegyra Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 541.
telchinia Hel. J)hl., We.stw. Hetv. Gen. Dinrn. I^ep. 1, p. 104. *
teleboas Gyst. Men. Bull. Acad. Mose. 1832, p. 307.
tclesiphe Gol. Hetv. Trans. Ent. Soc. Ijond. (3) 5, p. 564.
telesiplie Hel. J)ht. Gen. Diurn. I^ep. 1, p. 103. *
teletusa Phy. Godt. Encycl. IMMhod. 9, Sirppl. p. 817.
tellias Ghlos. Bcd. Entom. Month. Mag. 1, p. 84.
telliis lieh Oherth. Et. d’Ent. 21. *
temerinda Hel. Hew. Exot. Butt. 5. *
tenebrosa Act. Hew. Exot. Butt. 4, Acr. 6. *
tenebrosa Eun. Sedv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 4, p. 173.
terpsichore Pyr. Jdiit. Linn. Entomol. 14, p. 266.
terpsiiioe Act. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 78.
testacca Act. S. u. G. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 2, p. 144
testacea An. Böh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 585. *
texa Cat. Hew. Exot. Butt. 1 (Catagr. 3). *
texana Phy. Edw. Proc. Ent. Soc. Phil. 2, p. 81.
thalassina Dyn. Bsd. L^pid. Guatemal. jj. 42.
thalia Act. L. Syst. Nat. (X), p. 467.
thalpiiis Prep. Hbn. Smmlg. Exot. Schmett. 1, Tb. 71. *
thalysia Ghlor. Frühst. Stett. Zg. 1907, p. 242.
thainar Hel. Hhn. Smmlg. Exot. Schmett. 1. *
Hiaiiiyras Cat Men. Gat. Mus. Petr. 2, Tf. 8. *
Hiaros Phy. Drnry, 111. Exot. Entom. 1, Tb. 21. *
tliaiuiias Ghlor. 71«/. Ent. Month. Mag. 1, p. 130.
Hieaeiia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 514. *
■Hiearida Ag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 545. *
Hi(d)ais Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, i?. 555.
fhebais Phy. G. u. S. Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 267
tliebais Sid. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 422.
thekla IMel. Edw. Trans. Am. Ent. Soc. 3, p. 191.
(helxiope Hel. Hhn. Exot. Schmett. 1. *
(lielxiopeia Hel. Stgr. Iris 9, p. 305.
tlieiuistoeles Meg. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 66.
tluMUia Phy. il/e«. Emmi. Corp. An. Petr. p. 86. *
theophania Eun. JG'idist. Stett. Zg. 1908, ]). 46.
theophila Act. J)ocjn. le Natural. (2) 1, id. 173. *
therasia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 531.
theseus Dyn. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 106.
Ihespias Act. Weym. Stiibels Reise p. 73. *
Ihesprotia Ad. Jldr. Reise Novara Lep. 3, p. 419.
tliessalia Ad. JGdr. Reise Novara Lep. 3, ji. 417.
tluuidela Hel. Hetv. Ent. Älonth. Mag. 10, i3. 224.
tliielei Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 195.
Ihisbe Ilaem. I)h1. ti. Hetv. Gen. Diurn. Lep. Tf. 30. *
tlioasa Ad. Hetv. Ann. Mag. Nat. Hist. (2) 6, p. 436. *
tlioe Chlor. Godt. Encycl. Method. 9, p. 376.
Ilionisoiii Van. Bttr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 19, p. 104.
thrasylla Cybd. JGdr. Wien. Ent. Mon. 3, p. 397..
tliyaniis An. Frühst. Guben. Ent. Zschr. 1, ji. 102.
thyinetus Phy. J^^. IMant. Insect. 2, p. 30.
tlniainis lieh Weym. Iris 6, p. 331. *
tiiiiareta Hel. Hetv. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 5, p. 563.
titaii An. Fldr. Reise Novara Lep. 3, p. 447.
litaiiia Gat. Satv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 4, p. 177.
lilliia Dyn. Hhn. Zutr. Smmlg. Exot. Schmett. (2). *
titlionia Eun. Fldr. Reise Novara Lep. 2, p. 199. *
titlioreides Hel. Stgr. Iris 12, p. 404.
titlioreides Prot. JGlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, ji. 774
lithraiistes Gol. Sedv. Ann. (Mag. Nat. Hist. (4) 7, p. 415.
litia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 515.
titio Gol. Stich. Wytsman, Gen. Ins. Fase. 63, p. 12.
tizoiia Ad. Fldr. Reise Novara Lep. p. 424.
lizoiiidcs Ad. IGahst. Ent. Zschr. Stuttg. 22, p. 108.
tcdiina Cat. Hew. Exot. Butt. (Catagr. 1). *
torrebia Luc. Men. Bidl. Acad. IMoscou 1832, p. 310.
tracta Ad. Btlr. Lepid. Exot. p. 102. *
trajaims Agr. IGuhsl. Iris 14, p. 327.
traiisiens Hel. Stgr. Iris 9, p. 314.
fransiens Prep. Frnh.st. Iris 17, p. 311.
trayja Vict. Hhn. Smmlg. Exot. Schmett. 1. *
triclaris Arg. Hbn. Smndg. Exot. Schmett. 2. *
tricoloratiis Hel. Btlr. GisHü. Entom. 1, p. 167.
trinacria Act. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 417.
tringa Per. Guen. iM4m. Ihiys. G4n. 22, p. 401.
ti'inina Ad. J\aye, Trans. Ent. Soc. Ijond. 1913.
trinitalis Act. .Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 372.
tniiilatis Prot. Jtöh. Seitz, Groß-Schmett. 5. p. 580. *
tristis Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45, p. 210.
Iristrigosa Per. Btlr. Cistul. Entom. 1, p. 161.
triteia Catagr. J^'ruhst. Societ. Entom. 191(i, p. 24.
troglodyta An. 7’. Syst. Entom. p. 502.
Irypheiia Per. Hetv. Exot. Butt. 2 (Catagr. 6). *
Iryphon Agr. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, i3. 573.
liilcis Phy. Bat. Ent. IMonth. Mag. 1, p. 82.
tiilita Cldos. Dew. Stett. Zg. 38, Tb. 1. *
tiiniida Ad. Btlr. Cistul. Entom. 1, p. 165.
tiiteliiia Meg. Hetv. Exot. Butt. 1 (Timetes 1 ). *
tyoho lieh Bcd. Trans. Linn. Soc. Ijond. 23, p. 559.
tyiidarius Hel. Weym. Iris 9, p. 317.
typhla Cat. Böh. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 495. *
typhoeus Pyrr. IGdr. Reise Novara Lep. 3, p.T411.
Urbesc]n’eil)uugs-Nacliwois der aincrikatiischc)) Nymplialidcn
tyrianthina An. G. u. H. Ann. Mag. Nat. II ist (4) 2, p. 148.
tyrias Prep. Frulisi. Seitz, Groß-»Scliniet4. 5, p. .5.55. *
iidalrica Hel. Cr. Pap. Exot. 4, p. 1(5. *
iimbrosa Pol. Linin. Trans. Am. Ent. Soc. 2, p. 313.
unit'asciatus Eti. Bilr. Cistnl. Entom. 1, ]). KiU.
uniinaculata Hel. Hew. Eqnat. l^ep. p. 10.
iirraca Ad. Fldr. Wien. Ent. Mon. (5, p. 1 1(5.
iiiTaciiia Ad. Frühst. Seitz, Groß-.Schmct(.. 5, ]). 51(5.
Ursula Phy. Stgr. Iris 7, p. 70. *
lila Ad. Frühst. Seitz, Groß-Scliniett. 5, p. 519.
uzita An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 443. *
vacuna Chlor. Godt. Encycl. M4thod. 9, p. 377.
vala Hel. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 78.
valdiviana Arg. Ph'it. Linn. Entom. 18(50, p. 2(55.
Valentina Ad. Frühst. Seitz, Groß-Scliinett. 5, p. 514.
vanessoides h’liy. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 449.
vanillae Dione L. Syst. Nat. p. 482.
vaninka Per. Hew. Exot. Putt. 1 (Catagr. 4). *
varians Act. Jord. Novit. Zool. 17, p. 4(54.
varieg'ata Phy. Bob. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 437. *
vegetissiina En. Stich. Beil. Ent. Zschr. 48, p. 8.
velia Ad. Ftdr. Reise Novara Lep. 3, p. 423.
veliada Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 52(5.
velica Phy. Jlcw. Exot. Butt. (Eres. V), Pig. 25. *
velox Hypna Bür. IToc. Zool. Soc. Ijond. 18(5(5, p. 208. *
vclutina Ag. Bat. .lourn. Entom. 2, p. 315.
Venus Hel. Stgr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1802, p. 390.
venusia Eim. Ftdr. Reise Novara Lep. 3, p. 407.
venusta An. An. Frühst. Gnben. Ent. Zschr. 1, ii. 111.
venusta Hel. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 7, p. 413.
veraecnicis Act. .Jord. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 370.
veraepaeis Hel. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 57.
Verena Phy. lleiv. Exot. Butt. 3 (Eresia 4). *
verenda Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 513. *
veronica Eun. Bat. .Tourn. Entom. 2, p. 198.
versicolor Hel. Weym. Iris 6, p. 317. *
verticordia An. Hbn. Zutr. Smmlg. Eur. Schmett. (3). *
vesta Agr. Fridist. Iris 14, p. 351.
vesta l’hy. Ediv. Trans. Amer. Ent. Soc. 2, p. 371.
vestiiia An. Heiv. Eqnat. Lepid. p. 31.
vestina Prec. Ftdr. Reise Novara Lep. 3, p. 201.
vetustus Hel. Bür. Cifstul. Entom. 1, p. 1(55.
vialis En. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 20.
viearia Dyn. Bat. .Tourn. Entomol. 2, p. 323.
viehada Per. J)rc. Trans. Ent. Soc. Lond. 1874, p. 15(5.
vieinalis An. Böb. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 590.
vicinalis Eu. Stich. Berl. Ent. Zschr. 48, p. 21.
vicinia An. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 181.
vieinus Hel. Men. Ldp. Acad. Imp. P4tersb. 2, p. 114.
vietoria An. Drc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 045.
vietrix ITep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, ji. 500.
viculata Hel. Biff. Berl. Ent. Zschr. 45. p. 488.
Viola Eun. Bat. .lourn. Entom. 2, p. 199.
violetta Eun. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 110. *
violetta Tem. Frühst. Stett. Zg. (58. p. 229. *
virgata Hel. Stich. Insekten-Böi'se 19, p. 255.
virginiensis Pyr. Driiry, 111. Exot. Entom. 1, Tb. 5. '''
viridana Hel. Sticti. Wystm, Gen. Insect. Nymph. Hel.
p. 35.
viridinota Per. Bür. Cistid. Entom. 1, p. 101.
viridis Hel. Stgr. Exot. Tagf. 1, ]!. 77. ■■■
virilis l^hy. Böb. Seitz, Gi’oß-Schmett. 5, p. 450.
ß 1 5
vilriiiga Pco'. Hew. Exot. Butt. 2 (Catagr. 8). *
vitlatus Mel. Bttr. (üstul. Mntom. 1, p. 100.
vodeiia Ad. Frühst. Seitz, Groß-Schniett. 5. p. 521.
volara Per. lletr. Exot. Hutt. 4 (Catagi-. 12).
voliiiuiia hlun. Godt. Enc.ycl. AR-tlmd. 9, j). 11(5.
v<du|»is Ad. Frohst. Seilz, Gi'oß-Schmett. 5, jn 512.
vuleanus lieh Bttr. Proc-. Zool. Soc. Lond. 1805, ji. hßi. *
vulcaiius Sich Ft(tr. Wi<-n. Ent. Mon. 0, p. 121.
VulpcM-ula Zar. Frühst. Ent. Zschr. 1909, p. 107.
vulpiiia Zar. Frühst. Ent. Zschr. 1909, p. 1(59.
weidciuey(‘ri Lim. AVZcc. Proc. Ac. N., Sei. Phil. 18(51 . ]>. 102.
weruickei Metam. Böb. Societ. lOntomol. 20, p. 177.
weyuieri Hel. Stgr. Iris 9, p. 287. *
wheelcri Mel. H. Fdro. Papilio 1, p. 52.
wliitrdyi Callith. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 4, ]). 179.
wliilucyi Mel. Behr, Proc. Calif. Ac. Sei. 1803, p. 88.
willuduiina Ad. Frohst. Ent. Zschr. Stuttg. 21, p. 172.
wrightii Mel. Edw. Canad. Eid<. 18, p. (54.
xauthica Hel. Bat. Ent. Month. Mag. 1, p. 57.
xauthiea Per. Hew. Exot. Butt. 3 ((iatagr. 11). *
xanlliippus Agr. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 105.
xautlincles Hel. Bat. Trans. Soc. lann. Lond. 23, ]>. 5(51.
xeiiaguras Prep. Hew. Ent. iMonth. .Mag. 12, p. 153.
xeuarehus Prep. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 5, j). 558.
xeuia Ag. Frohst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 541.
xonica An. Bat. Ent. .Month. .Mag. 1, p. 1(53.
xeiioclea Per. Fldr. Wien. Ent. .Mon. 5, p. 10(5.
xenocles An. Ww. Gen. Diurn, Lepid. p. 319.
xenoerates An. Wo). Gen. Piurn. Ijiqn 2 (2), p. 377.
xiiuena Ad. Ftdr. Wien. Ent. Mon. 0. p. 110.
xyuiatus Prep. Frohst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 554.
yeba Per. Hew. Exot. Butt. 2 (Catagr. (5). *
yurita Phy. Beuk. Proc. Ent. Soc. I’hil. 5, p. 224.
yuungi Arg. Holl. Entom. News 11, i). 183.
zaliua Ad. Frohst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 522.
zaliuuiia Ad. Hew- Trans. E)d.. Soc. l.ond. 1871. p. 1(55,
zaliuunna Chlor. Bttr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1801. p. 27l. *
zaiiiha Pye. Dbt o. Hew. Gen. Diurn. Lep. p. 305. *
zaraja Pan. Frohst. Entomol. Rundsch. 29, p. 40.
zea Ad. Hew. Ann. ]Mag. Nat. Hist (2) (5, p. 435.
zelpliaiita Cat. Hew. Exot. Bidt. 2 (Catagr. 8). *
zelys l’yc. G. o. S. Ih-oc. Zool. Soc. Lond. 1874. p. 311.
zouobia Dyn. Bat. .To\xrn. Eidom. 2, ]>. 32(5.
zeuudorus Agr. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870. p. 15(5.
zephyrus Pol. Edw. Trans. Amer. Eid.. Soc. 3, p. 1(5.
zerciie Arg. ßseZ. Ann. Soc. Ent. Pr. (2) 10, p. 303.
zotes Dyn. Men. Bidl. Acad. .Mose. 1832, p. 31((.
zetlius Zar. IPic., Dbl. o. Hew. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 321.
ziola Ad. Erohst. Seitz, Groß-Schmett. 5, ]). 51(5. *
zobeida Hel. Bttr. Ann. iMag. Nat. Hist. (4) 3. p. 18.
znnalis Prec. Ftdr. Reise Novara IjC]). 3, ]). 399.
zo|»yra Ad. Frohst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 514.
zuranüies Prep. Frohst. Seitz. Groß-Sclmiett. 5, ]>. 5.j4.
zorcaou Eu. Bcak. Proc. Amer. Acad. Sei. 1800. j). 243.
zuia Ad. Hcio. lüxot. Butt. 4 (lleterochroa 1). *
zulcika Hel. Hew. Exot.. Butt. 1. *
zuiiilaces Ad. Frohst. Seitz, Groß-Schmett.. 5. p. 530.
zunilda Chlor. Godi. Encycl. Method. 9. ]i. 377.
zygia Hel. Biff. Deutsche Ent.. Zschr. 1907, p. 501. *
zynia Ad. Frohst. Seitz, Groß-Schmett. 5, p. 525.
•5<
y ■ - • .
i ’
i
i
«-iS.
-.-i
-- -t^i
I
t
*!■&.
'0
■ 'V-"'" •i
*•
. --. ■ ■-«r'jJss
t V "'^
1#